Kristina Schröder sagt auch, was gesagt werden muß

und erntet dieselben Reflexe, die Günter Grass erfahren hat. Denn Feminismus-Kritik ist dasselbe verminte Gelände wie Israel-Kritik.

Scharfe Kritik in offenem Brief

Schröder-Gegner starten Internetkampagne

Von Annett Meiritz und Anna Reimann

 

Der Widerstand gegen die Politik von Familienministerin Kristina Schröder wächst: Ihre Gegner machen mobil, mehrere prominente Grünen-Politiker haben eine Kampagne im Netz gestartet. Die Ministerin steht wegen ihres Feminismus-Buchs und des umstrittenen Betreuungsgeldes in der Kritik.

[…]

Schröder hat schwere Tage und Wochen hinter sich: Der Streit um das Betreuungsgeld, das Schröder als zuständige Ministerin in ein Gesetz gießen muss, eskaliert in der eigenen Partei. Schröders Modell der flexiblen Frauenquote stößt auch bei Frauen in den eigenen Reihen auf Ablehnung.

Ihr Buch „Danke, emanzipiert sind wir selber!“ wurde durchgehend vernichtend rezensiert. Als Schröder das Buch an diesem Dienstagabend in Berlin-Prenzlauer Berg vorstellte, kamen hämische Zwischenrufe aus dem Publikum. Ein Team der Satiresendung „Extra 3“ verhöhnte die Ministerin mit einem Lied, Moderator Tobias Schlegl überreichte Schröder für ihren Einsatz fürs Betreuungsgeld eine goldene Schürze.

Kritik hagelt es außerdem von der Opposition an der Rolle von Schröders Co-Autorin. SPD und Grüne verlangten Aufklärung: „Es ist nicht die Aufgabe von Mitarbeitern, ein privates Buch für die Ministerin zu schreiben.“

Auf SPIEGEL ONLINE hatten sich am Donnerstag Frauen aus ganz Deutschland gegen das Betreuungsgeld ausgesprochen – darunter prominente Unionsanhängerinnen. Auch SPIEGEL-ONLINE-Leser stimmten deutlich gegen die Prämie: Mehr als 7300 Leser stimmten über das Betreuungsgeld ab, knapp 85 Prozent der Vote-Teilnehmer sprachen sich gegen den Zuschuss aus.

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,828620,00.html

Und schon läuft die nächste Pressekampagne, angeschoben von den getroffenen Mainstream-Feministinnen in Medien und Politik, die zurecht aufheulen, wenn jemand die Entideologisierung der Geschlechterrollen fordert. Es ist mal wieder eine Scheindiskussion, die mit den realen Frauen nicht geführt werden könnte, denn die haben andere Sorgen. Und wie üblich kommt es zu einer Personalisierung, die an Unsachlichkeit nicht zu überbieten ist, wie ein Blick auf den Blog ›Mädchenmannschaft‹ belegt.

Kotztüte Kristina Schröder hat ein Buch geschrieben, wie wir leider zur Kenntnis nehmen mussten. Recht und Geschlecht hat es gelesen, rezensiert und Pressestimmen eingefangen.

Antje Schrupp dagegen will Schröders Buch nicht lesen. Nicht, weil sie alles schlecht findet, was die Ministerin tut oder nicht tut, sondern weil Schröder in “Danke, emanzipiert sind wir selber!” sämtliche platten Argumente des Antifeminismus’ bedient.

Was Schröder so alles nicht tut, listet dann noch einmal Karnele in einem sehr wütenden Beitrag auf.

StopTalk kritisiert den Brief gegen Schröder, weil die nationalistischen und rassistischen Ideologien der Ministerin bei der Kritik unter den Tisch gefallen sind.

http://maedchenmannschaft.net/kotztueten-und-andere-ekelfaelle-die-blogschau/

http://nichtmeineministerin.de/

Zur Sache:

1.

Kristina Schröder wird vorgeworfen, sich für das Betreuungsgeld einzusetzen.

Das war nicht ihre Idee, sondern die der CSU, die es der CDU abtrotzte. Schröder hat insoweit nur die Wahl, zurückzutreten oder den entsprechenden Gesetzentwurf mit zusammengebissenen Zähnen vorzubereiten. Wählt sie die erste Option, erhält eine stramme Parteisoldatin ihren Job.

2.

Kristina Schröder wird vorgeworfen, den Kita-Ausbau nicht voranzutreiben.

Der Kita-Ausbau ist Sache der Kommunen.

3.

Kristina Schröder wird vorgeworfen, zu wenig für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu tun.

Diese Forderung muß zuständigkeitshalber an Frau von der Leyen adressiert werden.

4.

Kristina Schröder wird vorgeworfen, gegen die Frauenquote in Aufsichtsräten von DAX-Unternehmen zu sein.

Man kann auch aus feministischen Gründen gegen Quotenfrauen sein:

http://www.emma.de/hefte/ausgaben-2011/winter-2011/warnung-vor-der-quote/

Letztlich ist es ohnehin nur Symbolpolitik für ein paar happy few, die bei einigen Sitzungen im Jahr das abnicken, was die entscheidenden Aufsichtsratsausschüsse und der Vorsitzende ihnen präsentieren, wofür sie fürstlich entlohnt werden.

5.

Kristina Schröder wird vorgeworfen, nichts gegen den Gender Pay Gap in Höhe von 23 % zu unternehmen.

Sorry, selbst wenn es ihn gäbe, wäre sie dafür ebensowenig zuständig. Das statistische Bundesamt konnte überdies nur eine Einkommenslücke von 8% entdecken, für die es noch keine Erklärung gibt. Aber Mythen leben eben lange…

Existiert in der Wirtschaft oder im öffentlichen Dienst auch nur ein einziger Tarifvertrag, in dem zwischen männlichen und weiblichen Arbeitnehmern/Angestellten differenziert wird? Haben wir nicht ein Antidiskriminierungsgesetz, nach dem auf gleiche Bezahlung geklagt werden kann? Gibt es nicht auch den Niedriglohnsektor für Männer (Wachschutz, Gebäudereiniger)? Werden Frauen gezwungen, in Branchen zu arbeiten, in denen weniger verdient wird als in anderen?

Zwischen der sozialen und der Geschlechterfrage muß getrennt werden. Denn das abgehängte Drittel unserer Gesellschaft besteht aus Frauen, Männern und Kindern. Familien, Ledigen und Alten. Immigranten und Deutschen.

Die alle sind der Ministerin zutiefst dankbar, daß sie sich gegen eine Ideologie wendet, die in Wahrheit eine Gruppe bevorteilen und die andere diskriminieren will, ohne die realen Gegebenheiten in den Blick zu nehmen. Und Rechtsstaat ist schon gar nicht deren Ding. In Österreich lassen sich die Auswüchse dieses Wahns gerade besichtigen:

Medizin-Studium: Frauen-Bevorzugung rechtswidrig

Weil Frauen beim EMS-Eignungstest für das Medizin-Studium schlechter abgeschnitten haben als Männer, sollen sie beim nächsten Test bevorzugt werden. Laut einem Gutachten im Auftrag der Hochschülerschaft ist das jedoch rechtwidrig, berichtet „Die Presse online“.

Der Testwert, der über die Zulassung entscheidet, soll am 6. Juli erstmals nach Geschlechtern getrennt ausgewertet und die Ergebnisse der Frauen um einen „Ausgleichsfaktor“ erhöht werden. Diese Art der Auswertung könnte zur Folge haben, dass eine Frau etwas schlechter abschneidet, aber dank „Ausgleichsfaktor“ gleich gut wie ein besserer Mann gereiht wird. An der Medizin-Uni Wien waren zuletzt 56 Prozent der Bewerber Frauen; unter den Zugelassenen waren sie jedoch nur noch zu 43 Prozent vertreten.

Gutachter: „Umgekehrte Diskriminierung“

Laut dem Gutachten des Juristen Joseph Marko von der Universität Graz ist der geplante „Ausgleichsfaktor“ jedoch nicht zulässig. Marko sieht in der genderspezifischen Auswertung „zwar das verfassungs- wie europarechtlich legitime Ziel des Ausgleichs einer objektiven Benachteiligung verfolgt“, jedoch im Sinne des Prüfungsmaßstabes der Bundesverfassung sowie der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) eine „umgekehrte und indirekte Diskriminierung“.

http://wien.orf.at/news/stories/2529840/

(Danke, Nina, für den Tip!)

Ich halte es lieber mit Adam Soboczynski:

Lasst mich mit eurem Geschlecht in Ruhe!

Warum uns das Gerede von weiblicher und männlicher Befindlichkeit verdummt.

Jeder Humanbiologe kann einem schlüssig darlegen, dass es zwar körperliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen gibt, die auch ihr Alltagsverhalten beeinflussen, dass aber die charakterlichen Unterschiede zwischen einzelnen Individuen, wenn man vom Geschlecht absieht, noch immer weitaus größer sein können als die zwischen Mann und Frau. Den weinerlichen Mann gibt es heute im Alltag genauso wie die nicht nur im Berufsleben über Leichen gehende weibliche Führungskraft, den verzärtelten Bartträger in Berlin-Mitte genauso wie die kommunikationsgestörte, empathielose Mutter.

[…]

Die Beschwörung des Geschlechts lenkt nur vom Unbehagen an den Produktionsverhältnissen ab. Das Selbstverwirklichte ist heute das Unfreie. Wer das Geschlecht mit einem trügerischen Freiheitsversprechen befrachtet, spricht doch nur wie ein Unternehmensberater: Er setzt auf Männer und Frauen, die über Kommunikations-, Kooperations- und Empathiefähigkeit verfügen, den Schmierstoffen des allerneuesten Kapitalismus. Wer von Frauen spricht, spricht in Wahrheit von keinem Geschlecht, sondern vom neuen Menschen. Der aber ist ein Angestellter, der von einer Bürokarriere träumt, nicht von Emanzipation.

http://www.zeit.de/2012/12/Identitaetsdebatte-Geschlechterrollen/komplettansicht

Update (mit Dank an Oliver Thomas):

Kristina Schröder

„Mutter, Karriere, Geliebte. Das erschlägt Frauen“

Familienministerin Kristina Schröder legt sich mit Feministinnen und Konservativen an: Dafür erntet sie giftige Kritik. Doch der Gegenwind schreckt sie nicht. Im Gegenteil. Von Ulf Poschardt

[…]

Welt Online: Die Kritik war zum Teil sehr persönlich und giftig.

Schröder: Das belegt die These des Buches. Über die Lebensentwürfe von Frauen tobt eine wahnsinnig heftige Debatte – wie man bei der Buchvorstellung am Dienstagabend im Prenzlauer Berg sehen konnte. Die Medienberichte über den Abend waren aber übertrieben.

Richtig ist, ein Teil der Besucher in dem Saal war auf Krawall gebürstet – aber das waren bekannte Aktivisten. Bei denen konnte ich nicht mit Beifall rechnen.

[…]

Welt Online: Eigentlich machen Sie etwas theoretisch Linkes. Sie dekonstruieren Normen und Mythen, aber gerade die Linke hasst Sie besonders.

Schröder: Auch da gibt es Leute, die kritisch, aber konstruktiv diskutieren. Angegriffen werde ich von den Ideologen.

[…]

Welt Online: Die Opposition wirft Ihnen vor, eine Mitarbeiterin Ihres Ministeriums als Co-Autorin missbraucht zu haben. Ist das so?

Schröder: Nein, natürlich nicht. Meine Co-Autorin Caroline Waldeck war auch ziemlich entsetzt, dass Frau Künast ernsthaft so tut, als müsste man einer erwachsenen Frau verbieten, in ihrem Urlaub an einem Buch mitzuschreiben. So weit kommt es noch.

http://www.welt.de/politik/deutschland/article106207522/Mutter-Karriere-Geliebte-Das-erschlaegt-Frauen.html?wtmc=google.editorspick?wtmc=google.editorspick

Mariam Lau hat in der ZEIT vom 19.4.2012, S. 5, Folgendes zu der turbulenten Buchvorstellung geschrieben:

 In der Backfabrik-Lounge übereichen ihr ein paar Witzbolde von Extra 3 eine goldene Schürze, ein Frauenchor singt ein Dankeslied dafür, dass man zurückdarf an den Herd, und eine Studentin ruft empört: »Ist Ihnen nicht klar, wie viele Mädchen da draußen rumlaufen, die nicht wissen, wo ihre Klitoris ist?«

Wenn Alice Schwarzer das wüßte, die sie doch für Deutschland erfunden haben will…

Mariam Lau:

Offenbar nicht. Unbekümmert, etwas spröde, aber hartnäckig beharrt die Familienministerin (eine Frauenministerin möchte sie eigentlich gar nicht sein) auf ihrer These, dass der Feminismus die Frauen gern als Opfer sieht und bevormundet, bis hinein in die Auswahl des richtigen Schuhwerks und der verträglichen Sexualpraktiken. Täte er das nicht, wer bräuchte dann noch eine Frauenbewegung? »Feminismus ist die Antwort«, hat die von Schröder viel zitierte Autorin Katharina Rutschky einmal geschrieben, »aber was war nochmal die Frage?«

Ach, die großartige Katharina Rutschky! Aus dem Nachruf von Harry Nutt:

Das wichtigste Medium ihres intellektuellen Ausdrucks war der Streit. Im Kampf um das richtige Argument konnte Katharina Rutschky schnell in Rage geraten. Unterschwellig Gesagtes spürte sie unerbittlich auf, Ungenauigkeiten duldete sie nicht. Dabei war sie alles andere als streitsüchtig. Sie wusste ihre scharfe Zunge stets mit damenhafter Eleganz einzusetzen.

Zu einer besonderen Probe ihrer aufgeklärten Empfindsamkeit geriet Anfang der 90er Jahre die Debatte um sexuellen Missbrauch, in der Katharina Rutschky schonungslos die Ambivalenzen des Missbrauchsbegriffs aufdeckte und vor dessen Missbrauch warnte. Die Angst vor dem Missbrauch, so Rutschkys Kernthese, grassiere wie ein ideologischer Virus, der zur Diskreditierung alles Sexuellen führe.

Für ihr Engagement gegen eine Instrumentalisierung des Missbrauchsbegriffs wurde Rutschky in öffentlichen Diskussionen körperlich attackiert und in feministischen Kreisen zur Persona non grata erklärt. Als Feministin der ersten Stunde der 68er Bewegung wurde sie später zur strengen Kritikerin eines feministischen Fundamentalismus, den sie als spießig und lustfeindlich kritisierte.

http://www.fr-online.de/kultur/nachruf-katharina-rutschky-die-aufklaererin,1472786,3150092.html

Genauso ist es gekommen.

In der Dunkelkammer der selbstgerechten Empörung habe ich dann doch noch ein aufgeklärtes freiheitliches Funkelstück entdeckt, das zu lesen sich lohnt (und das nicht nur wegen der Schwarzer-Sottise zu Beginn… Bei Geld hört die Feindschaft bekanntlich auf):

Birgit Kelle in THE EUROPEAN:

21.04.2012

Kristina im Gouvernantenstadl

Der flächendeckende Beißreflex des versammelten weiblichen Feuilletons beweist alleine schon: Familienministerin Kristina Schröder hat mitten ins feministische Herz getroffen.

[…]

Ich komm vor Lachen gar nicht mehr in den Schlaf ob des raffinierten Schachzuges von Kristina Schröder, sich erst vor wenigen Wochen überraschend und ungefragt mit versprochenen Subventionen in das Herz von Alice Schwarzer einzukaufen, um jetzt mit ihrem neuen Buch deren Feminismusdefinition eine volle Breitseite zu verpassen. Dabei hatten die Damen Schröder und Schwarzer sich doch erst kürzlich gegenseitig und öffentlich wärmende Worte zugeflötet. Von wegen Zickenkrieg. Vergessen war der Unfähigkeitsvorwurf von Alice an die junge Ministerin. Man darf gespannt sein, wie die Grande Dame der Emanzipation nun reagieren wird. Noch sind die Gelder zur Rettung ihres FrauenMedia Turmes in Köln nicht geflossen, sie muss sie artig, bürokratisch und vorschriftsmäßig beantragen und erstmal genehmigen lassen. Was also tun? In den aktuellen Shitstorm einsteigen und Klein-Kristina abwatschen, oder auf die Zunge beißen und haareraufend erst die Überweisung aus dem Ministerium abwarten?

http://theeuropean.de/birgit-kelle/10803-shitstorm-ueber-dem-familienministerium

 

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49 Gedanken zu „Kristina Schröder sagt auch, was gesagt werden muß

  1. Mal wieder ein sehr schöner Artikel.

    Es ist schade, dass im Feminismus gleich auf Feindschaft gegangen wird und nicht offen über Kritik diskutiert werden kann. Gleichzeitig wird dann Schröder vorgeworfen, dass sie sich zu deutlich gegen den Feminismus dieser Art stellt, von dem ihr gegenüber ja im wesentlichen nur Häme; Spott und Kritik kam.

  2. @ Oliver Thomas:
    https://gabrielewolff.wordpress.com/2012/04/21/kristina-schroder-sagt-auch-was-gesagt-werden-mus/#comment-340

    Du hast es offenbar immer noch nicht verstanden, daß man ›Gläubigen‹ mit Daten, Fakten und Realität nicht beikommen kann.
    Hast Du Dich, wie Du eigentlich wolltest, mal mit unserem Gegenpart Stop!Talking befaßt?

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2012/04/21/kristina-schroder-sagt-auch-was-gesagt-werden-mus/#comment-339

    In dieser Parallelwelt der Ideologie gilt ›Faktengläubigkeit‹ als Ideologie, gleichwertig mit der, die ohne Fakten auskommt. Marie hat dort auch prompt gepetzt, daß hier keine produktive Auseinandersetzung möglich sei:

    http://stoptalk.wordpress.com/2012/04/21/do-your-homework/?replytocom=406#respond

    Diese Einschätzung verstehe ich, denn nachdem ihr die Argumente ausgingen, fiel ihr nichts anderes ein, als die Länge von Kommentaren als unlesbar zu kritisieren. Mal sehen, ob sie die Länge des Kommentars ihrer Verbündeten

    http://stoptalk.wordpress.com/2012/04/21/do-your-homework/?replytocom=409#respond

    genauso wertet…

    • @Gabriele

      Klar weiß ich, dass man „Fundamentalos“ bzw. „Gläubigen“ mit Daten, Fakten und Realität nicht beikommen kann. Diese picken sich die passenden Daten aus Studien heraus und verquicken das mit ihren ideologische Konstrukten. Deswegen freut es mich, dass man hier bei dir eine Plattform und Möglichkeit hat, reale Tatsachen darzustellen und andere Menschen auch zu erreichen und auszutauschen, zu informieren, evtl. zu überzeugen oder zu diskutieren. Schlussendlich dient mir dein Blog auch zur Wissenserweiterung im Bereich der Juristik, Soziologie, Humanismus und anderen Themen. Dafür bin ich sehr sehr dankbar.

      Diese accalmie von StopTalking scheint nicht zu wissen, was sie überhaupt schreibt und um was es hier überhaupt geht. Da könnte man Fakten liefern so lange man wollte. Ihre Beiträge sind in einem Maße persönlich, in Bezug auf dich und deine Beiträge, die ich so nicht aktzeptieren kann und daher auch nicht ernst nehme. Polemik pur und unglaublich persönliche Rhetorik.

      http://stoptalk.wordpress.com/2012/04/21/do-your-homework/
      Ein Beispiel:

      Yes, because “pleasing” your party and “winning profile” is what battling neo-Nazis is all about. Again, I miss a more argumentative line here than your simple “No, she isn’t.”
      ……
      Beispiel:
      You see, it are little things like this paragraph that show what kind of person you actually are.
      ……..

      Nach dem Statement:
      “The funniest point in your sadly non-arguing document is this link you posted, trying to prove that low income risk is higher for women than for men. >>>Unfortunately the paper didn’t give clear clues.<<<<>>>>But since she is an academic who does not make sweeping conclusions as you do (“free and unbiased”, I know…), it would be silly to take her seriously.<<<<>> …..<<<<) noch darauf antworten?? Ernst nehmen??

      “I asked rhetorically expecting a NO: »Existiert in der Wirtschaft oder im öffentlichen Dienst auch nur ein einziger Tarifvertrag, in dem zwischen männlichen und weiblichen Arbeitnehmern/Angestellten differenziert wird?«”

      Auf deine rhetorische Frage bekommst du eine negierende rhetorische Antwort: Im weiteren:
      “The old first one did, in fact (I do realize that it is too old, so there’s more in the other links), as does the actually intended one. And the second link says “by the way”, a subtle hint about the point I just made: you asked very specific questions about gender discrimination to, as you admit, inevitably receive a “No”. The problem is: if only you acknowledged that problems at hand for their complexity, that would not be the case anymore. So I opted for linking a piece that shows that, in public offices, it’s illegal to discriminate against women (…whereas structural discrimination persists), but that you are, thus, ignoring the actual problem of women working in the private job market sector. I really thought you would get that…”

      Die Antwort sagt alles. Sie hat die Links ausgewechselt.Ich hatte ja über den ersten Beitrag geschrieben. Und wo bleibt das Leseverständnis beim zweiten Beitrag??

      Der “Abschuss” war aber der Link zum Br.de Fernsehen, comedian-Beitrag des BR. Das ist ein “no go”, wenn man seriös daherkommen möchte wie obige Bloggerin,

      http://www.br.de/fernsehen/bayerisches-fernsehen/sendungen/quer/120419-quer-schroeder100.html
      http://stoptalk.wordpress.com/2012/04/21/do-your-homework/

      Sorry, ich kann diesen Blog nicht Ernst nehmen!

      Über Miriam schreibt sie folgendes:

      @kiturak: Aaaaw… ;)
@Marie: Thank you! “Miriam K.” wants to publish the same things she wrote over at Gabriele Wolff on here, interspersed with lovely little insults, of course. I personally think that might push things too far, so I’ll give her the opportunity to think it through again :)…
      REPLY
      http://stoptalk.wordpress.com/2012/04/21/do-your-homework/

      REPLY : Miriam kann sich die Mühe auf diesem Blog wohl sparen, aber, vielleicht kann Miriam ihre reply hier einsetzen.
      LG OT

      Den fragwürdigen und schlecht recherchierten Artikel über Kristina Schröder auf diesem Blog kann man hier lesen:

      http://stoptalk.wordpress.com/2012/04/19/not-my-representatives/#comment-398

      Nach all den Studien, Beiträgen und Artikeln, die man/Ich zu diesem Thema lesen konnte, waren viele Kommentare auf diesen, na ja, Artikel von Silke Burmester lesenswert:
      http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,828803,00.htm

      Ich meinte die Kommentare!!, nicht den Artikel!

      LG OT

      • wordpress spinnt wieder:

        Ich hatte geschrieben und wurde nicht von wordpress übernommen:

        ……………………..
        …………………….
        Nach dem Statement:
        “The funniest point in your sadly non-arguing document is this link you posted, trying to prove that low income risk is higher for women than for men. >>>Unfortunately the paper didn’t give clear clues.<<<<>>>>But since she is an academic who does not make sweeping conclusions as you do (“free and unbiased”, I know…), it would be silly to take her seriously.<<<<< As to the rest of your “rebuttal”: In the same paragraph I quoted the sources, I also mentioned that people at the Statistisches Bundesamt, you and other “free and unbiased” thinkers usually evoke the same explanations why it is “only really” 8 per cent and why that cannot be explained at all. If you look at the sources again, you see the critique of this line of argument.”

        Genau gelesen:
        “…But since she is an academic who does not make sweeping conclusions as you do (“free and unbiased”, I know…), it would be silly to take her seriously…”

        http://stoptalk.wordpress.com/2012/04/21/do-your-homework/

        Was will man da noch darauf antworten?? Ernst nehmen??

        ………………
        …………….

  3. @ Stringa:
    Sie meinen diese Zusammenstellung?
    http://www.microaggressions.com/

    Ja, so ist es wohl. Ich habe immer die These vertreten, daß die Neigung, einer stringenten Welt-Elends-Erklärungs-Ideologie anheimzufallen, biographisch bedingt ist. Und wie man an dieser Sammlung von verbalen Mini-Aggressionen (die ich zum Teil nicht einmal als solche erkenne) ablesen kann, sind es eben subjektiv empfundene Verletzungen, die jemanden für Erlösungskonzepte empfänglich machen: nicht anders funktionieren Religionen, die höchsten und wirkmächtigsten aller Ideologien.

    Schlechte Zeiten für Oliver Thomas und Chomsky, die hier harte Zahlen und facts aus der Realität herankarren, wie ich das auch tue. Was vermag die Realität gegen deren Evaluation durch Gefühl? Wenig, zumal interessegeleitete Wissenschaft der Mehrheitsmeinung gern mit Mainstream-Interpretationen per konstruierten Dunkelziffern zur Seite springt. Nur als Mainstream-Wissenschaftler bekommt man Forschungsgelder. (Das gilt auch für die Klimaforschung oder die Frage, ob Margarine gesünder ist als Butter.)

    Da hilft nur, weiterzubloggen.

  4. @ Oliver Thomas:
    zu:
    https://gabrielewolff.wordpress.com/2012/04/21/kristina-schroder-sagt-auch-was-gesagt-werden-mus/#comment-333

    Das ist ja interessant!
    Bei mir taucht bei dem ersten YES zur rhetorischen Frage, ob es diskriminierende Tarifverträge gebe, dieser Artikel auf:

    Gemeinsames Projekt der ÖTV und der Stadt Hannover
    Tarifverträge werden auf Diskriminierung von Frauen überprüft

    27.06.2000, 16:32 Uhr

    ap HANNOVER. Die Stadtverwaltung Hannover und die Gewerkschaft Öffentliche Dienste, Transport und Verkehr gehen gemeinsam der Benachteiligung von Frauen durch Tarifverträge für den öffentlichen Dienst nach. In einem wissenschaftlich begleiteten Projekt würden die Bewertungsmaßstäbe für die Tätigkeiten von Männern und Frauen geprüft, sagte der städtische Personaldezernent Frank Bsirske am Dienstag. Ziel sei es, eine unterschiedliche Bezahlung gleichwertiger Tätigkeiten von Frauen und Männern zu unterbinden und den Grundsatz „gleiches Entgelt für gleichwertige Arbeit“ zu verwirklichen.

    http://www.handelsblatt.com/archiv/gemeinsames-projekt-der-oetv-und-der-stadt-hannover-tarifvertraege-werden-auf-diskriminierung-von-frauen-ueberprueft/1990884.html

    In dem natürlich auch nichts steht, das zur Bejahung der Frage führen könnte.

    Mein Kommentar bei Stop! Talking ist jetzt freigeschaltet:
    http://stoptalk.wordpress.com/2012/04/21/do-your-homework/?replytocom=407#respond

    Der von Miriam K. nicht:
    http://stoptalk.wordpress.com/2012/04/21/do-your-homework/?replytocom=410#respond

    Und ich habe auch schon eine lange Erwiderung von ›accalmie‹ bekommen:
    http://stoptalk.wordpress.com/2012/04/21/do-your-homework/?replytocom=409#respond

    Die ich mir noch in Ruhe ansehen muß… (Ist aber nicht so leicht, die Ruhe zu bewahren, wenn der Router nicht richtig funktioniert und man sich nur minutenweise im Netz aufhalten kann.)

    • Liebe Frau Wolff,
      Haben Sie sich mal das Microagressivity Projekt auf Stoptalk angesehen ?
      Ach du lieber Gott !
      Da hat jemand akribisch alle richtigen und eingebildeten Beleidigungen gesammelt – seit der Schulzeit wohlgemerkt.
      Man weiß gar nicht, ob man mehr Mitleid haben soll oder mehr Widerwillen.
      Ich hatte sehr ambivalente Gefühle beim Lesen.

  5. @Gabriele
    Köstlich der Artikel im European von Birgit Kelle ( Die Beiträge von European kann man auch direkt über Facebook beziehen, sehr viele gute Artikel (Vorsicht Werbung ☺ !)

    Adam Soboczynski´s Artikel in der Zeit hat mir auch sehr gut gefallen, er steht ja für die Frauenquote, wenn ich jedoch die Zahlen, Daten und Fakten in nachfolgenden Studien lese , die ich verlinkt habe, würde mich doch eher interessieren ob eine Gesamtdurchschnitt der Frauen in Deutschland hinter dem stehen, was feministische Vorkämpferinnen verlangen. Ich bin da skeptisch.
    Ich bin sogar skeptisch, ob diese Frauenquote von 40% in bestimmten Bereichen in der Realität überhaupt ( außer man verzichtet auf Qualifikation in verschiedenen Bereichen) erreicht werden kann.

    Zu diesem gender pay gap in Höhe von 23 %
    Dieser gender pay gap ist ein volkswirtschaftlicher Begriff und beschreibt den Unterschied der durchschnittlichen Stundenlöhne von Männern und Frauen einer gesamten Volkswirtschaft. Dieser Pender pay gap von 23% beruht auf unbereinigten und nicht direkt vergleichbaren Werten (insbesondere Berufswahl, Ausbildungsgrad, Erziehungszeiten etc..) Dies als „Lohnlücke“ zu bezeichnen (häufig von Feministinnen) und mit Schlagworten zu versetzen Lohndiskriminierung „Gleicher Lohn für gleiche Leistung“ , erachte ich als irreführend. Ein besserer Ausdruck wäre „Einkommensunterschied/Lohnunterschied“.

    Hier habe ich das Dossier des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend:

    Entgeltungleichheit zwischen Frauen und Männern in Deutschland

    Klicke, um auf dossier-entgeltungleichheit,property=pdf,rwb=true.pdf zuzugreifen

    Seite 5

    Nach wie vor verdienen Frauen in Deutschland im Durchschnitt 23 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Damit liegt Deutschland im EU-Vergleich auf dem siebt- letzten Platz. Bei Hochschulabsolventen und Führungskräften ist der Abstand noch größer.”

    Seite 6


    Definition der geschlechtsspezifischen Entgeltungleichheit
    In der amtlichen Statistik wird der Verdienstunterschied zwischen Frauen und Männern durch den Strukturindikator „Gender Pay Gap“ (GPG) abgebildet. Der GPG stellt den prozentualen Unterschied zwischen dem durchschnittlichen Bruttostundenverdienst von Frauen zu dem der Männer dar (Alter 16–64 Jahre, Wochenarbeitszeit mind. 15 Stun- den). Berücksichtigt werden dabei die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer der gesamten Wirtschaft, ab 2006 ohne Alters- oder Arbeitszeitgrenze (allerdings bislang ohne öffentliche Verwaltung). Als Datengrundlage dient seit dem Jahr 2006 EU-einheit- lich die vierjährliche Verdienststrukturerhebung. Für die Jahre zwischen den Erhebun- gen werden nationale Quellen zur Schätzung herangezogen, in Deutschland die viertel- jährliche Verdiensterhebung. Die Berechnung des GPG durch das Statistische Bundesamt (Destatis) ist zugleich Grundlage der alljährlichen Ermittlung des Strukturindikators für die Europäische Kommission durch Eurostat, mit dem die europäische Vergleichbarkeit gewährleistet wird.
    Grundlage dieser Berechnungen ist immer die sog. unbereinigte (durchschnittliche bzw. einfache) Lohnlücke, d. h. der einfache Vergleich der Bruttolöhne von Frauen und Männern. Dieser prozentuale Lohnunterschied ergibt sich grundsätzlich aus der Diffe- renz zwischen den jeweiligen durchschnittlichen/mittleren Löhnen von Frauen und Männern (in Prozent der durchschnittlichen/mittleren Löhne von Männern).”

    Klicke, um auf dossier-entgeltungleichheit,property=pdf,rwb=true.pdf zuzugreifen

    Hier die Studie zu

    “Entgeltungleichheit
    Qualitative Studie über den Zusammenhang zwischen objektiver Entgeltungleichheit und den Motiven bei Gehaltsverhandlungen seitens der Frauen und seitens der Arbeitgeber”

    Klicke, um auf Entgeltungleichheit_zwischen_Frauen_und_Maennern.pdf zuzugreifen

    Ein Kommentar von BDA Arbeitgeber. Argumente
    Lohnunterschiede von Frauen und Männer

    “Fakt: Gleiche Arbeit beim gleichen Arbeit- geber wird gleich bezahlt
    ƒ Wenn Frauen beim gleichen Arbeitgeber die gleiche Arbeit leisten wie ein Mann, dann werden sie auch gleich entlohnt. Das­ist­nicht­nur­betriebliche­Praxis,­sondern­wird­darüber­ hinaus auch nach Recht und Gesetz verlangt. Es wäre zudem ökonomisch unsinnig, Männern bei gleicher Arbeit mehr zu zahlen als Frauen.
    ƒ Dazu steht nicht im Widerspruch, dass Männer und Frau- en, obwohl sie beim gleichen Arbeitgeber im gleichen Beruf tätig sind, dennoch oftmals unterschiedlich verdienen. Schließlich werden bei der lohn- und gehaltsrelevanten Einstufung auch die individuellen Vorkenntnisse und Fä- higkeiten, der Grad der Belastung und die Verantwortung des Arbeitnehmers, Art, Vielfalt und Qualität und die damit zusammenhängenden Aufgabenarten und Anforderungen der Tätigkeit berücksichtigt. Dies erklärt, warum z. B. nicht jeder­ Lehrer,­ jeder­ Krankenpfleger­ oder­ jeder­ Verkäufer­ gleich viel verdient.
    ƒ Tarifvertraglich geregelte Eingruppierungsverfahren unter- stützen die gleiche Bezahlung gleicher Arbeit.
    ƒ Welche Arbeit als gleich oder gleichwertig zu bewerten ist,­ lässt­ sich­ nur­ branchenspezifisch­ beurteilen.­ Eine­ branchenübergreifende Bewertung von Tätigkeiten, z. B. die eines/-r Lagerarbeiter/-in mit der eines/-r Kellners/-in, ist nicht möglich. Gesetzliche Reglementierungen zur Ar- beitsbewertung­ könnten­ branchenspezifischen­ Besonder- heiten nicht gerecht werden und wären ein Eingriff in die Tarifautonomie.”

    Klicke, um auf Lohnunterschiede.pdf zuzugreifen

    Der bereinigte Gender pay gap liegt bei etwa 8 %.

    Statitistisches Bundesamt 2006

    “Verdienstunterschiede zwischen Männern und Frauen”

    Klicke, um auf Verdienstunterschiede-zwischen-Männern-und-Frauen.pdf zuzugreifen

    Seite V:
    “Der bereinigte Gender Pay Gap liegt in Deutschland bei etwa acht Prozent. Dies bedeutet, dass im Durchschnitt Frauen auch dann weniger als Männer verdienen, wenn sie vergleich­bare Arbeit leisten. Der ermittelte Wert ist eine Obergrenze. Er wäre geringer ausgefallen, wenn der Berechnung weitere lohnrelevante Eigenschaften – vor allem Angaben zu Erwerbs­unterbrechungen – zur Verfügung gestanden hätten.”

    Seite 6:
    “Im Gegensatz zum unbereinigten Gender Pay Gap erlaubt der bereinigte Strukturindikator Aussa­ gen zur Höhe des Unterschieds im Bruttostundenverdienst von Frauen und Männern mit ver­ gleichbaren Eigenschaften. Bei der Berechnung des bereinigten Gender Pay Gap wird also jener Teil des Verdienstunterschieds herausgerechnet, der auf strukturelle Unterschiede (beispielswei­ se unterschiedliche Bildungsstruktur) zwischen den Geschlechtergruppen zurückzuführen ist.”

    Auf Seite 49 + 56 sind die genauen Ergebnisse

    Klicke, um auf Verdienstunterschiede-zwischen-Männern-und-Frauen.pdf zuzugreifen

    ALLESEVOLUTION hat eine gelungene Zusammenfassung und weitere Info:
    http://allesevolution.wordpress.com/2010/11/11/gehaltsunterschiede-mann-frau/

    Die Süddeutsche schreibt am 13.12.2010:

    Männer und Frauen: Gehaltsunterschied
    Von wegen benachteiligt
    13.12.2010, 11:15

    “Kein Grund mehr zu jammern? Eine neue Studie belegt, dass Frauen gar nicht so viel weniger als ihre männlichen Kollegen verdienen wie bisher gedacht. Die Unterschiede, die es gibt, haben einen Grund.

    Umsonst gejammert? Frauen verdienen nach einer Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) gar nicht so viel weniger als Männer – jedenfalls wenn sie genauso qualifiziert sind. Dieses Studienergebnis, das in Köln veröffentlicht wurde, bestätigt Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Das Amt hatte in den vergangenen Jahren konstant einen Lohnabstand von 23 Prozent ermittelt, vor zwei Wochen veröffentlichte es jedoch bereinigte, niedrigere Zahlen.”

    http://www.sueddeutsche.de/karriere/maenner-und-frauen-gehaltsunterschied-von-wegen-benachteiligt-1.1021530

    Die feministischen Propaganda „Weniger Lohn für gleiche Arbeit“ unter Verwendung des unbereinigten gender pay gap von 23% dient der feministischen Lobby zur Übertreibung der tatsächlichen Situation, wenn man den bereinigten Wert von 8 % liest.

    http://nichtmeineministerin.de/

    Zur obigen PR der Feministinnen:
    Ob tatsächlich so viele Frauen Karriere machen wollen, oder sich für Arbeit/Teilzeitarbeit oder Familie und Kindererziehung entscheiden wollen, mehr Kita-Plätze benötigen, sich ungleich behandelt fühlen, eine Frauenquote in Aufständen und Aufsichtsräten benötigen, ließe sich doch sehr einfach klären, wenn man Frauenumfragen erstellt, welche alle Bildungsschichten beinhaltet und geografische Gesichtspunkte (Nord-Süd, Ost-West, ländlich, städtisch ) etc. berücksichtigt.

    Zu den Forderungen nach mehr Kita-Plätzen durch die Feministinnen:

    Das ist ein Punkt, den ich überhaupt nicht nachvollziehen kann. In der BRD ist die Geburtenrate stark rückläufig. In unserer Grundschule hat sich die Situation nach 6 Jahren so verschärft, dass man 2 Grundschulen zusammenlegen musste, von 4 Klassen á 28-30 Kinder auf 3 Klassen mit je 24, 17, 18 Kinder:

    ▪ Die Zahl der Geburten ist seit den Baby-Boomer-Jahren (1960er) im Trendverlauf stark rückläufig. Eine deutliche Trendumkehr ist nicht zu erwarten.
    ▪ Seit 1998 ist die Anzahl der potentiellen Mütter (Frauen im Alter zwischen 15 und 49 Jahren) rückläufig. Weniger Mütter können folglich in Zukunft auch weniger Kinder gebären.
    ▪ Das Alter der Mütter bei der ersten Geburt ist seit den 1960er Jahren kontinuierlich gestiegen, d.h. der Zeitpunkt der Familiengründung hat sich im Lebensalter weiter nach hinten verlagert.
    ▪ Der Anteil nichtehelicher Geburten ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Im Jahr 2010 wurde jedes dritte Kind von einer nichtverheirateten Mutter geboren. Dies kann sich auf die Anzahl und Struktur alleinerziehender Eltern auswirken.
    ▪ Die Anzahl der geborenen Kinder nimmt mit steigendem Bildungsstand der Eltern ab.

    http://bloq.demographie-kommunal.de/demographischer-wandel/die-kinderbetreuung-von-morgen-schon-heute-optimal-planen-247.html
    http://bloq.demographie-kommunal.de/demographischer-wandel/die-kinderbetreuung-von-morgen-schon-heute-optimal-planen-247.html

    oder hier:
    “Geburtenrate in Deutschland seit Wiedervereinigung regional stark rückläufig”
    http://www.mixed-zone.de/html/geburtenrate_deutschland__gebu.html

  6. @Stop! Talking.

    Of course, it is necessary for argumentatively forceful replies to entitle themselves with a hint of rebel and anti-political correctness, so her article is named “Kristina Schröder also says what has to be said”. Indeed, it is always a great selling point to construct your argument as the only voice of reason in a firestorm of mass media political correctness; as the sole keeper of truth and decency in this jungle (yes, I am using that consciously) of anti-racism and anti-sexism that leaves such devastating effects on public interests you alone have discovered, and to imagine yourself as being the censored minority publisher,
     
    Ich kann die Behauptungen, die Sie hier aufstellen im gesamten Text Frau Wolffs nicht finden. Aber man spürt deutlich, dass Ihnen nicht gefällt, dass möglicherweise jemand tatsächlich gegen den Strom schwimmt, weil Sie diesen Platz vielleicht schon für sich selbst erkoren haben und gerne ein bisschen auf intellektuelle Avantgarde und Opfer der bösen konservativen Gesellschaft machen? Schon blöd, wenn die vermeintliche Avantgarde in Wirklichkeit „lahmer Mainstream“ geworden ist, ohne dass man es gemerkt hat, wenn es doch nur darum geht, aufzufallen und anders sein zu wollen. Sie müssten schon die Seiten wechseln, um ihr Bild der tollen Undergroung-Bloggerin, die am Rande der Gesellschaft selbiger den Spiegel vorhält, aufrechtzuerhalten.
     
    Frau Schröders Argumente als konservativ und antifeministisch zu bezeichnen ist also kein Mainstream? Wie kann es dann sein, dass sich in so kurzer Zeit schon 10. 000 Unterschriften  unter einem schnell verfassten Brief finden, dazu auch noch die von nicht wenigen Politikern, die ganz besonders prüfen müssen, was sie da unterschreiben, ja sogar normalerweise erst einmal den Puls des Volkes fühlen wollen, bevor sie so ein PR-Risiko für sich und ihre Partei eingehen? Welche Ideen schaffen es bitte in der heutigen Zeit so viele Menschen in so wenig Zeit so schnell auf ein paar Sätze zu bündeln?
    Das geht nur, wenn die „richtige“ Einstellung schon so klar formuliert ist, dass sich alle darüber bewusst sind, dass man ihre Haltung, die sie mit der Unterschrift unter solcherlei Briefen ausdrücken, nicht kritisieren wird. Wer stellt sich schon öffentlich gegen Frauenbewegungen  (selbst wenn sie Forderungen aufstellen, die gegen unser Grundgesetz sind) und wer stellt sich hinter jemanden, der als Verhinderung der Gleichstellung der Frau von selbigen verschrien wird? 
     
    when all you do is repeat the same arguments that every other Stammtisch and the millions of people who bought Thilo Sarrazin’s and Eva Herrman’s book and will, without doubt, also buy Schröder’s, think and argue all along.
     
    Wild irgendwelche Namen, um die e s hier nicht geht, in den Raum zu werfen, die allesamt die erhofften Reflexe des “damitmöchteichnichtszutunhabens” auslösen sollen, sind ein schaler Ersatz für ein Argument – das ist Stammtisch-Streitkultur.
     
    After having made this introductory maverick statement, Wolff continues that

    und erntet dieselben Reflexe, die Günter Grass erfahren hat. Denn Feminismus-Kritik ist dasselbe verminte Gelände wie Israel-Kritik.

    I find it marvellous that people have to step into every trap of cliché they possibly can to defend Schröder. Günther Grass has written a ‘poem’ that accused Israel of wanting to “eradicate” the Iranian people; he then complained about the “gleichschaltung” of the media (as you seem to do, but you have the sense to not use that word), and imagined himself, just as Wolff does, as the sole voice of reason in this politically correctness crazed world.

    Ich finde es klasse, dass Sie so wunderbar zielsicher auf der Welle der öffentlichen Meinung surfen, dass Sie dabei, ohne es zu merken, jeglichen Intellekt, den Sie zweifelsohne haben, verschließen vor den Fakten, die der Kritik zugrunde liegen und dem, was tatsächlich geschrieben steht. Aber wenn man lesen würde, was tatsächlich geschrieben steht, kann man natürlich nicht die schon so oft eingeübten Reden schwingen – da müsste man sich ja mal neue Gedanken machen. Bei dieser einhelligen Meinung der angeblich so unabhängigen und vielstimmigen Presse, die man bei Grass erleben konnte (abgesehen von ein paar mutigen Kommentatoren) könnte man durchaus von einer Gleichschaltung reden- zwar keiner solchen  aufgrund eines Diktators, aber durchaus einer solchen, die von der politischen correctness diktiert wurde. 

    Indeed, what Wolff does here, is to play with the implicit belief that both feminism and Israel (as a state? As a government? As “the Jews”?) are so powerful and all-consuming forces that any form of criticism leads to inevitable, horrific repercussions (hence: the “mine field” analogy); a very subtle hint at the continuous and revoltingly anti-Semitic idea that both have a secret power network and are above democratic influence and are somehow capable of pulling every string. This is how antifeminist and anti-Israel prejudices work, apparently: regardless of the fact that an explicitly and outspokenly anti-feminist is now germany’s Federal Minister for women and that Israel has been up for every form of criticism (and attack) since its existence, and middle-Eastern conflicts seem to be a little more complicated than what Günther Grass makes of them, somehow both feminism and Israel have been the secret victors all along.

    Wo wir wieder beim Lesen wären.. Hätten Sie Ihre Hausaufgaben gemacht, hätten Sie die Artikel von Frau Wolff über das Grass Gedicht gelesen und wüssten, worauf die Kritik abzielt. Mit Sicherheit nicht gegen eine angebliche jüdische Weltverschwörung. Sie haben mit diesem Kommentar nicht die Arbeitsweise von Kritikern der Israel-Politik und der Genderforderungen aufgezeigt, sondern lediglich Ihre eigenen. Denn das Einzige, das Sie zu entgegnen wissen, ist Dinge zu behaupten, die weder geschrieben noch ansatzweise suggeriert worden sind.

    Weder findet man antisemitische Gedanken noch Frauenfeindlichkeit in den besagten Ausführungen. Und da liegt ihr Kernproblem. Sie (und nicht nur Sie) können oder wollen nicht auf sachlicher Ebene diskutieren, sondern sämtliche Streitthemen mit persönlichen Tiefschlägen ausfechten. Deswegen gibt es in Ihrer Welt auch keine Kritik an der Politik Israels, nein, es ist immer gleich die Kritik gegen die Juden an sich und deshalb ist auch jeder, der die Politik kritisiert in Ihren Augen ein Antisemit. Haben Sie jemals eine Kritik der französischen Politik als Kritik gegen das französische Volk oder dessen Religion verschrien? Ne? Warum machen Sie es dann hier? Weil es sich gut anhört und die anderen Antifa-Kumpels das auch immer erzählen? (Und jetzt bitte nicht auch noch die Rassismus-Keule schwingen – das verbietet sich schon aufgrund meiner Abstammung.) Und nun? Kollaborateur? Verräterin?

    – Woran gleich nochmal?

    Ebenso verhält es sich mit der Kritik am Feminismus. Entweder man ist für oder gegen uns -das ist es, das sie ausstrahlen und das ist es, was man zu spüren bekommt, wenn man nicht blind Unterschriften unter schlecht elaborierte Briefe setzt.

    Niemand hat von einer angeblichen Weltverschwörung oder einem „secret power network“ geschrieben oder ein solches angedeutet, was Sie aber nicht daran hindert, das zu suggerieren. Es gäbe auch keinen Grund dazu, denn die Macht des feministischen Zeitgeist ist kein bisschen versteckt. Sie spiegelt sich in unserer Rechtsprechung wieder, in Politik, an der Nibelungentreue deutscher Talkshowredaktionen Frau Schwarzer zu jedem Thema einzuladen, wo es auch nur ansatzweise um Frauen gehen könnte  und man sieht sie immer besonders deutlich bei Sorgerechtsentscheidungen.

    Wenn Ihre einzigen Argumente gegen Kritik an Ihren Anliegen das Unterstellen blödsinniger Verschwörungstheorien sind, die angeblich die Grundlage der Kritik seien, womit Sie nichts weiter wollen als den Kritiker persönlich anzugreifen und abzulenken, passen Sie sich wunderbar in die Politik Ihrer selbsternannten Führerin Schwarzer ein, die ja mit ihrer Liaison mit der BILD zumindest öffentlich zugibt (wenn auch unfreiwillig), wofür sie steht. 

    Ihr Beweis für eine angebliche antifeministische Gesellschaft soll Kristina Schröder in Person sein, weil sie als angebliche Antifeministin Ministerin geworden ist. Warum sie als Beweis gelten soll, erklären Sie wieder nicht – als wäre der angebliche Antifeminismus von einer solchen Offensichtlichkeit und allgemein anerkannt, dass es keiner Erklärung mehr bedürfte. 

    Wolff then selectively cites a number of replies and reviews of Schröder’s book and policies from different media outlets to construct their argument that the “mass media” is somewhat hostile and can only attack ad hominem. I find it remarkable, however, that feminist outlets like Mädchenmannschaft and myselfare now suddenly this country’s majority. Who knew? I don’t even know what to do with all that sudden power and discursive influence… 🙂

     

    Und wieder: warum haben Sie Ihre Hausaufgaben nicht gemacht? Googlen Sie einfach mal „Kristina Schröder“ und „Buch“ dann finden Sie die Artikel der Medien, die hier gemeint waren.

    Der Stern schreibt:

    „Über das Ende der Frauenpolitik
    Kristina Schröder hat mit ihrem Buch die Belange der Frauen ins Private verbannt – und damit ihr Versagen als Ministerin dokumentiert. Ein Gastbeitrag von Manuela Schwesig“
     
    Grüne und SPD sind so empört, dass sie sich eine neue Wulff-Affäre herbeizaubern wollen:
     
    Vorwürfe wegen Schröder-Buch
    Grüne und SPD wollen Klarheit.

    RP-Online schreibt

    Buch der Ministerin löst erneut Kritik aus
    Die Pannen der Kristina Schröder
     
    Die ZEIT schreibt
    Feminismus-Buch Schröder schreibt ihre eigene Bankrotterklärung
    ZEIT ONLINE – ‎18.04.2012‎
     
    Kristina Schröder, die überforderte Ministerin
    Rhein-Zeitung – ‎20.04.2012‎
    Familienministerin Kristina Schröder (CDU) hat ein Buch geschrieben, das politisch sein will, vor allem aber eines offenbart: dass die 34-Jährige die Ansprüche ihres Amtes nicht erfüllt.
     
    Kristina Schröder kapituliert vor der Frauenfrage
    Spiegel Online – ‎16.04.2012‎
    Von Anna Reimann Kristina Schröder hat ein Buch über Frauen in Deutschland geschrieben – sie klagt darin über starre Rollenbilder, vor allem aber rechnet sie mit dem Feminismus ab. Was die Familienministerin als Liberalität tarnt, ist in Wahrheit der …
     
    Frankfurter Rundschau
    Die Leere im Denken der Kristina Schröder

    Probleme der Frauen? Wen kümmert’s! Das Buch von Familienministerin Kristina Schröder offenbart auf erschreckende Weise, wie unpolitisch sie denkt.

    Kristina Schröder erntet Kritik und Unmut
    Augsburger Allgemeine – ‎19.04.2012‎
     
    CDU-Ministerin unter Beschuss: „Kristina Schröder ist eine kapitale Fehlbesetzung“
    Handelsblatt – ‎17.04.2012‎
     
    Kristina Schröder – Kein Mut! Keine Ideen! Kein Erfolg!
    BILD – ‎17.04.2012‎
    Nix ist öder als die Politik von Frau Schröder Freude am Job? 
     
    ..und ich habe nicht alle hier aufgezählt. Das war die Grundlage für den Eindruck, hier eine Pressekampagne gegen Frau Schröder zu erleben.
     
    Einige wenige Gegenstimmen gibt es als kleines Denkmal der schwindenden öffentlichen Meinungsfreiheit dennoch, diese hier z.B. :

    „Vergessen war der Unfähigkeitsvorwurf von Alice an die junge Ministerin. Man darf gespannt sein, wie die Grande Dame der Emanzipation nun reagieren wird. Noch sind die Gelder zur Rettung ihres FrauenMedia Turmes in Köln nicht geflossen, sie muss sie artig, bürokratisch und vorschriftsmäßig beantragen und erstmal genehmigen lassen. Was also tun? In den aktuellen Shitstorm einsteigen und Klein-Kristina abwatschen, oder auf die Zunge beißen und haareraufend erst die Überweisung aus dem Ministerium abwarten?

    Sagen muss Frau Schwarzer eigentlich nichts mehr, das haben ihre Gefolgsgenossinnen schon hinreichend im deutschen Blätterwald übernommen. Breite Einigkeit herrscht darüber, die kann es nicht, sie ist zu jung, zu blöd, zu naiv, sie hat keine Lösungen, sie verrät die Frauen, sie vertritt sie nicht mehr, wenn dann höchstens noch die Mütter (sind das keine Frauen?). Sie habe keinen Mut, keine Ideen, keinen Erfolg, kein Konzept und sollte mal besser nach Hause gehen und den Platz räumen für jemanden, der weiß, was Frauen wirklich wollen. Die Antwort darauf würde auch Männer sicher brennend interessieren.

    Liebe Frau Schröder, bleiben Sie. Ich finde es erfreulich, dass sich endlich mal ein Generationenwechsel in der Frauenpolitik abzeichnet. Ihr Bild, oder besser gesagt ihre Vision von der emanzipierten und vor allem freien Frau ist derart avantgardistisch, dass es nicht wundert, dass sich die ewig Gestrigen offensichtlich nicht in der Lage sehen, es nachzuvollziehen. Die geernteten Reaktionen bestätigen zahlreiche Kapitel Ihres Buches, das mit der einseitig beanspruchten Deutungshoheit der Feministinnen im Land abrechnet. Quod erat demonstrandum.“

    http://nachrichten.t-online.de/kommentar-shitstorm-ueber-dem-familienministerium/id_55802962/index?news

     Leider habe ich keine Zeit mehr für den Rest, später vielleicht, denn dazu gibt es noch viel zu sagen. 

    • Wenn sie sich kürzern halten könnten, wäre man eventuell tatsächlich in der Lage diese Texte zu lesen. Haben Sie nie gelernt das LANGE Texte sich nicht fürs Web eignen??

      • Ich schätze die Möglichkeiten des Netzes sehr, sich von der Häppchen-Kultur der Leitmedien distanzieren zu können. Lange Texte (und der Kommentar von Miriam K. ist doch nicht lang?!) eignen sich lediglich für Nicht-Leser nicht.

        @ Miriam K.

        Ich habe Stop! Talking gerade selber einen Kommentar zukommen lassen. Mal sehen, ob sie ihn akzeptiert.

      • @GabrieleWolff

        Viel Erfolg! Ich hatte meinen zeitgleich auch auf ihrem Blog gepostet, bisher ist er allerdings noch nicht freigeschaltet (so lang ist das aber auch noch nicht her).

      • @Gabriele

        „Ich habe Stop! Talking gerade selber einen Kommentar zukommen lassen. Mal sehen, ob sie ihn akzeptiert.“

        Wenn er nicht veröffentlicht wird, bringst du deinen Beitrag hoffentlich hier? Bin sehr interessiert 🙂

        Ich warte mal ab, ob dein und Miriams Beitrag überhaupt veröffentlicht wird und schreibe dann evtl. auch einen Beitrag.

        StopTalking hat ja deine Fragen eingestellt, die Beantwortung deiner Fragen kann man nachlesen, hier gehe ich nähers darauf ein:

        “Existiert in der Wirtschaft oder im öffentlichen Dienst auch nur ein einziger Tarifvertrag, in dem zwischen männlichen und weiblichen Arbeitnehmern/Angestellten differenziert wird?”
        http://stoptalk.wordpress.com/2012/04/21/do-your-homework/

        Erhälst du die Antwort:
        1. Yes, in a sense

        http://www.badische-zeitung.de/wirtschaft-3/viele-tarifvertraege-diskriminieren-frauen-systematisch–54389261.html

        Das ist praktisch so gut wie keine Antwort, auf deine Frage das einzige was man direkt zu Tarifverträgen der Gleichstellungsbeauftragten Tondorf feinden kann ist dies: Und das lässt sich über Tarifverträge „Gleicher Lohn-gleiche Arbeit“ so nicht vergleichen.

        BZ: Wo konkret werden Ihrer Ansicht nach Frauen beim Lohn systematisch benachteiligt?
        Tondorf: Bei der Bewertung von Arbeit fehlen oftmals typische Anforderungen und Belastungen. Psychosoziale Anforderungen wie Kommunikations- oder Kooperationsfähigkeit werden bei Dienstleistungsarbeit zwar abgefordert, aber nicht bewertet und nicht bezahlt. Verantwortung wird meist einseitig ausgelegt, als Verantwortung für Geld- und Sachwerte oder Führung, während die Verantwortung für Menschen kaum beachtet wird. Ein anderer wichtiger Punkt: Körperliche Anforderungen werden meist nur bei gewerblicher Männerarbeit bewertet, bei weiblichen Angestelltentätigkeiten ist das selten der Fall. Denken Sie an die Altenpflege. Das Heben und Tragen von pflegebedürftigen alten Menschen ist sehr anstrengend. Oder an die Lärmbelastungen von Erzieherinnen, an ständiges Stehen bei Verkäuferinnen. Es ist in Deutschland nicht üblich, solche Belastungen zu honorieren. Das alles führt zu einer Unterbewertung und Unterbezahlung von Frauenarbeit.

        Sehr fragwürdig geht es in diesem Artikel aber weiter:

        “Tondorf: Sie muss ihren Verdacht näher begründen können. Das ist oft nicht ganz einfach.Denn sie muss ihre Arbeit und ihr Entgelt mit der Arbeit und dem Entgelt eines Mannes vergleichen. Erhält sie für die gleiche Arbeit gleiches Geld? >>>>>>>>>>>>>Falls sie eine andere Tätigkeit ausübt, zum Beispiel als Sekretärin – ist ihre Arbeit gleichwertig mit der eines Facharbeiters im selben Betrieb oder Tarifbereich?”<<<<<<<<<<>>… <<< darüber ein Interview zu geben, braucht man nicht rätseln, sondern sollte als Gleichstellungsbeauftragte über Tarifverträge Bescheid wissen und dies auch kommunizieren können, vor allem wenn man darüber spricht. Im Interview.

        Und die zweite Antwort auf deine 1. Frage lautet: “and by the way…”
        http://www.sueddeutsche.de/karriere/diskriminierung-von-frauen-karriere-ist-maennersache-1.405283

        und gibt KEINE Antwort auf deine gestellte Frage.

        (Das ist schon wirklich wischi-wasch-Taktik?)

        Deine (Gabriele) zweite Frage lautet:
        Haben wir nicht ein Antidiskriminierungsgesetz, nach dem auf gleiche Bezahlung geklagt werden kann?

        Antwort von StopTalking lautet:

        Yes, but….(page 12)

        Klicke, um auf Rassismus_Info_Brief_Nr_8.pdf zuzugreifen

        Die Antwort lautet ja, aber auf Seite 12 liest man und leider kann man nicht vollziehen, wo rechtsstaatliche Prinzipien wirklich verletzt sein könnten. Stop Talking gibt darüber keine Auskunft.

        Dritte Frage von Gabriele lautet:
        Gibt es nicht auch den Niedriglohnsektor für Männer (Wachschutz, Gebäudereiniger)?

        Die Antwort lautet: “Yes, but…”

        Und man erhält eine nette Broschüre:

        Klicke, um auf hat_niedriglohn_ein_geschlecht.pdf zuzugreifen

        Meine Antwort auf deine Frage, Gabriele, auf den Niedriglohnsektor für Männer lautet. Es gibt nicht nur ein Niedriglohnsektor für Männer im Bereich Wachschutz und Gebäudereiniger, nein, sondern auch bei der Müllabfuhr, im Handwerk und auf dem Bau, in der Industrie am Fließband und Montage, bei der Bundeswehr und den Dienstleitungen etc. so wie in vielen einfachen Frauenberufen eben auch.

        Vierte Frage von Gabriele lautet:

        “Werden Frauen gezwungen, in Branchen zu arbeiten, in denen weniger verdient wird als in anderen?”

        Antwort von StopTalking:

        “No, but…”

        Und man erhält einen netten Genderbericht, der zur gestellten Frage keine Antwort gibt und keinen Bezug herstellt!

        http://www.bmfsfj.de/doku/Publikationen/genderreport/2-Erwerbstaetigkeit-arbeitsmarktintegration-von-frauen-und-maenner/2-8/2-8-1-horizontale-segregation-frauen-und-maennerdomaenen.html

  7. @ Chomsky:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2012/04/21/kristina-schroder-sagt-auch-was-gesagt-werden-mus/#comment-321

    Ich sehe gerade, daß Antje Schrupp alle Deine Kommentare und ihre Antworten an Dich aus den Kommentaren gelöscht hat: es werden 37 Kommentare angekündigt, aber es sind nur noch 31 vorhanden:
    http://antjeschrupp.com/2012/04/18/um-es-nochmal-klar-zu-machen-kristina-schroder-hat-recht/#comments
    Dafür hat der letzte von Dir zitierte Kommentator auf meinen Beitrag hier verlinkt… Ob der Link auch bald weg ist?! :-))

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