Ukraine: Vermischte Nachrichten

 

Glanz und GloriaFortsetzung von:

https://gabrielewolff.wordpress.com/2014/05/02/ukraine-krise-krieg-lugen-und-video/

Ein ereignisreicher Tag in der Ukraine, der 31.5.2014, wie ihn ein österreichisches Presseorgan – man sieht sich mittlerweile gezwungen, auf außerdeutsche Medien auszuweichen, will man einigermaßen unterrichtet bleiben – zeichnete:

Mehrere Tote bei Kämpfen in der Ostukraine

31. Mai 2014, 14:44

Zwei OSZE-Teams in der Gewalt prorussischer Separatisten – Russland zieht Truppen an der Grenze teilweise ab – Treffen zwischen Obama und Poroschenko am Mittwoch

Kiew – Bei neuen schweren Gefechten zwischen ukrainischen Sicherheitskräften und prorussischen Separatisten sind mindestens zwei Menschen getötet und acht verletzt worden. Im Zentrum der Zusammenstöße stand erneut die Stadt Slawjansk im Osten der Ukraine.

Hier seien beim nächtlichen Vorrücken von Regierungseinheiten zwei Zivilisten erschossen und vier verletzt worden, sagte ein Sprecher der prorussischen Aktivisten am Samstag. Eine offizielle Bestätigung dafür gab es nicht.

Drei Soldaten verletzt

Bei einem Schusswechsel nahe des ukrainisch-russischen Grenzpostens Djakowo wurden zudem drei Soldaten verletzt. Etwa 80 unbekannte Angreifer hätten den Posten mit Granatwerfern attackiert, sagte ein Armeesprecher. Die Sicherheitskräfte hätten das Feuer erwidert und seien von einem Kampfjet des Typs Suchoi Su-27 unterstützt worden. Die Angreifer hätten sich später zurückgezogen.

Der von Moskau unterstützte Chef der Republik Tschetschenien hat unterdessen bestritten, dass seine Regierung Kämpfer zur Unterstützung der prorussischen Separatisten in die Ostukraine geschickt hat. Er schließe aber nicht aus, dass einige aus eigenem Entschluss dorthin gegangen seien, sagte Ramsan Kadyrow in einem Interview des russischen Fernsehens, das am Samstag ausgestrahlt werden soll. US-Außenminister John Kerry hatte sich am Vortag besorgt über Berichte geäußert, dass tschetschenische Kämpfer an der Seite der Separatisten kämpften.

OSZE-Teams weiter vermisst

Die beiden in der Ukraine vermissten Teams der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa sind nach Angaben der OSZE weiter in der Hand ihrer Entführer. Der stellvertretende Leiter des Beobachtereinsatzes, Alexander Hug, sagte am Samstag im Deutschlandfunk, Berichte über eine Freilassung könne er nicht bestätigen. Es gebe weder direkt noch indirekt Kontakt zu den Vermissten.

Russland führt jedoch nach eigenen Angaben Gespräche mit den militanten Separatisten in der Ostukraine. „Die Freilassung zieht sich hin“, sagte Russlands OSZE-Botschafter Andrej Kelin am Samstag der Agentur Itar-Tass. Dauer und Ergebnis der Verhandlungen seien völlig offen.

Die russische Tageszeitung „Kommersant“ berichtete, dass der OSZE-Ukraine-Beauftragte Wolfgang Ischinger seinen Posten verlassen werde. Das Mandat des deutschen Diplomaten sei am Tag der ukrainischen Präsidentenwahl am 25. Mai abgelaufen, wurde Roland Bless von der OSZE zitiert. Ischinger hatte nach seiner Ernennung im Mai dreimal den Runden Tisch zur nationalen Einheit moderiert.

Offene Gasrechnungen zum Teil bezahlt

Im Streit zwischen Russland und der Ukraine über offene Gasrechnungen zeichnete sich unterdessen eine Annäherung ab. Die ukrainische Regierung hat mittlerweile eine Überweisung an den russischen Konzern Gazprom veranlasst.

Russland hat außerdem NATO-Angaben zufolge etwa zwei Drittel seiner Soldaten von der ukrainischen Grenze abgezogen. Dies seien erste Schritte, hieß es in Washington am Freitag. Ein vollständiger Rückzug sei aber notwendig.

US-Präsident Barack Obama trifft am Mittwoch in Warschau mit dem neu gewählten ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko zusammen. Das gab das Weiße Haus gestern in Washington bekannt. Obama wird in der polnischen Hauptstadt an den Feiern zum 25. Jahrestag der ersten halbdemokratischen Wahlen im Ostblock teilnehmen.

Zu dem Treffen werden 20 Staatsoberhäupter erwartet, darunter Francois Hollande (Frankreich), Joachim Gauck (Deutschland) und auch Bundespräsident Heinz Fischer. US-Präsident Obama wird in Warschau eine Rede halten.

Proteste am Maidan

In Kiew haben Demonstranten auf dem Unabhängigkeitsplatz Maidan unterdessen mehrere Stapel Autoreifen in Brand gesetzt. Sie protestierten damit gegen einen Appell des Ex-Boxchampions und künftigen Bürgermeisters Vitali Klitschko, der für eine Räumung des Protestlagers plädiert hatte.

„Klitschko hat uns nichts zu sagen, er ist – wie die gesamte frühere Opposition – nur dank uns an der Macht“, sagte ein Demonstrant. Die regierungskritischen Aktivisten wollen ihr Protestlager im Herzen der Hauptstadt Kiew nur unter Bedingungen auflösen. „Der Maidan geht nicht auseinander, solange unsere Forderungen nicht erfüllt sind“, betonten verschiedene Protestgruppen auf dem Unabhängigkeitsplatz in einem Manifest. Die Demonstranten halten den Platz seit Monaten mit Zelten und Barrikaden besetzt. (APA, 31.5.2014)

 

http://derstandard.at/2000001685202/Mehrere-Tote-bei-Kaempfen-in-der-Ostukraine

Ein in seiner Neutralität vorbildlich informierender Beitrag.

Der sich, geht man auf die Suche, ergänzen läßt.

Zum Beispiel durch ein Video von den Schäden des nächtlichen Artilleriebeschusses von Wohngebieten in Slawjansk:

https://www.youtube.com/watch?v=Z6Gnr7o8tJA

Das ist natürlich keine „Bestätigung“ des Berichtes, denn in Zeiten von allseitiger Propaganda wird von der Regierungsseite stereotyp vorgebracht, daß die „prorussischen Terroristen“ gegen die eigene Zivilbevölkerung vorgehen. Und es gibt tatsächlich Menschen, die das glauben. Unter anderem Journalisten deutscher öffentlich-rechtlicher Sender.

Ergänzend auch ein Video vom widerständigen Maidan, der sich Klitschkos Räumungsaufruf nicht beugen will – allerdings aus der Sicht von Radio Swoboda: die rechten Kräfte scheinen den originären zivilen, Konrad-Adenauer-Stiftung- und US-Think-Tank- konformen Maidan-Protest der hauptstädtischen Mittelschicht, die mit dem Ergebnis ihres Protestes – nun ist ein Oligarch Präsident – unzufrieden sein muß, komplett übernommen zu haben. Sie waren es, die Reifen in Brand setzten – was für ungute, schwankende Gestalten:

http://www.radiosvoboda.org/media/video/25405401.html

Was hat es mit den Russen und Tschetschenen auf sich, die in der Ukraine kämpfen? Natürlich weiß niemand, ob sie von Kadyrow oder von Putin geschickt wurden. Das wird, abhängig vom Standpunkt, schlicht unterstellt. Für diese parteiische Sichtweise spricht allerdings nichts.

Nina Jeglinski und Elke Windisch vom TAGESSPIEGEL wissen mehr – nämlich daß Tschtschenen auf beiden Seiten kämpfen.

Tschetschenische Milizen in Ukraine-Krise

Der unbekannte Feind

30.05.2014 19:14 Uhrvon Nina Jeglinski und Elke Windisch

[…]

Auf welcher Seite stehen die Tschetschenen?

Darüber gibt es unterschiedliche Auffassungen. Westliche Medien verorteten sie aufseiten der Separatisten, russische aufseiten der Regierungstruppen. Dass tschetschenische Gruppen im Donbass kämpfen ohne die Zustimmung Kadyrows oder ohne das Wissen der russischen Regierung, sei höchst unglaubwürdig, heißt es in Kiew: „Das sogenannte ,Wostok-Bataillon’ wird ohne Befehl nirgendwohin gehen.“

Russische Frontberichterstatter hingegen meldeten, dass Tschetschenen aufseiten der ukrainischen Nationalgarde gesichtet wurden. Sie rekrutiert sich vor allem aus dem ultraradikalen Rechten Sektor, der während Moskaus Tschetschenienkrieg in den Neunzigerjahren aufseiten der Rebellen kämpfte. Deren harter Kern, so mutmaßen die Russen, steht nun den einstigen Waffenbrüdern in der Ukraine bei.

Kadyrow konnte die Mehrheit der Untergrundkämpfer zwar dazu bewegen, die Waffen niederzulegen. Das gelang mit einer Amnestie und der Eingliederung in die Rechtschutzorgane der Teilrepublik – und oft auch mit Einschüchterungen und nackter Gewalt. Einige „Unversöhnliche“ verzogen sich aber dennoch in die Nachbarrepubliken, um dort den Kampf gegen die ungläubigen Okkupanten aus Moskau fortzusetzen. Russische Geheimdienste gehen von etwa 5000 Mann aus.

Die Kontakte des Rechten Sektors zum Chef der tschetschenischen Untergrundkämpfer, Doku Umarow, der die Verantwortung für alle größeren Terroranschläge der vergangenen Zeit in Russland übernahm, wurden vor einiger Zeit wieder deutlich. Auf dem Höhepunkt der Proteste auf dem Kiewer Maidan bat man um Hilfe bei der Schwächung Moskaus durch weitere Attentate.

Aber auch Behauptungen, wonach Tschetschenen aufseiten der prorussischen Separatisten kämpfen, sind nicht aus der Luft gegriffen. Kadyrow regiert seinen Beritt nach eigenem Gutdünken. Ihn schützt eine angeblich aus mehreren hundert Elitekämpfern seines Clans bestehende Leibgarde, die von Regierung und Parlament nicht kontrolliert wird.

Warum konnten die mutmaßlichen Kämpfer überhaupt in die Ukraine gelangen?

Wieso die ukrainischen Grenztruppen die per Bus oder Zug reisenden Soldaten gewähren ließen, bleibt das Geheimnis der politisch und militärisch Verantwortlichen in Kiew. Sicher ist, dass die russisch-ukrainische Grenze bis heute sehr durchlässig ist. Kein Tag vergeht, an dem nicht über Vorfälle berichtet wird, bei denen Soldaten in Bussen oder Lastwagen versuchen, ukrainisches Territorium zu erreichen. In den Regionen Lugansk und Donezk sind in jüngster Vergangenheit immer wieder Fahrzeuge und Waffen, darunter automatische Gewehre und Panzerabwehrraketen beschlagnahmt worden, trotzdem gelingt es den Eindringlingen nach wie vor, ins Land zu kommen.

http://www.tagesspiegel.de/politik/tschetschenische-milizen-in-ukraine-krise-der-unbekannte-feind/9972094.html

Wer sich für sachliche Berichte über tschetschenische Kämpfer in internationalen Auseinandersetzungen interessiert, wird hier fündig:

Understanding the Mysterious Appearance of the Chechen ‘Vostok’ Battalion in Eastern Ukraine

Publication: Eurasia Daily Monitor Volume: 11 Issue: 101

May 30, 2014 10:10 PM Age: 1 day

By: Mairbek Vatchagaev

 

[…]

 

However, it was not immediately clear from the report if the Chechens were dispatched to Ukraine by the Russian authorities. An armored personnel carrier (APC) carrying the armed men bore the inscription “Battalion Vostok” in large script to make sure it was visible to everyone. The Vostok battalion was disbanded on November 8, 2008, almost immediately after the war in Georgia. As Interfax reported at the time: “The battalions Vostok and Zapad of the 42nd Motorized Rifle Division of the Ministry of Defense of Russia were disbanded,” the deputy commander of Russian Defense Ministry’s ground forces, Colonel-General Vladimir Moltenskoi, told Ramzan Kadyrov in a face-to-face meeting (http://www.interfax.ru/44317).

Those who like to point to the Vostok battalion should understand that the battalion was led by Ramzan Kadyrov’s worst enemy, Sulim Yamadaev. So Kadyrov would not have allowed his people, the kadyrovtsy, to use the name of the battalion of his former nemesis. Another indicator that the group may not have ties to Kadyrov is the fact that fighters from the so-called Vostok battalion openly smoked in front of cameras—something which would be highly improbable, to put it mildly, in Kadyrov’s units because it is haram (forbidden) in Islam and the Chechen strongman, at least in public, tries to have his subordinates maintain the appearance of being good Muslims (http://argumentua.com/stati/donetsk-posle-vyborov-kadyrovskaya-svoloch-est-vlasti-net).

It is more likely that the Donetsk separatists set up their own version of the “Vostok” battalion that has nothing to do with the original Chechen battalion. The well-known analyst Oleg Kashin pointed out that Chechens once served as bodyguards for Ukraine’s richest businessmen, Renat Akhmetov. According to Kashin, there are Chechens, Ossetians and members of other ethnic groups active in eastern Ukraine (http://kashin.guru/2014/05/25/checehn/).
[…]

http://www.jamestown.org/single/?tx_ttnews[tt_news]=42447&tx_ttnews[backPid]=7&cHash=edb06260fcad09e60fabefff15b0f638#.U4t3CChi2mG

Hier wurden also Mythen aufgebaut, und der kundige Autor sieht auch keinen Beweis dafür, daß die Mehrzahl der 33 Toten nach dem Kampf um den Flughafen in Donezk Tschetschenen waren.

Es gibt glücklicherweise eben auch Journalisten, die über profundes Wissen verfügen oder mehr tun, als nur ausgewogen sowohl die eine als auch die andere parteiisch gefilterte Nachricht zu transportieren. Obwohl man als deutscher Medienkonsument ja schon froh sein muß, wenn wenigstens ausgewogen beide Seiten zu Wort kommen…

Zu den Journalisten, die selber recherchieren, gehört Harriet Salem von Vice-News, die sich in Donezk (aus dem sich ARD und ZDF zurückgezogen haben und die unter dem Schutz des mafiösen Oligarchen Kolomoisky und seines Kompagnons Filatow nebst deren ultrarechten Privatarmeen aus Dnipropetrowsk nun solche unbedarfte „Nachrichten“ twittern:

https://twitter.com/KEigendorf/status/471702849236107264

https://twitter.com/KEigendorf/status/472254197455659009

https://twitter.com/KEigendorf/status/472256269680914433 )

bei eben jenen tschetschenischen Kämpfern auf Seiten der „Separatisten“ erkundigt hat, was sie antreibt und wie sie in die Ukraine gekommen sind. Nebenbei: für die Grenzsicherung ist immer noch die Ukraine zuständig und nicht Rußland, das ja dringlich aufgefordert wurde, seine Militärübungssoldaten aus dem Grenzbereich zurückzuziehen. Mittlerweile ist der Abzug so deutlich, daß sich nicht einmal die NATO mehr auf die unglaubwürdige Position zurückziehen kann, sie wisse nicht, ob Rußlands Abzugs-Ankündigung umgesetzt werde. Dafür nölt sie jetzt herum, weil das letzte Drittel noch nicht abgezogen sei, mahnt aber gleichzeitig an, Rußland solle die Ausreisen an seiner Grenze zur Ukraine besser kontrollieren. Welches Rechtsverständnis steckt eigentlich hinter der Vorstellung, ein Staat müsse Ausreisen kontrollieren?

Gewiß kein rechtsstaatlich-demokratisches. Meines Wissens wurden Ausreisen zuletzt von der DDR kontrolliert und unterdrückt…

Harriet Salem kann zwar ihre antirussische Einstellung nicht verbergen – aber immerhin: sie recherchiert vor Ort!

Ice Cream, Corpses, and the Big Bear: Repatriating Dead Russians From Ukraine

By Harriet Salem

May 30, 2014 | 9:19 pm

[…]

Despite Moscow’s persistent rejection of Russian men fighting in Ukraine’s east, it is now undeniable they are here.

Paperwork shown to VICE News confirmed that at least some of the dead being transported across the border were, as claimed by the rebels, Russians.

[…]

Sayid, a Chechen fighter being treated at the Donetsk trauma unit for a gunshot wound in his ankle, told VICE News how he had travelled to Rostov in Russia for construction work. Once there, he was offered the opportunity to fight in Ukraine and headed with his unit for the border.

Aslan, a nervous gunman in a black tracksuit who patrols the ice cream factory, told VICE News a similar story. The 33-year-old Ossetian says that his group traveled to Donetsk to provide humanitarian aid, but then decided to join the fight.

Others from the Caucasus and other post-Soviet states are also thought to be among the swirling mix of paramilitaries descending on the region.

“The more the Ukrainian army attack us, the more fighters we have,” says Varan, Head of Security for the DPR tells VICE News.

Varan, whose name means “monitor lizard” in Russian, is a Chechen, but claimed that men are coming from all around the region. “All the neighboring countries have offered to send fighters,” he tells VICE News. “They come legally into the country in civilian clothes, and then form units once they arrive,” he adds.

Some may well be volunteers fighting for a patriotic belief in “Novorossiya.” The expansionist concept, which echoes from the Soviet Union and even Russian Empire past, also resonates with the contemporary neo-nationalist groups that emerged at the beginning of Putin’s second term in the early 2000s.

Yet while some may be fighting for the idea, others are likely paid mercenaries, or bandits looking for their slice of power and money when the spoils of revolution are divvied up.

Guarding his wounded comrades outside the hospital, 30 year-old Chechen fighter Magomed said he came to Donetsk for “personal interests” and would “like to be a boss.”

There are plenty of opportunities here for the aspiring rebel fighter. Yesterday, in a seeming coup, the infamous Vostok Battalion cleared out the men of the self-styled people’s leader Pavel Gubarev from the city’s occupied administration building.

The heavily armed Vostok Battalion, whose name is a hat tip to a defunct Russian special military unit, said they were just dealing with looters. But it is suspected that the operation was in fact a takeover that concludes, at least temporarily, a simmering power struggle between competing rebel factions.

Locals are still hoping Putin will a little more support than bandits and humanitarian aid — the latter was pledged yesterday by the Russian president — but the pleas for military reinforcements, or at least peacekeeping troops, have gone unanswered.

Indeed, as the truck lumbered away from the ice cream factory with its cargo of corpses, the distance between the powers in Moscow and the rebel-run Donetsk could not be clearer.

[…]

https://news.vice.com/article/ice-cream-corpses-and-the-big-bear-repatriating-dead-russians-from-ukraine

Auch die New York Times hakte zwei Mal nach – mit ähnlichen Ergebnissen.

http://www.nytimes.com/2014/05/28/world/europe/ukraine.html?ref=world&_r=0

In Ukraine War, Kremlin Leaves No Fingerprints

By SABRINA TAVERNISEMAY 31, 2014

While Russian tanks never crossed the border with Ukraine, many of its civilians did, bolstering a pro-Russian agenda that has destabilized the divided east.

http://www.nytimes.com/2014/06/01/world/europe/in-ukraine-war-kremlin-leaves-no-fingerprints.html?_r=0

Interessant, daß der uns wohlbekannte Herr Ponomarow der NYT die Bilder zum Artikel lieferte – Slawjansk hat Vorbehalte gegen den Donezker „Premier“ Alexander Borodai. Man sieht, die Situation ist kompliziert geworden. Es sind zu viele Freelancer im Spiel, und die Dementi von Putin und Kadyrow, mit diesen Kräften etwas zu tun zu haben, sind absolut plausibel.

Was sollte russische Grenzbeamte eigentlich dazu veranlassen, ausreisende Zivilisten an der Ausreise zu hindern? Auf welcher Rechtsgrundlage überhaupt? Und kann etwa der deutsche Grenzschutz Waffen- und sonstigen Schmuggel verhindern? Harriet Salem hat recht: Rußland sind diese Terror-Touristen peinlich. Putin will mit ihnen, ob tot oder lebendig, nicht in Verbindung gebracht werden. Der Mann handelt nämlich, was man vom Westen und der Mehrheit seiner Medien nicht sagen kann, absolut rational.

Rußland hat bei den lokalen Rebellen in der Ost-Ukraine um eine Verschiebung des Referendums vom 11.5.2014 gebeten, das dann dennoch stattfand. Auf die anschließende Bitte um Anschluß des Donbass an Rußland hat es bis heute nicht reagiert. Rußland hat, was der Westen im Geist des Genfer Abkommens schon längst hätte tun müssen, Kiew um Einstellung der kontraproduktiven Gewalt des sogenannten Anti-Terror-Einsatzes gebeten. Nun bemüht sich ein OSZE-Vertreter Rußlands, direkten Kontakt mit den mutmaßlichen Entführern von zwei OSZE-Beobachter-Gruppen in den aufständischen Gebieten aufzunehmen, was angesichts der unübersichtlichen Lage dort nicht einfach sein wird – aber wenigstens wird ein Versuch gestartet.

Meines Erachtens sollte die OSZE-Beobachtung gestoppt werden. Deren Berichte sind absolut inhaltlos. Die Beobachter halten sich in Gebieten auf, in denen nichts los ist. Halten sie sich in der Nähe von Gebieten auf, in denen etwas los ist, zitieren sie Presseberichte. Halten sie sich in Gebieten auf, in denen etwas los ist, werden sie gekidnapped. Und über russische OSZE-Bemühungen weiß die Organisation auch nichts.

http://www.osce.org/press

(Auf „Latest News“ klicken)

Die West-Marionette Poroschenko, die vor der Wahl von Dialog mit dem Osten seines Landes und von mehr Autonomie für den abgehängten Donbass gesprochen hatte, wechselte einen Tag nach dem Wahlsieg in den Kampfmodus, und machte sich lächerlich, als er davon sprach, den Aufstand im Osten binnen Stunden militärisch beenden zu wollen.

Poroschenko hatte nach seiner Wahl am Sonntag angekündigt, den „Terroristen nicht in Monaten, sondern in Stunden“ das Handwerk zu legen. Doch die Regierungskräfte treffen auf entschlossenen Widerstand der separatistischen Milizen. Was das bedeutet, erfahren die Bürger von Donezk seit Montag am eigenen Leib.

Rückblick: Noch in der Nacht nach der Präsidentenwahl besetzen bewaffnete Separatisten den Flughafen der Millionenstadt. Die ukrainische Armee reagiert kompromisslos und entsendet Militärhubschrauber, Kampfjets und Fallschirmjäger. Am Airport entbrennt ein Häuserkampf, der sich am Nachmittag in das dicht besiedelte Gebiet um den Bahnhof der Metropole verlagert.

Zu diesem Zeitpunkt herrscht dort reger Betrieb. Niemand warnt die Menschen. Niemand kommt auf die Idee, den Zugverkehr einzustellen. Die Separatisten feuern auf einen Hubschrauber, der über dem Bahnhofsgebiet kreist. Mörsergranaten schlagen auf dem Vorplatz ein. Die Menschen flüchten in Panik. Dennoch trifft ein Splitter eine Frau am Kopf und reißt ihr Teile der Schädeldecke weg. Ein Mann wird von einer Kugel getroffen und stirbt ebenfalls.

Wie wenig die gesamte Stadt darauf eingestellt ist, zum heißen Kampfgebiet zu werden, zeigt die weitere Reaktion an diesem Montag. Die Leichen werden abtransportiert, aber der Bahnhof wird weder dauerhaft gesperrt noch evakuiert. Die Menschen gehen auch nicht von selbst nach Hause. Es ist, als könnten oder wollten sie all das nicht glauben. Als das Blut auf den Bürgersteigen noch nicht getrocket ist, schlagen erneut Granaten auf dem Vorplatz ein. Wieder fallen Schüsse. Die Reisenden flüchten in die Unterführungen. Eine Frau ruft: „Die sind alle wahnsinnig geworden. Das ist doch ein Albtraum!“

http://kroekel.com/2014/05/29/der-albtraum-von-donezk/

Ulrich Krökel ist meines Wissens der einzige unabhängige deutsche Journalist, der vor Ort berichtet.

Was für ein Wahn, den Poroschenko ausgebildet hat! Als Antidot sei das Interview des Ex-Nato-Militarausschuß-Mitglieds Generaloberst a. D. Harald Kujat mit dem Deutschlandfunk empfohlen:

http://www.deutschlandfunk.de/ostukraine-die-lage-ist-voellig-unuebersichtlich.694.de.html?dram:article_id=287869

Ist Poroschenko womöglich selbst der ukrainischen Propaganda verfallen, wonach es im Süden und Osten des Landes lediglich ein paar Moskau-gesteuerte Terroristen gebe, die die eigene Bevölkerung terrorisiere, eine Bevölkerung, die nichts weiter ersehne als eine Kiewer Zentralregierung, die den Osten wie in den letzten Jahren wirtschaftlich verkommen läßt, obwohl es sich um den produktivsten Landesteil handelt? Weiß er nicht, daß die ukrainische Armee auf Landsleute nicht schießen will, weil ein solches Vorgehen verfassungsrechtlich nicht erlaubt ist, und er daher zusätzlich auf die frisch gegründete Nationalgarde, bestehend aus ehemaligen Berkut-Leuten und Kämpfern des rechten Sektors, nebst deren ultranationalistischen zugeordneten Söldnern, die von Oligarchen bezahlt werden, zurückgreifen muß?

Wie sehr der Einsatz der ukrainischen Armee den Widerstand der Bevölkerung in der Ostukraine erst hervorruft, zeigt dieser Bericht über einen gescheiterten Armee-Einsatz vom 22.5.2014:

East Ukraine Town Digs In for Fight

Pro-Russian Locals Rally to Repel Military Attempt to Retake Town, Blaming Government for Bloodshed

By

James Marson

May 29, 2014 6:53 p.m. ET

NOVODRUZHESK, Ukraine—Coal miner Andrei Sharenko never fired an automatic rifle in his life, he says, until he saw a Ukrainian army column emerging from the woods across the river from his hometown early one morning last week.

„We knew we couldn’t let them across the bridge and into town. My wife and daughters are here,“ said Mr. Sharenko, a tough-looking 42-year-old with a buzzcut and scars on his hands from years of toiling underground. (Read the latest updates on the crisis in Ukraine.)

By the end of the day, on-and-off fighting had left several people dead—with no gain in territory for either side. A railway station was shot up, windows and nerves were shattered and anger toward the government in Kiev became more deeply entrenched.

As President-elect Petro Poroshenko vows to press the fight against armed pro-Russia rebels who control much of two big regions in the east, the battle around the checkpoint last week shows how difficult his task will be.

The government has sought to calm the crisis with measures that would allow the east and other regions to take greater charge of their own affairs. But in Novodruzhesk, a ramshackle town of about 9,000 people where sewage runs in the street, many locals blame the government for provoking fighting by sending in troops.

Ukraine’s army is taking on an amorphous enemy that is often well-armed and enjoys plenty of support. Mr. Sharenko’s ragtag unit was reinforced by a mix of enthusiastic amateurs, local men with military experience and Russian irregulars from places such as Chechnya.

The unit sent to clear the checkpoint was a poorly trained, hungry group of 100 mostly reservist soldiers riding on aging armored vehicles.

This account of the fighting on May 22 was based on interviews with two dozen local residents, rebel fighters, soldiers and government officials.

The dozen or so men at the checkpoint on the river bridge hadn’t seen any action since they’d thrown the checkpoint together out of concrete blocks and tires a week earlier.

They were motivated by fear incited by propaganda on Russian state television, widely available near the border, that the government in Kiev is dominated by brutal fascists out to get them. Most of their weapons came from the armory of the state security service in the regional capital of Luhansk, which was seized in early April.

Men who took part in that raid later fanned across the region to command local „self-defense forces.“ The rebels around Novodruzhesk answer to a 31-year-old electrician and former border guard from Lysychansk, a nearby industrial hub.

Around 4 a.m., as the armored vehicles rolled from their base to the north into Rubizhne, the town across the river, a lookout at the railway station there warned them to get ready.

When the soldiers emerged from the woods a few hundred yards away, Mr. Sharenko’s unit started firing. As he and his comrades, armed with seven automatic rifles and one rocket-propelled grenade launcher, held them off, other men hurtled down the slope from Novodruzhesk on bicycles and on foot to join them.

More reinforcements soon came from nearby towns. A man in his mid-30s called Stas from the town of Stakhanov was the first to die on the slope. No one is quite sure what his surname was.

As the men dug a trench and set up sniper positions, women set up a makeshift kitchen not far from the front line to supply porridge and other food.

After four hours of shooting, Ukrainian forces began to fall back along the dirt track toward Rubizhne, a mile away. But when they reached the railway station there, their path was blocked by felled trees and a crowd of residents urging them to put down their weapons and leave.

Alexander Khomenko, secretary of Rubizhne’s town council, rushed to the spot and started talks with the soldiers. „We don’t want shooting in our town,“ he told them.

An agreement for the soldiers, thirsty in the spring heat, to put down their weapons and leave on trucks was reached by midafternoon.

It isn’t clear exactly what happened next, but the result was the kind of deadly mayhem that is becoming routine in these parts. Some said the soldiers came under attack from rebels in the woods. Others said the troops had opened fire to simulate combat.

On the dirt track that links Rubizhne and Novodruzhesk through the woods, the shooting went in all directions for hours.

The ragtag locals were reinforced by irregulars, including some of those who seem to be flooding across Ukraine’s porous border with Russia. Firing from grenade launchers, they destroyed an armored vehicle about 200 yards from the station near a 10-foot wooden Orthodox cross bearing the inscription „Save and Protect.“

Rubizhne’s railway station is now pockmarked with bullet holes and strewed with debris blown from walls. Inside, a pool of blood marked where one man died after being shot and dragged inside.

One video posted on a local news Website shows a half-dozen men in shorts running along the dirt track carrying a limp body, apparently a rebel fighter, as gunfire crackles close by.

„He’s finished,“ says one of the men as they drop him to the ground. A second covers his face with a Nike cap.

Government forces sent in at least two helicopters to fire at rebel positions, some in a group of houses overlooking the bridge.

The soldiers burned three vehicles to stop them falling into rebel hands. Ultimately, they returned to the town they’d set out from that morning.

Both sides claim victory, and present wildly different death tolls. Militants say they killed 14 soldiers and lost seven of their own; the Defense Ministry says the army killed 20 militants and lost only two men.

Whatever the toll, locals say it already feels like war.

http://online.wsj.com/articles/east-ukraine-digs-in-for-fight-1401403504

In deutschen Zeitungen liest man keine derartig hautnahen Reportagen, die ein Bild transportieren, das der Realität gewiß näherkommt als ideologische Nachrichten-Verstümmelungen und  einseitige Kommentare.

Ist es nicht beschämend, daß allein Rußland dem Blutvergießen ein Ende setzen will, während der US-gestützte Poroschenko offen auf Gewalt setzt, und dabei die Zivilbevölkerung trifft, wie immer in Kriegen?

Ein wenig beruhigend ist es, daß zuletzt öffentlich-rechtlich wenigstens ein einziges Mal zutreffend berichtet wurde:

ab Minute 7:50:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/2166360/ZDF-heute-Sendung-vom-31-Mai-2014

Also unter anderem von der Demo von Zehntausenden in Donezk, die gegen die Gewalt der ukrainischen Armee protestieren. Der Reporter Bernhard Lichte darf gar mitteilen, daß Putin mit den Separatisten über die Freilassung von OSZE-Beobachtern verhandelt, und er fügt an:

Eine wichtige Neupositionierung Moskaus, dem doch gern unterstellt wird, im Hintergrund die Strippen zu ziehen.

Es ist zwar keine Neupositionierung Moskaus, schließlich hat Moskau schon für die Befreiung der bilateralen Deutschland-Kiew-Militärberatungs-Mission, die auf angeblicher OSZE-Basis stattfand, gesorgt, aber es handelt sich immerhin um eine Neupositionierung eines deutschen öffentlich-rechtlichen Senders.

Zu welchen Desinformationen deutsche öffentlich-rechtliche Sender in der Lage sind, zeigt dieses Video über eine angeblich riesige öffentliche Protestaktion von Zehntausenden gegen die „Separatisten“ im Donezker Fußballstadion. Der Oligarch Achmetow hatte ein paar hundert seiner Angestellten, augenscheinlich bevorzugt Frauen aus der Verwaltung, dorthin locken können, vermutlich während ihrer bezahlten Arbeitszeit. (Achmetow beschäftigt weit über 100.000 Arbeitnehmer in der Gegend).

Die „Tagesthemen“ fertigten am 20.5.2014 mittels der ahnungslosen Caren Miosga und des zielgerichtet desinformierenden Reporters Udo Lielischkies (ab Minute 7:24) daraus folgenden Beitrag, der hier découvriert wird:

https://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=8ed_NQJl4YM

Udo Lielischkies war offenbar im Stadion anwesend; durch eine gezielte Kameraführung erreichte er es, seine Desinformation über eine „massenhafte“ Zustimmung zur geeinten Ukraine und gegen die „Separatisten“ zu bebildern. Tatsächlich war das Stadion leer, bis auf ein schmales Segment, in dem ein paar hundert Achmetow-Angestellte heftig orangefarbene Fahnen schwenkten und tröteten, während ihr Chef, der Tschetschenen als Leibwächter beschäftigt, per Video eine flammende Rede hielt.

Wen Achmetow zur Zeit fördert, ist unbekannt. Ein echter Oligarch denkt zuerst an seine Unternehmungen und hängt sein politisches Mäntelchen in den Wind. Um ihn ist es merkwürdig still geworden.

Nachdem ein anderer Oligarch die Macht übernommen hat, ist eine Neupositionierung Achmetows natürlich schwierig. Da muß man abwarten, wie sehr der wirtschaftliche Gegner Poroschenko im Interesse des Westens, der ihn auf den Schild gehoben hat, tatsächlich agiert und seine Lippenbekenntnisse, mit den Oligarchen aufräumen zu wollen, umsetzt.

Ich bin es wirklich satt, mich ernsthaft intellektuell mit den USA beschäftigen zu sollen. Ich sehe nicht, daß dort Intellekt überhaupt eine Bedeutung hat.

Hier ist Obamas Rede vor Westpoint-Absolventen vom 28.5.2014, bei der er sich wegen innerstaatlichen Protestes durch dumpfe „patriotische“ Ressentiments wohl nicht traute, richtig in die Offensive zu gehen. Noch immer beschwört er, gänzlich irrational, den „exceptionalism“ des US-amerikanischen Staates, der niemanden fragen muß, bevor er zuschlägt. Gleichzeitig soll militärisches Eingreifen heruntergefahren und mehr auf Diplomatie, Recht und ökonomische Förderung gesetzt werden.

http://www.washingtonpost.com/politics/full-text-of-president-obamas-commencement-address-at-west-point/2014/05/28/cfbcdcaa-e670-11e3-afc6-a1dd9407abcf_story.html

Mit dieser Rede hat er sowohl Falken wie auch Tauben nicht überzeugen können. Ich kann mir zwar vorstellen, was er wirklich denkt, aber in seinem Land ist Vernunft wohl nicht vermittelbar, weder im Volk noch bei den Lobbygruppen, den rightwings bei den Republikanern und den Demokraten, noch bei den Medien. Und schon gar nicht im Apparat, dem er ausgeliefert ist.

Den Rest gibt es einem, wenn man Pressekonferenzen von Jen Psaki, der Sprecherin des Außenministers Kerry, folgt. Diese Frau ist wirklich ein Ereignis und vermutlich Weltmeisterin im Herumeiern. Hier versucht sie am 27.5.2014 zu erklären, daß es eine militärische Lösung der Ukraine-Krise nicht gibt, daß die USA schon eingreifen werde, wenn ihnen die militärische Aktivität von Kiew kritisch vorkommen würde und daß der militärische Einsatz von Kiew eigentlich kein militärischer sei.

Jen Psaki

Spokesperson
Daily Press Briefing

Washington, DC

May 27, 2014

 

[…]

QUESTION: Well, so you believe that this violence is the responsibility entirely of pro-Russian separatists? Is that – I mean, do you have any words of caution or advice of restraint to the Ukrainian Government?

MS. PSAKI: Well, certainly to all parties. But I would remind you – and obviously there are a range of reports out there about events that have happened over the course of the past couple of days. There are some involving the airport.

QUESTION: Right.

MS. PSAKI: There are some involving the fact that a special monitoring mission is missing. So there are a range of different reports, different – and I guess I could speak to all of those. But my point I was making is that the Ukrainian Government and the Ukrainian authorities have every right to certainly take steps to maintain calm and order where they see fit.

QUESTION: Right. But you don’t have any concerns about whether they are acting – that they’re going too far? You don’t have any concern that – do you believe that everything the Ukrainian authorities have done to this point in trying to maintain law and order has been reasonable and appropriate?

MS. PSAKI: Well, if we have concerns we will express them. But certainly —

QUESTION: But as of this moment, you don’t have any concerns?

MS. PSAKI: I’m not expressing a concern about the events over the course of the weekend, no, in terms of the Ukrainian authorities, no.

QUESTION: Okay. So in the view of the State Department, view of the Administration, is that what is happening on the ground in the east right now, in Donetsk and other places where there are clashes, where there’s fighting, that is all the fault of the separatists?

MS. PSAKI: Well, again, Matt, obviously —

QUESTION: They are the instigators?

MS. PSAKI: Obvious – they are – certainly, we believe they’re the instigators, yes. And we believe – and I think there’s broad reporting on their involvement in what’s happening at the airport or what happened at the airport over the course of the weekend.

QUESTION: Okay.

MS. PSAKI: I think there’s a – much question about that.

QUESTION: Well, but there are a lot of reports from my news organization, from others as well, that this isn’t entirely one-sided, that – and I mean, the separatists – some of the separatists leaders say that they’ve been – that the Ukrainian authorities have been shooting at civilians. But you don’t – you haven’t seen that?

MS. PSAKI: Well, if we have concerns, we’ll express them.

QUESTION: Okay.

MS. PSAKI: But that’s not where we are at this moment —

QUESTION: All right.

MS. PSAKI: Do we —

QUESTION: And then do you have —

MS. PSAKI: Oh, go ahead.

QUESTION: Just on the OSCE monitors.

MS. PSAKI: Sure.

QUESTION: Do you have anything more to say about that?

MS. PSAKI: We don’t have a new update, unfortunately, for all of you. The OSCE reports that it has lost contact – that it lost contact Monday evening with one of its special monitoring mission teams in the Donetsk region. The four-person team was last heard from as they approached a separatist checkpoint near the city of Torez. We condemn this abduction and call for Russia to use its influence with the militants to secure the team’s immediate release.

This team, this particular team, has been observing the situation across Ukraine since March to reduce tensions and promote security, so they weren’t kind of a new election monitoring —

QUESTION: Okay. But you’re convinced, again, that this is – that they have been abducted by the separatists? That that’s the – I mean, do you know that for certain, or is that just the most plausible explanation you have?

MS. PSAKI: That is the most plausible explanation, yes, Matt.

QUESTION: Is there any —

MS. PSAKI: Go ahead.

QUESTION: Staying on Ukraine, is there any evidence that Russia’s hand is still in – is part of any of this fighting that’s going on from the separatists’ side?

MS. PSAKI: Well, I think there’s been evidence all along that there has been a Russian hand in the activities that have been happening on the ground, whether it’s the – how equipped the militants have been, what their equipped with, kind of a trend that we’ve seen from Crimea that has carried forth to parts of eastern Ukraine. So we’ve seen a great deal of evidence on the ground of their engagement.

QUESTION: And today Russian President Putin called for an immediate halt to the Ukraine’s military operations, and he expressed this to the Italians. And he said that he called for Ukraine to talk to the Russian separatist leaders. Would you support that kind of dialogue to try to resolve this? Or I mean, there’s a possibility this could just escalate, so how is the U.S. seeing this being resolved?

MS. PSAKI: Well, as you know, our primary goal here has been de-escalation from the beginning. But I would remind you that there are a range of calls that President Putin and others have been made that have not been backed up by action in terms of taking their own de-escalatory steps. And we certainly feel there are a range of steps that they could take in order to show they’re going to back their words with action. We eagerly await that.

I would also point you to the fact that President-elect Poroshenko made clear that his number one priority after taking office will be to restore order in eastern Ukraine by increasing dialogue with citizens of that region, traveling to the area soon after his inauguration, increasing transparency of the ongoing constitutional reform process. And so we believe that’s a positive step and the right approach to return stability to the area.

QUESTION: Jen, real quick on the monitors, do you know their nationalities?

MS. PSAKI: I do not have that information, no.

QUESTION: I mean, sorry if you just went over this while I was walking in.

MS. PSAKI: It’s okay. Go ahead.

QUESTION: But I mean, have you urged the Ukrainians to use restraint in their military operations? I mean —

MS. PSAKI: Certainly, Elise, we’ve urged that across the board. But let’s not forget we’re talking about a group of armed militants, armed Russian militants, who have been aggressively engaging in, whether it’s taking over of buildings or going – attacking airports. The Ukrainians have every right to defend and maintain stability and order in their own country, and that’s our belief.

QUESTION: But I mean, there has been a concern that they’ve – that perhaps the Ukrainians would use, like, disproportional force against these militants.

MS. PSAKI: Well again, Elise, as we have concerns, we’ll express them. But I think there’s no question in our view that they have every right to maintain stability or take steps to maintain stability within their own country.

[…]

QUESTION: Okay. Are you aware of the numbers that were killed as a result of the bombardment of the Ukrainian air force?

MS. PSAKI: We have seen a range of numbers. Yes, we’ve seen a range of numbers.

QUESTION: Okay. Can you share with us these numbers?

MS. PSAKI: I don’t have any to confirm for you. There’s a range of reports out there, Said. Do we have any – Ukraine or – okay. Go ahead, both of you on Ukraine.

[…]

QUESTION: There is another – my last question is regarding in the last 24 hours, once again it was raised the issue of the necessity or the importance to support or provide Ukrainian with the lethal weapons to face the reality, the so-called – whether you call them separatists or terrorists, do you have any intention or reviewing going on regarding this point?

MS. PSAKI: Well, the President has approved three tranches of nonlethal security assistance to the Ukrainian military and border services so far. We continue to review additional Ukrainian requests. Our main focus continues to be on supporting economic and diplomatic efforts. We don’t see a military solution as the outcome to this crisis, but we – and we’re not considering lethal assistance, but we’ll continue to review their requests.

QUESTION: Wait a second. You don’t consider a military solution? You don’t believe there’s a military – why are you saying that the Ukrainian Government has – is doing the right thing in going after the authorities of —

MS. PSAKI: Because we believe, Matt, that maintaining stability and order in their own country —

QUESTION: Right.

MS. PSAKI: — they have every right to do that.

QUESTION: Right. But isn’t that a military solution?

MS. PSAKI: That is not a military solution.

QUESTION: No? Okay.

http://www.state.gov/r/pa/prs/dpb/2014/05/226556.htm#UKRAINE

Wer sich ihr Gelaber über die Ukraine in Gänze antun will, kann nach Anklickien des Links feststellen, daß es mit der „evidence“ über Putins Verantwortung wegen der Geschehnisse in der Ukraine ganz schlecht bestellt ist, daß aber dennoch Sanktionen gegen Rußland irgendwie wegen irgendwas immer noch auf dem Tisch liegen.

Ich habe mir, weil ich Realsatire mag, dieses Lesezeichen gesetzt:

http://www.state.gov/r/pa/prs/dpb/index.htm

Weil Originalzitate von dummen Gegnern in Karl Kraus-Manier immer noch das beste Mittel sind, hat RT ein „best-of“ von Jen Psaki veröffentlicht:

http://rt.com/usa/162608-jen-psaki-fails-grilling/

Der beste Erfolg der Frauenquote ist wohl der, daß nunmehr erwiesen ist, daß die Beförderung von Unfähigen geschlechtsunabhängig erfolgt.

Während deutsche Konsumenten von öffentlich rechtlichen Sendern per Twitter-Verfolgung ein Bild davon gewinnen, wie unsere Fernseh-Korrespondenten ticken und wie wenig deren fragwürdige subjektiven Befindlichkeiten mit dem Senderauftrag zu tun haben.

Udo Lielischkies:

https://twitter.com/ULielischkies/status/472664926600044544

https://twitter.com/ULielischkies/status/472497602072952832

https://twitter.com/ULielischkies/status/472395178624712704

Golineh Atai:

https://twitter.com/GolinehAtai/status/473068918446096384

https://twitter.com/GolinehAtai/status/472343580678561793

https://twitter.com/GolinehAtai/status/472316133622960128

Unglaublich, daß solche Leute den Anspruch erheben, objektiv zu berichten, wie es sich für einen öffentlich-rechtlichen Sender gehört.

Immerhin: die Politik scheint schlauer geworden zu sein als die Medien, die ja keine Verantwortung tragen und daher schreiben und berichten können, wie es ihnen gerade durch das transatlantische Kleinhirn säuselt:

1.6.2014

USA und Europa streiten um Putin

Europäer und Amerikaner streiten über den Umgang mit Wladimir Putin. Der russische Präsident soll trotz US-Bedenken an den Feiern zum 70. Jahrestag der Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni teilnehmen. Darauf hatten Kanzlerin Angela Merkel und Frankreichs Präsident François Hollande gedrängt. Merkel sei immer der Meinung gewesen, dass bei einer Gedenkfeier jenes Land eingeladen werden müsse, das im Zweiten Weltkrieg die meisten Opfer gebracht habe, heißt es im Kanzleramt. In Washington verweist man dagegen auf Moskaus Rolle in der Ukraine-Krise und unterstellt den Europäern eine zu weiche Linie gegenüber Putin. Ein weiterer Streitpunkt zwischen Bundesregierung und US-Administration ist das Vorgehen der ukrainischen Regierung gegen die Separatisten im Osten des Landes. Das Auswärtige Amt wirft den USA vor, Kiew darin zu bestärken, nicht mit den Aufständischen zu sprechen. Eine militärische Lösung, wie sie die ukrainische Regierung mit politischer Unterstützung Washingtons anstrebe, werde es aber nicht geben, heißt es in Berlin. „Die USA spielen in dieser Frage keine gute Rolle“, sagt ein hoher Regierungsbeamter.

http://www.spiegel.de/spiegel/vorab/usa-und-europa-streiten-um-putin-a-972665.html

Unfaßbar die Geschichtsvergessenheit der USA. Lange bevor sich die USA sich zum Eingreifen in den 2.Weltkrieg entschlossen, hatte Rußland unter einem unermeßlichen Blutzoll eingegriffen. Bis heute ist ungeklärt, warum die USA und Großbritannien seit Juni 1944 noch so quälend lange brauchten, um Nazi-Deutschland zu besiegen. Die Drecksarbeit ließen sie die rote Armee machen, derweil sie deutsche Zivilisten im ungefährdeten Luftkampf töteten. Wieviele Tote es in den letzten überflüssigen Kriegsmonaten bis Mai 1945 noch gab, insbesondere wegen der Aktivität der deutschen Militärgerichtsbarkeit wegen Desertationen… Wieviele KZ-Internierte starben auf Todesmärschen?

Die USA sind weder historisch noch rechtsstaatlich noch ethisch ernst zu nehmen.

Nachtrag, 3.6.2014:

Im Zuge der Korrekturlesung meines Artikels habe ich festgestellt, daß ich den RT-Link mit Videos der Pressekonferenzen von Jen Psaki, Sprecherin des Außenministers Kerry, versehentlich nicht eingestellt hatte. Das war natürlich ein grober Fehler, denn es ist schon bezeichnend, wie sie auf kritische Fragen reagiert. Ich empfehle insbesondere das Video nach diesem Kommentar von RT:

“I think we are ready for the next question.” Jen Psaki’s universal answer goes well with any question.

http://rt.com/usa/162608-jen-psaki-fails-grilling/

Da fragt eine kritische Reporterin, ob es Zufall sei, daß Kiew jeweils nach den Besuchen von CIA-Chef Brennan und dem US-Vize Biden militärisch gegen den Osten der Ukraine vorgegangen sei.

Diese Frage beantwortet die Sprecherin des US-Außenministeriums nicht.

Denn natürlich gehört es zur neuen amerikanischen Doktrin, sich selbst aus militärischen Verwicklungen herauszuhalten, andere dazu aber zu ermutigen. Bislang hat sich die Unterstützung der USA für die militärische Intervention der Kiewer Regierung in Grenzen gehalten. Es gab Verpflegungsunterstützung und Geld für die Bezahlung der Militärs, aber keine Waffenlieferungen.

Diese politischen und ökonomischen Unterstützungshandlungen, die gegen die Genfer Vereinbarung verstoßen, stellt Rußland jetzt auf den Prüfstand:

http://www.spiegel.de/politik/ausland/uno-resolution-russlands-fluchtkorridore-und-ende-der-gewalt-a-972859.html

Mit den covert actions und regime-change-Aktivitäten der USA muß es ein Ende haben. Nun muß sich die Regierung der Vereinigten Staaten positionieren. Das Herumeiern einer Jen Psaki ist jetzt nicht mehr möglich.

Im aktuellen SPIEGEL-Print von heute gibt es einen der üblichen Artikel, die sich auf „Linie“ befinden und daher bedeutungslos sind.

Unter der Überschrift

Bataillon der Bärtigen

[S. 88f.]

wird von den Autoren Moritz Gathmann und Christian Neef insinuiert, daß das Auftauchen tschetschenischer Kämpfer eine „direkte Einmischung Russlands“ bereits belege. Armseliger Journalismus, der im übrigen von abstrusen Einflüsterungen eines Jurij Luzenko gespeist wird, der Berater von Poroschenko sein soll. Dieser war laut SPIEGEL zuvor unter Timonschenko zwei Mal Innenminister und wurde zuletzt von Janukowitsch wegen „Machtmißbrauchs“ 2010 eingesperrt, bevor er „auf Druck der Westeuropäer“ im April 2013 wieder freigekommen sei.

Zusammengenommen alles Gründe, diesen Interview-Partner als Quelle nicht ernstzunehmen und sich zu fragen, ob Poroschenko gut beraten ist, einen solchen Mann als Berater zu engagieren. Daß Poroschenko in einer Blase jenseits der Realität agiert, hatte ich ja thematisiert.

Die einzige Information, die man diesem Meinungsartikel entnehmen kann, ist die über Achmetow auf S. 90.

„Poroschenko will sie effektiver führen“, sagt sein Berater Luzenko, „er will Nationalgarde, Geheimdienst und Armee in einer Befehlsvertikale zusammenfassen.“ Und von den Amerikanern erhofft sich der Präsident Waffen, Treibstoff und Lebensmittel zu günstigen Preisen. Einen neuen „Lend-Lease-Act“ hat er das genannt, in Erinnerung an Roosevelts Hilfe für die Verbündeten im Zweiten Weltkrieg.

Bis dahin wird es allerdings dauern, im Moment setzt Poroschenko daher auf Rinat Achmetnow, der 300 000 Menschen beschäftigt, die meisten davon in der Ostukraine. Der Oligarch hat bereits angekündigt, seine Angestellten würden eine unbewaffnete Bürgerwehr aufstellen. Aber noch sitzt Achmetow in Kiew und traut sich nicht nach Donezk zurück.

 

Kein Wunder, war doch seine PR-Aktion mit der Bürgerwehr-Aktion seiner Angestellten nutzlos. Er braucht Zeit, um eine Position zu finden, die ihm am meisten nutzt.

Zu den persönlichen Kollateralschäden der Ukraine-Krise ein privates Wort.

Unsere Fotobiene, die zu 90 Prozent ihre Retweets und Tweets stramm auf Proukraine-Tweets und auf deutsche Öffentlich-Rechtliche verlinkt, ist Opfer eines fanatischen Pro-Kiew Twitterers geworden, der sie nun, vollkommen zu Unrecht, als prorussischen Troll verunglimpft:

http://fotobieneblog.wordpress.com/2014/06/02/how-to-get-involved-in-a-twitter-war-without-shooting/

Das hätte sie freilich vorher wissen können. Diese fanatischen Antirussen sind vollkommen unfähig, Kritik zu ertragen.

Aber natürlich sind Twitterkriege vollkommen belanglos. Ich habe diesen spezifischen nur deshalb aufgegriffen, weil Fotobiene auf diesem Blog einmal präsent war, und weil diese Pro-Ukraine-Poster eigentlich keine Argumente haben.

Nachtrag, 13.6.2014:

Die unbedarft fröhlichen Tweets von Katrin Eigendorf aus Dnipropetrowsk hatte ich ja bereits thematisiert.

Völlig zurecht charakterisiert sich Frau Eigendorf auf Twitter so:

ZDF Reporter focusing on international affairs from Afghanistan to Russia. The views are my own.

Ja, stimmt, ihre subjektive Sichtweise gipfelt darin, daß sie den Krieg in der von ihr gemiedenen Ost-Ukraine (zu gefährlich) aus einem einfachen Grund als Krieg bezeichnet:

https://twitter.com/KEigendorf/status/472256269680914433

Man faßt es nicht. Die sich gegen die ATO wehrenden Separatisten haben schwere Waffen, und deshalb ist ihr Widerstand gegen die Kiew-Streitmacht Krieg. Die schweren Waffen der „Separatisten“ sind tragbare Granatwerfer von geringer Reichweite und erbeutete Waffen von der kampfunwilligen ukrainischen Armee. Panzer, weitreichende, auf Wohngebiete gerichtete, Artillerie und Luftstreitkräfte werden allein von Kiew eingesetzt. Aktuell wird KIew vorgeworfen, sogar Phosphor-Brandbomben einzusetzen:

http://rt.com/news/165628-ukraine-incendiary-bombs-phosphorus/

Ist zwar nur RT – aber muß es deshalb Propaganda sein? Die Bilder müßten erst einmal widerlegt werden.

Auf welche Weise die von Frau Eigendorf so geschätzte Friedhofsruhe in Dnipropetrowsk herbeigeführt wurde und wie brüchig sie ist, hat das NYT-sidekick „The daily beast“ herausgefunden. Die NYT versucht zwar immer, auf US-Linie zu bleiben, konterkariert dieses Bemühen aber regelmäßig durch ihre seriösen Recherchen. Ich wüßte nicht, welches deutsche Medium recherchiert.

Crisis in Ukraine

06.12.14

The Town Determined to Stop Putin

In Dnipropetrovsk, just 150 miles from the Donetsk People’s Republic, the regional governor is a very rich man with very big plans to stop pro-Russian separatists in their tracks.

[…]

Meanwhile, Kolomoisky’s bank also offered a highly-publicized reward of $10,000 for the capture of pro-Russian separatists. The pro-Russian demonstrations swiftly dwindled in number, until none were being organized. Hardcore Moscow supporters like Oleg Tsarev, a local parliament member, were chased out of town with bounties their heads. With a $500,000 reward being offered by PrivatBank for Tsarev’s capture, he has decided to cool his heels in Moscow. His palatial residence in the center of the city has been taken over by the government and turned into a refugee center for displaced citizens from the East.

“Dnipropetrovsk will become Second Stalingrad for those who want war here. And the Ukrainians will win,” threatened Deputy Governor Gennady Korban on local television.

While these bold initiatives have stanched the separatist threat for now, Kolomoisky is not taking any chances. He has also spent over $10 million creating his own citizen militia, the Dnipro Battalion, which has been supplied with SUVs, semi-automatics, and new uniforms. The Governor’s private army has set up armed checkpoints around the city, and now controls traffic into and out of the city. It also makes forays into separatist territory, and was reportedly behind the separatist massacre in nearby Mariupol after pro-Russians took control of a police station. The entire station was burned down, along with those inside.

While these strong-arm tactics have been criticized by some, the governor enjoys strong support from the local population. “I don’t care if he’s like Hitler, as long as he prevents war coming here,” says a local restaurateur. With more refugees from the troubled East arriving every day, and ominous reports of war dominating the news, residents are counting their blessings and hoping that their city stays unscathed.

“Julia Timoshenko [former Prime Minister and Presidential canditate] was our local hero. Now it’s Kolomoisky, no question about it,” says Tsenia Tokaruik, a journalist with the Evening Dnipropetrovsk, which won an award last week for the country’s best regional paper.

[…]

It’s possibly this culture of tolerance—along with Kolomoisky’s gung-ho tactics—that have saved this city from the fate of its eastern neighbors. However, the spraying of an incoming train from Donetsk with machine gun fire last week, and the fatal stabbing of a pro-Ukrainian in the center of the city, have jangled nerves. Many fear that Kolomoisky, who has boldly called Putin a “schizophrenic of short stature,” might suffer the same fate as Kharkiv’s former mayor, Gennady Kernes, who was shot in the back while out for a swim.

“He has to tread very carefully,” says Tokaruik. “There are still many pro-Russians amongst us. The situation could change for the worse in the blink of an eye.”

http://www.thedailybeast.com/articles/2014/06/12/dnipropetrovsk-the-ukrainian-town-determined-to-stop-putin.html

Vielleicht kriegt Katrin Eigendorf Bedenken, was die durch Oligarchengewalt erzwungene Ruhe in Dnipropetrowsk angeht. Derweil setzt das öffentlich-rechtliche Fernsehen seine Wahrheitsfälschungen fort:

https://gabrielewolff.wordpress.com/2014/06/02/ukraine-vermischte-nachrichten/comment-page-1/#comment-36689

und bemüht sich andererseits durch Golineh Atai, die bereits hinlänglich durch Propaganda-Beiträge aufgefallen ist, um den Nachweis, daß es da eine ukrainische Organisation namens „stopfake“ gebe, die russische wie auch ukrainische Propaganda-Fakes découvriere.

Medienmanipulation im Ukraine-Konflikt „Stopfake“ – Stoppt die Fälschung!

Stand: 12.06.2014 02:36 Uhr

Im Ukraine-Konflikt können viele Menschen kaum erkennen, was Wahrheit oder Lüge ist. Junge Ukrainer gründeten deshalb „Stopfake“. Sie untersuchen die Berichte von russischen und auch ukrainischen Medien, um Propaganda zu enttarnen.

Von Golineh Atai, ARD Moskau, zzt. Kiew

http://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-110.html

Das ist natürlich wiederum nur Propaganda. Ein Blick auf deren Website belegt, daß ausschließlich russische Propaganda (und zwar sehr plumpe, die ohnehin niemand ernstnimmt) entlarvt wird.

http://www.stopfake.org/en/

Die Deutsche Welle ist da weiter und widmet sich der ukrainischen Propaganda:

http://www.dw.de/ukraines-information-war/a-17700203

Hier ein weiteres Beispiel für regierungsnahe ukrainische Propaganda:

https://twitter.com/djp3tros/status/477093734216388610

https://twitter.com/djp3tros/status/477096576159318016

Es ist klar: Menschen sterben, fliehen, es herrscht Krieg. Es braucht Stimmen wie diejenige der britisch-ukrainischen Bloggerin Vera Graciadei

http://veragraziadei.wordpress.com/2014/06/10/western-media-and-war-crimes-anyone-here-not-been-raped-and-speaks-english/

um ins Bewußtsein zu rufen, daß es hier um Menschen und um menschliche Tragödien geht.

Dies ist ihr erster, herzzerreißender, Blog-Eintrag:

http://veragraziadei.wordpress.com/2014/06/03/would-you-read-this-blog-2/

Es ist an der Zeit, daß die Humanität in ihr Recht tritt und daß die allseitigen Regierungslügen aufhören. Und daß Journalisten nicht nur prekär arbeiten und zukünftig verweigern, die Regierungslügen mitzutragen und zu verbreiten.

 

Zur Fortsetzung geht es hier:

https://gabrielewolff.wordpress.com/2014/06/20/ukraine-quo-vadis/

 

 

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183 Gedanken zu „Ukraine: Vermischte Nachrichten

  1. Im Zusammenhang mit dem Streben vieler Ukrainer nach den paradiesischen Verhältnissen der EU ist mir gestern folgender Beitrag des DLF aufgefallen:

    http://www.deutschlandfunk.de/spanien-ausnahmezustand.1247.de.html?dram:article_id=283475

    Atemberaubend zu hören, wie unter dem Dach der EU solche Polizeistaatsverhältnisse mit Folterneigung in Politik und Justiz gedeihen können. Wohlgemerkt: Es handelt sich nicht um einen Bericht aus der Zeit der Franco-Diktatur!

    Ist Spanien nicht das beliebteste Urlaubsland der Deutschen? Und der Rücktritt von Juan Carlos rührt ja so sehr!

  2. SZ exklusiv:

    Bundespräsident Gauck reist nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ zur Amtseinführung des neuen ukrainischen Präsidenten Poroschenko. Unklar ist, ob auch Russland einen hochrangigen Vertreter entsenden wird.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/neuer-ukrainischer-praesident-gauck-nimmt-an-poroschenkos-amtseinfuehrung-teil-1.1984947

    Und am Rande der Feierlichkeiten ist ein Vieraugengespräch zwischen Merkel und Putin geplant.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/krise-in-der-ukraine-merkel-trifft-putin-unter-vier-augen-1.1983566

    • Eine Bemerkung zu einem Artikel aus der New York Times auf den in dem oben verlinkten Artikel aus der SZ verwiesen wird. In ihm findet sich einer der für die Propheten des „land of the free and the home of the brave“ typischen Sehfehler bei der Betrachtung der Entwicklung einer politischen Situation.

      So lange als irgend möglich wird von kruden geopolitischen Interessen der USA abgesehen, Es geht immer um die hoffentliche Überlegenheit der Kräfte des Guten über die der Finsternis, woraus diese spezielle Art pfingstkirchlicher Erweckungsgläubigkeit resultiert, mit der auch noch die gröbsten Verletzungen der Rechte anderer im Lichte von Freedom and Democracy übersehen werden.

      Und vor allem kann so „übersehen“ werden, dass die USA permanent in einem durchaus rustikalen wirtschaftlichen und militärischen Interesse ständig versuchen, Einfluss zu nehmen auch auf Bewegungen, die ganz zu Anfang durchaus basisdemokratisch gewesen sein können, denen sich aber immer früher oder später recht handfest Interessierte anschließen, die dann meist auch den Laden übernehmen. Siehe dazu Joschka Fischer und die Grünen.

      Und spätestens dann werden solche Bewegungen für Neocons und Think tanks interessant.

      In fact, I’d like to say more: Putin got pretty much everything wrong in Ukraine. He thought the world was still shaped by “spheres of influence” dictated from the top down, when Ukraine was all about the emergence of “people of influence” — The Square People, organized from the bottom up and eager to join their own sphere: the world of liberty and free markets represented by the European Union.

      http://www.nytimes.com/2014/05/28/opinion/friedman-putin-blinked.html?_r=0

      Putin dachte angeblich noch an „spheres of influence dictaded from the top down“, wo die USA doch längst über Dutzende reizend gestalteter Stiftungen und Verbände verfügen, die alles so lange als möglich von NGO´s abschirmen und bewerten lassen, auch wenn längst schon der verborgene Teil der US-Administration dran ist. Bis schließlich die Gelegenheit kommt, ganz offen und multilateral, oder wenigstens mit der Koalition der Willigen, nach Möglichkeit nach demokratischer Abstimmung zuschlagen zu können.
      Und dann hat eben das Gute gesiegt, siegen müssen,

  3. Ich habe einen Update zu meinem Artikel gemacht – ich halte ihn für wichtig, denn es geht um die Haltung der USA zu dem humanitären Aspekt des Kriegszugs von Kiew.
    Tatsächlich greift man da nur in Nebulöses, weil die US-Administration nicht bereit ist, die Karten auf den Tisch zu legen.

    • Wie zu erwarten war:
      Uno-Resolutionsentwurf zur Ostukraine: USA werfen Russland Heuchelei vor

      Russland hat im Uno-Sicherheitsrat überraschend einen Plan vorgelegt, der ein Ende der Gewalt in der Ostukraine bringen soll. Vor allem die USA und Litauen machten aus ihrer Ablehnung keinen Hehl.

      New York/Moskau/Kiew – Der Uno-Sicherheitsrat hat am Montag über einen russischen Resolutionsentwurf zur Ukraine-Krise beraten. Die US-Regierung wies den Moskauer Plan zurück, sie bezeichnete ihn als „heuchlerisch“. Ein Aufruf zur Deeskalation bringe nichts, wenn von Russland unterstützte Separatisten immer neue Ziele angriffen und Beobachter der Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) in ihrer Gewalt hätten, sagte eine Sprecherin des US-Außenministeriums am Montag.
      […]
      Über die Lage in der Ukraine beraten am Dienstag auch die Nato-Verteidigungsminister in Brüssel. Nato-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen forderte die Mitglieder des Militärbündnisses zu höheren Verteidigungsausgaben auf. Auch bei der neuen Sicherheitslage in Europa müsse eine glaubwürdige Verteidigung beibehalten werden, zitierte die „Welt“ Rasmussen.
      Die Nato will bei dem Treffen unter anderem über eine Aufstockung ihrer Präsenz in Polen als Demonstration der Stärke gegenüber Russland sprechen. Warschau hatte als Reaktion auf die Ukraine-Krise eine Verlegung von Nato-Truppen auf sein Territorium gefordert – es fühlt sich von Russland bedroht.
      […]
      http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-usa-nennen-russischen-uno-resolutionsentwurf-heuchelei-a-973011.html

      • Ich nehme mir die Freiheit hier einen
        Ausschnitt eines Postings von einem
        Bürger der Ostukraine zu reposten.
        Es ist sehr emotional.
        Die Bilder sind sehr grausam !

        _______________________
        Yesterday, 03 June 2014, shortly after noon local time there was an attack on the Lugansk City Administration Building in the center of Lugansk by a single Ukrainian Air Force Sukhoi 25 ground attack airplane. He fired a single volley of missiles at the front of the building. Yes, the building is the titular headquarters of Donbas Republic but 95% of the offices and workers in that building are city administration workers, civilians doing their work for the citizens of Lugansk and most of whom have worked there for years. Ukraine well knew that fact and attacked. The impact of the rockets are well documented in many videos extant on the internet as is the aftermath as the area is being policed up and the fire in the one burning office on the fourth floor is extinguished.

        The first two attached videos are of the area immediately after the attack. They are graphic to an extreme and are not for those with a weak stomach. The woman in the red blouse with her dying breaths asks „Excuse me please, give me a telephone.“ Those words are an exact translation, she did say ‚Excuse me please‘ before she requested the phone. The young man in the park whom they start CPR on died. The old man lying face down in the street is dead. The man face up with his head on a tyre died. The four women at the base of the entrance steps, three died instantly and the fourth, the lady with the red blouse, died in moments after her request. The man screaming as he takes the video of the carnage is screaming ’sookhie‘. ‚Sookha‘, singular, and ’sookhie‘, plural, is the Russian word for a female dog. Like in English, in Russian it also has the second meaning, as in bitch. Here it’s fighting words.

        The west media did mention this senseless slaughter after a fashion. They said in their very few ‚articles‘ yesterday refering to this slaughter that the ‚terrorists and rebels of the Donbas Army fired a Manpad that accidently hit the building‘. This in spite of dozens of videos showing the missiles impacting in the park in front of the building and walking right up to the base and front facade of the building and the death and destruction in the park and in front of the building. Even the much vaunted BBC told the Manpad story.

        The third video is of the artillery bombardment of Slavyansk at dawn and shortly after today, 03 June 2014. I do not know of the extent of the civilian casualties this morning in Slavyansk but I do know one 9 story flats building was hit square on the roof and was burning as of 06:00 local time as are other structures in Slavyansk.

        slaughter in Lugansk admin bldg. 02 June

        death in the park in front of admin bldg. 02 June

        Bombard Slavyansk 03 June

        To this moment not a single western government or government official that I know of has expressed either sympathy or condolences for these dead civilians nor have any of them asked Kiev to cease these terror attacks. After all, the dead citizens are Untermenschen. WE are Untermenschen.

        I urge you all, each and every one of you, to flood your embassies, your ambassadors, your politicians, your presidents, your prime ministers, every government functionary you can find, with these videos. Perhaps their army of minions will not be able to stop all from getting through to them. Use email, use facebook, use twitter, use whatever you can. Show them WHAT THEY DID. Not that they will care. After all, we are Untermenschen.

        But one thing they should understand. We, the Untermenschen, will fight them. Ukraine died in Odessa on 02 May 2014. Any chance of negotiations about Donbas died on 09 May 2014 in Mariupol. After Lugansk yesterday it will be a fight to the death. We will win. We Untermenschen will defeat you. We have no choice. We will fight you to our last breath and die fighting before we kneel in subservience to a single one of you.

        For you politicians behind the coup d’etat in Kiev and the war against the citizens of Ukraine, you disgust me. I have only this to say to Merkel, Torchinov, Poroshenko, Holland, Cameron. Swift Boat John, Nuland and Obama, whoever the ‚president‘ of poland is, each and every one of you, your minions and hangers on, the west politicians, ALL of you.

        Damn your eyes, damn your souls, damn you to Hell, back to where you came from. You are beneath contempt.

        ___________________________
        Hier noch ein Video einer stationären
        Überwachungskamera .Zu sehen sind
        6 Raketeneinschläge von einem ukrainischem
        Flugzeug (nicht zu sehen) bei Minute 9:20.

        • Ich habe mich heute über die schrecklichen Geschehnisse informiert: Kiew dementiert einen Luftschlag und so, wie in Odessa die „Separatisten“ den Brand im Gewerkschaftshaus selber gelegt haben, so haben die „Terroristen“ versehentlich ihr eigenes Verwaltungsgebäude getroffen, als sie versuchten, einen Kampfjet über Lugansk abzuschießen. Und das sechs Mal?

          Im SPIEGEL findet sich dazu ein einziger Satz:

          Eine gewaltige Explosion erschütterte das örtliche Hauptquartier der Separatisten.

          http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-usa-nennen-russischen-uno-resolutionsentwurf-heuchelei-a-973011.html

          So kann man es auch sagen. Sollte es aber nicht.
          Eines der neuen Ziele der amerikanischen Verteidigungspolitik, für die 1 Milliarde Dollar bewilligt werden sollen:

          Build the partner capacity of close friends such as Georgia, Moldova, and Ukraine so they can better work alongside the United States and NATO, as well as provide for their own defense.

          http://www.whitehouse.gov/the-press-office/2014/06/03/fact-sheet-european-reassurance-initiative-and-other-us-efforts-support-

        • Hier sind mehrere Einschlagkrater im
          Park vor dem Verwaltungsgebäude
          zu sehen. Also keine fehlgeleitete
          Flugabwehr Waffe.

          All diese Beweise gibt es seid gestern,
          und die Medien wissen vorgeblich nicht
          was passiert ist .
          I

        • Hier ist ein sehr überzeugender Nachweis für einen Luftschlag, den ein unabhängiger australischer Journalist führt:

          Australian Freelance Journalist.
          An Assessment of the June 2 Luhansk Administration Building Attacks
          June 3, 2014 by Tom Giuretis 15 Comments
          ***Update: I can now conclude the damage to the Luhansk administration building was almost certainly caused by the jet shown in vision shared online over the past two days. Read on to see how I came to this conclusion.
          There is no doubt people were killed yesterday after the Luhansk regional administration building was attacked. Just how many remains to be seen, though reports indicate at least five.
          What was in doubt, however, was who orchestrated the attacks. Russian media claims it was the Ukrainian military, specifically an SU-25 using “cluster bombs to deliver a pinpoint strike“.
          Western media is sceptical, and Ukrainian media completely disagrees with the theory, arguing that while the Ukrainian Air Force was in the Luhansk Oblast, it was providing support at a border post being sieged by some 500 separatists.
          […]

          http://tomgiuretis.com/2014/06/an-assessment-of-the-june-2-luhansk-administration-building-attacks/

        • @ Arno Hunger:

          Der von Ihnen gepostete YouTube-Link verschwindet merkwürdigerweise. Ich probiere es noch einmal, denn er funktioniert.

          Nachtrag:

          Es gelingt nicht, den Link zu posten. Verstehe ich nicht.

        • Inzwischen meldet die OSCE via Fb (die HP ist derzeit wegen technischer Probleme nicht erreichbar):

          In Luhansk the situation remained volatile. On 2 June, shortly after 15:00 hrs, rockets hit the occupied regional administration building. Based on the SMM’s limited observation these strikes were the result of non-guided rockets shot from an aircraft. The number of casualties is unknown. A number of Luhansk city and region inhabitants tried to escape the combat zone. The SMM learned that trains to Kharkiv and Kyiv appeared to be fully booked for the next couple of days.

          https://www.facebook.com/notes/osce-the-organization-for-security-and-co-operation-in-europe/latest-news-from-the-osce-special-monitoring-mission-to-ukraine-smm-based-on-inf/10152495562758980

        • Wenn schon die OSZE-Beobachter so etwas sagen, die sonst so gut wie nie Roß und Reiter nennen, dann war es auch so.
          Aber die entsprechenden Hinweise häufen sich:

          Hier ein YouTube-Video, das ein Paar zeigt, das Augen- und Ohrenzeugen des Beschusses in Lugansk sein soll: er klingt wie ein einziger langgezogener Knall, und beide blicken nach oben.

          Selbst Golineh Atai (!) räumt ein, es „könnte“ sich um einen Luftschlag gehandelt haben, und verlinkt auf eine weitere, sehr schlüssige Beweisführung eines Unabhängigen:

          Ein solcher Konjunktiv nimmt sich in der Umgebung ihrer sonstigen Tweets ja fast schon journalistisch aus…

          Hier sieht man auch die Einschläge im Park vor dem Verwaltungsgebäude in Lugansk, die dem Einschlag im dritten Stock vorangingen (und logischerweise nicht von einem bodenbetriebenen Flugabwehrgerät stammen können):

          http://www.ustream.tv/recorded/48332955

          (In diesem Video gibt es schreckliche Bilder, vor denen ich warnen muß.)

        • Man kann nur hoffen, daß die persönlichen Gespräche auf einer informierten Basis stattfinden werden.
          Ich habe Null Vertrauen in unsere Geheimdienste, was Kompetenz angeht. Ob es da überhaupt jemanden gibt, der die vielen Videos über das Vorgehen der ukrainischen Armee nebst ihren sinistren Mitstreitern auswertet? Also wenigstens diejenige Arbeit leistet, die ganz normale Bürger demonstrieren? Gibt es im Kanzleramt keinen strategischen Kopf, der die neueste USA-Taktik erkennt und bewertet? Soll die Reißleine wirklich erst bei den paranoiden Wünschen Polens gezogen werden, das eine dauerhafte NATO-Präsenz auf dem eigenen Staatsgebiet wünscht?
          Findet im Bundeskanzleramt nicht langsam einmal eine Bewertung der ukrainischen Regierungs-Propaganda statt, die mit der US-Politik abgestimmt ist?

          Ich kann es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, daß unsere Regierung auf die Presse, zumal die deutsche, hört, die so gut wie nie neutral berichtet.

          Der Ukraine-Regierungs-Fanatiker, der Fotobiene völlig zu Unrecht als pro-russischen Troll verunglimpfte:

          http://fotobieneblog.wordpress.com/2014/06/02/how-to-get-involved-in-a-twitter-war-without-shooting/

          ein Niederländer namens „Peter Martin“,
          der diesen Blog

          http://ukraineatwar.blogspot.de/

          und diesen Twitter-Account unterhält:

          https://twitter.com/djp3tros

          schlägt die tollsten Haken, um den Luftanschlag der ukrainischen Armee auf Park und Verwaltungsgebäude mit zivilen Verwaltungsangestellten als Nicht-Luftanschlag der ukrainischen Armee darzustellen. Schließlich unterstützt er die ukrainische Regierungsproaganda (die der russischen weit unterlegen ist: während die Ukraine schlicht Unwahrheiten verbreitet, spielt die russische mit der Wahrheit, indem sie ihr einen twist gibt, Unwichtiges vergrößert und Wichtiges verschweigt – eben genauso intelligent wie die westliche Presse mit den Fakten umgeht).
          Unglaublich, aber wahr: Alice Botas intensiver Reportage-Artikel

          Ein Staat zerfällt

          Im Osten der Ukraine rüsten alle Lager auf, die Separatisten ebenso wie die Regierung. Jeder schießt auf jeden

          in der ZEIT vom 15.5.2014, S.3,

          ist nicht in das ZEIT-online-Archiv übernommen worden. Stattdessen dürfen die Altherren, der Steuerhinterzieher Theo Sommer und der transatlantische Falke Joffe, Bilderberger beide, in der ZEIT ihre Kriegstreibereien verbreiten. Was ist aus dieser Zeitung bloß geworden? SPIEGEL und BILD haben ja schon durch Personalrochaden und gemeinsame Kampagnen (wie die gegen Christian Wulff) bewiesen, daß sie sich im Kern nicht unterscheiden.

          Aus diesem Grund muß man beide Seiten lesen, denn beide verschweigen das Unliebsame und verzerren und akzentuieren die Fakten bis zu einem Grad, in dem sie unkenntlich werden. Im Moment ist es allerdings so, daß die Fakten des Geschehens in der Ukraine leichter bei RT, Blogs, YouTube-Videos und anderen nicht offiziellen Quellen ermittelt werden können als durch offizielle westliche Medien. Das stimmt sehr bedenklich.

          Da müssen die grobschlächtigen Ukraine-Medien noch viel lernen, wollen sie diesen westlichen Standard der Desinformation erreichen. US-Finanzierung wie bei EuromaidanPR reicht da nicht.
          Aber wir haben ja noch die gute alte Tagesschau, in der man am 2.6.2014 so etwas erfährt:

          http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video1398364.html

          Man muß schon froh sein, daß ör-Sender langsam davon abrücken, daß Moskau hinter den Erhebungen in der Ostukraine stecke, denn vielleicht könnten es auch die Oligarchen sein – aber daß verbreitet wird, es gebe in der Westukraine keine Faschisten mehr, was die letzte Wahl bewiesen habe, geht dann doch an der Realität vorbei. Die gewaltbereiten faschistischen Gruppierungen sind in die Nationalgarde aufgenommen worden, sie existieren als regierungsbegleitende Kampfverbände, finanziert durch Parteien und Oligarchen fort, und sie machen Klitschko als Bürgermeister von Kiew, der den Maidan-Platz aufräumen möchte, das Leben schwer.

          Man mußte ihre Vertreter nicht wählen. Mit der Wahl von Poroschenko war sichergestellt, daß sie weiterhin ihr Unwesen würden treiben können. Es bleibt abzuwarten, ob Poroschenko die Regierung und die Generalstaatsanwaltschaft von Swoboda-Elementen säubert. Bislang hat er seine Wahlversprechungen hinsichtlich Dialogbereitschaft gegenüber dem abgehängten Osten und Versprechungen von größerer Autonomie und mehr an Föderalismus schlicht gebrochen.

          Der gegen Zivilisten gerichtete Luftanschlag gegen das Verwaltungsgebäude in Lugansk fand folgende Aufbereitung in der Tagesschau vom 2.6.2014:

          Raketenangriff auf besetztes Gebäude?

          Feuerwehrmänner klettern nach der Explosion in das besetzte Lugansker Regierungsgebäude.

          Die Separatisten beschuldigten unterdessen die Regierungskräfte, ein besetztes Verwaltungsgebäude in Lugansk mit Raketen beschossen zu haben. Dabei seien mindestens fünf Menschen getötet worden. Die Fassade des Gebäudes ist beschädigt und Scheiben zerstört.
          Die Armeeführung erklärte hingegen, man habe das Gebäude nicht beschossen. Möglicherweise sei eine Rakete der Separatisten fehlgeleitet worden und im eigenen Lager eingeschlagen.

          Der Lugansker Chefmediziner Pawel Malysch sprach von mindestens zwei Toten und mehr als zehn Verletzten bei der Explosion. Zum Grund für die Detonation äußerte er sich nicht.

          http://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-gefechte100.html

          Ich denke, daß man derlei i8nsuffiziente Berichterstattung als „neutral“ bezeichnen möchte.
          Zurück zu „Peter Martin“:

          Der hält sich zugute, daß er Videos quasi „wissenschaftlich“ auswertet, wobei das Ergebnis allerdings immer feststeht: alles russische Propaganda, soweit es das gegen die Zivilbevölkerung gerichtete Vorgehen der ukrainischen Armee – im März wurde eine Wehrpflicht eingeführt – und der ihr assoziierten Nationalgarde nebst radikalrechten Milizen angeht.
          So hakenschlagend reagierte er auf den Luftkrieg auf die Zivilbevölkerung von Lugansk:

          https://twitter.com/djp3tros/status/473578367716163584

          Bis er am Ende aufgeben mußte, denn die Beweise sind zu überwältigend:

          Conclusion: it seems the jet DID fire into the park!!!!

          Of course this is a completely different ballgame…
          Earlier I stated that the impacts might have been from an automated grenade launcher. That option also seems unlikely now.

          I have some rewriting of pages to do…

          REMARK: For me this is a natural process of figuring out what had happened. You/we propose hypotheses and check the information and evidence for it. I am not a propagandist. I want to figure out what is happening. Truth can only be found by excluding the alternatives. But… next time I will be a little bit more careful in drawing my end conclusions :-).

          Furthermore: it is hard for me to believe that the Ukrainian army really did this. I can understand that the murderers of Vostok battalion does something like this. But the reluctant, underpaid, underfed, inexperienced Ukrainian soldiers?

          So I have another hypothesis that I want to look into: was this really a Ukrainian pilot. Could it be that a jet has been used that the Russians captured in Crimea?

          I will keep you informed about what I will found out…

          http://ukraineatwar.blogspot.nl/2014/06/a-second-more-detailed-look-into-flight.html

          Ja, klar, wenn die Beweislage überwältigend ist, hört sogar ein Ukraine-regierungsfreundlicher Propagandist mit seinen regierungsfreundlichen „wissenschaftlichen“ Auswertungen auf. Und da der Luftangriff nicht zu bestreiten ist, muß es jetzt ein von Russen gekaperter Jet gewesen sein, der die zivilen Toten verursacht hat.

          Man wünscht sich, daß die Kanzlerin so gebrieft wurde wie wir das wurden. Ich weiß nicht, wie ich das Bild dieser Frau, die noch ganz normal spricht, obwohl ihr die Beine weggesprengt wurden, jemals wieder aus meinem Kopf bekommen werde.
          Wie gesagt, die ukrainische Propaganda ist unter aller Sau.

        • @ Gabriele Wolff: Mir ist das gestern auch aufgefallen, dass dieses Video immer wieder von Youtube verschwunden ist, auf dem die Krater zu sehen waren. Es gibt da mehrere Filme, die dieses Schicksal ereilt haben, alleine beim gestrigen Sortieren meiner Links zum Thema Ukraine bin ich über mindestens zehn Videos gestolpert, die „weg“ sind. Benutzer gelöscht, Copyright, weltweit gesperrt usw.
          Es hat den Anschein, als würde das „merkwürdigerweise“ immer dann passieren, wenn Filme nicht in’s Narrativ der im „freien Westen“ herrschenden Nomenklatura passt.

          P.S.: Suchen Sie mal nach einem kompletten Mitschnitt des Radio-Interviews des damaligen Bürgermeisters von New Orleans, in der er -nach der Ansage, dass er sich über mögliche, unangenehme Konsequenzen für sich im Klaren sei – unter anderem erwähnte, dass er sich genau erinnern könne, wie das Geld für den Irak-Krieg auf ein Fingerschnippen in Milliardenhöhe sofort zur Verfügung stand, jetzt aber, da er und seine Stadt „absaufen“ würden, gar nichts passiere und die Menschen sterben. Ich habe immer nur Ausschnitte und jede Menge „toter“ Links dazu gefunden. So weit ich mich entsinnen kann, war die Passage mit dem Irak-Krieg nie dabei. Orwell wird Wirklichkeit? Vielleicht bin ich aber auch einfach nur zu doof.

          Ja, ich meine genau den Ray Nagin, der inzwischen vor einem Bundesgericht in den USA wegen Korruption für „Schuldig“ befunden wurde und für zwischen 14 und 18 Jahre im Knast verschwinden wird.
          http://www.wdsu.com/news/local-news/new-orleans/after-verdict-ray-nagins-life-to-change-forever/24464232
          P.S.: Leider heißt er nicht Ai Weiwei. Er wohnt nicht einmal in China. Sonst würde sich garantiert ein Offizieller aus seiner Heimat „besorgt“ über das ihn treffene „politische Unrechtsverfahren“ äußern oder so ähnlich.

        • Nein, Herr Pachulke, die YouTube-Videos sind alle da, und wenn ich die Posts in diesem Blog im Modus „Bearbeiten“ ansehe, sind die Links alle vorhanden – aber sie werden nicht mehr gezeigt.
          WordPress akzeptiert keine YouTube-Links mehr – was hat das zu bedeuten?

          Also muß man sich behelfen:

          Hier sieht man, wie innerhalb einer Sekunde bis zu 5 Einschläge im Park, von ganz rechts bis ganz links, erfolgen; die nächsten schlugen dann im Gebäude ein:

          Das waren selbstverständlich Luftschläge.

          Hans de Vreij hat das YouTube-Video des Paars getwittert:

          https://twitter.com/hdevreij/status/473485612977508352

          Was Nagin angeht: der kann recht haben, obwohl er korrupt ist. Das schließt sich nicht aus.

        • Ich habe 3 andere Versionen des
          „Kratervideos“ gehabt.
          Bei allen heißt es jetzt, daß Konto
          sei gelöscht.

        • Peter Martin, diesem genialen Analysator von Bildern eines Luftangriffs, der nach der Erkenntnis, dass es sich doch um einen Angriff aus der Luft gehandelt haben muss, der mehreren Menschen einen gräßlichen Tod gebracht hat, und viele verwundet hat, diesem gründlich recherchierenden Menschen kann geholfen werden. Gerne.

          Er muss nicht weiter nach dem gekaperten Jet suchen, der im Auftrag der russischen Regierung zur Diskriminierung der demokratischen Streitkräfte der halbfaschistischen Übergangsregierung das Massaker veranstaltet hat.

          Er will ja nicht glauben, und er muss auch nicht glauben, dass die Armee der Ukraine eine solche Barbarei zu begehen in der Lage ist.

          Dem Manne kann geholfen werden, einmal durch einen Verweis auf die wiederkehrenden Einlassungen der westdeutschen Polizeiführungen, die, wenn gar nichts anderes mehr hilft, immer wieder Ermittlungen zulassen gegen Unbekannt, die selbstverständlich ohne jede Unterstützung durch Vorgesetzte über die Stränge und auf die Köpfe geschlagen und Schlimmeres getan haben, auch da, wo es nun wirklich nicht mehr, oder noch nicht erlaubt war.

          Hier ist die Zauberformel: Ermittlungen eingestellt, ein Täter konnte nicht ermittelt werden. Beim Jetpiloten könnte es so gewesen sein:, oder auch anders: Da er seine Waffen nicht einsetzen konnte da, wo es befohlen, und nach Kriegsrecht auch erlaubt war, hatte er aus eigenem Entschluss das ihm bekannte, von Terroristen besetzte, aber auch mit Zivilisten bevölkerte Gebäude angegriffen, und dabei leider, leider nicht präzise genug getroffen.

          Umso mehr zu begrüßen ist die Zusicherung von Barack Obama, der ukrainischen Armee endlich(!) unter die Arme zu greifen, ihren Ausbildungsstand zu verbessern, so dass es zu solchen Fehlschlägen in Zukunft hoffentlich nie wieder kommen muss, wegen der präzise treffenden Waffen der USA, die geradezu chirurgische Eingriffe erlauben, denen ja ein hohes Maß an Präzision nachgesagt wird.

          Ein Tipp noch dazu: In Vietnam wurden fast ausschließlich Vietkongs getroffen, von den Waffen der Amerikaner. In Afghanistan wurden…, aber lassen wir das, da hat ja Karzai der Ältere , der von Joschka Fischer seinerzeit sehr ins Amt gelobte Chef der Regierung immer wieder schon protestiert, und die Verhandlung „Bundesregierung gegen Oberst Klein“ hat ja mit der Beförderung zum General ihren versöhnlichen Abschluss gefunden.

          Auch in der Ukraine lassen sich gewiss die tragischen Vorkommnisse, unter denen die Zivilbevölkerung zu leiden hatte und hat, soweit sie nicht dauerhaft zu leugnen sind, gegen den Krieg in Tschetschenien aufrechnen

          Oder wenigstens vergleichen mit dem doch beeindruckenden Aufschwung, den Serbien, das Kosovo, Monte Negro und Kroatien genommen haben nach jenem heldenhaft von Genscher über die Franzosen und die Briten und die Hollländer bis zu den USA unterstützten vielfältigen Demokratisierungsbemühungen, bei denen zum Schluss sogar ein neues Auschwitz hatte verhindert werden können. Das war möglich, weil sich Joschka Fischer der Frage gestellt hatte: Nie wieder Krieg-Nie wieder Auschwitz. Was nun, ist jetzt die Frage . Ist´s besser… .? Man kennt das Stück, von den zwei Seelen, in einer Brust. Der andere Teil des Zitats stammt von Lenin: Was tun?

          Ein Oligarch, ein Vertreter der amerikanischen Plutokratie, Old Europe, das falsche Schwein Deutschland, die Briten mit der längsten Erfahrung in der Kolonialisierung anderer Völker, und alle zusammen am 70. Jahrestag der alliierten Landung in der Normandie sich treffend, das hat doch was. Das macht doch Lust auf Zukunft, mit der EUSANato.

          Der Weg ist voller Windungen und Wendungen, doch die Zukunft ist licht. Diese tröstliche Botschaft wird Mao Tse tung zugeschrieben.

          In seinem Blog „Pflasterritzenflora“ hat Hans Gresch dieses Motto aufgegriffen und seine Gültigkeit untersucht am Beispiel der Schizophrenie, jener „Erkrankung“, heute schlichter psychische oder seelische Störung genannt, die nur von Experten anhand der Überprüfung des Vorhandenseins ausreichend vieler, und lediglich subjektiv zu erhebender Kriterien nachzuweisen oder auszuschließen ist, deren Nachweis aber teils verheerende Konsequenzen für den Betreffenden hat: Entzug der wichtigsten Grund- und Menschenrechte, soweit sie nicht freiwillig abgegeben werden: Recht auf körperliche Unversehrtheit, Recht auf Freiheit der Person, Schutz vor unmenschlicher und grausamer Behandlung, Folter und Tötung. Das alles ist erlaubt, ja geradezu geboten, gilt es doch, einem solchermaßen gestörten Menschen wieder zum rechten Denken zu verhelfen, koste ihn das, was es wolle. Und es kostet ihn seine Gesundheit, wird er nur lange genug behandelt, und dazu so an die zwanzig bis dreißig Jahre seines Lebens, je nachdem, ob er, wie die meisten seiner Leidensgenossen, viel raucht oder nicht so viel raucht (das hilft nämlich gegen den Wattekopf unter Neuroleptika, weshalb Psychiater gerne sagen sich das abzugewöhnen, sei jetzt gerade vielleicht zu schwierig) Stirbt er früher, zittert er nicht so lange, es bleibt also ein gewisser Ausgleich.
          NB: Töten und Foltern geschieht nicht absichtlich, zu diesem Zweck, weshalb Amnesty International das mit den bis zu 6o Tagen Fixierung in Taufkirchen auch nicht so sieht, und auch den Tod durch die Medikation nicht als absichtlich und bewusst herbeigeführt ansieht, weil ja auch zugleich die Überwindung der Weigerung als durch und durch humaner Akt, nämlich das Nicht-Vorenhalten-wollen einer Heilungschance, gesehen wird, zu dessen Verfertigung halt der Zwang erforderlich ist Das ist so ähnlich wie die Verbrennung des Ketzers, um seine Seele zu retten, die er sonst mit weiteren Ketzereien in Gefahr bringen könnte. Zutiefst human, und christlich(?) Kommt darauf an.

          Und so, mit diesem medizinischen und religiösen Beispiel vor Augen, kann man vielleicht besser verstehen, dass gelegentlich der Weg in die Freiheit nur unter Zwang gelingen kann, unter Verbot der Abstimmung über anderes, als vorgegeben, unter einem Bombardement zur Herstellung und Erhaltung der staatlichen Einheit, und vor allem, zur Beendigung dieses laut Poroschenko regelrechten Krieges, der gegen die Ukraine geführt wird, von den russisch gesteuerten Terroristen. In wenigen Stunden, so seine Forderung, müsse das erledigt sein. Vielleicht hat das den Entschluss des Piloten zum Abfeuern der Sprengkörper beflügelt?

        • … und die NATO schweigt… . Wie sollten die Medien es auch wissen können, mit was es zu tun haben könnte, wenn gleich 6 Stück von diesen verheerenden Dingern erst am Boden ballistisch mit „Restbrand“ aufschlagen und „Bratpfannengroße und Ellentiefe Schlaglöcher“ verursachen? Sicherlich fliegen dabei noch Trümmer davon über hunderte Meter weit und können unschuldige Menschen töten. Die unmittelbar zusammenhängende Nähe dieser bodeneingeschlagenen „Dinger“ zeigt, dass diese von einem Militärflieger stammen könnten, sowie aus zu niedriger Höhe sich „automatisch lösten“ – in einem Zusammenhang eines erkannten Boden-Raketen-Abschusses. Deren Infrarot-Sonde könnte dabei wohl nur die Hitze eines Strahl-Triebwerkes erkennen und dessen Ziel folgen, sonst würde diese im „Nirwana“ landen, weil diese zwecks „elektronischer Orientierung“ etwas wenig Zeit bräuchte – was wegen der niedrigen „Flugobjekthöhe“ nicht gegeben war. Auch „heißgelaufene“ Kolbenmotor-Triebwerke von Fliegern sowie Klima-Anlagen an Gebäuden könnten ausscheiden. Jedenfalls – so meine unmilitärische Meinung – beginnen Kriege: zuerst mittels von „Verfallsdatum abgelaufenen“ Raketen sowie „Bedien-Personal“. Meine „Kriegsbeobachtungen“ als Laie und nur mittels Presse, Funk und FS haben es z. B. vom ehem. Jugoslawien gezeigt, dass „scheinbar unbewusste“ Tötungen von ZivilistInnen frech, unverfroren und Menschenverachtend als „Kollateralschaden“ von den „Kriegshändlern“ bezeichnet worden sind.

        • Um die Videoserie zu Luhansk
          zu kompettieren, hier die
          Komunikation des Piloten
          mit seiner Einsatzleitung am Boden
          Der Pilot erkennt die zivile
          Umgebung (inhabited quarters),
          bleibt aber „cool“,wie bei einem
          Videospiel.

          https://www.xxx.com/watch?v=TnBnGVu3qyQ

          Und noch ein weiterer Aspekt.
          Familienangehörige blockieren den
          Abtransport ihren Männer und Jungen
          an die Front durch die Machthaber
          in Kiew.

          https://www.xxx.com/watch?v=VwAarAn7Q5E

        • In dem ersten Video höre ich nur Gespräche in einer Sprache, die ich nicht verstehen kann, vermutlich Ukrainisch. Ich habe mir aber auch nicht die vollen sieben Minuten angetan. Zum anderen existiert kein Nachweis, daß diese Kommunikation von jener Maschine stammt, die am 2.6. über Slawjansk feuerte. Es gibt unglaublich viel Propaganda im Netz, und ob der „Anti-Euromaidan“-Poster verläßlich ist, würde ich erst einmal nicht glauben.
          Ich habe jedenfalls bei YouTube [xxx] das Video mit dem CNN-Bericht erneut gefunden, in dem ganz sicher berichtet wird, daß auf Lugansk/Luhansk zivile Innenstadt auf das Verwaltungsgebäude der selbsternannten Regierung ein Luftangriff stattfand, dem 8 Zivilisten, 5 Frauen und 3 Männer, zum Opfer fielen.
          Nur noch Kiew-Hardliner zweifeln das an.

          https://www.xxx.com/watch?feature=youtu.be&v=PBHoDADK5hs&app=desktop

          Hierzu auch:

          Ukraine Unspun
          Despite Denials, All Evidence For Deadly Explosion Points To Kyiv

          June 04, 2014
          On June 2 an explosion ripped through the Luhansk state administration building.

          Before anyone knew what had happened, graphic video from the scene began to appear online. A dazed woman with her legs blown off and seemingly near death stared blankly into a camera amid rubble and lifeless bodies.

          […]

          Separatist supporters reported almost immediately that the attack came from a Ukrainian fighter jet.

          From Ukrainian officials, the denials were swift. „The most likely cause of the explosion was careless and inept handling of small arms and explosives,“ Oleksandr Dmytrashevskyy, a Ukrainian military spokesman, told RFE/RL’s Ukrainian Service.

          Andriy Senchenko, deputy chief of staff for acting President Oleksandr Turchynov, declared that a heat-seeking missile fired by pro-Russian separatists had mistakenly targeted an air-conditioning unit on the fourth floor of the administration building.

          Video from the scene showed a blown-out fourth-floor window with billowing smoke:

          Pro-Ukrainian supporters were quick to run with the story:

          Despite the Ukrainian denials, the evidence from observers and journalists on the ground overwhelmingly points to a strike from a Ukrainian aircraft.

          A June 3 report from the special monitoring mission of the Organization for Security and Cooperation in Europe (OSCE) said:

          „Based on the SMM’s limited observation these strikes were the result of non-guided rockets shot from an aircraft. The number of casualties is unknown.“

          The OSCE did not immediately reply to a request for further information.

          A CNN investigation found „clear evidence“ that the detonations came from the air:

          „But a CNN investigation in Luhansk has found clear evidence that whatever detonations hit the building and the adjoining park came from the air. The tops of trees were splintered, and a series of small craters — about a dozen — had been blasted in a straight line, starting in the park and reaching the walls of the building, blowing out many of its windows and spraying the area with jagged shrapnel. That’s what appears to have killed most of the victims and injured 20 more.

          „The pattern of the craters clearly indicated some sort of strafing, according to a munitions expert at the scene with CNN. Their size suggested 30-millimeter ordnance, he said, which is standard equipment on the Su-25, a ground-attack fighter, and the Su-27 — both combat aircraft operated by Ukraine.“

          Anna Nemtsova, a reporter for the „Daily Beast,“ tweeted this from the scene on June 3:

          In a dispatch from the scene, Nemtsova also reported seeing 21 craters.

          […]

          All this raises a more troubling question for Kyiv. As it ramps up its offensive against pro-Russian separatists, there are likely to be more civilian casualties — particularly as air power plays a greater role. If it accepts this, is it also prepared to talk honestly about the consequences of war?

          — Glenn Kates

          http://www.rferl.org/content/ukraine-unspun-luhansk-blast/25410384.html

          Auch die FAZ ist übrigens auf Propaganda hereingefallen.

          In Kiew forderte die neugebildete Nationalgarde vom künftigen Präsidenten Petro Poroschenko, nach seiner Amtseinführung an diesem Samstag in den umkämpften Gebieten den Ausnahmezustand zu beginnen und die bisherige „Antiterroristische Operation“ zu einer großangelegten militärischen Aktion auszuweiten.

          http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/wie-die-zivilbevoelkerung-in-der-ostukraine-leidet-12977005.html

          Heute habe ich bei Twitter das Dementi der Nationalgarde gelesen: die PR-Firma, die in ihrem Namen gesprochen habe, sei nicht autorisiert, einen solchen Appell gebe es nicht.

          Zur Zeit wird sich über ein Video, erstmals am 4.6. veröffentlicht, erregt, das eine Hinrichtung von zwei ukrainischen Gefangenen durch einen russischen „Separatisten“ namens Igor Bezler in Horlivka zeigen soll, mit der er auf die Verweigerung eines Gefangenaustauschs durch die Regierung reagiere. An der Identifizierung des Mannes bestehen leichte Zweifel, an der Echtheit der Szene hohe.
          Der FRANCE 24 Journalist Andrew Hilliar ist der Sache nachgegangen und listet die Zweifel auf:

          Is this video of separatists executing two Ukrainian army officers staged?

          Das sagt „Bezler“ in dem Video, bevor Schüsse fallen:

          The Junta captured my man three days ago. We were negotiating with them about exchanging this person for the Ukrainian army, SBU [Ukraine Security Service] and police officers [that we hold]. Three days, the Ukrainian junta refused to exchange the person it captured for the Ukrainian officers. I hold in captivity three colonels, one of them an SBU colonel, and three lieutenant-colonels. At the moments all agreements with the Ukrainian government have been broken. I waited for three days but I don’t have time to wait any longer. So now we will shoot Mr. Budik and Mr. Vasyuschchenko. For Mr. Turchinov [Ukraine’s interim president], Parubiy [Secretary of the National Security and Defence Council of Ukraine] and others of their ilk – if my man is not released within one hour, I’ll shoot another two. After another one and a half hour – another two. And so on, until 8 [Ukrainians] are shot. If the Ukrainian army and the state don’t need these officers, I need them even less. Load! Aim! Fire!

          http://observers.france24.com/content/20140606-video-ukrainian-officers-being-executed-separatists-staged

          Dies sind seine drei Hauptargumente für einen Fake:

          None of this proves that the executions are real, however. As our expert – among others – points out, the lack of a bright muzzle flash has lead many to suggest that the incident may have been staged [though it’s possible the camera wasn’t sensitive enough to pick up bright muzzle flashes]. Perhaps unusually, the faces of the two prisoners are never revealed: the cameraman keeps his distance, making it impossible to determine their true identity nor the extent of any injuries.

          Internet users have also suggested that the manner in which the two men fall to the ground could prove that the execution was faked. According to Ann Kiernan – a ballistics expert contacted by FRANCE 24 – the noise indicates that the weapon was fired in automatic ‘burst’ mode, which is far less accurate than single fire mode. This means it’s unlikely the shooter would have hit his targets so precisely. Yet the two prisoners fall straight away, as if neatly shot in the head. She adds that both man fall far too quickly –almost at the same time as the burst of fire – and, unusually, lie still after the shooting.

          […]
          The video could be footage of an earlier incident reported by Ukrainian media, in which Bezler carried out a staged execution of two officers in the basement of his headquarters on May 27. The two, named as Roman Babyuk and Dmitry Krikunov, were reportedly later released.

          http://observers.france24.com/content/20140606-video-ukrainian-officers-being-executed-separatists-staged

          Ich habe meinem ersten Blogbeitrag zur Ukraine nicht umsonst den Titel „Krieg, Lügen und Video“ gegeben. Im Krieg stirbt die Wahrheit zuerst. Und was das angeht, schenken sich beide Seiten nichts.

          Ich persönlich finde allerdings die Kiew-Propaganda einfach nur dumm. Da soll eine Boden-Luft-Rakete, die ihr Ziel anhand der Hitze von Flugzeugdüsen findet, von der Heißluft eines Außenventilators im dritten Stock eines vierstöckigen Gebäudes abgelenkt worden sein. So etwas glaubt nicht einmal ein Kleinkind.
          Und woher die vielen Krater im Park stammen, die in einer Linie auf das Gebäude führen? Tja, irgendwie Kollateralschäden. Tatsächlich sieht man, daß der Jet mehrere Raketen nahezu gleichzeitig abfeuert, und gleich darauf hört man die Detonation.

        • @ arno hunger: Ich hatte gestern abend dasselbe Phänomen. Die Tage werde ich mal nach den Links recherchieren, die in meinen Lesezeichen „tot“ sind.

        • Was Nagin angeht: Natürlich kann er korrupt sein UND eine gute Rede halten – das kommt häufiger vor. Ich habe mich mit den gegen ihn erhobenen Vorwürfen auch nicht tiefer gehend auseinandergesetzt. Als ich davon hörte, hätte ich gerne mal wieder seine Rede im O-Ton gehört. Das gelang mir jedoch nicht. Dabei war diese Rede auf Youtube sehr präsent.
          Immerhin das vollständige Transkript konnte ich jetzt lokalisieren: http://edition.cnn.com/2005/US/09/02/nagin.transcript/index.html
          Das ist, was noch auf Youtube zu finden ist. Vor sieben Jahren war die Seite mit den Suchergebnissen voll. Mit der ganzen Rede. Wie gesagt, vielleicht bin ich zu doof, kann sein.

          Übrigens: Es ist natürlich auch möglich, dass ein Link eine Nachricht enthält und zeitgleich eine weltweit geahndete Urheberrechtsverletzung. Auch das schließt sich nicht kategorisch aus. Manchmal entsteht bei mir der Eindruck, dass das bei einigen Themen gehäuft auftritt. In Erinnerung geblieben ist mir z.B. ein längerer Film mit den entsetzlichen Szenen in der Institutskaya-Straße, der starke Hinweise darauf zeigt, dass die Kugeln nicht alle von Richtung „Feind“, also von vorne kamen. Youtube hat ihn kommentarlos entfernt, anhand der Überschrift in den Lesezeichen konnte ich ihn dann auf einem anderen Streaming-Portal finden.

          Ebenso kann ein Urheber beschließen, das Material lieber doch nicht mehr in’s Internet zu stellen. Alle Youtube-Kanäle, die einen Film, der massenhaft verbreitet haben, können „gemeinschaftlich“ beschließen, sich selbst (als Kanal) oder einen Film zu löschen Nach drei bis fünf Jahren zeigen sowieso sehr viele Links in’s Nichts: Neuer Server, neue Software, Datenverlust, Firma gibt’s nicht mehr, jemand anderes hat die Webseite ergattert usw. usf.

          Der russische Kanal ANNA News wurde aus Youtube rausgeschmissen, mit ihm viel „kompromittierendes“ Material.
          http://niqnaq.wordpress.com/2014/05/25/russian-channel-anna-news-very-distressed-at-having-its-thriving-youtube-channel-scrubbed/

          Einige fehlende Videos in meinen Lesezeichen könnten damit zu tun haben.

        • Eine der nun wirklich schwachsinnigen Erklärungen war, die Separatisten hätten versucht, mit einer wärmesensorgesteuerten Rakete das Kampfflugzeug abzuschießen, und diese Rakete habe eben eine Klimaanlage an der Außenwand des Gebäudes geortet und sei deshalb in das Gebäude eingeschlagen.Die multiplen Einschlagskrater, die Anmerkung der OECD, die offene Rede von Poroschenko, zweitausend Tote seien akzeptabel, die Vorgänge in Odessa und Mariupol sprechen klar dagegen. Die bereits früher gebrachte Behauptung, mit solchen auch absichtlichen Treffer, zu verantworten von den Separatisten, sollten die Regierungstruppen in Mißkredit gebracht werden, passt zur Gesamtdarstellung der miesen Charaktere der Vertreter der freien westlichen Welt, einschließlich der so angestrengten Stimme von Steinmeier in Berlin ähnlich der in einem früheren Wahlkampf, als er Gerhard Schröder imitieren wollte. Das sind solche Schauspieler, von Schulz über Juncker und Merkel bis Obama,dass man wirklich nichts Gutes erwarten darf von den nächsten Tagen, und den diversen Feierlichkeiten. So wie es aussieht, haben die Russen 8richtigerweise) wirklich nicht vor, militärisch einzugreifen. Es bleibt also nur die begründete Hoffnung, dass, wie schon beim Krieg im Irak, bei der Jagd auf Osama bin Laden, bei den „Demokratiebewegungen in Lyibien und in Syrien, wie auch schon beim Sponsoring für die Muhadscheddin, die Wahrheit deutlich schneller ans Licht kommt, als seinerzeit beim Zwischenfall im Golf von Tonking. Und dann sehen die USA alt aus.

        • Ich denke, daß die ukrainische Regierungspropaganda, die einfach nur unterirdisch schlecht ist, von niemandem, der das Sagen hat, geglaubt wird.
          Telepolis am 2.6.2014 zu dazu:

          Verwüstungen in der Gebietsverwaltung von Lugansk

          Heute Nachmittag um 15 Uhr örtlicher Zeit kam es zu einem weiteren schweren Zwischenfall. Ein Sprengkörper, dessen Herkunft bisher nicht zweifelsfrei festgestellt wurde, riss in der Höhe der dritten Etage ein Loch in die Außenwand der Gebietsverwaltung von Lugansk und verwüstete das dahinterliegende Bürozimmer.
          Weitere schwere Beschädigungen an dem Gebäude gab es in der Höhe des Erdgeschosses. Durch die Explosion des Sprengkörpers starben nach Angaben der „Volksrepublik“ sieben Personen, unter ihnen die Gesundheitsministerin der „Volksrepublik“, Natalja Archipowa. Vor dem Gebäude lagen Leichen. Teile der Fassade waren abgesplittert. Aus dem Fenster des zerstörten Bürozimmers quoll schwarzer Rauch. Feuerwehrleute waren im Einsatz.

          Kassetten-Bombe?

          Die Luftwaffe der Ukraine habe eine Kassetten-Bombe auf die Gebietsverwaltung abgeschossen, heißt es in einer Erklärung der „Volksrepublik“. Eine Kassetten-Bombe besteht aus einem Behälter mit mehreren kleinen Bomben.
          Ein Video, welches von einer Überwachungs-Kamera in der Nähe der Gebietsverwaltung aufgenommen wurde, scheint die These von der Kassetten-Bombe zu bestätigen, denn es sind deutlich mehrere Rauchwolken zu sehen, die auf mehrere Explosionsherde schließen lassen.
          Die „Volksrepublik“ rief die Bürger über ihre Website auf, das Gelände um die Gebietsverwaltung nicht zu betreten, da dort noch nichtexplodierte Bomben lägen. Weil ukrainische Kampfflugzeuge weiter über der Stadt kreisten, wurden die Bewohner der Stadt aufgerufen, sich in Keller von Schulen, Krankenhäusern und Wohnhäusern zu begeben.

          Auf der Website der „Volksrepublik“ wurde eine Liste von Kellern veröffentlicht, die 50 bis 600 Personen fassen. Das russische Außenministerin sprach von einer „Strafaktion“ gegen die Bevölkerung, die an Härte zunehme.

          Eine völlig andere Erklärung für die Explosion vor der Gebietsverwaltung von Lugansk hatte der Leiter der Kiew-treuen Innenbehörde in der Stadt. Der Beamte erklärte – unter Berufung auf namentlich nicht genannte Augenzeugen – , die Explosion vor der Gebietsverwaltung sei durch ein Flugabwehrrakete entstanden, die vom besetzten Gebäude des ukrainischen Geheimdienstes auf ein Flugzeug der ukrainischen Luftwaffe abgeschossen wurde.
          „Spezialisten“ hätten erklärt, dass die Rakete ein Ziel suchte, welches Wärme ausstrahlte. In diesem Fall sei es die Klimaanlage am Fenster der Gebietsverwaltung gewesen. Belege für diese Behauptung wurden nicht vorgelegt.

          http://www.heise.de/tp/artikel/41/41924/1.html

          Diese Saga von der Klimaanlage nimmt nun wirklich niemand ernst. Sie belegt nur den bekannten Grundsatz, daß die Wahrheit auf der Strecke bleibt, wenn Krieg geführt wird.

          Ich bin allerdings dezidiert für Wahrheit und für Frieden. Und ich erwarte von „Europa“, daß es das ebenfalls tut und daß es sich weder als Vasall der USA noch als Vasall der US-beherrschten NATO versteht.

          Im Moment sieht es so aus, als ob Europa keine Ahnung davon habe, welch historische Bedeutung ihm eigentlich zukommt. Es ist zum Verzweifeln.

  4. Über den Zustand de „Kämpfenden Truppen“ auf Regierungsseite. Sogar ich als Pazifist und Kriegsdienstverweigerer kann erkennen, dass die Bezeichnung „Armee“ gewagt wäre.

    http://sovietoutpost.revdisk.org/?p=127

    Die Übersetzung des Original-Facebook-Links scheint (swoeit ich das mit HIlfe von google translator beurteilen kann) gut zu sein. Dort sind auch interessante Kommentare, die man sich von der facebook-Übersetzung übersetzen lassen kann.

    Scheint, als hätte (fast) keiner der Leute, die in der Ukraine wissen, wie Armee geht, Lust darauf, für die Sache der Herrschenden in Kiew zu kämpfen. Die gab es nämlich – die sind aber nach dem ersten Kontakt mit der erobsten, verängstigten und um Vernunft flehenden Land- und Stadtbevölkerung mehr oder weniger Schulterzuckend weggefahren und haben beschlossen „ist ’ne Politische Lage, keine militärische“.

    Und dann kamen Jumgs in einer Mischung von John-Rambo und John-Wayne-Manier, die sich in Mariupol ein Blutbad angerichtet haben.

    http://www.itv.com/news/update/2014-05-09/mariupol-seethes-with-anger-after-a-day-of-deadly-clashes/

    Seither kommen jeden Tag neue Horrormeldungen – Artilleriebeschuss, Helikopter feuern Rakten, man setzt Kampfbomber ein usw. usf.

    Da erstaunt es nicht, dass die Menschen vor Ort auf diese „Truppe“ aus Menschen, denen man wohl z.T. völlig ohne Training eine Wumme und Schlimmeres in die Hand gedrückt hat, überhaupt keine Lust haben.

    • Die USA werden schon dafür sorgen, daß sich der Ausbildungsstand dieser Armee verbessert; die Zeichen stehen eindeutig auf Aufrüstung:

      Obama pledges $1bn for more troops, military drills in E. Europe
      Published time: June 03, 2014 10:41
      Edited time: June 03, 2014 12:45

      President Obama has announced a plan to invest $1 billion in stepping up its military presence in Eastern Europe amid the Ukrainian crisis. The White House will send more troops and equipment to the region to “reaffirm” its commitment to NATO allies.
      Speaking at a news conference in Warsaw, Obama said America was stepping up its partnership with countries in Eastern Europe with a view to bolstering security. The moves are aimed at upping the pressure on Russia, which Washington has accused of inciting unrest in Ukraine.
      […]
      Thus far the US has deployed 600 troops for military drills in Estonia, Latvia, Lithuania, Estonia and Poland.
      John Rees, British political analyst and national officer at Stop the War Coalition, told RT the US’ moves were indicative of an “expansionist mood” which could usher in a “dangerous period of interstate rivalry.”
      Rees said operation Rapid Trident, a joint US, UK and Ukrainian military drill due to take place next month, could escalate the current crisis even further.
      “I cannot think of anything more dangerous in the current circumstances than to have a deployment of UK and US troops alongside Ukrainian troops this summer,” he told RT.

      http://rt.com/news/163320-obama-poland-troops-europe/

    • Die USA haben ein Problem: My lai liegt zwar schon lange zurück. Aber, da gibt es ja auch noch Abu Graibh, die Folter bei 9/11 Verhören und dergleichen mehr, was den Ruf der USA unwiederbringlich beschädigt hat, nachdem der Friedensnobelpreisträger Obama nur eine große Klappe gezeigt, aber mit den Tötungen per Drohne unverdrossen weitergemacht und den War against Terrorism verlängert hat, einschließlich NSA, Snowden und allen anderen unappetitlichen Einzelheiten der Machtausübung der USA.

      Vorübergehend, auch unter dem Einfluss der kriecherischen Mainstreammedien mit ihren bräsig bis kämpferisch auftretenden Claus Klebers und Thomas Roths, zusammen mit den TalkmasterInnen mit ihren shows, die von dem Kabarettisten Georg Schramm mal zutreffend als „Pissrinnen der Nation zur Entleerung der vollen Sprechblasen“ bezeichnet worden sind, bekommen die USA und ihre Hörigen viel Zuspruch.

      Man hofft ja allgemein, dass sie dieses Mal wenigstens alles richtig machen, bis die Enttäuschung über „the same procedere as every year“ nicht mehr zu unterdrücken ist, auch weil so langsam die Rechnungen für den Eingriff auf den Tisch kommen.

  5. Es wird wieder BEWEISE geben:

    Laut Redemanuskript wird Finanzminister Lew am Montag Folgendes sagen: „Es gibt Beweise dafür, dass Russland den Fluss von Waffen, Geld und Kämpfern über die Grenze weiter erlaubt und es ist immer noch nicht klar, welche Schritte Präsident Putin als nächstes unternehmen wird.“
    .….

    >

    Aus:

    http://www.welt.de/wall-street-journal/article128639965/US-Spezialteam-feilt-an-perfiden-Sanktionsbomben.html

    „Eine neue Methode, um US-Macht auszuüben“
    […]
    Die US-Regierung arbeitet an einem Arsenal gezielter Finanzsanktionen gegen ihre politischen Widersacher.
    […]
    Das Spezialistenteam war ursprünglich nach den Anschlägen auf das World Trade Center 2001 mit dem Ziel gegründet worden, die Finanzierungsquellen von Terroristen trockenzulegen.
    Inzwischen aber spielt die Behörde eine zentrale Rolle in der amerikanischen Außenpolitik. Sie macht mit ausgeklügelten Finanzmaßnahmen Druck auf Entscheidungsträger in internationalen Unruheherden.
    […]
    „Wir haben in den vergangenen zehn Jahren eine neue Methode geschaffen, um US-Macht auszuüben“, sagte Cohen auf Anfrage. „Wir tun das auf eine weltweit einzigartige Weise.“
    Es gibt zudem eine Gruppe von Mitarbeitern, die Sanktionen gegen Tausende von ausländischen Bürgern, Unternehmen und Organisationen verhängt.
    […]
    US-Beamte können heute nach eigenen Angaben häufig die Entscheidungen ausländischer Staatsführer beeinflussen, indem sie einzelne Finanztransaktionen stören, die ihnen wichtig sind.

    >

    • Beweise gab es nicht und gibt es nicht, statt dessen den Versuch, Moskau für das Einsickern ausländischer Kämpfer verantwortlich zu machen. Die freilich, wie in meinem aktuellen Artikel belegt, nicht bewaffnet und in Kampfmontur einreisen, sondern einzeln und in Zivil. Waffen werden wie überall geschmuggelt, und an Geldflüssen aus Rußland in die Ukraine ist so wenig verdächtig wie an Geldflüssen aus der Ukraine nach Rußland.

      Es handelt sich um den durchsichtigen Versuch, immer neue Forderungen an Rußland zu stellen, um bei Nichtbefolgung an der Sanktionsschraube zu drehen.

      Putin ist wie immer schlauer, denn sein nächster Schritt (neben Verhandlungen seines OSZE-Beauftragten zur Freilassung der festgehaltenen OSZE-Beobachter) ist eine UNO-Resolution, die die USA und Europa dazu zwingt, Farbe zu bekennen, ob sie die gewaltsame Anti-Terror-Maßnahmen Poroschenkos, von denen er vor der Wahl nicht gesprochen hatte, billigt oder nicht.

      Sie ist natürlich mit den USA abgesprochen, von Anfang an, deshalb eiert die Kerry-Sprecherin Jen Psaki ja auch so rum bei dieser Frage.

      Ostukraine: Russland verfasst Uno-Resolution für ein Ende der Gewalt

      REUTERS
      Russlands Außenminister Lawrow kritisiert die „Anti-Terror-Operation“ der Ukraine und fordert ein sofortiges Ende der Gewalt. Mit einer Uno-Resolution sollen Verhandlungen auf den Weg gebracht werden – und Fluchtkorridore für Zivilisten.

      Moskau/Kiew – Die russische Regierung arbeitet an einer Resolution des Uno-Sicherheitsrats für ein sofortiges Ende der Gewalt in der Ukraine. Der Entwurf solle noch am Montag den anderen Mitgliedern des höchsten Uno-Gremiums präsentiert werden, sagte Außenminister Sergej Lawrow in Moskau.
      Westliche Länder hätten versichert, dass sich die Lage in der Ukraine nach der Präsidentenwahl vom 25. Mai verbessern werde. Das genaue Gegenteil sei der Fall, beklagte Lawrow. Die Gewalt gegen prorussische Separatisten im Osten des Landes müsse sofort enden.
      Russland sei „tief beunruhigt“, dass bei der „Anti-Terror-Operation“ der ukrainischen Führung auch Unbeteiligte zu Schaden kämen. „In unserem Entwurf schlagen wir einen Fluchtkorridor vor, damit Zivilisten die Kampfzone verlassen können“, sagte Russlands Chefdiplomat. Auch Hilfsorganisationen solle der Zugang zur Bevölkerung ermöglicht werden.
      […]

      http://www.spiegel.de/politik/ausland/uno-resolution-russlands-fluchtkorridore-und-ende-der-gewalt-a-972859.html

      Die neue Obama-Doktrin heißt zwar, keine militärischen Abenteuer der Führungskraft USA mehr, zugleich aber auch, die militärischen Abenteuer auf Dritte zu delegieren. Dieses Spiel hat Putin durchschaut und wartet nur darauf, daß die USA gegen seinen Vorschlag stimmen und sich damit gegen die Genfer Vereinbarung stellen, die eine Entwaffnung SÄMTLICHER Milizen vorsah.

  6. Danke @gabrielewolff: wie auch sonst alle Ihrer guten bedachten Sätze haben Sie auch diesen besonnen sehr gut gesagt: „Wieviele Tote es in den letzten überflüssigen Kriegsmonaten Mai 1945 es noch gab, insbesonders wegen der deutschen Militärgerichtsbarkeit wegen Desertationen“… Danke auch für meine Erinnerung daran: zum 8. Mai 1985 hielt kein Geringerer als unser dam. Bundespräsident Richard von Weizsäcker vor dem Deutschen Bundestag eine Rede. Z.B., dass Deutsche vor ihren Fenstern zur Erinnerung an den 8. Mai 1945 weiße Fahnen vor ihren Fenstern zeigen sollten. Ich wohnte damals 1985 in einer etwa 20.000 „Seelen-Ortschaft“ und sah keine einzige weiße Fahne zur „Versöhnung“. In meinem „Mut zu einer nachträglichen stellvertretenden Versöhnung“ zog ich mittels meinem Baukran ein großes weißes Bettlaken – befestigt mittels Holzleisten oben und unten – auf 20 m Höhe. Ich lud die örtliche Presse ein – es wurde zwar nur zögerlich fotografiert und auch veröffentlich: mit Stillschweigen und ohne Kommentare. Die Ächtung und Meidung meiner Person ab 1985 kam auch noch dazu: niemand traute sich um auch nur einen Finger auf meine Hand legen zu wollen – egal als Kirchen- oder Partei-Mitglieder. Jedenfalls die dam. Rede von Weizsäcker ist mir auch noch noch in meinem Herzen verschmolzen geblieben. Ein Link dazu folgt noch.

  7. >>Die USA sind weder historisch noch rechtsstaatlich noch ethisch ernst zu nehmen.<<

    Unsere Regierung, unsere Justiz, diverse Profiteure passen sich doch ganz gut an.

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