Ukraine: Informationskrieg um MH17 (6)

Paris Match Buk 0Fortsetzung von:

https://gabrielewolff.wordpress.com/2014/09/28/ukraine-informationskrieg-um-mh-17-1/

https://gabrielewolff.wordpress.com/2014/10/23/ukraine-informationskrieg-um-mh-17-2/

https://gabrielewolff.wordpress.com/2015/01/19/ukraine-informationskrieg-um-mh-17-3/

https://gabrielewolff.wordpress.com/2015/05/24/ukraine-informationskrieg-um-mh-17-4/

https://gabrielewolff.wordpress.com/2015/07/29/informationskrieg-um-mh17-5/

Am 13. Oktober wird der sogenannte „final report“ des Dutch Safety Board über die Ursache des „Absturzes“ von MH17 und die sich daraus ergebenden Schlußfolgerungen für die Sicherheit des Luftverkehrs erscheinen.

Es ist schon merkwürdig, daß sich in diesem Vorfeld einerseits ein weiterer Qualitätsverfall der Leitmedien, der Pressemitteilungen des JIT (strafrechtliche Ermittlungen) und des DSB (Flugunfalluntersuchung) und der üblichen Internet-Mainstreamer (Bellingcat und der schmerzbefreite Niederländer, der unter ukraine@war bloggt und unter Dajey Petros tweetet) vollzieht – während andererseits alternative Blogger die vom Mainstream übernommene MH17-Version des ukrainischen Geheimdienstes SBU hinterfragen und entschieden widerlegen.

Am Ende meines letzten Artikels vom 29.7.2015, in einem update vom 8.8.2015, schrieb ich:

„Marcel van den Berg überraschte am 4.8.2015 mit einem Beitrag, in dem er die CNN-“Enthüllungen” über den Inhalt des im Oktober zu erwartenden Berichts des Dutch Safety Board, genauso wie ich, als Propaganda entlarvte. Die indes gedankenlos von den Mainstream-Medien, so auch in den Niederlanden, verbreitet wurde – weil sie eben so schön in den vorurteilsbehafteten Erwartungshorizont paßt.

4.8.2015

CNN leak on DSB report which blames pro-Russian rebels for shooting down plane is nonsense!

Posted on August 4, 2015 by admin in Uncategorized // 35 Comments

At July 16 CNN reported with big headlines : First on CNN: Sources say MH17 report blames Russian missile for shooting down plane. 

This article is complete nonsense however many media copied the CNN article. For instance the Dutch NOS and RTL Nieuws.

[…]

Another indication that the DSB cannot mention the location of the launch is that as recent as June 20 Dutch members of the JIT took ground samples of the supposed launch location near Snizhne. (source) and NOS.

https://www.youtube.com/watch?v=qwizOTI_8o8

http://nos.nl/artikel/2043247-video-mh17-onderzoekers-aan-het-werk-in-oost-oekraine.html

http://www.whathappenedtoflightmh17.com/cnn-leak-on-dsb-report-which-blames-pro-russian-rebels-for-shooting-down-plane-is-nonsense/

Die von ihm verlinkten Quellen – ein Video der DNR vom 20.6.2015 mit einigermaßen verständlichen niederländischen Untertiteln und der Artikel des staatlichen niederländischen Fernsehens zu diesem Video waren mir bislang unbekannt. Demnach wurden also Bodenproben von dem vom SBU, ukraine@war und Bellingcat (in dieser Reihenfolge) behaupteten Abschußort einer Buk südlich von Snischne entnommen. Unter freundlicher Mitwirkung der “Rebellen” und der OSZE. Endlich!

Es wird Zeit, daß diese virtuelle Story endlich einmal überprüft wird, wenn schon Beweise aus den USA und der Ukraine ausbleiben. Schon den ersten Realitäts-Check hat der Comicstrip von Bellingcat ja nicht überstanden, wie in meinem letzten Beitrag nachzulesen ist.

Welchem trüben propagandistischen Internet-Netzwerk Bellingcat im Rahmen seiner “Beweisführung” blind folgte und folgt, hat Hector Reban am 1.8.2015 hier akribisch aufgelistet:

https://hectorreban.wordpress.com/2015/08/01/17-july-buk-sightings-planting-evidence-in-advance/

Daß die Lektüre sich lohnt, verraten bereits die hilflosen Bellingcat-Reaktionen auf Twitter, werden ihre Mitarbeiter doch in diesem Artikel als tumbe Follower politischer social media-Infokrieger mit besten Kontakten zum ukrainischen Militär und dem SBU entlarvt, der mühelos ins Internet einspeisen konnte, was ihm beliebte:

Tweet Toler Reban 2.8.2015https://twitter.com/AricToler/status/627818319748403200

Tweet Higgins Reban 2.8.2015

https://twitter.com/EliotHiggins/status/627836735209242624

Natürlich mußte auch der SBU-Informant WowihaY in Kenntnis gesetzt werden. Das wäre wohl die beste Lösung, Bellingcat zu schließen. Denn noch eine Propaganda-Schleuder mehr brauchen wir wirklich nicht. Aber diese Lösung dürfte das Atlantic Council, das so viele Hoffnungen in Higgins’ kongeniale Mitarbeit mit dem Touch des alternativen Journalismus setzt, wohl nicht zulassen.  ;-)“

Seitdem ist einiges passiert.

Zu den schlechten Nachrichten gehört diese hier. Erstmals gaben das Joint Investigation Team (das strafrechtliche Ermittlungsteam, NATO-Staaten plus des erst im Dezember zugelassenen Staates Malaysia unter Führung der Niederlande nebst der beschuldigten Ukraine, die wie alle andere Teilnehmer ein Vetorecht gegen mißliebige Presseveröffentlichungen des Gremiums hat) und das DSB (Dutch Safety Board, verantwortlich für die Flugunfalluntersuchung, die sich auf die Absturzursache und Empfehlungen zu deren zukünftiger Vermeidung beschränkt), gleichlautende Presseerklärungen heraus.

Der DSB preliminary report vom 9.9.2014 mit dem Ergebnis „Kriegseinwirkung“ hätte bereits gereicht, um Schlußfolgerungen für die Luftverkehrssicherheit zu ziehen.

Aber Staatsanwalt Fred Westerbeke hatte uns ja bereits am 17.7.2015 darüber informiert, daß diese Flugunfall-Untersuchung ein Sonderfall sei:

Herr Westerbeke, die Ermittlungen im Fall MH17 werden von zwei Gremien geführt: vom Niederländischen Sicherheitsrat und von Ihrem Internationalen Ermittlungsteam. Worin unterscheiden sich diese Ermittlungen?

Der Sicherheitsrat geht normalerweise nur der Frage nach, ob es sich um einen Unfall gehandelt hat. Wenn nicht, dann übergibt er den Fall der Justiz. Bei MH17 gab es international den Wunsch, dass sich der Sicherheitsrat auch mit den Ursachen des Absturzes befasst. Hier gibt es Überschneidungen mit den kriminalistischen Ermittlungen, die wir durchführen. Aber wir müssen vor Gericht nicht nur beweisen können, was passierte, sondern auch, was nicht passierte. Wir fragen danach, wer verantwortlich dafür war, das macht der Sicherheitsrat nicht.

Aber arbeiten Sie dabei mit dem Sicherheitsrat zusammen?

Wo es der gesetzliche Rahmen erlaubt, führen wir Ermittlungen zusammen durch. Die Rekonstruktion des Flugzeuges etwa wird gemeinsam gemacht. Wir treffen uns jeden Monat, um die Verantwortlichkeiten aufzuteilen und zu schauen, wo wir einander helfen können und wo, aufgrund der Unparteilichkeit der beiden Ermittlungen, nicht.

http://www.nzz.ch/international/europa/die-gefahr-eines-russischen-vetos-ist-da-1.18581057

Der Neutralität des DSB hat es gewiß geschadet, daß am 11.8.2015 (ab dem 10.8.2015 fanden die Abstimmungsgespräche der an dem DSB-Abschlußbericht vom 2.6.2015 beteiligten Staaten, also auch Rußlands, statt) folgende inhaltslose, aber pressewirksame Mitteilungen erfolgten [Hervorhebungen von mir]:

DSB Intro

           Persberichten 11 aug. 2015

Investigation into possible Buk-missile-parts

In cooperation with the Dutch Safety Board (DSB) the Joint Investigation Team (JIT) investigates several parts, possibly originating from a Buk surface-air-missilesystem. These parts have been secured during a previous recovery-mission in Eastern-Ukraine and are in possession of the criminal investigation team MH17 and the Dutch Safety Board.

The parts are of particular interest to the criminal investigation as they can possibly provide more information about who was involved in  the crash of MH17. For that reason the JIT further investigates the origin of these parts. The JIT will internationally enlist the help of experts, among others forensic specialists and weapon-experts.

At present the conclusion cannot be drawn that there is a causal connection between the discovered parts and the crash of flight MH17.

The JIT conducts the criminal investigation and the DSB the investigation into the cause of the crash. Both investigations are conducted separately but JIT and DSB occasionally share material. In its final report the Dutch Safety Board will report on the discovered parts.

http://onderzoeksraad.nl/en/onderzoek/2049/investigation-crash-mh17-17-july-2014/onderzoek/1650/investigation-into-possible-buk-missile-parts#fasen

Identisch auf der JIT-Seite:

https://www.om.nl/vaste-onderdelen/zoeken/@90384/investigation-into/

Das ist eine Null-Nachricht: mögliche Teile einer Buk-Rakete werden weiter untersucht. Zukünftig werden internationale Experten zu deren Erforschung herangezogen. Zur Zeit ist ein kausaler Zusammenhang dieser Teile mit dem MH17-Absturz nicht gegeben. Und wie lange wurde schon, bislang ergebnislos, untersucht? Ist es nicht bekannt, daß am Absturzort zahlreiche Waffenteile zu finden sein müssen, weil die ATO- Kräfte Kiews ab dem 23./24.7.2014, entgegen der UN-Resolution 2166, dort eine, wie üblich erfolglose, Offensive starteten?

Die russische Delegation der Flugunfalluntersuchung fragte vergebens nach den Gründen, aus denen die offensichtlich Monate zurückliegenden Funde erst jetzt bekanntgegeben wurden; sie bekam nicht einmal eine Antwort auf die Frage, wo genau diese „möglichen“ Waffenfragmente gefunden worden waren – und durfte sie selbstverständlich auch nicht in Augenschein nehmen:

Netherlands provides no response on alleged Buk missile debris — Lavrov

August 24, 14:04 UTC+3
[…]

VLADIMIR, August 24. /TASS/. The Dutch investigators have failed to answer Russia’s questions on the Buk missile debris allegedly found at the Boeing crash site in eastern Ukraine, Russian Foreign Minister Sergey Lavrov told a youth forum in the Vladimir region, central Russia, on Monday.

Speaking at the event called Territory of Meanings on the Klyazma, Lavrov said the Dutch Safety Board which conducts the investigation into the July 2014 crash held a number of meetings recently.

„We asked them questions, in particular, why the report on the Buk missile parts which they found several months ago comes only now, and asked them to show them, and they did not. We asked where they had found them – and they did not tell us either,“ Lavrov said.

„We strive to carry out a fair investigation into the tragedy and all the key facts were concealed and are being concealed,“ he said.

[…]

http://tass.ru/en/world/816060

Daß von amtlicher Seite Erleuchtung kommen wird, ist daher stark zu bezweifeln. Sämtliche Fragen Rußlands sind nicht beantwortet worden:

[…]
Bis zum heutigen Tag gibt es keine Antworten auf die Fragen, die von Russland im September 2014 bei einer Sitzung des UN-Sicherheitsrates erläutert wurden:

a.
Warum verweigert die Ukraine Funkgespräche zwischen den in der Nähe von Donezk am Tag der Katastrophe stationierten Militäreinheiten für die Untersuchung frei zu geben?

b.
Warum ist die Ukraine nicht bereit Informationen über den Verbrauch von Luft-Luft- und Boden-Luft-Raketen bereitzustellen?

c.
Warum wird keine Auskunft über die Flugpläne der ukrainischen Luftstreitkräfte am Tag der Katastrophe erteilt?

d.
Warum wird keine Auskunft über die Bewegungen der ukrainischen Bodentruppen am Tag der Katastrophe erteilt?

e.
Wieso wurden am Tag der Katastrophe die Aktivitäten der ukrainischen Radareinheiten bemerklich erhöht?

f.
Warum haben die ukrainischen Behörden den Luftraum für Zivilflugzeuge über den Kampfgebieten in der Ostukraine nicht gesperrt?

[…]

Russische Botschaft Wien, am 22. Juli 2015

http://pressejournalismus.com/2015/08/boeing-mh17-pressemitteilung-der-russischen-botschaft-wien/

Die Liste der Fragen, die Oleg Storchevoy, Leiter der russischen Luftfahrtbehörde und russischer Repräsentant bei der Flugunafalluntersuchung, im September 2014 dem DSB übersandte, war dann noch etwas detaillierter: sie wies 24 Fragen auf:

https://translate.google.com/translate?hl=en&sl=ru&tl=en&u=http%3A%2F%2Fold.favt.ru%2Ffavt_new%2F%3Fq%3Dnovosti%2Fnovosti%2Fnovost%2F4238&sandbox=1

John Helmer notierte hierzu am 13.9.2015:

On September 25, RosAviation released the text of the letter Storchevoy had sent to DSB itemizing the evidence the DSB investigation should cover for its final report. Here is the 24-point release. Point 3 is a priority for evidence: “Pathological examination of the dead passengers and crew members, including the presence of submunitions and other foreign bodies and substances.”

At DSB Chairman Muller was asked to confirm he had read Storchevoy’s letter, and to say what reply he had sent. He refuses to say.

http://johnhelmer.net/?p=14084

Falls alle diese Fragen, die überwiegend ohne Mitwirkung der Ukraine nicht beantwortet werden können, im “finalen” DSB-Bericht vom 13.10.2015 ausgeklammert bleiben, dann wissen wir immerhin, wer dafür verantwortlich ist. Die Niederlande nämlich, folgt man der Aussage des leitenden Staatsanwalts Fred Westerbeke in seinem Interview vom 27.10.2014:

SPIEGEL ONLINE: Wenn Sie tatsächlich die Beteiligung der ukrainischen Luftwaffe am Abschuss von Flug MH17 in Betracht ziehen – ist es dann nicht absurd, dass die Ukraine an den Ermittlungen beteiligt ist?

Westerbeke: Natürlich ist das ein Problem. Aber wir können nicht ohne sie ermitteln. Ich möchte übrigens eines klarstellen: Wir haben keinerlei Hinweise darauf, dass Kiew nicht absolut offen mit uns umgehen würde. Sie geben uns alle Informationen, die wir haben wollen.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/mh17-ermittler-westerbeke-ueber-den-absturz-in-der-ukraine-a-999193.html

Genau das ist das Problem: was wollen die niederländischen Ermittler von den Kiewer Behörden haben? Nicht einmal den kompletten Funkverkehr der ukrainischen Fluglotsen mit MH17 seit Beginn des Eintritts in den ukrainischen Luftraum?

Umso erfreulicher, daß sich die im medialen Strafgericht vorgelegten social media-„Beweise“ für die Mainstream-Anklage gegen die Separatisten und/oder Rußland bei näherer Analyse als Pseudo-Beweise herausstellen. Unglaubhaft war die SBU-Geschichte ja von Anfang an, und man mußte schon von einer gewissen Naivität sein, um die gar nicht mal sehr kunstvoll ausgelegten Indizien unüberprüft als solche zu anzuerkennen. So naiv wie dieser Mitarbeiter von Bellingcat beispielsweise, der zu diesem klassisch unscharfen Foto einer Buk in Snischne in diesem Tweet:

Tweet GirkinGirkin 1https://twitter.com/GirkinGirkin/status/489884062577094656/photo/1

abgesetzt am 18.7.2014 um 0:27 Uhr [Ortszeit EEST = plus 10 zur angezeigten Twitter-Zeit] anmerkte:

Daniel Romein – February 15th, 2015

Ok, the tweet itself indeed was posted much later, but at the photograph we clearly can see it was not 12:27 am, because that was after midnight. Still even when the person would have tweeted a random photograph, how to explain a video being uploaded of a Buk missile launcher the same day? Or maybe the same person also had a video of a Buk driving through Snizhne somewhere and uploaded this one as well? How often do Buk missile launchers drive through Snizhne? Is it just a coinsidence? And how well this coinsidence matches with the US satellite image, the Torez photographs of 17 July 2014, the audio recordings and the fact that the same day a Buk missile launcher was seen in Donetsk, Zuhres and Torez. Isn’t that a bit too much coinsidence?

https://www.bellingcat.com/news/uk-and-europe/2015/01/27/is-this-the-launch-site-of-the-missile-that-shot-down-flight-mh17/comment-page-2/#comment-9802

Ja, das ist in der Tat kein Zufall, daß auf den ersten unkritischen Blick alles so schön zusammenpaßt…

Nachfolgend wird der aktuelle Forschungsstand hinsichtlich der „social media-Beweise“:

  1. Die Wölkchenfotos von Pawel Aleinikow aus Tores (angebliche Buk-Raketen-Abgasspur)
  2. Das Video der Buk auf dem Volvo in Zuhres (zwischen Donezk und Tores)
  3. Die Paris Match-Fotos von Volvo und Buk in Donezk
  4. Das Lugansk-Video von Innenminister Awakow vom 18.7.2014 (angebliche Flucht der Tat-Buk auf dem Volvo nach Rußland)
  5. Das Snischne-Video, das eine Buk südlich aus Snischne herausfahrend, zeigt

dargelegt. Man könnte diese Betrachtung, ähnlich wie der SPIEGEL es seinerzeit tat, betiteln:

Virtuelle Wahrheit in Trümmern

I. Das Wölkchenfoto

MH 17 Titelfoto[die Fotoshop-Version, die von WowihaY am 17.7.2014 um 19:23 Uhr verbreitet wurde]

https://twitter.com/wowihay/status/489807649509478400

Am 6.9.2015 hat der niederländische Blogger Hector Reban noch einmal zusammengefaßt, was bis dahin an kritischen Stellungnahmen zu diesem Foto von Pawel Aleinikow, das angeblich den Rauch der Buk-Rakete, die MH17 getroffen haben soll, zeigt, zusammengetragen wurde.

The mystery of the two faced launch plume

6 september 2015 / hectorreban

In the Infowar that started within moments after the crash of flight MH17, which cost the lives of 298 people, the Ukrainians dealt the first blow. Within hours they disseminated intercepted phonecalls with ¨confessions¨ and images of the alleged murderweapon on its route to the alleged crimescene. It was a trail of evidence showing an obvious suspect, an clearly identified weapon and a more or less fixed site of action, ready to be picked up by every media outlet that wanted to blame the right side.

[…]

https://hectorreban.wordpress.com/2015/09/06/the-mystery-of-the-two-faced-launch-plume/

Zu Rebans wichtigsten Quellen gehört Max van der Werff. Er war der erste, der die Angaben des Fotographen Pawel Aleinikow überprüft hat, die zum Teil stark variieren; vor seinem Interview mit RTL äußerte sich der Fotograph erstmals zum Zustandekommen der beiden Fotos, die angeblich einen Buk-„Kondensstreifen“ zeigen sollen. Im November 2014 offenbarte er sich gegenüber dem russischen oppositionellen Journalisten Sergeij Parkhomenko; der sich als Bellingcat-Fan outete und am 17.3.2015 seine eigene Studie – unter Wiedergabe der Angaben Aleinikows von November 2014 ihm gegenüber – mit einem recht ähnlichen Ergebnis wie Bellingcat veröffentlichte:

https://meduza.io/feature/2015/03/17/sled-nad-torezom

Wölkchenfoto mit Exif-Daten von Parkhomhttp://ic.pics.livejournal.com/cthulhu985/12322546/968/968_original.png

Eine englische Übersetzung von Aleinkows Aussagen gegenüber Parkhomenko befindet sich sinnigerweise hier, finanziert durch die Free Russia Foundation unter dieser Adresse:

HEAD OFFICE
The Ronald Reagan Building
1300 Pennsylvania Ave NW, Suite 700
Washington DС 20004:

Nemzow-Report “Putin. War”.

http://www.4freerussia.org/putin.war/

S. 47:

The author of the photograph informed Sergei Parkhomenko the following about the circumstances of the shooting: „During the day, while I was in my own apartment in a building on the outskirts of Torez, I heard thunder, much stronger than the customary sounds of artillery firing, mortar explosions or the volleys of a Grad. I ran to the window and saw that the wind was slowing erasing a smoke trail over the horizon. My camera lay on the windowsill. I grabbed it and raced up the stairs to the roof in order to take the picture from there. I clicked the first time. I saw that directly across the scene electrical wires were visible.

I twisted the zoom to the maximum and took a second photo. Then, I turned and saw that from the other direction, in the north (that is, right in the direction of Grabovo) there was a column of thick black-blue smoke. I decided that a missile had landed on some gas station or oil tank. I crawled to the other side of the roof in order to take a picture from there, where the wires and antennas didn’t get in the way.

I crawled over for about three minutes – then made the third shot. I didn’t know that in the third shot there was smoke from the plane that had just crashed: I didn’t see any plane. Therefore I didn’t start shooting further: if I had known what event had been captured in the frame, I would have taken some more photos, of course, but I only learned a few hours later exactly what had happened. I then sent the pictures to a friend, and he uploaded them to Twitter.“

Praktisch alles an dieser Erzählung ist unwahr.

So benutzte er für das im WowihaY-Tweet präsentierte Wölkchenfoto nicht den maximalen Zoom, sondern wählte eine Brennweite von 180 mm bei Nutzung eines Objektivs mit einer Brennweite von 55-300 mm:

2. Foto van den Berghttp://www.whathappenedtoflightmh17.com/three-issues-with-the-fake-photo-claim-of-max-van-der-werff/

Aleinikow machte nicht nur ein Foto von der Absturzstelle, sondern mindestens sieben:

9 fotos what happened(Quelle: die ursprüngliche Version des zuvor angegebenen Artikels von Marcel van den Berg vom 21.5.2015, die nicht gespeichert wurde)

Eine weitere (nahezu identische) Übersetzung seiner Angaben wurden in der Daily Mail vom 22.3.2015 veröffentlicht, die so tat, als habe sie Aleinikow interviewt; vermutlich hat sie aber ebenfalls nur die Parkhomenko-Studie vom 17.3.2015 übersetzt. So arbeitet der Boulevard nun mal:

http://www.dailymail.co.uk/news/article-3006066/MoS-s-vital-clue-hunt-shot-MH17-Investigators-believe-missile-vapour-trail-photo-points-blame-Russia.html

Max van der Werff machte sich jedenfalls auf die Reise, um diese Angaben zu überprüfen.

MH17 – ‘Buk launch photo’s’ are cheats

May 20, 2015

One of the reasons I visited the MH17 crash area in April 2015 was my desire to verify the authenticity of the only two existing photos showing a smoke plume claimed to be generated by a Buk missile.

[…]

During my stay in Donbass most people were very friendly. However, as I asked an inhabitant of building 2 to give me access to the roof he insisted I show my passport plus a document proving my legal status. After I did just that and explained the purpose of my request only then the man relaxed.
Then I showed him both plume photo’s. “These photo’s are fake”, he said. “Everybody knows that”. We took the elevator to the top (ninth) floor.

“Here, this is Pasha’s apartment”, the man said. “He is a master photographer. A real expert. Unfortunately he chose to join the wrong side and left.”

Video Max Dach AleinikowThe video is clear proof of the fact there are no cables on the roof as shown in the ‘cable picture’ which RTL News on December 22nd presented as scoup and new “crucial evidence” in the MH17 case. And these cables were never there because on the part of the roof from where the trees in the foreground are visible there is no higher point to which the cables could have been attached.

[…]

http://7mei.nl/2015/05/18/mh17-buk-launch-photos-are-cheats/

Das war der erste kritische Bericht über Aleinikow, dessen Identität, obwohl in Internetkreisen weithin bekannt, hier erstmals öffentlich enthüllt wurde, und über seine Aussagen zu den Fotos. Von RTL (nach dem Austausch mit Parkhomenko, aber wohl ebenfalls im November 2014) wurde er später nur oberflächlich und von Bellingcat (vermutlich im Januar 2015) praktisch gar nicht befragt. Die wollten seine Fotos lediglich für ihre Zwecke benutzen, und dabei stören harte überprüfbare Fakten über die Enstehung der Fotos nur.

Am 26.7.2015 setzte Max van der Werff nach und veröffentlichte diesen bemerkenswerten Artikel, dem ich hier lediglich das für mich stärkste Bild entnehme – eine Aufnahme des „Abschußortes“ vom 7.6.2015, auf dem an derselben Stelle wie auf dem Aleinikow-Foto von 2014 dunkler Rauch aufsteigt.

Tweet Max Überlagerung RT-Bellingcathttps://twitter.com/MaxvanderWerff/status/645334196320210944

Max van der Werff geht den möglichen Ursachen auf die Spur:

MH17 – ‘Buk plume’ burns witness – Part I

July 26, 2015

[…]

Launchsite 7.6.2015In total Yana took 11 photos showing the plume. Photos were taken from a 6th floor balcony in the same building as the ‘Buk plume’ photo (taken from the 9th floor).

[…]

Launchsite Max KarteFollowing the line of sight from the photographer to the claimed launch site twelve kilometers South East we find a few candidates:

There’s a coal mine or stash [Lutugina-Mine] at around 4,6 kilometers.

[…]

Others suggested the most likely source of the smoke is Voskresenskaya mine about 5,5 kilometers from the photographers point of view.

[…]

Launchsite Max overlappinghttp://7mei.nl/2015/07/26/mh17-buk-plume-burns-witness-part-i/

http://kremlintroll.nl/?p=348

Damit war die basislose Bellingcat-These, daß der bei starker Kontrastierung der Aleinikow-Fotos links von den weißen Wölkchen erkennbare dunkle Rauch die initialen Abgase einer Buk-Rakete seien, die sich wegen einer tatsächlich nicht vorhandenen Inversions-Wetterlage halt extrem unterschiedlich zu der weißen Rauchsäule entwickelt hätten, aus dem Rennen:

Examining the MH17 Launch Smoke Photographs

January 27, 2015

By Daniel Romein

[…]

Bellingcat Launchsite 27.1.2015[…]

https://www.bellingcat.com/resources/case-studies/2015/01/27/examining-the-mh17-launch-smoke-photographs/

Sowohl Max van der Werff (dessen letztes Foto sich auf S. 80 des nachfolgend zitierten Kobs-Berichts befindet) als auch Hector Reban beziehen sich auf die deutschsprachige Studie von Michael Kobs „Bellingcat – The Launchsite“ vom 22.3.2015, jetzt mit neuem Link und auch online lesbar:

http://de.scribd.com/doc/267001590/Bellingcat-the-Launch-Site

Dort findet man bereits kritische Untersuchungen der SBU-Telefon-„Mitschnitte“ und eine detaillierte Untersuchung der Einbettung der Aleinikow-Fotos in einen künstlichen social-media-Raum, der von den ideologisch motivierten Pro-Kiew-Akteuren zielgerichtet und zweckbestimmt bespielt wurde. Ab S. 60 geht es um die Wölkchen-Fotos. Dort heißt es:

Kobs Launchsite, S. 76Aus den bekannten Informationen ergibt sich also eine Timeline und eine einzige zusätzliche Bedingung: Die Rauchsäule muss sich mit der gleichen Windgeschwindigkeit in dieselbe Richtung bewegen, wie die Rauchfahne der Trümmer.

Und hier beginnt das Problem von Bellingcat. Bis hier hin hatte das Bellingcat-Team schon einen weiten Weg zurückgelegt, um eine russische BUK aus einem russischen Konvoi auf den Tieflader nach Donezk zu schreiben, um diese BUK als jene fahrende BUK in Snizhne zu definieren und diese dann wiederum ungesehen auf den Tieflader und nach Luhansk zu hieven. Damit aber diese BUK nun auch geschossen hat, muss die Rauchsäule unbedingt irgendwo im Süden von Snizhne verankert werden, und zwar egal was die offensichtliche Logik sagt.

Also interpretiert Bellingcat die Zeiten schlichtweg um. Zuerst schätzt der Fotograf, dass er 30 Sekunden nach der „Explosion“ auf dem Dach war und Foto 1 schoss, welches nachweislich nicht vom Dach geschossen wurde. Abgesehen von der Verlässlichkeit seiner Erinnerung und dieser sportlichen Leistung muss man doch fragen: welche Explosion hat er gehört? War es der Start der Rakete, welchen Bellingcat allzugern in 12200m Entfernung sehen will? War es die Explosion des Sprengkopfes in 10000m Höhe und ebenfalls in 12000m Entfernung? Oder war es die Explosion der Tanks am Boden in etwa 9000m Entfernung? Um das Zeitproblem zu lösen, schreibt Bellingcat nun folgendes:

“According to the photographer, the first picture was taken about 30 seconds after the explosion. Because we know that flight MH17 was hit around 16:20 EEST, the camera’s time stamp was approximately 4 minutes to 4 minutes and 30 seconds ahead of the real time. The metadata (or Exif data ) of the original files show that all date and time properties like camera date, digitized date, modified date, and file date show a date of 17 July 2014 and times of 16:25:41 and 16:25:48.”

Ginge es nicht um ein Kriegsverbrechen sondern um den Mathewettbewerb einer Grundschule, dann hätten sie vermutlich schallendes Gelächter geerntet. Aus der groben Schätzung um wie viel die Uhr der Kamera falsch gegangen sein muss, wissen wir, dass sie es nicht wissen. Also musste die Zeit so gedreht werden, dass sie zu der längst gefassten Schlussfolgerung passt: Die Paris-Match-BUK von Snizhne war es! Und wie CORRECTIV bewiesen hat: Zeugen findet man überall.

[S. 76]

Ergebnis seiner Analyse (die von Zeitsequenzen ausging, die den Bellingcat-Manipulationen noch sehr entgegenkamen – denn ein Raketenflug von nur 15 Sekunden ist genauso unrealistisch wie eine Zeit zwischen Abschuß und Aufschlag von nur 45 Sekunden):

Und diese Alternative bedeutet zunächst, die eingestellte Zeit im Fotoapparat stimmt mit der Ortszeit überein. Die Fotos wurden zu der Zeit gemacht, die in den NEF-Metadaten gespeichert sind. Der Wind bläst mit etwa 4 m/s nach Westen, was sowohl mit dem Wetterbericht als auch mit den Videos vom Geschehen übereinstimmt. Das aber bedeutet dann, dass die Rauchsäule auf den Fotos nur ca. 5000m vom Fotografen entfernt ist. Und es bedeutet, dass sie vor dem ersten Foto bereits 1500m Wanderung mit dem Wind nach Westen hinter sich hat. Ihr Startpunkt sollte demnach nördlich der N21 auf halbem Weg zwischen Torez und Snizhne gefunden werden.

[S. 80]

Damit war nun der SBU-ukraine@war/Roland Oliphant/Bellingcat/Parkhomenko Abschußort südlich von Snischne (jeweils mit Varianten, aber immer südlich von Snischne) genauso diskreditiert wie der ohnehin lachhafte von Bensmann/Correctiv nördlich von Snischne im Dorf Puschkin propagierte.

Der Fokus richtete sich nun auf einen Rauchursprung in ca. 5 km Entfernung vom Fotografen: eben die Lutugina Mine in 4,6 km Entfernung und die Voskresenskaya Mine in 5,5 km Entfernung vom Fotographen.

Daß die weißen Wölkchen in 12 km Entfernung zum vom SBU favorisierten Abschußort südlich von Snischne in diese Fotos nicht hineinpassen, hat Michael Kobs hier thematisiert:

Weder die CORRECTIV-Zeugen im Dorf Puschkin, noch die REUTERS-Zeugen in Chervonyi Zhovten erwähnten das Rauchgebilde, obwohl es laut Fotograf und anderer Quellen nicht zum Kriegsalltag zu gehören scheint. Zudem hätte – entsprechend der Relationen in den Fotos – diese Rauchsäule in der Entfernung von Chervonyi Zhovten einen Durchmesser von etwa 100m und wäre laut Windrichtung genau auf das Dorf zugewandert.

[S. 83]

Ein deutlicher Hinweis auf eine Foto-Manipulation, denn einen Durchmesser von 100 m hat der Kondensstreifen einer Buk-Rakete kurz nach dem Abschuß gewiß nicht.

Als Kommentar zu Hector Rebans Artikel vom 6.9.2015 veröffentlichte Michael Kobs am 7.9.2015 diese englischsprachige erweiternde Betrachtung zum angeblichen SBU- und Bellingcat Abschußort:

Launch spot by numbers

https://www.dropbox.com/s/pa7v8o76zsm3mbr/Launch%20spot%20by%20numbers.pdf?dl=0

7 september 2015 om 14:48

Here is a carefully revised version in favor of the alleged launch spot.
Maybe someone out there gets the numbers straight into a conclusive timeline of the events:
https://www.dropbox.com/s/pa7v8o76zsm3mbr/Launch%20spot%20by%20numbers.pdf?dl=0

https://hectorreban.wordpress.com/2015/09/06/the-mystery-of-the-two-faced-launch-plume/comment-page-1/#comment-68

Aufgegriffen und ebenfalls veröffentlicht von Marcel van den Berg (der zwar immer noch glaubt, daß es „die Russen“ waren, der aber zu erkennen scheint, wer trickst und täuscht und wer in der Sache recht hat):

Issues with BUK contrail photo

Posted on September 7, 2015 by admin in Launch location, Research //

http://www.whathappenedtoflightmh17.com/issues-with-buk-contrail-photo/

In seiner neuen Studie widmet sich Michael Kobs einem weiteren Bellingcat-Artikel vom 7.8.2015, in dem eine irrwitzige russische Internet-Untersuchung (Schattenkalkulation anhand eines verschwommenen Details aus dem zweiten Aleinikow-Foto) den angenommenen Entstehungszeitpunkt unterstützt und die eigene Behauptung einer Fehlfunktion der Kamera-Uhr von 4 – 4,5 Minuten auf 3 Minuten reduziert wird. Merke: wenn jemand den eigenen Manipulationen auch nur bedingt auf die Beine hilft, dann greift man selbst auf obskure russische Quellen zurück:

Eventually, the administrator revealed the time of the photograph numbered 4328, which was in between the two leading vote-getters (4325 and 4330). This photograph was taken at August 1, 2015 at 4:35:46pm with the azimuth of 260.52, which corresponds to a July 17, 2014 time of 4:21:29pm. The administrator later calculated what he saw as a more accurate time based on the line alignment in the two photographs: 4:22:40pm on July 17, 2014.

If the results of the “shadow poll” experiment are trusted, the camera’s internal clock was about 3 minutes fast. It is difficult to conclusively say the exact minute – let alone the second – that the launch photograph was taken due to the margin of error in the shadow exercise and the impreciseness of the camera’s internal clock. However, this exercise in tandem with the self-reported EXIF data demonstrates that the launch photograph was indeed taken soon after 4:20pm, the time of the MH17 downing.

https://www.bellingcat.com/resources/case-studies/2015/08/07/shadow-of-a-doubt/comment-page-1/

Hat Bellingcat irgendetwas zu bieten über Explosionsgeräusche, deren Schallgeschwindigkeit oder über die Zeit, die der Absturz der MH 17 in Anspruch nahm? Also über die frühestmögliche Zeit, in der die beiden Wölkchenfotos überhaupt entstanden sein können? Nö. Ist ja auch egal.

Von dieser neuen zugestandenen russischen timeline Bellingcats ausgehend, belegt Michael Kobs, daß – wie wir aus den von Max van der Werff veröffentlichten Fotos vom 7.6.2015 schon wissen – auch aus rechnerischen Gründen der Ursprung des dunklen Rauchs mit dem vermeintlichen Abschuß einer Buk-Rakete nichts zu tun haben kann. Allein aufgrund der Weg-Zeit-Berechnung der Wanderung des weißen „Kondensstreifens“ innerhalb der sieben Sekunden, die zwischen Aleinikows beiden Wölkchenfotos liegen, ergibt sich, daß der „Abschuß“ weit links von der dunkleren Wolke stattgefunden haben muß (wenn überhaupt):

Kobs Launchsite by numbers, 4,1Kobs Launchsite by numbers 4,2https://www.dropbox.com/s/pa7v8o76zsm3mbr/Launch%20spot%20by%20numbers.pdf?dl=0

[S. 4]

We know the blue figure was corrected towards the red figure and we know that the missile probably flew a little longer than 30 seconds. (If you apply the acceleration/deceleration of a missile to a curved flight path according to the Almaz Antey graphic you get 33 seconds.)

In other words, the alleged launch spot at the burnt field is out of reach!

Without knowing the wind speed and wind direction it is a fact that the alleged launch spot demands a delay of 11 or 12 times 7 seconds (77-84 s), not more and not less.

https://www.dropbox.com/s/pa7v8o76zsm3mbr/Launch%20spot%20by%20numbers.pdf?dl=0

[S. 5]

So lange wird der Wind nicht stehengeblieben sein, nur um den aus politischen Gründen a priori feststehenden „Abschußort“ zu rechtfertigen. Welche Schlußfolgerungen erlaubt dieses Ergebnis?

There are some possible reasons for the mismatching data:

– The launch spot is wrong

– The contrail is unrelated to the downing of MH-17

– The EXIF data were altered

https://www.dropbox.com/s/pa7v8o76zsm3mbr/Launch%20spot%20by%20numbers.pdf?dl=0

[S. 7]

Letzteres ist allerdings mehr als nur unwahrscheinlich, bedenkt man, daß die Rauchwolke nach der Explosion beim Aufschlag zum Zeitpunkt des ersten Fotos von Aleinikow vom Absturzort um 16:30 Uhr bei Grabowo schon gut 2,8 km gewandert war:

Kobs Launchsite by numbers 8https://www.dropbox.com/s/pa7v8o76zsm3mbr/Launch%20spot%20by%20numbers.pdf?dl=0

[S. 8]

A backwards estimation

We already know that the fall of MH-17 took probably more than 105 seconds (1 minute and 45 seconds) and began at 16:20:03h EEST.

We also know that the reported wind speeds for that day ranges from 4m/s up to 7m/s.

2820m/7m/s = 410s (6 minutes and 50 seconds)

2820 m / 4m/s = 717.5s (11 minutes and 57.5 seconds)

So the image DSC_9267.nef [das erste mit der Rauchwolke am Absturzort Grabowo] should be taken between 16:28:38h and 16:33:45 h EEST.

Comparing this result to the EXIF-time of the image 16:30:06.50 there is no reason to believe that the internal clock of the camera was not perfectly right.

https://www.dropbox.com/s/pa7v8o76zsm3mbr/Launch%20spot%20by%20numbers.pdf?dl=0

[S.8]

Die genaue Aufnahmezeit des Fotos 9267 stammt aus der oben erwähnten Parkhomenko-Studie vom 17.3.2015. Wenn also die Exif-Daten der Fotos stimmen und wenn die zutreffende Sichtlinie des Fotographen, verlängert man sie über die ca. 5 km vom Fotographen entfernt befindlichen Himmelsphänomene hinaus, laut Michael Kobs ins Zentrum von Snischne führt, dann ergibt sich eine realistische dritte Möglichkeit: wir könnten es bei den weißen Wölkchen mit einer Photoshop-Fälschung zu tun haben.

Hopefully, the timecode of DSC_9273.nef reveals the real wind speed and we get the timeline for the images straight. Otherwise a deliberate fraud cannot be excluded. Bits and bytes and pixels and Exif-Data can be manipulated.It’s much harder to fake physics and math.

https://www.dropbox.com/s/pa7v8o76zsm3mbr/Launch%20spot%20by%20numbers.pdf?dl=0

[S. 8]

Hier nun ist Marcel van den Berg gefragt, der zwar in seinem am 21.5.2015 gegen Max van der Werff gerichteten Artikel das Foto 9273 veröffentlichte, diesem allerdings eine Liste beigesellte, in der dieses Foto nicht aufgeführt ist; stattdessen taucht ein möglicherweise von Aleinikow am 17.7.2014 um 11:32 Uhr aufgenommenes Foto 9264 auf, das dieselbe Landschaft wie die beiden nachfolgenden veröffentlichten Wölkchen-Fotos zu zeigen scheint.

Crashsite aus whathappened, 55-300mm9 foto files what happenedhttp://www.whathappenedtoflightmh17.com/three-issues-with-the-fake-photo-claim-of-max-van-der-werff/

Leider schweigt er sich, wie u.a. aus der dort stattfindenden Diskussion ersichtlich, über die Person, die ihm die Fotos und die Liste zur Verteidigung Aleinikows gegen Max van der Werff überlassen hat, beharrlich aus und hält es auch nicht für erforderlich, sich bei seinem unbekannten Lieferanten nach dem Bildinhalt des Fotos 9264 oder nach dem Zeitpunkt der Aufnahme 9273 zu erkundigen. Letztlich läßt sich „open source intelligence“ (OSINT), die einseitig politisch dargeboten wird, nicht ohne die entsprechende Vernetzung mit an Einfluß interessierten Informanten erzeugen. Und die bleiben lieber im Dunkelfeld.

Auch der Versuch des niederländischen Bloggers Hector Reban, mit dem Autor der auf der Plattform „Medusa“ erschienenen Studie vom 17.3.2015, Sergeij Parkhomenko, über die Widersprüche in den Aussagen des Fotographen Aleinikow zu diskutieren, schlug fehl. Der Herausgeber beschied ihn kurz und knapp, wie Reban am 29.8.2015 berichtete:

„Hello Hector,

I have send your letter to Sergey Parkhomenko and we had a small talk about it. He doesn’t know who is mr. Aleynikov and he can’t give you any comments about it.

Иван Колпаков / Ivan Kolpakov
заместитель главного редактора / deputy editor-in-chief¨

https://hectorreban.wordpress.com/2015/08/29/mh17-putin-did-it-defenders-playing-dumb/

Diese Antwort will ich nun mal kommentarlos stehen lassen. Der russische Journalist und „Kremlkritiker“ Parkhomenko wird von Marcel van den Berg der Lüge bezichtigt, was seine Wiedergabe der Äußerungen Aleinikows ihm gegenüber angeht. Parkhomenko erwidert, er kenne Aleinikow nicht.

Hector Reban hat am 19.9.2015 diesen Bildern eine eigene, 47 Seiten lange, Studie gewidmet, die weitere Akzente setzt:

Conclusions reached: the photographer gave a lot of contradicting statements and the trail is probably not a BUK launch plume. It is hardly imaginable the pictures are genuine and still manage to comprise so much irregularities. Hence its very doubtful they will ever reach court benches.

Here you can download the PDF (3MB): The trail that wasn´t a BUK launch plume, a reconstruction

The trail that wasn´t a launch plume: a reconstruction

II. Das Zuhres Video

Zuhres Video 1https://www.youtube.com/watch?v=Z6-O_xyER9Q

[Eine der vielen Versionen, die sich im Netz befinden; das „Original“ wurde kurz nach der Veröffentlichung gelöscht.]

Dieses geheimnisumwitterte Video soll die Buk auf dem Volvo, begleitet von einem VW-Transporter und einem Jeep, am 17.7.2014 gegen 11:40 Uhr in Zuhres (zwischen Donezk und Tores) zeigen.

Aber stammt es wirklich von diesem Tag?

Ole hat es sich noch einmal kritisch angesehen, und zwar in einer qualitativ guten Version, die erst in diesem Jahr vom pro-NATO-und Kiew-Aktivisten ukraine@war hochgeladen wurde:

Zuhres Video u@w 3.7.2015https://www.youtube.com/watch?v=LO4a3T4t7iw&feature=youtu.be

Ole kommentiert das Video so:

Ole

15 juli 2015 om 09:38

Hi,

looking again at the Zuhres video

two things can be noticed:

[…]

The second point is much more striking. There can’t be much doubt the wind on the video is from the south:
Zuhres Ole 1In the first seconds one of the birds on the ground behind the blue cubicle takes off to the right (against the wind, as already noted by Otto Lilienthal) but is blown slightly to the left by the wind. Also the branches of the trees are clearly blown to the left. That means the wind is coming from the south:

Zuhres Ole 2
The strength of the wind at that moment is approximately 5 on the beaufort scale (8-10 m/s):
“Branches of a moderate size move. Small trees in leaf begin to sway.”
https://en.wikipedia.org/wiki/Beaufort_scale

Now on July 17th there never was wind from the south in the region:

Or more reliable the official data from Donetsk Airport as provided by Charles Wood in this blog:
http://7mei.nl/2015/02/02/mh17-bellingcat-photo-proof-spoof/

For the time in question these winds were recorded at Donezk airport:
Time (UTC) Dir Speed (m/s)
2014-07-17 07:30 350 5.0
2014-07-17 08:00 350 6.0
2014-07-17 08:30 10 7.0
2014-07-17 09:00 10 6.0
2014-07-17 09:30 40 4.0
2014-07-17 10:00 50 5.0
2014-07-17 10:30 40 7.0

So on July 17th between 10:30 local and 13:30 local the wind was between North and North East!

The trees visible in the video are quite close to the opposite building as can be seen on the satellite image. So for eastern winds the trees should be shielded by the building and it is hard to imagine that by some weird tunneling effect the wind was turned from NE to S between the buildings.

The bottom line is, it appears highly unlikely the video was taken on July 17th.

A quick research shows that for example on July 14th there were southern winds predicted around noon:
http://meteo.ua/archive/329/zugres/2014-7-14
as well as on July 11th:
http://meteo.ua/archive/329/zugres/2014-7-11

https://hectorreban.wordpress.com/2015/07/10/an-alternative-track-trail-another-buk-on-another-day/comment-page-1/#comment-27

Mehr und mehr erweist es sich, daß alle diese Spuren gelegt wurden, um DIE Buk vom 17.7.2014, die MH17 abschoß (so die westliche und ukrainische Lesart, die immer noch nicht erwiesen ist), an jenem Tag im Besitz der Rebellen zu zeigen. Aber wer ist der Player im Hintergrund, der die gewogenen sozialen Netze mit Texten und Bildern versorgte? Ist es tatsächlich, wie ich schon lange vermutete, der ukrainische Geheimdienst SBU?

In meinem letzten Artikel hatte ich zum Zuhres-Video Folgendes geschrieben:

„Bellingcat ist auf diesen vom SBU gestreuten Spuren unterwegs und weit davon entfernt, ein harmloser open source-Nutzer zu sein. Er war und ist aktiv daran beteiligt, die Geheimdienst-Beweiskette aufrecht zu erhalten: nachdem die anonymen Erstposter der einzigen beiden „Beweisvideos“ eines Buk-Transports in Zuhres und einer freifahrenden womöglichen Buk, südlich aus Snischne herausfahrend, diese wieder gelöscht hatten, waren Bellingcat/Higgins binnen einer halben Stunde zur Stelle und luden die beiden gelöschten Videos wieder hoch. Hector Reban hat sich diesem Phänomen gewidmet:

The original link of the Zuhres vid was uploaded by an anonymous person who used the Youtube account only once, for uploading this video, and then deleted it. According to Marilyn Justice, writing in a reply on my ¨Over mij¨ page on this blog, the person who posted the Zuhres video had no ‘net presence’ before or after posting the video. So she started asking questions to Bellingcat´s Aric Toller [Toler]:

@mkj1951 @EliotHiggins @JSmithRus Won’t satisfy you, but here is the person who posted video: https://t.co/xFp0V0SJ7w — Aric Toler (@AricToler) December 30, 2014

MJ: [the original URL of the deleted vid; HR] … maybe u can explain where this came from (this is about the 15 sec video now removed)

AT: Was posted on Youtube and Twitter by “Андрей” on 7/17 with coordinates. That’s all we know.

MJ: My question – how was it found – zero identifiers by a person with no net presence before or after?

AT: I actually did find their Twitter account, but it was deleted. Probably created accounts just for video

MJ: That does not answer how it was found, sorry

AT: Won’t satisfy you, but here is the person who posted video: https://twitter.com/3Andryu/

So Aric Toller said he found a twitter account, but it is clear this twitter account found him or his boss Eliot Higgins, pointing them head on towards the Youtube vid for a quick download, exact coordinates for geolocation provided in the package too. But then again, because the genuine video has been deleted, it is impossible to say from which date this source originates.

Also from the vid showing a lone BUK on the road from Sniznhe to Pervomaiske on its way to its deadly encounter with MH17 oozes an equally funny smell, as Michael Kobs shows in his well documented report about the track trail evidence. As occured with the Zuhres video also this video had been posted from an account used only once for this particular purpose before it was deleted. Hence, again, no original date could be established.

In his report Kobs reaches a conclusion well fit for the alternative track trail that says all footage and photos could well have been made at another day: ¨Ob das Video überhaupt an diesem Tag entstanden ist, kann selbst Bellingcat nur raten¨ (Whether this video really was made at this day [the 17th] is even a mystery to Bellingcat¨) (page 13-15, see also note 1 for URL).

Fortunately the mysterious person made sure Eliot Higgins could download the evidence. Within the 24 minutes the vid was online it received so many clicks it reached the daily top thirty, which may have got the attention of Bellingcat whisperers. Nevertheless the poster made very sure the vid was picked up by the right parties. According to the Amnesty International Youtube DataViewer, which guarantees the right metadata of an uploaded video, three copies of the deleted lone BUK video were instantly re-uploaded within minutes by Eliot Higgins, Euromaidan and Torez.info [6].

Torez.info is a local website co-administrated by Vladimir Djukov, alias @WowihaY, the same person of two witness accounts and the first to tweet the incredible important picture of the alleged plume of a BUK launch. Obviously the source knew which way to go to get the right attention.

http://7mei.nl/2015/07/12/mh17-another-buk-on-another-day/

Natürlich konnte sich auch Higgins nicht mehr erinnern, wie er auf das Snischne-Video aufmerksam wurde, das er geistesgegenwärtig so schnell herunter- wie auch wieder hochgeladen hatte.“

https://gabrielewolff.wordpress.com/2015/07/29/informationskrieg-um-mh17-5/

Jetzt aber wissen wir es ganz genau. Der NATO-Blogger ukraine@war war offensichtlich ebenfalls rechtzeitig über das Zuhres-Video informiert worden und hatte es heruntergeladen, diese dem „Original“ nahe Version aber erst am 3.7.2015 wieder hochgeladen.

Entsprechend lud er am 14.7.2015 auch das rechtzeitig am 17.7.2014 gebunkerte „Original“-Video der Snischne-Buk wieder hoch und rühmte dessen einmalige Qualität:

Snischne video u@w, 14.7.2015https://www.youtube.com/watch?v=iE7wEhvYFos&feature=youtu.be

Hier der Vergleich mit dem von Higgins als „Brown Moses“ hochgeladenen Snischne-Video vom 17.7.2014:

https://youtu.be/MiI9s-zWLs4

Diesem kundigen Mann, der sich hinter ukraine@war bzw. Dajey Petros versteckt, kann man vertrauen, wenn er am 14.8.2015 ausplaudert, von wem das Zuhres-Video ursprünglich hochgeladen wurde:

Friday, August 14, 2015

Possible truck and tanks identified that escorted the Russian BUK that shot down MH17

This blog about how the BUK had entered Ukraine on the 17th of July 2014, shows this photo:

Zuhres Ural u@w 14.8.15It was a screenshot taken from the video that was shot from an apartment building in Zuhres and it was released by the SBU at that time. Yet they never released the video itself containing the truck. Only the part where the BUK could be seen on the loader.

It is a typical reinforced Ural truck, but it never got much attention.

[…]

Zuhres Panzer u@w 14.8.2015[…]

http://ukraineatwar.blogspot.nl/2015/08/possible-truck-and-tanks-identified.html

Und warum hat der SBU nur einen kleinen Teil des Zuhres-Videos veröffentlicht, in dem man die angeblichen militärischen Begleitfahrzeuge des Buk-Transports nicht sehen kann? Diese Frage ficht ukraine@war nicht weiter an: er schreibt zusammen, was zusammengehört. Wie es der SBU auf seiner Webseite am 19.7.2014 ebenfalls getan hat:

Zuhres SBU homepage 19.7.2014http://www.ssu.gov.ua/sbu/control/uk/publish/article?art_id=129099&cat_id=39574

Die Überschrift oberhalb der drei Fotos lautet in deutscher Übersetzung:

BUK-M als Teil des Terroristen-Konvois

(Donezk Oblast)

 Entsprechend wird in einem Artikel über die Pressekonferenz des SBU vom 19.7.2014 unterhalb dieser drei Fotos folgende Zeile angebracht:

A video still of the BUK-M1 system purportedly being transferred in a rebel convoy back to Russia, according to the Ukraine government. Photo: Ukraine Security Service

[…]

Phone calls intercepted by Ukraine revealed the BUK was intended to join a column of separatist fighters. Mr Nayda showed a photograph of the column including a tank and a truck carrying the BUK-M1 system.

[…]

http://www.smh.com.au/world/mh17-crash-we-have-proof-that-russia-participated-in-missile-attack-ukraine-spy-chief-20140719-zuwws.html

Da haben der Reporter Nick Miller bzw. seine Redaktion wohl etwas falsch verstanden: das Zuhres-Video soll die Buk auf dem Weg zum “Tatort” zeigen, nicht auf dem “Rückweg” nach Rußland.

Am 2.9.2015 wiederholte ukraine@war, daß das Zuhres-Video vom SBU verbreitet worden sei und schreibt die Verbreitung der angeblichen „Standbilder“ aus diesem Video, die den gepanzerten Ural-LKW mit Rebellen und einen Panzer zeigen, wiederum dem SBU zu.

Wednesday, September 2, 2015

Suncalcing the BUK and Vostok transport to Snizhne July 17th 2014

Basically, since the fatal July 17th 2014 it is already known that and how the Russian BUK was transported from Donetsk to Snizhne. That story never changed. Nevertheless Russian Trolls keep trying to blur the facts over and over again. And of course questions on details remain. These are (some of) these questions:

  1. What is the exact timing of the convoy?
  2. Did the Vostok convoy accompany the BUK or not?
  3. Why was the BUK not found on the 11:08 satellite image that Bellingcat purchased?
  4. Why did the BUK stop three times (first Donetsk, second after roundabout ‚Motel‘, third in Torez near Gas-station)
  5. Was there also an Oplot convoy of tanks to Snizhne?

[…]

Zuhres-video

The SBU had released a video of the BUK near Zuhres (as well as screenshots from unreleased video of other vehicles of the Vostok convoy):

[…]

http://ukraineatwar.blogspot.nl/2015/09/suncalcing-buk-and-vostok-transport-to.html

Diese Zuschreibung der angeblichen „Standbilder“ aus dem Zuhres-Video ist eigentlich überraschend, weil der niederländische Blogger bei seiner ersten Veröffentlichung dieser Bilder am 17.7.2014 eine andere Quelle angegeben hatte:

Thursday, July 17, 2014

Russian transport of BUK into Ukraine on July 17th

On 17/7 a Russian convoy had arrived in Ukraine which transported the BUK that shot down Malasian MK17. At about 13:30 the BUK must have entered the city Snizhne.

The convoy consisted of 3 tanks, 2 BTRs, a truck with militia, a truck with a heavy machine gun and a loader transporting the BUK.

Here are photos taken from this transport:

[Es folgen die bekannten drei Fotos]

(Source and translated from Inforesist)

[…]

http://ukraineatwar.blogspot.nl/2014/07/russian-transport-of-buk-into-ukraine.html
Klickt man den Link mit Übernahmen aus dem bekannten Pro-Kiew Desinformations-Portal „Inforesist“ von Dmitri Timtschuk an, der dem SBU genauso nahesteht wie dem ukrainischen Militär, (heute ist er ukrainischer Abgeordneter), stößt man jetzt auf eine bereinigte Seite: die Fotos des Ural-LKW und des Panzers, die ukraine@war dieser Quelle am 17.7.2014 entnommen hatte, sind entfernt worden: es ist nur noch diese Detailaufnahme verfügbar:

Zuhres Buk inforesist neuhttp://sprotyv.info/ru/news/2426-foto-kolonny-rossiyskih-terroristov-perevozivshey-zrk-buk-k-mestu-strelby-po-malaziyskomu

Der Text dieses Artikels lautet per Google-Übersetzung:

Photo column Russian terrorists carrying SAM „Buk“ to the place of firing at Malaysian airliner

07/18/2014 – 8:41

As reported by a group of „Information Resistance“, yesterday 07/17/2014 at about 13:30 near n.p.Snezhnoe it was fixed column terrorists .

The convoy was 3 tanks, 2 armored personnel carriers, truck with militants and a truck with a heavy machine gun.And also – a road towing vehicle with the gun carriage, which transported SAM „Buk“.

Das ist typisch für die Order des SBU am 17.7.2014: ob Zuhres oder Tores: erstmal wurden die Sichtungen und Bilder nach Snischne verlegt…

Glücklicherweise lassen sich gelöschte Beiträge im Internet oftmals nachverfolgen; hier ist der Original-Artikel, dem ukraine@war seine am 17.7.2014 präsentierten Bilder entnahm:

http://web.archive.org/web/20140718134336/http:/sprotyv.info/ru/news/2426-foto-kolonny-rossiyskih-terroristov-perevozivshey-zrk-buk-k-mestu-strelby-po-malaziyskomu

Hat ukraine@war vergessen, welcher Quelle er seine Erstveröffentlichung der „Standbilder“ aus dem Zuhres-Video verdankt? Oder geht er – m.E. zutreffend – davon aus, daß Timtschuk vom SBU beliefert wurde?

III. Die Paris Match-Bilder

Paris Match Buk 0http://www.parismatch.com/Actu/International/EXCLU-MATCH-Un-camion-vole-pour-transporter-le-systeme-lance-missiles-577289

Veröffentlicht am 25.7.2015, geändert am 29.7.2015, nachdem der Druck durch Internet-Blogger zu stark wurde.

Zunächst war das Foto nämlich mit der falschen Ortsbezeichnung Snischne (statt Donezk) veröffentlicht worden:

Paris Match Buk althttp://web.archive.org/web/20140728193957/http://www.parismatch.com/Actu/International/EXCLU-MATCH-Un-camion-vole-pour-transporter-le-systeme-lance-missiles-577289

Dann tauchte ein weiteres Bild auf:

Paris Match Buk 2https://wp4553-flywheel.netdna-ssl.com/wp-content/uploads/2015/01/PM2-BUK-Snijne17072014.jpeg

Das ist der Link, den Eliot Higgins in diesem Artikel vom 17.1.2015 verwandte; vermutlich hat Paris Match das Foto dort hochgeladen und Bellingcat den Link mit der französischen Version von „Snischne“ übermittelt. Denn Bellingcat ist weit entfernt davon, eine „open source“- Ermittlungsinstanz zu sein – diese Organisation ist Teil des westlichen medialen Mainstreams und kooperiert entsprechend:

New Images of the MH17 Buk Missile Launcher in Ukraine and Russia

January 17, 2015

By Eliot Higgins

The first image is one that appeared recently in the print edition of Der Spiegel, which was part of their joint investigation with Correct!v into the downing of MH17, which included visiting the same sites Bellingcat identified as being part of the route the MH17 linked Buk missile launcher travelled along on July 17th. This image shows the Buk missile launcher travelling through separatist controlled Donetsk on the morning of July 17th:

https://wp4553-flywheel.netdna-ssl.com/wp-content/uploads/2015/01/PM2-BUK-Snijne17072014.jpeg

[…]

This image, provided by and reproduced with the permission of Paris Match, is the second of two images of the MH17 linked Buk missile launcher taken in Donestk, the first of which was published in Paris Match on July 25th. Here we can see much more of the Buk missile launcher, including the netting covering the rear of the Buk that was also visible in the photograph of the Buk missile launcher taken in Torez on July 17th:

https://www.bellingcat.com/news/uk-and-europe/2015/01/17/new-images-of-the-mh17-buk-missile-launcher-in-ukraine-and-russia/

Geht man der Sache auf den Grund, so erweist es sich, daß in der SPIEGEL-Print-Fassung jedenfalls kein Foto mit einem Paris Match-Logo abgedruckt war. Im vom Bellingcat herangezogenen SPIEGEL Print-Artikel „Wahrheit in Trümmern“ 3/2015, 10.1.2015, S. 61 wird das Bild ohne PM-Logo in einer sehr schlechten Qualität präsentiert:

Paris Match Buk Spiegel PrintIn der SPIEGEL-Video-Präsentation auf den Spuren Bellingcats (ein Unternehmen, das den SPIEGEL und die Correctiv-Journalisten Bensmann und Crawford, die das gemeinsam bewerkstelligten, bereits disqualifiziert) tauchte ebenfalls nur eine Version des Fotos ohne Paris Match Logo, allerdings mit einer merkwürdigen Beschriftung auf:

14ahttp://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/mh17-wer-hat-die-boeing-ueber-der-ukraine-abgeschossen-a-1011983.html

Heruntergeladen am 25.7.2014? Von wo?

Im leider unbebilderten online-Text dazu heißt es hierzu:

10.01.2015

Katastrophen

Wahrheit in Trümmern

Von Bensmann, Marcus; Buse, Uwe; Crawford, David; Goos, Hauke; Neef, Christian; Schnibben, Cordt; Stock, Jonathan

Ein halbes Jahr nach dem Abschuss einer Boeing der Malaysia Airlines tobt im Internet und in anderen Medien die Propagandaschlacht der Täter – mit Fotos und Videos, mit Dokumenten und Fälschungen. Ein Team von „Algemeen Dagblad“ und „Correctiv“ hat sich auf die Suche nach den Schuldigen gemacht.

[…]

Donezk, Ukraine, 11 Uhr Ortszeit

Auf der Schnellstraße N21 nach Luhansk fotografiert ein französischer Journalist am Stadtausgang von Donezk einen auffälligen weißen Volvo-Sattelschlepper mit einem roten Tieflader. Die N21 ist hier noch zweispurig, beide Fahrtrichtungen sind durch einen Mittelstreifen getrennt. Der Tieflader steht auf dem Standstreifen, in Fahrtrichtung Osten.

Auf dem Tieflader ist deutlich ein Kettenfahrzeug zu erkennen, das später als Buk-Abschussrampe identifiziert werden wird. Die französische Zeitung „Paris Match“, die das Bild am 25. Juli veröffentlicht, teilt auf Nachfrage mit, das Foto sei „morgens gegen elf Uhr“ gemacht worden.

[…]

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-131242892.html

Woher die Autoren wissen wollen, daß Bild von einem „französischen Journalisten“ aufgenommen wurde, ist unklar. Dieses Foto ist von Paris Match jedenfalls definitiv nicht am 25.7.2014 veröffentlicht worden.

Tatsächlich war es bereits am 23.7.2014 veröffentlicht worden, sehr unauffällig, ohne Paris Match-Logo und ohne Quellenbezeichnung: als erstes Arbeitsergebnis von „notre grand reporter“ Alfred de Montesquiou, der die Blattlinie streng einhielt.

Die sah von Anfang an so aus:

Crash en Ukraine

L’échange téléphonique qui sème le trouble

Paris Match 18.7.2014Le Boeing qui s’est écrasé jeudi en Ukraine a probablement été abattu par un missile. Kiev et séparatistes pro-russes se renvoient la responsabilité.

Alors que les recherches continuent autour de l’appareil et que les boîtes noires ont été retrouvées vendredi matin, Kiev et les séparatistes pro-russes se renvoient la responsabilité. Jeudi, un avion de ligne de la Malaysia Airlines s’est écrasé dans l’est de l’Ukraine avec 298 personnes à son bord. Selon un membre de l’administration américaine ayant requis l’anonymat, Washington soupçonne fortement les séparatistes pro-russes d’être responsables du tir. «Rien n’indique que les forces ukrainiennes aient fait usage d’un missile et aucun ne manque dans leur arsenal», a-t-il précisé. Le vice-président Joe Biden a quant à lui estimé qu’il ne s’agissait probablement pas d’un accident.

[…]

http://www.parismatch.com/Actu/International/Crash-en-Ukraine-Tant-pis-pour-les-avions-C-est-la-guerre-576131

In der Folge werden insbesondere die vom SBU veröffentlichten Telefon-“Mitschnitte” als Beweis für die Täterschaft der Separatisten herangezogen. Und man sieht, daß bereits am 17.7.2014 eine u.a. auch für Paris Match tätige unabhängige Fotographin vor Ort war: Capucine Granier-Deferre.

Depuis Avril 2014, Capucine Granier-Deferre documente la crise qui oppose les forces ukrainiennes aux forces pro-russes, plongeant l’est de l’Ukraine dans une guerre civile.

http://capucinegranier-deferre.fr/bio/

http://capucinegranier-deferre.fr/mh17/

Unter der Nummer 7 ihrer MH17-Fotos findet man übrigens dasjenige, das im Paris Match-Artikel vom 24.7.2014 Alfred de Montesquiou zugeschrieben wird.

Denn jetzt kam der große Reporter Alfred de Montesquiou zum Zuge, der den Fall quasi im Alleingang aufbereitete:

Exclusif-Notre enquête sur les lieux du crash

Comment le MH17 a été abattu

Paris Match 23.7. ÜbersichtLe 23 juillet 2014 | Mise à jour le 23 juillet 2014
Alfred de Montesquiou, envoyé spécial en Ukraine
@@AdeMontesquiou

Notre grand reporter Alfred de Montesquiou s’est rendu sur les lieux du crash du MH17, Boeing 777 de Malaysia Airlines abattu dans l’est de l’Ukraine le 17 juillet dernier avec 298 personnes à son bord. Il a établi la carte de la tragédie à la recherche de preuves. Un premier document exceptionnel. 

L’infographie (ci-dessus) et la carte interactive (ci-dessous) ont été réalisées par les équipes de Paris Match sur les lieux du crash du vol Malaysia Airlines  MH17, dans la province séparatiste du Donbass à l’extrême est de l’Ukraine, près de la frontière russe. Elles sont accompagnées de photos prises par nos équipes dans l’heure qui a suivi le crash, puis durant les jours suivants.

[…]

http://www.parismatch.com/Actu/International/Exclusif-Ukraine-Notre-enquete-sur-les-lieux-du-crash-comment-le-MH17-a-ete-abattu-576889

Hier werden nur Fotos erwähnt, die „unsere Teams“ eine Stunde nach dem Absturz und in den darauffolgenden Tagen gemacht hätten.

Aber ganz oben befindet sich bereits das Foto der Buk auf dem Volvo in Donezk, das sofort in Beziehung gesetzt wird zu dem Video, das Innenminister Awakow am 18.7.2014 verbreitet hatte, und das die „Flucht“ dieser Buk nach Rußland am nordwestlichen Rand der Stadt Lugansk am 18.7.2014 zeigen soll.

Paris Match 23.7., BukIm Text dazu heißt es:

Belastende Bilder

Am Morgen des 17. Juli wurde ein Buk Raketenwerfer auf einem weißen Lastwagen auf dem Weg nach Snischne fotographiert, sechs Stunden, bevor das Flugzeug abgeschossen wurde. Eine Aufnahme, die von Paris Match erlangt/beschafft/gesichert* wurde.

Am nächsten Morgen um 4:50 Uhr wurde diese Transporteinheit durch ukrainische Behörden in Krasnodon gefilmt, 4,5 km von der russischen Grenze entfernt. Von den vier Raketen des Vortages sind nur noch zwei übrig geblieben.

Bei der falschen Ortsangabe Krasnodon blieb de Montesquiou auch noch, als man ihn darauf hingewiesen hatte, daß Innenminister Awakow den Aufnahmeort des Videos korrigiert und spätestens am 22.7. den wahren Ort Lugansk einschließlich Koordinaten angegeben hatte.

Tweet Paris Match HRI Krasnodonhttps://twitter.com/AdeMontesquiou/status/494593568548589568

*„récupérer“ hat, abhängig vom Kontext, zahllose deutsche Entsprechungen:

http://de.pons.com/%C3%BCbersetzung/franz%C3%B6sisch-deutsch/r%C3%A9cup%C3%A9rer

Eins steht jedenfalls fest: es stammt nicht von den équipes von Paris Match, zu denen Capucine Granier-Deferre zwanglos hinzugezählt wird: deren Bild der Absturzstelle vom 17.7.2014, nach ihren eigenen Angaben zwei Stunden nach dem Absturz aufgenommen, ist in diesem Artikel vom 23.7.2014 ebenfalls veröffentlicht worden.

Und die Frage bleibt: von wo hat der SPIEGEL am 25.7.2014 dieses Foto „heruntergeladen“? Das winzige, am 23.7.2014 veröffentlichte, Foto scheidet als Vorlage eher aus.

Einen Tag später, am 24.7.2014, wird das Meisterstück von Alfred de Montesquiou veröffentlicht, in dem er sich als gnadenloser Aufklärer geriert. Daß er dabei die Wahrheit verbiegt und insbesondere seinen „Zeugen“ das Wort im Mund herumdreht, ist eine Sache:

Tweet Paris Match Max Videohttps://twitter.com/MaxvanderWerff/status/597507240359231488

Es geht um dieses Video, das de Montesquiou am 19.7.2014 in Roszypne, am Absturzort, drehte, und das zusammen mit dem Artkel vom 23.7.2014 online gestellt wurde:

http://www.parismatch.com/Actu/International/Sur-les-lieux-du-crash-du-MH17-en-Ukraine-576969

Wobei sich schon bei genauer Utersuchung der französischen Untertitel ergibt, daß der Zeuge von einem Flugzeug berichtete, das MH17 abgeschossen habe – überdies zeigt er in dieselbe Richtung, aus der auch MH17 kam.

Ortswechsel. Wassili: „Das Flugzeug kam aus dieser Richtung, und ging da lang, nach Malaysien. Es flog in Richtung Rostow.“

Paris Match Video 9„Das andere (= das andere Flugzeug) war dahinter, und es ist so gegangen.“ (zeigt in dieselbe Richtung, aus der MH17 gekommen ist).

Paris Match Video 10Da hatte wohl die Heimatredaktion ohne sein Wissen die unbrauchbaren englischen Übersetzungen des vor Ort tätigen Dolmetschers ersetzt.

Hier werden die „Übersetzungsfehler“ aus dem Russischen untersucht:

Paris Match does wrong translation of MH17 eyewitness. Leaves out other plane flew near MH17

Posted on September 2, 2015 by admin in Uncategorized //

[…]

http://www.whathappenedtoflightmh17.com/paris-match-does-wrong-translation-of-mh17-eyewitness-leaves-out-other-plane-flew-near-mh17/

Die andere Sache ist die, wie Paris Match an die Fotos der Buk auf dem Volvo in Donezk gekommen ist. Dazu schreibt Alfred de Montesquiou in seinem – sogar noch preisgekrönten! – Stück vom 24.7.2014:

Le massacre des innocents

[…]

Des témoins fiables ont ainsi montré à Paris Match la photo volée d’un système lance-missiles Buk en train d’être conduit, justement vers ­Snijne, le matin même de l’incident. L’arme est transportée par un semi-­remorque aisément reconnaissable : il est blanc avec un gros liseré bleu sur le capot, et un panneau jaune canari sur le bord. Or, le renseignement ukrainien a, depuis, fait circuler les images d’un semi-­remorque repassant la frontière russe à la nuit tombée, au lendemain du crash. On discerne sans peine le même camion. Détail troublant, les experts qui ont analysé l’image affirment que le Buk ne porte plus que deux missiles sur quatre…

http://www.parismatch.com/Actu/International/Vol-MH-17-Le-massacre-des-innocents-577249

Meine Übersetzung:

Auch haben glaubwürdige Zeugen Paris Match ein heimlich aufgenommenes Foto eines BUK-Systems gezeigt, das gerade, genau an diesem Morgen des Zwischenfalls, nach Snischne transportiert wurde. Er wird auf einem leicht wiedererkennbarem Sattelschlepper transportiert: er ist weiß mit einer großen blauen Verzierung auf der Kabine und hat ein kanariengelbes Schild an der Seite. Zudem hat der ukrainische Geheimdienst zwischenzeitlich die Bilder eines Sattelschleppers verbreitet, der die russische Grenze im Schutz der Dunkelheit am Tag nach dem Absturz wieder überquert. Man erkennt mühelos denselben Lastwagen wieder. Bezeichnendes Detail: Experten, die das Bild analysiert haben, bestätigen, daß die Buk nur zwei der ursprünglichen vier Raketen trägt.

Bezeichend ist das deshalb, weil ihm zuvor ein Waffenexperte versichert hat, daß die Russen als Standardpraxis immer zwei Buk-Raketen auf ein Ziel abfeuern.

Aha, glaubwürdige Zeugen haben ihm die beiden Fotos zugespielt. Die Tricksereien nehmen kein Ende – denn schon am nächsten Tag, dem 25.7.2014, stammt das als zweites veröffentlichte Foto, wie eingangs zu sehen und auch noch in der korrigierten Fassung vom 29.7.2014 behauptet wird, von einer „équipe de Paris-Match“.

http://www.parismatch.com/Actu/International/EXCLU-MATCH-Un-camion-vole-pour-transporter-le-systeme-lance-missiles-577289

Es gibt nur einen, der weiß, wer die Fotos aufgenommen hat: das ist unser open-source-champion Bellingcat. Aber leider beansprucht der Fotograph Quellenschutz für sich selbst. Im Licht der nachfolgenden Erkenntnisse würde ich meinen: zurecht.

Paris Match Romein Arnoldhttps://www.bellingcat.com/news/uk-and-europe/2015/05/13/tracking-the-trailers-investigation-of-mh17-buks-russian-convoy/comment-page-2/#comment-16584

Schon diese obskure Vorgeschichte disqualifiziert die Fotos als Beweismittel. Daß sie als das zentrale Beweisstück für Bellincats Kunststückchen, diese Buk aufgrund einer „individuellen Fingerspur“, nämlich Eindellungen an der Gummischürze oberhalb der Radkette, als eine Buk aus einer Einheit im russischen Kursk zu „identifzieren“, ausscheidet, weil die Fotos viel zu verschwommen sind, habe ich schon vor langer Zeit dargelegt.

Zuletzt:

https://gabrielewolff.wordpress.com/2015/07/29/informationskrieg-um-mh17-5/

habe ich darauf hingewiesen, daß es keinen zeitnahen Tweet über die Sichtung dieses doch auffälligen Gespanns in Donezk am 17.7.2014 gibt und daß Bellingcat, weil der Volvo mit der Buk auf einem Digital Globe Satellitenbild von Donezk vom 17.7.2014 um 11:08 Uhr nicht zu sehen ist, auf dem er aber zu sehen sein müßte, die Aufnahmezeit schlicht auf 10:45 Uhr vorverlegte.

In der aktuellen grobschlächtigen Bellingcat-Zusammenfassung seiner bisherigen Findungen vom 8.10.2015 zu MH17 bleibt Bellingcat natürlich bei der veränderten Timeline von 10:45 Uhr und verwässert diese weiter:

Paris Match has claimed that the images were taken around 11 am on July 17,[5] and social media posts indicate that the Buk was in Donetsk after 9:40 am. SunCalc shadow analysis by the Ukraine@War blog suggests that the time the photograph was taken was approximately 10 am to 10:15 am.[6]

https://www.bellingcat.com/news/uk-and-europe/2015/10/08/mh17-the-open-source-evidence/

Auch sonst wird mehr geschummelt als üblich. Denn hier heißt es plötzlich [Hervorhebungen von mir]:

The Motel, located in the east of Donetsk and used by separatist forces as a base, is close to locations described in social media postings by Donetsk locals who reported sightings of a Buk missile launcher being transported through the city. These sightings are also close to the location where two images showing a Buk missile launcher being transported on the back of a red low-loader were taken, later published by Paris Match[3] and Bellingcat.[4]

https://www.bellingcat.com/news/uk-and-europe/2015/10/08/mh17-the-open-source-evidence/#_ftn4

Tatsächlich gibt es keine zeitnahen Sichtungen einer Buk auf einem Volvo, der durch Donezk fährt. Bezeichenderweise fehlen Fußnoten für die behaupteten Sichtungen. Und jetzt wird sogar behauptet, daß die beiden Volvo-Fotos aus Donezk „später“ durch Paris Match (am 25.7.2014) und durch Bellingcat veröffentlicht worden seien – die Fußnote 4 verweist auf seinen Artikel vom 17.1.2015.

[4] https://www.bellingcat.com/news/uk-and-europe/2015/01/17/new-images-of-the-mh17-buk-missile-launcher-in-ukraine-and-russia/

Als ob es die Vorveröffentlichungen durch Paris Match und den SPIEGEL nicht gegeben hätte.

Sämtliche Nebelkerzen können allerdings nicht verhindern, daß jeder Betrachter die Paris Match-Fotos „auf den ersten Blick“ spontan für Photoshop-Arbeiten hält: der LKW mit der praktischen Telefonnummer ist scharf, die Buk verschwommen? Die Buk schwebt geradezu oberhalb der Linie des Tiefladers (insbesondere auf dem zuerst veröffentlichten Foto, das allerdings als „zweites“ der Öffentlichkeit zu Bewußtsein kam – dem SPIEGEL und Bellingcat sei hierfür Dank).

Im Internet wurde dann schärfer hingesehen. Zum Beispiel hier (die Quelle habe ich leider nicht notiert):

Paris Match VolvoAber vielleicht ist dieses Teil ja verschiebbar? Was soll es überhaupt sein?

Ein anderer meinte, daß der vor dem Volvo geparkte Jeep hineinmontiert worden sein müsse:

Paris Match Fakehttp://fakemh17photo.blogspot.de/2015/03/the-donetsk-buk-was-photoshopped-w-e.html

Wie hoch das Fahrerhaus dieses Volvo-Modells ist, war umstritten. Michael Kobs hat seine ursprüngliche Ansicht, es sei 3,49 m hoch, revidiert und geht jetzt von einer Höhe von 3,31 m aus:

http://www.docdroid.net/BW42XSs/because-uw-said-so-part-3.pdf.html

(In diesen drei Beiträgen („Because U@w said so“) liefert er sich eine ergötzliche Auseinandersetzung mit ukraine@war und dessen sehr subjektiven SunCalc-Zeitberechnungen von Videos und Bildern, die immer genau das ergeben, was er sich so wünscht.)

Tja, und dagegen sieht der Toyota Jeep, der knapp halb so hoch ist wie der Volvo, doch wirklich etwas klein aus.

Ganz genau sah Ole hin, der die Spiegelungen des Armaturenbretts in den beiden Fotos miteinander verglich:

Paris Match Buk Spiegelung Ole(mit Dank an Ole)

Tatsächlich, die Spiegelung der Lüftungsschlitze (?) auf dem unteren Foto nimmt mehr Raum in dem Foto ein als in dem oberen. Ein klarer Hinweis auf Photoshop-Tätigkeit.

Glücklicherweise hat sich Michael Kobs dem Thema, ob die Fotos gefälscht sind, systematisch und detailliert gewidmet.

In seiner umfangreichen Studie „Haunt the Buk“ von September 2015, die viele weitere Themenbereiche berührt und die nachfolgend von Hector Reban vorgestellt wird, ist der wichtigste Aspekt wohl der, daß die Paris Match Fotos als Fake entlarvt werden:

Project ¨Haunt the BUK¨: Paris Match BUK-photo decisively debunked

11 september 2015 / hectorreban

Is the JIT ready for some serious investigation?

What everybody sees who has taken a clear look at it: it just doesn´t add up. The infamous Paris Match picture, a photo of a BUK launch installation waiting on the side of the road in Donetsk at the morning of July the 17th, 2014, shows some strange aspects, like a blurred BUK and a crystal clear unique truck.

Nevertheless, with eyes closed it could be main evidence for Russian involvement in the downing of flight MH17. Well, according to pro-NATO investigating team Bellingcat that is . But now is proven what everbody with a clear view and a clear mind already knew: it is fake on all levels. Shadows, perspective, digital content, they all seem to be manipulated to construct an image of a situation that never was there.

Its not the only target guestblogger Michael Kobs manages to deal a pretty tough blow. In his latest research report ¨Haunt the BUK¨, first issued in a German version, now revised and translated in English with an extra chapter on the Paris Match pictures, he takes on a whole array of doubtful evidence.

[…]

The in-depth investigation to the chain of evidence presented in this report lead to the following conclusions:

1.The BUK system did not drive in a convoy of the Vostok battalion;

[1a] Shadow-casting analysis. Kobs convincingly shows the truck with BUK should have been photographed at about 11:05-11:15 AM, debunking the claims made by Bellingcat and Ukraine-at-war.

2.The contents of the intercepted telephone calls are contradictive to the actual events;

  1. The presented intercepted telephone recordings show indications of manipulation;
  2. A part of the alleged BUK sightings in social media relate to an actual armored convoy without BUK. Another part is only the reproduction of the content of previously read messages. The main source was far away from the actual events and just echoed second-hand information on the Internet. At the same time the actual sources of that information are unknown and the information is not available to be verified;
  3. Those “sightings” in social media repeatedly reported details that contradict the facts. The fact that these details were mentioned, as well as the time they were mentioned, lead to the conclusion that social media have been used specifically to create a track in advance;
  4. At the same time of the alleged transport some efforts by Kiev officials can be observed to facilitate the later representation of a separatist convoys;
  5. Counter-evidence and information on the part of the separatists were either withheld from the public or temporally incorrectly classified and reproduced only to disfigure the content;
  6. The heart of this chain of evidence – the Paris Match photos – are demonstrably false.

The full report can be downloaded here

https://hectorreban.wordpress.com/2015/09/11/project-%C2%A8haunt-the-buk%C2%A8-paris-match-buk-photo-decisively-debunked/

Der Link zur Studie, die man online lesen kann (das ggf. erscheinende Anmeldeformular zu dropbox einfach wegklicken):

https://www.dropbox.com/s/uumdjvuqt09yzt2/Haunt%20the%20BUK%20%5Ben%5D%20rev2.pdf?dl=0

Ich würde hinzufügen: daß die Methode Bellingcat, das verschwommene Foto einer schrägstehenden Buk auf dem Volvo nach virtuellem „gerade“-Drehen mit dem Foto einer en face aufgenommenen Buk in Rußland zu vergleichen, als unbrauchbar widerlegt wurde, gehört mit zu den zentralen Erkenntnissen dieser Studie.

Kobs Haunt S. 55https://www.dropbox.com/s/uumdjvuqt09yzt2/Haunt%20the%20BUK%20%5Ben%5D%20rev2.pdf?dl=0

[S. 55]

Es ist nachvollziehbar, daß sich die Perspektiven unterscheiden müssen. Und wenn dann – angeblich – Details beider Fahrzeuge beim overlaying punktgenau übereinstimmen, kann man ziemlich sicher sein, daß die Fahrzeuge gerade nicht identisch sind.

Was die Nachweise der Fotofälschung durch Michael Kobs angeht: man weiß gar nicht, welche Beweise man für die überzeugendsten halten soll (S. 55-72).

Daß bei der einzigen Stelle, bei der vergessen wurde, die Umrisse der Buk verschwimmen zu lassen, ein schwarzer Rand erscheint, der auf das Ausschneiden des Motivs aus einem anderen Bild hindeutet, ist als Beweis schon mal nicht von der Hand zu weisen:

Kobs Haunt S. 63[S. 63]

Bei einer echten Spiegelung des Armaturenbretts in der Windschutzscheibe eines Fahrzeugs wäre diese durchsichtig und würde die Sicht auf die Umgebung zeigen. Bei den Paris Match Fotos blockieren sie die Sicht auf den Volvo und die Buk:

Kobs Haunt S. 65 f.[S. 65 f.]

Oder daß die Telefon-Nummer des Baugeräte-Verleihers aus Donezk einkopiert wurde? Da haben wir doch alle gegrübelt, wie die Separatisten nur so blöd sein konnten, auf dem Weg zum tödlichen Einsatz „ihrer“ Buk ein solch leicht zu identifzierendes Fahrzeug zu benutzen. Der Firmeninhaber, dem das Fahrzeug ausweislich der Telefonnummer gehörte, wußte sich auf Journalisten-Anfragen nur zu helfen, indem er beteuerte, Rebellen hätten seinen Fahrzeugverleih schon am 8.7.2014 besetzt und er wisse nicht, was aus seinem Volvo geworden sei. Was hätte er sonst auch sagen sollen?

Kobs Haunt S. 67[S.67]

Mein absoluter Favorit ist allerdings der falsche Schatten.

Kobs Haunt S. 68[S. 68]

Damit bricht Higgins‘ „Beweiskette“ zur Stützung der SBU-Erzählung vollends in sich zusammen. Die konkrete Auseinandersetzung überläßt er freilich seinen Adlati, die mehr schlecht als recht auf diesen Frontalangriff reagierten – natürlich nur auf Twitter. Auf der Bellingcat-Seite erfolgen keine inhaltlichen Auseinandersetzungen.

Tweets Toler Kobs 1Tweets Toler Kobs 2https://twitter.com/marcelvandenber/status/644405722109882368

Diese Augenzeugen gibt es nicht, und es sollte selbst für hartgesottene Bellingcat-Mitarbeiter ein Alarmsignal sein, daß sich nicht einmal der SBU sich diese offensichtlich gefälschten Paris Match-Fotos zu eigen machte.

Sie dürften daher einer westlichen Quelle entstammen, die davon ausgehen konnte, daß die Zeitschrift Paris Match, die auf Linie war, die zugespielten Fotos verwenden würde. Das JIT, das Kummer wegen des querschießenden SBU als „Mitermittler“ gewohnt ist, wird sich auch an dieser Quelle abarbeiten müssen. Denn so hilfreich war Bellingcat angeblich:

Tweet Paris Match Buk Bellingcat JIThttps://twitter.com/bellingcat/status/650580219879948288

Fällt der erste Dominostein in dieser Twitter & YouTube- Buk-Reise Donezk-Zuhres-Tores-Snischne, dann fallen auch andere. Ich will mich hier auf das Lugansk-Video des Innenministers Awakow beschränken, das aus vielen Gründen obsolet ist, aber immer noch gern als „Beweis“ herangezogen wird.

IV. Das Lugansk Video

Lugansk BUK Video 18.7.2014https://www.youtube.com/watch?v=L4HJmev5xg0

Dieses Video wurde am 18.7.2014 um 13:21 Uhr vom Innenministerium der Ukraine eingestellt. Und man sieht sofort: auch hier fehlt das verräterische gelbe Schild mit der Telefonnummer nicht – nur daß es geradezu an die Gummischürze der Buk anstößt, obwohl sich zwischen Zugfahrzeug nebst Ladefläche und dem Tieflader, auf dem sich die Buk befindet, ein 1 Meter langes Verbindungsstück befindet. Und sieht es so aus, als ob die Ladefläche unmittelbar hinter dem Fahrerhaus so breit sei wie das Zugfahrzeug? Keineswegs. Das ist wirklich sehr schlecht gemacht, wenn man mich fragt.

Lugansk Buk Tieflader 70https://www.dropbox.com/s/uumdjvuqt09yzt2/Haunt%20the%20BUK%20%5Ben%5D%20rev2.pdf?dl=0

[S. 70]

Lassen wir die Fehlinformationen über den Ort der Aufnahme von Innenminister Awakow, der dieses Video um 13:32 Uhr auf seinem Facebook-Account verlinkte, kurz Revue passieren:

https://www.facebook.com/arsen.avakov.1/posts/670837696339673?comment_id=672844756138967&offset=0&total_comments=45&comment_tracking={%22tn%22%3A%22R5%22}

Deutsche Übersetzung:

Eine verdeckte Überwachungsanlage des MWD (Ministerium für innere Angelegenheiten) der Ukraine hat heute, am 18. Juli um 4.50 Uhr am Morgen, eine Zugmaschine aufgezeichnet, die einen Raupenschlepper mit Raketenkomplex transportierte und sich in die Richtung durch Krasnodon bewegte, nahe der Grenze zur Russischen Föderation. Auf der Videoaufzeichnung sind Raketen zu erkennen. Zwei Raketen sind an ihrem Platz, die mittlere ist nicht zu sehen.
Die Analyse dieser und anderer gesammelter Informationen läuft. Wahrscheinlich steht das in Verbindung zu eben jenem Raketenkomplex BUK, der gestern den Schuß auf das Zivilflugzeug von Amsterdam nach Kuala Lumpur abfeuerte. Die Verbrecher versuchen die Spuren dieses ungeheuerlichen Verbrechens zu verstecken. Damit kommen sie nicht durch. SBU (der Sicherheitsdienst) und MWD der Ukraine sind bereits zusammengetreten und sammeln alle absolut unwiderlegbaren Fakten und Beweise, die auf auf die Verursacher dieser Tragödie aus den terroristischen Organisationen DNR/LNR (Volksrepublik Donezk/Volksrepublik Lugansk) und ihrer russischen putinschen Mäzene hinweisen. Nach Zusammenfassung der Untersuchung des Ereignisses veröffentlich das MWD den gesamten Bericht zur Information. Ich denke, dieses Fragment sollte unverzüglich von den Zuständigen (den notwendigen Stellen) veröffentlicht werden.

(Mit Dank für die Übersetzung an Hartmut Mechtel)

Hier eine englische Übesetzung von HRI:

http://humanrightsinvestigations.org/human-rights-documents-2/supporting-documents/statement-of-ukraine-interior-minister-arsen-avakov-18-july-2014/

Denn Stück für Stück rückte er mit der Wahrheit heraus und am 22.7.2014, nach der Pressekonferenz des russischen Verteidigungsministeriums vom 21.7.2014, präsentierte Awakow die genauen Koordinaten der Aufnahme:

Arsen Avakov Что б присечь пустіе разговоры – координаты съемки : Координати місця, де була зафіксована військова техніка:
48.545760°, 39.264622°

  1. Juli 2014 um 06:49

https://www.facebook.com/arsen.avakov.1/posts/670837696339673?comment_id=672844756138967&offset=0&total_comments=45&comment_tracking=%7B%22tn%22%3A%22R5%22%7D

Woraufhin ein Follower umgehend das entsprechende Google-Ergebnis präsentierte: den nordwestlichen Rand von Lugansk, in Richtung auf die N21 , von der der Volvo mit der Buk doch eigentlich gekommen sollte:

Vladislav Slobodyanik координаты визуально сюда приводят

https://www.google.com.ua/…/data=!3m2!1e3!4b1!4m2!3m1…

Lugansk Buk Google Awakow48°32’44.7″N 39°15’52.6″E

google.com.ua

[48°32’44.7″N 39°15’52.6″E

48.545750, 39.264611]

  1. Juli 2014 um 07:07

  2. https://www.facebook.com/arsen.avakov.1/posts/670837696339673?comment_id=672844756138967&offset=0&total_comments=45&comment_tracking={%22tn%22%3A%22R5%22}

Was für ein Blödsinn!

Der gesunde Menschenverstand wehrt sich gegen diese Zumutung (und dazu muß man noch nicht einmal wissen, daß in dieser Gegend zeitgleich eine Kiew-Offensive in Richtung Süden zum Flughafen von Lugansk stattfand):

Tweet Max Lugansk Buk Routehttps://twitter.com/MaxvanderWerff/status/601653575442370561/photo/1

Außer Bellingcat glaubt wohl niemand an dieses blödsinnige Video.

Die Fahrt der Buk aus Pervomaiskyi zur russischen Grenze mit dem Umweg über Lugansk ist eine derartige Farce, daß sie nicht einmal der stramm westlich ausgerichtete staatliche Fernsehsender der Niederlande NOS auf Bellingcats Spuren mitmachen wollte und den “Fluchtweg” der Buk daher kurzerhand auf den direkten Weg nach Rußland verwies:

Lugansk Buk NOS Route

http://nos.nl/artikel/2035923-in-het-spoor-van-de-buk.htm

Nicht einmal der dem Innenminister unterstellte Geheimdienst SBU bestätigte diese Sichtung, sondern erfand bei seiner Pressekonferenz vom 19.7.2014 Grenzübertritte diverser Buk- Einheiten, die lange vor dieser Sichtung stattgefunden haben sollen:

The SSU representative informed as well that the Russian side ordered terrorists to withdraw Buk launchers from Ukraine.

At 2:00, July 18, two movers each with a Buk missile launcher crossed the Russian border in Luhansk region. At 4:00, another three movers: one of them empty, other carrying a launcher with four missiles and the latter allegedly with a control unit, crossed the state border.

He stressed that Russia attempted to suppress evidence of its involvement in the terrorist act.

SSU Press Center

http://www.sbu.gov.ua/sbu/control/en/publish/article?art_id=129116&cat_id=128626

Arnold Greidanus hat sich ausgiebig mit diesem Video beschäftigt, und sein Artikel vom 28.6.2015 bringt ein starkes Argument dafür, daß dieses Video, wie auch das Zuhres-Video, nicht an dem Tag entstanden ist, an dem es entstanden sein soll:

Re-examining the Luhansk video

guest blog by Arnold Greidanus

Posted on June 28, 2015 by Arnold Greidanus

[…]

I discovered that on the 17th Lysenko gave 2 press conferences, the first at 12.00 and the second at 17.00.
In the latter the information on the separatists’ possession of BUKs was discussed, during a questions round. At the time Lysenko was not yet informed on the downing of MH17, forty minutes earlier.

The statements regarding the BUK(s) start at around 21 minutes, during the questions round:

https://www.youtube.com/watch?v=Qe7pIaOBPfw

[21:04] Question: On social networks, info is shared about BUK rockets, spotted near Snizhne. They are not Ukrainian ones. Can you comment on this?

Lysenko: We’ve got info, not only about this rocket system. We realize that it’s a very serious weapon and our Air Force and Intelligence will do their best to destroy these systems, so let’s wait and see. We have this information.

[21:41] Question: I would like you to clarify. So, can you confirm about this BUK, that it can hit airplanes ?

Lysenko: We’ve got information that some rockets complexes have passed into Ukraine territory, which can hit planes from high altitude. There was even a video how these BUK rockets drove through Luhansk. We know this.

[22:48] (Another question on another subject)

[23:18] Question: On social networks there is also information, that near Rozsypne, near Torez, maybe a Ukrainian plane was shot down.

Lysenko: When did this happen?

Question: The news appeared an hour ago, maybe less.

Lysenko: I can’t give an answer now, I have no information about this, but we will inform you later about the plane. All our fighter jets are operating, except yesterday’s case. Thanks for your attention.

[…]

http://www.whathappenedtoflightmh17.com/re-examining-the-luhansk-video/

Lysenko hat am 17.7.2014 um 17:00 Uhr, in Unkenntnis des MH17-Abschusses von 16:20 Uhr, nicht nur offenbart, daß ein Video über den Transport einer den Separatisten zugerechneten Buk durch Lugansk bereits existiere, sondern auch in Unkenntnis der späteren Kiewer Sprachregelung, wonach merkwürdigerweiser just am 17.7.2014 im ATO-Gebiet keine Flugbewegungen der Luftwaffe erfolgt seien, genau das Gegenteil behauptet. Bis auf die am 16.7. abgeschossene und die am 16.7. beschädigte Maschine seien alle Maschinen im Einsatz gewesen.

V. Das Snischne-Video

Snischne Buk Video 11https://www.youtube.com/watch?v=iE7wEhvYFos&feature=youtu.be

Gemäß den „open source-Beweise“ ergibt sich für Bellingcat folgende Chronologie, die schon im Juli-Artikel vorgestellt wurde:

The following is an approximate timeline of where the Buk was and when:

  • 10:45 am: Departed Donetsk eastbound along H21
  • 11:00 am – 12:00 pm: Passed Zuhres and Shakhtersk en route to Torez along H21 [N 21]
  • 12:00 pm – 12:45 pm: Entered and then passed through Torez (eastbound)
  • 1:00 pm: Entered Snizhne
  • 1:30 pm – 2:30 pm: Buk was unloaded from the Volvo low-loader truck in Snizhne; left the city (southbound)
  • 4:20 pm: MH17 shot down

https://www.bellingcat.com/news/uk-and-europe/2015/10/08/mh17-the-open-source-evidence/

Folgerichtig hat ukraine@war die Uhrzeiten, zu denen sich eine auf den eigenen Ketten, zunächst in der Nähe des Zentrums von Snischne parkende, dann südlich aus Snischne herausfahrende Buk (Video) befand, so „festgestellt“:

Snizhne photograph

This photo was taken of the BUK at Karapetyan street, not on the loader anymore:

[…]

Suncalc gives a local time of something between 13:15-13:30:

[…]

Driving towards Pervomaiske

[…]

It gives a local time of something in the neighborhood of 13:30.

It means it did not stay long on its parking spot after the previous photo was taken.

All the locations in Snizhne:

Snischne Buk u@w Kartehttp://ukraineatwar.blogspot.nl/2015/09/suncalcing-buk-and-vostok-transport-to.html

Heureka! Wie schön das alles wieder paßt!

Leider hat Michael Kobs nachgewiesen, daß ukraine@war peinlicherweise in dem Video einen Schatten vermessen hat, der gar keiner war, sondern ein Kabel, das die Straße quert.

Snischne Buk Kobs 33http://www.docdroid.net/BW42XSs/because-uw-said-so-part-3.pdf.html

[S. 33]

Michael Kobs hat eine 3-D-Schatten-Simulation (unter Zuhilfenahme von tatsächlichen Schatten von Bäumen und Haus-Details) erstellt und kommt nach sorgfältiger Abwägung zu folgendem Ergebnis:

Snischne Buk Kobs 39[S. 39]

Was zu der Schlußfolgerung führt, daß das Video nicht am 17.7.2014 erstellt wurde, denn gegen 12:30 Uhr war die Buk (auf dem Volvo) ja erst in Tores. Oder daß die Buk, die hier gefilmt wurde, mit der Buk auf dem Volvo nichts zu tun hat. Oder aber, daß die Bellingcat-Chronologie ingesamt nicht stimmt, weil virtuelle Realitäten nun mal virtuell sind und von interessierten Kreisen gepflanzt wurden.

Es kann natürlich auch sein, daß die Buk gegen 12:40 Uhr zunächst südlich aus Snischne hinausfuhr, dann aber wieder umkehrte, weil die Besatzung vergessen hatte, zu tanken oder Zigaretten zu kaufen…

Letztlich entpuppt sich alles als Propaganda, und ich bin es müde, hier auch noch das letzte SBU-Störmanöver vor der Veröffentlichung des DSB-Berichts am 13.10.2015 zu behandeln. Möge jeder dieser wiederholten Versuch ungesicherter Behauptungen selber evaluieren:

http://www.nltimes.nl/2015/10/07/report-buk-missile-fragments-found-in-bodies-of-mh17-victims/

Jeder weiß schließlich, daß es die vom Westen gewünschten Beweise nicht gibt.

Denn die entscheidende Frage ist und bleibt:

Tweet Botschaft Syrien-MH17https://twitter.com/RusEmbassyUAE/status/645994292562001920

Von sowas kann das JIT in der Tat nur träumen…

Nachtrag (15.10.2015)

Auf dem neuen Blog von Max van der Werff ist eine neue Studie von Sergej Mastepanow erschienen, die nahtlos zu meinem Artikel über die gefälschten und/oder urheberlosen Bilder paßt: ich wußte gar nicht, wie simpel die Sache mit dem Bilderfälschen ist. Er zeigt, wie solche Bilder entstehen, wie gezielt sie verteilt werden, wer sie benutzt und welche Letztverwertung in den Leitmedien stattfindet.

MH17 – Paris NO Match
Posted on October 15, 2015
October 15, 2015

Sergey Mastepanov

Time to read —45 minutes

There are four photos and three videos showing the alleged rebel’s Buk. Only the “Paris Match” photos show this Buk at a close distance, which a group of investigative journalists named Bellingcat uses as proof that Buk came from Russia because of “Buk’s fingerprints.” These photos look clearly photoshopped to the naked eye. The characteristics of the other photos (Torez and Snizhne), which appeared in the social media and are also used by Bellingcat, suggest that Buk and some other vehicles could have been easily added there with the help of Photoshop.

The aim of this article is to show with pictures the areas of Donetsk “Paris Match” photos, which point out that they are fake, to show how approximately they were made, to show examples how Buk could have been added in the other two photos, to point out who uses the fake “Paris Match” photos and Bellingcat’s flawed analysis as evidence, and to provide other information.
[…]

http://kremlintroll.nl/?p=543

http://energia.su/mh17/fake_buk.html

Die Passage zu dem Tores-Foto muß ich aufgreifen, denn ich habe dieses Foto immer für eine Fälschung gehalten…

[Bei Anklicken der Fotos werden diese vergrößert]

Am 19.1.2015 habe ich über das Tores-Foto u.a. folgendes geschrieben:

„Zur Propaganda der Kiewer Regierung gehörte dieses noch am 17.7.2014 veröffentlichte Foto:

Torez Buk

Was sollte es zeigen?

Auskunft gibt Liveleakers, das noch am Abend des 17.7. die Indizienkette des ukrainischen Geheimdienstes SBU wiedergab und dieses Foto wie folgt ankündigte:

Timeline of evidence of Russian culpability for MAH17 shootdown.

Part of channel(s): Liveleakers (promoted), Ukraine (current event)

Barely a few hours old, and there’s a mountain of evidence incriminating Putin and his terrorists in Ukraine for the shooting down of Malaysia Airlines Flight 17, and the cold blooded murder to 295 innocent civilians.

– Sometime this morning, journalists in terrorist occupied Snizhne, Donetsk report seeing an SA-11 BUK surface to air missile system (capable of shooting down a passenger jet at cruising altitude)

[Es folgt das obige Foto]

http://www.liveleak.com/view?i=6ee_1405625074

Der niederländische Blogger ukraine@war, der sich dort zunächst als “Peter Martin” bezeichnete und seit dem 17.12.2014 bei Twitter nunmehr als „Dajey Petros“ firmiert, über dessen antirussische und westregierungsfreundliche Einstellung nie ein Zweifel bestand,

https://twitter.com/DajeyPetros/status/545301981301317632

http://ukraineatwar.blogspot.nl/p/about-me.html

hat dieses Foto am 17.7.2014 in sein gleichartiges Szenario „Putin und die russischen Terroristen“ übernommen, obwohl er es erklärungslos von Snischne nach Tores verlegte.

http://ukraineatwar.blogspot.nl/2014/07/russian-transport-of-buk-into-ukraine.html

Wie kam das? Selbst sein Bruder im Geiste, Eliot Higgins alias Brown Moses alias Bellingcat, der von westlichen Leitmedien gern zitiert wird, weil er dem transatlantischen Regierungskurs zu- und nacharbeitet, hat sich bei diesem Foto einen Tag später mehr Mühe gegeben:

Buk Transporter Filmed “Heading to Russia” Sighted in an Earlier Photograph

July 18, 2014

By Eliot Higgins

Earlier today, the Ukranian Ministry of Internal Affairs posted the following video, claiming to the show the Buk Missile Launcher that has been linked by some to the downing of flight MH17 being transported to Russia

[…]

It was also claimed the following photograph was taken in Snizhne, showing the same missile system.  Despite those reports, it actually appears that this photograph was taken here in the town of Torez, with the cameraman facing northwards.  Video from 2 years ago filmed in the area shows the side of the market with the yellow signage, and the building with the white and black marks along the side of the building, confirming the location. (Thanks to Aric Toler for spotting that one)

[…]

https://www.bellingcat.com/news/uk-and-europe/2014/07/18/buk-transporter-filmed-heading-to-russia-sighted-in-an-earlier-photograph/

Typischerweise erklärt er nicht, wer genau dieses Foto nach Snischne verpflanzt hat. Wie kam es, daß das Bild in Snischne verortet wurde, obwohl es doch Tores zeigt?

Die Lenkung des Publikums verantwortet wieder einmal Geraschtschenko, der Berater des Innenministers Awakow, Herr über den Geheimdienst SBU der Ukraine.

Der Interpreterblog in New York, obwohl gesponsert durch den Sohn des russischen Oligarchen Michail Chodorkowksi,

(Note: The Interpreter is a project of the Institute for Modern Russia which is funded by Pavel Khodorkovsky, son of Mikhail Khodorkovsky.)

— Catherine A. Fitzpatrick

http://www.interpretermag.com/category/blog/#6132

machte sich die Mühe, die Kiewer Propaganda aufzuklären und berichtete am 18.7.2014:

Pro-Russian Separatists’ BUK Geolocated in Torez

20:08 (GMT)

The picture of the BUK missile system said to be in the possession of pro-Russian separatists which we reported 17 July, parked behind some stores in a town in southeastern Ukraine, has now been geolocated by Aric Toler on Gagarin Street in Torez.

fetching tweet…

fetching tweet…

There was some confusion between the two towns of Torez and Snezhnoye, which are about 12 km apart from each other, both of which have been occupied by separatists with heavy artillery.

Original regional news reports[Донетчина, 17 июля 2014, 21:37
http://ru.tsn.ua/politika/terroristy-spryatali-ustanovku-buk-za-supermarketom-v-snezhnom-sovetnik-avakova-377551.html ]

were based on a Facebook post by Anton Gerashchenko, an advisor to the Ukrainian Interior Ministry, who said one of two BUKs was parked “behind the Furshet in Snezhnoye.” Furshet is a Ukrainian supermarket chain that has provided humanitarian assistance to the separatists. Then Information Resistance reported that the BUK was in Torez “near the Furshet.”

But there isn’t any Furshet store known to be in Torez, according to the company’s web site, so the theory was that the scene had to be in Snezhnoye. The eye-witnesses may have meant another supermarket chain or store.

Toller found a dash-cam video of a resident driving down Gagarin Street in Torez that clearly shows two of the buildings there that match the scene of the parked BUK — the store with the yellow awning and red and green sign and the brown building with the white-striped edges and a tall video banner:

Torez Buk Video

http://www.interpretermag.com/ukraine-liveblog-day-151-who-shot-down-mh17/#3436

Der Fotograph des Tores-Fotos befindet sich demnach auf einem Gelände rechts von der Straße, und die Buk auf der Kreuzung in Höhe des Hauses mit den markanten Streifen.

Interessant, daß die ukrainische Regierung nur eine von gleich zwei den Rebellen zugeschriebenen Buks „lokalisierte“.

[…]

Daß das vom Innenministerium mit der Interpretation „Snischne“ kontaminierte Foto ein Fake ist, ergibt sich schon aus dem Wetter, das auf diesem Bild betrachtet werden kann: strahlender Sonnenschein mit klaren Schatten.

[…]

Es ist Zeit, daran zu erinnern, daß der BND der Ukraine die Präsentation von gefälschten Fotos vorwarf; und sieht man sich dieses Foto, das auch auf der Website des SBU eingestellt ist, näher an, dann wirkt dieser Transporter mit seinem wuchtigen verhüllten Transportgegenstand wie hineinkopiert:

Torez A Buk

[Ausschnitt aus dem Eingangsfoto]

Nach den Lokalisierungen „parkte“ der Buk-Transporter nicht mitten auf der Kreuzung, sondern fuhr entsprechend der Video-Sequenz bis zu dem Haus mit dem markanten Schwarz-Weißmuster an den Ecken auf einer ansteigenden Strecke. Im geposteten Foto scheint er sich in einer falschen abschüssigen Position zu befinden.

Über Photoshop und Mißbrauch der sozialen Netze auch durch Geheimdienste und deren Zuarbeiter machen sich regierungsbestätigende Blogger offenbar keine Gedanken.“

https://gabrielewolff.wordpress.com/2015/01/19/ukraine-informationskrieg-um-mh-17-3/

Sergeij Mastepanow fügt diesen Überlegungen nun weiteres und entscheidendes Material hinzu:

This photo was uploaded to a social media site on July 17, 2014. You can see a car, UAZ, and a Buk vehicle on a truck on a road at a distance (Picture 13).

Torez Mastepanow 13

Even though the photo is of relatively high resolution (1280 x 960), the mentioned vehicles are at a significant distance. This fact obscures their details and makes it harder to see any flaws with a naked eye like we could in the “Paris Match” photos, because we have significantly less pixels to analyze. However, people familiar with Photoshop’s capabilities and aware of its limits will say that in this particular photo, vehicles such as UAZ, truck and Buk could have been easily added.

Here is a photo of this place taken in spring (Picture 14).

Torez Mastepanow 14

http://kremlintroll.nl/?p=543

Auf diesem Foto kann man die Steigung der Straße genauso gut erkennen wie auf dem Video, das Aric Toler seinerzeit gefunden hat.

Seitdem ist er ständiger Mitarbeiter bei Bellingcat und eifriger Tweeter, wenn Higgins der Verteidigung gegen all diese russischen Trolle, als die seine Kritiker generell angesehen werden, bedarf.

In der Folge weist Sergej Mastepanow auf die extreme Untersicht hin, mit der das Tores-Foto aufgenommen wurde, und liefert eine plausible Begründung für diese Aufnahmetechnik. Tatsächlich kann man im Gegensatz zu dem getweeteten Tores-Foto mit dem Buk-Transporter auf dem Foto von Max van der Werff mühelos die Straße hinter der begrünten Verkehrsinsel erkennen:

In the Torez photo shown in Picture 12, you can almost see everything under the blue car. This fact, together with the photos of the area, suggests that the photographer of this photo was kneeling, probably in some unnatural position. The reason for doing that is to hide as much road (the road with Buk, UAZ, etc.) as possible, to create an ideal background image to which it would be easy to add vehicles with Photoshop later on.

To demonstrate how approximately the UAZ, truck and Buk could have been added there, I’ll show three photos, where I added military vehicles using different techniques (click on pictures to see their full versions).

[…]

And a mobile intercontinental ballistic missile launcher (Picture 18).

Torez Mastepanow 18

All that was needed was a photo of an object at a suitable angle and basic Photoshop skills. Notice that the picture quality of the UAZ vehicle in the middle of the Torez photo is approximately the same as that of the added vehicles.

Another inconsistency is the weather. The photo shows a sunny day and was allegedly taken around 12:00 – 12:45. But the weather in Torez on July 17, 2014 at that time was mostly cloudy (Picture 20).

Torez Mastepanow 20

This means that the Torez photo (or the background photo without the truck, Buk, and UAZ) was probably not taken on July 17.

Even though this photo was taken almost in the middle of Torez, there are no other photos or videos showing a Buk vehicle inside this city.

http://kremlintroll.nl/?p=543

Sehr dankbar bin ich Mastepanow natürlich für diese Original-Wetter-Nachricht, hatte ich doch seinerzeit den DSB-Wetterbericht von 12 Uhr eingestellt, ohne zu bedenken, daß der die UTC-Zeit zeigte (= 15 Uhr Ortszeit).

Dieses „einzigartige“ Foto eines Buk-Transportes in Tores wurde schon durch die in meinem Artikel vorgestellte Studie von Michael Kobs zertrümmert, der auf S. 55f. in „Haunt the Buk“ die Paris Match-Fotos als Photoshop-Arbeiten entlarvt.

https://www.dropbox.com/s/uumdjvuqt09yzt2/Haunt%20the%20BUK%20%5Ben%5D%20rev2.pdf?dl=0

Ein Detail betraf die nachträgliche Einfügung des gelben Schildes mit der Telefonnummer der Baugerätefirma:

Kobs Haunt S. 67

Exakt dieselbe Schlamperei mit dem weißen Streifen in der unteren Partie des gelben Schildes findet man auf dem Tores-Foto:

Tores Buk Ausschnitt neu

Und nachdem Max van der Werff die Steigungsrate dieser Straße getweetet hat, die weit über das Haus mit den Streifen hinausgeht:

Tweet Max Tores Profil

https://twitter.com/MaxvanderWerff/status/643744980150841344

steht mit Sicherheit fest, daß dieses Foto ein Fake ist.

 

Nachtrag (8.12.2015)

Sergeij Mastepanow hat nun auch gezeigt. daß Manipulationen der Videos Zuhres und Snischne unschwer möglich sind, nämlich in diesem Artikel von Max van der Werff:

MH17 – Lying for Justice

Posted on November 14, 2015

 

Most of October I spent investigating in Ukraine rebel controlled territory and 13th of October watched Tjibbe Joustra of the Dutch Safety Board announce on TV:

In this article I will:
– demonstrate why for various reasons Joustra’s claim is simply false.
– analyze information about four different ‘launch sites’.
– dissect the “call for witnesses” video issued by Joint Investigation Team.
– present a plausible scenario of what might have happened to MH17.
– List fifteen preliminary questions for JIT.

[…]

Sergey Mastepanov manipulated the Zuhres video ‘proving’ rebels are in possession of the ultra modern cornet weapon system mounted on a Tiger vehicle Russia has not exported. He took a screenshot from an existing video and brushed out other objects.

Here’s the result.

https://vimeo.com/146179080

Sergey Mastepanov manipulated the video to ‘prove’ rebels not only had Buk, but also the thermobaric weapon TOS-1 Buratino.

https://vimeo.com/146179686

http://kremlintroll.nl/?p=605

 

(wird fortgesetzt)

2.558 Gedanken zu „Ukraine: Informationskrieg um MH17 (6)

  1. Victoria Nuland spricht noch einmal über eine russische Invasion gegen eine gemäßigte Opposition, aber diesmal in Syrien. Genauso wie auf dem Maidan, soll es fast keine Extremisten in den von Rebellen kontrollierten Gebieten geben:

    „Victoria Nuland
    Assistant Secretary, Bureau of European and Eurasian Affairs
    Testimony Before the House Foreign Affairs Committee
    Washington, DC
    November 4, 2015“

    „while Moscow asserts that its military action is directed at ISIL, the vast majority of Russian strikes target areas where the Asad regime has lost territory to forces led by the moderate opposition, in towns like Hama, Homs, Aleppo and Idlib.

    Now Russia is fielding its own artillery and other ground assets around Hama and Homs, greatly increasing their soldiers’ vulnerability to counterattack. …“
    http://www.state.gov/p/eur/rls/rm/2015/nov/249170.htm

    • Haben Sie dazu etwas gefunden?

      Now Russia is fielding its own artillery and other ground assets around Hama and Homs, greatly increasing their soldiers’ vulnerability to counterattack. …”

      http://www.state.gov/p/eur/rls/rm/2015/nov/249170.htm

      Das ist mir neu.

      Daß Nuland in Syrien nur den IS und „gemäßigte“ Rebellen kennt, spricht nicht für ihre Informiertheit. Aber letztere scheint für’s Betreiben von Politik auch entbehrlich zu sein. Sie sollte allerdings wenigstens die auf der UN-Terrorliste befindliche Al-Nusra-Front kennen, die nun gerade in Aleppo ihr Unwesen treibt.

      • Auch ich hatte diese Nuland testimony gelesen, schon bevor Brendan darauf hinwies. Hier die Bemerkung des russischen MoD dazu:
        http://eng.mil.ru/en/news_page/country/more.htm?id=12062616@egNews
        ‚The Russian Defence Ministry comments on the statement of the Assistant Secretary of State Victoria Nuland during her speech at the Congress session, where she claimed that supposedly, a large part of the Russian strikes in the Syrian Arab Republic had been aimed not against terrorists, but literally “targeted in areas where the Assad regime has lost territory”.

        It is to be emphasized that the Russian air group in Syria makes strikes not on regions, but on objects of terrorists’ infrastructure.

        After analysis of such statements of different American officials, it seems that the locations of these objects, which are under the control of the terrorists, are the most guarded state secret information in the USA. Representatives from the Pentagon and the State department constantly speak about it, but no one of them gives specific information concerning their location.

        At the same time, it should be reminded that the Russian Ministry of Defence transferred to the military attaches of the anti-ISIS coalition led by the USA the comprehensive information on high-detail maps concerning the objects and areas controlled by terrorists in Syria.

        It should be noted that the information presented by the Ministry of Defence has not been refuted neither by the State Department nor by the Pentagon.

        That speaks for itself.‘

        • Wobei hinzukommt, daß die USA wiederum nicht einmal verraten, wo sich ihre „gemäßigten“ Rebellen aufhalten – oder auch nur, wen sie darunter verstehen.

        • Ja eben. Und die Auskunft, Großbritannien hätte schon vor dem Absturz „chatter“ Gespräche der ISIS „affiliates“ abgefangen, in denen der Absturz angeblich diskutiert wurde, kommen mir an den Haaren herbeigezogen vor.

          Wir wissen vom briefing des state dept., dass Kerry auf seiner Asien Rückreise auch bei Aussenminister Hammond in London vorbeischaute, kurz bevor von dort dann die „Intel Erkenntnisse“ verkündet wurden.
          Nachdem ja die USA dieselben zuerst verkündet hatte. Was die beiden wohl zu besprechen hatten? 😉

        • Das wundert mich wenig: wenn die USA und Frankreich leaken lassen, es könne/müsse eine Bombe gewesen sein, dann leakt von der Gegenseite das Gegenteil.
          Diese Informationskriege sind von Übel, denn sie kontaminieren technische Untersuchungen, denen man dann auch nicht mehr traut. manchmal sogar zurecht. 😉

        • CNN hatte gestern ja noch einmal draufgelegt:

          Russian plane crash: U.S. intel suggests ISIS bomb brought down jet

          By Barbara Starr and Catherine E. Shoichet, CNN
          Updated 0137 GMT (0937 HKT) November 5, 2015
          […]
          The latest U.S. intelligence suggests that the crash was most likely caused by a bomb planted on the plane by ISIS or an affiliate, according to multiple U.S. officials who spoke with CNN.
          The officials stressed that no formal conclusion has been reached by the U.S. intelligence community and that U.S. officials haven’t seen forensic evidence from the crash investigation.
          Intelligence also suggests someone at the Sharm el-Sheikh airport helped get a bomb onto the plane, one U.S. official said.
          „This airport has lax security. It is known for that,“ the official said. „But there is intelligence suggesting an assist from someone at the airport. „

          […]
          In an audio message from ISIS‘ Sinai branch that was posted on terror-related social media accounts Wednesday, the organization adamantly insisted that it brought down the flight.
          „Find your black boxes and analyze them, give us the results of your investigation and the depth of your expertise and prove we didn’t do it or how it was downed,“ the message said. „Die with your rage. We are the ones with God’s blessing who brought it down. And God willing, one day we will reveal how, at the time we desire.“

          Typically, ISIS is quick to trumpet how and who carried out any attacks for purposes of praise and propaganda. To some, the fact that ISIS hasn’t provided details in this case raises doubt about the group’s repeated claims of responsibility.
          Officials in Egypt and Russia have said there’s no evidence to support ISIS‘ claims.
          […]

          http://edition.cnn.com/2015/11/04/africa/russian-plane-crash-egypt-sinai/index.html

        • Ich sah es, ja. Frau Star’s Stimme und body language überschlug sich förmlich dabei. Sie halten immer und weiterhin drauf, ebenso tyisch.
          Zum Glück gab es aber in anderen Sendeportalen dann auch andere vernünftigere Stimmen, die das kritisierten, da es nur unnötige, weitere Propaganda für ISIS mache.

        • Für den Westen ist die Sache klar, und daß Rußland jetzt auch die Flugverbindungen zu Ägypten gekappt hat, wird als glasklares „Einschwenken“ auf die Bombenthese gewertet:

          Russian President wants flights from his country to Egypt suspended, report says

          By Don Melvin, CNN

          Updated 1505 GMT (2305 HKT) November 6, 2015

          (CNN)In a stunning turnaround, Russian President Vladimir Putin said Friday that flights from his country to Egypt should be suspended until it’s clear what brought down Metrojet Flight 9268, according to Russian state news.
          Putin’s decision followed a recommendation made by Alexander Bortnikov, the head of Russia’s Federal Security Service, in a committee meeting that aired Friday on Russian state TV.
          Russia had until now resisted the theory that a bomb brought down the airliner, possibly because any terrorist bombing of a Russian plane could be seen as retaliation for the country’s decision to support Syrian President Bashar al-Assad and launch airstrikes against the terrorist group ISIS and other Assad opponents.

          And it buttressed a theory that is forming on the cause of Saturday’s crash in Egypt’s Sinai.
          […]

          http://edition.cnn.com/2015/11/06/middleeast/russian-plane-crash-egypt-sinai/index.html

          Und prompt kam soeben der nächste Leak, dieses Mal aus Frankreich: ganz klar sei auf dem CVR eine Explosion zu hören, die nicht Folge eines Motorschadens sei.

          INFO FRANCE 2.
          Crash dans le Sinaï : l’explosion n’était pas d’origine accidentelle, indiquent les boîtes noires


          L’explosion survenue en vol ne serait pas consécutive à une panne du moteur, selon un enquêteur ayant eu accès aux boîtes noires.
          Par Francetv info

          Mis à jour le 06/11/2015 | 17:56 , publié le 06/11/2015 | 16:57

          La thèse de l’attentat concernant le crash de l’Airbus A321 russe dans le Sinaï se précise. Les boîtes noires de l’appareil ont permis d’entendre distinctement le bruit d’une explosion durant le vol, a expliqué à France 2, vendredi 6 novembre, un enquêteur qui y a eu accès.

          Selon lui, cette explosion ne serait pas consécutive à une panne du moteur, ce qui écarterait l’hypothèse de l’accident.
          Interrogée par l’AFP, une source proche du dossier indique qu’une des boîtes noires confirme le caractère „brutal, soudain“ de l’événement.
          […]

          http://www.francetvinfo.fr/monde/afrique/crash-d-un-avion-russe-en-egypte/info-france-2-crash-de-l-avion-russe-dans-le-sinai-il-y-a-bien-eu-une-explosion-en-vol-et-elle-n-est-pas-d-origine-accidentelle-indiquent-les-boites-noires_1162873.html

          Gestern hieß es noch, der Stimmenrecorder sei beschädigt und es werde dauern, bis man ihn auslesen könne. Und wie man die Explosions-Ursache hören kann, weiß ich auch nicht.
          Da kommt allenfalls der Vergleich mit den FDR-Daten in Betracht: sollten die Daten der Motoren bis zur Explosion keine Auffälligkeiten zeigen, könnte man sie als Ursache der Explosion womöglich ausschließen.

        • Die Explosion einer Bombe im Frachtraum – und dort müßte sie plaziert gewesen sein, soviel wissen wir vom Schadbild – teils sich über die Druckwelle, die das DSB im Falle von MH17 „verschwinden“ lassen hat, der gesamten Flugzeugzelle mit. Frequenz- und Amplitudenverlauf sind in der Feinanalyse unverwechselbar. Die Mitteilung des französischen Anonymus ist deshalb wohlfeil, so lange das Ergebnis so einer Analyse nicht vorliegt, aber auch verpflichtend, weil er bei den entgegengesetzten Interessen von, z.B., BEA (Airbus) und ägyptischen Behörden nicht darauf setzen kann, daß die Daten unterdrückt und gefälscht werden.
          Aber vielleicht steht der Mann ja vor der Pension oder er hat ein lukratives Jobangebot bekommen, sodaß er sich gern aus seinem Vertrag werfen läßt. Der Skandal ist, daß ihm das französische Staatsfernsehen ein Forum gibt.

  2. Wir sind ja immer für eine Verschwörungstheorie hier zu haben, um sie anschließend zu schreddern. Wer einen Phantasieanreger braucht zumal es um Europa geht:

    Da ist mal wieder so eine, über den schon bekannten George Soros.

    Hungarian-American financier George Soros has been accused of bankrolling illegal immigration through supporting a number of Hungarian and international NGOs.
    http://hungarytoday.hu/news/george-soros-accused-bankrolling-illegal-immigration-27956

    Um nicht das ganze Thema zu sehr zu zerfleddern gebe ich hier den Blog an in dem ich diese Thematik gefunden habe.

    http://www.danisch.de/blog/2015/11/04/angriff-durch-soros-und-die-usa/#more-11630

      • Es kommt hinzu, daß George Soros irgendwelche hehren Werte lediglich vorschiebt, wenn er NGO in Osteuropa finanziert; da ist er ein typischer Bürger seines Landes. Die NGO haben die Aufgabe, pro-westliche Stimmungen zu verbreiten, auf daß sich Investitionen lohnen.
        Wenn manche der von ihm geförderten Organisationen über das Ziel hinausschießen, kann man ihm das nicht persönlich zurechnen: ihm geht es schließlich nur um ein investitionsfreundliches Klima, das für ihn nur dann gegeben ist, wenn Rußland-Ferne, EU- und NATO-Nähe und IWF-Politk gewährleistet sind.

        Through organisations with connections to him, George Soros does “everything possible” to promote the arrival of an unbridled number of immigrants to Hungary, citing the Hungarian Helsinki Committee, Menedék – Hungarian Association for Migrants, the Hungarian Civil Liberties Union (TASZ) and Migration Aid – all of which have launched attacks against the Hungarian government’s handling of the migrant crisis – as examples. The Christian Democratic politician also revealed that a pocket guide encouraging migrants to refuse cooperation with Hungarian authorities and reject giving their fingerprints in Hungary was also issued by a Soros-linked organisation, Welcome to Europe.

        http://hungarytoday.hu/news/george-soros-accused-bankrolling-illegal-immigration-27956

        Natürlich geht es ausschließlich gegen Orban, der ihm zu Rußland-nah ist. Gegen den Repressions-Staat Ukraine, der Ungarn in dieser Hinsicht weit überflügelt, hat er schließlich auch nichts. Im Gegenteil, hier versucht er verzweifelt, seine Investitionen zu retten und barmt bei jeder Gelegenheit, immer mehr Kredite in dieses korrupte Land hineinzupumpen.

        Kiew hat übrigens den Europarats-Bericht, der u.a. auch die unterlassene Aufklärung der Geschehnisse auf dem Maidan rügt, in den falschen Hals bekommen und ist in hektischen Aktionismus verfallen; aber statt Parubij, den Haupt-Organisator der rechten Sniper-Truppen, die für die Morde an Demonstranten und Polizeibeamten im Februar 2014 verantwortlich sind, zu verhaften, haben sich die neuen Machthaber eine andere Person ausgesucht:

        Ex-Ukrainian justice minister detained in shootings probe

        Nov. 5, 2015 10:45 AM EST

        MOSCOW (AP) — Ukraine’s Security Service says former Justice Minister Olena Lukash has been detained in connection with a probe into deadly shootings during opposition protests in 2014.

        More than a hundred people were killed on and around Kiev’s central Independence Square (also called the Maidan) on Feb. 18-20, 2014, in sniper fire coming from nearby rooftops and windows. The ongoing Ukrainian investigation has not identified who could be behind the attacks.

        The Ukrainian Security Service said Thursday that Lukash, the country’s justice minister at the time, is in custody and a court will shortly rule on her possible arrest.
        The deaths on the Maidan came at the end of months-long opposition protests that prompted President Viktor Yanukovych to flee the country days later.

        http://bigstory.ap.org/article/8c6d3869c76a4ad2b90af1d72faf5866/ex-ukrainian-justice-minister-detained-shootings-probe

        Daß die Ex-Justizministerin natürlich nichts mit den Geschehnissen zu tun hat, ergibt sich schon daraus, daß sie nicht einmal daran dachte, man könne sie wideres besseres Wissen verdächtigen. Deshalb ist sie ja auch nicht vorsorglich ins Exil gegangen wie der damalige Innenminister, der weiß, wie eine politische Justiz funktioniert. Der auch wußte (nachdem ein rechter Swoboda-Funktionär Generalstaatsanwalt wurde, daß nicht die rechten Täter, sondern die gestürzte Regierung verantwortlich gemacht werden würde), daß er dran sein würde. Obwohl er schon im Januar zurückgetreten war.

        Frau Lukasch hat offenbar nicht damit gerechnet, daß dieses System durch die Nachfolger der Janukowitsch-Regierung noch weiter ausgebaut werden würde.

        • Man stelle sich mal eine Sekunde vor, was los wäre, wenn in einer russischen Stadt ein gewalttätiger Mob russischer Nationalisten gegen Anti-Putin-Demonstranten vorgehen würden. Krone-Schmalz sagte es ja schon:

          „Dies und viele weitere Beispiele zeigen auch, dass sich zahlreiche Top-Journalisten nur situativ an Werte gebunden fühlten. Das Odessa-Massaker etwa hatte Potenzial für einen „ARD-Brennpunkt“ oder für ein „Heute-Spezial“, sagte Krone-Schmalz. Doch Sondersendungen dazu gab es nicht – die Täter, nämlich ukrainische Nationalisten, seien aus westlicher Sicht wohl die Falschen gewesen.“

          http://www.heise.de/tp/artikel/46/46276/1.html

          „Eine Schande ist freilich nicht nur der behördliche Kriechgang, mit dem ein Verbrechen vertuscht und totgeschwiegen wird. Die Schande besteht auch darin, dass die EU-Zentrale als Mäzen der Poroschenko-Administration und führende EU-Staaten mit ausgeprägter Maidan-Empathie wie Deutschland, Frankreich oder Polen die verweigerte Aufklärung anstandslos hinnehmen. Weshalb? Weil sie aller Voraussicht nach das Lager belastet, mit dem man sympathisiert?“

          „Wie anders würde reagiert, wäre bei Zusammenstößen zwischen der Opposition und russischer Polizei in Moskau auch nur annähernd Vergleichbares geschehen wie in Odessa. Man stelle sich vor, ein gewalttätiger Pulk russischer Ultranationalisten hätte Anti-Putin-Demonstranten eingekesselt, geschlagen und durch die Straßen getrieben – bei einer in Passivität verharrenden Polizei.“

          https://www.freitag.de/autoren/lutz-herden/verschleppen-und-vertuschen

          Wo sind sie denn nun, die Marieluise Becks, Rebecca Harms, Werner Schulz‘, Elmar Broks, Hans-Georg Wellmanns und die Merkel? Die Atais, Lielischkies und Eigendorfs?

        • Bei den von ihnen genannten Politikern könnte ich mir vorstellen, daß sie auf Tauchstation gehen. Dieses Thema ist einfach zu unangenehm, weil es ja eindeutig ist, wer wen verbrannt hat. Man könnte allenfalls die Zusammenstöße mit den herangekarrten „Hooligans“ aus Kiew irgendwie mit dem davon unabhängigen Geschehen im Gewerkschaftshaus von Odessa vermischen, was ja schon getan wurde und wird.
          Das hilft aber nicht, denn der Befund ist klar: verfolgt wurden ausschließlich Maidan-Gegner und Polizeibeamte, die sich der Befreiung von festgenommenen Maidan-Gegnern nicht entgegensetzten. Daß das keine Aufklärung darstellt, versteht sich von selbst.

          Was die betroffenen falschberichtenden Journalisten angeht, so erleben bzw. erwarten die eine Beförderung, die sie hinter die Kulissen und weg von der Bildschirmsichtbarkeit führt.

          Die Schwester im Geiste von Atai, Alice Bota von der ZEIT, ist gerade zur Chefin der Moskau-Redaktion ernannt worden. Da wird sie dann entsprechend redigieren und nicht mehr selbst in Erscheinung treten, nachdem sie ihr antirussisches Soll in der Ukraine-Berichterstattung seit Februar 2014 erfüllt hat. Ihr kommissarischer Vorgänger seit 2013 war der Hardliner Michael Thumann.

          Bei der ZEIT wird alles beim Alten bleiben. Bei ARD und ZDF natürlich auch – was dachten Sie denn?

  3. Ich bin ja immer wieder geneigt, Hoffnung zu schöpfen. Vielleicht ergibt sich aus dieser Nachricht eine?

    Hardliner-Rücktritt im Pentagon: Trendwende in US-Russlandpolitik?
    5. November 2015
    Eine Hardlinerin im Pentagon trat zurück, nachdem ihre aggressiven Pläne gegen Russland überstimmt wurden. Kehrt Washington langsam von antirussischen Kurs ab? Wenn das Außenministerium ebenfalls einlenkt, ist dies gut möglich.

    Von Marco Maier

    Vor allem das effektive Vorgehen Russlands in Syrien, um den „Islamischen Staat“ zu bekämpfen, scheint derzeit bei den Militärstrategen im Pentagon für Respekt zu sorgen. Auch dürfte es zumindest den Realisten klar sein, dass die militärische Überdehnung der USA angesichts der enormen Kosten langfristig nicht mehr haltbar sein wird, zumal Russland und China auch auf dieser Ebene kooperieren und ein Gegengewicht darstellen.

    Evelyn Farkas, die erst letzte Woche zurückgetretene Top-Expertin des Pentagons für Russland-Politik, warf der Obama-Administration vor, nicht energisch genug gegen Russland vorzugehen. „Wir müssen jenen Ländern die sich von Russland direkt bedroht fühlen höchste Aufmerksamkeit zuwenden“, so Farkas, die in den letzten fünf Jahren unter drei US-Verteidigungsministern arbeitete, gegenüber Journalisten. Sie spielte eine entscheidende Rolle bei der Sicherung einer 244 Millionen Dollar umfassenden Militärhilfe für die Ukraine.

    Ihrer Ansicht nach würde Putin versuchen, Russland auf der Weltbühne zu einem Gegengewicht gegenüber den USA zu machen und dass die Ukraine und Syrien nicht sein letztes militärisches Abenteuer wären.
    […]

    http://www.contra-magazin.com/2015/11/hardliner-ruecktritt-im-pentagon-trendwende-in-us-russlandpolitik/

    Das Pentagon macht sich ja nur noch lächerlich, wenn es bullerige Kommißköppe wie Breedlove oder diesen Herrn hier für sich agieren läßt:

    US-Generalstabschef Milley: Russland existenzielle Bedrohung, die es zu bekämpfen gilt
    03.11.2015 • 12:05 Uhr

    US-Generalstabschef Mark Milley hat kurz nach einem „Arbeitsbesuch“ in der Ukraine am Montag Russland zu einer existenziellen Drohung erklärt und behauptet, dass Russland seit 2008 systematisch gegen die „westfälische Ordnung“ verstoße und „in souveräne Staaten einmarschiere“. Der Zweck seines kriegerischen Diskurses? Milley will mehr Geld für die US-Streitkräfte, „um die US-Lebensweise zu verteidigen“.
    […]

    https://deutsch.rt.com/international/35447-us-generalstabschef-will-wegen-russischer/

    Das mag ja ein Lobby-Beitrag für die amerikanische Rüstungsindustrie sein, aber verantwortliche Politik sieht anders aus.
    Wo das US-Außenministerium steht, weiß man nicht. Das liegt auch an der Wahl seiner Sprecher. Hatten wir in dem Gespann Psaki/Harf wenigstens noch Meisterinnen der unfreiwilligen Komik, so tritt nun das Pärchen Trudeau/Kirby an, das leider nur noch unkomische Sprechblasen liefert.

    Hier Elizabeth Trudeau bei dem gescheiterten Versuch, dem Vorwurf gegen Rußland, es bombardiere Krankenhäuser und zivile Strukturen in Syrien, irgendwie beizutreten, aber dann doch nicht so richtig, weil die „Informationen“ ja geheim sind. So geheim, daß nicht einmal bestätigt werden kann, ob es überhaupt um das SAMS-Krankenhaus in Sarmin (20.10.2015) gehe.

    Elizabeth Trudeau
    Director, Press Office
    Daily Press Briefing
    Washington, DC
    November 2, 2015
    […]
    QUESTION: Russia?

    MS TRUDEAU: Of course.

    QUESTION: The defense – the Russian defense ministry says it has investigated allegations of its targeting hospitals in Syria, and say that in five of the – out of six towns that were mentioned in various reports, there were no hospitals. They say there is a hospital only in the settlement of Sarmin, which is in the Idlib province. Last week, John Kirby told us that the U.S. had operational intelligence that Russia had hit a hospital. Which hospital exactly did he mean? Was it the one in Sarmin?

    MS TRUDEAU: So thank you for the question on that. As Mr. Kirby discussed last week, we’re not going to get into the details of operational assessment or intelligence. We stand by his words.

    QUESTION: Can you really offer no details on the hospital that the U.S. accuses Russia of hitting?

    MS TRUDEAU: We’re going to stand by Mr. Kirby’s words.

    QUESTION: You’re not even going to say where it is, that hospital that you are saying Russia hit?

    MS TRUDEAU: What we’re saying is that we have seen information that Russia is targeting civilian infrastructure. And we would point you to –

    QUESTION: But you spoke to – you spoke about –

    MS TRUDEAU: – Syrian NGOs on the ground as well as open source reporting on that.

    QUESTION: He spoke about a specific hospital in Syria. Where exactly is it? What details can you offer about that hospital?

    MS TRUDEAU: Again, I’m not going to get into this sort of detail of operational assessment for this. Maybe you should speak to the Russians on their targeting.

    QUESTION: Well, actually, they have —

    QUESTION: Well, hold on a second. Clearly either she or her colleagues have spoken to the Russians about it, and they —

    MS TRUDEAU: Good point.

    QUESTION: — say that you’re wrong. Okay? Isn’t it incumbent on you to come up with some – I mean, even a location? It doesn’t seem like it would be that difficult or violate any kind of intelligence thing to – intelligence sources and methods to say where exactly it is that you’re talking about when you make the accusation. That’s the first thing.
    And then the second thing is you’ve just expanded it quite broadly to say not just hospitals. You said that the Russians are actually targeting civilian infrastructure.

    MS TRUDEAU: The Russians – thank you, Matt. Actually, the Russians have hit – and thank you for the clarification.

    QUESTION: Are they target – you’re – are you —

    MS TRUDEAU: No, they’ve hit. And I appreciate that. They are not targeting

    QUESTION: Okay. So they are not targeting civilian infrastructure?

    MS TRUDEAU: No, and thank you for that.

    QUESTION: Okay.

    QUESTION: Ma’am, well, details are especially relevant. This morning the Russian defense ministry has released images and video of the hospital in Sarmin which was allegedly hit by Russia, and the – these images – they show the building of the hospital which doesn’t look like it was recently bombed. I printed them out just in case you haven’t seen them. I can show them. Can you see why it’s important for the U.S. to show its evidence of the alleged destruction of a hospital by Russia?

    MS TRUDEAU: How about this? I’ll take your question. If there’s information we can share, we’ll get back to you. Okay.
    http://www.state.gov/r/pa/prs/dpb/2015/11/249102.htm#IRAN

    Kurz und gut, das Außenamt weigert sich, zur russischen Klarstellung vom 2.11.2015

    http://eng.mil.ru/en/news_page/country/more.htm?id=12062400@egNews

    Stellung zu nehmen und wird freiwillig nie wieder darauf zurückkommen.

    Das Ganze per Video und zum selben Thema zusätzlich Kirby (der genauso herumstammelt)

    US State Department Fail
    Veröffentlicht am 03.11.2015
    This is almost too embarrassing to watch! The US State Department can’t answer for its baseless accusations against Russia in Syria.

    https://www.youtube.com/watch?v=_g8jSVMucKk

    Ms. Trudeau scheint wild entschlossen, alles übel zu finden, was Rußland unternimmt – auch wenn ihr eine Begründung nicht einfällt:

    HILARIOUS: New US State Dept officer is even funnier than Psaki. See it to believe it

    Russia Insider
    Veröffentlicht am 04.11.2015

    Is it premature to say that this woman is not very bright? Moscow has invited representatives of the Syrian government and opposition groups to hold talks in the Russian capital next week. The aim is to find a solution to the long-running civil war, and to co-ordinate joint action against Islamic State. However, Washington has expressed doubts over the meeting.

    https://www.youtube.com/watch?v=cYyw-xs9zOI

      • In ihrem Linkedin-Profil steht aber auch, daß sie Kenntnisse im „peacebuilding“ habe: die könnte sie doch eventuell einmal einsetzen, statt einen albernen Antagonismus gegenüber Rußland zu pflegen. Warum sollen gespräche zwischen der syrischen Regierung und der Opposition „verfrüht“ sein, wenn in Wien doch beschlossen wurde, einen Waffenstillstand zwischen Regierung und demokratisch gesonnener Opposition herzustellen? Um dann gemeinsam Syrien vom dschihadistischen Terror zu befreien.

        Vermutlich meinte sie auch nicht verfrüht, sondern: „am falschen Ort“, nämlich in Moskau. Denn sowohl militärisch als auch diplomatisch gibt Moskau den Ton im nahen Osten an, und das schmeckt den Amerikanern nicht.

        Ausgabe vom 05.11.2015, Seite 3 / Schwerpunkt
        Tiefschläge für Washington

        Moskau punktet im Nahen Osten: Immer mehr US-Verbündete wenden sich Russland zu
        Von Rainer Rupp

        Im Nahen Osten überschlagen sich die Ereignisse. Was noch vor wenigen Wochen als sehr weit hergeholt galt, ist heute schon Realität. So ist innerhalb kürzester Zeit den USA die Kontrolle über den Irak entglitten. Eine ähnliche Entwicklung zeichnet sich bereits in Jordanien ab, das nun bei der Bekämpfung der Terrormilizen »Islamischer Staat« (IS) und Al-Nusra-Front lieber mit Russland und Iran zusammenarbeitet. Das ist das vorläufige Resultat einer beispiellosen Fehlkalkulation Washingtons, das sich mit seinen Umsturzplänen für Syrien in eine ausweglose Situation manövriert hat und nun eine Demütigung nach der anderen erfährt.
        […]
        Flugs reiste der oberste US-Offizier, der Chef der gemeinsamen Stabschefs, Joseph Dunford, nach Bagdad und setzte Abadi am 21. Oktober ein Ultimatum: Die Regierung in Bagdad müsse sich entweder für russische oder US-amerikanische Hilfe entscheiden, beides könne sie nicht haben. Angeblich, so verlautete zunächst aus US-Quellen, hat Abadi dem Amerikaner versprochen, die Russen nicht um Hilfe zu bitten. Aber genau das tat der irakische Ministerpräsident dann wenige Tage später, als er Moskau grünes Licht gab, aus Syrien fliehende IS-Konvois über die Grenze zu verfolgen und auch auf irakischem Territorium anzugreifen.
        […]
        Der nächste Tiefschlag für Washington kam am Wochenende aus Jordanien. In der Hauptstadt Amman hat Russland mit der dortigen Regierung ein Koordinationszentrum für die Streitkräfte beider Länder vereinbart, um Einsätze von Militärflugzeugen über syrischem Territorium abzustimmen. Nach Angaben des russischen Außenministers Sergej Lawrow hat sich Jordanien bereit erklärt, eine positive Rolle bei der Suche nach einer politischen Lösung des syrischen Konflikts durch Verhandlungen zwischen der Regierung in Damaskus und Oppositionskräften zu spielen – ein Ziel, das auch Russland selbst verfolgt.
        […]
        Selbst die Regierung in Afghanistan hat Moskau um Militärhilfe gebeten. Und sogar der stets ängstliche UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat nun den Mut gefunden, die USA wegen ihrer Syrien-Politik scharf zu verurteilen.

        http://www.jungewelt.de/2015/11-05/013.php

        Und nachdem es sogar danach aussieht, als könne das russische Werben um gemeinsame Aktionen mit den sogenannten „gemäßigten“ Rebellen in Syrien nicht erfolglos bleiben:

        http://www.unian.info/world/1173249-syrian-oppo-starts-cooperating-with-russia.html

        sieht es sehr düster für amerikanische Träume von einer Vormachtstellung im Nahen Osten aus. Vorstellbar ist auch, daß die Kurden in Syrien von einer Zusammenarbeit mit den USA Abstand nehmen, und zwar wegen deren Bündnispartner Türkei.

        Und wie schmählich, daß in der Forbes-Liste der mächtigsten Menschen schon wieder Putin die Nr.1 geworden ist, und sogar Merkel an Obama vorbeigezogen ist und jetzt die Nr.2 belegt.

        Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist mächtiger als US-Präsident Barack Obama – jedenfalls laut der aktuellen Rangliste des Magazins „Forbes“ zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der Welt.
        Merkel machte auf der Liste einen deutlichen Sprung nach vorn, überholte den US-Präsidenten und liegt jetzt auf Platz zwei weltweit, wie „Forbes“ am Mittwoch bekanntgab. Obama rutschte auf den dritten Platz ab. Als mächtigster Mann der Welt blieb Russlands Präsident Wladimir Putin auf dem ersten Platz.

        http://www.focus.de/politik/deutschland/aktuelle-forbes-liste-mehr-einfluss-als-obama-merkel-auf-platz-zwei-der-maechtigsten-der-welt_id_5063688.html

        Nicht einmal im Südchinesischen Meer kann man noch Eindruck schinden…

        • Zum Profil dieses weiblichen Falken Evelyn Farkas (wer hat nochmal die Fama der Friedfertigkeit der Frauen in die Welt gesetzt?) darf ich Folgendes ergänzen:

          Pentagon’s top Russia official resigns

          By Austin Wright and Philip Ewing

          09/29/15 02:20 PM EDT

          The Pentagon’s top official overseeing military relations with Russia and Ukraine is resigning amid the ongoing debate within the Obama administration over how to respond to Russian moves in Ukraine and Syria.

          Evelyn Farkas, deputy assistant secretary of defense for Russia, Ukraine and Eurasia, is leaving her post at the end of next month after five years with the Defense Department, a senior defense official confirmed to POLITICO.

          “She has advised three secretaries of defense on Russia policy, providing steady counsel on how the U.S. should respond to Russia’s aggressive actions and has been deeply involved in securing $244 million in support for Ukraine,” the official said. “In addition, Evelyn has brought fresh thinking to Southeast Europe policies — supporting Montenegro’s interest in joining NATO, expanding defense cooperation with Georgia, and increasing multilateral cooperation with the three Caucasus nations.”

          Another senior defense official said the administration would likely have a hard time finding a replacement.
          […]
          In testimony last year before the Senate Foreign Relations Committee, Farkas took a hard line on Russia, saying the country’s actions “stand as an affront to the international order that we and our allies have worked to build since the end of the Cold War.”

          „Russia’s illegal annexation of Crimea, followed by blatant and unconcealed efforts to destabilize eastern and southern Ukraine, signifies a paradigm shift for our relations with Russia,” she said in prepared testimony. “As the crisis deepens, our European allies and partners will look to the United States to demonstrate resolve and to reinforce solidarity across the continent.”

          http://www.politico.com/story/2015/09/pro-defense-farkas-wrightewing-214223#ixzz3qdhuUWzP

          Gut, daß diese Dame weg ist. Mich wundert, daß sie nicht schon lange vorher gefeuert wurde. Montenegro in die NATO! Als Ersatz empfehle ich McCain. 😉

      • Bei dem sicheren Händchen, das man im State Department
        für seine Kommunikationsprofis hat, wollte die israelische
        Regierung nicht nachstehen:

        „The United States takes offense at comments by Israeli Prime Minister Benjamin Netanyahu’s new communications director accusing President Barack Obama of anti-Semitism and suggesting that Secretary of State John Kerry had the mental abilities of a 12-year-old, the State Department said on Thursday.“

        Das ist doch ein gelungener Auftakt:

        „Netanyahu and Obama are due to meet to try to mend fences after fierce feuding over the Iran nuclear deal that Israel opposes. As head of public diplomacy and media, Baratz, a 42-year-old philosophy lecturer, will be tasked with improving Israel’s reputation in the world. His comments were published previous to his appointment.“

        http://www.reuters.com/article/2015/11/05/us-israel-netanyahu-adviser-idUSKCN0SU2E220151105

        • Prust…
          Dann wird Baratz sich aber umstellen müssen.

          An sich dachte man ja, daß Israel und Rußland sich wegen der militärischen Aktion in Syrien abgesprochen hätten.
          Dann aber fand ich das:

          http://www.jpost.com/Arab-Israeli-Conflict/Report-Israeli-Air-Force-attacked-Hezbollah-targets-in-Syria-430616

          Die Jerusalem Post schreibt zwar, daß dieser Bericht nicht offiziell bestätigt werde, weshalb er aber nicht falsch sein muß. Das wäre jedenfalls auch nicht gerade eine diplomatische Aktion gewesen.

        • Ja, sie hatten sich abgesprochen. Das war auch vor wenigen Tagen erst wieder zu lesen. Von einem eingerichteten Kommunikationszentrum wie dem mit Jordanien war da die Rede, ich glaube sogar auf der Seite des Verteidigungsministerium!
          Seltsam…

        • Bei den Champions in der „Fettnäpfchen springen“ Disziplin nicht weiter verwunderlich! 😉
          So sieht das eher mau aus mit der Aufstockung der wahnsinnigen US Militärhilfe von bisher schon über $ 3 Millarden/Jahr auf die über 4 nun im Gespräch seit dem Iran deal. Selbst 4,5 sollen ja von Netanyahu schon als „Belohnung“ angedacht worden sein.
          Ich und VIELE andere fragen sich schon seit langem, wielange die US Steuerzahler das wohl noch tolerieren.,

        • Ich korrigiere meinen vorigen Kommentar: Nun werden 5 Mrd. erbeten!
          http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4721343,00.html
          ‚Israel has asked the United States to raise the amount of the annual defense aid from the current 3 billion dollars to 5 billion dollars, an American source revealed to Reuters. ‚
          😉 na, und die schon vorher erwähnten Pleite-F35 fighter jets für untergewichtige Piloten.

  4. Wieder die Ukraine: wie nicht anders zu erwarten war, gehen die Machtkämpfe nach den Wahlen vom 25.10.2015 jetzt richtig los, während der Westen langsam aber sicher von Kiew mehr als nur genervt ist. Auch Konrad Schuller von der FAZ verliert die Geduld:

    Jazenjuk hat Politico ein großes Interview gegeben; es ist lesenswert, weil es Einblicke in die Endzeit- und Kampfstimmung in Kiew gibt. Jeder gegen jeden sozusagen.

    Ukraine PM promises a new cabinet
    Arseniy Yatsenyuk tells POLITICO he’ll make changes as he lashes out at rival Saakashvilli.
    By
    Maxim Tucker
    11/3/15, 12:14 PM CET

    KIEV — Ukraine’s Prime Minister Arseniy Yatsenyuk has pledged to bring in a new cabinet after his Western-friendly coalition suffered a resounding defeat to the parties of oligarchs and Russian sympathizers at local elections last week.

    “There have been mistakes,” Yatsenyuk admitted to POLITICO during an interview in his Soviet-era cabinet offices. “But I will correct these mistakes with new folks sitting in the cabinet.”
    Ministers from energy, healthcare, and education will be gone within two weeks, the prime minister said, and there will be a new deputy prime minister for European integration. But the replacements tasked with resuscitating Ukraine’s European dream have yet to be agreed with President Petro Poroshenko.
    “It’s too early to say who, this could shatter the coalition,” he explained, revealing the fragile nature of the four-party pact that keeps his government afloat. “We are in talks with the president. But the quicker we announce the better.”

    http://www.politico.eu/article/yatsenyuk-interview-cabinet-changes-ukraine/

    Man sieht, es klemmt überall: zwischen den verbliebenen Fraktionen der Regierungskoalition und zwischen Jazenjuk und Poroschenko.
    Unian fügt die nicht uninteressante Mitteilung hinzu:

    It should be noted that Health Minister Alexander Kvitashvili, submitted his resignation letter in early July, but the parliament did not approve his move.

    http://www.unian.info/politics/1173265-yatsenyuk-several-ministers-to-be-dismissed-within-two-weeks.html

    Und warum wohl haben die Regierungsparteien die Wahl so krachend verloren? Jazenjuk weiß, woran es lag:

    The IMF applauded his government’s efforts, but so dire were his party’s chances to win any significant mayor or local council positions last weekend, he chose not to run in an attempt to bolster the president’s party.

    Despite that sacrifice, the president’s candidates for mayor were defeated in every major Ukrainian city except Kiev, with pro-Russian or oligarch-backed candidates taking Kharkiv, Dnipropetrovsk and Odessa.

    The prime minister blames Russian President Vladimir Putin for leveraging the elections to “change the whole political landscape in Ukraine” and said that Russia remained dedicated to seizing control of its western neighbor by discrediting his government.

    “I believe that Russia stands behind all these corruption allegations, scandals, misinformation, no doubt. Putin has changed his tactics, but he hasn’t changed his mind. His ultimate goal is to take over Ukraine.”

    http://www.politico.eu/article/yatsenyuk-interview-cabinet-changes-ukraine/

    Klar, jetzt ist es nicht mehr der Krieg, der an der Korruptionsbekämpfung hindert, sondern sämtliche Korruptionsvorwürfe sind russische Propaganda! Der Mann ist zu köstlich.
    Tucker erinnert ihn daran, daß einer der größeren Korruptionsvorwürfe aus der Schweiz komme, wo gegen einen nahen Parteifreund von ihm ermittelt werde:

    Martynenko is the current head of the parliamentary energy committee, which oversees the state nuclear industry. According to a leaked request from the Swiss Attorney General’s office, investigators want to question him over allegations that he accepted 30 million Swiss francs for an agreement to supply equipment for Ukraine’s nuclear power stations.
    Ukraine appears reluctant to cooperate with the Swiss investigation into the lawmaker, which has dragged on for more than two years.

    When questioned about the matter, the prime minister ducked responsibility on a technicality, saying the case was the sole responsibility of the Ukrainian prosecutor’s office.
    […]
    He also refused to order a party or parliamentary investigation into the matter, on the basis that his ally “strongly denies all these allegations.”

    http://www.politico.eu/article/yatsenyuk-interview-cabinet-changes-ukraine/

    Aber richtig in Fahrt gerät er erst, als er auf Michail Saakaschwili angesprochen wird, der ihm vorgeworfen hat, mit den Oligarchen, insbesondere mit Kolomoiskij, verbandelt zu sein.

    “This is the showcase of Misha,” an exasperated Yatsenyuk said in the interview, using the diminutive form of the Georgian’s first name and referencing charges brought against the former president in his home country.
    “If Misha was so successful in Georgia, tell me why he can’t go back there. What’s up with the reforms of the judicial system in Georgia?”

    http://www.politico.eu/article/yatsenyuk-interview-cabinet-changes-ukraine/

    Freundlicherweise hat er Rußland eine weitere Frist bis zum 29.11.2015 eingeräumt, sich an dem Schuldenschnitt und der Tilgungserleichterung zu beteiligen, die mit einigen Privatgläubigern erzielt wurde. Und er droht jetzt auch nicht mehr mit juristischem Krieg, sondern mit Nichtzahlung. 😉

    Aber der Machtkampf Poroschenko-Jazenjuk-Saakaschwili ist nur eine Baustelle.

    Es hat sich eine weitere aufgetan, die man grob vereinfachend als Machtkampf zwischen Poroschenko, SBU und Generalstaatsanwalt (auf den letzteren wurde kürzlich ein Schuß abgegeben) auf der einen Seite und Kolomoiskij, seinen Allierten wie Korban und Filatow und seinem neuen Machtarm, der „patriotischen“ Ukrop-Partei „Dill“ auf der anderen Seite.

    Selbst das kiewfreundliche RFERL hält es für plausibel, daß das strafrechtliche Ermittlungsverahren gegen Korban und andere politisch motiviert sein könnte:

    Five Questions: The Arrest Of Ukrainian Oligarch Hennadiy Korban
    By Anna Shamanska
    November 03, 2015

    The arrest of a close associate of one of Ukraine’s most powerful oligarchs has pundits and the public wondering whether President Petro Poroshenko is finally cracking down on corruption or merely trying to silence political opponents.

    Hennadiy Korban, the head of the anti-Poroshenko UKROP party, was initially arrested at his home on October 31 before being released and re-detained on November 3.
    The speaker of Ukraine’s parliament has formally asked the country’s prosecutor-general and the head of the national security service to explain to lawmakers why Korban was arrested.
    […]
    What Happened On October 31?

    Korban was arrested during dramatic raids targeting UKROP offices across the country, involving some 500 security officers. At one point Korban yelled at the Ukrainian Security Service troops on his doorstep to take him into custody, „I defended you on the front lines!“

    Searches were also carried out at the offices in Dnipropetrovsk of the nonprofit organization Fund For The Defense Of The Country, where Korban served on the supervisory board.

    Members of the NGO said computers and stacks of documents were seized during the raid. „Papers were taken without any kind of documentation. They simply grabbed files and that was it,“ the group’s deputy director, Oleksiy Anhurets, said, according to RFE/RL’s Ukrainian Service.
    Security troops also searched the Dnipropetrovsk offices of Boris Filatov, a businessman and UKROP member of the Verkhovna Rada, Ukraine’s parliament. Filatov wrote on his Facebook page that police had „burst into his home.“
    […]
    Now What?

    Stepan Bozhylo of the Prosecutor-General’s Office said Korban was detained again on November 3 based on new information related to his possible involvement in a series of crimes that was obtained on November 2.
    He did not elaborate.

    Some 500 Korban supporters rallied in front of the parliament building and pretrial detention center in Kyiv on November 3, demanding his immediate release.

    Filatov said that with the arrest of Korban, Ukraine was being split politically. „In our country there will soon been only two political parties: the party of collaborators and the party of resistance,“ Filatov wrote on his Facebook page on October 31.

    Analysts speculate that the Korban arrest is part and parcel to the feud between Poroshenko and Kolomoyskiy. Serhiy Rudenko is one of several observers to note that Kolomoyskiy has the „financial, organizational, and media“ interests to take on Poroshenko.
    Tony Wesolowsky contributed to this report

    http://www.rferl.org/content/ukraine-korban-arrest-five-questions/27343165.html

    Diese Endzeit-Rhetorik ist beklemmend, zumal vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen Krise, der ansteigenden Kriminalität, Gewalttätigkeit und Rassismus.

    Zuletzt zu besichtigen beim Fußball:

    3.11.2015

    Attacks on black fans show tide of fan racism in Ukraine

    By JAMES ELLINGWORTH 14 hours ago

    KIEV, Ukraine (AP) — Instead of being one of the biggest sports events of the year in troubled Ukraine, Dynamo Kiev’s game against Chelsea in the Champions League turned into a public display of the country’s struggle to contain violent racists.

    Echoing past decades of European football violence, at least eight people were brutally beaten at the game, including a 21-year-old African student.

    While clashes between rival fans are comparatively common at Ukrainian league games, racist attacks on such a large scale are rare. This comes at a time when the country’s small black population is under pressure.

    „Around the 25th minute, I started to take photographs on my phone,“ the student told The Associated Press. „When I picked up the phone to look at the photographs I’d taken, I was hit. I fell down some stairs and felt almost as if I had lost consciousness.“
    The Congolese student, who asked not to be identified for fear of reprisals, spent almost a week in hospital with a head wound and injuries to his nose which required surgery. A keen football fan who attended games in his previous home in a provincial Ukrainian city, he now says he cannot face going to the stadium again.
    „For me, if I go to a game another time, it would be as if I didn’t get the hint,“ he says.
    […]
    Anti-discrimination group Fare, which sends observers to monitor racism at major European games, captured video of four black men being chased through the crowd. They try to escape but some are caught and beaten, as are white men who try to assist them. Stadium security does not intervene.
    Such videos have become evidence in an investigation by European football’s governing body, which could force Dynamo to play future home games in an empty stadium or deduct points from the team.
    The club has been charged with fan racism and crowd disturbances, offenses which typically lead to a UEFA judgment within days, but in a rare step, UEFA appointed an inspector for a more detailed investigation.
    […]
    Rodychi – the name can be translated as „the family“ or „the tribe“ – maintains an active presence on social media pages featuring nationalist symbols, martial arts videos and a statement of support for two men suspected of murdering a pro-Russian journalist in Kiev. There are also statements suggesting some members have received military training and fought on the Ukrainian government side of the conflict against Russian-backed rebels.

    A statement published on Rodychi’s pages denies the group was involved in the attacks during the Chelsea game and says it does not believe there was any racist motivation. „It’s a shame there has been a rush to blame racism from Dynamo fans for this drunken chaos, which happens every time at European cup games,“ the statement says.

    After video of the attacks first appeared, Dynamo’s vice-president Alexei Semenenko suggested to Ukrainian media that the attacks were an attempt to smear Dynamo, with black fans brought to the stadium to provoke Dynamo supporters. After the UEFA investigation began, Sememenko and Dynamo did not respond to requests for comments.
    […]

    http://news.yahoo.com/attacks-black-fans-show-tide-fan-racism-ukraine-172834518–spt.html

    Vermutlich stecken da auch wieder die Russen dahinter, die sich die unglaubliche Provokation erlaubten, schwarze Fans von Dynamo Kiew ins Stadion zu schicken…

    • Was twittern anbelangt, so hat die Berufslügnerin, Maidan-Aktivistin, Faschisten-Freundin und Regierungssprecherin Poroschenkos, Golineh Atai, heute eine Pause eingelegt. Dabei hätte sie ja heute ausreichend Zeit gehabt, denn im Gegensatz zur Kritik des Europarates an der Nichtaufklärung des Maidan-Massakersmußte sie ja nicht die Verlautbarungen Poroschenkos weitergeben, dass Russland daran schuld ist. Dann muss aber Poroschenko doch spätestens morgen Russland die Schuld für die Nichtaufklärung des Odessa-Massakers geben und Atai dies dann weiterposaunen. Das Atai heute nicht getwittert hat, hat mit Sicherheit nichts damit zu tun, dass sie den Opfern dieses Massakers gedacht hätte, eher damit, dass sie sich bereits die nächste Boshaftigkeit ausdenkt.
      Beim Zeit-Artikel über den Bericht an der Europarat-Kritik an Kiew kam folgender Leser-Kommentar:

      Vsco
      #4 — vor 10 Stunden
      57

      „Einwas noch. Die Karriere von Golineh Atai dürfte damit gelaufen sein, oder?
      Finden sich auf Youtube und sonstwo im Netz ja noch genug Videos, von ihrer „objektiven“ Berichterstattung vor Ort, wie ihrem Auftritt im Presseclub.“

      http://www.zeit.de/politik/ausland/2015-11/ukraine-odessa-europarat-bericht#comments

      Für die Atai dürfte de Propagandasender WDR wohl eher eine Karriere geplant haben.

      Und vor ein paar Tagen:

      von Susanne Kilgast

      „Es gab darin einen Bericht zur Ukraine: „Zerrissene Familien – Krieg zwischen Brüdern in der Ukraine.“ Über diese beiden Brüder wurde schon einmal berichtet von Golineh Atai. Während der Bericht von Frau Atai damals durch ihre Kommentare und den Bildschnitt zum reinen Propagandamachwerk verkam, hat das Auslandsjournal die beiden jetzt ohne Wertung mit ihren Aussagen und Auffassungen einfach nur gegenübergestellt, ohne sich auf die Seite des einen oder anderen zu schlagen. Das war endlich mal wieder wirklich guter Journalismus. Ein Journalismus der informiert und die Wertung dem Zuschauer selbst überlässt. Möglicherweise haben die vielen Programmbeschwerden, auch von altgedienten Journalisten, ja endlich Wirkung gezeigt. Wir wollen Informationen, keine Propaganda.“

      http://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/ukraine-krise-im-news-ticker-vizekanzler-gabriel-beraet-mit-putin-ueber-ukraine-krise_id_5049088.html

      • Wer sich die Golineh Atai-Schmonzette „Zerrissene Ukraine“ noch einmal antun will: hier ist sie (und es ist wahr, daß sich angesichts der Entwicklungen in der Ukraine, die man als kritischer Beobachter von Anfang an ins Kalkül gezogen hat, solche Sendungen nur noch als Weichzeichner eines subjektiven Rechtfertigungsbedürfnisses ihrer Urheber erklären lassen):

        http://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/dokus/sendung/zerrissene-ukraine-100.html

        Irgendwann wird selbst der Autorin die Peinlichkeit dieser Kompilation ins Bewußtsein dringen. Sie kann froh sein, daß diese Sendung in der Mediathek nur ein Jahr vorrätig gehalten wird.

        Glücklicherweise ist sie mit dem Entgegennehmen von Preisen zu sehr beschäftigt, um noch arbeiten zu können. 😉

        • 🙂 😉 ja. Nebenbei bemerkt, verlautet von Zacharchenko erneuter und weitergehender Beschuß durch die Ukraine.
          „The ministry said that on November 2, a total of 16 violations of the truce in Donbass were registered.“
          http://tass.ru/en/world/833977

          Und die Wirtschaftswelt wartet gespannt, ob Frau Lagarde tatsächlich wagen wird, einen so gravierenden Bruch der eigenen IMF Regeln zur Ukraine Rettung zu begehen und die angekündigte Änderung der Vergaberegeln durchsetzt. Das sollte ja auch so schnell wie möglich entschieden werden. Jatsenjuk’s ‚großzügiges Angebot‘ Russland Frist bis Ende November zu geben, könnte damit zusammenhängen.
          http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/10/30/gefaehrliches-spiel-iwf-will-russland-in-der-ukraine-austricksen/

        • Dieses Werbe-Video „Ukraine is changing“ muß man wirklich gesehen haben! Satire pur…

          http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2015/10/30/gefaehrliches-spiel-iwf-will-russland-in-der-ukraine-austricksen/

          Was Reklame angeht, hat man jedenfalls schon fast Europa-Niveau erreicht. Ein paar Bilder von wogenden Weizenfeldern, rauchenden Schloten und urbanem Leben nebst geschäftigem Treiben in Hafenstädten, vor allen Dingen aber Bilder von den schmucken US-Academy-Uniformen der Kiewer Streifenpolizisten und grimmigen Durchsuchungen gegen Korruptionsverdächtige fehlen zwar noch, aber was nicht ist, kann ja noch werden.

          😉

        • Das übernehmen dann wohl die neuen entrepreneurs nach ihrer online Anmeldung und 2-Tage Bescheid für ihr Start Up.;)
          Zum Flugzeugabsturz:
          regelmäßige live Updates wie gewohnt beim Guardian:
          http://www.theguardian.com/world/live/2015/nov/05/egypt-bomb-fears-leave-thousands-stranded-in-sharm-el-sheikh-live-updates
          Reinhören in das Cameron Audio empfohlen!
          Klingt schwer nach dem bekannten ‚Ich sehe was, was du nicht siehst‘-Spiel, diesmal um Russland/Putin zu diskreditieren, hauptsächlich vor seinen eigenen Landsleuten. (ab ca Min 2)

          Das US state department habe sich distanziert von den bisherigen Spekulationen, laut Ägyptischem Außenminister.
          „.. Foreign Minister Sameh Shoukry had discussed the issue with his US counterpart John Kerry. He claimed during the call Kerry “asserted that the news reports propagated by the media regarding US assessments of the causes of the crash do not represent the official position of the US administration, which has not issued any official statement in this regard.”

        • Ja, so macht das die US-Regierung gern: offiziell sagt sie nichts, inoffiziell läßt sie ihre „Senior Officials“ die gern bereiten Sender und Zeitungen füttern, die dann das Geschäft für sie erledigen.
          Das Moskauer Außenministerium empört sich zurecht:

          16m ago14:45

          Russia’s foreign ministry has criticised Britain’s failure to hand over information about Saturday’s plane crash in Egypt, after London suspended flights over bomb fears.
          “The British government has not given us any information about the plane crash,” Maria Zakharova, a foreign ministry spokeswoman, told reporters, according to the TASS news agency.
          “If they have information and they are not presenting it that is shocking,” she added, saying it was surprising that the representative of a foreign government rather than experts were putting forward theories about the plane’s fate.
          “The realisation that the British government has some kind of information that could shed light on what happened in the skies above Egypt is truly shocking,” RIA Novosti, another Russian agency, cited her as saying.

          http://www.theguardian.com/world/live/2015/nov/05/egypt-bomb-fears-leave-thousands-stranded-in-sharm-el-sheikh-live-updates

  5. Da scheint sich etwas zu tun in der us-amerikanischen Öffentlichkeit.

    Antiwar.com ruft erneut zu einer Kampagneauf, um das Amerikanische „Engegement“ in Syrien zu stoppen

    http://antiwar.com/blog/2015/11/02/call-congress-tell-them-no-us-troops-in-syria/

    „Tell Washington they must not and cannot send American sons into the Syrian cauldron. And while you’re at it, tell them to stop feeding that cauldron’s flames with money and guns for Islamist insurgents.

    This is another pivotal moment. A time to join together and speak out against war. A chance to stop a catastrophic policy before it gets off the ground. We did it before. We can do it again. Call or email your Congressional “representative” as soon as possible and demand: “No U.S. troops in Syria!”“

    Etwas Ähnliches hat schon einmal 2013 gegeben:

    http://www.washingtonsblog.com/2015/11/slam-congress-phone-lines-support-the-troops-by-keeping-them-out-of-syria.html

    Und Pat Buchanan einnert den Kongress im Allgemeinen und Paul Ryan im Besonderen daran, was in dieser Angelegenheit seine Pflicht wäre. Und so ganz nebenbei erwähnt er, daß kriegerische Handlungen einer Rechtsgrundlage bedürfen – eine Nachhilfe, die überfällig war.

    http://www.unz.com/pbuchanan/war-in-syria-where-is-speaker-ryan/

    „…. if we put U.S. forces onto sovereign Syrian territory, against the will and resistance of that government, that is an act of war.

    Would we tolerate Mexican troops in Texas to protect their citizens inside our country? Would we, in the Cold War, have tolerated Russians in Cuba telling us they were establishing a no-fly zone for all U.S. warplanes over the Florida Strait and Florida Keys?

    Obama has begun an escalation into Syria’s civil war, and not only against ISIS and the al-Nusra Front, but against Syria’s armed forces.

    Mission creep has begun. The tripwire is being put down. Yet, who authorized Obama to take us into this war? The Russians and Iranians are in Syria at the invitation of the government. But Obama has no authorization from Congress to put combat troops into Syria.

    Neither the al-Nusra Front nor ISIS has an air force. Against whom, then, is this Clinton-McCain no fly-zone directed, if not Syrian and Russian warplanes and helicopters?

    Is America really prepared to order the shooting down of Russian warplanes and the killing of Russian pilots operating inside Syria with the approval of the Syrian government?

    In deepening America’s involvement and risking a clash with Syrian, Russian and Iranian forces, Obama is contemptuously ignoring a Congress that has never authorized the use of military force against the Damascus regime.

    Congress’ meek acquiescence in being stripped of its war powers is astonishing. Weren’t these the Republicans who were going to Washington to “stand up to Obama”?“

    • Die Frage nach der Rechtsgrundlage stellt sich US-Konservativen (die es in beiden Parteien gibt) nicht: eine exceptional nation hat immer recht, und völkerrechtswidrig handelt immer nur der Gegner.
      Man muß sich das Klima der öffentlichen (medialen) Meinung in den USA vergegenwärtigen; die stockkonservative Washington Times schrieb zum selben Thema:

      Absence of American leadership pitting U.S. allies against each other in Syria

      By L. Todd Wood – – Monday, November 2, 2015
      […]
      Turkey has frequently warned the PYD People’s Protection Units (YPG) not to cross the Euphrates River in Syria in a bid to link up with other Kurdish units arrayed across the north as they engage ISIS. Recently, Turkey hit YPG units with air strikes twice as they defied Turkish warnings on the ground, as they attacked ISIS positions. So in reality, you had a NATO member nation, flying close air support missions against an American ally fighting the Islamic State in Syria.

      Russia is now attempting to improve relations with the PYD in a bid to weaken American influence in the region and shore up the Assad regime. If Russia can work a deal to protect PYD areas from Turkish interference, in exchange for their support for Assad, America will have lost an ally and further destroyed its ability to influence events in the region.

      This situation screams for leadership from the White House. Our remaining allies in the Middle East and elsewhere are watching.

      http://www.washingtontimes.com/news/2015/nov/2/absence-american-leadership-pitting-us-allies-agai/

      Allein Führungsstärke aus geopolitischen Gründen ist gefragt.
      Für solche Leute ist selbst Putin Vorbild; in diesem Fall geht es um das Klima-Gedöns, das Putin längst als Quatsch durchschaut habe (was zwar nicht stimmt, aber was soll’s). Es ist zum Schreien komisch.

      Wieder die Washington Times:

      Vladimir Putin continues the late education of Barack Obama

      By Wesley Pruden – The Washington Times – Monday, November 2, 2015
      ANALYSIS/OPINION:

      The devil can quote Scripture, as any theologian can tell you, and just because Vladimir Putin says something doesn’t make it not so. The big chief of the Russians has challenged the theology of the Church of Global Warming in advance of a convocation of nations this month in Paris to come up with ideas for monetizing a myth.

      The wise men of the world, the leaders of governments and a clutch of double-dome prelates and other academics, have prepared a treaty to create an International Tribunal of Climate Justice, with enforcement powers, to enable the deadbeat countries of the third world to nibble at the sovereignty of their betters, and to hail the United States into kangaroo courts to take up American violations of “climate justice,” “climate finance,” “climate debt” and “technology transfers.”

      […]
      He intends to do as much damage as he can while he still can. A treaty from the Paris conference will be right up the president’s street. He wants the unexceptional nation to be whittled down to the size of Kenya or Indonesia so it can take its place with the inconsequential nations of the world, leaving America tied down, like Gulliver, by the Lilliputians of the modern age.

      Vladimir Putin recognized opportunity, and boldly and without apology asserted dominion in the Middle East. Now he has challenged the fraud of global warming, or climate change, or whatever this week’s correct label might be. He applies common sense, backed by accumulating scientific evidence, to the factoids adduced by global-warming hysterics in the West, and dismisses it as mere propaganda. He learned about the uses of factoids-as-evidence when he was an operative of the KGB.
      […]
      • Wesley Pruden is editor in chief emeritus of The Washington Times.

      http://www.washingtontimes.com/news/2015/nov/2/wesley-pruden-vladimir-putin-continues-the-late-ed/

      Dazu paßt diese Nachricht ja sehr gut:

      UN-Klimakonferenz: Hollande lädt Putin persönlich nach Paris

      10:32 03.11.2015

      Frankreichs Präsident François Hollande hat den russischen Staatschef Wladimir Putin eingeladen, an der UN-Klimakonferenz vom 30. November bis 11. Dezember in Paris teilzunehmen.
      „Ich habe Wladimir Putin persönlich eingeladen. Wir können Meinungsverschiedenheiten in unserem Zugang zu einigen Sachen haben, doch in Bezug auf Klimafragen sollten wir uns alle einig sein, da diese die ganze Menschheit betreffen“, sagte Hollande gegenüber dem Sender Europe 1.

      Der Pressesprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, hatte zuvor mitgeteilt, dass Russland auf der Klimakonferenz in Paris auf „oberster Ebene“ vertreten sein wird.
      François Hollande merkte zudem an, dass er eine Verständigung auf die Verringerung der Treibhausgasemission zum Ziel, dem Klimawandel vorzubeugen, für möglich hält.
      „Erfolg ist immer noch möglich, doch man kann sich nie absolut sicher sein. Es kann auch scheitern“, sagte der französische Präsident, „Ich glaube aber an den Erfolg, da selbst China uns unterstützt hat. Die USA sind an den Verhandlungen auch beteiligt. Mit uns sind verschiedenste Länder, von Afrika bis Lateinamerika, einverstanden“.
      […]

      http://de.sputniknews.com/panorama/20151103/305373425/hollande-laedt-putin-nach-paris-ein.html#ixzz3qVIh4zAf

      • Sie sagen es Frau Wolff!
        Aber nett von Hollande und schön für Putin. 🙂
        Der Rest fällt weitgehend unter Vorwahlkampf /Anti-Obama- Kampf, wie ich schon früher bemerkte.
        Außerdem hat Obama ja erst jüngst erneut klargestellt, daß seiner Überzeugung nach jeglicher Einsatz in Syrien absolut mit AUMF abgedeckt sei und Congress Zustimmung nicht erforderlich sei. Sie würde ja auch ohnehin kein UN Mandat ersetzen und irgendetwas legalisieren.
        Axel Jones springt mit seinem äußerst schlecht beleumundeten AntiWar Netzwerk nur auf den fahrenden Zug auf, da bereits mehrere Petitionen von seriösen NGOs dazu kursieren.
        Nichts wird Obama abhalten.

        Schon garnicht gleiche Äußerungen vom russischen Generalstab, der überzeugt ist:
        ‚Air strikes convince terrorist sponsors their efforts are hopeless‘
        http://tass.ru/en/politics/833870

        • Und wenn dazu auch noch Erfolge am Boden kommen, die Obama mangels verbündeter Bodentruppen nicht schaffen kann, fragt man sich, was die 50 Ausbilder im Norden Syriens eigentlich tun sollen…

          Syriens Armee erobert wichtige Straße nach Aleppo zurück
          Mittwoch, 4. November 2015, 12:50 Uhr

          Amman (Reuters) – Die syrische Armee hat nach einem Bericht des staatlichen Fernsehens eine wichtige Straße südöstlich der Stadt Aleppo von der Extremistenmiliz Islamischer Staat (IS) zurückerobert.

          Sie ist die einzige Versorgungsroute der Regierung in den von ihr kontrollierten westlichen Teil der Stadt. IS-Kämpfer hatten sie im vergangenen Monat erobert. Die oppositionsnahe Beobachtungsstelle für Menschenrechte bestätigte den Fernsehbericht. Die Straße führt von Aleppo durch die Städte Chanaser und Ithrija und bildet die Verbindung nach Hama und Homs weiter im Süden.
          […]

          http://de.reuters.com/article/topNews/idDEKCN0ST1J920151104

          Und dann auch noch diese Nachricht:

          Syrian oppo starts cooperating with Russia
          03.11.2015 | 23:00

          Russia’s Defense Ministry and the leaders of the Syrian opposition set up coordinating group for joint cooperation against the Islamic State terrorists in Syria, Col.-Gen. Andrey Kartapolov, chief of the Main Operations Directorate of the General Staff, said on Tuesday, according to RIA Novosti.

          REUTERS
          „We have set up working coordination groups, the composition and status of which can’t be announced at the moment, for obvious reasons. Joint activity is organized to harmonize efforts to address the tasks os fighting ISIL,“ said Kartapolov.
          He stressed that „this close cooperation will allow us bringing together efforts of all government troops and other patriotic forces of the Syrian Arab Republic, formerly in opposition, to form a united front against the common enemy – international terrorism.“

          http://www.unian.info/world/1173249-syrian-oppo-starts-cooperating-with-russia.html

          Wer ist jetzt eigentlich isoliert?

        • Zum Absturz von Metrojet über dem Sinai:
          Großbritannien ist vorgeprescht – ob aus politischen Gründen, ob aus Vorsicht, wer weiß.

          Bombenverdacht bei Airbus-Absturz: Großbritannien stoppt Flüge aus Scharm al-Scheich

          Noch ist unklar, warum eine russische Passagiermaschine über dem Sinai abstürzte. Laut britischem Premier Cameron verdichten sich die Hinweise auf eine Bombe an Bord. Seine Behörden reagierten prompt.
          Mittwoch, 04.11.2015 – 18:50 Uhr

          Nach dem Absturz der russischen Passagiermaschine über dem Sinai setzt Großbritannien alle Flüge von dem ägyptischen Urlauberort Scharm al-Scheich bis auf Weiteres aus. Grund sei die Befürchtung, dass die Maschine mit 224 Menschen an Bord wegen einer Bombe abgestürzt sein könne, teilte das Amt des britischen Premierministers David Cameron mit. Cameron berief für den Abend eine Dringlichkeitssitzung des Kabinetts ein.
          „Während die Untersuchungen andauern, können wir nicht endgültig sagen, warum die russische Maschine verunglückte“, hieß es in der Stellungnahme. „Aber da mehr und mehr Informationen ans Licht kommen, befürchten wir, dass das Flugzeug möglicherweise durch einen Sprengsatz zu Boden gebracht wurde.“
          Am Mittwochabend werde es keine weiteren Abflüge in Richtung Großbritannien geben. Zunächst solle britischen Experten Zeit gegeben werden, die Sicherheitsvorkehrungen vor Ort zu prüfen. Die Regierung ging davon aus, dass dies noch am Mittwoch abgeschlossen werde. „Wir betonen, dass es eine Vorsichtsmaßnahme ist“, hieß es in der Mitteilung.
          Das ägyptische Luftfahrtministerium teilte mit, ein Flugschreiber des Passagierflugzeugs sei beschädigt. Deshalb werde man viel Arbeit investieren müssen, um die Daten auszuwerten. Aus der zweiten Black Box seien die Daten dagegen ausgelesen worden.
          […]

          http://www.spiegel.de/panorama/airbus-absturz-ueber-dem-sinai-grossbritannien-setzt-fluege-aus-a-1061149.html

          Hier der wesentlich ausführlichere Artikel der BBC, der auch die Reaktion Ägyptens auf diese Entscheidung schildert. Al-Sisi wird am Donnerstag ohnehin in London erwartet: das dürfte den Besuch eintrüben.

          Sinai plane crash: Bomb fears prompt Sharm flights suspension

          6 minutes ago

          The Russian plane that crashed in Egypt at the weekend „may well have been brought down by an explosive device“, Downing Street has said.
          All flights between the UK and Sharm el-Sheikh have been suspended on Wednesday evening as UK experts assess security at the Egyptian airport.
          Number 10 said flights had been delayed as a „precautionary measure“ after „more information has come to light“.
          Russian Airbus 321 crashed on Saturday, killing all 224 people on board.
          The Metrojet flight bound for St Petersburg from Sharm el-Sheikh came down in Egypt’s Sinai desert.
          A senior UK government source told the BBC that fresh intelligence to emerge during the last 24 hours pointed towards a bomb causing the crash.
          Egypt’s foreign minister, Sameh Shoukry, said he was very disappointed by the decision to suspend flights, accusing the UK government of making „a premature and unwarranted statement“ on the crash.
          […]
          Egypt’s President Sisi is currently in the UK and is due to meet Mr Cameron on Thursday. They spoke on Tuesday, before Downing Street released its statement.

          http://www.bbc.com/news/uk-34724604

          Die Sicherheitsüberprüfungen liefen ohnehin schon:

          Egyptians checking fuel pumped into Russian plane’s tanks, food providers

          November 03, 15:59 UTC+3
          […]

          http://tass.ru/en/world/833779

          Ausgesprochen redundant und sensationsheischend, aber mit vielen Fotos:

          http://www.dailymail.co.uk/news/article-3301094/Terrifying-final-moments-doomed-Russian-jet-Plane-lurched-passengers-sucked-seats-external-impact-blew-jet-apart-flight-data-reveals.html

        • Ich bin sicher schon am Samstag, spätestens Sonntag gelesen zu haben, dass Russland sofort Kerosinproben genommen hatte.
          Und die Briten preschen im Tandem mit den USA vor, beide berufen sich mal wieder auf intel , die USA dabei auf geheime IS-interne Nachrichten, die sie beobachten.
          http://edition.cnn.com/2015/11/04/africa/russian-plane-crash-egypt-sinai/index.html

          Die Kriegspropaganda-Maschine wieder in voller Fahrt.

          Cameron’s Update nach der Sicherheitskonferenz werden wir ja noch erfahren.
          http://www.4-traders.com/AIRBUS-GROUP-4637/news/UK-Citing-Possible-Bomb-in-Jet-Crash-Halts-Sinai-Flights-21346852/?countview=0
          (das ist offenbar der aus der Financial Times übernommene Artikel)

        • Was die Kerosinproben angeht, so haben die russischen Behörden sie dort genommen, wo Metrojet vor dem Hinflug getankt hat.

          Wenn man sich die Videos bei CNN ansieht:

          http://edition.cnn.com/2015/11/04/africa/russian-plane-crash-egypt-sinai/index.html

          dann wurde in einem auch bereits erwähnt, daß Putin zuhause jetzt Schwierigkeiten bekommen könnte, weil es ja das Syrien-Engagement war, daß diese „Racheaktion“ ausgelöst haben soll. Das könnte an seiner Popularität kratzen.

          Natürlich gingen die berühmten anonymen „US-officials“ erst an die Öffentlichkeit, nachdem GB seine Entscheidung bekanntgegeben hat (als ob nicht die USA auf GB eingewirkt hätten, diese Entscheidung zu treffen). Irland zog nach:

          News of the U.S. intelligence analysis comes hours after British Prime Minister David Cameron’s office said a bomb might have caused the crash.

          „While the investigation is still ongoing, we cannot say categorically why the Russian jet crashed,“ the Prime Minister’s office said. „But as more information has come to light, we have become concerned that the plane may well have been brought down by an explosive device.“
          Flights due to leave Sharm el-Sheikh, Egypt, for the United Kingdom were being delayed his office said, as a precautionary measure to allow British aviation experts to assess security arrangements at the city’s airport, Cameron’s office said in its statement.
          Ireland also said Wednesday that it was suspending all flights to and from Sharm el-Sheikh until further notice, according to a statement from the Irish Aviation Authority.

          http://edition.cnn.com/2015/11/04/africa/russian-plane-crash-egypt-sinai/index.html

          Wir wissen doch, wer Herrchen ist und wer Pudel. 😉

          Am meisten erstaunt mich die Tatsache, daß sofort auf IS bzw. IS-„affiliated“ gesprungen wird und niemand die inÄgypten harsch verfolgte Muslimbrüderschaft auf dem Schirm hat, falls es eine Bombe gewesen sein sollte.
          Und wie immer wissen die amerikanischen Geheimdienste nichts, sondern glauben oder meinen nur:

          The latest U.S. intelligence suggests that the plane crash was most likely caused by a bomb on the plane planted by ISIS or an ISIS affiliate, according to a U.S. official familiar with the matter.

          „There is a definite feeling it was an explosive device planted in luggage or somewhere on the plane,“ the official said, stressing that no formal conclusion had been reached by the U.S. intelligence community.

          The assessment was reached, the official said, by looking back at intelligence reports that had been gathered before Saturday’s plane crash and intelligence gathered since then. The United States did not have credible or verified intelligence of a specific threat before the crash. However, the official said, „there had been additional activity in Sinai that had caught our attention.“

          Another U.S. official said the intelligence regarding ISIS is in part based on monitoring of internal messages of the terrorist group. Those messages are separate from public ISIS claims of responsibility, that official said.

          http://edition.cnn.com/2015/11/04/africa/russian-plane-crash-egypt-sinai/index.html

          Auf CNN ist eben Verlaß, wenn irgendetwas verbreitet werden soll, was im Sinn der Regierung ist.

          Ich würde mal sagen: wenn die Untersuchung Sprengstoff-Rückstände nachweist, dann wäre das Szenario erwiesen. Vorher nicht.

          Ich glaube auch nicht, daß die Rechnung der leakenden US-Geheimdienstler aufgehen wird. Denn falls der IS tatsächlich verantwortlich sein sollte, wird sich in Rußland eher eine „Jetzt erst recht“-Stimmung zugunsten der syrischen Luftschläge ausbreiten. Aber von der russische Mentalität haben die Verantwortlichen in den USA (ob in der Politik, in den Geheimdiensten oder in den Think Tanks) keine Ahnung.

        • Ich habe mir jetzt erst Ihren zweiten Link angesehen. Und daraus wird ersichtlich, daß die Leaks an CNN politisch motiviert sind. Denn die Offiziellen in Washington haben sich geweigert, die „unabhängige“ britische Entscheidung zu kommentieren:

          U.K., Citing Possible Bomb in Jet Crash, Halts Sinai Flights

          11/04/2015 | 01:16pm US/Eastern

          LONDON The British government said it was suspending flights from Sharm El Sheikh in Egypt to the U.K., saying the Russian jet that crashed Saturday may have been brought down by an „explosive device.“
          […]
          In Washington, the White House didn’t take exception to the British assessment, but had said Wednesday it wouldn’t provide new information on the investigation or say anything to interfere with the probe.

          White House press secretary Josh Earnest said the U.K. had different considerations than the U.S. in grounding flights and making comments on the possible cause of the crash. Unlike the U.K., the U.S. has no carriers that operate out of the Sinai Peninsula.

          Mr. Earnest noted that the U.S. Federal Aviation Administration previously has recognized potential risks to airlines, issuing a notice earlier this year that U.S. aircraft flying in the area should maintain an altitude of at least 26,000 feet, an increase from the previous rule of 24,000.
          […]

          http://www.4-traders.com/AIRBUS-GROUP-4637/news/UK-Citing-Possible-Bomb-in-Jet-Crash-Halts-Sinai-Flights-21346852/?countview=0

          Merke: die Briten wurden vorgeschickt.

          Hoffen wir, daß wenigstens diese Untersuchung objektiv vorgenommen wird. Da die Deutschen und die Franzosen beteiligt sind (via Airbus), und ich denen doch einiges Vertrauen entgegenbringe, besteht sogar eine Chance. Rußland will nach meiner Einschätzung nur wissen, was passiert ist, die Konsequenzen scheuen sie nicht, und als Bremsklotz sehe ich lediglich Ägypten.

          Egypt’s Interior Ministry said it wasn’t stepping up security in Sharm el-Sheikh or at the resort city’s airport „because there is no indication (the plane crash) was a terrorist operation.“

          http://edition.cnn.com/2015/11/04/africa/russian-plane-crash-egypt-sinai/index.html

        • So ist es! Und wer Josh Earnest live sah, wurde darin nur noch bestärkt. Einmal Pudel, immer Pudel, daran ändert auch der Milliardendeal mit China nichts.
          Es ist unerträglich, wie CNN das nun wieder als gegeben verkauft, vom größten Terroranschlag seit 9/11 spricht, von denselben Terroristen natürlich und Leute wie Lindsey Graham seinen Salm vom Heiligen Krieg gegen das christliche Amerika ablassen läßt.

          Seltsam, dass schon gleich in den ersten Berichten der ersten Tage von vermuteter Explosion in der Bordküche die Rede war und angeblich auch unterschiedliche Verletzungen (Verbrennungen) bei den Passagieren der hinteren und vorderen Sitzreihen ersichtlich gewesen seien. Ich weiß nicht mehr, wo ich das las.

  6. Langsam wird der Blick auf die Ukraine klarer, und selbst SPON berichtet über den gestern vorgestellten Menschenrechts-Bericht des Europarats:

    Ukraine: Die Schande von Odessa
    Von Benjamin Bidder

    Nach Straßenschlachten ging im Mai 2014 in Odessa das Gewerkschaftshaus in Flammen auf, 48 Menschen starben. Nun stellt der Europarat der Ukraine ein vernichtendes Urteil aus.

    Mittwoch, 04.11.2015 – 09:42 Uhr
    […]

    Zwei Gruppen standen sich an jenem Tag gegenüber. Knapp 2000 ukrainische Hooligans marschierten für die im Februar erfolgreiche Maidan-Revolution und die „Einheit des Landes“. Darunter waren viele Nationalisten aus Kiew und Charkiw. Auf der anderen Seite standen jene, die sich „Anti-Maidan“ nennen: Ihre Zeichen waren russische Fahnen und das orange-schwarze Georgsband. Der „Anti-Maidan“ griff die Hooligans an, die Straßenschlacht begann.
    Beide Seiten schossen aufeinander, sechs Menschen starben. Am Abend griffen Hooligans und Nationalisten das Hauptquartier des „Anti-Maidan“ an, eine Zeltstadt am Haus der Gewerkschaften. Prorussische Aktivisten verbarrikadierten sich im Innern, Molotowcocktails flogen. Das Gebäude fing Feuer. Am Ende dieses Tages waren 48 Menschen tot.

    Aufarbeitung kommt nicht voran

    Die Tragödie liegt anderthalb Jahre zurück. Die Aufarbeitung aber kommt kaum voran. Nun stellt der Europarat der Ukraine ein vernichtendes Urteil aus. Es sei „kein substanzieller Fortschritt bei den Untersuchungen gemacht worden“, heißt es in einem am Mittwoch in Kiew vorgestellten Bericht. Den Behörden mangele es an der „notwendigen Gründlichkeit und Sorgfalt“. Beweise gingen verloren, weil die Straßenreinigung sie am nächsten Tag einfach wegräumte. Die Ruine des Gewerkschaftshauses wurde erst nach Tagen abgesperrt.

    Bis heute gibt es zwar mehrere Verfahren wegen der Straßenschlachten, aber nicht eine Anklage wegen des Angriffs auf das Gewerkschaftshaus. Der einzige Verdächtige wurde laufen gelassen, aus Mangel an Beweisen.
    […]

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-europarat-kritisiert-ermittlungen-zu-strassenschlachten-a-1060987.html

    Damit hat er allerdings nur einen Aspekt des Berichts herausgesucht. Er ist weitaus umfassender und nimmt alle Seiten in den Blick – insbesondere auch die Art und Weise, wie Kiew die Donbass-Bevölkerung behandelt. Hier die Pressemeldung zum Bericht, der dort heruntergeladen werden kann.

    Press release – CommDH033(2015)
    Eastern Ukraine: urgent need to guarantee freedom of movement and humanitarian access

    3 November 2015 Strasbourg. “The conflict in the east of Ukraine has resulted in the loss of thousands of lives and severe hardship for ordinary people living in the conflict-affected areas. All measures must be taken to prevent further deaths and provide urgent assistance to meet the basic needs of the affected population,” said today Nils Muižnieks, Council of Europe Commissioner for Human Rights, releasing a report following his visit to Ukraine from 29 June to 3 July 2015. In the course of this visit the Commissioner travelled to Kyiv, Dnipropetrovsk, Kramatorsk and the non-government controlled city of Donetsk.

    On both sides of the contact line the Commissioner heard alarming stories about civilian casualties and the continuing destruction of infrastructure, including the impact of indiscriminate shelling on schools and medical facilities. Around 2 million people who live in the areas adjacent to the contact line between the government forces and armed groups, including in the buffer zone, are in the most vulnerable situation. Access to clean water has been a pressing issue for up to 1.3 million people.

    Individuals living in the non-government controlled areas have been affected by the suspension of the payment of social benefits, food insecurity, higher prices for basic goods and a non-functioning banking sector. Restrictions on freedom of movement have further exacerbated their situation. While recognising the challenges imposed by the security situation, the Commissioner urges the Ukrainian authorities to apply a balanced approach which reconciles security measures with the need of the local population to move freely across the contact line. The authorities should also take proactive and pragmatic measures to facilitate the payment of social benefits to people living in these areas. “I call on the authorities to work in close co-operation with international organisations to facilitate the speedy delivery of humanitarian aid, including through the establishment of special humanitarian corridors and the simplification of administrative procedures,” said the Commissioner, stressing the need to address the allegations of corruption at the checkpoints. “The decision-makers in non-government controlled areas of Donetsk and Luhansk regions should also remove the barriers impeding the access of humanitarian aid and create an enabling environment for the work of international humanitarian organisations,” the Commissioner pointed out.
    […]
    The Commissioner is alarmed by the devastating impact of the conflict on children and their development due to indiscriminate shelling of civilian objects and the presence of land mines and unexploded ordnance. Because of restrictions on freedom of movement and the disrupted delivery of administrative services, children born or currently residing in non-government controlled areas face difficulties in obtaining birth certificates, passports, school diplomas and other documents. “Minors residing in non-government controlled areas run the risk of becoming stateless with all the negative consequences this can have on their development and enjoyment of human rights. I urge the Ukrainian authorities to adopt without further delay regulations simplifying the acquisition of valid identity documents, birth and education certificates for minors and newly-born children and to develop an effective statelessness determination procedure.”
    […]

    https://wcd.coe.int/ViewDoc.jsp?Ref=CommDH-PR033%282015%29&Language=lanEnglish&Ver=original&Site=DC&BackColorInternet=F5CA75&BackColorIntranet=F5CA75&BackColorLogged=A9BACE

    • Bidder schreibt:

      ‚Der Bericht führt alle bis heute bekannten Fakten auf. Verschwörungstheorien stützt er nicht. Der Europarat gibt auch die Nachforschungen einer Bürgerinitiative aus Odessa wieder. Die Aktivisten nennen sich „Gruppe 2. Mai“. Von ihnen stammt die transparenteste Untersuchung der Tragödie. Hinweise auf ein gezieltes Komplott haben sie nicht gefunden. „Im Gegenteil“, sagt Sergij Dibrow, Reporter und ein Sprecher der Gruppe. „Alles entwickelte sich chaotisch, spontan, unvorhersehbar.“ Die eigentliche Ursache sei die „Degeneration aller staatlichen Stellen, hervorgerufen durch die allgegenwärtige Korruption“.‘

      Sergej Dibrow ist der Gewährsmann der westlichen Medien dafür, dass es keine Verschwörung gab.

      Selbstverständlich gibt es Hinweise darauf, dass es sich auch hier um eine Aktion unter falscher Flagge handelte. Nicht nur, dass im Vorfeld Andrij Parubij involviert war, was unseren Qualitätsmedien keine Silbe wert war, nein: Die Vorgänge in der Innenstadt müssen sehr genau betrachtet werden. Da gab es Vermummte, die von den Dächern schossen und Wurfsterne auf die nationalistischen Hooligans warfen. Sie trugen rote Armbinden, die auch in Bidders Interview mit dem Karateka angesprochen werden:

      http://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-die-retter-der-brandstiftung-in-odessa-a-967811.html

      Eine hochinteressante Lektüre!

      Und da gab es den sogenannten Bootsmann, der in einer zentralen Videoaufnahme zu sehen ist, wie er mit einem Gewehr auf die Hooligans feuert, während von der Polizei gedeckte Schläger diese angreifen. Dieser Bootsmann wurde von Sergej Dibrow in einem ebenfalls interessanten Artikel der WELT als pro-russischer Separatist bezeichnet:

      ‚Auf mehreren Bildern und Videos taucht ein dicker Mann mit Maske und Helm auf. Er schießt mit einen Jagdkarabiner mehrmals auf die Fußballfans. Andere Sequenzen zeigen ihn, wie er Polizisten in den Rücken schießt. Festgenommen wird er im Chaos nicht. Der Journalist Sergej Dibrow filmt den Mann. „Das ist ein Einwohner von Odessa“, sagt er. „Er wurde schon oft im prorussischen Lager mit seinem Karabiner gesehen.“‚

      http://www.welt.de/politik/ausland/article127870079/Was-geschah-in-Odessa-Protokoll-einer-Eskalation.html

      Ulrich Heyden hingegen bezeichnet den Bootsmann in seinem Film als Nationalisten. Die Bewertung der Vorgänge in der Innenstadt dürfte davon abhängen, wer recht hat.

      • @Cherrycoke 4. November 2015 um 13:08 :
        Einspruch:
        Der von Ihnen mehrfach zitierte „Journalist“ Sergej Dibrow ist m.M.n. ein verdeckt operierender jedoch eindeutiger Parteigänger der Putschregierung von Beginn an.
        Mit einer einfachen Recherche bei Google nach seinem Namen, seinem Portals (http://dumskaya.net/) bzw. den von ihm verfassen Artikeln (auch die in ukrainischer Sprache) können sie sich davon überzeugen.
        Als von der Regierung zumindest nicht verfolgter Leiter der angeblich unabhängigen Gruppe 2.Mai und deutsches Sprachrohr aller „2.Mai“-Informationen (Artikel bei WELT, ZEIT, FAZ, etc.) hat er wesentlichen Anteil an der vorherrschenden Verschwörungstheorie, daß die Morde alle „zufällig“ und aus der Situation heraus entstanden sind.
        Ihn würde ich daher in der Causa Odessa keinesfalls als neutralen Beobachter und Kronzeugen akzeptieren.

        PS.:
        Allein die Tatsache, daß er als einziger! unbehelligt von den zentralen (Kiew) und örtlichen Behörden zu den Vorfall auch international Bericht erstatten darf und nicht wie dutzende andere im Gefängnis landete, lässt einem stutzig werden.

        • Da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt: Genau dies ist auch meine Vermutung zu Sergej Dibrow. Ich habe mich nur vorsichtiger ausgedrückt, weil ich a) letztlich auch nicht weiß, was geschehen ist, sondern nur begründete Vermutungen anstellen kann, und b) ich in Ermangelung entsprechender Sprachkenntnisse keine ukrainischen oder russischen Quellen lesen kann.

          Ich erinnere mich an die Google-Übersetzung einer Stellungnahme Dibrows zu den roten Armbändern der Polizisten, die er in völlig absurder Manier zu erklären versuchte (irgendetwas mit Schutzschilden).

          Es ist schon interessant, dass die Medien in vielen Fällen immer wieder auf ein und denselben Gewährsmann zurückgreifen…

        • Das ist ein windelweich geschriebener Artikel, der das eigentliche Thema verwässert:

          Tragödie von Odessa: Filmemacher bitten Bundestag um Hilfe
          14:29 25.09.2015 (aktualisiert 16:12 05.10.2015)

          Die Autoren des Kinofilms „Die brennenden Herzen“ über die Tragödie im ukrainischen Odessa am 2. Mai 2014 hoffen auf Unterstützung des deutschen Bundestags bei der Untersuchung des tragischen Feuers im Gewerkschaftshaus.

          Wie Jekaterina Fedorenko, eine der Filmmacherinnen, RIA Novosti mitteilte, haben sich die Autoren an Andrej Hunko, Fraktionsmitglied der Linken und PACE-Mitglied, mit dieser Bitte gewandt.
          „Wir haben uns an den deutschen Bundestag gewandt, damit seine Abgeordneten den Einwohnern Odessas bei der Ermittlung der Umstände dieser schrecklichen Tragödie helfen. Denn keiner der Verbrecher wurde bisher dafür bestraft. Wegen der Ereignisse in dem Gewerkschaftshaus wurden 20 Menschen verhaftet. Sie waren alle Anhänger der ‚Anti-Maidan‘-Bewegung, die des Terrorismus und Separatismus beschuldigt wurden. Niemand von denjenigen, die auf Menschen in Odessa schossen und sie verbrannten, wurde festgenommen“, so eine der Filmemacher, Anna Sinjukowa.

          http://de.sputniknews.com/zeitungen/20150925/304517791.html#ixzz3qNEORI1T

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