Hans Wollschläger-Fake News- Updated

Hans, Winterberg 11-04

Hans Wollschläger in Winterberg, 2004, Foto: Gabriele Gordon

Es hätte ja eigentlich genügt, meinen letzten Artikel zu ergänzen:

https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/17/fake-news-oder-wie-ich-zur-witwe-von-hans-wollschlaeger-wurde/

Aber irgendein Bug im WordPress-System ließ das nicht zu.

Die NZZ als Sprachrohr des gekränkten Bearbeiters der Wollschläger-Übersetzung des Ulysses von James Joyce, Harald Beck, hat nun auch dessen Zuarbeiter Hans Walter Gabler zu Wort kommen lassen.

Der Artikel hebt natürlich mit Fake News an:

Rettet den deutschen «Ulysses»

Aus rechtlichen Gründen liegt die revidierte deutsche Übersetzung von Hans Wollschläger auf Eis. Das darf nicht sein.

Hans Walter Gabler 26.3.2018, 05:30 Uhr

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Sie liegt natürlich nicht nur aus rechtlichen Gründen „auf Eis“, sondern entscheidend deshalb, weil Beck das Wollschlägersch’e Kunstwerk zerstörte.

Die NZZ vom 2.3.2018 war jedenfalls schon mal näher an der Wahrheit:

Gabriele Gordon habe keinerlei Gesprächsbereitschaft gezeigt: «Sie hat es abgelehnt, Jonathan Landgrebe, den Leiter von Suhrkamp, und den Cheflektor Fellinger zu treffen. Offenbar hat sie dem Verlag schriftlich ihre Position dargelegt; sie begründet diese einerseits juristisch – in dieser Hinsicht sind ihre Ansprüche tatsächlich unanfechtbar. Anderseits führte sie angeblich literarische und philologische Gründe an: Wollschläger hätte der Neufassung nicht zugestimmt, argumentierte sie.»

https://www.nzz.ch/feuilleton/ulysses-neuedition-rechtlich-ist-die-sache-tot-ld.1361961

Der offenbar umfassend uninformierte Gabler meint:

Das grundsätzliche Einvernehmen zwischen dem Übersetzer, einem Team von Revisoren und dem Suhrkamp-Verlag datiert aus dem Jahre 2007. Leider verstarb Hans Wollschläger wenige Monate, nachdem das Übereinkommen erzielt worden war.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Daß bei diesem Treffen von 10.3.2007 irgendein Übereinkommen erzielt worden sei, davon träumt allenfalls der Suhrkamp-Verlag. Insofern existiert lediglich ein Protokoll des Verlags, das Hans Wollschläger nie zur Kenntnis nahm. Ob er wirklich die Fron auf sich genommen hätte, sich ein ganzes Jahr die Besserwissereien von Anglisten und Philologen anzuhören? Die keine Ahnung von Kunst haben?

Ich wage es zu bezweifeln.

Eins ist jedenfalls klar. Nur Hans Wollschläger selbst hätte seine eigene geniale Übersetzung überarbeiten können. Niemand sonst.

Gabler hüpft gleich hierauf:

Durch dieses aber bestärkt, verpflichtete der Verlag Harald Beck und seine Mitarbeiter zur Durchsicht und Überarbeitung der Wollschläger-Übersetzung. Entscheidend am Übereinkommen war, dass ein durchgesehener und revidierter Übersetzungstext nicht die wollschlägersche Verdeutschung überfremden würde. Die Überarbeitung verstand sich als Dienst an der Übersetzung und deren Dienst am Roman und an seinem Autor.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Warum bringt die NZZ derlei Lügen?

Klar, Beck möchte gern seine Vorgänger Dirk Vanderbeke und Dirk Schultze, die Kommentatoren der Wollschläger-Übersetzung  im Jahr 2004, auslöschen, denen er zuarbeitete. Genauso agiert sein Zuarbeiter Gabler.

Vanderbeke und Schultze verließen das Unternehmen, als ihnen klar wurde, wie sehr Beck es auf die Zertrümmerung  der Wollschläger-Übersetzung ankam.

Gabler:

Wie ich es mir vorstelle, könnte Grundlage einer Vereinbarung sein, dass Hans Wollschlägers «Ulysses» unverändert der rein deutsche Lesetext des Werkes vom Suhrkamp-Verlag bleibt. In Parallele dazu sollte der Verlag den Plan Siegfried Unselds umsetzen, eine zweisprachige «Ulysses»-Ausgabe anzubieten. In dieser würde dem englischsprachigen originalen Text der deutsche zugesellt, der, auf der Grundlage der Übereinkunft mit Hans Wollschläger, über zehn Jahre hinweg im Auftrag des Suhrkamp-Verlags erarbeitet wurde. Dass dieser überarbeitete Text im Wesentlichen nach wie vor den Übersetzungstext Hans Wollschlägers darstellt, nur eben in einer revidierten Fassung, welche Entsprechungen im Deutschen zum englischen Original präzisiert, wäre selbstredend hervorzuheben und vertraglich festzuhalten.

Es ist eine hohe Anerkennung der Übersetzung von 1975, dass sie eben nicht ersetzt wird, sondern im Kern bestehen bleibt. Der revidierte Wollschläger-Text in einer zweisprachigen Ausgabe sollte dabei selbstverständlich zu erkennen geben, wo er von Wollschlägers Fassung von 1975 abweicht und warum er das tut. Der englischsprachige Text der Herausgeber Hans Walter Gabler, Wolfhard Steppe und Claus Melchior steht rechtlich vorbehaltlos für die zweisprachige Ausgabe zur Verfügung.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Nun mag ja wohl Suhrkamp befeuert haben, die „neue“ Übersetzungs-Bearbeitung von Beck zu promoten, weil die alte von Wollschläger nicht mehr verkauft wird, da der Markt gesättigt ist.

Gablers Vorschlag ist nicht nur weltfremd, sondern auch kontrafaktisch, da die Wollschläger-Übersetzung durch Beck zerstört worden ist.

Und warum sollte ein kommerzieller Verlag wie Suhrkamp eine englisch-deutsche Ulysses-Ausgabe herausbringen, der die zehntausende Beck-Veränderungen an der Wollschläger-Übersetzung dokumentiert, die Beck auch noch begründen soll?

 

 

8.514 Gedanken zu „Hans Wollschläger-Fake News- Updated

  1. Und weiteres zum Impeachment-Verfahren: die deutsche Berichterstattung ist von einseitigster Einfalt geprägt (oder einfältigster Einseitigkeit):

    Ob diesem Mann eine solche Lektüre zumutbar ist?

    Vermutlich weiß er nicht einmal, wer dieser Atkinson ist.

    Ich hatte hier Paraphrasen und Zitate aus der juristischen Eingabe gebracht:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-221/#comment-87350

    Fand er das auch, als die Democrats im Repräsentantenhaus das genauso handhabten und dabei die unfairsten Regeln überhaupt aufsetzten?

    Für ZDF-Korrespondent Theveßen hat der erste Prozesstag unterm Strich vor allem eines gezeigt: „Die demokratischen Ankläger liefern eine hochdidaktische Darbietung an die amerikanische Öffentlichkeit mit sehr verständlichen Grafiken und brillanten Vorträgen. Die republikanischen Verteidiger haben dem wenig bis nichts Substanzielles entgegenzusetzen und vermeiden ein inhaltliche Argumentation.“

    https://www.zdf.de/nachrichten/panorama/impeachmentverfahren-senat-beschliesst-regeln-100.html

    Kein kritisches Wort zum aalglatten Lügner Schiff, der dafür verantwortlich war?

    Jetzt wurde er wieder beim Manipulieren erwischt, und das durch Politico:

    Schiff may have mischaracterized Parnas evidence, documents show
    Unredacted material shows he may have referred to the wrong „Mr. Z.“

    By MELANIE ZANONA
    01/21/2020 07:46 PM EST

    House Intelligence Chairman Adam Schiff appears to have mischaracterized a text message exchange between two players in the Ukraine saga, according to documents obtained by POLITICO — a possible error the GOP will likely criticize as another example of the Democrats’ rushed effort to impeach President Donald Trump.

    The issue arose when Schiff (D-Calif.) sent a letter to House Judiciary Chairman Jerry Nadler (D-N.Y.) last week summarizing a trove of evidence from Lev Parnas, an indicted former associate of Trump’s personal attorney Rudy Giuliani. In one section of the letter, Schiff claims that Parnas “continued to try to arrange a meeting with President Zelensky,” citing a specific text message exchange where Parnas tells Giuliani: “trying to get us mr Z.” The remainder of the exchange — which was attached to Schiff’s letter — was redacted.

    But an unredacted version of the exchange shows that several days later, Parnas sent Giuliani a word document that appears to show notes from an interview with Mykola Zlochevsky, the founder of Burisma, followed by a text message to Giuliani that states: “mr Z answers my brother.” That suggests Parnas was referring to Zlochevsky not Zelensky.

    The word document contains a series of questions and answers, but doesn’t identify who is doing the asking or answering. Yet the questions center on the hiring practices at Burisma, while the responses include statements such as „we wanted to build Burisma as [an] international company” and „we also thought it would help in Ukraine to have strong international board figures,” which seems to point to Zlochevsky — not the Ukrainian president — as the respondent.
    […]

    https://www.politico.com/news/2020/01/21/schiff-parnas-trump-evidence-101832

    Ein bedauerlicher Irrtum eben.

    Noch so ein Irrtum.

    21.01.2020, 23:35 Uhr

    Amtsenthebungsverfahren gegen Trump startet
    Streit zum Auftakt des Impeachments
    Der republikanische Mehrheitsführer hat einen Plan für den Ablauf des Impeachment-Prozesses entworfen. Die Demokraten befürchten eine „Vertuschung“.
    Juliane Schäuble

    Die US-Demokraten haben empört auf die Pläne der Republikaner für das Amtsenthebungsverfahren im Senat gegen Präsident Donald Trump reagiert. Nach dem am Montagabend bekannt gewordenen Vorschlag für Verfahrensregeln von Seiten des republikanischen Mehrheitsführers Mitch McConnell ist es möglich, dass gar keine Zeugen angehört werden.
    Auch sieht der Zeitplan Marathonsitzungen vor, die bis nach Mitternacht dauern sollen. Der inhaltliche Teil des Verfahrens in der Kongresskammer beginnt am Dienstagabend. Da Trumps Republikaner hier die Mehrheit stellen, können sie die Regeln bestimmen.
    McConnell habe den Prozess „bewusst“ entworfen, um die Wahrheit vor dem Senat und dem amerikanischen Volk zu verbergen, erklärte die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi. McConnell wisse, dass Trumps Fehlverhalten nicht zu verteidigen sei und eigentlich eine Amtsenthebung nach sich ziehen müsse. Doch er habe sich für „Vertuschung“ entschieden.
    […]

    https://www.tagesspiegel.de/politik/amtsenthebungsverfahren-gegen-trump-startet-streit-zum-auftakt-des-impeachments/25457744.html

    Ein Armutszeugnis nach dem nächsten.

    Neue Enthüllungen:

    Whistleblower Was Overheard in ’17 Discussing With Ally How to Remove Trump

    By Paul Sperry, RealClearInvestigations
    January 22, 2019

    Barely two weeks after Donald Trump took office, Eric Ciaramella – the CIA analyst whose name was recently linked in a tweet by the president and mentioned by lawmakers as the anonymous “whistleblower“ who touched off Trump’s impeachment – was overheard in the White House discussing with another staffer how to remove the newly elected president from office, according to former colleagues.

    Sources told RealClearInvestigations the staffer with whom Ciaramella was speaking was Sean Misko. Both were Obama administration holdovers working in the Trump White House on foreign policy and national security issues. And both expressed anger over Trump’s new “America First” foreign policy, a sea change from President Obama’s approach to international affairs.
    “Just days after he was sworn in they were already talking about trying to get rid of him,” said a White House colleague who overheard their conversation.
    “They weren’t just bent on subverting his agenda,” the former official added. “They were plotting to actually have him removed from office.”
    Misko left the White House last summer to join House impeachment manager Adam Schiff’s committee, where sources say he offered “guidance” to the whistleblower, who has been officially identified only as an intelligence officer in a complaint against Trump filed under whistleblower laws. Misko then helped run the impeachment inquiry based on that complaint as a top investigator for congressional Democrats.
    […]

    https://www.realclearinvestigations.com/articles/2020/01/22/whistleblower_was_overheard_in_17_discussing_with_ally_how_to_remove_trump_121701.html

    Lediglich anonyme Quellen, aber etwas anderes haben die WaPo, die NYT und CNN für ihre „bombshells“ in der Regel ja auch nicht zu bieten.

    • Dieser Misko wurde ja schon wiederholt in anderen Reports als früherer Kollege und Compagnon von Ciaramella erwähnt, das macht also viel Sinn. Und Mary McCord rundete das Bild ab.

      Je mehr Schiff rumquatscht, nun effektiv von den reps in die Enge getrieben, umso mehr verrät er sich selbst, seine Giftsalven sind unerträglich.
      Auch heute in der Fotsetzung dieses lächerlich-elenden Schauspiels wird Chief Justice Roberts sicher wieder zur Mäßigung mahnen müssen.

      Hier hat Fox eine kurze Clip-Zusammenfassung von gestern

      https://video.foxnews.com/v/6125559847001#sp=show-clips

      ‚Senate impeachment trial starts with bang as McConnell’s rules are approved‘
      Jan. 22, 2020 – 2:15 – Mike Emanuel recaps day one of the Senate impeachment trial that concluded with Chief Justice John Roberts admonishing both sides for their shouting match.

      Auch wenn ich weiß, daß Sie persönlich keinen Wert auf die langen Original live Videos legen und lieber nachträglich Berichte und vor allem dutzende Tweets präsentieren:
      For the record im Blog poste ich dennoch auch die heutige Session:

      https://www.fox19.com/2020/01/22/trump-impeachment-trial-rules-established-after-hour-rules-session/

      sowie auch die zuvor gehaltene GOP PK:

      https://www.c-span.org/video/?468421-1/senate-republicans-news-conference-impeachment-trial&vod

      Senate Republicans News Conference on Impeachment Trial
      ‚Senator Lindsey Graham (R-SC) and other Senate Republicans speak with reporters about the impeachment trial.‘

      Alle Videos, auch live streams, sind später jederzeit wieder abspielbar und viel der oft knackigen Beiträge des Trump defense Teams sind leider eben nicht in Tweets festgehalten.

      • Zum noch bevorstehenden Teil des Prozesses hier noch die entsprechend giftige Vorhersage und CNN-adäquate Einschätzung von deren Rechtsexperte Toobin:

        https://www.newyorker.com/news/daily-comment/how-donald-trumps-legal-team-will-try-to-defend-him-at-the-senate-impeachment-trial

        Beginnt schon gleich typisch böartig mit dem Titel :
        ‚HOW DONALD TRUMP’S UNLIKELY LEGAL TEAM WILL TRY TO DEFEND HIM‘
        und weiter
        „There are not many legal celebrities in the United States, but Trump now has two of them: Kenneth Starr, the erstwhile pursuer of Hillary and Bill Clinton as the independent counsel during the Whitewater (and more) matter, and Alan Dershowitz, defender of O.J. Simpson, other famous clients, and, lately, his own conduct. How can we not wonder how Starr, who inveighed against what he called the dishonesty of the Clintons, will contrive to defend this President? What will Dershowitz, a onetime liberal and a civil libertarian, say about his new client, who is openly hostile to the values enshrined in the Bill of Rights? And how did Trump manage to find not one but two famous lawyers who had previously joined forces to defend Jeffrey Epstein, who was a friend of Trump’s?“
        [-]

        Das ist heftig, hoffentlich ‚kopiert‘ das keiner unserer Presse-Schmierfinken!
        Nur kein Neid, Mr Toobin!

        • Sie haben vollkommen recht: niemand wird sich diese dreizehnstündige Veranstaltung antun – vielleicht irgendwann Historiker, die die größte Scharade aller Zeiten analysieren: die dems haben faktisch keinen Fall, und rechtlich weichen sie in allen Punkten von dem ab, was sie 1998 beim Clinton-Impeachment vertreten haben; und weil US-Politiker solange dienen, bis Demenz oder Hirntumore ihre Karriere zwangsläufig beenden, sind es auch noch dieselben Protagonisten, die damals hü und heute hott sagen.

          Eine Heuchlerbande, wie ich schon so oft konstatieren mußte. Epstein-Verteidiger und Epstein-Freunde sind zwei verschiedene Kategorien, und in letztere gehören ja wohl eindeutig Democrats wie Bill Clinton und Uni-Präsidenten, die ihn wegen seiner Spenden hofierten.

          Übrigens entfernten sich auch dems-Senatoren aus dem Saal, als Schiff nach Mitternacht zu seinem üblichen lügnerischen Pathos-Vortrag anhob. Sanders war dabei. Es mußte ihm Übelkeit verursachen, welchen Schrott er da zu hören kriegen würde, nachdem er schon der Parteilinie folgte und sich bei Joe Biden entschuldigte, weil einer seiner Unterstützer im Guardian zutreffend erklärte, Biden habe ein größeres Korruptionsproblem in der Ukraine.

          Das Impeachment-Verfahren ist Teil des Wahlkampfs, der bei den Primaries der dems immer mehr aus dem Ruder läuft.

          Sanders legt die Samthandschuhe ab:

          Biden keilt zurück:

          Bidens Campaign verbreitete am 21.1.2020, offenbar ermutigt durch Sanders` nEntschuldigung, dieses Propaganda-Video über die Ukraine, begeistert begrüßt von WaPos anti-Trumperin Jenifer Rubin, das natürlich vor Lügen strotzt:

          Um noch einen draufzusetzen: die NGO der Dame wurde von US-Aid und Soros unterstützt, die das anti-Schokin NABU unter Sytnik initiierte. Sytnik ist längst selbst wegen Korruption angeklagt.

          A Federalist analysis of the average board member compensation at comparable corporations found Hunter Biden was being paid far above marketable value. Board members working for Exxon Mobil for example, a company worth billions more than Burisma, reported earnings of little more than half what Hunter Biden was bringing in from Ukraine.
          https://thefederalist.com/2019/11/27/hunter-bidens-reported-burisma-payout-was-far-above-comparable-board-compensation/

          https://thefederalist.com/2020/01/22/biden-campaign-features-ukrainian-activist-who-previously-accused-hunter-biden-of-corruption/

          Natürlich werden auch alle Lügen über Schokins „Korruption“ und die angebliche Quasi-Einstellung des Burisma-Verfahrens vor Bidens Einwirkung zur Entlassung Schokins wiederholt. Die hatte Solomon schon im Dezember 2019 widerlegt:

          Am 20.1.2020 hatte es bereits diese Biden-Team-Warnung zum Ukraine-Thema an die Presse gegeben:

          https://www.documentcloud.org/documents/6661670-01-20-20-Team-Biden-Memo-on-Impeachment.html

          In seiner Widerlegung der dort verbreiteten Lügen beschränkt sich Solomon auf die öffentlich verfügbaren Dokumente:

          Der Artikel ist ein Fest für den unabhängig-kritischen Journalismus, den es bei uns schon lange nicht mehr gibt. Und der weltweit, siehe die Verfolgung von Julian Assange durch Schweden, GB und die USA, deren Blaupause folgend jetzt auch Greenwald durch Brasilien ausgesetzt ist, unter Druck gerät. Während die Geheimdienst-Leaker, die die folgsame Establishment-Presse tagtäglich mit ihren politischen Narrationen bedienen, nicht einmal verfolgt werden.

          „Where is Hunter“ wird nächste Woche geklärt:

          Trumps Sorge um Bernie Sanders ist trotz der Anriffe von Hillary und Biden auf ihn verfrüht:

          Ehrlich gesagt kann man keiner einzigen US-Umfrage wirklich trauen. Viel zu wenig Befragte, meistens nur auf registrierte Wähler bezogen, während doch die Independents den Ausschlag geben. Und „nationwide“-Befragungen sind besonders irrelevant, weil es auf die Ergebnisse in einzelnen Wahlkreisen in den einzelnen Bundesstaaten ankommt. Denn nach dem Mehrheitswahlrecht gilt: „The winner takes it all“, und dann gibt es noch das electoral college, das das föderale Element der Vereinigten Staaten betont. Was historisch dem ewigen Mißtrauensvotum gegen den Zentralstaat geschuldet ist.

          Und jetzt wird es richtig heftig:

          https://www.tulsi2020.com/press/2020-01-22-rep-tulsi-gabbard-files-lawsuit-against-hillary-clinton-over-defamatory-statements

          Das sollte Sanders auch tun…

  2. Zum Impeachment-Verfahren:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-221/#comment-87354

    Ich wette, daß man von diesen starken Auftritten der Republikaner bei uns nichts lesen wird? Sie sind leider zu logisch und faktenorientiert, im Gegensatz zu den Verschwörungstheorien der dems wie dem Russia-Hoax:

    https://twitter.com/SteveGuest/status/121973449777784832

    Ich bin sicher: nach dem Ende dieser Präsentationen wird eine Mehrheit im Senat auf überflüssige Zeugen verzichten. Und Trump muß auch nicht böse sein: die Biden-Korruption wird ja weiter unausweichliches Thema bleiben. auch wenn Sanders eingeknickt ist:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-221/#comment-87350

    • Und weil ich gern zu Ende erzähle – hier die dems-Media Story über weiße Nationalisten, die in Virginia gegen restriktive Gesetzesvorschläge der dems vorgehen, die das Verfassungsrecht auf das Tragen von Waffen verletzen:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-221/#comment-87345

      So relativierte sich dann die Vorverurteilung:

      Offenbar muß man lügen können, um ein Funktionär der Demokraten zu sein. Ich kenne eigentlich keinen, der es nicht tut.

      Selbst Sanders mit seiner gelogenen Entschuldigung gegenüber Biden wegen gerechtfertigter Korruptionsvorwürfe durch einen Unterstützer gehört mittlerweile dazu:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-221/#comment-87350

      Dieses mutwillig vom Zaun gebrochene Impeachment-Verfahren, das keinen relevanten Wähler interessiert, beschädigt sogar alternative Kandidaten, die meinen, „mitmachen“ zu müssen.

      • Wie schön, wenn die Presse personalisieren und skandalisieren kann: Trump und Greta in Davos, der Kulturkampf schlechthin:

        Dazu gab es sogar mal einen originellen Kommentar:

        21.01.2020, 15:35 Uhr
        Weltwirtschaftsforum in Davos
        Die überraschenden Gemeinsamkeiten zwischen Thunberg und Trump
        In Davos sind Greta Thunberg und Donald Trump die Mega-Stars. Denn beide verkörpern einen Geist der Zeit: Es darf nicht so weitergehen. Ein Kommentar.
        Malte Lehming
        […]
        Hier die 17 Jahre junge Umwelt-Aktivistin aus Schweden, die unermüdlich an die Verantwortung der Menschheit appelliert, eine Klimakatastrophe abzuwenden; dort der 73 Jahre alte US-Präsident, der den menschenverursachten Klimawandel für eine unbewiesene Behauptung hält und sich selbst dafür preist, sein Land zum weltgrößten Produzenten von fossilen Brennstoffen gemacht zu haben. Sie appelliert ans Kollektiv, er vertraut auf die Kraft jedes Einzelnen.
        […]
        Greta Thunberg und Donald Trump: Vielleicht lohnt, trotz substanzieller Verschiedenheit, auch eine Betrachtung darüber, was sie eint. Verkörpern sie womöglich einen gemeinsamen Geist der Zeit? Beide wirken extrem polarisierend, lassen niemanden kalt, teilen die Menschheit in Gegner und Bewunderer.
        Ihre Sprache ist einfach und klar, die Botschaften, die sie verkünden, klingen manichäisch. Es gibt die Guten und die Bösen, das Licht und die Dunkelheit, die Wahrheit und die „fake news“. Das Establishment verkennt die Zeichen der Zeit, die Elite ist abgehoben, die Medien sind ignorant.

        Eine gegen alle, einer gegen alle

        Der Aufstieg von Thunberg und Trump zu internationalen Mega-Stars verlief jeweils unkonventionell. Die Schwedin schwänzte die Schule und setzte sich Woche für Woche mit einem Plakat vors Parlament. Der Amerikaner kam aus dem Show-Geschäft, zog über alles und jeden her, verprellte Demokraten wie Republikaner. Ihre Attitüden freilich ähneln sich: eine gegen alle, einer gegen alle.
        […]
        Das wirkt auf Öko-Evangelikale, die Thunberg als Erlöserin feiern, nicht minder anziehend als auf konservative Evangelikale, die in Trump den Erfüller ihrer Hoffnungen sehen, weil er Bundesrichter nominiert, die die Bibel und die Verfassung wörtlich auslegen und nicht etwa historisch-kritisch. In beiden Fällen ist der Unterschied zwischen Zustimmung und Verehrung der jeweiligen Anhänger minimal.
        […]
        Könnte das nicht auch das Motto von Greta Thunberg sein? Sie und Trump treten als radikale Avantgardisten auf, denen von verbohrten und unverbesserlichen Widersachern ständig Knüppel zwischen die Beine gelegt werden. Dabei wissen ihre Widersacher nur nicht, in welche Richtung der Wind weht.
        […]
        Aufbruch und Disruption, Leidenschaft und Vision, Radikalität und Avantgarde: Trotz aller Verschiedenheit deuten die Erfolge von Thunberg und Trump auf ähnliche Bedürfnisse der Menschen dieser Zeit hin. Deren Grundgefühl heißt: Es darf nicht so weitergehen. Wenn das die in Davos versammelte Wirtschaftselite verstanden hat, hätte sich die Veranstaltung gelohnt.

        https://www.tagesspiegel.de/politik/weltwirtschaftsforum-in-davos-die-ueberraschenden-gemeinsamkeiten-zwischen-thunberg-und-trump/25456530.html

        Einer gab sich sogleich dem beschriebenen Gefühlstaumel hin:

        Deutschlands Grünen-Chef über Donald Trumps Rede in Davos:
        «Ein einziges Desaster, ich bin fassungslos»
        Robert Habeck hat sich in einem Video zur Rede des amerikanischen Präsidenten beim WEF geäussert und diesen dabei massiv kritisiert. Ein neuer Tiefpunkt im deutsch-amerikanischen Verhältnis.
        Marc Felix Serrao, Berlin 21.01.2020, 17.05 Uhr
        […]
        Es ist nicht das erste Mal, dass Habeck sehr frei spricht. Vor etwa einem Jahr hat er in einem ebenfalls spontan aufgezeichneten Video gesagt, dass das Bundesland Thüringen seine Grünen brauche, damit es «ein offenes, freies, liberales, demokratisches Land wird». Die Aufregung war gross, vor allem im vermeintlich unfreien Freistaat Thüringen, und kurze Zeit später entschied der Grünen-Chef, die sozialen Medien künftig zu meiden und seine Accounts bei Facebook und Twitter zu löschen. Ein radikaler Schritt, der ebenfalls reichlich kommentiert wurde. Feige fanden das manche. Andere zeigten Verständnis für den 50-Jährigen, der sich selbst als ganz anderen, authentischen Volksvertreter begreift.
        Egal, wie man zu Facebook und Twitter steht, Habecks Abstinenz hat ihm rückblickend zumindest nicht geschadet. Die Grünen sind in den Umfragen immer noch stark, und er selbst hat seither weniger Gelegenheiten, verbal zu entgleisen. Bis jetzt – bis ihn die sozialen Netzwerke in Form eines Video für Instagram eingeholt haben.
        […]

        https://www.nzz.ch/amp/international/habeck-ueber-trump-ein-einziges-desaster-ld.1535458

        Mittwoch, 22. Januar 2020
        Nach Trump-Schelte in Davos
        Röttgen wirft Grünen-Chef Einfältigkeit vor

        Habecks Aussage, Trump sei „der Gegner, er steht für all die Probleme, die wir haben“ offenbare „mindestens eine erschreckende außenpolitische Einfältigkeit des grünen Spitzenmannes“. Trump sei schließlich „der demokratisch gewählte Präsident des Landes, das das Rückgrat unserer eigenen Sicherheit bildet“. Iran, Russland und China – das alles sei augenscheinlich „zu komplex für Herrn Habeck“, fügte Röttgen hinzu. Auch sonst habe dieser „geschwafelt“ – etwa indem er erklärt habe, man sei „am Nachdenken“ über das Wirtschaftssystem, und er sei dafür, „das System komplett zu ändern“.
        […]
        Gegenüber ntv hatte Habeck eingeräumt, dass seine Kritik an Trump möglicherweise unhöflich gewesen sei. Dennoch hielt er weiterhin am Tenor seiner ersten spontanen Einschätzung fest. Mit seiner Rede habe Trump die Faust geballt und den Leuten, die in Davos diskutierten, voll ins Gesicht geschlagen. Deshalb müsse man ihm widersprechen. „Möglicherweise auch etwas höflicher, als ich es getan habe, aber der Typ braucht Widerrede“, sagte Habeck ntv.“

        https://www.n-tv.de/politik/Roettgen-wirft-Gruenen-Chef-Einfaeltigkeit-vor-article21524136.html

        Trumps Gegnern gefiel die Rede natürlich auch nicht:

        Dem Davos-Chef schon:

  3. Aktuelles zum Impeachment-Verfahren sprich zur US-Parteipolitik:

    Der Name Lesko sagt mir zwar nichts, aber die anderen stehen voll im Stoff und kennen daher die entscheidenden Fakten.

    Hemingway hat einen guten Thread zum Verteidigungs-Memo:

    […]

    […]

    […]

    Noch mehr Zitate:

    [Thread]

    Das hat Hand und Fuß.

    Das Impeachment-Verfahren schlägt auf den Wahlkampf durch: Sanders muß sich völlig unberechtigterweise bei Biden entschuldigen:

    Eine Partei, die mit einer derartig rachsüchtig-verbitterten Person wie Hillary Clinton geschlagen ist, muß sich selbst zerlegen:

    😉

    Das alles greift Maté sehr intelligent auf:

    Die Democrats heucheln weiter herum:

    NBC geht mal raus aus DC und kriegt die Stimmung besser mit:

    • Und dann das!

      [Thread]

      Unglaublich.

    • Falls jemand möchte:

      Zum Prozedere und der von McConnell erlassenen Resolution für die Regeln hatte u.a. McCarthy ausführliche Erläuterungen

      [-]
      „As long as the rules provide for the possibility of subpoenaing and interviewing new witnesses at some point, the Democrats are not prejudiced if that issue is deferred until after the Senate considers the case as it was actually charged by the House.

      This is likely to be the debate that dominates the first real day of the impeachment trial on Tuesday.“

      Ja, da sind wir gerade. Momentan labert noch Schiff seinen Dreck.

      Die Rolle der überraschend angekündigten Verstärkung für Trumps defense Team durch die 8 engagierten House Reps, zuvor schon von Frau Wolff vorgestellt, wird hier definiert:
      https://www.foxnews.com/politics/impeachment-trial-set-trump-legal-team
      [-]
      „We are not planning for them to present statements on the Senate floor,“ a senior administration official told Fox News, referring to the latest additions to Trump’s defense team, headed up by White House Counsel Pat Cipollone and Trump’s personal attorney Jay Sekulow. „The group will continue to give critical guidance on the case because of their strong familiarity with the facts and evidence.“
      [-]
      https://video.foxnews.com/v/6125189835001#sp=show-clips

      Das schon gestern von CNN vorgestellte Resolution draft

      thread

      wurde heute bereits geändert, wie Raju nun meldete:

      • Dieses prozedurale Hin und Her interessiert außer CNN & Co. wirklich niemanden. Wenn McCarthy schon diesen wachsweichen Vorschlag macht:

        One final point. The inclusion of new witnesses would not necessarily lengthen the trial by many weeks, as is sometimes suggested — although it could.

        As I posited on Monday, there could be a compromise, reminiscent of the Clinton impeachment trial, in which any witnesses are privately deposed outside the public impeachment trial. Then, both sides could argue over what portions of the testimony are relevant and admissible — grappling with issues of privilege.

        In the end, snippets of the pertinent testimony could be played in the public trial before the Senate. The effect would be to boil down long hours of witness interviews into a comparatively short, tight video presentation.

        Senator McConnell’s resolution proposes something along these lines. Any witnesses who are subpoenaed would first be deposed, and then the Senate would decide after the deposition which, if any, of those witnesses would testify at the trial, “pursuant to impeachment rules.” I could easily see a rule, mirroring the Clinton impeachment rule, in which that testimony would consist of video extracts from the depositions, rather than bringing the witness into the well of the Senate for live (unscripted) testimony.

        If that happens, the trial could be wrapped up in less than three weeks, especially in light of the breakneck pace anticipated by Senator McConnell’s resolution.

        https://www.foxnews.com/opinion/andrew-mccarthy-trump-impeachment-trial-and-mcconnells-proposed-resolution-the-battle-over-witnesses

        Angesichts der Kompromißlosigkeit der dems, die die Aussage des IG-IC Atkinson über den Whistleblower im House nicht freigeben, die Hunter Biden nicht aussagen lassen wollen, die niemals zustimmen würden, den Zeugen Adam Schiff zu Vorab-Kontakten seines Teams mit dem Whistleblower Eric Ciamarella zuzulassen, und die angesichts ihres Nicht-Falls sogar erwägen, den Lügner Lev Parnas aufzurufen, haben Absprachen mit den dems Null Chancen.

        Ich denke aber, daß der starke Auftritt des Defense Teams auch Zweifler wie Collins davon überzeugen wird, auf Zeugenaussagen zu verzichten.

  4. Eine Dreingabe: Der UN-Sicherheitsrat, auf Bitten Chinas, hat zu einer offiziellen Nachbesprechung betreffs des „dodgy Douma dossier“, wie wir es nennen wollen, geladen – denn OPCW-intern lässt es sich offensichtlich nicht regeln. Auch eingeladen war Herr Ian Henderson – der jedoch zugeschaltet werden musste, er begründet dies direkt zu Beginn dieses Videos:

    Nach einer vollständigen Aufnahme der gesamten Sitzung könnte man suchen, aber ich denke, die Zusammenfassung von Herrn Hayward hier gibt einen guten Eindruck über die „Reaktion“ von FUKUS:

    …OPCW…

    wie auch der des Anhangs der FUKUS-Achse des Guten, folge ich dem Einwurf des Nutzers hier, welcher Herr Hendersons Zuschaltung hochgeladen hat:

    „Willst du nicht mein Bruder sein…“ war zumindest in seiner Intention ehrlicher als dieses perfide Schattenspiel. Das nur deshalb aufgefahren wird, um sich auf Gutdünken die Option offen zu halten, ein Land noch weiter zu zertrümmern, als man dies schon per Proxy-Kriegsbanden und Wirtschaftskriegsführung getan hat.

    • Ja, herzlichen Dank für diese „Dreingabe“! Da der Westen darüber geschlossen nicht berichten wird (sehen wir mal von Mail on Sunday und Independent ab), ist es umso wichtiger, daß alternativ berichtet wird. Und Pompeo glaubte, Henderson an einer Aussage zu hindern, indem er ein Visum ablehnte.

      Hier gibt es ein Teil-Transskript:

      Hier ein nahezu komplettes – wobei auf den interessanten Schluß der Henderson-Aussage eingegangen wird:

      Der Luftschlag hat also keine Chemiewaffen-Fabrik getroffen, weil es dort keine gab.

      Hier wird die Sachlage noch einmal zusammengefaßt:

      Es gab also unzweifelhaft keinen chemischen Angriff in Douma. Das hält die USA nicht von Propaganda ab:

      Gefolgt von guten Wünschen an die OPCW.

      • Gestern hatte ich sämtliche US-Twitterer plus McIntyre angesteuert, aber überhaupt gar nichts über die Berliner Libyen-Konferenz gefunden. Während es bei uns ja viel Lob gab und weiterführende Militarisierungs-Ideen rund um das Waffen-Embargo (Mission Sophia) und Sicherung eines Waffenstillstands, den es nicht gibt.

        Skepsis war und bleibt angebracht angesichts des Meddlings des Westens im Nahen Osten:

        [Thread]

        Darüberhinaus gibt es „Wirtschaftssanktionen“ durch Haftar:

        Natürlich bricht immer der Gegner die Waffenruhe:

        Und hier droht eine neue Gefahr:

        20.01.2020, 18:27 Uhr
        Neue Gefahr
        Türkische Söldner verlassen Libyen in Richtung Europa
        Syrische Kämpfer im Sold der Türkei versuchen, in die Europäische Union zu kommen. Die Waffenruhe wird in Libyen wird unterdessen weiterhin gebrochen.
        Thomas Seibert
        […]
        Nach der anfänglichen Erleichterung über die Ergebnisse der Berliner Libyen-Konferenz sind am Montag Zweifel an der Durchsetzbarkeit des geforderten Waffenstillstands laut geworden. So gingen die Kämpfe um die Hauptstadt Tripolis weiter. Mehrere Regierungen der Region kritisierten, dass sie zu der Konferenz nicht eingeladen worden waren. Zudem könnte sich eine neue Gefahr durch den Konflikt abzeichnen: Syrische Kämpfer im Sold der Türkei in Libyen sollen ihre Waffen weggeworfen haben und nach Italien übergesetzt sein.

        Bisher seien mindestens 17 Kämpfer auf diese Weise in der EU angekommen, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte unter Berufung auf Verwandte der Syrer. Andere setzten sich demnach von Libyen nach Algerien ab, um von dort aus in die EU zu kommen. Nach Informationen der Beobachtungsstelle hat die Türkei bereits 2400 Kämpfer aus Syrien nach Libyen geschickt; fast 1700 weitere würden derzeit in der Türkei ausgebildet. Die Regierungen in Ankara und Tripolis haben den Einsatz syrischer Söldner mehrfach dementiert, doch tauchen immer wieder Fotos und Videos auf, die angeblich Kämpfer in Libyen oder auf dem Weg dorthin zeigen.
        […]

        https://www.tagesspiegel.de/politik/neue-gefahr-tuerkische-soeldner-verlassen-libyen-in-richtung-europa/25453650.html

        Iran erhöht den Druck auf die EU:

        Denn wenn die Causa erst einmal im Sicherheitsrat ist, dann wissen wir, siehe OPCW-Sitzung, wie die Sache ausgeht; der Westen hält zusammen und legt ein Veto gegen die weitere Aussetzung der Sanktionen ein. Dann ist das Abkommen mausetot.

  5. @ Angelika Roll:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-221/#comment-87338

    Herzlichen Dank – jetzt kann ich die Zusammenhänge verstehen.
    Inzwischen habe ich auch einen erhellenden Artikel zum Thema gefunden:

    January 18th, 2020
    Newly Released Text Messages Between Nunes Aide And Lev Parnas Are A Big Nothingburger
    By Ashe Schow
    DailyWire.com

    In a Friday night news dump (so you know the story has no meat), House Democrats released a series of text messages between former Rudy Giuliani associate Lev Parnas and an aide to Rep. Devin Nunes (R-CA).

    The implication Democrats and their media supporters want you to take away is that since Parnas is a criminal, anyone who had contact with him is also somehow involved in criminal activity and that anyone who has looked into matters involving Ukraine has done something wrong.

    Parnas was indicted in October 2019, something not mentioned in The Daily Beast article covering the text messages,
    https://www.thedailybeast.com/docs-show-parnas-helping-nunes-aide-derek-harvey-set-up-interviews-with-ex-ukrainian-officials

    yet he and Nunes aide Derek Harvey stopped speaking months earlier – even before President Donald Trump’s phone call with Ukraine President Volodymyr Zelensky that sparked the Democrats’ impeachment inquiry.

    Nunes had been investigating Ukraine’s roll in what became Russiagate – the claim that Trump’s 2016 election team conspired with Russia to steal the 2016 election – long before Trump’s call with Zelensky.

    The text messages between Parnas and Harvey started in early 2019. The committee was conducting its own investigation into the origins of Russiagate and their findings were largely validated by Special Counsel Robert Mueller’s report in March 2019 and Department of Justice Inspector General Michael Horowitz’s report in December 2019.

    It makes sense that Nunes’ team would be looking into all angles regarding Russiagate, even Ukraine’s alleged involvement (which the Beast claims is a “conspiracy theory”) but the media wants people to believe this is all very nefarious and that Nunes is somehow involved in what Democrats want Trump impeached over.

    But just as with Democrats first major text message dump,
    https://www.dailywire.com/news/house-democrats-subpoenaed-and-published-phone-records-for-devin-nunes-rudy-giuliani-journalist-john-solomon

    in which they tried to smear Nunes directly, the latest round of released texts show nothing nefarious actually happened. Democrats and the left-leaning media just want you to think this is all evidence against Trump and Republicans.
    […]

    https://www.dailywire.com/news/newly-released-text-messages-between-nunes-aide-and-lev-parnas-are-a-big-nothingburger/

    Taktisches Veröffentlichen war bereits das Mittel der Wahl, als Schiff die Impeachment-Untersuchungen leitete. Obwohl: beides zusammen geht nicht; einerseits Parnas zum Kronzeugen hochzujubeln, andererseits jeden, der mit ihm zu tun hatte, mit Schmutz zu bewerfen. Auch die dems Medien bekommen diesen Spagat nicht hin:

    Schiff versucht es jetzt wieder mit Verschwörungstheorien:

    Und was sie selber früher dachten und sagten, wird heute den Republikanern als verfassungswidrig vorgehalten:

    Hunter Biden als Zeuge? Kommt gar nicht in Frage.

    • Diese Position ist juristisch unhaltbar:

      January 18, 2020

      A Leap or Perpetuating Evel? A Response To Sen. Chris Coons

      I have long respected Sen. Chris Coons (D, Del.) as a highly intelligent and effective senator. I was surprised today to be watching Michael Smercomish (who I also respect greatly) to hear Sen. Coons following the party line in arguing implausibly that Hunter Biden is not a relevant witness in any trial despite his centrality to the Trump defense.
      https://www.cnn.com/videos/politics/2020/01/18/chris-coons-senate-impeachment-trial-smerconish-vpx.cnn

      I previously addressed how Biden would be deemed relevant in a conventional trial and Smercomish quoted one of my Washington Post column at length to offer the opposing view.
      https://jonathanturley.org/2020/01/13/courting-disaster-the-democrats-are-demanding-witnesses-with-one-notable-exception/

      Sen. Coons responded not by addressing the relevancy argument but by dismissing such arguments as clever lawyering and “a stretch . . . a leap of logic worthy of Evel Knievel.”
      […]
      As I previously noted, under Federal Rule of Evidence 401, courts will often review possible testimony under the standard of whether “it has a tendency to make a fact more or less probable than it would be without the evidence.” Even before the adoption of the Bill of Rights, Congress enacted a statute reaffirming the right of the “defense to make any proof that he can produce by lawful witnesses” in cases of treason and capitol cases. This right to present a defense has been repeatedly reaffirmed by the Supreme Court including in the 1967 opinion in Washington v. Texas, where the Court ruled that “the right to offer the testimony of witnesses and to compel their attendance, if necessary, is in plain terms the right to present the defense, the right to present the defendant’s version of the facts . . . Just as an accused has the right to confront the prosecution’s witnesses for the purpose of challenging their testimony, he has the right to present his own witnesses to establish a defense.”

      What is curious is that, if the Democrats are successful in calling the witnesses that they want at trial, it is inevitable that the White House will be allowed its own witnesses. Why not take the high road and maintain a consistent, coherent position that each side will be allowed such witnesses? Instead, Coons and others struggle to explain why witnesses wanted by the House are essential but those wanted by the White House are mere “distractions.”
      […]

      https://jonathanturley.org/2020/01/18/a-leap-or-perpetuating-evel-a-response-to-sen-chris-coons/

      Wegen der „Parteilinie“ gehen eben auch rechtsstaatliche Selbstverständlichkeiten flöten.

      Was die Gemüter allseits in Wallung brachte, war die NYT, die 2016 als Hillary Clinton-Unterstützerin in Erscheinung getreten war, die aber jetzt gleich zwei Kandidatinnen unterstützt:

      Mal sehen, ob unsere „Organe“ da mitziehen.

      • Nun, Joffe jedenfalls nicht. So zynisch und kriegstreibend er auch ist -: er weiß (wie wir alle), daß es am Geschlecht nun mal nicht liegt, welchen politischen Positionen man folgt: warum sollte ich „als Frau“ meinen Verstand ablegen und für die CDU (sprich Merkel bislang) stimmen?

        Daß Frauen in der Politik, weil sie Frauen sind, benachteiligt werden, ist nur ein Mythos. Längst hat die journalistische Häme auch die Männer erfaßt. Klamotten, Haartracht, Selbstinszenierung, „emphatisches“ Auftreten – so werden schon seit vielen Jahren auch männliche Politiker bedacht. Siehe Lindner, Johnson, Trump, Habeck. Letzterer wurde uns vom STERN gar als Kanzlerkandidat empfohlen.

        19.01.2020, 16:26 Uhr
        Vier Fragen an Josef Joffe
        Was macht die Welt?

        Potenziell Bomben bauen, sich verewigen, um Worte ringen. Antworten des Kolumnisten auf die Fragen des Tages.
        […]
        US-Präsidentschaftskandidat Sanders soll zu seiner Konkurrentin Warren gesagt haben, eine Frau könne nicht US-Präsidentin werden. Hat er recht?

        In der älteren Staatengeschichte gab nur zwei mächtige Frauen: Englands Elisabeth I. im 16. und Viktoria im 19. Jahrhundert. E II regiert nicht. Doch seit 1950 zählt die Welt 75 weibliche Staats- oder Regierungschefs. Es geht also aufwärts für das „schwache Geschlecht“. Hillary Clinton hat 2016 die Mehrheit der Stimmen kassiert. Dass die dritte Elisabeth (Warren) es schafft, wagt WmdW zu bezweifeln, aber nicht wegen ihres Geschlechts. Die Sozialistin steht zu weit links, um sich in den Vorwahlen oder gar am 3. November durchzusetzen. Sie könnte es, wenn sie „merkelt“ – also Kanten schleift. In der Mitte aber steht schon der „alte weiße Mann“ Joe Biden.

        https://www.tagesspiegel.de/politik/vier-fragen-an-josef-joffe-was-macht-die-welt/25449836.html

        Den übrigen Quatsch will ich niemandem zumuten: Hier allerdings hat er recht:

        Ein letztes Wort zum Unwort des Jahres…

        WmdW schätzt Kampfbegriffe deshalb nicht, weil sie ihn an Victor Klemperers Lingua Tertii Imperii erinnern, die „Sprache des Dritten Reiches“. Diese verhöhnte und verunglimpfte; „Unwort“ klingt wie „Unmensch“. Mit „Hysterie“ hat die frühe Psychoanalyse Frauen belegt. „Klimahysterie“, das Unwort des Jahres 2019, setzt Menschen herab, die mit Zahlen und Modellen gegen den Weltuntergang argumentieren. Anderseits: Neutrale Sprache ist langweilig.

        https://www.tagesspiegel.de/politik/vier-fragen-an-josef-joffe-was-macht-die-welt/25449836.html

        Bislang verbrannten Koalas in den typischen australischen Buschfeuern – sehr menschengemachten durch Brandstiftung, falscher Besiedlung, falscher Verbannung von Brandrodungen, falscher Unterlassung der Bekämpfung von Unterholz – jetzt ertrinken die armen Koalas aufgrund des lang ersehnten Regens. Der natürlich ein menschengemachter „Starkregen“ ist. Man faßt sich an den Kopf angesichts dieser Propaganda.

        Was die Konservativen in den USA umtreibt angesichts einer Presse, die ausschließlich fake news gegen sie hervorbringt (Fox News ist das einzige Korrektiv auf dieser Ebene), kann man an der Berichterstattung über den 20.1.2020, dem Martin Luther King-Tag, klassischer Lobby-Demonstrationstag, ablesen.

        Der sollte in der Hauptstadt des Staates Virginia stattfinden, wo eine plötzliche Democrats-Mehrheit einen Gesetzentwurf gegen das Verfassungsrecht von Amendment 2 der US-Verfassung eingebracht hatte: gegen das Recht, Waffen zu tragen. Während der demokratische Gouverneur von Virginia, Northam, entlarvt worden war, in dem Yearbook seines College entweder als „blackfacing“-Teilnehmer oder als Ku-Klux-Klan-Mitglied posiert zu haben.

        Northam saß die Diskussion seiner Verfehlung erfolgreich aus.

        Die dems-Medien berichteten so über die Demo:

        Thread

        So fremd uns Europäern auch dieses gelebte Waffen-Verfassungsrecht in den USA vorkommen mag: die Gegenbewegung in den USA ist einfach nur heuchlerisch und uneffektiv, wie bei uns: denn Kriminelle besorgen sich Waffen im Schwarzmarkt, und in den USA sind angesichts der Bewaffnungsrate von Kriminellen und rechtstreuen Bürgern deren Entwaffnung nicht wünschenswert. Zuletzt hat einer von denen einen Amokläufer in einer Synagoge in Texas ausgeschaltet.

  6. Anne Will ist noch immer nicht eingestellt:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-221/#comment-87324

    Stattdessen dürfen wir in einer Wiederholungsschleife diese Indoktrination der ARD, die an von Schnitzler-Sendungen der DDR erinnert,

    Volker Schwenck, SWR, kommentiert die Ergebnisse der Libyen-Konferenz
    19.01.2020 ARD Sondersendung ∙ Das Erste

    https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL2Rhc2Vyc3RlLmRlL3RhZ2VzdGhlbWVuLzk1NzM1ZmM0LTQxODYtNGRiNS04NGViLTYxZDliY2MwNTRkMi8x?devicetype=pc%2F

    in den Tagesthemen vonm 19.1.2020 erleben:

    bei Minute 11:22

    Es ist einfach nur jämmerlich…

      • Die Täuschung des Publikums ging freilich weiter:

        House Democrats released encrypted messages Wednesday and Friday that showed the possible spy effort. The first batch of records showed that Robert Hyde, a Republican congressional candidate, sent purported information about Yovanovitch in March 2019 to Lev Parnas, a former associate of Rudy Giuliani

        https://dailycaller.com/2020/01/18/yovanovitch-texts-parnas-giuliani/

        Dieser Versuch, die US-Botschafterin in der Ukraine, Yovanovitch, die Täterin und nicht Opfer war, als Stalking-Opfer zu porträtieren, ging allerdings ebenfalls krachend fehl:

        Es ist geradezu unglaublich, was in der NATO-Presse fantasiert wird: unter „ideas“ gibt es diesen Beitrag:

        The Kremlin Inches Closer to the Biden Plot
        Lev Parnas pointed his finger at Dmytro Firtash.
        January 18, 2020

        Franklin Foer
        Staff writer for The Atlantic
        […]
        IS IT POSSIBLE THAT THE PLOT AGAINST BIDEN BEGAN WITH FIRTASH? According to the Daily Beast, Firtash has long seethed at Joe Biden. As vice president, Biden vigorously promoted an anti-corruption agenda that included liberating Ukraine’s energy sector from Firtash’s dominance. In fact, when Biden visited Kyiv in 2015 and spoke before Parliament, he seemed to praise the Ukrainian government for “closing the space for corrupt middlemen who rip off the Ukrainian people.” Firtash raged against this speech. He described Biden as an “overlord.” He said, “I was ashamed to look at this. I was repulsed.” If Firtash promised Parnas material that could be used against Biden, he was fulfilling a long-held grudge.

        Most narratives of the plot against Biden allege that corrupt Prosecutor General Viktor Shokin concocted the whole scenario out of a desire for vengeance. Biden, after all, had demanded that the Ukrainian president fire Shokin, whose office was a bastion of corruption. (Oligarchs notoriously pay handsomely for the allegiance of prosecutors, who bring cases against their enemies.) Over time, it has become clear that Shokin and Firtash are allies. In September 2018, at the request of Firtash’s lawyers, Shokin filed an affidavit in Austrian court testifying to the oligarch’s innocence. How long have Shokin and Firtash been allies? Were they working together when the plot against Biden first germinated?
        […]
        WHAT DID THE RUSSIANS KNOW? Given Firtash’s past involvement with the Kremlin—given that the Russian state supplied him with his fortune, given that he did its political bidding in the past, given that a Putin insider loaned him the money for his bail—it seems fair to ask: Did he keep the Russians in the loop about his involvement with Parnas and Giuliani? Did he ever seek to enlist their help? These are admittedly speculative questions, but the oligarch’s background demands their consideration.

        https://www.theatlantic.com/ideas/archive/2020/01/firtash-kremlin-biden/605188/

        Ich hatte ja Prosobiec zitiert:

        Pdfs kann ich ja leider nicht lesen. Angelika Roll kann es. Aber leider kann ich mit ihrer Antwort nichts anfangen.

        https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-221/#comment-87325

      • Zur Illustration der aktuellen Entwicklung:

        Das ist ja nun mal ein Erfolg, daß auch ein Demokrat verfolgt wird:

        Daß das DNC-Establishment via CNN wiederum gegen Sanders agitieren würde, war klar;

  7. Und nachdem Julie Kelly so brillant dargelegt hat, wie dieselbe politische Kaste, die Donald Trump jetzt per Impeachment gerne absägen möchte, im Afghanistan-Krieg belogen, betrogen und Geld vergeudet hat (von den vielen Toten und Verletzten ganz zu schweigen),

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-220/#comment-87318

    ist es schwer erträglich, die hiesigen oberflächlichen Impeachment-Artikel zu lesen:

    Senat droht nun ein TV-Prozess
    Stand: 15:34 Uhr | Lesedauer: 4 Minuten

    Von Daniel Friedrich Sturm
    USA-Korrespondent , Washington

    Im US-Senat geht in dieser Woche der Impeachment-Prozess gegen Donald Trump in die finale Phase. Die Wahl der Anwälte zeigt: Es wird dabei nicht nur um Inhalte gehen, sondern auch um eine globale Justiz-Show. Live im Fernsehen.

    Es kam einem Paukenschlag gleich, als am Freitag bekannt wurde, wer den amerikanischen Präsidenten während des Amtsenthebungsverfahrens rechtlich vertreten wird. Donald Trump hat unter anderem zwei schillernde Männer berufen, die ihm als telegen erscheinen – ein wichtiges Kriterium für die am Dienstag beginnende mündliche Verhandlung.
    […]
    McConnell kann die Regeln für das Impeachment mit einfacher Mehrheit durchsetzen. Doch so mathematisch simpel dies erscheint, so komplex ist es politisch. Zwar steht die republikanische Fraktion ziemlich geeint hinter Trump. McConnell aber kann ihm nicht jeden Wunsch erfüllen. Vielleicht ist das der Grund, weshalb der mächtigste Mann der Welt gerade wieder einmal ziemlich wütend seinen Twitter-Account malträtiert.

    Strittig ist, inwieweit der Senat Zeugen vorladen wird. Dies ist das Anliegen der Demokraten, die bereits vier Personen benannt haben, darunter Trumps Stabschef Mick Mulvaney und sein früherer Nationaler Sicherheitsberater John Bolton. Bolton hat bereits zugesagt, er würde einer Vorladung folgen (was rechtlich ohnehin bindend wäre). Beide könnten gewiss Erhellendes zu Trumps Ukraine-Affäre beitragen. Trump hatte Kiew unter Druck gesetzt, gegen seinen möglichen Opponenten, Ex-Vizepräsident Joe Biden ermitteln zu lassen. Deshalb ist er wegen Amtsmissbrauchs angeklagt, dazu noch wegen Behinderung des Kongresses.

    Ginge es nach Trump, würde der Senat einen kurzen Prozess machen, direkt abstimmen und den Präsidenten entlasten. Er hält das Verfahren für einen Witz, für eine Frechheit gegenüber einem erfolgreichen Präsidenten, vorangetrieben von angeblich „korrupten“ und „kranken“ Demokraten. So einfach aber lässt sich der Wunsch nach einem schnellen Prozess nicht einmal in der Trump-loyalen republikanischen Fraktion durchsetzen. Mehrere ihrer Senatoren haben erkennen lassen, dass sie sehr wohl Zeugen anhören wollen – so wie in früheren Amtsenthebungsverfahren üblich.

    Gut möglich, dass sich Republikaner und Demokraten auf ein gemeinsames Prozedere verständigen, anders als zuvor im Repräsentantenhaus. Die Formel dafür könnte lauten: quid pro quo, Leistung und Gegenleistung. Die Republikaner ließen demnach für sie und Trump heikle Zeugen wie Bolton und Mulvaney zu, drängen dann aber im Gegenzug auf die Vernehmung weiterer Personen, deren Auftritt für die Demokraten pikant wäre. Etwa von Hunter Biden, 49, den Sohn Joe Bidens, der üppig bezahlt im Aufsichtsrat eines ukrainischen Gaskonzerns gesessen hatte.
    […]

    https://www.welt.de/politik/ausland/article205131178/Trump-Impeachment-Im-US-Senat-droht-nun-ein-TV-Prozess.html

    Der bloße Vorwurf wird hier schon als nachgewiesenes Faktum behandelt. Vom executive privilege, von dem Trump hinischtlich seiner früheren Mitarbeiter Mulvaney und Bolton Gebrauch macht, wird nicht erwähnt. Und nach der neuesten Entwicklung sieht es so aus, als ob McConnell seine 51 Stimmen beieinander hätte:

    Die Democrats sollten froh sein, wenn ihre parteipolitische Scharade ohne Beweisaufnahme abgeschlossen wird. Es kommt immer mehr über ihre eigene Ukraine-Verwicklung und Korruption heraus:

    Tja.

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