Hans Wollschläger-Fake News- Updated

Hans, Winterberg 11-04

Hans Wollschläger in Winterberg, 2004, Foto: Gabriele Gordon

Es hätte ja eigentlich genügt, meinen letzten Artikel zu ergänzen:

https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/17/fake-news-oder-wie-ich-zur-witwe-von-hans-wollschlaeger-wurde/

Aber irgendein Bug im WordPress-System ließ das nicht zu.

Die NZZ als Sprachrohr des gekränkten Bearbeiters der Wollschläger-Übersetzung des Ulysses von James Joyce, Harald Beck, hat nun auch dessen Zuarbeiter Hans Walter Gabler zu Wort kommen lassen.

Der Artikel hebt natürlich mit Fake News an:

Rettet den deutschen «Ulysses»

Aus rechtlichen Gründen liegt die revidierte deutsche Übersetzung von Hans Wollschläger auf Eis. Das darf nicht sein.

Hans Walter Gabler 26.3.2018, 05:30 Uhr

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Sie liegt natürlich nicht nur aus rechtlichen Gründen „auf Eis“, sondern entscheidend deshalb, weil Beck das Wollschlägersch’e Kunstwerk zerstörte.

Die NZZ vom 2.3.2018 war jedenfalls schon mal näher an der Wahrheit:

Gabriele Gordon habe keinerlei Gesprächsbereitschaft gezeigt: «Sie hat es abgelehnt, Jonathan Landgrebe, den Leiter von Suhrkamp, und den Cheflektor Fellinger zu treffen. Offenbar hat sie dem Verlag schriftlich ihre Position dargelegt; sie begründet diese einerseits juristisch – in dieser Hinsicht sind ihre Ansprüche tatsächlich unanfechtbar. Anderseits führte sie angeblich literarische und philologische Gründe an: Wollschläger hätte der Neufassung nicht zugestimmt, argumentierte sie.»

https://www.nzz.ch/feuilleton/ulysses-neuedition-rechtlich-ist-die-sache-tot-ld.1361961

Der offenbar umfassend uninformierte Gabler meint:

Das grundsätzliche Einvernehmen zwischen dem Übersetzer, einem Team von Revisoren und dem Suhrkamp-Verlag datiert aus dem Jahre 2007. Leider verstarb Hans Wollschläger wenige Monate, nachdem das Übereinkommen erzielt worden war.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Daß bei diesem Treffen von 10.3.2007 irgendein Übereinkommen erzielt worden sei, davon träumt allenfalls der Suhrkamp-Verlag. Insofern existiert lediglich ein Protokoll des Verlags, das Hans Wollschläger nie zur Kenntnis nahm. Ob er wirklich die Fron auf sich genommen hätte, sich ein ganzes Jahr die Besserwissereien von Anglisten und Philologen anzuhören? Die keine Ahnung von Kunst haben?

Ich wage es zu bezweifeln.

Eins ist jedenfalls klar. Nur Hans Wollschläger selbst hätte seine eigene geniale Übersetzung überarbeiten können. Niemand sonst.

Gabler hüpft gleich hierauf:

Durch dieses aber bestärkt, verpflichtete der Verlag Harald Beck und seine Mitarbeiter zur Durchsicht und Überarbeitung der Wollschläger-Übersetzung. Entscheidend am Übereinkommen war, dass ein durchgesehener und revidierter Übersetzungstext nicht die wollschlägersche Verdeutschung überfremden würde. Die Überarbeitung verstand sich als Dienst an der Übersetzung und deren Dienst am Roman und an seinem Autor.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Warum bringt die NZZ derlei Lügen?

Klar, Beck möchte gern seine Vorgänger Dirk Vanderbeke und Dirk Schultze, die Kommentatoren der Wollschläger-Übersetzung  im Jahr 2004, auslöschen, denen er zuarbeitete. Genauso agiert sein Zuarbeiter Gabler.

Vanderbeke und Schultze verließen das Unternehmen, als ihnen klar wurde, wie sehr Beck es auf die Zertrümmerung  der Wollschläger-Übersetzung ankam.

Gabler:

Wie ich es mir vorstelle, könnte Grundlage einer Vereinbarung sein, dass Hans Wollschlägers «Ulysses» unverändert der rein deutsche Lesetext des Werkes vom Suhrkamp-Verlag bleibt. In Parallele dazu sollte der Verlag den Plan Siegfried Unselds umsetzen, eine zweisprachige «Ulysses»-Ausgabe anzubieten. In dieser würde dem englischsprachigen originalen Text der deutsche zugesellt, der, auf der Grundlage der Übereinkunft mit Hans Wollschläger, über zehn Jahre hinweg im Auftrag des Suhrkamp-Verlags erarbeitet wurde. Dass dieser überarbeitete Text im Wesentlichen nach wie vor den Übersetzungstext Hans Wollschlägers darstellt, nur eben in einer revidierten Fassung, welche Entsprechungen im Deutschen zum englischen Original präzisiert, wäre selbstredend hervorzuheben und vertraglich festzuhalten.

Es ist eine hohe Anerkennung der Übersetzung von 1975, dass sie eben nicht ersetzt wird, sondern im Kern bestehen bleibt. Der revidierte Wollschläger-Text in einer zweisprachigen Ausgabe sollte dabei selbstverständlich zu erkennen geben, wo er von Wollschlägers Fassung von 1975 abweicht und warum er das tut. Der englischsprachige Text der Herausgeber Hans Walter Gabler, Wolfhard Steppe und Claus Melchior steht rechtlich vorbehaltlos für die zweisprachige Ausgabe zur Verfügung.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Nun mag ja wohl Suhrkamp befeuert haben, die „neue“ Übersetzungs-Bearbeitung von Beck zu promoten, weil die alte von Wollschläger nicht mehr verkauft wird, da der Markt gesättigt ist.

Gablers Vorschlag ist nicht nur weltfremd, sondern auch kontrafaktisch, da die Wollschläger-Übersetzung durch Beck zerstört worden ist.

Und warum sollte ein kommerzieller Verlag wie Suhrkamp eine englisch-deutsche Ulysses-Ausgabe herausbringen, der die zehntausende Beck-Veränderungen an der Wollschläger-Übersetzung dokumentiert, die Beck auch noch begründen soll?

 

 

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6.421 Gedanken zu „Hans Wollschläger-Fake News- Updated

  1. Solomon, der bislang unbekannte Schmutzeleien von Muellers Haupt-Ermittler Andrew Weissmann aufgedeckt hat, schließt seinen Artikel so:

    It is now clear that Weissmann’s overture to a Ukrainian oligarch in the summer of 2017 is about to take on new significance in Washington, where Mueller is about to testify, and in Austria, where Firtash’s extradition fight has taken a new twist.

    https://thehill.com/opinion/white-house/454185-how-mueller-deputy-andrew-weissmanns-offer-to-an-oligarch-could-boomerang

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-168/#comment-83384

    Davon wird freilich nichts in der morgigen Anhörung aufscheinen. Das DoJ hat Mueller einen Brief geschrieben, nachdem er gefragt hatte, was er überhaupt sagen dürfe. (Tatsächlich will sich der hinfällige Greis, der alles Weissmann überlassen hat, ja gar nicht äußern – und das DoJ bestätigt ihn darin:

    Fox hat hieraus prägnante Auszüge und eine Panel-Diskussion von Baier mit u.a. Byran York:

    Justice Department tells Mueller his House testimony ‚must remain within the boundaries‘ of public report
    By Liam Quinn, Jake Gibson, Gregg Re | Fox News
    […]

    https://www.foxnews.com/politics/justice-department-tells-mueller-his-house-testimony-must-remain-within-the-boundaries-of-public-report

    Was bedeutet: es wird morgen sehr langweilig zugehen. Während die dems ja noch immer darauf setzen, sie könnten Mueller entlocken, er hätte Trump wegen obstruction of justice angeklagt, hätten ihn die DoJ Guide Lines nicht daran gehindert. Nun, Muellers ganzes Rechtskonzept der „Obstruction claims“ war verfehlt…

    Die dems wissen, daß Mueller sie nicht retten kann. Und daher gibt es eine Überraschung:

    Hier mehr zu Aaron Zehley:

    Dieser ironische Einwurf bezieht sich auf einen CNN-Report, wonach Mueller sich in den letzten Tagen mit seinen führenden Ermittlern auf die Anhörung vorbereitet habe. Die er sicherlich nicht geführt hat.

    • Leider zu spät tauchen folgende Evaluierungen des Mueller-Reports auf:

      Nicht, daß die MSM davon Notiz nehmen würden. Aber für uns, die an Wahrheit interessierten Rezipienten, ist der Artikel interessant.

      James Comey ist ein unhinterfragter Hauptzeuge gegen Trump? Während er gleichzeitig eine Untersuchung gegen ihn fuhr?

      https://www.realclearinvestigations.com/articles/2019/07/22/comey_under_scrutiny_for_own_inquiry_and_misleading_trump_119584.html

      Mueller clearly doesn’t just use footnotes for citations, but also for speculation and explanation and even a little what-iffery. Footnote 500 in Volume II, for instance, is a rather lengthy dissertation on a curious theory of how the president might have obstructed justice in firing Comey — a theory that imputes to Trump oracular foresight. We now know, thanks to Mueller’s inquiry, that there was not evidence to establish a Trump-Russia conspiracy. But the special counsel is unwilling to let go of the notion that Trump obstructed the investigation. Which leaves the special counsel team anticipating the obvious objection: How could the president have had a corrupt intent in firing Comey if there were no Russia conspiracy to cover up?

      If there were no Russia conspiracy to cover up, how could the president have had corrupt intent? Mueller says Michael Cohen, above, might have figured in Trump’s calculations. It’s all in the footnotes.

      Mueller explains that Trump may have been afraid of what would get tangled in the net of a prosecutorial fishing expedition. “We considered whether the President’s intent in firing Comey was connected to other conduct that could come to light as a result of the FBI’s Russian-interference investigation,” footnote 500 states. “In particular,

      Michael Cohen was a potential subject of investigation because of his pursuit of the Trump Tower Moscow project and involvement in other activities. And facts uncovered in the Russia investigation, which our Office referred to the U.S. Attorney’s Office for the Southern District of New York, ultimately led to the conviction of Cohen in the Southern District of New York for campaign-finance offenses related to payments he said he made at the direction of the President.”

      After all that fevered speculation – that when Trump fired Comey in May 2017 he might have been anticipating the raid on Cohen’s office in April 2018 — the footnote ends with a sheepish shrug: “The investigation, however, did not establish that when the President fired Comey, he was considering the possibility that the FBI’s investigation would uncover these payments or that the President’s intent in firing Comey was otherwise connected to a concern about these matters coming to light.”

      Given the squads of lawyers and the platoon of FBI agents at Mueller’s command, the footnotes show a surprising reliance on media accounts as evidence of consequential claims – an echo of the FBI’s FISA warrant, which used a Yahoo News article to substantiate allegations in the Steele dossier. In discussing whether Trump had ordered his White House counsel to fire Mueller, the report cites the same Michael S. Schmidt and Maggie Haberman article in the New York Times not just once or twice, but in four footnotes in a row.

      https://www.realclearinvestigations.com/articles/2019/07/23/the_mueller_reports_footnotes_to_contradictory_119658.html

      In dem Artikel gibt es mehr zu entdecken.

      Stephen McIntyre hat zwei extensive Threads dazu, daß Mueller wegen Befangenheit wegen seiner Freundschaft mit Comey von dem gesamten Verfahren hätte ausgeschlossen werden müssen:

      Dies zur Vorbereitung dessen, was über seine Aussage berichtet werden wird.

    • Ich würde meinen: ein Fall für den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages, der noch jedes Mal die Völkerrechtsdrüberweghuscherei der Regierung, soweit es unsere „Partner“ betrifft, gerügt hat. 😉

      Und mehr an Medienkritik:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-168/#comment-83368

      Und jetzt können wir den Zickzack-Kurs einer engagierten demokratischen Politikerin bestaunen:

      Was sich unhinterfragt wie ein Lauffeuer verbreitete.

      Widerspruch des ebenso engagierten Demokraten Eric Sparkes, ihr Kontrahent: und die Art und Weise, wie sie auf ihn, den viel Kleineren, losgeht, läßt seine Version glaubhafter erscheinen als ihre:

      Danach rudert sie zurück:

      Um am nächsten Tag ihren Vorwurf zu wiederholen:

      Ihre Opfermentalität ist aber auch sehr stark entwickelt:

      The Democrat Georgia state lawmaker who recently claimed in a tearful viral video that a white man told her to „go back where you came from“ in a grocery store checkout lane — then walked back her story, before doubling back down on it — sounded a note of sympathy for high school mass shooter Nikolas Cruz last year on social media.

      „My heart goes out to Nikolas Cruz!! Some don’t know how to cope with being an orphan. I thank God everyday for getting me through the system in one piece. #FloridaShooting #mentalhealth #PrayforDouglas #prayfornik,“ State Rep. Erica Thomas wrote on Feb. 16, 2018.

      Several journalists and commentators flagged and condemned the post late Monday, including Mike Cernovich, Harry Cherry, who called for Thomas‘ resignation, and Ryan Petty.

      Cruz, a former student at Marjory Stoneman Douglas High School who’d been expelled for disciplinary reasons, shot and killed 17 people there on Feb. 14, 2018. More than a dozen others were wounded.

      Whoops! We couldn’t access this Tweet.

      https://www.foxnews.com/politics/erica-thomas-lawmaker-at-center-of-supermarket-race-controversy-suggested-parkland-mass-shooter-was-victim-of-the-system

      Den Tweet hat sie natürlich gelöscht.

      • Auf zu Mueller/Weissmann:

        How Mueller deputy Andrew Weissmann’s offer to an oligarch could boomerang on DOJ
        By John Solomon, opinion contributor — 07/22/19 04:30 PM EDT

        The ink was still drying on special counsel Robert Mueller’s appointment papers when his chief deputy, the famously aggressive and occasionally controversial prosecutor Andrew Weissmann, made a bold but secret overture in early June 2017.
        Weissmann quietly reached out to the American lawyers for Ukrainian oligarch Dmitry Firtash with a tempting offer: Give us some dirt on Donald Trump in the Russia case, and Team Mueller might make his 2014 U.S. criminal charges go away.
        […]
        At the time, pressure was building inside the DOJ and the FBI to find smoking-gun evidence against Trump in the Russia case because the Steele dossier — upon which the early surveillance warrants were based — was turning out to be an uncorroborated mess. (“There’s no big there there,” lead FBI agent Pete Strzok texted a few days before Weissmann’s overture.)

        Likewise, key evidence that the DOJ used to indict Firtash on corruption charges in 2014 was falling apart. Two central witnesses were in the process of recanting testimony, and a document the FBI portrayed as bribery evidence inside Firtash’s company was exposed as a hypothetical slide from an American consultant’s PowerPoint presentation, according to court records I reviewed.
        […]
        The third red flag came in how much Weissmann communicated to Firstash’s lawyers about his hopes for the Ukrainian oligarch’s testimony.

        Prosecutors in plea deals typically ask a defendant for a written proffer of what they can provide in testimony and identify the general topics that might interest them. But Weissmann appeared to go much further in a July 7, 2017, meeting with Firtash’s American lawyers and FBI agents, sharing certain private theories of the nascent special counsel’s investigation into Trump, his former campaign chairman Paul Manafort and Russia, according to defense memos.

        For example, Firtash’s legal team wrote that Weissmann told them he believed a company called Bayrock, tied to former FBI informant Felix Sater, had “made substantial investments with Donald Trump’s companies” and that prosecutors were looking for dirt on Trump son-in-law Jared Kushner.

        Weissmann told the Firtash team “he believes that Manafort and his people substantially coordinated their activities with Russians in order to win their work in Ukraine,” according to the defense memos. And the Mueller deputy said he “believed” a Ukrainian group tied to Manafort “was merely a front for illegal criminal activities in Ukraine,” and suggested a “Russian secret service authority” may have been involved in influencing the 2016 U.S. election, the defense memos show.
        […]
        The oligarch’s defense team told me that Firtash rejected the deal because he didn’t have credible information or evidence on the topics Weissmann outlined.
        […]
        In a sealed court filing in Austria earlier this month, Firtash’s legal team compared the DOJ’s 13-year investigation of Firtash to the medieval inquisitions. It cited Weissmann’s overture as evidence of political motivation, saying the prosecutor dangled the “possible cessation of separate criminal proceedings against the applicant if he were prepared to exchange sufficiently incriminating statements for wide-ranging comprehensively political subject areas which included the U.S. President himself as well as the Russian President Vladimir Putin.”

        After years of litigation, the U.S. Justice Department won a ruling in Austria to secure Firtash’s extradition to Chicago. But then his legal team secretly filed new evidence that included the Weissmann overture, and Austrian officials suddenly reversed course last week and ordered a new, lengthy delay in extradition.

        That new court filing asserts that two key witnesses, cited by the DOJ in its extradition request as affirming the bribery allegations against Firtash, since have recanted, claiming the FBI grossly misquoted them and pressured them to sign their statements. One witness claims his 2012 statement to the FBI was “prewritten by the U.S. authorities” and contains “relevant inaccuracies in substance,” including that he never used the terms “bribery or bribe payments” as DOJ claimed, according to the Austrian court filing.

        That witness also claimed he only signed the 2012 statement because the FBI “exercised undue pressure on him,” including threats to seize his passport and keep him from returning home to India, the memo alleges. That witness recanted his statements the same summer as Weissmann’s overture to Firtash’s team.
        […]
        Firtash’s U.S. legal team told me it alerted Weissmann to DOJ’s false portrayal of the McKinsey document in 2017, but he downplayed the concerns and refused to alert the Austrian court. The document was never withdrawn as evidence, even after the New York Times published a story last December questioning its validity.

        […]

        https://thehill.com/opinion/white-house/454185-how-mueller-deputy-andrew-weissmanns-offer-to-an-oligarch-could-boomerang

        Das ist politische Verfolgung durch und durch. Österreich hatte die Auslieferung auch genau deswegen abgelehnt; nach Aufhebung dieser Entscheidung geht es jetzt mit neuem Material in der Sache weiter. McKinsey hatte Boeing wegen eines geplanten Deals mit einer Firtasch-Firma über Titan-Schürfung in Indien beraten – ohne Kontakt mit Firtaschs Firma aufgenommen zu haben:

        The slide stated that Mr. Firtash’s group, Bothli Trade, “has identified key Indian officials and has crafted a strategy to gain their influences.” That strategy included investing in infrastructure and jobs and respecting the traditional use of bribes. Those key officials were named, along with their positions. A footnote attributed this information to Bothli’s business plan and interviews with unidentified individuals.

        Portions of “Exhibit A,” the document that lays out the alleged bribery scheme.

        […]
        That was when prosecutors discovered Exhibit A in Boeing’s files. Rarely does someone put in writing the need for bribes. Yet now, more than a year after the indictment, prosecutors had a document that they called “very clear proof” that Mr. Firtash’s enterprise had advised Boeing “of the plan to bribe Indian public officials, which was already underway.”
        […]
        Facing the prospect that Mr. Firtash might sway Mr. Yanukovych and use his connections to help him remain in power, the United States asked Austria to arrest the oligarch, the judge said.

        Indeed, documents show that in the fall of 2013, Austrian authorities had received an “urgent message” from American prosecutors: Mr. Firtash was expected in Vienna on Nov. 4. Arrest him.
        Then, a few days before the planned arrest, the documents show, came another urgent message: “As part of a larger strategy, U.S. authorities have determined we need to pass up this opportunity.” No arrest. No explanation of the larger strategy.

        According to Judge Bauer, though, that was when Mr. Yanukovych appeared to be rejecting Russia. But when the president turned back toward Russia five months later, the Americans renewed the request and Mr. Firtash was taken into custody.
        Mr. Yanukovych was ousted in February 2014 amid violent protests. He now lives in Russia.

        To the surprise of American officials, the judge denied extradition on the grounds that the request was politically motivated, whether or not Mr. Firtash was “sufficiently suspected” of breaking the law.
        The United States appealed, and last year a higher Austrian court overturned Judge Bauer’s ruling. That decision is now under final review.

        But, Mr. Firtash’s lawyers point out, the Americans did not share a vital piece of information with the Austrian courts: After the prosecutors spent months insisting that Exhibit A proved that the oligarch had recommended bribes, it emerged in the United States that the document had in fact been written by consultants from McKinsey.

        In response to questions from The Times, Dan Webb, one of Mr. Firtash’s lawyers and a former United States attorney in Chicago, said his client had nothing to do “with the creation or presentation of the PowerPoint slide proposing bribery and used by U.S. prosecutors to support extradition of Firtash.” He accused prosecutors of falsely telling Austrian officials that the slide constituted “clear proof” that Mr. Firtash was behind the bribery scheme, adding that “U.S. prosecutors never withdrew their false statement.”

        Das Deal-Angebot von Weissmann kommt jetzt noch hinzu: ich gehe davon aus, daß es bei der Ablehnung der Auslieferung bleiben wird.

  2. Große Dinge werfen ihren Schatten voraus:

    Nadler wirkt nervös, ist aber meinungsstark wie immer:

    Published 18 hours ago
    Nadler not worried that GOP could press Mueller for details on Russia probe: ‚Let them waste their time‘
    By Ronn Blitzer | Fox News
    [Video]
    […]
    “If they want to debate or discuss this irrelevancy, let them waste their time,” Nadler said on “Fox News Sunday,” insisting that everything Republicans are worried about has already been investigated and “found to be baseless.”

    Host Chris Wallace pushed back on that assertion, noting that the Justice Department Inspector General’s report on the Trump investigation and potential abuse of the FISA system to monitor former Trump campaign adviser Carter Page has yet to be released.

    Nadler referred to previous Inspector General’s findings related to the Hillary Clinton investigation, which he said was half of what Republicans are concerned with. Those findings included details about messages sent between former special agent Peter Strzok and attorney Lisa Page, which featured strong language against Trump and favoring Clinton. The report found that Strzok showed that his political opinions could have influenced his work, but that there was ultimately no improper impact on the Clinton investigation.

    Nadler also insisted, “There was nothing wrong with the FISA application,” but that remains to be seen, as that report has yet to come out.

    Wallace asked Nadler if his efforts to get more information out of Mueller could be fruitless, given Muelller’s public statement that the report was his testimony and he had nothing more to add.

    “We hope not,” Nadler said. He described a strategy of pointing Mueller to parts of his report, then asking him if they describe obstruction of justice. Nadler said he believes the report contains “very substantial evidence that the president is guilty of high crimes and misdemeanors,” which is the standard for impeachment, and that „if anyone else had been accused of what the report finds the president had done, they would have been indicted.
    […]

    https://www.foxnews.com/politics/nadler-not-worried-that-gop-could-press-mueller-for-details-on-russia-probe-let-them-waste-their-time

    Mueller hat die Frage, ob die lediglich beschriebenen Akte strafbar sein könnten, im Mueller-Report nicht beantwortet – und dann soll er das jetzt mündlich tun? Und er hat gegenüber Barr klargestellt, daß die Nichtantwort nicht daran liege, daß man einen amtierenden Präsidenten nicht anklagen könne. Nadler wird ein Fiasko erleben.

    Nadler klammert sich auch immer noch an das Cohen Guilty Plea: er sei schließlich wegen Bruch des Wahlkampffinanzierungsgesetzes im Gefängnis gelandet – und das, obwohl das SDNY dieses Verfahren gegen Trump & Co. ergebnislos abgeschlossen hat. Es könnte sein, daß Nadler den dems noch mehr schadet als „the squad“.

    Denn hier kommt’s dicke:

    Justice Dept. Watchdog Has Evidence Comey Probed Trump, on the Sly
    By Paul Sperry, RealClearInvestigations
    July 22, 2019

    […]
    Sources tell RealClearInvestigations that Justice Department Inspector General Michael Horowitz will soon file a report with evidence indicating that Comey was misleading the president. Even as he repeatedly assured Trump that he was not a target, the former director was secretly trying to build a conspiracy case against the president, while at times acting as an investigative agent.

    Two U.S. officials briefed on the inspector general’s investigation of possible FBI misconduct said Comey was essentially “running a covert operation against” the president, starting with a private “defensive briefing” he gave Trump just weeks before his inauguration. They said Horowitz has examined high-level FBI text messages and other communications indicating Comey was actually conducting a “counterintelligence assessment” of Trump during that January 2017 meeting in New York.

    In addition to adding notes of his meetings and phone calls with Trump to the official FBI case file, Comey had an agent inside the White House who reported back to FBI headquarters about Trump and his aides, according to other officials familiar with the matter.

    Although Comey took many actions on his own, he was not working in isolation. One focus of Horowitz’s inquiry is the private Jan. 6, 2017, briefing Comey gave the president-elect in New York about material in the Democratic-commissioned dossier compiled by ex-British intelligence officer Christopher Steele. Reports of that meeting were used days later by BuzzFeed, CNN and other outlets as a news hook for reporting on the dossier’s lascivious and unsubstantiated claims.
    […]
    “We are not investigating you, sir,” Comey told Trump, an assurance that “seemed to quiet him,” the former director remarked in his book.

    That statement seems undercut by the fact that Comey typed up his notes on his laptop in his government vehicle less than five minutes after he walked out of Trump Tower, according to a heavily redacted Jan. 7, 2017, email to his top aides. Comey self-classified the notes at the “SECRET” level.
    “I executed the session exactly as planned,” Comey reported back to his “sensitive matter team.”

    https://www.realclearinvestigations.com/articles/2019/07/22/comey_under_scrutiny_for_own_inquiry_and_misleading_trump_119584.html

    Was für ein Lügner… Das Ganze liest sich wie ein Krimi. Der Horowitz-Report soll Anfang September erscheinen.

      • Keine Ahnung, was dieses NYT-Stück zu bedeuten haben mag. Die NYT ist eh irrelevant geworden, und wenn sie jetzt China statt Rußland zum Hauptfeind der USA ernennt, so mag man diesen Beitrag getrost überblättern.

        Allerdings: die fake news aus den Mainstream-Medien des Westens haben Wirkung:

        Erwischt! Sie liest den Guardian…

        Und während SPON inhaltslose Agentur-Berichte wie diesen wiedergibt:

        Neue Attacke via Twitter

        Trump legt gegen Abgeordnete nach

        Die vier Frauen sollten dorthin zurückkehren, wo sie herkämen, attackierte Donald Trump vier Abgeordnete der Demokraten. Nun provoziert der US-Präsident erneut.
        Montag, 22.07.2019 10:07 Uhr

        US-Präsident Donald Trump hat in der von ihm losgetretenen Konfrontation mit vier weiblichen Abgeordneten der Demokraten nachgelegt. „Ich glaube nicht, dass die vier Kongressabgeordneten in der Lage sind, unser Land zu lieben“, schrieb der Republikaner auf Twitter. „Sie sollten sich bei Amerika (und Israel) für die schrecklichen (hasserfüllten) Dinge entschuldigen, die sie gesagt haben.“

        Der demokratische Abgeordnete Elijah Cummings verurteilte den erneuten Angriff. Er habe „keinen Zweifel“ daran, dass Trump ein Rassist sei. „Das sind Menschen und Frauen, die ihr Land lieben“, verteidigte Cummings im Sender ABC seine Kolleginnen. US-Senator Cory Booker, der für die Demokraten die Nominierung als Präsidentschaftskandidat anstrebt, sagte bei CNN, dass Trump „schlimmer als ein Rassist“ sei.
        […]

        https://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-legt-gegen-demokraten-nach-neuerliche-attacke-via-twitter-a-1278349.html

        Auf die inhaltlichen Positionen von „The Squad“ wird dabei nie eingegangen. Das könnte das Publikum verstören.

        Man muß auf alternative Medien zurückgreifen, um zutreffende Einordnungen zu finden:

        Dort findet man u.a. diesen Tweet:

        Das hat sie ja mit ihrer scheinbar neutralen Initiative auch gemacht, wie ich auf der Vorseite gepostet hatte:

        https://www.congress.gov/bill/116th-congress/house-resolution/496/text

        „Da jeder weiß, vor welchem Hintergrund diese Resolution entstand, empörte der Beispielsfall „Nazi-Deutschland“ natürlich besonders. Mal sehen, wie die dems damit umgehen werden.“
        https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-167/#comment-83346

        Man weiß echt nicht, was man aus diesem Artikel hervorheben sollte. Es ist alles, im Vergleich zu den Leitmedien, zie3lführend.

        Ich greife mir mal das heraus:

        Wir erinnern uns: Trump hat die Präsidentschaftswahlen nicht gewonnen, weil eine Mehrheit der US-Wahlbürger ihm seine Stimme gab – er wurde Präsident, weil er in den Bundesstaaten trotz unionsweit weniger Stimmen die meisten Wahlmänner auf sich vereinen konnte. So ist das US-Demokratiemodell: In der Union, die ein echter Bundesstaat ist, entscheiden in den jeweiligen Staaten die Wähler mit Mehrheit. Dann greift ein ausgeklügeltes System, welches vor allem das Ziel verfolgt, die weniger bevölkerungsreichen Bundesstaaten nicht vom politischen Prozess auszuschließen. So konnte die Vertreterin des linken Amerika, Hillary Clinton, zwar eine Wählermehrheit in den „liberalen“ Staaten mit ihren Metropolen gewinnen, gleichwohl gaben die Flächenländer den Ausschlag.

        Diese Flächenländer aber sind zumeist noch weiß. Will sagen: Hier lebt das klassische Amerika der Frontiers – die Kinder und Kindeskinder jener Europäer, die vor allem in 19. Jahrhundert ihre Heimat in Irland, Deutschland, Polen und Skandinavien verließen, um im „Land der Freien und Tapferen“ ihr Glück zu suchen.

        Dieses „weiße“ – besser wäre „europäische“ – Amerika gilt nicht nur den linken US-Demokraten als reaktionär, faschistoid und politisch erbarmungslos rückständig. Die Spiegel-Relotius-Story über Fergus Falls lebte als BigFakeNews davon, dass auch das linksgrüne Milieu der Bundesrepublik diese Weltsicht teilt.
        […]
        Trumps scheinbar irrational-rüpelhaftes Vorgehen ist wohl kalkuliert. Denn nicht nur, dass die Damen mit ihrer Vita und ihren Aussagen tatsächlich kaum dem Lebensgefühl des einfachen US-Bürgers in der Weite des Landes entsprechen – sie eignen sich auch perfekt, um einen Keil in die bisherige Wählerschaft der US-Demokraten zu treiben. Denn auch deren Wähler sind immer noch überwiegend weiß – und im Zweifel auch traditionell jüdisch. Und vielleicht sogar patriotisch.

        Omars und Tlaibs Anti-Israel-Initiativen eignen sich perfekt, um selbst liberale (also im US-Verständnis linke), jüdische Demokraten abzuschrecken. Die in Deutschland gefeierte Ocasio-Cortez wiederum bietet das perfekte Hassobjekt für jene Demokraten, die immer noch auch überzeugte Anti-Kommunisten sind.

        Wenn die Women of Color die Auflösung der US-Migrationsbehörde fordern – und damit ähnlich den deutschen Weltnaiven die US-Grenzen für jedermann öffnen wollen – dann verletzen sie ein Kernelement US-amerikanischen Selbstverständnisses. Mit seinen vier apokalyptischen Reiterinnen hat Trump deshalb nun das perfekte Spielzeug, um nicht nur seine Kernwählerschaft in der Fläche des Landes zu begeistern – er hat auch gute Chancen, immer noch patriotische Demokraten aus der Anhängeschaft des politischen Gegners herauszubrechen.
        […]

        https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/spahns-spitzwege/trump-vs-women-of-color-der-clash-of-civilizations-hat-die-usa-erreicht/

        „love it or leave it“ ist überdies eine seit langer Zeit geübte nicht-rassistische Parole, üblicherweise adressiert an Linke, die doch in die DDR überwechseln mögen.

        Als ein deutscher Politiker feststellte: „Wer diese Werte nicht vertritt, kann dieses Land jederzeit verlassen.“, erregte dieses von jenen aufgeregten, deutschen Anti-Trumpisten niemanden. Warum auch: Tatsächlich stellen es die USA wie die BRD einem jedem frei, das Land zu verlassen, wenn es ihm dort nicht gefällt. Aber auch hier gilt: Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht das Selbe.

        https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/spahns-spitzwege/trump-vs-women-of-color-der-clash-of-civilizations-hat-die-usa-erreicht/

        Da Lübcke, der diesen klassischen Spruch tätigte, offenbar von einem Rechten ermordet wurde, muß sein gleichartiges Statement nicht ernstgenommen werden.

        Derweil in den USA:

        Dabei ist das Manifest des Täters im Netz zu finden:

        What follows is the written manifesto of Willem Van Spronsen:

        there’s wrong and there’s right. it’s time to take action against the forces of evil. evil says one life is worth less than another. evil says the flow of commerce is our purpose here. evil says concentration camps for folks deemed lesser are necessary. the handmaid of evil says the concentration camps should be more humane. beware the centrist.
        […]
        in these days of fascist hooligans preying on vulnerable people on our streets, in the name of the state or supported and defended by the state, in these days of highly profitable detention/concentration camps and a battle over the semantics, in these days of hopelessness, empty pursuit and endless yearning, we are living in visible fascism ascendant.

        […]
        when i was a boy, in post war holland, later france, my head was filled with stories of the rise of fascism in the 30’s. i promised myself that i would not be one of those who stands by as neighbors are torn from their homes and imprisoned for somehow being perceived as lesser.
        […]
        it’s time for you, too, to stand up to the money pulling the strings of every goddamn puppet pretending to represent us.

        i’m a man who loves you all and this spinning ball so much that i’m going to fulfill my childhood promise to myself to be noble. here it is, in these corporate for profit concentration camps.
        […]
        the semi automatic weapon i used was a cheap, home built unregistered „ghost“ ar15, had six magazines. i strongly encourage comrades and incoming comrades to arm themselves. we are now responsible for defending people from the predatory state. ignore the laws of arming yourself if you have the luxury, i did.

        https://mediaweb.kirotv.com/document_dev/2019/07/15/Manifesto_15897725_ver1.0.pdf

        Nunja, die Antifa und den illegalen Waffennmarkt will ja kein Westmedium adressieren.

        Die haben ja alle Hände damit zu tun, ihre fake news zu korrigieren:

        Und deren einstiger anti-Trump-Medien-Star fällt wie eine heiße Kartoffel:

        Gottlob, der Propaganda-Sender CNN wird abgestraft:

        https://www.paulcraigroberts.org/2019/07/18/the-lie-factory-cnn-is-collapsing-thank-god/

        Und Gottlob, gibt es in DC nicht nur Obama-Aktivisten-Richter, sondern auch noch wirklich dem Recht verpflichtete Richter:

  3. Wie schätzt man denn das hier ein? Ist da irgend etwas dran? Was ist von „Pizzagate“ übrig?

    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2019/07/trumps-beraterin-traf-piloten-des.html
    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2019/07/die-freundesliste-von-epstein-ist.html
    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2019/07/epstein-bleibt-weiter-in-haft.html

    Disclaimer: ich habe nur der Bequemlichkeit Halber auf diese Blogseiten verwiesen, damit will ich kein Stellungnahme zu deren politischen Ausrichtung verbinden. Scheint mir sonst allgemein sehr unkritisch zu sehr auf _abstruse_ Verschwörungstheorien abzuzielen. Aber es kann wohl nicht abgeleugnet werden, dass da auch einige Fakten berichtet werden. (Epsteins Verurteilung, geringes Strafmaß, Bekanntschaften in höchste Kreise, aktuelle Untersuchungshaft, keine Freilassung auf Kaution, … es ist irgendwie schon bezeichnend, dass Politiker und höchste Gesellschaftskreise mit so einem Vogel Umgang haben)

    • Auweia – daß auf diesem Blog eine Kampagne gefahren wird, wird schon bei der ersten oberflächlichen Besichtigung deutlich. Falschinformationen und fehlende Logik kommen erschwerend dazu:

      Wenn sich Trump wirklich von Epstein 2007 distanziert hatte, warum liess sich dann seine engste Beraterin mit Epsteins Piloten lächelnd fotografieren, statt ihn wie die Pest zu meiden?

      Haben sich die beiden von früheren Flügen mit Trump als Passagier gekannt? Das war aber dann lange her, wenn man Trumps „ich habe mit Epstein seit 15 Jahren nicht mehr gesprochen“ glaubt.

      Kann nicht sein, denn Kellyanne Conway hat den Super-PAC für den Präsidentschaftskandidaten Ted Cruz geleitet, kam erst nach dessen Ausscheiden am 1. Juli 2016 an Bord von Trumps Wahlkampfteam.
      Das Foto wurde sicher schnell gelöscht, damit keine aktuelle Verbindung zwischen Trump und Epstein hergestellt werden kann. Ha,ha, aber nicht schnell genug, denn es ist ja da.

      […]
      Es sind die Masse an Pornobilder mit Minderjährigen und denen, die sich an ihnen vergangen haben.

      […]

      http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2019/07/trumps-beraterin-traf-piloten-des.html

      Welche Schlüsse lassen sich aus einem Selfie von Conway und dem Piloten Epsteins von Dezember 2016 hinsichtlich der Trump-Aussage ziehen, er habe mit Epstein seit 15 Jahren nichts zu tun? Wie kommt man vom Beginn der Beratungstätigkeit Conways für Trump, 1.7.2016, darauf, sie habe den Piloten wegen früherer Flüge mit Trump gekannt? Bislang ist eh nur ein einziger Flug von Palm Beach nach NYC bekannt, und zwar mit der kleineren Maschine.

      Und die aktuell in NYC gefundenen Fotos zeigen laut bislang veröffentlichten Berichten auch keine Mißbraucher.

      Das Magazin „Vaity Fair“ schreibt dazu:

      „Die Dokumente wurden während einer Zivilverleumdungsklage eingereicht, die von der Epstein-Anklägerin Virginia Roberts Giuffre, einer ehemaligen Mar-a-Lago-Umkleideraum-Betreuerin, gegen Epsteins ehemalige Freundin und angebliche Frau Ghislaine Maxwell eingereicht wurde. ‚Niemand, der viel um Epstein herum war, wird es jetzt leicht haben. Es wird alles herauskommen‘, sagte Giuffre’s Anwalt David Boies. Eine andere Person, die in einen Rechtsstreit gegen Epstein verwickelt ist, sagte es mir: ‚Es wird atemberaubend sein, die Anzahl der Namen. Es wird eine Lawine auslösen.“

      […]
      Musk besuchte ihn also in seiner Stadtvilla in New York, hatte aber weiter nichts mit ihm zu tun.

      Ist gelogen, denn folgendes Foto zeigt Elon Musk zusammen mit Ghislaine Maxwell, Epsteins Freundin, Rekrutiererin und Puffmutter bei der Oscar-Verleihung 2014:

      […]

      http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2019/07/die-freundesliste-von-epstein-ist.html

      Virginia Roberts Giuffre hat Maxwell zivilrechtlich verklagt, weil letztere sie als Lügnerin verleumdet habe. Dieses Verfahren hat Giuffre nicht gewonnen. Der von ihr fälschlich als Täter bezichtigte Anwalt Dershowitz sieht der Veröffentlichung der Dokumente dieses Rechtsstreits mit Freude entgegen, weil sich daraus die bewußte Falschbezichtigung durch Giuffre ergebe.

      Und was hat eine Begegnung zwischen Musk und Maxwell – die bislang weder angeklagt noch gar verurteilt ist – mit seiner Distanzierung von Epstein zu tun?

      Richter Berman sagte, „der Kern“ seiner Entscheidung, die Kaution abzulehnen, seien die potenziellen Gefahren, die Epstein für die Gemeinschaft darstelle. Zur Erinnerung, Epstein verging sich sogar an Mädchen während seines Hafturlaubs 2008 – 2010 in Florida.

      http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2019/07/epstein-bleibt-weiter-in-haft.html

      Was soll ein „Hafturlaub 2008-2010“ sein? Und nein, davon ist nichts bekannt; die New Yorker Anklage beschränkt sich auf den Tatzeitraum 2002-2005.

      Ergebnis: als Informationsquelle scheidet dieser Blog aus.

      • „Was soll ein „Hafturlaub 2008-2010“ sein? “
        Das war bekannt, daß er während der 13-Monate Haftstrafe in FL täglich das Gefängnis zur Arbeit verlassen durfte. Die Konditionen dieses ‚work release program‘ werden gerade neu untersucht:

        • Räusper. Das ist kein Hafturlaub, das ist offener Vollzug und in Deutschland bei kurzzeitigen Haftstrafen der Regelfall.
          Für den Strafvollzug war übrigens nicht Acosta oder das DoJ zuständig, sondern die örtlichen Behörden, die Epstein lediglich eine Geldstrafe auferlegen wollten.

          Über Acostas Wirken (nicht zu vergessen die Vorgesetzten im DoJ) sind die Meinungen geteilt; insbesondere, was die Qualität der seinerzeit, 2007-2008, vorliegenden Beweislage angeht:

          Justice Department Sat on Mountain of Epstein Evidence for 10 Years

          Wilson Miller

          July 11, 2019 Updated: July 11, 2019
          […]
          When it came to the victims, the evidence was overwhelming. The DOJ had an FBI file entitled “Summary of Sexual Activity,” containing an analysis of victim-specific information. This included a chart showing phone calls, travel, and grand jury evidence relevant to possible charges. Records show this involved at least nine potential victims. The DOJ was also in possession of FBI reports of interviews of victims and witnesses in New York back in March 2008.
          Court records also revealed the DOJ had jury transcripts, witness and victim interviews, investigative files from the State of Florida and the Palm Beach Police Department, and records on potential co-conspirators.
          The evidence was there.
          […]

          https://www.theepochtimes.com/justice-department-sat-on-mountain-of-epstein-evidence-for-10-years_2996970.html

          Schriftliche Opferaussagen nützen nichts für eine Hauptverhandlung. Man benötigt aussagebereite Zeugen. Und daran mangelte es damals:

          Alex Acosta acted with professionalism and integrity in handling the Jeffrey Epstein case
          By Jeffrey H. Sloman
          February 15, 2019 12:02 PM, Updated February 16, 2019 11:28 AM
          […]
          In the late 2000s, I worked as Alex’s second-in-command at the U.S. Attorney’s Office for the Southern District of Florida. The Epstein case came to our attention in 2006. The local authority with primary jurisdiction to hold Epstein accountable for his crimes, the Palm Beach County State Attorney’s Office, was going to allow him to plead guilty to a misdemeanor and merely pay a fine. The local police rightly were outraged and brought the facts to us.
          […]
          Our team worked diligently to build a federal case against Epstein. Throughout the investigation, we took care to be respectful of the pain Epstein’s victims had endured. As we continued, however, it became clear that most of Epstein’s victims were terrified to cooperate against him. Some hired lawyers to avoid appearing before a grand jury. One of the key witnesses moved to Australia and refused to return calls from us. We also researched and discussed significant legal impediments to prosecuting what was, at heart, a local sex abuse case.
          Given the obstacles we faced in fashioning a robust federal prosecution, we decided to negotiate a resolution. The only way a resolution could ever be palatable, though, was if we met our two objectives: to protect others from Epstein and to compensate Epstein’s victims without subjecting them to additional trauma.
          […]
          To those ends, we demanded that Epstein: (1) plead guilty to a felony in state court that reflected his true conduct; (2) agree to incarceration for up to 18 months; (3) register as a sex offender; and (4) pay each known victim between $150,000 and $250,000 through a streamlined mechanism designed to avoid revictimization. We genuinely felt that these conditions met our two objectives.
          […]
          I am a lifelong Democrat. My personal political views do not align with Alex’s views and I did not vote for the president for whom Alex now serves as secretary of Labor. But I know the leader and the person that Alex is. He is an honorable and decent man. Nothing about the Epstein case changes my view of his character. I hope that our leaders take my experiences into account as his stellar career and reputation hang in the balance.

          Jeffrey H. Sloman was first assistant U.S. attorney from 2006-2009 and U.S. attorney from 2009-2010.

          https://www.miamiherald.com/opinion/op-ed/article226331175.html
          Aus der Ferne läßt sich also nur sehr schwer entscheiden, ob das ein guter oder ein schlechter Deal war. Insoweit rächt sich jetzt der demokratische Aufschrei gegen Acosta:

          Plea deal by Kamala Harris AG office for sexual-harassing San Diego mayor was too lenient, critics say
          by Emily Larsen
          & Joseph Simonson
          | July 18, 2019 05:16 PM

          Kamala Harris’ presidential campaign biography rests heavily on her career as a prosecutor, including six years as California attorney general. But it omits a plea deal her office negotiated for former San Diego Mayor Bob Filner, a serial sexual harasser, which let him escape jail time and avoid registering as a sex offender.

          In 2013, about 20 women accused Filner, a two-decade Democratic congressman-turned-San Diego mayor, of sexual harassment and misconduct. Some said he put them in “Filner headlocks.”

          Harris‘ office drew considerable criticism in 2013 for allowing Filner to plead guilty to state charges of false imprisonment and battery against three Jane Does in exchange for a light sentence. Filner could have faced up to five years in prison, but the plea bargain instead gave him three months of house arrest, three years‘ probation, and partial loss of his mayoral pension.
          […]
          The Epstein deal was a “simple, very light pat on the hand,“ Harris said last week on The View.

          „I personally prosecuted child sexual assault cases. And they are some of the most difficult cases to prosecute,“ said Harris, an Alameda County, California line prosecutor in the 1990s and then San Francisco district attorney from 2004-11. „The thing I found so troubling, disheartening and really unbelievable was the way that Acosta has described the challenge … It’s like saying it’s really difficult to make an omelet … Well, then get out of the kitchen!“

          To be sure, the Epstein and Filner cases don’t command a direct comparison. The Epstein case in Florida involved years of allegations the wealthy financier preyed on underage women. In Filner’s case, the women were all adults, and the alleged aggressive behavior happened while he held public office.

          But both involve powerful figures given sentences lighter than they would have otherwise received absent their public profile or deep pockets and political influence.

          […]

          https://www.washingtonexaminer.com/news/plea-deal-by-kamala-harris-ag-office-for-sexual-harassing-san-diego-mayor-was-too-lenient-critics-say

          McCarthy läßt kein gutes Haar an Acosta (auch als Arbeitsminister habe er versagt, viel zu wenige Deregulierungen).

          Andererseits kommt er zu einem ihn selbst erschreckenden Ergebnis: der letztlich zwischen DoJ und Epstein geschlossene Deal verhindere eine Neuauflage derselben Vorwürfe jetzt in NYC.

          Ich muß sagen: seine Argumentation, wonach die Neuauflage ein Verstoß gegen das Verbot der Doppelverfolgung sei, leuchtet mir ein.

          The Non-Pros Was Expressly Intended to Cover Epstein ‘Globally’ for Crimes ‘Against the United States’
          […]
          Acosta noted that, coterminous with a Florida state investigation of Epstein that had resulted in an indictment for soliciting prostitution,

          the United States Attorney’s Office and the Federal Bureau of Investigation have conducted their own investigation into Epstein’s background and any offenses that may have been committed by Epstein against the United States from in or around 2001 through in or around 2007, including . . .

          knowingly, in and affecting interstate and foreign commerce, recruiting, enticing, and obtaining by any means a person, knowing that the person had not attained the age of 18 years and would be caused to engage in a commercial sex act . . . in violation of . . . Sections 1591(a)(1) and 2.“
          (Emphasis added.)

          The point was to enable Epstein to settle all potential federal criminal liability from his sex-trafficking activities prior to 2007 by pleading guilty to a state prostitution charge. As Politico’s Josh Gerstein observes, the non-pros explicitly asserts that “Epstein seeks to resolve globally his state and federal liability” (my italics).
          […]
          Moreover, sex trafficking and related offenses are cognizable federally only if they affect interstate or foreign commerce. That is, Epstein’s conduct necessarily had to have an impact on (and thereby be prosecutable in) multiple states and multiple federal districts in order to be prosecutable by the Justice Department. As if that were not obvious enough, the agreement makes it explicit. In addition to spelling out that the Section 1591 sex-trafficking conduct affected interstate commerce, Acosta says that the federal investigation conducted by his office and the FBI included all potential “offenses that may have been committed by Epstein against the United States” and that involved:

          „Conspiring with others to use, and actually using, facilities in interstate and foreign commerce to induce minor females to engage in prostitution; and

          • Conspiring with others to travel, and actually traveling, in interstate and foreign commerce for the purpose of engaging in illicit sexual conduct.“

          The non-pros further elaborates that Epstein’s conduct occurred with persons “known and unknown” to investigators.

          Implicitly, this is a statement that, while the government was aware of the kind of offenses that Epstein had committed, its evidence was not so comprehensive that it was aware of every single person involved. That is, with respect to Epstein, the agreement was meant to encompass all instances of the offenses described, even if the investigation had not yet identified all potential conspirators and victims.

          Further, reports indicate that Epstein lawyer Ken Starr went over Acosta’s head to appeal to the Justice Department, which rejected his argument that a federal prosecution of Epstein was not warranted. Only after that did Epstein finalize the non-pros and plead guilty.

          It was reasonable for Epstein to assume that settling the federal case in SD-Florida would settle it in all the affected federal districts.

          […]
          The SDNY should absolutely prosecute the monstrous Epstein if prosecutors can find a new offense. Let’s hope they find one.

          https://www.nationalreview.com/2019/07/jeffrey-epstein-case-double-jeopardy-rules/

          Ich denke, daß sie schon dabei sind, ansonsten wäre aktuell nicht bei ihm durchsucht worden.

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