Hans Wollschläger-Fake News- Updated

Hans, Winterberg 11-04

Hans Wollschläger in Winterberg, 2004, Foto: Gabriele Gordon

Es hätte ja eigentlich genügt, meinen letzten Artikel zu ergänzen:

https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/17/fake-news-oder-wie-ich-zur-witwe-von-hans-wollschlaeger-wurde/

Aber irgendein Bug im WordPress-System ließ das nicht zu.

Die NZZ als Sprachrohr des gekränkten Bearbeiters der Wollschläger-Übersetzung des Ulysses von James Joyce, Harald Beck, hat nun auch dessen Zuarbeiter Hans Walter Gabler zu Wort kommen lassen.

Der Artikel hebt natürlich mit Fake News an:

Rettet den deutschen «Ulysses»

Aus rechtlichen Gründen liegt die revidierte deutsche Übersetzung von Hans Wollschläger auf Eis. Das darf nicht sein.

Hans Walter Gabler 26.3.2018, 05:30 Uhr

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Sie liegt natürlich nicht nur aus rechtlichen Gründen „auf Eis“, sondern entscheidend deshalb, weil Beck das Wollschlägersch’e Kunstwerk zerstörte.

Die NZZ vom 2.3.2018 war jedenfalls schon mal näher an der Wahrheit:

Gabriele Gordon habe keinerlei Gesprächsbereitschaft gezeigt: «Sie hat es abgelehnt, Jonathan Landgrebe, den Leiter von Suhrkamp, und den Cheflektor Fellinger zu treffen. Offenbar hat sie dem Verlag schriftlich ihre Position dargelegt; sie begründet diese einerseits juristisch – in dieser Hinsicht sind ihre Ansprüche tatsächlich unanfechtbar. Anderseits führte sie angeblich literarische und philologische Gründe an: Wollschläger hätte der Neufassung nicht zugestimmt, argumentierte sie.»

https://www.nzz.ch/feuilleton/ulysses-neuedition-rechtlich-ist-die-sache-tot-ld.1361961

Der offenbar umfassend uninformierte Gabler meint:

Das grundsätzliche Einvernehmen zwischen dem Übersetzer, einem Team von Revisoren und dem Suhrkamp-Verlag datiert aus dem Jahre 2007. Leider verstarb Hans Wollschläger wenige Monate, nachdem das Übereinkommen erzielt worden war.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Daß bei diesem Treffen von 10.3.2007 irgendein Übereinkommen erzielt worden sei, davon träumt allenfalls der Suhrkamp-Verlag. Insofern existiert lediglich ein Protokoll des Verlags, das Hans Wollschläger nie zur Kenntnis nahm. Ob er wirklich die Fron auf sich genommen hätte, sich ein ganzes Jahr die Besserwissereien von Anglisten und Philologen anzuhören? Die keine Ahnung von Kunst haben?

Ich wage es zu bezweifeln.

Eins ist jedenfalls klar. Nur Hans Wollschläger selbst hätte seine eigene geniale Übersetzung überarbeiten können. Niemand sonst.

Gabler hüpft gleich hierauf:

Durch dieses aber bestärkt, verpflichtete der Verlag Harald Beck und seine Mitarbeiter zur Durchsicht und Überarbeitung der Wollschläger-Übersetzung. Entscheidend am Übereinkommen war, dass ein durchgesehener und revidierter Übersetzungstext nicht die wollschlägersche Verdeutschung überfremden würde. Die Überarbeitung verstand sich als Dienst an der Übersetzung und deren Dienst am Roman und an seinem Autor.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Warum bringt die NZZ derlei Lügen?

Klar, Beck möchte gern seine Vorgänger Dirk Vanderbeke und Dirk Schultze, die Kommentatoren der Wollschläger-Übersetzung  im Jahr 2004, auslöschen, denen er zuarbeitete. Genauso agiert sein Zuarbeiter Gabler.

Vanderbeke und Schultze verließen das Unternehmen, als ihnen klar wurde, wie sehr Beck es auf die Zertrümmerung  der Wollschläger-Übersetzung ankam.

Gabler:

Wie ich es mir vorstelle, könnte Grundlage einer Vereinbarung sein, dass Hans Wollschlägers «Ulysses» unverändert der rein deutsche Lesetext des Werkes vom Suhrkamp-Verlag bleibt. In Parallele dazu sollte der Verlag den Plan Siegfried Unselds umsetzen, eine zweisprachige «Ulysses»-Ausgabe anzubieten. In dieser würde dem englischsprachigen originalen Text der deutsche zugesellt, der, auf der Grundlage der Übereinkunft mit Hans Wollschläger, über zehn Jahre hinweg im Auftrag des Suhrkamp-Verlags erarbeitet wurde. Dass dieser überarbeitete Text im Wesentlichen nach wie vor den Übersetzungstext Hans Wollschlägers darstellt, nur eben in einer revidierten Fassung, welche Entsprechungen im Deutschen zum englischen Original präzisiert, wäre selbstredend hervorzuheben und vertraglich festzuhalten.

Es ist eine hohe Anerkennung der Übersetzung von 1975, dass sie eben nicht ersetzt wird, sondern im Kern bestehen bleibt. Der revidierte Wollschläger-Text in einer zweisprachigen Ausgabe sollte dabei selbstverständlich zu erkennen geben, wo er von Wollschlägers Fassung von 1975 abweicht und warum er das tut. Der englischsprachige Text der Herausgeber Hans Walter Gabler, Wolfhard Steppe und Claus Melchior steht rechtlich vorbehaltlos für die zweisprachige Ausgabe zur Verfügung.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Nun mag ja wohl Suhrkamp befeuert haben, die „neue“ Übersetzungs-Bearbeitung von Beck zu promoten, weil die alte von Wollschläger nicht mehr verkauft wird, da der Markt gesättigt ist.

Gablers Vorschlag ist nicht nur weltfremd, sondern auch kontrafaktisch, da die Wollschläger-Übersetzung durch Beck zerstört worden ist.

Und warum sollte ein kommerzieller Verlag wie Suhrkamp eine englisch-deutsche Ulysses-Ausgabe herausbringen, der die zehntausende Beck-Veränderungen an der Wollschläger-Übersetzung dokumentiert, die Beck auch noch begründen soll?

 

 

Werbeanzeigen

4.968 Gedanken zu „Hans Wollschläger-Fake News- Updated

  1. Acostas Reportagestil hat Nachahmer gefunden:

    😉

    Auch die NYT setzt wieder ihre typischen Akzente der nothingburger-Geschichten:

    F.B.I. Opened Inquiry Into Whether Trump Was Secretly Working on Behalf of Russia
    By ADAM GOLDMAN, MICHAEL S. SCHMIDT and NICHOLAS FANDOS
    23 hrs ago
    […]
    “Not only would it be an issue of obstructing an investigation, but the obstruction itself would hurt our ability to figure out what the Russians had done, and that is what would be the threat to national security,” Mr. Baker said in his testimony, portions of which were read to The New York Times. Mr. Baker did not explicitly acknowledge the existence of the investigation of Mr. Trump to congressional investigators.

    No evidence has emerged publicly that Mr. Trump was secretly in contact with or took direction from Russian government officials. An F.B.I. spokeswoman and a spokesman for the special counsel’s office both declined to comment.

    Rudolph W. Giuliani, a lawyer for the president, sought to play down the significance of the investigation. “The fact that it goes back a year and a half and nothing came of it that showed a breach of national security means they found nothing,” Mr. Giuliani said on Friday, though he acknowledged that he had no insight into the inquiry.
    […]
    The decision to investigate Mr. Trump himself was an aggressive move by F.B.I. officials who were confronting the chaotic aftermath of the firing of Mr. Comey and enduring the president’s verbal assaults on the Russia investigation as a “witch hunt.”
    A vigorous debate has taken shape among some former law enforcement officials outside the case over whether F.B.I. investigators overreacted in opening the counterintelligence inquiry during a tumultuous period at the Justice Department. Other former officials noted that those critics were not privy to all of the evidence and argued that sitting on it would have been an abdication of duty.
    […]
    “In the Russian Federation and in President Putin himself, you have an individual whose aim is to disrupt the Western alliance and whose aim is to make Western democracy more fractious in order to weaken our ability, America’s ability and the West’s ability to spread our democratic ideals,” Lisa Page, a former bureau lawyer, told House investigators in private testimony reviewed by The Times.
    “That’s the goal, to make us less of a moral authority to spread democratic values,” she added. Parts of her testimony were first reported by The Epoch Times.
    https://www.theepochtimes.com/transcripts-of-lisa-pages-closed-door-testimonies-provide-new-revelations_2763452.html
    […]
    “With respect to Western ideals and who it is and what it is we stand for as Americans, Russia poses the most dangerous threat to that way of life,” Ms. Page told investigators for a joint House Judiciary and Oversight Committee investigation into Moscow’s election interference.
    […]

    https://www.msn.com/en-us/news/politics/fbi-opened-inquiry-into-whether-trump-was-secretly-working-on-behalf-of-russia/ar-BBS83LZ?fdhead=newflex-views

    Tatsächlich also ein Stück über politisierte anti-Trump-Paranoiker im FBI. Im ZDF heute journal kam es gestern als unhinterfragte Sensations-Nachricht: der erste Präsident, gegen den ein Gegenspionage-Verfahren eingeleitet wurde!

    Bei SPON war natürlich auch das wichtig:

    Bericht der „New York Times“
    Trump tobt
    Donald Trump hat mit einer Twitter-Tirade auf einen Bericht der „New York Times“ reagiert. Demnach prüfte das FBI nach der Entlassung von James Comey, ob der Präsident in Russlands Auftrag handelte. Der ist nun außer sich.
    Samstag, 12.01.2019 14:55 Uhr

    In typisch cholerischer Manier hat US-Präsident Donald Trump auf einen Bericht über Ermittlungen der Bundespolizei FBI gegen ihn reagiert.
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-fbi-leitete-nach-entlassung-von-james-comey-laut-nyt-ermittlungen-ein-a-1247733.html

    […]

    […]

    […]
    Trump hat diese Ermittlungen wiederholt als „Hexenjagd“ bezeichnet. Der „New York Times“, die für ihren Qualitätsjournalismus mehrfach mit Journalistenpreisen ausgezeichnet wurde, hat Trump wiederholt Falschberichterstattung vorgeworfen.
    Comey zitierte am Samstag nach der neuen Trump-Tirade gegen ihn auf Twitter einen Ausspruch des früheren amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt, der frei übersetzt lautet: „Urteilt anhand der Feinde, die ich gemacht habe, über mich.“
    nis/dpa/AFP

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-teilt-wegen-bericht-ueber-fbi-ermittlungen-aus-a-1247751.html

    Hier kann man mehr über Lisa Page erfahren:

    • Wie gut, daß Aron Maté weiterhin so gründlich mit den fake news, insbesondere der der NYT, aufräumt – hier noch zum vorletzten Stück über Manaforts Mitarbeiter in der Ukraine, Kilimnik, der Umfrageergebnisse zur Trump Campaign an Deripaska weiterleiten sollte, was die NYT zurücknehmen mußte: es sollten zwei ukrainische Oligarchen gewesen sein.

      Zu Kilimnik schreibt er (jeweils mit vielen Hyperlinks):

      Manafort’s employment of Kilimnik has fueled speculation because Mueller has stated that Kilimnik has “ties to a Russian intelligence service and had such ties in 2016.”

      Yet Mueller’s only references that Kilmnik has Kremlin “ties” came in two court filings in 2017 and 2018, and it’s not clear what Mueller meant in either case. In April 2018, Manafort’s attorneys told a Virginia judge that they have made “multiple discovery requests” seeking any contacts between Manafort and “Russian intelligence officials,” but that the special counsel informed them that “there are no materials responsive to [those] requests.”

      Kilimnik insists that he has “no relation to the Russian or any other intelligence service.” According to a lengthy profile in The Atlantic, “insinuations” that Kilimnik has worked for Russian intelligence during his years in Ukraine “were never backed by more than a smattering of circumstantial evidence.” All of this has been lost on US media outlets, who routinely portray Kilimnik as a “Russian operative” or an “alleged Russian spy.”

      https://www.thenation.com/article/manafort-no-smoking-gun-collusion/

      The fervent speculation suffered a setback when it was revealed that the polling data was not intended to be passed to Deripaska or any other wealthy Russian. The New York Times corrected its story to inform us that Manafort actually wanted the polling data sent to two Ukrainian tycoons, Serhiy Lyovochkin and Rinat Akhmetov. That correction came long after viral tweets and articles from liberal outlets amplified the Times’ initial false claim about Deripaska. Most egregiously, New York magazine’s Chait doubled down on the initial error by incorrectly claiming that the Times was now reporting that Manafort’s intended recipient was “different Russian oligarchs.” For his part, Akhmetov says he “never requested nor received any polling data or any other information about the 2016 US elections” from Manafort or Kilimnik.

      That two Ukrainian tycoons were confused with a Russian one reflects a broader error that has transmuted Manafort’s business dealings in Ukraine into grounds for a Trump-Russia conspiracy. Because Manafort worked for Ukraine’s Russia-aligned Party of Regions, it is widely presumed that he was doing the Kremlin’s bidding. But internal documents and court testimony underscore that Manafort tried to push his client, then–Ukrainian President Viktor Yanukovych, to enter the European Union and turn away from Russia.
      […]

      https://www.thenation.com/article/manafort-no-smoking-gun-collusion/

      Graham Stack: Everything you know about Paul Manafort is wrong
      By Graham Stack.
      Published Sept. 17, 2018. Updated Sept. 17 2018 at 12:16 pm

      It is a huge irony of U.S. special counsel Robert Mueller’s inquiry into alleged collusion between U.S. President Donald J. Trump’s 2016 election campaign and the Kremlin, that the biggest fish caught to date is charged with the doing the opposite of colluding with Russia: Paul Manafort, Trump’s former campaign manager, has pled guilty to charges of (undeclared) lobbying for Ukraine in 2012-2013 to sign a political and trade association agreement with the European Union that would rescue it once and for all from the Kremlin’s grasp.

      Not that you would be aware of this from the media coverage around the trials of Manafort (he has already stood trial and been found guilty of tax fraud in Virginia in August). Among the huge amount of noise about Manafort, the basic facts about his activity in Ukraine 2010-2015 have been obscured.

      There have been scores of media articles about Manafort – and 90 percent regurgitate the simplistic narrative of Manafort as a Kremlin trojan horse. This narrative was developed by Washington commercial intelligence firm Fusion GPS in 2016, as part of their now famous dossier on Trump, distributed widely among major media outlets.
      […]

      https://www.kyivpost.com/article/opinion/op-ed/graham-stack-everything-you-know-about-paul-manafort-is-wrong.html

      Mehr kann man ohne Registrierung leider nicht lesen.

  2. @ Dipfele:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-108/#comment-79529

    Wieso nennt Götz Aly (bzw. nannte) nur diese Namen?

    Auf Facebook zirkuliert die vollständige Version von Alys Artikel, bevor der folgende Absatz der kollegialen Rücksichtnahme durch die Chefredaktion der Berliner Zeitung zum Opfer fiel: „Diejenigen, die Relotius in den verschiedensten Jurys blindlings hochgejubelt haben, hüllen sich in Schweigen – so, als hätten sie mit dem Fall überhaupt nichts zu tun. Lügen funktionieren aber dann besonders gut, wenn der Lügner – gleich dem Hauptmann von Köpenick – genau das tut, was sein Publikum erwartet. In jenen Jurys, die Lügenwerke von Claas Relotius zigfach auszeichneten, saßen unter anderem, hier in alphabetischer Reihenfolge genannt: Gehard Fürst (Bischof, Diözese Rottenburg-Stuttgart), Tina Hassel (ARD), Brigitte Huber (Chefredakteurin, Brigitte), Claus Kleber (ZDF), Friedrich Küppersbusch (TV-Produzent), Markus Lanz (Moderator), Caren Miosga (ARD), Ines Pohl (Chefredakteurin, Deutsche Welle), Evelyn Roll (Journalistin, Autorin); Theo Sommer (vormals Chefredakteur der Zeit), Jörg Thadeusz (Moderator, WDR), Ulrich Wickert (Stifter). Die Liste ließe sich erheblich verlängern, zumal es im Fall des viermal an Relotius verliehenen Deutschen Reporterpreises noch üppig besetzte Kommissionen zur Vorprüfung der eingereichten Texte gab.“

    Der hier, Jurysprecher für die Wickert Stiftung und den Peter Scholl-Latour-Preis 2018 für „Löwenjungen“, hätte unbedingt dazugehört:

    Zumal er bei seinem Qualitätsurteil bleibt:

    Paul-Josef Raue ist Mitglied der Jury des Ulrich-Wickert und des Scholl-Latour-Preises. Er war 35 Jahre lang Chefredakteur in Erfurt, Braunschweig, Magdeburg, Frankfurt/Main, Marburg und Eisenach. Mit Wolf Schneider gibt er bei Rowohlt das Standard-Werk „Das neue Handbuch des Journalismus“ heraus. Im Klartext-Verlag erscheint gerade seine Biografie des Genossenschafts-Gründers Friedrich-Wilhelm Raiffeisen: „Ein Leben für eine gerechte Gesellschaft“. Zuvor erschienen „Die unvollendete Revolution“ über die deutsch-deutsche Geschichte und „Luthers Sprach-Lehre“. Wenn er nicht schreibt, berät Raue Verlage und Redaktionen und lehrt an einigen Hochschulen.

    https://kress.de/news/detail/beitrag/141817-die-relotius-faelschungen-kein-fehler-im-system-aber-ein-fiasko-der-qualitaetssicherung.html

    Wer saß noch in dieser Jury mit dem Vorsitzenden Ulrich Wickert? Beispielsweise Alice Bota… 😉

    Zur Zeit wird, wie Aly anmerkt, überall mit dem Löschzug durchgezogen.

    Kolumne
    Wer überhäufte Claas Relotius mit Preisen?
    Von
    Götz Aly
    08.01.19, 06:50 Uhr
    […]
    Ein Fälscher lebt von denen, die seine Fälschungen für wahr halten wollen. Die Tatsache, dass die Namen der Laudatoren, die Jury-Begründungen und die Lobreden auf den Preisträger Relotius aus dem Internet getilgt sind, finde ich antiaufklärerisch. Nur wer diese Texte kompakt veröffentlicht und die Namen der jeweils Beteiligten nennt, zeigt ein ernsthaftes Interesse, aus diesem, den deutschen Journalismus schwer belastenden Betrugsfall zu lernen.

    https://www.berliner-zeitung.de/politik/meinung/kolumne-wer-ueberhaeufte-claas-relotius-mit-preisen–31840896

    Wenn ich den Perlentaucher richtig verstehe, war im Original-Artikel noch der Absatz mit den aufgezählten Namen vorhanden.
    Der Artikel wurde auch am 8.1. von der Wayback-Maschine erfaßt: zu sehen gab es aber dennoch nichts:

    https://web.archive.org/web/20190108120733/https://www.berliner-zeitung.de/politik/meinung/kolumne-wer-ueberhaeufte-claas-relotius-mit-preisen–31840896

    • Der SPIEGEL ändert sich auch unter Klusmann nicht – oder hat er keinen Einfluß auf SPON? Nelles setzt seinen Wahlkampf gegen Trump seit Anfang 2016 nahtlos fort:

      Rekord-Shutdown
      Trumps zynisches Spiel
      Donald Trump will die Mauer zu Mexiko mit Macht durchsetzen. Dafür nimmt er in Kauf, dass der „Shutdown“ der Regierung weitergeht. In Wahrheit geht es ihm wieder einmal nur um eine Person: sich selbst. Damit muss Schluss sein.

      Ein Kommentar von Roland Nelles, Washington
      Samstag, 12.01.2019 06:51 Uhr
      […]
      Ich, ich, ich: Der Präsident will vor allem seiner Basis mit den roten Trump-Mützen beweisen, dass er seine politischen Versprechen einhält. Dass er dafür kämpft und bis zum Äußersten geht. Er will sich damit auch die Unterstützung der rechten Ideologen bei Fox News, im Talk-Radio und bei den Evangelikalen im Süden des Landes für die heraufziehende Schlacht um den Bericht von Sonderermittler Robert Mueller und für den nächsten Wahlkampf sichern – wenn er den überhaupt noch als Präsident erreicht.

      Das Symbol dieser Präsidentschaft

      In dieser Gemengelage sieht Trump die angebliche Krise an der Grenze weiterhin als „Winner“-Thema für sich. Es ist das typische Spiel des Populisten: Trump bietet Lösungen für ein Problem, das er selbst herbeigeredet hat.
      So ist die Mauer zu dem zentralen Symbol für Trumps verkorkste Präsidentschaft geworden. Sie steht für seine skrupellose, für eine demagogische Politik. Es ist eine Politik, die letztlich ignorant ist, unmodern, die keine Kompromisse kennt, die Vorurteile gegen Fremde schürt, bei der die wahren Probleme und Lösungen keine Beachtung finden. Kurz gesagt, eine Politik, die einfach so ist wie Trump selbst: veraltet, verlogen und schlecht.
      Jeder, der sich nur ein bisschen damit beschäftigt, weiß, dass in der US-Einwanderungspolitik andere Dinge weit wichtiger sind, als Trumps Mauer. Mehr Grenzschützer, mehr Richter, schnellere Asylverfahren, Drohnen und Sensoren zur Überwachung, ein modernisiertes Einwanderungsrecht. Vor allem aber auch viel mehr politische und wirtschaftliche Hilfe für die armen Länder Mittelamerikas, für Honduras, Guatemala, El Salvador.
      […]
      Nancy Pelosi und ihre Leute haben für diese Politik ein Mandat: Die Mehrheit der Wähler hat ihnen bei den Midterm-Wahlen den Auftrag erteilt, Donald Trump zu kontrollieren. Sie wissen, warum. Dieser Präsident hat auf seinem Ego-Trip schon zu viel Schaden angerichtet.
      Es reicht.

      http://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-kommentar-zum-shutdown-und-zu-den-mauer-plaenen-in-den-usa-a-1247730.html

      Tatsächlich hat Trump gesagt:

      The proposal from Homeland Security includes cutting-edge technology for detecting drugs, weapons, illegal contraband, and many other things. We have requested more agents, immigration judges, and bed space to process the sharp rise in unlawful migration fueled by our very strong economy. Our plan also contains an urgent request for humanitarian assistance and medical support.

      Furthermore, we have asked Congress to close border security loopholes so that illegal immigrant children can be safely and humanely returned back home.

      Finally, as part of an overall approach to border security, law enforcement professionals have requested $5.7 billion for a physical barrier. At the request of Democrats, it will be a steel barrier rather than a concrete wall. This barrier is absolutely critical to border security. It’s also what our professionals at the border want and need. This is just common sense.

      The border wall would very quickly pay for itself. The cost of illegal drugs exceeds $500 billion a year — vastly more than the $5.7 billion we have requested from Congress. The wall will also be paid for, indirectly, by the great new trade deal we have made with Mexico.

      https://www.npr.org/2019/01/08/683230863/transcript-trumps-address-on-border-security-and-democrats-response

      Klar ist das common sense. Die EU macht es ja nicht anders. Sie mauert sich ein.

      Blöder nur als Nelles‘ Kommentar war der von CNN-Acosta:

      Das ist das ideale Umfeld für Relotius-Erfindungen, der wußte, was seine Vorgesetzten erwarteten.

      • In den USA gibt es mehr alternative Medien, die berichten, wer mit wem kooperierte, um falsche Narrative zu produzieren:

        https://dailycaller.com/2019/01/10/fusion-gps-russia-false-flag/

        Bei uns wird an der Verstärkung der NATO-Narrative gearbeitet, und das durch selbsternannte kritische Magazine:

        Kontraste vom 10.01.2019
        10.01.2019 | 31 Min. | Verfügbar bis 10.01.2020 | Quelle: Rundfunk Berlin-Brandenburg

        Der Beitrag ist verfügbar bis zum 10.01.2020.
        Cyberangriff aus dem Kinderzimmer +++ Militärgeheimdienst – Der lange Arm des GRU +++ Angriff auf die Demokratie – Des Kremls treue Helfer +++ Weltgrößter Fall von Geldwäsche – Millionen flossen auch nach Deutschland +++ Moderation: Eva-Maria Lemke

        http://mediathek.daserste.de/Kontraste/Kontraste-vom-10-01-2019/Video

        Man fragt sich, warum es die staatlich finanzierte britische Propaganda-Initiative Integrative Iniatiave überhaupt nötig hatte, auch noch Deutschland zu infizieren, wo die Presse doch schon wunschgemäß funktioniert:

        Der Zweck und die Absicht von Integrity Initiative ist eine Propagandaoperation
        07. Januar 2019 um 8:35 Ein Artikel von: Redaktion

        Der russische Auslandssender RT kürte die Integrity Initiative zur „größten Story des Jahres 2018“. Die NachDenkSeiten und Telepolis berichteten bereits, während die großen Medien das Thema ignorieren, obgleich es gerade sie eigentlich angeht. Marcus Klöckner hat für die NachDenkSeiten mit dem britischen Journalistik-Professor Piers Robinson gesprochen, der an der Auswertung der Dokumente über die Organisation beteiligt ist.
        […]
        Sagen Sie uns bitte mehr über die Unterlagen, die einen Bezug zu Deutschland haben.

        Ein Dokument trägt den Titel „Übergangsbericht Deutschlandgruppe“ (The German Cluster Interim Report). In dem Dokument werden namentlich die Journalisten Claudia von Salzen (Der Tagesspiegel), Gemma Pörzgen (freie Journalistin), Manfred Quiring (Die Welt), Michael Thumann (Die Zeit), Alice Bota (Die Zeit) und Katja Tichomirowa (Berliner Zeitung) angeführt. Es ist allerdings nicht klar, ob diese Journalisten auch zugestimmt haben, Teil von Integrity Initiative (II) zu werden.

        Integrity Initiative? Das ist der Name des Projekts, oder?

        Genau. Es ist zwingend notwendig, dass investigative Journalisten aus Deutschland der Sache auf den Grund gehen. Es sieht jedenfalls so aus, das wird aus dem Dokument ersichtlich, dass von Salzen sich auf das Projekt eingelassen hat. In dem Dokument heißt es, dass von Salzen sich mit dem Fall Andrey Kovalchuk auseinandersetzen werde [Anmerkung der Redaktion: In dem Dokument wird über Kovalchuk gesprochen, der in Deutschland verhaftet wurde – angeblich wegen des Schmuggelns von 400 Kilogramm Kokain].
        […]

        https://www.nachdenkseiten.de/?p=48278

        Sicher ist, daß Gemma Pörzgen abgelehnt hat.

        Das würde ich auch gern von Alice Bota lesen, die Relotius als Jury-Mitglied promotet hat – und die eh auf Linie ist.

        • Der „Aufhänger“ Browder ist komplett daneben, paßt aber zu den übrigen Propaganda-Reportagen:

          Militärgeheimdienst Der lange Arm des GRU

          Cyberattacken, Putschversuche und auch Giftmord werden dem russischen Militärgeheimdienst GRU zugeschrieben. GRU Agenten sollen in Großbritannien den Ex-Agenten Skripal vergiftet und in Montenegro einen Staatsstreich geplant haben. Bei ihren Aktionen unterlaufen den russischen Agenten offenbar aber auch immer wieder spektakuläre Fehler, wie zuletzt in den Niederlanden, wo ein Hacker-Team des GRU festgenommen worden ist. Und: Der lange Arm des GRU reicht auch nach Deutschland.

          https://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste-vom-10-01-2019/der-lange-arm-des-gru.html

          Angriff auf die Demokratie Des Kremls treue Helfer

          Aus Russland gesteuerte Medien verbreiten Fake News und hetzen gegen den Westen – dabei treten dort immer wieder Politiker von AfD und Linke als Experten und Interviewpartner auf. Sie reisen auch als „Wahlbeobachter“ in selbsternannte Republiken wie Donezk oder auf die russisch besetzte Krim. Kontraste zeigt das Netzwerk der Helfer der russischen Propaganda. Eine Kooperation mit t-online.

          https://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste-vom-10-01-2019/des-kremls-treue-helfer.html

          Ich habe heute den entsprechenden ZEIT-Artikel gelesen. Es geht um 200 Milliarden Dollar und 6.100 dubiose Firmen. Die Banken hätten evt. aufmerksam werden können, insbesondere die Danske Bank. Aber doch kein Unternehmen, daß nach Rußland und Finnland liefert – nur weil die Bezahlung nicht von dem Besteller und Warenempfänger stammt, sondern von einer von diesem autorisierten dritten Partei.

          Hier noch Tips zu weiteren Quellen zu Browder:

          Natürlich wurde Alex Krainers Buch bei Amazon ausgelistet. Browders Arm ist lang.

          Immerhin:

          William Browder, Fondsmanager

          „Ich habe gesagt, wir müssen uns außerhalb Russlands um Gerechtigkeit bemühen. Und einer der Wege ist zu fragen, wer hat die 230 Millionen Dollar bekommen, die Sergej Magnitski gemeldet hat und wegen derer er getötet wurde.“
          Noch ist nicht gerichtsfest geklärt, ob die Gelder tatsächlich so geflossen sind, wie Browder behauptet.

          https://www.rbb-online.de/kontraste/archiv/kontraste-vom-10-01-2019/geldwaesche-millionen-nach-deutschland.html

  3. @ Dipfele:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-108/#comment-79508

    Unfaßbar, auf welche Betrüger unsere ör-Sender hereinfallen, nur weil es gegen Rußland geht: nun will sich Browder in die vollkommen ungeklärte Geschichte der Danske Bank in Estland einklinken und behauptet, daß in den dortigen verdächtigen Milliarden-Beträgen auch „seine“ 230 Millionen Dollar befänden, die ihm der russische Staat gestohlen habe. Schreck laß nach und komm nicht wieder.

    William Browder sucht sein Geld – oder das, was mal seines war. In einem Londoner Büro steht der frühere Fondsinvestor vor einem riesigen Monitor. Darauf ein Diagramm, unübersichtlich, es zeigt dutzende Scheinfirmen, mit denen Geld aus illegalen Geschäften gewaschen wurde
    „Das ist eine so komplizierte Struktur, dass sie dachten, da kommt nie jemand drauf. Und hier sieht man die Firmen, die wir gefunden haben, durch die Geld nach Deutschland kam. 31 Millionen Euro.“

    Mindestens 31 Millionen von über 200 Milliarden Euro, die alle über Konten der dänischen „Danske Bank“ geflossen sind – verwaltet in einer ihrer Niederlassungen in der estnischen Hauptstadt Tallin.
    […]
    Es handelt sich, nach Aussage des früheren Investors William Browder, um etwa 230 Millionen Euro, die er vor über zehn Jahren in Russland als Steuern auf seine Geschäfte dort gezahlt hat. Legal. Browder wird später ausgewiesen, seine Steuern erstattet Russland unter dubiosen Umständen an Mittelsmänner zurück. Das Geld landet bei der „Danske Bank“ in Tallin und geht von dort aus auf Reisen:

    Scheinfirmen mit Sitz in Panama, Belize, Neuseeland und den British Virgin Islands bezahlen damit, auch für Waren aus Deutschland. Hausgeräte, Industrietechnik und Autos – geliefert wird die Ware aber nach Russland, wo sie dann wieder verkauft werden kann, für sauberes Geld.
    […]

    https://www.deutschlandfunk.de/geldwaesche-skandal-millionen-flossen-auch-nach-deutschland.1773.de.html?dram:article_id=437926

    Das waren seine eigenen russischen Hintermänner mit Konten in Steuerparadiesen, die unberechtigt Steuerrückerstattungen von Rußland einheimsten – die Täter-Opfer-Umkehr gelang nur, weil der Westen diese Narration gut gebrauchen konnte.

    Hier gibt es einen reuigen Journalisten, der seine frühere Propaganda, verführt durch Browder, bereut – und das ist ja ein seltenes Ereignis:

    The Magnitsky affair: the confession of a hustled hack
    A Cypriot journalist’s confession of how he too fell for the wrong account of the Magnitsky Affair

    September 25, 2018
    By
    Elias Hazou

    Before getting down to brass tacks, let me say that I loathe penning articles like this; loathe writing about myself or in the first person, because a reporter should report the news, not be the news. Yet I grudgingly make this exception because, ironically, it happens to be newsworthy. To cut to the chase, it concerns Anglo-American financier Bill Browder and the Sergei Magnitsky affair. I, like others in the news business I’d venture to guess, feel led astray by Browder.

    This is no excuse. I didn’t do my due diligence, and take full responsibility for erroneous information printed under my name. For that, I apologize to readers. I refer to two articles of mine published in a Cypriot publication, dated December 25, 2015 and January 6, 2016.

    Browder’s basic story, as he has told it time and again, goes like this: in June 2007, Russian police officers raided the Moscow offices of Browder’s firm Hermitage, confiscating company seals, certificates of incorporation, and computers.

    Browder says the owners and directors of Hermitage-owned companies were subsequently changed, using these seized documents. Corrupt courts were used to create fake debts for these companies, which allowed for the taxes they had previously paid to the Russian Treasury to be refunded to what were now re-registered companies. The funds stolen from the Russian state were then laundered through banks and shell companies.
    […]

    http://theduran.com/the-magnitsky-affair-the-confession-of-a-hustled-hack/

    Da muß man schon mal innehalten: ist der Westen echt so blöd, Browder diese Revolver-Story abzukaufen? Im Juni 2007 klauen russische Polizisten Stempel und Unterlagen seiner Hermitage-Firmen, registrieren diese neu, fabrizieren betrügerische Steuer-Rückerstattungsanträge wegen vorgetäuschter Verluste und streichen die Rückerstattungen ein? Und wieso handelt es sich um BROWDERS 230 Millionen gezahlter Steuern? Die waren ja wohl rechtmäßig gezahlt, auf die hat er selbstverständlich keinen Anspruch. Kann der DLF nicht einmal minimal recherchieren?

    False. Contrary to the above story that has been rehashed countless times, Magnitsky did not expose any tax fraud, did not blow the whistle.

    The interrogation reports show that Magnitsky had in fact been summoned by Russian authorities as a witness to an already ongoing investigation into Hermitage. Nor did he accuse Russian investigators Karpov and/or Kuznetsov of committing the $230 million treasury fraud, as Browder claims.

    Magnitsky did not disclose the theft. He first mentioned it in testimony in October 2008. But it had already been reported in the New York Times on July 24, 2008.

    In reality, the whistleblower was a certain Rimma Starova. She worked for one of the implicated shell companies and, having read in the papers that authorities were investigating, went to police to give testimony in April 2008 – six months before Magnitsky spoke of the scam for the first time (see here and here).

    Why, then, did I report that about Magnitsky? Because at the time my sole source for the story was Team Browder, who had reached out to the Cyprus Mail and with whom I communicated via email. I was provided with ‘information’, flow charts and so on. All looking very professional and compelling.
    […]

    http://theduran.com/the-magnitsky-affair-the-confession-of-a-hustled-hack/

    Browder hat keinen Finger für Magnitsky gerührt, als dieser wegen Browders Straftaten in den Knast wanderte.

    • Ich habe jetzt noch mal ergebnislos nach online-Versionen des Films gesucht. Er ist überall gelöscht. Ich habe jetzt bei Max van der Werff nachgefragt, ob er Ersatz für diese gelöschten russischen Veröffentlichungen gefunden hat:

      Ansonsten müssen wir uns auf diese Rezension verlassen:

      https://www.globalresearch.ca/american-fiction-and-russian-realism-the-magnitsky-act-behind-the-scenes/5649766

      • Sowie auf Nekrasovs ausführliche Darstellungen des Hergangs anläßlich der Londoner Konferenz vom November 2018:

        ‚Andrei Nekrasov’s presentation at the 7th OffshoreAlert Conference in London, November 13, 2018‘

        http://magnitskyact.com/offshorealertlondon

        All das, was der großartige Artikel des reumütigen zypriotischen Journalisten offenlegte, las ich dort gestern Abend zuvor, viele Original-Dokumente präsentiert er dazu.

        • Herzlichen Dank für diese Ergänzung, zumal mir van der Werff nicht weiterhelfen konnte. Daß ganze Regierungen an diese Browder-Legende glauben können, zeigt einmal mehr: die Menschheit will betrogen sein: willkommen ist alles, was ins Weltbild paßt.

          Ich habe mich heute mal wieder mit Relotius, dem Kronzeugen dieses Sprichworts, befaßt.
          In meinem letzten Beitrag vom 7.1.2019 zu Fergus Falls schrieb ich u.a.:

          Die Dokumentation hat nach einer ersten internen Untersuchung schon festgestellt: In diesem Fall wich die Methode der Verifikation deutlich von den Standards ab, die sich Redaktion und Dokumentation gemeinsam gesetzt haben. Unstimmigkeiten, die hätten auffallen können oder müssen, rutschten durch.

          http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/fall-claas-relotius-versuch-einer-aufarbeitung-in-fergus-falls-a-1245694.html

          „Lag es daran?

          Das Gesellschaftsressort hat innerhalb des „Spiegel“-Kontrollsystems etwas andere Bedingungen als andere: Es arbeitet im Wesentlichen mit einem Dokumentar zusammen, der wegen der Struktur des Ressorts auf kein bestimmtes Wissensgebiet spezialisiert ist – anders als etwa das Wirtschaftsressort, für das auf Auto- oder Chemie-Industrie spezialisierte Dokumentare tätig sind.

          https://www.wr.de/panorama/fall-relotius-weltweit-empoerung-ueber-spiegel-betrug-id216062933.html

          Oder daran, daß dieser Text eines preisgekrönten Autors bei der Ressortleitung so gut ankam und die Festanstellung bevorstand?“
          https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-107/#comment-79417

          Beides stimmt.

          Medienmacher
          So läuft die Aufklärung beim „Spiegel“ im Fall Relotius
          Beim „Spiegel“ läuft die Aufarbeitung des Fälschungsskandals um Claas Relotius. Ein Bereich des Magazins steht besonders unter Druck.
          11.01.2019, 01:30
          Kai-Hinrich Renner
          […]
          Erste personelle Konsequenzen hatte es schon vorher gegeben: Der Dokumentar, der für das Gesellschaftsressort arbeitete, für das Relotius schrieb, hat nach Angaben aus Redaktionskreisen ein Vorruhestandsangebot angenommen.
          Unklar ist, ob – wie manche „Spiegel“-Mitarbeiter ebenfalls berichten – dabei sanfter Druck auf ihn ausgeübt wurde. Der Dokumentar war für einen Kommentar nicht zu erreichen. Der „Spiegel“ teilte mit, man äußere sich nicht zu „einzelnen Vertragsverhältnissen“.

          „Spiegel“-Dokumentation in der Kritik

          Dass es Konsequenzen in der Dokumentation des Nachrichtenmagazins geben würde, zeichnete sich seit Erscheinen des Stückes „Die gefälschte Stadt“ von Christoph Scheuermann Ende Dezember ab. Darin erzählt der „Spiegel“-US-Korrespondent, wie er die amerikanische Kleinstadt Fergus Falls besucht, die Relotius in einem seiner Artikel als Hochburg von Anhängern Donald Trumps porträtiert hatte.

          An Relotius’ Geschichte stimmte fast nichts. Laut Scheuermann hätte ein aufmerksamer Dokumentar zumindest einige der Fehler entdecken können: So behauptete Relotius beispielsweise, die Einwohner von Fergus Falls hätten 40 Jahre lang stets mehrheitlich demokratische Präsidentschaftskandidaten gewählt. Tatsächlich wählten sie bereits 2012 den Republikaner Mitt Romney. Scheuermanns Fazit: In der Dokumentation sei „viel schiefgelaufen“.

          Wohl nicht nur bei dieser Relotius-Geschichte. „Spiegel“-Redakteure berichten, dass auch bei anderen seiner Stücke in der Dokumentation die Alarmglocken hätten schrillen müssen. Deshalb stehe der langjährige Dokumentations-Chef Hauke Janssen unter großem Druck. Auch dazu mag der „Spiegel“ sich nicht offiziell äußern.

          Claas Relotius galt als unantastbar

          Im „Spiegel“ hatte das Gesellschaftsressort einen Sonderstatus. Sein Dokumentar saß nicht wie die meisten seiner Kollegen in der Dokumentation, sondern auf demselben Flur wie die Redakteure des Ressorts. Ressortleiter Matthias Geyer ließ sich nur ungern reinreden.

          Der von ihm besonders geförderte Jungstar Relotius galt als unantastbar. Wohl auch deshalb schrieb der „Spiegel“-Redakteur Ullrich Fichtner, auch er ein Förderer Relotius’, der Reporter Juan Moreno, der die Fälschungen letztlich aufdeckte, sei zunächst „durch die Hölle“ gegangen.
          […]

          https://www.morgenpost.de/kolumne/medienmacher/article216179397/So-laeuft-die-Aufklaerung-beim-Spiegel-im-Fall-Relotius.html

          Ansonstenmacht der SPIEGEL im Gesellschaftsressort weiter wie gehabt: Reportagen mit Spin und/oder Sound, jeweils mit Widersprüchen, die eine Dok hätte aufdecken müssen. Aber erstmals fragen Leser nach, und betroffene Porträtierte verwahren sich gegen das, was an ihnen gezeigt werden soll.

          Hier gibt es einen rant des stockkonservativen James Kirchick gegen Anti-Amerikanismus im SPIEGEL:

          Germany’s Leading Magazine Published Falsehoods About American Life
          A reporter with Der Spiegel fabricated information in more than a dozen articles — most of which were meant to reveal America’s brutality.
          Jan 3, 2019
          James Kirchick
          Visiting fellow at the Brookings Institution
          […]
          A motif of Relotius’s work is America’s supposed brutality. In one story, he told the macabre tale of a woman who travels across the country volunteering to witness executions. In another, he related the tragic experience of a Yemeni man wrongly imprisoned by the United States military at Guantánamo Bay, where he was held in solitary confinement and tortured for 14 years. (The song that American soldiers turned on full blast and pumped into the poor soul’s cell? Bruce Springsteen’s “Born in the U.S.A.”) Both stories were complete fabrications.
          […]
          When Trump was elected president, it seemed to confirm every negative impression Europeans hold about Americans. Here, in the shape of our reality-TV leader, was the ur-American: vulgar, crass, ignorant, bellicose. Trump may be all those things, but to depict his supporters with such a broad brush is akin to writing off half of Germany as a bunch of goose-stepping, would-be fascists. The wildly popular work of Relotius reads exactly like what you would expect a snotty, effete, self-righteous, morally superior, latte-sipping European to say about America. Pardon the stereotype.
          […]

          https://www.theatlantic.com/ideas/archive/2019/01/anti-americanism-drove-der-spiegel-fabrications/579307/

          Im aktuellen Heft gibt es eine Schmier-Story gegen Grenell, der das ja auch gesagt hatte. Seufz.

  4. @ Dipfele:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-108/#comment-79492

    Eigenlob stinkt, sagt man doch – und im Fall von Kontraste stimmt das ganz besonders.

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-108/#comment-79500

    Ja, McGovern wird von Caitlin Johnstone zitiert, die Sie auf der Vorseite zitiert haben:

    https://caitlinjohnstone.com/2019/01/08/the-age-of-trump-clearly-illustrates-that-narrative-is-everything/

    Ein ganz großartiger Artikel über die Macht der Narrative, die allesamt falsch seien. Folgt man jedem ihrer Links, so sitzt man Stunden an dem Stück!

    Aber ganz so, wie sie es sieht, sehe ich die Sache nicht:

    Ich beschränke mich zunächst auf den Syrien-Aspekt und den Trump-Tweet, zu dem ich schrieb:

    „Auch wenn Leute wie Bolton versuchen, Trumps Rückzugs-Ankündigung zu verwässern – er bleibt dabei:

    Zumal die Gespräche mit Erdogan natürlich erfolglos blieben.“
    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-107/#comment-79451

    The tweet was warmly received and celebrated by Trump’s supporters, despite the fact that it says essentially nothing since “eventually” could mean anything. Indeed, it’s looking increasingly possible that nothing will come of the president’s stated agenda to withdraw troops from Syria other than a bunch of words which allow his anti-interventionist base to feel nice feelings inside.

    Yet everyone laps it up, on both ends of the political aisle, just like they always do. Trump supporters are acting like he’s a swamp-draining, war-ending peacenik, his enemies are acting like he’s feeding a bunch of Kurds on conveyor belts into Turkish meat grinders to be made into sausages for Vladimir Putin’s breakfast, when in reality nothing has changed and may not change at all.

    How are such wildly different pictures being painted about the same non-event? By the fact that both sides of the Trump-Syria debate have thus far been reacting solely to narrative.

    https://caitlinjohnstone.com/2019/01/08/the-age-of-trump-clearly-illustrates-that-narrative-is-everything/

    Das muß man differenzierter betrachten, denn es hat sich viel geändert. Johnstone unterschätzt die Beharrungskräfte des Apparates und die fehlende Durchsetzungskraft von Bolton. O.K., Pompeo trumpfte noch mal auf – aber entscheidend ist natürlich das Militär, das ohne Mattis hoffentlich weniger widerständig gegen den Commander in chief agiert:

    Magnier ist zwar auch skeptisch, sieht aber wenigstens das Problem:

    Meanwhile, the US president Donald Trump – who has claimed that ISIS is already defeated and that in Syria “there is only death and sand” – and his establishment are doubling back on the previously announced schedule of withdrawal from Syria: The President’s national security advisor John Bolton said on Sunday that the US will consider withdrawing when ISIS is defeated and Turkey ensures the safety of US-allied Kurdish fighters. Trump is aware that ISIS is located in only 3 or 4 villages today along the east of the Euphrates river, on the DeirEzzour-al Qaem front. It is clear that the US establishment is exerting pressure on the inexperienced President to slow down withdrawal from Syria. But there are further, undeclared arguments for this sudden change of plan.

    https://ejmagnier.com/2019/01/08/trump-retreats-from-his-promise-of-withdrawal-while-al-qaeda-makes-progress-in-syria/

    Tatsächlich steht die Türkei mit dem Rücken zur Wand, und mit Propaganda allein kommt sie nicht weiter:

    Denn seit Trumps Ankündigung kooperieren SAA und YPG, und die Überlegungen gehen schon weiter:

    Das totale Versagen der Türkei in Idlib kommt noch hinzu.

    Heute diese Meldung:

    Bis auf Al-Tanf wird das eine logistische Anstrengung sein…

    Was die Bewaffnung der YPG angeht: gerade reiche Beute gemacht…

    • Dabei beruft man sich auf diesen Artikel

      https://edition.cnn.com/2019/01/10/politics/us-withdrawal-equipment-syria/index.html

      Entscheidend dabei ist offensichtlich dies:
      „The military is carrying out the withdrawal under an order signed by former Defense Secretary James Mattis just before he left office December 31. Military planners are still working on the basis that all troops will be withdrawn from Syria. If there changes to that, such as leaving troops in eastern and southern Syria, Trump would have to approve those specific details, the official said.“

      • Keine Ahnung, warum unsere Medien das so verdruckst rüberbringen: es ist doch eigentlich klar, oder?

        Ich habe gerade nachgesehen, ob Trump dazu etwas sagt. Aber natürlich ist das andere Thema virulenter:

        Schade, daß Acosta kein Interview mit Einwohnern bringt – dann müßte man ihm nicht glauben.

        Sein größter Fan ist offenbar AOC:

        😉

  5. MH17

    Zur Erinnerung:
    „Without mentioning it, Konashenkov’s words imply the Russians have overwhelming evidence Ukrainian radars were functioning on 17 July 2014. This contradicts the Ukrainian claim that all its primary radars were switched off for maintenance.“

    http://kremlintroll.nl/?p=2714

    und heute:

    „MH17 – Oekraïense luchtverkeersleider: ‘Radar stond aan’“
    (MH17 – Ukrainischer Fluglotse: Das Radar war an)

    http://www.novini.nl/mh17-oekraiense-luchtverkeersleider-radar-stond-aan/

    • Das wundert mich nicht – das war ein bißchen too much, daß gleichzeitig die zivile wie auch die militärische Radar-Überwachung ausgefallen sein sollen.
      Aber dieses Narrativ über MH17 ist schlicht zementiert. Moskau wartet immer noch auf eine Erwiderung auf seinen Bericht, der im September auf der PK vorgestellt wurde:

      Die Antwort ist aber auch schwierig:

      The first twelve minutes of the press conference today were no less than major league Russian trolling against the MH17 JIT. Here’s why, JIT now has these three options:
      1) Admit a Ukrainian Buk missile shot down the Malaysian Boeing. (not gonna happen)
      2) Admit the items presented at the 24 May presser were just props. (Oops, why?)
      3) Let the crickets do the talking or come with a lame excuse.

      http://kremlintroll.nl/?p=2714

    • Das wundert mich nicht.

      Das MH17-Narrativ ist allerdings fest zementiert: wirklich alle haben daran mitgewirkt. Und so wartet Moskau bis heute auf eine Antwort des JIT auf den Bericht, der im September abgeschickt wurde.

      Ist aber auch schwierig, darauf zu antworten:

      The first twelve minutes of the press conference today were no less than major league Russian trolling against the MH17 JIT. Here’s why, JIT now has these three options:
      1) Admit a Ukrainian Buk missile shot down the Malaysian Boeing. (not gonna happen)
      2) Admit the items presented at the 24 May presser were just props. (Oops, why?)
      3) Let the crickets do the talking or come with a lame excuse.

      http://kremlintroll.nl/?p=2714

  6. Heute habe ich mir mal wieder den ör-Rundfunk angetan und den Beginn von ARD-Kontraste gesehen. Da kam man zunächst zum Doxingfall des Johannes S. aus Homburg, und hatte als Scoop, den 19-Jährigen Nerd zu präsentieren, der mit „Orbit“ jahrelang in Kontakt stand. Der sagte zwar wunschgemäß aus, daß dieser Johannes S. irgendwie rechts sei, entzauberte aber auch unsere Ermitlungsbehörden, die S. auf ganz konventionelle Art und Weise ermittelt hatten: unser Nerd hatte von S. nämlich erfahren, daß 2016 gerade die Polizei bei ihm durchsuchte, und in Kenntnis von Tag und Uhrzeit war es dann ein Kinderspiel, den Klarnamen von S. zu ermitteln.

    Das nächste, was ich sah, war Marieluise Beck, die erklärte, erst durch NBC 2016 darüber aufgeklärt worden zu sein, daß der Bundestags-Hack von 2015 durch den GRU begangen worden sei. Unser BSI war ja zu blöd, dies zu ermitteln, aber jetzt hatte ja Mueller die GRU-Hacker der Clinton Campaign angeklagt, und das waren natürlich dieselben wie die vom Bundestagshack.

    Kleiner und sehr feiner Unterschied: aus dem Bundestagshack ist nie etwas veröffentlicht worden…

    @ Angelika Roll:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-107/#comment-79486

    Das wundert mich nicht, daß die von Mueller inspirierte Anklage des Southern District of NY gegen Veselnitskaya wieder verschwunden ist. Die muß man auch nicht lesen – ich hatte sie längst auf dem Schirm, und sie ist entsprechend kommentiert worden: ein politisch inspiriertes juristisches Nullum, lawfare eben.

    Das mußte sie bezahlen:

    Das gilt natürlich auch für falsche Angaben des Anklägers gegen Veselnitskaya:

    Browder hat natürlich weiter gelogen:

    Magnitsky war Browders Buchhalter, der für seinen eigenen Betrug zum Nachteil des russischen Staates verantwortlich war, und kein Anwalt, den er engagierte, um die Betrugsvorwürfe des russischen Staats gegen Browders Firmen „aufzuklären“.

      • Narrative is everything:

    • Man kann sehen, wie weit das West-Imperium im Informationskrieg reicht.

      Am 22.9.2018 hatte ich geschrieben:

      @ Angelika Roll:
      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-68/#comment-76751

      Ihre Mahnung geht fehl, glauben Sie mir. Der deep state ist nämlich eine reine Verschwörungstheorie, wie ich mich bei der samstäglichen ZEIT-Lektüre belehren lassen durfte, genauso wie der Glaube, die Ukraine habe MH17 abgeschossen. Die regierungsnahen landläufigen Lesarten von Ereignissen sind Fakt. Hier kann man nachlesen, wie das üblicherweise läuft, hier demonstriert am Fall Magnitsky:

      „The media’s wholesale adoption of a narrative sourced solely by Browder, a businessman with a vested interest in the case, is exceptional. The Magnitsky Act – Behind the Scenes being all but suppressed by those it exposes, Andrei Nekrasov has, nevertheless, extensive experience discussing the case with journalists working for mainstream corporate media, such as Financial Times, New York Times, Washington Post, New Yorker, Frankfurter Allgemeine Zeitung, Foreign Policy. The director concluded that each time there was little interest in the details of the white collar crime at the centre of his investigative film. Instead, the reporters seemed to be concerned with the political and even geopolitical context of the Magnitsky story. Nekrasov’s impression is that the implications of the possibility that Browder’s version of the financial fraud might be false are considered potentially too damaging to the political and media establishment. The mistake cannot be undone, and must be turned into an unassailable truth at any cost.
      Browder’s story is at the foundation of the so-called Magitsky Acts, or laws, in a number of countries, that are supposed to punish the alleged torturers and killers of Magnitsky and other human rights violators. The fact that the American, Canadian, British and other governments have put their stamp of approval on Browder’s version of events involving Magnitsky is used to discredit The Magnitsky Act – Behind the Scenes. That is a highly spurious argument, as the evidence of political institutions and governments having been deceived or co-opted by Browder is contained in the film itself.
      […]
      SCREENINGS AND AWARDS
      2016 Premiere an the European Parliament in Brussels – cancelled due to legal threats by Bill Browder and Marieluise Beck
      2016 ARTE broadcast – cancelled due to legal threats by Bill Browder and Marieluise Beck
      […] “
      http://magnitskyact.com/

      Nachdem der auch von Arte finanzierte Film von YouTube und Vimeo entfernt wurde, kann man ihn jetzt hier sehen – aber nicht aus Deutschland. Lediglich die drei Trailer funktionieren. Im 2. wird Browder bei der Lüge ertappt, Magnitsky sei drei Jahre nach seinem Tod veurteilt worden…

      Auf rutube.ru kann man sich den Film ansehen:

      Ich halte es da mit Robert Parry:
      „Why is the U.S. mainstream media so frightened of a documentary that debunks the beloved story of how „lawyer“ Sergei Magnitsky uncovered massive Russian government corruption and died as a result? If the documentary is as flawed as its critics claim, why won’t they let it be shown to the American public, then lay out its supposed errors, and use it as a case study of how such fakery works?“
      Robert Parry, investigative journalist
      http://magnitskyact.com/

      Schaue ich mir gleich an…

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-68/#comment-76762

      Mittlerweile sind auch die Links zu der rutube-Version des eindrucksvollen Films zerstört.

      • Ja, wir, ich jedenfalls, erinnern uns gut! Und da von Veselnitskaya ausgegangen wurde und den fake news der Medien, hier der NYT, zur Erinnerung auch noch diese dreiste Lüge :

        ‚A request to correct a false statement in a New York Times article‘

        http://magnitskyact.com/nyt

        „The bombshell New York Times article about the fateful Trump Tower meeting in June 2016 contained at least one falsehood. We could prove that in any independent probe. Nekrasov wrote a letter to the editor (letters@nytimes.com) in accordance with all NYT guidelines, asking for the falsehood to be corrected. It was left intact, and no reply was received.“

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.