Hans Wollschläger-Fake News- Updated

Hans, Winterberg 11-04

Hans Wollschläger in Winterberg, 2004, Foto: Gabriele Gordon

Es hätte ja eigentlich genügt, meinen letzten Artikel zu ergänzen:

https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/17/fake-news-oder-wie-ich-zur-witwe-von-hans-wollschlaeger-wurde/

Aber irgendein Bug im WordPress-System ließ das nicht zu.

Die NZZ als Sprachrohr des gekränkten Bearbeiters der Wollschläger-Übersetzung des Ulysses von James Joyce, Harald Beck, hat nun auch dessen Zuarbeiter Hans Walter Gabler zu Wort kommen lassen.

Der Artikel hebt natürlich mit Fake News an:

Rettet den deutschen «Ulysses»

Aus rechtlichen Gründen liegt die revidierte deutsche Übersetzung von Hans Wollschläger auf Eis. Das darf nicht sein.

Hans Walter Gabler 26.3.2018, 05:30 Uhr

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Sie liegt natürlich nicht nur aus rechtlichen Gründen „auf Eis“, sondern entscheidend deshalb, weil Beck das Wollschlägersch’e Kunstwerk zerstörte.

Die NZZ vom 2.3.2018 war jedenfalls schon mal näher an der Wahrheit:

Gabriele Gordon habe keinerlei Gesprächsbereitschaft gezeigt: «Sie hat es abgelehnt, Jonathan Landgrebe, den Leiter von Suhrkamp, und den Cheflektor Fellinger zu treffen. Offenbar hat sie dem Verlag schriftlich ihre Position dargelegt; sie begründet diese einerseits juristisch – in dieser Hinsicht sind ihre Ansprüche tatsächlich unanfechtbar. Anderseits führte sie angeblich literarische und philologische Gründe an: Wollschläger hätte der Neufassung nicht zugestimmt, argumentierte sie.»

https://www.nzz.ch/feuilleton/ulysses-neuedition-rechtlich-ist-die-sache-tot-ld.1361961

Der offenbar umfassend uninformierte Gabler meint:

Das grundsätzliche Einvernehmen zwischen dem Übersetzer, einem Team von Revisoren und dem Suhrkamp-Verlag datiert aus dem Jahre 2007. Leider verstarb Hans Wollschläger wenige Monate, nachdem das Übereinkommen erzielt worden war.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Daß bei diesem Treffen von 10.3.2007 irgendein Übereinkommen erzielt worden sei, davon träumt allenfalls der Suhrkamp-Verlag. Insofern existiert lediglich ein Protokoll des Verlags, das Hans Wollschläger nie zur Kenntnis nahm. Ob er wirklich die Fron auf sich genommen hätte, sich ein ganzes Jahr die Besserwissereien von Anglisten und Philologen anzuhören? Die keine Ahnung von Kunst haben?

Ich wage es zu bezweifeln.

Eins ist jedenfalls klar. Nur Hans Wollschläger selbst hätte seine eigene geniale Übersetzung überarbeiten können. Niemand sonst.

Gabler hüpft gleich hierauf:

Durch dieses aber bestärkt, verpflichtete der Verlag Harald Beck und seine Mitarbeiter zur Durchsicht und Überarbeitung der Wollschläger-Übersetzung. Entscheidend am Übereinkommen war, dass ein durchgesehener und revidierter Übersetzungstext nicht die wollschlägersche Verdeutschung überfremden würde. Die Überarbeitung verstand sich als Dienst an der Übersetzung und deren Dienst am Roman und an seinem Autor.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Warum bringt die NZZ derlei Lügen?

Klar, Beck möchte gern seine Vorgänger Dirk Vanderbeke und Dirk Schultze, die Kommentatoren der Wollschläger-Übersetzung  im Jahr 2004, auslöschen, denen er zuarbeitete. Genauso agiert sein Zuarbeiter Gabler.

Vanderbeke und Schultze verließen das Unternehmen, als ihnen klar wurde, wie sehr Beck es auf die Zertrümmerung  der Wollschläger-Übersetzung ankam.

Gabler:

Wie ich es mir vorstelle, könnte Grundlage einer Vereinbarung sein, dass Hans Wollschlägers «Ulysses» unverändert der rein deutsche Lesetext des Werkes vom Suhrkamp-Verlag bleibt. In Parallele dazu sollte der Verlag den Plan Siegfried Unselds umsetzen, eine zweisprachige «Ulysses»-Ausgabe anzubieten. In dieser würde dem englischsprachigen originalen Text der deutsche zugesellt, der, auf der Grundlage der Übereinkunft mit Hans Wollschläger, über zehn Jahre hinweg im Auftrag des Suhrkamp-Verlags erarbeitet wurde. Dass dieser überarbeitete Text im Wesentlichen nach wie vor den Übersetzungstext Hans Wollschlägers darstellt, nur eben in einer revidierten Fassung, welche Entsprechungen im Deutschen zum englischen Original präzisiert, wäre selbstredend hervorzuheben und vertraglich festzuhalten.

Es ist eine hohe Anerkennung der Übersetzung von 1975, dass sie eben nicht ersetzt wird, sondern im Kern bestehen bleibt. Der revidierte Wollschläger-Text in einer zweisprachigen Ausgabe sollte dabei selbstverständlich zu erkennen geben, wo er von Wollschlägers Fassung von 1975 abweicht und warum er das tut. Der englischsprachige Text der Herausgeber Hans Walter Gabler, Wolfhard Steppe und Claus Melchior steht rechtlich vorbehaltlos für die zweisprachige Ausgabe zur Verfügung.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Nun mag ja wohl Suhrkamp befeuert haben, die „neue“ Übersetzungs-Bearbeitung von Beck zu promoten, weil die alte von Wollschläger nicht mehr verkauft wird, da der Markt gesättigt ist.

Gablers Vorschlag ist nicht nur weltfremd, sondern auch kontrafaktisch, da die Wollschläger-Übersetzung durch Beck zerstört worden ist.

Und warum sollte ein kommerzieller Verlag wie Suhrkamp eine englisch-deutsche Ulysses-Ausgabe herausbringen, der die zehntausende Beck-Veränderungen an der Wollschläger-Übersetzung dokumentiert, die Beck auch noch begründen soll?

 

 

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5.786 Gedanken zu „Hans Wollschläger-Fake News- Updated

  1. Das Stück aus dem Tollhaus geht weiter:

    Und die seriöse NYT hatte mal wieder Anlaß, einen „error of judgement“ einzugestehen:

    Politifact drückt sich um eine klare Aussage, nachdem Biden Medienlügen aufgegriffen und Trump seine damaligen Äußerungen verteidigt hat:

    Donald Trump
    U.S. President

    „You look at what I said, you will see that that question was answered perfectly. And I was talking about people that went because they felt very strongly about the monument to Robert E. Lee, a great general.“
    remarks to the press – Friday, April 26, 2019

    https://www.politifact.com/truth-o-meter/article/2019/apr/26/context-trumps-very-fine-people-both-sides-remarks/

    Herrschaftszeiten – ein wenig Anstand sollte man doch sogar im parteiischen Medien- und Politikbetrieb hinbekommen.

    • Aber wenn Politik so aussieht: zwischen Fototerminen:

      und zwischen Jugendsünden:

      und aktuelleren:

      dann ist das wohl doch zu viel verlangt.

      Und Maddow macht munter weiter – hier der Stein des Anstoßes:

      • Dann komme ich zu dem von Angelika Roll empfohlenen Stück:

        https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-139/#comment-81783

        Gut ist es dort, wo es die zu erwartende Ausrede der involvierten Geheimdienstler skizziert:

        How the Deep State Russia Conspirators May Escape
        By Thomas Farnan| April 25th, 2019
        […]
        Brennan will say, “MI6 expressed serious concerns about persons associated with the Trump campaign and their connections to Russia. I then got the FBI involved because the CIA cannot gather intelligence about American citizens.”

        The Brits, we will be told, started it.

        That is why the head of FBI counterintelligence flew to London before launching Crossfire Hurricane; it is why Carter Page and George Papadopoulos were spied on there and not at the Hyatt Regency in Bethesda, Maryland.

        Except the Brits probably didn’t start it. More likely, Brennan winked and nodded at his counterpart at MI6 and said, “Hey, can you do us a favor for the next president of the United States, Hillary Clinton, and help us collect dirt on her political opponent? We’ll owe you one.”

        Nobody is going to admit any of that, though. The British government will say that Five Eyes expressly requires that details about its implementation never be disclosed and they’ll stay mum.
        […]

        https://amgreatness.com/2019/04/25/how-the-deep-state-russia-conspirators-may-escape/

        Doch so leicht ist das nicht, zumal die „Informanten“ vor der Eröffnung des FBI-Verfahrens tätig waren. Und dem offensichtlichen FISA-Mißbrauch hilft es nicht, daß auch der ahnungslose und entsprechend gebriefte Rosenstein den letzten Verlängerungsantrag unterschrieb. Richtig ist die Kritik an Barr, daß er der Fiktion des Russia-Hackens und Leakens im Mueller-Report zustimmte:

        If the special counsel uncritically accepted Russian interference as established fact, or worse, deferred to the CIA — which would bring us back to Five Eyes and British intelligence — surely its conclusion is an expensive example of circular reasoning not worth the paper it’s printed on.

        Unfortunately, Trump’s second attorney general, who is today’s hero for ending the collusion hoax, has given the conspirators sanctuary on Russian interference by praising their efforts to uncover the plot that wasn’t.

        Dieser Felsbrocken muß auch noch aus dem Weg geräumt werden. Wegweisend auch die Hinweise auf die Ukraine:

        Except there is no evidence, really, that Russia interfered. With apologies to Barr, that assertion seems just as concocted as the collusion canard.

        The FBI and, apparently, the special counsel never tested the supposedly hacked computers. That task was left to a private contractor, CrowdStrike, with connections to the Clinton Foundation and the government of Ukraine.
        Politico told us on January 11, 2017 in a story headlined, “Ukrainian Efforts to Sabotage Trump Backfire,” that Ukraine was deeply involved in trying to create false Russian flags over Trump’s campaign.
        https://www.politico.com/story/2017/01/ukraine-sabotage-trump-backfire-233446

        The Steele dossier is evidence that Clinton’s campaign, too, was interested in raising a false Russian flag over Trump.
        […]
        The Ukrainians just elected a comedian as their president because they’re as fed up by the West’s deep state shenanigans as we are. Maybe he’ll get to the bottom of it.

        Ja, die Blackbox Selenski…

        Solomon hat sich erneut mit dem Ukraine-Komplex beschäftigt:

        […]
        As Donald Trump began his meteoric rise to the presidency, the Obama White House summoned Ukrainian authorities to Washington to coordinate ongoing anti-corruption efforts inside Russia’s most critical neighbor.

        The January 2016 gathering, confirmed by multiple participants and contemporaneous memos, brought some of Ukraine’s top corruption prosecutors and investigators face to face with members of former President Obama’s National Security Council (NSC), FBI, State Department and Department of Justice (DOJ).

        The agenda suggested the purpose was training and coordination. But Ukrainian participants said it didn’t take long — during the meetings and afterward — to realize the Americans’ objectives included two politically hot investigations: one that touched Vice President Joe Biden’s family and one that involved a lobbying firm linked closely to then-candidate Trump.

        U.S. officials “kept talking about how important it was that all of our anti-corruption efforts be united,” said Andrii Telizhenko, then a political officer in the Ukrainian Embassy in Washington tasked with organizing the meeting.

        Telizhenko, who no longer works for the Ukrainian Embassy, said U.S. officials volunteered during the meetings — one of which was held in the White House’s Old Executive Office Building — that they had an interest in reviving a closed investigation into payments to U.S. figures from Ukraine’s Russia-backed Party of Regions.

        That 2014 investigation was led by the FBI and focused heavily on GOP lobbyist Paul Manafort, whose firm long had been tied to Trump through his partner and Trump pal, Roger Stone.
        […]
        Kostiantyn Kulyk, deputy head of the Ukraine prosecutor general’s international affairs office, said that, shortly after Ukrainian authorities returned from the Washington meeting, there was a clear message about helping the Americans with the Party of the Regions case.

        “Yes, there was a lot of talking about needing help and then the ledger just appeared in public,” he recalled.
        Kulyk said Ukrainian authorities had evidence that other Western figures, such as former Obama White House counsel Gregory Craig, also received money from Yanukovych’s party. But the Americans weren’t interested: “They just discussed Manafort. This was all and only what they wanted. Nobody else.”
        […]
        The other case raised at the January 2016 meeting, Telizhenko said, involved Burisma Holdings, a Ukrainian energy company under investigation in Ukraine for improper foreign transfers of money. At the time, Burisma allegedly was paying then-Vice President Joe Biden’s son Hunter as both a board member and a consultant. More than $3 million flowed from Ukraine to an American firm tied to Hunter Biden in 2014-15, bank records show.

        According to Telizhenko, U.S. officials told the Ukrainians they would prefer that Kiev drop the Burisma probe and allow the FBI to take it over. The Ukrainians did not agree. But then Joe Biden pressured Ukrainian President Petro Poroshenko to fire Ukraine’s chief prosecutor in March 2016, as I previously reported. The Burisma case was transferred to NABU, then shut down.
        […]
        But Telizhenko’s claim that the DOJ reopened its Manafort probe as the 2016 election ramped up is supported by the DOJ’s own documents, including communications involving Associate Attorney General Bruce Ohr, his wife, Nellie, and ex-British spy Christopher Steele.
        […]
        Now we have more concrete evidence that the larger Ukrainian government also was being pressed by the Obama administration to help build the Russia collusion narrative. And that onion is only beginning to be peeled.
        But what is already confirmed by Ukrainians looks a lot more like assertive collusion with a foreign power than anything detailed in the Mueller report.

        https://thehill.com/opinion/white-house/440730-how-the-obama-white-house-engaged-ukraine-to-give-russia-collusion

        Dem kann ich zustimmen.

      • Den unter ‚Technology‘ versteckten WaPo Bericht über das hervorragende Interview auf RT konnte ich ausnahmsweise lesen. Ja, da kommt Neid auf, wenn der wahre Journalismus dorthin geht, wo er geschätzt wird.
        Köstlich! 🙂

        Zum Thema ‚electability‘ ganz allgemein, nicht nur die von Biden & co betreffend, hat wiederum Matt Taibbi kluge Ratschläge für die Kollegen:

        https://www.rollingstone.com/politics/politics-features/joe-biden-2020-electability-827782/
        [-]
        „All this makes my head hurt. Maybe for once we should just ignore the whole concept of electability, and give up trying to tell voters which horse has (or should have) the best odds of winning?

        We spend so much time in this business trying to tell audiences whom to be excited about. As 2008 showed, it seems to work fine when the news goes the other way, i.e. when voters tell us who they like and think has broad appeal. This is a perfect opportunity for campaign press to take the thumb off the scale, stick to telling voters what the candidates stand for, and let them sort it out. With so many candidates in the field, is there even time to do it any other way?“

        Das wird wieder ungehört verhallen.

        • Nachdem wir jetzt so viel zur Ukraine als US-Kolonie, stets bereit, zu Diensten Obamas, Nulands und Bidens die Wahlen in den USA zu beeinflussen, und Nazi-Kräfte dort zu stärken, gelesen haben:

          https://www.mintpressnews.com/joe-biden-launches-campaign-charlottesville-condemnation-supporting-neo-nazis-ukraine/257891/

          https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-139/#comment-81790

          will ich auf einen für Christian Eschs Verhältnisse doch relativ kritischen Bericht über die Ukraine hinweisen.

          Was Selenskyjs Sieg über die Ukraine aussagt
          Die Ukraine hat ein Problem mit Antisemitismus, aber in Wolodymyr Selenskyj einen Mann mit jüdischen Wurzeln zum Präsidenten gewählt. Wie passt das zusammen?

          Von Christian Esch
          Freitag, 26.04.2019 23:33 Uhr
          […]
          In Israel hat das Aufsehen erregt. Die Ukraine, so stellte die Tel Aviver Tageszeitung „Haaretz“ fest, sei nun das einzige Land außer Israel, das sowohl einen jüdischen Präsidenten wie einen jüdischen Premier habe. Selenskyjs Wahlsieg steht damit im Widerspruch zu einem verbreiteten Stereotyp, wonach der Antisemitismus in der Ukraine besonders ausgeprägt sei – und wonach er nach der Maidan-Revolution von 2014, die von nationalistischen Gruppen mitgetragen wurde, gewissermaßen offiziell propagiert werde. Es ist ein Stereotyp, das auch der Kreml und Wladimir Putin im Konflikt mit der neuen Regierung in Kiew seit 2014 einsetzen.
          […]
          Selenskyj selbst spricht – anders als Kolomojskij – selten von seinen jüdischen Wurzeln. Er tat es etwa 2016, als er gegen ein Sprachengesetz protestierte, das die russische Sprache schlechter stellen sollte. „Ich habe jüdisches Blut, ich spreche russisch, aber ich bin ein Bürger der Ukraine und will nicht Teil eines anderen Landes sein“, sagte er damals. Sein Judentum beschränkt sich darauf, dass er Sohn einer jüdischen Mutter ist. Es ist eine typisch post-sowjetische, säkulare Identität, in der das Judentum nicht an erster Stelle steht.
          […]
          Aber aus dem gesagten zu schließen, der Antisemitismus in der Ukraine sei reine Kreml-Propaganda, ist Unsinn. Gerade die Erinnerungspolitik, die seit der Maidan-Revolution in der Ukraine ganz offiziell betrieben wird, läuft auf eine Missachtung der jüdischen Opfer hinaus. Es ist nicht so, dass der Holocaust geleugnet würde. Aber um die neue ukrainische Identität von der russisch-sowjetischen abzugrenzen, hat man jene radikalen Nationalisten heroisiert, die einst in der Westukraine gegen die Rote Armee kämpften. Dass viele von ihnen am Holocaust beteiligt waren, den die Deutschen auf ukrainischem Boden vollzogen, wird dabei unterschlagen. Es wäre ein großer Fortschritt, sollte die Wahl Selenskyjs daran etwas ändern.

          https://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-was-selenskyjs-sieg-ueber-antisemitismus-in-der-ukraine-aussagt-a-1264691.html

          Da hatte er allerdings den SPON-Bericht vom 25.4.2019 übersehen:

          Neues Gesetz in der Ukraine
          Lehrer, Ärzte und Anwälte müssen in Zukunft Ukrainisch sprechen
          Russland kritisiert die Entscheidung als „skandalös“: In der Ukraine muss bald in allen öffentlichen Einrichtungen Ukrainisch gesprochen werden. Verstöße werden als Straftat geahndet.
          Donnerstag, 25.04.2019 17:02 Uhr

          Das Parlament in Kiew hat ein Gesetz verabschiedet, das Ukrainisch als Sprache in öffentlichen Einrichtungen vorschreibt. Mit dem Gesetz wird auch die Quote für ukrainischsprachige Fernseh- und Radioprogramme erhöht. Beamte auf allen Ebenen sowie Lehrer, Ärzte oder Anwälte müssen in Zukunft Ukrainisch sprechen und werden andernfalls mit Geldstrafen belegt. Die Regierung in Moskau kritisierte das neue Gesetz als „skandalös“.

          Das Parlament verabschiedete das Gesetz nur wenige Tage nach der Wahl von Wolodymyr Selensky zum neuen Präsidenten der Ukraine. Der Politikneuling spricht überwiegend auf Russisch und will die Spannungen mit Moskau abbauen.

          Das Gesetz macht „öffentliche Demütigung oder Vernachlässigung“ der ukrainischen Sprache zu einer Straftat. In dem Gesetzestext heißt es auch, dass „Versuche, offizielle Mehrsprachigkeit in der Ukraine einzuführen“, verfassungswidrig seien und eine „inter-ethnische Konfrontation“ auslösen könnten. Das Gesetz betrifft keine Gespräche im privaten und religiösen Bereich.

          Das Gesetz werde erst in drei Jahren wirklich wirksam, bis dahin würden Zentren zum Erlernen der ukrainischen Sprache und Kultur im Land eröffnen, sagte der Abgeordnete Nikolai Knyazhitsky. Der scheidende Präsident Petro Poroschenko bezeichnete die Verabschiedung des Gesetzes im Online-Dienst Twitter als „historisches Ereignis“.

          https://www.spiegel.de/politik/ausland/ukraine-lehrer-aerzte-und-anwaelte-muessen-in-zukunft-ukrainisch-sprechen-a-1264448.html

          Man bedenke: der Aufstand im überwiegend russischsprachigen Teil der Ost-Ukraine entzündete sich an erinem geplanten Sprachengesetz, wie es jetzt tatsächlich beschlossen wurde.

          Die meisten Menschen in der Ukraine sprechen sowohl Ukrainisch als auch Russisch. Der Osten und der Süden der Ukraine sind aber hauptsächlich russischsprachig. Einer Umfrage des Internationalen Instituts für Soziologie in Kiew aus dem Jahr 2017 zufolge sehen 68 Prozent der Bevölkerung Ukrainisch als ihre Muttersprache an, 14 Prozent Russisch und 17 Prozent beide Sprachen.

          Das ist natürlich eine verzerrende Befragung. Die dre3i Millionen in Rußland arbeitenden Ukrainer, gewiß russisch-spraching, wurden sicherlich ebenso wenig befragt wie sie wählen durften. Mit Sicherheit wurden auch nicht die überwiegend russischsprachigen Bewohner der abtrünnigen Republiken Lugansk und Donzek befragt.

          Das Parlament verabschiedete das Gesetz einen Tag nachdem Moskau bekannt gegeben hatte, die Vergabe von russischen Pässen für Bürger in der Ostukraine zu erleichtern.

          Seitdem ist das Angebot ausgeweitet worden.

          Angeblich hat Selenski so reagiert:

          Hier kann man sich besser über das Gesetz informieren als in unseren Medien:

  2. @ Angelika Roll:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-139/#comment-81769

    Danke für diesen Nachtrag zu dem grauenvollen Maria Butina-Urteil. Wäre ein solches Urteil in Rußland gefällt worden, wäre der #Aufschrei groß. In den USA steht auch Ausländern das Recht auf free speech und politische Betätigung zu. Und nun wird aus dem Umstand, daß sie über ihre ganz offenen Aktivitäten mit ihrem Vertrauten, einem russischen „official“ von der Zentralbank – übrigens per ordinärer E-Mail ohne Verschlüsselung – korresponierte, eine Verschwörung konstruiert, wegen der sie sich beim US-Justizministerium vorher als „Agentin“ hätte anmelden müssen. Ein solches Gesetz wäre bei uns undenkbar – und seine verfassungswidrige Ausweitung schon gar nicht.

    Bei uns beklagt man ja schon das milde russische „foreign agent“-Gesetz, das dem US-amerikanischen nachgebildet ist und das lediglich verlangt, das auslandsfinanzierte NGO sich als Agent registrieren müssen. Gefängnisstrafen bei Verstoß sind nicht vorgesehen.

    Leider hat mein Computer immer noch diesen bug, so daß ich pdf nicht an dem Ort speichern kann, auf dem sich alle meine Dateien befinden. Es ist zum Verzweifeln.

    • Warum installieren Sie sich nicht einfach noch ein Programm zum pdf lesen, Acrobat Reader oder Foxit Reader und versuchen, ob es damit klappt ? Wieder deinstallieren ist ja das geringste Problem.
      Können Sie pdf auch nicht anderswo in den Bibliotheken (bei Win 7) als unter ‚Dokumente‘ speichern, zB einfach nur bei Downloads oder auf dem Desktop?

    • @ Angelika Roll:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-139/#comment-81770

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-139/#comment-81771

      Danke für diese aufschlußreichen Zusammenstellungen.

      Besonders verdienstvoll ist ja, daß hier noch mal an die Aussage der anti-Russian Obama-Frau im Verteidigungsministerium, Frau Frarkas, erinnert wurde:

      Die aufgeregteste Reaktion gegen den aktuellen Trump-Tweet kam sicherlich von The Daily Beast:

      https://www.thedailybeast.com/larry-c-johnson-trumps-source-on-fake-story-that-britain-spied-on-campaign-says-hes-being-framed-him-as-conspiracy-nut

      Das Lustige ist, daß die britische GCHQ-Beteiligung an dem anti-Trump-coup der CIA seinerzeit Mainstram war. nicht nur bei CNN:

      Auch beim Guardian durch den Aktivisten Luke Harding:

      British spies were first to spot Trump team’s links with Russia

      Exclusive: GCHQ is said to have alerted US agencies after becoming aware of contacts in 2015
      Luke Harding, Stephanie Kirchgaessner and Nick Hopkins
      Thu 13 Apr 2017 14.39 BST

      Britain’s spy agencies played a crucial role in alerting their counterparts in Washington to contacts between members of Donald Trump’s campaign team and Russian intelligence operatives, the Guardian has been told.
      GCHQ first became aware in late 2015 of suspicious “interactions” between figures connected to Trump and known or suspected Russian agents, a source close to UK intelligence said. This intelligence was passed to the US as part of a routine exchange of information, they added.

      Over the next six months, until summer 2016, a number of western agencies shared further information on contacts between Trump’s inner circle and Russians, sources said.
      The European countries that passed on electronic intelligence – known as sigint – included Germany, Estonia and Poland. Australia, a member of the “Five Eyes” spying alliance that also includes the US, UK, Canada and New Zealand, also relayed material, one source said.
      […]
      It is understood that GCHQ was at no point carrying out a targeted operation against Trump or his team or proactively seeking information. The alleged conversations were picked up by chance as part of routine surveillance of Russian intelligence assets. Over several months, different agencies targeting the same people began to see a pattern of connections that were flagged to intelligence officials in the US.
      […]
      There are now multiple investigations going on in Washington into Trump campaign officials and Russia. They include the FBI-led counter-espionage investigation and probes by both the House and Senate intelligence committees.
      Adam Schiff, the senior Democrat on the House committee, has expressed an interest in hearing from Christopher Steele, the former MI6 officer whose dossier accuses the president of long-term cooperation with Vladimir Putin’s Moscow. Trump and Putin have both dismissed the dossier as fake.
      One source suggested the official investigation was making progress. “They now have specific concrete and corroborative evidence of collusion,” the source said. “This is between people in the Trump campaign and agents of [Russian] influence relating to the use of hacked material.”

      https://www.theguardian.com/uk-news/2017/apr/13/british-spies-first-to-spot-trump-team-links-russia

      Vor zwei Monaten archiviert:

      http://archive.fo/ScIFo

      Man muß ja immer mit Löschungen von später unangenehm erscheinender Artikel der Mainstrem-Medien rechnen.

      Jetzt mal im Ernst. Brennan sagte selbst, daß er durch Hinweise westlicher Geheimdienste alarmiert wurde. „Allierte“ hätten die Offenlegung der FISA-Anträge gegen den vollkommen unschuldigen Carter Page verhindert. Und wer tatsächlich glaubt, daß Brennan CIA-Assets wie Stefan Halper und Prof. Mifsud auf Carter Page und George Papadopolous auf britischem Boden hätte starten können ohne die Zustimmung von GCHQ, ist schief gewickelt. Das gilt natürlich auch für die Zustimmung Australiens zu dem Einsatz ihres Ex-Botschafters Stefan Halper als CIA-Asset gegen Papadopoulos.

      Da wir gerade lustig sind:

      Biden ist nur noch genervt.

      Und hier die abschließende Analyse des Mueller-Reports von Aaron Maté:

      Der pro-Dems-Comedian Maher ist jedenfalls auch frustriert von Mueller:

      Bill Maher hits Mueller after report: ‚Prosecutor Jesus‘ didn’t leave adequate road map for impeachment
      By Morgan Gstalter – 04/27/19 09:11 AM EDT
      […]
      Mueller’s long-awaited 400-plus-page report, which was released in a redacted form last week, detailed extensive Russian efforts to help Trump win the 2016 election but found that no one from the Trump campaign conspired with Moscow to interfere in the 2016 presidential race against Hillary Clinton.

      The special counsel also outlined 10 instances of Trump potentially obstructing justice over the course of Mueller’s investigation, including the firing of James Comey as FBI director.

      Mueller declined to offer a traditional prosecutorial judgement, leaving the decision up to Attorney General William Barr and Deputy Attorney General Rod Rosenstein, who then determined there was not sufficient evidence to charge the president.

      https://thehill.com/homenews/administration/440940-bill-maher-hits-mueller-after-report-prosecutor-jesus-didnt-leave

      Dumm gelaufen für den deep state und dessen Presseabteilung.

      • Mein Compi sagt mir, daß der Adobe Reader nicht mehr funktioniert. Da muß ich wohl auf familiäre Hilfe warten… 😉

        Umd auf den Rechtsberserker Napolitano zurückzukommen, den Sie vorgestellt haben:

        https://www.realclearpolitics.com/video/2019/04/25/napolitano_why_was_president_trump_not_charged_with_obstruction_of_justice_is_the_president_above_the_law.html

        https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-139/#comment-81765

        Dem wirkte Dershowitz entgegen:

        Kriegte auch gleich Dank von Trump – nebst einer Enthüllung:

        Der vom Politbetrieb sichtlich angeekelte wahre Staatsanwalt Trey Gowdy äußerte sich zu Rosenstein:

        Und seine Meinung, daß die großzügige Veröffentlichung des Mueller-Reports ein Fehler gewesen sei, hat sich gerade in Muellers Facebook-Verfahren deutlich gezeigt:

        Öffentliche Vorverurteilung während eines laufenden Verfahrens…

        Umso schlimmer, als Mueller die Privat-Firma Concord auch noch in die Nähe von Geheimdiensten rückte:

        Die Clinton Foundation Anwältin Rhee wird froh sein, daß sie nicht mehr im Anklageteam arbeitet.

        • „Mein Compi sagt mir, daß der Adobe Reader nicht mehr funktioniert. Da muß ich wohl auf familiäre Hilfe warten… 😉

          Umd auf den Rechtsberserker Napolitano zurückzukommen, den Sie vorgestellt haben:“

          Zu 1. :- daher riet ich ja, ihn
          https://get.adobe.com/de/reader/otherversions/

          – oder einen anderen, wie Foxit Reader
          https://www.chip.de/downloads/Foxit-Reader_13014804.html

          *neu* zu installieren. Ggf vorher den alten Adobe Reader deinstallieren.
          Ihre Dateien bleiben von der De- und Neuinstallation der Software ja unberührt.

          zu 2.: ‚vorgestellt‘ aber bitte im Sinne von als abschreckendes Beispiel zu verstehen! 😉

          Und nun noch eine Leseempfehlung:

          von Lee Smith so beurteilt, ‚good piece‘ teile ich definitiv!

          Damit würde auch die bisher zwielichtige Rolle Rosensteins begründet.

        • Nasowas – letzteres Stück habe ich gerade gelesen; zur Analyse komme ich vielleicht heute Nachmittag. Und Programme installieren und deinstallieren kann ich nicht. 😉

        • 😉 Da geht es Ihnen wie mir: in den meisten Fällen habe ich entweder gerade zuvor oder meist schon früher dieselben Stücke, Tweets etc gelesen, die Sie dann posten! Ich verkneife es mir üblicherweise nur, um Ihnen die Auswertungen zu überlassen.

          Keine Sorge, ich bringe Ihnen das bei! 😉

  3. Nochmal zu Maria Butina:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-139/#comment-81766

    Und da erfahren wir, zu welch üblem Trick die Staatsanwaltschaft gegriffen hat, um ihren 18-Monate-Antrag zu begründen:

    The government cited a former FBI official, Robert Anderson Jr., who submitted a declaration opining that Butina was part of a broad Russian intelligence operation, an assessment that Butina’s lawyers opposed including in the record leading up to sentencing. Butina was not charged with any espionage offenses.

    When Chutkan announced Butina’s sentence, she cited Anderson’s findings, saying there „can be no doubt“ that Butina pleaded guilty to an offense that was serious and „jeopardized this country’s national security.“
    […]
    Butina’s lawyers said that although she did work for Torshin and provided him with information about the US political landscape that she knew Torshin might share with other bank officers or members of the Russian foreign ministry, she did not act „under orders or for money.“
    […]
    Anderson wrote that Butina’s actions presented „the classic pattern of a spot-and-assess operation“ — identifying individuals that Russian intelligence could potentially recruit as assets.
    https://assets.documentcloud.org/documents/5978583/4-19-19-Butina-Anderson-Declaration.pdf

    Butina’s lawyers protested and asked Chutkan to strike Anderson’s declaration from the record. They argued the government was unfairly trying to introduce a new theory at the last minute, that Anderson’s declaration was speculative and lacked evidence, and that the government couldn’t try to insert espionage allegations when they hadn’t charged Butina with that crime.

    Chutkan asked the lawyers if they wanted more time to respond to the filing, but Butina’s lawyers said it would take months to put together a „meaningful rebuttal,“ and repeated their request that the judge strike Anderson’s filing altogether. The day before the sentencing hearing, Chutkan denied the request, writing in a one paragraph order that judges were allowed to consider information at sentencing from a variety of sources.

    Chutkan gave Butina’s lawyers an opportunity to question Anderson, who was at court on Friday, but Driscoll declined.

    https://www.buzzfeednews.com/article/zoetillman/maria-butina-sentenced-russia-agent-nra

    Da darf ein früherer Geheimdienstler seine allgemeine Paranoia äußern – leider kriegte ich das pdf nicht gespeichert -, und schwupps, schon wird sie in die Nähe von Spionen gerückt.

    Und dann das überzogene Strafmaß!

  4. Um auf Assange zurückzukommen:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-138/#comment-81727

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-138/#comment-81728

    Politico hat zwar schon konzediert, daß man die behauptete WikiLeaks-GRU-Connection bei Veröffentlichung der DNC-Podesta-Mails im Wahlkampf 2016 zu Auslieferungszwecken nicht benutzen wolle:

    Many U.S. lawmakers have said they also want the Australian citizen and transparency activist prosecuted for conspiring with the Russians to steal Democratic Party emails in advance of the 2016 presidential election. However, adding those charges or others could complicate the extradition process and give Assange’s defense fresh arguments that he’s being accused of “political” crimes excluded from the extradition treaty between the U.S. and the United Kingdom.

    https://www.politico.com/amp/story/2019/04/22/chelsea-manning-appeal-wikileaks-probe-1284348

    Die entsprechende Hacking-Anklage Muellers ist nichts anderes als eine politische Ansage, die niemals vor Gericht verhandelt werden wird. Übrigens ist dort von Assange niemals die Rede, sondern nur von WikiLeaks. Wie schwach sie tatsächlich ist, belegt dieser weitere Thread:

    Dazu hatte McIntyre bereits gesagt, daß die DNC-Mails 2 Gb ausmachen.

    Es gibt noch viele weitere Hinweise auf fehlende Schlüssigkeit in der Mueller-Anklage.

    Er wird dann auf diese Caputo-Aussage, veröffentlicht am 22.5.2018, hingewiesen:

    Dieser indirekte NSA-Kontakt fand bereits ab dem 6.5.2016 statt, und es ist unklar, auf welche Clinton-bezogene Mails er sich bezog. Aus heutiger Sicht war es ein agent provocateur-Angriff eines weiteren Spionage-Angriffs auf die Trump Campaign. Wie eben dieser:

    Die Ukraine war auf Clintons Seite bei ihrem Meddling in die US-Wahl.

    Wenn ich mal spekulieren darf: Guccifer 2.0 wurde von Crowdstrike inszeniert, und DC-Leaks war eine Clinton-kritische US-Hacker-Truppe.

    • Was unsere Presse niemals berichten wird:

      Man beachte die fake news von Kerstin Kohlenberg in der aktuellen ZEIT:

      Mueller-Bericht: Die Not der Demokraten
      Eigentlich besteht kein Zweifel mehr: Donald Trump hat versucht, die Justiz zu behindern. Aber die Opposition zögert, ihn dafür zu belangen.
      Von Kerstin Kohlenberg
      24. April 2019 DIE ZEIT Nr. 18/2019, 25. April 2019
      […]
      Im zweiten Teil des Berichtes geht es um die Frage, ob Trump als Präsident die Ermittlungen zu seinen Russland-Kontakten behindert hat. Trumps neuer Justizminister William Barr hatte es in den vergangenen Wochen verstanden, diesen Teil des Berichts kleinzureden. Wenige Stunden nachdem Mueller den fertigen Bericht am 22. März dem Justizministerium übermittelt hatte, schrieb Barr an den Kongress, der Sonderermittler habe die Frage der Justizbehinderung offengelassen. Barr behauptete, Muellers Ergebnisse reichten nicht aus, um ein Vergehen zu beweisen.

      Seit dem 18. April ist der größte Teil des Berichts öffentlich, und man muss nicht lange blättern, um zu lesen, dass Mueller zu einem anderen Ergebnis gekommen war als Barr. Dass er dem Präsidenten keine Straftat vorwerfen wolle, begründete Mueller mit dem Gebot der Fairness. Ein Beschuldigter müsse die Chance haben, sich vor Gericht zu wehren.

      Ein Präsident kann jedoch während seiner Amtszeit nicht angeklagt werden. Er müsse daher auf deren Ende warten, um sich verteidigen zu können. Umso schwerer wiegt Muellers Schlussfolgerung: „Wenn wir uns nach der ausführlichen Ermittlung der Fakten sicher gewesen wären, dass der Präsident die Justiz nicht behindert hätte, dann hätten wir das gesagt.“

      Mueller führt nicht weniger als zehn Versuche Trumps auf, die Justiz zu behindern. Von Anfang an drängte der Präsident seinen damaligen Justizminister Jeff Sessions, die FBI-Untersuchung zu unterdrücken. Er beschwor die Chefs der Sicherheitsbehörden, öffentlich zu sagen, dass gegen ihn persönlich in der Russland-Ermittlung nichts vorliege, [was zutreffend war] und er verlangte Loyalität vom damaligen FBI-Chef James Comey. Als der Trump nicht öffentlich entlastete, entließ ihn der Präsident.

      Anschließend wurde Mueller als Sonderermittler eingesetzt, woraufhin Trump damit begann, mögliche Zeugen öffentlich anzugreifen und einzuschüchtern; anderen versprach er gar, sie zu begnadigen, wenn sie einen Meineid schwüren.

      Dass der amtierende Justizminister Muellers Bericht als eine Entlastung für Trump interpretiert, ist besorgniserregend. Barr teilt offenkundig Trumps Meinung, wonach der Präsident eine übergeordnete Macht darstellt. Justizbehinderung gibt es bei solchem Amtsverständnis nicht, denn der Präsident hat danach jederzeit das Recht, den Justizminister zu entlassen, egal aus welchen Motiven.

      https://www.zeit.de/2019/18/mueller-bericht-donald-trump-behinderung-justiz-untersuchungsergebnisse

      Nichts daran ist wahr. Allenfalls ihr Fazit:

      Eine schwierige Situation: Halten die Demokraten still, ist Trump wieder einmal davongekommen. Er hat die Integrität des Justizsystems beschädigt, ohne dass das Konsequenzen hätte. Halten die Demokraten still, setzen sie sich dem Vorwurf aus, sie machten sich zu Komplizen Trumps. Beginnen sie jedoch ein Amtsenthebungsverfahren, wissen sie, dass dieses nicht zum Erfolg führen wird. Und Trump hätte dann einen neuen Anlass, ihnen Hexenjagd vorzuwerfen. Wie auch immer die Demokraten sich entscheiden, sie werden dafür kritisiert werden.

      https://www.zeit.de/2019/18/mueller-bericht-donald-trump-behinderung-justiz-untersuchungsergebnisse

      Wie kann sie sich nur bloß trauen, im Print derlei fake news zu verbreiten, wo ihr Kollege am 19.4.2019 online der Wahrheit doch schon viel näher gekommen war?

      Auch wenn es schwerfällt …

      Die Erkenntnisse aus dem Mueller-Report werden Trump kaum schaden. Die Demokraten sollten nicht weiter vom Impeachment träumen, sondern auf das Wahljahr 2020 blicken.
      Ein Kommentar von Jörg Wimalasena, New York
      19. April 2019, 19:03 Uhr
      […]
      Und selbst wenn es zu einem Amtsenthebungsverfahren käme, dürften die Demokraten große Probleme damit haben, ihr Vorgehen inhaltlich zu begründen. Ja, Trump hat versucht, die Ermittlungen zu behindern. Aber er hatte dabei keinen Erfolg – und seine Sabotageversuche bezogen sich auf Ermittlungen, die ihn letztendlich von dem grundlegenden Vorwurf der Absprache mit Russland entlasteten. Robert Mueller hat in seinem Bericht außerdem dargelegt, welche Kriterien Trumps Handlungen erfüllen müssten, um den Tatbestand der Justizbehinderung zu erfüllen. Man müsste Trump nachweisen, dass er sie in voller und in böser Absicht begangen hat und dass er damit Aussicht auf Erfolg hatte. Das alles wird schwer zu belegen sein.
      […]
      Das Medienspektakel um Muellers Ermittlungen stand von Beginn an in einem grotesken Missverhältnis zum öffentlichen Interesse. Jedes größere Medienhaus unterhielt ein Sonderteam, dass minutiös jede Regung im Verfahren dokumentierte. Die mögliche Zusammenarbeit eines US-Präsidenten mit einer fremden Regierung versprach Hollywood-reife Enthüllungen, die der Abschlussbericht kaum eingelöst hat.
      […]

      https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-04/mueller-report-us-demokraten-donald-trump-impeachment-wahlkampf

      Warum werden wir so sehr belogen?

        • Ich schließe mich an und biete dazu gleich noch Taibbis letztes Stück an :

          ‚The Press Will Learn Nothing From the Russiagate Fiasco‘
          The inability to face the enormity of the last few years of errors will cost the news media its credibility, even with blue-state audiences

          https://www.rollingstone.com/politics/politics-features/russiagate-fiasco-taibbi-news-media-826246/
          [-]
          „So, yay journalism! You were more truthful than Donald Trump, at times. This is like being proud of beating a fish at Boggle.

          We’re not trying to be right more often than Trump — we’re trying to not be wrong, ever. It’s a standard, not a competition.

          You know what was fake news? Most of the Russiagate story. There was no Trump-Russia conspiracy, that thing we just spent three years chasing. The Mueller Report is crystal clear on this.“
          [-]
          BTW, zu der eingangs erwähnten Kampagne vom Februar 2016 “Conservatives Against Trump” gehörte auch Andy McCarthy.

          Um kurz im Artikel auch zitierten McGahn Beispiel zu bleiben:
          eine vernichtende Meinung zum obstruction Thema lieferte mal wieder der Fox News Jura -Extremist Napolitano ab:
          https://www.realclearpolitics.com/video/2019/04/25/napolitano_why_was_president_trump_not_charged_with_obstruction_of_justice_is_the_president_above_the_law.html

          https://www.foxnews.com/opinion/judge-andrew-napolitano-did-president-trump-obstruct-justice

          Das Gegenbeispiel, auch von einer Juristin kann man erstaunlicherweise bei USA Today lesen:
          https://eu.usatoday.com/story/opinion/2019/04/25/president-trump-takes-stand-against-congressional-witch-hunt-editorials-debates/3579984002/

          In einem WSJ Artkel zum Thema
          https://www.wsj.com/articles/trump-says-white-house-will-fight-mcgahn-subpoena-11556119173

          lassen die rabiden dems Rebacca Ballhaus und Michael Bender aus anonymen Quellen verlauten :
          [-]
          „Lawyers for Mr. McGahn and the White House have been discussing how to handle the subpoena this week, according to a person familiar with the matter. The White House hasn’t yet formally advised Mr. McGahn not to comply with the subpoena, the person said.

          Another alternative the White House is discussing is allowing certain witnesses to testify but sending administration lawyers with them to assert executive privilege when deemed necessary, a person familiar with the talks said. Former administration officials can’t assert privilege themselves.“

          Warten wir es ab. Je lauter Nadler poltert, desto lächerlicher macht er sich und spaltet die dems weiter.

        • Und so sieht politische Justiz aus: 18 Monate für Maria Butina, weil sie ihre offene und per social media verbreitete politische Betätigung zur Förderung der russisch-amerikanischen Beziehungen nicht zuvor im Justizministerium angemeldet hatte:

          Maria Butina, Russian who conspired to infiltrate conservative U.S. political groups, sentenced to 18 months
          By Spencer S. Hsu and
          Rosalind S. Helderman
          April 26 at 3:31 PM

          A federal judge sentenced Russian gun rights activist Maria Butina to 18 months in prison Friday after calling her plot to penetrate conservative U.S. political circles without disclosing she was working as a foreign agent for the Kremlin “dangerous” and “a threat to our democracy.”

          Butina, 30, pleaded guilty in December to conspiring with a senior Russian official to access the National Rifle Association and other groups without registering with the U.S. Justice Department from 2015 until she was arrested and detained in July.

          U.S. District Judge Tanya S. Chutkan of the District of Columbia credited Butina with the more than nine months she already has served in jail and granted a request to expedite her deportation after she completes her sentence.
          Butina’s networking efforts, facilitation of a visit to Russia by NRA leaders and other actions “were all used to establish back channel lines of communication to advance Russian interests. The conduct was sophisticated and penetrated deep into political organizations,” Chutkan said.

          While possibly legal otherwise, it was because Butina failed to register with the U.S. attorney general that her actions “were so dangerous and constituted a threat to our democracy,” by denying U.S. authorities and targeted groups the opportunity to respond “at a time when the Russian government was working to interfere in and affect the American electoral process,” the judge said.
          […]
          In court, Butina said, “ignorance of the law is not an excuse, in the United States or in Russia, and so I humbly request forgiveness.”

          She asked for a chance to go home, saying she had hoped for a career in international policy while studying at American University and to bolster her résumé and build bridges between Russia and the United States.

          “The United States has always been kind to me, and though it was not my intention to harm the American people, I did that by not notifying the Attorney General of my actions. I deeply regret this crime,” said Butina, dressed in a green prison uniform and speaking clearly but emotionally. “Please accept my apology and allow me to begin again.”
          […]
          Driscoll noted after the hearing that the judge referenced Russian interference in the 2016 election even though Butina was interviewed only once after her guilty plea by investigators working for Mueller. Her case does not appear anywhere in the 448-page redacted Mueller report published last week.

          Driscoll also warned that the government’s theory of the case would apply “broadly to a large number of people,” indicating that many non-Russian foreign nationals engage in similar activities as do Americans living abroad.

          He said he hopes Butina will be released and will return to Russia as early as November.

          At sentencing, Chutkan noted that Butina was a legitimate, hard-working graduate student, but added, “She was not simply seeking to learn about the U.S. political system. She was seeking to collect information about individuals and organizations that could be helpful to the Russian government, under the direction of a Russian official and for the benefit of the Russian government.”
          […]
          Though Butina was not a traditional spy or a trained intelligence officer, her work could be used to target politically powerful Americans for Kremlin recruitment later and was of “immense” value to the Russian Federation, lead prosecutor Assistant U.S. Attorney Erik M. Kenerson said.

          While Butina’s actions “did not involve dead drops or spy tradecraft,” Kenerson said in court, they posed “serious potential harm to the U.S. political process, as well as foreign policy interests and nationals security,” by giving Russian intelligence agencies access to powerful individuals who could shape U.S. policy.
          […]
          Erickson was indicted in February in South Dakota over what federal prosecutors said was an unrelated investment-fraud scheme. Erickson’s attorney, William Hurd, has said his client is a “good American” who “has never done anything to hurt our country and never would.”

          “Maria Butina is a political prisoner, a victim of repressive #US justice norms and a provocation masterminded by the U.S. special services,” the Russian embassy said on its Twitter account. “We insist on our compatriot’s innocence. We demand her immediate release.”

          https://www.washingtonpost.com/local/legal-issues/maria-butina-russian-who-conspired-to-infiltrate-the-nra-due-for-sentencing/2019/04/25/3ff24216-66ce-11e9-82ba-fcfeff232e8f_story.html

          Angesichts solcher ideologischer Staatsanwälte und Richter, die zudem eine verfassungswidrige Rechtskonstruktion benutzten, kann man sich gut vorstellen, wie es Assange in den USA ergehen könnte.

  5. @ Angelika Roll:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-139/#comment-81744

    Die spygate-Untersuchungen laufen doch alle schon. Gerade jetzt, nach dem schwachen Mueller-Report, geht es wieder um Strzok:

    Da ist Lindsay Graham tatsächlich auf der richtigen Spur:

    Published 10 hours ago
    Last Update 7 hours ago
    Strzok-Page texts suggested using post-election briefing to gather information on Trump team

    By Catherine Herridge, Gregg Re | Fox News

    Text messages between former FBI officials Peter Strzok and Lisa Page indicate they discussed using briefings to the Trump team after the 2016 election to identify people they could „develop for potential relationships,“ track lines of questioning and „assess“ changes in „demeanor“ – language one GOP lawmaker called “more evidence” of irregular conduct in the original Russia probe.

    Fox News has learned the texts, initially released in 2018 by a Senate committee, are under renewed scrutiny, with GOP Sens. Chuck Grassley and Homeland Security Committee chair Ron Johnson sending a letter Thursday night to Attorney General Bill Barr pushing for more information on the matter.

    http://www.grassley.senate.gov/sites/default/files/documents/2019-04-25%20CEG%20RJ%20to%20DOJ%20%28Surveillance%20of%20Trump%20Transition%20Team%29.pdf

    „Any improper FBI surveillance activities that were conducted before or after the 2016 election must be brought to light and properly addressed,“ the senators wrote.

    President Trump, speaking to Fox News‘ „Hannity“ Thursday night, responded to this report by unloading on Strzok and Page.

    „They were trying to infiltrate the administration,“ Trump told Sean Hannity. „Really, it’s a coup. It’s spying. It’s hard to believe in this country we would have had that.“ Trump called the news „very disconcerting,“ and emphasized that the Justice Department’s watchdog previously faulted Strzok’s communications with Page.
    […]

    https://de.scribd.com/document/407635731/Strzok-Page-text-readout#from_embed
    Outbox‘ refers to messages sent by Lisa Page. ‚Inbox‘ refers to messages sent by Peter Strzok.
    […]
    A former FBI intelligence officer, who retired after nearly two decades of experience, said the texts conflict with strict rules laid out by Robert Mueller when he was FBI director, known as the FBI’s Domestic Investigations Operations Guide (DIOG).

    „Based on the formal training all FBI Employees were required to undergo and be tested on with regard to DIOG Sensitive Investigative Matters, these texts indicate both FBI employees were executing investigative strategies on a sensitive investigative matter without any regard for the Mueller/Holder endorsed DOJ DIOG,“ Timothy Gill Sr. told Fox News.

    Regarding the references to new “Qs“ and assessing „demeanor,“ Gill said: „This reference may indicate an ‘outside the box [question]’ that may not fall within the uniform line of briefing questions in an effort to see how the recipient of the question may change their tone or catch them off guard.“

    As for using someone’s „husband“ to develop “potential relationships,“ Gill said it was difficult to comment, not knowing who the husband is and whether the spouse was connected to the FBI and DOJ.

    https://www.foxnews.com/politics/strzok-page-texts-suggested-using-post-election-briefing-information-trump-team

    • Sorry, ich verstehe ihren Einwand nicht.
      „Die spygate-Untersuchungen laufen doch alle schon.“

      Gewiss tun sie das, ich habe doch auch nichts Gegenteiliges behauptet.
      „Da ist Lindsay Graham tatsächlich auf der richtigen Spur:“

      Und was hat denn Lindsey Graham mit dem Grassley/ Johnson Brief an AG Barr zu tun? Nicht sein Intel Committee schrieb den.
      Aber natürlich hoffen wir, daß auch Graham sich befleißigt, den Dingen auf den Grund zu gehen und nicht womöglich zu mauern um der Institutions und vor allem der allies und NATO willen.

      • Upps: nicht zum ersten Mal habe ich Grassley und Graham velwechsert! 😉

        Einige erhellende und einige kryptische Bemerkungen des scheidenden Rod Rosenstein, der sich offensichtlich von den Geheimdiensten hat hereinlegen lassen:

        Deputy Attorney General Rod J. Rosenstein Delivers Remarks at the Armenian Bar Association’s Public Servants Dinner
        New York, NY

        ~
        Thursday, April 25, 2019
        […]
        Our agents, analysts, and attorneys demonstrate great intellect and integrity. They possess superb academic credentials and exceptional character. They pass rigorous screening interviews and face thorough background checks every few years. They are ethical, honorable, and admirable people.

        No organization with 115,000 employees is error-free. But we have serious, professional, nonpartisan internal watchdogs. We investigate credible misconduct allegations. We correct mistakes and punish wrongdoers.
        […]
        We use the term “rule of law” to describe our obligation to follow neutral principles. As President Trump pointed out, “we govern ourselves in accordance with the rule of law rather [than] … the whims of an elite few or the dictates of collective will.”
        […]
        I do not care how police officers, prosecutors, and judges vote, just as I do not care how soldiers and sailors vote. That is none of my business. I only care whether they understand that when they are on duty, their job is about law and not politics.
        There is not Republican justice and Democrat justice. There is only justice and injustice.
        […]
        At my confirmation hearing in March 2017, a Republican Senator asked me to make a commitment. He said: “You’re going to be in charge of this [Russia] investigation. I want you to look me in the eye and tell me that you’ll do it right, that you’ll take it to its conclusion and you’ll report [your results] to the American people.”

        I did pledge to do it right and take it to the appropriate conclusion. I did not promise to report all results to the public, because grand jury investigations are ex parte proceedings. It is not our job to render conclusive factual findings. We just decide whether it is appropriate to file criminal charges.

        Some critical decisions about the Russia investigation were made before I got there. The previous Administration chose not to publicize the full story about Russian computer hackers and social media trolls, and how they relate to a broader strategy to undermine America. The FBI disclosed classified evidence about the investigation to ranking legislators and their staffers. Someone selectively leaked details to the news media. The FBI Director announced at a congressional hearing that there was a counterintelligence investigation that might result in criminal charges. Then the former FBI Director alleged that the President pressured him to close the investigation [?], and the President denied that the conversation occurred.

        So that happened.

        There is a story about firefighters who found a man on a burning bed. When they asked how the fire started, he replied, “I don’t know. It was on fire when I lay down on it.” I know the feeling.

        But the bottom line is, there was overwhelming evidence that Russian operatives hacked American computers and defrauded American citizens, and that is only the tip of the iceberg of a comprehensive Russian strategy to influence elections, promote social discord, and undermine America, just like they do in many other countries.
        […]
        As acting Attorney General, it was my responsibility to make sure that the Department of Justice would do what the American people pay us to do: conduct an independent investigation; complete it expeditiously; hold perpetrators accountable if warranted; and work with partner agencies to counter foreign agents and deter crimes.
        Today, our nation is safer, elections are more secure, and citizens are better informed about covert foreign influence schemes.
        […]
        Then there are the mercenary critics, who get paid to express passionate opinions about any topic, often with little or no information. They do not just express disagreement. They launch ad hominem attacks unrestricted by truth or morality. They make threats, spread fake stories, and even attack your relatives. I saw one of the professional provocateurs at a holiday party. He said, “I’m sorry that I’m making your life miserable.” And I said, “You do your job, and I’ll do mine.”

        His job is to entertain and motivate partisans, so he can keep making money. My job is to enforce the law in a non-partisan way; that is the whole point of the oath of office.

        In our Department, we disregard the mercenary critics and focus on the things that matter. As Goethe said, “Things that matter most must never be at the mercy of things that matter least.” A republic that endures is not governed by the news cycle. Some of the nonsense that passes for breaking news today would not be worth the paper was printed on, if anybody bothered to print it. It quickly fades away. The principles are what abide.
        […]
        If lawyers cannot prove our case in court, then what we believe is irrelevant.
        But in politics, belief is the whole ball game. In politics – as in journalism – the rules of evidence do not apply. That is not a critique. It is just an observation.
        […]

        https://www.justice.gov/opa/speech/deputy-attorney-general-rod-j-rosenstein-delivers-remarks-armenian-bar-association-s

        Nicht mal Comey hat behauptet, Trump habe ihn bedrängt, die Rußland-Ermittlungen fallen zu lassen…

        • Thursday 8 June 2017 15:38

          Former FBI Director James Comey has testified that President Donald Trump did not ask him to stop his investigation into Russian meddling in the 2016 US election.
          Democrats have raised concerns that Mr Trump may have fired his former FBI director in order to impede this investigation, which includes a probe into his campaign’s ties to Russia.

          Testifying in front of the Senate Intelligence Committee, however, Mr Comey said neither the president nor his staff had directly asked him to shut down the investigation.
          […]
          In a meeting first reported by The New York Times – and confirmed by Mr Comey in his opening statement – the FBI director claims Mr Trump staged a private meeting with him and said, „I hope you can see your way clear to letting this go, to letting Flynn go“.
          Mr Comey said on Thursday that he perceived the president’s words as an order. He clarified, however, that he did not consider this an order to drop the Russia investigation as a whole.
          Mr Comey also would not comment on whether Mr Trump’s actions constituted obstruction of justice, telling the committee, „I don’t think it’s for me to say“.

          https://www.independent.co.uk/News/world/americas/us-politics/comey-testimony-trump-russia-election-meddling-no-pressure-fbi-director-testifies-latest-a7779406.html

          Eine Meinung zu Rosenstein:

          Und den FISA-Antrag gegen Carter Page hat er im Juni 2017 nach falscher Beratung und ohne ihn gelesen zu haben, unterschrieben. Es scheint sich was zu tun:

          Aus dem Grassley-Brief:

    • @ Angelika Roll:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-139/#comment-81748

      Ja, Maas ist nun mal ein social warrior, und daher weder zum Justiz- noch zum Außenminister geeignet. Aber wie soll ich das verstehen?

      “This is definitely a moment where Germany and its EU allies are stepping up to show they stand beside multilateral values and principles even if the U.S. is walking away,” said Richard Gowan, the director of U.N. issues at the International Crisis Group think tank.
      If the U.S. vetoed “the resolution, it [would have made] them look like the voice of the international community in contrast to the isolated U.S.”

      Da hat vielmehr die gleichgesinnte Kollegin recht:

      Jessica Neuwirth, a former special advisor on sexual violence to the U.N. High Commissioner for Human Rights, said in a statement that it is “unthinkable and bizarre to see the [United States] lining up with Russia and China to block efforts to strengthen the U.N.’s ability to effectively address rape in conflict and to provide sexual violence survivors with sexual and reproductive health services.”

      https://foreignpolicy.com/2019/04/23/united-nations-bid-end-sexual-violence-rape-support-survivors-spat-trump-administration-sexual-reproductive-health-dispute-abortion-internal-state-department-cable/

      Die pro-choicer in den USA verbrämen Abtreibung übrigens ständig als „reproductive health services“. Gegenüber diesem eher polemischen Beitrag verweise ich erneut auf den Artikel in der NYPost:

      This month, German diplomats introduced a long draft resolution on women in armed conflict at the UN Security Council. Germany, which now holds the council’s rotating presidency, did so without first consulting with the Americans, according to a senior US State Department official. This, even though the United States has been a leader on this issue under successive administrations, ¬Republican and Democratic.

      The draft raised several red flags for the Americans. For starters, it contained provisions to which the US and several other member states objected, such as calling on the UN to provide “comprehensive health services, including sexual and reproductive health.” Such language has often been used to promote abortion worldwide — something American law prohibits the US government from doing.

      Then, too, as one senior diplomat from a different country told me, “extreme cases” — here, war crimes — “always make for bad law.” France, Germany and other European Union countries, he said, are using wartime rape to “normalize abortion rights as the standard of care” in all circumstances.

      The European Union countries consistently push “the same agenda on everyone else,” this diplomat said, namely contraception, abortion and comprehensive sexual education.

      Resolutions at the Security Council gain the force of law. Thus, permitting the Germans to pass their original draft resolution at the council would have codified into international law opinions about abortion, gender and sexuality that run contrary to the sense of right and wrong shared by people across Africa, Asia and Latin America. Not to mention many Americans.

      The US also took issue with the German proposal to create an expensive new UN “mechanism” to deal specifically with this issue when an independent special representative of the secretary-general already has authority over it. As the State Department official told me, “the answer to every crisis is not an expansion of the UN bureaucracy.”

      But here’s the best part, which was played down or missing from nearly all the coverage in the liberal media: The most vigorous objections to the German resolution came not from the US, but from Russia and China.

      https://nypost.com/2019/04/24/team-trump-didnt-try-to-stop-un-from-cracking-down-on-wartime-rapists/

      Von Rußland mit einer identischen Begründung, von China eher grundsätzlich, weil Maas mit einer unabgestimmten Vorlage vorgeprescht war.
      Im Grunde war es ein neo-kolonialer Versuch, liberale Werte weltweit durchzusetzen. Dabei herrscht nicht einmal in der EU darüber Einigkeit.

  6. @ Angelika Roll:
    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-139/#comment-81731

    Das ist die taktische Frage: läßt man den dems trotz des verheerenden Mueller-Reports Raum, den Quark noch breiter zu treten (was für sie schädlich wäre, weil das Publikum ermüdet ist); was andererseits aber auch Figuren wie McGahn die Möglichkeit eröffnen würde, sich von einseitigen Mueller-Charakterisierungen zu emanzipieren?

    Oder fokussiert man auf die Ermittlungen gegen die Ermittler, die ja längst im vollen Gange sind. Inspector General Horowitz, Huber, Grahams Senate Judiciary Comittee. Und Fittons Judicial Watch hat einen langen Atem. Hier Ergebnisse eine FOIA-Klage von 2014:

    Endlich ist bewiesen, daß Obama von ihrem privaten Server wußte:

    Judicial Watch: FBI Admits Hillary Clinton Emails Found in Obama White House
    APRIL 23, 2019

    Also Confirms Over 49,000 Clinton Server Emails Found on Weiner Laptop

    (Washington, DC) – Judicial Watch announced today that a senior FBI official admitted, in writing and under oath, that the agency found Clinton email records in the Obama White House, specifically, the Executive Office of the President. The FBI also admitted nearly 49,000 Clinton server emails were reviewed as result of a search warrant for her material on the laptop of Anthony Weiner.

    E.W. (Bill) Priestap, assistant director of the FBI Counterintelligence Division, made the disclosure to Judicial Watch as part of court-ordered discovery into the Clinton email issue.

    U.S District Court Judge Royce Lamberth ordered Obama administration senior State Department officials, lawyers, and Clinton aides, as well as Priestap, to be deposed or answer writer questions under oath. The court ruled that the Clinton email system was “one of the gravest modern offenses to government transparency.”

    Priestap was asked by Judicial Watch to identify representatives of Hillary Clinton, her former staff, and government agencies from which “email repositories were obtained.” Priestap responded with the following non-exhaustive list:
    • Bryan Pagliano
    • Cheryl Mills
    Executive Office of the President [Emphasis added]
    • Heather Samuelson
    • Jacob Sullivan
    • Justin Cooper
    • United States Department of State
    • United States Secret Service
    • Williams & Connolly LLP

    Priestap also testifies that 48,982 emails were reviewed as a result of a warrant for Clinton email account information from the laptop of Anthony Weiner, who had been married to top Clinton aide Huma Abedin.
    […]
    “This astonishing confirmation, made under oath by the FBI, shows that the Obama FBI had to go to President Obama’s White House office to find emails that Hillary Clinton tried to destroy or hide from the American people.” said Judicial Watch President Tom Fitton. “No wonder Hillary Clinton has thus far skated – Barack Obama is implicated in her email scheme.”
    […]

    https://www.judicialwatch.org/press-room/press-releases/judicial-watch-fbi-admits-hillary-clinton-emails-found-in-obama-white-house/

    Offen bleibt natürlich, wieviele der von ihr gelöschten 30.000 E-Mails nach diesen Bemühungen noch gerettet werden konnten. Obstruction of Justice (nachdem es subpoenas hinsichtlich ihrer Mails gab) vom Feinsten. Natürlich ohne entsprechende Ermittlungen des gefälligen FBI unter Comey.

    • Aber kommen wir zur US-Politik: Biden hat sich erklärt, trotz der Medien-Offensive gegen ihn wegen Anpatschens von Groß und Klein, Mann und Frau ohne vorher erklärte Einwilligung. Das ist ja heutzutage ein No-Go.

      Dummerweise erklärte er seine Kandidatur mittels Blabla und einer anti-Trump-Lüge der Medien:

      Klügeres ist selten gesagt worden.

      Ein Tiefschlag für die dems: die NYT belehrt sie eines Besseren:

      Alle Fehlentwicklungen aus den USA landen auch bei uns, insbesondere die Political Correctness, die besagt, daß man ja nicht Islamisten und deren Christenverfolgung (allenfalls deren Jesidenverfolgung) thematisieren darf, denn dann ist man ja islamophob. Und damit rechts sprich AfD. Die ja nun auf allen Ebenen, insbesondere durch die aktivistische Presse, bekämpft werden muß.

      Bei uns ist das angekommen. Jedenfalls bei Heiko Maas, der ja sowohl als Justizminister als auch als Außenminister versagt hat. Mehr als Tugend-Signalisierung gibt es von ihm nicht:

      Dafür glänzt er mit Prominenz für eine von vielen früheren, sinnlosen UN-Resolutionen – reine Tugend-Symbol-Politik. Gegen den Tod von Frauen und Kindern tut er nix.

      UN-Resolution gegen sexuelle Gewalt
      Von substantiellem Opferschutz noch weit entfernt

      Der UN-Sicherheitsrat hat eine von Deutschland vorgelegte Resolution gegen sexuelle Gewalt verabschiedet – in abgeschwächter Form. Nach wie vor können Täter weltweit damit rechnen, ohne Strafe davonzukommen, meint Klaus Remme. Einen wirksamen Opferschutz gebe es international immer noch nicht.
      24.04.2019
      Von Klaus Remme
      […]
      Der einmonatige Vorsitz im Sicherheitsrat gab Deutschland die Chance, das Thema an höchster Stelle der internationalen Diplomatie zu platzieren.

      Eine richtige Entscheidung! Prominente Mitstreiter sorgten für Rückenwind: Ein Namensartikel des deutschen Außenministers zusammen mit Angelina Jolie in der Washington Post, zwei Friedensnobelpreisträger und die Menschenrechtsanwältin Amal Clooney an der Seite von Heiko Maas im Sicherheitsrat.

      Für UN-Diplomaten ein Erfolg

      Auch diese „Starpower“ reichte nicht aus, um vielbeklagte Machtstrukturen im wichtigsten Gremium der Vereinten Nationen zu überwinden. Vor allem auf Druck der Amerikaner wurde der Resolutionsentwurf aus deutscher Feder deutlich entschärft. Die Passage zur Notwendigkeit von „sexueller und reproduktiver Gesundheitsfürsorge“ für Opfer und Überlebende wurde gestrichen, mit Rücksicht auf Abtreibungsgegner in Washington. Ein Rückschritt gegenüber Formulierungen in Resolutionen der vergangenen Jahre, wie vor allem Frankreich deutlich kritisierte. Und das ist nicht alles. Auch die Wortwahl hinsichtlich der internationalen Strafverfolgung musste mit Rücksicht auf die Amerikaner geändert werden.

      Russland und China kamen plötzlich mit eigenen Textentwürfen um die Ecke. 13 Ja-Stimmen, zwei Enthaltungen. Kein Veto. Für UN-Diplomaten ein Erfolg.
      […]

      https://www.deutschlandfunk.de/un-resolution-gegen-sexuelle-gewalt-von-substantiellem.720.de.html?dram:article_id=447087

      Wie üblich erfährt man nicht, welche Vorschläge Rußland und China vorlegten. Unsere Medien sind eine Pest.

      Hier zu besichtigen:

      Und was das Schweigen der angeblich feministischen West-Medien zu politischen Gefangenen Maria Butina angeht:

      • Zur UN Resolution:
        Der Chefreporter der WELT ist noch deutlicher in der Kritik gegen Maas:

        https://www.welt.de/politik/deutschland/article192420389/UN-Resolution-zu-sexueller-Gewalt-Donald-Trump-gegen-Heiko-Maas.html

        Etwas mehr Hintergrund über die von den USA angesetzten Daumenschrauben an Maas kann man hier lesen
        https://foreignpolicy.com/2019/04/23/united-nations-bid-end-sexual-violence-rape-support-survivors-spat-trump-administration-sexual-reproductive-health-dispute-abortion-internal-state-department-cable/

        Über die Ausführungen des russischen UN Botschafters Nebenzya hier etwas:
        https://www.un.org/press/en/2019/sc13790.doc.htm
        [-]
        „VASSILY A. NEBENZIA (Russian Federation) decried sexual violence in conflict, declaring: “This is an odious military crime.” Ending all forms of violence against civilians would only be possible through the resolution of conflicts through peaceful means and the eradication of root causes. Emphasizing that the Special Representative must continue to abide by her mandate, he urged her to maintain her focus on armed conflicts in which sexual violence has occurred on a wide scale. Stressing that he cannot understate the importance of a comprehensive approach to Council mandates and combating attempts to broaden its interpretation of sexual violence during conflict, he said it is also important to delineate sexual violence as a war crime — and as a crime, more broadly. The Council’s efforts to end sexual violence in conflict depends on overcoming differences and ending politicization of the issue, he emphasized.“

        sowie
        „The representative of the Russian Federation took the floor a second time, strongly condemning sexual violence in armed conflict while expressing disappointment that the resolution’s coordinators hastened to submit a non-consensual text. “At the last moment”, he said, there was agreement on eliminating provisions that were absolutely unacceptable, enabling his delegation to abstain. Recalling that the previous version of the resolution broadened the Special Representative’s functions, he said there is no basis for requesting numerous reports. He went on to express concern about the desire to increase bureaucratic entities. “Please do not even try to paint us as opponents of the fight against conflict-related sexual violence,” he said, underlining that the international community cannot afford manipulation of this important issue . The Council must pass balanced resolutions, he added.“

        Einen eigenen Resolutionsentwurf von Russland und China konnte ich nicht finden, es geht ihnen dabei jedoch um grundsätzlichen Vorbehalt gegen gender-based Sanktionen durch UN Resolutionen, die sie zuvor ebenfalls bei Somalia und Libyen abgelehnt hatten. Hier nachzulesen:
        https://www.passblue.com/2018/11/11/un-sanctions-for-sexual-violence-in-libya-approved-but-russia-resisted/
        [-]
        „… 13 yes and two abstentions, from China and Russia. (Update: Similarly, the Council approved on Nov. 14 the inclusion of gender-based violence in the UN sanctions criteria in Somalia, with Russian objections.)
        [-]
        Russia’s objection stood out: Vassily Nebenzia, the ambassador, argued that the new, separate category on the criteria will “distract the experts from their direct obligations.” He suggested that focusing on sexual violence is the purview of the Human Rights Council, ignoring that rape and other sexual assaults in conflicts are considered a war crime under international law.

        The Russian mission to the UN wrote on its Twitter page that day: “We could not support the draft #UNSCR on sanctions regime against #Libya by the #UK. The authors included without reason a provision that reinforces sexual and gender-based violence as an individual designation criteria.”

        Im Gegensatz zum Westen operieren die Russen eben immer ‚by the book‘.

    • „Das ist die taktische Frage:…“
      Ich vermute, Trump geht (sicher zurecht) davon aus, daß bei kontroversen Aussagen von ex und ggf aktuellen White House Mitarbeitern zu denen von Mueller, man Letzterem mehr Glauben schenken würde. Der im Zweifelsfall aber kaum Hemmungen hätte, selbst den Congress anzulügen, wenn es sein müsste.

      Zu den Spygate Ermittlungen:
      Lindsey Graham könnte bereits auf der richtigen Spur sein, wie man aus seinem Besuch in Rom schließen könnte, so jedenfalls spekulierte jener italienische Artikel im ‚Il Foglio‘ über Mifsud vom 18. April .
      https://www.ilfoglio.it/cronache/2019/04/18/news/lintrovabile-mifsud-nascosto-a-roma-250313/
      Im 2. Absatz heißt es dort:
      “ Ein zentraler – und vielleicht der wichtigste – Knotenpunkt dieser Untersuchung ist Italien. Und vielleicht ist es kein Zufall, dass Senator Lindsey Graham, eine von Trumps engsten politischen Persönlichkeiten, Rom besucht, um die Ermittlungen von Müller abzureißen[demolieren im original].“

      Jedoch wird es bei dem Besuch um Libyen gegangen sein, wie die Lokalpresse schreibt :
      https://www.addresslibya.com/en/archives/44694

      Trump scheint sich wohl voll auf Barr zu verlassen, ich habe jedenfalls auch seinen jüngsten Äußerungen keine feste Absichtserklärung entnehmen können, selber bald relevante Dokumente zu deklassifizieren, da weicht er stets etwas aus.

      • Noch eine Runde Politik:

        Nennt die Christenverfolgung beim Namen
        Die Anschläge in Sri Lanka stehen in einer Reihe von Angriffen auf Christen. Dass sie vielerorts ermordet und verdrängt werden, wird oft nicht deutlich genug benannt.
        Ein Kommentar von Ulrich Ladurner
        25. April 2019, 14:09 Uhr
        […]
        Eines muss klar sein: Wenn Attentäter Christinnen am Osterfest in Sri Lanka oder in anderen scheinbar entfernten Regionen töten, dann meinen sie auch uns Europäer. Sie wollen eine Wurzel der europäischen Zivilisation zerstören. Deshalb ist Christenverfolgung keine Sache, die nur die Christen berührt, genauso wenig wie Muslimhass oder Antisemitismus Sache von Muslimen oder Juden ist. Es ist unser aller Sache. Aber Christen sollten nicht schweigen, wenn Christen Opfer einer Mordkampagne werden, auch dann nicht, wenn sie fürchten müssen, als Religionskrieger denunziert zu werden – nur weil sie aussprechen, was ist.

        https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-04/religionsfreiheit-christenhass-attentat-sri-lanka-christenverfolgung-osterfest

        Allerdings:

        Doch hinter der propagierten Vorsicht verbirgt sich auch Gleichgültigkeit der Europäer gegenüber außereuropäischen christlichen Gemeinden – und wohl auch Furcht vor den militanten Islamisten.

        sollte in diesem Zusammenhang beachtet werden, daß der Westen in Syrien, einem säkularen Land, in dem Christen nicht verfolgt werden, eben jene militanten Islamisten aufrüstete, die dann Christen, Jesiden, Drusen, Alawiten und schiitische Muslime umbrachten.

        Und wie ergeht es jemandem, der das ausspricht, was Ladurner anmahnt?

        „Maybrit Illner“ über den Terror in Sri Lanka
        „Sind uns Muslime scheißegal?“

        Wäre die Welt friedlicher ohne Religionen? Das fragte Maybrit Illner wegen der Anschläge in Sri Lanka und Neuseeland. Die Talkrunde befand, dass identitäre Auswüchse das Problem seien.
        Von Klaus Raab
        Freitag, 26.04.2019 10:31 Uhr
        […]
        Der CDU-Politiker Wolfgang Bosbach war es, der dieses Gefühl in einen Satz packte: „Ich würde mich wahnsinnig darüber freuen, wenn die Christen in der Minderheit in muslimischen Ländern genauso viel Toleranz erfahren würden wie die Muslime bei uns.“ Die Christen. Die Muslime. Die anderen. Und wir, die Guten. Hatte er eingangs noch betont, dass man „nicht in die Falle der Terroristen tappen“ – also nicht die Spaltung forcieren – dürfe, lag er in dem Moment auch schon um ein Haar drin in der Falle. Er vergaß auch nicht, die obligatorische Vergleichsgröße Saudi-Arabien zu erwähnen.
        […]

        https://www.spiegel.de/kultur/tv/maybrit-illner-ueber-den-terror-in-sri-lanka-sind-uns-muslime-scheissegal-a-1264369.html

        Geht gar nicht. Ist islamophob.
        Und Joe Biden? Kommt auch in der ZEIT nicht gut weg; er ist halt ein Heuchler mit einer üblen Vorgeschichte.

        Auch dieses Mal nicht der Richtige
        Joe Biden steigt in den US-Wahlkampf ein, wie 19 andere will er Kandidat der Demokraten werden. Für Obamas früheren Vize spricht einiges. Doch seine Nachteile überwiegen.
        Eine Analyse von Jörg Wimalasena, New York
        25. April 2019, 16:15 Uhr
        […]
        Denn so gern er sich als Vertreter des kleinen Mannes geriert, so wenig liest sich seine politische Biografie als die eines Kämpfers für die Armen und Schwachen.
        […]
        Mehrfach stimmte Biden ab 2005 für Gesetze, die es verschuldeten Bürgern erschwerten, Privatinsolvenz anzumelden. Während Kreditkartenunternehmen laut einer Studie der University of Southern California daraufhin Rekordgewinne einfuhren, verbaute Biden armen Amerikanern den Weg aus den Schulden. Sein größter Wahlkampfspender war passenderweise jahrelang das Kreditkartenunternehmen MBNA aus seinem Heimatstaat Delaware. Bidens Sohn Hunter arbeitete sogar zeitweise für MBNA. Die in Washington üblichen – und im Rest der USA verhassten – Verquickungen zwischen Politik und Wirtschaft ziehen sich wie ein roter Faden durch Bidens Politikkarriere. Ein Umstand, den seine Gegner ihm vorhalten dürften.
        […]
        Auch sonst gibt er sich eher als Fürsprecher der Reichen. Bei einer Rede in Washington ließ Biden vor einem Jahr wissen, er glaube nicht, „dass 500 Milliardäre für unsere Probleme verantwortlich“ seien. Die Sozialkürzungen während der Präsidentschaft Bill Clintons unterstützte Biden ebenso wie den völkerrechtswidrigen und durch Lügen gerechtfertigten Irakkrieg, in dem Tausende US-Soldaten getötet wurden. Die ebenfalls unter Clinton beschlossene Strafrechtsverschärfung, die die Masseninhaftierung schwarzer Amerikaner beförderte, gestaltete Biden maßgeblich mit.
        […]

        https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-04/joe-biden-praesidentschaftswahl-usa-donald-trump/komplettansicht

        Einen Fan hat er schon:

        https://www.foxnews.com/politics/why-the-media-are-convinced-joe-biden-will-implode

        😉

  7. Die WaPo hat sämtliche Hemmungen verloren: sie ist zu einem reinen Parteiorgan verkommen:

    am 23.4.2019:

    Congress must ensure that Trump is working for the American people — not foreign interests

    Opinion ● By Adam B. Schiff ● Read more »

    Und die hat nun gerade gefehlt:

    Während Maddow an schlechtem Gedächtnis leidet:

    Und Pitzke vergessen machen will, wieviele fake news verbreitet und wie halbwegs zutreffend geschilderte Ereignisse zum „Die Schlinge zieht sich zu“-Skandal aufgeblasen wurden. Im Mueller-Report zerplatzten alle diese Seifenblasen. So wie das gesamte Steele-Dossier, Grundlage der parteipolitischen Verschwörungstheorie.

    Beispiel 5: Anfang 2018 machte Michael Wolff mit dem Skandalbuch „Feuer und Zorn“ über das Chaos im Weißen Haus Furore. Mueller bestätigte nun viele kontroverse Enthüllungen Wolffs – auch das Fazit, dass das Trump-Team für eine Verschwörung mit den Russen zu ignorant gewesen sei.

    Sicher: Manche Journalisten und Moderatoren haben sich bei der juristischen Schlussfolgerung verhoben. Doch die medialen Rekonstruktionen der Mauscheleien hinter den Kulissen entpuppen sich als weitgehend korrekt. Die Trump-Berichterstattung – inzwischen auch mit mehreren Pulitzerpreisen ausgezeichnet – wurde nicht zur Niederlage des Journalismus, sondern zum Fanal der freien Presse.

    Was wiederum – das ist vermutlich die eigentliche Pointe – zur Folge hat, dass der Mueller-Bericht jetzt keinen mehr wirklich schockiert. Das meiste hat man ja längst schon anderswo gelesen und verdaut: die zahllosen Russland-Kontakte, die alltäglichen Lügen, die Intrigen, die Normverstöße. Die US-Medien haben ihre Leser perfekt informiert – nur damit leider auch abgestumpft.

    https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/donald-trump-mueller-bericht-ist-ein-freispruch-fuer-den-journalismus-kommentar-a-1264171.html

    Daß der Mueller-Report einseitig ist wie M. Wolff, kommt ihm dabei gar nicht in den Sinn: werden die in ihm zitierten Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen? Werden viel wichtigere Aussagen bewußt weggelassen?

    Bei der WaPo wird schon spekuliert, Trump könne es White House-Mitarbeitern untersagen, vor dem Kongreß auszusagen. Vielleicht wäre es besser, sie sagen aus, damit das Bild, das Mueller von ihnen malt, korrigiert wird? Ich denke auch an McGahn, der mit zu den Figuren gehört, die eine folgerichtige Erklärung des Präsidenten zum Comey-Rausschmiß verwässerten.

    • Zu der Geschichte mit den tapes gibt es einen Update:

      Rtskhiladze claims that the special counsel’s report inaccurately quotes his text message with Cohen. He says that additional text messages not quoted in the report show that he was doubtful about a rumor he had heard from an associate in Moscow about the existence of a tape.
      “We strongly demand that a full and immediate retraction of these falsehoods should be issued forthwith to restore his good name,” wrote A. Scott Bolden, a lawyer for Rtskhiladze. The letter was first reported by Bloomberg News and obtained by The Daily Caller News Foundation.
      Bolden’s letter takes issue with several parts of the the special counsel’s report, including the quote of Rtskhiladze’s text message as reading: “Stopped flow of tapes from Russia but not sure if there’s anything else. Just so you know.”
      Rtskhiladze actually wrote that he had “stopped flow of some tapes,” the text messages show.
      […]
      Rtskhiladze claims that his additional texts with Cohen show that he had no direct knowledge of the tapes and that he saw them as mere rumor, rather than fact. Bolden also says that Rtskhiladze did not hear the rumor first-hand.
      “Not sure of the content but person in Moscow was bragging had tapes from Russia trip. Will try to dial you tomorrow but wanted to be aware. I’m sure it’s not a big deal but there are lots of stupid people,” Rtskhiladze wrote in the texts, which were provided to TheDCNF.
      “You have no idea,” Cohen replied.
      Rtskhiladze responded: “I do trust me.”


      […]
      Giorgi Rtskhiladze letter to DOJ by Chuck Ross on Scribd
      https://de.scribd.com/document/407493978/Giorgi-Rtskhiladze-letter-to-DOJ#from_embed

      https://dailycaller.com/2019/04/24/giorgi-rtskhiladze-texts-cohen-mueller/

      Der Brief beginnt schon einmal sehr erheiternd; Rtskhiladze beschwert sich, daß er im Mueller-Report als „Russian businessman“ beschrieben werde, wo er doch antirussischer Georgier sei! Und überdies, nach 23 Jahren USA, seit 2017 US-Bürger. Aber so genau nimmt es Mueller nicht. 😉

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