Hans Wollschläger-Fake News- Updated

Hans, Winterberg 11-04

Hans Wollschläger in Winterberg, 2004, Foto: Gabriele Gordon

Es hätte ja eigentlich genügt, meinen letzten Artikel zu ergänzen:

https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/17/fake-news-oder-wie-ich-zur-witwe-von-hans-wollschlaeger-wurde/

Aber irgendein Bug im WordPress-System ließ das nicht zu.

Die NZZ als Sprachrohr des gekränkten Bearbeiters der Wollschläger-Übersetzung des Ulysses von James Joyce, Harald Beck, hat nun auch dessen Zuarbeiter Hans Walter Gabler zu Wort kommen lassen.

Der Artikel hebt natürlich mit Fake News an:

Rettet den deutschen «Ulysses»

Aus rechtlichen Gründen liegt die revidierte deutsche Übersetzung von Hans Wollschläger auf Eis. Das darf nicht sein.

Hans Walter Gabler 26.3.2018, 05:30 Uhr

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Sie liegt natürlich nicht nur aus rechtlichen Gründen „auf Eis“, sondern entscheidend deshalb, weil Beck das Wollschlägersch’e Kunstwerk zerstörte.

Die NZZ vom 2.3.2018 war jedenfalls schon mal näher an der Wahrheit:

Gabriele Gordon habe keinerlei Gesprächsbereitschaft gezeigt: «Sie hat es abgelehnt, Jonathan Landgrebe, den Leiter von Suhrkamp, und den Cheflektor Fellinger zu treffen. Offenbar hat sie dem Verlag schriftlich ihre Position dargelegt; sie begründet diese einerseits juristisch – in dieser Hinsicht sind ihre Ansprüche tatsächlich unanfechtbar. Anderseits führte sie angeblich literarische und philologische Gründe an: Wollschläger hätte der Neufassung nicht zugestimmt, argumentierte sie.»

https://www.nzz.ch/feuilleton/ulysses-neuedition-rechtlich-ist-die-sache-tot-ld.1361961

Der offenbar umfassend uninformierte Gabler meint:

Das grundsätzliche Einvernehmen zwischen dem Übersetzer, einem Team von Revisoren und dem Suhrkamp-Verlag datiert aus dem Jahre 2007. Leider verstarb Hans Wollschläger wenige Monate, nachdem das Übereinkommen erzielt worden war.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Daß bei diesem Treffen von 10.3.2007 irgendein Übereinkommen erzielt worden sei, davon träumt allenfalls der Suhrkamp-Verlag. Insofern existiert lediglich ein Protokoll des Verlags, das Hans Wollschläger nie zur Kenntnis nahm. Ob er wirklich die Fron auf sich genommen hätte, sich ein ganzes Jahr die Besserwissereien von Anglisten und Philologen anzuhören? Die keine Ahnung von Kunst haben?

Ich wage es zu bezweifeln.

Eins ist jedenfalls klar. Nur Hans Wollschläger selbst hätte seine eigene geniale Übersetzung überarbeiten können. Niemand sonst.

Gabler hüpft gleich hierauf:

Durch dieses aber bestärkt, verpflichtete der Verlag Harald Beck und seine Mitarbeiter zur Durchsicht und Überarbeitung der Wollschläger-Übersetzung. Entscheidend am Übereinkommen war, dass ein durchgesehener und revidierter Übersetzungstext nicht die wollschlägersche Verdeutschung überfremden würde. Die Überarbeitung verstand sich als Dienst an der Übersetzung und deren Dienst am Roman und an seinem Autor.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Warum bringt die NZZ derlei Lügen?

Klar, Beck möchte gern seine Vorgänger Dirk Vanderbeke und Dirk Schultze, die Kommentatoren der Wollschläger-Übersetzung  im Jahr 2004, auslöschen, denen er zuarbeitete. Genauso agiert sein Zuarbeiter Gabler.

Vanderbeke und Schultze verließen das Unternehmen, als ihnen klar wurde, wie sehr Beck es auf die Zertrümmerung  der Wollschläger-Übersetzung ankam.

Gabler:

Wie ich es mir vorstelle, könnte Grundlage einer Vereinbarung sein, dass Hans Wollschlägers «Ulysses» unverändert der rein deutsche Lesetext des Werkes vom Suhrkamp-Verlag bleibt. In Parallele dazu sollte der Verlag den Plan Siegfried Unselds umsetzen, eine zweisprachige «Ulysses»-Ausgabe anzubieten. In dieser würde dem englischsprachigen originalen Text der deutsche zugesellt, der, auf der Grundlage der Übereinkunft mit Hans Wollschläger, über zehn Jahre hinweg im Auftrag des Suhrkamp-Verlags erarbeitet wurde. Dass dieser überarbeitete Text im Wesentlichen nach wie vor den Übersetzungstext Hans Wollschlägers darstellt, nur eben in einer revidierten Fassung, welche Entsprechungen im Deutschen zum englischen Original präzisiert, wäre selbstredend hervorzuheben und vertraglich festzuhalten.

Es ist eine hohe Anerkennung der Übersetzung von 1975, dass sie eben nicht ersetzt wird, sondern im Kern bestehen bleibt. Der revidierte Wollschläger-Text in einer zweisprachigen Ausgabe sollte dabei selbstverständlich zu erkennen geben, wo er von Wollschlägers Fassung von 1975 abweicht und warum er das tut. Der englischsprachige Text der Herausgeber Hans Walter Gabler, Wolfhard Steppe und Claus Melchior steht rechtlich vorbehaltlos für die zweisprachige Ausgabe zur Verfügung.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Nun mag ja wohl Suhrkamp befeuert haben, die „neue“ Übersetzungs-Bearbeitung von Beck zu promoten, weil die alte von Wollschläger nicht mehr verkauft wird, da der Markt gesättigt ist.

Gablers Vorschlag ist nicht nur weltfremd, sondern auch kontrafaktisch, da die Wollschläger-Übersetzung durch Beck zerstört worden ist.

Und warum sollte ein kommerzieller Verlag wie Suhrkamp eine englisch-deutsche Ulysses-Ausgabe herausbringen, der die zehntausende Beck-Veränderungen an der Wollschläger-Übersetzung dokumentiert, die Beck auch noch begründen soll?

 

 

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6.421 Gedanken zu „Hans Wollschläger-Fake News- Updated

  1. Noch mal Iran, weil das zur Zeit die glimmendste Lunte ist:

    Von diesen Beratern muß er sich trennen. Hier gibt es schon die nächsten Gerüchte – die „neutrale“ Jerusalem Post muß es ja wissen:

    Diese Ankündigung zielt auf die EU ab:

    Was tun Rußland und China, Mitunterzeichner des Deals, konkret, um ihn zu retten? Beide stehen zum Iran und weisen die lachhafte Schuldzuweisung an den Iran wegen der Vorwürfe der Schiff-Sabotage zurück. Allerdings: kauft das vom Handelskrieg mit den USA bereits getroffene China weiter iranisches Öl? Davon habe ich nichts gehört. Indien hat seine Ölkäufe aus dem Iran eingestellt, erhebt dafür aber Strafzölle gegen die USA auf 28 Produkte.

    Der Parteipolitiker Schiff, der seinerzeit für den Irakkrieg war, versucht zu punkten:

    • Womit wir auch wieder bei der US-Innenpolitik wären.

      Logo, die dems in den Ausschüssen gehen auf fishing-expedition und mißbrauchen ihre Macht. Da kann man ihnen nur viel Glück in den juristischen Instanzen wünschen, die sich jetzt auftun. Dasselbe gilt natürlich auch für ein impeachment-Verfahren, wobei ich mich noch immer frage, auf welches der rechtlich wie faktisch wackeligen Mueller-Konstrukte im Justizbehinderungsteil sie sich eigentlich stützen wollen? Dazu hört man so gar nichts.

      Pelosi widersetzt sich dem wählervergraulenden Linkspopulismus in ihrer Partei:

      Massen hat die Zentralveranstaltung jedenfalls nicht angezogen:

      Von Trump entsprechend kommentiert:

      Der wiederum seinen Wahlkampfbeginn ganz groß feiert:

      Was wiederum CNN damit kontert, daß interne Trump Campaign polls ergeben hätten, daß Biden Trump schlagen werde, worauf die Campaign diese pollsters entlassen hätte. Das sind die Niederungen der US-Politik. Fakt ist: Biden zieht keine Massen an. Ob er die parteieigenen Vorwahlen übersteht, ist angesichts der Opposition der dems-Medien NYT, WaPo und CNN fraglich. Zum jetzigen Zeitpunkt sind diese unprofessionell durchgeführten Polls eh nicht zielführend.

      Biden ist unter den dems ein Wackelkandidat. Um die Primairies zu überstehen, muß er mehr tun als seine persönliche anti-Abtreibungs-Haltung zu einer pro-Abtreibungshaltung zu verwandeln. Er wird sicherlich auch gezwungen werden, für ein Trump-Impeachment zu votieren, aus welchen Gründen auch immer. Damit könnte er zwar die primaries der dems gewinnen, aber gewiß nicht gegen Trump.

      Sein verdruckstes Versprechen, – gaaanz wichtig für die pc-Fraktion in seiner Partei -, Menschen, denen er bei Wahlkämpfen begegnet, nicht mehr ungefragt anzufassen, an ihren Haaren zu schnüffeln etc., hat er ja schon gebrochen. Er kann eben nicht aus seiner Haut. Und er ist nicht weniger korrupt als Hillary Clinton. Wie sollte er gegen Trump gewinnen, der immerhin nicht korrupt ist, aber jedenfalls den Hang zu falschen Beratern hat?

      Nachtrag:

      • Für Onkel Joe sind 10-jährige Kinder eben keine ‚women‘. Und daß er ansonsten Hillary 2.0 bedeutet, wurde ja schon längst festgestellt, was allerdings doch die dems eher begrüßen als abstoßen würde…-?

        • Da Hillary verloren hat, eher nicht. Hier ein glasklarer WaPo-Artikel:

          Joe Biden and the ‘electability’ delusion — and why the media keep making the same mistake
          By Margaret Sullivan
          Media columnist
          June 16 at 2:30 PM
          […]
          The local Democrats he encounters respect the former vice president, he told me, but many of them also feel his time has passed.
          They’re far more excited about other candidates, five in particular: Sen. Elizabeth Warren (Mass.); Pete Buttigieg, the mayor of South Bend, Ind.; Sen. Kamala D. Harris (Calif.); former Texas congressman Beto O’Rourke and Sen. Cory Booker (N.J.).
          So he shakes his head at the extensive coverage and commentary that depicts Biden as almost a shoo-in for a nomination that’s more than a year away.
          One example: CNN’s morning briefing newsletter recently called Biden “the most formidable threat” to President Trump’s reelection chances.
          CNN is far from alone. It’s common across the national media to see Biden pegged as the safest candidate for Democrats to put up to unseat Trump. He’s got that secret sauce: electability.
          “Sure, Democrats think he’s electable, but they believe a half-dozen other candidates are, too,” Leonard, the news director of two Iowa radio stations, told me. “No one I have spoken with sees Biden as more formidable than other top candidates.”
          But this thinking — much of it driven by early polling — creates a self-perpetuating effect: Biden is the front-runner, so he gets more media coverage.
          […]
          Was Hillary Clinton seen as electable?
          More than electable, she was inevitable — the crowned queen of 2016, from about 2013 on. Until, of course, she wasn’t.
          […]
          Salon’s Amanda Marcotte finds it troubling to see Trump going after Biden with nicknames and other attacks, but not because she feels sorry for the former vice president.
          No, her theory is that Trump — with his unerring instinct for steering the media caravan — is focusing on Biden because he knows the former veep may be relatively easier to beat.
          “Biden’s centrism, his big mouth, his age and out-of-touchness, and his handsiness sets him up to be beset with a ‘both sides are the same, so don’t vote’ campaign targeting the same voters who sat out 2016,” she tweeted.
          When I followed up with her, Marcotte wrote me: “I don’t have a problem with calling him the front-runner at all, since that’s just a fact, but I do think it’s unfair to take his political argument for himself (‘electability’) as a fact instead of an opinion/argument.” (The Washington Post has decided, for now, not to use the term “front-runner” for Biden in its news coverage, according to an all-newsroom memo in May from National Editor Steven Ginsberg, “given the continued volatility among the candidates at this early stage.” Some other news organizations are showing similar restraint.)
          […]
          The excitement about the latest polls puts all that reporting effort in the background — even though it’s too early for polls to be very meaningful, at least when forecasting the general election.

          Combine that with the unquenchable thirst for a narrative, a simple story for savvy journalists to tell news consumers, and before you know it, you’ve got the pseudoscience of electability. Cable news pundits, though not alone, are especially culpable.
          […]
          The truth is that journalists and pundits are bad at predictions. They should have learned that when Trump — a candidate so manifestly unsuited to be president that he couldn’t possibly win — blew their minds by doing just that.

          https://www.washingtonpost.com/lifestyle/style/the-electability-delusion–and-why-the-media-keep-making-the-same-mistake/2019/06/14/495c3b12-8de9-11e9-b08e-cfd89bd36d4e_story.html

  2. Die Tories stehen jetzt ganz schön blöd da:

    Die US-Iran-Politik ist auf ganzer Linie gescheitert:

    Vielleicht hilft diese Initiative weiter?

    Die Beharrungskräfte im militärisch-politischen Komplex sind groß, und die CIA-Schweinereien wurden noch unter jedem Präsidenten betrieben; gerade jetzt erinnern einige Tweeter daran:

    Exclusive: CIA Files Prove America Helped Saddam as He Gassed Iran
    The U.S. knew Hussein was launching some of the worst chemical attacks in history — and still gave him a hand.
    By Shane Harris and Matthew M. Aid
    | August 26, 2013, 2:40 AM
    […]
    In 1988, during the waning days of Iraq’s war with Iran, the United States learned through satellite imagery that Iran was about to gain a major strategic advantage by exploiting a hole in Iraqi defenses. U.S. intelligence officials conveyed the location of the Iranian troops to Iraq, fully aware that Hussein’s military would attack with chemical weapons, including sarin, a lethal nerve agent.
    […]
    It has been previously reported that the United States provided tactical intelligence to Iraq at the same time that officials suspected Hussein would use chemical weapons. But the CIA documents, which sat almost entirely unnoticed in a trove of declassified material at the National Archives in College Park, Md., combined with exclusive interviews with former intelligence officials, reveal new details about the depth of the United States’ knowledge of how and when Iraq employed the deadly agents. They show that senior U.S. officials were being regularly informed about the scale of the nerve gas attacks. They are tantamount to an official American admission of complicity in some of the most gruesome chemical weapons attacks ever launched.

    Top CIA officials, including the Director of Central Intelligence William J. Casey, a close friend of President Ronald Reagan, were told about the location of Iraqi chemical weapons assembly plants; that Iraq was desperately trying to make enough mustard agent to keep up with frontline demand from its forces; that Iraq was about to buy equipment from Italy to help speed up production of chemical-packed artillery rounds and bombs; and that Iraq could also use nerve agents on Iranian troops and possibly civilians.
    […]

    https://foreignpolicy.com/2013/08/26/exclusive-cia-files-prove-america-helped-saddam-as-he-gassed-iran/

    Nicht ganz so lange her:

    Entsprechendes gilt für die „Informationsquellen“, aus deren Perspektive bei uns „berichtet“ wird. Und jetzt wird die nächste Ebene erreicht:

    Man ist wirklich nirgendwo vor der Tatsachenverdreherei westlicher Institutionen sicher.

    • Ich hatte mit dem Gedanken gespielt, die Episode selber vorzustellen – bin ich immerhin noch ein (wenn auch eher älterer) Teil der demographischen Zielgruppe für die Art Medium. Alleiniges Beispiel derartiger moderner Agitprop wäre der Titel allerdings nicht, ich erinnere mich an den hanebüchenen Humbug eines anderen Vertreters des militärischen Ego-shooter Genres, „Battlefield 4“, erschienen Ende 2013 (ergo schon wesentlich vorher in Entwicklung gegangen), wo die Marschrichtung auch schon klar war: Heroische Amerikaner gegen den schurkenhaften Russ‘ und Chines‘, beide freilich Antipole der Freiheit und Bestrebungen danach unterdrückend, usw. War eine Beigabe zur Hardware meines Geräts, ich habe es dann angewidert von der Festplatte geschmissen. Es gibt freilich mehr als genug Nutzer, denen die Handlung – zu Recht! – mehr als egal ist und wo es eher um Optik und Spielmechanik geht, zumal ganz alte Titel der Battlefield-Reihe auch gänzlich ohne solche aufwändige G’schichten im Einzelspielermodus auskamen. Selber schaue ich mich eher bei von realem Kriegsgeschehen entfernteren Genrevertretern um, aber ich schweife ein wenig ab.

      Dieser ex-Militär hat sonst auch eine sehr gute Besprechung zu diesem neuen Titel veröffentlicht:

      „Op-Ed: ‘Call of Duty’ peddles us some more amoral nihilism about ‘Modern Warfare’

      by Jack Murphy · June 2, 2019

      The “Call of Duty: Modern Warfare” video game series has always included scenes that are intentionally controversial. In “Modern Warfare 2,” one level sees the protagonist acting as an undercover operative in a Russian terrorist cell that raids an airport terminal and murders hundreds of civilians. The protagonist, played by the player of the game from the first-person perspective, is forced to participate in the slaughter. The first time I played the game, I turned my weapon on the terrorists I was undercover with and started shooting them. The game was interrupted by a forced cut scene in which my character was gunned down by the terrorists.

      This wasn’t a game like “Deus Ex” in which you find yourself put in morally gray areas and have to choose one of many ambiguous options. “Call of Duty” has a narrative to advance about modern warfare, one which informs us that we must default to the level of savagery of our adversaries in order to win. The game forces you to murder people; it is the only way to win.“

      (Zur Erläuterung: Er bezieht sich hier auf einen Vorgängertitel der Call of Duty-Serie von 2009.)

      „When the trailer for the latest edition of the “Modern Warfare” series was released this week, I clicked on it wondering if the series has evolved. Surprise, it hasn’t. You can check out the trailer for yourself, but from the outset we are informed there is a fine line between right and wrong, and that our highly stylized Special Operators are sent into the shadows to find that line. It is an incredibly romanticized view of war and what modern counter-terrorism operations actually are. Or as one of my Special Forces friends might describe it, “You’re just looking in the mirror while jerking yourself off.”

      Lohnenswerte Lektüre. Was einen harten Kontrast zu…“Selbstbeweihräucherung“, nennen wir es mal, angeht, fiele mir sonst ein würdigerer Action-Titel ein, der diesen Blick in den Spiegel wagt und vor dem schieren Schrecken, der dabei auch aufkommen kann, eben nicht die Augen verschließt geschweige denn diesen ignoriert: Spec Ops: The Line hieß der Titel, 2012 erschienen. Kein finanzieller Mega-Hit wie die Call of Duty-Reihe und der Mehrspieler davon ist auch ausgestorben, aber dennoch ein gutes Beispiel dafür, dass das Medium eben mehr leisten kann als platte Propaganda.

      • Ich gehöre freilich nicht zur Zielgruppe. 😉

        Aber diese subkutane Art und Weise, Propaganda einzupflanzen, geht mir entschieden zu weit.
        Es wird überdies immer schwieriger, Verläßliches aus Syrien zu erfahren. Eine Blackbox ist die Situation der Kurden und der Amerikaner. Mal gibt es ein türkisch-russisches Waffenstillstandsabkommen über Idlib, dann gibt es solche Nachrichten:

        eher falsch

        eher richtig

        Julian Roepcke fordert ja seit langem die Abschiebung des Pro-Assadisten Almassian. Denn wer gegen die Jihadis ist, ist ja pro-Assad. 😉

        Das ist nun leider Realität.

        Das auch. Wird aber gern bei uns ausgeblendet, daß im säkularen Assad-Syrien alle Religionsgruppen und Ethnien miteinander ausgekommen sind.

  3. @ Angelika Roll:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-157/#comment-82732

    Ich hatte mittlerweise eruriert, daß nicht Alice Bota – die einige von den westlichen Leitmedien selbst kreierten Mythen zurücknahm, weshalb ihr Artikel pe se lesenswert ist:

    https://www.zeit.de/2019/25/russland-wladimir-putin-iwan-golunow-pressefreiheit-journalismus/komplettansicht

    von den Entlassungen berichtete. Das tat die Zeit am selben Tag des Erscheinens ihres Print-Artikels:

    Wladimir Putin entlässt zwei Moskauer Polizeichefs
    Nach der vorübergehenden Festnahme des Journalisten Iwan Golunow zieht Russlands Präsident Konsequenzen: Per Dekret hat Putin zwei hochrangige Polizisten entlassen.
    13. Juni 2019, 17:32 Uhr

    Auf Anordnung des russischen Staatschefs Wladimir Putin müssen zwei hochrangige Mitarbeiter der Moskauer Polizei ihre Posten räumen. Nach Angaben der russischen Regierung wurden Juri Dewjatkin, der Chef der Drogenbekämpfung in Moskau, und Andrej Putschkow, der für den Westen der Stadt zuständige Leiter der Polizeibehörde, entlassen. Hintergrund dieser Entscheidung ist die Festnahme des russischen Enthüllungsjournalisten Iwan Golunow.
    […]

    https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-06/pressefreiheit-russland-iwan-golunow-journalist-festnahme-wladimir-putin

    Es gibt eh genug realistische Rußland-Einschätzungen:

    Die Ost-SPD stimmt Schröder zu. Die Wirtschaft sowieso. Und wären Klimaschützer unideologisch, würden sie zustimmen, daß das am wenigsten umweltschädlichte Gas, das bei einem gleichzeitigen Ausstieg aus Atom- und Kohle-Energie schlicht erforderlich ist, ja nun wesentlicher umweltfreundlicher ist als das Fracking-Gas aus den USA.

    Auch Macron hat kapiert, daß die EU ohne Rußland strategisch chancenlos ist:

    https://tass.com/world/1063451

    Der US-Hegemonie-Ansatz war seit jeher, einen Keil zwischen Europa und Rußland zu treiben. Das scheint gelungen zu sein. Um den Preis einer Annäherung von Rußland und China. Wer die deutsche Presse verfolgt: China wird zum Feind Nr. 1.

    Wieso ist Trump dann noch Feind Nr.1 der Westmedien, wenn sie dessen anti-China-Tiraden – übrigens zurecht – übernehmen?

    • Derweil charmiert Putin Xi:

      Und die Frage, ob das Fracking-Geschäft eigentlich profitabel ist, wird hier negativ beantwortet:

      Wirtschaftsfacts Redaktion
      Amerikas Fracking-Industrie: Der Boom entpuppt sich als Schimäre

      Der Fracking-Boom in den USA erweist sich finanziell gesehen als einziges Desaster. Es hat sich über die letzten Monate – trotz anders lautender Versprechungen der Industrie – nichts an den gegebenen Umständen geändert – und so langsam scheinen auch die Geldgeber die Geduld zu verlieren…
      • 15.06.2019
      • Autor: Roman Baudzus
      […]
      Hohe Kosten – geringe Rentabilität: Profitversprechen gebrochen

      Jahrelange und teils sehr kostenintensive Explorations- und Förderprogramme haben zwar eine Flut von Öl aus dem Gestein geholt, wohingegen sich das Versprechen auf Gewinnträchtigkeit und Profitabilität niemals materialisiert hat. Noch zu Jahresbeginn versprach die Industrie ihren Investoren, sich vor allem auf Kapitaldisziplin und Aktionärsrenditen fokussieren zu wollen.
      Daraus wird unter aller Voraussicht ein weiteres Mal nichts werden. Unter Bezugnahme auf das erste Quartal hieß es in einem Bericht des Institute for Energy Economics, dass ein weiteres Quartal verstrichen sei, das für Amerikas Fracking-Industrie tief in den roten Zahlen geendet habe.
      Im seinem Bericht hat sich das Institute for Energy Economics mit knapp dreißig Fracking-Förderern in Nordamerika beschäftigt, um zu dem Fazit zu gelangen, dass die untersuchten Unternehmen im ersten Quartal auf einen kumulierten Negativ-Cashflow in Höhe von 2,5 Milliarden US-Dollar blickten.

      Rückgängige Investitionen – Verluste höher als in Q4 2018

      Gegenüber dem vierten Quartal 2018, in dem der kumulierte Negativ-Cashflow unter diesen Unternehmen bei 2,1 Milliarden US-Dollar gelegen hatte, kam es also noch einmal zu einer Verschlechterung der allgemeinen Finanzsituation in Sektor.
      Zusätzlich haben sich die Kapitalinvestitionen unter den untersuchten Unternehmen laut des Berichts in Q1 gegenüber dem Vorquartal auch noch um 16 Prozent reduziert.

      90% aller Unternehmen unprofitabel – Geschäftsmodell an sich steht in Frage!

      […]

      https://www.cashkurs.com/beitrag/amerikas-fracking-industrie-der-boom-entpuppt-sich-als-schimaere/

      Das könnte sich ändern, wenn es Zweifel an der Sicherheit der internationalen Schiffahrt im persischen Golf gibt; denn dann steigen die Preise.

      • Krugmann hat die Geschichte schon abgeschrieben:

        Rußland reiht sich bei den Skeptikern ein:

        16 Jun, 15:11
        Kremlin warns against unfounded claims over Gulf of Oman tanker attacks

        The crew members were evacuated by Iran’s emergencies services and taken to Iran’s port of Jask
        YUZHNO-SAKHALINSK, June 16. /TASS/. The incident with the attacks on tankers in the Gulf of Oman may undermine global economy, and convincing evidence is needed in order to avoid un-founded accusations, Kremlin Spokesman Dmitry Peskov said.
        Earlier, US Secretary of State Mike Pompeo blamed Iranian authorities for the attacks on the oil tankers, noting that this assessment was based on intelligence and the analysis on the weapons al-legedly used in the attack.
        „Such incidents can indeed shatter the basis of global economy and that’s why unfounded accusati-ons can be hardly taken into account,“ Peskov said in an interview with the program „Moscow. Kremlin. Putin“ on the Rossiya-1 TV channel.
        „It’s absurd to refer to any secret data in this case,“ he stressed, noting that Russia insists on giving a sober assessment about this situation and waiting for „convincing data.“
        […]

        https://tass.com/politics/1064032

        Lediglich die geopolitischen Feinde Irans plus GB haben sich dem US-Votum angeschlossen:

        Was das Pentagon bislang vorbrachte, war aber auch zu dünn und widersprüchlich:

        Pompeo müht sich noch:

        Die WaPo nutzt wirklich alles, um Trump zu diffamieren – liegt aber mit diesem Spin voll daneben:

        But independent intelligence experts say the video provides no proof whatsoever of Iran’s alleged responsibility for the attacks, a charge Iran denies. That’s not to say Iran did not carry out the attacks, these experts hasten to add, noting that as the Trump administration tightens economic sanctions on the Islamic Republic, Tehran has ample reason to carry out such hard-to-trace terrorism against tankers, if only to raise the price of the dwindling amount of oil Iran is selling these days. But amid the rising tensions in the Middle East, these experts say, there are numerous other players in the region with compelling motivations to carry out such attacks.

        „One has to keep asking the question, well, if it isn’t Iran, who the hell is it?“ Anthony Cordesman, a strategic analyst at the Center for Strategic and International Studies, told Newsweek. „You come up with the possibility that ISIS carried out the attack as trigger to turn two enemies — the United States and Iran — against each other. Or you’re watching Saudi Arabia and the United Arab Emirates create an incident that they can then use to increase the pressure on Iran.“
        Ayham Kamel, the head of Middle East analysis for the Eurasia Group, an international risk analysis consultancy, said recent attacks by Iranian-aligned Houthi rebels on Saudi oil installations are now threatening the kingdom’s core security concerns.
        „The Saudis are alarmed,“ Kamel told a conference call Friday. „Their response is going to be to try to pressure the U.S. into action.“

        […]
        Others have pointed to the possibility that Thursday’s attacks, as well as the attacks on four tankers in the same waters a month ago, were so-called „false-flag“ operations carried out by Israel, another arch foe of Iran, to make Iran appear responsible. And some observers have even suggested the attacks may have been directed by hawkish members of the Trump administration as a pretext to launch military operations against Iran.
        „The U.S. track record on ginning up evidence for war is not good,“ William Church, a former military investigator for the United Nations Security Council. „It lied in the run-up to the Vietnam war [by inventing a North Vietnamese attack on a U.S. Navy ship in the Gulf of Tonkin in 1964], and it lied about WMD [weapons of mass destruction] before the Iraq war. So when these tanker attacks happen, we have to ask why and what’s the motivation in addition to examining the evidence.“
        […]
        With regard to the video, Church said much more needs to be known before any conclusions about Iranian responsibility can be drawn. „The video means nothing,“ he told Newsweek. „We need to know how it was taken, when was it taken, what was the total sequence. Then you’d have to talk to the people in the video to get their view of what happened. I would check to see if the video was doctored. You would need to do everything that a trained investigator would do.“
        Church, who also served for many years as a U.S. intelligence officer in the Middle East and East Africa, acknowledges that the Iranians have the Gashti-class patrol boats. But he notes that Iranian Navy, not the Revolutionary Guards, have the closest naval base to the site of the attacks, suggesting a possible discrepancy in the U.S. Central Command’s description of the Iranian craft’s affiliation. He also points out that the video does not make it clear which of the two stricken tankers is depicted.

        In addition, Church said it’s not clear whether limpet mines caused the explosions in either tanker. Limpet mines are usually attached by divers to the hulls of ships at the water line. There have been some reports that crew members aboard one of the tankers saw a flying object, possibly a drone, heading toward the ship before the explosion occurred, raising the possibility that a drone delivered the explosives.
        „Drones and limpet mines are a dime-a-dozen out there in the Middle East,“ he said. „Everybody has them. So we need to know a lot more that what the video shows us.“
        […]

        https://www.newsweek.com/intelligence-experts-question-iran-video-us-track-record-ginning-evidence-war-not-good-1444169

        Deutlicher kann man die möglichen Akteure und die fehlende Qualität des Videos nicht herausarbeiten. Auch wenn Bellingcat sicher war, daß das Video die japanische Kokuka zeigt.

  4. Fortsetzung zur Selbstverzwergung der Presse:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-157/#comment-82728

    Heiße Eisen werden nicht angefaßt:

    Das gilt auch für die Presse, die auf der Seite der Mächtigen agitiert:

    Julian Assange is not on trial, British justice is

    John Wight has written for a variety of newspapers and websites, including the Independent, Morning Star, Huffington Post, Counterpunch, London Progressive Journal, and Foreign Policy Journal.
    Published time: 13 Jun, 2019 12:20 Edited time: 13 Jun, 2019 13:12
    […]
    Compounding the injustice involved in the treatment of Julian Assange has been the complicity of a mainstream media which has, without exception, engaged in an unrelenting campaign of demonization, delegitimization, and even dehumanization where he’s concerned.
    These people are not journalists, they are ideological foot soldiers.
    […]
    Compare and contrast the treatment of Julian Assange at the hands of the mainstream media in the UK, and the treatment of investigative journalist Ivan Golunov in the Russian media.

    Upon what appears to have been Golunov’s unjust arrest and detention by the police in Moscow, the Russian press united in demanding his release. Largely as a result of the media’s stance, which galvanised public opinion in Russia, Golunov’s detention ended in a matter of days. It stands as a pristine example of how a free and independent press functions in holding the authorities to account on behalf of the people.

    Today in Britain, in grim contrast, we have a mainstream media that operates more along the lines of holding the people to account on behalf of the powerful; the plight of Julian Assange being a case in point.
    […]

    https://www.rt.com/op-ed/461768-assange-extradition-justice-british/

    Welche Ironie des Schicksals! Alice Bota hatte in der aktuellen ZEIT dann auch ihre liebe Mühe damit, den Vorgang zu erklären. Also räumte sie mit zwei „Mythen“ auf: doch, die Presse in Rußland sei vielfältiger als gedacht, und nein, Putin stecke nicht hinter jeder Schweinerei. Und dennoch haben die Leitmedien diese Mythen etabliert.

    Und andererseits: die NYT kann Geheimdienst-Stories verbreiten, wie auch immer sie ihr in den parteiideologischen Kram passen – ob sie stimmen oder nicht:

  5. Zurück zu den USA: Böse Abschiedsgrüße:

    Dafür macht sich CNNs Jim Acosta lächerlich:

    […]
    Showboating ‘Is the Sound That a Healthy, Functioning Democracy Makes’

    When we interrupt or try to poke at certain vulnerabilities in a press secretary’s argument, it’s for the purpose of ferreting out information that may well be vital to the American people. When journalists dig and talk to sources, who in some cases will disclose what they know only anonymously, it’s not for the purpose of behaving as political activists, as so many critics have alleged. It’s to find the truth. So, call me a showboater or a grandstander or “fake news.” I will go to my grave convinced deep down in my bones that journalists are performing a public service for the good of the country. The country is better off with reporters in the White House Briefing Room asking the hard questions, even if we sometimes sound a little over the top. That noise is the sound that a healthy, functioning democracy makes. (Page 102)
    […]
    Closing Thoughts: Journalists Defend You Because We Have a ‘Deep Devotion’ to You

    Before the sun sets on this democracy—and may that day never come—it must be said that the press is not the enemy. We are defenders of the people. Some of us, not I, have sacrificed everything for this profession, from war zones to, unfortunately, newsrooms. Journalists have done this out of a deep devotion to the people. It is a devotion born out of a love for all people. That is a truth worth defending, as journalists are people too. (Page 354)

    https://www.newsbusters.org/blogs/nb/curtis-houck/2019/06/14/behold-worst-quotes-jim-acostas-love-letter-himself

    Das ist wirklich schwer erträglich.

    Diese Diskussion dauert an:

    Und nun zur Rechtslage gemäß Mueller-Report:

    Im Fall gegen Roger Stone gab es die nächste peinliche Enthüllung: das FBI hat nicht nur die DNC-Server nicht untersucht, sondern sich auch noch mit einem redigierten CrowdStrike-Bericht über deren Findungen abspeisen lassen:

    Nun, die Firma ist gut vernetzt:

    Im Gegenzug will Stone jetzt CrowdStrikes unredigierte Berichte mittels Subpoena von der Firma selbst erlangen:

    Argument der Verteidigung:
    Sollte sich nämlich ergeben, daß die Hacker kein Material an WikiLeaks weitergegeben haben, eine von den Geheimdiensten lediglich von CrowdStrike übernommene Behauptung, dann wären die Durchsuchungsbeschlüsse gegen Stone rechtswidrig und die obstruction-Vorwürfe gegen ihn basislos. Das ist ja mal ein Frontal-Angriff gegen die gesamte Russia Meddling-Saga.

    Bei Flynn ging es so weiter:

    Sullivan bleibt eigensinnig. 😉

    • Angelika Roll:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-157/#comment-82715

      Logo! Die Einmischung in die Angelegenheiten anderer Länder durch westliche Trolls ist doch seit langem ein Stilmittel der Politik. Das sieht man u.a. beim heute journal, das als Nr. 1 Thema heute die demokratischen Hongkong-Proteste hypte, die wie die gescheiterte „Regenschirm“-Revolution von vor drei Jahren ein Produkt westlicher Einflußnahme sind. Dabei hilft dann auch eine glättende Berichterstattung, die die Gewalttätigkeit der Demonstranten wegläßt und die die Polizeigewalt betont – allerdings: auch bei uns hätte die Polizei eine gewaltsame Blockade und Stürmung des Parlaments aufgelöst.

      https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/heute-journal-vom-15-juni-2019-100.html

      Die Zurückstellung und Neudiskussion des Auslieferungsgesetzes an China ist den Demonstranten nicht genug? Hey, es gibt doch schließlich auch nach Hongkong geflohene echte Verbrecher aus China, und man könnte doch das Gesetz verbessern, indem explizit Auslieferungen aus ersichtlich politischen Motiven ausgeschlossen werden. Aber um diese Sachfrage geht es den Demonstranten wohl kaum. Sie wollen sinnlosen Aufruhr, denn das Abkommen zwischen London und China sieht nun mal keine freien Wahlen ohne von China ernannte Kandidaten vor. 2047 erlebe ich nicht mehr, wenn der Sonderstatus von Hongkong als Ex-Kronkolonie endet…

      Àpropos Auslieferung und zum Mutterland von Honkong, nämlich GB: dort hatte die Regierung Null Bedenken, die politisch motivierte Auslieferung Assanges an die USA durchzuwinken:

      https://edition.cnn.com/2019/06/10/politics/julian-assange-us-extradition-request/index.html

      Bislang konnte man auf die Unabhängigkeit britischer Gerichte nicht hoffen.

        • Dafür muß man Panorama ausdrücklich loben – ansonsten fehlt es ja an kritischer Berichterstattung. Man darf gar nicht daran denken, was Glenn Greenwald passieren könnte, wenn Brasilien ihn abschiebt…

          Bei uns verzwergen sich die Medien auch ohne derlei Lenkungsmaßnahmen: SPIEGEL wird jetzt noch stromlinienförmiger: Jan Fleischhauers „Schwarzer Kanal“ ist dicht. In seinem Printabschiedstext 24/2019 vom 8.6.2019 heißt es:

          Ich habe mich über die Grünen lustig gemacht, wann immer es ging. Ich habe mir die Selbstwidersprüche des modernen Feminismus vorgenommen und den deutschen Staatsglauben. […] Es reicht heute schon, die falschen Bücher im Regal stehen hat, um mit ihm zu brechen. [Wenn ich mir etwas wünschen darf, dann, dass es hier so weitergeht. No pasarán! Lassen wir die Feinde der Meinungsfreiheit nicht durchkommen.

          Im letzten online-Text heißt es – wobei unklar bleibt, wie es zur Trennung kam -:

          Fleischhauers Abschied

          Jetzt ist Schluss!

          Nach achteinhalb Jahren, 438 Kolumnen und unzähligen Aufforderungen an die Chefredaktion, dem Autor zu kündigen, endet heute „Der schwarze Kanal“ auf SPIEGEL ONLINE.

          Eine Kolumne von Jan Fleischhauer

          Donnerstag, 13.06.2019 14:25 Uhr
          Seit ich diese Kolumne schreibe, also seit achteinhalb Jahren, verlangen Leser meine Kündigung. Im Wochentakt gehen in der Redaktion Zuschriften ein, in denen gefordert wird, mir das Handwerk zu legen.
          […]
          Bevor sich allerdings alle, die auf diesen Tag hingefiebert haben, zu sehr freuen, vielleicht ein Wort der Ernüchterung. Ich werde weiter schreiben, ab August nur an einem anderen Ort, nämlich beim „Focus“. Wer in den sozialen Netzen unterwegs ist, bleibt also auch in Zukunft nicht verschont. So leicht entkommt man einem Kolumnisten nicht, jedenfalls nicht, wenn er über eine ausreichende Zahl an Followern verfügt. Das Internet kann in dieser Hinsicht brutal sein.

          Die Eingaben an die Redaktion haben nichts mit meiner Demission zu tun, auch das muss ich anfügen. Wenn ich den Beteuerungen der Chefredaktion Glauben schenken darf, wird mein Ausscheiden sogar ausdrücklich bedauert.
          […]
          Ich glaube, dass viele Menschen in Deutschland über vieles so denken wie ich. Wenn das, was ich schreibe, eine Provokation darstellt, dann vor allem in dem Milieu, in dem ich mich bewege, also unter Journalisten und Journalistinnen beziehungsweise unter Menschen, die dort zu Hause sind, wo auch viele Journalist*innen leben, also in den deutschen Großstadtvierteln, in denen der Anteil von Grünen-Wählern seit Jahren verlässlich bei 40 Prozent liegt.
          […]
          Manche Kritiker haben mir vorgeworfen, ich sei im Laufe der Zeit immer weiter nach außen gerutscht. Ich finde, das Gegenteil ist wahr. Zuletzt habe ich wie Frank-Walter Steinmeier geredet, der die Deutschen ermahnt, es sich im eigenen Meinungswinkel nicht zu gemütlich zu machen. Nichts ist so drückend wie die Kuhstallwärme der Gesinnungsgemeinschaft. Wenn es einen Grund gibt, warum ich bei der Linken Reißaus genommen habe, dann dieser Hang, sich ständig gegenseitig auf die Schultern zu klopfen, wie widerständig man doch denke.
          […]
          Falls es Sie beruhigt: Sie werden weiter von mir hören.
          https://janfleischhauer.de/

          https://www.spiegel.de/politik/deutschland/jan-fleischhauer-letzte-kolumne-auf-spiegel-online-a-1272218.html

          Jetzt müßte der SPIEGEL bloß noch den linken Sozialdemokraten Jakob Augstein

          mit seiner Kolumne „Im Zweifel links“ loswerden, dachte ich mir, dann wäre der richtige Meinungskorridor erreicht. Ich schaute gestern nach, und siehe da: Augstein ist auch weg:

          Kolumnen
          Stefan Kuzmany
          Margarete Stokowski
          Sascha Lobo
          Thomas Fricke
          Thomas Fischer
          Sibylle Berg
          Ferda Ataman
          Christian Stöcker

          Jetzt haben wir drei rotzige Feministinnen, der Diversität halber eine jüngere, eine ältere und eine mit Migrationshintergrund; in Lobo einen Ober-Rechts-Verfolger, ansonsten Mainstream und einen unabhängigen Kopf, nämlich den Ex-Bundesrichter Thomas Fischer, der wegen Kritik an der metoo-ZEIT-Hinrichtung von Dieter Wedel dort herausgeflogen war und der gern Kritik an Stokowski übt. Wie lange sich der „alte weiße Mann“ dort noch halten kann? Ungewiß.

        • Danke – daß Augstein aufgehört hat, war mir glatt entgangen: aber möchte man diesem Blatt wirklich verbunden bleiben?

          14.06.2019 | 15:18 Uhr 14.06.2019 um 15:22 Uhr
          Wochenrückblick
          Der “Spiegel” und der Fluch des Relotius
          Von Stefan Winterbauer
          […]
          Der Relotius-Fluch lässt den “Spiegel” nicht so schnell los. Wann immer bei dem Magazin nun Fehler oder Schludrigkeiten passieren, ist das R-Wort schnell bei der Hand. So geschehen bei einem Rechtsstreit des “Spiegel” mit der Flensburg Akademie GmbH, der sogenannten “Handball-Akademie”. Der “Spiegel” berichtete im Heft und digital als “Spiegel+”-Artikel über grausame Folter-Rituale mit der Rohrzange, wie sie vor Jahren an der Handball-Akademie stattgefunden haben. In einem Absatz gibt der vom “Spiegel” angeführte Zeuge Ole B. das Hörensagen weiter, dass das Ritual wieder eingeführt worden sei. Dagegen ging die Akademie juristisch vor und erwirkte vor dem Landgericht Hamburg eine Einstweilige Verfügung gegen den “Spiegel”. In der Begründung verweisen die Richter darauf, dass es sich hierbei um ein Gerücht handle an dessen Verbreitung kein “überwiegendes Informationsinteresse” bestehe. Lewe Volquardsen, der Geschäftsführer der Handball Akademie in Flensburg sagt dazu in einer Pressemitteilung: „Es ist nicht zu fassen, dass der “Spiegel”-Autor Erik Eggers bei der Dokumentation des Magazins tatsächlich mit einem glatten Gerücht durchkam. Vor allem vor dem Hintergrund des noch frischen Relotius-Skandals ist das schwer zu begreifen.“ Da haben wir das R-Wort!
          […]
          Noch eine Beschwerde gegen den “Spiegel” aus dieser Woche. Da meckerte der frühere österreichische Bundespräsident Heinz Fischer in einem Gast-Kommentar in der “Wiener-Zeitung”. In einem “Spiegel+”-Text über die Regierungskrise in Österreich taucht Fischer am Rande als Interessent für die Position des “Interimskanzlers” auf:

          „Es bringen sich bereits Kandidaten für diese undankbare Rolle in Stellung, unter anderem soll der 80 Jahre alte Ex-Präsident Heinz Fischer angefragt haben, ob ihm in diesem Amt ein Dienstwagen zustünde.“

          Fischer selbst schreibt nun in der “Wiener Zeitung”:

          „Aber mit mir wurde kein wie immer gearteter Kontakt über diese Story aufgenommen, auch kein wie immer gearteter Beweis oder ein Datum genannt und auch nicht erörtert, wie glaubwürdig es ist, dass jemand, der genau 41 Jahre lang in Spitzenfunktionen der österreichischen Politik – zuletzt 12 Jahre als Bundespräsident – gearbeitet hat, sich im 81. Lebensjahr wieder in die politische Arena begeben will. Und dass er sich aus diesem Grund im Bundeskanzleramt über einen Sachverhalt erkundigt, der ohnehin im Bezügegesetz klar und eindeutig geregelt ist. Armer “Spiegel”!“

          Ein Dementi Fischers hat der “Spiegel” nachträglich in die Digital-Ausgabe eingefügt. Auf die Frage, warum man Fischer nicht vor der Veröffentlichung gefragt hat, verweist der “Spiegel” zunächst wortreich darauf, dass man “weiter von der Richtigkeit unserer Berichterstattung überzeugt” ist. Was, wie einem auffallen kann, keine Antwort auf die Frage ist, warum man Fischer nicht vor der Veröffentlichung gefragt hat. Auf neuerliche Nachfrage, räumt man dann ein, dass eine Anfrage zu einem früheren Zeitpunkt “aus heutiger Sicht” besser gewesen wäre. Wohlgemerkt: aus heutiger Sicht.

          Schönes Wochenende!

          https://meedia.de/2019/06/14/wochenrueckblick-der-spiegel-und-der-fluch-des-relotius/

    • Ja, das tut er. 😉 und sehr genau.
      Nun hab ich endlich gefunden, was es mit seiner Order auf sich hat, also diese Anweisungen an Flynn und Sidney Powell:

      “ Mr. Flynn shall notify the new counsel that he has retained for this matter that the Court Orders new counsel to enter his or her appearance pursuant to Local Criminal Rule 44.5 by no later than 5:00 PM on June 17, 2019. It is FURTHER ORDERED that Sidney Powell, who signed the Joint Status Report as „Attorney for the Defendant“ but who has not entered her appearance in this case, comply with the applicable provisions of Local Criminal Rule 44.1 by no later than 5:00 PM on June 17, 2019.“ [-]

      Sie muss noch ein entsprechendes Formular ausfüllen und damit ihre Einlassung in diesen Fall anmelden.
      https://www.dcd.uscourts.gov/sites/dcd/files/local_rules/LocalRulesSept2016.pdf
      S. 144

      LCrR 44.5 ENTRY AND WITHDRAWAL OF APPEARANCES BY ATTORNEYS IN CRIMINAL ACTION
      (a) ENTRY OF APPEARANCE.
      An attorney appearing for a defendant in a criminal case, whether appointed or retained, shall file with the Clerk a notice of appearance on a court-approved form. If a defendant appears without counsel at arraignment, the Court shall set a date and time by which counsel shall enter an appearance or the defendant, after being fully advised of his right to counsel, shall waive such right and elect to proceed pro se.

      Local Criminal Rule 44.1 ist umfassender und gegliedert in ‚bar Members / non- Members of this court‘:
      LCrR 44.1
      PRACTICE BY ATTORNEYS
      (a) PRACTICE BY MEMBERS OF THE BAR OF THIS COURT.
      [-]
      ab S. 141

  6. @ Angelika Roll:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-156/#comment-82707

    Die britische Stellungnahme mit Schuldzuweisung an den Iran belegt zweierlei: einmal, daß GB schon jetzt eine EU-unabhängige Außenpolitik betreibt, denn die EU hat sich einer „Schuldfeststellung“ enthalten. Und darüberhinaus zeigt sich, daß die USA isoliert dastehen: denn GB, Saudi-Arabien und Israel als Allierte gegen den Rest der Welt sind ja wohl lächerlich.

    https://www.spiegel.de/politik/ausland/iran-und-die-tanker-attacke-besatzung-sah-fliegendes-objekt-a-1272403.html

    https://www.spiegel.de/politik/ausland/oeltanker-angriff-im-golf-von-oman-jeremy-hunt-macht-iran-verantwortlich-a-1272563.html

    Im UN-Sicherheitsrat kamen die USA ebenfalls nicht voran:

    UN-Sicherheitsrat tagt
    Iran bestreitet Verantwortung für Angriffe
    Aktualisiert am 14.06.2019-03:25
    […]
    Vor dem UN-Sicherheitsrat präsentierten die Vereinigten Staaten trotz der öffentlichen Schuldzuweisungen offensichtlich keine Belege für eine Verantwortung Irans. „Wir haben keinerlei Beweise diskutiert“, sagte der kuweitische UN-Botschafter Mansur al Otaibi nach einem Treffen des Gremiums am Donnerstag. Kuweit steht dem Gremium momentan vor. Auch habe der Sicherheitsrat zunächst keine Maßnahmen angesichts der steigenden Spannungen beschlossen. Es müsse seiner Ansicht nach eine unabhängige und gründliche Untersuchung geben.

    Der stellvertretende amerikanische UN-Botschafter Jonathan Cohen bekräftigte die Haltung seines Landes, dass Teheran verantwortlich sei. „Keine Gruppe in der Region verfügt über die Ressourcen oder die Fähigkeiten, um mit dieser Genauigkeit zu agieren. Iran jedoch hat die Waffen, die Expertise und das Wissen der Geheimdienste, um das zu machen.“
    Zuvor hatte UN-Generalsekretär Antonio Guterres vor einer „großen Konfrontation“ gewarnt. „Ich nehme den Vorfall in der Straße von Hormus mit tiefer Besorgnis zur Kenntnis. Ich verurteile jeden Angriff auf zivile Schiffe scharf“, sagte Guterres vor dem UN-Sicherheitsrat. Es müsse festgestellt werden, wer für die Taten verantwortlich sei. „Und wenn es etwas gibt, was die Welt sich nicht leisten kann, ist es eine große Konfrontation in der Golf-Region.“
    […]

    https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/iran-bestreitet-verantwortung-fuer-angriffe-auf-oeltanker-im-golf-16235714.html

    German official: US video ’not enough‘ to pin blame on Iran for tanker attacks
    By Chris Mills Rodrigo – 06/14/19 10:50 AM EDT
    Germany’s foreign minister on Friday said that a video released by the U.S. is insufficient evidence to prove Iran was behind attacks this week on two oil tankers in the Gulf of Oman.
    “The video is not enough. We can understand what is being shown, sure, but to make a final assessment, this is not enough for me,” Foreign Minister Heiko Maas told reporters in Oslo, according to Reuters.
    […]

    https://thehill.com/policy/defense/448570-german-official-us-video-not-enough-to-pin-blame-on-iran-for-tanker-attacks

    Dem schließt sich sogar Bellingcat an. 😉

    Thread

    Das sind doch mal klare Worte…

    Mysteriös bleibt das Geschehen um das norwegische Schiff: gab es da überhaupt einen „Angriff“?

    Was sich genau am Donnerstag am Golf von Oman abgespielt hatte, blieb zunächst unklar. Im Morgengrauen gingen bei der amerikanischen Marine, die im Königreich Bahrein stationiert ist, zwei Notrufe ein. Auf dem Öltanker „Front Altair“ einer norwegischen Reederei war ein Feuer ausgebrochen. Die Reederei spricht von einer Explosion, will aber einen Angriff nicht bestätigen, von dem das norwegische Seefahrtsamt gesprochen hatte. Bilder der iranischen Agentur Isna zeigen Flammen und eine dicke Rauchsäule.
    […]

    https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/iran-bestreitet-verantwortung-fuer-angriffe-auf-oeltanker-im-golf-16235714.html

    • Zu dem Pentagon Video ist auch dieser Kommentar im Thread interessant

      genau das sieht man ja

      Stimmt, zum Front Altair weiß man bisher nichts Genaues, aber mehr war ja angekündigt, nachdem heute ein weiteres Team eine Einschätzung vornehmen will,wie das Frontline Statement besagte:
      https://edition.cnn.com/politics/live-news/iran-gulf-oman-attack-june-2019/index.html

      „Here’s the full statement from Frontline:

      Frontline reports that all 23 crew members of the ‘Front Altair’ are safe and doing well. Following their disembarkation from the Iranian naval vessel at the Iranian port of Jask the crew are on their way to Bandar Abbas prior to repatriation.
      Families are being kept informed of the situation.
      The fire on the ‘Front Altair’ has been extinguished since last night and boundary cooling continues on the tanker which is stable at position 25 deg 17.2 N x 057 deg. 30.8 E.
      One further salvage tug is expected on scene with an ETA of 1300 hours today, June 14 equipped with salvage fire-fighting and towing capability.
      A further specialist team which consists of full salvage team and ship management personnel is expected to arrive 15 June for full assessment of the damages.
      There is currently no reported pollution from the vessel.
      Further information will be provided as it becomes available.“

      Von der geretteten Crew in iranischer Obhut hatte CNN on air sogar einen kurzen Videoclip eingespielt, in dem ein russischer Seeman die fürsorgliche iranische Betreuung lobte.
      😉

      • Also schon wieder eine Pentagon-Lüge aufgedeckt – und das von CNN. 😉

        Schön, daß norwegische Experten zur Schadensursache forschen werden; den Amerikanern, die dasselbe mit dem japanischen Schiff unternehmen werden (davon gehe ich aus), ist nicht zu trauen.

        Das britische Assessment liest sich wie die „highly likely“-Skripal Saga:

        Corbyn setzt sich ab:

        Übrigens ist die NYT gegen eine Eskalation, weil Trump nicht glaubwürdig sei:

        Als ob nicht klar wäre, wer hier lügt: die Falken aus dem Außen- und Verteidigungsministerium sowie Bolton. Mit Marco Rubio als Verstärker (von Trump retweetet).

        Hier der aktuellste Versuch:

        Daß Pompeo in CIA-Diensten gelogen hat, wissen wir von ihm selbst:

        Daß er auf Krieg eingestimmt ist, steht hier:

        Vijay Prashad: U.S. Rushes to Blame Iran for Tanker Attacks as Much of World Pushes for Diplomacy
        June 14, 2019

        Guests
        • Vijay Prashad
        director of Tricontinental: Institute for Social Research and author of The Poorer Nations: A Possible History of the Global South.
        […]
        What’s really important here is, yes, the fact that Shinzo Abe, the first Japanese prime minister to visit Iran in 41 years, he goes to Iran shortly after the Iranian foreign minister visited him in Japan. In fact, Mr. Zarif visited Shinzo Abe in his home. They had a very important conversation, where Shinzo Abe said that the Iranian nuclear deal is a factor of stability for West Asia. You know, this goes directly opposed to the Trump administration’s view. And what’s very important here is we’re not talking about a country that’s far from the American orbit. This is Japan, a reliable ally of the United States, which is not only reliant upon Iranian oil but understands that the warmongering in West Asia is going to be very bad, not only for Eurasia, but for the world. And I think we need to understand that as Shinzo Abe is in Japan [sic], this attack or this, you know, sabotage, or whatever it is—

        AMY GOODMAN: Is in Iran.

        VIJAY PRASHAD: —took place on the Norwegian and Japanese tankers.

        AMY GOODMAN: Again, as Shinzo Abe is in Iran.

        VIJAY PRASHAD: That’s right. He was in Tehran, the first time in 41 years. And he has been saying, actually—interestingly, this is a right-wing prime minister; this is not a person of the left. He has been saying that there needs to be a return to the table.

        It’s not only Japan saying this, Amy; it’s also the Europeans. The Europeans are very keen that the U.S. not break fully from this Iran deal. The Germans, in fact, have been looking for an alternative mechanism for payments. You know, India, which was one of the largest purchasers of Iranian oil, had to back off because of these new, very tight sanctions put in place by the U.S. government. But the Indians are also not that interested in this new approach by the Trump administration. They would like to continue to buy oil.

        In fact, it’s a kind of isolation that the United States is facing. It’s isolated alongside the Israelis, the Saudis and the United Arab Emirates. Nobody else wants war. Nobody else wants this deal to end. And so, I think it’s really out of frustration that you see the United States jump the gun, come in very quickly and say that, you know, “Iran is doing this, Iran is doing that, and therefore we have to retaliate.”

        It’s important to remember that in 2017 the CIA created a special unit called the Iran Mission Center, run by Michael D’Andrea. And this is an important outfit, because its entire mandate has been to ratchet up pressure on Iran. Now, I don’t know what happened to the Norwegian oil tanker or the Japanese oil tanker, but I’d be very interested to hear what the Iran Mission Center at the CIA has been up to since 2017.
        […]
        AMY GOODMAN: On Thursday, members of the House Armed Services Committee from both parties said Pompeo told them in a classified briefing that the United States could use the 2001 Authorization for the Use of Military Force, or AUMF, to attack Iran without congressional approval. This is the Michigan Democrat Elissa Slotkin.

        REP. ELISSA SLOTKIN: We were absolutely presented with a full formal presentation on how the 2001 AUMF might authorize war on Iran. Yes, I’m sorry, sir, Secretary Pompeo said it with his own words.

        AMY GOODMAN: The AUMF was passed in the wake of the 9/11 attacks and authorizes the president to take military action against those responsible, along with any, quote, “associated forces.” Your response to that, Vijay Prashad? And what role do you think Saudi Arabia is playing in all of this?
        […]

        https://www.democracynow.org/2019/6/14/us_blames_iran_oil_tankers_attack

        Klar, die Iraner waren Kumpel von Bin Ladens Truppe. Geht’s noch? Und dann wird es auch noch richtig peinlich für das State Department:

        Aber die dems sollten sich etwas zurückhalten: die Dame, die mit dem Iran-anti-Disinfo-Programm betraut war, das aus dem Ruder gelaufen ist, war langjährige Vertragspartnerin des Außenministeriums und sicher schon unter Obama dort tätig…

        Outrage on Capitol Hill over ‘completely unacceptable’ US-funded scheme to shape Iran debate
        ‘This is something that happens in authoritarian regimes, not democracies’

        • Negar Mortazavi Washington ,
        • Borzou Daragahi @borzou
        • 3 days ago
        United States officials say they are outraged by a government-funded troll campaign that has tar-geted American citizens critical of the administration’s hardline Iran policy and accused critics of being loyal to the Tehran regime.
        State Department officials admitted to Congressional staff in a closed-door meeting on Monday that a project they had funded to counter Iranian propaganda had gone off the rails. Critics in Washington have gone further, saying that the programme resembled the type of troll farms used by autocratic regimes abroad.
        „It’s completely unacceptable that American taxpayer dollars supported a project that attacked Ame-ricans and others who are critical of the Trump administration’s policy of escalation and conflict with Iran,” a senior Congressional aide told The Independent, on condition of anonymity.
        […]
        A spokeswoman for the State Department told reporters on Monday that funding for the “Iran Di-sinformation Project” had been suspended and is under review after it was reported that it went beyond the scope of its mandate by veering from countering propaganda from Iran to smearing do-mestic critics of White House policy.
        State Department officials disclosed to lawmakers they had granted $1.5 million for Iran Disinfo, which repeatedly targeted, harassed and smeared critics of Trump’s tough stance against Iran on social media.
        […]
        E-Collaborative for Civic Education, co-founded by Iranian American activist Mariam Memarsadeghi, is a long-time State Department contractor.
        It purports to promote democratic political life and empower civil society inside Iran, but it appears to have no presence inside the country and instead confines itself to engaging with Iranians in the Diaspora.

        Congressional officials also confirmed to The Independent that one individual working for the Foundation for Defence of Democracies, an influential Washington organisation with hawkish views on Iran, is part of the E-Collaborative for Civic Education’s Iran Disinformation Project.
        One Congressional staffer said he expected the State Department would examine “the extent of coordination” between Iran Disinfo project and “pro-war think tanks like the Foundation for Defence of Democracies.”
        […]

        https://www.independent.co.uk/news/world/americas/us-politics/us-iran-congress-meeting-money-trump-conflict-a8954191.html

        • Man schaue sich nur den Twitter tread an unter dem obigen von Lucy Komisar !

  7. Manchmal hat man das Gefühl, die „Weltgeschehnisse“ (zumindest, wie man sie uns hier präsentiert) folgten primitivster Hollywood-Drehbuch-Spannungslinie:

    Erst Rücktritt der Amis vom Vertrag, dann Drohungen, dann angebliche Drohungen des Gegners, dann erste „Vorkommnisse“, …

    Skripted reality nach Wild-West-Manier, Gut-Bös-Schema, „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“, High Noon, das Allzuübliche halt.

    … und wir nehmen das für bare Münze? Leider allzu viele. Und zumindest unsere Politiker und Medien tun so, als ob. Das wirkt.

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