Hans Wollschläger-Fake News- Updated

Hans, Winterberg 11-04

Hans Wollschläger in Winterberg, 2004, Foto: Gabriele Gordon

Es hätte ja eigentlich genügt, meinen letzten Artikel zu ergänzen:

https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/17/fake-news-oder-wie-ich-zur-witwe-von-hans-wollschlaeger-wurde/

Aber irgendein Bug im WordPress-System ließ das nicht zu.

Die NZZ als Sprachrohr des gekränkten Bearbeiters der Wollschläger-Übersetzung des Ulysses von James Joyce, Harald Beck, hat nun auch dessen Zuarbeiter Hans Walter Gabler zu Wort kommen lassen.

Der Artikel hebt natürlich mit Fake News an:

Rettet den deutschen «Ulysses»

Aus rechtlichen Gründen liegt die revidierte deutsche Übersetzung von Hans Wollschläger auf Eis. Das darf nicht sein.

Hans Walter Gabler 26.3.2018, 05:30 Uhr

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Sie liegt natürlich nicht nur aus rechtlichen Gründen „auf Eis“, sondern entscheidend deshalb, weil Beck das Wollschlägersch’e Kunstwerk zerstörte.

Die NZZ vom 2.3.2018 war jedenfalls schon mal näher an der Wahrheit:

Gabriele Gordon habe keinerlei Gesprächsbereitschaft gezeigt: «Sie hat es abgelehnt, Jonathan Landgrebe, den Leiter von Suhrkamp, und den Cheflektor Fellinger zu treffen. Offenbar hat sie dem Verlag schriftlich ihre Position dargelegt; sie begründet diese einerseits juristisch – in dieser Hinsicht sind ihre Ansprüche tatsächlich unanfechtbar. Anderseits führte sie angeblich literarische und philologische Gründe an: Wollschläger hätte der Neufassung nicht zugestimmt, argumentierte sie.»

https://www.nzz.ch/feuilleton/ulysses-neuedition-rechtlich-ist-die-sache-tot-ld.1361961

Der offenbar umfassend uninformierte Gabler meint:

Das grundsätzliche Einvernehmen zwischen dem Übersetzer, einem Team von Revisoren und dem Suhrkamp-Verlag datiert aus dem Jahre 2007. Leider verstarb Hans Wollschläger wenige Monate, nachdem das Übereinkommen erzielt worden war.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Daß bei diesem Treffen von 10.3.2007 irgendein Übereinkommen erzielt worden sei, davon träumt allenfalls der Suhrkamp-Verlag. Insofern existiert lediglich ein Protokoll des Verlags, das Hans Wollschläger nie zur Kenntnis nahm. Ob er wirklich die Fron auf sich genommen hätte, sich ein ganzes Jahr die Besserwissereien von Anglisten und Philologen anzuhören? Die keine Ahnung von Kunst haben?

Ich wage es zu bezweifeln.

Eins ist jedenfalls klar. Nur Hans Wollschläger selbst hätte seine eigene geniale Übersetzung überarbeiten können. Niemand sonst.

Gabler hüpft gleich hierauf:

Durch dieses aber bestärkt, verpflichtete der Verlag Harald Beck und seine Mitarbeiter zur Durchsicht und Überarbeitung der Wollschläger-Übersetzung. Entscheidend am Übereinkommen war, dass ein durchgesehener und revidierter Übersetzungstext nicht die wollschlägersche Verdeutschung überfremden würde. Die Überarbeitung verstand sich als Dienst an der Übersetzung und deren Dienst am Roman und an seinem Autor.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Warum bringt die NZZ derlei Lügen?

Klar, Beck möchte gern seine Vorgänger Dirk Vanderbeke und Dirk Schultze, die Kommentatoren der Wollschläger-Übersetzung  im Jahr 2004, auslöschen, denen er zuarbeitete. Genauso agiert sein Zuarbeiter Gabler.

Vanderbeke und Schultze verließen das Unternehmen, als ihnen klar wurde, wie sehr Beck es auf die Zertrümmerung  der Wollschläger-Übersetzung ankam.

Gabler:

Wie ich es mir vorstelle, könnte Grundlage einer Vereinbarung sein, dass Hans Wollschlägers «Ulysses» unverändert der rein deutsche Lesetext des Werkes vom Suhrkamp-Verlag bleibt. In Parallele dazu sollte der Verlag den Plan Siegfried Unselds umsetzen, eine zweisprachige «Ulysses»-Ausgabe anzubieten. In dieser würde dem englischsprachigen originalen Text der deutsche zugesellt, der, auf der Grundlage der Übereinkunft mit Hans Wollschläger, über zehn Jahre hinweg im Auftrag des Suhrkamp-Verlags erarbeitet wurde. Dass dieser überarbeitete Text im Wesentlichen nach wie vor den Übersetzungstext Hans Wollschlägers darstellt, nur eben in einer revidierten Fassung, welche Entsprechungen im Deutschen zum englischen Original präzisiert, wäre selbstredend hervorzuheben und vertraglich festzuhalten.

Es ist eine hohe Anerkennung der Übersetzung von 1975, dass sie eben nicht ersetzt wird, sondern im Kern bestehen bleibt. Der revidierte Wollschläger-Text in einer zweisprachigen Ausgabe sollte dabei selbstverständlich zu erkennen geben, wo er von Wollschlägers Fassung von 1975 abweicht und warum er das tut. Der englischsprachige Text der Herausgeber Hans Walter Gabler, Wolfhard Steppe und Claus Melchior steht rechtlich vorbehaltlos für die zweisprachige Ausgabe zur Verfügung.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Nun mag ja wohl Suhrkamp befeuert haben, die „neue“ Übersetzungs-Bearbeitung von Beck zu promoten, weil die alte von Wollschläger nicht mehr verkauft wird, da der Markt gesättigt ist.

Gablers Vorschlag ist nicht nur weltfremd, sondern auch kontrafaktisch, da die Wollschläger-Übersetzung durch Beck zerstört worden ist.

Und warum sollte ein kommerzieller Verlag wie Suhrkamp eine englisch-deutsche Ulysses-Ausgabe herausbringen, der die zehntausende Beck-Veränderungen an der Wollschläger-Übersetzung dokumentiert, die Beck auch noch begründen soll?

 

 

8.040 Gedanken zu „Hans Wollschläger-Fake News- Updated

  1. @ Angelika Roll:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-168/#comment-83416

    Cuomo ist nun wirklich der schwächste „Moderator“, den CNN aufbieten kann.

    Ich habe eine Nachlese zusammengestellt:

    Muellers Verstoß gegen die Unschuldsvermutung:

    Seine wichtige Korrektur:

    Hier sieht man, wie CNN sie auch bringt – und gleich wieder relativiert:

    15 hr 41 min ago
    Mueller corrects an exchange from the first hearing

    In his opening statement to the House intelligence committee, Special Counsel Robert Mueller clarified an answer he gave to Rep. Ted Lieu.
    His original answer was seen as Mueller saying the only reason the President was not indicted was because, as president, he cannot be indicted.
    However, Mueller clarified the correct view is that they made no assessment as to whether there was a crime or not because of the OLC guidance.

    „Now before we go to questions, I want to add on correction to my testimony this morning. I want to go back to one thing that was said this morning by Mr. Lieu who said, and I quote, you didn’t charge the President because of the OLC opinion. That is not the correct way to say it,“ Mueller said.

    Mueller then corrected Lieu’s wording: „As we say in the report, and as I said at the opening, we did not reach a determination as to whether the President committed a crime. With that, Mr. Chairman, I’m ready to answer questions.“

    What you need to know about the OLC opinion: Internal Justice Department policies say that a sitting president cannot be indicted. The policy comes from the OLC — the Office of Legal Counsel — and it dates back to the Nixon administration. It is binding on all Justice Department employees, including Mueller and his team of prosecutors.
    In his report, Mueller directly explained how this had a major impact on his internal deliberations.
    In effect, Mueller framed his entire obstruction investigation around the notion that he couldn’t bring any charges against Trump, even if he found ironclad evidence against him, because of the OLC opinion.

    https://edition.cnn.com/politics/live-news/robert-mueller-congress-testimony/h_6abd70907b88b505d8f8efb4f149af88

    Ja, das sollte man diesem „carefully worded“ Report entnehmen – das steht da aber nicht, und jetzt hat es Mueller klargestellt.

    Comey hat es erwischt:

    Ein gut zusammenfassender Artikel:

    Who Wrote the Mueller Report?
    Mueller was either cracking under pressure, or he’s not been fit for purpose throughout the whole investigation.

    By
    Raheem Kassam
    on
    July 24, 2019

    We all owe the Democrat Party of America another thank you.

    Hot off the backs of making ‘the Squad’ their public faces for the 2020 campaign, Democrats handed President Trump and conservatives another victory today in the form of former Special Counsel Robert Mueller’s testimony before Congressional committees.
    Democrats who expected a fiery Bob Mueller to recommend impeachment of the 45th President of the United States were already setting themselves up for a fall.
    […]
    One of the most revealing exchanges was between Mueller and Florida congressman Matt Gaetz:
    […]

    […]

    https://humanevents.com/2019/07/24/who-wrote-the-mueller-report/

    Kann man den Charakter eines Gesprächs, in dem es um die FBI-Direktor-Stelle geht, derartig mißverstehen?

    Die Lage bei Fox, wo man die enttäuschten dems-Medien zeigt:

    Und eine sehr sachliche Runde mit Kenneth Starr, Mark Meadows, Kevin Brock, Sol Wisenberg (frühere FBI-Mitarbeiter von Mueller):

    Aber dann gibt es auch die Hardliner von Lawfare:

    Da will man also auch weiter auf der vermaledeiten „Interference“ herumreiten.

    Und es gibt noch die Parallelwelt der Politik:

    Jetzt ziehen sie vor Gericht, um eine Anhörung von McGahn durchzusetzen, und natürlich wollen sie die russischen Geld-Quellen ausfindig machen, die Trump ganz bestimmt gehabt haben muß… 😉

    • Ich habe mal nachgesehen, ob Comey sich dazu geäußert hat. Hat er nicht, aber auch seinen peinlichen Tweet nicht gelöscht:

      Dann habe ich gesehen, daß er zuvor die Ausschüsse angeleitet hat, wie sie zu fragen hätten:

      Schon bei Frage Nr. 3 wäre Schluß gewesen:

      What I Would Ask Robert Mueller
      By James Comey
      Friday, July 19, 2019, 3:37 PM

      If I were a member of Congress with five minutes to question Robert Mueller, I would ask short questions drawn from the report’s executive summaries.
      […]
      Did you find that the Trump foreign policy adviser said the Trump campaign had received indications from the Russian government that it could assist the campaign through the anonymous release of information damaging to candidate Clinton? (p. 6)
      […]

      https://www.lawfareblog.com/what-i-would-ask-robert-mueller

      Die Verschwörungstheoretikerin Louise Mensch hat ihren eigenen wirren Fragenkatalog gepostet: interessanterweise taucht diese Stelle auch bei ihr auf:

      Mr. Bill Barr has said to Congress that he is unaware of whether there was a ‘proper predicate’ for the FBI to begin its investigation. On page 89 of your report, sir, there is a footnote which I will read aloud along with the sentence to which it refers. The report says “On May 6th, 2016, 10 days after that meeting with Mifsud, Papadopoulos suggested to a representative of a foreign government that the Trump Campaign had received indications from the Russian government that it could assist the Campaign through the anonymous release of information that would be damaging to Hillary Clinton.” Then there is a footnote which reads “This information is contained in the FBI case-opening document”.

      https://patribotics.blog/2019/07/20/mueller-hearing-what-to-ask-the-special-counsel/

      Da Mueller sich für die Anfänge der Untersuchung ja nicht interessiert haben will: wie konnte es da zu dieser Fußnote kommen – zumal weder Papadopoulos noch Downer irgendetwas vom Veröffentlichen des Materials gesagt hatten?

      Die deutsche Presseschau:

      25.7.2019
      05:32 Uhr
      Russland-Affäre im US-Kongress
      Mueller enttäuscht die Demokraten – und spricht eine eindringliche Warnung aus
      Der ehemalige Russland-Sonderermittler Robert Mueller hält sich bei seiner Anhörung zurück. Das Kalkül der Demokraten geht nicht auf. Trump feiert sich.
      Juliane Schäuble

      […]
      Mueller hat Wort gehalten, und das wird den Demokraten nicht gefallen. Sie hatten sich mehr erhofft, mindestens neues Material gegen Donald Trump, das sie im Wahlkampf benutzen könnten, wenn nicht gar Aussagen, die dabei helfen könnten, ein Amtsenthebungsverfahren gegen den Präsidenten zu starten.
      Doch selbst die vermeintliche „Bombe“, die Mueller im ersten Teil der mehr als fünfstündigen Anhörungen gezündet hatte, entschärfte er später wieder. Er müsse eine Aussage vor dem Justizausschuss richtig stellen, sagte Mueller vor den Abgeordneten im Geheimdienstausschuss.

      Am Morgen war er von dem kalifornischen Abgeordneten Ted Lieu gefragt worden, ob er Trump nur deswegen nicht wegen Behinderung der Justiz angeklagt habe, weil dies nach der geltenden Rechtsauffassung des Justizministeriums bei einem amtierenden Präsidenten nicht erlaubt sei. Ohne zu zögern hatte er da geantwortet: „Das ist korrekt.“
      Diese Aussage löste kurzzeitig größere Aufregung aus: Hatte der als extrem vorsichtig bekannte Mueller, der im Laufe seiner Karriere bereits 88-mal vor dem Kongress ausgesagt hatte, da tatsächlich quasi nebenbei verraten, dass er ausreichend Grund gehabt habe, Trump anzuklagen, wenn der nicht Präsident wäre?

      Hatte er nicht. Mueller stellte klar: Sein Team habe überhaupt keine Festlegung getroffen, ob Trump ein Verbrechen begangen habe.
      […]
      Während die Demokraten sich weiterhin bemühten, Mueller zu belastenden Aussagen zu verführen, versuchten die Republikaner, die Glaubwürdigkeit des Sonderermittlers zu erschüttern, der im Mai 2017 von der Trump-Regierung ernannt worden war. Wenig Interesse zeigten sie dagegen an Muellers Warnung, dass die russische Einmischung in amerikanische Wahlen, die seine Untersuchung belegt hat, die Demokratie bedrohe. Und dass sie „in diesem Moment, in dem wir hier sitzen“, weitergehe.
      […]

      https://www.tagesspiegel.de/politik/russland-affaere-im-us-kongress-mueller-enttaeuscht-die-demokraten-und-spricht-eine-eindringliche-warnung-aus/24696720.html

      Um 16:06 legt sie nach:

      25.7.2019
      16:06 Uhr
      Robert Mueller im US-Kongress
      Es ist egal, wie sich der Sonderermittler geschlagen hat

      Der unspektakuläre Auftritt des Russland-Sonderermittlers hat viele enttäuscht. Dabei geht unter, dass das Ungeheuerliche längst bekannt ist. Ein Kommentar.
      Juliane Schäuble
      […]
      Eigentlich müsste es unwichtig sein, wie Mueller sich bei seiner Anhörung geschlagen hat. Es geht nicht um ihn, es geht um das, was er – im Auftrag der US-Regierung – herausgefunden hat. Das Problem ist nur, dass die Fakten bei vielen offenbar anders ankommen. Dafür sorgen Trumps Leute – mit viel Theaterdonner, dem der untheatralische Mueller wenig entgegensetzen konnte. Das hätten die Demokraten ahnen können.

      Die Republikaner hatten vor allem ein Ziel: Muellers Glaubwürdigkeit zu erschüttern und zu skandalisieren, dass aufgrund der mageren Ergebnisse überhaupt ermittelt wurde. Sie argumentierten, es sei doch kein Wunder, dass ein frustrierter Trump gegen solche ungerechtfertigten Ermittlungen vorgehen wolle, die ihn nur vom Arbeiten abhielten. An Muellers Warnungen vor den andauernden Angriffen Russlands auf die amerikanische Demokratie hatten sie sichtbar kein Interesse.

      Am Ende, und das ist tatsächlich frustrierend, wird Muellers Auftritt lediglich beide Seiten in ihrer Sicht bestärkt haben. Klarheit sieht anders aus.

      https://www.tagesspiegel.de/politik/robert-mueller-im-us-kongress-es-ist-egal-wie-sich-der-sonderermittler-geschlagen-hat/24699986.html

      Die bösen Reps aber auch…

      24. Juli 2019, 18:12 Uhr
      US-Kongress
      Mueller im Abwehrmodus
      Der Sonderermittler sagt im Kongress aus – und gibt sich betont einsilbig. Zur Frage, ob sein Bericht Präsident Trump vom Vorwurf der Justizbehinderung „total entlaste“, sagt er: „Nein“.
      Von Alan Cassidy, Washington

      Falls es noch einen letzten Zweifel daran gegeben hätte, dass Robert Mueller nicht freiwillig erschienen war; dass ihn vielmehr der Kongress zu diesem Auftritt zwingen musste: Er räumte ihn gleich selbst aus. Zögerlich, defensiv, phasenweise müde und konfus antwortete der Sonderermittler auf die Fragen der Abgeordneten zu seiner Russland-Untersuchung. „Ja“, „nein“, „ja“, „ich verweise Sie auf meinen Bericht“, „das müsste ich nochmals nachlesen“, „können Sie die Frage wiederholen?“ – der große Blockbuster-Moment war das alles nicht.
      […]
      Am erfolgreichsten war noch Jerry Nadler, der Vorsitzende des Justizausschusses. Er fragte Mueller, ob es zutreffe, dass sein Bericht Trump „total entlaste“, wie dieser behauptet. Muellers Antwort: „Nein.“ Das war unmissverständlich, aber auch nicht neu. Die Miene des Sonderermittlers dabei: regungslos.
      […]
      Dagegen bemühten sich die Republikaner, Muellers Ermittlungen – und teils auch Mueller selbst – zu attackieren. In konservativen Kreisen sehen viele in der Russland-Untersuchung den Versuch von Trump-feindlichen Kräften beim FBI und in den Geheimdiensten, den Präsidenten zu stürzen – eine Art Verschwörung des sogenannten „Deep State“. Schon die Ursprünge der Untersuchung seien fragwürdig gewesen, sagte der ranghöchste Republikaner im Gremium, Doug Collins. Doch auch die Fragesteller der Republikaner prallten an Mueller ab. „Darauf werde ich keine Antwort geben“, sagte er wiederholt.
      […]
      Doch als alles vorbei war, als das von vielen herbeigesehnte Spektakel ausgeblieben war, deutete wenig darauf hin, dass Muellers Auftritt politisch etwas verändern wird – dass nun Bewegung gerät in die Debatte der Demokraten über ein Amtsenthebungsverfahren gegen Trump. Das war die Hoffnung des Pro-Impeachment-Flügels der Partei gewesen. Trump selbst schien mit der Anhörung zufrieden zu sein. Noch während die Übertragung lief, twitterte er ein Zitat eines Fox-News-Moderators, der das Hearing als „Desaster“ für die Demokraten bezeichnete. Das war vielleicht übertrieben. Aber dass sich nun plötzlich eine Mehrheit der Opposition für ein Impeachment ausspricht: Es scheint wenig wahrscheinlich.

      https://www.sueddeutsche.de/politik/mueller-trump-kongress-anhoerung-1.4537631

      Dafür legte sein Kollege los:

      25. Juli 2019, 10:47 Uhr
      USA
      Trump gehört vor Gericht – nach seiner Amtszeit

      Der Auftritt von Ex-Sonderermittler Mueller vor dem Kongress hat noch einmal all die Ungeheuerlichkeiten des US-Präsidenten zusammengefasst. Eine Amtsenthebung aber ist nicht die Lösung.
      Kommentar von Thorsten Denkler, New York
      […]
      Mueller hat klargemacht: Er hat zwar auch nach zwei Jahren intensiver Ermittlungsarbeit nicht den einen über alle Zweifel erhabenen Beweis für eine illegale Verschwörung Trumps mit den Russen gefunden. Aber das heißt nicht, dass es diese Konspiration nicht gab. Zu viele Indizien sprechen gegen Trump.
      […]
      Um die Ermittlungen loszuwerden, hat Trump mindestens einen FBI-Chef gefeuert, die Entlassung von Robert Mueller immerhin angeordnet und neun weitere Versuche unternommen, die von Mueller als Justizbehinderung gewertet werden.
      […]
      Mueller machte in der Anhörung dennoch klar, dass schon der Versuch einer Justizbehinderung strafbar ist. Er habe nur aus einem Grund keine Anklage gegen Trump erhoben: Nach den Regeln des Justizministeriums kann ein amtierender Präsident nicht angeklagt werden. Es obliege deshalb dem Kongress, im Rahmen seiner verfassungsmäßigen Rechte gegen Trump vorzugehen.
      […]
      Die Demokraten wären gut beraten, sich jetzt darauf zu konzentrieren, ihr politisches Profil zu schärfen und den bestmöglichen Kandidaten gegen Trump aufzustellen. Und sollten sie im Herbst 2020 die Präsidentschaft gewinnen, was längst nicht ausgemacht ist, dann darf gerne die erste Amtshandlung eines neuen demokratischen Justizministers sein, Trump vor Gericht zu bringen. Da gehört er nämlich hin.

      https://www.sueddeutsche.de/politik/trump-mueller-amtsenthebung-impeachment-1.4539057

      So viele Fehler in einem Kommentar!

      Die ZEIT nervt mit diesem Video zum Mueller-Bericht – unter Mitarbeit von Luke Harding:

      https://www.zeit.de/video/2019-06/6052038113001/mueller-report-niemand-steht-ueber-dem-gesetz

      Ansonsten ein Agenturbericht, der nichts wirklich Wichtiges mitteilt:

      Robert Mueller:
      „Der Präsident wurde nicht entlastet“

      Ex-Sonderermittler Mueller sagt vor dem Kongress zur Rolle des Präsidenten in der Russland-Affäre aus. Es bleibe offen, ob Trump eine strafbare Handlung begangen habe.
      24. Juli 2019, 16:34 Uhr Aktualisiert am 24. Juli 2019, 18:44 Uhr
      […]

      https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-07/robert-mueller-anhoerung-us-kongress-donald-trump

      Der Kommentar hebt darauf ab, daß die dems sich doch von diesem Loser-Thema abwenden mögen:

      Robert Mueller im US-Kongress
      Die Russland-Affäre wird die Demokraten nicht retten

      Trumps Gegner wollten die Anhörung von Robert Mueller ausschlachten – und sind gescheitert. Statt Russland sollten sie sich nun den Alltagssorgen der Amerikaner widmen.
      Ein Kommentar von Jörg Wimalasena, New York
      24. Juli 2019, 23:06 Uhr Aktualisiert am 24. Juli 2019, 23:59 Uhr
      […]
      Der Sonderermittler sollte mit seiner Aussage den langweiligen Bericht live im Fernsehen quasi zum Leben erwecken und einem Millionenpublikum zeigen, mit welchen unlauteren Mitteln US-Präsident Donald Trump gegen dessen Ermittlungen vorging.

      Demokraten bohrten, Mueller blockte

      Doch diesen Gefallen wollte Mueller den Demokraten nicht tun. Mehrfach baten ihn Abgeordnete, Passagen aus dem Bericht vorzutragen. Der 74-Jährige antwortete jedes Mal: „Ich würde es vorziehen, wenn Sie das vorlesen.“ Die Demokraten bohrten und der Sonderermittler blockte. Es war eine mäßig aufschlussreiche Veranstaltung.

      Trumps Gegner haben seit mehr als zwei Jahren falsche Hoffnungen gehabt. Zunächst einmal schwang in der öffentlichen Obsession mit den Ermittlungen immer der Vorwurf mit, dass Russland mit seinen Einflussversuchen die Wahl zugunsten von Trump beeinflusst hätte und der Immobilienmilliardär somit nur durch den Einfluss ausländischer Mächte ins Amt gekommen sei. Diese Behauptung wiederholte vor Kurzem erst Ex-Präsident Bill Clinton, dessen Frau Hillary Clinton 2016 gegen Trump verlor. Dabei hatten die russischen Aktivitäten vermutlich nur einen geringen Einfluss auf die Wahl, wie zum Beispiel die Politikwissenschaftler John Sides, Michael Tesler und Lynn Vavreck in ihrer umfangreichen Datenanalyse Identity Crisis zur Wahl 2016 schildern.

      Russland zum Sündenbock für die eigene Niederlage zu machen, war so bequem wie falsch. Die Anhörung im US-Kongress sollte endgültig ein Weckruf für die Demokraten sein, das Thema Russland zu den Akten zu legen und sich wichtigeren Themen zu widmen, zum Beispiel: Innenpolitik.
      […]

      https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-07/robert-mueller-donald-trump-us-kongress-sozialpolitik/komplettansicht

      Fake News war die Untertitelung eines Videos zu diesem Artikel:

      Video
      Robert Mueller – Donald Trump könnte nach Amtszeit angeklagt werden Ex-Sonderermittler Robert Mueller sagte, gegen amtierende Präsidenten würde normalerweise kein Strafverfahren eingeleitet werden. Daher sei Trump einer Anklage entgangen.

      Mueller im Kongress
      Die Demokraten haben sich verkalkuliert
      Von Frauke Steffens, New York
      -Aktualisiert am 25.07.2019-07:51

      Der ehemalige Sonderermittler Robert Mueller bekräftigte im Kongress seine Vorwürfe gegen Donald Trump. Die Reaktionen auf dessen Auftritt waren für die Demokraten aber nicht erfreulich.

      Am Ende bot der Auftritt von Robert Mueller Donald Trump wieder eine neue Gelegenheit, die Russland-Ermittlungen zu diskreditieren – Fakten hin oder her. An seine 61 Millionen Follower twitterte er, er „bedanke“ sich für die Befragung des ehemaligen Sonderstaatsanwalts im Kongress. Ungeachtet der Tatsache, dass Mueller ihn nicht vom Vorwurf der Justizbehinderung entlastet und das auf Nachfrage im Justizausschuss auch noch einmal bestätigt hatte, twitterte Trump: „KEINE ZUSAMMENARBEIT! KEINE JUSTIZBEHINDERUNG!“ Vor Reportern sagte er, Mueller habe einen „fürchterlichen Job“ gemacht.
      […]
      Die meisten Kommentatoren werteten die Befragungen letztlich allerdings als unspektakulär bis dröge. Wenn die Demokraten auf ein fesselndes, den Präsidenten noch mehr belastendes Fernseh-Ereignis gehofft haben sollten, verkalkulierten sie sich.

      Die Republikaner bejubelten unterdessen den von ihnen als „schwach“ charakterisierten Auftritt des „Star-Zeugen“ ihrer Gegner, wie etwa das Magazin „Politico“ schrieb. Die Demokraten hätten diese beiden Anhörungen hochgespielt wie einen „Super Bowl“, behauptete der Kommunikationschef von Trumps Wiederwahl-Kampagne Tim Murtaugh. Die Pressesprecherin des Weißen Hauses, Stephanie Grisham, sprach von einer riesigen Blamage für die Demokraten. Als hätte Mueller eine einzige Feststellung aus seinem Bericht zurück genommen, beschrieb ein Mitarbeiter Trumps dem Magazin „Politico“ die Stimmung im Weißen Haus als „Euphorie“.
      […]
      Besonders einen Moment schlachteten die Republikaner und sie unterstützende Medien aus. Der Demokrat Ted Lieu aus Kalifornien hatte Mueller am Vormittag gefragt, ob der Grund für die Tatsache, dass er keine Anklage Trumps empfahl, die Auffassung des Justizministeriums gewesen sei, wonach der Präsident im Amt gar nicht angeklagt werden könne. „Das ist korrekt“, hatte Mueller geantwortet. Eine Vorlage für ein Amtsenthebungsverfahren sei das, spekulierten manche auf Twitter und in den Talkrunden der Fernseh-Kommentatoren. In Muellers Worten liege quasi die Aufforderung an den Kongress, zu Ende zu bringen, was er nicht gekonnt habe.
      Am Nachmittag, als er vor dem Geheimdienstausschuss aussagte, korrigierte sich Mueller. „Das war nicht die korrekte Art, es zu formulieren. Wie wir in dem Bericht sagten, und wie ich am Anfang noch einmal erklärt habe, sind wir bei der Frage, ob der Präsident eine Straftat begangen hat, nicht zu einem Entschluss gekommen.“ Das Magazin „National Review“ kommentierte, ähnlich wie viele andere konservative Beobachter, nun sei der demokratische „Traum vom Amtsenthebungsverfahren“ wieder einmal gestorben.

      Die „Washington Post“ beklagte, die Demokraten hätten sich selbst geschadet, indem sie den Republikanern überhaupt Gelegenheit gegeben hätten, Mueller in der Befragung und danach anzugreifen. Die Republikaner hätten durchaus Anlass zu der Hoffnung, dass viele Wählerinnen und Wähler der Ermittlungen im Kongress schlicht überdrüssig seien – auch, wenn Mueller jeden einzelnen Befund seines Berichts noch einmal bekräftigt hatte.
      […]

      https://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/robert-mueller-im-kongress-keine-freude-bei-den-demokraten-16301589.html

      Worin die Angriffe bestanden, sagt sie nicht. Wenn die Russia-Collusion nicht bestätigt wird und zur Justizbehinderung keine Ausssage getroffen wird – was soll an dem Bericht dann so schrecklich für Trump sein?

      Russland-Affäre
      Muellers Aussage liefert keine neuen Erkenntnisse
      • Stand: 09:06 Uhr
      • Dauer 44 Sek

      https://www.welt.de/politik/ausland/video197415567/Russland-Affaere-Muellers-Aussage-liefert-keine-neuen-Erkenntnisse.html?wtrid=onsite.onsitesearch

      Niemand hat die Beobachtung gemacht, daß Mueller seinen eigenen Bericht kaum kannte.

  2. So, nun ist die Mueller-Anhörung glücklicherweise vorbei. Das war ja eine Qual, diesem überforderten Mann zuzuhören, der seinen „eigenen“ Bericht nicht kannte…

    Nachtrag; offenbar ist die Live-Übertragung von Fox-News nicht mehr erreichbar. Weiterer Nachtrag: eine gekürzte Fassung ist verfügbar.

    Nach dem Hearing vor dem Justizausschuß waren selbst die dems-Medien einig, daß das ein Schlag ins Wasser war:

    MSNBC Panel on Mueller Testimony: ‘Very Ineffective Defense of His Own Work’
    ‘A lot of Democrats in particular used the D word and branded this a disaster early on’
    ________________________________________
    youtu.be/lmSwgGoWQpk
    EXCERPT:
    BASH: „Well, I think the sharpest point to come out of it was that exchange. And the other instances in which Bob Mueller made clear that the president violated the law, but that he can’t be charged because of Department of Justice policy. But I have to say, Brian, with all reference for Bob Mueller and his lifetime of career service — and I think the attacks on him were ridiculous and silly — I have to say that far from breathing life into the report, he kind of sucked the life out of the report. I thought he was boring, I thought in some cases he was sort of evasive. He didn’t want to explain or expand on his rationale. He seemed lost at times. He was kind of flipping through the report, trying to find passages that members of Congress were reading to him. I thought it slowed things down. And I thought it was a very ineffective defense of his own work. I don’t think by the way he had to go after anybody or seem partisan or seem like he was doing anything more than that a professional prosecutor would do, which was clearly and succinctly explain the evidence, explain the law and show some passion, show some sense that the president’s conduct here was concerning. That it — that violated some sense of what the Constitution says a president should do. So I — I fear that this hearing set back efforts to hold the president accountable for what the president did and also hold ultimately Russia accountable for what they did.“

    https://grabien.com/story.php?id=244767

    Mueller kennt seinen eigenen Bericht nicht.

    Eine treffliche Zusammenfassung.

    Und eine falsche Aussage gab es auch:

    Die Anhörung vor dem Geheimdienst-Komitee brachte immerhin diese „Korrektur“:

    Nunes hat sich wacker bemüht – aber natürlich ging Mueller auf nichts ein. Es wurde aber deutlich, daß Mueller selbst keine Counterintelligence Investigation durchführte, sondern sich auf das verließ, was ihm die Dienste freiwillig überließen, damit er „die Russen“ anklagen konnte. Entsprechend falsch sind ja auch seine Anklagen, und die Facebook-Anklage, die allein vor Gericht verhandelt wird, bröselt ja. Mueller war der Clown für die Intelligence Community, die ihn im Griff hatte.

    Und natürlich baute er im Verlauf der Anhörung weiter ab:

    Was für ein Desaster. Und danach soll er auch noch Anhörungen hinter verschlossenen Türen abhalten? Das ist Menschenquälerei.

    • Ms Lofgren: So which candidate wanted the Russians to win the election?

      Mueller: Crimp! I mean, Trump. The president.

      Ich prognostiziere, dass die Anhörung sich auf Twitter bald unter #crimp abspielen wird. Unglaublich, wie verwirrt Mueller wirkt.

      PS: Die Frage des zweiten Rep-Vertreters, ob Mueller, der sich ja klar an die Prinzipien des DOJ gehalten haben will, das DOJ-Prinzip benennen könnte, nach dem das im Volume II angewandte no-exoneration zulässig sei, war eigentlich gut. Nur anstatt Mueller sich dazu verstammeln zu lassen schneidet er ihm das Wort ab um einen kleinen Empörungsvortrag zu halten. Chance vergeben.

    • Sorry, hatte Handwerker, lange offline, nicht gesehen, als ich den link für live TV postete. Den verpassten Beginn kann ich ja dann über YT später nachholen, danke!

      Bisher beste Frage von Rep. Lesko, rep./AZ nach Anzahl der Verweise (footnotes) auf media ! (WaPo 60, NYT 75, Fox 25 etc- und ihre Feststellung, daß dafür ein $ 50 news report gereicht hätte, statt $ 35+ mn!

      Der Mann ist danach reif für’s Altersheim. Ganz schlimme Abbauzeichen.

    • Ich habe es mir tatsächlich komplett angesehen. Hier drei treffende Kommentare:

      Aber auch die dems hatten nicht viel Freude an ihm, weil er sich zum Impeachment nicht äußerte und sogar widersprach, wenn jemand seinem „Report“ entnehmen wollte, daß er den obstruction of justice-Tatbestand für erfüllt gehalten habe.

      • Er lehnte es auch ab, dem Brief der 1000 Staatsanwälte beizutreten, die erklärt hatten, sie würden den Präsidenten wegen obstruction anklagen. Er sagte, die hätten andere Fälle bearbeitet als er. Da hat er sehr recht, denn der Präsident hat als Einziger die Exekutivmacht gemäß Art. 2, die sich nicht mittels angeblichem corrupt intent aushebeln läßt.

        Selbst dems-Anhänger sind enttäuscht:

        Und jetzt hat Schiff das Wort – igitt.

  3. Solomon, der bislang unbekannte Schmutzeleien von Muellers Haupt-Ermittler Andrew Weissmann aufgedeckt hat, schließt seinen Artikel so:

    It is now clear that Weissmann’s overture to a Ukrainian oligarch in the summer of 2017 is about to take on new significance in Washington, where Mueller is about to testify, and in Austria, where Firtash’s extradition fight has taken a new twist.

    https://thehill.com/opinion/white-house/454185-how-mueller-deputy-andrew-weissmanns-offer-to-an-oligarch-could-boomerang

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-168/#comment-83384

    Davon wird freilich nichts in der morgigen Anhörung aufscheinen. Das DoJ hat Mueller einen Brief geschrieben, nachdem er gefragt hatte, was er überhaupt sagen dürfe. Tatsächlich will sich der hinfällige Greis, der alles Weissmann überlassen hat, ja gar nicht äußern – und das DoJ bestätigt ihn darin:

    Fox hat hieraus prägnante Auszüge und eine Panel-Diskussion von Baier mit u.a. Byran York:

    Justice Department tells Mueller his House testimony ‚must remain within the boundaries‘ of public report
    By Liam Quinn, Jake Gibson, Gregg Re | Fox News
    […]

    https://www.foxnews.com/politics/justice-department-tells-mueller-his-house-testimony-must-remain-within-the-boundaries-of-public-report

    Was bedeutet: es wird morgen sehr langweilig zugehen. Während die dems ja noch immer darauf setzen, sie könnten Mueller entlocken, er hätte Trump wegen obstruction of justice angeklagt, hätten ihn die DoJ Guide Lines nicht daran gehindert. Nun, Muellers ganzes Rechtskonzept der „Obstruction claims“ war verfehlt…

    Die dems wissen, daß Mueller sie nicht retten kann. Und daher gibt es eine Überraschung:

    Hier mehr zu Aaron Zebley:

    Dieser ironische Einwurf bezieht sich auf einen CNN-Report, wonach Mueller sich in den letzten Tagen mit seinen führenden Ermittlern auf die Anhörung vorbereitet habe. Die er sicherlich nicht geführt hat.

    • Leider zu spät tauchen folgende Evaluierungen des Mueller-Reports auf:

      Nicht, daß die MSM davon Notiz nehmen würden. Aber für uns, die an Wahrheit interessierten Rezipienten, ist der Artikel interessant.

      James Comey ist ein unhinterfragter Hauptzeuge gegen Trump? Während er gleichzeitig eine Untersuchung gegen ihn fuhr?

      https://www.realclearinvestigations.com/articles/2019/07/22/comey_under_scrutiny_for_own_inquiry_and_misleading_trump_119584.html

      Mueller clearly doesn’t just use footnotes for citations, but also for speculation and explanation and even a little what-iffery. Footnote 500 in Volume II, for instance, is a rather lengthy dissertation on a curious theory of how the president might have obstructed justice in firing Comey — a theory that imputes to Trump oracular foresight. We now know, thanks to Mueller’s inquiry, that there was not evidence to establish a Trump-Russia conspiracy. But the special counsel is unwilling to let go of the notion that Trump obstructed the investigation. Which leaves the special counsel team anticipating the obvious objection: How could the president have had a corrupt intent in firing Comey if there were no Russia conspiracy to cover up?

      If there were no Russia conspiracy to cover up, how could the president have had corrupt intent? Mueller says Michael Cohen, above, might have figured in Trump’s calculations. It’s all in the footnotes.

      Mueller explains that Trump may have been afraid of what would get tangled in the net of a prosecutorial fishing expedition. “We considered whether the President’s intent in firing Comey was connected to other conduct that could come to light as a result of the FBI’s Russian-interference investigation,” footnote 500 states. “In particular,

      Michael Cohen was a potential subject of investigation because of his pursuit of the Trump Tower Moscow project and involvement in other activities. And facts uncovered in the Russia investigation, which our Office referred to the U.S. Attorney’s Office for the Southern District of New York, ultimately led to the conviction of Cohen in the Southern District of New York for campaign-finance offenses related to payments he said he made at the direction of the President.”

      After all that fevered speculation – that when Trump fired Comey in May 2017 he might have been anticipating the raid on Cohen’s office in April 2018 — the footnote ends with a sheepish shrug: “The investigation, however, did not establish that when the President fired Comey, he was considering the possibility that the FBI’s investigation would uncover these payments or that the President’s intent in firing Comey was otherwise connected to a concern about these matters coming to light.”

      Given the squads of lawyers and the platoon of FBI agents at Mueller’s command, the footnotes show a surprising reliance on media accounts as evidence of consequential claims – an echo of the FBI’s FISA warrant, which used a Yahoo News article to substantiate allegations in the Steele dossier. In discussing whether Trump had ordered his White House counsel to fire Mueller, the report cites the same Michael S. Schmidt and Maggie Haberman article in the New York Times not just once or twice, but in four footnotes in a row.

      https://www.realclearinvestigations.com/articles/2019/07/23/the_mueller_reports_footnotes_to_contradictory_119658.html

      In dem Artikel gibt es mehr zu entdecken.

      Stephen McIntyre hat zwei extensive Threads dazu, daß Mueller wegen Befangenheit wegen seiner Freundschaft mit Comey von dem gesamten Verfahren hätte ausgeschlossen werden müssen:

      Dies zur Vorbereitung dessen, was über seine Aussage berichtet werden wird.

      • ’seine Aussage‘ ist gut, wenn er mal überhaupt irgend etwas über sein Eingangs-Statement hinaus von sich geben wird.

        Dafür hat er doch seinen Zebley. (erleichtert berichtete CNN nachts über dieses ‚last minute swearing in‘)

        😉
        Gut, daß ich nicht auch Feltens Artikel wie beabsichtigt postete, wäre doppelt gewesen und mangels email sah ich Ihr Posting erst heute früh.
        Auch Julie Kellies wohlmeinende Ratschläge kommen zu spät und gehen ins Leere, aber sie hebt- neben gewiss berechtigen Vorwürfen auch gegen die reps – einen bisher nie erwähnten Aspekt hervor:

        https://amgreatness.com/2019/07/22/republicans-dont-screw-up-the-mueller-hearing/

        Nämlich worauf Trump sich bezog mit seinen Bemerkungen Comey gegenüber, ‚to let the Flynn thing go‘ : nicht auf die ‚collusion investigaton‘ sondern auf die angedachte ‚Logan Act investigation‘! Womit ein Grund für angebliche Obstruction entfällt.

        Das kann ja lustig werden – und dann auch noch mit BoJo ein weiteres enfant terrible.
        🙂

        • BoJo ist ein Geschenk für die Medien- STERN und SPIEGEL hatten in Nr. 30/2019 jeweils eine hämische Titelgeschichte…

          Julie Kelly legt den Finger in die Wunde:

          According to Comey’s personal memos, on February 14, 2017, Trump mentioned the possibility of “letting Flynn go.” Trump clearly was referring to the FBI’s ridiculous Logan Act probe; Comey sent two FBI agents to ambush Flynn in the White House a few days after the inauguration and interrogate him about the Kislyak calls. Justice Department officials met with Trump’s personal lawyer in late January to alert the White House that Flynn possibly violated the Logan Act, a so-called dead letter law that is on the books but never used.

          So when Trump referred to the Flynn “thing,” he meant the Logan Act investigation, not the collusion investigation. Nonetheless, Mueller suggested on page 44 of Volume II that Trump’s comment could constitute obstruction “by shutting down an inquiry that could result in a grand jury investigation and a criminal charge.”

          Now, your average reader or Hollywood actor would easily interpret this as an effort by Trump to shut down the collusion investigation into Flynn. The only problem is that Comey did not disclose the FBI’s investigation into the Trump campaign, which included Flynn, until March 2017, one month after Flynn resigned and one month after Trump purportedly made his “let this go” remark. Comey withheld that explosive news from both the president and congressional leaders for months.

          House Republicans need to press Mueller on this point: “Mr. Mueller, according to Comey, when Trump asked him to let the Flynn matter go, to what specifically was Trump referring?” If Mueller claims the president was referring to the collusion investigation, lawmakers need to clarify when Trump was made aware of the probe known as “Crossfire Hurricane” that targeted Flynn.

          https://amgreatness.com/2019/07/22/republicans-dont-screw-up-the-mueller-hearing/

          Aber auch ihre Fragen zum Veselnitskaya-Treffen sind gut:

          Mueller intentionally omitted the fact that Veselnitskaya was working with Simpson to lobby the U.S. government on behalf of Prevezon, a Russian holding company accused of violating the Magnitsky Act. Mueller omitted mentioning that Simpson had dinner with Veselnitskaya on June 8 in New York City and on June 10 in Washington, D.C. Mueller also omitted mentioning that Simpson was in court with Veselnitskaya in New York City just hours before the dastardly Trump Tower meeting.

          This sham could be exposed with two questions: “Mr. Mueller, did you investigate collusion between the Hillary Clinton campaign and the Russians since Mr. Simpson was working for both the Clinton campaign and a Russian company? Do you suspect that the meeting between Trump campaign officials and lobbyists working with Glenn Simpson was a set-up to advance the Russian collusion narrative that Simpson was concocting before the election to impact its outcome?”

          Denn je öfter er sagen muß: „Dazu kann ich nichts sagen, dazu steht nichts im Report.“, desto klarer wird, was für ein politisches Machwerk das ist.

          Schade, die besten Anregungen gibt es kurz vor zwölf: die große Chance, das gesamte „Russian Meddling“-Komplott der dems und der von ihnen gesteuerten Geheimdiensten zu kippen – wie es ja im Facebook-Verfahren schon geschehen ist (worüber aber die Massenmedien schweigen):

          Ask Mueller about his ‘meddling’ evidence
          By Paul Sperry
          July 23, 2019 | 8:23pm | Updated

          When Robert Mueller testifies Wednesday, Democrats on the House Intelligence Committee intend to use the former special counsel to drive home their narrative that Vladimir Putin helped Donald Trump steal the 2016 election.

          Their plans could backfire, especially if in cross-examination, the public learns the truth — that liberals overhyped Russian “interference” along with the discredited “collusion” theory.

          Having failed to find “collusion,” Mueller’s report nevertheless made a big deal out of Kremlin meddling, including deploying online trolls to mislead voters and hackers to steal information from the Democratic National Committee. But just-unsealed court records in a case against two private Russian firms suggest at least one federal judge thinks Mueller’s team has gone over its skis on the trolling.

          “I am going to direct the government to refrain from making . . . [any] public statement that links the alleged conspiracy to the Russian government,” US District Judge Dabney Friedrich ordered prosecutors for the Mueller team. Making public statements about the link, she noted, risked prejudicing the jury.

          There is good reason to suspect this was the real reason for Mueller’s May 29 news conference — to publicly soften his allegations against the Russian defendants. In a closed courtroom hearing the previous day, his team had to concede the Russian government had nothing to do with the 2016 trolling operations, as was strongly implied in the Mueller report.
          “The report does not say that the Russian government participated in the activity that is charged,” lead prosecutor Jonathan Kravis assured Friedrich.

          The Beltway media won’t report this stunning development, because they know it would shatter carefully groomed Democratic lore that Trump couldn’t have won without Kremlin tricks.

          But Republicans have a chance to pick apart Mueller’s unproved “Russian interference” allegations and expose how voters have been fed politicized, if not fabricated, intelligence since the election. Here are nine questions Mueller would be loath to answer:
          […]

          https://nypost.com/2019/07/23/ask-mueller-about-his-meddling-evidence/

          Superfragen, auch zum Hacking- und WikiLeaks-Vorwurf.

    • Ich würde meinen: ein Fall für den wissenschaftlichen Dienst des Bundestages, der noch jedes Mal die Völkerrechtsdrüberweghuscherei der Regierung, soweit es unsere „Partner“ betrifft, gerügt hat. 😉

      Und mehr an Medienkritik:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-168/#comment-83368

      Und jetzt können wir den Zickzack-Kurs einer engagierten demokratischen Politikerin bestaunen:

      Was sich unhinterfragt wie ein Lauffeuer verbreitete.

      Widerspruch des ebenso engagierten Demokraten Eric Sparkes, ihr Kontrahent: und die Art und Weise, wie sie auf ihn, den viel Kleineren, losgeht, läßt seine Version glaubhafter erscheinen als ihre:

      Danach rudert sie zurück:

      Um am nächsten Tag ihren Vorwurf zu wiederholen:

      Ihre Opfermentalität ist aber auch sehr stark entwickelt:

      The Democrat Georgia state lawmaker who recently claimed in a tearful viral video that a white man told her to „go back where you came from“ in a grocery store checkout lane — then walked back her story, before doubling back down on it — sounded a note of sympathy for high school mass shooter Nikolas Cruz last year on social media.

      „My heart goes out to Nikolas Cruz!! Some don’t know how to cope with being an orphan. I thank God everyday for getting me through the system in one piece. #FloridaShooting #mentalhealth #PrayforDouglas #prayfornik,“ State Rep. Erica Thomas wrote on Feb. 16, 2018.

      Several journalists and commentators flagged and condemned the post late Monday, including Mike Cernovich, Harry Cherry, who called for Thomas‘ resignation, and Ryan Petty.

      Cruz, a former student at Marjory Stoneman Douglas High School who’d been expelled for disciplinary reasons, shot and killed 17 people there on Feb. 14, 2018. More than a dozen others were wounded.

      Whoops! We couldn’t access this Tweet.

      https://www.foxnews.com/politics/erica-thomas-lawmaker-at-center-of-supermarket-race-controversy-suggested-parkland-mass-shooter-was-victim-of-the-system

      Den Tweet hat sie natürlich gelöscht.

      • Auf zu Mueller/Weissmann:

        How Mueller deputy Andrew Weissmann’s offer to an oligarch could boomerang on DOJ
        By John Solomon, opinion contributor — 07/22/19 04:30 PM EDT

        The ink was still drying on special counsel Robert Mueller’s appointment papers when his chief deputy, the famously aggressive and occasionally controversial prosecutor Andrew Weissmann, made a bold but secret overture in early June 2017.
        Weissmann quietly reached out to the American lawyers for Ukrainian oligarch Dmitry Firtash with a tempting offer: Give us some dirt on Donald Trump in the Russia case, and Team Mueller might make his 2014 U.S. criminal charges go away.
        […]
        At the time, pressure was building inside the DOJ and the FBI to find smoking-gun evidence against Trump in the Russia case because the Steele dossier — upon which the early surveillance warrants were based — was turning out to be an uncorroborated mess. (“There’s no big there there,” lead FBI agent Pete Strzok texted a few days before Weissmann’s overture.)

        Likewise, key evidence that the DOJ used to indict Firtash on corruption charges in 2014 was falling apart. Two central witnesses were in the process of recanting testimony, and a document the FBI portrayed as bribery evidence inside Firtash’s company was exposed as a hypothetical slide from an American consultant’s PowerPoint presentation, according to court records I reviewed.
        […]
        The third red flag came in how much Weissmann communicated to Firstash’s lawyers about his hopes for the Ukrainian oligarch’s testimony.

        Prosecutors in plea deals typically ask a defendant for a written proffer of what they can provide in testimony and identify the general topics that might interest them. But Weissmann appeared to go much further in a July 7, 2017, meeting with Firtash’s American lawyers and FBI agents, sharing certain private theories of the nascent special counsel’s investigation into Trump, his former campaign chairman Paul Manafort and Russia, according to defense memos.

        For example, Firtash’s legal team wrote that Weissmann told them he believed a company called Bayrock, tied to former FBI informant Felix Sater, had “made substantial investments with Donald Trump’s companies” and that prosecutors were looking for dirt on Trump son-in-law Jared Kushner.

        Weissmann told the Firtash team “he believes that Manafort and his people substantially coordinated their activities with Russians in order to win their work in Ukraine,” according to the defense memos. And the Mueller deputy said he “believed” a Ukrainian group tied to Manafort “was merely a front for illegal criminal activities in Ukraine,” and suggested a “Russian secret service authority” may have been involved in influencing the 2016 U.S. election, the defense memos show.
        […]
        The oligarch’s defense team told me that Firtash rejected the deal because he didn’t have credible information or evidence on the topics Weissmann outlined.
        […]
        In a sealed court filing in Austria earlier this month, Firtash’s legal team compared the DOJ’s 13-year investigation of Firtash to the medieval inquisitions. It cited Weissmann’s overture as evidence of political motivation, saying the prosecutor dangled the “possible cessation of separate criminal proceedings against the applicant if he were prepared to exchange sufficiently incriminating statements for wide-ranging comprehensively political subject areas which included the U.S. President himself as well as the Russian President Vladimir Putin.”

        After years of litigation, the U.S. Justice Department won a ruling in Austria to secure Firtash’s extradition to Chicago. But then his legal team secretly filed new evidence that included the Weissmann overture, and Austrian officials suddenly reversed course last week and ordered a new, lengthy delay in extradition.

        That new court filing asserts that two key witnesses, cited by the DOJ in its extradition request as affirming the bribery allegations against Firtash, since have recanted, claiming the FBI grossly misquoted them and pressured them to sign their statements. One witness claims his 2012 statement to the FBI was “prewritten by the U.S. authorities” and contains “relevant inaccuracies in substance,” including that he never used the terms “bribery or bribe payments” as DOJ claimed, according to the Austrian court filing.

        That witness also claimed he only signed the 2012 statement because the FBI “exercised undue pressure on him,” including threats to seize his passport and keep him from returning home to India, the memo alleges. That witness recanted his statements the same summer as Weissmann’s overture to Firtash’s team.
        […]
        Firtash’s U.S. legal team told me it alerted Weissmann to DOJ’s false portrayal of the McKinsey document in 2017, but he downplayed the concerns and refused to alert the Austrian court. The document was never withdrawn as evidence, even after the New York Times published a story last December questioning its validity.

        […]

        https://thehill.com/opinion/white-house/454185-how-mueller-deputy-andrew-weissmanns-offer-to-an-oligarch-could-boomerang

        Das ist politische Verfolgung durch und durch. Österreich hatte die Auslieferung auch genau deswegen abgelehnt; nach Aufhebung dieser Entscheidung geht es jetzt mit neuem Material in der Sache weiter. McKinsey hatte Boeing wegen eines geplanten Deals mit einer Firtasch-Firma über Titan-Schürfung in Indien beraten – ohne Kontakt mit Firtaschs Firma aufgenommen zu haben:

        The slide stated that Mr. Firtash’s group, Bothli Trade, “has identified key Indian officials and has crafted a strategy to gain their influences.” That strategy included investing in infrastructure and jobs and respecting the traditional use of bribes. Those key officials were named, along with their positions. A footnote attributed this information to Bothli’s business plan and interviews with unidentified individuals.

        Portions of “Exhibit A,” the document that lays out the alleged bribery scheme.

        […]
        That was when prosecutors discovered Exhibit A in Boeing’s files. Rarely does someone put in writing the need for bribes. Yet now, more than a year after the indictment, prosecutors had a document that they called “very clear proof” that Mr. Firtash’s enterprise had advised Boeing “of the plan to bribe Indian public officials, which was already underway.”
        […]
        Facing the prospect that Mr. Firtash might sway Mr. Yanukovych and use his connections to help him remain in power, the United States asked Austria to arrest the oligarch, the judge said.

        Indeed, documents show that in the fall of 2013, Austrian authorities had received an “urgent message” from American prosecutors: Mr. Firtash was expected in Vienna on Nov. 4. Arrest him.
        Then, a few days before the planned arrest, the documents show, came another urgent message: “As part of a larger strategy, U.S. authorities have determined we need to pass up this opportunity.” No arrest. No explanation of the larger strategy.

        According to Judge Bauer, though, that was when Mr. Yanukovych appeared to be rejecting Russia. But when the president turned back toward Russia five months later, the Americans renewed the request and Mr. Firtash was taken into custody.
        Mr. Yanukovych was ousted in February 2014 amid violent protests. He now lives in Russia.

        To the surprise of American officials, the judge denied extradition on the grounds that the request was politically motivated, whether or not Mr. Firtash was “sufficiently suspected” of breaking the law.
        The United States appealed, and last year a higher Austrian court overturned Judge Bauer’s ruling. That decision is now under final review.

        But, Mr. Firtash’s lawyers point out, the Americans did not share a vital piece of information with the Austrian courts: After the prosecutors spent months insisting that Exhibit A proved that the oligarch had recommended bribes, it emerged in the United States that the document had in fact been written by consultants from McKinsey.

        In response to questions from The Times, Dan Webb, one of Mr. Firtash’s lawyers and a former United States attorney in Chicago, said his client had nothing to do “with the creation or presentation of the PowerPoint slide proposing bribery and used by U.S. prosecutors to support extradition of Firtash.” He accused prosecutors of falsely telling Austrian officials that the slide constituted “clear proof” that Mr. Firtash was behind the bribery scheme, adding that “U.S. prosecutors never withdrew their false statement.”

        Das Deal-Angebot von Weissmann kommt jetzt noch hinzu: ich gehe davon aus, daß es bei der Ablehnung der Auslieferung bleiben wird.

  4. Große Dinge werfen ihren Schatten voraus:

    Nadler wirkt nervös, ist aber meinungsstark wie immer:

    Published 18 hours ago
    Nadler not worried that GOP could press Mueller for details on Russia probe: ‚Let them waste their time‘
    By Ronn Blitzer | Fox News
    [Video]
    […]
    “If they want to debate or discuss this irrelevancy, let them waste their time,” Nadler said on “Fox News Sunday,” insisting that everything Republicans are worried about has already been investigated and “found to be baseless.”

    Host Chris Wallace pushed back on that assertion, noting that the Justice Department Inspector General’s report on the Trump investigation and potential abuse of the FISA system to monitor former Trump campaign adviser Carter Page has yet to be released.

    Nadler referred to previous Inspector General’s findings related to the Hillary Clinton investigation, which he said was half of what Republicans are concerned with. Those findings included details about messages sent between former special agent Peter Strzok and attorney Lisa Page, which featured strong language against Trump and favoring Clinton. The report found that Strzok showed that his political opinions could have influenced his work, but that there was ultimately no improper impact on the Clinton investigation.

    Nadler also insisted, “There was nothing wrong with the FISA application,” but that remains to be seen, as that report has yet to come out.

    Wallace asked Nadler if his efforts to get more information out of Mueller could be fruitless, given Muelller’s public statement that the report was his testimony and he had nothing more to add.

    “We hope not,” Nadler said. He described a strategy of pointing Mueller to parts of his report, then asking him if they describe obstruction of justice. Nadler said he believes the report contains “very substantial evidence that the president is guilty of high crimes and misdemeanors,” which is the standard for impeachment, and that „if anyone else had been accused of what the report finds the president had done, they would have been indicted.
    […]

    https://www.foxnews.com/politics/nadler-not-worried-that-gop-could-press-mueller-for-details-on-russia-probe-let-them-waste-their-time

    Mueller hat die Frage, ob die lediglich beschriebenen Akte strafbar sein könnten, im Mueller-Report nicht beantwortet – und dann soll er das jetzt mündlich tun? Und er hat gegenüber Barr klargestellt, daß die Nichtantwort nicht daran liege, daß man einen amtierenden Präsidenten nicht anklagen könne. Nadler wird ein Fiasko erleben.

    Nadler klammert sich auch immer noch an das Cohen Guilty Plea: er sei schließlich wegen Bruch des Wahlkampffinanzierungsgesetzes im Gefängnis gelandet – und das, obwohl das SDNY dieses Verfahren gegen Trump & Co. ergebnislos abgeschlossen hat. Es könnte sein, daß Nadler den dems noch mehr schadet als „the squad“.

    Denn hier kommt’s dicke:

    Justice Dept. Watchdog Has Evidence Comey Probed Trump, on the Sly
    By Paul Sperry, RealClearInvestigations
    July 22, 2019

    […]
    Sources tell RealClearInvestigations that Justice Department Inspector General Michael Horowitz will soon file a report with evidence indicating that Comey was misleading the president. Even as he repeatedly assured Trump that he was not a target, the former director was secretly trying to build a conspiracy case against the president, while at times acting as an investigative agent.

    Two U.S. officials briefed on the inspector general’s investigation of possible FBI misconduct said Comey was essentially “running a covert operation against” the president, starting with a private “defensive briefing” he gave Trump just weeks before his inauguration. They said Horowitz has examined high-level FBI text messages and other communications indicating Comey was actually conducting a “counterintelligence assessment” of Trump during that January 2017 meeting in New York.

    In addition to adding notes of his meetings and phone calls with Trump to the official FBI case file, Comey had an agent inside the White House who reported back to FBI headquarters about Trump and his aides, according to other officials familiar with the matter.

    Although Comey took many actions on his own, he was not working in isolation. One focus of Horowitz’s inquiry is the private Jan. 6, 2017, briefing Comey gave the president-elect in New York about material in the Democratic-commissioned dossier compiled by ex-British intelligence officer Christopher Steele. Reports of that meeting were used days later by BuzzFeed, CNN and other outlets as a news hook for reporting on the dossier’s lascivious and unsubstantiated claims.
    […]
    “We are not investigating you, sir,” Comey told Trump, an assurance that “seemed to quiet him,” the former director remarked in his book.

    That statement seems undercut by the fact that Comey typed up his notes on his laptop in his government vehicle less than five minutes after he walked out of Trump Tower, according to a heavily redacted Jan. 7, 2017, email to his top aides. Comey self-classified the notes at the “SECRET” level.
    “I executed the session exactly as planned,” Comey reported back to his “sensitive matter team.”

    https://www.realclearinvestigations.com/articles/2019/07/22/comey_under_scrutiny_for_own_inquiry_and_misleading_trump_119584.html

    Was für ein Lügner… Das Ganze liest sich wie ein Krimi. Der Horowitz-Report soll Anfang September erscheinen.

      • Keine Ahnung, was dieses NYT-Stück zu bedeuten haben mag. Die NYT ist eh irrelevant geworden, und wenn sie jetzt China statt Rußland zum Hauptfeind der USA ernennt, so mag man diesen Beitrag getrost überblättern.

        Allerdings: die fake news aus den Mainstream-Medien des Westens haben Wirkung:

        Erwischt! Sie liest den Guardian…

        Und während SPON inhaltslose Agentur-Berichte wie diesen wiedergibt:

        Neue Attacke via Twitter

        Trump legt gegen Abgeordnete nach

        Die vier Frauen sollten dorthin zurückkehren, wo sie herkämen, attackierte Donald Trump vier Abgeordnete der Demokraten. Nun provoziert der US-Präsident erneut.
        Montag, 22.07.2019 10:07 Uhr

        US-Präsident Donald Trump hat in der von ihm losgetretenen Konfrontation mit vier weiblichen Abgeordneten der Demokraten nachgelegt. „Ich glaube nicht, dass die vier Kongressabgeordneten in der Lage sind, unser Land zu lieben“, schrieb der Republikaner auf Twitter. „Sie sollten sich bei Amerika (und Israel) für die schrecklichen (hasserfüllten) Dinge entschuldigen, die sie gesagt haben.“

        Der demokratische Abgeordnete Elijah Cummings verurteilte den erneuten Angriff. Er habe „keinen Zweifel“ daran, dass Trump ein Rassist sei. „Das sind Menschen und Frauen, die ihr Land lieben“, verteidigte Cummings im Sender ABC seine Kolleginnen. US-Senator Cory Booker, der für die Demokraten die Nominierung als Präsidentschaftskandidat anstrebt, sagte bei CNN, dass Trump „schlimmer als ein Rassist“ sei.
        […]

        https://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-legt-gegen-demokraten-nach-neuerliche-attacke-via-twitter-a-1278349.html

        Auf die inhaltlichen Positionen von „The Squad“ wird dabei nie eingegangen. Das könnte das Publikum verstören.

        Man muß auf alternative Medien zurückgreifen, um zutreffende Einordnungen zu finden:

        Dort findet man u.a. diesen Tweet:

        Das hat sie ja mit ihrer scheinbar neutralen Initiative auch gemacht, wie ich auf der Vorseite gepostet hatte:

        https://www.congress.gov/bill/116th-congress/house-resolution/496/text

        „Da jeder weiß, vor welchem Hintergrund diese Resolution entstand, empörte der Beispielsfall „Nazi-Deutschland“ natürlich besonders. Mal sehen, wie die dems damit umgehen werden.“
        https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-167/#comment-83346

        Man weiß echt nicht, was man aus diesem Artikel hervorheben sollte. Es ist alles, im Vergleich zu den Leitmedien, zie3lführend.

        Ich greife mir mal das heraus:

        Wir erinnern uns: Trump hat die Präsidentschaftswahlen nicht gewonnen, weil eine Mehrheit der US-Wahlbürger ihm seine Stimme gab – er wurde Präsident, weil er in den Bundesstaaten trotz unionsweit weniger Stimmen die meisten Wahlmänner auf sich vereinen konnte. So ist das US-Demokratiemodell: In der Union, die ein echter Bundesstaat ist, entscheiden in den jeweiligen Staaten die Wähler mit Mehrheit. Dann greift ein ausgeklügeltes System, welches vor allem das Ziel verfolgt, die weniger bevölkerungsreichen Bundesstaaten nicht vom politischen Prozess auszuschließen. So konnte die Vertreterin des linken Amerika, Hillary Clinton, zwar eine Wählermehrheit in den „liberalen“ Staaten mit ihren Metropolen gewinnen, gleichwohl gaben die Flächenländer den Ausschlag.

        Diese Flächenländer aber sind zumeist noch weiß. Will sagen: Hier lebt das klassische Amerika der Frontiers – die Kinder und Kindeskinder jener Europäer, die vor allem in 19. Jahrhundert ihre Heimat in Irland, Deutschland, Polen und Skandinavien verließen, um im „Land der Freien und Tapferen“ ihr Glück zu suchen.

        Dieses „weiße“ – besser wäre „europäische“ – Amerika gilt nicht nur den linken US-Demokraten als reaktionär, faschistoid und politisch erbarmungslos rückständig. Die Spiegel-Relotius-Story über Fergus Falls lebte als BigFakeNews davon, dass auch das linksgrüne Milieu der Bundesrepublik diese Weltsicht teilt.
        […]
        Trumps scheinbar irrational-rüpelhaftes Vorgehen ist wohl kalkuliert. Denn nicht nur, dass die Damen mit ihrer Vita und ihren Aussagen tatsächlich kaum dem Lebensgefühl des einfachen US-Bürgers in der Weite des Landes entsprechen – sie eignen sich auch perfekt, um einen Keil in die bisherige Wählerschaft der US-Demokraten zu treiben. Denn auch deren Wähler sind immer noch überwiegend weiß – und im Zweifel auch traditionell jüdisch. Und vielleicht sogar patriotisch.

        Omars und Tlaibs Anti-Israel-Initiativen eignen sich perfekt, um selbst liberale (also im US-Verständnis linke), jüdische Demokraten abzuschrecken. Die in Deutschland gefeierte Ocasio-Cortez wiederum bietet das perfekte Hassobjekt für jene Demokraten, die immer noch auch überzeugte Anti-Kommunisten sind.

        Wenn die Women of Color die Auflösung der US-Migrationsbehörde fordern – und damit ähnlich den deutschen Weltnaiven die US-Grenzen für jedermann öffnen wollen – dann verletzen sie ein Kernelement US-amerikanischen Selbstverständnisses. Mit seinen vier apokalyptischen Reiterinnen hat Trump deshalb nun das perfekte Spielzeug, um nicht nur seine Kernwählerschaft in der Fläche des Landes zu begeistern – er hat auch gute Chancen, immer noch patriotische Demokraten aus der Anhängeschaft des politischen Gegners herauszubrechen.
        […]

        https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/spahns-spitzwege/trump-vs-women-of-color-der-clash-of-civilizations-hat-die-usa-erreicht/

        „love it or leave it“ ist überdies eine seit langer Zeit geübte nicht-rassistische Parole, üblicherweise adressiert an Linke, die doch in die DDR überwechseln mögen.

        Als ein deutscher Politiker feststellte: „Wer diese Werte nicht vertritt, kann dieses Land jederzeit verlassen.“, erregte dieses von jenen aufgeregten, deutschen Anti-Trumpisten niemanden. Warum auch: Tatsächlich stellen es die USA wie die BRD einem jedem frei, das Land zu verlassen, wenn es ihm dort nicht gefällt. Aber auch hier gilt: Wenn zwei das Gleiche tun, ist es noch lange nicht das Selbe.

        https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/spahns-spitzwege/trump-vs-women-of-color-der-clash-of-civilizations-hat-die-usa-erreicht/

        Da Lübcke, der diesen klassischen Spruch tätigte, offenbar von einem Rechten ermordet wurde, muß sein gleichartiges Statement nicht ernstgenommen werden.

        Derweil in den USA:

        Dabei ist das Manifest des Täters im Netz zu finden:

        What follows is the written manifesto of Willem Van Spronsen:

        there’s wrong and there’s right. it’s time to take action against the forces of evil. evil says one life is worth less than another. evil says the flow of commerce is our purpose here. evil says concentration camps for folks deemed lesser are necessary. the handmaid of evil says the concentration camps should be more humane. beware the centrist.
        […]
        in these days of fascist hooligans preying on vulnerable people on our streets, in the name of the state or supported and defended by the state, in these days of highly profitable detention/concentration camps and a battle over the semantics, in these days of hopelessness, empty pursuit and endless yearning, we are living in visible fascism ascendant.

        […]
        when i was a boy, in post war holland, later france, my head was filled with stories of the rise of fascism in the 30’s. i promised myself that i would not be one of those who stands by as neighbors are torn from their homes and imprisoned for somehow being perceived as lesser.
        […]
        it’s time for you, too, to stand up to the money pulling the strings of every goddamn puppet pretending to represent us.

        i’m a man who loves you all and this spinning ball so much that i’m going to fulfill my childhood promise to myself to be noble. here it is, in these corporate for profit concentration camps.
        […]
        the semi automatic weapon i used was a cheap, home built unregistered „ghost“ ar15, had six magazines. i strongly encourage comrades and incoming comrades to arm themselves. we are now responsible for defending people from the predatory state. ignore the laws of arming yourself if you have the luxury, i did.

        https://mediaweb.kirotv.com/document_dev/2019/07/15/Manifesto_15897725_ver1.0.pdf

        Nunja, die Antifa und den illegalen Waffennmarkt will ja kein Westmedium adressieren.

        Die haben ja alle Hände damit zu tun, ihre fake news zu korrigieren:

        Und deren einstiger anti-Trump-Medien-Star fällt wie eine heiße Kartoffel:

        Gottlob, der Propaganda-Sender CNN wird abgestraft:

        https://www.paulcraigroberts.org/2019/07/18/the-lie-factory-cnn-is-collapsing-thank-god/

        Und Gottlob, gibt es in DC nicht nur Obama-Aktivisten-Richter, sondern auch noch wirklich dem Recht verpflichtete Richter:

  5. Wie schätzt man denn das hier ein? Ist da irgend etwas dran? Was ist von „Pizzagate“ übrig?

    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2019/07/trumps-beraterin-traf-piloten-des.html
    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2019/07/die-freundesliste-von-epstein-ist.html
    http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2019/07/epstein-bleibt-weiter-in-haft.html

    Disclaimer: ich habe nur der Bequemlichkeit Halber auf diese Blogseiten verwiesen, damit will ich kein Stellungnahme zu deren politischen Ausrichtung verbinden. Scheint mir sonst allgemein sehr unkritisch zu sehr auf _abstruse_ Verschwörungstheorien abzuzielen. Aber es kann wohl nicht abgeleugnet werden, dass da auch einige Fakten berichtet werden. (Epsteins Verurteilung, geringes Strafmaß, Bekanntschaften in höchste Kreise, aktuelle Untersuchungshaft, keine Freilassung auf Kaution, … es ist irgendwie schon bezeichnend, dass Politiker und höchste Gesellschaftskreise mit so einem Vogel Umgang haben)

    • Auweia – daß auf diesem Blog eine Kampagne gefahren wird, wird schon bei der ersten oberflächlichen Besichtigung deutlich. Falschinformationen und fehlende Logik kommen erschwerend dazu:

      Wenn sich Trump wirklich von Epstein 2007 distanziert hatte, warum liess sich dann seine engste Beraterin mit Epsteins Piloten lächelnd fotografieren, statt ihn wie die Pest zu meiden?

      Haben sich die beiden von früheren Flügen mit Trump als Passagier gekannt? Das war aber dann lange her, wenn man Trumps „ich habe mit Epstein seit 15 Jahren nicht mehr gesprochen“ glaubt.

      Kann nicht sein, denn Kellyanne Conway hat den Super-PAC für den Präsidentschaftskandidaten Ted Cruz geleitet, kam erst nach dessen Ausscheiden am 1. Juli 2016 an Bord von Trumps Wahlkampfteam.
      Das Foto wurde sicher schnell gelöscht, damit keine aktuelle Verbindung zwischen Trump und Epstein hergestellt werden kann. Ha,ha, aber nicht schnell genug, denn es ist ja da.

      […]
      Es sind die Masse an Pornobilder mit Minderjährigen und denen, die sich an ihnen vergangen haben.

      […]

      http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2019/07/trumps-beraterin-traf-piloten-des.html

      Welche Schlüsse lassen sich aus einem Selfie von Conway und dem Piloten Epsteins von Dezember 2016 hinsichtlich der Trump-Aussage ziehen, er habe mit Epstein seit 15 Jahren nichts zu tun? Wie kommt man vom Beginn der Beratungstätigkeit Conways für Trump, 1.7.2016, darauf, sie habe den Piloten wegen früherer Flüge mit Trump gekannt? Bislang ist eh nur ein einziger Flug von Palm Beach nach NYC bekannt, und zwar mit der kleineren Maschine.

      Und die aktuell in NYC gefundenen Fotos zeigen laut bislang veröffentlichten Berichten auch keine Mißbraucher.

      Das Magazin „Vaity Fair“ schreibt dazu:

      „Die Dokumente wurden während einer Zivilverleumdungsklage eingereicht, die von der Epstein-Anklägerin Virginia Roberts Giuffre, einer ehemaligen Mar-a-Lago-Umkleideraum-Betreuerin, gegen Epsteins ehemalige Freundin und angebliche Frau Ghislaine Maxwell eingereicht wurde. ‚Niemand, der viel um Epstein herum war, wird es jetzt leicht haben. Es wird alles herauskommen‘, sagte Giuffre’s Anwalt David Boies. Eine andere Person, die in einen Rechtsstreit gegen Epstein verwickelt ist, sagte es mir: ‚Es wird atemberaubend sein, die Anzahl der Namen. Es wird eine Lawine auslösen.“

      […]
      Musk besuchte ihn also in seiner Stadtvilla in New York, hatte aber weiter nichts mit ihm zu tun.

      Ist gelogen, denn folgendes Foto zeigt Elon Musk zusammen mit Ghislaine Maxwell, Epsteins Freundin, Rekrutiererin und Puffmutter bei der Oscar-Verleihung 2014:

      […]

      http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2019/07/die-freundesliste-von-epstein-ist.html

      Virginia Roberts Giuffre hat Maxwell zivilrechtlich verklagt, weil letztere sie als Lügnerin verleumdet habe. Dieses Verfahren hat Giuffre nicht gewonnen. Der von ihr fälschlich als Täter bezichtigte Anwalt Dershowitz sieht der Veröffentlichung der Dokumente dieses Rechtsstreits mit Freude entgegen, weil sich daraus die bewußte Falschbezichtigung durch Giuffre ergebe.

      Und was hat eine Begegnung zwischen Musk und Maxwell – die bislang weder angeklagt noch gar verurteilt ist – mit seiner Distanzierung von Epstein zu tun?

      Richter Berman sagte, „der Kern“ seiner Entscheidung, die Kaution abzulehnen, seien die potenziellen Gefahren, die Epstein für die Gemeinschaft darstelle. Zur Erinnerung, Epstein verging sich sogar an Mädchen während seines Hafturlaubs 2008 – 2010 in Florida.

      http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2019/07/epstein-bleibt-weiter-in-haft.html

      Was soll ein „Hafturlaub 2008-2010“ sein? Und nein, davon ist nichts bekannt; die New Yorker Anklage beschränkt sich auf den Tatzeitraum 2002-2005.

      Ergebnis: als Informationsquelle scheidet dieser Blog aus.

      • „Was soll ein „Hafturlaub 2008-2010“ sein? “
        Das war bekannt, daß er während der 13-Monate Haftstrafe in FL täglich das Gefängnis zur Arbeit verlassen durfte. Die Konditionen dieses ‚work release program‘ werden gerade neu untersucht:

        • Räusper. Das ist kein Hafturlaub, das ist offener Vollzug und in Deutschland bei kurzzeitigen Haftstrafen der Regelfall.
          Für den Strafvollzug war übrigens nicht Acosta oder das DoJ zuständig, sondern die örtlichen Behörden, die Epstein lediglich eine Geldstrafe auferlegen wollten.

          Über Acostas Wirken (nicht zu vergessen die Vorgesetzten im DoJ) sind die Meinungen geteilt; insbesondere, was die Qualität der seinerzeit, 2007-2008, vorliegenden Beweislage angeht:

          Justice Department Sat on Mountain of Epstein Evidence for 10 Years

          Wilson Miller

          July 11, 2019 Updated: July 11, 2019
          […]
          When it came to the victims, the evidence was overwhelming. The DOJ had an FBI file entitled “Summary of Sexual Activity,” containing an analysis of victim-specific information. This included a chart showing phone calls, travel, and grand jury evidence relevant to possible charges. Records show this involved at least nine potential victims. The DOJ was also in possession of FBI reports of interviews of victims and witnesses in New York back in March 2008.
          Court records also revealed the DOJ had jury transcripts, witness and victim interviews, investigative files from the State of Florida and the Palm Beach Police Department, and records on potential co-conspirators.
          The evidence was there.
          […]

          https://www.theepochtimes.com/justice-department-sat-on-mountain-of-epstein-evidence-for-10-years_2996970.html

          Schriftliche Opferaussagen nützen nichts für eine Hauptverhandlung. Man benötigt aussagebereite Zeugen. Und daran mangelte es damals:

          Alex Acosta acted with professionalism and integrity in handling the Jeffrey Epstein case
          By Jeffrey H. Sloman
          February 15, 2019 12:02 PM, Updated February 16, 2019 11:28 AM
          […]
          In the late 2000s, I worked as Alex’s second-in-command at the U.S. Attorney’s Office for the Southern District of Florida. The Epstein case came to our attention in 2006. The local authority with primary jurisdiction to hold Epstein accountable for his crimes, the Palm Beach County State Attorney’s Office, was going to allow him to plead guilty to a misdemeanor and merely pay a fine. The local police rightly were outraged and brought the facts to us.
          […]
          Our team worked diligently to build a federal case against Epstein. Throughout the investigation, we took care to be respectful of the pain Epstein’s victims had endured. As we continued, however, it became clear that most of Epstein’s victims were terrified to cooperate against him. Some hired lawyers to avoid appearing before a grand jury. One of the key witnesses moved to Australia and refused to return calls from us. We also researched and discussed significant legal impediments to prosecuting what was, at heart, a local sex abuse case.
          Given the obstacles we faced in fashioning a robust federal prosecution, we decided to negotiate a resolution. The only way a resolution could ever be palatable, though, was if we met our two objectives: to protect others from Epstein and to compensate Epstein’s victims without subjecting them to additional trauma.
          […]
          To those ends, we demanded that Epstein: (1) plead guilty to a felony in state court that reflected his true conduct; (2) agree to incarceration for up to 18 months; (3) register as a sex offender; and (4) pay each known victim between $150,000 and $250,000 through a streamlined mechanism designed to avoid revictimization. We genuinely felt that these conditions met our two objectives.
          […]
          I am a lifelong Democrat. My personal political views do not align with Alex’s views and I did not vote for the president for whom Alex now serves as secretary of Labor. But I know the leader and the person that Alex is. He is an honorable and decent man. Nothing about the Epstein case changes my view of his character. I hope that our leaders take my experiences into account as his stellar career and reputation hang in the balance.

          Jeffrey H. Sloman was first assistant U.S. attorney from 2006-2009 and U.S. attorney from 2009-2010.

          https://www.miamiherald.com/opinion/op-ed/article226331175.html
          Aus der Ferne läßt sich also nur sehr schwer entscheiden, ob das ein guter oder ein schlechter Deal war. Insoweit rächt sich jetzt der demokratische Aufschrei gegen Acosta:

          Plea deal by Kamala Harris AG office for sexual-harassing San Diego mayor was too lenient, critics say
          by Emily Larsen
          & Joseph Simonson
          | July 18, 2019 05:16 PM

          Kamala Harris’ presidential campaign biography rests heavily on her career as a prosecutor, including six years as California attorney general. But it omits a plea deal her office negotiated for former San Diego Mayor Bob Filner, a serial sexual harasser, which let him escape jail time and avoid registering as a sex offender.

          In 2013, about 20 women accused Filner, a two-decade Democratic congressman-turned-San Diego mayor, of sexual harassment and misconduct. Some said he put them in “Filner headlocks.”

          Harris‘ office drew considerable criticism in 2013 for allowing Filner to plead guilty to state charges of false imprisonment and battery against three Jane Does in exchange for a light sentence. Filner could have faced up to five years in prison, but the plea bargain instead gave him three months of house arrest, three years‘ probation, and partial loss of his mayoral pension.
          […]
          The Epstein deal was a “simple, very light pat on the hand,“ Harris said last week on The View.

          „I personally prosecuted child sexual assault cases. And they are some of the most difficult cases to prosecute,“ said Harris, an Alameda County, California line prosecutor in the 1990s and then San Francisco district attorney from 2004-11. „The thing I found so troubling, disheartening and really unbelievable was the way that Acosta has described the challenge … It’s like saying it’s really difficult to make an omelet … Well, then get out of the kitchen!“

          To be sure, the Epstein and Filner cases don’t command a direct comparison. The Epstein case in Florida involved years of allegations the wealthy financier preyed on underage women. In Filner’s case, the women were all adults, and the alleged aggressive behavior happened while he held public office.

          But both involve powerful figures given sentences lighter than they would have otherwise received absent their public profile or deep pockets and political influence.

          […]

          https://www.washingtonexaminer.com/news/plea-deal-by-kamala-harris-ag-office-for-sexual-harassing-san-diego-mayor-was-too-lenient-critics-say

          McCarthy läßt kein gutes Haar an Acosta (auch als Arbeitsminister habe er versagt, viel zu wenige Deregulierungen).

          Andererseits kommt er zu einem ihn selbst erschreckenden Ergebnis: der letztlich zwischen DoJ und Epstein geschlossene Deal verhindere eine Neuauflage derselben Vorwürfe jetzt in NYC.

          Ich muß sagen: seine Argumentation, wonach die Neuauflage ein Verstoß gegen das Verbot der Doppelverfolgung sei, leuchtet mir ein.

          The Non-Pros Was Expressly Intended to Cover Epstein ‘Globally’ for Crimes ‘Against the United States’
          […]
          Acosta noted that, coterminous with a Florida state investigation of Epstein that had resulted in an indictment for soliciting prostitution,

          the United States Attorney’s Office and the Federal Bureau of Investigation have conducted their own investigation into Epstein’s background and any offenses that may have been committed by Epstein against the United States from in or around 2001 through in or around 2007, including . . .

          knowingly, in and affecting interstate and foreign commerce, recruiting, enticing, and obtaining by any means a person, knowing that the person had not attained the age of 18 years and would be caused to engage in a commercial sex act . . . in violation of . . . Sections 1591(a)(1) and 2.“
          (Emphasis added.)

          The point was to enable Epstein to settle all potential federal criminal liability from his sex-trafficking activities prior to 2007 by pleading guilty to a state prostitution charge. As Politico’s Josh Gerstein observes, the non-pros explicitly asserts that “Epstein seeks to resolve globally his state and federal liability” (my italics).
          […]
          Moreover, sex trafficking and related offenses are cognizable federally only if they affect interstate or foreign commerce. That is, Epstein’s conduct necessarily had to have an impact on (and thereby be prosecutable in) multiple states and multiple federal districts in order to be prosecutable by the Justice Department. As if that were not obvious enough, the agreement makes it explicit. In addition to spelling out that the Section 1591 sex-trafficking conduct affected interstate commerce, Acosta says that the federal investigation conducted by his office and the FBI included all potential “offenses that may have been committed by Epstein against the United States” and that involved:

          „Conspiring with others to use, and actually using, facilities in interstate and foreign commerce to induce minor females to engage in prostitution; and

          • Conspiring with others to travel, and actually traveling, in interstate and foreign commerce for the purpose of engaging in illicit sexual conduct.“

          The non-pros further elaborates that Epstein’s conduct occurred with persons “known and unknown” to investigators.

          Implicitly, this is a statement that, while the government was aware of the kind of offenses that Epstein had committed, its evidence was not so comprehensive that it was aware of every single person involved. That is, with respect to Epstein, the agreement was meant to encompass all instances of the offenses described, even if the investigation had not yet identified all potential conspirators and victims.

          Further, reports indicate that Epstein lawyer Ken Starr went over Acosta’s head to appeal to the Justice Department, which rejected his argument that a federal prosecution of Epstein was not warranted. Only after that did Epstein finalize the non-pros and plead guilty.

          It was reasonable for Epstein to assume that settling the federal case in SD-Florida would settle it in all the affected federal districts.

          […]
          The SDNY should absolutely prosecute the monstrous Epstein if prosecutors can find a new offense. Let’s hope they find one.

          https://www.nationalreview.com/2019/07/jeffrey-epstein-case-double-jeopardy-rules/

          Ich denke, daß sie schon dabei sind, ansonsten wäre aktuell nicht bei ihm durchsucht worden.

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