Hans Wollschläger-Fake News- Updated

Hans, Winterberg 11-04

Hans Wollschläger in Winterberg, 2004, Foto: Gabriele Gordon

Es hätte ja eigentlich genügt, meinen letzten Artikel zu ergänzen:

https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/17/fake-news-oder-wie-ich-zur-witwe-von-hans-wollschlaeger-wurde/

Aber irgendein Bug im WordPress-System ließ das nicht zu.

Die NZZ als Sprachrohr des gekränkten Bearbeiters der Wollschläger-Übersetzung des Ulysses von James Joyce, Harald Beck, hat nun auch dessen Zuarbeiter Hans Walter Gabler zu Wort kommen lassen.

Der Artikel hebt natürlich mit Fake News an:

Rettet den deutschen «Ulysses»

Aus rechtlichen Gründen liegt die revidierte deutsche Übersetzung von Hans Wollschläger auf Eis. Das darf nicht sein.

Hans Walter Gabler 26.3.2018, 05:30 Uhr

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Sie liegt natürlich nicht nur aus rechtlichen Gründen „auf Eis“, sondern entscheidend deshalb, weil Beck das Wollschlägersch’e Kunstwerk zerstörte.

Die NZZ vom 2.3.2018 war jedenfalls schon mal näher an der Wahrheit:

Gabriele Gordon habe keinerlei Gesprächsbereitschaft gezeigt: «Sie hat es abgelehnt, Jonathan Landgrebe, den Leiter von Suhrkamp, und den Cheflektor Fellinger zu treffen. Offenbar hat sie dem Verlag schriftlich ihre Position dargelegt; sie begründet diese einerseits juristisch – in dieser Hinsicht sind ihre Ansprüche tatsächlich unanfechtbar. Anderseits führte sie angeblich literarische und philologische Gründe an: Wollschläger hätte der Neufassung nicht zugestimmt, argumentierte sie.»

https://www.nzz.ch/feuilleton/ulysses-neuedition-rechtlich-ist-die-sache-tot-ld.1361961

Der offenbar umfassend uninformierte Gabler meint:

Das grundsätzliche Einvernehmen zwischen dem Übersetzer, einem Team von Revisoren und dem Suhrkamp-Verlag datiert aus dem Jahre 2007. Leider verstarb Hans Wollschläger wenige Monate, nachdem das Übereinkommen erzielt worden war.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Daß bei diesem Treffen von 10.3.2007 irgendein Übereinkommen erzielt worden sei, davon träumt allenfalls der Suhrkamp-Verlag. Insofern existiert lediglich ein Protokoll des Verlags, das Hans Wollschläger nie zur Kenntnis nahm. Ob er wirklich die Fron auf sich genommen hätte, sich ein ganzes Jahr die Besserwissereien von Anglisten und Philologen anzuhören? Die keine Ahnung von Kunst haben?

Ich wage es zu bezweifeln.

Eins ist jedenfalls klar. Nur Hans Wollschläger selbst hätte seine eigene geniale Übersetzung überarbeiten können. Niemand sonst.

Gabler hüpft gleich hierauf:

Durch dieses aber bestärkt, verpflichtete der Verlag Harald Beck und seine Mitarbeiter zur Durchsicht und Überarbeitung der Wollschläger-Übersetzung. Entscheidend am Übereinkommen war, dass ein durchgesehener und revidierter Übersetzungstext nicht die wollschlägersche Verdeutschung überfremden würde. Die Überarbeitung verstand sich als Dienst an der Übersetzung und deren Dienst am Roman und an seinem Autor.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Warum bringt die NZZ derlei Lügen?

Klar, Beck möchte gern seine Vorgänger Dirk Vanderbeke und Dirk Schultze, die Kommentatoren der Wollschläger-Übersetzung  im Jahr 2004, auslöschen, denen er zuarbeitete. Genauso agiert sein Zuarbeiter Gabler.

Vanderbeke und Schultze verließen das Unternehmen, als ihnen klar wurde, wie sehr Beck es auf die Zertrümmerung  der Wollschläger-Übersetzung ankam.

Gabler:

Wie ich es mir vorstelle, könnte Grundlage einer Vereinbarung sein, dass Hans Wollschlägers «Ulysses» unverändert der rein deutsche Lesetext des Werkes vom Suhrkamp-Verlag bleibt. In Parallele dazu sollte der Verlag den Plan Siegfried Unselds umsetzen, eine zweisprachige «Ulysses»-Ausgabe anzubieten. In dieser würde dem englischsprachigen originalen Text der deutsche zugesellt, der, auf der Grundlage der Übereinkunft mit Hans Wollschläger, über zehn Jahre hinweg im Auftrag des Suhrkamp-Verlags erarbeitet wurde. Dass dieser überarbeitete Text im Wesentlichen nach wie vor den Übersetzungstext Hans Wollschlägers darstellt, nur eben in einer revidierten Fassung, welche Entsprechungen im Deutschen zum englischen Original präzisiert, wäre selbstredend hervorzuheben und vertraglich festzuhalten.

Es ist eine hohe Anerkennung der Übersetzung von 1975, dass sie eben nicht ersetzt wird, sondern im Kern bestehen bleibt. Der revidierte Wollschläger-Text in einer zweisprachigen Ausgabe sollte dabei selbstverständlich zu erkennen geben, wo er von Wollschlägers Fassung von 1975 abweicht und warum er das tut. Der englischsprachige Text der Herausgeber Hans Walter Gabler, Wolfhard Steppe und Claus Melchior steht rechtlich vorbehaltlos für die zweisprachige Ausgabe zur Verfügung.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Nun mag ja wohl Suhrkamp befeuert haben, die „neue“ Übersetzungs-Bearbeitung von Beck zu promoten, weil die alte von Wollschläger nicht mehr verkauft wird, da der Markt gesättigt ist.

Gablers Vorschlag ist nicht nur weltfremd, sondern auch kontrafaktisch, da die Wollschläger-Übersetzung durch Beck zerstört worden ist.

Und warum sollte ein kommerzieller Verlag wie Suhrkamp eine englisch-deutsche Ulysses-Ausgabe herausbringen, der die zehntausende Beck-Veränderungen an der Wollschläger-Übersetzung dokumentiert, die Beck auch noch begründen soll?

 

 

7.785 Gedanken zu „Hans Wollschläger-Fake News- Updated

  1. Ich tendiere heute dazu, Politik humoristisch zu betrachten. In London schafft sich der Parlamentarismus ab, indem der eitle Speaker Bercow eine Abstimmung über den Johnson-EU-Deal mit der falschen Begründung ablehnt, über den sei ja bereits abgestimmt worden. Tatsächlich war am Freitag lediglich über den Zusatz-Antrag abgestimmt worden, die Regierung möge zunächst über ihre Gesetzgebung zur Umsetzung des Deals abstimmen lassen. Also wird morgen über die Umsetzungsgesetze eines Deals abgestimmt werden, für den es noch keine offizielle Mehrheit gibt, aber vermutlich eine inoffizielle (denn nicht wenige Labour-Abgeordnete sind für den Brexit, es gibt innerparteilichen Widerstand gegen Corbyn, und die für alle Parteien unannehmbare Backstop-Irland-Lösung ist dank Johnson und einer sich endlich bewegenden EU ja vom Tisch).
    Über Mays Deal wurde drei Mal abgestimmt, man bedenke!

    In seiner Dysfunktionalität gleicht das britische Unterhaus mittlerweile dem US-Repräsentantenhaus.

    @ Angelika Roll:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-194/#comment-85503

    Und was Syrien angeht: Chaos über Chaos.

    Darum geht es:

    Nunja, der Abzug aus den nördlichen Gebieten vollzieht sich doch flott, binnen Tagen.

    Dazu kommen fake news, wie üblich:

    Nachtrag: CNBC hat den Tweet gelöscht. Er sah so aus:

    CNBCVerifizierter Account @CNBC
    Trump is ‚fully prepared‘ to take military action against Turkey if needed, Mike Pompeo says https://cnb.cx/2p4U27F

    Tatsächlich kommt es nicht auf westliches Politikergequatsche und die üblichen fake news der Medien an, sondern auf das, was vor Ort geschieht. Und das sieht so aus: die sich zurückziehenden kurdischen Milizen werden durch die SAA ersetzt, womit sich die türkische Invasion erledigt:

    Offenbar ist unsere Verteidigungsministerin AKK nicht informiert. Geradezu irre schlägt sie eine „international“ kontrollierte Schutzzone im „Nordirak“ äh „Nordsyrien“ vor, angeführt vom deutschen, französischen und britischen Militär. Syrien fragt man natürlich nicht, und eins muß man Claus Kleber lassen: diesen Witz-Vorschlag von AKK, die wohl ein dringendes Profilierungsbedürfnis hat, zerlegte er.

    https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/heute-journal-vom-21-oktober-2019-100.html

    Selten so gelacht.

    • Sorry, Dipfele:

      Ihren Lachnummer-Beitrag kannte ich nicht, als ich meinen schrieb:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-194/#comment-85504

      @ Angelika Roll:

      Ich habe noch Fragen, sorry:

      „Wenn’s stimmt, wäre es gut:“ Auf was genau im Tweet der türkischen Medien Agentur EHA über Akars Worte beziehen Sie sich dabei?“
      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-194/#comment-85505

      Logo natürlich auf den:

      „If the withdrawal [of PKK/YPG] is coompleted, #OperationPeaceSpring will be halted.“

      Ich dachte, das sei selbstverständlich.-

      Sie fragen weiter:

      „Zum Video des Southfront Tweets:

      Sieht dort jemand erkennbar gezeichnete US Fahrzeuge, die vom syrischen Militär ‚eskortiert‘ werden? Ich sehe keine.
      Zwar scheinen SAA Truppen im chinesischen ZX Pick-up Truck ein oder zwei Fahrzeuge in stetem Abstand zu verfolgen (Video hat Schnitte), aber US-beflaggt sind die nicht. – ?“

      Im Ernst: wer würde die verfolgten US-Fahrzeuge auch ohne Flagge nicht als solche identifizieren? Man kennt sie doch.

      • Die Dysfunktialität des Repräsententenhauses setzt sich weiter fort:

        Selbst erfundene und nicht kommunizierte Regeln beherrschen ihre sogenannten geheimgehaltenen „Impeachment Inquiries“, aus denen dann das „Passende“ an die dems-Prese geleakt wird.

        Ansonsten agieren die klassischen Anti-Trumper unterirdisch:

        Die Joe Biden-Burisma-Affäre bleibt natürlich in den Medien, wovor ja schon Hans-Ulrich Jörges am 10.10.2019 im STERN gewarnt hatte:

        Im Gespräch mit Selenski ging es eh nur um die Barr/Durham-Untersuchung über die geheimdienstlichen Untersuchungen gegen die Trump Campaign:

        Was bei uns ja wie in den MSM der USA als „Verschwörungstheorie“ verkauft wird, weil es ja völlig normal ist, daß Geheimdienste der USA, deren Führungsfiguren vom politischen Gegner ernannt wurden, nun den politischen Gegner ausforschen.

        Im Zusammenhang mit den dems-Untersuchungen im Kongress muß sich der aktuelle WH-Stabschef Mick Mulvaney ausgerechnet in einem Verhör des Fox News Abweichlers Chris Wallace über Fehlinterpetationen seiner Äußerungen rechtfertigen:

        Mick Mulvaney: ‘I never said it was a quid pro quo’

        By Staff Writer

        October 20, 2019

        “That’s not what I said. That’s what people said that I said,” Mick Mulvaney, current acting White House Chief of Staff told a Chris Wallace in an interview on Fox News Sunday.

        Mulvaney pushed back on Wallace saying that his statements were taken out of context.
        “Can I see how people took that the wrong way? Absolutely,” Mulvaney later said in the interview. “But I never said there was a quid pro quo because there isn’t.”
        “Here is what I said,” continued Mulvaney. “There were two reasons that we held up the aid, the first one was the rampant corruption in Ukraine. Ukraine is so bad, that in 2014 Congress passed a law requiring us to make sure that corruption was moving in the right direction. Corruption is a big deal everybody knows it. The President was also concerned about whether or not other nations, specifically European nations, were helping with foreign aid Ukraine as well.”
        “I also did mentioned in the past, that President had mentioned to me the DNC server, and other people publicly, he even mentioned it to [Ukraine’s] President Zelensky in the phone call,” continued to explain Mulvaney. “But it wasn’t connected to the aid. And that’s why I think people got side tracked this week at that press conference.”

        https://saraacarter.com/mick-mulvaney-i-never-said-it-was-a-quid-pro-quo/

        Naja, daß sich der DNC-Server in der Ukraine befinde, ist eher fernliegend. Daß er nie vom FBI untersucht wurde,ist Fakt. Und daß das FBI der vom DNC herangezogenen antirussischen Firma Crowdstrike vertraute, die „Russian Hacks“ verkündete, ist nun mal Fakt. Auf welcher Basis Mueller angebliche GRU-Mitarbeiter der Hacks anklagte, bleibt ein ungeklärtes Geheimnis, denn keiner dieser benannten russischen Staatsbürger wird sich jemals in den USA einfinden. Wie billig.

        Das kommt noch hinzu:

        Die dems-Media sind freilich in Aufruhr.

        Sie haben offenbar diesen Politico-Artikel über die lügende Hillary Clinton vom 24.7.2016 verdrängt:

        • Und hier kann man Mulvaneys Äußerungen nachlesen: zwar versuchen die Reporter, ihm das Wort im Munde zu verdrehen, aber seine Botschaft ist klar:

          https://www.whitehouse.gov/briefings-statements/press-briefing-acting-chief-staff-mick-mulvaney/

          [Das Suchwort „Ukraine“ eingeben, beim zweiten Treffer geht es los.]

          Sehr spät hat sich Bernie Sanders zu Wort gemeldet:

          Aber der leidet ohnehin schon unter den Hillary-Freunden in den Medien:

          Trump äußert sich auch:

          Joe Biden will über die Russen-Masche Geld einsammeln:

          Und die dems kennen keine Scham – sie versammeln sich hinter Schiff:

          Ein Blick nach Kanada:

        • Tom Elliott tweetete die Schlussminuten des Dilanian Interviews, den gesamten Auftritt kann man im eingebundenen Video beim zuvor schon geposteten Artikel sehen:
          https://www.nbcnews.com/news/amp/ncna1068971

          Zu Andy Biggs Brief, von Byron York getweetet, können wir das triste Ergebnis den Retweets von Trump entnehmen:

          Ich empfinde es auch als lächerlich und peinlich, daß sich lediglich 77 Reps dem anschlossen, da müssen sich die dems ja geradezu bestätigt fühlen.

          Und wie recht er damit hat!:

          Vielleicht auch hiermit ?

          Wie schon Trump und andere ihn aufforderten, statt die Syrien-Entscheidung zu kritisieren, sollte er seine Arbeit tun

          https://dailycaller.com/2019/10/21/tucker-carlson-rand-paul-lindsey-graham-deep-state/

          Es sieht tatsächlich bisher eher danach aus:

          worst case scenario:

      • Ja, ist eigentlich selbstverständlich, wirkte optisch nur seltsam.
        Und:
        Warum lassen sie die Beflaggung weg, die sie doch sonst immer drauf haben? Und von der Art sind, wie ich sagte, nur 2 zu sehen; wenn die so kleckerweise abziehen, soll da jeweils für 1-2 Fahrzeuge, zumal ohne schweres Gerät, eine SAA ‚Eskorte‘ hinterherfahren? Die werden doch woanders sinnvoller gebraucht.

  2. Wie sieht es am Boden aus?

    Sonntag, 20.10.2019 19:42 Uhr

    Die Kurdenmiliz YPG hat mit dem Rückzug aus umkämpften Gebieten Nordsyriens begonnen. „Wir haben keine Kämpfer mehr in der Stadt“, schrieb ein SDF-Sprecher bei Twitter. Das türkische Verteidigungsministerium teilte am Sonntag ebenfalls mit, es verfolge die Entwicklungen. Es gebe dabei „keinerlei Hindernisse“. Vor drei Tagen hatten Washington und Ankara eine Waffenruhe vereinbart, um den Abzug der Milizen zu gewährleisten.

    Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete, dass sich rund 500 SDF-Kämpfer komplett aus der Grenzstadt Ras al-Ain zurückgezogen hätten. Zuvor seien Leichen und Verwundete aus dem Ort gebracht worden. Das türkische Verteidigungsministerium erklärte, ein Konvoi aus 55 Fahrzeugen sei nach Ras al-Ain hereingefahren. Danach habe ein Konvoi aus 86 Fahrzeugen die Stadt in Richtung Tall Tamar verlassen.

    https://www.spiegel.de/politik/ausland/nordsyrien-kurdenmilizen-beginnen-mit-rueckzug-einmarsch-tuerkei-a-1292448.html

    Das hier ist die Radaranlage:

    https://www.google.com/maps/d/viewer?mid=1M-_ymjR9xwOK7KMikOcUFSAE1ac&ll=36.42699700847771%2C40.33858130274086&z=17

    Aber was wird aus den großen Ölfeldern in der Nähe der irakischen Grenze?

    Das halte ich für eine unrealistische Option.

    Esper „Esperanto“ selbst bleibt vage:

    Pentagon Chief Esper Confirms Some US Troops May Stay in Syria

    The United States is considering keeping some troops in northeastern Syria to stop oil falling into the hands of Islamic State or others but no decision has yet been made, Defense Secretary Mark Esper said.

    President Donald Trump decided earlier this month to withdraw all 1,000 U.S. troops from the region, a move widely criticized as a betrayal of Kurdish allies who had fought for years alongside them against Islamic State.
    U.S. troops crossed into Iraq early on Monday as part of the withdrawal process. Trump began pulling U.S. troops back from northeastern Syria in early October, opening the way for Turkish troops to launch an offensive against the Kurdish fighters.
    „We have troops in towns in northeast Syria that are located next to the oil fields, the troops in those towns are not in the present phase of withdrawal,“ Esper told reporters during a visit to Afghanistan.
    „The purpose is to deny access, specifically revenue to ISIS (Islamic State) and any other groups that may want to seek that revenue to enable their own malign activities,“ he said.
    Esper said there had been discussions about keeping some of the U.S. troops, who were with the Syrian Democratic Forces (SDF), in place. He said he had not presented that option yet, but the Pentagon’s job was to look at different options.
    The SDF, spearheaded by the Kurdish YPG militia, has been the main partner for the U.S.-led coalition in Syria.
    „There has been a discussion about possibly doing it (keeping some troops), there has been no decision with regard to numbers or anything like that,“ Esper added.
    […]

    https://www.newsmax.com/politics/esper-american-troops-afghanistan/2019/10/21/id/937932/

    Wenn’s stimmt, wäre es gut:

    Dann müßte man nur noch diese Terroristen loswerden, die den Nordosten unsicher machen.

    • Sollte die Invasion beendet werden, nachdem die kurdischen Milizen sich aus dem Grenzgebiet entfernt haben, dann wäre der Plan aufgegangen:

      The Russian Masterpiece in Syria: Everyone Wins

      Federico Pieraccini
      October 16, 2019

      “Moscow and Damascus have always maintained they are against any form of partition or illegal foreign presence in Syria.”

      Moscow has managed to maintain contacts with all parties in the conflict, even in spite of its stance against partition and illegal foreign presence. Trilateral talks between Iran, Turkey and Russia occurred in Astana at Moscow’s urging. Putin managed to bring together in Sochi the Syrian government and opposition groups to discuss the future of Syria. In Geneva, Moscow mediated between Damascus and the international community, shielding Syria from the diplomatic skulduggery of the US and other enemies of Syria.
      Turkey, solely as a result of its defeat in Syria, now finds itself in active dialogue with Moscow and Tehran. As Ankara experiences worsening relations with Washington and other European capitals, Moscow saw a great opportunity to bring Turkey closer to Damascus.
      […]
      Washington and Ankara have never had any opportunities to prevent Damascus from reunifying the country. It was assumed by Moscow that Washington and Ankara would sooner or later seek the correct exit strategy, even as they proclaimed victory to their respective bases in the face of defeat in Syria. This is exactly what Putin and Lavrov came up with over the last few weeks, offering Trump and Erdogan the solution to their Syrian problems.
      Trump will state that he has little interest in countries 7,000 miles from the homeland; and Erdogan (with some reluctance) will affirm that the border between Turkey and Syria, when held by the Syrian Arab Army, guarantees security against the Kurds.
      Putin has no doubt advised Assad and the Kurds to begin a dialogue in the common interests of Syria. He would have no doubt also convinced Erdogan and Trump of the need to accept these plans.
      An agreement that rewards Damascus and Moscow saves the Kurds while leaving Erdogan and Trump with a semblance of dignity in a situation that is difficult to explain to a domestic or international audience.
      […]

      https://www.strategic-culture.org/news/2019/10/16/the-russian-masterpiece-in-syria-everyone-wins/

      Auf Telepolis gibt es einen kritischen Artikel zu den türkischen Proxies, der aber auch diesen Aspekt beleuchtet:

      Türkische Proxy-Truppen: „Das übelste Gesindel“
      17. Oktober 2019 Thomas Pany

      Milizen der „Nationalen Syrischen Armee“ machen mit Greueltaten auf Gangstertum in ihren Reihen aufmerksam. Früher wurden sie als FSA noch von Golfstaaten und westlichen Ländern unterstützt

      Es gibt viele Fragen, große und nebensächliche, die durch die türkische Offensive in Nordsyrien aufgeworfen werden. Zu den Fragen am Rand des Geschehens gehört, was eigentlich die White Helmets jetzt so machen, da eine syrische Zivilbevölkerung erneut Bombardements ausgesetzt ist?

      Immerhin tragen die Weißhelme ja einen großen nationalen Anspruch in ihrem Titel. Sie nennen sich „Syria Civil Defence“ und nicht etwa „Idlib Civil Defence“. Mit ihrem Anspruch, dass ihre heroischen Hilfsaktivitäten für das ganze unterdrückte Syrien stehen, haben sie große Sympathien in den westlichen Medien und in Hollywood (George Clooney) gewonnen, finanzielle Unterstützung von der britischen und der französischen Regierung bekommen, gute Presse allenthalben und Prestige, wie etwa bei den Empfängen im französischen Präsidentenpalast. Sie standen für das „bessere Syrien“, das sich gegen den brutalen Diktator, dessen Fassbomben und die russischen Helfer wehrt.

      Wer sie weiter als unabhängige zivile Hilfsorganisation begreifen will, der an der Linderung der Leiden im „vom Krieg gebeutelten Syrien“ liegt, könnte sich anhand ihres Einsatzschwerpunktes in Idlib und im Gebiet bei Aleppo die Frage stellen, wie es kommt, dass die Truppe ihre PR-Bilder immer nur in Herrschaftsgebieten oppositioneller, islamistischer Milizen macht?
      Ist das tatsächlich diese unabhängige und neutrale Organisation, auf deren Zeugenaussagen sich die von westlichen Regierungen erhobenen Giftgas-Angriffsklagen gegen die syrische Armee wesentlich stützten? Könnte sich der Chor der westlichen Verteidiger zivilisatorischer Werte (Spiegel, Zeit, SZ, Tagesschau) bei seinem Blick auf die Situation in Syrien etwa in ein paar Punkten getäuscht haben?
      […]

      https://www.heise.de/tp/features/Tuerkische-Proxy-Truppen-Das-uebelste-Gesindel-4559155.html

      Nicht nur bei der Situation in Syrien. Das ist ein grundsätzliches Problem:

    • Dazu hatte ich zuvor auch diesen Twitter thread gesehen

      Thread

      Graham soll mal weiter träumen und spinnen und wir warten mal ab, was Erdogan morgen von Putin in Sotschi zu hören kriegt..

      https://tass.com/politics/1083617

    • Ich habe noch Fragen, sorry:

      „Wenn’s stimmt, wäre es gut:“ Auf was genau im Tweet der türkischen Medien Agentur EHA über Akars Worte beziehen Sie sich dabei?

      Und ich habe dieselbe Frage wie der letzte Kommentator dort im Thread:
      Wen meint er mit ‚our allies‘ ? die USA ?
      Was er alles sagte, kann man hier -leider übel Google-übersetzt- lesen:

      http://ehamedya.com/hasmane-saldirilara-karsi-mesru-mudafaa-hakkimiz-daima-gecerlidir_30237.html
      [-]
      „Akar betonte, dass die 120-Stunden-Frist am Dienstagabend abläuft: „Seit dem 17. Oktober um 22.00 Uhr wurden 40 Belästigungen / Angriffe gegen unsere Streitkräfte verübt. Einer unserer Soldaten wurde getötet und sieben unserer Soldaten wurden verletzt. sagte er.“
      [-]
      Vielleicht versteht Barish ja mehr?
      http://ehamedya.com/

      Zum Video des Southfront Tweets:

      Sieht dort jemand erkennbar gezeichnete US Fahrzeuge, die vom syrischen Militär ‚eskortiert‘ werden? Ich sehe keine.
      Zwar scheinen SAA Truppen im chinesischen ZX Pick-up Truck ein oder zwei Fahrzeuge in stetem Abstand zu verfolgen (Video hat Schnitte), aber US-beflaggt sind die nicht. – ?
      Das Video stammt jedenfalls von der staatlichen syrischen Medienagentur Al Ikhbaria TV, deren Live stream man hier sehen kann
      https://wwitv.com/tv_channels/7044.htm

  3. @ Angelika Roll:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-194/#comment-85476

    Da haben Sie Einiges von dem vorweggegnommen, was ich auch schon gesammelt hatte: die Angst vor der Barr/Durham-Untersuchung in die rein politisch motivierte geheimdienstliche Operation der CIA und des FBI gegen die Trump Campaign ist groß.

    Man muß sich nur ansehen, wie bei uns eine ungeschickte Äußerung des WH-Stabschefs Mulvaney: hier das entsprechende Video:

    https://www.politico.com/news/2019/10/18/mick-mulvaney-press-briefing-050855

    ausgeschlachtet wird:

    Ukraine doch unter Druck gesetzt
    Trumps Stabschef Mulvaney bringt seinen Chef in Erklärungsnot

    Mick Mulvaney hat einen der schwersten Vorwürfe in der Ukraine-Affäre bestätigt. Das Land sollte das US-Justizministerium bei Ermittlungen unterstützen.

    Der geschäftsführende Stabschef von US-Präsident Donald Trump, Mick Mulvaney, hat das Weiße Haus mit widersprüchlichen Aussagen in der Ukraine-Affäre in Erklärungsnot gebracht.
    Mulvaney räumte am Donnerstag bei einem seltenen Auftritt in Washington ein, dass die US-Regierung eine vom Kongress beschlossene Auszahlung von Militärhilfen für die Ukraine zeitweise gezielt zurückgehalten habe – und zwar auch mit Blick auf angebliche Vorkommnisse im Umfeld der Präsidentschaftswahl 2016.
    Die Auszahlung der knapp 400 Millionen US-Dollar an das osteuropäische Land hätten die USA mit drei Anliegen verknüpft, sagte Mulvaney. Es habe Bedenken gegeben wegen der Korruption in dem Land und wegen der mangelnden finanziellen Unterstützung anderer Staaten für die Ukraine.
    Außerdem sei es darum gegangen, ob die Regierung von Präsident Wolodymyr Selenskyj bei einer „Ermittlung unseres Justizministeriums“ zur Wahl 2016 kooperiere, sagte Mulvaney. Ein Geben und Nehmen sei in der Außenpolitik üblich.

    Militärhilfe als Druckmittel

    Hinter Mulvaneys Verweis auf die Präsidentschaftswahl 2016 steckt eine in konservativen Kreisen kursierende Verschwörungstheorie, wonach in der Ukraine ein Server versteckt gewesen sein soll, auf dem sich angeblich für die Demokratische Partei belastendes Material befand. Für die Theorie gibt es keine Belege.
    […]

    https://www.tagesspiegel.de/politik/ukraine-doch-unter-druck-gesetzt-trumps-stabschef-mulvaney-bringt-seinen-chef-in-erklaerungsnot/25129748.html

    So wird die Barr/Durham-Ermittlung bei uns verkauft. Man fragt sich, wann bei unseren Medien die Wahrheit eine Chance hat.

    Mifsud’s Cell Phones Obtained by Durham Could Answer Key Russiagate Questions
    By Jeff Carlson
    3 Comments October 18, 2019 Updated: October 18, 2019
    […]
    Both Durham and Barr have also reportedly spoken with officials from the UK and Australia as part of their ongoing investigation.

    Barr and Durham’s trip to Italy occurred at the end of September and appears to have been planned only a few days in advance. According to the Daily Beast, an official at the U.S. embassy in Italy noted that “they had to scramble to accommodate Barr’s sudden arrival.”

    The Guardian reported that Barr and Durham’s meetings with Italian intelligence officials occurred “after getting authorisation from the Italian prime minister, Giuseppe Conte.” According to the article, they were in Italy in order to “find out whether Italy had played a role in the so-called Russiagate affair, whether secret documents had been obtained and, in particular, to collate information on Joseph Mifsud.

    Barr and Durham reportedly had at least two meetings with Italian intelligence officials on Sept. 27 where they listened to a tape recording of a deposition given by Mifsud after he had applied for “police protection in Italy after disappearing from Link University,” the Daily Beast reported. Additionally, they were reportedly “shown other evidence the Italians had on Mifsud.”

    The Daily Beast also noted that “Several mainstream Italian newspapers on Tuesday reported that Mifsud is cooperating with Barr and Durham’s investigation and some even suggested he met them in person in Rome last week.”

    A significant question that remains is whether Durham obtained Mifsud’s Blackberrys prior to, or during, the Italy trip, and whether the data on the phones played a role in the sudden visit.

    Without naming specific countries, the DOJ appeared to confirm the visit by Barr and Durham in a Sept. 30 statement, noting that “As the Department of Justice has previously announced, a team led by U.S. Attorney John Durham is investigating the origins of the U.S. counterintelligence probe of the Trump 2016 presidential campaign.”

    “Mr. Durham is gathering information from numerous sources, including a number of foreign countries. At Attorney General Barr’s request, the President has contacted other countries to ask them to introduce the Attorney General and Mr. Durham to appropriate officials,” Justice Department spokeswoman Kerri Kupec said in the Sept. 30 statement.
    […]

    https://www.theepochtimes.com/misfuds-cell-phones-obtained-by-durham-could-answer-key-russiagate-questions_3120862.html

    So natürlich auch zur Ukraine, die ja viel Schmutz zur Unterstützung der Hillary-Kampagne gegen Trump/Manafort lieferte.

    • @ Angelika Roll:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-194/#comment-85475

      Was Syrien angeht, und den falschen deutschen Zungenschlag, der verdecken will, daß Deutschland als „friends of Syria“ ja nun jede Obama-CIA- und Pentagon-Initiative zur Bewaffnung islamistischer anti-Assad-Kräfte seit 2011 unterstützt hat -: da muß man nur die Anne Will-Sendung vom 20.10.2019 ansehen:

      Wow! Da gibt es eine völkerrechtswidrige Invasion der Türkei in Syrien. Und wow! die völkerrechtswidrige Besetzung der USA in Syrien gibt es nicht. Und die EU hätte längst vor Jahren gegen den Schlächter Assad vorgehen müssen.

      Wir befinden uns in einem Parallel-Universum der ARD. Lediglich die Vertreterin der Linke brachte Realität hinein. Ansonsten huldigten alle den War-Hawks der Republikaner. Es ist absolut beschämend, wie uns die ör-Sender indoktrinieren.

      • ’seit 2011′ hat Sie da wohl inspiriert, Anne Will in den Nov. zu verlegen 😉
        Ansonsten: nein danke! Das weiß ich auch so, ohne deren Einschaltquote zu verbessern.

        • Danke, ich habe das Datum korrigiert. 😉

          https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL25kci5kZS8yOWVkZDdiZS1kMDBiLTQ4NjYtOWMxOC1mNjE2MGQzZDhkN2E/bankrott-erklaerung-fuer-die-ganze-westliche-wertegemeinschaft

          Erdoğans Siegeszug – schaut Europa weiter hilflos zu?
          20.10.2019 Anne Will ∙ Das Erste
          Über die türkische Offensive in Nordsyrien diskutieren Norbert Röttgen, Sevim Dağdelen, Ben Hodges, Wolfgang Ischinger und Natalie Amiri.

          https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL25kci5kZS8xMmQ4NDA3OS1iM2U1LTRjMmUtYWYyMi1iNWI3NjM2MDI2NTE/

          Anne Will zur Eskalation in Syrien: Der Kalte Krieg ist wieder da!
          Aktualisiert am 21. Oktober 2019, 06:55 Uhr

          Natürlich lässt die Runde bei „Anne Will“ keine Gelegenheit aus, dem irren US-Präsidenten die Schuld am Fiasko in Nordsyrien zuzuschieben. Aber die tieferen geopolitischen Ursachen werden in einer bitteren Lektion in Realpolitik deutlich.

          Eine Kritik
          von Christian Bartlau, Freier Autor
          […]
          Der Moment des Abends

          Vielleicht muss man Wolfgang Ischinger eine Art Berufskrankheit zugute halten, vielleicht muss man aus besonderem Holz geschnitzt sein, um Außenpolitik zu betreiben. Vielleicht offenbarte sich an diesem Abend bei Anne Will aber auch einfach, unter welch grundfalschen Prämissen Außenpolitik funktioniert.
          Mit Furor hatte die Linken-Politikerin Sevim Dagdelen den „Theaterdonner“ der Bundeskanzlerin kritisiert, die der Türkei ihre „berechtigten Sicherheitsinteressen“ zubilligt und ein striktes Waffenembargo hintertreibt, und humanitäre Soforthilfe für die Region gefordert.
          Eine „klare Kante gegen Erdogan“ hatte sie verlangt, weil sich EU und Nato sonst unglaubwürdig machten, vor allem wenn sie sich in der Außenpolitik noch einmal auf Menschenrechte und Demokratie berufen wollen.

          Ischinger hörte sich das alles an, wie ein desinteressierter Vater mit Gänsekeule in der Hand sich den idealistischen Vortrag seiner Tochter über die Schrecken der Massentierhaltung anhört. Und holte dann zu seinem Referat aus.
          „Ich verstehe die humanitäre Empörung“, sagte er. „Aber lassen sie uns mal über realpolitische Interessen reden.“ Die Türkei, sagte er, sei der Nato-Partner mit der größten Armee in Europa, und könnte ohnehin nicht ausgeschlossen werden.
          Auch nicht, wenn sie gegen die Werte der Nato verstoße, fragte eine verblüffte Anne Will. Nein, auch dann nicht, entgegnete darauf Ischinger, und Röttgen sekundierte: „Das wäre auch nicht in unserem Interesse, sie sollen sich nur benehmen.“

          Die Türkei, die gerade in einer völkerrechtswidrigen Invasion unter dringendem Verdacht steht, Kriegsverbrechen zu begehen, soll sich also „benehmen“. Später legte auch Ben Hodges noch einen drauf: Man brauche Erdogan – als „stabilen Pol in der Region.“
          So wird gesprochen, unter Realpolitikern, und man fühlte sich an den berühmten Satz von Franklin D. Roosevelt über Nicaraguas Diktator Anastasio Somoza García erinnert: „Er ist ein Bastard, aber er ist unser Bastard.“
          […]
          Bevor aber jemand auf die Idee kommen konnte, Röttgen auf seine eigene Verantwortung anzusprechen, ließ der CDU-Politiker lieber die Vergangenheit hinter sich: „Wir kennen das Desaster“, sagte er. Nun gehe es darum, endlich wieder die Initiative zu ergreifen, und zwar in einem Alleingang der Großen, weil sich die Mitgliedsstaaten eh nicht einig würden: Deutschland, Frankreich und Großbritannien sollten vorschlagen, die strittigen Gebiete unter Kontrolle der UN zu stellen.

          Nur: Warum Putin und Assad dem zustimmen sollten, wusste Röttgen auch nicht. Sein Kompagnon im Geiste, Wolfgang Ischinger, hatte eine Idee: Mittelfristig könne den Russen daran gelegen sein, der internationalen Gemeinschaft „den Schwarzen Peter zuzuschieben“. Wie immer war der Fluchtpunkt also: Russland.
          […]

          https://web.de/magazine/politik/politische-talkshows/anne-eskalation-syrien-kalte-krieg-34114604

          Hier Heiko Maas, der eine Einigkeit der EU vortäuscht, die es nicht gibt:

          „Der Einmarsch ist ein Bruch des Völkerrechts“, erklärte am Sonntag auch Grünen-Chefin Annalena Baerbock. Der SPD-Fraktionschef im Bundestag, Rolf Mützenich, brachte eine Anklage gegen Erdogan vor dem Internationalen Strafgerichtshof ins Spiel. „Erdogan handelt derzeit klar völkerrechtswidrig. Er führt einen Angriffskrieg“, sagte Mützenich der „Welt am Sonntag“.
          Der wissenschaftliche Dienst des Deutschen Bundestages kommt ebenfalls zu dem Schluss, dass der Einmarsch im Widerspruch zum Völkerrecht stehe. In dem Gutachten heißt es, dass „selbst bei großzügiger Auslegung“ kein Recht auf Selbstverteidigung zu erkennen sei.

          https://www.spiegel.de/politik/ausland/heiko-maas-zu-recep-tayyip-erdogan-syrien-invasion-verletzt-voelkerrecht-a-1292457.html

          Hier ein Vollverriß:

          Bei Anne Will: Syrien – Strategie für Dummys

          Von Stephan Paetow

          Mo, 21. Oktober 2019

          Leider ist es uns trotz diplomatischer Bemühungen nicht gelungen, den Besprechungskelch an uns vorübergehen zu lassen. Trotz schlüssiger Argumente. Denn Anne Will kann außenpolitisch nur Trump, und das kennen wir ja schon zur Genüge.
          Was soll bitte dabei herauskommen, wenn zwei Repräsentanten der Atlantikbrücke, die immer noch voll im Stellungskrieg auf der Clinton-Linie steckengeblieben sind, ein Sympathisant eben dieser Organisation, eine Vertreterin der Linkspartei und eine Staatsfunkerin uns die Lage in Syrien erklären wollen, für die selbst der schwer vermisste Peter Scholl-Latour eine eigene Sondersendung gebraucht hätte? Nichts. Außer: Trump ist schuld.
          […]
          Es blieb Frau Dagdelen von der kommunistischen [!] Partei überlassen, eine weitere Ursache des aktuellen Konflikts zu benennen. Die Regime-Change-Politik der Amerikaner vor Trump. Mit „Assad muss weg“ und Waffen für Aufständische, die EU immer im Schlepptau. Außerdem sei der IS erst durch die US-Politik im Irak entstanden.
          Das konterte Ischinger mit „Realpolitik“ und „Strategie“, wobei „unser strategisches Interesse“ darin identifiziert wurde, die Türkei nicht „in die Arme unserer russischen Freunde“ (Ironie des alten Diplomaten, haha) zu treiben.
          […]
          Man hätte genauso gut einer Diskussions-Sendung im isländischen Fernsehen zuschauen können, ohne isländisch zu verstehen. Bei Will plauderten Blinde über Farben. Dass die EU „diplomatisch ein Nobody ist, und militärisch nichts auf die Reihe kriegt“ (Ischinger) wussten wir auch vorher. Dass Trump einen Waffenstillstand hinbekam – wofür Obama wahrscheinlich seinen zweiten Friedensnobelpreis bekommen hätte – strich keiner der Ideologen positiv heraus. Ischinger erklärte Röttgen wenigstens, dass das Wort durchaus mächtiger als das Schwert sein kann (mit ein bisschen Pinke Pinke). Denn Trump könne tatsächlich die türkische Wirtschaft vernichten. Deshalb pariert Erdogan eben im Moment.

          https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/bei-anne-will-syrien-strategie-fuer-dummys/

          Die FAZ hatte immerhin einen originellen Vorschlag:

          Wie hässlich darf Außenpolitik sein?
          • Von Hans Hütt
          • -Aktualisiert am 21.10.2019-05:26
          […]
          Europa macht sich militärisch und diplomatisch kleiner, als es ist. Der jetzige Zustand der Europäischen Union ist nicht dazu angetan, dass eine gemeinsame Auffassung davon bestünde, worin europäische Interessen ihren Ausdruck finden. Frau Dağdelen greift den Ball auf und regt an, das Format einer Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit im Mittleren Osten ins Auge zu fassen. Das Vorbild der KSZE auf dem Höhepunkt des Kalten Krieges lässt grüßen. Nur ist unter den europäischen Außenministern niemand in Sicht, der die dafür erforderliche Statur mitbrächte.
          […]
          Vielleicht wird das eine zusätzliche Bewährungsaufgabe für die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Bis es soweit ist, müssten sich die Europäer aber erst einmal darüber einigen, ob und wie sie handeln wollen. Bis jetzt gibt es nicht einmal Einigkeit über ein umfassendes Waffenembargo. Vorreiter müssten die Außenminister Frankreichs, Großbritanniens und Deutschlands sein. Daran ändert auch das Brexit-Theater nichts. Erst wenn in den zu lösenden Knoten auch noch Russland mit eingebunden würde, also erst dann, wenn es richtig kompliziert wird, kann Bewegung ins Spiel kommen.
          […]

          https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik-zu-anne-will-tuerkei-gegen-kurden-in-nordsyrien-16443431.html

          Davon sind wir weit entfernt: Markig tönt es aus der ZEIT:

          Fünf vor acht / Sicherheitspolitik
          Wir sind alle Kurden
          Eine Kolumne von Mark Schieritz

          Der Verrat von Donald Trump an den Kurden bedroht die Weltordnung und unsere Sicherheit. Europa muss sich selbst verteidigen, am besten mit einer gemeinsamen Armee.
          21. Oktober 2019, 5:55 Uhr
          […]
          Wenn man sich die Äußerungen des US-Präsidenten genau anschaut, dann wird die Logik seiner Entscheidung schnell klar: Trump sieht keinen Wert darin, sich in eine Auseinandersetzung einzumischen, wenn dabei aus seiner Sicht nichts für ihn selbst herausspringt.
          Einerseits setzt Trump damit eine amerikanische Tradition fort: Das Engagement der USA in der Welt war selten altruistisch motiviert. Es ging fast immer um nationale Interessen. Da muss man sich nur einmal in Nicaragua oder in Grenada umhören. Andererseits definiert Trump neu, was im amerikanischen Interesse ist. Die Verteidigung einer freiheitlich-demokratischen Ordnung in der Welt scheint nicht mehr dazuzugehören.
          […]
          Macht kennt kein Vakuum

          Aber was ist dieser [NATO]-Vertrag noch wert, wenn die Amerikaner ihn nicht mehr ernst nehmen? Wenn Wladimir Putin morgen im Baltikum einmarschiert, angeblich, um die russischen Minderheiten dort zu schützen: Wäre Trump zum Gegenschlag bereit? Genauer gesagt: Würde er Putin im Vorfeld deutlich machen, dass ein solcher Einmarsch verheerende Konsequenzen hätte? Oder würde er in einem Telefonat die Balten fallen lassen, so wie er in seinem Telefonat mit Recep Tayyip Erdoğan die Kurden fallen gelassen hat?
          […]
          Europa sollte entweder auf eine gemeinsame Armee setzen oder zumindest die nationalen Armeen stärken und einen glaubwürdigen nuklearen Abschreckungsschirm aufbauen. Das ist unumgänglich in einer Welt, in der sich alte Bündnisse auflösen.
          Man muss die Militarisierung Europas als progressives Projekt begreifen: Sie dient der Verteidigung der zivilisatorischen Errungenschaften der Nachkriegszeit. Es wäre viel gewonnen, wenn das linke Lager in Deutschland das verstehen würde.

          https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-10/sicherheitspolitik-donald-trump-europa-verteidigung-armee

          Dieses Säbelrasseln geht auf keine Kuhhaut mehr.

          Das hat Clinton-Niveau:

          Nachtrag:
          Hier hat sie’s geklaut:

          Tulsi Gabbard wehrt sich – und wird getrollt: da ist so viel Haß in den Kommentaren:

          Aber sogar auf CNN wird Clinton kritisiert:

        • Leider trösten auch die wenigen hervorragenden Kommentare nicht darüber hinweg, was Beobachter längst in der EU diagnostizierten: mangelnde Friedenssehnsucht. Wie konnte das nur passieren, – geht’s noch perverser?
          Wo ist unsere Tulsi Gabbard?
          Zur Rechtsauffasung des Aussenminsterkaspers im Koll Interview:
          Verstand ich den richtig, daß ein juristisch als Unrecht erkannter Umstand durch Zeitablauf und Dialog zum Recht mutieren kann?

        • Was einem spontan in den Sinn kommt allein angesichts der URL zur Sendung:
          https://www.ardmediathek.de/ard/player/Y3JpZDovL25kci5kZS8yOWVkZDdiZS1kMDBiLTQ4NjYtOWMxOC1mNjE2MGQzZDhkN2E/bankrott-erklaerung-fuer-die-ganze-westliche-wertegemeinschaft

          Enreichen> Unwortvorschläge: ‚Westliche Wertegemeinschaft‘
          E-Mail: vorschlaege@unwortdesjahres.net
          Prof. Dr. Martin Wengeler
          FB II Germanistik/ Germanistische Linguistik
          Universität Trier
          Universitätsring 15
          54286 Trier

          http://www.unwortdesjahres.net/
          https://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Unwort_des_Jahres_2019

          „Sprachliche Ausdrücke werden dadurch zu Unwörtern, dass sie von Sprechern entweder gedankenlos oder mit kritikwürdigen Intentionen verwendet werden, und dies im öffentlichen Kontext.“
          Trifft beides zu, überwiegend letzteres.
          Die Abstimmung über die Vorschläge läuft vom 1. bis zum 14. Januar 2020.

        • Da fallen einem spontan noch mehr ein: „alternativlos“ etwa, „marktkonforme Demokratie“ oder „moderate Rebellen“…

          „Zur Rechtsauffasung des Aussenminsterkaspers im Koll Interview:
          Verstand ich den richtig, daß ein juristisch als Unrecht erkannter Umstand durch Zeitablauf und Dialog zum Recht mutieren kann?“

          Er meinte wohl den Verzicht auf eine Anklage vor dem Strafgerichtshof, den man sich durch Wohlverhalten verdienen kann.

  4. Und weil Pitzke am 15.10.2019 auch dies fabulierte:

    Und die Katastrophe hat erst begonnen:
    Hunderte IS-Angehörige verschwanden bereits aus Haftlagern, von Russland gestützte Truppen des syrischen Machthabers Baschar al-Assad drängen ins Vakuum, eine neue Flüchtlingskrise bahnt sich an. Tausend US-Soldaten stecken derweil noch zwischen den Fronten, einige gerieten unter Beschuss des Nato-Partners Türkei und sollen nun per Luftbrücke evakuiert werden.

    https://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-und-das-syrien-debakel-der-chaoskrieger-kommentar-a-1291567.html

    So sieht der Rückzug aus:

    Warum sollte die Route Sinjar/Erbil plötzlich nicht mehr offenstehen?

    Es wird immer deutlicher, welche Typen die Türkei ins Feuer geschickt hat:

    Das soll natürlich vertuscht werden:

    • Um auf Tulsi Gabbard zurückzukommen:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-194/#comment-85451

      Buttigieg windet sich:

      Immerhin: er ist nicht „comfortable“ mit Hillary Clintons Anwurf.

      Und um auf die NYT zurückzukommen:

      Und so legt sie falsche Spuren, um Clinton und ihr Umfeld zu schützen:

      So kann man die Sache doch auch betrachten:

      Und der CIA-Verbindungsmann zu NBC, Dilanian, macht sich Sorgen wegen der Barr/Durham-Untersuchung:

      Zwischen Politiker der Democrats und Kabel-Fernseh-Leute paßt ebenfalls kein Blatt Papier:

      Nur das Kampfblatt WaPo:

      macht ab und zu mal eine Pause:

      Diplomat tells investigators he raised alarms in 2015 about Hunter Biden’s Ukraine work but was rebuffed
      By
      John Hudson,
      Rachael Bade and
      Matt Viser
      Oct. 18, 2019 at 1:44 p.m. GMT+2

      A career State Department official overseeing Ukraine policy told congressional investigators this week that he had raised concerns in early 2015 about then-Vice President Joe Biden’s son serving on the board of a Ukrainian energy company but was turned away by a Biden staffer, according to three people familiar with the testimony.

      George Kent, a deputy assistant secretary of state, testified Tuesday that he worried that Hunter Biden’s position at the firm Burisma Holdings would complicate efforts by U.S. diplomats to convey to Ukrainian officials the importance of avoiding conflicts of interest, said the people, who spoke on the condition of anonymity because of confidentiality rules surrounding the deposition.

      Kent said he had concerns that Ukrainian officials would view Hunter Biden as a conduit for currying influence with his father, said the people. But when Kent raised the issue with Biden’s office, he was told the then-vice president didn’t have the “bandwidth” to deal with the issue involving his son as his other son, Beau, was battling cancer, said the people familiar with his testimony.

      The testimony by Kent offers a reminder that as Democrats probe President Trump’s alleged actions in pressuring Ukraine to dig up compromising information on Biden, the impeachment inquiry also threatens to keep alive questions about the former vice president’s handling of his son’s foreign work at a precarious moment for his 2020 presidential campaign.

      Kent, who also testified about how Trump’s associates raised unfounded allegations about the former ambassador to Ukraine, is the first known example of a career diplomat who raised concerns internally in the Obama administration about Hunter Biden’s board position. The Washington Post has previously reported that there had been discussions among Biden’s advisers about whether his son’s Ukraine work would be perceived as a conflict of interest, and that one former adviser had been concerned enough to mention it to Biden, though the conversation was brief.
      […]

      https://www.washingtonpost.com/politics/diplomat-tells-investigators-he-raised-alarms-in-2015-about-hunter-bidens-ukraine-work-but-was-rebuffed/2019/10/18/81e35be9-4f5a-4048-8520-0baabb18ab63_story.html

      Der Gesamttenor ist natürlich eher „Schwamm drüber“, aber so leicht wird sich das nicht einstellen.

      Denn mit den 50.000,- pro Monat ist es nicht getan, es waren über 80.000,-:

      Und was China angeht, gibt es diesen Artikel:

      • Nicht nur NBC/ Dilanian sorgt sich um die Barr/Durham Untersuchungen

        Alle versuchen noch schnell den anstehenden Reports, OIG inbegriffen, zuvorzukommen und ihre Version dem Volk einzuhämmern.

        • Maté dazu:

          BTW- zu „So kann man die Sache doch auch betrachten“: genau und es war doch auch schon festgestellt worden, daß ‚intent‘ (‚deliberate/ly‘) im Statut *nicht* als erforderlich vorgesehen ist.
          Sie wird aber scher wie üblich dennoch davonkommen.

    • Das RPI hat auch viel dazu:

      http://www.ronpaulinstitute.org/archives/featured-articles/2019/october/19/the-us-has-backed-21-of-the-28-crazy-militias-leading-turkey-s-brutal-invasion-of-northern-syria/
      [-]
      I“n other words, virtually the entire apparatus of anti-Assad insurgents armed and equipped under the Obama administration has been repurposed by the Turkish military to serve as the spearhead of its brutal invasion of northern Syria. The leader of this force is Salim Idriss, now the “Defense Minister” of Syria’s Turkish-backed “interim government.” He’s the same figure who hosted John McCain when the late senator made his infamous 2013 incursion into Syria.“
      [-]
      „When the Turkish military and its proxy force overwhelmed the Kurdish YPG this October, Hillary Clinton angrily denounced their brutality.

      Back in 2012, however, when Clinton was Secretary of State, she junketed to Istanbul to rally support for those very same militias during a “Friends of Syria” conference convened by Erdogan.“
      [-]
      Dieser vormals Gen. Idriss, der bei CNN *täglich* betteln durfte „give us weepons“[- er konnte ‚weapons‘ nie korrekt aussprechen-, ist dick und weißhaarig geworden, kaum wiederzuerkennen, und nun „Defense Minister” of Syria’s non-existent “provisional government” .

  5. So, jetzt habe ich den von Dipfele geposteten Escobar-Artikel auch gelesen:

    PEPE ESCOBAR: The Road to Damascus: How the Syria War was Won
    October 18, 2019 •
    Following the Damascus-Kurdish alliance, Syria may become the biggest defeat for the Central Intelligence Agency since Vietnam, says Pepe Escobar.

    What is happening in Syria, following yet another Russia-brokered deal, is a massive geopolitical game-changer. I’ve tried to summarize it in a single paragraph this way:
    “It’s a quadruple win. The U.S. performs a face saving withdrawal, which Trump can sell as avoiding a conflict with NATO ally Turkey. Turkey has the guarantee – by the Russians – that the Syrian Army will be in control of the Turkish-Syrian border. Russia prevents a war escalation and keeps the Russia-Iran-Turkey peace process alive. And Syria will eventually regain control of the entire northeast.”

    Syria may be the biggest defeat for the CIA since Vietnam.

    […]

    https://consortiumnews.com/2019/10/18/pepe-escobar-the-road-to-damascus-how-the-syria-war-was-won/

    Die von Angelika Roll aufgeworfene Frage:

    „Der Punkt Ölfelder ist wichtig:
    Er schreibt
    „East of Deir ez-Zor, the PYD/YPG already had to say goodbye to the region that is responsible for 50 percent of Syria’s oil production. Damascus and the SAA now have the upper hand.
    [-]
    ? siehe Stalkerzone :
    „Firstly, he isn’t in control of whether or not US troops leave the Deir Ezzor oil fields. This is a separate battle with the “deep state”, which will require more time. But it will be resolved eventually.“
    https://www.stalkerzone.org/trump-slammed-the-military-industrial-complex-and-advocated-a-sovereign-syria/

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-193/#comment-85432

    kann ich auch nicht klären, neige aber eher stalkerzone zu:

    Da scheint es keine SAA-Präsenz zu geben.

    Aber es fällt ohnehin schwer genug, den sich widersprechenden Nachrichten zu folgen. Allein was Erdogan so alles von sich gibt, ist verwirrend genug:

    Es bleibt nichts unwidersprochen:

    Pence und Erdogan bekommen den NATO-Ritterschlag:

    Dann ist ja alles in Ordnung.

    • Für Erdogan nur bedingt- sagt er.. wie gesagt, nichts bleibt unwidersprochen

      https://www.independent.co.uk/news/world/europe/erdogan-turkey-trump-letter-syria-ceasefire-latest-response-a9161626.html

      „The letter “was not in line with diplomatic and political courtesy. We will not forget this lack of respect. This is not a priority for us. But when the time comes we would like it to be known that we will take the necessary steps.”

      • Ich hatte jetzt einen Vier-Stunden-Ausfall wegen der Vox-Doku über Udo Jürgens, der mein Leben seit 1966 (da war ich 11 Jare alt) wie niemand sonst bis zu seinem plötzlichen Tod am 21.12.2014 begleitet hatte. Da hatte ich schon das Ticket für sein Zusatzkonzert in Köln in 2015 in der Tasche. Seit 1975 hatte ich alle seine Konzerte besucht, und einige davon mehrfach. Ich war sehr berührt…

        Da kommt also alles zusammen mit dem verrückten Erdogan. Den Putin hoffentlich einnordet, der natürlich über größere wirtschaftliche Sanktionsmöglichkeiten verfügt als die USA. Die EU ist, was Sanktionen angeht, trotz des ohnehin nicht funktionierenden Flüchtlingsdeals Erpressungsopfer der Türkei.

        Was die syrischen Ölquellen angeht, die die Kurden zusammen mit den USA rechtswidrig besetzen: diese Frage stellte auch CNN:

        Jennifer Hansler [CNN]: Hi, thank you. Secretary Pompeo, President Trump earlier today in remarks about Syria said that the US has taken control of all the oil, quote, ‘that everybody was worried about.’ Can you explain where this oil is, how the US is controlling it, especially if troops withdraw? And then, is this . . . does this raise concerns about Syria’s territorial integrity? And then to both of you: what is the understanding of when the ceasefire actually went into effect? And do you believe that it has been violated?

        Mike Pompeo: So let me take, let me take those two questions, then Sec Gen Stoltenberg can . . . can answer to the extent he, he wants to. Look, the ceasefire time period, the pause commenced when we issued the statement yesterday evening. So we’re now some, I don’t know, 24 hours into this. We’re very hopeful that we will continue to be able to implement and execute that. We . . . there was some activity today, but we also saw some very positive activity, the beginnings of the coordination that will be required. The reason this couldn’t happen instantaneously, is there was a great deal of coordination that had to take place, so that there can, in fact, be a safe withdrawal of the YPG fighters that are inside of the Turkish-controlled area that is covered by the agreement. And we’re hopeful, in the hours ahead, that both, both the Turks who were part of the agreement alongside of us, as well as the . . . the YPG fighters in the region, will take seriously the commitments that they made and that we will actually achieve, within the next now 96 hours, the commitments that were laid out in Paragraphs 1 through 13 of the agreement.

        I didn’t see the President’s statements today that you suggested. I know this: we are driven by UN Security Council Resolution 2254 to make sure that we get the outcomes that the United States and frankly, most of the member nations at the UN have agreed. It’s the right outcome to get the proper political resolution in broader Syria, not just in the northeast, but more broadly.

        https://www.nato.int/cps/en/natohq/opinions_169666.htm

        Diese UN-Resolution verlangt allerdings die Anerkennung der syrischen Autorität über ihr Staatsgebiet. Und daß Syrer über ihr weiteres Schicksal entcheiden.

        Nachtrag:

        • Dank für den Lektüretip – ja, zwischen ped und Pitzke liegen Welten!

          https://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-und-das-syrien-debakel-der-chaoskrieger-kommentar-a-1291567.html

          Aber es gibt ja auch noch Lüders:

          16.10.2019
          Nahostexperte zur türkischen Syrien-Offensive
          „Den Preis zahlen am Ende wir Europäer“

          Der Nahost-Experte Michael Lüders kritisiert die fehlende Strategie der EU in der Region. 800.000 syrische Flüchtlinge in Deutschland seien das Ergebnis einer unüberlegten Interventionspolitik, sagte er im Dlf. Dennoch übten die Europäer keinen Druck auf die Türkei aus, den Einmarsch in Syrien zu beenden.
          Michael Lüders im Gespräch mit Dirk Müller
          Lüders:[…]
          Aber am Ende wird vermutlich ein politischer Kompromiss stehen, der möglicherweise so aussieht, dass die türkische Armee sich wieder zurückzieht, die syrische Armee den Norden vollständig in Besitz nimmt und die Kurden akzeptieren müssen, dass sie sich entwaffnen lassen und ihre Autonomie verlieren.
          […]
          Es ist übrigens historisch gesehen seit den 1950er-Jahren insgesamt achtmal vorgekommen, dass sich die Amerikaner der Kurden in Nordsyrien, im Irak und auch im Iran bedient haben, um ihre Interessen durchzusetzen. Und als die dann durchgesetzt waren, hat man die Kurden fallen gelassen, und die sind jetzt in einer wirklich furchtbaren Situation zwischen Hammer und Amboss.
          […]
          Müller: Ich wollte, Herr Lüders, das mit Ihnen ursprünglich gar nicht thematisieren. Aber wenn Sie das gerade ansprechen: Es hat ja dieses Treffen der EU-Außenminister gegeben und der deutsche Außenminister Heiko Maas hat dann im Anschluss gesagt, die deutsche Seite hätte ja versucht, dementsprechend darauf zu drängen, dass es ein konsequentes Waffenembargo in irgendeiner Form gibt. Jetzt sind Dokumente offenbar aufgetaucht, die zeigen, dass die Deutschen de facto in dieser Runde dafür plädiert haben, dass alles so ist wie es ist, dass sich nichts verändert, damit die deutschen Waffengeschäfte auch weitergehen sollen. Ist das Täuschung der Öffentlichkeit?

          Lüders: In gewisser Weise ist das in der Tat Täuschung der Öffentlichkeit und es zeigt vor allem auch, dass die Bundesregierung ebenso wenig wie die Europäische Union nicht wirklich eine klare Strategie hat in der Weltpolitik und vor allem auch gegenüber dem Nahen und Mittleren Osten.
          […]
          Man begnügt sich nach wie vor mit der Rolle des Juniorpartners, und das Ergebnis ist dann, dass wir in Deutschland als Ergebnis des Versuches, Assad zu stürzen in Syrien, 800.000 Flüchtlinge aus Syrien aufgenommen haben. Das hätte man alles vermeiden können, wenn man vielleicht doch nüchtern sich überlegt hätte, wie sinnvoll ist es, eine Interventionspolitik zu betreiben, wie wir sie in Syrien und anderswo in der Region gesehen haben, im Irak, in Libyen und so weiter. Den Preis zahlen am Ende wir, die Europäer.
          […]
          Man kann aus dieser Krise nur die Lehre ziehen, genau hinzugucken, die Konfliktparteien in der Region nicht in gut und böse zu unterteilen. Es ist ja auch nicht ganz frei von Schizophrenie, wenn wir in Europa durchaus zurecht die PKK als Terrororganisation betrachten, aber gleichzeitig ihre Brüder im Geiste in Nordsyrien, nämlich die Partei der Demokratischen Union und ihre Volksverteidigungsstreitkräfte, die YPG, wenn wir sie als Bündnispartner im Kampf gegen den Islamischen Staat zurecht einsetzen.

          Müller: Aber das war ja rational!

          Lüders: Das war durchaus rational, aber sehr kurzsichtig gedacht, denn nun haben wir das Dilemma, wie verhalten wir uns denn zu diesem Konflikt.
          […]

          https://www.deutschlandfunk.de/nahostexperte-zur-tuerkischen-syrien-offensive-den-preis.694.de.html?dram%3Aarticle_id=461117

          Und Meyer:

          Experte zur türkischen Militäroperation in Syrien
          Erdogan wird scheitern
          Ein Interview von
          Frank Heindl
          Aktualisiert am 17. Oktober 2019, 09:26 Uhr
          Als die türkischen Truppen in Syrien einmarschierten, ließ die internationale Gemeinschaft Erdogan ohne nennenswerten Widerstand gewähren. Nun scheint sie eher hilflos in dem Versuch, ihn zu bremsen. Prof. Günter Meyer, Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt an der Universität Mainz, erläutert im Interview, warum der türkische Präsident damit durchkommt – und seiner Meinung nach am Ende dennoch scheitern wird.
          […]
          Die Kurden haben sich hilfesuchend an das Assad-Regime gewandt – und sich so für das geringere Übel entschieden. Ihre Autonomiepläne sind damit geplatzt, die syrische Regierung wird wieder die Kontrolle über den Nordosten des Landes übernehmen.
          In den von den Kurden besetzten Gebieten machen diese nicht einmal die Hälfte der Bevölkerung aus – die Araber in der Region fühlten sich unterdrückt und freuen sich deshalb jetzt, dass die Assad-Regierung zurückkommt. Aber Kurden und vor allem die Aktivisten von der YPG sind die großen Verlierer.

          Sehen Sie eine Chance, dass sich die Weltmächte Russland und USA doch noch auf ein gemeinsames Vorgehen in Syrien verständigen?

          Die USA sind raus aus diesem Spiel, nur Putin und Assad sind die Gewinner und bleiben auf dem Vormarsch. Erdogan sagt zwar, er werde auf jeden Fall seine „Sicherheitszone“ durchsetzen. Aber nachdem sich nun russische Truppen zwischen Kurden und Assads Regierungstruppen positioniert haben, ist das völlig unrealistisch. Es ist nur eine Frage der Zeit, wann die Türkei die Kämpfe einstellen muss.
          […]
          Nach den Entwicklungen der letzten Tage ist ein Scheitern der Pläne von Erdogan nicht mehr zu vermeiden. Die geostrategische Situation hat sich völlig gegen ihn gewendet. Es ist durchaus fraglich, ob er sich von diesem massiven politischen Rückschlag erholen kann, nachdem er schon bei den letzten Wahlen die Mehrheit in Istanbul und Ankara, den beiden größten Städten der Türkei, verloren hat.

          Über den Gesprächspartner: Prof. Günter Meyer ist Leiter des Zentrums für Forschung zur Arabischen Welt an der Universität Mainz.

          https://web.de/magazine/politik/syrien-konflikt/experte-tuerkischen-militaeroperation-syrien-erdogan-scheitern-34096368

  6. Tulsi schlägt sich prächtig.

      • Es folgt:

        Man könnte ja jetzt hoffen, dass Frau Clinton im gegenseitigen Einvernehmen hier ein Theaterstück aufführe für mehr Publicity für die gute Frau Gabbard. Dann wiederum, bei all dem dement senilen Wahn, dem die „feine Gesellschaft“ unserer amerikanischen Freunde und im treuen Trott die unsrige verfallen ist…

        • Ach, Barish ist ja noch dabei- 😉 – wo waren Sie denn zum Syrien Thema, wozu ich Sie vermisste?
          Und ja, viele, neben Tulsi auch ich, hoffen genau das!

          Nebenbei, diese unchronologische online-Stellung von versackten Beiträgen ist und bleibt lästig.

        • Zweifellos wird es Tulsi aber weiteren Zuwachs an Stimmen und cash gebracht haben, das ist gut!
          Tucker bemüht sich, ein unverdächtig verdutztes Gesicht zu machen, 😉 klar ist aber, er mag sie und ihre Message. Ich traue ihm sogar zu, Tulsi als potenzielle SOD selbst in einer Trump- admin zu fördern. Wäre ja nicht erstmalig, im Kabinett auch die andere Partei vertreten zu haben. (Beispel Mc Namara als JFK’s Verteidigungsmnister)i
          Viele der Präsidenten hatten schließlich Minister-und andere hohe Posten cross-party besetzt, in beide Richtungen.

          https://en.wikipedia.org/wiki/List_of_United_States_political_appointments_across_party_lines

        • Wenigstens einer hat sie verteidigt:

          Aber „nervous Nancy“ hat denselben Vorwurf auch gegen Trump erhoben:

          Das ist „normal“ bei den dems, die den Mueller Report längst vergessen haben, der ihre Verschwörungstheorie widerlegt.

      • Andrew Yang springt ihr jedenfalls zur Seite

        @ Angelika Roll
        Ich habe zunehmend den Eindruck, dass gewisse Ähnlichkeiten in der Wahlkampfstrategie zwischen ihr und Trumps ersten Wahlkampf bestehen.
        Ansonsten, wer weiß? Es rumorte damals ja schon..
        https://www.nbcnews.com/politics/congress/why-democratic-rep-tulsi-gabbard-met-donald-trump-n686976

        @ Barish
        Keine Hoffnung, der Wahn ist zutreffend, da habe ich mittlerweile nicht die leisesten Zweifel.

        • Stimmt, danke. Ich erinnere mich daran und das wird auch Trump recht regelmäßig getan haben und noch tunt 😉
          Nichts ist unmöglich, dass haben wir doch 2016 gelernt, oder..!?

  7. Im Moment gibt es irritierende Beschränkungen, mich zu äußern. Ich versuche es daher hier:

    Überhaupt die ZEIT (nicht daß der STERN sie in seinem Nanny-Journalismus nicht übertreffen würde) – betreutes Denken heißt das wohl, und beileibe fälschlicherweise vorgesehen nicht nur für das deutsche Publikum. Ich habe heute den gesamten Politikteil der ZEIT gelesen.

    Auf S. 1 belehrt Adam Soboczynski das polnische Wahlvolk mit feurigen Worten, daß es mal wieder falsch gewählt hat:

    Die Katastrophe von nebenan
    Deutschlands Nachbar rückt weiter nach rechts
    […]
    Keine Kindergelderhöhung der Welt ist es wert, den Liberalismus zu opfern.[…] Nachgiebigkeit wäre ein Verrat am weltoffenen Polen, das in den Städten verzweifelt[…]

    Ebenfalls auf S. 1 finden wir den aufrüttelnden Artikel von Özlem Topcu:

    Die Tatenlosen
    Erdogans Truppen greifen die Kurden an, und die Europäer schauen zu. Haben sie Außenpolitik verlernt?
    […]
    Was aber ist die Antwort der Europäer auf diese Lage? Nun, man verurteilt den Einmarsch, man fordert, ihn unverzüglich zu stoppen, man denkt über ein Waffenembargo nach, das man dann doch nicht so einfach beschließt.
    […]
    Für den Anfang könnte man sich aus der Angststarre befreien und die Erpressbarkeit durch Erdogan hinterfragen. Wie sollte das denn von stattengehen, Millionen von Flüchtlingen nach Europa zu „schicken“, ganz praktisch, also logistisch?

    Genauso wie er es 2015 gemacht hat: die Küstenwache schaut weg. Eben dies geschieht gerade wieder. Und man fragt sich: warum gab es keinen Protest, als Erdogan Afrin und die Gegend um Jarabulus besetzte?

    Ebenfalls auf S. 1: Maximilian Probst über die Schülerproteste gegen das angebliche Nichtstun der Politik gegen die angebliche Klimakrise:

    Zeit der reinen Vernunft

    Sollen die Jungen Nachsicht mit den Alten haben?
    […]
    Schließlich haben die Älteren die Schulen und Universitäten, aus denen die jungen Leute hervorgehen. Die wohl vernünftigste Generation aller Zeiten ist auch das Werk derer, die heute über 50 sind.

    Das ist ja gerade das Dilemma: Wissenschaftsgläubigkeit ist ein Fehler, Wissenschaftsskepsis wäre angebracht. Und die wurde offensichtlich nicht gelehrt.

    Das Dossier widmet sich einer Eloge auf Greta Thunberg.

    Auf S.2 breitet sich Richard C. Schneider, ein jüdischer Autor und Dokumentarfilmer, bis 2017 ARD-Korrespondent in Tel Aviv und Rom, darüber aus, warum er als Jude nicht mehr in Deutschland leben will.

    Selbstverständlich wird Anti-Zionismus mit Anti-Semitismus verwechselt, wie es auch der Bundestag tat, und selbstverständlich fehlt jeder Hinweis auf Anti-Semitismus durch islamische Einwanderung.

    Auf S. 3 wird die Tatsache, daß der „Kleine Mann“ die Zeche für die Klimawandel-Politik zu zahlen hat, ins Lächerliche gezogen, weil die Ökonomie-Politik den kleinen Mann ja ebenfalls vernachlässige, und niemand beschwere sich darüber! (Zynischeres las man selten):

    Sieh an: Der kleine Mann!

    Wie die einkommensschwachen Milieus in der Debatte um den Klimaschutz missbraucht werden von Robert Pausch
    […]
    Denn eines ist in der Ökologiedebatte immer klarer zu erkennen: Wer von den kleinen Leuten redet, der will allzuoft nur die großen Leute schützen.

    Auf S. 4 folgt der bereits zerlegte Syrien-Artikel von Jörg Lau, nebst einem vagen Artikel von Yassin Musharbash über befreite IS-Familien. Es folgen alarmistische Warnungen:

    Sollte so etwas auch heute wieder gelingen, sollten beispielsweise auf einen Schlag Hunderte IS-Kämpfer freikommen, könnte die Terrorgruppe rasch wieder zu einer ernsten Bedrohung werden.

    So ein Quatsch. Da ist niemand mehr, der ihnen Waffen verkauft. Und sie haben kein Staatsgebiet, das sie finanziell ausbluten könnten. Einzelne Terror-Angriffe sind möglich, aber mehr auch nicht.

    Auf S. 5 folgt der Jammer-Artikel von Lea Frehse über den geschlossenen Emanzipations-Workshop in Raqqa, gekrönt durch eine PRADA-Handtaschenwerbung.

    Noch nicht verzweifelt
    Die Kurdinnen sind stolz auf ihre Emanzipation. Jetzt fürchten sie die Rückkehr des Assad-Regimes

    Wo sie Jet-Pilotinnen, Schwimmerinnen, Fußballerinnen und überhaupt alles werden können. In Raqqa mit seiner sunnitisch-arabischen Stammes-Tradition mag das anders gesehen werden. Aber da haben Kurden ja auch nichts zu suchen, außer als Besetzungs-Komplizen der USA.

    Auf S. 6 will uns die einstige Syrien-Desinformiererin Andrea Böhm darüber informieren, daß der äthiopische Friedensnobelpreisträger den Preis nicht verdient:

    Reformer auf Bewährung

    Nach nur achtzehn Monaten im Amt wurde Abiy Ahmed mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet. Doch in Äthiopien wächst der Druck auf den Premier.

    Wenn jemand den Friedensnobelpreis NICHT verdient hat, so war das zweifellos Obama.

    Auf S. 7 des Politik-Teils der ZEIT vom 17. Oktober 2019 begegnet uns dann noch ein faktenfreier anti-Boris Johnson-Artikel, in dem sein Berater Dominic Cummings zum Bannon für Trump stilisiert wird:

    Der Kopf des Premiers

    Verrückt oder genial? Dominic Cummings ist der wichtigste Berater von Boris Johnson.Er führte die Brexit-Kampagne zum Erfolg. Jetzt entscheidet sich, ob sein Plan aufgeht Von Khue Pham

    Selten war ein Artikel überflüssiger.

    Auf S.11 versucht der Ex-SPIEGEL-Chef Brinkbäumer, uns zu verklickern, daß Trudeau es wegen nur „vier Sünden“ schwer habe, die Wahlen zu gewinnen: und was er dabei bezweckt, ist – natürlich komplett irrelevante – Wahlkampfhilfe, wie sie auch Obama leistete:

    Die vier Sünden eines Heiligen

    Kanadas Premier Justin Trudeau, Held der Liberalen, werden Rassismus und Korruption vorgewqorden. Jetzt fürchtet er um seine Wiederwahl

    Wie kann man sich nur im Spiegel angucken, wenn man solch einen Weißwasch-Artikel geschrieben hat?

    Auf S.12/13 läßt die ZEIT den autoritären anti-AfD-Sascha Lobo auf die diskussionsfreundliche Laura Zimmermann aus der Schweiz los, die so manch eine SVP-Initiative zu Fall brachte.

    Zimmermann gewann deutlich.

    Dem wie üblich unklaren Antonia Baum-Beitrag auf S.13:

    Rumblättern zwischen den Beinen

    Mit #Mee too wurde Literatur von und über Frauen zum Trend. Zwei Jahre später müssen sich erfolgreiche Autorinnen vor der Buchmesse vorhalten lassen, auf dem Feminismus-Ticket zu fahren. Werden sie tatsächlich immer noch anders gelesen als Männer?

    entnahm ich erstmals, daß diese irrlichternde ZEIT-Autorin auch einschlägige Romane schreibt. Warum ihr Artikel nicht im Feuilleton erscheint, wo er hingehört, das wissen nur die Agenda-Betreiber bei der ZEIT.

    Auf S. 14 im Politik-Teil der ZEIT vom 17.10.2019 begegnet uns der Hong Kong-Aktivist Ray Wong, der natürlich bei uns Asyl gefunden hat:

    Seid nicht naiv!

    Huawei sollte das deutsche 5G-Netz nicht bauen dürfen. Die Bundesregierung muss begreifen, dass China die Schwächen liberale Demokratieen ausnutzt von Ray Wong

    Diesen Quatsch hat Deutschland abgelehnt.Schließlich arbeiten die US-Provider genauso eng mit den US-Geheimdiensten zusammen.

    Auf S. 15 kriegen wir die bekannten Ladurner-Polemiken gegen die katalanische Unabhängigkeits-Bewegung serviert:

    13 Jahre Haft – wofür?
    Der Unabhängigkeitskampf der Katalanen findet ein Ende: Was war das für ein bescheuertes Spektakel von Ulrich Ladurner

    Schon blöd, daß die aktuellen katalanischen gewalttätigen Demos denen der Hongkong-Aktivisten gleichen – während letztere natürlich vollkommen in Ordnung sind.

    Man verzweifelt angesichts der Desinformationen der deutschen Presse. Die ja nur die Desinformationen der US-MSM abschreibt, die anti-Trump-Medien sind.

    • Glücklicherweise funktioniert WordPress wieder, gestern kam ich in den internen Bereich nicht mehr hinein…

      Heute morgen sprang mich im aktuellen SPIEGEL das ganze Elend unseres Pressewesens wieder an: die Titelgeschichte, unter Mitwirkung von Christoph Reuter, der eigens überflüssigerweise nach Nordsyrien gereist war, aber schnell umkehrte, als das Gerücht aufkam, seine Verhaftung sei geplant, ist mal wieder erste Propaganda-Sahne. Auf Englisch gibt es sie online:

      And the horrific conclusion is still to come. Three million people live in Idlib, the last remaining rebel bastion. Fighting there in the coming months is likely to form the bloody finale of a war in which Assad and Putin have already broken all the taboos — from the use of chemical weapons and the targeted bombing of hospitals to the starving out of entire cities. The lethargy of the international community has given Assad no cause for restraint.
      Just as he has chosen violence over reform from the very beginning — because every negotiation, every concession would have meant an erosion of his power — reconstruction and reconciliation are not in his interest either. Those who don’t completely submit themselves to his regime are not welcome to return. The hopes of some European politicians that Assad can be convinced to reform with money is naïve. Even as his regime was facing ruin, it made no concessions, preferring instead to unleash terror to escalate the conflict.

      The reasons for the 2011 protests — oppression, and corruption — haven’t gone away. On the contrary. And the fears of the people have only grown. And that is the key to Assad’s power. He must foment that fear if he wants to domineer his people.

      Under Trump’s leadership, the Americans have abandoned their middleman role in the Middle East. And the Russians have filled the resulting vacuum. Rulers from Ankara to Cairo will carefully consider with whom they will cooperate in the future. Putin, Assad and Erdogan will establish the postwar framework in Syria. And there will only be room for those of whom the three despots approve.
      By Christian Esch, Julia Amalia Heyer, Katrin Kuntz, Roland Nelles, Maximilian Popp, Christoph Reuter, Raniah Salloum, Christoph Scheuermann and Severin Weiland
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      https://www.spiegel.de/international/world/the-syrian-debacle-and-its-implications-for-europe-a-1292149-2.html

      Die lernen nix dazu.
      Harald Martenstein hat es in der Literatur-Beilage der ZEIT 42/2019 vom 10.10.2019, S.46, in der Kurzrezi von Juan Morenos Tausend Zeilen Lüge über Claas Relotius bestens zusammengefaßt:

      Interessant ist, dass der Ressortleiter Matthias Geyer schon vor Beginn der Recherche vorgeschrieben hat, worauf seine Geschichte hinauszulaufen hat, unter anderem „die Abkehr der USA von dem, was wir unter Demokratie verstehen“. Das entlastet Relotius, denn eine Demokratie sind die USA ja immer noch. Um diesen Stoff zu liefern, musste er doch lügen.

      Das Buch liest sich spannend, in der Analyse ist es allerdings schwach. Martenstein macht das besser. 😉

      Morenos Buch befindet sich auf Platz 2 der STERN-Bestsellerliste. Im SPIEGEL kommt es nicht vor: ist ja nur Soft- und kein Hardcoverbuch. 😉

      • Wieder überschnitten.
        Und sorry, DAS hatte ich wohl vorher missinterpretiert:
        „Glücklicherweise funktioniert WordPress wieder, gestern kam ich in den internen Bereich nicht mehr hinein…“

    • Aber wem wird geholfen, wenn Sie verzweifeln?
      Grenzt derartig geballter Konsum der Desinformationspresse nicht schon an Masochismus? Gesundheitsfördernd scheint er nicht zu sein.
      Der Kampf kann nur noch intensiver werden, da Trump- Befürworter wohl global in der Minderheit sind. Womit auch Ihre ‚irritierenden Beschränkungen‘ wachsen werden.

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