Hans Wollschläger-Fake News- Updated

Hans, Winterberg 11-04

Hans Wollschläger in Winterberg, 2004, Foto: Gabriele Gordon

Es hätte ja eigentlich genügt, meinen letzten Artikel zu ergänzen:

https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/17/fake-news-oder-wie-ich-zur-witwe-von-hans-wollschlaeger-wurde/

Aber irgendein Bug im WordPress-System ließ das nicht zu.

Die NZZ als Sprachrohr des gekränkten Bearbeiters der Wollschläger-Übersetzung des Ulysses von James Joyce, Harald Beck, hat nun auch dessen Zuarbeiter Hans Walter Gabler zu Wort kommen lassen.

Der Artikel hebt natürlich mit Fake News an:

Rettet den deutschen «Ulysses»

Aus rechtlichen Gründen liegt die revidierte deutsche Übersetzung von Hans Wollschläger auf Eis. Das darf nicht sein.

Hans Walter Gabler 26.3.2018, 05:30 Uhr

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Sie liegt natürlich nicht nur aus rechtlichen Gründen „auf Eis“, sondern entscheidend deshalb, weil Beck das Wollschlägersch’e Kunstwerk zerstörte.

Die NZZ vom 2.3.2018 war jedenfalls schon mal näher an der Wahrheit:

Gabriele Gordon habe keinerlei Gesprächsbereitschaft gezeigt: «Sie hat es abgelehnt, Jonathan Landgrebe, den Leiter von Suhrkamp, und den Cheflektor Fellinger zu treffen. Offenbar hat sie dem Verlag schriftlich ihre Position dargelegt; sie begründet diese einerseits juristisch – in dieser Hinsicht sind ihre Ansprüche tatsächlich unanfechtbar. Anderseits führte sie angeblich literarische und philologische Gründe an: Wollschläger hätte der Neufassung nicht zugestimmt, argumentierte sie.»

https://www.nzz.ch/feuilleton/ulysses-neuedition-rechtlich-ist-die-sache-tot-ld.1361961

Der offenbar umfassend uninformierte Gabler meint:

Das grundsätzliche Einvernehmen zwischen dem Übersetzer, einem Team von Revisoren und dem Suhrkamp-Verlag datiert aus dem Jahre 2007. Leider verstarb Hans Wollschläger wenige Monate, nachdem das Übereinkommen erzielt worden war.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Daß bei diesem Treffen von 10.3.2007 irgendein Übereinkommen erzielt worden sei, davon träumt allenfalls der Suhrkamp-Verlag. Insofern existiert lediglich ein Protokoll des Verlags, das Hans Wollschläger nie zur Kenntnis nahm. Ob er wirklich die Fron auf sich genommen hätte, sich ein ganzes Jahr die Besserwissereien von Anglisten und Philologen anzuhören? Die keine Ahnung von Kunst haben?

Ich wage es zu bezweifeln.

Eins ist jedenfalls klar. Nur Hans Wollschläger selbst hätte seine eigene geniale Übersetzung überarbeiten können. Niemand sonst.

Gabler hüpft gleich hierauf:

Durch dieses aber bestärkt, verpflichtete der Verlag Harald Beck und seine Mitarbeiter zur Durchsicht und Überarbeitung der Wollschläger-Übersetzung. Entscheidend am Übereinkommen war, dass ein durchgesehener und revidierter Übersetzungstext nicht die wollschlägersche Verdeutschung überfremden würde. Die Überarbeitung verstand sich als Dienst an der Übersetzung und deren Dienst am Roman und an seinem Autor.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Warum bringt die NZZ derlei Lügen?

Klar, Beck möchte gern seine Vorgänger Dirk Vanderbeke und Dirk Schultze, die Kommentatoren der Wollschläger-Übersetzung  im Jahr 2004, auslöschen, denen er zuarbeitete. Genauso agiert sein Zuarbeiter Gabler.

Vanderbeke und Schultze verließen das Unternehmen, als ihnen klar wurde, wie sehr Beck es auf die Zertrümmerung  der Wollschläger-Übersetzung ankam.

Gabler:

Wie ich es mir vorstelle, könnte Grundlage einer Vereinbarung sein, dass Hans Wollschlägers «Ulysses» unverändert der rein deutsche Lesetext des Werkes vom Suhrkamp-Verlag bleibt. In Parallele dazu sollte der Verlag den Plan Siegfried Unselds umsetzen, eine zweisprachige «Ulysses»-Ausgabe anzubieten. In dieser würde dem englischsprachigen originalen Text der deutsche zugesellt, der, auf der Grundlage der Übereinkunft mit Hans Wollschläger, über zehn Jahre hinweg im Auftrag des Suhrkamp-Verlags erarbeitet wurde. Dass dieser überarbeitete Text im Wesentlichen nach wie vor den Übersetzungstext Hans Wollschlägers darstellt, nur eben in einer revidierten Fassung, welche Entsprechungen im Deutschen zum englischen Original präzisiert, wäre selbstredend hervorzuheben und vertraglich festzuhalten.

Es ist eine hohe Anerkennung der Übersetzung von 1975, dass sie eben nicht ersetzt wird, sondern im Kern bestehen bleibt. Der revidierte Wollschläger-Text in einer zweisprachigen Ausgabe sollte dabei selbstverständlich zu erkennen geben, wo er von Wollschlägers Fassung von 1975 abweicht und warum er das tut. Der englischsprachige Text der Herausgeber Hans Walter Gabler, Wolfhard Steppe und Claus Melchior steht rechtlich vorbehaltlos für die zweisprachige Ausgabe zur Verfügung.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Nun mag ja wohl Suhrkamp befeuert haben, die „neue“ Übersetzungs-Bearbeitung von Beck zu promoten, weil die alte von Wollschläger nicht mehr verkauft wird, da der Markt gesättigt ist.

Gablers Vorschlag ist nicht nur weltfremd, sondern auch kontrafaktisch, da die Wollschläger-Übersetzung durch Beck zerstört worden ist.

Und warum sollte ein kommerzieller Verlag wie Suhrkamp eine englisch-deutsche Ulysses-Ausgabe herausbringen, der die zehntausende Beck-Veränderungen an der Wollschläger-Übersetzung dokumentiert, die Beck auch noch begründen soll?

 

 

8.514 Gedanken zu „Hans Wollschläger-Fake News- Updated

  1. Wie es unterdessen an der Impeachment Front weitergeht:

    Vor kurzem begonnen im Justizausschuss:

    weniger Zuschauer bei

    worum es heute geht:
    The Judiciary Committee is now in session
    The House Judiciary Committee just gaveled into session. Today, the members are considering amendments to the articles of impeachment against President Trump.

    After they finish the amendment process, the committee is expected to approve the articles.

    How long will this take? We’re not exactly sure. The committee members can go as long as they want today. But there’s a congressional ball at the White House at 7 p.m. ET, and according to multiple sources, a number of members — particularly Republicans — are expected to attend.

    https://edition.cnn.com/politics/live-news/impeachment-inquiry-12-12-2019/index.html

    s. auch weiter unten detaillierter unter: ‚Here’s what the process will look like‘

    • @ Angelika Roll:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-209/#comment-86689

      Lückenpresse auch bei uns, was den Horowitz-Report angeht; WELT, SPON und Tagesspiegel haben nur den bereits vorgestellten kurzen, aber auch irreführenden dpa-Bericht.
      Man kann allerdings nicht sagen, daß diejenigen, die sich dem Thema gewidmet haben, weniger in die Irre führen – im Gegenteil!

      10. Dezember 2019, 7:29 Uhr
      Bericht des US-Justizministeriums
      Trumps Verschwörungstheorien offiziell widerlegt
      • US-Präsident Trump hat Anfang März 2017 die Geschichte verbreitet, das FBI habe ihn persönlich und seine Kampagne abgehört.
      • Nun ist der Bericht zu den FBI-Ermittlungen gegen Trumps Team 2016 veröffentlicht worden.
      • Nach den Schlussfolgerungen waren die Ermittlungen nicht politisch motiviert, aber auch nicht fehlerfrei.
      Von Thorsten Denkler, New York
      […]
      Auf Papadopoulos wartet wegen Falschaussagen wohl eine Haft- oder eine hohe Geldstrafe. Flynn wurde später Trumps Nationaler Sicherheitsberater, musste aber kurz danach gehen, weil er das FBI über Kontakte zu russischen Offiziellen angelogen hatte. Auch auf ihn wartet eine Haftstrafe.
      Trumps besonderes Interesse aber gilt dem Fall Carter Page. Gegen ihn hat das FBI elektronische Abhörmaßnahmen erwirkt. Allerdings erst nach seinem Rückzug aus der Trump-Kampagne.
      […]
      Das FBI aber wollte lediglich den E-Mail-Verkehr von Carter Page lesen und dessen Telefongespräche abhören, heißt es im Horowitz-Bericht.
      […]
      In dem Bericht werden allerdings eine Reihe handwerklicher Fehler im Umgang mit den Abhörmaßnahmen herausgearbeitet, die das Vertrauen in die Institution FBI weiter schwächen könnte.
      Das FBI habe es etwa versäumt [recte: ein CIA-Schreiben verfälscht], das Justizministerium darüber zu informieren, dass Page seine Erkenntnisse aus Kontakten mit russischen Offiziellen oft mit dem US-Auslandsgeheimdienst CIA geteilt hat. Darunter war auch ein Treffen, das das FBI explizit genutzt hat, um Page vor Gericht verdächtig erscheinen zu lassen.
      […]
      Das Team von Horowitz fand zudem heraus, dass FBI-Mitarbeiter gegenüber dem Gericht Unterlagen zu Lasten von Page frisiert [s.o.] haben. Allerdings sei das alles „nicht mit Absicht“ geschehen. Sondern eher aus einer Überlastung heraus.
      […]
      Der Bericht widerlegt noch eine weitere Verschwörungstheorie von Trump und vielen anderen Republikanern. Die behaupten, das FBI habe die Ermittlungen auf Grundlage eines höchst umstrittenen Trump-Dossiers des früheren britischen MI6-Agenten Christopher Steele eingeleitet. Steele ist im Wahlkampf 2016 indirekt von der Demokratischen Partei bezahlt worden, um in Russland Informationen gegen Trump zu sammeln. Das Dossier ist im Juli 2016 [?] öffentlich geworden. In dem Bericht wird nun festgestellt, dass das Steele-Dossier in keiner Weise für die Einleitung von Ermittlungen verwendet wurde.
      […]
      Auch in seiner Regierung sind viele mit dem Horowitz-Report unzufrieden. Vorneweg Justizminister William Barr. Der hat am Montag der Kernthese des Berichtes scharf widersprochen.
      https://www.justice.gov/opa/pr/statement-attorney-general-william-p-barr-inspector-generals-report-review-four-fisa

      Die Verdachtsmomente hätten in seinen Augen eben „nicht ausgereicht“, um eine Ermittlung in diesem Umfang zu starten. Barr bekommt Rückendeckung von dem Mann, den er selbst im Frühjahr eingesetzt hat, um die gesamten Russland-Ermittlungen einer Revision zu unterziehen, John Durham. Der sagt, er habe vor einem Monat bereits Horowitz darüber unterrichtet, dass er mit einigen Schlussfolgerungen des Berichts in Bezug auf den Beginn der Ermittlungen „nicht einverstanden“ sei. Das dürfte Teil eines konzertierten Versuches sein, Horowitz und seinen unabhängigen Bericht öffentlich zu diskreditieren.
      […]
      Er [Comey] stellt sich schützend vor seine früheren Untergebenen: „Das waren einfach nur gute Leute, die versucht haben Amerika zu beschützen.“

      https://www.sueddeutsche.de/politik/donald-trump-fbi-verschwoerungstheorien-1.4717218

      Was soll man zu diesem Machwerk noch sagen? Einseitig und wegen Überlastung mit einigen handwerklichen Fehlern.

      Sein Kollege bei der SZ hat zumindest den richtigen Instinkt:

      9. Dezember 2019, 11:05 Uhr
      USA
      Der beste Kandidat, um Trump zu schlagen
      Die Demokraten verstehen sich als eine moderne, junge, offene und vor allem ethnisch bunte Partei. Im Präsidentschaftswahlkampf haben aber wieder die alten, weißen Männer die Nase vorn. Das ist schade, aber notwendig.
      Kommentar von Hubert Wetzel, Washington
      […]
      Die negative Deutung ist: Die Demokraten sind eine zerrissene Partei, ohne Kurs und Führung. Sie daddeln herum, und wenn sie so weitermachen, verdaddeln sie die Wahl gegen Trump. Wie viele Parteien der linken Mitte wissen auch die US-Demokraten nicht, wohin sie eigentlich wollen – nach links oder in die Mitte. Das würde erklären, warum sowohl der Sozialist Sanders eine nennenswerte Anhängerschaft in der Partei hat als auch die Sozialdemokratin Warren als auch der Mitte-Normalo Biden als auch der Jungspund Buttigieg. Und es passt sogar, dass eine kleine Gruppe im Partei-Establishment meint, der beste Kandidat sei der Ostküstenmilliardär Michael Bloomberg.

      Man muss für Amerika und die Welt hoffen, dass die erste Deutung die richtige ist. Wer die Demokraten kennt, fürchtet freilich, dass die zweite stimmt.

      https://www.sueddeutsche.de/politik/usa-biden-kommentar-1.4714706

      Frauke Steffens behandelt den Bericht nebenbei:

      Impeachment-Verfahren
      Trump spekuliert auf Showdown im Senat
      Von Frauke Steffens, New York
      -Aktualisiert am 11.12.2019-07:52
      […]
      Dabei erhoffen die Republikaner sich auch Vorteile von Angriffen auf die eigenen Sicherheitsbehörden. Michael Horowitz, Generalinspekteur des Justizministeriums, prüfte die FBI-Untersuchungen noch einmal. Die Veröffentlichung der Ergebnisse fiel nun in die Woche der Impeachment-Anklage und soll weitere Munition für die „Hexenjagd“-These bringen. Den Vorwurf, dass die Ermittlungen gegen das Wahlkampf-Team von Trump ungerechtfertigt waren und unter einem Vorwand zustande kamen, wies der Bericht deutlich zurück.
      Wohl aber beklagten die Prüfer einige Mängel in der Arbeit des FBI. So habe es die Behauptungen des früheren britischen Spions Christopher Steele über Trumps Moskau-Kontakte zu lange ernst genommen und entlastende Informationen stellenweise nicht ausreichend gewichtet. Justizminister William Barr beharrte am Dienstag darauf, dass die gesamten Ermittlungen des FBI und später Muellers somit eine „Farce“ gewesen seien. Der Bericht von Bundesstaatsanwalt John Durham, den Barr mit zusätzlichen Nachforschungen beauftragt hatte, steht noch aus.

      Diese neuerliche Beschäftigung mit Details der Russland-Ermittlungen soll aus Sicht der Republikaner vor allem zeigen, dass die Demokraten den Präsidenten mit allen Mitteln loswerden wollen. Alle Zweifel, die sie an den Russland-Ermittlungen säen kann, sollen der Partei bei ihren Verschwörungstheorien im Impeachment-Verfahren helfen – selbst, wenn man dabei russische Spione und Hacker verharmlosen muss.
      […]

      https://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/impeachment-verfahren-anklagepunkte-gegen-trump-stehen-fest-16529729.html

      Den Vogel schießt Brinkbäumer in der ZEIT ab:

      Das zähe Biest namens Wahrheit
      Ein präzises Anklageschreiben gegen den US-Präsidenten, ein detaillierter FBI-Bericht: Es ist eine gute Woche im Amerika Donald Trumps. Die Tatsachen kehren zurück.
      Von Klaus Brinkbäumer
      12. Dezember 2019, 12:46 Uhr
      […]
      Da sagen also die Demokraten, er habe gegen das Gesetz verstoßen, und legen ihre Beweise vor – und Trump sagt: „Die Demokraten wollen einen Coup verüben, sie sind Verbrecher.“ Und: „Die Medien helfen ihnen und sind die Feinde des Volkes.“ Da sind die Demokraten hartnäckig; also spricht er von „Lynchmord“ und „Hexenjagd“. Die Demokraten sind präzise in ihren Anklagen; deshalb sagt er: „Sie sind verrückt. Hysterisch.“

      Er will die Aufmerksamkeit umlenken, die Wahrnehmung drehen. Seine Partei hilft ihm dabei und sagt, es gebe keine Beweise, obwohl sie die Beweise gerade gesehen hat. Sie sagt, dass die Ukraine in die US-Wahlen von 2016 eingegriffen habe, obwohl die Zeugen gerade erst ausgesagt haben, dass Wladimir Putins Geheimdienste diese Theorie erfunden hätten, um Russland zu entlasten und den Kriegsgegner Ukraine zu belasten.
      […]
      Und dann hat auch noch, zweitens, die Aufsichtsbehörde des Justizministeriums einen so präzisen wie kritischen Bericht über die Arbeit des FBI in der Russland-Affäre geschrieben. Seit mehr als einem Jahr schimpft Trump, dass das FBI bei seinen Ermittlungen politisch, also durch Hass auf ihn, getrieben gewesen sei. Doch nein, laut Bericht habe es zwar Ermittlungsfehler gegeben, gewichtige sogar, aber die Ermittlung selbst sei auf blitzsauberer Grundlage begonnen worden und unparteiisch geblieben, so steht es da.
      […]
      Natürlich ist Trumps Amerika deswegen nicht plötzlich verstummt. Laut, sehr laut wird all das nun diskutiert und angefeindet. Trumps treuer Justizminister William Barr stellt den FBI-Bericht längst schon als das Gegenteil dessen dar, was Barr eigentlich demütig gelesen und begriffen haben müsste.
      […]

      https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-12/donald-trump-impeachment-verfahren-demokraten-wahrheit/komplettansicht

      Wie isses nur möglich?

      Keiner schrieb übrigens, daß Carter Page unschuldig und das Steele-Dossier (damit auch Russiagate) ein Witz war. Eine echte Verschwörungstheorie, die von den Medien gern aufgegriffen wurde und wird.

      Was das Impeachment angeht, über das hierzulande ohnehin nur Unfug geschrieben wird, macht es sich der Tagesspiegel leicht: es wählt den richtigen Experten aus, dessen Fachgebiet eigentlich das 18. Jahrhundert ist:

      11:30 Uhr
      Interview mit Harvard-Professor Cass Sunstein
      „Es ist klar geregelt, was die Standards für ein Impeachment sind“
      Gegen US-Präsident Donald Trump soll ein Amtsenthebungsverfahren eingeleitet werden. Was sind die rechtlichen Grundlagen dafür?
      Malte Lehming
      […]
      Von 2009 bis 2012 leitete Sunstein im Weißen Haus unter Präsident Barack Obama das „Office of Information and Regulatory Affairs“.
      Sunstein ist verheiratet mit der ehemaligen amerikanischen UN-Botschafterin Samantha Power.
      […]
      Trump nennt das Verfahren gegen ihn eine „Hexenjagd“, die rein politisch motiviert sei. Könnte ihm das am Ende sogar nützen?

      Trump hat jedes Recht, sich zu verteidigen und das Verfahren zurückzuweisen. Das würden wohl die meisten Präsidenten tun. Aber ich glaube, dass die Demokraten sehr wohl wissen, dass sie sich streng an die Vorgaben der Verfassung halten müssen. Nach allem, was wir über das Telefonat zwischen Trump und Selenskyj wissen, wäre es äußerst schwer für sie gewesen, kein Amtsenthebungsverfahren einzuleiten.
      […]

      https://www.tagesspiegel.de/politik/interview-mit-harvard-professor-cass-sunstein-es-ist-klar-geregelt-was-die-standards-fuer-ein-impeachment-sind/25326964.html

      • Cass Sunstein, Ehegatte von Samantha Power, ist mir vor allem deshalb bekannt:

        „Sunstein und Vermeulen empfehlen, die Regierung solle die Verbreitung solcher Verschwörungstheorien aktiv bekämpfen, indem man Regierungsmitarbeiter beauftrage Chaträume zu betreten, sozialen Netzwerken und realen Gruppen beizutreten, um dort Zweifel an den faktischen Prämissen der Verschwörungstheorien, ihrer kausalen Logik oder ihren Implikationen für politisches Handeln zu verbreiten.“

        Wiki, s.v.

        Der New Yorker nahm Sunstein gegen „right-wing conspiracy theories“ in Schutz, musste aber einräumen:

        „Nowhere in the final version of the paper did Sunstein and Vermeule state the obvious fact that a government ban on conspiracy theories would be unconstitutional and possibly dangerous.“

        https://www.newyorker.com/culture/persons-of-interest/how-a-liberal-scholar-of-conspiracy-theories-became-the-subject-of-a-right-wing-conspiracy-theory

        Sunsteins Hauptgegner sind natürlich die 9/11-Zweifler.

        Hier ist der in Rede stehende Aufsatz:

        https://papers.ssrn.com/sol3/papers.cfm?abstract_id=1084585

        • Das Problem ist: Verschwörungstheorien verbreiten ausschließlich die politischen Gegner. 😉

          Und soviel zur Brinkbäumerschen „präzisen Anklage“:

          Soviel zu den Beweisen:

          Hierbei dürfte es sich um das zurückgehaltene Interview des IGIC Atkinson handeln. Denn das Verfahren hat nichts mit rechtsstaatlichem Verfahren zu tun:

          Ob Pelosi ihre Schäfchen zusammenhalten kann?

      • “ Nach allem, was wir über das Telefonat…wissen“ – wer lesen kann, ist klar im Vorteil.
        Auch heute in der Debatte wurde ja wieder von zwei (!) Democrats durch vorlesen behauptet, Trump sagte “ I want you to do ME a favour, though..“ !

        Nur ein rep verlangte auf Eingabe, die Nadler sogar genehmigte, das Transkript ins Protokoll aufzunehmen. Man lernte inzwischen, daß verbale Widersprüche wirkungslos verpuffen, ignoriert oder verhöhnt werden…
        Da können selbst Professoren das doch locker kopieren.
        Was für ein Trauerspiel.

        • Nützen wird es freilich nichts, aber sehr schön, daß Ratcliffe ohne Geheimnisse auszuplaudern wenigstens das Atkinson Transkript für Zuschauer erwähnte! Andy Biggs verlas darüberhinaus auch die neue Yermak Aussage.
          Manu Raju traut sich nicht, seinem zuvor veröffentlichten Text zu widersprechen, während es real sehr viel mehr Nein Stimmen bei den dems geben dürfte, es ist reichlich auf der Kippe.
          https://edition.cnn.com/politics/live-news/impeachment-inquiry-12-12-2019/index.html

          „Some Democrats from swing districts may not vote for impeachment
          From CNN’s Manu Raju

          Two Democratic leadership sources say it’s possible they could lose more than two votes on the two articles of impeachment. The full House is expected to vote on the articles next week.

          We already know they’re going to lose…

          Jeff Van Drew
          Collin Peterson.
          And they are going to likely pick up independent Justin Amash.

          But Democrats could lose a handful more from swing districts on either or both articles. Many vulnerable members are not saying what they’ll do yet, as they had back to their districts this weekend and get feedback from voters.

          Remember: They are not expecting mass defections and they expect to have more than enough votes for final passage.“

          Wir lasen schon etwas anderes… Schaumermal…

  2. Im Anschluß daran:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-209/#comment-86679

    habe ich jetzt gerade mal einen Blick auf die mediale Parallel-Welt geworfen, die sozusagen von antirussischen Mythen lebt. Und Achtung, BILD steht da nicht allein. BILD geht nur besonders plump vor.

    Angesichts der Bemühungen zur Aufklärung von US-Ukraine-Korruption:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-209/#comment-86660

    Es gibt kein Thema, bei dem nicht von vorneherein klar wäre, welche Haltung der mediale Mainstream einnehmen wird, hier zur OPCW:

    Aufklärer hingegen müssen mit üblen Anfeindungen rechnen:

    Immerhin, ein „Kollege“ wurde deshalb gefeuert:

    Aufrechter Journalismus jenseits von Propaganda hat es immer schwerer heutzutage.

    • Die transatlantischen Grünen sind nun tatsächlich unwählbar geworden:

      Da hat er nun mal recht.

      Betrübt wird vermerkt:

      Zum Fall Krasikov („Skripal in Berlin“)

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-208/#comment-86606

      hat er natürlich auch etwas beizusteuern; aber zunächst ein Update: die im Link dargestellte reißerische SPIEGEL/Bellingcat Story kann man auf der englischen Seite nachlesen:

      Putin’s Killers in Europe
      How Russian Agents Hunt Down Kremlin Opponents

      A secret Russian death squad appears to be killing Moscow’s enemies in the West in an effort to destabilize Europe. Perpetrators with connections to the Russian government appear to be responsible for the slaying of a Georgian national in Berlin. By DER SPIEGEL Staff
      December 09, 2019 04:03 PM
      […]

      https://www.spiegel.de/international/world/how-russian-agents-hunt-down-kremlin-opponents-in-europe-a-1300091.html

      Zusätzlich gab es eine Falschmeldung von Le Monde und FAS:

      Tiergarten-Mord in Berlin
      Mutmaßlicher Auftragskiller beantragte kein Asyl
      Die Nachricht klang spektakulär: Der mutmaßliche Mörder vom Kleinen Tiergarten in Berlin soll nach seiner Tat Asyl in Deutschland beantragt haben. Nun dementiert die Bundesregierung.

      Sonntag, 08.12.2019 17:34 Uhr

      Die Bundesregierung dementiert Medienberichte, wonach der mutmaßliche Mörder vom Kleinen Tiergarten in Deutschland Asyl beantragt hat. „Unter sämtlichen zu dem Tatverdächtigen uns bekannten Personalien liegt beim Bundesamt für Migration und Flüchtlinge kein Asylantrag vor“, teilte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums dem SPIEGEL auf Anfrage mit.
      Zuvor hatte die französische Zeitung „Le Monde“ berichtet, der mutmaßliche Attentäter habe nach seiner Festnahme am 23. August in Berlin unter seinem Aliasnamen Vadim Sokolov einen Asylantrag gestellt. Der Antrag sei drei Tage später an die französischen Behörden weitergeleitet worden, weil Sokolov über Frankreich in den Schengenraum einreiste. Auch die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ hatte über den angeblichen Asylantrag berichtet.
      […]

      https://www.spiegel.de/politik/deutschland/tiergarten-mord-mutmasslicher-auftragskiller-beantragte-kein-asyl-a-1300289.html

      Danach erfolgte eine Tatsachenverdrehung von Röpcke selber: von „rechtfertigen“ steht im zitierten Artikel nichts.

      10.12.2019 – 05:12 Uhr

      Zwei Schüsse fielen – in Kopf und Rücken. Der Georgier Zelimkhan Khangoshvili († 41) wurde am 23. August 2019 im Kleinen Tiergarten in Berlin heimtückisch ermordet. Der mutmaßliche russische Auftragsmörder Vadim Krasikov (54) sitzt seit dem Sommer in Berlin in U-Haft …

      Der Tiergarten-Mord von Berlin: Russland weist jede Verwicklung in die Tat von sich, tut alle Beweise und Indizien, die auf den Kreml zeigen, als anti-russische Verschwörungstheorien ab – und dabei bleibt es auch nach dem Ukraine-Gipfel in Paris, wo Kanzlerin Angela Merkel (65) Kremlchef Wladimir Putin (67) auf den Fall ansprach.

      ▶︎ Er bezeichnete den ermordeten Georgier vielmehr als einen „Banditen“, der selbst viele Menschen auf dem Gewissen habe. „In Berlin wurde ein Krieger getötet, der in Russland gesucht wurde, ein blutrünstiger und brutaler Mensch“, sagte Putin auf der Pressekonferenz.

      Der Mann habe auf der Seite von Separatisten im Kaukasus gekämpft und dort alleine bei einem Anschlag den Tod von 98 Menschen verschuldet. Zudem sei er an einem Anschlag auf die Moskauer Metro beteiligt gewesen. Im Jahr 2010 hatte es zwei Sprengstoffattacken auf die U-Bahn in der russischen Hauptstadt gegeben. Das zumindest behauptet Putin. Den deutschen Behörden warf der Kremlchef vor, den „Verbrecher und Mörder“ trotz entsprechender Gesuche nicht ausgeliefert zu haben.
      […]
      Gleichzeitig zeigte er sich aber bereit, die deutschen Ermittler bei der Aufklärung des Mordes zu unterstützen. Zu den möglichen Hintergründen der Tat sagte er: „Ich weiß nicht, was mit ihm passiert ist. Das ist ein verbrecherisches Umfeld. Da kann alles Mögliche passieren.“
      Dabei prüfen Ermittler Verbindungen der Bluttat in Berlin zu dem von Putin eingesetzten Präsidenten Tschetscheniens, Ramsan Kadyrow (43). Das mögliche Motiv für die Tat: Rache für die Ermordung von Kadyrows Vaters Achmat vor 15 Jahren!
      […]
      Merkel hatte den Fall bei einem Einzelgespräch mit Putin vor dem Ukraine-Gipfel angesprochen. „Wir haben im Augenblick einen Anfangsverdacht des Generalbundesanwalts, nicht mehr und nicht weniger“, sagte sie später auf der Pressekonferenz. Das habe sie dem russischen Präsidenten auch so mitgeteilt. Auf die Frage, ob sie nun eine russische Kooperation bei den Ermittlungen erwarte, sagte die Kanzlerin: „Ich gehe davon aus, dass die russische Seite ihre Informationen uns zur Verfügung stellt, jedenfalls fände ich das gut.“
      […]

      https://www.bild.de/politik/2019/politik/tiergarten-mord-putin-nennt-erschossenen-georgier-einen-banditen-66592304.bild.html

      Die Beschreibung des Opfers dürfte näher an der Wahrheit sein als das weichgespülte Bild, das die SPIEGEL-Autoren pinseln. Lediglich das angesprochene Auslieferungsersuchen konnte nicht gefunden werden:

      Mord im Kleinen Tiergarten
      Bundesregierung weist Behauptung Putins über ermordeten Georgier zurück

      Wladimir Putin gab an, dass Russland seit Jahren die Auslieferung von Zelimkhan Khangoshvili gefordert habe, der in Berlin ermordet wurde. Die Bundesregierung weist den Vorwurf nun deutlich zurück.

      Mittwoch, 11.12.2019 17:01 Uhr
      Die Bundesregierung hat Vorwürfe des russischen Präsidenten Wladimir Putin im Zusammenhang mit den Ermittlungen zum Mord im Kleinen Tiergarten deutlich zurückgewiesen. Ein Sprecher des Justizministeriums sagte, der Regierung sei „kein Auslieferungsersuchen der russischen Seite bekannt“.
      Putin hatte beim Ukrainegipfel in Paris Anfang der Woche behauptet, Russland habe seit Jahren die Auslieferung des späteren Mordopfers Zelimkhan Khangoshvili gefordert, da man diesen wegen der Beteiligung an Terroranschlägen in Moskau vor Gericht habe stellen wollen. Deutsche Ermittler zeigten sich von dem Vorwurf verblüfft, bisher jedenfalls war von solchen Versuchen Moskaus nichts bekannt.
      […]

      https://www.spiegel.de/politik/deutschland/wladimir-putin-bundesregierung-weist-behauptung-ueber-ermordeten-georgier-zurueck-a-1300776.html

      Natürlich haben sämtliche Zeitungen über Putins Äußerung berichtet, das gehört zum Informationsauftrag. Dennoch retweetete Röpcke diesen Stuß:

      Und diesen:

      Nichts davon ist gerichtsfest bewiesen. Auch das Staatsdoping-Programm nicht. Dennoch: was die wie üblich Rußland-feindliche WADA verhängte, ging den Medien hierzulande nicht weit genug:

      https://www.tagesspiegel.de/sport/wada-urteil-zu-russland-mehr-wachsweich-als-wirksam/25315250.html

      https://www.spiegel.de/sport/fussball/wada-beschluesse-zu-russland-bleiben-fuer-die-fussball-em-ohne-folgen-a-1300522.html

      Mal sehen, ob der Sportgerichtshof CAS auch diese Entscheidung der WADA aufhebt, wie beim letzten Mal.

        • Und weitere Updates:

          Ermordeter Georgier in Berlin
          Nichts deutet auf russisches Einlenken hin
          Von Friedrich Schmidt, Moskau
          -Aktualisiert am 12.12.2019-13:07
          Wie erwartet hat Russland zwei deutsche Diplomaten ausgewiesen. Im Fall um den in Berlin erschossenen Georgier deutet nichts auf eine Mithilfe Moskaus bei der Aufklärung hin. Vielmehr treibt Putin ein aus anderen Fällen bekanntes Spiel.
          […]
          Von den von Putin erwähnten angeblichen Taten des Tschetschenen mit georgischer Staatsangehörigkeit wussten die deutschen Sicherheitsbehörden, wie die F.A.Z. am Donnerstag berichtete, nichts. Zugleich wies die Bundesregierung eine Pariser Behauptung Putins zurück, Moskau habe sich in Berlin um eine Auslieferung Changoschwilis bemüht. Dennoch bekräftigte Putins Sprecher diese Version Putins am Donnerstag nach der Ausweisung. Auf das deutsche Dementi angesprochen, sagte Peskow, es habe entsprechende „Anfragen“ in Berlin gegeben, „darüber wurde der Präsident unterrichtet“.

          Auf die Nachfrage, woher der Unterschied in den deutschen und russischen Informationen rühre, sagte Peskow: „Das müssen wir nicht erklären, wir informieren Sie über unsere Handlungen, die stattgefunden haben.“ Er fügte hinzu, „in vielen Ländern Europas verstecken sich nach wie vor sehr viele Leute, die an Terroranschlägen beteiligt waren“ sowie an Morden im russischen Nordkaukasus. „Sie erhalten ein Aufenthaltsrecht, mancherorts die Staatsangehörigkeit. Sie laufen am helllichten Tag zwischen normalen Leuten.“ Russland strebe die Auslieferung von vielen dieser Leute an, sagte Peskow noch. Im Licht des Falls Changoschwili erscheinen seine Worte freilich zugleich als Botschaft, Russlands Gegner auch künftig entsprechend im Ausland zur Strecke zu bringen.

          https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/ermordeter-georgier-in-berlin-nichts-deutet-auf-russisches-einlenken-hin-16532097.html

          Vermutlich eine informelle Voranfrage – tatsächlich erscheint ein Auslieferungsantrag eh zwecklos, da nach Rußland nicht ausgeliefert wird.

          In den jahrelangen Ermittlungen zu den Anschlägen in Moskau seien nie Beweise für eine Beteiligung Khangoshvilis vorgelegt worden, sagte Dobrochotow, Chefredakteur des russischen Mediums „The Insider“, das gemeinsam mit der Rechercheplattform Bellingcat und dem „Spiegel“ schon früh Hinweise auf eine Beteiligung staatlicher Stellen in dem Berliner Mordfall gefunden hatte.

          Auch ein wichtiges Detail aus Khangoshvilis Leben steht im Widerspruch zum Bild des islamistischen Terroristen: Über längere Zeit soll er für georgische sowie für US-Nachrichtendienste tätig gewesen sein. Dabei gab er offenbar auch Informationen über Islamisten weiter. (Tsp, dpa, AFP, Reuters)

          https://www.tagesspiegel.de/politik/streit-ueber-mord-an-georgier-eskaliert-russland-weist-zwei-deutsche-diplomaten-aus/25326674.html

          So sieht Qualitäts-Berichterstattung aus. 😉

        • Auch wenn ich mich wiederhole: und so wird sie weiterhin aussehen, auch bei uns.
          In der Rückschau der Ereignisse am gestrigen Tage in den USA hier exemplarisch: die Lückenpresse

          (knan ich bestätigen)

          https://www.dailywire.com/news/cnn-grilled-for-refusing-to-cover-opening-statements-in-horowitz-testimony

      • Ich habe eine gute Stunde reingehört, und zwar auf CBSN – da war der Ton als auch die Bildregie besser. Es war eine gute Wahl, denn in der Mittagspause bewerteten die CBS-Mitarbeiter. Nur ein Clown – sorry, ein Schwarzer – war auf dems-Linie, alle anderen, angeführt von Catherine Herrigde mit ihrem üblichen No-Nonsense-Journalismus, den wir von Fox News schon kennen, waren mit Horowitz auf einer Linie: diese Täuschung des FISA-Courts sind nicht hinnehmbar. Und Horowitz sagte auch angesichts der Jubelmeldungen von Comey und Co., daß sich niemand, der an dieser Operation gegen Carter Page teilgenommen habe, sich durch seinen Report „vindicated“, also ins Recht gesetzt, fühlen dürfe.

        Ich war echt überrascht, wie CBS reagierte. Macht sich einer jener pro-dems-Propaganda-cable news vom Acker? Richtig wäre es ja.

  3. @ Angelika Roll:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-209/#comment-86664

    In der Tat – ein Supertiming. Und jetzt wäre die Veröffentlichung vom Austausch mit der russischen Regierung über „election Meddling“ auch bedenkenlos möglich, weil der Russia Hoax ein für allemal aus der Welt ist.

    Barr glaubt zwar immer noch an ein russisches Hacking des DNC nebst späterer Veröffentlichung, aber ansonsten ist er von einer Vernunft und einer aufreizenden Gelassenheit, daß all das Geschrei von Comey & Co. gegen ihn noch unbegreiflicher ist:

    Bei 16:50 geht es um Wray, der von Trump kritisiert wurde:

    Noch erfrischender sein Interview beim WSJ:

    Bei 8:40 geht es um Wray

    Bei „The five“ kann man einen verbohrten Democrat erleben, der die offizielle Linie angesichts der überzeugenden Auswertungen des IG-Reports durch die anderen vier nicht durchhalten kann, weshalb er zu schreien beginnt. 😉

    Und das ist wohl der überzeugendste Artikel bislang:

    December 10, 2019 1:48PM ET
    ‘Corroboration Zero’: An Inspector General’s Report Reveals the Steele Dossier Was Always a Joke

    The reports throws water on one “deep state” conspiracy theory of the Russia investigation, but validates complaints about “fake news”
    By Matt Taibbi

    The Guardian headline reads: “DOJ Internal watchdog report clears FBI of illegal surveillance of Trump adviser.”
    https://www.theguardian.com/us-news/live/2019/dec/09/trump-news-today-live-impeachment-inquiry-doj-trump-russia-investigation-report-latest-updates

    If the report released Monday by Justice Department Inspector General Michael Horowitz constitutes a “clearing” of the FBI, never clear me of anything. Holy God, what a clown show the Trump-Russia investigation was.
    Like the much-ballyhooed report by Special Counsel Robert Mueller, the Horowitz report is a Rorschach test, in which partisans will find what they want to find.
    […]
    The so-called “Steele dossier” was, actually, crucial to the FBI’s decision to seek secret surveillance of Page.
    […]
    Horowitz ratifies the oft-denounced “Nunes memo.”
    […]
    The “Steele dossier” was “Internet rumor,” and corroboration for the pee tape story was “zero.”
    […]
    Finally, when the FBI conducted an investigation into Steele’s “work-related performance,” they heard from some that he was “smart,” and a “person of integrity,” and “if he reported it, he believed it.”
    So far, so good. But Horowitz also wrote:

    „Their notes stated: “[d]emonstrates lack of self-awareness, poor judgment;” “[k]een to help” but “underpinned by poor judgment;” “Judgment: pursuing people with political risk but no intel value;” “[d]idn’t always exercise great judgment- sometimes [he] believes he knows best;” and “[r]eporting in good faith, but not clear what he would have done to validate.” “

    The Crossfire Hurricane team got all of this, but, again, didn’t pass it upstairs or include any of it in its warrant application.
    […]
    As a result, a “well-developed conspiracy” theory based on a report that Comey described as “salacious and unverified material that a responsible journalist wouldn’t report without corroborating,” became the driving news story in a superpower nation for two years. Even the New York Times, which published a lot of these stories, is in the wake of the Horowitz report noting Steele’s role in “unleashing a flood of speculation in the news media about the new president’s relationship with Russia.”

    No matter what people think the political meaning of the Horowitz report might be, reporters who read it will know: Anybody who touched this nonsense in print should be embarrassed.

    https://www.rollingstone.com/politics/political-commentary/horowitz-report-steele-dossier-collusion-news-media-924944/

    Und Preise zurückgeben sollten sie auch. 😉

    Das werden sie natürlich auch nicht tun.

    Techno Fog hat einen vergnüglich zu lesenden Thread über all den Unsinn, der von den Leitmedien unterstützt wurde:

    Vermutlich haben die Democrats nun endlich dem Handelsabkommen zugestimmt, damit die noch am Impeachment zweifelnden demokratischen Abgeordneten den Wählern zuhause wenigstens erklären können, sie seien keine „do-nothing“ dems. Die Gegenseite ist jedenfalls heftig entschlossen:

    • Taibbi hat wie gewohnt seine Hausaufgaben gemacht, schnell und gründlich. Und wie gewohnt seine Pressekollegen abgewatscht, wenn auch zu sachte.
      „… *even* the New York Times..“ LOL- was soll das, die doch nun gerade !
      Und Carter Page wird die Clinesmith Urkundenfälschung, die wir nun im Wortlaut erfahren, nicht gerade als ‚almost comical‘ empfinden.

      Übel auch, welchen Aufschwung der Ton des Horowitz Report den Tätern verlieh, sich in ihrer Opferrolle bestätigt zu fühlen:
      Hier die beiden lovers:

      https://www.reuters.com/article/us-usa-trump-impeachment-page/former-fbi-lawyer-page-sues-justice-department-over-media-disclosures-idUSKBN1YE2G7

    • Zu Barr: Ja, ‚aufreizende Gelassenheit‘ trifft es gut, man beachte nur seine body language! Im WSJ Interview in der ersten Minute köstlich, wie er mit dem rechten Fuß wippt, das Bein voll über sein linkes geschlagen !
      🙂
      Immerhin erfahren wir soviel zur Durham Untersuchung: wohl nicht vor Frühjahr/Sommer 2020 abgeschlossen und ungewiss, ob als Report veröffentlicht wird, was Barr allerdings befürworten würde.

      Seine wiederholten Bemerkungen, daß er sich jedenfalls bisher ‚glücklicherweise‘ aus der Ukraine Angelegenheit heraus hielt und ’nichts darüber wisse‘ könnten glatt darauf schließen lassen, daß er wohl doch einiges weiß, zumindest unterdessen.

      Auch klingen seine Bemerkungen über ggf zur Rechenschaft ziehen der Täter wenig ermutigend, daß es Strafverfolgung und Maßnahmen gegen jene geben wird. (‚they’re all gone‘ ) Hm..abwarten, aber besser nichts erwarten und sich angenehm überraschen lassen als umgekehrt. Auch, wenn das den Prognosen vieler widerspricht. (zB diGenova)

      • Doch, das hat Taibbi schon richtig gesagt:

        Even the New York Times, which published a lot of these stories, is in the wake of the Horowitz report noting Steele’s role in “unleashing a flood of speculation in the news media about the new president’s relationship with Russia.”

        https://www.rollingstone.com/politics/political-commentary/horowitz-report-steele-dossier-collusion-news-media-924944/

        Sogar die NYT, die jahrelang den Russia Hoax verkauft hat, erkennt jetzt Steeles Rolle beim Lostreten all dieser spekulativen Artikel.

        Und so geht es ja auch nicht nur bei diesem albernen Impeachment weiter:

        Hier noch einmal verrissen von Turley:

        […]
        In my testimony before the House Judiciary Committee last week, I focused on the crimes like bribery that Speaker Nancy Pelosi and House Intelligence Committee Chairman Adam Schiff declared repeatedly were now well-established.
        Those claims were legally unfounded and untenable, though the other witnesses and members vociferously insisted that they were clear and established.

        The response was all too familiar. For three years, the same Democratic leadership told the public that a variety of criminal and impeachable acts were proven in the Mueller investigation. None of those crimes are now part of this impeachment.

        Why? Because it would have been too easy an impeachment? Hardly.

        Instead, the House will go forward on the only two plausible grounds that I outlined in my testimony – abuse of power and obstruction of Congress. Unlike the other claims, the problem is not with the legal basis for such impeachable offences but the evidentiary record.

        This record remains both incomplete and conflicted. The Democrats have insisted on impeaching by Christmas rather than build a record to support such charges. They have burned three months without trying to compel witnesses like former national security adviser John Bolton.

        That is longer than it took for the critical case in Nixon to go from the ruling in the district court to the Supreme Court for a final decision to force him to release the famous tapes. Nixon resigned shortly after that ruling.

        This is now the fastest investigation with the thinnest record supporting the narrowest impeachment in modern history. It is precisely what President Trump (who not surprisingly has supported the Democratic move for a fast impeachment) would relish. This schedule driven more by the Iowa caucuses in February than impeachment criteria.
        […]

        https://www.bbc.com/news/world-us-canada-50722427

        Ja, das hatte ich bei Taibbi tatsächlich auch das erste Mal über die Urkundenfälschung von Clinesmith gelesen:

        Officials on the “Crossfire Hurricane” Trump-Russia investigators went to extraordinary, almost comical lengths to seek surveillance authority of figures like Trump aide Carter Page. In one episode, an FBI attorney inserted the words “not a source” in an email he’d received from another government agency. This disguised the fact that Page had been an informant for that agency, and had dutifully told the government in real time about being approached by Russian intelligence. The attorney then passed on the email to an FBI supervisory special agent, who signed a FISA warrant application on Page that held those Russian contacts against Page, without disclosing his informant role.

        Für Jason Beale ist das die größte Sauerei im gesamten Verfahren:

        Was Lisa Page angeht: möge sie sich weiter in ihrer Opferrolle sonnen. Der Normalbürger kauft ihr die nicht ab.

        Jeder entdeckt bei der Lektüre des Horowitz-Report etwas Neues:

        FO = Field Office des FBI. Merkwürdige Verdachtsschöpfung, die aber wieder zu Clinesmith‘ Urkundenfälschung paßt.

        Comey kann einfach nie bei der Wahrheit bleiben. Viel zu gefährlich fürs Image. 😉

        Im gedruckten Tagesspeigel habe ich bis heute nichts über den Horowitz-Report gelesen. Dafür gab es eine wohlwollende Betrachtung über Bloomberg. Zwar merkte sie an, daß Bloomberg-Journalisten von Trump-Wahlveranstaltungen ausgeschlossen seien, vergaß aber, wie auch ihr SPIEGEL-Kollege, zu erwähnen, daß Bloomberg-Journalisten keine kritischen Artikel über den Inhaber wie auch die anderen demokratischen Bewerber schreiben dürfen.

        Es sieht aber nicht so gut aus für ihn:

        Tulsi wird an der Dezember-Diskussion nicht mehr mitwirken, obwohl sie sich qualifiziert hatte.

        • Ja, OK, da hatte ich mich verlesen betr. ‚even‘ NYT…

          Und weil der Impeachment Vorwurf so lächerlich dünn ist, zweifeln zunehmnd auch die dems.
          https://nypost.com/2019/12/10/vulnerable-house-democrats-seek-trump-censure-instead-of-impeachment/

          https://www.politico.com/news/2019/12/10/democrats-censure-impeachment-080311
          „A small group of vulnerable House Democrats is floating the longshot idea of censuring President Donald Trump instead of impeaching him, according to multiple lawmakers familiar with the conversations.“
          [-]
          Die ’small group‘ sind immerhin mindestens zehn dems. Ich wage mal :’and counting‘ hinzuzufügen.
          Je schneller der Zug fährt, desto mehr springen ab.

          Und Lavrovs Besuch erregt natürlich die Gemüter:

          (Thread)
          nach Reuters nun POLITICO:
          https://www.politico.com/news/2019/12/10/mike-pompeorussian-foreign-minister-election-meddling-080930

          „Secretary of State Mike Pompeo warned his Russian counterpart on Tuesday that the United States will not tolerate meddling in its elections, calling such interference “unacceptable.”
          To which the veteran Russian diplomat, Sergey Lavrov, replied, in essence: “Who, us?”
          [-]
          LOL 😉

        • Was ich bislang vermisse im OIG Report bzw den Tweets mit Erkenntnissen und Kommentaren dazu: einen Hinweis, ob etwas dran ist an den früheren vielfachen Berichten über einen oder mehrere abgelehnte FISA Anträge vor dem im Oktober 2016 genehmigten .

          Und auch, was es mit dieser seinerzeit von Solomon erwähnten Ermittlung ‚Dragon‘ auf sich hat. ?
          https://thehill.com/hilltv/rising/395776-memos-detail-fbis-hurry-the-f-up-pressure-to-probe-trump-campaign
          [-]
          “Crossfire Hurricane” was one of the code names for four separate investigations the FBI conducted related to Russia matters in the 2016 election.

          “At a minimum, that keeps the hurry the F up pressure on him,” Strzok emailed Page on Oct. 14, 2016, less than four weeks before Election Day.

          Four days later the same team was emailing about rushing to get approval for another FISA warrant for another Russia-related investigation code-named “Dragon.”
          [-]
          Wen könnte das betroffen haben, neben den vieren schon in CH beinhalteten, wenn es so stimmt?

  4. @ Angelika Roll:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-209/#comment-86650

    Natürlich ist CNN ein furchtbarer Sender, ebenso wie die WaPo eine furchtbare Zeitung ist: dort läßt man die von IG Horowitz als Täuscher entlarvten FBI-Typen ihre Verteidigungsreden und -schriften den Spin der Medien bestimmen – und blendet alles aus, was irgendwie stört. Immerhin, Cuomo tut nicht mehr so, als wisse er nicht, was „deep state“ bedeute -bislang war das ja nur eine republikanische Verschwörungstheorie: jetzt ist es Barr, der den IG-Report beschmutzt. 😉

    Selbstverständlich werden die Begründungen von Barr und Durham weggelassen: nämlich daß sie sehr viel mehr wissen als Horowitz, was den wirklichen Start der Ermittlungen angeht, nämlich aufgrund ihrer Vernehmungen von Betroffenen außerhalb des FBI/DOJ, und aufgrund ihrer Vernehmungen außerhalb der USA. Die CIA läßt grüßen…

    Immerhin eine CNN-Beiträgerin gibt es, die sich für ihre früheren Steele-Dossier- und FBI-Unterstützungstweets („das FBI muß die Steele-Angaben überprüft haben, ansonsten wären seine Behauptungen nicht in die FISA-Anträge gegen Carter Page aufgenommen worden“) angesichts der Widerlegung durch den IG-Report schämt und die sie daher gelöscht hat. Es gibt aber noch Screen Shots:

    Ja, ähem – dazu gibt es nichts von Hetzmedien.

    Nein, „Person 1“, der geschwätzig-eitle Millian, hat der unbekannten „Primary Sub-Source“ von Steele lediglich zugearbeitet. Das würde ich allerdings auch gern wissen, wer die einsammelnde Quelle für den dann hochjazzenden Steele war. Nellie Ohr? Stefan Halper?

    Comey belügt sich selbst und ist daher ein begnadeter Lügner:

    Hier mehr über Halper, der im IG-Report als „source 2“ auftaucht:

    FBI Targeted Trump Campaign With 4 Informants, More Undercover Agents
    By Petr Svab
    December 9, 2019 Updated: December 9, 2019

    The FBI used four informants and “a few” undercover agents against Trump campaign aides Carter Page and George Papadopoulos, according to the Justice Department’s Office of the Inspector General (OIG).
    The FBI told the OIG it was snooping on Page and Papadopoulos because of their contacts with Russia.
    But the FBI also had one of the informants reach out to a high-level Trump campaign official who wasn’t investigated. That official appears to have been Sam Clovis.
    The informant has been identified by The Epoch Times and others as Cambridge professor Stefan Halper.
    All conversations that Halper had with Page, Papadopoulos, and Clovis were monitored by the FBI, the OIG said.
    […]
    The handler told the OIG that he initially had approached Halper to only learn basic issues about political campaigns, since Halper has been affiliated with political campaigns since the 1970s.
    The agent said it was a coincidence that Halper happened to have met with Page two months earlier, and that he also knew Flynn and Manafort.
    “The Crossfire Hurricane team ‘couldn’t believe [their] luck’ that Source 2 had contacts with three of their four subjects,” the agent said.
    The FBI tasked Halper to engage Page and Papadopoulos and try to coax out of them whether the campaign was colluding with Moscow.
    […]

    https://www.theepochtimes.com/fbi-targeted-trump-campaign-with-4-informants-more-undercover-agents_3169641.html

    Entweder hat der FBI-Halper-Handler den IG Horowitz hinter die Fichte geführt oder er wußte tatsächlich nicht, daß Halper vor dem 31.7.2016, dem Start der „Crossfire Hurricane“-Ermittlung, in derselben Mission für die CIA tätig war…

    In another conversation, after Page left the campaign, he told Halper he wanted to set up a think tank that would offer a less “hawkish” perspective on Russia and expressed some confidence that Russia would be willing to fund it.
    “But that has its pros and cons, right?” Page later said, according to a partial transcript provided by the FBI to the IG.

    The OIG said the funding remark brought the supervising special agent with the Crossfire Hurricane team “closer to believing that Carter Page may actually be acting as an agent of a foreign power.

    It isn’t clear how the agent came to such a conclusion. To become an “agent of a foreign power,” an American has to engage in “clandestine intelligence” activities, assume false identity on behalf of a foreign power, or engage in sabotage or international terrorism, according to the FISA.

    Running a think tank, even funded by Russia, wouldn’t qualify.

    Papadopoulos told Halper multiple times that the campaign had nothing to do with the Russian election interference. But the denials were excluded from the Page FISA warrant.

    Other Informants

    Another FBI informant, who wasn’t identified, talked to Papadopoulos multiple times after he left the campaign. Another two informants were supposed to talk to Papadopoulos too, but “those attempted contacts did not lead to any operational activity,” the OIG report says.

    The report also says that at least one FBI informant worked directly in the Trump campaign, but his handler didn’t learn about it until the source had already left the campaign.

    In an email to the handler, the Crossfire Hurricane team said they wanted to use the informant as “a passive listening post regarding any observations [he/she] has of the campaign so far,” but wouldn’t task the source directly.

    Trump campaign officials weren’t given a defensive briefing that would have warned them about potential Russian infiltration of their campaign. They were only given unclassified “counterintelligence awareness” briefings. The Crossfire Hurricane team acknowledged they used one of the briefings to snoop on Flynn.

    https://www.theepochtimes.com/fbi-targeted-trump-campaign-with-4-informants-more-undercover-agents_3169641.html

    Was für eine Blase!

    Techno Fog interessiert sich vor allen Dingen für Flynn in diesem Blasen-Szenario:

    Möge seine Anwältin daraus neue Waffen schmieden.

    Nun endlich hat Carter Page eine solide Grundlage für eine krachende Klage gegen das FBI:

    Das Russian Hacking des DNC nebst Veröffentlichungen ist bis heute nicht bewiesen. Daß russische Dienste dort seit 2015 mitlasen, steht für mich außer Frage: das ist schließlich die Aufgabe von Geheimdiensten, und alle tun es. Aber das Hacking von 2016 nebst anschließenden Veröffentlichungen durch „Guccifer 2.0“ und „DNC-Leaks“ ab Juni 2016 und durch WikiLeaks ab dem 22.7.2016 haben gar nichts mit „den Russen“ zu tun.

    Why Did DOJ And FBI Ignore Lack Of Evidence For Russiagate? They Fell In Love With Their Source

    The information Christopher Steele was providing so perfectly fit into a narrative of conspiracy that it was impossible to ignore, and almost too good to check.

    By Jason Beale
    June 26, 2018

    It’s called “falling in love with your source.” I did it, my colleagues did it, intelligence professionals collectively do it, and none of us are ever the better for it.

    Here’s how it happens, at least from the collector level. I spent 20 years in the U.S. Army as an interrogator and strategic debriefer, with most of my second decade of service spent in and around embassies in the Middle East. My job at the embassy was to debrief walk-in sources, defectors, visa applicants of particular interest who agreed to talk to me, and anyone else of interest to the intelligence community who popped up in the region and fell into my column as a debriefing subject.
    […]

    https://thefederalist.com/2018/06/26/doj-fbi-ignore-lack-evidence-russiagate-fell-love-source/

    Was wiederum das von Horowitz zurückgewiesene „bias“ als Hauptquelle für alle Verfehlungen des FBI bestätigt.

    Zunächst (2017) war die Begeisterung der Democrats und ihrer Medien ja groß.

    Das hatten die Democrats, insbesondere Schiff, und ihre Medien ja später (2018) vehement bestritten. Insbesondere der lügende Schiff wurde vom Horowitz-Report übelst widerlegt (und Nunes mit seinem Bericht mehr als bestätigt):

    Die entscheidende Frage stellt Bongino:

    Nun, er zerstörte die Menschen, die das FBI zerstören wollte. Nun eben ohne Russia-Bezug.

    • Zum Trump-Impeachment:

      Barrierefrei (allerdings nicht für Angelika Roll) läßt sich das flaue Dokument von Nadler bei der WaPo nachlesen.

      https://www.washingtonpost.com/context/resolution-impeaching-president-trump-for-high-crimes-and-misdemeanors/4318bc85-4770-47eb-a569-9a051fa3ebfb/

      Man ist also von den falschen Konzepten von „bribery“ und „extortion“ abgekommen und beschränkt sich jetzt auf das allgemeine „abuse of office“, weil schließlich, so die Interpretation der dems, Trump die Ukraine dazu gedrängt habe, Ermittlungen gegen die Bidens aufzunehmen, um sich Vorteile in den 2020-Wahlen zu verschaffen.

      Pfft.

      Und er hat den Kongreß an diesen entsprechenden Ermittlungen behindert.

      Was ja schon von Turley zurückgewiesen wurde:

      https://thehill.com/opinion/judiciary/473513-fast-and-furious-impeachment-looks-like-a-rush-to-a-failed-case

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-208/#comment-86622

      Begleitend dieser armselige Artikel der WaPo:

      The articles of impeachment against President Trump, explained

      By
      Amber Phillips
      Dec. 10, 2019 at 3:59 p.m. GMT+1

      Now we have it: The reasons House Democrats will give to their fellow House lawmakers, to senators conducting a trial and to the history books for President Trump being unfit for office. They are giving two specific reasons, in the form of articles of impeachment unveiled Tuesday: abuse of power and obstruction of Congress.
      Let’s break them down.

      1. Abuse of power

      What it means: That Trump used the power of the presidency for his own benefit. Specifically the allegation that he leveraged the State Department, the White House budget office, his unique ability to conduct high-level diplomacy and taxpayer dollars to pressure Ukraine to announce political investigations into former vice president Joe Biden and a conspiracy theory that Democrats and Ukraine interfered in the 2016 election, downplaying Russia’s broad involvement.
      […]
      2. Obstruction of Congress

      What it means: That Trump blocked Congress’s investigation into his alleged wrongdoing. A few weeks into the impeachment inquiry, the White House said it wouldn’t cooperate with the inquiry. It banned key players from testifying — most notably acting chief of staff Mick Mulvaney and former national security adviser John Bolton — and others such as Energy Secretary Rick Perry and Secretary of State Mike Pompeo, from providing documents. Every Trump administration official who testified did so in violation of the ban.
      […]

      https://www.washingtonpost.com/politics/2019/12/10/articles-impeachment-against-president-trump-explained/

      Das ist natürlich zum Gähnen, so politisch motiviert ist diese sachlich unbegründete Attacke.

      Und so unfair die bis zu diesem Punkt geführten „Ermittlungen“ unter Schiff, dem entlarvten Lügner.

      Blöderweise platzte dieser Time-Artikel herein:

      Exclusive: Top Ukraine Official Andriy Yermak Casts Doubt on Key Impeachment Testimony
      By Simon Shuster / Kyiv
      10:33 AM EST

      Since the start of the public impeachment hearings in Congress last month, Andriy Yermak, a top adviser to the President of Ukraine, has heard his name come up again and again in witness testimony. He took part in many of the events at the center of the impeachment inquiry, and the 300-page report released last week by the inquiry mentions Yermak dozens of times.
      […]
      “Listen, I want to tell you straight,” Yermak told TIME in the interview on Dec. 4, the first time he has openly discussed his views on the public impeachment hearings. “Of course, now, when I watch these shows on television, my name often comes up, and I see people there whom I recognize, whom I met and know,” he says, referring to the witness testimony. “That is their personal opinion, especially the positions they expressed while under oath. I have my own truth. I know what I know.”
      […]
      “I told Mr. Yermak that I believed that the resumption of U.S. aid would likely not occur until Ukraine took some kind of action on the public statement that we had been discussing for many weeks,” Sondland testified.
      […]
      Yermak disputes this. “Gordon and I were never alone together,” he said when TIME asked about the Warsaw meeting. “We bumped into each other in the hallway next to the escalator, as I was walking out.” He recalls that several members of the American and Ukrainian delegations were also nearby, as well as bodyguards and hotel staff, though he was not sure whether any of them heard his brief conversation with Sondland. “And I remember – everything is fine with my memory – we talked about how well the meeting went. That’s all we talked about,” Yermak says.
      […]

      https://time.com/5746417/ukraine-andriy-yermak-impeachment-interview/

      Was allerdings nur das dems-Lager beeindrucken mag, denn Sondland „meinte“ ja nur, eine Verbindung zwischen der military aid und der Ankündigung der Ukraine, eine Untersuchung gegen die Bidens zu führen, gefühlt zu haben. Tatsächlich war er ein pro-Trump-Zeuge, der bestätigte, Trump habe ihm am 9.9.2019 bestätigt, es gebe kein quid pro quo.

      Und während der SPIEGEL aktuell auf Bloomberg hofft – mit Kamala Harris als Vice-Pick – (Biden sei zu „fahrig“ und Sanders und Warren zu links, Buttigieg zu unerfahren), sieht die Realität so aus:

      dämpft die WaPo per E-Mail vom 10.12.2019 diese Erwartungen:

      Michael Bloomberg is widely unpopular following campaign launch, poll finds

      Analysis ● By Scott Clement and Emily Guskin ● Read more »

  5. @ Angelika Roll:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-209/#comment-86646

    LOL!

    Ja, das ist die Parteilinie der dems: die schwache Schlußfolgerung von Horowitz herauszustellen und die gesamte illegale Führung des Verfahrens auszublenden.
    Erstaunlich solide, mit vielen Zitaten aus dem IG-Report, berichtete die Daily Mail (mit einem Video von Graham):

    Lindsey Graham slams the FBI’s investigation into President Trump’s 2016 campaign as a ‚criminal enterprise that got off the rails‘, claims the bureau ‚made stuff up‘ and urges Carter Page to sue the U.S.
    • Republican senator accused FBI of ‚making stuff up‘ in its Russia investigation
    • Graham was reacting to release of 476-page report by DOJ inspector general
    • The president unloaded on the FBI for relying on the Steele dossier for warrants
    • IG Michael Horowitz found ’significant inaccuracies and omissions‘ in FBI surveillance warrants
    • However it found the opening of the Russia probe was ‚in compliance with Department and FBI policies‘
    • Initial probe was opened ‚by consensus‘ among top FBI leadership
    • Didn’t have corroborating information for warrants on Carter Page
    • Cites Golden Showers dossier – saying government not required to ‚ignore‘
    • However the FBI did not press Chris Steele for information about the actual funding source for his election reporting work

    By Ariel Zilber For Dailymail.com and David Martosko, U.s. Political Editor For Dailymail.com and Geoff Earle, Deputy U.s. Political Editor For Dailymail.com and Associated Press
    Published: 01:51 GMT, 10 December 2019 | Updated: 06:45 GMT, 10 December 2019

    Senator Lindsey Graham slammed the FBI for running an investigation against President Trump that became a ‚criminal enterprise‘ in which they ‘made stuff up’ just like in ‘the good old days of J. Edgar Hoover.’

    The Republican chairman of the powerful Senate Judiciary Committee cited the Department of Justice inspector general report which was released on Monday.
    The report by IG Michael Horowitz cleared the FBI of having a political bias against Trump, but it did fault the bureau for using the infamous Steele dossier to justify surveillance warrants against Carter Page, who was an advisor on Trump’s campaign.
    ‘Let’s assume for a moment it started out ok…it sure as hell didn’t end okay,’ Graham said on Monday.
    [Video]

    The senior Republican seized on statements made by Attorney General William Barr and US Attorney John Durham, who openly disagreed with Horowitz’s view that the FBI had ‘lawful predicate’ to open a counterintelligence investigation.
    ‘Three lawyers can reasonably disagree and I trust Mr Horowitz to give an honest view,’ Graham said on Monday.
    ‘The bar is really low to open up a counterintelligence investigation.’
    […]
    The senator cited evidence used in the Steele dossier which he says was based on ‘rumor, speculation, hearsay, and bar talk.’ [Erstquelle von Steele über die Qualität ihrer Erkenntnisse gegenüber dem FBI im Januar 2017, S. 180]
    ‘That should have been a red light for the Department of Justice and the FBI,’ Graham said.
    […]
    Even after the senior Justice Department official in charge of national security cautioned that Steele’s work product might be a political hit job aimed at Trump, Comey and his chain of command never re-evaluated their position, Horowitz wrote.
    ‚FBI leadership supported relying on Steele’s reporting to seek a FISA order on Page after being advised of, and giving consideration to, concerns expressed by Stuart Evans, then NSD’s Deputy Assistant Attorney General with oversight responsibility over [intelligence], that Steele may have been hired by someone associated with presidential candidate Clinton or the DNC.‘

    As FBI officials learned more and more about Steele, his ‚reliability,‘ and his funding, Horowitz wrote, they never took a fresh look at what they were submitting to FISA judges.
    […]
    ‚We found that the FBI did not have information corroborating the specific allegations against Carter Page in Steele’s reporting when it relied upon his reports in the first FISA application or subsequent renewal applications,‘ the IG found.

    https://www.dailymail.co.uk/news/article-7774601/Lindsey-Graham-slams-FBI-investigation-Trumps-2016-campaign-criminal-enterprise.html

    Der Bericht ist eine Katastrophe für das FBI, aber sein Ex-Direktor findet das natürlich nicht: ein Plätzchen bei der WaPo (wie bei CNN) war ihm sicher:

    James Comey: The truth is finally out. The FBI fulfilled its mission.

    By James Comey
    Dec. 9, 2019 at 9:14 p.m. GMT+1
    James Comey is a former director of the FBI and a former deputy attorney general.
    […]
    The Russia investigation was complicated — not surprisingly, the inspector general found mistakes, 17 of them, things the FBI should have done differently, or better. That’s always unfortunate, but human beings make mistakes. Inspector-general reports are valuable because they offer the chance to learn. Horowitz also concluded that a low-level FBI lawyer doctored an email as part of the administrative process leading to the renewal of the application for electronic surveillance of the former campaign adviser. Although it is not clear what difference that made, it is still potentially serious wrongdoing and does not reflect the FBI culture of compliance and candor.

    But most important, Horowitz’s report found that the investigation was opened and conducted according to the rules, finding no “evidence that political bias or improper motivation influenced [the] decision” to start it or how to run it. Those of us who knew that truth had to remain silent while a torrent of smears and falsehoods flowed from the White House, from some congressional committee chairmen, the attorney general and Fox News personalities.
    […]
    Unfortunately, it appears that Barr will continue his practice of deriding the Justice Department when the facts don’t agree with Trump’s fiction. Pointing to his personally commissioned “review” of the FBI’s case-opening, Barr has declared it is too soon to conclude that the FBI was right to start an investigation. If his goal is simply to support the president’s conspiracy theories, it will always be too soon to acknowledge the facts.
    As the leader of an institution that is supposed to be devoted to truth, Barr needs to stop acting like a Trump spokesperson.
    […]

    https://www.washingtonpost.com/opinions/james-comey-the-truth-is-finally-out-the-fbi-fulfilled-its-mission/2019/12/09/614df00c-1aad-11ea-8d58-5ac3600967a1_story.html

    Wo lebt der eigentlich? Offenbar in der WaPo-Welt, wo einem noch folgende Artikel empfohlen werden:

    Inspector general report says FBI had ‘authorized purpose’ to probe Trump campaign’s Russia ties
    James Comey: No ‘treason.’ No coup. Just lies — and dumb lies at that.
    Paul Waldman and Greg Sargent: The Inspector General report just blew up Trump’s lies. So Barr is rushing to the rescue.
    Max Boot: The FBI’s willingness to investigate Trump shows we still have the rule of law
    Eugene Robinson: Trump has picked a fight with the FBI. He’ll be sorry.

    Jenseits dieser Scheuklappen kann man etwas anderes lesen:

    Achja, confidential human sources sind natürlich keine „Spione“, diese Semantik kennen wir ja nun schon.

    Obwohl man hier nur 13-17 lesen kann, sieht man: es war nix drum und nix dran an den gesamten Vorwürfen, und das Gericht wurde systematisch angelogen. Nr. 16 ist freilich interessant: denn weder Mifsud noch Papadopoulos haben je behauptet, es habe ein Angebot der Hilfe durch „die Russen“ gegeben: diese Behauptung kam erst durch den australischen Botschafter Downer („FFG“) ins Spiel. Friendly Foreign Government? Und da auch Downer bestreitet, so etwas gesagt zu haben, bleibt nur ein unzutreffender Vermerk des State Department oder des FBI über dessen Aussage als Quelle übrig.

    Auch die Führung der Quellen war mangelhaft:

    Im ersten Dokument rechts kann man nachlesen, daß selbstverständlich weggelassen wurde, daß Carter Page gegen russische Agenten mit der CIA über Jahre zusammengearbeitet hatte, obwohl diese Verfahren in den FISA-Anträgen erwähnt worden waren – als belastende Information.

    Comey selbst unterschrieb einen FISA-Antrag mit falschem Inhalt:

    Durham verfolgt selbstverständlich Verschwörungstheorien. 😉

    In der Tat scheint Horowitz keine Ahnung zu haben, wie das alles anfing:

    Abgesehen davon, daß Comey immer bestritten hatte, daß das Steele-Dossier zentral für den FISA-Antrag gewesen war: laut Horowitz gelangte das Steele Dossier erst am 19.9.2016 zum Ermittlungsteam. Wir wissen, daß es via Nuland und Ohr bereits im Juli dort zirkulierte.

    • Kim Strassel hat eine sehr vernünftige Analyse des Horowitz-Reports:

      Sie hat den Steinbruch für die Durham-Untersuchung nachvollziehbar dargelegt.

      Das ist eine wichtige Erkenntnis:

      Watchdog: FBI Knew ‚Pee Tape‘ Highly Dubious, Didn’t Tell Trump
      By Eric Felten, RealClearInvestigations
      December 09, 2019

      The “pee tape” has been debunked by Department of Justice Inspector General Michael Horowitz. Further, his report released Monday makes clear, the FBI knew early in 2017 that it was a highly dubious story and kept Donald Trump in the dark.
      […]
      The IG report states that by January 2017, the bureau had figured out whom Steele was getting most of his information from – his “Primary Sub-source.” That month, the FBI interviewed the source, who immediately “raised doubts about the reliability of Steele’s descriptions of information in his election reports,” including the pee tape.

      This, Horowitz writes, contradicted Steele’s claim “that Trump’s alleged sexual activities at the Ritz Carlton hotel in Moscow had been ‘confirmed’ by a senior, Western staff member at the hotel.” But the Primary Sub-source told the FBI he/she had made it clear to Steele that the prostitute story was nothing but “rumor and speculation.”

      Steele’s “Primary Sub-source” also told the FBI that Steele didn’t have the high-level contacts that he claimed were the ultimate sources of his allegations. According to the Horowitz report, the various “sub-sources did not have direct access to the persons they were reporting on,” but instead were trafficking in “multiple layers of hearsay upon hearsay.”

      The Primary Sub-source remains anonymous. The individual told the FBI, in a series of interviews, that he/she “never expected Steele to put the Primary Sub-source’s statements in reports or present them as facts.” It wasn’t that the claims were as yet unverified — “the Primary Sub-source said he/she made it clear to Steele that he/she had no proof to support the statements from his/her sub-sources,” Horowitz writes. As the Primary sub-source succinctly put it, „It was just talk.“

      What sort of talk? Steele’s source told agents that the information was nothing but „word of mouth and hearsay” and conversations “with friends over beers.“ As for “allegations about Trump’s sexual activities,” those were merely statements Steele’s source admitted were “heard made in ‘jest.’”

      Steele wasn’t the only one talking big. The Primary Sub-source told the FBI “that the other sub-sources exaggerated their access to information and the relevance of that information to his/her requests.”
      […]

      For all the talk about how Steele’s Trump dossier had yet to be “verified,” the IG report documents that the FBI and DOJ had compelling evidence early on to dismiss Steele’s stories as fabrications.
      Instead, that evidence has been buried for nearly three years.

      https://www.realclearinvestigations.com/articles/2019/12/09/watchdog_fbi_knew_pee_tape_unfounded_didnt_tell_trump_121551.html

      Und jetzt der Schwenk zu den juristischen Parteisoldaten im Impeachment-Verfahren:

      Leider ohne Abo nicht lesbar.

      So ist es. SPON erfreute uns gestern abend mit einer kurzen dpa-„Zusammenfassung“

      Bericht des US-Justizministeriums
      FBI-Ermittlungen gegen Trumps Wahlkampfteam nicht politisch motiviert

      Das FBI prüfte mögliche Verbindungen des Trump-Lagers nach Russland – und das auf ausreichender Rechtsgrundlage, wie aus einem Bericht hervorgeht. Justizminister Barr spricht dennoch von „übergriffigen Untersuchungen“.
      Montag, 09.12.2019 21:00 Uhr
      […]
      Demnach habe man keine Beweise dafür gefunden, dass die Ermittlungen wegen politischer Voreingenommenheit begonnen worden seien. US-Präsident Trump hatte stets behauptet, das FBI habe sein Wahlkampfteam ausspioniert.

      Zwar seien die Informationen des FBI begrenzt gewesen. Sie seien aber ausreichend dafür gewesen, im Juli 2016 Ermittlungen einzuleiten. Allerdings hätten die Anträge für die Überwachung der Wahlkampfberater Carter Page, George Papadopoulos, Michael Flynn und Paul Manafort schwere Mängel aufgewiesen.

      Barr interpretiert Bericht auf seine Weise

      Justizminister William Barr teilte entsprechend mit, der Bericht mache deutlich, dass das FBI eine „übergriffige Untersuchung“ in den Wahlkampf eines Präsidentschaftskandidaten auf Grundlage „dünnster Verdachtsmomente“ eingeleitet habe. Diese seien seiner Einschätzung nach nicht ausreichend gewesen, um Ermittlungen einzuleiten.
      […]

      https://www.spiegel.de/politik/ausland/donald-trump-fbi-ermittlungen-gegen-wahlkampfteam-nicht-politisch-motiviert-a-1300479.html

      Großer Gott!

      • Zum Schwenk zu Impeachment hier der letzte Stand:

        House Democrats just unveiled articles of impeachment against President Trump. There are two: abuse of power and obstruction of Congress.
        This week: A vote in the Judiciary Committee on whether to impeach Trump could happen at some point later this week. That means a full house vote to impeach Trump could happen as soon as next week.

        https://edition.cnn.com/2019/12/10/politics/impeachment-articles-announced/index.html

        Obstruction of justice re Mueller ließ man also wenigstens weg, der Rest ist ja auch Witz genug.

        • Füe alle, die es lesen können(und wollen):

          Und Pelosi wartete noch mit diesem Knüller auf- unmittelbar nachdem die articles of impeachment verkündet worden waren

          Ja klar, nicht etwa Trump, sondern die dems hatten ja soo sehr und lange darum gekämpft… 😉

        • Auch das EB der NyPost schildert die gestrige Nadler Show treffend als das was sie war:
          https://nypost.com/2019/12/09/another-pathetic-jerry-nadler-impeachment-charade/
          [-]
          „But Nadler won’t let Republicans question him under oath. Maybe he remembers how the testimony of chief “collusion” investigator Robert Mueller proved a disaster?

          Instead, Nadler had two Democratic staff lawyers, Barry Berke and Dan Goldman, offer their opening testimony, followed by a series of “questions” in which the chairman basically had them agree with his own statements. Wow: The staffers agree with the boss!

          Berke later switched hats from witness to counsel for the Dems and, in a truly surreal moment, began questioning other witnesses, including his co-worker, Goldman, and Republican counsel Stephen Castor.

          It’s a wonder Berke didn’t question himself, running back and forth between seats.“
          [-]

          Michael Goodwin vom selben Blatt zu seinen wichtigsten Erkenntnissen des Horowitz Report:
          https://nypost.com/2019/12/09/ig-report-proves-whole-investigation-was-as-corrupt-as-comey-goodwin/

          „It’s now official: Russia, Russia, Russia really was fake news from the start. There was no factual basis for the FBI to spy on Donald Trump’s campaign.

          That means there was no need for the appointment of a special counsel and that Robert Mueller should have stayed in retirement.“
          [-]
          It also means J. Edgar Hoover can finally rest in peace. James Comey is now revealed to be the dirtiest cop ever to run the FBI.“
          [-]

          Scharfe Worte auch hier in The Hill:

          https://thehill.com/opinion/white-house/473784-misfired-hurricane-comeys-team-abused-carter-page-and-the-fbi
          [-]
          „The report by IG Michael Horowitz is one long expose of a confluence of actors at the top of the FBI who, by their own words, despised Donald Trump and came together to open and run an investigation into his 2016 presidential campaign, falsifying documents, withholding evidence and using a confidential source who had stated clearly that his goal was to prevent a Trump presidency.

          Despite these flashing lights, the IG essentially stated that since no one admitted to being motivated by their personal biases, he could not reach that conclusion. Thanks for that, but most Americans unencumbered by a law degree can detect the obvious without a lot of effort.“
          [-]

          Leider ebenfalls nicht weiter lesbar (bis auf das Video) das EB des WSJ

          https://www.wsj.com/articles/a-trail-of-fbi-abuse-11575938300?mod=opinion_lead_pos1
          By The Editorial Board
          Dec. 9, 2019 7:38 pm ET

          „The press corps is portraying Monday’s report by Justice Department Inspector General Michael Horowitz as absolution for the Federal Bureau of Investigation, but don’t believe it. The report relates a trail of terrible judgment and violations of process that should shock Americans who thought better of their premier law-enforcement agency.

          Readers can look at the detailed executive summary and decide for themselves. But our own initial reading confirms the worst of what we feared about the bureau when it was run by James Comey….“

      • Auch Prof Cleveland schreibt zum Thema, wie schon Julie Kelly

        ..während CNN alle aufbieten- momentan ist Clapper neben McCabe dran- ich verschone hier den Blog aber mit weiteren Schnipseln. Zu Comey mag ja jeder selbst gucken, zB bei Anderson Cooper 360 auf Twitter mit seinem Interview.

    • Der 19. September entspricht ja der Lisa Page Aussage, der Horowitz offenbar glaubte..

      Kleiner Typo noch zu korrigieren: „Obwohl man hier nur 14-17 lesen kann,“
      Put 13 und der Rest von 12 sind ja lesbar.

      Und ein Tweet zu Comey fehlt, den ich nachts nicht gleich gesehen hatte:
      Er log natürlich auch bei Anderson Cooper:

      Natürlich ging es bei CNN in dem Stil weiter, der ‚Triumph‘ wurde gefeiert, wozu Kollege Cuomo im Anschluss wieder seine Freunde Andy & Jim eingeladen hatte. 😉

      Problem erkannt: Knüppel auf den bösen Barr!

      In der restlichen dems media machine wird es wohl genauso präsentiert worden sein…

  6. Zum Horowitz-Report: ich konnte ihn nicht lesen, und es ist eine Schande, daß noch nicht einmal seine Presse-Erklärung barrierefrei lesbar ist. Aber er bleibt ersichtlich seiner Linie treu: stark im Befund, hasenfüßig in der Schlußfolgerung.

    Ich stelle mal zusammen:

    Angelika Roll:

    „Auf S. 411 (von 476 ) des Reports :

    „We did not find any documentary or testimonial evidence that political bias or improper motivation influenced the FBI’s decision to conduct these operations. Additionally, we found no evidence that the FBI attempted to place any CHSs within the Trump campaign, recruit members of the Trump campaign as CHSs, or task CHSs to report on the Trump campaign. “
    BTW alle CHSs und UCEs (Undercover employee) sind geschwärzt.“
    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-208/#comment-86642

    Aber die Musik spielt längst woanders:

    Daß Horowitz angesichts der zahllosen Rechtsbrüche immer noch am Vorsatz der Beteiligten zweifelt, mag seiner Obama-Berufung geschuldet sein.
    Techno Fog hat die interessanten Auszüge:

    [Thread]

    Sidney Powell wird sich noch an diesem Horowitz-Report erfreuen…

    • Hier die komplette Presse-Erklärung von Barr:

      https://www.justice.gov/opa/pr/statement-attorney-general-william-p-barr-inspector-generals-report-review-four-fisa

      Durham ließ sich zu einer seltenen Presseerklärung hinreißen, die andeutet, daß er andere Zugänge zu den geheimdienstlichen Aktivitäten gegen die Trump Campaign hat als der Inspector General:

      https://www.justice.gov/usao-ct/pr/statement-us-attorney-john-h-durham

      Nämlich die der CIA und europäischer Geheimdienste.

      Und hier das, was die Westpresse aus dem Horowitz-Bericht (ja, Dipfele, die NZZ ist kein Leuchtturm, nur manchmal eben) macht:

      Das FBI liess Trump zu Recht überwachen, führte die Aufgabe aber schlampig aus

      Die Aufsichtsbehörde des Justizministeriums stützt die These von angeblich parteiischen Staatsorganen, die Trump verhindern wollten, nicht. Das bedeutet aber kein Ende des erbitterten Streits.
      Peter Winkler, Washington 09.12.2019, 21.20 Uhr
      […]

      https://www.nzz.ch/international/das-fbi-hatte-recht-trump-ueberwachen-zu-lassen-aber-fuehrte-die-aufgabe-schlampig-aus-ld.1527375

      Das ist angesichts der Techno Fog-Auszüge natürlich daneben:

      Moment mal: Papadopoulos war einverstanden mit der Gesprächsaufnahme? Hat Horowitz dies mit Papadopoulos besprochen?

      Selbstverständlich nicht:

      Mit Carter Page hat er ebenfalls nicht gesprochen, weil er als interner Ermittler eben auf interne Quellen angewiesen ist.

      Die Carter Page-Sechin-Lüge war dem FBI bekannt. Das Pee-Tape-rumour ebenfalls:

      Man muß Horowitz für die Aufarbeitung danken – ihn aber verfluchen, weil seine Schlußfolgerungen – auch wegen seiner begrenzten Einblicksmöglichkeiten – mal wieder den üblichen Media-Spin erlauben.

      • Ups!

        Margot Cleveland belehrt mich eines Besseren, was im FBI-Slang „einverständliche Überwachung“ bedeutet:

        Gut zu wissen. 😉

      • So ist es und ich fand darüberhinaus auch seine Sprache nicht hinreichend scharf. Es ist ein bedauerliches Unding, daß Ihre Computer settings selbst das Öffnen einer PDF Datei verhindern, so kann doch kein Mensch arbeiten!
        Offenbar erhielten Sie auch noch nie emails mit PDF Anhang, eine absolut übliche Kommunikation.
        Ich stolperte genau wie Sie über ‚consensually‘ (was im Report ständig vorkommt), dachte mir aber, es *muss* da eine juristisch andere Bedeutung geben.

        Hier schon mal die Kurzfassung von CNN:

        Alles klar? Und als Studiogast hatte er …. den unschuldigen Comey!
        (bisher noch keine Tweets davon)

        • > …es ist eine Schande, daß…nicht…barrierefrei lesbar ist.
          LOL. Da Wenn das kein Grund ist, das DOJ zu verklagen. Accessibility ist schließlich gesetzlich verlangt. 😉

        • @ Dipfele
          Ja, unerhört, keinerlei Accessibility Information gibt der Ausschuss raus!
          Vermutlich leistet er sich auch keinen Webmaster, im Gegensatz zum OIG.
          („If you have a disability and the format of any material on our web pages interferes with your ability to access the information, please contact the OIG webmaster. „)
          Allerdings gilt die Barrierefreiheit nicht für Unbefugte und Geräte mit Kindersicherung. 😉
          Daß DOJ Dokumente auch als Sprachausgabe (vorlesbar) herausgibt, ist mir jedoch neu.(?)

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