Hans Wollschläger-Fake News- Updated

Hans, Winterberg 11-04

Hans Wollschläger in Winterberg, 2004, Foto: Gabriele Gordon

Es hätte ja eigentlich genügt, meinen letzten Artikel zu ergänzen:

https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/17/fake-news-oder-wie-ich-zur-witwe-von-hans-wollschlaeger-wurde/

Aber irgendein Bug im WordPress-System ließ das nicht zu.

Die NZZ als Sprachrohr des gekränkten Bearbeiters der Wollschläger-Übersetzung des Ulysses von James Joyce, Harald Beck, hat nun auch dessen Zuarbeiter Hans Walter Gabler zu Wort kommen lassen.

Der Artikel hebt natürlich mit Fake News an:

Rettet den deutschen «Ulysses»

Aus rechtlichen Gründen liegt die revidierte deutsche Übersetzung von Hans Wollschläger auf Eis. Das darf nicht sein.

Hans Walter Gabler 26.3.2018, 05:30 Uhr

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Sie liegt natürlich nicht nur aus rechtlichen Gründen „auf Eis“, sondern entscheidend deshalb, weil Beck das Wollschlägersch’e Kunstwerk zerstörte.

Die NZZ vom 2.3.2018 war jedenfalls schon mal näher an der Wahrheit:

Gabriele Gordon habe keinerlei Gesprächsbereitschaft gezeigt: «Sie hat es abgelehnt, Jonathan Landgrebe, den Leiter von Suhrkamp, und den Cheflektor Fellinger zu treffen. Offenbar hat sie dem Verlag schriftlich ihre Position dargelegt; sie begründet diese einerseits juristisch – in dieser Hinsicht sind ihre Ansprüche tatsächlich unanfechtbar. Anderseits führte sie angeblich literarische und philologische Gründe an: Wollschläger hätte der Neufassung nicht zugestimmt, argumentierte sie.»

https://www.nzz.ch/feuilleton/ulysses-neuedition-rechtlich-ist-die-sache-tot-ld.1361961

Der offenbar umfassend uninformierte Gabler meint:

Das grundsätzliche Einvernehmen zwischen dem Übersetzer, einem Team von Revisoren und dem Suhrkamp-Verlag datiert aus dem Jahre 2007. Leider verstarb Hans Wollschläger wenige Monate, nachdem das Übereinkommen erzielt worden war.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Daß bei diesem Treffen von 10.3.2007 irgendein Übereinkommen erzielt worden sei, davon träumt allenfalls der Suhrkamp-Verlag. Insofern existiert lediglich ein Protokoll des Verlags, das Hans Wollschläger nie zur Kenntnis nahm. Ob er wirklich die Fron auf sich genommen hätte, sich ein ganzes Jahr die Besserwissereien von Anglisten und Philologen anzuhören? Die keine Ahnung von Kunst haben?

Ich wage es zu bezweifeln.

Eins ist jedenfalls klar. Nur Hans Wollschläger selbst hätte seine eigene geniale Übersetzung überarbeiten können. Niemand sonst.

Gabler hüpft gleich hierauf:

Durch dieses aber bestärkt, verpflichtete der Verlag Harald Beck und seine Mitarbeiter zur Durchsicht und Überarbeitung der Wollschläger-Übersetzung. Entscheidend am Übereinkommen war, dass ein durchgesehener und revidierter Übersetzungstext nicht die wollschlägersche Verdeutschung überfremden würde. Die Überarbeitung verstand sich als Dienst an der Übersetzung und deren Dienst am Roman und an seinem Autor.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Warum bringt die NZZ derlei Lügen?

Klar, Beck möchte gern seine Vorgänger Dirk Vanderbeke und Dirk Schultze, die Kommentatoren der Wollschläger-Übersetzung  im Jahr 2004, auslöschen, denen er zuarbeitete. Genauso agiert sein Zuarbeiter Gabler.

Vanderbeke und Schultze verließen das Unternehmen, als ihnen klar wurde, wie sehr Beck es auf die Zertrümmerung  der Wollschläger-Übersetzung ankam.

Gabler:

Wie ich es mir vorstelle, könnte Grundlage einer Vereinbarung sein, dass Hans Wollschlägers «Ulysses» unverändert der rein deutsche Lesetext des Werkes vom Suhrkamp-Verlag bleibt. In Parallele dazu sollte der Verlag den Plan Siegfried Unselds umsetzen, eine zweisprachige «Ulysses»-Ausgabe anzubieten. In dieser würde dem englischsprachigen originalen Text der deutsche zugesellt, der, auf der Grundlage der Übereinkunft mit Hans Wollschläger, über zehn Jahre hinweg im Auftrag des Suhrkamp-Verlags erarbeitet wurde. Dass dieser überarbeitete Text im Wesentlichen nach wie vor den Übersetzungstext Hans Wollschlägers darstellt, nur eben in einer revidierten Fassung, welche Entsprechungen im Deutschen zum englischen Original präzisiert, wäre selbstredend hervorzuheben und vertraglich festzuhalten.

Es ist eine hohe Anerkennung der Übersetzung von 1975, dass sie eben nicht ersetzt wird, sondern im Kern bestehen bleibt. Der revidierte Wollschläger-Text in einer zweisprachigen Ausgabe sollte dabei selbstverständlich zu erkennen geben, wo er von Wollschlägers Fassung von 1975 abweicht und warum er das tut. Der englischsprachige Text der Herausgeber Hans Walter Gabler, Wolfhard Steppe und Claus Melchior steht rechtlich vorbehaltlos für die zweisprachige Ausgabe zur Verfügung.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Nun mag ja wohl Suhrkamp befeuert haben, die „neue“ Übersetzungs-Bearbeitung von Beck zu promoten, weil die alte von Wollschläger nicht mehr verkauft wird, da der Markt gesättigt ist.

Gablers Vorschlag ist nicht nur weltfremd, sondern auch kontrafaktisch, da die Wollschläger-Übersetzung durch Beck zerstört worden ist.

Und warum sollte ein kommerzieller Verlag wie Suhrkamp eine englisch-deutsche Ulysses-Ausgabe herausbringen, der die zehntausende Beck-Veränderungen an der Wollschläger-Übersetzung dokumentiert, die Beck auch noch begründen soll?

 

 

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982 Gedanken zu „Hans Wollschläger-Fake News- Updated

  1. Kommen wir mal kurz auf den Skripal-Fall zurück:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-21/#comment-73942

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-21/#comment-73944

    Die einzigen wahren Sätze habe ich hier gefunden:

    Analysis
    By Leila Nathoo, BBC News home affairs correspondent

    When Sergei Skripal and his daughter Yulia were left in a critical condition, it seemed improbable that the two would survive.
    Now, less than three months on, both have been discharged from hospital.
    […]
    Detectives are continuing to investigate the attempted murder of the Skripals, though so far no suspects have been named.
    They will have spoken at length to both Sergei and Yulia about what happened and why they may have been targeted.
    But police say they are still working to establish the full facts of the attack.

    http://www.bbc.com/news/uk-44165718

    Ja, das tödlichste Nervengift überhaupt zu überleben, grenzt an ein Wunder; und was die Polizei nicht weiß, wissen Politiker schon lange. 😉

    Die russische Seite ist gar nicht einverstanden:

    Frage: warum drehen die Behörden nicht ein Video, in dem die Skripals mitteilen, daß sie niemanden aus der Botschaft sehen wollen?

    Und nun kommt der Gag schlechthin: es wurde von der geballten Investigativkraft von NDR, WDR, SZ und ZEIT ja gerade die Geschichte herausposaunt, wonach der gottvolle BND um 1995 durch einen russischen Überläufer eine sogenannte „Nowitschok“-Probe erhielt und die verdutzten NATO-Partner-Staaten aufklären konnte.

    Heute schießt der SPIEGEL mit einem kleinen Artikelchen auf S. 22 zurück: als der BND diese Partner „aufklärte“, erlebte er eine Überraschung: die kannten das alle schon, hatten den BND aber nicht eingeweiht. 😉
    Als Trostpreis durfte Deutschland in dieser 6er-Gruppe mitwirken, in der man sich über das Gift austauschte.

    • Die OPCW, deren Chef Üzümcü sich schon im Fall Skripal ungut hervorgetan hatte (er faselte von benutzten 25 Gramm, die mehr als erlaubte Forschungsproben seien), hat mal wieder eine Schlechtleistung in Syrien vollbracht:

      Wie immer gründlich in der Widerlegung: MoA:

      May 17, 2018
      Syria – Inconsistent, Incomplete And Implausible – The OPCW Report On Saraqib Is Another Disgrace

      On February 4, two days before a UN Security Council meeting on chemical weapon issues, a Syrian army helicopter flew into Idelb governorate which is held by al-Qaeda. Escaping the quite effective air defenses of the terrorists it dropped two chlorine gas cylinders near a militarily irrelevant agricultural warehouse 40 kilometers away from the front line of the war. Eleven men of fighting age who are living in the al-Qaeda ruled territory were allegedly impacted by the released gas but none of them was seriously hurt.

      The implausible story above is the base of a recent report by the Organisation for the Prohibition of Chemical Weapons. All ‚evidence‘ for the tale comes from organizations which tightly cooperated with al-Qaeda and other militant ‚rebel‘ groups in Syria and are paid by ‚western‘ governments opposed to Syria. The implausible story is repeated in the ‚western‘ press without any journalistic skepticism.
      […]
      5.11 Both impact points were in this open field approximately 200 x 200 metres in size, which is in a depression 3 to 4 metres lower than the surrounding urbanised area. The impact locations, as given by witnesses, are shown in Figure 3 below.
      […]
      • The chlorine cylinders that allegedly fell from the air landed in a depression. Chlorine is heavier than air and hugs to the ground. Did the chlorine raise 3 to 4 meters to then creep into a house to then sink down into a basement? How? The description is inconsistent with documented U.S. military experiments (video) in which a large amount of Chlorine released in a depression does not rise beyond 60 centimeters from the ground.

      […]
      Since 2011 the Turkish government of the wannabe Sultan Erdogan provides support of all kinds for the radical ‚Syrian rebels‘ who attack the Syrian state. Turkey currently occupies the north-west of Syria and has at least twelve observation points in Idleb governorate. The Turkish government continues to be hostile to the Syrian government under President Assad.
      That the ostensible neutral OPCW is led by a Turkish career diplomat while it investigates alleged chemical incident in Syria is already a very problematic constellation. That its reports of such incidents, based on hearsay, shoddy evidence and unverified open sources, then make conclusions that insinuate Syrian government culpability while ignoring serious discrepancies is a disgrace.
      It is high time to bring that organization back onto neutral and scientific grounds.
      Posted by b on May 17, 2018 at 03:29 PM | Permalink

      http://www.moonofalabama.org/2018/05/syria-inconsistent-incomplete-and-implausible-the-opcw-report-on-saraqib-is-another-disgrace-.html

      • Das sollte den Russen eine Lehre sein, was ihr Vertrauen in die OPCW angeht.
        Wenn es mal nicht schon zu spät ist für eine Rückkehr zu ’neutral and scientific grounds.‘. Jedenfalls müsste zunächst dieser Hr Ümzücü gefeuert werden, falls er nicht freiwillig zurück tritt.

  2. @ Angelika Roll:

    Danke für die Klarstellung:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-21/#comment-73945

    Ja, die Heimlichtuerei des Justizministeriums, und das gegenüber Politico, stimmt schon bedenklich:

    Justice Department won’t disclose details on Mueller ethics waiver
    By JOSH GERSTEIN
    12/12/2017 05:07 AM EST

    The Justice Department is refusing to reveal details of the process that led up to former FBI Director Robert Mueller being granted an ethics waiver to serve as special counsel investigating the Trump campaign’s alleged collusion with Russia during the 2016 presidential election.
    […]
    The waiver is believed to relate to Mueller’s work in recent years as a partner at the WilmerHale law firm, which also represented former Trump campaign chairman Paul Manafort and White House adviser Jared Kushner, who is also President Donald Trump’s son-in-law.

    However, the document signed by Justice’s top career official, Associate Deputy Attorney General Scott Schools, provides no detail at all of the grounds for the waiver. In fact, it’s so vague that it doesn’t even convey why anyone would think Mueller needed such a release.

    „Pursuant to 5 CFR 2635.502(d), I hereby authorize Robert Mueller’s participation in the investigation into Russia’s role in the presidential campaign of 2016 and all matters arising from the investigation,“ Schools wrote in the „authorization“ signed on May 18, one day after Deputy Attorney General Rod Rosenstein formally appointed Mueller to the position.

    The agency’s Justice Management Division said it located a two-page „recommendation memorandum“ in response to POLITICO’s request but was declining to release that on grounds it would interfere with the deliberative process inside the department.
    […]

    https://www.politico.com/story/2017/12/12/justice-mueller-ethics-waiver-russia-291707

    Mit dieser Begründung könnte man fast jedes Auskunftsbegehren ablehnen.

    Aber kommen wir wieder zu dem von Mollie Hemingway so brillant zerlegten NYT-Artikel zurück, zu dem ich bislang das hier kommentiert hatte:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-21/#comment-73940

    Hier trifft zu, was Davis schrieb:

    Denn nun wissen wir genau, wer diese Quelle war: es gibt nur den einen, US-Bürger mit Sitz in GB, guten Beziehungen zu britischen und US-Geheimdiensten, der sowohl mit Page als auch mit Papadopoulos sprach, nämlich Prof. Halper in Cambridge. Der zudem einen dritten, noch unbekannten, hochplacierten Wahlkampf-Mitarbeiter angesprochen haben soll:

    Halper invited campaign foreign policy adviser Carter Page to attend a July 2016 symposium held at Cambridge regarding the upcoming election, Page told TheDCNF.
    Halper also requested and attended a one-on-one meeting with another senior campaign official, TheDCNF learned. That meeting was held a day or two before Halper reached out to Papadopoulos. Halper offered to help the campaign but did not bring up Papadopoulos, even though he would reach out to the campaign aide a day or two later.
    […]
    Page is also a prominent figure in the investigation due to allegations made against him in the infamous Steele dossier. Page’s trip to Moscow in early July 2016 is a central piece of the dossier. Christopher Steele, the author of the Democrat-funded report, alleges Page met secretly with two Kremlin insiders as part of the Trump campaign’s collusion effort.
    Page attended the Cambridge event Halper set up, four days after that trip to Moscow. He met with his host during the visit.
    […]
    Fitting with Papadopoulos’s theory of Halper’s outreach is the professor’s longstanding connections to both British and American intelligence agency officials. He also worked at the Department of State, Department of Defense, Department of Justice, and in three presidential administrations.

    Halper is a close associate of Sir Richard Dearlove — the former MI6 chief.
    In December 2016, Halper, Dearlove and espionage historian Peter Morland made international news when they announced they were leaving an organization called the Cambridge Intelligence Seminar due to concerns Russian operatives had infiltrated the group.
    […]

    http://dailycaller.com/2018/03/25/george-papadopoulos-london-emails/

    Zu Halper hatte ich zuletzt hier gepostet:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-19/#comment-73845

    Angelika Roll hatte diesen Tweet gepostet:

    Und man beachte das Datum, wann Halper und Page Kontakt hatten: 4 Tage nach seinem Moskau-Aufenthalt (7. und 8. Juli 2016), also am 12./13. Juli; das lag VOR dem 31.7.2016, als die Geheimdienst-OP „Crossfire Hurricane“ gegen vier Trump Campaigner losging.

    Hemingway erinnert daran:

    It is unknown at this point whether the informants were specifically sent by a U.S. agency or global partner, or whether the sources voluntarily provided information to the U.S. government.
    […]
    This New York Times story may have been designed to inoculate the FBI against revelations coming out of the inspector general report, but the net result was to affirm the fears of many Americans who are worried that the U.S. government’s law enforcement and intelligence agencies abused their powers to surveil and target Americans simply for their political views and affiliations. The gathered information has been leaked to media for years, leading to damaged reputations, and the launch of limitless probes, but not any reason to believe that Trump colluded with Russia to steal an election.

    http://thefederalist.com/2018/05/17/10-key-takeaways-from-new-york-times-error-ridden-defense-of-fbi-spying-on-trump-campaign/

    Es könnte natürlich eine britische Organisation gewesen sein, die dahintersteckte. Das alles hat aber noch nichts mit einem FBI-Maulwurf innerhalb der Trump Organization oder der Trump Campaign zu tun. Halper stand außerhalb.

    • Hm, naja, ‚inside source‘ ist vielleicht nicht so treffend ausgedrückt von Simpson, der das ja ursprünglich bei seinem Senats Interview sagte. Vielleicht trifft ‚go-in‘ es besser?
      Hier in der Ingraham Show gestern(mit Molly H., Roger Stone und einem Mr Wisenberg, ex Independent Counsel im Whitewater Fall) nennt Letzerer ihn einen ‚agent provocateur‘, das finde ich sehr zutreffend.

      Weder direkt ‚außerhalb‘ noch direkt ‚innerhalb‘.
      Aber wie gesagt, wir erfahren bestimmt auch noch, wer da noch alles gepflanzt wurde.

    • Lustigerweise kamen alle Informationen über die FBI-Quelle, die durch Nunes Auskunftsbegehren angeblich in Gefahr ist, von der WaPo und der NYT – mittels Leaks aus DoJ/FBI:

      https://www.washingtonpost.com/politics/risk-to-intelligence-source-who-aided-russia-investigation-at-center-of-latest-showdown-between-nunes-and-justice-dept/2018/05/08/d6fb66f8-5223-11e8-abd8-265bd07a9859_story.html

      Und auch in dem neuesten WaPo-Artikel, den Angelika Roll gerade postete:

      https://www.washingtonpost.com/politics/bigger-than-watergate-trump-joins-push-by-allies-to-expose-an-fbi-source/2018/05/17/db211542-59ea-11e8-8836-a4a123c359ab_story.html

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-21/#comment-73948

      wird wieder etwas Neues über die Quelle berichtet:

      Und gleichzeitig dieser Klagegesang angestimmt:

      The dispute pits Trump and the Republican chairman of the House Intelligence Committee against the Justice Department and intelligence agencies, whose leaders warn that publicly identifying the confidential source would put lives in danger and imperil other operations.

      The stakes are so high that the FBI has been working over the past two weeks to mitigate the potential damage if the source’s identity is revealed, according to several people familiar with the matter. The bureau is taking steps to protect other live investigations that the person has worked on and is trying to lessen any danger to associates if the informant’s identity becomes known, said these people, who spoke on the condition of anonymity to discuss sensitive intelligence operations.

      https://www.washingtonpost.com/politics/bigger-than-watergate-trump-joins-push-by-allies-to-expose-an-fbi-source/2018/05/17/db211542-59ea-11e8-8836-a4a123c359ab_story.html

      Niemand hat eine Veröffentlichung des Namens verlangt; Nunes hat die höchste Geheimhaltungsstufe, der plaudert nichts aus – das tun die Geheimdienste schon selber.

      Kommen wir also zum Maulwurf, über den die NYT und die WaPo nicht berichtet haben:

      Dennoch tut die WaPo so, als hänge dieser Tweet mit den eigenen Berichten über die „Source“ zusammen:

      Trump reacted on Twitter on Thursday to recent news reports that there was a top-secret source providing intelligence to the FBI as it began its investigation into Russia’s interference in the election process.

      https://www.washingtonpost.com/politics/bigger-than-watergate-trump-joins-push-by-allies-to-expose-an-fbi-source/2018/05/17/db211542-59ea-11e8-8836-a4a123c359ab_story.html

      Trump hatte vielmehr auf McCarthy verwiesen.

      Angelika Roll hat auf diesen Artikel verlinkt:

      http://insider.foxnews.com/2018/05/17/andrew-mccarthy-fbi-had-least-one-confidential-informant-trump-campaign

      Andy McCarthy ist diesem Video leider völlig neben der Spur; der Artikel ist ein wenig stringenter, verwechselt aber ebenfalls die „Source“ mit einem in der Trump Campaign sitzenden FBI-Maulwurf:

      McCarthy: ‚Probably No Doubt‘ FBI Had At Least One Confidential Informant in Trump Campaign
      May 17, 2018 2:56 pm
      Did the FBI have a spy in the Trump campaign?
      […]
      Kilmeade discussed the explosive report with former federal prosecutor Andrew McCarthy, who wrote in the National Review about Aug. 2017 testimony to the Senate by Fusion GPS co-founder Glenn Simpson, which became public in Jan. 2018.

      „Something tells me the co-founder of Fusion GPS was dead-on accurate when he testified that Christopher Steele told him the FBI had a “human source” — i.e., a spy — inside the Trump campaign as the 2016 presidential race headed into its stretch run.
      When he realized how explosive this revelation was, Simpson walked it back: He had, perhaps, “mischaracterized” what he’d been told by Steele, the former British spy and principal author of the anti-Trump dossier he and Simpson compiled for the Clinton campaign.“
      https://www.nationalreview.com/2018/05/did-fbi-have-spy-in-trump-presidential-campaign/

      McCarthy said „there is probably no doubt“ that there was at least one confidential informant in the Trump campaign.
      […]

      http://insider.foxnews.com/2018/05/17/andrew-mccarthy-fbi-had-least-one-confidential-informant-trump-campaign

      Das geht allerdings noch genauer: Simpson ist nämlich gar nicht von seiner Aussage abgewichen, er hielt an ihr fest.

      Diese Erkenntnis verdanken wir diesem Artikel:

      This Maltese Professor May Hold The Key To When The FBI Really Began Surveilling The Trump Campaign
      Did Joseph Mifsud use George Papadopoulos as a pawn to set up Donald Trump? Did he feed Papadopoulos information about Russia to see how the Trump campaign responded?
      By Margot Cleveland
      May 15, 2018
      […]

      http://thefederalist.com/2018/05/15/maltese-professor-may-hold-key-fbi-really-began-surveiling-trump/

      Das ist ein sehr umfassender Artikel. Zunächst geht es um den von Simpson benannten Maulwurf:

      “Essentially what [Steele] told me was they had other intelligence about this matter from an internal Trump campaign source and that — that they — my understanding was that they believed Chris at this point — that they believed Chris’s information might be credible because they had other intelligence that indicated the same thing and one of those pieces of intelligence was a human source from inside the Trump organization,” Simpson told the committee. Simpson added that the “human source from inside the Trump organization” was not one of Steele’s sources, but was “a voluntary source, someone who was concerned about the same concerns we had.”

      A Very Misleading ‘Correction’

      Initially, these details created a frenzy in the press, until, as The Federalist’s Mollie Hemingway reported, Ken Dilanian, an “NBC reporter who frequently helps Fusion GPS disseminate stories for its clients, said that ‘a source close to Fusion GPS’ had a correction to offer’”:

      Nicht Simpson selbst korrigierte sich, sondern ein Außenstehender korrigierte ihn. Cleveland berichtet weiter, daß Grassley bei Simpsons Anwalt am 11.1.2018 um Klarstellung bat:

      https://www.grassley.senate.gov/news/news-releases/grassley-seeks-clarity-fusion-gps-transcript-following-reported-

      Und daß Simpson bei seiner Aussage blieb:

      Mr. Simpson stands by his testimony.”

      https://www.judiciary.senate.gov/imo/media/doc/2018-01-18%20Fusion%20GPS%20to%20CEG%20(accuracy%20of%20testimony).pdf

      A second exchange from the hearing also established the “correction” was nothing of the sort. Toward the end of day’s testimony, an attorney questioning Simpson asked to clarify one point, noting “I believe you said that Mr. Steele had told you that the FBI had a source from inside the Trump organization and I believe [the attorney] referred to a source from inside the Trump campaign. Do you know which is accurate?”

      Simpson responded: “I don’t know.” The attorney then rephrased the question, “So you don’t know whether it was the organization or the campaign, in other words?” Simpson responded, “That’s correct.”

      http://thefederalist.com/2018/05/15/maltese-professor-may-hold-key-fbi-really-began-surveiling-trump/

      Dann wendet sie sich Prof. Joseph Mifsud zu, weil sie die richtige Frage stellt:

      When Did the Russia Investigation Begin?

      Denn Mifsud machte sich ja schon im März und April an Papadopoulos heran. Und daß der kein russischer Spion, sondern ein den Torys nahestehender und dem CIA verbundener Zeitgenosse ist, wissen wir ja schon.

      Ich zitiere mich erneut:

      „Wir hatten schon am 5.4. eine diesbezügliche Diskussion, was die Nähe von Mifsud zu den Tories und zur CIA angeht, angeregt durch den von Ihnen vorgestellten Artikel:

      ‚All Russiagate Roads Lead To London As Evidence Emerges Of Joseph Mifsud’s Links To UK Intelligence‘
      https://www.zerohedge.com/news/2018-04-04/all-russiagate-roads-lead-london-evidence-emerges-joseph-mifsuds-links-uk

      https://wordpress.com/comment/gabrielewolff.wordpress.com/73042

      Dazu hatte ich dann noch Einiges ausgeführt:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-4/#comment-73046

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-4/#comment-73053
      […]“
      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-16/#comment-73680

      Cleveland gräbt nun weitere Details über Mifsud aus, die ihn als weitere vertrauliche Quelle des FBI ausweisen:

      Earlier this year, Mangiante told The Guardian how she came to meet Papadopoulos. In doing so, she exposed what may well have been the beginning of a sting operation:

      https://www.theguardian.com/us-news/2018/jan/18/simona-mangiante-trump-russia-joseph-mifsud-george-papadopoulos

      “Long before Mifsud and Papadopoulos ever met, it was Mangiante who was introduced to the mystery professor while she was working in Brussels, in the European parliament, as an attorney specialising in child abduction cases.

      She was introduced to Mifsud in about 2012 by Gianni Pittella, a well-known Italian MEP who in 2014 became president of the Socialists and Progressive Democrats group. ‘I always saw Mifsud with Pittella,’ she says. Pittella had no comment. . .. When her contract expired, Pittella suggested she go to work for Mifsud in London, a city she loved. The professor offered her a job in 2016 at the important-sounding London Centre of International Law Practice.”

      After learning of Papadopoulos’ position on the Trump campaign, Mifsud also offered Papadopoulos a position at the London Centre of International Law Practice as the director of international energy. […]

      The London Centre of International Law Practice was not Mifsud’s only enterprise. Mifsud also ran the “London Academy of Diplomacy,” where his friend Pittella was listed as a “visiting professor.” But it is not what Mifsud and Pittella did at the London Academy of Diplomacy that is worth noting. Rather, it is what Pittella did in July 2016: Pittella traveled to Philadelphia to, as he explained to Time magazine, “take[] the unprecedented step of endorsing and campaigning for Hillary Clinton because the risk of Donald Trump is too high.”

      http://time.com/4429904/dnc-hillary-clinton-italian-europe/

      Of course, good friends can have widely divergent political perspectives, but this fact suggested another possibility: that Mifsud sought out Papadopoulos and recruited him to unwittingly feed the Trump campaign information about Russia and to see whether anyone acted on the advances.

      Ja, das kommt hin.

      Weiteres von Margot Cleveland über Mifsud:

      But for all of Mifsud’s Russian connections, and his statement that the Russians had dirt on Hillary and her emails, the FBI seemed extremely unconcerned. Mifsud told the press that he spoke to the FBI while in Washington in February 2017.
      https://www.cnn.com/2017/11/08/politics/joseph-mifsud-trump-russia-investigation/index.html

      While the FBI has not confirmed Mifsud’s statement, he is listed as a featured speaker at the February 2017 national meeting of Global Ties — an event sponsored by the U.S. Department of State.

      https://www.globaltiesus.org/storage/unity-2017-program-print%20file%20reduced.pdf

      Mifsud then returned home to Europe, only to disappear in Rome nine months later.

      https:/www.cnn.com/2017/11/08/politics/joseph-mifsud-trump-russia-investigation/index.html

      What did Mifsud tell the FBI?
      […]
      If so, those efforts began in March of 2016 — but on whose behalf? And for what purpose? Simpson testified before the House’s Permanent Select Committee on Intelligence that he didn’t know much about Mifsud. This statement seems to separate Mifsud from the Steele and Fusion GPS inquiry. But it leaves Mifsud solidly entangled in the earliest stages of the Russian investigation.

      Given the FBI and DOJ’s stonewalling of the House Oversight Committee over information on the known “top-secret intelligence source” connected to Trump, one wonders what, if anything, they have told Nunes about Mifsud and the interview he gave the FBI before he disappeared.

      http://thefederalist.com/2018/05/15/maltese-professor-may-hold-key-fbi-really-began-surveiling-trump/

      Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat Strzok auch Mifsud bei seiner Londonreise am 2.8.2018 interviewt. Er war schließlich der Verbindungsmann zwischen Brennan und Comey…

      Kim Strassel behält in all der Aufregung kühlen Kopf und verweist alle, die die NYT-Enthüllung evaluierten, über eine umfassendere Bespitzelung der Trump Campaign als bislang bekannt, auf die Plätze:

      Und das war auch lange bekannt, daß nun dieser Teil folgen würde. Während es bislang noch unbekannt ist, ob sich der IG Horowitz, über seinen konkreten Auftrag von Januar 2017 hinausgehend, auch noch mit den Ermittlungen gegen Trump beschäftigen wird (was er könnte).

      Der WaPo und der NYT geht es offensichtlich um Schadensbegrenzung wegen zu erwartender weiterer Enthüllungen gegen Brennan, den seinerzeitigen CIA-Chef.

      • „Während es bislang noch unbekannt ist, ob sich der IG Horowitz, über seinen konkreten Auftrag von Januar 2017 hinausgehend, auch noch mit den Ermittlungen gegen Trump beschäftigen wird (was er könnte).“

        Ja das könnte er und zumindest endet er seine letzte Bekanntmachung vom 28. März 2018 mit dem üblichen Hinweis:
        „If circumstances warrant, the OIG will consider including other issues that may arise during the course of the review.“

        Das ist ja unmittelbar mit seiner Untersuchung des DOJund FBI verknüft.

        https://oig.justice.gov/press/news.htm >
        March 28, 2018
        DOJ OIG Announces Initiation of Review
        https://oig.justice.gov/press/2018/2018-03-28b.pdf
        [-]
        As part of this examination, the OIG also will review information that was known to the DOJ and the FBI at the time the applications were filed from or about an alleged FBI confidential source. Additionally, the OIG will review the DOJ’s and FBI’s relationship and communications with the alleged source as they relate to the FISC applications.
        [-]

        Die lange Story von Cleveland hatte ich auch zuvor gelesen, dann aber wieder außer acht gelassen. Ich weiß nur noch, daß ich mich wunderte über ihren letzten Satz “ one wonders what, if anything, they have told Nunes about Mifsud and the interview he gave the FBI before he disappeared.“ denn am 15. Mai hätte sie doch wissen müssen, daß Nunes gar nichts erfuhr. Daß die Unterredung frustrierend dahingehend endete, ‚man werde in Kontakt bleiben‘, war doch da schon bekannt.

        Alles ein frühzeitig ausgeklügeltes Set-Up, in der Tat.
        Ohne Garantie auf die Seriosität der Quelle hier mal noch ein Video zum Thema FBI ganz allgemein. Ich selbst habe daran keinerlei Zweifel.

        Und nach dem ernsthaften nun noch zum Thema Trump-Russia eines zur Erheiterung, aber nicht, daß es keine Tatsache wäre. 😉

    • „Mit dieser Begründung könnte man fast jedes Auskunftsbegehren ablehnen.“ :

      Hierzu hatte ich eigentlich auch noch bemerken wollen:
      Das taten sie doch auch! Letztes Beispiel diese Anhörung der Manafort motion mit judge Ellis um das Rosenstein ’scope memo‘ etc, wo die Mueller attorneys doch mit noch laufenden Beratungsgesprächen argumentierten, was Sie korrekterweise noch als ‚chatters'(o.ä.) bezeichnet hatten.

      Na, wenigstens hat der Richter ja nun diese nachgeschobene Rosenstein -Erlaubnis für Muellers fishing expedition, mal sehen, wie er entscheiden wird.

      • Weil ich gerade bei Manafort war und den suspekten Machenschaften von Muellers Truppe: Auch in seinem anderen Widerspruch im Strafverfahren in Wash DC gab es am Freitag eine Entwicklung:
        Die Richterin Amy Berman Jackson hat seiner seit Januar anstehenden Forderung samt zweier Mahnungen, zuletzt Ende März, zur Vorlage der ungeschwärzten affidavits zur Durchsuchung und Sicherstellung diversen Materials aus Wohnung und Speicher nun per Verfügung Nachdruck verliehen.

        über den Pacer kommt man nicht ran, hier halfen nette Tweeter aus:

        Schier unglaublich, wie beim SC geschlampt, verschleppt und gemauert wird!
        Auf den letzten Drücker musste der Antrag nun über das Gericht bewirkt werden, kurz vor Fristablauf. Wenn da mal alles für die Durchsuchungsgenehmigung bei der damaligen Nacht-und Nebelaktion mit rechten Dingen und nach dem Gesetz zuging…man könnte glatt bewusste Unterdrückung von Beweismitteln vermuten.

        • Eigentlich würde ich hieran anschließend zum Thema laufende Gerichtsverfahren (für mich stets interessant) gleich noch die letzte ’sitcom‘ aus der Mueller Saga erwähnen: seine wahnwitzige Anklage der 13 Russen und russischen Businesses, hier speziell die Eigentor-Anklage gegen Concord.
          Das Transkript der letzten Sitzung vom 16. Mai offenbart die Muellersche Vorgehensweise als genüssliche Komödie!
          Ich stelle das aber zurück, bis wir ohnehin wieder bei dem Fall landen. 😉

        • да с удовольствием !
          Sie verstehen da doch, oder…;-)

  3. Dann mal hiemit weiter:

    Und nochmal Mollie:

    http://thefederalist.com/2018/05/17/10-key-takeaways-from-new-york-times-error-ridden-defense-of-fbi-spying-on-trump-campaign/

    Er registriert ja weiterhin alles genau

    Da bin ich gespannt, welches Aufgebot für entsprechendes Kontra der fake news Kabelkanal präsentieren wird.
    Gerade geriet der wieder ins Fadenkreuz i.S. Avenetti

    (thread)
    Man feiert im Sender lieber Muellers einjähriges Jubiläum mit ‚happy birthday‘ Wünschen und lang lebe die Russia investigation !
    😉

    • Nunja, der schmierige Avenatti und die CNN-Fake News-Reporter passen doch blendend zueinander. 😉

      Und so wird bei uns der 1. Geburtstag der Mueller-Untersuchung gefeiert:

      http://www.faz.net/aktuell/politik/trumps-praesidentschaft/ein-jahr-sonderermittlungen-mueller-sucht-immer-noch-die-smoking-gun-15594432.html

      Der Leser wird desinformiert. Nichts über die Probleme im Flynn-Verfahren, nichts über die Probleme in Manafort-Verfahren, nichts über das Scheitern des Facebokk-Verfahrens, nichts über den Fortgang des Papadopoulos-Verfahrens. Schlicht eine Verweigerung der Berichterstattung.

      Zum Rest Ihres Postings später. Ich will nur bemerken, daß Mollie Hemingways Beitrag:

      http://thefederalist.com/2018/05/17/10-key-takeaways-from-new-york-times-error-ridden-defense-of-fbi-spying-on-trump-campaign/

      derartig gut ist, daß man sich die Lektüre des ermüdenden NYT-Eingeständnisses, sicherlich zur Abmilderung schlimmer öffentlicher Enthüllungen gedacht, schlicht ersparen kann:

      https://mobile.nytimes.com/2018/05/16/us/politics/crossfire-hurricane-trump-russia-fbi-mueller-investigation.html

      Mehr dazu später.

      • Aber zuvor will ich noch auf Angelika Rolls Beitrag zum Skripal-Fall eingehen:

        https://www.thetimes.co.uk/edition/world/wife-of-russian-defector-brought-novichok-to-germany-20-years-ago-ptxxfh9s9

        „Und bleibt natürlich dabei:
        [-]
        „Mr Mirzayanov, 83, said he revealed the programme because he was unhappy at the deception he saw Moscow engaging in at the same time that Mikhail Gorbachev was declaring the age of perestroika. He worked on the novichok programme at Shikhany, a military base identified in British intelligence shared with allies as the source of the nerve agent used in the Salisbury attack.“

        https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-21/#comment-73934

        Ganz schön unverfroren, jetzt die allseits desinformierenden Geheimdienste ins Spiel zu bringen, nachdem Porton Down erklärt hat, es könne zur Herkunft des Giftes nichts sagen. Mascolo/Stark haben in der aktuellen ZEIT auf S. 8 einen umfassenden Bericht gebracht: und da fällt auf, daß dort der Arbeitsort von Mirsajanow als in Moskau gelegen beschrieben wird, nicht in Schichani, wo Rußland zu Wendezeiten den westlichen „Partnern“ einen Rundgang gestattete. Dort wurde richtig produziert, nicht nur Forschungsproben entwickelt.

        Mascolo gibt zu, daß die Täterfrage ungeklärt ist, und empfiehlt, die alte Probe des russischen Überläufers zum BND mit den Salisbury-Proben zu vergleichen. Falls die Schweden sie noch finden…

        Noch ein augenfälliger Fehler im Times-Artikel:

        The unnamed scientist arranged for his wife to bring the first example of the chemical to the West in 1998, German media reported.

        Tatsächlich wird nirgendwo eine Jahreszahl genannt, alle schreiben von „Mitte der neunziger Jahre“. 1998 ist kein Zufall:

        NDR wrote that Helmut Kohl, the German chancellor, knew about the Russian development of novichok, in contravention of the chemical weapons convention it signed in 1997.

        Soso. Nicht nur, daß ständig erlaubte Forschung und unerlaubte Produktion durcheinandergeworfen wird, ist es laut Mascolo auch unklar, ob der russische Wissenschaftler zum fraglichen Zeitpunkt noch aktiv forschte. Das könnte nach der Erinnerung eines der an Gesprächen mit ihm Beteiligten der Fall sein. Auf Erinnerung an vor über 20 Jahren geführte Gespräche ist bekanntlich Verlaß. 😉

        Der Westen darf natürlich „produzieren“:

        The investigation found that some members of the novichok group, comprising Germany, Britain, the US, Canada, France and the Netherlands, then used the formula to make small samples to develop protective materials and treatments, according to the investigation. The only country named as allegedly producing its own version was the US.

        Deutschland war nicht dabei, es hat sogar die Untersuchung der Probe verweigert, weil es 1954 einen Vertrag unterschrieben hatte, nie wieder Massenvernichtungsmittel anzustreben.
        Bleibt noch das Rätsel, wieso die USA eine Diskussion der Mirsajanow-Enthüllungen (2008) bei der OPCW unterbunden hat:

        A subsequent cable on 3 April 2009 from the Secretary of State Hillary Clinton instructed the US delegation to the Informal Inter-Sessional Meeting of the Australia Group (a group of US-allied countries set up in 1985 to control the export of precursors of chemical weapons) that one of five US objectives for the meeting was to:-

        „— Avoid any substantive discussion of the Mirazayanov book “State Secrets: An Insider’s View of the Russian Chemical Weapons Program” or so-called ‘Fourth Generation Agents.’“

        More detailed guidance was provided for the US delegates, echoing the description of how US and UK delegates had responded to the Canadian delegate a week earlier:-
        If AG participants raise the issue of Vils Mirazayonov’s book “State Secrets: An Insider’s View of the Russian Chemical Weapons Program,” the Del should:

        „— Report any instances in which the book is raised.

        — Not/not start or provoke conversations about the book or engage substantively if it comes up in conversation.

        — Express a lack of familiarity with the issue.

        — Quietly discourage substantive discussions by suggesting that the issue is ‘best left to experts in capitals.’“

        These cables establish that the US and UK governments sought to discourage discussion of Mirzayanov’s book in 2009. Taken together with the deletion of the record for A-234 submitted by Edgewood to the NIST Mass Spectral library, this suggests that the US and UK governments are concealing what they know about the A-230 series of compounds, for reasons that are not clear.

        https://timhayward.wordpress.com/2018/04/01/update-to-briefing-note-doubts-about-novichoks/

        Zumal man noch dies hier berücksichtigen muß – hier geht es um einen Mord in Moskau im Jahr 1995 mit einem Gift, das durch Uglev, Rink u.a. beforscht wurde, wobei Rink hiervon an die russische Mafia abgezweigt hatte:

        If Uglev’s account is accurate and this document is genuine, this establishes that the new class of nerve agents that he helped to develop was the GV class of agents, which Russia has never denied studying. Because the A-230 series of compounds have structures that are very different from GV-like compounds, Uglev’s story does not corroborate that of Mirzayanov. Mirzayanov’s account in 1995, in which he labels “Substance 33” (the Russian isomer of VX), as a “precursor” (possibly “forerunner” is the intended meaning as Russian VX is not a chemical precursor) of what he called “novichoks” is also consistent with these being GV-type agents.

        At a briefing by the Russian Ministry of Foreign Affairs on 21 March, Viktor Kholstov, Director of the Centre for Analytical Research on Chemical and Biological Weapon Conventions under the Russian Ministry of Industry and Trade, stated that “Vil Mirzayanov did not have these formulas [the structures given in his 2008 book for the A-230 series of compounds] in the early 2000s”.

        In summary, there is ample evidence that the Soviet Union and other countries were developing GV-type agents up to the 1990s. However Mirzayanov’s story that the chemical structures labelled as A-230 to A-262 in his 2008 book were developed in the Soviet Union or Russia remains open to serious doubt.

        https://timhayward.wordpress.com/2018/04/01/update-to-briefing-note-doubts-about-novichoks/

        Was in den 90ern in Rußland tatsächlich beforscht wurde, kann die schwedische Probe klären. Man muß es nur wollen.

      • Dann mal vorher noch dazwischen geschoben ein paar news von gestern Abend:

        „sicherlich zur Abmilderung schlimmer öffentlicher Enthüllungen gedacht,..“
        wohl wahr, denn die nahen in der Tat:
        http://www.foxnews.com/politics/2018/05/17/doj-inspector-general-completes-long-awaited-review-hillary-clinton-probe.html

        Zwar gibt es vorerst ’nur‘ einen draft Report für den Congress und Horowitz räumt auch vor Veröffentlichung noch dem DOJ und FBI die Möglichkeit zur Durchsicht, ggf Korrektur oder Blockade einzelner Details ein, dennoch wird ein äußerst umfassender Bericht erwartet. Comey & co sollten sich warm anziehen.

        Zum Buzzfeed-Gubarev Verfahren in London bringt Fox‘ Catherine Herridge einen kleinen Beitrag, seit dem Bericht in der Londoner Times nur diese Neuigkeit:

        „With a decision by the British judge *expected Friday,* the latest proceeding was described to Fox News as an „odd quirk“ by Fray-Witzer.“

        http://www.foxnews.com/politics/2018/05/17/christopher-steele-trump-dossier-author-and-ex-spy-under-fire.html

        Und im Manafort Berufungsverfahren hat judge Ellis das angeforderte Rosenstein ’scope memo‘ nun erhalten:

        http://www.foxnews.com/politics/2018/05/17/federal-judge-who-ripped-mueller-team-obtains-scope-memo-detailing-russia-probe.html

        Der Wettlauf um die Mueller Investigation ist also voll im Gange… zumal nun um ein Mueller-Trump Interview gerungen wird.

        • Die Botschaft hat den Times-Artikel bewertet:

          Was die neuesten Meldungen zu Mueller & Co angeht, da werden wir uns alle wohl erstmal gedulden müssen. 😉

          Zwischenzeitlich war folgende weitere Mueller-Autorisierung aufgetaucht:

          Im verlinkten pdf stand auch nicht mehr, so daß ich nicht weiß, was es mit diesem Interessenkonflikt auf sich hat. Was ich aber herauslese, ist, daß es Mueller gestattet wurde, an der bereits existierenden geheimdienstlichen Untersuchung des FBI teilzunehmen – und das ist einem special counsel NICHT erlaubt. Was für ein Saftladen!

          Ich glaube übrigens nicht, daß die NYT zum Vorpreschen ermuntert wurde, weil der IG-Bericht ansteht: der hat doch eine ganz andere Zielrichtung, nämlich die Simulation einer Clinton-Ermittlung. Und die NYT enthüllte doch das hier:

          The New York Times published an article yesterday confirming the United States’ intelligence apparatus was used to spy on Donald Trump’s presidential campaign in 2016.

          https://mobile.nytimes.com/2018/05/16/us/politics/crossfire-hurricane-trump-russia-fbi-mueller-investigation.html
          Here are a few quick takeaways.

          1. FBI Officials Admit They Spied On Trump Campaign

          The New York Times‘ story, headlined “Code Name Crossfire Hurricane: The Secret Origins of the Trump Investigation,” is a dry and gentle account of the FBI’s launch of extensive surveillance of affiliates of the Trump campaign. Whereas FBI officials and media enablers had previously downplayed claims that the Trump campaign had been surveiled, in this story we learn that it was more widespread than previously acknowledged:

          “The F.B.I. investigated four unidentified Trump campaign aides in those early months, congressional investigators revealed in February. The four men were Michael T. Flynn, Paul Manafort, Carter Page and Mr. Papadopoulos, current and former officials said…

          The F.B.I. obtained phone records and other documents using national security letters — a secret type of subpoena — officials said. And at least one government informant met several times with Mr. Page and Mr. Papadopoulos, current and former officials said.”

          This is a stunning admission for those Americans worried that federal law enforcement and intelligence agencies might use their powers to surveil, leak against, and target Americans simply for their political views or affiliations. As Sean Davis wrote, “The most amazing aspect about this article is how blasé it is about the fact that the Obama admin was actively spying on four affiliates of a rival political campaign weeks before an election.”

          […]

          http://thefederalist.com/2018/05/17/10-key-takeaways-from-new-york-times-error-ridden-defense-of-fbi-spying-on-trump-campaign/

          Damit dürfte aber nur die Spitze des Eisbergs gezeigt worden sein. Es fehlt noch der FBI Maulwurf, und, ganz wichtig: wann hat die Kampagne angefangen?

          The New York Times writes, “Crossfire Hurricane began exactly 100 days before the presidential election, but if agents were eager to investigate Mr. Trump’s campaign, as the president has suggested, the messages do not reveal it. ‘I cannot believe we are seriously looking at these allegations and the pervasive connections,’ Mr. Strzok wrote soon after returning from London.”

          Das wäre der 31.7.2016 – glaubt das jemand wirklich? Mollie Hemingway hat diesen Punkt nicht angegriffen.

        • „Zwischenzeitlich war folgende weitere Mueller-Autorisierung aufgetaucht:“

          Der Tweet und die Sache bezieht sich auf Mueller als FBI Chef. Hier die Politico Meldung vom Dez. 2017:. S. das Datum dort bei der ‚Authorization‘.. Mai 2017

          https://www.politico.com/story/2017/12/12/justice-mueller-ethics-waiver-russia-291707
          [-]
          In response to a POLITICO Freedom of Information Act request, the agency released a one-sentence memo Friday confirming that Mueller was granted a conflict-of-interest waiver in order to assume the politically sensitive post.

          The waiver is believed to relate to Mueller’s work in recent years as a partner at the WilmerHale law firm, which also represented former Trump campaign chairman Paul Manafort and White House adviser Jared Kushner, who is also President Donald Trump’s son-in-law.“
          [-]

        • „Ich glaube übrigens nicht, daß die NYT zum Vorpreschen ermuntert wurde, weil der IG-Bericht ansteht: der hat doch eine ganz andere Zielrichtung, nämlich die Simulation einer Clinton-Ermittlung. Und die NYT enthüllte doch das hier:“

          Auch möglich, allerdings wurde der ‚CH‘ Report ja einen Tag früher (16. 5.) geschrieben, als die Horowitz Ankündigung erschien (17.5.), vielleicht war das Blatt ja nicht sicher, was zuerst drankäme..? Aber genug Gründe zum Fürchten und Vorpreschen gibt es ja wahrhaftig bei der Masse an leaks, fakes und fouls!

          Wer weiß, ob es heute nicht einen weiteren ‚Friday night dump‘ gibt.. bevor sich alle Medien dem royal wedding Spektakel übers Wochenende widmen
          Auch das Mysterium um „at least one spy/ confidential informant“ wird schon noch geklärt werden.
          http://insider.foxnews.com/2018/05/17/andrew-mccarthy-fbi-had-least-one-confidential-informant-trump-campaign

          Könnte/sollte/wollte Trump nicht jederzeit sofort sämtliche ‚classified‘ Unterlagen freigeben?! Oder eben Sessions entsprechend zu beordern. Nahegelegt wurde es ihm ja schon mehrmals und angedeutet hatte er es doch wohl auch schon mal..

          Vielleicht spielt ja auch das eine Rolle in seiner Zuversicht, sich doch einem Mueller Interview zu stellen, wie Giuliani anregte

          http://www.foxnews.com/politics/2018/05/17/giuliani-trump-wants-to-come-forward-and-tell-truth-if-gets-fair-hearing.html

          Aber sich so richtig sicher klingt Giuiliani dann auch wieder nicht

          Trump sollt die Finger davon lassen. Einem Betrüger schuldet man keine Antworten.

        • Korrektur:
          Hier schrieb ich
          https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-21/#comment-73941

          „die Sache bezieht sich auf Mueller als FBI Chef“. Falsch. Er war zu der Zeit natürlich schon als SC eingesetzt und der waiver betrifft seinen vorherigen Job bei
          der WilmerHale Kanzlei.
          Dennoch ist die Sache höchst anrüchig und bereits da wäre man gut beraten gewesen, hartnäckiger nachzugraben, weshalb genau ausgerechnet in dem Fall wegen noch laufender ‚deliberations‘ die sonst übliche beigefügte Empfehlung zur Begründung vorenthalten wurde.
          Die Mauschelei im DOJ begann schon da.

        • Viel interessanter war jedoch, was Giuliani im Interview der WaPo sagte: Nun sind sie alle entsetzt über Trumps „Seitenwechsel“ 😉

          https://www.washingtonpost.com/politics/bigger-than-watergate-trump-joins-push-by-allies-to-expose-an-fbi-source/2018/05/17/db211542-59ea-11e8-8836-a4a123c359ab_story.html

          Lügen inbegriffen („… the dossier containing allegations about Trump’s connections to Russia, which was* partially funded by Hillary Clinton’s campaign*.)

          Auch der ‚Gegenspeler‘ von Byron Yorck beim WExaminer, Daniel Chaitin
          schreibt darüber, nicht ohne erneut zu betonen
          “ The subpoena reportedly demanded documents related to a U.S. citizen who contributed to the probe. However, the Justice Department —* backed by the White House* — withheld the documents and told Nunes in a follow-up letter that turning over the requested information would be a risk to national security.“

          https://www.washingtonexaminer.com/news/trump-ready-to-side-with-devin-nunes-on-push-for-russia-inquiry-docs-from-doj-says-rudy-giuliani

          Schlimm, daß auch FBI Chef Wray zuförderst die ‚Institutions‘ verteidigen zu müssen glaubt, wenn es doch schon über die Zeit ist, den Stall auszumisten, -’splinter it and scatter into the wind’… !

  4. @ Dipfele:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-21/#comment-73900

    Zu den Beiträgen von SZ und Tagesschau:

    http://www.sueddeutsche.de/politik/geheimdienste-bnd-beschaffte-nervengift-nowitschok-in-den-er-jahren-1.3982539

    https://www.tagesschau.de/inland/skripal-nowitschok-bnd-101.html

    kann man nur sagen: auch wenn sie tendenziös verfaßt wurden, insbesondere von der Tagesschau – so sind sie doch das Beste, was man der Moskauer Darstellung hätte antun können: die „Nowitschok“-Lüge im Fall Skripal ist aufgeflogen. Denn natürlich deutet „Nowitschok“ nicht auf eine Verwendung durch Rußland hin, da viele westliche Länder es ebenfalls produzierten.

    Auf Weisung von Kohl unterrichtete der BND einige seiner engsten Partner, darunter amerikanische und britische Geheimdienste. Später wurde eine Arbeitsgruppe aus fünf westlichen Geheimdiensten und dem BND eingesetzt, sie trug alle Erkenntnisse zu „Nowitschok“ zusammen. In einigen Nato-Ländern kam es auch zu der Produktion von winzigen Mengen des Giftes, um eigene Schutzausrüstung, Messgeräte und mögliche Gegenmittel zu testen.

    http://www.sueddeutsche.de/politik/geheimdienste-bnd-beschaffte-nervengift-nowitschok-in-den-er-jahren-1.3982539

    Es dauerte nur wenige Tage, da hatte das britische Speziallabor „Porton Down“ die Antwort: Nowitschok heiße der Stoff, mit dem der Ex-Spion Sergej Skripal und seine Tochter Anfang März vergiftet wurden. […]
    Verwundert fragten sich Beobachter, wie das Labor diesen Stoff so schnell identifizieren konnte, ohne dass jemals eine Probe davon aufgetaucht war. Die Antwort: Es gab eine Probe. Der Westen kannte Nowitschok.
    […]
    Mindestens die USA haben wohl winzige Mengen nachgemacht, um Schutzvorkehrungen zu treffen.
    […]

    https://www.tagesschau.de/inland/skripal-nowitschok-bnd-101.html

    In einigen Nato-Ländern soll es auch zu der Produktion von winzigen Mengen des Giftes gekommen sein, um eigene Schutzausrüstung, Messgeräte und mögliche Gegenmittel zu testen.

    https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-05/geheimdienst-nowitschok-bnd-nervengift-russland

    SPON blieb es als Nichtbeteiligte an dieser Wahnsinns-Enthüllung vorbehalten, verschämt auf die Nebenfolgen dieser Artikel hinzuweisen:

    Geheimoperation in den Neunzigerjahren
    BND beschaffte Probe von Nervengift Nowitschok
    Recherchen nach dem Nervengiftattentat auf den Doppelagenten Skripal enthüllen eine brisante Geheimoperation: Schon vor mehr als 20 Jahren beschaffte sich der deutsche Auslandsgeheimdienst eine Nowitschok-Probe.
    Mittwoch, 16.05.2018 17:17 Uhr

    Die Affäre um den Einsatz des Nervengifts Nowitschok bei der versuchten Vergiftung des Doppelagenten Skripal im britischen Salisbury bekommt eine brisante neue Wendung.
    […]
    Die neuen Details werfen aber auch viele Fragen auf. Nach dem Anschlag auf den Russen in Großbritannien hatte der Westen sehr konkret Russland beschuldigt. Moskau müsse den früheren KGB-Mann vergiftet haben, so lautete die Linie, da nur Russland über das in den späten Siebzigerjahren entwickelte Nervengift Nowitschok verfüge. Ein Beweis steht aus oder wird von den westlichen Regierungen geheim gehalten. Die Indizien sprechen wiewohl für eine Verwicklung Russlands.
    […]
    Spätestens seit diesem Zeitpunkt, laut den Artikeln in den späten Neunzigerjahren, verfügten also nicht nur Deutschland, sondern auch die USA, Großbritannien, Frankreich, die Niederlande und Kanada über die Zusammensetzung und eine Probe des neuen Kampfstoffs.Möglicherweise stellten sie ihn sogar selber in kleinen Mengen her und tüftelten an Schutzmaßnahmen für die eigenen Truppen im Fall einer Konfrontation mit Russland.
    […]
    Erfreuliche Enthüllung für Russland

    Für Russland dürfte die spektakuläre Enthüllung erfreulich sein. Seit dem Vorfall in Salisbury behauptet Moskau knallhart, mit der Attacke nichts zu tun zu haben. Den Vorhalt, nur Russland verfüge über das am Tatort gefundene Nowitschok, pariert man mit dem Gegenvorwurf, auch andere Länder wie Tschechien oder Großbritannien hätten sich Proben des Gifts verschafft, damit experimentiert und vielleicht sogar eigene Lager angelegt.

    Dass nun ausgerechnet der deutsche BND schon mehr als 20 Jahre vor dem Anschlag in Salisbury über eine Probe des Nervengifts verfügte und sein Wissen darüber mit den Verbündeten teilte, könnte die russische Verschwörungstheorie befördern.
    […]

    http://www.spiegel.de/politik/deutschland/nervengift-nowitschok-bnd-beschaffte-probe-in-den-neunzigerjahren-a-1208117.html

    Wow, da windet man sich aber… 😉

    • Die NachdenkSeiten kommentierten den SPON-Artikel so:

      Anmerkung André Tautenhahn: Die Ausweisung von russischen Diplomaten begründete Außenminister Heiko Maas vor allem damit, dass Russland nichts zur Aufklärung im Fall Skripal beitrage. Nun wäre ja zunächst einmal der deutsche Außenminister an der Reihe, die vorliegenden Erkenntnisse zu erklären.

      https://www.nachdenkseiten.de/?p=43997#h05

      Und legten mit diesem Artikel eines Biochemikers nach:

      17. Mai 2018 um 8:47 Uhr | Verantwortlich: Redaktion
      Ich selbst könnte Nowitschok herstellen
      Veröffentlicht in: Das kritische Tagebuch

      Am Montag wurde der Leiter des tschechischen Militärischen Forschungsinstituts in Brno gefeuert – auf Anweisung der Verteidigungsministerin Karla Šlechtová höchstpersönlich. Der entlassene Bohuslav Šafář hatte zuvor ausgesagt, dass das tschechische Militär in geringen Mengen Nowitschok herstellte und damit die Erklärung des tschechischen Präsident Milos Zeman bestätigt. Gestern meldete dann auch noch das Investigativteam der Süddeutschen, dass auch der BND in den 90ern im Besitz von Nowitschok war. Diese jüngsten Entwicklungen im Fall Skripal – der zum folgenreichsten Zerwürfnis zwischen dem Westen und Russland seit den Ereignissen auf der Krim 2014 eskalierte – illustrieren exemplarisch, dass die zentrale Frage nach der Herkunft des Nowitschok bis heute ungeklärt ist. Von Jakob Reimann[*].

      Der OPCW-Bericht

      Im April veröffentlichte die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) – die von UN-Generalsekretär António Guterres beauftragt wurde, den Salisbury-Giftanschlag zu untersuchen – die Zusammenfassung ihrer Untersuchungen. Der OPCW-Bericht legt zunächst einige technische Einzelheiten der Untersuchungen dar und „bestätigt“ unter Punkt 10. schließlich „die Ergebnisse des Vereinigten Königreichs bezüglich der Identität der giftigen Chemikalie, die in Salisbury verwendet wurde und drei Menschen schwer verletzte.“ Die britische Regierung identifizierte im Vorfeld Nowitschok als eingesetztes Nervengift, was damit von der OPCW bestätigt wurde – ohne jedoch explizit den Namen der Substanz zu nennen.

      Die deutsche Medienlandschaft – von Spiegel über FAZ, Süddeutsche bis BILD und Welt – kolportierte daraufhin mit nur wenigen Ausnahmen die Fake News, die Herkunft des Nowitschok, nämlich Russland, sei durch den OPCW-Bericht nun bestätigt, obwohl dieser kein einziges Wort über die Herkunft des Nervengifts verliert, wie die NachDenkSeiten hier und hier akribisch dokumentierten. Dann wurde es ruhig um Nowitschok und die Skripals.
      […]

      https://www.nachdenkseiten.de/?p=44001

      Lohnt sich!

      • Es hat nicht lange gedauert, bis die russische Botschaft die Steilvorlage unserer Investigativ-Journalisten kommentierte:

        Die WELT brachte übrigens diesen verschwiemelten dpa-Bericht:

        Seit zwei Monaten rätseln Ermittler, wer den ehemaligen russischen Doppelagenten Sergej Skripal und seine Tochter mit dem Kampfstoff Nowitschok in England vergiftet hat. Weil die Substanz einst in der Sowjetunion entwickelt wurde, richten sich die Vorwürfe des Westens gegen Russland. Nun wollen „Süddeutsche Zeitung“, NDR und WDR gemeinsam mit der „Zeit“ (Mittwoch) herausgefunden haben, dass sich auch die Bundesrepublik Mitte der 90er-Jahre eine Probe des Nervengifts verschafft habe.
        […]
        Großbritannien geht davon aus, dass dabei ein Stoff aus der Nowitschok-Klasse verwendet wurde, und macht Russland für den Anschlag verantwortlich. Die Kampfstoffe der Nowitschok-Gruppe waren in der Sowjetunion entwickelt worden.
        Der Kreml weist die Vorwürfe von sich und verweist darauf, dass das Gift, mit dem die Skripals angegriffen wurden, in mehreren Ländern hätte produziert werden können.
        […]
        Laut den beiden Zeitungen und den beiden Sendern war die damalige BND-Operation innerhalb der Bundesregierung umstritten. „Wir wollten auf keinen Fall den Eindruck erwecken, als würden wir uns selbst für solche Chemiewaffen interessieren“, wird eine mit den damaligen Diskussionen vertraute Person zitiert. Mit Wissen von Kanzleramt und Verteidigungsministerium sei die Probe in einem schwedischen Labor analysiert worden. Was aus der Probe wurde, ist unklar. Die heutige Bundesregierung bemühe sich nun, den Vorgang zu rekonstruieren.
        dpa/tba

        https://www.welt.de/politik/deutschland/article176436579/In-den-1990ern-BND-soll-sich-Probe-von-Nervengift-Nowitschok-beschafft-haben.html

        Weil @DiploMog Palmerstone nicht geantwortet hat, probiert es die Botschaft jetzt mit Ironie & Nadelstichen:

        • Soso, die Bundesregierung ‚bemüht sich‘ also, nachdem es die Kontrolle über ihren hochgefährlichen Kampfstoff verlor und zuließ, daß er in fremde Hände geriet?
          Wo bleibt das 24-Stunden Ultimatum an Merkel? Wo bleibt entweder ein Schuldeingeständnis für die Skripal Attacke oder, falls sie unschuldig ist, eine plausible Erklärung, wieso die Bundesregierung gesetzeswidrig ein nicht deklariertes Chemiewaffen-Programm unterhielt?
          Solche Fragen würde ich jetzt ja zu gerne bei uns lesen. Und noch viel lieber die Antwort ! 😉

      • Ich glaube nicht, dass überhaupt Nowitschok im Spiel war. Dagegen sprechen die Symptome, die ersten Meldungen, denen zufolge von den Krankenhausärzten eine Fentanyl-Vergiftung konstatiert wurde, sowie die Stellungnahme des vermutlich diensthabenden Facharztes in der „Times“, der sagte, dass keine Person Symptome eines Kontaktes mit Nervengift aufwies. Zudem ist in jeder offiziellen Stellungnahme nur die Rede von (ich zitiere aus dem Gedächtnis) „Novitchok, or closely related“, „nerve agent, or closely related agent“ oder „Novitchok, or from that family“. Was diese „Familie“, diese „nahe Verwandtschaft“ jedoch ist, wird nicht näher bestimmt. Ich vermute, dass es sich nicht um den Sprachgebrauch des Chemikers, sondern den des Juristen handelt.

        Das heißt natürlich nicht, dass in den Proben nicht Nowitschok vorhanden war…

        So schlimm die Tatsache für HMG ist, dass nun klar ist, dass auch andere Staaten Nowitschok hergestellt bzw. gelagert haben — noch schlimmer wäre es, wenn herauskäme, dass das UK eine Vergiftung mit Fentanyl oder BZ mit allen Mitteln und ohne jeden nachvollziehbaren Anlass Russland in die Schuhe schieben wollte. So hätten sich May und Johnson nur getäuscht.

        Insofern entsteht durch die Meldung „Nowitschok konnten auch andere Staaten herstellen“, auf die sich ja mit gutem Grund jetzt alle stürzen, denen die Sache von anfang an hanebüchen vorkam, eine Schutzbehauptung, wie wir Parapolitik-Studenten sagen, ein „limited hangout“, das eine noch schlimmere Wahrheit durch kleinere Zugeständnisse an die Realität verschleiert.

        Wenn ich recht habe, that is.

        • Es wären dann aber nicht nur May und Bojo, die ’sich getäuscht‘ hätten.
          So unerklärt (und medial nie wieder adressiert) dieser Bericht des Krankenhaus-Arztes auch ist, da ist ja noch der OPCW Bericht. Ich denke, daß die im geheimen Report für die Mitgliedstaaten angegebene Formel ohne Namen wohl nicht zu Fentanyl passte, oder sollten die derart ähnlich sein? Dann hätte Lavrov-und nicht nur der- das doch vermutlich angesprochen (dessen Ausführungen dazu, gestützt auf Analyse russischer Experten, so klangen wie ein Hinweis auf die A-230er Serie bzw. A-234. Und die OPCW hätte nicht formulieren dürfen, wie sie es tat.

          10. The results of analysis by the OPCW designated laboratories of environmental and biomedical samples collected by the OPCW team confirm the findings of the United Kingdom relating to the identity of the toxic chemical that was used in Salisbury and severely injured three people.

          Von UK verlauteten nur die beiden Versionen ‚Novichok‘ (govt) und A-234 (Bojo)

        • Sicher, von der Regierung verlautete „Nowitschok“ bzw. „A 234“. Das ist aber nicht das, was die OPCW meint, wenn sie die „britischen Erkenntnisse“ und das „toxic chemical“ bestätigt:

          „The team requested and received splits of samples taken by British authorities for
          delivery to the OPCW Laboratory in Rijswijk, the Netherlands, and subsequent
          analysis by OPCW designated laboratories. This was done for comparative purposes
          and to verify the analysis of the United Kingdom.

          7. The team was briefed on the identity of the toxic chemical identified by the United
          Kingdom and was able to review analytical results and data from chemical analysis of
          biomedical samples collected by the British authorities from the affected individuals,
          as well as from environmental samples collected on site.“

          Die OPCW bestätigt die Ergebnisse der britischen Analyse, die von Porton Down vorgenommen wurde, und damit die von Porton Down identifizierte ‚giftige Chemikalie‘. Die Stellungnahmen von Porton Down lauten:

          „Blood samples from Sergei Skripal and Yulia Skripal were analysed and the findings indicated exposure to a nerve agent or related compound. The samples tested positive for the presence of a Novichok class nerve agent or closely related agent.“

          https://www.judiciary.gov.uk/wp-content/uploads/2018/03/sshd-v-skripal-and-another-20180322.pdf

          Das muss nicht einmal ein Nervengift sein.

          „Novichok, or from that family“ Aitkenhead im Interview mit Sky News. Zuvor spricht er nur von Novichok.

          Die Passage stammt aus dem Gerichtsbeschluss zur Erlaubnis für die OPCW, den bewusstlosen Skripals Blut abnehmen zu dürfen. Die Briten hatten ihnen bereits zuvor Blut abgenommen und in Porton Down untersuchen lassen.

          Aber ich gebe Ihnen recht: Im geheimen Bericht, der auch an Russland ging, muss eine Formel stehen, die einem Gift der Nowitschok-Klasse oder einem verwandten Gift entspricht, vermutlich auch einem Nervengift. Anderenfalls wäre der Einspruch anders ausgefallen. Aber wohlgemerkt, laut der russischen Botschaft in den Niederlanden sind die technischen Details, die man für eine fundierte Stellungnahme benötigt, nur an das UK gegangen:

          „The report presented by the Technical Secretariat concerning the British specialists’ findings poses a number of questions and calls for additional detailed examination, including by the British side. Any specialist would understand that the final conclusions can be made only having before your eyes the materials of the chemical and spectral analysis of the mentioned samples. And the Technical Secretariat has passed these materials only to London.“

          https://netherlands.mid.ru/web/netherlands-en/-/statement-of-a-shulgin-at-the-opcw-ec?inheritRedirect=true

          Die Geschichte stimmt hinten und vorne nicht, aber das wissen wir ja alle. Ich bleibe außerdem dabei, dass es kein Nowitschok war, da die Skripal ansonsten tot wären. Die OPCW wird unterdessen immer fragwürdiger.

      • > Lohnt sich.
        Naja, mich hat der Arzikel eher irritiert: Soll Novichok doch gleich A2xx sein? Russland bestreitet das ja und A2xx sei dort nicht entwickelt worden. Die von GB vorgegebene kryptische Formulierung – Craig Murray hatte ihr Zustandekommen beschrieben – schließt das nicht aus. (Der obige NDS-Artikel verlinkt einen Beitrag, in dem Murray in deutscher Übersetzung dokumentiert wird.)
        Ferner: ist das Nervengift ein binärer Kampfstoff, wie die TS berichtete, oder einer, der im Labor synthetisiert wird, mit der Folge höchst gefährlicher Handhabung. Russische Forscher sagten, jenes sei ihnen nicht gelungen.

        • Russische Forscher haben gesagt, es sei ihnen nicht gelungen, diesen binären Stoff als Kriegswaffe zu entwickeln, weswegen es nur zur labormäßigen Entwicklung von Kleinstmengen im Rahmen der Forschung gekommen ist – und da die USA eh an derselben A-230er Forschung saßen, hat die OPCW auf deren Druck hin auch niemanden verpflichtet, diese Forschungen bei deren Gründung im Jahr 1993 anzugeben.
          Weshalb der Tagesschau-Beitrag ja auch so tendenziös falsch war:

          Probe überführte Russland der Lüge

          Heikel für die damalige Bundesregierung war die Frage, wie sie sich gegenüber der russischen Regierung verhalten sollte. Mit der Nowitschok-Probe war bewiesen, dass Russland nicht nur in der Vergangenheit über das Ende seiner Chemiewaffenproduktion gelogen hatte, sondern dass es auch bei den Verhandlungen über die UN-Konvention nicht alles offen gelegt hatte.

          https://www.tagesschau.de/inland/skripal-nowitschok-bnd-101.html

          Das war wohl das Ziel der vom Geheimdienst gebrieften „investigativen“ Journalisten des Mainstreams – der Schuß ging trotz aller Dämonisierung nach hinten los:

          Der russische Wissenschaftler, der dem BND die Probe besorgt hatte, soll nach den Aussagen von Eingeweihten jahrelang von deutschen Sicherheitsbehörden geschützt worden sein. Ihm sei es nie um Geld gegangen, heißt es, er sei ein Idealist. Bis heute fürchtet er offenbar um sein Leben.

          https://www.tagesschau.de/inland/skripal-nowitschok-bnd-101.html

          Es gibt kein „Nowitschok“ – es gab weltweite A-230er-Forschung. Angesichts des Überlebens der Skripals muß man an deren tödlichster Wirkung allerdings zweifeln.

    • Zur Abrundung all der neuen, gemischt mit alten Erkenntnissen dann vielleicht auch noch die Times of London, die sich natürlich auch den neuen deutschen Enthüllungen gründlich widmete, auf ihre Art.

      https://www.thetimes.co.uk/edition/world/wife-of-russian-defector-brought-novichok-to-germany-20-years-ago-ptxxfh9s9

      Und bleibt natürlich dabei:
      [-]
      „Mr Mirzayanov, 83, said he revealed the programme because he was unhappy at the deception he saw Moscow engaging in at the same time that Mikhail Gorbachev was declaring the age of perestroika. He worked on the novichok programme at Shikhany, a military base identified in British intelligence shared with allies as the source of the nerve agent used in the Salisbury attack.“

      😉

  5. Nun endlich erfahren wir auch etwas mehr über Rob Goldstones Aussage vor dem Senats Intel Ausschuss sowie der weiterer Teilnehmer des berühmten Trump Tower Meetings vom 9.Juni 2016

    https://www.judiciary.senate.gov/press/releases/materials-from-inquiry-into-circumstances-surrounding-trump-tower-meeting

    https://www.feinstein.senate.gov/public/_cache/files/b/3/b3e29bc4-8afd-4145-85d9-618dcad4a133/D069EF11DC3784A6D073B097E720572E.2018.05.15-transcript-release-findings-9-am.pdf

    Auch für CNN wieder Thema zum ’sich drin suhlen‘

    https://edition.cnn.com/2018/05/16/politics/senate-judiciary-committee-trump-tower-transcripts/index.html

    • Dieser Quatsch ist nur Ablenkung. Sie würden dem Blog einen großen Gefallen tun, wenn Sie Rob Goldstones Aussage dahingehend überprüfen würden und dies hier posten, wie er zu der übertriebenen Ansage dieses Treffens gegenüber Trump jr. kam.

      Ich hatte ja schon des öfteren sein Interview mit dem Telegraph zitiert:

      British publicist Rob Goldstone breaks silence over Trump Tower meeting to deny Russian plot
      By Rob Crilly, NEW YORK
      19 November 2017 • 5:20pm
      […]
      Mr Goldstone, who is currently writing a book in Thailand, said he was not part of any plot to influence the election.
      “If I’m guilty of anything, and I hate the word guilty, it’s hyping the message and going the extra mile for my clients. Using hot-button language to puff up the information I had been given,” he said.
      Mr Goldstone said he had no idea he would end up at the centre of an international scandal a year after sending the fateful email.
      […]
      But Mr Goldstone insisted he was not part of a Russian plot to influence the election.
      “When people said that, I thought it was the most ridiculous thing I’ve ever heard,” he said.
      “That doesn’t mean that maybe there wasn’t any Russian interference or Trump campaign collusion in other ways. I don’t know. But I’m sure I wasn’t part of it.”

      https://archive.fo/9exZb#selection-2167.0-2179.161

      Der Hype um diesen Nothingburger ist auf der Agenda der anti-Trump-Medien.

      Hier wird er dekonstruiert:

      Insoweit ist nur Goldstone von Bedeutung.

      • Da wird nichts weiter an Bedeutung durch Goldstone herauskommen, außer eben der bestätigten Tatsache, daß die Sache von Vesenitskya durch die Agalarovs angeleiert wurde mit der ja schon bekannten Zielsetzung, die Sanktionen des Magnitzki Act zu bekämpfen.(und damit den Betrüger Browder hoffentlich endlich zu entlarven-schade, daß das nie gelang)
        Ich müsste die Transkripte auch erst alle durchlesen, meine Bemerkung bezog sich ja eher auf die in den beiden Artikeln enthaltenen Auszüge. Das ist immerhin einiges mehr, als im Telegraph zitiert.

        Ich habe außerdem den Eindruck, daß zuvor selbst aus dem Senats Ausschuss wieder an NYT und CNN geleakt wurde, denn woher hätten die sonst ihre Kenntnis (was unlängst berichtet wurde), daß angeblich ein zweites Treffen danach mit Veselnitskaya vereinbart wurde.
        Erst hier nun erfährt man, daß es nie zustande kam.

        • Genau das erwarte ich von Ihnen: daß Sie Goldstones Transkript durchforsten. Immerhin haben Sie dieses irrelevante Thema ganz nach oben gesetzt. 😉

        • Wohin hätte ich es denn sonst setzen sollen. Und sooo irrelevant finde ich es nun ja auch nicht, nachdem seinerzeit hier die Rede davon war, daß wir Goldstones Aussagen ja gern mal hätten.
          Ich bin bis S. 25 von 249 bisher durch, von den exhibits nur einige, aber diese emails kennt man ja großenteils schon von früher.
          Jedenfalls kann ich schon jetzt anhand seiner Aussagen klar sagen: Mr Goldstone ist eher wie die Jungfrau zum Kind da reingekommen und ist absolut unschuldig und unbedarft.
          Vielleicht kann ich später einige relevante Passagen posten. (braucht ja etwas Bearbeitung nach kopieren aus PDF)

        • Ich habe mir die WaPo angesehen, die ja wohl die schärfste Trump-Gegnerin ist: aber selbst die hat nix gefunden. 😉

          Sie hat aber diesen Service: barrierefreien Zugang zu den Transskripten:
          https://www.documentcloud.org/public/search/Group:%20washington-post%20%22Project%20ID%22:%20%2238698-senate-transcripts%22

          Goldstone:
          15.12.2017 (249 Seiten)
          https://www.documentcloud.org/documents/4464013-Goldstone-1-Transcript-Redacted.html

          78 Seiten
          https://www.documentcloud.org/documents/4464012-Goldstone-1-Exhibits-Redacted.html

          29.3.2018 (127 Seiten)
          https://www.documentcloud.org/documents/4464015-Goldstone-2-Transcript-Redacted.html

          – Juni/Juli 2017 – überwiegend mit Emin über die Hatz der Journalisten und den Schaden für sein Business (35 Seiten)
          https://www.documentcloud.org/documents/4464014-Goldstone-2-Exhibits-Redacted.html

          Allein der Blick auf die letzten Unterlagen kennzeichnen ihn sehr gut.

          Die WaPo konzediert:

          Inside the June 2016 Trump Tower meeting: A droning Russian lawyer and hot pink jeans, but no Clinton dirt
          by Rosalind S. Helderman and Karoun Demirjian May 16 at 10:31 AM
          […]
          Trump Jr. had been expecting dirt on Hillary Clinton, provided as part of a Russian government effort to help his father’s presidential campaign — “potential information about an opponent,” he told congressional investigators, according to documents released Wednesday by the Senate Judiciary Committee.
          Also anticipating damaging information on Clinton was Rob Goldstone, the colorful music promoter for a Russian pop star, who had set up the meeting.
          “I expected there to be something that would make people react,” he told the committee.
          Instead, lawyer Natalia Veselnitskaya droned on about a 2012 law known as the Magnitsky Act that had imposed sanctions on Russia for human rights abuses and has been a particular vexation of Russian President Vladi¬mir Putin.
          […]
          The information in the transcripts is unlikely to shift public perceptions of the meeting. Republicans will point to the hours of testimony to argue Trump Jr. might have been unwise to accept the meeting but that he did not collude with the Russian government or get the dirt he expected.

          Democrats will say that the episode shows Trump Jr. was willing to accept Russian help, prompting deep questions about his father’s election effort that have not been answered.
          […]
          By consensus, the meeting did not go well. Trump Jr. said it was such a waste of time that he never bothered to inform his father. Goldstone quickly informed Emin Agalarov that it was the most embarrassing thing the pop star had ever asked him to do.
          […]
          Goldstone testified that Emin Agalarov told him he should be pleased he had become so famous.
          “You know, Jeffrey Dahmer was famous. I don’t think he got a lot of work out of it,” Goldstone told Agalarov in one phone call, before hanging up.
          […]

          https://www.washingtonpost.com/politics/thousands-of-pages-of-congressional-testimony-shed-light-on-2016-trump-tower-meeting/2018/05/16/316192fc-58b4-11e8-8836-a4a123c359ab_story.html

          Auch Aaron Blake tut sich – trotz der Überschrift – schwer:

          7 big things we just learned from the Trump Tower meeting testimony
          by Aaron Blake May 16 at 10:48 AM
          […]
          The episode has been a centerpiece of special counsel Robert S. Mueller III’s investigation of whether there was any collusion between the Trump campaign and Russia. And now we know much more about what the people who were there said under oath about it.
          Here are some key findings.
          1. Trump Jr. was clearly anxious for dirt on Hillary Clinton
          […]

          […]
          His initial explanation of the meeting suggested that it was primarily about adoptions, although that explanation quickly fell apart.
          […]

          https://www.washingtonpost.com/news/the-fix/wp/2018/05/16/5-things-we-just-learned-from-the-trump-tower-meeting-transcripts/

          Das wußten wir längst, und tatsächlich ging es bei dem Treffen um den Magnitsky Act. Daß es andere Erwartungen gab, macht die Presse-Erklärung nicht falsch. Im Folgenden geht es um die Presse-Erklärungen, die völlig irrelevant sind. Und leider konnte auch nicht nachgewiesen werden, daß Trump sen. zeitnah von dem Treffen erfuhr.

          4. Goldstone suggests Veselnitskaya was pitched as having Russian government connections

          Veselnitskaya has denied she was working for the Kremlin, despite her ties to it. But Goldstone suggested he was led to believe she was very closely tied.
          Goldstone said Emin Agalarov pitched Veselnitakaya as being „well-connected.“
          „I say, well-connected to what, the power grid? And Emin said, well-connected,“ Goldstone said.
          Goldstone’s initial email to Trump Jr. said the information came from the Russian government. This suggests he wasn’t guessing or speaking loosely.

          5. Meeting attendees say no valuable information was provided

          […]
          6. Goldstone vented about the meeting being “an awful idea” after investigators grilled him
          […]

          (Side note: The email describes the meeting being set up in October. Goldstone told the committee that he simply misstated the month. He blamed it on the „fact that I’m now 57 and demented. I mean the June meeting.“)

          7. Paul Manafort’s notes
          […]

          https://www.washingtonpost.com/news/the-fix/wp/2018/05/16/5-things-we-just-learned-from-the-trump-tower-meeting-transcripts/

          Das ist nicht einmal ein Nothingburger…

      • Ich war ja nicht einmal auf der Vorseite mit der Evaluierung der von Ihnen geposteten wirklich wichtigen Artikel zur anti-Trump-Kampagne der Medien und der Geheimdienste fertig geworden:

        https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-20/#comment-73879

        Hierzu hatte ich diese Kommentare verfaßt:

        https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-20/#comment-73883

        https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-20/#comment-73890

        Hauptsächlich zu dem lügenden Ex-CIA-Chef Brennan:

        https://www.realclearinvestigations.com/articles/2018/05/14/2_colleagues_contradict_brennan_on_use_of_dossier.html

        Aber da gab es noch einen Artikel, zu dem ich noch gar nichts gesagt hatte:

        Und der ist nun wirklich ein Hammer.

        Das FBI unter Mueller hat von 2009 bis 2011 mit Oleg Deripaska zusammengearbeitet, der 25 Millionen, in welcher Währung auch immer, einsetzte, um für das FBI einen im Iran festgesetzten US-Bürger namens Levinson freizubekommen. Der Deal scheiterte, weil Hillary Clinton nicht zustimmte.

        Noch wichtiger in dem Artikel von Solomon sind diese Neuigkeiten:

        Two months before Trump was elected president, Deripaska was in New York as part of Russia’s United Nations delegation when three FBI agents awakened him in his home; at least one agent had worked with Deripaska on the aborted effort to rescue Levinson. During an hour-long visit, the agents posited a theory that Trump’s campaign was secretly colluding with Russia to hijack the U.S. election.

        “Deripaska laughed but realized, despite the joviality, that they were serious,” the lawyer said. “So he told them in his informed opinion the idea they were proposing was false. ‘You are trying to create something out of nothing,’ he told them.”

        The agents left though the FBI sought more information in 2017 from the Russian, sources tell me. Waldman declined to say if Deripaska has been in contact with the FBI since Sept, 2016.
        […]
        Second, the U.S. government in April imposed sanctions on Deripaska, one of several prominent Russians targeted to punish Vladimir Putin — using the same sort of allegations that State used from 2006 to 2009. Yet, between those two episodes, Deripaska seemed good enough for the FBI to ask him to fund that multimillion-dollar rescue mission. And to seek his help on a sensitive political investigation. And to allow him into the country eight times.

        I was alerted to Deripaska’s past FBI relationship by U.S. officials who wondered whether the Russian’s conspicuous absence from Mueller’s indictments might be related to his FBI work.

        They aren’t the only ones.

        Harvard law professor Alan Dershowitz told me he believes Mueller has a conflict of interest because his FBI previously accepted financial help from a Russian that is, at the very least, a witness in the current probe.
        “The real question becomes whether it was proper to leave [Deripaska] out of the Manafort indictment, and whether that omission was to avoid the kind of transparency that is really required by the law,” Dershowitz said.

        Melanie Sloan, a former Clinton Justice Department lawyer and longtime ethics watchdog, told me a “far more significant issue” is whether the earlier FBI operation was even legal: “It’s possible the bureau’s arrangement with Mr. Deripaska violated the Antideficiency Act, which prohibits the government from accepting voluntary services.”
        George Washington University constitutional law professor Jonathan Turley agreed: “If the operation with Deripaska contravened federal law, this figure could be viewed as a potential embarrassment for Mueller. The question is whether he could implicate Mueller in an impropriety.”

        Now that sources have unmasked the Deripaska story, time will tell whether the courts, Justice, Congress or a defendant formally questions if Mueller is conflicted.

        In the meantime, the episode highlights an oft-forgotten truism: The cat-and-mouse maneuvers between Moscow and Washington are often portrayed in black-and-white terms. But the truth is, the relationship is enveloped in many shades of gray.

        http://thehill.com/opinion/white-house/387625-mueller-may-have-a-conflict-and-it-leads-directly-to-a-russian-oligarch

      • Ob ‚weniger als ein Nothingburger‘ hängt wohl von der jeweiligen Erwartung ab. 😉
        Wer unlautere Verwicklung bei ihm vermutete, wird enttäuscht, das stimmt.
        Ansonsten fand ich es durchaus nicht uninteressant, was man von Goldstones Bio erfuhr. Früher mal Journalist, Doppelstaatler (US+ UK), seit rund 20 Jahren Wohnsitz in USA, etc. Definitiv aber total unpolitisch.

        Die hier schon zitierten Medienberichte umreißen es durchaus schon korrekt und natürlich gehen die anti-Trump Medien mit dem Nothingburger hausieren und klammern sich an die ihrer Meinung nach ‚brisanten‘ Punkte.
        Das ist vor allem jenes Telefonat, was Don Jr. mehrmals jeweils nach der Korrespondenz mit Goldstone zu einer ‚blockierten‘ Tel Nr. führte.
        Diese wird Trump Sr. zugeordnet (Nachweis fehlt), da man weiß, daß Trump zu der Zeit eine ‚blockierte‘ Nr. hatte (bei uns wohl ’nicht gelistete Geheimnummer‘)
        Auch deshalb sei Muellers Fokus angeblich noch immer auf collusion/ obstruction gerichtet und Don Jr. als ’not forthcoming ‚ von den dems bemängelt.
        😉

        „4. Goldstone suggests Veselnitskaya was pitched as having Russian government connections“
        Das schrieb er ja wörtlich in einer seiner email an Don Jr. (Exhibit 4) :

        On Jun 7, 2016, at 4:20 PM, Rob Goldstone wrote:
        Don
        Hope all is well

        Emin asked that I $chedule a meeting with you and *The Russian government attorney * who is flying over from Moscow for this Thursday.
        I believe you are aware of the meeting • and so wondered if 3pm or later on Thursday works for you?
        I assume it would be at your office. ·
        Best
        Rob Goldstone
        This iphone speaks many languages

        Da hatte er nach dem wirren wie amüsanten Dialog mit Emin über ‚well connected‘ nämlich hinterher begriffen, daß es wohl nur ‚politisch‘ gemeint sein könne als ‚ to the government‘, wie er auch aussagte.

        Da Sie nun ja eine ‚barrierefreie‘ Originalquelle haben, kann ich mir zumindest weitere postings mit Textauszügen sparen!

  6. Für Julian Assange wird der Belagerungszustand um die ecuadorianische Botschaft in London immer brenzliger, wie es in einem Interview mit der Investigativjournalismuslegende John Pilger deutlich wird( Auszug):
    „The vindictive pursuit of Assange [is happening] for one reason only: he told the truth. He revealed through Chelsea Manning…the war crimes of the United States in Afghanistan and in Iraq; and of course last year revealing the machinations of the Democratic National Committee in trying to gerrymander the result [of the primary vote] in that country, which it successfully did…“

    https://sputniknews.com/analysis/201805151064484059-ecuador-uk-assange-talks-john-pilger-response/

    Craig Murray verweist bereits auf eine Antiassangekampagne im Guardian, wo heutzutage wohl Regierungsnarrative „geguardet“ werden (Auszug):
    „I had a front row seat in 2010 when the Guardian suddenly switched from championing Assange to attacking him, in a deeply unedifying row about the rights and money from a projected autobiography. But they have sunk to a new low today in a collaboration between long term MI6 mouthpiece Luke Harding and the CIA financed neo-con propagandists of Focus Ecuador. “

    https://www.craigmurray.org.uk/archives/2018/05/the-guardian-rejoices-in-the-silencing-of-assange/

  7. Zu den heutigen Nachrichten gehört auch diese Meldung:

    ‚likely’…
    Da fragt man sich unweigerlich, soll das womöglich der Vorbereitung auf die kommende Erklärung mit gleichem/ähnlichem Ergebnis zu Douma dienen?

    • Zuvor wurde gestern dies getwetet:

      Darin heißt es u.a.
      “ The Director-General also provided the Minister with a briefing on OPCW’s *efforts to eliminate the Syrian chemical weapons programme * and on other activities related to international cooperation, national implementation, assistance and protection, and universality.“

      Was Üzümcü da wohl gebrieft hat über ein nicht existentes Progrmm..?

      Mazedoniens Aussenminister erwähnte:
      „…We are also determined to show our dedication through the role of OPCW’s Eastern European Group’s Regional Coordinator, which we assumed on 12 May.”

      Vielleicht spekuliere/phantasiere ich ja nur wieder zuviel, aber mir ‚riecht‘ das wieder ein wenig nach anti-russischer Einflussnahme. Alles vor dem Hintergrund, Mazedonien in die NATO zu ziehen. Zuletzt mazedonische Presse dazu:
      (http://meta.mk/en/stoltenberg-russia-does-not-decide-on-macedonia-s-nato-membership/
      http://meta.mk/en/sekerinska-from-vermont-macedonia-deserves-nato-membership/ )

    • Lieber die große Lüge wiederholen, als der Tatsache ins Auge zu sehen, dass die „Moderaten“ die Flinte ins Korn werfen lautet wohl die Devise:

      Um sich die Signifikanz dessen zu vergewärtigen, siehe die Kartenausschnitte hier:

      M.E. steht eine Öffnung der M5-Strecke Hama-Aleppo als nächstes größeres Ziel an – ob ausgehandelt mit der Türkei oder mit anderen Mitteln.

      • Sehr wahrscheinlich, ja. Das war ja schon vor vielen Wochen als Ziel erklärt worden.
        Was allerdings zur Rolle der Türkei und den lieben Jihadisten ‚unser Experte‘ zu sagen, besser: faseln hatte, hier: (thread)

        • Hat die SZ also scharf nachgewaschen .
          „…nur die Formel wurde an den BND und das Vereidigungsministerium übermittelt.“
          Und die gehörte bestimmt zu A-234 oder jedenfalls der 230er Gruppe.
          Weil doch ‚die Partner‘ es mit dem Phantasienamen tauften, müssen wir, also unsere Medien das nun natürlich nachplappern.

      • 😉 Genau. Besonders, wenn die Zeichen auf eine Terroristen -Täterschaft weisen. Beim ‚regime‘ sind die findings eher ‚highly likely‘ oder eben eindeutig. Also ‚likely professional work‘.

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