Hans Wollschläger-Fake News- Updated

Hans, Winterberg 11-04

Hans Wollschläger in Winterberg, 2004, Foto: Gabriele Gordon

Es hätte ja eigentlich genügt, meinen letzten Artikel zu ergänzen:

https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/17/fake-news-oder-wie-ich-zur-witwe-von-hans-wollschlaeger-wurde/

Aber irgendein Bug im WordPress-System ließ das nicht zu.

Die NZZ als Sprachrohr des gekränkten Bearbeiters der Wollschläger-Übersetzung des Ulysses von James Joyce, Harald Beck, hat nun auch dessen Zuarbeiter Hans Walter Gabler zu Wort kommen lassen.

Der Artikel hebt natürlich mit Fake News an:

Rettet den deutschen «Ulysses»

Aus rechtlichen Gründen liegt die revidierte deutsche Übersetzung von Hans Wollschläger auf Eis. Das darf nicht sein.

Hans Walter Gabler 26.3.2018, 05:30 Uhr

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Sie liegt natürlich nicht nur aus rechtlichen Gründen „auf Eis“, sondern entscheidend deshalb, weil Beck das Wollschlägersch’e Kunstwerk zerstörte.

Die NZZ vom 2.3.2018 war jedenfalls schon mal näher an der Wahrheit:

Gabriele Gordon habe keinerlei Gesprächsbereitschaft gezeigt: «Sie hat es abgelehnt, Jonathan Landgrebe, den Leiter von Suhrkamp, und den Cheflektor Fellinger zu treffen. Offenbar hat sie dem Verlag schriftlich ihre Position dargelegt; sie begründet diese einerseits juristisch – in dieser Hinsicht sind ihre Ansprüche tatsächlich unanfechtbar. Anderseits führte sie angeblich literarische und philologische Gründe an: Wollschläger hätte der Neufassung nicht zugestimmt, argumentierte sie.»

https://www.nzz.ch/feuilleton/ulysses-neuedition-rechtlich-ist-die-sache-tot-ld.1361961

Der offenbar umfassend uninformierte Gabler meint:

Das grundsätzliche Einvernehmen zwischen dem Übersetzer, einem Team von Revisoren und dem Suhrkamp-Verlag datiert aus dem Jahre 2007. Leider verstarb Hans Wollschläger wenige Monate, nachdem das Übereinkommen erzielt worden war.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Daß bei diesem Treffen von 10.3.2007 irgendein Übereinkommen erzielt worden sei, davon träumt allenfalls der Suhrkamp-Verlag. Insofern existiert lediglich ein Protokoll des Verlags, das Hans Wollschläger nie zur Kenntnis nahm. Ob er wirklich die Fron auf sich genommen hätte, sich ein ganzes Jahr die Besserwissereien von Anglisten und Philologen anzuhören? Die keine Ahnung von Kunst haben?

Ich wage es zu bezweifeln.

Eins ist jedenfalls klar. Nur Hans Wollschläger selbst hätte seine eigene geniale Übersetzung überarbeiten können. Niemand sonst.

Gabler hüpft gleich hierauf:

Durch dieses aber bestärkt, verpflichtete der Verlag Harald Beck und seine Mitarbeiter zur Durchsicht und Überarbeitung der Wollschläger-Übersetzung. Entscheidend am Übereinkommen war, dass ein durchgesehener und revidierter Übersetzungstext nicht die wollschlägersche Verdeutschung überfremden würde. Die Überarbeitung verstand sich als Dienst an der Übersetzung und deren Dienst am Roman und an seinem Autor.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Warum bringt die NZZ derlei Lügen?

Klar, Beck möchte gern seine Vorgänger Dirk Vanderbeke und Dirk Schultze, die Kommentatoren der Wollschläger-Übersetzung  im Jahr 2004, auslöschen, denen er zuarbeitete. Genauso agiert sein Zuarbeiter Gabler.

Vanderbeke und Schultze verließen das Unternehmen, als ihnen klar wurde, wie sehr Beck es auf die Zertrümmerung  der Wollschläger-Übersetzung ankam.

Gabler:

Wie ich es mir vorstelle, könnte Grundlage einer Vereinbarung sein, dass Hans Wollschlägers «Ulysses» unverändert der rein deutsche Lesetext des Werkes vom Suhrkamp-Verlag bleibt. In Parallele dazu sollte der Verlag den Plan Siegfried Unselds umsetzen, eine zweisprachige «Ulysses»-Ausgabe anzubieten. In dieser würde dem englischsprachigen originalen Text der deutsche zugesellt, der, auf der Grundlage der Übereinkunft mit Hans Wollschläger, über zehn Jahre hinweg im Auftrag des Suhrkamp-Verlags erarbeitet wurde. Dass dieser überarbeitete Text im Wesentlichen nach wie vor den Übersetzungstext Hans Wollschlägers darstellt, nur eben in einer revidierten Fassung, welche Entsprechungen im Deutschen zum englischen Original präzisiert, wäre selbstredend hervorzuheben und vertraglich festzuhalten.

Es ist eine hohe Anerkennung der Übersetzung von 1975, dass sie eben nicht ersetzt wird, sondern im Kern bestehen bleibt. Der revidierte Wollschläger-Text in einer zweisprachigen Ausgabe sollte dabei selbstverständlich zu erkennen geben, wo er von Wollschlägers Fassung von 1975 abweicht und warum er das tut. Der englischsprachige Text der Herausgeber Hans Walter Gabler, Wolfhard Steppe und Claus Melchior steht rechtlich vorbehaltlos für die zweisprachige Ausgabe zur Verfügung.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Nun mag ja wohl Suhrkamp befeuert haben, die „neue“ Übersetzungs-Bearbeitung von Beck zu promoten, weil die alte von Wollschläger nicht mehr verkauft wird, da der Markt gesättigt ist.

Gablers Vorschlag ist nicht nur weltfremd, sondern auch kontrafaktisch, da die Wollschläger-Übersetzung durch Beck zerstört worden ist.

Und warum sollte ein kommerzieller Verlag wie Suhrkamp eine englisch-deutsche Ulysses-Ausgabe herausbringen, der die zehntausende Beck-Veränderungen an der Wollschläger-Übersetzung dokumentiert, die Beck auch noch begründen soll?

 

 

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1.685 Gedanken zu „Hans Wollschläger-Fake News- Updated

  1. Wie ich nach verschiedenen lobenden Artikeln schon vermutet hatte: Es scheint, als ob „Forensic Architecture“ trotz ihrer Verdienste im Fall NSU/Temme, oder weil sich die Gruppe damit Glaubwürdigkeit verschafft hat, das neue Kronjuwel des „Citizen Journalism“ werden soll. In der NYT zu Duma:

    „Sources: We pored over dozens of videos and photos of the attack with academics, scientists and chemical weapons experts. We partnered with the research agency, Forensic Architecture, to create a virtual model of the crime scene and analyze how damage to the bomb’s casing related to the debris it scattered. We also scoured a portion of the visual evidence with the investigative group, Bellingcat.“

    • Ich kann mir sinnvollere Anwendungen von „virtuellen Modellen“ vorstellen…und keine davon kommt über reine bildliche Untermalung hinaus, und was ist diese wert, wenn deren Grundlage auch großteils allein virtuell ist?

      Zumal im Realraum der „Revolution“ der Wille und die Mittel fehlen, um ihren Kampf wider einer Nachkriegsordnung in dem Land zu widerstehen:

      Bis zur jordanischen Grenze weiter südlich ist weites, flaches Terrain, zu Ungunsten besagter „Revolutionäre“.

        • Nö, finde ich nicht. Auf Barishs Karte sieht man jedenfalls, welch großes Gebiet binnen kurzer Zeit per Surrender oder Flucht bereits von Terroristen befreit wurde.

          Auf die strategische Bedeutung von Busra al-Harir wurde bereits hingewiesen:

          Da wird jetzt gekämpft:

          Aber es geht ja um „Forensic Architecture“. Das ist eine reine Dienstleistungsgesellschaft wie jede Computer Design-Firma, die von Hollywood beauftragt wird, virtuelle Szenerien zu erstellen. Sie macht, wofür sie bezahlt wird.

          In diesem Fall, beauftragt durch den NYT „citizen journalist“ MALACHY BROWNE, der wiederum eng mit Eliot Higgins kooperiert, stellen sie halt nach deren Vorgaben und den fake news der White Helmets, bedeutungslose virtuelle Bilder nach. (Die Bombe auf dem Bett wurde glatt weggelassen…)
          Ich erinnere mich an eine ähnlich „erfolgreiche“ Zusammenarbeit von Malachy Browne, Higgins und FA im Fall des „Foltergefängnisses“ Sednaya, die in der Tradition der Katar-finanzierten „Caesar“-Fotos stand. Obwohl dieses Gefängnis viel zu klein war, um die behaupteten Massen an Gefangenen aufnehmen zu können – das Ganze war eine Lachnummer.

          Demnächst wird ja wohl der OPCW-Bericht herauskommen. Der wird wohl enttäuschend für die westliche Narration ausfallen; denn der NYT-Malachy Browne-Bericht vom 25.6.2018

          hängt ja eng mit dem dort verlinkten NYT Artikel vom 20.6.2018 über einen geleakten Entwurf eines UN-Berichts über die schreckliche Ghouta-Belagerung, -Befreiung und die überflüssige Chlorin-Aktion in Douma zusammen. Denn letztere sieben Seiten wurden unverständlicherweise eingedampft:

          Horrific Details on Syria Chemical Attacks Left Out, for Now, From U.N. Report
          By Rick Gladstone and Maggie Haberman
          June 20, 2018

          At least twice this year, the Syrian military fired Iranian-made artillery shells filled with a chlorine-like substance that oozed poison slowly, giving victims just a few minutes to escape.

          In another attack, Syrian forces dropped a chemical bomb on the top-floor balcony of an apartment building, killing 49 people, including 11 children. Their skin turned blue.

          These details and others blaming Syria for atrocities in eastern Ghouta, a suburb of Damascus, were uncovered by a United Nations commission investigating and documenting possible war crimes in the seven-year-old conflict.

          But when the commission issued a report on Wednesday, the details were omitted.
          Seven pages that had been in an earlier draft, provided to The New York Times, were summarized in two paragraphs in the final document.
          […]
          A member of the commission explained the omissions, saying that many of the details in the early draft needed additional corroboration or clarification and might be included in another report, perhaps by September. There was no outside pressure to withhold the information, said the member, Hanny Megally, an Egyptian human rights lawyer.

          “We thought we need to do some more work on this, it’s an ongoing investigation,” Mr. Megally said. “So we thought, let’s keep it short.”
          […]
          Mr. Megally declined to go into detail over why such information was withheld from the report published on Wednesday. But he said that with the April 7 attack in particular, more information was needed, including precisely what killed the 49 people.
          “If we’re not sure what the cause of death was, we may be looking in the wrong place,” he said. “It’s better we finish the investigation, rather than release it in dribs and drabs.”
          […]

          Man befürchtet also bei der NYT, daß auch die OPCW Fact Finding Mission, die ja eh nur begrenzt tätig war, nichts herausgefunden hat. Man bedient sich dann halt verworfener Entwürfe und Malachy-Browne-Higgins-fake news, veredelt durch eine Dienstleistungsfirma, die sich mit virtueller Realität auskennt.

        • Dann einigen wir uns vielleicht auf ’sie ergänzen sich ‚..? Ich lese nun mal gern auch die Ortsnamen! Hätten Sie denn gewusst, wo auf Barischs Karte der strategisch wichtige Ort liegt?

  2. Und: gute Nachrichten aus und für Syrien:

    Gab es kürzlich noch diese Gerüchte:

    sieht es jetzt besser aus:

    Bestätigt durch die Gegenseite:

    • Sehr gut, daß Sie das von McIntyre und MoA aufgriffen, ich hatte das auch vor. Wüsste nur gern, ob ‚wir‘, besser ja wohl die Syrer das Trump (und Putin) zu verdanken haben oder nur der kapitulierenden Western Coalition?

      • MoA hatte ich noch gar nicht gesehen:

        http://www.moonofalabama.org/2018/06/the-moa-week-in-review-open-thread-2018-31.html

        Ich denke mal, daß da alles zusammenkam, insbesonder auch die Rechtslage: mit welchem Recht wollen die USA bestimmen, ob ein Staat Terroristen wie AQ und IS auf seinem eigenen Staatsgebiet bekämpfen darf? Zumal die „de-Escalation“-Zone für diese Typen nicht gilt, und die UN-Resolutionen zu deren Bekämpfung aufrufen.

        Um den Höhepunkt der rechtlichen Verkommenheit zu markieren: die USA haben ihr Eingreifen in Syrien damit rechtfertigt, daß Syrien nicht willens und/oder in der Lage sei, den IS zu bekämpfen. Und jetzt soll es nicht dürfen, obwohl es kann und will?
        Schizophren.

        Den Ausdruck benutzt Ben Rhodes zur Syrienpolitik unter Obama – nun hat die Wahrheit vielleicht doch noch eine Chance:

        Ben Rhodes Admits Obama Armed Jihadists In Syria In Bombshell Interview

        by Tyler Durden
        Sun, 06/24/2018 – 21:45
        Someone finally asked Obama administration officials to own up to the rise of ISIS and arming jihadists in Syria.
        In a wide ranging interview titled „Confronting the Consequences of Obama’s Foreign Policy“ The Intercept’s Mehdi Hasan put the question to Ben Rhodes, who served as longtime deputy national security adviser at the White House under Obama and is now promoting his newly published book, The World As It Is: Inside the Obama White House.
        […]

        It will be interesting to see years from now which „narrative“ concerning Obama’s legacy in the Syrian conflict future historians choose to emphasize.
        …Obama the president who „stayed out“ and „on the sidelines“ in Syria? …Or Obama the president whose decisions fueled the rise of the most brutal terrorist organization the world has ever seen?
        * * *
        Below is the relevant excerpt covering Syria from the 26-minute Intercept interview with Obama deputy national-security adviser Ben Rhodes [bold emphasis ours].
        The audio is available here — Mehdi Hasan begins questioning Rhodes about Syria and ISIS at the 19-minute mark.
        https://theintercept.com/2018/06/22/is-it-time-to-reckon-with-obamas-foreign-policy-legacy/

        […]
        MH: But Ben, here’s what I don’t get, if you’re saying this about Afghanistan and prolonged conflict, all of which I don’t disagree with what you’re saying. How do you, then, explain Syria? Because you’ve been criticized a lot. I’ve been listening to your interviews on the book tour; you talk about in the book about how you were criticized for not doing enough on Syria. I remember being an event in D.C. a couple years ago where Syrian opposition members were berating you for not doing enough at an event, and you often were the public face who came out and defended Obama. I want to come to the other direction and say: Did you intervene too much in Syria? Because the CIA spent hundreds of millions of dollars funding and arming anti-Assad rebels, a lot of those arms, as you know, ended up in the hands of jihadist groups, some even in the hands of ISIS. Your critics would say you exacerbated that proxy war in Syria; you prolonged the conflict in Syria; you ended up bolstering jihadists.
        […]
        B.R. On the support of the opposition, you know, I don’t know that I would give us that much agency. There are a lot of people putting arms into Syria, funding all sorts of —

        MH: Oh, come on, but you were coordinating a lot of their arms. You know, the U.S. was heavily involved in that war with the Saudis and the Qataris and the Turks.

        BR: Well, I was going to say: Turkey, Qatar, Saudi.

        MH: You were in there as well.

        BR: Yeah, but, the fact of the matter is that once it kind of devolved into kind of a sectarian-based civil war with different sides fighting for their perceived survival, I think we, the ability to bring that type of situation to close, and part of what I wrestled with in the book is the limits of our ability to pull a lever and make killing like that stop once it’s underway.

        So that’s why I still look to that initial opening window. I also describe, there was a slight absurdity in the fact that we were debating options to provide military support to the opposition at the same time that we were deciding to designate al-Nusra, a big chunk of that opposition, as a terrorist organization. So there was kind of a schizophrenia that’s inherent in a lot of U.S. foreign policy that came to a head in Syria.

        MH: That’s a very good word, especially to describe Syria policy…

        https://www.zerohedge.com/news/2018-06-24/ben-rhodes-admits-obama-armed-jihadists-syria-bombshell-interview

        Ist überhaupt ein umfassender Artikel zur Syrienpolitik unter Obama.

        • Und DAS machte die NYT Rezension daraus:

          ….was ja nicht weiter verwundert…

        • Ich habe die Rezi nicht gelesen – schließlich steht im Buch nichts davon. Das Geständnis entfleuchte ihm während der Book Tour, als er endlich einmal an einen gescheit fragenden Journalisten von Intercept geriet und nicht an den üblichen stichwortgebenden Obama-Verehrer. 😉

  3. Hat die WM-Party in Rußland die Kalten Krieger in Politik und Medien eigentlich verstummen lassen? Konnten die eigenen Eindrücke der WM-Touristen das vorgezeichnete Bild etwas ins Kenntliche verrücken?

    Nun, die Überzeugungstäter sind weiterhin am Werk. Ich empfehle diesen vergnüglich zu lesenden Artikel:

    Er widmet sich diesem klassischen Kommentar:

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article177676654/Russland-Wer-zur-WM-faehrt-legitimiert-Putin.html

    Teilen Sie die Meinung des Autors?
    JA
    165
    NEIN
    463

    Das WM-Foul
    Richard Herzinger hetzt in der „Welt“ gegen Russland, dass es seinesgleichen sucht.
    von Ulrich Teusch

    Was zu erwarten war, ist eingetreten: Die aktuelle Fußball-Euphorie trübt den klaren politischen Blick. Wenn nicht noch etwas Entscheidendes passiert, also irgendein Ereignis den reibungslosen Ablauf der WM-Party stört, müssen wir befürchten, dass Putin am Ende Weltmeister wird.
    […]
    Unter dem Titel „Eigentlich könnten die Deutschen froh sein, früh auszuscheiden“ gelang Herzinger eine Blutgrätsche der Extraklasse. Dass seine tollkühne Einzelaktion dem Spiel noch die entscheidende Wendung geben könnte, ist allerdings nicht anzunehmen. Möglich sogar, dass sein Schuss nach hinten losgeht und zum Eigentor wird. Sein Plädoyer fürs frühe deutsche Ausscheiden wird jedenfalls schwerlich die ungeteilte Zustimmung Jogi Löws und Oliver Bierhoffs finden, von den eingefleischten Fans ganz zu schweigen.
    […]

    https://www.rubikon.news/artikel/das-wm-foul

    Qua Amt muß auch Stoltenberg weiterhin fake news verbreiten:

    Ansonsten hat der Skripal-Fall mangels Masse die publizistische Aufmerksamkeit verloren – natürlich ohne kritische Gegenaufklärung, sieht man vom SPIEGEL ab.

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-32/#comment-74563

    Die russische Botschaft sorgt für schönes Wetter – und setzt zwischendurch auf List: hach, der gespaltene Westen aber auch, immer wieder kann man Blutgrätschen setzen:

    😉

    Mit Retweet:

    Die Euphorie ist groß:

    Was macht die Time? Eine Suchanfrage unter dem Stichwort „Skripal ergab diese Ausbeute:

    World Cup: Volgograd welcomes England’s happy few
    Martyn Ziegler, Chief Sports Reporter, Moscow | Tom Parfitt, Volgograd
    The Football Association has sold fewer than 2,000 tickets for the match against Tunisia to members of the official England supporters’ club, apparently because of fears of Russian violence and resentment against Britons over the Skripal poisoning in March.
    Monday June 18 2018 | The Times

    https://www.thetimes.co.uk/article/volgograd-welcomes-england-s-happy-few-blmqflfsm

    Und wieviele Tickets wurden an Nichtmitglieder dieses Klubs verkauft? Augenscheinlich gibt es mehr als nur 2.000 Briten in Rußland.

    Und schon, am selben Tag, gerät man ins Schwärmen:

    • World Cup: England fans lay wreath at Volgograd memorial as deputy ambassador praises historic ties
    Tom Parfitt, Volgograd | Martyn Ziegler, Chief Sports Reporter, Moscow
    Britain’s deputy ambassador to Moscow and the chairman of the Football Association praised the welcome England fans have received in Volgograd in a departure from the recent hostile rhetoric between London and Moscow.
    Monday June 18 2018 | The Times

    https://www.thetimes.co.uk/article/world-cup-hardcore-fans-go-softly-softly-into-mother-russias-arms-t30h0khd9

    RT kriegt noch sein Fett ab, weil es dreisterweise seiner Arbeit nachgeht:

    • Russian TV gatecrashes royal visit in Salisbury
    Valentine Low
    The Prince of Wales and Duchess of Cornwell visited Salisbury to support the city in the wake of the Skripal poisoning — and were followed by a camera crew from Russian state TV.
    Friday June 22 2018 | The Times

    https://www.thetimes.co.uk/article/russian-tv-gatecrashes-royal-visit-in-salisbury-pjtgvp792

    Immerhin erfährt der Steuerzahler noch, was das Skripal-Abenteuer kostet:

    • Salisbury spy poisoning: Taxpayers foot bill for Sergei Skripal’s contaminated home
    Richard Kerbaj, Security Correspondent
    Sergei Skripal’s home and a house belonging to a police officer poisoned in the Salisbury nerve agent attack will be bought by taxpayers in a £1m deal that also includes cars and other family possessions.
    Sunday June 24 2018 | The Sunday Times

    https://www.thetimes.co.uk/article/salisbury-spy-poisoning-taxpayers-foot-bill-for-sergei-skripals-contaminated-home-rf6stt79l

    Der Rest ist Schweigen.

    • … weshalb der Leserkommentar darunter spot on ist:

      Tony Sutton 3 days ago
      Wow, is this the first time a foreign TV station joins the British press and filmed the Royals?
      It’s hard to see the point of this story unless somebody needed to fill a few column inches.
      😉
      ‚gatecrashes‘ – die spinnen aber auch echt!

      Ulrich Teusch landete wieder einen Volltreffer! 🙂 ‚Blutgrätsche‘,- wo liest man denn schon dieses Wort !

      Ein (Wunsch-) Halbfinale England-Russland wär doch mal echt was! 😉

      Stoltenberg scheint jede Scham verloren zu haben, unglaublich! Wogegen die fortwährende ’soft diplomacy‘ mit engelhafter Geduld der russischen Botschaft schon geradezu rührend anmutet. Gelegentlich Spitzen wie oben eingeblendet (was Musik in Trumps Ohren sein mag) ändern daran nichts.

      Aber auf „The only way out for them is to demand the Conservative government to apologise to Russia and to hold a transparent joint investigation.“ können sie wohl lange warten.

      Was mag Trump im Kopf gehabt haben bei diesen Worten im Mai?:
      „During a meeting with Stoltenberg, Trump told reporters, the July NATO summit “will be both interesting and exciting.”

      https://www.bloomberg.com/news/articles/2018-06-06/trump-is-said-to-plan-july-trip-to-brussels-for-nato-summit

      Während das AC seine eingenen Pläne verfolgt
      https://www.defensenews.com/video/2018/06/21/what-can-we-expect-from-the-2018-nato-summit/

      Die sehen ihre Chance nun, nachdem der Namensstreit um Mazedonien gelöst wurde.

  4. Türkei Wahl Zwischenstandsmeldungen:
    SZ mit live updates
    http://www.sueddeutsche.de/politik/tuerkei-wahl-erste-ergebnisse-erdoan-deutlich-vor-ince-1.4026233

    90 Prozent der Stimmen sind der Nachrichtenagentur Anadolu zufolge ausgezählt. Erdoğan liegt demnach bei 53,3 Prozent, İnce bei 30,4 Prozent. Die Opposition kritisiert diese Ergebnisse allerdings scharf – ihr würden ganz andere Zahlen vorliegen, so die HDP am Abend. (bei CNN waren es 92%)

    FAZ hat 52, 9%
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/erdogan-kann-mit-absoluter-mehrheit-rechnen-15657366.html
    und 1 Min später noch diesen Artikel:
    http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/wahl-in-der-tuerkei-opposition-wirft-erdogan-betrug-vor-15657626.html

    Die ZEIT bringt nur 15 Fotos und Leserkommentare
    https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-06/tuerkei-wahl-2018-fotos-fs

    SPON
    http://www.spiegel.de/politik/ausland/tuerkei-wahlen-erste-teilergebnisse-sehen-erdogan-vorn-a-1214701.html

    https://www.tagesschau.de/ausland/wahl-tuerkei-wahllokale-geschlossen-101.html

    • Wer hätte daran gezweifelt, daß Erdogan die Wahl „offiziell“ gewinnen würde?

      Interessanter ist die Parlamentswahl.

      Und natürlich, wie im Westen Geheimdienste die Wahlen steuern und deren Ergebnisse zu unterminieren versuchen. Aufregung über Manipulationen in Staaten, die nicht der westlichen Hemisphere angehören, ist wohlfeil. Nur der NATO ist es egal, wer bei ihr Mitglied ist. Auch die Militätdiktaturen Griechenlands waren willkommen. Der berüchtigte Werte-Westen eben.

      Es gibt nicht nur den teils offenbarenden, teils verzögernden, Brief des Justizministeriums vom 22.6. an den Vorsitzenden des Geheimdienstausschusses des Abgeordnetenhauses, Devin Nunes:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-34/#comment-74682

      sondern auch einen vom selben Tag des FBI an den Vorsitzenden des Justizausschusses des Abgeordnetenhauses Goodlatte und an den Vorsitzenden des Ausschusses für Aufsicht und Regierungs-Reform, Trey Gowdy.

      Er klingt kooperativ, vertagt aber ebenfalls teilweise:

      Der Knaller ist jedenfalls die Anfrage Nr. 9:

      Eine doofe Frage. FISA-Überwachungen sind schließlich geheim. Die eigentliche Sensation liegt darin, daß nach einer geheimdienstlichen FISA-Überwachung der Clinton Foundation überhaupt gefragt wurde:

      Und nach der ausweichenden Antwort des FBI sieht es so aus, als ob es – neben der bekannten strafrechtlichen Untersuchung, die vom DoJ und der Comey-Clique im FBI gegen den Willen der NY-FBI-Leute abgewürgt wurde, – eine solche geheimdienstliche Untersuchung tatsächlich gegeben hätte. Das nimmt nicht wunder, sieht man sich die Liste ihrer Spender an, von Saudi-Arabien, Katar u.a. bis hin zu russischen Oligarchen. Das Pay-to-Play-Schema springt geradezu ins Auge.

      Wir dürfen uns allerdings echt nicht einbilden, da jemals durchzublicken, auch wenn der IG General sich wirklich tatkräftig bemüht.

      Diesem Artikel verdanken wir immerhin einen wertvollen Link:

      What You Missed from Michael Horowitz’s Testimony
      By Julie Kelly| June 22nd, 2018

      In the media’s rush to exploit the plight of migrant children this week, the public testimony of Michael Horowitz has been buried or, more likely, ignored by the news media.
      […]

      https://amgreatness.com/2018/06/22/what-you-missed-from-michael-horowitzs-testimony/

      Sie verlinkt zu Horowitz‘ Eingangsstatement vor der Anhörung vor den Ausschüssen des Abgeordnetenhauses. Und da heißt es:

      It also includes an analysis of the FBI’s decision not to request access in May 2016 to certain classified information, a decision that we did not learn of until the later stages of our review.

      https://de.scribd.com/document/382126467/IG-Horowitz-Testimony
      [S. 2]

      Das führt er dann leider im Folgenden nicht aus, und auch ich habe nicht die Zeit, mir seinen 568-Seiten Report durchzulesen, um diese Stelle zu finden. Jedenfalls: da schlummert noch viel. Aber von Horowitz, so Julie Kelly, ist noch viel zu erwarten:

      In his biannual report last month, Horowitz confirmed his office is “reviewing information that was known to the DOJ and the FBI at the time the applications were filed from or about an alleged FBI confidential source. Additionally, the OIG is reviewing the DOJ’s and FBI’s relationship and communications with the alleged source as they relate to the FISC applications.” Under questioning by Jordan, Horowitz said part of his review will include asking why the Justice Department did not tell the court about the dossier’s political benefactors.

      https://oig.justice.gov/semiannual/1805.pdf

      https://amgreatness.com/2018/06/22/what-you-missed-from-michael-horowitzs-testimony/

      Wie angebliche Profis beim FBI den Steele-Schwachsinn zur Grundlage ihrer „Ermittlung“ machen konnten, ist mir ein Rätsel.

      Vielleicht aber auch nicht. Man sehe sich dieses Video an:

      […]
      By Thomas Lifson
      […]
      As tawdry melodramas go, this one has most of the elements of a hit: high stakes, anger, illicit romance, and an intriguing villain. (That would be the president of the United States, Donald Trump.) It probably was inevitable that the voluminous text messages between FBI lovebirds Peter Strzok and inamorata Lisa Page would be dramatized, but what surprises is how well it was done, as produced by McAleer.

      Posted on May 8, the drama did not have access to the most dramatic text of all, about „stopping“ Trump. Nonetheless, the dramatization works quite well, and it illustrates the caliber of humans who populated the top level of the world’s purportedly premier investigative agency.

      https://www.americanthinker.com/blog/2018/06/an_instant_classic_strzokpage_text_messages_performed_by_actors_on_youtube.html

      Geniale Schauspieler, die die Hohlheit dieser Trump-Verfolgung blendend in Szene setzen.

      • Ja, Auszüge aus diesem nachgespielten Gesimse hatte ich auch schon als Tweet gesehen.
        Zu dem wertvollen link- dem Horowitz Eingangs-Statement vor den Hearings- hatten Sie gesagt, Sie hoffen die Zeit zum Lesen zu finden, als ich diesen link zusammen mit den weiteren openings von Goodlatte und Gowdy vor Tagen postete.

        Zu den brisanten Clinton Geheimnissen, die da noch schlummern, hatte Ray McGovern in einem Radio Interview eine Äußerung gemacht, wonach er u.a. scheinbar die NSA für deren dichthalten verantwortlich macht. ?
        [-]
        „Finally, the IG report uses the term “Midyear Examination” or simply “Midyear” (and, in the process, pins the blame on the FBI and DOJ for continuing to insist on euphemisms for what amounted to an Inspector Clouseau-type investigation of former Secretary of State Hillary Clinton’s deliberate use of insecure computers that resulted in the compromise of classified information — some of it extremely sensitive; *NSA is keeping mum about the worst)*. Sadly, U.S. “Justice” people are still resorting to euphemisms to refer to Mrs. Clinton’s playing fast and loose with laws to protect secret information, which all government officials promise to take seriously.“
        [-]
        Hier kann man es hören

        und hier gibt es eine schriftliche Inhaltsangabe dazu:
        http://raymcgovern.com/2018/06/21/ray-interviewed-on-radio-yesterday-on-what-has-finally-morphed-into-fbi-doj-gate-after-the-doj-inspector-general-documented-strong-doj-fbi-bias-kid-gloves-treatment-for-hillary-cli/

        Da ist wohl definitiv noch einiges unter der Decke…und könnte vielleicht dort ruhen bleiben…

        • Nein, diesen Link zum Eingangs-Statement von Horowitz vom 19.6. hatten Sie nicht gepostet.

          Aber vielleicht war sein Eingangsstatement vom 18.6., das Sie brachten, identisch?

          „Nochmals der link zu obigem Grassley Statement zu Sitzungsbeginn
          https://www.judiciary.senate.gov/imo/media/doc/06-19-18%20Grassley%20Statement.pdf

          Und hier dasselbe von DOJ IG Horowitz:
          https://oig.justice.gov/testimony/t180618.pdf

          ..und von FBI Dir. Wray:“
          https://www.fbi.gov/news/testimony/examining-the-inspector-generals-first-report-on-justice-department-and-fbi-actions-in-advance-of-the-2016-presidential-election
          https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-32/#comment-74572

          Ich habe es, weil pdf, nicht gelesen. Und es gab auch keinen Lese-Trigger. 😉

          Jedenfalls hat Sharyl Attkisson für diejenigen, die MSM konsumieren und daher den Horowitz-Report nicht kennen, noch einmal schön die wichtigsten Strzok-Nachrichten sowie deren Wertung durch Horowitz zusammengestellt:

          What did Peter Strzok do?
          By Sharyl Attkisson, opinion contributor — 06/24/18 01:42 PM EDT
          The views expressed by contributors are their own and not the view of The Hill

          As former top FBI official Peter Strzok faces congressional requests to testify, it’s worth examining who he is.

          Strzok is the subject of what I see as one of the most damaging conclusions in the Department of Justice (DOJ) inspector general report: As the nation’s top FBI counterespionage official, he indicated “a willingness to take official action to impact [Donald Trump’s] electoral prospects.”
          […]

          http://thehill.com/opinion/campaign/393857-what-did-peter-strzok-do#.Wy_3f2Vs1pM.twitter

          Sowohl in den USA als auch bei uns geht es darum, zuerst einmal über diese unfaßbar voreingenommenen FBI-Agenten und über deren Evaluation des IG Horowitz zu informieren – die MSM hüben wie drüben tun es ja nicht.

          Ray McGovern hat wie immer recht.

        • „Aber vielleicht war sein Eingangsstatement vom 18.6., das Sie brachten, identisch?“
          Ja, dieselben 25 Textseiten, die da als SCRIBD offenbar noch nicht verfügbar waren, nur eben nicht ‚identisch‘ wegen der unterschiedlichen Anreden.
          (am 18. adressiert er „Mr. Chairman, Senator Feinstein, and Members of the Committee:“)
          Bei solch wichtigen und schließlich lange erwarteten Dokumenten hatte ich nicht geglaubt, ein ‚Lese trigger‘ sei nötig. Aber Ihre Scheu vor oder Abneigung gegen pdf hätte ich ja ahnen müssen, auch wenn ich es nicht nachvollziehen kann.

          LOL- ja, die MSM, ja wie sollen sie denn auch über Leute, zumal FBI Beamte, nun verurteilend berichten, die doch genau denselben Animus hegen wie sie selber.. 😉 Andererseits sind doch die MSM die twist master , den Dreh sollten sie doch irgendwie hinbekommen!
          An reine Information durch sie glaubt doch längst kein Mensch mehr.

  5. Ich bringe Angelika Rolls Beitrag, den sie vorhin auf die alte Seite gepostet hat, jetzt auf die neue:

    Angelika Roll:

    „Hier hänge ich noch ein Update mit heutigem Datum an zu dem (nicht stattgefundenen) ’show down‘ am vergangenen Freitag, was hinreichend alle Twitter Kommentare, die ich dazu zuvor ebenfalls sah, aber aus Gründen der Platzersparnis hier weg lasse, zusammenfassend im Text berücksichtigt:

    https://nypost.com/2018/06/24/justice-department-hands-over-classified-info-to-house-gop/

    Zumindest Nunes hat nun also auch zu diesem angefragten Thema etwas mehr erfahren:
    [-]
    „In the letter, the Justice Department’s acting assistant director of congressional affairs, Jill Tyson, said Nunes had also asked for transcripts of conversations between confidential human sources and Trump campaign officials. She said the department had referred that request to National Intelligence Director Dan Coats.“

    Dazu hatte ich Tweets gesehen, die das als eher positives Zeichen und Coats als wohlwollend gegenüber den Anliegen des Ausschusses werteten; hoffen wir, daß jene Twitter- Analysten recht behalten!

    NB: da mein einer Beitrag vom 22.6. abends als Antwort auf
    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-33/#comment-74629

    von mir hier als fehlend angesprochen
    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-33/#comment-74636

    noch immer nicht geschaltet wurde, ist er wohl irgendwie verschütt gegangen oder versehentlich im PK gelöscht worden. Darin hatte ich neben Bemerkungen zu dem zweiten von Strzok/Page verlinkten Artikel von Susan Hennessy auf lawfareblog auch die Frage nach ‚wer ist John‘ beantwortet:

    Nach meiner Meinung John Carlin, seinerzeit AAG und head of DOJ’s National Security Division: erst später Ende September schied er ja aus, nachdem auch er manipuliert hatte. (durch verschweigen des üppigen FISA Mißbrauchs bez. section 702 Zertifikationen in seinem Regierungsbericht)

    Jeff Carlson hatte in seiner höchst nützlichen Personenliste zu ihm u.a. geschrieben:
    „Trump surveillance originated under Carlin’s tenure.““

    Meine Antwort:

    Nein, im Papierkorb war nichts weiter von Ihnen.

    • Es wird sicher ein technischer Aussetzter gewesen sein, denn danach erhielt ich auf refresh klicken hin eine Zeit lang : ‚diese Seite existiert nicht‘ zur GW homepage. Wenn mir die T-Kom mal kurzfristig mehrfach täglich die Leitung killt, kann durchaus in der Zeit etwas durchrutschen und im Nirwana verschwinden. Die offline Anzeige liefert Windoof ja stets leicht zeitverzögert.

      • Als Antwort auf Angelika Roll.

        Hier gibt es einen Thread zu dem Schreiben des Justizministeriums:

        [Auswahl]

        Meadows meckert bereits:

        • Genau den oberen thread, was den Brief an Nunes angeht, hatte ich u.a. gemeint. Nun ist ja auf der neuen Seite Platz dafür.
          Meadows hat natürlich auch recht, aber dem Congress bleibt ohne Trumps dazutun ja nichts weiter übrig, als auch mit ‚kleinen Brötchen‘ vorerst zufrieden sein zu müssen..
          Eine Congress Mehrheit für Disziplinar-/Strafmaßnahmen gegen DOJ/FBI wäre wohl auch sehr schwer zu erlangen, angesichts selbst einiger GOP Aussenseiter und der ohnehin dünnen Mehrheit, im Senat noch wackeliger als im House of Reps.
          Das ’stalling‘ wird wohl vorläufig weitergehen und vielleicht liegt ja ‚Stealth Jeff’/ ‚drawandstrike‘ total richtig mit seiner These.

          BTW zur Mueller witch hunt hier mal noch eine Umfrage, ausgerechnet von einem CNN Mitarbeiter getweetet. 😉

        • Wie die wohl jetzt NACH den Horowitz Anhörungen aussähe, kann sich jeder leicht vorstellen! (weshalb sie wohl vom 18.6., kurz vor den Hearings abgeschlossen wurde) 😉

        • Selbst CNN offeriert nun diese eigene Statistik:

          Es wird sicher andere polls geben mit um oder über 70% disapproval, trotz der weitgehenden Nichtbeachtung/ Unkenntnis der beiden Horowitz Anhörungen, wie von Molly getweetet.

        • Vielleicht nicht die beste Stelle zum einhaken mit einer Ergänzung, hier aber die chronologisch richtige Folge, (statt ganz nach oben) :

          meinen nächtlichen Kommentar mit sachlicher Korrektur auf der Vorseite
          https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-33/#comment-74693

          hatte ich wiederum bewusst knapp gefasst und nur den Teil des Fox Interviews mit Goodlatte per link gepostet, soweit er die Strzok Vorladung betrifft.
          Maria Bartiromo hatte natürlich noch Weiteres im Programm, wobei die Neuigkeit über Nunes‘ Reaktion mit am interessantesten war. Das wurde im ersten Clip um Min 8 nur knapp angeschnitten, hier erweitert:

          http://video.foxnews.com/v/5801280338001/?playlist_id=3386055101001#sp=show-clips

          http://www.foxnews.com/politics/2018/06/24/fbi-sends-classified-letter-to-house-gop-on-use-informants-in-trump-campaign.html
          (mit gleichem Video)

          Der wirklich bewundernswert standhafte Rep. Nunes gab sich keineswegs mit den erneut nur teilweisen Zugeständnissen und Bereitstellung von Unterlagen zufrieden, sondern feuerte noch am selben Freitagabend spät nachts einen Brief zurück an Rosenstein mit bohrenden Fragen. Und mit NEUER deadline für HEUTE, Montagabend, 17 Uhr Ortszeit.
          Auch Goodlatte plant eine Rosenstein Anhörung vorzugsweise noch diese Woche, nicht minder interessant!
          (zum Glück machen uns die unterschiedlichen Zeitzonen betr. WM keine dicken Probleme, beides im Auge zu behalten.)

  6. Wie weit die anti-Trump-Medien gehen, belegt dieses Beispiel des Umgangs mit Tom Arnold, ein Comedian und ausgesprochener Trump-Hater. Der hatte sich an den Trump-Anwalt Michael Cohen herangemacht und anschließend bei NBC die Lüge verbreitet, Cohen und er würden zusammenarbeiten, um Trump zu stürzen – wofür er sich später bei Cohen entschuldigte:

    Das machte ihn natürlich zu einem begehrten Gesprächspartner für CNN:

    Daß mit Arnold etwas nicht stimmt, wird in diesem und den nächsten Clips deutlich: ist der Mann auf Speed?

    Da redet er am Schluß vom „Pee-Tape“, das ganz sicherlich echt sei…

    Cohen widerspricht erneut:

    Das bizarre CNN-„Interview“ wiederum trug ihm eine Einladung von MSNBC ein:

    Woraufhin Arnold Cohen riet, sich diese Sendung nicht anzusehen:

    UPDATE: Train wreck complete. Here are the highlights…
    Ivanka Trump is the biggest leaker and Cohen took the picture just to irritate Trump:
    […]

    […]

    https://twitchy.com/gregp-3534/2018/06/22/train-wreck-iminent-tom-arnold-tells-michael-cohen-not-to-watch-his-interview-with-lawrence-odonnell/

    Dieser ersichtlich instabile Typ kann daherschwafeln, was er will – Hauptsache, es paßt ins Sender-Raster. Kann man noch tiefer sinken?

    • Da gibt es ergiebigeres Anschauungsmaterial, empfohlen von Trump persönlich:

      Ein wirklich guter Artikel, in dem zwei Anwälte die Horowitz-Erkenntnisse schon einmal auf dessen weitere Untersuchung über die anti-Trump-Untersuchung hochrechnen – unter Einbeziehung alldessen, was man jetzt schon über diese Geheimdienst-Ermittlung weiß:

      Mueller’s Fruit of the Poisonous Tree

      It makes no difference how honorable he is. His investigation is tainted by the bias that attended its origin in 2016.

      By
      David B. Rivkin Jr. and
      Elizabeth Price Foley
      June 22, 2018 6:38 p.m. ET

      Special counsel Robert Mueller’s investigation may face a serious legal obstacle: It is tainted by antecedent political bias.
      […]

      What does this have to do with Mr. Mueller, who was appointed in May 2017 after President Trump fired Mr. Comey? The inspector general concludes that the pervasive bias “cast a cloud over the FBI investigations to which these employees were assigned,” including Crossfire. And if Crossfire was politically motivated, then its culmination, the appointment of a special counsel, inherited the taint. All special-counsel activities—investigations, plea deals, subpoenas, reports, indictments and convictions—are fruit of a poisonous tree, byproducts of a violation of due process. That Mr. Mueller and his staff had nothing to do with Crossfire’s origin offers no cure.

      When the government deprives a person of life, liberty or property, it is required to use fundamentally fair processes. The Supreme Court has made clear that when governmental action “shocks the conscience,” it violates due process. Such conduct includes investigative or prosecutorial efforts that appear, under the totality of the circumstances, to be motivated by corruption, bias or entrapment.
      […]
      The chief evidence of collusion is the hacking of the Democratic National Committee’s servers. But nothing in the public record suggests the Trump campaign aided that effort. The collusion narrative therefore hinges on the more generic assertion that Russia aimed to help Mr. Trump’s election, and that the Trump campaign reciprocated by embracing pro-Russian policies. Yet despite massive surveillance and investigation, there’s still no public evidence of any such exchange — only that Russia attempted to sow political discord by undermining Mrs. Clinton and to a lesser extent Mr. Trump.

      Some members of the Trump team interacted with Russians and advocated dovish policies. But so did numerous American political and academic elites, including many Clinton advisers. Presidential campaigns routinely seek opposition research and interact with foreign powers. The Clinton campaign funded the Steele dossier, whose British author paid Russians to dish anti-Trump dirt. The Podesta Group, led by the brother of Mrs. Clinton’s campaign chairman, received millions lobbying for Russia’s largest bank and the European Center for a Modern Ukraine, both with deep Kremlin ties. The Clinton Foundation and Bill Clinton took millions from Kremlin-connected businesses.

      No evidence has emerged of Trump-Russia collusion, and Mr. Mueller has yet to bring collusion-related charges against anyone. Evidence suggests one of his targets, George Papadopoulos, was lured to London, plied with the prospect of Russian information damaging to Mrs. Clinton, and taken to dinner, where he drunkenly bragged that he’d heard about such dirt but never seen it. These circumstances not only fail to suggest Mr. Papadopoulos committed a crime, they reek of entrapment. The source of this information, former Australian diplomat Alexander Downer, admits Mr. Papadopolous never mentioned emails, destroying any reasonable inference of a connection between the DNC hack and the Trump campaign.
      […]
      The totality of the circumstances creates the appearance that Crossfire was politically motivated. Since an attempt by federal law enforcement to influence a presidential election “shocks the conscience,” any prosecutorial effort derived from such an outrageous abuse of power must be suppressed. The public will learn more once the inspector general finishes his investigation into Crossfire’s genesis. But given what is now known, due process demands, at a minimum, that the special counsel’s activity be paused. Those affected by Mr. Mueller’s investigation could litigate such an argument in court.

      One would hope, however, that given the facts either Mr. Mueller himself or Deputy Attorney General Rod Rosenstein would do it first.

      Mr. Rivkin and Ms. Foley practice appellate and constitutional law in Washington. He served at the Justice Department and the White House Counsel’s Office during the Reagan and George H.W. Bush administrations. She is a professor at Florida International University College of Law.
      Appeared in the June 23, 2018, print edition.

      https://www.wsj.com/articles/muellers-fruit-of-the-poisonous-tree-1529707087

      • Einverstanden, sehr guter Artikel. Wobei ich selbst noch dies für fraglich halte
        „… only that Russia attempted to sow political discord by undermining Mrs. Clinton and to a lesser extent Mr. Trump.“

        Die paar privat geheuerten Tweeter sind ja nicht gleich ‚Russia“.
        Überhaupt ist ja diese Mueller Baustelle aus der Abteilung Pleiten, Pech & Pannen weitere Diskussion wert, s. diesen Tweet:

        Passender Artikel dazu:
        https://www.americanthinker.com/blog/2018/06/facing_humiliation_mueller_backs_away_from_prosecution_of_russian_entities.html#ixzz5JHWnjhGS

        • Ja, diesen Artikel wollte ich auch noch liefern – er liefert neben Aktuellem auch eine knappe Übersicht über die bislang angefallenen Peinlichkeiten.

          After ignoring this elephant in the bathtub, Barrett [WaPo] draws no conclusion about the embarrassment factor, but rather points in another direction:
          „The development suggests Mueller is contemplating the end of his work and farming out any potentially outstanding prosecutions to other parts of the Justice Department.“
          Have you ever heard of anyone „farming out“ the central mission of a multi-million-dollar operation in order to focus on tangents? Even though the Trump-hating media will refuse to mention it, this move is a confession that Mueller is cutting his losses and leaving others to take the blame when the case collapses.

          https://www.americanthinker.com/blog/2018/06/facing_humiliation_mueller_backs_away_from_prosecution_of_russian_entities.html#ixzz5JHWnjhGS

          Die Vermutung, daß sich Mueller von dem Facebook-Fall zurückziehen wolle, wurde schon hier geäußert:

  7. Ist nur mein Computer zu doof, den Kroos-Freistoß, wie hier zweimal gepostet, wiederzugeben?

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-33/#comment-74656

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-33/#comment-74658

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-33/#comment-74657

    Kroos war, im Interview nach dem Spiel, ersichtlich sauer auf die Skandalisierungs-Journies, die die Mannschaft und den Trainer massenhaft niedergeschrieben hatten. Und natürlich weiß er auch, daß er wegen seines Fehlpasses, der zum 1:0 für Schweden führte, verantwortlich gemacht werden wird. Denn niemand ist selbstgerechter als Journalisten.

    Die natürlich niemals Fehler machen. Zu den fake news von Time gab es bei SPON diesen kunstvollen afp-Artikel, in dem komplett verschwiegen wurde, daß Time das Publikum belogen hatte:

    Ikonisches Foto
    Weinendes Mädchen wurde nicht von Mutter getrennt
    Das verzweifelte Mädchen gilt als das Symbol für das Vorgehen der US-Regierung, erwachsene illegale Einwanderer an der mexikanischen Grenze von ihren Kindern zu trennen. Doch die Zweijährige ist bei ihrer Mutter – in einer Haftanstalt.

    Freitag, 22.06.2018 22:25 Uhr
    Das Foto eines kleinen weinenden Mädchens aus Zentralamerika hat weltweit für Aufsehen gesorgt und in der Debatte um die Familientrennungen an der US-Grenze zu Mexiko die öffentliche Entrüstung besonders angefacht. Nun wird jedoch klar, dass das Kind seiner Mutter nicht weggenommen wurde. Das wurde inzwischen von verschiedenen Seiten bestätigt, darunter vom Vater des Mädchens und einem US-Grenzschutzbeamten.
    […]

    Getty-Fotograf John Moore berichtete dem Magazin von der Situation an der Grenze, die er auf Fotos festhielt. Das Mädchen sei nicht schreiend von Grenzschutzbeamten weggetragen worden. „Ihre Mutter hat sie in die Arme genommen, und beide wurden zusammen in einen Transporter gesetzt“, sagte Moore dem Magazin. Wegen der Ausdruckskraft des Bildes ist es „Time“ zufolge als Teil der Illustration für das Cover ausgewählt worden.
    […]

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/symbolfoto-fuer-familientrennung-maedchen-wurde-nicht-von-mutter-getrennt-a-1214550.html

    In dem Tweet Link wird nicht auf den Artikel verwiesen, in dem das defizitäre Time-Magazin, das erst am 2.7. erscheinen wird, diese Korrektur anbrachte:

    ‘All I Wanted to Do Was Pick Her Up.’ How a Photographer at the U.S.-Mexico Border Made an Image America Could Not Ignore
    „This one was tough for me. As soon as it was over, they were put into a van. I had to stop and take deep breaths,“ Getty photographer John Moore said
    June 19, 2018
    […]
    Moore said the girl’s mother had a weariness in her eyes as she was stopped by Border Patrol agents. The father of three said his years of experience did not inoculate him from feeling intense emotions as he watched agents allowed the mother to pick up her child and loaded them both into a van. But, he said, he knew he had to keep photographing the scene.
    “This one was tough for me. As soon as it was over, they were put into a van. I had to stop and take deep breaths,” he said. “All I wanted to do was pick her up. But I couldn’t.”
    […]
    Correction (Posted June 19): The original version of this story misstated what happened to the girl in the photo after she was taken from the scene. The girl was not carried away screaming by U.S. Border Patrol agents; her mother picked her up and the two were taken away together.

    http://time.com/longform/john-moore-getty-photo-separation/?xid=tcoshare

    Stattdessen auf diesen Artikel, in dem es ein Video mit Statements des Fotographen gibt, aus dem klar wird, daß der Fotograph nicht das gesagt hatte, was Time zunächst behauptet hatte:

    http://time.com/5317522/donald-trump-border-cover/
    Time hatte also bewußt gelogen.

    SPON verlinkt vielmehr hierzu:

    The Story Behind TIME’s Trump ‚Welcome to America‘ Cover
    By TIME Staff
    June 21, 2018
    […]
    Due to the power of the image, which appeared as critics from across the political spectrum attacked President Trump’s now-reversed policy of separating children from parents who are being detained for illegally entering the United States, TIME’s editors selected Moore’s photograph to create a photo illustration, including Trump, to make the July 2, 2018, cover of the magazine.

    http://time.com/5317522/donald-trump-border-cover/

    Aha, ein Symbolfoto also nur. Von dem falschen online-Artikel der Time, der den Aussagen des Fotographen widersprach, ist keine Rede. Und was am 2.7. erscheinen wird, ist längst überholt. Wer wird diese Print-Ausgabe noch kaufen?

      • Und hier noch einmal alle Highlights:

        http://www.spiegel.de/video/wm-deutschland-schweden-krimi-video-99018615.html

        Und die Medienkritik von Kroos:

        Kroos, der immer mehr zum Leader und Sprachrohr der Mannschaft wird, war es dann auch, der einen wunden Punkt ansprach. Er habe den Eindruck, dass sich in Deutschland viele ein Aus der DFB-Elf gewünscht hätten. „Bei mir kommt da ein Gefühl rüber, es macht viel mehr Spaß, schlecht über uns zu schreiben“, sagte der 28-Jährige – und bekam Unterstützung von Reus: „Wer sich da alles zu Wort meldet und was in den vergangenen Tagen geschrieben wurde.“ Konkreter wurde Kroos nicht, klammerte die deutschen Fans aber explizit aus.
        Video
        […]

        http://www.spiegel.de/sport/fussball/wm-2018-deutschland-besiegt-schweden-erleichterung-schlaegt-ekstase-a-1214638.html

        Die der Autor des Stücks selber rechtfertigte: dieser nölende Unterton wird gerne mit kritischem Bewußtsein verwechselt:

        Die deutschen Spieler sprachen unisono von einer guten Leistung. Tatsächlich war es kreativer, zweikampf- und abschlussstärker als noch gegen Mexiko. Doch die große Schwäche der vergangenen Monate, das Verteidigen von Kontern des Gegners, wurde auch gegen Schweden nicht komplett abgestellt. Wenige Sekunden vor Kroos‘ Tor hätte der eingewechselte John Guidetti einen Gegenstoß auf die linke Seite verlagern müssen, dann hätte Leipzigs Emil Forsberg frei vor Torhüter Manuel Neuer gestanden. Er tat es nicht, schloss lieber selbst ab und ermöglichte so erst das Foul an Werner.
        Auch deshalb gibt es noch keinen Grund für Euphorie.

        http://www.spiegel.de/sport/fussball/wm-2018-deutschland-besiegt-schweden-erleichterung-schlaegt-ekstase-a-1214638.html

        Ein Fußballspiel ist nun mal etwas anderes als die Verfertigung eines Artikels. 😉

        Lineker ist da weiter:

        Häme können Frauen übrigens besser als Männer, besonders, wenn es gegen Frauen geht.

        Melania Trump und ihre Jacke
        Dumme Sache

        „Ist mir echt egal, euch auch?“: Als Melania Trump an die mexikanische Grenze flog, um ein Kinderheim zu besuchen, prangte dieser Slogan auf ihrer Jacke. Was sollen wir davon halten?
        Ein Kommentar von Patricia Dreyer
        Freitag, 22.06.2018 16:38 Uhr
        […]
        Ich würde mir gern einen Reim auf diese Frau machen können – vorzugsweise einen anderen als den, dass sie es an mangelnder Intelligenz locker mit ihrem Mann, dem US-Präsidenten, aufnehmen kann.
        Die First Lady ließ am Donnerstag ihre Jacke sprechen, als sie an die mexikanische Grenze flog, um dort ein Aufnahmezentrum für Kinder von Migranten zu besuchen.
        Als sie in den Flieger stieg, trug Trump nicht wie üblich Designer-Couture, sondern einen 39-Dollar-Parka der Marke Zara. Auf dem Rücken stand in Graffiti-Anmutung ein Schriftzug, über den jetzt alle Welt spricht: „I really don’t care, do you?“, zu Deutsch: „Ist mir echt egal, euch auch?“
        Und das war so ziemlich das Unpassendste, Dümmste, Ärgerlichste, was eine First Lady in dieser Situation hätte ausdrücken können.
        […]
        CNN-Video

        Zur Erinnerung: Seit Tagen ist die Welt gezwungen, Bilder aus den USA zu anzuschauen, die unerträglich sind. Kinder von Migranten werden von ihren Eltern getrennt, interniert, in Käfige gesteckt, selbst die Decken, in die man sie hüllt, sind – wie sinnbildlich – aus knisterndem Metall.
        „Ist mir echt egal, euch auch?“

        An Kindern werden Exempel statuiert, die schutzwürdigsten Wesen einer menschlichen Gemeinschaft werden vom US-Präsidenten benutzt, um eine politische Message auszusenden: Wer unsere Grenzen überschreitet, dem geht’s übel.
        „Ist mir echt egal, euch auch?“

        Zum Symbolbild dieser Barbarei wurde das Foto eines kleinen Mädchens in pinkfarbenen Sneakers, dem man offenbar die Schnürsenkel aus den Schuhen entfernt hatte – zur Suizidprävention (siehe Anmerkung am Ende des Textes).
        „Ist mir echt egal, euch auch?“
        […]
        „Es ist nur eine Jacke“, sagt Melania Trumps Sprecherin. Ihr Mann, Donald Trump, „mansplainte“ den Slogan via Twitter, der Spruch habe sich gegen „Fake News Media“, den Lieblingsfeind im Trump-Universum, gerichtet.

        […]
        Aber man dürfte es schon extrem deplatziert finden, wenn eine First Lady einen Termin, bei dem es um internierte, traumatisierte Kinder geht, dafür nutzte, einen symbolischen Stinkefinger Richtung Medien zu recken.
        […]
        Was denkt sich diese Frau? Wie kommt sie klar mit den Widersprüchen ihres Lebens? Was hält sie tatsächlich von einer Politik, die ausschließlich Impulsen folgt, keinem Plan, nicht mal Prinzipien?
        Ist Melanie Trump so amoralisch wie ihr Mann?

        Man kann nur spekulieren, und das tun wir vielleicht alle schon viel zu ausführlich. Aber egal sollte es uns auch nicht sein.

        Anmerkung der Redaktion: Inzwischen wurde bekannt, dass jenes weinende Mädchen, welches als Symbol von Trumps Einwanderungspolitik gilt, nicht von seiner Mutter getrennt wurde. Vielmehr sitzt es laut dem Außenministerium von Honduras gegenwärtig zusammen mit der Mutter in einer US-Haftanstalt.

        http://www.spiegel.de/politik/ausland/melania-trump-und-ihre-jacke-dumme-sache-kommentar-a-1214457.html

        Da die Autorin weiß, daß Melania Trump gegen die Kindertrennung ist, hätte sie den Spruch auch mal anders interpretieren können, nämlich daß Frau Trump es einfach leid ist, über ihre Designer-Klamotten definiert zu werden.

        Hier eine besonders dumpfe Interpretation:

        Der Mann ist, fast hätte man es geahnt, laut Eigenbeschreibung:

        Journalist | Nachrichten- und Social Media-Redakteur | Trimedial beim Norddeutschen Rundfunk unterwegs |

        Und mußte über den Time-Titel noch aufgeklärt werden.

        • „Häme können Frauen übrigens besser als Männer, besonders, wenn es gegen Frauen geht.“
          Stimmt, und wie man sieht, gilt das in ganz besonderem Maß für diese unsägliche Patricia Dreyer!
          „Was denkt sich diese Frau? Wie kommt sie klar mit den Widersprüchen ihres Lebens?“
          Das möchte man sie fragen! Schlicht unerträglich dieser Beitrag.
          „Jacketgate“ …. man fasst es ja nicht.

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