Hans Wollschläger-Fake News- Updated

Hans, Winterberg 11-04

Hans Wollschläger in Winterberg, 2004, Foto: Gabriele Gordon

Es hätte ja eigentlich genügt, meinen letzten Artikel zu ergänzen:

https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/17/fake-news-oder-wie-ich-zur-witwe-von-hans-wollschlaeger-wurde/

Aber irgendein Bug im WordPress-System ließ das nicht zu.

Die NZZ als Sprachrohr des gekränkten Bearbeiters der Wollschläger-Übersetzung des Ulysses von James Joyce, Harald Beck, hat nun auch dessen Zuarbeiter Hans Walter Gabler zu Wort kommen lassen.

Der Artikel hebt natürlich mit Fake News an:

Rettet den deutschen «Ulysses»

Aus rechtlichen Gründen liegt die revidierte deutsche Übersetzung von Hans Wollschläger auf Eis. Das darf nicht sein.

Hans Walter Gabler 26.3.2018, 05:30 Uhr

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Sie liegt natürlich nicht nur aus rechtlichen Gründen „auf Eis“, sondern entscheidend deshalb, weil Beck das Wollschlägersch’e Kunstwerk zerstörte.

Die NZZ vom 2.3.2018 war jedenfalls schon mal näher an der Wahrheit:

Gabriele Gordon habe keinerlei Gesprächsbereitschaft gezeigt: «Sie hat es abgelehnt, Jonathan Landgrebe, den Leiter von Suhrkamp, und den Cheflektor Fellinger zu treffen. Offenbar hat sie dem Verlag schriftlich ihre Position dargelegt; sie begründet diese einerseits juristisch – in dieser Hinsicht sind ihre Ansprüche tatsächlich unanfechtbar. Anderseits führte sie angeblich literarische und philologische Gründe an: Wollschläger hätte der Neufassung nicht zugestimmt, argumentierte sie.»

https://www.nzz.ch/feuilleton/ulysses-neuedition-rechtlich-ist-die-sache-tot-ld.1361961

Der offenbar umfassend uninformierte Gabler meint:

Das grundsätzliche Einvernehmen zwischen dem Übersetzer, einem Team von Revisoren und dem Suhrkamp-Verlag datiert aus dem Jahre 2007. Leider verstarb Hans Wollschläger wenige Monate, nachdem das Übereinkommen erzielt worden war.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Daß bei diesem Treffen von 10.3.2007 irgendein Übereinkommen erzielt worden sei, davon träumt allenfalls der Suhrkamp-Verlag. Insofern existiert lediglich ein Protokoll des Verlags, das Hans Wollschläger nie zur Kenntnis nahm. Ob er wirklich die Fron auf sich genommen hätte, sich ein ganzes Jahr die Besserwissereien von Anglisten und Philologen anzuhören? Die keine Ahnung von Kunst haben?

Ich wage es zu bezweifeln.

Eins ist jedenfalls klar. Nur Hans Wollschläger selbst hätte seine eigene geniale Übersetzung überarbeiten können. Niemand sonst.

Gabler hüpft gleich hierauf:

Durch dieses aber bestärkt, verpflichtete der Verlag Harald Beck und seine Mitarbeiter zur Durchsicht und Überarbeitung der Wollschläger-Übersetzung. Entscheidend am Übereinkommen war, dass ein durchgesehener und revidierter Übersetzungstext nicht die wollschlägersche Verdeutschung überfremden würde. Die Überarbeitung verstand sich als Dienst an der Übersetzung und deren Dienst am Roman und an seinem Autor.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Warum bringt die NZZ derlei Lügen?

Klar, Beck möchte gern seine Vorgänger Dirk Vanderbeke und Dirk Schultze, die Kommentatoren der Wollschläger-Übersetzung  im Jahr 2004, auslöschen, denen er zuarbeitete. Genauso agiert sein Zuarbeiter Gabler.

Vanderbeke und Schultze verließen das Unternehmen, als ihnen klar wurde, wie sehr Beck es auf die Zertrümmerung  der Wollschläger-Übersetzung ankam.

Gabler:

Wie ich es mir vorstelle, könnte Grundlage einer Vereinbarung sein, dass Hans Wollschlägers «Ulysses» unverändert der rein deutsche Lesetext des Werkes vom Suhrkamp-Verlag bleibt. In Parallele dazu sollte der Verlag den Plan Siegfried Unselds umsetzen, eine zweisprachige «Ulysses»-Ausgabe anzubieten. In dieser würde dem englischsprachigen originalen Text der deutsche zugesellt, der, auf der Grundlage der Übereinkunft mit Hans Wollschläger, über zehn Jahre hinweg im Auftrag des Suhrkamp-Verlags erarbeitet wurde. Dass dieser überarbeitete Text im Wesentlichen nach wie vor den Übersetzungstext Hans Wollschlägers darstellt, nur eben in einer revidierten Fassung, welche Entsprechungen im Deutschen zum englischen Original präzisiert, wäre selbstredend hervorzuheben und vertraglich festzuhalten.

Es ist eine hohe Anerkennung der Übersetzung von 1975, dass sie eben nicht ersetzt wird, sondern im Kern bestehen bleibt. Der revidierte Wollschläger-Text in einer zweisprachigen Ausgabe sollte dabei selbstverständlich zu erkennen geben, wo er von Wollschlägers Fassung von 1975 abweicht und warum er das tut. Der englischsprachige Text der Herausgeber Hans Walter Gabler, Wolfhard Steppe und Claus Melchior steht rechtlich vorbehaltlos für die zweisprachige Ausgabe zur Verfügung.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Nun mag ja wohl Suhrkamp befeuert haben, die „neue“ Übersetzungs-Bearbeitung von Beck zu promoten, weil die alte von Wollschläger nicht mehr verkauft wird, da der Markt gesättigt ist.

Gablers Vorschlag ist nicht nur weltfremd, sondern auch kontrafaktisch, da die Wollschläger-Übersetzung durch Beck zerstört worden ist.

Und warum sollte ein kommerzieller Verlag wie Suhrkamp eine englisch-deutsche Ulysses-Ausgabe herausbringen, der die zehntausende Beck-Veränderungen an der Wollschläger-Übersetzung dokumentiert, die Beck auch noch begründen soll?

 

 

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1.685 Gedanken zu „Hans Wollschläger-Fake News- Updated

  1. @ Angelika Roll:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-40/#comment-75180

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-40/#comment-75180

    In der Tat, das mediale Durcheinander in der britischen Presse in Sachen Amesbury-„Nowitschok“ ist sagenhaft. Nicht, daß das bei uns anders wäre:

    Die OPCW-Untersuchung zu Skripal – Fake News auf allen Kanälen

    Die OPCW hat heute einen ersten Kurzbericht zu den Untersuchungen im Fall Skripal vorgelegt. Erwartungsgemäß stützt sie die britischen Untersuchungsergebnisse. Ein echter Paukenschlag ist jedoch, was zahlreiche deutsche Medien daraus machen. So melden SPIEGEL Online, Süddeutsche und WELT, die OPCW hätte eine „russische Herkunft“ des Gifts festgestellt. Das ist aber nicht der Fall! Wenn selbsternannte Qualitätszeitungen bei einem solch heiklen Thema Fake News verbreiten, ist dies ein Medienskandal erster Güte. Von Jens Berger.
    […]
    Sonderlich überraschend konnte das Ergebnis der OPCW-Untersuchungen nicht ausfallen. Schließlich haben die Labors der OPCW ja die gleichen Proben ausgewertet, die auch die Briten in Porton Down analysiert haben und die laut dem Leiter des britischen Chemiewaffenlabors keine Rückschlüsse auf die Herkunft des Gifts erlauben. Dementsprechend unaufgeregt sind auch die Statements des OPCW-Kurzberichts:

    „10. The results of analysis by the OPCW designated laboratories of environmental and biomedical samples collected by the OPCW team confirm the findings of the United Kingdom relating to the identity of the toxic chemical that was used in Salisbury and severely injured three people.
    11. The TAV team notes that the toxic chemical was of high purity. The latter is concluded from the almost complete absence of impurities.
    12. The name and structure of the identified toxic chemical are contained in the full classified report of the Secretariat, available to States Parties“
    https://www.opcw.org/fileadmin/OPCW/S_series/2018/en/s-1612-2018_e_.pdf

    Das ist so ziemlich genau das, was man vom Bericht hatte erwarten können. Der Begriff „Russland“ oder „russisch“ taucht im gesamten Bericht nicht auf und auch über die Herkunft des Gifts verliert die OPCW kein einziges Wort. Woher haben die oben zitierten deutschen Medien dann aber die Falschinformation, nach der die OPCW die russische Herkunft des Gifts festgestellt haben soll?
    Die Antwort ist ebenso banal wie erschreckend. Alle drei Qualitätsmedien haben eine Falschmeldung der Nachrichtenagentur AFP übernommen.
    […]

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=43460

    Bei SPON war es vermutlich ein billigendes In-Kauf-Nehmen, denn im SPIEGEL-Print 28/2018 vom 7.7. wird die Linie durch Christian Esch und Fidelius Schmid fortgesetzt. Auf S.86 heißt es unter:

    Mysteriöser Unfall

    Großbritannien Zwei Menschen werden nahe dem Städtchen Salisbury mit Nowitschok vergiftet. Vermutlich durch Rückstände des ursprünglichen Attentats

    daß dem SPIEGEL die „zwölfseitige geheime Langfassung“ des OPCW-Berichts bekannt sei, der für „Russland unangenehme Erkenntnisse“ beinhalte.

    Es handelt sich um eine kaum wasserlösliche Flüssigkeit mit hohem Siedepunkt. Die Substanz wäre vom Regen nicht gelöst worden und auch bei sommerlichen Temperaturen nicht verdampft. Das macht es wahrscheinlicher. dass das Nervengift, mit dem die Briten wohl zufällig in Berührung kamen, vom März stammt.

    Gerade hat uns Paul Cosford das Gegenteil erklärt, weshalb man auch nach einem geschlossen Behältnis sucht.

    Paul Cosford, the medical director for Public Health England, specified that the novichok was in liquid form. He said it took effect between three and 12 hours after exposure, suggesting they could have come into contact with the nerve agent in the early hours of Saturday 30 June.
    Asked how long the novichok could last, Cosford said: “If it was outside, exposed to the elements, it gets washed away and that’s safe. Anything left over from March just wouldn’t be there by now.
    “If it’s in an enclosed container it takes a long time before it becomes inactive.”
    Basu was asked what would happen if it was in a landfill site now. He said: “If it was sealed in a container in a landfill site it would effectively be safe because it would not be touched by anyone. It would last probably, I’ve been told by scientists, for 50 years.”

    https://www.theguardian.com/uk-news/2018/jul/10/nerve-agent-poisoning-inquiry-spreads-to-swindon-car-seized-dawn-sturgess

    Um die Uhrzeit waren sie aber nicht im Park, und so werden flugs diese Thesen eingeführt:

    He [Basu] said it was possible the pair had picked up a container of novichok at the time of the Skripal attack in March [oder beim Ausflug am Vortag] but had only now opened it.
    […]
    While the main theory the police are following is that both Sturgess and Rowley handled a contaminated object, another possibility being considered is just one of them did so and passed it on to the other, perhaps as they held hands.

    Dummerweise wurde der Container aber im Haus in Amesbury nicht gefunden – nix paßt zusammen.

    Zurück zu Esch und Schmid: die Experten der OPCW seien mit einer Akribie vorgegangen, daß Rußland die Untersuchung nicht diskreditieren könne. (Von den Blutproben ist übrigens nicht die Rede.)

    In allen Labors wurde die gleiche Variante von Nowitschok identifiziert – die Struktur des Stoffs stimmt mit den öffentlich bekannten Formeln überein. Eine physische Vergleichsprobe aus dem Westen war dafür, anders als Russland insinuierte, nicht notwendig.

    Zum Schluß wird die „fast vollkommene Reinheit“ des Stoffs bemüht, weil die OPCW Russland nicht als Urheber benannt habe.

    In Sicherheitskreisen heißt es, dass weltweit nur ein oder zwei hoch spezialisierte staatliche Labore in der Lage seien, eine solche Reinheit zu erzielen.

    Jetzt kann Rußland einpacken.

    • „Revolutionsadoptierer“, Denkfabrikanten & Co. können das auch*:

      Hier in Bildern (Daraa al-Balad heißt der südliche Teil der Stadt, welchen die „Revolutionäre“ unter ihrer Fuchtel hatten):

      Bleibt noch der Kriegsherrensandkasten in der Provinz Idlib, der als Nächster dran sein dürfte sollten türkischerseits nicht diverse Arme gedrückt werden – dahingehend macht das hier die Runde, was eine ausbleibende Evakuierung der Daraa-„Revolutionäre“ nach Idlib angeht:

      *PS: Die Anpassung der Selbstbeschreibung bei dieser Dame hier spricht da eine eindeutige Sprache:

      “ Jennifer CafarellaVerifizierter Account
      @JennyCafarella

      Director of Intelligence Planning @TheStudyofWar. Former Syria analyst & Evans Hanson Fellow. Retweet≠endorsement“

      „Ehemalige Syrien-_Analystin_“ – eine Bezeichnung, die Herr Hoff treffend kommentiert.

      • Und die hier können erst recht einpacken:

        Auch Charles Lister wird mit seiner Expertise über moderate Rebellen in Syrien mangels Masse kein Bein mehr auf die Erde kriegen; er muß auf Iran-Spezialist für die MEK-Leute umschulen. AP konnte sich übrigens diesen Zusatz nicht verkneifen:

        Wiege des Aufstands – das gehört zu den Zeitungs- und Think Tank-Mythen.
        Da haben die russischen Verhandler aber sehr uneingennützig beraten, als sie den „Moderaten“ erklärten, Idlib als Rückzugsort sei nicht der gemütlichste Ort.
        Stimmt ja auch, ganz unabhängig von einer Herbstoffensive der Regierung:

        Da herrscht Anarchie in #FreeIdlib.

        Und ach, das schöne Gerät, das jetzt an die Regierung fällt – ein Fall für den Bundesrechnungshof des Westens:

        Derlei „Meddling“ ist eh verboten.

        • In der Tat – es scheint, daß mit dem OPCW-Zwischenbericht zu Douma, der die Propaganda entlarvt, und der Befreiung Syriens die Narrationen des Westens ins Wanken geraten.

          Selbst die regime change-Reporterin der WaPo wird angesichts des Reports, den Thomas Pany für Telepolis auswertet, nachdenklich:

          Gratulationen zu ihrer überraschenden Erkenntnis:

          Was sich der Guardian freilich nicht zu Herzen genommen hat.

  2. Das sind die aktuellsten drei Tweets von DT – der Zeitangabe nach gesendet nach Unterzeichnung des NATO-Gipfel-Papiers, mit dem erneut die Verschwörungstheorie der russischen Aggression und der Absicht, bis 2025 auf das 2%-Militärausgabenziel hinzuarbeiten, bekräftigt wurde.

    😉

    Derweil bereitet uns Jörg Lau auf die wahre Dolchstoß-Legende vor:

    Für Trump ist Deutschland der Gegner
    Die transatlantischen Beziehungen sind nicht in der Krise – das wäre verharmlosend. Wie auf dem Nato-Gipfel unterminiert Trump unseren Wohlstand und unsere Sicherheit.
    Ein Kommentar von Jörg Lau
    11. Juli 2018, 21:40 Uhr
    […]
    Trump jedoch redete über den verdutzten Stoltenberg hinweg und machte klar, wen er als Hauptgegner betrachtet: das Deutschland Angela Merkels. Angela Merkel von Putin total kontrolliert, seine Geisel? Dieselbe Merkel, die in Europa die Sanktionen gegen Russland durchgesetzt hat? Die zusammen mit dem französischen Präsidenten Hollande durch das Minsker Abkommen Putins Vormarsch in der Ukraine gestoppt hat? Was für ein irrer Auftritt!

    In der Psychoanalyse nennt man so etwas Projektion: die Abwehr eines eigenen Konflikts, indem man ihn auf andere überträgt. Donald Trump, das ist bekanntlich jener Mann, zu dessen Gunsten der russische Geheimdienst massiv in die US-Wahl intervenierte; dem eine Vorladung des Sonderermittlers Robert Mueller wegen der Russland-Verbindungen seines Umfelds droht; der interessanter Weise noch kein einziges kritisches Wort über Putins Politik in der Ukraine oder in Syrien verloren hat. Und ausgerechnet dieser Mann behauptet beim Nato-Gipfel, Merkels Deutschland stecke in Putins Tasche.
    […]
    Trump hat ja das lange ausgehandelte Dokument, das beim Brüsseler Gipfel verabschiedet wurde, mit unterschrieben. Darin geht es um neue Kommandozentralen, höhere Bereitschaft von Nato-Truppen, und selbstverständlich geloben alle Beteiligten, ihre Verpflichtungen zu erfüllen, irgendwann auch die zwei Prozent Verteidigungsausgaben. Nun werden sich viele Nato-Mitglieder in falscher Ruhe wiegen, weil das Schlimmste nicht eingetreten ist: das befürchtete Scheitern des Gipfels. Doch die Zerrüttung einer Beziehung ist auch durch das harmonischste Kommuniqué nicht ungeschehen zu machen.

    Und darum sollte man auf jeden Fall den Montag abwarten: Ob die Beteuerungen dieses Nato-Gipfels, die Allianz stehe trotz aller Differenzen noch, das Papier wert sind, auf dem sie stehen – das entscheidet sich nämlich erst beim Treffen Trumps und Putins in Helsinki.

    https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-07/bruessel-nato-gipfel-donald-trump-deutschland-gegner

    Bibber.

  3. Achnö, schon wieder hat mein favorisiertes Team, England, verloren…

    Erstaunlich, daß den Franzosen gestern vorgeworfen wurde, die 1:0-Führung clever verteidigt zu haben, während die Niederlage der Engländer damit erklärt wurde, daß die junge Mannschaft eben noch unerfahren sei gegenüber den älteren turniererfahrenen Kroaten. Deren Spieler Vida von den russischen Zuschauern jedes Mal ausgepfiffen wurde, wenn er an den Ball kam – als Strafe für sein „Slawa Ukrainii“ in dem Video, in dem der Sieg gegen Rußland der Ukraine gewidmet wurde.

    Beide Mannschaften erreichten nicht das Niveau der beiden anderen Halbfinalisten, Frankreich und Belgien, und so hoffe ich wenigstens für das Finale, daß die bessere Mannschaft, nämlich Frankreich, gewinnen wird.

    Wo es doch sonst schon in der Welt ungerecht genug zugeht. 😦

    Und jetzt prasselte auch noch gerade ein Starkregen nieder, der meinen frisch aufgeräumten Garten, nach einem moderaten Regen gestern, wieder zur Unkenntlichkeit entstellen wird. Grrrr.

    • Hier begann auch ein Starkregen, der läßt aber schon wieder nach…

      Ich dachte, wer die bessere Mannschaft ist, vielmehr sein wird, also besser spielen wird, zeigt sich doch erst am Sonntag beim Spiel, – oder?
      Daß die dann gewinnt, welche auch immer, das sollten wir doch alle wünschen.

    • „Beide Mannschaften erreichten nicht das Niveau der beiden anderen Halbfinalisten, Frankreich und Belgien, und so hoffe ich wenigstens für das Finale, daß die bessere Mannschaft, nämlich Frankreich, gewinnen wird.“

      „Bessere Mannschaft“? Mir blieb das peinliche Zeitspiel eines französischen Spielers im Halbfinale in Erinnerung, wo dieser unnötig weiter den Ball spielte, statt die Belgier einen Einwurf ausführen zu lassen…für eine spielerisch klar überlegene Mannschaft mithin unnötig. Mit gelb geahndet, aber an sich wäre eine weitere Anpassung des Regelwerks hin zu drastischeren Maßnahmen bei so etwas nicht unangemessen…

      Die Kroaten zeigen mithin Ausdauer und konnten auf Obiges verzichten. Und wie ich mir den fraglichen Videoschnipsel anschaue, schien Herr Vida ohnehin leicht angeheitert zu sein (zumal ein Profi-Fußballer eben nicht für politisch einwandfreie Räsonierung bezahlt wird!)… 😉

      • Was hat das Zeitspiel damit zu tun, daß klar Frankreich die bessere Manschaft war? Und wieso hätte Kroatien auf Zeitspiel setzen müssen, wo es doch über eine lange Zeit der nach 5 Minuten erzielten englischen Führung 60 Minuten gar nichts entgegensetzen konnte? Nach dem späten Ausgleich war die Psychologie auf Kroatiens Seite. Aber das Spiel-Niveau blieb niedrig.

        Sie verkennen die Bedeutung politischer Äußerungen oder auch nur von Foto-Terminen von Fußballspielern mit Politikern: oder sollte die Özil-Gündokan-Erdogan-Episode an Ihnen vorbeigegangen sein?

        • „Sie verkennen die Bedeutung politischer Äußerungen oder auch nur von Foto-Terminen von Fußballspielern mit Politikern: oder sollte die Özil-Gündokan-Erdogan-Episode an Ihnen vorbeigegangen sein?“

          Vorbeigegangen nicht, ich erachte es nur in dem Fall als mehr als albern, alle sportlichen Fehler der dütschen Elf auf Özil und Gündoğan abzuladen. Zumal, würde es der DFB mit „politischer Korrektheit“ so genau nehmen er dem Geschehen in RU gleich ganz fern geblieben wäre…

          Ich persönlich hatte Spaß beim heutigen Duell und vergönne es den Kroaten, mal im Finale zu sein. Sie waren es immerhin bis dato nicht, im Gegensatz zu England.

          PS: Zur Ansicht nur nochmal der Videoschnipsel von Herrn Vida:

          Kurz: Ich erwarte von Fußballern keine intellektuell unanfechtbaren Äußerungen – schon gar nicht mit der Bierflasche in der Hand. 😉

        • > … dass die bessere Mannschaft gewinnt.
          Dabei kommt es selbst im Fußball nicht an. Es zählen nur Tore, habe ich mir sagen lassen. 😉

    • Nehmen wir nur einmal den OPCW-Zwischenbericht zu Douma, der geradezu ein Elfmeter gegen die White Helmets-Propaganda über einen Chlorin- und Sarin-Angriff der syrischen Truppen gegen Douma ist. Während die West-Medien sich darauf stürzten, daß immerhin völlig harmlose „chlorinated organic chemicals“ erwähnt wurden, die sich in Holz-Proben befunden hätten, wobei deren Bedeutung noch überprüft würde. Daraus machten die dann einen „Chlorin-Angriff“.

      Zuletzt hatte ich mich hier dazu geäußert:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-39/#comment-75111

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-39/#comment-75119

      „Der Zylinder auf dem Bett“ gehörte zur zurückgezogenen „White Helmets“-Propaganda, die ein übereifriger Mitarbeiter produziert hatte. Diese „Chlorin-Bombe“ befand sich weit entfernt von dem Haus, in dem die Leichen arrangiert wurden und auf dessen Balkon sich ebenfalls ein mehrfach arrangierter Zylinder sprich eine „Chlorin-Bombe“ befand.

      Warum will die OPCW die Frage, wie diese Zylinder zu den jeweiligen Örtlichkeiten gelangten, derartig aufwendig untersuchen? Hat sie tatsächlich vor, die White Helmets-Propaganda zu entlarven?

      Das wäre erfreulich. Denn schon jetzt steht fest, daß kein Chlorin an Zylindern festgestellt wurde: diese beiden „Beweisstücke“ der islamistischen vom Westen (auch von Deutschland) bezahlten Propagandisten waren Attrappen.

      Die Frage ist: will die OPCW die fake news der Jihadi-Propaganda widerlegen oder will sie die Veröffentlichung der objektiven Findung hinauszögern, daß es niemals einen Chemie-Angriff – ob mit Chlorin oder mit Sarin – der SAA auf Douma gegeben hat? Alles spricht für die zweite Alternative.

    • 😉 wenigstens ohne die bekloppten Kommentare, die bei CNNs live Übertragung laufen.. meist von WaPos Josh Rogin, Max Boot und Konsorten

      Bauchbinde: ‚Allies wonder if NATO can survive Trump‘
      😉
      aber es soll ja ein ’nettes‘ Geplauder mit ihm und Merkel geben..

  4. Zur Erinnerung an den Werte-Westen und Syrien:

    Da Angelika Roll auch die Lage in Syrien erörtert wissen wollte: sie fällt wie immer auseinander. Einerseits haben wir unsere Leitartikler:

    Syrien
    Trump überlässt Putin und Assad das Feld
    Donald Trump lässt Putin und Assad in Syrien gewähren, um dann gegen den Iran vorzugehen. Verlierer sind die Menschen in Syrien. Der Leitartikel.
    06.07.2018 11:02 Uhr
    Von Martin Gehlen

    Spätestens jetzt müsste dem Letzten klar sein, was Russland wirklich unter Deeskalationszonen verstanden hat. Anders als in Astana verkündet, ging es nie darum, die Bewohner einzelner Regionen besser zu schützen und die Kriegsflammen Schritt für Schritt auszutreten. Stattdessen hatten die vor einem Jahr ausgerufenen Waffenstillstandsgebiete nur den Zweck, Baschar al-Assad und seinem russischen Verbündeten die Kriegstaktik im Kampf gegen die Aufständischen zu erleichtern.
    […]
    Ungeachtet der Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land legen russische Luftwaffe, syrische Armee und iranische Milizen nun den Rest in Schutt und Asche – nach Aleppo und Ost-Ghouta die nächste humanitäre Apokalypse in diesem mehr als siebenjährigen Horror. Im Herbst folgt dann wohl das letzte Kapitel, wenn sich die Angreifer die Nordprovinz Idlib mit ihren drei Millionen Menschen vorknöpfen.
    […]
    Zudem könnten Hunderttausende, die friedlich gegen das Regime opponierten, nicht zurück in ein solches Syrien, was Trump jetzt Putin aushändigen will. Für die Nachbarn Türkei, Jordanien und Libanon, aber auch für Europa, das sich an der Flüchtlingsfrage nahezu zerreißt, wird dies die wichtigste Botschaft sein von dem Helsinki-Gipfel der beiden Weltmächte.

    http://www.fr.de/politik/meinung/leitartikel/syrien-trump-ueberlaesst-putin-und-assad-das-feld-a-1539039

    So sieht es im Land selbst aus:

    Da dürfte dann auch die Frage erörtert werden, ob die SAA die IS-Tasche an der israelischen Grenze bekämpfen „darf“.

    Jetzt geht es erstmal gegen den nicht grenznahen IS:

    Die SDF muß bei ihrem schneckengleichen Vorgehen gegen den IS auch Rückschläge hinnehmen – trotz US-Luftwaffe.

    Ein Blick in die hoffentlich nicht ferne Zukunft:

    • Dann hoffen wir doch mal, daß Putin mit Nutyahoo auch die erneuten israelischen airstrikes kürzlich auf die (scheinbar wieder) syrische T4 airbase unter dem Vorwand der Hizbollah Nutzung anspricht.

      (Tweets müsste ich erneut raussuchen)

      Wie auch der WD in dem Bericht feststellte, sei das jeweils schwierig nachzuweisen bzw unklar.

      • Dazu fällt mir wieder dieser vor Tagen gepostete Bloomberg (und zerohedge) Artikel ein, der über die zukünftige Planung berichtete aufgrund von nicht genannten Insidern. Es ging dabei u.a. auch um Putins Toleranz betr. weiterer israelischer Airstrikes auf Hizbollah in Syrien sowie iranischer Waffenlieferungen in den Libanon.

        https://www.bloomberg.com/news/articles/2018-07-05/putin-is-said-to-prepare-a-real-deal-trump-can-tout-after-summit

      • Und Trump betätigt sich als rumpeliger Vertreter für US-Flüssiggas:

        Donald Trump unleashed his fury on NATO Secretary General Jens Stoltenberg on Wednesday for defending Germany’s energy partnership with Russia and threatened Berlin with U.S. action over the deal that he said is wholly inappropriate.
        Trump fumed that ‚Germany is a captive of Russia‘ and said the U.S. would ‚have to do something‘ in light of the pipeline deal that’s funneling billions into Moscow’s economy.

        ‚Germany is totally controlled by Russia,‘ he charged. ‚I think its a very bad thing for NATO,‘ Trump said.
        Stoltenberg reminded that the U.S. and Europe are ’stronger together than apart‘ and that has been proven by two World Wars and the alliance’s dealings with Russia. Trump told him in response, ‚No, you’re just making Russia richer. You’re not dealing with Russia, you’re making Russia richer.‘

        The confrontation stunned the leaders‘ senior advisers, including Trump’s secretaries of defense and state. A press aide demanded the media leave the room as Trump pushed Stoltenberg to explain how the U.S. is supposed to protect Germany when it’s opening its front door to Vladimir Putin.

        The White House subsequently said that Trump would hold private talks in the afternoon on the sidelines of the NATO summit with German Chancellor Angela Merkel and French President Emmanuel Macron.
        […]

        http://www.dailymail.co.uk/news/article-5941337/Germany-captive-Russia-Trump-dresses-NATOs-secretary-general-Brussels.html

        Das hat Obama eleganter gemacht, nämlich über Druck auf die EU-Kommission. Mittlerweile hat sich aber herausgestellt, daß die EU für dieses Projekt nicht zuständig ist…

        Derweil macht sich Rußland Hoffnungen:

        Danach sieht es allerdings nicht aus: neben der Wunder-Genesung von Rowley gab es nämlich auch das hier zu berichten:

        Police have spoken to Novichok poisoning victim Charlie Rowley in bid to trace the nerve agent which left him fighting for life and killed his partner
        • A woman died and a man is critically ill after coming into contact with Novichok
        • Police have said today that the man has been able to speak to them about probe
        • They say a bus they seized was not contaminated. Tests continue on a red van
        By Richard Spillett for MailOnline

        Published: 10:36 BST, 11 July 2018 | Updated: 11:11 BST, 11 July 2018

        Police have ‚briefly‘ spoken to Novichok poisoning victim Charlie Rowley, Scotland Yard has revealed.
        Detectives are desperately trying to find the source of the nerve agent which made him seriously ill and killed his partner Dawn Sturgess.
        […]
        Metropolitan Police Assistant Commissioner Neil Basu said it was implausible that the attack on the Skripals in Salisbury in March, and the poisonings nearby of Ms Sturgess and Mr Rowley were not linked.
        […]
        Staff at Salisbury District Hospital said Mr Rowley has made a ‚a small but significant improvement‘ and has regained consciousness but still needs round-the-clock care.
        […]

        http://www.dailymail.co.uk/news/article-5941643/Police-spoken-Novichok-poisoning-victim-Charlie-Rowley.html

        Wenn das die einzige Arbeitshypothese ist, dann wird dieser Fall genauso unaufgeklärt bleiben wie der Skripal-Fall: hier wie dort geht es nicht um Plausibilität, sondern um Nachweise. Und nachdem ständig von Lebensgefahr und einer „hohen Dosis“ (die ebenfalls nur „plausibel“ war) die Rede war, muß man sich wegen der „kleinen“ Besserung doch sehr wundern. Über die unterschiedlichen Krankheitsverläufe ebenso.

        • Hier gibt es einen Thread zur Flynn-Verhandlung:

          die über Geplauder nicht hinausging. Alle wichtigen Fragen blieben offen:

        • Botschafter Shulgins These einer false flag drängt sich geradezu auf.
          Und der stichelnde Seitenhieb auf Boris Johnson von Peskov ist bestenfalls Wunschdenken. Außer Russland hat doch kein Mensch wirkliches Interesse an Aufklärung dieses unglaublichen Polit-Skandals.

          Die Daily Mail schreibt von ‚four other men‘ im roten Ford Transit, was ja heißt weitere neben Rowley.
          Das police statement der MET erwähnt aber nur drei weitere neben Rowley.

          http://news.met.police.uk/news/further-statement-on-investigation-into-incident-in-amesbury-and-salisbury-313688
          [-]
          „As part of this, detectives had identified a red Ford Transit van that Charlie travelled in as a passenger on Saturday, prior to falling ill.
          [-]
          „Three other men, who were also in the van that day, have been identified and contacted by police. None of them are showing any signs of having been exposed to the nerve agent or feeling unwell, and are being screened as a precaution.“

          Warum im gesamten statement der Sam Hobson nicht mal erwähnt wird, erschließt sich mir nicht. Könnte es nicht dessen Ford sein, mit dem er und ggf weitere Bekannte am Samstag vormittag nach Amesbury fuhr um später alle gemeinsam das Grillfest der Kirche zu besuchen? Er wollte Dawn und Charlie doch vielleicht nur dazu abholen ?

          Jedenfalls erfährt man aus dem MET statement auch, daß Dawns Unterkunft im John Baker House * zweimal* aufgesucht wurde, vor den weiteren Rundgängen und Einkäufen in Salisbury und danach am Nachmittag erneut.
          Offenbar ging Dawn nicht allein dorthin um Sachen für die Übernachtung bei Charlie zu holen, wie ich vermutet hatte, sondern alle beide (oder mehr?) und sie hielten sich möglicherweise dort längere Zeit auf.

          „So far our understanding is that on Friday, 29 June, at around 12:20pm, they were both together at John Baker House in Salisbury.

          „They then left and visited Salisbury before going to the Queen Elizabeth Gardens that afternoon.

          „They both returned to John Baker House at around 4:20pm before catching a bus to Amesbury just after 10pm that night.“

          http://news.met.police.uk/news/further-statement-on-investigation-into-incident-in-amesbury-and-salisbury-313688

          Insgesamt alles eine etwas andere timeline als man zunächst anhand der Berichte und Hobsons Angaben angenommen hatte.
          Wobei der Express noch weiter twistet und behauptet:
          [-]
          „The couple is believed to have found a canister containing the poison, either in the form of a vial, syringe or tub.
          Ms Sturgess and Mr Rowley went shopping in five different stores *carrying the vessel before heading home, police said.*

          https://www.express.co.uk/news/uk/985133/amesbury-poisoning-wiltshire-salisbury-poisoning-Novichok-police-search
          😉

        • Nicht unbedingt (obwohl es auch schlecht für Flynn wäre, wenn der Deal platzen würde, denn dann ginge der Albtraum weiter); es könnte auch sein, daß Sullivan in der Öffentlichkeit nichts darüber sagen wollte. Ich denke, daß eine symbolische Strafe von 1 Dollar und ein paar warme Worte zum Verfahren der bestmögliche Ausgang wäre. 😉

          Die Aufklärung stockt auch hier:

        • Die 1 $ Lösung favorisierten Sie schon vor Monaten- ob Sullivan sie hört? 😉
          Also weiter abwarten, hoffentlich nicht ‚indefinitely‘, oder bis zu einem pardon.

          Wenn von Nunes‘ 42 Wunschzeugen auch nur 10% zeitgerecht kommen, wäre das wohl schon ein Erfolg.
          Daß aus dem Apparat schon Ausgeschiedene, wie Lisa Page, kämpfen werden oder ‚the fifth‘ nehmen, konnte man auch ahnen.
          Allerdings:

          Mal gespannt, was morgen so läuft, Sarah Carter erinnerte extra dran:

          Ich schätze, auch die Schmutzkampagnen werden zunehmen, nach Nunes mit der Sex story auf der Yacht kam Jim Jordan dran, wieder mit Sex…
          und weitere Kollegen des Komitees werden sicher noch folgen.

          Aber nun England-Kroatien… 1 Tor haben die Brits schon

        • ….und das eine behielten sie dann auch. Nun trat die ‚Novichok -Starre ‚ ein vor Schreck…
          Glückwunsch Hrvatska! Was für ein Spiel!

  5. Da man nun abwarten muß, was aus der Flynn-Verhandlung heute geworden ist, und weil es bislang nur Spekulationen gibt, welche Unterlagen Rosenstein herausgegeben hat bzw. herausgeben wird, wende ich mich wieder dem aktuellen Fall zu, in dem Staatspropaganda, verunglückte Ermittlungen und mediales Totalversagen die Agenda bestimmen. Es ist unglaublich, wie der Westen agiert.

    Angelika Roll hatte meine Frage so beantwortet:

    „„Außerdem wüßte ich gern, ob er, [der Zeuge Sam Hobson] zusammen mit dem Paar, ebenfalls den Bus nach Amesbury genommen hat“
    Nach der headline hier zu urteilen, war das wohl nicht der Fall:
    ‚No traces of nerve agent found on bus used by Dawn Sturgess and Charlie Rowley‘
    http://www.salisburyjournal.co.uk/news/16344185.no-traces-of-nerve-agent-found-on-bus-used-by-dawn-sturgess-and-charlie-rowley/
    [-]
    […]“
    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-39/#comment-75125

    In diesem Artikel hieß es aber auch:

    Last night police seized a car in Swindon in connection with the Novichok poisoning in Amesbury.
    Workers in camouflage gear were seen collecting the white Audi from an address in the town. It was wrapped in cling film and taken from the address in Coronel Close off Ermin Street.
    A Wiltshire Police spokesman said: „We have arranged the transportation of a car from an address in Swindon this evening in relation to the on-going incident in Amesbury. The public should not be alarmed by this. Those involved have the training & expertise to safely remove the vehicle.“

    http://www.salisburyjournal.co.uk/news/16344185.no-traces-of-nerve-agent-found-on-bus-used-by-dawn-sturgess-and-charlie-rowley/

    Es ist echt erschütternd, welche Nicht-Informationen die Polizei herausgibt. Was hat ein weißer Audi im 60 km entfernten Swindon mit dem Amesbury-Fall zu tun?

    Zu Swindon führt nur eine Spur:

    Dieser zweifelhafte Tweet ist selbstredend gelöscht:

    Die Regierung hat die Kommunikation übernommen:

    Nö, dem stimme ich zu.

    Aber die antirussische Kommunikation der Regierung klappt irgendwie nicht. Das gleiche ist nicht dasselbe, und weil es im Englischen diese deutsche Unterscheidung nicht gibt, gibt es satirische Artikel wie die von Reuters:

    July 9, 2018 / 1:49 PM / Updated a day ago
    UK police say unclear if latest Novichok poisoning linked to attack on Skripals
    Reuters Staff

    LONDON (Reuters) – Britain’s top counter-terrorism officer said on Monday that detectives were unable to say if the Novichok that two Britons were exposed to was the same that struck down a former Russian double agent and his daughter.

    Dawn Sturgess, 44, died after she was exposed to Novichok on June 30 in western England, just a few miles from where Russian double agent Sergei Skripal and his daughter Yulia were attacked with the same poison four months ago.
    […]
    “They are unable to say at this moment whether or not the nerve agent found in this incident is linked to the attack on Sergei and Yulia Skripal,” Basu said.

    https://www.reuters.com/article/us-thailand-accident-cave-tourism/thailand-plans-extra-security-measures-at-world-famous-cave-pm-idUSKBN1K016B

    Reuters weicht von der offiziellen Darstellung ab, wonach die Skripals 5 Stunden zuvor durch die Haustürklinke in ihrem Meilen von der Zusammenbruch-Szene entfernten Anwesen vergiftet wurden. Ansonsten spiegelt der Artikel die aktuelle Konfusion der Regierung: Porton Down schafft es nicht, die angeblichen „Nowitschok“-Werte im aktuellen Fall mit den angeblichen „Nowitschok“-Werten an der Haustürklinke der Skripals zu identifizieren.

    • @ Dipfele:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-40/#comment-75140

      Logo hat der Werte-Westen kein Interesse am Rechtsstaat. Das verfechte ich doch schon seit Jahren.

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2016/01/18/kampf-gegen-den-is-deutschland-zieht-in-einen-rechtswidrigen-und-sinnlosen-krieg/

      Umso bedeutsamer, daß sich dieser Rechtsstaatsverlust im Westen vor unseren Augen 1:1 vollzieht, gestützt durch regierungsnahe Medien.

      Denn so berichtet die Times denselben Sachverhalt:

      Dead mother Dawn Sturgess and boyfriend Charlie Rowley ‘had handled novichok vial’
      Gurpreet Narwan | John Simpson, Crime Correspondent
      July 10 2018, 12:00am, The Times

      A heavy dose of the nerve agent that killed a mother of three and left her boyfriend fighting for his life is highly likely to have come from a vessel containing the leftovers from the assassination attempt on a Russian former spy, Scotland Yard said yesterday.

      They are thought to have found a vessel dumped by alleged Russian assassins in Queen Elizabeth Gardens, a park close to where Sergei Skripal, a former spy, and his daughter Yulia collapsed in March after coming into contact with the nerve agent.
      The proximity of the park to the spot where the Skripals fell ill suggests that the assailant or assailants who attempted to kill Mr Skripal by coating his door handle in the chemical may have stayed close enough to observe the moment when their target succumbed.

      In an update on the investigation yesterday the Metropolitan Police gave the first clear indication that the two inquiries were being linked.

      Neil Basu, the assistant commissioner in charge of counterterrorism at Scotland Yard, told reporters: “Our focus and priority at this time is to identify and locate any container that we believe may be the source of the contamination.

      “In the four months since the Skripals and Nick Bailey [a police officer involved in the initial case] were poisoned, no other people besides Dawn and Charlie have presented with symptoms. But their reaction was so severe it resulted in Dawn’s death and Charlie being critically ill.

      “This means they must have got a high dose and our hypothesis is that they must have handled a container that we are now seeking.”

      Asked what it would take to link the first attack in Salisbury with the latest incident, Mr Basu said: “Well, clearly this is a very rare agent.

      “So as I said, it remains our main line of inquiry but we are police officers and we have to work on evidence. I would need a forensic link to make that absolutely 100 per cent certain.”
      […]
      Mr Basu said that a red Ford Transit van in which Mr Rowley had travelled on the day of his collapse had been taken to the military facility at Porton Down, also in Wiltshire.
      […]
      Speaking in the Commons yesterday, Mr Javid said that the security services were working to ensure that Russian defectors living in the UK had “the level of protection that is necessary” and that a support package was being put together for local businesses.
      […]

      https://www.thetimes.co.uk/edition/news/dead-mother-dawn-sturgess-and-boyfriend-charlie-rowley-had-handled-novichok-vial-t63r8skzc

      Ich habe mein Kontingent von zweri Times-Artikeln pro Woche nicht aufbrauchen wollen. Hier der Teaser zum Leitartikel:

      LEADING ARTICLE
      Putin’s Provocations

      It is overwhelmingly probable that the rogue regime of Vladimir Putin authorised a nerve agent attack in Salisbury in March. Four months since…

      Tatsächlich stümpert die britische Polizei unter enger politischer Führung so herum:

      Die Medien tragen zur gewollten Hysterie gern bei:

  6. Und nun gleich viel Vergnügen! Mit Napoleon im Stadium werden ihm seine Jungs schon keinen Kummer machen, – vielleicht wird ja noch aus dem Klein-Napoleon heut noch ein Großer.. 😉

    • In der Tat, Macron hat sich von der antirussischen Agenda von GB und Deutschland nicht beeindrucken lassen und war im Stadion, wie auch das belgische Königspaar. Und nach dem verdienten 1:0-Sieg der französischen Mannschaft wird er auch am 15.7. in Moskau beim Finale dabei sein, wetten, daß? 🙂

      Hach, endlich mal ein Spiel, bei dem mein Favorit gewinnt…

      Mick Jagger war übrigens auch da. Unglaublich parteiisch war der Kommentator, der zu Belgien hielt.

      Morgen halte ich natürlich für England… Kroatien hat sich echt disqualifiziert.

        • Sehr interessante Arbeit!
          Was den TS Bericht angeht
          https://www.tagesschau.de/inland/syrien-voelkerrecht-103.html

          Da fällt mir zB auf, daß Herr Thiels zweimal gezielt darauf verzichtet, auch Israel als in der Bewertung beinhaltet zu erwähnen, er umschreibt das nur.

          Der Bericht als solcher- ich habe bisher allerdings nur die Zwischenfazite für die Länder und das Fazit am Schluss gelesen- liest sich eher flau, was eben in der rechtswissenschaftlichen Natur der Sache liegt.

          Wir, die wir den Syrienkrieg intensiv verfolgten einschließlich der Kommentare und Berichte sowie Tweets der Teilnehmer, sind da natürlich emotional befangen.

      • Na und erst der bissige Kommentar eben in der Sendung nach dem Spiel !
        Da konnte sich die ARD wieder nicht verkneifen, mit etwas Häme und Dreck zu werfen, nicht nur auf Putins Russland. Pack!

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