Hans Wollschläger-Fake News- Updated

Hans, Winterberg 11-04

Hans Wollschläger in Winterberg, 2004, Foto: Gabriele Gordon

Es hätte ja eigentlich genügt, meinen letzten Artikel zu ergänzen:

https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/17/fake-news-oder-wie-ich-zur-witwe-von-hans-wollschlaeger-wurde/

Aber irgendein Bug im WordPress-System ließ das nicht zu.

Die NZZ als Sprachrohr des gekränkten Bearbeiters der Wollschläger-Übersetzung des Ulysses von James Joyce, Harald Beck, hat nun auch dessen Zuarbeiter Hans Walter Gabler zu Wort kommen lassen.

Der Artikel hebt natürlich mit Fake News an:

Rettet den deutschen «Ulysses»

Aus rechtlichen Gründen liegt die revidierte deutsche Übersetzung von Hans Wollschläger auf Eis. Das darf nicht sein.

Hans Walter Gabler 26.3.2018, 05:30 Uhr

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Sie liegt natürlich nicht nur aus rechtlichen Gründen „auf Eis“, sondern entscheidend deshalb, weil Beck das Wollschlägersch’e Kunstwerk zerstörte.

Die NZZ vom 2.3.2018 war jedenfalls schon mal näher an der Wahrheit:

Gabriele Gordon habe keinerlei Gesprächsbereitschaft gezeigt: «Sie hat es abgelehnt, Jonathan Landgrebe, den Leiter von Suhrkamp, und den Cheflektor Fellinger zu treffen. Offenbar hat sie dem Verlag schriftlich ihre Position dargelegt; sie begründet diese einerseits juristisch – in dieser Hinsicht sind ihre Ansprüche tatsächlich unanfechtbar. Anderseits führte sie angeblich literarische und philologische Gründe an: Wollschläger hätte der Neufassung nicht zugestimmt, argumentierte sie.»

https://www.nzz.ch/feuilleton/ulysses-neuedition-rechtlich-ist-die-sache-tot-ld.1361961

Der offenbar umfassend uninformierte Gabler meint:

Das grundsätzliche Einvernehmen zwischen dem Übersetzer, einem Team von Revisoren und dem Suhrkamp-Verlag datiert aus dem Jahre 2007. Leider verstarb Hans Wollschläger wenige Monate, nachdem das Übereinkommen erzielt worden war.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Daß bei diesem Treffen von 10.3.2007 irgendein Übereinkommen erzielt worden sei, davon träumt allenfalls der Suhrkamp-Verlag. Insofern existiert lediglich ein Protokoll des Verlags, das Hans Wollschläger nie zur Kenntnis nahm. Ob er wirklich die Fron auf sich genommen hätte, sich ein ganzes Jahr die Besserwissereien von Anglisten und Philologen anzuhören? Die keine Ahnung von Kunst haben?

Ich wage es zu bezweifeln.

Eins ist jedenfalls klar. Nur Hans Wollschläger selbst hätte seine eigene geniale Übersetzung überarbeiten können. Niemand sonst.

Gabler hüpft gleich hierauf:

Durch dieses aber bestärkt, verpflichtete der Verlag Harald Beck und seine Mitarbeiter zur Durchsicht und Überarbeitung der Wollschläger-Übersetzung. Entscheidend am Übereinkommen war, dass ein durchgesehener und revidierter Übersetzungstext nicht die wollschlägersche Verdeutschung überfremden würde. Die Überarbeitung verstand sich als Dienst an der Übersetzung und deren Dienst am Roman und an seinem Autor.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Warum bringt die NZZ derlei Lügen?

Klar, Beck möchte gern seine Vorgänger Dirk Vanderbeke und Dirk Schultze, die Kommentatoren der Wollschläger-Übersetzung  im Jahr 2004, auslöschen, denen er zuarbeitete. Genauso agiert sein Zuarbeiter Gabler.

Vanderbeke und Schultze verließen das Unternehmen, als ihnen klar wurde, wie sehr Beck es auf die Zertrümmerung  der Wollschläger-Übersetzung ankam.

Gabler:

Wie ich es mir vorstelle, könnte Grundlage einer Vereinbarung sein, dass Hans Wollschlägers «Ulysses» unverändert der rein deutsche Lesetext des Werkes vom Suhrkamp-Verlag bleibt. In Parallele dazu sollte der Verlag den Plan Siegfried Unselds umsetzen, eine zweisprachige «Ulysses»-Ausgabe anzubieten. In dieser würde dem englischsprachigen originalen Text der deutsche zugesellt, der, auf der Grundlage der Übereinkunft mit Hans Wollschläger, über zehn Jahre hinweg im Auftrag des Suhrkamp-Verlags erarbeitet wurde. Dass dieser überarbeitete Text im Wesentlichen nach wie vor den Übersetzungstext Hans Wollschlägers darstellt, nur eben in einer revidierten Fassung, welche Entsprechungen im Deutschen zum englischen Original präzisiert, wäre selbstredend hervorzuheben und vertraglich festzuhalten.

Es ist eine hohe Anerkennung der Übersetzung von 1975, dass sie eben nicht ersetzt wird, sondern im Kern bestehen bleibt. Der revidierte Wollschläger-Text in einer zweisprachigen Ausgabe sollte dabei selbstverständlich zu erkennen geben, wo er von Wollschlägers Fassung von 1975 abweicht und warum er das tut. Der englischsprachige Text der Herausgeber Hans Walter Gabler, Wolfhard Steppe und Claus Melchior steht rechtlich vorbehaltlos für die zweisprachige Ausgabe zur Verfügung.

https://www.nzz.ch/feuilleton/rettet-den-deutschen-ulysses-ld.1366637

Nun mag ja wohl Suhrkamp befeuert haben, die „neue“ Übersetzungs-Bearbeitung von Beck zu promoten, weil die alte von Wollschläger nicht mehr verkauft wird, da der Markt gesättigt ist.

Gablers Vorschlag ist nicht nur weltfremd, sondern auch kontrafaktisch, da die Wollschläger-Übersetzung durch Beck zerstört worden ist.

Und warum sollte ein kommerzieller Verlag wie Suhrkamp eine englisch-deutsche Ulysses-Ausgabe herausbringen, der die zehntausende Beck-Veränderungen an der Wollschläger-Übersetzung dokumentiert, die Beck auch noch begründen soll?

 

 

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3.585 Gedanken zu „Hans Wollschläger-Fake News- Updated

  1. Thema Nr 1 seither bei CNN : (unter Beteiligung von Kellyannes Ehemann, aber der war ja schon immer anti-Trump)

  2. Ich schmeiße mich weg!

    Ich weiß nicht, was ich lustiger finden soll: die Obama-Socken

    https://secure.actblue.com/donate/ms_ecu_shop_obama

    https://www.socksmith.com/products/womens-michelle-obama-socks?variant=12493463683183

    die offenbar ernstgemeinte Dankes-Karte an Hillary:

    Oder den MoA-Artikel?

    November 08, 2018
    Two ‚Russian Influence‘ Campaigns Claim Victory – One Is Real, The Other One Fake
    Two new ‚Russian‘ campaigns claim victory in their disinformation acts against the ‚west‘. One is real and the other one is fake. But – as usual by now – ‚western‘ media mistake one for the other. For them the real one is fake and the fake one real*.


    *Note: The above may contain traces of snark.

    […]

    Putin riding Brexit bulldog Arron Banks – video
    The GRU officers ask for donations. They want to rent the animated billboard at Waterloo Station to show the real man behind Brexit. A bare breasted Putin „taking back control“ while riding Big Ben with the Russian flag flying on top of it.
    […]
    Hidden in the source code of the Proud Bear website (in Firefox: „view-source:https://proudbear.ru/„) is a meta text written in Russian. It begins (machine translated):

    „Financing Proud Bear is fully secured by the proceeds from the sale of giant eggplants grown on offshore land in Panama and watered solely with tears of Georges Soros.

    But seriously, all of us are volunteers and are engaged in this project only because we are really concerned about the state of health of our democracy and the fact that not one of our leaders and a very small number of active politicians show any readiness to move their goals and protect her.

    We know about the existence of Putin’s political machine aimed at destabilizing our society. We see its methods aimed at provoking discord and inciting nationalist enmity. And yet, those in power are in no hurry to respond. The 2016 referendum on UK membership in the European Union is an excellent example of such sabotage. The sea of evidence that Russia had a hand in one of the most significant political decisions of our generation is simply ignored by our government. Theresa May prefers to promote Brexit’s ridiculous plan instead of stopping for a moment and truly investigating the question of whether Russia’s influence was really decisive in the vote. The UK immediately needs a Muller-style investigation into Russian intervention in the Brexit campaign.“

    The British government denies that Russia had any influence in the Brexit campaign. That is not astonishing. Real GRU operations are executed flawlessly and stay secret until they are intentionally revealed. It did simply did not see the Russian hands behind it.
    […]

    https://www.moonofalabama.org/2018/11/two-russian-influence-campaigns-claim-victory-one-is-real-the-other-one-fake.html

    Ich habe Lachtränen in den Augen…

    • @ Dipfele:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-87/#comment-78086

      Achso – ich hatte nach der „Verschwörung“ im Sinn von Lobo gesucht:

      http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/donald-trump-wird-nie-verlieren-sascha-lobo-ueber-verschwoerungsideologien-a-1237155.html

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-87/#comment-78066

      Aber ich kann dem Stück insgesamt nicht viel abgewinnen: Institutionen neigen immer zur Fehlervertuschung und Wagenburg-Mentalität, wenn sie, und das auch noch zurecht, angegriffen werden; und wenn polizeiliche Zugriffe durch die Ministerien unterbunden werden, dann deshalb, weil man den Nutzen einer V-Person höher einschätzt als geringe strafrechtliche Sanktionen: daß der NSU schwerste Straftaten begeht, hat man dort nicht in Rechnung gestellt. Das war der eigentliche Fehler.

      Das hier ist falsch:

      Mit folgendem Versprechen warb der Inlandsgeheimdienst unter Führung von Hans-Georg Maaßen 2015 um neue Geheimdienstmitarbeiter/innen:
      „Wir sind ein attraktiver Arbeitgeber und ich kann sagen, in manchen Bereichen unseres Hauses kann man all das machen, was man schon immer machen wollte, aber man ist straflos, zum Beispiel Telekommunikationsüberwachung.“ (Zitat aus einem Gespräch mit dem Sender MDR Info, 2015)
      Keiner der politisch Verantwortlichen hat diesen Aufruf zu Straftaten im Amt zurückgewiesen oder den Urheber zur Rede gestellt. Völlig unbehindert hat der scheidende Verfassungsschutz-Präsident Maaßen dieses Versprechen eingelöst – nicht nur für sich. Bei uns dürfen Sie die Sau rauslassen – unter diesem Motto lebt sich‘s gut, auch im einstweiligen Ruhestand.
      Wolf Wetzel

      https://www.nachdenkseiten.de/wp-print.php?p=46927

      Die dürfen das wirklich! 😉

      • @ Angelika Roll:

        https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-87/#comment-78085

        Die identity politics der Demokraten stößt an ihre Grenzen: republikanische Frauen sind nicht mitgemeint, und „believe women“ gilt nur, wenn der Beschuldigte Republikaner ist. 😉

        Dem schließe ich mich an: bei politischen Wahlen sollte es um politische Inhalte gehen.

        Außerdem zeigt sich, wie sehr die Gebote der pc einander widersprechen:

        Aus der WaPo:

        Morning Mix

        A 69-year-old man asks to be declared 49, claiming age is as fluid as gender

        The Dutch pensioner is asking a court in his hometown of Arnhem, southeast of Amsterdam, to alter his birth certificate.
        By Isaac Stanley-Becker • Read more »

        Die Büchse der Pandora ist geöffnet. 🙂

        • ME TOO !!!!!! 🙂 : -) – OHNE hashtag, versteht sich. Der Mann ist Trendsetter!

  3. Braucht noch jemand ein originelles Weihnachtsgeschenk? Dieses ‚Sonderangebot‘ erhielt ich heute:

    Betreff: BUY NOW: I 💙 Obama Socks [limited-availability]
    Von: „OBAMA SOCKS – End Citizens United Shop“
    Datum: 08.11.2018, 19:54
    An: „Angelika Roll“
    ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌https://www.dropbox.com/s/lf8fyql73z14wbk/YES%20Obama.docx?dl=0 ‌ ‌ ‌ ‌
    ‌ ‌
    Es lässt sich leider nur so hier posten, wird also vermutlich nicht ‌einsehbar sein, wenn die Dropbox tatsächlich eine Mitgliedsanmeldung dazu erforderlich macht. ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌ ‌

    • Der Link funktioniert eh nicht, aber ich krieg mich schon so nicht mehr ein über die einnehmende Art der dems. Obama socks… 😉

      Politik geht wohl nicht ohne Geschäftemacherei in Zeiten der Oligarchie.

      Aber meine eigene europäische Überheblichkeit gegenüber der Disfunktionalität von US-Wahl-Prozessen, wo auch zwei Tage nach den Wahlen ein Endergebnis in weiter Ferne steht:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-87/#comment-78074

      hat doch nach der Lektüre dieses Artikels einen Dämpfer gekriegt:

      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/frankfurt-erhebliche-pannen-bei-stimmauszaehlung-zur-landtagswahl-in-hessen-a-1237295.html

      Das ändert aber nichts daran, daß deutsche Analysen der US-Wahl echt daneben sind:

      07.11.2018, 10:34 Uhr
      Midterm-Wahlen in den USA
      Amerika lebt noch
      In Deutschland hat sich Amerika-Pessimismus breit gemacht. Warum die Midterms Grund zur Hoffnung sind. Ein Kommentar.
      Anna Sauerbrey
      […]
      Amerika wurde zunehmend als ein Land zementierter politischer Blöcke mit ihrer je eigenen Wahrheit gesehen, zwischen denen es kaum noch Bewegung gibt. Vielen gab der Fall Brett Kavanaugh den Rest. Trumps Kandidat für das Verfassungsgericht wurde von mehreren Frauen sexueller Missbrauch vorgeworden. Doch das, was nach allen Regeln der Politik ein Schlag für den Präsidenten hätte werden müssen, stärkte ihn stattdessen und mobilisierte seine Anhänger.
      […]
      Natürlich kann sich der halbe Sieg der Demokraten bis 2020 noch in eine Niederlage verwandeln. Donald Trump hatte wenige Tage vor der Wahl selbst eingeräumt, das Abgeordnetenhaus werde wohl demokratisch, aber geprotzt: „I’ll figure it out – damit kann ich umgehen.“ Wie er damit umgehen könnte, zeichnete sich schon am Wahlabend ab. Weil vergleichsweise viele progressive demokratische Kandidaten in das Abgeordnetenhaus einziehen, dürfte es zur republikanischen Strategie gehören, das „House“ als Hort migrationsfreundlicher Linksradikaler zu zeichnen und so die Einheit der Trump-Allianz wieder zu kitten.

      https://www.tagesspiegel.de/politik/midterm-wahlen-in-den-usa-amerika-lebt-noch/23588058.html

      Die falschen Vorwürfe gegen Kavanaugh als Teil der dems Propaganda führten zum Erfolg bei den Senatswahlen. Und die „Radikalen“ bei den dems scheiterten durchwegs:

      Die gewannen nur bei den primaries der dems in Bezirken, in denen sowieso jeder demokratische Kandidat gewonnen hätte.

      Juliane Schäuble liegt wie immer daneben:

      Die Frauen haben eine entscheidende Rolle gespielt

      Dazu kommen, und das ist eines der wichtigsten Ergebnisse dieser Wahlnacht, die vielen, vielen Frauen, die nun neu als Abgeordnete in Washington einziehen werden. Für nicht wenige von ihnen ist es die erste Wahl überhaupt, der sie sich gestellt haben. Der Sieg der Demokraten im House gründet genau darin: Viele der neuen Sitze haben Frauen für die Partei erkämpft. Und die Vororte großer Städte, in denen viele moderate, gut ausgebildete Frauen wohnen, die Trumps Rhetorik abstößt, sind zu einer guten Gegend für die Demokraten geworden. Der republikanische Stratege Michael Steel drückt es so aus: Die Unbeliebtheit von Präsident Trump in den Vororten sei verantwortlich für die Niederlage im Repräsentantenhaus. Auf Seiten der Republikaner wird erwartet, dass die ohnehin geringe Zahl der weiblichen Abgeordneten noch zurückgeht.

      https://www.tagesspiegel.de/politik/midterm-wahlen-in-den-usa-ein-blaues-wellchen/23586856.html

      Die Anzahl der erfolgreichen weiblichen Kandidaten der Republikaner auf allen Ebenen – Gouverneure, Senatoren, Abgeordnete – ist enorm. Und während bei uns der erstmalige Einzug antisemitischer muslimischer Abgeordneter der dems bejubelt wird, bleibt die Premiere des Einzugs einer republikanischen Abgeordneten mit koreanischem Hintergrund unberichtet:

      • Nachdem die Ermittlungen des Senate Judiciary Kommitees unter Grassley – und das bleibt ja bestehen – seine strafrechtlichen Ermittlungen wegen Falschbeschuldigungen gegen Kavanaugh ausgeweitet hat, und nun die enge FBI-Freundin von Kavanaugh, McLean, ins Visier genommen hat, die eine anti-Ford-Zeugin zu beinflussen versucht hatte:

        http://thefederalist.com/2018/11/05/7-top-takeaways-grassleys-report-brett-kavanaughs-accusers/

        Es gab auch andere Angriffe auf Christine Blasey Ford, die durch GoFundMe-Projekte über 800.000 Dollar einsammelte, was Kritik auch von der Linken hervorief.

        Ihre Anwälte schritten zur Schadensbegrenzung ein; was aber selbst von npr mit Skepsis aufgenommen wurde:

        Kavanaugh Accuser Christine Blasey Ford Continues Receiving Threats, Lawyers Say
        November 8, 20189:00 AM ET

        Tim Mak
        […]
        Ford and her husband own real estate worth millions of dollars, RealClearInvestigations writer Paul Sperry pointed out, adding that they had recently begun the process of an expensive renovation of her California beach house.
        https://www.realclearinvestigations.com/articles/2018/10/27/nothing_to_gain_kavanaugh_accusers_coffers_are_growing.html

        „It does make me a little uncomfortable to watch more than 13,000 people give money to an already-wealthy woman for unspecified expenses related to a sexual assault accusation when so many other survivors are trying to get by with far greater need and far less social, institutional, and financial support,“ wrote Slate’s Christina Cauterucci.
        https://slate.com/news-and-politics/2018/10/christine-blasey-ford-gofundme-campaign.html
        […]

        https://www.npr.org/2018/11/08/665407589/kavanaugh-accuser-christine-blasey-ford-continues-receiving-threats-lawyers-say

        In dem Artikel wird diese Fundraiserin erwähnt:

        Heidi Feldman, a law professor at Georgetown University, set up one of the two GoFundMe pages for Ford, ultimately raising more than $200,000. Feldman told NPR she’d had no contact with Ford about the costs for her security detail.

        „My understanding from GoFundMe is that [she] has access to the money my campaign raised (I do not know if she has withdrawn it),“ Feldman said in an email. „I have no information about whether or how she has used or plans to use it.“

        Ihre GoFundMe Seite ist tatsächlich sehr interessant: am 18.9.2018 gegründet, am 20.9.2018 eingestellt:

        209.982 $ des Ziels von 175.000 $
        Gesammelt von 6.657 Personen in 1 Monat
        Spenden werden nicht mehr entgegengenommen

        Erstellt am 18. September 2018

        Heidi Feldman
        zugunsten von Ford Family

        Cover Dr. Blasey’s security costs

        Update 3
        Gepostet von Heidi Feldman

        With amazing speed, we raised just over $50,000 in about four hours. Having made that goal, I’m pausing donations (not accepting them) until I get further information about the extent of Dr. Blasey Ford’s security costs. If possible, I will find out whether she has sufficient funds to cover other expenses to enable her to attend hearings, should she decide to do so. If it seems necessary and appropriate, I will reopen donations.
        […]
        +Update 6
        Gepostet von Heidi Feldman

        vor 1 Monat

        I have decided to update the goal again and plan to stop accepting donations by midnight tonight, Pacific Time. I appreciate how many people have urged me to keep this fundraiser going indefinitely, but there are many important causes and I want to take care not detract unduly from others. Thank you again for your generosity, your willingness to share information about this effort, and your attention.

        Update 7
        Gepostet von Heidi Feldman

        vor 1 Monat

        Closing update for this campaign

        It has been an honor to work with all of you who donated to, amplified, and encouraged this effort to raise funds for Dr. Blasey’s security expenses. I can confirm that she and her family appreciate the spirit of the givers and the amazing total raised. I am working with Dr. Blasey Ford and her representatives to ensure a responsible transfer of funds.

        Please note that as of 3:00 am Pacific Time today, September 20, 2018, this campaign stopped accepting donations. Do not contribute to any other campaign, on this platform or elsewhere, that uses the photo of me which appeared on this one or any other attributes of this campaign (language, for example) as any such campaigns are not in fact sponsored by me and I cannot vouch for their legitimacy.

        Should it make sense for me to raise further funds for Dr. Blasey Ford’s expenses or for any other cause, I will create an entirely new campaign.

        Thank you again to the thousands of people who contributed, gave their attention to this effort, and brought it to others‘ attention.

        https://www.gofundme.com/to-cover-dr-fords-security-costs

        Auch die weitere aktive von NPR aufgerufene GoFundMe-Seite wirft Fragen auf:

        635.821 $ des Ziels von 150.000 $
        Gesammelt von 13.706 Personen in 1 Monat
        Erstellt am 18. September 2018

        Team Christine Blasey Ford
        zugunsten von Ford Family

        Help Christine Blasey Ford
        Message from Dr. Christine Blasey Ford – October 3, 2018

        I cannot express how grateful I am for the outpouring of support and generosity that we have received through this GoFundMe account. I believed and still believe that it was my civic duty to come forward, but this is by far the hardest thing I’ve ever had to do, much harder even than I thought it would be. And not just for me, but for my husband and our sons, for my relatives who still live in the Washington area, and the friends who have stood up on my behalf.

        I feel like all of you who have made a contribution are on this journey with me, which is very heartening. And some journey it has been and continues to be. We have already had to move four times, our movements are limited even with security, and the threats are ongoing. Thanks to you, I am able to feel safe, my family can be together, and my children can continue to go to school.

        The costs for security, housing, transportation and other related expenses are much higher than we anticipated and they do not show signs of letting up. Funds received via this account will be used to help us pay for these mounting expenses.

        Please know how much we appreciate your moral support and your contribution,
        Christine

        _____________________________________________________________________________

        Christine Blasey Ford demonstrated a huge amount of courage speaking out this week. She did not initially come forward because she was scared of the response. She was right to be scared. Not only has the right wing smear machine started, but she is receiving serious threats against her and has had to engage a security force to protect her family. This is all really expensive and she needs our help. We need to protect the voices of brave people who speak out – especially when they are part of our community.

        Christine is a Palo Alto mom, a beloved professor and mentor and friend. This fundraiser is sponsored by her neighbors and colleagues. She is truly grateful for your support!

        Please note that we will not withdraw any of these funds. The family has been named the sole beneficiary and her husband will take the funds directly from GoFundMe.

        https://www.gofundme.com/help-christine-blasey-ford

        Das reiche Ehepaar Ford-Blasey kann also frei über die gut 800.000 Dollar verfügen.

        Selbst NPR zweifelt diese Konstruktion an:

        Ford’s lawyers added that any unused funds would be donated to „organizations that support trauma survivors“ but declined to say whether Ford had decided which organizations to support.

        https://www.npr.org/2018/11/08/665407589/kavanaugh-accuser-christine-blasey-ford-continues-receiving-threats-lawyers-say

      • Zu „Menschliche Fehler bei Wahl in Frankfurt“ – SPON

        „Deshalb hätten die Mitarbeiter die Ergebnisse aus den Wahllokalen von Hand notiert, durch die Unruhe sei es zu „menschlichen Fehlern“ gekommen. Komplett ausgebliebene Ergebnisse seien aufgrund der Resultate in benachbarten Stimmbezirken geschätzt worden. Diese Praxis sei üblich und auch bei früheren Wahlen schon so gehandhabt worden, sagte Hauptamtsleiterin Regina Fehler.“

        Da scheint der Name Programm zu sein, vielleicht sollte man die Dame mal austauschen? Interessant jedenfalls, was so nachträglich alles herauskommt.

        Über Young Kim gab es vor der Wahl diesen Artikel mit einem Erklärungsversuch für deren mangelnde Medien- Repräsentation: die Parteizugehörigkeit.

        https://www.washingtonexaminer.com/opinion/congressional-candidate-young-kim-the-self-made-woman-of-color-the-media-didnt-fall-in-love-with
        [-]
        „There’s nothing offensive or unremarkable about Kim that would disqualify her from the same glowing coverage granted to fellow first-timers Alexandria Ocasio-Cortez or Ayanna Pressley. Except for the fact that she’s a self-made woman of color with the * wrong letter next to her name.* “

        Im Satz zuvor stellt die Autorin allerdings m.E. beschönigend fest:
        „The lack of national coverage received by Kim is certainly demonstrative of a quiet, presumably unintentional media bias that is disconcerting nonetheless.“

        Unbeabsichtigter Medien bias? Das wäre neu. Aber sie führt die vermutete Absichtslosigkeit wohl darauf zurück, daß Young Kim sich immerhin von Trump distanziert.
        Leider erfährt man auch nicht, was da entfernt wurde:
        „Update: A previous version of this piece made a flippant remark which has since been removed.“
        😉

      • LOL-aber da fehlt ja das Liebesbekenntnis!
        ( Mal interessehalber gefragt: konnten denn Sie, Dipfele, die Dropbox öffnen-man muss den link in den Browser kopieren, keine Ahnung, wieso diesmal- und das Word doc ansehen? Es ging ja nur so, da eine email keine URL hat und man ihr auch keine erteilen kann und von den zig enthaltenen Grafiken jeweils screenshots zu machen und als Images hochzuladen, wollte ich mir natürlich ersparen.)

        Wenn die dems nun weiter $$ sammeln um Anwaltskosten für Nachzählungen ihrer sieglosen Favoriten zu bestreiten, kommen dann als nächstes Hillary – Produktangebote? Vielleicht Hosenanzüge ‚I’m with her‘ ?

        Zum heutigen 2. Jahrestag ihrer 2016 Niederlage hatte ich jedenfalls schon ’sign Hillary’s Thank You card‘ Aufforderungen. (hoffentlich wird dies Korrekt dargestellt)

      • Ich lach mich weg- grandios! Den Daily Beast Artikel hatte ich ja schon hier….und alle Spuren führen wieder zu Bellingcraps ‚Labor‘.
        Aber solche Riesen-Auberginen suche ich ja schon lange, dabei würde ich sogar Soros Tränen inkauf nehmen! 😉

        Dem ‚ stolzen Bär‘ würde ich eher eine namengebende Mütze ‚I’m with him‘ empfehlen.

  4. @ Angelika Roll:

    Sie kommentierten den Luther-Artikel:

    https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-11/midterms-2018-wahlergebnis-usa-spaltung-donald-trump

    so:

    „Amüsant Carsten Luthers Ausbruch da! 😉 Ob SPON das noch toppen kann?“
    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-87/#comment-78049

    Ja, kann es!

    Verschwörerische Weltsichten
    Trump wird nie verlieren
    Hans-Georg Maaßen erkennt „Linksradikalismus“ in der SPD, vielen Amerikanern erscheint ausgerechnet Demokratieverächter Trump als einzig vernünftige Wahl: Verschwörungsideologien machen es möglich.

    Eine Kolumne von Sascha Lobo
    Mittwoch, 07.11.2018 15:38 Uhr

    Es gibt eine dunkle Gemeinsamkeit der beiden großen Themen der vergangenen Tage, zwischen der Midterm-Wahl in den USA und der Entlassung von Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen: In beiden Fällen sind Verschwörungstheorien zentral. Und es geht nicht nur um einzelne Mutmaßungen, stattdessen muss man von Verschwörungsideologien sprechen: den Gedankengebäuden einer konspirativ geprägten Weltsicht.
    […]

    […]
    15 Prozent der Trump-Wähler aber gaben eine zutiefst verstörende Antwort. Sie erklärten, das Foto mit den weißen Planen gehöre zu Trump – aber darauf seien mehr Menschen zu sehen als auf dem anderen Foto. Bumm.
    Diese Gruppe dürfte bereits tief in die Verschwörungsideologie abgesunken sein, denn sie traute offenbar den Behauptungen auf Trumps Twitteraccount mehr als den eigenen Augen.

    Die Vermutung, dass diese Leute einfach sturzbekloppt seien, ist auf gefährliche Weise falsch, und das beweist ausgerechnet Hans-Georg Maaßen. Dem kann man viel nachsagen, aber mangelnde Intelligenz gehört definitiv nicht dazu, im Gegenteil. Maaßen hat mit seiner bestürzenden Rede vor europäischen Geheimdienstchefs gezeigt, dass er nicht bloß Verschwörungstheoretiker ist – sondern Verschwörungsideologe.

    Anders lässt sich „Linksradikalismus“ in der SPD – der Partei gewordenen Pendlerpauschale – schlicht nicht erkennen. Das ist keine Verschwörungstheorie mehr über Juso-Kevin, der den sozialistischen Umsturz plant zur Errichtung eines protomarxistischen Kühnertismus. Nein, das ist Ideologie.

    […]
    Wenn jemand mit so einem Weltbild an der Spitze eines ohnehin verschwörungsgefährdeten Geheimdienstes stand, muss der komplette Dienst durchleuchtet und viel strenger demokratisch kontrolliert werden. Die verschwörerische Weltsicht ist die Parallele zwischen Maaßen und der amerikanischen Rechten.
    […]

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/donald-trump-wird-nie-verlieren-sascha-lobo-ueber-verschwoerungsideologien-a-1237155.html

    Zur Erläuterung:

    Abschied des Verfassungsschutzchefs
    Die Maaßen-Rede im Wortlaut
    Stand: 05.11.2018 12:07 Uhr

    Für seine Abschiedsrede wird der scheidende Verfassungsschutzchef Maaßen viel kritisiert. tagesschau.de dokumentiert den ganzen Text, der NDR, WDR und „SZ“ vorliegt. Darin bekräftigte er seine Vorwürfe.
    […]
    Ich habe bereits viel an deutscher Medienmanipulation und russischer Desinformation erlebt. Dass aber Politiker und Medien[,] „Hetzjagden“ frei erfinden oder zumindest ungeprüft diese Falschinformation verbreiten, war für mich eine neue Qualität von Falschberichterstattung in Deutschland.
    […]
    Gegenüber den zuständigen Parlamentsausschüssen stellte ich in der folgenden Woche klar, dass ein Kampf gegen Rechtsextremismus es nicht rechtfertigt, rechtsextremistische Straftaten zu erfinden. Die Medien sowie grüne und linke Politiker, die sich durch mich bei ihrer Falschberichterstattung ertappt fühlten, forderten daraufhin meine Entlassung. Aus meiner Sicht war dies für linksradikale Kräfte in der SPD, die von vorneherein dagegen waren, eine Koalition mit der CDU/CSU einzugehen, der willkommene Anlass, um einen Bruch dieser Regierungskoalition zu provozieren. Da ich in Deutschland als Kritiker einer idealistischen, naiven und linken Ausländer- und Sicherheitspolitik bekannt bin, war dies für meine politischen Gegner und für einige Medien auch ein Anlass, um mich aus meinem Amt zu drängen.
    […]

    https://www.tagesschau.de/inland/maassen-abschied-101.html

    Ob man Jusos als „linksradikal“ bezeichnet, ist eine Frage des eigenen politischen Standpunkts. Was ich dagegen wirklich lustig finde: kaum jemand griff ihn an, solange er die gängigen antirussischen Verschwörungstheorien vertrat – dafür hätte man ihn längst feuern müssen:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/hans-georg-maassen-gegen-edward-snowden-kommentar-a-1096850.html

    Lobo blickt weiter durch:

    Bei den Midterm-Wahlen in den USA war das von Beginn an errichtete, verschwörungsideologische Gebäude von Donald Trump wahlentscheidend, auch ohne dass Trump konkret werden musste. Seine Anhänger setzten jede Information passend in das präsentierte Weltbild ein. Hinter der „Karawane“ der Latino-Migranten stehen demokratische Finanziers zur Abschaffung der USA, hinter den Paketbomben die Demokraten selbst, um Mitleidswähler anzulocken.
    […]
    Ein großer Teil der Anhänger der Republikaner lebt in einer anderen Medienrealität als die Demokraten. Für sich genommen ist das weder verwunderlich noch gefährlich, politische Interpretation von Nachrichten gehört zum Wesen des Journalismus. Aber die Medienrealität der republikanischen Wähler hat sich fast vollständig von den tatsächlichen Geschehnissen abgelöst. Die entscheidende Rolle dabei spielten zuallererst Fox News und dann, als Verstärkung, soziale Medien.

    Ohne Facebook hätte Trump vielleicht gewonnen, ohne Fox News auf keinen Fall. So lässt sich auch erklären, dass die Republikaner ihre Senatsmehrheit bei den Midterms behaupten konnten.
    […]

    http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/donald-trump-wird-nie-verlieren-sascha-lobo-ueber-verschwoerungsideologien-a-1237155.html

    Bloße Behauptungen und Wählerbeschimpfung: so lassen sich Kolumnen füllen.

    • Auweia! Wie gut, daß wir die tatsächlichen Geschehnisse haargenau kennen!
      SPON wird regelrecht gelb vor Bosheit und Neid, klar kann es mit Fox News, der anerkannten Nr 1 als meistgenutzte Medienquelle in den US nicht mithalten.
      Geht die Ablösung von der Realität im Magazin weiter, droht als nächstes der Tod.

      • Lobo hätte ebenso gut doch gleich dies abschreiben können:

        „Soon after November 6, you will realize that your vote means nothing,” the statement reads. “We decide who you vote for and what candidates will win or lose. Whether you vote or not, there is no difference as we control the voting and counting systems. Remember, your vote has zero value. We are choosing for you.”

        https://www.thedailybeast.com/russian-troll-farm-internet-research-agency-has-new-meta-trolling-propaganda-campaign
        😉
        Na, kommt ja vielleicht noch auch bei uns..

        • It’s still not entirely clear if the website is intended as self-parody, a parody of U.S. perceptions of Russian information operations, or an earnest effort to terrify the American citizenry and cast doubt on the midterm results.

          https://www.thedailybeast.com/russian-troll-farm-internet-research-agency-has-new-meta-trolling-propaganda-campaign

          Ich tippe auf Nummer 2. 😉

          Das nächste Stück klingt zwar wie die Selbstparodie eines aufgeblasenen, kenntnislosen, taktierenden und heuchlerischen Politikers, ist aber leider ganz wahr; es geht um Gerold Nadler, zu dem Sie kürzlich schrieben:

          „Übel sind allerdings die Verluste der GOP chairmen in wichtigen Ausschüssen.
          Was von Adam Schiff, Gerold Nadler und Maxine Waters zu erwarten ist, daraus haben diese kein Hehl gemacht: Hier dazu Politico im September:“
          https://www.politico.com/story/2018/09/18/democrats-committee-chairs-midterm-election-826301
          https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-86/#comment-78044

          Mollie Hemingway machte eine Fahrt mit dem Zug und hörte Nadler beim Telefonieren zu.

          Incoming Democrat Chairman: Dems Will Go ‘All-In’ On Russia, Impeach Kavanaugh For ‘Perjury’
          Also laments that elite Republicans are joining Democrats.

          By Mollie Hemingway
          November 7, 2018

          Judiciary Committee ranking member Rep. Jerrold Nadler, D-N.Y., revealed plans for House Democrats to investigate and impeach Justice Brett Kavanaugh for alleged perjury and investigate and impeach President Donald Trump for alleged treasonous collusion with Russia.

          In post-election chats with various callers while riding the Acela train from New York to Washington, Nadler gave advice to a newly elected representative and discussed potential 2020 Democratic presidential nominees with another. He also lamented identity politics and the thriving economy and worried about Democrats losing working-class voters while gaining elite former Republicans and suburban women.
          […]
          The two discussed two routes for investigating new Supreme Court Justice Kavanaugh. The first is to go after the FBI for how they handled the investigation into unsubstantiated claims he sexually assaulted women. “They didn’t even do a half-ass job,” he said. “They didn’t interview 30 witnesses who said ‘Interview me! I’ve got a lot to say!’” he said, while mimicking people waving their hands to be called on.

          His other plan is to go after Kavanaugh because “there’s a real indication that Kavanaugh committed perjury.” He claimed that The Atlantic published an article about the allegations of a third woman. Then he claimed that when Kavanaugh was “asked at a committee hearing under oath when he first heard of the subject, he said, ‘When I’d heard of the Atlantic article.’ But there is an email chain apparently dating from well before that from him about ‘How can we deal with this?’” Nadler told the caller.

          Nadler was apparently discussing a slightly different claim, since debunked, which is that Kavanaugh perjured himself when he denied hearing of The New Yorker’s disputed allegation involving Deborah Ramirez until the story came out. Considering that The New Yorker included a denial from Kavanaugh in its own controversial story, and was asking him about it right before publication, and he acknowledged all that in his Senate testimony, it’s unclear how fruitful such a perjury claim would be.

          https://www.washingtonexaminer.com/opinion/brett-kavanaugh-did-not-perjure-himself-on-deborah-ramirez-and-nbc-owes-him-a-correction

          When the caller objected to the plan, Nadler pushed back, “That’s not technical, that’s real.” He conceded that maybe it was not a great plan, since even if Kavanaugh could be removed, it might not result in the political results desired.

          “The worst-case scenario — or best case depending on your point of view — you prove he committed perjury, about a terrible subject and the Judicial Conference recommends you impeach him. So the president appoints someone just as bad.

          When the caller suggested going after Kavanaugh quietly, Nadler explained, “You can’t do it quietly because word will get out that the FBI or the committee is reaching out to witnesses.”

          The caller then suggested that impeachment might still be worthwhile because the president elected in 2020 could nominate someone else. Nadler said the problem was that any investigation wouldn’t take long enough to last until the presidential election. “There are a finite amount of witnesses. I don’t see why it should take long at all,” he said. “We’re not talking about a 30-year scheme of getting money from Russians via hidden sources — that takes time.”
          […]
          Following the train ride, Nadler weighed in on Twitter about the news that Attorney General Jeff Sessions has resigned, using the language of accountability: “Americans must have answers immediately as to the reasoning behind @realDonaldTrump removing Jeff Sessions from @TheJusticeDept. Why is the President making this change and who has authority over Special Counsel Mueller’s investigation? We will be holding people accountable.”

          In March 2017, however, Nadler called for Sessions to resign:

          http://thefederalist.com/wp-content/uploads/2018/11/Screen-Shot-2018-11-07-at-3.59.41-PM.png

          http://thefederalist.com/2018/11/07/incoming-democrat-chairman-dems-will-go-all-in-on-russia-impeach-kavanaugh-for-perjury/

          Ich bin froh, daß wir es mit denen erst ab dem 3.1.2019 zu tun bekommen.

        • Ja klar Nr 2 ! 😉 Sowas könnte glatt auch von Putin oder Peskov selbst kommen, sähe ihnen ähnlich. (joking)
          Und der mitgehörte Plot sieht natürlich auch diesem furchtbaren Winkeladvokaten ähnlich, viel Glück mit diesen Totgeburten von Ideen!
          Elija Cummings hatte ich dabei noch gar nicht erwähnt und ‚das Gesicht der dems‘ (Zitat Trump), ‚aunt Maxine‘ wird Bluthunde auf die Finanzspuren der Trump Family ansetzen, über Trumps tax returns hinaus.

          Für mich ist Januar 2019 kein wirklicher Trost, im Gegensatz zu Grassley.

          Da sich meine Inbox aufs Neue füllt, nun mit hysterischen Aufrufen für ‚❕ SENATE ELECTION EMERGENCY: FLORIDA Recount‘ Spenden-Gebettel, schaute ich nach bei RCP:
          Bis auf diesen letzten Wahlbezirk:
          Bay County 84.09% Reporting
          GOP Rick Scott 73.7%
          Dem Bill Nelson 26.3%
          sind alle nun zu 100% ausgezählt und der Abstand zwischen beiden Kandidaten ist stark geschrumpft:
          GOP Rick Scott 50.1%
          Dem Bill Nelson 49.9%

          Kein Wunder, daß die dems Organisationen krähen, („NYT won’t call the race!“ heißt es) aber die fehlenden Stimmen des Bay County können doch Rick Scott eigentlich nur bestätigen. Fazit: sie wollen dems-typisch nur $$$$$$$$$$$$$$$$. und Unruhe im Volk stiften!
          Die zitierte NYT dagegen schreibt heute um 12:22 PM ET:

          ‚Ron DeSantis has won the election, according to A.P.‘
          https://www.nytimes.com/elections/results/florida-governor

        • Ja, man wundert sich, wie lange das dauert: auch von den Abgeordnetensitzen sind erst 423 von 435 ausgezählt.

          https://www.realclearpolitics.com/elections/live_results/2018/senate/

          Und auch in Arizona wird, was den Senat angeht, immer noch ausgezählt – entgegen der Tabelle im o.a. angegebenen Link:

          Und Abrams klagt bereits:

          Die WaPo-Gerüchteküche richtet an:

        • O – ich vergaß: Nelson hat sich einen bekannten Anwalt genommen:

          Und auch Gillum (für den Gouverneurposten) gibt sich nicht geschlagen:

        • Nachtigall ich hör dir trapsen… und schon wieder Marc Elias…
          Fishy oder ‚freakish‘ kommen mir alle drei vor, was ja eigentlich auch schon dems Standard entspricht.
          Und schon lauten die emails jetzt „Help fund their campaigns *legal work* “ .. 😉

          Rep. Dana Rohrabacher wurde offenbar seinen Posten auch los, wobei ich manches an den Tabellen bei RCP eh nicht recht deuten kann.

        • das hier:
          “Es geht eben auch um die Frage, ob dieser Inlandsgeheimdienst gegen die politisch Verantwortlichen, an ihnen vorbei oder mit deren Billigung und Zustimmung gehandelt hat.

          Es geht um die äußerst brisante Frage, ob politische Führung und parlamentarische Kontrolle des Geheimdienstes versagt oder ob sie das Handeln des Geheimdienstes gedeckt haben, also für das konstatierte Versagen mitverantwortlich sind.„

          Es folgen Indizien.

  5. Die deutschen Analysten liegen ja schon deshalb falsch, weil sie von der Schmierkampagne der dems gegen Kavanaugh ja ganz falsch berichtet haben.

    Daß die Erweiterung der Senatsmehrheit der Republikaner genau darauf beruht, hatte ich ja schon mehrfach erwähnt:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-86/#comment-78040

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-86/#comment-78041

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-87/#comment-78054

    Das ist nun wirklich nicht verwunderlich:

    Und nicht nur die, sondern auch die Untersuchungen von Grassley.

    Ganz offensichtlich wurden von der US-MSM-hörigen deutschen Presse Artikel wie diese übersehen:

    Vote GOP to end war on your men
    Adriana Cohen Monday, November 05, 2018

    Voters heading to the polls tomorrow must ask themselves this: Do you want your husbands, brothers or sons being wrongfully accused of sexual harassment, or worse, subjected to criminal assault charges based on bogus allegations?
    If so, vote Democrat.

    Liberal lawmakers like U.S. Sen. Elizabeth Warren and her political kin demonstrated loud and clear during the Kangaroo Kavanaugh hearings they don’t give a hoot about due process, the presumption of innocence or even vetting sexual assault allegations. According to the radical left — waging a bona fide war on men — our brothers, sons and husbands are automatically guilty for simply for being born male.

    Democrats insist we must “believe women” regardless of the facts, evidence — or lack thereof — when the rest of us smell a rat.

    On Friday one of Justice Brett Kavanaugh’s accusers, Judy Munro Leighton — a left-wing activist who opposed his nomination to the U.S. Supreme Court — admitted to congressional investigators she made up the lurid back seat rape tale as “a tactic” and to get attention. She now admits she’s never even met Kavanaugh.

    She, along with Julie Swetnick and lawyer Michael Avenatti, are all subject to criminal referrals by the Senate Judiciary Committee on allegations of false sexual misconduct charges.

    These are the despicable frauds that Democrat lawmakers insisted we believe.
    […]

    http://www.bostonherald.com/news/columnists/adriana_cohen/2018/11/vote_gop_to_end_war_on_your_men

    Vielleicht widmet sich die deutsche Presse jetzt einmal den Fakten?

    [Thread]

    Wer von den deutschen Journalisten hat denn nun den Grassley Senate-Report über dessen Ermittlung zu Kavanaugh vom 2.11.2018 gelesen?

    https://www.judiciary.senate.gov/imo/media/doc/2018-11-02%20Kavanaugh%20Report.pdf

    Ich gebe zu: ich auch nicht. 400 Seiten – die müssen erst einmal evaluiert werden.

    Das hat Prof. Margot Cleveland glücklicherweise für uns gemacht:

    Die Analyse läuft darauf hinaus, daß auch Ford wegen Falschaussage belangt werden kann, und nicht nur die anderen Verdächtigen. Sie hat schlicht flächendeckend gelogen.

    • According to media reports, “former FBI employee Monica McLean, whom Dr. Ford allegedly coached in a polygraph exam years earlier, and others contacted her to suggest she ‘clarify’ her account.” Grassley stressed that “Committee investigators continue to pursue this lead to determine whether McLean or others tampered with a critical witness.”

      Grassley also stressed that “Committee investigators will refer for investigation by the Justice Department and FBI any potential violations of federal law, when warranted. These referrals will identify individuals who appear to have made materially false statements to the Committee or otherwise obstructed the Committee’s investigation in connection with allegations against Justice Kavanaugh.”

      Significantly, Grassley made these statements after the committee had already made criminal referrals for four individuals for knowingly making materially false statements to the committee.
      […]
      Thus the question will be whether, in the hopes of saving their own necks, McLean and Ford take down any congressional Democrats or staffers with them. While it may be many months before the next shoe drops, Grassley’s report came in time to remind voters of the righteous anger they felt over the Democrats’ horrid treatment of Kavanaugh and his family. We’ll know tomorrow whether that anger has been rekindled.

      http://thefederalist.com/2018/11/05/7-top-takeaways-grassleys-report-brett-kavanaughs-accusers/

      😉

      Die Aufmerksamkeitsspanne reicht nicht weit: jetzt geht es um Acosta:

      Jim Acosta violated one of the oldest rules of journalism
      By Michael Goodwin
      November 7, 2018 | 10:34pm

      By producing a split decision, the election that was supposed to end all elections turned out to be fairly predictable. But it’s the day after that was unlike any other.
      The Republican president, the likely speaker of the Democratic-controlled House and the Senate’s Republican majority leader each started Wednesday by talking about working together to get things done. They talked to each other privately and talked separately in public about what they thought they could accomplish for the country.

      For most Americans, that would make for a very good day. Given the overheated environment leading up to the midterms and the fear among many that we are drifting toward an era of disunion and spreading political violence, bipartisan pledges to work together for the common good were like the sudden emergence of a bright candle flickering in the wind.

      Alas, it was the last thing some members of the White House press corps wanted, so they tried to snuff it out.
      The conduct of a handful of so-called reporters during President Trump’s news conference was disgraceful beyond measure. This is not journalism, this is narcissism.

      Naturally, the boorish Jim Acosta of CNN was the instigator. As is his habit, Acosta doesn’t ask questions — he makes accusations and argues. Almost daily, he does it with the press secretary; Wednesday, he did it with the president.
      “I want to challenge you,” Acosta began after Trump called on him.
      https://nypost.com/2018/11/07/trump-rails-against-rude-media-in-heated-press-conference/

      Trump realized he’d made a mistake, murmuring, “Here we go” and Acosta didn’t disappoint.
      He insisted that despite the president’s use of the word “invasion,” the caravan of Central America migrants “is not an invasion.”
      He adopted a lecturing, I-know-best tone to declare that “they’re hundreds and hundreds of miles away; that’s not an invasion.”
      Trump’s response should not have been necessary: “Honestly, I think you should let me run the country, you run CNN.”
      After more back-and-forth, he called Acosta “a rude, terrible person” and said “CNN should be ashamed of itself.”
      That should have been enough — Acosta got the attention he wanted and got Trump’s goat, giving his network video it could make hay out of for days. Besides, there were scores of other reporters raising their hands to be called on.
      But Acosta wouldn’t give up the microphone and kept talking over Trump, trying to lob another grenade.
      The president, clearly angry now and stepping away from the podium as if he might bolt the room, pointed at him and said forcefully, “That’s enough, that’s enough. Put down the mic.”

      Finally, Acosta sat down, then stood up to argue again, interrupting another reporter. That reporter, from NBC, praised Acosta and picked up the baton by making his own accusation disguised as a question. He mentioned Trump’s attacks on Democrats and “asked” the president: Why are “you are pitting Americans against one another?”
      Trump, to his credit, actually answered in a substantive way, but that didn’t satisfy because the reporter didn’t really ask a question. He, too, just wanted to make an accusation and argue. On camera.

      There was a time not long ago when young journalists were taught not to become the story. Apparently, many news organizations have flipped that lesson on its head.
      […]
      Many in the press corps may have found him [Obama] overbearingly arrogant. They may have resented the way he looked down on them and bristled at critical stories or tough questions. They knew he started more leak investigations than any other president, and might have feared him because his Justice Department wiretapped a Fox News reporter during a leak case.

      But they would never interrupt him or insult him or refuse to give up the microphone.

      White House press credentials are not a universal right. There are implicit expectations of proper behavior, and the White House decision to suspend Acosta’s credential is warranted.
      https://nypost.com/2018/11/07/white-house-suspends-press-access-for-cnns-jim-acosta/

      Just as Acosta can’t go into a movie theater and yell “fire” when there is no fire, he should not have the right to hijack a presidential press conference to suit his own ego.
      […]

      https://nypost.com/2018/11/07/jim-acosta-violated-one-of-the-oldest-rules-of-journalism/

      Und schon ging die Diskussion um das Video los:

      So der (Zu)Stand der Presse.

      Während einer der Besten Besuch bekommt:

    • Auch ich gebe zu, den Grassley Report – WAS für eine unglaubliche gründliche Arbeit!- nur bis Seite 11 gelesen zu haben. Aber das reichte mir da schon, nachdem ich über just dieselben zwei Passagen stolperte, die Cleveland zuvor in ihrem Twitter thread- dort als Nr 7 bezeichnet- auch herausgepickt hatte, was ich dann danach sah.
      Ms Ford mag ja ständig einen Badeanzug unter der Kleidung getragen haben, aber daß sich ein zweiter Junge als ‚joke‘ oben auf den sie küssenden wirft, kann ja kaum Zufall oder damals üblich gewesen sein! Da war der Fall für mich geklärt.

  6. @ Angelika Roll:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-87/#comment-78053

    Die „Russia investigation“ interessiert nun wirklich niemanden, und wenn die Mini-Woge nicht ganz verdrüschen soll bis 2020, sollten es sich die dems überlegen, ob sie dort wirklich weitermachen wollen.

    Montana ist eine wackelige Geschichte:

    Manche machen sich lächerlich:

    Daß es falsch ist, Frauen, Farbige und andere Minderheiten für „progressiv“ zu halten, wie Heiko Maas das tut, belegt dieser Artikel:

    Americans Strongly Dislike PC Culture
    Youth isn’t a good proxy for support of political correctness, and race isn’t either.
    Oct 10, 2018
    Yascha Mounk
    Lecturer on government at Harvard University

    On social media, the country seems to divide into two neat camps: Call them the woke and the resentful. Team Resentment is manned—pun very much intended—by people who are predominantly old and almost exclusively white. Team Woke is young, likely to be female, and predominantly black, brown, or Asian (though white “allies” do their dutiful part). These teams are roughly equal in number, and they disagree most vehemently, as well as most routinely, about the catchall known as political correctness.

    Reality is nothing like this. As scholars Stephen Hawkins, Daniel Yudkin, Miriam Juan-Torres, and Tim Dixon argue in a report published Wednesday, “Hidden Tribes: A Study of America’s Polarized Landscape,”
    https://static1.squarespace.com/static/5a70a7c3010027736a22740f/t/5bbcea6b7817f7bf7342b718/1539107467397/hidden_tribes_report-2.pdf

    most Americans don’t fit into either of these camps. They also share more common ground than the daily fights on social media might suggest—including a general aversion to PC culture.
    […]
    Most members of the “exhausted majority,” and then some, dislike political correctness. Among the general population, a full 80 percent believe that “political correctness is a problem in our country.” Even young people are uncomfortable with it, including 74 percent ages 24 to 29, and 79 percent under age 24. On this particular issue, the woke are in a clear minority across all ages.

    Youth isn’t a good proxy for support of political correctness—and it turns out race isn’t, either.

    Whites are ever so slightly less likely than average to believe that political correctness is a problem in the country: 79 percent of them share this sentiment. Instead, it is Asians (82 percent), Hispanics (87 percent), and American Indians (88 percent) who are most likely to oppose political correctness. As one 40-year-old American Indian in Oklahoma said in his focus group, according to the report:
    It seems like everyday you wake up something has changed … Do you say Jew? Or Jewish? Is it a black guy? African-American? … You are on your toes because you never know what to say. So political correctness in that sense is scary.“
    […]

    https://www.theatlantic.com/ideas/archive/2018/10/large-majorities-dislike-political-correctness/572581/

    Interessant!

    Katzenjammer bei Max Boot, der in der WaPo dazu aufgerufen hatte, keinen einzige Republikaner zu wählen:

    Und manche sind schlechter Verlierer:

    Die beste Wahlanalyse, die ich bislang gelesen habe:

    Lessons Of 2018: Trumpism Won, Progressivism Lost
    The Resistance who had actively convinced themselves of the wave’s existence, were hampered by the economy, by Kavanaugh, and by a challenging map.

    By Ben Domenech
    November 7, 2018

    Democrats are getting the party they want, and it can’t win in purple and red states. Republicans are getting the party they didn’t want, and it can. And that made all the difference last night, in an election that turned out to be profoundly disappointing for progressives. How disappointing? Josh Kraushaar and “Abolish ICE” progressive Sean McElwee had drawn up a list pre-election of the key races as he saw them for the evening – Republicans won all nine of them.

    The Blue Wave that had been so highly anticipated last night never materialized. A wave election, however you define it, does more than elect 30-35 House members and flip at this juncture just one Senate seat. A wave election is a combo punch of wins all over the place, including in places that push the margins of where you thought a party could win. We saw a true wave election in 2010 for Republicans. There was no such repudiation offered by Resistance Democrats in 2018.
    […]
    But there’s one more category that will almost certainly be the recipients of more blame for this election outcome, building on the blame in that now infamous post-Kavanaugh New York Times oped: white women. White women solidly delivered for Republicans in statewide elections: they elected Ted Cruz, Rick Scott, Ron DeSantis, Mike DeWine, and in all likelihood Brian Kemp. They also succeeded as candidates – Marsha Blackburn in Tennessee to be their first female Senator, Kristi Noem the first female governor in South Dakota, and the first female governor in Iowa in Kim Reynolds. None of these women will be highlighted by the glowing media directed at Democratic candidates They will be depicted as traitors to their fellow women. And, in all likelihood, that will make their pro-Republican views harden even further by the time 2020 rolls around.

    This election featured the metropolitan backlash we expected, and it delivered the House to Democrats and eradicated the suburban moderates from the GOP. It just wasn’t enough to form a wave, hampered by the economy, by Kavanaugh, and by a challenging map. It furthered President Trump’s goals of the kind of coalition he wants. After two years of often uncomfortable relationships with Paul Ryan and Congress, he now has a foil in Nancy Pelosi and the House Democrats.

    We shall see what use he makes of them.

    http://thefederalist.com/2018/11/07/lessons-of-2018-trumpism-won-progressivism-lost/

    Es gibt allerdings Gerüchte, daß die „Neuen“ Nancy Pelosi nicht zur Sprecherin wählen wollen, und da sie ja schon genug Kritiker in den eigenen Reihen hat, könnte es eng für sie werden.

      • Pelosi im September:

        Pelosi jetzt

        https://en.wikipedia.org/wiki/Matthew_Whitaker_(lawyer)

        • Passend dazu hat der Schmierink Jonathan Chait im Intelligencer des NYMag dies

          http://nymag.com/intelligencer/2018/11/donald-trump-jr-expecting-to-be-indicted-by-mueller-soon.html

          Er beschwörte abermals eine ‚constitutional crisis‘

        • Ja, natürlich reagiert sie jetzt konfus. Die Ablösung von Sessions war überfällig: Rod Rosenstein war ja nur wegen dessen Rückzugs „acting“ AG für die „Russia Investigation“ von Mueller, und dieser Aufgabe war er, der ja die Comey-Entlassung befürwortete und, vermutlich uninformiert, die letzte FISA-Verlängerung der Überwachung von Carter Page unterschrieb, dieser Aufgabe nicht gewachsen. Und schon gar nicht der Aufgabe, dem Devin Nunes-House-Ausschuß die angeforderten FISA-Unterlagen auszuliefern oder auch nur der Freigabe der Erkenntnisse des Nunes-Ausschusses zuzustimmen.

          Nach der Ernennung des Trump-loyalen Whitaker als „acting“ GA ist Rosenstein dieser Mueller-Überwachung enthoben: und wir dürfen erwarten, daß alsbald Freigaben erfolgen, von denen Nunes, der ja nun nicht mehr ermitteln darf, nur träumen konnte.

          Trump ist ein sehr fähiger Politiker: er spielt die Karte aus, daß er seine Senats-Mehrheit erweitern konnte; wie sehr, ist immer noch fraglich.

          https://www.realclearpolitics.com/elections/live_results/2018/senate/

          Dort wird die republikanische Mehrheit aktuell mit 52 zu 46 angegeben (bei zwei Independent-Siegen, u.a. Sanders in Vermont), obwohl Arizona mit einer republikanischen Führung vermerkt wird – nach 100%iger Auswertung: dann wären es 53 Sitze. Aber da McSally nur mit 49,3 % gegen die Demokratin Sinema gewonnen hat, und die staatliche Gesetzgebung einen Sieg nur mit über 50% festgelegt haben könnte, so wie in Georgia, geht es vielleicht noch in eine Stichwahl.

          Montana ist immer noch offen.

          Jedenfalls spielt Trump bereits mit dieser Senatsmehrheit: nur der Senat hat mit der Bestätigung von Ernennungen zu tun.

          Und gegen die fanatische Tätigkeit der dems im House hat er sich eh schon gewappnet:

        • Ja, Trump spielt seine Karten aus und ich denke auch, wir werden bald Freigaben haben.
          Bei RCP gibt es das aufbereitete Video der Trump PK inkl. eines(teilweisen) Transkripts.
          https://www.realclearpolitics.com/video/2018/11/07/watch_live_president_trump_responds_to_2018_midterms.html

          Zum aktuellen DOJ Thema gab es dies:

          QUESTION: And can you give us clarity, sir, on your thinking currently, now after the midterms, about your attorney general and your deputy attorney general? Do they have long-term job security, or…

          TRUMP: I’d rather answer that at a little bit different time.
          😉

          Später – bei 39.44 im Video- geht er auf die Frage zur Mueller investigation ein:
          dabei sagt er auf Frage nach de-classifications auch : „We’re looking at that very seriuosly“..und ‚I certainly wanted to wait til after the midterms.“

  7. @ Angelika Roll:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-86/#comment-78044

    Wenn ich den Daily Mail-Artikel richtig verstehe, kommt es zu einer weiteren Wahl nur dann, wenn Kemp unter 50% landet (das ist so Vorschrift in Georgia):

    Georgia Secretary of State Brian Kemp, a Republican, led Abrams with 51 per cent of the vote to her 48 per cent. The state’s election law calls for a runoff when no candidate wins an outright majority of votes.

    If Kemp’s lead were 40,000 votes narrower, he would be beneath that threshold.
    ‚Votes remain to be counted,‘ Abrams said. ‚There are voices waiting to be heard. Across our state folks are opening up the dreams of voters in absentee ballots, and we believe our chance for a stronger georgia is just within reach.‘
    Tens of thousands of absentee votes were mailed to Georgia election officials.
    […]

    https://www.dailymail.co.uk/news/article-6361065/Youre-going-chance-Stacey-Abrams-REFUSES-concede-Georgia-race.html

    Sie hofft noch auf die offenbar noch nicht ausgezählten Briefwähler.

    Ja, unser Außenminister, immer für eine Peinlichkeit gut! 😉

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2018/03/27/hans-wollschlaeger-fake-news-updated/comment-page-86/#comment-78045

    Übrigens eine Wahl, die nur Gewinner kennt:

    Das ist doch gerade der Witz an der Sache: jeder Staat wird durch zwei Senatoren repräsentiert, unabhängig von dessen Größe.

    Luther hat die Zeichen der Zeit erkannt und schäumt:

    Hass und Häme bleiben wählbar
    Das US-Wahlergebnis spiegelt die Spaltung der Gesellschaft, die Donald Trump vertieft hat. Die neuen Mehrheiten werden viel Streit und wenig Veränderung produzieren.
    Ein Kommentar von Carsten Luther
    7. November 2018, 7:41 Uhr

    Er ist doch nur ein Clown, der den Laden in Washington ordentlich aufmischt. Vor zwei Jahren, als Donald Trump zum US-Präsidenten gewählt wurde, taugte das vielleicht für einige Wähler als Ausrede. Oder als beruhigendes Mantra für jene, die in der Stunde des epochalen Umbruchs noch das Beste hoffen wollten: Die demokratischen Institutionen und die vernünftigen, klugen, ja die erwachsenen Politiker würden das Schlimmste verhindern. Der Hass und die Prahlerei des Wahlkampfs seien doch nur eine hohle Show gewesen, in den Niederungen des alltäglichen Regierens werde sich Trump mäßigen, das Amt müsse ihn normalisieren. Es kam anders.

    Wenn die Kongresswahlen an diesem Dienstag auch ein Referendum über diesen Präsidenten darstellten – und dazu hat Donald Trump sie selbst gemacht –, dann war es diesmal eine Abstimmung unter veränderten Bedingungen: Zwei Jahre lang konnten die Amerikanerinnen und Amerikaner sehen und erleben, was dieser Mann mit der Macht anfängt, die sie ihm knapp übertragen haben. Wohin er das Land führt, weil die Republikaner ihn lassen und nur ihre eigenen Ziele vor Augen haben. Jeder konnte wissen, worum es ging. Die Ergebnisse bedeuten deshalb auch: Viele Millionen US-Bürger haben erneut für Trump gestimmt.
    […]
    Die viel beschworene „blaue Welle“ der Demokraten hat erwartungsgemäß die republikanische Mehrheit im Repräsentantenhaus weggespült, aber vor dem Senat ist sie abgeebbt.
    […]
    Die Szenarien für die nahe Zukunft sehen deshalb alle traurig aus. Der Kongress spiegelt die Spaltung der Gesellschaft, die Trump vertieft und zementiert hat. Er wird viel Streit und wenig Veränderung produzieren. Das und alles, was die Demokraten gegen Trump in Stellung bringen, wird ihn in neuer Qualität unter Druck setzen. Dass das nichts Gutes verheißt, auch das haben die vergangenen zwei Jahre gezeigt. Im besten Fall wird der Präsident sein Scheitern auf die Blockade des politischen Gegners schieben und seine Anhänger mit allem Schmutz und Schmierentheater auf seine Wiederwahl in 2020 einpeitschen. Im schlimmsten Fall wird er die Grenzen seiner Macht bis aufs Äußerste testen. Eines ist sicher: Trump wird der amerikanischen Demokratie und Gesellschaft weiter schaden. Eine Heilung scheint erst nach seinem Abgang möglich.

    https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-11/midterms-2018-wahlergebnis-usa-spaltung-donald-trump

    Der Kollege sieht es ähnlich, schäumt aber nicht so:

    Republikaner ohne Zukunft
    Die US-Kongresswahlen sind vor allem für Donald Trumps parteiinterne Kritiker eine Niederlage. Die Republikaner werden ihrem Präsidenten nun noch stärker folgen.
    Eine Analyse von Martin Klingst, Washington, D. C.
    […]
    Aus deutscher Sicht ist das Resultat dieser Midterms nicht zu begreifen: Donald Trumps Republikaner verlieren zwar die Mehrheit im Abgeordnetenhaus, können jedoch ihre Mehrheit im Senat ausbauen. Und auch die Gouverneurswahlen in mehr als 30 US-Bundesstaaten fallen für sie nicht so verheerend aus wie eigentlich erwartet. Warum bloß, fragt man sich, haben die Wählerinnen und Wähler den unbeliebten Trump und seine Partei nicht weit härter bestraft?

    Die Antwort ist einfach: Weil diese Wahl nicht in Deutschland, sondern in Amerika stattgefunden hat – und dieses Amerika ist am 6. November trotz und wegen Trump zu seiner politischen Normalität zurückgekehrt. Das mag man mit guten Gründen bedauern, aber es ist so.
    […]
    Diese Zwischenwahlen haben außerdem gezeigt: Donald Trump ist für die Demokraten nach wie vor ein unberechenbarer und starker Gegner. Es wird ihnen darum nicht leichtfallen, den Präsidenten in zwei Jahren aus dem Amt zu bringen. Fast überall, wo Trump sich in diesem Wahlkampf für Republikaner ins Zeug gelegt hat, haben sie gewonnen. Verloren haben hingegen seine parteiinternen Kritiker. Darum werden die Republikaner im Kongress wahrscheinlich noch handzahmer werden als bisher.
    […]
    Trump ist das völlig egal – und er hat mit seiner Strategie, die vor allem auf weiße männliche Wähler setzt, bislang Erfolg. Ein Zukunftskonzept ist das aber nicht. Auch das zeigt diese Wahl, bei der die Demokraten die Mehrheit im Abgeordnetenhaus auch dadurch zurückgewannen, indem sie besonders viele Kandidatinnen und Angehörige von Minderheiten ins Rennen schickten. Und damit eine Reihe historischer Erfolge feiern konnten: Die jüngste je gewählte Abgeordnete (Alexandria Ocasio-Cortez), die ersten Musliminnen im Kongress (Rashida Tlaib und Ilhan Omar) und der erste offen schwule Gouverneur (Jared Polis) sind nur einige Beispiele. Ob die Republikaner diesmal daraus lernen?

    https://www.zeit.de/politik/ausland/2018-11/midterm-elections-2018-republikaner-donald-trump-usa/komplettansicht

    Da muß er sich wie Heiko Maas sagen lassen: was haben denn Geschlecht und sexuelle Ausrichtung mit Politik zu tun? Macht der schwule US-Botschafter in Berlin „fortschrittliche“ Politik, wie sie die Journalisten gerne sähen? Was verbindet die Politik von Alice Weidel mit der von KGE? Soll man jetzt für Altersdiskriminierung sein? Das alles sind keine politischen Kriterien.
    Und die beiden Muslima sind bislang nur mit anti-israelischen Sprüchen aufgefallen.

    Die Aktualisierung bei SPON ist aber arg zögerlich…

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/midterm-wahlen-in-den-usa-2018-alle-ergebnisse-im-ueberblick-a-1236937.html#office=H

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