Warum die Presse versagt

In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich keinen Beitrag mehr geschrieben, sondern nur noch in Kommentaren das Weltgeschehen und dessen mediale Zerrbilder präsentiert. Die Themen gingen nicht aus, und es war immer wieder ein Phänomen festzustellen: öffentlich-rechtliche Sender und die Medien informieren nicht, sie ergreifen Partei, befördern Agenden und verfehlen ihren Auftrag, der Macht durch kritisches Hinterfragen Paroli zu bieten.

Stattdessen: Polemik, Skandalisierung, uniformer „Haltungsjournalismus“, Wunschdenken, eilfertige Übernahme von Sprachvorgaben aktivistischer Lobbies und Ausgrenzung von Kritikern. Hat man jemals so viel über „Verschwörungstheorien“ – pardon, jetzt heißt es „Verschwörungsmythen“ und „Verschwörungserzählungen“, denn „Theorie“ klingt zu wissenschaftlich und würde diese Wirrköpfe nur adeln – gelesen wie in den letzten Monaten, dargeboten von derselben Presse, die jahrelang an der Verschwörungstheorie der Democrats mitwirkte, nach der Donald Trump quasi ein russischer Agent sei und mit Putin daran arbeitete, Mails der Democrats-Partei zu hacken und sie über WikiLeaks zu verbreiten? Und die jetzt souverän die Aufdeckung dieser Verschwörungstheorie als echte Verschwörung von Hillary Clinton, dem DNC, CIA, FBI, dem State Department und den willigen Helfern der durch die Bank anti-Trump-Presse von NYT über die Washigton Post, Politico und Daily Beast, CNN und allen anderen cable news bis auf Fox News beschweigt?

Ja,ja, die „Schlinge zog sich jahrelang zu“ um Trump.

Wenn sie sich infolge der New York Post-Enthüllungen um Joe Biden zuzieht, springt man gerne wieder auf den Zug, daß es sich bei den aus Hunter Bidens Computer stammenden Mails und Bilder, deren Echtheit nicht einmal von den Bidens bestritten wird, um „russische Desinformation“ handele.

Ohne Kommentar zitiere ich aus einem Kommentar, der ausschließlich seine eigene Blasen-Befindlichkeit beschreibt:

Politik in den USA

Das größte Problem an Trump sind seine Wähler

Eine Kolumne von Henrik Müller

Es ist ein Skandal, dass Donald Trump die Präsidentschaftswahl immer noch gewinnen kann – trotz aller Verfehlungen und Ungeheuerlichkeiten. Wie kann das sein? Die Antwort lässt nichts Gutes erhoffen.

11.10.2020, 13.28 Uhr

[…]

Das wirklich Beunruhigende dieses Wahlkampfs ist nicht Trumps Amtsgebaren, sondern die mögliche Unfähigkeit des Souveräns – also des Volkes -, einen untragbaren Präsidenten aus dem Amt zu entfernen. Und all das spielt sich ab in jenem großen Land, das, bei allen Fehlern, über Generationen der westlichen Welt ein strahlendes Vorbild war. Ein Befund, der die Demokratie selbst als Regierungssystem ins Zwielicht rückt – und damit auch uns ganz direkt angeht.

Zwei Enthüllungen der vergangenen Wochen sollten genügen, Trump unwählbar zu machen: sein Eingeständnis, die amerikanische Öffentlichkeit über die Gefahren der Corona-Pandemie – wissentlich und kalkuliert – in die Irre geführt zu haben, wie er dem Reporter Bob Woodward im Frühjahr ins Aufnahmegerät plauderte. Und die Veröffentlichungen der „New York Times“ über Trumps Steuererklärungen, die einen Abgrund an Steuervermeidung und Korrumpierbarkeit offenbaren.

[…]

Damit die Demokratie funktionstüchtig sein kann, bedarf es einer aufgeklärten Bevölkerung. Wenn allerdings nicht mehr das Relevante in wahrhaftiger Form thematisiert wird, wenn falsche Nachrichten, Triviales und sonstiger Bullshit die Debattenräume verstopfen, wenn sich Nischen und Echokammern abschotten und das Dröhnen der Lärmspiralen ohrenbetäubend wird, dann ist nicht mehr unbedingt gewährleistet, dass die Wahrheit für alle sichtbar ans Licht kommt. Wie es um die Qualität der Regierung bestellt ist, lässt sich unter diesen Bedingungen nicht mehr so einfach erkennen.

[…]

„You can’t fool all the people all the time?“ Vielleicht doch!

Während des Corona-Shutdowns habe ich an dieser Stelle die Hoffnung geäußert, dass die Covid-19-Krise zum Offenbarungseid der Populisten werden könnte. Schließlich sei ihr Scheitern allzu offensichtlich.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/der-offenbarungseid-der-populisten-kolumne-a-91f96c2a-fffe-4e0f-8a23-126979b8dc22

Ich war zu optimistisch. Das Pandemie-Missmanagement von Boris Johnson (Großbritannien), Jair Bolsonaro (Brasilien) und Trump war so ungenügend, dass sich jeder von ihnen am Ende selbst infizierte. Trotzdem genießen sie allesamt nach wie vor beachtliche Zustimmungswerte. Offenkundig bemisst sich der Erfolg einer Regierung – mindestens für Teile der Bevölkerung – nicht mehr unbedingt an ihren Leistungen, sondern an ihrem Unterhaltungswert.

Ein Prozess ist im Gang, bei dem der Grundkonsens verlorenzugehen droht. Die Veränderungen der Medienlandschaften – das Aufkommen von Social Media, die schwächere Durchdringung mit seriösem Journalismus – begünstigen einen Zerfall der Öffentlichkeit. Gesellschaften spalten sich in immer kleinere Resonanzräume auf, wo jeweils eigene Erzählungen über den Zustand der Welt vorherrschen. Diese Erzählungen brauchen nicht unbedingt eine belastbare Faktenbasis, um der jeweiligen Anhängerschaft glaubwürdig zu erscheinen. Gegenseitige Bestätigung innerhalb der jeweiligen Gruppe genügt.

[…]

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/donald-trump-beschaedigt-auch-unsere-demokratie-kolumne-a-71714efc-dde0-44e3-9262-52bfda6956d6

Wo er recht hat, hat er recht. 😉

707 Gedanken zu „Warum die Presse versagt

  1. @ Mark Smith:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-16/#comment-91500

    Ich habe noch keinen Ihrer Beiträge gelesen – die Zeit ist einfach zu begrenzt – aber zum Thema der Querfront zwischen – ich nenne sie mal elitäre Salon-Sozialisten – von ZeroCovid und den der Hybris verfallenen Wissenschaftlern der NoCovid-Fraktion von Drosten, Melanie Brinkmann, Viola Priesemann u.a., von der sich Merkel beraten läßt, habe ich hier doch einen sehr guten Artikel gefunden. Er ist sehr gründlich und stellt eine „radikal linke“ Position gegen die angeblich linke von Restle & Co. dar:

    Linksradikale kritisieren die #ZeroCovid-Bewegung
    von Clemens Heni
    am 22. Januar 2021

    Von Dr. phil. Clemens Heni, 22. Januar 2021

    Ein linkes Bündnis um die Rechtsanwältin Christina Clemm aus Berlin, die im Impressum steht [eine unglaubliche feministische Nebenklage-Anwältin, die gegen Jörg Kachelmann hetzte] , fordert #ZeroCovid. Sie wollen einen europaweiten totalen Lockdown, auch die Industrie soll komplett lahmgelegt werden. Sie wollen, dass es null weitere SARS-CoV-2 Infektionen gibt.
    Der Aufruf setzt so ein:

    „Nach einem Jahr Pandemie sind wir in ganz Europa in einer äußerst kritischen Situation. Tausende Menschen sterben jeden Tag und noch viel mehr erkranken. Das neue Coronavirus breitet sich rasend schnell aus, von Mutationen noch beschleunigt. Die Maßnahmen der Regierungen reichen nicht aus: Sie verlängern die Pandemie, statt sie zu beenden, und gefährden unser Leben.“
    https://zero-covid.org/

    Daran sieht man bereits, wie unwissenschaftlich und Panik getrieben hier agitiert wird. Es gibt nicht den Hauch eines wissenschaftlichen Belegs, dass es nun auch noch eine gefährlichere Variante von Corona gibt. Wer stirbt und wo? Seit wann sterben im Winter nicht schon immer mehr Menschen? Wie gefährlich soll ein Virus für die gesamte Menschheit sein, wenn die Weltgesundheitsorganisation wissenschaftlich belegt zeigt, dass die Infektionssterblichkeit bei ca. 0,23 Prozent oder darunter liegt wie bei 0,14 Prozent – basierend auf über 750 Millionen „Infektionen“ weltweit, Stand Oktober 2020, mittlerweile werden es noch weit mehr Menschen sein, die mit SARS-Cov-2 in Berührung kamen, wobei fast alle davon nichts merkten oder kaum Symptome hatten.

    Nach einer ganz aktuellen neuen Festlegung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom 20. Januar 2021 ist ein bloßes positives PCR-Testergebnis kein Beweis dafür, dass ein Mensch infektiös, also ansteckend ist.
    https://www.who.int/news/item/20-01-2021-who-information-notice-for-ivd-users-2020-05

    Ohne das Öffentlichmachen des Ct-Wertes, also des Anreicherungswertes, der nicht über 26 oder 30 liegen darf, aber de facto fast überall weit über 30 liegt (darüber berichtete die New York Times schon vor Monaten) und ohne ärztliche Untersuchung eines positiv getesteten Patienten ist überhaupt keine Krankheit oder eine Ansteckungsgefahr für andere vorhanden. Damit ist einer der Hauptgründe der nicht definierten „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“, wie sie der Deutsche Bundestag festlegte, dahin. Die ganze Krise basiert ja zu 100 Prozent auf diesen PCR-Tests. Zu keinem Zeitpunkt seit März 2020 war das deutsche Krankenhaussystem überlastet, auch das hat von Anbeginn diese „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ als illegal und absurd erscheinen lassen, bis heute.
    […]
    Erstunterzeichner*innen von #ZeroCovid, dieser Kampagne des Wahnsinns, die man #ZeroBrain nennen könnte, sind zwar keine richtig bekannten Leute, aber dennoch Multiplikatoren und typische Vertreter*innen der links-liberalen kulturellen Elite wie der ARD-Moderator Georg Restle, die Marxisten Wolfgang Fritz und Frigga Haug, der Kulturwissenschaftler Wolfgang Kaschuba, der Satiriker der Titanic Leo Fischer, die Konkret-Autorin Veronika Kracher, der ehemalige Linkspartei-Politiker und Publizist Winfried Wolf, die deutsche Stimme der israelhassenden Feministin Judith Butler, Sabine Hark, wahnsinnig ‚antideutsche‘ Musiker wie Torsun von Egotronic, die früher mal so taten, als ob sie den Bombenkrieg der Engländer gegen Nazi-Deutschland gut fanden und sich jetzt hinter den totalitären Lockdown stellen, ja den Lockdown der herrschenden Klasse um Angela Merkel noch extrem verschärfen wollen und damit auch das Nazi-Blockwartverhalten der Bevölkerung wie der Polizei aktiv unterstützen, und Hunderte weitere sind dabei. Dazu kommen über 78.000 weitere Unterschriften (Stand 22.01.2021). Besonders frappierend ist die Unterschrift dieses Mannes:

    „Dr. Mathias Berek, Zentrum für Antisemitismusforschung, Technische Universität Berlin, Standort Berlin des Forschungsinstituts Gesellschaftlicher Zusammenhalt.“

    Was für ein „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ wird durch Lockdowns gestärkt, die, so die Befürchtung des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen, dem Friedensnobelpreisträger 2020, bis zu 130 Millionen zusätzliche Menschen in den Nicht-Industrieländern in den Hunger oder gar den Hungertod führen kann? Wie ignorant muss mensch sein, um die weltweiten Kollateralschäden zu goutieren, ja einzufordern, die die Schließung von Schulen in Afrika oder Asien bedeuten, wo viele Kinder nur in der Schule eine warme Mahlzeit erhalten? Wie ignorant und mittelklassen-arrogant-weiß muss man sein, um diese unabschätzbaren Gefahren nicht zu sehen?
    […]

    Eine Atemwegserkrankung wie die Grippe/Influenza oder ein Virus wie SARS-CoV-2 kann man nicht stoppen. Coronaviren waren schon immer Teil von Grippeerregern und haben schon immer auch zu Tod geführt.
    Warum starben 1918 vor allem Menschen im Alter von 28 Jahren im Durchschnitt? Womöglich deshalb, so die internationale Forschung (wie von Prof. Sunetra Gupta von der Universität Oxford), weil sie die schwere russische Grippe von 1889/90 nicht erlebt hatten und somit keinerlei T-Zellen oder sonstige Immunität erwerben konnten.
    Es wird ein dramatisches ‚Spiel‘ werden, wenn Australien und Neuseeland sich in zwei oder vier Jahren wieder für die Welt öffnen sollten und die Bewohner*innen dann merken, dass sie viel zu wenig Immunität gegen Corona haben, weil ihnen der Kontakt mit harmlos Infizierten fehlte.
    Der Kern ist aber nicht dieser medizinische Irrsinn von ZeroCovid. Der Kern ist ein totalitäres Denken.

    Am 17. Januar publizierte eine Gruppe von vier linksradikalen Leuten eine sehr wichtige Stellungnahme gegen ZeroCovid.
    https://de.indymedia.org/node/133590

    Darin heißt es:

    „Dieser Text wird aus schierer Verzweiflung geschrieben. Verzweiflung darüber, dass Menschen, welchen wir bisher als unsere Verbündeten angesehen haben, im Dauerfeuer der medialen Covid-Panik wohl das Hirn geschmolzen sein muss; darüber, dass Gruppen, welche wir als Teil einer progressiv-subversiven Zivilgesellschaft angesehen haben, alle ihre Ideale über Bord werfen und päpstlicher werden als der Papst (…).

    Die Schreibenden (4Stück an der Zahl) arbeiten alle im Gesundheitssektor. 1x Ärzt_in für Innere Medizin, 1x Intensivpfleger_in, 1x Onkologiepfleger_in, 1x Notfallsanitäter_in. Alle sind auf die eine oder andere Art täglich mit den Auswirkungen von Covid19 konfrontiert. Zu bagatellisieren ist nicht unser Ziel. Covid19 stellt uns alle vor immense Herausforderungen und die Entscheidungen, denen manche von uns fast täglich ausgesetzt sind, hätten wir uns nie gewünscht treffen zu müssen.

    Aber trotzdem fragen wir uns wie es sein kann, dass sich die politischen Koordinaten in derart kurzer Zeit so gravierend verschoben haben, dass antiautoritäre und linksradikale Gruppen, Strukturen und Einzelpersonen in kompletter Ignoranz der sozialen Verhältnisse in diesem Land Forderungen nach dem staatlichem Totalzugriff aufstellen.
    Statt den Diskurs des medizinischen Totalitarismus aktiv zu bekämpfen, wird die „solidarische“ Gefängnisgesellschaft gefordert. Der biopolitisch legitimierte Angriff, angst-gerechtfertigt als lebensschützender Absolutheitsanspruch, umgesetzt vom Staat samt polizeilichen Sondervollmachten wird nicht nur stillschweigend hingenommen, sondern noch proaktiv gefordert.

    Es geht den linksradikalen Akteuren nicht mehr um eine Dialektik der Befreiung, stattdessen setzen sie im kompletter Unkenntnis der Funktionsweise von moderner Herrschaft eine Dialektik der Repression in Kraft.

    Wir sind entsetzt darüber und können es nicht verstehen, wie das Gerede vom Totalshutdown ernsthaft geglaubt werden kann, ohne wissen zu wollen, dass die europaweite Umsetzung weite Teile der unteren europäischen Gesellschaftsschichten einer bis dato nie dagewesenen Repression aussetzen wird. Glaubt etwa allen ernstes jemand, dass große Teile der „gefährlichen Klassen“ sich freiwillig einsperren lassen?“
    […]

    https://www.clemensheni.net/linksradikale-kritisieren-die-zerocovid-bewegung/

    Der gesamte Artikel ist sehr differenziert, Ähnliches findet man in unser hechelnden Presse nicht.

    Die aktuelle WHO-Stellungnahme zur Unbrauchbarkeit des Drosten-PCR-Tests als alleiniges „Diagnose“-Tools“ kennt nicht nur dieser Autor – sie verbreitet sich:

    Die leider „etablierte“ Presse schläft.

    Klar Karl
    @KlarKarl1

    ·
    2 Std.
    Lockdown und #Zerocovid ist nur für diejenigen alternativlos, die gut damit leben und davon profitieren.
    https://twitter.com/KlarKarl1/status/1352955367190368262
    [offenbar gelöscht]

    Drosten kann sich jetzt überlegen, ob er zur ersten oder zur zweiten Fraktion gehört.

    Dieses Drosten-Interview, zu dem Du auch Kommentare gebracht hast, will ich hier vorstellen. Aber zunächst noch einmal der Hinweis auf meinen eigenen letzten Kommentar:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-16/#comment-91498

    in dem ich u.a. eine Langzeit-Studie seiner tatkräftigeren Kollegen in der Charité vorstellte, wonach Kinder und Jugendliche kaum ansteckend und Schulen keine Infektionstreiber sind, wie ja nun eigentlich weltweit bekannt. Drostens Lieblingssteckenpferd war es allerdings, seit April 2020 das Gegenteil zu behaupten und dringend zu Kita- und Schulschließungen zu raten, gern auch basierend auf britischen MODELLIERUNGEN. Was abschließend bewies, daß wir es hier mit keinem Wissenschaftler, sondern mit einem ideologisch Getriebenen zu tun haben.

    Der Hardliner-SPIEGEL, seit Monaten auf Maximal-Lockdown-Kurs, benutzt diesen Mann, um Stimmung zu machen:

    Natürlich ein Bezahl-Artikel. Aber weil der SPIEGEL so eitel ist, zu meinen, er sei international von Bedeutung, gibt es ihn offen auf Englisch.

    So sieht der Titel vom 23.1.2021 aus:

    Man fragt sich: ist der chinesische Drache bedrohlicher oder das Konterfei von Christian Drosten?

    Natürlich wird Drosten weder mit der WHO-Kritik an seinem PCR-Test noch mit der Schulstudie seiner Charité-Kolegen konfrontiert. Man läßt ihn labern. Interessanterweise schrumpft die „hochansteckende Mutante“, die angeblich 70% ansteckender sei als die bisherige:

    Early on, I admit that I had my doubts as to whether B.1.1.7, the new variant from Britain, was as much more contagious as people were claiming. But now, there is a new study from Oxford, really solid data, showing that this mutation is up to 35 percent more contagious than the wild-type virus.

    https://www.spiegel.de/international/germany/interview-with-virologist-christian-drosten-i-am-quite-apprehensive-about-what-might-otherwise-happen-in-spring-and-summer-a-f22c0495-5257-426e-bddc-c6082d6434d5

    Und der R-Wert wird heruntergezont, weil er aktuell 0,9 beträgt: das reicht plötzlich natürlich nicht:

    Drosten: Precisely. Currently, that number is at 0.9. It is great that we have finally managed to push it back down below 1, so that the number of cases can begin to drop. But 0.9 isn’t enough if we want to quickly loosen the brakes. With an R of 0.9, it takes about a month to reduce the number of infections by half. That is too long. We should try, through an intensification of the shutdown, to get the number down to 0.7. Then, the case numbers will drop by half in just a week, and we can get to a point where we can stop the spread of B.1.1.7 or at least give ourselves a head start.

    Von den WHO/Ioannidis Infection Mortalitiy rates (IFR) von 0,23-0,14 hat er keine Ahnung:

    Drosten: Let me be extremely clear about that: According to what I have heard, the infection mortality rate in Germany – meaning the percent of SARS-CoV-2 infections that result in death in Germany – is likely over 1.1 percent. That is more than 10 times higher than the flu.

    Seufz. Wo hat er was gehört? Woher kennen wir die Infektionsrate, die niemals untersucht wurde – und an seinem falschen PCR-Test können wir uns eh nicht orientieren. Und was bedeutet „likely“?

    Logo kritisiert er den aktuellen Lockdown als unzureichend. Schießlich ist er Fan von NoCovid, der SPIEGEL benutzt gleich den Begriff der Social Warriors „ZeroCovid“, und da scheut er auch vor der Rolle als Kassandra nicht zurück:

    DER SPIEGEL: Do you think that the so-called Zero-COVID strategy, the goal of sinking the number of new infections to zero, is the right way forward?

    Droste: I do think it would be possible with a significant effort. The virus, of course, would continue to flare up, just as we have seen in China and Australia. But it would absolutely be worthwhile to at least identify zero new infections as a target. Primarily because I am quite apprehensive about what might otherwise happen in the spring and summer.

    DER SPIEGEL: What do you mean?

    Drosten: Once the elderly and maybe part of the risk groups have been vaccinated, there will be immense economic, social, political and perhaps also legal pressure to end the corona measures. And then, huge numbers of people will become infected within just a short amount of time, more than we can even imagine at the moment. We won’t have 20,000 or 30,000 new cases a day, but up to 100,000 in a worst-case scenario. It will, of course, be primarily younger people who are less likely than older people to have severe symptoms, but when a huge number of younger people get infected, then the intensive care units will fill up anyway and a lot of people will die. Just that it will be younger people.We can cushion this terrible scenario somewhat by pushing the numbers way down now.

    Das ist nun derart jenseits aller wissenschaftlichen Argumentation, daß ich befürchte, daß der Mann dringend Urlaub braucht, und zwar mindestens ein einjähriges Sabbatical, um den Kopf wieder klar zu kriegen. Überhaupt wurde er vom SPIEGEL nur rekrutiert, um dieses Narrativ zu festigen:

    DER SPIEGEL: Last year, experts who have argued time and again against scientifically proven measures – e.g. Jonas Schmidt-Chanasit and Hendrik Streeck – likely did more damage than corona-truthers. Protecting high-risk groups must have priority, you frequently heard from their group. Yet it has long-since been clear that doing so is impossible when case numbers are high. At what point do you lose your patience?

    Drosten: Are you trying to get me to criticize colleagues by name? I don’t think much of personal attacks.

    DER SPIEGEL: We are more interested in a fundamental point. Many such experts awaken the impression that onlyopinions are important in science, and not evidence. That undermines the credibility of researchers who take a more serious approach. How do you deal with that?

    Drosten: Like most scientists, I try to convince people with facts. Imagine, for a moment, that a completely new dataset emerges that is so compelling that it knocks you off your feet and you think: Finally, everything is clear! I’ll summarize it and explain it in an interview or share it via Twitter. By doing that, I can explain the facts or clear things up.
    DER SPIEGEL: And that’s how you hope to explain to us how serious science works?
    Drosten: It could be that this strategy is a bit short-sighted, or perhaps naïve …
    DER SPIEGEL: … and perhaps simply won’t be understood.

    https://www.spiegel.de/international/germany/interview-with-virologist-christian-drosten-i-am-quite-apprehensive-about-what-might-otherwise-happen-in-spring-and-summer-a-f22c0495-5257-426e-bddc-c6082d6434d5

    Bald darauf darf er seine von Kollegen widerlegten Schulschließungsforderungen verteidigen.

    Der Mann ist verbrannt. Auch die SPIEGEL-Sensationsstory von der supergefährlichen GB-Mutante ist verbrannt:

    22.01.2021, 11:25 Uhr
    Kritik an Krisenmanagement wächst
    Fast jeder Zweite sieht Corona-Auflagen als Belastung
    Wesentlich mehr Deutsche als noch vor Weihnachten fühlen sich durch die Corona-Regeln stark oder sehr stark belastet. Der Rückhalt für die Politik schwindet.
    Sven Lemkemeyer
    […]

    https://www.tagesspiegel.de/politik/kritik-an-krisenmanagement-waechst-fast-jeder-zweite-sieht-corona-auflagen-als-belastung/26842482.html

    Wir haben es mit einer ideologisch motivierten Presse und mit ideologisch motivierten Wissenschaftlern zu tun, ganz wie in den USA.

    • @ Mark Smith:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-16/#comment-91500

      Schade, daß der CICERO-Artikel nur für Abonnenten lesbar ist: aber die Passage, wo der SPIEGEL gegen Schmidt-Chanasit und Streeck hetzt und Drosten zögerlich mitmacht – nur er liefert schließlich seriöse „facts“ – hatte ich jedenfalls zitiert.
      Fleischhauer belegt übrigens sehr hübsch die existierende Querfront zwischen Salon-Sozialisten und einem Teil der Wissenschaft: sein Stück richtet sich zwar gegen die ZeroCovid-Linken, am Ende zitiert er allerdings die NoCovid-Wissenschaftler, was ihm gar nicht auffällt:

      Das Covid-Kommando: Corona bringt ans Licht, wie autoritär Deutschlands Linke ist
      • FOCUS-Kolumnist Jan Fleischhauer
      Samstag, 23.01.2021, 12:52

      Wir gehen in die dritte Phase der Pandemie, die ihrer Politisierung. Das neue Feindbild: der Unternehmer als Infektionsrisiko. Die neue Gesellschaft: ein wenig wie die DDR, aber dafür 100 Prozent virusfrei und mit Homeoffice.
      […]
      Die Teresa-Bücker-Welt reicht über Yogastudio, Elterngruppe und KiTa nicht mehr hinaus

      Zu den Initiationsriten der Achtundsechziger gehörte die Selbstverpflichtung als Arbeiter am Fließband bei Opel. Die meisten Bewegungsteilnehmer brachen das Experiment wegen Arbeitsüberlastung schon nach wenigen Wochen ab. Einer der wenigen, die länger durchhielten, war Joschka Fischer, aber der war ja auch durch seine Herkunft als Metzgerssohn für die Wirklichkeit gestählt.
      Was immer man von dem Ausflug der akademischen Avantgarde in die Arbeitswelt halten mag: Er vermittelte immerhin eine Vorstellung, dass es ein Leben außerhalb des Seminarraums gibt. Damit hat es sich erledigt. Die Teresa-Bücker-Welt reicht über Yogastudio, Elterngruppe und Kindertagesstätte nicht mehr hinaus. Da lassen sich dann auch mit leichter Hand alle Bänder anhalten und die Fabriken stilllegen.
      Wer seine Anschauung vom Leben der werktätigen Massen der TV-Doku auf Arte entnimmt, hat auch keine rechte Vorstellung, welche unheilvolle Dynamik der Lockdown in Familien freisetzt, für die eine Beschäftigung mit Buch oder Puzzle nicht die erhoffte Entlastung bringt.

      Der autoritäre Deutsche findet in der Pandemie zu sich selbst

      In einem Papier, das im Kanzleramt als Entscheidungsgrundlage präsentiert wurde, findet sich allen Ernstes die Einschätzung, dass die Nähe und Enge des Lockdowns keinen Risikofaktor darstelle, sondern im Gegenteil als „Ressourcen-Faktor“ gesehen werden könne. Das ist ein in seiner Abgehobenheit und Arroganz atemberaubender Satz. Aber er ist nicht so abgehoben und arrogant, dass er einem nicht einen Platz am Beratungstisch der Kanzlerin eintragen würde [Melanie Brinkmann].

      Der autoritäre Deutsche findet in der Pandemie zu sich selbst. An die Stelle des Vorschlags tritt das Kommando, an die Stelle des Arguments der Befehl. Sie wünsche sich, dass der Aufruf „einfach zack sofort umgesetzt wird“, schrieb die Kolumnistin Margarete Stokowski zur Veröffentlichung der #ZeroCovid-Petition.„Macht! Die! Büros! Zu!“, sekundierte der Blogger Mario Sixtus im Jargon des Berliner Schließers.

      Bevor jetzt alle Naseweise um die Ecke biegen und sagen „Leute wie Stokowski stammen gar nicht aus Deutschland“, ein Wort zur Aufklärung: Deutsch sein ist keine Frage der Geburt, sondern der Gewöhnung. Das gilt im Guten wie im Schlechten.

      https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-das-covid-kommando-corona-bringt-ans-licht-wie-autoritaer-deutschlands-linke-ist_id_12900536.html

      Touché.

      Zur Weltwoche:

      Warum sie Trump bald vermissen werden
      22. Jan 2021
      Roger Köppel

      Mehrere Hundert Amerikaner sind gestern an Covid-19 gestorben auf Grund des inkompetenten Krisenmanagements von Präsident Joe Biden.
      Warum eigentlich lesen wir solche Schlagzeilen nicht? Ach ja, Biden macht alles richtig. Er hat von Trump ein fürchterliches Erbe übernehmen müssen. Es ist die perfekte Ausrede. Für alles.

      https://www.weltwoche-daily.ch/beitrag/warum-sie-trump-bald-vermissen-werden/

      Das führt er nicht weiter aus, aber ich kann in die Lücke springen: Biden widerspricht Fauci und der gesamten Presse, die ein Jahr lang Trump für die „Corona“-Toten verantwortlich gemacht hat. Es waren übrigens gut 4.000 in den ersten beiden Biden-Tagen.

      Biden: ‘Nothing We Can Do’ to Change Trajectory of COVID-19 Pandemic in Next Months
      By Zachary Stieber
      January 23, 2021 Updated: January 23, 2021
      The U.S. government can’t do anything to change the trajectory of the COVID-19 pandemic in the coming months, President Joe Biden claimed on Friday.
      “There’s nothing we can do to change the trajectory of the pandemic in the next several months,” Biden said during a speech at the White House.
      […]
      Biden’s remark prompted criticism. “Haven’t we been told for months that restrictions and mandates were necessary to change the trajectory of the pandemic in the next several months?” former Rep. Justin Amash (L-Mich.) wrote in a tweet.
      Harsh measures were imposed by the majority of governors across the country to try to curb the spread of the CCP virus, leading to crippling job losses and a wave of businesses shutting down.
      […]
      As he waits for the new proposal to be considered by Congress, his new orders aim at enacting relief, including ordering the Department of Labor to consider allowing people who left their jobs over “unsafe working conditions” to receive unemployment insurance and asking the Treasury Department to focus on delivering stimulus payments to the millions of households that have yet to claim them.

      “Today, I’m signing an executive order that directs a whole-of-government effort to help millions of Americans who are badly hurting. It requires all federal agencies to do what they can do to provide relief to families, small businesses, and communities. And in the days ahead, I expect agencies to act,” Biden said.

      “A lot of America is hurting. The virus is surging. We’re 400,000 dead, expected to reach well over 600,000. Families are going hungry. People are at risk of being evicted. Job losses are mounting again. We need to act. No matter how you look at it, we need to act,” he added.

      The source for the projected death toll isn’t clear, and the White House didn’t respond to a request for comment. The Institute for Health Metrics and Evaluation, which has repeatedly over projected deaths from COVID-19, estimates the number of deaths reaching 568,806 by May 1.

      Biden’s comments came a day after Dr. Anthony Fauci, the president’s medical adviser, told reporters that the number of daily new COVID-19 cases “might actually be plateauing in the sense of turning around.”

      “There are always lags, so please be aware of that; that when you have cases, and then a couple of weeks later, you’ll see it represented in hospitalizations, intensive care, and then a couple of weeks later, in deaths,” he added. “So you have almost paradoxical curves, where you see something plateauing and may be coming down at the same time as hospitalizations and deaths might actually be going up.”

      https://www.theepochtimes.com/biden-nothing-we-can-do-to-change-trajectory-of-covid-19-pandemic-in-next-months_3668351.html?utm_source=newsnoe&utm_medium=email&utm_campaign=breaking-2021-01-23-2

      Auch hier erblicken wir übrigens das „neue Feindbild: der Unternehmer als Infektionsrisiko“, wie Fleischhauer es nennt. Wer schiebt Biden, dem Unterzeichner und Teleprompter-Ableser, eigentlich all diesen Murks unter?

      • Noch eine Empfehlung:

        Merkel, Kurz und Mutationen: Politik am Volk vorbei?
        21. Jän | 76 Min
        Seit Monaten beherrschen Lockdowns unseren Alltag, doch noch immer sind keine Lockerungen in Sicht. Aus Angst vor neuen Virus-Mutationen und weiterhin hohen Infektionszahlen werden die Maßnahmen verschärft und verlängert: Geschäfte, Schulen und das gesamte öffentliche Leben bleiben eingefroren.

        https://www.servustv.com/videos/aa-25tgf17992112/

        Sehr lehrreich, was dieser aktivistische ZeroCovid-Anhänger, Prof. Christian Zeller aus Salzburg, über den Maximal-Shutdown ab Minute 31:50 zu sagen hat. Die Politisierung von Corona ist weit fortgeschritten…

        So wie in den USA.

        The new president is baffling voters who believed he had an amazing new plan to tackle the coronavirus by proclaiming “there is nothing we can do to change the trajectory of the pandemic.”
        It appears that the Biden administration is in the “lowering expectations” phase of its messaging strategy, which will only make the inevitable receding of the pandemic falsely appear to be due to his stewardship, rather than the track that the prior Trump administration had already put America on.
        The news media already appears to be trying to shift Americans’ perception of the pandemic ahead of a supposed Biden “miracle.” It is not true that CNN has stopped running its coronavirus tracker, but that is certainly something to keep an eye on during the next few weeks.
        […]
        Then there is the matter of Biden’s vaccine plan: 100 million vaccine doses in 100 days. It has been posed as extremely ambitious, but in comparison to the vaccine rollout from the prior Trump administration, it is virtually identical.

        “The seven-day rolling average of coronavirus vaccines administered to Americans is 914,000, according to the Bloomberg vaccine tracker, with 1.6 million doses administered on Wednesday alone,” National Review reported. “Biden’s plan calls for a million Americans to be vaccinated each day.”
        “When asked by a reporter whether the goal to vaccinate one million people per day is not ambitious enough, Biden said that the goal was a ‘good start,’” the report continued. “When I announced it you all said it wasn’t possible. Come on, give me a break, man,’ Biden said.”

        CNN bridled about Biden’s claim that reporters called the plan impossible in a “fact check.”

        „Biden’s claim is false; it’s not true that there was an initial media consensus that the 100 million goal was impossible. Some of the early news coverage of the goal did not even question whether it was plausible.“
        https://edition.cnn.com/2021/01/22/politics/fact-check-biden-100-million-doses-vaccine-goal-media/index.html

        Confused yet? But one of the most hilarious aspects of CNN’s fact check is the following line, “President Joe Biden delivered a factually accurate Thursday speech about the coronavirus pandemic.”
        […]

        https://beckernews.com/cnn-astounds-the-world-and-gives-blistering-impossible-fact-check-of-joe-biden-36180/

        Das kann nur CNN: Biden liegt daneben und ist dennoch faktisch akkurat. 😉

        Ja, es geht um „Botschaften“ und um „akkurates“ Timing: die jetzt erst publizierte positive HCQ-Studie lag bereits seit August 2020 vor. Wie günstig, daß das Peer Review so lange dauerte:

        Die Produktion erwünschter Zahlen wird von Behörden gesteuert. Verändert man die Regeln, sieht alles ganz anders aus. Daß jetzt die PCR-Tests hinterfragt werden müssen, wird ebenfalls zu sinkenden Zahlen führen.

        Kaum ist Biden im Amt, werden von Democrats regierte Staaten großzügig – was wohl Fauci dazu sagt? Aber der kann eh nur Empfehlungen aussprechen:

        Und Kalifornien agiert derartig evidenzbasiert, daß es seine Daten nicht herausrücken will:

        Unter Biden fallen selbst Diskussionen über Impfprioritäten ins Raster von racial equity – mehr an Politisierung geht nicht:

        Noch mehr Lektüre für Christian Drosten, und das auch noch von deutschen Kollegen produziert:

        Blood tests revealed 1.8 per cent of the adults had antibodies to the SARS-CoV-2 virus which causes Covid-19. The figure for children was just 0.6 per cent, a threefold decrease.

        The data also showed that there was 56 instances of at least one of the family members having the virus.
        A previously infected adult and an uninfected child was 4.3 times more common than a previously infected child and an uninfected parent.
        The researchers from University Children’s Hospital, Im Neuenheimer Feld in Heidelberg and Ulm University Medical Centre write: ‚In this cross-sectional study, the spread of SARS-CoV-2 infection during a period of lockdown in southwest Germany was particularly low in children aged 1 to 10 years.
        ‚Accordingly, it is unlikely that children have boosted the pandemic.‘

        The study was conducted when schools were closed and children were therefore less exposed to the virus, but researchers not involved with the study say this does not mean the findings are irrelevant.
        […]

        https://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-9176751/Children-NOT-play-key-role-spreading-coronavirus.html

        Jetzt kommt der übliche Einwand der Berufsalarmisten, wie der Modellierer Ferguson einer ist. Faktenbasis? Null:

        Dr Neil Ferguson of Imperial college London, known as ‚Professor Lockdown‘ due to his Spring predictions plunging the UK into its first draconian national lockdown, said in December it was possible the Kent variant, known scientifically as B.1.1.7, could be better at infecting children than older strains.
        The NERVTAG member who advises No10 said there was a ‚hint‘ children – who have barely been affected by the pandemic so far – were more susceptible to the mutation.
        He revealed the number of cases of the new variant in under-15s was significantly higher than other strains – but did not reveal any exact figures.
        Speaking a virtual media briefing in December, he said: ‚There is a hint that it is has a higher propensity to infect children. That may perhaps explain some of the differences but we haven’t established any sort of causality.‘

        Other experts were quick to add the data is preliminary and no proof of causation has yet been found.
        Members of COVID-19 Genomics UK (COG-UK) later said they are ’not familiar‘ with any data to suggest this might be the case.
        Speaking a day after Professor Ferguson made his comments, it announced there was insufficient data at the time to comment on how it affects certain groups.
        […]

        https://www.dailymail.co.uk/sciencetech/article-9176751/Children-NOT-play-key-role-spreading-coronavirus.html

        Es gibt keine ideologiefreie Zone mehr.

      • Die MSM hier mal von der besseren Seite :Enthüllung von vermeidbaren Fehlern in der CDC, was monatelange Zeitverschwendung bedeutete.

        [-]
        „Agency officials worried that detained people [in Quarantäne] couldn’t give proper consent because they might feel coerced into testing. “CDC does not approve this study,” an official at the quarantine site wrote to Lawler in a Feb. 8 email obtained by Reuters. “Please discontinue all contact with the travelers for research purposes.”

  2. @ Angelika Roll:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-16/#comment-91486

    Das ist ja köstlich! Statt zu salutieren, wiederholt Biden die Knopf-im-Ohr-Anweisung „Salute the Marines“. Vermutlich unterschreibt der senile Mann in seinem Halbtagsjob auch alles, was man ihm an Dekreten so unterschiebt, wie ich hier darlegte:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-16/#comment-91485

    Zu der Meinungsumfrage will ich nachtragen:

    Slow start: Biden’s opening approval below Trump and Obama, just 48%
    by Paul Bedard, Washington Secrets Columnist |
    | January 22, 2021 09:23 AM
    […]
    In Rasmussen Reports’ first Presidential Daily Tracking Poll of likely voters, the new Democratic president starts at 48% approving and 45% disapproving.
    Notably, he is underwater with women (46% approve, 48% disapprove) and whites (43% approve, 51% disapprove).
    Rasmussen’s daily survey number is an average of the last three days.
    By comparison, Biden’s approval is ho-hum compared to former Presidents Donald Trump and Barack Obama, said the polling data.
    Trump opened with a 56% approval rating. Just 44% disapproved. It was one of his highest ratings of his four years.
    Obama started at 67% approval, 32% disapprove, which is also one of his highest ratings.

    https://www.washingtonexaminer.com/washington-secrets/slow-start-bidens-opening-approval-below-trump-and-obama-just-48

    Sehr merkwürdig, wo doch Biden viel mehr Stimmen als Obama erhalten haben soll. Und da er durch weiße Wähler gewann, während Trump ihm Minority-Stimmen wegnahm, versteht man die Welt nicht mehr – oder vielleicht doch besser. Kann seine Underperformance bei Frauen auch damit zusammenhängen, daß er die Sicherheit von Mädchen in Schulen und Stipendium-Chancen für Frauen durch sportliche Erfolge in College und Uni zerstören will? Denn das war ja eine seiner ersten Amtshandlungen, die er vermutlich ahnungslos vollzog:

    Executive Order on Preventing and Combating Discrimination on the Basis of Gender Identity or Sexual Orientation
    January 20, 2021 • Presidential Actions

    By the authority vested in me as President by the Constitution and the laws of the United States of America, it is hereby ordered as follows:

    Section 1. Policy. Every person should be treated with respect and dignity and should be able to live without fear, no matter who they are or whom they love. Children should be able to learn without worrying about whether they will be denied access to the restroom, the locker room, or school sports. Adults should be able to earn a living and pursue a vocation knowing that they will not be fired, demoted, or mistreated because of whom they go home to or because how they dress does not conform to sex-based stereotypes. People should be able to access healthcare and secure a roof over their heads without being subjected to sex discrimination. All persons should receive equal treatment under the law, no matter their gender identity or sexual orientation.

    These principles are reflected in the Constitution, which promises equal protection of the laws. These principles are also enshrined in our Nation’s anti-discrimination laws, among them Title VII of the Civil Rights Act of 1964, as amended (42 U.S.C. 2000e et seq.). In Bostock v. Clayton County, 590 U.S. ___ (2020), the Supreme Court held that Title VII’s prohibition on discrimination “because of . . . sex” covers discrimination on the basis of gender identity and sexual orientation. Under Bostock‘s reasoning, laws that prohibit sex discrimination — including Title IX of the Education Amendments of 1972, as amended (20 U.S.C. 1681 et seq.), the Fair Housing Act, as amended (42 U.S.C. 3601 et seq.), and section 412 of the Immigration and Nationality Act, as amended (8 U.S.C. 1522), along with their respective implementing regulations — prohibit discrimination on the basis of gender identity or sexual orientation, so long as the laws do not contain sufficient indications to the contrary.

    Discrimination on the basis of gender identity or sexual orientation manifests differently for different individuals, and it often overlaps with other forms of prohibited discrimination, including discrimination on the basis of race or disability. For example, transgender Black Americans face unconscionably high levels of workplace discrimination, homelessness, and violence, including fatal violence.
    […]

    https://www.whitehouse.gov/briefing-room/presidential-actions/2021/01/20/executive-order-preventing-and-combating-discrimination-on-basis-of-gender-identity-or-sexual-orientation/

    Das ist wie aus dem Wörterbuch der Identitätspolitik nebst Intersektionalität. „Ein Schlag ins Gesicht“ für Republikaner, und sicherlich wohl auch für eine Mehrheit bei Unabhängigen und moderaten Demokraten, zumal Priorität Nummer 1 bislang Schutz und Förderung von Mädchen und Frauen war. Insoweit bin ich guten Mutes, daß Bidens Order, soweit die adressierten Agencies mit entsprechenden Regulierungs- und Gesetzesvorschlägen auftauchen, vom Supreme Court zurückgepfiffen werden, denn: „the laws do contain sufficient indications to the contrary“.

    O.K., die Umfrage war von Rasmussen. Aber sie erstaunt doch, denn die Presse, wie schon in meinem obigen Link berichtet, faßt ihn ja mit Samthandschuhen an:

    Es ist zwar kaum möglich, aber diese Dame hat ihre Parteilichkeit wohl zu sehr raushängen lassen. Gänsehaut bei Biden und fake news über Republikaner: diese Kombination war wohl sogar für die NYT zu toxisch.

    Ist Haberman, die wütende Trump-Disserin, etwa besser? Psaki war schon als Sprecherin des State Department eine Lachnummer, und als CNN-Beiträgerin nicht minder.

    HARDBALL! Reporter Asks Press Secretary Whether Biden Will ‘Keep Trump’s Air Force One Color Scheme’
    posted by Hannity Staff – 2 hours ago

    The mainstream media continued to fawn over the incoming Biden administration Wednesday night; asking the new Press Secretary whether the President will “keep Donald Trump’s Air Force One Color Scheme.”
    “Will [Biden] keep Donald Trump’s Air Force One color scheme change?” asked one journalist.
    “This is such a good question!” fired-back new Press Secretary Jen Psaki. “I have not had the opportunity to dig into that today.”
    Watch the tough, hard-hitting exchange above.

    https://hannity.com/media-room/hardball-reporter-asks-press-secretary-whether-biden-will-keep-trumps-air-force-one-color-scheme/

    Das Weiße Haus fühlt sich sogar schon bemüßigt, die „Dislikes“ für Psakis Auftritte zu manipulieren:

    Das gilt auch für das WH-Video von Bidens Inauguration:

    Erschreckenderweise reicht den Democrats-Medien ihre ehrfürchtige Haltung nicht: sie schwelgen in Verbots-Phantasien, was Fox News angeht, (nachdem Big Tech ja schon Parler plattgemacht hat), und votieren für die Verfolgung von Trump-Anhängern durch geheimdienstliche Überwachung:

    Und was ist mit den gut 74 Millionen Wählern? Ich frage ja nur. 😉

    Das ist in der Tat ein Problem. Der STERN von gestern machte auf mit was wohl? Jau! Können Biden und Kamala die USA retten? Ansonsten die übliche grüne Parteipostille. Ein Beitrag zu Ellen Page, jetzt Elliot Page, der sich schlicht eine Mütze aufsetzte, um die langen Haare zu verbergen, und verkündete, daß Ellen nun ein Mann sei. Und statt lesbisch verheiratet ist Elliot nun also heterosexuell verheiratet. Der STERN gratuliert zu dieser mutigen Befreiungsaktion, die Hollywood nun zum zweiten Mal aufmischt! Das erste Mal fand bei Ellens Coming Out als Lesbe statt.

    Eine kleine Ausnahme gab es: nach all den staatstragenden pro-Regierungs-Corona-Service und Ergebenheits-Artikeln bekannte Chefredakteur Florian Gless in seiner „Wort zum Sonntag“-Kolumne erstmals, daß er von den Corona-Maßnahmen die Schnauze voll habe (nicht ganz so drastisch natürlich). Wie das langweilig-erwartbare Aktivisten-Blatt tatsächlich dasteht, finanziell und strukturell, kann man hier ausführlich nachlesen:

    Selber schuld, kann man da nur sagen.

    • Stichwort „Corona“. Bislang war ja der unzuständige Trump für die „Corona“-Toten zuständig, nicht etwa die föderal konstituierten Einzelstaaten, die sehr unterschiedlich agierten. Zuständig war er für Grenzschließungen (schon im Januar 2020 vollzogen), für die Bundeshilfe an die Einzelstaaten (wofür er selbst von Cuomo gepriesen wurde) und für die Organisation und Förderung der Impfstoff-Produktion und deren frühzeitigen Erwerb nebst Verteilung an die Bundesstaaten, wofür er von Freund und Feind gelobt wurde.

      Dämliche „Empfehlungen“ wie Maskentragen und Schulschließungen seines leider Mitglieds der Taskforce, Anthony Fauci, Typ „Drosten“, ignorierte er. Biden hat Fauci übernommen, der nun plötzlich ganz anders tönt:

      Und plötzlich gibt es auch eine Empfehlung für das von Trump promotete Billig-anti-Malaria-Mittel Hydroxychloroquine als Therapeutikum, vor dem zuvor durch mit falschen Daten operierende „Experten“ in Fachzeitschriften warnten, die letztlich dazu gezwungen waren, diese „Expertisen“ zurückzuziehen. Big Tech löschte alle Empfehlungen für Hydroxychloroquine als „fake news“. als ob dort wissenschaftliche Experten am Werk seien und nicht nur Democrats-Unterstützer, die Trump schaden wollten.

      Hier hatte ich geschrieben:

      „Und so entwickelt es sich in den USA: Big Tech meets Biden. Der Deal soll sein: Vorzugsbehandlung gegen Unterstützung.

      Da sieht man, wer das Sagen hat.“
      https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-16/#comment-91468

      Nun bedroht Google Australien:

      Es wird allerhöchste Zeit, gegen die Big Tech-Beschneidung der Meinungsfreiheit als auch deren Erpressungen vorzugehen und den deutschen Sonderweg, diesen Datenkraken auch noch zusätzliche Löschungspflichten unliebsamer Meinungen nebst Kooperation mit Strafverfolgungs-Institutionen aufzuerlegen, ad acta zu legen. Mutmaßlich schätzt die deutsche Regierung das anti-Trump-Bias der Tech Firms, aber langsam ist nun Schluß mit dieser Scharade. Big Tech löscht oder marginalisiert auch linke Kritiker.

      Wie politisiert der dankbare von Biden übernommene „Offizielle“ Fauci ist, belegt dieser Tweet:

      CNN verbreitete Fake News über ein angeblich nicht vorhandenes Trump-Konzept zur Verteilung der Impfdosen:

      Was ja eh Quatsch war, denn die Impfungen laufen seit dem 14.12.2020 sehr erfolgreich, so daß Bidens Prahlerei, in seinen ersten 100 Tagen 100 Millionen Amerikaner impfen zu wollen, sowie schon lange Realität ist – dank Trump:

      Fauci ist der Desinformation von CNN auf CNN (!) auch entgegengetreten:

      Wofür er auch gleich, so vorsichtig er auch formulierte, abgestraft wurde:

      Das galt freilich nur für Trump. Für Biden schaltete CNN sogar seinen Covid-19-Infektions-Tracker ab, der immer am Bildschirmrand lief:

      Der Bauchredner Biden, der der Presse eh ausweicht, hat auf Corona keine Antwort, wenn er dreisterweise mal befragt wird:

      Ein Heuchler ist er allemal:

      Nun ja, jeder weiß, daß Masken nur ein politisches Symbol sind.

      Jen Psaki stammelte, wie wir sie ja kennen, herum:

      Die Corona-Toten in den USA müssen stark bezweifelt werden:

      Bei uns ist es allerdings noch schlimmer: da gilt nicht einmal eine 28-Tage-Frist zwischen Test und Tod: einmal positiv geetestet, immer ein Corona-Toter. Obwohl die Drosten-PCR-Tests nichts über eine Infektion aussagen. Langsam formiert sich bei uns – auch in der Presse – Widerstand gegen das Corona-Narrativ der Politik, das ja zuvor nur „Verschwörungstheoretiker“ angriffen.

      Dazu Morgen mehr.

      • Natürlich gibt es noch die konformen Schreiber wie Juliane Schäuble, die sich wohl nie ändern wird:

        23.1.2021
        16:15 Uhr
        „Wir lassen die Wissenschaft sprechen“
        Anthony Fauci ist ein Symbol für den Bruch mit der Ära Trump
        Immer wieder wurde er in der Coronakrise angefeindet – geblieben ist der US-Seuchenberater Anthony Fauci trotzdem. Seine Expertise ist nun wichtiger denn je.
        Juliane Schäuble
        […]
        Knapp ein Jahr lang ertrug der in unzähligen Krisen gestählte und hoch angesehene Immunologe einen Präsidenten, der sich über den mühsam suchenden Prozess wissenschaftlicher Erkenntnis lustig machte, sich selbst für allwissend hielt und undiszipliniert herausplapperte, was ihm gerade einfiel. Dazu kamen Anfeindungen sogenannter Corona-Leugner und anderer Anhänger von Donald Trump, die vergessen hatten, dass es nicht der Überbringer schlechter Nachrichten ist, den man bestrafen sollte.

        Immer wieder wurde öffentlich spekuliert, ob Trump Fauci feuern werde, ihn bereits entmachtet und mundtot gemacht habe oder dieser selbst bald hinwerfe. Ab April 2020 wurde ihm sogar Personenschützer zugewiesen, ihm, einem Wissenschaftler.

        Doch Anthony Fauci hat sich nicht kirre machen lassen, er ist geblieben. Ab und an gab er Interviews, in denen er mit feiner Ironie durchaus durchblicken ließ, nicht mit allem einverstanden zu sein, was Trump von sich gab. Aber er hat es nie so auf die Spitze getrieben, dass eine Zusammenarbeit unmöglich geworden wäre. Dafür war die Aufgabe zu wichtig.

        Nun steht der Direktor des Nationalen Instituts für Allergien und Infektionskrankheiten auch der Regierung von Joe Biden als Experte im Kampf gegen das Virus zur Seite. Bei seinem ersten Auftritt am Donnerstag im Weißen Haus lässt er keinen Zweifel daran, wie erleichtert er ist, wie befreit er sich fühlt, dass ihn kein Egomane mehr aus dem Oval Office heraus misstrauisch beäugt, in der Angst, dass ihm die Schau gestohlen wird.

        „Man kann einfach sagen: Ich kenne die Antwort nicht“

        Ja, er fühle sich befreit, sagt Fauci, als er von dem Podest aus zu den Journalisten spricht. „Die Idee, dass du hier heraufkommen und über das sprechen kannst, was du weißt, darüber, welche Belege es gibt und wie der Stand der Wissenschaft ist – wir lassen die Wissenschaft sprechen.“ Das sei ein befreiendes Gefühl.

        Auf eine Frage nach einer Beteiligung von Amazon an der Impfstrategie erklärt er schmunzelnd mit erhobenem Zeigefinger: „Wissen Sie: Neu an dieser Regierung ist, dass man nicht irgendwas sagen muss, wenn man die Antwort nicht weiß. Man kann einfach sagen: Ich kenne die Antwort nicht.“
        […]

        https://www.tagesspiegel.de/politik/wir-lassen-die-wissenschaft-sprechen-anthony-fauci-ist-ein-symbol-fuer-den-bruch-mit-der-aera-trump/26843800.html

        Keine Aufklärung über Amazon, keine Aufklärung darüber, wie Fauci die fake news von CNN widerlegte, Trump habe keinen Impfplan hinterlassen, und natürlich sind Joe Biden & Jen Psaki klasse. Berichterstattung aus der Hofschranzenperspektive.

        In Deutschland regt sich freilich was.

        Gunnar Schupelius – Mein Ärger
        Die Politik nimmt autoritäre Züge an, die immer stärker werden

        Gunnar Schupelius
        18. Januar 2021 17:29

        Im Zuge der Corona-Politik werden die Regeln der Verfassung immer länger außer Kraft gesetzt. Die Gewöhnung an die Einschränkung der Grundrechte ist gefährlich für die Demokratie, meint Gunnar Schupelius.

        Dienstag schalten sich die Ministerpräsidenten erneut im Kanzleramt zusammen. Der Regierende Bürgermeister Müller übernimmt die Leitung. Gemeinsam will man den Lockdown fortführen und noch verschärfen.
        Die meisten Grundrechte werden für weitere Wochen eingeschränkt oder außer Kraft gesetzt, zum Beispiel die Freiheit der Person, die Versammlungsfreiheit, die Berufsfreiheit, die Eigentumsfreiheit, die Unverletzlichkeit der Wohnung usw.

        Eigentlich darf Regierung die Grundrechte überhaupt nicht einschränken, es sei denn zur Abwehr einer akuten Gefahr. Dabei muss sie den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit beachten. Dieser Grundsatz unterscheidet uns von autoritären Staaten, er schränkt die staatliche Gewalt ein.
        […]
        Ist der Lockdown erforderlich, geeignet und angemessen?

        Das wissen wir nicht, die Politiker wissen es auch nicht – und wir alle können es nicht wissen, weil auch ein Jahr nach Beginn der Pandemie kaum Daten dazu gesammelt wurden. Genauso wenig wissen wir, ob der angerichtete Schaden gerechtfertigt werden kann, ja, wir wissen nicht einmal, wie groß der Schaden ist und sein wird – auch hier wurde auf Untersuchungen, Erhebungen und Studien entweder verzichtet oder sie werden ignoriert.

        Die Ministerpräsidenten und Merkel verletzen mit großer Routine den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, sie rechtfertigen sich nicht mehr für den Ausnahmezustand, den sie herbeiführen.

        Stattdessen warnen sie vor Gefahren, die sie aber auch nicht genau beschreiben. Erst war es der R-Wert und die drohende Überlastung der Intensivstationen, jetzt ist es der Inzidenzwert und ganz neu das mutierte Virus in England.
        […]
        Die Regeln der Verfassung sind kein Beiwerk, dass man nach Belieben ablegen kann. Sie sind das Rückgrat der Demokratie, das Fundament auf dem wir stehen.

        https://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/die-politik-nimmt-autoritaere-zuege-an-die-immer-staerker-werden

        Und wenn Reitschuster fragt, wird ausgeblendet:

        Nicht „Sommer“, sondern der 21.9. ist jetzt angepeilter Termin für eine „Durchimpfung“ – schreckliches Wort, ähnlich wie „Herdenimmunität“, „Austherapiert“, „Patientengut“ oder das „Vollaufen“ von Kliniken: wieso ist die Medizin eigentlich so menschenfeindlich in ihrem Vokabular? Unbd womöglich nicht nur im Vokabular?

        Sogar bei Illner ging es zur Sache: der Kanzleramtsminister saß zwischen Baum und Borke: hier die kritische Schwesig, dort die No-Covid-Radikalen Sascha Lobo vom SPIEGEL und Melanie Brinkmann, die auf ganzer Linie gescheitert ist.

        Kleine Korrektur: eine Kontrolle gab es nie und kann es auch nicht geben. Ich sage nur: Dunkelziffer. Asymptomatische „Fälle“. Ungeeignetes „Diagnose“-Tool PCR-Test.

        Anmerkung: Datenschützer ist Lobo nicht.

        Höchststrafe!

        Hier gibt es eine vergnüglich zu lesende Rezi:

        Helge Braun völlig hilflos
        Bei Maybrit Illner: Kanzleramtschef abgekanzelt, der Impf-Trödeltrupp unter Beschuss

        Von Elisa David
        Fr, 22. Januar 2021

        Bei Illner darf Helge Braun nicht wie gewohnt die Regierungslinie ungestört rezitieren. Obwohl nur SPD und Spiegel zugegen sind, kriegt er eine Breitseite nach der anderen ab. Völlig hilflos versucht er sich herauszureden, aber es gelingt ihm nicht. Er wird gedemütigt.
        […]
        Es beginnt mit Melanie Brinkmann, Virologin und seit neuestem Merkel-Flüsterer und Regierungsberater. Sie hat genau das herunter gebetet, was Lauterbach in der letzten Sendung auch schon gesagt hatte: dass es fast so wäre, als hätten wir ein neues Virus und dass wir, sollte diese Mutation sich verbreiten, mit unseren jetzigen Maßnahmen nichts mehr erreichen könnten – ich taufe sie auf den Namen Karlanie Brinkbach. Sie plädiert für eine ZeroCovid-Strategie. Schon beunruhigend, die Überlegung, dass Merkel jetzt scheinbar von Karl Lauterbach in weiblich beraten wird.
        […]
        Als dann auch noch Maybrit Illner und Sascha Lobo in die Regierungskritik einsteigen, geht Helge Braun zu Boden. Auf Illners Frage, warum zu den Verhandlungen denn keine kritischeren Wissenschaftler eingeladen wurden, konnte er nur sagen, dass ja völlig inakzeptabel von der Politik wäre, wenn sie sich die Meinungen aussuchte, die sie hören will – und dass sie das ja niemals tun würde.
        […]
        Helge Hilflos weiß nicht, wie ihm geschieht. Mit leerem, leerem, sehr leerem Blick (haben Sie seinen Blick schon mal gesehen? Unglaublich leer) versucht er immer wieder, das Thema zu wechseln, die Frage abzuhaken. Schließlich versucht er das Impfen sogar als „Erfolgsgeschichte“ dazustellen, indem er den Erfolg bei der Erforschung eines Impfstoffs der Bundesregierung anzuheften versucht. Doch damit lässt ihn keiner mehr durchkommen, immer wieder sagt Schwesig, dass die Bundesregierung den Fehler endlich mal eingestehen müsste.

        Braun fühlt sich sichtlich verraten: Jetzt muss ich mich als Bundeskanzleramtschef schon im ZDF kritisieren lassen. Verdammter Laizismus – jetzt gibt es schon eine Trennung zwischen CDU, SPD und Spiegel. Was kommt als nächstes? Will der Bundestag auch noch mitreden?
        […]
        Die Kanzlerin hat in der Konferenz Anfang der Woche verloren, keines ihrer Anliegen konnte sie durchsetzen. Jetzt wird ihr Vertreter in einer Talkshow gedemütigt – und das obwohl das ZDF alles versucht und nur einen Spiegel-Mann eingeladen hat. Nun denn, in Brauns leeren Augen konnte man es förmlich lesen: Das wird ein Nachspiel haben. Merkels allerliebster Liebling ist am Ende hilflos – im regierungstreuen ZDF. Wenn das kein Omen ist.

        https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/bei-illner-kanzleramtschef-abgekanzelt-der-impf-troedeltrupp-unter-dauerbeschuss/

        Auch Drosten gehört natürlich zur Verliererseite. Insbesondere haben es Kollegen von der Charité fertiggebracht, ihm sein Steckenpferd der gefährlichen Kitas und Schulen wegzunehmen:

        21.01.2021, 18:08 Uhr
        Vorläufige Daten der Charité
        Berliner Studie deutet bislang nicht auf Schulen als Infektionstreiber hin
        Berlins Schulstudie ergibt, dass sich Kinder selten in Klassen anstecken. Der zuständige Staatssekretär warnt vor voreiligen Schlüssen – auch wegen Mutationen.
        Hannes Heine

        Nach vorläufigen Analysen der Berliner Charité sind Kinder keine Infektionstreiber – konkrete Schritte zum Öffnen der Schulen lassen sich aus den Daten aber nicht ableiten. Das geht aus einer unveröffentlichten Antwort der Senatswissenschaftsverwaltung auf Anfrage des CDU-Abgeordneten Adrian Grasse hervor, die dem Tagesspiegel vorliegt.
        Für die Corona-Schulstudie der Berliner Universitätsklinik haben Forscher während der Corona-Welle im November 24 Schulklassen untersucht.

        Dabei wurden zehn Sars-Cov-2-Infektionen in acht Klassen entdeckt und beobachtet: Sechs Betroffene waren jeweils Einzelfälle in ihrer Klasse, in zwei Klassen fanden sich je zwei Infizierte. Sieben der zehn Infektionen verliefen asymptomatisch. Nur einige der von Corona betroffenen Schüler infizierten Angehörige ihres Haushaltes.

        Zudem schreibt Wissenschaftsstaatssekretär Steffen Krach (SPD) in der Antwort: „Bei der Nachverfolgung positiver Klassenverbände zeigte sich nach einer Woche keine auf das Schulumfeld zurückzuführende Infektion bei Schülerinnen, Schülern und Lehrkräften, allerdings vier von sieben Infektionen bei Haushaltsmitgliedern, bei denen dies nicht auszuschließen ist.“

        Grob vereinfacht entsprächen die Befunden anderen Studien aus Hessen und Rheinland-Pfalz, aber auch Australien. [recte: weltweit bei Schülern unter 16 Jahrenn] Krach zufolge herrsche an Schulen in Bezirken mit niedrigem sozioökonomischen Status ein höheres Risiko für Infektionen, des Weiteren in Klassen, in denen regelmäßig auf Mund-Nasen-Bedeckungen verzichtet werde.

        Virusmutationen noch nicht in Studie berücksichtigt

        Im Oktober waren erste Ergebnisse der von der Charité langfristig angelegten Schulstudie bekannt geworden. Damals hieß es, auch sieben Wochen nach den Sommerferien seien massenhafte Coronavirus-Infektionen an Schulen und Kitas ausgeblieben.
        In den Bildungseinrichtungen gebe es zwar einzelne Neuansteckungen, die Kinder infizierten sich aber kaum gegenseitig. Eine umfassende Auswertung der Berliner Schul-Daten wird die Charité in den nächsten Wochen vorstellen.
        […]

        https://www.tagesspiegel.de/berlin/vorlaeufige-daten-der-charite-berliner-studie-deutet-bislang-nicht-auf-schulen-als-infektionstreiber-hin/26839758.html

        Das Hoffen auf die Mutante ist wirklich bezeichnend. „Man“ hätte es wohl lieber gefährlich.

        Erstaunlich ist, wie schnell regierungstreue Journalisten für staatliche Propaganda-Tools werben und wie schnell sie sich vom Mantra „Alltagsmasken“ abwenden, das sie zuvor mit heiligem Eifer promotet und im Zuge dessen „Maskengegner“ in die rechte Ecke gestellt haben:

        21.01.2021, 16:21 Uhr
        Pandemie und Orientierung
        Corona braucht eine zentrale Öffentlichkeitsarbeit
        Wo wird geimpft, wo sind Mutanten, was ist offiziell? Gut wäre ein tägliches Bürger-Briefing der Regierung – auch für jene ohne Internet. Eine Kolumne.
        Caroline Fetscher
        […]
        Was soll die neue Pflicht zu bestimmten Masken? Die Antwort wäre jedem klar, der sich gut informiert hat. Bundesweit wird zur Regel, was längst fällig war: das Tragen von FFP2- oder OP-Masken in Bus, Bahn und beim Einkaufen. Hunderttausende hatten nicht verstanden, dass mit symbolischen Lappen aus Baumwolle vor – oder unter! – der Nase Bus fahren nichts anderes ist als Hochrisikoverhalten.

        Offene Fragen zirkulieren wie Aerosole

        Daraus zieht Politik mit dem Aufkommen hochansteckender Virusvarianten die Konsequenzen.
        […]

        https://www.tagesspiegel.de/politik/pandemie-und-orientierung-corona-braucht-eine-zentrale-oeffentlichkeitsarbeit/26840092.html

        Gottlob haben wir jetzt die gefährlichen Mutanten. Was geblieben ist, ist die Bürgerbeschimpfung.

        Fun Fact: weder die medizinischen Masken noch die FPP2-Masken helfen (letztere werden für die allgemeine Bevölkerung eh nicht empfohlen) – das ist wiederum nur Symbolpolitik.

        Es sind Zweifel an der Wirksamkeit der Impfung gerade für alte Menschen über 75 Jahre aufgetaucht; sie stehen in offiziellen Dokumenten, werden von Politik und Behörden aber nicht kommuniziert -: und unsere staatstreuen Journalisten üben lieber skandalisierende Pseudo-Kritik mit dem Ziel, Politiker abzuschießen, so der SPIEGEL gegen Spahn oder gegen Laschet.

        RKI räumt ein: Geringe Evidenz für eine Wirksamkeit der Impfung bei alten Menschen

        Es steht im Kleingedruckten einer 74-seitigen Fachpublikation, die vom Robert Koch-Institut (RKI) am 8. Januar veröffentlicht wurde: Die Wirksamkeit des Biontech-Impfstoffs ist in der Altersgruppe über 75 Jahre „nicht mehr statistisch signifikant“ schätzbar. Aussagen über die Wirksamkeit seien daher „mit hoher Unsicherheit behaftet“, die Evidenzqualität für eine Wirksamkeit bei alten Menschen „gering“. Man darf fragen: Warum empfiehlt das RKI dann die Impfung?
        PAUL SCHREYER, 19. Januar 2021
        […]
        In einer Fachpublikation des RKI, dem „Epidemiologischen Bulletin“, wurden am 8. Januar die Studienergebnisse von Biontech und Moderna, die der amtlichen Zulassung zugrunde liegen, detailliert auf 74 Seiten vorgestellt. Autoren sind die Mitglieder der AG Covid-19 der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim RKI. Offenbar haben viele Journalisten ein gründliches Studium der dort dargelegten Einzelheiten bislang nicht für nötig gehalten. Ansonsten müssten die aktuellen Schlagzeilen anders lauten. Denn das Papier enthält Sprengstoff – der allerdings mit Rhetorik und Fachjargon kaschiert wird.

        „Effektivität der Impfung mit hoher Unsicherheit behaftet“

        So heißt es in dem Dokument mit Blick auf den Biontech-Impfstoff, die Wirksamkeit der Impfung sei bei Menschen ab 75 Jahre „nicht mehr statistisch signifikant“ schätzbar und „mit hoher Unsicherheit behaftet“. Anders gesagt: Inwieweit alte Menschen durch die Impfung vor Corona geschützt sind, ist vollkommen unklar. Im RKI-Papier liest sich das so (S. 27):

        „Der Endpunkt Covid-19-Erkrankung [das Ereignis, das durch die Impfung verhindert werden soll; P.S.] wurde in der Studie als erster primärer Endpunkt (…) erhoben. Tabelle 8 zeigt, dass die Impfeffektivität bezogen auf diesen Endpunkt 95 % betrug. Auch in der altersstratifizierten [nach Alter gestaffelten; P.S.] Analyse zeigten sich vergleichbar hohe Effektivitätsschätzer [Prozentwerte zur Schätzung der Wirksamkeit; P.S.], die allerdings bei kleiner werdenden Altersgruppen bzw. Fallzahlen teilweise weite Konfidenzintervalle [Schwankungsbreite möglicher Messfehler; P.S.] aufwiesen bzw. nicht mehr statistisch signifikant waren. In der höchsten Altersgruppe (≥ 75 Jahre) ist daher eine Aussage über die Effektivität der Impfung mit hoher Unsicherheit behaftet.“

        Die genannte Tabelle ist unten abgebildet (in größerer Auflösung hier auf Seite 27):
        https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/Ausgaben/02_21.pdf?__blob=publicationFile


        Quelle: RKI, Epidemiologisches Bulletin, Ausgabe 2/2021, S. 27
        […]
        Impfstoff laut Studiendesign nicht darauf angelegt, Leben zu retten

        Die vermeintlich 95 prozentige Effektivität – über alle Altersklassen gerechnet – ergibt sich aus einem sehr speziellen Studiendesign: Als erfolgreich gilt der Impfstoff nicht etwa, wenn er eine schwere Erkrankung, eine Krankenhauseinweisung oder gar den Tod verhindert, sondern bereits dann, wenn er eine simple Covid-19-Infektion verhütet, die bekanntlich in den meisten Fällen symptomfrei verläuft. Das hatte bereits im Oktober vergangenen Jahres Peter Doshi, Mitherausgeber der medizinischen Fachzeitschrift The BMJ (vormals „British Medical Journal“) kritisiert.

        Es bedeutet, dass es Biontech und Moderna zur Behauptung der Wirksamkeit im Wesentlichen ausgereicht hat, zu messen, dass Menschen in der Placebo-Gruppe „einen Husten und einen positiven PCR-Test haben“, so Doshi, und nicht etwa, dass diese Nichtgeimpften auch schwer erkrankten. Das Ziel – die Impfstoffzulassung – ist so natürlich viel leichter zu erreichen.

        Grenzt man das Ziel der Impfung sinnvollerweise aber so ein, dass tatsächlich eine schwere Erkrankung verhindert wird (was wohl als grundsätzlicher Zweck einer Impfung gelten kann und was Regierung und Medien auch seit Wochen in ihren öffentlichen Aussagen nahelegen), dann weist die Studie beim Biontech-Impfstoff nur noch eine Effektivität von 75 % aus (S. 27, Tabelle 8, dritte Zeile von unten). Doch auch dieser Wert steht unter dem Vorbehalt einer extrem hohen Schwankungsbreite, wiederum begründet in der niedrigen Zahl untersuchter Fälle.

        Konkret: Von den mehr als 20.000 geimpften Studienteilnehmern erkrankte einer schwer, aus der ebenso großen Placebo-Gruppe waren es vier. Aus dem Verhältnis von eins zu vier ergibt sich die vermeintliche „75 % Effektivität“. Hypothetisch bedeutet das aber auch: Wäre von den über 20.000 Geimpften nicht einer, sondern wären zwei Menschen schwer erkrankt, dann läge die rechnerische Wirksamkeit, eine schwere Erkrankung zu vermeiden, nur noch bei 50 %. Man muss es deutlich sagen: Auf so wackligen Zahlen ruht die internationale Impfkampagne. In der EU wurde der Biontech-Impfstoff auf dieser Grundlage am 21. Dezember zugelassen.
        […]
        Ergänzung 20.1.: Boris Reitschuster hat die hier zusammengetragenen Informationen in einem eigenen Beitrag aufgegriffen
        https://reitschuster.de/post/corona-impfung-explosives-im-kleingedruckten/

        und heute auch auf der Bundespressekonferenz die Regierung dazu befragt. Die Antwort des Sprechers von Jens Spahn kann man sich hier anschauen.

        […]

        https://multipolar-magazin.de/artikel/geringe-evidenz-impfung

        Und flugs nachgehakt:

        Zweifel an Wirksamkeit des Impfstoffs: Ministerium weicht aus, Medien schweigen

        Multipolar berichtete am Dienstag über ein Papier des Robert Koch-Institutes (RKI), wonach die Qualität des Nachweises für eine Wirksamkeit der Impfstoffe von Biontech und Moderna, eine schwere Covid-19-Erkrankung zu verhindern, „sehr gering“ sei. Bei einer telefonischen Nachfrage dazu legte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums mitten im Gespräch auf. Ein anderer Sprecher antwortete kurz darauf schriftlich, allerdings ausweichend.
        PAUL SCHREYER, 22. Januar 2021,
        […]
        Multipolar sandte am Mittwoch eine schriftliche Anfrage dazu an das Ministerium:

        „• Inwieweit hält es die Bundesregierung für vertretbar, einen Impfstoff an eine Bevölkerungsgruppe auszureichen, dessen Wirksamkeit für diese Gruppe in der Studie zwar rechnerisch ausgewiesen, laut RKI aber „nicht mehr statistisch signifikant“ schätzbar, „mit hoher Unsicherheit behaftet“ und von „geringer Evidenzqualität“ ist?
        • Warum werden diese (gravierenden) Einschätzungen des RKI nicht im Rahmen einer Pressekonferenz sowie in Medienauftritten des Ministers öffentlich gemacht?
        • Laut dem RKI-Papier liegt die Effektivität des Biontech-Impfstoffs, eine schwere Covid-19-Erkrankung zu verhindern, über alle Altersgruppen gerechnet, lediglich bei 75 %, wobei die Schwankungsbreite des Messfehlers („Konfidenzintervall“) aufgrund einer ungewöhnlich niedrigen Zahl der Infizierten in beiden Studienhälften (Impfstoff- / Placebo-Gruppe) von eins (!) und vier (!) mit -152,6 bis +99,5 % ausgewiesen wird – die Zahl also in keiner Weise belastbar ist. Warum werden auch diese Zahlen nicht in gebotenem Maße öffentlich kommuniziert und inwieweit rechtfertigen sie aus Sicht der Regierung eine flächendeckende Ausreichung dieses Impfstoffes an die Bevölkerung?“
        […]
        Im Laufe des Nachmittags meldete sich dann Ministeriumssprecher Sebastian Gülde schriftlich und teilte mit: „Aus der Tatsache, dass nicht alle Altersgruppen in gleich hoher Zahl in die klinischen Prüfungen eingeschlossen worden sind, kann nicht abgeleitet werden, dass der Impfstoff nicht wirken würde“ – was so allerdings auch nicht behauptet worden war. Die konkreten Fragen beantwortete der Sprecher von Jens Spahn nicht, sondern schrieb abschließend lediglich, die „konkrete Formulierung der Zulassung seitens der EMA sowie der STIKO-Empfehlung zu weiteren Impfstoffen“ bleibe „abzuwarten“.
        […]

        https://multipolar-magazin.de/artikel/zweifel-an-wirksamkeit

        M.W. nahmen nicht nur keine Unter-16-Jährige, sondern auch keine Schwangere an der Zulassungsstudie teil. Insoweit gibt es auch keine Einschätzung von Nebenwirkungen.

        Und es wird schon diskutiert, ob die Impfung für Hochbetagte (insbesondere bei moribunden) überhaupt sinnvoll ist.

        21.01.2021, 20:40 Uhr
        Hochbetagt, geimpft, verstorben
        Gesundheitsbehörden untersuchen Todesfälle nach Covid-19-Impfung

        In vielen Ländern erhalten jetzt alte Menschen eine Covid-19-Impfung. Einige starben kurz danach. Sind jetzt Konsequenzen nötig?
        Patrick Eickemeier
        […]

        https://www.tagesspiegel.de/wissen/hochbetagt-geimpft-verstorben-gesundheitsbehoerden-untersuchen-todesfaelle-nach-covid-19-impfung/26835310.html

        • So, ich habe auch noch ein paar gute Sachen gefunden in der letzten Zeit:

          „Schwarzes Leben, weiße Privilegien?: Zur Kritik an Black Lives Matter

          Was bei der Bewegung „Black Lives Matter“ (BLM) ursprünglich als Protest gegen Polizeigewalt begann, ist längst zu einem neuen Kulturkonflikt geworden. Im Zentrum steht die Annahme, dass unsere Gesellschaft von einem latenten Rassismus durchdrungen sei. Statt sich mit konkreten Fällen rassistischen Hasses zu beschäftigen, konzentrieren sich die Aktivisten auf Symbole. Am Pranger stehen alle möglichen Objekte, Namen, Traditionen und Sprachgepflogenheiten, die von ihnen als diskriminierend empfunden werden. Der oft selbstgerechte, anklagende Ton sowie die scharfe Trennung zwischen Schwarzen und Weißen lassen diesen neuen Antirassismus autoritär und zensorisch erscheinen. Wie die Beiträge in diesem Band zeigen, sprechen die Aktivisten jedoch keinesfalls für „alle Schwarzen“. Immer mehr Kritiker weisen darauf hin, dass BLM nicht nur die Gesellschaft spaltet, sondern auch auf fragwürdigen historischen Prämissen beruht.“

          dann:

          „Gute Hetze, böse Hetze
          VON ALEXANDER MARGUIER am 23. Januar 2021
          In einem Gespräch mit dem „Spiegel“ lässt der Virologe und Regierungsberater Christian Drosten zu, dass zwei seiner Kollegen von den Interviewerinnen diffamiert werden. Der Fall zeigt allzu deutlich, mit welchen Bandagen inzwischen im Streit um die Deutungshoheit gekämpft wird.
          https://www.cicero.de/innenpolitik/diffamierung-drosten-streeck-schmidt-chanasit-spiegel-social-media?“fbclid=IwAR0SAnfOQcIwIvjDzQCNxNqd5oY7JEoGuGm2S-_5Yo7XpGbjj1fKK_IESNE

          dann:

          „Prof. Christoph Lütge im Interview – “Menschen sterben ja nicht nur am Virus”
          Die ZeroCovid-Kampagne sei “völlig illusorisch”. Im Kontrovers-Interview warnt Prof Christoph Lütge, Mitglied im Bayerischen Ethikrat, vor den möglichen Kollateralschäden eines harten Lockdowns und fordert eine andere Teststrategie.“
          Quelle: BR Fernsehen, 20.01.2021

          dann:

          „Das Covid-Kommando: Corona bringt ans Licht, wie autoritär Deutschlands Linke ist
          Wir gehen in die dritte Phase der Pandemie, die ihrer Politisierung. Das neue Feindbild: der Unternehmer als Infektionsrisiko. Die neue Gesellschaft: ein wenig wie die DDR, aber dafür 100 Prozent virusfrei und mit Homeoffice.“
          https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-das-covid-kommando-corona-bringt-ans-licht-wie-autoritaer-deutschlands-linke-ist_id_12900536.html

          dann:

          „Warum sie Trump bald vermissen werden
          Mehrere Hundert Amerikaner sind gestern an Covid-19 gestorben auf Grund des inkompetenten Krisenmanagements von Präsident Joe Biden.

          Warum eigentlich lesen wir solche Schlagzeilen nicht? Ach ja, Biden macht alles richtig. Er hat von Trump ein fürchterliches Erbe übernehmen müssen. Es ist die perfekte Ausrede. Für alles.“
          https://www.weltwoche-daily.ch/beitrag/warum-sie-trump-bald-vermissen-werden/

          Morgen dann noch ein bisschen mehr!

  3. Einige news vom Gruselkabinett der neuen Obama 3.0 Administration:

    Der erste Platz geht an die Ratcliffe Nachfolgerin: sie, der ’superstar‘, wurde noch gestern Abend vom Senat bestätigt:

    https://edition.cnn.com/2021/01/20/politics/avril-haines-confirmation-vote/index.html
    [-]
    „The director of national intelligence is the president’s top intelligence official and leads an agency that coordinates the entire intelligence community, a total of 17 agencies and organizations.“
    {-]
    Ratcliffe hatte noch die Space Force als 18. IC Mitglied aufgenommen, ist CNN ignorant oder lässt Biden die wieder außen vor?.
    https://intelligencecommunitynews.com/u-s-space-force-becomes-18th-ic-agency/

    John Ratcliffe
    @DNI_Ratcliffe
    Previously led 18 agencies of U.S. intelligence community as Director of National Intelligence. Former Member of Congress. Former U.S. Attorney. Grateful Texan.

    Nicht ganz unpassend dazu:

    Sagte ich es nicht! Welch ein Glück für die vermutlich kriminelle Biden Familie….

    • Es ist ja nicht weiter schlimm, daß das Swamp Creature Avril Haines als DNI mit nur 10 Gegenstimmen im Senat bestätigt wurde. Viel schlimmer ist ja, wieso der konservative Senator Cotton zunächst gegen sie opponierte:

      Following a review of the Senate Intelligence Committee’s „torture report“ in 2013, Wyden noted at Wednesday’s hearing that the CIA recommended broadening accountability reviews to include „systemic failures in accountability for individuals who were responsible for the failures.“

      „Do you agree with this recommendation, and if you are confirmed would you seek to apply it to the intelligence community?“ Wyden asked.
      „Yes, senator, I agree with the 2013 recommendation that the Central Intelligence Agency indicated and to broaden the approach of accountability review boards that the report identified,“ Haines responded.

      Cotton, who did not question Haines during the open hearing Tuesday, asked Haines to clarify her answer during the Senate Intelligence Committee’s subsequent closed session, he said. He submitted a question in writing afterward.

      „During the subsequent closed session, you clarified that, if confirmed, any changes to the structure of accountability review boards or other administrative procedures would be forward looking, and that you would not re-litigate the conclusion of the CIA review into the rendition program or the Obama Administration’s closure of related investigations,“ Cotton asked Haines. „Can you confirm that you will not reinvigorate efforts to prosecute, take administrative action against, or prejudice in any future promotion or selection panels any CIA officer involved with that program under DOJ guidance and Presidential direction?“

      Cotton said he received sufficient assurances from Haines to lift the hold on her nomination. „I’m ready to vote on this nomination,“ he said.

      https://edition.cnn.com/2021/01/20/politics/avril-haines-confirmation-vote/index.html

      Kurz und gut: Cotton wollte sichergestellt haben, daß kein CIA-Agent, der an Folter beteiligt war, verfolgt wird. Das hat sie wohl zugesichert. Es wird einem schlecht.

      Interessant an dem CNN-Artikel: seit Mittwoch sind die Democrats Georgia-Senatoren „seated“. Was aber, sollte zwischen McConnell und Schumer keine Einigung herbeigeführt werden, bedeutet, daß die Komitees weiterhin wie in der vorigen Legislaturperiode von Republikanern beherrscht sein werden. Nun, da gibt es zwischen zwei Taktikern viel zu verhandeln. Das ist genau der Washington Swamp, den nun wirklich alle verachten: kaum eine Institution ist so verhaßt wie der Kongreß.

      Logo bleibt Wray FBI-Chef. Er hat seine Fähigkeit, den Ruf des FBI zu verteidigen, unter Trump so glanzvoll wie geschmeidig vertreten, so daß Trump ihn nicht feuerte. Er hat nicht aufgeräumt und steht nun bereit, weiter – wie Comey – politische Verfolgug zu betreiben.

      @ Angelika Roll:
      „Nooch ein Brief……. unglaublich ! Wir sind weder voll drin im RUSSIA RUSSIA RUSSIA Wahn.. – Psakis tägliche briefings sind ebenfalls ein Grauen.
      Sagten Sie nicht gerade erst McCarthy ?“
      https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-16/#comment-91475

      Ja. Sagte ich. Aber da meinte ich nicht Greenwalds vollkommen berechtigte Verteidigung von Parler, sondern die Zensur-Maßnahmen und Sprachregelungen der Dems, was Identity Politics angeht:

      „Lübberding rechnet mit derlei Intellektuellen ab:

      Warum diese Grundsätze einer liberalen Demokratie ihren Sinn haben, bewies die in Amerika lehrende Politologin Cathryn Clüver Ashbrook. Sie sprach von der „Hitler-Goebbelschen großen Lüge“, weil Trump bis heute nicht die Legitimität des Wahlergebnisses anerkennt. Der Moderator meinte zwar anschließend, solche Vergleiche gingen „immer schief, das war einzigartig.“ Das ist allerdings ein Irrtum. Selbstredend kann man alles mit allem vergleichen, man sollte nur die Unterschiede zur Kenntnis nehmen.

      Wer glaubt ernsthaft, dass ein Hitler oder Goebbels einen solchen dilettantischen Umsturz versucht hätten, wie ihn einige hundert Fanatiker am 6. Januar mit der Stürmung des Kapitols in Washington unternommen haben?
      […]
      „Hass und Hetze“

      Wahrscheinlich werden solche Gleichsetzungen von vielen Amerikanern aus dem Trump-Lager trotzdem als „Hass und Hetze“ interpretiert. Sie setzen auch nur fort, was immer beklagt wird: Die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft in feindliche Lager. Wer will sich schon mit Menschen verständigen, die einen als Sympathisanten von Hitler und Goebbels definieren? Ingo Zamperoni hatte schon vor den Präsidentschaftswahlen versucht, diese kulturellen und ideologischen Gräben für uns ignorante Deutsche sichtbar zu machen. Trump, und das unterscheidet ihn zweifellos von Hitler und Goebbels, werde „nach Jahrzehnten der erste republikanische Präsident sein, der keinen Krieg oder Waffengang angezettelt“ habe. Selbst die Gruppen vor dem Kapitol am 6. Januar gehörten aber zu Amerika, so der Tagesthemen-Moderator.
      […]
      Trotzdem glauben weiterhin viele republikanische Wähler nicht an faire Wahlen, wie Zamperoni deutlich machte. Das ist zwar ein Widerspruch, aber entspricht der amerikanischen politischen Kultur. Die Manipulationsanfälligkeit des amerikanischen Wahlsystems führte schon immer zu innenpolitischen Konflikten, die etwa in Deutschland undenkbar wären.
      […]
      Das hatte natürlich etwas mit dem zu tun, was Karnitscheg als die „Neuerfindung der Demokraten nach Trump“ beschrieb. Das wird nicht deren Orientierung am Despoten Josef Stalin sein, um einmal die Liste der unsinnigen Gleichsetzungen zu vervollständigen. Vielmehr beschrieb Frau Ashbrook sehr genau, worum es in den kommenden Jahren in den Vereinigten Staaten gehen wird: Es finde „ein Machtkampf zwischen einer weißen Minderheit und einer multikulturellen und multiethnischen Supermacht“ statt. Das habe es so auf der Welt noch nie gegeben. Amerika sei „auf dem progressivsten Weg ihrer eigenen Geschichte.“

      Der privilegierten weißen Ostküsten-Intellektuellen geht es aber nicht um die Gleichstellung von Minderheiten, sondern um die Durchsetzung einer Ideologie namens Multikulturalismus. Dafür braucht man Feindbilder: Baerbock brachte das gut auf den Punkt, als sie vom Trumpismus als einem Gift sprach, das sich in die Gesellschaft eingefressen habe. Sie sprach auch von Faschismus, Sexismus und der wehrhaften Demokratie. Letzterer Begriff gehörte traditionell zum Arsenal der politischen Rechten, um Grundrechte einzuschränken. Zum Glück wird aber Frau Ashbrook wegen ihrer Hitler/Goebbels/Trump-Gleichsetzung keine Einladung vor einem Ausschuss des amerikanischen Kongresses zur Untersuchung unamerikanischer Umtriebe fürchten müssen. Die Meinungsfreiheit ist schließlich ein amerikanisches Anliegen, wenn man nicht gerade Joseph McCarthy heißt.
      […]

      https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik-hart-aber-fair-gewaehrung-von-grundrechten-als-belohnung-17153385.html

      Aber in eine McCarthy-Ära werden Sprachvorgaben und Cancel Culture im Bund mit Big Tech führen, so viel ist jetzt schon sicher.“
      https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-16/#comment-91464

      Weshalb ich wiederum auf Mark Smith zurückkomme:

      „Ich bringe mal noch ein paar Tweets, die mir in der letzten Zeit gut gefallen haben und man unter die Rubrik „Die Welt spinnt“, subsumieren könnte.“
      https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-16/#comment-91465

      Dazu gehört auch dieser Tweet:

      Anti-Kolonialismus schlägt universelle Menschenrechte, die ja eh eine weiße Erfindung sind. Der afrikanische Anti-Kolonialist Mbembe wird wiederum verfolgt, weil er Israel als Apartheid-System anprangert und daher antisemitisch ist.

      Reaktionen auf die Porno-Forscherin Aktivistin Madita Oeming, die merkwürdigerweise als Professorin in Paderborn tätig ist (aber der Niedergang der Universitäten zum Hort von Ideologien wie seinerzeit beim Fach „Marxismus-Lenimismus“ ist ja nicht mehr aufzuhalten):

      Über das letztere Phänomen der „multiracial whiteness“ hatte ich ja schon informiert:

      https://www.foxnews.com/media/washington-post-op-ed-panned-for-invoking-multiracial-whiteness-to-explain-trumps-support-among-minorities

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-16/#comment-91423

      Alle Minderheiten, die nicht für die Democrats sind, sind demnach „white“.

      Da Biden für den sozialen Status von Minderheiten Nullkommanichts ändern wird, anders als Trump, wird sich seine Administration auf derlei Virtue Signalling beschränken:

      „“Mx ist für nonbinäre Personen gedacht, die sich als weder/noch definieren.“

      GLAAD, an organization that advocates against the derogatory coverage of LGBTQ people in media and entertainment, posted a screenshot of the pronoun options to Twitter on Wednesday afternoon.
      Furthermore, while declaring one’s pronouns isn’t required, a person’s prefix is. Alongside the traditional “Mr.,” “Ms.,” “Mrs.,” and “Dr.,” another option provided under the prefix tab is “Mx.” There are also options for “other (please specify)” and “none.”
      Conservative political commentator Ben Shapiro poked fun at the Biden administration for the change.

      “The administration that values objectively verifiable facts has begun!” he tweeted, sharing GLAAD’s post.

      https://saraacarter.com/biden-admin-adds-gender-pronouns-to-wh-website-contact-form/

      Es wird sehr furchtbar werden.“
      […]
      https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-16/#comment-91462

      Identity Politics, Political Correctness und Cancel Culture sind ein und dasselbe. Ab und zu gibt es noch Leitmedien, die einer Feministin gegen Hatespeech-Vernichtungswünsche einer Trans-Lobby beistehen:

      J. K. Rowling: Wenn aus Liebe Hass wird

      Ist die „Harry Potter“-Autorin J. K. Rowling transfeindlich? Die heftigen Vorwürfe gegen ihren neuen Krimi „Böses Blut“ sind hanebüchen.
      Von Ronald Düker
      6. Januar 2021, 16:57 Uhr Editiert am 10. Januar 2021, 5:34 Uhr DIE ZEIT Nr. 2/2021, 7. Januar 2021
      […]
      Das von den Trans-Aktivisten skandalisierte Detail liefert dabei die Figur des Serienkillers Creed: Er ist ein heterosexueller Mann, der Frauen entführt, gefoltert und enthauptet hat – wobei es nicht die Grausamkeiten sind, die der Autorin nun angelastet werden. Es geht um die Verkleidung des Täters: „Dennis Creed“, so heißt es im Roman, „war ein sorgfältiger Planer, ein Genie der Täuschung in einem gepflegten weißen Lieferwagen, in einem rosa Mantel, den er Violet Cooper gestohlen hatte, und manchmal mit einer Perücke, die einem betrunkenen Opfer gerade lang genug eine vage weibliche Erscheinung vorgaukelte – bis Creeds Pranken ihm den vor Entsetzen weit aufgerissenen Mund zuhielten.“

      Nun könnte man Rowlings literarische Schlichtheit bemängeln oder den vielleicht schamlosen Griff in die Mottenkiste eines Genres, das schon verstörendere männliche Mörder in Frauenkleidern hervorgebracht hat. Zum Beispiel Norman Bates in Alfred Hitchcocks Psycho, oder Buffalo Bill im Schweigen der Lämmer von Jonathan Demme; beide Filme fußen auf Romanvorlagen und erinnern an den historisch verbürgten Serienkiller Ed Gein, einen sexualpathologischen Härtefall. Im Gegensatz dazu hebt Rowling die Rationalität ihrer Killerfigur beinahe penetrant hervor: Perücke und Damenmantel dienen hier einem strategischen Täuschungsmanöver, weshalb von einem Crossdresser, geschweige denn einer Transfrau nicht die Rede sein kann.
      […]
      Andere Frage: Woher die Heftigkeit, mit der die einstigen Harry Potter-Fans nun reagierten? Sie könnte an Harry Potter liegen. Diesem Roman-Universum, das seine Leser mit Haut und Haaren aufsog, bis ihnen jede Distanz zum Kunstgemachten, jeder Unterschied zwischen Lesen und Leben abhandenkam. Kaum eine andere literarische Mythologie hat eine derart ausufernde Fan-Fiction angestoßen. Als Rowlings Zauberlehrlinge schrieben die Leser ihre Romane im Internet weiter, sodass sich die Welt der Elfen, Hexen und magischen Transgressionsapparate unendlich ausdehnte, und zwar häufig so, dass die ursprünglich heterosexuell angelegten Figuren zu sexuell neuen Identitäten umgedichtet wurden – ein Fan-Fiction-Subgenre, für das es einen Fachbegriff gibt: Slash. Es sind, man ahnt es, heiliger Ernst und unerbittliche Selbstfindung in all diesem Tun.

      Viel love, viel hate. Transgender und Harry Potter bilden Identifikationswelten, aus denen sich nicht heraustreten lässt. Wo sie sich verschränken, entsteht eine neuralgische Zone, die keinen Angriff verträgt, schon gar nicht den der Übermutter. J. K. Rowlings Fall musste ein tiefer sein. Der deutsche Harry Potter-Verlag ist immerhin noch nicht alarmiert. Es sieht, so heißt es bei Carlsen, so aus, als habe es im letzten Jahr keine Umsatzeinbußen gegeben.

      https://www.zeit.de/2021/02/j-k-rowling-transfeindlichkeit-boeses-blut-krimi-vowuerfe-harry-potter

      Und natürlich habe die „RIP“-Wünsche dieser Haß-Community in Deutschland Null Einfluß auf den Erfolg ihres unter dem Pseudonym Robert Galbraith veröffentlichten Romans „Böses Blut“.

      Ansonsten gibt es viele Nachrichten von Identity Poltics dieser Tage, die jeden gegen jeden aufhetzen und einfach nur „unter die Rubrik „Die Welt spinnt““, wie Mark Smith sagt, fallen.

      Auf die leichte Schulter zu nehmen sind sie dennoch nicht.

      Familie schreibt Geschichte
      Piper ist das erste Kind der Welt, das drei Väter hat

      8.01.2021, 08:15 Uhr
      Ian Jenkins, Alan Mayfield und Jeremy Hodges leben in einer Dreier-Beziehung. Seit drei Jahren sind sie Eltern – und zwar gemeinsam. Tochter Piper ist das erste Kind, auf dessen Geburtszertifikat offiziell drei Väter eingetragen sind. Sehen Sie die Geschichte im Video.

      https://www.stern.de/familie/news-im-video–piper-ist-das-erste-kind–das-drei-vaeter-hat-30001588.html

      Was ist daran progressiv oder auch nur bemerkenswert – außer daß hier das Kernfamilienmodell und die Verdammung der Leihmutterschaft als rückständig gekennzeichnet werden soll. Der „dritte Vater“ hat absolut gar nichts mit dem Kind zu tun, und daß er in einer homosexuelllen Gemeinschaft mit den „Vätern“ lebt, tut absolut nichts zur Sache. Aber in Kalifornien haben wir Democrats-Richter, die jeden Zeitgeist-Pups veredeln.

      In Berlin wurde eine 35%-Quote für Menschen mit Migrationshintergrund bei Einstellung in den öffentlichen Dienst vereinbart. Ich hatte mich gefragt, wie sich diese Quote mit der Frauenquote verträgt. Hier die Antwort:

      Da wird also eine Opfer-Selektion vorgenommen. Interessant.

      Mehr an Gaga? Selbstverständlich:

      12.01.2021, 18:48 Uhr
      Ausladung der „Hitler-Transe“
      Nina Queer als Dschungel-Kandidatin gestrichen – wurde sie falsch verstanden?
      Dragqueen Nina Queer ist enttäuscht vom Verhalten des Dschungelshow-Senders RTL. Die Schuld für ihre Ausladung sieht sie aber an anderer Stelle.
      Kurt Sagatz Nadine Lange
      […]
      Drei Tage später – und nur vier Tage vor dem Start dem Start der RTL- Dschungelshow am Freitagabend – hat der Sender am Montag einen Kandidatenwechsel angekündigt, der überraschen muss.
      […]
      „Vor dem Hintergrund aktueller Diskussionen und unserer Haltung, jegliche Form von Antisemitismus, Rassismus sowie Diskriminierung klar zu verurteilen, können und wollen wir jemanden, der sich selbst ,Hitler-Transe‘ nennt, keine Plattform in einer Unterhaltungssendung bieten“, gab RTL-Geschäftsführer Jörg Graf als Grund für die Ausladung an. „Wir erkennen Nina Queer als Künstlerin an, aber wer öffentlich solche Begrifflichkeiten wählt, ob als bloße Provokation gedacht oder nicht, dem wollen wir konsequenterweise keine Bühne bieten.“

      Post von der Anwältin

      Nina Queer schreibt dazu in einer Mail an den Tagesspiegel: „Ich bin enttäuscht, dass man ohne Recherche oder Gespräch mit mir diese Entscheidung getroffen hat. Denn nicht nur die Vorwürfe sind falsch, auch ist meine Aussage aus dem Kontext gerissen.“ Ihrer Meinung nach, hat ihre ehemalige Freundin Desiree Nick den Sender gegen sie aufgebracht, indem sie ihn „mit einem Instagram-Posting konfrontierte, in dem steht, ich wäre die ,selbsternannte Hitler-Transe‘ und eine Rassistin.“ Frau Nick werde werde bald Post von ihrer Anwältin bekommen.
      […]
      Nina Queers Aussage wurde in der Tat aus dem Zusammenhang gerissen. Dass sie sich gegenüber dem Tagesspiegel im vergangenen Jahr als „Hitler-Transe“ bezeichnet hatte, war ihre sarkastische Reaktion auf eine Debatte um einen Facebook- Post, den sie 2017 verfasst hatte. Nachdem ein schwules Paar in Neukölln von fünf Jugendlichen angegriffen worden war, schrieb sie über die Täter, die offenbar einen Migrationshintergrund hatten: „Sofort abschieben. Ob in Deutschland geboren oder nicht. Wer Stress haben will, für den lässt sich doch bestimmt ein tolles Kriegsgebiet finden.“

      Als das als rassistisch angegriffen wurde, sagte sie, sie habe „unglücklich formuliert“, heute schreibt sie: „Die emotionale Wortwahl des Beitrags kurz nach dem Angriff habe ich bedauert und mich dafür entschuldigt.“ In der queeren Community ist sie jedoch seither höchst umstritten, was man bei einer kurzen Internet-Recherche hätte herausfinden können. Falls dies unterblieben ist oder RTL die Brisanz der Debatte unterschätzte, fragt sich, wie naiv der Sender ist.
      […]

      https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/ausladung-der-hitler-transe-nina-queer-als-dschungel-kandidatin-gestrichen-wurde-sie-falsch-verstanden/26791212.html

      Der Tagesspiegel hat ja eine Extra „Queer“-Abteilung, in der sie Diversity feiert.
      Was nicht heißt, daß diese Abteilung nicht auch zurückschlagen kann, werden die Promoteten aufmüpfig:

      14.01.2021, 12:33 Uhr
      In eigener Sache
      Klarstellung zu einer falschen Behauptung von Nina Queer
      Die Berliner Dragqueen Nina Queer hat behauptet, dass ein Tagesspiegel-Mitarbeiter ihr die Bezeichnung „Hitler-Transe“ in den Mund gelegt habe. Das ist nicht wahr.
      […]
      Diese Darstellung, unser Autor habe den Begriff als erster benutzt, ist falsch. Ganz im Gegenteil war es Nina Queer, die von sich aus den Begriff als Selbstbezeichnung in dem Gespräch gewählt hat – ganz so, wie von Sebastian Goddemeier in seinem Text beschrieben wurde. Die Formulierung wurde auch nicht aus dem Zusammenhang gerissen.
      https://www.tagesspiegel.de/berlin/dragqueen-nina-queer-dann-bin-ich-eben-die-erstehitler-transe/25884548.html

      Das ist auf Band so dokumentiert. In einer Mail an uns, in der Nina Queer zu ihrer Ausladung beim RTL-„Dschungelcamp“ Stellung nahm, hat sie Goddemeiers Darstellung am Dienstag übrigens nochmal bekräftigt. Inzwischen hat Nina Queer auf unsere Bitte hin die Behauptung von ihrem Facebook-Profil gelöscht und uns um Entschuldigung gebeten. (Qsp)

      https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/in-eigener-sache-klarstellung-zu-einer-falschen-behauptung-von-nina-queer/26795134.html

      Humor und Satiere bleiben bei dem Regime der Political Correctness eh auf der Strecke:

      14.01.2021, 17:14 Uhr
      Nach Austritt des EU-Abgeordneten Nico Semsrott
      Auch „Die Partei“ steht nicht über den Dingen
      Eigentlich will „Die Partei“ der Politik den Spiegel vorhalten. Doch sie kämpft mit ähnlichen Problemen wie die etablierte Konkurrenz.
      Paul Starzmann

      Es kommt nicht oft vor, dass sich Martin Sonneborn öffentlich zerknirscht zeigt. Eigentlich pflegt der Satiriker und Europaabgeordnete der Spaßpartei „Die Partei“ ein ganz anderes Image: Frech und angriffslustig tritt er in der Regel auf – als einer, der alles nicht so ernst nimmt. „Mahlzeit, Frau Merkel!“, begrüßte er einmal die Kanzlerin in einer Rede vor dem EU-Parlament.

      In dieser Woche sah sich Sonneborn gezwungen, andere Töne anzuschlagen, ernst und ohne „Zwinker-Smiley“, wie er ihn sonst in seine Beiträge in den sozialen Medien einbaut. Er habe die Wirkung seiner jüngsten PR-Aktion „unterschätzt“, schrieb er bei Twitter. Ihm sei nicht bewusst gewesen, „dass sich davon jemand rassistisch diskriminiert fühlen könnte“. Das tue ihm leid.

      Gemeint war damit ein vorgeblich in China gedrucktes T-Shirt mit der Aufschrift „Au Widelsehern, Amlerika!“, in dem sich Sonneborn kürzlich fotografieren ließ. „Bei der Gestaltung dieses Shirts habe ich mich sprachlicher Stereotype bedient und billige Klischees aufgenommen“, gab er nun zu.
      […]

      […]

      […]
      Der Bundestagsabgeordnete Marco Bülow, Ex-SPD-Mann und seit November „Partei“-Mitglied, twitterte mit Blick auf den aktuellen Fall: „Was als Rassismus empfunden wird, bestimmen vor allem die Betroffenen.

      https://www.tagesspiegel.de/politik/nach-austritt-des-eu-abgeordneten-nico-semsrott-auch-die-partei-steht-nicht-ueber-den-dingen/26818016.html

      Ganz gewiß gab es keine Chinesen im Twitter-Sturm gegen Sonneborn. Und klar ist: Semsrott ist erklärtermaßen depressiv:

      https://nicosemsrott.eu/de/my-work/humorlose-erklarung-warum-ich-aus-die-partei-austrete

      Glücklicherweise gibt es ab und zu noch Widerspruch:

      09:51 Uhr
      Kampf gegen Rassismus
      Wenn Weiß-Sein zum Makel gemacht wird
      Der Kampf gegen Rassismus ist für manche zum Geschäftsmodell geworden – und das bewirkt dauernden Empörungsnachschub. Das ist der falsche Weg. Ein Kommentar.
      Fatina Keilani
      […]
      Im Jahr 2021 wird die Frage diskutiert, ob die Israelin Gal Gadot in einer geplanten Neuverfilmung Kleopatra verkörpern darf – obwohl sie weiß ist. (Dass sie Israelin ist, hilft auch nicht gerade.) Es sei doch viel angemessener, die Rolle mit einer Afrikanerin zu besetzen.
      https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/darf-eine-weisse-kleopatra-spielen-gal-gadot-verteidigt-sich-gegen-whitewashing-vorwuerfe/26763826.html
      Dabei war Kleopatra als Makedonierin im Prinzip Griechin, warum sollte sie wie eine Afrikanerin aussehen? Jedes Kind würde heute zudem sagen: „Juckt doch niemanden, ob sie weiße, braune oder grüne Haut hat, Hauptsache, sie kann die Rolle.“

      Das Anprangern von Rassismus als Fulltimejob

      Das deutsche Feuilleton ist aber noch nicht so weit. Aus der Mission „Rassismus bekämpfen“ haben einige Debattenteilnehmer zudem inzwischen ein privates Geschäftsmodell gemacht: sei es als Buchautorin, Ex-Journalist und Buchautor, Talkshow-Dauergast oder twitternde Vierfachmutter.

      Denkt man sich das Thema Rassismus weg, etwa in der Annahme, dass diese Menschen hauptberuflich einem Tagesgeschäft nachgehen, dann bleibt nichts übrig. Es ist ihr Tagesgeschäft – das Anprangern ihrer Benachteiligung, das gezielte Suchen nach Belegen für allgegenwärtigen Rassismus, und wenn es nur so ist, dass jemand etwas zu ihren Haaren gesagt hat.

      Wer kein Opfer bringt, kann kein Freund sein

      Die erwähnte Vierfachmutter forderte Weiße kürzlich auf Twitter auf, auf Jobs zu verzichten, „die rein weiß besetzt sind“, sonst seien sie keine „Ally’s“. Sie meint wohl „Allies“, also Verbündete. Das ist im Grunde Erpressung und markiert insoweit eine neue Stufe. Mit der Methode steht sie nicht alleine da.

      Verlangt wird: Weiße sollen ihre Privilegiertheit als Makel anerkennen und dafür Buße tun. Geschieht das nicht freiwillig, dann eben mit moralischem Druck. Von ihrer moralischen Überlegenheit sind die Missionare der öffentlichen Meinung völlig überzeugt. Und deshalb können selbst jene Weißen, die reinen Herzens und guten Willens sind, nichts richtig machen.

      Weiße können es kaum richtig machen

      Als im Sommer trotz Corona Tausende nach dem Tod des schwarzen Amerikaners George Floyd demonstrieren gingen, ging ein Pressefoto durch die Blätter. Es zeigte eine blonde Frau auf der Demo, die eine Maske mit „I can’t breathe“ trug. Das waren Floyds letzte Worte, bevor er, bäuchlings auf den Boden gedrückt, unter dem Knie eines US-Polizisten erstickte.

      Nun lautete der Vorwurf: kulturelle Aneignung! Diese Weiße verhöhne das Leid der Schwarzen, von dem sie eigentlich keine Ahnung habe und das sie sich nicht zu eigen machen dürfe, praktisch reiße der Unterdrücker nun auch noch das Leid, das er selbst erzeugt habe, an sich. Dabei war die Frau aus redlichen Motiven gekommen: Sie wollte gegen Rassismus demonstrieren.

      Weiße dürfen es aber nicht richtig machen, denn dann bliebe der Empörungsnachschub aus und das schöne Geschäftsmodell wäre kaputt. Dabei übersehen die – sich marginalisiert fühlenden – Ankläger, dass sie sich auf diese Weise auch selbst ausgrenzen, indem sie keine Gleichberechtigung für sich anstreben, sondern eine Sonderstellung, die sie unangreifbar macht.

      https://www.tagesspiegel.de/politik/kampf-gegen-rassismus-wenn-weiss-sein-zum-makel-gemacht-wird/26818408.html

      Der Tagesspiegel wäre nicht der Tagesspiegel, würde er dem selbst beim SPIEGEL nicht mehr tragbaren Aktivisten Hasnain Kazim nicht Gelegenheit zur Gegenrede geben:

      18.01.2021, 19:04 Uhr
      Kampf gegen Rassismus
      Denn wir wissen, was wir tun
      Ist der Vorwurf gerechtfertigt, antirassistisches Engagement sei ein Geschäftsmodell? Eine Gegenrede.
      Hasnain Kazim
      […]
      Allerdings hatte sie auch etwas Gutes: Hier und da baten mich manche um Entschuldigung und sahen ein, dass sie sich auf inakzeptable Weise geäußert hatten. Aus diesen Dialogen entstand ein Buch: „Post von Karlheinz. Wütende Mails von richtigen Deutschen – und was ich ihnen antworte“, in dem ich eine Auswahl von Dialogen mit Wutbürgern präsentiere.
      Einer der häufigsten Vorwürfe daraufhin lautete, ich würde jetzt auch noch Kapital schlagen aus dem Hass, der mir entgegenschlug. Die Briefe und E-Mails, die ich erhielt, seien ja gar nicht meine Worte, ich würde also mit der „geistigen Leistung“ anderer Menschen auch noch Geld verdienen.
      Nun, dazu kann ich nur mit einigem Stolz sagen: Mir ist tatsächlich gelungen, woran die Menschheit bisher gescheitert ist – nämlich aus Scheiße Gold zu machen.

      Ich glaube, sie meint mich damit

      An diesen Vorwurf fühle ich mich erinnert, wenn ich den Kommentar „Wenn Weiß-Sein zum Makel gemacht wird“ von Fatina Keilani lese. Darin schreibt sie: „Aus der Mission ‚Rassismus bekämpfen‘ haben einige Debattenteilnehmer (…) inzwischen ein privates Geschäftsmodell gemacht“. Zu den so Kritisierten zählt sie unter anderem einen „Ex-Journalist und Buchautor“. Ich glaube, sie meint mich damit.

      […]

      https://www.tagesspiegel.de/politik/kampf-gegen-rassismus-denn-wir-wissen-was-wir-tun/26828528.html

      Mit Genugtuung habe ich gelesen, da0 Nancy Pelosi die von ihr selbst implementierte Gender-Sprachregelung nicht einhielt:

      Wer kann schon so künstlich wie der PC geschuldeten Neutralisierung der Geschlechter sprechen?

      Wer sich auch nicht um den Zeitgeist kümmert wie Don Alphonso (früher FAZ, jetzt WELT (leider nur per Abo lesbar)), wird durch SPIEGEL-Reporter persönlich angegriffen:

      Noch gibt es bei uns Widerstandskräfte.

      • Es geht hoch her in den USA!

        Die Antifa macht klar: auch unter Biden hört sie nicht auf.

        Antifa in Seattle and Portland Smash Property, Oppose Biden, Police: ‘We Are Ungovernable’
        By Tom Ozimek
        January 21, 2021 Updated: January 21, 2021

        Far-left activists vandalized buildings and clashed with police in the Pacific Northwest on Jan. 20, voicing their opposition to the government, law enforcement, and the freshly sworn-in President Joe Biden, with some carrying signs reading, “We are ungovernable.”

        In Portland, black-clad activists with their faces covered broke windows and the glass door at the Democratic Party of Oregon business office, spray-painting an anarchist symbol over the party sign, video posted on social media showed. Some of them tipped over garbage containers and lit the contents on fire, according to reports.
        “We don’t want Biden. We want revenge for police murders, imperialist wars, and fascist massacres,” read a banner they marched under, while others carried a banner saying, “We are not governable,” which was dotted with anarchy symbols.
        Portland Police confronted a crowd that gathered outside an Immigration and Customs Enforcement building near downtown, with some in the crowd later burning a flag in the street.
        According to KATU, the protest was billed as a demonstration against the Biden inauguration and law enforcement. At one point, demonstrators were approached by Portland Police officers on bicycles, with some people in the group taking an officer’s bike and throwing objects at retreating police.
        Eight people were arrested in Portland on charges that include rioting and reckless burning.

        In Seattle, Antifa activists marched into the iconic Pike Place Market to smash up property, with video from the scene showing broken windows in a Starbucks.

        A group of black-clad activists marched along the street, kicking over garbage containers, carrying a tattered American flag with the anarchy sign spray-painted on it.
        Some spray-painted buildings with an anarchist symbol and smashed windows, including at the William Kenzo Nakamura Courthouse, a federal building, according to KOMO.
        “No Cops, Prisons, Borders, Presidents,” said one banner that they marched under, according to The New York Times.
        […]

        https://www.theepochtimes.com/antifa-in-seattle-and-portland-smash-property-oppose-biden-police-we-are-ungovernable_3665544.html?utm_source=newsnoe&utm_medium=email&utm_campaign=breaking-2021-01-21-1

        Die übliche Reaktion der Presse:

        Biden Orders Census Bureau to Include Illegal Immigrants in Apportionment
        By Zachary Stieber
        January 21, 2021 Updated: January 21, 2021

        President Joe Biden in his first day in office issued an executive order mandating the Census Bureau include illegal immigrants in its apportionment.
        Former President Donald Trump sought to exclude aliens.
        […]
        “In addition, the Secretary shall use tabulations of population reflecting the whole number of persons whose usual residence was in each State as of the census date, without regard to immigration status, in reports provided to the Governor and officers or public bodies having responsibility for legislative apportionment or districting of each State,” it added.
        Apportionment is how the number of U.S. representatives is set; states with a higher population get more. Excluding illegal immigrants stoked fears that several states would lose seats, including California.

        Trump through two executive orders directed executive agencies to give data on citizenship to the Census Bureau and the bureau to use the data to determine who is in the country illegally and then exclude them from the apportionment report. The orders were upheld as lawful by the Supreme Court.
        […]

        https://www.theepochtimes.com/biden-orders-census-bureau-to-include-illegal-immigrants-in-apportionment_3665470.html?utm_source=newsnoe&utm_medium=email&utm_campaign=breaking-2021-01-21-1

        Er denkt an die Seinen, denn die meisten Illegalen leben in Staaten der Democrats.

        Navarro: If Trump Impeachment Moves Forward, Biden Can ‘Forget About Unity’
        By Zachary Stieber
        January 21, 2021 Updated: January 21, 2021

        If the push to convict President Donald Trump after he was impeached isn’t stopped by President Joe Biden, then Biden can forget about trying to unify the country, a former Trump adviser said Jan. 20.
        If Biden is not able to keep Democratic congressional leaders “from backing down from trying to gut Donald J. Trump, forget about unity,” former White House trade adviser Peter Navarro said on “War Room.”
        […]
        No president has been tried after he left office. Trump left office on Jan. 20.
        […]
        Navarro clarified that he also wants a trial to happen.
        “I’m just saying that’s what they should do, if they had any sense,” he said.
        Bannon said Trump’s team would present compelling evidence of election fraud if a trial were to take place.
        […]
        White House press secretary Jen Psaki was asked on Jan. 20 whether Biden believes House Speaker Nancy Pelosi (D-Calif.) and Senate Majority Leader Chuck Schumer (D-N.Y.) should drop the impeachment push in light of his statements about trying to unify America.
        “He’s going to leave the mechanics, the timing, and the specifics of how Congress moves forward on impeachment to them,” she said.

        https://www.theepochtimes.com/navarro-if-trump-impeachment-moves-forward-biden-can-forget-about-unity_3665586.html?utm_source=newsnoe&utm_medium=email&utm_campaign=breaking-2021-01-21-1

        Unser lustiger Schumer:

        😉

        Größere Empörung löste die Behandlung der National Guards aus:

        Texas greift durch:

        Achtung, Satire:

        Was macht Biden eigentlich, außer halbtags Dekrete zu unterschreiben, die andere für ihn verfaßt haben?

        Ist das überhaupt SEINE Politik? Er hat es sogar geschafft, Trudeau zu verärgern, nur um symbolisch „grün“ zu blinken:

        Ob er überhaupt weiß, was „transgender“ in den USA bedeutet? Da reicht eine schlichte Willensbekundung aus.

        Grübel.

        Ein gemeiner Vergleich:

        Die gerichtliche Überprüfung der Abgeordnetenwahl in NY22 dauert immer noch an:

        Und in Arizona kann die Wahlüberprüfung in dem größten Democrats County erst jetzt losgehen:

        Aber die überprüfen ja nur eine Verschwörungstheorie des Trump-Kultes. 😉

  4. Weiter mit Corona:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-16/#comment-91418

    Endlich! Der anti-Drosten-PCR-Test Durchbruch ist da!

    Und zu unnützen Rückverfolgungen und Quarantänen.

    WHO guidance Diagnostic testing for SARS-CoV-2 states that careful interpretation of weak positive results is needed (1). The cycle threshold (Ct) needed to detect virus is inversely proportional to the patient’s viral load. Where test results do not correspond with the clinical presentation, a new specimen should be taken and retested using the same or different NAT technology.

    WHO reminds IVD users that disease prevalence alters the predictive value of test results; as disease prevalence decreases, the risk of false positive increases (2). This means that the probability that a person who has a positive result (SARS-CoV-2 detected) is truly infected with SARS-CoV-2 decreases as prevalence decreases, irrespective of the claimed specificity.

    Most PCR assays are indicated as an aid for diagnosis, therefore, health care providers must consider any result in combination with timing of sampling, specimen type, assay specifics, clinical observations, patient history, confirmed status of any contacts, and epidemiological information.
    Actions to be taken by IVD users:

    1. Please read carefully the IFU in its entirety.
    2. Contact your local representative if there is any aspect of the IFU that is unclear to you.
    3. Check the IFU for each incoming consignment to detect any changes to the IFU.
    4. Provide the Ct value in the report to the requesting health care provider.

    https://www.who.int/news/item/14-12-2020-who-information-notice-for-ivd-users

    Leider ein Abo-Artikel

    Aber Lübberding hatte bereits darauf hingewiesen:

    TV-Kritik: Hart aber fair : Der Balken im eigenen Auge
    • Von Frank Lübberding
    • -Aktualisiert am 19.01.2021-06:00
    […]
    Aber wir wissen, was der ausscheidende amerikanische Präsident nicht gemacht hat: Unter dem Vorwand der Pandemiebekämpfung einen autoritären Staat zu errichten, der Grundrechte aufhebt und wirre Ideen über die Errichtung sogenannter „grüner Zonen“ in die Welt setzt. Dieser Vorschlag über privilegierte Inseln der Glückseligkeit ohne Neuinfektionen kommt allerdings nicht von Trump, sondern von Experten der Bundesregierung vor der heute stattfindenden Ministerpräsidentenkonferenz mit der Bundeskanzlerin.
    https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/gesundheit/coronavirus/vor-bund-laender-beratung-rufe-nach-schaerferen-lockdown-17153330.html

    Solche Vorschläge könnten in den Vereinigten Staaten zum Glück nicht umgesetzt werden, das verhinderten schon das bewährte System namens „Checks and Balances“ und der föderale Aufbau dieses riesigen Landes.
    […]
    In den Vereinigten Staaten hätten solche desaströsen Vorschläge niemals eine Chance auf Umsetzung, da könnte ein Donald Trump so viel twittern wie er wollte.

    Matthäus 7, Vers 3

    Den Amerikaner möchte man sehen, der die Gewährung von Grundrechten als „Belohnung“ betrachtet, wie es unsere Experten gerade vorschlagen. Diese Sicherungsmechanismen sind bei uns nicht mehr vorhanden, weil sich ein im Grundgesetz nicht vorgesehenes Gremium als politischer Monopolist definiert. Leider kam das nicht zur Sprache, weil unser Verhältnis zu den Vereinigten Staaten längst von einem alten Bibelwort geprägt wird: „Warum siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, aber den Balken in deinem Auge bemerkst du nicht?“
    […]
    Altmaier nannte übrigens die heute wieder tagende Ministerpräsidentenkonferenz auf Twitter „ein Erbstück der Bismarck-Zeit.“

    Daran könnte es liegen, warum kein Amerikaner auf die Idee verfällt, eine Gouverneurskonferenz mit dem Präsidenten einzuberufen. Um anschließend in Washington über „grüne Zonen“ im Bundesstaat Wyoming zu entscheiden, denen als Belohnung für fehlende Neuinfektionen sogar auf Inseln der Glückseligkeit die Grundrechte gewährt werden. Solche Vorstellungen entwickeln nur die immer besonders gründlichen Deutschen. In dem Sujet sind wir in historischer Perspektive echte Experten, selbst wenn wir damit in einer Sackgasse landen sollten. Das hatte uns aber noch nie gestört.

    https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik-hart-aber-fair-gewaehrung-von-grundrechten-als-belohnung-17153385.html

    Wie ich dem Tagesspiegel entnahm, liegen dem BVerfG mehrere Verfassungsbeschwerden eines Strafrichters am Berliner Landgericht vor. Eine davon richtet sich gegen dieses ersichtlich rechtswidrige Entscheidungsgremium.

    Sogar in der bürgerlichen Presse regt sich Kritik – auch an der Auswahl einseitiger Hardliner unter den Wissenschaftlern (Drosten, Brinkmann, Priesemann, Eckerle, Meyer-Hermann etc.):

    19.01.2021, 22:10 Uhr
    Nummer Sicher oder Unsicher?
    So kam es zu den Beschlüssen beim Corona-Gipfel
    Bei den Corona-Beratungen stoßen zwei Strategieansätze aufeinander: Angela Merkel will auf „Nummer Sicher“ gehen, vor allem SPD-Länder bremsen.
    Robert Birnbaum Georg Ismar
    […]
    Das Tauziehen zwischen Lockerern und Hardlinern ist zurück, mit etwas anderer Zielrichtung. Niemand will geltende Lockdown-Regeln aufheben. Doch an der Frage, wie auf die Virus-Mutationen reagiert werden soll, scheiden sich die Geister.

    Sachte nachsteuern und abwarten? Oder vorsorglich massiv dagegenhalten – das ist die Frage.
    Eine klare Antwort ist schwierig, weil wenig sicheres Wissen vorliegt über die britische Virus-Variante B.1.1.7 und andere Mutationen, die Wissenschaftler für bedrohlich halten. Klar scheint nur, dass sie zwar nicht tödlicher für den Einzelnen sind, aber ansteckender und damit gefährlicher für Gesundheitssystem und Gesellschaft.
    […]
    Andere Experten – Virologen, aber auch der Wirtschaftsforscher Clemens Fuest vom Münchner Ifo-Institut – plädieren in einem elfseitigen Papier für einen Strategiewechsel. Ihr Ziel: Die Zahl der Infektionen nicht nur weiter im beherrschbaren Bereich halten, sondern das Virus in einem europaweiten Kraftakt auf dem Kontinent praktisch ausrotten.
    Merkel ist für Radikallösungen notfalls offen. Aber sie weiß auch, dass die im dicht verflochtenen Europa nicht nur politisch viel schwerer umzusetzen wären als im Vorbild für die Covid-Null-Strategie, dem australischen Melbourne.

    Der Hesse Volker Bouffier zeichnete neulich die Alternative auf, vor der Merkel sich sehe: Entweder abwarten, bis man mehr wisse über die Mutation – mit dem Risiko, dass es dann schon zu spät ist. Oder die neue Gefahr präventiv stoppen – mit dem Risiko, dass Bürger, Gerichte und öffentliche Meinung nicht mitgehen.
    […]
    Sind die Wissenschaftler parteiisch ausgesucht?

    Der Kanzlerin wurde obendrein vorgeworfen, sie wähle die Forscher für das Vorgespräch gezielt aus: „Das ist gelenkte Demokratie von Frau Merkel“, giftete ein SPD-Ländermann. Als Kronzeuge wird der Pandemie-Fachmann Klaus Stöhr genannt. Hamburgs Regierender Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) habe ihn benannt, das Kanzleramt abgelehnt.

    Und so machte sich die sogenannte A-Seite der SPD-regierten Länder kräftig ans Streichen in der Beschlussvorlage des Kanzleramts. Das Wort „riskieren“ stieß ihnen auf. Den Hinweis darauf, dass sich die Mutation möglicherweise „stärker“ unter Kindern und Schülern verbreite als die alte Form, mochten sie nicht unterschreiben.
    […]

    https://www.tagesspiegel.de/politik/nummer-sicher-oder-unsicher-so-kam-es-zu-den-beschluessen-beim-corona-gipfel/26833242.html

    Eine praktischerweise rechtzeitig aufgetauchte Vermutung.

    20.1.2021
    07:21 Uhr
    Kein Lockdown im Denken
    Im Covid-Kampf muss auch mit den kritischen Köpfen gesprochen werden
    Wir kommen nicht weiter, sondern taumeln von Einschränkung zu Einschränkung. Und die wichtigste Frage ist nach dem Corona-Gipfel noch offen. Ein Kommentar.
    Stephan-Andreas Casdorff

    Und weiter im Lockdown. Wir kommen nicht voran, wie es die Kanzlerin will, verzeichnen keinen Erfolg im Kampf gegen die Corona-Pandemie, sondern taumeln von Einschränkung zu Einschränkung. Die jüngsten Beschlüsse gehen dennoch nicht ganz so weit, wie die Null-Covid-Vertreter vorgeschlagen haben.
    Jetzt wird es über das „Wie weiter“ erst einmal Mitte Februar. Und dann? Kommt bald Ostern, so lange kann man es doch auch noch aushalten, oder? Oder vielleicht gleich bis Sommer. Wobei der Sommer bis zum 22. September geht, kurz darauf sind Wahlen, und anschließend kommt die nächste Grippewelle, was bedeutet…

    Kein Wunder, dass es mit der Akzeptanz schwieriger wird in der Gesellschaft: Die Politiker wissen es auch nicht besser. Sie tun nicht einmal mehr so, als ob. Was einerseits ganz gut ist – weshalb sie aber andererseits kritische Einwände andersdenkender Epidemiologen nicht mehr gerne hören. Klaus Stöhr zum Beispiel, der von den 50er-Inzidenzen nichts hält. Und der, ehedem bei der WHO Sars-Koordinator, bestimmt kein Corona-Leugner oder -Lügner ist.
    […]
    Ehe das Koordinatensystem jetzt grundlegend verändert wird, ist doch wohl nur richtig, über einen Neustart zu reden, oder? Beim nächsten Mal, mit allen, die etwas dazu zu sagen haben, auch den kritischen Köpfen. Ein Lockdown des Denkens hilft nämlich schon mal ganz sicher nicht.

    https://www.tagesspiegel.de/politik/kein-lockdown-im-denken-im-covid-kampf-muss-auch-mit-den-kritischen-koepfen-gesprochen-werden/26832988.html

    20.1.2021
    12:56 Uhr
    Virologe fordert Umdenken der Corona-Strategie
    „Wir können mit Inzidenzen von 130 bis 160 umgehen“
    Der Epidemiologe Klaus Stöhr hat lange für die WHO gearbeitet. Die Kanzlerin wollte ihn trotzdem nicht in ihre Expertenrunde laden. Ein Interview.
    Felix Hackenbruch

    Herr Stöhr, die SPD-geführten Länder wollten Sie bei den Vorbereitungen für den Corona-Gipfel im Kanzleramt dabei haben – die Kanzlerin offenbar nicht. Wird Ihre Meinung dort nicht geschätzt?

    Dafür kann es ja verschiedene Gründe geben. Generell sind alle Kollegen von der Sorge getrieben, wie man am besten mit den gegenwärtigen schlimmen Auswirkungen der Pandemie umgehen kann.
    Es ist richtig, bei so einem komplexen biologischen Geschehen intersektoral und interinstitutionell nach Lösungen zu suchen. Dazu gehören Virologen und Epidemiologen, Populationsbiologen, aber auch Soziologen, Psychologen und Kommunikationswissenschaftler und natürlich Gesundheitsökonomen. Aus meiner Perspektive gehören die aktuell in die Beratungen.
    […]
    Dort grassiert aber auch die britische Corona-Mutation B117.

    Die irischen Kollegen schlussfolgern, dass die Variante nicht der Grund für den explosionsartigen Anstieg ist; das waren die Verhaltensänderungen der Menschen nach dem drastischen Lockdown. Tatsächlich ist die Variante dann kurz vor Erreichen des Ausbruchpeaks erschienen. Die wichtigste Beobachtung ist, dass die Variante aber die Bekämpfung nicht erheblich zu erschweren scheint.
    In Irland nehmen die Fälle jetzt rapide ab, obwohl der prozentuale Anteil der Variante an den Isolaten zunimmt. Das spricht eigentlich gegen eine für die Bekämpfung relevante höhere Infektiosität. Auch in England nimmt die Inzidenz jetzt stark ab. Allerdings bleibt es wichtig, das Geschehen virologisch gut zu überwachen, auch in Deutschland.

    Viele Ihrer Kollegen halten die Mutation für deutlich gefährlicher.

    Die Zahlen in Irland zeigen es doch. 70 Prozent der Fälle gehen inzwischen auf das Konto der Mutation – und trotzdem sinken die Zahlen. Für die Seuchenbekämpfung ist die Mutation also offensichtlich nicht so besorgniserregend.
    […]
    Es gibt Kritiker, die Ihnen vorwerfen, dass Sie als früherer Mitarbeiter des Impfstoff-Herstellers Novartis ein Interesse daran haben könnten, wenn es weiterhin viele Infektionen gibt.

    Das ist absurd. Da fehlen mir die Worte. Ich habe gern bei Novartis gearbeitet und viel gelernt; Aktien habe ich nicht mehr. Das Unternehmen habe ich vor drei Jahren verlassen. Ich berate auch keine Firma, die etwas mit Medikamenten oder Impfstoffen zu tun hat.

    Ich sehe meinen Lebenslauf positiv: Ich habe fünf Jahre studiert, zwei Jahre an meiner Promotion gearbeitet, vier Jahre in nationalen Forschungseinrichtungen, 15 Jahre bei der WHO und elf Jahre in der Industrie gearbeitet. Überall habe ich etwas für meine Entwicklung mitgenommen – aber sicherlich keine Voreingenommenheit gegenüber wissenschaftlichen Daten.

    https://www.tagesspiegel.de/politik/virologe-fordert-umdenken-der-corona-strategie-wir-koennen-mit-inzidenzen-von-130-bis-160-umgehen/26832864.html

    Mit was für infamen Unterstellungen die Regierungsberatungs-Lobby arbeitet, ist wirklich dreist.

    Von der ZEIT promotet; mit dabei: Brinkmann, Meyer-Hermann und Fuest:

    Klicke, um auf no-covid-strategie.pdf zuzugreifen

    Eine interessante Querfront mit den Linken:

    https://zero-covid.org/

    https://www.publicomag.com/2021/01/das-manifest-der-gesellschaftszerstoerer/

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-16/#comment-91408

    Lauterbach ist natürlich verschnupft:

    Was macht der eigentlich, wenn die Pandemie vorbei ist?

    • @ Mark Smith:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-16/#comment-91466

      Ich greife mal heraus:

      Es lohnt sich, die zustimmenden Antworten auf diese Hetze zu lesen: wir befinden uns offensichtlich in einem Glaubenskrieg.

      Ich möchte das übersetzen: da sich diese Thesen nicht durchsetzen können, benötigen wir mehr Propaganda-Bemühungen:

      In der Tat:

      [Bei mir setzte das Video bei 5:37 leider aus.]

      Glücklicherweise hat die WHO – s.o. – nach Promoten des Drosten-PCR-Test am 22.1.2020 ein Jahr später eingesehen, daß der PCR-Test allein für diagnostische Zwecke unbrauchbar ist.

      Das hätte man schon am 13.1.2021 wissen können, daß Panikmache wegen der Mutation unwissenschaftlich ist:

      Und so passen Drosten und Merkel doch gut zusammen:

      Wenn ungute Wissenschaftler und Bauchgefühl-Politiker zusammentreffen, dann kann man nur noch auf Juristen hoffen:

      Carlos A. Gebauer, Gastautor / 21.01.2021 / 14:00 /
      Vorbildlicher Akt richterlicher Souveränität: Lockdown gecrashed

      Ein soeben veröffentlichtes Urteil des Amtsgerichtes Weimar vom 11. Januar 2021 bestätigt in beeindruckender Argumentationstiefe die Vermutung, dass die „Lockdowns“, die unser aller Leben seit Monaten einfrieren, mit unserem Grundgesetz schlechterdings nicht in Einklang zu bringen sind.

      Bei dieser Entscheidung handelt es sich auch nicht „nur“ um ein unbedeutendes amtsgerichtliches Urteil. Die gerichtliche Verteidigung eines Menschen, der wegen „Corona-Verstößen“ mit einem Bußgeld bedacht wird, beginnt nämlich stets just dort: vor Amtsgerichten. Jeder, der einen Bußgeldbescheid wegen Verstoßes gegen Corona-Auflagen zugestellt erhält, ist gut beraten, sich mit diesem Urteil aus Weimar auseinanderzusetzen (6 OWi-523 Js 202518/20).

      Dem Urteil war eine Geburtstagsfeier vorangegangen, zu der sich 8 Menschen aus 7 Haushalten am 24. April 2020 in einem Hinterhof versammelt hatten. Die Polizei sah in diesem Fest einen Verstoß gegen die „Thüringer Verordnung über erforderliche Maßnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Corona-Virus SARS-CoV-2“. Minutiös legt das Amtsgericht Weimar nicht nur der örtlichen Polizei nun dar, warum der Betroffene dieses Bußgeldverfahrens freizusprechen war: Die Landesverordnung ist verfassungswidrig und nichtig.
      […]
      Zusätzlich erfreulich an dem Urteil des Amtsgerichtes Weimar ist, dass die Unzulänglichkeit der ursprünglichen Ermächtigung aus § 28 des Infektionsschutzgesetzes vom 27. März 2020 mit vielerlei Rechtsprechungsnachweisen plausibilisiert wird. Der Kenner sieht daran: Die Auffassung des Gerichtes steht mitnichten alleine, auch andere Gerichte sahen und sehen es ebenso. Das Urteil bleibt bei dieser rechtlichen Darstellung per 24. April 2020 indes nicht stehen. Es erläutert darüber hinaus, dass auch die nachgeschobene weitere Ermächtigungsgrundlage im späteren § 28a des Infektionsschutzgesetzes ein allgemeines Kontaktverbot gar nicht legitimieren kann. Dieser Begründungsteil des Urteiles ist für jedermann von Bedeutung, der mit Bußgeldern auf Basis der rechtlichen Regelung nach dem 18. November 2020 belegt worden ist. Anders gesagt: Das Urteil weist argumentativ vorsorglich auch tragfähig in die Zukunft.

      Im Weiteren erläutert das Gericht überzeugend, warum es allen deutschen Gesetzgebern tatsächlich schon am 28. März 2020 unmöglich war, ihre Aktivitäten auf eine unübersichtliche Faktenlage oder gar auf „unvorhergesehene Entwicklungen“ zu stützen. Es beeindruckt besonders ein Kernsatz des Urteiles:

      „Es gab keine ‚epidemische Lage von nationaler Tragweite‘, wenngleich dies der Bundestag mit Wirkung ab dem 28.03.2020 festgestellt hat.“

      Zur Begründung dieses vorbildlichen Aktes richterlicher Souveränität zur verfassungsrechtlich gewünschten Kontrollfunktion der Dritten Gewalt erläutert die Entscheidung in tatsächlicher Hinsicht, wie sich die Entwicklung der Neuerkrankungen bereits ab dem 18. März 2020 statistisch dokumentiert dargestellt hatte. Zugleich wird in dem Urteil mit Belegstellen aus Veröffentlichungen des Robert-Koch-Institutes erklärt, dass die Reproduktionszahl R schon am 21. März 2020 unter den Wert von 1 gefallen war. Dem Amtsgericht zugänglich waren auch (wie jedermann, der über einen Internetanschluss verfügt) die Abrechnungsdaten der Initiative Qualitätsmedizin sowie die Sterbestatistik des Statistischen Bundesamtes. Mit anderen Worten: Aus allgemein zugänglichen Quellen war bereits zum Zeitpunkt der parlamentarischen Feststellung einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite zum 28.03.2020 erkennbar, dass eine solche Lage tatsächlich überhaupt nicht bestand.
      […]
      Verstoß gegen die grundgesetzlich garantierte Menschenwürde

      Die Thüringer Verordnung ist nach den weiteren Entscheidungsgründen des Urteiles aber nicht nur formell rechtswidrig, sondern auch materiell verfassungswidrig. Sie verstößt gegen die grundgesetzlich garantierte Menschenwürde:

      „Es gehört zu den grundlegenden Freiheiten des Menschen in einer freien Gesellschaft, dass er selbst bestimmen kann, mit welchen Menschen (deren Bereitschaft vorausgesetzt) und unter welchen Umständen er in Kontakt tritt. Die freie Begegnung der Menschen untereinander zu den unterschiedlichsten Zwecken ist die elementare Basis der Gesellschaft. … Mit dem Kontaktverbot greift der Staat … die Grundlage der Gesellschaft an, indem er physische Distanz … erzwingt. Kaum jemand konnte sich noch im Januar 2020 in Deutschland vorstellen, dass es ihm durch den Staat unter Androhung eines Bußgeldes untersagt werden könnte, seine Eltern zu sich nach Hause einzuladen, sofern er nicht für die Zeit ihrer Anwesenheit die übrigen Mitglieder seiner Familie aus dem Haus schickt. Kaum jemand konnte sich vorstellen, dass es drei Freunden verboten sein könnte, zusammen auf einer Parkbank zu sitzen. Noch nie zuvor ist der Staat auf den Gedanken verfallen, zu solchen Maßnahmen zur Bekämpfung einer Epidemie zu greifen. Selbst in der Risikoanalyse ‚Pandemie durch Virus Modi-SARS (BT-Drs. 17/12051), die immerhin ein Szenario mit 7,5 Millionen Toten beschrieb, wird allgemeines Kontaktverbot (ebenso wie Ausgangssperren und die weitgehende Stilllegung des öffentlichen Lebens) nicht in Erwägung gezogen.“

      Mit dem allgemeinen Kontaktverbot werde daher schlichtweg ein Tabu verletzt. Jeder Bürger werde nun „als potenzieller Gefährder der Gesundheit Dritter“ behandelt. Dies sei mit dem Schutz der Menschenwürde in dieser Generalität schlechterdings nicht in Einklang zu bringen. Die wechselnden gesetzgeberischen Legitimationsversuche, mal die Reproduktionszahl R unter einen Wert von 1 bringen zu wollen, mal die Funktionsfähigkeit des Gesundheitssystems zu erhalten, mal den Anstieg der Neuinfektionen zu bremsen, mal die Infektionen zu minimieren, mal einen „Wellenbrecher-Lockdown“ anzustreben oder was immer im Laufe der Zeit genannt wurde, lassen sich allesamt nicht mit dem verfassungsmäßigen Verhältnismäßigkeitsprinzip in Einklang bringen. Für den Gesetzgeber war die Zwecklosigkeit einer allgemeinen Kontaktverbotsanordnung nämlich konsequent unübersehbar.
      […]

      https://www.achgut.com/artikel/ein_vorbildlicher_akt_richterlicher_souveraenitaet_lockdown_gecrashed

      Auch zu den Kollateralschäden äußert sich das Urteil. Menschenwürde für „Wirtstiere“, als die uns Virologen betrachten? Gibt’s nicht.

      Und hier die oben erwähnte Verfassungsbeschwerde:

      Indubio Folge 92 – Verfassungs-Beschwerde

      Dr. Pieter Schleiter, Richter am Landgericht Berlin, erörtert seine beim Bundesverfassungsgericht erhobene Beschwerde gegen diverse Corona-Verordnungen und Maßnahmen im Gespräch mit dem Düsseldorfer Rechtsanwalt und Publizisten Carlos A. Gebauer und Burkhard Müller-Ullrich.
      Hier finden Sie den kompletten Text der Verfassungsbeschwerde zum Download.

      Klicke, um auf Verfassungsbeschwerde-Richter-anonym-30122020.pdf zuzugreifen

      Hinweis: Dr. Pieter Schleiter spricht in diesem Podcast ausschließlich als Privatperson und ausdrücklich nicht in seiner Eigenschaft als Richter.
      Ergänzender Hinweis:
      Dr. Pieter Schleiter, der Autor der Verfassungsbeschwerde, weist ergänzend auf Folgendes hin: § 28a Abs. 5 IfSG bestimmt unter anderem, dass die gegenwärtig in Rede stehenden Rechtsverordnungen mit einer allgemeinen Begründung zu versehen sind, wie in der Verfassungsbeschwerde näher ausgeführt wurde. Dies wird in dem Podcast auf Grund der Dynamik des Gesprächs nicht hinreichend deutlich. Ein solches Begründungserfordernis findet sich indes nicht in der Verfassung. Die Aufnahme in das Grundgesetz ist für die Zukunft zu erwägen.

      https://www.achgut.com/artikel/indubio_folge_verfassungsbeschwerde

      Und so entwickelt es sich in den USA: Big Tech meets Biden. Der Deal soll sein: Vorzugsbehandlung gegen Unterstützung.

      Da sieht man, wer das Sagen hat.

      • Was Wissenschaft und Medien angeht: zur Übersterblichkeit in der Schweiz hatte Mark Smith diesen sehr überzeugenden Beitrag eingestellt:

        Sterbezahlen Schweiz 2020 – Alle Details, alle Zahlen – wo ist die ÜBERSTERBLICHKEIT?

        Wir freuen uns, die Zahlen für die Schweiz für 2020 zu präsentieren. Viele Zeitungen und Medien haben für 2020 eine Übersterblichkeit in der Schweiz proklamiert. Wir gehen diesen Angelegenheit auf den Grund und zeigen Euch alle Zahlen und Statistiken zum Jahr 2020.

        Oft wurde in der Schweiz sowie in allen anderen Ländern in der Presse Übersterblichkeit propagiert. Von der Tagesschau, über HEUTE oder den Spiegel… Sie alle begehen meiner Meinung nach elementare Fehler in der Darstellung der Sterblichkeit und schüren damit unnötig Angst in der Bevölkerung.

        Aufgrund der bisherigen Resistenz gegenüber selbst den einfachsten statistischen Grundlagen kann man hier nur noch von Vorsatz ausgehen.
        PDF File hier downloaden
        https://cloud.samueleckert.net/index.php/s/rjSt3SbaBFHMBcw

        https://samueleckert.net/sterbezahlen-schweiz-2020-alle-details-alle-zahlen-wo-ist-die-uebersterblichkeit/

        Und da war Samuel Eckert nicht der Einzige. Was wiederum die NZZ nicht rasten und ruhen ließ, sich als rein mediale Autorität einzumischen:

        Die Abrechnung – wie schlimm ist denn nun die hohe Sterblichkeit 2020?

        Letztes Jahr zählte die Schweiz so viele Tote wie nie seit 1918, dem Jahr der Spanischen Grippe. Sagt dieser Vergleich etwas aus? Kaum. Ebenso wenig hilfreich sind aber auch die Statistiken der Corona-Verharmloser. Richtig ist: Seit 1974 berechnet der Bund die Übersterblichkeit. Sie war noch nie so hoch wie 2020.
        Fabian Schäfer 21.01.2021, 05.30 Uhr

        «Das ist, was die Zahlen uns sagen.» Also sprach Pietro Vernazza, der St. Galler Infektiologe, der in der Corona-Pandemie oft für kritische Zwischentöne sorgt und damit ähnlich oft aneckt. Was «die Zahlen» uns sagen, jedenfalls laut Vernazza, ist allerhand. Er erklärte es Anfang Januar in einem Interview auf medinside.ch. Es ging um die vielen Corona-Todesfälle in der Schweiz. Oder sind es gar nicht so viele?

        Entscheidend sei, sprach der Infektiologe, die Entwicklung der «Gesamtmortalität». Ihn stört, dass viele einfach auf die nackten Todeszahlen bei über 65-Jährigen schauen, ohne zu berücksichtigen, dass diese Altersgruppe in den letzten Jahren stark zugenommen hat. Vernazza pocht auf einen Vergleich der Anzahl Todesfälle pro Kopf in dieser Altersgruppe. «Wenn Sie nun die Sterberaten bei Menschen über 65 der letzten zehn Jahre studieren, werden Sie feststellen, dass die Mortalität in den Jahren 2013 und 2015 höher war als die Mortalität 2020.»
        Also alles halb so wild?

        Emotionale Debatte um Todesfälle

        Die Aufmerksamkeit war Vernazza gewiss, seine Aussagen schlugen Wellen. Der Tenor der letzten Wochen war ein anderer. Die Zahl der Todesfälle sorgte für heftige, teilweise emotionale Kritik an der Schweizer Corona-Strategie. Dies dürfte dazu beigetragen haben, dass der Bundesrat letzte Woche einen Kurswechsel eingeleitet hat. Gegen den Willen der Kantone und der Sozialpartner hat er präventiv einschneidende Auflagen verhängt, von den Ladenschliessungen bis zur Home-Office-Pflicht.

        Und nun kommt Vernazza und sagt, in früheren Jahren seien mehr ältere Menschen gestorben, wenn man es nur richtig berechne. Im Interview wurde er noch gefragt, ob es denn aus seiner Sicht 2020 keine aussergewöhnliche Übersterblichkeit gegeben habe. Antwort: «Das ist nicht meine Sicht: Das ist, was die Zahlen uns sagen.»

        Fragt sich nur, welche Zahlen Vernazza meint. Die Anfrage der NZZ, auf welche Quellen er seine Aussage stütze, blieb unbeantwortet.

        In Deutschland gibt es momentan mehr Covid-19-Todesfälle

        Der Streit um die Deutungshoheit über die inzwischen 8240 Covid-19-Todesfälle in der Schweiz wird statistisch geführt: mit Zahlen, Tabellen, Balken, Kurven. Vor allem in den sozialen Netzwerken wird eifrig gefochten, die Polarisierung ist gross. Die einen, denen die Massnahmen schon immer zu weit gegangen sind, wollen die Todesfälle rückwirkend kleinrechnen, während die anderen versuchen, das angebliche «moralische Versagen» der Schweiz mathematisch nachzuweisen.

        Die Auseinandersetzung scheint gerade jetzt neue Schärfe anzunehmen, da das Sterben endlich wieder klar nachlässt. Die durchschnittlichen Tageswerte sind seit Mitte Dezember von 87 auf 45 Todesfälle gefallen. Interessant ist der Vergleich mit Deutschland: Trotz rigorosen Vorsichtsmassnahmen hat der grosse Nachbar die Schweiz am 7. Januar «überholt», seither verzeichnen die Deutschen anteilsmässig mehr Covid-19-Todesfälle. Das ist aber nur die eine Seite.

        Die andere: Kumuliert seit Ausbruch der Pandemie hat die Schweiz pro Einwohner gerechnet 80 Prozent mehr Tote zu beklagen als Deutschland. Allerdings sind solche Vergleiche heikel, weil nicht immer klar ist, wer an oder mit Covid-19 stirbt, und wohl auch nicht jedes Land gleich zählt. Hingegen gibt es kaum Interpretationsspielraum bei der Frage, wann jemand tot ist. Deshalb raten die Statistiker, für Vergleiche mit anderen Ländern oder früheren Jahren die Gesamtheit der Todesfälle zu betrachten.

        Gleich hohe Sterblichkeit wie 2003 – aber was heisst das?

        Definitive Zahlen für 2020 gibt es noch nicht, aber laut den jüngsten Aktualisierungen des Bundesamts für Statistik (BfS) vom Dienstag sind in der Schweiz letztes Jahr insgesamt etwa 75 000 Personen gestorben. Das sind fast genau gleich viele wie 1918, zur Zeit der Spanischen Grippe. Aber natürlich hinkt dieser Vergleich mehrfach, zumal damals viele jüngere Menschen starben, weshalb der «Verlust an potenziellen Lebensjahren» – wie das im Jargon der Statistiker heisst – massiv grösser war. Zudem war die Bevölkerung seinerzeit deutlich kleiner als heute: Die Sterberate pro 1000 Einwohner betrug damals 19,3, letztes Jahr hingegen «nur» etwa 8,6.

        8,6 von 1000 Einwohnern gestorben – ist das nun viel? In den letzten 16 Jahren war die Sterblichkeit durchgehend kleiner, die Sterberate 2020 ist 5 bis 11 Prozent höher als in diesen Jahren. 2003 hingegen, im Jahr des Hitzesommers, waren pro Einwohner gerechnet ähnlich viele Todesfälle zu verzeichnen wie 2020. Dies alles gilt für die gesamte Bevölkerung.
        […]

        Es folgen Jonglierereien, die nicht nachvollziehbar sind – ganz im Gegensatz zu den Ausführungen von Eckert – damit die NZZ, die offenbar im Lager derer steht, die „das angebliche «moralische Versagen» der Schweiz mathematisch nachzuweisen“ versuchen, zum gewünschten Ergebnis kommt:

        Viele Tote trotz scharfen Massnahmen
        • Der vierte Hinweis des BfS [Bundesamt für Statistik] betrifft das Präventionsparadox: Je erfolgreicher die staatlichen Massnahmen das Virus eindämmen, desto leichter kann man nachträglich auf die Idee kommen, sie seien gar nicht nötig gewesen. In die Statistik übersetzt, bedeutet dies, dass der Vergleich des Corona-Jahrs 2020 mit früheren Jahren, in denen es Grippe- oder Hitzewellen gab, in die Irre führen kann. Ist die Sterblichkeit in beiden Jahren gleich gross, bedeutet das nicht, dass die eine Gefahr gleich gross ist wie die andere, weil das Coronavirus mit noch nie da gewesenen Einschränkungen bekämpft worden ist und trotzdem viele Tote zurückliess.

        Da mag der Autor auch noch so sehr nachplappern: in der Schweiz gab es kaum einschränkende Maßnahmen so wie bei uns, die wurden paradoxerweise – wohl wegen der „emotionalen“ Kritik – ja erst im Januar eingeführt. Egal, es soll auf diese apodiktische Schlußfolgerung hinauslaufen:

        Eine politische Frage

        Ab hier können die Statistiker auch nicht mehr weiterhelfen. Ob der Anstieg der Sterblichkeit 2020 gross oder klein, schlimm oder erträglich sei, sei eine politische Frage. «Das BfS versucht, bei der Publikation von Zahlen möglichst neutral zu sein. Wie eine Sache bewertet wird, unterliegt dem gesellschaftlichen Diskurs.»

        Eines aber lässt sich sagen: Wenn man die Übersterblichkeit nach den Regeln der Kunst berechnet – inklusive des medizinischen Fortschritts, der steigenden Lebenserwartung, der Verschiebungen in der Alterspyramide –, dann war sie 2020 so gross wie noch nie seit 1974. Für die Zeit davor liegen keine Vergleichswerte vor.

        Das ist, was die Zahlen uns sagen.

        https://www.nzz.ch/schweiz/covid-19-wie-schlimm-ist-die-hohe-sterblichkeit-2020-ld.1597142?ga=1&kid=_2021-1-20&mktcid=nled&mktcval=164_2021-01-21

        Nö. Die NZZ legt eine pseudo-wissenschaftlich hergeleitete politische Bewertung vor. Denn Pietro Vernazza wird ja als „Corona-Verharmloser“ dargestellt.

        Man ist dieser Propaganda sehr sehr müde.

      • Nooch ein Brief……. unglaublich ! Wir sind weder voll drin im RUSSIA RUSSIA RUSSIA Wahn.. – Psakis tägliche briefings sind ebenfalls ein Grauen.
        Sagten Sie nicht gerade erst McCarthy ?

  5. Da gleich nachdem der illegitime neue Präsident seine ersten 17 Executive Orders unterschrieben hat, die neue(alte) press secretary Jen Psaki sogleich auch schon ihr erstes WH press briefing abhalten wird- (kotz)- gehe ich lieber schlafen!

    Als mein erstes posting von der neuen Administration wähle ich unter der Masse der durchaus lohnenswerten Berichte und Tweets schlicht diesen von Sara Carter:

    https://saraacarter.com/biden-admin-adds-gender-pronouns-to-wh-website-contact-form/

    Am besten gefällt mir der Prefix ‚Mx‘ – was immer zum Kuckuck das darstellen soll.
    Himmel hilf. 🙂

    • Mx ist für nonbinäre Personen gedacht, die sich als weder/noch definieren.

      GLAAD, an organization that advocates against the derogatory coverage of LGBTQ people in media and entertainment, posted a screenshot of the pronoun options to Twitter on Wednesday afternoon.
      Furthermore, while declaring one’s pronouns isn’t required, a person’s prefix is. Alongside the traditional “Mr.,” “Ms.,” “Mrs.,” and “Dr.,” another option provided under the prefix tab is “Mx.” There are also options for “other (please specify)” and “none.”
      Conservative political commentator Ben Shapiro poked fun at the Biden administration for the change.
      “The administration that values objectively verifiable facts has begun!” he tweeted, sharing GLAAD’s post.

      https://saraacarter.com/biden-admin-adds-gender-pronouns-to-wh-website-contact-form/

      Es wird sehr furchtbar werden. Eine weitere symbolische Neuerung wurde dagegen nach ein paar Stunden wieder einkassiert, um Blinkens Chancen zur Bestätigung als Außenminister nicht zu mindern:

      Biden admin quickly changes U.S. Ambassador to Israel title to include West Bank and Gaza, then deletes change
      Jennie Taer
      Jan 20, 2021
      UPDATED

      Within a couple of hours of President Joe Biden’s swearing-in Wednesday, the U.S. Ambassador to Israel’s Twitter account was changed to include that the position will also oversee the West Bank and Gaza, first reported by The Free Beacon’s Adam Kredo.
      The page was quickly reverted back to just state the position is the “U.S. Ambassador to Israel,” deleting the addition.

      On Tuesday, Antony Blinken, President Biden’s nominee for Secretary of State, testified before a Senate committee that he would push for a two-state solution between the Israelis and Palestinians and keep the U.S. Embassy in Israel in Jerusalem if confirmed.
      […]

      https://saraacarter.com/biden-admin-quickly-changes-u-s-ambassador-to-israel-title-to-include-west-bank-and-gaza-then-deletes-change/

      • Meinen Beitrag von 1:37 Uhr, den ich in Unkenntnis von Angelika Rolls Beitrag ganz oben positioniert hatte, schließe ich jetzt hier an:

        Ich mache weiter mit der Relativierung der ideologiegetriebenen Pressepolitik gegen Trump, wohingegen sich ein genauer Blick auf den „Sturm des Capitol“ durchaus lohnt:

        https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-16/#comment-91450

        Was haben wir von Joe Biden, der Bauchrednerpuppe, zu erwarten? Cancel Culture, Kuscheln mit der Industrie (auch mit Big Tech), unnachsichtige Verfolgung von Trump-Anhängern. Die „Healing“-Rhetorik ist just for show.

        Aber es gibt Widerstand:

        Die Diversity-Liste ist abgehakt:

        Qualifikation? Unerheblich.

        Gefährlich ist auch dies, was die ideologisch verblendeten Medien im Westen schlicht nicht einsehen wollen -: siehe meinen obigen Link:

        Trump Set To Leave Office With A Higher Approval Rating Than George W. Bush
        January 19, 2021 By Tristan Justice

        President Donald Trump is leaving office with a higher approval rating and the Republican Party on better footing than after President George W. Bush exited the office in 2009, when the younger Bush saw historically low ratings.
        According to RealClearPolitics’ aggregate of polls, Trump is moving out of the White House with a nearly 40 percent approval rating overall. Bush enjoyed just under 30 percent of Americans on his side at this same point in his presidency.
        […]
        The ousted one-term Republican has also left his party in better shape than it was in when he took office, transforming the GOP into an increasingly multi-racial, working-class party and with Democrats holding razor-thin majorities in the House and Senate after capturing the White House.

        House Speaker Nancy Pelosi will now preside over a 10-vote majority [davon 4 Stimmen über der absoluten Mehrheit von 218 Stimmen], compared to a 79-vote majority as Bush left office in 2009.

        In the Senate, Democrats now hold a majority merely because they control the White House. Vice President Kamala Harris will be the tie-breaking vote in a 50-50 Senate where West Virginia Democrat Sen. Joe Manchin looms large and has a red-state constituency to satisfy. [Und nicht nur der. Übrigens sind die Georgia-Senatoren nicht einmal „seated“. Die amtliche Auszählung ist noch nicht beendet, wir haben bislang nur Medien-Ergebnisse in der Bananenrepublik USA]

        In 2009, Democrats held a 59-41 majority and the chamber’s two independent members caucused with the Democrats. Democrats later claimed a 60-40 supermajority once then-Pennsylvania Republican Sen. Arlen Specter switched parties early in the Congress.
        For all the negative headlines about Trump, it’s clear the president remains far more unpopular in the media establishment driven by beltway narratives than in the rest of the country.

        https://thefederalist.com/2021/01/19/trump-set-to-leave-office-with-a-higher-approval-rating-than-george-w-bush/

        Und dann gibt es noch immer Rasmussen, das in der obigen Statistik mit 48% Zustimmung eingegangen war, nun aber noch mal draufsattelte:

        Daß die Zustimmung der Republikaner (ob Wähler oder Mitglieder) zu Trump verdammt viel höher ist, belegt dieser Artikel:

        Wyoming County GOP Unanimously Censures Liz Cheney, Demands She Appear Before The State
        January 19, 2021 By Jordan Davidson

        A Wyoming county Republican Party Central Committee unanimously censured Rep. Liz Cheney after she voted to impeach President Donald Trump last week.
        “Our representative did not represent our voice,” said Carbon County GOP Chairman Joey Correnti IV.
        Shortly after the Capitol riot, Cheney adopted the corporate media and Democrats’ narrative about Trump, shifting blame for the violence and chaos to the president. Trump “summoned this mob, assembled the mob, and lit the flame of this attack,” Cheney claimed, rushing to judgment before better information came in.

        According to reporting from the Washington Times, all 45 members of the Republican Party Central Committee in Carbon County, Wyoming condemned the House Republican for denying her constituents’ wishes to support the rushed and overly political impeachment.

        The resolution also charged Cheney with ignoring the concerns of a “vocal majority of Wyoming Republicans [who] recognize there were significant irregularities” in the presidential election.
        “People in the county party have attempted to get ahold of Representative Cheney through email, phone calls — and I think only one person got a response from a staffer and it was pretty short,” Correnti said. “We haven’t heard anything.”
        In the resolution, the county GOP also demanded that Cheney explain herself before the committee.
        […]

        https://thefederalist.com/2021/01/19/wyoming-county-gop-unanimously-censures-liz-cheney-demands-she-appear-before-the-state/

        Das Aktivisten-Magazin STERN war auch ganz entsetzt über die Zustimmungsraten für Trump unter den Repubikanern:

        https://www.stern.de/politik/ausland/us-republikaner-halten-zu-donald-trump–zeigt-eine-cnn-umfrage-30004640.html

        Aber das Messen mit zweierlei Maß – Biden will per Executive Order die Trump-Regierungsmaßnahmen zurückdrehen – SUPER! Trump regiert per Executive Orders – Was für ein AUTOKRAT! – hat natürlich seine Grenzen. Endich regt sich Kritik, erstaunlicherweise sogar im STERN, wenn auch nur gegen den verblödenden ör-Rundfunk:

        „Hart aber fair“
        Wahnsinnig damit beschäftigt, Trump blöd zu finden
        19.01.2021, 07:09 Uhr

        Kurz vor dem Amtswechsel in den USA hätte man gerne mehr gewusst über Joe Biden. Wie geht der künftige Präsident mit China um oder der Einwanderung? Warum holt er Ex-Blackrock-Leute in seine Regierung? Plasberg fragte nicht, sondern lieferte aufgewärmte Trump-Empörung.
        Von Sylvie-Sophie Schindler

        Muss das sein? Oder in Comic-Sprache: Aaargh! Sind Talkshows eigentlich inzwischen nur noch da, damit sich dort ausnahmsweise Personen aus mehr als zwei Haushalten treffen können? Von Debattenkultur kann keine Rede sein, wenn fünf Menschen zusammenkommen, die sich einig sind in ihrem Feindbild – hier: Donald Trump – und Sendeminuten damit gefüllt werden, dass permanent Sätze aufgesagt werden, die man gefühlt schon neunundneunzig Mal, mindestens, gehört hat.
        […]
        Ja, es stimmt, man darf hinter Demokratiegegner Trump nicht einfach einen Haken machen. Das wäre mehr als grob fahrlässig. Baerbock verwies zu Recht darauf: „Der Trumpismus ist nicht weg, wenn Trump weg ist.“ Daher müsste – was niemand in der Runde tat – weitergefragt werden: Was ist das für ein Land, das diesen Mann – nicht zu vergessen: demokratisch – gewählt und wieder abgewählt hat? Was sind die Nöte und Sorgen seiner Bewohner? Wieso lassen sich zig Anhänger radikalisieren? Was ist da eigentlich los?

        Angesichts des noch weiter aufzuarbeitenden Sturms auf das Kapitol am 6. Januar kann es nicht genügen, sich zu empören. Zwölf Tage später braucht es keine aufgewärmte Emotionalisierung à la Plasberg, sondern Fragen wie: Inwiefern haben die Sicherheitskräfte versagt?
        […]
        Und wie geht´s dann weiter? Man weiß, dass „Exekutive Orders“ auf der Agenda stehen. Die Entscheidungen seines Vorgängers in Bezug auf Pandemie, Einwanderung und Klimaabkommen will Biden so schnell als möglich rückgängig machen. Nicht falsch verstehen, darüber wurde bei Plasberg nur en passant gesprochen, war also kaum der Rede wert.

        Plasberg vergleicht Merz mit Trump

        Überhaupt reicht es anscheinend, dass Joe Biden nicht Donald Trump ist und man deshalb einfach nur froh zu sein hat. Wer nun mehr wissen wollte über den bald mächtigsten Mann der Welt, kam beim Plasberg-Talk jedenfalls nicht weiter – und das zwei Tage vor der Inauguration. Stattdessen: Wie reagieren auf die Sperrung Trumps auf allen Social-Media-Plattformen? „Das Rederecht hätte man ihm schon vor vier Jahren entziehen müssen“, befand Baerbock.

        Plasberg verglich in einem Nebensatz Friedrich Merz mit Donald Trump: „Beide können nicht verlieren.“ Erheblich interessanter wäre gewesen, Merz mit Biden zu vergleichen. Denn: In der Vita der beiden spielt Blackrock eine, sagen wir´s mal so, nicht unwesentliche Rolle. Merz wurde für seine Blackrock-Tätigkeiten sehr scharf kritisiert. Wie nun einen US-Präsidenten einordnen, der ehemalige Mitarbeiter des gigantischen und zugleich höchst umstrittenen US-Vermögensverwalters in seine Regierung holt und dort in Spitzenpositionen besetzt? Hätte Plasberg beispielsweise diskutieren können – doch, wir erinnern uns, er und seine Gäste waren ja so wahnsinnig damit beschäftigt, Trump blöd zu finden.
        […]
        Baerbock hingegen stemmte sich massiv dagegen. Sie wolle weder Nord Stream 2 noch wolle sie Fracking-Gas aus den USA. An ihre Seite stellte sich Clüver Ashbrook: Es handle sich um einen völkerrechtsfeindlichen Vertrag; an Russland dürfe es keinerlei Geschenke geben.
        […]

        https://www.stern.de/politik/ausland/hart-aber-fair–wahnsinnig-damit-beschaeftigt–trump-bloed-zu-finden-30005464.html

        Daß die grüne moralistische Verbotspartei nach innen wie außen unser Ruin wäre, ist eh klar.

        In die Tiefe geht Lübberding in der FAZ:

        Ich empfehle diese Lektüre, denn Kritik liest man ja nur noch selten.

        Àpropos Moral (die ich selbst für einen umpassenden Kompaß für Außenpolitik halte) -: aber für unseren gern moralisierenden Außenminister Maas ist das ja peinlich – auch wenn wir praktisch nichts über die Uiguren wissen außer über vom Westen finanzierte NGO in Kasachstan, die westliche Journalisten mit einheimischen Zeugen versorgen, die man unüberprüft stenographiert:

        Der Linke Tracey hat recht:

        Der Kampf gegen free speech hat begonnen:

        Hier werden die schlimmsten Entgleisungen, über die ich bereits gepostet hatte, konzentriert und umfassend dargestellt:

        January 19, 2021

        Dateline: The day before the media goes on vacation
        Watching this week…
        • Jim Sciutto’s viral misinformation, and one final media fail
        • Biden’s „all-female“ comms team storyline falls apart
        • The Acela Media’s fight against the First Amendment
        • Podcasts are growing in cultural influence
        • Great Moments In Multiracial Whiteness Journalism
        […]

        https://mailchi.mp/thefirsttv/fourth-watch-jan-19-21

        Zu Corona geht es gleicherweise irrational, ideologisch und ohne jede Evidenz zu. Dafür aber undemokratisch und rechtsstaatswidrig. Morgen mehr dazu.

        • @ Angelika Roll:

          https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-16/#comment-91452

          Die Haßrhetorik von Linksextremisten ist man ja gewohnt: aber Anna Sauerbrey sollte keine Aktivistin sein, sie ist Chefin der Kommentar-Abteilung im Tagesspiegel:

          https://www.tagesspiegel.de/politik/abkehr-vom-personenkult-wie-biden-nun-trumps-rassistisches-erbe-bekaempfen-kann/26832810.html
          https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-16/#comment-91450

          Auch weiße Intellektuelle benutzen dieses Vokabular und sehen den Wald vor Bäumen nicht, so Siri Hustvedt, Mitglied in der „Writers Against Trump“-Organisation, die sich im aktuellen SPIEGEL 3/2021 vom 16.1.2021 mit ihren Ideologie-Baukästchen ausmähren darf:

          Faschistisches Spektakel

          Demokratiefeinde Als die Trump-Fans das Kapitol stürmen, herrschen Karnevalsstimmung und das Gefühl von Schuldlosigkeit. All das erinnert an die Lynchmobs der Vergangenheit.

          [S.114-115]

          Wir hatten die Organisation im August gegründet, um Menschen für die Abwahl von Donald Trump zu mobilisieren, den wir für eine rassistische, misogyne, fremdenfeindliche, antisemitische, autoritäre, neofaschistische Bedrohung für die Republik halten.

          [S-114]

          Solche Leute sind schlicht unfähig, Realität wahrzunehmen.

          Lübberding rechnet mit derlei Intellektuellen ab:

          Warum diese Grundsätze einer liberalen Demokratie ihren Sinn haben, bewies die in Amerika lehrende Politologin Cathryn Clüver Ashbrook. Sie sprach von der „Hitler-Goebbelschen großen Lüge“, weil Trump bis heute nicht die Legitimität des Wahlergebnisses anerkennt. Der Moderator meinte zwar anschließend, solche Vergleiche gingen „immer schief, das war einzigartig.“ Das ist allerdings ein Irrtum. Selbstredend kann man alles mit allem vergleichen, man sollte nur die Unterschiede zur Kenntnis nehmen.

          Wer glaubt ernsthaft, dass ein Hitler oder Goebbels einen solchen dilettantischen Umsturz versucht hätten, wie ihn einige hundert Fanatiker am 6. Januar mit der Stürmung des Kapitols in Washington unternommen haben?
          […]
          „Hass und Hetze“

          Wahrscheinlich werden solche Gleichsetzungen von vielen Amerikanern aus dem Trump-Lager trotzdem als „Hass und Hetze“ interpretiert. Sie setzen auch nur fort, was immer beklagt wird: Die Spaltung der amerikanischen Gesellschaft in feindliche Lager. Wer will sich schon mit Menschen verständigen, die einen als Sympathisanten von Hitler und Goebbels definieren? Ingo Zamperoni hatte schon vor den Präsidentschaftswahlen versucht, diese kulturellen und ideologischen Gräben für uns ignorante Deutsche sichtbar zu machen. Trump, und das unterscheidet ihn zweifellos von Hitler und Goebbels, werde „nach Jahrzehnten der erste republikanische Präsident sein, der keinen Krieg oder Waffengang angezettelt“ habe. Selbst die Gruppen vor dem Kapitol am 6. Januar gehörten aber zu Amerika, so der Tagesthemen-Moderator.
          […]
          Trotzdem glauben weiterhin viele republikanische Wähler nicht an faire Wahlen, wie Zamperoni deutlich machte. Das ist zwar ein Widerspruch, aber entspricht der amerikanischen politischen Kultur. Die Manipulationsanfälligkeit des amerikanischen Wahlsystems führte schon immer zu innenpolitischen Konflikten, die etwa in Deutschland undenkbar wären.
          […]
          Das hatte natürlich etwas mit dem zu tun, was Karnitscheg als die „Neuerfindung der Demokraten nach Trump“ beschrieb. Das wird nicht deren Orientierung am Despoten Josef Stalin sein, um einmal die Liste der unsinnigen Gleichsetzungen zu vervollständigen. Vielmehr beschrieb Frau Ashbrook sehr genau, worum es in den kommenden Jahren in den Vereinigten Staaten gehen wird: Es finde „ein Machtkampf zwischen einer weißen Minderheit und einer multikulturellen und multiethnischen Supermacht“ statt. Das habe es so auf der Welt noch nie gegeben. Amerika sei „auf dem progressivsten Weg ihrer eigenen Geschichte.“

          Der privilegierten weißen Ostküsten-Intellektuellen geht es aber nicht um die Gleichstellung von Minderheiten, sondern um die Durchsetzung einer Ideologie namens Multikulturalismus. Dafür braucht man Feindbilder: Baerbock brachte das gut auf den Punkt, als sie vom Trumpismus als einem Gift sprach, das sich in die Gesellschaft eingefressen habe. Sie sprach auch von Faschismus, Sexismus und der wehrhaften Demokratie. Letzterer Begriff gehörte traditionell zum Arsenal der politischen Rechten, um Grundrechte einzuschränken. Zum Glück wird aber Frau Ashbrook wegen ihrer Hitler/Goebbels/Trump-Gleichsetzung keine Einladung vor einem Ausschuss des amerikanischen Kongresses zur Untersuchung unamerikanischer Umtriebe fürchten müssen. Die Meinungsfreiheit ist schließlich ein amerikanisches Anliegen, wenn man nicht gerade Joseph McCarthy heißt.
          […]

          https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/tv-kritik-hart-aber-fair-gewaehrung-von-grundrechten-als-belohnung-17153385.html

          Aber in eine McCarthy-Ära werden Sprachvorgaben und Cancel Culture im Bund mit Big Tech führen, so viel ist jetzt schon sicher.

        • Ich bringe mal noch ein paar Tweets, die mir in der letzten Zeit gut gefallen haben und man unter die Rubrik „Die Welt spinnt“, subsumieren könnte.

          dann:

          dann:

          dann:

          dann:

          der gefällt mir besonders gut:

    • Die kämpferische Rede eines Mannes, der mit sich im Reinen ist, und der natürlich weitermachen wird. Sehr schön, daß er die Identity Politics und Cancel Culture seines Nachfolgers, die ich ja auf der Vorseite hinlänglich kritisiert hatte, aufs Korn nimmt:

      In a shift toward the future, Trump condemned censorship and groupthink.
      Shutting down free and open debate violates our core values and most enduring traditions,“ he said. „In America, we don’t insist on absolute conformity or enforce rigid orthodoxies and punitive speech codes. We just don’t do that.“
      He said the work of his movement would continue, even as his term comes to an end.
      „The movement that we started is only just beginning,“ he said. „There’s never been anything like it. The belief that a nation must serve its citizens will not dwindle.“
      He praised individual liberty and said it was in that spirit that American pioneers settled the West, that inspired U.S. troops in battle, and that sent astronauts to the moon.
      „America is not a timid nation of tame souls who need to be sheltered and protected from those with whom we disagree,“ he said. „That’s not who we are. It will never be who we are.“

      https://www.foxnews.com/politics/president-trump-releases-farewell-video

      Und natürlich hob er heraus, daß er der einzige Präsident gewesen sei, der keinen Krieg ausgelöst habe. (Ganz im Gegensatz zu Obama.) Wie ich neulich einem kleinen Kästlein im Tagesspiegel entnommen habe, hat er es sogar geschafft, trotz des bipartisan Mißtrauensvotums im Kongreß die Militärpräsenz in Afghanistan und im Irak auf 2.500 zu reduzieren – und das will bei dem von Kriegsparteien durchseuchten Pentagon ja was heißen.

      Aber die angebliche Identitätspolitik der Dems hat sich sowieso erledigt: wer für die Republikaner stimmt, ist eh „weiß“, egal, welche Hautfarbe er hat:

      Hier gibt es Auszüge – und natürlich kommt der Quatsch von einer woke Uni, wo man nichts mehr von Wissenschaft hält:

      Published 17 hours ago
      Washington Post panned over op-ed invoking ‚multiracial Whiteness‘ to explain Trump support among minorities
      […]
      By Joseph A. Wulfsohn | Fox News

      An op-ed published by The Washington Post last week has raised eyebrows over its explanation of why President Trump gained among minority voters despite his 2020 election defeat.

      „To understand Trump’s support, we must think in terms of multiracial Whiteness,“ was the headline of the piece by New York University associate professor Cristina Beltrán, who pointed out that despite Trump’s appeal to „white [sic] nationalists,“ she noticed quite a few „Latino or African American“ faces among the FBI wanted posters of Capitol Hill rioters.

      „Yes, Trump’s voters — and his mob — are disproportionately White, but one of the more unsettling exit-poll data points of the 2020 election was that a quarter to a third of Latino voters voted to reelect Trump,“ Beltrán wrote. „And while the vast majority of Latinos and an overwhelming majority of African American voters supported the Biden-Harris ticket and were crucial to its success, many Black and brown voters have family and friends who fervently backed the MAGA policy agenda, including its delusions and conspiracy theories.“

      Beltrán then asked, „what are we to make of unmistakably White mob violence that also includes non-White participants?“ She answered her own question by introducing the „phenomenon“ of „multiracial whiteness [sic] — the promise that they, too, can lay claim to the politics of aggression, exclusion and domination.“

      „Multiracial whiteness [sic] reflects an understanding of whiteness [sic] as a political color and not simply a racial identity — a discriminatory worldview in which feelings of freedom and belonging are produced through the persecution and dehumanization of others,“ Beltrán attempted to explain. „For voters who see the very act of acknowledging one’s racial identity as itself racist, the politics of multiracial whiteness [sic] reinforces their desired approach to colorblind individualism. In the politics of multiracial whiteness, anyone can join the MAGA movement and engage in the wild freedom of unbridled rage and conspiracy theories.“

      The Post op-ed was widely panned on social media.
      [….]
      Harper’s Magazine columnist Thomas Chatterton Williams wrote.
      „If this is what we’re going to say ‚whiteness‘ [sic] means now we’re going to need a new word for it,“ Business Insider columnist Josh Barro concluded.

      https://www.foxnews.com/media/washington-post-op-ed-panned-for-invoking-multiracial-whiteness-to-explain-trumps-support-among-minorities

      Das hat Biden ja explizit gegenüber einem Schwarzen formuliert: Wenn Du noch überlegst, wen Du wählen sollst, bist Du kein Schwarzer.

      Tucker Carlson hat wohl das Intro seines Lebens geliefert: Es geht um Machtübernahme der Dems mittels Militär (wofür es keine Basis gibt) und der rassistischen Verdächtigung weißer Männer als domestic terrorists schlechthin, selbst wenn sie im Militär dienen.

      Klarsichtiger wird das, was zur Zeit in den USA abläuft, wohl nirgendwo analysiert werden. Werden KÖNNEN? Werden DÜRFEN?

      Bemerkenswert auch diese Reaktion eines schwarzen Journalisten auf dieses Intro:

      Jason Whitlock: Elites using race as distraction to tear down America
      Journalist tells ‚Tucker Carlson Tonight‘ how American freedoms are being obliterated under the guise of installing equality

      http://video.foxnews.com/v/6223946051001

      Diese Stimmen werden weiter unterdrückt werden. Sie sind unerwünscht.

      • Die NZZ – merkwürdigerweise im aktuellen SPIEGEL als „rechte Nische“ gebrandmarkt – liefert eine Video-Analyse über den Sturm aufs Capitol, die man nur als Karikatur einer Analyse ansehen kann: zwei Mal wird ein abgeschnittenes Trump-Zitat gebracht, wobei die Worte „peaceful and patriotic“ fehlen. „Patriotic“ bedeutet u.a., die Polizei zu schützen.

        Wie sich der Sturm auf das Capitol abspielte – eine Rekonstruktion mit Zeugenvideos

        Die Belagerung des Capitols in Washington D. C. durch militante Trump-Anhänger wurde live gestreamt. Zahlreiche Videos wurden auf Social Media gestellt. Eine Analyse der Videobeweise.
        Conradin Zellweger 19.01.2021, 05.00 Uhr

        https://www.nzz.ch/international/was-videos-ueber-den-den-sturm-auf-das-capitol-aussagen-eine-rekonstruktion-ld.1596983?mktcid=nled&mktcval=164_2021-01-19&kid=_2021-1-18&ga=1

        Mustergültig dagegen der kritische Thread von Kyle Becker:

        [Thread]

        Das ist freilich ein unschätzbares Dokument von einem so kenntnisreichen wie genauen Beobachter:

        J. Michael Waller is Senior Analyst for Strategy at the Center for Security Policy. His areas of concentration are propaganda, political warfare, psychological warfare, and subversion. He is the former Walter and Leonore Annenberg Professor of International Communication at the Institute of World Politics, a graduate school in Washington, DC. A former instructor with the Naval Postgraduate School, he is an instructor/lecturer at the John F Kennedy Special Warfare Center and School at Fort Bragg. View all posts by J. Michael Waller →

        https://www.centerforsecuritypolicy.org/2021/01/13/covert-cadre-what-i-saw-leading-up-to-the-us-capitol-attack/

        Er beobachtete Trump Supporter, die nach der Rede zum Capitol gingen. Scharfe Beobachtungen von Polizei, auffälligen Agents Provocateurs und „Kampftruppen“. Es gibt viele neue Aspekte: so die Tatsache, daß das Handy-Netz zusammengebrochen war und daß eine Gruppe führungsloser Capitol Police-Beamter Tränengas in eine (friedliche) Menge von Trump Supportern, viele mit Pro-Polizei-Fahnen und Schildern schoß, was die „festliche“ positive Stimmung drehte.

        Covert Cadre: What I saw leading up to the US Capitol attack
        January 13, 2021J. Michael Waller

        The deadly riot at the US Capitol bore the markings of an organized operation planned well in advance of the January 6 joint session of Congress.

        A small number of cadre used the cover of a huge rally to stage its attack. Before it began, I saw from my vantage point on the West Front of the Capitol, what appeared to be four separate cells or units:

        1. Plainclothes militants. Militant, aggressive men in Trump and MAGA gear at a front police line at the base of the temporary presidential inaugural platform;

        2. Agents-provocateurs. Scattered groups of men exhorting the marchers to gather closely and tightly toward the center of the outside of the Capitol building and prevent them from leaving;

        3. Fake Trump protesters. A few young men wearing Trump or MAGA hats backwards and who did not fit in with the rest of the crowd in terms of their actions and demeanor, whom I presumed to be Antifa or other leftist agitators; and

        4. Disciplined, uniformed column of attackers. A column of organized, disciplined men, wearing similar but not identical camouflage uniforms and black gear, some with helmets and GoPro cameras or wearing subdued Punisher skull patches.

        All of these cells or groups stood out from the very large crowd by their behavior and overall demeanor. However, they did not all appear at the same time. Not until the very end did it become apparent there was a prearranged plan to storm the Capitol building, and to manipulalte the unsuspecting crowd as cover and as a follow-on force.
        […]

        https://www.centerforsecuritypolicy.org/2021/01/13/covert-cadre-what-i-saw-leading-up-to-the-us-capitol-attack/

        Ich komme zurück zu der Diskussion über den Tod von Ashli Babbit, die ich auf der Vorseite mit Angelika Roll führte; wir haben sie gestern privat fortgeführt und sind uns ziemlich einig geworden. Hier der grobe Verlauf auf der Vorseite:

        Ich:

        „Da muß ich doch sehr danken, daß Sie dieses mir unbekannte aus der Perspektive der Trump Supporter entstandene Video einstellten, aus dem sich ergibt, wenn man mal bei Minute 28 einschaltet, so wie ich, daß die sozusagen überwältigt waren, es ins Capitol geschafft zu haben, und sich dort geradezu touristisch benahmen.
        Aber kommen wir zu dem einzigen Todesfall im Capitol: Sie haben dieses neue Video eingestellt:

        Save America March
        Raw footage from the historic day Jan 6th 2021

        https://banned.video/watch?id=5ff6857e00bac0328da8e888

        Ich habe dieses Video so analysiert, sekündlich anhaltend:
        Bei 38:17 ist erstmals Ashli Babbit zu sehen. Sie trägt einen Rucksack mit der US-Flagge und steht ganz rechts im Gang.
        Bei 38:39 kommt bereits die Polizei hinzu.
        Bei 38:54 schlägt der most wanted Agent Provocateur,

        der seine Fellmütze in der linken Hand trägt, einen Helm, den ihm zuvor der Typ, der in eine gelbe Fahne gehüllt, ist, gereicht hat (wie im Video in meinem Posting erkennbar ist):

        https://www.theepochtimes.com/video-analysis-of-ashli-babbit-video-suggests-coordinated-actions-interview-with-masako_3652783.html?utm_source=newsnoe&utm_medium=email&utm_campaign=breaking-2021-01-11-5

        auf die dritte der vier Fensterscheiben ein. Die erste und die zweite Scheibe von links weisen bereits Splitterspuren auf. Die vierte, ganz rechts, scheint unversehrt.

        Bei 39:01 weist auch die vierte Fensterscheibe der Tür Splitter auf.
        Bei 39:03 schlägt jemand – der in diesem Video nicht erkennbar ist – die vierte Fensterscheibe so ein, daß ein Großteil der Scheibe verschwindet. Dieser Unbekannte verfügte offenbar über ein Profi-Tool.
        Bei 39:04 meine ich, unseren unbekannten Agent Provocateur zu erkennen, der direkt vor der nun entfernten vierten Fensterscheibe steht.
        Bei 39:10 versucht Ashli Babbit, durch die nun entstandene Öffnung zu klettern. Hinter ihr steht der Agent Provocateur und rechts von dem eine schwarze Frau, grau gekleidet, die eher dem Antifa-Spektrum zuzuordnen ist. (Man konnte sie zuvor erkennen.)
        Bei 39:11 fällt der Schuß, und Ashli Babbit fällt.

        In dem darauf folgenden Chaos entfernt sich der Agent Provocateur; bei Minute 49:23 sieht man, wie sich der auffällige Anzugmann, der sich schon eine geraume Weile am späteren Tatort aufhielt, mit der grau gekleideten schwarzen Frau unterhält.
        Die sich daraufhin ebenfalls entfernt.“
        https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-15/#comment-91384

        Angelika Roll:
        „[…]
        Wo Sie zB eine ’schwarze Frau ‚ sehen, weiß ich nicht, glaube aber zu wissen, wen Sie meinen und die verblieb durchaus lange am Tatort nahe der sterbenden Ashli.
        Ich kann und will hier nicht all die einzelnen sekundenweisen Szenen-Screenshots hochladen und posten, werde sie Ihnen aber zumailen z.K.
        […]“
        https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-15/#comment-91392

        Ich:

        „Danke!
        https://banned.video/watch?id=5ff6857e00bac0328da8e888

        Die schwarze Frau – weißer Mund-Nasen-Schutz, graue Mütze, graue Kleidung – sieht man bei 37:44 direkt an der rechten Türseite neben dem Mann im Anzug. Bei 39:10 steht sie immer noch da, man erkennt zusätzlich einen schwarzen Rucksack.
        Was ich mit meiner Analyse:
        https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-15/#comment-91384

        sagen wollte: es ist durchaus möglich, daß der Agent Provocateur Ashli Babbit angefeuert haben könnte. Er stand unmittelbar hinter ihr.

        So stellt sich die Lage übrigens im SPIEGEL 3/21021, S.62 dar:

        Es ist gegen 14.40 Uhr, als sich genau hier eine laute Gruppe, einige mit MAGA-Kappen, sammelt und sich daranmacht, mit einem Bürostuhl die Scheiben einzuschlagen. Vier Polizisten kommen die Treppe hoch. Eine zierliche Frau trägt einen Rucksack mit einer Fahne, es sind Streifen darauf und Sterne. „Good job, guys“, ruft jemand, als die Polizisten sich von der Tür zurückziehen. „Go!“, ruft die zierliche Frau mit dem Flaggenrucksack und lässt sich hochheben. „Go!“, damit die Männer sie noch höher schieben. Es sind Ashli Babbits letzte Worte, sie wird von einer Kugel getroffen und stirbt wenig später an den Folgen der Verletzung.

        Es muß also noch ein Video geben, denn weder akustisch noch visuell habe ich das Szenario in den letzten beiden Sätzen wahrnehmen können.“
        https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-15/#comment-91395

        Angelika Roll:

        „Aber zum Ashli Babbit shooting: auch ich fand nun einen weiteren mir bis dato unbekannten Clip sowie Artikel mit Bezug darauf, die/der vermutlich dem SPIEGEL Autor als Vorlage gedient haben mag:
        hier Alaskas Presse. (unter Beteiligung von WaPo Journos)
        Das eingebettete Video- sicher auch in der WaPo und eines von Sullivans evtl schon bekannten-, ist hier nicht verfügbar.
        https://www.adn.com/nation-world/2021/01/08/newly-available-video-shows-fatal-shooting-of-pro-trump-rioter-ashli-babbitt-in-the-capitol/
        [-]
        „With help from someone who hoisted her up, Babbitt began to step through a portion of the door where the glass had been broken out. An officer on the other side, who was wearing a suit and a surgical mask, immediately shot Babbitt in the neck. She fell to the floor.“
        [-]
        ferner hier die NYPost:
        https://nypost.com/2021/01/06/video-shows-moment-ashli-babbit-was-fatally-shot-in-capitol/
        mit Video, aber ‚age-restricted‘, erfordert Anmeldung :
        [-]
        „Amid much shouting and jostling, a woman with a flag-motif backpack, who was identified as Ashli Babbitt, is seen from behind as she is lifted up by others in the crowd.
        She begins climbing through the open frame of the window in one of the doors, from which the glass has been broken out or removed.“
        [-]
        Ein wenig mehr sieht man da, BTW auch die ’schwarze Frau‘ im blauen Anorak, die jedoch nicht Richtung Treppe verschwindet, wie ich glaubte, sondern schwenkt nach links weg zum Standort Sullivans. Aber der Rest ist hinzugenommene Phantasie.“
        https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-15/#comment-91412

        Ich konnte dieses NYPost-Video nicht sehen, weil mein angemeldeter YouTube Account (zur Mitteilung meines Alters) nicht mehr funktionierte, da ich einen neuen Computer habe, der nicht mehr erkannt wurde. Bestätigungs-Anmeldung war nicht möglich. Angelika Roll hat mir Screenshots der NYPost-Videos gezeigt, und ich habe daraufhin das „Save America“-Video wieder und wieder angesehen. Und bin nun viel schlauer als zu Beginn.

        Das ist mein letzter Stand:

        So sehe ich jetzt, daß es der Fellmützen-Provokateur war, der die rechte Scheibe zerstörte. Übrigens war doch noch ein Stück von dieser Scheibe stehengeblieben, und es wäre ganz schön riskant gewesen, durch die Öffnung zu klettern.
        Es gibt tatsächlich zwei Frauen mit grauer Mütze!

        https://banned.video/watch?id=5ff6857e00bac0328da8e888

        Exakt bei Min. 38:12 sieht man beide Frauen nebeneinander. Die Schwarze mit weißem Mundschutz, grauer Mütze und übergezogener grauer Kapuze, blauem Anorak, Rucksack, daneben die andere mit grauer Mütze, heruntergeklappter Kapuze, schwarzem Schal/Mundtuch und dunkelgrauem/hellgrauen Anorak nebst Rucksack. Beide in Full Gear, die zweite einschließlich Handschuhen zur Vermeidung von Fingerabdrücken. Das A-Team von Antifa?
        Die schwarze Frau verschwindet vor dem Schuß.

        Bei Min.38:19 sieht man die zweite Frau im Halbprofil, sie könnte weiß sein. Sie ist pummeliger als die Schwarze und trägt eine hellblaue Jeans.
        Tatsächlich: diese zweite Frau kniet neben Mr. „Secret Service“, dem „Anzugmann“, der zuvor die Ablösung der drei Beamten unmittelbar an der Tür organisiert hatte, beim Opfer und taucht nach einem Gespräch mit ihm um 40:23 (in dem obigen Video), sich nach links wendend, ab.
        Da ist zweifellos viel Interaktion zwischen den Beteiligten. Ich würde sagen: Babbit „was set up“. Durchaus möglich, daß der Agent Provocateur und die zweite Frau ihr halfen, auf den Sims zu klettern, der vor der vierten Scheibe breit genug war, um darauf stehen zu können.
        Mit der „Interaktion“ bezog ich mich auch auf die o.a. Video-Anayse:

        https://www.theepochtimes.com/video-analysis-of-ashli-babbit-video-suggests-coordinated-actions-interview-with-masako_3652783.html?utm_source=newsnoe&utm_medium=email&utm_campaign=breaking-2021-01-11-5

        Die Szene erinnert stark an die Beobachtungen von Waller.

        • Der Erlöser ist vereidigt! Was für ein Qualm steigt aus allen Medien auf. Das heute-journal vom 20.1.2021 hob so an: „Die USA haben jetzt wieder eine normale Regierung.“ Für später war ein Interview mit Comey angekündigt. Da habe ich abgeschaltet, denn von weihevollem Schwulst hatte ich da schon genug.

          Bis zum Schluß gab es fake news und haltlose Spekulationen der Medien:

          Hat er sich selbst begnadigt? Natürlich nicht. Weshalb auch:

          Trump Pardons Steve Bannon And Lil Wayne In Random Final Move As President
          January 20, 2021 By Jordan Davidson

          Outgoing President Donald Trump issued more than 100 pardons and commutations combined on Wednesday morning, just hours before he was scheduled to leave the White House.
          […]
          One of the most notable pardons Trump granted was to Steve Bannon, his former White House aide, releasing him of fraud charges involving his time facilitating the “We Build the Wall” fundraising campaign. Bannon previously pleaded not guilty to the charges.
          “Mr. Bannon has been an important leader in the conservative movement and is known for his political acumen,” the White House’s pardon description read.
          Trump also granted clemency to a handful of rappers, including Dwayne Michael Carter Jr. who goes by “Lil Wayne” and Bill K. Kapri, also known as “Kodak Black.”
          While Lil Wayne originally pleaded guilty to gun possession charges, Trump handed him a full pardon, citing the rapper’s recent good deeds and support from numerous people who attested to his commitment to his family, friends, and faith.
          […]
          Another surprising commutation was designated for Kwame Kilpatrick, the former Democratic mayor of Detroit who committed a series of corruption crimes including racketeering and bribery while in public office. Kilpatrick, who already served seven years of his sentence, was freed after multiple Detroit community members and faith leaders lobbied for his release. The announcement from the White House also said Kilpatrick’s public speaking classes and inmate Bible study groups was a factor in his commutation.
          […]

          https://thefederalist.com/2021/01/20/trump-pardons-steve-bannon-and-lil-wayne-in-random-final-move-as-president/

          Assange und Snowden waren allerdings auch nicht dabei.

          Was ist aus dem Aufruhr geworden, den das FBI angeblich befürchtete, was dann an CNN geleakt wurde? Nix.

          3 Reasons State Capitols Didn’t Erupt In Violence Like The Media Promised
          Despite all the fearmongering, the violence never erupted. It’s worth asking why.

          By Kylee Zempel
          January 20, 2021
          […]

          That imminent war, however, never materialized. To the shock of many, the streets remained nearly silent, with only a handful of peaceful protesters showing up at several statehouses. As The New York Times reported after the fact:

          „Outside the Pennsylvania State Capitol there were so few protesters that reporters lined up on the sidewalk to interview a man who gave his name only as Alex and wore a sweatshirt that said ‘Fraud 2020.’ Reporters then turned to a man named Eddie who was selling ‘Biden is not my president’ T-shirts but who left soon after for lack of customers.“

          Despite all the fearmongering, the violence never erupted. It’s worth asking: Why?
          1. Questionable Sources and Media Pile-On

          It’s unclear where exactly the FBI gathered that violent agitators would be “storming” every statehouse, but as journalist Jordan Schachtel noted in his newsletter, “The Dossier,” the agency’s bulletin seems to be connected to a protest flyer that appeared on the aggregator website of the Boogaloo movement, a disorganized group of activists ranging from far-left “defund the police” demonstrators to alt-right white nationalists.

          Regardless of the source, this sort of overhyped nonsense, often manufactured in the deep state and proclaimed by the media, repeats itself constantly.

          “After digging deeper into these claims, I found that they are not only incredibly exaggerated and don’t hold up to much scrutiny,” Schachtel said, “but even more disturbingly, seem to be part of an information operation similar to what has embroiled the FBI in many controversies over the past several years.”

          I’m old enough to remember when the FBI said, based on a Democratic National Committee-funded, shady dossier authored by British spy Christopher Steele, that Trump was an agent of Russia and conspired to steal the 2016 presidential election. The media ran with it maniacally until a yearslong and $32-million investigation revealed — oops, no collusion.

          FBI involvement or not, so-called reporters in the corporate media make their livings off spouting insane predictions and sparking hysteria based on “expert” sources. They promised us Hillary Clinton would beat Trump in a landslide because the polling experts said so. Based on poor models and the expertise of professional flip-flopper Anthony Fauci, they overblew the Wuhan virus (after claiming it was racist to call it that) to help tank the economy before the 2020 election — only to have leftist leaders urge for reopening right before Biden’s swearing-in. Based on those same experts, the media also said it would be “impossible” to develop a coronavirus vaccine by the end of the year and warned that college football would kill untold masses.
          […]

          https://thefederalist.com/2021/01/20/3-reasons-state-capitols-didnt-erupt-in-violence-like-the-media-promised/

          Das abschreckendste Farewell-Stück fand ich im Tagesspiegel, in dem eine Parallelwelt die Köpfe vernebelt. Ich erinnere nur mal an die Ausstoßung der Minorities, die verstärkt Trump gewählt haben (und auch bei der Rally und dem „Sturm“ vom 6.1. vertreten waren), aus dem Reich der vor Rassismus zu Bewahrenden:

          https://www.foxnews.com/media/washington-post-op-ed-panned-for-invoking-multiracial-whiteness-to-explain-trumps-support-among-minorities

          „Das hat Biden ja explizit gegenüber einem Schwarzen formuliert: Wenn Du noch überlegst, wen Du wählen sollst, bist Du kein Schwarzer.“
          https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-16/#comment-91423

          Unbekümmert ob der Realität schreibt Anna Sauerbrey:

          19.01.2021, 21:18 Uhr
          Abkehr vom Personenkult
          Wie Biden nun Trumps rassistisches Erbe bekämpfen kann

          Der Sturm auf das Kapitol war der Umsturzversuch von Weißen, die ihre politische Macht nicht abgeben wollten. Doch es besteht Hoffnung. Ein Essay.
          Anna Sauerbrey
          […]
          Zwischen der Wahl am 3. November und dem Tag der Amtseinführung lagen quälende Wochen. Alles, was Trumps Präsidentschaft ausgemacht hatte, verdichtete und beschleunigte sich: Zappelnd und zuckend versuchte der Narzisst, sich der Realität seiner Wahlniederlage zu entwinden. Er schickte eine Armee von Anwälten los, um Amerika sein Narrativ von der „gestohlenen Wahl“ mit juristischen Mitteln aufzuzwingen. Als die Realität auch noch der bizarrsten Zeugenaussage und dem dritten Nachzählen Stand hielt, rief er seine Anhänger dazu auf, „wild“ zu werden. Am 6. Januar stürmten sie das Kapitol.

          Es war ein Coupversuch, doch er war nicht nur auf den Machterhalt gerichtet. Er richtete sich gegen die Wahrheit. Trump wollte die Realität stürzen und sie durch „alternative Fakten“ ersetzen: durch Lügen.
          […]
          Trumps Populismus entwickelte sich zu einem Kult

          Doch unter dem anschwellenden Strom lügnerischer Tweets und dem Beat der Dauerpropaganda rechter Lautsprecher in den Medien verloren die echten Sorgen und Nöte für Trumps Populismus an politischer Bedeutung. Immer mehr wurde der Präsident selbst zum Zentrum eines politisches Kultes.

          Die Russlandaffäre wurde als Versuch gesehen, ihn zu entmachten – und damit seine Anhänger. Seinen Höhepunkt fand das in der Geschichte von der verlorenen Wahl und dem Sturm auf das Kapitol: Trumps Anhänger kämpfen nur noch für das Fantasma, die Mehrheit zu sein. Der Populismus ist zum Trumpismus mutiert.

          Die Angst seiner Anhänger ist durchdrungen von Rassismus

          Möglich war das auch, weil Trumps Erfolg sich von Anfang an eben nicht nur aus der Wut Globalisierungsverlierer speiste. Die Angst, die viele seiner Anhänger eint, ist auch die Angst der Weißen davor, eine Minderheit zu werden, sowohl kulturell (unter ultrakonservativen Christen) also auch demografisch.

          Ihre Angst ist durchdrungen von rassistischen Ressentiments. Die hat Trump gepflegt und gefüttert. Er hat Rechtsextreme als „gute Leute“ bezeichnet, Abgeordneten mit dunkler Hautfarbe nahegelegt, sie mögen „in ihre Länder“ zurückgehen und die Black-Lives-Matter-Proteste zu einem Angriff auf die (weiße) Ordnung amerikanischer Vororte stilisiert. Der Sturm auf das Kapitol war auch der Coupversuch von Weißen, die drohen, ihre politische Macht zu verlieren.

          Seit Jahrzehnten versuchen Republikaner, Minderheiten an der Wahl zu hindern
          […]

          https://www.tagesspiegel.de/politik/abkehr-vom-personenkult-wie-biden-nun-trumps-rassistisches-erbe-bekaempfen-kann/26832810.html

          Also komme ich wieder auf den Sturm auf das Kapitol zurück, dessen Betrachtung durch eine ideologische Brille sich verbietet. Im Licht meiner neuen Bewertung:

          https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-16/#comment-91433

          wollte ich dann noch mal das 44-Minuten-Video des Antifa-Anhängers John Sullivan aka „Jayden X“ ansehen. Dieses ist mittlerweile auch nur für Erwachsene zu betrachten – aber heute klappte die Bestätigung meines alten YouTube-Accounts, da ein Bestätigungscode per Telefonanruf an mein Festnetz-Telefon angeboten wurde.

          Shooting and Storming Of The US Capitol In Washington DC (View Discretion Is Advised)
          450.120 Aufrufe
          •08.01.2021
          Jayden X
          4450 Abonnenten
          It requires a lot of time and money to run this group. We want to help out the community and so any support that you can show below is much appreciated.

          Surprise, surprise! Schon in der ersten Einstellung sieht man den Agent Provocateur mit der Fellmütze! Kann das Zufall sein?

          Ab Min. 19:46 sieht man den Secret Service-Mann aus der Ashli Babbit-Schlußszene, komplett mit Walkie Talkie, der mit einer Reihe von Polizeibeamten kommuniziert, die einen Gang abriegeln; zusätzlich spricht er mit einem Zivilisten mit Halbglatze, der aus der Menschenmenge vor den Beamten der Capitol Police kommt.

          Und ab Minute 24:32 taucht der Agent Provokateur mit Fellmütze auf. Er kommt aus der Richtung des eigentlich abgeriegelten Bereiches hinter der Polizei. Er macht Faxen, es wird unübersichtlich, der Flurbereich steht der Menge nun offen, da sich die Polizei ohne Not zurückzieht. Sie wurde nicht physisch angegriffen, es wurde lediglich diskutiert. Sollte sie sich auf Anweisung des Secret Service-Mannes zurückgezogen haben?

          Bei 33:30 kommt es zu der Szene mit Ashli Babbit. Sullivan/Jayden X drängelt sich an die vorderste Front an die linke Seite der Türfront zur Speakers Lobby, indem er „I have a knife!“ ruft. Alle anderen Protagonisten scheinen bereits vor Ort zu sein.

          Bei Minute 34:33, als die offenbar unbewaffneten Polizisten von der Tür abberufen werden, offenbar, weil der bewaffnete Ersatz bereits eingetroffen war, schlängelt sich die schwarze Frau in dem blauen Anorak sofort zur Tür und macht sich an Scheiben und Tür zu schaffen. [Spekulation: bereitet sie den erfolgreichen Angriff des Agent Provocateur auf die dritte und vierte Scheibe vor, die beide auffällig easy splitterlos mit glatten Bruchkanten „verschwinden“? Während die ersten beiden angegriffenen Scheiben links davon nicht „verschwinden“, sondern lediglich gesplitterte Löcher aufweisen.] Sie trägt graue Handschuhe. Danach geht sie in die Richtung von Sullivan, der sich jetzt ausschließlich auf die sich von links ins Bild hineinschiebende Schußwaffe auf der anderen Seite der Tür konzentriert. Das Einschlagen der Scheiben durch den Agent Provocateur und Ashli Babbits Versuch, durch die Öffnung ganz rechts zu steigen, dokumentiert er nicht. Zufall?

          Minute 35:06: Schußabgabe.

          Ab 35:40 dominiert die zweite Frau mit der grauen Mütze die Bildauswahl. Sie kauert an der Wand neben der rechten Seite der Türfront.

          Bei 36:08 hebt sie beide Hände (in grauen Handschuhen) in die Höhe mit Blick nach rechts zur Speakers Lobby, wo sich weitere bewaffnete Beamte aufhalten dürften. Der umgehängte offizielle Ausweis des Anzugträgers, der schräg versetzt neben ihr steht, ist zu erkennen.

          Bei 36:22 zieht sie sich zurück.

          Bei 37:10 gibt es eine merkwürdige Szene: der Secret Service-Mann ergreift einen Stock, bugsiert ihn durch die Öffnung an der rechten Türfront und wirft ihn in die Speakers Lobby auf der anderen Seite der Öffnung. [? Erklärungsversuche?]

          Später sieht man den Agent Provocateur ohne Fellmütze und Helm auf halber Treppe, wie er an seinem Rucksack nestelt. Um sein Aussehen zu verändern, interpretiert die japanische Journalisten im Epoch Times-Beitrag.

          Und weil ich ja jetzt wieder Zugriff auf mein YouTube-Konto hatte, habe ich auch gleich noch das von Angelika Roll ins Spiel gebrachte Video im NYPost-Artikel angesehen, das man ebenfalls nur sehen kann, wenn man älter als 18 ist.

          https://nypost.com/2021/01/06/video-shows-moment-ashli-babbit-was-fatally-shot-in-capitol/

          BREAKING: Woman shot DEAD by Capitol Police inside the Capitol Building.
          1.096.351 Aufrufe
          •06.01.2021

          National File
          BREAKING: Woman shot DEAD by Capitol Police inside the Capitol Building. Breaking at NationalFile.com

          Das Video ist nur 1:13 lang und sehr ruckelig. Durchaus möglich, daß der Agent Provocateur (hinter ihr) und die zweite Frau mit grauer Mütze (rechts von ihr) halfen, daß Babbit auf dem Sims Fuß faßte.

          Zwischen 0:38 und 0:40 gibt es eine mindestens nonverbale Kommunikation zwischen dem Mann, der in eine gelbe Fahne gewickelt ist und der zuvor dem Agent Provocateur den schwarzen Helm gereicht hat, mit dem dieser Scheiben eingeschlagen hat, und der schwarzen Frau in dem blauen Anorak.

          Bei Minute 0:43 fällt der Schuß; zwischen dem Agent Provocateur und der neben ihm stehenden zweiten Frau in Grau könnte es eine Kommunikation geben. Sicher ist, daß diese später mit dem Secret Service-Mann kommunizierte, bevor sie verschwand.

          Aus dem „Save America“-Video:
          https://banned.video/watch?id=5ff6857e00bac0328da8e888

          „Bei Min.38:19 sieht man die zweite Frau im Halbprofil, sie könnte weiß sein. Sie ist pummeliger als die Schwarze und trägt eine hellblaue Jeans.
          Tatsächlich: diese zweite Frau kniet neben Mr. „Secret Service“, dem „Anzugmann“, der zuvor die Ablösung der drei Beamten unmittelbar an der Tür organisiert hatte, beim Opfer und taucht nach einem Gespräch mit ihm um 40:23 (in dem obigen Video), sich nach links wendend, ab.“
          https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-16/#comment-91433

          Man sieht, die Sachlage ist weitaus komplexer als ideologiegetriebene Medien uns weismachen wollen. In dem Patriotenvideo „Save America“ sieht man bei Minute 6:25, daß die Menge, in der sich der Reporter befindet, durch offenstehende Türen „eindringt“. In dem Antifa-Video sieht man mehrfach explizit gewaltsames Eindringen, nur ein Mal gibt es einen kurzen unkommentierten Schwenk auf Leute, die das Capitol durch offene Türen betreten.

        • Mangels link unter Ihrem 00:00Uhr Posting eben hier kurz diese paar Ergänzungen:
          die Frage ist geklärt:
          https://www.npr.org/sections/biden-transition-updates/2021/01/17/957723309/harris-will-leave-senate-seat-monday-set-to-return-as-tie-breaking-vice-presiden

          Zu ‚abschreckendster Farewell Bericht‘ melde ich mal nur diese email Betreffzeile in meiner Inbox: “ Let’s All Sing for Joy as the KKK/Evangelical „Pro-Life“ Double-Impeached Mobster/Serial-Earth-Killer Flees Town“
          (von zwei Klimabewegten Linksextremisten, die sich hier auskotzten:

          https://readersupportednews.org/opinion2/277-75/67365-rsn-lets-all-sing-for-joy-as-the-kkkevangelical-qpro-lifeq-double-impeached-mobsterserial-earth-killer-flees-town
          „Our shredded nation slowly breathes again as the unelected orange menace leaves us at last.“
          Puh…..

          Zu Trumps letzten pardons:
          https://uk.news.yahoo.com/julian-assange-misses-pardon-donald-064203062.html

          das ist nun wirklich mehr als bedauerlich.. hier die ganze Liste:

          https://www.theguardian.com/us-news/2021/jan/20/trump-pardons-and-commutations-the-full-list

  6. Nach all den falschen Narrativen der Presse und der allenthalben wirkenden Cancel Culture:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-15/#comment-91395

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-15/#comment-91403

    sollten wir uns über die ideologische Verblendung beim Thema Corona nicht wundern. Gerade starke Grundrechtseingriffe sollten rational begründet werden. Das war aber noch nie der Fall. Und jetzt erst recht nicht, wo von „Nachschärfungen“ der Lockdown-Regelungen die Rede ist, die ein verfassungsrechtlich nicht vorgesehenes Gremium, die geheime Merkel-MP-Sitzung, beschließen soll.

    Vorbereitend wirkte die linke Propaganda einer Zero Covid-totalitären Front:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-15/#comment-91374

    Ich hatte da ausgeführt, daß da leider auch eine prekär beschäftigte Physikerin wie Viola Priesemann, die um eine Professur kämpft, involviert ist. Von der ZEIT und über den ZEIT-Kontakt zu Lauterbach gefördert, beherrscht sie nun neben den üblichen Verdächtigen die Regierungsberatung.

    Nun erfahren wir mehr über die Zero Covid-Warriors:

    Das Manifest der Gesellschaftszerstörer
    Wer den Aufruf „ZeroCovid“ für einen „solidarischen Lockdown“ für eine Spinneransammlung hält, unterschätzt die Truppe, die sich dort formiert: es sind Kader einer totalitären Bewegung
    Von Alexander Wendt Posted on 16. Januar, 2021
    […]
    Wenn sich gerade eine neue militante Kaderorganisation in Coronazeiten bildet – und zwar erstaunlich erfolgreich, mit großer Resonanz und einer grob unterschätzten Gefährlichkeit – dann geschieht das an einer anderen Stelle.
    Unter dem Aufruf „ZeroCovid“ sammelt sich eine Gruppe von Leuten, die in Entschlossenheit und weltanschaulicher Homogenität der RAF jedenfalls sehr viel stärker ähneln als der Querdenkerbewegung.
    https://zero-covid.org/

    Das Manifest „ZeroCovid“ verkündet ein Ziel, hinter dem sich auf den ersten Blick sehr viele vereinen dürften:
    Die Zahl der Covid-19-Infektionen soll „auf Null“ gedrückt werden, und zwar durch „einen solidarischen europäischen Shutdown“. Auf den Umstand, dass ostasiatische Länder ihre Neuinfektionen mit großem Erfolg reduzieren, etwa Singapur, Taiwan, Südkorea – und zwar ohne einen generellen Lockdown weiter Wirtschaftsbereiche – gehen die Autoren mit keinem Wort ein. Auch nicht auf die wachsenden Zweifel, ob Lockdowns wie in Deutschland, Irland und 2020 in Spanien und Frankreich den Verlauf der Virusausbreitung überhaupt bremsen.
    https://onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/eci.13484
    […]
    Würde die Gesellschaft tatsächlich so umgepflügt, wie das Zero-Kollektiv es wünscht, liefe das auf einen Kollaps der modernen Industriegesellschaft hinaus. Das scheint auch das Ziel zu sein. Und es deckt sich praktisch vollständig mit den Forderungen der Klima-Endzeitbewegung ‘Extinction Rebellion’ des Briten Roger Hallam, der zur Rettung der Erde das gleiche verlangt: die Zerschlagung der Industriegesellschaft, die Abschaffung des Bürgers und die Zuteilung der verbliebenen Ressourcen durch Kader seiner Bewegung.

    Der Unterschied besteht nur darin, dass für Hallam das Schlüsselwort ‘Klima’ lautet, für die Zero-Aktivisten ‘Covid’. Hallam begründet seine „unerlässlichen gesellschaftlichen Maßnahmen“ ebenfalls mit einer Bedrohung, die so groß ist, dass sie sich nicht anders stoppen lasse: „Weil dieses Thema größer ist als die Demokratie […] Wenn eine Gesellschaft so unmoralisch handelt, wird Demokratie irrelevant. Dann kann es nur noch direkte Aktionen geben, um das zu stoppen.“

    In dem Zero-Manifest heißt es: „Demokratie ohne Gesundheitsschutz ist sinnlos und zynisch.“ Interessanterweise auch: „Gesundheitsschutz ohne Demokratie führt in den autoritären Staat.“ Also in genau den Zustand, den sie anstreben.

    Wer gehört zu den Erstunterzeichnern? Unter anderem der Monitor-Redaktionsleiter Georg Restle, WDR, der gegen den „Neutralitätswahn im Journalismus“ kämpft, und die Spiegel-Kolumnistin Margarete Stokowski („Antifa ist Handarbeit“). Die Frontfigur der deutschen Klimabewegung Luisa Neubauer, die sich nur halbherzig von Hallams „Extinction Rebellion“ distanziert. Die taz-Autorin Hengameh Yaghoobifarah, die den Deutschen vor einiger Zeit eine „Dreckskultur“ bescheinigte und Polizisten auf den Müll wünschte. Der „Autor und Filmemacher“ Mario Sixtus, zu dessen Kunden auch das ZDF gehört, und der sich Anfang 2020 auf Twitter über Bundeswehrsoldaten in Zügen und den „kalten Hass auf alle Tarnanzüge“ ausgelassen hatte („Was für Flüssigkeiten muss man eigentlich konsumiert haben, um auf die Idee zu kommen, dass in gnadenlos überfüllten ICEs die zusätzliche Anwesenheit von Soldaten mit Feldgepäck für eine höhere Akzeptanz des Soldatenberufs führt und nicht etwa zu kaltem Hass auf alle Tarnanzüge?“). Anschließend behauptete er damals, er habe natürlich nicht seinen eigenen Hass gemeint, sondern nur ganz allgemein die Frage gestellt.

    Es gehört die gut in linksextremistischen Kreisen vernetzte Natascha Strobl dazu, die in wohlmeinenden Medien als Rechtsextremismus-Expertin eine Bühne erhält, und die das staatliche Gewaltmonopol gern relativiert(„so was muss man sich physisch entgegenstellen. Danke AntiFa“).

    Und auch Stefan Jarosch und Ruben Neugebauer von Sea-Watch Berlin, deren Organisation findet: „Wir sind prinzipiell dagegen, dass jemand wie Merz in Zukunft überhaupt irgendwo mitreden darf.“

    Was man durchaus als Ankündigung lesen darf, den Politiker physisch zum Schweigen zu bringen.
    Jaroschs Beteiligung zeigt auch: Grenzkontrolle zählt nicht zum von den Zero-Leuten geforderten Mittel, um die Covid-Infektionen auf Null zu bringen.

    Apropos physische Mittel: In der Unterzeichnerliste findet sich auch die Autorin Veronika Kracher, die 2019, als Linksextremnisten den Bremer AfD-Bundestagsabgeordneten Frank Magnitz zusammenschlugen, die Täter ausdrücklich lobte:
    „Dass #Magnitz zusammengelatzt wurde ist übrigens die konsequente Durchführung von #NazisRaus. Abhauen werden die nicht. Die werden sich bei der größten möglichen Bedrohungssituation aber zweimal überlegen ob sie offen faschistische Politik machen. Deshalb: mit ALLEN Mitteln.“

    Mit dabei ist der Schauspieler Rolf Becker, der den RAF-Terroristen Christian Klar jahrelang im Gefängnis besuchte und sich für dessen vorzeitige Freilassung einsetzte („Ich werde für Christian Klar da sein.“) Und auch der frühere hauptamtliche MfS-Mitarbeiter Andrej Holm, der noch im September 1989 eine Offizierslaufbahn bei der Staatssicherheit einschlug. Dazu Wolfgang Kaschuba, der kürzlich die Silvesterübergriffe in Köln 2015/16 zu einem Protest einsamer Migrantenmänner verklärte. Die Liste komplettieren Matteo Pronzini von der Schweizer „Bewegung für den Sozialismus (BFS/MPS)“, Thies Gleiss, Mitglied im Parteivorstand der LINKEN, etliche weitere Aktivisten, Sea Watch und die gesamte Linkspartei-Jugendorganisation „linksjugend [’solid]“, außerdem die „antifaschistische initiative [das schweigen durchbrechen]“ Nürnberg und die Antifa AK Köln.

    Virologen, Epidemologen, Lungenärzte, Pharmazeuten spielen auf der Liste der Bewegung, der es vorgeblich um die Eindämmung eines Virus geht, keine Rolle. Die einen oder anderen sonstigen Unterzeichner mögen aus den verschiedensten Gründen dazugekommen sein, hauptsächlich durch milieubedingte Solidarität.
    […]
    So klein und randständig nehmen sich diese Aktivisten gar nicht mehr aus. Sie sind angebunden an öffentlich-rechtliche Sender, Medien, Institute. In einigen Fällen kann sich jeder fragen, ob er sie mit seinem Geld unterstützen möchte.

    Margarete Stokowski schrieb auf Instagram, sie wünsche sich, dass der Aufruf „einfach zack sofort umgesetzt wird”.
    Sie sprechen schon wie Funktionäre. Ihnen fehlen nur noch die passenden Schutzbefohlenen.

    https://www.publicomag.com/2021/01/das-manifest-der-gesellschaftszerstoerer/

    Es ist ein Albtraum, daß derlei totalitäre Phantasien von „Null Covid“ in die Politik eindringen.

    Hier eine wohlwollende Berichterstattung in der taz:

    https://taz.de/Initiative-Zero-Covid/!5739177/

    Kritisch positioniert sich dieser taz-Kommentator:

    Vorschläge der Initiative „Zero Covid“
    Halbtotalitäre Fantasie
    Die Initiative „Zero Covid“ will das Coronavirus durch einen mehrwöchigen Total-Lockdown bezwingen. Die Ideen sind weltfremd und wenig zielführend.
    • 14. 1. 2021
    Kommentar von

    Thomas Gerlach
    Redakteur Reportage & Recherche
    […]
    Ideen sind immer gut. Ob das Ziel von null Infektionen realistisch ist, ob die Vorschläge praktikabel sind, ob diese „Mehrere-Wochen-Utopie“ wirklich motiviert, ist eine andere Sache. Was, wenn danach das Virus immer noch grassiert? Weil man Pflegeheime nicht schließen kann und Straßenbahnen fahren müssen? Geht dann die Utopie in die nächste Runde? Und noch mal? Und noch mal?

    Es hat immer etwas Religiöses, für ein hehres Ziel in der Ferne Entbehrungen im Heute in Kauf zu nehmen. ChristInnen warten auf die Wiederkunft des Herrn, und in den Schulen der DDR wurden Generationen von Kindern vertröstet, dass sie einmal in der schönsten aller Welten leben werden – wenn alle mitmachen.

    Es ist eben auch der Traum von einer radikal anderen Gesellschaft, die im „Zero Covid“-Appell aufleuchtet: eine Welt ohne Kapitalismus, ohne Profitlogik, dafür solidarisch. In der Coronazeit heißt das: Fabriken und Baustellen schließen, Krankenhäuser verstaatlichen und die Rechnung den Reichen schicken. Kurzum – mehr Staat, weniger Profit, dazu den Impfstoff in öffentliche Hände. Dabei ist Biontech ein Beispiel dafür, dass Profitinteresse extrem schnell die passende Antwort liefert.
    Kritik an der Regierung? Natürlich! Kritik an der Verteilung des Reichtums? Nur zu! Linke Ideen, wie Corona überwunden werden kann? Her damit! Aber bitte nicht mit einer halbtotalitären Fantasie. Mit dem Virus werden wir leben lernen, es zähmen. Immer wieder. Eigentlich so – wie beim Kapitalismus.

    https://taz.de/Vorschlaege-der-Initiative-Zero-Covid/!5739231/

    Aber wir sind ja längst im religiösen Bereich. Was daran liegt, daß Deutschland – und nicht nur Deutschland – an Fakten nie interessiert war:

    Pandemie-Meldewesen
    Deutschland im Corona-Blindflug

    Eine Analyse des iGES legt nun nahe: In Deutschland wurden massive Einschränkungen zur Pandemie-Bekämpfung beschlossen, ohne dass dafür geeignete Daten vorgelegen haben. Teil 3 unserer Serie in Kooperation mit iGES.
    Von Prof. Dr. Bertram Häussler Veröffentlicht: 15.01.2021, 15:05 Uhr

    Berlin. Im neuen Jahr scheint alles noch viel schlimmer: So berichtet etwa die „FAZ“ am 14. Januar: „Abermals neuer Höchststand an Corona-Todesfällen. Binnen 24 Stunden wurden 1244 weitere Todesfälle gezählt, wie das Robert Koch-Institut unter Berufung auf die Gesundheitsämter mitteilte.“ Was aber, wenn sich die zitierten 1244 Todesfälle gar nicht in den vergangenen 24 Stunden ereignet haben? Was aber, wenn diese Zahlen rund vier Wochen alt sind und jetzt erst beim RKI „aktenkundig“ werden?

    Leider ist es genau so: Zwischen dem Zeitpunkt, an dem sich die Todesfälle ereignen, und dem Meldetag vergehen etwa vier Wochen. Das zeigt eine Analyse des IGES Pandemie Monitors. Danach sind zwischen dem 1. November und dem 14. Dezember die täglichen Meldungen des Robert Koch-Instituts (RKI) deutlich hinter den tatsächlich eingetretenen Todesfällen zurückgeblieben. Der Meldeverzug erreichte damals eine Größe von über 7000 Todesfällen. Dieser Stau wurde dann im neuen Jahr quasi aufgearbeitet, was zwischen dem 7. und dem 8. Januar dann geschafft war.

    Wir bekommen also durch die Meldungen des RKI nicht das gezeigt, was heute der Fall ist, sondern das, was vor Weihnachten der Fall war: also die Zeit, in der die Verantwortlichen von Bund und Ländern den dritten Lock-down angeordnet hatten.

    Bankrotterklärung der Berichtssysteme

    Und was ist heute los? Geht die Zunahme der Sterbefälle einfach so weiter oder wirkt der Lockdown nicht wenigstens ein bisschen?

    Die ehrliche Antwort ist: Wir wissen es schlichtweg nicht, weil uns unsere offiziellen Berichtssysteme weitgehend im Stich lassen. Die Sterbezahlen werden immer noch mit einem großen Verzug gemeldet. Hinzu kommt, dass sich das deutsche Gesundheitswesen in Bezug auf die Meldung der Corona-Zahlen seit dem 24. Dezember eine wirklich lange Pause gegönnt hat. Sogar noch am 8. Januar musste das RKI darauf hinweisen, dass seinen tagesbezogenen Angaben nicht zu trauen ist. Dadurch sind schätzungsweise 60.000 Fälle nicht gemeldet worden.
    […]

    https://www.aerztezeitung.de/Politik/Deutschland-im-Corona-Blindflug-416280.html

    Da das RKI den geplanten Politiker-Verschärfungen vom 19.1.2021 nicht im Weg stehen wollte, verkündete es, daß die tagesaktuellen „Infektionsfälle“ von 7.100 am 18.1. noch um 1.600 Nachmeldungen aufzustocken seine. Das wären dann aber immer noch beklagenswert wenige Fälle für eine politische Aufrüstung.

    Der SPIEGEL geht wie immer ideologisch voran und erklärt das, was wir schon alle wissen: die Alltagsmaske bringt nichts und wir müssen dem starken Mann Söder folgen:

    Die ist nun allerdings nicht für die allgemeine Bevölkerung geeignet:

    9.„Markus Söder und die FFP2-Maske“
    Auszug aus der Fränkischen Landeszeitung vom 16.1.2021

    Anmerkung Albrecht Müller: Der Artikel spricht für sich und gegen Söder.

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=68908

    Ansonsten muß man an der Presse, die leider Politiker beeinflußt, verzweifeln:

    14. Januar 2021 Autor Lorenz Matzat
    Datenboulevardjournalismus der taz zu Corona
    […]

    Das Boulevardeske an dieser Titelgrafik ist, dass sie – um Alarmismus zu betreiben – eine Datenentwicklung zeigt, ohne sie analytisch in einen Kontext zu stellen. So wäre es wichtig gewesen, darauf hinzuweisen, dass in den letzten drei Wochen in Irland an manchen Tagen dreimal so viel getestet wurde wie in den Wochen vor diesem Zeitraum. Würde man beispielsweise die Testanzahl am 14. Dezember 2020 zur Grundlage einer Grafik nehmen, aber die gleiche Positivrate der jeweiligen Tage verwenden, sähe die Kurve gleich weniger dramatisch aus (Tests von 2 Personen je 1000 EW statt z.T. 6 pro 1000). Was nicht bedeuten soll, dass die Entwicklung in Irland nicht bemerkenswert wäre: Tatsächlich stieg die Positivrate der Tests zeitweilig auf fast 30 Prozent an (in Dtl. lag sie in der vergangenen Woche bei knapp 13 Prozent). Hätte die taz also beispielsweise drei Grafiken gebracht, die zusammen den nötigen Kontext liefern würde, wäre das weniger plump und mehr erkenntnisreich gewesen.
    […]
    Die Fixation auf die täglichen Infektionszahlen, die allerorten rauf- und runtergebetet werden, als ob sie eine verlässliche Metrik wären (sind sie nicht), ist auch Grundlage des dazugehörigen taz-Kommentars „Es reicht nicht“.
    https://taz.de/Coronalage-nach-der-Virus-Mutation/!5739018/

    In dem ist die Rede von „schockierend“ und „zu befürchten“ und sich „verdichtenden Anzeichen“. Deswegen seien die Lockdown-Massnahmen nicht genug. Doch weisen die eh aussageschwachen Infektionszahlen (wie hoch ist die Dunkelziffer?) nicht darauf hin, dass derzeit eine Entwicklung wie in Irland oder Dänemark stattfindet. Die Feststellung, dass es derzeit „nicht reicht“, widerspricht zudem dem aktuellen Trend auf den Intensivstationen. Dort sinken seit einer Woche die Zahlen. Was sowohl eine wesentlich härtere Metrik als sich „verdichtende Anzeichen“ ist – als auch eines der erklärten Ziele der Lockdown-Massnahmen.
    […]
    Die eigentliche Titelgeschichte auf Seite 3 der taz ist entsprechend alarmistisch mit „Die Sorgen wachsen exponentiell“ überschrieben.
    https://taz.de/Gefaehrlichere-Coronamutanten/!5739060/

    Im Text selbst ist dann nur die Rede davon, dass die Sorge bei der Bundesregierung „hoch“ sei. Hauptsächlich geht es um die B.1.1.7-Mutante und deren wohl höhere Ansteckungsrate. Und einige Fälle dieser Variante, die in Deutschland entdeckt wurden. „Inwieweit sich die Mutante darüber hinaus weiterverbreitet hat, ist unklar“, heißt in dem Zusammenhang. Aussagen darüber oder Einschätzungen dazu, ob die jetzigen Lockdown-Massnahmen angesichts einer möglichen Ausbreitung von B.1.1.7 ausreichen, liefert die Titelgeschichte nicht.

    Fazit: Knackige Schlagzeilen zu Corona-Mutanten, die auf Fakten beruhen, die “niemand weiß”, zukünftig besser dem Boulevard überlassen.

    https://www.datenjournalist.de/datenboulevardjournalismus-der-taz-zu-corona/

    Und dieser Boulevard ist zweifellos der SPIEGEL, der am Samstag, dem 16.1.2021 – seit Wochen zwischen Trump und Corona wechselnd – den Titel

    Die Mutante
    Wie aggressiv das Turbovirus ist. Und was es noch anrichten kann

    brachte.

    Angst vor neuen Corona-Varianten
    Kann Deutschland die Mutanten stoppen?

    Forscher und Politiker fürchten einen starken Anstieg der Infektionszahlen mit dramatischen Folgen. Wie aggressiv die Turboviren sind und was sie anrichten können – die SPIEGEL-Titelstory.
    Von Matthias Bartsch, Felix Bohr, Rafaela von Bredow, Hubert Gude, Veronika Hackenbroch, Martin Knobbe, Kerstin Kullmann, Cornelia Schmergal, Thomas Schulz, Gerald Traufetter und Steffen Winter
    15.01.2021, 13.10 Uhr

    Die Studentin stach nicht heraus aus den fast 700 Corona-Fällen, die das Gesundheitsamt Steglitz-Zehlendorf in der Woche vor Weihnachten verzeichnete. Die junge Frau war auf Feiertagsbesuch bei ihrer Familie; sie kam aus ihrem Studienort in Großbritannien angereist. Ein alltäglicher Fall im wohlhabenden Berliner Süden.
    Dass sie sich angesteckt hatte, war auch nicht überraschend. Es passte zu den Fallzahlen, die auf der Insel gerade in die Höhe schnellten.
    Doch die Studentin steckte ihre gesamte Familie an, fünf Personen. Das ist eher selten.
    Zur gleichen Zeit schlug der britische Premier Boris Johnson Alarm: Die neue, weitaus ansteckendere Virusvariante B.1.1.7 breite sich im Südosten Englands aus, warnte er die Weltöffentlichkeit. Die reagierte schnell: Flugverbindungen wurden eingestellt, der Eurotunnel geschlossen. Aber da hatte sich das mutierte Virus längst in Europa verbreitet.
    […]

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-varianten-kann-deutschland-die-mutanten-stoppen-a-00000000-0002-0001-0000-000174874842

    In dem Artikel gibt es nichts darüber, ob diese Mutante evt., wie es sich für Viren gehört, weniger tödlich ist als die bislang bekannte.

    Da hilft auch der seit vier Jahren gegen den Brexit agitierende SPIEGEL-Propagandist Schindler nicht weiter:

    Zustände wie im Krieg
    Die Corona-Mutante lässt Großbritannien zusammenbrecheny
    Die Virusvariante B.1.1.7 verbreitet sich rasant, das Gesundheitssystem kollabiert. Trotz Massenimpfungen und Lockdown bekommt der britische Premier Johnson die Pandemie nicht in den Griff.
    Von Jörg Schindler
    18.01.2021, 05.12 Uhr
    […]

    https://www.spiegel.de/politik/ausland/corona-mutante-laesst-grossbritannien-zusammenbrechen-ausser-kontrolle-a-00000000-0002-0001-0000-000174874843

    Auffällig ist jedenfalls, daß in beiden Artikeln eine Zero-Covid-Politik promotet wird.

    Zur Einordnung:

    Journalisten: Und sie zensieren doch!
    18. Januar 2021 um 9:10 Ein Artikel von Marcus Klöckner | Verantwortlicher: Redaktion

    Zensieren Medien in Deutschland? Die Antwort darauf kann nur lauten: Selbstverständlich. Eine Zensur findet statt. Und sie ist so weitreichend, dass unser demokratisches und gesellschaftliches Gefüge längst Schaden genommen hat. Ein Kommentar von Marcus Klöckner.
    […]
    Eine gesunde Medienlandschaft, die so funktioniert, wie sie es sollte, könnte diese Angriffe aus dem Innern auskontern. Ein Mediensystem, das im Hinblick auf den politischen und gesellschaftlich relevanten Journalismus nur noch als dysfunktional beschrieben werden kann, ist dazu nicht mehr in der Lage.

    Ohne an dieser Stelle in die Details zu gehen: Durch ein Zusammenspiel aus
    • sozialisationsbedingten Einflüssen bei den einzelnen Journalisten
    • der sozialen Zusammensetzung der Medien
    • der vorherrschenden Rekrutierungspraxis
    • der beruflichen Sozialisation und den Kräfteverhältnissen und Dynamiken innerhalb der Medien

    formt sich Tag für Tag aufs Neue eine Zensur, die für jeden, der mit offenen Augen die Berichterstattung verfolgt, erkennbar ist. Da, wie angesprochen, diese Zensur aber ohne greifbaren Zensor abläuft und sich Journalisten, die sie ausüben, ihr längst nicht immer selbst bewusst sind, sind ihre Entstehungsbedingungen nur schwer fassbar.
    […]
    Nur zur Erinnerung: Wir erleben derzeit die schwerwiegensten Grundrechtseingriffe seit Bestehen der Bundesrepublik. Dass hier Medien, die sich ihrer rechtsstaatlichen und demokratischen Verantwortung bewusst sind, zwingend eine echte Diskussion zwischen Befürwortern und Gegnern dieser Grundrechtseingriffe ermöglichen müssen, ist geradezu demokratische Pflicht.

    Die Realität aber ist: Bürger müssen eine Petition einreichen, die diese Diskussion an prominenter Stelle innerhalb der Öffentlich-Rechtlichen fordert. Es gibt ein Treffen unter Ausschluss der Öffentlichkeit zwischen Verantwortlichen der ARD und Kritikern, um über die Forderungen zu diskutieren (denen dann natürlich nicht nachgekommen wird). So zeigen sich im Dezember 2020 öffentlich-rechtliche Medien, die „keine“ Zensur ausüben?
    https://medienblog.hypotheses.org/9747
    https://multipolar-magazin.de/artikel/im-dialog-mit-der-ard
    […]
    Dass Medien seit geraumer Zeit versuchen, Kritiker der Corona-Maßnahmen regelrecht zu bekämpfen, entbehrt nicht einer gewissen Komik und Ironie in einem ansonsten traurigen Kapitel einer von Zensur geprägten Berichterstattung. Diskussionswürdige Inhalte und Positionen, die von einem nicht unerheblichen Teil der Bürger eines Staates vertreten werden, aber denen kein Raum im öffentlichen Diskurs der großen Medien eingeräumt wird, finden sich irgendwann dann eben als „querdenkender“ Protest auf der Straße. Medien bekämpfen also einen „Feind“, den sie selbst erzeugt haben. Die Proteste gegen die Corona-Maßnahmen sind auch der sichtbare Ausdruck eines journalistischen Feldes, in dem sich eine pervertierte Vorstellung von Journalismus verankert hat. Nicht mehr „sagen, was ist“, lautet die Maxime, sondern „sagen, was dem eigenen Weltbild nach sein soll“.
    Das Ergebnis der hier skizzierten Verhältnisse ist ein „Journalismus“, dem man, auch wenn das hart klingt, seine Daseinsberechtigung momentan absprechen muss.

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=68903

    Unter diesem journalistischen Druck stehen unsere Politiker. Um dem zu entsprechen, wählen sie sich die passenden beratenden Wissenschaftler aus. Um Fakten geht es dabei nie. Es geht um Weltanschauung, wie eh und je.

    • Ich komme mal noch kurz zu Corona!

      Wenn Ihr mal einen wirklich guten Überblick haben wollte, wie die Sterblichkeit im Jahre 2020 in allen Altersgruppen war etc, dann sollte Ihr Euch mal für dieses Video nehmen und ev. auch mal noch den Link dazu: Es ist wirklich erstaunlich, was da herauskommt.
      Wenn es im Video zu schnell geht, dann immer auf die Pause-Taste drücken und sich die Graphiken ein bisschen genauer anschauen, damit man den Faden nicht verliert. 🙂
      Also es lohnt sich, sich mal eine halbe Stunde Zeit zu nehmen, um sich mit dem Video und der PDF-Datei auseinanderzusetzen.

      „Sterbezahlen Schweiz 2020 – Alle Details, alle Zahlen – wo ist die ÜBERSTERBLICHKEIT?“
      Wir freuen uns, die Zahlen für die Schweiz für 2020 zu präsentieren. Viele Zeitungen und Medien haben für 2020 eine Übersterblichkeit in der Schweiz proklamiert. Wir gehen diesen Angelegenheit auf den Grund und zeigen Euch alle Zahlen und Statistiken zum Jahr 2020.

      Oft wurde in der Schweiz sowie in allen anderen Ländern in der Presse Übersterblichkeit propagiert. Von der Tagesschau, über HEUTE oder den Spiegel… Sie alle begehen meiner Meinung nach elementare Fehler in der Darstellung der Sterblichkeit und schüren damit unnötig Angst in der Bevölkerung.

      Aufgrund der bisherigen Resistenz gegenüber selbst den einfachsten statistischen Grundlagen kann man hier nur noch von Vorsatz ausgehen.“

      https://samueleckert.net/sterbezahlen-schweiz-2020-alle-details-alle-zahlen-wo-ist-die-uebersterblichkeit/
      Und die PDF-Datei dazu:
      https://cloud.samueleckert.net/index.php/s/rjSt3SbaBFHMBcw?dir=undefined&openfile=2058

      • Da hier diesmal nicht explizit @ Gabriele Wolff kommentiert wurde, nehme ich mir mal die Freiheit einer Bemerkung, auch ohne bzw. noch bevor ich die links öffne und später studiere: Bin ich denn etwa eine der wenigen oder gar die Einzige, de von Anfang an an Vorsatz glaubte?
        Einer meiner ersten Kommentare zum Corona Thema überhaupt enthielt den Begriff „BETRUG“; das kommt auf’s Selbe raus und dazu stehe ich nach wie vor!

        Wie das US Beispiel erschreckend zeigt, ist es scheinbar nie zu spät für ein impeachment, -dem stünde also *theoretisch* nichts im Wege in Bezug auf Merkel ..

        • Wenn es denn so ein Instrument hier geben würde. 😉

          Ja, die Statistiken wurden sehr gut erläutert; absolute Zahlen erklären gar nichts. Ohne demographische Entwicklungen einzubeziehen, ohne die Altersklassen aufzulisten und insbesondere ohne die letzten zehn Jahre als Vergleichsmaßstab zu nehmen, sind sie schlicht nichtssagend.

          Aber jetzt haben wir ja das superaggressive mutierte Turbovirus, und so sind „einmütige“ politische Maßnahmen angesagt und eigentlich nur ein Problem der Kommunikation, verkündet der SPIEGEL:

          Ministerpräsidentenkonferenz
          Die Unerklärenden
          Ein Kommentar von Martin Knobbe

          Die Länderchefs und die Kanzlerin müssen harte Maßnahmen gegen eine unsichtbare Gefahr beschließen. Dafür sollten sie sich einmütig und transparent zeigen – und endlich mehr als nur Beschlüsse vorlesen.
          19.01.2021, 12.38 Uhr
          […]
          Es hilft, sich die Situation aus dem Frühjahr vor Augen zu führen, wenn die Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten heute Abend mit der Kanzlerin konferieren.

          Die Lage ist ähnlich: Es gilt, etwas zu verhindern, was noch abstrakt ist. Die rapide Ausbreitung einer Mutante des Virus, die ansteckender ist als die ursprüngliche Form. Waren die Särge aus Bergamo das Angstszenario im Frühjahr, so sind es jetzt die überfüllten Kliniken in Großbritannien, wo die Mutante B.1.1.7 bereits wütet. Es ist das Negativszenario: So wollen wir nicht enden.

          Die Lehren aus Großbritannien sind schlicht und klar: Die britische Regierung hat zu lange mit einem harten Lockdown gewartet, die Mutante breitete sich aus wie ein Flächenbrand, nun reichen die Hydranten nicht mehr aus zum Löschen.

          Will man diesen Flächenbrand in Deutschland verhindern, muss man früh mit dem Löschen beginnen und braucht viel Wasser. Aus präventiver Sicht gibt es keine Alternative zu einer Verlängerung des Shutdowns und zu einer Verschärfung der Maßnahmen.

          Die Bereitschaft der Deutschen nimmt ab

          Aber es gibt noch eine zweite Lehre aus Großbritannien: Der Shutdown kam nicht nur spät, er wirkte auch nicht, weil ihn viele nicht mitmachten. Sie haben das Vertrauen in ihre Regierung verloren, vielleicht waren sie auch nur Corona-müde.
          Auch die Deutschen sind müde, auch bei ihnen sinkt die Bereitschaft, den Empfehlungen der Kanzlerin blind zu folgen. Das war im Frühjahr anders. Das Virus war neu, das breite Wissen darüber noch nicht vorhanden. Nun gibt es viel Wissen, fundiertes und weniger fundiertes, die Menschen fühlen sich informiert und mündig, es gibt plötzlich sehr viele Experten.

          Im Frühjahr sorgte das Nichtwissen für großes Vertrauen in die Politik und die sie beratende Wissenschaft, nun führt das vermeintlich größere Wissen bei einigen zu Skepsis und Zurückhaltung. »Die aktuellen Maßnahmen müssen kompensieren, was im ersten Lockdown an zusätzlichen freiwilligen Maßnahmen ergriffen wurde und jetzt zur effektiven Eindämmung fehlt«, schreibt Cornelia Betsch, Professorin für Gesundheitskommunikation, die gestern die Länderchefs in einer Expertenanhörung beriet.
          […]
          Zuletzt im Oktober und November hatten die Länder zu lange gezögert. Sie konnten sich nicht auf die Vorschläge des Kanzleramts einlassen, auch aus machtpolitischen Gründen. Die hohen Zahlen der vergangenen Wochen waren auch die Folge dieses Zögerns.
          Damals erlebte der Föderalismus einen Tiefpunkt. Es sollte sein einziger in dieser Pandemie bleiben.

          https://www.spiegel.de/politik/deutschland/corona-politik-der-laenderchefs-und-der-kanzlerin-sprecht-mit-einer-stimme-a-8443d111-13bf-4680-a945-9011e49432f9

          Das meiste davon sind bloße Behauptungen. Auch die Bergamo-Särge gab es nur, weil die überalterte Bevölkerung wegen des maroden Gesundheitssystem in ihren Wohnungen nicht mehr betreut werden konnten, und weil die Einäscherung von „Corona“-Toten verpflichtend war, wobei Urnenbestattungen Italien aber unüblich sind, weshalb die wenigen Krematorien nicht ausreichten.

          Àpropos Einmütigkeit: die NZZ teilt mir heute mit:

          NZZ Briefing vom 19.1.2021

          Armin Laschets Corona-Expertenrat kritisiert die derzeitige Pandemiepolitik
          Das ist passiert: Das vom nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet ins Leben gerufene Gremium mit Wissenschaftern aus verschiedenen Gebieten warnt, die Corona-Politik von Bund und Ländern sei womöglich bald kaum noch gesellschaftlich vermittelbar. Das Gremium lehnt einen kompletten Lockdown ab, denn die bisherigen Massnahmen hätten den besonders gefährdeten Gruppen «nicht ausreichend geholfen». Zudem müsse die Corona-App weiterentwickelt werden, statt eine «realitätsferne Diskussion» über Datenschutz zu führen. Zu den neusten Entwicklungen in Deutschland

          Es wird nicht mehr lange gutgehen, wenn nur eine (verfehlte) wissenschaftliche Meinung das Sagen hat -: ansonsten ist man doch für „Vielfalt“, oder?

        • Wenn auch ich mir einmal die „Freiheit“ nehmen darf, dann frage ich, welcher Virologe hat noch zusätzlich das Fach STATISTIK studiert?
          Mathe-Studenten soll schon im 1. Sem. erklärt worden sein:
          „Glaube keiner Statistik, es sei denn, du hast sie selber gefälscht“.

          Auch das RKI wäre gut beraten, einem Statistiker das Wort zu deren „Ergebnissen“ zu erteilen – dieser hätte sehr wohl nur den Kopf geschüttelt über die unregelmäßigen wie auch unvollständigen „Ergebnisse“ – Tag für Tag – der Gesundheitsämter und Co.

        • Das ist es ja: es soll eine sehr gute Statistik/Modellier-Abteilung beim RKI geben: aber mit Datenschrott läßt sich nun mal nicht gut arbeiten. Und die Folgenabschätzung von Maßnahmen ist auf dieser Basis nicht zu leisten. Es liegt an den Meldewegen (es hakt zwischen Laboren und den Gesundheitsämtern und den Gesundheitsämtern-RKI ) und an den schwach besetzten Gesundheitsämtern am Wochenende.

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