Warum die Presse versagt

In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich keinen Beitrag mehr geschrieben, sondern nur noch in Kommentaren das Weltgeschehen und dessen mediale Zerrbilder präsentiert. Die Themen gingen nicht aus, und es war immer wieder ein Phänomen festzustellen: öffentlich-rechtliche Sender und die Medien informieren nicht, sie ergreifen Partei, befördern Agenden und verfehlen ihren Auftrag, der Macht durch kritisches Hinterfragen Paroli zu bieten.

Stattdessen: Polemik, Skandalisierung, uniformer „Haltungsjournalismus“, Wunschdenken, eilfertige Übernahme von Sprachvorgaben aktivistischer Lobbies und Ausgrenzung von Kritikern. Hat man jemals so viel über „Verschwörungstheorien“ – pardon, jetzt heißt es „Verschwörungsmythen“ und „Verschwörungserzählungen“, denn „Theorie“ klingt zu wissenschaftlich und würde diese Wirrköpfe nur adeln – gelesen wie in den letzten Monaten, dargeboten von derselben Presse, die jahrelang an der Verschwörungstheorie der Democrats mitwirkte, nach der Donald Trump quasi ein russischer Agent sei und mit Putin daran arbeitete, Mails der Democrats-Partei zu hacken und sie über WikiLeaks zu verbreiten? Und die jetzt souverän die Aufdeckung dieser Verschwörungstheorie als echte Verschwörung von Hillary Clinton, dem DNC, CIA, FBI, dem State Department und den willigen Helfern der durch die Bank anti-Trump-Presse von NYT über die Washigton Post, Politico und Daily Beast, CNN und allen anderen cable news bis auf Fox News beschweigt?

Ja,ja, die „Schlinge zog sich jahrelang zu“ um Trump.

Wenn sie sich infolge der New York Post-Enthüllungen um Joe Biden zuzieht, springt man gerne wieder auf den Zug, daß es sich bei den aus Hunter Bidens Computer stammenden Mails und Bilder, deren Echtheit nicht einmal von den Bidens bestritten wird, um „russische Desinformation“ handele.

Ohne Kommentar zitiere ich aus einem Kommentar, der ausschließlich seine eigene Blasen-Befindlichkeit beschreibt:

Politik in den USA

Das größte Problem an Trump sind seine Wähler

Eine Kolumne von Henrik Müller

Es ist ein Skandal, dass Donald Trump die Präsidentschaftswahl immer noch gewinnen kann – trotz aller Verfehlungen und Ungeheuerlichkeiten. Wie kann das sein? Die Antwort lässt nichts Gutes erhoffen.

11.10.2020, 13.28 Uhr

[…]

Das wirklich Beunruhigende dieses Wahlkampfs ist nicht Trumps Amtsgebaren, sondern die mögliche Unfähigkeit des Souveräns – also des Volkes -, einen untragbaren Präsidenten aus dem Amt zu entfernen. Und all das spielt sich ab in jenem großen Land, das, bei allen Fehlern, über Generationen der westlichen Welt ein strahlendes Vorbild war. Ein Befund, der die Demokratie selbst als Regierungssystem ins Zwielicht rückt – und damit auch uns ganz direkt angeht.

Zwei Enthüllungen der vergangenen Wochen sollten genügen, Trump unwählbar zu machen: sein Eingeständnis, die amerikanische Öffentlichkeit über die Gefahren der Corona-Pandemie – wissentlich und kalkuliert – in die Irre geführt zu haben, wie er dem Reporter Bob Woodward im Frühjahr ins Aufnahmegerät plauderte. Und die Veröffentlichungen der „New York Times“ über Trumps Steuererklärungen, die einen Abgrund an Steuervermeidung und Korrumpierbarkeit offenbaren.

[…]

Damit die Demokratie funktionstüchtig sein kann, bedarf es einer aufgeklärten Bevölkerung. Wenn allerdings nicht mehr das Relevante in wahrhaftiger Form thematisiert wird, wenn falsche Nachrichten, Triviales und sonstiger Bullshit die Debattenräume verstopfen, wenn sich Nischen und Echokammern abschotten und das Dröhnen der Lärmspiralen ohrenbetäubend wird, dann ist nicht mehr unbedingt gewährleistet, dass die Wahrheit für alle sichtbar ans Licht kommt. Wie es um die Qualität der Regierung bestellt ist, lässt sich unter diesen Bedingungen nicht mehr so einfach erkennen.

[…]

„You can’t fool all the people all the time?“ Vielleicht doch!

Während des Corona-Shutdowns habe ich an dieser Stelle die Hoffnung geäußert, dass die Covid-19-Krise zum Offenbarungseid der Populisten werden könnte. Schließlich sei ihr Scheitern allzu offensichtlich.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/der-offenbarungseid-der-populisten-kolumne-a-91f96c2a-fffe-4e0f-8a23-126979b8dc22

Ich war zu optimistisch. Das Pandemie-Missmanagement von Boris Johnson (Großbritannien), Jair Bolsonaro (Brasilien) und Trump war so ungenügend, dass sich jeder von ihnen am Ende selbst infizierte. Trotzdem genießen sie allesamt nach wie vor beachtliche Zustimmungswerte. Offenkundig bemisst sich der Erfolg einer Regierung – mindestens für Teile der Bevölkerung – nicht mehr unbedingt an ihren Leistungen, sondern an ihrem Unterhaltungswert.

Ein Prozess ist im Gang, bei dem der Grundkonsens verlorenzugehen droht. Die Veränderungen der Medienlandschaften – das Aufkommen von Social Media, die schwächere Durchdringung mit seriösem Journalismus – begünstigen einen Zerfall der Öffentlichkeit. Gesellschaften spalten sich in immer kleinere Resonanzräume auf, wo jeweils eigene Erzählungen über den Zustand der Welt vorherrschen. Diese Erzählungen brauchen nicht unbedingt eine belastbare Faktenbasis, um der jeweiligen Anhängerschaft glaubwürdig zu erscheinen. Gegenseitige Bestätigung innerhalb der jeweiligen Gruppe genügt.

[…]

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/donald-trump-beschaedigt-auch-unsere-demokratie-kolumne-a-71714efc-dde0-44e3-9262-52bfda6956d6

Wo er recht hat, hat er recht. 😉

995 Gedanken zu „Warum die Presse versagt

  1. Und so wird die einstweilige Anordnung des Familiengerichts in Weimar:

    https://www.docdroid.net/NClmHr3/amtsgericht-weimar-9-f-148-21-eao-beschluss-anonym-2021-04-08-pdf

    siehe:

    Warum die Presse versagt


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92311

    vom Spiegel kommuniziert:

    Thüringen
    Gericht kippt Coronaregeln für zwei Schüler – Ministerium kritisiert Beschluss
    Ein Weimarer Gericht sorgt mit einem Beschluss für Ärger: Es hob die Masken-, Abstands- und Testpflicht für zwei Schüler auf. Das Thüringer Bildungsministerium hat »gravierende verfahrensrechtliche Zweifel«.
    12.04.2021, 07.27 Uhr
    […]

    https://www.spiegel.de/panorama/bildung/weimar-gericht-kippt-coronaregeln-fuer-zwei-schueler-bildungsministerium-kritisiert-beschluss-a-c8418416-ad6b-4573-9994-c1e99cd04b84

    Nicht einmal der Tenor wird zutreffend wiedergegeben: der Beschluß bezieht sich auf alle Schüler der beiden betroffenen Schulen.

    Da präsentiert er offenbar eine Statistik, die sich auf tatsächliche Erkrankungen und nicht nur auf Test-Positive bezieht.

    Von Hendrik Streeck retweetet:

    Forscher prangern Corona-Politik an
    „Drinnen lauert die Gefahr“
    Stand: 12.04.2021 07:32 Uhr

    Aerosolforscher haben die beständigen Debatten über Treffen in Biergärten oder Joggen im Freien kritisiert. Damit setzten die Corona-Maßnahmen an der falschen Stelle an. Stattdessen müsse der Schutz in Innenräumen verstärkt werden.

    In einem offenen Brief haben die führenden Köpfe der Gesellschaft für Aerosolforschung (GAeF) die Bundesregierung aufgerufen, ihren Umgang mit der Corona-Pandemie teilweise zu überdenken. Der Schutz vor Ansteckungen mit dem Virus müsse vor allem dort stattfinden und intensiviert werden, wo sich Menschen in Innenräumen aufhalten. Das im Internet veröffentlichte Schreiben richtet sich an Bundeskanzlerin Angela Merkel, Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sowie an die Ministerpräsidenten und Ministerpräsidentinnen und die Gesundheitsämter der Bundesländer.

    Klicke, um auf 17532-offener_brief_aerosolwissenschaftler.pdf zuzugreifen

    Die zentrale Aussage der Forscher lautet: „Die Übertragung der SARS-CoV-2 Viren findet fast ausnahmslos in Innenräumen statt.“ Im Freien werde das Virus nur „äußerst selten“ übertragen und führe nie zu sogenannten Clusterinfektionen, also breitgefächterten Ansteckungen, zitierte die Nachrichtenagentur dpa aus dem Brief.
    […]
    Die öffentliche Debatte über Corona-Maßnahmen bilde nicht den wissenschaftlichen Erkenntnisstand ab, sodass viele Menschen „falsche Vorstellungen über das mit dem Virus verbundene Ansteckungspotential“ hätten. Durch Maßnahmen wie Verbote, sich in Parks zu treffen, beliebte Strecken für Spaziergänge komplett zu sperren oder auch die in der geplanten Bundesnotbremse angedachten nächtlichen Ausgangssperren entstehe der Eindruck: „Draußen ist es gefährlich.“ Dadurch würden aber „heimliche Treffen in Innenräumen“ nicht verhindert, sondern „lediglich die Motivation erhöht, sich den staatlichen Anordnungen noch mehr zu entziehen“.
    „Die andauernden Debatten über das Flanieren auf Flusspromenaden, den Aufenthalt in Biergärten, das Joggen oder das Radfahren haben sich längst als kontraproduktiv erwiesen“, heißt es in dem Brief weiter. Und die beständige Warnung vor Kontakten drohe die „überall erkennbare Pandemiemüdigkeit“ sogar zu verstärken. „Nichts stumpft uns Menschen bekanntlich mehr ab als ein permanenter Alarmzustand“, warnen die Mitglieder der GAeF.
    […]

    https://www.tagesschau.de/inland/coronavirus-forschung-auflagen-101.html

    Nicht einmal diese Selbstverständlichkeit ist den Politikern bekannt. Es ist langsam zum Verzweifeln.

    Natürlich beharren sie auf diesem Mantra, für das sie als Aerosol-Experten gar nicht zuständig sind:

    Auch auf die Notwendigkeit von Schutzmasken in Innenräumen weisen die Forscher nochmals explizit hin: „In der Fußgängerzone eine Maske zu tragen, um anschließend im eigenen Wohnzimmer eine Kaffeetafel ohne Maske zu veranstalten, ist nicht das, was wir als Experten unter Infektionsvermeidung verstehen.“

    Wie die „echte“ Expertin Kappstein in dem o.a. Beschluß ausführt: es gibt keinen wissenschaftlichen Beleg dafür, daß asymptomatische Virusträger andere anstecken könnten, weshalb man, falls symptomlos, auch keine – ohnehin unbrauchbare – Maske tragen müsse.

    Hier gibt es einen sehr guten, mit zahlreichen Belegen versehenen Artikel über die fehlende Wirksamkeit von NPI = nicht pharmazeutische Interventionen:

    09.04.2021
    Lockdowns und die vergessene Wissenschaft
    Von Julius Felix

    Dass Corona-Maßnahmen wie Lockdowns eine nennenswerte Wirkung bei der Virusbekämpfung entfalten, lässt sich wissenschaftlich nicht belegen. Man sollte stattdessen auf Eigenverantwortung setzen.

    Das hehre Ziel der Konferenz von Ministerpräsidenten und Kanzlerin ist es, so genannte Nicht-Pharmazeutische-Interventionen (NPIs), zu beschließen, die das Coronavirus eindämmen sollen. Das Problem ist, dass es sich bei diesen NPIs in der Beschlussfassung um gefühlte Wahrheiten handelt. Evaluiert werden diese seitens des Gremiums nicht und wissenschaftlich begründet ebenfalls nicht, denn dazu würde gehören, die gesamte Studienlage einzubeziehen. Viel lieber bedient man sich einer Art des Hausverstandes, der auf den ersten Blick einleuchtend scheint, auf den zweiten Blick aber wesentliche Denkfehler begeht, was dann letztendlich allen schadet. Dazu kommt, dass wissenschaftliche Erkenntnisse deutlich dagegen sprechen.

    Wie reduziert der Lockdown Kontakte? Die simple Grundidee ist: Das Virus wird über Kontakte übertragen, also muss man Kontakte reduzieren. Das Problem ist dabei, dass das zu viel generalisiert. Darum funktioniert der Lockdown auch nicht so, wie man dachte. Aus einem kurzen „Wellenbrecher-Shutdown“ ist so ein monatelanger Dauerzustand geworden, der an den Nerven und der Wirtschaft zehrt. 1,5 Milliarden Euro kostet Deutschland jede Woche Lockdown.

    Aber warum funktionieren Shutdown und Lockdown nicht, wenn es doch so logisch klingt? Weniger Kontakte müssten doch auch für weniger Übertragung sorgen! An dieser Stelle muss man sich fragen, wo der Lockdown Kontakte reduziert und wo der Schwerpunkt der Fallzahlen liegt. Ein wesentlicher Schwerpunkt lag und liegt in Alten- und Pflegeheimen – und zwar die ganze zweite Welle im Winter 2020/21 lang. Und wir müssen uns fragen, ob es wirklich so ist, dass das Schließen von Schulen, Museen, Theatern, Kinos, Sportvereinen, Geschäften und Restaurants und das Verhindern von Reisen dazu führt, dass sich in den Alten- und Pflegeheimen weniger Menschen anstecken.

    Die Probleme, die in Alten- und Pflegeheimen für die hohen Inzidenzen sorgen, sind andere: Es sind die dünne Personaldecke durch den Pflegenotstand und auch die mangelnde Hygiene, die lange vor Corona bereits von verschiedenen Medien aufgedeckt wurde. Diese Probleme löst aber kein geschlossener Einzelhändler und auch kein geschlossenes Theater.

    „Die Lockdown-Maßnahmen haben keine große Auswirkung auf die allgemeine Inzidenz, von der die Politik die Maßnahmen abhängig macht.“

    Generell sind NPIs massiv umstritten, wenn man mal wirklich in die wissenschaftliche Literatur schaut (s.u.), und es war schon vor der Pandemie fragwürdig, ob sie wirken beziehungsweise ob die Kosten-Nutzen-Rechnung wirklich aufgeht.

    Darüber hinaus muss man auch bedenken, welche Kontakte man reduziert. In Kultureinrichtungen etwa sind die Kontakte außerhalb des eigenen Haushalts ohnehin meist flüchtig, geschehen also mit Abstand und kurzzeitig. Durch entsprechende Vorkehrungen, zu deren Umsetzung man umfassende Hygienekonzepte entwickelt hat, kann man Engpässe vermeiden. Dazu finden viele Kontakte, etwa in Zoologischen Gärten, meist draußen statt, wo die Wahrscheinlichkeit, das Virus überhaupt zu übertragen, ohnehin praktisch bei null liegt, wenn man sich nicht extrem nahekommt. So reduzieren etwa die Zooschließungen letztlich nur Kontakte, die im Infektionsgeschehen ohnehin keine Rolle spielen würden.

    Was sagt die Wissenschaft?

    Die Lockdowns sind Ausdruck eines falschen Fokus, denn statt des vielzitierten Hammers braucht es in der Pandemiebekämpfung eher das Skalpell.
    Seit Beginn der Pandemie beschäftigt sich die Wissenschaft bereits mit der Evaluation der NPIs. Sehr wenig medial beachtet wird leider, wie schlecht die Maßnahmen dabei abschneiden. Als zentrales Pro-Lockdown-Papier gilt Flaxman et al. , auf das immer wieder verwiesen wird. Oft verschwiegen werden dabei die wissenschaftlichen Einwände von z.B. Homburg & Kuhbandner im Juni und dann im September Wood. Bei beiden wurden die Modelldaten der ersten Studie tatsächlichen Daten gegenübergestellt, anhand derer man den Lockdown-Optimismus nicht belegen konnte.
    Der Todesstoß für Flaxman et al. kam dann – zu Unrecht unbemerkt – im September durch das bereits im Preprint veröffentlichte Paper von Colombo et al. Die Experten hatten sich den Modellierungscode des Pro-Lockdown-Papiers angeschaut und wesentliche Fehler gefunden. Zentral war dabei die unrealistische Annahme, dass keine individuelle Variation der Anfälligkeit bei der Krankheitsübertragung vorliege. Tatsächlich weiß man aber sehr gut, dass Menschen mit einem durch Alter oder Krankheit geschwächten Immunsystem anfälliger für solche Viren sind.
    [… (hier werden zahlreiche Studien aufgeführt)]

    Das sind nur einige prägnante Beispiele aus einer Vielzahl von Veröffentlichungen, die in dieselbe Richtung zielen. Die wenigsten davon haben es in die Medien oder gar in die politische Diskussion geschafft. Stattdessen verfährt man immer noch nach alten Prinzipien, die schon längst überholt sind, und sucht sich als Berater die Experten, die die Richtigkeit des politisch eingeschlagenen Weges trotzdem zu bestätigen bereit sind. Im Focus hat das ein Mediziner in Bezug auf die Bundeskanzlerin sehr treffend als „Kuba-Syndrom“ bezeichnet. So bezeichnet der Infektiologe Matthias Schrappe die Situation, in der „sich eine Führungsgruppe nur mit Menschen umgibt, die alle der gleichen Meinung sind“.

    Was sagen die Daten?

    Viele Portale bieten der Öffentlichkeit umfangreiches Datenmaterial. Das ist deshalb wichtig, weil es Länder gibt, die quasi als Kontrollgruppe fungieren können, da dort keine Lockdowns und/oder keine Maskenpflicht bestanden bzw. bestehen, während dies bei anderen der Fall war. Das COVID Tracking Project etwa lässt einen in die Daten der einzelnen US-Bundesstaaten eintauchen.

    Sehr spannend ist hier etwa der Vergleich von Kalifornien und Florida, weil sie klimatisch ähnliche Startbedingungen haben. Etwas Pech hat man in Florida, weil dieser Staat als Rentner-Paradies gilt, also genau viele Mitglieder der Haupt-Risikogruppe dort residieren. Dementsprechend befürchtete man Schlimmes, als der Gouverneur von Florida die Maskenpflicht kippte und den Lockdown beendete. Kalifornien blieb allerdings ein Musterknabe, was Lockdowns und Maskenpflicht anbetraf.
    Nach der Logik der deutschen Regierung hätte es in Florida also Massensterben, exponentielles Wachstum und überfüllte Krankenhäuser geben müssen, wie es in Talkshows meist von Karl Lauterbach (SPD) und anderen in gefühlter Dauerbeschallung beschworen wird. Florida hat demnach alles falsch gemacht, was man hätte falsch machen können. Auch Eric Feigl-Ding, der „Lauterbach“ der USA, der zuletzt auf Twitter über Unterwäsche mit N95-Partikelfiltrierung sinnierte, wünschte dem Sunshine State schon Beistand von ganz oben: „God help Florida.“

    „Aber Florida schnitt nicht nur besser als Kalifornien ab, sondern lag über weite Strecken unter dem Durchschnitt der gesamten USA.“
    […]

    Das Fazit ist also, dass die NPIs keine Lösung darstellen. Das belegt die „vergessene Wissenschaft“ – wichtige Studien, die übersehen, ignoriert oder verschwiegen wurden. Es ist also die Zeit, die Alternativlosigkeit abzulegen und Diskussionen wieder aufzunehmen. Politik und Wissenschaft leben gleichermaßen von einem fairen Wettbewerb der Ideen.

    https://www.novo-argumente.com/artikel/lockdowns_und_die_vergessene_wissenschaft

    Übrigens berücksichtigen Modelle auch nicht die größere Anfälligkeit von sozial Schwachen, die in beengten Verhältnissen leben müssen.

    Polemisch, aber zutreffend:

    Michael W. Alberts, Gastautor / 12.04.2021 / 06:25
    So werden Inzidenzen aufgeblasen

    Ich lege mich mal ziemlich fest: Wenn Angela Merkel noch einmal ihren Willen bekommt mit der Gesetzesverschärfung im Infektionsschutz, bleibt Deutschland für den Rest des Jahres weitgehend eingesperrt, denn der angepeilte Inzidenz-Schwellenwert von 100 für den nationalen Notbremsen-Ausnahmezustand ist inzwischen faktisch gleichbedeutend mit dem, wofür ein prominenter Regierungs-Tierarzt vor einigen Wochen noch ausgelacht worden ist, als er den Wert auf unter 10 drücken wollte.

    Auf Achgut.com ist damals nachgewiesen worden, dass mit weit mehr als einer Million PCR-Tests je Woche und bei einem (zurückhaltend geschätzten) Anteil von etwa 1,25 Prozent falsch-positiver Testergebnisse schon ein Inzidenzwert von 35 leicht „gerissen“ werden kann, ohne dass irgendjemand dafür wirklich krank sein müsste. Dass sich die Regierenden darauf eingelassen haben, eine „Notbremse“ dann doch mit der relativ hohen Zahl 100 zu verknüpfen, war offenbar nur ein taktisches Manöver: Man hatte schon vor Augen, dass durch massenhafte Antigen-Schnelltests die Hürde sehr bald leicht überwunden werden könnte. (Wie damit die angeblich massiv steigenden „Fallzahlen“ und hohe Test-Positiv-Quoten der behaupteten „dritten Welle“ produziert werden, wurde hier schon am Donnerstag vorgeführt.)

    Es ist so, als würde der DFB dafür sorgen wollen, dass Fußball aufregender wird und mehr Tore fallen. Aber wie? Ganz einfach: Bisher ist der lichte Raum im Profi-Tor laut Regelwerk (S. 11) 7,32 m breit und 2,44 m hoch. Warum das Tor nicht einfach 20 m breit machen und 4 m hoch? Jede Wette, das funktioniert – ganz ähnlich wie mit Merkels Machtergreifung. Ihr neues Testregime macht das Tor so groß, dass noch ein volltrunkener Kreisliga-Innenverteidiger gar nicht mehr daneben schießen kann. Beim entscheidenden Kriterium „Inzidenz“ wird ein vermeintlich gleichbleibender Zahlenwert dank Schnelltest-Orgie bald etwas völlig anderes bedeuten – 100 von vor zwei Monaten ist eine komplette Größenordnung entfernt von dem, was 100 im Mai sein wird.
    […]

    https://www.achgut.com/artikel/so_werden_inzidenzen_aufgeblasen

    In Broder brodelts:

    Um noch einmal auf diese Polemik zurückzukommen:

    11.4.2021 07:12 Uhr
    Impfstoff mit fragwürdigen Daten
    Sputnik wird zur Hoffnung Deutschlands hochgeredet – ein Skandal

    Warum bewerben Söder, Spahn & Co den russischen Impfstoff so auffallend? Möglich, dass die EMA-Zulassung nie kommen wird. Wegen ernster Einwände. Ein Kommentar.
    Christoph von Marschall
    […]
    Argentiniens Präsident Alberto Fernandez wurde mit Sputnik geimpft – und ist dennoch an Corona erkrankt.
    […]

    https://www.tagesspiegel.de/politik/impfstoff-mit-fragwuerdigen-daten-sputnik-wird-zur-hoffnung-deutschlands-hochgeredet-ein-skandal/27079280.html

    Für Fauci kein Problem:

    Fauci: No Concern About Number of People Testing Positive After COVID-19 Vaccination
    By Zachary Stieber
    April 10, 2021 Updated: April 11, 2021

    The number of so-called breakthrough COVID-19 cases is not a cause for concern, a top U.S. medical official said Friday.

    “I think the important thing is to look at what the denominator of vaccinated people is, because it is very likely—and what we’re hearing at least indirectly, and we’re certainly going to be confirming that—that that number of individuals who were breakthrough infections is not at all incompatible with a 90-plus percent vaccine efficacy. So, I don’t think that there needs to be concern about any shift or change in the efficacy of the vaccine,” Dr. Anthony Fauci, director of the National Institute of Allergy and Infectious Diseases, told reporters during a virtual briefing.

    Breakthrough cases refer to COVID-19 cases that appear in people more than two weeks after they have been fully vaccinated against the CCP (Chinese Communist Party) virus.
    The CCP virus causes COVID-19.

    A number of states have reported breakthrough cases. Michigan, for instance, has recorded 246 residents testing positive more than two weeks after being fully vaccinated, a spokesperson told The Epoch Times this week.
    Washington state authorities reported last month that over 100 fully vaccinated residents tested positive for COVID-19 and Oregon health authorities said Thursday they have identified 168 breakthrough cases, including three deaths.
    According to clinical trials reviewed by U.S. drug regulators, Pfizer’s COVID-19 vaccine was 95 percent effective in preventing symptomatic COVID-19. Moderna’s was 94 percent effective. Both trials ran last year, before variants began spreading around the world.
    […]

    https://www.theepochtimes.com/mkt_morningbrief/fauci-no-concern-about-number-of-people-testing-positive-after-covid-19-vaccination_3770199.html?utm_source=morningbriefnoe&utm_medium=email&utm_campaign=mb-2021-04-11&mktids=7b98d9590e0d9b93e3dc2bd608497ef0&est=L9Hy%2FYxusoUyZFaRaZg%2BfF6ymd7VwSaR41XRM5X6tjMWvj%2BPMtYSnUJexUbZiDx0zDixPw%3D%3D

    Gegen die Varianten wirken die meisten (Sputnik eingeschlossen) Impfstoffe allerdings auch.

    • Und während rationale Menschen an der Unwissenschaftlichkeit mancher Wissenschaftler und fast aller Medien & Politiker verzweifeln:

      Und erfolgreiche Corona-Strategen wie der Florida-Gouverneur DeSantis, der gegen Lockdowns agierte, gegen die Big Tech-Zensur opponiert:

      kriegt man von Ärzte- und Krankenhauspersonal-Funktionären wirre Tabellen und Notrufe:

      Emotion auch von den woken Progressiven:

      Und Lauterbach und CNN sind füreinander geschaffen:

      Aber wie die Presse tickt, ist schon interessant: kaum wirft Söder seinen Hut nachhaltig in den Ring, wird das in der Tagesschau die Nr. 1-Nachricht und auch „hart aber fair“ stürzt sich von Corona auf das Laschet-Söder-Thema. Und der ZEITonline-Redakteur, beseelt vom Kampf gegen rechts, packt die Rassismus-Keule aus:

      Zum Zustand der Presse hatte ich zuletzt zur USA-Berichterstattung (sprich: Kommentierung) gesagt:

      „Aber noch schlimmer ist natürlich die Propaganda für den „Superman“ Joe Biden: ob da auch die Erhöhung des Verteidigungsbudgets gegenüber den Trump-Budget erwähnt wird? Und überhaupt der explizite „divisive“-Kurs seiner Handler wenigstens gestreift wird?“

      Warum die Presse versagt


      [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92300

      Ich habe diesen Artikel mittlerweile gelesen:

      Impferfolge, Konjunkturpaket, Wirtschaftsreform
      Der Traumstart von »Sleepy Joe«

      In knapp 100 Tagen hat US-Präsident Biden mehr erreicht als viele seiner Vorgänger. Nun will der US-Präsident den Neoliberalismus überwinden und damit die Demokratie retten. Wird er zum neuen Roosevelt?
      Von René Pfister
      09.04.2021, 13.00 Uhr
      […]

      https://www.spiegel.de/politik/ausland/joe-biden-der-traumstart-von-sleepy-joe-a-28862bb0-0002-0001-0000-000177062105?sara_ecid=soci_upd_j5FMWycn2aPum0F4COc40xUTUfLybp

      Da wird so getan, als sei das Infrastruktur-Paket in Höhe von über 2 Billionen Dollar bereits durch den Kongreß; zum 1,9 Billionen-Covid-Paket, das nur zu einem geringen Teil Covid-Relief ist, wird zumindest angemerkt, daß er das mithilfe eines „Tricks“, nämlich als außerhalb des Haushalts befindlich, durchgekriegt habe. Der „Impferfolg“ beruht auf Trumps Vorarbeiten, und von „Neoliberalismus“ überwinden kann keine Rede sein.

      Eine der wenigen Wahrheiten im Artikel: seine erste Pressekonferenz war ein Desaster. Immerhin. Und das habe er wohl nicht ganz ernstgemeint, daß er das Land vereinigen und mit den Reps zusammenarbeiten wolle… Beispiele dafür fehlen allerdings. Und daß die Linken begeistert von ihm seien, ist ja wohl nur ein Gerücht.

      Es stimmt bedenklich, daß selbst die WaPo realistischer ist:

      10.4.2021

      Biden’s agenda faces crucial test as moderate Democrats draw lines and GOP rallies opposition
      The crosscurrents could turn the coming weeks into a make-or-break moment for some of Biden’s biggest initiatives — and perhaps a final chance to demonstrate whether bipartisan cooperation is possible.
      By Mike DeBonis and Seung Min Kim ● Read more »

      Das angebliche Infrastruktur-Paket soll eine Wundertüte werden – was moderate Demokraten natürlich bedenklich finden, zumal es mit Steuererhöhungen finanziert werden soll.

      In George Floyd’s old neighborhood, Biden’s war on poverty faces a crucial test
      By Toluse Olorunnipa ● Read more »

      „War on poverty“ ist natürlich nur Reklame, wie eben auch das billige Pfister-Stück.

      Zur Grenzkrise dekretierte Pfister, daß sie, solange sie nicht als „nationale Krise gefühlt“ werde, unschädlich sei. Tatsächlich hat das Video von dem weinenden kleinen Jungen, der von seinen Menschenhändlern verlassen worden war, Furore gemacht (im obigen Post zu sehen):

      und die WaPo berichtet ausführlich über sein Schicksal:

      Migrant boy found wandering alone in Texas had been deported and kidnapped
      By Kevin Sieff and Ismael López Ocampo ● Read more »

      https://www.washingtonpost.com/world/2021/04/09/migrant-boy-found-wandering-alone-texas-had-been-deported-kidnapped/

      Gefühlig genug?

      Die nächste Zerreißprobe innerhalb der Democrats steht bevor:

      WaPo am 12.4.2021;

      Biden faces pressure from Pelosi, Sanders over whether to double down on Obamacare or expand Medicare
      By Jeff Stein ● Read more »

      Pfister behauptet, daß Biden die Kulturkampf-Themen den Krawall-Brüdern von Fox News überlasse. Upps! An seinem ersten Arbeitstag unterschrieb Biden eine Executive Order, wonach Trans People in der zu ihrem Gefühl passenden Sportgruppe teilnehmen könnten. Was natürlich nur biologische Männer, die sich als Frau fühlen, tun. Frauen, die sich als Mann fühlen, schließen sich wegen ihrer biologischen Unterlegenheit selbstverständlich keinen Jungs- und Männerteams an.

      Und auch sonst ließ er kein Kulturkampfthema aus:

      FOX News presses Jen Psaki on Biden’s court packing plans

      •10.04.2021

      https://www.youtube.com/watch?v=WeT8pQT5m70

      Constitutional attorney takes on Biden’s gun control proposals
      Fox News

      Gayle Trotter joins ‚Fox News Primetime‘ to discuss constitutionality of Biden’s gun measures.

      Leider äußert sie sich nicht dazu, daß bereits die Form der Attacke durch eine Executive Order verfassungswidrig ist. So erging es Trump, als er per Executive Order den „bump stock“ verbot. Daß die Biden-Verbote auch nur irgendetwas an der allgegenwärtigen Gewalt in den USA ändern würden, ist eh klar. Kriminelle scheren sich eh nicht um Verbote, und Extremisten töten auch mit Messern, Autos und 9-mm-Pistolen. Wie bei uns. Und selbstgebastelte Waffen – wie bei unserem gescheiterten Halle-Attentäter – kann ohnehin niemand verhindern.

      Es ist nicht nur die Presse, die falsch über das Chauvin-Verfahren in Minneapolis/Minnesota berichtet, das wegen politischer Verfolgung scheitern wird, die für kommende riots verantwortlich ist. Es ist auch BLM/Antifa, die schon jetzt, ohne jegliche Info über einen neuerlichen tödlichen Polizeischuß gegen einen Schwarzen in einem Vorort von Minneapolis, Brooklyn Center, wütet und plündert, verantwortlich sein wird.

      Es ist auch völlig egal, wer das „Opfer“ ist.

      Published 3 hours ago [12.4.2021]

      Looting in Minneapolis, National Guard activated after police shooting of Daunte Wright

      Curfew was ordered in Minnesota city of Brooklyn Center

      By Danielle Wallace | Fox News

      Minneapolis erupted in looting and riots late Sunday after an officer fatally shot a man during a traffic stop just 10 miles from where Derek Chauvin had George Floyd pinned to the pavement last May.

      The Minnesota National Guard was activated to quell what devolved into violent demonstrations over the fatal officer-involved shooting of 20-year-old Daunte Wright earlier Sunday in the city of Brooklyn Center, located in Hennepin County, on the border of Minneapolis.

      A citywide curfew was issued by Brooklyn Center Mayor Mike Elliott until 6 a.m. CT Monday. About 500 people had gathered overnight outside of a police precinct in the city and clashed with officers.
      […]
      Brooklyn Center Police did not immediately identify Wright or disclose his race, but some demonstrators who gathered near the scene waved flags and signs reading „Black Lives Matter.“ On one street, written in multicolored chalk, it read: „Justice for Daunte Wright.“

      In a statement, Brooklyn Center Police said that officers had stopped an individual shortly before 2 p.m. Sunday. After determining the driver had an outstanding warrant, police tried to arrest him. But the driver reentered the vehicle and drove away, police said. An officer fired at the vehicle, striking the driver. Police said the vehicle traveled several blocks before crashing into another vehicle. A female passenger sustained nonlife-threatening injuries.

      Speaking at a press conference, Minnesota Department of Public Safety Commissioner John Harrington detailed how demonstrators gathered shortly after the shooting and crash, with some jumping on top of police cars and confronting officers. Marchers also descended upon the Brooklyn Center Police Department building where rocks and other objects were thrown at officers, he said.

      The demonstrators had largely dispersed by 1:15 a.m. Monday. Harrington added that about 20 businesses had been broken into at the city’s Shingle Creek shopping center. He said law enforcement agencies were coordinating to tame the unrest, and the National Guard was activated.
      […]
      Demonstrators on Sunday evening walked to the Brooklyn Center police headquarters near North 67th and North Humboldt avenues, where people pushed past police tape and confronted officers in riot gear, the Minneapolis Star Tribune reported. The group of about 500 protesters was repeatedly ordered to disperse by officers, who then used tear gas, flash bangs and rubber bullets on the crowd. The police headquarters sign was covered in graffiti and later climbed by demonstrators chanting Wright’s name.

      National Guard troops arrived before midnight. The Brooklyn Center Walmart was targeted by looters who also completely destroyed a nearby Foot Locker, T Mobile and a New York men’s clothing store. Looting spilled over into north and south Minneapolis late Sunday into Monday morning as stores in Uptown and along Lake Street were also broken into and emptied.

      A police headquarters in another neighboring city of Brooklyn Park was „shot up“ around 8 p.m. Sunday, Fox 9 Minneapolis reported. Multiple rounds were fired through the building’s glass front doors with some shots reaching the lobby. No injuries were reported.
      […]

      https://www.foxnews.com/us/minneapolis-police-officer-riot-looting-national-guard-police-shooting-daunte-wright

      Und für wen gab es all diese „peaceful protests“?

      Und warum mußten dafür Geschäfte geplündert werden?

      In der Tagesschau vom 12.4.2021 sah ich nichts dergleichen:

      https://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-42373.html

      Und schon wieder muß auf die Kriminalitätsrate Schwarzer hingewiesen werden:

      Wer glaubt eigentlich noch, daß das scheiternde Chauvin-Verfahren in Minneapolis angesichts dieser Ausschreitungen objektiv entschieden werden wird?

      • Die Grenzkrisen-Beauftragte Kamala Harris ist nicht auf der Höhe der Zeit:

        Vice President Kamala Harris continued to completely ignore the crisis taking place along the US-Mexico border Sunday; instead choosing to post a picture of herself aboard a private plane.
        “Brighter days are ahead,” posted the VP.

        https://hannity.com/media-room/what-border-crisis-kamala-harris-posts-selfie-aboard-private-jet-says-brighter-days-are-ahead/

        Und von Marschall sieht die Lage nicht so entspannt wie Pfister:

        12.04.2021, 18:07 Uhr
        Flüchtlingsdramen an US-Grenze
        Joe Bidens Merkel-Moment
        Biden versprach einen humaneren Umgang mit Migranten als Trump. Nun kommen unbegleitete Kinder in Rekordzahlen – mehr, als er aufnehmen kann. Ein Kommentar.
        Christoph von Marschall

        Das Gegenteil einer falschen Politik ist nicht automatisch die richtige. Das erfährt die neue US-Regierung unter Joe Biden gerade auf unerbittliche Weise; dabei ist sie noch nicht einmal die berühmten 100 Tage Schonzeit im Amt.
        […]
        Biden versprach eine andere Politik. Er werde Kinder, die mit ihren Eltern illegal über die Grenze kommen, nicht von ihnen trennen. Diese Abschreckungsstrategie sei inhuman. Er werde Minderjährige auch nicht nach Mexiko zurückschieben.
        Doch mit dem Politikwechsel ist der Notstand gewachsen. Nun ist es Bidens Notstand. Die Familien in Lateinamerika, die eine bessere Zukunft für ihre Kinder wollen, fragen nicht, was Bidens Intention war und was er genau gesagt hat. Sie haben gehört, dass er aufnimmt und nicht zurückschickt – dieses kommunikative Missverständnis wirkt ähnlich wie 2015 Merkels Selfie mit einem jungen Syrer.

        Biden appelliert: Kommt nicht! Geholfen hat es nicht

        Biden hat versucht, die Dynamik mit einem eindringlichen Fernsehauftritt zu wenden: „Bleibt zuhause! Kommt nicht!“ Geholfen hat es nicht.
        19.000 Kinder pro Monat: Die Zahl klingt beherrschbar im Vergleich mit den Hunderttausenden Flüchtlingen, die 2015 nach Deutschland drängten, zumal für ein reiches Land wie die USA. Doch die Zahlen steigen rasant, Monat für Monat. Und die Infrastruktur für die Aufnahme so vieler Kinder fehlt. Es wird dauern, sie aufzubauen.
        Biden ist jetzt ein doppelt Getriebener. Getrieben von den anklagenden Bildern in den progressiven Medien. Und getrieben von Republikanern, die ihn scheinheilig, aber lustvoll der Doppelmoral anklagen.

        https://www.tagesspiegel.de/politik/fluechtlingsdramen-an-us-grenze-joe-bidens-merkel-moment/27088436.html

        Da nützt auch der Spin nix. 😉

        Google manipuliert die Suchergebnisse:

        Die ZEIT glänzt mit einer selektiven Bildauswahl, die absolut nichts mit der Realität zu tun hat:

        Daunte Wright
        Wut, Trauer und Schmerz
        Nachdem der Schwarze Daunte Wright bei einem Polizeieinsatz in Minneapolis starb, gehen dort Menschen gegen Polizeigewalt auf die Straße. Bilder eines wütenden Protests
        13. April 2021, 13:17 Uhr
        […]

        https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2021-04/minnesota-proteste-daunte-wright-tod-polizeigewalt-demonstration-fs

        Heutzutage wird man in den USA bereits gefeuert, wenn man ein faires Verfahren fordert:

        Brooklyn Center city manager is FIRED by mayor after calling for ‚due process‘ for cop who ‚accidentally‘ killed Daunte Wright
        • Brooklyn Center Manager, Curt Boganey has been fired after he said the police officer who killed a 20-year-old man should receive ‚due process‘
        • Brooklyn Center Mayor, Mike Elliott, fired Boganey and took the police department under his control
        • Elliott, who took office in 2019, is the first person of color to serve as mayor
        Kimberly A. Potter has been confirmed as the officer who killed Daunte Wright
        • Wright, 20, was shot dead on Sunday afternoon at a traffic stop, as Potter was training a new officer
        • Potter, 48, drew what the police force said she believed was her taser
        • Brooklyn Center Police Chief Tim Gannon said it was ‚an accidental discharge‘
        By James Gordon For Dailymail.com
        Published: 03:49 BST, 13 April 2021 | Updated: 07:42 BST, 13 April 2021
        […]

        ‚I´ll Tase you! I´ll Tase you! Taser! Taser! Taser!‘ the officer is heard shouting on her body cam footage released at a news conference. She draws her weapon after the man breaks free from police outside his car and gets back behind the wheel.

        After firing a single shot from her handgun, the car speeds away, and the officer is heard saying, ‚Holy (expletive)! I shot him.`
        […]
        President Joe Biden urged calm after watching the body camera footage.
        ‚We do know that the anger, pain and trauma amidst the Black community is real,‘ Biden said from the Oval Office. But that ‚does not justify violence and looting.‘
        […]
        The trial of Derek Chauvin, the former Minneapolis officer charged in Floyd´s death, continued Monday. Floyd, a Black man, died May 25 after Chauvin, who is white, pressed his knee against Floyd´s neck.
        Prosecutors say Floyd was pinned for 9 minutes, 29 seconds. The judge in that case refused Monday to sequester the jury after a defense attorney argued that the panel could be influenced by the prospect of what might happen as a result of their verdict.

        https://www.dailymail.co.uk/news/article-9464397/Brooklyn-Center-city-manager-controlled-police-department-FIRED-calling-process.html

        Und so verlief Tag 11 des Chauvin-Verfahrens:

        https://legalinsurrection.com/2021/04/chauvin-trial-day-11-wrap-up-breaking-trial-expected-to-end-testimony-this-week/

        Es war praktisch eine Wiederholung der Tage davor: „Experten“ für die Staatsanwaltschaft, darunter wieder einer, der zum ersten Mal überhaupt als Experte antrat, und der Bruder von Floyd als „Leumundszeuge“. Die Verteidigung will „ihren“ Fall in drei Tagen vorstellen, am nächsten Montag könnte also schon die Urteilsberatung beginnen.

        Die Welt wird immer irrer:

        Was auch für die Medienblase gilt:

        Aber CNN spielt ohnehin in einer anderen Liga… Jason Miller ist Trumps Sprecher:

        Das war ja ein guter Einstieg für die von Politico zu CNN gewechselte Journalistin Gabby Orr!

        EVIDENCE: How CNN Faked a Story about Matt Gaetz, Got Caught, But Still Won’t Remove It.
        April 11, 2021
        Raheem Kassam

        Orr, a former POLITICO employee, would report as her first story for Jeff Zucker’s network that Rep. Gaetz had been denied a meeting with former President Trump. The aim of the story was to weaken support for Gaetz on Capitol Hill as the House returns from recess.

        Orr’s e-mail read: “Apologies for bothering you on a Sunday but I wanted to run something by you for confirmation before reporting it out… I was told by two people familiar that Congressman Matt Gaetz asked to meet with former President Trump at [Mar-A-Lago] last week and was denied.”
        But Orr did, in fact, “report it out” before receiving any confirmation from either side. And the original CNN story claimed neither side has responded, which wasn’t true.

        She was reaching out from an unverified, anonymized ProtonMail account, while her Twitter biography still held her old, POLITICO e-mail address.
        A few hours later, Gaetz’s team responded. At least, they thought they did.

        “Rep. Gaetz was welcomed to Trump Doral this week and has not sought to meet with President Trump himself. He’s been mostly relaxing with his fiancée this week during recess. GOP establishment types can leak as many lies as they want to their friends at CNN, but a recent poll showed Rep Gaetz’s constituents are overwhelmingly supportive of him, and that’s the only support a Member of Congress needs,” their statement read, in full.

        Orr changed her e-mail after being quizzed on the matter.

        The statement was sent to Orr on multiple channels, including every possible perturbation of a CNN e-mail address for her, her POLITICO e-mail address, and via Twitter direct messages, The National Pulse has verified. Spokesmen tend not to respond to “@protonmail.com” or other easily faked e-mail accounts because they have no way of verifying that it is the actual reporter reaching out. They prefer official emails.

        When the story was released, and as of the time of publication, CNN failed to include this whole statement in their story. Instead, they claimed Gaetz staff had not responded.
        The National Pulse reached out to Orr over the matter, who admitted in direct messages to me, an “Honest mistake,” and “a sincere oversight on my end,” adding: “I would never deliberately ignore a spokesperson’s response to a request for comment.”
        […]
        But even after several “updates” the article still only contains half the Gaetz spokesman comment, and for hours did not reference the most critical part of the story, which came shortly after CNN had to first update its story: the official denial from Trump world.
        […]

        But the claim makes no sense for multiple reasons, confirmed and observed by The National Pulse:
        1. Gaetz arrived at the event, spoke, and left. He did not attempt to “run into” anyone;
        2. Trump’s whereabouts this weekend were well known. He was hosting at Mar-A-Lago, not Doral, and therefore there was no chance of “running into Trump”;
        3. CNN accredited 12 reporters to the Doral event to cover Gaetz’s speech, any of whom could have confirmed these details to their own reporter, Gabby Orr.

        As of the time of publication, this farcical, anonymously-quoted line remains in CNN’s story.
        It is very possible Orr’s representation of the events are as she claims: an “Honest mistake.” But if it was so honest, why does the false article remain on the CNN website, and why do these “mistakes” only ever happen when reporting on conservatives?

        https://thenationalpulse.com/news/cnn-faked-a-story-about-matt-gaetz-but-still-wont-remove-it/

        Greenwald geht über journalistisches Fehlverhalten im Fall Gaetz weit hinaus:

        [Thread]

        […]The New York Times article made clear: “No charges have been brought against Mr. Gaetz, and the extent of his criminal exposure is unclear.” That is still true.

        But no matter. One is hard-pressed to find people willing to urge that his guilt not be assumed before evidence of it is presented (amazingly, just six months ago, many of the same people now treating these accusations as proven fact had no trouble casually asserting or strongly implying that Gaetz was having sex with a 19-year-old male whom he said he had been parentally raising for years, all without the slightest regard for the impact of such innuendo on that other person). So reckless is the discourse around this case that it is now frequently asserted in major outlets that Rep. Gaetz faces „charges” of sex trafficking and sex with a minor, even though that claim is, at least as of now, blatantly untrue. Rep. Liz Cheney (R-WY) said that explicitly this morning without contradiction on CBS News’ Face the Nation, and it was then repeated without contradiction by numerous media outlets:


        […]

        Like free speech, „due process” is both a Constitutional guarantee (i.e., the state may not deprive someone of life, liberty or property without it) as well as a vital cultural norm (i.e., people should not be assumed guilty of heinous crimes without evidence being publicly presented). It is that latter sense of due process being mauled by prevailing discourse surrounding this case.
        […]
        That “sex work” should neither be criminalized nor stigmatized has been a growing view within leftist politics for years now (it is a major cause of the ACLU), and has long had significant support among libertarians and even some „limited government” conservatives.

        […]
        To explore all of these complex and quite fascinating legal, political and cultural issues, I discuss this case in the video below, roughly 30 minutes in length. In addition to the above-referenced questions, I examine how the liberal-left view of private adult consensual behavior has radically shifted within the last ten-to-fifteen years (the USA Today article I referenced about the 1994 sexual relationship between the married-but-separated California House Speaker Willie Brown, 60, and county prosecutor Kamala Harris, 31 years his junior, is here). My discussion in this video also explores the state of the law and relevant moral principles applicable to Rep. Gaetz’s case and those like it:

        https://greenwald.substack.com/p/due-process-adult-sexual-morality

        Faires Verfahren? Free Speech? Nicht, wenn es um Social Warriors und den politischen Gegner geht.

        • Wahre Worte von CNN über CNN – mal sehen, wann Twitter James O’Keefe wieder sperrt:

          Und über unsere Presse:

          Nein, von der Presse ist nichts zu erwarten. Michael Lüders hat wieder ein Buch geschrieben, auf das ich durch eine Anzeige in der ZEIT aufmerksam wurde; dort gab es den Verlagszusatz, daß dies auch für Joe Bidens Amerika gelte:

          Die scheinheilige Supermacht

          Warum wir aus dem Schatten der USA heraustreten müssen
          C.H. Beck
          2021
          293 S., Klappenbroschur
          ISBN 978-3-406-76839-2
          €[D] 16,95
          [beim Verlag bestellen]

          Macht und Medien – eine schonungslose Analyse

          Die USA gelten als Garant für Demokratie und Menschenrechte. Doch für „Werte“ einzutreten, ist nur die eine Seite der Medaille. Auf der andern steht eine brutale Machtpolitik. Seit dem Zweiten Weltkrieg haben die Amerikaner weltweit zahlreiche Regierungen gestürzt. Vor allem fortschrittliche, auch demokratisch gewählte. Stets auf Kosten der Bevölkerung. So geschehen etwa im Iran 1953, in Guatemala 1954 oder Chile 1973. 2003 marschierten sie mit ihren Verbündeten im Irak ein und präsentierten gefälschte Beweise als Kriegsgrund. Hunderttausende Iraker starben, das Land stürzte ins Chaos.

          Dennoch verfängt die amerikanische Mär vom selbstlosen Hegemon. Auch deswegen, weil unsere Medien die Unterteilung der Welt in Gut und Böse selten infrage stellen. Und viel zu oft mit zweierlei Maß messen, wie auch hiesige Politiker. Michael Lüders zeigt in seinem neuen Buch an konkreten Beispielen, wie leicht die Öffentlichkeit durch gezieltes Meinungsmanagement zu manipulieren ist. Gestern im Irak-Krieg, heute in der Konfrontation mit dem Iran, mit Russland und China.

          Doch die USA sind eine Weltmacht im Niedergang. Europa muss sich fragen, wie es seine Interessen in einer sich wandelnden Welt wahren kann. Wir können uns die Rolle als Juniorpartner Washingtons auf Dauer nicht mehr leisten.

          Inhalt:
          • Vorwort
          • Schattenkrieger: Warum Politiker und Journalisten die Entführung eines iranischen Tankers schönreden
          • „Fackeln der Freiheit“: Big Business bewährt sich als Meister der Manipulation
          • Das Propaganda-Modell: Wie Medien unsere Wahrnehmung filtern
          • Eine Zeitung mit Format: Die Geschichte der Whistleblowerin Katharine Gun
          • Macht und Meinungsmanagement: Die Guten gegen die Bösen
          • Die Welt gehört uns: Von der „Bürde des weißen Mannes“ bis zum Einsatz für Freiheit und Demokratie
          • Schurkenstaat Iran: Gesinnung zählt, nicht Fakten – auch bei Mord
          • Das Wahre ist das Ganze: Die Welt neu denken
          • Anmerkungen

          https://michael-lueders.de/die-scheinheilige-supermacht/

          Ich würde sagen: für Bidens Amerika stimmt die Scheinheiligkeit noch viel mehr. 😉

          Was zuletzt dazugekommen ist: ein weiterer Filter durch Geheimdienst-Operationen wie Bellingcat, die als Kooperationspartner von Medien agieren:

          The spook to Bellingcat Pipeline
          How Bellingcat Launders National Security State Talking Points into the Press

          For a self-proclaimed citizen journalism outfit, an alarming number of Bellingcat’s staff and contributors come from highly suspect backgrounds, including high-level positions in military and intelligence agencies.
          by Alan Macleod
          April 09th, 2021
          By Alan Macleod
          AMSTERDAM — Investigative site Bellingcat is the toast of the popular press. In the past month alone, it has been described as “an intelligence agency for the people” (ABC Australia), a “transparent” and “innovative” (New Yorker) “independent news collective,” “transforming investigative journalism” (Big Think), and an unequivocal “force for good” (South China Morning Post). Indeed, outside of a few alternative news sites, it is very hard to hear a negative word against Bellingcat, such is the gushing praise for the outlet founded in 2014.

          This is troubling, because the evidence compiled in this investigation suggests Bellingcat is far from independent and neutral, as it is funded by Western governments, staffed with former military and state intelligence officers, repeats official narratives against enemy states, and serves as a key part in what could be called a “spook to Bellingcat to corporate media propaganda pipeline,” presenting Western government narratives as independent research.

          Citizen journalism staffed with spies and soldiers

          An alarming number of Bellingcat’s staff and contributors come from highly suspect backgrounds. Senior Investigator Nick Waters, for example, spent three years as an officer in the British Army, including a tour in Afghanistan, where he furthered the British state’s objectives in the region. Shortly after leaving the service, he was hired by Bellingcat to provide supposedly bias-free investigations into the Middle East.

          Former contributor Cameron Colquhoun’s past is even more suspect. Colquhoun spent a decade in a senior position in GCHQ (Britain’s version of the NSA), where he ran cyber and Middle Eastern terror operations. The Scot specializes in Middle Eastern security and also holds a qualification from the U.S. State Department. None of this, however, is disclosed by Bellingcat, which merely describes him as the managing director of a private intelligence company that “conduct[s] ethical investigations” for clients around the world — thus depriving readers of key information they need to make informed judgments on what they are reading.
          […]

          https://www.mintpressnews.com/bellingcat-intelligence-agencies-launders-talking-points-media/276603/

          Seit neuestem ist auch Trumps Amerika ein enemy state, ganz im Stil von Bidens FBI mit seinem – bereits gescheitertem – Narrativ von Trump-Anhängern als „domestic terrorists“.

          [Thread]

          […]

          Ein besonderer enemy state ist natürlich Rußland; aus welchen Quellen sich ein paar aktivistische Politiker informiert haben, ist mir unbekannt:

          Russland
          Bundestagsabgeordnete prangern „gezielte Folter“ von Nawalny an

          In einem Brief sprechen Politiker Alexej Nawalny ihre Solidarität aus und fordern eine Untersuchung durch den Europarat. Der Putinkritiker befindet sich im Hungerstreik.
          10. April 2021, 11:27 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, AFP,

          Abgeordnete von Grünen, Union, SPD und FDP haben die Haftbedingungen für den erkrankten russischen Putinkritiker Alexej Nawalny als „gezielte Folter“ angeprangert und fordern eine Untersuchung durch den Europarat. In einem Brief an Nawalny, aus dem der Spiegel zitiert, sprechen die elf Abgeordneten Nawalny ihre „volle Solidarität“ aus. Der 44-jährige Putingegner ist in einem Straflager in Pokrow inhaftiert und befindet sich derzeit im Hungerstreik.

          Die parteiübergreifende Solidaritätsbekundung haben unter anderem die Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Bärbel Kofler (SPD), die Grünenpolitiker Manuel Sarrazin, Omid Nouripour und Jürgen Trittin, die Unionsabgeordneten Roderich Kiesewetter, Andreas Nick und Jürgen Hardt und die Liberalen Renata Alt und Bijan Djir-Sarai unterzeichnet.
          Nawalnys Unterstützer hatten zuletzt über eine weitere Verschlechterung dessen Gesundheitszustands berichtet. Nawalny habe Schmerzen im Rücken und Taubheitsgefühle in Beinen und Armen. Eine angemessene medizinische Versorgung werde ihm vorenthalten.
          Die Meldungen über den Hungerstreik von Nawalny seien „bedrückend“, sagte Sarrazin, Sprecher der Grünen für Osteuropapolitik und Initiator des Briefes, dem Spiegel. „Wir dürfen nicht wegsehen, wenn das System Putin Nawalny erneut in Gefahr bringt“, forderte er.
          […]

          https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-04/alexej-nawalny-russland-haftbedingungen-folter-russland-bundestagsabgeordnete

          Selbst im SPIEGEL gab es dazu nichts, obwohl Christina Hebel mit einer super verläßlichen Quelle, nämlich mit Nawalnys Rechtsanwältin Michajlowa (die wie seine Umgebung gegen den Hungerstreik ist), gesprochen hat. (Nr.15/2021 vom 10.4.2021, S.86).

          Die Krankenstation hat keine eigenen Ärzte, also wurde ein Neurologe hinzugezogen, der ein MRT machte und zwei Bandscheibenvorfälle und eine akute Bandscheibenvorwölbung diagnostizierte. Die verschriebenen Medikamente wollte er aber nicht einnehmen, da „unser Neurologe“ meinte, die würden nichts nutzen, sondern womöglich schaden. Daraufhin fragt Hebel:

          Laut Gesetz hat Nawalny wie alle Gefangenen das Recht, einen Arzt seiner Wahl zu konsultieren. Die Behörden lehnen das ab. Warum?
          Michajlowa: Ich glaube, dass sie Angst haben. Würde ein qualifizierter Arzt kommen, würde er sehen, wie miserabel Alexej behandelt wurde.

          Die Behauptung wurde von Hebel aufgestellt, was ich interessant finde, zumal der Plot ja wieder nach der Charité, die für Politiker-Bandscheiben ja ganz besonders qualifiert ist, schreit. Ansonsten kann ich zu Foltervorwürfen nur das hier finden:

          SPIEGEL: Auf seinem Instagram-Account hat er mitteilen lassen, dass versucht wird, seinen Hungerstreik zu boykottieren. Ihm wurden Bonbons in die Hosentaschen gesteckt, Hühnchen in seiner Nähe gebraten.

          Meint die Frau das etwa ernst?

          Während Israels Mossad all das tut, was man Rußland vorwirft, ohne je auch nur eine Sanktion angedroht zu haben, bleibt es bei diesen medialen Mahnungen:

          12.4.2021 15:32 Uhr
          Angriff auf iranische Atomanlage Natans
          Israels Attacken – ein Affront gegen Joe Biden?

          Israel will mit allen Mitteln verhindern, dass der Iran eine Atombombe besitzt. Doch der Schattenkrieg ist für Jerusalem heikler geworden. Ein Kommentar.
          Christian Böhme

          Für Israel ist die Sache klar. Der jüdische Staat wird nicht tatenlos zuschauen, wie der Iran sein Nuklearprogramm vorantreibt. Denn das Land fühlt sich existenziell bedroht. Also tut es alles, um Teheran auf eigene Faust vom möglichen Besitz einer Atombombe abzuhalten oder zumindest diesen Zeitpunkt hinauszuzögern.
          Die Cyber-Attacke auf die Anlage zur Urananreicherung in Natans trägt denn auch die Handschrift des Mossads. Und die Sabotage des Geheimdienstes hat eine klare Botschaft: Wir können jederzeit an jedem Ort zuschlagen! Schon seit Jahren hintertreibt Jerusalem ganz gezielt die Versuche des Iran, aufzurüsten und seinen Einfluss in der Region auszuweiten.

          Unter Donald Trump hatte Jerusalem carte blanche

          Mal werden Teherans Stellungen in Syrien bombardiert, mal iranische Schiffe beschädigt, mal gibt es Angriffe auf die Infrastruktur des Erzfeindes. [Und mal werden iranische Atomwissenschaftler ermordet.] Der wiederum rächt sich mit ähnlichen Mitteln. Das alles ist Teil eines Schattenkrieges. Doch für Israel ist die Sache heikler als noch vor ein paar Monaten.
          Unter US-Präsident Donald Trump hatte Jerusalem carte blanche. Sein Amtsnachfolger Joe Biden aber möchte den Atomdeal wiederbeleben, will verhandeln statt provozieren. Er dürfte Israels Attacken als kontraproduktiv empfinden, wenn nicht gar als Affront. Und das kann nicht im Interesse Jerusalems sein.

          https://www.tagesspiegel.de/meinung/angriff-auf-iranische-atomanlage-natans-israels-attacken-ein-affront-gegen-joe-biden/27087342.html

          Und? Israel hat doch dank Trump neue Freunde in der Region, und die Rüstungslobby in den USA wird schon dafür sorgen, daß Waffenlieferungen an Israel nicht gekürzt werden. Vielleicht kann Lüders Aufschluß geben.

        • @ Gabriele Wolff

          Vielleicht noch kurz zum neusten Buch von Michael Lüders.

          Mir gefällt ja Lüders super gut! Aber die Idee, dass Europa quasi militärisch unabhängig von den USA werden soll bzw. von der NATO, sehe ich nicht so ganz. Zumal das vermutlich heissen würde, dass die EU dann eben kein Staatenverbund mehr wäre, sondern eben ein Bundesstaat. Ähmm, ich denke, je grösser ein Land ist, also vor allem von der Einwohnerzahl, aber auch sonst, desto geringer wird die demokratische Qualität sein. Und die EU hat m.E. jetzt schon ein grosses Demokratiedefizit. Und es ist m.E. auch kein Gebilde, das von unten (also der Bevölkerung) mit Enthusiasmus gewollt wird, sondern es ist doch eher ein technokratisches top down Projekt.

          Was den Islam angeht, sehe ich Lüders auch ein bisschen kritisch, zumal schon wenig Kritik kommt gegen den politischen Islam bzw. Islamisten, insbesondere auch in der westlichen Welt.

          Zu Corona:

          Wieder mal eine STellungnahme von Schrappe et al.
          Also, wer ein bisschen was von Recht versteht, der sollte das kapieren! 🙂

          2. Ad hoc-Stellungnahme
          Die Autorengruppe ergänzt anlässlich des aktuellen Gesetzgebungsverfahrens zum
          4. Bevölkerungsschutzgesetz ihre bisherigen sieben Thesenpapiere um eine zweite
          dringliche ad hoc-Stellungnahme

          Klicke, um auf thesenpapier_adhoc2_210414.pdf zuzugreifen

        • Erstaunlicherweise – und das freut mich! – wird hier juristisch argumentiert:

          Das Gebot der spezifischen Begründung der Verhältnismäßigkeit von Grundrechtseingriffen ist während der Pandemiezeit durch die Rechtsprechung des BVerfG und mehrerer anderer Verfassungs- und Oberverwaltungsgerichte bestätigt worden. Die Verhältnismäßigkeitsprüfung hat maßnahmenspezifisch zu erfolgen; grundrechtsspezifische Angemessenheitsanforderungen sind zu beachten. Die Voraussetzungen der gesetzlichen automatisierten Interventionen sind durch die Steuerung der Testung beeinflussbar; ebenso die Rechtsverordnungsermächtigungen. Das Gesetz schließt Differenzierung als Konzept der Pandemiebekämpfung aus. Der Automatismus der Anordnung von „Maßnahmen“ durch Gesetz erschwert eine justizielle Kontrolle der Verfassungsmäßigkeit der Maßnahmen und ermöglicht allein ein Normenkontrollverfahren oder (begrenzt) Verfassungsbeschwerden vor dem BVerfG.
          […]
          Das Gesetz desavouiert politisch den Föderalismus ohne Not durch krisenhaft begründete Zentralisierung. Zentralisierung ist als politische Intervention weder durch Evidenz noch durch Überzeugung begründet. Die Pandemie sollte nicht der Ausgangspunkt für staatsorganisatorische Interventionen/Veränderungen sein. Der Gedanke an eine neue Notstandsverfassung im Gesundheitsbereich drängt sich auf.

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          Das stimmt alles. Aber wenn man so beobachtet, welchen Ton die Lockdowner mittlerweile an den Tag legen, so hat der Rechtsstaat wohl keine Chance.

          Noch findet rechtliche Kontrolle statt:

          Corona
          Testpflicht an Schulen erneut von Gericht gekippt
          Diesmal in Magdeburg
          Veröffentlicht am 14. April 2021

          Die Serie von Gerichtsentscheidungen gegen die Masken- und Testpflicht an Schulen setzt sich fort. Nachdem vergangene Woche das Amtsgericht im thüringischen Weimar die Maskenpflicht an Schulen ebenso wie die Testpflicht für verfassungswidrig befand und auch das Amtsgericht im bayerischen Weilheim eine ähnliche Entscheidung in Sachen Masken traf, hob nun das Verwaltungsgericht in Magdeburg die Testpflicht auf. Parallel kippte das Verwaltungsgericht Arnsberg die Ausgangssperre im Märkischen Kreis.
          Knackpunkt für das Gericht in Sachsen-Anhalt war nach einem Bericht der Magdeburger Volksstimme die rechtliche Grundlage der Testpflicht: „Da die Auflage in der aktuellen Corona-Eindämmungsverordnung bislang nicht vorgesehen war, hatte das Bildungsministerium übergangsweise einen gesonderten Erlass herausgegeben, der die Testpflicht ab 12. April einführte. Die Richter urteilten nun, die in der aktuellen Eindämmungsverordnung vorgegebenen Möglichkeiten zur Pandemie-Eindämmung könnten nicht einfach durch einen zusätzlichen Erlass erweitert werden.“
          Ab Montag wird dem Bericht zufolge allerdings wieder eine andere Rechtslage gelten, weil dann eine neue Verordnung in Kraft tritt. Das Bildungsministerium in Magdeburg hob für drei Tage – bis zum Inkrafttreten der neuen Corona-Eindämmungsverordnung – die Testpflicht auf. Es appellierte dem Bericht zufolge zur Teilnahme an freiwilligen Tests, um die Pandemie einzudämmen.

          Das Verwaltungsgericht Arnsberg wiederum kam in seiner Entscheidung zu dem Schluss, Ausgangsbeschränkungen seien in Anbetracht einer drohenden Überlastung des Gesundheitswesens im Märkischen Kreis ein legitimer Zweck und stellten auch grundsätzlich ein geeignetes Mittel zur Pandemiebekämpfung durch Kontaktreduzierung dar.
          […]
          Ein weiterer Aspekt in dem Gerichtsentscheid aus Arnsberg hat besondere Sprengkraft: Ein entscheidender Einfluss von Ausgangsbeschränkungen nur in der Nacht sei nicht offenkundig, so das Gericht, Studien kämen zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen.
          […]

          https://reitschuster.de/post/testpflicht-an-schulen-erneut-von-gericht-gekippt/

          Zudem kann gegen jeden Bußgeldbescheid, der auf der Grundlage der möglichen Neuregelung erlassen wird, geklagt werden.

          Ansonsten zur Rechtslage:

          Sie scheint sehr schwierig zu sein:

          Aber wenn selbst ein Covidiotenbekämpfer wie Restle den inhaltlichen Unfug der Ausgangssperre erfaßt, dann sollte das den politisch Handelnden doch zu denken geben:

          Übrigens sind nicht alle Sender staatstragend:

  2. Nach dem düsteren Ausblick auf Bidens Amerika und die versagende Presse, die ihn stützt:

    „Das ehemalige Nachrichten-Magazin „Der SPIEGEL“ fährt heute eine politische Kampagne gegen Laschet:

    „Aber noch schlimmer ist natürlich die Propaganda für den „Superman“ Joe Biden: ob da auch die Erhöhung des Verteidigungsbudgets gegenüber den Trump-Budget erwähnt wird? Und überhaupt der explizite „divisive“-Kurs seiner Handler wenigstens gestreift wird?“

    Warum die Presse versagt

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92300

    muß ich auf meinen letzten PC-Cancel-Culture-Identitäts-Politik-Beitrag zurückkommen: er gehört ja explizit zur Politik der Dems in den USA:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92292

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92292

    Achgut hat diesen Artikel einer US-Feministin übersetzt:

    https://www.americanthinker.com/articles/2021/04/how_transgnders_are_destroying_feminism_.html

    Phyllis Chesler, Gastautorin / 09.04.2021 / 16:00 /

    Wie die Transgender-Bewegung den Feminismus zerstört

    Im Jahr 2005 veröffentlichte ich ein Buch mit dem Titel „Der Tod des Feminismus“. Ich habe alles kommen sehen. Aber den Aufstieg einer Transgender-Bewegung habe ich nicht vorhergesehen.

    Am 31. März wurde ein angeblich feministischer Offener Brief zur Unterstützung von Transfrauen und -mädchen in Umlauf gebracht. Darin heißt es unter anderem:
    „Wir erkennen mit Klarheit und Nachdruck an, dass Transgender-Frauen Frauen sind und dass Transgender-Mädchen Mädchen sind. Und wir glauben, dass die Anerkennung der vielfältigen Erfahrungen von Frauen eine Stärke und nicht ein Nachteil für die feministische Sache ist.“
    https://www.glaad.org/tdovletter

    Interessanterweise werden Trans-Männer überhaupt nicht erwähnt – Menschen, die als Frauen geboren wurden, aber Männer werden wollen oder geworden sind. Wie wir jetzt wissen, gibt es eine alarmierende Häufung von jugendlichen Mädchen in Amerika, die hoffen, ihre Teenager-Sorgen wie geringes Selbstwertgefühl, Unbehagen am Körperbild, Traumata aufgrund sexueller Gewalt, Essstörungen, psychiatrische Leiden und so weiter dadurch zu lösen, dass sie ihre Brüste abschneiden, ihre Gebärmutter und Eierstöcke chirurgisch entfernen und potenziell tödliche Hormone einnehmen, um die Pubertät zu verhindern und sich Gesichtsbehaarung wachsen zu lassen und Muskeln aufzubauen.

    Der Offene Brief fährt fort: „Es ist an der Zeit, dass Übergriffe (gesetzlich, körperlich, sozial und verbal) gegen Trans-Frauen und -Mädchen ein Ende haben.“

    Inwiefern ist das eine Befreiung für Frauen?

    Ich teile sicherlich ein solches Ziel, frage mich aber, warum der Brief nicht einmal nebenbei oder als Kontext die lange Reihe sexueller, körperlicher, rechtlicher, wirtschaftlicher, sozialer und verbaler Übergriffe gegen biologische Frauen erwähnt, in ihren Häusern, auf der Straße, bei der Arbeit, in Heimen und als Sexsklaven. Der Brief schweigt sich darüber aus, wer die Täter dieser Gewalt sein könnten. Ich glaube, es sind vor allem schwule und heterosexuelle Männer, die Sex von Transfrauen kaufen oder wütend werden, weil sie diese begehren.

    Der Brief kommt vom Weg ab, wenn er behauptet, dass „Anti-Trans-Teilnahmeverbote im Sport ebenso unnötig wie schädlich sind – und dass Sportlerinnen sowohl auf professioneller als auch auf Hochschulebene die Inklusion unterstützen.“
    Ist das wirklich so?

    Ich frage mich, ob diese Hollywood-Leuchten, die diesen Offenen Brief unterschrieben haben, nur dafür sind, ihr Verständnis der Weiblichkeit auf diejenigen zu erweitern, die sich stereotypisch „weiblich“ kleiden wollen. Oder diejenigen, die in weiblicher Kleidung und mit weiblichem Schmuck möglichst unansehnlich, ja „hässlich“ erscheinen wollen? Oder, genauer gesagt, diejenigen, die das Recht haben wollen, sowohl heterosexuelle als auch schwule Männer gegen Geld sexuell zu bedienen, ohne von der Polizei belästigt zu werden? [Ein häufiges Schicksal von Transfrauen]

    Was verstehe ich hier nicht? Inwiefern ist das eine Befreiung für Frauen? Wenn es um Armut, Rassismus, Analphabetismus und Arbeitslosigkeit geht, warum sagt man das nicht? Warum sollte man diesen Realitäten begegnen, indem man es armen Mädchen und farbigen Frauen – und farbigen Transfrauen – leichter macht, als Prostituierte zu arbeiten?

    Orwellsche Bewegung der Big Brothers

    Der Brief beleidigt radikale Feministinnen, indem er uns als „selbsternannte Feministinnen … deren Hetze in Wirklichkeit überhaupt nicht feministisch ist … die jetzt ihre Bigotterie in Floskeln über Schutz oder Unterstützung von Frauen hüllen“ beschreibt.

    Die Transgender-Bewegung ist bekannt dafür, all jene Feministinnen zu beschämen, zu belästigen und zum Schweigen zu bringen, die eine rationale, objektive Kritik an dem üben, was zu einer gut finanzierten, Orwellschen Bewegung der Big Brothers geworden ist, in der Meinungsverschiedenheiten nicht toleriert werden – in der Tat werden sie niedergeschrien.
    […]

    https://www.achgut.com/artikel/wie_die_transgender_bewegung_den_feminismus_zerstoert

    Ein harter Text. Allerdings angemessen gegenüber den US-Verhältnissen, wo Twitter jeden sperrt, der darauf beharrt, daß es nur zwei biologische Geschlechter gebe (von winzigen Ausnahmen abgesehen).

    Zu Sahra Wagenknecht:

    Ich hatte keine Ahnung, wie sehr sie von den PC-Leuten gehaßt wird:

    Hat alles nichts genutzt:

    Nordrhein-Westfalen
    Sahra Wagenknecht zur Spitzenkandidatin der Linken nominiert

    Die frühere Fraktionsvorsitzende der Linken hat sich gegen zwei Gegenkandidatinnen durchgesetzt. Mitglieder nominierten sie auf den Spitzenplatz in Nordrhein-Westfalen.
    10.April 2021, 14:36 Uhr

    Die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht ist trotz heftiger innerparteilicher Kritik an ihrem neuen Buch erneut zur Spitzenkandidatin der NRW-Linken für den Bundestag nominiert. Bei einer Kampfabstimmung um Platz 1 der Aufstellungsversammlung in Essen erhielt sie 127 Stimmen, wie die Versammlungsleitung mitteilte. Das entspreche 61 Prozent. Nach den Abstimmungen über die Plätze muss die gesamte Liste von den Vertreterinnen und Vertretern noch gewählt werden.

    Wagenknecht hatte überraschend gleich zwei Gegenkandidatinnen bei ihrer Bewerbung um den Spitzenplatz in Nordrhein-Westfalen. Zuvor war nur eine Konkurrentin bekannt. Eine junge Klimaaktivistin, die überraschend ebenfalls kandidierte, übte Kritik an Wagenknecht. Ein Antrag, eine einstündige Debatte zu führen und damit die Tagesordnung zu ergänzen, wurde eingangs mehrheitlich abgelehnt. Es wurden Fragen ausgelost, denen sich die drei Bewerberinnen stellen mussten.

    Die frühere Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag wehrte sich erneut gegen die heftige Kritik. „Mein Buch rechnet nicht mit der Linken ab“, sagte sie bei ihrer Bewerbung um den Spitzenplatz. Ihr Buch sei ein Vorschlag für eine stärkere Linke. Was nicht gehe, sei, dass mit aus dem Zusammenhang gerissenen und teils auch verfälschten Zitaten ein Zerrbild ihres neuen Buches vermittelt werde. So sollte man nicht miteinander umgehen, unterstrich Wagenknecht in Essen.
    […]

    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-04/nordrhein-westfalen-sahra-wagenknecht-spitzenkandidatin-linke-bundestag

    Unsere Presse hilft nicht weiter:

    Transgender-Gesetze in den USA
    Der nächste Kampf um Amerikas Identität
    Republikaner forcieren in 20 US-Staaten Gesetze gegen die medizinische Behandlung von trans Jugendlichen. Für ihren Machterhalt brauchen sie emotional aufgeladene Themen.
    Eine Analyse von Rieke Havertz, Washington D.C.
    10. April 2021, 14:09 Uhr
    […]

    https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-04/transgender-gesetze-usa-republikaner-arkansas-alabama-lgtbq/komplettansicht

    Im Gegenteil, denn bei uns herrscht Haltungsjournalismus:

    https://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-monitor-vom–310.html

    Tja, leider nur partiell. NATO-mäßig ist man bei den ör-Sendern auf Kurs.

    Aber die Parteinahme für die aggressive Jasmina Kuhnke alias Quattromilf stieß doch auf Kritik:

    Hat sich aber gelohnt:

    Der Aktivist Ivor Levit war dann auch gleich beim lustigen Böhmermann zu sehen, der mal ein Comedian war und ein expliziter „Polizistensohn“:

    Was ist nur aus ihm geworden?

    Um den mediokren deutschen Gefilden zu entkommen: der großartige Linguist John McWhorter erklärt ganz kurz, was eigentlich schiefläuft mit der Critical Race Theory à la Robin DiAngelo, wie sie en vogue ist:

    Wenn ein Säulenheiliger der Postmoderne des sexuellen Mißbrauchs von Kindern beschuldigt wird, steht plötzlich „Aussage gegen Ausage“ und die Vorwürfe sind Teil eines Kulturkampfs der Zentristen und Rechten:

    Nichts kennzeichnet die Heuchelei unserer Presse mehr als dieser Beitrag.

    Nicht lesbar. Aber Thomas Fischer ist einer der Verteidiger von Dieter Wedel, der durch die ZEIT als ein deutscher Weinstein aufgebaut wurde – während sie den „Opfern“ zusicherte, wegen Verjährung hätten sie nicht zu befürchten, vor einer Staatsanwaltschaft aussagen zu müssen – in einem Fall war die Auskunft falsch.
    Übrigens ist auch Weinstein zu Unrecht verurteilt worden. Aber wen interessiert das?

    Die harte Wahrheit auch hier lautet: Frauen prostituieren sich, wenn sie Erfolg haben wollen. Weshalb es gut ist, wenn sie das nicht mehr tun müssen. Aber schlecht, wenn Einzelfiguren kriminalisiert werden. So tickt eine Rechtsstaatlerin wie ich nun mal. 😉

    Fleischhauers Experiment
    […]
    Alter weißer Mann trifft feministische Muslima

    Die erste Folge ging am 5. Februar online. Es waren muntere 30 Minuten. Wir sprachen über Untergrund-Friseure und den Vorteil des Kopftuchs in der Corona-Zeit, Dating während der Pandemie (wo trifft man sich, wenn alle neutralen Orte geschlossen sind?), die Tücken des Homeoffice. Außerdem erzählte Esra, wie sie beinahe 9000 Euro vom Berliner Senat abgestaubt hätte, sich dann aber nicht getraut hatte, das Geld zu behalten, weil sie die Rache der AfD fürchtete.

    Es war, wie gesagt, ein Experiment. Würden uns die Hörer folgen? Die meisten Menschen suchen die Bestätigung ihrer Weltsicht, nicht die Irritation derselben. Aber das Konzept schien aufzugehen. Nach zwei Folgen hatten wir bereits über 4000 Abonnenten, nicht schlecht für ein neues, noch unbekanntes Format. Wir hatten verabredet, dass wir bis Sommer durchhalten wollten. Dann würde man weitersehen.

    Anfang März erreichte mich eine Mail. Sie wisse nicht, ob sie weitermachen könne, schrieb Esra. Dass es Schwierigkeiten geben würde, hatte sich bereits auf Instagram angekündigt. „Mein Kopf sagt, NEIN Esra. Nein, Nein, Nein!!“, schrieb dort einer ihrer Follower. „Fleischhauer? Ist das dein Ernst, Esra?“, ein anderer. Ein dritter fluchte: „Alleine, dass der ‚Focus‘ dich an Bord genommen hat, sollte jedem zeigen, dass du entweder ein Projekt bist oder eine Marionette.“

    Eine Bekannte, mit der ich sprach, bestätigte den Eindruck: Die Community sei außer sich. Es werde mit Konsequenzen gedroht, was immer das auch heiße. Es folgte ein Telefonat, dann noch eins. Esra wird das Podcastprojekt aus Zeitmangel beenden.

    Sollen wir weitermachen? Ich wäre dafür, sagte ich. Meine Produzentin empfahl, Kontakt zu Phenix Kühnert aufzunehmen. Phenix ist Transfrau, Aktivistin der LGBTQIA+-Bewegung, wie sich die queere Szene heute nennt, dazu Model. Wir trafen uns in Berlin. Ich mochte sofort ihre offene, selbstbewusste Art.

    Präsenz von Muslimen, Migranten, Transpersonen erhöhen – was haben wir falsch gemacht?
    Diesmal bekam ich schon
    nach der ersten Folge eine Mail. Sie habe viel Feedback bekommen, da wir ja sehr unterschiedliche Standpunkte vertreten würden, schrieb mir Phenix. Viele Hörer hätten das als nicht wirklich angenehmes Hörerlebnis empfunden. Ob wir einmal reden könnten? Wir telefonierten. Ja, es gebe Probleme. Phenix ging nicht ins Detail, aber es war klar,dass die Reaktionen ähnlich ausgefallen waren wie bei Esra.

    Den Marginalisierten eine Bühne bieten, die Ausgegrenzten sichtbar machen: Ist das nicht die Forderung der Stunde? Gerade hat das Bundespresseamt Medien die Beratung durch die Neuen Deutschen Medienmacher*innen empfohlen, damit die Medienwelt bunter und diverser wird. Millionen fließen jedes Jahr in Vereine, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Präsenz von Menschen zu erhöhen, die Muslime sind oder Migranten oder Transpersonen. Was haben wir falsch gemacht?

    Ich mache meinen Partnerinnen keinen Vorwurf. Ich weiß nicht, wie ich mich an ihrer Stelle verhalten hätte. Es ist von Menschen sehr viel verlangt, sich über die Erwartungen ihres Umfelds hinwegzusetzen. Was bleibt, wenn man das vertraute Milieu verlässt? Der Bruch kann nicht nur sozial und emotional gravierende Auswirkungen haben, sondern auch finanziell.

    Es geht nicht um Austausch und Sichtbarkeit – sondern um Monolog
    […]

    https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-druck-der-gruppe-am-ende-meines-podcast-experiments-steht-eine-furchtbar-deprimierende-erkenntnis_id_13176587.html

    So ist es.

    Und die angeblich „Marginalisierte“, die sich des Supports von Restle/Monitor, Stern und SPIEGEL sicher ist:

    Diesen Artikel habe ich in der Printausgabe gelesen: er führt zu nichts.

    Und locker 50.000,- Euro abgesahnt hat, läßt dann ihre Follower los:

    Zum linken Haß:

    Aber dabei will ich es nicht belassen: Humor ist das, was uns rettet:

    Und ja, ich stimme zu:

    😉

    • Und wieder zu Corona: beim letzten Mal hatte ich u.a. geschrieben:

      „Bayern will sich jetzt Sputnik V beschaffen: ob das auch politisch ausgeschlachtet wird?“

      Warum die Presse versagt


      [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92274

      Wurde es!

      11.4.2021 07:12 Uhr
      Impfstoff mit fragwürdigen Daten
      Sputnik wird zur Hoffnung Deutschlands hochgeredet – ein Skandal

      Warum bewerben Söder, Spahn & Co den russischen Impfstoff so auffallend? Möglich, dass die EMA-Zulassung nie kommen wird. Wegen ernster Einwände. Ein Kommentar.
      Christoph von Marschall

      Haben Wladimir Putins Agenten Zugang zu Markus Söder, Jens Spahn und Harry Glawe, dem Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, und ihnen etwas ins Getränk gemischt? Sie fantasieren vom russischen Impfstoff Sputnik V als Lösung der deutschen Corona-Probleme, wollen Vorverträge über Massenlieferungen abschließen und zum Teil jetzt schon Steuergelder dafür locker machen – obwohl seit Wochen die Zweifel wachsen, ob das Vakzin hier jemals als Impfstoff zugelassen wird.
      Sputnik wird immer mehr zu einem skandalumwitterten Impfstoff. Ihn zur Hoffnung für Deutschland hoch zu reden, ist nicht nur fahrlässig. Allmählich wird das zu einem politischen Skandal.
      […]
      Zum Hype um Sputnik hatte die Fachzeitschrift „Lancet“ beigetragen. Anfang Februar veröffentlichte sie eine Studie über eine mehr als 90-prozentige Wirksamkeit des Impfstoffs. Die Slowakei, die Sputnik bestellt hatte, ohne auf die EMA-Zulassung zu warten, beschwert sich nun, dass die gelieferten Dosen nicht mit der für „Lancet“ verwendeten Probe übereinstimmen.
      Argentiniens Präsident Alberto Fernandez wurde mit Sputnik geimpft – und ist dennoch an Corona erkrankt. [Wie so einige, die mit Biontech geimpft wurden.]

      Moskauer Vermarktungsmodell

      Nach allem Anschein betreibt der Russian Direct Investment Fund (RDIF), der den Impfstoff international vermarktet, ein doppeltes Spiel. Er hat keine international vertrauenerweckende Zulassung für das Vakzin. Er ist auch nicht in der Lage, die Millionen Dosen, deren Lieferung er in Verhandlungen in Aussicht stellt, selbst zu produzieren.
      […]
      Der RDIF sucht Produktionsstätten in der EU, darunter in Italien und in Illertissen, Bayern. Er ahnt, dass er keine EMA-Zulassung bekommt, möchte dieses fehlende Gütesiegel aber durch „Made in Germany“ kompensieren. Und wenn er dann auch noch darauf verweisen könnte, dass EU-Länder wie Österreich, Italien, Ungarn, die Slowakei oder gar Deutschland angeblich erfolgreich mit Sputnik impfen oder das zumindest vorhaben, könnte der Rubel rollen.

      Auch Spahn erwog eine nationale Zulassung

      Doch dafür brauchen die Russen zumindest nationale Zulassungen in der EU. Ungarn hat es vorgemacht. Die Slowakei folgte zunächst, verweigert nun aber die nationale Zulassung. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz versucht sich ebenfalls mit Sputnik-Erfolgen zu schmücken – mit dem Ergebnis, dass österreichische Medien nun besonders genau hinschauen bei den Einwänden gegen den russischen Impfstoff.

      Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte sich zwischenzeitlich überreden lassen, einen nationalen Alleingang ohne EMA-Zulassung in Erwägung zu ziehen. Davon ist er inzwischen abgerückt. Er verhandelt aber weiter über Sputnik.
      […]
      Und das Haupthindernis bleibt erstmal. Die EMA-Zulassung kommt nicht so schnell, womöglich nie. Eine nationale deutsche Zulassung an der EMA vorbei wird es auch nicht geben.
      Söder, Spahn & Co haben einiges zu erklären: Warum wollen sie dennoch schon jetzt Lieferverträge für Sputnik schließen? Warum riskieren sie deutsche Steuergelder? Und wie wollen sie deutsche Sputnik-Nutzer gegen potenziellen Impfstoffbetrug absichern?

      https://www.tagesspiegel.de/politik/impfstoff-mit-fragwuerdigen-daten-sputnik-wird-zur-hoffnung-deutschlands-hochgeredet-ein-skandal/27079280.html

      Wäre das Leben nicht leichter ohne Presse-Propaganda? Im aktuellen SPIEGEL wurde Astra Zeneca bereits abgeschrieben, in Heft 13/21 vom 27.3.2021 ging es gegen Sputnik V unter der Überschrift: „V wie Vertrauensdefizit“ (S.70-73). Immerhin erfahren wir da:

      Auch die US-Regierung scheint die Impfstoffwahl als Glaubensfrage zu sehen. Das US-Gesundheitsministerium schreibt in seinem Jahresbericht unter dem Schlagwort „Kampf gegen böswillige Einflussnahme“: Man habe „Brasilien überzeugt, den russischen Covid 19-Impfstoff zurückzuweisen“. Welche Argumente zum Einsatz kamen, ist unbekannt.

      [S.73]
      Ein paar Gouverneure haben ihn gleichwohl bestellt. Daß nur 30 % der russischen Bevölkerung (Rußland ist „geöffnet“) impfwillig seien, erklären sich Esch, Glüsing und Hebel so:

      Das liegt auch daran, dass der Kreml die Bedrohung durch das Virus seit Monaten herunterspielt.
      In den staatlichen Medien ist keine Rede von der hohen Übersterblichkeit von 465 000 Toten seit Beginn der Pandemie. Auch vor den hochansteckenden Mutationen des Coronavirus wird kaum gewarnt. Dabei habe sich Sputnik V gegen die britische Variante bereits bewährt, sagt Gamaleja-Chef Ginzburg.

      [ebd.]

      Die offizielle Todesrate war offenbar zu gering, weshalb eine ominöse Übersterblichkeit mit der Pandemie in kausalen Zusammenhang gebracht wurde.

      Presse und Big Tech tun ihr Bestes:

      Während bei uns die Bürokratie ausufert:

      Und die Datenlage zum Verzweifeln ist:

      Die Tagesschau trägt das Ihre zur Dramatisierung bei:

      Hier das Drosten-Interview zu dem unbrauchbaren PCR-Test:

      https://www.wiwo.de/technologie/forschung/virologe-drosten-im-gespraech-2014-die-who-kann-nur-empfehlungen-aussprechen/9903228-2.html

      Was ist eigentlich aus der „gefährlichen“ britischen „Mutante“ geworden? Nix.

      Derweil Drosten die Greta gibt:

      Das sind freilich leicht manipulierbare Zahlen:

      […]
      Insbesondere über den Einbruch der Zahl der deutschen Intensivbetten am 1. August letzten Jahres wurde viel gerätselt. Genau am 1. August wurde nach mehreren Monaten die Aussetzung dieses Pflegeschlüssels beendet – heißt, die Kliniken mussten sich wieder an höhere Standards halten. So fielen in der Meldestatistik viele Betten weg:

      Diese Personalschlüssel-Verordnung ist vom Ansatz her erst mal nicht falsch, da Intensivstationen an der absoluten Belastungsgrenze arbeiten und oftmals nur noch funktionieren, weil sich systematisch über jedes Arbeitsrecht hinweggesetzt wird.

      Mehrere Pfleger berichten gegenüber TE allerdings, dass diese Verordnung in der Realität nie wirklich ankam. „Wenn ein Rettungswagen mit einem schwerverletzten Unfallopfer an der Einfahrt steht, wird niemand die Pflegepersonaluntergrenzen-Verordnung nachschlagen.“, erzählt uns einer. Wie sollte es auch anders sein: Durch eine bloße Verordnung steigt ja nicht die Kapazität des Systems, und keiner wird einfach aufhören, schwer Kranke zu behandeln.

      Diese Verordnung verändert also im wesentlichen die Zahlen in der Theorie, nicht die Kapazitäten in der Realität. Das Bundesgesundheitsministerium hat diese Verordnung im Frühjahr letzten Jahres bereits einmal wegen Corona außer Kraft gesetzt – wenn es hart auf hart kommt, gilt diese Verordnung ohnehin nicht. Das bedeutet auch, dass die Reserve an Betten nicht fest, sondern variabel ist – und in Wahrheit größer als ausgewiesen. Dazu kommt noch eine Notfallreserve der Politik über 10.000 Betten, die wegen Corona stolz aufgestellt wurde. So betrachtet ist die Triage in weiter Ferne. Aber auch das wäre zu kurz gedacht. Es ist eben ein Schwindel in doppelter Hinsicht.

      Dem zugrunde liegt ein insofern falsches Verständnis des Systems, das in Krankenhäusern in weiten Teilen gang und gäbe ist. Es ist nicht so, dass Menschen systematisch und nach bestimmten Kriterien auf eine Intensivstation gebracht werden, die eine feste Kapazität hat, die wir in einem Register erheben und ausweisen können. Eine Intensivstation soll eigentlich nicht zu mehr als 80 Prozent ausgelastet sein – um verfügbare Kapazitäten für Notfälle zu behalten. Diese 80 Prozent werden aber wiederum nach Möglichkeit auch immer ausgelastet – einerseits, weil das Krankenhaus sonst Geld verliert, andererseits ist es ja auch nichts Schlechtes. Denn auf der Intensivstation kann die beste Versorgung sichergestellt werden, und bevor man dort Däumchen dreht, wird man immer die Kränksten von der Normalstation verlegen, die schließlich auch überlastet sind.

      Das zeigt sich am Ende auch in den Zahlen: Corona hin, Corona her, die Zahl der insgesamt behandelten Intensivpatienten ist beachtlich konstant. Trotz fast 5.000 neuer gemeldeter Corona-Fälle auf den Intensivstationen steigt die Statistik nicht und bleibt etwa bei 20.000.

      Das mag zum einen daran liegen, dass nicht unterschieden wird zwischen echten Corona-Patienten und solchen, die sich im Krankenhaus infizieren und dann positiv getestet werden – aber auch das kann dieses Phänomen nicht vollständig erklären.

      In Wahrheit ist es wohl so: Die Intensivstationen werden immer voll ausgelastet mit den Kränksten der Normalstationen. Und wenn es mehr schwere Kranke und Verletzte gibt, werden davon anteilig weniger auf die Intensivstation verlegt und andersherum. Wenn man darüber nachdenkt, kann es auch kaum anders sein – keiner wird Ärzte und Pfleger bezahlen und sie Däumchen drehen lassen, keiner wird Menschen in Lebensgefahr abweisen. Dasselbe Spiel gab es bei den Grippewellen der letzten Jahre bereits.
      […]

      https://www.tichyseinblick.de/meinungen/das-doppelte-maerchen-von-der-corona-triage-die-lage-der-intensivstationen/

      Auch in der ZEIT gab es Aufschlußreiches:

      Pandemie
      Corona – wie geht’s weiter?
      Diese 13 Faktoren bestimmen, wie die kommenden Monate werden.
      Von Harro Albrecht, Ulrich Bahnsen und Jan Schweitzer
      7. April 2021, 16:48 Uhr Editiert am 11. April 2021, 9:33 Uhr DIE ZEIT Nr. 15/2021, 8. April 2021
      […]
      6. Bleibt die Inzidenz der wichtigste Richtwert?

      Gérard Krause, Epidemiologe am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung, kritisiert schon lange die Inzidenz als zentralen politischen Messwert. „Dieser Wert hilft als Frühwarnindikator, aber die Fixierung darauf verbaut uns den Blick auf differenzierte, fokussierte Lösungsstrategien„, sagt er. „Es geht darum, herauszufinden, wo sich am meisten Schaden für die Gesundheit verhindern lässt.“ Seien beispielsweise Verkäufer im Einzelhandel einem höheren Ansteckungsrisiko ausgesetzt oder Arbeiter am Fließband in einer großen Werkshalle? Obwohl ein Jahr ins Land gegangen ist, sind die Informationen darüber noch immer lückenhaft. „Das Infektionsschutzgesetz verbietet es den Gesundheitsämtern, den Landesbehörden mitzuteilen, welche spezifischen Berufe die Leute haben“, sagt Krause.

      Es gibt einen weiteren Grund, warum die Inzidenz als Navigationshilfe an Wert verliert. Seit der Einführung von Schnell- und Selbsttests, erklärt Krause, seien die Inzidenzwerte im zeitlichen Verlauf und zwischen den Regionen schlechter vergleichbar. Mitunter sei eine erhöhte Inzidenz nur auf lokal erhöhte Testaktivitäten zurückzuführen. Die Anzahl der Diagnosen müsse in Beziehung gesetzt werden mit der Zahl der Tests in einer Altersgruppe und in der Region, um die Dynamik und das Risiko einschätzen zu können. Doch beim Robert Koch-Institut heißt es: „Eine Vollerfassung der in Deutschland durchgeführten PCR-Tests auf Sars-CoV-2 liegt zum jetzigen Zeitpunkt nicht vor.“ Das RKI erfasst nur positive PCR-Ergebnisse. Positive Schnelltests in Firmen oder Apotheken sind meldepflichtig, auf sie sollte ein PCR-Test folgen [Problem der Mehrfachtestung derselben Person] – aber inwieweit das geschieht, ist unklar und bei privaten Tests völlig offen.
      […]
      9. Sinkt der Druck auf die Krankenhäuser?

      Mit jedem geimpften älteren Menschen sollte der Druck auf die Intensivstationen nachlassen. Doch entgegen der verbreiteten Annahme waren es gar nicht die Ältesten, die in der ersten und zweiten Welle am zahlreichsten auf den Intensivstationen lagen – es waren zu drei Vierteln unter 80-Jährige. Aktuell, so schreibt die Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi) auf Anfrage der ZEIT, seien die meisten in den 60er- und 70er- Lebensjahren. Die Erklärung dafür: Die Ältesten starben und sterben nicht im Krankenhaus, sondern zu Hause oder in den Pflegeheimen. Und wer jünger als 80 ist, ist meistens noch nicht geimpft. Aus diesem Grund entlastet das Impfen die Intensivstationen noch nicht.

      Tatsächlich steigt die Gesamtzahl der Intensivpatienten seit Anfang März wieder. Und sie würden immer jünger, sagte Lars Schaade, Vizepräsident des RKI, vor drei Wochen. Diese Aussage geben die Daten des Divi-Registers aber gar nicht her. Das Alter wird dort nicht erhoben. Der Grund: Die Dateneingabe in das Divi-Intensivregister sollte in Zeiten der Maximalbelastung höchstens zwei Minuten pro Eintrag dauern. Zwar könnten die Krankenkassen entsprechende Altersangaben liefern, aber nur mit einigen Wochen Zeitverzug. Auf Nachfrage relativiert das RKI dann auch Lars Schaades Aussage: Sie beruhe auf Angaben von „konkreten Intensivstationen, die uns sporadisch bekannt werden“.
      […]
      Ob Menschen zwischen 20 und 40 Jahren derzeit an den neuen Varianten schwerer erkranken als bisher, ist umstritten. Gesichert ist indes: Während die Zahl der Patienten auf den Intensivstationen wieder steigt, sinkt gleichzeitig die Zahl der Krankenhauseinweisungen auf die Normalstationen, vom Jahreswechsel mit 12.000 Covid-19-Patienten auf nunmehr 4200. Es seien gerade sehr viele junge Menschen infiziert – die mit dem Virus ganz gut zurechtkämen. „Wenige müssen im Krankenhaus behandelt werden“, sagt Gernot Marx, der derzeitige Divi-Chef.
      […]

      https://www.zeit.de/2021/15/corona-pandemie-ende-impfung-immunitaet-lockerungen

      Man ahnt Schlimmes:

      Regierung konkretisiert Pläne für „Bundesnotbremse“

      Nächtliche Ausgangssperren, nur ein Gast je Haushalt: Die Rohfassung für ein neues Infektionsschutzgesetz würde dem Bund laut Berichten starke Lockdown-Befugnisse geben.
      10. April 2021, 4:30 Uhr Aktualisiert am 10. April 2021, 7:18 Uhr
      […]

      https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-04/coronavirus-bundesregierung-neue-regeln-lockdown-infektionsschutzgesetz-notbremse

      Ob die Maßnahmen etwas bringen oder nicht, ist Machern wie Medien vollkommen unbekannt: alles eine Glaubensfrage:

      Man beachte die Anfeindungen Streecks unter diesem Tweet.

      Virologe Streeck lehnt Lockdown mit Ausgangssperren ab:
      „Feuern Infektionsgeschehen weiter an“
      • Der Virologe Hendrik Streeck hat sich gegen einen härteren Lockdown und Ausgangssperren in Deutschland ausgesprochen.
      • Es sei nicht die Lösung, dass Menschen sich in private Räume zurückziehen, „wo keiner sehen kann, ob die Regeln eingehalten werden“.
      • Stattdessen schlägt er sichere Bereiche im Freien oder zum Beispiel in Turnhallen vor.

      Jessica Orlowicz
      |
      09.04.2021, 14:17 Uhr

      Hamburg. Der Bonner Virologe Hendrik Streeck warnt vor einem härteren Lockdown mit Ausgangssperren. „Dadurch feuern wir das Infektionsgeschehen weiter an“, sagte er im Videocast „19 – die Chefvisite“. Aktuell würden sich laut Robert-Koch-Institut (RKI) vor allem sozial Schwache in beengten Wohnverhältnissen infizieren. Diese Menschen hätten bei einer Ausgangssperre nicht die Möglichkeit, sich Corona-konform aus dem Weg zu gehen, so Streeck.

      Seine Forderung: „Wir schaffen sichere Bereiche draußen, wo die Menschen sich treffen können, anstatt sie weiter zusammenzudrängen.“ Dabei denkt der Virologe zum Beispiel an gelüftete Turnhallen mit Sicherheitspersonal. Diese Lösung sei besser als private Grauzonen, wo keiner sehen kann, ob die Regeln eingehalten werden – und es würden Ventile geschaffen. Auch die Außengastronomie, wo das Infektionsrisiko vergleichsweise gering ist, könne dabei laut Streeck eine Rolle spielen.
      […]
      Die Lage sei zutiefst besorgniserregend, sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, am Freitag. „Es brennt. Jeder Tag zählt.“ Es gebe einen ungebremsten und dramatischen Anstieg von Covid-Patienten. Ihr Alter liege nun zumeist zwischen 40 und 70 Jahren. Bei den unter 50-Jährigen sterbe jeder fünfte Intensivpatient, bei den Älteren im Schnitt jeder zweite, sagte Marx.

      Virologie-Professor Streeck zeigte sich verwundert über die Alarmrufe. In Frankreich liege die Inzidenz bei 400 auf 100.000 Einwohnern binnen einer Woche – und damit viermal höher als in Deutschland. „Die gehen damit relativ gelassen um“, sagte er. Hierzulande führten steigende Inzidenzwerte dagegen zu Warnungen, „als ob Deutschland kurz vor der Triage steht“. Angesichts der unklaren Datenlage nach Ostern mahnte Streeck „ruhige Abwägung und Langzeitblick“ an.

      Er geht davon aus, dass sich Coronaviren saisonal verhalten und rechnet mit einem Abfall des Infektionsgeschehens in den kommenden Monaten, wenn es wärmer wird. Hinzu kämen die Fortschritte der Impfungen.
      […]

      https://www.rnd.de/gesundheit/corona-hendrik-streeck-gegen-lockdown-mit-ausgangssperren-2MSAU4EXQWDIFV4FT3JPP72JUM.html

      Die „unklare Datenlage“ führte das RKI auch heute noch an. Und leider schwächelt der Klimawandel: so kalt wie in diesem Jahr war es im April selten.

      Tatsächlich muß man sich anderswo informieren, um Alternativen zum Lockdown kennenzulernen:

      Es gibt nichts, das es nicht gibt.

    • Wieder mal ne schöne Tour d’Horizon zur gespinnerten linken Identitätspolitik!

      Zu dieser Quattromilf habe ich gestern noch was Schönes gelesen, lohnt sich, den Text in der Vergrösserung zu lesen!

      Auch das dürfte richtig sein!

      Auch das gefällt mir gut!

      Und da hat natürlich Poschardt auch recht:

      M.E. noch ein guter Text zu Corona!

      „Corona-Impfstoffe: Kosten und Nutzen – Nochmals nachdenken!

      Immer, wenn ich mich wieder mit den Corona-Daten beschäftige, komme ich aus dem Staunen nicht heraus, wie sehr sich die offiziellen Verlautbarungen unserer Exekutive und der nüchterne Blick auf die Daten unterscheiden. Wenn ich Daten sage, meine ich nicht die „Zahlen“, oder „Inzidenzen“. Zunächst hierzu:“
      https://harald-walach.de/2021/04/06/corona-impfstoffe-kosten-und-nutzen-nochmals-nachdenken/

      • Nicht alle von der Linke erstreben die klassenlose Gesellschaft durch Revolution. 😉

        Den Text von Manaf Hassan gibt es hier in lesbarer Form:

        Gastbeitrag: Der Fall Jasmina Kuhnke (Quattromilf) – Ein Fingerzeig auf das, was in diesem Land so schief läuft

        Gastbeitrag von Manaf Hassan

        Kein normal denkender Mensch findet es gut, wenn eine Frau mit ihrer Familie untertauchen muss, weil Rechtsextremisten mit dem Verweis auf ihre Adresse „Massakriert Jasmina” schreiben. Natürlich ist es auch unsere Aufgabe dafür zu sorgen, dass in unserem Land so etwas nicht passiert. Kein Mensch in diesem Land sollte so etwas durchmachen müssen. Die Verantwortlichen müssen zur Rechenschaft gezogen werden, keine Frage. Das sind Aufrufe zu Gewalt und Hass und müssen dementsprechend hart bestraft werden.

        Was jedoch übel aufstößt ist die Tatsache, dass es sich hierbei um eine Frau handelt, die selbst so viele Attribute verkörpert, mit denen die Amadeu Antonio-Stiftung ihre Gegner im Netz verallgemeinert beschreibt. Sie wird jedoch – wie das so oft in unserem Land abläuft – als Engel dargestellt, weil sie eine bestimmte politische Richtung vertritt, in der man aus Sicht vieler nur Opfer, nicht Täter, sein kann. Und genau in dieser Rolle fühlt sich Jasmina Kuhnke aka Quattromilf pudelwohl. Sie kann asozial, beleidigend & bedrohend mit ihrer gesamten Anhängerschaft sein, am Ende ist sie immer das Opfer. Viele Medien & die Amadeu-Antonio-Stiftung übernehmen diese Rolle für sie ohne weitere Kritik. Dabei ist Kritik in diesem Falle bitter nötig. Denn Jasmina Kuhnke zieht die politische Gegenseite mit ähnlichen Attributen an. Sie haben ähnliches Niveau. Die beiden Seiten des Hufeisens werden sich nie berühren, aber sie bleiben auf derselben Höhe und bleiben nah beieinander, fern von der Mitte.
        […]
        Es gibt so viele Menschen, die das, was sie vorgibt zu sein, wirklich sind. Aber diese Menschen haben keine Beachtung bekommen oder Unterstützung erfahren. Diese Menschen haben keinen Schutz bekommen, obwohl sie brutal angegangen werden und um ihr Leben fürchten müssen. Aber in diesem Land kriegst du das Gesamtpaket nur, wenn du das im Gegenzug geforderte Gesamtpaket an Profil mitbringst. Das sagt so ziemlich viel über unser Land aus. Dieses Land ist ungerecht geworden. Undemokratisch. Subjektiv. Menschen werden nicht mehr gleich behandelt. Aufgrund ihrer Meinung. Und wenn das so weitergeht, wird dieses Land bald Zustände haben, die vor wenigen Jahren noch undenkbar waren. Allein die inflationäre Anwendung von Wörtern, die wir aufgrund der Vergangenheit nur bei denen messerscharf anwenden dürften, auf die sie wirklich zutreffen, ist eine Katastrophe. Weil wir damit verharmlosen. Und unsere Vergangenheit dürfen wir nicht verharmlosen. Wir haben eine Verantwortung gegenüber diesem Land und den darin lebenden Menschen. Und dieser werden wir aktuell auf kaum einer Ebene gerecht.
        […]
        P.S: Ich wurde selbst sehr oft von rechtem, linkem & islamistischem Extremismus bedroht. Weil ich versuche über viele Dinge aufzuklären. Vor allem auch über Islamismus in Deutschland. Übelste Morddrohungen. Ich war auch bei der Polizei und bekam keine annähernd angemessene Hilfe. Mir wurde eher abgeraten, etwas zu tun. Also musste ich mich selbst schützen. Aber das hat niemanden interessiert. Nur mal so.

        Manaf Hassan

        Der Anwalt, Journalist, Autor und Publizist Manaf Hassan kommt aus Berlin. Der Deutsch-Syrer ist u.a. auf twitter aktiv

        https://www.severint.net/2021/04/10/gastbeitrag-der-fall-jasmina-kuhnke-quattromilf-ein-fingerzeig-auf-das-was-in-diesem-land-so-schief-laeuft/

        Logo. Wer Islamismus kritisiert, ist islamophob oder ein antimuslimischer Rassist, im Zweifelsfall ein Menschenschlächter-Apologet, wenn er Syrer ist. Das ist eine ganz ganz falsche Meinung in einem Mainstream-Milieu, in dem sogar Trump ein Faschist ist. Es sind die Medien, die die Begriffe entgrenzt haben, die social media legen nur nach.

        Quattromilf dagen darf sich allerhöchsten Zuspruchs erfreuen, sogar in der ZEIT warf man sich für die marginalisierte „Comedian“ (eine unlustigere Person habe ich noch nie gesichtet) in die Bresche, mit einem wiederholten Tritt gegen Don Alphonso und dessen „Troll-Armee“.

        Hass im Netz
        Wir wissen, wo du wohnst

        Trolle versuchen, Jasmina Kuhnke auf Twitter zum Schweigen zu bringen. Sie wurde beleidigt, bedroht, ihre Adresse veröffentlicht. Doch Kuhnke macht den Hass öffentlich.
        Von Lisa Hegemann
        9. April 2021, 20:18 Uhr
        […]
        Noch bevor Kuhnke das Video zu Ende schauen konnte, klingelte es, eine Essenslieferung auf ihren Namen. Die sie nicht bestellt hatte. Dann noch eine. Und noch eine. Und noch eine. „Ich habe irgendwann aufgehört zu zählen, wie viele Lieferungen es gewesen sind“, sagt Kuhnke, „aber ich schätze die Zahl auf 40.“ Diese Lieferungen waren also schätzungsweise 40 Drohungen. Schätzungsweise 40 Arten, ihr zu zeigen: Wir wissen, wo du wohnst.

        Kuhnke ist 38 Jahre alt, verheiratet, Mutter mehrerer Kinder und Comedy-Autorin. Sie betreibt einen erfolgreichen Twitter-Account unter dem Namen @ebonyplusirony, dem mehr als 80.000 Menschen folgen. Auf Twitter nennt sie sich Quattromilf und regt sich über die Corona-Regeln auf [die ihr nicht weit genug gehen, wie allen repressions-affinen „Progressiven“], manchmal postet sie einfach ein Herz für Menschen, denen es nicht gut geht, manchmal macht sie sich auch über andere Twitter-Nutzerinnen und -Nutzer lustig, manchmal provoziert sie, ist polemisch. Viele Menschen reagieren darauf mit Zustimmung. Manche mit Hass.
        […]
        Was in der Veröffentlichung von Kuhnkes Adresse mündete, begann vor anderthalb Jahren mit Rainer Meyer, im Internet besser bekannt als Don Alphonso. Alex Urban, ein Bekannter vor Kuhnke, war dem Welt-Kolumnisten und Blogger auf Twitter gefolgt, der ihn jedoch blockte, weil er ihn offenbar einem bestimmten, als feindlich empfundenen Lager dort zuordnete. Öffentlich schrieb Meyer dazu: „Achtet ein wenig darauf, wer Euch folgt, und schiebt denen einen Riegel vor“, „selbsternannte Jäger, Kontrolettis und Meinungspolizisten“ brauche auf dem sozialen Netzwerk keiner. Urban, der Autor beim Anti-Fake-News-Blog Volksverpetzer ist, erlebte daraufhin einen kleinen Shitstorm, wurde von Meyer-Fans angegangen, die unter anderem schrieben, er selbst sei doch das Problem, er habe doch angefangen.
        […]

        https://www.zeit.de/digital/internet/2021-04/doxing-hass-im-netz-veroeffentlichung-personenbezogener-daten-internet-jasmina-kuhnke-bedrohung/komplettansicht

        Ja nun: Henne oder Ei? Der „Volksverhetzer“ ist jedenfalls eines der haßerfülltesten „linken“ Medien, insbesondere gegen Corona-Maßnahmen-kritische Geister.

        Ich würde mal sagen: wie man in den Wald hineinruft, so schallt es heraus. Und „doxxing“ durch linke Medien ist in den USA schon ganz normal, wo sich BLM & Antifa-Kräfte regelmäßig vor Wohnhäusern von Konservativen aufbauen… Oder republikanische Politiker aus Restaurants vertreiben.

        Norbert Bolz sieht das alles abgeklärt:

        Das müssen wir als Zeitgeistphänomen wohl so hinnehmen. Nicht ohne Widerspruch freilich, denn es gibt auch „angry young women“ auf der Gegenseite:

        Von den alten mal ganz zu schweigen.
        😉

        • @ Mark Smith

          https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92306
          @ Mark Smith

          [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92306

          Was den Mathematik-Professor Harald Walach angeht, so knüpfe ich an meinen letzten Beitrag zur skandalös unzureichenden bis verschleierten Datenlage in Deutschland an, die er ebenfalls kritisiert:

          https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92305
          [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92305

          Seinen Überlegungen zur Abschätzung des Impfrisikos versus des Krankheitsrisikos will ich mich nicht widmen – das ist mir zu abstrakt. Aber hier hat er natürlich absolut recht:

          Prof. Harald Walach
          6. April 2021
          Corona-Impfstoffe: Kosten und Nutzen – Nochmals nachdenken!
          […]
          Genauer gesagt: wir hätten sie eigentlich, das hatte ich auch schon öfter gesagt, nämlich im Grippe-Web des RKI. Wer auf diese Seite geht, sieht eine repräsentative (!) Landkarte des Geschehens von Atemwegsinfektionen in Deutschland, und das ist es, was eigentlich klinisch interessiert. Hier ist keine Auffälligkeit erkennbar. Aber diese Daten werden aus völlig unverständlichen Gründen nicht breit kommuniziert und vor allem nicht verwendet, jedenfalls nicht für mich erkennbar. Auf dieser Seite – sehr gut versteckt – befindet sich auch ein Knopf „Download des Berichtes“, der zu den Wochenberichten führt (hier direkt verlinkt ist 2021-11). Dort sieht man: Über die letzten Wochen waren 31% aller eingesandten 3.288 Proben positiv mit irgendeinem Virusnachweis. 7,5% davon waren SARS-CoV positiv. Der Rest geht auf andere Viren zurück, interessanterweise ist die Grippe scheinbar ausgestorben. Denn Grippeviren sind da keine zu finden.

          Klicke, um auf 2021-11.pdf zuzugreifen

          Das Wichtige daran: Dies ist tatsächlich repräsentativ. Dies sind nur klinisch auffällige Patienten, also solche, die wegen Symptomen zum Arzt kommen; selbst bei diesen sind weniger als 10% SARS-CoV2 positiv. Das heißt, anders herum, dass die Prävalenz dieser Infektion in der Gesamtbevölkerung sehr niedrig ist. Die besten Schätzungen liefern meiner Ansicht nach noch die großen Impfstudien in der Placebogruppe. Denn dort werden Leute systematisch dokumentiert. Ich zeige unten in Tabelle 1 einige Studien, zu denen ich noch komme. Aus diesen Daten kann man erkennen, dass die Prävalenz der CoV2 Infektion in der Bevölkerung zwischen 0,01 und 1% (in Israel, also maximal) liegen dürfte. Die Datenbasis, die Frau Lühmann [1] für ihr Rechenbeispiel verwendet, nämlich eine allgemeine Prävalenz von 0,05% dürfte also ziemlich gut geschätzt sein.

          Wir haben nun drei sich gleichsam potenzierende Fehlerquellen bei der Einschätzung der „Inzidenz“:

          1. Der PCR-Test ist nicht sehr gut. Unter Alltagsbedingungen liegt seine Sensitivität, also die Fähigkeit, die wirklich Kranken zu erkennen, bei etwa 70%, und seine Spezifität, also seine Fähigkeit die Nicht-Infizierten von diesen zu trennen und sie auch als nicht-infiziert, also als Testnegative zu bezeichnen, bei 95% [2].

          2. Die Prävalenz der SARS-CoV2 Infektion in einer symptomlosen Allgemeinbevölkerung ist sehr niedrig.

          3. Der Test ist eigentlich so ausgelegt, dass er allenfalls bei symptomatisch Kranken differenzieren kann, ob wir es mit einer CoV2-Infektion zu tun haben oder nicht. Denn er wird mit einer hohen Zyklenzahl geführt (ca. 37 derzeit in Deutschland), und wir wissen aus einer Reihe von Validierungsstudien, dass er bis max. 22 Zyklen Kranke und Infektiöse erkennt [3], darüber hinaus erfasst er nur noch DNA-Schrott d.h. er ist hyperempfindlich.
          […]
          Im Klartext: Die Brauchbarkeit von Testergebnissen bei willkürlich getesteten Menschen geht bei niedriger Prävalenz gegen Null und ist derzeit kaum um 1%. Nochmals anders ausgedrückt: Etwa eines von 100 derzeit erhobenen positiven Testresultate dürfte einen echt Infizierten identifizieren.

          Daher ist anlassloses Testen nicht nur töricht, es ist politisch gefährlich, weil es die vermeintlichen Inzidenzzahlen unnötig aufbläht. Nicht umsonst hat die WHO dazu geraten, erstens nur Menschen zu testen, die klinisch krank sind und zweitens bei jedem positiven Test noch eine zweite Validierungsstrategie hinzuzuziehen.
          […]

          https://harald-walach.de/2021/04/06/corona-impfstoffe-kosten-und-nutzen-nochmals-nachdenken/

          Es kommen die spezifisch falsch-positiven Schnelltests symptomlos getesteter Bürger hinzu, die absurderweise durch PCR-Tests „bestätigt“ werden müssen, was sie in großem Ausmaß aber nicht tun. Hubertus Heil will dennoch produzierende Firmen zu anlaßlosen Pflichttests der Belegschaft verdonnern.

          Hat man je einen ör-Sender derart ausflippen gesehen angesichts einer Gerichtsentscheidung, die sich an den wahren Stand der Wissenschaft hält?

          recte: noch nicht ordnungsgemäß zugestellt

          Logo: das entspricht Drostens eigener Aussage:

          https://www.wiwo.de/technologie/forschung/virologe-drosten-im-gespraech-2014-die-who-kann-nur-empfehlungen-aussprechen/9903228-2.html

          Die vom MDR aufgehetzten Kommentatoren lieferten jedenfalls die einstweilige Anordnung des Familiengerichts in Weimar:

          Die Lektüre der 178-Seiten-langen einstweiligen Anordnung ist freilich ein Fest! Ein Sieg der Rationalität, wie sie Juristen zu eigen ist, über den Aktivismus in Wissenschaft und Medien weit hinaus:

          Gliederung:

          A: Tatbestand
          I.Einleitung

          II.Die für die Kinder in Schulen geltenden Bestimmungen des Freistaats Thüringen zum Maskenzwang

          III.Die konkrete Situation der beteiligten Kinder in ihren Schulen

          IV.Rechtliche Ausführungen der Mutter der beteiligten Kinder zu den ihren Kindern zustehenden Rechten, auch aus internationalen Konventionen

          V.Rechtliche Hinweise des Gerichts an die Beteiligten und Beweisbeschluss im parallelen Hauptsacheverfahren

          VI.Stellungnahme des Verfahrensbeistands

          VII.Stellungnahme der Weiteren Beteiligten

          VIII.Gutachten Prof. Dr.med.Ines Kappstein

          IX.Gutachten Prof. Dr. Christof Kuhbandner

          X.Gutachten Prof. Dr.rer. biol. hum.Ulrike Kämmerer

          B: Entscheidungsgründe

          I.Zulässigkeit der Anregung an das Familiengericht

          II.Begründetheit der Anregung an das Familiengericht

          1.Allgemeines

          2.Der fehlende Nutzen des Maskentragens und des Einhaltens von Abstandsvorschriften für die Kinder selbst und Dritte

          3.Die Ungeeignetheit von PCR-Tests und Schnelltests zur Messung des Infektionsgeschehens

          4.Die Verletzung des Rechts auf informationelle Selbstbestimmung durch Schnelltests in den Schulen

          5.Das Recht der Kinder auf Bildung und Schulunterricht

          6.Ergebnis

          Fragen des Gerichts an die beteiligten Schulleitungen und Behörden:

          […]

          12.Wird bei der Anwendung des RT-q-PCR-Tests die WHO Information Notice for IVD Users 2020/05 beachtet? Danach muss, soweit das Testresultat nicht mit dem klinischen Befund eines Untersuchten übereinstimmt, eine neue Probe genommen und eine weitere Untersuchung vorgenommen sowie Differentialdiagnostik betrieben werden; nur dann kann nach diesen Vorgaben ein positiver Testgezählt werden.
          https://www.who.int/news/item/20-01-2021-who-information-notice-for-ivd-users-2020-05

          13.Wird sichergestellt, dass mehrfach getestete Personen nicht jedes Mal als neuer „Fall“ gezählt werden? Wie geschieht dies ggfls.?

          14.Wie wirkt sich die zusätzliche Einführung von Schnelltests auf die Ermittlung des Infektionsgeschehens aus? Werden die negativ Getesteten in den Schnelltests ebenfalls zahlenmäßig erfasst? Wie wird sichergestellt, dass die Kombination aus positivem Schnelltest und negativem RT-q-PCR-Test dann nicht als „positiv“ in den Statistiken auftaucht bzw. bei beiden Tests „positiv“ nur einmal als „positiv“ gewertet wird (analog zu Frage 13)? Werden für die Ermittlung einer realistischen Infektionsquote auch die beim Schnelltest negativ Getesteten einbezogen?
          [S.18]
          […]

          VII. Stellungnahme der Weiteren Beteiligten

          Eine Stellungnahme des Freistaats Thüringen und der Schulen der Kinder ist innerhalb der gesetzten Frist im hier vorliegenden einstweiligen Anordnungsverfahren nicht erfolgt.

          [S.20]

          VIII. Gutachten Prof. Dr. med.Ines Kappstein

          Prof. Dr. med. Ines Kappstein, Hygienikerin, ist Fachärztin für Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie sowie Fachärztin für Hygiene und Umweltmedizin. Ihre Habilitation erfolgte im Fach Krankenhaushygiene. Von 1998 bis 2006 war sie im Klinikum rechts der Isar der TU München tätig. Von 2006 bis 2016 war sie Chefärztin der Abteilung Krankenhaushygiene an den Kliniken Südostbayern AG der Landkreise Traunstein und
          21Berchtesgadener Land. Seit 2017 betreut sie mehrere Akut-, Fach-und Reha-Kliniken in selbständiger Tätigkeit.

          https://www.docdroid.net/NClmHr3/amtsgericht-weimar-9-f-148-21-eao-beschluss-anonym-2021-04-08-pdf#page=21
          […]
          Dabei wurden fast 10 Millionen (!) Menschen untersucht. Neue symptomatische Fälle wurden nicht gefunden, aber 300 asymptomatische Personen. Unter den engen Kontaktpersonen dieser asymptomatischen Personen (N = 1.174) fand sich kein positiver Fall. Es gab also keinen Hinweis auf asymptomatische Übertragungen, obwohl jeweils nur enge Kontaktpersonen untersucht wurden. Ein systematischer Review mit Metaanalyse über Corona-Übertragungen in Haushalten erschien im Dezember 2020 und ergab erwartungsgemäß eine höhere Übertragungsrate ausgehend von symptomatischen Index-Fällen (18,0%) als ausgehend von asymptomatischen Fällen, bei denen die Übertragungsrate sogar nur 0,7% betrug [22].

          Dieses Ergebnis ist deshalb von besonderem Interesse, weil (allerdings aus unterschiedlichen Gründen) Einigkeit darüber herrscht, dass das Risiko für respiratorische Erregerübertragungen in Innenräumen besonders hoch und außerhalb von Gebäuden, d.h. an der ‚frischen‘ Luft, zu vernachlässigen ist, aber dennoch war die asymptomatische Übertragungsrate in Haushalten äußerst gering, obwohl man dabei auf relativ engem Raum mit zahlreichen direkten (auch via Haut-und Schleimhaut) und indirekten Kontakten zusammenlebt und somit einem Erregerkontakt an sich kaum entgehen kann, wenn ein Mitglied des Haushalts infiziert ist. Wenn also die Erregerübertragung ausgehend von asymptomatischen Personen eine Rolle spielen sollte, müsste sich das gerade bei engen, d.h. nahen Haut-und Schleimhaut-Kontakten in Haushalten (= Innenräume) zeigen. Wie gering dann aber erst das Risiko sein muss, dass eine Erregerübertragung ausgehend von asymptomatischen Personen bei den flüchtigen Kontakten im öffentlichen Raum stattfindet, ist nie untersucht worden. Dennoch müssen trotz dieser Datenlage weiterhin knapp 80 Millionen Menschen in Deutschland bei zahlreichen Gelegenheiten in der Öffentlichkeit, sogar außerhalb von geschlossenen Räumen (und das wird selbst von Aerosol-Physikern für sinnlos gehalten; siehe Teil C.), Masken tragen.

          https://www.docdroid.net/NClmHr3/amtsgericht-weimar-9-f-148-21-eao-beschluss-anonym-2021-04-08-pdf#page=30

          Angesichts dieser geballten Wissenschaft reagierte die Regierung erratisch:

          https://bildung.thueringen.de/aktuell/beschluss-des-familiengerichts-weimar-hat-keine-auswirkungen-fuer-thueringen

          Und dort gibt es eine linke Regierung.
          😉

      • Zu: @gabrielewolff 12. April 2021 um 00:28
        Danke für Ihre klaren Ausarbeitungen – wie immer schon …
        Müsste das Covid-19 – „Krankheitsbild“ nicht eher als „Covid-19 – Phobie“
        bezeichnet werden als Covid-19 – Pandemie?

  3. Mark Smith hatte weiter unten auf dieses Buch aufmerksam gemacht:

    „Schäm dich!: Wie Ideologinnen und Ideologen bestimmen, was gut und böse ist
    Judith Sevinç Basad empört sich – und stemmt sich vehement gegen die sich aufgeklärt wähnende Meinungsmache, gegen Denkverbote und Unschärfen in den Argumenten einer selbsternannten kulturellen Elite. Ist es denn, genau betrachtet, wirklich so, dass die „Privilegierten“ den sozialen Aufstieg von Migrantenkindern verhindern? Kann nur eine Frau wissen, wie man Politik für Frauen macht? Ist „MeToo“ eine durchgängig lautere Bewegung? Ist es im Kampf gegen Rassismus mit der Entmachtung des „alten weißen Mannes“ getan? Tatsächlich wird es fast schon modisch, dass man Andersdenkenden ein „Schäm dich“ zuruft und ihnen damit den Mund verbietet.“

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92264

    Sahra Wagenknecht hat jetzt auch ein Buch geschrieben – und wird von Parteigenossen angegriffen:

    Mal ganz abgesehen von dem Quatsch, daß selbst die separate Reichsbürger-affine Demo (die übrigens vom Verfassungsschutz längst unterwandert sein soll) lediglich einen Sturm auf die Treppe vor dem leeren Reichstag unternahm, der wegen überraschender Polizei-Abwesenheit für Minuten sogar gelang: die Reaktion der Linke ist unterkomplex.

    Gerade habe ich etwas zur Ausblendung der Wirklichkeit durch Propaganda-Medien in den USA geschrieben, insbesondere zum Haß von Schwarzen gegen Weiße und Asiaten

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92288

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92288

    Den gibt es freilich auch in Deutschland – und wer ihn aufgreift, bekommt eine Twitter-Untersuchung:

    Wer Transgender-Lobbies noch für harmlos oder das Thema für akademisch, wie im Fall Thierse, hält, hat die Realität nicht kapiert. Es geht um den Schutz Minderjähriger und deren Eltern vor Lobby-Groups:

    Warum Tucker Carlson Gouverneur Hutchinson danach fragte, ob Firmen wie Walmart auf ihn zugegangen seien mit der Aufforderung, ein Veto gegen das Gesetz einzulegen?

    Da gibt es viel zu lesen über Studien, die belegen, daß „behandelte“ Jugendliche mit Gender Disphoria noch viel mehr suizidal sind als unbehandelte.

    Derlei Berichte von Betroffenen werden auf Social Media gelöscht. Gut, daß wir hier einen first hand-Bericht von der nun größten betroffenen Gruppe haben, nämlich der von der vom femininen Stereotyp abweichenden lesbischen Frauen, die jetzt in 90% aller Fälle durch Transgender Lobbies betroffen sind:

    We Need Balance When It Comes To Gender Dysphoric Kids. I Would Know | Opinion
    Scott Newgent
    On 2/9/21 at 7:30 AM EST

    I am a 48-year-old transgender man. I was thrilled when the medical community told me six years ago that I could change from a woman to a man. I was informed about all the wonderful things that would happen due to medical transition, but all the negatives were glossed over. Since then, I have suffered tremendously, including seven surgeries, a pulmonary embolism, an induced stress heart attack, sepsis, a 17-month recurring infection, 16 rounds of antibiotics, three weeks of daily IV antibiotics, arm reconstructive surgery, lung, heart and bladder damage, insomnia, hallucinations, PTSD, $1 million in medical expenses, and loss of home, car, career and marriage. All this, and yet I cannot sue the surgeon responsible — in part because there is no structured, tested or widely accepted baseline for transgender health care.

    Read that again: There is no structured, tested, or widely accepted baseline for transgender health care. Not for 42-year-olds, and not for the many minors embarking on medical transition in record numbers. It is not transphobic or discriminatory to discuss this — we as a society need to fully understand what we are encouraging our children to do to their bodies.

    Throughout transition, I second-guessed my decisions, but each counseling session and doctor’s appointment amounted to one more push convincing me I could be cured of being born in the wrong body. The truth was that I didn’t fit in as a dominant, aggressive, assertive lesbian. The dream of finally fitting in dangled like a carrot: The idea that I could fit in catapulted me to a time much like adolescence, with its drive for acceptance, inclusive peers and the fantasy of being normal.
    […]

    https://www.newsweek.com/we-need-balance-when-it-comes-gender-dysphoric-kids-i-would-know-opinion-1567277

    Democrats Gesetzgebung hat durchaus negative Auswirkung auf die weibliche Gefängnispopulation:

    https://www.theepochtimes.com/mkt_morningbrief/men-are-coming-255-california-prison-inmates-have-requested-transfer-to-womens-prisons-since-january_3764385.html?utm_source=morningbriefnoe&utm_medium=email&utm_campaign=mb-2021-04-07&mktids=8b4b18521d07eb6d1552a9aa59c9d862&est=bY5uO41HD5pVUnVliR3VbE%2BaLEazfulvgnPigD0oJX%2FX3vFsAvhLyqFb0GmNjmu2YyEOBA%3D%3D

    Ich stimme zu: das ist das wahre PROBLEM:

    Und nicht etwa deutschsprachige Desinformation:

    Keine Pubertätsblocker, Hormonbehandlungen oder Operationen:
    Geschlechtsanpassende Behandlungen von Transjugendlichen in Arkansas werden verboten
    Im amerikanischen Gliedstaat Arkansas wird ein Gesetz beschlossen, dass es Medizinern untersagt, an Minderjährigen Geschlechtsanpassungen vorzunehmen.
    07.04.2021, 07.46 Uhr

    (dpa/Reuters) Trotz dem [sic!] Widerstand des Gouverneurs ist im amerikanischen Gliedstaat Arkansas ein umstrittenes Gesetz beschlossen worden, das geschlechtsangleichende Massnahmen für Transjugendliche verbietet. Das Gesetz untersagt es Ärzten, unter 18-Jährige für die Geschlechtsanpassung mit Hormonen oder Pubertätsblockern zu behandeln oder sie zu operieren.

    Der republikanische Gouverneur Asa Hutchinson hatte am Montag zwar ein Veto gegen die vom Parlament gutgeheissene Gesetzesvorlage eingelegt, wurde am Dienstag jedoch von der Abgeordnetenkammer und dem Senat überstimmt.

    Führende medizinische Vereinigungen des Gliedstaates seien gegen das Gesetz, sagte Hutchinson am Montag. «Die Sorge, die geäussert wird, besteht darin, dass die Verwehrung der besten medizinischen Versorgung für Transjugendliche zu erheblichen Schäden für den jungen Menschen führen könne, von Suizidtendenzen über soziale Isolation bis hin zu erhöhtem Drogenkonsum.» Warnend sagte er auch, dass Jugendliche, die derzeit eine Hormonbehandlung machten, auf den Schwarzmarkt oder in einen anderen Gliedstaat ausweichen müssten, sobald das Gesetz in Kraft trete. Dies soll laut Reuters 90 Tage nach der laufenden Legislatur geschehen. Diese dauert noch bis Ende April.

    Er hätte das Gesetz unterzeichnet, wenn es lediglich geschlechtsanpassende Operationen für Minderjährige verboten hätte, die in Arkansas ohnehin nicht durchgeführt würden, sagte Hutchinson. In der jetzigen Form gehe es aber zu weit, es sei «extrem» und «Produkt des Kulturkampfes in Amerika». Es stehe dem Staat nicht zu, sich in jede medizinische, menschliche und ethische Frage einzumischen.

    Im Gesetzestext ist die Rede davon, Jugendliche sollten vor dem «Experimentieren» bewahrt werden. Zudem heisst es darin, dass nach derzeitigem Stand klinischer Studien die Risiken einer Transition «bei weitem» den Nutzen überwögen. Insbesondere Operationen seien mit «zahlreichen und komplexen» Komplikationen und Risiken verbunden und unwiderruflich.
    Die Befürworter des Gesetzesentwurfes sagen, sie wollten Kinder vor medizinischen Eingriffen schützen, die sie später bereuen würden. Sie werfen den Transgenderbefürwortern auch vor, die Nebenwirkungen von Pubertätsblockern und geschlechtsangleichenden Hormonen zu verharmlosen, und verweisen auf Fälle, in denen Transgenderpersonen ihre Entscheidung zur Umwandlung rückgängig gemacht hätten.

    Das Gesetz öffnet nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters Tür und Tor für Klagen gegen Ärzte von Patienten, die ihre Behandlungen bereuen.
    In 16 weiteren amerikanischen Gliedstaaten wird über ähnliche Gesetze diskutiert. Die Bürgerrechtsorganisation ACLU teilte auf Twitter mit, an einer Klage gegen das Gesetz zu arbeiten.

    https://www.nzz.ch/international/keine-pubertaetsblocker-hormonbehandlungen-oder-operationen-geschlechtsanpassende-behandlungen-von-transjugendlichen-in-arkansas-werden-verboten-ld.1610340

    Upps! Unter diesem Artikel gab es diese NZZ-Kommentare:

    Kommentar
    Immer mehr Mädchen wollen Jungen sein – und Ärzte geben dem Transgender-Trend trotz Risiken nach
    Wer sich einem anderen Geschlecht zugehörig fühlt als dem biologischen, erhielt bisher eine psychiatrische Diagnose. Das soll sich ändern. In Zukunft könnte es einfacher werden, eine Geschlechtsangleichung zu machen. Doch der Transgender-Trend birgt Gefahren.

    Birgit Schmid 05.11.2020

    https://www.nzz.ch/meinung/transgender-diagnosen-nehmen-zu-mit-teils-bedenklichen-folgen-ld.1585147

    Aus Samantha wird Sam – doch das Glück bleibt auch im neuen Körper aus
    Samantha K. hasste ihren weiblichen Körper. Als sie mit der Transgemeinschaft in Kontakt tritt, steht für alle fest: Du bist ein Mann. Heute bereut Sam K. seine Transition. Und kritisiert aktivistische Ärzte.

    Birgit Schmid, Text; Anja Lemcke, Illustration 06.02.2021

    https://www.nzz.ch/gesellschaft/die-frau-die-kein-mann-mehr-sein-will-ein-transmann-bereut-ld.1599401

    • Vielleicht kurz zu diesem Niema Movassat der Wagenknecht kritisiert. Er schreibt ja u.a.:

      „Mein Vater hat in D. als Ingenieur wegen Herkunft keinen Job bekommen, musste als Taxifahrer arbeiten. Das war keine „Marotte“, keine gewählte Opferrolle, sondern #Rassismus!“

      Das ist einfach mal eine Behauptung, ohne irgendwelche Beweise, Belege etc. Das könnte aufgrund von Rassismus der Fall sein, kann aber auch ganz andere Gründe haben. Vielleicht waren seine Sprachfähigkeiten ein Hindernis ev. andere berufsspezifische Gründe, ev. personenspezifische Gründe. Tatsache ist, er hätte sich auch als Ingenieur selbstständig machen können, so hätte er auch nicht als Taxifahrer arbeiten müssen. Also hier scheint mir, dass die Opferrolle nur allzu gerne übernommen wird.

      Zu Transgender:

      • Was für eine traurige Biographie, die von Keira Bell! Aber wenigstens hat ihre Klage Geschichte geschrieben.

        Today, at 24, I’m in my first serious relationship. My partner is very supportive of everything I do, and I am the same for her. She has a large group of female friends who accept me; it’s been very healing. For now, I don’t speak to either of my parents or have a relationship with them.

        I still get taken for male sometimes. I expect that, and I’m not angry about it. I know that I will live with that for the rest of my life. What I am angry about is how my body was changed at such a young age. People want to know if I’m going to have reconstructive surgery of my breasts or do other things to make me look more female. But I haven’t fully processed the surgery I had to remove my breasts. For now, I want to avoid more such surgical procedures.

        When I joined the case, I didn’t realize how big it would become. What has happened since the ruling has been a rollercoaster. Many people have thanked me. I have also been attacked online. If you’re someone who regrets transitioning and decides to speak out about your experiences, you’re considered a bigot. You may be told that you’re trying to take away trans rights, that children know what’s best for themselves and their bodies, and that you’re ruining kids’ lives.

        But I am focused on what is best for distressed young people. A lot of girls are transitioning because they’re in pain, whether it’s from mental-health disorders, or life trauma, or other reasons. I know what it’s like to get caught up in dreaming that transitioning will fix all of this.
        Although sharing my story has been cathartic, I still struggle, and have yet to receive appropriate therapy. As I go on with my life, I plan to continue to be an activist on behalf of this cause. I want the message of cases like mine to help protect other kids from taking a mistaken path. This year, I helped create the first Detrans Awareness Day, on March 12. I hope that, in years to come, this day can be a beacon to empower others.

        I do not believe in rigid gender expression. People should be comfortable and feel accepted if they explore different ways of presenting themselves. As I said in my statement after the ruling, this means stopping the homophobia, the misogyny, and the bullying of those who are different.
        I also call on professionals and clinicians to create better mental health services and models to help those dealing with gender dysphoria. I do not want any other young person who is distressed, confused, and lonely as I was to be driven to conclude transition is the only possible answer.
        I was an unhappy girl who needed help. Instead, I was treated like an experiment.
        Keira Bell is a British activist.

        https://www.persuasion.community/p/keira-bell-my-story

        In dem Stück wird auf Online-Attacken hingewiesen und dabei zu diesem Thread verlinkt:

        Was den Ingenieur/Taxifahrer-Plot angeht: die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse kann sehr langwierig sein und manchmal aussichtslos.
        Und auch Sahra Wagenknecht kriegt es mit der Cancel Culture zu tun:

        [Thread]

        […]

        Leider wurde die Wagenknecht-Definition von „rechts“ weggelassen.
        […]

        Noch so ein paar Splitter aus dem wundersamen Land von PC und Gendergaga:

        NZZ 6.4.2021:

        Streitfall Sprache: Die Freie Universität in Berlin hat in einem jüngsten Forschungsprojekt Naziopfer zu «J_üdinnen» gemacht. Es sei eine Frage des Respekts, jeden so anzusprechen, wie er angesprochen werden wolle, schreibt der Historiker Julien Reitzenstein, dies dürfe aber nicht ideologisiert werden: Bei Opfern der NS-Gewaltherrschaft zu gendern, sei geradezu zynisch. Zum Essay

        Ulf Poschardt

        @ulfposh

        ·
        1 Std.
        endlich!
        Tweet zitieren

        stern
        @sternde
        · 1 Std.
        Entgendern nach Phettberg: Ärzty statt Ärzt*innen: Sprachforscher schlägt Gendern mit y vor https://stern.de/panorama/gesel
        https://twitter.com/ulfposh/status/1379801526852595716

        Letzteres gehört zu den eher humoristischen Orchideen; ich befürchte aber, daß das ernstgemeint ist. 😉

        • Zu diesem Max Becker und seiner Kritik an Wagenknecht!

          Ich denke, DIE LINKE spricht insbesondere auch die urbane, kosmopolitische Akademikerklasse an, aber eine Akademikerklasse, die beruflich nix auf die Reihe bringt und somit von Transferzahlungen des Staates angewiesen ist, also tendenziell. Hat vor allem damit zu tun, dass wir vermutlich in den Geistes-, Sozial- und Kulturwissenschaften einen Akademikerüberschuss haben und diese nun vor allem Revolution spielen möchten, wenn es beruflich schon nicht klappt. 🙂

        • Blöderweise klappt es bei Journalisten beruflich, und die tun ja nichts anderes als die woke Akademiker-Klasse: sie verzerren den Blick auf die Welt und ergreifen Partei.

          Aus aktuellem Anlaß einer der besten wahren Witze von Prinz Philip:

          Nun haben hundert Ehemalige aus den Sicherheitsdiensten und anderen Dienststellen in einem Offenen Brief den Kongreß dazu aufgefordert, Trump-Anhänger zu verfolgen – mit der ja schon längst erfülten Forderungen, ein Komitee möge die furchtbare Gefahr des domestic terror restlos „aufklären“ – ein sehr erschreckendes Pamphlet mit vielen bekannten Unterzeichnern, Clapper eingeschlossen:

          The Deep State Just Made Its “Declaration of War” Against MAGA Official
          April 8, 2021 (22h ago)

          The Deep State just sent a declaration of war to American Patriots. This time, at least, they had the courtesy to all sign it.
          On Wednesday afternoon, a collection of more than one hundred former government officials published an open letter to Congress demanding an “independent and bipartisan national commission” to “investigate” the January 6 disturbance at the U.S. Capitol.
          https://nationalsecurityofficials.medium.com/letter-from-former-senior-national-security-military-and-elected-officials-calling-on-congress-1ab552ad3fa1

          „Dear Members of Congress,

          We are former senior national security, military, and elected officials who have represented or served Democrats, Republicans, or administrations of both parties. We write to encourage this Congress to establish an independent and bipartisan national commission to investigate the January 6th assault of the U.S. Capitol Complex and its direct causes, and to make recommendations to prevent future assaults and strengthen the resilience of our democratic institutions.

          We also write to you with great urgency in light of what we collectively see as an exigent and growing threat. The events of January 6th exposed severe vulnerabilities in the nation’s preparedness for preventing and responding to domestic terrorist attacks. The immediate security failings that permitted a lethal breach of the Capitol Complex by armed extremists raise serious questions and demand immediate solutions.

          But January 6th was also the result of complex national security threats. These include coordinated disinformation campaigns, nontransparent financing of extremist networks, potential foreign influences, and white supremacist violent extremism, which the Department of Homeland Security identified in an October 2020 report as among “the most persistent and lethal threat[s] in the Homeland.” As FBI Director Christopher Wray testified to you recently, “January 6th was not an isolated event. The problem of domestic terrorism has been metastasizing across the country for a long time now and it’s not going away anytime soon.” Understanding how these forces culminated in an attack on the infrastructure of our democracy is critical to preventing future attacks.
          […]

          https://www.revolver.news/2021/04/the-deep-state-just-made-its-declaration-of-war-against-maga-official/

          Die diversen Unterzeichner konnten derlei Lügen nur deshalb halbwegs unbeschadet verbreiten, weil die Presse dieselben Lügen via Leaks aus den Geheimdiensten und dem Biden-DOJ schon seit Monaten verbreitet hatten; jetzt sind sie aufgeflogen:

          Die Repression in den USA nimmt jedenfalls zu:

          CNN zweifelt noch immer die allseits bestätigte, von Twitter im Wahlkampf versenkte NYPost-Story von Hunter Bidens Laptop, der sich längst beim FBI befindet, an:

          Was soll man tun angesichts dieser Realitätsverweigerung? Einen Witz machen wie Prinz Philip? 😉

          Zur andauernden Falschberichterstattung der Mainstreammedien zum George Floyd-Verfahren:

          RA Barnes erinnert daran:

          Die WaPo versteift sich weiter darauf, was die parteiischen Zeugen der parteiischen Staatsanwaltschaft (so geht das typische adversary system im US-Prozeß nun mal) in der direkten Einvernahme durch die Staatsanwaltschaft so sagen (und noch sind wir in der Phase, in der allein die Staatsanwaltschaft „ihren“ Fall präsentiert):

          9.4.2021 WaPo

          blockquote>At Chauvin trial, pathologist testifies that Floyd’s death was ‘due to the activities of the law enforcement officers’
          Live updates ● By Timothy Bella and Abigail Hauslohner ● Read more »

          Es würde auch sehr verwundern, wenn die Zeugen der Staatsanwaltschaft auf deren Befragung hin etwas anderes bekunden würden.

          Ich darf auf den Experten-Blog verweisen:

          https://legalinsurrection.com/2021/04/live-chauvin-trial-day-9-states-evidence-begins-to-align-with-the-defense-narrative-of-innocence/
          https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92287
          [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92287

          Das Kreuzverhör durch den Verteidiger entlockte den Experten der Staatsanwaltschaft jedenfalls diese Aussagen:

          Der Anwalt Chamberlain hält fest:

          Und hier hat der sehr erfahrene Anwalt Nelson einem Zeugen der Staatsanwaltschaft, wie von legalinsurrection prophezeit, dieses Statement entlockt:

          Was für ein Feuerwerk er entzünden wird, wenn er „seine“ Experten ins Rennen schickt, und das werden keine erstmals als Experten aussagende herumschwimmende „Experten“ wie der von der Staatsanwaltschaft präsentierte sein (s.o.), sondern tatsächliche.

          Sehen wir uns die Grenzkrise an:

          Tucker Carlson reagiert:

          Die Democrats sagen seit Jahren, daß die Reps in wenigen Jahren durch die Demographie besiegt werden – was natürlich albern ist, wie der Zulauf zu Trump in 2020 durch Minderheiten belegt. Die „Minderheiten“ sind schon längst kein Stimmvieh für Democrats mehr.

          Aber die Cancel Culture kennt kein Pardon:

          Wie wahr: offenbar hat Selenski innenpolitische Probleme, und so spannte er die Westpresse ein: ein paar getötete ukrainische Soldaten unter Verschweigen von deren Angriffen auf das Separatistengebiet ist schließlich ein probates Mittel: schließlich hat das Separatistengebiet keine Presse:

          Osteuropa
          EU besorgt über russische Truppenbewegungen nahe der Ukraine
          Der Außenbeauftragte Josep Borrell sichert der Ukraine im Konflikt mit Russland die Hilfe der EU zu. Die Regierung in Kiew beklagt den Aufmarsch Tausender Soldaten.
          5. April 2021, 2:33 Uhr

          […]

          https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-04/europaeische-union-ukraine-russland-truppenbewegungen

          Jetzt sind wir schon auf diesem journalistischen Level angelangt:

          9.4.2021 07:31 Uhr
          Kriegsgefahr in der Ukraine
          So könnte der Westen Putin stoppen

          Putin testet den Westen mit Drohgebärden. Vereint können Europa und die USA ihn von seinen Plänen abhalten: mit entschiedenen Maßnahmen. Ein Kommentar.
          Christoph von Marschall

          Corona dominiert die Gedanken und Gefühle. Das ist verständlich. Aber stumpft die Dauerbeschäftigung die Gemüter so sehr ab, dass nicht einmal Kriegsgefahr in Europa die deutsche Politik aus dieser Gefangenschaft ihres Bewusstseins befreien kann?

          Das testet Wladimir Putin gerade. 2000 Kilometer östlich von Berlin lässt er Truppen aufmarschieren und legt in der Propaganda die gleichen Platten auf wie vor den Angriffen auf die Krim und die Ostukraine: Russische Landsleute seien dort bedroht; er werde ihre Rechte verteidigen.

          Kaum jemanden in Berlin scheint das zu bewegen. Die Regierung und ihre Außenpolitiker sagen, sie seien alarmiert. Aber sie tun nichts, was ihren Bürgerinnern und Bürgern oder einem Putin das Gefühl geben könnte, dass sie wirklich alarmiert sind und die Eskalation ernst nehmen.
          Das ist das eigentliche Problem.

          Niemand kennt Putins Absichten genau

          Aus der Ferne lässt sich nicht mit Sicherheit sagen, was Putin beabsichtigt. Will er die Ablenkung durch Corona nutzen, um die Großstadt Mariupol und einen Landkorridor zur Krim zu erobern und so die Wasserversorgung der besetzten Halbinsel zu sichern? 2014 hatten ihn internationale Proteste und Sanktionen gezwungen, diese strategischen Geländegewinne abzubrechen.

          Oder möchte er die Reaktion des neuen US-Präsidenten Joe Biden testen? Eventuell geht es ihm auch nur um eine innenpolitische Machtdemonstration im Wahljahr.

          Die Devise des Kreml: Mal sehen, was geht

          Womöglich hat Putin selbst noch nicht entschieden, was sein nächster Zug ist. Er hält sich alle Optionen offen. Seit Jahren handelt er nach der Devise: Mal sehen, was geht.

          Auf eines darf man deshalb bauen. Was er am Ende tut, hängt auch davon ab, wie Deutschland, Europa und die USA reagieren. Oder eben nicht. Er kalkuliert Kosten, Nutzen und Risiken seines Vorgehens.
          […]

          https://www.tagesspiegel.de/politik/kriegsgefahr-in-der-ukraine-so-koennte-der-westen-putin-stoppen/27079660.html

          So tönt es allerorts. Jetzt hat Biden zwei Kriegsschiffe ins schwarze Meer entsandt, weil Putin das für sein legitimes Manöver auch tut.

          Vielleicht sollte ich aus dem Revolver-Artikel diese Porträts der Unterzeichner hervorheben:

          Michael McFaul
          was Barack Obama’s ambassador to Russia, who in the last five years has reinvented himself as one of the leading advocates for “color revolutions,” or as McFaul prefers to label them, “democratic breakthroughs.”
          Besides literally writing the book on such revolutions, McFaul spent years trying to foment a “democratic breakthrough” here in the U.S. Not always the brightest bulb, McFaul was shockingly blunt about what he was trying to do. In September 2020, he tweeted (and then deleted) the following:

          Now, having executed his color revolution in America, McFaul wants an ideological crackdown to make sure the new regime cannot ever be challenged, externally or internally.
          […]
          Alexander Vindman is the Ukraine-born defense official who decided that he, not the elected U.S. president, had the right to set America’s foreign policy toward his home country. Vindman, who was three times offered the post of Ukrainian defense minister, went rogue after deciding his policy for Ukraine was better than President Trump’s.

          After President Trump requested an investigation into Hunter Biden’s corruption, Vindman violated Article 88 of the Code of Military Justice, deciding that he, not the Commander in Chief, got to dictate American foreign policy. Vindman more or less admitted this in his own 2019 impeachment testimony:

          „I was concerned by the call. I did not think it was proper to demand that a foreign government investigate a U.S. citizen, and I was worried about the implications for the U.S. government’s support of Ukraine. I realized that if Ukraine pursued an investigation into the Bidens and Burisma, it would likely be interpreted as a partisan play which would undoubtedly result in Ukraine losing the bipartisan support it has thus far maintained. This would all undermine U.S. national security.“ [NPR]

          Byron York’s 2020 book „Obsession“ reveals that Vindman himself was the one who got the impeachment ball rolling by encouraging Eric Ciaramella’s politically-motivated “whistleblower” report to Congress. Vindman’s stunt did far more to undermine America’s democratic government than anything that happened January 6, but he’ll never face real consequences for it, because his rebellion was on behalf of the status quo rather than against it.

          Es ist eine Schande, daß man eine chinesische Quelle konsultieren muß, um die russische Position zu eruieren:

          WORLD / EUROPE
          Russia urges Ukraine, NATO to stop military preparations amid Donbas tensions
          By Xinhua Published: Apr 08, 2021 09:31 AM

          The Russian Foreign Ministry on Wednesday called on Kiev and the North Atlantic Treaty Organization (NATO) to stop military preparations and other actions that could escalate tensions in eastern Ukraine.

          „We support a settlement of the conflict in Donbas exclusively by peaceful means,“ the ministry’s spokesperson Maria Zakharova said in a statement.

          Russia has noticed a disinformation campaign by Ukraine and some Western countries, which are trying to accuse Russia of intensifying the conflict in Donbas and on the Russian-Ukrainian border, she said.

          „We view the disinformation and propaganda campaign as means to divert attention from Kiev’s own military build-ups in Donbas, its sabotage of the Minsk agreements (on Donbas settlement) and increased military activities of NATO countries in Ukraine,“ Zakharova said.

          According to her, Kiev continues to send new forces and weapons to the contact line in Donbas and violate the ceasefire with the insurgents there, while some NATO countries have boosted military activities on the territory of Ukraine and in the Black Sea close to the Russian borders.

          In 2021, Ukraine plans to conduct seven joint exercises on its territory with various NATO countries, the diplomat noted.

          She added that the NATO continues financial and logistical support for the Ukrainian armed forces, the supply of lethal weapons, and the training of Ukrainian military personnel.

          All this does not contribute to the security in the region or the settlement of the conflict in Donbas, but causes Russia’s serious concerns, the spokesperson said.

          https://www.globaltimes.cn/page/202104/1220517.shtml

          Jenseits ihrer üblichen NATO-Propaganda hatte die ZEIT die Größe, diesen Seipel-Artikel zuzulassen – natürlich nur für die Printleser und die paar online-Abonnenten – ich gehöre zu beiden:

          Dieser Text beruht auf Auszügen des Buchs von Hubert Seipel: Putins Macht. Warum Europa Russland braucht, Hoffmann & Campe, Hamburg 2021

          Russland und Deutschland
          Der lange Abschied
          Die russisch-deutschen Beziehungen sind eingefroren. Wie konnte es dazu kommen? 
          Von Hubert Seipel
          30. März 2021, 16:58 Uhr Editiert am 5. April 2021, 7:16 Uhr DIE ZEIT Nr. 14/2021, 31. März 2021

          Seit dem Anschlag auf Alexej Nawalny haben die deutsch-russischen Beziehungen einen neuen Tiefpunkt erreicht. In den folgenden Wochen herrschte Funkstille zwischen dem Kanzleramt und dem Kreml. Merkels demonstrativen Besuch am Krankenbett des Oppositionspolitikers in Berlin deutet Wladimir Putin in Moskau als weiteren unfreundlichen Akt der Kanzlerin, auch wenn der deutsche Regierungssprecher anschließend betont, es habe sich nur um einen privaten Besuch gehandelt – als wäre Nawalny ein alter Bekannter der Kanzlerin. Putin registriert auch, dass die CDU-Politikerin die belarussische Oppositionsführerin Swetlana Tichanowskaja mit Honneurs im Kanzleramt empfängt, während er einem wenig einsichtigen Präsidenten Lukaschenko erklären muss, dass dessen neue Amtszeit kürzer sein wird, als es sich dieser vorstellt.

          Angela Merkel wird Wladimir Putin in den nächsten Wochen nicht anrufen, und Putin wird gleichfalls keinen Kontakt suchen. In einem Telefongespräch mit dem damaligen italienischen Ministerpräsidenten Giuseppe Conte verwahrt er sich gegen „unbegründete Anklagen“ und setzt auf „unvoreingenommene Untersuchungen aller Umstände“ in Sachen Nawalny. Gleichzeitig macht er noch einmal klar, dass sich der Westen aus dem Konflikt in Belarus heraushalten soll.

          Merkels PR-Manöver hat Wladimir Putin nicht nur überrascht, es hat ihn persönlich getroffen, auch wenn er in den internen Diskussionen der folgenden Wochen im Kreml sinngemäß sagt, es sei von der Kanzlerin nichts anderes zu erwarten gewesen. Schließlich hatte er die Erlaubnis gegeben, Nawalny von Omsk nach Berlin zu fliegen – natürlich in der Hoffnung, die deutsche Kanzlerin werde ihm zumindest politischen Kredit dafür einräumen, dass die Deutschen für sich reklamieren könnten, sie hätten dem Oppositionspolitiker das Leben gerettet.

          Die Diskussionen innerhalb des Kremls werden schärfer. Vorwürfe werden laut, man habe viel zu lange auf Deutschland gesetzt – ausgehend von der Vorstellung, die russische Zustimmung zur deutschen Wiedervereinigung sei der Auftakt zu einer historischen Versöhnung mit den Deutschen, die einst Millionen von Menschen in der Sowjetunion umbrachten. Diese Vorstellung, so die politischen Berater, habe sich als eine Fehleinschätzung erwiesen und biete offensichtlich keine Basis für eine langfristige Kooperation der beiden Staaten. Der Fall Nawalny sei nur ein weiterer Beleg dafür. Auch in der Ukraine-Krise sei Merkel alles andere als hilfreich gewesen. Im Übrigen sei die deutsche Kanzlerin Geschichte und ein Auslaufmodell.
          […]

          Der Fall Nawalny hat sich zu einem Informationskrieg ausgewachsen. Lawrow telefoniert in diesen Wochen regelmäßig mit dem deutschen Kollegen Heiko Maas. Die Tonlage hat sich verschärft. Moskau verlangt von Berlin, auf dem Laufenden gehalten zu werden, doch Deutschland lehnt ab, argumentiert, Russland habe alle notwendigen Angaben für eigene Ermittlungen.

          Der Außenminister ist aufgebracht. „Berlin sagt uns, dass es keine bilaterale, sondern eine internationale Angelegenheit ist, weshalb wir uns an die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) wenden sollen, sie haben angeblich alles dorthin übergeben. Wir haben uns an die OPCW gewandt. Doch sie können uns ihre Einschätzungen auch nicht mitteilen, weil sie von Deutschland um Vertraulichkeit gebeten wurden. Dort sagt man uns, dass wir uns an Deutschland wenden sollen. Berlin schickt uns nach Den Haag, und Den Haag schickt uns nach Berlin.“

          „Wer einen Streit beginnt, der sollte wissen, wie er ihn beenden kann“

          Der Chefdiplomat lässt an diesem Nachmittag seinem Unmut freien Lauf. „Das Streben, Russland zu dämonisieren, verschwindet nicht“, beschreibt der russische Außenminister die Erfahrungen der vergangenen Tage. Der Fall Nawalny ist für Lawrow ein weiterer Beleg dafür, dass die EU offenbar geprägt ist von der Zwangsvorstellung, das größte Land der Erde sei „ein Ungeheuer“. Bestenfalls ein „unerträgliches Kind“ am Rand der europäischen Gesellschaft, unkultiviert und unkontrollierbar.

          Der russische Außenminister hat gerade einen Besuch in Berlin abgesagt, weil der deutsche Kollege das Besuchsprogramm kurzfristig verändert hatte. Der Termin stand seit Langem fest. Ursprünglich wollten Maas und Lawrow mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung des „Deutsch-Russischen Jahres der Hochschulkooperation“ die gute Zusammenarbeit beider Länder würdigen. Er habe leider andere wichtige Termine und könne deswegen bei der Zeremonie in der deutschen Hauptstadt nicht dabei sein, ließ Maas dem russischen Kollegen mitteilen.
          […]
          In letzter Zeit kann man ihn zuweilen auch niedergeschlagen erleben angesichts der Ostpolitik des Westens, die so oft von Unwissen geprägt ist. Lawrow hingegen kennt die politischen Verhältnisse im Westen besser als so mancher der westlichen Kollegen selbst.
          […]
          Dem russischen Außenminister kommen an diesem spätsommerlichen Septembertag in Moskau während unseres Gesprächs trübe Gedanken. „Dass business as usual prinzipiell nicht möglich ist, das haben schon alle seit Langem verstanden“, zieht Sergej Wiktorowitsch Lawrow in einem kurzen Anfall von Resignation ein Resümee, bevor er sich zum Abschied wieder aufrafft und die Grundsatzfrage formuliert, die nicht nur ihn und Wladimir Putin in der russischen Politik derzeit umtreibt: „Wir wollen herausfinden, ob überhaupt noch irgendein ‚Business‘ zwischen uns und Europa möglich ist oder nicht. Ein Miteinander ohne den westlichen Überlegenheitskomplex. Darum geht es.“ Er wird diese Formulierung zwei Wochen später auf der Waldai-Konferenz, wo russische Regierungsvertreter alljährlich mit internationalen Wissenschaftlern, Journalisten und Politikern zusammentreffen, noch einmal wiederholen.
          […]
          Angela Merkel hatte in der Vergangenheit stets darauf geachtet, dass Gesprächskanäle offen blieben und dass – trotz verhängter Sanktionen – Geschäfte möglich waren. Diesmal kommt es anders. Im Herbst 2020 gibt es keinen Kontakt mehr.
          „Wer einen Streit beginnt, der sollte wissen, wie er ihn beenden kann. Dieser Grundsatz geht im Fall Nawalny immer mehr verloren. Stattdessen überbieten sich fast alle mit Forderungen nach Strafen gegen die Regierung Putin“, beschreibt die Frankfurter Rundschau in diesen Tagen die Situation in Berlin.

          „Russland und der Westen sind füreinander nicht mehr wichtig“

          So sieht es auch der russische Präsident. Doch er hält sich an seine Strategie und nimmt zu Nawalny öffentlich nicht Stellung. Er hat auch nicht versucht, mit Angela Merkel inoffiziell in Kontakt zu treten. Sein außenpolitischer Berater, Juri Uschakow, greift nicht zum Telefonhörer, um in Berlin Jan Hecker, den außenpolitischen Adlatus der Kanzlerin, zu kontaktieren. Dass es die deutsche Kanzlerin selbst und nicht einfach nur der Regierungssprecher war, die verkündete, Nawalny sei zweifelsfrei mit Nowitschok vergiftet worden und Moskau habe sich gefälligst an der Aufklärung zu beteiligen, darin sieht Wladimir Putin nicht nur eine gezielte Attacke gegen Russland, sondern gegen sich selbst.

          Als der russische Oppositionelle nach vier Wochen in offenkundig gutem Gesundheitszustand aus der Klinik entlassen wird und erzählt, dass ihn die Kanzlerin in der Klinik besucht und mit ihm sozusagen von Politiker zu Politikerin über die Probleme Russlands gesprochen habe, wird Merkel klar, dass sie weitere Eskalationen verhindern muss. Sie nutzt den Termin eines deutschen Managers im Kanzleramt, um eine Botschaft an den russischen Präsidenten zu übermitteln. Der Geschäftsmann, der Wladimir Putin sehr gut kennt, solle dem russischen Präsidenten bei seinem anstehenden Besuch in Moskau ausrichten, sie, Merkel, sei an einer gesichtswahrenden Lösung interessiert und bitte um ein Zeichen.

          Wladimir Putin schickt einige Tage später, am 3. Oktober 2020, eine Grußbotschaft an die Kanzlerin, in der er offiziell zum Tag der Deutschen Einheit gratuliert. In dem Glückwunschtelegramm findet sich auch in einem weiteren Satz das von Merkel erbetene Signal. Russland sei bereit, neben internationalen aktuelle Themen zwischen beiden Ländern zu besprechen. Es ist Angela Merkels Job, nun den nächsten Schritt zu machen.
          Der Streit zwischen der deutschen Kanzlerin und dem russischen Präsidenten markiert das Ende einer Ära.
          […]
          Als Putin im Dezember 2020 gefragt wird, ob er Merkel, deren Abgang von der politischen Bühne ja unmittelbar bevorstehe, vermissen werde, ist die Antwort ebenso lakonisch wie pragmatisch. „Im Moment ist sie ja noch da“, stellt er fest, deswegen sei es „völlig unangemessen, zum jetzigen Zeitpunkt irgendwelche Kommentare abzugeben“. Es ist Putins Art, die politische Insolvenz abzuwickeln. Und er fügt hinzu: „Ich sehe ziemlich klar, was derzeit in Deutschland passiert und was in der nahen Zukunft noch alles passieren kann.“

          https://www.zeit.de/2021/14/russland-deutschland-beziehung-politik-angela-merkel-wladimir-putin/komplettansicht

          Das ist leider wahr. Daß Merkel an dieser CIA-Nawalny-Story aktiv mitwirkte, ist desillusionierend. Daß sie sich dabei auf die Presse verlassen konnte, noch viel mehr.

        • Bidens Politik (falls es Bidens Politik ist) ist ein einziges Desaster.

          ‚The Five‘ react to ‚disturbing‘ video of abandoned migrant child
          Vice President Kamala Harris still has no plans to visit the border; ‚The Five‘ weighs in. #FoxNews

          GOP REP at the BORDER: ‘It’s Not a Crisis, It’s a Disaster, This is Out of Control’
          posted by Hannity Staff – 4.09.21
          […]

          […]

          Arizona Attorney General Mark Brnovich confirmed this week that Vice President Kamala Harris has failed to respond to his official invitation to tour the humanitarian crisis taking place along the US-Mexico border.
          “I guess if you were a philosopher you would say no response is a very loud response because we’ve not received any response,” Brnovich told Fox Business’ Dagen McDowell.
          Vice President Kamala Harris was appointed by Joe Biden to oversee the administration’s handling of the border crisis more than 16 days ago but has so-far failed to deliver any major address on the issue.
          […]

          https://hannity.com/media-room/gop-rep-at-the-border-its-not-a-crisis-its-a-disaster-this-is-out-of-control/

          BLM, reich mit Geldern versehen von den Democrats und George Soros, verspielen gerade ihr Image:

          Aber das Drohpotential dieser Organisation ist real:

          Einen wirklich nur kleinen Vorgeschmack gibt es hier:

          CHAOS Erupts as BLM Group Storms Iowa State Capitol Building, Mainstream Media Silent
          April 8, 2021
          by Kyle Becker

          On Thursday, BLM activists took over the Iowa State Capitol Building. If you didn’t hear about it in the national media that is because it wasn’t widely reported.
          The Des Moines Black Liberation Movement Collective was at the forefront of the protest. The protesters were in the Capitol building demonstrating against “racist and dangerous” bills, We Are Iowa reported.

          The demonstration erupted into chaos when officers arrested an 18-year-old protester for allegedly assaulting a police officer. (Warning: There is a lot of profanity in the following video as protesters harrassed the police officers.)

          The Des Moines Register reported that the proposed legislation would increase immunity for police and increase penalties for some protest-related offenses. Both publications confirmed the event happened on April 8th.

          In addition, the group demanded “justice” for Philandro Castile, a 32-year-old man who was shot and killed in Minnesota in 2016. Despite dashcam video, the arresting officer Jeronimo Yanez was acquitted of manslaughter in 2017. The activists also called for justice for other BLM icons, such as Eric Garner and George Floyd, shouting, “I can’t breathe!”
          […]

          The Antifa & BLM fueled riots in 140 cities following Floyd’s death led to at least $2 billion in damages, at least nine people killed, and hundreds of arrests in 21 states. [Worüber die Mainstream-Medien nicht bis kaum berichteten.]

          There was even a BLM-led riot at the nation’s capitol that went on for weeks in June 2020. Dozens of police officers and secret service agents were injured, as reported by CNN:

          „The officers and agents were injured when protesters threw “projectiles such as bricks, rocks, bottles, fireworks and other items,” according to the statement. “Personnel were also directly physically assaulted as they were kicked, punched and exposed to bodily fluids.”

          In terms of scale and cost, the BLM riots were objectively worse than the Capitol riots. While over 600 suspects were charged in BLM riots, most of them summarily let go, a little over 200 suspects were charged in the Capitol riots.

          The storming of the Iowa State Capitol Building by BLM activists is a foreboding development amid a Derek Chauvin trial that is not going the prosecution’s way. Chauvin is charged with second-degree murder, third-degree murder and second-degree manslaughter — and there are now reasons to believe that the officer could be acquitted.

          Before the defense has even had a chance to call its own witnesses, the prosecution’s expert witness on use of force was so useful in causing doubt that Chauvin used a forbidden police restraint on Floyd that he will be called back by the defense.

          Furthermore, there is the matter of the medical examiner’s report, which showed no evidence of physical trauma causing Floyd’s death.

          Such a report leads to the reasonable inference that drugs killed George Floyd and not Chauvin’s restraint. It was reported in June 2020 that George Floyd’s medical examiner report revealed numerous health problems that pre-existed before his incident with police.
          “A full autopsy report on George Floyd, the man who died after being restrained by Minneapolis police last month, reveals that he was positive for SARS-CoV-2, the virus that causes COVID-19,” NPR reported. “The 20-page report also indicates that Floyd had fentanyl and methamphetamine in his system at the time of his death, although the drugs are not listed as the cause.”
          If Derek Chauvin is acquitted, and the surprising weakness of the prosecution’s case suggests that is a strong possibility, then what America saw from the 2020 riots will be child’s play.

          https://beckernews.com/2-breaking-blm-is-storming-state-capitol-building-mainstream-media-silent-38411/

          Eine verantwortungsvolle Presse würde dem Publikum die Möglichkeit vor’s Age stellen, daß es aus guten Gründen zum Freispruch kommen kann – aber die Komplizenschaft von Presse zu den Democrats und deren Komplizenschaft zu BLM/Antifa, die quasi ihre Straßentruppen sind, verhindern das:

          Biden steht unter dem Druck des linken Flügels, weshalb er aktivistisch was für Gun Control unternimmt:

          Da hat schon sein Vorgänger Schiffbruch erlitten, als er per executive order die „bump stocks“ verbot, die die Feuerkraft einer halbautomatischen Waffe erhöhen. Der Supreme Court hob sie auf, weil eine solche Maßnahme nur gesetzlich geregelt werden könne.

          Aber er hat natürlich mehr vor:

          Das ist natürlich eine suizidale Politik, braucht er doch für den größten Schuldenhaushalt aller Zeiten die Zustimmung von Republikanern im Senat.

          Und was das soll, weiß wirklich niemand:

          Biden’s ATF Pick Mocked Americans As Zombie Preppers For Buying Guns During Government Lockdowns
          April 9, 2021 By Tristan Justice

          President Joe Biden’s nominee to lead the Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms, and Explosives (ATF) made fun of first-time gun owners who bought up weapons during mass government lockdowns as cartoon doomsday preppers.

          During an interview with Cheddar in April last year, gun control activist David Chipman, who was nominated Thursday to the executive post at ATF, said those purchasing firearms put “themselves and their families and danger.” Chipman also compared them to Joe Exotic, the Oklahoma zookeeper profiled on Netflix’s “Tiger King.”
          “Most of the new buyers who went out to the gun store and bought a gun have no training whatsoever,” Chipman said. “In their mind they might be competent, they might think they’re die-hard and ready to go, but unfortunately they’re more like Tiger King.”
          Chipman’s recommendation as a longtime government bureaucrat who served 25 years at ATF was for new gun owners to “secure that gun locked and unloaded and hide it behind the cans of tuna and beef jerky that you’ve stored in the cabinet, and only bring that out if the zombies start to appear.”

          The administration’s latest nominee to the bureau tasked with enforcing the nation’s gun laws comes with a long resume of aggressive activism for stricter restrictions on Americans’ Second Amendment rights. After two and a half decades in the ATF, Chipman worked as an adviser to the anti-gun group launched by former Arizona Democratic Rep. Gabrielle Giffords after she was shot in a 2011 Tucson shooting.
          After the news broke of Chipman’s impending nomination on Wednesday, Chipman took cues from past nominees in the Biden administration and locked his Twitter account to prevent anyone from searching his prior posts.

          […]

          Wie kann man einen solchen Aktivisten als Behördenchef vorschlagen? Sind seine Berater noch bei Verstand?

          Es nützt ja auch nichts, die linke Basis ist maßlos in ihren Forderungen:

          Und was nicht geht, geht nun mal nicht:

          Er hat aber schon einmal eine Kommission für Weiterungen bestellt:

          FLASHBACK: Biden Misled American People on Court-Packing Many Times During the 2020 Campaign
          April 9, 2021
          by Kyle Becker

          Future president Joe Biden misled the American people and deflected numerous times on the campaign trail about packing the U.S. Supreme Court with radical justices.

          On Friday, however, the White House issued an executive order to form a commission in a first step towards potentially packing the Supreme Court.
          https://www.whitehouse.gov/briefing-room/presidential-actions/2021/04/09/executive-order-on-the-establishment-of-the-presidential-commission-on-the-supreme-court-of-the-united-states/

          Biden’s track record of opposing court-packing, a partisan practice that was widely rebuked under the Roosevelt administration, runs directly contrary to even exploring the measure.
          […]

          https://beckernews.com/flashback-biden-misled-american-people-on-court-packing-many-times-during-the-2020-campaign-38431/

          Es folgen die vielen Aussagen Bidens, wonach er nicht vorhabe, den Supreme Court zu erweitern und mit Democrats-Richtern aufzustocken, bis es eine solide Democrats Mehrheit gibt: sozusagen eine „polnische Wirtschaft“.

          Das ehemalige Nachrichten-Magazin „Der SPIEGEL“ fährt heute eine politische Kampagne gegen Laschet:

          Aber noch schlimmer ist natürlich die Propaganda für den „Superman“ Joe Biden: ob da auch die Erhöhung des Verteidigungsbudgets gegenüber den Trump-Budget erwähnt wird? Und überhaupt der explizite „divisive“-Kurs seiner Handler wenigstens gestreift wird?

  4. Ich komme auf die Falschberichterstattung zu dem Chauvin-Verfahren wegen Totschlags zum Nachteil George Floyd in Minneapolis zurück:

    https://jonathanturley.org/2021/04/05/prosecutors-ask-jurors-to-dismiss-george-floyd-autopsy-findings/
    […]

    https://legalinsurrection.com/2021/04/210405-li-show-chauvin-trial-day-5-wrap-up-chief-says-neck-restraint-not-trained-but-does-it-matter-not-trained-doesnt-mean-wrongful-and-even-wrongful-doesnt-mean-cause-of-death/

    „Die hier angeriffenene Falschberichterstattung der MSM ist umso gefährlicher, als es seit den schlimmen Ausschreitungen in Minneapolis dort bereits eine „autonome Zone“ gibt, in die die Polizei keinen Zutritt hat. Und von dort gibt es Drohungen, daß die damaligen Ausschreitungen um ein Vielfaches überschritten werden würden, sollte Chauvin nicht verurteilt werden. Es ist überhaupt ein Unding, daß der Fall in Minnealopis verhandelt wird: jeder Juror muß Angst haben, sofern er nicht dem gewalttätigen Mob entsprechend urteilt. Denn kein Juror kann sicher sein, nicht ausfindig gemacht zu werden.“
    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92268

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92268

    Hierzu hatte Angelika Roll u.a. geschrieben:

    „Wie die Democrats-Medien über den Prozeß berichten, kann man nur ahnen.“

    „Außer natürlich man verfolgt die Berichterstattung auf die eine oder andere Weise.
    Die tägliche LIVE Übertragung bei CNN reicht mir absolut, weshalb ich bei den späteren Einlassungen der Moderatoren und ‚Experten‘, Kommentatoren lieber weghöre, die gebetsmühlenartig ausschließlich den “ 9+Minutenlangen Mord durch knien auf Floys Hals“ predigen, wobei Wolf Blitzer nun schon zur „almost 10 minutes“ Sprachregelung überging.
    Ich verschone den Bog von Details oder Tweets.“
    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92272

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92272

    Danke auch für die Erinnerung daran, daß Prof. Turley ein Democrat ist – das könnte man glatt vergessen bei all den woke Hysterikern unter den Democrats, die ja leider auch den Juristenstand bevölkern…

    Die NZZ annoncierte mir heute dies:

    Experten und Zeugen belasten Ex-Polizisten wegen Tod von George Floyd: Floyd habe den Widerstand gegen seine Verhaftung rasch aufgegeben, als er gefesselt auf dem Boden gelegen sei. Ex-Polizist Derek Chauvin wandte trotzdem weiter brachiale Gewalt an, obwohl der Festgenommene längst nicht mehr reagierte. Zum Bericht

    Da ich nur wenige freie Stücke bei der NZZ lesen kann, habe ich mir die Lektüre verkniffen; der Tenor ist jedenfalls das Gegenteil dessen, was man „Wahrheit“ nennt, s.o.
    Offenbar laufen die westlichen/Democrats Journalisten immer schon vor den Kreuzverhören aus dem Gerichtssaal.

    Chauvin Trial Day 7 Wrap-Up: a horrible day for the prosecution
    Prosecution visibly shaken after cross-examination of MPD force & medical experts
    Posted by Andrew Branca Tuesday, April 6, 2021 at 09:46pm

    Overview: “911? I’d like to report a murder.”

    Today was a terrible, horrible no good, very bad day for the prosecution, to a degree that I haven’t seen since the trial of George Zimmerman.

    If you have no more than an hour to watch the video of today’s proceedings, then I urge you to spend 44 minutes watching the cross-examination of state witness Johnny Mercil, the state’s use-of-force training expert, and 22 minutes watching the cross-examination of Nicole MacKenzie, the state’s medical care training expert. In both instances the result can only be called a train wreck of a disaster for the prosecution.

    Indeed, after the judge dismissed Mercil from the witness stand, Prosecutor Schleiter appeared visibly shaken and angry —and he ought to have, given the mauling his case just received. At one point Mercil testified the he himself had personally kept a suspect physically restrained until EMS had arrived on scene, behavior which the state has been arguing for over a week was misconduct on the part of Chauvin.
    Even worse, not only did the cross-examination of MacKenzie by the defense also go badly for the prosecution, it went so badly that Nelson informed the court that he intended to re-call MacKenzie as a defense witness when he presented his case in chief.

    There were two other witnesses today, neither of which went particularly badly for the state, although in the case of one of them I expect it was only because the prosecution was saved by the bell when the court recessed early in the day—that doesn’t save the prosecution, that witness will be back tomorrow, and I anticipate that the defense is going to have a field day with him on cross-examination, as well.

    Morries Hall 5th Amendment Argument

    But first some housekeeping. Before the jury was brought into the courtroom we heard some discussion about the complication of Morries Hall, the reported drug dealer in the Floyd’s Mercedes SUV, announcing he was going to plead the 5th if called to testify in the Chauvin trial.
    Hall has a real problem. If he provided Floyd with the drugs that likely were actual cause of death, under Minnesota law Hall is looking at 3rd degree murder. Naturally, he doesn’t want to testify in the Chauvin trial only to have that testimony used against him in his own trial.
    There’s no doubt that Judge Cahill will respect Hall’s right to assert the 5th. The only question is whether there might be some areas of questioning in which Hall could participate that do not incriminate him.
    This seems to me unlikely, and of course Hall’s own attorney doesn’t want him to be compelled to say a word about anything, but Judge Cahill has asked the defense and state to write down the questions they’d like to ask Hall, and Cahill will decide if any of them will be allowed.
    Incidentally, it’s worth noting that Hall “appeared in court” via video, and his background looked like jail to me — cinderblock walls, visitor notification signs, etc.
    In any case, that’s where things sit with Mr. Hall.
    […]

    https://legalinsurrection.com/2021/04/chauvin-trial-day-7-wrap-up-a-horrible-day-for-the-prosecution/

    Es folgt ein ausführlicher Bericht mit Videos.

    Ansonsten beschäftigt sich die Dems Presse damit, den republikanischen Abgeordneten Matt Gaetz mittels anonymer Leaks zu beschädigen, während dessen Geschichte, seine Familie werde erpreßt, im Kern bestätigt wird – auch wenn es keine Erpressung gewesen sein soll…

    Das Desaster an der Grenze, zu dem sich die Beauftragte Kamala Harris zurückhält, führt zu bemerkenswerten Überlegungen:

    Da hat die NYT mit Brett Stephens mal einen konservativen Kolumnisten schreiben lassen. 😉

    Nehmen wir das Georgia-Boykott-Debakel dazu:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92276

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92276

    ist dieses Ausweichmanöver verständlich:

    • Da kann ich schnell anschließen:

      Aber zurück zum Chauvin-Verfahren:

      Und damit zu einem wirklichen Experten, der das Verfahren kommentiert und dokumentiert:

      Attorney Andrew F. Branca’s legal practice has specialized exclusively in use-of-force law for thirty years. Andrew provides use-of-force legal consultancy services to attorneys across the country, as well as near-daily use-of-force law insight, expertise, and education to lawyers and non-lawyers alike in the form of blog posts, video, and podcasts, through the Law of Self Defense Membership service.

      Und seine Berichte sind zwar länglich, lesen sich aber sehr spannend. Übrigens sagen die Ankläger jetzt nicht mehr „neck“, sondern „neck area“, wenn es darum geht, wo das Knie von Chauvin wirklich war.

      Chauvin Trial Day 8 Wrap-Up: “I Ate Too Many Drugs” Video May Be Game-Changer

      Once again the defense weaponizes prosecution ‘expert’ witnesses against the prosecution case.
      Posted by Andrew Branca Wednesday, April 7, 2021 at 10:22pm

      […]
      Here’s a leading indicator that state-paid use-of-force expert witness Stiger was ultimately more favorable to the defense than he was to the prosecutors who’d paid him $13,000 to provide his expertise to help convict Chauvin: Whereas the State spent about 75 minutes questioning their own expert, Defense Counsel Nelson spent more than 90 minutes doing so.
      […]
      In fact, the disparity is even worse if we only look at substantive questioning. Any party who calls an expert witness has to take time to establish the expert’s credentials, training, experience, and then also the methodology used by the expert to form their opinion. In this case that took the state a full 20 minutes, meaning they only questions Stiger substantively about his expert opinion for 55 minutes.
      […]
      I do want to make clear up front that Stiger did right by his client and said the magic words they wanted him to say: In effect, that in his expert opinion, to a reasonable degree of legal certainty, Chauvin’s use of force on Floyd was excessive.
      Fair enough.

      But there are, of course, two sides to a legal fight in our adversarial system, and today with Stiger subject to the cross-examination of Defense Counsel Nelson we got to see the other side of the argument.
      So, let’s jump right in.
      […]

      Stiger Cross-Examination

      The first shocker in all this was that despite the huge significance of this case, and the national profile it has seized, the state apparently managed to choose as a use-of-force expert witness someone who had never testified in any state or Federal court as a use-of-force expert witness.
      […]
      Zero. Experience. And it showed.

      Nelson also touched on the fact that Stiger’s entire personal use-of-force experience was with the Los Angeles Police Department and the state of California, and not the use-of-force laws and policies of Minnesota. When pressed on this, Stiger answered that police use-of-force policies were pretty much standardized across the entire country—but this reply would be contradicted in later cross-examination by none other that Sergeant Stiger himself, who offered or conceded to a variety of ways in which police use of force varied between jurisdictions.
      […]
      In the context of the MPD training and policy materials he considered in coming to his opinion, for example, Nelson managed to disclose that the many videos embedded in MPD training slide decks were never considered by Stiger. Why not? Because Stiger had received PDFs of those slides, not the actual Powerpoint decks themselves, and so the videos could not be played.
      […]
      Stiger’s total report of his expert analysis and opinion amounted to a total of 461 pages.
      Impressive, right? Sounds like $10,000 worth of work product to me.
      Except … of those 461 pages, fully 95% were appendices, mere attachments of the MPD training and policy materials that had been sent to Stiger by the prosecutors themselves.
      Only 26 of the 461 pages were substantive analysis and opinion.
      […]
      As part of that discussion, Nelson focused on one particular policy, asking Stiger to confirm if that was policy number 5-303. In fact, that is one of the key MPD use-of-force policies in this case.
      Stiger. Did. Not. Know. He literally told Nelson, “I don’t know the exact number.”’
      […]
      Next Nelson switched over to asking Stiger about the US Supreme Court case of Graham v. Connor, one of the seminal USSC cases on police use of force. By the way, if you’ve never read it, you should, and you can find it here: Graham v. Connor, 490 U.S. 386 (US Supreme Court 1989)
      https://lawofselfdefense.com/law_case/graham-v-connor-490-u-s-386-us-supreme-court-1989/
      […]
      Also, scene security, suggested Nelson, the safety and security of the officer, his partners, the public generally. Again, yes.
      At this point it really began to feel like Stiger had been retained as a defense expert witness on use-of-force, rather than retained by the prosecutors who had actually paid him.
      But it got worse for the prosecution.

      Nelson asked if it wasn’t true that there were certain situations that by their very nature created an exceptionally heightened concern on the part of responding officers. Like a domestic.
      Or like a robbery, or a shooting, Stiger helpfully suggested.
      Sure, answered Nelson. So, sometimes an officer might have to be prepared for an increased risk.
      I wouldn’t agree with that, said Stiger.
      Oh? Explain
      An officer should be prepared for the highest level of risk in every encounter.
      […]
      It’s hard to imagine more helpful testimony for the defense.
      […]
      Nelson then asked Stiger about the extent to which the information in the 911 call should have informed Chauvin’s decision-making. To this, Stiger responded that he had never heard the 911 call.

      You read that right: the state’s highly paid use-of-force expert witness had never bothered listening to the 911 call that set this entire police response in motion, and which was the foundational information the officers brought with them in responding to the scene.
      […]
      Chauvin had heard a priority 1 call, knew force was being used, heard scuffling over the radio, knew other officers were engaged in a fight, was called as backup to support them, knew the suspect was possible impaired, and 6 ½ feet tall, and when he arrived he saw Floyd and twow officers at the back of the squad car, with the Floyd actively resisting their lawful efforts to place him in the squid car. Agreed?
      Agreed, said Stiger.

      Under your analysis of the MPD use-of-force continuum and policies, is it true that Chauvin would have been privileged to simply draw his Taser and use it on Floyd, to stop Floyd’s active resistance.
      Yes, answered Stiger.
      Nelson: But he didn’t do that.
      Stiger: No, he did not.

      Lesson for the jury: Chauvin not only didn’t use excessive force throughout his encounter with Floyd, he didn’t even use as much force as MPD policy allowed for. Instead, he used less force.
      […]
      When Floyd began saying that he couldn’t breath, wasn’t he at that moment violently fighting with the officers to prevent them from putting him in the squad car? Yes. Isn’t that conduct inconsistent with not being able to breath? Yes.

      Lesson: the officers had good reason to believe that Floyd’s claims of difficulty breathing were a fabricated claim of medical distress.
      Diving into Stiger’s personal experience on this issue, Nelson asked him if while making an arrest Stiger had ever had a suspect feign a physical ailment. Yes. Fake a heart attack. Yes. An officer has to consider if those claims are lies? Yes.
      About Floyd’s denial of drug use during the arrest, Nelson asked if Stiger had observed white around Floyd’s mouth and whether that was consistent with someone using controlled substances? Yes. Common for users to deny use? Yes. Officers need to take that into account? Yes.

      To counter the prosecution’s suggestions to the jury that Chauvin’s use-of-force could no longer be justified once Floyd was handcuffed and prone, Nelson asked Stiger if a suspect in handcuffs can still be a threat? Yes, answered Stiger. They can bite, kick, run. Yes.
      They can get the officer’s weapon? Yes. Even if handcuffed. Yes.
      The notion that a handcuffed suspect is no longer a threat is not correct, a handcuffed suspect can continue to present a risk? Yes, answered Stiger.

      Then Nelson scored what many may perceive to be an important point, albeit I’m rather ambivalent about this one. Nelson played a short piece of video in which Floyd is prone on the street, and speaking in his muttering fashion.
      What’s Floyd saying there, asked Nelson? Is he saying “I ate too many drugs”? Stiger answers he can’t tell.
      No worries, Nelson is happy to play it again for Stiger. And the jury.
      Stiger is still unsure if that’s what Floyd was saying, and Nelson lets it go — but the jury has heard the suggestion.
      Later in the day, with a different witness, BCA Special Agent Reyerson, whose testimony I won’t spend much time on because it was so boring, Nelson would play the same video, and ask the same question. This time, the witness will agree — yes, Reyerson answers, it sounds like “I ate too many drugs” to me.
      Ka. Boom.
      […]
      Nelson asked if an officer placing a knee on the base of the neck across the shoulder blades was an appropriate use-of-force technique in the correct circumstances. Yes, answered Stiger.
      In fact, you were trained that way, asked Nelson? Yes.

      Nelson asked if the MPD training materials reviewed by Stiger suggested that officers should take particular care providing CPR, if doing so required removing handcuffs (as it would), because the training informed officers that the suspect may come to and be agitated and ready to fight? MPD training does teach that, Stiger answered.
      In fact, you have had that same training yourself? Yes.
      A suspect was passed out, came to, and fought you more, you’ve had that personal experience as police officer? Yes, answered Stiger.

      I feel obliged to remind readers at this point that Stiger is the highly-paid use-of-force expert hired by the PROSECUTORS to assist them in CONVICTING Chauvin. He is NOT a defense witness. Though you’d be hard press to know that, based on his testimony on cross-examination.

      Then for the first time in my recollection Nelson touched on the fact that the medical examiner found no damage to Floyd’s neck whatever. Wouldn’t you expect damage if the weight place on the neck was substantial. Stiger prudently declined to offer an opinion.
      And then Nelson used a little trick we’ve seen him use with other witnesses. That’s fine, he said, I get it. Better for us to ask a doctor that, right? Right, agreed Stiger.

      Anybody doubt Nelson has a doctor lined up to say exactly that, and that the jury will perceive that even the state’s own use-of-force expert witness believes that the doctor’s opinion is more credible than the state’s expert?
      […]

      https://legalinsurrection.com/2021/04/chauvin-trial-day-8-wrap-up-i-ate-too-many-drugs-video-may-be-game-changer/

      Aktuell gibt es einen Rück- und einen Ausblick auf den laufenden Verhandlungstag:

      LIVE: Chauvin Trial Day 9 – State’s Evidence Begins to Align with the Defense Narrative of Innocence

      Yesterday state’s witnesses described lethal fentanyl in vehicles; today will they describe lethal fentanyl in Floyd?
      Posted by Andrew Branca Thursday, April 8, 2021 at 09:30am
      […]
      So far in the state’s case we’ve heard the state’s own witnesses and experts testify that Chauvin’s knee was on Floyd’s back and shoulder blades, not his neck. We’ve heard them testify that not only was Chauvin’s force not excessive, he would have been privileged to use more force and declined to do so — a choice they characterized as de-escalation. We’ve seen photographs from MPD training materials showing officers being trained to place their knees on suspects in exactly the manner Chauvin had placed his knee on Floyd. None of that can be said to buttress the state’s still vague and ambiguous narrative of guilt.

      Even now, 9 days in, we still don’t have an actual medical opinion of Floyd’s cause of death, other than cardiac arrest induced by apparent asphyxia. Was that asphyxia caused by the officers charged in this case? Perhaps.
      Alternatively, is there an equally, or even more likely, explanation for Floyd’s death? Perhaps the astonishing high levels of fentanyl in his system , and the fentanyl discovered (eventually) in both the Mercedes SUV Floyd was driving and the squad car from which Floyd achieved his violent escape.

      After all, how does fentanyl kill? By depressing respiratory function. That is, by chemical induction of asphyxia. Which eventually, of course, will result in cardiac arrest. Which is how Floyd died.

      The more the case turns to drugs — not in the hypothetical sense of Floyd’s generalized and tragic life-long struggle with addiction, but in the specific sense that his body was full of a drug whose lethal effect was cessation of respiration — the more reasonable doubt is raised about the state’s claim that the causal factor in Floyd’s death was the officers charged in this case.

      Yesterday we saw the state compelled to begin presenting witnesses — again, all state investigators or private scientists paid by the state — who provided concrete investigative, photographic, forensic, and chemical testimony about the lethal fentanyl found in both Floyd’s own vehicle and the squad car he fought his way out of. All of that moves the collective narrative away from Chauvin’s knee as a cause of Floyd’s death, and towards Floyd’s poorly made decision to hide his toxic drugs from police by ingesting them as being what killed him.

      Soon — perhaps today — we’ll start hearing from the experts who will testify not just about the drugs found in Floyd’s vehicle and the squad car, but about the lethal levels of those drugs found in Floyd himself.
      And that can only move the narrative of cause of death further from Chauvin’s knee and closer to Floyd effectively killing himself with a lethal overdose of fentanyl.
      That can only raise even further reasonable doubt.

      Juries are always dangerous and unpredictable things, and as a professional I know better than to place a wager on what a verdict might be. That’s even more so the case when we have the dynamic of mob violence, rioting, looting, and arson hanging over this case, and a government unable or unwilling to meet its fundamental responsibility of securing the safety of its citizens and their property.
      So there’s no way I’d be so bold as to say an acquittal in this case is certain, or even likely.
      But on this 9th day of hearing the state make its best arguments, the prospects for acquittal look more, not less, likely each day.
      […]

      https://legalinsurrection.com/2021/04/live-chauvin-trial-day-9-states-evidence-begins-to-align-with-the-defense-narrative-of-innocence/

      • Die linke Minneapolis-Abgeordnete Ilhan Omar bereitet schon mal die nächsten Ausschreitungen vor:

        So viel zu Dr. Tobin:

        Man kann nur hoffen, daß die Juroren von Presse und Internet abgeschirmt werden. Anmerkung: wir befinden uns in einem Verfahrensstadium, in dem allein die Anklage „ihren“ Fall als „Partei“ darlegt, den die Verteidigung im Kreuzverhör erschüttern kann – was sie hinlänglich getan hat. Natürlich befand sich Floyd im Koma, als die Rettungssanitäter eintrafen.

        Auch das ist natürlich ein Omar-Klassiker:

        Was ebenso zerbröselt wie das Chauvin-Verfahren, ist das politische Verfahren des Biden-DOJ gegen die „domestic terrorists“ der Trump supporters wegen der tödlichen „insurrection“ vom 6.1.2021; die meisten Anklagen beschränken sich auf Hausfriedensbruch, der Nachweis von Verschwörung zum Umsturz scheitert sogar bei den „Proud Boys“, ungerechtfertigte U-Haft wird von Gerichten aufgehoben etc.; insbesondere scheitern auch die Lügen der Dems-Presse über 5 Tote durch Trump-Anhänger, darunter ein Polizeibeamter. Der Beamte Sicknick starb weder durch einen Schlag mit dem Feuerlöscher noch durch den ebenso zweifelhaften Tränengas-Anschlag durch einen Trump-Anhänger.

        Dieses kollusive Lügengebäude von Justiz und Presse fiel zusammen:

        (Auch der Linke Greenwald hatte keine Probleme, bei Tucker Carlson aufzutreten, weil er sich über die lügenden Journalisten mindestens so sehr aufregt wie ich.) Ich zeige aber lieber den Auftritt von Julie Kelly, die wie keine zweite seit Monaten um Aufklärung bemüht ist:

        Nach drei Monaten noch kein Autopsie-Ergebnis des Beamten Sicknick, der einen Tag nach dem unbeschadet überstandenden „Sturm aufs Kapitol“ laut seiner Familie an einem Schlaganfall starb?

        Er kriegte ein ehrendes Gedenken im Kapitol, aber der Beamte, der durch einen Angriff mit einem Auto durch einen schwarzen Muslim starb, kriegt keins? Diese verlogene Gesellschaft nervt zusehends.

        Zur falschen Darstellung der Welt tragen die überregionalen Dems-Medien natürlich auch dadurch bei, daß sie „mass shootings“ aus PC-Gründen NICHT berichten, wenn sie in das Narrativ von „white supremacy“ oder in das von republikanischen Waffenfreunden nicht passen:

        https://www.sfchronicle.com/news/amp/Sheriff-s-office-Search-on-for-man-after-report-16084911.php

        Beim Atlanta-Shooting wurde noch der weiße Haß auf Asiaten hervorgehoben, bevor man diesen Fall beerdigte, weil es gar nicht um Rassismus ging. Wie ich schon oft berichtet habe: die größten Feinde der US-Asiaten sind Schwarze:

        Und wenn Weiße mit anti-Asia-hate crimes auffallen, sind es die falschen: nämlich BLM-Aktivisten:

  5. Da es in Sachen Corona immer hysterischer zugeht, setze ich meinen letzten Beitrag hier oben fort:

    Warum die Presse versagt

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92271

    Nun steht 60-Minutes nach seinem Schmierstück gegen DeSantis nackend in den Erbsen:

    Da gab es mal einen vernünftigen Kommentar in ör-Sendern zu Laschets Schlingerkurs:

    Die Meinung von Birgitta Weber, SWR, zu Lockerungen in der derzeitigen Corona-Situation
    06.04.2021 23:33

    https://www.tagesschau.de/multimedia/tagesthemen/video-846463.html

    Da mußte ein pc-Blog natürlich einschreiten:

    Jau, nämlich alter Wein in neue Schläuche – wobei mir dieses herumpöbelnde Denglisch auch nicht gefällt:

    Und prompt fühlt sich jemand diskriminiert:

    Das kann man nicht erfinden. 😉

    Und das hier ist der alte Wein der ör:

    Der Harvard-Prof reagiert vorbildlich:

    Daraus wird wohl nichts.

    • Opinion
    • Commentary
    Vaccine Passports Prolong Lockdowns
    What looks like an easing of restrictions is actually a coercive scheme.
    By Martin Kulldorff and Jay Bhattacharya
    April 6, 2021 12:30 pm ET
    [Audio des Artikels, gesprochen von einer gewöhnungsbedürftigen Computerstimme]

    As tens of millions are inoculated against Covid-19, officials in places as diverse as New York state, Israel and China have introduced “vaccine passports,” and there’s talk of making them universal. The idea is simple: Once you’ve received your shots, you get a document or phone app, which you flash to gain entry to previously locked-down venues—restaurants, theaters, sports arenas, offices, schools.

    It sounds like a way of easing coercive lockdown restrictions, but it’s the opposite. To see why, consider dining. Restaurants in most parts of the U.S. have already reopened, at limited capacity in some places. A vaccine passport would prohibit entry by potential customers who haven’t received their shots. It would restrict the freedom even of those who have: If you’re vaccinated but your spouse isn’t, forget about dining out as a couple.

    Planes and trains, which have continued to operate throughout the pandemic, would suddenly be off-limits to the unvaccinated. The only places where restrictions would be relatively eased would be those still fully locked down, such as many live-event venues and schools. Yet even there, the passport idea depends on keeping the underlying restrictions in place—giving officials an incentive to do so for much longer as leverage to overcome vaccine resistance.

    The vaccine passport should therefore be understood not as an easing of restrictions but as a coercive scheme to encourage vaccination. Such measures can be legitimate: Many schools require immunization against common childhood illnesses, and visitors to some African countries must be vaccinated against yellow fever. But Covid vaccine passports would harm, not benefit, public health.

    The idea that everybody needs to be vaccinated is as scientifically baseless as the idea that nobody does. Covid vaccines are essential for older, high-risk people and their caretakers and advisable for many others. But those who’ve been infected are already immune. The young are at low risk, and children—for whom no vaccine has been approved anyway—are at far less risk of death than from the flu. If authorities mandate vaccination of those who don’t need it, the public will start questioning vaccines in general.
    […]

    https://www.wsj.com/articles/vaccine-passports-prolong-lockdowns-11617726629

    WHO Rejects Vaccine Passports ‘At This Stage’
    By Jack Phillips
    April 6, 2021 Updated: April 6, 2021

    The World Health Organization (WHO) said it rejects using CCP (Chinese Communist Party) virus vaccine passports “at this stage” for travel because health authorities are not sure whether the vaccine is effective.
    “We as WHO are saying at this stage we would not like to see the vaccination passport as a requirement for entry or exit because we are not certain at this stage that the vaccine prevents transmission,” WHO spokeswoman Margaret Harris told a news conference in Geneva, Switzerland, on Tuesday.
    http://webtv.un.org/search/geneva-press-briefing-unhcr-wfp-unece-who/6246838079001/?term=&lan=english

    Another big issue is concerns about equity, or equal access to vaccines across different groups in society. Pregnant women, for instance, largely are advised not to get a vaccine at this time.
    “But this is an evolving situation. And ultimate, of course, when we know more about whether or not it prevents transmission and when there’s greater equity, this is something that may well be important in the future,” Harris added later.

    The American Civil Liberties Union (ACLU) made a similar argument for barring the usage of a vaccine passport system, citing privacy concerns and whether or not such a system would be kept in a centralized database. Some, like Florida Gov. Ron DeSantis, have said that it would create a class system of vaccinated and non-vaccinated people.
    […]

    https://www.theepochtimes.com/mkt_morningbrief/who-rejects-vaccine-passports-at-this-stage_3764309.html?utm_source=morningbriefnoe&utm_medium=email&utm_campaign=mb-2021-04-07&mktids=8b4b18521d07eb6d1552a9aa59c9d862&est=p0EdQJUhR3UotyA9aPRGqqQKwLHY9CHqePw8keGRHjO6nql0uy6k7DwWp5s49nnTCMaNwQ%3D%3D

    Ein mir lieber Zeitgenosse aus Berlin:

    http://hartmut-mechtel.de/index.html

    hat die Ausschlagung seiner Impfeinladung u.a. so begründet:

    Die Impfeinladung
    Ein offener Brief

    Sehr geehrte Frau Kalayci,

    Ihre Impfeinladung kann ich nicht annehmen.

    Ich habe mitbekommen, dass ich nicht der einzige bin, der die Einladung ausschlägt; insbesondere (nicht nur) unter Ärzten scheint es viele zu geben, die Sich-davor-Drücken für die sicherere Variante halten. Ihr Name steht hier nur, weil Sie die Einladung in Ihrer Funktion als Berliner Senatorin für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung unterzeichnet haben, nein, so persönlich, dass Sie wirklich unterschrieben, ist es nicht, Ihr Name ist unter den Brief gedruckt, so wird Ihr Name denn hier nur symbolisch genannt für diejenigen, die wirklich verantwortlich sind.
    […]
    Dass die Kopplung der Pandemiedauer an einen Impfstoff ein Fehler gewesen sein könnte, ist kein abwegiger Gedanke. Die WHO, die mit der Pandämonisierung des SARS-CoV-2-Virus den Shutdown der Welt losgetreten hat, ist nur der Historie nach eine Organisation der UNO. Dass sie mehrheitlich den Impfkonzernen gehört, ist bekannt, dass sie eher Interessen der Pharmaindustrie anstelle der Weltgesundheit befördert (oder gar behauptet, das sei dasselbe), fällt öfter mal auf. Die WHO hat erst die Definition einer Pandemie geändert (auch Krankheiten mit durchschnittlichen Todesfolgen können zur Pandemie erklärt werden), dann hat sie die gerade aktuelle Ausgabe eines Virus zur Pandemie erklärt, dann hat sie den zur Feststellung von Infektionen ungeeigneten PCR-Test propagiert und zu Lockdowns wohlwollend genickt. Inzwischen hat die WHO freilich etliches abgemildert und umbewertet. Covid 19 sei von der Letalität her einer mittelschweren Grippe vergleichbar. Lockdowns werden nicht empfohlen (allenfalls als „letztes Mittel“), die PCR-Tests seien zum Nachweis von Infektionen nicht geeignet. Die Kehrtwende kam zu spät, zumindest drang sie zu Regierung und Leitmedien nicht bewertungsändernd durch – geschweige denn verhaltensändernd: Der PCR-Test sagt nichts über Infektionen aus, was also sollen wir tun? PCR-testen, testen, testen!
    […]
    Mit freundlichen Grüßen

    Hartmut Mechtel

    http://hartmut-mechtel.de/Impfeinladung.htm

    Fortsetzung folgt.

    • Die nicht modellierte Wirklichkeit ist aber auch zu verwirrend und läßt Hardliner unter den Experten ins Faseln geraten: hier Fauci:

      Und diesen Experten möchte man auch nicht mehr sehen:

      So kann man nur noch auf Gerichte setzen:

      Das OVG begründet seinen Beschluss damit, dass eine Ausgangsbeschränkung zwar begrenzt geeignet, aber nicht erforderlich sei, solange die staatlichen Stellen die bestehenden Maßnahmen nicht vollständig durchgesetzt hätten. Die Ausgangsbeschränkung sei keine notwendige Schutzmaßnahme, da sie gegen den Grundsatz der Verhältnismäßigkeit verstoße. Damit wies das Gericht die Beschwerde der Region gegen die Beschlüsse des Verwaltungsgerichts ab.

      In einer Mitteilung heißt es zur Begründung der Richter: „Nicht nachprüfbare Behauptungen reichten zur Rechtfertigung einer derart einschränkenden und weitreichenden Maßnahme wie einer Ausgangssperre nicht aus. Insbesondere sei es nicht zielführend, ein diffuses Infektionsgeschehen ohne Beleg in erster Linie mit fehlender Disziplin der Bevölkerung sowie verbotenen Feiern und Partys im privaten Raum zu erklären.“ Nach mehr als einem Jahr mit der Pandemie „bestehe die begründete Erwartung nach weitergehender wissenschaftlicher Durchdringung der Infektionswege„. Maßnahmen, die nur auf Verdacht hin ergriffen würden, seien nicht mehr zu rechtfertigen.

      Die Region Hannover hatte sich unter anderem auf spätabendliche Treffen vor allem junger Leute auf öffentlichen Plätzen berufen. Hier kämen nach Ansicht des Gerichts Betretungsverbote als „mildere Mittel“ infrage. Solange die Behörden andere Schutzmaßnahmen nicht ausreichend durchsetzten, erscheine es nicht angemessen, alle Personen einer Ausgangssperre zu unterwerfen, nur weil sich Einzelne nicht an die Kontaktbeschränkungen halten, so das Gericht. Zuvor war in Hannover das Verlassen von Wohnungen und Häusern zwischen 22 und 5 Uhr nur mit triftigem Grund erlaubt.

      https://www.n-tv.de/panorama/Gericht-kippt-Ausgangssperre-in-Hannover-article22473644.html

      Zur Einordnung dieser Entscheidung:

      Diese Sätze sind ein Schlag für diejenigen, die im Bund jetzt einen bundeseinheitlichen Lockdown verhängen wollen, insbesondere auch mit Ausgangssperren genau dieser Form. Denn wenn man derartige Maßnahmen schon regional nicht ausreichend begründen kann, ist eine bundesweite Argumentation schlichtweg unmöglich. Niemand kann nachweisen, dass die Ausgangssperre tatsächlich in allen Kreisen der Bundesrepublik begründet ist. Erneut schiebt ein Gericht den willkürlichen und pauschalen Restriktionen der Politik einen Riegel vor und pocht auf Verhältnismäßigkeit und Präzisierung. Die Lockdown-Politik bewegt sich in einer immer finsterer werdenden Grauzone.

      https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/gericht-kippt-ausgangssperre-in-hannover-mit-wegweisender-begruendung-erlass-einschneidender-massnahmen-lediglich-auf-verdacht-nicht-mehr-zu-rechtfertigen/

      Genau das ist das große Manko, das auch das OVG bemängelt:

      Ganz übel finde ich diejenigen Journalisten – hier Meisner vom Tagesspiegel -, die ihren anti-Rechts-Aktivismus mit Corona verknüpfen, weil sie, über das Ziel hinausschießend, zugleich berechtigte Kritik delegitimieren:

      Und nicht davor zurückschrecken, ein manipuliertes Video von einer bekannten Antifa-Gruppe („Zeckenbiss“) zu Vorwürfen gegen die Polizei zu benutzen. Hat er sich nicht gefragt, warum das Video rückwärts läuft, wobei der Beginn der Szene nicht gezeigt wird? Aber in der POC-Community hat er natürlich „allies“:

      Bayern will sich jetzt Sputnik V beschaffen: ob das auch politisch ausgeschlachtet wird? 😉

      • Ich habe soviel Material zu so vielen weiteren Themen gesammelt, daß ich gar nicht weiß, wo ich anfangen soll. 😉

        Ich habe mich für das grandios gescheiterte Unternehmen von Firmen und von Joe Biden entschieden, der sich – in kompletter Unkenntnis der Tatsachen – durch wen auch immer dazu hatte hinreißen lassen, die vom Georgia Parlament beschlossene Wahlrechtsreform als rassistisch zu bezeichnen, und der die Major League Baseball aufgefordert hatte, Georgia zu sanktionieren – was die dann auch tat, indem sie das All Star-Spiel von Atlanta/Georgia abzog.

        Tucker Carlson hat diesen Irrsinn hier noch einmal schön zusammengefaßt:

        Tucker: Everything Biden said was false
        •Premiere am 03.04.2021
        ‚Tucker Carlson Tonight‘ host analyzes outrage surrounding Peach State’s legislation.

        Da darf ich noch mal an den Federalist und seine Fragen erinnern:

        Questions The Media Should Ask President Biden About His Call For Economic Sanctions On Georgia
        April 3, 2021 By Mollie Hemingway

        Given that the United States President has, for the first time in American history, called for an economic boycott and economic sanctions of a member state over dutifully and legally passed legislation, a reader passed along questions he’d like to see the White House press ask of the administration they claim to cover. The questions refer to President Joe Biden’s call for an economic boycott of Georgia over its decision to pass SB202, which will put into place mild election integrity reforms.

        Q: Seeing that over the past year, almost 50 percent of small, black-owned business in America have closed for good and seeing how African Americans make up 55 percent of Atlanta, 54 percent of Savannah, and 55 percent of Augusta (where The Masters [Golf] is played) , does President Biden still think calling for an economic boycott and punishment by private companies on all Georgia citizens is a good idea? And will he now call for boycotts of The Masters, the Atlanta Braves, the Atlanta Falcons, and the Atlanta Hawks along with UGA & GA Tech. football? Why or why not?

        Q: Does President Biden keep a list of other pieces of state and local legislation of which he does not approve? And over the next few years, if any of that legislation happens to pass and is signed into law, will he always publicly call for an economic boycott/sanctions by private companies so he may punish the local population for what he personally decides are their errors?

        Q: Moving forward, should state and local municipalities brief and ask for approval by President Biden on legislation they are considering, so they may avoid the President of the United States actively pressing and pushing for an economic boycott/sanctions from private companies that would hurt the entire local population?
        […]
        Q: Atlanta’s main newspaper, The Atlanta Journal-Constitution, has offered a correction to their coverage of SB202 and now claims, “However, the law made some changes to early voting. But experts say the net effect was to expand the opportunities to vote for most Georgians, not limit them.”
        https://twitchy.com/samj-3930/2021/04/02/whoopsie-the-atlanta-journal-constitutions-issued-correction-of-their-georgia-election-law-story-is-1-helluva-doozy/

        With this knowledge, will President Biden immediately ask Major League Baseball to reverse its decision? And will he also publicly apologize for pushing an economic boycott/sanctions on a U.S. state without having a full grasp or understanding of SB202?

        Q: What percentage of African Americans in Georgia do not have a photo ID? And the same question goes for all African Americans in the United States.

        Q: What steps are you taking to help African Americans get a driver’s license/photo ID so they can get a COVID vaccination shot? What is the name of this plan and what is an update on that effort? And how much longer must African Americans who do not have a photo ID wait on your plan so they can get two vaccination shots and also equally participate in American society?
        […]

        https://thefederalist.com/2021/04/03/questions-the-media-should-ask-president-biden-about-his-call-for-economic-sanctions-on-georgia/

        Das sind starke Fragen: das Demokratieverständnis eines schlecht informierten Präsidenten, der eh nur eine Bauchrednerpuppe ist, steht auf dem Spiel. Und der Schwarzen schadet, was noch viel schlimmer ist.

        Und die Entscheidung von MLB, das All Star-Baseball-Spiel nach Denver/Colorado zu verlegen, brach dem „Social Warrior“ Biden das Genick:

        In der Tagesschau am 7.4.2021 hörte ich, daß das Außenministerium der USA sich mit anderen Staaten über diese Frage berate. Nunja, warten wir es ab.

        Jen Psaki leugnete plötzlich, daß Biden zu einem Boykott von Georgia aufgerufen habe:

        Biden stottert herum, weil er den Schwarzen ja eigentlich nicht schaden wollte (was er freilich getan hat):

        Und beim eifrigsten Dems-Sender MSNBC gibt man sich ebenfall zerknirscht und kritisch:

        Eine gute Gelegenheit für Trump:

        Die Politisierung des harmonisierenden Sports ist wirklich von Übel. Zumal die gesamte Democrats-Kampagne, der Joe Biden zum Opfer fiel, absolut fake war:

        Die letzte Frage an Biden lautete übrigens:

        : Is President Biden afraid of being labeled and remembered as the first “Cancel Culture President”?

        https://thefederalist.com/2021/04/03/questions-the-media-should-ask-president-biden-about-his-call-for-economic-sanctions-on-georgia/

        Nach diesem Debakel dürfte er diese Frage garantiert fürchten.

    • Die Impfeinladung – Ein offener Brief…
      vorbildlich von Hartmut Mechtel geschrieben – Chapeau!

      Heute begnete ich einem Mitbürger, sprach ihn kurz an und erhielt
      so zufällig einen Handzettel von ihm, wovon ich sehr überrascht
      worden bin in meiner Feststellung, dass sich in der Bevölkerung
      in Sachen Covid-19-Aufklärung viel in Bewegung gekommen ist.
      Der Handzettel handelt von der Organisation „Ärzte für Aufklärung“
      (ca. 700 Ärzte aus Deutschland) mit Darstellungen im Vergleichen
      und Unterscheiden von „Echte Pandemie“ und „Fake Pandemie“.

      Ich denke vorausahnend, dass diese sich in aufrichtiger und auf
      zumindest ähnlicher Zielgeraden befinden wie @gabrielewolff.

      Die publizierenden Ärzte von „Ärzte für Aufklärung“ bekunden, dass
      sie in den letzten 10 Monaten viel hinzu gelernt haben und sich
      nun gezwungen sehen, an die Öffentlichkeit zu wenden:
      https://www.arztefueraufklaerung.de

  6. Dann mach ich mal mit Corona weiter:

    Warum die Presse versagt

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92263

    Mit meinem Tip eines 2-Monats-Brückenlockdown lag ich allerdings sehr daneben:

    Diese Art des Journalismus‘ würde Heribert Prantl wohl gut finden:

    Heribert Prantl: Not und Gebot. Grundrechte in der Quarantäne.
    Verlag C. H. Beck, München 2021.
    224 Seiten , 18,00 EUR.
    ISBN-13: 9783406768958

    Hierzu gibt es eine Rezi, die so endet:

    Er argumentiert widerborstig, freimütig und entschlossen, auch mit rhetorischem Geschick. Prantl mangelt es nicht am Gespür für Akzente, jedoch an der Sensibilität für Nuancen. Seine lesenswerten Darlegungen wirken immer authentisch, aber nicht immer hinreichend begründet.

    https://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=27764

    Brauchbar ist sie aber wegen der Zitate:

    Zugleich stellt er fest: „Wer die Grundrechte verteidigt, darf nicht in einen Topf geworfen werden mit obskuren Verschwörungsideologen.“
    […]
    Bisweilen appelliert er mit Pathos, wenn er emphatisch darlegt, dass die „Gesellschaft von den Medien, von den Journalisten“ erwarte, dass ein jeder, der sich publizistisch äußere, als „Zeuge der Wahrheit“ erscheine. Er versteht darunter nicht Enthüllungen, die für Empörung sorgen, sondern nüchterne und klarsichtige Analysen:
    „Aufdeckung geschieht nicht um der Erregung willen, sondern um der Treue zu Demokratie und Rechtsstaat willen. Die journalistische Wahrheitssuche muss mit Neugier, Urteilskraft und Integrität betrieben werden, sie muss in Zuverlässigkeit, Vertrauenswürdigkeit und Vertrauen eingebettet sein.“
    […]
    Er bekräftigt zweimal, dass die Presse „nicht Lautsprecher der Virologie, sondern der Demokratie“ sei.
    […]
    Heute werde, so Prantl, der „Präventionsstaat“ als „Freund und Partner“ wahrgenommen:
    „Wir haben erlebt, dass das Sichere nicht mehr sicher ist und das Sichergeglaubte nicht mehr hält, und dass Grundrechte als Ballast und als Gefahr gelten im Kampf gegen Covid-19. Was eigentlich Irrsinn ist, galt und gilt, wenn es um Corona-Prävention geht, als sinnhaft, als geboten, als alternativlos, als absolut notwendig, als lang noch nicht ausreichend.“
    […]
    „Werden die Entfremdungsregeln künftig bei jedem neuen Virus von Neuem aktiviert? Der permanente politische und mediale Alarmismus hat der Gesellschaft nicht gutgetan.“ Erwägenswert bleibt die substanziell fundierte Kritik am Besuchsverbot in Senioreneinrichtungen: „Alte Menschen sterben früher; an Isolation.“ Zudem sei die Aufregung über „Verschwörungsphantasten“ größer als die „notwendige Diskussion über die Einschränkung von Grundrechten“.
    Die Grundrechte, so Prantl, stünden nicht unter „Pandemievorbehalt“. Was werde bei künftigen Pandemien geschehen, die „noch gefährlicher als Corona“ seien? „Wird es dann zackig heißen: Maske auf, Klappe halten?“
    […]
    Eine Frage begleitet Prantl seit Beginn der Corona-Zeit: „Wann wird aus der Demokratie eine Virolokratie?“ Besorgt macht ihn, im März 2020, die gespenstische Leere auf den Straßen. Zugleich stellt er irritiert fest, dass fast alle Zeitgenossen den „virologisch-politisch-publizistischen Rigorismus gut“ finden. Er fordert:
    „Virologen dürfen radikal, ja maßlos denken. Politiker aber müssen Maß halten und über die Verhältnismäßigkeit der Mittel nachdenken. Dieses Maß der Mittel wird im demokratischen Rechtsstaat vom Recht bestimmt, nicht von Stimmungen und auch nicht von der Virologie. […] Das Beharren auf Grundprinzipien ist nicht pedantisch, sondern rechtsstaatlich.“
    […]
    Heribert Prantl bekennt sich energisch zur Pressefreiheit:
    „Es gilt heute, die Freiheit gegen das Coronavirus zu verteidigen. Die Verteidigung besteht heute darin, die Grundrechte zu schützen – zu schützen davor, dass das Virus und die Maßnahmen gegen das Virus von den Grundrechten nur noch die Hülle übriglassen. […] Es ist Aufgabe der Presse, unverhältnismäßige Grundrechtseingriffe anzuprangern und nicht als Beitrag zur Volksgesundheit schönzureden.“
    […]

    https://literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=27764

    Ganz meine Meinung!

    Die Stimmung wird immer gereizter: hier gegen einen Juli:

    Und bei der SPIEGEL-Kampagne wirkt auch die ahnungslose aber feministische Frau Stokowski mit:

    Aufruf zum Coronastreik
    Wir bauen uns einen Lockdown
    Eine Kolumne von Margarete Stokowski
    Wissenschaftler und Mediziner fordern schon lange einen schnellen, harten Lockdown gegen die steigenden Coronazahlen. Die Politik kriegt es offenbar nicht hin, warum machen wir es nicht einfach selbst?
    30.03.2021, 17.53 Uhr

    Wer Politik macht und die katastrophale Strategie der Regierung im Umgang mit der Pandemie erklären will, betont oft, wie kompliziert alles nun mal ist: Der Bund, die Länder, die Eigenverantwortung, die Mutanten, alles will nicht so recht zusammenpassen und überhaupt: Demokratie ist ja auch schwierig. Aber manchmal kann alles auch ganz einfach sein, man muss nur 1 und 1 zusammenzählen: Man weiß erstens, dass die dritte Welle der Pandemie verheerend wird, wenn nicht sehr schnell härtere Maßnahmen zur Eindämmung kommen, und man weiß zweitens, dass von der Bundesregierung und den Landesregierungen mit ihren aktuellen Positionen und Argumenten diese Maßnahmen bisher nicht erkennbar sind. Wenn aber der harte Lockdown nicht von oben kommt, muss er von unten kommen.
    […]
    Die Hauptargumente gegen großflächige Streiks lauten:
    […]
    3.) Wenn alle streiken, liegt hier alles flach und das schadet der Wirtschaft.
    […]
    Und – Punkt 3 – natürlich würde dann alles flach liegen, denn das ist das Ziel! Der Wirtschaft, in der nicht das große Kapital versammelt ist, etwa Gastronomie und Kultur, schadet der momentane Zustand extrem, die Wirtschaft, in der das große Kapital sitzt, würde aber durch zwei oder drei Wochen Streik nicht zugrunde gehen. Es würde einige wenige kurzfristige Ausfälle geben, ja. Aber es würden weniger Leute krank werden und sterben.
    […]
    Anmerkung: In einer früheren Version hieß es, in einem halb besetzten Mehrpersonenbüro liege der R-Wert ohne Maske bei 8, ein Infizierter stecke acht weitere an. Dabei wurde eine Studie falsch interpretiert. Wir haben die entsprechende Passage deshalb herausgenommen.

    https://www.spiegel.de/kultur/corona-wir-bauen-uns-einen-lockdown-kolumne-von-margarete-stokowski-a-beada712-5db4-4fc9-993d-82421e7fa6fa

    Natürlich stimmten in diesem kindischen Stück auch die wirtschaftlichen wie juristischen Aspekte nicht.

    Modellprojekte
    Warum Tübingen nicht als Vorbild taugt
    Ein Kommentar von Philipp Kollenbroich
    Sicheres Einkaufen, Konzerte, Hotelübernachtungen: Modellversuche könnten helfen, die Pandemie zu besiegen. Doch derzeit sind sie vor allem eines: planlose Öffnungen ohne jeden Erkenntnisgewinn.
    04.04.2021, 18.36 Uhr
    […]
    Vorbild Tübingen? Das ist gefährlich

    Selbst in Tübingen, das vielen Kommunen als Vorbild dient, ist der wissenschaftliche Nutzen fragwürdig. Zum Projektstart Mitte März hatte die örtliche Pandemiebeauftragte Lisa Federle noch erklärt, man könne herausfinden, wie gefährlich Biergärten seien. »Es könnte doch sein, dass dabei beispielsweise herauskommt, dass Biergärten völlig harmlos sind«, sagte Federle. Oberbürgermeister Boris Palmer (Grüne) sagte in dieser Woche, man müsse nun schauen, was beim Infektionsgeschehen überwiegt: der negative Effekt durch die zusätzlichen Kontakte oder der positive Effekt dadurch, dass Infektiöse schneller gefunden werden.

    Allein, wer genau nachfragt, stellt fest, dass das Universitätsklinikum Tübingen keine dieser Fragestellungen überhaupt untersucht, selbst wenn es den Versuch wissenschaftlich begleitet. Es geht vielmehr darum zu erfassen, wie viele positive Schnelltests auch zu einem positiven PCR-Ergebnis führen, und die Getesteten zu ihren Lebensumständen zu befragen. Um es klar zu sagen: Es gibt bisher keine wissenschaftliche Evidenz, dass das Tübinger Modell funktioniert. Vielleicht kann es die nach zwei Wochen Versuchszeit auch noch gar nicht geben. Auch in Tübingen steigen die Infektionszahlen. [Mehr Tests!]
    Die Stadt ohne jede wissenschaftliche Grundlage zum Vorbild für Deutschland zu machen, ist gefährlich. Denn es weckt Hoffnungen in der Bevölkerung, noch dazu in einer Phase der Pandemie, in der die Infektionszahlen wieder exponentiell steigen und Intensivmediziner vor einer Überlastung des Gesundheitssystems warnen. Falsche Versprechungen haben die Regierenden in dieser Pandemie schon zu häufig gemacht.
    […]

    https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/corona-modellprojekte-warum-tuebingen-nicht-als-vorbild-taugt-kommentar-a-f1af2e6b-b7d0-4222-831c-931537b40c63

    Und welche „wissenschaftliche Evidenz“ gibt es für Maßnahmen? Warum wird ein Erkenntnisgewinn in der Eruierung falsch-positiver Schnelltests verneint?

    Ja, logo.

    Fake News gibt es auch:

    Und die ganz woken sind auch die, die nach Repression jiepern:

    Und anti-Rassismus-Aktivistinnen gehen die Nerven durch:

    Während sich Drosten auf Kollegen-Beschimpfung spezialisiert hat:

    In dieser Atmosphäre wird Prantl ein einsamer Rufer in der Wüste bleiben.

    • Es wird immer gruseliger: hier das, was Jan Böhmermann heute retweetet hat:

      Und weil die Stoßrichtung „offiziell“ gegen rechts geht, weil Linke ja weder beleidigen noch bedrohen, retweetet er auch diese Lambrecht-Werbevideos:

      Kritische Reflexion? Überflüssig.

      Das ist bei Gesetzen aus dem Hause Lambrecht nicht unüblich.

      Die woke „medienkritische“ Plattform „Übermedien“ gibt diesem Corona-Aktivisten Raum:

      Kai Kupferschmidt hat Molekulare Biomedizin studiert und arbeitet als freier Wissenschaftsjournalist in Berlin für „Riffreporter“, das US-Journal „Science“ sowie zahlreiche Zeitungen und Zeitschriften. Gemeinsam mit Laura Salm-Reifferscheidt und Nicolas Semak macht er seit einem Jahr den Podcast „Pandemia – Die Welt. Die Viren. Und wir“.

      Ohne Bezahlschranken gibt es ein Herz-Schmerz-Rührstück sondergleichen:

      Dokumentation aus der Charité 6. April 2021
      Die nächste Phase der Pandemie: Nach der Ohnmacht und der Wut – die Trauer
      von Kai Kupferschmidt

      Seit Tagen begleiten mich nun einzelne Szenen aus der Dokuserie „Charité Intensiv: Station 43“ von meinem Freund Carl Gierstorfer. Es sind Menschen, die ich nie getroffen habe, an die ich immer wieder denken muss:

      Marco Wegner, der aus dem künstlichen Koma aufwacht und von der Maschine abgenommen wird, die über Wochen sein Blut mit Sauerstoff angereichert hat, während seine Lunge im Kampf gegen das SARS-CoV-2-Virus versagte, und der nun darum kämpft, seinen eigenen Namen wieder sagen zu können. „Marco, Marco, Marco“, flüstert er heiser vor sich hin, und man sieht in seinen Augen die wilde Entschlossenheit, diesen ersten Schritt zurück ins Leben zu machen.

      Evelyn Bell, die am Sterbebett ihres jungen Mannes steht, der in der dichterisch-düsteren Sprache der Intensivmediziner „verglüht“ ist, und die im Angesicht ihrer Kinder, die gerade den Vater verloren haben, die Größe aufbringt, erst einmal den Ärztinnen und Pflegerinnen für ihre unermüdliche Arbeit zu danken.
      Es sind Menschen, die mit Würde gegen ein Schicksal kämpfen, das die Pandemie ihnen aufgezwungen hat.

      […]
      Das soll nicht heißen, dass ich nichts gespürt hätte. Es fühle sich an, als würde ich meine Warnungen in einen Orkan der Gleichgültigkeit hineinrufen, habe ich Anfang März 2020 auf Twitter geschrieben angesichts der absehbaren Katastrophe. Ohnmacht, Verzweiflung haben mich in dieser Pandemie immer mal übermannt, und das ging meinen internationalen Kollegen nicht anders. Manchmal haben sich vier von uns am späten Sonntagabend zusammentelefoniert, West- und Ostküste der USA, Niederlande und Deutschland vereint zur „Gruppentherapie“, wie wir es nur halb scherzhaft nannten. Und seit ich im Dezember anfing, über die Varianten des Virus wie B.1.1.7 zu schreiben, verwandelte sich die Verzweiflung manchmal auch in Fassungslosigkeit und, ja, Wut angesichts des Unwillens oder der Unfähigkeit der Politik, die Maßnahmen zu ergreifen, die nötig waren.

      Aber das Leid, die Trauer, drang höchstens mal kurz durch, eine zarte Stimme, kaum hörbar über all den Gerätschaften im Maschinenraum meiner Psyche, die mein Arbeits-Ich am Laufen hielten. Immer wartete der nächste Preprint, die nächste Prognose, die nächste Pressekonferenz.
      […]
      Die Menschen, die Verwandte, Freunde, Geliebte verloren haben. Drei Millionen Menschen sind weltweit gestorben. Drei. Millionen. Menschen. Wie begreift man diese Dimension?


      Die Menschen, die eine schreckliche Krankheit überstanden haben und mit den Folgen kämpfen, mit Schmerzen, Atemproblemen etwa und auch mit Ängsten, mit survivors guilt [die Überlebensrate beträgt 99,8 %]: Warum habe ich überlebt? Warum sind andere gestorben?

      Die Ärztinnen und Pfleger in den Krankenhäusern, wo die Infektionswellen in Form von schwerkranken Menschen anbrandeten. Die zugesehen haben, wie Menschen sterben, sterben, sterben. Die verzweifelt versucht haben, die Deiche zu erhöhen, während anderswo entschieden wurde, die Fluttore aufzumachen.
      […]

      https://uebermedien.de/58971/die-naechste-phase-der-pandemie-nach-der-ohnmacht-und-der-wut-die-trauer/

      Diese Mischung aus Kitsch und Selbstgerechtigkeit ist nur schwer erträglich.

      Und jetzt wird es noch toller: ein kritischer Denker vom BildBlog lobt Rezo, der voll mainstreamig „rantet“:

      Und es wird noch absurder: zwei super-mainstreamige preisgekrönte Haltungsjournalistinnen vom ör-Rundfunk kriegen sich wegen Rezo in die Haare:

      Reschke hat recht (bis auf „in da“). Was Mai Thi Nguyen-Kim sagen will, weiß ich nicht.

      Unser Scherzkeks:

      Sehen wir mal, wie es die Medien in den USA halten: da der republikanische Gouverneur DeSantis Florida ohne große Lockdowns besser als viele demokratisch regierte Staaten durch die Krise gebracht hat, muß nun unbedingt etwas Skandalöses konstruiert werden:

      DECEPTION: What „60 Minutes“ Showed vs. What DeSantis ACTUALLY Said
      Dinesh D’Souza
      Published April 5, 2021

      https://rumble.com/vfdv1z-deception-what-60-minutes-showed-vs.-what-desantis-actually-said.html

      Da 60 Minutes natürlich nichts über den Democrat Cuomo und seine tödlichen Weisungen bezüglich Alten- und Pflegeheimen in NY gebracht hat, fiel es den Satiremachern nicht schwer, darauf zu reagieren:

      Die Wirklichkeit und die Medien-& Blasenwelt rücken immer weiter auseinander.

      • Aber die Kampagnen der parteiischen Leitmedien im Westen erstrecken sich auf viele Bereiche: anti-Trump und pro-Biden gehört zum guten Ton.

        Nachdem Sohnemann Hunter Biden seine Memoiren herausgebracht und zahme Promotion-Interviews ohne kritische Nachfragen absolviert hatte, regte sich die NYPost, die vor der Wahl wegen des Inhalts des von Hunter zur Reparatur abgegebenen und dann vergessenen Laptops recherchiert hatte, woraufhin sie von Twitter gesperrt wurde und sämtliche Leitmedien ein Schweigegebot einhielten, natürlich mächtig auf. Auf der Vorseite hatte ich die Fragen der NYPost notiert, die von den Interviewern nicht gestellt wurden:

        […]
        * Did you plan on going into business with your father on a massive Chinese investment fund? For how long was Joe involved?
        * Is Tony Bobulinski lying when he says he met with Joe Biden about this endeavor, and the current president said “look after my family”?
        * An email says the split on that endeavor was “20 H,” “10 Jim,” and “10 held by H for the big guy.” Is Joe Biden the big guy?
        * Why did the Chinese oligarch behind that fund give you a diamond? How long did he pay you for? What did you do for him?
        * In your emails, an official from the Ukrainian gas company Burisma thanks you for meeting your father. Joe Biden’s campaign said no official meeting ever took place. Was there an informal meeting? How much did you discuss with your dad what you were doing?
        There are many more. Hunter and Joe won’t answer us, we’ve tried. They’d rather just shout “smear campaign” and “hack.” How long is the media going to buy it?

        https://nypost.com/2021/04/02/hunter-bidens-full-of-it-he-knows-its-his-laptop-and-wasnt-hacked/

        „So wie ich das sehe: für immer und ewig.“
        https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-25/#comment-92247

        [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-25/#comment-92247

        Nun kann man den Pitzke-Artikel zwar nur als Abonnent lesen, aber die Lesart scheint klar:

        Crack zerstört selbst das privilegierteste Leben
        Er war lange das schwarze Schaf der Familie. Doch jetzt legt Joe Bidens Sohn alles offen, schreibt von einem Teufelskreis aus Schmerz und Selbstvernichtung. Ein gefundenes Fressen für die Gegner des US-Präsidenten.
        Von Marc Pitzke, New York
        06.04.2021, 10.43 Uhr
        […]

        https://www.spiegel.de/politik/ausland/hunter-biden-veroeffentlicht-memoiren-trauma-alkoholismus-und-crack-sucht-a-c5dcb787-208f-4f74-943c-595e4a97cd26

        Was vollkommener Blödsinn ist. Die Süchte des Sohnes waren lange bekannt und interessierten niemanden: es ist die Geschäftemacherei eines Nichtsnutzes aufgrund seiner Eigenschaft als Sohn, die interessiert, sowie die Frage, inwiefern der Vater von den Profiten des Sohnes (und seines Bruders) ebenfalls profitierte.

        Sofern deutsche Medien überhaupt berichteten, dann nach dem Muster dieses Agenturberichts:

        Memoiren von Präsidentensohn
        Bidens Sohn Hunter berichtet über Drogen- und Alkoholkonsum
        • Aktualisiert am 01.04.2021-11:21
        Hunter Biden schreibt in einer Biografie über seine überwundenen Suchtprobleme. Während der Präsidentschaftswahl wurde der Sohn von Joe Biden auch wegen seiner früheren Rauschmittel-Eskapaden zur Zielscheibe.
        […]
        Bidens Sohn war im Präsidentschaftswahlkampf nicht nur wegen seiner Eskapaden zur Zielscheibe geworden. Unter anderem wegen seiner Geschäfte in der Ukraine und China wurde er regelmäßig vom früheren Präsidenten Donald Trump angegriffen. In dem Buch besteht Hunter Biden darauf, dass er „nichts Unethisches“ getan habe.
        Quelle: AFP

        https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/joe-bidens-sohn-hunter-berichtet-in-seinen-memoiren-ueber-drogen-und-alkoholkonsum-17273843.html

        Da ist der konservative Jura-Prof Turley näher dran an der Wahrheit:

        Abgesehen von den FBI-Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung, die nach der Beschlagnahme seines Laptops bei dem Delaware-Computer-Reparierer erfolgten und erst nach der Wahl veröffentlicht wurden, legt Turley Wert auf die neu entdeckte Straftat des Lügens bei Beantragung eines Waffenerwerbs:
        April 5, 2021

        Did Hunter Biden Incriminate Himself In A Federal Crime?

        Below is my column in The Hill on recent interviews by Hunter Biden, which appear to incriminate him in a possible federal felony. What is most striking from a journalistic perspective is that Biden’s book is a target rich environment for reporters with references to his alleged influence peddling, abandoned laptop, and drug abuses. Yet every major network and newspaper that interviewed Biden skillfully avoided any damaging questions. It was no small feat to delicately avoid obvious problems in his account while seemingly interviewing him on those subjects. Reporters would raise the laptop of Burisma contract and then just shrug and move on without any serious followup. The glaring contradictions were left unaddressed like admitting that he was a crack addict during the time he was receiving massive contracts from foreign companies due to his unestablished “expertise” on energy issues. The conflicts with his own father’s accounts were entirely ignored. The protective press cocoon around Hunter and his father remained intact.
        In the end, it is not the possible crime by Biden but the demonstrable collusion by the media that is more of the story from these interviews.
        Here is the column:
        […]

        The article by NPR senior editor and correspondent Ron Elving [ör-Presse] stated categorically: “The laptop story was discredited by U.S. intelligence and independent investigations by news organizations.” That is entirely and demonstrably false. Widely criticized for that false statement, NPR issued a tepid “correction” for the article that now states: “Numerous news organizations cast doubt on the credibility of the laptop story.”
        https://jonathanturley.org/2021/04/02/npr-corrects-false-hunter-biden-claim-but/
        […]
        The media did little better with the facts confirmed by Hunter. The media now has facts implicating Hunter not just in a federal crime but in the very crime the administration is making a priority as a policy matter. In his book and in interviews, Hunter says he continued to use drugs during campaign season. He wrote in 2019 that he was “done with the world of politics, of figuring out how to go out on the campaign trail with dad, if it came to that, as I would have in any other election year. I was a crack addict and that was that.”

        Yet reporters appear to forget that basic journalism means asking about ramifications for his most recent scandal, including his possible action of a federal gun offense. Many of these are the very same reporters or news outlets that ran speculations about crimes allegedly committed by the family of Donald Trump. His latest scandal involves a missing gun and raises the issue of drug use and a possible felony. The Secret Service is said to have intervened in the incident, though it denies that, after a gun was thrown into a trash bin in Wilmington by Hallie Biden, widow of the deceased brother of Hunter. At the time, she was in a relationship with Hunter and had feared what he might do with the gun.

        To get the revolver back, Biden answered “no” on the firearms transaction record that asked whether he was an “unlawful user of, or addicted to” a narcotic drug or any other controlled substance. Lying on that federal form can lead to prosecution under several provisions. The United States code makes it a crime punishable by up to 10 years in prison to “make any false or fictitious oral or written statement” to obtain firearms. Although prosecutions are rare, the commission of a possible felony by the son of a president is presumably news, especially when that president is voicing the need to tighten and enforce our gun control laws.

        Yet none of this matters when you are in the business of shaping rather than reporting news.
        […]

        https://jonathanturley.org/2021/04/05/the-hunter-biden-show-why-bidens-most-beautiful-thing-may-be-media-collusion/

        Die Schußwaffen-Story stammt übrigens vom Mainstream-Medium Politico:

        https://www.politico.com/news/2021/03/25/sources-secret-service-inserted-itself-into-case-of-hunter-bidens-gun-477879

        Und ich habe die Geschichte so verstanden, daß Hunter Biden beim Waffenerwerb im Jahr 2018 log, und daß seine damalige Geliebte die Waffe danach in eine Mülltonne warf, wo sie abhandenkam. Was der Secret Service vertuschte.

        Es blieb den verschmähten Fox News überlassen, sich über den Medien-Blackout der MSM lustig zu machen. Unsere „Korrespondenten“, deren Anwesenheit in den USA gar nicht erforderlich ist, sollten mehr solche Sendungen gucken:

        ‚The Five‘ slam Hunter Biden: ‚Hard to believe he can’t identify laptop‘
        •03.04.2021
        Fox News
        7,05 Mio. Abonnenten
        Hunter Biden said he’s not sure if it’s his laptop, but it could be; ‚The Five‘ reacts. #FoxNews

        Wer eine Stunde Zeit hat, möge diesem Vortrag der brillianten unabhängigen Journalistin Sharyl Attkisson zum Niedergang des US- (und damit auch des deutschen) Journalismus‘ lauschen:

        Slanted Journalism and the 2020 Election | Sharyl Attkisson
        1.981.140 Aufrufe
        •24.02.2021
        Hillsdale College
        Sharyl Attkisson Author, Slanted: How the News Media Taught Us to Love Censorship and Hate Journalism This speech was given at a Hillsdale College National Leadership Seminar on February 19, 2021, in Phoenix, Arizona.

        Weshalb das Medienvertrauen in den USA natürlich rapide gesunken ist – auch bei den Independents, die zusammen mit den Republikanern 2/3 des Publikums bilden:

        Jetzt verlieren allerdings auch die Dems-Medien an Zuspruch, weil der einigende Feind Trump, der tagtäglich angegriffen wurde, weniger präsent ist. Er war DER Quotenbringer.

        Die Falschberichterstattung der Dems-Medien über das Minneapolis Verfahren gegen den angeblichen George Floyd-Mörder, den Ex-Polizeibeamten Chauvin (ein Bauernopfer zur Beruhigung der Lage, die durch Ausschreitungen in Minneapolis gekennzeichnet war), wird noch üble Folgen haben.

        Denn nichts ist klar in diesem ikonischen BLM-Fall, der zu den größten Ausschreitungen mit den meisten Schäden in den USA seit Jahrzehnten führte (nicht nur bei uns berichtet als „mostly peaceful protests“):

        Hier sieht man das entsprechende Kreuzverhör:

        Hat man das je erlebt, daß die Staatsanwaltschaft den eigenen Obduzenten-Bericht zurückzieht, weil der nicht dem Narrativ der Anklage entspricht, da Floyd tatsächlich an einer Fentanil-Überdosis starb?

        April 5, 2021

        Prosecutors Ask Jurors To Dismiss George Floyd Autopsy Findings

        I previously wrote that the key to conviction in the Derek Chauvin trial (and avoiding a cascading failure in all four cases) is the autopsy findings and the role of drugs (including fentanyl) in the body of George Floyd. Prosecutors are now asking the jury to effectively dismiss the findings of the only official autopsy in the case and insist, contrary to those findings, that Floyd died from asphyxia, or, lack of oxygen. Some new disclosures may make that claim more difficult for the prosecution.
        […]
        ►Andrew Baker, Hennepin County’s chief medical examiner, strongly suggested that the primary cause was a huge amount of fentanyl in Floyd’s system: “Fentanyl at 11 ng/ml — this is higher than (a) chronic pain patient. If he were found dead at home alone & no other apparent causes, this could be acceptable to call an OD (overdose). Deaths have been certified w/levels of 3.” Baker also told investigators that the autopsy revealed no physical evidence suggesting Floyd died of asphyxiation.

        ►The toxicology report on Floyd’s blood also noted that “in fatalities from fentanyl, blood concentrations are variable and have been reported as low as 3 ng/ml.” Floyd had almost four times the level of fentanyl considered potentially lethal.

        ►Floyd notably repeatedly said that he could not breathe while sitting in the police cruiser and before he was ever restrained on the ground. That is consistent with the level of fentanyl in his system that can cause “slowed or stopped breathing.”
        […]

        https://jonathanturley.org/2021/04/05/prosecutors-ask-jurors-to-dismiss-george-floyd-autopsy-findings/

        Es gibt weitere Informationsquellen:

        Chauvin Trial Day 6 Wrap-Up: Chief Says Neck Restraint Not Trained, But Does It Matter?
        Not trained doesn’t mean wrongful, and even wrongful doesn’t mean cause of death
        Posted by Andrew Branca Monday, April 5, 2021 at 11:08pm

        Welcome to our ongoing coverage of the Minnesota murder trial of Derek Chauvin, over the in-custody death of George Floyd. I am Attorney Andrew Branca for Law of Self Defense, providing guest commentary and analysis of this trial for Legal Insurrection.

        Overview

        Today’s court proceedings brought us a mere three state’s witnesses, although undoubtedly the state considered them among their most important.

        The first was Dr. Bradford Wankhede Langenfeld, the emergency room physician who treated Floyd, and whose testimony did literally nothing to diminish the theory that Floyd died of impaired respiratory function induced by Fentanyl overdose. Like every witness to date, Dr. Langenfeld’s testimony had the appearance of being compelling right up until it was subject to “the rest of the story” on cross-examination.

        Much the same could be said of what might be referred to as today’ star witness, Minneapolis Police Chief Medaria Arradondo. Chief Arradondo gave the prosecution the headline quote they’d certainly prepared for — effectively, Chauvin’s neck restraint was outside MPD policy, period! — but again much of the apparent power of this quote was gutted on cross-examination by Nelson. The fact that the media will only cover direct questioning, however, and will substantively ignore cross-examination has real implications for race relations in America generally and for urban infrastructure in the immediate aftermath of this case, specifically.

        The final witness of the day was relatively brief, and that was Katie Blackwell, Commander of the MPD Training Division around the time of May 25, 2020, the date of Floyd’s in-custody death. Like Arradondo she, too, testified to the effect that she didn’t recognize Chauvin’s neck restraint as being consistent with MPD policy — “I don’t recognize that,” were here exact words. Nevertheless, that’s a far cry from the technique constituting murder, for reasons I’ll discuss below.
        […]

        https://legalinsurrection.com/2021/04/210405-li-show-chauvin-trial-day-5-wrap-up-chief-says-neck-restraint-not-trained-but-does-it-matter-not-trained-doesnt-mean-wrongful-and-even-wrongful-doesnt-mean-cause-of-death/

        Die hier angeriffenene Falschberichterstattung der MSM ist umso gefährlicher, als es seit den schlimmen Ausschreitungen in Minneapolis dort bereits eine „autonome Zone“ gibt, in die die Polizei keinen Zutritt hat. Und von dort gibt es Drohungen, daß die damaligen Ausschreitungen um ein Vielfaches überschritten werden würden, sollte Chauvin nicht verurteilt werden. Es ist überhaupt ein Unding, daß der Fall in Minnealopis verhandelt wird: jeder Juror muß Angst haben, sofern er nicht dem gewalttätigen Mob entsprechend urteilt. Denn kein Juror kann sicher sein, nicht ausfindig gemacht zu werden.

        Wie die Democrats-Medien über den Prozeß berichten, kann man nur ahnen:

        Denn so titelte die WaPo am 6.4.2021

        Chauvin trial resumes after police chief condemns officer for ‘absolutely’ violating policy while restraining Floyd
        Live updates ● By Timothy Bella and Kim Bellware ● Read more »

        Die Ära des medialen Feindbildes der Trumpanhänger als „domestic terrorists“, wie vom Biden beherrschten FBI und DOJ und von den gehorsamen Medien verbreitet, neigt sich ohnehin seinem Ende zu:

        Überhaupt haben Gerichte die politische Verfolgung von Trump-Anhängern beim harmlosen „Sturm“ auf das Capitol zuletzt gestoppt.

        Leider kann ich diesen WaPo-Artikel ohne Abo nicht lesen:

        In key showdown, U.S. judge tests prosecutors’ claims that Proud Boys leaders planned Jan. 6 Capitol breach
        By Spencer S. Hsu and Rachel Weiner ● Read more »

        https://www.washingtonpost.com/local/legal-issues/proud-boys-detention-hearing/2021/04/05/f2d8db02-92f9-11eb-a74e-1f4cf89fd948_story.html

        Logo haben die „Proud Boys“ sich auf einen Zusammenstoß mit der gewalttätigen Antifa vorbereitet – und sonst nichts. Aber BLM und Antifa sind ja die „Guten“, wie bei uns auch. 😉

        • Ein Update zu dem widerlegten Schmierstück von 60-Minutes gegen den Florida-Gouverneur, der angeblich die Supermarkt-Kette Publix mit einem staatlichen Impfauftrag für deren Apotheken versehen habe, weil die Kette zuvor 100.000 Dollar für dessen Wahlkampf gespendet habe:

          https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92266
          [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92266

          Die „Verteidigung“ von 60-Minutes sieht so aus:

          Upps! Auf einmal geht es um Rassismus? In Florida wurden flächendeckend zuerst die Senioren geimpft, und die Rentner in Florida sind eben mehrheitlich weiß und reich.

          Tatsächlich hatte der Sender – öffentlich! – mit DeSantis gesprochen, nur daß er alles herausgeschnitten hat, was ihm nicht in den Kram paßte:

          https://rumble.com/vfdv1z-deception-what-60-minutes-showed-vs.-what-desantis-actually-said.html

          Daß woanders, nämlich in NY und durch IBM, auch nur mit Wasser gekocht wird, mag beruhigen:

          New York’s vaccine passport program is already failing
          The Cuomo-IBM idiocracy can’t produce a good product.

          Liberty advocates, rejoice! The idiocracy is going to save us from another form of COVID tyranny. Thanks to a combination of bungling authoritarians and decaying legacy corporations, these entities are simply too incompetent to pull off a functioning vaccine passport program.
          […]

          https://dossier.substack.com/p/new-yorks-vaccine-passport-program

          Das Stück von Jordan Schachtel liest sich sehr vergnüglich: was die App alles nicht kann, erinnert doch sehr an deutsche Zustände. 😉

          Was mir die NZZ heute zutrug, ist allerdings weniger vergnüglich: wie lange dauert die #Osterruhe in Deutschland eigentlich?

          • Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet am Mittwochmorgen 9677 Neuinfektionen und 298 neue Todesfälle. Es weist jedoch darauf hin, dass die Zahlen aufgrund der Osterfeiertage nur eingeschränkt aussagekräftig seien. Vor einer Woche waren 17 051 Neuinfektionen und 249 neue Todesfälle gemeldet worden. Die Sieben-Tage-Inzidenz lag am Mittwoch bundesweit bei 110,1. In Deutschland haben sich seit Beginn der Pandemie 2,9 Millionen Menschen angesteckt, 77 401 sind im Zusammenhang mit dem Virus gestorben. Zu den neusten Entwicklungen

        • „Da ist der konservative Jura-Prof Turley näher dran an der Wahrheit:..“

          Da haben Sie sich offenbar nur ‚gedanklich vertan“, denn der lebenslange Democrat Turley wäre mit der Einordnung sicher nicht zufrieden, obwohl er natürlich mehr ‚konservativ‘ urteilt, eben weil er rechtsstaatliche Grundsätze beherzigt und die Wahrheit spricht!

          „Wie die Democrats-Medien über den Prozeß berichten, kann man nur ahnen.“

          Außer natürlich man verfolgt die Berichterstattung auf die eine oder andere Weise.
          Die tägliche LIVE Übertragung bei CNN reicht mir absolut, weshalb ich bei den späteren Einlassungen der Moderatoren und ‚Experten‘, Kommentatoren lieber weghöre, die gebetsmühlenartig ausschließlich den “ 9+Minutenlangen Mord durch knien auf Floys Hals“ predigen, wobei Wolf Blitzer nun schon zur „almost 10 minutes“ Sprachregelung überging.
          Ich verschone den Bog von Details oder Tweets.

    • Dietmar Nisch hatte geantwortet:

      „Danke und mit gesunden Grüßen zurück.“

      Nachdem ich Ihre Linkkorrektur eingearbeitet hatte, verschwand diese Nachricht leider. Sorry!

      Ich grüße ebenfalls zurück und wünsche allen, daß das Wetter überall so grauslich sein möge wie hier: kalt und grau und regnerisch-trübe, denn dann kommt man auf keine „dummen Gedanken“ und mutiert ganz von selbst zum Stubenhocker. „Ruhig“ war es eh nicht an der Nachrichtenfront. Die beiden Fronten machen noch mal so richtig Stimmung…

      Ein Rückblick auf das Merkel-Will-„Gespräch“ und die Selbsteinschätzung der ZEIT-Journalisten Marc Brost, was die Bedeutung seiner Zunft angeht:

      Ich sehe mich als „normalen“ Zuschauer, war aber in der Lage, den Auftritt genauso einzuschätzen wie Flügge:

      An der doofen Presse leidet wiederum Herr Drosten sehr – an der Politik sowieso:

      Es fehlt vor allen Dingen auch der juristische Sachverstand, ansonsten wäre es zu einer spontanen Feiertagserfindung nicht gekommen.

      Ist das etwa kein Holzhammer, den er nun zum wiederholten Mal schwingen möchte? Während er doch den unzureichenden „Wellenbrecher“ von Anfang November zur Ermöglichung eines familienfreundlichen Weihnachtsfestes jubelnd begrüßt hatte? 😉

      Eine wohlfeile Kritik: was stimmt denn nun nicht in diesem Artikel? Aber Karl Lauterbach stimmt Drosten selbstverständlich zu – er ist ja ein Blasenteilnehmer:

      Womit wir bei diesem Lautsprecher wären:

      Doppelt so hoch? Das sollte wohl ein Witz sein. Im übrigen glaubt er noch der NYT, die ein Propaganda-Organ der Democrats ist. Und die neue von Biden berufene CDC-Chefin Walensky mit ihrer Warnung vor einer 4. Welle und einem drohenden „Verhängnis“ ist ausschließlich Politikerin, die sogar von Fauci in die Schranken gewiesen wurde.

      Hier eine Corona-Presseschau von „The Hill“ vom 2.4.2021 – und „The Hill“ gehört natürlich auch zu den Democrats-freundlichen Leitmedien:

      The Hill’s Morning Report – Biden may find zero GOP support for jobs plan
      By Alexis Simendinger and Al Weaver – 04/02/21 06:19 AM EDT
      […]
      CORONAVIRUS: The country is staring down a crucial stretch in the effort to corral the COVID-19 pandemic as it engages in an Olympic-style race to vaccinate Americans amid rising case totals that threaten a fourth wave.

      The United States’s rapid administration of vaccines is giving the country a good backstop against the recent uptick in infections. More than 3 million Americans received shots on Thursday, with a seven-day average of 2.9 million doses per day. However, as The Hill’s Peter Sullivan writes, there is considerable risk in the short-term as infections are on the rise in the Northeast and in various U.S. hot spots.

      The surges are coming as governors, even those in Democratic-led states, are rolling back restrictions, despite the Biden administration recommending otherwise. The moves are a big concern especially as variants fuel the rise in new infections.

      For example, take Michigan, which has the highest per capita rate of new cases in the country. Hospitalizations have spiked from around 900 statewide at the beginning of March to almost 2,000 by the end of the month, according to data from the Covid Act Now tracking site.

      “If you’d asked me a month ago, I was really optimistic about where we are headed,” said Preeti Malani, an infectious diseases expert at the University of Michigan. But right now, she said, “Michigan’s numbers look terrible.”
      https://thehill.com/policy/healthcare/546082-us-faces-pivotal-moment-in-covid-19-fight

      [Das von einer Demokratin regierte Michigan hatte zuvor einen monatelangen harten Lockdown – das entwöhnt das Immunsystem der Menschen offenbar.]

      The Hill: Anthony Fauci on CDC Director Rochelle Walensky’s COVID-19 warning: I don’t know if I would have used “impending doom.”
      https://thehill.com/policy/healthcare/545973-fauci-on-cdc-directors-covid-19-warning-i-dont-know-if-i-would-have-used
      […]

      On the vaccine push, there was more good news on Thursday from Pfizer and BioNTech. A day after they reported that their COVID-19 vaccine is extremely effective for children, the companies released new findings showing that the shot also works well against the South African variant. [Die eh übertrieben wurde.]
      „These data also provide the first clinical results that a vaccine can effectively protect against currently circulating variants, a critical factor to reach herd immunity and end this pandemic for the global population,” said Ugur Sahin, BioNTech’s CEO and co-founder.

      The new set of data from Pfizer and BioNTech’s phase three trial also shows that the shot has high levels of protection for at least six months. The exact length is not known, and only will be as time moves on. The companies are expected to apply to the Food and Drug Administration (FDA) soon for full approval, having been granted emergency use authorization in early December (NBC News).
      https://www.nbcnews.com/news/us-news/pfizer-says-trials-suggest-covid-vaccine-works-against-south-african-n1262710

      https://thehill.com/homenews/morning-report/546122-the-hills-morning-report

      Selbst in Kalifornien wird gelockert, während sein Lockdown-King, der Democrats Gouverneur Newsome, seinem Abwahlverfahren entgegensieht:

      1.4.2021
      California counties ease restrictions as COVID-19 cases fall
      By JANIE HAR and STEFANIE DAZIO

      […]

      https://apnews.com/article/los-angeles-california-coronavirus-pandemic-41154240aacd29f1c78a5e2ce57cade6

      Ein besonders schönes Beispiel für die Effektivität von Maßnahmen und haltlosen theoretischen Annahmen.

      Zurück zu Lauterbach, der in der ZEIT vom 30.3. ein denkwürdiges Interview gab:
      Karl Lauterbach

      „Die Leute sind doch nicht dumm“
      Exklusiv für Abonnenten

      Die einen wollen ihn als Gesundheitsminister, die anderen hassen ihn. Karl Lauterbach, Mediziner und SPD-Politiker, über Fehler in der Pandemie und warum er trotz allem keine Frau sucht. Interview: Cathrin Gilbert und Tina Hildebrandt
      DIE ZEIT Nr. 14/2021 30. März 2021, 16:58 Uhr editiert am 4. April 2021, 15:27 Uhr

      […]
      ZEIT: Sie haben inzwischen Personenschutz. Stört Sie der Verlust Ihrer Freiheit?

      Lauterbach: Darüber möchte ich nicht sprechen. Aber ich habe meine Strategie zur Bewältigung der Pandemie komplett geändert. Ich war früher oft ein Einzelkämpfer. Nun arbeite ich im Verbund mit anderen Wissenschaftlern und Leuten, die eine ähnliche Einstellung haben wie ich.

      ZEIT: Unter denen sind unter anderem der Virologe Christian Drosten, der Physiker Dirk Brockmann oder die Virologin Melanie Brinkmann. Keiner von ihnen ist momentan öffentlich so sichtbar wie Sie.

      Lauterbach: Die sind schon sehr viel zu sehen, aber ich bin eben der Einzige, der Politiker und Wissenschaftler zugleich ist. Die Zusammenarbeit mit den anderen ist auch deshalb wichtig, damit ich mich nicht zu sehr verrenne in Lösungsvorschläge, die nicht funktionieren würden. In der Konsequenz bin ich für eine radikale Minderheit eine totale Hassfigur. Das ist wohl der Preis, den ich zahlen muss.
      […]

      https://www.zeit.de/2021/14/karl-lauterbach-spd-corona-politik-lockdown-pandemie/komplettansicht

      Für eine gefühlte Mehrheit ist er eigentlich nur eine Clown-Figur. Und natürlich arbeitet er mit einer Blase von Medien-Lieblingen zusammen, wobei die Medien in ihrer übergroßen Mehrheit den No-Covid-Holzhammer fordern, der nur in Modellen funktioniert.

      Was für ein unwissenschaftlich daherfaselnder Propagandist er ist, zeigt er hier:

      ZEIT: Sie sind häufiger als die meisten anderen Politiker in Talkshows vertreten. Es gibt schon Hashtags in den sozialen Medien wie #KarlLauterbachwiederbeiLanz oder #WirWollenKarl. Verbrauchen Sie sich nicht durch Ihre Omnipräsenz?

      Lauterbach: Ich habe drüber nachgedacht und entschieden: Nein. Ich gehe nur in Talkshows, wenn ich eine spezielle Nachricht habe oder etwas erklären will. Zum Beispiel, warum wir jetzt eine Ausgangsbeschränkung ab 20 Uhr umsetzen sollten.

      ZEIT: Warum sollten wir das? Es ist doch eh alles dicht, wo man feiern kann.

      Lauterbach: Wir sehen anhand von teilanonymisierten Handydaten, dass viele Leute abends ins Taxi oder in ihre Autos steigen, durch die Städte fahren. Und dann sieht man für ein paar Stunden Handys in Wohnungen zusammen, die man normalerweise nicht zusammen sieht. Die bleiben für ein paar Stunden und fahren wieder zurück. Die Leute gehen eben nicht nur noch mit der Ehefrau um den Block und reden über den anstrengenden Tag, wie die FDP sich das vorstellt, sie führen auch nicht alle nur ihre Hunde aus. Die gehen zu Freunden, entkorken vielleicht die eine oder andere Weinflasche, essen zusammen. Restaurantbesitzer berichten, dass sie jeden Abend in kleine Wohnungen Speisen für bis zu acht Leute bringen. Das gönne ich jedem, aber das ist gefährlich.
      […]

      https://www.zeit.de/2021/14/karl-lauterbach-spd-corona-politik-lockdown-pandemie/komplettansicht

      Upps! Man sieht Handys zusammen, die man ansonsten dort nicht sieht?

      Man kommt aus dem Lachen nicht mehr heraus: das Propaganda-Tool „Correctiv“, für Facebook-Löschungen zuständig, mag zwar in seiner Einschätzung vom 1.4.2021 richtig gelegen haben – aber darum, was die Corona-App kann, geht es ja gar nicht:

      Faktencheck
      Die Corona-App erstellt keine Bewegungsprofile – Aussage von Karl Lauterbach wird falsch interpretiert

      Auf Facebook sorgt ein Zitat von Karl Lauterbach für Aufregung. Es wird behauptet, er habe sich „verplappert“ und aus Versehen zugegeben, dass die Corona-Warn-App Bewegungsprofile erstelle. Das stimmt nicht.
      von Alice Echtermann
      01.April 2021

      Behauptung
      Karl Lauterbach habe zugegeben, dass die Corona-Warn-App Bewegungsprofile erstelle, mit denen die Menschen überwacht werden.
      Aufgestellt von: Facebook-Beiträge
      Datum: 30.03.2021

      Bewertung

      Falsch. Die Corona-Warn-App erstellt keine Bewegungsprofile. Karl Lauterbach sprach von anonymen Mobilfunkdaten, die für ein Forschungsprojekt genutzt werden.

      […]
      Auch AfD-Politiker und -Verbände sowie die Webseite „AfD Kompakt“ verbreiteten diese Interpretation. Die Behauptung vom Überwachungsstaat ist jedoch irreführend, und die Aussage über die Corona-Warn-App ist falsch. Lauterbach sprach von anonymisierten Daten der Mobilfunkanbieter, die für zahlreiche Zwecke genutzt werden können.

      Das Zitat von Karl Lauterbach stammt aus der Sendung WDR 5 Morgenecho vom 29. März. Lauterbach bezog sich dabei auf die Möglichkeit, eine nächtliche Ausgangssperre in Betracht zu ziehen, um Kontakte zu reduzieren. Aus Bewegungsdaten wisse man, dass auch abends viele Treffen stattfinden.
      https://www1.wdr.de/nachrichten/themen/coronavirus/corona-treiber-pandemie-infektionen-100.html

      […]
      „Eine Bewegung wird vom Mobilfunkanbieter erkannt, wenn sich eine Person zwischen Funkzellen bewegt hat“, heißt es weiter.


      Auszug aus den Informationen zum Projekt „Covid-19 Mobility“ der Humboldt-Universität Berlin und des RKI (Screenshot und Markierung: CORRECTIV.Faktencheck)

      […]

      https://correctiv.org/faktencheck/2021/04/01/die-corona-app-erstellt-keine-bewegungsprofile-aussage-von-karl-lauterbach-wird-falsch-interpretiert/

      Und diesen Beitrag zieht er nach seinem ZEIT-Interview heran, in dem er Handys irgendwo verortete, wo sie normalerweise nicht hingehören??

      Und auch die Humboldt-Uni, auf die er sich beruft, widerspricht ihm:

      Die folgende Grafik zeigt die durchschnittliche Mobilität in Deutschland im Tagesverlauf. An ihr lässt sich abschätzen, welcher Teil der Mobilität durch eine mögliche Ausgangssperre betroffen sein könnte.

      Erfasst sind alle Bewegungen innerhalb von Kreisen in Deutschland (lokale Mobilität). Für jede Stunde ist die durchschnittliche Anzahl an Bewegungen angegeben, die in dieser Stunde begannen. Die Anzahl ist gemittelt über die ersten drei Märzwochen 2021 (1.3-21.3.2021).

      Man sieht dass ein relativ geringer Anteil der Mobilität (7,4%) in den Zeitraum von 22:00 Uhr bis 5:00 Uhr fällt, welcher oft für die Anwendung einer Ausgangssperre diskutiert wird.
      Wenn der Zeitraum ausgeweitet wird auf beispielsweise 20:00 Uhr bis 5:00 Uhr steigt der betroffene Anteil der Mobilität geringfügig auf 12,3%.

      Zu beachten ist, dass bei einer Ausgangssperre nicht 100% der Bewegungen im Zeitraum der Sperre wegfallen. Zudem gibt es vermutlich Ausweicheffekte, zum Beispiel dadurch, dass einzelne Trips auf den Zeitraum außerhalb der Ausgangssperre verlagert werden.

      https://www.covid-19-mobility.org/reports/mobility-curfew/

      Besuche innerhalb von Mietshäusern oder der fußläufigen Nachbarschaft ohne Wechsel der Funkmastzelle werden ebensowenig erfaßt wie Distanzbesuche vor Beginn der Ausgangssperre mit Übernachtung bei den Besuchten. Ganz abgesehen davon, daß Ausgangssperren nicht zu überwachen sind. Reine Symbolpolitik, die auch in Nachbarländern zu nichts geführt haben.

      Auch dies wäre reine Symbolpolitik gewesen.

      Wir nähern uns immer mehr den USA an:

      Der Corona-Versager, der Democrats NY Gouverneur Cuomo, der sich gerade einer zehnten Anklägerin gegenübersieht:

      und der dennoch von Parteikollegen und den Leitmedien geschont wird, vergleicht sich mit dem republikanischen Abgeordneten Gaetz, über den die Medien und Dems-Politiker herfallen?

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-25/#comment-92247
      [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-25/#comment-92247

      Die Kreierung einer 2-Klassen-Gesellschaft ist natürlich reine Politik, da kann man sich nichts vormachen – obwohl Freiheit der Normal-Zustand ist und deren Beschränkung der Begründung bedarf. Das scheint nach einem Jahr der Einschränkung der Grundrechte in Vergessenheit geraten zu sein.

      Und derlei politische Umschreibung der Geschichte eh:

      Die Biden Strategie sieht so aus:

      Male den Teufel an die Wand, damit sich möglichst viele Menschen impfen lassen, und eröffne ihnen fantastische Freiheitsmöglichkeiten, wenn sie denn geimpft sind. In der Zwischenzeit müssen alle Öffnungen bekämpft werden, denn wenn Öffnungen ohne Impfung durchgezogen werden, sinkt die Impfbereitschaft.

      Diese politische Botschaft hat die Biden-Direktorin Walensky der CDC offensiv vertreten. Nur um vom Apparat in den Senkel gestellt zu werden:

      CDC reverses statement by director that vaccinated people are no longer contagious
      “We are continuing to evaluate the evidence,” a CDC spokesman said.
      By
      Joseph Guzman | April 2, 2021
      Story at a glance

      • “We’re vaccinating so very fast, our data from the CDC today suggests, you know, that vaccinated people do not carry the virus, don’t get sick, and that it’s not just in the clinical trials but it’s also in real world data,” CDC Director Rochelle Walensky said.

      • The CDC later told The New York Times Walensky was speaking broadly during the interview.
      The Centers for Disease Control and Prevention (CDC) is clarifying claims made by the agency’s director that people vaccinated against COVID-19 will not become infected with the coronavirus or spread it to others.

      In an interview with MSNBC’s Rachel Maddow earlier this week, CDC Director Rochelle Walensky cited a study from the agency released Monday that found people who received both doses of both Pfizer and Moderna’s vaccine were 90 percent less likely to be infected with the virus.
      ________________________________________
      https://www.msnbc.com/transcripts/transcript-rachel-maddow-show-3-29-21-n1262442

      “We can kind of almost see the end,” Walensky told Maddow. “We’re vaccinating so very fast, our data from the CDC today suggests, you know, that vaccinated people do not carry the virus, don’t get sick, and that it’s not just in the clinical trials but it’s also in real world data.”
      Walensky went on to emphasize the importance of vaccinated people to continue wearing masks and social distancing.
      The claim, however, prompted criticism from some scientists who said while transmission from vaccinated people may be unlikely, there is not enough data to claim those vaccinated are completely protected and can’t carry the virus and spread it to others.

      “It’s much harder for vaccinated people to get infected, but don’t think for one second that they cannot get infected,” Paul Duprex, director of the Center for Vaccine Research at the University of Pittsburgh, told The New York Times.

      “If Dr. Walensky had said most vaccinated people do not carry virus, we would not be having this discussion,” John Moore, a virologist at Weill Cornell Medicine in New York, told the outlet.
      “What we know is the vaccines are very substantially effective against infection — there’s more and more data on that — but nothing is 100 percent.”

      The CDC later told the Times Walensky was speaking broadly during the interview.
      “It’s possible that some people who are fully vaccinated could get COVID-19. The evidence isn’t clear whether they can spread the virus to others. We are continuing to evaluate the evidence,” a CDC spokesman told the Times.
      […]

      https://thehill.com/changing-america/well-being/546234-cdc-reverses-statement-by-director-that-vaccinated-people-are-no

      Man muß sich schon wundern über diese völlig neuen Presseallianzen. Was einmal mehr bedeutet: um „Wissenschaft“ geht es in keinem Fall.

      Bei uns haben Politiker keine Ahnung:

      Und es gibt störende Stimmen ion der allgemeinen Hysterie:

      +++ Corona-News am Freitag +++
      Der Überblick am 2. April.

      Krankenhausgesellschaft: Überlastungsszenarien nicht zielführend

      14.30 Uhr: Der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Krankenhausgesellschaft, Gerald Gaß, hat die »andauernden Überlastungsszenarien« in Krankenhäusern und auf Intensivstationen als »nicht zielführend« bezeichnet.

      »Eine totale Überlastung unseres Gesundheitssystems oder gar Triage wird es in den kommenden Wochen absehbar nicht geben. Es droht auch kein Ende der Versorgung«, sagte er der »Bild«-Zeitung. »Jeder Schwerkranke – egal ob Covid oder nicht – wird eine angemessene Versorgung in den Kliniken erhalten.«
      Selbst mehr Covid-Patienten als auf dem Höhepunkt der zweiten Welle »hieße keine Überlastung«. »De facto haben wir mehr Kapazitäten auf den Intensivstationen als in der zweiten Welle. Das große Problem der Corona-Ausfälle und Quarantäne-Anordnungen innerhalb der Belegschaft fällt quasi weg.«
      Zudem gebe es effektive Steuerungselement: »Im Notfall müssen wir die Regelversorgung wie in der ersten Welle herunterfahren und die Kapazitäten auf die Versorgung von Covid-Patienten konzentrieren.«

      https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-news-am-freitag-sao-paulo-raeumt-alte-graeber-fuer-neue-covid-tote-a-818540c8-57c1-4fc4-a9d8-411889e50d6e

      Da mußte der DIVI-Präsident Karagiannidis, der über die Zahlen der freien Intensiv-Betten frei verfügen kann und der ein Ärzte- und Personal-Funktionär ist, natürlich gegenschießen:

      Seine Zahlen sind absolut irrelevant.

      Man halte sich an Praktiker wie den von Söder wegen zu viel Kritik abgesetzten Gesundheitsamtsleiter:

      Oder diesen Krankenhaus-Kinderarzt:

      [Thread]
      […]

      Bredow im SPIEGEL hatte behauptet, PIMS-Fälle seien auf Covid-19-Infektionen zurückzuführen, wofür sie freilich keine Beweise beibrachte.

      Damit wäre auch diese Propaganda der „gefährlichen britischen Mutane“ widerlegt. Sie dürfte mittlerweile bei uns auch schon 100% betragen, gäbe es bei uns ein Interesse an harten Daten. Dem ist allerdings nicht so:

      Stellungnahme der DGKH
      FFP2-Maskenpflicht in Berlin gefährdet mehr als dass sie nützt
      31. März 2021
      Lesen Sie hier die vollständige Stellungnahme

      Der Beschluss des Berliner Senats, ab heute, Mittwoch, den 31. März 2021, eine FFP2-Maskenpflicht im öffentlichen Leben einzuführen, wird aus Sicht der DGKH sehr kritisch gesehen und bedarf dringend der Überprüfung. Er gefährdet mehr als dass er nützt.

      Die DGKH hat bereits im Januar anlässlich eines ähnlichen Beschlusses in Bayern kritisch zu einer FFP2-Maskenpflicht in der Öffentlichkeit Stellung genommen und wiederholt diese nochmals.

      FFP2-Masken sind Hochleistungs-Atemschutzmasken, die für den Arbeitsplatz bestimmt sind. Nur bei korrekter Anwendung übertrifft ihre Wirksamkeit im Allgemeinen jene von chirurgischem Mund-Nasen-Schutz.

      Entscheidend ist, dass die Maske angepasst ist, auf dichten Sitz überprüft wurde und dass das Tragen geschult wurde. Die neue Technische Regel Biologischer Arbeitsstoffe TRBA 255 (die für den Arbeitsplatz und hier speziell Pandemien gilt) fordert ausdrücklich, dass aus mehreren Maskentypen ausgewählt werden kann, damit die für die Gesichtsform optimale Maske benutzt wird. Ferner wird eine Schulung gefordert; diese ist auch unbedingt nötig, wie die Erfahrungen mit dem FFP2-Maskentragen bei Beschäftigten im Gesundheitswesen zeigen.

      Für die Bevölkerung besteht weder die Möglichkeit, die passende Maske auszuwählen, noch erfolgt eine Schulung. Im Allgemeinen werden daher die Masken nicht korrekt getragen und verlieren somit die Schutzwirkung. Wenn bei der FFP2-Maske über Leckage geatmet wird, dann geht die Schutzwirkung weitgehend verloren und ist deutlich schlechter, als wenn ein gut angepasster chirurgischer Mund-Nasen-Schutz getragen wird.

      Darüber hinaus erfordert eine korrekt getragene FFP2-Maske, die dem Gesicht eng anliegt, eine erhebliche Atemarbeit, die bereits bei geringer Anstrengung spürbar und bei stärkerer körperlicher Belastung deutlich beeinträchtigend wird und zu Luftnot führt. Viele Mitbürgerinnen und Mitbürger verleitet diese Atemerschwernis zum falschen Tragen und zum Atmen durch die Leckagen. Dies betrifft besonders ältere Personen und Personen mit Lungen- oder Herzerkrankungen.

      Für diese bedeutet das FFP2-Masken-Tragegebot, dass sie entweder das Haus nicht verlassen können, dass sie im Falle des Nichtragens von Masken in der Öffentlichkeit ein Bußgeld bezahlen müssen, oder dass sie die Maske so tragen, dass sie atmen können – das heißt, dass die Maske nicht dicht sitzt. Damit sind sie ungeschützt.
      Der Beschluss des Berliner Senats zu einem FFP2-Masken-Tragegebot gefährdet die Bevölkerung.
      Pressekontakt

      Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene e.V. (DGKH)
      https://www.krankenhaushygiene.de/informationen/824

      „Damit sind sie ungeschützt.“ ist eh falsch. Lautet das Mantra doch, daß Maskenträger andere vor der eigenen Ansteckungsgefahr schützen – was selbst die WHO negiert hat:

      Und so sieht man ständig maskentragende Politiker, die Abstände nicht einhalten, wie hier den österreichischen Botschafter in den USA:

      Handwerkliche Fehler in Deutschland sind Legion:

      Das ist schon erstaunlich, wen das RKI da alles als Covid-19-Verstorbene listet. So kriegt man natürlich nie eine realistische und zeitnahe Einschätzung von Maßnahmen hin.

      Bei der FAZ wird auch, im Gegensatz zu den meisten Medien, rational agiert:

      in falsches Bild vom Ausland
      Vorsicht bei den Covid-Inzidenzzahlen
      • Ein Kommentar von Christian Schubert, Paris
      • -Aktualisiert am 03.04.2021-15:48

      Vor allem in internationalen Vergleichen wird die sehr unterschiedliche Höhe der vorgenommenen Tests oft nicht berücksichtigt. Das kann zu einem verzerrten Bild mit vielen schädlichen Folgen führen.

      Es ist Ostern, doch die Pandemie lastet auf dem Fest der Hoffnung. Viele richten den Blick auf die meist täglich veröffentlichten Inzidenzzahlen, die über das Ausmaß der Ansteckungen gemessen an der Bevölkerung – meist je 100.000 Personen – Auskunft geben sollen.
      Dabei haben diese Zahlen eine große Schwäche: Sie berücksichtigen nicht die Veränderung des Testgeschehens. Der Zusammenhang – mehr Test, mehr entdeckte Virusträger – liegt zwar nicht immer vor. Denkbar ist etwa, dass man viel in kaum betroffenen Bevölkerungsgruppen testet; dennoch ist die Häufigkeit der Tests ein nicht zu vernachlässigender Faktor bei der Bewertung der Inzidenzzahlen. Dass die Zahl der Tests die Höhe der gefundenen Ansteckungen beeinflusst, gilt als sehr wahrscheinlich.

      Innerhalb eines Landes ist es schon schwer, sich die permanent verändernde Zahl der Tests in der Darstellung des Ansteckungsgeschehens zu berücksichtigen. Erst recht gilt das für internationale Vergleiche. Die reinen Inzidenzzahlen sagen wenig darüber aus, in welchen Ländern das Virus mehr oder weniger zirkuliert.

      Frankreich und Großbritannien testen mehr

      Die Gegenüberstellung der Nachbarländer Deutschland und Frankreich zeigt das besonders: Das Robert Koch-Institut wies für Deutschland am 2. April eine 7-Tage-Inzidenz von 134 je 100.000 Einwohner aus. Santé publique France berichtete wenige Tage zuvor von 386 Ansteckungen je 100.000.

      Hat sich das Virus in Frankreich damit fast dreimal so stark ausgebreitet wie in Deutschland? Diese Aussage muss stark bezweifelt werden. Frankreich fährt seit Monaten eine breite Kampagne kostenloser Test, die schnell und an vielen Stellen erhältlich sind. Laut dem Datenportal „Our World in Data“ wurden in Frankreich Ende März 7,01 Tests je 1000 Einwohner vorgenommen; in Deutschland waren es 2,39 Tests je 1000 – zwei Drittel weniger. Spitzenreiter ist nach dieser Darstellung übrigens Österreich mit 36,55 Tests; auch Großbritannien liegt mit 15,66 auf einem der vordersten Ränge.

      Der französische Abgeordnete Christophe Arend aus dem grenznahen Departement Moselle hat in dieser Woche in einem Meinungsbeitrag in „Le Monde“ Alarm geschlagen. Falsche Vergleiche dürften nicht die Basis sein für Reisebeschränkungen und andere Barrieren. Er weist auch darauf hin, dass in Deutschland positive Tests zum Auffinden neuer Varianten deutlich weniger sequenziert werden als in Frankreich. Weil die beiden Nachbarländer im Kampf gegen Covid nicht an einem Strang zögen, stelle sich die Frage, ob Deutschland und Frankreich „die Europäische Union töten“, formuliert er provokativ.
      […]

      https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/kommentar-vorsicht-bei-den-covid-inzidenzzahlen-17276723.html

      Derlei Rationalität findet man selten in der deutschen Presse.

      Zum Versagen der deutschen Verwaltung gibt es jedenfalls was beim Tagesspiegel:

      Zur wachsenden Lust an Polizeigewalt gegen die Opposition an dem medialen Konsens, nun müsse aber durchgegriffen werden, hier der Beitrag von Birgit Kelle, der die Lücke schließt, die die Tagesschau vom selben Tag eröffnete:

      Jan Böhmermann hätte sich wohl ähnliche Szenen gegenüber 15.000 Demonstranten in Stuttgart wegen Ordnungswidrigkeiten erhofft:

      Jan Böhmermann hat retweetet

      Mich erschreckt noch mehr, daß die der mit Polens Regierung vergleichbaren politischen Besetzung des deutschen Verfassungsgerichts – auch noch mit dessen Präsidenten – durch einen aktiven CDU-Politiker entsprechende Früchte zeigt:

      Wo bleibt das entsprechende Verfahren der EU-Kommission, zumal Deutschland sich auch noch Staatsanwaltschaften leistet, die politisch den Justizministerien unterstehen?

      Aber was noch viel mehr entsetzt, ist der Mainstream-Media-Ruf nach repressiven Maßnahmen:

      Deutschland in der Pandemie

      Es möge doch bitte jemand mit der Faust auf den Tisch hauen
      Der Stuhlkreis mit Merkel, die Suche nach dem heiligen Konsens, der an Paranoia grenzende Datenschutz: Deutschlands Schwächen erschüttern.
      Von Pascale Hugues
      02.04.2021, 09:37 Uhr

      Bei jedem Corona-Gipfel der Kanzlerin mit den Regionalbaronen habe ich ein Dejà-vu-Gefühl. Als Jugendliche in Straßburg zappten wir uns an Samstagnachmittagen manchmal durchs „Deutsche“, sprich: durchs öffentlich-rechtliche deutsche Fernsehen auf der anderen Seite der Grenze.
      […]

      https://plus.tagesspiegel.de/meinung/d-diskussionsorgien-124871.html

      Mehr kann man von dieser französischen Korrespondentin, die auch seit Jahren in Berlin immer noch übersetzt werden muß, online gottlob nicht erfahren. Ihre online verfügbare deutsche Kollegin Ariane Bemmer skizziert aber bereits, was Sache ist für die Woke:

      Wenn das Schwein vom Teller fliegt
      Was die Politik aus der Fleischkonsumstatistik lernen könnte

      Waren es die Skandale, die leeren Kantinen – oder Kinder, die lockdownbedingt öfter übers Essen entschieden? Über neue Verzehrdaten und was sie heißen. Ein Kommentar.
      Ariane Bemmer
      […]
      Wenn das Coronajahr der Politik eine hilfreiche Lektion erteilt hat, dann doch die: Die Bevölkerung ist nicht an Appellen interessiert. Die Bevölkerung interessiert sich für Regularien. Die zu auszuhandeln und zu erlassen gehört zur Arbeitsplatzbeschreibung der Politik.

      Die Gesellschaft erzieht sich besser selbst

      Die Erziehungsaufgabe übernimmt die Gesellschaft selbst. Sie hat sich einigermaßen das Rauchen abgewöhnt oder auch das Komasaufen, sie wird sich auch die Fleischfresserei abgewöhnen.

      Und vielleicht liegt der Rückgang beim Fleischverzehr auch daran, dass Familien im Coronajahr häufiger gemeinsam gegessen haben – und der Nachwuchs sich in die Essenspläne eingemischt hat. Die junge sogenannte „Generation Greta“ ist weiblich geprägt und sehr an Nachhaltigkeit interessiert, und dass Fleisch eine eher männliche Essvorliebe ist, ist ebenso belegt, wie der Umstand, dass es eine negative Klimabilanz hat. Letzteres weiß heute jedes Kind. Dieses Wissen ist der Anfang. Am Ende ist auch die Frage, was auf den Tisch kommt, eine Frage der Bildung. Und die gibt es tatsächlich nicht „für’n Appel und’n Ei“.

      https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/wenn-das-schwein-vom-teller-fliegt-was-die-politik-aus-der-fleischkonsumstatistik-lernen-koennte/27064168.html

      Man könnte echt verzweifeln angesichts der Propaganda, der Überinterpretation von Statistik und der Hoffnung auf staatliche Repression.

      • Die Hysterie greift um sich:

        Laika überlebte nicht. 😦

        Zuletzt gab es allerdings Prognosen von 100.000 pro Tag.

        Und die übliche Begleitmusik:

        • Dirk Maxeiner / 05.04.2021 / 17:00 /
          Deniz Yücel und Boris Reitschuster
          […]
          Wie dieses ganze Zensurprogramm aussieht und künftig verstärkt aussehen wird, darauf wirft der Fall Reitschuster ein Schlaglicht. Unter tätiger Mithilfe übrigens von Medien wie der Süddeutschen Zeitung, die sich mit einem besonders niederträchtigen Stück über Reitschuster staatlicher Unterstützung anempfohlen hat. Sie bildete gleichsam die Vorhut dessen, was am Osterwochenende geschah. Reitschusters erfolgreicher Youtube-Kanal wurde gesperrt. Über 200.000 Abonnenten wurden von einer Informationsquelle abgeschnitten, die die Regierungspolitik nicht gut aussehen lässt. Seine Vergehen: Er hat seine Arbeit gemacht und auch Menschen zu Wort kommen lassen, die sonst nicht zu Wort kommen. Möglich macht dies eine perfide Mischung aus neuen Gesetzen und damit der Privatisierung von staatlicher Zensur. Sie ist ausgelagert, und man wäscht in Berlin seine Hände wie immer in Unschuld.

          Angeblich enthalten Interviews und Redeausschnitte in der Stuttgart-Berichterstattung von Reitschuster falsche Aussagen. Wenn das ein Kriterium für das Erlaubtsein von Interviews und Talkshows wäre, müsste praktisch alle einschlägigen Politiker-Interviews und Talkshows verbannt und abgeschaltet werden. Am heutigen Montag machte Youtube nach anfänglicher Zurückweisung von Reitschusters Widerspruch schließlich einen Rückzieher, Reitschusters Kanal ist wieder frei. Willkürlicher und undurchsichtiger gehts nicht. Ohne den massiven Protest wäre das kaum so schnell erfolgt. Der Druck entstand durch Leser und neu entstandenen kritischen Medien wie Achgut.com. Doch die Zensurschraube wird weiter gedreht werden, solche Maßnahmen sind ja stets auch ein Wink mit dem Zaunpfahl für andere, damit sie gar nicht erst auf die Idee kommen, aus dem erlaubten Meinungsspektrum auszubrechen. Frei nach Mao: Strafe einen und erziehe hunderte.
          […]

          https://www.achgut.com/artikel/deniz_yuecel_und_boris_reitschuster

          Laschet hat die #Osterruhe zum Anlaß genommen, nachzudenken und ist ängstlich auf den Merkel-Kurs zurückgekehrt, jetzt mit einem unspezifischen #Brücken-Lockdown = noch mehr Einsperren, bis genug (?) Menschen geimpft sind (da können wir glatt 2 Monate einkalkulieren). Was mag den Ausschlag gegeben haben? Die besseren Söder-Umfrage-Ergebnisse, während dessen Corona-Resultate schlechter sind als die von Laschet? Bekloppte Modellierungen?

          Dieses „Modell“ konnte man im SPIEGEL nachlesen, der eine explizite No-Covid und anti-Laschet-Kampagne fährt. Hier ist sie:

          Und die weiblichen Experten schießen wie Pilze aus dem Boden, ganz ohne Quote, beugen sich aber dem Mainstream (man wird also nur mit Anpassung was):

          Einstweilen hat Müller/Berlin Laschets Eifer gebremst, und der schleswig-holsteinische MP hatte bereits zuvor zu Protokoll gegeben, aus rechtsstaatlichen Gründen keine Ausgangsbeschränkungen mittragen zu wollen.

          Dabei fällt auf, daß all die woken stramm-anti-Rechten wie Böhmermann und die farbigen Identitätspolitiker aggressiv gegen Kritiker staatlicher Repression vorgehen:

          Es sind tatsächlich nur Ordnungswidrigkeiten, gegen Corona-Maßnahmen zu verstoßen.

          Und wie man sieht, zerstören diese Aktivistinnen auch Gedichte: auf der Vorseite hatte ich umfassend die Rezensionslage dokumentiert und meinen eigenen Senf dazugegeben:
          „Man ist geneigt, das schlechte Original vor der noch schlechteren Übersetzung, die sich zu keinem Zeitpunkt bemüht, Reime, Alliterationen, Bilder, Rhythmus, Musikalität etc. des Poems wiederzugeben (sie müßte eine Nachdichtung sein) zu verteidigen.“
          […]

          Der Mehrdeutigkeit von Metaphern ist man vorsichtshalber grosszügig ausgewichen und hat dem Text damit den Rest poetischen Anspruchs ausgetrieben. «We’ve braved the belly of the beast», heisst es im bibelkundigen Original. Die muskelschwache Übersetzung lautet: «Wir haben tief in den Abgrund geblickt.»

          https://www.nzz.ch/feuilleton/amanda-gorman-erscheint-in-deutscher-uebersetzung-ld.1609293

          „Wir haben im Original drei Alliterationen: „braved“, „belly“ und „beast“ und die Anspielung auf Jonas im Bauch des Wals. Nichts davon in der deutschen Übersetzung.“
          https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-25/#comment-92239

          Mark Smith hat auf der Vorseite auf zwei weitere Rezis verwiesen, die ich noch nicht gebracht hatte:

          https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-25/#comment-92255

          Die kümmert es freilich nicht, daß die Aktivistinnen aus einem durch Vortrag wirkenden Auftrags-Gedicht (so schlecht es auch sein mag) einen Propaganda-Text gemacht haben, der der Absicht der schwarzen Dichterin auch noch entgegengesetzt ist:

          Inaugurationsgedicht von Amanda Gorman – Am Original vorbeigeschrammt
          VON MATHIAS BRODKORB am 4. April 2021
          Die deutsche Übersetzung von Amanda Gormans vieldiskutiertem Gedicht ist in Wahrheit nichts anderes als politische Propaganda. Ein Beispiel macht deutlich: Sogar mit kostenloser Übersetzungs-Software wäre das Ergebnis näher am Ursprungstext gewesen.
          […]
          In Deutschland war man da klüger, aus historischer Erfahrung natürlich. Mit der Übersetzung beauftragt wurde gleich ein aus drei Personen bestehendes politisch korrektes Kollektiv. Dabei achtete der Verlag „Hoffman & Campe“ nicht nur darauf, dass sich unter den dreien wenigstens eine befindet, die auch etwas von Lyrik versteht. Immerhin! Uda Strätling wurden außerdem eine muslimische Aktivistin und eine farbige Journalistin beigesellt.

          Die Übersetzungsleistung erweist sich nun als absoluter Knaller. Beispiel gefällig? Im Original heißt es:

          „To compose a country committed to all cultures, colors, characters and conditions of man.“
          Und in der offiziellen deutschen Übersetzung:

          „Ein Land für Menschen aller Art, jeder Kultur und Lage, jeden Schlags.“

          Dass die Übersetzung ziemlich deutlich am Original vorbeischrammt, fällt sofort jedem Zehntklässler auf. Während Gorman ganz selbstverständlich von „colors“ spricht, ist das ins Deutsche natürlich auf gar keinen Fall zu übersetzen. Wenn Farbige von der „Farbe“ reden, ist das die eine Sache. Die dürfen und müssen das ja qua Geburt. Für eine hauptsächlich „weiße“ Gesellschaft kommt das allerdings nicht in Frage. Schon gar nicht bei dieser Vergangenheit!
          […]
          Die Probe aufs Exempel

          Im Jahr 2017 brachte ein Kölner Start-up mit „DeepL“ eine digitale Übersetzungsmaschine an den Start, die auf lernende, künstliche Intelligenz setzt. Ich hielt das alles bisher wirklich für Hokuspokus. Aber die Ergebnisse sind ganz und gar erstaunlich. Machen wir die Probe aufs Exempel. Die hier diskutierte Stelle aus dem Text von Gorman übersetzt „DeepL“ in Bruchteilen von Sekunden und ganz kostenlos wie folgt:

          „Ein Land zu gestalten, das allen Kulturen, Farben, Charakteren und Bedingungen der Menschen verpflichtet ist.“
          Und so leid es mir tut: Das ist, ganz ohne Übersetzungshonorar, sehr viel dichter am Original als die offizielle Übersetzung.
          […]

          https://www.cicero.de/kultur/gedicht-amanda-gorman-uebersetzung-hoffmann-campe

          In der deutschen Übersetzung fehlt nicht nur das „composing“, sondern es fehlen sämtliche Alliterationen; ausgehend vom Übersetzungsprogramm hätte man doch übersetzen können:

          „Ein Land zu kreieren, das allen Kulturen, Colors, Charakteren und Konditionen der Menschheit dient.“

          Noch interessanter ist die von Mark Smith übermittelte Rezi des Standard:

          Gorman-Gedicht
          Deutsche Übersetzung in höchstem Maß missglückt
          Die Frage, wer übersetzen darf, hat eine Debatte losgetreten. „Den Hügel hinauf“ eines diversen Dreierteams ist identitätspolitisch und literarisch ein Fiasko
          Michael Wurmitzer
          30. März 2021, 06:00

          Viele Köche waren für Hoffmann und Campe im Einsatz, denn gleich drei Autorinnen hat der Verlag für die Übersetzung von Amanda Gormans Inaugurationsgedicht „The Hill We Climb“ ins Deutsche verpflichtet. Dass literarische Kriterien dabei nicht die größte Rolle gespielt haben, zeigt sich schnell: Die schwarze Hadija Haruna-Oelker und die türkischstämmige Kübra Gümüsay sind weniger literarisch als journalistisch und aktivistisch im Bereich Feminismus/Rassismus tätig. Die einzige originäre Übersetzerin im Bunde ist Uda Strätling.
          […]
          Nun ist eine literarische Beurteilung der Aktion möglich, heute erscheint die Übersetzung Den Hügel hinauf als schmaler Band (€ 10,95). Sie ist in höchstem Maß missglückt.

          Schmerzhafterweise auf vielen Ebenen zugleich. Sind manche Mängel nur unverständlich, sind andere ärgerlich. „We’ve braved the belly of the beast“, heißt es etwa gleich in Strophe zwei des Originals, woraus im Deutschen „Wir haben tief in den Abgrund geblickt“ wird. Stilistische Kniffe wie Dramatik und Aktion finden sich in der Übersetzung grundsätzlich nicht, jedes starke Bild wurde verwaschen. Die Übersetzung verflacht die Zeile aber zudem, denn benennt das Original wörtlich genommen mit „beast“ einen Gegner, der einen gefressen (also Gewalt ausgeübt) hat, fehlt der in der Übersetzung. „Belly of the beast“ steht als Terminus aber ebenso für ein Gefängnis und ein unfaires Rechtssystem, kann raue Nachbarschaft und feindliches Gebiet bedeuten. Sklaverei, Polizeigewalt schwingen mit.

          Zieht man den biblischen Konnex bei, liegt die Geschichte von Jona nahe, der von einem Wal verschluckt wird und nach drei Tagen in der Finsternis wieder ans Licht kommt, was wiederum zu dem Aufbruchsgedanken passt, den Gorman propagiert. Was da also alles los ist!

          Ganz plötzlich frei?

          Was für eine kämpferische Ansage bildet angesichts all dieser Ungerechtigkeiten der Auftakt der dritten Strophe: „And yet the dawn is ours before we knew it. / Somehow, we do it.“ [Daß der Reim venachlässigt wird, stört nicht weiter.] Trotz allem wird es besser werden, macht Gorman Mut. Aber was macht daraus die Übersetzung? „Unversehens gehört uns der Morgen. / Irgendwie geht’s.“ Dass „unversehens“ angesichts des langen Kampfes schwarzer Amerikaner um Freiheit, von Bürgerrechtsbewegung und Black Lives Matter den Übersetzerinnen als angemessene Option erscheint, verblüfft schier.
          Dass im passiven „Irgendwie geht’s“ nichts mehr vom Kampfgeist des „Somehow, we do it“ steckt, setzt sich in der Folgezeile fort, wo für „we’ve weathered and witnessed“ statt der semantisch korrekten Übersetzung „wir haben überstanden und bezeugt“ steht: „wir haben gelitten und gelebt“. [Da wollte man wohl ausnahmsweise der Alliteration folgen.] So wird jemand aus einer widerständigen in eine Opferrolle gedrängt und ihm die Fähigkeit, Zeugnis abzugeben und folglich anzuklagen, abgenommen.

          Also weiter. In der sechsten Strophe wurde aus „To compose a country committed / To all cultures, colors, characters, / And conditions of man“ schnöde „Ein Land für Menschen aller Art, / jeder Kultur und Lage, jeden Schlags“. Wie kann in dem Gedicht einer schwarzen Autorin, das von Rassismus handelt, das Hautfarben meinende Wort „colors“ einfach gar nicht übersetzt werden?
          […]
          Der Platz hier reicht nicht, um alle Ärgerlichkeiten aufzuzählen. Lexikalische Fehlentscheidungen und ästhetische Stumpfheiten gibt es in jeder Strophe. Für praktisch jeden Vers ergibt eine Suchanfrage in Google Translate stärkere Übersetzungen. Warum wollte man „intimidation“ in Strophe 15 nicht wie das Programm als „Einschüchterung“ übersetzen, sondern das ungelenke „Störmanöver“ wählen? Dieses verharmlost rassistische Angriffe fast.

          Handwerk vs. Authentizität

          So bricht sich in dieser Übersetzung die Debatte der vergangenen Wochen, dass jemand, der gewisse Erfahrungen nicht teilt, nicht befähigt wäre, über etwas zu sprechen, auf kuriose Weise. Denn trotz zweier Beteiligter nichtweißer Hautfarbe ist die Übersetzung danebengegangen. Hat sich das Team zu sehr auf politische Korrektheit und Authentizität durch gelebte Diversität verlassen, statt aufs handwerkliche Einmaleins? Zeichnet die Profession literarischen Übersetzens doch aus, ein Werk unabhängig von der eigenen Biografie dem Textmaterial angemessen und in Kenntnis von Tradition und Registern zu übertragen.
          […]

          https://www.derstandard.at/story/2000125448713/gorman-gedicht-deutsche-uebersetzung-in-hoechstem-mass-missglueckt

          Ich schließe daraus: linke Identitätspolitik ist per se destruktiv.

          In den USA gab es derweil diesen christlichen Häresie-Vorwurf gegen den Democrats-Senator von Georgia:

          Und auch diese grobe Abweichung von der Theologie wird noch von Medien verteidigt. Mainstream-Medien-Mißtrauen sollte Standard werden: der SPIEGEL hatte für seine Titelstory (eigentlich war die Titel-Story eine verquaste Optimismus-Story des Ex-Relotius-Chefs Ullrich Fichtner, abgestellt für „besondere Aufgaben“, der jüngst auch die EU verklärte) eine eigene Umfrage in Auftrag gegeben, wonach 65% der Befragten einen härteren Lockdown befürworten. Sowas bestellt man sich eben…

          Sucht man beim SPIEGEL nach „Fichtner“, findet man praktisch nichts. Häh?

        • @ Angelika Roll

          Ja, vielen Dank noch für den Ostergruxss und hoffe, Du hattest auch schöne Ostertagen!

          @ Gabriele Wolff

          Schöner Text von Dirk Maxener u.a. über Boris Reitschuster!

          Noch kurz eine Vorstellung eines neuen Buches.

          „Schäm dich!: Wie Ideologinnen und Ideologen bestimmen, was gut und böse ist

          Judith Sevinç Basad empört sich – und stemmt sich vehement gegen die sich aufgeklärt wähnende Meinungsmache, gegen Denkverbote und Unschärfen in den Argumenten einer selbsternannten kulturellen Elite. Ist es denn, genau betrachtet, wirklich so, dass die „Privilegierten“ den sozialen Aufstieg von Migrantenkindern verhindern? Kann nur eine Frau wissen, wie man Politik für Frauen macht? Ist „MeToo“ eine durchgängig lautere Bewegung? Ist es im Kampf gegen Rassismus mit der Entmachtung des „alten weißen Mannes“ getan? Tatsächlich wird es fast schon modisch, dass man Andersdenkenden ein „Schäm dich“ zuruft und ihnen damit den Mund verbietet.“

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