Warum die Presse versagt

In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich keinen Beitrag mehr geschrieben, sondern nur noch in Kommentaren das Weltgeschehen und dessen mediale Zerrbilder präsentiert. Die Themen gingen nicht aus, und es war immer wieder ein Phänomen festzustellen: öffentlich-rechtliche Sender und die Medien informieren nicht, sie ergreifen Partei, befördern Agenden und verfehlen ihren Auftrag, der Macht durch kritisches Hinterfragen Paroli zu bieten.

Stattdessen: Polemik, Skandalisierung, uniformer „Haltungsjournalismus“, Wunschdenken, eilfertige Übernahme von Sprachvorgaben aktivistischer Lobbies und Ausgrenzung von Kritikern. Hat man jemals so viel über „Verschwörungstheorien“ – pardon, jetzt heißt es „Verschwörungsmythen“ und „Verschwörungserzählungen“, denn „Theorie“ klingt zu wissenschaftlich und würde diese Wirrköpfe nur adeln – gelesen wie in den letzten Monaten, dargeboten von derselben Presse, die jahrelang an der Verschwörungstheorie der Democrats mitwirkte, nach der Donald Trump quasi ein russischer Agent sei und mit Putin daran arbeitete, Mails der Democrats-Partei zu hacken und sie über WikiLeaks zu verbreiten? Und die jetzt souverän die Aufdeckung dieser Verschwörungstheorie als echte Verschwörung von Hillary Clinton, dem DNC, CIA, FBI, dem State Department und den willigen Helfern der durch die Bank anti-Trump-Presse von NYT über die Washigton Post, Politico und Daily Beast, CNN und allen anderen cable news bis auf Fox News beschweigt?

Ja,ja, die „Schlinge zog sich jahrelang zu“ um Trump.

Wenn sie sich infolge der New York Post-Enthüllungen um Joe Biden zuzieht, springt man gerne wieder auf den Zug, daß es sich bei den aus Hunter Bidens Computer stammenden Mails und Bilder, deren Echtheit nicht einmal von den Bidens bestritten wird, um „russische Desinformation“ handele.

Ohne Kommentar zitiere ich aus einem Kommentar, der ausschließlich seine eigene Blasen-Befindlichkeit beschreibt:

Politik in den USA

Das größte Problem an Trump sind seine Wähler

Eine Kolumne von Henrik Müller

Es ist ein Skandal, dass Donald Trump die Präsidentschaftswahl immer noch gewinnen kann – trotz aller Verfehlungen und Ungeheuerlichkeiten. Wie kann das sein? Die Antwort lässt nichts Gutes erhoffen.

11.10.2020, 13.28 Uhr

[…]

Das wirklich Beunruhigende dieses Wahlkampfs ist nicht Trumps Amtsgebaren, sondern die mögliche Unfähigkeit des Souveräns – also des Volkes -, einen untragbaren Präsidenten aus dem Amt zu entfernen. Und all das spielt sich ab in jenem großen Land, das, bei allen Fehlern, über Generationen der westlichen Welt ein strahlendes Vorbild war. Ein Befund, der die Demokratie selbst als Regierungssystem ins Zwielicht rückt – und damit auch uns ganz direkt angeht.

Zwei Enthüllungen der vergangenen Wochen sollten genügen, Trump unwählbar zu machen: sein Eingeständnis, die amerikanische Öffentlichkeit über die Gefahren der Corona-Pandemie – wissentlich und kalkuliert – in die Irre geführt zu haben, wie er dem Reporter Bob Woodward im Frühjahr ins Aufnahmegerät plauderte. Und die Veröffentlichungen der „New York Times“ über Trumps Steuererklärungen, die einen Abgrund an Steuervermeidung und Korrumpierbarkeit offenbaren.

[…]

Damit die Demokratie funktionstüchtig sein kann, bedarf es einer aufgeklärten Bevölkerung. Wenn allerdings nicht mehr das Relevante in wahrhaftiger Form thematisiert wird, wenn falsche Nachrichten, Triviales und sonstiger Bullshit die Debattenräume verstopfen, wenn sich Nischen und Echokammern abschotten und das Dröhnen der Lärmspiralen ohrenbetäubend wird, dann ist nicht mehr unbedingt gewährleistet, dass die Wahrheit für alle sichtbar ans Licht kommt. Wie es um die Qualität der Regierung bestellt ist, lässt sich unter diesen Bedingungen nicht mehr so einfach erkennen.

[…]

„You can’t fool all the people all the time?“ Vielleicht doch!

Während des Corona-Shutdowns habe ich an dieser Stelle die Hoffnung geäußert, dass die Covid-19-Krise zum Offenbarungseid der Populisten werden könnte. Schließlich sei ihr Scheitern allzu offensichtlich.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/der-offenbarungseid-der-populisten-kolumne-a-91f96c2a-fffe-4e0f-8a23-126979b8dc22

Ich war zu optimistisch. Das Pandemie-Missmanagement von Boris Johnson (Großbritannien), Jair Bolsonaro (Brasilien) und Trump war so ungenügend, dass sich jeder von ihnen am Ende selbst infizierte. Trotzdem genießen sie allesamt nach wie vor beachtliche Zustimmungswerte. Offenkundig bemisst sich der Erfolg einer Regierung – mindestens für Teile der Bevölkerung – nicht mehr unbedingt an ihren Leistungen, sondern an ihrem Unterhaltungswert.

Ein Prozess ist im Gang, bei dem der Grundkonsens verlorenzugehen droht. Die Veränderungen der Medienlandschaften – das Aufkommen von Social Media, die schwächere Durchdringung mit seriösem Journalismus – begünstigen einen Zerfall der Öffentlichkeit. Gesellschaften spalten sich in immer kleinere Resonanzräume auf, wo jeweils eigene Erzählungen über den Zustand der Welt vorherrschen. Diese Erzählungen brauchen nicht unbedingt eine belastbare Faktenbasis, um der jeweiligen Anhängerschaft glaubwürdig zu erscheinen. Gegenseitige Bestätigung innerhalb der jeweiligen Gruppe genügt.

[…]

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/donald-trump-beschaedigt-auch-unsere-demokratie-kolumne-a-71714efc-dde0-44e3-9262-52bfda6956d6

Wo er recht hat, hat er recht. 😉

1.092 Gedanken zu „Warum die Presse versagt

  1. So, mal wieder eine Runde zu „linker“ Identitätspolitik, Cancel Culture und Critical Race Theory:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92492

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92492

    Dazu gibt es nun einen neuen Roman:

    06.05.2021, 17:26 Uhr
    Constantin Schreibers Roman „Die Kandidatin“
    Vor dem Vielfaltsförderungsgesetz sind alle gleich
    In der Spur von Michel Houellebecq: „Die Kandidatin“, Constantin Schreibers provokanter Roman über eine muslimische Bundeskanzlerin.
    Thomas Brussig

    Anfang 2015 erschien „Unterwerfung“, eine von Michel Houellebecq im Jahr 2022 angesiedelte literarische Fantasie über ein Frankreich, das einen muslimischen Präsidenten wählt. Nun hat Constantin Schreiber das Motiv aufgegriffen. In seinem Roman „Die Kandidatin“ (Hoffmann und Campe, Hamburg 2021. 208 S., 22 €.) geht es um die erste muslimische Kanzlerkandidatin in einer zeitlich unbestimmten Zukunft.
    Sabah Hussein und ihr naher Wahlerfolg sind Resultate einer längeren, stetigen Entwicklung in Deutschland, in der sich alles um Diversität dreht, und Schreibers Roman fackelt da nicht lange. „,Wollt ihr absolute Diversität?’, schreit ein junger Mann mit Vielfaltsmerkmal ins Megaphon“. Das ist doch mal ein erster Satz.
    […]
    Wir könnten das Buch sofort vergessen, wäre da nicht das bemerkenswerte, ja atemberaubende Bild von Deutschland und der Welt, das Schreiber in zahllosen Details entwirft: Das ehemalige Ernst-Abbe-Gymnasium ist jetzt die Präsident-Erdogan-Schule; eine Oury-Jallow-Schule wird ebenfalls erwähnt. Die Nofretete, die, verbunden mit einer Riesenentschädigung, nach Ägypten ging, wurde von dort nach China verkauft, wo sie nun ausgestellt ist, während ihr vormaliger Standort, das Neue Museum in Berlin, zum „Antirassismusmuseum“ umgebaut wird.

    China ist auch der Hort (oder das Exil) abendländischer Kultur; das schönste „Ave Maria“ wird von einer Chinesin gesungen. Eine ranghohe muslimische Richterin trägt im Gerichtssaal etwas, das weithin nur als „Hijab“, aber keinesfalls mit dem „K-Wort“ benannt werden darf. (Als Sabah Husseins biodeutschem Gegenkandidaten ausgerechnet im Fernsehduell das „K-Wort“ rausrutscht, ist er geliefert.)

    Karriere macht nur, wer viele „Vielfaltsmerkmale“ hat

    Vor derlei Einfällen strotzt der Roman nur so. Doch das Kernstück der Schreiberschen Zukunftsfantasien ist zweifellos das „Vielfaltsförderungsgesetz (VifaföG)“, das in all seiner kalten Effizienz wörtlich in diesen Roman Eingang findet und die Wertordnung illustriert, die Constantin Schreiber dem zukünftigen Deutschland mitgibt.
    Das Vielfaltsförderungsgesetz regelt, dass beruflicher Aufstieg an bestimmte „Vielfaltsmerkmale“ (z.B. weibliches Geschlecht, nichtweiße Hautpigmentierung, muslimischer Glaube, Behinderung, Homosexualität) geknüpft ist, und dass es nicht nur für Führungspositionen, sondern für jederlei Stellen Quotenregelungen gibt. Je mehr Vielfaltsmerkmale ein Mensch hat, desto mehr Trümpfe hält er in der Hand und desto leichter ist beruflicher Aufstieg.

    Wer diesen Pageturner als „skandalös“ tituliert, als „Machwerk“, „schmutzige Fantasie“ und was für Bezeichnungen noch auf „Die Kandidatin“ herabregnen werden, möge bedenken, dass alle Details, mit denen Schreiber die Zukunft ausmalt, den laufenden Debatten entnommen sind. Er hat die Forderungen und Empfindlichkeiten der Diversitätsaktivisten jedweder Couleur und Partei bloß gesammelt und zu einem Gesamtbild vereint.
    […]

    https://www.tagesspiegel.de/kultur/constantin-schreibers-roman-die-kandidatin-vor-dem-vielfaltsfoerderungsgesetz-sind-alle-gleich/27167478.html

    Das sieht man ja schon bei Bidens Kabinett-Besetzung, wohin das führt. 😉

    Die ZEIT wußte sich nicht anders zu helfen, als die streng verhüllte und schwer konservative Muslimin Frau Hübsch gegen ihn antreten zu lassen:

    „Die Kandidatin“
    Eine muslimische Kanzlerin – wie wäre das?
    „Tagesschau“-Sprecher Constantin Schreiber streitet mit der Publizistin Khola Maryam Hübsch über seinen Roman „Die Kandidatin“.
    Interview: Evelyn Finger
    5. Mai 2021 DIE ZEIT Nr. 19/2021, 6. Mai 2021
    […]
    Hübsch: Es gibt aber den Mechanismus, dass Muslime nur auf ihre Herkunft festgelegt werden. Dieses Festlegen finde ich auch in Ihrem Buch sehr problematisch.

    Schreiber: Aber es geschieht auch durch die Quoten, die Sie fordern. Im Roman denke ich das einfach weiter. Das „Vielfaltsförderungsgesetz“, das da vom „Ministerium für Gerechtigkeit“ und vom „Antirassismusministerium“ vorgeschlagen wird, klingt gut – wird aber durch die Ausdifferenzierung der vielen Identitäten absurd.
    […]
    ZEIT: Am schlechtesten aber kommen im Roman die Medien weg. Warum?

    Schreiber: Weil ich finde, dass manche Beiträge der Medien heute zur Polarisierung der Gesellschaft und zur Medienskepsis beitragen – durch Einseitigkeit. Der Vorwurf der Islamophobie gegen Kritiker des politischen Islams kommt aber oft gar nicht von Musliminnen und Muslimen, sondern von Journalisten. Diese Erfahrung habe ich selber gemacht, zuletzt bei einer Interview-Anfrage zu diesem Roman. Da beschimpfte mich die Reporterin eines Nachrichtenmagazins, mit der ich noch nie zuvor gesprochen hatte, am Telefon als islamophob. Das Interview habe ich abgelehnt.
    […]

    https://www.zeit.de/2021/19/die-kandidatin-constantin-schreiber-khola-maryam-huebsch-muslimische-kanzlerin/komplettansicht

    Sehr erfrischend. Sollte es sich um den SPIEGEL gehandelt haben? Oder doch eher um den Aktivisten-STERN? 😉

    Genauso erfrischend finde ich es, daß nun Mobbing-Vorwürfe gegen eine türkischstämmige Intendantin erhoben werden, die die diverseste Truppe überhaupt beschäftigt (und auch agitpropmäßig Flüchtlinge auf die Bühne bringt) – siehe da: auch Frauen mit Macht sind „toxisch“:

    01.05.2021, 16:57 Uhr
    Zur schweren Krise der Berliner Bühnen
    Der Ruf des Maxim Gorki Theaters ist in Gefahr
    An vielen Staatsbühnen der Hauptstadt herrschen problematische Verhältnisse. Nun werfen Mitarbeiter des Gorki Theaters Intendantin Shermin Langhoff Machtmissbrauch vor.
    Rüdiger Schaper
    […]
    Und jetzt auch noch das Maxim Gorki Theater. In der kommenden Woche wird vor dem Bühnenschiedsgericht über den Fall einer Dramaturgin verhandelt, die gegen die Nichtverlängerung ihres Vertrags klagt. Gegen die Intendantin Shermin Langhoff haben sich in einem Beschwerdebrief mehrere Beschäftigte gewendet.
    Es geht um Machtmissbrauch und Mobbing. All diese Vorfälle stammen aus den vergangenen zwei Jahren. So unterschiedlich sie auch gelagert sein mögen – es verdichtet sich der Eindruck, dass an etlichen Staatstheatern der Hauptstadt unhaltbare Verhältnisse herrschen.
    […]
    Der Schaden ist besonders groß am Maxim Gorki Theater, dem Musterhaus für linke, diverse, interkulturelle Spielpraxis. Unter Shermin Langhoff hat sich die Bühne seit 2013 eindeutig positioniert: gegen Diskriminierung, gegen Rassismus, gegen jede Form von Diktatur. Der Spielplan ist von diesen Themen geprägt. Sie sind die Guten. Auf der Homepage schreibt Can Dündar seine Theaterkolumne. Das Gorki setzt auf Moral, und es gibt auch Kritiker, die sagen, dass dabei die Kunst hinter der Aktion zurückbleibt.

    In der Szene ist bekannt, dass die Intendantin zu Ausbrüchen neigt, wie viele in Theaterspitzenpositionen. Jetzt aber droht der Ruf des Gorki zu zerbrechen, da sich Mitarbeiter juristisch gegen unerträgliches Verhalten der Vorzeige-Chefin wehren. Es diskreditiert die Glaubwürdigkeit der gesamten Unternehmung. Auf der Bühne wird gegen das Unrecht der Welt gekämpft, während sich hinter den Kulissen Tyrannei ausbreitet und die Intendantin Coaching braucht. Bitter für alle Seiten: Shermin Langhoff reißt ein, was sie und ihre Truppe über Jahre aufgebaut haben. Das Gorki braucht neue Perspektiven.
    […]

    https://www.tagesspiegel.de/kultur/zur-schweren-krise-der-berliner-buehnen-der-ruf-des-maxim-gorki-theaters-ist-in-gefahr/27150198.html

    Herrlich, wie all diese Erzählungen über die Frauen als das bessere Geschlecht zusammenbrechen!

    Und bei VW scheitern die Vorstandshoffnungen einer intersektionellen mehrfach Diskriminierten: Frau UND lesbisch. Sie stolpert über ein klassisches toxisch-männliches Problem: den Ruch der Korruption:

    IT-Vorstand für VW gesucht
    Blockade in Wolfsburg verhindert Katrin Suder
    Von Carsten Germis, Hamburg
    -Aktualisiert am 05.05.2021-17:25

    Die ehemalige Staatssekretärin und McKinsey-Beraterin soll von Teilen des VW-Aufsichtsrates abgelehnt worden sein. Für Konzernchef Diess ist das eine herbe Niederlage.
    Der Querschuss gegen Katrin Suder kam auf den letzten Metern. Und niemand in Wolfsburg will es gewesen sein, die favorisierte frühere Staatssekretärin im Bundesverteidigungsministerium als neuen IT-Vorstand verhindert zu haben. „Der Sondierungsprozess läuft und ist noch nicht abgeschlossen“, sagte ein Sprecher des Volkswagen-Aufsichtsrats am Mittwoch auf Anfrage.
    […]
    Sicher ist: Volkswagen sucht einen Konzernvorstand für die IT. Das Ressort wird neu geschaffen, und eine Qualifikation dafür gilt als gesetzt: Eine Frau soll den Spitzenposten besetzen. Das bestätigten Aufsichtsratskreise auch am Mittwoch immer wieder. Auch wenn es eine Entscheidung für Suder im Aufsichtsrat noch nicht gab, sie galt als gesetzt – weil Konzernlenker Diess sie als Expertin von außen holen wollte, und auch weil sie die einflussreichen Eigentümerfamilien Porsche und Piech überzeugen konnte.

    Votum kam überraschend

    Offenbar gab es im Aufsichtsrat aber große Bedenken einflussreicher Gruppen, Suder zu berufen.
    […]
    Interne Kritik an Suder habe sich daran entzündet, dass sie in ihrer Zeit als Staatssekretärin im Verteidigungsministerium in die sogenannte Berateraffäre verstrickt war – bei der es um hohe Millionenzahlungen an externe Berater ging. Suder konnten im Zuge der Untersuchungen Verfehlungen nicht nachgewiesen werden. Es habe aber Bedenken gegeben, dass diese Verstrickung dem Unternehmen schaden könne, war im Umfeld des Aufsichtsrats zu hören.
    […]

    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/it-vorstand-fuer-vw-gesucht-blockade-verhindert-katrin-suder-17327355.html

    Aber ansonsten geht VW mit Macht voran: eine italienischstämmige Betriebsratsvorsitzende als Nachfolgerin von Osterloh!

    https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/neue-betriebsratschefin-daniela-cavallo-verkoerpert-den-wandel-bei-vw-17318828.html

    Es gibt natürlich viel ernstere Probleme:

    Aber da Putin = Hitler, geht die Scholl-Vereinnahmung von links in Ordnung:

    Während der ÖRR keine Probleme damit hat, sich an die Jugend anzubiedern und Scholl-Selfie-Videos zu produzieren:

    Und als sie festgenommen wird, fällt ihr I-Phone zu Boden und das Ganze endet…

    Wie war die Enttäuschung der Twitterblase groß, als der NSU 2.0-Drohbriefschreiber sich als langzeitarbeitsloser älterer Berliner mit entsprechender Vorgeschichte (und sicherlich auch Störungen) entpuppte – ohne Kontakte zur hessischen Polizei. Eine reale Gefahr stellte er für niemanden dar. Aber es geht schließlich immer um „rechte Netzwerke“, insbesondere im Sicherheitsapparat:

    [Thread]

    „Sogenannt“. Soso. Überhaupt blamieren sich die überemotionalen Social Warriors reihenweise:

    In der heutigen Anne Will-Show saß sie auch, und bezeichnete Maaßen als Antisemiten und Rassisten. Ich konnte es nicht glauben, daß Laschet diese komplett aus der Luft gegriffenen Angriffe erst im zweiten Anlauf konterte.

    In der Tat:

    Der Transkrieg gegen Feministinnen nimmt immer schärfere Formen an:

    Ein ehemaliger NYMag-Journalist, per definitionem ein liberal, sieht sich Diffamierungen von dieser Front ausgesetzt, gegen die man sich in den USA nur schlecht wehren kann:

    Und selbst Hardcore-Feministinnen knicken ein:

    Aber den Höhepunkt der Cancel Culture bildet die Jens Lehmann-Dennis Aogo-Boris Palmer-Affäre:

    In dem versehentlich an Aogo versandten Post hatte Lehmann Letzteren als „Quotenschwarzen“ bezeichnet. Komisch, Quotenfrau ist o.k., Quotenschwarzer nicht? Nicht mal, wenn es evt. positiv gemeint war? (Quotenbringer?)

    Geht doch!

    Lehman wurde allseits gecancelt:

    Für Aogo ging es aber auch ziemlich mies aus, daß er sich über die Medien lauthals über diese „Diskriminierung“ beklagte: den nun nahm man auch seine öffentlichen verbalen Entgleisungen unter die Lupe; allerdings reagierte Sky ihm gegenüber weitaus konzilianter:

    Und dann kam die Säuberungsaktion von Frau Baerbock:

    Entsprechend wurde auf dem Parteitag gevotet, Boris Palmer auszuschließen – bevor ein Verfahren überhaupt erst eingeleitet worden war! Soviel zur Rechtsstaatlichkeit der Grünen.

    Was hatte Palmer verbrochen?

    Palmer hatte die Empörungswelle gegen die beiden Sportler kritisiert und u.a. geschrieben: „Eine private Nachricht und eine unbedachte Formulierung, schon verschwinden zwei Sportler von der Bildfläche.“ Der „Furor, mit dem Stürme im Netz Existenzen vernichten können“, werde „immer schlimmer“.

    Dann der Kommentar, der den Skandal auslöste!

    Ein Facebook-Nutzer warf Palmer vor, Rassismus zu relativieren. Palmers Original-Antwort auf Facebook: „der aogo ist ein schlimmer Rassist. Hat Frauen seinen n****schwanz angeboten.“ (In Palmers Beitrag ist das Wort ausgeschrieben)

    Damit bezog sich Palmer auf einen seit Tagen im Netz kursierenden, aber nicht verifizierten Facebook-Kommentar, in dem eine Nutzerin Aogo unterstellte, mit einem ähnlichen Spruch eine Frau angesprochen zu haben.

    Kurz darauf brach ein Sturm der Kritik über Palmer herein. Die Vorwürfe: Palmer habe rassistische Sprache verwendet und sich dabei auch auf einen Kommentar berufen, für dessen Echtheit es keinerlei Beweise gebe. Das verwendete Profilfoto stammt offenbar von einer Influencerin aus den USA.

    Gegenüber BILD nahm Palmer Stellung zu den Vorwürfen gegen ihn. „Mein Kommentar war ein erkennbar völlig grotesker und irrer Rassismusvorwurf gegen Aogo“, so Palmer.

    Der Grünen-OB weiter: „Mir war natürlich klar, dass es sich bei den Facebook-Vorwürfen gegen Aogo, auf die ich angespielt habe, sehr wahrscheinlich um ein Fake handelt. Das war der Sinn meines ironischen Kommentars: Wenn man unbedingt will, kann man jedem einen Rassismus-Vorwurf machen – egal wie konstruiert der Vorwurf ist und ob er auf echten Tatsachen beruht oder nicht.“

    Und: „Ich habe mich mit Aogo gegen seine Verbannung vom Bildschirm wegen eines unbedachten Satzes solidarisiert. Nun wollen einige mich wegen Rassismus durch Parteiausschluss maßregeln. Das ist geradezu ein Lehrstück für die Entstehung eines repressiven Meinungsklimas in unserem Land.“

    https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/baerbock-wirft-palmer-rassismus-vor-nach-diskussion-auf-facebook-76328078.bild.html

    Leider muß man mittlerweile BILD zitieren, um den Sachverhalt auf die Reihe zu bekommen.

    Der entsprechende SPIEGEL-Artikel transportiert davon nichts:

    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/boris-palmer-gruene-erwaegen-parteiausschluss-fuer-boris-palmer-a-aedc2d0f-0e3c-42d9-bbb8-f5f6937a9374

    Leider ist auch Palmers Grundsatz-Verteidigung lediglich in einem Abo-Artikel der WELT am Sonntag erschienen. Er will die Partei vor einer unheilvollen Entwicklung retten – das glaube ich ihm gern.

    Der Bringer: Lauterbach bringt sich ein:

    • Der linke Ex-Volksbühne-Dramaturg Bernd Stegemann hat das, was aktuell geschieht, prägnant zusammengefaßt, und glücklicherweise gab ihm die ZEIT Raum:

      Von der Bühnenhölle in die Hölle der Debatten

      Ein Artikel des Dramaturgen Bernd Stegemann in der „FAZ“ über die Rassismusvorwürfe gegen das Düsseldorfer Schauspielhaus wurde heftig attackiert. Auch in der ZEIT. Hier antwortet er seinen Kritikern – und plädiert für eine andere Streitkultur.
      Von Bernd Stegemann
      5. Mai 2021, 16:53 Uhr Editiert am 6. Mai 2021, 6:09 Uhr DIE ZEIT Nr. 19/2021, 6. Mai 2021
      […]
      Was den Düsseldorfer Fall so schwierig macht, ist die öffentliche Debatte, die nun über einzelne Probenvorkommnisse geführt wird. Denn zum einen sind alle enthemmten Situationen des Theaters außerhalb ihres Kontextes ein Skandal. Und zum anderen werden an diese Skandale nun weitere Konflikte angehängt. Schaut man sich den Verlauf der Düsseldorfer Debatte an, dann steht man erschrocken vor einer Eskalation, bei der sich die Fronten immer weiter verhärten. So hat die Kulturwissenschaftlerin Natasha A. Kelly zusammen mit 22 weiteren Unterzeichnerinnen ihre Düsseldorfer Produktion beendet und stattdessen ein eigenes Theater für People of Color gefordert, da sie sich „nirgendwo hineinintegrieren müssten“. Eine Unterzeichnerin dieser Forderung, die Schauspielerin Maya Alban-Zapata, will das Düsseldorfer Theater nicht mehr betreten, denn „Euer Haus stinkt“. Der schon erwähnte Protestbrief gegen meinen FAZ-Artikel mündet in der Formulierung, dass der Rassismus in den „verlausten Ecken unserer Gesellschaft haust“. Und in den einschlägigen Kommentarspalten der sozialen Netzwerke wird von den Theaterproben eine direkte Verbindung zu den rassistischen Morden in Hanau gezogen. [Die die Taten eines psychisch Kranken mit schizophrener Paranaoia waren.]
      […]
      Seit einiger Zeit bemerke ich jedoch eine Schieflage. Konflikte werden nicht mehr als lebendiger Streit ausgetragen, sondern verhärten sich schnell zum Stellungskrieg. Die Übertreibungen dienen nicht mehr der Verdeutlichung, sondern sollen den anderen mundtot machen. Diese Tendenz zur Frontbildung ist kein Theaterspezifikum, sondern bestimmt immer häufiger die alltägliche Kommunikation. Ich nenne das Muster, nach dem solche unversöhnlichen Debatten ablaufen, asymmetrischen Streit.

      Die Asymmetrie besteht darin, dass die eine Seite beispielsweise politische Entscheidungen in der Corona-Politik kritisieren will und darum Fragen stellt: Ist der Inzidenzwert ein ausreichendes Kriterium für eine Ausgangssperre? Oder: Werden die Folgeschäden für die Wirtschaft, für die Bildung der Kinder und das soziale Leben genügend berücksichtigt? Die Entgegnung im asymmetrischen Streit antwortet nicht auf diese Fragen, sondern sie bedient sich einer anderen Kategorie von Aussagen. So wird den Kritikern geantwortet: 80.000 Tote sind genug! Geh mal auf eine Intensivstation! Auf Fragen wird also mit moralischer Empörung reagiert und auf Argumente mit pathetischen Bildern.
      […]
      Dass aber die Kulturstaatsministerin den Künstlern Ratschläge gibt, was gute und was schlechte Kunst ist, und dass ein WDR-Rundfunkrat fordert, die beteiligten Tatort-Kommissare sollten suspendiert werden, überschreitet deutlich die Grenze der Kunstkritik.

      „Die asymmetrische Kommunikation setzt sich immer öfter durch“

      Die asymmetrische Kommunikation geht also von einer Front zwischen möglichen und unmöglichen Aussagen aus. Diese Unterscheidung ist weder neu noch besonders raffiniert, sondern ein archaisches Machtmittel. In ihr treffen von jeher konkrete Argumente und Fragen auf die Macht des Ausnahmezustands. Und wer im Ausnahmezustand zu viele Fragen stellt, galt zu allen Zeiten als verdächtig. Im Gegensatz dazu zeichnet sich eine offene und liberale Gesellschaft dadurch aus, dass sie eine symmetrische Debattenkultur hat.
      […]
      Was unter dem sperrigen Namen der Identitätspolitik weltweiten Zulauf findet, ist die Wiederholung des Nationalismus im Gewand unserer Gegenwart. Im Zentrum der Identitätsbildung steht heute nicht mehr die Nation, sondern die einzelne Community, die sich als Besonderheit von dem Gesamt der Gesellschaft abgrenzen will. Identitätspolitik ist Mikro-Nationalismus für postmodern zersplitterte Gesellschaften.

      Nicht das Argument wird widerlegt, sondern die Person attackiert

      Wie das historische Vorbild greifen die einzelnen Identitätsgruppen zur Hierarchisierung der Aussagen aufgrund der Zugehörigkeit zu einer Gruppe. Aus der plumpen Nibelungentreue, dass die Aussage eines Deutschen für jeden echten Deutschen mehr wiege als die eines Franzosen, wird die identitätspolitische Variante: Wenn die Vertreter der Identität X etwas sagen, so muss ihren Aussagen immer geglaubt werden; wenn die Vertreter einer anderen Identität etwas entgegnen, so wird ihr Recht auf Mitsprache kategorisch infrage gestellt. Vor allem im Milieu des Theaters treten die negativen Effekte dieser neuen Hierarchien immer deutlicher hervor. Wer anderer Meinung ist, ist nicht mehr Teil einer lebendigen Auseinandersetzung, sondern muss für seine Abweichung bestraft werden. Man spricht nicht mehr miteinander, sondern unterschreibt Protestbriefe. Man sucht nicht mehr den Kontakt zur anderen Person, sondern will, dass diese aus der eigenen Kantine verschwindet.
      […]
      Wie anders die Debatten verlaufen könnten, zeigte jüngst die Autorin Mithu Sanyal, die in ihrem Roman Identitti vom chaotischen Labyrinth postmodern widersprüchlicher Identitätssuchen humorvoll und einnehmend erzählt hat. Diese Lust an der Vielfalt findet sich auch in ihrer Replik, die sie in der FAZ zu dem Düsseldorfer Fall veröffentlicht hat. Wie unversöhnlich die Reaktionen der deutschen Identitätspolitiker wiederum sind, zeigen exemplarisch die Aussagen, die Ekkehard Knörer, der Mitherausgeber des Merkurs, dazu auf Twitter getätigt hat. Er habe kein Verständnis für die Geduld, die Mithu Sanyal mit mir habe, denn ich hätte einen „ekelerregenden Text“ geschrieben, „einen echten Stegemann“. Der Merkur war unter der Leitung von Karl Heinz Bohrer ein Leuchtturm intellektuell anspruchsvoller Debatten. Der neue Herausgeber folgt wie viele andere in den sozialen Netzwerken der asymmetrischen Kommunikation. Sie reagieren nicht auf Argumente, sondern schicken die ganze Person in den Orkus.

      Wenn immer mehr Menschen in Deutschland den Eindruck haben, dass sie ihre Meinung nicht mehr frei sagen dürfen, dann meinen sie genau diesen Mechanismus. Sie erleben, wie leichtfertig inzwischen Biografien zerstört werden können. Und sie beobachten, dass nicht mehr auf ihre Aussagen reagiert wird, sondern ihre Person angegriffen wird. Die Standardantwort auf diese Sorge lautet: Jeder kann seine Meinung sagen, er muss nur mit Widerspruch rechnen. Die Halbwahrheit der Antwort liegt darin, dass sie die zugrunde liegende asymmetrische Kommunikation verschweigt. Nicht das Argument wird widerlegt, sondern die Person attackiert. Die Sorge vieler Menschen resultiert aus der berechtigten Angst, dass man wegen einer „falschen“ Aussage seine soziale Stellung verlieren kann und dass diese Deklassierungen immer häufiger auch Folgen für den Arbeitsplatz haben können.
      […]

      https://www.zeit.de/2021/19/rassismus-vorwurf-duesseldorfer-schauspielhaus-bernd-stegemann-dramaturg/komplettansicht

      Quod erat demonstrandum.

      Der von den Woken als islamophob verschrieene Hamed Abdel-Samad hat wie Bernd Stegemann ebenfalls ein Buch zum Thema verfaßt:

      Hamed Abdel-Samad
      Schlacht der Identitäten
      20 Thesen zum Rassismus – und wie wir ihm die Macht nehmen
      ________________________________________
      Hardcover
      14,00 EURO

      E-Book
      10,99 EURO

      ________________________________________
      Der Kampf gegen den Rassismus ist eine Menschheitsaufgabe
      Hamed Abdel-Samad hat Rassismus erlebt: In Ägypten wurde er als hellhäutiger Kreuzritterbastard denunziert, in Deutschland ist seine Haut manchen zu dunkel, sein Name anderen zu muslimisch.
      Dieses erfahrungssatte Buch ist kein Bericht der Betroffenheit. Es ist die Analyse eines durch Globalisierung, Migration und Vorfälle in den USA auch hierzulande angeheizten Themas. Die Radikalität der Debatte, die in Deutschland weit über das Thema Rassismus hinaus Fragen von Identität, Zugehörigkeit, Rederecht und Redeverbot behandelt, droht die Gesellschaft tief zu spalten. Abdel-Samad sucht die Auseinandersetzung zu rationalisieren und zeigt im Individualismus einen Ausweg aus der zwanghaft identitätsfixierten Zugehörigkeitsdebatte

      https://www.dtv.de/buch/hamed-abdel-samad-schlacht-der-identitaeten-28275/

      In den USA verbieten mittlerweile reihenweise republikanische Gouverneure bzw. Parlamente die Promotion der spaltenden „Critical Race Theory“ in Schulen und Firmen, wie es Trump für Bundesbehörden verboten hatte, was von Biden gleich aufgehoben wurde.

      Die Sprachverhunzung ist ein Nebeneffekt, wenn auch ein für mich bedeutsamer:

      Die US-Satire kommt kaum nach:

      Tatsächlich meint es Disney todernst mit der Indoktrination seiner weißen Mitarbeiter:

      Was in den USA en vogue ist, schwappt ja auch bei uns herüber.

      Ich bin allerdings sicher, daß es in den USA bei den Wahlen 2022 einen großen Backlash geben wird.

      • Mir ist der Hype um die erstaunlich kenntnislose Baerbock richtiggehend unerklärlich:

        Und der Hype um die Cancel Culture auch:

        Und wer meint, daß sprachliche Verrohung aus dem bösen Internet kommt (und natürlich nur von rechts), der irrt sich:

        Und noch so ein Plappermäulchen, dem die große Bühne gegeben wird:

        Anstoß erregte Neubauer allerdings durch diese Attacke:

        TV-Kritik „Anne Will“

        Wegen Maaßen – „Sie legitimieren antisemitische Inhalte“, wirft Neubauer Laschet vor
        10.5.2021 Stand: 08:51 Uhr | Lesedauer: 5 Minuten
        Von Christian Düringer
        […]
        Doch das am heißesten diskutierte Thema der Sendung wurde ein ganz anderes.

        Einen Beleg bleibt Neubauer bei Will schuldig

        Bevor es um ihr Kernthema Klima ging, stritt Neubauer mit Laschet nämlich über Hans-Georg Maaßen – und erhob schwere Vorwürfe. Sie kritisierte heftig, dass der frühere Verfassungsschutzpräsident für die Südthüringer CDU für den Bundestag kandidiert. Als westdeutsche Frau wolle sie nicht den „sogenannten Osten belehren“, schickte sie politisch korrekt als Disclaimer voraus – forderte aber dann genau das von Laschet.
        „Sie legitimieren rassistische, antisemitische, identitäre und übrigens auch wissenschaftsleugnerische Inhalte, verkörpert durch Hans-Georg Maaßen“, behauptete Neubauer aufgeregt. „Das hätten Sie ganz klar verurteilen müssen.“
        Laschet, der sich zuvor bereits inhaltlich von Maaßen distanziert hatte, ging das entschieden zu weit. „Er ist nicht Antisemit, und er verbreitet auch keine antisemitischen Texte. Wenn er es täte, wäre es ein Grund zum Parteiausschluss“, wehrte sich Laschet. Er forderte Belege von Neubauer für diese Anschuldigung, die diese in der Sendung jedoch schuldig blieb. Auch Will hakte nicht nach, kündigte nur an, dass ihre Redaktion versuchen werde, „das zu belegen“.
        […]

        https://www.welt.de/politik/deutschland/article231007581/Anne-Will-Sie-legitimieren-antisemitische-Inhalte-wirft-Neubauer-Laschet-vor.html

        Twitter förderte dies zutage:

        Ein harmloser US-Artikel über den polizeistaatähnlichen Kampf gegen „White Supremacy“, aber auf der falschen Plattform wiedergegegeben. Das heißt heute Kontaktschuld und bringt ewige Verdammnis. Nun, nicht für jeden. Denn der Anne Will-Redaktion unterlief das auch – sie fand diese dubiose Organisation:

        So. Ich dachte, Globalist sei das Gegenteil von Protektionist?

        Aber das sehen Sozialisten wohl anders:

        Wenn auch nicht durchgängig:

        Zu schade aber auch, daß die Social Warriors so übereifrig sind und ihnen die Pferde durchgehen:

        Diesen sauberen Logiker habe ich in der Timeline von Jan Böhmermann gefunden: man hätte also erst einmal Maaßen des Rechtsextremismus‘ überführen müssen, bevor man den Gebrauch des Wortes hätte anprangern dürfen. 😉

        Und auch sonst blieb die Anne Will-Redaktion erfolglos:

        Aber wo wir schon bei tropes und memes sind: auch die Grünen bieten Angriffsflächen:

        Worauf wir uns allerdings gefaßt machen können, ist das übliche Niveau der ÖRR:

        Und auf „aktivierende“ Begleitung des STERN:

        • @ Gabriele Wolff

          Ja, interessante Texte zur identitätspolitik, die ich noch nicht kannte.

          Zur Causa Palmer:

          Palmer hat ja in den letzten Tagen auf seinem Facebook-Account noch folgende Statements getätigt:

          „@meine Rede auf dem heutigen Parteitag
          Liebe Freundinnen und Freunde,
          stellt euch vor, ihr stolpert irgendwo im Internet über einen Kommentar, der über einen deutschen Fußballnationalspieler schwarzer Hautfarbe aufgrund anonymer Vorwürfe auf Facebook sagt:
          „Der ist ein schlimmer Rassist. Hat Frauen seinen Negerschwanz angeboten.“
          Würdet ihr glauben, dass jemand, der einigermaßen bei Verstand ist, so was in vollem ernst schreibt? Ich nicht. Das ist erkennbar ein vollkommen grotesker Rassismusvorwurf mit einer noch absurderen Begründung. So was nennt man Satire.
          Im Kontext wird das leicht verständlich. Dennis Aogo darf im Fernsehen nicht mehr auftreten, weil er gesagt hat, Spieler trainieren bis zum vergasen. Ich habe selbst als Kind mehrfach gehört, man habe nur vergessen meinen Vater zu vergasen, weil mein Großvater Jude war. Wenn jemand fordern könnte, dass Dennis Aogo von der Bildfläche verschwinden soll, dann ich. Ich habe aber das Gegenteil getan und ihn in Schutz genommen. Die Welt wird einfach nicht besser, wenn man Menschen gesellschaftlich ächtet und ihre berufliche Existenz vernichtet, weil sie einen ungeschickten Satz gesagt haben, den man absichtlich falsch versteht und Menschen eine Haltung andichtet, die sie gar nicht haben. Das passiert leider in letzter Zeit immer häufiger und das Phänomen hat einen Namen: Cancel Culture.
          Dagegen wehre ich mich mit jeder Faser meines politischen Daseins. Wenn ihr das verstehen wollt, müsst ihr wissen, dass ich als Kind meinen Vater in der JVA Stammheim besucht habe. Der engste Kontakt bestand darin, meine Hände auf eine Panzerglasscheibe zu legen. Er war 18 Monate im Gefängnis, unter anderem weil er Nazis Nazis nannte. Einmal wurde er wegen des Tragens verfassungsfeindlicher Symbole angeklagt. Er hatte mit einem Hakenkreuz auf einem Talar gegen Nazirichter in der alten Bundesrepublik demonstriert. Immerhin, dafür wurde er freigesprochen. Der Richter erkannte, dass mein Vater gerade nicht den Nazistaat verherrlichen, sondern Unrecht anprangern wollte. Ich kann Ächtung und Existenzvernichtung wegen angeblich falscher Wortwahl niemals akzeptieren. Das beschädigt den Kern der liberalen Demokratie.
          Der Antrag, der heute zur Abstimmung steht, verfolgt im Kern kein anderes Ziel, als eine abweichende Meinung zum Verstummen zu bringen. Wer sich den Vorgaben der „Generation beleidigt“ und der „selbstgerechten Lifestylelinken“ nicht beugt, der wird gemaßregelt und ausgegrenzt. Ich halte das für unvereinbar mit den Grundwerten unserer Partei und der liberalen, offenen Gesellschaft.
          Schlimmer noch. Erkennbar wird mir etwas vorgeworfen, das ich nicht im entferntesten gemeint habe. Man kann Satire kaum noch weiter treiben, als ich es getan habe. Dennoch wird mir der Wortlaut zum Vorwurf gemacht. Damit wird aus meiner Verteidigung von Aogo das exakte Gegenteil, nämlich die absurde Behauptung, ich würde ihn rassistisch beleidigen. Und auf dieser Grundlage soll mir keine 24 Stunden nach der scheinbaren Verfehlung mit diesem Antrag der Prozess gemacht werden.
          Liebe Freundinnen und Freunde,
          ich bin heute mehr denn je überzeugt, dass diese Partei mich braucht. Unsere Partei braucht Menschen, die sich dem Furor einer entfesselten Indentitätspolitik entgegenstellen, so wie es zuletzt 90 Grüne mit dem Aufruf für ökologische und soziale Veränderungen ohne identitären Fundamentalismus getan haben. Hat es der katholischen Kirche gut getan, dem eben verstorbenen Hans Küng vor 40 Jahren die Lehrerlaubnis zu entziehen? Gutmeinende Freunde raten mir, ich solle mich jetzt entschuldigen. Das ist das, was die Cancel Culture mindestens verlangt. Abbitte und Unterwerfung. Daher kann und will ich nichts widerrufen, weil wider das Gewissen etwas zu tun weder sicher noch heilsam ist.
          Und deshalb denke ich, der Parteitag sollte diesem Antrag zustimmen. Ich möchte mich vor einem Parteigericht rechtfertigen. Ich möchte die vollkommen absurden und haltlosen Vorwürfe gegen mich endgültig aus der Welt schaffen. Denn ich stehe zur offenen Gesellschaft, zur liberalen Demokratie und zu den grünen Grundwerten. Ich würde mich freuen, wenn wir wieder versuchen könnten, uns zu verstehen, statt vorschnell zu verurteilen.

          @Danke Winfried Kretschmann
          Wie man hart in der Sache und trotzdem fair zur Person Kritik übt, hat Winfried Kretschmann wieder einmal gezeigt:
          Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat den Tübinger Oberbürgermeister Boris Palmer für dessen Aussagen über den früheren Fußball-Nationalspieler Dennis Aogo hart kritisiert. „Solche Äußerungen kann man einfach nicht machen. Das geht einfach nicht“, sagte der grüne Regierungschef am Samstag am Rande des Landesparteitags in Stuttgart. „Ich finde es auch eines Oberbürgermeisters unwürdig, dauernd mit Provokationen zu polarisieren.
          Man beachte, was da alles nicht steht: „Palmer ist ein Rassist. Palmer muss ausgeschlossen werden. Palmer verletzt die grünen Grundwerte. Palmer ist ein ekelhafter Provinzfürst, der nicht verkraftet, dass die Partei ihm eine Karriere verwehrt etc pp.“
          Streit auf Kretschmanns Niveau integriert eine Gesellschaft. Sie erlaubt dem Kritisierten, Selbstkritik zu üben. Er verlangt keine Unterwerfung, er ächtet nicht.
          Ja, es war unklug, mal wieder auf Ironie in einer politischen Auseinandersetzung zu bauen. Ja, der ganze Streit wegen zwei Sätzen ist überflüssig wie ein Kropf. Ja, ich möchte Tübingen und mein Amt auch nicht mit derlei Wirtshausschlägerei in Verbindung bringen. Ja, viele Menschen, die täglich mit mir zusammen arbeiten haben mal wieder jede Menge unnötigen und unverdienten Stress. Und ja, ich hätte mich besser nicht provozieren lassen. Kretschmanns Kritik ist angebracht, richtig und sie ist annehmbar.

          @was ist da eigentlich passiert?
          Im Cicero sind eine Reihe kluger Beobachtungen zu den vollkommen irren Ereignissen der letzten 48h formuliert. Wer es besser verstehen will, erfährt da einiges.
          Eine Ergänzung habe ich noch, weil ich oft danach gefragt werde. Nein, das war kein Kalkül, auch keine Provokation für die Öffentlichkeit. Ich hatte keine Ahnung, welches Erdbeben ich da mal wieder auslöse. Ich wollte einem meiner langjährigen innerparteilichen Gegner zu verstehen geben, wie absurd ich seine konstruierten Rassismusvorwürfe finde, indem ich ihm einen Rassismusvorwurf präsentiere, der so vollkommen abstrus ist, dass es sogar ihm auffallen müsste. Gewissermassen pädagogische Satire. Was der daraus machen würde, hätte ich mir zwar denken müssen, konnte es mir aber schlicht nicht vorstellen. Den Vorwurf der Naivität lasse ich mir deshalb gefallen.
          https://www.facebook.com/ob.boris.palmer

        • Danke für diese Ergänzung. Ich liefere den zielgenauen Link zum letzten Aspekt nach:

          Cicero ist ihm keine Hilfe, obwohl dort zutreffend festgestellt wird:

          Grüne beschließen Partei-Ausschluss von Boris Palmer – Morbus Palmer
          VON MATHIAS BRODKORB am 9. Mai 2021
          […]
          Die politische Zukunft des Boris Palmer schien damit besiegelt. Aber in den vergangenen zwölf Monaten entdeckte er in sich selbst wieder jene Qualitäten, die ihn bereits zweimal zum Oberbürgermeister Tübingens werden ließen. Mit Entschlusskraft, unkonventionellen Ideen und dem Mut zum politischen Risiko stampfte er das „Tübinger Modell“ aus dem Boden. Palmer brachte das den Status eines Wanderpokals in den überregionalen Medien ein. Kein anderer Kommunalpolitiker Deutschlands konnte über Monate eine solche Reichweite und Anerkennung verbuchen wie der Tübinger OB.
          Angesichts dieser unbestreitbaren Leistungsbilanz hätten die Grünen Palmer im Jahre 2022 wieder als Kandidaten präsentieren müssen – oder das Tübinger Rathaus gegen ihn als Einzelbewerber verloren. Palmer hatte sich eigentlich, gegen alle politische Wahrscheinlichkeit, wie Baron Münchhausen am eigenen Schopfe aus dem grünen Sumpf gezogen. Aber nur eigentlich.

          Der Virus des Morbus Palmer ist die Öffentlichkeit

          Die Übertragbarkeit des Corona-Virus wird entscheidend durch die Viruslast bestimmt. Die Viruslast des Morbus Palmer heißt: Öffentlichkeit. Fast scheint es, als wäre ihm seine Stadt Tübingen zu klein, zu beschaulich, zu beherrschbar – oder als wäre er zu groß und bedeutend für sie. Öffentliche Anerkennung löst in ihm offenbar einen Rausch aus, in dem er die Kontrolle über sich selbst verliert.

          So wieder einmal geschehen am 7. Mai 2021. Eigentlich hatte Palmer nur die besten Absichten. In einem Facebook-Post plädierte er dafür, die Fußballer Lehmann und Aogo nicht deshalb aus Funktionen zu entfernen, weil sie sich einmal im Ton vergriffen hatten. Palmer weiß schließlich selbst, wie schnell das geht.

          Was auf diesen harmlosen Post folgte, ist mit rationalen Mitteln kaum noch zu verstehen. Ein Kommentator auf Palmers Facebook-Seite postete einen Kommentar von der Seite Aogos, in dem von einer jungen Frau behauptet wird, Aogo hätte ihrer Freundin am Strand von Mallorca einst seinen „dicken Negerschwanz“ angeboten. An Robin Danzl gerichtet, einen grünen Studenten, mit dem sich Palmer im Netz schon seit längerer Zeit zofft, schreibt Palmer daraufhin: „der aogo ist ein schlimmer Rassist. Hat Frauen seinen Negerschwanz angeboten.“

          Hermeneutische Volte

          Man kann das verständig gar nicht anders als so interpretieren, dass Palmer die angebliche Aussage Aogos ironisch gegen frühere Diskussionen mit Danzl zum Thema Antirassismus wendet. Offenkundig will er mit dieser Volte einen Widerspruch im Denken Danzls aufdecken. Worum es dabei genau geht, dürften nur die beiden selbst wissen.

          Aber für derartige hermeneutische Kleinigkeiten bleibt in der Welt des Internets keine Zeit.
          […]

          https://www.cicero.de/innenpolitik/boris-palmer-facebook-streit-cancel-culture-die-gruenen-negerschwanz

          Woraufhin Cicero folgert, daß Palmer selber schuld ist. Warum ist logisches Denken eigentlich nicht mehr en vogue? Das ist das Handwerkszeug von Juristen.

  2. Und weiter mit den USA, denn die deutsche Berichterstattung über die Zustände dort ist schlicht gruselig.

    Warum die Presse versagt

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92514

    Alles nur aus der Sicht der Democrats. Wäre man bei uns nicht auch skeptisch, wenn sich eine hochrangige republikanische Abgeordnete wie Liz Cheney, ganz im Sinne ihres Vaters Dick Kriegstreiberei promotend und Trump-Feindin, nun gerade in der pro-Democrats-Propaganda-WaPo ausbreiten darf?

    Oder von CNN promotet wird?

    Ihre Wähler bzw. Nicht-Wähler zählen also nicht: was für ein Demokratieverständnis!

    Sie weiß, daß sie verloren hat.

    Aber nun plant die Parteiführung den nächsten Coup: sie will Cheney durch Elise Stefanik ersetzen, die ich ja gut fand, weil sie dem Russia Hoax der Democrats entschlossen entgegengetreten ist. Aber aber:

    So richtig konservativ ist sie nicht.

    Seit der special Texas-Wahl (nach dem Tod eines republikanischen Abgeordneten) für das Abgeordnetenhaus sieht es eh nicht gut aus für die Democrats – und auch für nicht von Trump unterstützte republikanische Kandidaten:

    Losing Texas Candidate Issues Warning: 2022 ‘Could Be Major Setback’ for Democrats
    By Jack Phillips
    May 4, 2021 Updated: May 4, 2021

    A Democratic candidate who lost her bid during last weekend’s Texas congressional special election sounded the alarm that the 2022 midterms “could be a major setback” for the Democratic Party.

    During the special election, two Republicans — and no Democrats — advanced in the runoff as the top two vote-getters in the race for Texas’s 6th Congressional District, after no one in the 23-candidate field won an outright majority of votes on May 1.

    Republicans Susan Wright, wife of the late Rep. Ron Wright, finished with 19 percent of the vote, while Jake Ellzey garnered 14 percent. Democrat Jana Lynne Sanchez finished third with 13 percent and conceded on May 2.

    “On Saturday, Republican candidates got 62 percent of the vote to 38 percent for Democrats (R+25). All the things I thought would motivate Democrats, such as the attempted violent overthrow of a legitimate election result, along with Snowmaggedeon [der Texas-Stromausfall wegen starker Schneefälle] … failed to get our voters out,” Sanchez wrote on Monday after conceding defeat.
    “I’m sounding the alarm bell: If Democrats don’t organize and prepare, 2022 could be a major setback to our gains of recent years,” she said.

    Wright, notably, was endorsed by former President Donald Trump, who on Monday championed his endorsement.

    “Please explain to the Democrats and RINOs that the reason Texas-06 completely shut out Democrats in Saturday’s Jungle Primary is because of my Endorsement of Susan Wright, who surged last week after receiving it,” the former president said in a statement on Monday. “RINO,” or “Republican in name only,” is a term used against Republicans who seemingly embrace progressive or Democratic politics.

    The fact that no Democrats advanced can also be seen as a blow to House Speaker Nancy Pelosi’s (D-Calif.) quest to keep her majority after 2022. Generally, the party of the president loses seats during midterm elections, and in 2018, Democrats were able to reclaim the House majority after Trump’s 2016 victory.
    The House, meanwhile, is currently split at 218 Democrats to 212 Republicans with five vacancies, which means that Pelosi can only lose two votes to pass legislation. If there is a tie in the House, the bill won’t pass.
    […]

    https://www.theepochtimes.com/mkt_breakingnews/losing-texas-candidate-issues-warning-2022-could-be-major-setback-for-democrats_3801911.html?utm_source=newsnoe&utm_medium=email&utm_campaign=breaking-2021-05-04-1&mktids=710bd7e231d2037d15e6c9295ece0481&est=nlSat8kEqXgRtwySt0J43S5YQJyYXeQ1QX0snC66gfT9fQ%2FcMMqwXnTj9NiXEbmQjm95LA%3D%3D

    Und es kommt noch schlimmer für die Dems: der Zensus 2020 hat den starken Zuzug nach Texas und Florida bestätigt, so daß diese beiden Staaten bei der nächsten Wahl 5 Sitze mehr haben werden:

    Die Flucht aus von Democrats regierten Staaten nach Florida und Texas ist derartig groß, nicht nur wegen der höheren Steuern, zuletzt auch wegen der rigiden Corona-Maßnahmen, daß das Satire-Magazin „Babylon Bee“ postete:

    Kommen wir zu der angeblichen „Verschwörungstheorie“, wonach die Wahl Bidens ertrickst wurde (mittlerweile neige ich zu der Annahme, daß fast alles, was Regierungs-, anti-Trump- und NATO-affine Westmedien als „Verschwörungstheorie“ brandmarken, ziemlich nahe an der Realität ist): denn danach hat der Zensus auch das hier enthüllt:

    Man hat sich ja immer gefragt: wenn Trump seiner Wähler auf 74 Millionen steigern konnte, wo kommen dann die über 80 Millionen des uninspirierenden Keller-Biden her? Es gab sie offensichtlich nicht.

    Census reveals weird anomaly: Shows millions less voted in 2020 election than official tally
    By The Wiz on May 4, 2021 • ( 11 Comments )

    May 4, 2021

    US Census data released last week called into question the official vote tally from the 2020 election. As part of the Census, the government collects data on citizens who self-report as having voted in presidential elections. The collected data shows an unusual anomaly in the reported results.
    According to the Census, the recorded number of people voting in 2020 was tallied at 154,628,000. On the other hand, official results place the number of actual ballots cast slightly north of 158 million. That’s a discrepancy of nearly four million votes.
    Speaking to pollster Richard Baris during an episode of “Inside the Numbers,” lawyer Robert Barnes said historically, the Census tends to “pin on the nose” the recorded vote numbers with the actual results. In other words, often the two data sets reasonably match.

    Barnes is right. For example, the bureau was nearly spot-on in 2008, slightly under-reporting that 131,100,000 voted, while the official results showed 131,300,000 ballots cast.
    Of course, sometimes the Census has missed the mark. But for decades, in almost every case where the Census grossly botched the results, it was because the bureau over-recorded the number of those who voted.
    […]
    Barnes asked, “Why are there five million more ballots counted in the presidential election than reported voting according to the Census data, which has almost always been accurate?” He continued, “Isn’t it amazing that it [under reporting] is almost exactly the number of questionable Biden ballots?”
    Barnes said:
    “It’s as good of evidence as you could possibly have that there were five million … questionable ballots … that the Census itself says are counting votes of people who claim they didn’t vote.”

    Barnes pointed out the Census data also calls into question a number of contested states too.
    For example, in Georgia, the bureau recorded roughly 4.8 million voting, while official results show slightly less than 5 million. Barnes said the discrepancy is consistent with claims that there were roughly 100k questionable ballots cast in Georgia.
    Pollster Richard Baris stated many election experts have often viewed the Census data as generally reliable. Yet, for some reason, some experts have now flipped the script, claiming the 2020 data is the result of a Census “blunder.”
    […]

    https://electionwiz.com/2021/05/04/census-reveals-weird-anomaly-shows-millions-less-voted-in-2020-election-than-official-tally/

    Weil die Democrats wissen, daß ihre Briefwahl- und andere Wahlrechtsaufweichungen – zu der Wahlfälschung 2020 beigetragen haben, bekämpfen sie Aufklärungsaktionen mit Zähnen und Klauen – und alle Gesetze in republikanisch regierten Staaten, die zur Wahlsicherheit beitragen, sind natürlich „Voter Supression“ gegenüber Minderheiten, ein Spin, den Schwarze und Hispanics vehement ablehnen, der bei uns aber 1 zu 1 übernommen wird.

    Klicke, um auf %5B2%5D_brief_response_to_motion_for_summary_disp.pdf zuzugreifen

    https://www.depernolaw.com/dominion.html

    Im SPIEGEL vom letzten Samstag wird verbreitet, mit Fox News sei es bald zu Ende, weil Dominion den Sender verklagt habe. Mir deucht, daß Dominion eher nervös reagiert:

    In Arizona (wo Biden gerade mal mit 10.500 Stimmen gewann, wobei Fox News diesen Staat als Biden Win sehr früh und als erster Sender ausrief) findet gegen energischen Widerstand der Dems, die juristisch verloren, die tiefste Überprüfung statt.

    Upps! Und schon gibt es einen Brief des Biden-DOJ:

    https://beckernews.com/new-bidens-doj-just-sent-a-threatening-letter-to-arizona-election-auditors-39012/

    Im Lichte der zugunsten der republikanischen Überprüfer ergangenen Gerichtsentscheidungen wird es ein Leichtes sein, diesen Brief zu beantworten. Um mal den Kopf von unseren Narrativen freizukriegen:

    Erschwerend kommt für Biden hinzu, daß die Wirtschaftsdaten schlecht sind:

    Das ist natürlich ein Unternehmerverband. Aber man darf nicht vergessen: Unternehmen sind die großen Sponsoren für die Dems. 😉

    Und das trifft den Bürger. Und wenn daraufhin von der Federal Reserve die Zinsen erhöht werden, ist es aus mit dem riesenhaften Schuldenprogramm von Biden, falls es je durchkommt.

    MSNBC desinformiert weiter:

    • Und wieder Corona:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92512
      [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92512

      Inzidenz und Neuinfektionen laut RKI am 07.05.2021

      In Deutschland sind innerhalb eines Tages 18.485 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Am Donnerstag waren es fast 22.000 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gewesen. Vor einer Woche, am Freitag, 30.04.2021, hatte das RKI mehr als 24.300 Neuinfektionen gemeldet.
      […]
      Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Freitagmorgen bundesweit bei 125,7. Am gestrigen Donnerstag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 129,1 angegeben, am Freitag vergangener Woche mit 153,4.

      https://www.swp.de/panorama/rki-corona-zahlen-heute-deutschland-inzidenz-aktuell-07-05-2021-fallzahlen-dashboard-bayern-bw-brandenburg-sachsen-nrw-56694090.html

      Zum R-Wert gab es nichts, er liegt aber seit Wochen unter 1. Heute sind es 15.685 „Neuinfektionen“, die Inzidenz liegt bei 121,5. In meinem Landkreis ist am Freitag die „Bundesnotbremse“ aufgehoben worden, er liegt seit gut zehn Tagen unter 100, die letzten 3 Tage unter 50. Auch die Intensivstationen „laufen leer“. Laut SPIEGEL gab es am 7.5.2021 4.669 sog. „Covid-19“-Intensivpatienten, ein Minus von 99 gegenüber dem Vortag; heute sind es 4.610.
      Auffälligerweise benutzen ZEIT und SPIEGEL eigene Zahlen, die schlechter sind als die offiziellen:

      Der SPIEGEL kam für gestern gar auf eine Inzidenz von 146,4. Man will wohl noch weiter Ängste schüren.

      Eine gute Nachricht für die Rechtsstaatlichkeit:

      OLG Karlsruhe stärkt Weimarer Familienrichter den Rücken! Rechtlich korrekt
      Veröffentlicht am 6. Mai 2021

      Ein Gastbeitrag von Vera Lengsfeld

      Unser Rechtsstaat ist noch nicht ganz tot. Wieder wurde ein Urteil gefällt, das die Politik entlarvt. Unlängst wurde dem Weimarer Familienrichter Christian Dettmar aufgrund seines Urteils zur Masken- und Testpflicht an zwei Schulen in Thüringen Rechtsbeugung vorgeworfen. Der Vorwurf kam von der Landesregierung, speziell vom Kultusministerium Thüringen. Dettmar hätte den Pfad der Legalität verlassen. Dann wurde die Staatsanwaltschaft aktiv und nahm die Ermittlungen auf, gepaart mit Haussuchungen und Handybeschlagnahme. Diese Maßnahmen sollten offenbar unabhängige Richter abschrecken, unliebsame Urteile zu fällen.

      Nun erhielt Dettmar Rückendeckung vom Oberlandesgericht Karlsruhe. In dem Beschluss zeigt das OLG Karlsruhe auf, dass das Familiengericht gemäß § 1666 BGB verpflichtet ist, nach pflichtgemäßem Ermessen Vorermittlungen einzuleiten. Ein Familiengericht könne die Prüfung, ob eine Kindeswohlgefährdung vorliege, nicht einfach auf das Verwaltungsgericht verlagern. Das OLG Karlsruhe hatte diesen Beschluss gefasst, weil eine Mutter aus Pforzheim gegen die schulischen Corona-Maßnahmen geklagt hatte. Sie sah, wie die Weimarer Eltern, das körperliche, seelische und geistige Wohl ihrer Kinder gefährdet. Das Pforzheimer Familiengericht wollte den Fall nicht untersuchen und verwies an das Verwaltungsgericht.

      Klicke, um auf Beschluss-des-Oberlandesgericht-Karlsruhe-vom-28.04.2021_online_2.pdf zuzugreifen

      Das OLG Karlsruhe hob den Beschluss des Pforzheimer Familiengerichts auf: Das Familiengericht sei das für die Beurteilung einer möglichen Kindeswohlgefährdung zuständige Gericht, es könne die ihm per Gesetz zugewiesene Aufgabe nicht einfach auf das Verwaltungsgericht übertragen.
      […]

      https://reitschuster.de/post/olg-karlsruhe-staerkt-weimarer-familienrichter-den-ruecken/

      Das BVerfG dagegen hat seine Hausaufgaben nicht erledigt:

      Eilanträge gegen bundesrechtliche nächtliche Ausgangsbeschränkungen abgelehnt
      Pressemitteilung Nr. 33/2021 vom 5. Mai 2021
      Beschluss vom 05. Mai 2021
      1 BvR 781/21, 1 BvR 889/21, 1 BvR 854/21, 1 BvR 820/21, 1 BvR 805/21
      […]
      In dem Verfahren 1 BvR 805/21 ist die Verfassungsbeschwerde eines Beschwerdeführers, der vorgetragen hat, nach überstandener COVID-19 Erkrankung immunisiert zu sein, abgetrennt worden. Seine Beschwerde wird in einem eigenen Verfahren geführt. [Hat sich ja jetzt erledigt.]
      […]
      Ob die nächtliche Ausgangsbeschränkung geeignet ist, um ihr Ziel zu erreichen, ist fachwissenschaftlich umstritten. Ihre fehlende Eignung ist nicht evident. Der Gesetzgeber verfügt in der Beurteilung, ob die gesetzliche Regelung geeignet ist, um ihr Ziel zu erreichen, über eine Einschätzungsprärogative, die sich sowohl auf die Einschätzung und Bewertung der tatsächlichen Verhältnisse erstreckt als auch auf die etwa erforderliche Prognose und die Wahl der Mittel, um seine Ziele zu erreichen. Auch in der Beurteilung der Erforderlichkeit der Regelung kommt ihm ein Spielraum zu. Andere Mittel, die eine effektive Kontrolle vorhandener Kontaktbeschränkungen und darüber eine Reduktion der Ansteckungsrate ebenso wirksam gewährleisteten, aber weniger intensiv in Grundrechte eingriffen, liegen nicht offensichtlich auf der Hand.
      […]

      https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-033.html

      Ich bin dafür, die Vokabel „umstritten“ zu streichen; denn es gibt keine einzige Studie, die die Eignung von Ausgangssperren belegt, während es welche gibt, die sie als ungeeignet belegt, z.B. die hier:

      Das sieht unser Jurist beim Tagesspiegel selbstverständlich anders:

      06.05.2021, 09:10 Uhr
      Nächtliches Ausgangsverbot
      Der Protest gegen die Sperre hat den falschen Ton
      Das Verfassungsgericht lässt die Anti-Corona-Maßnahme vorläufig bestehen. Ein nüchterner Beschluss, der überzogene Kritik daran wieder einfängt. Ein Kommentar.
      Jost Müller-Neuhof

      Einiges an Prügel hat die Bundesregierung einstecken müssen für ihre Pandemiepolitik. Doch die Nummer mit den Ausgangssperren schien unverzeihlich. Sie ist das umstrittenste Einzelteil der „Bundesnotbremse“, mit der flächendeckend und unabhängig von föderalen Querschlägern das Infektionsgeschehen unter Kontrolle gehalten werden soll. Gesundheitszwecken möglicherweise indirekt dienlich, hieß es, rechtsstaatlich jedoch unerträglich.

      Anderer Ansicht: Das Bundesverfassungsgericht. Mit einem Beschluss hat der Erste Senat des Gerichts mehrere Eilanträge gegen das entsprechend veränderte Infektionsschutzgesetz abgelehnt. Die Sperre bleibt damit in Kraft. Die Nachricht dürfte Kanzlerin Angela Merkel aufatmen lassen, die vielfach so dargestellt wird, als vertrete sie eine straffe Lockdown-Politik aus Lust daran, andere leiden zu lassen.
      […]

      Vielleicht wird man irgendwann erwiesen haben, dass die Maßnahme weniger bringt, als heute behauptet wird. Aber dass sie von vornherein ungeeignet ist, weil man andere nicht automatisch infiziert, wenn man das Haus verlässt? Eine etwas zu schlichte pandemische Rechnung. Die nächtlich Feiernden wurden als ein Risiko ausgemacht, das auf diese Weise wirksam eingedämmt werden kann. Und doppelt verboten hält eben besser.
      […]
      Im politischen Streit wurde die Bundes-Ausgangssperre zum Symbol für Wohl und Wehe bürgerlicher Freiheit überhöht. Es ist gewiss wichtig, im Spiel der politischen Kräfte verfassungsrechtliche Bindungen deutlich zu machen. Aber solche Bindungen öffentlich lautstark zu benennen und einzufordern, verführt zuweilen auch zu einer Rhetorik, als ginge es dabei um den Untergang des Staates.

      Das Resultat sind dann zur Gewohnheit werdende Formulierungen wie die, dass Geimpfte „Grundrechte zurückhaben wollen“. Als hätten sie als Ungeimpfte ihre je verloren. Juristische Kritik verliert dann ihr politisches Maß, und politisch Verirrte beglaubigen mit solchen Diktionen ihre Annahme, sie lebten entrechtet in der Diktatur. Geholfen ist damit keinem.

      https://www.tagesspiegel.de/politik/naechtliches-ausgangsverbot-der-protest-gegen-die-sperre-hat-den-falschen-ton/27163746.html

      Dieses Pamphlet übersieht, daß Justiz nichts mit „politischem Maß“ zu tun hat, bzw. zu tun haben sollte.
      Es paßt allerdings ins Bild verlorengegangener Rechtsstaatlichkeit:

      06.05.2021, 14:46 Uhr
      „Corona-Rebellen“ und andere im Blick
      NRW-Verfassungsschutz beobachtet Reichsstagsstürmer
      Die „Corona-Rebellen Düsseldorf“ beteiligten sich am Sturm auf den Bundestag. Nun sind sie und weitere Gruppen im Visier des Verfassungsschutzes in NRW.
      Frank Jansen
      […]

      Es lägen „hinreichend tatsächliche Anhaltspunkte für den Verdacht der demokratiefeindlichen und sicherheitsgefährdenden Delegitimierung des Staates“ vor, sagte Innenminister Herbert Reul (CDU) dem Tagesspiegel.
      Solche Anhaltspunkte ergäben sich, „wenn sich Anhänger der Protestbewegung mit Rechtsextremisten vernetzen, gewalttätig gegen Sicherheitskräfte und staatliche Einrichtungen vorgehen oder [sic!] ständig die staatlichen Schutzmaßnahmen verächtlich machen, um das Vertrauen der Menschen zu erschüttern“.
      […]

      https://www.tagesspiegel.de/politik/corona-rebellen-und-andere-im-blick-nrw-verfassungsschutz-beobachtet-reichsstagsstuermer/27165222.html

      Da werden immer schwächere Verdachtsmomente herangezogen, um Schlapphüte zu aktivieren. A slippery slope. Hinzu kommen fragwürdige Wissenschaftler, Politiker und Medien:

      […]

      […]

      Karl Lauterbach und die drei definitiv aller-, allerletzten Wochen des November-Lockdowns

      Von Elisa David
      Fr, 7. Mai 2021

      Karl Lauterbach macht Hoffnung, bald schon sollen die Zahlen „exponentiell“ sinken. Doch jetzt müsse man nochmal durchhalten, nur noch drei Wochen. Die Rückkehr zu den Grundrechten steht allerdings natürlich noch unter Mutanten-Vorbehalt.

      Überall sinken die Inzidenzzahlen. Und das, obwohl vor wenigen Wochen noch der Teufel an die Wand gemalt und eine Notbremse gefordert wurde. Diese Notbremse wurde jetzt betätigt, allerdings in einem Zug, der ohnehin nur noch langsam vor sich her rollt. Manche reden vom Präventionsparadoxon, nur kann die Notbremse gar nicht so schnell gewirkt haben, wie sich jetzt eine Besserung in den Statistiken erkennen lässt, das gibt man sogar im ZDF zu. Um das jetzt also wieder ins linke Licht zu rücken – nicht dass noch jemand auf die Idee kommt, die aufmüpfigen Schauspieler hätten mit ihren Vorwürfen zur Panikmache durch die Medien Recht behalten – hat Illner Karl Lauterbach eingeladen.
      […]
      Dazu dass sämtliche Wissenschaftler furchtbare Zeiten vorausgesagt haben, die jetzt faktisch nicht eingetreten sind, und die Leute sich jetzt fragen, was denn da los ist, kann Karl Lauterbach nur sagen: „Ich mag dieses Wissenschaftler-Bashing nicht“. Er ist auch der Meinung: „Die Modelle sind wertvoll und nicht falsch.“ Wenn die Menschen, die auf Grundlage dieser augenscheinlich falschen Hypothesen und Szenarien in ihren Häusern eingesperrt wurden, jetzt eine Erklärung verlangen, ist das? Egal.
      […]
      Jetzt haben ja sämtliche Mainstream-Virologen, unter anderem Christian Drosten, festgestellt, dass uns die Indien-Mutante wahrscheinlich doch gar nicht so gefährlich wird – nun kommt Karl Lauterbach um die Ecke und erzählt von rein theoretisch möglichen Entwicklungen, die man – milde ausgedrückt – als verschwörungstheoretische Glaskugelleserei bezeichnen könnte. Und zwar könnte sich ja aus der Indischen Mutatante noch eine neue Mutante bilden, die dann doch gefährlicher ist und wenn die dann zurück nach Deutschland kommt, dann könnte das schlimm werden.
      […]

      https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/bei-illner-karl-lauterbach-und-die-definitiv-aller-aller-letzten-drei-wochen-des-november-lockdowns/

      Und frei erfinden kann er auch ganz gut:

      Das bedeutet gegenwärtig ein Durchschnittsalter von über 60 Jahren, die meisten Patienten gibt es in der Altersgruppe der 60-69jährigen. Auch hier scheint das Risiko also vor allem für ältere Menschen hoch zu sein, jüngere und junge Menschen trifft es deutlich seltener.
      […]

      https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/durchschnittsalter-von-covid-intensivpatienten-bei-ueber-60-jahren/

      Bei CNN wird genauso munter gelogen:

      Und so sah die „Korrektur“ aus:

      Was trennt die örr eigentlich noch von BILD?

      Falsche Corona-Prognosen
      Manipulation im Namen der Wissenschaft
      Modellrechnungen zum Verlauf der Pandemie sind oft fehlerhaft. Trotzdem haben Politiker und Journalisten damit Stimmung gemacht. Wer den Bürgern Angst einjagen will, hat ihr Vertrauen nicht verdient.
      Jonas Hermann, Berlin 08.05.2021, 05.30 Uhr
      […]
      Mitte März schrieb ein Statistiker des Robert-Koch-Instituts auf Twitter: «In vier Wochen haben wir eine höhere Inzidenz als zu Weihnachten.» Das Institut rechnete mit einer Inzidenz von über 300 nach Ostern. Zu einem ähnlichen Ergebnis kam die «Süddeutsche Zeitung» in einer Modellrechnung. Der tatsächliche Wert lag in den Wochen nach Ostern allerdings nie über 175, teilweise auch niedriger.
      […]
      Berliner Tageszeitung verbreitet absurde Zahlen

      Diese Abweichung ist fast noch verzeihlich, wenn man sich die Zahlen ansieht, die der «Tagesspiegel» in die Welt setzte. Ende März schrieb das Berliner Blatt, im Mai sei «mit einer Sieben-Tage-Inzidenz von etwa 2000 zu rechnen.» Man berief sich dabei auf einen Professor der Technischen Universität Berlin, der diesen Wert modelliert hatte. Unterstützung kam von der sozialdemokratischen Fachkraft für Alarmismus: Der Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach griff das Szenario auf und warnte in schrillen Tönen.

      Lauterbach ist der Beleg dafür, dass man trotz fortlaufenden Fehleinschätzungen als Experte gelten kann. Nicht nur er vertraute den Modellierern, sondern auch Kanzlerin Angela Merkel. Ihr Kabinett liess sich von der Physikerin Viola Priesemann beraten. Sie forscht am renommierten Max-Planck-Institut, und auch ihre Modellierungen lagen immer wieder daneben. Priesemann vertrat mit zahlreichen anderen Wissenschaftern einen radikalen Ansatz, um die Pandemie zu stoppen, der unter dem Begriff «No Covid» bekannt wurde.
      […]
      Wahrscheinlicher ist eine andere Annahme: Man wusste um die Schwierigkeiten der Modellierungen, berief sich aber trotzdem darauf, um den Menschen mit Horrorszenarien Angst einzujagen. Dahinter verbirgt sich ein fast schon autoritäres Menschenbild: Hier der Bürger als trotziges Kleinkind, da der Staat als weiser Erziehungsberechtigter. Belege für diese Geisteshaltung gibt es durchaus. Vor gut einem Jahr fragte das Innenministerium beim Robert-Koch-Institut, ob man ein möglichst drastisches Bild der Corona-Gefahr zeichnen könne, um den Lockdown zu verlängern.

      Das Institut lieferte wie bestellt, die Massnahmen wurden fortgesetzt, und das Murren der Bürger hielt sich in Grenzen. Politiker als Angstmacher, unterstützt von zahlreichen Medien und Wissenschaftern – das mag kurzfristig funktionieren. Langfristig beschädigt man damit die Glaubwürdigkeit der akademischen Institutionen und das Vertrauen in den Staat. Wenn wissenschaftlich camouflierte Schreckensszenarien nicht einmal ansatzweise eintreffen, profitieren am Ende nur die Corona-Verharmloser.

      https://www.nzz.ch/meinung/corona-und-die-modellierer-ihre-prognosen-liegen-oft-daneben-ld.1624036

      Tja.

      • Dann weise ich noch auf diesen WELT-Artikel hin,

        in dem es vor der natürlich interessanten Schweiz-Passage eine interaktive Karte mit dieser Überschrift gibt:
        Intensivbetten-Kapazität

        Anteil freier Intensivbetten in Prozent

        https://www.welt.de/vermischtes/article222523568/Corona-Deutschland-Fast-jeder-dritte-Deutsche-mindestens-einmal-geimpft.html

        Abgesehen davon, daß die ökonomischen Klinikdirektoren auf eine Auslastung von 80-90% der lukrativen Intensivstationen drängen: fährt man mit dem Cursor über die einzelnen Kreise, ergibt sich, daß die angeblichen Covid-19-Patienten eine Minderheit darstellen.

        Und auch das DIVI-Register vom 8.5.2021 hält die freudige Nachricht bereit, daß es mit der Überlastung der Intensivstationen nicht weit her ist:

        Intensivmedizinische Behandlungskapazitäten

        Klicke, um auf DIVI_Intensivregister_Report.pdf zuzugreifen

        Der DIVI-Chef Karagiannidis ist freilich auch nur ein gesellschaftlicher Akteur mit eigener Agenda – weshalb er von Drosten, der das ebenfalls ist, retweetet wurde:

        Immerhin gibt es Teilgeständnisse zum Versagen der Apparatemedizin:

        Und es gebe noch eine andere Möglichkeit: Intensivmediziner hätten dazugelernt bei der Behandlung von Covid-19-Erkrankungen. Zu Anfang der Pandemie hätten sie – im Eindruck der Bilder aus New York und Norditalien – eher dazu geneigt, alle verfügbaren intensivmedizinischen Maßnahmen zu nutzen. “Es machen aber nicht immer alle Maßnahmen für jeden Patienten Sinn.” Die Wahrscheinlichkeit, dass über 80-Jährige während der Beatmung versterben ist hoch, laut einer Studie liegt sie bei circa 72 Prozent. Die dritte Möglichkeit wäre damit: Mittlerweile liegen mehr jüngere Menschen auf der Intensivstation, weil bei ihnen eher die Entscheidung für eine intensivmedizinische Behandlung getroffen werde, als bei einem über 80-Jährigen, so Kuhlen.

        https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/faktenfuchs-werden-corona-intensivpatienten-immer-juenger

        Hier gibt es einen umfassenden fachlichen Überblick über unseren medizinisch-industriellen Komplex:

        Corona-Maßnahmen
        Notfallsanitäter: Meine Kritik an den Corona-Maßnahmen
        Unser Autor ist täglich für das Überleben anderer im Einsatz. Er verteidigt #allesdichtmachen, weil es nach seiner Ansicht wirklich viel zu kritisieren gibt.
        Aktualisiert
        Jan Schad, 5.5.2021aktualisiert 07.05.2021 – 13:04 Uhr
        […]
        Sachliche Einwände werden zu „Geschwurbel“ degradiert

        Der Shitstorm gegen die Initiative war maßlos bis repressiv. Jan Böhmermann attestierte den Mitwirkenden, „nicht mehr dicht“ zu sein. Andere fragten prollig nach dem „fucking Problem“ der Akteure. Wieder andere klagten darüber, sich für ihre Schauspielkollegen zu schämen. Helge Lindh (SPD) bezeichnete die Kampagne im Bundestag als „Rechtspopulismus“. Schließlich mündete der Aufschrei in eine Rhetorik wie gegenüber Kindern, die man „nicht aufgeben“, „nicht verlieren“ dürfe. Wohin aufgeben? Aus was heraus verlieren? Aus der Gemeinschaft der Wissenden, der Guten?

        Für „Doc Caro“ Holzner wurde „eine Grenze überschritten“ von #allesdichtmachen, weil „zynische Diskussionen“ in dieser Situation „nichts verloren“ hätten. Es stellt sich die Frage, ob für sie überhaupt irgendeine Art von Diskussion etwas verloren hätte in dieser Situation. Unterlegt hatte sie ihren Video-Beitrag mit dem Hashtag #wirsindmehr. Der war bisher dem „Kampf gegen rechts“ vorbehalten.

        Der harten Abwehrhaltung gegenüber dieser Kampagne liegt eine ideologisierte Dynamik zugrunde, die höchst bedenklich ist für eine freiheitlich-demokratische Gesellschaft. Sachliche Einwände gegen die Maßnahmen werden zu kaum beachteten Fußnoten oder zu „Geschwurbel“ degradiert. Um dieses Zerrbild etwas aufzuhellen, möchte ich Eckpunkte einer sachlichen Grundsatzkritik an der Corona-Strategie umreißen, aus subjektiver Sicht eines im Gesundheitsbereich Tätigen, aber auch anhand objektiver Sachverhalte.

        Zum Thema: Überlastung der Intensivstationen

        Die drohende Überlastung des Gesundheitssystems, namentlich der Intensivstationen, ist der Dreh- und Angelpunkt der Maßnahmen. Ohne dieses Damoklesschwert wären Grundrechtseinschränkungen nicht zu begründen. Nun ist es so, dass nicht nur ich, sondern auch viele andere Kolleginnen und Kollegen davon aber gar nichts mitbekommen. Der Rettungsdienst fährt nicht nur Notfälle, sondern auch normale Krankentransporte und Klinikeinweisungen. Vieles, was früher Hausärzte und Ärztliche Notdienste abwickelten, erledigt heute der Rettungsdienst, oft als erste Instanz im Gesundheitsbereich.

        Davon, dass die Einsatzbelastung über das Aufkommen früherer Jahre gestiegen sei, kann keine Rede sein. Angespannt wurde die (sowieso seit Jahren prekäre) Personalsituation seit der Corona-Pandemie höchstens dadurch, dass immer wieder Kolleginnen und Kollegen für Wochen quarantänebedingt ausfielen – oft sogar trotz negativer Testergebnisse nach „bestätigtem Kontakt“ im Dienst.

        Dazu kommen immer mal wieder verlängerte Fahrtstrecken mit Patienten zum Krankenhaus, weil einige Kliniken zwischendurch abgemeldet sind. Wegen Corona? Ja, aber anders als in Bergamo, wo die Flure mit Patienten überfüllt waren. Wenn Kliniken seit letztem Jahr „dicht“ sind, liegt es meinen Informationen nach überwiegend daran, dass Personal in Quarantäne steckt, oder daran, dass ein ganzes Krankenhaus auf „Rot“ geschaltet wurde, weil es auf einer Station nachträglich einen positiven Test bei einem zuvor negativ getesteten Patienten gegeben hat.

        Woher kommt die reduzierte Zahl der gemeldeten Intensivbetten?

        Oder weil die Corona-Ambulanzen (Fieber-Ambulanzen) aufgrund der aufwendigen Reinigungsmaßnahmen abgemeldet sind. Da es so ist, dass wirklich jeder Patient mit erhöhter Temperatur durch dieses Klinik-Nadelöhr muss, können logistisch „verstopfte“ Fieber-Ambulanzen ständig zur Lahmlegung des Aufnahmebereichs führen. Es scheint, als ob es zumeist die logistisch-administrativen Anweisungen und Verfahren zu Corona sind, die zu punktuellen Überlastungen der Kliniken führen, nicht zwangsläufig das Infektionsgeschehen selbst.

        Ursache dafür, dass die Zahl der gemeldeten Intensivbetten seit letztem Sommer immer wieder (teils drastisch) reduziert werden musste, ist der Personalmangel. Dieser besteht seit Jahren und wird jetzt durch Quarantäne und Kinderbetreuungsnotstände verschärft. Am 30. Juni 2020 meldete das Intensivregister der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) 32.505 Intensivbetten. Mitte April diesen Jahres wurden nur noch 23.868 Intensivplätze gemeldet. Personalnot als Begründung dafür ist absolut inakzeptabel. Ein Jahr lang war Zeit, dieses Problem anzugehen – und es ist auch jetzt noch möglich.

        Das Deutsche Ärzteblatt schätzte bereits letztes Jahr, dass 30 bis 40 Prozent der Tätigkeiten auf einer Intensivstation durchaus von angelernten Hilfskräften übernommen werden könnten.
        https://www.aerzteblatt.de/archiv/216577/Intensivbetten-Die-Kapazitaeten-schwinden

        Diese Einschätzung ist keine Herabsetzung der Arbeit auf Intensivstationen. Im Rettungsdienst können mindestens 50 Prozent der Tätigkeiten von angelernten Hilfskräften erfüllt werden. Fachpersonal ist nötig, es könnte so aber mehr überwachende Funktionen ausüben. Reservisten, Bundesfreiwilligendienstleistende, FSJ-Leistende – die Rekrutierung von Hilfspersonal wäre möglich.

        Zum Thema: Aufwendige Hygienemaßnahmen

        Es heißt, durch die Pandemie-Verfahrensweisen hätten die Kliniken einen höheren Aufwand bei Hygienemaßnahmen. Das wundert mich. Die angeblich zusätzlichen Hygienemaßnahmen hätten bereits vor vielen Jahren implementiert werden müssen. Nämlich gegenüber multiresistenten Erregern (MRE). Dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge ist die Zahl der Meldungen zu antibiotikaresistenten Keimbesiedlungen deutlich zurückgegangen im Zuge der Covid-19-Hygienemaßnahmen der Kliniken.
        https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2021/07/Art_02.html

        In den Jahren zuvor starben hierzulande bis zu 20.000 Menschen jährlich im Zusammenhang mit solchen antibiotikaresistenten Keimen.
        https://www.stuttgarter-nachrichten.de/inhalt.krankenhausinfektionen-in-deutschland-bis-zu-20-000-todesfaelle-durch-krankenhauskeime.6aa476a5-3585-4d32-9d80-b567abc2f78d.html

        Resistente Keime waren vor Corona das brennende Thema des deutschen Gesundheitswesens. Deutschland lag zuletzt europaweit auf Platz 3, was Todesfälle im Zusammenhang mit MRE betraf, wie die Ärztezeitung 2018 berichtete.
        https://www.aerztezeitung.de/Medizin/33000-Tote-pro-Jahr-durch-resistente-Keime-226155.html

        Entweder haben die klinischen Hygienemaßnahmen gegen Corona die MRE-Fälle deutlich gesenkt – dann würden diese Maßnahmen nicht als Zusatzbelastung „oben drauf“ kommen, sondern man müsste vielmehr von einem bisher jahrelangen schwerwiegenden Versagen gegenüber MRE reden. Oder es ist so, dass die MRE-Fälle eben doch nicht so entscheidend gesenkt wurden durch Corona-Hygienemaßnahmen – man aber weniger testet und dadurch eventuell Todesfälle im Zusammenhang mit MRE in die Corona-Todesstatistik einfließen.

        Ein wichtiger Faktor für die hohe Belastung der Intensivstationen ist die fortschreitende Privatisierung im Kliniksektor. Das Fallpauschalensystem der Krankenkassen zwingt die Kliniken, ihre Intensivstationen auszulasten, wenn sie keine gravierenden Umsatzverluste hinnehmen wollen. Tatsächlich haben die Kliniken im Zuge der Pandemie (und der Freihaltung von Betten, für die der Staat 560 Euro pro Tag bezahlt) bereits immense Verluste eingefahren, wie die Krankenhausstudie 2020 zeigt.
        2018 machte die Rhön-Klinikum AG einen Jahresgewinn von 51 Millionen Euro, Sana 100 Millionen, Asklepios 171 und Helios 686 Millionen Euro, wie Statistica verzeichnet.
        https://de.statista.com/statistik/daten/studie/322501/umfrage/gewinn-der-groessten-privaten-klinikbetreiber-in-deutschland/#:~:text=Die%20Statistik%20zeigt%20den%20Gewinn,rund%20100%20Millionen%20Euro%20Gewinn

        Alleine die jährlichen Personalkosten deutscher Kliniken beliefen sich 2018 indessen insgesamt auf ca. 66,5 Milliarden Euro (Zahlen nach Destatis).

        https://www.destatis.de/DE/Themen/Gesellschaft-Umwelt/Gesundheit/Krankenhaeuser/Tabellen/kosten-krankenhaeuser-bl.html

        Selbst wenn davon nur 37 Prozent auf private Betreiber fallen, übersteigen alleine diese laufenden Personalkosten die Gewinne der vier großen Privatgesellschaften um das 24-Fache! Gibt es deswegen Druck seitens der DIVI, das Fallpauschalensystem pandemiebedingt auszusetzen? Gibt es Druck auf den Staat, den Kliniken derart finanziell beizuspringen, dass diese Faktoren für die verfügbaren Intensivkapazitäten keine Rolle mehr spielen?

        Das DIVI-Intensivregister wurde erst im April 2020 eingeführt
        […]
        Im Rettungsdienst sind übrigens eindeutig internistische Probleme wie Herzinfarkt oder neurologische Probleme wie Schlaganfall maßgeblich. 270.000 Deutsche erleiden jedes Jahr einen Schlaganfall, 99.900 Personen sterben daran, das sind 37 Prozent. Warum versuchen wir es nicht mal mit Verbot von Zigaretten, Alkohol, fettem Essen, Zucker und Zwangssport, um diese Menschen zu retten? Weil wir eine freie, eigenverantwortliche und mit Eigenrisiko ausgestattete demokratische Gesellschaft sind.

        Unsere Grund- und Freiheitsrechte erschienen mir immer als etwas Unantastbares. Einschränkungen müssen wasserdicht begründet und durch die Verhältnisse gerechtfertigt sein. Es in eine rechtspopulistische Ecke zu drängen, wenn Bürger die Begründungen und die Verhältnismäßigkeit infrage stellen, ist antidemokratisch. Dass Freiheit und das Recht auf Kritik so schnell zur Disposition stehen, wenn Angst im Spiel ist, macht Sorge. Diese Sorge hat die #allesdichtmachen-Kampagne aufgegriffen. Und das war richtig so.

        https://www.berliner-zeitung.de/open-source/notfallsanitaeter-meine-kritik-an-den-corona-massnahmen-li.156271

        Der Autor greift wirklich alle relevanten Themen auf, auch die falsch-positiven Tests.

        Am 16.4.2021 konnte sich Drosten noch auf seine Panik-Gesinnungsgenossen bei der ZEIT verlassen, obwohl zu diesem Zeitpunkt die ohnehin unmaßgeblichen Inzidenz-Zahlen stagnierten bzw. bereits sanken:

        Jan Fleischhauer macht mit diesen Medien – ZEIT, Tagesspiegel, SZ, insbesondere aber mit dem SPIEGEL – kurzen Prozeß:

        An den Corona-Maßnahmen kann es nicht liegen, dass die Wirklichkeit hinter den Vorhersagen zurückbleibt. Die sogenannte Bundesnotbremse, um die wochenlang gerungen wurde, ist erst seit ein paar Tagen in Kraft. Bis sich neue Restriktionen bemerkbar machen, vergehen in der Regel zwei Wochen, das ist ja das Tückische an der epidemiologischen Entwicklung, wie die Pessimisten nicht müde werden zu betonen.
        […]
        Die Redakteure haben sich ihre Zahlen auch nicht aus den Fingern gesogen. Sie hatten die besten Quellen: das RKI, die Bundesbank der Virologie; die Helmholtz-Gemeinschaft mit ihrem hochgelobten Obermodellierer Michael Meyer-Hermann; die Kanzlerberater Viola Priesemann und Melanie Brinkmann.
        […]
        Wer ein Ziel verfolgt, neigt dazu, Tatsachen in seinem Sinne zu gewichten. Was die eigene Argumentation stützt, erscheint plausibler als das, was der Argumentation zuwiderläuft. Je länger und entschiedener man dabei für eine Sache streitet, desto verbissener wird es. Irgendwann findet man sich in einer Mannschaft wieder, in Team A oder Team B. Dann gibt es nur noch Freunde und Feinde.

        Auch in dieser Disziplin ist der „Spiegel“ unübertroffen: Am 26. Februar veröffentlichte die Redaktion einen mehrseitigen Text, der genau das zum Ziel hatte: die seriösen Wissenschaftler (Christian Drosten, Brinkmann, Meyer-Hermann) von den aus ihrer Sicht unseriösen (Hendrik Streeck, Klaus Stöhr, Jonas Schmidt-Chanasit) zu trennen. Auch hier wäre man auf ein Update gespannt.</strong
        […]

        https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-mit-horror-prognosen-in-den-bundes-lockdown-warum-haben-sich-die-corona-experten-bloss-so-verrechnet_id_13273585.html

        Denn natürlich hat Hendrik Streeck recht behalten, der gegen die Bundesnotbremse war und kein „Saisonalitätsleugner“ wie die üblichen mechanistischen Virologen; und wäre der April nicht der kälteste seit 40 Jahren (und der kalte Mai mit einem Sommertag morgen) auch nicht vielversprechender), so hätte die Reduktion der „Zahlen“ – unabhängig von den nichts bewirkenden Maßnahmen – wohl schon früher begonnen.

        Am 11.4.2021 schrieb ich u.a.:

        „Man beachte die Anfeindungen Streecks unter diesem Tweet.

        Virologe Streeck lehnt Lockdown mit Ausgangssperren ab:
        „Feuern Infektionsgeschehen weiter an“
        • Der Virologe Hendrik Streeck hat sich gegen einen härteren Lockdown und Ausgangssperren in Deutschland ausgesprochen.
        • Es sei nicht die Lösung, dass Menschen sich in private Räume zurückziehen, „wo keiner sehen kann, ob die Regeln eingehalten werden“.
        • Stattdessen schlägt er sichere Bereiche im Freien oder zum Beispiel in Turnhallen vor.
        Jessica Orlowicz
        |
        09.04.2021, 14:17 Uhr

        Hamburg. Der Bonner Virologe Hendrik Streeck warnt vor einem härteren Lockdown mit Ausgangssperren. „Dadurch feuern wir das Infektionsgeschehen weiter an“, sagte er im Videocast „19 – die Chefvisite“. Aktuell würden sich laut Robert-Koch-Institut (RKI) vor allem sozial Schwache in beengten Wohnverhältnissen infizieren. Diese Menschen hätten bei einer Ausgangssperre nicht die Möglichkeit, sich Corona-konform aus dem Weg zu gehen, so Streeck.
        Seine Forderung: „Wir schaffen sichere Bereiche draußen, wo die Menschen sich treffen können, anstatt sie weiter zusammenzudrängen.“ Dabei denkt der Virologe zum Beispiel an gelüftete Turnhallen mit Sicherheitspersonal. Diese Lösung sei besser als private Grauzonen, wo keiner sehen kann, ob die Regeln eingehalten werden – und es würden Ventile geschaffen. Auch die Außengastronomie, wo das Infektionsrisiko vergleichsweise gering ist, könne dabei laut Streeck eine Rolle spielen.
        […]
        Die Lage sei zutiefst besorgniserregend, sagte Gernot Marx, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin, am Freitag. „Es brennt. Jeder Tag zählt.“ Es gebe einen ungebremsten und dramatischen Anstieg von Covid-Patienten. Ihr Alter liege nun zumeist zwischen 40 und 70 Jahren. Bei den unter 50-Jährigen sterbe jeder fünfte Intensivpatient, bei den Älteren im Schnitt jeder zweite, sagte Marx.

        Virologie-Professor Streeck zeigte sich verwundert über die Alarmrufe. In Frankreich liege die Inzidenz bei 400 auf 100.000 Einwohnern binnen einer Woche – und damit viermal höher als in Deutschland. „Die gehen damit relativ gelassen um“, sagte er. Hierzulande führten steigende Inzidenzwerte dagegen zu Warnungen, „als ob Deutschland kurz vor der Triage steht“. Angesichts der unklaren Datenlage nach Ostern mahnte Streeck „ruhige Abwägung und Langzeitblick“ an.

        Er geht davon aus, dass sich Coronaviren saisonal verhalten und rechnet mit einem Abfall des Infektionsgeschehens in den kommenden Monaten, wenn es wärmer wird. Hinzu kämen die Fortschritte der Impfungen.
        […]

        https://www.rnd.de/gesundheit/corona-hendrik-streeck-gegen-lockdown-mit-ausgangssperren-2MSAU4EXQWDIFV4FT3JPP72JUM.html
        https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92305

        Er hat recht behalten.

        Zu Bidens Patentfreigabe-Vorstoß schrieb ich:

        https://www.welt.de/politik/ausland/article230908347/US-Regierung-will-Patentschutz-fuer-Corona-Impfstoffe-aufheben.html

        „Wenn eine Weltmacht wie die USA von Moral spricht, reagiere ich mit Skepsis; warum exportieren die USA keine Impfstoffe, das ginge doch viel schneller? Und welches Entwicklungsland wäre überhaupt in der Lage, eine Impfstoffproduktion aufzuziehen? Ist die Aktion nur virtue signalling, weil man hofft, daß es zu dem Konsens nicht kommen wird?“
        https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92512

        Glücklicherweise haben noch einige Medien und Politiker Verstand:

        Kim Strassel selbst hat einen politischen Kommentar geschrieben:

        President Joe Sanders
        The vaccine patent decision is the latest example of Biden’s far-left governance.

        By Kimberley A. Strassel
        May 6, 2021 6:33 pm ET

        The White House this week proposed to strip drug companies of their vaccine patents, an act hailed by adulators as “moral leadership.” It’s better seen as the encapsulation of the Biden presidency—a case study in fictional narratives, executive overreach, recklessness, and kowtowing to the left.

        The biopharmaceutical industry in under a year accomplished a modern miracle—designing a breakthrough vaccine to counter Covid-19; engineering a ground-up production process; and climbing a logistical Everest. It was a triumph of innovation, investment and capitalism, a moment that deserves to be celebrated.

        Instead, the Biden administration supports a proposal in the World Trade Organization that would “waive” the intellectual-property rights of the companies that accomplished this feat, giving away their technology to every drugmaker in the world. Put another way, Mr. Biden is freely handing American invention to China — the country that routinely steals it, and whose Wuhan lab might have been the source of the virus.
        The move is in keeping with the administration’s refusal to acknowledge the history of the vaccine achievement. Team Biden continues its willful disregard of Operation Warp Speed, in part because it is too petty to give credit to any person, company or initiative connected to the Trump administration.

        It has instead pushed the claim that the Biden administration alone deserves credit for the vaccine rollout. This rewriting of reality is becoming routine. The administration declares there is no “crisis” at the border, as illegal crossings surge. It says Georgia’s election-law update is “Jim Crow,” although the state provides more voting opportunities than others. It redefines entitlement spending as “infrastructure.” The press only encourages these fictions, making it easier for the administration to ignore biotech’s lead role in beating the pandemic and to hand over its work to the world.
        […]

        https://www.wsj.com/articles/president-joe-sanders-11620340410

        Schadenfreude bei den Konservativen:

        Schließlich haben die Pharmazie-Firmen, um Trump zu schaden und Biden zu nutzen, ihren Durchbruch vor der Wahl verschwiegen.

        Letztlich ist die Verurteilung von Bidens den Linken in seiner Partei dienlichen rein spektalukären Vorstoßes selbst in unseren NATO-affinen Medien klar: Biden WILL nicht wirklich helfen:

        https://www.sueddeutsche.de/meinung/patentrecht-wto-eigentum-impfstoff-1.5286286

        Da die USA ja keine Impfstoffe exportieren, und auch keine der raren Vorprodukte, müssen die USA ja irgendwie ein Zeichen setzen gegen die Impfdiplomatie von Rußland und China, die ihre eigenen Vakzine weltweit vermarkten: was ja auch bei uns negativ vermerkt wird:

        Am 11.4.2021 schrieb ich zu dieser ideologischen Wertung:

        „Und wieder zu Corona: beim letzten Mal hatte ich u.a. geschrieben:

        „Bayern will sich jetzt Sputnik V beschaffen: ob das auch politisch ausgeschlachtet wird?“

        Warum die Presse versagt


        [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92274
        Wurde es!

        11.4.2021 07:12 Uhr
        Impfstoff mit fragwürdigen Daten
        Sputnik wird zur Hoffnung Deutschlands hochgeredet – ein Skandal

        Warum bewerben Söder, Spahn & Co den russischen Impfstoff so auffallend? Möglich, dass die EMA-Zulassung nie kommen wird. Wegen ernster Einwände. Ein Kommentar.
        Christoph von Marschall

        Haben Wladimir Putins Agenten Zugang zu Markus Söder, Jens Spahn und Harry Glawe, dem Wirtschaftsminister von Mecklenburg-Vorpommern, und ihnen etwas ins Getränk gemischt? Sie fantasieren vom russischen Impfstoff Sputnik V als Lösung der deutschen Corona-Probleme, wollen Vorverträge über Massenlieferungen abschließen und zum Teil jetzt schon Steuergelder dafür locker machen – obwohl seit Wochen die Zweifel wachsen, ob das Vakzin hier jemals als Impfstoff zugelassen wird.
        Sputnik wird immer mehr zu einem skandalumwitterten Impfstoff. Ihn zur Hoffnung für Deutschland hoch zu reden, ist nicht nur fahrlässig. Allmählich wird das zu einem politischen Skandal.
        […]
        Zum Hype um Sputnik hatte die Fachzeitschrift „Lancet“ beigetragen. Anfang Februar veröffentlichte sie eine Studie über eine mehr als 90-prozentige Wirksamkeit des Impfstoffs. Die Slowakei, die Sputnik bestellt hatte, ohne auf die EMA-Zulassung zu warten, beschwert sich nun, dass die gelieferten Dosen nicht mit der für „Lancet“ verwendeten Probe übereinstimmen.
        Argentiniens Präsident Alberto Fernandez wurde mit Sputnik geimpft – und ist dennoch an Corona erkrankt. [Wie so einige, die mit Biontech geimpft wurden.]

        Moskauer Vermarktungsmodell

        Nach allem Anschein betreibt der Russian Direct Investment Fund (RDIF), der den Impfstoff international vermarktet, ein doppeltes Spiel. Er hat keine international vertrauenerweckende Zulassung für das Vakzin. Er ist auch nicht in der Lage, die Millionen Dosen, deren Lieferung er in Verhandlungen in Aussicht stellt, selbst zu produzieren.
        […]
        Der RDIF sucht Produktionsstätten in der EU, darunter in Italien und in Illertissen, Bayern. Er ahnt, dass er keine EMA-Zulassung bekommt, möchte dieses fehlende Gütesiegel aber durch „Made in Germany“ kompensieren. Und wenn er dann auch noch darauf verweisen könnte, dass EU-Länder wie Österreich, Italien, Ungarn, die Slowakei oder gar Deutschland angeblich erfolgreich mit Sputnik impfen oder das zumindest vorhaben, könnte der Rubel rollen.
        Auch Spahn erwog eine nationale Zulassung
        Doch dafür brauchen die Russen zumindest nationale Zulassungen in der EU. Ungarn hat es vorgemacht. Die Slowakei folgte zunächst, verweigert nun aber die nationale Zulassung. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz versucht sich ebenfalls mit Sputnik-Erfolgen zu schmücken – mit dem Ergebnis, dass österreichische Medien nun besonders genau hinschauen bei den Einwänden gegen den russischen Impfstoff.
        Auch Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hatte sich zwischenzeitlich überreden lassen, einen nationalen Alleingang ohne EMA-Zulassung in Erwägung zu ziehen. Davon ist er inzwischen abgerückt. Er verhandelt aber weiter über Sputnik.
        […]
        Und das Haupthindernis bleibt erstmal. Die EMA-Zulassung kommt nicht so schnell, womöglich nie. Eine nationale deutsche Zulassung an der EMA vorbei wird es auch nicht geben.
        Söder, Spahn & Co haben einiges zu erklären: Warum wollen sie dennoch schon jetzt Lieferverträge für Sputnik schließen? Warum riskieren sie deutsche Steuergelder? Und wie wollen sie deutsche Sputnik-Nutzer gegen potenziellen Impfstoffbetrug absichern?

        https://www.tagesspiegel.de/politik/impfstoff-mit-fragwuerdigen-daten-sputnik-wird-zur-hoffnung-deutschlands-hochgeredet-ein-skandal/27079280.html

        Wäre das Leben nicht leichter ohne Presse-Propaganda? Im aktuellen SPIEGEL wurde Astra Zeneca bereits abgeschrieben, in Heft 13/21 vom 27.3.2021 ging es gegen Sputnik V unter der Überschrift: „V wie Vertrauensdefizit“ (S.70-73). Immerhin erfahren wir da:“

        Auch die US-Regierung scheint die Impfstoffwahl als Glaubensfrage zu sehen. Das US-Gesundheitsministerium schreibt in seinem Jahresbericht unter dem Schlagwort „Kampf gegen böswillige Einflussnahme“: Man habe „Brasilien überzeugt, den russischen Covid 19-Impfstoff zurückzuweisen“. Welche Argumente zum Einsatz kamen, ist unbekannt.
        [S.73]

        https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-26/#comment-92305

        Daß Bolsonaro angesichts des Einknickens vor den USA irgendwie weniger dämonisiert worden wäre, sehe ich allerdings nicht.

        Für meine Leser:

        Da ich den einzigen Sommertag bislang im Mai für Gartenarbeit nutzen werde, nachdem bereits der April der kälteste seit 40 Jahren war, bin ich am Sonntag offline. 😉

        • Nun gut, wünsche schöne Gartenarbeit!

          Zu Corona:

          Diesen Doku fand ich noch interessant:

          „Corona – auf der Suche nach der Wahrheit

          Exklusiv für ServusTV macht sich der Linzer Virologe Professor Martin Haditsch auf eine Reise um den Globus. Sein Ziel: führende Wissenschaftler, wie den Nobelpreisträger Michael Levitt zu treffen und aus erster Hand Antworten auf die drängenden Fragen zum Ausbruch und der Bekämpfung des Coronavirus zu bekommen. Das Ergebnis: exklusive Interviews, unbequeme Antworten, mit neuen Perspektiven auf die Pandemie und aktuelle Maßnahmen im Kampf gegen Corona.“
          https://www.servustv.com/videos/aa-27juub3a91w11/?fbclid=IwAR3s-_tAuPsG64m4cmVpDxGhrhQw58frdogzwTcETYkTnz1T1rHI59PZ0Zc

        • Nun gerade heute 90 Minuten Zeit aufzubringen, war mir nicht möglich – dafür habe ich den ersten großen Schritt zur Wiederherstellung des Gartens getan – an einem richtigen Sommertag! (Frühling war bislang ja ausgefallen.) Ich hatte wegen der vielen Nachtfröste im April gehofft, daß die Schnecken sie nicht überstanden hätten. 😉 Leider habe ich zwei lebende angetroffen, eine mit Haus, eine ohne.

          Zu Corona bringe ich 90 Sekunden – aber die haben es in sich!

          90 Sekunden Corona
          „Kinder-Welle gebrochen“ – Die aktuellen Corona-Zahlen für Sie erklärt
          • Stand: 10:38 Uhr
          • Dauer 2 Min
          Jeden Tag hören wir die neuen Corona-Fallzahlen. Aber was bedeuten sie, an welcher Stelle der Pandemie stehen wir? Und wie ist die Tendenz? Olaf Gersemann erklärt und bewertet hier jeden Morgen kurz und kompakt die Zahlen. Alles, was Sie am 9. Mai wissen müssen.

          https://www.welt.de/wirtschaft/video221032152/90-Sekunden-Corona-Kinder-Welle-gebrochen-Die-aktuellen-Corona-Zahlen-fuer-Sie-erklaert.html

  3. Und nochmal Corona:

    Warum die Presse versagt

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92508

    Corona-Zahlen in Deutschland heute: Inzidenz und Neuinfektionen laut RKI am 06.05.2021
    In Deutschland sind innerhalb eines Tages 21.953 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Am Mittwoch waren es mehr als 18.034 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gewesen. Vor einer Woche, am Donnerstag, 29.04.2021, hatte das RKI mehr als 24.700 Neuinfektionen gemeldet.
    […]
    Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Donnerstagmorgen bundesweit bei 129,1. Am Mittwoch hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 132,8 angegeben, am Mittwoch vergangener Woche mit 154,9
    […]
    Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert liegt nach den aktuellen RKI-Fallzahlen bei 0,83 (Vortag: 0,90). [recte: 0,82]
    […]

    https://www.swp.de/panorama/rki-corona-zahlen-heute-deutschland-inzidenz-aktuell-06-05-2021-neuinfektionen-fallzahlen-dashboard-bw-bayern-brandenburg-sachsen-nrw-56667480.html

    Das Muster bleibt: Donnerstag ist der Tag mit den höchsten Zahlen der Woche.

    Am 15.4. fielen die Zahlen schon.

    Ein Interview zum Klima-Beschluß des BVerfG, aber mit einem kleinen Ausblick auf Corona:

    «Ein Gleichheitsproblem wurde zum Freiheitsproblem umformuliert»: der Verfassungsrechtler Oliver Lepsius über die Fallstricke der deutschen Klimapolitik
    Das Bundesverfassungsgericht verpflichtet die Bundesregierung zu einem neuen Klimaschutzgesetz. Bereits in der kommenden Woche soll ein Entwurf im Kabinett verabschiedet werden. Der Juraprofessor Lepsius erkennt in dem Karlsruher Beschluss eine bemerkenswerte Innovation, warnt aber vor einseitigem Jubel.
    Alexander Kissler, Berlin 06.05.2021, 05.30 Uhr

    Oliver Lepsius hat den Lehrstuhl für Öffentliches Recht und Verfassungstheorie an der Universität Münster inne.
    […]
    Das Verfassungsgericht schreibt, «praktisch jegliche Freiheit» sei von den Klimaschutzmassnahmen betroffen, weil «nahezu alle Bereiche menschlichen Lebens» mit der Emission von Treibhausgasen verbunden und damit von «drastischen Einschränkungen» bedroht seien. Wird da durch die Hintertür ein Superrecht geschaffen, das jedes Grundrecht aushebeln kann?

    Der Beschluss artikuliert diese Gefahr, um sie zu verhindern. Er fordert einen «freiheitsschonenden Übergang in die Klimaneutralität». Das Bundesverfassungsgericht stützt sich dabei auf im Wesentlichen unstrittige wissenschaftliche Erkenntnisse.

    Ist mit dem Beschluss eine Vorlage gegeben für andere Politikfelder, bei denen ebenfalls die Rechte kommender Generationen auf dem Spiel stehen? Könnte man eine härtere Schuldenbremse einklagen, um die künftigen Steuerzahler zu entlasten?

    Die Finanzen scheinen mir wenig geeignet. Die Schulden von heute führen zu staatlichen Investitionen und Institutionen, von denen die jüngere Generation unmittelbar profitiert. Das intertemporale Verteilungsproblem greift eher bei der Pandemiepolitik. Unter den Kontaktreduktionen leiden vor allem die Jüngeren – von Spielplätzen über Kitas und Schulen bis hin zu Universitäten. Hier liesse sich der Gedanke vom intertemportal unverhältnismässigen Freiheitsverlust ebenfalls anwenden. Das Verfassungsgericht hat ein Gleichheitsproblem zum Freiheitsproblem umformuliert.

    […]
    Das neue Infektionsschutzgesetz versperrt als Bundesgesetz den Klageweg zu den Verwaltungsgerichten. Wer seine Beschwerde vorbringen will, muss vor das Bundesverfassungsgericht ziehen. Ist das ein Fortschritt?

    Die Vielfalt der Rechtsbehelfe wird reduziert zu einem einzigen, der Verfassungsbeschwerde. Massnahmen gegenüber Einzelnen können nun nicht mehr individuell angegriffen werden. Das schneidet vielen Leuten den Rechtsweg ab. Im Prinzip ist das keine gute Idee. Man wollte aber ein Gesetz, das sich selbst vollzieht – ohne gesonderten Landesvollzug. Darum fehlen eigenständige Vollzugsentscheidungen. Man wollte das Landratsamt oder die Kommune heraushalten, um ein Massnahmenpaket für ganz Deutschland durchsetzen zu können. Die Abneigung gegen den regionalen Flickenteppich habe ich nie verstanden. Man sieht nun, welches Malaise entstehen kann, wenn Einheitlichkeit über alles geht.

    https://www.nzz.ch/international/klimapolitik-vor-gericht-und-die-politischen-folgen-eines-urteils-ld.1623605

    Bundespressekonferenz
    Wenn von Geimpften kein Risiko mehr ausgeht, warum müssen sie weiter Masken tragen? Heute auf der Bundespressekonferenz
    Veröffentlicht am 6. Mai 2021

    Die Corona-Politk der Bundesregierung stellt einen fast schon regelmäßig vor schwierige Fragen. Auch wegen ihrer Widersprüchlichkeit. Warum Geimpfte etwa von Ausgangssperren ausgenommen werden sollen, nicht hingegen von der Maskenpflicht – die ja vielerorts auch im Freien gilt und auch dann, wenn auf Straßen keinerlei Gedränge herrscht. Ich bat heute die Bundesregierung, diesen Widerspruch aufzuklären. Die Antwort lesen Sie unten.
    […]
    FRAGE REITSCHUSTER: Eine Verständnisfrage an Frau Nauber (Sprecherin von Jens Spahn). Es heißt, dass von Geimpften kaum noch eine Gefahr ausgeht. Deswegen werden weitreichende Erleichterungen diskutiert, etwa eine Ausnahme von der nächtlichen Ausgangssperre. Gleichzeitig bleibt aber die Maskenpflicht in Kraft. Können Sie diesen Widerspruch für mich auflösen? Danke.
    NAUBER: Vielleicht möchte der Kollege vom Justizministerium anfangen.
    ZIMMERMANN: Ich kann zunächst auf die Äußerungen der Ministerin verweisen. Sie hat auf der einen Seite völlig richtig gesagt:
    „Die Impfung weist uns den Weg aus der Pandemie.“
    Sie hat aber auch betont, dass der Erfolg der Impfung nicht bedeutet, dass wir jetzt achtlos werden dürfen. Auch bei Geimpften besteht ein Restrisiko. Darüber hinaus ist zu berücksichtigen, dass diese Anforderungen eines Abstandsgebotes und des Tragens von Masken vergleichsweise geringfügige Grundrechtseingriffe sind und häufig in Situationen erforderlich sind, in denen bei einer Vielzahl von Personen keine Kontrolle stattfinden kann, welche davon geimpft sind oder nicht. Deswegen ist es zumindest zum jetzigen Zeitpunkt vertretbar, auf diese Regelung noch nicht zu verzichten, sondern sie aufrechtzuerhalten.
    NAUBER: Dem kann ich eigentlich nichts mehr hinzufügen.
    ZUSATZFRAGE REITSCHUSTER: Verstehe ich es richtig, dass, wenn man die Maskenpflicht beibehalten will, die Gefahr nicht gegen null gehen kann? Die Maskenpflicht würde ja keinen Sinn mehr machen, wenn die Gefahr gegen null geht.
    ZIMMERMANN: Ich bin mir nicht sicher, ob ich die Frage verstanden habe.
    Solange ein Restrisiko besteht, das das Ausmaß hat, wie es im Moment noch besteht, soll die Maskenpflicht aufrechterhalten werden. Ich glaube, ich habe die Frage nicht ganz verstanden.
    ZUSATZFRAGE REITSCHUSTER: Die Frage war: Wenn die Gefahr gegen null geht, wenn man also sagt „Es ist keine Gefahr“, wie ist es dann aus verfassungsrechtlicher Sicht rechtfertigbar, dass man diese Pflicht noch bestehen lässt? In meinen Augen entweder oder. Das war die Frage.
    ZIMMERMANN: Sollte das Risiko ganz ausgeschlossen sein, was im Moment nicht der Fall ist, dann wäre auch die Maskenpflicht nicht mehr aufrechtzuerhalten. Aber da sind wir im Moment nicht.
    SEIBERT: Sie sind doch auch immer dabei, wenn Herr Professor Wieler hier zusammen mit dem Gesundheitsminister auftritt. Das RKI hat sich doch genau dazu geäußert. Auch bei geimpften und genesenen Personen bleibt ein individuelles Restrisiko. Ich kann es Ihnen hier nicht quantifizieren, aber es ist erheblich geringer als bei jemandem, der weder geimpft noch genesen ist. Deswegen sind wir eben nicht bei null, und deswegen ist der Appell und auch die Aufforderung, weiterhin Abstandsgebote einzuhalten und Masken zu tragen, nicht nur gesundheitspolitisch sinnvoll, sondern auch zumutbar.
    […]

    https://reitschuster.de/post/wenn-von-geimpften-kein-risiko-mehr-ausgeht-warum-muessen-sie-weiter-masken-tragen/

    Es gibt also zwei Arten von Restrisiko; das eine gilt nur für „geringfügige“ Grundrechtseinschränkungen, die sich nicht kontrollieren lassen. 😉

    Schade, daß man diesen Text nicht lesen kann:

    Der Kurzschluss
    Stand: 05.05.2021 | Lesedauer: 19 Minuten
    Von Mladen Gladić

    Bildunterschrift:
    Perfide Anspielungen: Volker Bruch

    Um den vermeintlichen „Drahtzieher“ hinter #allesdichtmachen zu überführen, hat sich der Berliner „Tagesspiegel“ mit der Internet-Antifa zusammengetan. Dabei wurden schwere journalistische Fehler gemacht. Und im Raum steht noch ein anderer Verdacht.

    Das Twitterprofil von „Antischwurbler“ verlinkt auf einen Youtube-Kanal gleichen Namens. Klickt man hier das erste Video an, so findet man sich auf der „Querdenken-Corona-Tanzparty“ auf dem Berliner Alexanderplatz im Januar 2021 wieder. Die Erläuterung: „Diese Dokumentation soll auch die Methoden der narzistischen (sic!) Antidemokraten, dieser Bewegung an Beispielen zeigen. Sie besteht aus Wutbürgern, Reichsbürgern, QAnon-Anhängern, Trump-Fanatikern, rechten Esoterikern, Demokratiefeinden aller Herkunft, christliche Fundamentalisten sowie Narzisten (sic!). Eine sehr ungesunde Mischung, die äußerst reaktionär und radikal ist. Dieses Video dient der Aufklärung.“
    Wie sieht diese Aufklärung konkret aus?
    […]

    https://www.welt.de/kultur/plus230896271/allesdichtmachen-Wenn-Journalisten-Verfassungsschutz-spielen.html

    Kommt der VerfSch vor lauter Beobachtungen eigentlich zu seiner Arbeit?

    Einen guten Rat von Frau Böhm gibt’s oben drauf:

    Fünf vor acht / Interventionen in der Corona-Krise: #belikeHarry
    Eine Kolumne von Andrea Böhm

    YouTube-Videos von Schauspielern zur Pandemie? Warum nicht. Doch dann bitte unter dem Motto #allemalüberdenTellerrandschauen. Als Vorbild könnte Prinz Harry dienen.
    6. Mai 2021, 7:33 Uhr

    […]
    Krank vom medialen Dauerfeuer

    Zu Beginn der Pandemie, sagt Liefers da, sei er genauso schockiert gewesen wie alle anderen und von der Richtigkeit der Maßnahmen überzeugt. „Ich habe Podcasts gehört, Newsfeeds abonniert, ich habe alle möglichen Zeitungen gelesen, habe Fernsehen geschaut – ich wurde immer meschuggener.“ Kurz vor Weihnachten sei er dann auf medialen Entzug gegangen. „Und schon ging es mir besser. Da dachte ich: Was ist das? Wir sind mitten in einer Pandemie. Aber fast krank geworden bin ich nicht von diesem tückischen Virus – sondern vom medialen Dauerfeuer deswegen.“

    Nun sind viele Menschen in Deutschland – womöglich auch Liefers – wohl gerade wegen des medialen Dauerfeuers nicht an Corona erkrankt. Der Podcast mit Christan Drosten, die MaiLab-Serie von Mai Thi Nguyen-Kim auf YouTube, die Artikel über R-Wert, pandemiegerechtes Husten oder den Unterschied zwischen einer Schutzmaske unterm Kinn und einer über Mund und Nase – all das ist im besten Sinne des Wortes Aufklärung in Krisenzeiten.

    Aber irgendwann ging es mir genauso wie Liefers: Am Morgen aufwachen mit den Radiomeldungen zu den aktuellen Inzidenzzahlen. Tagsüber schwimmen in der Nachrichtenflut über neue Abstandsregeln, überfüllte Leichenschauhäuser, unterdigitalisierte Schulen und verzweifelte Kinobesitzer. Abends mit der neuesten Prognose von Karl Lauterbach schlafen gehen. Ich wurde immer meschuggener. Und ich gehöre zu denen, die diese Flut mitproduzieren.
    Also drückte ich wie Liefers – zumindest am Wochenende – die Stopptaste: Internet abschalten, Tagesschau auslassen, RKI-Pause einlegen. Auch mir ging’s danach besser.
    Den Blick vom eigenen Bauchnabel lösen
    Was mir – offenbar im Gegensatz zum Ensemble von #allesdichtmachen – nach solchen Verschnauf-Tagen besonders auffiel: Der deutsche Blick auf die Welt ist in den Zeiten der Pandemie doch arg auf das eigene Land und die eigenen Befindlichkeiten zusammengeschnurrt.

    […]
    Wie wäre es mit einem Video über Ruanda?

    Interventionen von Künstlerinnen und Künstlern sind da ja durchaus wünschenswert. Aber vielleicht in etwas weltoffenerer Form als #allesdichtmachen. Eine YouTube-Attacke von Ulrich Tukur gegen die skandalösen Arbeitsbedingungen im Gesundheitswesen, ein Clip von Richy Müller über afghanische Krankenschwestern, die bei Impfkampagnen zwischen den Fronten Kopf und Kragen riskieren. Oder ein Video von Jan Josef Liefers über Ruanda, das eine hocheffiziente Impfkampagne aufgelegt hat und jetzt sofort ein paar Millionen zusätzliche Dosen braucht.
    Nicht, dass es überhaupt keine Promis gäbe, die sich dafür engagierten. Prinz Harry hat unlängst in den USA auf einem Benefizkonzert für (geimpfte) Mitarbeiter*innen des amerikanischen Gesundheitswesens eine gerechte Verteilung von Impfstoffen weltweit gefordert. Ich hätte nie gedacht, dass ich in meiner Kolumne mal #belikeHarry als Hashtag propagieren würde. Aber man kann es natürlich auch anders formulieren:
    #allemalüberdenTellerrandschauen

    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-05/allesdichtmachen-interventionen-corona-krise-schauspieler-solidaritaet-5vor8

    Staatstragend den Mainstream bedienen: so lieben wir unsere Künstler.

    Dabei kann man ganz anders über den Tellerrand gucken:

    • Was soll man davon halten?

      Vorstoß der US-Regierung
      Aussetzung des Patentschutzes für Corona-Impfstoffe „aus moralischer Verpflichtung“
      6.5.2021 Stand: 08:21 Uhr | Lesedauer: 3 Minuten

      Von Stefan Beutelsbacher
      US-Korrespondent , New York

      Amerika will – gegen den Willen der EU und anderer wichtiger Partner – die Rezepte der Corona-Impfstoffe weltweit zugänglich machen. Der Schritt würde die Grundgesetze der Pharmabranche aushebeln – und könnte die Unternehmen Milliarden kosten. Ihre Aktienkurse brechen bereits ein.
      […]
      „Wir haben es mit einer globalen Gesundheitskrise zu tun“, sagte Katherine Tai, die US-Handelsbeauftragte. „Und die außergewöhnlichen Umstände erfordern außergewöhnliche Maßnahmen.“ Zwar glaube das Weiße Haus fest an den Schutz geistigen Eigentums – aber die Versorgung der Erde mit Impfstoff habe Vorrang. Deshalb werde sich die Regierung bei der Welthandelsorganisation (WTO) für eine Ausnahmeregelung einsetzen. „Die Impfstoffe für das amerikanische Volk sind gesichert“, sagte Tai, „nun werden wir uns bemühen, auch anderswo den Zugang zu Vakzinen zu verbessern.“

      Industrienationen, in denen die großen Pharmakonzerne ansässig sind, lehnten eine Aussetzung des Patentschutzes bisher ab. Zu ihnen zählten neben Amerika die EU, Großbritannien, Japan, die Schweiz, Brasilien und Norwegen. Auch die US-Republikaner sind gegen das Vorhaben. Unternehmen wie Pfizer und Moderna, schrieben ein Dutzend Abgeordnete in einem Brief an Tai, drohe ein „enormer wirtschaftlicher Schaden“.

      Die Firmen fürchten, dass die Gewinne einbrechen, wenn ihre Impfstoffe überall auf der Welt hergestellt werden dürfen. Zudem warnen die Manager, dass ein solcher Schritt zukünftige Innovationen bremse. Wer wolle schon Hunderte Millionen Dollar in die Entwicklung neuer Vakzine investieren, sagen sie, wenn die Patente am Ende wertlos seien?
      […]
      Amerikas neue Position macht eine Aussetzung des Patentschutzes wahrscheinlicher. Die Handelsbeauftragte Tai sprach von einer „moralischen Verpflichtung“. Aber aus purem Altruismus dürfte sie nicht handeln. Die US-Regierung weiß, dass eine vollständige Erholung der Wirtschaft wohl nur dann möglich ist, wenn das Coronavirus auch in anderen Teilen der Erde eingedämmt wird. Bis der Patentschutz tatsächlich fällt, könnte aber noch Zeit vergehen. Der Beschluss erfordert einen Konsens – alle 164 Mitgliedstaaten der WTO müssten also einverstanden sein.

      https://www.welt.de/politik/ausland/article230908347/US-Regierung-will-Patentschutz-fuer-Corona-Impfstoffe-aufheben.html

      Wenn eine Weltmacht wie die USA von Moral spricht, reagiere ich mit Skepsis; warum exportieren die USA keine Impfstoffe, das ginge doch viel schneller? Und welches Entwicklungsland wäre überhaupt in der Lage, eine Impfstoffproduktion aufzuziehen? Ist die Aktion nur virtue signalling, weil man hofft, daß es zu dem Konsens nicht kommen wird?

      Eine ausgesprochen bedenkliche Entwicklung. Und wie handwerklich korrekt ist die Bundesnotbremse? Ein unter Pseudonym auftretender Richter (was angebracht ist) hat eine Rezi verfaßt:

      Gastautor / 30.04.2021 / 06:25
      Bismarck, die Wurst und das Bevölkerungsschutz-Gesetz
      Von Friedrich Kurt Larmann.

      Ob Fürst Bismarck mit dem ihm zugeschrieben Bonmot, Gesetze seien wie Würste, man solle besser nicht dabei sein, wenn sie gemacht werden, die Wirklichkeit richtig beschrieben hat, kann ich nur eingeschränkt beurteilen. Mit Wurst kenne ich mich nämlich nicht so gut aus. Mit Gesetzen sollte ich als Jurist dagegen klarkommen.

      Das Regelwerk, das Bismarck im Blick zu haben schien, könnte das Vierte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite vom 22. April 2021 gewesen sein. Die Entwurfsbegründung (BT-Drucksache 19/28444) ist erschreckend. Ich nehme hier nur die Ausführungen zur Ausgangsbeschränkung (§ 28b Abs. 1 Nr. 2 IfSG) in den Blick.
      […]
      „Erfahrungen aus anderen Staaten wie auch wissenschaftliche Studien (siehe etwa Sharma et al., Understanding the effectiveness of government interventions in Europe’s second wave of COVID-19, abrufbar unter: https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.03.25.21254330v1.full.pdf; Ghasemi et al., Impact of a nighttime curfew on overnight mobility, abrufbar unter: https://ww-w.medrxiv.org/con-tent/10.1101/2021.04.04.21254906v1; Di Domenico et al., Impact of January 2021 curfew measures on SARS-CoV-2 B.1.1.7 circulation in France, abrufbar unter https://www.medrxiv.org/content/10.1101/ 2021.02.14.21251708v2.full) stützen diesen Befund. Insbesondere bei privaten Zusammenkünften dürften die durchgehende Einhaltung von Abstands- und Lüftungsregelungen sowie das Tragen von Masken häufiger in Vergessenheit geraten, als dies bei anderen, z. B. beruflichen oder geschäftlichen, Kontakten der Fall ist.
      […]“

      […]
      In der Entwurfsbegründung wird auf die Erfahrungen aus anderen Ländern verwiesen. Welche gemeint sind und welche Erfahrungen man dort konkret hat sammeln können, bleibt offen. Zur Untermauerung dieses also eigentlich gar nicht erhobenen Befundes wird sodann auf drei Studien hingewiesen. Das deutet auf eine wissenschaftliche Grundlegung hin. Doch die Basis ist nicht so solide, wie es scheint. Es handelt sich in allen drei Fällen um Pre-prints, die nicht peer-reviewed sind, denen mithin das Gütesiegel der Begutachtung der Studie durch (andere) Experten fehlt.

      Und auch inhaltlich gibt es Anlass zu zweifeln. Bei Sharma et al. spielen Ausgangsbeschränkungen eine untergeordnete Rolle. Ihnen wird ein maßvoller Effekt zugeschrieben, wobei die Autoren aber – naheliegend – ein Zusammenspiel mit anderen Maßnahmen für wahrscheinlich erachten. Die Daten beziehen sich zudem auf den kürzesten Zeitraum aller untersuchten Maßnahmen. Auch bei di Domenico et al. ist es nicht wirklich möglich, die Relevanz der Ausgangsbeschränkung von anderen Maßnahmen zu trennen. Die Studie von Ghasemi et al. schließlich gibt Auskunft über die Auswirkungen einer Ausgangsbeschränkung auf die nächtliche Mobilität. Was daraus allerdings für die Entwicklung der Infektionszahlen folgt, bleibt der Phantasie des Lesers überlassen. Dass „insbesondere“ bei privaten Zusammenkünften die durchgehende Einhaltung von Abstands- und Lüftungsregelungen sowie das Tragen von Masken häufiger in Vergessenheit geraten als bei beruflichen oder geschäftlichen Kontakten, ist eine Einschätzung, die nun wirklich aus keiner der drei Studien hergeleitet werden kann, so dass es sich um nichts anderes als eine Unterstellung handelt.

      Belege bleibt der Gesetzgeber schuldig

      Zum schludrigen Umgang mit Studien gehört übrigens auch, dass solche gar nicht erwähnt sind, die sich gegen Ausgangsbeschränkungen aussprechen. So hat „Die Zeit“ online am 9. April 2021 von einer Studie der französischen Wissenschaftlerin Chloé Dimeglio berichtet, die für die französische Stadt Toulouse zu dem Ergebnis gekommen war, dass die dort verhängte Ausgangssperre nicht funktioniert hat, weil die Menschen innerhalb kürzerer Zeit dasselbe gemacht haben – etwa eingekauft haben – und dies zu Ansammlungen geführt hat.
      […]

      https://www.achgut.com/artikel/bismarck_die_wurst_und_das_4._bevoelkerungsschutzgesetz

      Da schon die Geeignetheit der Maßnahme nicht belegt werden kann, hätte das BVerfG auch eine Eilentscheidung treffen können.

      Nochmal Texas:

      Der Vergleich mit der Schweiz sollte Maßnahmefreunde stutzig machen:

      Noch ein Vergleich:

      Es gibt neue entwarnende Studien zur Infektiösität von Kindern und zur fehlenden Treibereigenschaft von Schulen:

      PLURV = Wissenschaftsleugnung

      Ich gehe davon aus, daß er seinen Thesen widersprechende Arbeiten gar nicht erst zur Kenntnis nimmt.

      Es geht um die Frage, ob die vom PCR-Test entdeckten Virusteile „aktiv“ sind oder tot, wie noch Wochen nach einer beendeten Infektion nachweisbar.

      Kein Wunder, daß ihm dieser unkritische Artikel gefällt:

      Wissenschaft und Corona
      Die Wahrheit ist nicht relativ
      Spielt naturwissenschaftliche Evidenz in der Pandemie eine zu große Rolle? Nun, schon Francis Bacon wusste: Man besiegt die Natur, indem man ihren Gesetzen gehorcht.
      Von Ralf Bönt
      2. Mai 2021, 19:59 Uhr
      […]
      Man könnte leichthin sagen, dass viele es halt nicht besser wüssten, ein Versäumnis der Bildung. Aber auch in den Eliten tobt eine Diskussion über vermeintliche Wissenschaftsgläubigkeit.

      Das alles basiert auf einem langlebigen Missverständnis sowohl von der Wissenschaft wie von einer modernen Gesellschaft, das dringend aufgeklärt werden sollte. Übertreibungen von Wissenschaftlern kommen im Arbeitsalltag gewiss vor, zumal wenn dieser zu beträchtlichen Teilen in Talkshows stattfindet. Es finden sich zum Beispiel Virologinnen und Ärzte, die auch geimpften Menschen noch herbe Beschränkungen ihrer Bewegungsfreiheit, Masken und Berufsverbote auferlegen wollen, weil ein paar Restprozente Ansteckungsgefahr bleiben. Gemeinhin nennt man das déformation professionnelle, im Volksmund: Berufskrankheit. Wie ein Tennisspieler irgendwann von der Welt als gelber Filzkugel träumt, ohne dass ihm etwas auffällt, sehen sie eben nur noch Viren. Die Übertreibungen und Scheuklappen der Wissenschaftler seien aber, so behaupten ihre Gegner, erst Grund für Wirtschaftschaos und Demoralisierung, für all die Kollateralschäden von nicht gestellten Krebsdiagnosen, Depression und Suiziden, privaten Bankrotten und Bildungsausfall. Man kann jetzt sogar lesen, dass sie für die Tod falsch beatmeter Patienten verantwortlich seien, die nie an Corona gestorben wären. Vermutlich nicht zufällig sind es oft Großdenker anderer Disziplinen, gerne Philosophen und Historiker, die die Leistungen der sogenannten exakten Wissenschaften relativieren und letztlich diskreditieren wollen. Pikanterweise geben sie sich dann als etwas aus, das sie kaum sein können: Experten des Infektionsschutzes.
      […]
      Währenddessen hat kein Virologe oder Epidemiologe je eine Ausgangssperre verfügt. Das macht bekanntlich die Politik. Und wenn die sich für Wissenschaftlichkeit entscheidet, ist das ein politischer Vorgang, aber keine Expertokratie.
      […]
      Für die Freunde des derzeit gängigen, banalisierten Begriffs von Freiheit, der nicht mal die Faktizität der Welt anerkennen will, klingt es aufregend provokant: „Man besiegt die Natur, indem man ihren Gesetzen gehorcht. Wissen ist Macht.“ Dass Macht immer bekämpft wird, ist zwar nichts Neues, aber das ist in der jetzigen Situation nur für den tatsächlichen Diktator gut: das Virus.

      https://www.zeit.de/kultur/2021-04/wissenschaft-corona-politik-massnahmen-expertise-naturwissenschaften-forschung/komplettansicht

      Billige Polemik.

      Der nächste „Großdenker“:

      Ich rate zu diesen kritischen Artikeln:

      Heute auf S.1 der ZEIT:

      Corona-Prognosen
      Der höchste Wert
      Einige düstere Corona-Prognosen lagen daneben. Kein Grund zur Entwarnung, aber vielleicht für einen Kurswechsel.
      Ein Kommentar von Martin Machowecz
      5. Mai 2021 DIE ZEIT Nr. 19/2021, 6. Mai 2021
      […]
      Warum fühlt sich diese gute Entwicklung dennoch so unwirklich an? Weil diese Krise unwirklich ist. Aber auch, weil wir uns an einen Modus gewöhnt haben, in dem die schlechte Nachricht betont, die Angst verstärkt wird. So sehr haben alle die alarmierenden Meldungen im Ohr, dass viele nun dem Optimismus nicht trauen.

      Denn da gab es Prognosen und Modellierungen, bei denen man im Rückblick fragen muss, ob sie wirklich so klug kalkuliert waren, wie es ihre überzeugten Vertreter in den Talkshows und Interviews darzustellen versuchten. Oder ob sie eher für mehr Angst sorgten in einer Zeit, in der die Sorgen doch schon groß genug waren.

      Da erklärte das Robert Koch-Institut (RKI) Mitte März, dass ein exponentielles Wachstum der Fallzahlen bevorstehe. Die Osterwoche werde schlimmer als die Weihnachtswoche 2020. Für Mitte April stellte das RKI eine Inzidenz von 350 in Aussicht. In der Realität lag sie bei 160.

      Ende März wies Karl Lauterbach (SPD) bei Twitter auf die Berechnungen des Modellierers Kai Nagel von der TU Berlin hin und sagte eine Inzidenz von 2000 im Mai voraus. „Dies würde massive Zunahme der Covid Toten und Invaliden bedeuten“, schrieb Lauterbach. Zuvor hatte die Virologin Melanie Brinkmann im Spiegel gesagt, die Mutanten würden „uns überrennen, das Virus hat einen Raketenantrieb bekommen“. Die Divi, der Verband der Intensivmediziner, kündigte einen Crash der Intensivstationen für April an. Ärztinnen und Ärzte, die das übertrieben fanden, wurden abgekanzelt als naiv und fahrlässig.
      […]
      Und doch kann Politikern niemand das abnehmen, wofür sie da sind: abzuwägen, trotz aller Ängste. Im Fall der Pandemie zwischen den düsteren Prognosen von Modellierern und den Folgen von Lockdowns. Dass das Infektionsschutzgesetz verschärft wurde, dass eine „Bundesnotbremse“ mit Ausgangssperren eingeführt wurde, von der bis Redaktionsschluss nicht feststand, ob sie vor dem Bundesverfassungsgesetz Bestand haben würde – das ist auch eine Folge von Politik in Angst und aus Angst.

      Der Wissenschaft folgen? Aber ja. Doch ist Politik eine Wissenschaft für sich, die alle Disziplinen zu würdigen hat. Je länger die Pandemie dauert, umso mehr wurde sie zum Thema auch für Psychologen, Staatsrechtler, Ökonomen. Nicht die energische Virologin macht den Fehler. Sondern Politiker, wenn sie noch immer zu wenige Stimmen anhören. Die Herausforderung ist es, jetzt vorsichtigen Optimismus zuzulassen, mit Betonung auf beiden Wörtern. Kein Harakiri, aber Mut zur Erleichterung. Der erste Schritt, Lockerungen für Geimpfte, ist zum Glück so gut wie beschlossen. Aber es muss weiter, zum Leben hin, geöffnet werden: Biergärten, Zusammenkünfte im Freien, Sport für Jugendliche. Und auch, sanft, der Tourismus.

      Die nächsten Ängste werden kommen: Gibt es nicht die Gefahr neuer Mutationen? Wirken die Impfungen nicht nur zu 95 Prozent? Ja: Es wird nie ein Ende des Lockdowns ohne jedes Risiko geben. Jedoch wäre ein noch lange währender Lockdown mit Sicherheit ein Risiko ohne Ende.

      https://www.zeit.de/2021/19/corona-prognose-pandemie-entwicklung-corona-politik-lockdown-lockerungen-mutanten

      Da hat er neben Eckerle und Meyer-Herrmann „nur“ noch die von der ZEIT gehypte Viola Priesemann vergessen, die sich ebenso hervorgetan haben.

      Die Krönung:

      Und das neueste Skandälchen:

      😉

      Nachtrag: wie konnte ich nur diesen Alarmisten, Drosten selbst, vergessen?

      • Die Erosion des Rechtsstaats läßt sich auch in den USA besichtigen, wie das nicht ausbleiben kann in ideologisierten Gesellschaften, in denen mainstreamige Wokeness in Politik, den Apparaten, der Industrie, Big Tech und den Medien herrscht. Zuletzt hatte ich zu den USA geschrieben:

        „Noch bedenklicher ist diese Entwicklung: der Versuch, illegale Spionage gegen US-Bürger zu etablieren – was bei uns problemlos geht, in den USA aber ein Tabu darstellt:

        Auf Wiedersehen, Rechtsstaat – und das gilt für den gesamten Westen.“
        https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92500

        [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92500

        Es sind vor allen Dingen den Democrats eher als den Republikanern näherstehende unabhängige linke Intellektuelle, die den Finger in die Wunde legen:

        Exakt: nachdem die Lügen um den beim „Umsturzversuch“ vom 6.1.2021 von Trump-Anhängern zu Tode gebrachten Polizeibeamten Sicknick widerlegt waren, gab es genau einen Capitol Police Officer, der tatsächlich gestorben war. Dummerweise war der Täter unpassend, nämlich ein schwarzer Islamist. Dabei fällt in den USA derselbe Trend auf, den wir schon hierzulande erleben: bei weißen „Rassisten“, die tatsächlich psychisch krank sind wie der Paranoia-Täter von Hanau, blendet man die Erkrankung (und sein 10. Opfer, seine Mutter,) aus, während bei islamistischen Tätern nur allzugern ein Wahn diagnostiziert wird. Dabei ist Islamismus selbst ganz „objektiv“ – aus westlicher Sicht – ein Wahn. Gibt es konsequente Berichterstattung über den islamistischen Messerstecher, dem vor dem OLG Dresden der Prozeß wegen des tödlichen Angriffs auf ein schwules Paar gemacht wird? Die Frage ist natürlich rhetorisch.

        Da wünsche ich ihm Glück, denn ein unfaireres Verfahren als das gegen Chauvin im Fall George Floyd ist gar nicht denkbar.

        Wenigstens einer bereut die zahllosen Medienlügen über die Rußland-Verschwörungstheorien der Democrats gegen Trump:

        Glenn Greenwald ist außer sich: nun arbeitet sogar sein früheres Medium dem politisierten FBI zu:

        retweets

        Über die Zensur durch Big Tech in ihren Firmen ist er schlicht entsetzt: Monopolisten haben keine „Freiheiten“ wie ein kleiner Firmeninhaber:

        Aber die heuchlerischen Dems ziehen ja sogar juristisch zu Felde gegen Bäcker, die keinen Hochzeitskuchen für schwule Paare backen wollen.

        Kommen wir auf die verlogene „woke“ CIA Rekrutierungskampagne zurück:

        Ein Fest für Tucker Carlson („Cisgender Intersectional Agency“): 😉

        Wo er aufhört, macht Greenwald bei ihm weiter:

        Und geht hier in die Tiefe:

        Tatsächlich, diese Wokeness verdeckt lediglich die üblichen Ziele von Geheimdiensten und Kapitalisten. Sie ist geradezu ein Werbefaktor. Wer da alles nachhaltig und divers unterwegs ist, geht auf keine Kuhhaut mehr. Man sollte sich mal eine Privatfernsehen-Sendung mit gaaanz viel Werbung antun: da sind Bio-Deutsche schon fast eine Minderheit.

        Dabei ist das alles nur Fassade, wie in den USA; denn wenn die gepushten Minderheiten Republikaner sind, werden sie ausgestoßen:

        Die republikanische Transfrau Caitlyn Jenner wurde nicht nur gedisst, weil sie gegen die unfaire Teilnahme von biologischen Männern im Frauensport ist, s.o. – jetzt hat sie auch noch die Grenzmauer verteidigt! Shocking – aber eine Erklärung, warum so viele legale Latinos in den USA für Trump stimmten, mehr als für jeden früheren Republikaner:

        Eigentlich eine Großtat von Hannity, denn in der eigenen Partei stößt sie auf Widerstände. Im SPIEGEL war zu lesen, daß „die Kardashians“, also ihre Familie, entsetzt sei über ihre Kandidatur zum Kalifornien-Gouverneur. Aber wer sind die ausgelaufenen „Kardashians“ denn noch ohne Kanye West? 😉

        Grundsätzlich:

        Und der Intellektuelle:

        Der wird von unseren Robin DiAngelo-Plagiatoren freilich nicht gelesen.

        Ein Nachtrag zu dem schwarzen republikanischen Senator Tim Scott:

        Und dafür, daß man sich mit den Problemen der Realität auch seriös beschäftigen kann, gibt es hier ein Beispiel: die zur Waffenregulierung von den Dems herbeigezogenen „Mass Shootings“ gehen an der Allgegenwart von Schußwaffengewalt in den von den Democrats regierten Großstädten (in der Regel Schwarze gegen Schwarze bei strengen Waffengesetzen) komplett vorbei. Man sucht nach ideologisch wirksamen „White Supremacy“ rassistischen „Mass Shootings“. Mit dem „anti-Asian“ Atlanta Amoklauf vom 16.3.2021 glaubte man, das ideologisch richtige Attentat gefunden zu haben.

        Von dem liest man aber nichts mehr, was nicht nur daran liegt, daß der weiße Täter psychisch krank war:

        The Curious Case of the Asian American Victim
        By Richard Bernstein, RealClearInvestigations
        May 04, 2021

        The mass shooting in Atlanta on March 16, which took the lives of six Asian women among the eight victims, appears to be a one-off event – the violent act of a deeply troubled 21-year-old man who, according to what he told the police, was trying to wipe away sexual temptation, in the form of massage parlors that he felt guilty patronizing.

        But that’s not how the incident was treated by the Asian American commentariat. Instead, a consensus quickly formed among journalists, scholars, and cultural figures writing op-eds and giving broadcast interviews that the shooting represented a pervasive, historical victimization by Asian people at the hands of the white majority. It was almost as if shootings of Asian women by white gunmen were an everyday occurrence, rather than a singular, exceedingly rare event.
        […]
        Still, there are major differences between the past violence and exclusion and the current spike in violence, which major media seem largely to ignore. The country has officially repudiated the internment of Japanese Americans; President Reagan in 1988 formally apologized to them, and each surviving internee received a reparations payment of $20,000. The killing of Vincent Chin seems similar to the spike in anti-Asian violence, one related to fury over losses of jobs because of Japanese competition; the other an irrational fury at Chinese falsely supposed to be responsible for the COVID epidemic.

        Neither case, though, demonstrates some continuing, pervasive racial hatred of Asians much less some effort by white supremacy to keep Asians down. Nor does the spike in anti-Asian violence, however horrifying. Almost 90% of the incidents have been verbal or involve acts of shunning, and many of them appear to have come from mentally disturbed, often homeless people. A substantial number of the reported attacks have been carried out by other minority group members, especially blacks, though commentators cited in the media attribute even this to white supremacy.

        The public radio station in San Francisco, KQED, for example, interviewed Sherry Wang, a professor of counseling for Santa Clara County, on the reluctance of some victims to report on attacks against them for fear of encouraging anti-black feelings. Wang said that “these concerns about reporting racist incidents are reflections of the wider effect that white supremacy has on both Asian American communities and black communities.”

        In other words, when a black person knocks down an Asian woman and kicks her in the head, the fault lies with white people, a notion that the journalists at KQED approvingly reported.

        To point this out is not to minimize the shocking nature of the violence. In fact, one of the most vicious attacks, shown on security camera video, was of a man on a Manhattan street repeatedly kicking a 65-year-old Filipino woman in the head while shouting, “You don’t belong here.” This understandably had a powerful impact, especially on Asian women who are a large majority of the reported victims.

        But even among scholars, at least in recent public comments, there seems to be little effort to put the past history into context, or to acknowledge how much things have changed.

        Since the mid-1960s, 14 million Asian immigrants have arrived in the country.
        Different subgroups have had different outcomes, but the average household incomes of Indian Americans, Korean Americans, and Chinese Americans are substantially higher than whites, despite the latter’s supposed efforts to maintain their dominance.

        Lawsuits have been filed against Harvard and Yale by groups representing Asian students, claiming that they are held to a higher standard than other students in admissions decisions. Still, even with that higher standard, 20%-30% of the student bodies and a great deal of the faculties of the most exclusive universities in the land are of Asian descent. At the California Institute of Technology, which does not strive for racial balance in admissions, the number is 43%.

        […]

        https://www.realclearinvestigations.com/articles/2021/05/04/the_curious_case_of_the_asian_american_victim_774865.html

        Natürlich hassen Schwarze die erfolgreiche asiatische Minorität am meisten:

        https://www.dailywire.com/news/olympics-bans-black-lives-matter-apparel-again-threatens-to-punish-athletes-who-protest

        Nun sollten die plötzlich moralisch gewordenen USA sich aber schleunigst von diesem Trump-Japan zurückziehen. 😉

        Und sich um die Realität im Land, wie auch sonst, nicht weiter kümmern; So sieht es beispielsweise in der George Floyd autonomen Zone in Mineapolis aus – noch immer – obwohl die verängstigten Juroren das „richtige“ Urteil gesprochen haben:

        Mittlerweile ist der Konformitätsdruck der „Woken“ so weit, daß College-Sportler ausgeschlossen werden, die bei der Nationalhymne NICHT knien:

        BLM ist ein von den Democrats finanziertes Unternehmen, das Haß gegen Polizeibeamte und Haß von Schwarzen gegen andere Minderheiten schürt:

        Kommen wir zu Facebook gegen Trump:

        FB-691QAMHJ
        Case decision 2021-001-FB-FBR

        Case summary

        The Board has upheld Facebook’s decision on January 7, 2021, to restrict then-President Donald Trump’s access to posting content on his Facebook page and Instagram account.
        However, it was not appropriate for Facebook to impose the indeterminate and standardless penalty of indefinite suspension. Facebook’s normal penalties include removing the violating content, imposing a time-bound period of suspension, or permanently disabling the page and account.

        The Board insists that Facebook review this matter to determine and justify a proportionate response that is consistent with the rules that are applied to other users of its platform. Facebook must complete its review of this matter within six months of the date of this decision. The Board also made policy recommendations for Facebook to implement in developing clear, necessary, and proportionate policies that promote public safety and respect freedom of expression.
        […]

        https://www.oversightboard.com/decision/FB-691QAMHJ/

        Kann das irgendjemand verstehen? Warum wird die Facebook-Entscheidung aufrechterhalten, wenn Facebook gleichzeitig vorgeworfen wird, Trumpü anders behandelt zu haben als andere User? Und der Ball zurückgespielt wird?

        Prof. Turley versteht es auch nicht:

        Der Trump lebenslang sperrende Twitter-Dienst folgt allerdings diesen Anforderungen:

        Zu spät.

        Trump ist eh auf Big Tech nicht angewiesen. Er kommuniziert über GAB, was von seinen Anhängern über Twitter weitergereicht wird:

        Und nun hat er eine neue Kommunikations-Plattform eingerichtet:

        Da bleibt ja nur zu hoffen, daß der Server neutral bleibt. 😉

      • Solange Gesundheitsämter wie auch das RKI nicht gewillt sind,
        zusätzlich zu den Zahlen der „Neuinfektionen“ auch die jeweiligen
        Gesamtzahlen der Getesten zu nennen, halte ich es für schiere
        Bauernfängerei mit den werktäglichen Zahlen von „Neuinfektionen“.
        Selbst der vermeintlich dümmste Bauer kann die Spreu vom Weizen trennen.
        Warum nicht auch Gesundheitsämter mit dem RKI in ihrem Fach?
        Wenn es schon lange bekannt ist, dass der PCR-Test nicht nur
        aktive – also lebende Viren – erkennen kann, sondern alles Mögliche
        an Viren-Müll und wahrscheinlich noch im Übermaß zu lebenden
        Viren, wobei es nicht sicher ist, dass lebende Viren vorhanden sind.
        Wäre es nicht eine Möglichkeit, zu Testende einfach auf einen
        Klebestreifen aufhusten lassen zu wollen und die Klebestreifen zu einer Labor-E-Mikroskopischen Untersuchung zu verbringen?
        Dies würde das Abstrichnehmen mit Herumprimeln in Nase und
        Rachen ersparen.

  4. Es ist ja nicht nur so, daß der Rechtsstaat im Westen verloren geht und die Presse dazu schweigt oder desinformiert, wenn es um Parteipolitik in den USA geht:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92496

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92496

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92500

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92500

    Und das Verschweigen der ersichtlichen Demenz von Joe Biden gehört zum Programm hinzu. Viel schlimmer ist allerdings die deutsche Corona-Politik, die bar jeder Wissenschaftlichkeit und Rechtsstaatlichkeit ist, gleichwohl von den Medien unterstützt wurde.

    Warum verzichtet die Tagesschau seit Sonntag, den 2.5.2021, auf die Verkündung der RKI-Zahlen? Weil sie rückläufig sind und sich nicht mehr zur Panikverbreitung eignen.

    Corona-Zahlen in Deutschland heute: Inzidenz und Neuinfektionen laut RKI am 04.05.2021

    In Deutschland sind innerhalb eines Tages 7534 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Am Montag waren es mehr als 9100 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gewesen. Vor einer Woche, am Dienstag, 27.04.2021, hatte das RKI knapp 11.000 Neuinfektionen gemeldet. Wie das Robert Koch-Institut (RKI) heute Morgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden zudem 315 weitere Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus gemeldet. Am Dienstag vor einer Woche waren es 344 Todesfälle in Verbindung mit dem Coronavirus.
    Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Dienstagmorgen bundesweit bei 141,4. Am Montag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 146,5 angegeben, am Dienstag vergangener Woche mit 169,3.
    […]
    Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert liegt nach den aktuellen RKI-Fallzahlen bei 0,88 (Vortag: 0,92). Das bedeutet, dass 100 Infizierte rechnerisch 88 weitere Menschen anstecken. Der R-Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab; liegt er anhaltend darüber, steigen die Fallzahlen.
    […]
    Die verlangsamte Entwicklung der dritten Corona-Welle in Deutschland ist aus Sicht einer Expertin nicht unmittelbar mit der Corona-Notbremse zu erklären. „Die Notbremse kann diese Zahlen noch nicht direkt beeinflusst haben, dafür ist sie noch nicht lang genug in Kraft“, erklärte die Präsidentin der Deutschen Gesellschaft für Epidemiologie, Eva Grill, auf dpa-Anfrage. Untersuchungen wiesen aber darauf hin, dass die Menschen vorsichtig sind und Respekt vor dem Geschehen haben. „Es ist möglich, dass schon die Diskussion über die Notbremse und die Situation in den Krankenhäusern dazu beigetragen hat.“
    […]
    Auf Intensivstationen liegen laut dem Tagesreport des Robert Koch-Instituts (RKI) mit Daten des Divi-Intensivregisters 5011 an Covid-19 erkrankte Patienten, 18 weniger als am Vortag.
    […]

    https://www.swp.de/panorama/rki-corona-zahlen-heute-deutschland-inzidenz-aktuell-04-05-2021-neuinfektionen-fallzahlen-dashboard-bw-bayern-brandenburg-sachsen-nrw-56621017.html

    Für meinen Kreis Ostprignitz-Ruppin darf ich ergänzen: seit über einer Woche liegen wir unter der „Inzidenz“ von 100, aktuell bei 64. Ich habe allerdings auch keine Ahnung, wo man sich bei uns testen lassen könnte und warum man das tun sollte: etwa um eines der vielen falsch-positiven Ergebnisse zu bekommen? In Brandenburg ist man eher rational und macht bei dieser Lotterie eher nicht mit.

    Wer da alles nur „zur Beobachtung“ eingeliefert oder wegen anderer Krankheiten „intensivpflichtig“ wurde, zufälligerweise aber wegen des enorm falsch-positiven PCR-Tests als „positiv“ gelistet wurde, läßt sich angesichts dieser Statistik entlarven:

    Es gibt jenseits der Medienlieblinge Lauterbach, Drosten, Stürmer, Priesemann & Co andere Experten:

    Kai Schulze
    @KaiSchulze_
    Scientist working on #COVID-19 in Infectious Disease Epidemiology. PhD from
    @Cambridge_Uni
    /
    @MRC_Epid
    . BA Social Sciences, MA Public Health. Views are my own!
    Berlin, Germany

    • Und heute:

      RKI-Zahlen
      Sieben-Tage-Inzidenz sinkt weiter
      Stand: 05.05.2021 08:06 Uhr
      In Deutschland sind binnen eines Tages 18.034 neue Corona-Fälle registriert worden. Laut Robert Koch-Institut sank die Sieben-Tage-Inzidenz erneut – sie liegt nun bundesweit bei 132,8.
      Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) binnen eines Tages 18.034 Corona-Neuinfektionen gemeldet. Am Mittwoch vor einer Woche hatte der Wert noch bei 22.231 gelegen.
      […]
      Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Dienstagabend bei 0,82.
      […]

      https://www.tagesschau.de/inland/rki-fallzahlen-103.html

      Und dabei beeinflussen noch ein paar Ausreißer nach oben die Statistik.

      @ Mark Smith:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92494

      Du hattest diesen Artikel gepostet:

      #allesdichtmachen
      Der neue McCarthyismus
      Stand: 03.05.2021 | Lesedauer: 4 Minuten
      Von Tom Bohn

      Der Regisseur Tom Bohn war an der Aktion #allesdichtmachen beteiligt. Die Atmosphäre des Verdachts erinnert ihn an die Tribunale in Hollywood während der McCarthy-Ära. Deshalb gesteht er lieber gleich all seine Verfehlungen. Nur vom angeblichen „Drahtzieher“ hat er nie gehört.

      Vorgestern erschien ein denkwürdiger Beitrag über eine Schauspieler-Aktion, bei der ich am Anfang unterstützend mitwirkte. Überschrift: „Das antidemokratische Netzwerk hinter #allesdichtmachen“. Ein Notfallmediziner namens Dr. Paul Brandenburg soll, so der Tagesspiegel verschwörerisch, „unter dem Radar der Öffentlichkeit operieren“. Es könnten sogar, so wird gemutmaßt, die Texte für AllesDichtMachen „von Ideologen aus dem Dunstkreis von Brandenburgs Netzwerken“ entstanden sein. Belege dafür: keine. Ich jedenfalls kannte während meiner Mitwirkung bei dem Projekt weder einen Dr. Paul Brandenburg noch seine Initiative.
      Mir wurden von meinem Kollegen Dietrich Brüggemann die Texte als „Entwürfe“ vorgestellt, die jeder Schauspieler, der sie sprechen möchte, nach seinem Gusto umformulieren sollte. Und das ist auch, für mich deutlich sichtbar, geschehen.

      https://www.welt.de/kultur/plus230825911/allesdichtmachen-Tom-Bohn-Ich-bekenne-mich-schuldig.html

      Liefers hatte bereits erklärt, seinen Text selber produziert zu haben, da ihm die Entwürfe nicht gefielen. Anderweitig hatte man schon am 1.5.2021 erklärt, daß die Shitstorm-Versuche von Medien und social media gescheitert seien – das läßt hoffen!

      Der Wind dreht sich
      01. Mai 2021 Rüdiger Suchsland

      Nach einer Woche ist die Empörung über die Schauspieleraktion #allesdichtmachen verebbt, die öffentliche Debatte verändert sich. Ein Medienkommentar

      Die neuesten Reaktionen auf die Schauspieleraktion #allesdichtmachen zeigen: Schneller Empörung folgen Verständnis und wachsende Zustimmung. Gerade immer mehr Filmschaffende solidarisieren sich mit den in sozialen Netzwerken oft überaus grob angegriffenen Schauspielern und verteidigen wenn nicht die Aktion selbst, so doch die Meinungsfreiheit und Integrität der Beteiligten, darunter Jan Josef Liefers, Meret Becker, Wotan Wilke Möhring, Heike Makatsch, Ulrich Tukur, Ulrike Folkerts und Hanns Zischler.

      Besonders zwei Reaktionen der letzten Tage fallen auf: Zum einen war das ein Kommentar des überaus einflussreichen deutschen Produzenten Nico Hofmann in der Bild-Zeitung: „Absolut indiskutabel“, so Hofmann, seien „Rundfunkräte, die jetzt Berufsverbote fordern oder Morddrohungen (…) eine Hass-Orgie (…) Die finde ich völlig daneben und ich lehne das auch ab.“ Diskursteilnehmer in dieser Art und Weise anzugreifen, „geht gar nicht. Und schon gar nicht im demokratischen Verbundsystem“.
      https://www.bild.de/unterhaltung/leute/leute/nico-hofmann-zu-allesdichtmachen-ich-wuerde-mit-jedem-aus-der-kampagne-arbeiten-76188478.bild.html
      […]
      Noch bemerkenswerter ist der öffentliche Rückzieher von Ulrich Matthes, Schauspieler und Präsident der Deutschen Filmakademie. In dieser Funktion kann Matthers nie nur „als Privatperson“ sprechen, vielmehr ist es seine Aufgabe, sowohl die Fans und Beteiligten von #allesdichtmachen als auch die vehementen Gegner dieser Aktion gleichermaßen zu repräsentieren. Vor allem aber den mit Abstand allergrößten Teil der Filmschaffenden, die irgendwo dazwischenstehen und vielleicht selbst mit sich um eine Position ringen.
      Zu Beginn der Debatte hatte Matthes noch auf 3sat-Kulturzeit „wütend, enttäuscht, konsterniert“ reagiert, und die Aktion mehrfach „komplett zynisch“ und „geradezu ballaballa“ genannt.

      Vielleicht angeregt durch Kommentare wie den von Ulrike Folkerts – „man hätte uns auch in Schutz nehmen können, anstatt weiter drauf herumzuhacken“ – ruderte Matthes ein paar Tage später zurück.
      https://www.deutschlandfunkkultur.de/ulrich-matthes-zur-aktion-allesdichtmachen-bei-allen-liegen.1013.de.html

      Im Deutschlandfunk fand er die Videoaktion selbst zwar immer noch „misslungen“, sagte aber nun deutlich, dass aber selbst die misslungenste Aktion einen Teil der jetzigen Reaktionen nicht rechtfertigen kann. Forderungen nach Berufsverboten oder gar Todesdrohungen seien „skandalös“ und „furchtbar“, so Matthes. „Ich finde es schrecklich, wie meine Kolleginnen und Kollegen jetzt bedroht werden“, sagt er weiter: „Die Rufe nach irgendwelchen Berufsverboten sind grotesk.“
      […]
      Man könnte auch Kommentare von Journalisten nennen: Eine wichtige Stimme von ihnen ist die von Harald Martenstein im Tagesspiegel, Titel: „Wie Mäuler gestopft werden“.

      „Dass viele Künstler mit vielem nicht einverstanden sind, war lange Standard, weltweit. Wer heute den Mut hat, sich gegen die Regierung und gegen den mit ihr verbündeten Teil der öffentlichen Meinung zu stellen, erlebt seit Jahren das Gleiche, täglich grüßt das Murmeltier. Solche Leute werden diffamiert, …in diesem Fall mit Worten wie ‚Schreihälse‘, ‚Unrat‘, ‚eklig‘ oder ’nicht mehr dicht‘, alle aus Medienkommentaren, nicht aus der Dreckschleuder Twitter. ‚Kritik‘ klingt anders. Muss ich erwähnen, woher man diese Tonlage kennt?
      Hier sollen Mäuler gestopft werden, es geht darum, einzuschüchtern. Eine Entscheidung, zu der es Alternativen gibt, wird als alternativlos dargestellt. Es wird so getan, als gehörten die Kritiker, die für viele sprechen, zu einer kleinen, radikalen Minderheit. Ihre Positionen werden, wenn überhaupt, nur verzerrt oder höhnisch dargestellt. … Wo bin ich, welches Jahr, welches Land?“
      Harald Martenstein
      https://plus.tagesspiegel.de/harald-martenstein-ueber-die-reaktion-auf-die-kritik-der-schauspieler-wie-maeuler-gestopft-werden-134762.html

      „Wir säßen jetzt nicht hier“

      Ebenfalls relativ viel Zuspruch bekam Jan Josef Liefers als einer der Beteiligten Schauspieler in der Sendung „Maybrit Illner“. Er säße jetzt nicht hier, wenn er freundlich kritisiert hätte, so Liefers. „Und bei relativ undifferenzierten Maßnahmen dann eine sehr differenzierte Kritik zu fordern, das geht nicht zusammen. Es geht darum was unsere Kunstaktion anstößt.“
      FDP-POlitiker Wolfgang Kubicki kommentierte das mit den Worten: „Nicht jeder, der Ausgangssperren kritisiert, ist ein Querdenker“.
      Als der Hamburger OBberbürgermeister Peter Tschentscher dann argumentierte: „Was ist die Botschaft? Die Botschaft lässt die Pflegekräfte außer Acht“ – da widersprach Liefers vehement:
      „Wenn man das schon so sieht, wie sie sagen: Wäre es nicht cool zu sagen, für die Zeit der Pandemie verdoppeln wir einfach das Gehalt der Pflegekräfte? Das wäre doch eine schöne Sache.“
      Liefers machte eine gute Figur. Ruhig, zivilisiert im Ton, kompromisslos in der Sache betonte er: Was wäre denn die Alternative zu der Schauspieleraktion gewesen?
      […]

      https://www.heise.de/tp/features/Der-Wind-dreht-sich-6033646.html

      Martenstein ist im woken Tagesspiegel ja eine Minderheit, und so versuchte man dort, noch mal nachzulegen, scheiterte aber. Sagatz zeigte lediglich auf, wie bedeutungslos die Twitterblase ist, auf die er sich bezieht:

      03.05.2021, 09:45 Uhr
      Der „Tatort“ bei Twitter
      Alles wie immer – und doch ganz anders

      Jan Josef Liefers ist der prominenteste Verfechter von #allesdichtmachen. Den „Tatort“ aus Münster sehen 14 Millionen Zuschauer. So wurde dazu auf Twitter diskutiert.
      Kurt Sagatz

      Anfang der 2010er Jahre wurde der „Tatort“ zum gesellschaftlichen Großereignis, mit „Tatort“-Kneipen und „Tatort“- Gottesdiensten. Der Lagerfeuer-Effekt hat sich seither abgeschwächt, den Status als beliebtester TV-Krimi hat er behalten. Mit 14,22 Millionen Zuschauern sahen die Folge „Rhythm and Love“ so viele wie zuletzt 2017 – die Episode „Fangschuss“ stammte seinerzeit auch aus Münster.
      Das Allzeit-Hoch seit Beginn der Quotenmessung im vereinigten Deutschland haben jedoch zwei andere Schauspieler erreicht. „Stoevers Fall“ mit Manfred Krug und Charles Brauer schalteten am 5. Juli 1992 15,86 Millionen Zuschauer ein. [Gab es da schon Privatfernsehen? Streaming-Dienste jedenfalls noch nicht.]
      […]
      Für einige Twitter-Nutzer stand schon vor Sendungsbeginn fest, dass sie diesen „Tatort“ meiden. „Ich trenne gerne Person und Rolle. Bei dem was sich @JanJosefLiefers und Konsorten #geLIEFERT haben gelingt mir das nicht. Mir würde das Lachen im Halse stecken bleiben. Deshalb #TatortBoykott“, kündigte ein Nutzer an und war damit nicht allein.

      „Der erste Münster-Tatort, den ich wegen eines der Hauptdarsteller nicht mehr anschauen werde. Weitere werden folgen“, heißt es in einem anderen Tweet. Daneben gab es den Boykott des Boykotts. „Ich erlaube mir diesem #TatortBoykott Blödsinn nicht zu folgen. Und ich behalte mir vor, den #Tatort aus Langeweile abzuschalten.“ Ein Effekt des Boykotts war offenbar, dass der Hashtag #Tatort am Sonntagabend nicht trendete, dafür aber #AxelPrahl. „Schade für Axel Prahl“, wurde vielfach bedauert.
      […]
      Entsprechend blieben die Befürworter und Gegner von #allesdichtmachen in der Diskussion um den aktuellen „Tatort“ in der Minderheit. Das Für und Wider der Schauspieleraktion wurde jenseits des Boykottaufrufs kaum diskutiert.
      […]
      Die große Mehrheit der Twitter-Nutzer kehrte unter dem Hashtag #tatort sehr schnell zum üblichen Meinungsaustausch zurück. Besonders bewegten offenbar Details wie die Gummistiefel-Box, polyamore Beziehungen, Haarspalterei in der Pathologie, der Katholizismus in Münster sowie Dauerkarten für Beichten. Szenenapplaus gab es für „Vaddern“ alias Claus D. Clausnitzer, Staatsanwältin Klemm aka Mechthild Großmann und das Alpaka-Paar.
      […]
      Sechs weitere Münster-Folgen bestellt

      Das Fazit vieler Twitter-Nutzer deckte sich mit der Rezension unseres TV-Kritikers, der einen eher durchschnittlichen Münster-„Tatort“ gesehen hatte.
      https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/der-neue-tatort-aus-muenster-jan-josef-liefers-wie-man-ihn-sieht/27150022.html
      [kann man kaum als Rezension bezeichnen.]

      Um die Zukunft des Münster-„Tatort“ muss sich ohnehin niemand sorgen: Der WDR hat sechs weitere Folgen mit Jan Josef Liefers und Axel Prahl bestellt.

      https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/der-tatort-bei-twitter-alles-wie-immer-und-doch-ganz-anders/27152306.html

      Und was uns Huber sagen will, hat sich jedenfalls mir nicht erschlossen:

      03.05.2021, 18:12 Uhr
      #allesdichtmachen und Radlerkorso
      Satire darf alles. Muss sie alles?
      Unser Autor ist entnervt von Schauspielern und Radlern. Und hat einen Kommentar geschrieben, der niemals Satire sein will.
      Joachim Huber
      […]

      https://www.tagesspiegel.de/kultur/allesdichtmachen-und-radlerkorso-satire-darf-alles-muss-sie-alles/27153822.html

      Der Deutsche Trend hat nichts mit Maßnahmen zu tun:

      Die Ahnungslosigkeit unserer Politiker und Wissenschaftler über den Verlauf der Pandemie und die „Wirksamkeit“ der Maßnahmen ist selbstverschuldet, wie aus dem von Mark Smith geposteten Artikel hervorgeht:

      Die Datenerhebungskatastrophe
      Das Pandemiemanagement der Bundesrepublik baut auf einem Corona-Monitoring auf, das diese Bezeichnung nicht verdient.
      Die Politik weiß bis heute kaum, was genau sie mit ihren Lockdown-Maßnahmen bewirkt und wer sich warum infiziert.
      Wie konnte das passieren? Eine Spurensuche.
      […]
      Der WELT-Journalist Olaf Gersemann schrieb vor ein paar Wochen vom „Tatbestand der vorsätzlichen Ahnungslosigkeit“, weil die Bundesrepublik auch ein gutes Jahr nach Beginn der Pandemie kein Corona-Panel organisiert habe, keine regelmäßig wiederholten Massentests derselben repräsentativ ausgewählten Bevölkerungsstichprobe.

      Wie wichtig, wie unverzichtbar ein solches Panel wäre, wird beim Blick auf jüngste Corona-Debatten sofort sichtbar. Die gemeldeten Infektionszahlen bei Kindern und Jugendlichen gehen seit Wochen durch die Decke: ein Beleg dafür, dass die zuerst in Großbritannien festgestellte Virusmutation B.1.1.7. viel stärker an den Kitas und Schulen grassiert? Oder beruht der überdurchschnittliche Anstieg darauf, dass nur für Kitakinder und Schulkinder zweimal die Woche eine Schnelltest-Pflicht besteht?
      […]
      Tatsächlich teilen Bundesforschungsministerium und Bundesgesundheitsministerium auf Anfrage gleichlautend mit, als Panel zum allgemeinen Monitoring des Infektionsgeschehens in Deutschland sei die NAKO „wenig geeignet – u.a. aufgrund ihrer Komplexität und ihres Stichproben- und Studiendesigns, die spezifisch auf das zugrunde gelegte wissenschaftliche Konzept zugeschnitten sind.“ Außerdem seien im Rahmen des BMBF-„Förderaufrufs zur Erforschung von COVID-19 im Zuge des Ausbruchs von Sars-CoV-2“ vom 3. März 2020 auch gar keine Anträge für ein regelmäßiges Monitoring von COVID-19 Infektionen in repräsentativen regionalen oder bundesweiten Stichproben eingereicht worden.

      Aus einem einfachen Grund, sagt BIPS-Forscherin Pigeot: „Die Ausschreibung hätte gar kein regelmäßiges Monitoring erlaubt.“ Dafür habe nämlich die pro Einzelprojekt vorgesehene Finanzierung nicht gereicht. Insgesamt, verkündete das BMBF zum Auftakt am 3. März 2020, gebe es in der Ausschreibung zehn Millionen – für alle Forschungsprojekte in vier Förderlinien. Maximum pro Projekt: 500.000 Euro über anderthalb Jahre. Zum Vergleich: Das Netzwerk „Universitätsmedizin“ wurde gleich zum Auftakt mit 150 Millionen gefördert, Ende 2020 wurde die Summe auf 240 Millionen erhöht.
      […]

      https://www.jmwiarda.de/2021/04/28/die-datenerhebungskatastrophe/

      War halt zu teuer! Man faßt es nicht.

      Logo sind die Länder vorgeprescht, nachdem Merkel die Bundesrechtsverordnung auf Ende Mai verschieben wollte – bis dahin wären längst Gerichtsurteile zugunsten von Geimpften ergangen.

      Überbordender Moralismus bedeutet noch lange nicht, daß unsere Etiker den richtigen Kompaß haben:

      Cuomo hat es zwar viel zu spät erkannt, aber wenn er jetzt schon Vorbild ist, sieht es schlecht aus für Deutschland:

      Und hier ein inneramerikanischer Vergleicht, den vielleicht mal einer unserer No Covid-Experten erläutern sollte:

      Und plötzlich geht es auch ohne Herdenimmunität:

      Klarer als bei uns wird in den USA deutlich, daß wir es nicht mit Wissenschaft, sondern mit Politik zu tun haben:

      Grundsätzlich zum Kosten-Nutzen-Faktor von Lockdowns:

      Und CNN ist da, wo unsere Ethiker bereits jetzt angelangt sind, obwohl bei uns, anders als in den USA, die Impfzahlen noch steigen:

      • @ Gabriele Wolff

        Mal kurz zu Deutschland und der AfD, aber man könnte es auch auf Corona übertragen, was hier Köppel über Deutschland sagt, ab Minute 8.40 bis ca. 16.00.

        Dann fand ich das noch interessant von Paul Brandenburg:
        «Kampagne im Namen der SPD-Fraktion?
        Offener Brief an die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag
        https://paulbrandenburg.com/spd/

        Und Bundesverfassungsgericht:
        «Eilanträge gegen bundesrechtliche nächtliche Ausgangsbeschränkungen abgelehnt»
        https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-033.html

        Vielleicht magst ja was dazu sagen?

        • Was die AfD-Dämomisierung durch Medien und Institutionen angeht, kann ich auf die gleichartige Dämonisierung und Verfolgung in den USA von Anhängern der Republikaner verweisen:

          https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92500

          [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92500

          Aber dazu habe ich noch viel mehr gesammelt – einstweilen will ich den Corona-Thread fortsetzen.

          CNN hat sich ja gewaltig aus dem Fenster gelehnt und sogar Fauci und Biden angegriffen, als sie die Zuckerbrot und Peitsche-Strategie zur Impfwilligkeit vertrat. Ihr Aufruf, auch Privatpersonen sollten nur Geimpfte zu ihren Grillveranstaltungen einladen, war natürlich over the top.

          Und republikanische Staaten gehen zunehmend dazu über, in ihren Staaten zu verbieten, daß Institutionen wie Schulen und Universitäten wie auch private Wirtschaftsunternehmen den Zugang von Impfungen abhängig machen.

          Auch andere Democrats Media greifen mittlerweile den unwissenschaftlichen und kichernden Fauci an:

          Selbst hardcore Democrats Medien greifen den Angstkult der Democrats an:

          Glaubt der unlustige Comedian Kimmel wirklich, mit diesem Auftritt die Impfmüdigkeit in den USA bekämpfen zu können?

          In den USA gibt es jedenfalls die Möglichkeit, Lockdown-Fanatiker wie den kalifornischen Gouverneur Newsom abzuwählen: einen seiner Democrats Opponenten hat Biden aus dem Spiel genommen:

          Tenor: Alles halb so wild!

          Auch bei uns lobbyierten Lehrergewerkschaften extrem gegen Schulöffnungen.

          In der Tat, manche Medien verfolgen immer noch die hellsichtigen Schauspieler:

          Dazu gehört auch der Tagesspiegel, der alle Grenzen untersteigt:

          Als ich den Artikel daraufhin aufrief, war „der letzte Satz“ bereits eleminiert:

          5.4.2021 12:53 Uhr
          ARD nimmt Stellung zu Volker Bruch
          „Wir kommentieren politische Aktivitäten nicht“
          Der Schauspieler Volker Bruch, Star von „Babylon Berlin“, will Mitglied der Querdenker-Partei „Die Basis“ werden. Die ARD Degeto nimmt das hin.
          Joachim Huber
          […]
          Eine Degeto-Sprecherin sagte: „Wir kommentieren politische Aktivitäten und Haltungen nicht, solange sie nicht gegen geltende Gesetzgebung verstoßen. Die Dreharbeiten der 4. Staffel von „Babylon Berlin“ laufen seit Beginn wie geplant und sind hiervon nicht betroffen.“

          Volker Bruch kann sich dank eines ärztlichen Attests an den Drehorten ohne Maske bewegen.
          Seine „Babylon Berlin“-Figur des Kommissars Gereon Rath tritt in den Romanen von Volker Kutscher und in der Serie gegen Rechtsextremismus und gegen die erstarkende NSDAP ein.

          In einer vorherigen Version konnte der Eindruck entstehen, dass die Partei „Die Basis“ und Volker Bruch rechtsextremistisches Gedankengut hegen. Das war nicht unsere Absicht. Wir haben den Artikel entsprechend korrigiert.

          https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/ard-nimmt-stellung-zu-volker-bruch-wir-kommentieren-politische-aktivitaeten-nicht/27161000.html

          Im Printartikel wurde auch noch gegen die Basis-Mitbegründer Wodarg und Baghdi gehetzt – aber Schwamm drüber. Der inkrimierte Schlußsatz ist natürlich festgehalten worden:

          Zu blöd, daß er ein Linker ist:

          Auch der aggressive linke „fact checker“ „Volksverpetzer“ macht seinem Namen alle ehre:

          Und dann ging es im Tagesspiegel raunend gegen den Arzt und Publizisten Dr. Paul Brandenburg. Mit sehr realen Folgen – dank einer Berliner SPD-Bundestagsabgeordneten, die wohl die SPD-Cancen noch weiter unterminieren will:

          Redaktion / 05.05.2021 / 13:38
          Unter einem Dach mit der Genossin Denunziantin
          Offener Brief an die SPD-Fraktion im Deutschen Bundestag

          Der Arzt und Unternehmer Paul Brandenburg war am vergangenen Sonntag in unserm Podcast Indubio zu Gast und formulierte dort ruhig und besonnen seine Kritik an der gegenwärtigen Corona-Politik und ihren Auswirkungen auf das Leben der Menschen. Dies tat auch die Aktion #allesdichtmachen deutschsprachiger Schauspieler. Seit einigen Tagen läuft nun eine unglaubliche Schmuddel- und Sudelkampagne des „Tagesspiegel“ gegen die Aktion und Ihre Teilnehmer, in der Paul Brandenburg als Drahtzieher einer finsteren Verschwörung herbeigeraunt wird (Siehe hier und hier und hier).

          Jetzt soll Paul Brandenburg auch wirtschaftlich ruiniert werden – auf Initiative einer Mitarbeiterin der SPD-Bundestagsfraktion. Stephanie Weyand, Referentin dasselbst, nötigt die Hausverwaltung zur Kündigung des Mietvertrages für eine Corona-Schnelltest-Station in Berlin-Prenzlauer Berg. Frau Weyand war pikanterweise Ansprechpartner der SPD-Fraktion für den „Medienpolitischen Dialog“ mit dem Thema: „Meinungsfreiheit und demokratische Diskussionskultur in den Medien – gegen Hass und Hetze“. Darin ging es unter anderem darum Menschen, „die beruflichen oder ehrenamtlichen Tätigkeit Anfeindungen und Bedrohungen ausgesetzt sind“, besser zu schützen.

          Wir dokumentieren hier den offenen Brief Paul Brandenburgs an den Fraktionsvorsitzenden der SPD. Die Denunziations-Mail der SPD-Fraktions-Mitarbeiterin ist ebenfalls hier nachlesbar.
          https://paulbrandenburg.com/spd/https://paulbrandenburg.com/spd/

          […]

          https://www.achgut.com/artikel/unter_einem_dach_mit_der_genossin_denunziantin

          Das ist nur noch unglaublich.

          Die Kritik ist offenbar angekommen: heute, am 5.5.2021, gab es wieder Zahlen – aber nicht wie sonst am Anfang der Sendung. 😉

          Hilfloses Gestotter wie von allen No Covid Freaks.

          Vorbild ist offenbar der demente Joe Biden:

          Da man ihn wegen seiner Sprachprobleme kaum noch verstehen kann, ist man für jede Übersetzung dankbar:

          Biden’s Out-of-Control Gaffe Spree: Listen to ‘CCD,’ Go to ‘Vaccine Dot Gum’ if Concerned About COVID
          May 4, 2021
          by Kyle Becker

          […]
          Biden kicked things off by telling the American people to listen to the “CCD” on COVID-19. Now, it’s not clear if he meant the CCP, which is the Chinese Communist Party, or the CDC, which is the Centers for Disease Control, but either way, people are likely to get the same level of misinformation.
          “That’s why I’m asking people to continue to follow CCD guidance — CDC guidelines as we work to get more and more people vaccinated. And to clear up any confusion, the good news is that last week, the CDC said that vaccinated people do not need to wear their masks outside. Unless they’re in very crowded settings like a sporting event. And if we can continue to drive vaccinations up and caseloads down, we’ll need our mask even less and less.”
          Then, Biden made a “repeated” gaffe: He told people to go to “vaccine dot gum” for more information on getting the COVID-19. Watch:
          […]

          https://beckernews.com/bidens-out-of-control-gaffe-spree-listen-to-ccd-go-to-vaccine-dot-gum-if-concerned-about-covid-38972/

          Ein Heuchler ist er sowieso:

          Und Democrats-Anhänger sind eh Paranoiker:

          Oder das hier?

          Dennoch schert Söder öffnungsmäßig natürlich aus. Wie er auch grünmäßig ausschert:

          Eine Stimme der Vernunft:

          Hinter der Bezahlschranke des Tagesspiegel:

          Vorsicht trotz sinkender Inzidenzwerte
          Aus dem Gröbsten noch nicht heraus
          Experten sind unterschiedlicher Ansicht, ob und warum die Zahlen der Neuinfektionen in Deutschland nachhaltig sinken und wie es weitergehen könnte.
          Von Jan Kixmüller
          04.05.2021, 16:10 Uhr

          Die Zahl der Corona Neuinfektionen in Deutschland sinken im Wochenvergleich weiter deutlich. Die Sieben-Tage-Inzidenz auf 100.000 Einwohner ist in den vergangenen zehn Tagen von 165 auf 141 gefallen. Ob dies aber eine langfristige Entwicklung ist, darüber sind

          https://plus.tagesspiegel.de/wissen/vorsicht-geboten-trotz-sinkender-inzidenzwerte-aus-dem-groebsten-noch-nicht-heraus-138938.html

          Die Leser des Tagesspiegel-Print durften am 5.5.2021 erleben, wie der „Mobilitätsforscher“ Kai Spiegel immerhin mit dem Mythos des „die Menschen haben sich schon vor der Bundesnotbremse zurückgehalten“ aufräumte, andererseits seine fake Modellierung von einer Inzidenz von 2000 pro 100.000 Einwohnern im Mai verteidigte. Seine Alarmistin-Kollegin Viola Priesemann verteidigte gleicherweise ihr Modell und erläuterte, warum sie jetzt glaubt, daß Ende Mai eine Inzidenz von 50 vorherrschen werde. Schlimmere Kapitulationen gab es nie.

          Das meint auch nur Karl Lauterbach:

          Natürlich hätten die ersichtlich verfassungswidrigen Ausgangsbeschränkungen bereits im Eilverfahren aufgehoben werden müssen – aber seit dem Klima-Urteil des BVerfG muß man an dieser Institution ja nun wirklich zweifeln.

  5. Da unsere Welt – auch die, die die Medien nur pinseln – komplett ver-rückt ist, und mit Logik und kritischer Vernunft nichts mehr zu tun hat, hier nun ein Posting über jene Ver-rücktheiten, die ich in den letzten Tagen gesammelt habe; was ist nur aus Hollywood geworden?

    Das ist relevante Satire. 😉

    Und das ist nur lustig. 😉

    Aber jetzt wird es ernst:

    Denn die Critical Race Theory negiert sowohl dieses Erbe der Bürgerrechtsbewegung als auch die Aufforderung zum eigenständigen Denken und ersetzt sie durch spaltende Gehirnwäsche.

    Kommen wir zu einer Presse, die Baerbock huldigt und ihre kritische Wächterrolle vollkommen vergessen hat – und Feminismus mißversteht; Ein Grüner:

    Handelsblatt, retweetet von Böhmermann:

    SPIEGEL gegen taz:

    Unsere eher unlogischen lautstarken „Marginalisierten“ gegen einen Juli:

    Das steht ja nun in allen Kanzlermemoiren, und so kennen wir es von allen Verlautbarungen – in welcher Form auch immer – von deren Kindern. In diesem Job gibt es kein Privatleben.

    Die ARD ist natürlich parteiisch:

    Auch wenn sie den Tweet rechts wieder gelöscht hat.

    Baerbocks Ehemann
    Die Kanzlerkandidatin und der Lobbyist
    Premium
    von Cordula Tutt
    01. Mai 2021

    Für die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock wird das Private politisch – und vielleicht noch heikel. Ihre Partei will Lobbyismus stärker regulieren. Und ausgerechnet ihr Mann arbeitet als Lobbyist bei der Deutschen Post.

    Es klang nach einer gefälligen Pointe im ersten TV-Interview als grüne Kanzlerkandidatin. Annalena Baerbock reagierte damit auf die Skepsis, dass sie keine Führungserfahrung als Ministerin hat. „Ich komme ja aus dem Sport“, sagte die 40-Jährige. „Auch Jürgen Klopp hatte als Trainer beim Beginn in Liverpool keinen Profischein als Trainer.“ Die Botschaft: Beim Fußball-Erfolgstrainer fragt keiner mehr, ob er es kann.

    Klopp ist am Küchentisch der grünen Parteichefin in Potsdam immer mal Thema. Denn ihr Mann Daniel Holefleisch sieht dem Fußballlehrer so ähnlich, dass er früher als Kloppo-Imitator in die Bütt ging. Holefleisch, ein Werder-Fan, gab sogar mal ein launiges Interview als „Meistertrainer“ der Grünen. Früher arbeitete er in der Parteizentrale und war für Kontakte zu Unternehmen und fürs Spendensammeln zuständig. 2017, bevor seine Frau für den Vorsitz kandidierte, wechselte er selbst in die Wirtschaft.
    […]

    https://www.wiwo.de/my/politik/deutschland/baerbocks-ehemann-die-kanzlerkandidatin-und-der-lobbyist/27141566.html

    Mehr ist leider nicht zu lesen. Aber als Lobbyist für die deutsche Post kann er ja locker kürzer treten, damit die Kinderbetreuung nicht komplett outgesourct werden muß. 😉

    Kommen wir zum 1. Mai und diesem ikonischen Foto des bunten schwarzen Blocks:

    Der Hintergrund:

    Sonntag, 02.05.2021, 10:42

    Das ZDF hat auf Twitter Gewalt von Linksextremisten relativiert. Baustellen und Büros der Wohnungswirtschaft würden angegriffen, weil Wohnraum immer teurer und knapper werde, hieß es da. Später löschte der Sender den Tweet.
    Um eine Dokumentation um den hart umkämpften Wohnungs- und Mietmarkt in Deutschland zu bewerben, veröffentlichte das ZDF am Samstagmittag einen Post auf dem Twitter-Account des Senders.
    In dem mittlerweile gelöschten Tweet hieß es: „Brennende Baumaschinen, Angriffe auf Wohnungsunternehmen. Und warum? Weil #Wohnraum immer knapper und teurer wird. Angesichts der Tricks von Wohnungsbesitzern platzt manchen Mietenden der Kragen.“
    […]

    https://www.focus.de/politik/deutschland/mietenden-platzt-der-kragen-zdf-postet-umstrittenen-post-zu-linksextremer-gewalt-und-rudert-zurueck_id_13253487.html

    Damit wird es wohl eher nichts:

    Naja, das ist nun mal Berlin-Folklore. Und im Tagesspiegel wurde gar die Polizeitaktik angegriffen, „an der falschen Stelle“ den schwarzen Block wegen Verstoßes gegen die Hygiene-Votschriften angegriffen zu haben, während sonst doch gegen „Querdenker“ gar nicht gewaltsam genug eingegriffen werde. Es ist ein einziges Desaster.

    In den USA läuft es auch nicht rund mit der Ideologie vom immanenten weißem Rassismus, während es Rassismus von Schwarzen nicht gebe:

    Das ist leider die Realität, weil Asiaten die erfolgreichste Minorität in den USA darstellen.

    Die Angriffe auf den schwarzen republikanischen Senator Tim Scott sind Legion:

    Aber jenseits der Democrats Medien regt sich schwarzer Widerstand:

    Zur Clan-Kriminalität: man kann wirklich nicht behaupten, daß Personen mit Migrationshintergrund zu diesem Thema nichts beitragen dürften:

    Clankriminalität
    Blindflug im Klischee
    Die Berichterstattung über kriminelle Clans gleicht viel zu häufig einem Wanderzirkus: Immer die gleichen schrillen Akteure, immer der gleiche Krawall – all das vernebelt die wirklichen Probleme 
    Von Yassin Musharbash
    28. April 2021, 16:49 Uhr Editiert am 30. April 2021, 17:39 Uhr

    […]

    Doch obwohl oder weil ich gewissermaßen mit im Glashaus sitze, finde ich, dass die Art und Weise, wie die spezielle journalistische Disziplin der Clan-Berichterstattung betrieben wird, eine Debatte verträgt. Was in Zeitungen, TV-Reportagen und Büchern zu diesem Thema erscheint, ist oft überdramatisch, ungenau und einseitig. Wissenslücken werden übertüncht, der Gegenstand der Recherche gerinnt zur Karikatur, Komplexität bleibt auf der Strecke, und Transparenz ist anscheinend optional.

    Es ist natürlich riskant, Kollegen für ihre Berichterstattung zu kritisieren. Reflexartig wird unterstellt, man sei naiv, man verharmlose die Gewalt, die kriminelle Energie, die schleichende Unterspülung des Rechtsstaats durch die Selbstherrlichkeit und Brutalität der Clans. Das tue ich nicht, keine Sorge. Aber ist es nicht vielmehr genau andersherum? Wer übertreibt oder Eindeutigkeit vortäuscht, ist doch derjenige, der das Problem nicht ernst nimmt.
    […]
    Auf diese Weise ist über die Jahre eine Art Wanderzirkus aus den immer selben Repräsentanten entstanden, in dem jeder seine Nummer aufführt. Währenddessen bleiben einige Aspekte der Clan-Kriminalität eher unterbelichtet. Tschetschenische Clans und albanische Kriminelle etwa, die immer mehr Einfluss gewinnen, aber kein Interesse an Öffentlichkeit haben. Ihre kriminellen Geschäfte und Gewalttaten dürften jene der bekannteren nahöstlichen Clans in den Schatten stellen.
    […]
    Natürlich gibt es in den Medien auch gelungene Schilderungen der Clan-Problematik. Und das ist gut und wichtig, weil das Problem eben echt und auch ernst ist. Reportern wie Heise und Meyer-Heuer kann man ganz sicher nicht vorwerfen, sie seien nicht leidenschaftlich oder mutig genug. Sie haben über die Jahre kilometerweise Akten angeschleppt, haben im Libanon recherchiert, an jeder erdenklichen Tür geklingelt. Sie dokumentieren in ihrem Buch übrigens auch Zeugeneinschüchterungen. Unter dem Strich bleibt trotzdem das Gefühl, dass der allgemeine Mangel an Informationen zu unguten Konsequenzen führt. Als müsste man nicht alles ganz so genau nehmen, weil man es ja sowieso nicht genau wissen kann. Dann wird herumfantasiert und -orientalisiert, wie es im Inneren solcher Familien wohl zugeht. Wessen Namen man kennt, der wird rasch zum Clan-Führer befördert. Und über wen man nicht so viel weiß, der kann nicht wichtig sein.
    […]
    Je mehr man sich in Reportagen aus dem Clan-Milieu vertieft, desto klarer tritt ein faszinierender Befund zutage. Wedelt man den beißenden Pulverdampf und das Konfetti zur Seite, kommen praktisch alle Autorinnen und Autoren zu denselben Schlüssen. Wie kann, wie sollte man dem Problem der Clan-Kriminalität begegnen? Die Ideen passen auf eine Karteikarte: konsequentere und schnellere Gerichtsurteile; eine bessere Ausstattung der Justiz; eine Beweislastumkehr wie in Italien, um mutmaßlich mit Beutegeld erworbene Güter zu konfiszieren; [dieses mit Sicherheit verfassungswidrige Tool existiert bereits] ein Messerverbot; intensivere Jugend- und Familienarbeit; bessere Vernetzung der Behörden.

    Eine vernünftige Politik, ganz ohne rassistische Stigmatisierungen. Diese Ideen sind alle nicht neu und werden allseits geteilt, auch von Justiz und Polizei, wo die Zeit der Verharmlosung des Problems aus falsch verstandener Political Correctness glücklicherweise vorüber ist.

    Umso ärgerlicher, dass es so viel wegzuwedeln gibt, bevor sich die Substanz offenbart. Dass die Bässe immer so dröhnend, die Begriffe so martialisch, die Buchstaben so riesengroß und rot sein müssen. Das Thema ist auch so dramatisch genug.

    https://www.zeit.de/2021/18/clan-kriminalitaet-berichterstattung-klischee-vorurteile-arafat-abou-chaker/komplettansicht

    Ehrlich gesagt: diese Art der Medienkritik ist entbehrlich. Denn die längst serien-tauglichen arabischen Clans, die bereits Folklore sind, sind ja längst von tschetschenischen und albanischen Clans bedroht, die viel gefährlicher sind.

    In all dem Chaos mal eine Stimme der Vernunft:

    Leider gab es dieses Störfeuer, denn zum Tag der Pressefreiheit zielte der BPK-Verein gegen kritische Journalisten:

    Der von Anja Meier angegriffene Tilo Jung hat ebenfalls unterschrieben. 😉

    Kürzlich schrieb ich:

    „Upps! Was wird wohl die LGBT-Community gegen diese republikanische Transfrau sagen, die ja früher mal ein erfolgreicher Leichtathlet war und daher weiß, daß biologische Männer im Frauensport nichts zu suchen haben?“

    Jenner: Trans Girls Shouldn’t Compete In Female Sports
    The Charlie Kirk Show
    Published May 1, 2021

    https://rumble.com/vgday7-jenner-trans-girls-shouldnt-compete-im-female-sports.html

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92487
    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92487

    Caitlyn Jenner ist natürlich sofort gecancelt worden:

    Und hier wird demonstriert, wie gut die woke-Bewegung zur CIA paßt:

    Natürlich empfindet die CIA die woke Dems als ideale Mitarbeiter. Und „generalisierte Angststörungen“ gehören seit jeher zum Selbstverständnis, wie gerade die Linken attestieren:

    Derweil geht der PC-Quatsch weiter:

    Während republikanische Gouverneure Nägel mit Köpfen machen:

    Dies kontern Dems-Journalisten nur so:

    😉

    Blöderweise endet der Moralismus immer in Rechtsmißbrauch:

    Das ist in Berlin nicht anders:

    22.04.2021, 17:13 Uhr
    „Mir fällt das Wort Rechtsmissbrauch ein“

    Richterin erhebt harte Vorwürfe gegen Land Berlin im Streit mit Ballettschulleiter
    Berlin und der gekündigte Leiter der Ballettschule suchen eine gütliche Lösung. Zuvor übte das Landesarbeitsgericht harte Kritik an der Bildungsverwaltung.
    Frank Bachner

    Irgendwann fiel Richterin Oda Hinrichs zum juristischen Verhalten des Landes Berlin das Wort „Rechtsmissbrauch“ ein. So deutlich ging’s ansonsten zwar nicht zu, aber die Tonlage war gesetzt vor dem Landesarbeitsgericht im Verfahren um Ralf Stabel, den gekündigten Leiter der Staatlichen Ballettschule.

    Am Ende einigten sich Stabels Anwalt Jens Brückner und Roland Gastell, Anwalt des Landes, darauf, dass sie bis 31. Mai eine Lösung finden. Vorher wird kein Urteil verkündet. Zuvor hatte Gastell angeboten, dass Stabel zwar weiterbeschäftigt wird, aber nicht als Schulleiter oder in ähnlicher Position. Brückner lehnt das bisher ab.

    Und er hat in diesem Lösungsgespräch die erheblich stärkere Position. Denn im Verfahren wurde sehr schnell klar, wie schwach die Position des Landes ist. Die Senats-Bildungsverwaltung hatte Stabel wegen Missständen an der Ballettschule gekündigt.

    Aber schon die Vorinstanz hatte die Kündigung aus formellen Gründen für unwirksam erklärt.
    Das Land legte gegen dieses Urteil Berufung ein, die jetzt auch Gegenstand des Verfahrens war, doch Oda Hinrichs hakte diesen Punkt erstmal im Schnelldurchgang ab. Die Begründungen der Senats-Bildungsverwaltung, die sie in der Berufung angeführt hatte, bezeichnete die Richterin lapidar als „Luftblasen“. Und deshalb „kann man darüber weg gehen.“

    „Da hat sich die Vorinstanz im Verwaltungs- und Beamtenrecht verirrt“

    Viel intensiver befasste sie sich mit einer anderen Berufung. Und das Land kam erneut ganz schlecht weg, diesmal allerdings wortreicher. Die Berufung hatte Jens Brückner eingelegt. Denn die Vorinstanz hatte auch geurteilt, dass die Kündigung von Stabel zwar unwirksam ist, er aber trotzdem zumindest nicht weiter als Schulleiter beschäftigt werden muss. Begründung: Stabel sei für diesen Job nicht qualifiziert, weil er das erste und zweite Staatsexamen nicht abgelegt habe.

    Oda Hinrichs bezeichnete diese Begründung zwar nicht als „Luftblase“, aber zumindest als falsch. „Da hat sich die Vorinstanz im Verwaltungs- und Beamtenrecht verirrt.“ Denn laut Berliner Schulgesetz müsse man als Schulleiter nicht zwingend beide Staatsexamen ablegen.
    Vor allem nicht, wenn man eine Staatliche Ballettschule leite. „Denn für Tanz kann man überhaupt keine zwei Staatsexamen ablegen.“ Wichtig sei eine entsprechende Weiterbildung zum Schulleiter, durch Kurse, durch Fortbildungen. Die aber habe Stabel jeweils mit Bestnoten absolviert.

    Nach zehn Jahren stellt die Verwaltung fest, dass Stabel nicht geeignet sei

    Und zwar in den Jahren 2008 und 2009. 2010 ist er dann dauerhaft zum Schulleiter ernannt worden. Zehn Jahre lang also führte er die Ballettschule. Deshalb fand es Oda Hinrichs „komisch, dass die Senats-Bildungsverwaltung nach zehn Jahren merkt, dass jemand angeblich nicht die erforderliche Qualifikation besitzt“. Da fiel ihr „Rechtsmissbrauch“ ein.

    Die Kündigung sei aufgrund „anonymer Vorwürfe gekommen“, sagte die Richterin. Aber diese Vorwürfe habe man bisher nicht belegt. „Wir haben keine Fakten, haben nichts Handfestes, nur Gerüchte.“

    Stabel könne sich nicht wehren, weil es keine Fakten gebe. Aber auf dieser Basis könne man nicht die berufliche Karriere eines Mannes ruinieren. Oda Hinrichs wurde mal wieder kurzzeitig sehr deutlich: „Mir scheint, die Senats-Verwaltung verwechselt einen Schulleiter mit einem politischen Beamten. Den kann man ohne Begründung in den Ruhestand versetzen. Aber wir entscheiden hier nach Recht und Gesetz.“

    Für die Richterin handelte die Senats-Bildungsverwaltung, sinngemäß, auch als Getriebene. Es habe dieses anonyme Dossier gegeben, es habe eine öffentliche Berichterstattung über die Schule und die Zustände dort gegeben. „Der politische Druck ist durch öffentliche Vorwürfe immer stärker geworden, und hinterher weiß man nicht, wie man aus dem Schlamassel kommen soll“. Die Vorwürfe nannte sie „Luftblasen“.
    […]

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/mir-faellt-das-wort-rechtsmissbrauch-ein-richterin-erhebt-harte-vorwuerfe-gegen-land-berlin-im-streit-mit-ballettschulleiter/27122328.html

    Aber diese anonymen Vorwürfe waren nun mal politisch korrekt: wer professionelle Bühnenkünstler ausbildet, darf ungeeignete Kandidaten nicht aussortieren. Das ist nämlich Machtmißbrauch.

    Vielleicht hat Malte Lehming vom Tagesspiegel eine Erklärung parat:

    24.04.2021, 17:20 Uhr
    Fußball, Klima, Identität
    Die Religion stirbt nicht, sie verwandelt sich nur
    Selbstgerecht und unversöhnlich: Politische Debatten – nicht nur in den USA – tragen zunehmend den Charakter von Pseudo-Religionen. Woran liegt das?
    Malte Lehming
    […]
    In der Klimaschutzbewegung kommen Mission und Moral perfekt zur Entfaltung. Das erklärt bestimmt ihrer Rigorismen und Kompromisslosigkeiten. Jede Maßnahme, die getroffen wird, bleibt ja angesichts der Größe des drohenden Unheils ungenügend. Weil es weder einen Plan B noch einen zweiten Planeten gibt, muss jedes Handeln im Panikmodus angeordnet werden. Aber Politik besteht nun mal in der Kunst, ein „entweder-oder“, das nur Sieger und Verlierer kennt, in ein „mehr-oder-weniger“ zu verwandeln.

    Die jüngste Form des religionsersetzenden „entweder-oder“ findet sich in der Identitätspolitik, die Menschen und ihre Ansichten nach Gruppenzugehörigkeit definiert. Da ist auf der einen Seite der Tätertypus des alten weißen Mannes, in dem, zumindest latent, ein Unterdrücker, Kolonialist, Rassist und Patriarch steckt. Er verteidigt grundsätzlich seine Macht und Privilegien und verwehrt sie marginalisierten Gruppen. Da ist auf der anderen Seite ebenfalls der alte, weiße Mann, aber diesmal als Opfertypus, weil seine Sprache und Normen, Traditionen und historische Bezugsgrößen angegriffen und verächtlich gemacht werden.
    […]
    Politische Debatten in den USA tragen zunehmend den Charakter von Pseudo-Religionen, bilanziert der „Economist“. Ihre Vertreter seien „selbstgerecht, moralistisch, unversöhnlich“. Das gelte für progressive Utopisten auf der Linken ebenso wie für weiße Evangelikale auf der Rechten.

    Ob Denkmäler geschleift oder Straßen umbenannt werden sollen, die Schrift gegendert oder „Indianerhäuptling“ skandalisiert wird: In Debatten dieser Art fehlt oft jenes Maß an Gelassenheit, das ein Gemeinwesen braucht, um ein Gemeinwesen zu bleiben. Weder Veränderungs- noch Verharrungswille sollten in ihm verabsolutiert wird. [sic!] Denn was passiert, wenn das geschieht, lehrt die Geschichte der Religionen.

    https://www.tagesspiegel.de/kultur/fussball-klima-identitaet-die-religion-stirbt-nicht-sie-verwandelt-sich-nur/27121154.html

    Ein ganz unzulänglicher Artikel, aber er fängt ein wenig von dem ein, was an unserer Presse nicht stimmt.

    • @ Gabriele Wolff

      Bevor ich es vergesse: noch einen Artikel für Dich! 🙂

      „Deutschlands beliebtester Autor war ein Dieb und Betrüger
      Als Erfinder von Winnetou und Old Shatterhand verehrten Generationen Karl May. Dass an seinen Romanen über den Wilden Westen ungefähr gar nichts stimmte, störte nicht. Ebenso wenig wie seine Vorgeschichte.“
      https://www.welt.de/geschichte/kopf-des-tages/article230782763/Karl-May-Deutschlands-beliebtester-Autor-ein-Dieb-und-Betrueger.html?wtrid=socialmedia.socialflow….socialflow_facebook&fbclid=IwAR0lS1vCzPfW9HXTlS-vP1MpSxpufC6iW5yTe6Jie0WOjTXleHGFxhYfTRI

      Dann noch was zu Corona:

      „Die Datenerhebungskatastrophe
      Das Pandemiemanagement der Bundesrepublik baut auf einem
      Corona-Monitoring auf, das diese Bezeichnung nicht verdient.
      Die Politik weiß bis heute kaum, was genau sie mit ihren
      Lockdown-Maßnahmen bewirkt und wer sich warum infiziert.
      Wie konnte das passieren? Eine Spurensuche.“
      https://www.jmwiarda.de/2021/04/28/die-datenerhebungskatastrophe/

      Und:

      „Ich bekenne mich schuldig
      Der Regisseur Tom Bohn war an der Aktion #allesdichtmachen beteiligt. Die Atmosphäre des Verdachts erinnert ihn an die Tribunale in Hollywood während der McCarthy-Ära. Deshalb gesteht er lieber gleich all seine Verfehlungen. Nur vom angeblichen „Drahtzieher“ hat er nie gehört.“
      https://www.welt.de/kultur/plus230825911/allesdichtmachen-Tom-Bohn-Ich-bekenne-mich-schuldig.html?cid=socialmedia.twitter.shared.web

      Und:

      „Die offene Gesellschaft und ihre neuen Feinde
      ZUSAMMENFASSUNG:
       Wie nach dem zweiten Weltkrieg stehen wir heute erneut vor einer Weichenstellung zwischen Freiheit und Totalitarismus – zwischen einer offenen Gesellschaft, die jeden Menschen bedingungslos als Person anerkennt, und einer geschlossenen Gesellschaft, die die Gewährung von Grundrechten an bestimmte Bedingungen knüpft.
       Herausforderungen wie die Ausbreitung des Coronavirus oder der Klimawandel sind in ihrer Qualität und Grössenordnung nicht völlig neu. Solche Herausforderungen wurden von offenen Gesellschaften stets gemeistert durch spontane Verhaltensanpassung und technologische Innovation.
       Akteure aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft in Verbindung mit Massenmedien reden diese Herausforderungen zu existenziellen Krisen für die Menschheit hoch, um mittels gezielt geschürter Angst Akzeptanz dafür zu erhalten, die Grundwerte unseres Zusammenlebens beiseite zu schaffen.
       Man spielt dabei Externalitäten so aus, dass letztlich jedes freie Handeln unter dem Verdacht steht, andere zu schädigen. Von diesem Verdacht kann man sich dann nur durch einen Impf-, Nachhaltigkeits- oder allgemein sozialen Pass befreien. Die Ausübung von Freiheit wird damit unter Bedingungen gestellt, die Experten festsetzen, welche für sich in Anspruch nehmen, ein moralisch-normatives Wissen zur Steuerung der Gesellschaft zu haben – wie einst die Philosophen-Könige Platons.
       Dagegen kann man nur mit einem substanziellen Menschenbild angehen, das auf Freiheit und Menschenwürde basiert, woraus sich Grundrechte ergeben, die bedingungslos gelten. Es gibt keinen moralischen Wert, der über der Würde jedes einzelnen Menschen steht.
      https://www.europeanscientist.com/de/unkategorisiert/die-offene-gesellschaft-und-ihre-neuen-feinde/

      • Sehr gut!

        Dagegen kann man nur mit einem substanziellen Menschenbild angehen, das auf Freiheit und Menschenwürde basiert, woraus sich Grundrechte ergeben, die bedingungslos gelten. Es gibt keinen moralischen Wert, der über der Würde jedes einzelnen Menschen steht.

        https://www.europeanscientist.com/de/unkategorisiert/die-offene-gesellschaft-und-ihre-neuen-feinde/

        „Blöderweise endet der Moralismus immer in Rechtsmißbrauch“, hatte ich oben geschrieben:
        https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92492

        [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92492

        Das ist zwangsläufig so, weil wahre Rechtsprechung vom Einzelfall und vom Individuum ausgeht, mediale Vorverurteilungen ausblendet und ideologische Agenden ablehnt. Und natürlich frei vom Druck der Staße agiert. Im bei uns falsch berichteten Chauvin/Floyd-Verfahren war das alles nicht der Fall, es sollte ein Exempel gegen weiße Polizeigewalt gegen Schwarze statuiert werden. Und nun stellt sich auch noch heraus, daß unter den Juroren ein BLM-Anhänger war, der bei seiner Auswahl gelogen hatte:

        Und zur Vermeidung von Ausschreitungen gab es für den Fall des Freispruchs bereits eine Ersatz-Anklage durch die Bundesbehörde:

        REVEALED: Feds ‚had secret backup plan to ARREST Derek Chauvin in court for police brutality if he was cleared of killing George Floyd‘

        By Rachel Sharp For Dailymail.com 03:37 29 Apr 2021, updated 11:06 29 Apr 2021

        • Federal prosecutors were ready to arrest the white ex-cop if the jury had found him not guilty of all charges or the case had ended in a mistrial
        • Under those circumstances, they had arranged for the Minnesota US Attorney’s Office to charge him by criminal complaint so he could be arrested right away
        • Following his arrest, feds would then have asked a grand jury to indict him
        • This contingency plan did not materialize as the jury found him guilty on all charges – 2nd-degree murder, 3rd-degree murder and 2nd-degree manslaughter
        • The DOJ is now planning to indict him and the three other cops involved in Floyd’s death on civil rights charges, a source said
        • Chauvin is to be indicted over both Floyd’s death and a 2017 incident where he knelt on a black 14-year-old boy’s neck for nearly 17 minutes
        • J. Alexander Kueng, Thomas Lane and Tou Thao to be indicted over Floyd’s death
        • They face trial together on August 23 on state charges of aiding and abetting second-degree murder and manslaughter

        Secret Department of Justice plans to arrest Derek Chauvin in court had he been cleared of murdering George Floyd have been revealed.

        Multiple sources told the Star Tribune federal prosecutors were ready to move in and charge the white ex-cop on federal counts moments after a not guilty verdict on charges of second and third-degree murder, as well as manslaughter, or in the event of a mistrial.
        Department of Justice prosecutors now also plan to bring civil rights violations charges – akin to hate crimes – of police brutality against Chauvin and the three other cops on duty with him when Floyd was killed in May 2020.

        Their secret plot saw DOJ investigators collaborate with their state counterparts at Minnesota US Attorney’s Office to arrange to charge Chauvin by a process called criminal complaint which does not require a grand jury and would have sped up the process of bringing fresh charges against the former policeman amid fears a not guilty verdict would have prompted fresh riots.
        […]

        https://www.dailymail.co.uk/news/article-9523465/amp/Feds-backup-plan-ARREST-Derek-Chauvin-court-cleared-killing-George-Floyd.html

        Und nicht zu vergessen das rein politische Verfahren gegen Giuliani:

        Feds hound the man who saved city: Devine
        By Miranda Devine
        May 2, 2021 | 10:16pm

        Whatever your political leanings, it is disturbing that federal authorities were spying on emails and other private communications between President Donald Trump and his lawyer Rudy Giuliani during Trump’s first impeachment.

        In November 2019, the US Attorney’s Office for the Southern District of New York executed a “covert warrant” on the former mayor’s iCloud account and then decided for themselves which private communications between the president and his lawyer were out of bounds due to attorney-client or executive privilege, according to Giuliani’s lawyer, Robert Costello.
        Giuliani says the intrusion was driven by “Trump Derangement Syndrome,” and has trampled on the president’s constitutional rights.

        It was only after the FBI’s dawn raid on Giuliani’s Upper East Side apartment Wednesday that Costello was told about the iCloud warrant. It reportedly is part of an investigation into alleged lobbying activities by Giuliani in Ukraine, where he was investigating why Hunter Biden received $50,000 a month from a corrupt Ukrainian energy company while his father was vice president.
        […]
        In banana republics, in … many parts of the world, when a candidate loses for president, they go after the candidate, they go after his lawyers, they go after his friends,” Harvard law professor Alan Dershowitz told radio host John Catsimatidis on Sunday. “That’s happening in America now. They’re going after Rudy Giuliani.”

        To make matters worse, someone is leaking inaccurate information about the investigation.
        The New York Times, the Washington Post and NBC News all ran anonymously sourced stories last week claiming that Giuliani had received a formal “defensive briefing” from the FBI warning him that he was the target of Russian disinformation over his Ukraine inquiries.
        Problem is, it wasn’t true. All three news operations had to issue corrections Saturday.
        At least they had the integrity to admit they got it wrong.
        […]
        The fact is, if Giuliani were planning to destroy evidence, which is the most plausible reason for a high-profile raid on his home and office, he could have done so any time in the past 18 months.
        Costello first contacted prosecutors Nov. 22, 2019, when leaks about the investigation first started circulating, and offered in a formal letter for Giuliani to meet with investigators and answer any questions if they would let him know the subject of their inquiries.
        Costello made at least two more offers, including in a letter March 2 this year, but all were rebuffed.
        “Why not do this the easy way?” asks Costello.
        […]
        But that doesn’t explain such an ostentatious show of force over what reportedly are allegations of technical violations of an 80-year-old statute, the Foreign Agents Registration Act, that rarely was enforced until the advent of Trump. It was used against Trump’s former campaign chair, Paul Manafort, and his former national security adviser, Gen. Mike Flynn, and now it seems it is being deployed against Giuliani.

        Considering the evidence of multiple alleged FARA violations on the laptop Hunter Biden abandoned at a repair shop in 2019 — which has been in the hands of the FBI for more than a year — it’s no wonder Costello points to a “corrupt double standard.” No dawn raids on any Biden family homes.

        Trump’s enemies have no doubt that the ultimate target is Trump. His former lawyer, Michael Cohen, currently under house arrest after pleading guilty to tax evasion and campaign finance violations, is rubbing his hands with glee.

        On MSNBC, Sunday morning, Cohen predicted that Giuliani, 76, will end up betraying Trump.
        “Giuliani has a vault full of [compromising material] on Trump he’s going to unleash to save himself,” Cohen chortled. “Good luck, pal, you’re going to need it.”

        But anyone who thinks so doesn’t know Giuliani.

        It is a sad irony that at a time when crime is spiraling out of control, the hero who saved New York is being demonized and hounded in the city that owes him so much.

        https://nypost.com/2021/05/02/feds-hound-rudy-giuliani-the-man-who-saved-nyc-devine/

        Danke!

        Deutschlands beliebtester Autor war ein Dieb und Betrüger
        Als Erfinder von Winnetou und Old Shatterhand verehrten Generationen Karl May. Dass an seinen Romanen über den Wilden Westen ungefähr gar nichts stimmte, störte nicht. Ebenso wenig wie seine Vorgeschichte.
        Stand: 02.05.2021 | Lesedauer: 3 Minuten
        Von Antonia Kleikamp
        […]

        https://www.welt.de/geschichte/kopf-des-tages/article230782763/Karl-May-Deutschlands-beliebtester-Autor-ein-Dieb-und-Betrueger.html

        Das ist heute nicht anders: daß an Juliane Schäubles Reportagen über die USA ungefähr gar nichts stimmt, stört nicht.

        4.5.2021 04:59 Uhr
        Die Theorie der „Großen Lüge“
        US-Republikaner wollen Trump-Kritiker bestrafen
        Die Republikaner stützen Donald Trumps Theorie der gestohlenen Präsidentschaftswahl. Sie machen Druck auf andersdenkende Parteimitglieder wie Liz Cheney.
        Juliane Schäuble

        Manchmal werden Umfragen überschätzt. Aber ab und zu ist es auch so, dass sie gar nicht ernst genug genommen werden können. Auf ein gewaltiges Problem weist in den USA gerade eine Erhebung des Senders CNN hin, erstellt vom Umfrageinstitut SSRS. Demnach sehen 70 Prozent der befragten Anhänger der Republikanischen Partei Joe Biden nicht als den legitimen Gewinner der Präsidentschaftswahl, wovon 97 Prozent der Demokraten überzeugt sind. Mehr als zwei Drittel der Anhänger einer unterlegenen Partei wollen das Ergebnis einer Wahl nicht akzeptieren – das verheißt nichts Gutes.

        Gleichzeitig wächst der Druck auf republikanische Politiker, sich hinter der von Ex-Präsident Donald Trump verbreiteten Theorie der „Big Lie“ zu versammeln, für die es keine Belege gibt und die letztlich zum Sturm auf das Kapitol am 6. Januar geführt hat. Kongressmitglieder wie die Abgeordnete Liz Cheney aus Wyoming, immerhin die Nummer drei der Republikaner im Repräsentantenhaus, oder Alaskas Senatorin Lisa Murkowski, die Trump für die gewaltsamen Ausschreitungen verantwortlich machen, sollen abgestraft werden.
        […]
        In Arizona läuft derzeit gar eine Neuauszählung von 2,1 Millionen Stimmzetteln im größten Wahlbezirk des Bundesstaates, Maricopa County, zu dem auch die Hauptstadt Phoenix gehört. Die Demokraten hatten sich die elf Wahlleutestimmen in dem lange konservativ wählenden Bundesstaat am 3. November gesichert, allerdings lediglich mit einem Vorsprung von 10500 Stimmen (0,3 Prozent).

        Zwar würde selbst ein nachträglicher Sieg Trumps in Arizona am Gesamtausgang der Wahl nichts ändern. Und das private Unternehmen Cyber Ninjas, das die Auszählung im Auftrag des republikanisch geführten Senats von Arizona vornimmt, gilt nicht als neutrale Instanz: Der Geschäftsführer der Firma hat nach Informationen der „Washington Post“ bereits mehrfach Zweifel am korrekten Ablauf der Wahl geäußert.
        […]
        In Georgia ist die Lage besonders kompliziert, weil der republikanische Gouverneur Brian Kemp und sein Innenminister Brad Raffensperger einerseits dem Drängen widerstanden hatten, das Wahlergebnis zu kippen – was Trump dazu brachte, Kemp zum Rücktritt aufzufordern und einen Gegenkandidaten für Raffensperger für die Wahl im kommenden Jahr zu unterstützen. Andererseits hat Kemp gerade erst eine umstrittene Wahlrechtsreform in Georgia in Kraft gesetzt, von der Kritiker sagen, sie solle vor allem Schwarze und andere Minderheiten vom Wählen abhalten, da diese eher für die Demokraten stimmten. Vielen in der Partei geht aber selbst dies nicht weit genug.

        https://www.tagesspiegel.de/politik/die-theorie-der-grossen-luege-us-republikaner-wollen-trump-kritiker-bestrafen/27154770.html

        Die von den Dems heftig bekämpfte Überprüfung in Arizona ändert am Wahlergebnis gar nichts; ihr Ziel ist es, Schwachstellen – insbesondere auch der Dominion Voting Machines – zu entdecken. Es wäre, falls dort Fehler entdeckt werden, aber wenigstens einer der von den Medien heuchlerisch vermißten „Belege“ für „The Big Lie“.

        Ja, der innerparteiliche Machtkampf gegen die Minderheit der Anti-Trumper und Kriegstreiber ist durchaus interessant:

        Unser 3%-Mann:

        Ein starker Schwund für die Democrats:

        Es sieht so aus, als ob Basis und Wähler sich gegen die Parteiführung durchsetzen würden.

        Und für den Wahlkampf sowie den politischen Kampf auf lokaler Ebene ist DAS Thema gefunden: Critical Race Theory:

        Liest man bei uns Medienkritisches über die Lieblingsquellen unserer Korrespondenten? Nö. Ebenso eine Leerstelle: die Schwäche von Biden, der vor ein paar linken Krakeelern in die Knie geht:

        Vermutlich wird diese Ansage von „I’m in trouble“-Joe wieder eingefangen werden. 😉

        • Noch viel schlimmer ist der Mißbrauch der Geheimdienste – ein ähnliches Phänomen erleben wir ja schon in Deutschland, wo neue Verdachtskategorien erfunden werden, um „Querdenker“ überwachen zu können (und den politischen Gegner AfD mitten im Wahlkampf sowieso (wobei dies rechtswidrigerweise durchsickerte:

          Das ist wohl eine Obsession des FBI, Nancy Pelosis gestohlenen Laptop zu finden. Aber vermutlich arbeiten zu viele „woke“-People auch schon beim FBI: denn das Vorgehen ist absolut unprofessionell:

          [22.1.2021]

          This Facebook post shows the real Marilyn Hueper, left, and the photo of who the FBI is searching for. Facebook

          Marilyn Hueper told the local Kenai radio station KSRM that federal agents believed she and her husband had Pelosi’s laptop, and had been part of the mob which forcibly breached the capitol during a riot that left five dead.
          “They said, ‘Well, we’re here for Nancy Pelosi’s laptop.’ And I said, ‘Oh, so it was stolen and it’s at large, good to know. I thought maybe it was just conspiracy theory, so thanks for the intel,’” Hueper said.
          Hueper claims agents showed her photos of a woman from the Jan. 6 riot who bears a striking resemblance to her, but that she told them they had made a mistake.
          The inn owner — who did attend the broader rally outside the capitol that day with her husband — denied entering the building and said she told the feds they had confused her with a similar looking woman.

          https://nypost.com/2021/05/01/feds-raid-alaska-spa-in-search-of-nancy-pelosis-stolen-laptop/

          In einem Fall reichte ein Vorwurf eines stalkenden Ex-Geliebten, im anderen eine schwache Bilderkennungssoftware. Der harmlose ältere Mann, der sich in Nancy Pelosis Büro räkelte, ist übrigens wieder frei. Der Crackdown der Feds, jeden noch so harmlosen Teilnehmer des Hausfriedensbruchs vom 6.1.2021 in unbegrenzte Untersuchungshaft zu nehmen, scheint selbst in Washington D.C. an Grenzen zu stoßen.

          Noch bedenklicher ist diese Entwicklung: der Versuch, illegale Spionage gegen US-Bürger zu etablieren – was bei uns problemlos geht, in den USA aber ein Tabu darstellt:

          Auf Wiedersehen, Rechtsstaat – und das gilt für den gesamten Westen.

  6. Kommen wir auf die USA zurück, zu denen unsere Medien ja nur Schrott berichten:

    Warum die Presse versagt

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-28/#comment-92465

    In der aktuellen ZEIT porträtierte Kohlenberg den „Sturm auf das Kapitol“ erneut als DAS gewalttätige Ereignis, das es nicht war, ganz in Übereinstimmung mit der Democrats Politik.

    Eben schrieb ich in meinem Corona-Post:

    „Und Biden mal wieder sehr alt aussieht:“

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92476

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92476

    Tatsächlich sieht Biden sehr alt aus, worüber bei uns und in den MSM aber nicht berichtet wird:

    Joe Biden Gets Completely LOST in Middle of a Story
    BonginoReport Published April 30, 2021 120,421 Views
    Rumble — This is just becoming the norm for Joe Biden.

    https://rumble.com/vgbxnh-joe-biden-gets-completely-lost-in-middle-of-a-story.html

    Confused Biden Desperately Looks for Mask, Even Though He’s Outside and Vaccinated
    Dinesh D’Souza
    Published April 30, 2021

    https://rumble.com/vgbd0h-confused-biden-desperately-looks-for-mask-even-though-hes-outside-and-vacci.html

    Alle um ihn herum sind geimpft; er spricht zu Anhängern, die in Autos sitzen. Warum genau gerät er in Panik?

    Eigentlich jeder weiß, daß er nur eine Marionette ist:

    Das wäre gar nicht nötig gewesen:

    Mark Smith:

    @ Gabriele Wolff“Ja, schöne Zusammenfassung über den Wahnsinn in Sachen Corona!
    Kurz etwas für Dich über die USA von Köppel! Ich hoffe, Du kannst es anschauen, zumal man dafür ein Facebook-Konto braucht:
    Heather McDonald. Systemischer Rassismus.“
    https://fb.watch/5bYGyXfmNc/

    Warum die Presse versagt

    Man kann diese exakte Analyse von Köppel frei konsumieren – und man muß sich wundern, daß unsere deutschen Journalisten dazu nicht fähig sind. Die Realität sollte doch dazu zwingen, nachdem der schwarze republikanische Senator Tim Scott auf Bidens Rede geantwortet hatte:

    Er hat nämlich bestritten, daß es in den USA systemischen Rassismus gebe. Dafür wurde er rassistisch angegriffen.

    Uncle Tim = Uncle Tom

    Tim Scott blasts ’stunning‘ attacks by left after primetime address
    •29.04.2021

    Fox News
    Sen. Tim Scott, R-S.C., joins ‚Fox & Friends‘ following his Republican rebuttal to President Biden’s address to Congress. #FoxNews

    Bidens Rede war eh ein Quotenkiller:

    Und er hat weitere Probleme:

    Die deutsche Sicht auf Biden:

    Wie sie ja überhaupt nur die Grünen hochschreibt:

    Was das falsche Narrativ der bösen weißen Cops angeht, die aus rassstischen Gründen harmlose Schwarze erschießen, was der Basketballstar LeBron James zum Anlaß nahm, den weißen Polizisten zu outen und zu bedrohen, der in Nothilfe die schwarze Bryant erschoß, die gerade dabei war, eine schwarze Frau zu erstechen, so sollte dieses Nachspiel aufklären:

    While Silvester is still technically employed by the Marshal’s office, his best friend started a GoFundMe, which raised more than $92,000 in the first day, to rally support for the officer while he is suspended. A portion of the donations will be given to a charity for “families of fallen officers and first responders,” the fundraising website states.

    https://thefederalist.com/2021/04/29/idaho-cop-suspended-for-viral-tiktok-mocking-lebron-james-police-threat/

    Gofundme ist auf Kurs und wird die Aktion wohl schnell stoppen.

    Das politisierte Justizministerium, das nun Trump-Anhänger- und -Vertreter verfolgt, findet man bei uns ja auch toll. Ich allerdings nicht:

    Rudy Giuliani joins Tucker for first TV interview since FBI raid
    2.188.630 Aufrufe
    •Premiere am 30.04.2021

    Fox News
    7,19 Mio. Abonnenten
    Former NYC discusses exactly what happened when his home was raided by federal law enforcement on ‚Tucker Carlson Tonight.‘ #FoxNews #Tucker

    Es ist ja besonders lustig, daß ausgerechnet der FARA-Vorwurf, nämlich als unregistrierter Lobbyist ausländischer Interessen aufgetreten zu sein, im Westen nicht kommentiert wird, während das den USA nachgebildete Gesetz in Rußland, das den klassischen Lobbyisten Nawalny betrifft, der vom Westen finanziert wird, von der EU verurteilt wird.

    • @ Mark Smith:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92484

      [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92484

      Auch ohne Nuland war lange klar ersichtlich, daß die Democrats (und ihre Medien) mit ihrer anti-Rußland-Kampagne, die sie seit 2016 ununterbrochen betreiben, schlicht weitermachen würden. Schön, daß sie mit der bei den Europäern verhaßten Nuland jetzt ein unübersehbares Signal gesetzt haben.

      Sehr richtig, daß Scott die Critical Race Theory als spaltend verworfen hat; aber hier hat sich der Autor wohl etwas vertan:

      Wenn man davon ausgeht, dass die meisten Leute eigentlich gut miteinenander auskommen wollen und verstehen, dass man anderen nicht ihre Hautfarbe vorhalten kann, dann ist das ein guter Angriffspunkt.

      Ich war schon lange der Auffassung, dass die Republikaner ein gutes Gegenmittel gegen diese Theorien hätten, wenn sie einen scharzen Kandidaten aufstellen würden, der – ähnlich wie Obama – nicht Spaltung, sondern Einigkeit betont. Denn dieser ist wesentlich schwieriger aus den intersektionalen Theorien heraus anzugreifen und ihm kann auch weniger Rassismus vorgeworfen werden.

      Es bleibt im wesentlichen der in der Rede schon angesprochene „Onkel Tom“ Vorwurf, der aber auch schnell wieder als Rassismus angesehen werden kann:

      „Der psychologische Fachbegriff Onkel-Tom-Syndrom bezeichnet ritualisiertes, angepasstes und unterwürfiges Verhalten von Afroamerikanern gegenüber Weißen. Der von diesem Syndrom Betroffene zeigt dabei eine so fügsame und sanftmütige Verhaltensweise, dass er vom weißen Gegenüber nicht als eine Bedrohung wahrgenommen wird.“

      Um dem vorzubeugen wurde der Vorwurf sicherlich auch gleich in die Rede mit aufgenommen und gleichzeitig aus Vorhaben zu Body Cams verwiesen, die von den Demokraten blockiert worden sein sollen. Damit weißt er darauf hin, dass er durchaus unbequem sein kann, nicht einfach nur alles abwiegelt, sondern Probleme des Rassismus sieht und bekämpfen will, aber gleichzeitig nicht alle dafür verantwortlich machen will.

      https://allesevolution.wordpress.com/2021/05/02/tim-scott-und-seine-rede-fuer-die-republikaner-als-antwort-auf-bidens-rede/

      Tatsächlich wird Scott auf diese Art und Weise von liberals angegriffen:

      I’ve also experienced a different kind of intolerance.

      I get called “Uncle Tom” and the N-word — by ‘progressives’! By liberals! Just last week, a national newspaper [NYT] suggested my family’s poverty was actually privilege because a relative owned land generations before my time.

      Believe me, I know our healing is not finished.

      In 2015, after the shooting of Walter Scott, I wrote a bill to fund body cameras. Last year, after the deaths of Breonna Taylor and George Floyd, I built an even bigger police reform proposal.
      But my Democratic colleagues blocked it.

      I extended an olive branch. I offered them amendments. But Democrats used the filibuster to block the debate from even happening. My friends across the aisle seemed to want the issue more than they wanted a solution.
      But I’m still working. I’m still hopeful.

      When America comes together, we’ve made tremendous progress. But powerful forces want to pull us apart.

      A hundred years ago, kids in classrooms were taught the color of their skin was their most important characteristic — and if they looked a certain way, they were inferior.
      Today, kids again are being taught that the color of their skin defines them — and if they look a certain way, they’re an oppressor.

      From colleges to corporations to our culture, people are making money and gaining power by pretending we haven’t made any progress. By doubling down on the divisions we’ve worked so hard to heal.

      You know this stuff is wrong. Hear me clearly: America is not a racist country.
      It’s backwards to fight discrimination with different discrimination. And it’s wrong to try to use our painful past to dishonestly shut down debates in the present.

      https://www.washingtonexaminer.com/news/read-tim-scott-gop-rebuttal-biden-address

      Und hier die Reaktionen auf diesen unverfrorenen Angriff auf die heilige Kuh der Critical Race Theory:

      Sehr lustig, South Carolina so zu bezeichnen. Die klassische Arroganz der urbanen Elite.

      Auch weiße Kommentatorinnen wissen besser als ein schwarzer Politiker, was Rassismus ist:

      Behar, who donned blackface as part of a “beautiful African woman” costume she wore for Halloween at 29 — lashed out at Scott during Thursday’s broadcast of “The View” on ABC. She argued that he “didn’t understand” the difference between living in a racist country and systemic racism.

      WATCH:
      [Video]

      “Now, Tim Scott, he does not seem to understand — and a lot of them don’t seem to understand the difference between a racist country and a systemic — systemic racism. They don’t seem to get the difference,” Behar said, arguing that even if the United States was not a “racist country,” there was still a problem with systemic racism that needed to be addressed.

      https://dailycaller.com/2021/04/30/kimmel-behar-blackface-lecture-tim-scott-racism/

      Aber diese Runde ist eh indiskutabel, wie deren Alibi-Konservative meint:

      ABC’s „The View“ accused of liberal bias by own co-host
      One America News Network
      Published May 1, 2021

      https://rumble.com/vgd2vp-abcs-the-view-accused-of-liberal-bias-by-own-co-host.html

      Und so werden Kinder indoktriniert:

      Und so Erwachsene:

      Upps! Was wird wohl die LGBT-Community gegen diese republikanische Transfrau sagen, die ja früher mal ein erfolgreicher Leichtathlet war und daher weiß, daß biologische Männer im Frauensport nichts zu suchen haben?

      Jenner: Trans Girls Shouldn’t Compete In Female Sports
      The Charlie Kirk Show
      Published May 1, 2021

      https://rumble.com/vgday7-jenner-trans-girls-shouldnt-compete-im-female-sports.html

      😉

      Der Heuchelfaktor bei den Democrats und ihren Medien ist und bleibt hoch:

      Daher war ich erstaunt, daß in der WaPo vom 1.5.2021 offenbar auch mal was Kritisches zu lesen war:

      Harris-led campaign to stem migration from Central America faces steep challenges
      By Michelle Ye Hee Lee and Kevin Sieff ● Read more »

      Kamala Harris has to walk a tightrope on race. This time, she slipped.
      Opinion ● By Karen Attiah ● Read more »

      https://www.washingtonpost.com/opinions/2021/05/01/kamala-harris-has-walk-tightrope-race-this-time-she-slipped/

      Leider ohne Abo nicht zu lesen. Vielleicht deswegen, weil sie den Präsidenten von Guatemala sehr abwertend über seine Hausaufgaben belehrte, die er zur Beseitigung der Fluchtursachen noch angehen müsse? (U.a. Klimawandel-Bekämpfung, Frauen- und LGBT-Rechte?):

      Manchmal gibt es in der NYT sogar ein Körnchen von Wahrheit:

      Even the New York Times knows Democrats are giving handouts to the rich
      by Kaylee McGhee White, Commentary Writer |
      | April 27, 2021 12:12 PM

      Even a broken clock is right twice a day, and even the New York Times is sometimes forced to tell the truth.
      The truth, in this case, is that the Democratic Party is currently “pushing a tax cut for the wealthy” by trying to get rid of the cap on state and local tax payment deductions, also known as SALT.

      In an editorial published this week, the New York Times correctly notes that Democrats’ defense of the SALT deduction contradicts the party’s pledge to make wealthy people pay their fair share, since SALT deductions primarily benefit the rich.

      In fact, the top 1% of earners in the United States would receive 54% of the benefits of the change, and the top 20% of earners would receive 96% of the benefits, the editorial board argued.
      “A tax cut with such a skewed distribution of benefits ought to be unacceptable to any politician genuinely concerned about the rise of economic inequality,” the editorial reads.

      The New York Times is exactly right. The only people who would benefit from getting rid of the SALT deduction cap, which is currently set at $10,000 per family, are the wealthy. The average taxpayers who accept the standard deductions and pay less than $10,000 in state and local taxes would not be affected at all.

      But, in typical fashion, the New York Times failed to address the core issue, which is why Democrats are pushing for a repeal of the SALT deduction cap in the first place. The answer is simple — because it would benefit their voters and donors the most.

      Recent data from the Internal Revenue Service shows the Democratic Party has become the party of the wealthy. Democrats represented 65% of taxpayers with a household income of $500,000 or more in 2020, while 74% of taxpayers in Republican districts had household incomes of less than $100,000.
      […]

      https://www.washingtonexaminer.com/opinion/even-the-new-york-times-knows-democrats-are-giving-handouts-to-the-rich

      Ansonsten überwiegen fake news, hier über Giuliani:

      Die grüne Wahlkampf-Postille STERN hat sich nun so richtig geoutet – wie ich schon sagte, wir werden den USA immer ähnlicher:

      Bilder, die wir von eher gemäßigten BLM/Antifa-„Protesten“ zur Genüge kennen, die bei uns allerdings als „überwiegend friedlich“ bezeichnet werden. Auch insoweit eine Annäherung also.

      Und die meisten „Polizeigewalt“-Aktivitäten entsprechen nicht der BLM-Saga von „weißer Polizist erschießt harmlosen unbewaffenten Schwarzen“, sondern eher diesem Vorfall:

      Man wielding butcher knives who was fatally shot while charging officer in Tennessee was wanted for murder
      by Haley Victory Smith, Breaking News Reporter |
      | April 27, 2021 08:47 PM

      A man who was fatally shot Saturday by police in Nashville, Tennessee, after charging an officer with two butcher knives was wanted on a murder charge.
      Marvin Veiga, 32, was wanted in Massachusetts in connection to the death of Manuel Duarte in the state. A warrant was issued for his arrest on March 6, and he was added to the state’s most wanted fugitives list.
      The Tennessee Bureau of Investigation identified Veiga on Monday.

      Officer Christopher Royer was on a routine patrol at night when he checked a car’s plates. Seeing that they were registered to a car not fitting the description of the one he was looking at, he decided to pull the car over, Metro Nashville Police Department spokesman Don Aaron said, according to the Nashville Tennessean.
      During the stop, the driver remained cooperative, but Veiga, a passenger of the vehicle, got out and began running around with two butcher knives, at one point attempting to get into Royer’s patrol car.
      As seen in body camera footage of the incident, Royer, outside of the vehicle, can be heard telling Veiga to drop the knives.
      „I don’t want to shoot you,“ he said.
      Veiga then ran toward him. Royer fired multiple shots as he approached, and Veiga collapsed to the ground.
      Law enforcement said Veiga later died at the hospital.
      Five officers rendered aid to Veiga, Police Chief John Drake told reporters.
      „He did everything he could, I felt. He retreated. He asked the individual to drop the weapon several times,“ Drake added. „He was left with no choice.“
      [Video]
      […]

      https://www.washingtonexaminer.com/news/man-killed-officer-tennessee-wanted-murder

      Man kann zugunsten von BLM nur hoffen, daß sie diesen Fall nicht auch noch adoptiert haben.

      • @ Mark Smith:

        https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92484
        [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92484

        Der Lesetip zu Corona war allerste Sahne! Schon der Einstieg von Alexander Wendt faßte all das, was er in der Folge ausführt, genial zusammen:

        In seiner Reaktion auf #allesdichtmachen übertrifft sich der Medienkomplex selbst

        Von Alexander Wendt
        Sa, 1. Mai 2021

        Schauspieler, die die Corona-Kommunikation der Regierung verspotten, handeln nach dem „Playbook des Faschismus“. Sie haben sogar eine Agenda. Wussten Sie nicht? In seiner pfäffischen Reaktion auf #allesdichtmachen übertrifft sich der Medienkomplex selbst. Höchste Zeit, dass Molière darüber schreibt

        Neben vielen gefühlten Messmethoden gibt es einen halbwegs objektiven Maßstab für die Qualität der öffentliche Debatte: Die Zeit, die zwischen der Wortmeldung einer Person und der Zuordnung dieser Person zum Dritten Reich vergeht. Dabei handelt es sich selbstredend nicht um das historische, sondern um das Fantastische Dritte Reich, der Einfachheit halber abgekürzt FDR, dessen wichtigste Eigenschaft darin besteht, sich wie das Universum ständig weiter auszudehnen. Die Ausdehnung, Fachbegriff: Inflation bringt es mit sich, dass sich die oben erwähnte Zeitspanne immer weiter verkürzt.

        Für die 53 Schauspieler, die an der Videoaktion #allesdichtmachen teilnahmen, dauerte ihre Zwangseinbürgerung in das Fantastische Dritte Reich keine 48 Stunden.

        Wobei die Frage offen bleibt, ob diejenigen, die sich aus Angst um ihre künftigen Engagements schnell von ihren eigenen Videos und damit von selbst distanzierten, dem FDR wieder ganz entkommen, oder ob sie in einer Zwischenablage im Grenzbereich landen. In der katholischen Lehre heißt diese Zwischenablage bekanntlich Limbus, was so viel wie Saum oder Rand bedeutet. Dorthin, in die Vorhölle kommen traditionell alle, die schuldlos den Zustand der Seligkeit verfehlten. Sie haben dort die endgültige Entscheidung abzuwarten, ungefähr so wie Heike Makatsch das nächste Rollenangebot.
        [Sie hat sogar „freiwillig“ die Moderation einer Preisverleihung im Film-Mileu abgesagt – das wäre ja was, wenn die sich aus Angst Distanzierende einen mutigeren Kollegen hätte als Preisträger ansagen müssen.]

        Dieser Text handelt von der Videoaktion #allesdichtmachen und den Reaktionen darauf, also von Parareligion, Faschismusbegriffsgefuchtel und pietistischer Verkniffenheit. An dieser Trinität kommt nun mal niemand vorbei, der sich mit der Debattenpraxis in Deutschland befasst.

        Die Videoaktion #allesdichtmachen besteht, beziehungsweise bestand aus 53 kurzen, satirischen Videos, die sich mit den Widersprüchen und Absurditäten der Corona-Eindämmungsmaßnahmen beschäftigen, beispielsweise mit der Praxis, Kultureinrichtungen zwangszuschließen, obwohl sie praktisch nichts zum Infektionsgeschehen beitragen. Mit der Politik, ein ganzes Land von einem Inzidenzwert abhängig zu machen, der je nach Menge der Tests schwankt, und der noch nicht einmal Aufschluss über die Zahl der Covid-19-Infizierten gibt. Mit dem Maßnahmenfetisch von Merkel, Lauterbach und anderen, Bürger mit Ausgangssperren in geschlossene Räume zu scheuchen, also dorthin, wie die Gefahr einer Infektion nachweislich um ein Vielfaches höher liegt als im Freien.

        Überhaupt befassen sie sich mit dem Glauben, wenn Regierungsmaßnahmen möglichst schmerzhafte Nebenwirkungen verursachen, müssten sie auch eine Hauptwirkung haben.
        Bei den Texten der Schauspieler handelt es sich um so genannte Rollenprosa, sie spielen also den Irrationalen, den Dankbaren für die staatlichen Maßnahmen; eine Schauspielerin („ich rede gern Unsinn“) parodiert bei der Gelegenheit den Stil der üblicherweise in Deutschland sehr geschätzten Tugendbekenntnis-Kampagnen. Vielleicht ist der Hinweis in diesem Forum unnötig, dass es sich um Satire und Parodie handelt, die nach Karl Kraus entweder die halbe oder die anderthalbe Wahrheit darstellt. In der wohlmeinenden Öffentlichkeit dagegen mussten die Videoproduzenten noch einmal extra auf den Satirecharakter hinweisen, wobei sie sich die Mühe auch hätten sparen können. Sehr viele Meinungsschaffenden wissen entweder nichts mit Satire anfangen, sobald sie selbst Satireobjekt werden, oder sie stellen sich noch ein bisschen dümmer, als es ihrem natürlichen Zustand entspricht.

        Wahrscheinlich hing die politisch-mediale, vor allem die mediale Reaktion sehr davon ab, dass sich der Schauspieler und Tatort-Gerichtsmediziner Jan Josef Liefers in seinem weit vorne platzierten Video ironisch bei dem Teil der Medien bedankt, der bisher jede Regierungsposition zu Corona lobte, egal welche, und egal, wie die Positionen wechselten.

        „Verzweifeln Sie – aber zweifeln Sie nicht“, sagt die Liefers-Figur. In dieser Parole erkannten sich offenbar zu viele Medienschaffende wieder, als dass sie ihm die kleine Performance hätten durchgehen lassen können.

        Bisher sahen sich gut fünf Millionen die Videos an. Bei Youtube kann das Publikum Zustimmung und Ablehnung hinterlassen. Die Zustimmungsrate liegt derzeit bei 93 Prozent. Das entspricht ziemlich genau der erregten Ablehnungsquote in dem twitterverstärkten politisch-medialen Komplex.
        […]

        https://www.tichyseinblick.de/meinungen/in-seiner-reaktion-auf-allesdichtmachen-uebertrifft-sich-der-medienkomplex-selbst/

        Ich hatte schon in diesen Beiträgen die medialen Reaktionen mit den komplett unwissenschaftlichen Maßnahmen der Regierung konfrontiert:

        https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92469
        [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92469

        https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92476

        [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92476

        Aber Schwendt hat den kompletteren Überblick, was die mediale Reaktion angeht, die sich ja immer mehr von der Bevölkerung abkoppelt.

        Immerhin: bei uns wirkt die YouTube-Zensur nicht ganz so stark wie in den USA:

        Wir sollten in die USA blicken, wo es ja sehr unterschiedliche Reaktionen und Maßnahmen gab; der Democrat Gouverneur von NY, Andrew Cuomo, schützte die Alten nicht, und setzte danach auf harte Lockdowns, die nichts nutzten außer daß sie die Wirtschaft ruinierten; und er wurde bei alldem durch seinen Bruder, den CNN-Anchor Chris Cuomo, gedeckt. Selbst sein sexueller Machtmißbrauch wurde durch die Medien gedeckt! Nun rafft sich selbst die NYT auf, Cuomo zu dissen:

        Just when you think New York Gov. Andrew Cuomo cannot possibly be a more detestable, vile human being, along comes a new report to assure you he absolutely can.
        The New York Times reports this week that Cuomo’s aides spent months (not weeks) covering up the state’s nursing home death toll just so he could hawk a book praising his administration’s efforts to battle the coronavirus pandemic.
        For the record, as many as 11,000 New Yorkers may have died last year as a result of the governor’s order forcing infectious coronavirus patients into long-term care facilities. Cuomo, who is also an alleged sexual predator, is currently under federal investigation for his office’s reported efforts to keep the true nursing home death toll a secret.

        The New York Times reports:

        „The effort by Gov. Andrew M. Cuomo’s office to obscure the pandemic death toll in New York nursing homes was far greater than previously known, with aides repeatedly overruling state health officials over a span of at least five months, according to interviews and newly unearthed documents.

        Mr. Cuomo’s most senior aides engaged in a sustained effort to prevent the state’s own health officials, including the commissioner, Howard Zucker, from releasing the true death toll to the public or sharing it with state lawmakers, these interviews and documents showed.

        A scientific paper, which incorporated the data, was never published. An audit of the numbers by a top Cuomo aide was finished months before it became publicly known. Two letters, drafted by the Health Department and meant for state legislators, were never sent.

        The actions coincided with the period in which Mr. Cuomo was pitching and then writing a book on the pandemic, with the assistance of his top aide, Melissa DeRosa, and others.“

        Denying state health officials access to data that would’ve allowed them to fight the pandemic more effectively, and thus prevent the Empire State from becoming superspreader No. 1, is bad enough. That Cuomo allegedly had staffers obscure the true nursing home death toll so he could sell a stupid self-aggrandizing book is genuinely psychotic.

        If you think the New York Times’s straightforward report is bad, just wait until you consider its implications.

        For starters, we must question now the number of excess deaths Cuomo’s interference may have caused. And not just excess deaths in New York, but in all the other states. We knew already New York was a superspreader state. But this new information suggests the overall effect it had on the rest of the country may actually be worse than originally thought, and all because its governor had a book to promote.

        Moreover, how does the White House respond? Will it continue to allow Cuomo to lead the pandemic conference calls with the nation’s governors, calls that were led last year by former Vice President Mike Pence? Will President Joe Biden and Vice President Kamala Harris continue to skip the calls, as they’ve done this year in sharp contrast to the previous administration? Or will the White House step in to relieve the obviously unfit governor from his duties?
        […]

        https://www.washingtonexaminer.com/opinion/the-andrew-cuomo-nursing-home-scandal-gets-worse-and-worse

        Dieser Mann kriegt sogar noch eine WH-Promotion. Wieviel politischer kann es eigentlich noch werden?

        Auch hierfür setzt Joe Biden Maßstäbe, indem er sich den CDC-Empfehlungen für Geimpfte widersetzt und weiterhin für die – eh unsinnige – Maskenpflicht auch für Geimpfte plädiert:

        Die natürliche Folge ist:

        Hat er aber nicht gesagt. Wie doof sind seine Handler eigentlich?

        Unser Hauptalaramist Lauterbach bezieht sich mal auf alarmistische Verkehrs-Modellierer, die von Covid-19 keine Ahnung haben, mal auf diejenigen, die die Impfeffekte einpreisen. So kann man nie falschliegen:

        Die Physiker Priesemann-No-Covid-Fraktion reagiert auf einen WELT-Journalisten aggressiv:

        Schön jedenfalls, daß die immer lächerlichere Hardliner-Virologen-Front bei Anne Will nur durch einen unüberzeugenden Virologen namens Stürmer vertreten war. Er war ziemlich allein.

        • Ein kleines Update:

          Die mediale Verurteilung von #wirmachendicht existiert im luftleeren Blasenraum:

          Was für ein großartiger Schauspieler er ist, konnte Liefers just in dieser Folge zeigen.

          Gersemann hat gute Threads zu Modellierungen:

          Die sollten unsere Politik nicht leiten:

  7. Da kann man mal sehen, wie unterschiedlich die politischen Strategien sind, um die Impfbereitschaft der Bevölkerung zu fördern. Die Biden-Regierung setzt auf Panikverbreitung für alle, auch für Geimpfte, und fürchtet, wie in vielen der Einzelstaaten bereits folgenlos geschehen, die Öffnungen für Alle: da muß sich die Wissenschaft eben unterordnen:

    Selbst die WaPo stänkerte am 29.4.2021 gegen dieses Konzept:

    Fully vaccinated seniors are 94 percent less likely to be hospitalized with covid-19
    By Lena H. Sun ● Read more »

    With masks and distancing, Biden’s speech sent the wrong message about the power of our vaccines
    Opinion ● By Leana S. Wen ● Read more »

    Ich habe mal in meinen Papierkorb der gelöschten Mails gesehen und diesen WaPo-Artikel vom 30.3.2021 gefunden:

    Biden, health officials sound alarm as signs of covid surge proliferate
    By Lenny Bernstein, Ariana Eunjung Cha, Ben Guarino and Isaac Stanley-Becker ● Read more »

    Dieser Alarmismus hatte natürlich auch keine Folgen, und schon gar nicht in den republikanischen Staaten, in denen es schon lange Öffnungen gab.

    Floridas republikanischer Gouverneur DeSantis, der es geschafft hat, sein „Rentnerparadies“ sehr glimpflich durch die Krise zu steuern, indem er die verwundbarsten Bevölkerungsgruppen (Alte und Kranke) schützte und ansonsten möglichst nichts schloß, agiert auch weiterhin klug:

    Und er will die Allmacht der Gouverneure beschränken, die jedenfalls er nicht mißbraucht hat – Democrats schon:

    Beneidenswertes Florida.

    @ Mark Smith:

    Warum die Presse versagt

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-28/#comment-92464

    Sarah Wagenknecht spielt wirklich in einer eigenen Liga – schade, daß sie ihre Partei nicht repräsentiert:

    Auf der STERN oder SPIEGEL-Bestsellerliste (beide schon beim Altpapier gelandet) der letzten Woche stieg ihr Buch „Die Selbstgerechten“ übrigens von Null auf Platz 4 ein; versehen mit dem Kommentar der Redaktion: „Der Streit um dieses Buch ist heftig: Sagt die Autorin der identitätspolitisch bewegten Linken unangenehme Wahrheiten?“ 😉

    Auch zu Corona und #wir machen dicht findet sie die richtigen Worte. Chapeau!

    Und ist sehr dicht bei der Bevölkerung:

    29.04.2021, 13:30 Uhr
    Interview zu #allesdichtmachen :
    Jan Josef Liefers: „Man kann alles sagen, aber nicht ungestraft“
    Das Echo auf #allesdichtmachen war für Liefers „wie ein Knalltrauma“. Hier erklärt er, warum er mitgemacht hat und ihn manche Reaktionen an die DDR erinnern.
    Anja Reich, 29.4.2021 – 18:48 Uhr

    […]
    Die Reaktionen reichen von „Hut ab vor Jan Josef Liefers“ (Alice Weidel, AfD) bis zu „Jan Josef Liefers, halt dein gottverdammtes Maul“, einem Song des Rappers Haxan, der im Internet kursiert. Liefers hat sich inzwischen von extremen Rechten, „Querdenkern“ und Verschwörungstheoretikern distanziert, dem WDR und dem NDR Interviews gegeben sowie in der aktuellen Ausgabe der Zeit mit Gesundheitsminister Jens Spahn über die Corona-Politik der Bundesregierung diskutiert. Der Ostdeutsche, der am 4. November 1989, in den letzten Tagen der DDR, in seiner Rede auf dem Alexanderplatz forderte, die „Strukturen zu zerstören, die keine Erneuerung zulassen“, ist, so scheint es, mitten in der Pandemie zum Kopf einer neuen Bewegung geworden.
    […]
    Hatten Sie Angst, Ihren Job zu verlieren, als Ihnen ein WDR-Rundfunkrat am Tag nach der Veröffentlichung des Videos mit Rauswurf drohte?

    Wegen des Rundfunkrats? Nein. Das war eher so die Frage, stehe ich das durch oder knicke ich ein? Und ich mache keinem einen Vorwurf, der eingeknickt ist. Diese Wucht ist nichts für jeden.

    Wie haben Sie das durchgestanden?

    Meine Familie war ganz toll, die Mädels, meine Frau Anna sowieso. Und ich bekomme viel Unterstützung aus allen möglichen Richtungen. Und nein, nicht von rechtsaußen. Manche sagen, es geht uns weniger um den Inhalt der Videos, aber das, was hier gerade an Stimmungsmache abgeht, ist echt schlimm.

    Was hatten Sie denn für Reaktionen erwartet?

    Ich habe im besten Fall damit gerechnet, dass Leute die Videos ablehnen oder ihnen zustimmen, dass wir also damit eine Debatte anstoßen. Und ich denke, das ist auf jeden Fall gelungen, wenn auch mit einigen Blessuren. Dieser abgrundtiefe, auf Zerstörung gerichtete Hass in den sozialen Medien! Ich versuche, das nicht an mich ranzulassen, war seitdem nicht einmal auf Twitter oder auf Facebook, höre das nur von Leuten um mich herum.

    Wie sind Sie eigentlich zu dieser Aktion gekommen?

    Der Regisseur Dietrich Brüggemann hat mich angerufen. Wie siehst denn du das? Wie geht es dir damit?

    Mit den Corona-Maßnahmen der Bundesregierung?

    Ja, so in der Art. Ich kenne Brüggemann nicht so gut, aber er hat mal einen Film gemacht, den ich ganz toll finde. „Kreuzweg“ heißt der.

    Und haben Sie gleich zugesagt?

    Ja. Mir wurden drei, vier bereits getextete Ideen angeboten, aber mit denen konnte ich nicht so viel anfangen und habe meinen Text dann lieber selbst geschrieben.

    Der klingt sarkastisch, verbittert, ernst. Woher kommt das?

    Die Geschichte dieses Videos ist schnell erzählt. Als das losging mit Corona, konnte es mir gar nicht schnell genug gehen mit den Maßnahmen. Ich habe gedacht, Deutschland ist viel zu zaudernd. Macht bloß schnell die Schulen dicht! Dann habe ich angefangen, mich damit zu beschäftigen, wurde ein Riesenfan vom Drosten-Podcast, sah alle Nachrichten, las Zeitungen, merkte aber im Laufe der Monate, dass dieses mediale Trommelfeuer immer homogener und dichter wirkte.

    Was meinen Sie mit homogen? Die deutschen Medien berichten nicht alle gleich und die Bundesregierung wird ständig kritisiert?

    Jeden Morgen die Infektionszahlen, die Schreckensmeldungen, die immer gleichen Virologen, dann diese traurige Performance der Schulen beim Online-Unterricht. Ich fand keine Ruhe mehr, habe nachts davon geträumt, dachte: Was ist denn los mit mir? Was bedeutet das für uns, für die Familie, für die Kinder? Schließlich habe ich angefangen, mir selbst Informationen zu beschaffen. Von Freunden, die Mediziner sind, sogar aus den USA.
    […]
    Und dann kam die Video-Aktion, und ja, ich habe mit kritischen Reaktionen gerechnet, aber nicht damit, dass ich als Rechter, Antidemokrat und Corona-Leugner beschimpft werde. Warum auch, ich bin nichts von dem.
    […]
    Haben Sie in den letzten Tagen mal darüber nachgedacht, selbst in die Politik zu gehen?

    Ist das die logische Konsequenz, wenn man sich kritisch äußert? Nein, nein. Es hat jetzt zufällig mich getroffen, so in den Fokus zu geraten, aber es hätte auch Ulrich Tukur oder Wotan Wilke Möhring und so weiter sein können. Es war nicht geplant, ich hatte das nicht vor. Aber ich finde es richtig, jetzt auch dazu zu stehen.

    Dazu gehört, dass Sie einer Ärztin, die eine Art Gegenaktion ins Leben gerufen hat – #allemalneschichtmachen – zugesagt haben, eine Intensivstation zu besuchen. Wie kam es dazu?

    Diese Ärztin hat mir inzwischen geschrieben und schlug vor, dass wir zusammen was machen. Und nächste Woche besprechen wir das. Das ist ja mein Ding, ich will ja, dass wir mehr zusammen reden und auch zivilisiert streiten. Aber ob und wie ein Laie einer Schicht auf der Intensivstation sinnvoll helfen könnte, das sehe ich kritisch.
    […]

    https://www.berliner-zeitung.de/wochenende/jan-josef-liefers-man-kann-alles-sagen-aber-nicht-ungestraft-li.156139

    Immerhin ist die ARD in die Falle des sogar von Rundfunkräten angeregten Berufsverbots nicht getappt, was manche bedauern:

    29.04.2021, 13:30 Uhr
    Corona-Streit und Zukunftsdialog
    ARD-Zuschauer, wünsch dir was!
    Die ARD will in den Dialog mit Zuschauern und Zuhörern kommen. Hoffentlich muss sie sich dabei nicht über die gereizte Gesellschaft wundern wie bei #allesdichtmachen.
    Markus Ehrenberg

    Die spannendste Frage an die ARD-Intendanten bei ihrer Pressekonferenz nach der turnusmäßigen Sitzung am Donnerstag kam fast zum Schluss: Wie halten Sie es mit den zahlreichen „Tatort“-Kommissaren rund um Jan Josef Liefers, die bei #allesdichtmachen mit gemacht haben, um sich dort mit Videos auf recht missverständliche, ironische Weise über die Corona-Politik zu äußern? Da war ja saftige Kritik an Medienberichterstattung dabei, mithin – auch an der ARD.

    Man müsste das nicht zum Skandal aufbauschen, die ARD sehe keinen Anlass für Sanktionen gegen die Schauspieler und Regisseure, so Programmdirektor Volker Herres.
    Zurück zur Tagesordnung also, zumindest bei den ARD-Granden.
    […]

    https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/corona-streit-und-zukunftsdialog-ard-zuschauer-wuensch-dir-was/27144056.html

    So ein Mist aber auch! Die feministische Tagesspiegel-Kollegin mit Migrationshintergrund, als „Progressive“ natürlich für No-Covid und Freiheitsbeschränkungen, giftete:

    Nachtrag: ständig muß man nachtragen, denn natürlich hatte sie den von ihr verbreiteten Artikel nicht gelesen und ihren Tweet gelöscht: der lautete so:

    @hatice_akyun
    13 Std.
    Ruhrpott stabil!
    Tweet zitieren
    ntv Nachrichten
    @ntvde
    · 13 Std.
    + Jan Josef Liefers auf Intensivstation nicht willkommen – Deutliche Abfuhr von Klinik https://n-tv.de/der_tag/Jan-Jo

    Donnerstag, 29. April 2021
    Der Tag
    Jan Josef Liefers auf Intensivstation nicht willkommen – Deutliche Abfuhr von Klinik

    Der „Tatort“-Schauspieler Jan Josef Liefers wird keine Schicht auf der Intensivstation der Essener Universitätsklinikum mitarbeiten. Vom Klinikchef Professor Jochen A. Werner (62) erhielt er dafür eine deutliche Abfuhr. „Für uns definitiv kein Thema“, sagte der im Podcast „19 – die DUB Chefvisite“. „Wer bis heute nicht begriffen hat, was in Krankenhäusern geleistet wird, der begreift es auch in einer Schicht nicht“, so Werner. Er halte eine Inszenierung wie „Bergdoktor im Ruhrgebiet“ für „undenkbar“.

    Die Essener Medizinerin Carola Holzner hatte via Social Media alle Teilnehmer der Künstleraktion #allesdichtmachen aufgefordert, einen Tag auf einer Intensivstation zu verbringen. Liefers gab in einem „Zeit“-Interview bekannt, er habe sich „schon angemeldet“. Für den Professor sei die Bereitschaft von Liefers zwar eine „löbliche Geste“, es gehöre sich aber nicht, die Kranken in diese Diskussion hineinzuziehen.

    https://www.n-tv.de/der_tag/Jan-Josef-Liefers-auf-Intensivstation-nicht-willkommen-Deutliche-Abfuhr-von-Klinik-article22523975.html

    Das geht ja wohl eher gegen die Essener Ärzte-Aktivistin.

    Eine dem TAGESSPIEGEL verbundene Antisemitismus-Bekämpferin:

    Aktivistische Journalisten zeichnen aktivistische Journalisten aus, und der Verfassungsschutz dankt für diese unerwartete Flankenhilfe der einstmals kritischen Instanz.

    Jetzt, wo es die Spatzen seit Wochen von den Dächern pfeifen, daß die Ausgangssperren verfassungswidrig sind – wann gab es nochmal das Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Bundestags? -, traut sich auch die ARD was:

    Nächtliche Ausgangssperren
    Studie nur bedingt aussagekräftig
    Stand: 29.04.2021 10:10 Uhr

    Es sei nachgewiesen, dass nächtliche Ausgangssperren wirksam bei der Pandemie-Bekämpfung seien, so die Regierung. Doch Monitor-Recherchen zeigen, dass sich eine zentrale Studie der Uni Oxford nicht eins zu eins auf Deutschland übertragen lässt.
    Von Jan Schmitt und Jochen Taßler, WDR

    Die sogenannte Oxford-Studie gehört zu den zentralen Stützen der Argumentation der Regierungsfraktionen für die Einführung nächtlicher Ausgangssperren im Zuge der Novelle des Infektionsschutzgesetzes. Sie käme zu dem Schluss, dass die Ausgangssperren geeignet seien, den R-Wert „um 13 Prozent zu senken“, heißt es etwa auf der Homepage der CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Auch der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach begründet die Notwendigkeit von Ausgangssperren in Deutschland immer wieder mit Hinweisen auf die Studie. Sie zeige, dass Ausgangssperren einen Effekt „von etwa 15 Prozent Senkung der Reproduktionsrate“ haben würden.

    Für Sören Mindermann, einen der Studienautoren, sind solche Aussagen „Fehlinterpretationen“. Er betont, dass die Studie große Unsicherheitsmargen habe und nicht einfach auf die derzeitige Situation in Deutschland übertragbar sei.
    Die Studie leitet die Effektivität von nächtlichen Ausgangssperren aus Daten aus verschiedenen europäischen Ländern ab. Die jeweils untersuchten Ausgangssperren hätten aber zu unterschiedlichen Tageszeiten eingesetzt und entsprechend unterschiedlich lange gedauert, stellen die Studienautoren klar. Außerdem hätten die untersuchten Ausgangssperren immer mit anderen Maßnahmen interagiert. Daher könne man kaum unmittelbare Rückschlüsse auf ihre Wirkung als einzelne Maßnahme und für einzelne Ländern [!] ziehen.

    Unterschiedliche Erkenntnisse zu Ausgangssperren

    Zentral sei auch, dass die Studie mit Daten aus der zweiten Corona-Welle arbeite. Veränderte Infektionsbedingungen durch die britische Mutante B.1.1.7 seien deshalb nicht einbezogen. Man könne die Ergebnisse „nicht einfach so auf die dritte Welle übertragen“, betont Mindermann.

    Insgesamt sind die wissenschaftlichen Erkenntnisse zur Wirksamkeit von nächtlichen Ausgangssperren uneinheitlich. Eine Untersuchung der Universität Gießen und der Mines ParisTech hat zum Beispiel verglichen, wie sich die Inzidenzen während der zweiten Welle in hessischen Landkreisen mit und ohne Ausgangssperren entwickelt haben. Man habe dabei „keinen statistisch signifikanten Unterschied in der Inzidenz-Entwicklung in den Kreisen mit und ohne nächtliche Ausgangssperre“ gefunden, sagt Georg Götz, einer der Studienautoren, gegenüber dem ARD-Magazin Monitor.

    Sind die Ausgangsbeschränkungen verfassungswidrig?

    Warum die Große Koalition die Oxford-Studie zur Begründung der Ausgangssperren herangezogen hat – dazu wollten die Bundestagsfraktionen von CDU/CSU und SPD auf Anfrage keine Stellung nehmen.

    Auch vor dem Hintergrund ihrer unklaren Wirksamkeit hält die Verfassungsrechtlerin Anna Katharina Mangold die Ausgangsbeschränkungen in der beschlossenen Form für verfassungswidrig. Der gesetzte Zweck, die Einschränkung der Pandemie, könne damit nicht erreicht werden. Außerdem dürften Ausgangssperren „nur als ultima ratio, als letztes Mittel angeordnet werden“, so Mangold gegenüber Monitor. Diese Bedingung sei im aktuellen Gesetz nicht erfüllt.
    […]

    https://www.tagesschau.de/investigativ/monitor/ausgangssperren-103.html

    https://www1.wdr.de/daserste/monitor/videos/video-corona-ausgangssperren-wissenschaftlich-fragwuerdig-verfassungsrechtlich-bedenklich-100.html

    • In den USA ist ja sehr ersichtlich, daß das Virus unbeeindruckt von Politiker-Aktivismus agiert: nämlich saisonal. Wie auch bei uns:

      Für meinen Landkreis kann ich vermelden: am 3. Tag unter Inzidenz 100 (gestern 91) steht er am 30.4.2021 bei 83. Dabei gab es die Ausgangssperre in Brandenburg schon seit längere Zeit – die in einem polizeiarmen Flächenland freilich Null kontrollierbar ist. 😉

      Muß ich noch erwähnen, daß im Tagesspiegel vom 30.4.2021 die komplette S. 3 der „Hölle Indien“ gewidmet war? Diese Propaganda ist schier unerträglich. Wie die der ständig widerlegten „Modelierer“:

      Niemand zieht die zur Verantwortung. „Ausgezeichnete“ Wissenschaftsjournalistinnen verteidigen sie gar:

      Obwohl die empfohlenen extremen Shutdowns gar nicht stattgefunden haben! Die Sendung scheint dennoch eine Ausnahme vom Üblichen gewesen zu sein (ich tue mir derlei Talkshows ja nicht mehr an):

      Talk-Party mit Palmer, Kubicki und Liefers
      Jan Josef Liefers bei Illner: „Wenn ich sage 2+2=4, ist das richtig, auch wenn jemand von der AfD zustimmt“

      Von Elisa David

      Fr, 30. April 2021
      […]

      Wenn Liefers mit einem ruhigen Ton erklärt, dass er im Gespräch mit den unterschiedlichsten Menschen auf der Straße immer wieder den Satz „Das darf man ja jetzt nicht mehr sagen“ hört, der ihn zu seinem Bedauern an die DDR erinnert, und dann noch den ganz kritischen Satz „Klar darf man alles sagen, aber ungestraft nicht“ hinten dran hängt, kann ihm das kaum jemand übel nehmen. Die #zerocovid Front natürlich ausgenommen.

      Gegen die Argumente, #allesdichtmachen wäre zu undifferenziert und würde keine Lösungsvorschläge bieten, hat er auch ein treffendes Gegenargument: „Bei relativ undifferenzierten Maßnahmen ist es schwer differenzierte Kritik zu erwarten.“ Darauf konnte man ihm nichts erwidern. Auch den kryptischen Vorwurf des Beifalls von der falschen Seite weist er geschickt zurück: „Wenn ich sage 2+2=4, dann ist das richtig, auch wenn mir jemand von der AFD zustimmt.“

      Neben Jan Josef Liefers war auch Boris Palmer zwar nicht im Studio aber zumindest zugeschaltet. Er verteidigt die Aktion um Liefers nicht nur, er ist ihr auch dankbar: „Es gibt ganz viele Menschen, die erleichtert waren, dass es diese Aktion gab. Ich finde es großartig, was sich diese Künstler getraut haben. Danke, Jan Josef Liefers.“ Klartext: „Diese Erfahrung, die Jan Josef Liefers gerade macht, habe ich schon viele Jahre gemacht. Und ich kenne die Mechanismen und ich kritisiere diese Mechanismen. Und ich werde nicht anfangen, leiser, stiller oder mit der Schere im Kopf zu argumentieren. Denn was wir hier erleben, sind eingeübte Rituale – die Empörung, die Cancel Culture, dass so viele ihre Videos dementiert haben, gelöscht haben – das ist ist die klassische Reaktion. Man wird so unter Druck gesetzt, bis man nicht mehr zu dem steht, was man gesagt hat – wurde mit mir oft versucht, ich lasse mich davon aber nicht wegdrücken.“ Weiter erklärt er dann, um die Paniker endgültig zur Weißglut zu treiben: „Dabei wird immer die Urteilskraft der Menschen unterschätzt. Die Leute sind gar nicht blöd, das sind mündige Bürger. Die können das beurteilen, die stimmen Liefers zu oder auch nicht. Und die brauchen keine Vordenker“.

      „Was Herr Kubicki gesagt hat, ist problematisch, weil wir aktuell auf Akzeptanz angewiesen sind“

      Wolfgang Kubicki, ebenfalls zugeschaltet und somit der dritte im Bunde der Kritiker, attackiert derweil die Maßnahmen: „Man kann nicht sagen, wir setzten jetzt das komplette Grundgesetz außer Kraft, weil es ja einem guten Zweck dient“, und dann genauer: „Warum ein Ehepaar abends nicht gemeinsam vors Haus gehen darf, erschließt sich selbst dem Böswilligsten nicht.“ Nun, beim zweiten Teil hatte er unrecht, denn auf Twitter versammeln sich gerade sehr, sehr viele Gestalten, die ihn in der Hinsicht unbedingt belehren wollen. Was sie an Argumenten nicht zu bieten haben, kompensieren sie mit uneingeschränkter fanatischer Überzeugung.

      Die Gegenseite im Studio hat im Vergleich dazu eher weniger zu sagen, jedenfalls was den Inhalt angeht. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher wurde von Kubicki und Co. zum größten Teil an die Wand argumentiert und kann damit links liegen gelassen werden. Mit Sprüchen wie: „Was Herr Kubicki gesagt hat, ist problematisch, weil wir aktuell auf Akzeptanz angewiesen sind“, beschädigt er vor allem sich selbst.

      Dann wäre da noch die „Wissenschaftsvermittlerin“ und Talkshow-Heldin Mai Thi Nguyen-Kim. Sie hat selbst zugegeben, dass sie sich mit der Kampagne um Liefers nicht wirklich auseinandergesetzt hat. Das hat sie wohl bewusst getan, weil sie die Debatte für „destruktiv“ hält. Kubicki wirft darauf hin ein, dass die Verfassung nicht zwischen konstruktiven und destruktiven Debatten unterscheidet und dass er ihre Unterteilung anmaßend findet. Aber da sie ja Wissenschaftlerin ist, wie sie alle dreißig Sekunden betont, muss sie sich nicht rechtfertigen. Während der Schauspieler Liefers sich rechtfertigen muss, dass seine Satireaktion keine Lösungsvorschläge und konstruktiven Argumente zu bieten hat, kann sie sich einfach hinstellen, sagen, dass sie weder alle Videos geschaut, noch die Debatte darum verfolgt hat, und darf sie dann trotzdem verurteilen.

      Sie geht sogar so weit zu sagen, dass sie die Schauspieler hätte warnen können, hätten sie ihr die Videos vor der Veröffentlichung gezeigt. Dann hätte sie ihnen gesagt: „Oh Gott, das können Sie nicht machen!“ Chemikerin, Journalistin, Hobbyvirologin und jetzt auch noch Zensorin – gibt es etwas, was diese Frau nicht kann? Aber jetzt mal im Ernst: ihr Nutzen in dieser Sendung war etwa genauso hoch, wie wenn im Flugzeug jemand einen Herzinfakt bekommt, die Stewardess fragt „Ist ein Doktor an Bord?“ und sich der Chemiker meldet und stolz erklärt, worin er promoviert hat und dass er als „Wissenschaftler“ ja auch einen weißen Kittel trägt.

      Auf der einen Seite sagt sie: „Es wäre einfacher gewesen, wenn die Länder geschlossener auf den wissenschaftlichen Konsens gehört und früher eingegriffen hätten“, auf der anderen Seite: „Wenn man wissenschaftlich bedingte Entscheidungen will, muss man ein paar Unsicherheiten aushalten“.
      […]

      https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/bei-illner-kubicki-palmer-und-liefers/

      Eben. Es gibt nur einen medialen wissenschaftlichen Konsens. Überall sonst sieht es anders aus.

      Schlimmer noch als derlei „Wissenschaftsjournalisten“ sind die selbsternannten Aktivisten gegen angebliche fake news, die zum erheblicheren Teil von unseren Leitmedien selbst verbreitet werden:

      Unsere Alarmisten wie Lauterbach dürfen die schlimmsten fake news verbreiten:

      Und die DIVI-Alarmisten verfolgen natürlich ihre eigenen Ziele:

      Seit 30 Jahren ist Tine Krankenschwester. Derzeit auf der Coronastation. Der Intensivbettenmangel dort sei nicht neu, erklärt sie. „Ich persönlich habe schon vor Corona erlebt, dass in der Umgebung keine freien Betten mehr zur Verfügung standen“, so Tine. „Dies ist in Deutschland schon lange Realität, dafür braucht es kein Corona!“ Sie ärgert sich maßlos darüber, dass die politisch verursachte Misere jetzt als Alibi genutzt wird, um den Menschen Maßnahmen, die in Grundrechte eingreifen, „unterzujubeln“, wie sie meint.

      Für Angst und Panikmache kein Verständnis

      „Für diese Angst und Panikmache auch mancher Kollegen habe ich kein Verständnis“, schreibt Tine. Der Engpass wurde durch Krankenhausschließungen und Pflegekräftemangel verursacht und nicht durch Corona. Viele Betten wurden und werden u.a. gesperrt, weil kein Intensiv-Personal da ist. „Es ist die pure Heuchelei der Politik, jetzt so zu tun, als ob sie sich Sorgen machten, dass keine Betten und kein Personal zur Verfügung stehen, und dies allein mit Corona zusammenhinge.“ Dabei habe die Politik selbst seit Jahrzehnten an der Verknappung mitgewirkt. „Warum wurden in 2020 in Deutschland 20 Krankenhäuser geschlossen, wenn wir eine Pandemie haben, die die Krankenhäuser und die Intensivkapazität überfordert?“, fragt Schwester Tine.
      […]
      Wegen sinkender Fallzahlen droht eine Insolvenzwelle, warnt der Verband der Krankenhausdirektoren Deutschlands (VKD). „Durch die neue Personaluntergrenze fällt jetzt erst richtig auf, wie unterbesetzt die Stationen seit Jahren sind“, erklärt die Intensivschwester. Zu viele Patienten werden von gefährlich wenig Fachkräften versorgt. Die flächendeckende Gesundheitsversorgung steht auf der Kippe. Dennoch: „Außer Klatschen auf dem Balkon ist seit Beginn der Pandemie nichts passiert“, so Tine.

      Ein virtuelles Krankenhaus auf der Messe Berlin

      „Die Menschen werden getäuscht und belogen“, ist Intensivschwester Tine überzeugt. Der Bettenabbau, der durch Personalmangel, Rationalisierungen und staatliche Zuschüsse gefördert wird, läuft weiter. Als „Show-Klinik“ hält übrigens das Land Berlin auf der Messe seit über einem Jahr 500 „personalfreie“ Coronabetten bereit. Kostenpunkt: 300 Tausend Euro pro Monat, wie die Zeitung B.Z. berichtet. Ein virtuelles, ein politisches Krankenhaus ohne Pflegepersonal für Berlin.
      Corona ist nicht der Auslöser des Pflegenotstands. Corona offenbart die Risiken und Nebenwirkungen der Gesundheitspolitik. Der mutige Facebook-Beitrag von Tine Wagatz wurde über 30 Tausend Mal geteilt.

      https://reitschuster.de/post/die-menschen-werden-getaeuscht-und-belogen/

      Es war ja nun leider Merkel, die falsch lag, als sie ungeimpfte Kinder unter 12 für 2022 als Gefahrenquelle identifizierte:

      Für Kinder ab 12 soll es nun bald eine Impfung geben, obwohl sie von Corona nicht betroffen sind:

      Das ZDF gab sich am 30.4.2021 alle Mühe, Reklame für die Impfung von 12-Jährigen+ zu machen und präsentierte einen chronisch kranken 17-Jährigen: was für eine Propaganda! Sie wurde aber widerlegt durch Prof. Hübner aus München, der die Nicht-Betroffenheit von Kindern und Jugendlichen betonte, „Long Covid“ für sie ablehnte, und ganz entschieden gegen das Narrativ von Merkel eintrat, daß Kinder Pandemie-Treiber seien (was ja Drostens längst widerlegtes Narrativ im April 2020 war):

      https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/heute-journal-vom-30-04-2021-100.html

      Was die Strategie der deutschen Regierung angeht, für Impfungen „Belohnungen“ zu installieren: rein rechtlich ist die Sache klar:

      • @ Gabriele Wolff

        Ja, schöne Zusammenfassung über den Wahnsinn in Sachen Corona!

        Kurz etwas für Dich über die USA von Köppel! Ich hoffe, Du kannst es anschauen, zumal man dafür ein Facebook-Konto braucht:

        Heather McDonald. Systemischer Rassismus.
        https://fb.watch/5bYGyXfmNc/

        Und auch noch mal was von Köppel! Er beschreibt, was der Unterschied zwischen der Schweiz und Deutschland ist und ich denke, er hat ein bisschen recht! 🙂

      • Hier gibt es auch Kritik an Prof. Hübner, der immerhin den schlimmsten Gründen für eine Impfung von Kindern entgegegetreten war:

        Es wird immer schwieriger, eine Kausalität zwischen Maßnahmen und Testergebnissen herzustellen, so ähnlich sind die Verläufe:

        Aber Drosten weiß es besser:

        Naja, an den April-Temeperaturen (der kälteste April seit 30 Jahren) kann es nun wirklich nicht gelegen haben. 😉

        Der Tagesspiegel wird immer obsessiver:

        1.5.2021 14:01 Uhr
        Filmbranche und Querdenker
        Das antidemokratische Netzwerk hinter #allesdichtmachen

        Neue Erkenntnisse zu der Internet-Kampagne: Maskenverweigerer am Set, Verwerfungen innerhalb der Filmbranche und ein ominöser Drahtzieher aus dem Querdenker-Milieu.
        Andreas Busche Hannes Soltau

        Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem Recherchenetzwerk Antischwurbler, einem zivilgesellschaftlichen Rechercheteam, das sich schwerpunktmäßig mit antidemokratischen Strömungen und der Neuen Rechten befasst.
        […]
        Der Verdacht liegt daher nahe, dass Ideologien aus dem Dunstkreis von Brandenburgs Netzwerken direkten Eingang in die Skripte von #allesdichtmachen gefunden haben. Das lässt sich auch sehr gut an dem Aufruf an die Filmschaffenden belegen, in dem im Zusammenhang mit der staatlichen Pandemiepolitik von „Propaganda“ gesprochen wird.
        Die Schäden, die die Kampagne in der Filmbranche angerichtet hat, lassen sich im Moment kaum abschätzen. Unter Filmschaffenden hat #allesdichtmachen Zwietracht gesät, was sich laut Schilderungen von Beteiligten sogar auf Dreharbeiten auswirkt. Mit seiner Befreiung vom Tragen einer Maske am Filmset von “Babylon Berlin” hat Volker Bruch unter Kolleg:innen für Irritationen und Protest gesorgt, das Hygienekonzept der Produktion musste aus rechtlichen und versicherungstechnischen Gründen an dessen ärztliche Sondergenehmigung angepasst werden, wie die Produktionsfirma X Filme Creative Pool bestätigt.
        […]
        Inzwischen verdichten sich aber die Hinweise, dass auch Moritz Bleibtreu bereits zu einem frühen Zeitpunkt in die Aktion eingebunden war.

        Bleibtreu, der gerade die Miniserie “Faking H.” über die Enthüllung der gefälschten Hitler-Tagebücher dreht, ließ über seine Presseagentin dem Tagesspiegel nur ein kurzes Statement über seine Rolle in #allesdichtmachen zukommen: “Ich wurde für die Aktion angefragt und stand eine Zeit lang mit mehreren Kollegen dazu im Dialog. Schlussendlich habe ich mich dazu entschlossen, die Aktion nicht zu unterstützen. Mich betrübt die aus der Aktion resultierende Stimmung sehr und ich würde mir ein friedlicheres Miteinander wünschen.“

        Niemand in der Szene möchte Namen nennen

        “Im Dialog stehen” ist eine unverfängliche Formulierung, sie kann vieles bedeuten. Dass Bleibtreu nach Informationen des Tagesspiegel mindestens sieben Kolleg:innen angesprochen haben soll, von denen einige auch teilnahmen, lässt seine Darstellung eines “Dialogs” in einem etwas anderen Licht erscheinen.

        Die Kontaktaufnahme soll auf telefonischem Wege erfolgt sein, es liegt keine schriftliche Korrespondenz vor. Und niemand wagt, Bleibtreu als aktiven Rekrutierer von #allesdichtmachen zu bestätigen. “Der lässt dich dann eventuell aus dem nächsten Projekt kicken, wo er besetzt ist“, erzählt eine Quelle dem Tagesspiegel.
        […]
        Auffällig sind auch hier zahlreiche Überschneidungen mit Mitgliedern der “Querdenken”-Initiative „Ärzte für Aufklärung“ – wie Thomas Külken, Imke Querengässer, Angela Müller. Diese Initiative nutzt das allgemeine Vertrauen in den Berufsstand, um Falschinformationen über die Corona-Pandemie zu lancieren. So wurden in der Vergangenheit Flugblätter verteilt, die das Infektionsgeschehen bagatellisieren, vor einer angeblich bevorstehenden Impfpflicht warnen und die Wirksamkeit des Mund-Nasenschutzes in Zweifel ziehen.
        […]
        Ob Brandenburg auch das Attest für Volker Bruch ausstellte, ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekannt. Sicher ist hingegen, dass Paul Brandenburg aktuell bei zwei Corona-Teststellen (in der Sonnenallee 61 und der Husemannstr. 17), die vom Berliner Senat gefördert werden, als Geschäftsführer gelistet ist. Somit wird immer klarer, dass #allesdichtmachen nicht bloß die spontane Äußerung einer Gruppe von ernstlich besorgten Filmschaffenden ist, als die sie Dietrich Brüggemann in den Medien darstellt. Sondern Teil einer größeren Kampagne, die eine antidemokratische Agenda verfolgt.

        https://www.tagesspiegel.de/kultur/filmbranche-und-querdenker-das-antidemokratische-netzwerk-hinter-allesdichtmachen/27149604.html

        Da macht der „Antischwurbler“ seinem Namen leider keine Ehre. So viel Geblubber um nichts gibt es selten.

        Und während bei uns das Gezerre um „Impfprivilegien“ zelebriert wird – was einer Rechtsverweigerung gleichkommt, weil niemand, von dem keine oder nur sehr unwesentliche Gefahren ausgehen, mit Grundrechtseinschränkungen belegt werden darf -, werden in Florida Firmen und Schulen daran gehindert, eine Zwei-Klassengesellschaft einzuführen:

        Und Biden mal wieder sehr alt aussieht:

        Ganz unter meinem Radar hatte sich eine neue unheilvolle Entwicklung ereignet: die

        Erfindung einer neuen Maßeinheit: die „Grundinzidenz“. Vor Physikern sei gewarnt!
        Freitag, 16. April 2021
        Impfungen verändern Situation
        Die Gesamtinzidenz verliert ihren Sinn
        Von Klaus Wedekind
        […]
        Die zunehmende Impfquote führt aber auch dazu, dass die Berechnung der Inzidenz auf Basis der Gesamtbevölkerung zunehmend an Aussagekraft verliert beziehungsweise ein verzerrtes Bild des Infektionsgeschehens bietet. Physikerin Viola Priesemann erklärt dies in einem Twitter-Thread von Taz-Redakteur Malte Kreutzfeld so: „Angenommen 50 Prozent sind geimpft und die Impfung schützt zu 100 Prozent. Dann entspricht eine Inzidenz von 100 in der Gesamtbevölkerung einer Inzidenz von 200 in der ungeimpften Gruppe plus Inzidenz 0 bei den Geimpften.“

        Schon jetzt ein großer Unterschied

        Vorausgesetzt, der volle Impfschutz tritt nach der zweiten Dosis ein, würde dies beispielsweise bedeuten, dass in Berlin laut Impfdashboard.de schon 7,6 Prozent der Bevölkerung herausgerechnet werden müssten. Aktuell hat die Hauptstadt rund 3,77 Millionen Einwohner, in den sieben Tagen bis 15. April wurden 5706 Neuinfektionen gemeldet. Daraus ergibt sich für die nicht geimpfte Bevölkerung der Hauptstadt eine tatsächliche Inzidenz von etwa 164 statt der offiziellen 151.

        Dabei muss man immer im Hinterkopf haben, dass die „echte Inzidenz“ aufgrund von Menschen, die sich bereits infiziert haben und damit wahrscheinlich zumindest teilweise immun sind, noch höher ist. Von der Dunkelziffer der nicht erkannten Ansteckungen ganz zu schweigen. Bezieht man für Berlin die 143.610 (3,8 Prozent) als „genesen“ geltenden Menschen in die Rechnung ein, ergibt sich bei den Ungeimpften eine Inzidenz von etwa 171.
        […]
        Möchte man einen Überblick haben, ob man die Pandemie im Griff hat oder nicht, sind die bereinigten Inzidenzen die bessere Alternative. Viola Priesemann drückt es so aus: Bliebe die Anzahl der Kontakte gleich, sinke durch Impfungen die Inzidenz, schreibt sie. Stiegen die Inzidenzen trotz zunehmender Impfungen oder blieben sie unverändert, wisse man, dass zu viele Kontakte stattfinden. So wie es jetzt gehandhabt wird, haben niedrigere oder sinkende Inzidenzen dagegen immer weniger zu bedeuten.

        https://www.n-tv.de/wissen/Die-Gesamtinzidenz-verliert-ihren-Sinn-article22492278.html

        Ein geniales Konzept! Je mehr geimpft wird und je mehr genesen, desto höher ist die „Grundinzidenz“ – die Zahl wird zwangsläufig immer höher.

        Der Statistik-Prof. Christoph Rothe mischt sich ein:

        Die Physikerin Merkel nahm den „Denkfehler“ auf:

        100er-Inzidenz in Wahrheit bei 200?
        Merkels Inzidenz-Formel sorgt für Verwirrung: Was die Kanzlerin mit ihrer Rechnung meint

        Donnerstag, 29.04.2021, 09:10

        Werden in Deutschland nach und nach mehr Menschen geimpft, verändert das die Aussagekraft der 7-Tage-Inzidenz. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärte daher am Montag, sie wolle künftige Lockerungen von einer sogenannten „Grundinzidenz“ abhängig machen. FOCUS Online erklärt deren Berechnung.

        Nach Beratungen des Impfgipfels stiftete Bundeskanzlerin Angela Merkel am Montag Verwirrung. Sie erklärte, dass Lockerungen, etwa im Hinblick auf den Sommerurlaub, künftig von einer sogenannten „Grundinzidenz“, also dem tatsächlichen Inkfektionsgeschehen abhängig seien. Diese „Grundinzidenz“ unterscheidet sich wesentlich von der bisher vom Robert-Koch-Institut (RKI) berechneten.

        Merkels Rechnung geht so:

        Wenn 50 Prozent der deutschen Bevölkerung geimpft sind und 50 Prozent nicht – dann bedeutet eine Inzidenz von 100, dass die Inzidenz tatsächlich bei 200 liegt.

        Steigt also der Anteil an Geimpften in der Bevölkerung, ist eine gleichbleibende Inzidenz ein schlechtes Zeichen. Sie spricht dafür, dass sich das Coronavirus unter jenen, die noch nicht immun sind, stärker verbreitet. Denn der Anteil derer, die sich mit dem Virus infizieren können, ist kleiner geworden, die Zahl der Neuinfektionen aber gleich hoch.

        • Bei einer gänzlich ungeimpften Bevölkerung haben bei einer Inzidenz von 100 alle Menschen das gleiche Infektionsrisiko.
        • Bei einer Impfquote von 50 Prozent kann sich die Hälfte der Bevölkerung kaum noch mit Sars-CoV-2 infizieren. Das bedeutet: Das Risiko einer Ansteckung steigt [? Es verringert sich!] für den Teil der Bevölkerung, der noch nicht immunisiert ist.

        Steigende Impfzahlen, aber eine stabile Inzidenz bedeuten: Es infiziert sich ein immer größerer Teil der Nicht-Geimpften.

        Die Merkel-Rechnung klingt einleuchtend, erntet aber bereits Kritik von Experten. So sagte etwa Epidemiologe Klaus Stöhr der „Bild“: „Mathematisch ist die Berechnung richtig, für die Seuchenbekämpfung ist sie aber nicht relevant.“ Es sei richtig, dass die Meldeinzidenz mathematisch steige – das Infektionsrisiko sinke allerdings mit der Impfquote. „Eine Anpassung der Inzidenz-Formel würde die Lage verfälschen und das Infektionsrisiko überhöhen“, warnte Stöhr.
        https://www.bild.de/bild-plus/politik/inland/politik/verwirrung-nach-kanzlerinnen-satz-was-bedeutet-merkels-inzidenz-formel-76217070,la=de.bild.html

        […]

        https://www.focus.de/gesundheit/news/100er-inzidenz-in-wahrheit-bei-200-merkels-inzidenz-formel-sorgt-fuer-verwirrung-was-die-kanzlerin-mit-ihrer-rechnung-meint_id_13240423.html

        Ein Stück aus dem Tollhaus: je weniger Menschen andere anstecken können, desto geringer ist das Risiko für die, die mangels Impfung noch angesteckt werden können.

        Ein Mathe-Prof kriegt sich nicht mehr ein:

        Corona, Lockdown
        Es war einmal in einem kleinen Königreich, regiert von einer kuriosen Königin … Sinn und Unsinn des Inzidenzwertes
        Veröffentlicht am 30. April 2021

        Ein Gastbeitrag von Prof. Dr. Thomas Rießinger
        […]
        Schließlich wurde das maximal Mögliche erreicht. Bis auf 20 hartnäckige Unbelehrbare hatten sich alle anderen 99.980 Einwohner des kleinen Königreiches sämtlichen Förderaktionen anbequemt und sich auf die sichere Seite des Lebens begeben. Und wirklich konnte man feststellen, dass die gemessene Inzidenz nur noch den Wert 20 annahm, was manch einer voreilig als großen Erfolg der königlichen Kampagne verzeichnen mochte. Das hieß aber, die Rechnung ohne den Wirt zu machen. Denn man bedenke: Nur noch 20 seltsame Subjekte konnten die Inzidenz von 20 erzeugt haben, und da man nach den ehernen Gesetzen der modernen Wissenschaft immer auf 100.000 umrechnen musste, ergab sich zwangsläufig, dass einerseits 20 von 20 und andererseits 100.000 von 100.000 genau gleichbedeutend sind. Die Grundinzidenz hatte den historischen Höchststand von 100.000 erreicht.
        […]
        Eine absurde Geschichte, nichts weiter als ein albernes Märchen, wer wollte das bestreiten?
        Vor kurzem ließ im Hinblick auf Covid-19 die so bekannte wie beliebte Modelliererin Viola Priesemann verlauten, bei einer Impfquote von 50 Prozent und einem Impfschutz von 100 Prozent entspreche eine Inzidenz von 100 in der Gesamtbevölkerung einer Inzidenz von 200 in der ungeimpften Gruppe plus einer Inzidenz von 0 bei den Geimpften. Die konsensfreudige Kanzlerin ließ sich nicht lumpen und übernahm innerhalb von kürzester Zeit die neue und so kreative Berechnungsmethode, die genau der entspricht, von der in unserem Märchen die Rede ist. Man kann es auch in eine einfache Formel fassen, die jeder mit Ausnahme von Politikern und Journalisten des öffentlich-rechtlichen Rundfunks verstehen kann: Ist „I“ die gemessene Inzidenz, mit der man sich trotz aller Schwächen bisher begnügte, und bezeichnet „P“ die in Prozent ausgedrückte Impfquote, so gilt für die neu eingeführte Grundinzidenz G = 100 * I / (100 – P). Eine gemessene Inzidenz von 100 führt bei einer Impfquote von 50 Prozent zu einer Grundinzidenz von G = 100 * 100 / ( 100 – 50 ) = 10.000 / 50 = 200. Hat man dagegen eine gemessene Inzidenz von 10 und eine Impfquote von 99 Prozent, so findet man schnell die Grundinzidenz 1.000, die nach neuester Lesart viel besser geeignet sein soll, die Lage realistisch zu erfassen, obwohl sich – man wird es müde, ständig das Gleiche zu wiederholen – solche Inzidenzen problemlos über Testanzahl, Teststrategie und Falsch-positiv-Raten erzeugen lassen
        https://reitschuster.de/post/der-inzidenzwert-in-hohem-masse-steuerbar-durch-politik-und-behoerden/
        und auch die Vorstellung vom einhundertprozentigen Schutz der Geimpften nichts weiter als ein Märchen ist.
        https://reitschuster.de/post/das-hat-politische-sprengkraft-geimpfte-positiv-auf-corona-getestet/
        Das Märchen, das alberne Märchen, die absurde Geschichte soll nach dem Willen der konsequent katastrophalen Kanzlerin Wirklichkeit werden. Deutschland ist zum Märchenland geworden. Aber nicht alle Märchen nehmen für jeden ein gutes Ende.

        https://reitschuster.de/post/es-war-einmal-in-einem-kleinen-koenigreich-regiert-von-einer-kuriosen-koenigin/

        Ein Kollege geht noch weiter:

        Prof. Dr. rer. nat. Hans-Jürgen Bandelt war 1990-2017 Professor für Mathematik an der Universität Hamburg

        Die Inzidenz muss weg!

        Das Konzept des Inzidenzwerts ist wissenschaftlicher Unfug und führt wegen der inhärenten Manipulationsmöglichkeit zu Schwindel und Betrug. Von Prof. Dr. Hans-Jürgen Bandelt

        Veröffentlicht am 26. Februar 2021 von Red.

        Wenn man von Inzidenz sprechen will, dann muss der traditionelle Bezug eben die Untersuchungsmenge von potentiell Erkrankten sein. Die könnte hier die Menge der überhaupt in dem Untersuchungszeitraum PCR-Getesteten sein, sofern man dem Grundirrtum erliegen will, dass ein positiver Test eine Erkrankung anzeigte.

        Wenn jedoch die Positivenrate kennzeichnend sein soll für das Infektionsgeschehen, so müsste die wöchentliche Stichprobe, die dem PCR-Test unterworfen wird, repräsentativ sein. Repräsentative Erhebungen wurden schon seit fast einem Jahr angemahnt, aber nicht eine vom Robert-Koch-Institut (RKI) bislang auf den Weg gebracht.

        Es müsste das Hauptaugenmerk auf die Rate bezüglich klinisch manifester CoViD-19 Erkrankungen gerichtet sein und insbesondere auf schwere Verläufe und wirkliche CoViD-19 Todesfälle. Mit solchen Erhebungen hapert es, weil ein positiver PCR-Test schon bei einem Krebs- oder Herzinfakt-Patienten oder gar einem Unfallopfer über die „Diagnose“ CoViD-19 entscheidet. Ein Schwindel, der – ohne zusätzlichen politischen Druck – allein durch finanzielle Anreize von der Klinik über die Leichenschau bis in den Sarg bzw. die Urne wie von selbst abläuft.

        Der Inzidenzwert von 50, der weitgehend aus der Luft gegriffen wurde, sollte den Gesundheitsämtern angeblich erfolgreiche Kontaktverfolgung ermöglichen. Man kann jedoch nicht durch den PCR-Test entscheiden, wer wen angesteckt haben könnte. Und außerdem hintertreibt die Verzögerung den vorgeblichen Zweck: Wenn Symptomlose ihre potentielle Infizierung mehrheitlich bereits mehr als zwei Wochen zuvor hatten, so entwickelt diese Mehrheit keine Erkrankung mehr und wird daher nicht ansteckend sein.

        In oder um Berlin wurden pro Positivfall 5 bis 15 Menschen in Quarantäne geschickt, laut Recherche zweier Journalisten. Wiederum wird dabei Infizierung mit Erkrankung verwechselt. Wer dauerhaft symptomlos bleibt, ist nicht krank, auch wenn er wochenlang den Makel des Infiziertseins trägt. Die Quarantäne wurde manchmal aufrechterhalten, bis ein negatives Ergebnis des PCR-Tests vorliegt. Hier ist – im Lichte des alten Infektionsschutzes betrachtet – das Prinzip der Quarantäne pervertiert worden!

        Ampelsysteme (z.B. von Rot über Orange zu Gelb und schließlich Grün) vermengen und gewichten ganz Unterschiedliches: einerseits angeblich überbordende Belastung des Gesundheitssystems durch mutmaßliche CoViD-19 Fälle und andererseits willkürlich gesammelte PCR-Positivzahlen von überwiegend Gesunden aus einer nicht näher definierten Stichprobe. Das ist unzulässig, weil so Infektion wieder als Krankheit gelten würde. Solange ein Test im besten Fall nur zwei Schnipsel aus dem RNA-Genom von SARS-CoV-2 in Gesunden ansteuert und nicht die Ursache einer klinisch manifesten Krankheit klärt, ist der Test nichts wert – und so sieht es ja inzwischen auch die WHO.
        https://tkp.at/2021/01/22/who-warnt-neuerlich-vor-ungenauen-und-falsch-positiven-ergebnisse-des-pcr-tests/

        Testen

        Der Bezug beim Inzidenzwert, die Bevölkerungsgröße, ist grundfalsch, da nur ein völlig beliebiger Bevölkerungsanteil PCR-getestet wird – in Deutschland waren es seit 25. Juni 2020 wöchentlich nur 0,5% bis 2% der Bevölkerung. Im letzten Jahr hatte es dagegen in Luxemburg regelrechte Ausbrüche von Massentests gegeben. Man schien dort wohl dem Glauben anzuhängen, man könne so das SARS-CoV-2-Infektionsgeschehen wegtesten. Das hat sich nicht erfüllt.

        Die FAZ hielt im November 2020 Luxemburg ernsthaft für einen Corona-Hotspot in Europa und dichtete: „Die höchste Infektionszahl pro Einwohner in Europa, aber nur lasche Maßnahmen“. Stattdessen hätte der Journalist – statt vorgefasste Meinungen zu äußern – mal nachdenken und den Testverlauf in Luxemburg im Vergleich zu anderen europäischen Statten recherchieren sollen.

        Am 31. Januar 2021 wurde in Dänemark zehnmal (!) und in Luxemburg sechsmal soviel getestet wie in Deutschland bzw. der Schweiz, jeweils relativ zur Bevölkerungsgröße. In diesem Jahr liegen beim Testen die Länder vorne, die offiziell PCR-Tests und Antigentests nebeneinander nutzen: Am 7. Februar hat Österreich Luxemburg in Sachen Testwahn überholt. Im Februar hat die Slowakei alle mit Abstand geschlagen: Allein vom 1. bis zum 21. Februar wurden mehr Tests durchgeführt, als es Einwohner gibt. Damit testet die Slowakei 500 Mal relativ soviel wie Bangladesh, ein Land, das eine relativ konstante Testrate seit Juli 2020 hat.

        Die Hypertesterei hat Konsequenzen für die absoluten „Fallzahlen“: Hätte man seinerzeit bei der alten Teststrategie in Deutschland zehnmal mehr getestet, so wäre wohl zumindest eine Verdopplung der Positivenzahlen und so auch der Inzidenzwerte erreicht worden. Da in Deutschland mit der neuen Teststrategie die Ergebnisse der Antigentests verheimlicht und Positivfälle mit PCR nachgetestet werden, bleiben die Positivenraten dauerhaft künstlich erhöht.

        Der Stufenplan in den Dauerlockdown

        Der willkürlich gesetzte Inzidenzwert von 50 war bislang die heilige Grenze zwischen Lockdown und Lockerung. Aber was macht man, wenn die Ende Februar in immer mehr Landkreisen unterschritten wird? Man senkt die Grenze ab: Die 35 ist längst über uns gekommen.
        Aber darunter lauern schon die 20 und die 10, unter die uns wohl die Kanzlerin und die vorgeschickten No-CoViD Aktivisten unter Androhungen von Strafen drücken wollen, koste, was es wolle. Da ist die „fast Null“ der Zero-Covid Gemeinde nicht mehr weit, die gegebenenfalls einen Lockdown anstreben, totaler und radikaler, als wir ihn uns überhaupt vorstellen können.
        Laut Bild-Zeitung gibt es bereits einen ausgearbeiteten Stufenplan im Bundeskanzleramt: Bei einem Inzidenzwert von 35 kann der Einzelhandel wieder bedingt und maskiert öffnen und die Schule schrittweise im Hygienemodus.
        https://www.bild.de/bild-plus/politik/inland/politik-inland/vorlage-direkt-aus-dem-kanzleramt-ist-das-der-ausweg-aus-dem-lockdown-75295916,view=conversionToLogin.bild.html

        Sinkt der Wert auf 20, darf wieder ein bisschen Kultur stattfinden, aber noch kein Kino. Ist ein Wert von 10 unterschritten, kann wieder ins Kino gegangen und Sport betrieben werden und man darf mit bis zu zehn Personen im Restaurant speisen. Aber wann darf sich eine Fußballmannschaft wieder zusammen in einem Gasthof an einem großen Tische drängen? Erst bei einem Wert von fast Null? Also nie wieder? Faktisch wird im Stufenplan mit einer Salamitaktik versucht, die deutsche Bevölkerung auf eine No-CoViD-Strategie (oder besser gesagt: einen No-CoViD-Irrsinn) einzuschwören.
        […]
        Schon der Inzidenzwert 10 scheint unerreichbar zu sein angesichts der neuen Teststrategie. Dafür sorgen eben genau die Antigentests, die wöchentlich millionenfach zur Anwendung kommen und die wenigen Positivfälle der PCR-Testung ausliefern. Die im privaten Bereich künftig möglichen Schnelltests verschärfen die Lage nochmals. Wenn faktisch der Bereich, aus dem potentielle PCR-Positive gefischt werden, künftig wöchentlich bis zu 20 Millionen Proben umfasst, dann besteht kaum eine Chance, unter den Inzidenzwert 10 zu kommen.

        Inzidenzwert unter 10?

        Ein Blick zurück: Wie hoch wäre denn der Inzidenzwert in der Kalenderwoche 11 des Jahres 2020 gewesen (9. bis 15. März), gegen deren Ende die Zunahme der berichteten Positivenrate in der ersten Welle in Deutschland am größten gewesen und damit die Drohkulisse am schlimmsten war? Es wurden in der KW 11 gerade mal 7582 Positivergebnisse vermeldet. Das entspricht dem Inzidenzwert von 9,1.

        Schien zu jener Zeit noch Grünes Licht? Nein, im Gegenteil: Damals und davor wurde höllische Angst vor einer angeblichen neuen Seuche geschürt und verbreitet, allerdings garniert mit Verdopplungszeiten oder Reproduktionszahlen (R-Werte) – vor der Erfindung des Panik-Tools Inzidenzwert.

        Der R-Wert wird immer wieder gern in den Medien explizit erwähnt, wenn er nach Ende der Epidemie beginnt, leicht um 1 zu pendeln und zufällig mal gerade über 1 gerät. Außerdem kann durch kurzfristige Erhöhung des Testumfangs dieser Effekt erzeugt bzw. verstärkt werden. Auf dem Grundniveau muss es um 1 pendeln, denn sonst müsste dieses Niveau Null sein und das Virus wäre ausgelöscht.
        […]
        Besser ist es, gemeinsam zu agieren: „In Berlin fordern sämtliche Amtsärzte, die Lockerungen der in der Corona-Gesundheitskrise geltenden Kontaktbeschränkungen nicht mehr an generelle Inzidenzwerte zu knüpfen“.

        https://de.rt.com/inland/113489-samtliche-berliner-amtsarzte-fordern-abkehr/

        Aber auch spezielle sind nicht besser: Die Inzidenz muss weg. Und nicht nur die.

        https://corona-transition.org/die-inzidenz-muss-weg

        Nun haben auch die CDC ganz plötzlich erkannt, daß PCR-Tests mit einem ct-Wert von 28 und mehr völlig sinnlos sind -: aber erst, als es um die Feststellung von Infektionen bei Geimpften ging!

        Auch bei uns gibt es keinen Aufschrei darüber, daß den Laboren nicht vorgeschrieben wird, die Proben höchstens 27 Mal zu replizieren. Und jetzt soll mit einer „Grundinzidenz“ ein neues Werkzeug zur Aufrechterhaltung der Maßnahmen eingeführt werden: nach „Verdopplungsrate“, R-Wert und Inzidenz. Hierzu ein sehenswertes Video:

        Die Inzidenz als Stufenspiel: Der Trick bei der Notbremse
        158.976 Aufrufe
        •24.04.2021
        Prof. Dr. Christian Rieck
        153.000 Abonnenten
        Die „#Notbremse“ verwendet den #Inzidenz-Wert als Referenzgröße. Dahinter verbirgt sich nicht nur ein statistisches Problem, sondern auch ein spieltheoretisches.

        • @ Mark Smith:

          „Und auch noch mal was von Köppel! Er beschreibt, was der Unterschied zwischen der Schweiz und Deutschland ist und ich denke, er hat ein bisschen recht!“

          Hat er! Aber ganz bestimmt nicht damit, daß die Deutschen doch ähnlich freiheitsdurstig seien wie die Schweizer Bürger. Das halte ich dank Corona für widerlegt.

        • Zu allesdichtmachen hat mir dieser Artikel besonders gut gefallen:

          „In seiner Reaktion auf #allesdichtmachen übertrifft sich der Medienkomplex selbst
          Schauspieler, die die Corona-Kommunikation der Regierung verspotten, handeln nach dem „Playbook des Faschismus“. Sie haben sogar eine Agenda. Wussten Sie nicht? In seiner pfäffischen Reaktion auf #allesdichtmachen übertrifft sich der Medienkomplex selbst. Höchste Zeit, dass Molière darüber schreibt
          Nach Ralf Dahrendorf dient öffentlicher Streit der Begrenzung: er verhindert, dass eine bestimmte Gruppe ihr Dogma errichten kann. Genau das – ein Dogma errichten – versuchen die medial-politischen Eiferer gerade. Es geht ihnen um eine dichtgemachte Gesellschaft. Dass sie 2021 einem Schauspieler gegenüberstehen, der 1989 an der Demontage eines Dogmas mitwirkte, ist eine bemerkenswerte Pointe.“

          https://www.tichyseinblick.de/meinungen/in-seiner-reaktion-auf-allesdichtmachen-uebertrifft-sich-der-medienkomplex-selbst/

          Dann im Kontext der USA auch noch interessant:

          „Victoria «Fuck the EU» Nuland ist Stv. US-Aussenministerin
          Christian Müller / 30.04.2021 Was viele befürchtet haben, ist Realität. Victoria Nuland, die 2014 für die Ukraine zuständige US-Diplomatin, ist wieder im Amt.“
          https://www.infosperber.ch/politik/welt/__trashed-295/?fbclid=IwAR0rPNoaHv_pKvtpHdp7IwQHrA80wBPAVjtzsiY9OhHIpqWzpw3kjv9_cYU

          Und auch „Alles Evolution“ setzt sich heute mit der Rede von Tim Scott heute auseinander:

          „Tim Scott und seine Rede für die Republikaner als Antwort auf Bidens Rede

          Der schwarze Repubikaner und Senator Tim Scott hat in den USA eine Rede gehalten mit der er auf die 100 Tage im Amt Rede von Biden antwortete. Ich finde die Rede und seine Person und die eventuellen Absichten dahinter interessant:“
          https://allesevolution.wordpress.com/2021/05/02/tim-scott-und-seine-rede-fuer-die-republikaner-als-antwort-auf-bidens-rede/

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