Warum die Presse versagt

In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich keinen Beitrag mehr geschrieben, sondern nur noch in Kommentaren das Weltgeschehen und dessen mediale Zerrbilder präsentiert. Die Themen gingen nicht aus, und es war immer wieder ein Phänomen festzustellen: öffentlich-rechtliche Sender und die Medien informieren nicht, sie ergreifen Partei, befördern Agenden und verfehlen ihren Auftrag, der Macht durch kritisches Hinterfragen Paroli zu bieten.

Stattdessen: Polemik, Skandalisierung, uniformer „Haltungsjournalismus“, Wunschdenken, eilfertige Übernahme von Sprachvorgaben aktivistischer Lobbies und Ausgrenzung von Kritikern. Hat man jemals so viel über „Verschwörungstheorien“ – pardon, jetzt heißt es „Verschwörungsmythen“ und „Verschwörungserzählungen“, denn „Theorie“ klingt zu wissenschaftlich und würde diese Wirrköpfe nur adeln – gelesen wie in den letzten Monaten, dargeboten von derselben Presse, die jahrelang an der Verschwörungstheorie der Democrats mitwirkte, nach der Donald Trump quasi ein russischer Agent sei und mit Putin daran arbeitete, Mails der Democrats-Partei zu hacken und sie über WikiLeaks zu verbreiten? Und die jetzt souverän die Aufdeckung dieser Verschwörungstheorie als echte Verschwörung von Hillary Clinton, dem DNC, CIA, FBI, dem State Department und den willigen Helfern der durch die Bank anti-Trump-Presse von NYT über die Washigton Post, Politico und Daily Beast, CNN und allen anderen cable news bis auf Fox News beschweigt?

Ja,ja, die „Schlinge zog sich jahrelang zu“ um Trump.

Wenn sie sich infolge der New York Post-Enthüllungen um Joe Biden zuzieht, springt man gerne wieder auf den Zug, daß es sich bei den aus Hunter Bidens Computer stammenden Mails und Bilder, deren Echtheit nicht einmal von den Bidens bestritten wird, um „russische Desinformation“ handele.

Ohne Kommentar zitiere ich aus einem Kommentar, der ausschließlich seine eigene Blasen-Befindlichkeit beschreibt:

Politik in den USA

Das größte Problem an Trump sind seine Wähler

Eine Kolumne von Henrik Müller

Es ist ein Skandal, dass Donald Trump die Präsidentschaftswahl immer noch gewinnen kann – trotz aller Verfehlungen und Ungeheuerlichkeiten. Wie kann das sein? Die Antwort lässt nichts Gutes erhoffen.

11.10.2020, 13.28 Uhr

[…]

Das wirklich Beunruhigende dieses Wahlkampfs ist nicht Trumps Amtsgebaren, sondern die mögliche Unfähigkeit des Souveräns – also des Volkes -, einen untragbaren Präsidenten aus dem Amt zu entfernen. Und all das spielt sich ab in jenem großen Land, das, bei allen Fehlern, über Generationen der westlichen Welt ein strahlendes Vorbild war. Ein Befund, der die Demokratie selbst als Regierungssystem ins Zwielicht rückt – und damit auch uns ganz direkt angeht.

Zwei Enthüllungen der vergangenen Wochen sollten genügen, Trump unwählbar zu machen: sein Eingeständnis, die amerikanische Öffentlichkeit über die Gefahren der Corona-Pandemie – wissentlich und kalkuliert – in die Irre geführt zu haben, wie er dem Reporter Bob Woodward im Frühjahr ins Aufnahmegerät plauderte. Und die Veröffentlichungen der „New York Times“ über Trumps Steuererklärungen, die einen Abgrund an Steuervermeidung und Korrumpierbarkeit offenbaren.

[…]

Damit die Demokratie funktionstüchtig sein kann, bedarf es einer aufgeklärten Bevölkerung. Wenn allerdings nicht mehr das Relevante in wahrhaftiger Form thematisiert wird, wenn falsche Nachrichten, Triviales und sonstiger Bullshit die Debattenräume verstopfen, wenn sich Nischen und Echokammern abschotten und das Dröhnen der Lärmspiralen ohrenbetäubend wird, dann ist nicht mehr unbedingt gewährleistet, dass die Wahrheit für alle sichtbar ans Licht kommt. Wie es um die Qualität der Regierung bestellt ist, lässt sich unter diesen Bedingungen nicht mehr so einfach erkennen.

[…]

„You can’t fool all the people all the time?“ Vielleicht doch!

Während des Corona-Shutdowns habe ich an dieser Stelle die Hoffnung geäußert, dass die Covid-19-Krise zum Offenbarungseid der Populisten werden könnte. Schließlich sei ihr Scheitern allzu offensichtlich.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/der-offenbarungseid-der-populisten-kolumne-a-91f96c2a-fffe-4e0f-8a23-126979b8dc22

Ich war zu optimistisch. Das Pandemie-Missmanagement von Boris Johnson (Großbritannien), Jair Bolsonaro (Brasilien) und Trump war so ungenügend, dass sich jeder von ihnen am Ende selbst infizierte. Trotzdem genießen sie allesamt nach wie vor beachtliche Zustimmungswerte. Offenkundig bemisst sich der Erfolg einer Regierung – mindestens für Teile der Bevölkerung – nicht mehr unbedingt an ihren Leistungen, sondern an ihrem Unterhaltungswert.

Ein Prozess ist im Gang, bei dem der Grundkonsens verlorenzugehen droht. Die Veränderungen der Medienlandschaften – das Aufkommen von Social Media, die schwächere Durchdringung mit seriösem Journalismus – begünstigen einen Zerfall der Öffentlichkeit. Gesellschaften spalten sich in immer kleinere Resonanzräume auf, wo jeweils eigene Erzählungen über den Zustand der Welt vorherrschen. Diese Erzählungen brauchen nicht unbedingt eine belastbare Faktenbasis, um der jeweiligen Anhängerschaft glaubwürdig zu erscheinen. Gegenseitige Bestätigung innerhalb der jeweiligen Gruppe genügt.

[…]

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/donald-trump-beschaedigt-auch-unsere-demokratie-kolumne-a-71714efc-dde0-44e3-9262-52bfda6956d6

Wo er recht hat, hat er recht. 😉

1.094 Gedanken zu „Warum die Presse versagt

  1. „Ja, Wagenknecht ist klasse (Nr. 1 auf der Bestsellerliste von SPIEGEL und STERN) – aber wie so oft: Vernunft ist immer in der Minderheit.“

    Warum die Presse versagt


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-30/#comment-92598

    schrieb ich zuletzt, weshalb ich mit dem glatten Gegenstück, Annalena Baerbock, fortsetze:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-30/#comment-92592
    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-30/#comment-92592

    Danisch, den ich wegen seines polemischen Stils nicht schätze, der aber gute Funde macht, hat den „rettenden“ Artikel von RND überprüft. Und siehe da:


    https://www.rnd.de/politik/debatte-um-die-studienleistungen-von-annalena-baerbock-das-sind-die-fakten-GGBDQH76CVDVLJLVAWPSZ44RKM.html

    Zum Mitschreiben: Das habe sie nie behauptet.
    Und das kommt nicht von irgendwoher oder aus der Kaffeedose des RND, sondern das beruht – steht ja drin – auf deren Gespräch mit Grünen-Pressesprechern.
    […]
    Ein Jurist ist darüber nun so sauer, umgangssprachlich und auf gut berlinerisch würde man zutreffend sagen „angepisst“, dass er auf die Suche ging und im Internet-Archiv eine Version von Baerbocks Webseite vom 5.11.2014 fand, nämlich hier.
    Und das steht da?
    Das da:


    https://web.archive.org/web/20140115065311/http://www.annalena-baerbock.de/ueber-annalena/

    Politik- und Jurastudium, Universität Hamburg (2000-2004)
    […]
    Nachtrag und Update
    Bis zur Version vom 22.8.2011 stand da noch „Politikstudium“.
    Die nächste gespeicherte Version ist vom 13.7.2013, und da steht dann „Politik- und Jurastudium“.
    Sie hat also nicht damals, während des Studiums, geglaubt, Jura zu studieren, sondern das nachträglich zwischen 22.8.2011 und 13.7.2013, und weil die Wayback-Maschine nichts speichert, wenn sich unterwegs nichts ändert, ziemlich gegen Juli 2013 geändert.
    2013 aber hat sie ihre – behauptete, noch nicht belegte – Promotion abgebrochen und ist seit September 2013 im Bundestag.
    […]

    https://www.danisch.de/blog/2021/05/16/das-jura-studium-der-annalena-baerbock/

    So viel zu der Frage, wer „Mißverständnisse“ um ihre berufliche Biographie verursacht hat.

    Und wer geglaubt hat, daß das Wahlprogramm der Grünen bereits feststünde, wurde unversehens eines Besseren belehrt:

    Die Lage am Morgen
    Von Susanne Beyer, Autorin im SPIEGEL-Hauptstadtbüro
    17.05.2021, 05.38 Uhr
    […]
    Die Grünen-Basis macht es der Spitze ungemütlich

    In der Politik verbirgt sich hinter dem scheinbar immer Gleichen immer Neues. Wenn heute der Bundesvorstand der Grünen tagt und im Anschluss deren Bundesvorsitzende Annalena Baerbock eine Pressekonferenz hält, dann gehört das zwar zur Berliner Routine, aber die Partei ist diese Woche eine andere als vergangene Woche und wird nächste Woche eine andere sein als diese Woche, so viel tut sich hier gerade. Vor zwei Jahren war es noch undenkbar, dass eine Kanzlerkandidatur für Grüne möglich wäre, dann sah es danach aus, als würde Robert Habeck es wagen, dann setzte sich Annalena Baerbock durch, die Partei punktete durch erstaunliche Einigkeit, nun wird sie wieder unruhiger. Meine Kollegen Markus Feldenkirchen, Kevin Hagen und Jonas Schaible berichten, wie die Basis mit einer Rekordzahl von 3000 Änderungsanträgen Verschärfungen in der Klima-, Mieten- und Migrationspolitik fordert. In vielen dieser Forderungen zeigt sich der Wunsch der Basis nach einem linkeren Kurs der Partei.

    Der Grünenspitze ist daran gelegen, für alle möglichen Bündnisse offenzubleiben, deswegen spricht für sie viel dafür, sich so genau nicht festzulegen, ob sie eher nach links oder doch in die rechte Mitte strebt. Wählerinnen und Wählern aber ist durch Klarheit mehr gedient.

    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/news-antisemitismus-nahostkonflikt-katholische-kirche-a-a73f61f4-8f6f-4bff-b46c-740788deffb8

    Über den Widerstand gegen einige Verbotsforderungen macht sich ein ZEIT online-Autor lustig:

    Tatsächlich soll es auch keine Billigflüge nach Mallorca mehr geben, und das trifft den „Arbeiter“ wirklich. Wagenknecht hätte an diesem „Selbstgerechten“ ihre Freude.

    Böhmermann ist eine Zierde für den ÖRR:

    Da folgen ihm nicht einmal die Übermedien mehr:

    Populistisches Wahlprogramm?
    17. Mai 2021
    Von Daniel Bouhs
    […]
    Auch wenn Medienpolitik eigentlich Sache der Länder ist, hat die Partei sich auch mit der Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks beschäftigt. Das tun übrigens auch andere in ihren Wahlprogrammen oder -entwürfen, zum Beispiel (ganz knapp) die SPD und (ausführlicher) die Grünen.
    Im Versprechen der FDP heißt es nun also:
    „Wir Freie Demokraten wollen einen moderneren und schlankeren öffentlich-rechtlichen Rundfunk (ÖRR), der sich primär auf Nachrichten, Kultur, politische Bildung und Dokumentationen konzentrieren soll. Damit wollen wir den Rundfunkbeitrag absenken. Die Zahl der Fernseh- und Hörfunkkanäle, die von den Rundfunkanstalten betrieben werden, ist zu reduzieren. Nicht erforderliche Parallelangebote sind zu vermeiden.“

    Die Formulierung war auf den letzten Metern noch etwas zugespitzt worden.

    Ursprünglich war nur davon die Rede, eine Reform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks solle sich „dämpfend auf den Rundfunkbeitrag“ auswirken und die Zahl der Kanäle solle „kritisch überprüft“ werden.

    Doch zur Wahrheit gehört auch: Zur vergangenen Bundestagswahl 2017 hatten die Liberalen noch gefordert, der Rundfunkbeitrag müsse „mittelfristig auch auf die Hälfte gesenkt werden“.

    Die Nachricht könnte also ebenso gut lauten: Die FDP will keinen Kahlschlag bei ARD und ZDF mehr. Ob die „Populisten“-Keule da gerechtfertigt ist, scheint angesichts dieser Entwicklung fraglich. Wenigstens in diesem Bundeswahlprogramm strebt die FDP keine Radikalkur mehr an, sondern hat – auch nach kurzfristiger Zuspitzung – erstaunlich weiche Formulierungen gewählt. Von den Forderungen der AfD, den Rundfunkbeitrag abzuschaffen und nur noch einen „Bürgerfunk“ übrig zu lassen, für den ja jeder freiwillig bezahlen könnte, sind die Liberalen weit entfernt.
    […]

    https://uebermedien.de/59770/von-wegen-kampfansage-fdp-will-ard-und-zdf-weniger-beschneiden-als-frueher/

    Langsam erhärtet sich der Verdacht: die Klimaschutzbewegung ist auch nur eine politische Ideologie:

    [Wurde vom „Squad“-Mitglied Rashida Tlaib retweetet. So ticken die wirklich.]

    Und so schätzen wir unser ZDF: immer ganz weit vorne:

    Auch die Biologie kann man wegschmeißen: nicht progressiv genug:

    Aber die Beharrungskräfte stemmen sich gegen Umerziehungsprogramme:

    Irresistible Revolution: Marxism’s Goal of Conquest & the Unmaking of the American Military (Englisch) Taschenbuch – 10. Mai 2021
    von Matthew Lohmeier (Author)
    4,0 von 5 Sternen 34 Sternebewertungen
    Bestseller Nr. 1 in Bücher
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    Irresistible Revolution is a timely and bold contribution from an active-duty Space Force lieutenant colonel who sees the impact of a neo-Marxist agenda at the ground level within our armed forces. In it, author Matthew Lohmeier provides answers to many important questions that Americans are currently asking: Is systemic racism a reality, or is much of our talk about race merely a rhetorical tool used to divide Americans? Why has the Defense Department suddenly shifted to a focus on extremism within the ranks? Is there really a white supremacy or white nationalist problem within our armed forces? Are the many Diversity and Inclusion trainings that are being conducted in our federal agencies helping solve these problems, or are they creating conflict where none previously existed? What is Marxism, and what does it have to do with all of this?
    […]

    Mit der „active duty“ ist es vorbei, das Pentagon hat diesen „Extremisten“ gefeuert.

    Das war eine glatte PR-Aktion für das Buch. Der Biden-Administration gelingt nicht viel.

    • Da wir in Zeiten von Irrationalität, Rechtsstaat- und Demokratieverlust und kompletten Ausfalls der Wächterfunktion unkritischer Medien leben, sollte ich mit Corona weitermachen.

      Letzteres mag für Bürger gelten – die Leitmedien haben sich für die konsequente Ausgrenzung Andersdenkender entschieden: man will seine Regierungskontakte nicht verlieren.

      Hier wird die Unsinnigkeit von Maßnahmen bündig zusammengefaßt – aber sowas findet man nur außerhalb der Leitmedien:

      Redaktion / 17.05.2021 / 16:30
      USA macht sich frei: Masken in 24 Staaten weg, Paniker verzweifelt

      Bereits 24 von 50 US-Bundesstaaten haben den Maskenzwang abgeschafft bzw. gar nicht erst verhängt. Die Unwirksamkeit der drakonischen, über Monate hinweg verhängten Maßnahmen von Lockdowns über Schul- und Geschäftsschließungen und Quarantäne bis zur Maskenpflicht wird immer offensichtlicher, weil die Staaten ohne (oder mit sehr wenigen) Einschränkungen auch nicht schlechter dastehen als die mit einem strengen Corona-Regime – siehe Grafik hier
      https://mobile.twitter.com/birb_k/status/1383987765046497282/photo/1
      (Quelle: Johns Hopkins University).

      Sie zeigt, dass die Maskenpflicht im zeitlichen Verlauf der Pandemie in den verschiedenen Staaten praktisch keinen Einfluss auf das Infektionsgeschehen hatte. Die Kurven verlaufen mehr oder weniger gleich, egal ob Maskenpflich oder nicht. Florida hatte bereits Ende September 2020 alle Maßnahmen samt Maskenpflicht aufgehoben, ohne dass es zu einer Katastrophe gekommen wäre.

      Für Deutschland bietet sich ein Vergleich mit Schweden an, das fast gänzlich auf Empfehlungen und Eigenverantwortung setzte. Hier können Sie täglich die weltweiten Zahlen einsehen und selbst vergleichen.
      https://ourworldindata.org/coronavirus/country/germany

      Unter „Germany: Daily confirmed deaths: how do they compare to other countries?“ zeigt der Vergleich für den 15. Mai 2021 an: Bestätigte COVID-19-Tote pro Million Einwohner: Deutschland 2,23, Schweden 1,44. Seit Ende Januar liegen die Zahlen in Schweden fast durchgängig niedriger als in Deutschland. Ohne Lockdown, Ausgangssperren, Kontaktverbote, Masken- und Testzwang. Und vor allem ohne permanente Panikbeschallung durch Politik und Medien.

      https://www.achgut.com/artikel/usa_macht_sich_frei_masken_weg_paniker_verzweifelt

      Hier geht es dann mehr in die Tiefe:

      Auch in der Aufarbeitung des politischen Desasters geht Florida mit guten Beispielen voran.

      Und das wird unsere Aufklärer, die Kritik an Bill Gates pauschal zu VT erklären (egal, ob jemand meint, mit der Impfung werden Chips eingepflanzt, oder ob jemand meint, ein Milliardär dürfe nicht die WHO beherrschen und die Bemühungen um Hygiene und sauberes Wasser hin zu Impfungen lenken) besonders betrüben: dank der Scheidung leakt es gewaltig, und die NYT ging voran in der Entweihung der Philantropen-Ikone:

      […]

      Es folgte das WSJ:

      Die WaPo berichtet am 17.5.2021:

      Bill Gates acknowledges an affair with an employee, which Microsoft investigated
      By Jay Greene ● Read more »

      Und dann schlug The Daily Beast zu:

      Gerne aufgegriffen von der NYPost:

      Und dann kommen wir zu dem den Democrats verbundenen Fauci, der eigentlich nie „wissenschaftlich“ tätig war und mit dem es jetzt gewiß zu Ende geht:

      Am 14.5. kam dann die Kehrtwende – ohne Dr. Fauci. Der sich einen Tag später aber schon wieder in der Offensive befand und jetzt jedenfalls Masken für ungeimpfte Kinder empfahl:

      Und sich, o Schreck, nun mit dem aus der Democrats Community ausgestoßenen Gates verbunden sieht:

      Seine Verbindung zur Clinton Foundation

      hatte ihm nur bei den Republikanern geschadet, die diesen Alarmisten eh ablehnten – wie Trump. Und das völlig zurecht.

      Jetzt hat er sich als Dems Politiker selber entlarvt:

      Einstmals waren die Linken in den USA wegen seiner katastrophalen Aids-Politik gegen ihn:

      Ein sehr harscher Brief, der ihn als forschungsfeindlichen Bürokraten kennzeichnet. Wie lange er sich halten konnte, ist erstaunlich.

      Die WaPo-Coverage über Covid-19 ist auf die verunsicherten Democrats, ihr einziges Lesepublikum, zugeschnitten, und daher nicht weiter erstaunlich:

      15.5.2021

      The new mask guidance relies on an honor system. Do we trust each other enough to make it work?
      Many people worry that the maskless among them will not truly have been vaccinated against the coronavirus.
      By Marisa Iati ● Read more »

      Hugs are coming back. Not everyone is thrilled.
      By Ashley Fetters ● Read more »

      16.5.2021

      Confused Americans grapple with CDC’s new mask rules: ‘It caught us off guard’
      By Austyn Gaffney, Heather Kelly and Annie Gowen ● Read more »

      ‘The right decision wrongly handled’: Inside the Biden administration’s abrupt reversal on masks
      By Lena H. Sun, Tyler Pager, Yasmeen Abutaleb and Annie Linskey ● Read more »

      Hatte man doch die Maskenlosen Republikaner als „Neanderthaler“ verspottet.

      Die Propaganda wird durch Kamala Harris fortgesetzt:

      Eine geniale Satire….

      Bei uns gibt es ernsthafte Versuche, die falschen Alarmismus-Rufe der interessegeleiteten DVI-Funktionäre zu verfolgen:

      Àpropos Helios – da man bei Pflegern wegen der Untergrenze nicht mehr sparen konnte, sparte man halt an Ärzten. Und Corona war DIE Goldgrube:

      Helios Kliniken
      Weniger Ärzte, hohe Gewinne
      Helios, die größte private Krankenhauskette in Deutschland, baut Stellen für medizinisches Personal ab und nutzt gleichzeitig schlau die Corona-Staatshilfen. Was heißt das für die Patienten?
      Von Götz Hamann und Karsten Polke-Majewski
      11. Mai 2021 DIE ZEIT Nr. 20/2021, 12. Mai 2021

      […]
      Finanziell gesehen war 2020 für die international tätige Krankenhauskette ein hervorragendes Jahr. Ihre spanischen Kliniken steuerten rund 400 Millionen Euro Gewinn vor Steuern dazu bei, die deutschen Kliniken 600 Millionen Euro Gewinn vor Steuern, mitten in der Pandemie.

      Aber auch bei der Helios-Zentrale verbleibt der Gewinn nicht einfach, er fließt weiter in die Bücher von Fresenius. Der Gesundheitskonzern, zu dessen Geschäftsfeldern neben Krankenhäusern auch Medizintechnik gehört, meldete für das vergangene Jahr ein Ergebnis von insgesamt 4,6 Milliarden Euro vor Steuern. Vorstandschef Stephan Sturm sagt, man habe 2020 „gut gemeistert“. Er untertreibt – und verwöhnt die Aktionäre, indem er die höchste Dividende ankündigt, die Fresenius jemals ausgeschüttet hat. Fast eine halbe Milliarde Euro sollen es insgesamt sein. Das letzte Wort hat die Hauptversammlung am 21. Mai.
      […]
      Pandemie-Bonus
      Deutsche Krankenhäuser steigerten dank Corona-Hilfen ihren Umsatz – während sie weniger Patienten behandelten als zuvor.

      https://img.zeit.de/2021/20/helios-kliniken-corona-hilfen-infografik/original__660x227__desktop__scale_2

      Quelle: GKV Spitzenverband, Bundesamt für Soziale Sicherung, Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) © ZEIT-Grafik

      Weniger Ärzte, mehr Gewinn. So lautet die Gleichung.
      […]
      „2020 war das goldene Jahr der Krankenhausfinanzierung“, sagt Wulf-Dietrich Leber, der Abteilungsleiter Krankenhäuser beim Spitzenverband der Gesetzlichen Krankenkassen.

      Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erfand die Freihaltepauschale. Jedes Bett, das wegen der Pandemie leer blieb, wurde mit mehreren Hundert Euro pro Tag abgegolten. Auch wer ein zusätzliches Intensivbett aufstellte, bekam eine Pauschale. Damit sollte das Gesundheitssystem auf den Ansturm vieler zusätzlicher Corona-Patienten vorbereitet werden. Dass andere Patienten aber in so großem Ausmaß wegbleiben und zugleich Kliniken bei der Suche nach staatlichen Hilfsgeldern so erfinderisch sein würden, überraschte die Politik. Letztlich zahlte der Bund rund zehn Milliarden Euro aus, viermal so viel wie zunächst gedacht.
      […]

      https://www.zeit.de/2021/20/helios-kliniken-corona-hilfen-stellenabbau-krankenhauskette-patienten/komplettansicht

      Leider bleiben unsere Staatsmedien und die entsprechend gepolten Politiker unkritisch:

      Und dann lud Anne Will auch noch diese Essener Oberärztin ein, die aggressiv gegen Liefers agitiert hatte: hat sich keiner der üblichen Alarmisten mehr bereitgefunden, ihren Quatsch zu verteidigen?

      Und natürlich ist die Bevölkerung nicht so blöd, sich für eine Alltäglichkeit dem hohen Risiko eines falsch-positiven Tests auszuliefern:

      Die Empirie liefert ja genügend Belege für die Unwirksamkeit von Maßnahmen:

      • Der oft polarisierende Kazim hat mit dem von mir geposteten Zeitartikel:

        https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-05/nahostkonflikt-israel-palaestina-reaktionen-protest-kritik/komplettansicht
        https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-30/#comment-92591
        [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-30/#comment-92591

        offenbar einen Treffer gelandet:

        Bei den lautstarken linken Democrats in den USA geht es viel emotinaler zu, was Biden unter Druck setzt:

        Das liegt auch daran, daß sich die Dems-Anhänger ausschließlich in einer Parallelwelt bewegen, die durch die US-Leitmedien vorgegeben wird. Sehr selten bricht die NYT aus:

        Diesen Fall habe ich übrigens immer als den Höhepunkt der Emanzipation empfunden: endlich einmal eine Frau, Elizabeth Holmes, die als Wirtschaftskrimineller Erfolg hatte!

        https://en.wikipedia.org/wiki/Theranos

        Ansonsten muß man sich vor Augen halten, welcher ständiger WaPo-Propaganda sich Democrats, einzige Leser dieses Organs, ausgesetzt sehen:

        15.5.2021

        Why I’m trying to shut down an underwater oil pipeline that threatens the Great Lakes

        Opinion ● By Gretchen Whitmer ● Read more »

        High fuel prices and shortages hit trucking industry, as nation critically needs gasoline and goods transported
        By Mark Shavin ● Read more »

        [Daß dieser Versuch der demokratischen Gouverneurin von Michigan mit den extensiven Benzinpreiserhöhungen etwas zu tun haben könnte? Achselzucken.]

        16.5.2021

        Biden’s America: Democrats see competence, Republicans see chaos
        As President Biden faces a flurry of unexpected crises, Republicans depict a country in chaos, but the White House says Biden’s response shows he’s in control.
        By Matt Viser and Sean Sullivan ● Read more »

        With violent crime spiking, the push for police reform collides with voters’ fears
        By Griff Witte and David Weigel ● Read more »

        SNL’s Kate McKinnon spoofs new CDC mask rules, Liz Cheney’s ousting from House leadership
        By Sonia Rao ● Read more »
        [Die Comedians bleiben auf der republikanischen Spur.]

        An Israeli warning, an airstrike and then outrage over hit on Gaza media building
        By Antonia Noori Farzan, Loveday Morris and Karen DeYoung ● Read more »

        [„Outrage“ gab es nur bei linken Democrats.]

        The Washington Post will soon have a woman as its top editor. And yes, that matters.
        Perspective ● By Margaret Sullivan ● Read more »
        [Daß eine Frau die Propaganda nicht stoppen wird, versteht sich von selbst.]

        17.5.2021

        Black, Brown and extremist: Across the far-right spectrum, people of color play a more visible role
        The “multiracial far right,” as it’s sometimes called, adds another layer to an already fraught debate over how to address domestic extremism.
        By Hannah Allam and Razzan Nakhlawi ● Read more »

        [Nun wird es unübersichtlich. Laut der Critical Race Theory können braune und schwarze Mitbürger doch keine „Rechten“ sein?]

        Days before conflict, Congress learned U.S. approved $735 million weapons sale to Israel, raising red flags for some Democrats

        Analysis ● By Jacqueline Alemany ● Read more »

        [Nanu! Das hat die Biden-Administration doch glatt verschwiegen!]

        He was banned from having guns after his Capitol riot arrest. Then he shot a mountain lion, feds say.
        By Katie Shepherd ● Read more »
        [Womit seine Gefährlichkeit bewiesen wäre.]

        Angesichts der Presse- und Big Tech-Desinformation in den USA ruhen die Hoffnungen auf dem Supreme Court, der sich allerdings keiner einzigen der Wahlanfechtungen angenommen hat. Nun keimen Hoffnungen auf:

        Ein einstimmiger Stop gegen den Polizeistaat, den die Biden-Administration aufbaut:

        https://beckernews.com/2-breaking-scotus-strikes-down-police-firearm-seizure-case-39131/

        Die Democrats wetzen bereits die Messer:

        In den Kommentaren ist schon von Bürgerkrieg die Rede.

        Hier ein rationaler Kommentar aus konservativer Sicht:

        Roe v. Wade wird eh überschätzt: die Entscheidung besagt ja nur, daß Einzelstaaten Abtreibungen generell nicht verbieten dürfen. Revolutionär wäre eine Supreme Court-Entscheidung nur, wenn sie darauf hinausliefe, daß Einzelstaaten machen können, was sie wollen, weil es keine übergeordnete Instanz – auch den Supreme Court nicht – nicht gebe. Daran glaube ich freilich nicht. Die Tötung von lebensfähigen Embryos, wie in einigen Dems States erlaubt, wird der Supreme Court gewiß nicht billigen.

  2. Da in meinem vorletzten Beitrag zum Palästina-Israel-Konflikt auch wieder von kenntnislosen „Linken“ die Rede war, die zumindest in den USA schon politikbestimmend sind:

    „Und wieder: Israel bedroht die Pressefreiheit:

    Getrieben von den Parteilinken:

    Ähnlich äußerte sich mal Baerbock:“ [Nachtrag: 2018]

    Warum die Presse versagt

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-30/#comment-92590

    Und in meinem letzten in diesem Zusammenhang in der ZEIT wieder von der schädlichen Identitätspolitik die Rede war:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-30/#comment-92591

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-30/#comment-92591

    komme ich wieder zu den Grünen und deren medialer Hegemonie:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-30/#comment-92570

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-30/#comment-92570

    Eine weitere Wendung in den hektischen Veränderungen des Lebenslaufes von Baerbock hatte ich bei diesem Kommentar vom 14.5. noch nicht auf dem Schirm:

    Vierjähriges Studium des „öffentlichen Rechts“ an der Universität Hamburg in Annalena Baerbocks Lebenslauf verschwunden und nun wieder da

    Update vom 14.05.2021, 19:00 Uhr: Nun ist also fast alles gut. Ein Pressevertreter der „Grünen“ räumte ein bloßes „Versehen“ beim Streichen des Nebenfachs „Öffentliches Recht“ aus Frau Baerbocks Lebenslauf ein, die Angabe wurde also bloß fehlerhaft gelöscht. Nun ist sie wieder da, da laut „Grünen“-Sprecher das Nebenfach von Frau Baerbock ja auch tatsächlich studiert wurde. Auch der Hinweis auf das „(Vordiplom)“ ist neu. Jetzt liest sich die akademische Vita korrekt (und mit dem Chefredakteur in der Folge 1 der „Piefke-Saga“ möchte man fragen: „Warum bitte ned glei?“):

    Quelle: https://annalena-baerbock.de/wp-content/uploads/2021/05/CV_deutsch_2021_05-1.pdf
    […]

    https://plagiatsgutachten.com/blog/studium-aus-annalena-baerbocks-lebenslauf-geloescht/

    Das glaube ich auch. Ein nicht nur ironischer Einwurf von Fleischhauer:

    Aber noch springt ihr ja die Presse zur Seite:

    Debatte um die Studienleistungen von Annalena Baerbock – das sind die Fakten
    […]
    Jan Sternberg
    |
    15.05.2021, 15:20 Uhr
    Hamburg/London/Potsdam. Die grüne Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ist „Völkerrechtlerin, LL.M.“. So steht es als Berufsbezeichnung in ihrem Abgeordnetenprofil des Bundestags. Was verbirgt sich dahinter? In den sozialen Netzwerken wird über die Studienleistungen der 40-Jährigen debattiert – teils auch polemisch und aus interessierten rechten Kreisen.

    Unter #StudierenwieBaerbock werden Falschbehauptungen verbreitet und Fragen gestellt, andere Nutzerinnen und Nutzer verteidigen Baerbock. Die Fakten zeigen: Baerbocks akademischer Werdegang ist eher ungewöhnlich – aber erklärbar. Die wichtigsten Fragen und Antworten.
    […]
    Hat Baerbock einen Bachelorabschluss?

    Einen Bachelorabschluss, wie er Baerbock 2011 auf der Website der Grünen-nahen Heinrich-Böll-Stiftung zugeschrieben wurde, konnte sie zu ihrer Studienzeit gar nicht erwerben. In aktuellen Lebensläufen wird das auch nicht behauptet. Auch die Böll-Stiftung hat den englischsprachigen Lebenslauf korrigiert und mit einem „Übersetzungsfehler“ entschuldigt. [Es war ja nicht nur die Böll-Stiftung, die den Bachelor angesichts der irreführenden öffentlichen Bekundungen aufführte.]
    […]
    Woher stammt ihr Masterabschluss – und was ist ein „LL.M.“?

    2004/2005 studierte Baerbock an der renommierten London School of Economics (LSE) und erwarb dort einen Masterabschluss (Master of Laws, LL.M.). Für die Aufnahme in den Masterstudiengang ist üblicherweise ein erster Abschluss erforderlich. Für deutsche Studierende war zu diesem Zeitpunkt laut einer archivierten Website der LSE ein „Diplom, Staatsexamen oder Magister mit guten Noten“ erforderlich.
    Doch auch Vordiplom oder Zwischenprüfung können als Zugangsvoraussetzung ausreichen, wenn mindestens zwei Semester des Hauptstudiums [nach dem Vordiplom] nachgewiesen werden können. Laut einer Grünen-Sprecherin hat Baerbock nach dem Vordiplom auch Hauptseminarsscheine in Hamburg gemacht. [Vager geht es wohl kaum.] Die Zulassung zum Studium an der LSE gilt als sehr schwierig, Baerbock wurde angenommen. [Es wurden alle genommen, die zahlten.]
    […]
    Ist Annalena Baerbock eine Juristin?
    Nein. Das hat sie auch nie behauptet.
    […]
    Ist Annalena Baerbock eine Völkerrechtlerin?
    Mit ihrem Masterabschluss („with distinction“, mit Auszeichnung) kann sie sich als Völkerrechtlerin bezeichnen. Auch ihr Nebenfach in Hamburg geht bereits in diese Richtung.
    […]

    https://www.rnd.de/politik/debatte-um-die-studienleistungen-von-annalena-baerbock-das-sind-die-fakten-GGBDQH76CVDVLJLVAWPSZ44RKM.html

    Sie ist Studiumsabbrecherin, und der „Master“ aus London hebt das nicht auf. Ganz abgesehen von diesen Formalitäten: daß Homosexuelle im Iran hingerichtet werden, gehört zur Allgemeinbildung. Daß sie zuletzt unter diesem Druck zu Geschlechtsumwandlungen erpreßt werden, unter der sie extrem leiden, hatte ich hier schon verbreitet.

    Bei dem ÖRR genießt sie wegen entsprechender Grünen-Präferenz noch Welpenschutz:

    Beim SPIEGEL darf sich wenigstens einmal eine kritische Stimme hören lassen:

    Grüne gegen Palmer
    Partei der Einfalt
    Eine Kolumne von Alexander Neubacher
    Der Fall Boris Palmer zeigt: Die Grünen fordern gern mehr Diversität, doch ihre eigene Debattenkultur ist so vielfältig wie ein Maisfeld in Brandenburg.
    14.05.2021, 13.27 Uhr • aus DER SPIEGEL 20/2021
    […]
    Wie wenig das Vielfaltsgerede in der Praxis zählt, zeigen viele Grüne seit Jahren im Umgang mit ihrem Parteifreund Boris Palmer. Weil der Tübinger Oberbürgermeister in der Flüchtlingspolitik von der Linie abweicht, trägt er zwar zur Meinungsvielfalt bei, wird dafür aber als Rassist beschimpft. »Boris Palmer ist der eine eklige Typ, den alle auf der Party einfach nur loswerden wollen und der trotzdem einfach nicht wegzukriegen ist«, schrieb die Grüne Jugend vor einem Jahr bei Twitter. In der Schule wäre man für so eine Äußerung wegen Mobbing dran, in grünen Netzwerken erntet man Likes und Herzchen. Das Motto des Grünen-Nachwuchses lautet: Jeder darf seine Meinung sagen – solange sie sich mit unserer deckt.

    Nun hat Palmer vor einigen Tagen auf Facebook tatsächlich einen rassistischen Ausdruck benutzt, der so indiskutabel ist, dass ich ihn nicht wiederhole. Palmer spricht von einem »misslungenen Satireversuch«. Die Sprache des Posts ist eines Oberbürgermeisters unwürdig. Aber ist Palmer deswegen auch ein Rassist? Man muss schon sehr böswillig sein, um nicht zu erkennen, dass Palmer hier ein Zitat verwendet und nicht seine eigene Meinung kundtut.
    […]
    Parteien müssen sich an demokratische Regeln halten. Sie sind keine Abnickvereine und Jubeltruppen, sie müssen interne Kritiker aushalten; die Hürden für einen Rauswurf sind hoch. Sollte sich Palmer, wie angekündigt, gegen den Ausschluss wehren, hat er gute Chancen. Seinen Einfluss jedoch hat er verloren.

    Es bleibt eine grüne Partei, deren Debattenkultur so vielfältig ist wie ein Maisfeld in Brandenburg.

    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/gruene-wollen-boris-palmer-loswerden-partei-der-einfalt-kolumne-a-032c8a7f-0002-0001-0000-000177514603

    Seine Kollegin Bettina Gaus sah das genauso, anders kann man es auch nicht sehen, titelte aber einen Tag zuvor total dreist, bezogen auf eine Palmer-Äußerung aus dem Jahr 2018:

    Der grüne Rassist
    Eine Kolumne von Bettina Gaus
    Die schlimmste Entgleisung von Boris Palmer war nicht sein jüngster Facebook-Post über den Fußballer Dennis Aogo, sondern der über einen schwarzen Rüpel-Radler. Dass ihm dieser verziehen wurde, sagt viel über unsere Gesellschaft.
    13.05.2021, 13.01 Uhr
    […]
    Ich finde es glaubwürdig, dass der Bürgermeister mit seinem umstrittenen Post auf Facebook in einem Dreifachsalto sowohl Rassismus wie auch den Vorwurf des Rassismus und noch manch anderes geißeln wollte. Klingt unübersichtlich? Ist unübersichtlich.
    […]
    Die »Bild«-Zeitung kämpft, wen wundert’s, an vorderster Front. Es gehe darum, so heißt es in einem Kommentar, dass die Parteilinke die Grünen auf Linie bringen und deshalb Palmer rausschmeißen wollte – »nicht, weil er Rassist ist. Denn das ist er nicht.« Keine weitere Begründung, kein Argument. Die Behauptung genügt.
    Sie ist falsch. Boris Palmer ist ein Rassist. Nicht wegen seiner verschwurbelten Sätze zu Aogo, sondern wegen eines Posts und folgender Erklärungsversuche aus dem Jahr 2018, die allen Anforderungen der Etikette genügten. Und dennoch einfach nur rassistisch waren.
    […]
    Und wenn der Fahrrad-Rowdy tatsächlich ein Asylbewerber war? Dann gehörte es sich »schon dreimal nicht«, sich so zu verhalten wie ebenso dreiste deutsche Jugendliche, fand Boris Palmer. Weil er dankbarer und demütiger zu sein hat als junge Leute, die weder Krieg noch Flucht erleben mussten, sondern das Glück hatten, in einem sicheren Umfeld geboren worden zu sein?
    Man stelle sich vor, Palmer hätte das Wort »jüdisch« benutzt. Also: »So benimmt sich niemand, der hier als Jude aufgewachsen ist. Das wäre völlig missglückte Integration.« Oder auch: »Das gehört sich für niemanden, und für einen Juden schon dreimal nicht.« Hätte irgendjemand – irgendjemand – den Schatten eines Zweifels, dass solche Sätze den reinen Antisemitismus widerspiegelten? Ich hoffe nicht.
    Aber es sollte doch eigentlich nicht komplizierter sein, derlei Sätze als blanken Rassismus zu kennzeichnen.
    […]

    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/boris-palmer-der-gruene-rassist-a-eea03493-3f6c-40cd-b3f5-0a71b453790d

    Sie setzt also Juden, die ganz zwanglos Deutsche sind, mit integrationsunwilligen Ausländern gleich, die selbstverständlich Dankbarkeit demonstrieren sollten.

    Jetzt gibt es den ersten Artikel über „Fehler“ von Baerbock – leider hinter der Bezahlschranke.

    Nur mal so:

    Ist Habeck wirklich besser?

    Und hier eine glänzende Stellungnahme zur Identitätspolitik und zu muslimischem Antisemitismus:

    Das wird bei uns anders gesehen:

    Ich liefere die Links nach:

    Keine Ahnung, von welchem Waffenstillstandsangebot Mützenich schwafelt.

    https://www.deutschlandfunk.de/nahostkonflikt-evp-chef-weber-csu-gibt-afd-mitverantwortung.1939.de.html?drn%3Anews_id=1259489

    Hier der Kommentar eines aufgeklärten Arabers zu diesem Murks:

    Dergleichen Angriffe gibt es überall in Europa, und sogar im liberal regierten Kanada: daran ist wohl auch die AfD schuld?

    Die Tagesschau relativiert mal wieder – ähnlich wie CNN bei BLM/Antifa-„Protesten“:

    Der in Rente gegangene Anti-Putin Schreiber des SPIEGEL, Christian Neef, sieht laut seinem Profil den SPIEGEL mittlerweile auch kritisch. Und kritisiert den ÖRR:

    Es wird noch besser:

    Aber die Tagesschau hat nicht dazugelernt:

    Überhaupt befinden wir uns im freien Fall, was physische Realität angeht: „Follow the Science“ gilt nicht für Woke. Sie canceln Wissenschaft:

    Jedenfalls im ÖRR.

    Und es wird noch schlimmer:

    Cox ist zudem eine lautstarke Aktivistin für die Trans-Community. Eines ihrer Kernthemen ist die Selbstliebe unter Transmenschen und sie hat in Interviews davon berichtet, wie sie erst lernen musste, mit manchen Gegebenheiten ihres Körpers klarzukommen, unter anderem ihren breiten Schultern, großen Händen und Füßen und ihrer tiefen Stimme.

    https://www.stern.de/kultur/film/transfrau-laverne-cox-von-mann-synchronisiert–filmstudio-entschuldigt-sich-30528540.html

    Und die soll jetzt durch eine weibliche Stimme unterdrückt werden?
    Nennt man das nicht „Kulturelle Aneignung“ durch wirkliche Frauen? Ich bin verwirrt.

    • Dann mache ich mal mit der Propaganda-Front von Corona weiter:

      Corona-Zahlen laut RKI heute: Aktuelle Fallzahlen zu Inzidenz, Impfung und Todesfällen am 15.05.2021
      Innerhalb eines Tages sind in Deutschland 7.894 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Am Tag zuvor, also Freitag, waren es fast  11.400 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gewesen. Vor einer Woche, am Samstag, 08.05.2021, hatte das RKI knapp 15.700 Neuinfektionen gemeldet.

      […]
      Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Samstagmorgen bundesweit bei 87,3. Am gestrigen Freitag hatte das RKI diese Sieben-Tage-Inzidenz mit 96,5 angegeben, am Samstag vergangener Woche mit 121,5.

      Der Spiegel hatte am 15.5.2921 noch eine Inzidenz von 114,2. Und vermeldete eine Intensivbettenbelegung von Covid-19-Patienten von nur noch 4.089.

      Besonders absurd:

      +++ Corona-News +++ 8500 Neuinfektionen, Inzidenz sinkt auf 83,1
      Die Coronazahlen fallen, allerdings sind sie wohl nur eingeschränkt aussagekräftig. Und: Die Impfbereitschaft der Deutschen ist einer Umfrage zufolge gestiegen. Der Überblick.
      16.05.2021, 08.10 Uhr
      […]
      Der bundesweite Sieben-Tage-R-Wert lag laut RKI-Lagebericht vom Samstag bei 0,84 (Vortag: 0,87).

      https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-news-am-sonntag-die-wichtigsten-entwicklungen-zu-sars-cov-2-und-covid-19-a-5c7cb9d8-4cce-4e1c-a5b8-704adc0b14ae

      In der eigenen Infografik vom selben Tag weist der SPIEGEL eine Inzidenz von 108,8 aus.

      Er setzt halt seine Melanie Brinkmann-Merkel-Propaganda fort:

      Zehntausende Coronatote hätten verhindert werden können
      Wie bringt man Politiker dazu, auf seriöse Wissenschaftler zu hören?
      Von Rafaela von Bredow

      Modellierer und Virologinnen haben Deutschlands Ministerpräsidenten mehrfach vor den Folgen der zweiten und dritten Welle gewarnt. Trotzdem kamen die Maßnahmen zu spät. Aus diesen Fehlern müssen wir lernen.
      14.05.2021, 13.00 Uhr • aus DER SPIEGEL 20/2021

      […]

      https://www.spiegel.de/wissenschaft/coronavirus-wie-bringt-man-politiker-dazu-auf-die-wissenschaft-zu-hoeren-a-55762df9-0002-0001-0000-000177514663

      Derweil gibt es Fortschritte:

      Und begründeten Widerspruch:

      In der ZEIT gab es auch einen Artikel über die explodierenden Gewinne der Helios-Kliniken, die jetzt an Ärzten sparen und von staatlichen Covid-Hilfen profitierten.

      Logo, der Drosten-PCR-Test ist ungeeignet:

      Und über den Telllerrand Deutschland wird nicht geblickt:

      Journalisten und Aktivisten (wo ist da noch der Unterschied) belohnen einander mit Preisen:

      Die Nominierten der fünf Preis-Kategorien des Nannen Preis 2021 nennen wir samt eines kurzen Abrisses der Erwägungen, die in den Diskussionen der jeweiligen Jury relevant gewesen sind.

      „Geschichte des Jahres“
      Sandra Ciesek, Christian Drosten, Norbert Grundei, Korinna Hennig, Aline König, Johanna Leuschen, Katharina Mahrenholtz, Anja Martini, NDR info: Das Coronavirus Update mit Christian Drosten
      […]

      Mai Thi Ngyuen-Kim, Melanie Gath, Lars Dittrich: Mailab/funk: Corona geht gerade erst los
      […]

      „Lokal“
      Sebastian Manz (Radio Bremen), Reiko Pinkert (NDR): Vowurf des Rechtsextremismus und Mobbing bei der Bremer Feuerwehr, buten un binnen, butenunbinnen.de, bremen zwei – ab 24.11.2020 (Einreichung Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5)
      […]
      „Investigation“
      Roman Dobrokhotov, Matthias Gebauer, Christo Grozev, Roman Lehberger, Fidelius Schmid: Das sind die Männer, die Nawalny töten sollten, Der Spiegel (in Kooperation mit Bellingcat, CNN, The Insider)
      […]

      https://www.stern.de/panorama/gesellschaft/nannen-preis/nannen-preis-2021–das-sind-die-drei-besten-arbeiten-jeder-preis-kategorie-30522566.html

      Mehr muß man nicht wissen über deutschen Journalismus.

      Und so sieht es in den USA aus, nachdem die CDC zum Schrecken der Democrats verkündet haben, daß Geimpfte keine Masken mehr tragen müssen – soweit sind wir merkwürdigerweise bei uns noch nicht, obwohl jeder Wisenschaftler weiß, daß Masken, welcher Art auch immer, nichts nützen:

      Fox Reporter CONFRONTS Psaki Over CDC Decision After Calling Red States Neanderthals
      Dinesh D’Souza
      Published May 15, 2021

      https://rumble.com/vh2slh-fox-reporter-confronts-psaki-over-cdc-decision-after-calling-red-states-nea.html

      Das ist in der Tat erstaunlich. Soviel zur Maskenpflicht in den USA:

      Die rot markierten Dems States, die noch eine Maskenpflicht oktroyieren, werden schrumpfen, zumal die führenden Supermärkte bereits erklärt haben, den CDC-Empfehlungen zu folgen.

      Das dürfte der wahre Grund für die CDC-Empfehlung ein:

      Anders als Pelosi für den Kongreß folgt das WH den neuen Guidelines:

      Die komplett hysterischen Democrats-Anhänger freilich nicht:

      Die pro-Biden-politisierten Behörden geben ihren Senf dazu :

      So vernünftig reagieren Konservative:

      Während die WaPO am 14.5. textet:

      The CDC shouldn’t have removed restrictions without requiring proof of vaccination
      Opinion ● By Leana S. Wen ● Read more »

      Das ist dieselbe Zeitung, die das Erfordernis einer ID für Wahlen als „Voter Suppression“ von Minderheiten brandmarkt, denn die sind ja zu doof, sich eine ID zu verschaffen, die sie für alle möglichen Alltäglichkeiten wie Flüge benötigen.

      Und es gibt ganz aufgeregte Aktivisten, die in der NYT Aufnahme finden:

      [Thread]

      Twitter cancelt selbst Harvard-Größen:

      Und hier gibt es mal endlich ein rationales Argument dafür, unsere Kinder nicht länger von den Schulen fernzuhalten:

      Leider gibt es bei uns nur Pseudo-Wissenschaft:

      Und ganz pragmatisch:

      • Noch kurz zum Israel-Palästina-Konflikt!

        Das Problem für Israel ist halt, dass eine Zwei-Staaten-Lösung quasi nicht mehr realisierbar wird, zumal sonst Israel einen Bürgerkrieg riskieren würde, zwischen den Siedlern, die sich widerrechtlich palästinensisches Land angeeignet haben und dem Israelischen Staat. Und die Ein-Staaten-Lösung ist für Israel auch nicht viel besser, zumal die Juden dann ethnisch/religiös mit der Zeit eine Minderheit wären.
        Und das ist natürlich die These von Zuckermann, dass sich hier Israel in eine mehr oder weniger ausweglose Situation manövriert hat.

        Hier übrigens noch ein Beitrag mit Michael Lüders über die gegenwärtige Situation:

        „Dr. Michael Lüders – HAMAS vs. Israel & die völkerrechtswidrige Land-Annektion – Ein neuer Krieg?

        Alexander Kähler diskutiert mit:

        – Khouloud Daibes, Botschafterin, Leiterin Palästinensische Mission in Deutschland
        – Prof. Moshe Zimmermann, Historiker, Hebräische Universität in Jerusalem
        – Antonia Yamin, israelische Rundfunk- und Fernsehgesellschaft „Kan“
        – Michael Lüders, Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft

        Und sonst:

        Habe gerade das neuste Buch von Sarah Wagenknecht fertig gelesen und kann ich eigentlich empfehlen. Also ich selbst würde ja gegenwärtig nie Die Linke wählen, aber bei 95% der Aussagen von Wagenknecht kann ich zustimmen. Sie nimmt vor allem die Identitätslinke und die urbane, kosmopolitische Akademikerklasse ins Visier. 🙂

        Weitere Buchempfehlung:

        „Schlacht der Identitäten: 20 Thesen zum Rassismus – und wie wir ihm die Macht nehmen
        Der Kampf gegen den Rassismus ist eine Menschheitsaufgabe

        Hamed Abdel-Samad hat Rassismus erlebt: In Ägypten wurde er als hellhäutiger Kreuzritterbastard denunziert, in Deutschland ist seine Haut manchen zu dunkel, sein Name anderen zu muslimisch.

        Dieses erfahrungssatte Buch ist kein Bericht der Betroffenheit. Es ist die Analyse eines durch Globalisierung, Migration und Vorfälle in den USA auch hierzulande angeheizten Themas. Die Radikalität der Debatte, die in Deutschland weit über das Thema Rassismus hinaus Fragen von Identität, Zugehörigkeit, Rederecht und Redeverbot behandelt, droht die Gesellschaft tief zu spalten. Abdel-Samad sucht die Auseinandersetzung zu rationalisieren und zeigt im Individualismus einen Ausweg aus der zwanghaft identitätsfixierten Zugehörigkeitsdebatte“

        Lese das Buch momentan und das, was ich bisher gelesen habe, gefällt mir außerordentlich gut.

        • Nachdem ich mir die Israel-Diskussion angesehen habe, sehe ich auch keine Lösung; nach der Auffassung der palästinensischen Vertreterin müssen die jüdischen Siedler auf Palästinensergebiet erst einmal abziehen, bevor es zu einer 2-Staaten-Lösung kommen kann. Das ist unrealistisch, dank der normativen Kraft des Faktischen. Aber ob Zimmermanns Vorschlag, die jüdischen Siedler sollten als Minorität in einem palästinensischen Staat leben, wie es auch 20% arabische Israeli gibt, von der israelischen Bevölkerung akzeptiert werden könnte? Das glaubt er selber nicht, denn er sagt, daß die Mehrheit in Israel nationalistisch sei. Und die Linke, zu der er selber gehört, hat schon seit über zehn Jahren kein tragfähiges Bündnis zustandegebracht.

          Ja, Wagenknecht ist klasse (Nr. 1 auf der Bestsellerliste von SPIEGEL und STERN) – aber wie so oft: Vernunft ist immer in der Minderheit.

  3. @ Mark Smith:

    „Zum Israel-Palästina-Konflikt:
    Die Einschätzungen von Moshe Zuckermann finde ich immer noch am realistischsten, was es so in den Medien gibt:
    „Israel: Die Gewalteskalation liegt im Interesse Netanjahus
    Moshe Zuckermann aus Tel Aviv über die Entstehung des Konflikts, die Interessen von Israel und Hamas und die neue Dimension der Unruhen der israelischen Araber.
    Krass & Konkret und die Buchkomplizen danken Moshe Zuckermann, Zeit für das Gespräch gefunden zu haben, zumal er die letzte Nacht im Luftschutzkeller zubringen musste. Das Gespräch wurde heute um 15 Uhr geführt.“
    https://www.buchkomplizen.de/blog/interview/israel-netanjahu-hat-den-konflikt-provoziert/

    Warum die Presse versagt

    Das Gespräch datiert vom 12.5.2021, und ich halte es nicht für zielführend, einen ausgewiesenen Netanyahu-Gegner über cui bono und „wer hat angefangen?“ referieren zu lassen. Zuckermann fand es sogar bedauerlich, daß die Hamas-Führung in Gaza durch Luftschläge eliminiert wurde.

    Und am 12.5.2021 war es eventuell noch irgendwie vertretbar, so etwas zu formulieren:

    Es ist klar, dass jetzt die arabischen Politiker nicht geneigt sind, Netanjahu in die Hände zu spielen und ihrer Klientel zu sagen, dass sie sich ruhig verhalten sollen. Das Problem ist nur immer wieder, dass die eigentlich Leidtragenden hier die Araber selbst sind, die im Gaza-Streifen wegen der Bombardierung umkommen. Die Menschen hier sind sowieso geschlagen. Res ist ein einziges großes Gefängnis. Darüber hinaus haben alle Orte im Süden Israels großes Leid zu ertragen. Die Tatsache, dass wir hier in Tel Avib die letzte Nacht mit Hunderten von Raketen beschossen wurden, ist nicht angenehm, aber das ist gemessen daran, was die Menschen im Süden oder was diejenigen im Gaza-Streifen zu ertragen haben, ein Kinderspiel.

    Gibt es denn auch im Westjordanland Proteste?

    Hier gab es keine großen Proteste, nur in Ost-Jerusalem. Das hängt auch damit zusammen, dass im heiligen mohammedanischen Ramadan als Provokation Schockgranaten in Moscheen geworfen und die Menschen gehindert wurden hinauszugehen. Es ist klar, dass dann hier Proteste stattfinden. Im Westjordanland ist es auch deswegen relativ ruhig geblieben, weil im Augenblick die Hamas federführend ist. Sie versucht, im Westjordanland Einfluss zu gewinnen, was ihr auch gelungen ist. Die PLO, die der eigentliche Friedenspartner von Israel hätte werden sollen, ist von Israel ausgebootet worden. Es hat stattdessen die Hamas aufgepäppelt, weil die die PLO bekämpft, dafür muss man halt ertragen, dass es alle paar Jahre ein paar Tage einen Gewaltausbruch gibt. Dann hat die israelische Regierung wieder ihren Frieden.

    Es gibt ja nicht nur die Hamas, sondern auch den Islamischen Dschihad. Welche Rolle spielt der in dem Konflikt?

    Was die Angriffe auf Israel angeht, kooperieren die beiden im Moment sehr eng. Im Gaza-Streifen ist es manchmal so, dass dann, wenn sich eine Gruppe profilieren will, sie eine Rakete abschießt, dann heißt es von der Hamas, dass sie das nicht waren, das waren die anderen.

    https://www.buchkomplizen.de/blog/interview/israel-netanjahu-hat-den-konflikt-provoziert/

    Wie blind kann politische Feindschaft für die größeren Zusammenhänge machen?

    Da halte ich meinen Thread zu Israel für doch objektiver, in dem es u.a. heißt:

    Wohl auch von Netanyahu „provoziert“?

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-30/#comment-92576

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-30/#comment-92576

    Weil ja eh schon genug interessengeleitete Statements online sind – insbesondere die Presse beklagt ja den im obigen Link erörterten präzisen Luftschlag auf ein Gebäude in Gaza, in dem sich auch Pressebüros von AP und Al Jazeera befanden -, setze ich diese spezielle Aufklärung fort:

    Da war die einstündige Vorwarnung offensichtlich schon abgelaufen und das Gebäude evakuiert.

    On Saturday, it turned to the 12-story al-Jalaa Building, where the offices of the AP, the TV network Al-Jazeera and other media outlets are located, along with several floors of apartments.
    “The campaign will continue as long as it is required,” Netanyahu said in a televised speech on Saturday evening. He alleged that Hamas military intelligence was operating inside the building. Israel routinely cites a Hamas presence as a reason for targeting certain locations in airstrikes, including residential buildings. The military also has accused the militant group of using journalists as human shields, but provided no evidence to back up the claims.

    The AP has operated from the building for 15 years, including through three previous wars between Israel and Hamas, without being targeted directly. During those conflicts as well as the current one, the news agency’s cameras from its top floor office and roof terrace offered 24-hour live shots as militants’ rockets arched toward Israel and Israeli airstrikes hammered the city and its surroundings.

    In the afternoon, the military called the building’s owner and warned a strike would come within an hour. AP staffers and other occupants evacuated safely . A video broadcast by Al-Jazeera showed the building’s owner, Jawwad Mahdi, pleading over the phone with an Israeli intelligence officer and asking for just 10 more minutes to allow journalists to go inside the building to retrieve valuable equipment.

    https://apnews.com/article/israel-west-bank-gaza-middle-east-israel-palestinian-conflict-7974cc0c03897b8b21e5fc2f8c7d8a79

    Damit hat AP seine Jazeera-Kollegen aber arg düpiert: das Telefongespräch war ein Fake, alle hatten das Gebäude sicher verlassen und konnten mitnehmen, was sie wollten.

    Daß in von Terroristen beherrschten Räumen nur embedded journalism stattfinden kann, kennen wir von Ost-Aleppo und Idlib.

    Und Twitter mischt sich auch ein:

    Und welche Signale sendet die Biden-Regierung, bedrängt vom linken Flügel?

    Das bringt es wohl nicht.

    Und wie soll man diese Entscheidung verstehen, außer daß die USA niemals Beschlüsse akzeptieren, die von Rußland und China unterstützt werden:

    Biden mag zwar dement sein, seine Berater/Handler sind es allerdings nicht, und so muß man konstatieren: er wird schlecht beraten. Diversität bringt es nun mal nicht.

    Die für US-Bürger viel wichtigere Innenpolitik belegt es:

    Auch über die Erpressung von Colonial Pipeline gab es fake news:

    Logo hat die Firma die geforderten 5 Millionen Dollar bezahlt. Und die Regierung hatte sie aus ideologischen Gründen – schließlich ist man grün und gegen Pipelines – im Regen stehen lassen.

    Aber die exorbitanten Benzinpreiserhöhungen existieren auch jenseits des Pipeline-Hackings und regen Bürger auf:

    Die diversen Biden-Vertreter können da nur rumstottern, was die extrem schlechten US-Wirtschaftsdaten angeht: ob weiß und schwul, ob schwarz und Frau (denn auf Diversity kommt es gar nicht an):

    Es kommt noch schlimmer:

    Und mit der Moral ist es so eine Sache:

    CNN lügt nach wie vor:

    Das Narrativ der white supremacy hate crimes gegen Asian Americans bricht auch in sich zusammen: es sind Schwarze, die die diese erfolgreichste Einwanderungsgruppe angreifen, die selbst Weiße überflügelt:

    Die Leitmedien interessieren sich natürlich auch nicht für die Arizona-Wahlüberprüfung:

    Sollten sie aber:

    Alles in allem:

    😉

    Entsprechend wenig lesen wir über Biden in der deutschen Presse. Sie ist noch auf dem Trip, Biden verteidigen zu wollen, nachdem sie Trump jahrelang mit fake news verfolgt hat. Hier eine kleine Erinnerung eines kritischen linken Journalisten:

    • @ Gabriele Wolff

      Du schreibst:

      „Wie blind kann politische Feindschaft für die größeren Zusammenhänge machen?“

      Ich finde, Zuckermann sieht die grösseren politischen Zusammenhänge ausgezeichnet! 🙂
      Ich vermute übrigens, dass Michal Lüders die Zusammenhänge genauso sieht wie Zuckermann.
      Und auch Gideon Levy ist für mich immer ein guter Gewährsmann:

      „Haaretz columnist Gideon Levy offers his analysis on the escalating Israeli-Palestinian violence
      Gideon Levy, an Israeli columnist and board member of the Israeli daily Haaretz, tells FRANCE 24 that the escalating violence is not surprising in light of Israel’s 53-year occupation of Palestinian territories and says only international action might eventually lead to a lasting solution to the conflict.

    • Sehr geehrte Frau Wolff,
      ich lese Ihren Blog nun schon seit etlichen Jahren täglich (!) mit großem Gewinn, kommentiere aber nur sehr selten. Heute drängt es mich wieder einmal, und zwar möchte ich das von Mark zitierte Interview mit Moshe Zuckermann verteidigen, und empfehle auch die Fortsetzung vom 15. März:
      https://www.buchkomplizen.de/blog/aktuelles/moshe-zuckermann-israel-braucht-die-hamas-die-hamas-braucht-netanjahu/
      Dass Sie Zuckermann ausgerechnet Blindheit für größere Zusammenhänge nachsagen, verstehe ich angesichts seiner Ausführungen nicht. Natürlich kann und muss man über die Richtigkeit dieser beschriebenen Zusammenhänge streiten, aber der weit über tagesaktuelles Kleinklein gerade hinausgehende von ihm gebotene Kontext (aus seiner Sicht natürlich, sed audiatur semper et altera pars) ist doch prinzipiell begrüßenswert.
      Und eine Verharmlosung der Hamas kann man Zuckermann doch auch nicht vorwerfen: „Das ist eine islamistische reaktionäre Bewegung, die auch im Gazastreifen eine Diktatur errichtet hat. Die Menschen habe unter der Hamas eine ganze Menge zu leiden.“ (zitiert nach obigem Link)
      Ich bemerke auch bei Kommentatoren, die ich sonst sehr schätze, in Hinblick auf den neuesten Nahostkonflikt ein Blindseinwollen für die Vorgeschichte, die doch bei anderen Themen, wie beispielsweise der Krimfrage, ganz zu recht als entscheidend für die Beurteilung angesehen wird. Es wird wohl das Thema Israel sein, das bei uns fast nur streng polarisierte Meinungen provoziert – in die eine oder eben in die andere Richtung. Schade.

      • Gegen diese Polarisierung wollte ich eigentlich anschreiben – denn die Thematik ist zu komplex, es gibt kein Schwarz-Weiß -: und leider gehört Moshe Zuckermann zu den Vereinfachern. Die Palästinenser sind bei ihm nur Opfer, und Netanyahu ist der große Bösewicht, der selbst für die Fehler der Palästinenser veranwortlich ist. Ich zitiere mal:

        Israel braucht die Hamas, sie hat sie ja in den vorangegangenen Jahrzehnten mit aufgebaut, weil man gegen die säkulare PLO einen Faktor haben wollte, um die palästinensische Einheit zu zersplittern. Das ist ja auch gelungen. Bei den Palästinensern gab es einen Bürgerkrieg. Deswegen ist der Gazastreifen ganz in der Hand der Hamas. Es gibt dann alle paar Jahre wieder einen Krieg, der aber von Israel nicht so zu Ende geführt wird, dass die Hamas ganz zerstört wird. Es braucht aber nicht nur Israel die Hamas, sondern auch umgekehrt die Hamas Netanjahu. [Aber daß es jetzt verschwärft gegen die Führungsriege der Hamas geht, war ihm auch nicht recht.]
        […]
        Die Frage ist aber viel wichtiger, als sie sich anhört. Was Netanjahu geschafft hat, was besonders eklatant in der Zeit Donald Trumps war, ist, die palästinensische Frage, also die Zwei-Staaten-Lösung, so sehr vom Tisch zu fegen, dass sich heute keiner in der Welt mehr um die Palästinenser kümmert. Das verdankt sich auch der geschwächten Position des PLO-Führer Abbas. Weil sich die Hamas sehr viel stärker profiliert. Das ist genau das, was Israel immer gewollt hat.
        […]
        Die Polizei ist total überfordert und dysfunktional gewesen. Sie ist ein Herrschaftsinstrument zur Kriegstreiberei geworden, die Netanjahu aus persönlichen Gründen verfolgt.
        […]
        Wenn es Vorkommnisse von palästinensisch, türkisch oder wie auch immer angetriebenen Antisemitismus [in Deutschland] gibt, der sich aus der Israel-Kritik bildet, dann ist das genau das, was die Israelis haben wollen. Der Antisemitismus bedient die israelische Propaganda. Man braucht den Antisemitismus, um zu sagen, die ganze Welt ist gegen uns, weshalb wir uns von niemandem etwas vorschreiben lassen.
        […]

        https://www.buchkomplizen.de/blog/aktuelles/moshe-zuckermann-israel-braucht-die-hamas-die-hamas-braucht-netanjahu/

        Das erinnert mich an die NATO-Propaganda, Assad habe Islamisten aus der Haft entlassen, um den grundanständigen „arabischen Frühling“ in Syrien islamistische zu unterminieren.

        @ Mark Smith:

        Auch Gideon Levy weicht der Frage aus, warum es gerade jetzt so eskaliert, und bezieht sich auf 50 Jahre Unterdrückung. Zu allem Überfluß sagt der Moderator auch noch, Israel habe ja den starken Verbündeten USA. Genau das ist nicht mehr der Fall, und das sowie die Annäherung der USA an den Iran sind für mich die geopolitisch entscheidenden Auslöser der Gewalt (übrigens halte ich Raketen auf Wohngebiete nicht für eine „symmetrische“ Antwort auf überflüssige Polizeiaktionen in Ost-Jerusalem, bei denen niemand ums Leben kam).

        Ich habe mal den Twitter-Account des Außenministeriums der USA angesehen – eine reine Katastrophe! Sieht so der „starke Alliierte“ von Israel aus, der die Hamas abschrecken könnte? Nicht einmal zur Frage, ob die USA Abwehrraketen für den Iron Dome liefern werden, wird kommuniziert. Stattdessen eine PK, bei der die Sprecherin von sich aus das Thema Israel nicht einmal anspricht, statt dessen freundliche Eid-Grüße:

        Ja, was erlaubt sich Rußland!

        Next, we are deeply troubled by reports that Russian authorities have frozen Radio Free Europe/Radio Liberty’s bank account. This is Russia’s latest attempt to suppress independent media and deny the Russian people access to objective news.
        We will continue to unequivocally support RFE/RL, and its affiliates, and to stand up for freedom of expression including members of the press.
        The people of Russia deserve access to a wide range of information and opinions and a government that respects freedom of expression and keeping with Russian’s international obligations and OSCE commitments.

        https://www.state.gov/briefings/department-press-briefing-may-14-2021/#post-243497-MEP3

        Fragen zu Israel gab es schon, aber was für welche!:

        QUESTION: Great. Thank you. Thanks, Jalina. I’d like to ask you about the latest in the Middle East. To begin with, can you give us an update on Envoy Hady Amr so what he’s doing, when does he expect to have meetings there, and what his goal will be? And give an assessment of where things stand right now. There have been calls for de-escalation. We’ve seen renewed violence. We saw the operation last night in Gaza from the Israelis. Is this consistent with the calls for de-escalation that we’ve seen from the United States? Thank you.

        MS PORTER: Let me just start off by saying that we remain deeply concerned about the current violence, and we are working towards achieving a sustainable calm. We are – when it comes to your question about Deputy Assistant Secretary Amr, he is in Israel and the West Bank to engage with senior Israeli and Palestinian officials. As you know that Amr has decades of experience in this issue. His trip is a part of an ongoing high level engagements by senior U.S. officials on these critical issues. But while he’s there, he’ll reinforce our message that we have stressed in many senior level engagements with the parties and other stakeholders this past week, which of course namely achieving a sustainable calm.
        […]
        QUESTION: Thanks so much. Yes, Jalina. My second question is: Is the Biden administration worried or concerned or outraged or pick whatever adjective you want that Prime Minister Netanyahu may be using this crisis in order to bolster his domestic political standing? There is no formal government. He’s in essence a prime – a lame duck prime minister right now. The efforts for Yair Lapid to form a government have been suspended because of the violence, and now Naftali Bennett, who is one of the prime minister’s supporters, is suggesting that perhaps Netanyahu should just simply stay in office open ended regardless of the last election’s results because of this existential threat to Israel’s security.

        MS PORTER: Well, I don’t have anything to offer specifically on your comment to Prime Minister Netanyahu. But as far as being concerned, I will say that we are deeply concerned about the current violence, and of course are working to achieving a sustainable calm. And this is what we’re encouraging from our side.
        Of course, we’ve been very clear that Hamas’s ongoing rocket attacks into civilian areas of Israel are completely unacceptable and that they must cease. Of course, Israel has the right to defend itself from these rocket attacks, and both Israelis and Palestinians – I will just leave it there and kind of just reiterate that we are concerned. It remains that we’re deeply concerned about the violence that’s happening right now.
        […]
        QUESTION: Hey, thank you. So are there – is the Biden administration doing anything specifically to discourage Israel from a potential ground invasion in Gaza? […]

        MS PORTER: I’ll take your first question first. So the United States will continue to remain engaged with senior Israeli officials as well as Palestinian leadership and other partners in the region. And of course, we’re continuing to – continuing at an intensive pace of high-level calls and meetings by senior-level U.S. officials with other senior officials from Israel, the Palestinian Authority, their partners, as well as other stakeholders. And of course, that includes the visit by our Deputy Assistant Secretary Hady Amr to the region.
        […]

        https://www.state.gov/briefings/department-press-briefing-may-14-2021/#post-243497-MEP3

        Danach gab es diesen ausgewogenen Retweet:

        und danach tugendhafte Ablenkungen:

        Zur „operation last night in Gaza from the Israelis“ gab es dann diesen Retweet, in dem Israel gerügt wird – obwohl Leib und Leben von Journalisten der AP u.a. zu keinem Zeitpunkt gefährdet war – sie müssen nur neue Büros anmieten:

        Die Priorität liegt eindeutig bei der Grenzkrise:

        Und wieder: Israel bedroht die Pressefreiheit:

        Getrieben von den Parteilinken:

        Ähnlich äußerte sich mal Baerbock:

        Logo, die embedded AP hat aus Gaza immer nur parteiisch berichtet:

        Ob Israel DIESE USA wirklich als Alliierten ansieht, ist doch sehr fraglich:

        Aber die US-Bürger interessiert wohl viel mehr die Benzinpreis-Explosion (vor kurzem noch unter 2 Dollar pro Gallone):

        • Nun ist es aus beiden Lagern bestätigt: in dem Hochhaus, in dem AP und Al Jezeera Büros hatten, gab es auch ein Hamas-Geheimdienstbüro:

          Daß das US-Außenministerium der lügenden AP auch noch Avancen macht, läßt sich kaum damit begründen, daß die CIA schlechter informiert sein soll als gut vernetzte Bürger. Nein, hiermit soll die Parteilinke befriedet werden. Es ist fast schon komisch, daß der WELT-Chefreporter jetzt plötzlich so verständig über islamistische Taktiken redet, die genauso in Syrien angewandt wurden, um im Verein mit der Propaganda von Bellingcat und den White Helmets üble Presse gegen Assad und die Russen zu erzeugen:

          […]

          Palästinenser werden aber nicht nur durch Hamas und PLO vertreten: es gibt auch selbstkritische unabhängige palästinensische Intellektuelle:

          Daran hat sich bis heute nichts geändert.

          Es gab zur Abwechslung mal einen guten Artikel in der ZEIT zum Problem – auch wenn er ohne die neuen geopolitischen Rahmenbedingungen wegen der Schwäche der aktuellen US-Regierung auskam:

          Nahostkrise
          Ein Konflikt ohne Schwarz und Weiß
          Meinen, ohne zu wissen, ist grundsätzlich nicht sinnvoll – in der Nahostkrise erst recht nicht. Unschuldige sind die Leidtragenden, ihnen sollte Solidarität gelten.
          Ein Kommentar von Hasnain Kazim
          16. Mai 2021, 17:59 Uhr
          […]
          Reflexhafte Reaktionen

          Eine ernsthafte, präzise, differenzierte Auseinandersetzung mit dem Konflikt führt dazu, dass man beide Seiten kritisieren muss. Das kann man sachlich, möglichst emotionslos, auch im Sinne der Freundschaft und Völkerverständigung tun. Politik muss darüber hinaus gestalten, sich einmischen, dort, wo nötig, Druck machen – und zwar nicht nach identitätspolitischen Kriterien. Geradezu reflexhaft sichern Staats- und Regierungschefs von Staaten mit überwiegend islamischer Bevölkerung den Palästinensern ihre Solidarität zu, „unseren Brüdern und Schwestern“, genauso reflexhaft, wie jetzt manche Muslime in Deutschland und anderswo auf die Straße gehen und Partei ergreifen.

          Reflexhaft sichern andere Israel ihre Solidarität zu. Manche Nutzer von sozialen Medien schreiben „I stand with Israel forever“ in ihre Profile, manche Gemeinden hissen israelische Flaggen. Und ebenso reflexhaft nutzen in Deutschland Rechtspopulisten bis Rechtsextremisten die politischen Ereignisse in Nahost, um den „islamischen Antisemitismus“ zu beklagen und vor „muslimischer Zuwanderung“ zu warnen – als hätten ihre Vorfahren im Geiste nicht den mörderischsten Antisemitismus in der Menschheitsgeschichte zu verantworten.

          Dabei ist ihnen ja in einem Punkt nicht zu widersprechen: Antisemitismus darf keinen Platz haben in einer zivilisierten Gesellschaft, auch in keiner von Muslimen. Aber identitätspolitische Positionierungen, reflexartige Antworten und einseitige Parteinahmen halte ich in diesem Konflikt für falsch.

          Es sind die Regierungspolitiker Israels und die Anführer der Hamas, die für die Gewalt verantwortlich sind. Es sind vor allem unschuldige Menschen, die die Leidtragenden dieser Gewalt sind. Ihnen sollte, unabhängig von ihrer Identität, unsere Solidarität gelten. Das ist die einzige Position, die ich für angemessen halte.

          https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-05/nahostkonflikt-israel-palaestina-reaktionen-protest-kritik/komplettansicht

  4. @ Mark Smith:

    Warum die Presse versagt


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-30/#comment-92569

    Nicht alle Deiner Tweets zum Woke- und Baerbock-Thema haben mir gefallen. Aber auf diese will ich näher eingehen, nämlich u.a. auf diesen Artikel hier:

    Ich Völkerrechtlerin, du Schweinebauer
    Annalena Baerbock erklärte sich selbst zur „Völkerrechtsexpertin“

    Von Redaktion
    Fr, 14. Mai 2021
    […]
    Offen bleibt bis jetzt die Frage, unter welchen Umständen Baerbock 2004 ohne Hochschulabschluss den einjährigen postgradualen Master-Studiengang an der LSE beginnen konnte. Zumindest nach den jetzigen Regeln des Law Department fordert die LSE für einen postgradualen Studiengang der Rechtswissenschaften entweder ein juristisches Diplom – oder das Diplom in einem anderen passenden Studienfach und einen juristischen Bachelor-Abschluss (LL.B). Grünen-Sprecher Andreas Kappler erklärte, 2004 sei die Zulassung zum postgradualen Studium an der LSE für ausländische Studenten auch mit einem Vordiplom möglich gewesen.

    TE fragte auch bei der Presseabteilung der LSE selbst nach. Ein Mitarbeiter antwortete mit der Empfehlung, die Frage direkt an das Law Department der Hochschule zu stellen. Das tat TE – bekam aber bislang keine Antwort.

    Unbeantwortet – sowohl von Baerbock als auch von der LSE – blieb bis jetzt auch die Frage nach der Master-Abschlussarbeit der Politikerin in London. TE hatte nach dem Thema gefragt – und danach, wo die Arbeit hinterlegt ist. Weder die Grünen-Vorsitzende noch die London School of Economics reagierten darauf. Sollte nach dem 12-Monats-Masterkurs in internationalem Recht an der privaten Hochschule tatsächlich noch nicht einmal eine schriftliche Abschlussprüfung obligatorisch sein, dann wäre der Abschluss kaum mit einem regulären Diplom oder gar einem Staatsexamen vergleichbar.

    Ungeklärt ist außerdem, wie Baerbock 2009 die Zulassung zur Promotion in Völkerrecht an der FU Berlin bekam, die sie allerdings nie abschloss. Nach der Promotionsordnung wäre ein juristischer Abschluss die Voraussetzung für die Zulassung zu diesem Promotionsverfahren gewesen.
    Über das Aufhübschen des eigenen Lebenslaufs berichteten Medien in Österreich bisher kritischer als die meisten deutschen Blätter.
    Der Express sprach von „Schummeln“,

    der Standard immerhin von „Verwirrung“.

    In Deutschland erregte sich der Tagesspiegel stattdessen über „Falschmeldungen“ über Baerbock – so, als stammten die falschen Angaben nicht von Baerbock selbst – und über „rechte Medien“. Die FAZ versicherte ihren Lesern schon im Vorspann, in Baerbocks universitärer Karriere sei „alles mit rechten Dingen“ zugegangen.
    https://www.faz.net/aktuell/karriere-hochschule/hoersaal/annalena-baerbocks-studium-in-london-master-ohne-bachelor-17336848.html

    Die massiven Täuschungen der Öffentlichkeit durch Baerbock und die stillschweigende Korrektur durch die Partei machte das Blatt nicht zum Thema. Eine eigene Nachfrage an der LSE erwähnte das Blatt nicht.

    https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/annalena-baerbock-als-selbst-erklaerte-voelkerrechtsexpertin/

    Ich erinnere daran, daß die Zugangsordnung zur LSE 2004 zwar so lautete:

    „In einer der Antworten gab es einen Link zum Master-Studiengang in London vom 6.2.2004:

    You are here – Welcome to LSE > Academic Registrar’s Division > Graduate Admissions > Graduate Prospectus > Entry requirements and application process > What you need to apply
    What you need to apply
    […]
    Equivalence of non-UK qualifications

    Simply having a first degree from your country may not be sufficient for admission to LSE. British students at LSE are among the highest achievers in what is already, by international standards, a very selective system. The first degree in some countries may not be considered equivalent to a British first degree.
    The following list shows what we would normally expect in terms of the qualifications offered in a number of countries.
    […]
    Germany: Diplom, Staatsexamen or Magister with good grades. We will consider you if you have taken the Vordiplom or other intermediate qualification, provided that you have also taken a third year (at least two semesters) of substantive study beyond that point
    […]

    http://web.archive.org/web/20040206012858/http://www.lse.ac.uk/resources/graduateProspectus2004/entryRequirementsAndApplicationProcess/whatYouNeedToApply.htm

    Jetzt muß man sich wundern, daß sie sogar 4-5 Jahre studiert haben will (2000 bis 2004), aber nur über ein Vordiplom verfügt. Das hätte, weil die LSE deutschen Studenten, die offenbar als zahlungskräftig galten, Vorzugsbedingungen einräumte, gereicht, wenn Baerbock NACH dem Vordiplom noch 2 Semester studiert hätte. Ob das der Fall ist, wissen wir nicht, weil wir das Datum des Hamburger Vordiploms nicht kennen.“

    Warum die Presse versagt

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-30/#comment-92552

    Und schon gar nicht wissen wir, ob das Law Department, auf das jetzt verwiesen wird, von diesen allgemeinen Regeln abwich und strengere Vorgaben hatte. Juristen sind ziemlich pingelig, und Bologna ist weitgehend an ihnen vorbeigezogen. Sicherlich auch im U.K.

    Was ja auch daran liegt, daß Frauen keine MINT-Fächer belegen, sondern in Gender Studies und Writing Courses investieren. 😉

    O.K., sie stellen mittlerweile auch die Mehrheit in Jura und Medizin, aber wenn sie sich dann für sichere und familienfreundliche Jobs beim Staat entscheiden, verdienen sie natürlich weniger als Männer, die familienunfreundliche, arbeitsreiche, riskante und lukrativere Jobs in ihrem Feld suchen – was ihre Lebenszeit verkürzt.

    Der ist gut! Ein FDP-ler hat eine Antwort:

    Und zu Gersemann wollte ich eh kommen:

    • An meinen letzten Corona-Beitrag anschließend:

      „Niemand anders als Joe Biden demonstriert, was für ein fake seine Regierung darbietet: selbst die zurückhaltenden CDC promoten maskenfreie Begegnungen Geimpfter:

      Willkommen in der faktenfreien Welt der Propaganda!“
      https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-30/#comment-92564
      [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-30/#comment-92564

      Zur Lage am 14.5.2021

      https://www.welt.de/wirtschaft/video221032152/90-Sekunden-Corona-Tempolimit-erreicht-Die-aktuellen-Corona-Zahlen-fuer-Sie-erklaert.html

      Am 14.5.2021 gibt es beim SPIEGEL mit seinen selbstgebastelten Zahlen statt einer Inzidenz von 96 noch eine Inzidenz von 119,3. Was soll das? Ergänzend die dort kolportierte Zahl von Covid-10-Intensivpatienten: 4.182. Das ist nun wirklich kein Grund zur Panik.

      Die mediale Desinformation rund um Corona ist genauso groß wie die um Identitätspolitik, Grüne, und wenn ich es recht überlege, um eigentlich alles.

      Eine Generalabrechnung mit dem allgemeinen Haltungsjournalismus, und daß Harald Martenstein, ein letzter Freier bei Tagesspiegel und ZEIT, ständig hinter Bezahlschranken versteckt, hier einmal ausführlich zitiert wird, ist Gold wert. Denn seine uneinsichtigen Kollegen feinden ihn selbstverständlich an.

      Das ist nun freilich ein ganz umfassender, sehr begrüßenswerter Artikel über Identitätspolitik und den Verlust der Debattenkultur. Ich zitiere jetzt nur mal dessen wichtigste Aspekte zu Corona:

      Essay
      Polarisierung, Aggression und Hysterisierung – über ein Land, das seine Debattenkultur verlor
      Nach 15 Monaten Pandemie ist die Debattenkultur schwer beschädigt. Das folgt aus einem rigiden Moralismus, der nur noch „gut“ oder „böse“ kennt. Zeit, die Ideale der Aufklärung wiederzuentdecken.

      Hans-Jürgen Jakobs
      13.05.2021 – 15:45 Uhr

      […]
      Widerspruch scheint Luxus geworden zu sein

      In der Corona-Frage wiederum sieht Stegemann eine „asymmetrische Kommunikation“. Auf kritische Fragen werde mit moralischer Empörung reagiert, klagt der Autor: „80.000 Tote sind genug! Geh mal auf eine Intensivstation!“ Besonders in der Betrachtung der Pandemie fällt auf, wie schnell kritische Stimmen aus der Öffentlichkeit verschwunden sind oder marginalisiert wurden. Widerspruch scheint Luxus geworden zu sein.

      So wurde der Münchener Ethikprofessor Christoph Lütge rasch durch die Landesregierung aus dem Bayerischen Ethikrat entfernt, nachdem er die Corona-Politik kritisiert hatte, unter anderem wegen einer „unverantwortlichen Angstrhetorik“. Nicht auszuhalten.

      Als es um die Maßnahmen gegen Corona ging, war eine Fraktion der Wissenschaft quasi regierungsamtlich im Verbund mit dem Robert Koch-Institut an vorderster Stelle vertreten, mit Galionsfiguren wie Christian Drosten, Karl Lauterbach oder Viola Priesemann.

      Die anderen kamen zwar auch coram publico vor – Hendrik Streeck, Klaus Stöhr, Jonas Schmidt-Chanasit –, wurden aber vom Regierungsmedizin-Lager schon mal als „sogenannte Experten“ geschmäht. Oder von einzelnen Medien wie dem „Spiegel“ als gefährlich abgestempelt. Abweichende Meinungen, die es auch in der Wissenschaftsakademie Leopoldina, im Helmholtz-Institut oder im Ethikrat gab, wurden vom Mehrheitslager um Angela Merkel schnell neutralisiert.

      Und von der Bundesregierung wurde dann am Ende behauptet, all ihre Maßnahmen seien auf die Wissenschaft zurückzuführen – womit nur jene Experten gemeint waren, die den gewünschten Rat pro Lockdown gaben. Das hat die Polarisierung und den Ton der Gespräche angeheizt, aber kaum zur Rationalität der Entscheidungsfindung beigetragen.

      Den Ton in dieser verhinderten Streitkultur setzte Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus im Bundestag: Wer dem Infektionsschutz nicht zustimme, nehme in Kauf, dass Menschen krank werden oder sterben. Alarmismus ersetzte Analyse. Das Parlament fiel als Zentralort einer intensiven Streitkultur und offenen Gesellschaft weitgehend aus.

      Medien als verschärfender Faktor

      Medien werden dabei zwangsläufig zum Krise verschärfenden Faktor, wenn sie nicht mehr das gesamte Meinungs- und Bewertungsspektrum aufzeigen, sondern lieber selbst einordnen, was dem Streben nach einer besseren, klimafreundlichen, gerechten Welt, frei von Rassismus dient. Manche nennen „Haltung“, was in Wirklichkeit schnell Manipulation ist. Journalismus hat zu allem Distanz zu halten oder er hört auf, gut zu sein. Neutralität ist das „Reinheitsgebot“ dieser Branche.

      In den nächsten Wochen, wenn sich die Gefahr der „dritten Welle“ gelegt hat, tun alle gut daran, in Ruhe Bilanz zu ziehen. Was hat sich in der Virenbekämpfung bewährt, was lief schief? Warum haben wir die Gesundheitsämter nicht besser digitalisiert? Warum nur auf den sehr groben Inzidenzwert geschaut?
      Warum wurden erst spät spezielle Konzepte für Altenheime und soziale Problemviertel entwickelt? Warum lief die Beschaffung und Verteilung der Impfstoffe so schleppend, woran mangelte es bei der Teststrategie? Was machen wir beim nächsten Mal besser? Und: Warum haben wir darüber nicht ausführlicher geredet? Wie haben wir überhaupt kommuniziert? Wie also konnten wir die Debattenkultur so sehr verkommen lassen?
      […]
      Nach einer solchen selbstkritischen Bestandsaufnahme könnte sich auch jene „robuste Zivilität“ wiedereinstellen, die der britische Historiker Timothy Garton Ash als essenziell für Gesellschaften hält. Das würde das Ende jenes „Bubble-Kampfes zwischen Angehörigen verschiedener Meinungsblasen“ einläuten, den der renitente Schauspieler Jan Josef Liefers kritisiert. Was immer man über #allesdichtmachen denkt, und da gibt es viel Kritikwürdiges, eine Gewissheit bleibt ihm: „Irgendeinen neuralgischen Punkt haben wir berührt.“

      Wohin es aber führt, wenn sich die offene in eine geschlossene Gesellschaft verwandelt, sieht man ebenfalls beim Thema Infektionsschutz. Seit fünf, sechs Monaten war in den Corona-Krisenstäben der Republik bekannt, dass viele an Covid-19 Erkrankte einen Migrationshintergrund haben – ein Tabu, über das man nicht sprach. Erst im März wagte es Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts, die Sprache darauf zu bringen.

      Er redete von Parallelgesellschaften. Wenn man dort etwas ausrichten wolle, klappe das nur mit beinharter Sozialarbeit in den Moscheen. Prompt handelte sich Wieler Vorwürfe der Diskriminierung von Minderheiten ein.
      Erst in den letzten Wochen hat sich langsam die Auffassung durchgesetzt, lieber in prekär-sozialen Milieus gezielt Pandemie-Aufklärung zu betreiben und prioritär zu impfen. Mit früheren Maßnahmen dieser Art wäre viel Leid zu vermeiden gewesen. Dazu muss man aber erst die Fakten kennen und benennen, also schrankenlose Debatten führen. So jedoch hat der neue Moralismus denen geschadet, die eigentlich geschützt werden sollen.

      https://www.handelsblatt.com/meinung/kommentare/essay-polarisierung-aggression-und-hysterisierung-ueber-ein-land-das-seine-debattenkultur-verlor/27183648.html?share=twitter

      Ich empfehle den gesamten Artikel.

      Zu Gerseman:

      Kritische Stimmen halten die Shitstorms der Social Media eben oft nicht aus.

      Angesichts unsinniger Maßnahmen räumen sogar Jugendliche auf: Draußen infiziert sich niemand!

      In den USA brodelt es – kein Wunder, die republikanischen Staaten öffnen folgenlos, in den Lock down-Democrats States geht es mit der Wirtschaft bergab – und nun gibt es nicht nur DIE Wissenschaft:

      Und das in einem Democrats MSM wie ABC.

      Das war ja nun der Aufreger:

      Möglich, aber nicht sehr wahrscheinlich. Offenbar mußten die CDC auf die Empirie in den republikanischen Staaten reagieren. Wo ja schon längst alles offen ist. Die Democrats folgen „der Wissenschaft“ dieses Mal nicht:

      Eine NBC-Reporterin folgt natürlich sofort:

      Zur Explosion führte allerdings dieser Biden Tweet; zunächst die hysterischen Democrats-Reaktionen:

      Wie so oft, wird das Satire-Magazin durch die Medienrealität getoppt: Rachel Maddow schlägt wirklich alle:

      Hier die eher rationale Reaktion der Republikaner:

      Damit schließt sie an Floridas Begnadigungen an:

      Unter der politisierten Biden-Administration sind die CDC ja eigentlich gar nicht mehr ernst zu nehmen:

      Bizarre Stunts von Democrats gab es gratis:

      Parodien ebenfalls:

      • Und hier nun das, was ich zuletzt über die USA gesammelt habe; zunächst ein Vorspann zu Israel:

        Nahostkonflikt
        Wie die Hamas die eigene Bevölkerung als Schutzschild missbraucht
        13.5.2021 Stand: 13:46 Uhr | Lesedauer: 5 Minuten

        Von Clemens Wergin
        Chefkorrespondent Außenpolitik

        Eine Armee soll normalerweise die eigenen Bürger schützen. Im Gazastreifen läuft es umgekehrt: Hamas-Kämpfer verstecken sich hinter der dortigen Bevölkerung, sogar in Schulen und Krankenhäusern. Israel reagiert darauf mit speziellen Taktiken.
        Das größte Problem im Schlagabtausch zwischen Israel und Hamas ist das, was man als Asymmetrie der Mittel und Intentionen bezeichnen könnte. Hamas wirft alles in diesen Kampf, was die Organisation hat, und greift gezielt Wohnviertel an, um möglichst großen Schrecken unter der israelischen Zivilbevölkerung zu verbreiten. Damit verstößt die Terrormiliz systematisch gegen Kriegsvölkerrecht.

        Israel hingegen sieht sich verpflichtet, internationale Normen der Kriegsführung einzuhalten und kämpft deshalb mit gebundenen Händen, was den großen technologischen Vorsprung Israels teilweise zunichtemacht. Denn Israel kann nur einen kleinen Teil seiner Feuerkraft in Anschlag bringen, wenn es kein Massaker in Gaza anrichten und einen internationalen Aufschrei auslösen will.
        Hamas macht sich dieses israelische Dilemma zunutze.
        […]

        https://www.welt.de/politik/ausland/plus231096121/Wie-die-Hamas-die-eigene-Bevoelkerung-als-Schutzschild-missbraucht.html

        Alles richtig – aber man wünscht sich, daß die russischen Luftschläge in Syrien ebenso beurteilt worden wären, wo sich Islamisten ihre Kommandozentralen in Schulen und Krankenhäusern eingerichtet hatten.

        Ilhan Omar & Co glauben es sowieso nicht:

        Es gibt Leute, die Trump vermissen:

        Aber stimmt das? Darüber gibt es zwei Versionen:

        Und das sagt The Hill:

        Tja.

        Auch sonst wird die Presse immer unzuverlässiger:

        WaPo, 12.5.2021:

        The new CNN is more opinionated and emotional. Can it still be ‘the most trusted name in news’?
        By Jeremy Barr ● Read more »

        Das meint die WaPo nicht ironisch. 😉

        Auch mit von der Partie: Politico:

        Trump hat Stefanik unterstützt – aber viele Republikaner mißtrauen ihr:

        • Zum Israel-Palästina-Konflikt:

          Die Einschätzungen von Moshe Zuckermann finde ich immer noch am realistischsten, was es so in den Medien gibt:

          „Israel: Die Gewalteskalation liegt im Interesse Netanjahus

          Moshe Zuckermann aus Tel Aviv über die Entstehung des Konflikts, die Interessen von Israel und Hamas und die neue Dimension der Unruhen der israelischen Araber.

          Krass & Konkret und die Buchkomplizen danken Moshe Zuckermann, Zeit für das Gespräch gefunden zu haben, zumal er die letzte Nacht im Luftschutzkeller zubringen musste. Das Gespräch wurde heute um 15 Uhr geführt.“
          https://www.buchkomplizen.de/blog/interview/israel-netanjahu-hat-den-konflikt-provoziert/

  5. Mark Smith hatte geschrieben:

    „Zu Baerbock: Ich halte sie tatsächlich noch nicht so wahnsinnig kompetent in den unterschiedlichsten Politikfeldern.
    Aber das darf man ja nicht sagen, sonst droht das hier!“

    Warum die Presse versagt

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-30/#comment-92559

    Wie verlogen dieses Statement ist, sieht man schon daran, daß der linke Tilo Jung die nicht ganz so linke SPD-Politikerin Giffey ungestraft angreifen kann: und dann noch mittels eines längst überholten Interviews von November 2019:

    Und in dem zitierten Artikel steht auch, daß dieses Statement überholt ist; noch besser: grüne Frauen greifen Giffey wegen ihrer „Qualifikation“ ebenfalls an – schließlich ist Wahlkampf!

    11.05.2021, 23:20 Uhr
    Erneute Prüfung der FU Berlin
    Giffey offenbar vor Aberkennung des Doktortitels – Grünen-Fraktionschefin fordert Konsequenzen

    Wird Franziska Giffey der Doktortitel entzogen? Einem Bericht zufolge soll sich das Prüfgremium der FU im Abschlussbericht dafür ausgesprochen haben.
    Julius Betschka Silvia Perdoni Tilmann Warnecke Christian Latz

    Im Fall des offenbar bevorstehenden Entzugs des Doktortitels für Franziska Giffey, Bundesfamilienministerin und SPD-Spitzenkandidatin zur Abgeordnetenhauswahl, hat die Berliner Grünen-Co-Fraktionsvorsitzende Antje Kapek Konsequenzen gefordert. „Es ist jetzt ihre Chance zu zeigen, ob sie die politische Größe besitzt, zu ihren Versprechungen aus der Vergangenheit zu stehen“, sagte Kapek dem Tagesspiegel mit Bezug darauf, dass die Freie Universität (FU) Giffey den Doktortitel aberkennen könnte.
    Giffey hatte in früheren Äußerungen erklärt, vom Ministerinnenamt zurückzutreten, sollte die Universität ihr den akademischen Titel entziehen. Gegenüber dem Tagesspiegel ruderte die Sozialdemokratin in der vergangenen Woche jedoch zurück: „Ich habe mich dazu ganz klar geäußert: Das Verfahren, in dem ich das gesagt habe, ist abgeschlossen. Das ist beendet“, sagte Giffey im Podcast „Eine Runde Berlin“ des Tagesspiegel Checkpoints.

    Kapek äußerte sich auch zu Stimmen aus der SPD, die die FU für das Verfahren kritisierten. Der SPD-Abgeordnete Sven Kohlmeier etwa bescheinigte der Universität einen „Vertrauensverlust ihrer wissenschaftlichen Reputation“. Die grüne Co-Fraktionsvorsitzende Kapek nannte solche Einlassungen eine „problematische Umkehrung von Ursache und Wirkung“ in der Plagiatsaffäre. „Hätte sie von Anfang an hundert Prozent korrekt zitiert, hätte es das Verfahren gar nicht erst gegeben“, sagte sie mit Bezug auf Giffey.
    […]
    Die Bundesfamilienministerin hatte im vergangenen November bekanntgegeben, im Zuge der Plagiatsaffäre freiwillig auf ihren Titel zu verzichten. Sie habe sich zu dem Schritt entschieden, um weiteren Schaden von ihrer Familie und ihrer politischen Arbeit sowie ihrer Partei abzuwenden. Ihre Arbeit als Ministerin werde sie fortsetzen, sagte Giffey damals – obwohl sie zuvor ihren Rücktritt als Ministerin in Aussicht gestellt hatte, falls ihr der Titel aberkannt werden würde.
    […]

    https://www.tagesspiegel.de/berlin/erneute-pruefung-der-fu-berlin-giffey-offenbar-vor-aberkennung-des-doktortitels-gruenen-fraktionschefin-fordert-konsequenzen/27178432.html

    Vieler kapieren es mmer noch nicht, worum es bei Baerbocks akademischer Laufbahn geht:

    Der Unterschied ist, daß sie keinen deutschen Studienabschluß hat, es aber wegen der Gunst der Stunde so wirken ließ, als habe der Ein-Jahres-Kurs in London ihren nicht vorhandenen Bachelor aus Hamburg aufgestockt. Sie ließ es zu, daß sie als „Völkerrechtlerin“ bezeichnet wurde.

    Nicht, daß die fehlende akademische Qualifikation für ihr unsinniges Geplapper von Bedeutung wäre:

    Blog für wissenschaftliche Redlichkeit
    ISSN 2197-6449 – Newsblog des Plagiatsgutachters Doz. Dr. Stefan Weber – Seit 2010 Ungereimtheiten um den Bachelor-Abschluss der deutschen Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock

    Drittes Update vom 12.05.2021, 16:30 Uhr: Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich in meinem ersten Blog-Beitrag hier Frau Baerbock an keiner Stelle direkt oder indirekt beschuldigt habe, sich ihren Studienzugang erschlichen zu haben – bitte nachlesen. Auch wurden in diesem Blog keine Falschmeldungen lanciert. Im Gegenteil: Diese wurden u.a. von der Süddeutschen Zeitung, den Grünen Brandenburgs und Beiträgern der Wikipedia publiziert.

    Ich denke, wir sind uns alle einig, dass insbesondere Lebensläufe von PolitikerInnen sauber sein müssen. Wenn PolitikerInnen an öffentlichen Universitäten studiert haben, besteht ein doppeltes Interesse an Transparenz und Sauberkeit. Ich hoffe, dass mir bis zu diesem Punkt alle folgen können und wollen. Und hier war der Lebenslauf von Frau Baerbock schlichtweg nicht sauber genug: Das Vordiplom wurde bislang beim Hamburger Studium ebenso verschwiegen wie die Tatsache, dass das Studium in Hamburg offenbar in London finalisiert wurde. So kam es zum Konstrukt eines Bachelors.

    Was ich nicht verstehe und wogegen ich seit Jahren ankämpfe, ist dieser geheimnistuerische Umgang mit Informationen zu Studien-Laufbahnen. In der Tat verstehe ich nicht, warum die Grünen gestern auf Twitter nur Snippets von Vordiplom und LL.M.-Zeugnis veröffentlicht haben, weil sie damit nur weiteren Spekulationen über die Datumsangaben einen Nährboden bereiten.

    […]

    https://plagiatsgutachten.com/blog/ungereimtheiten-bachelorabschluss-baerbock/

    All diese Fragen haben immerhin dazu geführt, daß sie nun auch ihre Angaben auf ihre Homepage geändert hat:

    Und zwar am Nachmittag des 11.5.2021, kurz nachdem nachdem Hadisch, der zu den ersten Zweifelnden gehörte, sich mit einer Nachfrage an den Sprecher des grünen Wahlkampfteams gewandt hatte:

    Eigentlich kein Thema, Studienabbrecher gibt es im deutschen Bundestag genug, und die Überhöhung einer akademischen Ausbildung ist eh fragwürdig. Aber die moralische Fallhöhe bei den Grünen ist nun mal ausgeprägter. In der ZEIT gab es neben Bernd Ulrichs Artikel über die moralische Überheblichkeit der Grünen als möglichen Fallstrick:

    https://www.zeit.de/2021/20/die-gruenen-bundestagswahl-klimapolitik-radikalisierung-wahlkampf

    Hier zitiert:

    Warum die Presse versagt


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-30/#comment-92554

    auch diesen Artikel:

    Olaf Scholz
    Unterschätzt
    Ehrlicher Respekt und echte Geschlossenheit – Olaf Scholz könnte doch noch Kanzler werden. Im Ernst? Ja, doch.
    Von Peter Dausend
    11. Mai 2021 DIE ZEIT Nr. 20/2021, 12. Mai 2021
    […]
    In den kommenden Wochen wird die SPD auf eine Union treffen, die das Leiden an ihrem Kandidaten kaum überwinden dürfte, im Gegenteil – für noch lautere Wehklagen werden schon Söder und wahrscheinlich auch das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt Anfang Juni sorgen. Und die Grünen haben sich nun ein Ausschlussverfahren gegen Boris Palmer aufgeladen und in dessen Schlepptau eine Debatte über Identitätspolitik und sprachliches Jakobinertum dazu – ein Themenfeld, das so wunderbar verhetzbar ist, dass man nicht Merz heißen muss, um sich darauf zu stürzen. In diesem Umfeld braucht die SPD nicht zwingend ein Aufbruchssignal, um zu beweisen, dass es sie noch gibt. Das Abbruchssignal der anderen könnte laut genug sein.

    https://www.zeit.de/2021/20/olaf-scholz-spd-parteitag-bundestagswahl-respekt-wahlkampf

    Tatsächlich gibt sich Boris Palmer siegesgewiß, was das Parteiausschlußverfahren angeht:

    Boris Palmer
    Warum kann er nicht die Klappe halten?
    Boris Palmer ist wieder einmal ausfällig geworden. Diesmal ziehen die Grünen Konsequenzen. Im Gespräch begrüßt Palmer selbst das Ausschlussverfahren gegen sich.
    Interview: Lisa Nienhaus
    11. Mai 2021 DIE ZEIT Nr. 20/2021, 12. Mai 2021
    […]
    ZEIT: Was ist daran Satire, wenn man ein abwertendes Wort für das Geschlechtsteil eines Schwarzen verwendet?

    Palmer: Die satirische Überspitzung war für mich offensichtlich. Einen deutschen Nationalspieler schwarzer Hautfarbe als „schlimmen Rassisten“ zu bezeichnen, wie ich es in dem Kommentar getan habe, ist an sich schon grotesk. Und das noch damit zu begründen, dass im Internet Menschen behaupten, dass er auf sich selbst rassistische Begriffe anwendet – das N-Wort ist ja ein Zitat aus dieser Schmutzkampagne gegen Aogo –, setzt dem Ganzen doch die Krone auf. Der Kommentar stand im Kontext einer Verteidigungsrede auf ihn, die ich wegen seiner unberechtigten Verbannung vom Bildschirm gepostet hatte. Damit war die Sache meiner Meinung nach ziemlich klar. Das konnte nur falsch verstanden werden durch Beseitigung des Kontextes. Erst als ein einzelner Satz abfotografiert wurde und ohne den Kontext auf Twitter zirkulierte, wurde der virtuelle Lynchmob aktiviert.

    ZEIT: Ich glaube, dass Sie sich irren. Die meisten Menschen haben auch mit Kontext keine Satire erkannt. Aber noch einmal anders: Ist es nicht eine Frage des Anstands, zumal als Oberbürgermeister, solche Worte einfach nicht zu verwenden, selbst wenn sie ein Zitat sind?

    Palmer: Jan Böhmermann hat den Ausdruck „Ziegen ficken“ in seinem satirischen Gedicht auf den türkischen Präsidenten verwendet.

    ZEIT: Jan Böhmermann ist von Beruf Satiriker. Sie sind es nicht.
    Palmer: Es gibt keine Vorschrift, dass nur amtlich beglaubigte Satiriker satirische Formulierungen benutzen dürfen. Aber Ihre zuvor geäußerte Kritik akzeptiere ich. Ich gebe zu: Das war ein misslungener Satireversuch.

    ZEIT: Wollen Sie sich entschuldigen?

    Palmer: Ganz sicher nicht. Diese Entschuldigungsforderungen sind ja Teil der Empörungsrituale, mit denen versucht wird, Leute mundtot zu machen. Es geht hier um etwas viel Größeres als nur um einen Satz. Es geht um die Cancel-Culture, in der ich eine ernsthafte Bedrohung für die offene Gesellschaft sehe. Schauen Sie sich nur an, was in den vergangenen 14 Tagen passiert ist mit den Schauspielern, die an der Aktion #allesdichtmachen beteiligt waren. Ein Ex-Landesminister hat gefordert, die öffentlich-rechtlichen Sender sollten die Zusammenarbeit mit Jan Josef Liefers beenden. Das geht in Richtung Existenzvernichtung. Dann kamen die Auftrittsverbote für Jens Lehmann und Dennis Aogo. Ich soll jetzt wegen eines satirischen Satzes aus meiner Partei ausgeschlossen werden.
    […]
    ZEIT: Glauben Sie wirklich, dass Sie niemanden mit Ihrer Äußerung verletzt haben?

    Palmer: Das weiß ich nicht. Aber das Vorschieben von Verletzungen anderer ist ein ganz typisches instrumentelles Argument. Man macht sich zum Fürsprecher von Menschen, mit denen man gar nicht gesprochen hat, entmündigt sie eigentlich.
    […]
    Palmer: […] Aber ich kritisiere Annalena Baerbock in keiner Weise. Ich kann gut nachvollziehen, dass sie angesichts des immensen Drucks in der Partei klare Worte der Kritik finden musste. Meine Gegenwehr bezieht sich nicht auf Kritik per se. Ich akzeptiere sehr wohl, dass mein Kommentar misslungen ist, dass er unklug war, dass er völlig unnötigen Schaden angerichtet hat, nicht zuletzt auch für mich und meine Stadt. Das sind alles berechtigte Kritikpunkte. Aber Ächtung ist was anderes. Und wenn einem grundlos Rassismus vorgeworfen wird, dann ist das heute gesellschaftliche Ächtung.
    […]
    ZEIT: Der Parteivorstand in Tübingen hat gesagt, dass Sie nicht mehr Kandidat sein könnten.

    Palmer: Ja, vor einem Jahr. Aber die Entscheidung treffen die 500 Mitglieder und nicht fünf Personen im Vorstand. Wie mir überhaupt auffällt, dass ich besonders viel Unterstützung von Grünen ohne Mandat habe oder aus der Gründungsgeneration. Menschen, die nichts mehr zu verlieren haben. Alle, die noch um Ämter kämpfen oder Karriere machen wollen, trauen sich mittlerweile gar nicht mehr, sich mit mir blicken zu lassen. Dieses repressive Meinungsklima macht mir große Sorgen. Wenn eine grüne Partei ins Illiberale kippt, dann verliert sie ihre Chance, unser Land zu gestalten.

    ZEIT: Inwiefern?

    Palmer: Wir werden für die Klimawende sehr viele Vorschriften, Gebote und Verbote benötigen. Wir können das nur durchsetzen, wenn die Menschen uns glauben, dass das notwendig ist. Wenn sie aber vermuten, dass wir nur verbotsgeil sind, dann werden wir krachend scheitern. Und gerade aus diesem Grund darf eine grüne Partei den illiberalen Versuchungen des Zeitgeistes nicht erliegen.

    https://www.zeit.de/2021/20/boris-palmer-gruene-tuebingen-ausschlussverfahren-dennis-aogo/komplettansicht

    Auch sein schwergerwichtiger grüner Anwalt argumentiert damit, daß er Schaden von der Partei abwenden wolle:

    Leider nur mit Abo lesbar.

    Mark Smith sagte auch:

    „Weshalb nun die Anna Gallina explizit auf ihrem Account darauf hinweisen muss, dass sie weiss, cis ist und mit „sie“ angesprochen werden möchte, ist für mich unergründlich bzw. weisst haargenau hin, dass wir es mit einer Person zu tun haben, die aus der urbanen, kosmopolitischen Akademikerklasse stammt und der Partei der Grün_:/*Innen angehört und einen identitätspolitischen Einschlag hat.“

    Da kann ich mit Genugtuung feststellen, daß Sarah Wagenknechts Buch „Die Selbstgerechten“ im aktuellen STERN die Nr. 1 der Sachbuch-Bestsellerliste ist, die heuchlerische Abgehobenheit der Grünen also weithin bekannt sein dürfte:

    Sahra Wagenknecht: „Die Selbstgerechten“Gender, Queer, Flüchtlinge: Mit billigem Trick macht Lifestyle-Linke die Mehrheit zu Rechten
    • Sahra Wagenknecht
    Gestern, 12.05.2021 | 21:39

    Rassismus, Homophobie und andere reaktionäre Einstellungen sind in unserer Gesellschaft wieder weit verbreitet und finden erneut eine zunehmende Resonanz. Dieser Eindruck entsteht zumindest in der öffentlichen Debatte. Wer genauer hinschaut, stellt fest: Das ist ein Märchen. Ein Auszug aus Sahra Wagenknechts neuem Buch „Die Selbstgerechten“

    Der Zeitgeist, soweit wir Umfragen zu konkreten Themen als Maßstab nehmen, ist sozial-ökonomisch links und kulturell solide liberal. Was er sehr entschieden nicht ist, ist linksliberal in dem heutigen Verständnis dieses Begriffs. Die große Mehrheit der Menschen, einschließlich der meisten Wähler rechter Parteien, sind keine verbohrten Ewiggestrigen, die am liebsten Sex vor der Ehe verbieten würden und nicht damit klarkommen, dass Homosexuelle oder Menschen anderer Hautfarbe gleiche Rechte haben. Es ärgert sie allerdings, dass es immer nur die Lebensentwürfe von Minderheiten, teils von sehr kleinen Minderheiten sind, die im Mittelpunkt der öffentlichen Aufmerksamkeit stehen.

    Das Märchen vom rechten Zeitgeist: Rechts, nur weil man Gender- und Queer-Theorie nicht teilt?

    Die meisten Menschen, auch die Männer, sind heute für die Gleichberechtigung der Frau. Aber sie fühlen sich auf den Arm genommen, wenn ihnen die Propheten der Gender-Theorie erzählen, dass es keine biologischen Unterschiede zwischen Mann und Frau mehr geben soll, und sie wollen auch nicht von ihrer „heterosexuellen Matrix“ erlöst werden, wie es sich die Queer-Theorie auf die Fahne geschrieben hat.
    Auch die meisten Wähler rechter Parteien sind keine Feinde der Demokratie. Viele haben eher den Glauben daran verloren, in einer zu leben. Sie sind auch nicht gegen eine gute Zusammenarbeit in Europa. Aber sie rebellieren dagegen, immer mehr Kompetenzen an Brüsseler Technokraten zu übertragen, auf die sie keinen Einfluss haben und deren Einmischung in die nationale Politik für sie bisher immer nachteilig war.
    […]
    In Wahrheit ist es also ein billiger Taschenspielertrick, mit dem der Linksliberalismus seinen „rechten Zeitgeist“ hervorzaubert, gegen den er dann seine Kulturkämpfe führt. Er misst „rechts“ einfach nicht mehr an den Merkmalen, die rechtes Denken traditionell definiert haben: Abwertung von Menschen anderer Hautfarbe, Hass auf Minderheiten, Ablehnung der Demokratie, nationale Überlegenheitsgefühle oder die Unterstützung von Sozialdarwinismus und großer Ungleichheit. Stattdessen erklärt er Positionen, die große Teile der Bevölkerung, vor allem Nicht-Akademiker, vertreten und die früher auch in sozialdemokratischen Parteien selbstverständlich waren, für rechte Positionen. Und – simsalabim – da ist er, der rechte Zeitgeist, die große Gefahr für unsere Demokratie, gegen die jetzt alle Demokraten zusammenstehen müssen…
    […]

    https://www.focus.de/kultur/gesellschaft/sahra-wagenknecht-die-selbstgerechten-mit-billigem-trick-macht-lifestyle-linke-die-mehrheit-zu-rechten_id_13283120.html

    Da hat sie sehr recht. Und damit auch:

    Weitergedacht – Die Wagenknecht-Kolumne
    Grüne Wohlfühlpartei verspricht sauberes Leben – doch Sankta Annalena behütet nur die Reichen

    • Sahra Wagenknecht
    Freitag, 07.05.2021 | 08:51
    […]

    Weit konkreter sind die Ankündigungen, bei denen vermutlich weniger interessieren wird, ob das nach Corona noch finanzierbar ist, weil diese Ausgaben nicht der Staat, sondern der Bürger zu bezahlen hat. Schon in zwei Jahren soll der CO2-Preis auf 60 Euro pro Tonne erhöht werden, fast doppelt so viel wie derzeit geplant, was die Spritpreise und Heizkosten erheblich in die Höhe treiben dürfte. Aber dass Normalverdiener sich deshalb leisten können, in ein modernes Niedrigenergiehaus mit Wärmepumpe und Solardach umzuziehen oder zum Job und zum Einkaufen mit einem smarten Tesla zu fahren, steht nicht zu erwarten. Auch die top-sanierte Altbauwohnung im Innenstadtbereich, von der aus man viele Wege tatsächlich mit dem Fahrrad erledigen kann, dürfte eine Domäne der Besserverdiener bleiben.

    Dass Politiker der Grünen wiederum auch kein Problem damit haben, den öffentlichen Nahverkehr, statt ihn auszubauen, zu zerfleddern und zu privatisieren, demonstriert die grüne Verkehrssenatorin der Stadt Berlin, die gerade dabei ist, die Berliner S-Bahn an möglichst viele unterschiedliche Betreiber zu verscherbeln, auf dass in Zukunft möglichst keine Verbindung mehr zu einer anderen passt. Klar, die eigene Klientel wohnt eher nicht in den Randbezirken, und die geplante City-Maut wird die Innenstadt in Zukunft zur Freifahrtzone für zahlungskräftige Autofahrer machen. Wer dann immer noch die S-Bahn braucht, ist selber schuld…
    […]

    https://www.focus.de/politik/deutschland/weitergedacht/weitergedacht-die-wagenknecht-kolumne-gruene-versprechen-sauberes-leben-aber-sankta-annalena-behuetet-nur-die-reichen_id_13261539.html

    Wer hätte gedacht, daß im FOCUS sowohl Jan Fleischhauer als auch Sarah Wagenknecht eine Kolumne haben könnten? Unabhängige Köpfe sind nun mal rar in Deutschland…

    Ja, es wird sehr kompliziert werden – und irgendwelche Annalena-Plattitüden werden bis zur Wahl entzaubert sein.

    • Ich könnte hier weiterermachen, so viel habe ich zum faktenresistenten Moralismus der Grünen gesammelt – aber ich will doch zunächst auf Corona eingehen, ein Thema, das ebenfalls faktenfrei kommuniziert, ebenfalls durch den Tagesspiegel:

      „Schaut man sich die öffentlichen Twitterprofile der die Kampagne führenden Journalisten an, fällt eine frappierende Homogenität auf. Leber, Soltau, Huber und Friends twittern überwiegend zu Themen wie Antirassismus, rechte Gewalt, rechte Coronaleugner, Blackfacing, rechter Hass im Netz, Neonazis, rechte Verschwörungstheorien oder rechte Buchhändlerinnen. Sie verlinken auf Jan Böhmermann und retweeten immer wieder auch Beiträge von Matthias Meisner, dem allergrößten „Kämpfer gegen rechts“ beim Tagesspiegel. Die schwere Schlagseite hin zum linken politischen Aktivismus ist unübersehbar. Insofern scheint die Kampagne, die sie gegen „allesdichtmachen“ gefahren haben, mehr über sie selbst auszusagen als über die Schauspieler, die sie zu diskreditieren versuchten.

      Mladen Gladic bezeichnete das Phänomen, dass die meisten Medien, insbesondere der Tagesspiegel, die inhaltlichen Anliegen der Schauspieler ignorierten und sich stattdessen breit auf den „Beifall von der falschen Seite“ konzentrierten, als „Kurzschluss“. Doch das ist nicht das richtige Bild. Bei einem Kurzschluss fliegen die Sicherungen heraus, und das Licht geht aus. Im Fall der Kampagnen-Journalisten des Tagesspiegel liegt hingegen eine grundsätzliche Fehlschaltung vor, die in ihrer einseitigen Fixierung auf den „Kampf gegen rechts“ und den von ihnen verinnerlichten identitätspolitischen Leitsätzen „Rechten darf man keine Bühne bieten“ und „Wer mit Rechten auch nur diskutiert, ist selbst einer“ besteht.
      […]
      Redaktioneller Nachtrag 1: Gestern Abend reagierte der Tagesspiegel mit einem Live-Podcast auf die massiven Leserproteste in der in diesem Achgut.com Zweiteiler behandelten Causa, den Sie hier anschauen können.
      https://plus.tagesspiegel.de/tagesspiegel-live-am-11-mai-um-19-uhr-alles-richtig-gemacht-bei-allesdichtmachen-142085.html

      Der bemerkenswerte Verlauf der Diskussion zeigte einen (nur kurzzeitig zugeschalteten) Harald Martenstein, der seine Kollegen unmissverständlich darauf hinwies, wie Journalismus funktioniert – und dass diese Standards hier eklatant verletzt wurden. Die Performance der beiden anwesenden Tagesspiegel-Redakteure – einer davon Joachim Huber – beurteilen die Zuschauer am besten selbst. Dem ebenfalls anwesenden Arzt, Publizisten und Unternehmer Paul Brandenburg, der damit auch einmal selbst zu Wort kommen durfte, hatten sie – höflich ausgedrückt – nichts Überzeugendes entgegenzusetzen. Achgut.com wird über diese Diskussion noch einmal separat berichten.

      https://www.achgut.com/artikel/tagebuch_einer_hinrichtung_2_der_schauprozess_2

      13.5.2021

      Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut binnen eines Tages 17.419 Corona-Neuinfektionen gemeldet.
      Das sind rund 4.500 weniger als am Donnerstag vor einer Woche. Die 7-Tage-Inzidenz wird vom RKI mit 103,6 angegeben. Gestern lag sie bei 107,8 und in der Vorwoche bei 125,7.

      https://www.deutschlandfunk.de/covid-19-inzidenzwert-sinkt-laut-rki-weiter.2932.de.html?drn:news_id=1258653

      Das deutsche Virus bleibt bürokratisch: jewels am Donnerstag hat es seinen höchsten Verbreitungsstand. 🙂

      Eine Entwicklung, die Drosten nicht gefallen kann. So retweetete er diesen Artikel:

      Wow! Indien als Schreckensgespenst ist wohl schon out?

      Und danach – also am 12.5. oder später – gar diesen unlustigen Comic:

      Andere Wissenschaftler erklimmen derweil Bestsellerlisten (weil nicht Hardcover, bei den üblichen STERN- und SPIEGEL-Bestsellerlisten nicht gelistet):

      Die Menschen informieren sich. Wieso lagen die internationalen Modellierer weltweit so falsch? Ein kanadischer Professor versucht sich an einer Erklärung:

      Canada
      Professor Explains Flaw in Many Models Used for COVID-19 Lockdown Policies
      By Andrew Chen
      May 10, 2021 Updated: May 11, 2021

      Economics professor Doug Allen wanted to know why so many early models used to create COVID-19 lockdown policies turned out to be highly incorrect. What he found was that a great majority were based on false assumptions and “tended to over-estimate the benefits and under-estimate the costs.” He found it troubling that policies such as total lockdowns were based on those models.

      “They were built on a set of assumptions. Those assumptions turned out to be really important, and the models are very sensitive to them, and they turn out to be false,” said Allen, the Burnaby Mountain Professor of Economics at Simon Fraser University, in an interview.
      Allen says most of the early cost-benefit studies that he reviewed didn’t try to distinguish between mandated and voluntary changes in people’s behaviour in the face of a pandemic. Rather, they just assumed an exponential growth of cases of infection day after day until herd immunity is reached.

      In a paper he published in April, in which he compiled his findings based on a review of over 80 papers on the effects of lockdowns around the world, Allen concluded that lockdowns may be one of “the greatest peacetime policy failures in Canada’s history.”
      https://www.theepochtimes.com/lockdowns-could-be-canadas-biggest-policy-failure-in-history-report-says_3796311.html

      Klicke, um auf LockdownReport.pdf zuzugreifen

      […]
      However, they didn’t take into consideration people’s voluntary behavioural changes in response to the virus threat, which have a major impact on evaluating the merits of a lockdown policy.
      “Human beings make choices, and we respond to the environment that we’re in, [but] these early models did not take this into account,” Allen said. “If there’s a virus around, I don’t go to stores often. If I go to a store, I go to a store that doesn’t have me meeting so many people. If I do meet people, I tend to still stand my distance from them. You don’t need lockdowns to induce people to behave that way.”

      Allen’s own cost-benefit analysis is based on the calculation of “life-years saved,” which determines “how many years of lost life will have been caused by the various harms of lockdowns versus how many years of lost life were saved by lockdowns.”

      Based on his lost-life calculation, lockdown measures have caused 282 times more harm than benefit to Canadian society over the long term, or 282 times more life years lost than saved.
      Furthermore, “The limited effectiveness of lockdowns explains why, after one year, the unconditional cumulative deaths per million, and the pattern of daily deaths per million, is not negatively correlated with the stringency of lockdown across countries,” writes Allen. In other words, in his assessment, heavy lockdowns do not meaningfully reduce the number of deaths in the areas where they are implemented, when compared to areas where lockdowns were not implemented or as stringent.
      […]

      Allen laments that media for the most part have carried only one side of the debate on COVID-19 restrictions and haven’t examined the other side. Adding to the concern, he says, is that views contrary to the official government response are often pulled from social media platforms.
      […]

      https://www.theepochtimes.com/mkt_morningbrief/professor-explains-flaw-in-many-models-used-for-covid-lockdown-policies_3807048.html?utm_source=morningbriefnoe&utm_medium=email&utm_campaign=mb-2021-05-11&mktids=b28c518b0a2f1e41d8a6486a246c6325&est=xjs1zRFYImnHBB%2FBi2rX1ebqfjcoO8ouog7FtrQnrHhNr63ZrN4XgpXDw%2BxHiSFkolL2BA%3D%3D

      Ja, die einseitigen Medien und Big Tech haben eine Diskussion extrem behindert.

      Gibt es nun einen Change?

      Corona, Medien
      Positiver Corona-Test – nur noch ein „Nachweis, dass das Virus da irgendwo an die Schleimhaut geraten ist“ 180-Grad-Wende im TV?
      Veröffentlicht am 11. Mai 2021
      […]
      Bis vor einiger Zeit wurden die Zahlen der positiv Getesteten in vielen großen Medien regelmäßig als Zahl der „Neuerkrankungen“ vermeldet. Auch heute ist das noch anzutreffen. Wobei die Zahl zunehmend von der Bildfläche weicht. Weil sie zu gering geworden ist, um Angst zu erzeugen? Gerade sinkende Fallzahlen sollten doch als gute Nachricht unters Volk gebracht werden.

      Aber sei‘s drum. Viel erstaunlicher ist, dass gerade mancher Fernsehsender nicht mehr wiederzuerkennen ist. Im aktuellen Fall RTL. Dort war jetzt in den Nachrichten ein Kurzinterview mit dem Arzt und Journalisten Christoph Specht zu sehen. Das so massiv von der „Generallinie“ der großen Medien in Sachen Corona-Tests abweicht. Ausgerechnet, wenn es um Innenminister Horst Seehofer (CSU) geht, der positiv getestet wurde nach seiner (Erst-)Impfung […]
      [video src="https://videos.files.wordpress.com/WUXrK7dl/pcr-test-gros-540p_mov_hd.mp4" /]

      Anhand des Beispiels Seehofer erklärte jetzt der Fernseharzt Specht genau das, was davor noch fast zur medialen Vierteilung geführt hätte. „Was da zuerst so dramatisch klingt, ist eigentlich gar nicht dramatisch. Wir wissen ja, dass nach einer Impfung man sich immer noch anstecken kann, aber Ansteckung heißt eben noch nicht Erkrankung“.
      Weiter führte Specht aus – und jetzt kommt es: „Nach allem, was wir hören, hat er auch keine Symptome. Wenn alles normal läuft, dann hat er jetzt lediglich den Nachweis, den positiven Nachweis, dass das Virus da irgendwo an die Schleimhaut geraten ist. Er mag auch infiziert sein. Aber eben ohne Krankheitssymptome. Und alle Untersuchungen zu den Impfungen, die haben ja auch immer dargestellt, ob man eben Symptome hat, nicht unbedingt, ob man noch infiziert ist. Also von daher, wenn keine Symptome auftauchen, dann ist das keine beunruhigende Nachricht.“
      […]

      https://reitschuster.de/post/positiver-corona-test-nur-noch-ein-nachweis-dass-das-virus-da-irgend-wo-an-die-schleimhaut-geraten-ist/

      Aber das gilt wohl nur für Seehofer.

      Es ist peinlich, nun auf BILD Bezug nehmen zu müssen:

      Trotz Spott und Beschimpfungen
      Diese kritischen Corona-Experten behielten Recht!
      veröffentlicht am 11.05.2021 – 23:30 Uhr

      Sie wurden verhöhnt, verspottet und als Verharmloser beschimpft: Doch sie behielten RECHT!

      ► Pandemie-Experte Klaus Stöhr (62, ehem. WHO) kritisierte am 13. Januar in BILD den Lockdown: „Ich halte das propagierte Ziel, eine Inzidenz von 50 zu erreichen und dann zu halten, für vollkommen realitätsfern und demotivierend“.
      SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erklärte bei einer Inzidenz von 57 spöttisch: „Wir werden auch Zielinzidenz von 35 erreichen.“ Fakt ist: Die Inzidenz erreichte die 50 nicht, stieg kurz darauf trotz Dauer-Lockdown auf bis zu 170!

      ► Virologe Hendrik Streeck (43, Uni Bonn) zeigte sich am 15. Januar bei „web.de“ optimistisch: „Im März, spätestens April“, würden die Infektionszahlen sinken, „wie wir das im vergangenen Frühjahr gesehen haben“.

      Als die Zahlen stiegen, wurde Streeck im TV und im Internet als Verharmloser verhöhnt. Fakt ist: Forscher (LMU München) errechneten, dass die Welle bereits Ende März abgebremst war – ab Ende April begannen die Infektionszahlen rasch zu sinken!

      Gerald Gaß (58), Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, widersprach am 2. April den Panikmachern: „Eine totale Überlastung unseres Gesundheitssystems oder gar Triage wird es in den kommenden Wochen absehbar nicht geben.“

      Der Intensivmediziner-Verband DIVI, der vor einem Krankenhaus-Kollaps gewarnt hatte, warf Gaß eine „Verhöhnung“ der Intensiv-Ärzte und Pfleger vor. Fakt ist: Das Gesundheitswesen wurde nicht überfordert. Seit Anfang Mai sinkt die Zahl der Intensiv-Patienten.
      https://bilder.bild.de/fotos-skaliert/gemeldete-intensivbetten-auf-intensivstationen-in-krankenhaeusern–infografik-74216116/1540,w=756,q=high,c=0.bild.gif

      https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/trotz-spott-und-beschimpfungen-diese-kritischen-corona-experten-behielten-recht-76364422.bild.html

      Bei 4.256 Covid-19-Patienten am 13.5.2021 (laut SPIEGEL).

      Die Demokratie wird also immer mehr ausgehebelt.

      Also wie bei uns:

      Und ein weiterer Querschläger gegen die Drosten-These einer relevanten Kinder-Infektiösität bei gleichzeitigem Plädoyer für Schulschließungen vom 29.4.2020:

      Coronavirus
      Kinder sind keine Virenschleudern
      Eine Studie mit israelischen Grundschülern gibt Entwarnung.
      Von Ulrich Bahnsen
      28. April 2021 DIE ZEIT Nr. 18/2021, 29. April 2021

      Israel macht in Sachen Corona-Abwehr so viel richtig, dass es uns in Deutschland schon unheimlich vorkommen könnte. Nicht nur die Impfkampagne läuft dort deutlich besser, israelische Wissenschaftler liefern auch viele Antworten auf Fragen, über die man sich hierzulande nahezu faktenfrei streiten muss. Etwa die Frage der Schulöffnung: Während die einen vor explodierenden Fallzahlen bei Schulkindern warnen, winken andere Experten ab – beides erstaunlich, weil belastbare Daten aus Deutschlands Lehranstalten weithin fehlen.

      Mediziner der Universität Tel Aviv haben die Gefährdungslage der Kinder im vergangenen Jahr nun genau untersucht und ihre Ergebnisse jetzt im Fachblatt Jama veröffentlicht. Das Fazit der Forscher um Eli Somekh: Für Kita- und Grundschulkinder sind Öffnungen kaum eine Gefahr.

      Zur Erinnerung: Israel hatte am Ende der Sommerferien 2020 eine 7-Tage-Inzidenz von 120 – damals eine der höchsten weltweit. Die Schulen wurden dennoch am 1. September voll geöffnet, mit Maskenpflicht für alle Kinder über sieben Jahre. Weil die Zahlen weiter stiegen, schloss man die Schulen zwei Wochen später. Das Land ging in den Lockdown. Erst am 1. November wurden die Schulen wieder geöffnet.

      Welche Gefahr die Zeit der offenen Schulen für die Kinder brachte, zeigt nun die Auswertung der Daten des israelischen Gesundheitsministeriums: Die Infektionsrate war bei den mehr als 47.600 Kindern unter 10 Jahren niedrig – alle anderen Altersgruppen (10 bis 19, 20 bis 39, 40 bis 59, über 60) infizierten sich zwei- bis dreimal häufiger. Auch der Anstieg der positiven Tests verlief bei den Kleinsten am langsamsten – über die zwei Wochen im September wie im November und Dezember, als die britische Variante sich im Land ausbreitete. Ein weiteres Indiz für das verminderte Infektionsgeschehen lieferte die Rate der positiven Ergebnisse unter allen durchgeführten Tests: Auch hier waren die unter 10-Jährigen am wenigsten betroffen.

      „Die Untersuchung zeigt, dass Kinder dieser Altersgruppe keine substanzielle Ansteckung mit Sars-CoV-2 während des Schulbesuchs erkennen lassen“, schreiben die Autoren in Jama. Das heißt zwar nicht, dass die Schließungen von Kitas und Grundschulen kein Mittel der Pandemiebekämpfung sind, aber sie sind wohl eher das letzte Mittel.

      https://www.zeit.de/2021/18/coronavirus-kinder-infektion-schule-israel-forschung

      Und das ist noch nichts gegen die Empirie in Florida – die von den MSM in den USA freilich unterminiert wird:

      Niemand anders als Joe Biden demonstriert, was für ein fake seine Regierung darbietet: selbst die zurückhaltenden CDC promoten maskenfreie Begegnungen Geimpfter:

      Willkommen in der faktenfreien Welt der Propaganda!

      • Da das Internet nichts vergißt, macht nun dieses Video die Runde: kurz nachdem Baerbock ihr „Völkerrechtsstudium“ in Hamburg aus ihrer Bio getilgt hat:

        Ja, das ist wirklich lustig!

        Ich denke, daß sie die falsche Kandidatin ist, auch wenn die Medien sie noch hofieren. Grüne und Linke werden auch zu ihrem ungeklärten Verhältnis zur Terror-Miliz Hamas zu knabbern haben; und die deutschen Medien daran, daß sie muslimischen Antisemitismus und muslimische Homophobie aus PC-Gründen gern ausklammern:

        Wer im Glashaus sitzt… Der SPIEGEL wirft der Springer-Presse „Kampagnenjournalismus“ vor:

        Kampagnenjournalismus
        Israel, die »Bild« und die Greta-Thunberg-Spinne

        Ein Kommentar von Arno Frank
        Die »Bild«-Zeitung rückt Greta Thunberg in die Nähe von Israelhassern und fordert klare Worte der Distanzierung. Erstaunlich, spricht man der jungen Frau doch ansonsten jede Legitimation und Expertise ab.
        12.05.2021, 20.28 Uhr
        […]

        https://www.spiegel.de/kultur/bild-berichterstattung-ueber-nahostkonflikt-greta-thunberg-vs-israel-a-d9d1244e-d276-470b-9fe3-35598b69f79c

        Die schlimmste WDR-Entgleisung:

        Und hier ist die korrekte identitätspolitische Quadratur des Kreises gelungen:

        • Aber die Identitätspolitik zeigt sich auch oft von ihrer amüsanten Seite (nach dem Motto: Humor ist, wenn man trotzdem lacht):

          Was ich sehr komisch fand: ein Interview mit Gümüsay im 19/2021 vom 8.5.2021, bei dem sie großen Wert auf das Gendern legt. Um dann auf S. 52 zu sagen:

          Wir sind daran gewöhnt, Menschen in Kategorien einzuteilen und ihnen entsprechende Eigenschaften zuzusprechen: Beamt:innen sind faul, Ostdeutsche jammern, Geflüchtete sind sexuell übergriffig.

          Gendern klappt nämlich nur bei einer Minderheit von Substantiven, und dann auch nur im Nominativ.

          Das Gegenbeispiel: Frankreich, wo man Sprache und Kultur noch schätzt:

          Upps! Ist die Regenbogenflagge bereits ein staatliches Hoheitszeichen?

          😉 Obwohl ich das letzte Wort nicht verstanden habe…

          Nachtrag:

        • @ Gabriele Wolff

          Hier auch noch einmal eine Rekapitulation zur Baerbock: 🙂

          „ICH VÖLKERRECHTLERIN, DU SCHWEINEBAUER

          Annalena Baerbock erklärte sich selbst zur „Völkerrechtsexpertin““
          https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/annalena-baerbock-als-selbst-erklaerte-voelkerrechtsexpertin/

          Ich würde jetzt mal sagen, das hat Habeck (Schweinebauer) vermutlich locker über sich ergehen lassen, zumal sich hier Baerbock ja selbst in die Pfanne haut, falls sie das wirklich ernsthaft gemeint hat. 🙂

          Dann noch ein paar Tweets, die mir gefallen haben:

          und:

          und:

          und:

          und:

          🙂

  6. @ Mark Smith:

    „Geht um den Abschluss von A. Baerbock!
    Wenn ich das richtig interpretiere, hat sie mal ein Vordiplom gemacht, das ist aber kein Abschluss und es wird auch kein akademischer Grad verliehen.
    Dann hat sie offenbar noch einen einjährigen Master gemacht, was m.E. auch sehr seltsam ist, zumal ein Master in der Regel mindestens 2 Jahre dauert.“
    „Annalena Baerbocks Abschluss
    Wie verlief eigentlich die akademische Karriere der grünen Kanzlerkandidatin? Etwas anders, als sie es bisher darstellte. Jetzt legt die Partei Unterlagen vor, beantwortet aber wichtige Fragen immer noch nicht.“
    https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/annalena-baerbocks-abschluss/

    Warum die Presse versagt

    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-30/#comment-92549

    Ich hatte mich – als Juristin – ebenfalls gewundert, wann immer ich las, sie habe „Völkerrecht“ studiert, denn das ist ein Orchideenfach innerhalb eines Jurastudiums, das jeder normalgestrickte Jurastudent ähnlich wie das Römische Recht nur belegt, weil es ein Pflichtfach ist (bzw. zu meiner Zeit war). Was TE da zusammengetragen hat, finde ich auch nicht gerade erhellend:

    In mehreren offiziellen Darstellungen der Partei, die auch von etlichen Medien übernommen wurden, las sich bis vor kurzem ihr Werdegang so:

    „Von 2000 bis 2004 Studium der Politikwissenschaften mit Nebenfach öffentlichem Recht an der Universität Hamburg mit Bachelor-Abschluss in Politikwissenschaften, Masterstudiengang in internationalem Recht an der London School of Economics von 2004 bis 2005.“

    Auf ihrer Bundestagsseite erwähnte sie ihr Studium in Hamburg überhaupt nicht, sondern nur den Aufenthalt in London. Dort stand noch bis vor kurzem: „Annalena Baerbock schloss im Jahr 2005 ihr Studium des Völkerrechts an der London School of Economics mit dem Titel LLM (Master of Laws) ab.“
    […]
    Die Angaben an anderer Stelle, sie hätte in Hamburg einen Bachelor-Studiengang Politikwissenschaften absolviert, ist falsch: Wie die Universität Hamburg auf Anfrage von TE und Publico bestätigt, wurde dort der Bachelor-Studiengang in diesem Fach erst zum Wintersemester 2005/06 eingeführt. Zu diesem Zeitpunkt hatte Baerbock die Universität Hamburg schon verlassen. Baerbock absolvierte in Hamburg also einen klassischen Studiengang Politikwissenschaften plus Nebenfach, der normalerweise mit einem Diplom abschließt. Die falsche Bachelor-Darstellung, die viele Medien übernahmen:

    verfolgte offenbar das Ziel, die Frage nach einem Hamburger Diplom gar nicht aufkommen zu lassen. Ihre Bundestagsseite erwähnte, siehe oben, ihr eigentliches Studium in Hamburg noch nicht einmal.
    […]

    https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/annalena-baerbocks-abschluss/

    Was der Parteisprecher vorlegte, ist sehr unbefriedigend, zumal die beiden „Zeugnisse“ undatiert sind:

    In einer der Antworten gab es einen Link zum Master-Studiengang in London vom 6.2.2004:

    You are here – Welcome to LSE > Academic Registrar’s Division > Graduate Admissions > Graduate Prospectus > Entry requirements and application process > What you need to apply

    What you need to apply

    […]
    Equivalence of non-UK qualifications

    Simply having a first degree from your country may not be sufficient for admission to LSE. British students at LSE are among the highest achievers in what is already, by international standards, a very selective system. The first degree in some countries may not be considered equivalent to a British first degree.
    The following list shows what we would normally expect in terms of the qualifications offered in a number of countries.
    […]
    • Germany: Diplom, Staatsexamen or Magister with good grades. We will consider you if you have taken the Vordiplom or other intermediate qualification, provided that you have also taken a third year (at least two semesters) of substantive study beyond that point
    […]

    http://web.archive.org/web/20040206012858/http://www.lse.ac.uk/resources/graduateProspectus2004/entryRequirementsAndApplicationProcess/whatYouNeedToApply.htm

    Jetzt muß man sich wundern, daß sie sogar 4-5 Jahre studiert haben will (2000 bis 2004), aber nur über ein Vordiplom verfügt. Das hätte, weil die LSE deutschen Studenten, die offenbar als zahlungskräftig galten, Vorzugsbedingungen einräumte, gereicht, wenn Baerbock NACH dem Vordiplom noch 2 Semester studiert hätte. Ob das der Fall ist, wissen wir nicht, weil wir das Datum des Hamburger Vordiploms nicht kennen. Auch sonst schwirren falsche Infos herum:

    Und Fragen bleiben offen:

    Auf der Seite der LSE heißt es über den Abschluss eines Master-Kurses auch:
    „The taught courses are assessed generally by written examination, held during the Summer Term in May/June. Some courses are assessed by extended essay, submitted in May. Dissertations are submitted in August.“

    TE und Publico fragten Baerbock nach ihrer Abschlussarbeit in London: zum einen, zu welchem Thema sie die Arbeit verfasst hatte, zum anderen, wo sie hinterlegt ist. Der Sprecher der Grünen beantwortete die Frage bis jetzt nicht. Auch die LSE äußerte sich auf eine entsprechende Anfrage nicht. Auch nicht zu der Frage, welche Ausnahmen es erlaubten, dass Baerbock damals ein postgraduales Studium in internationalem Recht aufnehmen konnte, ohne über einen Abschluss in Recht zu verfügen, oder überhaupt jemals Recht studiert zu haben.

    Aber das werden unsere Leitmedien „gewiß“ recherchieren, wie sie es bei Giffeys Diss gemacht haben, weshalb jetzt geleakt wurde, daß ihr der Doktortitel entzogen werde. Allerdings ist für Giffey „der Drops gelutscht“; Auswirkungen auf den Wahlkampf hätte der Entzug nach ihrem „Verzicht“ schon im Dezember 2020 sicherlich keine mehr.

    • Aber kommen wir zunächst zu den USA zurück, zu denen ich zuletzt schrieb:

      „Um mal den Kopf von unseren Narrativen freizukriegen:

      Erschwerend kommt für Biden hinzu, daß die Wirtschaftsdaten schlecht sind:

      Das ist natürlich ein Unternehmerverband. Aber man darf nicht vergessen: Unternehmen sind die großen Sponsoren für die Dems.

      Und das trifft den Bürger. Und wenn daraufhin von der Federal Reserve die Zinsen erhöht werden, ist es aus mit dem riesenhaften Schuldenprogramm von Biden, falls es je durchkommt.
      MSNBC desinformiert weiter:“

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92517
      [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92517

      Jetzt mal im Ernst: wären bei uns Wahlen denkbar, bei denen man sich nicht ausweisen muß? Schon eine Erhöhung des Briefwahlaufkommens löst bei uns Beklommenheit aus, trotz funktionierender Einwohnermeldeämter, weil niemand weiß, wer aus dem Haushalt oder dem Altersheim die Briefwahlunterlagen an sich reißt und sie ausfüllt.

      Die Propaganda läuft entsprechend:

      Und Liz Cheney ist raus aus ihrer Führungsposition:

      Wenn doch alles bestens gelaufen ist, warum weigert sich das Democrats Maricopa County in Arizona mit Zähnen und Klauen gegen die erste echte Überprüfung eines Wahlergebnisses?

      Das Satiremagazin kommt kaum hinterher:

      Während Biden das Justizministerium mit den schlimmsten Vertretern der Trump-Russia-Verschwörungstheorie der Democrats flutet, die jetzt ihre republikanischen Aufklärer verfolgen sollen:

      Diese für Democrats übliche Instrumentalisierung von Behörden und Geheimdiensten hat sich Trump nicht geleistet – im Gegenteil, der Apparat arbeitete gegen ihn. Und da gibt es ein merkwürdiges Ereignis:

      Eigentlich hätte man damit gerechnet, daß die üblichen Verdächtigen wie Rußland oder China benannt würden. Was dann fast ein Kriegsgrund wäre, denn die Auswirkungen sind beträchtlich. Aber vielleicht waren es Klimaschutz-Terroristen?

      Die Benzinpreise werden jedenfalls weiter steigen.

      Die Inflation beträgt 4 %, so viel wie seit 2008 nicht, und viele Geschäfte bleiben trotz Öffnungen nun auch in Democrats Staaten geschlossen, weil dank der Biden-Arbeitslosengeld-Erhöhung nur wenige arbeiten gehen wollen. (Die Democrats argumentieren natürlich, daß die Gehaltsangebote zu niedrig seien.) Es ist alles eine Katastrophe, und daß die Medien lügenhafte Kampagnen gegen Republikaner führen, trägt zur weiteren Spaltung des Landes bei:

      Joe Biden weiß nicht, wie ihm geschieht:

      White House Press Secretary Jen Psaki, who disclosed on Friday that she only plans to persist in her current role for the Biden administration for another year [bevor sie wieder zu CNN wechselt?], recently admitted that the “president” is often told “don’t take questions” from the press.

      Psaki made the comment in a podcast interview with David Axelrod, the former senior adviser to Obama, on CNN’s “The Axe Files with David Axelrod.” Axelrod literally asked Psaki “about the handling of Biden.” No, seriously.
      “It seems to me that you guys have done a good job of managing that, because a lot of his interactions are speeches and settings in which you have a pretty good sense going in what he’s going to say,” Axelrod said.
      “I think the thing that’s interesting is that he actually takes questions – I mean he took questions, I mean he did a mini press conference yesterday. He takes questions nearly every day he’s out from the press,” Psaki remarked.

      “In fact, a lot of times we say, ‘Don’t take questions,’ you know, but he’s going to do what he wants to do because he’s the president of the United States,” she added.

      Even though Biden waited 64 days to give his first press conference, when he did give it, it was a disaster. Biden’s notes exposed that he was taking questions from selected reporters, and he actually read some answers verbatim, such as regarding foreign policy.
      […]
      https://beckernews.com/exposed-now-we-know-what-was-on-notes-joe-biden-kept-looking-at-during-his-first-press-conference-38094/
      […]

      https://beckernews.com/4-jen-psaki-admits-bidens-handlers-warn-him-dont-take-questions-39042/

      Nun, Außenpolitik ist seine besonders schwache Seite:

      Internationale Pressestimmen
      „Lage ist so dramatisch, dass eine neue Intifada zu befürchten ist“
      12.5.201 Stand: 11:20 Uhr | Lesedauer: 7 Minuten

      Ja, Israel und die Hamas haben die Eskalation gegenseitig befeuert. Aber es gibt noch andere Verantwortliche, so die Kommentatoren: Eine untätige US-Regierung, die keine Strategie für die Region habe – und auch Deutschland spiele eine Rolle.
      […]
      „Hannoversche Allgemeine Zeitung“ (Deutschland): „Die neue US-Administration hat keine Strategie“

      Es ist kein Zufall, dass Gewalt, brutales Vorgehen der israelischen Behörden und Raketenangriffe der Palästinenser ausgerechnet nun wieder ausbrechen. Mit dem Wechsel von US-Präsident Donald Trump zu Joe Biden gab es wie auf vielen anderen Feldern der amerikanischen Außenpolitik auch einen Schwenk im Umgang mit Israel. Die neue US-Administration hat aber noch keinen Botschafter, noch keinen Nahostbeauftragten und schon gar nicht eine Strategie, wie sie mit der Lage in Nahost umgehen möchte. In dieses Vakuum fällt die aktuelle Eskalation der Gewalt. Die Lage ist so dramatisch, dass eine neue Intifada zu befürchten ist.
      […]
      „Pforzheimer Zeitung“ (Deutschland): „Die Bundesregierung schaut tatenlos zu“

      Deutschland hat seinen Anteil daran, dass der Hass auf Israel und die Juden in den Palästinensergebieten explodiert. Seit Jahren ignoriert Berlin Warnungen, dass auch mit deutschen Steuermitteln arabische Schulbücher finanziert werden, die Israel dämonisieren und Juden zu Feinden des Islam erklären. Ebenso schaut die Bundesregierung tatenlos zu, wie Palästinenserpräsident Abbas internationale Gelder dazu missbraucht, um Familien von Terroristen großzügig zu „entschädigen“. Je schlimmer das Verbrechen, desto höher die Belohnung. Judenmörder werden in den palästinensischen Autonomiegebieten zu „Märtyrern“ verklärt, Schulen und Sportstadien nach ihnen benannt. Die Saat des Hasses geht nun auf.
      […]
      „DNA“ (Frankreich): Auch die Internationale Gemeinschaft schaut tatenlos auf Israel
      […]
      Die Welt bleibt auf Abstand. Der ehemalige US-Präsident) Donald Trump hat ohne jede Form von Respekt vor dem internationalen Völkerrecht, die Souveränität des jüdischen Staates über illegal annektierte Gebiete bestätigt. Nun haben es die Vereinigten Staaten und ihr neuer Präsident überhaupt nicht mehr eilig, sich einzubringen. Die Europäische Union hat nicht mehr viel zu sagen und besitzt keine Möglichkeiten zu handeln. In Wahrheit hat sich bei der machtlosen internationalen Gemeinschaft, die vor allem versucht, keine Schläge abzubekommen, eine Müdigkeit eingestellt. Als wäre dies alles ein unabwendbares Schicksal.“
      […]

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article231076831/Stimmen-zu-Israel-Lage-ist-so-dramatisch-dass-neue-Intifada-zu-befuerchten-ist.html

      Selbst der SPIEGEL äußerte gerade Kritik an Bidens Grenzpolitik – und zu meiner großen Freude bezog er sich dabei auf dieselben Aktivisten, die schon Trumps Grenzpolitik kritisiert hatten. Das ist doch immerhin konsequent!

      Wie in innenpolitischen Fragen auch, ist Biden eingemauert durch die Linken in seiner Partei, denn die Mehrheit im Kongreß ist aktuell hauchdünn, im Senat gibt es keine: weicht auch nur ein demokratischer Senator ab, kann Kamala Harris nichts mehr bewirken mit ihrer potentiell entscheidenden Stimme. Und die Linken sind eine Minderheit innerhalb der demokratischen Partei.

      Hier gibt es die lautstarken Stimmen von „The Squad“, den linken Abgeordneten AOC, Ayanna Pressley, Ilhan Omar und Rashida Tlaib, per Tweets und Retweets:

      Da wird der ganz große narrative Bogen geschlagen. 😉

      Anti-Asian Ressentiment-Schüren gehört offenbar zum Programm.

      Dann gucken wir mal, wie sich die NATO-affine Baerbock, bzw. wie sich der vegane Klimaschutz-Aktivist bei der ZEIT, Bernd Ulrich, positioniert: am 12.5.2021 auf S.1 der ZEIT:

      Die Grünen
      Übermütig
      Falsche Radikalität und Gesinnungspolitik – wie die Ökopartei ihren Erfolg doch wieder verspielen könnte
      Ein Kommentar von Bernd Ulrich
      11. Mai 2021, 16:57 Uhr Editiert am 12. Mai 2021, 15:59 Uhr DIE ZEIT Nr. 20/2021, 12. Mai 2021

      […]
      Einige bei den Grünen scheinen die guten Umfrage-Ergebnisse jedoch als Legitimation für Rundum-Rechthaben zu interpretieren, also für eine Radikalität aus Gesinnung. Das gilt besonders für die Grüne Jugend, für hintere Listenplätze und für die Grünen-nahen Twitter-Bubbles, wo Annalena Baerbocks notgeborene Ausschlussdrohung gegen Boris Palmer auf verdächtig viel Begeisterung stieß.

      Da ist denn auch Missverständnis Nummer drei nicht weit: Unter Grünen scheint man die neue Hegemonie als Ausdruck identitätspolitischer Überlegenheit zu empfinden, was sich ja auch irre gut anfühlt, wo doch Friedrich Merz so 90er ist (vom Jahrzehnt, in dem sich Hans-Georg Maaßen mutmaßlich bewegt, ganz zu schweigen), während man sich selbst so innig von der Zukunft geküsst wähnt. In Wahrheit sind identitätspolitische Siege aber unmöglich, es ist ein Spiel ohne Ende. Nur weil die Ökologie so materiell ist, weil so viele von ihr hart betroffen sind, ist sie mehrheitsfähig.

      Also: Emissionen statt Identitäten, Handlungen statt Haltungen, Lebensgrundlagen statt Lebensstile. Darin besteht der wirkliche Hegemoniewechsel: hin zum Ökologisch-Materiellen. Genau deswegen versuchen alle, denen dieses grüne Kernprojekt nicht passt, unentwegt, die Ökologie zurückzuverwandeln in etwas Ideologisches oder Geschmackliches. Wer da einsteigt, verschenkt das ökologische Momentum. Die Klimawende ist eine extrem anspruchsvolle Aufgabe. Wer sie allzu sehr mit Rechthaberei, falscher Radikalität, Identitätspolitik oder auch nur mit einer moralisch auftrumpfenden Außenpolitik auflädt, wozu die Kanzlerkandidatin neigt, verfehlt die ökologischen Mehrheiten. Um es in einer Jürgen Trittin verständlichen Sprache zu sagen: Den Grünen fehlt es hier und da womöglich an revolutionärer Disziplin.

      https://www.zeit.de/2021/20/die-gruenen-bundestagswahl-klimapolitik-radikalisierung-wahlkampf

      Der Klima-Aktivist Ulrich, der die ZEIT seit vielen Jahren verpestet, weil er Klima-Modellierern glaubt, die genauso fehlgehen wie die Covid-19-Modellierer, hat echt Angst, daß die Grünen über den Medien-Hype stolpen, den seinesgleichen verursacht hat. Wenn man dereinst darauf kommt, wie der moralische Dünkel und die Cancel Culture bei den Grünen läuft.

      Wie die Grünen ticken, ist allerdings längst bekannt. Insbesondere, was das Phänomen „mit einer moralisch auftrumpfenden Außenpolitik auflädt, wozu die Kanzlerkandidatin neigt“ angeht:

      Nicht einmal das Wort „Krisenregionen“ bringt sie unfallfrei über die Lippen.

      Die NATO-affine Partei versucht, zu retten:

      Derweil gab es nichts von den Twitter-Accounts von Joe Biden und dem White House. Vom Twitter-Account des State Department gab es dieses Statement:

      Da sind die Republikaner doch mehr auf dem Punkt:

      • Zum Israel-Palästina-Konflikt!
        Da hat sich in den letzten 50 Jahren nix Substanzielles geändert und vermutlich wird sich da auch in den nächsten 50 Jahren nix ändern, deshalb macht es für mich keinen Sinn, die immer wieder mal aufflammenden gewalttätigen Konflikte zu kommentieren.

        Zu Baerbock: Ich halte sie tatsächlich noch nicht so wahnsinnig kompetent in den unterschiedlichsten Politikfeldern.
        Aber das darf man ja nicht sagen, sonst droht das hier! 🙂

        Weshalb nun die Anna Gallina explizit auf ihrem Account darauf hinweisen muss, dass sie weiss, cis ist und mit „sie“ angesprochen werden möchte, ist für mich unergründlich bzw. weisst haargenau hin, dass wir es mit einer Person zu tun haben, die aus der urbanen, kosmopolitischen Akademikerklasse stammt und der Partei der Grün_:/*Innen angehört und einen identitätspolitischen Einschlag hat. 🙂

        • Ich weiß nicht, ob es dieses Mal bei einem Aufflammen bleibt. Denn zur Zeit besteht ein Regierungsvakuum sowohl in Israel als auch bei der Fatah, und zudem rückten die USA unter Biden ersichtlich von Israel ab und wandten sich dessen Erzfeind Iran zu. Mit „Moral“ kommt man nicht weiter, es müssen Interessen definiert werden. Hier windet sich der Außenamtssprecher:

          Noch ein Nachtrag zu Inflation und Arbeitsmarkt in den USA; und zu dem Hackerangriff auf die riesige Pipeline, deren Ausfall zu Benzinknappheit im südlichen Osten der USA führt. Es war ein krimineller Hack, mit dem Geld erpreßt werden soll. Und die Regierung hilft der Firma nicht, weil sie sich um private Firmen nicht kümmere (und ohnehin gegen Pipelines ist). Die NYT verbreitet gar, es gebe keine Schlangen vor den Tankstellen oder gar wegen mangelnder Belieferung geschlossene Tankstellen, obwohl das Gegenteil wahr ist.

          Tucker: They did this on purpose
          1.482.036 Aufrufe
          •12.05.2021
          Fox News
          7,26 Mio. Abonnenten
          ‚Tucker Carlson Tonight‘ host examines rising gas and commodity prices and the mainstream media’s coverage. #FoxNews #Tucker

          Was die propagandistischen Medien angeht: es gab wieder einen Abgang beim SPIEGEL:

          Weidermanns Abschiedsmail
          „So viel Angst, Misstrauen, Beharrungswillen, Unmut, Kontrollwahn“ beim „Spiegel“
          Von Stefan Niggemeier 12. Mai 2021

          Der Literaturkritiker Volker Weidermann verlässt den „Spiegel“ und wird im Oktober Feuilletonchef der „Zeit“. In dieser Woche hat er beim Nachrichtenmagazin gekündigt – und seine Unzufriedenheit mit dem Arbeitsumfeld dokumentiert. In einer Mail, die er an alle Kolleginnen und Kollegen im Haus geschickt hat, schreibt er über die Gründe für seinen Abschied:

          „Liebe Kolleginnen und Kollegen,

          ich habe – einige haben es schon gehört – in dieser Woche gekündigt. Der Schritt ist mir leicht gefallen. Ich habe in diesen sechs Jahren hier im Spiegel oft darüber gestaunt, wie schwer man sich einfache Dinge machen kann. Wie schwer wir uns hier im Hause vieles machen. Wie lang kurze Wege sein können, wie wenig Vertrauen wir in Menschen setzen, die besten Willens sind. Ich habe hier im Haus in den Jahren nur einen sehr kleinen Ausschnitt, einen kleinen Teil des Spiegels kennen gelernt. Meinen kleinen Bereich. Ich habe aber auch in diesem kleinen Bereich so viele großartige Leute kennen gelernt, so viele tolle Journalistinnen und Journalisten, so viele großartige Kolleginnen und Kollegen. Und so viel Angst, Misstrauen, Beharrungswillen, Unmut, Kontrollwahn. Ich bin hier sehr, sehr oft gegen Gummiwände gelaufen, habe unglaublich viel Energie für nichts aufgewendet. Der Spiegel ist so eine große Macht. So ein großes, unglaublich einflussreiches Haus.
          […]
          Das silbern-glänzende Grundgesetz im Atrium „Sagen, was ist“, Augsteins Gesetz – das ist ganz einfach nicht für mich geschrieben worden. Ich komme eben aus der Literatur. Und da gilt nun mal: Sagen, was nicht ist. Sagen, was sonst noch so sein könnte. Sagen, wie es besser wäre. Sagen, was niemand sonst sich zu sagen traut. Einfach mal was anderes sagen…. Das sind so die Literatur-Gesetze. Ich habe hierfür zu wenig Raum für mich gefunden.
          […]“

          Seine Mail soll im Haus für einigen Wirbel gesorgt haben – nicht nur wegen der seltenen Offenheit, sondern auch, weil er ein offenbar verbreitetes Gefühl anspricht. Trotz aller immer noch einzigartigen Möglichkeiten, die das Nachrichtenmagazin bietet, wird der Apparat immer wieder als erstaunliche Kreativitätsverhinderungsmaschine wahrgenommen.

          Weidermann war ebenso wie sein Feuilleton-Kollege Nils Minkmar 2015 von der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ abgeworben worden. Minkmar hatte sich vor einigen Monaten schon vom „Spiegel“ verabschiedet und schreibt seit Anfang des Monats für die „Süddeutsche Zeitung“.
          Auch zahlreiche andere Mitarbeiter haben in den vergangenen Monaten das Haus verlassen. In der Branchenzeitung „Horizont“ war von einer „Entintellektualisierung“ die Rede. Chefredakteurin Barbara Hans ging – offenbar im Streit mit Chef-Chefredakteur Steffen Klusmann – Ende April.

          Offenlegung: Ich habe 2011 bis 2013 für den „Spiegel“ gearbeitet und war vorher gemeinsam mit Weidermann und Minkmar im Feuilleton der FAS.

          https://uebermedien.de/59677/so-viel-angst-misstrauen-beharrungswillen-unmut-kontrollwahn-beim-spiegel/

          Entintellektualisierung – das trifft es. Man setzt auf die Naßforschen, die der Agenda dienlich sind (wie die NYT).

  7. Zuletzt schrieb ich, bezogen auf die unsägliche Cancel Culture:

    Hermeneutische Volte
    Man kann das verständig gar nicht anders als so interpretieren, dass Palmer die angebliche Aussage Aogos ironisch gegen frühere Diskussionen mit Danzl zum Thema Antirassismus wendet. Offenkundig will er mit dieser Volte einen Widerspruch im Denken Danzls aufdecken. Worum es dabei genau geht, dürften nur die beiden selbst wissen.
    Aber für derartige hermeneutische Kleinigkeiten bleibt in der Welt des Internets keine Zeit.
    […]

    https://www.cicero.de/innenpolitik/boris-palmer-facebook-streit-cancel-culture-die-gruenen-negerschwanz

    „Woraufhin Cicero folgert, daß Palmer selber schuld ist. Warum ist logisches Denken eigentlich nicht mehr en vogue? Das ist das Handwerkszeug von Juristen.“

    Warum die Presse versagt

    Wozu ich mich selbstverständlich zähle als ehemalige Oberstaatsanwältin. 😉

    Dasselbe logische Defizit findet sich bei der Corona-Bekämpfung:

    Warum die Presse versagt


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92522

    Warum die Presse versagt


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92530

    Corona-Zahlen laut RKI heute
    Aktuelle Fallzahlen zu Inzidenz, Impfung und Todesfällen am 10.05.2021
    Innerhalb eines Tages sind in Deutschland 6922 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Am Tag zuvor, also Sonntag, waren es fast 12.656 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gewesen. Vor einer Woche, am Montag, 03.05.2021, hatte das RKI mehr als 9000 Neuinfektionen gemeldet.
    […]
    Die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner lag laut RKI am Montagmorgen bundesweit bei 119,1.[…] am Montag vergangener Woche mit 146,9.
    […]

    https://www.swp.de/panorama/rki-corona-zahlen-infektion-heute-deutschland-inzidenz-aktuell-10-05-2021-dashboard-fallzahlen-impfung-bw-bayern-brandenburg-sachsen-nrw-montag-56720924.html

    Die schlimmste Falschinformation aus diesem Artikel habe ich bereits weggelassen, und logo sind die RKI-Zahlen bürokratisch: am Montag gibt es die geringsten Zahlen, und am Mittwoch und Donnerstag die höchsten. Weshalb ja nur der 7-Tage-Rückblick hilft.

    Sieht man sich die interaktive Karte an, so findet man nur noch einen Landkreis mit einer „Inzidenz“ von über 300 und nur noch wenige mit einer zwischen 200 – bis 300.
    Selbst die nach staatlicher Unterstützung verlangenden Krankenhausfunktionäre trauen sich nicht mehr, von einer Überlastung der Intensivstationen zu reden.

    Genauso entspannt wie bei uns geht es allerdings auch dem Ausland ohne Lockdown-Maßnahmen:

    Ja, da stottert Söder herum.

    Kein Wunder, daß Lübberding von der FAZ zur WELT umgezogen ist, 😉

    Schade nur, daß man ihn dort nur noch mit Abo lesen kann. Ich denke, daß ich neben meinem ZEIT-Abo nun auch ein WELT-Abo brauche…

    Die ÖRR sind schlicht unglaubich.

    Da treffen sie sich mit der politisierten Democrats Agenda:

    Das ist alles Politik:

    Und natürlich wird in den USA auch auf Reporter eingewirkt:

    Zur Rolle unserer Medien:

    Im Moment läuft eine anti-Kinderwelle, die von Drosten angestoßen wurde und die einen frösteln läßt, zumal sie wissenschaftlich falsch ist;

    [Thread]

    Ansonsten kein Schulbesuch?
    Ärztetag sieht “Recht auf Bildung” nur mit Impfung gesichert
    Von Elias Huber
    So, 9. Mai 2021

    Das Recht auf Bildung mit Schulbesuch könne im kommenden Winter nur mit Covid-19-Impfung gesichert werden, schreibt der Ärztetag. Dabei ist ein schwerer oder tödlicher Verlauf bei Minderjährigen extrem selten.

    Was vor einem Jahr noch als Verschwörungstheorie galt, kann schnell Realität werden. Im Mai 2020 sagte etwa der sächsische Ministerpräsident Michael Kretschmer: “Dieses Gerede, dass diejenigen, die sich nicht impfen lassen – aus welchen Gründen auch immer -, ihre Grundrechte verlieren sollen, ist großer Unsinn.” Nun drängt der Deutsche Ärztetag auf Impfungen von Kindern. Ansonsten sei das Recht auf Bildung im kommenden Winter nicht gesichert, heißt es.

    Wörtlich steht in dem Beschlusspapier “I-19”, das Ärztevertreter am Dienstag und Mittwoch verabschiedet haben: “Das Recht auf Bildung mit Kita- und Schulbesuch kann im Winter 2021/2022 nur mit einer rechtzeitigen Covid-19-Impfung gesichert werden.” In dem Papier fordern sie die Bundesregierung auf, eine Impfstrategie für Kinder und Jugendliche zu entwickeln und diese vor dem kommenden Winter umzusetzen.

    Klicke, um auf Beschlussprotokoll_Stand_06.05.2021.pdf zuzugreifen

    Dafür soll die Bundesregierung Impfstoffe bereitstellen und “proaktiv mediale Kommunikation” vorbereiten und umsetzen, fordern die Ärztevertreter. Da sei notwendig, um Herdenimmunität zu erreichen, denn 14 Prozent der Bevölkerung sei jünger als 16 Jahre. Auch Jugendliche hätten “deutliche gesundheitliche Risiken infolge einer SARS-CoV-2-Erkrankung”, schreiben die Ärzte und schließen: “Die gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe erlangen Familien mit Kindern nur mit geimpften Kindern zurück.”
    […]
    Auch der Wirtschaftsethiker Christoph Lütge hält eine generelle Impfung von Kindern für “weder medizinisch noch ethisch vertretbar”. “Fälle von schweren oder tödlichen Verläufen muss man bei Kindern mit der Lupe suchen”, erklärt der Professor an der Technischen Universität München. Diese medizinische Sicht teilten im Übrigen auch bekannte Virologen im persönlichen Gespräch, die ansonsten den Lockdown-Kurs der Bundesregierung unterstützten, sagt er.

    Der Beschluss der Ärztekammer erstaunt auch deswegen, weil Kinder kaum an Covid-19 schwer erkranken oder sterben. Erst Ende April gab die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie Entwarnung, was die Sterblichkeit und Hospitalisierung von Kindern mit Covid-19 betrifft.
    […]
    Insgesamt zählte der Verband in seinem Register vier Kinder, die bis 11. April ursächlich an Covid-19 verstorben waren. Das seien deutlich weniger Todesfälle als durch Ertrinken (25 Kinder) oder bei Verkehrsunfällen (55 Kinder), stellten die Mediziner fest. Auch die Zahl der jungen Intensivpatienten war mit 62 vergleichsweise gering. Hochgerechnet auf die 14 Millionen Kinder in Deutschland bedeute das, dass mit einem positiven Corona-Test weniger als 0,00002 Prozent verstarben und weniger als 0,01 Prozent intensivmedizinisch behandelt werden mussten.

    https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/schulbesuch-impfung-aerztetag/

    • Zum heutigen Tag:

      https://www.welt.de/wirtschaft/video221032152/90-Sekunden-Corona-Der-wahre-Impf-Meister-Die-aktuellen-Corona-Zahlen-fuer-Sie-erklaert.html

      Für meinen Landkreis gilt: schon 6 Tage unter 50, aktuell gibt es eine Inzidenz von 38.

      Wer keine 90 Minuten Zeit hat, den von Mark Smith empfohlenen Film anzusehen: hier gibt es eine Rezension:

      90 Minuten Pflichtfernsehen – für Befürworter und Maßnahmen-Kritiker „Corona – auf der Suche nach der Wahrheit“
      Veröffentlicht am 11. Mai 2021

      Von Christian Euler

      Die Medien bestimmen die Wahrnehmung der Pandemie. In Österreich wurde kürzlich ein Film in der Primetime ausgestrahlt, der hierzulande im Mainstream-TV als Verschwörungstheorie abgetan würde. „Corona – auf der Suche nach der Wahrheit“ ist die Weltreise des Linzer Virologen Martin Haditsch auf der Suche nach Antworten.
      https://www.servustv.com/videos/aa-27juub3a91w11/
      […]
      Klaus Stöhr, ehemaliger Projektleiter bei der WHO und Impfstoffentwickler beim Schweizer Pharma-Giganten Novartis, fragt sich daher nicht ohne Grund: „Hat man die Pandemie vom Ende zum Anfang durchdacht oder ist man gestolpert von Lockdown zu Lockdown?“
      Unprätentiös und frei von jeglicher Sensationslust regt „Corona – auf der Suche nach der Wahrheit“ zum Nachdenken an. Etwa, wenn Martin Haditsch mit Luca Speziani spricht, dem Präsidenten des Ärzteverbands Bergamo und Vorsitzenden mehrerer medizinischer Organisationen in Italien. Speziani konstatiert im Rückblick zwei gravierende Fehler: Die Allgemeinmediziner wiesen ihre Patienten ab, da sie Angst hatten sich selbst anzustecken. Sie gaben ihnen die kriminelle Anweisung, das fiebersenkende Mittel Paracetamol zu nehmen und abzuwarten. „Dies führte zu vielen, vielen Todesfällen.“

      Es gibt keinen Grund, Symptomlose zu testen

      Als „kriminellen Akt“ bezeichnet er, die auf den Intensivstationen Genesenen in die Altenheime zu verlegen. „Daraufhin hatten wir 30 bis 40 Prozent der Todesfälle in Altenheimen.“ Zudem zitiert er eine Anweisung der WHO für die Gerichtsmediziner, auf der Sterbeurkunde Tod durch Covid anzugeben, wenn der Gestorbene zu irgendeinem Zeitpunkt im Krankheitsverlauf positiv auf Covid-19 getestet worden war. Da regelmäßige Obduktionen Speziani zufolge verboten waren, war es nicht möglich zu erfahren, wie viele Menschen tatsächlich an Corona gestorben sind.

      Interessant ist auch das Gespräch von Haditsch mit Thomas Ly, der für die infektiologische Expertise der größten Krankenhauskette Thailands verantwortlich ist. In 49 Kliniken werden dort alleine 1,5 Millionen ausländische Patienten aus über 160 Ländern pro Jahr behandelt. Haditsch will wissen, warum es laut Worldometer in Thailand bezogen auf die Bevölkerung 80 Mal weniger Covid-19-Fälle und 650 Mal weniger Tote als in Deutschland gibt. Der gebürtige Deutsche Ly geht noch weiter: „In Thailand haben wir seit Beginn der Pandemie auf eine Million Einwohner einen mit Corona assoziierten Todesfall.“ Zum Vergleich: Zum Zeitpunkt des Gesprächs am 9. März 2021 waren es in Deutschland 866 mit Corona assoziierte Todesfälle je eine Million Einwohner.

      „Ich glaube, der Unterschied ist recht einfach erklärt“, meint Ly. „In Thailand untersuchen wir nur Patienten, die Symptome haben. Es gibt für uns keinen Grund, einem Menschen, der keine Symptome hat, zu sagen: ‚Komm bitte mal her und ich suche mal, ob Du irgendetwas hast.‘ Das machen wir einfach nicht. Wenn jemand zu uns kommt und hat Atemwegssymptome, dann machen wir das, was wir die ganzen letzten Jahre auch gemacht haben.“

      Szenenwechsel in die USA, wo Chemie-Nobelpreisträger Michael Levitt konstatiert: „Panik ist eine sehr gefährliche Sache. Meiner Meinung nach wäre es logisch gewesen, im Wesentlichen das zu tun, was Schweden getan hat.“ Ganz falsch scheint der US-Wissenschaftler nicht zu liegen, wie der von ihm beratene Bundesstaat Florida zeigt. Dort sind die Schulen seit Ende des vergangenen Sommers geöffnet, die Maskenpflicht ist längst tabu und die meisten Menschen leben wie vor Ausbruch der Krise. Dennoch lag die 7-Tage-Inzidenz Ende April bei 50.

      Ivermectin als Therapie – aber nicht in Europa
      […]
      Zu Wort kommt auch Pierre Kory, der in den Mainstream-Medien ein Nischendasein fristet. Als Lungenfacharzt kämpfte er in New York gegen das Virus und setzte allen Vorgaben zum Trotz das Antiparasitikum Ivermectin zur Therapie ein. Damit rettete er tausenden Erkrankten das Leben. Bis heute wird diese Behandlungsmethode in Europa von der Europäischen Arzneimittel-Agentur verhindert. Haditsch hält das nicht davon ab, seinen Grazer Kollegen Kurt Zatloukal das Präparat unter experimentellen Bedingungen testen zu lassen. Drei Wochen nach dem Treffen mit Haditsch berichtet Zatloukal über das Ergebnis: Bereits bei geringen Konzentrationen führt Ivermectin zu einer Verringerung der Virusvermehrung um den Faktor 1000.
      […]

      https://reitschuster.de/post/90-minuten-pflichtfernsehen-fuer-befuerworter-und-massnahmen-kritiker/

      Und noch ein Urteil aus Weimar:

      Generalabrechnung
      Urteil aus Weimar: Lockdown im März 2020 war keine “vertretbare Entscheidung”
      Von Elias Huber
      Mo, 10. Mai 2021

      Ein Weimarer Richter setzt zum Rundumschlag an. Politiker hätten am 22. März 2020 keinen Lockdown verhängen dürfen. Auch das RKI habe versagt.
      Immer wieder ist zu hören, dass die Politik im März 2020 “so wenig wusste” und die Gefahrenlage kaum einschätzen konnte. Deswegen sei es richtig gewesen, das öffentliche Leben herunterzufahren. Dieser Ansicht widerspricht nun ein kaum wahrgenommenes Urteil des Amtsgerichts Weimar.

      Hätte der Verordnungsgeber die verfügbaren Erkenntnisse ermittelt und sachgerecht ausgewertet, dann wäre “der Schluss unabweisbar [gewesen], dass eine Überlastung des Gesundheitssystems aktuell und in nächster Zukunft nicht drohte und somit keine weiteren Maßnahmen ergriffen werden mussten, um eine solche Überlastung zu verhindern”, heißt es in dem Urteil mit dem Aktenzeichen 583 Js 200030/21.
      https://landesrecht.thueringen.de/perma?d=JURE210007322

      Die Anordnung eines Kontaktverbots, um eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern, “kann daher nicht als im Rahmen der Einschätzungsprärogative des Verordnungsgebers (noch) vertretbare Entscheidung bewertet werden”, heißt es weiter.

      Generalabrechnung
      Das Urteil dürfte wohl eines von wenigen – wenn nicht das einzige – sein, das sich dermaßen intensiv mit den Entscheidungsgrundlagen befasst, die zum Lockdown führten. Der Richter, der bereits im Januar mit einer Entscheidung für Aufsehen sorgte (TE berichtete), bespricht auf den 32 Seiten viele wissenschaftliche Daten, die bereits vor dem ersten Lockdown am 23. März massive Zweifel hätten aufwerfen und der Politik bekannt sein können.
      https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/selbstbewusster-richter-rechnet-mit-dem-lockdown-und-der-corona-politik-ab/

      Etwa heißt es in dem Urteil: “Es gab empirische Daten aus den etablierten Surveillance-Systemen des Robert-Koch-Instituts, wonach […] die Zahl der Influenza-ähnlichen Erkrankungen (ILI-Rate), zu denen auch COVID-19 zählt, in der 12. Kalenderwoche jeweils gegenüber der Vorwoche gesunken war und der Anteil von SARS-CoV-2 in den Sentinelproben der Arbeitsgemeinschaft Influenza des RKI in der 12. Kalenderwoche bei nur 1,6 Prozent lag.” Auch Daten aus den täglichen Lageberichten des RKI hätten “sehr stark” dafür gesprochen, dass die Zahl der Neuerkrankungen bereits seit dem 20. März 2020 im Sinken begriffen war.
      Die Rechtfertigung, dass die regierenden Politiker unter enormem Mediendruck standen, lässt der Richter nicht gelten. “Vom Verordnungsgeber muss insoweit erwartet werden, dass er auch hohem medialem Druck standhält und auch angesichts dezidierter Äußerungen von Experten nicht auf die eigene, kritische und vernunftgeleitete Prüfung der verfügbaren Erkenntnisquellen verzichtet.”
      Auch die Bilder aus Bergamo seien keine Entschuldigung.
      […]
      Das Urteil fiel bereits am 15. März 2021. In dem Bußgeldverfahren sprach der Amtsrichter einen Mann frei, der sich am 4. April 2020 mit seiner Lebensgefährtin, seinem Sohn und seinem Stiefsohn in einem Garten getroffen hatte. Die vier Personen wohnten in vier verschiedenen Haushalten, heißt es im Urteil.

      https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/weiteres-urteil-weimar-lockdown-maerz-2020/

      Zu Bergamo siehe oben.
      Immerhin kann die Staatsanwaltshaft hier nicht argumentieren, daß das Amtsgericht nicht für Bußgeldverfahren zuständig sei.
      Es gibt mehr kritische Richter und Staatsanwälte:

      Aber seltener kritische Medien:

      Im Gegentum, allen voran der SPIEGEL:

      Zur Erinnerung:

      [Thread]

      Die mit Haß und Hetze überzogenen Schauspieler bekommen Schützenhilfe:

      Und der Tagesspiegel geht in sich:

      Medien #allesdichtmachen
      Der „Tagesspiegel“ entschuldigt sich für „handwerkliche Fehler“
      Stand: 15:24 Uhr | Lesedauer: 2 Minuten

      Von Christian Meier
      Medienredakteur

      Selbstkritik beim Tagesspiegel
      Quelle: http://www.tagesspiegel.de/politik/in-eigener-sache-unsere-berichterstattung-zu-allesdichtmachen/27178170.html

      Der „Tagesspiegel“ hat seine Berichterstattung über die Aktion #allesdichtmachen einer kritischen Bewertung unterzogen. Dabei kam heraus, dass bei einer Recherche „handwerkliche Fehler“ unterlaufen seien.
      Der Berliner „Tagesspiegel“ hat sich für „handwerkliche Fehler“ bei der Berichterstattung über die Aktion #allesdichtmachen entschuldigt. In einem ausführlichen Artikel hatte die Zeitung nachweisen wollen, dass hinter der Aktion von 53 Schauspielern ein „antidemokratisches Netzwerk“ steckt. Den Nachweis blieb der Artikel letztlich schuldig.
      https://www.tagesspiegel.de/kultur/filmbranche-und-querdenker-das-netzwerk-hinter-allesdichtmachen/27149604.html

      In einem selbstkritischen Artikel über die eigene Berichterstattung schreiben die Chefredakteure der Zeitung, man habe mit Recherchen „zahlreiche neue Hintergründe aufgezeigt“. Aber es seien auch „handwerkliche Fehler“ gemacht worden, für die man sich entschuldige.
      https://www.tagesspiegel.de/politik/in-eigener-sache-unsere-berichterstattung-zu-allesdichtmachen/27178170.html

      So habe man den Mediziner Paul Brandenburg zu einer der zentralen Personen des vermeintlichen Netzwerks gemacht. Dazu schreiben die Chefredakteure jetzt: „Paul Brandenburg ist mehrfach in alternativen Medien aufgetreten, die auch Verbindungen zur Querdenker-Szene haben. Wir haben ihn mit Äußerungen aus diesen Auftritten zitiert und diese als ,antidemokratisch‘ bezeichnet. Dieser Begriff ist durch Brandenburgs Äußerungen nicht gedeckt. Online haben wir das korrigiert. Zudem haben wir Paul Brandenburg vor der Publikation nicht um eine Stellungnahme gebeten – eigentlich ein journalistisches Muss.“

      An einer der Recherchen war ein vom „Tagesspiegel“ nicht näher erklärtes „Recherchenetzwerk Antischwurbler“ beteiligt. Auf eine WELT-Nachfrage, wer oder was das Netzwerk ist, kam keine Antwort. Nun heißt es: „Viele Leserinnen und Leser haben uns gefragt, wer sich dahinter verbirgt. Das Netzwerk ist eine Gruppe von derzeit acht Personen.“ Weiter heißt es: „Darunter befinden sich mehrere, die im vergangenen Jahr zunächst selbst Demonstrationen gegen die Corona-Maßnahmen besucht haben, dort nach eigener Aussage über die Zusammensetzung der Teilnehmer erschraken. Zunehmend seien Symbole von Verschwörungsgläubigen und antisemitische Codes aufgetaucht, dazu Holocaustleugner, AfD-Politiker und Rechtsextreme.“
      […]

      https://www.welt.de/kultur/medien/article231053961/Recherche-zu-allesdichtmachen-Tagesspiegel-entschuldigt-sich.html

      Selbst mit diesem Geheimdienst-Verschwörungsmythos räumt der Tagesspiegel auf: allerdings komplett lesbar nur heute in der Printausgabe:

      So ticken die „Querdenker“
      Antiautoritär, gebildet – und überwiegend links
      Die „Querdenker“ sind nicht einfach zuzuordnen. Doch aus dem rechten Lager kommt nur eine Minderheit, sagt Meinungsforscher Richard Hilmer. Ein Interview.
      Von
      • Malte Lehming
      • Christoph von Marschall
      10.05.2021, 13:33 Uhr

      Wer sind die Querdenker?

      Ihre Anhänger haben offenbar eine überdurchschnittliche Bildung, viele verfügen über einen Doktortitel oder sind Wissenschaftler. Querdenker stammen eher aus dem linken Lager, sind politisch aktiv, gegenüber Staat und Medien ausgesprochen misstrauisch und tendieren eher zu natürlichen Heilmethoden statt zur klassischen Medizin. Das ist ein Unterschied zum rechten Lager, wo sich überwiegend einfache Bildungsschichten treffen.
      […]

      https://plus.tagesspiegel.de/querdenken-das-sind-die-querdenker-antiautoritaer-gebildet-rebellisch-und-ueberwiegend-links-142400.html

      Hilmer kann sich dabei auf zwei Studien stützen.

      Auch die Intensivmedizin-Belastung durch Corona war eine Fama:

      Bundespressekonferenz
      Überlastung der Intensivstationen durch 4 Prozent Covid-Patienten? Sollbruchstelle in der Logik
      Veröffentlicht am 10. Mai 2021

      Das ganze Jahr über hörten wir immer wieder von massiven Problemen auf den Intensivstationen, von einer drohenden Überlastung. Und dann das: Die Nachricht, dass im Jahresdurchschnitt nur vier Prozent aller Intensivbetten mit Corona-Patienten belegt waren. Und, „dass die Pandemie zu keinem Zeitpunkt die stationäre Versorgung an ihre Grenzen gebracht hat“. Es waren nicht die „üblichen Verdächtigen“, von denen diese Aussagen stammen. Sondern der Beirat des Gesundheitsministeriums. Und nachzulesen sind die Sätze direkt auf der Seite des Ministeriums.

      https://www.bundesgesundheitsministerium.de/presse/pressemitteilungen/2021/2-quartal/corona-gutachten-beirat-bmg.html

      Ich nahm den Bericht zum Anlass, Merkels Sprecher Steffen Seibert zu fragen, wie er sich den Widerspruch erklärt. Es stellte sich heraus: Die Bundesregierung sieht gar keinen.
      […]
      Die einzige für mich einleuchtende Erklärung ist, dass die Intensivstationen eben schon vor Corona oft massiv überlastet waren – wie das etwa der Pfleger Ricardo Lange in seinem nun schon fast legendären Auftritt mit Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) auf der Bundespressekonferenz beklagte (nachzulesen hier).
      https://reitschuster.de/post/intensivpfleger-zerlegt-spahns-corona-politik-vor-laufender-kamera-neben-dem-minister/

      Damit würde aber einer der Grundpfeiler, auf den die Bundesregierung die Rechtfertigung für ihre harte Corona-Politik aufbaut, in sich zusammenfallen.

      https://reitschuster.de/post/ueberlastung-der-intensivstationen-mit-4-prozent-covid-patienten/

      Im Netz geht es rauh zu:

      Die ÖRR versagen weiter:

      Während es nicht-genehme Wissenschaftler gibt, die Wissenschaftskritik an den Tag legen:

      • Ich hatte kürzlich über das Bußgeldverfahren vor dem AG Heidelberg berichtet, in dem Drosten aufgefordert worden war, über die Fähigkeit seines PCR-Tests, eine Infektiösität des Getesteten aufzuspüren, eine gutachterliche Stellungnahme abzugeben. Diese Frage schien er danach nicht beantwortet zu haben:

        Man konnte diese 4-seitige Stellungnahme aber nur als Telegram-User lesen. Nun gab es einen Artikel über das Verfahren:

        Heidelberg
        Streit um PCR-Test
        Drosten soll vor Gericht ein weiteres Gutachten einreichen
        Von Elias Huber
        Fr, 7. Mai 2021

        Eine Maßnahmen-Kritikerin trifft am Amtsgericht Heidelberg auf den Virologen Christian Drosten. Der soll in einem Ergänzungsgutachten zur Frage Stellung nehmen, ob der PCR-Test die Infektiosität nachweisen könne oder auch bei „toter Viruslast“ positiv ausfalle.
        […]
        Drosten hatte in dem Gutachten untersucht, ob der PCR-Test die Aufnahme eines Krankheitserregers und seine nachfolgende Vermehrung im Körper nachweisen kann. Drosten bejaht die Frage in dem 4-seitigen Papier [vom 5.5.2021] – vorausgesetzt, es sei ein “ordnungsgemäß durchgeführter PCR-Test”, wie der Charité-Professor schreibt. Bahner ist damit nicht zufrieden. Die maßgebliche Vorschrift aus Paragraf 2 Absatz 1 finde sich an keiner Stelle, “nämlich die Frage, was ein Krankheitserreger ist”, schreibt sie. Der betreffende Paragraf definiert einen Krankheitserreger als “ein vermehrungsfähiges Agens (Virus, Bakterium, Pilz, Parasit) oder ein sonstiges biologisches transmissibles Agens, das bei Menschen eine Infektion oder übertragbare Krankheit verursachen kann”.
        Laut Bahner habe Drosten nicht beantwortet, ob der PCR-Test ausschließlich lebende und somit übertragbare Virusbestandteile nachweist, oder ob der Test auch bei “toter Viruslast” ausschlägt – also wenn jemand andere nicht mehr anstecken kann. Sie will darum wissen, ob der PCR-Test auch eine Monate oder Jahre zurückliegende Infektion nachweisen kann und ob eine solche Infektion andere Menschen gefährden kann.
        […]
        Maßnahmen-Kritiker betonten wiederholt, dass nicht alle positiv getesteten Personen ansteckend seien. Wasser auf deren Mühlen gab im Januar einer der Hersteller der Tests, Olfert Landt von der Berliner Firma TIB Molbiol. Nicht jede Person sei ansteckend, die mit dem PCR-Test positiv getestet sei, erklärte er im Interview mit der Fuldaer Zeitung und fügte hinzu: “Wir wissen, dass Leute mit einer geringen Viruslast nicht infektiös sind.” Landt schätze in dem Interview, dass die Hälfte aller positiv getesteten Personen nicht ansteckend sei. Um gefährlich für Dritte zu sein, müsse man “100-mal mehr Viruslast in sich tragen als die Nachweisgrenze der Tests“, sagte Landt weiter, der ein wissenschaftlicher Weggefährte von Drosten ist.
        https://www.fuldaerzeitung.de/fulda/corona-pcr-test-infektioes-robert-koch-institut-rki-berlin-tib-molbiol-olfert-landt-90132220.html
        […]

        https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/streit-um-pcr-test-drosten-soll-vor-gericht-ein-weiteres-gutachten-einreichen/

        Um diese eindeutige Beantwortung, wie allseits bekannt und wie sie sein „Weggefährte“ abgegeben hat, hat Drosten sich gedrückt.

        12.01.2021 18:01
        Kritik an Methode zurückgewiesen
        Corona: Streit um PCR-Test – Hersteller fordert mehr Mut vom Robert Koch-Institut (RKI)

        von Leon Schmitt
        […]
        Coronavirus: Olfert Landt spricht über Arbeit mit Christian Drosten

        „Es besteht ja diese diese krude Theorie, dass immer dieselben Leute zusammenarbeiten und Pandemien ausrufen“, sagt Landt im Gespräch mit unserer Zeitung. Dass in „schwierigen Situationen“ häufig dieselben Personen kooperierten, liege aber daran, „dass das eben die Fachleute sind“. Coronaviren seien Christian Drostens Fachgebiet. „Und wir haben es mit einem Coronavirus zu tun. Also wen sollte man mit hinzuziehen, wenn nicht die Arbeitsgruppe Drosten?“
        Landt weist außerdem die Behauptung zurück, Drosten und er seien langjährige Geschäftspartner. „Die Charité kauft gelegentlich Primer und Sonden für die Forschung – das ist die einzige Geschäftsbeziehung“, betont der Berliner Unternehmer. „Geldflüsse oder sowas gibt es nicht.“ Vielmehr gebe es einen sachlichen Austausch von Informationen: „Wenn irgendwo ein neues Virus auftaucht, erwacht der Forschergeist, und man will ganz schnell eine Lösung finden – häufig zusammen mit oder auf Anfrage eines Forschungsinstituts.“

        Olfert Landt: Corona-Maßnahmen der Politik sind richtig

        Landt berichtet, sein Unternehmen verfüge bei der Herstellung von sogenannten Test-Kits über eine langjährige Expertise. „Wir arbeiten seit 30 Jahren in dem Feld. Schwerpunktmäßig machen wir Erreger-Diagnostik. Das heißt, wir liefern Bakterien-, Parasiten- und Viren-Nachweise.“ Aber auch jede andere Firma hätte die PCR-Kits laut Landt so schnell realisieren können, denn die Testbestandteile seien sofort publiziert worden. Der zeitliche Vorlauf, den TIB Molbiol durch die Zusammenarbeit mit der Charité hatte, beziffere sich in Tagen.
        […]
        Die Debatte um den PCR-Test wird vor allem deshalb so hitzig geführt, weil Zweifler behaupten, der Test würde zu viele sogenannte Zyklen durchlaufen. Anwalt Reiner Füllmich etwa sagt: „In Deutschland werden offensichtlich alle Tests durch sehr viele Zyklen auf hohe Werte getrimmt, um möglichst viele positive Ergebnisse hervorzubringen. Selbst genetische Bestandteile einer früheren Grippe können zu einem positiven Ergebnis führen.“

        Für Olfert Landt ist diese Behauptung Füllmichs „Quatsch“. Landt betont: „Sie können bei einer negativen PCR 100 Zyklen machen, und die bleibt dann auch negativ.“ Es gebe keine verwandten zirkulierenden Viren, weswegen falsch positive PCR-Testergebnisse ausgeschlossen seien.

        „Etwa die Hälfte der Corona-Infizierten nicht infektiös“ – Landt fordert mehr Mut

        In einem Punkt scheinen Olfert Landt und Reiner Füllmich aber einig zu sein: Nicht jede positiv auf das Coronavirus getestete Person ist auch ansteckend. „Wir wissen, dass Leute mit einer geringen Viruslast nicht infektiös sind“, sagt Landt. Der Hersteller der PCR-Tests glaubt, dass schätzungsweise die Hälfte aller positiv getesteten Personen nicht infektiös seien. Um gefährlich für Dritte zu sein, müsse man „100-mal mehr Viruslast in sich tragen als die Nachweisgrenze der Tests“.

        Landt spricht sich vor diesem Hintergrund für ein Umdenken bei den Behörden aus: „Es wäre klug, wenn man die Testergebnisse mit einer Bewertung herausgeben würde“, findet Landt. Wenn eine Person zwar positiv auf das Coronavirus getestet wurde, aber gar nicht oder nur wenig infektiös sei, dann könnten die Behörden beispielsweise aussprechen, dass Kontakte vermieden werden sollen. Eine Quarantäne würde nur dann angeordnet, wenn die Ansteckungsgefahr hoch ist. „Das traut man sich leider in der Öffentlichkeit nicht“, sagt Landt, der sich gerade vom Robert Koch-Institut diesbezüglich „mehr Mut“ wünscht.
        […]

        https://www.fuldaerzeitung.de/fulda/corona-pcr-test-infektioes-robert-koch-institut-rki-berlin-tib-molbiol-olfert-landt-90132220.html

        Logisch findet Landt die Maßnahmen gut: sie sorgen für einen hohen Absatz seiner Testkits, auch wenn diese für Quarantäne-Entscheidungen und Statistk Gift sind.

        Leider verteidigt Christian Drosten seine am 29.4. zur Untermauerung seiner Forderung nach Schulschließungen veröffentlichte viel kritisierte Kinder-Viruslast-Studie indirekt weiterhin; hier gibt es in Nature/2/21 ebenfalls eine Warnung vor den unbrauchbaren PCR-Tests, und eine Vielzahl von Studien verneint Schulen als Orte der Pandemietreiberei und erklären Kinder als weniger anfällig für Covid-19-Infektionen und weniger ansteckend als Erwachsene (s.o.):

        So findet jeder seine Bestätigung, was man wohl cognitive bias nennt. 😉

        Kleine Korrektur: der Hinweis auf eine entgegenstehende Studie erfolgte einen Tag nach seinem Tweet mit dem Plädoyer für Schulschließungen unter Verweis auf „seine“ Charité-Studie, den er folgerichtig gelöscht hat.

        Wenigstens hat Drosten zwischen dem 19.2.2021 bis 2.4.2021 (Alarmismus) bis zum 10.5.2021 eine Lernkurve hingelegt. Aber natürlich ist er für Impfungen von Kindern. Da wirkt seine Obsession noch nach.

        Getoppt wird er allerdings von unserer Ethikrat-Vorsitzenden Alena Buyx, die mal wieder das geschlechtsneutrale Peter-Prinzip bestätigt:

        https://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Prinzip

        Wie immer darf ein Blick auf die USA nicht fehlen, das unter Trump ja so furchtbar litt – tatsächlich haben die Staaten das Sagen, mehr als Empfehlungen können Fauci & Co. nicht aussprechen; der Bund ist nur für Einreisebschränkungen und die Impfkampagne zuständig – beides hat Trump entscheidend vorangetrieben: aber die republikanischen Staaten sind Fauci, anders als die wirtschaftszerstörenden Democrats Staaten, nie gefolgt. Insofern haben wir in den USA einen guten Vergleich – auch für Kanadier:

        Von Florida mit seinem rising star, dem republikanischen Gouverneur DeSantis, der sein Rentnerparadies trotz Öffnung vor einem halben Jahr rettete, ganz zu schweigen.

        Und was halten wir hiervon?

        • Politisch vollkommen unkorrekt ging in Neuruppin gerade nach drei unvermittelt einsetzenden Sommertagen mit über 25 Grad eine starke Temperatursenkung nebst Gewitter und „Starkregen“ nieder. Nur mal so. 😉

          Ich knüpfe an meine letzten Kommentare auf der Vorseite zur PC an:

          https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92539
          [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92539

          Warum die Presse versagt


          [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-29/#comment-92541

          Und nun erfahren wir: nicht nur Maaßen hat den angeblich „antisemitischen“ Begriff „Globalisten“ benutzt, sondern auch 3Sat:

          Ein Glück, daß die Vertretungen der Juden in Deutschland Einspruch einlegen gegen die Instrumentalisierung des Antisemtismus` durch Grüne:

          Deutschland
          Nach Attacke auf Maaßen
          Jüdische Gemeinden in NRW kritisieren Luisa Neubauer
          11.5.2021 Stand: 14:48 Uhr

          […]
          Angesichts der Aussagen der Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer über Hans-Georg Maaßen haben die jüdischen Gemeinden in NRW mit Kritik an Neubauer reagiert. Sie sagten gegenüber dem ZDF-Landesstudio in Düsseldorf: „Es ist äußerst befremdlich, wie der Vorwurf des Antisemitismus hier strategisch eingesetzt wird. Als jüdische Gemeinschaft erwarten wir von der Politik, dass Antisemitismus entschieden und mit allen Mitteln des demokratischen Rechtsstaates bekämpft wird.“ Und weiter: „Wer Antisemitismus nutzt, um im Wahlkampf zu punkten, verhöhnt dessen tägliche Opfer“, wird ein Gemeindevertreter zitiert.

          Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung warnt vor pauschalen Vorwürfen der Judenfeindlichkeit.

          Die bei Fridays for Future engagierte Grüne hatte den früheren Verfassungsschutzpräsidenten und heutigen CDU-Rechtsausleger Hans-Georg Maaßen bezichtigt, Inhalte antisemitischer Blogs zu verbreiten – ohne allerdings einen Beleg dafür zu liefern oder Fragen danach zu beantworten.

          Der Regierungsbeauftragte Felix Klein sagte der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ (NOZ): „Der Antisemitismus-Vorwurf ist ein scharfes Schwert und erfordert klare und eindeutige Belege. Wer diesen Vorwurf anführt, sollte sich seiner Verantwortung für die deutsche Geschichte bewusst sein.“ Und: „Hier eindeutig und präzise zu benennen ist eine Verpflichtung, der wir als Bürger dieses Landes unmissverständlich nachkommen sollten.“
          […]

          https://www.welt.de/politik/deutschland/article231036601/Luisa-Neubauers-Maassen-Vorwurf-Juedische-Gemeinden-in-NRW-sind-erbost.html

          Es gab natürlich auch diese Angriffe:

          In der Tat, Einseitigkeit hilft in der derzeitigen Situation nicht, und so muß ich einmal ausnahmsweise lobend das heute Journal vom 11.5.2021 hervorheben, das beide Seiten beleuchtet – und in dem natürlich der Overkill des israelischen Militärs dargestellt wird:

          https://www.zdf.de/nachrichten/heute-journal/heute-journal-vom-11-05-2021-100.html

          In der Tat, nicht nur die Viel-Quasslerin Neubauer verbreitet Maschinengewehr-Qualm, auch ihre Seelenverwandte Baerbock:

          Da wir aber weder Peter Frey noch Bettina Schausten heißen, lassen wir das mal so stehen und begnügen uns mit der wohl einzig sehr, sehr konkreten Antwort der Kandidatin: Sie werde sich in Koalitionsverhandlungen dafür einsetzen, dass der Koalitionsvertrag mit Gender-Sternchen geschrieben wird. Geübt haben die Grün/:_*Innen (Grünenden?) schon mal. Ihr Wahlprogramm enthält 349mal das Gendersternchen? Wahrscheinlich auch deshalb, damit es niemand liest und erfährt, was die Grünen wirklich wollen.

          https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/zdf-was-nun-frau-baerbock-mit-dem-zweiten-sieht-man-eben-gruener/

          Ich hatte mich eher an der Schausten-Formulierung gestört, daß Frau Baerbock ja die „Provokationen“ von Boris Palmer lange ertragen habe:

          https://www.zdf.de/politik/was-nun/was-nun-frau-baerbock-100.html

          Aus der misanthropischen Bewegung
          Baerbock gegen Palmer: Ein Ausschlussverfahren, das heiter werden kann

          Von Cora Stephan
          Di, 11. Mai 2021

          Das Parteiausschlussverfahren der Grünen gegen ihren bekanntesten Oberbürgermeister Boris Palmer dürfte das ganze Ausmaß der misanthropischen Verbotskultur dieser Partei offenlegen. Die Wähler sehen dann, was sie erwartet, wenn die Bundesregierung noch woker und grüner wird als unter Merkel.

          Viele der wahlentscheidenden Älteren, einst durch die Harald-Schmidt-Show gestählt, sind diese ganze dünnlippige Anstandsdämlichkeit gründlich leid. Auch, weil er (und sie!) mittlerweile weiß, dass man gegen die Behauptung vom „systemischen Rassismus“ schlicht und ergreifend nicht anstinken kann. Wenn die Weißen eh nichts gegen ihren Rassismus tun können und es noch nicht einmal hilft, wenn sie sich auf den Knien rutschend zu dieser Sünde bekennen und Besserung schwören, ist es im Grunde egal, was sie sagen. Und eigentlich hätte es allen, übrigens vorneweg Boris Palmer, ebenso egal sein können, was sich zwei Fußballer gegenseitig einschenken. Das ist Kindergarten.
          […]
          Damit ist es passiert. Palmer, Tübingens erfolgreicher Oberbürgermeister, der in der Coronakrise pragmatisch statt ideologisch gehandelt hat, muss nun auf Baerbocks politische Unterstützung verzichten, denn „das Ganze reiht sich ein in immer neue Provokationen, die Menschen ausgrenzen und verletzen.“

          Womöglich hat sie dabei an Palmers Kritik an einer Werbekampagne der Deutschen Bahn von 2019 gedacht. Die zeigte auf bunten Plakaten glückliche Menschen, weit überwiegend mit nichtweißer Hautfarbe. Palmers „provokante“ Frage: „Welche Gesellschaft soll das abbilden?“ Die Deutsche Bahn verteidigte sich damit, dass ihre Werbeikonen „repräsentativ“ seien. Das aber waren sie genau nicht: Die deutsche Bevölkerung ist weit mehrheitlich weiß und vor allem sind die wenigsten so prominent wie die Abgebildeten. Die Werbekampagne zeigte, was man sich bei der Deutschen Bahn wünscht – nicht das, was ist.

          Und genau das nervt nicht nur Boris Palmer. Wer eigentlich gutwilligen Menschen permanent mit dem Generalverdacht mangelnder Toleranz oder gar des „systemischen Rassismus“ kommt, läutert sie nicht, ganz im Gegenteil – es macht sie lediglich widerspenstig. Die Mücke, zum Elefanten aufgeblasen, platzt irgendwann. Schon jetzt lacht ganz Deutschland – jedenfalls alle, die noch normal im Kopf sind.
          Wie gesagt: Ich freue mich auf Palmer gegen Baerbock. Vielleicht wird das ja doch noch ein heiterer Wahlkampf.
          ________________________________________
          https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/stephans-spitzen/baerbock-gegen-palmer-ein-ausschlussverfahren-das-heiter-werden-kann/

        • Da empfehle ich doch lieber wieder McWhorter:

          John McWhorter on „Black Fragility“ | Real Time with Bill Maher (HBO)
          418.772 Aufrufe
          •08.05.2021
          Subscribe to the Real Time YouTube: http://itsh.bo/10r5A1B Linguistics professor and „Nine Nasty Words“ author John McWhorter joins Bill Maher for a common-sense conversation about race.

          Insbesondere, weil ich heute Vormittag den Gehirnwäsche-Kulturteil im aktuellen SPIEGEL gelesen habe:

          Gendergerechte Sprache
          Auf aggressive Belehrung reagiere ich mit Rebellion
          Ein Essay von Leander Haußmann
          Die Diskussion übers Gendern finde ich richtig und hochinteressant. Doch mich stört ein Detail: das Missionarische, humorlos Schmallippige der bereits Wissenden.
          07.05.2021, 13.00 Uhr • aus DER SPIEGEL 19/2021
          […]

          https://www.spiegel.de/kultur/leander-haussmann-ueber-gendergerechte-sprache-auf-jede-doktrin-reagiere-ich-mit-rebellion-a-e98204d9-0002-0001-0000-000177427006

          Ganz im Gegensatz zum Aufmacher legt der Regisseur ein großes MEA CULPA ab und gibt jetzt selbst Antirassmismus-Kurse und gibt sich selber Ohrfeigen, wenn er in alte unsensible Verhaltensweisen fällt. Sein neuer Hang zur Geschlechtergerechtigkeit wirkt sich so aus: er saß an einem mißlingenden Drehbuch mit einem männlichen Anti-Helden. Ohne Textveränderung machte er aus dem Waschlappen eine Frau – und siehe da, der Stoff funktionierte! 😉

          Da freuen wir Frauen uns aber…

          Zuvor gab es seitenlang das hier – auch zur Bewerbung des aktuellen SPIEGEL-Geschichte-Hefts:

          Neue Erkenntnisse zur brutalen Realität in den Südseekolonien
          Die deutsche Blutspur im Paradies

          Aufarbeitung der Kolonialgeschichte: Zwei Publikationen und eine Ausstellung thematisieren die widersprüchliche Mixtur aus nostalgischer Sehnsucht, Zerstörungswut und »Rettung« kolonialer Trophäen.
          Von Felix Bohr, Ulrike Knöfel und Elke Schmitter
          08.05.2021, 00.15 Uhr • aus DER SPIEGEL 19/2021
          […]

          https://www.spiegel.de/kultur/kolonien-in-der-suedsee-die-deutsche-blutspur-im-paradies-a-77e6917a-0002-0001-0000-000177427001

          Näheres kann man hier erfahren:

          Kolonialverbrechen in der Südsee
          »Die Deutschen zerstörten ein Paradies – und behaupten bis heute das Gegenteil«
          Ein Segelboot von der Südseeinsel Luf soll ein Highlight der Ausstellung im Berliner Stadtschloss werden. Der Historiker Götz Aly sagt: Das Exponat steht für ein düsteres Kapitel deutscher Geschichte.
          Ein Interview von Felix Bohr und Ulrike Knöfel
          08.05.2021, 17.42 Uhr

          SPIEGEL: Herr Aly, das berühmte letzte Boot von der Südseeinsel Luf wird bald im Berliner Stadtschloss zu sehen sein – und diesen Ort laut Kulturstaatsministerin Monika Grütters überhaupt erst strahlen lassen. Sie schildern in Ihrem neuen Buch am Beispiel dieses Bootes die brutale deutsche Kolonialherrschaft in Ozeanien. Wer hat recht?

          Aly: Das Reiseboot ist wunderschön und ein höchst wichtiges, ja strahlendes Weltkulturerbe. Aber warum existiert von diesem Bootstyp nur noch ein einziges Exemplar auf der Welt? Die Antwort darauf führt in ein düsteres Kapitel deutscher Kolonialgeschichte.
          […]

          https://www.spiegel.de/kultur/deutscher-kolonialismus-in-der-suedsee-historiker-goetz-aly-ueber-die-zerstoerung-eines-paradieses-a-a4e4c3b8-b142-4b88-a5dd-749a1a9465fa

          Danach wurde das schwarze Kino gefeiert:

          The Underground Railroad – Official Trailer | Prime Video
          4.376.381 Aufrufe
          •15.04.2021
          Amazon Prime Video
          1 Mio. Abonnenten
          “Nothing was given, all was earned. Hold on to what belongs to you.” From Academy Award® winner Barry Jenkins and based on the Pulitzer Prize-winning novel by Colson Whitehead comes the Amazon Original limited series „The Underground Railroad“. Premiering May 14 on Prime Video. About Prime Video: Want to watch it now? We’ve got it. This week’s newest movies, last night’s TV shows, classic favorites, and more are available to stream instantly, plus all your videos are stored in Your Video Library. Over 150,000 movies and TV episodes, including thousands for Amazon Prime members at no additional cost.

          Und dann war der Kulturteil auch schon zu Ende.

          Nachgetragen zu Maaßen und der Grünen-Kultur:

          Da bin ich ja mal gespannt. 😉

        • Kurz ein bisschen ein anderes Thema:

          Geht um den Abschluss von A. Baerbock!

          Wenn ich das richtig interpretiere, hat sie mal ein Vordiplom gemacht, das ist aber kein Abschluss und es wird auch kein akademischer Grad verliehen.
          Dann hat sie offenbar noch einen einjährigen Master gemacht, was m.E. auch sehr seltsam ist, zumal ein Master in der Regel mindestens 2 Jahre dauert. 🙂

          „Annalena Baerbocks Abschluss
          Wie verlief eigentlich die akademische Karriere der grünen Kanzlerkandidatin? Etwas anders, als sie es bisher darstellte. Jetzt legt die Partei Unterlagen vor, beantwortet aber wichtige Fragen immer noch nicht.“
          https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/annalena-baerbocks-abschluss/

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