Warum die Presse versagt

In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich keinen Beitrag mehr geschrieben, sondern nur noch in Kommentaren das Weltgeschehen und dessen mediale Zerrbilder präsentiert. Die Themen gingen nicht aus, und es war immer wieder ein Phänomen festzustellen: öffentlich-rechtliche Sender und die Medien informieren nicht, sie ergreifen Partei, befördern Agenden und verfehlen ihren Auftrag, der Macht durch kritisches Hinterfragen Paroli zu bieten.

Stattdessen: Polemik, Skandalisierung, uniformer „Haltungsjournalismus“, Wunschdenken, eilfertige Übernahme von Sprachvorgaben aktivistischer Lobbies und Ausgrenzung von Kritikern. Hat man jemals so viel über „Verschwörungstheorien“ – pardon, jetzt heißt es „Verschwörungsmythen“ und „Verschwörungserzählungen“, denn „Theorie“ klingt zu wissenschaftlich und würde diese Wirrköpfe nur adeln – gelesen wie in den letzten Monaten, dargeboten von derselben Presse, die jahrelang an der Verschwörungstheorie der Democrats mitwirkte, nach der Donald Trump quasi ein russischer Agent sei und mit Putin daran arbeitete, Mails der Democrats-Partei zu hacken und sie über WikiLeaks zu verbreiten? Und die jetzt souverän die Aufdeckung dieser Verschwörungstheorie als echte Verschwörung von Hillary Clinton, dem DNC, CIA, FBI, dem State Department und den willigen Helfern der durch die Bank anti-Trump-Presse von NYT über die Washigton Post, Politico und Daily Beast, CNN und allen anderen cable news bis auf Fox News beschweigt?

Ja,ja, die „Schlinge zog sich jahrelang zu“ um Trump.

Wenn sie sich infolge der New York Post-Enthüllungen um Joe Biden zuzieht, springt man gerne wieder auf den Zug, daß es sich bei den aus Hunter Bidens Computer stammenden Mails und Bilder, deren Echtheit nicht einmal von den Bidens bestritten wird, um „russische Desinformation“ handele.

Ohne Kommentar zitiere ich aus einem Kommentar, der ausschließlich seine eigene Blasen-Befindlichkeit beschreibt:

Politik in den USA

Das größte Problem an Trump sind seine Wähler

Eine Kolumne von Henrik Müller

Es ist ein Skandal, dass Donald Trump die Präsidentschaftswahl immer noch gewinnen kann – trotz aller Verfehlungen und Ungeheuerlichkeiten. Wie kann das sein? Die Antwort lässt nichts Gutes erhoffen.

11.10.2020, 13.28 Uhr

[…]

Das wirklich Beunruhigende dieses Wahlkampfs ist nicht Trumps Amtsgebaren, sondern die mögliche Unfähigkeit des Souveräns – also des Volkes -, einen untragbaren Präsidenten aus dem Amt zu entfernen. Und all das spielt sich ab in jenem großen Land, das, bei allen Fehlern, über Generationen der westlichen Welt ein strahlendes Vorbild war. Ein Befund, der die Demokratie selbst als Regierungssystem ins Zwielicht rückt – und damit auch uns ganz direkt angeht.

Zwei Enthüllungen der vergangenen Wochen sollten genügen, Trump unwählbar zu machen: sein Eingeständnis, die amerikanische Öffentlichkeit über die Gefahren der Corona-Pandemie – wissentlich und kalkuliert – in die Irre geführt zu haben, wie er dem Reporter Bob Woodward im Frühjahr ins Aufnahmegerät plauderte. Und die Veröffentlichungen der „New York Times“ über Trumps Steuererklärungen, die einen Abgrund an Steuervermeidung und Korrumpierbarkeit offenbaren.

[…]

Damit die Demokratie funktionstüchtig sein kann, bedarf es einer aufgeklärten Bevölkerung. Wenn allerdings nicht mehr das Relevante in wahrhaftiger Form thematisiert wird, wenn falsche Nachrichten, Triviales und sonstiger Bullshit die Debattenräume verstopfen, wenn sich Nischen und Echokammern abschotten und das Dröhnen der Lärmspiralen ohrenbetäubend wird, dann ist nicht mehr unbedingt gewährleistet, dass die Wahrheit für alle sichtbar ans Licht kommt. Wie es um die Qualität der Regierung bestellt ist, lässt sich unter diesen Bedingungen nicht mehr so einfach erkennen.

[…]

„You can’t fool all the people all the time?“ Vielleicht doch!

Während des Corona-Shutdowns habe ich an dieser Stelle die Hoffnung geäußert, dass die Covid-19-Krise zum Offenbarungseid der Populisten werden könnte. Schließlich sei ihr Scheitern allzu offensichtlich.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/der-offenbarungseid-der-populisten-kolumne-a-91f96c2a-fffe-4e0f-8a23-126979b8dc22

Ich war zu optimistisch. Das Pandemie-Missmanagement von Boris Johnson (Großbritannien), Jair Bolsonaro (Brasilien) und Trump war so ungenügend, dass sich jeder von ihnen am Ende selbst infizierte. Trotzdem genießen sie allesamt nach wie vor beachtliche Zustimmungswerte. Offenkundig bemisst sich der Erfolg einer Regierung – mindestens für Teile der Bevölkerung – nicht mehr unbedingt an ihren Leistungen, sondern an ihrem Unterhaltungswert.

Ein Prozess ist im Gang, bei dem der Grundkonsens verlorenzugehen droht. Die Veränderungen der Medienlandschaften – das Aufkommen von Social Media, die schwächere Durchdringung mit seriösem Journalismus – begünstigen einen Zerfall der Öffentlichkeit. Gesellschaften spalten sich in immer kleinere Resonanzräume auf, wo jeweils eigene Erzählungen über den Zustand der Welt vorherrschen. Diese Erzählungen brauchen nicht unbedingt eine belastbare Faktenbasis, um der jeweiligen Anhängerschaft glaubwürdig zu erscheinen. Gegenseitige Bestätigung innerhalb der jeweiligen Gruppe genügt.

[…]

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/donald-trump-beschaedigt-auch-unsere-demokratie-kolumne-a-71714efc-dde0-44e3-9262-52bfda6956d6

Wo er recht hat, hat er recht. 😉

1.228 Gedanken zu „Warum die Presse versagt

  1. Das war’s dann mit der EM2021 für Deutschland, und passend setzte nach dem Spielende eine kalte Brise ein, bedrohliche Wolken türmten sich auf, von ferne Donnergrollen. Selbstredend hatte ich vor dem Spiel den Garten gegossen, und zehn Minuten nach dem Spiel pladderte der Regen herunter. Nach einer Stunde war alles vorbei. Logo hängen die Rosen jetzt herunter, aber bleibender Schaden ist wohl nicht entstanden. Und man muß ja auch immer das Positive sehen: seit vorgestern waren meine Regenwasser-Vorräte erschöpft, und jetzt sind meine beiden 400l-Tonnen jeweils zu ca. 40% gefüllt. Die kleinere Tonne am Schuppen dürfte auch gut gefüllt sein.

    Zum SPIEL ENGGER:

    Kuriosum 1: für mich war es das beste Spiel der deutschen Mannschaft bislang – erstmals sah ich wunderbar herausgespielte Torszenen, und daß es kein Tor gab, lag am fehlenden Glück und einem guten englischen Torwart.

    Kuriosum 2: alle drei Mannschaften der Gruppe F, die es ins Achtelfinale geschafft haben, sind nicht mehr dabei.

    Man kann das Ganze auch politisch werten:

    Da helfen auch keine Regenbogen-Armbinden. 😉

    Überhaupt entlarven sich gerade die Scheinheiligkeiten moralisierender Polit-Existenzen:

    So fing es an mit #Baerplag:

    Schwere Plagiatsvorwürfe gegen Baerbock: Teile von Buch abgeschrieben?
    • FOCUS-Online-Reporterin Sara Sievert
    • FOCUS-Online-Redakteur Benjamin Hirsch
    • FOCUS-Online-Reporter Ulf Lüdeke
    Dienstag, 29.06.2021, 19:45

    Nach der Debatte um ihren Lebenslauf ereilen die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock jetzt erneut schwerwiegende Vorwürfe: Der Plagiatsgutachter Stefan Weber fand gleich mehrere Stellen in Baerbocks Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“, die teilweise wortwörtlich übernommen wurden. Ohne Quellenverweis. Gegenüber FOCUS Online äußert sich Weber zu seinen Vorwürfen.
    FOCUS Online hat die entsprechenden Originalquellen überprüft und kann die Übernahme ganzer Passagen im Buch „Jetzt. Wie wir unser Land erneuern“ von Annalena Baerbock bestätigen. Ihr Buch veröffentlichte die Kanzlerkandidatin am vergangenen Montag (21. Juni).
    […]
    Plagiatsgutachter erhebt schwere Vorwürfe – und spricht von weiteren Passagen ohne Quellenangaben

    Inzwischen hat der Plagiatsgutachter nach eigenen Angaben sechs weitere Stellen gefunden, bei denen wörtlich Sätze unter anderem vom „Tagesspiegel“ und der „Süddeutschen Zeitung“ ohne Quellenangabe übernommen worden seien, sagte Weber FOCUS Online. Allerdings sei unklar, ob die Plagiatsfälle von Baerbock selbst oder von dem Mitarbeiter stammen, der an der Produktion des Buches beteiligt war, so Weber.

    Die bislang gefunden Textstellen beträfen zehn Seiten, so Weber, der hauptberuflich als selbstständiger Plagiatsprüfer in Salzburg arbeitet und sieben Mitarbeiter sowie zwei Privatdetektive beschäftigt. „Aus meiner Sicht liegen hier klar Urheberechtsverletzungen vor, die mit Absicht begangen worden sind. Aber hoch ist dieser Anteil am Gesamtwerk noch nicht.“
    Was die Einordnung der Schwere der Plagiate angehe, gebe es keine „klare Messlatte“, darüber könne man streiten. „Dass das Buch vom Markt genommen werden muss, ist denke ich nicht nötig in diesem Fall.“ Aber die betreffenden Stellen sollten in Folgeauflagen auf jeden Fall nachträglich den Originalquellen zugeordnet werden.

    Einen Auftraggeber für den Plagiatscheck des Baerbock-Buches, für den er eine Plagiatssoftware namens „Turnitin“ verwendet habe, gebe es nicht, so Weber. „Ich mache das aus eigenem Antrieb, als Hobby sozusagen. Der Fall interessiert mich, seit die Fehlerkorrekturen in ihrer Biographie ans Tageslicht gekommen sind“, so Weber. Eigenen Angaben zufolge sei er weder jetzt noch in der Vergangenheit politisch aktiv gewesen. „Und ich bekomme von niemandem irgendein Honorar für diese Arbeit.“
    […]

    https://www.focus.de/politik/plagiatsjaeger-nimmt-gruenen-kandidatin-ins-visier-schwere-plagiatsvorwuerfe-gegen-baerbock_id_13447340.html

    Der routinierte Mitverfasser von Politikerbüchern, Michael Ebmeyer, (die haben schließlich, vom Literaten Habeck abgesehen, keine Zeit, um Bücher zu schreiben), ist auf Wikipedia bereits auf Tauchstation gegangen:

    Die Reaktion der Grünen und von Baerbock persönlich ist verheerend und löst den bekannten Streisand-Effekt aus:

    Kanzlerkandidatin unter Druck
    „Rufmord“: Grüne empört über Plagiatsvorwürfe – Baerbock schaltet Promi-Anwalt ein
    • FOCUS-Online-Redakteur Christian Döbber
    • FOCUS-Online-Redakteur Benjamin Hirsch
    Dienstag, 29.06.2021, 19:14
    […]
    Baerbock schaltet Promi-Anwalt ein

    Zudem hat Baerbock im Zuge der Debatte den Promi-Anwalt Christian Schertz eingeschaltet. Schertz erklärte:

    „Ich kann nicht im Ansatz eine Urheberrechtsverletzung erkennen, da es sich bei den wenigen in Bezug genommenen Passagen um nichts anderes handelt, als um die Wiedergabe allgemein bekannter Fakten sowie politischer Ansichten. Ebenso wie Nachrichten nicht urheberrechtsschutzfähig sind gilt dies auch für historische Tatsachen bzw. allgemein bekannte Erkenntnisse im Zusammenhang mit Ökologie und Umwelt. Diese sind sogenannte public domain. Der Vorwurf entbehrt damit jeglicher Grundlage. Es ist offenbar erneut der Versuch einer Kampagne zum Nachteil von Frau Baerbock.“

    https://www.focus.de/politik/plagiats-vorwuerfe-rufmord-gruene-empoert-ueber-plagiatsvorwuerfe-baerbock-schaltet-promi-anwalt-ein_id_13448896.html

    Tatsächlich geht es nicht um Urheberrechtsverletzungen oder um die wissenschaftliche Bedeutsamkeit von Plagiaten, wie beispielsweise bei einer Dissertation, sondern um das Faktum, daß ihr Buch – ebenso wie ihr aufgehübschter Lebenslauf – von einem Ghostwriter mitverfaßt wurde, der sich, was grüne Politik angeht, bei Wikipedia und den grün-affinen Medien bedient hat (denn Wissenschaft steckt offenbar nicht dahinter). Baerbock selbst hat vermutlich nur die zu ihrem ideologischen Werdegang passenden selektiv ausgesuchten biographischen Details beigesteuert, wie ich Rezensionen entnahm, die sich mit dem langweiligen politischen Kram gar nicht erst aufhielten. Den liest man schließlich in der Zeitung und hält ihn für Wahrheit.

    Zu Stefan Weber:

    Da Baerbock so schlecht beraten war, den Angriff auf eine juristische Ebene zu hieven, meldete sich prompt unterstützend ein ZDF-Jurist:

    Die ZEIT entwirrt die unterschiedlichen Ebenen:

    Der SPIEGEL steigt ein, zumal auch der Ullstein-Verlag sich auf die irrelevante juristische Ebene begeben hatte:

    Tatsächlich geht es um die Glaubwürdigkeit einer sich als moralisch aufspielenden Poltikerin, die sich als halbseiden entpuppt (aufgehübschter Lebenslauf, nicht gemeldete Parteieinkünfte, die eh fragwürdig sind, weil sie keine Parteiangestellte ist, und jetzt das Ghostwriter-Buch mit zusammengepfriemelten quellenlosen Wikipedia-Einträgen und Zeitungsartikeln – obwohl im Buch ansonsten wörtliche Zitate belegt werden).

    Jan Böhmermann kontert das Desaster mit folgedem Witz:

    Keiner der drei hat ihre Fallhöhe.

    Wie es die Dems in den USA vormachen: die Scheinheiligkeit von Moralismus-Vertretern ist nicht zu toppen: Stefan Weber war ihr Kronzeuge, als es – im übrigen völlig zu Unrecht! – gegen Glyphosat ging:

    Da mag Weber zwar recht gehabt haben, aber „die Wissenschaft“ hat die Unbedenklichkeit von Glyphosat mittlerweile bestätigt.

    Ein weiteres Problem der Grünen sind ihre aus dem Ruder laufenden Anhänger:

    Nicht nur bei den Linken, auch bei den Grünen macht zudem das Saarland Probleme:

    Die reinsten Bürgerschreck-Veranstaltungen. Bei der taz sieht man die Gefahr:

    […]
    Aber: CDU/CSU, SPD und FDP bauen den Klimawandel und damit die nächste industrielle Revolution aktiv in ihre Politik ein. Einiges spricht dafür, dass die sich selbst so bezeichnende Deutschland-Koalition, wie z.B. beim Atomausstieg vorgeführt, auch in der Klimapolitik die notwendige Richtung einschlagen werden. Zumal ihre Wähler, jedenfalls dem aktuellen Versprechen nach, sicher sein können, dass die damit verbundenen Disruptionen der gewohnten Lebensstile abgefedert und für alle annehmbar gestaltet werden.

    Dieses Versprechen gewinnt durch die polemisch überdehnte Abgrenzung von angeblichen grünen „Ideologien, Verboten, sozialistischer Umverteilung, Ängsten, Bevormundung und vorgefertigten Lebensentwürfen“ (CDU-Wahlprogramm) noch zusätzlich an politischem Gewicht. Es ist davon auszugehen, dass dieses Versprechen bei einer breiten, vom Ökowandel verunsicherten Wählerschaft tatsächlich Vertrauen generiert, das bis an die Wahlurne reichen wird. Die Grünen werden bei einem Erfolg dieser Strategie weder als Regierungspartner und schon gar nicht als Kanzlerpartei gebraucht

    Eine Koalition aus CDU/ CSU, SPD und FDP hat bei Umfragen schon jetzt hin und wieder die Kanzlermehrheit beisammen. Mit einem Stimmanteil der CDU/CSU von deutlich über 30 Prozent ist eine Regierungsbildung gegen die Union nicht mehr möglich. Die SPD, ob nun mit 15 oder 16 Prozent, muss auf jeden Fall mitregieren, wenn sie überhaupt eine Überlebenschance haben will. Die FDP hat in einer solcher Konstellation als Mehrheitsbeschaffer für die CDU/CSU mehr Macht als in einer Ampelkonstellation.
    […]
    Wichtig ist auch, darauf hinzuweisen, dass die Deutschland-Drei ihre selbstgesetzten Ziele mit dem bisher vorgelegten Politikangebot kaum erreichen können.

    Aber für das Gewinnen der Wahl spielt das keine Rolle, denn die Grundsatz-Botschaft wird gekauft: Mit uns wird der Klimawandel beherrschbar ausgebremst und unser aller Leben wird so weiter gehen, wie bisher. Jedes Drohen mit dystopischen Untergangs-Szenarien, mit Betrugsvorwürfen und Verratsgeschrei wird als alarmistische Verliererwut ins Leere laufen.

    Heißt: Die Leute wollen wohl mehrheitlich einen bequemen Übergang in die Klimapolitik und den liefert auch die Deutschland-Koalition.
    […]

    https://taz.de/Die-Bundestagswahl/!5782192/

    Für einen Grünenanhänger eine erstaunlich luzide Analyse. Ich als Nicht-Grüne meine: die meisten Deutschen folgen dem Klima-Alarmismus eh nicht.

    Immer wieder erstaunlich: wie die Realität verbogen wird, um bloß nicht zugeben zu müssen, daß die Merkel-Politik 2015 ein Fehler war:

    • Zu Baerbock die zu erwartenden Reaktionen:

      Zu Plagiaten oder unsauberer Zitierung ist mir gerade wieder neu etwas von Cornelia Koppetsch in die Finger geraten:

      „Erneuter Plagiatsverdacht gegen Soziologin Cornelia Koppetsch
      2020 hat die Soziologin Cornelia Koppetsch das Buch „Rechtspopulismus als Protest“ veröffentlicht. Mängel im wissenschaftlichen Arbeiten sollten in dieser Ausgabe behoben sein. Jetzt gibt es erneut Plagiatsvorwürfe – umfangreicher als bisher bekannt.“

      Mir ist ja Koppetsch als Person super sympathisch und ihr Buch über Rechtspopulismus finde ich immer noch das Beste. Nun hat Sie ja noch ein anderes Buch herausgegeben, aber auch das scheint offenbar nicht sauber bei der Handhabung von Zitaten zu sein. Keine Ahnung, weshalb Sie das nicht besser unter Kontrolle kriegt?!

      Zum Fussball:

      Mir hat Deutschland wie England nicht super gefallen. Das beste Spiel der Deutschen fand ich immer noch gegen Portugal. Aber ein Tipp, wer Europameister wird, ist wirklich schwierig. Eher kann man sagen, wer es nicht wird. Also die Schweiz und die Ukraine sicherlich nicht, auf Tschechien tippe ich auch nicht, also Spanien, England, Italien oder Belgien.

      Noch einmal zu den Grünen:

      Mir hat dieser Artikel gut gefallen, weil er m.E. gut zeigt, weshalb man die Grünen nicht wählen sollte. 🙂

      Die Welt als Waldspaziergang – über das grüne Menschenbild
      Der Entwurf für das grüne Wahlprogramm ist gespickt mit Aufregern. Geschenkt, denn interessanter als die politische Rhetorik ist die weltanschauliche Grundierung. Man sieht eine Gesellschaft ohne Bürger, in der das Individuum nur als Objekt vorkommt.
      https://www.tichyseinblick.de/meinungen/wahlprogramm-menschenbild-der-gruenen/

      • Tips gebe ich keine mehr ab, nachdem auch dieses Spiel unerwartet endete:

        Nach brutalem Foul – Ukraines Last-Minute-Glück in Überzahl hier im Video
        • Stand: 02:21 Uhr
        • Dauer 3 Min
        Lange deutet zwischen der Ukraine und Schweden alles auf eine Entscheidung im Elfmeterschießen hin. Nach einem schlimmen Foulspiel spielt Schweden die letzten Minuten in Unterzahl – und wird in der Nachspielzeit der Verlängerung bestraft. Die Highlights im Video.

        https://www.welt.de/sport/video232188377/Schweden-Ukraine-Highlights-im-Video-Brutales-Foul-und-Last-Minute-Tor.html

        Gefühlsmäßig würde ich ja auf England tippen, aber dafür müßten die Engländer ja erstmal die Ukraine besiegen. 😉

        Unsere Woken:

        Ja, Angstmacherei und autoritäres Gehabe gehören zur grünen DNA, weil ja alles dem guten Zweck dient. Jubilierend vermeldeten die Medien schon einen furchtbar heißen und trockenen Juni, dabei gibt es schon seit Wochen Wolkenbrüche im Süden Deutschlands. Jetzt hat es auch den Norden erwischt: heute morgen wurde ich gegen 6 Uhr durch Donner geweckt, seitdem regnet es entweder heftig oder es fieselt. Die beiden Tonnen waren jedenfalls schon um 8 Uhr voll (sie fassen sogar 880 Liter, habe ich mir sagen lassen.)

        So ein Prachtexemplar hatte ich auch – bevor der Dauerregen kam. Ich traue mich gar nicht in den Garten: aber mir reicht schon der Blick von der Terrasse oder aus dem Fenster im ersten Stock.

        Zu den aktuellen Reaktionen auf Baerplag:

        Die ZEIT trifft es:

        Annalena Baerbock
        Dumme Fehler
        Ein Plagiatsvorwurf gefährdet Annalena Baerbocks kostbarstes Gut: ihre Glaubwürdigkeit 
        Von Robert Pausch
        30. Juni 2021 DIE ZEIT Nr. 27/2021, 1. Juli 2021

        Politiker sind keine Schriftsteller, weshalb Politiker-Bücher auch nur selten so richtig erkenntnisfördernd oder sonst wie lesenswert sind. Im besten Fall landen sie irgendwann auf den Grabbeltischen bei Thalia, im schlechtesten Fall auf den Blogs selbst ernannter Plagiatsjäger. So wie das gerade erschienene Buch „Jetzt“, das die Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock gemeinsam mit dem Journalisten und Schriftsteller Michael Ebmeyer verfasst hat.
        […]
        Andererseits fragt man sich schon, warum in Baerbocks Buch eine ganze Passage zum Klimawandel als Bedrohung für die nationale Sicherheit aus einem Text des Politikwissenschaftlers Michael T. Klare übernommen wurde, ohne dessen Namen zu nennen. Und man fragt sich auch, wieso Baerbock ihre Eindrücke der EU-Osterweiterung (die sie selbst gerne als prägenden Moment ihrer Biografie darstellt) mit wortgleichen Schilderungen der Bundeszentrale für politische Bildung anreichert.
        […]
        Doch entscheidender als die juristische Dimension ist die politische. Denn zum zweiten Mal geht es für Annalena Baerbock um ihr kostbarstes Gut: die eigene Glaubwürdigkeit.
        Schon bei Baerbocks auf Effekt getrimmtem Lebenslauf konnte man sich wundern, warum eine Spitzenpolitikerin es nötig hatte, sich selbst künstlich aufzupusten. Dass sie nun Textpassagen fremder Autoren übernimmt, verstärkt (ob unfair oder nicht) den Eindruck einer Kandidatin, die mehr zu sein vorgibt, als sie wirklich ist. Die Erzählung der akribischen, perfektionistischen Politikerin, die die Grünen gerne pflegen, klingt mit jedem kleinen Fehler ein bisschen holpriger. Und im letzten Deutschlandtrend waren nur noch 26 Prozent der Bürger mit Baerbocks politischer Arbeit zufrieden.
        […]
        Beim Lebenslauf darf man nun einmal nicht flunkern, Nebeneinkünfte muss man melden. Und ein Buch, von dem man weiß, dass es genau überprüft werden wird, selbst genau zu überprüfen ist keine höhere Kampagnenkunst, sondern eine Selbstverständlichkeit.
        […]

        https://www.zeit.de/2021/27/annalena-baerbock-plagiat-vorwuerfe-glaubwuerdigkeit

        Da die Grünen das auch wissen, schalten sie auf aggressiv und pflegen Verschwörungstheorien:

        Ja, logo, CDU/CSU, FDP und AfD ziehen an einem Strang – zusammen mit dem SPIEGEL. 😉

        SPRINGER gehört natürlich auch dazu:

        Unterste Schublade:

        Aber Verschwörungsideologien gibt es ja nur von rechts, und wie man die medial erledigt, belegt die Böll-Stiftung:

        Warum auch Koppetsch Probleme mit Zitaten hat, verstehe ich auch nicht. Ist doch so einfach:

        Aber noch bleiben die Freunde im ÖRR, die den TE-Artikel sicherlich nicht nachvollziehen können:

        Krude Verschwörungstheorie
        WDR fabuliert von „Kampagne“ gegen Baerbock
        veröffentlicht am 30.06.2021 – 11:07 Uhr

        Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock (40) wird vorgeworfen, Teile ihres Buchs abgeschrieben zu haben. Doch den WDR interessiert offenbar nicht, ob das stimmt.

        Stattdessen springt in der „Aktuellen Stunde“ Philipp Menn, Korrespondent im ARD-Hauptstadtstudio, für die Grünen offen in die Bresche – und behauptet, dass hinter den Vorwürfen eine bösartige Kampagne stecke.

        Die angeblichen Drahtzieher: „CDU-Influencer“ und der „Springer-Konzern“.
        […]
        Doch Fakt ist: Am Dienstag berichteten sämtliche großen Medien, darunter „Frankfurter Allgemeine Zeitung“, „Focus“, „Zeit“, „Spiegel“, „Tagesspiegel“, „Berliner Zeitung“ und auch WELT und BILD (gehören zur Axel Springer SE) über die Vorwürfe. Mehrere Medien veröffentlichten ihre Berichte sogar deutlich vor BILD.
        Auch die „Tagesschau“ berichtete am Dienstagabend über die Vorwürfe gegen die Grünen-Kanzlerkandidatin.

        All das ließ der WDR-Journalist unerwähnt. Am Ende seines Beitrags rief er die Zuschauer fast unverhohlen dazu auf, die Grünen zu wählen: „Ob das so funktioniert, das haben Sie in der Hand, liebe Wählerinnen und Wähler.“

        https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/krude-theorie-wdr-fabuliert-von-kampagne-gegen-baerbock-76928660.bild.html

        Scheinheiligkeit und Doppelmoral gehören als Kehrseite der Medaille zu Politikern, die „wertebasierte“ Politik betreiben und sich moralisch auf der richtigen Seite wähnen. In der letzten ZEIT gab es einen Afghanistan-Artikel von Jens Jessen, der sehr konventionell anfing, der aber zum Schluß die Kurve kriegte: denn mit dem Wertewesten ist es allgemein nicht weit her:

        Afghanistan
        Verloren am Hindukusch
        Das Ende der Afghanistan-Mission ist ein moralisches Debakel für den Westen: Dort triumphieren die Taliban, hier die Kulturrelativisten.
        Von Jens Jessen
        23. Juni 2021, 16:49 Uhr Editiert am 26. Juni 2021, 19:05 Uhr DIE ZEIT Nr. 26/2021, 24. Juni 2021
        […]
        Die Feinde der Aufklärung im Westen haben es sich schon gemerkt. Es gibt eine gespenstische Kongruenz zwischen dem Afghanistan-Debakel und dem Wiederaufkommen eines zynischen Kulturrelativismus. Der Westen, so sagen die neuen Relativisten, dürfe seine Begriffe von Vernunft und Recht, auch Menschenrechten nicht für universal halten, sie schon gar nicht anderen Völkern und Kulturen aufzwingen; das sei Kolonialismus. Was der weißen Zivilisation gut und richtig erscheint, müsse anderen Zivilisationen keineswegs selbstverständlich sein.
        […]
        Eine relativistische Pointe – derart, dass nur ein Kampf gleichermaßen berechtigter oder schmutziger Interessen vorliegt – fällt dabei gleichwohl nicht ab. Es ist nur machtpolitisch alles gleich – vom Standpunkt der Freiheit und der Menschenrechte aus ist es keineswegs gleich, ob sie gefördert oder mit Füßen getreten werden. Schuld und Scheitern des Westens liegen nicht im Beharren auf seinen humanitären Vorstellungen, sondern in seiner Halbherzigkeit. Es ist unehrlich, in Afghanistan (oder im Irak) gegen den totalitären Islamismus zu kämpfen, aber mit Ländern wie Saudi-Arabien und Pakistan verbunden zu bleiben, die diesen Islamismus unterstützen.

        Amerika und Deutschland meinen es zwar ernst mit ihrem Eintreten für Demokratie und Menschenrechte – es soll aber nicht zu viel kosten. Man wünscht den Demonstranten in Hongkong von Herzen alles Gute – aber die Geschäfte mit China will man nicht opfern. Man missbilligt auch die saudische Förderung des autoritären Islams, aber Panzer möchte man ihnen weiter verkaufen. Das ist der moralische Skandal – und um ihn zu dämpfen, kommt der Kulturrelativismus wie gerufen. Seine Verfechter mögen sich als kolonialismuskritisch und „links“ empfinden, aber tatsächlich erleichtern sie nur das schlechte Gewissen der Geschäftemacher, wenn sie erklären, der Westen solle nur ja nicht glauben, durch den Export seiner Werte etwas Gutes zu tun. „Bingo!“, wird der Geschäftsmann rufen. Wenn er das nicht glauben muss – umso besser für die Geschäfte.

        Es ist nicht ausgeschlossen, dass die eigentümliche Apathie, mit der hierzulande der Truppenabzug aus Afghanistan aufgenommen wird, damit zu tun hat, dass dem Westen tatsächlich, wie von den Kulturrelativisten gewünscht, das Gefühl seiner moralischen Überlegenheit verloren gegangen ist. Es wäre aber kein Gewinn für die Welt, sondern nur einer für die Feinde der Freiheit.

        https://www.zeit.de/2021/26/afghanistan-hindukusch-bundeswehr-taliban-usa/komplettansicht

        Der Westen hatte allgemein wenig Anlaß für das Gefühl seiner moralischen Überlegenheit, wenn man sich die Geschichte genauer ansieht und nicht nur die mediale Begleitmusik.

        So tönt sie jetzt unter Biden:

        Während das Offensichtliche ausgeblendet wird:

        Wolfgang Meins / 30.06.2021 / 06:00 /
        Joe Biden: Wie mit Demenz von Chefs umgegangen wird

        Der G7-Gipfel vom 13. Juni in Cornwall verabschiedete keine überraschenden oder gar historischen Beschlüsse. Auch der Neuling in diesem Kreis und zugleich sein bedeutendster Protagonist, Joe Biden, hatte lediglich business as usual zu bieten. Was in seinem Fall heißt: überwiegend ein noch als staatsmännisch durchgehendes Auftreten ohne ganz grobe Aussetzer – erwartungsgemäß allerdings mehrfach aufgelockert durch – zumindest für den Kundigen und Willigen – unübersehbare Demenzsignale. Festgehalten ist das hier und hier und hier auf verschiedenen Videosequenzen: wie der mächtigste Mann der Welt etwas orientierungslos über eine Café-Terrasse schlendert und, als eine Reporterin die unerwartete Gunst des Moments für eine Frage nutzt, von seiner eilig herbeieilenden Frau Jill energisch an die Hand genommen und weggezogen wird; oder wie er darauf besteht, den südafrikanischen Präsidenten in der Kollegen-Runde vorzustellen, obwohl das längst passiert ist (auch interessant, wie wissend Boris Johnson ihm das zu verstehen gibt); bemerkenswert auch sein Gemurmel in ein Reporter-Mikrofon und zu guter Letzt die ebenso zögerliche wie kryptische Art und Weise, wie er die Frage [nicht] beantwortet, ob Putin ein „Killer“ sei.

        Wie bisher immer, sahen auch jetzt die bei den Altmedien Schaffenden großzügig über diese kleinen Schwächen ihres Politidols hinweg. Wobei ihnen zugutezuhalten ist, dass es natürlich auch nicht leichtfällt, den einmal eingeschlagenen Weg des Lügens durch Weglassen aufzugeben. Ganz zu schweigen natürlich von der realen Gefahr, dass auch in diesem Fall die Wahrheit den Falschen nutzen könnte.
        […]
        Natürlich ist seinem Stab ebenso wie den demokratischen Parteigranden mittlerweile völlig klar, dass Biden den Aufgaben eines US-Präsidenten bestenfalls noch teilweise gewachsen ist. Ob die Entscheidungsträger der Demokraten bereits eine Exit-Strategie haben oder noch das Prinzip Hoffnung gilt, dass Biden es trotz Demenz noch irgendwie bis zum Ende schaffen oder angesichts seines hohen Alters der Herrgott schon für eine andere Lösung sorgen werde? Wer weiß, aber solange er noch drei Sätze geradeaus sprechen oder längere Passagen weitgehend fehlerfrei vom Teleprompter ablesen kann, sich anscheinend überwiegend kooperativ verhält, sich seine Verhaltensauffälligkeiten in Grenzen halten und die entscheidenden Medien mitspielen, gibt es aus Sicht der Entscheidungsträger auch keine zwingende Indikation für ein sofortiges Ausscheiden aus dem Amt.

        Zumal das für einige oder vielleicht auch die meisten der jetzt besonders wichtigen engen Mitarbeiter des Präsidenten die Versetzung in die zweite Reihe bedeuten würde. Denn seine Nachfolgerin Kamala Harris wird nicht nur eigenständiger entscheiden, sondern zum erheblichen Teil auch anderen Mitarbeitern vertrauen. Und wer befördert sich schon gerne selbst ins politische Abseits? Vor diesem Hintergrund spricht vieles dafür, dass Biden noch einige Zeit im Amt bleiben wird. Es sei denn, es kommt zu einer veritablen internationalen Krise, die einen öffentlich präsenten und ebenso urteilssicheren wie entscheidungsfreudigen Präsidenten verlangt.

        Vielleicht erzwingt aber auch vorher das Fortschreiten der Demenz den Amtsverzicht, ob freiwillig oder nicht. Mein Tipp – unter besonderer Berücksichtigung der jüngsten Eskapaden beim G7-Gipfel: Bidens Verhaltensauffälligkeiten werden weiter zunehmen und zunehmend schwieriger mit seinem immer schon etwas skurrilen Verhalten zu erklären sein, sodass schließlich auch die Mainstream-Medien nicht mehr weggucken können oder wollen. Und das wäre der Anfang vom Ende.

        Prof. Dr. med. Dipl.-Psych. Wolfgang Meins ist Neuropsychologe, Arzt für Psychiatrie und Neurologie, Geriater und apl. Professor für Psychiatrie. In den letzten Jahren überwiegend tätig als gerichtlicher Sachverständiger im sozial- und zivilrechtlichen Bereich.

        https://www.achgut.com/artikel/joe_biden-_wie_mit_demenz_von_chefs_umgegangen_wird

        Man möchte gern wissen, was das westliche Führungspersonal über Joe Biden denkt, nachdem es ihn erleben durfte. Plötzlich sickert nichts mehr durch in die Medien, in die doch so viel durchsickert à la: „In Merkels Umfeld heißt es…“ oder „Wie ein Teilnehmer der vertraulichen Runde später anmerkte…“. Ich bin sicher: selbst wenn etwas durchsickern würde – es würde nicht veröffentlicht.

        • Noch ein paar Nachträge zu den Grünen, die offenbar eine Kampagne gegen grünenkritische Tweeter führen und sogar so harmlose Beiträge wie die von Birgit Kelle an Twitter melden:

          Ja, das war ein Fehler, Habeck abzuservieren, nur weil er ein Mann ist: er ist immerhin Literat und schreibt seine Bücher selber. Wagenknecht auch, die aktuell mit „Die Selbstgerechten“ auf Platz 1 der SPIEGEL-Bestsellerliste steht und gegen die Mitglieder der NW-Linke wegen dieses Buches ein Parteiausschlußverfahren beantragt haben, während sie dort Nr.1 der BT-Liste ist. 😉 Was nutzt es viel, wenn die Bundesspitze der Linke gegen dieses Verfahren ist? Es würde mich nicht wundern, wenn die Linke an der 5%-Hürde scheitern würde. Sie hätte auf ihre intellektuelle Speerspitze hören sollen.

          Kaum zu glauben, aber die taz schadet Barbock am meisten: denn die konnte, so ist nun mal ihr fieser Charakter (ich denke an ihre herabsetzenden Äußerungen gegenüber Habeck) gar nicht genug strunzen, um den Beitrag des Co-Autors an ihrem Buch derart kleinzureden, daß alle copy & paste-Aktionen jetzt auf sie selber zurückfallen:

          Plagiatsvorwürfe gegen Baerbock
          In der Klemme
          Die Grünen beklagen eine Rufmord-Kampagne gegen ihre Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Ein Plagiatsjäger will ihr Buch weiter checken.

          30. 6. 2021

          Ulrich Schulte
          Leiter Parlamentsbüro
          […]
          Wahlkampfmanager Michael Kellner fasst die grüne Gefühlslage so zusammen: „Es ist der perfide Versuch eines Rufmordes aus Angst vor einer grünen Kanzlerin.“

          Wer mit Grünen über die Angelegenheit spricht, bekommt ehrlich empfundene Empörung zu hören. Franziska Brantner, die europapolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion, fühlt sich auf Twitter an amerikanische Wahlkämpfe erinnert. „Die ganze Strategie ist doch die von Steve Bannon – ‚Flood the zone with shit‘ – um ja nicht die wirklichen politischen Diskussionen zu führen, die angesichts der Herausforderungen zu führen sind.“ Jürgen Trittin schimpft über eine „Dreckskampagne“ der Bild-Zeitung.
          […]
          Die von dem Plagiatsjäger angegebenen Textstellen, die hier aus Platzgründen nicht komplett zitiert werden, lesen sich, als habe da jemand mit Copy-and-paste Sätze übernommen – und anschließend ein paar Wörter geändert, damit dies nicht so auffällt.
          […]
          Aber es geht nicht nur um justiziable Folgen. Wichtiger ist die politische Wirkung für Baerbocks Glaubwürdigkeit. Nachdem sie Nebeneinkünfte zu spät meldete und Ungereimtheiten in ihrem Lebenslauf korrigieren musste, bleibt nun der Eindruck hängen, dass auch ihr Buch handwerklich ungenau gearbeitet ist.

          Sie hat das Buch – eine Mischung aus biografischen Details und politischen Anliegen – zusammen mit dem Autor Michael Ebmeyer verfasst. Dass Politiker Ghostwriter für eigene Werke beschäftigen, ist nicht unüblich. Ebmeyer arbeitete etwa auch an einem Buch von Außenminister Heiko Maas über Strategien gegen Rechts mit.

          Baerbock hatte ihr Buch Mitte Juni vorgestellt – auf der Dachterrasse des Hauses der Kulturen der Welt in Berlin. Damals hatte sie gesagt, mit Ebmeyer im Dezember und Januar ausführliche Gespräche geführt zu haben. Auf Basis der abgeschriebenen Unterhaltungen habe sie dann das Buch geschrieben. Das heißt: Falls es ein Copy-and-paste-Problem gibt, ist nicht der Ghostwriter schuld.
          […]
          Neuer Ärger für die Grünen könnte sich auch anbahnen. Es entspreche seiner langjährigen Erfahrung, dass mit Software entdeckte Erstfunde „sehr häufig auf noch weitere abgeschriebene Stellen hinweisen“, sagte Weber. Der Österreicher will Baerbocks Buch nun mit manuellen Methoden weiterprüfen. Mit einem Endbericht sei etwa Ende Juli zu rechnen.

          https://taz.de/Plagiatsvorwuerfe-gegen-Baerbock/!5779329/

          Und daß Stefan Weber jetzt als „Blogger“ und Teil einer „Steve Bannon“-Kampagne geschmäht wird, hat natürlich auch ein Geschmäckle:

          Doppelmoral Deluxe
          Die Grünen finanzierten Plagiatsjäger Weber selbst und bauten darauf Medienkampagne auf

          Von Air Türkis / Max Roland
          Mi, 30. Juni 2021
          […]
          In ihrer Reaktion auf die Plagiatsvorwürfe gegen Annalena Baerbock schlagen die Grünen verbal wild um sich. Die Rede ist von „Rufmord“ und einer „Kampagne“ gegen die Kanzlerkandidatin von einem „Trumpschen“ Wahlkampf und von vermeintlicher Angst vor „starken Frauen“. Der Grüne Jungpolitiker Tim Demisch spricht von „ungeklärten Finanzierungsfragen“, der grüne Europa-Abgeordnete Erik Marquardt behauptet, „dass mit viel Geld und Kampagnenjournalismus demokratischer Wahlkampf als Wettstreit um verschiedene Ideen zu einem Schmierentheater verkommt“. Dabei haben die Grünen genau eine solche Kampagne auf Grundlage eines Plagiatsprüfers 2017 selbst betrieben. Sogar auf Grundlage der Arbeiten des selben Plagiatsjägers, Stefan Weber, der jetzt das Buch von Baerbock geprüft hat.

          Die Grünen gaben nämlich in Zusammenarbeit mit den europäischen Sozialdemokraten und der europäischen Linken bei jenem Plagiatsjäger Stefan Weber 2017 eine Studie in Auftrag, die zeigen sollte, dass ein Bericht des Bundesinstituts für Risikobewertung aus Texten des Glyphosat-Konzerns Monsanto abgeschrieben wurde. TE-Recherchen zeigen, dass die europäischen Grünen damals Webers Studie zu einem Drittel finanziert haben und auch ansonsten eng zusammenarbeiteten, es existiert ein entsprechender Vertrag.

          Mit dieser Erkenntnis initiierten die Grünen eine Medienkampagne, etliche Medien berichteten, die Gegenseite wurde kaum angehört. Der gute Ruf des zuständigen Professors wurde zerstört, obwohl es selbstverständlich ist, dass das Bundesinstitut auf die Daten des Antragstellers zurückgreift. Denn der Antragsteller Monsanto muss im Rahmen des gesetzlichen Verfahrens bestimmte Textteile beitragen. Es wurden also zwar Textteile übernommen, es gelten allerdings auch andere Ansprüche.

          Grünen-MdB Harald Ebner, der jetzt auf Twitter fleißig Diskreditierungen Webers in der Causa Baerbock retweetet, gab dessen Befunde damals sogar noch stolz auf seiner Website bekannt.
          https://harald-ebner.de/meta-navigation/themen/glyphosat/glyphosat-volltext/article/gutachten_plagiatsvorwurf_gegen_glyphosat_bericht_des_bfr_bestaetigt/

          Wie schnell sich der Wind dreht: Die „Seriosität“ hängt bei den Grünen offenbar davon ab, in welche politische Richtung ein Gutachter Dinge begutachtet.
          […]

          https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/die-gruenen-beauftragten-plagiatsjaeger-weber-selbst-jetzt-finden-sie-ihn-unserioes/

          Das ist der rote Faden der Moralismus-Fraktion: der Zweck heiligt die Mittel. Und die mediale Unterstützung war immer gesichert. Jetzt bröckelt sie langsam nach den schwer erträglichen unkritischen Hypes der letzten Monate. Wie reagiert jetzt wohl die Fanbase beim Aktivisten-STERN?

          Was bei uns der Messersstecher in Würzburg, ein unangenehmes Real-Detail im Kampf gegen rechts und gegen die Ablehnung von unkontrollierter Einwanderung aus muslimischen Kulturkreisen, ist in Österreich der zeitgleich begangene Sexualmord an einem 13-jährigen Mädchen durch zwei oder drei afghanische Flüchtlinge: das Versagen der Presse ist hier wie dort mit Händen zu greifen:

          30. Juni 2021, 8:23 Uhr
          Österreich
          Zwei Tatverdächtige nach Tod eines 13-jährigen Mädchens

          Die Jugendliche [unter 14 Jahren sind es Kinder] wurde offenbar unter Drogen gesetzt, sexuell missbraucht und dann erstickt. Die Polizei hat zwei tatverdächtige Männer aus Afghanistan festgenommen. Österreich diskutiert nun über Asylpolitik und Integration.
          Von Cathrin Kahlweit

          Die Leiche des Mädchens lehnte an einem Baum, der Körper von vielen Blutergüssen gezeichnet. So hatten Passanten am Samstagmorgen die 13-jährige Leonie auf einem Grünstreifen zwischen zwei Straßen in Wien-Donaustadt entdeckt. Die Polizei hat mittlerweile zwei Tatverdächtige festgenommen, doch nach wie vor sind zahlreiche Fragen offen.

          Nach bisherigen Erkenntnissen der Ermittler war Leonie offenbar mit zwei Bekannten, einem 16 und einem 18 Jahre alten Afghanen, in die Wohnung des älteren gegangen. Dort soll sie Drogen verabreicht bekommen haben, um sie „gefügig zu machen“, wie Landespolizeipräsident Gerhard Pürstl auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Innenminister Karl Nehammer mitteilte, dann sei sie sexuell missbraucht und später erstickt worden. Gefunden wurde das Mädchen allerdings unweit der Wohnung des 18-jährigen mutmaßlichen Täters. [Hä? Dort soll die Tat doch stattgefunden haben!]
          […]
          Teil der aufgeheizten Debatte über den Mord an der Jugendlichen ist auch die Vorgeschichte der beiden mutmaßlichen Täter. Der jüngere war erst in diesem Jahr nach Österreich gekommen und hatte Asyl beantragt, er galt bisher als unbescholten. Der 18-Jährige allerdings hat schon eine dicke Behördenakte: Er war 2015, mit zwölf Jahren, als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling ins Land gekommen. Ein Jahr später wurde ihm subsidiärer Schutz gewährt. Er bekam in den vergangenen Jahren allerdings elf Anzeigen wegen Drogenhandels, gefährlicher Drohung und Raufhandels. 2018 wurde er das erste Mal zu zwei Monaten auf Bewährung verurteilt, 2019 dann zu weiteren zehn Wochen. Im vergangenen Jahr musste er zehn Monate wegen räuberischen Diebstahls in Haft, wurde allerdings schon nach zwei Monaten vorzeitig entlassen. Die Gründe dafür werden derzeit noch einmal überprüft.
          […]
          Innenminister Nehammer betonte auf der Pressekonferenz am Dienstag das Offensichtliche: Wer nach Österreich komme, müsse die Bereitschaft zeigen, sich zu integrieren und sich an die Gesetze halten. Wer das nicht tue, müsse konsequenterweise damit rechnen, in sein Herkunftsland abgeschoben zu werden. Zu Beginn der Pressekonferenz hatte ein ORF-Journalist die Frage gestellt, ob „man sich genügend um junge Afghanen“ kümmere. Hier gehe es „um Asylsuchende, die außer Krieg in ihrer Heimat nur Krieg erlebt haben. Unabhängig von ihrer Tat, sollte Österreich nicht mehr tun, wenn es um Traumatisierungen geht?“ Der Innenminister zeigte sich irritiert, dass der Fragesteller als Erstes nach der Befindlichkeit der Täter statt nach dem Opfer und seinen Angehörigen gefragt habe. Der Journalist erklärte später in den sozialen Medien, eine Täter-Opfer-Umkehr“ liege ihm fern.

          https://www.sueddeutsche.de/panorama/mord-wien-polizei-1.5337657

          Obwohl er es getan hat. Selbstverständlich sind fehlende Integrationsmaßnahmen schuld an Gewalttaten von Flüchtlingen, und in Österreich gab es auch Schuldzuweisungen an die Eltern des plötzlichen „Kindes“, die nicht genug aufgepaßt hätten, sonst wäre es ja nicht zu seinen afghanischen Freunden mitgegangen… Warum wohnte der Würzburger Flüchtling im Obdachlosenheim, wo blieben die Integrationsmaßnahmen? Und im Zweifel sind solche Gewalttäter alle psychisch krank, mit Ausnahme von rechten Gewalttätern.

          Man ist dieses Framing der Medien wirklich satt, und der SZ ist lediglich dafür zu danken, daß sie über diesen Fall überhaupt berichtet hat, und nicht nur die BILD. Es ist erschütternd, daß man die BILD konsultieren muß, um festzustellen, was der Mainstream verschweigt.

  2. Mark Smith:

    „Zu den Katzen! Wir haben auch eine Katze, die bringt auch vor allem Mäuse, Vögel und Eidechsen. Wir lassen sie aber nur noch so ab 21.00 Uhr bis am Morgen raus, damit die Vögel und Eidechsen vor ihr sicher sind. Und gerade hat sie wieder mal eine Maus reingebracht, die ist ihr dann im Haus ab und hat dann den Geschirrspüler angeknabbert, sodass nun dieser kaputt ist.“

    Warum die Presse versagt


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-34/#comment-93398

    Glücklicherweise habe ich keinen Geschirrspüler. 😉

    Was den kleinen Spatz angeht, den ich gestern gerettet habe: war wohl eine gute Idee gewesen; denn als ich heute Vormittag nachschaute, war er verschwunden. Ich kann mich also der Illusion hingeben, daß er vielleicht doch schon fliegen konnte. Zum Fußball:

    „Zu Holland! Ja, da bin ich zum ersten Mal falsch gelegen! Hat ev. auch etwas mit dem Platzverweis eines Holländers zu tun, sodass sie nur noch mit 10 Mann ab ca. der 55 Minuten spielen konnten. Und an diesem Tag waren sie wirklich nicht sehr gut drauf.“

    Was immer paßt: „Da steckste nicht drin.“ Das werde ich wohl gleich beim Spiel Kroatien gegen Spanien wieder erleben. Nur bei Frankreich-Schweiz würde ich einen Tip wagen. 😉

    Du schreibst:

    „Zum Anderen bin ich auch der Auffassung, der Sozialstaat ist auch auf den Nationalstaat angewiesen ist, eine Weltregierung oder Global Governance und ein funktionierender Sozialstaat dürfte vermutlich eher Wunschdenken der Linken sein. Natürlich gibt es noch viele andere Gründe, weshalb ich den uneingeschränkten Kosmopolitismus ablehne.“

    In der NZZ gab es heute einen Kommentar, in dem auch ausführlich Wagenknecht gewürdigt wurde, die denselben Standpunkt hat.

    Gastkommentar
    Sarrazin, Wagenknecht, Palmer – Deutschlands gefährliche Lust am Ausschluss
    Der Wunsch, Störgeräusche zu eliminieren, greift in der deutschen Politik um sich. Warum begreifen die Parteien solche klugen und kritischen Stimmen nicht als Korrektiv und willkommenen Anlass, um die eigenen Positionen zu überprüfen?
    Susanne Gaschke 28.06.2021, 05.30 Uhr
    […]
    Es ist richtig, dass Sarrazin die eine oder andere unhaltbare These zum Wesen von Muslimen formuliert hat, wofür man ihm wegen erwiesener Idiotie von morgens bis abends nasse Lappen um die Ohren schlagen könnte.

    Es ist richtig, dass sowohl Boris Palmer als auch Hans-Georg Maassen eine beklagenswerte Neigung haben, sich um Kopf und Kragen zu twittern. Aber macht sie das wirklich schon zu toxischen Fremdkörpern in ihren Parteien? Schwan, Thierse und Wagenknecht sind sowieso grundvernünftige Menschen. Wie kann es sein, dass man sich von ihnen distanziert, dass man absurde Anwürfe oder gar Ausschlussbestrebungen gegen sie nicht bekämpft?
    Warum begreifen die Parteien solche klugen und kritischen Stimmen nicht als Korrektiv, als willkommenen Anlass, um die eigenen Positionen auf ihre Alltags- und Wählertauglichkeit zu überprüfen?

    Jung, sorgenfrei, Politaktivist

    Ein Grund könnte darin liegen, dass die politische Öffentlichkeit in Deutschland von einer ideologischen Grossmode ergriffen ist, die Sahra Wagenknecht als «Linksliberalismus» bezeichnet. Boris Palmer spricht von den «Social Justice Warriors». «Linksliberalismus», das klingt zunächst einmal sozialliberal vertraut und harmlos, nach Willy Brandt und Hans-Dietrich Genscher, nach FDP-Mitgliedern mit sozialem Gewissen und freiheitlich-rechtsstaatlichen Überzeugungen. Doch im Verständnis der 2020er Jahre bedeutet «Linksliberalismus» etwas anderes: Er ist, laut Wagenknecht, die Weltsicht der Lifestyle-Linken – junger, ganz überwiegend sorgenfrei aufgewachsener und akademisch gebildeter Politaktivisten, die, im Bewusstsein moralischer Überlegenheit, den Kampf gegen «rechts» führen, Rassismus anprangern, «alte, weisse Männer» zu beschämen und zu entmachten versuchen und Geschlechtergerechtigkeit nicht nur zwischen Männern und Frauen, sondern zwischen allen nur denkbaren, selbst definierten sexuellen Identitäten einfordern. (Die Pause beim Mitsprechen des Gendersternchens soll übrigens nicht nur die weibliche und die männliche Form eines Wortes abbilden, sondern auch das «dritte» und alle weiteren subjektiv empfundenen Geschlechter.)

    Die Bewegung stammt aus den USA, ihre Heimat ist das Hochschulmilieu, zu den bekannten Autorinnen der Strömung zählt hierzulande zum Beispiel Alice Hasters («Was weisse Menschen nicht über Rassismus hören wollen, aber wissen sollten»). In Deutschland gehen die Social-Justice-Aktivisten eine Verbindung mit dem berechtigten und notwendigen Kampf gegen den Rechtsextremismus ein, der sich in sozialen Netzwerken austobt und in Teilen der AfD eine parlamentarische Heimat gefunden hat. Doch das real existierende Problem des deutschen Rechtsextremismus wird den Lifestyle-Linken zum praktischen Werkzeug gegen unbequeme und anstrengende Kritiker in den eigenen Reihen. Die Etikettierung mit dem Label «rechts» kann Personen zu Unpersonen machen, Cancel-Culture auslösen und – Parteiausschlussverfahren rechtfertigen. Es ist sehr schwer, sich dagegen zu wehren.
    […]
    Kann man noch die eigene Meinung sagen?

    Wer die linksliberalen Parteien auf diesen ärgerlichen Widerspruch hinweist, wird zum Störfaktor. Das Problem dabei ist, dass mit den innerparteilichen Dissidenten gleichsam auch die Wähler in den Senkel gestellt werden: Jeder Palmer, jede Wagenknecht funktioniert als Signal. Die Bevölkerung merkt das durchaus. In einer aktuellen Umfrage des Instituts für Demoskopie Allensbach gaben 44 Prozent der Befragten an, man müsse heutzutage und hierzulande vorsichtig sein mit dem, was man sage – besonders zum Thema Einwanderung. Das ist der höchste skeptische Wert in dieser Frage, seit sie überhaupt gestellt wird.

    Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD), der stets um politische Korrektheit bemüht ist, diskreditierte dieses messbare Gefühl von Gängelung zur Sicherheit schon prophylaktisch so: «Die Behauptung, man dürfe in Deutschland seine Meinung nicht (mehr) frei aussprechen, ist ein längst ausgeleiertes Klischee aus der reaktionären Mottenkiste», sagte er in einer Rede vor der Hochschulrektorenkonferenz im November 2019. Es gebe weder eine staatliche Sprachpolizei noch eine Meinungszensur. Wer so etwas behaupte, lüge und führe Menschen gezielt in die Irre. Wer versuche, «Verständnis aufzubringen» für die angeblich gefühlte Freiheitsbeschränkung, die doch in Wahrheit nur eine «massiv eingeredete» sei, betreibe schon das «Geschäft der Scharfmacher».

    Diese Einlassung des Bundespräsidenten muss man fast als absichtliches Sich-dumm-Stellen bezeichnen: Natürlich geht es nicht um staatliche Zensur. Sondern um ein jakobinisches Meinungsklima, das die Zivilgesellschaft infiziert, das Grosszügigkeit, Neugier und Humor im Umgang mit Andersdenkenden verdorren lässt und unsere Gesellschaft in ein deprimierendes Schattenreich von zahmen Konformisten verwandelt.

    Susanne Gaschke ist deutsche Publizistin und Autorin der «Welt». Demnächst erscheint von ihr im Heyne-Verlag eine Biografie über den Grünen-Co-Vorsitzenden Robert Habeck.

    https://www.nzz.ch/meinung/sarrazin-wagenknecht-palmer-gefaehrliche-lust-am-ausschluss-ld.1631790

    Besonders schwer tut sich der Moralismus im Medien- und Politik-Mainstream, wenn er nicht für islamophob und rassistisch gehalten werden oder Beifall von der falschen Seite vermeiden will:

    Tödliche Attacke in Würzburg
    Bayerns Innenminister sieht Hinweise für islamistisch motivierte Tat
    Joachim Herrmann hält einen politischen Hintergrund beim Angriff in Würzburg für wahrscheinlich. Die bisherigen Ermittlungsergebnisse wiesen in diese Richtung.
    28. Juni 2021, 7:55 Uhr Aktualisiert am 28. Juni 2021, 9:31 Uhr
    […]
    Von zentraler Bedeutung für die Rekonstruktion sei die Auswertung zweier Handys, die in der Unterkunft des 24-jährigen Somaliers beschlagnahmt wurden. Zu wem der Mann genau Kontakt hatte, könne er aktuell nicht sagen.
    Am Sonntagabend hatte Herrmann in der Talksendung „Die richtigen Fragen von Bild live“ von einem „eklatanten Verdacht“ auf einen islamistischen Hintergrund gesprochen. Angesichts der bisherigen Ermittlungen spreche sehr viel „dafür, dass es sich um eine islamistisch motivierte Tat handeln könnte“.
    Bei der Durchsuchung der Unterkunft des 24-jährigen Somaliers habe man einiges gefunden, das auf islamistisches Propagandamaterial hinweisen könnte. Außerdem habe der Verdächtige selbst von seinem „Beitrag zum Dschihad“ gesprochen.
    […]
    Ermittler hatten in dem Obdachlosenheim, in dem der Mann zuletzt gelebt hatte, Schriftmaterial gefunden, das Hassbotschaften enthalten soll. Das Material wurde sichergestellt, für die Auswertung müssen die Unterlagen aber erst übersetzt werden, ebenso wie Nachrichten auf den Handys des Mannes. Dafür müssten Dolmetscher gefunden werden, die bei der Auswertung von Handynachrichten oder Schriftstücken helfen könnten, teilte ein Sprecher des Landeskriminalamtes mit.
    […]
    Die drei Frauen im Alter von 24, 49 und 82 Jahren, die der Mann tötete, waren ihm offensichtlich unbekannt. Zudem verletzte er laut Polizei drei weitere Frauen (39, 52, 73), ein Mädchen (11) und einen Jugendlichen (16) lebensgefährlich mit einem Messer sowie einen Mann (57) und eine weitere Frau (26) leicht. Das elf Jahre alte Mädchen ist die Tochter der getöteten 49-Jährigen.
    […]
    Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Kriminalbeamter, Sebastian Fiedler, verlangte eine bessere Ausstattung des psychiatrischen Bereichs. „Auf vielen Ebenen haben wir erhebliche Probleme mit psychisch erkrankten Menschen. So waren 35 Prozent der zwischen 2000 und 2015 allein handelnden Attentäter psychisch erkrankt„, sagte er der Funke Mediengruppe.

    Auch Peter Neumann, Professor für Sicherheitsstudien am King’s College in London, sagte im Interview mit ZEIT ONLINE: „Aus Studien wissen wir mittlerweile, dass Einzeltäter deutlich verstärkt unter psychischen Problemen leiden.“
    […]

    https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2021-06/wuerzburg-messerattacke-motiv-innenminister-joachim-herrmann-islamistisch

    Was natürlich unabhängig von der ideologischen Ausrichtung der Attentäter gilt. Wäre die Linke bei einem rechten Attentäter auch so schnell auf den Psychiatrie-Aspekt aufgesprungen? Mit Sicherheit nicht, siehe Hanau.

    So kann man’s auch machen:

    Politiker bauen so vor falscher Vereinnahmung vor:

    Sie stehen ja eh schon unter Rassismus-Verdacht als „Weiße“:

    Dabei liegt es gar nicht an der Hautfarbe:

    Und noch mal Fußball:

    Bei Belgien-Portugal knieten alle, und der Reporter war schier aus dem Häuschen ob dieser Tugendhaftigkeit.

    • In die gleiche Richtung geht natürlich der neuste Coup der woken, postmodernistischen, antirassistischen Grievance Studies.

      Es gibt ja seit ungefähr ein „Netzwerk Wissenschaftsfreiheit“ unter folgender URL:
      https://www.netzwerk-wissenschaftsfreiheit.de

      Nun hat die linke, moralisierende Wissenschaftselite zurückgeschlagen mit folgendem:

      „Netzwerk Wissenschaftsfreiheit“ und zwar unter folgender URL:

      https://netzwerk-wissenschaftsfreiheit.org

      Es ist also eine ganz klare Reaktion der woken Linken auf das liberale Netzwerk Wissenschaftsfreiheit. Dass man denselben Namen genommen hat und fast dieselbe URL, das kann man nur als Trotzreaktion und rein kindische Reaktion ansehen.

      Aber für mich hat es was Gutes! Ich kann nun bei wissenschaftlichen Studien immer nachschauen, ob derjenige Wissenschaftler diesem woken Netzwerk angehört und dann besonders vorsichtig sein, bei diesen wissenschaftlichen Ergebnissen. 🙂

    • Und weil es so schön war: hier alle acht Tore noch einmal:

      Kroatien vs. Spanien
      Acht-Tore-Drama, kurioses Eigentor – Das verrückteste Spiel der EM im Video
      • Stand: 21:40 Uhr
      • Dauer 3 Min
      Spanien und Kroatien erleben die wohl spektakulärste Achterbahnfahrt der EM. Erst laufen die Spanier nach einem Torwart-Blackout einem Rückstand hinterher, drehen dann souverän die Partie – und können doch erst nach 120 Minuten jubeln. Alle Highlights im Video.

      https://www.welt.de/sport/video232161745/Kroatien-Spanien-Highlights-im-Video-Das-verrueckteste-Spiel-der-EM.html

      Und das Beste: die bessere Mannschaft hat gewonnen. 😉

      Ich komme auf diese Bemerkung zurück:

      Diese Einlassung des Bundespräsidenten muss man fast als absichtliches Sich-dumm-Stellen bezeichnen: Natürlich geht es nicht um staatliche Zensur. Sondern um ein jakobinisches Meinungsklima, das die Zivilgesellschaft infiziert, das Grosszügigkeit, Neugier und Humor im Umgang mit Andersdenkenden verdorren lässt und unsere Gesellschaft in ein deprimierendes Schattenreich von zahmen Konformisten verwandelt.

      Susanne Gaschke ist deutsche Publizistin und Autorin der «Welt». Demnächst erscheint von ihr im Heyne-Verlag eine Biografie über den Grünen-Co-Vorsitzenden Robert Habeck.

      https://www.nzz.ch/meinung/sarrazin-wagenknecht-palmer-gefaehrliche-lust-am-ausschluss-ld.1631790

      Was sich insbesondere in Corona-Zeiten feststellen läßt. Hier mein letzter Beitrag zum Thema vom 25.6.2021:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-34/#comment-93378

      [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-34/#comment-93378

      Auf allen Kanälen wird der mRNA-Impfstoff gefeiert, dessen Risiken ausgeblendet und die Delta-Variante zur Angstmacherei mißbraucht, obwohl wir jetzt Test-„Inzidenzen“ haben, die doch die No Covid-Fraktion jubeln lassen sollten. Die hardcore Social Warriors wie Meisner, Ex-Tagesspiegel, diffamieren Kritiker als rechte Verschwörungstheoretiker, obwohl die Wissenschaftler von der Stiko ebenfalls Bedenken hinsichtlich der Impfung von Kindern/Jugendlichen von 12-17 äußern.
      Besonders übel fiel mir diese SPIEGEL-Ausgabe auf:

      Nämlich die Titelstory im SPIEGEL 25/2021 vom 19.6.2021 – in Englisch frei lesbar:

      The mRNA Revolution Hopes Are High for the Technology that Is Leading Us Out of the Pandemic
      The vaccine success stories at BioNTech and Moderna may only be the beginning. Doctors and researchers want to use the revolutionary mRNA technology to fight the world’s worst scourges: from cancer to dementia.
      By Jörg Blech und Claus Hecking
      23.06.2021, 16.15 Uhr
      […]

      https://www.spiegel.de/international/world/hopes-are-high-for-the-mrna-technology-that-is-leading-us-out-of-the-pandemic-a-7bcf4348-5813-4816-bb71-edfcf3a74440

      Da Jörg Blech eigentlich ein Medizinkritiker ist, wundert mich seine Co-Autorschaft bei diesem unkritischen Artikel.

      In derselben Nummer gab es diese Artikel:

      Berater der Regierung über weiteren Pandemieverlauf
      »Ich mache mir Sorgen um die ungeimpften Kinder in der Schule«
      Der Physiker und Modellierer Michael Meyer-Hermann spricht über Erfolge und Fehler in der Coronakrise – und warnt vor der Gefahr einer neuen Welle.
      Ein SPIEGEL-Gespräch von Rafaela von Bredow und Veronika Hackenbroch
      20.06.2021, 20.54 Uhr • aus DER SPIEGEL 25/2021
      […]

      https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/merkel-berater-ueber-corona-modelle-das-war-kein-horrorszenario-sondern-realer-horror-a-97244dbe-0002-0001-0000-000177967198

      In der Printausgabe S.102 lautet die Überschrift:

      „Das war kein Horrorszenario, sondern realer Horror“
      Spiegel-Gespräch Modellrechnungen helfen, dem Coronavirus immer einen Schritt voraus zu sein. Warum das in der Pandemie oft schiefging, erklärt der Merkel-Berater und Physiker Michael Meyer-Hermann – und wirft einen Blick auf einen Sommer mit anrückender Delta-Variante.

      [S.102]

      Der NoCovid-Aktivist, der als Physiker keine Ahnung von nichts hat und dessen Szenarien sich immer als falsch erwiesen haben, wird devotest befragt. „Haben Sie damit die Grenzen zum Aktivismus überschritten?“ (Iwo!)

      SPIEGEL: Manche Medien verschafften wissenschaftlich kaum untermauerten Meinungen große Prominenz, sodass der Eindruck entstand, es gäbe zwei gleichwertige Lager in der Wissenschaft und man müsste sich nur in der Mitte treffen, nach dem Motto: Die Erde ist halbrund. Wie sehr hat diese False Balance der Pandemiebekämpfung geschadet?

      [S.103]
      Natürlich ist er sauer, daß die Politik, die ihm im Oktober 2020 nicht folgen wollte und erst im November zu einem halbherzigen Lockdown fand, angeblich 50.000 Tote verursacht habe. Aber er ist dennoch nicht allzu frustriert, da er schließlich 50.000 weitere Tote verhindert habe. Der Mann lebt in einer Parallelwelt.
      Man lese nur sein Rezept für den Jetzt-Zustand:

      Die Delta-Variante steht vor der Tür. Wir haben berechnet, dass man die Kontakte gegenüber 2019 ungefähr um 50% reduzieren müsste, um in den nächsten Monaten die Reproduktionsrate unter eins zu halten, also ein erneutes exponentielles Wachstum zu vermeiden. Das ist die Hausnummer. Vor diesem Hintergrund ist es sinnvoll, dass wir eine Kultur entwickeln, in der das Tragen von Masken und die anderen AHA-Regeln noch lange beibehalten werden. […] Ich mache mir Sorgen vor allem um die ungeimpften Kinder in der Schule, wenn dort die Maskenpflicht abgeschafft werden sollte. Zumal wir es bislang noch immer geschafft haben, die Maßnahmen so früh zu lockern, dass eine neue Welle entsteht.

      [S.104]

      Physiker, bleib bei Deinen Leisten! Im Frühjahr 2020 wurde zu spät gelockert, wie auch im Frühjahr 2021, wo sogar noch im April die kontrafaktische Bundesnotbremse ersonnen wurde…

      Auf der nächsten Seite macht der SPIEGEL den Fehler des „False Balancing“ jedenfalls nicht:

      Warnung vor Delta-Variante
      »Wir machen die gleichen Fehler noch einmal«
      In England liegt die Inzidenz bereits wieder über 70, und auch bei uns grassiert die aggressive Coronamutation. Besonders unter Jüngeren verbreitet sie sich rasant. Was bedeutet das für den Sommer?
      Von Katherine Rydlink
      18.06.2021, 14.11 Uhr • aus DER SPIEGEL 25/2021
      […]

      https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-delta-variante-in-deutschland-wir-machen-den-gleichen-fehler-noch-einmal-a-e0237d28-0002-0001-0000-000177967199

      In der Printausgabe vom 19.6.2021, S.105 lautet das Intro:

      Trügerische Euphorie
      Corona Die Delta-Variante breitet sich aus – auch in Deutschland. Virologen warnen davor, allzu umfassend zu lockern.

      Es kommen zu Wort: die Hardliner Melanie Brinkmann und Dirk Brockmann vom RKI, sowie die Psychologin Cornelia Betsch, die passenderweise meint, daß den Menschen Eigenverantwortung „zusetze“ und sie sich „einheitliche“ Maßnahmen wünschten.

      Am Ende darf der Virologe Marco Binder vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg dann doch noch verhalten optimistisch auf das Offensichtliche verweisen: „Trotz des leichten relativen Anstiegs der Delta-Variante würden die absoluten Fallzahlen ja sinken.“

      Schon das Wort „Fallzahlen“ ist falsch. Es geht um PCR- und Schnelltest-Ergebnisse, und da Schulkinder die einzigen regelmäßig Zwangsgetesteten sind, „verbreitet“ sich unter diesen die Delta-Variante nun eben „rasant“. Daher die falschen „Ausbrüche“ an Schulen.

      Die Testzahlen waren nicht erst am 19.6.2021 bereits im Sinkflug, dieser hat sich trotz steigender Durchsetzung der Delta-Variante auch noch fortgesetzt:

      In diesem Artikel, der die Zahlen nennt, heißt es gleichwohl:

      • Sieben-Tage-Inzidenz: 5,6
      • Neuinfektionen heute: 219
      Vor einer Woche, am Montag, 21.06.2021, hatte das RKI 436 Neuinfektionen gemeldet.
      […]
      2,6 – Brandenburg
      (Mein Landkreis ist bei Null.)

      In Intensivbehandlung:
      693 (-12 im Vergleich zum Vortag)
      Freie Kapazitäten: 3.987 (+12 gegenüber dem Vortag)

      […]
      Corona in Deutschland: Tschentscher und Müller fordern strengere Regeln für Tests und Quarantäne

      Der Ruf nach strengeren Corona-Kontrollen für Urlaubsrückkehrer wird lauter. Mit Blick auf die rasche Ausbreitung der ansteckenderen Delta-Variante auch in Deutschland dringen immer mehr Länder-Regierungschefs darauf, Test- und Quarantäneregeln bei der Einreise aus dem Ausland zu verschärfen. „Diese Stichproben reichen nicht, die im Moment von der Bundespolizei umgesetzt werden“, sagte Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) im ZDF.

      Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) kritisierte, dass bei Einreisen aus Risikogebieten derzeit ein einmaliger, einfacher Antigen-Test reiche, um Quarantäne zu vermeiden. „Das ist zu unsicher“, sagte er der „Welt“. Stattdessen sollten alle nicht geimpften Reiserückkehrer aus Risikogebieten und Hochinzidenzgebieten grundsätzlich in Quarantäne gehen, die frühestens nach fünf Tagen bei einem negativen PCR-Test aufgehoben werden dürfe.
      […]
      Zuvor hatte schon Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) verlangt, dass Urlauber an den Grenzen engmaschig auf Impfausweise und negative Corona-Tests kontrolliert werden. Rückendeckung kam von Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil: „Ich unterstütze ausdrücklich die Forderung nach Kontrollen an den Grenzen, ob aktuelle Negativ-Tests vorliegen. Genau daran hat es bislang gemangelt“, sagte der SPD-Politiker der „Welt“ (Montag)
      […]

      https://www.swp.de/panorama/corona-zahlen-deutschland-aktuell-rki-fallzahlen-heute-28-06-2021-inzidenz-karte-neuinfektionen-bw-bayern-brandenburg-sachsen-57697661.html

      Und Lauterbach greift die Stiko an:

      Kritik an Ständiger Impfkommission
      Lauterbach pocht auf Neubewertung von Kinderimpfungen

      Für 12- bis 17-Jährige gibt es in Deutschland keine generelle Impfempfehlung. SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach hält das mit Blick auf die Delta-Variante für einen Fehler. Auch den Umgang mit Impfskeptikern kritisierte er.
      28.06.2021, 11.21 Uhr

      Die Ständige Impfkommission (Stiko) hat bisher keine generelle Impfempfehlung für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ausgesprochen. Nun hat der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach die Expertinnen und Experten aufgefordert, ihre eingeschränkte Empfehlung zu überdenken. »In Großbritannien sind bereits viele Kinder mit Covid in der Klinik. Die Ständige Impfkommission argumentiert, dass Covid für Kinder harmlos sei. Für die Delta-Variante gilt dies meiner Ansicht nach aber nicht«, sagte Lauterbach der »Rheinischen Post«.
      Die Stiko empfiehlt Impfungen bislang nur für 12- bis 17-Jährige mit bestimmten Vorerkrankungen wie Adipositas, Diabetes und chronischen Lungenerkrankungen. Das Gremium begründete seine Empfehlung vor knapp drei Wochen unter anderem damit, dass das Risiko einer schweren Covid-19-Erkrankung für diese Altersgruppe gering sei.

      »Die Angaben der Stiko beziehen sich immer auf alte Varianten«, kritisierte Lauterbach. »Die Durchseuchung der Kinder mit der Delta-Variante ist zu riskant. Und Wechselunterricht ist keine Lösung.«

      Mehr Impfskeptiker gewinnen

      Erst vergangene Woche hatte das Gesundheitsamt im westfälischen Werl die Abschlussklassen einer Sekundarschule in Quarantäne geschickt. Im familiären Umfeld und Freundeskreis zweier Schüler waren vier Infektionen mit der Delta-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Man habe für alle 123 Schüler der zehnten Klassen vorsorglich Isolation angeordnet, teilte der Kreis Soest mit.
      […]

      https://www.spiegel.de/politik/deutschland/coronavirus-karl-lauterbach-verlangt-neubewertung-von-kinder-impfungen-a-9defe4db-2fcc-4117-9429-8443eed285ba

      „Viele Kinder im Krankenhaus“? Eine typische Lauterbach-Desinformation wie die frühere, auf den deutschen Intensivstationen lägen mittlerweile Menschen im Durchschnittsalter von 47-48, während es tatsächlich gut 70-Jährige waren.

      In GB macht die Delta-Variante mittlerweile 90% aus. Und dennoch:

      Und die wenigen Krankenhauspatienten sind mit Sicherheit keine Kinder.

      In Deutschland kommt die interessegeleitete Panikmache einer Überforderung der Intensivstationen hinzu:

      Ich kann es ihm nicht verdenken:

      Führt die Regierung einen heimlichen Feldzug gegen Kinder? Haben die Kinder irgendetwas getan, wofür man sich in Berlin meint rächen zu müssen? Das frage ich mich inzwischen.

      Bundesgesundheitsminister Jens Spahn war am Wochenende bei der Evangelischen Akademie Tutzing zu Gast. Das Thema lautete „Nach Corona?“. Erst sprach Wolfgang Thierse, früher Bundestagspräsident und heute Leiter des Politischen Clubs der Akademie, ein paar Einleitungssätze. Danach war Spahn an der Reihe.

      Der Minister zog zunächst eine positive Bilanz. Nie sei das Gesundheitssystem so überlastet gewesen, dass man Patienten hätte abweisen müssen. Die Wissenschaft habe eine wichtige Rolle gespielt. Auch der Zusammenhalt der Gesellschaft sei etwas, worauf man stolz sein könne.

      Dann kam er auf die Delta-Variante zu sprechen. Schulen seien Drehscheiben des Virus in die Haushalte hinein, sagte Spahn. Da man unter Zwölfjährige nicht impfen könne, werde man nach den Sommerferien wieder Schutzmaßnahmen brauchen: Masken, Abstand, Wechselunterricht.
      Als ich das erste Mal von dem Auftritt hörte, dachte ich, das sei ein Scherz. Rückkehr zum Wechselunterricht? Weiß der Minister, wovon er redet? Kennt er die Wirklichkeit in den Schulen?

      Meine Schwiegermutter war bis vor Kurzem Lehrerin an einer Grundschule in Bayern. Ihre beste Freundin hat noch zwei Jahre bis zur Pensionierung. Sie hat ihre Schüler jetzt zum ersten Mal seit einem Jahr in der Klasse ohne Maske gesehen. Es war für alle ein bewegender Moment. Einige Kinder wussten gar nicht, dass es Unterricht ohne Maske gibt.
      Und das soll jetzt wieder alles von vorne beginnen?
      […]
      Was soll das heißen: die Schulen seien Drehscheibe des Virus in die Haushalte hinein? Wollen wir erst dann über eine Rückkehr zur Normalität reden, wenn sich niemand mehr ansteckt? Was wäre der richtige Zeitpunkt? Wenn sich die sogenannte Herdenimmunität einstellt? Ob die je erreicht werden kann, daran haben die Virologen große Zweifel.

      Vor dem Kampf gegen das Virus steht die Brandschutzverordnung

      Am Montag hat Spahn seine Ankündigung relativiert. Er findet jetzt auch, dass es wichtig sei, die Schulen offen zu halten. Ich glaube, er sagt das nur, weil er weiteren Ärger vermeiden will. Die Zahl der Infektionen hat sich über das Wochenende ja nicht geändert. Auch die Voraussagen über die Verbreitung der indischen Mutante sind die gleichen geblieben.

      Was mich rasend macht, ist die Mischung aus Fatalismus und Nonchalance. Wann habe ich das erste Mal einen Artikel über die segensreiche Wirkung von Luftfiltern gelesen? Im Sommer 2020? 3500 Euro kostet ein Gerät, das alle Schadstoffe so verlässlich aus der Luft filtert, dass 99 Prozent der Viren hängen bleiben. Selbst das „Café Luitpold“ am Münchner Odeonsplatz hat sich so einen Kasten angeschafft, damit die Kundschaft unbehelligt von Aerosolen den Kuchen genießen kann. Aber für unsere Kinder ist uns die Anschaffung zu kostspielig?
      […]

      https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-wie-jens-spahn-die-union-mit-einem-einzigen-auftritt-unwaehlbar-fuer-mich-gemacht-hat_id_13437166.html

      Die Mehrheit der Wissenschaft ist sich einig darüber, daß Kinder am Infektionsgeschehen kaum teilnehmen und daß in Schulen keine Schulansteckungen stattfinden. Aber der längst (u.a von ihm selbst) widerlegte Drostenspuk von April 2020 lebt offenbar fort.

      Es gibt ganz ganz Mutige:

      Gesundheitsamts-Chef: Schluss mit Test-, Überwachungs- und Regelungswahn
      In Berlin gilt vielerorts Masken- und Testpflicht, auch in Schulen. Der Mediziner René Gottschalk fordert ein radikales Umdenken. Angst sei kein guter Berater.
      28.6.2021 – 07:03 Uhr

      Berlin – Das neue Schuljahr startet für Schüler in Berlin trotz einstelliger Inzidenzen mit Maskenpflicht und Testpflicht. Für mindestens zwei Wochen nach Schulbeginn sollen die Corona-Maßnahmen laut Angaben der Senatsverwaltung für Bildung gelten. Erst dann soll neu überlegt werden. Der Chef des Frankfurter Gesundheitsamtes, Prof. Dr. Dr. med. René Gottschalk fordert jetzt, sowohl Maskenpflicht als auch Testpflicht an Schulen abzuschaffen.

      Auch seine frühere Vize, Prof. Dr. med. Ursel Heudorf unterstützt die Forderungen. Aus Sicht der Mediziner sollte „angesichts der erheblichen Effekte des Lockdowns auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Kinder im Herbst 2021 ein normaler Betrieb stattfinden – mit guter Husten- und Niesetikette, Händehygiene – ohne Test- und Maskenpflicht“.

      Damit stellen sich Gottschalk und Heudorf im aktuellen Ärzteblatt gegen Teile der Politik und Wissenschaft, die auch das kommende Schuljahr bis mindestens Anfang 2022 mit Maskenpflicht und Wechselunterricht durchziehen wollen. Dass„ asymptomatisch infizierte Kinder häufig die Viren übertragen (…), hält sich hartnäckig“, schreibt der Gesundheitsamt-Chef weiter. Es gebe aber „keine Daten, die diese Befürchtung jemals belastbar bestätigt haben“. Kinder sollten „endlich wieder ein normales Leben“ führen dürfen.

      „Fragwürdige Tests, zu denen Gesundheitsämter verpflichtet waren“

      Bezüglich Warnungen der Lehrerverbände, die eine Rückkehr zur Normalität als gefährlich empfinden, entgegnet Gottschalk, dass Mitarbeiter und Betreute in Schulen und Kitas „selten schwer“ erkrankten. „1,6 Prozent der positiv auf Sars-CoV-2 getesteten Mitarbeiter und 0,9 Prozent der Kinder bedürfen einer Krankenhausbehandlung.“

      Auch in anderen Bereichen des Lebens und in Hinblick auf Erwachsene müsse man vom „Test-, Überwachungs- und Regelungswahn“ wegkommen. Gottschalks Forderungen: „Keine anlasslosen Tests mehr bei asymptomatischen gesunden Menschen. Keine umfangreichen Isolierungs- und Quarantänisierungsmaßnahmen aufgrund fragwürdiger Tests, zu denen die Gesundheitsämter entgegen besserem (aber von der Politik konsequent ignoriertem) Wissen verpflichtet waren. Keine umfassenden einschränkenden Maßnahmen aufgrund immer wieder neuen Inzidenzen.“

      Es sei wesentlich, „den Alarmismus endlich zu verlassen und Wissen statt Angst zu verbreiten“. Und: „Angst und Lagerdenken sind hier keine guten Berater.“

      https://www.berliner-zeitung.de/news/gesundheitsamts-chef-schluss-mit-test-ueberwachungs-und-regelungswahn-li.167911

      Der Mann riskiert seinen Job, auch wenn er recht hat.

      „Maskenlos“ muß man streichen: seit dem 23.4.2020 galt die Maskenpflicht in Geschäften bis heute durchgängig.

      Es ist nicht nur ein Kulturbruch, es ist seitens eines grünen Justizministers auch ein offensichtlicher Rechtsbruch, wie ich von Anfang an gesagt hatte.

      Pressemitteilung Nr. 44/2021 vom 25.06.2021
      Für die Entscheidung über Anordnungen gegenüber einer Schule gemäß § 1666 Abs. 1 und 4 BGB wegen dort geltender Corona-Schutzmaßnahmen verbleibt es bei der Zuständigkeit der Amtsgerichte/Familiengerichte

      Für die Entscheidung über eine an ein Amtsgericht gerichtete Anregung, die auf gerichtliche Anordnungen gegen eine Schule gemäß § 1666 Abs. 1 und 4 BGB wegen Corona-Schutzmaßnahmen zielt, sind die Amtsgerichte/Familiengerichte zuständig. Die Verweisung eines solchen Verfahrens an ein Verwaltungsgericht ist ausnahmsweise wegen eines groben Verfahrensverstoßes nicht bindend. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig mit Beschluss vom 16. Juni 2021 entschieden.

      Die Eltern minderjähriger Schüler hatten beim Amtsgericht Tecklenburg die Einleitung eines Verfahrens gem. § 1666 Abs. 1 und 4 BGB zur Beendigung der von ihnen befürchteten nachhaltigen Gefährdung des Kindeswohls angeregt, die sich u.a. aufgrund schulinterner Anordnungen zum Tragen eines Mund- und Nasenschutzes sowie zur Einhaltung von Mindestabständen zu anderen Personen ergebe. Das Amtsgericht hat mit Beschlüssen vom 23. April 2021 den Rechtsweg zu den ordentlichen Gerichten für unzulässig erklärt und den Rechtsstreit an das Verwaltungsgericht Münster verwiesen. Das Verwaltungsgericht Münster wiederum hat mit Beschluss vom 26. Mai 2021 den Verwaltungsrechtsweg für unzulässig erklärt und das Bundesverwaltungsgericht zur Bestimmung der Zuständigkeit angerufen.

      Das Bundesverwaltungsgericht hat entschieden, dass das Amtsgericht Tecklenburg trotz der Verweisungsbeschlüsse vom 23. April 2021 zuständig geblieben ist. Zwar ist eine Verweisung für das Gericht, an das das Verfahren verwiesen worden ist, grundsätzlich bindend. Das gilt jedoch nicht, wenn die Entscheidung bei verständiger Würdigung nicht mehr nachvollziehbar erscheint und offensichtlich unhaltbar ist. Ein derartig qualifizierter Verfahrensverstoß des Amtsgerichts liegt hier vor. Denn die Eltern hatten sich in ihrem Schreiben an das Amtsgericht ausdrücklich darauf beschränkt, ein familiengerichtliches Tätigwerden gegen die Schule auf der Grundlage des § 1666 Abs. 1 und 4 BGB anzustoßen.
      Unterlassungsansprüche gegen die Schule, über die die Verwaltungsgerichte zu entscheiden hätten, haben sie nicht geltend gemacht. Über Maßnahmen gemäß § 1666 BGB entscheidet das Amtsgericht/Familiengericht jedoch selbständig von Amts wegen. Es hätte keine Verweisung aussprechen, sondern – da familiengerichtliche Anordnungen gegenüber Behörden rechtlich ausgeschlossen sind – entweder auf die Eröffnung eines Verfahrens verzichten oder ein bereits eröffnetes Verfahren einstellen müssen.
      […]

      https://www.bverwg.de/pm/2021/44

      Demokratie und Rechtsstaat werden von innen ausgehöhlt:

      Und die „epidemiological reasons“ haben wir nun mal nicht. Aber autoritäre Haltungen – als Rache wegen des Brexit?

      Dabei hat nun gerade Merkel keine Ahnung vom Stand der Wissenschaft:

      Daß Merkel keine Ahnung hat, beweist sie auch hier:

      Ja, das ist oberpeinlich: der AfD-Abgeordnete kennt sich aus, und Merkel nicht. Und das BT-Protokoll gibt Merkels falsche Bekundungen nicht wieder? Hm.

      Die Heucheleien von offizieller Seite kommen hinzu:

      Gute Demos waren schon immer weniger infektiös als schlechte Demos:

      Zumal Demos nix zum Infektionsgeschehen beitragen:

      Der Kommunikationsunfall mit dem Kampagnen-Impfhelden Günter Jauch kommt erschwerend hinzu:

      [ Das liefere ich nach.]

      • Zu folgendem Passus:

        „Diese Einlassung des Bundespräsidenten muss man fast als absichtliches Sich-dumm-Stellen bezeichnen: Natürlich geht es nicht um staatliche Zensur. Sondern um ein jakobinisches Meinungsklima, das die Zivilgesellschaft infiziert, das Grosszügigkeit, Neugier und Humor im Umgang mit Andersdenkenden verdorren lässt und unsere Gesellschaft in ein deprimierendes Schattenreich von zahmen Konformisten verwandelt.“

        Dieses absichtliche Sich-dumm-Stellen hat auch Prof. Harald Welzer gegenüber Prof. Norber Bolz praktiziert: Welzer fragte Bolz mehrmals, in welcher Welt eigentlich Bolz leben würde, als es um Repression und Meinungsfreiheit etc. ging.

        Kann dieses Streitgespräch nur empfehlen:

        „unter den linden: Lautes Schweigen – Von der Gefahr der Sprachlosigkeit in einer Gesellschaft
        Michaela Kolster diskutiert mit ihren Gästen:

        – Prof. Harald Welzer, Sozialpsychologe und Soziologe
        – Prof. Norbert Bolz, Medien- und Kommunikationswissenschaftler
        https://www.youtube.com/watch?v=64KMzlLm0rU

        Zum Fussball:

        Mein zweiter Favoriten-Tipp also auch nix! Frankreich ist auch draussen!
        So tippe ich nun folgendes: Spanien, Italien oder Belgien werden zumindest den Final erreichen. Bei der anderen Tabellenhälfte ist es auch schwierig: Also ein Tipp wage ich hier fast nicht mehr und trotzdem: England, Deutschland oder Dänemark werden in den Final kommen.

        Zu Corona:

        Der Begriff „False Balance“ sollte man sich merken. Dürfte als ein neuer Kampfbegriff fungieren, der nun bei Corona wie beim Klima bereits zahlreich zur Anwendung kam. Und einer weiteren Proliferation des Begriffs dürfte eine hohe Wahrscheinlichkeit haben.

        • Ja, „False Balance“ ist der neueste Kampfbegriff zur Ausschließeritis unliebsamer wissenschaftlicher Standpunkte. Aber er ist ebenso leicht durchschaubar wie die Argumentationskrücke, eine „Cancel Culture“ von links gebe es nicht, schließlich müsse man mit Widerspruch leben. Dabei geht es gar nicht um Widerspruch, sondern um das Ausschalten einer Person und Diskursausschluß durch Verunglimpfung als Rechter, Rassist, islamophob, transphob, Sexist etc., wobei der „Diskursausschluß“ auch durch Mittel wie Jobverlust, Parteiausschlußverfahren, Herbeiführen von Deplatforming durch die gern bereiten Big Tech-Firmen, skandalisierende Medien etc. bewirkt wird.

          Da habe ich doch glatt die Sensation Frankreich-Schweiz verpaßt! Bis zum 3:3 verlief das Spiel ähnlich wie Kroatien-Spanien, aber dann…

          Schweiz stürzt Weltmeister Frankreich – Die Sensation hier im Video
          • Stand: 07:08 Uhr
          • Dauer 3 Min
          Die Schweiz durchlebt gegen Frankreich ein unfassbares Wechselbad der Gefühle. Nach 80 Minuten laufen die Eidgenossen noch einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher, retten sich spektakulär in die Verlängerung – und schreiben im Elfmeterschießen Geschichte. Alle Highlights im Video.

          https://www.welt.de/sport/video232162219/EM-2021-Schweiz-stuerzt-Weltmeister-Frankreich-Die-Sensation-hier-im-Video.html

          Der nachgelieferte Impfwerbeflop des BMG mit Jauch.

          Zunächst die fake news von Medien vom 9.4., wohl inspiriert durch das Pflaster, das Jauch trägt:

          Am selben Tag gibt er seine Corona-Erkrankung bekannt:

          Wie es zu der Falschmeldung des Ministeriums vom 27.6.2021 kam? Keine Ahnung.

          Professionell ist anders.

        • „Österreichischer Wieler“:
          „Ohne PCR-Tests wäre Pandemie niemandem aufgefallen!“

          Wenn es weltweit keine PCR-Tests gegeben hätte, wäre Covid-19 gar niemandem aufgefallen – fasst das Portal report124 die Botschaft des Chefs des österreichischem Widerparts des deutschen Robert-Koch-Institut provokativ zusammen. Allenberger hatte sich schon Anfang 2020 zuversichtlich gezeigt, dass Corona nicht so ansteckend sei wie angenommen. Entsprechend negativ ist seine Haltung zu Lockdowns.

          https://reitschuster.de/post/oesterreichischer-wieler-ohne-pcr-tests-waere-pandemie-niemandem-aufgefallen/

  3. Wie nicht anders zu erwarten:

    „Auch wenn zwischen Islamismus und religiösem Wahn nur eine sehr dünne Trennlinie existiert: das Hauptproblem von psychisch erkrankten Amokläufern wie in Hanau oder möglicherweise hier ist und bleibt, wie man deren Gefährlichkeit erkennt und präventiv tätig werden kann.“

    Warum die Presse versagt


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-34/#comment-93384

    Die „Progressiven“ tun sich schwer mit der Tat von Würzburg:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Arndt_Ginzel

    Ob der Vorwurf berechtigt ist, kann ich nicht nachvollziehen, da Tag und Uhrzeit der Sendung unbekannt sind.

    Die taz (26.6.2021 7:54 Uhr):

    Ist der Tathergang etwa nicht „klassisch“?

    26.6.2021 9:50 Uhr:

    Messerangriff in Würzburg
    „Eine entsetzliche Nachricht“
    In Würzburg tötet ein Mann mit einem Messer drei Menschen und verletzt weitere. Das Motiv ist noch unklar – außer für die AfD.
    • 26. 6. 2021

    Konrad Litschko

    […]
    Das Motiv der Tat blieb vorerst unklar. Innenminister Herrmann sagte, der Täter habe „mit unglaublicher Brutalität auf die Opfer eingestochen“. Die meisten Angegriffenen seien Frauen gewesen, auch ein kleiner Junge wurde verletzt. Laut Polizei kannten sich Opfer und Täter nicht.
    Zeugen sollen zudem von „Allahu akbar“-Rufen des Täters berichtet haben – die Polizei Unterfranken prüft deshalb nach eigenen Auskünften ein islamistisches Motiv. Andererseits hatte sich der Täter zuletzt laut Herrmann psychisch auffällig verhalten, auch mit Gewalttaten. Er sei deshalb kürzlich in psychiatrische Behandlung eingewiesen worden.
    […]
    Die AfD lud die Tat dagegen bereits am Freitagabend mit ihrer politischen Agenda auf. Gottfried Curio, AfD-Innenpolitiker im Bundestag, sprach von einem „islamistischen Terroranschlag“ und ätzte, man warne schon lange, dass „Masseneinwanderung auch Messereinwanderung ist“. Es handele sich „mitnichten um einen Einzelfall“, nun brauche es ein „fundamentales Umdenken in der Migrationspolitik“. Der AfD-Bundestagsabgeordnete Stephan Protschka twitterte, die Tat sei auch „dank Merkel“ geschehen.
    […]
    Zuletzt wurden immer wieder schwere Straftaten von Tätern verübt, die auch psychisch auffällig waren. 2018 war ein Mann mit einem Transporter in Münster in eine Menschengruppe gerast und hatte vier Personen getötet, danach auch sich selbst. Die Polizei wertete die Tat als erweiterten Suizid. Im gleichen Jahr zündete ein Syrer im Kölner Hauptbahnhof einen Molotow-Cocktail, nahm eine Frau als Geisel und bezeichnete sich als IS-Anhänger. Auch hier sprachen die Ermittler:innen jedoch von der Tat eines psychisch Kranken.

    Wenige Monate später fuhr dann ein Mann in Essen und Bottrop in mehrere Menschengruppen, offenbar gezielt Migrant:innen. Ein Gericht attestierte auch ihm Wahnvorstellungen und schickte ihn in eine geschlossene Psychiatrie. Auch ein Iraker, der im August 2020 in Berlin auf der Stadtautobahn Motorradfahrer umfuhr und „Allahu akbar“ geschrien haben soll, landete in der Psychiatrie. Bei einem Autoangriff auf Menschengruppen in Volksmarsen im Februar 2020 genauso wie im Dezember in Trier, wo fünf Menschen starben, sind die Motive noch offen.

    https://taz.de/Messerangriff-in-Wuerzburg/!5783162/

    Hanau fehlt natürlich. Denn bei augenscheinlich „rechten“ Taten spielen psychische Erkrankungen keine Rolle.

    Der FOCUS hat Updates:

    Würzburg: IS-Material im Heim gefunden, Täter nannte Attacke seinen „Dschihad“
    Nach der Bluttat erklärte Würzburg-Messerstecher, seinen „Dschihad“ verwirklicht zu haben
    Samstag, 26.06.2021, 14:49
    […]
    Freitag, 25.6.2021
    Würzburg: Bayerns Innenminister schließt islamistischen Anschlag nicht aus

    21.50 Uhr: Bei der Einordnung der Messerattacke von Würzburg schließt Bayerns Innenminister Joachim Herrmann zum jetzige Zeitpunkt einen islamistischen Anschlag nicht aus. „Es gibt jedenfalls Indizien dafür, dass es sich um einen islamistischen Anschlag handeln könnte“, sagte der CSU-Politiker am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Würzburg. Ein Zeuge gab Herrmann zufolge an, der Verdächtige habe bei der Tat „Allahu Akbar“ gerufen. Das wurde bisher jedoch nicht von der Polizei bestätigt. Laut Polizei war der Täter auch zuvor nicht wegen Islamismus‘ bekannt.
    […]
    Samstag, 26. Juni, 04.20 Uhr: Auch in der Nacht zu Samstag war die Polizei eigenen Angaben zufolge mit zahlreichen Einsatzkräften vor Ort, um die Hintergründe und den Ablauf der Tat zu ermitteln. Gekannt haben sollen sich Täter und Opfer nicht. Die „Main Post“ berichtet unterdessen, es habe bei dem Angriff zehn Verletzte gegeben. Diese Zahl wollte die Polizei zunächst nicht bestätigen. Am Abend und in der Nacht leuchten in der Nähe des Tatorts Kerzen in Gedenken an die Opfer.
    […]
    Erst vor wenigen Tagen wurde der Messerstecher von Würzburg zwangseingewiesen
    Samstag, 26. Juni, 07.16 Uhr
    : Der Verdächtige war laut Polizei in den vergangenen Monaten bereits gewalttätig gewesen und psychisch aufgefallen. Erst vor einigen Tagen sei er wohl in eine psychiatrische Behandlung eingewiesen worden, sagte Herrmann. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, habe es sich dabei um eine Zwangseinweisung gehandelt.
    […]
    Zwei Verletzte schweben noch in Lebensgefahr
    08.45 Uhr
    : Am Tag nach der tödlichen Messerattacke in Würzburg stehen für die Polizei umfangreiche Ermittlungen an. Unklar ist weiterhin das Motiv des mutmaßlichen Täters, der am späten Freitagnachmittag in der Innenstadt offensichtlich wahllos und ohne jegliche Vorwarnung auf Passanten eingestochen haben soll. Drei Menschen starben, mindestens fünf wurden schwer verletzt. Zwei davon schwebten in Lebensgefahr. Wie viele weitere Verletzte es gab, sagte eine Polizeisprecherin am Samstag zunächst nicht. „Die Ermittlungen dauern weiter an.“
    […]
    Bericht: Täter war abgelehnter Asylbewerber

    10.49 Uhr: Laut übereinstimmenden Berichten von BR und einem FAZ-Journalisten war der Messerangreifer von Würzburg ein abgelehnter Asylbewerber. Eine Rückführung des 24-Jährigen nach Somalia fand aber bis dato nicht statt, da das Land laut Bundesamt für Migration und Flüchtlinge als „Herkunftsland mit guter Bleibeperspektive“ gilt. [? Da fehlt ein „nicht“.]
    […]

    12.21 Uhr: Inzwischen mehren sich die Hinweise auf ein islamistisches Motiv des Angreifers, auch wenn ein eine psychische Erkrankung als Hintergrund der Tat nach wie vor ebenfalls möglich ist. Aus Sicherheitskreisen hieß es am Samstag, der mutmaßliche Täter habe bei seiner Vernehmung eine Äußerung gemacht, die auf religiösen Fanatismus schließen lasse.
    Nach seiner Festnahme soll der Messerstecher von Würzburg etwa erklärt haben, seinen „Dschihad“ verwirklicht zu haben, wie der „Spiegel“ unter Berufung auf einen internen Behördenvermerk berichtet. Zuvor hatte ein Zeuge berichtet, er haben den Mann „Allahu Akbar“ (deutsch: Gott ist groß) rufen gehört. Der Mann war den Behörden bisher aber nicht als extremistisch aufgefallen. Wegen Messer-Delikten sei der 24-jährige Flüchtling dennoch polizeibekannt gewesen, wie der „Spiegel“ weiter schreibt. So sei ihm im Januar dieses Jahres wegen Bedrohung ein Messer abgenommen worden. Die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe, die für terroristische Taten zuständig ist, stehe derzeit im Kontakt mit den Behörden.

    Hinweise auf Kontakte zu militanten Salafisten gibt es dem Vernehmen nach bisher jedoch nicht. Der Angreifer soll 1997 in der somalischen Hauptstadt Mogadischu geboren sein. Er kam 2015 nach Deutschland. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur erhielt der Somalier subsidiären Schutz.
    Der subsidiäre Schutz greift, wenn weder der Flüchtlingsschutz noch die Asylberechtigung gewährt werden können und im Herkunftsland ernsthafter Schaden droht.
    […]
    Ermittler finden Material der Terrormiliz IS im Heim des Würzburg-Messerstechers

    13.08 Uhr: Wie die „Bild“-Zeitung nun berichtet, fanden die Behörden in der Mülltonne des Obdachlosenheims, in dem der Messerstecher wohnte, Propagandamaterial der Terrormiliz IS. Der 24 Jahre alte Täter soll es dort entsorgt haben. Wie die Zeitung weiter schreibt, hatte es der Attentäter zudem vor allem auf Frauen abgesehen.
    […]
    Würzburg: Polizeipräsident schildert Tatablauf

    15.15 Uhr: Kallert schildert nun den Ablauf der Tat: Um 17 Uhr habe der Täter das Einkaufshaus betreten und habe sich dort von einer Käuferin zeigen lassen, wo es die Messer gebe. Aus einer Auslage habe er sich dann ein Messer genommen und mehrfach auf eine Verkäuferin eingestochen, die noch am Tatort ihren Verletzungen erlegen sei. Zwei weitere Frauen wurden in dem Kaufhaus getötet, ehe um 17.04 Uhr bei der Polizei der erste Notruf einging, so Kallert weiter. Zwei Minuten später seien die ersten Polizisten am Tatort eingetroffen und hätten den Täter stellen können – auch dank Hilfe der Bürger, die den Täter in die Enge getrieben hätten.
    […]
    15.26 Uhr: Nun übernimmt Armin Kühnert, Leiter der Kripo Würzburg. „Die Sichtung der Überwachungskameras ist ein wichtiger Punkt“, erklärt Kühnert. Somit habe man „schnell, mit ziemlicher Sicherheit“ sagen können, dass es sich um einen Einzeltäter handle.

    https://www.focus.de/panorama/welt/grosseinsatz-in-wuerzburg-angriff-in-innenstadt-taeter-gefasst-mehrere-tote_id_13437726.html

    Es wird daher auf die Frage hinauslaufen, ob der Islamismus des Täters zur Tatbegehung bereits ausreichte oder ob eine psychische Erkrankung hinzutreten mußte, um den Tatentschluß auszulösen. Auf jeden Fall war Institutionen wie Polizei und Gesundheitsamt (Zwangseinweisung) sowohl die psychische Auffälligkeit als auch die Gefährlichkeit des Täters bekannt. Was ist hier schiefgelaufen?

    • Eine gute Zusammenfassung:

      Als ob Islamismus eine Religon sei. Der Regierung ist es natürlich peinlich, daß der Täter aus der „Refugee Welcome“-Phase von 2015 stammt, die Merkel längst schon bereut. Aber damals hatte sie die Medien hinter sich in einem Taumel von falsch verstandener Humanität, was nun schon seit längerer Zeit nicht mehr gilt. Emotion ist nie ein guter Ratgeber.

      Wenden wir uns der Critical Race Theory (CRT) zu, die in den USA jetzt durch staatliche Pflichtverteidiger der vom FBI gnadenlos verfolgten überwiegend harmlosen Wanderer im Kongreß am 6.1.2021 als Gehirnwäsche-Ausweg propagiert wird – dabei waren und sind Trump-Anhänger keine Rassisten, so wie er selbst auch nicht:

      Auch Schwarze lehnen die sie diskriminierende CRT ab – und werden dafür als Maskenverweigererer, obwohl keine Maskenpflicht mehr besteht, von der Polizei abgeführt:

      Der neue Zeitgeist ist nun mal autoritär.

      CRT und Transgender beherrschen gar das Militär:

      Angesichts dieser Widersprüche bleibt einem der Mund offenstehen:

      BLM hatte natürlich den Effekt, Haß auf die Polizei zu säen, was auf Angriffe auf Polizeibeamte führte – was die Cops, die anders als bei uns ständig um ihr Leben fürchten müssen, natürlich noch nervöser macht: sie fürchten nicht die legalen Waffen der Bürger, sondern die illegalen Waffen der Gangs, die ausschließlich Minoritäten angehören:

      Bei uns hat man offenbar keine Ahnung, was die importierte CRT bedeutet:

      Aber Gehirnwäsche gibt es eh:

      Im Tagesspiegel vom 26.6. gab es ellenglange Desinfo über die Delta-Variante und daß man Kinder impfen müsse – entgegen Empfehlungen der Stiko und der WHO.

      Weshalb es kein Wunder ist, daß man einen so klugen, kritischen und linken Intellektuellen wie Glenn Greenwald niemals auf dem Schirm hat. De darauf hinweist, daß es nun gerade die Democrats sind, die bei aller Wokeness auf das Militär, die CIA und das FBI setzen:

      Tja. Das habe ich auch nie verstanden: wie „Progressive“ hüben wie drüben zugleich die schlimmsten Befürworter von Geheimdiensten und Kriegstreiber sind.

      Und so sieht die Gang-übliche Schußwaffenkrimnalität in Dems Großstädten aus:

      AOC, deren NYC-Bürgermeister-Kandidatin abschmierte, während ein Law and Order-Schwarzer beste Chancen hat, will die Realität nicht wahrhaben:

      AOC Calls Concerns Over Spike in Crime ‘Hysteria’ as Children Nearly Murdered in Street in Her Backyard
      June 25, 2021
      by Kyle Becker
      […]

      https://beckernews.com/aoc-calls-concerns-over-spike-in-crime-hysteria-as-children-nearly-murdered-in-street-in-her-backyard-39950/

      Unbeachtet von den deutschen Medien stottert Biden weiter orientierunglos herum und adressiert Latinos und Latinas als „Latinx“, was die vehement ablehnen. Warum legale Latinos Deportationen befürchten sollten, wenn sie sich impfen lassen, ist unerfindlich. Gibt es in Bidens Berater-Welt nur illegale? Und warum sollten die mit Impfung leichter deportiert werden als ohne?

      Auch hinsichtlich der scharzen „tuskegee-airmen“ liegt er falsch:

      https://thefederalist.com/2021/06/25/joe-biden-conflates-tuskegee-airman-with-tuskegee-syphilis-study/

      Derweil gibt es eine Trump Rally in Ohio:

      https://electionwiz.com/2021/06/26/live-trump-holds-huge-save-america-rally-in-ohio/

      Der vom New Yorker geflohene Sullivan bemerkt:

      Die zählen nicht, weil sie die falsche politische Meinung haben.

      Ein Blick auf die US-Politik und deren Presse:

      WaPo, 20.6.2021:

      Remembering Champ Biden: The president’s beloved German shepherd was a ‘sweet, good boy’
      By Maura Judkis ● Read more »

      Can Biden save the Democrats from themselves?
      Opinion ● By Matt Bai ● Read more »

      VA plans to offer gender-confirmation surgery to transgender veterans, reversing ban
      By Meryl Kornfield ● Read more »

      Bleibt also nur der bissige Major übrig. Ich vermisse Berichte darüber, wie er sich mit der angekündigten Katze im WH verträgt. 😉

      Joe and Jill Biden Say White House Cat Is „Waiting in the Wings“
      No comment from Major Biden.

      By Annie Goldsmith
      May 3, 2021
      […]

      https://www.townandcountrymag.com/society/politics/a36320901/biden-white-house-cat/

      Das ist natürlich längst überfällig, daß Biden untersucht wird. Man kann nr ahnen, was international über ihn gedacht wird. Daß Putin ihn für wach und erfahren erklärte, sollte manch einen alarmieren. 😉

      Logo zieht Biden die Trump-Berufung gegen die Ablehnung Londons der Assange-Auslieferung nicht zurück. Die Geheimdienste schert es nicht, wer gerade Präsident ist.

      Kamala Harris ist der erwartete Totalausfall: Frau und „schwarz“ (eigentlich ja India-braun) sind nun mal keine Qualifikationen:

      2022 werden die Dems beide Häuser im Kongreß verlieren, insbesondere, nachdem in vielen repubikanisch regierten Staaten die mißbrauchsanfällige Briefwahl beschränkt und eine voter-ID installiert wurde, wie von einer überwältigenden Mehrheit in der Bevölkerung bejaht.

      • Noch kurz was zum Fussball! 🙂

        Mein Aussenseiter-Tipp mit Dänemark war goldrichtig:
        Dänemark vs. Irland 4:0.
        Und auch mein Favoriten-Tipp war mit Italien war zielgenau: 🙂

        Italien vs. Österreich 2:1.

        Obwohl mir die Italiener nicht sonderlich gut gefallen haben, wenn sie so weiter spielen, kommen sie vermutlich nicht mehr sooo weit. Hätte mir also mehr erwartet!

        Ich habe mich die letzten zwei Tagen noch mit einer Publikation beschäftigt mit folgendem Titel:

        „VERLASSEN VON DER ARBEITERKLASSE?
        Die elektorale Krise der Sozialdemokratie und
        der Aufstieg der radikalen Rechten“

        Klicke, um auf 18075.pdf zuzugreifen

        Mich interessiert das Thema natürlich brennend, zumal es darum geht, weshalb die Sozialdemokratie in Europa in den letzten 20 Jahren so viele Wähler verloren hat und was man dagegen tun könnte bzw. was die beste Strategie dagegen wäre. Schlussendlich geht es natürlich auch darum, ob man programmatisch eher mehr linke Identitätspolitik und vermehrt Kosmopolitismus implementieren soll oder nicht.
        Meine Meinung ist hier natürlich klar: weniger Identitätspolitik und weniger Kosmopolitismus! Autoren der Publikation kommen natürlich zu einem anderen Schluss als ich, obwohl sie meinen, die Empirie würde ihnen recht geben.

        Deshalb habe ich der FES noch ein paar Anmerkungen zukommen lassen zu dieser Publikation, warum ich den Eindruck habe, dass die Thesen und Aussagen in der Publikation m.E. eher unstimmig sind.

        Ich habe dabei Folgendes geschrieben:

        1. Ich finde nur bereits die Begrifflichkeit, die in der „Studie“ verwendet wurde, wie beispielsweise „rechtsradikale Parteien“ (S. 5) tendenziös. Wenn beispielsweise eine SVP in der Schweiz als rechtsradikale Partei bezeichnet wird, was zwar explizit nicht gemacht wurde, aber der Kontext ergibt nur diese Schlussfolgerung, dann hat das m.E. nichts mit Wissenschaft, aber sehr viel mit Demagogie zu tun.
        2. Wie die Autoren auf die Annahme kommen, dass gleichsam die gesamte Sozialwissenschaft der Auffassung ist, dass die „Arbeiterklasse“ ein „monolithischer Block weißer Männer mit autoritären und nationalistischen Einstellungen “ (S. 5) sein könnte, ist mir schleierhaft.
        3. Wie die Autoren des Weiteren zur Annahme kommen, dass quasi die gesamte Sozialwissenschaft den Eindruck hat, dass rechtspopulistische Parteien als die neuen Arbeiterparteien gelten würden (S. 5), ist mir ebenfalls unerklärlich. Für Cornelia Koppetsch („Die Gesellschaft des Zorns. Rechtspopulismus im globalen Zeitalter“) sind rechtspopulistische Parteien eine „klassenübergreifende Protestbewegung gegen die globale Öffnung der Gesellschaft“. Diese klassenübergreifende Protestbewegung besteht nach Koppetsch aus „konservativen Wirtschafts- und Kultureliten sowie Gruppen aus Mittel- und Unterschicht, die auf unterschiedliche Weise durch Globalisierung deklassiert werden“.
        4. Die Autoren schreiben (S. 5), dass sozialdemokratische Parteien ihre Wähler nicht vornehmlich an „rechtsradikale“ Parteien verlieren, sondern an Grüne und christdemokratische oder konservative Parteien. Hier wären doch die Gründe dafür interessant! Die SD verlieren ganz sicherlich nicht ihre Wählerschaft an christdemokratische, „rechtsradikale“ und konservative Parteien, weil sie zu wenig linke Identitätspolitik betreiben oder zu wenig kosmopolitisch eingestellt sind, sondern das Gegenteil dürfte der Fall sein. Und die Wähler, die in diese Richtung abwandern, dürften eher auch nicht aus der urbanen, kosmopolitischen Akademikerklasse stammen (Neue Mittelklasse). Die Abwanderung zu den Grünen dürfte vor allem die urbane, kosmopolitische Akademikerklasse sein, die linke Identitätspolitik präferiert und sich kosmopolitisch verordnet. Nur stellt sich hier die Frage, weshalb sollte eine sozialdemokratische Partei primär für die Neue Mittelklasse (Akademikerklasse) Politik betreiben und nicht vornehmlich für die Prekäre Klasse und die Alte Mittelklasse?

        Was hier m.E. auch fehlt, ist der Umstand, dass die SD eben viel zu wenig Neuwähler für sich gewinnen kann, also auch gerade Menschen, die wenig kulturelles, ökonomisches, soziales, symbolisches und politisches Kapital etc. besitzen. Diese Leute dürfte man sicherlich nicht damit „abholen“, dass man vermehrt linke Identitätspolitik betreibt, sondern vornehmlich durch kommunitaristische Werte und eine linke Wirtschafts- und Sozialpolitik. Desgleichen wären die Nichtwähler interessant: Tendenziell sind wiederum die Menschen am ehesten Nichtwähler, die wenig kulturelles, ökonomisches, soziales, symbolisches und politisches Kapital besitzen. Auch dies wird völlig außen vor gelassen. Diese werden sicherlich nicht mit linker Identitätspolitik oder einem Kosmopolitismus aus dem Nicht-Wählerstatus geholt, sondern weil sie sich kulturell, ökonomisch oder politisch von den SD nicht repräsentiert fühlen.

        Wenn man schon ein herrschendes Narrativ in Frage stellen will, wie das die Autorengruppe proklamiert, dann sollte man sich m.E. auch mit der entsprechenden Literatur auseinandersetzen und die darin vorgelegte Empirie und Argumentation zur Kenntnis nehmen, was m.E. die Autorengruppe mehrheitlich nicht macht. Mir fehlt insbesondere die Auseinandersetzung mit folgender Literatur:

        The Struggle Over Borders: Cosmopolitanism and Communitarianism

        Kosmopolitismus versus Kommunitarismus: Ein neuer Konflikt in der Demokratie
        https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-3-658-17446-0_2
        Die Selbstgerechten: Mein Gegenprogramm – für Gemeinsinn und Zusammenhalt
        https://www.amazon.de/s?k=die+selbstgerechten&adgrpid=115663984941&gclid=EAIaIQobChMIyNW3yrLs8AIVhtV3Ch2KlgtPEAAYASAAEgIPgfD_BwE&hvadid=503666213442&hvdev=c&hvlocphy=1002957&hvnetw=g&hvqmt=e&hvrand=16831624071276350647&hvtargid=kwd-1019801344299&hydadcr=1074_2318937&tag=hydrach-21&ref=pd_sl_8dd2ze730w_e
        Die Gesellschaft des Zorns
        Rechtspopulismus im globalen Zeitalter
        https://www.transcript-verlag.de/978-3-8376-4838-6/die-gesellschaft-des-zorns/
        Das Ende der Illusionen: Politik, Ökonomie und Kultur in der Spätmoderne
        https://www.suhrkamp.de/buch/andreas-reckwitz-das-ende-der-illusionen-t-9783518127353
        Fremd in ihrem Land
        Eine Reise ins Herz der amerikanischen Rechten
        https://www.campus.de/buecher-campus-verlag/wirtschaft-gesellschaft/politik/fremd_in_ihrem_land-14252.html
        Linkspopulär: Vorwärts handeln, statt rückwärts denken

        Verantwortung: Für einen neuen politischen Gemeinsinn in Zeiten des Wandels

        Die liberale Illusion: Warum wir einen linken Realismus brauchen

        Es ist erstaunlich, dass sich die Autorengruppe nicht explizit mit diesen Schriften auseinandersetzen, zumal dies m.E. die prominenteste Literatur im deutschsprachigen Raum ist, die sich mit der Linken, der Sozialdemokratie und dem Rechtspopulismus etc. auseinandersetzt und m.E. zu anderen Diagnosen kommt als die Autoren.

        5. Es dürfte richtig sein, dass die SD insbesondere auch Wähler aus der Neuen Mittelklasse (Akademikerklasse) an die Grünen und die sozialliberalen Parteien verliert. Bei den Grünen dürften die Gründe Kosmopolitismus, linke Identitätspolitik und Ökologie sein. Nur stellt sich die Frage, weshalb sollte eine Sozialdemokratie diesbezüglich die genau gleichen politischen Positionen einnehmen wie die Grünen, zumal das vor allem eine Politik für die Neue Mittelklasse ist und nicht primär für die prekäre Klasse und die Alte Mittelklasse? Es macht m.E. auch keinen Sinn, wenn man im linken Lager mit denselben politischen Positionen versucht, sich Wähler gegenseitig abzujagen. Viel spannender wäre die Frage, wie holt man die Wähler ins linke Lager zurück, die die Rechtspopulisten, Christdemokraten oder Konservativen wählen und nicht mehr die Sozialdemokraten sowie die Nichtwähler und Neuwähler aus der prekären Klasse und der Alten Mittelklasse. Die Rechtspopulisten, Konservativen und Christdemokraten sowie die Alte Mittelklasse und die Prekäre Klasse holt man m.E. sicherlich nicht mit linker Identitätspolitik zurück und auch nicht mit einem verstärkten Kosmopolitismus.
        Die Schweiz und Dänemark wären gerade ein Musterbeispiel dafür, dass die Diagnose und die Strategien der Autorengruppe nicht richtig sind. Die SPS ist vermutlich eine der linksten Sozialdemokratien in Europa und hat die von der Autorengruppe bevorzugte Strategie der «Alt-Linke-Strategie» und der «Neu-Linke-Strategie» am ehesten umgesetzt und trotzdem hat sie in den letzten Wahlen mit 16.8% das schlechteste Resultat seit Jahrzehnten eingefahren. Im Gegensatz dazu die sozialdemokratische Partei Dänemarks, die mit ihrem linken Kommunitarismus bisher sehr gut gefahren ist.
        Die von der Autorengruppe dargelegten empirischen Befunde, dass die Arbeiterklasse gegenüber Einwanderung und linker Identitätspolitik ja zu einem guten Teil positiv eingestellt ist, ist m.E. nicht sehr überzeugend. Bei der Einwanderungsfrage (auch Europäische Integration) kommt es immer auch auf die Quantität und viele andere Faktoren an, ob man dies positiv oder negativ bewertet und bei linker Identitätspolitik spielen ausserdem Faktoren wie Politische Korrektheit, Meinungsfreiheit, Cancel Culture, Moralisierung, Arroganz der Akademikerklasse und soziale Distinktionsstrategien (alles das, was u. a. Pierre Bourdieu und Norbert Elias über soziale Distinktion und Klassenhabitus geschrieben haben) ebenfalls eine sehr grosse Rolle. M.E. sind die empirischen Befunde der Autorengruppe für dieses Phänomen (linke Identitätspolitik und der Konflikt zwischen Kosmopolitismus vs. Kommunitarismus) einseitig und unterkomplex.

        • Genau deswegen habe ich diese Fußballspiele nicht angesehen: weil die Ergebnisse erwartbar waren. Heute gucke ich allerdings Belgien-Portugal, das völlig offen ist (so wie Deutschland-England). 😉

          Deinem Text stimme ich voll und ganz zu! Ergänzend nur hierzu:

          „Im Gegensatz dazu die sozialdemokratische Partei Dänemarks, die mit ihrem linken Kommunitarismus bisher sehr gut gefahren ist.
          Die von der Autorengruppe dargelegten empirischen Befunde, dass die Arbeiterklasse gegenüber Einwanderung und linker Identitätspolitik ja zu einem guten Teil positiv eingestellt ist, ist m.E. nicht sehr überzeugend.“

          Denn das Gegenteil ist der Fall, denn ihr Erfolg wird von der publizierenden Elite ja mit Naserümpfen begleitet:

          Wahlsieg in Dänemark
          Der gefährliche Rechtsschwenk der Sozialdemokraten
          Veröffentlicht am 05.06.2019 | Lesedauer: 3 Minuten
          Von Sonja Gillert
          Außenpolitik-Redakteurin
          […]
          Die Gewinner und Verlierer der dänischen Parlamentswahl sind auf den ersten Blick eine Sensation: Die rechtspopulistische Dänische Volkspartei ist von 21,1 Prozent der Stimmen auf 8,7 Prozent abgerutscht. Dänemark hat es geschafft, die Rechtspopulisten schrumpfen zu lassen. Und die Sozialdemokraten, die in den meisten europäischen Ländern hart um Bedeutung kämpfen, sind mit 25,9 Prozent der Stimmen stärkste Partei geworden. Sie dürften die rechtskonservative Regierung der Partei Venstre ablösen, die auf die Rechtspopulisten angewiesen war.

          Die dänischen Sozialdemokraten haben sich für diesen Erfolg allerdings auf einen gefährlichen Weg begeben. Ihre Parteivorsitzende Mette Frederiksen hat ihnen eine Kurskorrektur verordnet: Schrittweise hat sie die Partei der restriktiven Migrationspolitik der Dänischen Volkspartei angenähert. Das offenbart, wie mächtig und erfolgreich die Rechtspopulisten immer noch sind – und wie verzweifelt die Sozialdemokraten mit ihnen um die Stimmen aus der Arbeiterschaft konkurrieren.

          Frederiksen verspricht weniger Zuwanderung aus „nicht-westlichen Ländern“, setzt statt Integration auf mehr Abschiebungen und sprach sich auch nicht gegen ein Gesetz aus, das kriminelle Asylbewerber auf eine Insel verbannt, auf der einst verseuchte Tiere getötet wurden. Ihre Formel lautet: Wenn Dänemark bewahren will, was es an sozialen Errungenschaften erreicht hat, dann können diese nicht uneingeschränkt mit allen geteilt werden.

          Das kommt an in der Bevölkerung, schließlich zahlen die Dänen viel Geld in ihr Sozialsystem ein. Zudem verspricht Frederiksen den Wählern mehr Investitionen in Gesundheitsversorgung, Bildung und andere Leistungen in dem Land, in dem der Sozialstaat eine wichtige Rolle spielt.

          Obwohl die dänischen Sozialdemokraten mit diesem Schwenk zu einer einwanderungskritischeren Haltung zurückkehren, die sie bis in die 1980er-Jahre verfolgt hatten, ist der Kurs eine Zäsur. Und die Zäsur ein wesentlicher Bestandteil ihres Erfolgs. Doch der Preis dafür ist hoch.
          Natürlich muss sich eine Partei fragen, welche Interessen und Sorgen ihre Wähler beschäftigen und auf diese eingehen. Aber dieser extreme Wandel dürfte in dem nordeuropäischen Land ganz grundsätzliche Fragen aufwerfen: Was ist eigentlich noch sozialdemokratisch? Wen schließt die Idee einer sozial gerechten Gesellschaft in Dänemark noch ein – und wen eben nicht? Opfert die Partei nicht vielmehr ihren Kern mit ihrem Balanceakt zwischen linker Sozialpolitik und rechter Migrationspolitik, statt die Rechtspopulisten wirklich abzuhängen?
          […]

          https://www.welt.de/politik/ausland/article194839863/Wahlsieg-in-Daenemark-Der-gefaehrliche-Rechtsschwenk-der-Sozialdemokraten.html

          Offenbar ist es bereits exotisch geworden, daß Parteien die Befindlichkeiten größerer Bevölkerungsteile berücksichtigen, statt ideologische Markenkerne zu pflegen. Die Democrats in den USA erleben jetzt auf die harte Tour, wie weit man mit Letzterem kommt. Und in Deutschland wird es ein unsanftes Erwachen im September geben, da bin ich mir ziemlich sicher. Nur in Berlin wird die SPD mit der pragmatischen Giffey noch mal gewinnen, weil das grünlinke Chaos dort einfach zu groß ist und als Konkurrenz ausfällt. 😉

          Und ich nehme mir heute frei: heute nur Garten und Fußball. 😉

        • Dieses Posting hatte ich eigentlich gegen 14 Uhr abgeschickt. Jetzt komme ich eben vom Fußballgucken zurück und lese: „error“. Das Abschicken hatte nicht geklappt, warum auch immer. Es ist irgendwie alles kurios, denn ich kann gleich fortfahren (nach einem gestalterisch sehr erfolgreichen und erschöpfendem Gartentag). Und ein Dramatag war er auch, denn mein Kater Piet kam mit einem Vogel im Maul aus dem Nachbargarten zurück. Er präsentierte ihn mir, er präsentierte ihn meinem Mann im Wohnzimmer. Er ließ ihn im Garten fallen und stupste ihn samtpfotig an. Ich war außer mir, hielt das Vögelchen für tot, denn es war stocksteif und gab keinen Pieps von sich. Plötzlich sah ich, wie es ins Mittelbeet floh und sich unter einer Eisbegonie versteckte, belauert von meinen beiden Katern. (Der übergewichtige Bruder Carlo ist nur passiv-aggressiv unterwegs und unter Menschen der größte Schmusekater, den man sich vorstellen kann. Piet ist der zweitgrößte Schmusekater.) Ich habe es gegriffen und hinter die Geranie im Blumenkasten gesteckt. Es war ein junger Spatz, komplett unverletzt und unter Schock. Kurze Zeit später hatte er sich vorne unter der neben der Geranie stehenden Verbene versteckt. Als ich wiederum kurze Zeit später nachsah, war das Spätzlein kaum mehr zu sehen, denn nun hatte es hinter der Verbene Zuflucht gesucht.

          Sicher war das Vogelkind dort nicht: Piet hatte Witterung aufgenommen und war bereits in das ehemalige Handwaschbecken gesprungen, das links vom Blumenkasten an der Wand befestigt ist und einen lila blühenden Storchenschnabel beherbergt. Von dort bis zum Blumenkasten ist es zwar kein Katzensprung, weil dazwischen noch Wein rankt. Aber dem sportlichen Piet traue ich alles zu.
          In Nachbars Garten war kein Nest zu entdecken, aus dem der junge Vogel gefallen sein könnte. Katzen kriegen keine gesunde erwachsenen Vögel, das beweisen die Amseln, die meinen Garten als Futterquelle nutzen, jeden Tag.

          Was tun? Hat man so ein warmes weiches Etwas mit pulsierendem Herzschlag einmal in der Hand gehalten und gestreichelt, gibt es eigentlich keine Lösung, die angemessen wäre: zurück ins Nest? Ausgeschlossen. Der eigene Garten: viel zu gefährlich. Ich habe es unter die Stockrosen vor dem Nachbarhaus gebracht, wo es gleich tiefer ins Dunkle hüpfte. Hat es dort Überlebenschancen? Kann es eventuell schon fliegen?

          Das Leben ist nicht gerecht, was den Bogen zum Fußball schlägt. Ich habe mir das Spiel aus neutraler Warte angesehen. Und die stärkere Mannschaft war zweifellos Portugal. Aber wie das so ist: in der ersten Halbzeit steht ein belgischer Spieler plötzlich günstig zum Tor, und schießt ein Zaubertor. Das war es dann, und der begeisternde Offensiv-Fußball Portugals in der zweiten Halbzeit war dann vergebens. Fußball ist halt auch Glückssache. Es gewinnt nicht immer die bessere Mannschaft.

          @ Mark Smith:

          Dein Favorit Holland ist raus, und Tschechien ist weiter. Wie erklärst Du das? 😉

        • @ Gabriele Wolff

          Zu den Katzen! Wir haben auch eine Katze, die bringt auch vor allem Mäuse, Vögel und Eidechsen. Wir lassen sie aber nur noch so ab 21.00 Uhr bis am Morgen raus, damit die Vögel und Eidechsen vor ihr sicher sind. Und gerade hat sie wieder mal eine Maus reingebracht, die ist ihr dann im Haus ab und hat dann den Geschirrspüler angeknabbert, sodass nun dieser kaputt ist. 🙂

          Danke noch für den Artikel zu Dänemark! Gegen den Kosmoplitiksmus habe ich zwei Argumente: Ich denke, die Qualität von Demokratie hat auch etwas mit der Grösse und der Einwohnerzahl eines Landes zu tun. Je grösser, desto undemokratischer wird m.E. ein Land. Also ich denke, jenseits des Nationalstaates, wie wir ihn heute kennen, wird es vermutlich kaum noch Demokratie geben, die wirklich Demokratie meint. Also grosse Partizipation der Bürger an der Politik.
          Zum Anderen bin ich auch der Auffassung, der Sozialstaat ist auch auf den Nationalstaat angewiesen ist, eine Weltregierung oder Global Governance und ein funktionierender Sozialstaat dürfte vermutlich eher Wunschdenken der Linken sein. Natürlich gibt es noch viele andere Gründe, weshalb ich den uneingeschränkten Kosmopolitismus ablehne.

          Zu Holland! Ja, da bin ich zum ersten Mal falsch gelegen! Hat ev. auch etwas mit dem Platzverweis eines Holländers zu tun, sodass sie nur noch mit 10 Mann ab ca. der 55 Minuten spielen konnten. Und an diesem Tag waren sie wirklich nicht sehr gut drauf.

          Mein Favoriten-Tipp Belgien ist zwar weitergekommen und auch diese müssen sich steigern, sonst blüht schnell das Ausscheiden. 🙂

  4. @ Mark Smith:

    Warum die Presse versagt


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-34/#comment-93375

    Was den EM-Favoriten angeht, habe ich mir bislang keinen Kopf gemacht. Ich habe nur die drei Deutschlandspiele gesehen, und da waren mit Frankreich und Portugal schon zwei Favoriten dabei. 😉 Während England mit genau 2:0 Toren Erster in seiner Gruppe wurde. Wenn das nicht minimalistisch ist… Bei den in Deutschland fehlenden Mittelstürmern hast Du den sonnigen Podolski vergessen.
    Sehr lustig: nun wird der ÖRR auch schon im Fußball parteiisch:

    Tom Bartels
    ARD entschuldigt sich für emotionalen EM-Kommentator
    Zuschauer hatten nach dem EM-Spiel Dänemark – Russland kritisiert, dass Tom Bartels mit den Dänen sympathisiert habe. Die ARD versichert eine „neutrale Perspektive“.
    22. Juni 2021, 13:09 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, dpa,

    Nach Vorwürfen der Parteilichkeit hat die ARD ihren EM-Reporter Tom Bartels in Schutz genommen. Während des Gruppenspiels zwischen Dänemark und Russland hatten Zuschauerinnen und Zuschauer kritisiert, dass der 55 Jahre alte Kommentator des öffentlich-rechtlichen Senders hörbar mit den Dänen sympathisiere. „Tom Bartels kommentiert die Spiele mit besten Wissen und Gewissen aus einer neutralen Perspektive. Dass das in manch einer emotionalen Situation gegebenenfalls nicht immer gelingt, bitten wir zu entschuldigen“, twitterte die Sportschau in Reaktion auf eine der kritischen Stimmen.

    Dänemarks Nationalmannschaft hat bei dieser Europameisterschaft bei vielen Fans einen Sympathiebonus, nachdem Christian Eriksen während des ersten Gruppenspiels gegen Finnland auf dem Rasen zusammengebrochen war. Der 29-Jährige musste wiederbelebt werden, sein Team verlor die Partie danach mit 0:1. Durch das 4:1 gegen die Russen schaffte es die dänische Auswahl doch noch ins Achtelfinale. Eriksen hat das Krankenhaus inzwischen verlassen und erholt sich zu Hause in Odense.
    […]

    https://www.zeit.de/kultur/film/2021-06/tom-bartels-ard-kommentator-sportschau-emotionalitaet-kritik

    Aber zurück zu Corona – und selbst da geht es auch um Fußball:

    Warum die Presse versagt


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-34/#comment-93373

    24.6.2021:

    Von 7,2 auf 6,6 gefallene bundesweite Inzidenz, Brandenburg: 2,3, mein Landkreis 1,0 (4 aktive Fälle), in meiner Stadt Neuruppin gibt es keine aktiven Fälle.
    https://www.arcgis.com/apps/webappviewer/index.html?id=129c0cb80f5e4f6c88a75a02d6a28b92

    Selbst No Covid-Freaks waren da für Wegfall aller Einschränkungen. Heute: gilt das alles nicht mehr.

    In dieser Tabelle sieht man, wie weit unten Deutschland innerhalb Europas mit den Inzidenzen liegt – und schränkt dennoch mehr ein als alle anderen:

    Länder mit den meisten Coronainfektionen (COVID-19) in den letzten sieben Tagen in Europa (je 100.000 Einwohner; Stand: 24. Juni 2021)
    [Tabelle]
    Europäische Länder mit den meisten Coronainfektionen in der letzten Woche
    Veröffentlicht von Rainer Radtke, 24.06.2021
    Am 24. Juni 2021 meldete Großbritannien mehr als 117 neue Coronainfektionen je 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen. Damit verzeichnete das Land eine der höchsten 7-Tage-Inzidenzen in Europa.
    […]

    https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1180169/umfrage/laender-mit-den-meisten-coronainfektionen-in-der-letzten-woche-in-europa/#professional

    Tatsächlich DIE höchste Inzidenz. Dennoch bleibt GB geöffnet, lediglich die komplette Öffnung wurde auf den 19.7.2021 verschoben. Das hat natürlich Gründe: die indische Delta-Variante ist harmlos, wenn auch ansteckender, so daß die Test-Inzidenzen auch jenseits der unbrauchbaren PCR-Tests absolut keine Bedeutung haben. Selten findet man so aufklärende Artikel wie diese:

    Russland, Indien, Großbritannien
    Welche Folgen hat die Zunahme von Infektionen mit der Delta-Variante?
    • Die neue Delta-Variante des Coronavirus wird leichter übertragen und sorgt in mehreren Ländern für steigende Inzidenzen.
    • Weil Risikogruppen geimpft sind, wirkt sich das aber aktuell kaum auf die Belegung der Krankenhäuser aus und es sterben auch nicht mehr Menschen.
    • Eine Ausnahme stellt Russland dar.

    Irene Habich
    |
    23.06.2021, 18:23 Uhr

    Die Delta-Variante des Coronavirus ist besonders ansteckend und geriet auch in den Verdacht, gefährlicher zu sein. So hatten schottische Forschende zunächst vermutet, dass der mutierte Erreger zu mehr Klinikeinweisungen führen könnte. Doch in den Ländern, in denen sich die Delta-Variante ausbreitet, zeigt sich aktuell ein anderes Bild: Obwohl die Inzidenzen teils deutlich steigen, nimmt die Zahl der schweren Verläufe dort nicht im gleichen Maße zu. Auch Todesfälle werden kaum noch beobachtet. Denn die meisten Personen der Risikogruppen sind inzwischen geimpft.

    Eines der Länder, in denen die Delta-Variante inzwischen besonders verbreitet ist, ist Großbritannien. In 99 Prozent der Proben, die die britische Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) untersucht, wird sie inzwischen nachgewiesen. Mit der Ausbreitung der neuen Variante hatten auch die Fallzahlen zugenommen. Die Sieben-Tage-Inzidenz in Großbritannien liegt nun wieder bei über 100 und ist damit zehnmal höher als Ende Juni im vergangenen Jahr.

    Trotzdem werden weniger Patientinnen und Patienten ins Krankenhaus eingeliefert. Nach den letzten verfügbaren Daten sind es etwa 225 pro Tag, Ende Juni 2020 waren es über 330 pro Tag gewesen. Auch die Zahl der Todesfälle ist verschwindend gering, in der vergangenen Woche wurden in Großbritannien gerade einmal neun Todesfälle in Zusammenhang mit Sars-CoV-2 pro Tag gemeldet. Im gleichen Vorjahreszeitraum waren es bis zu 70 täglich.

    Risikogruppen sind geschützt

    Die Erklärung ist einfach: Wie die britischen Behörden mitteilten, infizieren sich dort fast nur noch junge Menschen, die selten schwer erkranken. Ältere Personen und andere Risikogruppen sind hingegen zu einem großen Anteil geimpft, über 90 Prozent der 65-Jährigen in Großbritannien wurden immunisiert. Und wie Daten der PHE bestätigen, können die eingesetzten Vakzine schwere Verläufe auch bei der Delta-Variante wirksam verhindern. Obwohl sich der mutierte Erreger leichter überträgt, ist die Gefahr für die Bevölkerung inzwischen also geringer. Und selbst wenn die Infektionszahlen in Großbritannien weiter zunehmen sollten, wäre die Lage nicht mit der bei den vergangenen Infektionswellen vergleichbar.

    Premierminister Boris Johnson hatte keine strengen neuen Maßnahmen verhängt. So bleiben Bars und Cafes in Großbritannien weiterhin geöffnet und das EM-Finale [nicht nur das Finale] soll wie geplant vor einer großen Zuschauerzahl in London ausgetragen werden. Gegen den Widerstand aus seiner eigenen Partei hatte Johnson aber beschlossen, die noch geltenden Beschränkungen im Land um vier Wochen zu verlängern. So müssen Nachtclubs in Großbritannien weiterhin geschlossen bleiben und es gelten weiterhin bestimmte Kontaktbeschränkungen.
    […]
    Indisches Gesundheitssystem brach zusammen

    In Indien, wo die Delta-Variante zuerst entdeckt worden war, hatte sie ebenfalls zu einem Anstieg der Inzidenzen geführt. Die medizinische Versorgung brach an einigen Orten zusammen − einer der Gründe, warum die Deltavariante auch in anderen Ländern gefürchtet wurde.

    Doch für die dramatische Situation in bestimmten Regionen Indiens waren wohl weniger die neuen Eigenschaften des Erregers als vielmehr das marode und unterfinanzierte Gesundheitssystem verantwortlich. Einer Zunahme der Fälle war es nicht gewachsen, obwohl die offizielle Sieben-Tage-Inzidenz in Indien nie höher als 200 lag. Es fehlte an Betten und Sauerstoff, die schlechte allgemeine Gesundheitsversorgung macht viele Arme im Land ohnehin bereits anfälliger für Krankheiten.

    Im Vergleich mit anderen Ländern ist die Sterberate in Indien aber trotzdem nicht höher. Gemeldet wurden bis zu 4000 Tote pro Tag, dabei gehört Indien mit 1,2 bis 1,4 Milliarden Einwohnern zu einem der bevölkerungsreichsten Länder der Welt. Auf die Einwohnerzahl umgerechnet starben dort zu keinem Zeitpunkt mehr Menschen an oder mit Corona als in Deutschland im März diesen Jahres. Zudem scheint der Anstieg der Inzidenzen nur von kurzer Dauer gewesen zu sein. Genauso steil wie die Infektionszahlen zugenommen hatten, nehmen sie derzeit wieder ab. Seit Anfang Juni sind Märkte und Einkaufshallen in Indien wieder geöffnet, die zuvor geschlossen worden waren.
    […]

    https://www.rnd.de/gesundheit/delta-variante-in-russland-indien-grossbritannien-welche-folgen-hat-die-zunahme-von-infektionen-WQ7JUONATNEEDCTCFZ5DY62UQQ.html

    Der alte Trick mit den absoluten Zahlen und den falschen Bildern: Leichenverbrennungen im Freien sind in Indien ein übliches Bestattungsritual und haben nichts mit überforderten Krematorien zu tun. So wenig wie sich stapelnde Särge in Sachsen mit Corona zu tun hatten oder die „Bilder von Bergamo“ mit der Pandemie.

    @ Mark Smith:

    Zu dem ersten Teil des von Dir geposteten BILD-Artikels gibt es diese positive Einschätzung von Lütge, der ich mich anschließe:

    Zu der weiteren Kritik an der Drosten-Kinderstudie will ich mich gesondert äußern, denn die Dimension seiner Fehleinschätzung vom 29.4.2020, mit der Folge der europaweit einmaligen KITA- und Schulschließungen in Deutschland, sucht ihresgleichen.

    In unseren Leitmedien, in denen jetzt doch rechtsstaatliche Verhältnismäßigkeit diskutiert werden müßte, ist man weit davon entfernt; im Gegenteil, über Delta wird Desinformation verbreitet – wo bleiben die Factchecker?

    Maskenpflicht
    Und wir brauchen sie doch noch
    Die Maskenpflicht ist ein Politikum, wir haben Experten gefragt: In welchen Situationen kann die Pflicht fallen? In welchen wäre das gefährlich? Und bleibt die Maske?
    Eine Analyse von Hannah Lesch
    21. Juni 2021, 5:32 Uhr
    […]
    Eine große Erleichterung kündigte hingegen Ministerpräsidentin Malu Dreyer am Mittwoch für die Schulen in Rheinland-Pfalz an: Ab der kommenden Woche müssen Kinder und Jugendliche hier keine Maske mehr am Sitzplatz und auf dem Schulhof tragen, solange die Inzidenz unter 35 liegt.
    […]
    Wolfgang Kubicki (FDP) stieg mit ein und forderte eine vollständige Aufhebung der Pflicht, auch in Innenräumen. Eine Maskenpflicht hätte bei dauerhaften Sieben-Tage-Inzidenzwerten unter 35 keine rechtliche Grundlage mehr. Karl Lauterbach von der SPD warf Kubicki daraufhin vor, „Wahlkampf mit der Gesundheit der Bürger“ zu betreiben.

    Hier geht es gut ohne Maske

    Und was sagen die Wissenschaftler und Experten? Aus seiner Sicht spreche nichts dagegen, die Maskenpflicht in Außenbereichen auszusetzen, sagt Epidemiologe Hajo Zeeb. Es gebe viele Argumente dafür: „Wir haben hohe Temperaturen und UV-Einstrahlung draußen, was für den Virus eher nicht so gut ist, und an der Luft verteilen sich die Aerosole schnell und gut. Außerdem haben wir sehr niedrige Inzidenzzahlen und immer mehr Geimpfte.“ [Eine Maskenpflicht im Freien war schon immer unangemessen.]

    Nur bei Gedränge oder gut besuchten Außenveranstaltungen mahnt er zur Vorsicht, im Zweifel sollte man dann lieber die Maske aus der Tasche holen. Diesen Empfehlungen folgt die Politik: In vielen Bundesländern, beispielsweise in Rheinland-Pfalz, wurde die Maskenpflicht im Freien bereits aufgehoben, nur bei Gedränge gilt sie weiterhin. Zuvor galt sie vielerorts beispielsweise in Innenstädten oder Parks unabhängig von der Personendichte. [Wer defni ert „Gedränge“?]

    Bei der Schulfrage ist es etwas komplizierter. Tatsächlich werden in vielen Bundesländern aktuell die Maskenregelungen für jüngere Kinder gelockert. Peter Walger aus dem Vorstand der Deutschen Gesellschaft für Krankenhaushygiene fordert gar, die Maskenpflicht für Kinder unter zehn Jahren dort sofort zu beenden.

    Von ihnen gehe keine wirkliche Gefahr aus, sagt Walger. Gegenwärtig ist die Studienlage noch uneindeutig, auch wenn aus den bisherigen Daten hervorgeht, dass Kinder sich insgesamt seltener mit dem Virus infizieren (zum Beispiel Jama Pediatrics: Viner et al., 2020), vor allem jüngere. „Kinder über zehn ähneln mit zunehmendem Alter dann dem Risikoprofil der Erwachsenen“, sagt Walger. Für sie solle es abgestufte Empfehlungen geben. „Wobei auch hier die Tendenz ist, die Pflicht komplett aufzuheben, einfach weil das Risiko, sich in der Schule überhaupt anzustecken, deutlich geringer ist im Vergleich zum privaten Umfeld„.

    Hajo Zeeb, der an einer Leitlinie über sichere Schulen in der Corona-Pandemie mitgeschrieben hat, wünscht sich, dass verschiedene Faktoren berücksichtigt werden. Sind die Fallzahlen lokal niedrig? Und zwar nicht nur im eigenen Landkreis, sondern auch in der Umgebung? Wie sieht die altersspezifische Inzidenz aus?

    Zeeb sagt, die Diskussion um Masken an Schulen sei eine schwierige. „Die Frage ist: Neigt man eher dazu mutig zu sein oder vorsichtig?“ Wo die Rahmenbedingungen gut sind und die Zahlen dauerhaft niedrig, könne man die Maskenpflicht durchaus aufheben, sagt der Epidemiologe. „Insgesamt aber ist meine Einstellung: Warum nicht bis zu den Sommerferien noch durchhalten?“ Tatsächlich wird die Impfquote nach den Sommerferien noch einmal substanziell höher sein. [Was der Rechtsstaat zu derlei Larifari sagt, ist offenbar unbechtlich.}
    […]
    Da kommt noch etwas auf uns zu

    Vorsicht ist auch deshalb geboten, weil niemand mit Sicherheit sagen kann, dass die Inzidenzen weiter so stark sinken werden wie in den vergangenen Wochen. In Großbritannien etwa lässt die Delta-Variante die Fallzahlen wieder ansteigen. Sie macht dort mittlerweile rund 90 Prozent der Corona-Fälle aus, ist ansteckender, entkommt dem Impfschutz etwas besser und löst wohl schwerere Krankheitsverläufe aus. Und auch in Deutschland wächst der Anteil von Delta deutlich – auch wenn die absoluten Zahlen noch sinken.
    […]

    https://www.zeit.de/gesundheit/zeit-doctor/2021-06/maskenpflicht-bundeslaender-abschaffung-wissenschaft-corona/komplettansicht

    Ohne Desinformation läuft in den Leitmedien nichts.

    Logik, wie hier, ist Mangelware in den Medien – wenigstens die Kulturminister stellen sich endlich auf die Hinterbeine; während sie wissen, daß ihr größter Feind das eigene Schulpersonal ist: grün angehaucht, impffeindlich, für Panikmache gegen Kinder empfänglich (siehe den BILD-Artikel), was an die USA erinnert, wo in von Democrats regierten Staaten die Lehrergewerkschaften die Agenda beherrschten, während die Kinder in republikanischen regierten Staaten problemlos am Präsenz-Unterricht teilnahmen. Was für private Schulen in allen Staaten auch zutraf.):

    Da Delta bereits passé ist, was unsere üblichen Alarmisten in Wissenschaft, Politik und Medien noch nicht mitgekriegt haben, geben jetzt indische Medien den Takt an:

    Nun weiß ich nicht, ob „India Today“ zu den Medien gehört, die wie die Leitmedien in Deutschland den Namen „Modi“ nicht ohne die Charakterisierung als „Hindunationalist“ über die Lippen bringen.

    Bei uns in Deutschland läuft wirklich alles aus dem Ruder der Rechtsstaatlicheit:

    Das ist übertrieben. Tatsächlich heißt es in dem Entwurf:

    Durch eine der im Ausschuss vorgenommenen Änderungen soll auch das Infektionsschutzgesetz dahingehend geändert werden, dass die Geltung einer Rechtsverordnung zur Regelung der Einreise aus Risikogebieten auf bis zu ein Jahr nach Aufhebung der Feststellung der epidemischen Lage von nationaler Tragweite verlängert werden kann.

    Klicke, um auf 1930938.pdf zuzugreifen


    [S. 1f.]

    Dennoch ist es bedenklich, daß in der letzen Legislatur-Woche des Parlaments diese Änderung des Infektionsschutzgesetzes im Rahmen der Änderung des Stiftungsrechts (wofür sich wohl kaum jemand interessiert) durchgepeitscht werden soll.

    Ja, das ist schon klar: die Pandemie-Bekämpfung ist für die Grünen nur ein Probelauf für den ebenfalls nicht existierenden „Klimanotstand“.

    Ich bin keine Impfskeptikerin, weshalb ich mich bislang zurückgehalten habe bei der Verbreitung der zunehmenden Todesmeldungen bei Biontech-Impfungen mit der neuen mRNA-Technik; aber jetzt sind diese Daten im Mainstream angekommen, während die Behörden sie verschweigen – und bei uns Alarmisten wie Drosten, Lauterbach und Spahn sie gar für Kinder fordern, entgegen dem Rat der Stiko und der WHO:

    Unsere Social Warrior arbeiten sich ab:

    Der „Corona-Quark“ der Dresdner Stadtschreiberin
    21. Juni 2021
    Kolumne von Matthias Meisner
    […]
    Im Mai diesen Jahres ist auf dem Portal „Rubikon“ von Kathrin Schmidt der Text „Weißkittel mit finsteren Plänen“ erschienen, in dem sie Corona-Impfungen von Kindern als „großangelegten Menschenversuch“ geißelt [völlig zurecht], ähnlich wie der emeritierte Mikrobiologe Sucharit Bhakdi, Autor des Buches „Corona – Fehlalarm?“ und Bundestagskandidat der Partei „Die Basis“ .
    […]
    Nicht nur der Inhalt von Kathrin Schmidts Beitrag ist ein Statement, sondern auch die Veröffentlichung auf dem Portal „Rubikon“. Es hat sich in den vergangenen Monaten zur führenden Plattform für die querdenkennahe Szene entwickelt. Aktuell schaffte es der Arzt und ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Wodarg mit seinem im Rubikon-Verlag erschienenen Buch „Falsche Pandemien“ sogar auf Platz eins der Paperback-Bestsellerliste des „Spiegels“ – obwohl seine Thesen als wissenschaftlich nicht haltbar gelten.
    […]
    Eine geschätzte Autorin driftet ab in verschwörungsideologische Milieus. Dresdens Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch (Linke) spricht mit Blick auf den Fall Schmidt von einem „Dilemma“. Sie hat sich inzwischen mit der neuen Stadtschreiberin getroffen und ihr, was die Frage eingeschränkter Meinungsfreiheit in Deutschland angeht, vehement widersprochen. Im vergangenen Jahr hatte sie die Auszeichnung für Schmidt mit den Worten begrüßt, diese sei „eine der herausragenden deutschen Gegenwartsdichterinnen“.

    Nun hat Kathrin Schmidt als politische Akteurin für erhebliche Unruhe gesorgt. Die Stadtverwaltung veröffentlichte am Montag einen Appell an Schmidt und forderte sie auf, „das Amt der Stadtschreiberin als renommierte und sensible Autorin auszufüllen und nicht mit parteipolitischen Diskursen zu vermengen“. Zugleich lehnte es die Stadtverwaltung aber ab, „ein Stipendium, das in einem aufwendigen Auswahlprozess durch eine Jury vergeben wurde, aufgrund von nicht nachvollziehbaren, aber durch die Meinungsfreiheit gedeckten Äußerungen zurückzuziehen“.

    Die Jury wird im Einvernehmen von Kulturverwaltung und Ostsächsischer Sparkasse eingesetzt.
    Aber eines hat Schmidt mit ihren Äußerungen zur Coronapolitik doch erreicht. Klepsch schlug vor, „die unterschiedlichen Auffassungen insbesondere zur Coronapandemie in einem öffentlichen Diskurs mit anderen Autor:innen zu erörtern“.
    So würden dann die Coronaverharmloser:innen doch noch eine weitere Bühne bekommen – quasi ergänzend zu den Protesten von Pegida und „Querdenken“. Typisch Dresden, möchte man sagen.

    https://mission-lifeline.de/der-corona-quark-der-dresdner-stadtschreiberin/

    Cancel Culture-Fan Meisner ist schwer enttäuscht. Und die Ablehnung von Kinderimpfungen betreiben auch die Stiko und die WHO.

    Und auch der Tagesspiegel hat Feindbilder: Stefan Homburg:

    • @ Gabriele Wolff

      Noch kurz zum Fußball:

      Vergessen habe ich noch die Außenseiter, die ev. noch was reißen könnten – nämlich Schweden, Kroatien und Dänemark.
      Schweden scheint eine sehr gute Abwehr zu haben, kassiert kaum Tore. Dänemark hat mir ab und an auch gut gefallen, also schnörkelloser Fußball, direkt, lang, gradlinig, wer weiß. Und auch die Kroaten können immer über sich selbst hinauswachsen.

      Was man bei Deutschland berücksichtigen muss, ist, dass es tatsächlich in der leichteren Tabellenhälfte ist. Frankreich, Italien und Belgien, drei meiner Topfavoriten, wären erst wieder im Endspiel ein Gegner von Deutschland. Von meinen Topfavoriten ist nur gerade Holland in derselben Tabellenhälfte.

      Hier ein Überblick:

      „So könnte der deutsche Weg ins Finale aussehen
      Wenn das DFB-Team gegen England besteht, könnte es die leichtere Turnierhälfte in der K.-o.-Runde erwischt haben. Erst in einem möglichen Endspiel würde wieder ein Topfavorit auf Deutschland warten. Der Überblick.“
      https://www.spiegel.de/sport/fussball/em-2021-diese-gegner-drohen-deutschland-auf-dem-weg-ins-endspiel-a-9334de1f-11c6-47e6-a50a-6b0f11a21720?fbclid=IwAR1cYzV9N4NLZ-RTPe0C64RTxxwKLh_4iorBquI0IGg9jfFdCKCb0j8773c

      Das heißt, Deutschland muss nur England und Holland aus dem Weg räumen und dann wären sie im Finale, scheint mir eine machbare Aufgabe zu sein. 🙂

      • Dann wirst Du Dir das Spiel Frankreich gegen die Schweiz wohl gar nicht erst ansehen? 😉

        Ich will keine Prognose wagen, weil: das Spiel is aufm Platz. Aber als Trainerin würde ich Elfmeter-Schießen ansetzen…

        Noch einige Nachwehen:

        Auch von Marschall sieht das EU-Getöse kritisch:

        24.06.2021, 22:58 Uhr
        Umgang mit Orbán und Putin
        Die EU versucht es mit Gebrüll – das kann mehr schaden als nützen
        Die EU will Ungarn und Russland zeigen, wo der Hammer hängt. Strafandrohungen müssen aber glaubwürdig sein. Sonst schadet sie ihrem Ansehen. Ein Kommentar.
        Christoph von Marschall

        Man kennt die warnende Pose aus dem Tierreich: Gorillas trommeln einschüchternd auf ihre Brust, Löwen drohen mit Gebrüll. Wenn Machos sich heute so verhalten, ist das peinlich, hat aber gelegentlich Erfolg. Unfreiwillig komisch wirkt es, wenn die EU es probiert. Sie will Viktor Orbán und Wladimir Putin jetzt mal so richtig zeigen, wo der Hammer hängt.

        Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen droht Ungarn mit einem Rechtsstaatsverfahren gegen ein Bündel von Gesetzesänderungen, die Kindern und Jugendlichen den Zugang zu Inhalten erschweren, die Homo- und Transsexualität thematisieren, zum Beispiel in der Schule – und das obwohl von der Leyen weiß, dass die Erfolgsaussichten gering sind.

        Russland, den Vorstoß unterstützen Angela Merkel und Emmanuel Macron, will die EU den direkten Dialog anbieten, inklusive Gipfeleinladungen an Putin. Das Ziel, sagen sie, sei eine Doppelstrategie. Sie wollen Kooperation anbieten und zugleich erreichen, dass er keine Illusionen hegt, wo für die EU die roten Linien verlaufen und welche Sanktionen drohen, wenn er sie überschreitet.
        […]
        Die EU als Papiertiger? Dann schwindet der Rückhalt bei den Bürgern

        Die EU sollte nur mit Reaktionen drohen, zu denen sie fähig ist. Sonst leidet ihre ohnehin begrenzte Glaubwürdigkeit – nach außen, aber auch nach innen. Und das ist viel gefährlicher. Wenn Putin, Orbán oder China auf EU-Drohungen mit Schulterzucken reagieren, ist das demütigend, aber zu verschmerzen. Wenn Europas Bürger die EU immer wieder als Papiertiger erleben, schwindet der Rückhalt für die weitere politische Integration.
        […]
        Was spricht dafür, dass die EU einen Gipfel mit Putin ähnlich souverän meistert wie Biden? Und wird der Konflikt mit Orbán um das LGBTQ-Gesetz mit einem Sieg der EU enden? In beiden Fällen darf man skeptisch sein.

        Kluge Machtpolitik vermeidet die Stärkung der Widersacher

        Die Sexualerziehung in Schulen gehört nicht zu den vergemeinschafteten Politikbereichen, die die Nationalstaaten an die EU abgetreten haben. Vor der Empörungswelle über Ungarn hätte die Frage nahegelegen, wie die Vorgaben für den Unterricht in anderen EU- Staaten sind. Ein Rechtsstaatsverfahren ist nicht aussichtsreich, weil für eine Verurteilung der Konsens aller nötig ist. Die EU-West, also die Mehrheit, ist gewiss dafür. Die EU-Ost dagegen. Die Eskalation spaltet also.

        Orbán lacht sich derweil ins Fäustchen. Die Chancen auf Wiederwahl 2022 steigen, wenn er als Verteidiger nationaler Belange gegen Brüssel auftritt. Kluge Machtpolitik beruht auf dem Wissen, was einem nützt. Oder schadet.

        https://www.tagesspiegel.de/politik/umgang-mit-orbn-und-putin-die-eu-versucht-es-mit-gebruell-das-kann-mehr-schaden-als-nuetzen/27360956.html

        Das unabgesprochen lancierte EU-Putin-Gipfeltreffen ist eh schon von Rutte und den Osteuropäern abgeräumt worden:

        https://www.tagesspiegel.de/politik/eu-gipfel-die-eu-nach-merkel-was-kommt-auf-die-gemeinschaft-zu/27363980.html

        Ein Vertreter aus dem Baltikum twitterte gar von „Ost-Untermenschen“, die man offenbar nicht einmal konsultieren müsse. Hui, da geht es ab. Aber auch die queere „Community“ ist heillos zerstritten, von wegen Intersektionalität:

        25.6.2021
        14:23 Uhr
        So viele CSDs wie nie zuvor
        Berliner Sommer der Paraden
        In Berlin gibt es 2021 so viele Christopher Street Days wie nie. Stärkt das die queere Community – oder zersplittert es sie? Ein Erklärungsversuch.
        Tilmann Warnecke
        […]
        Kritik am CSD gibts immer wieder

        Verschiedene Lesarten bieten sich an. Da ist zum einen die Kritik, die den CSD-Verein seit langem begleitet, der den Berliner CSD traditionell organisiert. Zu kommerziell sei die Parade, zu unpolitisch, heißt es immer wieder. Rassismusvorwürfe wurden nur zögerlich angegangen. Die Männerlastigkeit des Vereins stößt nicht nur Frauen auf.

        Viele sehen daher nicht ein, warum sie sich von einem Verein vertreten lassen sollten, in dem sie sich nicht wiederfinden. „Wir verabschieden uns vom Gedanken, dass eine Institution das Monopol auf Ausrichtung einer CSD-Pride-Demonstration hat“, heißt es selbstbewusst vom neuen Sternen-Marsch „CSD Pride Berlin“, der daher auch gleich das „CSD“ in seinen Namen aufgenommen hat.

        Forderungen von früher unterrepräsentierten Gruppen

        Überhaupt ist die queere Community – ganz wie die Gesellschaft insgesamt – diverser geworden. Von „der Lesben- und Schwulenbewegung“ ist schon lange nicht mehr die Rede. Die Regenbogenfahne gibt es jetzt auch in einem neuem Design, ergänzt um mehrere Farben, die trans Menschen und People of Colour repräsentieren.
        Das muss man gar nicht bösartig als Partikularinteressen interpretieren – sondern kann es auch als berechtigte Forderungen von Gruppen sehen, die früher unterrepräsentiert waren. Die trans Community ist in diesem Jahr mit einem Trans- Pride unterwegs. Queere People of Colour machen auf ihre Belange beim Sternen- Pride mit einem eigenen Zug ebenso aufmerksam wie der „East-Pride“ auf Ost-Berliner Anliegen.
        […]
        Nicht wenige schwule Männer reagieren befremdet, wenn ihnen auf einmal Privilegien vorgehalten werden. Wie bitte, sagen sie dann: Warum sollten ausgerechnet wir privilegiert sein, die jahrzehntelang diskriminiert wurden und immer noch werden?
        Rassismus reflektieren? Das stößt nicht immer auf Gegenliebe
        Dass es ihnen als Männer sozio-ökonomisch dennoch oft besser geht als etwa lesbischen Frauen, sie einen besseren Zugang zu Machtpositionen in Wirtschaft und Politik haben, blenden sie dabei aus.
        Bei weißen queeren Menschen stößt es ebenfalls oft auf wenig Gegenliebe, wenn sie ihren eigenen Rassismus reflektieren sollen. Wir, die wir selber Minderheitenerfahrungen haben, können schon deswegen gar nicht rassistisch sein, heißt es dann oft. Ein Trugschluss: Als ob man sich durch ein Diskriminierungsmerkmal quasi gegen eigenes Diskriminieren impfen könnte. [Gilt aber nur für weiße Queere!]

        Und Stichwort „Identitätspolitik“: Dass mit der französischen Philosophin Caroline Fourest ausgerechnet eine lesbische Frau mit der „Generation Beleidigt“ abrechnete, mag Zufall sein – zeigt aber, dass bei dem Thema queere Menschen keinesfalls den monolithischen Block bilden, zu dem sie von außen manchmal gerne gemacht werden.
        […]

        https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/so-viele-csds-wie-nie-zuvor-berliner-sommer-der-paraden/27360400.html

        Und so gibt es Spezial-Trüppchen, z.B.:

        […]
        Anarchistischer Pride
        26. Juni. Auch anarchistische Gruppen rufen zu einem Pride unter dem Motto „Aus Wut zerstören, aus Liebe aufbauen“ auf. Start ist 14 Uhr Friedenstraße/Märchenbrunnen.
        […]
        Marzahn-Pride
        17. Juli. Das ist die zweite Auflage des Prides in Marzahn, organisiert vom Verein Quarteera. Die Veranstaltung richtet sich an die russischsprachige Community in Berlin. Die Route für dieses Jahr steht noch nicht fest.

        Dyke*March
        23. Juli. Der Dyke*March ist die Demo für lesbische Sichtbarkeit, sie findet traditionell am Abend vor dem CSD statt. Details zur Routen folgen ebenfalls noch.
        […]

        https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/queerspiegel/neun-csd-veranstaltungen-in-diesem-sommer-auf-gehts-in-den-berliner-pride-marathon/27356424.html

        Und dann gibt es den Kampf der verklemmten Jungen gegen hedonistische Alte:

        Prüderie der Generation Z
        Jung, queer und spießig
        Mit freizügigen Outfits auf den Christopher Street Day? Lieber nicht! Der queere Nachwuchs entdeckt die Prüderie – und missversteht das Wesen der Pride-Paraden.
        Von Matthias Kreienbrink
        24.06.2021, 14:54 Uhr
        Es sind altvertraute Sätze: „Kinder sollten so was nicht ausgesetzt sein.“ „Ich denke das hat seinen Platz im Schlafzimmer, nicht auf der Straße.“ „Wieso muss Pride so übersexualisiert sein?“
        […]

        https://plus.tagesspiegel.de/pruederie-der-generation-z-jung-queer-und-spiessig-169260.html

        So haben die Grünen in ihrer Rolle rückwärts gerade wieder an einer weiteren Verschärfung der Arbeitsbedingungen für Prostituierte mitgewirkt. Schließlich muß man sich um „die Opfer“ kümmern. Der Zeitgeist ist partiarchalisch und viktorianisch zugleich. Aber gegen Orban wettern…

        • Ich liefere den vom Tagesspiegel-Print gebrachten und online verschwiegenen Tweet aus Estland nach:

          Zu Ilves:

          https://www.presidentilves.ee/

          Will uns der Tagesspiegel verschweigen, wie irrational die osteuropäischen Staaten immer noch auf Deutschland als Nazi-Nachfolgeorganisation reagieren? Als Russenhasser sind sie eh ein Ausfall, was rationale Politik angeht.

          Um mit den Grünen fortzufahren: mehr als platte Vagheiten liefen sie nicht:

          24.06.2021, 20:06 Uhr
          Dreikampf um Merkel-Nachfolge
          „Frau Baerbock, eine Bewerbungsrede war das nicht“
          Die wohl letzte Regierungserklärung von Kanzlerin Merkel wird verdrängt vom Schaulaufen ihrer potenziellen Nachfolger. Überzeugen sie?
          Georg Ismar

          […]
          „Ich möchte an dieser Stelle sagen: Sehr viele Menschen in diesem Land sind dankbar dafür, dass Sie in Krisensituationen in den letzten 16 Jahren dieses Europa zusammengehalten haben – gerade auch gegen große Widerstände aus Ihrer eigenen Fraktion und vor allen Dingen von Ihrer Schwesterpartei“, sagt die zuletzt etwas abgestürzte Grünen-Hoffnungsträgerin in Richtung Merkels.
          Sie stellt den „Green Deal“ für Europa in den Fokus und betont nach den Angriffen auf ihre Aussagen zu höheren Spritpreisen, dass man „klimagerechten“ Wohlstand wolle, was immer das heißen mag.
          Und betont, es gehe hier nicht um Bewerbungsreden, sondern um einen neuen Aufbruch. „Wir brauchen eine Bundesregierung, die europäisch, solidarisch und klimagerecht denkt.“ Europa könne es schaffen, der erste klimaneutrale Kontinent der Welt zu werden. „Wir haben ein Fenster of Opportunity.“ Lautes Oooh aus der Unions-Fraktion. Als danach der frühere Agrarminister Christian Schmidt (CSU) zu seiner letzten Rede im Bundestag an das Pult tritt, meint er trocken: „Frau Baerbock, ich kann Sie von einer Sorge befreien: Eine Bewerbungsrede war das nicht.“ Die Union ist schon deutlich im Wahlkampfmodus und triezt die Grünen kräftig.
          […]

          https://www.tagesspiegel.de/politik/dreikampf-um-merkel-nachfolge-frau-baerbock-eine-bewerbungsrede-war-das-nicht/27360916.html

          O Schreck! Klima-Aktivisten als Straftäter!

          Während der Kampf gegen rechts juristisch schwierig wird, wenn die Informanten wie üblich (daran scheiteren schon die NPD-Verbote) als agent provocateur agieren:

          Und Amokläufe von psychisch Kranken wie in Hanau?

          Polizeieinsatz
          Drei Tote und mehrere Verletzte bei Messerattacke in Würzburg
          In Würzburg sind bei einer Messerattacke drei Menschen getötet und mehrere verletzt worden. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen. Der bayerische Innenminister sagte in einer ersten Stellungnahme, der Mann sei in psychiatrischer Behandlung gewesen.
          25.06.2021, 19.37 Uhr

          Bei einem Messerangriff in der Würzburger Innenstadt sind drei Menschen getötet und mehrere weitere zum Teil schwer verletzt worden. Die Hintergründe der Attacke sind noch unklar.
          Der mutmaßliche Täter wurde von Polizisten angeschossen, überwältigt und festgenommen. Der Mann sei durch eine Kugel getroffen worden, befinde sich aber nicht in Lebensgefahr, teilte die Polizei mit. »Wir haben keinerlei Hinweise auf weitere Täter«, sagte ein Polizeisprecher.

          Bei dem mutmaßlichen Täter handelt es sich nach Polizeiangaben um einen 24-Jährigen aus Somalia, der in Würzburg lebt. Bayerns Innenminister Joachim Herrmann sagte in einer ersten Stellungnahme, der Mann sei in psychiatrischer Behandlung gewesen.

          Zudem war der Mann nach Angaben der Ermittler nicht wegen Straftaten polizeibekannt, die »Richtung Islamismus bisher hindeuten«. »Wir müssen natürliche alle Erkenntnisse zusammentragen, die es irgendwo gibt«, sagte ein Polizeisprecher. Das werde einige Zeit dauern. Der Verdächtige habe bei den Ermittlern kurze Angaben gemacht. Was genau gesagt wurde, blieb zunächst unklar.
          […]

          https://www.spiegel.de/panorama/justiz/wuerzburg-mann-attackiert-menschen-mehrere-verletzte-a-97d86fb6-516b-44f9-b6fa-10852f9c8432

          Fast zeitgleich berichtet ZEIT Online, ohne die Staatsangehörigkeit des Somaliers zu erwähnen:

          https://www.zeit.de/gesellschaft/2021-06/tote-und-verletzte-bei-messerangriff-in-wuerzburg

          Auch wenn zwischen Islamismus und religiösem Wahn nur eine sehr dünne Trennlinie existiert: das Hauptproblem von psychisch erkrankten Amokläufern wie in Hanau oder möglicherweise hier ist und bleibt, wie man deren Gefährlichkeit erkennt und präventiv tätig werden kann.

          Und was machen wir eigentlich noch in dem von einer Militärdiktatur regierten Mali, aus dem sich sogar Frankreich, das außerhalb der UN-Mission gegen Islamisten operiert, wegen „der instabilen Sicherheitslage“ zurückziehen will?

          Bundeswehr
          Selbstmordanschlag auf deutsche Soldaten in Mali
          Bei einem Anschlag mit einer Autobombe in Mali sind zwölf deutsche Soldaten verletzt worden, drei von ihnen schwer. Die Bundeswehr bereitet Evakuierungsflüge vor.
          25. Juni 2021, 13:20 Uhr Aktualisiert am 25. Juni 2021, 19:36 Uhr

          Bei einem Selbstmordanschlag im westafrikanischen Mali auf eine Patrouille deutscher Soldaten sind zwölf deutsche Soldaten verletzt worden. Das bestätigte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am Nachmittag. Drei der betroffenen Bundeswehrsoldaten wurden schwer verletzt. Zwei der Schwerverletzten seien in einem stabilen Zustand, der dritte werde noch operiert. Die Bundeswehr bereite medizinische Evakuierungsflüge vor. Zudem wurde ein weiterer UN-Soldat aus einem anderen Land verletzt.
          […]
          Zuvor hatte bereits die UN-Mission Minusma Berichte bestätigt, wonach es sich um einen Autobombenangriff handelte. Wegen der großen Zahl der Verletzten mussten auch ein französischer Militärhubschrauber und ein Helikopter der Vereinten Nationen zum Rettungseinsatz kommen. Zudem war der Rettungshubschrauber eines zivilen Vertragspartners im Einsatz.
          […]
          Gabriela Heinrich, SPD-Fraktionsvizechefin im Bundestag, bezeichnete den Anschlag als erschütternd. „Der Anschlag erinnert uns daran, dass jeder Bundeswehreinsatz mit hohen Risiken für unsere Soldatinnen und Soldaten verbunden ist. Gleichwohl ist die UN-Mission Minusma ein wichtiger Einsatz zur Stabilisierung Malis, das in den letzten Jahren und Monaten nicht zur Ruhe kommt“, teilte sie.
          […]

          https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-06/bundeswehr-mali-anschlag-deutsche-soldaten-autobombe

          Nicht „teilte sie [mit]“, sondern papageite sie Kramp-Karrenbauer nach. Die Frage: wozu bedarf es noch einer SPD, stellt sich immer dringlicher. Mali ist ein failed State und nicht das erwartete Flüchtlings-Zurückhalte-Gate.

          Hach, nun berichtet sogar die taz politisch inkorrekt:

          So ist das mit apokalyptischen Klimawandel-Bildern: die Wahrheit ist, daß die Natur gerade in Australien darauf geeicht ist, Brände bestens zu überstehen. Jahrhunderte von Gewittern haben sie gestählt, was man von unseren künstlichen Fichten- und Kiefernplantagen nicht behaupten kann.

          Aber der Aufreger war Putins Essay in der ZEIT: im Westen ist es unerträglich, abweichende Weltanschauungen auch nur zur Kenntnis zu nehmen. Allein deren Publizierung ist „Desinformation“.

          Adelung aus dem Ausland

          Denn autoritäre Machthaber, die über etliche Kanäle verfügen, um sich Gehör zu verschaffen, sind ja nicht zwingend auf seriöse Medien angewiesen. Geht es also um den Anstrich des Bürgerlichen, um einen Wunsch nach Adelung im Ausland oder einfach darum, ein anderes, ausländisches Publikum zu erreichen?

          Und das führt uns zum Was: Im Falle von Putins in der „Zeit“ erschienenem Text ist offensichtlich, dass er historische Sachverhalte weggelassen und willentlich Fehleinschätzungen publiziert hat. Putin wirkt nicht gerade wie jemand, der Kritik oder einem strengen Redigat aufgeschlossen gegenüber eingestellt zu sein scheint, und auch diese Information wäre relevant: Wie wurde dieser Text überhaupt abgenommen? [sprich: zensiert?]

          Desinformation eines Despoten

          Es ist hier nicht der Rahmen, auf diese Lücken und Biegungen einzugehen – aber bestenfalls tut die „Zeit“ ja genau das in den kommenden Tagen. Denn sie ließ schon jetzt den Beitrag nicht gänzlich unkommentiert auf ihre Leser los: In einem Infokästchen erfahren wir, dass Gegenkommentare zu diesem Text geplant seien. Eine zeitnahe Demontage durch Historikerinnen und politische Beobachter könnte – und in der Tat hören Sie hier vielleicht ein bisschen Skepsis – aber könnte diesem Gastbeitrag eines ausgewiesenen Propagandisten einen publizistischen Mehrwert verleihen.

          Es bleibt dennoch – und das in einem der wichtigsten Wochenmagazine Deutschlands – das muss man so festhalten: die veröffentlichte Desinformation eines Despoten.

          https://www.deutschlandfunk.de/zeit-beitrag-von-wladimir-putin-desinformation-eines.2907.de.html?dram:article_id=499217

          Die ZEIT hatte diesen Disclaimer vorangestellt:

          Vor zwei Wochen wandte sich die russische Botschaft an die ZEIT und bot einen Artikel von Wladimir Putin an. Anlass ist der 80. Jahrestag des deutschen Überfalls auf die Sowjetunion; eines Ereignisses, das Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in einer Rede gerade einen „Feldzug“ nannte, getrieben vom „Wahn totaler Vernichtung“.

          Am Samstag traf der Text von Russlands Präsident bei der ZEIT ein, zunächst auf Russisch, später auf Deutsch. Putin legt darin auch seine Sicht der jüngsten europäischen Geschichte dar. Die Ereignisse 2014 in der Ukraine bezeichnet er als von Europa unterstützten „Staatstreich“, schreibt vom „Austritt“ der Krim. Die Bundesregierung und die EU dagegen sprechen (wie auch alle Kommentatorinnen und Kommentatoren der ZEIT) von „Völkerrechtsbruch“ und einer „Annexion“ der Krim durch Russland.
          Die ZEIT wird Entgegnungen auf diesen Text in den kommenden Tagen und Wochen veröffentlichen.

          https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-06/ueberfall-auf-die-sowjetunion-1941-europa-russland-geschichte-wladimir-putin/komplettansicht

          Putins Text ist realistisch:

          Überfall auf die Sowjetunion
          Offen sein, trotz der Vergangenheit
          80 Jahre nach dem Überfall auf die Sowjetunion: Wladimir Putin schreibt über seine Sicht auf Europas Geschichte und seine Vorstellung von einer gemeinsamen Zukunft.
          Ein Gastbeitrag von Wladimir Putin
          22. Juni 2021, 9:30 Uhr
          […]
          Erinnert sei auch daran, dass es deutsche Unternehmer waren, die in den Nachkriegsjahren zu Pionieren der Kooperation mit unserem Land wurden. 1970 wurde zwischen der UdSSR und der Bundesrepublik mit der Vereinbarung über langfristige Gaslieferungen nach Europa ein „Deal des Jahrhunderts“ geschlossen. Damit wurden der Grundstein für eine konstruktive Interdependenz gelegt und im Folgenden viele großartige Projekte, wie zum Beispiel Nord-Stream, ermöglicht.
          […]
          Es setzte sich jedoch ein anderer Ansatz durch. Diesem lag die Erweiterung der Nordatlantischen Allianz zugrunde, die selbst ein Relikt des Kalten Krieges war. Denn geschaffen war sie ja zur Konfrontation aus der damaligen Zeit heraus.
          […]
          Die Grundursache des zunehmenden gegenseitigen Misstrauens in Europa lag im Vorrücken des Militärbündnisses gen Osten, das im Übrigen damit begann, dass die sowjetische Führung de facto überredet wurde, dem Nato-Beitritt des geeinten Deutschlands zuzustimmen. Die damaligen mündlichen Zusagen nach dem Motto „Das ist nicht gegen euch gerichtet“ oder „Die Blockgrenzen werden nicht an euch heranrücken“ wurden nur allzu schnell vergessen. Der Präzedenzfall wurde geschaffen.

          So rollten seit 1999 fünf weitere „Wellen“ der Nato-Erweiterung. 14 weitere Staaten traten dem Bündnis bei, darunter ehemalige Sowjetrepubliken, was alle Hoffnungen auf einen Kontinent ohne Trennlinien de facto zunichtemachte. Davor gewarnt hatte im Übrigen einer der SPD-Spitzenpolitiker, Egon Bahr, der Mitte der Achtzigerjahre eine radikale Umgestaltung des gesamten europäischen Sicherheitsgefüges nach der deutschen Einheit vorschlug.
          […]
          Mehr noch, viele Länder wurden vor eine künstliche Wahl gestellt – entweder mit dem kollektiven Westen oder mit Russland zusammenzugehen. De facto war dies ein Ultimatum. Die Konsequenzen dieser aggressiven Politik führt uns das Beispiel der ukrainischen Tragödie von 2014 anschaulich vor Augen. Europa unterstützte aktiv den bewaffneten verfassungswidrigen Staatsstreich in der Ukraine. Damit hat alles begonnen. Wozu war das nötig? Der damals amtierende Präsident Viktor Janukowitsch hatte ja bereits alle Forderungen der Opposition akzeptiert. Warum organisierten die USA diesen Staatsstreich und unterstützten die EU-Staaten ihn willenlos und provozierten somit die Spaltung innerhalb der Ukraine und den Austritt der Krim aus dem ukrainischen Staat?
          […]
          Die Welt entwickelt sich dynamisch weiter und wird mit immer neuen Herausforderungen und Bedrohungen konfrontiert. Und wir können es uns einfach nicht leisten, die Last früherer Missverständnisse, Kränkungen, Konflikte und Fehler mit uns herumzuschleppen. Eine Last, die uns an der Lösung aktueller Probleme hindert. Wir sind überzeugt, dass wir alle diese Fehler einzuräumen und zu korrigieren haben. Unser gemeinsames und unstrittiges Ziel ist es, die Sicherheit des Kontinents ohne Trennlinien und einen einheitlichen Raum für eine gleichberechtigte Kooperation und kollektive Entwicklung im Sinne der Prosperität Europas und der ganzen Welt sicherzustellen.

          https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-06/ueberfall-auf-die-sowjetunion-1941-europa-russland-geschichte-wladimir-putin/komplettansicht

          So war es nun mal.

          Theo Sommer ist der einzige realistische Kommentor:

          Fünf vor acht / Internationale Beziehungen
          Der Pudding ist noch nicht gegessen
          Eine Kolumne von Theo Sommer

          An schönen Worten fehlt es nach den vielen internationalen Spitzentreffen der vergangenen Wochen nicht. Dabei besteht gegenüber Russland und China keineswegs Einigkeit.
          22. Juni 2021, 9:34 Uhr
          […]
          Mir fällt jedoch auf, dass in zwei wichtigen Fragen keineswegs Einigkeit besteht. Sie betreffen das Verhältnis zu Russland und zu China. An gemeinsamer Kritik am Verhalten der beiden Regime fehlt es zwar nicht. Peking wird aufgerufen, das Völker- und Seerecht im Südchinesischen Meer zu achten und in seiner Innenpolitik Menschenrechte und grundlegende Freiheiten zu respektieren, Russland soll sein destabilisierendes Verhalten beenden und die Unterdrückung der Opposition einstellen. Doch über den richtigen Umgang mit den beiden gehen die Meinungen zwischen Amerika und Europa, aber auch innerhalb der USA und der EU auseinander.

          Im Abschlusskommuniqué der Nato wird Russland als potenzieller Gegner gesehen. Auf rund 100 Zeilen wird ihm seine auftrumpfende Haltung vorgeworfen, seine konventionelle und nukleare Aufrüstung, seine Provokationen an der Bündnisgrenze, seine spontanen Manöver, ferner die Hybridaktionen gegen Verbündete, die Einmischung in Wahlen, seine Desinformationskampagnen und maliziösen Cyberangriffe. Vor allem aber wird Moskau für die „illegale und illegitime Annexion der Krim“ und deren „zeitweise Besetzung“ verurteilt; die Nato wird sie nicht anerkennen. „Solange Russland nicht das Völkerrecht und seine internationalen Verpflichtungen einhält, kann es kein Zurück zu business as usual geben.“
          […]
          <
          Hätte der amerikanische Präsident diese Passage gelesen, hätte er sie streichen müssen. Und auch die Kapitel, in denen die Nato an dem Ziel festhält, Georgien und die Ukraine zu Nato-Mitgliedern zu machen. Denn er, der Putin im März noch einen „Killer“ nannte, hatte sich entschlossen, das normale Geschäft der Außenpolitik wieder aufzunehmen, Kontakt zu suchen und den Versuch zu unternehmen, Spannungen abzubauen und Möglichkeiten der Zusammenarbeit zu erkunden. So lud er Putin ein, führte mit ihm ein dreistündiges Gespräch, das beide als konstruktiv und produktiv empfanden.

          Biden sprach die Menschenrechte und den Fall Nawalny an, Putin erging sich in Kritik an der amerikanischen Demokratie. Man sagte sich die Meinung und zog rote Linien. Aber dann schuf man Ansätze, um über Rüstungskontrolle und Risikominderung zu sprechen, auch über die Gefahren von Cyberangriffen. Zunächst treten die Botschafter ihr Amt wieder an, dann beginnen die Expertengespräche.

          Die Trümmerbeseitigung macht große Politik wieder möglich. Die Bundeskanzlerin wird es gern sehen, dass der Gesprächsfaden wieder aufgenommen wird, weniger gern vielleicht die Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und nicht ohne Misstrauen die Grünenvorsitzende und Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock. Auch im Baltikum, in Polen und Tschechien ist der Argwohn groß. Was die Gespräche bringen, ob sie etwas bringen, sollte nach Bidens Einschätzung in drei bis sechs Monaten zu sehen sein.
          […]

          https://www.zeit.de/politik/2021-06/internationale-beziehungen-joe-biden-wladimir-putin-china-nato-g7/komplettansicht

          Die ZEIT lud die üblichen Verdächtigen ein, um Putin in die Schranken zu weisen:

          Wladimir Putin
          Wir sollten die historische Wahrheit im Blick behalten
          Russlands Präsident bezeichnet in einem Gastbeitrag in der ZEIT die Ukraine-Krise als einen von Europa unterstützten Staatsstreich. Das stimmt nicht, ich war dabei.
          Ein Gastbeitrag von Radosław Sikorski
          23. Juni 2021, 16:25 Uhr

          Radosław Sikorski ist ein polnischer Politiker und Abgeordneter des Europaparlaments. Zwischen 2005 und 2007 war er Verteidigungsminister, von 2007 bis 2014 Außenminister Polens und war in dieser Funktion direkt an der Lösung der Ukraine-Krise 2014 in Kiew beteiligt. Hier antwortet er auf den Gastbeitrag von Wladimir Putin am 22. Juni 2021.
          […]

          https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-06/wladimir-putin-russland-ukraine-gastbeitrag-usa-europa-staatsstreich/komplettansicht

          Polen war am regime change der USA in der Ukraine maßgeblich beteiligt.

          Sogar der Kälteste Krieger der Grünen wurde bemüht.

          Und noch ein Gastbeitrag:

          Wladimir Putin
          Putins Mythen
          Wladimir Putin beansprucht in seinem Gastbeitrag die Deutungshoheit über die jüngste Geschichte. Richtig aber ist: Mit seinen Mythen betreibt er gezielte Desinformation.
          Ein Gastbeitrag von Martin Schulze Wessel
          25. Juni 2021, 14:27 Uhr

          Martin Schulze Wessel ist Professor für osteuropäische Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Hier antwortet Schulze Wessel auf den Gastbeitrag von Wladimir Putin vom 22. Juni 2021. Ralf Fücks, Direktor des Zentrums Liberale Moderne, und der polnische Politiker Radosław Sikorski haben ebenfalls bereits zu Putins Text Stellung genommen.
          […]

          https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-06/wladimir-putin-angriff-sowjetunion-martin-schulze-wessel/komplettansicht

          Weltanschauung, die die falsche ist in den Augen der gegenläufigen Weltanschauung, ist also Desiformation. So legitimiert sich Propaganda.

          Die ZEIT hätte diese vielen Gastbeiträge gar nicht nötig gehabt. Sie strotzt vor antirussischer Geheimdienst-Propaganda:

          Explosion in Tschechien
          Haben diese beiden Spione Waffenlager in Tschechien gesprengt?
          Und dabei Menschen getötet? Man kennt die Russen: Von der Vergiftung des Doppelagenten Sergej Skripal.
          Von Ondřej Kundra und Martin Nejezchleba

          Ondřej Kundra ist stellvertretender Chefredakteur beim tschechischen Nachrichtenmagazin Respekt. Für seine investigativen Recherchen wurde er mehrfach ausgezeichnet. Er beschäftigt sich mit tschechischer Politik und russischer Spionage.

          Martin Nejezchleba wurde in der Tschechoslowakei geboren, wuchs auf im Westen auf, schreibt für die ZEIT über den Osten Deutschlands und die Mitte Europas. Zuvor studierte er Europäische Ethnologie in Bamberg und Journalismus in Santiago de Chile. Er arbeitete als freier Journalist in Prag, machte ein Volontariat an der Evangelischen Journalistenschule und war Reporter bei der Berliner Morgenpost. Er gewann den Deutschen Reporterpreis für die beste Lokalreportage 2019.

          23. Juni 2021, 16:50 Uhr Editiert am 25. Juni 2021, 9:59 Uhr DIE ZEIT Nr. 26/2021, 24. Juni 2021

          https://img.zeit.de/2021/26/haben-diese-beiden-spione-waffenlager-in-tschechien-gesprengt-und-dabei-menschen-getoetet-man-kennt–bild-1/wide__820x461__desktop__scale_2
          Alexander Mischkin (links) und Anatoli Tschepiga © Abb.: Reuters
          […]

          https://www.zeit.de/2021/26/tschechien-exlposion-munitionslager-russischer-geheimdienst-spione-vergiftung-sergej-skripal/komplettansicht

          Carsten Luther darf nicht fehlen, der Russenfresser bei der ZEIT schlechtin:

          Russland
          Die EU erkennt, dass sie härter werden muss
          Angela Merkel und Emmanuel Macron konnten ihre europäischen Partner nicht zu einem Treffen mit Wladimir Putin überreden. Die EU braucht zunächst Klarheit über ihre Ziele.
          Eine Analyse von Carsten Luther
          25. Juni 2021, 14:47 Uhr
          […]
          Nach dem umstrittenen Biden-Termin und spätestens seit Putin in einem bemerkenswerten Gastbeitrag für die ZEIT neben vielen Geschichtsfälschungen, Anschuldigungen und Auslassungen auch das vermeintliche Angebot der „Wiederherstellung einer umfassenden Partnerschaft zu Europa“ machte, spaltet das Thema alle, die es interessiert. Und die EU muss es interessieren.

          Dass der deutsch-französische Vorschlag für einen neuen EU-Russland-Gipfel diese Spaltung beim Treffen in Brüssel sichtbar machen würde, war klar. Dass der Kreml eine solche Initiative sogleich begrüßen und die Ukraine wie viele östliche EU-Länder sie für gefährlich halten würde, ebenso. Dass die Idee dabei tiefer geht als das Schlagwort „mit Putin reden“, versteht sich allerdings ebenfalls von selbst.

          „Und Europa zuckt mit den Schultern und sucht weiter den Dialog“

          Denn zum – vorerst gescheiterten, aber längst nicht ausdiskutierten – Vorstoß für neue Dialogformate mit Russland gehört zugleich eine neue Härte, auf die sich die Staats- und Regierungschefs in Brüssel in der Nacht nach ellenlanger Debatte verständigt haben. Sprechen, nur um im Gespräch zu bleiben, darum ging es von vornherein nicht. „Sonst sieht es so aus, dass Russland die Krim annektiert, einen Krieg im Donbas anzettelt, und Europa zuckt mit den Schultern und sucht weiter den Dialog“, da ist dem lettischen Präsidenten Krišjānis Kariņš nichts hinzuzufügen, der schon vor dem Gipfel klargemacht hatte, dass Russland den ersten Schritt tun und sein Verhalten ändern müsse.

          Man mag es als Demütigung für Bundeskanzlerin Angela Merkel und den französischen Präsidenten Emmanuel Macron verstehen, dass ihr Wunsch nach einem europäischen Gipfel mit Putin nicht ausreichend Rückhalt bekam – zumindest als handwerklichen Fehler, die Stimmung nicht richtig eingeschätzt zu haben. Merkel hätte sich „einen mutigeren Schritt gewünscht“, Macron sprach von einem „Dialog, der für die Stabilität des europäischen Kontinents notwendig ist“. Der französische Präsident bringt offenbar nicht das nötige Gewicht mit, seine immer wieder vorgetragene Forderung nach mehr Engagement mit Russland auf EU-Ebene durchzubringen; Merkel muss sich mit dem schwindenden Einfluss am Ende ihrer Ära abfinden – und auch gemeinsam reicht es eben nicht.

          Zugleich tragen beide aber auch sehr klar mit, was nun in Brüssel festgestellt wurde: „die Notwendigkeit einer entschlossenen und koordinierten Reaktion der EU und ihrer Mitgliedstaaten auf jede weitere böswillige, rechtswidrige und disruptive Aktivität Russlands“, wie es im Abschlussdokument heißt. Sie hatten ja nicht für einen losgelösten Dialog ohne Anlass geworben, sondern genauso für die jetzt beschlossene Vorbereitung härterer koordinierter Sanktionen gegen künftige russische Rechtsbrüche und Angriffe auf den Westen. Außerdem zusätzliche Hilfe für Staaten, die dem Druck Russlands in besonderem Maß ausgesetzt sind, wie es nun ebenfalls in der Gipfelerklärung festgehalten ist. Das erhoffte EU-Spitzentreffen mit Putin wäre nur ein Teil der vorgeschlagenen Strategie gewesen. „Es reicht nicht aus, wenn der amerikanische Präsident Joe Biden mit dem russischen Präsidenten redet“, hat Merkel am Donnerstag im Bundestag dafür argumentiert.
          […]

          https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-06/eu-gipfel-russland-angela-merkel-emmanuel-macron-wladimir-putin

          Puh. In Sachen NATO und Putin, gegen China, gegen rechts, gegen Corona-Maßahmen-Kritiker gibt es trotz einzelner Ausbrüche also einen Einheitsbrei. Was Klima angeht, gibt es nun ein Netzwerk zwischen universitären Aktivisten und Journalisten:

          Was gar nicht nötig ist: die ZEIT hat bereits den hauptamtlichen Klima-Aktivisten und bekennenden Veganer Bernd Ulrich:

          Sie ist als protestantisches Organ sowieso immer auf der moralisch sicheren Seite:

          Und all das wird von einem garantiert nicht gewähltem dementen Greis namens Joe Biden angeführt:

          WATCH: Biden Starts Whispering During Bizarre Press Briefing, Touts the ‘Great, Great, You Know’
          posted by Hannity Staff – 6.25.21

          Joe Biden baffled millions of Americans Thursday when he began inaudibly whispering into the microphone during a televised press briefing; talking about how he “wrote the bill on the environment.”
          “Remember when you were asking me, and I’m not being critical, believe me, ‘Guess what, Employers can’t find workers?’ Well, yeah, well I said, ‘Pay them more,” he whispered.
          “This is an employee’s bargaining chip now,” Biden added. “By the way, talking Inflation… No one’s talking about this great, great, you know… So, again, if it turns out what we’ve done so far is a mistake, it’s gonna show.”

          “I got them $1.9 trillion in relief so far,” he added. “I wrote the bill on the environment… Pay them more…”
          Watch Biden’s bizarre press conference above.

          https://hannity.com/media-room/watch-biden-starts-whispering-during-bizarre-press-briefing-touts-the-great-great-you-know/

          Bei meiner Präsentation: „below“:

  5. @ Mark Smith:

    Warum die Presse versagt


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-34/#comment-93355

    Sorry, ich hatte Deinen Beitrag nicht gelesen, bevor ich meinen schrieb.

    Den NZZ-Beitrag konnte ich dank meines begrenzten Mail-Abos lesen. Und da ich bislang auch nicht wußte, was „Pansexualität“ sein soll, bin ich doch sehr dankbar; es ist offenbar eine Sondertruppe, die nicht als bisexuell einsortiert werden möchte, weil diese Gruppe als intolerant gegenüber Trans Personen gilt und damit nicht genug Tugend zeigt:

    Wer etwas auf sich hält, nennt sich heute pansexuell
    Ein Begriff geht um in progressiven Kreisen, die Pansexualität. Pansexuelle Menschen lieben andere unabhängig vom Geschlecht. Es ist sozusagen die gerechte Form des Liebens. Auch das noch.
    Birgit Schmid 18.06.2021, 05.30 Uhr

    Man soll ja mit der Zeit gehen, deshalb verdient das Erwähnung: Dominique Rinderknecht, eine Ex-Miss-Schweiz, die bis vor kurzem mit dem Model Tamy Glauser zusammen war, hat einen neuen Freund. Das gab sie auf Instagram bekannt. Ihre neue Liebe würde nicht bedeuten, dass sie nicht mehr auf Frauen stehe, stellte Rinderknecht klar. Denn: «Ich bin pansexuell.»

    Ein Begriff geht um in progressiven Kreisen, die Pansexualität. Fast täglich wird man darüber informiert, wer diese bei sich entdeckt hat. Wie zu erwarten ist, etikettieren sich damit vor allem die Berühmten. Ein Jugendarbeiter hat mir aber erzählt, dass sich auch immer mehr Jugendliche als pansexuell outen, die davon im Internet gelesen haben.
    […]
    Pansexualität ist ein sozialwissenschaftlicher und daher unscharfer Begriff. Er beschreibt eine sexuelle Orientierung. Die Silbe «pan» heisst auf Griechisch «alles», «umfassend». Pansexuelle sagen, es sei ihnen völlig egal, ob der andere ein Mann oder eine Frau sei, ob schwul oder hetero. Damit grenzen sie sich von den Bisexuellen ab, die sich einmal von Frauen angezogen fühlen, weil es Frauen sind, dann wieder von Männern gerade wegen deren Mannsein.
    Pansexuelle sind auch offen für Transmenschen, was sie auch gleich mitdeklariert haben wollen. Geschlecht, sexuelle Orientierung und Identität spielten absolut keine Rolle, sagen sie. Sie neutralisieren also jede sexuelle Präferenz.
    […]
    Es braucht also eine andere Deutung. Pansexualität ist die sexuelle Orientierung der sozial Gerechten. Sie ist ein Ausdruck der «Woke»-Kultur. Wer sich als pansexuell bezeichnet, schliesst niemanden aus. Er oder sie stellt sich im Gegenteil auf die Seite jener, die um mehr Beachtung kämpfen.
    Doch was zum Ziel hat, Diskriminierungen sichtbar zu machen, fördert vielmehr die Abgrenzung voneinander. Es ist der bekannte Widerspruch der Identitätspolitik: Man möchte eine Differenz überwinden, betont sie aber durch Ausdifferenzierung – hier der Sexualität. Die Homosexuellen in diese Schublade, die Asexuellen in jene, die Pansexuellen in die dritte.
    […]
    Heute trägt man sein Triebleben wie eine Auszeichnung vor sich her. Die Pansexuellen mit ihrer vorgezeigten Offenheit und Toleranz geben den anderen vor allem zu verstehen: Wir lassen eure langweiligen Liebesformen hinter uns. Hetero ist normativ und von gestern.
    Was gibt es da noch zu sagen? Die Kombination von Moral und Unterleib hat sich noch nie bewährt.

    https://www.nzz.ch/gesellschaft/pansexualitaet-die-sexuelle-orientierung-der-generation-woke-ld.1629727

    Seufz. Die linksidentitären Splittergruppen werden immer kleiner…

    Diesen Cicero-Artikel konnte ich tatsächlich nicht lesen:

    Allensbach-Studie zur Meinungsfreiheit
    „Intoleranz im Namen der Toleranz bleibt Intoleranz“
    INTERVIEW MIT THOMAS PETERSEN am 21. Juni 2021
    Bloß 45 Prozent der Befragten einer Umfrage geben an, sie haben das Gefühl, ihre politische Meinung frei äußern zu können. Der Wissenschaftler Thomas Petersen sagt, auch in Deutschland verstärkt sich zunehmend der Druck der Anpassung, der von einer kleinen Minderheit ausgeübt wird.
    Dr. Thomas Petersen ist Kommunikationswissenschaftler und Projektleiter beim Institut für Demoskopie in Allensbach.

    https://www.cicero.de/innenpolitik/allensbach-studie-zur-meinungsfreiheit-intoleranz-im-namen-der-toleranz-bleibt-intoleranz

    Aber das Thema ist bekannt.

    Erfreulich dagegen, daß Gerhard Strates Beitrag im Cicero frei lesbar war: ich hatte ja keine Ahnung, daß das Bundesverfassungsgericht die komplett aus dem Ruder gelaufene woke Bundeszentrale für politische Bildung auch noch promotet:

    Bundeszentrale für politische Bildung
    Bundeszentrale für politische Blödheit
    VON GERHARD STRATE am 20. Juni 2021

    Die Bundeszentrale für politische Bildung entwickelt sich vom seriösen Anbieter neutral recherchierter Hintergrundinformationen zur ideologisch agierenden Propagandabehörde auf Kosten der Steuerzahler. Jetzt mischt auch noch das Bundesverfassungsgericht mit.

    „Liebe Freundinnen und Freunde der Demokratie“, beginnt eine leutselige Videobotschaft des Bundesverfassungsgerichts (BVerfG). Was anschließend folgt, ist der Aufruf zu einem Wettbewerb der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb). Unter dem Motto „Wir ist Plural – Preis zur Stärkung der Demokratie“ möchte die bpb „Initiativen und Projekte auszeichnen […], die sich für unsere gemeinsamen demokratischen Werte wie Pluralismus, Toleranz, Freiheit und Schutz vor Diskriminierung einsetzen“, heißt es weiter.

    In der dazugehörigen Pressemitteilung Nr. 34/2021 erklärt das BVerfG seine Kooperation mit der bpb: Unter der Leitfrage „Wie engagiert Ihr Euch für die demokratischen Werte des Grundgesetzes?“ sollen demnach insgesamt 15 Projekte mit Preisen ausgezeichnet werden. Die in der Pressemitteilung verlinkte Website wiristplural.de singt das Hohelied auf die „aktive Zivilgesellschaft“: „Nach den Anschlägen in Hanau und Halle zeigt auch die Corona-Pandemie, dass die Werte der Demokratie immer wieder gegen Verschwörungstheorien und antidemokratische Angriffe vertreten werden müssen.“

    Da die Initiatoren wenig Vertrauen in die den Grundrechten inhärente Überzeugungskraft zu haben scheinen, sollen Geldpreise bis zu 5.000 Euro darüber hinwegtäuschen, dass hier das höchste Gut unseres Rechtsstaats mit leeren Worthülsen verhökert wird wie saures Bier. Dass die bpb schon 2010 vom BVerfG zur Wahrung von „Ausgewogenheit und rechtsstaatlicher Distanz“ hatte ermahnt werden müssen, ist heute nur noch eine Randnotiz.
    https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Entscheidungen/DE/2010/08/rk20100817_1bvr258506.html
    […]

    https://www.cicero.de/innenpolitik/bundeszentrale-fuer-politische-bildung-bpb-propaganda

    Ergänzend zu dem von mir sehr geschätzten Anwalt Gerhard Strate, den ich in dem Mollath-Verfahren gern unterstützt habe: die von ihm aufgespießte „Say my name“-Kampagne der Bundeszentrale für politische Bildung unterstützte sogar die idelogische Critical Race Theory, die Schwarze gegen Weiße aufhetzt und Weiße zu kollektiven Büßern umerziehen will:

    [Thread]

    @ Mark Smith:

    „Um Precht mache ich meist einen grossen Bogen, also der Typ interessiert mich nicht. Aber habe erst neulich mal ein Video von Precht mit Kubicki angeschaut und zwar wegen Kubicki. Also Kubicki gefällt mir sehr gut!“
    Wolfgang Kubicki bei Richard David Precht | 14.03.2021

    Warum die Presse versagt

    Gucke ich mir an, falls ich dazu die Zeit finde. Ich werde eh die FDP wählen, was bleibt einem liberalen Rechtsstaatler anderes übrig? Aber Deine Einstellung zu Precht („der interessiert mich nicht“) ist kontraproduktiv: ich hatte ihn nicht ohne Grund so länglich seinen unlesbaren SPIEGEL-Essay zitiert, weil der Mann nun mal Einfluß hat. Und er argumentiert für Illiberalität:

    https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-34/#comment-93356
    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-34/#comment-93356

    • Ich setze meinen Corona Thread vom 20.6.2021 fort:

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-34/#comment-93321
      [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-34/#comment-93321

      Dort hatte ich u.a. die berühmten „Inzidenzen“ bis zum 19.6.2021 referiert.

      Und so ging es weiter, entsprechend der Streeckschen von Lauterbach anerkannten Saisonalität, die Typen wie Drosten nie auf dem Schirm hatten:

      Weniger als 1.000 Neuinfektionen binnen eines Tages registriert
      Das RKI meldet 842 Corona-Neuinfektionen und 16 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus. Die Sieben-Tage-Inzidenz liegt bei 8,8.
      20. Juni 2021, 0:22 Uhr Aktualisiert am 20. Juni 2021, 6:05 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, dpa, khe, hoe
      […]
      Brandenburg: 4

      Covid-19-Intensiv-Patienten: 930 (- 34 gegenüber dem Vortag)
      Freie Kapazitäten: 4.005 (320 mehr als am Vortag) Das dürfte wohl an Wochenendentlassungen dienen.

      22.6.2021

      • Sieben-Tage-Inzidenz: 8,0
      • Neuinfektionen heute: 455
      Brandenburg: 3,3
      Corona-Inzidenz und Neuinfektionen gestern und vor einer Woche
      Gestern hatte das RKI für Deutschland 436 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Vor einer Woche, am Dienstag, 15.06.2021, hatte das RKI 652 Neuinfektionen gemeldet. Das RKI hatte für gestern außerdem 10 Todesfälle gemeldet.
      Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, lag laut RKI gestern bei 8,6 und am Dienstag vergangener Woche bei 15,5.

      https://www.swp.de/panorama/corona-zahlen-deutschland-aktuell-rki-fallzahlen-heute-22-06-2021-inzidenz-karte-neuinfektionen-bw-bayern-brandenburg-sachsen-57593661.html

      22.6.2021:

      Covid-19-Intensivpatienten: 850 (-39 gegenüber dem Vortag)

      Freie Kapazitäten: 3.447 (-382 gegenüber dem Vortag)

      Haben die Divi-Zahlen irgendeinen konsistenten Hintergrund? Das dahinterstehende System ist entweder inkompetent oder manipulativ.

      Angesichts der vemutlich geringsten „Inzidenzen“ in Europa bei gleichzeitig höchsten Freiheitseinschränkungen sollten deutsche Politiker doch langsam nachdenklich werden.

      Stattdessen liest man sowas:

      Corona
      Bundesregierung will FFP2-Masken für Kinder einführen
      Viele Kinder tragen in Bus und Bahn die auf Erwachsene ausgerichteten Masken. Künftig plant die Bundesregierung, spezifische FFP2-Masken für Kinder zu produzieren.
      20. Juni 2021, 13:11 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, AFP,

      Die Bundesregierung plant, künftig auch auch FFP2-Masken für Kinder einzuführen. Die Bundesregierung sehe „angesichts des fortgesetzten Pandemiegeschehens einen Bedarf für geeignete Kindermasken zum Zweck des Infektionsschutzes“, heißt es in einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion.

      Im Einvernehmen mit dem Bundesgesundheitsministerium habe das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) deshalb „die Normung einer Infektionsschutzmaske“ beim Deutschen Institut für Normung initiiert, die auch Masken in Kindergrößen berücksichtigen solle, heißt es weiter.
      Die verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Tabea Rößner, nannte es ein „Armutszeugnis, dass nach 16 Monaten Corona-Pandemie noch immer keine spezifischen FFP2-Masken für Kinder auf dem Markt verfügbar sind“. „Beim gezielten Schutz der Kinder hat die Bundesregierung hier versagt“, kritisierte die Grünen-Politikerin.

      Die FFP2-Maskenpflicht in Schulen sei zwar aufgehoben worden. Viele Kinder trügen aber in Bus und Bahn die auf Erwachsene ausgerichteten Masken. „Es ist unverantwortlich, dass die Bundesregierung angesichts der schon so lange anhaltenden pandemischen Lage nicht früher tätig geworden ist“, sagte Rößner.
      […]

      https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-06/ffp2-masken-kinder-bundesregierung-corona-massnahmen-infektionsschutz-pandemie

      Grüne sind offenbar Kinderquäler:

      Das alles läuft auf die politische Unterminierung der STIKO-Empfehlung gegen Kinderimpfung hinaus:

      Wie üblich liegt er daneben:

      DIVI hat nicht zufällig (nachträglich) Kinderintensivbetten aus ihrer Statistik herausgerechnet: Kinder spielen als „Kranke“ keine Rolle, und sie „spreaden“ auch nicht.

      Es gibt nun mal Mentalitätsunterschiede:

      Erneut zu Delta:

      Ach, die politischen Bewertungen:

      Und was wir jetzt an positiven PCR-Tests verzeichnen, dürften zu einem großen Anteil Artefakte sein, denn langsam singen es die Spatzen von den Dächern:

      Und natürlich wird auch Drostens Kinderstudien-Versuch weiterhin massiv angegriffen: denn Labor hat ja keine Ahnung vom wahren Leben:

      Beamtete Kritiker der Regierungspolitik werden rechtswidrig kaltgestellt:

      Puerner
      Nach Klage: Ex-Gesundheitsamtsleiter Pürner soll erneut versetzt werden
      von Janina Lionello 6.6.2021, 11:12 Uhr

      Augsburg – Im vergangenen Jahr sorgte er mit Kritik an der bayerischen Corona-Politik für Schlagzeilen, wurde daraufhin versetzt. Nun plant die Regierung von Schwaben offenbar, die Abordnung des ehemaligen Leiters des Gesundheitsamts Aichach-Friedberg, Friedrich Pürner, zurückzuziehen. Der Arzt selbst vermutet dahinter ein taktisches Manöver.

      Sieben Monate ist es her, dass Friedrich Pürner seinen Schreibtisch im Gesundheitsamt Aichach-Friedberg räumen musste. Sieben Monate, in denen er laut eigener Aussage nur sehr wenig mit eben jenen Tätigkeiten beschäftigt war, für die er eigentlich abgeordnet worden war.

      Denn besagte Stelle gab es zu jenem Zeitpunkt noch gar nicht. Und daran hat sich bis heute so gut wie nichts geändert. „Dass man mich für diesen Job so dringend brauchte, war ein reiner Vorwand“, sagt Pürner selbst. Der Epidemiologe ist sich sicher: Seine Abordnung gründete allein auf der Tatsache, dass er sich wiederholt kritisch über das Vorgehen in der Corona-Pandemie geäußert hatte. „Ich habe meine Bedenken klar zum Ausdruck gebracht – bin dabei aber immer sachlich und konstruktiv geblieben“, sagt er.

      Kritik an Inzidenz-Orienterung

      Ein Hauptkritikpunkt, den der Arzt immer wieder ansprach: Die reine Orientierung politischer Maßnahmen an der Melderate der positiven PCR-Tests, dem Inzidenzwert. Was damals noch ein echtes Politikum war, wird inzwischen von immer mehr Wissenschaftlern in ähnlicher Weise geäußert.
      Im März klagte der Fachmann für Gesundheitswesen. Der Klage wurde stattgegeben, ein Termin für eine mündliche Verhandlung festgelegt. Ende Mai dann plötzlich die Wende: Die Regierung von Schwaben zog die Abordnung überraschend zurück.

      Erleichtert ist Pürner deswegen allerdings nicht. Er vermutet vielmehr ein taktisches Manöver hinter dem plötzlichen Einlenken. Denn in dem Schreiben, in dem man ihm die geplante Rücknahme seiner bisherigen Abordnung mitteilt, steht auch, dass man eine erneute Versetzung plane, diesmal an die Regierung von Oberbayern, mit Sitz in München, wo er sich ab Mitte Juni um Angelegenheiten ausländischer Ärzte im Rahmen ihrer Approbation kümmern solle.
      ________________________________________

      „Für mich ist das reine Schikane. Was ich dort konkret machen soll, ist mir noch völlig unklar. Die genannte Tätigkeit liegt überhaupt nicht in meinem Fachbereich. Aber anscheinend soll ich nun wie ein Wanderpokal weitergereicht werden“, so der Epidemiologie. Er vermutet, dass der Regierung nun klar geworden sei, dass er vor Gericht gute Erfolgschancen gehabt hätte.

      „Vielleicht wollte man auch vermeiden, dass Sachverhalte im Rahmen der öffentlichen Verhandlung zum Vorschein kommen, die besser nicht bekannt würden – eben zu meiner derzeitigen Tätigkeit.“

      In einem aktuellen Schreiben an Pürners Anwalt bestätigt die Regierung nun zum ersten Mal die Vermutung des Arztes, seine Versetzung habe keinen fachlichen Hintergrund – ein Szenario, das von offizieller Seite bislang immer bestritten worden war. Laut Pürners Aussage verweise die Behörde in dem Schreiben auf ein Interview mit ihm, das auf Youtube zu sehen sei. Seine Aussagen in diesem Video seien demnach ausschlaggebend dafür gewesen, dass man ihn nicht länger im Rahmen einer Tätigkeit im Öffentlichen Gesundheitsdienst einsetzen wolle.
      […]

      https://www.nordbayern.de/region/nach-klage-ex-gesundheitsamtsleiter-purner-soll-erneut-versetzt-werden-1.11123111

      Zu den staatlichen Fehlleistungen gehören auch Staatsbeteiligungen an aufstrebenden Bio-Techfirms wie CureVac, das gerade spektakulär scheiterte – was zum Teufel ermächtigt die deutsche Regierung, Steuergelder spekulativ zu versenken?

      Der eigentliche Skandal liegt in der Manipulation der freien Intensiv-Kapazitäten durch Funktionäre von DIVI, die ja bis heute keine stimmigen Daten liefern:

      Ja, sehr erleichternd, wenn derlei Propagandistinnen aufgeben.

      Zur Delta-Variante hatte ich in meinem letzten Beitrag ja schon viel Relativierendes mitgeteilt. Am 22.6. las ich im Tagesspiegel dieses: auf S.1 die Formulierung „Drosten empfängt Bundeskanzler Kurz“, um ihn über die Delta-Variante zu informieren. Diesen Quatsch gab es online natürlich nicht (mehr?).

      Stattdessen gibt es nun das hier:

      22.6.2021 21:22 Uhr
      Warnungen, Forderungen, Sorgen
      Delta-Variante breitet sich in Deutschland aus

      In Hessen betrifft sie mittlerweile über 20 Prozent der Fälle. Virologe Drosten hält aber anderen Verlauf als in Großbritannien für möglich.
      Thomas Sabin
      […]
      Drosten rät zu Blick nach England

      Um Nachrichten wie beispielsweise jene aus Hessen künftig nicht täglich vermelden zu müssen, lohne sich laut Drosten vor allem der Blick nach England. So könne die Situation in Deutschland besser eingeschätzt werden. Zwar wolle er einen erneuten Anstieg der Fallzahlen in Deutschland weder voraussagen noch ausschließen, sagte Drosten nach einem Treffen mit Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz am Dienstag in der Berliner Charité. Aber: „Wenn es so sein sollte, dass im Juli die Fallzahlen wieder steigen, werden wahrscheinlich die Schulferien dann wieder eine Entspannung bringen“. Im Gegensatz zu Österreich und Deutschland hätten die Menschen in England von diesem Effekt aber nicht profitieren können.

      Drosten sehe zudem für Deutschland auch die Möglichkeit eines anderen Verlaufs. Es könne sein, dass die Lage vorerst relativ konstant bleibe, sagte der Leiter der Virologie der Berliner Charité am Dienstag im Podcast „Coronavirus-Update“ (NDR-Info).

      Er verwies zum Beispiel darauf, dass es nach Deutschland wohl keine so hohe Zahl an unabhängigen Eintragungen der Variante – etwa direkt aus Indien – gegeben habe. In Großbritannien gebe es zudem eine etwas andere Struktur in der Bevölkerung mit asiatischstämmigen Communitys, in denen das Virus anfangs hochgekocht sei. „Deswegen kann es auch sein, dass sich das bei uns nicht so einstellt.“

      Drosten zufolge wäre es ein „sehr schlechtes Signal“, sollte sich in den neuen RKI-Daten eine Verdopplung des Anteils im Wochentakt zeigen. Da sich die Werte stets auf einen Zeitpunkt vor etwa zwei Wochen beziehen, sei das im Nachhinein nicht mehr kontrollierbar; es drohe in der Folgewoche wieder eine Verdopplung. „Wenn das so wäre, dann müssen wir eben uns darauf einstellen, dass andere Effekte so laufen, wie sie in England nun mal gelaufen sind mit der Delta-Variante.“

      Die Entwicklung des Anteils der Delta-Variante in Deutschland sei ein wichtiger Frühindikator, den man anschauen müsse, sagte Drosten. Statt Voraussagen über den Sommer zu machen, sei zu beobachten, was passiert. „Ich glaube, wir sind heute in einer Woche schon schlauer.“
      […]

      https://www.tagesspiegel.de/politik/warnungen-forderungen-sorgen-delta-variante-breitet-sich-in-deutschland-aus/27312616.html

      Konfuser kann sich wirklich niemand äußern – und dieser Mann will Wissenschaftler sein?

      Kurz scheidet aus diesem Treffen jedenfalls positiv gestimmt:

      Kurz trifft Drosten im Garten der Charité
      „Fast erleichtert“
      von dpa und lod 22. Juni 2021, 18:25 Uhr

      Österreichs Bundeskanzler gibt sich nach einem Treffen mit Charité-Virologe Christian Drosten „optimistisch“.

      Berlin | Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat sich nach einem Treffen mit dem Virologen Christian Drosten optimistisch zur aktuellen Corona-Situation geäußert. „Ich bin eigentlich fast ein bisschen erleichtert, weil ich habe das Gefühl, ich habe sehr viele positive Nachrichten mitnehmen dürfen“, sagte Kurz am Dienstag im Anschluss an das Gespräch im Ga…

      https://www.nnn.de/deutschland-welt/politik/Oesterreichs-Bundeskanzler-nach-Treffen-mit-Drosten-erleichtert-id32676802.html

      Was man sehr gut verstehen kann…

      • Upps! Das hat uns Juliane Schäuble glatt verschwiegen:

        https://www.tagesspiegel.de/politik/buergermeisterwahl-in-new-york-ein-macher-fuer-die-metropole/27308216.html

        Bürgermeisterwahl
        New York rückt nach rechts
        Eric Adams, Ex-Polizist mit Law-and-Order-Programm, könnte Bürgermeister von New York werden. Die Reformagenda der Black-Lives-Matter-Bewegung ist nicht mehrheitsfähig.
        Eine Analyse von Jörg Wimalasena, New York
        23. Juni 2021, 10:10 Uhr

        Eines vorweg: Noch ist die Bürgermeistervorwahl der Demokraten in New York City nicht entschieden. Zwar führt der bisherige Stadtteilbürgermeister von Brooklyn, Eric Adams, nach Auszählung der meisten Stimmen mit knapp 31 Prozent. Aber das neue komplizierte Verfahren, bei dem Wählerinnen und Wähler eine Reihenfolge von bis zu fünf Kandidaten angeben können, lässt auch andere Endergebnisse zu. Dennoch ist es wahrscheinlich, dass der schwarze Ex-Polizist Adams am Ende vorn liegt. Und weil Republikaner in New York traditionell kaum Chancen auf den Wahlsieg haben, dürfte der Gewinner der Vorwahlen auch der nächste Bürgermeister der Millionenmetropole werden. Adams war sich am Abend bereits sicher und sagte in einer Rede: „Ich werde euer nächster Bürgermeister sein. Lasst uns die Stadt wieder aufleben lassen.“

        Dass ausgerechnet Adams nun diesen Erfolg feiert, zeigt die tiefe Verunsicherung der Stadtbevölkerung angesichts seit Monaten steigender Verbrechenszahlen und einer ungewissen Post-Corona-Zukunft. Die Zahl der Schießereien lag im Mai gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 73 Prozent höher. Die Verbrechenswelle war für Wählerinnen und Wähler laut Umfragen die wichtigste Sorge. Adams gilt als vehementer Verfechter einer strengen Law-and-Order-Politik. Er will unter anderem die anlasslosen Polizeikontrollen (stop and frisk) wieder einführen, die unter seinem Vorgänger Michael Bloomberg so sehr kritisiert wurden, weil vor allem Jugendliche aus Minderheiten ständig von der Polizei drangsaliert wurden. Auch will Adams noch mehr Polizisten einstellen.

        Adams wird von einer ganzen Reihe von Milliardären unterstützt, setzt sich für einen Ausbau von Privatschulen ein und gehört auch sonst eher zum rechten Spektrum der Demokraten. Kurz gesagt: Der neue Mann passt so gar nicht zum Image von New York mit der wohl progressivsten Wahlbevölkerung im Land. Dass ein Polizist mit harter sicherheitspolitischer Agenda im Jahr eins nach der Ermordung des Schwarzen George Floyd durch einen weißen Polizisten und monatelangen Antipolizeiprotesten in den Five Boroughs überhaupt eine Chance hat: Es zeigt, dass die Reformagenda der in New York überall zelebrierten Black-Lives-Matter-Bewegung offensichtlich nicht einmal hier mehrheitsfähig ist. Republikaner und konservative Kräfte im Land dürften sich bestätigt fühlen. Von Adams‘ stärksten Konkurrenten setzte sich nur Maya Wiley vorsichtig dafür ein, die von schwarzen Aktivistinnen und Aktivisten erhobene Forderung nach einer Verringerung des Polizeietats umzusetzen.
        […]

        https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-06/new-york-buergermeisterwahl-eric-adams-konservativ-polizei

        Die Grünen mal wieder!

        Der Fahrradkenner spricht:

        Und auch sonst hakt es:

        Männlicher Bewerber auf Listenplatz 1
        Grüne Revolte im Saarland: „Affront gegenüber dem gesamten Bundesvorstand“ – Baerbock not amused

        vonFelix Durach
        Der saarländische Landesverband der Grünen hat Hubert Ulrich als Spitzenkandidat für die Bundestagswahl gewählt. Eine Entscheidung, die auch Annalena Baerbock sauer aufstößt.
        Update vom 22. Juni, 13.20 Uhr: Im Saarland wird der Protest innerhalb der Grünen Partei gegen die am Sonntag aufgestellte Landesliste für die bevorstehende Bundestagswahl lauter. Mitglieder verschiedener Ortsverbände haben sich zu einem Bündnis zusammengeschlossen, um gegen die Landesliste und Spitzendkandidat Hubert Ulrich vorzugehen. „Das offensichtliche und
        rücksichtslose Hinwegsetzen über das Frauenstatut“ sei weder für die Grünen im Saarland noch für den Bundesverband hinnehmbar, teilte das sich bildende „Grüne Bündnis Saarland“ am Dienstag in Saarlouis mit.
        Das Bündnis sieht in der Wahl von Hubert Ulrich auf Listenplatz einen Verstoß gegen das Satzungs- und Wahlrecht der Partei. Laut diesem sind die ungeraden Plätze einer Landesliste Frauen vorbehalten und können nur dann von Männern eingenommen werden, wenn es keine Bewerberinnen gibt, oder diese vom Parteitag wiederholt nicht gewählt werden. Dies sei „ein Affront gegenüber dem gesamten Bundesvorstand und brüskiert diesen zutiefst“, teilte das Bündnis weiter mit.

        Die Grünen vor der Bundestagswahl: Aufregung wegen Landesliste der Grünen im Saarland
        Originalmeldung vom 22. Juni:

        Saarbrücken – Der Wahlkampf für die bevorstehende Bundestagswahl ist im vollen Gange. Eine Entscheidungswahl auch für die Grünen, die nach aktuellen Umfragen erstmals ein Ergebnis jenseits der 20 Prozent einfahren könnten. Doch genau in dieser entscheidenden Phase erhält Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock Gegenwind aus der eigenen Partei. Genauer gesagt aus dem Landesverband Saarland, der am Sonntag seinen Landesparteitag abgehalten und über die Landesliste für die Bundestagswahl 2021 abgestmmt hat.
        […]
        Der langjährige Fraktionsvorsitzende im Landtag Ulrich, der nach der Landtagswahl 2017 seine Ämter niederlegte, setze sich dabei gegen die Vorsitzende der Grünen Jugend Jeanne Dillschneider durch. Eine Entscheidung, die nach Ansicht vieler Kritiker gegen das Frauenstatut der Partei verstößt. Dieses sieht vor, dass der erste und alle weiten ungeraden Listenplätze bei Kommunal-, Landtags- oder Bundestagswahlen von Frauen eingenommen werden sollten. Wie die Tagesschau berichtet, sollen beim Landesparteitag am Sonntag ein Drittel der Delegierten dem Ortsverein Saarlouis angehört haben. Der Ortsverein, dem auch Ulrich angehört.
        […]

        https://www.merkur.de/politik/baerbock-gruene-saarland-bundestagswahl-krtik-landesliste-kanzler-90816295.html

        Aber bei Twitter trendet die verlogene Regenbogenkampagne zum Spiel gegen Ungarn:

        22.06.2021, 18:52 Uhr
        Nach dem Regenbogen-Streit
        Jetzt kommt es auf die Fans an – holt Eure Flaggen raus

        Nach der Uefa-Entscheidung muss es das Publikum selbst in die Hand nehmen – und mit vielen Regenbogenflaggen zum Spiel gegen Ungarn kommen. Ein Kommentar.
        Claus Vetter

        Viele Fußballstadien im Lande werden am Mittwochabend in Regenbogenfarben leuchten. Nicht in München, aber in Berlin, Frankfurt und Köln und in den Herzen ganz vieler Menschen wird es strahlen. Da kann der europäische Fußballverband Uefa machen, was er will, da kann er die von der Münchner Politik etwas holprig geplante Aktion verbieten. Der Stadtrat hatte die Arena-Illuminierung rund um das Spiel der Deutschen gegen Ungarn als Signal für Vielfalt und Akzeptanz von Menschen jeglicher sexueller Orientierung und geschlechtlicher Identität beantragt.

        Der Münchner Oberbürgermeister stieß auf Widerstand bei einem Verband, der sich in einer Zeit, in der sich vieles ändert, der Veränderung verweigert. Dieter Reiter hatte der Uefa eine Steilvorlage für die Absage geliefert, als er direkt auf Ungarns Regierungschef Viktor Orban Bezug nahm und die Aktion so auf die Ebene der Tagespolitik brachte.

        Nun also bleibt den Fans im Stadion nur, die Sache selbst in die Hand zu übernehmen. Wer ein Zeichen gegen Homophobie setzen möchte, möge mit Regenbogenflagge ins Stadion kommen. Dem Publikum kann die Uefa das nämlich nicht verbieten.
        Dass die Aktion bei der Uefa auf Applaus stoßen würde war ein frommer Wunsch. Es gibt Regeln, auf die sich ein Verband berufen kann bei so einem Vorstoß, mag der auch auf noch so breiten Konsens in der Gesellschaft stoßen wie dieser.
        […]

        Das Spiel von München ist nun aber auch eine Chance, diesem Fußball der Widersprüche zu helfen. Seinen Kollaps in Fragen der Integrität zu verhindern. Dagegen können die Fans aufstehen. Im Stadion und drumherum. Dann wird es die Welt sehen, dann muss auch Katar wissen, was auf den Staat als Ausrichter der WM zukommt. Und das Land wird gezwungen sein, über Änderungen nachzudenken. Jetzt geht es darum, Flagge zu zeigen gegen die, deren System so verkorkst ist, dass sie ungebremst auf ihr Ende zurasen. Denn von der Uefa kommt kein ehrliches Signal mehr, der Verband rationalisiert sich gerade weg.

        https://www.tagesspiegel.de/sport/nach-dem-regenbogen-streit-jetzt-kommt-es-auf-die-fans-an-holt-eure-flaggen-raus/27312368.html

        Es ist nur ein Fußballspiel!

        Absurde Welt:

        Und das mit rechts und links ist aber auch schwierig heutzutage. 😉

        • Das war nix für schwache Nerven! Irgendwann ertappte ich mich dabei, auf der langen Durststrecke des 1:2, wie mein Trotz auch wegen der albernen Regenbogen-Virtue-Signalling-Kontroverse von zwei Oberheuchlern (OB von München bzw. FC Bayern und Uefa) mir zuflüsterte: dann sollen die Ungarn doch gewinnen… Aber das war natürlich nicht ernstgemeint. Was die Miniregenbogenflaggen angeht, die am Eingang des Stadions offenbar kostenlos verteilt wurden, (denn die Schnittmenge zwischen Christopher Street Day Parade Teilnehmern, die so eine Flagge ihr eigen nennen, und Fußballfan dürfte gering sein), so war sie kaum ein Erfolg: Schwarzrotgold herrschte vor, und selbst wenn einmal ein Zuschauer mit so einem Fähnchen von der Kamera eingefangen wurde, so schwenkte er mit der anderen Hand die Nationalflagge…

          Nein, worüber ich mich richtig geärgert habe: in allen drei Spielen gab es keine geglückten Offensiv-Standards à la Ecke-Tor oder Freistoß-Tor. Ich dachte, das hätte die Mannschaft geübt? Zumindest hatte man, wie in der 4-Minuten-Nachspielzeit ersichtlich, geübt, wie man aus einer 4qm-Ecken-Situation zwei weitere generiert, was ganz schön clever war, denn das späte 2:2 mußte man halten. Warum schlägt Neuer nie ab, was zumindest Dynamik in die Situation gebracht hätte? Warum haben wir keine Flügelstürmer? Wieso spielt niemand einen langen Paß „in die Tiefe des Raums“ wie Netzer selig? Warum wurde der Totalausfall Sané aufgestellt und nicht Goretzka?

          Aber dann ist es doch noch einmal gut ausgegangen – und man darf nicht vergessen: das war objektiv die schwierigste Gruppe. Selbst Weltmeister Frankreich kassierte zwei Unentschieden und nur einen knappen Sieg (gegen uns). Und jetzt dürfen wir uns auf den Klassiker Deutschland – England im Wembley-Stadion freuen.

          Es sei denn, die Delta-Hysterie bei den üblichen deutschen Vderdächtigen wäre auch auf englische Experten übergesprungen, wozu mir noch (ähnlich wie dem konfusen Drosten) der Überblick fehlt – weiter also mit Corona.

          23.6.2021

          • Sieben-Tage-Inzidenz: 7,2
          • Neuinfektionen heute: 1016

          Corona-Inzidenz und Neuinfektionen gestern und vor einer Woche

          Gestern hatte das RKI für Deutschland 455 Neuinfektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Vor einer Woche, am Mitwoch, 16.06.2021, hatte das RKI 1455 Neuinfektionen gemeldet. […]
          Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der binnen sieben Tagen gemeldeten Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner, lag laut RKI gestern bei 8,0 und am Mittwoch vergangener Woche bei 13,2.
          […]
          Brandenburg: 2,3

          https://www.swp.de/panorama/corona-zahlen-deutschland-aktuell-rki-fallzahlen-heute-23-06-2021-inzidenz-karte-neuinfektionen-bw-bayern-brandenburg-sachsen-57616283.html

          Das DIVI spinnt:

          813 Covid-19-Intensivpatienten (-37 gegenüber dem Vortag)
          Neuaufnahmen incl. Verlegungen: +2.473
          Freie Kapazitäten: 3.369 (-78 gegenüber dem Vortag)

          Klicke, um auf DIVI_Intensivregister_Report.pdf zuzugreifen

          Bei 813 Covid-19-Intensivpatienten soll es 2.473 Neuaufnahmen bzw. Verlegungen gegeben haben? Das ist faktisch unmöglich. Und schon wieder sinken die freien Plätze trotz Rückgang der Covid-19-Patienten, ohne daß sich die Zahl verfügbaren Betten geändert hätte. Merken diese Krankenhaus/Ärztefunktionäre nicht selber, welche Schrottdaten sie veröffentlichen?

          Siehe die Zahlen oben bis zum 22.6.2021:

          https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-34/#comment-93367
          [h[]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-34/#comment-93367

          Deutsche Medien blicken wegen der promoteten indischen Mutation (= Delta) allerdings nicht nach England, sondern nach Israel, wo es angeblich „Ausbrüche in Schulen“ gab. So will es uns der Tagesspiegel weismachen, erklärt versehentlich aber das Gegenteil:

          22.06.2021, 15:55 Uhr
          Vor allem Kinder infiziert
          Israels Furcht vor Delta

          Im jüdischen Staat galt dank einer effektiven Impfkampagne die Pandemie als überwunden, jetzt registriert Israel mehr als 100. [Wow!] Der [vermutete] Grund: die Delta-Variante.
          Mareike Enghusen

          Die Covid-19-Pandemie in Israel schien bereits Vergangenheit. Mit dem Maskenzwang in Innenräumen fiel vergangene Woche eine der letzten Einschränkungen zum Schutz vor dem Virus. Wie in Zeiten vor der Pandemie drängten sich die Menschen wieder maskenlos in überfüllten Bussen aneinander.
          Doch die allgemeine Sorglosigkeit währte nur kurz. Am Samstag meldete das Gesundheitsministerium einen neuen Ausbruch des Virus in einer Schule in Binyamina, einer Kleinstadt nördlich von Tel Aviv.

          Mindestens 45 Schüler wurden positiv auf das Virus getestet. Seitdem sind Neuinfektionen an weiteren Schulen bekannt geworden, darunter in Modiin im Zentrum des Landes. Seit Sonntag müssen Schüler und Lehrer in Binyamina und Modiin wieder Masken tragen.

          Die neuen Ausbrüche des Virus haben eine Diskussion über Maskenzwang, Quarantäne und andere Maßnahmen wieder aufleben lassen, die zuletzt aus der Öffentlichkeit verschwunden war – viele hatten gehofft, für immer.
          […]
          Hezi Levi, Generaldirektor des Gesundheitsministeriums, empfahl am Sonntag der Bevölkerung, an überfüllten Orten wieder Maske zu tragen. Zudem sprach er sich dafür aus, Israelis, die verbotenerweise in Länder mit hohen Infektionsraten wie Russland oder Indien reisen, zu Strafzahlungen zu verpflichten.

          „Wir beobachten eine Krankheit, die zu großen Teilen aus dem Ausland kommt“, sagte er dem israelischen Nachrichtenportal Ynet. „Wir haben die starke Vermutung, auch wenn es noch nicht definitiv feststeht, dass es sich um die Delta-Variante handelt.“

          Die sogenannte Delta-Variante, die wohl aus Indien stammt, gilt aus wesentlich ansteckender als andere bekannte Mutationen des Virus und verbreitet sich unter jungen Menschen.

          Am Montag meldete Israels Gesundheitsministerium 125 Neuinfektionen an einem Tag, die höchste Zahl seit April. Am selben Tag veröffentlichte es eine Empfehlung, so schnell wie möglich Kinder ab zwölf Jahren zu impfen.

          Schon Anfang Juni hatte Israel seine Impfkampagne auf diese Altersgruppe ausgeweitet; rund 20.000 Zwölf- bis 16-Jährige haben sich bereits immunisieren lassen. Nun will das Gesundheitsministerium die Geschwindigkeit der Kampagne erhöhen.
          […]

          https://www.tagesspiegel.de/politik/vor-allem-kinder-infiziert-israels-furcht-vor-delta/27310978.html

          Es gibt also keine Ausbrüche in Schulen, dort wird nur mehr getestet. Man „vermutet“ die Delta-Variante, wird aber gleich politisch: Rußland und Indien sind die Übeltäter, und Kinder müssen geimpft werden. Eine elende Propaganda, die auch bei uns verbreitet wird; durch Spahn und Lauterbach & Drosten beispielsweise. Dagegen hatten sich nicht nur die wirklich unabhängigen Wissenschaftler von der Stiko, sondern nun auch die WHO gewandt:

          Die Propagandadichte dieser Akteure ist enorm:

          Für Drosten geht gerade die Welt unter, denn die in den USA bereits aufgegriffene Studie der Uni Duisburg-Essen über die Unbrauchbarkeit „seines“ PCR-Tests macht nun auch hier die Runde:

          Hatte Lauterbach eigentlich schon mal recht?

          Es gibt keine „gefährlichen“ ct-Werte! Lediglich unbrauchbare für „Diagnosezwecke“.

          Zurück zur Delta-Variante: was wir wirklich wissen:

          Das RKI hatte am 16.6.2021 genauso argumentiert: gegenüber den Mutationen aus GB seien die übrigen Varianten (einschließlich der indischen=Delta) harmlos. Das hatte ich so kommentiert:

          „Da sich auch der staatlich unterworfene Wieler vom RKI dieser Panikmache anschloß, hier ein Statement seiner Behörde vom 16.6.2021 zu den Varianten“:

          Die Weltgesundheitsorganisation hat eine neue Bezeichnung für SARS-CoV-2-Varianten eingeführt

          (https://www.who.int/en/activities/tracking-SARS-CoV-2-variants/).

          Hierzu zählen die besorgniserregenden Varianten (VOC) der Linien Alpha (B.1.1.7, erstmals nachgewiesen in Großbritannien), Beta (B.1.351, erstmals nachgewiesen in Südafrika), Gamma (P.1, erstmals nachgewiesen in Brasilien) und Delta (B.1.617.2, erstmals nachgewiesen in Indien). Im Deutschen elektronischen Sequenzdaten-Hub (DESH) (www.rki.de/covid-19-desh) werden im Rahmen der Integrierten Molekularen Surveillance (IMS) besorgniserregende Varianten erfasst.

          Die aktuellen Zahlen zu den Virusvarianten werden regelmäßig in den Berichten zu Virusvarianten von SARS-CoV-2 in Deutschland dargestellt. Insgesamt ist die VOC Alpha seit März 2021 in Deutschland der vorherrschende COVID-19-Erreger. VOC Alpha ist nach bisherigen Erkenntnissen deutlich ansteckender und verursacht vermutlich schwerere Krankheitsverläufe als andere Varianten.

          https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Jun_2021/2021-06-16-de.pdf?__blob=publicationFile

          Genau! Die indische Variante Delta, die jetzt auch von Wieler ins Feld geführt wird, ist offenbar harmlos, jedenfalls noch unbekannt:

          Daß Positivtests steigen, hat schießlich Null Bedeutung.
          […]“
          https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-34/#comment-93321

          [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-34/#comment-93321

          Und so ging es weiter:

          Aber es gibt schon eine Steigerung, damit den Aktivisten in Politik und Wissenschaften der Stoff nicht ausgeht:

          Der ÖRR steht gern zur Verfügung. 😉

        • @ Gabriele Wolff

          Du schreibst:

          „Aber dann ist es doch noch einmal gut ausgegangen – und man darf nicht vergessen: das war objektiv die schwierigste Gruppe. Selbst Weltmeister Frankreich kassierte zwei Unentschieden und nur einen knappen Sieg (gegen uns). Und jetzt dürfen wir uns auf den Klassiker Deutschland – England im Wembley-Stadion freuen.“

          Also meine Favoriten sind immer noch Frankreich, Belgien, Holland und Italien. Wobei ich bei Belgien und Frankreich noch Steigerungspotential sehe.
          Die Spanier kamen in ihrem letzten Gruppenspiel auch langsam auf Temperatur, sodass man gespannt sein kann, ob sich das fortsetzt.

          Zur schwierigsten Gruppe: Gut, Frankreich musste gegen Portugal nicht viel mehr machen als ein Unentschieden, auch eine Niederlage hätte gereicht für das Weiterkommen.
          Und Deutschland gegen England dürfte 50:50 zu sein, zumal mich die Engländer bisher nicht überzeugt haben.

          Den Deutschen fehlt momentan sowieso wirklich ein guter Stürmer wie es Klose oder eben Klinsmann, Völler, Rummenigge oder Gerd Müller etc. gewesen waren.

          Zu Corona:

          Habe heute gerade noch das gesehen:

          CHARITÉ-PROFESSOR KRITISIERT WARNUNGEN AUS POLITIK UND WISSENSCHAFT
          So hat die Corona-Angstmache unseren Kindern geschadet
          https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/professor-kritisiert-so-hat-die-corona-angstmache-unseren-kindern-geschadet-76860152.bild.html

          Verkehrte Welt! Heute betreibt BILD ab und an kritischen Journalismus. 🙂

  6. Da wir schon bei der Doppelmoral der Woken und ihrer willfährigen Unterstützer in den Medien sind:

    Warum die Presse versagt


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-34/#comment-93337

    Ich dachte, daß dieser Artikel in der aktuellen Zeit sich endlich mal zu substantieller Kritik an den Grünen und ihrer „Kanzlerkandidatin“ aufraffen würde, obwohl die ZEIT ja schon seit Jahren, insbesondere durch ihren Aktivisten, den Veganer Bernd Ulrich, für eine scharfe Klimapolitik trommelt; das Stück fängt ja auch vielversprechend an:

    Die Grünen
    Seltsam unvorbereitet
    Die Grünen finden nicht so recht in diesen Wahlkampf hinein. Das hat auch mit den eigenen Schwächen zu tun.
    Von Robert Pausch
    16. Juni 2021, 16:50 Uhr Editiert am 17. Juni 2021, 6:26 Uhr DIE ZEIT Nr. 25/2021, 17. Juni 2021

    Wie lang im Jahr 2021 ein Hype-Zyklus dauert, lässt sich gerade ziemlich präzise bemessen: 48 Tage. So viel Zeit lag zwischen einem Cover des Spiegels, auf dem Annalena Baerbock strahlte („Die Frau für alle Fälle“), und einem Online-Kommentar in demselben Medium („Das war’s“), in dem ihr empfohlen wurde, schleunigst auf die Kanzlerkandidatur zu verzichten. Sie habe ohnehin keine Chance mehr. Die Sache sei entschieden.
    Na dann …

    Aber selbst wenn man den journalistischen Übertreibungseifer abzieht, bleiben immer noch die Zahlen. Und die sind für die Grünen, nun ja, brutal. Im aktuellen Deutschlandtrend verliert die Partei sechs Prozentpunkte. Baerbocks Beliebtheitswerte krachen um zwölf Punkte zusammen. Von der populärsten Bewerberin ums Kanzleramt stieg Baerbock ab zur unbeliebtesten, während sich Armin Laschet durch konzentriertes Nichtstun auf den ersten Platz emporgedämmert hat.
    […}

    https://www.zeit.de/2021/25/gruene-bundestagswahl-2021-wahlkampf-schwaechen-annalena-baerbock/komplettansicht

    Aber hier merkte man schon: es ist ein CDU-Bashing-Stück, das die Chancen von Baerbock wahren soll. Denn sie wird von der CDU angeblich unfair attackiert:

    Bei der Union dagegen schreiben die Generalsekretäre (beziehungsweise deren Mitarbeiter) das Programm, und am Ende wird es vom Parteivorstand beschlossen. Damit gewinnt man zwar keinen Preis für bürgerschaftliches Engagement, aber möglicherweise eine Bundestagswahl.
    […]
    Nun allerdings wird das Umarmen als Mentalität und Methode zur Falle. „Uns gelingt es nicht wirklich, in die Offensive zu kommen“, sagt ein Mitglied der Parteiführung, was zweifellos eine treffende Zustandsbeschreibung ist, aber eben auch ein echtes Problem. Denn zur Umarmung braucht es immer zwei. Und eine Union, die vor allem damit beschäftigt ist, Kothäufchen-Emojis über Annalena Baerbocks Kopf zu photoshoppen sowie die Konsequenzen ihrer eigenen Klimapolitik zu leugnen – will man die wirklich umarmen?
    […]
    So finden die Grünen nach ihrer Kandidatenkür noch immer nicht so recht in diesen Wahlkampf hinein. Gegen die shit posts der Union, das taktische Missverstehen, haben sie bislang kein Mittel gefunden. Stattdessen dominieren vor allem in den mittleren Etagen der Partei zwei Stimmungslagen: Erschütterung und Beleidigtsein.

    Die ersten Anflüge einer mentalen Trittinisierung

    Da gibt es eine Ex-Ministerin, die einem Journalisten nach einem harmlosen Tweet gezieltes „Grünen-Bashing“ unterstellt. Einen Landesminister, der nach der putzigen Anzeigenkampagne der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft davon spricht, dass diese Leute „das Land brennen sehen“ wollten. Und es gibt überhaupt überraschend viele Grüne, die sich nach der vermurksten Benzinpreisdebatte darüber beklagen, die Position der Partei sei in den Medien verkürzt wiedergegeben worden.

    Es sind die ersten Anflüge einer mentalen Trittinisierung. Dass die anderen böse sind, die eigenen Konzepte dagegen gut und die Leute selbst schuld, wenn sie sie nicht verstehen – das war ungefähr die Geisteshaltung, die 2013 dazu beitrug, dass sich die Grünen und ihr damaliger Spitzenkandidat Jürgen Trittin zwar selbst prima fanden, aber am Ende bei acht Prozent landeten. Zwar hat sich die Partei seitdem grundlegend verändert. Dennoch warnen weitsichtige Grüne davor, die Fehler von damals zu wiederholen. Denn Wahlkampf bedeutet auch, permanent ungerecht behandelt zu werden, aber so tun zu müssen, als würde man es gar nicht bemerken.
    […]
    Ob das am Ende genügt, um tatsächlich die Kanzlerin zu stellen? Vielleicht, vielleicht auch nicht. Klar ist jedenfalls: Die momentane Stärke der Union ist nicht gewachsen, sondern eher geliehen. Und bis zur Bundestagswahl sind es von diesem Donnerstag an gerechnet noch 101 Tage. Zeit genug also für mindestens zwei Hypes.

    https://www.zeit.de/2021/25/gruene-bundestagswahl-2021-wahlkampf-schwaechen-annalena-baerbock/komplettansicht

    Ein klassisches Durchaltestück gegen die CDU: zu den Lebenslauflügen von Baerbock kriegen wir nichts Konkretes außer zu Gaga-Vorwürfen aus dem Internet, von denen ich noch nie gehört habe, und die mangelnde Angabe ihrer „Nebeneinkünfte“ durch die Partei wird nur kurz gestreift.

    Beim verschwisterten Tagesspiegel wird geraunt, daß nicht die üblen Attacken der CDU, sondern Putin höchstselbst für die Baerbock-Verhinderung verantwortlich gewesen sein wird:

    Tatsächlich wird es der Wähler sein, der bei Umfragen gern das Erwartbare sagt, um nicht gebasht zu werden, aber natürlich keine ideologisch motivierte „Transformation“ will, die ihn bluten läßt.

    Aggressiv reagieren tatsächlich die woke-Anhänger und Linksextremisten:

    • Diese Kritik an den Grünen fehlte im SPIEGEL: die NZZ bringt sie heute:

      Und das lesen Sie nur in der NZZ: Eine Gedenkstätte für Kolonialismus, aber kein Wort über den Holocaust – am Wahlprogramm der Grünen kritisiert Historiker Michael Wolffsohn ein mangelhaftes Bekenntnis zur Erinnerungskultur. Dieses Geschichtsverständnis zeige Scheinmoral. Die Partei artikuliere, was nicht nur in Deutschland die «mehrheitlich linksliberale Kultur-Internationale» denke. Zum Gastkommentar

      Tatsächlich werden die Grünen den etablierten Democrats immer ähnlicher, deren Moralismus permanent in sich zusammenbricht; Postkolonialismus-Betrachtungen sind wichtiger als das „white on White Crime“ Holocaust, und die Klima- und Kalte Krieger-Narrative lassen sich problemlos kombinieren.
      Und da gibt es noch das selbstgerechte Parteiausschlußverfahren gegen Boris Palmer, der dem von Sky gecancelten Fußballexperten Dennis Aogo, dem das Unwort „trainieren bis zum Vergasen“ herausgerutscht war, zu Hilfe eilte. Dazu gab es im SPIEGEL 20/2021 vom 15.5.2021 ein Interview:

      SPIEGEL: In dem [frei erfundenen Facebook] Post wurde Ihnen vorgeworfen, das N-Wort selbst benutzt zu haben, in Zusammenhang mit einer obszönen Anmache.

      Aogo: Ja, und Boris Palmer hat das später auch aufgegriffen.

      SPIEGEL: Palmer, der grüne Oberbürgermeister von Tübingen, hat Sie in dem Kommentar, den er als Ironie bezeichnet, einen „schlimmen Rassisten“ genannt. Was halten Sie davon?

      Aogo: Ironie in der Politik ist immer etwas schwierig. Inhaltlich habe ich nichts gegen seine Aktion, denn er richtet sich ja auch gegen die Cancel Culture. Nur die sprachliche Ebene finde ich problematisch. Wenn ich das im Kontext betrachte, kann ich die Ironie aber natürlich erkennen. Für mich ist das Thema damit durch.
      […]
      Ich springe ihm nicht zur Seite. Ich sage nur, daß ich seinen Post und die spätere Erklärung inhaltlich verstanden habe. Was die Grünen nun machen, damit habe ich nichts zu tun.

      [S.99]

      Den woken Grünen fehlt es also an Leseverständnis. 😉
      Auch sonst kann Aogo nicht als Kronzeuge dienen: er führt aus, daß er nie wegen seiner Hautfarbe beruflich diskriminiert wurde und ist gegen Quoten.

      Zu den ideologischen Sprachverrenkungen der Critical Race Theory, dem auch bei uns schon oft großgeschriebenen Adjektiv „Black“ bzw. „Schwarz“:

      Welcome to Wokespeak: Its Logic-Defying Rhetoric Is Making Heads Spin
      By RealClearInvestigations
      June 18, 2021 Updated: June 18, 2021

      In the midst of the nation’s racial upheaval last year, media outlets including the Associated Press, the New York Times and the Washington Post rushed to start capitalizing the word “Black” in reference to African Americans, some announcing the move as a long-overdue gesture of respect. While RealClear has not changed its style, the change elsewhere prompted newsroom soul-searching on whether to write “white” or “White” in reference to people of European descent.

      Capitalizing the term made sense as a simple matter of consistency. But the argument for lower-casing “white” staked its own moral claims. One was that capitalizing it would legitimize white supremacy. Another was that “white” in lower case is an apolitical description of a skin color; it doesn’t merit capitalization because whites don’t represent a shared culture.

      News organizations adopted inconsistent policies on the question – the AP, Times and others voted for “w”; the Washington Post and National Association of Black Journalists chose “W.” But the notion that there is no white culture drew jeers of derision from some quarters. It was virtually impossible to pretend not to see that white culture is routinely cited to refer to white supremacy and white privilege as a shorthand for the cultural biases, prejudices and values that prop up systemic racism.

      Both ideas — that white culture is omnipresent and nonexistent — can’t be true. Or can they?

      The white culture conundrum is one of many such paradoxes in today’s topsy-turvy woke culture, where colorblindness once represented the ideal of being unprejudiced, but now marks the epitome of racism.
      These apparent contradictions can cause confusion, frustration and moral whiplash in a swiftly changing society where many people fear that one wayward move can result in a public flogging or a pink slip. Yet as the public seeks guidance, the fractured market of ideas seems unable to provide clarity on which rules apply in which situation.
      […]

      https://www.theepochtimes.com/mkt_breakingnews/welcome-to-wokespeak-its-logic-defying-rhetoric-is-making-heads-spin_3859452.html?utm_source=newsnoe&utm_medium=email&utm_campaign=breaking-2021-06-18-1&mktids=a1f9ddf4e7a16a4749f0cc2175be74f9&est=bGRYzG9DB9DJq7BFyEG6L4hr7RsumBnsA%2FUHYHhywHBaxPru0bYeWqREnCs64RP4XBolMQ%3D%3D

      Hauptsache, die Wirtschaft macht mit – kostet ja nix:

      Martenstein findet immer wieder Futter:

      Über die altmodische Idee, dass 2 + 2 immer 4 ist, und die Lehre aus dem Versuch, ein Dreieck auf einen Vanillepudding zu malen.
      Von Harald Martenstein
      Aus der Serie: Martenstein ZEITmagazin Nr. 24/2021 9. Juni 2021, 16:50 Uhr editiert am 14. Juni 2021, 18:58 Uhr

      In Mathematik war ich eher schwach. Deshalb begrüße ich politische Alternativen zu diesem Schulfach. Immer mehr Menschen halten Mathematik für ein zu bekämpfendes Symbol weißer Vorherrschaft.

      Die Doktorandin Brittany Marshall aus Chicago scheint kurzfristig eine Art Greta Thunberg dieser Bewegung gewesen zu sein, inzwischen ist ihr Twitter-Account gelöscht. Berühmt wurde ihr Zitat: „Die Idee von 2 + 2 = 4 hat kulturelle Gründe.“ Dass Millionen von Schülern seit Jahrhunderten bei der Aufgabenstellung „2 + 2“ das Ergebnis „4“ für alternativlos hielten, sei eine Folge von „westlichem Imperialismus/Kolonisierung.“

      Über den unter Imperialismusverdacht stehenden Lehrsatz „Die Winkelsumme im ebenen Dreieck ist 180 Grad“ sagte schon vor Jahren im Deutschlandfunk die Mathematikerin Susanne Prediger: „Sobald Sie ein Dreieck auf eine Orangenschale malen, stimmt das nicht mehr.“
      Wer ein Dreieck auf einen Vanillepudding gemalt hat, der anschließend in einer Zentrifuge geschleudert wurde, bekommt auch wieder eine andere Winkelsumme.
      […]
      Die neue, antirassistische Mathematik hat inzwischen die Lehrpläne erreicht, zumindest in der Stadt Seattle, USA. Hier einige Fragen und Themen, die dort im Schulfach Mathe behandelt werden: Wie fühlt es sich an, Mathematiker zu sein? Wer bestimmt, was richtig ist? Analysiere, wie altes mathematisches Wissen von der westlichen Kultur angeeignet wurde. Untersuche, wie Mathe benutzt wird, People of Color zu unterdrücken. Welche Ängste haben wir vor Mathematik? Bei mir war es die Angst, Fehler zu machen. In Seattle heißt eines der Lernziele „Erkenne den mathematischen Wert von Fehlern“. Auf diese Weise werde Mathe „rehumanisiert“. Es hilft, damit Unterprivilegierte bessere Noten bekommen. Ob es auch im Arbeitsalltag und bei der Suche nach Jobs hilft, muss sich zeigen. Weil es fast immer so läuft, kommen Schulreformen dieser Art bestimmt bald auch in Deutschland an, zum Beispiel im SPD-Programm.
      […]

      https://www.zeit.de/zeit-magazin/2021/24/harald-martenstein-mathematik-imperialismus-kolonialismus-vorherrschaft

      Ach, die SPD… Kürzlich schrieb der bekennende SPD-Wähler Jochen-Martin Gutsch in seiner SPIEGEL-Kolumne „Alles Gutsch“:

      Am Ende des Wahlabends, nach drei Bier und in tiefer Sozi-Depression, fiel mir dann doch noch ein, wofür ich die SPD brauchen könnte: Sie stillt, bestenfalls, meine Sehnsucht nach der Mitte. Nach Ausgleich. Rechts ist die AfD bedrohlich stark. Links steigen die Grünen in die Höhe. Beide stehen für eine gesellschaftliche Debatte, die ich als immer ideologischer, immer spaltender empfinde. Ich habe Sehnsucht nach einer klugen Stimme aus der Mitte. Links-liberal-wertkonservativ sozusagen. Wer könnte den gesellschaftlichen Versöhnungsonkel spielen, wenn nicht die alte Tante SPD?

      [24/2021 vom 12.6.2021, S.57]

      Ein Olaf Scholz, der verkündet, nur mit ihm gelänge die Klimawende gegen die CDU? Ein Gespann Eskens/Kühnert, das sich für Thierse und Gesine Schwan schämt? Da letztere angeblich die nonbinäre Person „Heinrich Horwitz“ respektlos behandelt habe, war ich auf das Interview mit Horwitz im STERN 22/2021 vom 27.5.2021 einigermaßen gespannt:

      Gesellschaft
      „HEINRICH MUSS NICHT UNBEDINGT EIN MANN SEIN“
      Weder er noch sie – Bühnenkünstler:in Heinrich Horwitz führt ein diverses Leben ohne Geschlechtergrenzen. Ein Gespräch über den riesigen Spaß, Neues zu lernen, etwa Genderpunkte

      [S.96]

      Aber ich bin so schlau wie zuvor. Die Person möchte mit „sie“ im Plural bezeichnet werden. Wir erfahren, daß sie mit „Frau Heinrich Miriam [ihr echter Vorname als Tochter des Schauspielers Dominique Horwitz] Horwitz“ angeredet werden wollen. Wie sie an den Vornamen „Heinrich“ gekommen sind, wird allerdings nicht beantwortet. Sie sind lesbisch und verpartnert und hatten als burschikose Mädchen keine Identifikationsfigur, „außer vielleicht die Idee einer „Butch“ oder eines „kessen Vaters“. Ich habe mal mit Ulrike Folkerts gedreht und dachte, cool, das ist eine total tolle Frau, so könnte ich auch vielleicht sein.“ [S.98]
      Und Gesine Schwan hätte einfach „recherchieren“ sollen, bevor sie sie „als den Schauspieler Heinrich Horwitz“ anmoderierte.

      Ich war ehrlich gesagt ratloser als zuvor.

      Merkwürdigerweise fehlt die Passage in der Printausgabe.

      Niggi stört sich vermutlich daran, daß der SPIEGEL sich den Verrissen des „krawalligen“ Romans von taz und SZ nicht anschließt und sich ausnahmsweise des „aktivistischen“ Journalismus` enthält. Haltungsnote 6, setzen!

      Der pädagogische Klassiker:

      • Ich habe gestern gerade das gelesen und dachte, die Welt spinnt wieder einmal. Keine Ahnung, was die Linke sich dabei denkt!

        „FRÜCHTE LINKER ANTI-RASSISMUS-POLITIK

        In San Francisco wurde Ladendiebstahl entkriminalisiert – die Polizei schaut zu

        Wenn in San Francisco ein Ladendiebstahl stattfindet, greift die Polizei häufig nicht mehr ein, sie schaut nur noch zu. Das hat System und ist politisch gewollt. Einzelhandelsketten reagieren friedlich: Sie schließen einfach betroffene Filialen, wenn die Diebstähle überhand nehmen.“
        https://www.tichyseinblick.de/kolumnen/aus-aller-welt/in-san-francisco-wurde-ladendiebstahl-entkriminalisiert-die-polizei-schaut-zu/

        • Ja, das ist Tatsache, daß aus ideologischen Gründen in von Democrats regierten Großstädten faktisch Gesetzlosgkeit regiert. Ich kann aber beruhigen: immerhin dieser Ladendieb:

          wurde jetzt zumindest von der Polizei festgenommen und unter Anklage gestellt:

          21.6.2021
          San Francisco
          Published 1 hour ago
          San Francisco Walgreens shoplifter seen filling bag with stolen goods arrested while ‚clearing shelves‘: cops
          Police said they were able to link him to 6 prior shoplifting incidents from May 29 through June 17
          By Stephanie Pagones | Fox News
          [Video]

          The man allegedly seen in viral video stealing a garbage bag full of items as he rode a bike through a San Francisco Walgreens location was nabbed over the weekend – while he was „clearing shelves“ at a different drug store, officials have announced.

          Jean Lugo-Romero was arrested around 8:30 a.m. Saturday after officers spotted him entering a store on Haight Street, San Francisco Police Department said in a recent press release. At the time, police officers who recognized him followed Lugo-Romero, 40, into the drug store „to find him clearing shelves of cosmetics and placing the merchandise into a duffel bag,“ SFPD said.
          After arresting him, officers determined the stolen goods were collectively worth approximately $978, police said.

          „Officers had been looking for Lugo-Romero in connection with numerous investigations,“ police said. „Lugo-Romero was suspected of committing thefts from merchants in the Northern and Mission Districts and was recently caught on camera during a brazen shoplifting incident during which he placed merchandise into a bag and rode a bicycle out of the store.“
          […]

          And San Francisco County District Attorney Chesa Boudin’s Proposition 47 made any nonviolent theft of items collectively worth $950 a misdemeanor, decreasing the penalties for such crimes.
          When asked if Boudin’s office would be filing charges against the suspect, a spokesperson told Fox News they were reviewing the case and would make a decision by the end of the day on Tuesday.
          […]

          https://www.foxnews.com/us/san-francisco-walgreens-shoplifter-stolen-goods-arrested-police

          Da mag die Polizei, die größtenteils resigniert hat, massenhaft kündigt und sich unter den Democrats unter Verfolgungsdruck sieht, noch so abstrampeln: wenn Ideologen wie Boudin am Steuer sind, bringt das alles nichts. Schließlich gilt es, Latino- und andere Minderheiten vor Strafverfolgung zu schützen.

          Noch schlimmer ist dieser Fall aus San Francisco:

          https://www.foxnews.com/us/suspect-stabbing-asian-woman-freed-jail-days-earlier

          Und auch dieses anti-Asian-Hatecrime wurde von keinem Weißen verübt:

          Man who stabbed 94-year-old Asian-American woman charged with attempted murder

          • Convicted felon Daniel Cauich, 35, is accused of attacking Ahn ‘Peng’ Taylor while she was on her daily walk near her San Francisco home

          • He hit her over the head and stabbed her in the forearm, hip and torso – then continued walking, a district attorney said

          Associated Press in San Francisco

          Published: 8:36am, 19 Jun, 2021

          […]

          https://www.scmp.com/news/world/united-states-canada/article/3137982/man-who-stabbed-94-year-old-asian-american-charged

          So geht es in allen von korrupten Democrats regierten Großstädten mit ihren ideologisierten Staatsanwälten zu. Speziell aus Kalifornien fliehen Bürger in Scharen nach Florida und Texas – wegen fehlender Sicherheit, zu hoher Steuern und wegen extremen Lockdowns, die absolut gar nichts brachten. Insbesondere Kalifornien muß man als failed State ansehen: die Big Tech-Angestellten haben Miet- und Immobilienpreise in schwindelerregende Höhen getrieben. Die Obdachlosigkeitenrate steigt, selbst Menschen mit ganz normalen Jobs leben in Zelten oder Trailern. Die Überland-Stromleitungen sind in katastrophalem Zustand – alljährlich sorgen sie dank Funkenflug für Waldbrände, und dank fehlenden Waldmanagements (keine Entsorgung des Unterholzes, Genehmigung von Siedlungen „mitten im Wald“) kommt es immer wieder zu Bränden. Regelmäßig erlebt Kalifornien Stromausfall -: und dieser dysfunktionale Staat will Vorreiter der Klimawende sein???

          Meine Wertung: wo Ideologen regieren wie in Kalifornien, findet eine Entkopplung von der Realität statt. Das wird sich bei den Midterms 2022 rächen. Vielleicht schon bei dem aktuellen Abwwahl-Unterfangen von Gouverneur Newsom (wegen Corona).

        • Juliane Schäuble hat passenderweise über die primaries der Democrats zur Bürgermeisterwahl in NYC berichtet. Daß die Stadt seit zwanzig Jahren von Democrats regiert wird und daß dort strenge Waffengesetze herrschen, kommt ihr dabei nicht in den Sinn:

          21.06.2021, 16:23 Uhr
          Bürgermeisterwahl in New York
          Ein Macher für die Metropole
          Die Pandemie hat New York besonders hart getroffen. Nun lebt Amerikas bevölkerungsreichste Stadt wieder auf – und sucht einen neuen Bürgermeister.
          Juliane Schäuble
          […]
          Adams hat sich im Finale des demokratischen Vorwahlkampfs für das Bürgermeisteramt in New York zum Favorit entwickelt. Brooklyns erster schwarzer Bezirkspräsident, der als Teenager von Polizisten misshandelt wurde und später selbst Polizist wurde, um, wie er sagt, das System „von innen zu reformieren“, wirbt mit langjähriger Erfahrung auf lokaler Ebene, damit, dass er wisse, was die Bürger sorgt.

          „Ich bin weit entfernt davon, zu ermüden“, sagt er. Ausruhen könne er sich am Mittwoch. Müde sei er, weil 65 Prozent der Kinder mit dunklerer Hautfarbe in der Stadt nie einen Highschool-Abschluss machten. „Ich habe es satt, auf Sofas zu sitzen, wie ich es gerade wieder mit Justins Mama in Rockaway gemacht habe, einem zehnjährigen Baby, das wenige Tage vor seinem Geburtstag erschossen wurde.“

          Die Demokraten bestimmen ihren Kandidaten an diesem Dienstag

          Oder dass langjährige Mieter skrupellos aus ihren Wohnungen geschmissen würden. Und er habe auch genug davon, dass die Polizei nicht alle Bürger mit dem gleichen Respekt behandele. Jeder seiner Sätze wird beklatscht, diese Themen sind hier in der Gegend allzu gut bekannt.

          Wenn die Wahllokale am Dienstagabend schließen, werden sich die Demokraten nicht nur für ihren Bürgermeisterkandidaten entschieden haben. In der liberalen Metropole gilt ihre Vorentscheidung auf einen Bewerber als sicherer Garant dafür, dass dieser bei der Hauptwahl im November auch gewählt wird.
          […]
          Amtsinhaber Bill de Blasio, den viele New Yorker schon länger kritisch sehen, darf nach zwei Legislaturperioden nicht wieder antreten. Für seine Nachfolge bewerben sich offiziell 13 Kandidaten, fünf bis acht von ihnen gelten als aussichtsreich, darunter mit dem Start-up-Unternehmer Andrew Yang auch ein ehemaliger demokratischer Präsidentschaftsbewerber.

          Andrew Yang ist in den Umfragen zurückgefallen

          Der 46-jährige Sohn taiwanesischer Einwanderer lag lange Zeit in den Umfragen vorne, doch in den letzten Wochen sind seine Werte deutlich nach unten gegangen. Yang, der den ärmsten New Yorkern 2000 Dollar im Jahr verspricht, verfügt über keinerlei Regierungserfahrung und auch keinen New Yorker Stallgeruch.

          Dass er zu Beginn der Pandemie aus der Stadt flüchtete, können ihm viele nur schwer verzeihen. Zuletzt wurden Auftritte von ihm häufig von Gegendemonstranten gestört, als Reaktion kündigte sein Team den jeweiligen Ort kaum mehr an – was wenig souverän wirkte.

          Allerdings ist es so, dass der Wahlausgang dieses Mal besonders schwer vorherzusagen ist. Umfragen sind eher spärlich, und das neue Wahlsystem, bei dem fünf Stimmen abgegeben werden können, die gewichtet werden, macht die Prognosen nicht leichter. Keiner der Kandidaten hat sich absetzen können.

          Hauptwahlkampfthema: Die Sicherheit in der Stadt

          Zum beherrschenden Wahlkampfthema hat sich neben der komplexen Frage, wie und in welcher Form die Stadt nach der Pandemie wiederauferstehen kann, das angeknackste Sicherheitsgefühl vieler New Yorker entwickelt. Dabei geht es nicht nur um das gestörte Verhältnis von Polizei und Zivilgesellschaft. Dazu kommt auch noch der massive Anstieg von Waffengewalt in den vergangenen Monaten.

          Adams, Yang und Kathryn Garcia, eine ehemalige Leiterin der Stadtreinigung, vertreten einen moderaten Ansatz: Sie wollen Reformen, aber auch eine Stärkung der Polizei.
          Kandidaten wie Shaun Donovan, unter Präsident Barack Obama mal Bauminister, oder die Bürgerrechtlerin Maya Wiley, für die sich der New Yorker Linken-Star im Repräsentantenhaus, Alexandria Ocasio-Cortez, ausgesprochen hat, wollen der Polizei Gelder entziehen. Stattdessen solle die Stadt mehr in Sozialarbeit investieren, fordern sie.
          […]

          https://www.tagesspiegel.de/politik/buergermeisterwahl-in-new-york-ein-macher-fuer-die-metropole/27308216.html

          Was in Berlin noch einen Aufschrei auslöst, geschieht in US-Großstädten zig-Mal am Tag:

          21.06.2021, 11:58 Uhr
          Vor einer Shishabar in der Müllerstraße
          Schießerei in Berlin-Wedding – drei Männer schwer verletzt
          […]
          Bei einer heftigen Schießerei in Berlin-Wedding sind am späten Sonntagabend drei Männer schwer verletzt worden. „Sehr viele Schüsse“ wurden nach Angaben der Staatsanwaltschaft vor einer Shishabar in der Müllerstraße Ecke Transvaalstraße abgefeuert.
          Die Männer standen nach Angaben aus Ermittlerkreisen vor der Shisha-Bar, dann soll ein Wagen vorgefahren sein, aus dem mehr als 20 Schüsse abgefeuert worden sein sollen.
          Die Polizei war nach der Tat gegen 23 Uhr mit einem großen Aufgebot vor Ort und sperrte die Umgebung weiträumig ab. „Der Hintergrund ist noch völlig unklar“, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner. Die verletzten Männer seien serbischer Nationalität oder Herkunft. Mutmaßliche Täter gebe es noch nicht, bislang wurde niemand festgenommen.
          Nach Beobachtungen eines dpa-Fotografen standen während der Spurensicherung der Polizei am Tatort 29 Schilder als Markierungen für Patronenhülsen auf der Straße. Ein Polizist vor Ort sagte, eines der drei Opfer sei sieben bis acht Mal von Schüssen in den Oberkörper getroffen worden.
          […]
          Die Müllerstraße wurde in beide Richtungen gesperrt. Polizisten mit Maschinenpistolen sicherten die Umgebung. Schwer bewaffnete Polizisten waren auch in einem Haus in der Nachbarschaft des Tatorts im Einsatz.
          Die Staatsanwaltschaft übernahm ungewöhnlich schnell nach der Tat die Federführung für die Veröffentlichung von Informationen, was nur bei größeren Delikten vorkommt. Die Shisha-Bar am Tatort wirbt im Internet, sie befinde sich „an einem der heißesten Hotspots in Berlin Wedding“.
          […]
          Die CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus sprach von einer wilden Schießerei, dies sei „der besorgniserregende Höhepunkt krimineller Vorgänge im Wedding“ sei. Immer häufiger meldeten sich bei der CDU-Fraktion besorgte Anwohner, die sich in ihrem Kiez alleingelassen und nicht mehr sicher fühlen.
          „Bei Schießereien solchen Ausmaßes kann die Politik nicht einfach zur Tagesordnung übergehen. Senat, Polizei und Staatsanwaltschaft müssen entschlossen handeln“, sagten CDU-Fraktionschef Burkard Dregger und CDU-Rechtsexperte Sven Rissmann „Berliner sollen sich überall sicher fühlen in ihrer Stadt, auch im Wedding.“
          Der Eskalation der Gewalt müsse „endlich Einhalt geboten werden“ – durch schnelle Aufklärung der Tathintergründe, konsequente Verfolgung und Bestrafung sowie eine verstärkte Polizeipräsenz. (Tsp, dpa)

          https://www.tagesspiegel.de/berlin/polizei-justiz/vor-einer-shishabar-in-der-muellerstrasse-schiesserei-in-berlin-wedding-drei-maenner-schwer-verletzt/27306470.html

          Vermutlich rivalisierende Gangs („alteingesessene“ arabische Clans gegen aufstrebende Akteure aus dem Balkan, zuletzt gab es einen Showdown mit tschetschenischen Gangs, der durch einen muslimischen Friedensrichter beendet werden konnte). Dasselbe Muster weisen die ständigen Schießereien in den USA auf, was belegt, wo die eigentliche Bedrohung der Sicherheit liegt.

          Aber das Mißmanagement Kaliforniens toppt alles: nicht einmal die Cannabis-Legalisierung, ein Herzensanliegen der Democrats, klappt ohne steuerliche Subventionierung:

          “The largest U.S. state earmarked money last week to aid companies that are struggling financially in large part because of bureaucratic delays and missteps in transitioning them from temporary licenses into more stringent permanent ones. It’s a cautionary tale for other states that are figuring out how to balance social-equity provisions, tax rates and competing with an illicit market valued at $66 billion last year, according to New Frontier Data,” reports the Financial Post.

          “While California’s 15% tax on legal marijuana has been blamed for pushing consumers to the illicit market, it’s clear that much more has gone wrong. Legalization, which began in 2016, has been messy with rules varying by city and county. The process has also been slow and expensive. That weighed most on small operators, thus many haven’t transitioned to the regulated recreational market, which has more potential than medical,” adds the website.
          Read the full report here.

          https://financialpost.com/pmn/business-pmn/lessons-from-californias-pot-industry-bailout

          Den ganz Woken kommen sogar bei uns Bedenken:

          😉

          Das Internationale Olympische Komitee (IOC) änderte 2015 die Regeln und erlaubte es damit Transfrauen, deren Testosteronspiegel unter einem festgelegten Schwellenwert liegt, an den Wettkämpfen der Frauen teilzunehmen. Hubbards Testoteronwert liegt unter dieser Marke.

          „Ein schlechter Scherz“

          Kritiker:innen sehen in Hubbards Olympia-Teilnahme ungeachtet dessen einen unfairen Vorteil für die Athletin gegenüber weiblich geborenen Teilnehmerinnen: Sie verweisen auf die biologischen Vorteile derjenigen, die als männlich Geborene die Pubertät erlebt haben und damit beispielsweise über eine erhöhte Knochen- und Muskeldichte verfügen. Für die belgische Gewichtheberin Anna van Bellinghen, die in derselben Kategorie wie Hubbard antreten wird, ist die Teilnahme der Neuseeländerin „ein schlechter Scherz“. Sie unterstütze die Trans-Community zwar voll und ganz, Inklusion sollte jedoch nicht „auf Kosten anderer“ geschehen, sagte van Bellinghen im Mai. „Jeder, der Gewichtheben auf hohem Niveau trainiert hat, weiß: Diese besondere Situation ist unfair gegenüber dem Sport und den Athletinnen“, so sie Sportlerin weiter. „Einige Athletinnen werden so lebensverändernde Chancen verpassen – Medaillen und Olympiaqualifikationen – und wir sind machtlos.“

          https://www.stern.de/sport/olympia/gewichtheberin-laurel-hubbard-ist-erste-transathletin-bei-olympia–30580586.html

          Während die Gefahr für die Sicherheit, s.o. sowie rechtsfreie Räume von Linksextremisten und islamistische Gefährder, ganz woanders liegt, wird bei uns von „Experten“ über die Gefahr von rechts fabuliert:

          Besonders merkwürdig äußerte sich Precht, der es ja lieber mit der „Pflicht“ als der Freiheit hält, über die Rechten, die eigentlich gar keine seien:

          Zwischen linken Parolen und schräger Freiheitsliebe
          Die Neue Rechte ist vollkommen verwirrt
          Ein Essay von Richard David Precht
          Wer heute rechts ist, legt zumeist Wert darauf, es nicht zu sein. Die im Trotz Vereinten sind das geworden, was Rechte traditionell am meisten verabscheuen: unidentifizierbar und irgendwie queer.
          18.06.2021, 13.00 Uhr • aus DER SPIEGEL 25/2021

          […]
          https://www.spiegel.de/politik/deutschland/richard-david-precht-die-neue-rechte-ist-vollkommen-verwirrt-a-dc292fb5-0002-0001-0000-000177967156

          In der Printfassung [S.32] lautet der Einstieg so:

          Cowboy-Kitsch
          Essay Die Neue Rechte zimmert sich ihr Weltbild aus einer Obrigkeitsfeindlichkeit, die beinahe links aussieht, und einem aus den USA importierten Libertarismus. Das hat wenig mit Konservativismus zu tun und viel mit totaler Verwirrung. Von Richard David Precht

          Nun muß man sich schon fragen, was diese Delegitimierung der Rechten als „konservativ“ und deren Einordnung als libertär und queer eigentlich bringen soll. Man muß diesen Essay mehrmals lesen, um zu kapieren, daß Precht den Freiheitsbegriff diskreditieren will – ein wirklich besorgniserregender Befund.
          Hier liegt er ja noch richtig:

          Die Linke, geläutert vom unrealistischen Kommunismus sowjetischer und chinesischer Prägung, träumt zwar schon lange nicht mehr von diktatorischer Macht; dafür fordert sie heute die uneingeschränkte Deutungsmacht über den Menschen: seine Sprache, seinen Charakter, seinen Körper und seine Sexualität. Gender und Transgender, drittes Geschlecht und Cancel Culture – ein neuer, divers gefüllter autoritärer Moralismus.

          Hier macht er allerdings Halt und vergißt, Klima- und Coronapolitik einzubeziehen, die von Grünen und Linken mit demselben autoritären Moralismus aufgeladen wird und zudem staatlich gelenkten Kapitalismus fordert.
          Ihn verwundert, daß sich die AfD in ihrem Grundsatzprogramm „in die Tradition der Revolution von 1848“ stelle, „streng nach dem Motto „freie Bürger, keine Untertanen“ – nicht im Preußentum, sondern im Milieu der Freiheitskämpfer, der „Radikalen“ in der Paulskirche, die für den Preußenkönig nur Gesocks waren.“ [S.32]

          Das können keine echten Konservativen sein! Denn sie wittern „überall bösen Obrigkeitsgeist und Diktatur; sie klingen heute so wie ehedem die radikale Linke: Schutzmaßnahmen für die Schwachen bei Corona – nur ein Vorwand für den Ausbau totalitärer Staatsmacht! Der Umbau der Wirtschaft zur Nachhaltigkeit – ein „Deindustrialisierungsprogramm“ für einen „europaweiten grünen Sozialismus“, wie es im Klima-Manifest 2020 der WerteUnion in Bayern heißt.“ [S.32]

          Ja, Precht versteht überhaupt nicht, wieso der „Rechten“ folgendes als „links“ erscheint:

          Natur-, Klima- und Umweltschutz sowie der Gesundheitsschutz und überhaupt fast alle Einschränkungen und Verbote zu jedem erdenklichen guten Zweck.

          [ebd.]

          Nun, der Zweck heiligt nicht die Mittel, und Freiheit ist nun mal ein Grundrecht.

          Für die Neue Rechte meint Freiheit offenbar vor allem das Recht, jede Facette unseres zerstörerischen Lebensstils beizubehalten und nicht an die Folgen für die Welt unserer Kinder. Und sie meint, dass Freiheit zwar den Deutschen zustehe, nicht aber flüchtigen Syrern.

          Flüchtig ist hier allenfalls der Autor: was meint er eigentlich damit? Ähnlich oberflächlich geht es weiter:

          Neben der merkwürdigen neuen Liebe zur Freiheit gibt es eine zweite Eigenheit der Neuen Rechte, die jedem konservativen Rechten die Galle überlaufen lassen muss: ihre Wehleidigkeit! […] Man denke nur an das neurechte „Man wird ja wohl noch sagen dürfen…“, mit dem man sich jeden heftigen Widerspruch zu den abenteuerlichsten Thesen larmoyant verbittet.

          [S.33]

          Die übliche Leugnung der Cancel Culture, die derselbe Autor eingangs noch erwähnt hatte.

          Am peinlichsten aber ist aus traditionell rechter Sicht, dass diese Inhalte des neuen Rechtsseins ein kulturfremder Import sind. Der libertäre Freiheitsbegriff, auf AfD-Parteitagen, bei der WerteUnion, auf „Querdenker“-Demos und bei den Trotz-Predigern im Internet ins Feld geführt, ist aus den USA eingeführt worden.

          [ebd.]

          Vielleicht hätte dem Autor dämmern können, daß sich die Links-Rechts-Kategorien nicht mehr eignen; heute geht es um autoritär versus freiheitlich, und nur Letzteres ist mit einem demokratischen Rechtsstaat zu vereinbaren: da mag der Zweck noch so gut bzw. gutgemeint sein.

        • So, ich komme noch kurz zu Texten, die mir in den letzten Tagen gefallen haben. Vermutlich nicht alle vollständig lesbar!

          „Wer etwas auf sich hält, nennt sich heute pansexuell
          Ein Begriff geht um in progressiven Kreisen, die Pansexualität. Pansexuelle Menschen lieben andere unabhängig vom Geschlecht. Es ist sozusagen die gerechte Form des Liebens. Auch das noch.“
          https://www.nzz.ch/gesellschaft/pansexualitaet-die-sexuelle-orientierung-der-generation-woke-ld.1629727?mktcid=smsh&mktcval=Twitter

          Und:

          „Intoleranz im Namen der Toleranz bleibt Intoleranz

          Bloß 45 Prozent der Befragten einer Umfrage geben an, sie haben das Gefühl, ihre politische Mei-nung frei äußern zu können. Der Wissenschaftler Thomas Petersen sagt, auch in Deutschland ver-stärkt sich zunehmend der Druck der Anpassung, der von einer kleinen Minderheit ausgeübt wird.
          https://www.cicero.de/innenpolitik/allensbach-studie-zur-meinungsfreiheit-intoleranz-im-namen-der-toleranz-bleibt-intoleranz?“fbclid=IwAR1OImGKq6wnVfR7lCmFBAIa0mrDoRDcoiNpmd9M5MNB6OwZm6dUInsA7J8

          Und:

          „Die zwei Seiten des Regenbogens

          Politische Botschaften im Stadion können den Sport in Teufels Küche bringen. Selbst gutgemeinte Aktionen führen womöglich zu (identitäts-)politischen Kämpfen. Und wer legt eigentlich fest, was „gut“ ist?
          https://www.faz.net/aktuell/sport/fussball-em/deutsches-team/regenbogen-im-em-stadion-in-muenchen-die-zwei-seiten-17400445.html?“utm_content=buffercb640&utm_medium=social&utm_source=facebook.com&utm_campaign=GEPC%253Ds6&fbclid=IwAR38mHT0ixzojCjiqP7AvTRihZho_3p1UDkhVMxCV1E5cnt3-46vgXb7SZc

          Und:

          „Bundeszentrale für politische Blödheit
          VON GERHARD STRATE am 20. Juni 2021

          Die Bundeszentrale für politische Bildung entwickelt sich vom seriösen Anbieter neutral recher-chierter Hintergrundinformationen zur ideologisch agierenden Propagandabehörde auf Kosten der Steuerzahler. Jetzt mischt auch noch das Bundesverfassungsgericht mit.
          https://www.cicero.de/innenpolitik/bundeszentrale-fuer-politische-bildung-bpb-propaganda?“fbclid=IwAR2c6tTPZoolPS48yjwILcvFYgmmdrVH3n9PWpD1uRuTCR-esJPD0r30C9o

          Gerhard Strate hat natürlich recht! Die BPB ist wirklich fast nur noch ideologischer Müll und Propaganda! Nur finde ich die Beispiele, die hier Strate auswählt nicht gerade die Bedenklichsten, sondern da gäbe es viele andere Themen.

        • @ Gabriele Wolff

          Um Precht mache ich meist einen grossen Bogen, also der Typ interessiert mich nicht. Aber habe erst neulich mal ein Video von Precht mit Kubicki angeschaut und zwar wegen Kubicki. Also Kubicki gefällt mir sehr gut!

          Wolfgang Kubicki bei Richard David Precht | 14.03.2021

  7. Das 4:2 gegen Portugal heute war freilich ein ganz anderes Spiel als das 0:1 gegen Frankreich. Da ich ja sehr objektiv bin: das angebliche Abseits-Tor zum 1:0 für Deutschland war keins, während das 1:0 für Portugal selbstverständlich eines war. 😉

    Die zwei Eigentore Portugals waren erzwungen, denn hätten die portugiesischen Verteidiger sich nicht bemüht, den Ball noch wegzukicken, hätten deutsche Spieler das Tor gemacht. Ein sehr spannendes Spiel mit vielen Torszenen – für Portugal zu viele nach dem 4:1 für meinen Geschmack. Ronaldo hat zwar eine Serie gebrochen, nämlich die, daß er bislang gegen Neuer kein (Abstauber) Tor gemacht hat, die andere aber bestätigt: daß unter seiner Mitwirkung Portugal noch nie gegen Deutschland gewonnen hat.

    Und der Garten! Was war das für eine Freude, ihn und die Terrasenblumen zwischendurch und nach dem Spiel gewässert zu haben, so daß er aufatmen konnte. Leider sind die Schnecken wieder da, und die vor zwei Tagen gepflanzte kleine Sonnenblume büßte schon drei Blätter (von sechs) und die Hälfte der Blütenblätter ein. Die Margerite und die Cosmea leiden, ich sammle ab, was ich nur kann. Aber sonst? Blühendes Leben, und ich habe wieder Schneckenkorn bestellt. Ich bin wild entschlossen, die schöne Natur gegen die häßliche zu verteidigen. 😉

    • Die häßliche Natur kann übrigens schön sein: mein giftiger Eisenhut im Schattenbeet stand nie prächtiger als in diesem Jahr…

      Kommen wir also zur Natur des Corona-Virus (von der Vorseite):

      „Und ganz im Gegensatz zur Rechtslage und dem allgemeinen Verständnis vom Staatsbürger und der Regierung befindet sich dieser Kommentar im Tagesspiegel, den ich heute beim Morgenkaffee las:“

      15.06.2021, 16:46 Uhr
      Corona-Lockerungen
      Der Wunsch nach einer Atempause darf nicht auf Kosten anderer gehen
      Masken, Tests, Kontaktbeschränkungen: Am liebsten soll alles zurückgefahren werden. Das freut die Menschen – aber kluges Regieren ist das nicht. Ein Kommentar
      Karin Christmann

      Manches ist für Zweijährige besonders schwer zu akzeptieren: Beispielsweise können sie nicht ihren Badeanzug anziehen und sich dann im Schnee wälzen. Rein praktisch wäre das zwar möglich. Aber jeder Vater und jede Mutter wird es verhindern. Du kannst nicht alles haben im Leben: So freudlos es klingt, so wahr ist es auch. Wer das Erwachsenenalter erreicht hat, sollte es gelernt haben.

      Die derzeitigen Debatten über Corona-Lockerungen laufen hingegen darauf hinaus, die Zweijährige noch kalt abzuduschen, bevor sie im Badeanzug in den Schnee springt. Masken, Tests, Kontaktbeschränkungen: Am liebsten soll alles zurückgefahren werden.

      Viele Menschen sind nur allzu froh über diese Impulse. Das resultiert aus Erleichterung und Freude und ist nur zu verständlich. Ein Espresso im Café fühlt sich nach dem Pandemiewinter an wie ein Kurzurlaub in Rom. Die Berlinale lockt, das Public Viewing zur EM auch. Alles wie früher. Und das so plötzlich. Vor allem die Masken werden debattiert. Sie sind das Symbol der Pandemie schlechthin. Verschwinden sie, ist alles vorbei. Ach, wie schön es doch wäre.
      Aufgabe der Politik ist es aber nicht, der Bevölkerung eine Freude zu machen, sondern gut zu regieren.
      […]

      https://www.tagesspiegel.de/politik/corona-lockerungen-der-wunsch-nach-einer-atempause-darf-nicht-auf-kosten-anderer-gehen/27289090.html

      Da ist man sprachlos. Das gemeine Volk wird wie Zweijährige adressiert, wogegen der Staat als Papi und Mami agieren soll. Allen stehen alle Grundrechte per Verfassung zu, und die Einschränkung bedarf einer verfassungsgemäßen Begründung. Schon die „britische“ Variante war ein Popanz, die indische („Delta“) ist es erst recht. Sie dümpelt bei uns seit Monaten zwischen 2 und 3 %. Aber Christmann agumentiert mit dieser Variante:

      Die Politik weckt Erwartungen, die sie womöglich bald wird enttäuschen müssen. Großbritannien hat den Tag, an dem alle Beschränkungen fallen, verschoben – wegen der gefährlichen Delta-Variante. [GB ist aktuell weit offener als Deutschland.] Natürlich wird die sich auch in Deutschland ausbreiten.

      Der Delta-Effekt ist nicht genau vorauszusehen

      Doch wieder wird lieber der Sommer zelebriert. Die Infektionen, die dabei entstehen, erhöhen mittelfristig zum Beispiel das Risiko für Kinder, die ungeimpft gemeinsam im Klassenraum sitzen. Gleiches gilt für all jene Erwachsenen, für die noch kein Impfstoff verfügbar ist. Der Wunsch nach einer Atempause darf nicht auf Kosten anderer gehen.

      Im vergangenen Herbst war mitzuerleben, wie die Infektionszahlen plötzlich rasant stiegen. Die Lage ist heute dank der Impfkampagne – zum Glück – anders. Doch der Delta-Effekt ist nicht genau vorauszusehen. Zudem ist das Virus unter Selektionsdruck, gerade weil viele Menschen schon geimpft sind. Das kann Varianten befördern, die den Schutz durch bisherige Impfungen umgehen. Auch daher ist es sinnvoll, die Infektionszahlen so niedrig zu halten wie nur möglich. Die Pandemie hat seit Frühjahr 2020 viele Volten geschlagen. Mal staunte die Öffentlichkeit, wie schnell die Zahlen stiegen, derzeit staunt sie, wie schnell sie fallen. Die übergeordnete Lehre müsste sein: Vorsicht gewinnt. Und die Botschaft an die Bevölkerung muss nach wie vor lauten: Diese Pandemie ist nicht vorbei.

      https://www.tagesspiegel.de/politik/corona-lockerungen-der-wunsch-nach-einer-atempause-darf-nicht-auf-kosten-anderer-gehen/27289090.html

      Das wird sie nie sein – oder gab es je ein Mittel gegen das Schnupfenvirus? In der Printausgabe gab es auch noch eine Seite „Info“ über die indische Variante, die in Indien selbst kein Problem mehr ist (ich berichtete). Alles war im Konjunktiv gehalten, weil: nichts Genaues weiß man nicht. Mir ist in Erinnerung geblieben, daß deren besondere Tücke darin bestehe, daß gerade jüngere Menschen wegen milder Verläufe gar nicht bemerken, daß sie infiziert seien, und daher massenhaft Ältere anstecken. Während in Wahrheit Ältere Jüngere anstecken.

      Wenn wir noch ein Bundesverfassungsgericht haben, sollte es die Grundrechte gegen Spekulationen über potentielle Gefahren sicherstellen, damit mit dieser Propaganda ein für allemal Schluß ist!
      https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-33/#comment-93291

      Ich referiere mal die aktuellen „Inzidenzen“, die ja so unglaublich wichtig sind:

      Robert Koch-Institut
      Bundesweite Corona-Inzidenz sinkt weiter auf 11,6
      17. Juni 2021

      https://www.deutschlandfunk.de/robert-koch-institut-bundesweite-corona-inzidenz-sinkt.1939.de.html?drn:news_id=1270601

      Brandenburg: 5,2

      Covid-19-Intensiv-Patienten: 1.068 (-66 gegenüber dem Vortag)
      Freie Kapazitäten: 3.568 (plus 33 gegenüber dem Vortag)

      Endlich mal eine annäherungsweise Kongruenz zwischen sinkenden Covid-Patientenzahlen und Erhöhung von freien Kapazitäten.

      18.6.2021:

      7-Tage-Inzidenz: 10,3
      4,9 – Brandenburg

      Es gibt nur noch 4 Landkreise mit einer Inzidenz von über 35.

      Covid-19-Intensivpatienten: 1.011 [-57 im Vergleich zum Vortag]
      Freie Kapazität: 3.482 [-86 im Vergleich zum Vortag]

      Da ist doch ein Rätsel, daß die sinkenden Covid-19-Intensivpatienten so lange nicht zu steigenden freien Kapazitäten führten (der 17.6. war eine Ausnahme)- wie generieren die Kliniken ihr Intensiv-Patientengut eigentlich?

      19.6.2021
      Sieben-Tage-Inzidenz erstmals seit neun Monaten einstellig

      Dem Robert Koch-Institut wurden 1.108 Neuinfektionen und 99 Todesfälle gemeldet, deutlich weniger als in der Vorwoche. Die bundesweite Inzidenz liegt laut RKI bei 9,3.
      18. Juni 2021, 21:51 Uhr Aktualisiert am 19. Juni 2021, 6:49 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE,

      https://www.zeit.de/wissen/2021-06/coronavirus-neuinfektionen-rki-gesundheitsaemter-vorwochenvergleich-sinkende-fallzahlen

      Brandenburg: 4,4

      Covid-19-Intensivpatienten: 964 (-47 gegenüber dem Vortag)
      Freie Kapazitäten: 3.685 (plus 203 gegenüber dem Vortag)

      Endlich mal ein irgendwie stimmiges Ergebnis! Aber viel zu spät und viel zu abrupt.

      Die Todeszahlen stimmen eh nicht. Das RKI hat kein Interesse an Fakten.

      Zur Erinnerung:

      Entgegen der offensichtlichen Entspannng der Lage überschlagen sich die üblichen Alarmisten:

      Polizei räumt Party mit 4.000 Menschen im Hamburger Stadtpark
      Kanzlerin Angela Merkel kritisiert voll besetzte EM-Stadien. Virologin Melanie Brinkmann ist erschüttert über Lockerungen. Corona-News aus Deutschland
      Von Christian Vooren, Alexander Eydlin und Verena Hölzl
      18. Juni 2021, 17:15 Uhr Aktualisiert am 19. Juni 2021, 9:39 Uhr
      […]
      18. Juni 2021
      Christian Vooren
      Bundeskanzlerin Merkel kritisiert voll besetzte EM-Stadien

      Bundeskanzlerin Angela Merkel hat die vollen Stadien in einigen Ländern während der Fußball-EM kritisiert. Es sei zwar schön, dass in München wieder 14.000 Fans ins Stadion dürften, sagte sie, aber wenn sie „vollkommen besetzte Stadien sehe in anderen Ländern Europas“, dann sei sie ein wenig skeptisch, „ob das jetzt die richtige Antwort auf die gegenwärtige Situation ist“. Sie mahnte, die Corona-Pandemie sei nicht vorbei, die Delta-Variante gefährlich.

      18. Juni 2021
      Christian Vooren
      Fachleute kritisieren Lockerungen trotz Delta-Variante

      Angesichts der Ausbreitung der Delta-Variante des Coronavirus kritisieren Expertinnen und Experten die bundesweiten Lockerungen der Hygienemaßnahmen. Laut einem Bericht des Spiegel zeigte sich die Virologin Melanie Brinkmann vom Helmholtz-Zentrum in Berlin erschüttert über die derzeitigen Öffnungsschritte, insbesondere über die Debatte um eine Abschaffung der Maskenpflicht. „Wir können derzeit in England beobachten, worauf höchstwahrscheinlich auch Deutschland zusteuern wird“, sagte Brinkmann. Doch statt nun mit Bedacht vorzugehen, handle die Politik schon wieder ungeduldig und ohne einen Plan zu haben, was zu tun sei, sollten die Fallzahlen wieder in die Höhe gehen.

      Auch der Physiker und Modellierer Dirk Brockmann vom Robert Koch-Institut äußerte sich besorgt: „Wir machen die gleichen Fehler noch einmal“, sagte er. Es sei klüger, zunächst einzelne Maßnahmen zurückzunehmen und abzuwarten, welche Auswirkung das auf das Infektionsgeschehen habe, statt in vielen Bereichen gleichzeitig zu lockern.
      […]

      https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-06/coronavirus-deutschland-aktuell-rki-neuinfektionen-fr-sa-so-live

      Drosten darf im Regierungslager-Chor nicht fehlen:

      19.6.2021 08:38 Uhr
      „Ab jetzt wirklich ernst nehmen“

      Drosten sieht Deutschland jetzt schon im Rennen gegen die Delta-Variante
      Greift die Virusvariante hierzulande so um sich wie in England? Dann dürften die Inzidenzen schon in zwei Wochen steigen. Aber: Die Schulferien lassen hoffen.

      Nach Einschätzung des Charité-Virologen Christian Drosten muss Deutschland die Delta-Variante in der Pandemie ab sofort ernst nehmen. „Ich bin mittlerweile so weit, dass ich sage, wir sind hier jetzt im Rennen in Deutschland mit der Delta-Variante“, sagte Drosten am Freitagabend auf dem Online-Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin. „Wir müssen das ab jetzt wirklich ernst nehmen.“

      Nach einer Analyse des Robert Koch-Instituts für die erste Juniwoche hatte sich der Anteil der Delta-Variante in Deutschland innerhalb von nur einer Woche auf sechs Prozent fast verdoppelt. In den Wochen zuvor stagnierte diese Mutante bundesweit eher um die zwei Prozent. Auch jetzt liegt sie noch auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau – allerdings im Rückblick.

      Vom Gefühl her kann ich sagen, uns rufen immer mehr Leute an, die Ausbrüche beschreiben, immer mehr Labore“, berichtete Drosten. Im Süden Dänemarks und in Schleswig-Holstein gebe es gerade ein Ausbruchsgeschehen. „Das erinnert mich an den Beginn der B.1.1.7-Epidemie in Deutschland, wo es genauso war“, sagte der Virologe.

      Die ansteckendere Variante B.1.1.7., die 2020 in Großbritannien bekannt wurde, hatte Deutschland im Winter in die dritte Pandemiewelle getrieben. Eindämmungsmaßnahmen kamen zu spät oder waren zu inkonsequent.

      Die Situation jetzt in Deutschland sei mit der in England im Mai durchaus ein wenig vergleichbar, analysierte Drosten. In Großbritannien hatte die ansteckendere Delta-Variante innerhalb weniger Wochen trotz fortgeschrittener Impfquoten deutlich die Vorherrschaft im Infektionsgeschehen übernommen. Die 7-Tages-Inzidenzen stiegen wieder – von 20 auf 70. Lockerungen wurden deshalb gestoppt. Angesteckt hätten sich dabei vor allem junge Erwachsene, sagte Drosten. Die Infektionen hätten sich in England vorwiegend in den Impflücken abgespielt. [Wo es keine gravierende Erkrankungen gibt.]

      „Wenn wir jetzt so rechnen würden, wie sich das in England entwickelt hat, also mit einer ungefähren Verdoppelung pro Woche, dann hätten wir dieses spekulative Szenario: Dann lägen wir in dieser Woche schon bei 20 Prozent“, sagte Drosten. Anfang Juli wäre die Delta-Variante dann auch in Deutschland im Bereich der Dominanz. „Und wir müssten damit rechnen, dass Anfang Juli in Deutschland auch die Meldezahlen wieder hochgehen“, folgerte der Wissenschaftler.

      Das sei aber noch reine Spekulation und eine Hypothese. Deutschland habe noch Chancen, wenn es die Inzidenz in den nächsten Wochen weiter senken könne. „Was auch helfen könnte, sind die Schulferien. In England ging es in den Schulen los. Das ist ein deutlicher Unterschied.“
      […]

      https://www.tagesspiegel.de/wissen/ab-jetzt-wirklich-ernst-nehmen-drosten-sieht-deutschland-jetzt-schon-im-rennen-gegen-die-delta-variante/27302914.html

      Noch immer will der Gefühlsmensch Drosten seine basislose Empfehlung vom 29.4.2020, Schulen zu schließen, weil Kinder dieselbe Viruslast hätten wie Erwachsene, verteidigen.

      Da sich auch der staatlich unterworfene Wieler vom RKI dieser Panikmache anschloß, hier ein Statement seiner Behörde vom 16.6.2021 zu den Varianten:

      Die Weltgesundheitsorganisation hat eine neue Bezeichnung für SARS-CoV-2-Varianten eingeführt (https://www.who.int/en/activities/tracking-SARS-CoV-2-variants/). Hierzu zählen die besorgniserregenden Varianten (VOC) der Linien Alpha (B.1.1.7, erstmals nachgewiesen in Großbritannien), Beta (B.1.351, erstmals nachgewiesen in Südafrika), Gamma (P.1, erstmals nachgewiesen in Brasilien) und Delta (B.1.617.2, erstmals nachgewiesen in Indien). Im Deutschen elektronischen Sequenzdaten-Hub (DESH) (www.rki.de/covid-19-desh) werden im Rahmen der Integrierten Molekularen Surveillance (IMS) besorgniserregende Varianten erfasst.

      Die aktuellen Zahlen zu den Virusvarianten werden regelmäßig in den Berichten zu Virusvarianten von SARS-CoV-2 in Deutschland dargestellt. Insgesamt ist die VOC Alpha seit März 2021 in Deutschland der vorherrschende COVID-19-Erreger. VOC Alpha ist nach bisherigen Erkenntnissen deutlich ansteckender und verursacht vermutlich schwerere Krankheitsverläufe als andere Varianten.

      https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Jun_2021/2021-06-16-de.pdf?__blob=publicationFile

      Genau! Die indische Variante Delta, die jetzt auch von Wieler ins Feld geführt wird, ist offenbar harmlos, jedenfalls noch unbekannt:

      Daß Positivtests steigen, hat schießlich Null Bedeutung.

      Endlich greift sogar die ZEIT den unerträglichen Personenkult um Drosten an:

      Wissenschaftspreise
      Und der Drosten geht an ...
      Von Anna-Lena Scholz
      16. Juni 2021 DIE ZEIT Nr. 25/2021, 17. Juni 2021

      Die Berliner Charité braucht demnächst einen Anbau – um darin alle Medaillen, Urkunden und geschliffenen Glaspokale unterzubringen, die ihr Starvirologe Christian Drosten dieser Tage so einholt. Grimme Online Award. Deutscher Radiopreis. Urania-Medaille. Leibniz-Medaille. Eduard Buchner Preis. Ehrenpreis des Bundesverbands der Kommunikatoren. Sonderpreis für Wissenschaftskommunikation. Sonderpreis der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Bundesverdienstkreuz. Hochschullehrer des Jahres. Manager des Jahres. Berliner des Jahres. Fehlt noch was?
      […]
      Ehre also, wem Ehre … Wobei: Wer ehrt hier eigentlich wen? Die Relevanz einer Auszeichnung verhält sich immer proportional zum Glamour der zu ehrenden Person. Je toller der Drosten, desto doller die Preisverleiher.
      […]
      Ausnahmetalente und große Geister gab es in der Wissenschaft schon immer, Personenkult aber war ihr (meist) fremd. Und auch die Öffentlichkeit ließ ihre Forscher einfach machen, halb desinteressiert, halb vertrauend. Die vielen Auszeichnungen für einen Virologen, all die Scheinwerfer und das Konfetti markieren etwas Neues: eine Popularisierung der Wissenschaft, den Wunsch nach Nähe. Wir sind Drosten.
      Leider gibt es auch eine andere Seite der, nun ja, Medaille. Die Masse der Auszeichnungen schmälert die Spezifik der Leistung. Und die Überhöhung einzelner Spitzenforscher schafft genau jene Distanz zwischen Wissenschaft und Gesellschaft, die eigentlich eingeebnet werden soll. In Deutschland gibt es rund 50.000 Professorinnen und Professoren. Bestimmt sind noch einige weitere gute Hochschullehrer, Managerinnen und sogar Berliner darunter.

      Transparenzhinweis: Die Auszeichnung „Hochschullehrer des Jahres“ verleiht der Deutsche Hochschulverband jährlich mit Unterstützung des Zeitverlags

      https://www.zeit.de/2021/25/wissenschaft-preise-auszeichnungen-christian-drosten-popularisierung-personenkult

      Drosten bespielt den Regierungskurs – wie man sieht, nach Gefühl.

      Was die Inzidenz-Zahlen angeht, die „sein“ ungeeigeter PCR-Test generiert:

      Der tabuisierte PCR-Ct-Wert und die Zahl der Corona-Infizierten
      Was der Berliner Chef-Virologe nicht sagen durfte

      • VERÖFFENTLICHT AM 16. Jun 2021

      Am Freitag, den 11. Juni 2021, tagte im Brandenburger Landtag ein mehrstündiger Corona-Untersuchungsausschuss, in welchem ein bekannter „Berliner-Regierungs-Virologe“ befragt wurde. Wie im Beitrag „Die Vernehmung von Drosten – Augenzeugenbericht aus dem Untersuchungsausschuss, und ein Stegreif-Protokoll der wichtigsten Aussagen“) beschrieben, ging es hierbei im Wesentlichen um PCR-Tests und Ct-Werte. Auf die präzise gestellten Fragen antwortete der eingeladene Fachmann meist in diffus-mehrdeutigen Sätzen. Eine politisch inkorrekte Klarstellung.
      https://reitschuster.de/post/drei-stunden-mit-drosten-ein-augenzeugen-bericht-aus-dem-untersuchungsausschuss/
      […]
      Als Regel gilt: Liegt viel virale RNA in der Probe vor (hohe Virenlast im Abstrich), so müssen relativ wenige, in der Regel unter 25 Zyklen, durchlaufen werden (Ct-Wert kleiner als 25). Werden hingegen 30 oder mehr Zyklen benötigt, um ein positives PCR-Ergebnis zu erzielen, so handelt es sich bei diesem amplifizierten Erbgutabschnitt in der Regel um inaktive RNA-Bruchstücke von Coronaviren, die zum Beispiel eine überstandene Infektion anzeigen können (symptomlose, d. h. gesunde Personen).

      Die Angabe des „Ct-Werts“ ist somit von zentraler Bedeutung, um die Zahl wirklicher „Corona-Infektionen“ bestimmen zu können. So ergab zum Beispiel eine US-Studie im Jahr 2020, dass von 90 eindeutig positiv RT-PCR getesteten Personen nur 29 % infektiöse Viren im Körper trugen, die man im Laborversuch nach Beimpfung von Zellkulturen (Vero E6-Cells) identifizieren kann. Diese 29 % waren bei Probenentnahme mehr oder weniger erkrankt. Etwa 70 % der positiv RT-PCR – Getesteten zeigten weder Covid-19-Krankheitssymptome, noch konnten aktive, Zellen-zerstörende SARS-CoV-2-Viren entdeckt werden. Die real mit Coronaviren infizierten 29 % der untersuchten Personengruppe wurden bei PCR-Ct-Werten von unter 24 identifiziert (Quelle: Antonelli, G. et al.: Diagnostic Microbiology and Infectious Disease 99: 115237; 2021). In Deutschland werden die Ct-Werte — soweit mir bekannt — nicht von den Testlabors weitergeleitet, und das gegen eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Die reale Zahl der mit aktiven Coronaviren infizierten, getesteten Personen (sog. „Corona-Fälle“) bleibt somit verborgen — sie wird aber sicher weit unter den gemeldeten „Corona-Positiven“ liegen.

      Im US-Bundesstaat Florida wird die WHO-Empfehlung, Ct-Werte mit den positiven oder negativen PCR-Testergebnissen den Behörden mitzuteilen, strikt umgesetzt. Wie aus dem von Gouverneur Ron De Santis am 03.12.2020 verbreiteten Schreiben „Mandatory Reporting of COVID-19 Laboratory Test Results: Reporting of Cycle Threshold Values“ hervorgeht, müssen neben diesen Testdaten auch „Sex“ (das biologische Geschlecht, d.h. männlich bzw. weiblich) und die „Race“ der Testperson angegeben werden — für Deutschland unvorstellbar!
      […]

      https://reitschuster.de/post/der-tabuisierte-pcr-ct-wert-und-die-zahl-der-corona-infizierten/

      Insoweit darf davon ausgegangen werden, daß ein großer Anteil der noch jetzt angezeigten „Postiven“ falsch positiv getestet wurde.

      Auch das gibt es: der Medien-Lieblings-Alarmist Lauterbach lobt den von der Mehrzahl der Medien verfemten Virologen Streeck:

      17.6.2021
      19:22 Uhr
      Prognose zur dritten Welle
      Lauterbach zu sinkenden Corona-Zahlen in der Sommersaison – „Streeck hatte recht“
      Der Virologe Hendrik Streeck wurde für seine Vorhersagen oft belächelt. Nun räumt SPD-Gesundheitsexperte Lauterbach ein, sich geirrt zu haben.

      Der Virologe Hendrik Streeck von der Uniklinik Bonn sagte im Januar voraus, dass die Corona-Fallzahlen Im Frühling zurückgehen würden. Dies sei „das typische Verhalten von Coronaviren“, so Streeck zu „web.de“, dass sie sich „über die Sommermonate hinweg nur noch auf einem niedrigen Level verbreiten“.

      Für seine Corona-Prognosen wurde der Virologe damals harsch kritisiert und vielfach belächelt. Am 8. April fragte Talkmaster Markus Lanz in seiner Show, ob die Hoffnung auf die wärmere Jahreszeit „Pandemiebekämpfung nach Wetterbericht“ sei.

      SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach erklärte, dass „natürlich kein Wissenschaftler diese Hoffnung hatte“, dass die Zahlen allein wegen der Jahreszeit sinken würden.
      https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/lauterbach-auf-allen-kanaelen-karl-der-grosse-macht-jetzt-tv/26956156.html

      „Ich kenne keinen einzigen Wissenschaftler, vielleicht bis auf einen, der namhaft ist, der diese Hoffnung bereits gehabt hätte“, sagte Lauterbach damals. Tatsächlich sinken die Infektionszahlen jedoch seit Ende April, Streecks Prognosen waren richtig. Damit hat die „Bild-Zeitung“ den Mediziner nun konfrontiert.

      Auf Nachfrage der „BILD“ bekannte Lauterbach jetzt: „Für den Einfluss der Saisonalität auf das Infektionsgeschehen räume ich ein: Hendrik Streeck hatte voll recht.“
      https://www.tagesspiegel.de/wissen/aber-kein-grosses-public-viewing-lauterbach-fuer-laenger-geoeffnete-aussengastronomie-zur-em/27239884.html

      Streeck: Sollten uns darauf einstellen, mit dem Virus zu leben

      Anfang Juni warb Streeck für ein bisschen Mut im Sommer. Es könne möglicherweise eine Teilimmunität in der Bevölkerung aufgebaut werden, die dann den weiteren Verlauf der Pandemie abschwäche, sagte der Bonner Professor. „Wir sollten uns über den Sommer ein bisschen mehr Mut erlauben“, so Streeck.

      Derzeit zeigten Studien, dass bis zu 81 Prozent der Infektionen asymptomatisch verliefen.
      https://www.tagesspiegel.de/wissen/widersprueche-die-wir-aushalten-muessen-was-wissenschaft-politik-und-oeffentlichkeit-aus-der-coronakrise-lernen-koennen/25894334.html

      Das bedeute, die Infizierten haben keine oder kaum Symptome. „Die Zahl der Covid-19-Erkrankten auf den Intensivstationen ist derzeit rückläufig“, sagte Streeck. „Es besteht eine Chance, dass wir über den Sommer die Anzahl der Personen mit Teilimmunität erhöhen können.“
      Die Hoffnung auf einen Impfstoff könne sich als trügerisch erweisen. Also solle man sich darauf einstellen, mit dem Virus zu leben. (Tsp)

      https://www.tagesspiegel.de/politik/prognose-zur-dritten-welle-lauterbach-zu-sinkenden-corona-zahlen-in-der-sommersaison-streeck-hatte-recht/27298560.html

      Und Asymptomatische (wie Kinder) spreaden nicht. Es wäre gut, wenn Drosten sich mal dem wissenschaftlichen Stand widmen würde, statt sich auf seine Gefühle und seine unwissenschaftlichen Kinderstudien zu verlassen.

      Ich glaube, daß der Eiferer Meisner nicht mehr beim Tagesspiegel tätig ist. Er erlebt jedenfalls dunkle Stunden:

      […]

      Das haben Hochstapler nun mal so an sich: daß sie erfolgreich sind. Wie all die Politiker, die mit ihren plagiierten Doktorarbeiten durchkamen.

      Und so kann man auch diskutieren:

      Und so setzen sich rationale Politiker durch, die dem Wissenschaftbetrieb, insbesondere dem politisch abhängig behördlichen, zurecht mißtrauen:

    • Zum Fussball:

      Du hast ja mal noch die WM 2014 angesprochen! Das war m.E. ein sehr untypisches Deutschland. Also die Deutschen haben ihre Stärke ja nicht unbedingt im spielerischen Bereich (also Technik), sondern ganz eindeutig und über Jahrzehnte im kämpferischen Bereich und ihrer Disziplin.
      Ich denke, diese deutsche Mannschaft wird, obwohl 4:2 gegen Portugal, nicht sehr weit kommen.

      Ich tippe ja auf Frankreich, Belgien und Italien, Holland.
      Klar, zum erweiterten Kreis kommen dann Deutschland, Spanien, Portugal. Obwohl Portugal oder Spanien bereits in der Vorrunde rausfliegen können. Sonst sehe ich momentan keine Mannschaft: England hat zwar momentan die stärkste Liga, aber die Nationalmannschaft ist momentan ziemlich schwach.

      Zu Corona und Drosten und seinen Preisen:

      Ich glaube, das dürfte ähnlich wie die Preise für Journalisten sein: Hier bejubelt sich ein Mainstream-Milieu selbst, was sie doch alle für tolle Hechten sind. 🙂 Also vielfach nicht ernst zu nehmen.

      Dann noch kurz was von Oskar Lafontaine:

      „Die USA und die Menschenrechte

      Das Eintreten für die Menschenrechte gehöre zur DNA der USA, sagte der US-Präsident Joe Biden nach seinem Treffen mit dem „Killer“ Wladimir Putin. Zuerst dachte ich, „Sleepy Joe“ habe sich versprochen und hätte sagen wollen, die Verletzung der Menschenrechte gehört zur DNA der USA. Aber er meinte es wirklich ernst. Hier sieht man, warum die USA und ihre westlichen Vasallen samt ihrer Propaganda-Medien zum Frieden nicht fähig sind. Die ungezählten Kriege der USA und ihrer Marionetten kann man gar nicht anführen. Schätzungsweise 20 Millionen Menschen wurden seit dem Zweiten Weltkrieg Opfer dieser grausamen Kriege – man denke nur an die Vergiftung Vietnams mit Agent Orange oder den Hungertot der Kinder im Irak. Nicht zu reden von Drohnenmorden, Auftragsmorden und verdeckten Kriegen. Die westliche Welt mit ihren verlogenen Doppelstandards sieht den Splitter im Auge ihrer „Feinde“, aber den Balken im eigenen Auge sieht sie nicht.
      Der „Kampf der USA für Menschenrechte“ begann mit dem Völkermord an den Ureinwohnern Amerikas und der Einführung der Sklaverei. Von Guantanamo und Abu-Ghuraib haben sie nie etwas gehört und Nawalny ist ein Opfer diktatorischer Willkür, während Assange der „gerechten Strafe“ entgegensehen muss, weil er Verbrechen der USA gegen die Menschenrechte aufgedeckt hat.
      https://www.facebook.com/oskarlafontaine/

      • Fußballtechnisch gebe ich mal diesen profunden Tip weiter:

        😉

        Es ist irre, was man rund um Fußball mittlerweile alles findet:

        Europameisterschaft
        Warum viele in Deutschland nicht jubeln

        Mohamed Amjahid
        Sonntag, 20.06.2021

        Fußball-Turniere sind zugleich irrelevante und hoch emotionale Angelegenheiten. Der Fußball ist überall, kostet viel viel Geld, wird politisiert, man kann ihm nicht entgehen. Deswegen fand ich diesen Text von Canberk Köktürk spannend. Er handelt von jungen Menschen, die die alltäglichen Mikroagressionen (im Fußball) auf Turniere wie die aktuelle Europameisterschaft übertragen.

        Ich dokumentiere auf meinem Twitter-Profil seit Jahren rassistische Vorfälle in ganz Deutschland, beim Thema Rassismus und Fußball habe ich allerdings kapituliert. So häufig werden Schwarze Menschen und People of Color bei diesem Sport von Spielern, Fans oder Kommentator*innen diskriminiert, erniedrigt, entmenschlicht. Bei den Betroffenen löst dies wiederum etwas aus:

        „In all den Jahren gab es viele sol¬cher Situa¬tionen, in denen ich deut¬lich wahr¬ge¬nommen habe, dass viele deut¬sche Fans den Her¬kunfts¬län¬dern der deut¬schen Migra¬ti¬ons¬ge¬sell¬schaft sport¬lich alles Schlechte wün¬schen. Diese Aus¬gren¬zung, die Mikro¬ag¬gres¬sionen und die damit ver¬bun-denen ras¬sis¬ti¬schen Äuße¬rungen haben dazu geführt, dass ich eben¬diesen Länder die Daumen drücke. Eine Soli¬da¬ri¬sie¬rung mit allen Mit¬glie¬dern der Migra¬ti¬ons¬ge¬sell¬schaft.“
        https://11freunde.de/artikel/warum-ich-nicht-fuer-deutschland-jubeln-kann/3994415?komplettansicht=

        Ich habe den Vorteil, dass mir dieser Sport nichts bedeutet.
        […]

        https://www.piqd.de/medien-gesellschaft/europameisterschaft-warum-viele-in-deutschland-nicht-jubeln

        Und die Ungarn werden so begrüßt:

        Wirklich alles schwappt aus den USA zu uns rüber:

        Vermutlich haben wir irgendwann auch solches Lehrpersonal:

        Und woke Bürgermeister nebst Medien, die jiepernd alles bringen, was in ihre Agenda paßt:

        Wer wie Lafontaine die Wahrheit spricht, ist kaum noch vermittelbar. Heuchelei und Doppelmoral regieren die Welt.

        • Diese Doppelmoral läßt sich sehr schön an den jeweiligen Antisemitismus-Vorwürfen belegen: geht es gegen einen Konservativen wie Maaßen, reichen unbelegte Vorürfe von Luisa Neubauer und die Benutzung des „Codeworts“ „Globalisten“ aus:

          Der mit Preisen überhäufte Zeitgeiststar Carolin Emcke dagegen, die tatsächlich den Holocaust relativiert hatte, genießt reichlich Unterstützung – mit absolut sophiszischen Begründungen:

          Carolin Emcke
          Dummerweise ist Wahlkampf
          Warum man mit dem Vorwurf des Antisemitismus sparsam umgehen sollte [falls er die falschen trifft]

          Von Jens Jessen
          16. Juni 2021 DIE ZEIT Nr. 25/2021, 17. Juni 2021

          Vielleicht ist es nicht überflüssig, aus gegebenem Anlass noch einmal darauf hinzuweisen, dass nicht alles Antisemitismus ist, was mit diesem Etikett versehen wird. Stellen Sie sich vor, Sie bekommen ein Päckchen, auf das irgendjemand, sagen wir der Generalsekretär der CDU, mit dickem Filzstift in schwarzer Schrift „Antisemitismus“ geschrieben hat. Sie öffnen das Päckchen, finden aber nur das Manuskript einer Rede, die vor aufgeheizter Wahlkampfstimmung, Falschnachrichten und der Möglichkeit populistischer Hetze gegen Klimaforscher warnt. Dürfen Sie Ihrer intuitiven Lektüre trauen, oder müssen Sie sich, im Lichte der krakelig angebrachten Warnung, Ihr armes Hirn zermartern, ob Sie nicht doch eine judenfeindliche Pointe übersehen haben, womöglich von eigenem, tief sitzendem Antisemitismus irregeführt?
          […]
          Da Carolin Emcke von Mechanismen öffentlicher Manipulation gesprochen hat, die jederzeit gegen missliebige Gruppen eingesetzt werden können, gegen Klimaforscher wegen ihrer unbequemen Botschaft ebenso wie in unrühmlicher Vergangenheit gegen Juden, habe sie einen kleinen Nachteil (Rufbeschädigung) mit einem Menschheitsverbrechen in eins gesetzt.

          Das hat sie selbstverständlich nicht. Wenn festgestellt wird, dass sich zwei Dinge in einem Punkt überschneiden, ist damit keineswegs gesagt, noch nicht einmal angedeutet, dass sie sich in allen Punkten gleichen.

          Eine Verharmlosung des Holocausts durch inflationäre Vergleiche zu fürchten ist ohne jede Frage berechtigt, sie ist sogar eine gefährliche Tendenz unserer Gegenwart, aber in diesem Falle ist es nicht Carolin Emcke, die ihr Vorschub geleistet hat. Es sind die Kritiker, die ohne jeden genaueren Befund alles, was ihnen irgend missfällt, als Antisemitismus bezeichnen.
          […]

          https://www.zeit.de/2021/25/carolin-emcke-antisemitismus-vorwurf-wahlkampf-bundestagswahl-2021-verunglimpfung

          „Jana aus Kassel“ wurde dieser Sophismus nicht zuteil, als sie bekundete, sie fühle sich in ihrem Widerstand gegen die Corona-Maßnahmen wie Sophie Scholl. Logo, sie vertrat ja die falsche Position.

          Viele eilten der verdienstvollen Social Warrior Emcke zu Hilfe:

          Upps! Sollte es nicht „CNNisierung“ heißen? Dieser Sender, der jetzt abschmiert, war doch der Meister darin, Trump das Wort im Mund zu verdrehen und die übelste Interpretation ihren „Factchecks“ zugrunde zu legen.

          Fleischhauer schwebt über diesen Parteilichkeiten:

          Die FOCUS-Kolumne von Jan Fleischhauer
          Wie Sie im politischen Meinungskampf gewinnen, indem Sie andere gezielt missverstehen
          • FOCUS-Kolumnist Jan Fleischhauer
          Gestern, 19.06.2021 | 17:07

          Unter Autoren und Intellektuellen macht sich eine neue Form der Legasthenie breit. Die Fähigkeit, Sätze im Kontext zu lesen, ist stark vermindert. Alles wird nach Möglichkeit so verstanden, dass es als Waffe verwendet werden kann.

          Vor ein paar Jahren habe ich einmal Jürgen Trittin verteidigt. Die Bundestagswahl 2013 stand an, damals war Trittin der Spitzenkandidat der Grünen. Irgendjemand hatte einen Text ausgegraben, den er als Student unterschrieben hatte und in dem die Straffreiheit von Sex mit Minderjährigen gefordert wurde. Kinderschänder Trittin, hieß es darauf: So einen kann man doch nicht wählen!

          Ich bin sofort dabei, wenn es gegen die Grünen geht. Die Mischung aus Sonntagspredigt, Moralekstase und Magenbitter verursacht mir regelmäßig Unwohlsein, insofern betrachte ich meine Kolumne als Therapeutikum aus Notwehr. Aber einen Politiker an einem 32 Jahre alten Zitat aufknüpfen zu wollen, das noch nicht einmal von ihm selbst stammt, sondern das er nur presserechtlich verantwortet hat, weil jemand im Impressum stehen musste?

          Man fragt sich, ob ein Politiker des Jahres 2045 mit einem Tweet des Jahres 2013 zu Fall gebracht werden wird, schrieb ich. Was kommt als Nächstes?

          Heute wissen wir, was als Nächstes kommt. Vor drei Monaten musste die Chefredakteurin der „Teen Vogue“, Alexi McCammond, ihren Posten räumen. Eben noch schien sie die ideale Besetzung: eine afroamerikanische Frau an der Spitze einer Modezeitschrift. Dann wurde ihr ein Eintrag auf Twitter zum Verhängnis, in dem sie als 17-Jährige nach einer Partynacht geschrieben hatte, sie sei am Morgen mit asiatisch geschwollenen Augen aufgewacht.

          Die neue Tugendwelt kennt kein Vergessen und keine Gnade

          Asiatische Augen? Wie rassistisch! Hinfort mit ihr! Dass sich die arme Frau tausendmal entschuldigt hatte für die Unbedachtheit, mit der sich eine 17-jährige Version ihres heutigen Ich geäußert hatte? Dass sie den Tweet längst gelöscht hatte? Half alles nichts. Die neue Tugendwelt kennt kein Vergessen und keine Gnade. Irgendwo existiert immer ein Screenshot.

          Vergangene Woche hat es Carolin Emcke erwischt. Falls Ihnen der Name nicht auf Anhieb etwas sagt: Frau Emcke ist Autorin mehrerer Bücher, in denen dargelegt wird, warum die Linken nicht nur die besseren Argumente auf ihrer Seite hätten, sondern auch die lauteren Motive. Dafür ist sie mit Preisen überhäuft worden, unter anderem dem Otto-Brenner-Preis für kritischen Journalismus, dem Brücken-Preis der Stadt Regensburg, dem Friedenspreis des Deutschen Buchhandels, um nur ein paar zu nennen.

          Am Wochenende war sie auf dem Parteitag der Grünen als Gastrednerin eingeladen. Ihr Thema war die Relativierung der Wahrheit, was sie zu der Feststellung veranlasste, dass nach Juden, Feministen und Virologen nun vermutlich die Klimaforscher ins Fadenkreuz der Wahrheitsverdreher gerieten. Als Parteitagsrednerin sah sich Frau Emcke in der Pflicht, etwas zur grünen Sache beizutragen. In dem Fall dachte sie wohl, ein zusätzlicher Moral-Boost könne nicht schaden. Die grüne Parteispitze schaute dann auch ganz ergriffen.

          Ich bin kein Fan von Carolin Emcke, wie Sie sich denken können, so wie ich kein Fan von Jürgen Trittin war. Wo ständig der Nahtod der Demokratie besungen wird, nimmt einer wie ich Reißaus. Ich mochte Grunge schon als Musik nicht. Als ich die etwas merkwürdige Aufzählung sah, wer angeblich alles mit Verfolgung durch rechte Wahrheitsfeinde rechnen muss, dachte ich: Geht’s nicht ’ne Nummer kleiner? Die Klimaforscher als die neuen Juden?

          Carolin Emcke: Ist man gleich Antisemit, weil man einen etwas törichten Vergleich benutzt?

          Soweit ich das beurteilen kann, haben nicht diejenigen einen schweren Stand, die dem Kampf gegen den Klimawandel das Wort reden, sondern diejenigen, die im Verdacht stehen, die Sache auf die leichte Schulter zu nehmen. Aber ist das Ganze deshalb ein Skandal, der es wert ist, dass sich sogar der CDU-Generalsekretär einschaltet? Ist man gleich Antisemit, weil man einen etwas törichten Vergleich benutzt? Da habe ich dann doch meine Zweifel.

          Wir haben es mit einer neuen Form der Legasthenie zu tun. Die Fähigkeit, Sätze im Kontext zu lesen, ist dabei stark vermindert. Jeder Satz wird so verstanden, dass er maximal gegen denjenigen spricht, der ihn äußert. Kein Wohlwollen mehr, kein Vertrauensvorschuss, kein Interpretationsraum – stattdessen nur die dunkelste und nachteiligste Lesart.

          Das Kuriose ist, dass diese neue Legasthenie vor allem unter Künstlern und Intellektuellen verbreitet zu sein scheint. Man sollte meinen, dass Leute, die sich der intellektuellen Welt zurechnen, besonders gut lesen und schreiben können, ja, dass sie sogar in der Lage sind, zwischen den Zeilen zu lesen. Aber das genaue Gegenteil scheint der Fall zu sein. Wo der normale Mensch sagt: „Ach, das hat er/sie sicher nicht so gemeint“, heißt es beim politischen Legastheniker: „Kein Zweifel, er ist Faschist/Rassist/Sexist, anders kann man den Satz gar nicht verstehen.“

          Kampfmittel der Linken: Wann hat es angefangen, dass man andere bewusst missversteht?

          Manche weigern sich sogar, den Text zur Kenntnis zu nehmen, über den sie urteilen. Ihnen reicht die Überschrift. Neulich las ich in der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ in einem Artikel über die Literatursendung „Das Literarische Quartett“, ich hätte vor meinem Ausscheiden beim „Spiegel“ in meiner Kolumne die Überschrift „Nazis rein“ platziert. Der Autor, der Feuilleton-Redakteur Tobias Rüther, führte das als Beleg dafür auf, wie runtergekommen „Das Literarische Quartett“ sei. Jemand, der Überschriften wie „Nazis rein“ in den „Spiegel“ schmuggelt, als Gast einer Literatursendung: unerträglich!

          In der angesprochenen Kolumne ging es darum, wie man es schaffen könnte, Rechtsradikale zu redemokratisieren. Ich dachte, das sei doch, was wir wollen. Aber so weit war Herr Rüther bei der Lektüre offenbar nicht gekommen. Es interessierte ihn auch nicht, dass es in Blättern wie dem „Spiegel“ oder dem FOCUS keine Überschrift gibt, die nicht vorher die Ressortleitung passiert hat, dann die Dokumentation und anschließend, nicht ganz unwichtig, die Chefredaktion.

          Wann hat es angefangen, dass man andere bewusst missversteht, um im Meinungskampf die Oberhand zu gewinnen? Ich kann es nicht beweisen, aber mein Eindruck ist, dass es die Linke war, die dies als Kampfmittel einführte. Konservative oder Rechte sind naturgemäß weniger empfindlich, was die Verletzung von Sprachcodes angeht. Die korrekte Ausdrucksweise war nie ihr Steckenpferd. Aber das heißt nicht, dass man rechts der Mitte nicht in der Lage wäre zu adaptieren.

          Was mich immer schon verblüfft hat, ist, dass vielen Matadoren offenbar die Fantasie fehlt, dass es sie selbst erwischen könnte, wenn sie anfangen, aus jedem unbedachten Wort einen Strick zu drehen. Es gibt keinen Patentschutz auf politische Methoden. Nicht nur Greenpeace-Aktivisten können sich anketten, auch Identitäre beherrschen diese Protestform, wie man neulich bei der „taz“ feststellen musste. Heute ist es die Verwendung des Wortes „Globalist“, die angeblich eine verwerfliche Gesinnung beweist, morgen eben die falsche Opferreihung.
          […]

          https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-knuepft-sie-auf-am-falschen-wort_id_13413245.html

          Das ist der trockene Scharfsinn, der mir bei den „Aufschrei“-Empörten von links durch die Bank fehlt.

          Und Antisemitismus durch Muslime ist etwas ganz ganz anderes:

          Das ist ein woke Reflex wie in den USA:

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