Warum die Presse versagt

In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich keinen Beitrag mehr geschrieben, sondern nur noch in Kommentaren das Weltgeschehen und dessen mediale Zerrbilder präsentiert. Die Themen gingen nicht aus, und es war immer wieder ein Phänomen festzustellen: öffentlich-rechtliche Sender und die Medien informieren nicht, sie ergreifen Partei, befördern Agenden und verfehlen ihren Auftrag, der Macht durch kritisches Hinterfragen Paroli zu bieten.

Stattdessen: Polemik, Skandalisierung, uniformer „Haltungsjournalismus“, Wunschdenken, eilfertige Übernahme von Sprachvorgaben aktivistischer Lobbies und Ausgrenzung von Kritikern. Hat man jemals so viel über „Verschwörungstheorien“ – pardon, jetzt heißt es „Verschwörungsmythen“ und „Verschwörungserzählungen“, denn „Theorie“ klingt zu wissenschaftlich und würde diese Wirrköpfe nur adeln – gelesen wie in den letzten Monaten, dargeboten von derselben Presse, die jahrelang an der Verschwörungstheorie der Democrats mitwirkte, nach der Donald Trump quasi ein russischer Agent sei und mit Putin daran arbeitete, Mails der Democrats-Partei zu hacken und sie über WikiLeaks zu verbreiten? Und die jetzt souverän die Aufdeckung dieser Verschwörungstheorie als echte Verschwörung von Hillary Clinton, dem DNC, CIA, FBI, dem State Department und den willigen Helfern der durch die Bank anti-Trump-Presse von NYT über die Washigton Post, Politico und Daily Beast, CNN und allen anderen cable news bis auf Fox News beschweigt?

Ja,ja, die „Schlinge zog sich jahrelang zu“ um Trump.

Wenn sie sich infolge der New York Post-Enthüllungen um Joe Biden zuzieht, springt man gerne wieder auf den Zug, daß es sich bei den aus Hunter Bidens Computer stammenden Mails und Bilder, deren Echtheit nicht einmal von den Bidens bestritten wird, um „russische Desinformation“ handele.

Ohne Kommentar zitiere ich aus einem Kommentar, der ausschließlich seine eigene Blasen-Befindlichkeit beschreibt:

Politik in den USA

Das größte Problem an Trump sind seine Wähler

Eine Kolumne von Henrik Müller

Es ist ein Skandal, dass Donald Trump die Präsidentschaftswahl immer noch gewinnen kann – trotz aller Verfehlungen und Ungeheuerlichkeiten. Wie kann das sein? Die Antwort lässt nichts Gutes erhoffen.

11.10.2020, 13.28 Uhr

[…]

Das wirklich Beunruhigende dieses Wahlkampfs ist nicht Trumps Amtsgebaren, sondern die mögliche Unfähigkeit des Souveräns – also des Volkes -, einen untragbaren Präsidenten aus dem Amt zu entfernen. Und all das spielt sich ab in jenem großen Land, das, bei allen Fehlern, über Generationen der westlichen Welt ein strahlendes Vorbild war. Ein Befund, der die Demokratie selbst als Regierungssystem ins Zwielicht rückt – und damit auch uns ganz direkt angeht.

Zwei Enthüllungen der vergangenen Wochen sollten genügen, Trump unwählbar zu machen: sein Eingeständnis, die amerikanische Öffentlichkeit über die Gefahren der Corona-Pandemie – wissentlich und kalkuliert – in die Irre geführt zu haben, wie er dem Reporter Bob Woodward im Frühjahr ins Aufnahmegerät plauderte. Und die Veröffentlichungen der „New York Times“ über Trumps Steuererklärungen, die einen Abgrund an Steuervermeidung und Korrumpierbarkeit offenbaren.

[…]

Damit die Demokratie funktionstüchtig sein kann, bedarf es einer aufgeklärten Bevölkerung. Wenn allerdings nicht mehr das Relevante in wahrhaftiger Form thematisiert wird, wenn falsche Nachrichten, Triviales und sonstiger Bullshit die Debattenräume verstopfen, wenn sich Nischen und Echokammern abschotten und das Dröhnen der Lärmspiralen ohrenbetäubend wird, dann ist nicht mehr unbedingt gewährleistet, dass die Wahrheit für alle sichtbar ans Licht kommt. Wie es um die Qualität der Regierung bestellt ist, lässt sich unter diesen Bedingungen nicht mehr so einfach erkennen.

[…]

„You can’t fool all the people all the time?“ Vielleicht doch!

Während des Corona-Shutdowns habe ich an dieser Stelle die Hoffnung geäußert, dass die Covid-19-Krise zum Offenbarungseid der Populisten werden könnte. Schließlich sei ihr Scheitern allzu offensichtlich.

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/der-offenbarungseid-der-populisten-kolumne-a-91f96c2a-fffe-4e0f-8a23-126979b8dc22

Ich war zu optimistisch. Das Pandemie-Missmanagement von Boris Johnson (Großbritannien), Jair Bolsonaro (Brasilien) und Trump war so ungenügend, dass sich jeder von ihnen am Ende selbst infizierte. Trotzdem genießen sie allesamt nach wie vor beachtliche Zustimmungswerte. Offenkundig bemisst sich der Erfolg einer Regierung – mindestens für Teile der Bevölkerung – nicht mehr unbedingt an ihren Leistungen, sondern an ihrem Unterhaltungswert.

Ein Prozess ist im Gang, bei dem der Grundkonsens verlorenzugehen droht. Die Veränderungen der Medienlandschaften – das Aufkommen von Social Media, die schwächere Durchdringung mit seriösem Journalismus – begünstigen einen Zerfall der Öffentlichkeit. Gesellschaften spalten sich in immer kleinere Resonanzräume auf, wo jeweils eigene Erzählungen über den Zustand der Welt vorherrschen. Diese Erzählungen brauchen nicht unbedingt eine belastbare Faktenbasis, um der jeweiligen Anhängerschaft glaubwürdig zu erscheinen. Gegenseitige Bestätigung innerhalb der jeweiligen Gruppe genügt.

[…]

https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/donald-trump-beschaedigt-auch-unsere-demokratie-kolumne-a-71714efc-dde0-44e3-9262-52bfda6956d6

Wo er recht hat, hat er recht. 😉

1.328 Gedanken zu „Warum die Presse versagt

  1. Heute (6.8.2021) habe ich, weil es einen der wenigen schönen Sommertage des Jahres gab, Urlaub im Garten gemacht – und es mir verkniffen, dort irgendwie zu arbeiten. Denn im Tagesspiegel wurde vorausgesagt, daß es am Nachittag in meiner Gegend (Neuruppin wurde mit einem Blitzsymbol versehen) ganz fürchterlich toben werde. Da wollte ich mir so viele Stunden der puren Natur-Bewunderung (nebst Lektüren) wie möglich gönnen. Um 15 Uhr wurde es mir zu heiß, ab 18 Uhr zu kalt, weil Regenwolken aufzogen. Aus denen ab 19 Uhr ein paar Tropfen fielen, was um 19:49 Uhr bereits wieder beendet war. Die nächsten Checks um 21:15 und 22 Uhr ergaben: ein wenig Regen muß es noch gegeben haben, aber viel zu wenig, um den Durst der wasserhungrigsten Blumen in den Beeten und auf der Terrasse zu stillen: und die letzte vollerblühte Tea Time-Knospe der zweiten Blüte meiner Lieblingsrose strahlte unbehelligt in ihrem krassen Orange…

    Ein reiner Glückstag also, dem auch die Lektüren aus einer anderen Welt nur wenig anhaben konnten. Überhaupt haben Theorie und Praxis wenig gemein. Meine Bailando-Rose, nun in ihrem dritten Jahr, sollte laut Händlerangaben entweder maximal 80 oder alternativ 100 cm hoch werden. Bei mir ist sie in ihrem höchsten neuen Trieb 160 cm hoch. Am krassesten fällt der Unterschied der wunderbar soliden Westzeit-Rose aus, die angeblich nur 70 cm hoch werde: sie ist bei mir seit Jahrzehnten an einem offenbar idealen Ort heimisch, und maximal 180 cm hoch: Wie isses nur möglich?

    An solchen Tagen sind Polit-Nachrichten nur noch Signale aus einem Parallel-Universum; ich knüpfe an meinen letzten Beitrag zu den Saarland-Grünen, dem BVerfG-Beschluß zur Finanzierung der ÖRR etc. an;

    Annalena Baerbock: ARD-Mann kritisiert fehlende Ehrlichkeit

    Denn die Grünen würden eine Antwort schuldig bleiben, „wie sie den innovativen Industriestandort Deutschland erhalten wollen.“ Politische Wünsche würden über die technische Machbarkeit gestellt, etwa bei der Chemieindustrie, so Ohmstedt. Die würde mehr Ökostrom benötigen als Deutschland heute insgesamt produziert, wenn sie klimaneutral werden solle.
    Zudem würden Naturschützer vor Ort eine schnelle Ökowende ausbremsen, etwa indem neue Strom- und Bahnstrecken verhindert werden.
    „Der Debatte um die Klimarettung fehlt es nicht an Sofortprogrammen und Geschwindigkeit, sondern an Ehrlichkeit“, meint der Journalist daher.

    […]

    https://www.derwesten.de/politik/annalena-baerbock-tagesthemen-ard-gruene-kanzlerkandidatin-klimaschutzprogramm-sofortprogramm-tagesschau-id232963235.html

    „Voll d`accord!

    Damit hat Habeck recht, aber er hätte es nicht sagen dürfen. Ich als Frau schäme mich für alle inkompetente Frauen, die allein wegen ihres (dann auch noch bloß bei Geburt „zugewiesenen“ Geschlechts ;-)) zu Ämtern kommen. Ich bin zwar der Meinung, daß Emanzipation letztlich erst dann erreicht sein wird, wenn Männer und Frauen in Führungspositionen gleich inkompetent sind. Das bedeutet allerdings nicht, daß aktuell bereits ersichtlich ungeignete Frauen wie Baerbock installiert werden sollten…“

    Warum die Presse versagt


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-37/#comment-93629

    In der Saarland-Grünen-Jugend herrscht ebenfalls Inkompetenz einschließlich des schon von Baerbock/Kellner bewiesenen Demokratiedefizits vor:

    Überbordende kenntnislose Polemik ist eh ein Kennzeichen des Wahlkampfs (und sie wird von Politikern erzeugt, nicht etwa von Twitter-Trolls):

    Angesichts dieser Hetze gibt Bosbach auf:

    „Das war’s dann“ – Bosbach will keinen CDU-Wahlkampf mehr machen

    CDU-Politiker Wolfgang Bosbach will seine Partei nicht mehr weiter in Wahlkämpfen unterstützen. Zuletzt hatte Bosbach Kritik einstecken müssen, weil er zusammen mit dem ehemaligen Verfassungsschutz-Präsidenten Hans-Georg Maaßen aufgetreten war. Maaßen, der immer wieder mit kontroversen Aussagen in die Kritik geraten war, bewirbt sich in Thüringen um ein CDU-Direktmandat für den Bundestag. „Ich mache 49 Jahre Politik und habe mir im angeblichen Land der Dichter und Denker nicht vorstellen können, welches Ausmaß an Hetze es gibt“, sagte Bosbach in seinem Podcast „Bosbach & Rach – Die Wochentester“ von „Kölner Stadt-Anzeiger“ und „RedaktionsNetzwerk Deutschland“ (RND).

    „Wenn dann noch sogenannte Parteifreunde das Feuer nicht löschen, sondern versuchen, sich einzureihen, dann muss ich sagen: Das ist nicht meine Welt“, so Bosbach weiter. Daher sei dies der letzte Wahlkampf, den er für die CDU bestreiten werde. „Meine Verpflichtungen werde ich selbstverständlich einhalten, aber das war’s dann.“

    Er sei „nicht derjenige, der aus 350 Kilometern Entfernung Parteifreunden in Südthüringen zuruft, dass das alles Idioten sind“, sagte er und spielte damit offenbar auf Kritik von Parteikollegin und NRW-Integrationsstaatssekretärin Serap Güler. Bosbach, der bis 2017 insgesamt 23 Jahre für die CDU im Bundestag saß, betonte zudem, er sei „nicht der Einzige, der zu Maaßen fährt: Bundestagsabgeordnete der Union, stellvertretender Fraktionsvorsitzender und Bundesminister a.D. kommen noch. Soll jetzt jedes Mal ein solches Theater gemacht werden – oder wird das nur bei mir gemacht?“
    […]

    https://www.welt.de/politik/deutschland/live232931519/Bundestagswahl-2021-Laschet-zu-Kurswechsel-aufgefordert.html

    Dieses Spiel, Maaßen in eine rechte Ecke zu drängen, nur weil er, wie es sich jeder konservative Sicherheitsexperte geleistet hätte, Kritik an Merkel geübt hatte, verfolge ich seit Jahren mit großer Belustigung.

    Das BVerfG und sein erster Senat unter dem Vorsitz des Merkel-vertrauten CDU-Politikers Harbarth, auch Präsident des BVerfG, und unter Mitwirkung der Grünen-Richterin Baer, hat ein juristisch ausgesprochen schwaches Urteil zur Finanzierung der ÖRR Sender gesprochen:

    Ich hatte den Beschluß in meinem obigen Posting so gewertet:

    https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-069.html

    „Hä? Ein Abweichen von der Mehrheit schädigt die Rundfunkfreiheit unabhängig von der Begründung?

    Es ist ersichtlich, daß die Richter des BVerfG nicht fernsehen:

    In Zeiten „vermehrten komplexen Informationsaufkommens einerseits und von einseitigen Darstellungen, Filterblasen, Fake News, Deep Fakes andererseits“ wachse die Bedeutung des beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks, entschied der Erste Senat mit dem nun veröffentlichten Beschluss vom 20. Juli.

    Die Sender sollten die Wirklichkeit durch „authentische, sorgfältig recherchierte Informationen, die Fakten und Meinungen auseinanderhalten“ unverzerrt darstellen und das Sensationelle nicht in den Vordergrund rücken.
    Der Gesetzgeber sei verantwortlich, dass auch die finanziellen Voraussetzungen für die Aufgaben gegeben sind. „Erfüllt ein Land seine Mitgewährleistungspflicht nicht und wird dadurch die Erfüllung des grundrechtlichen Finanzierungsanspruchs unmöglich, liegt bereits darin eine Verletzung der Rundfunkfreiheit.“

    https://www.welt.de/kultur/medien/article232949783/Rundfunkbeitrag-steigt-auf-18-36-Euro-Verfassungsbeschwerde-erfolgreich.html

    Der ÖRR gehört zur Blase:“

    Die angeblichen „Medienkritiker“ von „Übermedien“ bezeichnen die konservative Kritik am BVerfG selbstverständlich als Haß, Hetze und „Wüten“ – bleiben den Beweis dafür allerdings schuldig. Ausnahmsweise ist der Artikel kostenlos lesbar, so wichtig erscheint er den Plattform-Betreibern, die gerade mal 3.000 bezahlende Abonnenten haben!

    Ehrlich gesagt: wer braucht affirmative „Kritiker“? 😉

    Unsere Medien werden von solchen Figuren beherrscht:

    Diesen Agitptop-STERN habe ich heute komplett gelesen; pure Grünen-Propaganda, wie gehabt. Ein reiner unkritscher Impfpropaganda-Artikel (S.62-67). Ein schwarzes Baby auf dem Rettungsschiff „Ocean Viking“. Natürlich treibt „Hitze“ die Waldbrände in Europa an (S.14).

    Die naiven Illustrationen von Veronique Stohrer (S.24-31) zeigen insgesamt vier Männer und neun Frauen: neben dem progressiven mittelalten Typen gibt es ein schwarzes männliches Kind, einen entschlossen dreinblickenden Araber und zuletzt eine Bildmontage, bei der auf einen aktiv rollerfahrenden Torso ein Freud-ähnlicher Greisenkopf montiert wurde. STERN-Leser und Leserinern, bereits gehörig indoktriniert, „verraten“ ihr Regierungsprogramm (S.32-33). Wer sonst liest noch den STERN?

    Ein Ökonom namens Moritz Schularick empfiehlt auf S.34-36 extreme Geldausgaben auf Pump unter Verweis auf Joe Biden: „der hat eine Mission, er will das Land wirklich verändern.“

    😉

    Besonders schlimm: auf S.38-39 setzt sich der STERN einseitig für aktivistische Opfer-Organisationen ein, die einer an Münchhausen-by-proxy-kranken Mutter in einem verlorenen Sorgerechtsstreit beistanden, die dem leiblichen Vater sexuellen Mißbrauch ihrer Kinder vorwarf. Es ist unmöglich, den gesamten Charakter dieser Gehirnwäsche-Ausgabe darzulegen.

    Die einzigen Ausreißer: Die Kolumne von Horst von Buttlar (S.16), der der Kernkraft das Wort redet, denn sonst klappt es nie mit der Energiewende, und eine ganz rätselhafte Rezi auf S.97:

    Als August Crimp, Ehemann und Vater, einen zufällig gefundenen Seidenstrumpf anprobiert, kann er plötzlich fliegen. Die Geburt von „Dragman“ und die Rahmenhandlung einer Graphic Novel, die das Superhelden-Genre parodiert und sehr ernst nimmt. Sein Erfinder, Steven Appleby, lebt seit Jahren selbst als Transfrau. Sein amüsant-bewegendes Buch basiert auf eigenen Erfahrungen. Auch der Seidenstrumpf. (Schaltzeit Verlag, 29 Euro)

    Eine ungelenke Zeichnung offenbart das Niveau von Appleby. Aber wieso wird er entgegen der Sprachregelungen als Mann angesprochen, wo er doch als Transfrau eine echte Frau ist und sein „dead name“ sowie sein früheres „bei Geburt zugewiesenes Geschlecht“ nicht erwähnt werden darf? Wobei letzteres eh Quatsch ist. In der Mehrheit erfahren Eltern heute schon während der Schwangerschaft das Geschlecht ihres Kindes. Was wiederum zu Waldbränden führt, wenn die Geschlechtsverkündung werdender Eltern in Feuerwerk-Parties in vertrockneten Wäldern mündet. Hierzu gab es eine Anklage in Kalifornien.

    Das könnte nur von Vorteil sein. 😉

    Andererseits: auch der SPIEGEL lebt vom Alarmismus:

    Glüclicherweise gibt es alternative Medien:

    Cora Stephan / 05.08.2021 / 12:00 /

    Die Stimme der Provinz. Worüber wir nicht reden.

    Wir hier in der Provinz kriegen ja nicht so richtig viel mit von der Welt, vor allem dann nicht, wenn wir noch fernsehen. Die Welt muss schon zu uns kommen. Gottlob ruft mich meine Freundin Monika Maron öfter mal aus Berlin an, das bringt Hauptstadtfeeling. Allerdings haben wir uns aus Rücksicht auf unsere Nerven auf ein Spiel namens Fawlty Towers geeinigt, Sie wissen schon… Wir klären also gleich zu Anfang, worüber wir kein Wort verlieren wollen.

    Das machen ja heute bereits viele Menschen, indem sie das N-Wort nicht benutzen. Oder das K-Wort. Das B-Wort, ganz schlimm! Oder das Z-Wort. Manche sagen ja noch nicht einmal mehr Regen, weil das den Kämpfern gegen den Hitzetod weh tun könnte. Oder weil sich jemand an ein den Älteren von uns gut bekanntes Palindrom erinnert fühlen könnte.
    https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/chronik/oesterreich/193179_Ein-Neger-mit-Gazelle-zagt-im-Regen-nie.html

    Also reden wir auch nicht über C oder I – also darüber, wie schlimm das wirklich ist mit der Pandemie und ob das Impfen „Leben rettet“, wenigstens für ein paar Monate, dann muss nachgespritzt werden. Kein Wort auch darüber, dass es Menschen gibt, die Nichtgeimpfte vom gesellschaftlichen Leben ausschließen und Ärzte, die sie im Zweifelsfall sterben lassen wollen – und wir verbieten uns selbstredend jeden Gedanken an Lösungsmöglichkeiten wie Madagaskar oder so.

    Worüber wir derzeit auch nicht reden, sind die beherzten Prügelorgien in Berlin. Ja meine Güte, was soll denn die Polizei auch machen, wenn Kinder und Greise maskenlos durch die Gegend laufen! Kinder, die, wie wir ja wissen, ungeimpft ihren Großeltern den Tod bringen können! Wobei die ja womöglich bereits „durchgeimpft“ sind. Was allerdings nicht heißt, dass sie nicht doch infiziert und infektiös sein könnten. Wer weiß das schon. Also die, die darüber entscheiden möchten, wissen jedenfalls rein gar nichts. Hauptsache, irgendwas wird entschieden!
    […]
    Auch nicht über die Schleierfahndung nach ungeimpften Reiserückkehrern. Wir sind beide in einem Alter, in dem man sich erinnert: „Schleierfahndung“ nannte sich das zu RAF-Zeiten (für Jüngere: damit ist die Baader-Meinhof-Bande gemeint, die sich Rote Armee Fraktion nannte), damals filzte die Polizei mit allzeit bereiter Knarre Langhaarige im VW-Bus, sie hätten ja Terroristen oder wenigstens Sympathisanten sein können. Warum es sich um Ungeimpfte handelt, die man nun heutzutage schleiermäßig „erwischen“ will? Keine Ahnung, muss aber etwas Schlimmes sein, womöglich wird es ihnen so ergehen wie beim Berliner Polizeieinsatz gegen Masken- und Abstandsleugner. Das freut doch jeden Steuerzahler, mal so behandelt zu werden, wie man es sich bei Drogendealern und Hausbesetzern nicht traut! Da sieht man doch, dass er noch funktioniert, der Staat!
    […]
    Auch nicht darüber, dass die Franzosen offenbar noch immer in der Lage sind, gegen staatliche Anmaßung zu rebellieren. „Wenn Le Pen die Wahl gewinnen sollte, braucht sie keinen Ausnahmezustand mehr zu verhängen. Der Weg in den Polizeistaat ist vorgezeichnet. Das spüren die Franzosen auch. Daher wehren sich so viele gegen den ‚Grünen Pass‘, den Gesundheitspass. Sie wollen diese Kontrolle nicht“, sagt Ulrike Guérot, Politikwissenschaftlerin.
    […]

    https://www.achgut.com/artikel/cora_stephan_die_stimme_der_provinz._worueber_wir_nicht_reden

    Noch ein kritischer Artikel über die Polizeigewalt in Berlin, die von den Leitmedien entweder begrüßt oder ignoriert wurde, auf Achgut:

    Doch wer hat den Mann im Foto so malträtiert? Nach Zeugenaussagen sollen es Berliner Polizisten gewesen sein. Achgut.com berichtete gestern hier über die Umstände. Der Historiker Jörg Baberowski, vor dessen Wohnung sich der Vorfall abgespielt hat, berichtet:

    „Es war eine unfassbar rohe Szene, die selbst ich nicht für möglich gehalten hätte. Sie hat sich am Sonntag gegen 12 Uhr mittag vor meinem Haus zugetragen. Einen Ausschnitt habe ich gefilmt, leider erst nach der Prügelorgie, die mich so schockiert hat, dass ich erst danach auf den Auslöser gedrückt habe. Die Schläger haben den Mann weiter fixiert, der bewusstlos war und haben sehr roh seinen Kopf bandagiert. Es war, als hätte ich an einem russischen Polizeieinsatz teilgenommen.“
    […]
    Die Schock-Bilder aus Berlin entfalten aber jetzt schon eine Wirkung. Sie werden in den sozialen Medien hunderttausendfach geteilt, inzwischen auch im Ausland. Das friedfertige, stets moralische polierte Bild Deutschlands, bekommt deutliche Risse. 2015 verlangte die Bundeskanzlerin, dass es „keine öffentlich schwer vermittelbaren Bilder vom Einsatz der Bundeswehr gegen Flüchtlinge geben“ dürfe. Sechs Jahre später sieht sie zu, wie Bürger, die ihre Grundrechte zurück haben wollen, von Polizisten krankenhausreif geschlagen werden.
    […]

    https://www.achgut.com/artikel/berlin_1.8.2021_ein_bild_der_schande

    Peinlich, peinlich. Aber das ist ja nur der Nerd, der sich für Assange und seine desaströsen Haftbedingungen in London eingesetzt hat.

      • In der Tat, ich habe ihn gerade freigeschaltet – und schwöre, daß er gestern noch nicht im sogenannten „Papierkorb“ lag.

        Warum die Presse versagt


        [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-37/#comment-93632

        Kubicki trifft den Nagel auf den Kopf:

        „Ein Plädoyer gegen Moralismus, Angstmache und Ausgrenzung – und für eine mutige, offene Auseinandersetzung um den richtigen Weg. Denn nur eine Gesellschaft, die die Idee der Freiheit im Herzen trägt, kann Herausforderungen wie die Corona-Pandemie langfristig überwinden.“

        Und was die sakrale Überhöhung der Impfung angeht:

        Zu den Gläubigen schreibt Meschnig:

        „Umgekehrt verblüfft die geradezu religiöse Emphase, mit der die Impfung gefeiert und entgegen genommen wird. Das erinnert an den Empfang der geweihten Hostie, die die Erlösung von den eigenen Sünden bringt, in diesem Fall: wieder ein freies Leben ermöglicht. Wie ein Gefangener, der seinen engen Käfig verlassen kann, verspricht die Impfung das Ende der Knechtschaft und die Rückkehr in ein normales Leben. Wer diese Analyse für überzogen hält, sehe sich einmal in den sozialen Medien an, wie sich Menschen mit Impftermin gegenseitig feiern und beglückwünschen. Selfies auf Facebook und Instagramm mit Pflaster an der Einstichstelle werden massenweise, vor allem von jüngeren Menschen, gepostet und stolz präsentiert.“
        Es lohnt sehr, den ganzen Beitrag zu anhören oder zu lesen.
        Link zum Podcast auf Youtube

        https://norberthaering.de/news/impfung-als-sakrament/

        hatte ich ja schon auf diesen Beitrag hingewiesen:

        Allerdings müßte man „die“ Impfung mittlerweile durch „Drittimpfung“ bzw. durch die zu erwartende gezielte „Delta-Impfung“ ersetzen, die aber jetzt ganz schnell kommen muß, denn schon ist „Lambda“ in den Startlöchern…

        Man entfernt sich immer mehr von wissenschaftlicher Evidenz und driftet ab in Richtung Weltanschauung. Heute drohte im Tagesspiegel das RKI mal wieder düster, die „Inzidenzen“ stiegen schneller als im letzten Sommer – kein Wunder, wenn Delta mehrfach ansteckender ist als die Wildform bzw. die gruselige britische Alpha-Variante, von der schon lange keine Rede mehr ist. Übrigens ist im „Klimaleugner“ natürlich längst dieselbe Entwicklung angelegt: „Moralismus, Angstmache und Ausgrenzung“, was bei Umfragen dazu führt, daß die Menschen, die ja nicht blöd sind, angeben, daß sie „Klimaschutz“ für ein wichtiges Anliegen halten, in der Realität aber nicht dazu bereit sind, ihren Lebensstil zu ändern oder finanzielle Einbußen hinzunehmen (außer in der Grünen-Welt der Oberstudienräte und anderer urbaner Gutverdiener). So kriegte ich heute Post von Carla Reemtsma, eine weitere höhere Tochter:

        Liebe Gabriele Gordon,

        nicht Campact, sondern ich schreibe Ihnen heute – mit klopfendem Herzen. Ich bin Carla, 23 Jahre alt und Aktivistin für Klimagerechtigkeit bei Fridays for Future. Als Pressesprecherin der Bewegung bin ich es gewohnt, öffentlich zu sprechen. Aber jetzt bin ich aufgeregt: Noch nie war unser Protest so wichtig wie jetzt. Denn mit der kommenden Bundestagswahl stehen wir vor einer echten Schicksalswahl.

        Uns bleiben nur noch wenige Jahre, um die Klimakrise und das Artensterben zu stoppen. Die nächste Regierung entscheidet darüber, wie meine Zukunft aussehen wird – und die aller kommenden Generationen. Viel zu lange hat Laschets Union den Klimaschutz blockiert und unseren Protest gleichgültig ausgesessen. Dabei ist eine deutliche Mehrheit der Menschen für konsequenten Klimaschutz.[1] Das macht mich wütend. Aber jetzt haben wir einen mächtigen Hebel: das Kreuz auf dem Wahlzettel.

        Diese Bundestagswahl ist eine historische Chance. Und wir müssen sie nutzen! Deswegen rufen wir zum großen Klimastreik am Freitag, den 24. September auf.
        […]
        1]„ARD-Deutschlandtrend: Mehrheit sieht Handlungsbedarf beim Klimaschutz“, tagesschau.de, 22. Juli 2021

        Dumm nur, daß Klimaschutzmaßnahmen das Artensterben befördern.

        Sehr richtig auch:

        „Die Medienrealität bildet nicht die echte Realität ab“, sagt Meyen und macht Vorschläge für eine Reformierung unserer Medienlandschaft.

        Und:

        „Der Lockdown wurde herbeigeschrieben“
        Die Medien haben exzessiv über das Coronavirus berichtet und übertriebene Ängste geschürt, kritisiert der Journalismusforscher Stephan Russ-Mohl. Constantin van Lijnden spricht mit ihm über echte und vermeintliche Ausgewogenheit, ökonomische Anreize und Wechselwirkungen mit der Politik.
        https://www.welt.de/podcasts/welt-talks/article232787135/Journalismusforscher-Russ-Mohl-Der-Lockdown-wurde-herbeigeschrieben-Podcast.html

        Ein gutes Beispiel ist Lauterbach:

        TV-Kritik
        „Markus Lanz“ Gönn Dir! Wie Karl Lauterbach mal eben im Vorbeigehen die Stiko abwatscht
        06.08.2021, 07:31 Uhr
        Das Bashing gegen die Stiko will und will nicht aufhören. Auch Karl Lauterbach mischt mit.
        […]
        Dass Markus Lanz ausgerechnet an Karl Lauterbach die Frage stellte, ob der noch durchblicken würde, konnte nur rhetorisch gemeint sein, denn der scheint sich längst als Corona-Papst zu wähnen, und da ist die Unfehlbarkeit miteingepreist. Nichts gegen ein gesundes Selbstvertrauen, aber das hohe Ross, auf dem der SPD-Gesundheitspolitiker sitzt, ist nur schwer zu ertragen.
        […]
        Von eben da ganz droben haute er am Donnerstagabend eine Abwertung nach der anderen gegen die Ständige Impfkommission (Stiko) raus, während der Moderator ihn daran erinnerte: „In der Stiko sitzt nicht irgendjemand, der Bratwurst verkauft.“ Ob Lanz nach dieser Aussage noch irgendwo eine Bratwurst bekommt, ist sein persönliches Problem. Indes hängt das Lauterbachsche Damoklesschwert über der Stiko. Dass die immer noch keine Empfehlung für die Impfung von Zwölf- bis Siebzehnjährigen ausgesprochen hat und auch keine zur dritten Impfung für Risikogruppen, missfiel ihm offensichtlich. Allein: Sie habe ja mal „erstklassige Arbeit“ geleistet. „Ich bin sicher, dass die Stiko wieder zur vollen Blüte kommen wird“, prognostizierte Lauterbach gönnerisch und machte damit klar, wo er das Gremium derzeit verortet. Lautes Lachen von Lanz. Nach dem Motto: Meint der Lauterbach das wirklich ernst? Doch, meinte er.

        Lanz war, wie auch in den vergangenen Sendungen, in guter Form und ließ nicht locker. Seine Schärfe gegenüber Lauterbach, den er bekanntermaßen schätzt, war ungewohnt, gleichwohl notwendig. „Heißt das, in der Gegenwart befinden wir die Stiko für schlecht, weil es nicht passt?“, wandte er ein. „Die Politik ist immer der Stiko gefolgt, jetzt ist sie sozusagen wissenschaftlich fremdgegangen“, so Lauterbach und verweist auf Wissenschaftler, die vor allem aus den USA kämen. Das bedeute demnach, so wiederum Lanz, man suche sich den Wissenschaftler, der einem in den Kram passt? Man habe, so nun Lauterbach, lange gewartet, aber nun beginne das Schuljahr, also seien Fakten geschaffen worden. Moment mal, von wem kommen diese Fakten?
        […]

        https://www.stern.de/kultur/tv/-markus-lanz–zu-corona-politik–karl-lauterbach-watscht-mal-eben-die-stiko-ab-30647746.html

        Die ZEIT macht gern mit bei der Panikmache:

        😉

        • Bleiben wir bei dem von den Panik-Medien hofierten Panik-Lauterbach: die zwei haben sich gesucht und gefunden:

          Zu letzterem präsentiert er keine Daten. Was sind denn die Risiken für unter 18-Jährige durch Covid-19, unabhängig von der gerade herrschenden Variante?

          Ich greife mal heraus:

          „Sieben Prozent der Kinder, die sich infizieren, entwickeln Long-Covid-Symptome.“
          – Karl Lauterbach, 6. Mai 2021

          Fakt ist: Es gibt dafür keine Belege.
          […]
          „Es ist ein Irrglauben, Kinder und Jugendliche seien nicht gefährdet.“
          – SPD-Chefin Saskia Esken, 11. Juli 2021

          Fakt ist: Nur ein Prozent der Kinder und Jugendlichen, die an Covid-19 erkranken, muss ins Krankenhaus. Etwa 0,001 Prozent verstirbt – das ist ein Fall von 100 000.

          https://www.bild.de/politik/inland/politik/schluss-mit-der-corona-angst-macherei-bild-entlarvt-20-panik-saetze-77310340.bild.html

          Wobei BILD wegläßt, daß es ausschließlich vorerkrankte unter 18-Jährige sind, die mit derlei Folgen rechnen müssen.

          Das ist mehr als überzeugend; und trotz des politischen Drucks knickt auch die britische „Stiko“ nicht ein:

          Was wir über die Impfung mittlerweile wissen, läuft darauf hinaus: sie schützt individuell, gegen welche Variante auch immer, vor schweren Verläufen und dem Tod. Sie schützt aber nicht vor Ansteckung und Ansteckungsfähigkeit Geimpfter. Hier CDC-Erkenntnisse aus den USA:

          So auch offizielle Public Health England-Daten und Daten aus Israel, was natürlich „Impfprivilegien“ ad absurdum führt:

          Hier eine Interpretation der offiziellen GB-Daten:

          Die allerdings auch eine weitere Überraschung bereithält: Delta ist offenbar weniger ansteckend als Alpha, die „britsche“ Variante:

          Public Health England yesterday released their latest technical briefing on the variants of concern, number 20, and it has some illuminating data.

          Klicke, um auf Technical_Briefing_20.pdf zuzugreifen


          […]
          Another noteworthy point from the briefing is that the secondary attack rate (SAR, the proportion of contacts that an infected person infects) of the Delta variant has continued to decline as the surge exhausts itself. The household SAR is now at 10.8%, down from a high of 13.5% on May 4th. This means nearly 90% of the people who live with someone infected with the ‘highly transmissible’ Delta variant do not contract the virus, an indication of widespread (and growing) immunity to the variant. Note that this is well below the 15.5% ‘direct contact’ SAR of the Alpha variant in the middle of December, giving the lie to the oft-repeated claim that Delta is intrinsically more infectious than Alpha.
          […]

          https://dailysceptic.org/2021/08/06/devastating-new-data-from-phe-shows-vaccine-effectiveness-down-to-17-and-no-reduction-in-infectiousness-but-mortality-cut-by-77/

          Sogar der exzessive Delta-Warner Drosten

          zugleich Schulschließungsfan:

          (Warum zitiert er eigentlich Schätzungen und keine Realdaten?)

          rudert jetzt, was die schlimmsten Desinformationen über Delta angeht, zurück – dank NYT, die doch allgemein Motor der Panikmache und Biden-Unterstützer ist:

          Im Tagesspiegel gab es am 7.8.2021 einen nicht online erschienenen Propaganda-Artikel gegen DeSantis, den Florida-Gouverneur, der trotz des „Surge“ von Delta (Inzidenz von 83) ruhig Blut bewahrt und an seiner erfolgreichen Öffnungsstrategie seit September 2020 festhält, und privaten wie kommunalen Akteuren untersagt, nur Geimpfte zuzulassen – womit er wie immer die Wissenschaft auf seiner Seite weiß. Danach wird er als Konkurrent gegen Trump für die Präsidentschaftswahl 2024 aufgebaut – Propaganda pur durch den Tagesspiegel. Den Wunsch nach Verhältnismäßigkeit der Berichterstattung teile ich voll und ganz:

          Aber hüben wie drüben ist Moralismus angesagt, gegen den deren Protagonisten gern selber verstoßen:

          Obamas 60. Geburtstag:

          Andere Länder, andere Sitten: und die Demonstranten haben „die“ Wissenschaft auf ihrer Seite:

          Nachträge;

          Joe Biden weiß nicht mehr, was Sache ist:

          Und Cuomo wird nicht wegen seines Versagens in der Corona Politik verfolgt, sondern durch eine politisierte Justiz: die Revolution frißt ihre Kinder:

          National
          JUST IN: Former Cuomo Staffer Files Criminal Complaint Against the New York Governor
          posted by Hannity Staff – 8.06.21

          A former assistant to New York Governor Andrew Cuomo has reportedly filed a criminal complaint with the Albany County Sheriff’s office this week after the state’s Attorney General confirmed the Democrat “sexually harassed multiple women.”

          “Albany County Sheriff Craig Apple told the newspaper that the unnamed woman filed the complaint Thursday afternoon and the Albany County District Attorney’s Office has been contacted,” reports The Hill.

          “The end result could either be it sounds substantiated and an arrest is made and it would be up to the DA to prosecute the arrest,” Apple told The New York Post.
          https://nypost.com/2021/08/06/gov-cuomo-accuser-files-criminal-complaint-with-albany-sheriff/

          “Just because of who it is we are not going to rush it or delay it,” he said.

          District Attorneys in Manhattan and Westchester County requested information from New York State Attorney General Letitia James this week after she found Governor Andrew Cuomo “sexually harassed multiple women.”

          “The district attorneys in Manhattan and Westchester County on Wednesday formally sought materials gathered for the state attorney general’s extensive report on alleged sexual harassment by New York Gov. Andrew M. Cuomo, inquiries that could lead to new criminal investigations,” reports the Washington Post.
          https://www.msn.com/en-us/news/us/manhattan-and-westchester-prosecutors-seek-materials-about-cuomo-s-conduct-for-possible-criminal-probes/ar-AAMWfe

          “The requests indicate that Cuomo (D) is now facing intense scrutiny from prosecutors in the wake of the report released Tuesday by Attorney General Letitia James, which found that Cuomo sexually harassed 11 women in violation of state and federal law,” adds the newspaper.

          The District Attorney’s office in Albany, New York opened its own criminal probe into Governor Andrew Cuomo Tuesday.

          “The DA’s office plans to request investigative materials from the state attorney general’s probe of his alleged harassment of 11 women, most of whom work or had worked for state government or related entities,” reports CNBC.
          https://www.cnbc.com/2021/08/03/albany-da-criminally-investigating-cuomo-will-request-evidence-from-ag-sexual-harassment-probe.html

          “News of the criminal investigation came hours after Attorney General Letitia James detailed a report substantiating the women’s claims that Cuomo has subjected them to unwanted touching and remarks that make them uncomfortable,” adds the financial website.

          https://hannity.com/media-room/just-in-former-cuomo-staffer-files-criminal-complaint-against-the-new-york-governor/

          Das ist echt gruselig, wie politisiert die US-Justiz ist.

          Die Wapo informierte an 7.8.2021 auch gleich:

          Cuomo’s legal team attacks attorney general investigation as criminal complaint is filed against the New York governor
          By Josh Dawsey ● Read more »

          Cuomo wird aus den falschen Gründen fallen. Und das ist den Corona-Hardlinern der Democrats gerade recht.

  2. Mal kurz nebenbei:
    Und noch mehr ‚Bad news for Biden‘ – ‚Die Schlinge zieht sich zu – diesmal hier 🙂

    Endlich !

    • Àpropos Biden: hatten wir die Szene schon?

      Biden blieb nichts anderes übrig:

      Und nicht nur zurücktreten, nein, er solle auch strafrechtlich verfolgt werden. Manche mögen jubeln, daß Cuomo jetzt angezählt worden ist:

      Andere sehen es realistisch:

      Von Strafverfolgung kann keine Rede sein, die Generalstaatsanwältin hat lediglich einen politisch korrekten „Bericht“ vorgelegt, womit für sie die Sache erledigt ist und Cuomo nur einzuwenden braucht, er knuddele nun mal jeden (wie Biden das in der Vor-Corona-Zeit auch machte). Der eigentliche Skandal ist der, daß sein Versagen bei der Corona-Bekämpfung – er schickte an Covid-19-erkrankte Senioren in Pflege- und Altersheime und vertuschte die hierdurch entstandenen Todesfälle – nicht zu so einem Ruf führte.

      Letztlich werden nur ein paar Peinlichkeiten bleiben:

      Wenn die NY-Abgeordneten kein Impeachment-Verfahren starten, wird er weiterhin im Amt bleiben. Und dieser Versuch wird sicherlich nichts nützen:

      😉

      Nachdem ich dies gelesen hatte:

      habe ich mich gefragt, ob auch AOC nach seinem Rücktritt rief. Aber auf Twitter war von ihr davon nichts zu sehen, da sie, sauer auf Biden, sich lieber an einer Kampagne für die Verlängerung von Räumungsschutz für Mieter, die wegen Covid-Maßnahmen ihre Miete nicht zahlten, beteiligte.
      Und hier konnte man miterleben, wie sehr sich die USA von einem Rechtsstaat entfernen:

      The New York congresswoman argues the Biden administration has the ingredients to build a fresh legal argument and that a Supreme Court battle is a risk worth taking. „Even if it gets struck down, we need the administration to buy Congress time to authorize a larger, longer-term extension,“ she said.

      She argued the Supreme Court handed down its June 29 decision when there wasn’t a surge of infections from the Delta variant. That 5-4 ruling saw Justice Brett Kavanaugh join four liberal justices in the decision to extend the moratorium for a month. But in his brief opinion, he warned that any extension beyond that required Congressional approval.

      Ocasio-Cortez said she believes Kavanaugh’s opinion was rooted in a substantial amount of emergency rental aid going out the door. But only a fraction of the $46 billion stimulus program has reached renters in the last few months. That „constitutes a sound legal argument“ for the White House to „rebut“ the Supreme Court, she said.

      Still, Democrats face an uphill battle to extend it with new legislation. An effort last week by House Democrats to extend the eviction moratorium collapsed because at least a dozen moderates objected to any extension. It’s also unclear whether Democrats have enough votes to get it through the Senate, even among their own ranks. Democrats also can’t count on picking up GOP support for the measure.

      https://www.businessinsider.com/aoc-white-house-extend-federal-eviction-moratorium-supreme-court-showdown-2021-8

      An der Entscheidung gibt es nichts zu interpretieren: die CDC haben nicht die geringste Autorität, per Verordnung einen landesweiten Mieterschutz zu installieren:

      Cite as: 594 U. S. ____ (2021) 1

      KAVANAUGH, J., concurring
      SUPREME COURT OF THE UNITED STATES _________________ No. 20A169 _________________
      ALABAMA ASSOCIATION OF REALTORS, ET AL. v.
      DEPARTMENT OF HEALTH AND HUMAN SERVICES, ET AL.

      ON APPLICATION TO VACATE STAY [June 29, 2021] The application to vacate stay presented to THE CHIEF JUSTICE and by him referred to the Court is denied.

      JUSTICE THOMAS, JUSTICE ALITO, JUSTICE GORSUCH, and JUSTICE BARRETT would grant the application.

      JUSTICE KAVANAUGH, concurring. I agree with the District Court and the applicants that the Centers for Disease Control and Prevention exceeded its existing statutory authority by issuing a nationwide eviction moratorium. See Utility Air Regulatory Group v. EPA, 573 U. S. 302, 324 (2014). Because the CDC plans to end the moratorium in only a few weeks, on July 31, and because those few weeks will allow for additional and more orderly distribution of the congressionally appropriated rental assistance funds, I vote at this time to deny the application to vacate the District Court’s stay of its order. See Barnes v. E-Systems, Inc. Group Hospital Medical & Surgical Ins. Plan, 501 U. S. 1301, 1305 (1991) (Scalia, J., in chambers) (stay depends in part on balance of equities); Coleman v. Paccar Inc., 424 U. S. 1301, 1304 (1976) (Rehnquist, J., in chambers). In my view, clear and specific congressional authorization (via new legislation) would be necessary for the CDC to extend the moratorium past July 31.

      Klicke, um auf 20a169_4f15.pdf zuzugreifen

      Kavanaugh hat der Aufhebung des Moratoriums nur deshalb nicht zugestimmt, weil es am 31.7.2021 ohnehin ausgelaufen wäre und weil den Vermietern durch eine Verlängerung um 4 Wochen wegen fortschreitender Auszahlungen von Mieter-Subventionen hierdurch kein großer Schaden entsteht. (Wobei ich nicht weiß, wie sichergestellt wird, daß die Gelder auch den Vermieter erreichen.)

      Unglaublich aber wahr, Biden knickte ein.

      Kommt keine Mehrheit im Kongreß zusammen, dann wird eben rechtswidrig durchregiert. Da hilft nicht einmal Satire weiter:

      Kamala Harris ist übrigens der unbeliebteste Vize seit den 70iger Jahren…

      • Die Grünen sind den Democrats noch am ähnlichsten – wie in einem Brennglas sieht man, was auf uns zukommen könnte. Einer der kritischeren ZEIT-US-Korrespondenten merkt an:

        Die Zeichen an der Wand: die WaPo vom 3.8.2021:

        Liberal-wing candidate loses in Ohio Democratic primary; Trump-endorsed candidate prevails in Republican primary
        By David Weigel and Colby Itkowitz ● Read more »

        Die Dame, die in den Democrats Primary verloren hat, war DIE Strategin von Bernie Sanders, die als seine Nachfolgerin gehandelt wurde; sie verlor gegen einen von Hillary Clinton unterstützten Kandidaten. Und die republikanischen Wähler sind es echt leid, republikanischen Weicheiern beim Wackeln zuzusehen.

        Die Kulturkampf-Corona-Szene in den USA zeigt auf, was auf uns zukommt.

        Inzwischen findet ein Wettlauf statt: Democrat Cities und States verpflichten Private, nur Geimpfte zu bedienen, republikanisch regierte Staaten (sie regieren keine Großstädte) verbieten Privaten eben dies:

        Der Druck auf ungeimpfte Eltern steigt:

        Zur völlig unbegründeten Panik gegenüber der harmlosen Delta-Variante später mehr.

        Die umstrittenen „No Fly Lists“ gibt es bislang nur für Terrorismus-Verdächtige…

        Fauci irrt sich natürlich nie; er ist Beamter, und tut, was man ihm sagt, um das politische Ziel einer Herdenimmunität zu erreichen (die es nicht geben wird). Aber jetzt wird es irre:

        Purer Haß der Dems scheint auf:

        Fassen wir es zusammen: die Dems sind für autoritäre Maßnahmen, wie alle Menschheitsbeglücker der „Progressiven“: deren Hausorgan WaPo dekretiert am 3.8.2021:

        It’s time to admit it: The vaccination campaign has hit its limit. Mandates are the only way forward.
        Opinion ● By Joseph G. Allen ● Read more »

        Das paßt zu dieser Analyse, wonach „die Wissenschaft“ längst religiösen Rang erreicht hat – gegen alle sehr alte Erkenntnisse:

        Religion
        How Following ‘The Science’ Left The Realm Of Science And Became A Religion
        God is dead. Long live the Science.

        By Cory Grewell
        August 3, 2021

        U.S. House Speaker Nancy Pelosi chastised the Republican Party on Wednesday for being “delinquent in embracing the science that people need be vaccinated.” Answering a follow-up question of whether Kevin McCarthy, the House Republican leader, is a “moron,” she added, “I said in my earlier comments, ‘science, science, science, and science.’ On almost any subject you can name, science is the answer.”

        While the speaker’s second answer failed to exactly answer the question asked, her comments are troubling on a couple of levels. One of them is the absence of specific scientific data, derived from substantive research, to back up her pronouncements. Of course, her lack of data does not mean there necessarily is none available, but it’s troubling the speaker didn’t feel any apparent need to include data in order to speak authoritatively about “the Science.”
        […]
        The definite article is important here as well, and “the” almost invariably accompanies “Science” in these pronouncements. It identifies “the Science” as a univocal entity that speaks with a voice of compelling authority. That sort of authoritative language used to be reserved in the West for the one holy and apostolic church.

        This use of religious language with reference to “the Science” is not unique to Pelosi, and I am certainly not the first person to draw attention to it. We have been urged to “believe the Science,” “listen to the Science,” “trust the Science,” and “follow the Science” almost since the beginning of the COVID-19 outbreak, and we were harangued with similar exhortations about climate change before that.

        It is worth noting that all of these verbs — believe, listen, trust, and follow — are words heavily laden with religious connotations in the English language. Those of the Judeo-Christian faith believe their religious texts. We trust God. (That verb, incidentally, is used no fewer than 134 times in the King James Bible.) Jesus called his disciples to follow him.
        […]
        “The capacity to demand sacrifice,” Weaver says, “is probably the surest indicator of the ‘god term,’ for when the term is so sacrosanct that the material goods of this life must be mysteriously rendered up for it, then we feel justified in saying that it is in some sense ultimate.”

        Weaver’s definition, when applied to “the Science,” is eerily prescient. We need not think back far to recall the material goods we have repeatedly been asked to forego in the name of “the Science” and its subaltern “Public Health.”

        We need not guess about whether or not “the Science” would qualify as one of Weaver’s “god-terms,” because he — equally presciently — lists it among his catalog. The word “science,” Weaver argues, along with its companion word “fact,” provides the modern person with the only touchstone for truth he will acknowledge, i.e. truth of objective empiricism.
        […]
        The obvious problem is that “the Science” is not in fact, a god, and its creation as what Weaver calls a “hypostatized … conceptual existence” is an abuse of language that does not comport with reality. Weaver gives several examples of authoritative pronouncements beginning with “Science says,” before going on to point out:

        „Science is not, as here would seem to be, a single concrete entity speaking with one authoritative voice. Behind these large abstractions … there are many scientists holding many different theories and employing many different methods of investigation. The whole force of the word nevertheless depends upon a bland assumption that all scientists meet periodically in synod and there decide and publish what science believes. Yet anyone with the slightest scientific training knows this is very far from a possibility.“

        “The Science,” in the deified sense in which it is used, is thus a nonentity. And its attendant moral pronouncements, handed down from the state through the media, are thus not just convenient, but illegitimate rhetorical constructions. Science doesn’t speak ex cathedra.
        […]
        “When the ultimate terms become a series of bare abstractions,” he warns, “the understanding of power is supplanted by a worship of power, and in our condition this can only mean state worship” (emphasis added). Furthermore, Weaver adds, “This process can nearly always be observed in a time of crisis.”

        Although almost 70 years old, Weaver’s observations are very sobering to consider in the time of pandemic, where “following the Science” is used to warrant a vast array of state emergency powers — the Science notwithstanding.

        https://thefederalist.com/2021/08/03/how-following-the-science-left-the-realm-of-science-and-became-a-religion/

        Und man möchte nicht wissen, welche wissenschaftlichen Erkenntnisse vor siebzig Jahren en vogue waren – wir würden uns vermutlich totlachen. Coronamäßig haben „wissenschaftliche Erkenntnisse“ eine Halbwertzeit von wenigen Monaten.

        Auf die Heuchelei von Dems ist eben immer Verlaß. Hier umarmt Warren Cori Bush:

        Der Oberheuchler Obama treibt es auf die Spitze:

        Korrektur: es sollen 700 Gäste anwesend sein.

        Die Satire faßt es noch schärfer: denn wenn die Klima-Untergangspropheten recht haben, ist Obamas millionenschweres Luxus-Anwesen eh alsbald überschwemmt:

        Zum Vergleich: die Tendenzen im immer autoritärer werdenden Deutschland – bar jeder Wissenschaft und ohne Blick auf die Nachbarländer:

        Und „Augenreib“: die BILD als Verteidiger der Demokratie???

        Gegen diese Pöbeleien:

        Ich dachte, Geimpfte wie Stinner sind geschützt? Wieso haben sie dann Angst vor Ungeimpften?

        Kann ich nicht lesen, aber angesichts der deutschen Hysterie glaube ich es gern.

        Ja, bei uns wird nach Kräften desinformiert. Noch im SPIEGEL 31/2021 vom 31.7.2021 gab es auf S.26-28 einen Artikel unter der Überschrift: „Delta im Gepäck“, wo behauptet wurde:

        Dass die dritte Coronawelle ihren Höhepunkt in Deutschland erreicht hat, ist noch nicht lange her, es war am 26. April, die bundesweite Inzidenz betrug 169. Vornehmlich ausgelöst hatte diese Welle die Mutante B.1.1.7, heute Alpha-Variante genannt. [Die britische Variante] Die Inzidenz fiel bis Anfang Juli auf 4,9 – ein Sommer, wie er früher einmal war, schien möglich.

        Danach gab es viel Gemunkel über die Delta-Variante, die bereits im Juli 2021 88% betrug, OBWOHL es im Juli rapide abwärts ging. So blöd ist das Publikum nicht, das derlei Propaganda-Artikel liest.

        Endlich einmal These, die Logik aufweist.

        Erfreulich auch, wie sich Wissenschaftler gegen die Politik wehren:

        Und auch die ZEIT Dissentierenden Platz einräumt:

        Impfung für Kinder: „Ich sehe das mit Sorge“
        Auch Kinder zwischen 12 und 15 Jahren dürfen sich jetzt gegen Corona impfen lassen. Eine gute Idee? Nicht in jedem Fall, sagt der Hamburger Kinderkardiologe Stefan Renz.
        Interview: Nike Heinen, Hamburg
        4. August 2021, 11:08

        Einstimmig haben die Gesundheitsminister der Länder beschlossen, dass allen 12- bis 15-Jährigen jetzt ein Impfangebot gemacht werden soll. Also hat auch Hamburgs Sozialsenatorin Melanie Leonhard (SPD) mit Ja gestimmt. Vor wenigen Wochen hatte sie noch im Instagram-Auftritt der Behörde zusammen mit dem Kinderarzt Stefan Renz erklärt, warum generelles Impfen in der Altersklasse keine gute Idee sei. Wie sieht der Kinderkardiologe die neue Lage?

        ZEIT ONLINE: Herr Renz, haben Sie Ihre Meinung auch geändert? Finden Sie jetzt auch, dass alle Kinder ab zwölf Jahren geimpft werden sollten?

        Stefan Renz: Nein, dieser Meinung bin ich nicht. Ich bin da immer noch ganz eng bei der Stiko. Offenbar gibt es in einem von 15.600 Fällen Entzündungen am Herzen, vor allem bei Jungen. Dieses Risiko müssen wir erst noch genauer analysieren.

        ZEIT ONLINE: Welche Kinder sollten sich also impfen lassen?

        Renz: Alle mit den Krankheiten, die die Stiko auflistet. Etwa mit neurologischen Erkrankungen, Nierenschäden, Immunschwäche, schlecht eingestellter Zuckerkrankheit und Lungenerkrankungen, Trisomie 21 – weil bei diesen Risikogruppen die Gefahr eines schweren Verlaufs wesentlich größer ist. Auch Kinder mit Übergewicht fallen in diese Kategorie. Aus meiner Sicht ist es wichtig, das noch einmal zu betonen, weil es die Eltern der betroffenen Kinder oft nicht gern hören.

        ZEIT ONLINE: Wenn die Herzentzündungen eine so häufige Nebenwirkung sind, sind Ihnen dann bereits Fälle bekannt geworden?

        Renz: Ja, tatsächlich gibt es auch in Hamburg schon so einen Fall. Näheres kann ich aus Datenschutzgründen nicht sagen. Es heißt ja überall, die Herzentzündungen bei den Jungen nach der Impfung seien nur „leicht“. Nur als Kardiologe muss ich da trotzdem warnen. So wie es keine leichte Narkose gibt, gibt es auch keine leichte Myokarditis. Es besteht immer die Möglichkeit, dass Vernarbungen zurückbleiben – die dann später einen plötzlichen Herztod verursachen. Das Risiko finde ich einfach zu hoch.

        ZEIT ONLINE: Das Risiko der Impfung ist das eine – das andere ist das der Infektion. Auch Covid löst ja Herzmuskelentzündungen aus. Ist das nicht noch häufiger? Und wie häufig bei anderen Atemwegsinfektionen?

        Renz: Das ist leider noch kaum ausgeleuchtet, weder das eine noch das andere. Wenn Kinder mit einer Herzmuskelentzündung ins Krankenhaus kommen, entnimmt man nur in Ausnahmefällen Gewebe – dann, wenn sich das Kind nicht von allein erholt. Also weiß man nicht, wie oft und welche Viren beteiligt sind.

        ZEIT ONLINE: Was zumindest bekannt ist: Kinder können nach der Infektion ein lebensbedrohliches Entzündungssyndrom (PIMS) bekommen. In den USA wird unter anderem dies als Grund genannt, warum sich Kinder impfen lassen sollten. Im deutschen Register sind schon 233 Fälle eingetragen.

        Renz: Ja, aber dies ist – auf die Bevölkerung hochgerechnet – nur ein Viertel der US-Fälle, dort sind jetzt schon 4.196 Fälle gelistet. Offenbar ist das Risiko für Kinder durch Covid dort größer, es gibt viel mehr Übergewicht, ein schlechteres Gesundheitssystem. Die US-Epidemiologen haben berechnet, dass mit einer Million Kinderimpfungen mindestens ein Todesfall verhindert werden könnte. Diesen Nutzen gibt die deutsche Statistik eben nicht her. Jeder medizinische Eingriff kann auch schaden, gerade bei Kindern muss man da besonders vorsichtig sein, Risiko und Nutzen abwägen.
        […]
        Renz: Ich sehe das mit Sorge. Jetzt schon zeichnet sich ab, dass wir auf einen Fieberwinter zugehen – es wird wohl eine große Welle mit RSV-Infektionen geben. RSV ist ein Virus, das vor allem bei kleineren Kindern Fieber, Husten und Schnupfen verursacht. Wegen des Lockdowns im vergangenen Winter gibt es kaum Immunität in der betroffenen Altersgruppe. Aber wenn unsere Praxen voll mit akuten Fällen sind, können wir natürlich nicht auch noch einen so großen Aufwand mit den Impfungen betreiben. Allerdings sehe ich im Moment noch nicht, dass es in absehbarer Zeit eine Empfehlung für die Kleinkinder geben wird. Dort sind die Ansprüche an die Datenqualität ja noch höher.

        https://www.zeit.de/hamburg/2021-08/impfung-kinder-jugendliche-impfangebot-kinderarzt-stefan-renz

        Experten, die auf Regierungslinie liegen, werden nie derartig gegrillt.

        Deutschland ist einfach zu eng:

        30.07.2021, 08:44 Uhr
        Hohe Inzidenz, hohe Impfquote
        Mit dänischer Gelassenheit durch die Corona-Pandemie
        Während Deutschland streitet, steuert Dänemark unbeirrt aus der Pandemie heraus. Trotz Delta ist sogar die Maskenpflicht fast abgeschafft, dank hoher Impfquote.
        Sven Lemkemeyer

        Die Nachbarn im Norden werden von den Deutschen schon immer ein wenig bewundert – ein Punkt dabei: Die Däninnen und Dänen scheinen in vielen Punkten deutlich lockerer. Und diese Gelassenheit spiegelt sich auch im Umgang mit der Pandemie wider.

        Während in Deutschland darüber gestritten wird, welche Indikatoren künftig darüber entscheiden sollen, ob es neue Beschränkungen geben soll und ob ein weiterer Lockdown nötig sein wird, öffnet Dänemark in allen Bereichen weiter – und das, obwohl durch die Delta-Variante des Coronavirus die Zahl der Neuinfektionen auch im Zusammenhang mit der dänischen Fan-Euphorie bei der Fußball-Europameisterschaft sprunghaft gestiegen war.

        Aktuell stecken sich vor allem jüngere Erwachsene in Kopenhagen und Aarhus mit dem Coronavirus an. In der Hauptstadtregion liegt die Inzidenz aktuell bei 202, die Region an der Ostküste hat mit 247 den höchsten Wert.

        Rund 57 Prozent aller Neuinfektionen in den vergangenen Tagen betrafen Menschen im Alter von 20 bis 39 Jahren [diekaum erkranken], wie aus Daten des Statens Serum Insitut, der dänischen Agentur für Infektionskrankheiten, hervorgeht. Bei mehr als 90 Prozent der bestätigten Infektionen wird inzwischen die Delta-Variante gefunden.

        Die Sieben-Tage-Inzidenz kletterte zwischenzeitlich wieder auf 120 (den Höchstwert hatte es am 19. Dezember mit 427 gegeben), sank dann aber wieder auf jetzt rund 96. In Deutschland steigt der Wert auch seit geraumer Zeit und lag am Donnerstagmorgen bei 16.

        Anders als Schweden war Dänemark – wie Norwegen und Finnland – in einen Lockdown gegangen. Aber die Regierung in Kopenhagen war eine der ersten in Europa, die im Frühjahr begann, Beschränkungen aufzuheben. Die Kinder konnten wieder zu Schule, Außengastronomie öffnete.

        Zum Tag der Arbeit am 1. Mai hatte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen bereits weitere Lockerungen angekündigt. „Wir kämpfen noch immer gegen biologische Umstände, und es ist nicht so, dass das Virus plötzlich beschlossen hätte, einen Bogen um Dänemark zu machen. Aber mit jedem Tag, der ins Land zieht, an dem wir die Infektionszahlen niedrig halten, und an dem mehr Menschen geimpft werden, können wir erleichtert aufatmen. Ich glaube, dass der Dannebrog in diesem Sommer besonders hübsch in den Schrebergärten wehen wird. Wir stehen an einem Neuanfang“, sagte die 43-jährige Sozialdemokratin.

        Und Ende Mai wurden dann in dem Land mit seinen rund 5,8 Millionen Einwohnern schon sehr weitgehende Lockerungen umgesetzt.
        […]

        Warnungen auch aus Deutschland im Frühjahr, dass die Lockerungen unverantwortlich seien und zum Tod vieler ungeimpfter Menschen in Dänemark führen würden, bestätigten sich nicht. Es kam nicht zu einem signifikanten Anstieg der Zahl der Covid-19-Toten.

        Insgesamt verstarben in dem nördlichen EU-Land bisher 2548 Menschen an oder mit Covid-19. Bezogen auf die Einwohnerzahl gab es zwar im Laufe der Pandemie in Finnland und Norwegen weniger Todesopfer, aber in Schweden und Deutschland liegen die Zahlen deutlich höher.

        In der vergangenen Woche gab es in Dänemark keinen einzigen Covid-19-Toten. Auch lässt sich in den Daten des dänischen Gesundheitsministerium bisher kein signifikanter Anstieg bei den Klinikeinlieferungen erkennen. Stand Mittwoch gab es demnach landesweit 64 Covid-19-Patienten, zehn davon liegen auf Intensivstationen, die Hälfte wird beatmet.
        […]

        https://www.tagesspiegel.de/wissen/hohe-inzidenz-hohe-impfquote-mit-daenischer-gelassenheit-durch-die-corona-pandemie/27465998.html

        Nun will die Pharmazie Kasse machen – und die deutsche Politik fördert dieses Gewinnstreben – wie üblich, ohne wissenschaftliche Evidenz:

        Offenbar ist die WHO, die sich von ihrem größten privaten Spender, Bill Gates, dazu hat verführen lassen, ihren guten allgemeinen Ansatz (sauberes Wasser, soziale Verbesserungen, Krankenhausinfrastruktur) zu verlassen und auf Impfungen zu setzen, aufgewacht:

        Die WaPo am 4.8.2021

        WHO calls for moratorium on booster vaccine shots through September, citing global disparity
        By Bryan Pietsch, Adela Suliman and Hannah Knowles ● Read more »

        Die Unterschiede in der globalen Verteilung der Impfstoffe sind geradezu pervers. Und ob sie was nützen, bleibt nicht nur hierzulande offen und eine Glaubensfrage,

        • Gute Nachrichten von der Coronafront: einhellige Ablehnung der von BILD geleakten Spahn-Pläne:

          5.8.2021 11:55 Uhr
          „Debatte zur völlig falschen Zeit“
          Grüne wollen Gratis-Coronatests beibehalten
          Das Gesundheitsministerium plant, die Schnelltests ab Oktober nicht mehr zu zahlen. Grünen-Experte Janosch Dahmen kritisiert den Vorstoß als „unfair“.
          Paul Starzmann Timo Brücken Claudia von Salzen

          Der Gesundheitsexperte der Grünen im Bundestag, Janosch Dahmen, lehnt Pläne für kostenpflichtige Coronatests ab. „Die Debatte kommt zur völlig falschen Zeit. Wenn wir uns das konkret anschauen, sind über 30 Millionen Menschen nach wie vor ungeimpft“, sagte der Politiker am Donnerstag im „ARD-Morgenmagazin“. Die bisherigen Gratis-Schnelltests ab Herbst kostenpflichtig zu machen, sei „nicht nur unfair, sondern vor allem schlecht, weil es uns in einen neuerlichen Blindflug in der Pandemie bringt“.
          […]
          Die geplante Abschaffung stößt nicht nur bei den Grünen auf heftige Kritik. Spahns Position sei nicht die der Bundesregierung, sagte etwa die sozialdemokratische Bundesjustizministerin Christine Lambrecht der „Augsburger Allgemeinen“. „Es liegen keine Pläne dieser Art auf dem Tisch.“ Mehrere SPD-Landesregierungschefs wiesen den Vorschlag des CDU-Bundesministers klar zurück.
          Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte sagt der „Bild“, er halte es für falsch und rechtlich unzulässig, Ungeimpfte aus dem öffentlichen Leben auszuschließen. Ähnlich äußert sich Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig sagt, es sei wichtig, dass sich mehr Menschen in Deutschland impfen ließen. „Drohungen bringen uns da nicht weiter. Wir müssen überzeugen.“

          Wer die Tests jetzt etwas kosten lasse, mache dies „auf dem Rücken der Armen“, sagte die Linken-Parteivorsitzende Susanne Hennig-Wellsow dem Tagesspiegel. „Das ist schlicht asozial.“ Solange es eine Testpflicht gebe, müsse es auch kostenlose Tests geben. „Sonst werden Menschen, die sich die Tests nicht leisten können, vom öffentlichen Leben ausgeschlossen.“

          Wolfgang Kubicki bezeichnete Pläne der Bundesregierung als „extrem unsozial“

          FDP-Vize Wolfgang Kubicki bezeichnete die Pläne der Bundesregierung als „extrem unsozial“. Das sei „ein Druckmittel, um Menschen zum Impfen zu zwingen“, sagte er der „Passauer Neuen Presse“.
          Auch Spahns Vorstoß, gegebenenfalls nur Genesenen und Geimpften Freiheiten wie den Besuch der Innengastronomie zu gewähren, wird scharf kritisiert – als Einführung einer Impfpflicht auf Umwegen. „Die Ankündigung, in Zukunft Ungeimpfte vom Gastronomiebesuch ausschließen zu wollen, ist der dreisteste und verheerendste Wortbruch dieser Bundesregierung, die wiederholt Stein und Bein geschworen hat, es werde keine Impfpflicht in Deutschland geben“, sagte Kubicki der „Bild“-Zeitung.
          […]

          https://www.tagesspiegel.de/politik/debatte-zur-voellig-falschen-zeit-gruene-wollen-gratis-coronatests-beibehalten/27480038.html

          Extrem bewundernswürdig: wie der Stiko-Chef die Wissenschaft gegen den politischen Aktivismus (Drittimpfung) hochhält:

          Und auch die Daten der furchterregenden „4. Welle“, in der wir uns laut RKI ja befinden, sehen gut aus:
          Der taz-Kommentierer hierzu:

          Leider kann man sich auf die SPD nicht verlassen:

          Upps! Gilt Stegner nicht als Linker? Aber egal: wenn Ungeimpfte in die Öffentlichkeit gehen, dann stecken sie, falls überhaupt, mehrheitlich ebenfalls Ungeimpfte an, die den Grad ihres Alltagsrisikos selber bestimmen (soweit erwachsen).

          Und Spahn macht einen auf Biden:

          Vermutlich mit demselben Erfolg. 😉

        • Dagegen ist der Wahlkampf fast amüsant. Zuletzt schrieb ich zu den Intrigen der Grünen im Saarland und Baerbocks/Kellners autoritäres Eingreifen gegen den Saarlouis-männlichen Kandidaten Ulrich, der zurecht, nach dreimaligem Scheitern seiner weiblichen Gegenkandidatin auf Nr. 1 der Landesliste gewählt wurde :

          Die Drohung wirkte. Am Tag darauf fand der Landesparteitag statt und ohne die Delegierten aus Saarlouis wurde Jeanne Dillschneider auf Listenplatz eins gewählt. Hubert Ulrich war gar nicht erst wieder angetreten.

          An dieser Wahl üben aber nicht nur Ulrich und seine Anhänger Kritik. Auch die Landeswahlleiterin Monika Zöllner wurde in der Begründung ihrer Entscheidung, die Landesliste der Grünen nicht zu zulassen deutlich: „Würde man einen solchen Wahlvorschlag zulassen, dann stünde insgesamt die demokratische Legitimation der Bundestagswahl in Frage“, sagte sie.
          […]
          Am Montag legten die saarländischen Grünen nun Beschwerde gegen die Ablehnung ihrer Landesliste für die Bundestagswahl ein.
          […]

          https://www.tagesspiegel.de/politik/streit-um-nicht-zugelassene-landesliste-baerbock-droht-aerger-aus-dem-saarland/27476986.html

          „Wenn ein solcher Vorgang bei der AfD stattgefunden hätte, wäre er allgegenwärtig. Und vermutlich wäre er dort auch noch sprachlich korrekter abgelaufen.“
          https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-37/#comment-93616
          [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-37/#comment-93616

          Wie zu erwarten, blieb die Beschwerde erfolglos:

          5.8.2021 13:53 Uhr
          Entscheidung im Bundeswahlausschuss
          Keine Zweitstimmen für Baerbock aus dem Saarland
          Die Landesliste der Saarländer Grünen ist vom Bundeswahlausschluss endgültig von Bundestagswahl ausgeschlossen worden.
          Felix Hackenbruch
          […]

          https://www.tagesspiegel.de/politik/entscheidung-im-bundeswahlausschuss-keine-zweitstimmen-fuer-baerbock-aus-dem-saarland/27486344.html

          Selber schuld, kann man da nur sagen. Antidemokratische Intrigen gegen unliebsame Individuen mit dem falschen Geschlecht – Boris Palmer läßt grüßen – dürfen sich nicht auszahlen.

          Sehr begrüßenswert ist das bei uns unterberichtete BGH-Urteil, das nun endlich einmal die Löschung konservativer Stimmen durch Facebook (& Co.) einschränkt (worauf sich die Bundesregierung ja schlicht verlassen hat bei ihrem Netzwerkdurchsetzungsgesetz als Steigerung der eh schon vorgenommenen Löschungen durch die woken US-Social Media, die größten Sponsoren für die Democrats):

          Nach BGH-Urteil zu «Hassrede» kommt auf Facebook viel Aufwand zu
          Der Social-Media-Riese kann nicht mehr so einfach sperren und löschen wie bisher. Die Nutzer haben mehr Einspruchsrechte. Automatisierte Bescheide gehören damit wohl der Vergangenheit an.
          Oliver Maksan, Berlin 03.08.2021, 15.06 Uhr

          Nach der Stärkung der Einspruchsrechte von Nutzern durch den deutschen Bundesgerichtshof wird der Aufwand von Facebook in Deutschland künftig spürbar steigen. Davon ist der Kölner Medienrechtler Karl-Nikolaus Peifer überzeugt. «Ein automatisiertes Verfahren wird kaum umzusetzen sein. Also müssen Personen eingesetzt werden, die eine auf den menschlichen Verstand gegründete Abwägung durchführen», sagte der Direktor des Instituts für Medienrecht und Kommunikationsrecht der Universität Köln der NZZ.

          Der Rechtsprofessor sieht durch das BGH-Urteil zudem einen Präzedenzfall für die anderen grossen Plattformbetreiber wie Youtube und Twitter bezüglich ihres Lösch- und Sperrverhaltens. «Das ist sehr wahrscheinlich, denn alle Plattformbetreiber verwenden AGB, und alle gehen mit ihren Nutzern Vereinbarungen ein, die Vertragscharakter haben.»

          Gericht will Meinungsfreiheit stärken

          Das höchste deutsche Zivilgericht hatte am vergangenen Donnerstag in einem aufsehenerregenden Urteil entschieden, dass die 2018 eingeführten Geschäftsbedingungen von Facebook in Sachen Beitragslöschung und Kontensperrung in Deutschland unwirksam sind. Der Social-Media-Riese muss künftig bei Kontensperrungen wegen «Hassrede» den Nutzer vorher informieren, ihm Gelegenheit zur Gegenäusserung geben und neu bescheiden. Ein analoges Verfahren haben die Karlsruher Richter für das Vorgehen bei Löschung von Beiträgen verfügt. Allerdings erhält der Nutzer anders als bei der Sperrung erst nach der Löschung das Recht zum Einspruch.

          Die Richter haben mit ihrem Urteil versucht, die widerstreitenden Grundrechte Meinungsäusserungsfreiheit von Nutzern und Berufsausübungsfreiheit der Plattform in Einklang zu bringen. Kläger gegen Löschungen und Teilsperrungen waren in früheren Instanzen unterlegen, nachdem diese besonders auf die unternehmerische Freiheit von Facebook verwiesen hatten.

          Facebook darf weiterhin auch nicht Strafbares löschen

          Das Recht, auch nicht strafbare Inhalte zu löschen, bestehe indes weiterhin, so Professor Peifer. «Nicht grundsätzlich infrage steht die Befugnis von Facebook, Hausregeln für die Kommunikation in seinem Netzwerk aufzustellen.» Diese Hausregeln dürften grundsätzlich auch strenger sein als die gesetzlichen Regeln, die in Deutschland gelten. «Der betroffene Nutzer muss aber die Möglichkeit haben, diese Regeln in einem Verfahren zu überprüfen.»

          Diese Wertung ergebe sich insbesondere für Kontensperrungen vor dem Hintergrund, dass solche Sperrungen einen sehr weitreichenden Eingriff in die Äusserungsfreiheit von Nutzern darstellten. Vollständige Genauigkeit der Lösch- und Sperrgründe werde man aber aus rechtlichen Gründen nicht verlangen können, erläutert Peifer. «Denn jede dieser Handlungen muss eine Einzelfallabwägung vorsehen, aufgrund deren die Meinungsfreiheit des Nutzers und die Handlungsfreiheit des Plattformbetreibers miteinander abgewogen werden müssen.»
          […]

          https://www.nzz.ch/international/nach-bgh-urteil-zu-hassrede-kommt-auf-facebook-viel-aufwand-zu-ld.1638677

          Ein kleiner Lichtblick jedenfalls. In den USA werden schon Konten von Usern gesperrt, die doch glatt „behaupten“, es gäbe biologisch nur zwei Geschlechter. 😦

          Der Wille zur Macht ist jedenfalls unverkennbar: das wäre ja ein Veto, falls unbegrenzt, das die Richtlinienkompetenz des Kanzlers übersteigt, ein Amt, das Baerbock niemals erreichen kann.

          Mit Kritik können Grüne und deren Fans eben nicht umgehen: schließlich sind sie die Moralisten mit DER Wissenschaft auf ihrer Seite. Siehe oben den Federalist:

          https://thefederalist.com/2021/08/03/how-following-the-science-left-the-realm-of-science-and-became-a-religion/

          Baerbock ist schlicht unwissend:

          Und dann sind wir doch wieder ganz schnell bei Baerbocks Buch. Auf Seite 92 stand dort: „Als ich im Herbst 2020 zu Gast beim Triebwerksunternehmen MTU Aero Engines in Berlin-Ludwigsfelde war […]“. Moment, Ludwigsfelde, ein Teil von Berlin?

          Die „taz“ hatte die Passage in einem Faktencheck entdeckt und schrieb: „Ludwigsfelde ist eine selbstständige Stadt in Brandenburg, es gehört nicht zu Berlin. Es gehört zu dem Bundestagswahlkreis 61, in dem Baerbock kandidiert.“

          […]

          https://www.tagesspiegel.de/berlin/gruenen-chefin-verwechselt-biesenthal-mit-oderbruch-annalena-baerbock-sieht-brandenburg-vor-lauter-baeumen-nicht/27480938.html

          Und auch sonst steht sie im Wald, ähnlich wie Biden, der im Wahlkampf auch nicht wußte, wo man ihn gerade hingestellt hatte:

          Aber nun sind die USA mit ihren verwirrend vielen Staaten schwieriger zu managen als das kleine Brandenburg und der eigene Wahlkreis in Abgrenzung zu Berlin. 😉

          Bei Moralisten wie den Grünen stehen die Fettnäpfchen natürlich enger als anderswo: die Berlin-Mitte-Kandidatin Tuba Bozkurt sieht sich Kritik ausgesetzt:

          Die lasche Antwort:

          Hätte man nur die verhaßten weißen Männer rausgeschnitten, wäre es niemals ein Thema gewesen.

          Ein nur bei Woken vorhandenes Fettnäpfchen: Indianer für US-Indigene ist völlig o.k.

          Der Wahlkampf nimmt Fahrt auf: nun nimmt sogar die CDU die SPD als Gegner wahr:

          In der Tat: das schrieb ich am 1.8.2021:

          Saskia Esken
          Wer so wenig vom Islamismus versteht, kann ihn nicht bekämpfen
          Stand: 30.07.2021 | Lesedauer: 2 Minuten
          Von Frederik Schindler
          Politikredakteur
          […]

          Die ersten Opfer dieser Islamisten sind Menschen aus muslimischen Familien. Anhänger des politischen Islam kontrollieren bis ins Intimste jeden Lebensbereich und machen damit eine individuelle und selbstbestimmte Lebensführung unmöglich. Insbesondere Frauen, Säkulare, Ex-Muslime, Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transpersonen sind von dieser umfassenden Reglementierung betroffen. Die zutiefst patriarchale Geschlechterordnung des politischen Islam bindet Sexualität an Ehre, tabuisiert selbstbestimmten Sex und erklärt den weiblichen Körper als anstößig und sündhaft.

          Freiheitsliebende muslimisch sozialisierte Menschen leiden in erster Linie also nicht unter Terroristen, sondern unter bestimmten islamischen Verhaltens-, Kleider- und Geschlechternormen. Der kollektivistische politisch-ideologische Islam (explizit getrennt von individueller muslimischer Spiritualität) ist von Frauen- und Homosexuellenfeindlichkeit, aber auch etwa von Antisemitismus, vom Hass auf Apostaten, Atheisten und Andersgläubige, kaum zu trennen.

          Wer diesen Islamismus wie Saskia Esken lediglich im Terrorismus erkennen will, hat das Problem nicht verstanden. Im Stich gelassen werden damit auch diejenigen Muslime, die von dieser Ideologie unterworfen werden. Und wer so wenig vom Islamismus versteht, kann ihn nicht bekämpfen.

          https://www.welt.de/debatte/kommentare/article232835947/Saskia-Esken-Wer-so-wenig-vom-Islamismus-versteht-kann-ihn-nicht-bekaempfen.html

          „Aber die Bekämpfung von Islamophobie ist ja mindestens so wichtig wie die des Patriarchats, von Sexismus, Anti-Feminismus, Antisemitismus, Homo- und Transphobie. Es ist nicht leicht, unbeschadet zwischen den identitätspolitischen Zielkonflikten zu lavieren, zumal ja auch noch Rassismus und Critical Race Theory oben drauf gesattelt werden: und danach sind Muslime selbstverständlich Opfer des weißen Kolonialismus.“
          https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-37/#comment-93606

          Esken, die offenbar nicht wußte, daß Mansour unter Polizeischutz steht, wie nahezu alle islamische Islamkritiker hierzulande, kann sich auf die Mainstream-Media wie den woken Tagesspiegel verlassen; hier im Rahmen einer Rezi eines Buches der „umstrittenen“ Professorin Susanne Schröter:

          Susanne Schröter, Allahs Karawane: Eine Reise durch das islamische Multiversum, C.H.Beck, 2021, 203 Seiten, 16.95€.

          04.08.2021, 10:19 Uhr
          Es gibt nicht nur den politischen Islam
          Singende Bruderschaften und feministische Islam-Schwestern
          Die Ethnologin Susanne Schröter preist die regionale Vielfalt und progressive Ausleger des Islam – als Gegenpol zum politischen Islam.
          Andrea Nüsse
          […]
          Es ist völlig legitim, dass die Autorin dabei vielleicht auch im Hinterkopf hatte, den Vorwurf der Islamfeindlichkeit zu widerlegen, der der streitbaren Wissenschaftlerin gemacht wurde: Ihr Buch „Politischer Islam. Stresstest für Deutschland“ (2019), hatte dezidiert vor dem politischen Islam und den freiheitsfeindlichen Bestrebungen großer Islamverbände in Deutschland gewarnt. Da Schröter für eine Wissenschaftlerin sehr eindeutige politische Position bezieht und beispielsweise das Kopftuch nur als Zeichen eines religiös begründeten Patriarchalismus gelten lässt, wurde sie stark kritisiert.
          […]
          Spätestens im letzten Kapitel zu Deutschland wird die Autorin zur Akteurin – hier wechselt sie bei der Vorstellung der liberalen Ibn-Rushd-Goethe-Moschee in Berlin sogar in die Ich-Form über und lässt ihrer Begeisterung für dieses Projekt freien Lauf („spektakuläre“ Eröffnung, „liebevoll gestalteter“ Gebetsraum).

          Nach der Vorstellung des reformorientierten Islamwissenschaftlers Mouhanad Khoride, der an der Universität Münster islamische Religionspädagogik lehrt und Autor eines auf 17 Bände angelegten historisch-kritischen Koran-Kommentars ist, nennt sie fast in einem Atemzug Hamed Abdel-Samad als quasi ebenbürtigen Wissenschaftler und einen der „profiliertesten Kritiker islamischer Orthodoxie“. Dass der aus Ägypten stammende Politologe hierzulande mit am unversöhnlichsten auf den Islam und seine offiziellen Vertreter eindrischt, ist unbestritten. Aber das ist überwiegend Polemik.

          Die Tatsache, dass er selbst Mitglied der Muslimbruderschaft war, Gewalt erlitt und einen persönlichen Leidensweg hinter sich hat, mag bei ihm eine Rolle spielen. Aber warum Schröter diesen Provokateur als Kronzeugen für eine andere Spielart des Islam anführt, bleibt schleierhaft. Und mit Sätzen, dass Adel-Samad von mehreren Leibwächtern begleitet werden muss und er „keine unbeschwerten Tage“ mehr habe, endet dieses Buch abrupt .

          Natürlich ist es ein Skandal, dass Abdel-Samad in Deutschland Polizeischutz braucht. Aber am Ende dieser insgesamt elf Kapitel hätte man sich doch eine Erörterung gewünscht, warum so viele dieser Minderheitsinterpretationen – oder aber auch der europäische Islam aus Südosteuropa – global so wenig Einfluss haben und warum die orthodoxen Interpretationen von der arabischen Halbinsel und ihrem Umkreis noch immer dominieren.

          https://www.tagesspiegel.de/kultur/es-gibt-nicht-nur-den-politischen-islam-singende-bruderschaften-und-feministische-islam-schwestern/27481480.html

          Die Antwort könnte verunsichern. 😉

          2. Eine verfassungsrechtlich tragfähige Rechtfertigung für das Unterlassen der Zustimmung des Landes zum Staatsvertrag und damit die ausgebliebene entsprechende Finanzierung des Rundfunks besteht hier nicht.

          a) Im gegenwärtigen System der Rundfunkfinanzierung ist eine Abweichung von der Bedarfsfeststellung der KEF nur durch alle Länder einvernehmlich möglich. Hält ein Land eine Abweichung für erforderlich, ist es Sache dieses Landes, das Einvernehmen aller Länder über die Abweichung von der Bedarfsfeststellung der KEF herbeizuführen. Das ist nicht gelungen.

          b) Es fehlt zudem an einer nachprüfbaren und verfassungsrechtlich tragfähigen Begründung, um von der Feststellung der KEF abweichen zu können. Dies kann im gegenwärtigen von den Ländern vereinbarten System nur eine verfassungsrechtlich zulässige Begründung aller Länder sein. Der Vortrag des Landes Sachsen-Anhalt, dass es sich seit Jahren unter den Ländern vergeblich um eine Strukturreform des öffentlich-rechtlichen Rundfunks bemüht habe, rechtfertigt die Abweichung von der Feststellung des Finanzbedarfs nicht. Eine Strukturreform der Rundfunkanstalten oder eine Reduzierung der anzubietenden Programme war mit der Verabschiedung des Medienstaatsvertrags nicht verbunden und durfte mit dieser Beitragsfestsetzung verfassungsrechtlich nicht zulässig verfolgt werden. Soweit das Land Sachsen-Anhalt auf weitere möglicherweise beitragsrelevante Rahmenbedingungen in der Folge der Pandemie abstellen wollte, hat es Tatsachenannahmen, die eine Abweichung rechtfertigen könnten, weder hinreichend benannt noch seine daran anknüpfende Bewertung offengelegt.

          https://www.bundesverfassungsgericht.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/bvg21-069.html

          Hä? Ein Abweichen von der Mehrheit schädigt die Rundfunkfreiheit unabhängig von der Begründung?

          Es ist ersichtlich, daß die Richter des BVerfG nicht fernsehen:

          In Zeiten „vermehrten komplexen Informationsaufkommens einerseits und von einseitigen Darstellungen, Filterblasen, Fake News, Deep Fakes andererseits“ wachse die Bedeutung des beitragsfinanzierten öffentlich-rechtlichen Rundfunks, entschied der Erste Senat mit dem nun veröffentlichten Beschluss vom 20. Juli.
          Die Sender sollten die Wirklichkeit durch „authentische, sorgfältig recherchierte Informationen, die Fakten und Meinungen auseinanderhalten“ unverzerrt darstellen und das Sensationelle nicht in den Vordergrund rücken.
          Der Gesetzgeber sei verantwortlich, dass auch die finanziellen Voraussetzungen für die Aufgaben gegeben sind. „Erfüllt ein Land seine Mitgewährleistungspflicht nicht und wird dadurch die Erfüllung des grundrechtlichen Finanzierungsanspruchs unmöglich, liegt bereits darin eine Verletzung der Rundfunkfreiheit.“

          https://www.welt.de/kultur/medien/article232949783/Rundfunkbeitrag-steigt-auf-18-36-Euro-Verfassungsbeschwerde-erfolgreich.html

          Der ÖRR gehört zur Blase:

          Wie um dem Vorwurf der pro-Grünen-Blase zu entgehen, gab es nun ausnahmsweise Grünen-Kritik in den Tagesthemen: sowas sind die Grünen nicht gewont, und so sind sie fassungslos:

          Annalena Baerbock
          Tagesthemen-Beitrag löst Sturm der Empörung aus – „Stimmungsmache“
          Marcel Görmann
          05.08.2021 um 07:20 Uhr
          Die Anhänger von Annalena Baerbock und den Grünen waren auf 180, nachdem sie ARD einschalteten! Ein vernichtender Tagesthemen-Kommentar über die Kanzlerkandidatin und das neue Klimaschutz-Sofortprogramm bringt sie auf den Barrikaden.

          In seinem Meinungsbeitrag in den ARD-Tagesthemen nimmt NDR-Redakteur Holger Ohmstedt die grünen Wahlkampfziele auseinander. Besonders seine Bemerkungen über Annalena Baerbock empören ihre Wähler.
          Anlass für den Beitrag war das am Dienstag vorgestellte 10-Punkte-Sofortprogramm der Grünen zum Klimaschutz, das sie nach der Bundestagswahl umsetzen wollen.

          Aus Sicht von Holger Ohmstedt enthält dieses Klimaschutzprogramm wenig neue Inhalte, „um nachhaltig von den Hochstapeleien der grünen Kanzlerkandidatin abzulenken“. Mit diesem Programm würden die Grünen niemanden zurückgewinnen, der „von der unzuverlässigen Parteichefin in den vergangenen Wochen enttäuscht wurde“.

          Annalena Baerbock: ARD-Mann kritisiert fehlende Ehrlichkeit

          Denn die Grünen würden eine Antwort schuldig bleiben, „wie sie den innovativen Industriestandort Deutschland erhalten wollen.“ Politische Wünsche würden über die technische Machbarkeit gestellt, etwa bei der Chemieindustrie, so Ohmstedt. Die würde mehr Ökostrom benötigen als Deutschland heute insgesamt produziert, wenn sie klimaneutral werden solle.
          Zudem würden Naturschützer vor Ort eine schnelle Ökowende ausbremsen, etwa indem neue Strom- und Bahnstrecken verhindert werden.
          „Der Debatte um die Klimarettung fehlt es nicht an Sofortprogrammen und Geschwindigkeit, sondern an Ehrlichkeit“, meint der Journalist daher.

          […]

          https://www.derwesten.de/politik/annalena-baerbock-tagesthemen-ard-gruene-kanzlerkandidatin-klimaschutzprogramm-sofortprogramm-tagesschau-id232963235.html

          Voll d`accord!

          Damit hat Habeck recht, aber er hätte es nicht sagen dürfen. Ich als Frau schäme mich für alle inkompetente Frauen, die allein wegen ihres (dann auch noch bloß bei Geburt „zugewiesenen“ Geschlechts ;-)) zu Ämtern kommen. Ich bin zwar der Meinung, daß Emanzipation letztlich erst dann erreicht sein wird, wenn Männer und Frauen in Führungspositionen gleich inkompetent sind. Das bedeutet allerdings nicht, daß aktuell bereits ersichtlich ungeignete Frauen wie Baerbock installiert werden sollten…

        • @ Gabriele Wolff

          Du schreibst:

          „Upps! Gilt Stegner nicht als Linker?“

          Gut ich glaube, das ist Verarsche von Don Alphonso! Er wollte vermutlich Stegner als rechtsradikal framen. 🙂

          Gibt ja ein neues Buch von Kubicki:

          „Die erdrückte Freiheit: Wie ein Virus unseren Rechtsstaat aushebelt

          Wegen der Corona-Pandemie wurden die massivsten Grundrechtseingriffe seit Gründung der Bundesrepublik vorgenommen. Unsere Freiheitsrechte gerieten nicht nur durch die Entscheidungen der Regierungen, sondern auch durch eine große Verunsicherung innerhalb der Gesellschaft unter Druck. Wolfgang Kubicki widmet sich den Fragen, wie die Idee der Freiheit so schnell in Verruf geraten konnte und welche Rolle Politik, Medien und Gesellschaft in diesem Prozess gespielt haben. Er ruft dazu auf, die Grundlagen unseres Gemeinwesens nicht leichtfertig über Bord zu werfen, sondern gerade in Krisenzeiten auf die Stärke unserer verfassungsmäßigen Ordnung zu setzen: Ein Plädoyer gegen Moralismus, Angstmache und Ausgrenzung – und für eine mutige, offene Auseinandersetzung um den richtigen Weg. Denn nur eine Gesellschaft, die die Idee der Freiheit im Herzen trägt, kann Herausforderungen wie die Corona-Pandemie langfristig überwinden.“

          In Deutschland würde ich momentan auch die FDP wählen, nicht wegen Lindner, sondern wegen Kubicki!

          Ein paar Beiträge, die mir in den letzten Tagen noch gefallen haben:

          „Propaganda Matrix“ – Punkt.PRERADOVIC mit Prof. Dr. Michael Meyen
          Wie unabhängig agieren die klassischen Medien? Und wie neutral? Gar nicht, sagt Prof. Dr. Michael Meyen, Autor des Buchs „Die Propaganda Matrix“. Finanzielle Abhängigkeiten, schlechte Ausbildung, Haltungsjournalismus, Nähe zur Politik und das Selbstverständnis, den Bürger in die „richtige“ Richtung zu lenken, führen dazu, daß die meisten TV-Sender und Zeitungen nur noch genehme Informationen vermitteln. „Die Medienrealität bildet nicht die echte Realität ab“, sagt Meyen und macht Vorschläge für eine Reformierung unserer Medienlandschaft.

          dann:

          Klimarepublik Deutschland
          Beim Thema Klima ist in Deutschland nur noch Ehrfurcht vor der Katastrophe und Bekenntnis zu immer höher zu steckenden Zielen erlaubt. Das zeigt sich auch in den Parteiprogrammen zur Bundestagswahl.
          https://www.novo-argumente.com/artikel/klimarepublik_deutschland?fbclid=IwAR3ar_vA5Bt-aggMmn8kZ1VzmQls3cxnELRE68_zEJaIdamM3kpjQZigdsI

          dann:

          „Der Lockdown wurde herbeigeschrieben“
          Die Medien haben exzessiv über das Coronavirus berichtet und übertriebene Ängste geschürt, kritisiert der Journalismusforscher Stephan Russ-Mohl. Constantin van Lijnden spricht mit ihm über echte und vermeintliche Ausgewogenheit, ökonomische Anreize und Wechselwirkungen mit der Politik.
          https://www.welt.de/podcasts/welt-talks/article232787135/Journalismusforscher-Russ-Mohl-Der-Lockdown-wurde-herbeigeschrieben-Podcast.html

          und zum Schluss:

          Die Corona-Impfung als Sakrament und Erlösung

          31. 07. 2021 | Der auch als Hörbeitrag verfügbare Essay „Die Corona-Impfung als Kommunion“ des österreichischen Psychologen Alexander Meschnig ist so gut, dass ich hier ausdrücklich darauf verweisen möchte, nicht nur unter „Ausgewähltes“. Er eröffnet einen Blickwinkel auf die gesellschaftliche Entwicklung, der die Konturen schärft, und macht sogar gute Laune beim Hören oder Lesen (mir jedenfalls).
          Als Text steht der Essay auf achgut.com, zum Hören gibt es ihn bei Radio-München. Zwei Textstellen als Appetithappen:

          Sehen (wir) uns an, wie die Impfung gegen Covid-19 eingeführt und mit welchen Metaphern sie verbunden wird. Was auf den ersten Blick auffällt, ist eine Art religiöse Überhöhung. Die Impfung erscheint wie eine Art Heilige Kommunion, die der Gläubige in Demut annimmt und die ihm die Erlösung bringen soll. Corona hat, wie kritische Beobachter bereits früh anmerkten, von Beginn an religiöse Züge angenommen, verräterisch dafür etwa der Begriff des Leugners, der direkt aus der Sprache der Theologie stammt. So wie der Gottesleugner wird heute der „Coronaleugner“ mit einer Blasphemie verbunden, die nach Sanktionen und Strafe verlangt.
          So viel zu den Ungläubigen. Zu den Gläubigen schreibt Meschnig:
          Umgekehrt verblüfft die geradezu religiöse Emphase, mit der die Impfung gefeiert und entgegen genommen wird. Das erinnert an den Empfang der geweihten Hostie, die die Erlösung von den eigenen Sünden bringt, in diesem Fall: wieder ein freies Leben ermöglicht. Wie ein Gefangener, der seinen engen Käfig verlassen kann, verspricht die Impfung das Ende der Knechtschaft und die Rückkehr in ein normales Leben. Wer diese Analyse für überzogen hält, sehe sich einmal in den sozialen Medien an, wie sich Menschen mit Impftermin gegenseitig feiern und beglückwünschen. Selfies auf Facebook und Instagramm mit Pflaster an der Einstichstelle werden massenweise, vor allem von jüngeren Menschen, gepostet und stolz präsentiert.
          Es lohnt sehr, den ganzen Beitrag zu anhören oder zu lesen.
          Link zum Podcast auf Youtube
          https://norberthaering.de/news/impfung-als-sakrament/

  3. Das ist schon lustig! Der woke Tagesspiegel steht zugleich aufs Martialische – wie die Democrats in den USA – vermutlich, weil beide Phänomene, Identitätspolitik und militärisches Überlegenheitsstreben, autoritär sind:

    2.8.2021 12:44 Uhr
    Deutschland und China
    Eine deutsche Fregatte auf dem Weg ins Südchinesische Meer
    Am Montag läuft die Fregatte „Bayern“ in Richtung Indo-Pazifik auf. Warum das ein bedeutender Schritt für die deutsche Sicherheitspolitik ist. Ein Kommentar
    Anna Sauerbrey

    Fregatte „Bayern“ hat seit Juni einen Twitter-Account. Am Freitag war dort zu lesen: „Die Crew hat jetzt noch ein kurzes ,Kuschelwochenende’ mit den Lieben daheim. Und dann geht’s los.“ Dazu ein Smiley.
    Ob diese Art der Kommunikation angemessen ist, darüber lässt sich streiten. An diesem Montag soll das Schiff der deutschen Marine auslaufen und sieben Monate unterwegs sein. Es wird an Nato- Manövern im Mittelmeer teilnehmen und soll dann das Südchinesische Meer befahren, mit Stationen in Japan, Korea, Singapur und Australien. Es ist eine Fahrt in eine angespannte Region.[…]

    Die Mission der Fregatte „Bayern“ ist ein wichtiger Schritt für die deutsche Sicherheitspolitik
    Begründet wird der Einsatz damit, man wolle die internationale Zusammenarbeit stärken, also Partner wie Japan unterstützen, Länder, die sich durch China bedroht sehen. Die Regeln der internationalen Ordnung müssten durchgesetzt und außerdem die Seewege freigehalten werden.
    Als der damalige Bundespräsident Horst Köhler 2012 sagte, dass für eine Außenhandelsnation wie Deutschland „im Notfall auch militärischer Einsatz notwendig“ sei, unter anderem um Handelswege zu schützen, war die Ablehnung so massiv, dass er zurücktrat. Als Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer 2019 in einer Grundsatzrede die Entsendung einer Fregatte in den Indo-Pazifik ins Spiel brachte, wurde sie von der Opposition kritisiert und belächelt: Deutsche Fregatten? Sind die überhaupt einsatzfähig?

    Es geht auch darum, Partnerstaaten in der Region zu unterstützen

    Doch immer mehr setzte sich die Erkenntnis durch, dass Chinas Hegemonialpolitik nicht nur für die deutsche Wirtschaft eine große Herausforderung ist. In gleichem Maße nahm das Bewusstsein dafür zu, dass Deutschland und die EU ihre Beziehungen zu den Demokratien in der Region stärken müssen, auch durch militärische Solidaritätsbekundungen wie diese. Im September 2020 hat die Bundesregierung eine Indo-Pazifik-Strategie verabschiedet, die jene strategischen Ziele benennt, die nun die Mission der „Bayern“ begründen.

    https://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland-und-china-eine-deutsche-fregatte-auf-dem-weg-ins-suedchinesische-meer/27475310.html

    Joffe, der wahre Kriegstreiber, dazu knochentrocken in derselben Printausgabe am 2.8.2021 im Tagesspiegel auf S. 1:

    Andererseits werden die Chinesen es gar nicht merken, dass die „Bayern“ irgendwo im Indopazifik herumschwimmt. Wir zeigen also Flagge, niemand sieht es, und uns kann nichts passieren.

    Da drücken wir alle mal die Daumen, daß die „Bayern“ nicht schon im Mittelmeer schlappmachen.

    In einem meiner letzten Postings zu dem Genderquatsch hatte ich den Tweet des Inspekteurs des Heeres gepostet, der sich über eine Ausschreibung des Verteidigungsministeriums für eine Stelle als Panzerkommandant/in lustig macht:

    Dieser unbotmäßige Tweet wurde gelöscht. Die Stellenanzeige lautete:

    „Teamleitung [M/W/D] Panzertruppe
    in der Laufbahn der Feldwebel“
    […]“

    Die paar hundert Diverse, die sich wegen biologischer Uneindeutigkeit ihres Geschlechts dazu entscheiden, dies auch öffentlich zu machen, sind echt zu vernachlässigen. Die überwältigende Mehrheit dieser absoluten Minderheit entscheidet sich für ein Geschlecht. Interessant allerdings, daß sich „Feldwebel“ nicht gendern läßt. 😉

    Aber natürlich verfolge ich das Thema, wie Wissenschaft ausgehöhlt und ideologisiert wird, weiter, ob bei Corona:

    Warum die Presse versagt


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-37/#comment-93610

    oder wie in meinem obigen Link.

    Das Problem ist der herrschende autoritäre Geist der „Linken“, der die Wissenschaft bedroht: er ist eigentlich seit Jahrzehnten bekannt:

    Volker Bouffier
    Waren Sie verzweifelt, Volker Bouffier? „Ich war unsicher, wie es ausgeht“
    Der Ministerpräsident von Hessen über einen schweren Unfall, die Intoleranz linker Kommilitonen und die Trauer um verstorbene Freunde.
    Interview: Ferdinand Otto und Manuel J. Hartung
    28. Juli 2021 DIE ZEIT Nr. 31/2021, 29. Juli 2021
    […]
    ZEIT: War das eine Art Schlüsselerlebnis dafür, dass Sie Politik zum Beruf gemacht haben?

    Bouffier: Ich hatte kein Erweckungserlebnis, habe aber die klare demokratische Haltung entwickelt, dass man nur mit Argumenten weiterkommt. Die Ansicht der Linken war, wenn sie inhaltlich nicht weiterkamen: Entweder du hast es nicht verstanden, oder du stehst auf der historisch falschen Seite.

    ZEIT: Als hessischer Innenminister waren Sie bei vielen Linken als Schwarzer Sheriff verschrien; heute regieren Sie ziemlich geräuschlos mit den Grünen.

    Bouffier: Viele Jahre habe ich mich mit den Grünen gefetzt. Dass wir heute erfolgreich gemeinsam regieren, hat mit einer Einsicht auf beiden Seiten zu tun: Wer zukunftsfähig sein will, muss politikfähig sein. Und wer politikfähig sein will, muss kompromissfähig sein. Auch wenn das für das eigene Lager manchmal schwierig ist.
    […]

    https://www.zeit.de/2021/31/volker-bouffier-hessen-ministerpraesident-lebensgeschichte-autounfall/komplettansicht

    Erinnert sich noch jemand an den Schrecken von Adorno, als Militante seine Vorlesung stürmten? Soweit sind wir wieder. Inhaltlich auf jeden Fall:

    Soviel zu dem in der ZEIT durch interessierte Kreise verbreiteten Narrativ, Trump habe den Wissenschaftsstandort USA diskreditiert:

    Forschungspolitik
    Er ist weg
    Doch der Schaden, den Donald Trump für die Wissenschaft angerichtet hat, bleibt. Kann sich das Land davon erholen? 
    Von Deborah Steinborn
    28. Juli 2021 DIE ZEIT Nr. 31/2021, 29. Juli 2021
    […]
    Abgesehen davon ist die Stimmung nun eine ganz andere. Joe Bidens Administration hat eine Arbeitsgruppe gebildet, um die politische Einmischung in die Wissenschaft während der vergangenen vier Jahre zu überprüfen. Und sie hat festgelegt, dass es in allen Bundesbehörden wissenschaftliche Integritätsbeauftragte geben muss, unabhängig davon, ob jene Behörden wissenschaftlich orientiert sind oder nicht. [Es geht natürlich um die ideologisch richtige Ausrichtung, die als „wissenschaftlich“ verkauft wird.]

    „Häufig gibt es in einer neuen Administration am Anfang viele Ankündigungen, dann dauert es aber, bis tatsächlich etwas umgesetzt wird“, sagt Gretchen Goldman, neu ernannte stellvertretende Direktorin im Büro für Wissenschafts- und Technologiepolitik des Weißen Hauses, die bis vor Kurzem Forschungsdirektorin der UCS war. Man müsse sicherstellen, dass es tatsächlich zu konkreten Veränderungen komme und dass nicht nur leicht umsetzbare Projekte angegangen würden. „Wir müssen wachsam bleiben, um sicherzustellen, dass die Administration vorankommt, und dafür sorgen, dass es Schutzmaßnahmen gibt, falls wir eine weitere wissenschaftsfeindliche Präsidentschaft bekommen.“

    Denn die größte Bedrohung ist noch immer die Rückkehr einer wissenschaftsfeindlichen Regierung ins Weiße Haus, die einige schon nach der nächsten Wahl befürchten. Dann könnte aus einer vorübergehenden Schwächung ein dauerhafter Niedergang werden.

    https://www.zeit.de/2021/31/usa-donald-trump-wissenschaftsfeindlichkeit-forschung-schaden-vertrauen/komplettansicht

    Warum die Presse versagt

    Die „Wissenschaft“ war schon immer geschmeidig. Jeder Auftraggeber weiß, welchen Gutachter er wählen muß, um seine Agenda bestätigen zu lassen. Das war schon immer so. Neu ist allerdings, daß Ideologien die Wissenschaft selbst zerstören.

    • Man schlägt die Zeitung auf und wird erschlagen von all den Heucheleien. Auch im SPIEGEL 31/2021 vom 31.7.2021 geht es um die Fregatte „Bayern“. Konstantin von Hammerstein schreibt dazu unter dem Titel „Tanz in Chinas Hinterhof“ (S.39-40), daß Außenministerium und Bundeskanzleramt gegen das schneidige Verteidigungsministerium durchgesetzt hätten, daß in China angefragt wurde, ob die „Bayern“ in Shanghai einlaufen dürfe. 😉

      Nicht nur in Japan hat das für Unmut gesorgt.

      [S.40]

      Die Antwort Chinas steht noch aus. Am Schluß heißt es:

      Kommandant Scherrer treibt eine andere Sorge um. Jeder Zentimeter der Fregatte ist für die lange Reise vollgestopft worden. Wegen Corona könnten die Landgänge weitgehend ausfallen, es gibt kaum Platz für Fitnessgeräte an Bord, Tag für Tag werden 3500 Kilokalorien Essen ausgegeben, und steuerfreie Schokoriegel sind an Bord besonders billig. Da könnte wirklich ein Risiko für die Besatzung lauern, glaubt er.

      Jau, endlich mal eine realistische Risikobewertung – als ob China die Handelswege, von denen es besonders profitiert, stören würde.

      Besonders schlimm sind die Heucheleien rund um Corona:

      3.8.2021 12:01 Uhr
      „Das Ganze klingt ein nach Wahlkampfgetöse“
      Hausärzte kritisieren Beschluss zu Kinderimpfungen – Spahn verteidigt das Angebot

      Der Hausärzteverband kritisiert die Entscheidung der Gesundheitsminister zu Impfungen ab zwölf Jahren. Stiko-Chef Thomas Mertens hält den Druck aus der Politik für „wenig hilfreich.

      Die Hausärzte in Deutschland haben mit Unverständnis auf den Beschluss der Gesundheitsminister reagiert, allen Kindern ab zwölf Jahren ein Corona-Impfangebot zu machen.
      Warum eine Empfehlung der Ständigen Impfkommission zu dieser Frage auf der Basis fundierter Studien nicht abgewartet werden könne, sei ihm „schleierhaft“, sagte der Bundesvorsitzende des Deutschen Hausärzteverbands, Ulrich Weigeldt, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Das Ganze klingt ein wenig nach Wahlkampfgetöse.“

      Weigeldt warf den Gesundheitsministern eine „Missachtung der Kompetenz“ der Stiko vor und warnte, dass der Beschluss zum Impfangebot zu Verunsicherung führen könne. Zudem liege das Pandemie-Risiko derzeit „mehr bei den nicht impfwilligen Erwachsenen als bei den Kindern und Jugendlichen zwischen zwölf und 17 Jahren“.
      In der „Wirtschaftswoche“ vom Dienstag bezeichnete Weigeldt die Vorstellung, „dass wir selbst nach einer Stiko-Empfehlung alle Jugendlichen durchimpfen“, als „genauso Science-Fiction wie die Vorstellung über eine Impfquote von 90 Prozent“.
      Dies sei aber auch nicht notwendig. „Worunter die meisten Kinder leiden, ist sicherlich weniger Long-Covid als vielmehr Long-Lockdown“, sagte der Mediziner. Er plädierte deshalb für eine Debatte über eine Impfpflicht für Kita- und Lehrpersonal.

      Stiko-Chef kritisiert „Stellvertreterdebatte“ um Kinderimpfung

      Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission (Stiko), Thomas Mertens, hält den Druck aus der Politik auf sein Gremium für „wenig hilfreich“. Im Interview der „Süddeutschen Zeitung“ sagte er zu Forderungen, eine Impfempfehlung für Kinder ab 12 Jahren zu geben: „Ich bin besorgt, dass es sich um eine Stellvertreterdiskussion handelt, die von unserem eigentlichen Problem wegführt. Es wäre entscheidend, mit dem reichlich verfügbaren Impfstoff die 18- bis 59-Jährigen vollständig zu impfen.“
      […]

      https://www.tagesspiegel.de/politik/das-ganze-klingt-ein-nach-wahlkampfgetoese-hausaerzte-kritisieren-beschluss-zu-kinderimpfungen-spahn-verteidigt-das-angebot/27478530.html

      NZZ vom 3.8.2021:

      Moralischer Druck soll die Deutschen zur Impfung bewegen: Politiker wollen Ungeimpfte sozial unter Druck setzen. Wenn ein solches moralisches Urteil jedoch Teil der politischen Strategie wird, um die Impfquote zu erhöhen, und Bürger dazu angehalten werden, ein bestimmtes gesellschaftliches Klima zu verbreiten, dann offenbart dies die Schieflage im Verhältnis zwischen Bürgern und Staat. Zum Kommentar

      Besonders heuchlerisch: die vollmundigen Einreisebeschränkungen:

      02.08.2021, 19:11 Uhr
      Geänderte Corona-Einreiseverordnung
      Berliner Bundespolizei kontrolliert Einreisende im Grenzgebiet
      Die neue Verordnung gilt jetzt für alle Einreisenden. Auch bei Zugreisen werden Negativtest, Impfpass oder Genesung geprüft. Bei Flugreisen ändert sich nichts.
      Farangies Ghafoor Jörn Hasselmann

      […]
      Laut Polizeisprecherin beschränkten sich die stichprobenartigen Überprüfungen unmittelbar auf das Grenzgebiet. Das betreffe insgesamt einen Bereich, der von der deutsch-polnischen Grenze 30 Kilometer ins Landesinnere reiche. Die Sprecherin betonte, dass die Bundespolizei mit der geänderten Corona-Verordnung keine rechtliche Grundlage für Kontrollen im Landesinneren habe. Die Corona-Einreiseverordnung sehe den Einsatz der Bundespolizist:innen nur im Grenzgebiet vor. Daher sei die Überprüfung der Nachweise nur dort zulässig. Die Einreiseverordnung bietet Polizist:innen also nicht die Möglichkeit, Reiserückkehrer:innen beispielsweise am Berliner Hauptbahnhof nach Negativtest, Impf- oder Genesungsnachweis zu fragen.

      Die Gewerkschaft der Bundespolizei kritisiert zudem, dass es zu wenig Personal gebe. Andreas Roßkopf, Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP) für die Bundespolizei, sagte im Rbb-Inforadio, dass besonders bei vollbesetzten Zügen aus dem Ausland zu wenig Personal vorhanden sei. „Wir werden allenfalls einen kleinen Teil rauspicken können“, sagte Roßkopf, „99 Prozent der Reisenden verlassen den Bahnhof ohne Kontrolle.“

      Ein Sprecher der Deutschen Bahn teilte mit, dass bei Einreisen aus Hochrisiko- und Virusvariantengebieten Bahnmitarbeiter:innen Passagiere nach einem negativen Test, einem Impfausweis oder einem Genesungsnachweis fragen. Die Bundespolizei Berlin sagt dazu, dass dies bei Reisen aus Polen nicht zulässig sei, weil Polen weder als Hochrisikogebiet noch als Virusvariantengebiet gilt.
      […]
      Auch Fluggäste, die als EU-Bürger:innen oder aus dem Schengenraum nach Deutschland einreisen, können nur stichprobenartig kontrolliert werden. Nur Passagiere, die von außerhalb des Schengenraums kommen, werden wie bisher bei der Grenzkontrolle auf einen negativen Test, eine vollständige Impfung oder einen Nachweis der Genesung überprüft. Für viele Flugreisende haben die Veränderungen der Einreiseverordnung also in der Praxis am BER nahezu keine Folgen.
      […]

      https://www.tagesspiegel.de/berlin/geaenderte-corona-einreiseverordnung-berliner-bundespolizei-kontrolliert-einreisende-im-grenzgebiet/27476728.html

      Da wollen wir nur mal hoffen, daß die Maßnahmekritiker nicht mit Querdenkern gleichgestellt werden; denn was Polizeigewalt denen gegenüber angeht, wird mit zweierlei Maß gemessen:

      FRAGE REITSCHUSTER: Frau Demmer, Sie haben in Ihrer Einführung die Ereignisse am Samstag und am Sonntag in den Zusammenhang mit Rechtsradikalismus, Rechtsextremismus, gestellt. Ich war auf der ganzen Demo. Ich habe keine Anzeichen gesehen. Waren Sie dort? Haben Sie etwas Anderes gesehen? Haben Sie konkrete Erkenntnisse? Wie kommen Sie zu dem Schluss, dass es am Sonntag einen rechtsextremen Hintergrund gegeben hat?

      DEMMER: Wenn ich meine Worte in diesem Zusammenhang richtig in Erinnerung habe, dann waren sie ganz grundsätzlicher Natur. Nähere Erkenntnisse hat gegebenenfalls das Innenministerium.

      ALTER: Das ist ja zunächst einmal eine Einschätzung der Versammlungsbehörde, die das Anmeldegeschehen sieht. Da wird eine Demonstration angemeldet. Dann gibt es gewisse behördliche Erfahrungswerte. Viele Akteure sind ja auch bekannt. Es ist in den vergangenen Monaten der Pandemie einfach festzustellen, dass in den Querdenkerdemos, ich kann es nur noch einmal deutlich machen, nicht pauschal alle, aber durchaus einige rechtsextreme Akteure eine Rolle spielen. Wir haben auch im Verfassungsschutzverbund immer diese Erfahrung gemacht, dass Rechtsextreme versuchen, diese Veranstaltung für sich zu vereinnahmen. Das ist ihnen bisher glücklicherweise nicht vollständig gelungen. Aber es gibt diese Versuche. Deswegen ist es auch absolut zutreffend, wenn man im Rahmen solcher Proteste darauf hinweist, dass diejenigen, die dort mitlaufen, auch mit Rechtsextremen zu tun haben. Das sollte sich jeder selbst überlegen, ob er das will.

      FRAGE REITSCHUSTER: Frau Demmer, verstehe ich Ihre Antwort dahingehend richtig, dass Sie keine konkreten Ergebnisse haben und das allgemein sagen? Haben Sie das darum heute in Ihrem Statement in einen Zusammenhang mit Rechtsradikalismus gestellt?

      DEMMER: Ich habe hier gesagt, dass gewalttätige Auseinandersetzungen im Rahmen einer Demonstration und der Missbrauch des Demonstrationsrechts nicht akzeptabel sind, dass für Gewalt und Provokation ebenso wie für rechtsextremistisches Gedankengut und Verschwörungsmythen kein Platz ist, egal von welcher Seite sie kommen.
      Genauso habe ich es eben gesagt. So habe ich es jetzt wiederholt und verweise noch einmal auf die Ausführungen von Herrn Alter, der seine Erkenntnisse ja für die gesamte Bundesregierung mit Ihnen geteilt hat.

      https://reitschuster.de/post/berlin-demo-und-bundespressekonferenz-parallel-universen/

      Berliner Prügel-Polizei: Schlägt sie bei Demos auch Kinder? (VON YOUTUBE VIA 18+ FILTER ZENSIERT)
      Reitschuster Published August 3, 2021
      [Video]

      https://rumble.com/vko8dg-berliner-prgel-polizei-schlgt-sie-bei-demos-auch-kinder-von-youtube-via-18-.html

      Und prompt wird es autoritär, schließlich geht es gegen rechts:

      02.08.2021, 15:23 Uhr
      Ausschreitungen in Berlin
      Die Innenminister sollten ein Verbot von Querdenker-Vereinen prüfen
      Tausende Querdenker haben am Sonntag das Demoverbot missachtet, es kam zu Gewalt. Der Staat darf sich nicht länger vorführen lassen. Ein Kommentar.
      Frank Jansen
      […]
      Ähnlich wie vor einem Jahr, beim versuchten Sturm von Corona-Leugnern auf den Reichstag [Es waren Reichsbürger, die auch nur die Treppe VOR dem Reichstag „stürmen“ wollten.] wirkte die Polizei überfordert. Das hätte nicht passieren dürfen. Die Berliner Sicherheitsbehörden müssen sich fragen lassen, ob sie gut genug vorbereitet waren. Ob die Erkenntnisse über die Absichten der heimischen Querdenkerszene und der anreisenden Corona-Leugner ausreichten, um frühzeitig gewarnt zu sein.
      Die Gruppierung Querdenken 711 hatte angekündigt, ein Verbot unterlaufen zu wollen. Außerdem konnten die Corona-Leugner einen nicht verbotenen Autokorso nutzen, um sich zu sammeln.
      […]
      Dass am Sonntag mehrere hundert Querdenker vorläufig festgenommen wurden, ist nur ein schwacher Trost.

      Die Querdenker provozieren geradezu den Ruf nach Verboten

      Es geht aber nicht nur um taktische Schwächen der Polizei. Die Innenminister der Republik kommen kaum noch um die Frage herum, ob nicht härtere Maßnahmen gegen die ausufernde Staatsfeindlichkeit der Szene notwendig sind. Die Beobachtung durch den Verfassungsschutz reicht offenbar als Druckmittel nicht.

      Die Ausschreitungen vom Sonntag waren keineswegs die ersten Exzesse und wohl auch nicht die letzten. So provozieren die Querdenker geradezu den Ruf nach dem Verbot ihrer Organisationen.
      Eine vereinsrechtliche Auflösung von Querdenken 711, der Keimzelle des Spektrums, und womöglich weiterer Gruppierungen würde die Bewegung hart treffen. Die Polizei könnte Wohnungen und Büros der Anführer durchsuchen, Computer und Smartphones würden beschlagnahmt und ausgewertet, die Kommunikation und Organisation der Querdenker wären erschwert. Außerdem würden Mitläufer abgeschreckt.

      Ein Verbot wäre kein Allheilmittel, aber ein Dämpfer. Von dem sich die Szene so schnell nicht erholen würde. Der Staat darf sich nicht länger von radikalisierten Corona-Leugnern vorführen lassen.

      https://www.tagesspiegel.de/berlin/ausschreitungen-in-berlin-die-innenminister-sollten-ein-verbot-von-querdenker-vereinen-pruefen/27475234.html

      Aber von den Clans?

      02.08.2021, 17:13 Uhr
      Schüsse in Berlin-Wedding – Spuren zu Remmo und El-Zein
      Nach Clan-Schießerei offenbar Verdacht auf versuchte Entführung
      Am Freitag wurden in Berlin-Wedding drei Männer durch Schüsse und Stiche schwer verletzt. Nun prüfen Ermittler zwei Thesen zum Hintergrund des Falls.
      Pascal Bartosz Alexander Fröhlich

      Ermittler des Landeskriminalamtes (LKA) haben nach Schüssen auf dem Parkplatz eines Baumarktes in Berlin-Wedding zwei Großfamilien im Visier. Nach Tagesspiegel-Informationen werden in Justizkreisen derzeit zwei Thesen geprüft.
      Die Erste: Streit um Geld innerhalb eines Clans, aus dem einige Männer einen Vertreter des anderen Clan-Flügels am Freitag am Baumarkt trafen – und sofort handgreiflich wurden, was letztlich zu den Schüssen führte.
      In der Nähe soll sich ein bekannter Milieugänger aufgehalten haben, den anrückende Polizisten befragten. Der Mann gehört nicht zu der Großfamilie, die sich eine interne Fehde geliefert haben soll, sondern wollte offenbar als „Friedensrichter“ auftreten. Derlei milieuinterne Schlichtungsprozesse sind im Nahen Osten verbreitet.

      Die nach dieser These involvierte Familie stammt aus dem Libanon, in den die Angehörigen aus Berlin regelmäßig reisen. Der Clan wird seit Jahren wegen Geldwäscheverdachts von den Behörden beobachtet.
      Der zweiten These zufolge haben sich auf dem Parkplatz die Männer zweier verschiedener Clans gestritten. Dabei sollen die Mitglieder der einen Großfamilie versucht haben, einen Mann der anderen zu entführen. Nach diesem Ermittlungsansatz sollen Männer der Großfamilien El-Zein und Remmo involviert gewesen sein.
      […]
      Die Polizei geht davon aus, es habe sich am Baumarkt um einen gezielten Angriff gehandelt. Beamte zeigten sich am Montag beunruhigt: Mitten in der Stadt werde auf einem belebten Parkplatz geschossen, „es folgt aber wieder kein öffentlicher Aufschrei, sondern routinierte zur Kenntnisnahme„, wie ein Szenekenner sagte.
      […]

      https://www.tagesspiegel.de/berlin/schuesse-in-berlin-wedding-spuren-zu-remmo-und-el-zein-nach-clan-schiesserei-offenbar-verdacht-auf-versuchte-entfuehrung/27475702.html

      Vielleicht, weil es mittlerweile Routine geworden ist?

      • Schließlich will niemand als islamophob oder rassistisch bezeichnet werden, nur weil er diese mittlerweile zur Berliner Folklore einschließlich Netflix-Serie gediehene Realität kritisiert. Denn die Moralisten, die über diese Bewertungen wachen, sind gnadenlos autoritär, und sie haben Macht in Unis, Medien und in Parteien, auch wenn sie nur zu einer kleinen Elite gehören, die mit der Bevölkerung nichts zu tun hat; logischerweise führt Moralismus zu Heuchelei, denn er kann schlicht und einfach kein Maßstab sein:

        02.08.2021, 22:32 Uhr
        Der Heuchler ist immer der andere
        Nach Afghanistan abschieben oder nicht? So streitet die Politik
        Kriminelle Flüchtlinge müssen zurück nach Afghanistan, sagt Armin Laschet. SPD-Politiker und Grüne sind dagegen. Und beschuldigen sich gegenseitig.
        Hans Monath

        Im Streit um Abschiebungen krimineller Flüchtlinge nach Afghanistan hat sich Unionskanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) als Verfechter einer harten Linie empfohlen. Vertreter von SPD und Grünen forderten dagegen einen Stopp dieser Praxis. SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hält sich bislang aus der Debatte über Rückführungen in das Bürgerkriegsland heraus, in dem die Taliban wegen des Abzugs internationaler Truppen auf dem Vormarsch sind.
        […]
        SPD-Chef Norbert Walter-Borjans kritisierte das Vorhaben des Noch-Regierungspartners, nach Afghanistan abzuschieben. „Diese Überlegung ist voll auf der menschenfeindlichen Linie von Populisten. Auch ausländische Straftäter sind Menschen. Sie verdienen ihre Strafe, aber niemand hat das Recht, sie in den Tod zu schicken. Sollte das drohen, müssen Abschiebungen gestoppt werden“, sagte er der „Rheinischen Post“.
        […]
        Der Vizechef der SPD-Bundestagsfraktion, Dirk Wiese, warf den Grünen Heuchelei vor. „Bei den Grünen klafft in punkto Abschiebungen nach Afghanistan eine große Lücke zwischen Worten und Taten“, sagte Wiese dem Tagesspiegel. Im Bund fordere Habeck einen Abschiebestopp.
        Gleichzeitig werde in Ländern, in denen die Grünen mitregieren, „ungebremst oder sogar verstärkt abgeschoben“, meinte er: „Das schwarz-grün regierte Hessen hat gerade erst im Juni so viele Menschen abgeschoben, wie lange nicht mehr. Das ist mehr als ein Widerspruch – das grenzt an Heuchelei.“
        […]
        SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz hat sich in jüngster Zeit nicht zu dem Thema geäußert. In seiner Zeit als Hamburger Innensenator und Bürgermeister war er für eine harte Linie bei Abschiebungen bekannt. Die Regierung der Hansestadt beteiligte sich damals auch dann an Abschiedeaktionen des Bundesinnenministeriums, wenn andere SPD-regierte Bundesländern sich diesen verweigerten.
        […]
        Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour warf der SPD im Zusammenhang mit den Abschiebungen Heuchelei vor. Die Sozialdemokraten hätten die Praxis der Abschiebung nach Afghanistan zu Recht kritisiert, sagte er.
        Nur sei die Grundlage für Abschiebungen der asylpolitische Lagebericht des Auswärtigen Amtes, für das SPD-Minister Heiko Maas zuständig sei. „Wenn die SPD die Kritik also ernst meint, dann muss sie sich endlich für einen aktuellen und realistischen Lagebericht einsetzen. Bis dahin ist die Kritik an Abschiebungen Wahlkampf bedingte Heuchelei“, meinte Nouripour.
        […]

        https://www.tagesspiegel.de/politik/der-heuchler-ist-immer-der-andere-nach-afghanistan-abschieben-oder-nicht-so-streitet-die-politik/27476340.html

        Scholz hat übrigens nicht gewackelt: Straftäter und islamistische Gefährder müssen nach Afghanistan abgeschoben werden, sagte er jetzt. Ehrlich jetzt: was auch sonst?

        Dabei ist alles so einfach: warum sollte man Straftäter und islamistische Gefährder vor einer Heimat bewahren, in der man einheimische Bundeswehr-Zuarbeiter, die eventuell wirklich etwas zu befürchten hätten, im Stich läßt? Abgesehen davon: die Taliban sind mittlerweile Kämpfer gegen den IS und AQ, und sie „erobern“ Provinzen nicht mit Gewalt, sondern mit Abkommen, die auch Racheverzicht beinhalten. Sie sind, ehrlich gesagt, „Volksvertreter“ in einem Sinn, der der vom Westen aufgepfropften „Zentralregierung“ im verbunkerten Kabul nicht zukommt.

        Schauen wir uns die demokratiefeindlichen Maschinationen der autoritärsten Art und Weise von Baerbock und der Grünen-Spitze im Umgang mit dem grünen Landesverband Saarland an:

        3.8.2021 21:02 Uhr
        Streit um nicht zugelassene Landesliste
        Baerbock droht Ärger aus dem Saarland
        Die saarländischen Grünen drohen an der Listenaufstellung für den Bundestag zu zerbrechen. Interne Mails belegen, wie sich die Bundespartei eingemischt hat.
        Felix Hackenbruch Dennis Pohl

        Was derzeit beim saarländischen Landesverband der Grünen passiert, könnte man je nach Blickwinkel als Machtkampf, Krimi, Demontage oder Farce beschreiben. Sicher ist dabei nur eines: Der Schaden für alle Beteiligten ist schon jetzt immens – auch für Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock und den Bundesvorstand.
        […]
        Wer den Konflikt verstehen will, muss auf den 20. Juni zurückblicken. An diesem Tag wurde Hubert Ulrich auf Platz eins der Landesliste gewählt. Zuvor war die Landesvorsitzende Tina Schöpfer in drei Wahlgängen durchgefallen und die Partei hatte beschlossen, das eigentlich in der Parteisatzung festgezurrte Frauenstatut, nach dem alle ungeraden Listenplätze an Frauen zu vergeben sind, außer Kraft zu setzen. Schließlich hatte sich keine durchsetzen können, was bedeutet, dass nun auch ein Mann antreten durfte. Auch das steht in der Parteisatzung.

        Also trat Ulrich in einer Kampfabstimmung gegen die 25-jährige Jeanne Dillschneider an und gewann deutlich – 95 zu 46 Stimmen. Das Frauenstatut, oder „Furienstatut“, wie es Ulrich-Vertraute nennen, wurde bereits bei den vergangenen drei Bundestagswahlen ignoriert. Auf Listenplatz eins, dem einzigen, der im kleinen Saarland für ein Mandat reicht, wurde mit dem Saarlouiser Markus Tressel immer ein Mann aufgestellt.

        Doch dieses Mal kam alles anders. Weil sich nicht nur innerhalb der Saar-Grünen Protest regte, sondern sich auch die Bundespartei teils energisch für eine Verhinderung des Kandidaten Ulrich einsetzte. Offiziell, weil man sich im Saarland über das Frauenstatut hinweggesetzt hatte. Aber aus internen Mails, die dem Tagesspiegel vorliegen, wird deutlich, dass in Berlin augenscheinlich alle Hebel in Bewegung gesetzt wurden, um einen unbequemen Kandidaten zu verhindern.
        […]
        Kellner rät seinen Parteifreunden zudem, zu überprüfen, ob es formale Fehler bei der Listenaufstellung gegeben habe. Dann könne man ohne Schiedsgerichtsverfahren ein erneutes Aufstellungsverfahren abhalten, bei dem Ulrich dann verzichten könnte. Anscheinend bedauernd schreibt Kellner noch: „Als Bundesvorstand haben wir keine Möglichkeit in die Einreichung eurer Landesliste einzugreifen.“
        Baerbock: „Wir haben uns das anders gewünscht“

        Faktisch begann der Bundesvorstand der Grünen bereits kurz nach der umstrittenen Wahl, Druck auf den saarländischen Landesverband auszuüben. Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock etwa kritisierte die Listenaufstellung öffentlich: „Wir haben uns das anders gewünscht“, sagte sie und kündigte „intensive“ Gespräche sowohl mit ihrem Geschäftsführer Kellner als auch mit den saarländischen Parteifreunden an.
        Von diesen Gesprächen berichten die Beteiligten im Saarland teils fassunglos: Man sei unter Druck gesetzt worden. Von „Hetzjagden“, „Hass“ und „Deformation“ ist die Rede, wenn man sich in den Reihen der Ulrich-Vertrauten umhört.
        […]
        Am Abend vor dem zweiten Landesparteitag, der wegen der [vom Bundesschiedsgericht] 49 ausgeschlossenen Delegierten aus Saarlouis [Ulrichs Machtbasis] vor der Absage steht, zieht der Bundesvorstand der Grünen schließlich die Notbremse. Dem saarländischen Landesvorstand wird in einer Mail, die dem Tagesspiegel vorliegt, mit Amtsenthebung gedroht, sollten sie den Landesparteitag nicht stattfinden lassen.
        Im Anhang der Mail findet sich bereits der entsprechende vorformulierte Eilantrag an das Bundesschiedsgericht. Darin heißt es zur Begründung: „Die öffentliche Reaktionäre vererhrend (sic!), wenn es eine Partei, die eine Kanzlerkandidatin aufstellt und der eine führende Rolle in der aktuellen Deutschen Parteienlandschaft zugeschrieben wird, aufgrund interner Querelen in einem Landesverband, nichtschafft, eine Landesliste in einem Bundesland aufzustellen.“ Unterschrieben ist der Antrag von Kellner und der Organisatorischen Geschäftsführerin der Grünen, Emily May Büning.

        Die Drohung wirkte. Am Tag darauf fand der Landesparteitag statt und ohne die Delegierten aus Saarlouis wurde Jeanne Dillschneider auf Listenplatz eins gewählt. Hubert Ulrich war gar nicht erst wieder angetreten.
        An dieser Wahl üben aber nicht nur Ulrich und seine Anhänger Kritik. Auch die Landeswahlleiterin Monika Zöllner wurde in der Begründung ihrer Entscheidung, die Landesliste der Grünen nicht zu zulassen deutlich: „Würde man einen solchen Wahlvorschlag zulassen, dann stünde insgesamt die demokratische Legitimation der Bundestagswahl in Frage“, sagte sie.
        […]
        Am Montag legten die saarländischen Grünen nun Beschwerde gegen die Ablehnung ihrer Landesliste für die Bundestagswahl ein.
        […]

        https://www.tagesspiegel.de/politik/streit-um-nicht-zugelassene-landesliste-baerbock-droht-aerger-aus-dem-saarland/27476986.html

        Wenn ein solcher Vorgang bei der AfD stattgefunden hätte, wäre er allgegenwärtig. Und vermutlich wäre er dort auch noch sprachlich korrekter abgelaufen. 😉

        Die Grünen sind echt blöd: nun weiß jeder, daß es ihnen um Macht geht: um ein Ministerium, das alle anderen kontrolliert – als ob die Klimafrage beherrschend sei: das ist sie nur für Ideologen. Wer sollte jetzt noch mit ihnen koalieren wollen?

        Kommen wir zur Identitätspolitik zurück:

        Die NZZ vom 3.8.2021:

        Olympia diskutiert über Geschlechterfragen: Wann ist eine Athletin eine Frau?

        Das ist passiert: Der Sport bildet die Gesellschaft, die neuen Geschlechtsidentitäten, nicht mehr ab mit seinen zwei Kategorien, Männer und Frauen und sonst nichts. Die Gewichtheberin Laurel Hubbard nimmt als erste Transfrau an Olympischen Spielen teil, zwei hyperandrogene Sprinterinnen stürmen in den Final. Dabei stellt sich die Frage, wie sich Inklusion und Fairness im Sport vereinbaren lassen. Dabei wird über faire Grenzwerte für Testosteron nachgedacht. Zum Bericht

        Das ist der Hintergrund: Laut dem Leichtathletik-Weltverband liegt der Testosteronwert bei Frauen zwischen 0,12 und 1,79, bei Männern zwischen 7,7 und 29,4. Entsprechend umstritten ist ein Grenzwert von 10,0 für die Startberechtigung bei den Frauen, wie es das Internationale Olympische Komitee (IOK) 2015 festgelegt hat. Manche sagen, der Grenzwert müsste tiefer liegen. Andere finden, jemand, der sich als Frau fühle, sollte bei den Frauen startberechtigt sein, ohne den Testosteronspiegel hormonell senken zu müssen.

        Was für ein Quatsch! Hubbard hat übrigens komplett versagt nach drei Fehlversuchen: denn beim Gewichtheben ist Kraft nur die halbe Miete, die andere Hälfte ist Technik; und natürlich ist der Testosteron-Grenzwert von 10 als Zulassung für eine Startberechtigung als Frau viel zu hoch. Was hat das noch mit Gerechtigkeit zu tun?

        Aber um Gerechtigkeit geht es eh nicht:

        Glücklicherweise wachen manchmal ehedem liberale Medien auf:

        Verhaltenslehren / Amazon Studios
        Paradox über den Schauspieler
        Eine Kolumne von Andreas Bernard

        Denis Diderot und die neuen Diversity-Maßnahmen der Amazon Studios 
        28. Juli 2021 DIE ZEIT Nr. 31/2021, 29. Juli 2021

        In den neuen Richtlinien der Amazon Studios, die seit Mitte Juni das „Eintreten“ der Filmproduktions-Gesellschaft „für Diversität, Inklusion und Gerechtigkeit ihrer Erzeugnisse und Inhalte“ regeln, wird nicht nur die Besetzung künftiger Filme vor und hinter der Kamera nach genauen Geschlechter- und Herkunftsquoten festgelegt, sondern auch das Verhältnis zwischen den Schauspielern und ihren Rollen. „Es sollen nur noch Schauspieler engagiert werden“, besagt eine der selbst auferlegten Maßnahmen, „deren Identität (Geschlecht, Geschlechtsidentität, Nationalität, Ethnizität, sexuelle Orientierung, Behinderung) mit den Figuren, die sie spielen, übereinstimmt.
        […]
        Diderot erinnert vor allem an den komplexen Prozess der Umwandlung von Natur in Kunst, von der Empfindungswahrheit eines Schauspielers in die mimetische Wahrheit auf der Bühne. Um das Spektrum der Emotionen aller möglichen Figuren nachzuahmen, um es nicht nur bei der ersten Vorstellung, sondern auch bei der hundertsten mit größter Überzeugungskraft aufzurufen, sei gerade das „kalte Blut“ des Schauspielers notwendig. „Im Theater bringt man mit dem, was wir Empfindlichkeit, Seele oder Innerlichkeit nennen, ein oder zwei Tiraden fertig und verfehlt alles übrige. Die ganze Spannweite einer großen Rolle zu erfassen (…), das kann nur das Werk sein eines kühlen Kopfes, einer gründlichen Urteilskraft, eines erlesenen Geschmacks, eines mühsamen Studiums, einer großen Erfahrung und eines ungewöhnlich ausdauernden Gedächtnisses.“ Der glaubwürdigste Schauspieler ist genau der, dessen Innenleben möglichst unberührt von der gespielten Rolle bleibt.
        […]
        Man kann schon bei Denis Diderot nachlesen, dass ein solches Beharren auf dieser Übereinstimmung nicht nur unbeholfene Kunst hervorbringt, sondern auch die verschlungenen Pfade zwischen Wirklichkeit und Fiktion verkürzt und begradigt. Die Fähigkeit des Schauspielers, die unterschiedlichsten Charaktere auf der Bühne oder Leinwand zu verkörpern, sein Talent, sich in fremde Figuren hineinzuversetzen, gilt als verdächtig. An die Stelle von ästhetischen Prozessen tritt ein autoritäres kulturhygienisches Programm.

        https://www.zeit.de/2021/31/amazon-studios-diversity-massnahmen-antidiskriminierungsregeln-schauspielende-denis-diderot

        Ach, die Stimmen des Publikums!

        JimsKnopf
        #2 — vor 2 Tagen

        Das heißt dann aber auch, dass nur noch heterosexuelle Darstellende heterosexuelle Figuren verkörpern dürfen?
        Wurde nicht bei dem großen Outing deutscher Darstellender als eine der Ängste formuliert, dass man als homosexuelle Person keine Angebote für Hetero-Rollen mehr erhalten würde?
        Wie soll das übrigens arbeitsrechtlich ablaufen? Ich wüsste nicht, dass es erlaubt wäre, Fragen zur Sexualität von Mitarbeitenden zu stellen.

        https://www.zeit.de/2021/31/amazon-studios-diversity-massnahmen-antidiskriminierungsregeln-schauspielende-denis-diderot?cid=58055159#cid-58055159

        😉

  4. Ich komme zurück auf die allenthalben herrschende Wokeness, den Wahlkampf und natürlich das niemals aufhörende Versagen der Presse:

    Warum die Presse versagt


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-37/#comment-93597

    Jörg Kachelmann kann ein Lied davon singen:

    Aufgeregtheit ist das neue Normal; so auch bei dieser Petitesse in einem Laschet-Buch aus dem Jahr 2009, das kurzfristig die Twittergemeinde erregte – und gern von den Kampagnemedien aufgegriffen wurde:

    Eine Vergleichbarkeit der Fälle entfällt:

    Zur Untersuchung des Buchs von Unions-Kanzlerkandidat Laschet, der selbst einen Link zu einer Online-Version seines Buchs verbreitet hatte, mit Hilfe einer Prüfsoftware schrieb Weber: „Mein Ergebnis ist entlastend für Laschet: Ich habe nach Durchsicht aller eingefärbten Textübereinstimmungen keine einzige Stelle gefunden, die ich als Plagiatsfragment bezeichnen würde.“

    Weber: Fundstellen bei Barbock haben „völlig anderes Gewicht“

    Weber führte aus: „Eine einzige Stelle ist der Debatte (noch) nicht wert und deren Veröffentlichung verwässert eher das Problem. Bei der Plagiatsidentifikation geht es immer um die Suche nach einem Muster und nicht um Singularität.“ Das sei nicht mit dem von ihm untersuchten Buch Baerbocks zu vergleichen, die Fundstellen dort hätten „quantitativ und qualitativ hingegen ein völlig anderes Gewicht“.
    […]
    Laschet räumte einen Fehler ein, bat um Entschuldigung und kündigte eine Prüfung seines Buchs an.

    https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/plagiatspruefer-stefan-weber-keine-weiteren-plagiate-bei-laschet-17463533.html?GEPC=s33

    Eine einzige Stelle (gegenüber 54). Und ich kann mich nicht erinnern, daß Baerbock sich entschuldigt und eine Prüfung ihres Buchs angekündigt hat.

    30.07.2021, 20:00 Uhr
    Kanzlerkandidat hat Fehler eingeräumt
    Plagiat in Laschets Buch? Betroffener Wissenschaftler gelassen

    Es gebe in seinem Buch offenkundig Fehler, die er verantworte, sagt Armin Laschet. Der Urheber der Textpassage hält diese hingegen für „Allgemeinwissen“.
    Nach Wirbel um eine ähnliche Passage in einem Buch von Unionskanzlerkandidat Armin Laschet wie in einem anderen Text hat sich der betroffene Wissenschaftler Karsten Weitzenegger entspannt geäußert. „Es handelt sich inhaltlich eher um Allgemeinwissen. Ich strenge dafür keinen Urheberrechtsprozess an“, sagte Weitzenegger der Deutschen Presse-Agentur am Freitagabend auf Anfrage.
    […]
    Er habe das Werk in seiner damaligen Funktion als nordrhein-westfälischer Integrationsminister verfasst, sagte Laschet. „Es ist ein Debattenbeitrag und er diente dazu, die Arbeit des ersten Integrationsministeriums Deutschlands darzustellen und für eine neue Integrationspolitik bundesweit zu werben. Dementsprechend wurde für das Buch auch auf Ausarbeitungen des Ministeriums Rückgriff genommen.“ Dies gehe aus dem Literaturverzeichnis und der Danksagung hervor.
    Der Reinerlös des Buchs sei an das Integrationsprojekt „Coach e.V.“ gespendet worden, das eng mit der Arbeit des Ministeriums verbunden gewesen sei, was seit 2009 bekannt sei. (dpa)

    https://www.tagesspiegel.de/politik/kanzlerkandidat-hat-fehler-eingeraeumt-plagiat-in-laschets-buch-betroffener-wissenschaftler-gelassen/27469198.html

    Baerbock veröffentlichte ein Wahlkampfbuch, beteht auf alleiniger Autorschaft und hat auf ein Quellenverzeichnis verzichtet. Von einer Spende der Erlöse habe ich noch nichts gelesen.

    Laschet räumte daraufhin den Fehler ein und sagte: „Mindestens ein Urheber des im Buch verwendeten Materials wird weder im Fließtext noch im Quellenverzeichnis genannt.“ Um zu klären, ob es weitere Fehler gebe, werde er unverzüglich die Prüfung veranlassen. Für die Fehler bat er um Entschuldigung, denn „sorgfältiges Arbeiten beim Verfassen von Werken und die Achtung des Urheberrechts sind für mich auch eine Frage des Respekts vor anderen Autoren“, so Laschet.

    https://www.tagesschau.de/inland/laschet-buch-103.html

    Was Krisenmanagement angeht: da könnte Baerbock von Laschet lernen.

    Nicht vergessen: es ist Wahlkampfzeit!

    SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil wertete Söders Aussagen als Versuch, sich von Laschet abzusetzen. Söder habe offenbar keine Lust mehr, für dessen Fehler mitverantwortlich zu sein. Klingbeil erinnerte zugleich daran, dass die Union Grünen-Kandidatin Baerbock zum Teil scharf wegen Plagiatsvorwürfen attackiert hatte. Es bleibe abzuwarten, ob sie jetzt beim eigenen Kandidaten gleiche Maßstäbe anwende.

    https://www.tagesspiegel.de/politik/csu-chef-kritisiert-den-cdu-wahlkampf-markus-soeders-friendly-fire-auf-armin-laschet/27470786.html

    Der SPIEGEL hat dann auch schnell umgeschaltet:

    Scherzkeks Feldenkirchen mal wieder:

    Sollte das Land ab Herbst von Armin Laschet regiert werden, kann man Laschet selbst keinerlei Vorwurf machen. Seit über einem Jahr unternimmt er quasi alles, um sicherzustellen, dass es nicht so kommt. Er hat fast jedes Fettnäpfchen zielsicher mitgenommen und gleichzeitig keinerlei Plan für eine bessere Gesellschaft vorgelegt, zumindest keinen annähernd konkreten. Aber: Wer alles im Nebel lässt, erregt eben auch kaum Gegenwehr, außer vielleicht von Bürgern, die eine Überdosis an Ungefährem aggressiv macht. Aber das sind offenkundig nicht allzu viele Wähler in Deutschland. Und dieses Problem lässt sich tatsächlich nicht von heute auf morgen lösen.

    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/moenchengladbach-als-chance-sehen-a-21ddfa20-0002-0001-0000-000178589862

    Aber SPIEGEL & Co. haben ja noch knapp zwei Monate, um auf das blöde Wahlvolk einzuwirken.

    Lauterbach mischt nicht nur die Coronaszene auf:

    Ein Hinweis auf weitere dysfunktionale Figuren in der SPD:

    Saskia Esken
    Wer so wenig vom Islamismus versteht, kann ihn nicht bekämpfen
    Stand: 30.07.2021 |
    Von Frederik Schindler
    Politikredakteur
    […]

    Die ersten Opfer dieser Islamisten sind Menschen aus muslimischen Familien. Anhänger des politischen Islam kontrollieren bis ins Intimste jeden Lebensbereich und machen damit eine individuelle und selbstbestimmte Lebensführung unmöglich. Insbesondere Frauen, Säkulare, Ex-Muslime, Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transpersonen sind von dieser umfassenden Reglementierung betroffen. Die zutiefst patriarchale Geschlechterordnung des politischen Islam bindet Sexualität an Ehre, tabuisiert selbstbestimmten Sex und erklärt den weiblichen Körper als anstößig und sündhaft.

    Freiheitsliebende muslimisch sozialisierte Menschen leiden in erster Linie also nicht unter Terroristen, sondern unter bestimmten islamischen Verhaltens-, Kleider- und Geschlechternormen. Der kollektivistische politisch-ideologische Islam (explizit getrennt von individueller muslimischer Spiritualität) ist von Frauen- und Homosexuellenfeindlichkeit, aber auch etwa von Antisemitismus, vom Hass auf Apostaten, Atheisten und Andersgläubige, kaum zu trennen.
    Wer diesen Islamismus wie Saskia Esken lediglich im Terrorismus erkennen will, hat das Problem nicht verstanden. Im Stich gelassen werden damit auch diejenigen Muslime, die von dieser Ideologie unterworfen werden. Und wer so wenig vom Islamismus versteht, kann ihn nicht bekämpfen.

    https://www.welt.de/debatte/kommentare/article232835947/Saskia-Esken-Wer-so-wenig-vom-Islamismus-versteht-kann-ihn-nicht-bekaempfen.html

    Aber die Bekämpfung von Islamophobie ist ja mindestens so wichtig wie die des Patriarchats, von Sexismus, Anti-Feminismus, Antisemitismus, Homo- und Transphobie. Es ist nicht leicht, unbeschadet zwischen den identitätspolitischen Zielkonflikten zu lavieren, zumal ja auch noch Rassismus und Critical Race Theory oben drauf gesattelt werden: und danach sind Muslime selbstverständlich Opfer des weißen Kolonialismus.

    Schade, von „lustiger werden“ ist keine Rede. Aber Böhmermann hat die Zeichen der Zeit verstanden und hat eine diverse Persönlichkeit engagiert, die herzhaft lachen kann. Worüber genau, weiß ich nicht:

    Da hat mir der selige Biolek besser gefallen: er war irgendwie unangestrengter.

    Die beste Satire bringt unfreiwillig die taz:

    Was sind das für Zeiten! Aber jedenfalls: Zverev hat die Goldmedaille gewonnen. 😉

    • In das nächste Fettnäpfchen ist natürlich Annalena getreten: die SPD-Justizministerin Lambrecht hatte es vorgemacht (bei der Reform des Insolvenzrechts), war aber zurückgepfiffen worden:

      Schön, daß die ZEIT sich gemeinsam mit BILD gegen diesen Wahnsinn stellt.

      Wohin Ideologie führt, sieht man an dem ferngesteuerten dementen Biden:

      BAD NEWS FOR BIDEN: Poll Shows Joe’s Net Approval Rating Down 20 POINTS Since January
      posted by Hannity Staff – 8.01.21

      New polls are sounding alarm bells in the Democratic Party Friday as the latest surveys show Joe Biden’s net approval rating decreasing by 20 points since his Inauguration in late January.
      The data published by Monmouth University had the President with a net approval of +24 points at the start of his term (54% approve to 30% disapprove). That figure now stands at +4 (48% approve to 44% disapprove.)

      […]

      https://hannity.com/media-room/bad-news-for-biden-poll-shows-joes-net-approval-rating-down-20-points-since-january/

      In einem der üblichen fake news-Artikel über Trumps angebliches downgrading der US-Wissenschaft – während Joe Biden leider auch keine chinesischen Wissenschaftler und Studenten mehr einreisen lasse – heißt es jedenfalls:

      Forschungspolitik
      Er ist weg
      Doch der Schaden, den Donald Trump für die Wissenschaft angerichtet hat, bleibt. Kann sich das Land davon erholen? 
      Von Deborah Steinborn
      28. Juli 2021 DIE ZEIT Nr. 31/2021, 29. Juli 2021
      […]
      Abgesehen davon ist die Stimmung nun eine ganz andere. Joe Bidens Administration hat eine Arbeitsgruppe gebildet, um die politische Einmischung in die Wissenschaft während der vergangenen vier Jahre zu überprüfen. Und sie hat festgelegt, dass es in allen Bundesbehörden wissenschaftliche Integritätsbeauftragte geben muss, unabhängig davon, ob jene Behörden wissenschaftlich orientiert sind oder nicht. [Es geht natürlich um die ideologisch richtige Ausrichtung, die als „wissenschaftlich“ verkauft wird.]

      „Häufig gibt es in einer neuen Administration am Anfang viele Ankündigungen, dann dauert es aber, bis tatsächlich etwas umgesetzt wird“, sagt Gretchen Goldman, neu ernannte stellvertretende Direktorin im Büro für Wissenschafts- und Technologiepolitik des Weißen Hauses, die bis vor Kurzem Forschungsdirektorin der UCS war. Man müsse sicherstellen, dass es tatsächlich zu konkreten Veränderungen komme und dass nicht nur leicht umsetzbare Projekte angegangen würden. „Wir müssen wachsam bleiben, um sicherzustellen, dass die Administration vorankommt, und dafür sorgen, dass es Schutzmaßnahmen gibt, falls wir eine weitere wissenschaftsfeindliche Präsidentschaft bekommen.“

      Denn die größte Bedrohung ist noch immer die Rückkehr einer wissenschaftsfeindlichen Regierung ins Weiße Haus, die einige schon nach der nächsten Wahl befürchten. Dann könnte aus einer vorübergehenden Schwächung ein dauerhafter Niedergang werden.

      https://www.zeit.de/2021/31/usa-donald-trump-wissenschaftsfeindlichkeit-forschung-schaden-vertrauen/komplettansicht

      Das ist schon irre: seit Jahrzehnten haben die Democrats die Wissenschaft ideologisch vergiftet; und nun soll Trump am Niedergang der US-Wissenschaft schuld sein? Realistisch ist jedenfalls der Ausblick: schon bei der Kongreßwahl 2022 werden Republikaner beide Kammern beherrschen.

      Da nützt es auch nichts, daß Biden Trumps Außenpolitik fortsetzt:

      https://www.spiegel.de/ausland/angriff-auf-tanker-vor-oman-israel-und-westliche-staaten-machen-iran-verantwortlich-a-bbd287ab-7124-45fb-a921-b1b9235cdb0b

      Der nächste Schritt wäre, Israel aufzuwerten, wo jetzt kein Bibi mehr herrscht. Ich sage allerdings mal: „aktuell“. Der anti-Bibi-Regierungskoalition traue ich nicht einmal 6 Monate bis zum Zerfall zu.

      Überhaupt brauchen wir Annalena nicht: die Bundeswehr marschiert schon voran:

      »Einmannpackung« nicht mehr zeitgemäß?
      Die Bundeswehrverwaltung sucht derzeit bereits in einem Ideenwettbewerb nach einem neuen Namen der für Einsätze abgepackten Tagesrationen, die nicht mehr Einmannpackung (EPa) genannt werden sollen. Um einen gendergerechten Begriff zu finden, läuft ein Ideenwettbewerb.
      […]
      Das Akronym EPa soll dabei erhalten bleiben.

      https://www.spiegel.de/karriere/bundeswehr-in-gendergerechter-sprache-teamleitung-panzertruppe-statt-panzerkommandant-a-aa5f234f-4b4f-4d8f-b358-0ef6701619bc

      Eine leichte Übung: Ein-Personen-Packung. Das „M“ war in der Abkürzung sowieso nicht vorhanden. 😉

      Das sprachliche Verschwinden von Frauen zugunsten von Transgender nimmt beängstigende Formen an:

      Und die Aggressivität gegenüber Gegnern der Grünen auch:

      Während die Promotion der Grünen im ÖRR unverändert fortgesetzt wird:

      Da mache ich morgen weiter.

      • So, bin auch wieder aus dem Urlaub zurück!
        Erste Woche war super Wetter – zweite Woche eher tropisch.
        Gelesen habe ich auch ab und an was, vor allem zwei Bücher:

        „Wer hat Angst vor Tell?: Unzeitgemässes zur Demokratie

        Das ist keine Kampfschrift gegen Brüssel. Das ist ein Plädoyer für eine selbstbewusste Republik Schweiz. Der Historiker Oliver Zimmer, geboren in Thalwil, ist Professor für Moderne Europäische Geschichte an der University of Oxford. In diesem Buch zeigt er, wie Max Frisch den Schweizer «Sonderfall» zementiert hat: ausgerechnet mit seinem Wilhelm Tell für die Schule. Zimmer erzählt von Boris Johnson und dem Dalai-Lama, er entlarvt Intellektuelle, die mit Industriekapitänen für die Globalisierung kämpfen – und demonstriert, warum führende britische Richter die EU-Gerichte schon lange vor dem Brexit gegeisselt haben. Alle nennen sich «liberal» und «demokratisch», aber alle verstehen darunter etwas anderes. Oliver Zimmer kümmert vor allem etwas: unsere persönliche Freiheit.“

        Dieses Buch kann ich empfehlen, hat mir super gefallen!

        Dann noch folgendes Buch:

        „Europadämmerung: Ein Essay

        Nach 1989 waren Landkarten plötzlich nicht länger in Mode. Die Grenzen sollten geöffnet werden für Menschen, Güter, Kapital und Ideen. An die Stelle der alten Karten traten Graphiken, welche die ökonomische Verflechtung innerhalb der EU illustrierten. Heute erleben wir einen ideologischen Gezeitenwechsel: Wo die Mehrheit der Europäer noch vor einigen Jahren optimistisch auf die Globalisierung blickte, empfinden sie Migration und die Rückkehr der Geopolitik als Quelle der Unsicherheit. Ivan Krastev untersucht die Ursachen für diesen Wandel und erörtert, welche Formen die europäische Desintegration annehmen könnte. Ein Zerfall der EU, so Krastev, wäre eine Tragödie, die den Kontinent zu internationaler Bedeutungslosigkeit verurteilen würde.“

        Dieses Buch kann ich eindeutig nicht empfehlen! 🙂

        • Ja, schön! Bei uns sind es Pullover- und Regenjacken-Tage. 😉

          Auf die EU und den gefährlichen EUGH komme ich später zurück. Jetzt erst einmal etwas zum ausgehöhlten Wissenschaftsbegriff:

          Corona-Pandemie
          Schäuble über „Querdenker“: Unerträgliche Überheblichkeit

          1. August 2021, 18:52 Uhr Quelle: dpa

          Berlin (dpa) – Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat die «Querdenker»-Szene scharf angegriffen.
          «Wenn weltweit praktisch alle Fachleute sagen, Corona ist gefährlich und Impfen hilft, wer hat dann eigentlich das Recht zu sagen: Ich bin aber klüger? Das ist für mich ein nahezu unerträgliches Maß an Überheblichkeit», sagte Schäuble der «Neuen Osnabrücker Zeitung».
          Der CDU-Politiker appellierte an die Szene: «Bitte schauen Sie sich die wissenschaftlichen Erkenntnisse an, lassen Sie sich nicht von billigen Parolen hinter die Fichte führen!» Schäuble fügte hinzu: «Auch bei den Querdenkern sollte die Betonung auf „Denken“ liegen und nicht auf „Quer“.»
          […]

          https://www.zeit.de/news/2021-08/01/rangeleien-zwischen-protestierenden-und-polizei-in-berlin

          Da sollten sich Politiker an die eigene Nase fassen, nachdem die Gesundheitsminister der Länder sowie Spahn jetzt beschließen werden, Kinder ab 12 Jahren impfen zu lassen und Senioren eine Drittimpfung zu verpassen:

          2.8.2021 06:28 Uhr
          Streit um Stiko und Corona-Impfungen für Jugendliche
          Die Politik schaufelt sich ihr eigenes Rechtfertigungsgrab

          In ihren Zuständigkeitsbereichen hat die Politik nicht geliefert, aber jetzt einen Kompetenzkampf mit der Stiko gestartet. Die Verwirrung wächst. Ein Kommentar.
          Ariane Bemmer

          Wenn es so kommt, wie es eine Beschlussvorlage vorsieht, wird es an diesem Montag eine Impfempfehlung für über 12-Jährige geben und für eine Drittimpfung von Senioren. Absender: die Gesundheitsministerkonferenz, ein Gremium, das sich aus 16 Landesgesundheitsministern und einem Bundesgesundheitsminister zusammensetzt. Lauter Politiker und Politikerinnen also, unter denen sich, das am Rande, mehr Juristen als medizinisch Vorgebildete finden.

          Eigentlich werden Impfempfehlungen von der Stiko, der Ständigen Impfkommission ausgesprochen. Die ist mit Fachleuten aus der Allgemeinmedizin, der Infektiologie, der Epidemiologie, der Mikrobiologie besetzt – ohne dass sie das nun über den jeden Zweifel erheben würde. Dieses Gremium hat den Impfnutzen für das Individuum im Fokus und bisher mit dem Argument, es fehlten belastbare Studien zu Impffolgen für Teenager, eine generelle Empfehlung für 12- bis 17-Jährige explizit nicht ausgesprochen, sondern allein für jene, die gesundheitlich vorbelastet sind.

          Aus der Politik war die Stiko für diese Haltung mehrfach angegangen worden, zumal Länder wie Israel, Kanada oder die USA längst auch Teenager impfen. Auf deren Daten will die Stiko warten. CSU-Chef Markus Söder bespöttelte das Gremium dafür als nur „ehrenamtlich“, Grünen-Chef Robert Habeck forderte, auch nicht sonderlich respektvoll, sie solle mal „in die Gänge kommen“. Man kann das durchaus so sehen. Denn mindestens behäbig wirkt das Stiko-Warten schon. Ihr aber vorzugreifen, ist etwas anderes.
          […]
          Wenn diese Dringlichkeit wirklich geboten ist, dann bestätigt die Politik damit das Ausmaß ihrer Unterlassungen selbst. Sie hätte sich damit ihr Rechtfertigungsgrab geschaufelt. Und als wäre das nicht genug, wird sich zur Abhilfe und Ablenkung in eine abenteuerliche Kompetenzüberschreitung geflüchtet. Es ist das alte Ernie-und-Bert-Prinzip, nie das zu erledigen, was aufgetragen war, und stattdessen – wenn es kritisch wird – mit Tamtam auf eine andere Baustelle zu wechseln.

          Mag sein, das manche Eltern oder auch besorgte Senioren diesen Weg erleichtert mitgehen, weil sie einfach nur wollten, dass irgendjemand die Impfungen empfiehlt, egal wer. Aber ob das viele sind? Kaum. Bereits jeder fünfte Jugendliche zwischen zwölf und 17 Jahren hat den ersten Piks schließlich bereits hinter sich.

          Größer könnte die Gruppe derjenigen sein, die in dieser neuen Idee der politisch Verantwortlichen wieder mal nur Verantwortungslosigkeit, Dilettantismus und Anklänge von Größenwahn erkennen können. Ihnen dürfte das Hü und Hott um die weitere Impfstrategie wie eine Extraportion Öl in ihr Feuerchen aus Staats- und Politikverdrossenheit vorkommen. Und alle anderen können stirnrunzelnd feststellen, wie die Verwirrung im Laufe der Pandemie beständig zu- statt abnimmt – und dass es nicht sonderlich überzeugend wirkt, wenn Politik und Stiko wie Kontrahenten agieren.

          https://www.tagesspiegel.de/politik/streit-um-stiko-und-corona-impfungen-fuer-jugendliche-die-politik-schaufelt-sich-ihr-eigenes-rechtfertigungsgrab/27473782.html

          Wer nicht auf „die“ Wissenschaft (und wenn, dann nur auf die handverlesenen Alarmisten unter ihnen) hört, sind die Politiker.

          Zum „Nichtraucher“-Virus

          „Die NZZ empfiehlt am 30.7.2021:

          Hören: Nikotin soll laut einer Studie aus Frankreich das Risiko für eine schwere Covid-19-Erkrankung senken. Als die Wissenschaftsjournalistin Stephanie Lahrtz davon hörte, traute sie der Sache nicht und begann zu recherchieren. Dann entdeckte sie die Arbeit der unabhängigen Recherchegruppe «The Investigative Desk», und plötzlich ergab alles einen Sinn. In «NZZ Akzent» erzählt Lahrtz, was hinter der Studie steckt. Zum Podcast

          https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-37/#comment-93598
          [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-37/#comment-93598

          hat mir ein Leser noch diesen Link geschickt:

          12. April 2020
          Corona – ein Nichtrauchervirus?
          Von Red. inNews
          Nicht nur in China, auch in den USA sind wenige Raucher unter den Corona-Patienten. Dennoch werden anderslautende Fake News verbreitet.
          Immer deutlicher tritt ein Muster hervor. Wir hatten schon die Studienresultate aus China präsentiert, nach denen von den untersuchten Corona-Patienten nur 6-15 Prozent (Ex-) Raucher sind, während angesichts der Geschlechterverteilung ein viel höherer Anteil zu erwarten wäre.
          https://netzwerk-rauchen.de/2020/03/16/inhalieren-statt-infizieren/

          Nun bestätigen amtliche Zahlen aus den USA dieses Bild.
          https://www.cdc.gov/mmwr/volumes/69/wr/mm6913e2.htm?s_cid=mm6913e2_w#T1_down

          Bei einem Raucheranteil von 15 Prozent und 29 Prozent Ex-Rauchern in den USA (Umfrage vom vergangenen Jahr) findet man
          https://news.gallup.com/poll/1717/tobacco-smoking.aspx

          • unter den Patienten ohne stationäre Behandlung nur 1,2 Prozent Raucher (und 1,5 Prozent Ex-Raucher)
          • unter den Patienten in stationärer Behandlung ohne Intensivmedizin nur 2,1 Prozent Raucher (und 4,3 Prozent Ex-Raucher)
          • unter den Patienten in intensivmedizinischer stationärer Behandlung nur 1,1 Prozent Raucher (und 7,2 Prozent Ex-Raucher)

          Also nur ein kleiner Bruchteil dessen, was wir sehen würden, wenn Raucher und Nichtraucher gleich betroffen wären. Ganz offensichtlich besteht für Tabakraucher (auch für ehemalige) ein niedrigeres Risiko, zu erkranken. Denkbar wäre, dass sie sich ebenso anstecken wie Nichtraucher, die Infektion aber viel, viel häufiger völlig asymptomatisch oder nur ganz leicht verläuft.
          Dr. Carl V. Philipps, amerikanischer Experte für Schadensbegrenzung bei Tabakprodukten, sieht hier eine Schutzwirkung von der Größenordnung „‚Jeder sollte für ein paar Monate mit dem Rauchen anfangen, bis die Pandemie nachlässt.‘“

          Eine erste deutsche Studie (Aachener Universitätsklinikum) mit überschaubarer Fallzahl weist lediglich 6 Prozent Raucher und 10 Prozent Ex-Raucher unter den Patienten aus.
          https://www.aerzteblatt.de/archiv/213454

          Dennoch lesen wir Fake News, dass für Raucher ein höheres Risiko bestünde, sich zu infizieren.
          https://www.euroweeklynews.com/2020/04/05/smoking-and-coronavirus-tobacco-sales-soar-worldwide-as-experts-urge-now-is-the-moment-to-stop/

          Weltgesundheitsorganisation (WHO) und andere übliche Verdächtige der Antiraucherfront entblöden sich auch sonst nicht, postfaktischen Unsinn zu verbreiten, wenn es gegen den Tabak geht. Da versuchen sie eben, die Pandemie für ihre Zwecke zu missbrauchen, wenngleich die Fakten gegen sie sprechen. Die allermeisten Tabakraucher scheint das übrigens unberührt zu lassen, es wird eher mehr geraucht – weil man in Kurzarbeit oder im Home Office mehr Zeit hat und viele Einrichtungen mit gesetzlichen Rauchverboten derzeit geschlossen sind.
          […]

          https://netzwerk-rauchen.de/2020/04/12/corona-ein-nichtrauchervirus/#

          So ist das, wenn Kampagnen an ihre Grenzen stoßen.

          Zu dem aktuellen Hühnerhof in Politik und Medien empfehle ich Josef Joffe (am 2.8.2021 im Tagesspiegel auf S. 1):

          Ein letztes Wort zu Schlafwagen-Schaffner Laschet…

          Im Schlafwagen kommt man auch an, selbst mit der Deutschen Bahn, und am Morgen ist man ausgeruht, anders als der hin- und herhetzende Bayern-Hase Markus, der wohl wähnt, den BK-Kandidaten aus der Furche vertreiben zu können. Der deutsche Mensch schätzt das Geruhsame mehr als den Hakenschläger. Für Laschet gilt die Devise von Kohl und Merkel: „Ich lebe davon, dass die Leute mich unterschätzen.“ So ist er Parteichef und Kanzlerkandidat geworden.

          Söders CSU steht in Bayern bei 35%. 😉

  5. Ich kämpfe gerade selber gegen den Klimawandel – so kalt und nass waren Frühling und Sommer in Brandenburg selten: vorgestern war der Garten endlich wieder paradiesähnlich, als ein heftiger 5-Minuten-Schauer bei starken Windböen am Abend alles wieder zunichte machte. Heute ist alles wieder im Bestzustand, rechnet man die Rosen-und Geranien-Verluste wegen Blütenvermatschung weg. Und eine Rose mußte wegen Pilzbefalls wieder auf „Los“ geschickt werden.

    Aber da die meisten meiner Rosen zur 2. bzw. 3. Blüte rüsteten, haben sie enorm profitiert, und als Gewinner des Jahres darf sich der Farn im wenig besonnten Beet vor der Mauer gratulieren: einstmals ein sprichwörtliches Schattendasein unter Rhododendron und Hortensie fristend, profitierte er vom veränderten Wachstum des Rhododendrons dank Wegnahme eines Efeudaches über ihm vor zwei Jahren. Im letzten Jahr krepierten aus unerklärlichen Gründen – so ist Natur nun mal – alle meine jahrzehntealten riesigen Hortensien, wo immer sie auch standen. Und dieses Jahr ist es so nass wie lange nicht. Das Ergebnis: ein Farn mit zwei Meter Durchmesser, in der Höhe bis maximal 1 Meter, und jetzt wachsen aus der Mitte heraus 9 neue Wedel, zu denen ich täglich fasziniert hinpilgere, weil deren Wachstum nun tatsächlich „rasant“ ist: weiße pelzige aufgerollte Strünke, die sich binnen Tagen entrollen, dabei ergrünen und in filigraner Perfektion hellgrüne Farnverästelungen entwickeln.

    Will sagen: Natur und Mensch passen sich an veränderte klimatische Bedingungen an. Nichts ist beherrschbar (auch wenn ich wieder Schneckenkorn anwenden mußte). Nur beim Klimawandel und bei Corona glauben Politiker, politisierte Wissenschaftler und die Medien noch immer, daß der Mensch irgendwas lenken könnte.

    Zu Corona schrieb ich gestern:

    „Und so weht der Zeitgeist im freiheitsliebenden Wertewesten mit seinen Sprach-, Denk- und Handlungsverboten: autoritär.“

    Warum die Presse versagt


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-37/#comment-93596

    Immerhin, eine gute Nachricht: in all dem Elend las ich als altmodische Raucherin:

    Die NZZ empfiehlt am 30.7.2021:

    🎧 Hören: Nikotin soll laut einer Studie aus Frankreich das Risiko für eine schwere Covid-19-Erkrankung senken. Als die Wissenschaftsjournalistin Stephanie Lahrtz davon hörte, traute sie der Sache nicht und begann zu recherchieren. Dann entdeckte sie die Arbeit der unabhängigen Recherchegruppe «The Investigative Desk», und plötzlich ergab alles einen Sinn. In «NZZ Akzent» erzählt Lahrtz, was hinter der Studie steckt. Zum Podcast

    Den habe ich mir nicht angehört, da mein NZZ-Zugang begrenzt ist. Aber sonst gab es nur das Übliche an Unwissenschaftlichkeit. Schlimmer noch: komplett ausflippende „Wissenschaftler“:

    Sollte man die Leopoldina abschaffen, die ja schon begründungslos zu Beginn der Pandemie politische Forderungen für Lockdowns und Schulschließungen aufstellte?

    Die mantrahaft durch unsere Alarmisten aufgestellten Behauptungen über Delta und Kinder/Jugendliche werden durch Praktiker widerlegt:

    29.07.2021, 10:26 Uhr
    Bisher bundesweit nur fünf Klinikeinweisungen im Juli
    Kindermediziner sehen keine akute Gefahr durch Delta-Variante
    Die Zahl der Klinikeinweisungen unter Kindern und Jugendlichen bewegt sich auf einem sehr niedrigen Niveau. Und Folgeschäden? Haben bisher nur 0,4 Prozent.
    Christopher Stolz

    Die Delta-Variante des Coronavirus lässt die Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland seit Wochen wieder steigen. Doch als Kennwert für politische Entscheidungen gerät zunehmend die Zahl der Klinikeinweisungen als weiterer potenzieller „Leitindikator“ für die Pandemie in die Debatte.
    Vor diesem Hintergrund spielen ein weiteres Mal Kinder und Jugendliche eine große Rolle. Denn im August öffnet ein Großteil der Schulen wieder. Vor allem beim Präsenzunterricht dürfte es das Virus dann leicht haben, sich unter den Menschen unter 18 Jahren zu verteilen. Schließlich sind sie fast ausnahmslos noch nicht durch eine Impfung geschützt.

    Doch wie groß ist die Gefahr für die Kinder und Jugendlichen, schwer zu erkranken? Antworten und Daten aus deutschen Kinderkliniken geben Aufschluss.

    Klar ist: Da die Delta-Variante bekanntermaßen ansteckender ist als die zuvor dominante Alpha-Variante, führt dies auch bei Kindern und Jugendlichen zu mehr Ansteckungen. Das bestätigt auch Jakob Armann dem Tagesspiegel. Er ist Oberarzt für Pädiatrische Infektiologie und Pädiatrische Intensivmedizin an der Klinik und Poliklinik für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum der Technischen Universität Dresden.

    Aber: „Es liegen weder national noch international Daten vor, dass die Delta-Variante bei Kindern und Jugendlichen zu schwereren Krankheitsverläufen führt oder die Delta-Variante nun bevorzugt Kinder betrifft.“ Die Hospitalisierungsrate von Kinder und Jugendlichen sei in Deutschland, aber auch beispielsweise in Großbritannien, seit dem Spätsommer 2020 stabil und zeige keine Änderungen durch das Auftreten von Varianten in diesem Zeitraum.
    „Es gibt keine Zunahme von schweren – intensivpflichtigen – Verläufen durch Delta bei Kindern und Jugendlichen“, sagt Armann. Und geht noch weiter: Aufgrund der aktuell insgesamt niedrigen Fallzahlen sehe er „praktisch keine stationär aufgenommen Kinder und Jugendlichen“ mit einer Corona-Infektion.

    Bei Armann an der Uniklinik Dresden laufen auch die Daten zusammen, die die Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Infektiologie (DGPI) über Covid-19-Fälle bei Kindern und Jugendlichen sammelt. Das Bild, das Armann aus der Uniklinik Dresden zeichnet, bestätigen sie auch für ganz Deutschland.

    Die wichtigsten Fakten zu Kindern mit Corona im Krankenhaus:
    • In den ersten drei Wochen im Juli wurden nur fünf Kinder und Jugendliche wegen einer Corona-Infektion neu auf Normalstationen aufgenommen.
    • Der letzte Fall, in dem ein Kind oder Jugendlicher wegen eines schweren Verlaufs auf Intensivstationen verlegt werden musste, datiert von Anfang Juni.
    • Den Höchststand erreichten die Zahlen Ende Dezember. Damals wurden in einer Woche 77 Kinder und Jugendliche auf Normalstationen und 15 auf Intensivstationen aufgenommen.
    Armann betont allerdings, dass die in der zweiten und dritten Welle infizierten und stationär aufgenommen Kinder mehrheitlich nicht aufgrund ihrer Infektion dort waren – sondern aus anderen Gründen. Schwere Verläufe einer Corona-Infektion gab und gibt es also nur sehr wenige.
    […]

    https://www.tagesspiegel.de/wissen/bisher-bundesweit-nur-fuenf-klinikeinweisungen-im-juli-kindermediziner-sehen-keine-akute-gefahr-durch-delta-variante/27460368.html

    Das ficht Politiker nicht an, die das letzte Bollwerk unabhängiger Wissenschaft, die ehrenamtliche StiKo, angreifen. Habeck gehört dazu:

    29.07.2021, 18:54 Uhr
    Stiko „soll mal ein bisschen in die Gänge kommen“
    Habeck fordert Überprüfung der Impfempfehlung für Kinder
    Die Ständige Impfkommission empfiehlt nur Volljährigen eine Impfung. Habeck sorgt sich um die Sicherheit an den Schulen.
    Felix Hackenbruch

    Grünen-Parteichef Robert Habeck hat die Ständige Impfkommission (StiKo) aufgefordert, ihre Empfehlung Jugendliche unter 18 Jahren nicht gegen das Coronavirus impfen zu lassen, nochmal zu überprüfen. „Ich würde gerne die StiKo auffordern, ihre zögerliche Haltung nochmal zu überdenken“, sagte er am Donnerstag am Rande seiner Küstentour bei einem Pressegespräch in Heikendorf in Schleswig-Holstein.

    „Das Liegenlassen der Überprüfung, ob der Impfstoff für Jugendliche empfohlen werden kann, ist nicht angemessen für die Zeit. Die sollen mal ein bisschen in die Gänge kommen“, sagte Habeck. Und weiter: „Nur zur sagen, wir haben nicht genug Daten, wir können uns dazu nicht äußern, ist angesichts der Dringlichkeit der Lage keine ausreichende Haltung.“

    Die Empfehlung der Stiko

    Die Ständige Impfkommission empfiehlt aktuell nur für Volljährige eine Impfung gegen das Coronavirus mit den vorhandenen Impfstoffen. Für zwölf bis 17-Jährige gibt es lediglich für vorerkrankte Jugendliche eine Empfehlung.

    Angesichts des nahenden Schulstarts in einigen Bundesländern mache er sich Sorgen um die Sicherheit an den Schulen. „Man nimmt den Mund zu voll, wenn wir sagen, dass wir uns darauf richtig gut vorbereitet haben.“ Die Konzepte für Luftreinigungen und digitalen Unterricht seien über die Ferien hinweg nicht weiterentwickelt worden.

    Habeck begrüßte daher die Entscheidung des Kultusministeriums in Schleswig-Holstein, das zum Schulstart in der kommenden Woche mobile Impfteams an Schulen schicken wird.
    Die Ärztinnen und Ärzte dieser Teams werden dabei auch zwölfjährige Schülerinnen und Schüler ansprechen
    . „Ich finde das richtig, dass das gemacht wird“, sagte Habeck und appellierte außerdem an die Menschen, die sich impfen lassen können, dies auch zu tun: „Der beste Schutz dafür, dass Kinder nicht wieder zuhause bleiben müssen, ist, dass sich die Menschen impfen lassen.“
    […]

    https://www.tagesspiegel.de/politik/stiko-soll-mal-ein-bisschen-in-die-gaenge-kommen-habeck-fordert-ueberpruefung-der-impfempfehlung-fuer-kinder/27467424.html

    Daß die Grünen von Wissenschaft nur was halten, wenn deren Ergebnisse ihrer Ideologie entsprechen, ansonsten aber wissenschaftliche Erkenntnisse ablehnen, kennen wir ja schon. Und nun gibt es wieder Symbolpolitik, die jedenfalls belegt, daß man Grenzen kontrollieren könne – anders noch als im Jahr 2015 behauptet:

    Wegen der unpassenden rückläufigen Zahlen in GB trotz „freedom day“ wird die fake news-Propaganda in den deutschen Medien fortgesetzt:

    […]

    Immerhin, GB hat einen selbstironisch mit den Tücken eines Regenschirms kämpfenden Premiers -: welcher deutsche Politiker hätte diese Souveränität?

    😉

    Der Tagesspiegel wiederholt seine England-Relativierung, der sich die Augsburger Allgemeine nach anfänglichen fake news anschloß, nun auch für die Niederlande:

    28.07.2021, 05:54 Uhr
    46 Prozent weniger innerhalb einer Woche
    Niederlande erleben plötzlichen Rückgang der Neuinfektionen
    Die Niederlande gelten als Hochinzidenzgebiet. Nun fällt die Kennzahl von fast 400 auf 215 – in einer Woche. Ähnlich wie zuvor in Großbritannien.
    Thomas Sabin
    […]

    https://www.tagesspiegel.de/politik/46-prozent-weniger-innerhalb-einer-woche-niederlande-erleben-ploetzlichen-rueckgang-der-neuinfektionen/27459294.html

    Da gibt es international noch ganz andere Gegenbeispiele zu Deutschlands unwissenschaftlichem Autoritätskurs:

    Und wohin die Reise politisch geht, ist eh klar:

    Geisel hat sowieso alle irgendwie regierungskritischen = rechten Demos in Berlin verboten. Alle anderen, die irgendwie links sind, sind erlaubt. Und der Tagesspiegel sekundierte, daß zwei Teilnehmer der CSD-Demo „brutal“ festgenommen worden seien. Wow!

    Das ist natürlich Quatsch. Der CDC einschließlich Fauci waren noch nie Wissenschaftler, wie Trump wußte, aber Biden fördert und benutzt sie:

    Tatsächlich ist die wissenschaftliche Basis der CDC nicht vorhanden:

    CDC New Mask Guidance Based on ‘Vaccine Not Approved in America’: GOP Leader
    By Jack Phillips
    July 29, 2021 Updated: July 29, 2021

    House Minority Leader Kevin McCarthy (R-Calif.) noted that the Centers for Disease Control and Prevention’s (CDC) recent mask guidance update is based on a study that evaluated the efficacy of a COVID-19 vaccine that’s “not approved in America.

    “I just left speaking with Dr. Monahan from the House. He said he used the CDC recommendation on a report that hasn’t been printed yet,” McCarthy said on the House floor, referring to Dr. Brian P. Monahan, the attending physician of Congress.
    “He did not know that the report is based upon India, about a vaccine that’s not approved in America, and now he did not know that it didn’t even pass peer-review.

    The CDC report, published July 27, notes that “studies from India with vaccines not authorized for use in the United States have noted relatively high viral loads and larger cluster sizes associated with infections with Delta, regardless of vaccination status,” referring to the COVID-19 Delta variant. According to the CDC, the data suggests that “breakthrough Delta infections are transmissible.”

    McCarthy argued that it’s likely that House Speaker Nancy Pelosi (D-Calif.) and other top doctors weren’t aware of the CDC’s report.
    “That’s why vaccinated people in this House now have to wear a mask. There is no science, but I guess the Speaker must have not known that. Why wouldn’t the Speaker know the facts? Do you know what frustrates Americans the most? Hypocrisy,” he said.
    […]

    https://www.theepochtimes.com/mkt_breakingnews/cdc-new-mask-guidance-based-on-vaccine-not-approved-in-america-gop-leader_3924307.html?utm_source=newsnoe&utm_medium=email&utm_campaign=breaking-2021-07-29-1&mktids=8c10c51ff04cca430e32fde4286d3257&est=IhBAIrVOoWqRGtdioocvM%2F%2Bv4Dy5%2F2xkjHDuiaXI3ltFJ5HZuGUIwp9SLiinx3D7Gr9k6w%3D%3D

    Folgerichtig:

    Coronavirus
    McCARTHY: ‘The CDC Has Become a Political Arm of the Administration’
    posted by Hannity Staff – 7.29.21

    House Minority Leader Kevin McCarthy addressed the nation from the US Capitol Thursday after the CDC recommended face-masks for some vaccinated Americans; saying the organization has become a “political arm of the administration.”
    “We have a country in crisis. A recent poll shows our optimism about this country’s direction has plummeted 20 points since May. This should surprise no one,” said McCarthy. “Every time they go to the grocery store, they’re paying more. Every time they turn on the news, they’re seeing crime.”
    “Every time the CDC releases new guidance, it punishes Americans who have already done everything they’ve been asked to do,” he added. “The CDC has become a political arm of the administration. It wants to control every element of our lives.”

    McCarthy ripped Speaker Nancy Pelosi Wednesday after the top Democrat called him a “moron” for questioning the reinstated mask mandate in the House of Representatives but not Senate.

    […]

    https://hannity.com/media-room/mccarthy-the-cdc-has-become-a-political-arm-of-the-administration/

    Selbst die WaPo vom 29.7.2021 kommentiert so:

    CDC reversal on indoor masking prompts experts to ask, ‘Where’s the data?’
    By Joel Achenbach, Yasmeen Abutaleb, Ben Guarino and Carolyn Y. Johnson ● Read more »

    In diesem politischen Sumpf befindet sich auch die deutsche Regierung, die Wissenschaftler nur dann ernstnimmt, wenn sie ihren Kurs bestätigen -: dann kriegen sie auch Bundesverdienstkreuze. Alle anderen Wissenschaftler werden von Politikern, Leitmedien und Internet-Trolls extrem ausgegrenzt. Aber dieses Spiel scheint nun an seine natürlichen Grenzen zu stoßen. Die Realität anderswo spielt nicht mehr mit.

    • Die Schlinge zieht sich zu:

      31.7.2021 14:41 Uhr
      Schon Ende September?
      Das Ende der kostenlosen Coronatests rückt näher
      Schon in wenigen Wochen dürfte es so weit sein: Wer dann nicht geimpft ist, wird für Coronatests immer wieder selbst in die Tasche greifen müssen.

      Die Bundesregierung plant ein Ende der kostenlosen Coronatests. „Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat schon vor Wochen gesagt, dass er es für denkbar hält, die Tests zu einem späteren Zeitpunkt für Ungeimpfte nicht mehr kostenlos anzubieten. Der genaue Zeitpunkt ist noch festzulegen“, teilte das Bundesgesundheitsministerium am Samstag auf Anfrage mit. Wie aus Regierungskreisen verlautete, gibt es dazu allerdings noch keine Einigung.

      Die „Bild“-Zeitung hatte zuvor berichtet, die Bundesregierung habe sich grundsätzlich darauf geeinigt, dass die Tests kostenpflichtig werden, sobald sich alle Deutschen zweimal impfen lassen konnten – also Ende September oder Anfang Oktober.
      Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther forderte den Bund auf, Corona-Tests so schnell wie möglich kostenpflichtig zu machen. „Die Bundesregierung sollte schon in der kommenden Woche ein konkretes Datum für die Umstellung auf die Kostenpflichtigkeit der Corona-Tests festlegen“, sagte der CDU-Politiker der „Welt“. Dieses Datum könnte der 20. September sein. „Bis dahin hätte jeder bisher Ungeimpfte noch die Chance, sich vollständig impfen zu lassen.“
      […]

      https://www.tagesspiegel.de/politik/schon-ende-september-das-ende-der-kostenlosen-coronatests-rueckt-naeher/27472074.html

      Impfzwang für die weniger Begüterten also. Ich hatte heute – neben einer spontanen Johnson & Johnson-Impfung in einem Impfbus des DRK auf dem Marktlatz – ein Aha-Erlebnis; da ich keinen Impfpaß hatte, kaufte ich mir einen in der Apotheke. „Ja, wir haben noch ein paar“, versicherte mir die Apothekenfachkraft (weiblich). Und fügte mit fragender Intonation hinzu: „Das kostet aber 2 Euro.“ Da wurde mir klar, wie oft sie schon mit Empörung ob dieses Preises konfrontiert gewesen sein muß.

      Der Tagesspiegel propagiert unverhohlen sogar Ärzte, die heimlich Kinder unter 12 Jahren impfen, obwohl es für sie noch keine Impfung gibt – ein Bezahl-Artikel, der überraschenderweise aber für mich frei lesbar war:

      Heroisch, leichtsinnig oder einfach das Richtige?
      Deshalb impfen Ärzte schon jetzt Kinder im Verborgenen gegen Corona

      Noch ist keiner der Corona-Impfstoffe für Kinder unter zwölf Jahren zugelassen. Doch es gibt ein Netzwerk von Ärzten in Deutschland, die auch die Jüngsten bereits impfen. Aus Überzeugung.
      Von Nike Heinen
      Heute, [31.7.2021] 09:18 Uhr
      […]

      https://plus.tagesspiegel.de/wissen/heroisch-oder-leichtsinnig-warum-manche-aerzte-jetzt-schon-kleine-kinder-gegen-corona-impfen-201203.html

      Ich würde sagen: kriminell, wenn nicht auf extrem vorerkrankte Kinder beschränkt.

      Beide mRNA-Impfstoffe sind inzwischen für Kinder ab zwölf Jahren zugelassen, der von Biontech seit Juni, der von Moderna hat die entsprechende Empfehlung der europäischen Arzneimittelbehörde EMA seit einer Woche. Beide Hersteller untersuchen derzeit auch den Einsatz bei noch jüngeren Kindern. Biontech hat im Juni die letzte Phase vor Zulassung begonnen, an 90 verschiedenen Standorten, in den USA, in Finnland, in Spanien und Polen. Kinder ab fünf bekommen ein Drittel, Kinder ab einem halben Jahr ein Zehntel der Erwachsenendosis. Die Eltern der 4500 kindlichen Probanden treiben offenbar ganz ähnliche Bedenken um: In einer Reportage im „Time-Magazine“ erzählen auch sie, dass sie ihr Kind in der nächsten Welle im Herbst gerne in der Schule sicher wüssten.

      Dass zunächst Erwachsene als Probanden rekrutiert werden und man erst nach Abschluss dieser Studien, langsam und sehr bedächtig, Jahrgang für Jahrgang, die kleinen Menschen dazuholt, das ist lange bewährte Praxis. Kinder sind oft empfindlicher oder anders als Erwachsene. Medikamente, die die Großen gut vertragen, könnten sie schwer schädigen. Ein Beispiel dafür ist das fiebersenkende Schmerzmittel Aspirin. Wenn es Kinder unter 12 Jahren einnehmen, während sie eine Virusinfektion haben, dann können sie kurz darauf tot sein. Das Phänomen heißt Reye-Syndrom. Man weiß, dass es das bei Kindern gibt, aber nicht warum.

      Die Impfrebellen finden die vorsichtigen Schritte vollkommen richtig. Unter gewöhnlichen Umständen. „Nur haben wir gerade nicht die Umstände, für die diese Regeln entwickelt wurden“, sagt der anonyme Kinderarzt. „Wir haben eine sehr dynamische Situation, die Daten, mit denen zum Beispiel die Impfstoffe für die 12-Jährigen zugelassen wurden, stammen aus dem März, damals war noch die Alphavariante dominant. Jetzt stehen wir aber am Anfang der Deltawelle.“

      Er meint: Die neue Variante sei viel gefährlicher, weil viel ansteckender. Ihn erinnere das an die Masern: Schon wenige Minuten Kontakt reichen manchmal für eine Ansteckung, die Viruslast ist dann um den Faktor 1000 höher. Diese neuen Umstände müsse man auch ins Kalkül nehmen, nicht nur nach Schema F vorgehen.

      „Kinder aus Sorge um ihre Sicherheit diesem Virus einfach auszusetzen, das sind für mich einfach die falschen Prioritäten. Die Stiko kann normales Leben, Pandemie kann sie offenbar nicht.“
      Ein Arzt aus Brandenburg, der auch Kinder unter 12 Jahren impft – „off-label“

      Für ihn und sein Netzwerk überwiegt der Nutzen der Impfung die Risiken der Infektion – die in Deutschland für Impfstoffempfehlungen zuständige Ständige Impfkommission (Stiko) sah das bisher genau andersherum. Zum Impfstoff von Moderna hat sie sich noch nicht geäußert, dem für 12-Jährige von der EMA zugelassenen Impfstoff von Biontech aber hat sie die generelle Empfehlung versagt – die Impfung sei in der Altersgruppe riskanter als die Infektion, vor allem weil es Langzeitfolgen und seltene Nebenwirkungen geben könnte, die bisher noch nicht erfasst wurden.

      […]

      Tatsächlich haben Kinder bei Covid ein vergleichsweise geringes Risiko für schwere Erkrankungen oder einen tödlichen Ausgang. Während es seit Beginn der Pandemie 78.849 Todesfälle bei Menschen über 70 gab, waren nur 16 zwischen 0 und 20 Jahren alt.

      Aber werden auch die absoluten Zahlen in den anrollenden Deltawelle [sic! Tatsächlich ist Delta schon seit einiger Zeit bei uns dominant, und es gibt Anzeichen dafür, daß sie für Kinder, aber auch für Erwachsene, weniger Krankmachend ist,] niedrig bleiben? Laut einer vom RKI beantworteten Anfrage im Bundestag kam eines von 100 infizierten Kindern ins Krankenhaus, eines von 10.000 auf die Intensivstation und eines von 50.000 starb. [Quatschzahlen: niemand kennt die Zahl „infizierter“ Kinder, die weit überwiegend symptomlos bleiben.] In Deutschland leben etwa 7,5 Millionen Kinder unter 10 Jahren. Sollten sich durch die höhere Ansteckungsfähigkeit der Delta-Variante im Winter ein Drittel von ihnen infizieren, dann kämen 25.000 ins Krankenhaus, 250 auf die Intensivstation, 50 würden sterben – und das eben nicht zufällig verteilt.

      Jetzt bereits ist klar, welche Kinder es treffen könnte: die mit neurologischen Störungen wie Cerebralparese, genetischen Veränderungen wie Trisomie 21 und Beatmungspflicht. Im Januar schlugen Wissenschaftler der Englischen Gesundheitsagentur im „British Medical Journal“ zum ersten Mal für genau diese Hochrisikogruppen Off-Label-Impfungen vor – das Verabreichen einer zwar geprüften und genehmigten Impfung, die aber für diese Altersgruppe noch nicht offiziell freigegeben ist.

      In Deutschland versuchten betroffenen Familien, sich Gehör zu verschaffen. Auf der Website http://www.risikogruppenkind.de erschien im Januar ein offener Brief, in dem Zugang zur Impfung gefordert und beklagt wurde, dass Kinder mit schweren Vorerkankungen weder in der Impf-Empfehlung der Stiko noch in der Impfverordnung des Bundesministeriums für Gesundheit überhaupt erwähnt werden. Der Brief ging nicht nur an die Stiko, sondern auch ans RKI und das für Impfstoffe zuständige Paul-Ehrlich-Institut, an etliche Bundesministerien und die Spitzen in fünf Bundesländern, außerdem an den Bundestag. Es gab genau eine Antwort – von einer Patientenbeauftragen. Die Eltern liefen im gesundheitspolitischen Establishment gegen eine dicke Wand. Wie auch in anderen Belangen der Pandemie so fällt es auch hier den meisten Akteuren schwer, die eingeübten bürokratisch abgesicherten Pfade zu verlassen.
      […]

      https://plus.tagesspiegel.de/wissen/heroisch-oder-leichtsinnig-warum-manche-aerzte-jetzt-schon-kleine-kinder-gegen-corona-impfen-201203.html

      Der anonyme Brandenburger „Impfrebell“ beschränkt sich aber nicht darauf:

      Inzwischen impft er auch Kinder, deren Eltern sie unbedingt vor Ansteckung schützen möchten. Sein Argument: die Erfahrungen mit den Masern. Bei einem erheblichen Teil der Kinder könne die Infektion noch Monate lang für Beeinträchtigungen sorgen – genau wie Covid. „Bei Masern betrifft das jedes fünfte Kind, bei Covid wurde das auch beobachtet, in manchen Studien in bis zu 30 Prozent der Fälle.“

      Ein Propagandatool, dieses Long Covid.

      Aber solange wir Ethik-Schwergewichte wie Lob-Hüdepohl haben, ist wohl alles gerechtfertigt:

      Ist da im Vornamen nicht ein „s“ zuviel?!

      Blicke in die Zukunft:

      Zumal schon jetzt Rufe laut werden, es sei unverantwortlich, Geimpfte nicht zu testen, da sie sich auch infizieren können!

      Das war tatsächlich von Karin Christmann am 31.7.2021 auf S. 1 des Tagesspiegel zu lesen. Die einzige Oppositionspartei ist die FDP:

      Anfrage der FDP
      Welche Corona-Maßnahmen wirken? Die Bundesregierung weiß es nicht genau
      Stand: 30.07.2021

      Seit mehr als einem Jahr werden in Deutschland Maßnahmen verhängt, gelockert, verworfen. Wie wirksam sie im Einzelnen sind, weiß die Regierung nicht. Das ergab eine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion. Es sei „die Summe der Schutzmaßnahmen“, die Infektionen sinken lassen würden.

      Mindestabstand, Masketragen und Lockdown sind in Deutschland gängige Maßnahmen während der Corona-Pandemie. Die Bundesregierung will seit mehr als einem Jahr so die Verbreitung des Virus und eine Überlastung des Gesundheitssystems verhindern. Eine Anfrage der FDP an das Gesundheitsministerium zeigt nun, dass die Wirksamkeit im Einzelnen wissenschaftlich nicht belegt werden kann.

      Stattdessen folgen Endlossätze, wie die „Bild“ schreibt: Aufgrund des „kontextspezifischen“ Zusammenspiels einer „sehr großen Anzahl an Variablen“ sei es nicht möglich, „die Auswirkung einzelner Maßnahmen auf einen Indikator (z.B. Inzidenz) belastbar und generalisierbar zu quantifizieren und zwischen Ländern zu vergleichen“. Und: „Die multifaktoriellen Zusammenhänge“ seien auch „eine mögliche Erklärung für die Variationen in der Effektivität einzelner Maßnahmen zwischen unterschiedlichen Regionen oder Ländern.“

      Und weiter: Die „Evidenz“ zeige klar, „dass es immer die Umsetzung mehrerer gleichzeitiger Maßnahmen“ sei, „die den Pandemieverlauf beeinträchtigen, also die Summe der Schutzmaßnahmen, die einen Rückgang von Infektionen herbeiführen“.
      […]

      https://www.welt.de/politik/deutschland/article232819107/Corona-Wie-wirksam-sind-die-Massnahmen-Regierung-weiss-es-nicht.html

      Obwohl die Bundesregierung gerade wegen dieses Schwafelfaktors belegt, daß sie nicht weiß, was sie tut, bewährt sich Merkel immer wieder als danebenliegende Kassandra (wie ihre bevorzugten Wissenschaftler):

      Die FDP ist tatsächlich die einzige Partei, die sich noch was traut. Ich werde sie nicht nur deshalb wählen, sondern auch, um den Albtraum Schwarz-Grün zu verhindern. Ampel oder R2G sind eh Illusion.

      Die Lügen in Coronazeiten stinken zum Himmel:

      Long Covid wird exzessiv seit Mitte April 2021 beworben, als den Medien schon klar war, daß Delta trotz höherer Ansteckungsrate harmloser ist als Alpha und daß es also weniger Tote gibt, die man aber braucht, um Impfungen zu promoten:

      Jeder zehnte Coronapatient betroffen
      Wird Long Covid zur neuen Volkskrankheit?
      Zehntausende Deutsche könnten unter Langzeitfolgen des Virus leiden, ihnen drohen etwa Gedächtnisverlust, Herzrasen oder Atemnot. Bisher weiß niemand, ob eine Heilung möglich ist. Die SPIEGEL-Titelstory.

      Von Lisa Duhm, Veronika Hackenbroch, Viola Kiel, Kerstin Kullmann und Katherine Rydlink
      30.07.2021, 13.01 Uhr • aus DER SPIEGEL 31/2021

      https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/wird-das-long-covid-syndrom-zur-neuen-volkskrankheit-a-9d22706b-0002-0001-0000-000178589859

      Man sieht: Frauen stehen der Propaganda-Tätigkeit der Männer in nichts nach.

      Daß es „Long Covid“ nicht gibt, ist uninteressant:

      Zumal die Erfindung von weiteren wilden Szenarien zur Kernkompetenz der Medien gehört:

      Die Satire meint, das Ganze toppen zu können:

      Dabei sind Anreize wie Bratwürste nachweislich effektiv:

      Was ewig bleiben wird, sind die Heucheleien der Democrats:

      😉

      • Außerhalb dieser Blase sieht es zum Teil so aus – trotz Demo-Verbots:

        Das Grenzen-zu-No-Covid-Land Australien macht vor, wie es richtig geht:

        Australia
        Sydney Police Calls for Army to Help Enforce Lockdown Rules
        Request comes after Sydney residents forced to stay at home for 4 more weeks
        By Caden Pearson
        July 29, 2021 Updated: July 29, 2021

        The Australian Defence Force (ADF) has been called in to help police expand their lockdown operations in the Greater Sydney area as the New South Wales (NSW) state government moves to enforce stricter CCP virus lockdown rules.

        NSW Police Commissioner Mick Fuller has said he wants a contingent of 300 defence force personnel to boost efforts over the coming days to enforce lockdown rules and other restrictions imposed by the government amid the CCP (Chinese Communist Party) virus Delta variant outbreak.

        “The assistance of the ADF has been essential over the past 18 months—particularly during last year’s border operation, the ongoing hotel quarantine operation and the assistance provided with logistics support in the Police Operations Centre,” Fuller said in a media release on July 29.

        “With an increase in enforcement activity over the coming week, I have now made a formal request to the Prime Minister for ADF personnel to assist with that operation,” Fuller said.

        NSW Premier Gladys Berejiklean on Wednesday tightened restrictions for 2 million people in eight western Sydney local government areas, who are now not permitted to leave their council areas unless they are essential workers.
        Masks will be mandated to be worn at all times, including outdoors, and people will be restricted to within five kilometres (3.1 miles) of their home.

        Police will also be able to shut down businesses that repeatedly breach public health orders.
        Fuller said that “nothing is off the table” in terms of stronger compliance, saying officers will be going door to door looking for people in the wrong house.

        This is one of the police operations that Fuller has requested ADF personnel to help carry out.
        David Elliot, the NSW state minister for police and emergency services, welcomed the move. “As I have said previously, support from the Army will add another line of defence to the NSW Government’s crackdown on COVID-19 compliance,” Elliot said.
        “The Army’s unique skills and training have combined many times with those of our police officers to serve the people of NSW in times of crisis, such as the floods and severe bushfires we’ve experienced in recent years.
        “This will be a functional, effective and dynamic team to fight this pandemic,” he said.
        This comes after Sydney residents are forced to face four more weeks of lockdown and restrictions, with the NSW government citing “low vaccination rates” as a key factor in its decision.
        There were 239 new locally acquired COVID-19 cases in the 24 hours to 8 p.m. on July 28, which broke a domestic record.
        […]

        https://www.theepochtimes.com/mkt_breakingnews/police-call-for-army-to-help-enforce-sydney-lockdown-rules_3923930.html?utm_source=newsnoe&utm_medium=email&utm_campaign=breaking-2021-07-31-3&mktids=e4f1b894e71553b791a3679457b7ff87&est=y7tDPyIgwE5eRQ60VyAoQwngk%2B3Ha45v7JPYk2TPD3GOuJJW5hg576yuGtFMRsQydUhj6w%3D%3D

        Viel Erfolg.

  6. Und weiter mit den USA:

    Warum die Presse versagt


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-37/#comment-93589

    Noch so eine Leerstelle in Deutschland:

    BIDEN on ???: Biden Responds with Gibberish When Asked About Dems’ Reckless Spending Spree
    posted by Hannity Staff – 7.26.21

    President Biden responded to questions in Washington, DC with unintelligible gibberish over the weekend; refusing to answer new questions over his party’s reckless spending spree and a possible “pathway to citizenship” for millions of undocumented workers.
    “Will there be another reconciliation?” asked one reporter outside the White House.
    “Be-whu? Be-mweh??” said the President.
    “Reconciliation? A pathway to citizenship?” pressed the confused journalist.
    “We need to have to be able to see whether it can be an immigration remains to be seen!” fired-back Biden.
    The President made similar bizarre statements in recent days, even suggesting many Republicans believe he “sucks the blood out of children.”
    “Are there people in the Democrat Party who want to defund the police?” yelled one journalist.
    “Are there people in the Republican Party who think we’re sucking the blood out of kids?” responded the President.

    Biden has sought to distance himself from his party’s “defund” movement as new polls show a majority of Americans -including Democrats- are concerned with rising crime rates across the country.
    Violent felonies are up approximately 30% in most major cities.
    White House Press Secretary Jen Psaki baffled millions of Americans during her briefing in June when she claimed Republicans -not Democrats- want to defund police departments across the country.
    “The President never mentioned needing money for police as part of the American Rescue Plan,” said one reporter.
    “The President did mention that the American Rescue Plan, a lot of Democrats, could help ensure that local cops were kept on the beat in communities across the country. It did not receive a single Republican vote. That funding has been used to keep cops on the beat!” claimed Psaki.
    “Any local department would argue that keeping cops on the beat … is something that helped them fight crime in their communities,” she added.
    Watch the President’s comments above.

    https://hannity.com/media-room/biden-on-biden-responds-with-gibberish-when-asked-about-dems-reckless-spending-spree/

    Angesichts dieses Krieg-Szenarios kann einem angst und bange werden:

    Joe Biden
    US-Präsident hält „echten Krieg“ bei großer Cyberattacke für möglich
    Wenn es zu einem Krieg mit einer Großmacht kommen würde, dann „wahrscheinlich“ infolge eines massiven Cyberangriffs, sagte Joe Biden. Dabei gehe es vor allem um China.
    28. Juli 2021, 9:43 Uhr Aktualisiert am 28. Juli 2021, 11:09 Uhr

    US-Präsident Joe Biden hält einen Krieg mit einer Großmacht im Zuge einer Cyberattacke für möglich. Ein Cyberangriff großen Ausmaßes könne demnach in „einem echten Krieg mit einer Großmacht enden“, sagte Biden bei seinem ersten Besuch im Büro der Geheimdienstkoordination (ODNI).
    Die Fähigkeiten, solche Cyberangriffe durchzuführen, nehmen laut Biden exponentiell zu. Wenn es zu einem Krieg mit einer Großmacht, wie etwa China oder Russland, kommen sollte, dann „wahrscheinlich“ infolge einer Hackerattacke, sagte Biden.
    Die US-Regieurng hatte China erst kürzlich für „unverantwortliche böswillige Cyberaktivitäten“ verantwortlich gemacht. Präsident Xi Jinping sei es „todernst“ damit, die mächtigste Militärmacht der Welt sowie die größte und bedeutendste Volkswirtschaft der Welt bis 2040 zu werden, sagte Biden.
    […]
    Politischen Druck auf den Nachrichtendienst, der 17 Geheimdienste beaufsichtigt, wolle Biden aber nicht ausüben. Damit rückt er klar von der Politik seines Vorgängers Donald Trump ab.
    Trump war häufiger mit den Geheimdiensten aneinandergeraten, etwa in Bezug auf Russlands Rolle bei Trumps Wahlsieg 2016 oder auch bei der Enthüllung, dass Trump Druck auf die Ukraine ausgeübt hat. Während seiner Amtszeit hatte Trump vier Direktoren der nationalen Geheimdienste ausgewechselt.

    https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-07/joe-biden-cyberangriff-usa-krieg-russland-china

    Ich würde sagen, daß die Geheimdienste mit ihrer NATO- und Democrats-Ideologie mit Trump aneinandergerieten.

    Jedenfalls kehrt in Deutschland Ernüchterung ein:

    27.07.2021, 22:15 Uhr
    „Die US-Regierung schadet sich selbst“
    Tourismus in den USA für EU-Bürger weiter unmöglich
    An den coronabedingten US-Einreisebschränkungen wird sich für EU-Bürger bis auf Weiteres nichts ändern. Die Enttäuschung darüber ist groß.
    Albrecht Meier

    Wer von Deutschland in die USA einreisen will, hat es nicht leicht. Ohne US-Staatsbürgerschaft, Familienbande in den USA oder einen sonstigen zwingenden Reisegrund geht nichts. Das bedeutet, dass Tourismus in den USA seit dem Beginn der Pandemie Anfang 2020 für EU-Bürger weiterhin unmöglich ist. Nun ist klar, dass sich an den coronabedingten Reisebeschränkungen für die meisten Bürgerinnen und Bürger aus der EU bis auf Weiteres nichts ändern wird.
    Wie die Sprecherin des Weißen Hauses, Jen Psaki, erklärte, sollen die bestehenden Beschränkungen für Reisende aus der EU, Großbritannien und anderen Staaten vorerst bestehen bleiben. Zur Begründung verwies sie auf die zunehmende Verbreitung der Delta-Variante in den USA und im Ausland.
    […]

    https://www.tagesspiegel.de/politik/die-us-regierung-schadet-sich-selbst-tourismus-in-den-usa-fuer-eu-buerger-weiter-unmoeglich/27458042.html

    Auch sonst setzt Biden Trumps Politik fort: erst Afghanistan, jetzt der Irak:

    27.07.2021, 16:01 Uhr
    Teheran hofft auf mehr Macht
    Das Ende des US-Kampfeinsatzes im Irak ist Erfolg für den Iran
    Die USA beenden den Kampfeinsatz im Irak. Die Entscheidung ist ein Etappensieg für den Erzfeind Iran. Der Machtkampf wird stärker.
    Thomas Seibert
    […]

    https://www.tagesspiegel.de/politik/teheran-hofft-auf-mehr-macht-das-ende-des-us-kampfeinsatzes-im-irak-ist-erfolg-fuer-den-iran/27458350.html

    Kein Kampfeinsatz mehr
    Auch im Irak endet für Amerika eine Ära
    • Ein Kommentar von Klaus-Dieter Frankenberger
    • -Aktualisiert am 28.07.2021-06:06

    Bald werden die amerikanischen Soldaten aus Afghanistan abgezogen sein. Der Kampf gegen den islamistischen Terrorismus hat nicht mehr die Bedeutung wie noch vor Jahren – hoffentlich rächt sich diese Herabstufung nicht.
    […]

    https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/ende-des-amerikanischen-kampfeinsatzes-im-irak-17456859.html

    Statt Aufklärung gibt es also ein parteipolitisches Dramolett:

    27.07.2021, 21:33 Uhr
    „Dachte an meine Töchter, die ihren Vater verlieren könnten“
    Polizisten schildern Brutalität bei Sturm auf US-Kapitol
    Die Szenen des Gewaltausbruches am US-Kapitol haben sich in das amerikanische Gedächtnis eingebrannt. In einem Untersuchungsgremium berichten nun Polizisten.
    […]
    Anhänger des damaligen US-Präsidenten Donald Trump hatten am 6. Januar den Sitz des US-Kongresses in Washington erstürmt. Dabei kamen fünf Menschen ums Leben, darunter ein Polizist. [FALSCH!] Die beispiellose Attacke auf das Herzstück der amerikanischen Demokratie löste damals national wie international einen Schock aus.
    […]
    Die Einrichtung des Untersuchungsausschusses war Gegenstand heftiger politischer Auseinandersetzungen zwischen Republikanern und Demokraten. Republikaner hatten sich gegen die Einsetzung eines solchen Gremiums gewehrt und argumentiert, es gebe an anderer Stelle genug Aufarbeitung der Attacke. Sie warfen den Demokraten vor, vor allem parteipolitische Motive bei der Untersuchung zu verfolgen.
    Im Mai hatten die Republikaner im Senat zunächst die Einsetzung einer unabhängigen Untersuchungskommission zu dem Angriff verhindert. Die Demokraten entschieden daraufhin, aus eigener Kraft ein Untersuchungsgremium im Repräsentantenhaus zu installieren, wo sie die Mehrheit haben.
    Die demokratische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, verärgerte die Republikaner-Führung damit, dass sie selbst zwei republikanische Abgeordnete – nämlich ausgewiesene Trump-Kritiker [Cheney und Kinzinger, die beide für ein Impeachment von Trump gestimmt hatten] – in das Gremium holte und zugleich zwei Trump-getreuen republikanischen Parlamentariern einen Sitz in dem Ausschuss verweigerte. (dpa)

    https://www.tagesspiegel.de/politik/dachte-an-meine-toechter-die-ihren-vater-verlieren-koennten-polizisten-schildern-brutalitaet-bei-sturm-auf-us-kapitol/27459668.html

    Das wird also jetzt noch mal eine Impeachment-Show. So dysfunktional ist US-Politik – nur mal so zur Warnung.

    • Dysfunktional waren auch die Corona-Politik der Regierenden, die Reaktionen der selektiv von den Regierenden ausgesuchten Wissenschaftsakteure, die ihre dissentierenden Kollegen ausgrenzten, und die mediale Begleitung, die letzteres noch schriller ausgestaltete. Zuletzt schrieb ich über Grundsatzkritik, aber auch gegen Künstlerniedermache, die ihresgleichen sucht.

      Wenn alle entscheiden, was sie gerade als richtig empfinden und sich bloß nichts von außen sagen lassen wollen, schlägt Freiheit in Willkür um. Und dann verwirft man auch mal eben Wissenschaft, Logik und Moral. „Das Ganze wird hier politisiert und das ist vollkommen ätzend“, urteilte Nena am Sonntagabend. Die Zeit ist reif für ein bisschen Zärtlichkeit? Irgendwie, irgendwo, irgendwann. Aber anscheinend nicht heute.

      https://www.tagesspiegel.de/kultur/aufregung-um-konzert-in-schoenefeld-das-zweifelhafte-freiheitsverstaendnis-von-nena/27455228.html

      „Das ist natürlich Unsinn: wenn die Fans nicht in ihren umzäunten Arealen bleiben, sondern nach vorn zur Bühne gehen, dann gehen sie alle zusammen ein Risiko ein. Die, die das nicht wollen, können ja in ihrer Box bleiben.

      Gut nur, daß der Text vom Tag zuvor, gegen alte weiße Männer (die dann auch noch dem Pop zugerechnet werden!), so schnell widerlegt wurde:

      25.07.2021, 21:35 Uhr
      Helge Schneider bricht genervt Konzert ab
      Corona-Frust bei den alten Männern des Pop
      Helge Schneider bricht sein Konzert ab, Eric Clapton will nicht vor geimpften Publikum auftreten. Das Künstler-Ego ist immun gegen das Virus. Ein Kommentar.
      Andreas Busche
      […]
      Wenn man schon vorgibt, etwas für „die Fans“ tun zu wollen, sollte man für einen Moment auch mal das eigene Künstler-Ego zurückstellen. Ausfälle wie die von Schneider und Clapton, so unterschiedlich ihre Beweggründe sein mögen, zeugen von einem mangelnden Problembewusstsein. So nah, wie die Großkünstler annehmen, möchten die Fans ihren Stars gerade vielleicht gar nicht kommen.

      https://www.tagesspiegel.de/kultur/helge-schneider-bricht-genervt-konzert-ab-corona-frust-bei-den-alten-maennern-des-pop/27452600.html

      Offenbar muß man heutzutage als Journalist eine Häme-Kurs belegt haben, damit man es schafft, das Journalisten-Ego nicht zurückzustellen.“
      https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-37/#comment-93587

      Der Tagesspiegel war beileibe nicht der einzige mediale Akteur, der mit „Haß und Hetze“ reagierte, was ja nach dem üblichen Narrativ nur Rechte tun:

      Und so ging es weiter: Schneider sagte seine Strandkorb-Tournee ab, Nena wurde gecancelt:

      Huch! Waren Künstler bislang nicht bekannt und gepriesen dafür, daß sie regierungskritisch waren und sind? Und dann noch gegenüber durchaus fragwürdigen, unwissenschaftlichen und rechtsstaatlich bedenklichen Maßnahmen?

      Da lobe ich mir die FAZ:

      Nach Konzertabbrüchen
      Berieselt
      • Ein Kommentar von Elena Witzeck
      • -Aktualisiert am 27.07.2021-17:16
      Wenn Helge Schneider keinen Draht mehr zu seinen Fans findet und Nena sich von der Polizei von der Bühne holen lassen will: über Konzertkonsum und Kompromisse.
      […]
      Kommunikationsfeindlich

      Auch Konzerte mit Strandkörben, den kommunikationsfeindlichen Sitzgelegenheiten aus dem Norden, erfreuen sich nun großer Beliebtheit. Für die Besucher ist es ein bisschen wie zu Hause auf dem Sofa. Die Vorhänge so weit zugezogen, dass einem keiner etwas wegschaut, die Füße hochgelegt. Man kann es den Konzertgängern kaum übelnehmen, dass sie dasitzen wie vorm heimischen Fernseher. Ein wenig Mitleid mit den Künstlern darf in Erinnerung an eigene dilettantische Versuche, auf einer Bühne eine Art Verbindung zu einer weit entfernten Handvoll Zuhörer herzustellen („gern nach vorne treten“), dennoch sein.

      Dass jetzt Popstars und Künstler mit störrischem Verhalten auffallen, dass Konzerte abgebrochen wurden, weil es mit der Verbindung nichts war und werden durfte, ist nicht die Schuld des Publikums, es ist die Schuld der Umstände. Dass Nena sich verantwortungslos verhält, wenn sie ihr Publikum auffordert, maskenlos dicht zusammenzurücken, ganz zu schweigen von der Position, die sie gegenüber den notwendigen Pandemieregeln vertritt, steht außer Frage. Aber ein Konzert, in dem die Fans innerhalb eines von Getränkekisten abgegrenzten Areals angewurzelt stehen, ist eben kein Popkonzert. Und einer wie Helge Schneider, der sein Konzert selbst abbrach, weil ihn die distanzierte Restaurantatmosphäre störte, kann nicht performen, wenn es sich dort oben anfühlt wie auf der Kirchenkanzel.

      Wieso Getestete und Geimpfte sich nicht wieder frei bei einem Open-Air-Konzert bewegen können sollen wie Touristen auf einer dieser Tage gut gefüllten Flanierpassage wie in St. Peter-Ording oder im Fußballstadion, ist eine berechtigte Frage. Um die Diskussion über Doppelstandards wird man in den nächsten Wochen und Monaten nicht herumkommen. Nachtclubbetreiber haben jedenfalls bundesweit entschieden, erst wieder aufzumachen, wenn ihre Besucher sich so verhalten können wie früher. Weil ein DJ ohne die Tanzenden auch nur ein Alleinunterhalter ist.

      https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/nach-konzertabbruechen-von-helge-schneider-und-nena-17456858.html

      Nix also mit „notwendigen“ Pandemieregeln. Und jetzt ist auch noch der Super-GAU eingetreten:

      Und auch James Bond setzt aufs Kino:

      Die Berichterstattung über England ist seit dem Brexit-Votum eh feindselig, und seit dem überragenden Wahlsieg von Boris Johnson, dem „Clown“, dem „Lügner“ etc., noch einmal schriller geworden. Seit dem „Freedom Day“ am 19.7.2021 mischte sich in die allgemeine Häme der Sound, den wir schon von der Bolsonaro-„Berichterstattung“ kennen: und dann das – das wir schon von Florida seit September 2020 und von Texas seit dem Frühjahr 2021 kennen: die Maßnahmen werden beendet, und die positiven Testzahlen sinken:

      Trotz voller Stadien und Mega-Partys
      Briten feiern fallende Corona-Zahlen
      …während die Bundesregierung NOCH mehr Beschränkungen will

      Artikel von: Julius Böhm veröffentlicht am 28.07.2021 – 14:50 Uhr
      Wer aus Deutschland nach Großbritannien blickt, kann nur neidisch werden!
      Die Briten genießen das Leben in vollen Kneipen, feiern riesige Partys auf Musik-Festivals – und das alles ohne Maske und sonstige Einschränkungen.

      Denn: Am 19. Juli rief Briten-Premier Boris Johnson (57) trotz einer 7-Tage-Inzidenz von 466 den „Freedom Day“ aus, kippte alle Corona-Maßnahmen. Der beste Weg, Corona zu besiegen, sei „sich von staatlichem Diktat zu lösen und es dem persönlichen Verantwortungsbewusstsein der Bürger zu überlassen“.
      Lockdown-Befürworter erklärten Johnsons Schritt für Wahnsinn – doch nun FALLEN die Corona-Zahlen auf der Insel!

      Seit dem 22. Juli sinken die Corona-Zahlen rasant. Binnen fünf Tagen ist die 7-Tage-Inzidenz vom Spitzenwert 492,1 auf 371,8 abgestürzt. Und zwar in nahezu allen Teilen des Landes!

      Am Montag mit dem Briten-Wunder konfrontiert, spielte Kanzleramts-Chef Helge Braun (48, CDU) das Phänomen bei BILD Live noch herunter und sagte, dass die Zahlen nur in Schottland fallen würden. Braun selbst brachte in der BILD am Sonntag stattdessen neue Beschränkungen für Ungeimpfte ins Gespräch. Diese sollen im Falle hoher Inzidenzen nicht einmal mit negativem Test ins Restaurant gehen dürfen.

      Fakt ist aber: Auch in England sinkt die Inzidenz, und zwar seit dem 19. Juli. Die Neuinfektionen pro 100 000 Einwohnern innerhalb von sieben Tagen sind dort von 548 auf nunmehr 323 gefallen. In allen vier Landesteilen des Vereinigten Königreiches – auch in Wales und Nordirland – zeigt die Infektionskurve steil nach unten.
      […]
      Der Oxford-Wissenschaftler James Naismith hatte auch einen anderen Verlauf der Infektionszahlen erwartet: „Viele Wissenschaftler, ich selbst eingeschlossen, erwarten nach dem Ende der Abriegelung einen Anstieg der Fälle. Aber wir haben uns schon einmal geirrt und werden uns auch in Zukunft irren. Dies ist eine neue Krankheit und wir lernen jeden Tag mehr dazu“, so Naismith zu der Zeitung.
      […]

      https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/corona-wunder-auf-der-insel-briten-feiern-trotz-freedom-day-fallende-zahlen-77203720.bild.html

      Schön, daß es auch selbstkritische Wissenschaftler gibt. BTW: hat jemand was von steigenden Inzidenzen wegen voller EM-Stadien gelesen? Und warum soll Fußball mehr dürfen als Freiluftkonzerte?

      Herrlich, den regierungstreuen Tagesspiegel zu lesen, der dieses unpassende GB-Ergebnis zu schmälern sucht:

      27.07.2021, 05:50 Uhr
      Warum sinken die Corona-Fallzahlen?
      Der überraschende Knick in der britischen Inzidenz-Kurve
      Die Sieben-Tage-Inzidenz in Großbritannien geht trotz weiterer Lockerungen am „Freedom Day“ zurück. Doch das könnte
      sich schon bald wieder umkehren.
      Thomas Sabin

      Da ist er, der lang ersehnte Knick in der Corona-Inzidenz-Kurve, auf den die Briten ungeduldig warten mussten. Nach einem rapiden Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz, der sich von Ende Mai bis fast Ende Juli erstreckte, sieht es seit nun schon fünf Tagen nach einer Entspannung der Lage aus. Doch der Schein könnte trügen.
      […]
      Die Frage, die aktuell viele Briten umtreibt, ist: Kommen zu diesen Toten bald viele neue hinzu?
      Mit Sicherheit zu beantworten, ist diese Frage aktuell nicht. Vor allem, weil die Inzidenzwerte wieder sinken. Lag die Inzidenz am 21. Juli noch bei 502, so war der Wert vier Tage später auf 403 gesunken. Das zeigen Tagesspiegel-Zahlen. Zwischen dem 20. und 26. Juli hatten insgesamt 252.875 Personen ein positives Testergebnis. Das ist ein Rückgang um 21,5 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. Das geht aus Daten der britischen Regierung hervor.
      Doch woher kommt der Rückgang bei den Inzidenzwerten? Und ist er von Dauer, oder klettern die Zahlen schon bald wieder nach oben?
      Die Antwort auf diese Fragen ist ebenfalls nicht ganz einfach. Mehrere Einflüsse könnten auf die Kurve einwirken. Und dass der Schein trügt, belegen bereits die vielen Ansteckungszahlen in Großbritannien.
      […]
      Gewiss ist: Nicht überall im Königreich fielen die Inzidenzen an jenem Tag, an dem die Inzidenzkurve für ganz Großbritannien wieder nach unten zeigte, sondern eine Zeit lang nur in Schottland, während sie in England, Wales und Nordirland weiter stiegen.

      Inzidenzen in England, Wales und Nordirland stiegen weiter

      In England beispielsweise begannen die Fallzahlen erst später zu fallen. Am Höhepunkt der dritten Welle, am 17. Juli, verzeichnete das Land rund 50.000 neue Fälle. Neun Tage später fiel die Zahl auf rund 25.000. In den meisten schottischen Kommunen verzeichnet man dagegen schon früher einen Rückgang der positiven Fälle. Bereits am 2. Juli fielen die Fallzahlen von rund 4000 auf etwa 1200 Fälle am 25. Juli.
      […]
      Ein Grund für die frühe, nach unten zeigende schottische Kurve könnte sein, dass die Schotten die Schulen früher geschlossen haben. Das vermutet Kit Yates, Autor und mathematischer Biologe an der Universität von Bath. Wenn die Schulen auch dort wieder geöffnet werden, könnte die Kurve wieder einen anderen Weg nehmen, mutmaßt er.

      Auch das Wetter könnte seiner Meinung nach eine Rolle spielen. In den vergangenen Tagen herrschten sommerliche Temperaturen in Großbritannien, die Sonne zeigte sich. Das könnte dazu geführt haben, dass mehr Menschen sich nach draußen begeben haben. Dort verfliegen die Aerosole deutlich besser, die Ansteckungsgefahr ist geringer. [Aber nur bei BLM- und Queer-Demos, und nicht bei Querdenker-Demos und Pop-Konzerten.]

      Angst wegen „Freedom Day“-Lockerungen

      Zudem gab es bei den Corona-Tests einen Rückgang. Am 25. Juli wurden insgesamt 791.044 Tests gemeldet, 10,1 Prozent weniger als in der Vorwoche. Und je weniger getestet wird, desto weniger positive Fälle können registriert werden.

      Auch die hohen Infektionszahlen, schreibt Yates weiter, die es trotz des Knicks in der Kurve immer noch überall gibt, oder die mit dem am vergangenen Wochenende gefeierten „Freedom Day“ zusammenhängenden Öffnungen könnten die Menschen dazu gebracht haben, vorsichtiger zu sein. [Häh? Die Menschen haben die Freiheiten natürlich exzessiv genutzt!]

      Eine weitere Möglichkeit: die Urlaubssaison. Viele Menschen befinden sich mitten in den Sommerferien und können sich deshalb nicht vor Ort testen lassen. Ein Anstieg der Kurve nach der Rückkehr der Urlauber:innen kann demnach nicht ausgeschlossen werden. (mit dpa)

      https://www.tagesspiegel.de/politik/warum-sinken-die-corona-fallzahlen-der-ueberraschende-knick-in-der-britischen-inzidenz-kurve/27451832.html

      Hat man je einen verquasteren Rechtfertigungsversuch (für das übliche GB-Bashing) als diesen gelesen?

      Wie üblich wissen die Kommentatoren mehr:

      Ihr Kommentar macht eines sehr deutlich, Sie leben nicht im UK und ansonsten auch wenig, bis gar keine Ahnung. In Deutschland wurden in der KW 28 laut RKI, 592221 Tests durchgeführt. Das ist absolut nichts! In UK in den letzten sieben Tagen, 6.205.944. Deshalb sollten Sie mal ganz schnell Ihr Weltbild ändern, wenn es um „korrekte Zahlen“ gehen. Das einzige indem ein Großteil der Deutschen absolute Spitze sind, ist mit dem erhobenen moralischen Zeigefinder auf alle anderen in der Welt zu zeigen und vor allem im Jammern.

      Tatsächlich wird in GB zehn Mal mehr getestet als bei uns, woraus sich schon naturgemäß die höheren „Inzidenzen“ – sprich falsch positiven Tests – ergeben.

      Ein weiterer Leserkommentar:

      Wie sich die Delta-Welle verhält, ist natürlich ein zunächst unbekanntes Phänomen. Aber man kann an Indien sehen, was dort passiert ist. Hier könnten ähnliche Dinge passieren.
      In Indien ist ohne wesentliche Impfung die Delta-Welle erst exponentiell gestiegen, dann exponentiell gefallen und verharrt jetz seit geraumer Zeit um die Inzidenz 20.

      Wenn man weiß, dass die Welle dadurch existiert, dass sich das Virus immer neue nicht immune Menschen suchen muss, um weiter existieren zu können, dann ist es nahe liegend, dass auf exponentielles Wachstum ein Sättigungseffekt folgt, ab dem die Welle nach gleichen mathematischen Regeln zusammenbricht.
      Ob Boris Johnson das geahnt oder gewußt hat, jedenfalls hat er mit seiner genialen Strategie die ganze übrige EU überflügelt, die EU, die ja nur Lockdown und Angst kennt.
      Man fragt sich, wann reagieren die anderen EU Länder und lernen dazu, wann lernt Angela Merkel dazu, schafft sie das überhaupt noch vor ihrem Abgang oder wird das erst Herr Laschet umsetzen.

      An diesem Scheidepunkt stehen wir gerade. Wieler goes Fauci (zur Freude von Merkel) – und das Gejammer über Bidens travel-Ban gegen Europa und GB, während die EU US-Touristen wieder willkommen heißt, ist heuchlerisch; denn Biden wurde gepriesen als jemand, der, anders als Trump, Covid-19 und Fauci endlich ernst nehme -: das haben wir nun davon:

      28.7.2021 11:49 Uhr
      „Die vierte Welle hat begonnen“
      RKI-Chef Wieler beharrt auf Inzidenz als Leitindikator
      Seit drei Wochen steigt die Sieben-Tage-Inzidenz. Doch die Aussagekraft des Werts ist umstritten – Berichten zufolge auch zwischen Wieler und der Politik.
      Sven Lemkemeyer

      Die Sieben-Tage-Inzidenz steigt auch in Deutschland weiter – am Mittwochmorgen meldete das Robert Koch-Institut (RKI) einen Wert von 15. Die Zahlen der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner galt in der Coronavirus-Pandemie lange als ausschlaggebender Grenzwert für Beschränkungen und Lockerungen des täglichen Lebens, etwa im Rahmen der Ende Juni ausgelaufenen „Bundesnotbremse“.

      Vor allem wegen der Impfkampagne fordern Politiker und Mediziner seit einigen Wochen, für die Entscheidungen zum Beispiel auch die Auslastung der Kliniken stärker zu berücksichtigen. RKI-Chef Wieler will aber an der Inzidenz als Leitindikator festhalten – und geht damit auf Konfrontationskurs auch zu Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU).

      Die Sieben-Tage-Inzidenz bleibe wichtig, um die Situation in Deutschland zu bewerten und frühzeitig Maßnahmen zur Kontrolle zu initiieren, heißt es demnach darin. „Inzidenz ist Leitindikator für Infektionsdynamik (hohe Inzidenzen haben zahlreiche Auswirkungen)“. Prävention habe „weiterhin die höchste Priorität (= niedrige Inzidenz)“.
      […]
      Hohe Impfquoten alleine seien nicht ausreichend, die vierte Welle flach zu halten. Zusätzliche „Basisschutz-Maßnahmen“ seien notwendig, um die vierte Welle so zu senken, dass die Patientenzahlen in Krankenhäusern nicht zu hoch würden. Als Maßnahmen nennt das Papier eine Reduzierung der Kontakte sowie eine Reduktion der Mobilität.

      Spahn hatte am 11. Juli auf Twitter geschrieben: „Die Inzidenz verliert zunehmend an Aussagekraft.“ Er ordnete deshalb jüngst an, dass die Krankenhäuser mehr und detaillierte Informationen über ihre Covid-19-Patienten liefern müssen.

      Auch Länderchefs wie die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) fordern ein neues Warnsystem für die Politik jenseits der reinen Inzidenzwerte als Hauptkriterium „Wir schauen natürlich auch mit Sorge auf die steigenden Infektionszahlen“, erklärte Dreyer am vergangenen Wochenende. Dennoch sage „die Inzidenz heute viel weniger über die Gefahr einer Erkrankung und die mögliche Belastung des Gesundheitssystems aus als noch vor einem halben Jahr, weil immer mehr Menschen geimpft werden“.
      […]
      Braun erklärte demnach die Frage, welche Bedeutung die Inzidenz künftig haben soll, zur Richtungsentscheidung. Bund und Länder sollten bis zur nächsten Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), die jetzt auf den 10. August vorgezogen wurde, entscheiden, ob sie ausschließlich dem Ziel folgen, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu verhindern – oder ob sie anstreben, die Nachverfolgung der Corona-Infektionen sicherzustellen und somit die Inzidenz niedrig zu halten.

      https://www.tagesspiegel.de/wissen/die-vierte-welle-hat-begonnen-rki-chef-wieler-beharrt-auf-inzidenz-als-leitindikator/27460110.html

      Der ÖRR beteiligt sich natürlich an der Panikmache, verheddert sich aber beim Gendern, das natürlich viel wichtiger ist:

      Und endlich keine fahlen alten Blondinen mehr beim ZDF: und gendern tut sie auch noch!

      In welchen Zeiten leben wir, daß man diesem vagen Artikel des Tagesspiegel BILD als aufklärerisch entgegenhalten muß?

      Panik-Papier des RKI sorgt für Unmut
      Lockerungen oder wieder Lockdown?
      veröffentlicht am 28.07.2021 – 14:11 Uhr

      Niedrige Infektionszahlen, niedriger R-Wert und mehr als die Hälfte der Deutschen ist vollständig geimpft. Ist Corona also bald endlich vorbei? Können die Einschränkungen weg?

      Danach sieht es noch nicht aus: Erst bei der nächsten Ministerpräsidentenrunde am 10. August kommt das Thema Lockerungen wieder richtig auf den Tisch von Kanzlerin und Länderchefs – und dann könnten die Maßnahmen sogar wieder verschärft werden!

      Problem: Viele Politiker und Corona-Verantwortliche scheinen sich nur schwer an die neue Realität anzupassen. „Wir sind in der Austrittsphase der Pandemie, aber der Politik fällt es schwer, das zu definieren“, analysierte Publizist Wolfram Weimer bei BILD Live.

      Corona-Panikmache Inzidenzwert ist nicht die „Mutter aller Zahlen“

      [Video]

      Fakt ist: Es gibt Bremser, die keine Lockerungen wollen. Lothar Wieler, Chef des Robert Koch-Instituts (RKI), sorgt mit einem geheimen Panik-Papier für Unmut unter den Länderchefs! Denn er will weiter auf den Inzidenzwert als „Leitindikator“ schauen und diesen so niedrig wie möglich halten – obwohl das nur mit harten Einschränkungen geht und obwohl eine Corona-Ansteckung längst keine große Gefahr für die meisten Menschen mehr darstellt.

      Virologe Klaus Stöhr bei BILD Live über das RKI-Papier: „Ich war schon erstaunt, dass man die Fälle so weit wie möglich reduzieren will. Wenn man das tatsächlich für die gesamte Population machen wollte, dann würde man ja eigentlich nie [in] die Normalität kommen.“
      Er warnt: „Jetzt noch mal im Winter zu sagen, wir wollen auf Teufel komm raus alle Fälle vermeiden, geht an der Realität vorbei.“
      [Video]
      […]

      https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/panik-papier-des-rki-sorgt-fuer-unmut-lockerungen-oder-wieder-lockdown-77215336.bild.html

      Zur Zeit übt man sich im Kontrollwahn, durch Grenzüberwachungen jegliche „Reiserückkehrer“ zwangsweise zu testen – die Rechtsgrundlage wird ggf. nachgeliefert. Daß die Grenzen nicht geschlossen werden können, galt wohl nur 2015. Was Wieler und Merkel vorschwebt, ist in Australien – einer abgeschotteten Insel, in die nicht einmal mehr Australier einreisen dürfen – längst gescheitert:

      Aber Medien scheitern regelmäßig am fehlenden Fachwissen. Als Juristin kann ich das für mediale Darstellungen juristischer Sachverhalte bestätigen. Jörg Kachelmann für meteorologische:

      Weshalb es auch nur selten Sachliches über den Klimawandel gibt. Aber das ist ein weites Feld.

      • Und so weht der Zeitgeist im freiheitsliebenden Wertewesten mit seinen Sprach-, Denk- und Handlungsverboten: autoritär.

        Die NZZ informiert heute:

        Ausbreitung der Delta-Variante: Washington denkt an Impfpflicht für Bundesangestellte

        Das ist passiert: Der amerikanische Präsident Joe Biden zieht ein Impfobligatorium für Bundesangestellte in Betracht. Danach müssten diejenigen ohne Covid-19-Impfung sich regelmässig testen lassen, eine Maske tragen, Abstandsregeln befolgen und wären Reisebeschränkungen unterworfen. Biden werde am heutigen Donnerstag in einer Rede weitere Schritte vorstellen, um mehr Amerikaner zu einer Impfung zu bewegen, erklärte das Weisse Haus. Zum Bericht

        Darum ist es wichtig: Das Obligatorium wäre eine Wende in der Impfpolitik, die bisher auf Freiwilligkeit setzte. Sie spiegelt die zunehmende Unruhe der Regierung angesichts der Verbreitung der hochansteckenden Delta-Variante. Auch ausserhalb von Washington ist es ein Thema. Bereits am Montag verkündete Bill de Blasio, der Bürgermeister von New York, dass die 300 000 städtischen Angestellten sich bis am 13. September impfen oder wöchentlich testen lassen müssen.

        So reagieren die Technologiekonzerne: Google und Facebook verlangen künftig von Mitarbeitern in den Vereinigten Staaten, die ins Büro zurückkehren wollen, einen Impfnachweis gegen das Coronavirus. An Plänen für andere Standorte weltweit werde gearbeitet. Es ist davon auszugehen, dass in den kommenden Wochen auch andere Technologie-Konzerne im Silicon Valley eine Impfpflicht einführen werden. Zum Bericht

        Und die ZEIT schiebt jetzt nicht mehr einen DDR-Impfarzt vor, sondern läßt einen Redakteur auf S.1 nach der Impfpflicht rufen:

        Corona-Impfpflicht
        Frei und immun
        Wer sich nicht impfen lässt, gefährdet andere. Das rechtfertigt staatliche Zwangsmaßnahmen.
        Ein Kommentar von Mark Schieritz
        28. Juli 2021, 16:51 Uhr Editiert am 29. Juli 2021, 9:23 Uhr DIE ZEIT Nr. 31/2021, 29. Juli 2021
        […]
        Wer sich ohne medizinische Gründe nicht impfen lässt, ist ein Großproduzent von externen Effekten. Die Impfung schützt bei bislang überschaubaren Risiken und Nebenwirkungen nicht nur die Geimpften vor schweren Krankheitsverläufen. Sie verringert auch die Gefahr einer ungebremsten Ausbreitung des Virus und damit auch möglicherweise impfstoffresistenter Mutationen. Auf ein solches Szenario müsste die Regierung wahrscheinlich mit erneuten Einschränkungen des öffentlichen Lebens reagieren, weil sich sonst die Intensivstationen wieder füllen oder die Schulen geschlossen werden müssten. Der ganze Mist ginge von vorn los.
        Die Verweigerung der Impfung [recte: „die wahrscheinliche, aber nicht erforderliche Reaktion der Politik] verursacht Kosten, die der Allgemeinheit aufgebürdet werden.
        […]
        Und wenn das alles nicht hilft: eine Impfpflicht, zumindest für bestimmte Berufe. Es ist daher nur konsequent, wenn Kanzleramtsminister Helge Braun nun den Geimpften mehr Freiheiten zurückgeben will als den Ungeimpften. Das liefe konzeptionell darauf hinaus, dass die Impfverweigerer die Kosten ihrer Entscheidung in der Form eines eingeschränkten Zugangs zum gesellschaftlichen Leben selbst tragen, statt sie bei anderen abzuladen. Umso bemerkenswerter ist es, dass ausgerechnet die FDP damit ein Problem hat, die, wenn es um den Sozialstaat geht, immer gern für Eigenverantwortung plädiert.

        So offenbart die Pandemie auch die Problematik eines Freiheitsbegriffs, der seine materiellen Voraussetzungen nicht mitdenkt. Am Beatmungsgerät kommt man mit dem Grundgesetz nicht weiter. Genau wie das Recht auf Eigentum nicht verhindert, dass einem die Flut das Haus wegspült. Deshalb kann in einer Notlage die (kurzfristige) Einschränkung der Freiheit dem (langfristigen) Erhalt der Freiheit dienen. Die Impfung ist ein Weg aus dieser Notlage. Genauer gesagt: eine Abkürzung, denn das Virus ist eben noch nicht besiegt. Man muss diese Abkürzung dann aber schon auch nehmen.
        […]
        Angesichts dieser Größenverhältnisse [80% der Bevölkerung befürworten Maßnahmen und Impfung] überzeugt die Warnung vor einer „Spaltung“ der Gesellschaft nur bedingt. Wenn damit gemeint sein sollte, dass es Gegner und Befürworter von Sonderrechten für Geimpfte gibt, dann trifft das auf so gut wie jede politische Maßnahme zu. Trotzdem muss entschieden werden. Deshalb gibt es in einer Demokratie das Mehrheitsprinzip. Wenn kleine, aber lautstarke Minderheiten die Agenda bestimmten, ginge bald überhaupt nichts mehr voran. Her mit dem Stoff!

        https://www.zeit.de/2021/31/corona-impfpflicht-ungeimpfte-impfverweigerer-freiheit-einschraenkungen

        Ein Kommentator:

        „Wieso untergräbt bitte eine Impfpflicht „den Glauben an unser Rechtssystem“?“
        Wenn erst über Monate/Jahre verkündet wird, es wird keine Impfpflicht geben,

        – gleichzeitig die Wissenschaft sagt, das Ziel sollte eine Impfquote von ca. 80% sein,
        – 80% der Bevölkerung gewillt sind sich impfen zu lassen,
        – auch mit einer wesentlich höheren Quote der Virus nicht ausgerottet wird,
        – weiten Teilen der Bevölkerung lange vermittelt wurde, dass für sie das Risiko gering wäre,

        dann sind solche Zwangsmaßnahmen unverhältnismäßig und somit mit unserem hoffentlich gemeinsamen Freiheitsbegriff nicht zu vereinbaren.

        Schon aus Rechtsgründen wird es keine Impfpflicht geben; über das Schicksal von Einschränkungen für Nichtgeimpfte werden die Gerichte entscheiden.

        • Weil die hochmoralische autoritär tickende Partei der Grünen natürlich durchgehend für Zwang plädiert, mache ich mal mit meinem letzten Kommentar zu den Grünen vom 26.7.2021 weiter, wo Baerbock das verbotene „N-Wort“ aussprach, wobei der Vorfall, über den sie sich künstlich empörte, vermutlich angelesen war und nicht aus eigenem Erleben stammte:

          „Gab es diesen eigentlich unglaublichen Vorfall überhaupt?

          Im Ernst: das war einer der grottenschlechtesten Artikel, den ich je gelesen habe.

          Und was sagt Boris Palmer dazu?

          Mir fällt dazu ein: wer anderen eine Grube gräbt…“
          https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-37/#comment-93577
          [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-37/#comment-93577

          Und das gab es auch noch: zweierlei Maß bei Demo-Erlaubnis und -Verboten: das Virus ist eben wählerisch bzw. ein willkommener Vorwand:

          Weil die Medien ja scharf auf Klimawandel-Politik sind, wird die Jagd auf Laschet wieder eröffnet; der Tagesspiegel feixt:

          27.7.2021 09:11 Uhr
          „Lasch-o-mat“
          Satire-Tool baut Laschet-Zitate um
          Im „Lasch-o-mat“ lassen sich Zitate von Armin Laschet um beliebige Wörter ergänzen. Wie kam es zu der Idee? Das sind die Antworten der Erfinder.
          Lea Schulze

          Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet wurde in der Vergangenheit immer wieder für seine vagen Aussagen kritisiert. Ihm wurde vorgeworfen, zu lavieren, vor allem in den zur Zeit drängenden Fragen rund um das Klima und die Corona-Krise.

          Nun trendet bei dem Nachrichtendienst „Twitter“ der „Lasch-o-mat“: Auf der Webseite können Userinnen ein Thema wie etwa „Klima“ eingeben. Bezug darauf nehmend generiert das satirische Tool dann drei potenzielle Aussagen, die dem CDU-Politiker zugeschrieben werden könnten. Zu „Klima“ also beispielsweis die Aussage „Aber ohne China, ohne Russland, ohne andere große Akteure geht es nicht.“

          [Betschka ist Tagesspiegel-Redakteur.]

          […]
          Der Generator speist sich aus zufälligen Zitatbausteinen, die Armin Laschet auf Twitter und anderen Medien veröffentlicht hat. Aus diesen Sätzen können Nutzerinnen und Nutzer dann eine Grafik erstellen, die neben dem verfälschten Zitat ein Foto von Laschet zeigt.
          […]
          Hinter der „Lasch-o-mat“-Aktion steckt das Unternehmen Visualtech GmbH aus Mainz, das sich auf digitales Marketing spezialisiert hat. „Wir sind ein bisschen überrannt worden von der Resonanz, wir hätten nicht gedacht, dass das so viral geht“, sagt Michael Ziegler von der Visualtech GmbH dem Tagesspiegel.
          […]
          Die Phrasen seien schnell gefunden gewesen. „Es war ein Gag, mit der Option vielleicht ein bisschen auf uns aufmerksam zu machen“, erzählt Ziegler.
          Die Firma entwickelt Social Media Generatoren, auf dieser Basis entstand der Laschet-Zufallsgenerator. „Wir haben das ein paar Bekannten geschickt und konnten dann quasi zusehen, wie das binnen Minuten durch die Decke ging und immer mehr Leute den Generator ausprobiert haben.“
          Ziegler ist FDP-Mitglied und im Vorstand der FDP Mainz, die Partei gehört außerdem zu den Kunden der Firma. Einen Zusammenhang zwischen der Aktion und seiner Parteimitgliedschaft sieht der Unternehmer jedoch nicht.
          […]
          Dass die Wahl willkürlich auf Laschet als Protagonisten fiel, erscheint zumindest zweifelhaft: Anders als noch am Dienstagmorgen ist die FDP auf der Seite der Visualtech GmbH nicht mehr als Kundin aufgeführt. Die Seite erfreut sich noch am Dienstagmittag so großer Beliebtheit, dass sie immer wieder abstürzt.

          https://www.tagesspiegel.de/politik/lasch-o-mat-satire-tool-baut-laschet-zitate-um/27456612.html

          Unfaßbar: die Leitmedien empören sich über Falschzitate von Baerbock im Netz, probieren aber Falschzitate von Laschet aus und finden nichts Anrüchiges dabei?

          Baerbocks Inkompetenz steht derweil außer Frage:

          Eigentlich war bzw. ist sie ja schon out: für die Einen, weil es ihr an Wokeness mangelt (was für die Meisten kein Thema ist):

          26.07.2021, 18:32 Uhr
          N-Wort lässt die Zweifel wachsen
          Baerbock patzt wieder mit schlafwandlerischer Sicherheit
          Endlich ging es um Inhalte im Wahlkampf. Doch durch den N-Wort-Fehler werden die Chancen von Grünen-Kanzlerkandidatin Baerbock immer geringer. Ein Kommentar.
          Felix Hackenbruch
          […]
          Nach verspätet gemeldeten Nebeneinkünften, dem unpräzisen Lebenslauf und abgeschriebenen Passagen in ihrem Buch steht Baerbock wieder selbst im Fokus.

          Zur Wahl stehen nicht nur unterschiedliche politische Konzepte, sondern auch Personen, die um Vertrauen werben. Mit ihrem erneuten selbstverschuldeten Fehler nährt sie Zweifel an ihrer Eignung. Wie soll eine Politikerin, die kaum eine Woche ohne Patzer auskommt, Deutschland in den kommenden Jahren durch Krisen führen? Ihre Chancen, die Wähler von sich zu überzeugen, werden immer geringer.

          https://www.tagesspiegel.de/politik/n-wort-laesst-die-zweifel-wachsen-baerbock-patzt-wieder-mit-schlafwandlerischer-sicherheit/27455504.html

          Für die Anderen, weil es die geheuchelte persönliche „Betroffenheit“ Baerbocks offenbar nicht gegeben hat, sondern weil sie von Ähnlichem irgendwo und irgendwann etwas gelesen hat:

          Logo wäre Habeck die bessere Wahl gewesen: aber er ist nun mal keine Frau:

          Analyse zum Sat.1-Sommerinterview
          In nur 15 Minuten macht Habeck deutlich, was den Grünen unter Baerbock so sehr fehlt
          • FOCUS-Online-Redakteur Benjamin Hirsch
          Donnerstag, 29.07.2021, 14:01
          […]
          Als es um Baerbocks Pannen-Serie geht, fällt Habeck aus der Rolle

          Aus der Rolle des ehrlich Entschlossenen fällt Habeck nur, als es um die Pannen-Serie der Parteichefin geht. Was tun gegen den Vertrauensverlust? Antwort Habeck: „Es liegt an uns und an den nächsten Ansprachen diese Monate wieder vergessen zu machen.“ Dass Annalena Baerbock sogar aus seinem Buch abgeschrieben hat? „Schon okay“. Und der N-Wort-Fauxpas? Ob sie aktuell überfordert ist, möchte Moderatorin Puls wissen. Habecks Stimme flattert zu diesem Zeitpunkt irgendwo zwischen weinerlich und genervt. Annalena Baerbock sei sehr robust, was Stresssituationen angehe, „da muss sich niemand Sorgen machen“, murmelt er. Wirklich daran zu glauben scheint er allerdings nicht. Ebenso wenig wie der Zuschauer.

          In den restlichen Minuten macht Habeck jedoch unmissverständlich deutlich, wie er sich den Wahlkampf seiner Partei in den kommenden Wochen bis zur Bundestagswahl vorstellt. Raus aus der Defensive, mehr Mut zur Konfrontation und den eigenen Stärken.
          Welches Gesicht dafür allerdings das geeignetere wäre, ist nach einer Viertelstunde auch klar.

          https://www.focus.de/politik/deutschland/bundestagswahl/analyse-zum-sat-1-sommerinterview-in-nur-15-minuten-macht-habeck-deutlich-was-den-gruenen-unter-baerbock-so-sehr-fehlt_id_13536789.html

          Und die Vorwürfe gegen die Kunstfigur Annalena Baerbock gehen weiter:

          Aktualisiert: 29.07.202114:46
          Vorwürfe reißen nicht ab
          Schrieb Baerbock schon früher ab? Mögliche Plagiate aus dem Jahr 2017 enthüllt
          Von Momir Takac
          […]
          Von den Vorwürfen gegen sie gebeutelt, sie habe zahlreiche Passagen in ihrem Buch abgeschrieben, wird sie jetzt erneut schwer belastet. Der Plagiatsforscher Stefan Huber will in einem 2017 von Baerbock veröffentlichten Papier Kopien entdeckt haben. Erst vor Kurzem waren in Baerbocks Buch weitere verdächtige Stellen gefunden worden.

          In seinem Blog für wissenschaftliche Redlichkeit präsentierte Huber zwei Absätze, die sowohl in dem siebenseitigen Papier [von Baerbock] mit dem Titel „Die Lehren aus dem Brexit-Referendum für die Europapolitik – Impulse für die Abschlussdiskussion“ – erschienen im Sammelband „Das Brexit-Referendum: Lehren für die Europa-Politik“ – vorkommen, als auch wenige Monate zuvor im April 2017 beim europapolitischen Sprecher der Grünen* im Bundestag, Manuel Sarrazin.

          Noch mehr Plagiate? Baerbock schreibt in Beitrag gleiche Worte, die ein Parteikollege wählte

          Bei Sarrazin heißt es: „Die EU ist das Wertvollste, was unser Kontinent je geschaffen hat. Sie ist seit ihrer Geburtsstunde ein Garant für Frieden und Aussöhnung. Wir haben trennende Grenzen überwunden und sind so eng wie niemals zuvor zusammengewachsen. Und Zypern hat jetzt die Chance, diesen europäischen Geist des Friedens und der Aussöhnung wieder konkret mit Leben zu füllen.“

          In Baerbocks Paper steht: „Die EU ist das Wertvollste, was unser Kontinent je geschaffen hat. Wir haben trennende Grenzen überwunden und sind so eng wie niemals zuvor zusammengewachsen. Und Zypern hat jetzt die Chance, diesen europäischen Geist des Friedens und der Aussöhnung wieder konkret mit Leben zu füllen.“

          Ähnlich, wenn nicht ganz so deutlich, sieht es bei einer weiteren Passage aus. Sarrazin sagte weiter: „Wir wissen aus eigener Erfahrung nur zu gut, wie herausfordernd die Vereinigung zweier Systeme, das Zusammenwachsen von Menschen unterschiedlicher Prägung ist.“

          Im Text von Baerbock steht: „Eine Vereinigung zweier Systeme, ein Zusammenwachsen von Menschen unterschiedlichster Prägung ist nie einfach und immer wieder auch von Rückschlägen geprägt. Aus eigener Erfahrung wissen wir das in Deutschland nur zu gut. Aber am Ende ist es jede Mühe wert. Nicht nur für das unbezahlbar. [?]“
          […]

          https://www.merkur.de/politik/annalena-baerbock-plagiat-neu-vorwuerfe-abschreiben-kopie-gruene-kanzlerkandidatin-bundestagswahl-zr-90889797.html

          Was Zypern angeht lagen beide falsch… Erdogan krallt sich den Norden; selbst UN-Sicherheitsrats-Resolutionen bekümmern ihn nicht.

          Aber da gibt es ja noch die Demoskopie! Am 24.7.2021 triumphierte Bütikofer:

          Stimmen die Grünen wirklich diesem Dogmatismus zu?

          Immerhin: die Tagesschau vom 29.7.2021 um 20 Uhr zitierte dieses Aktivisten-Mantra ebenfalls: es ist schon erschreckend, was heutzutage zur „Nachricht“ geadelt wird.

          https://www.ardmediathek.de/video/tagesschau-20-00-uhr/das-erste/

          ab Minute 8:20

          Und dann gibt es die Demoskopie mit irrelevanten Fragestellungen und subjektiven Fehldeutungen: die NZZ in ihrem Newsletter von heute:

          Armin Laschet ist laut Umfrage unbeliebt, Olaf Scholz befindet sich im Aufwind

          Das ist passiert: Der Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet schneidet bei den Beliebtheitswerten deutlicher schlechter ab als die Kandidaten von SPD und Grünen. Laut einer Forsa-Umfrage im Auftrag von RTL und ntv beurteilt fast die Hälfte der Befragten das Auftreten und die Arbeit von Laschet als negativ. Nur 15 Prozent haben einen guten Eindruck von ihm. Zuletzt hatte Laschet im Hintergrund gefeixt, als Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ein Statement zur Flutkatastrophe gab. Zu den neusten Entwicklungen

          Darum ist es wichtig: Bei der Frage nach der – fiktiven – Direktwahl des Kanzlers sprachen sich nur 17 Prozent für Laschet aus. Für die Grüne Annalena Baerbock würden 19 und für SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz 18 Prozent stimmen. Laut dem Meinungsforschungsinstitut Insa wird das Auftreten von Scholz nach der Flutkatastrophe deutlich positiver bewertet als die Auftritte von Laschet und Baerbock. Scholz ist zuversichtlich: «Im Moment bewegt sich die politische Stimmungslage langsam in unsere Richtung, darauf setze ich.»

          Steinmeier hat auch gefeixt, als Laschet sprach. Und sollte es nicht beeindrucken, wie wenige Prozentpunkte alle Kandidaten erhielten? Tatsächlich vergraulen alle Parteien ihre Stammwähler, die nicht mehr wissen, wen sie überhaupt noch wählen sollen. Was die CSU und Söder angeht, der taktisch einen früheren Kohleausstieg fordert, weil es in Bayern keinen Bergbau gibt -: geschenkt. Aber was sollen die CSU-Urgesteine mit diesem Wendehals anfangen? Hier ein Beispiel:

          Das nächste „Urgestein“ verlässt die CSU im Zorn
          Juli 24, 2021
          Von Peter Haisenko

          Die Abo-Zahlen der etablierten Printmedien brechen seit langer Zeit ein. Bei den Parteien sieht es ähnlich aus. Dass nicht nur „Querdenker“ Kritik am Regierungshandeln üben, zeigt jetzt der Parteiaustritt eines „Urgesteins“ der CSU und er begründet das mit einer langen Liste des Versagens.
          Florian Stumfall war nicht irgendjemand in der CSU. Immerhin war er seit 52 Jahren Mitglied und darf getrost als „Urgestein“ dieser ehemaligen Volkspartei bezeichnet werden.

          Sein Werdegang ist „klassisch konservativ“: Humanistisches Gymnasium bei den Jesuiten, Studium Politik, Philosophie, Volkswirtschaft, Promotion. Er ist Autor mehrerer Werke und sowohl seine philosophischen Ausführungen als auch seine politischen Analysen zeugen von seinem wachen Verstand und der Fähigkeit, Dinge richtig einzuordnen. So war er als CSU-Mitglied 25 Jahre politischer Redakteur beim Bayernkurier, fünf Jahre außenpolitischer Referent in der CSU-Landesleitung – daneben teilweise Referent von Alfons Goppel im europäischen Parlament und zuvor Referent der Hanns-Seidel-Stiftung. Das alles in der Ägide Strauß. Nebenbei ist er ein profunder Kenner der Zustände in Afrika. Dazu am Ende mehr.

          Was also kann einen Mann mit dieser Lebensleistung veranlassen, „seiner“ Partei, seiner politischen Heimat nach 52 Jahren den Rücken zu kehren? Und das im Zorn, wie sein Austrittsschreiben an den Ministerpräsident und Parteivorsitzenden Söder erkennen lässt. Mit diesem Schreiben, das man eher als Brandbrief bezeichnen sollte, geht Stumfall hart ins Gericht mit den „Leistungen“ für Deutschland und seine geliebte Heimat Bayern, an denen auch die CSU maßgeblich beteiligt ist. Wir wollen Ihnen diese Analyse nicht vorenthalten und stellen sie hier als „offenen Brief“ vor. Geradezu tragisch erachte ich die Überlegung, wem Florian Stumfall bei der kommenden Wahl seine Stimme noch geben kann und wird.

          Brief des ehemaligen CSU-Mitglieds Florian Stumfall vom 12. 7. 2021:
          […]
          Die Regierung bricht Gesetze und Verträge, so wie beim diktierten Ausstieg aus der Kernenergie. CDU und CSU springen über jedes Steckerl, das die Grünen ihnen hinhalten. So kann ich mir nicht vorstellen, daß Ihnen, Herr Vorsitzender, unbekannt geblieben wäre, daß es sich bei CO2 nicht um ein Schadgas, sondern um die Lebensgrundlage alles aeroben Lebens auf dem Planeten handelt. Es werden rückwirkende Gesetze erlassen. Verfassungsrechtlich garantierte Freiheiten werden per Rechtsverordnung außer Kraft gesetzt, wobei ein Virus den willkommenen Vorwand liefert.

          Die Grenzöffnung, die Energiewende, die Unterdrückung der Meinungsfreiheit, die verschiedenen Euro-Rettungen, vor allem die EU-Politik der Auflösung nationaler Souveränität, welche den mit einem Widerstandsrecht bewehrten Artikel 20 GG verletzt – alles geschieht gegen Recht und Gesetz. Unter Merkel und mit der Unterstützung durch CDU und CSU hat Deutschland aufgehört, ein Rechtsstaat zu sein.

          Das alles nach 16 Jahren Merkel und dies bei trotz des Niedergangs vorläufig immer noch prosperierender Wirtschaft und hohen Steuereinnahmen! Im günstigen Fall handelt es sich dabei um Versagen, im schlechteren um Destruktion.

          Die CSU hat jede Entscheidung, die zu dieser verheerenden Bilanz geführt hat, kritiklos mitgetragen. Und es hat in 16 Jahren nie ein einziger Abgeordneter den Mut gefunden, im Bundestag aufzustehen und zu sagen: Frau Bundeskanzlerin, halten Sie ihren Amtseid und achten Sie das Recht!

          Wer aber meint, damit sei es genug der Schrecken, der irrt. Das CSU-geführte Bundesinnenministerium hat den Entwurf zum Geschlechtseintragungs-Änderungsgesetz mit erarbeitet, der Kindern ab 14 Jahren die Entscheidung darüber gibt, welches Geschlecht sie haben wollen, unabhängig von einem Arzt und auch gegen den Willen der Eltern. Immerhin fürchtet man den Wähler und hält den Entwurf bis zum Wahltag weitgehend unter Verschluß. Hier wird der Schritt von einer katastrophalen Politik hin zum Verbrechen getan. Ungeachtet ihrer christlichen Referenz beteiligt sich die CSU an einer Sünde gegen die eigene Jugend, die in ihrer Verworfenheit an die Versuche von KZ-Ärzten erinnert.

          Das ist nicht mehr die Partei, der ich vor 52 Jahren beigetreten bin, und für die ich ein Leben lang gearbeitet habe. Deshalb trete ich mit sofortiger Wirkung aus. Und die CSU täte einen Schritt der Ehrlichkeit, wenn sie das Franz-Josef-Strauß-Haus schnellstens umbenennen würde.
          […]

          https://www.anderweltonline.com/klartext/klartext-20212/das-naechste-urgestein-verlaesst-die-csu-im-zorn/

          Man muß nicht jedem seiner Kritikpunkte zustimmen, um zu erkennen: dieser Mann hat seine politische Heimat verloren. Und das gilt auch für viele Mitglieder/Wähler der SPD und der Linken: man lese nur den Sahra Wagenknecht-Bestseller „Die Selbstgerechten“, der sich beharrlich auf Top 1-3 der Bestselleristen hält. Klar, wenn Hape Kerkeling ein Katzenbuch schreibt, ist es natürlich aus dem Stand heraus der Nr.1-Bestseller! 😉

          Sarrazin hat nun von einer gerichtlichen Anfechtung seines SPD-Partei-Ausschlusses abgesehen; sein Argument: wäre er heute 28 Jahre alt, würde er in diese SPD nicht eintreten. Auch wenn man Sarrazins Positionen nicht teilt: verständlich ist seine Distanzierung von der SPD durchaus.

          Eine weitere Anekdote um den Führer der westlichen Welt:

          Ja, sie ist krank!

          Auch der Kulturbereich kränkelt: Iris Radisch von der ZEIT ist zwar woke genug, um den Autor Matthias Politycki zu geißeln, geißelt aber dann selber, aus denselben Gründen, den Literaturbetrieb:

          Literaturdebatten
          Letzter Ausweg Österreich
          Die literarischen Debatten des Sommers 2021
          Von Iris Radisch
          21. Juli 2021, 16:45 Uhr Editiert am 22. Juli 2021, 18:31 Uhr DIE ZEIT Nr. 30/2021, 22. Juli 2021

          Nun gibt es erste Meldungen einer beginnenden Fluchtbewegung aus Deutschland. Nicht aus materieller und auch nicht aus wetterbedingter, sondern aus kultureller, um nicht zu sagen: literarischer Not. Der Hamburger Autor Matthias Politycki hat vor ein paar Tagen in der FAZ seinen Umzug nach Wien, nein, jetzt nicht als „wirkliche“ Flucht, aber als eine Art Ausweichen vor der „Selbstzerstörung unserer intellektuellen Republik“ annonciert. Der Autor flieht nach eigenen Angaben ins deutschsprachige Ausland, um dem „sprachreinigenden Furor des protestantischen Nordens“, der „Intoleranz“ und der „Pervertierung linken Denkens“ in Gestalt der „Wokeness“ zu entkommen. Im Land von Ibiza-Gate erhofft der frischgebackene Exilautor seine Muttersprache in „unversehrterer Form“ und sogar den „gesunden Menschenverstand“ wiederzufinden, der ihm in Deutschland abhandengekommen sei. Das gönnt man Politicky von Herzen. Auch wenn seine Fluchtmotive – offenbar befeuert durch die Lektüre eines Newsletters, der die Rückkehr der „Störchinnen und Störche“ vermeldete – bedauerlicherweise vage bleiben.

          Man wüsste ja schon gerne genauer: Woran genau leiden Deutschlands Dichter und Denkerinnen so sehr, dass sie das Land fluchtähnlich verlassen müssen? Am deutschen Literaturbetrieb? An der Mainstreamisierung der Jurys und Literaturfestivals, wie etwa des Internationalen Literaturfestivals in Berlin, das im September Leïla Slimani, eine Autorin des gehobenen Trivialromans, eröffnen wird? Am Kritiker Denis Scheck, der, nachdem er im Fernsehen das Genre des Literaturgesprächs zu Pferde ausgereizt hat, nun dazu übergeht, Bücher, die ihm nicht gefallen (wie Christa Wolfs Kassandra oder Hitlers Mein Kampf), in Studio-Rauch aufgehen zu lassen? Oder am Literarischen Quartett, in dem kein Literaturkritiker, keine Kritikerin mehr auftaucht? Von solch großen oder kleinen Ärgernissen des Literaturbetriebs ist im Abschiedsbrief des Emigranten nicht die Rede.
          […]

          https://www.zeit.de/2021/30/literaturbetrieb-oesterreich-matthias-politycki-moritz-bassler

          Slimani ist natürlich der woke heiße Scheiß! – Bitte selber googeln.

          Auch die FAZ übt noch Kulturkritik:

          Sprache und Ideologie
          Links ist man höflich, rechts wird gekämpft
          • Von Wolfgang Krischke
          • -Aktualisiert am 23.07.2021-15:22

          Wenn Genderkritik unter Generalverdacht und ideologische Quarantäne gestellt wird: Henning Lobin, der Direktor des Instituts für Deutsche Sprache, leistet sich eine überaus fragwürdige Streitschrift.

          Die deutsche Sprache wird politisch instrumentalisiert. Und zwar von der Neuen Rechten. Das ist die zentrale These in Henning Lobins „Sprachkampf“. Wer angesichts von Gendersternen, umbenannten Mohrenstraßen, sprachlich „gesäuberten“ Donald-Duck-Heften und der Anschwärzung des „Schwarzfahrens“ den Eindruck hat, es sei doch eher das linke Spektrum, das der Sprache seinen politischen Stempel aufdrückt, den will der Direktor des Instituts für Deutsche Sprache eines Besseren belehren. Die titelgebende Metapher durchzieht die gesamte Darstellung und gibt ihr eine dramatische Note: Bei Lobin finden „Schlachten“ statt, in denen „Truppen“ aufeinandertreffen, er lädt zu „Frontbesichtigungen“ ein und präsentiert „Aufmarschgebiete“.

          Die Neue Rechte – ein unklar definiertes Spektrum, das bei Lobin von konservativ-demokratischen bis zu rechtsextremistischen Positionen reicht – kämpft in diesem Szenario mehrere sprachpolitische „Schlachten“. Zu ihnen zählt der Autor die Forderung, Deutsch ins Grundgesetz aufzunehmen, die Ablehnung des Genderns, die Kritik an der politischen Korrektheit, den Widerstand gegen die Anglisierung des Deutschen sowie den – inzwischen weitgehend erlahmten – Kampf gegen die Rechtschreibreform. Nun kann man über den Sinn oder Unsinn all dieser sprachpolitischen Standpunkte streiten, aber keiner ist für sich genommen „rechts“.
          […]

          https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/rezensionen/sachbuch/sprache-und-ideologie-henning-lobins-streitschrift-sprachkampf-17449395.html

          Die typische Täter-Opfer-Umkehr: die Linke greift an, die Konservativen schlagen zurück – und werden als angreifende „Rechte“ diffamiert. Das ist leider nicht nur Konsens im Feuilleton.

  7. Machen wir weiter mit unserer manipulativen Leitmedien-Presse:

    Warum die Presse versagt


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-36/#comment-93550

    Uniosono wird das Lied Hochwasserkatastrophe=Klimawandelfolge angestimmt; und unisono geht es gegen Laschet (wie schon seit Beginn des Jahres, damals wegen Corona):

    Der SPIEGEL hat heute die entsprechende Titelstory: erst menschelt es, dann wird es politisch:

    Der STERN hatte extrem kontraproduktiv vorgemacht, wie man es nicht machen sollte – man fühlte sich indoktriniert wie „im Tal der Ahnungslosen“:

    Das Feigenblatt der Kolumne von von Buttlar brachte da nicht viel: man möge nicht schon wieder so irrational reagieren wie nach Fukushima, als ob es bei uns Tsunamis geben würde; denn jeder halbwegs Rationale weiß, daß es Energiesicherheit in Deutschland allein mit Erneuerbaren, auch angesichts des gesteigerten Strombedarfs durch Digitalisierung und E-Mobilität, nicht geben kann. Der Bundesrechnungshof hatte es klargemacht – und das war noch, bevor die Strombedarfsberechnungen des Wirtschaftsministeriums nach oben korrigiert und die Klimaziele der Regierung hektisch heraufgesetzt wurden:

    Die Süddeutsche ist selber Klima-Aktivistin:

    Witzig: selbst der STERN hat sich von der obskuren Aktivisten-Organisation „Plant for the Planet“ distanziert; der naive Jaenicke macht noch im aktuellen STERN Reklame für sie – wobei man sich fragt, warum der STERN so inkonsequent ist, diese Werbeanzeige überhaupt noch zu veröffentlichen?

    Merkwürdigerweise ist aber gerade die SZ sehr skeptisch, ob ihr Aktvismus verfängt:

    Die FAZ besticht durch Sachlichkeit:

    Was nicht ausschließt, daß auch sie Baerbock interviewt (mein Tip dazu: je öfter, desto besser!):

    Ansonsten beschränkt sie sich aufs Berichten:

    Einzig die WELT macht nicht mit. Und natürlich Einzelkämpfer, die vergebens gegen die Zuordnungs-Astrologen der „Klimawissenschaft“ wie Friederike Otto ankämpfen, die natürlich im STERN ein geneigtes Medium fand:

    Es geht nicht nur mit vereinten Kräften gegen Laschet, sondern natürlich auch gegen die FDP, die sich hoher Zustimmungswerte erfreut:

    Trittins Wahlkampf-Entgleisung gegen die FDP
    „Fick. Den. Planeten.“
    FDP-Politikerin hält ihn für betrunken
    Artikel von: Burkhard Uhlenbroich veröffentlicht am 24.07.2021 – 13:48 Uhr

    Ist das der faire Wahlkampf, von dem die Grünen immer sprechen?
    Am Freitagabend twitterte Jürgen Trittin (66, Die Grünen): „F.D.P.: Fick den Planeten – #Klimaschutz in der #Anstalt @clausvonwagner“

    Damit zitierte Trittin die ZDF-Kabarettsendung „Die Anstalt“ vom Freitagabend.
    Das „Anstalt“-Team rund um Max Uthoff und Claus von Wagner hatte in der Sendung ein Quiz zu den jeweiligen Wahlprogrammen der Parteien hinsichtlich des Klimaschutzes inszeniert. Dabei fragte „Anstalt“-Autor Till Reiners (36) in der Rolle der „Wirklichkeit“: „Wofür steht denn FDP – ,Fick den Planeten‘ oder was?“

    ▶︎ Vorausgegangen war dem „Fick den Planeten“-Satz ein Zitat aus dem FDP-Wahlprogramm: „Hier steht“, liest ein „Anstalt“-Comedian vor: „Die FDP will ‚Sprunginnovationen wie das autonome Fahren, das Hochgeschwindigkeitssystem Hyperloop, Drohnen oder Flugtaxis‘.“ „Ah, ja“, antwortet Reiners, „also Klimaschutz durch völlig sinnlose Energieverschwendung. Ja, das macht Sinn.“
    In ihrem Wahlprogramm fordert die FDP Innovationen wie das autonome Fahren, Hyperloops und Drohnen zu fördern und dafür den rechtlichen Rahmen zu schaffen. Das steht aber nicht unter dem Kapitel zu Klima- und Umweltschutz, sondern im Kapitel „Mobilität“.

    ▶︎ Zum Klima- und Umweltschutz setzt die FDP in ihrem Wahlprogramm auf „auf Innovation statt auf Verbote, auf Technologie statt auf Ideologie, auf Erfindergeist statt auf Bürokratie“. Sie wolle auch bei der Lösung für komplexe Umweltprobleme „auf die Kreativität der vielen und den Wettbewerb der besten Ideen“ setzen.
    […]

    https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/trittins-wahlkampf-entgleisung-gegen-die-fdp-fick-den-planeten-77177500.bild.html

    Achja, der Niedergang der links-kritischen Comedy: exakt wie in den USA.

    Auch Wissenschaftler sind heutzutage Aktivisten:

    Aber Desinformation und „Hetze“ verbreiten natürlich nur die social media:

    Im Tagesspiegel Print gab es heute einen Artikel, der online nicht veröffentlicht wurde: mit der bitterlichen Klage, daß Twitter, Facebook & Co. nicht genug gegen Desinformation und Manipulation im Netz unternehme. Wobei der Artikel belegte, daß die wichtigeren Desinformationen und Manipulationen von der altmodischen Mainstreampresse kommen: denn in dem Artikel wurde – ohne Beleg – behauptet, Trump sei von Twitter gesperrt worden, weil er am 6.1.2021 „zu Gewalt“ aufgerufen habe… Was für eine Lüge!

    Zu der politischen Farce rund um den 6.1.2021 hatte ich zuletzt geschrieben:

    „In den USA versuchen Biden, sein politisiertes DoJ und das FBI weiterhin, Trump-Anhänger als Nazis und „domestic terrorists“ zu profilieren, wozu jedes Mittel recht ist:

    Das erinnert stark an scheiternde NPD-Verbotsverfahren vor dem Bundesverfassungsgericht, nachdem die NPD von Verfassungsschutz-Informanten unterwandert worden war. Und in Michigan fand offensichtlich ein Probelauf zum „Sturm auf das Kapitol“ vom 6.1.2021 statt.

    Nachdem Nancy Pelosi die Rechte der Republikaner an der angeblich parteiübergreifenden Kommission zur Untersuchung der Ereignisse vom 6.1.2021 beschnitten und die von McCarthy entsandten Republikaner Baker und Jordan als Mitglieder der Kommisson zurückgewiesen hatte, haben die Republikaner ihre Teilnahme an dieser Farce abgesagt:

    Democrats fürchten diesen scharfzüngigen Jordan, der die Probleme der Dems auf den Punkt bringt:

    Die WaPo vom 22.7. bietet ein paar Einsichten:

    Trump says he spoke to a ‘loving crowd’ at Jan. 6 rally

    In an exclusive interview for the new book “I Alone Can Fix It,” the former president described the atmosphere on Jan. 6 before the storming of the Capitol as largely friendly and peaceful. Listen to the audio here.
    By Carol D. Leonnig and Philip Rucker ● Read more »

    [So war es auch. Und Trump rief nicht zum „Sturm aufs Kapitol“ auf, und niemand seiner Zuhörer nahm an diesem abgeblichen Event teil.]
    Stop insulting Trump voters and their concerns. Talk to them.
    Opinion ● By Gary Abernathy ● Read more »

    Am 24.7.2021 buk das Dems-Propaganda-Organ WaPo dank des juristischen und politischen Zerbröselns des Narrativs: Trump und seine Anhänger sind Terroristen ganz kleine Brötchen: nämlich mit der typischen Täter-Opfer-Umkehr:

    ‘Some are still suffering’: Months after Capitol riot, police who fought the mob contend with physical, psychological pain
    Officers who plan to testify before Congress say recognition of the insurrection is crucial to their recovery.
    By Peter Hermann ● Read more »

    Der unbekannte Capitol Police Officer, der die unbewaffnete Ashli Babbit erschoß, die für niemanden eine Gefahr darstelte – ihr wurde unter Aufsicht vom Secret Service, von verdeckten Antifa-Agenten, mit Sturmgewehren bewaffneten Kongreß-Polizisten, gefilmt von einem BLM-Agitatoren, „erlaubt“, durch ein von anderen zerschlagenes Glasfenster eines Türflügels zu klettern – wird aus geheimgehaltenen Gründen nicht verfolgt. Die Trump-Anhägerin Ashli Babbit war das einzige tödliche Gewaltopfer des „Aufstands“. Zuvor hatte die Presse nach Leaks aus den Geheimdiensten wochenlang von Todesfällen bei der Capitol Police wegen der aggressiven „Aufständischen“ berichtet. Über den Tod des Capitol Police Officers Brian Sicknick, der einen Tag nach dem 6.1.2021 an einem Schlaganfall verstarb, wurden wochenl ang fake news verbreitet – sogar gegenüber dessen Familie.

    Wer die fake news der Leitmedien nicht bemerkt, sollte auf der Hut sein – und diese sollten erst berichten, wenn eine polizeiliche Bestätigung vorliegt – egal, wie gut die Nachricht in die eigene Agenda paßt:

    Die Agenda sieht so aus:

    Da kann man sich angesichts der Realität nur verheddern:

    Disclaimer: die Grünen hatten sich enthalten und die demokratisch gebotene Promotion des AfD-Kandidaten damit ermöglicht.

    Die FOCUS-Kolumne von Jan Fleischhauer

    Die Wissenschaft hat festgestellt, dass Öko auch viel Bäh enthält
    • FOCUS-Kolumnist Jan Fleischhauer
    Samstag, 24.07.2021, 13:26

    Ist der ökologisch bewusst lebende Mensch ein besserer Mensch? Wenn man der Forschung glauben darf, trifft eher das Gegenteil zu. Wer sich für besonders vorbildlich hält, überzieht gerne das Moralkonto.
    […]
    Es ist nicht immer ganz leicht, politisches Programm mit persönlichem Verhalten in Einklang zu bringen, wie der Fall aus Potsdam zeigt. Bevor sie bei Fridays for Future dazu übergingen, ihre Social-Media-Accounts zu säubern, präsentierte man sich noch stolz als weit gereister Weltbürger.

    Bei Luisa Neubauer verzeichnete der Instagram-Account eine Reisetätigkeit, die jeden Reisebüroagenten stolz gemacht hätte. Auch Katharina Schulze, die sympathische Grünen-Fraktionsvorsitzende aus Bayern, hat über die Jahre so viele Flugmeilen angesammelt, dass man mit einem rechtzeitigen Flugstopp eine ganze Startbahn hätte überflüssig machen können. Als der Bundestag 2019 eine Auswertung der Flugreisen seiner Abgeordneten vorlegte, lagen die Grünen deutlich vorne.

    Darf man als grüner Politiker fliegen? Selbstverständlich. Aus der Tatsache, dass jemand den Klimawandel für ein drängendes Thema hält, folgt noch nicht notwendigerweise, dass er seinen politischen Überzeugungen alles unterordnen muss. Das ist wie bei der AfD. So nett ein AfD-Anhänger im Einzelnen zu Flüchtlingen sein mag, so knallhart kann er dennoch für das Ziel streiten, möglichst viele Fremde außer Landes zu schaffen.

    Schwierig wird es immer dann, wenn man versucht, aus seiner politischen Haltung moralischen Mehrwert zu schlagen. Vom Übermenschen erwartet man auch übermenschliche Disziplin.

    Deutschland, Deutschland über alles, dieses Mal dem Klima zuliebe

    Der Sünder ist mir allemal lieber als der Tugendbold. Manchen mag es erstrebenswert erscheinen, nur von Menschen umgeben zu sein, die keinen bösen Gedanken mehr hegen. Schreiben Sie es meinem Charakter zu, aber ich stelle es mir grauenhaft langweilig vor. Worüber soll man noch reden, wenn sich alle ständig am Riemen reißen? Auch für Spott oder üble Nachrede wäre dann kein Platz mehr. Als Kolumnist könnte ich einpacken.

    Mir ist auch diese merkwürdige Wendung ins Provinzielle suspekt. War man nicht gerade bei den Linken immer stolz darauf, wie weltgewandt und kosmopolitisch man ist? Und nun soll es über die heimische Scholle nicht mehr hinausgehen. Im Frühjahr auf den Brocken, im Sommer ins Watt und im Herbst dann Elbsandsteingebirge: Verglichen mit den Aposteln der CO2-Vermeidung sind selbst die Heimatfreunde am rechten Rand Waisenknaben. Das ist die touristische Variante der Hufeisentheorie: Deutschland, Deutschland über alles, dieses Mal dem Klima zuliebe.
    […]
    Die Frage ist ohnehin, ob der grün lebende Mensch der bessere Mensch ist. Wenn man der Forschung glauben darf, trifft eher das Gegenteil zu. Die Psychologie spricht von „Moral Licensing“: Wer sich moralisch in die Brust wirft, weil er sich besonders vorbildlich verhält, wie er meint, leitet daraus das Recht ab, es an anderer Stelle nicht so genau zu nehmen.
    Die Forscher vergleichen das mit einem Konto, auf dem man sich jede gute Tat gutschreibt. Dummerweise überschätzen viele Menschen auch auf dem Moralkonto ihre Solvenz, sodass sie regelmäßig ihren Dispo überziehen.

    60 Kilometer Leerfahrt wegen einer Jacke – mit Super im Tank

    Chinesische Wissenschaftler konnten nachweisen, dass Menschen, die Nahrungsergänzungsmittel zu sich nehmen, weil sie glauben, damit ihre Gesundheit zu fördern, ansonsten weniger auf ihre Ernährung achten. Im „Journal of Behavioral Decision Making“ wurde von einem Experiment berichtet, wonach Geschenke dazu führen, dass sich der Schenkende nach Übergabe etwas weniger höflich, etwas weniger treu und etwas weniger altruistisch benimmt als vorher.

    Auch in den sozialen Medien lässt sich der Effekt beobachten, wie ich einem Artikel im Wissenschaftsteil der „Süddeutschen“ entnommen habe. Wer öffentlich gegen Rassismus oder Sexismus streite, trete anderen gegenüber selbst oft ziemlich garstig auf: „Man kämpft ja schon für die gute Sache, da gibt es eben auch Verluste und Opfer, scheint die Devise zu sein.“
    Vorletzte Woche wurde Frau Nonnemacher bei einer neuen Missetat erwischt. Wie sich herausstellte, hatte sie dieses Mal den Dienstwagen ihrer Staatssekretärin zweckentfremdet. Weil sie ihre Jacke im Bundesrat hatte liegen lassen, wurde der Wagen in die Stadt zurückbeordert, um die liegen gebliebene Jacke holen zu lassen.

    60 Kilometer Leerfahrt wegen eines Kleidungsstücks, und das wieder nicht elektrisch, sondern mit Super im Tank? Die Fraktionen von Linken und Freien Wählern forderten eine Sondersitzung des Gesundheitsausschusses. „Es stehen schwere politische Vorwürfe im Raum“, erklärte Sebastian Walter, Fraktionsvorsitzender der Linkspartei.
    Gut, dass ich nicht links wähle. Ich könnte sogar meinen Kanarienvogel spazieren fahren lassen, ohne dass ich mich vor einem Untersuchungsausschuss verantworten müsste.
    […]

    https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-im-minus_id_13525344.html

    Gut, daß es auch noch diese Stimmen gibt.

    • Und diese:

      Aber unisono werden in allen Leitmedien Ungarn und Polen als „Antidemokraten“ bezeichnet, die das genauso sehen wie Papier und das BVerfG.

      Die SPD hat ein Spitzenproblem:

      In der aktuellen ZEIT blamiert sich Pistorius:

      Boris Pistorius und Kaare Dybvad
      Wie gut ist Dänemarks Migrationspolitik?
      In keinem anderen Land verfolgen Sozialdemokraten einen so restriktiven Kurs in Zuwanderungsfragen. Damit schütze seine Partei die Arbeiter, sagt der dänische Innenminister Kaare Dybvad. Sein niedersächsischer Amtskollege Boris Pistorius entgegnet: Für die SPD könne diese Haltung kein Vorbild sein
      Interview: Mariam Lau und Paul Middelhoff
      21. Juli 2021, 16:47 Uhr Editiert am 25. Juli 2021, 6:37 Uhr DIE ZEIT Nr. 30/2021, 22. Juli 2021 1

      […]
      Kaare Dybvad: Sozialdemokraten in Dänemark, Norwegen oder Schweden haben auch früher schon einmal eine restriktivere Migrationspolitik vertreten. In den Sechziger- und Siebzigerjahren wollte die Industrie für ihr Lohndumping billige Arbeitskräfte aus dem Ausland. Ausgerechnet rechte Regierungen gaben dem Druck nach und öffneten das Land für diese Form der Zuwanderung. Auch damals waren wir dagegen. Nun hat die Welle von Flüchtlingen die Debatte völlig verändert. Die arbeitende Mittelschicht trägt die Kosten der Integration. Deren Vertreter sind es, die zusammen mit den Flüchtlingen in den Betrieben arbeiten, die mit ihnen um Jobs konkurrieren. Auf sie wirken sich die sinkenden Löhne aus – und sie leben neben den Migranten in heruntergekommenen Wohnvierteln. Nirgendwo in Europa zahlen die Reichen die Kosten, die durch Einwanderung verursacht werden. Darum geht es doch.

      Boris Pistorius: Ich definiere Solidarität anders. Wir sollten nicht deutsche Arbeitnehmer und Flüchtlinge gegeneinander ausspielen, mir gefällt dieser Ton nicht. Wir haben ein riesiges demografisches Problem in Europa, überall mangelt es an Fachkräften.
      […]
      Dybvad: Wir sollten vor allem die Kategorien nicht vermengen. Nach 2015 haben wir bei den Flüchtlingen aus Syrien gesehen, dass nur wenige ein gutes Bildungsniveau haben. Entsprechend gibt es kaum Verwendung für sie auf dem dänischen Arbeitsmarkt. Besonders die geflüchteten Frauen sind noch zu großen Anteilen arbeitslos. Wir haben Probleme, diese Menschen ins Bildungssystem einzugliedern, obwohl es keine Schul- oder Studiengebühren gibt. Ich sehe nicht, dass die Flüchtlinge ein großer Gewinn für die Wirtschaft wären. Vielleicht sind sie es auf einer persönlichen Ebene, das mag richtig sein, deshalb verdienen sie Solidarität. Aber ich bin dagegen, dass Menschen, die niedrige Löhne bekommen, wegen dieser Art Migration noch weniger verdienen. Ich bin großer Fan der SPD, Eduard Bernstein und Friedrich Ebert haben eine globale Bewegung gegründet, die die Welt verändert hat. Aber sozialdemokratische Regierungen haben auch harte soziale Einschnitte beschlossen. Wenn das mit sehr offener Einwanderungspolitik einhergeht, entstehen riesige Probleme.

      ZEIT: Gibt es nur das eine oder das andere: offene Grenzen oder einen funktionierenden Sozialstaat?

      Dybvad: Ja, beides geht nicht. Wenn jeder nach Dänemark kommen kann, funktioniert unser System irgendwann nicht mehr. Das heißt nicht, dass es keine Migration geben kann oder dass wir keine Flüchtlinge mehr aufnehmen. Aber es bedarf einer strengen Politik. Und die richtet sich vor allem an Menschen, die keinen anerkannten Flüchtlingsstatus haben.
      […]
      ZEIT: Was wäre mit denen, die weder Asylgründe vorbringen noch als Arbeitskräfte einreisen dürfen?

      Pistorius: Sie müssen umgehend in ihre Heimatländer zurückkehren. Dafür benötigen wir zuverlässige Abkommen. Diese klaren Vorgaben, verbunden mit einem starken, rechtsstaatlichen Grenzschutz, würden viele lebensgefährliche Reisen mit Schleppern über das Mittelmeer und oft langfristige und schwierige Asylprozesse verhindern. Wir müssen auch die Möglichkeit schaffen, Arbeitsvisa bereits im Heimatland zu beantragen. Wir müssen hier zeitnah und entschlossen handeln und unsere Souveränität als Europäer zurückgewinnen. Was 2015 geschehen ist, darf sich nicht wiederholen.

      Dybvad: Darin sind wir uns einig.
      […]
      ZEIT: Herr Dybvad, erklärt Ihre Politik die sinkenden Wahlergebnisse der dänischen Rechtspopulisten?

      Dybvad: 2015 ging es ihnen jedenfalls blendend, sie hatten 21 Prozent der Stimmen – 2019 hatten sie noch acht oder neun Prozent. Viele Wähler sind von ihnen zu uns gegangen, andere zu den Mitte-rechts-Parteien. Vor allem sind aber die Arbeiter, die noch in den Neunzigerjahren Sozialdemokraten gewählt und sich dann auch wegen des Migrationsthemas von uns abgewandt haben, zu uns zurückgekommen. Und das ist eine gute Sache, so soll es sein!

      Pistorius: In Deutschland macht mir Sorgen, dass die AfD versucht, das Soziale mit ihrem Erfolgsthema, der Migration, zu verbinden. Aber ich glaube nicht, dass der dänische Weg für uns ein Vorbild ist. Wenn plötzlich unklar wird, wofür Sozialdemokraten eigentlich stehen, wer überhaupt Sozialdemokrat und wer ein Rechtspopulist ist, dann bekommen wir ein echtes Problem in unserem demokratischen System.

      https://www.zeit.de/2021/30/boris-pistorius-kaare-dybvad-migration-daenemark-sozialdemokratie/komplettansicht

      Keine Frage, wer die Auseinandersetzung gewonnen hat. 😉

      Für die Grünen sieht es mau aus:

      Vielleicht ändert sich das mit dem Original:

      Das ist einigermaßen oder eher sehr bizarr. Eine zufällige Wortketten- und Ideengleichheit ist wohl auszuschließen. Auch der Verweis auf ein etwaiges ‚identisches Wording‘ der Grünen taugt hier nicht zum Entkräften des Plagiatsvorwurfs. Dies alleine schon deshalb, weil sich in Herrn Habecks Buch nicht einmal ein Halbsatz befindet, der auch im Wahlprogramm der Grünen steht.

      Die Ausführungen im Buch von Frau Baerbock lesen sich so, als hätte jemand jemandem den Auftrag erteilt, ein Exzerpt oder eine kurze Paraphrase von Habecks Kapitel über das Bildungssystem zu erstellen.
      Dieser neue Fund legt nahe, dass Frau Baerbock das Buch nicht selbst geschrieben hat, sondern sich auf Kräfte verlassen hat, die Plagiate und Paraphrasen von älteren Texten geliefert haben.
      Wäre dies der Fall, würde zusätzlich zum Plagiat auch noch Ghostwriting bzw. unethische Autorschaft vorliegen, die im faktischen Widerspruch zur wiederholten Aussage von Frau Baerbock stünde, sie habe das Buch bis auf die Stellen von Herrn Ebmeyer selbst verfasst.

      https://plagiatsgutachten.com/blog/textparallelen-baerbock-habeck/

      Und selbst die Ebmeyer-„Stellen“ stammen von ihr -: er hat sie nur interviewt.

      Kretschmann ist ebenfalls nicht hilfreich:

      Öko-„Experten“ werden immer wunderlicher:

      Aber auch diese Studie klingt vom Design her „wie bestellt“:

      Die Forderung nach fahrradfreundlicheren Städten ist nicht neu. Unlängst äußerten sie der Bundesverband Zukunft Fahrrad, der Radverein Changing Cities und der Verbund Service und Fahrrad in einem Bericht. Sie erhoffen sich, dass sich durch radfreundliche Verkehrsstrukturen mehr Menschen auf den Sattel schwingen. Die Organisationen sehen Vorteile nicht nur für die Umwelt, sondern auch für die Gesundheit und damit letztlich die gesamte Gesellschaft. Dabei stützen sie sich auf eine Studie von Stefan Gössling, Professor für Tourismus und Humanökologie an der Lund Universität in Schweden.
      Er berechnet in dem Paper aus dem Jahr 2018 ebenfalls Umweltkosten. Im Gegensatz zum Umweltbundesamt bezieht er aber auch noch Gesundheitseffekte durch die Fahrzeugnutzung und die Ausgaben, die durch Unfälle entstehen, mit ein. Letztere berechnet Gössling, indem er schaut, wie wahrscheinlich es beim Rad- oder Autofahren ist, dass man sich verletzt oder gar stirbt. Diesen Prozentsatz setzt er dann in Beziehung mit dem Wert, der für ein Menschenleben angesetzt wird. Wie hoch der ist, erklärt er im Interview am Telefon: Ökonomen seien da auf knapp zwei Millionen Euro gekommen, die sich hauptsächlich durch Versicherungs- und Lohnkosten zusammensetzen. „Man muss hierbei jedoch beachten, dass emotionale Werte und Sekundärfaktoren wie Trauer oder Kosten für mögliche Psychotherapien nach Unfalltraumata ausgeklammert sind. Daher ist der Wert eher unter- als überschätzt“, merkt der Professor an.

      https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/kosten-fuer-gesellschaft-im-vergleich-das-auto-ist-ein-geldgrab-17434085.html?GEPC=s3

      Und der WELT, die als einziges Leitmedium sachlich bleibt, was Extremwetter und Klimawandel angeht, wird vom robusten „Faktenchecker“ der Linken, dem „Volksverpetzer“, angegangen, was von einem ZDF-Vertreter prompt nachgeplappert wird:

      Auch ein aktivistischer Klimaforscher aus Potsdam interveniert:

      [Thread]

      Ein langsam verzweifelnder Sozialdemokrat springt ihm bei:

      17.04.2021Klimawende
      „Wir sollten Experten zuhören, die keine Patentrezepte predigen“
      Axel Bojanowski, Wissenschaftsjournalist bei der „Welt“, im Klima-Interview
      […]
      Wie viele Starkwetter-Ereignisse müssen wir als unvermeidbar hinnehmen?

      Extremwetter kann jederzeit und überall auftreten, schon immer. Glücklicherweise ist Extremwetter weitaus weniger tödlich als früher, trotz Klimawandel – bei Wetterkatastrophen sterben weitaus weniger Menschen noch vor Jahrzehnten. Die Menschheit hat gelernt, sich zu schützen. Der Schutz vor der Natur gelingt allerdings nur mit Wohlstand, arme Länder sind der Natur und dem Klimawandel ausgeliefert. Wohlstand ist der Schlüssel, gerade falls Extremwetter im Gefolge des Klimawandels gefährlicher würde.

      Zurzeit habe ich das Gefühl, dass die Klimadebatte so läuft: Es wird nur über Ziele und Absichten geredet. Sozusagen Prosa gesprochen und zusätzlich auch harte Regulatorik implementiert (EU-CO2-Reduktionsziele). Aber wir schaffen es quasi null über Instrumente und Wege zu sprechen. Wir machen uns also auf die Reise, haben aber kein Fortbewegungsmittel. Wie konnte das passieren?

      Medial anschlussfähig ist vor allem Katastrophenkommunikation in Verbindung mit der Verfechtung simpel klingender Pauschallösungen. Dominierende Figur ist der Wissenschaftler, der den Weltuntergang prophezeit, aber gleichzeitig den Plan zur Verhinderung der Katastrophe paratzuhalten behauptet, stillschweigend verbunden mit dem Versprechen, die Orientierung an seiner Person könne einen Ausweg garantieren. Wer Alarm mit schlichten Heilsmitteln kombiniert, dringt durch und wird zum Heilslehrer. Dabei ist das Klimaproblem komplex wie kaum etwas anderes. Einfache Thesen und Versprechungen sind gerade bei diesem Thema vollkommen irreführend.

      Ich würde noch mal nachhaken. In Deutschland malt man Plakate und ist klimapolitisch emotional überengagiert. Aber wie die Industrie sich eigentlich dekarbonisieren soll, dazu gibt die Politik dieser Industrie nichts an die Hand. Zwischen Wunsch und Wirklichkeit liegt eine ganze Galaxie hierzulande und niemand redet darüber. Ich kriege das nicht zusammen. Das ist einfach eine bipolare Störung.
      Hochmoralisch auf der einen Seite und dann folgt daraus nichts und man ist dann nachher wieder tief niedergeschlagen.

      Politik und Wissenschaft diskutieren und präsentieren ja seit mindestens 25 Jahren Rezepte, wie eine Dekarbonisierung gelingen könnte. Und mit dem Emissionshandel gibt es ja auch eine bestechende marktwirtschaftliche Lösung. In Deutschland aber ist die Moralisierung von Umweltthemen kulturell und historisch tief verankert, was rationale Lösungsfindungen erheblich erschwert. Deutsche Sonderwege wie bußlüsterne, obrigkeitssehnsüchtige Reglementierungsbestrebungen oder der klimaschädliche und irrationale Atomausstieg machen die Klimadebatte hierzulande zum Kulturkampf.
      Gefragt wären eigentlich nüchterne ökonomische Lösungen der Energiefrage, die das Wohlergehen der Menschen voraussetzen. Übertrieben erscheinen mir aus klimatologischer Sicht zum Beispiel Verzichtsdebatten über Ernährung und andere Alltagsgewohnheiten in Deutschland. Selbst wenn alle Deutschen Vegetarier würden, veränderte das die globale Temperatur nicht messbar. Tierschutz hingegen kann selbstverständlich als sehr guter Grund gelten, Ernährungsgewohnheiten umzustellen.

      Was halten Sie von der ganzen Verzichts- und Degrowth-Debatte? Müssen wir für das Klima verzichten?

      Ich bin kein Ökonom, und sofern manche Ökonomen Degrowth erwägen, würde ich ihnen immer erstmal zuhören wollen, bevor ich ein Urteil wagte. Weltweite Daten indes zeigen eines sehr deutlich: Wirtschaftswachstum hat nicht nur Lebenserwartung, Bildung und Gesundheit weltweit radikal verbessert, sondern auch ganz erheblich die Resilienz gegen Naturgefahren. Auch Umweltschutz müssen sich Staaten leisten können. Arme Länder brauchen vor allem billige Energie, um zu wachsen und ihre Leute aus der Armut holen zu können.
      […]

      https://www.blog-bpoe.com/2021/04/17/bojanowski/

      Denselben Kulturkampf erleben wir bei Corona…

      • Also wieder Corona, der den Hang gewisser Personen und Parteien zum Autoritären sehr schön deutlich macht: Blaupause für die Klimapolitik!

        Diskussion über Corona-Einschränkungen für Ungeimpfte
        25. Juli 2021 um 21:05 Uhr

        Berlin Die Sorge vor einer vierten Corona-Welle ist groß. Im Kanzleramt wird eindringlich zur Impfung geraten – wer nicht mitmacht, könnte das bald im Alltag spüren.
        Angesichts rasant steigender Corona-Zahlen [gerade haben wir uns auf 13,8 emporgemendelt, was angesichts der Zahlen in der EU und GB ein Nullum ist, trotz überwiegender Delta-Zahlen von über 75%] ist eine neue Diskussion über Einschränkungen für Menschen ohne Impfung entbrannt. Sollten die Neuinfektionen weiter so zunehmen, müssten sie ihre Kontakte wieder reduzieren, sagte Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) der „Bild am Sonntag“.

        „Das kann auch bedeuten, dass gewisse Angebote wie Restaurant-, Kino- und Stadionbesuche selbst für getestete Ungeimpfte nicht mehr möglich wären, weil das Restrisiko zu hoch ist“, warnte er. CDU-Chef Armin Laschet bremste sogleich: Der Vorschlag müsse noch einmal erörtert werden.

        Sorge über steigende Zahlen

        Braun äußerte seine Sorge über die zunehmenden Infektionen: „Die Zahl der Neuinfektionen steigt noch schneller als in den vorherigen Wellen“, sagte er und rief die Bürger eindringlich zum Impfen auf. Dafür gebe es zwei Argumente: Die Impfung schütze zu 90 Prozent vor einer schweren Corona-Erkrankung. „Und: Geimpfte werden definitiv mehr Freiheiten haben als Ungeimpfte“, sagte Braun.

        Dagegen betonte Unions-Kanzlerkandidat Laschet im ZDF-Sommerinterview: „Ich halte nichts von Impfpflicht und halte auch nichts davon, auf Menschen indirekt Druck zu machen, dass sie sich impfen lassen sollen.“ Das Prinzip, dass man entweder geimpft, getestet oder genesen sein müsse, um bestimmte Dinge zu tun, sei richtig. „In einem freiheitlichen Staat gibt es Freiheitsrechte, nicht nur für bestimmte Gruppen“, betonte Laschet.
        Priorität müsse haben, möglichst viele Bürger von der Impfung zu überzeugen. „Wenn wir dann im Herbst sehen, die Impfquote ist immer noch viel zu niedrig, finde ich, muss man dann weiter nachdenken. Aber nicht jetzt“, sagte der CDU-Chef. Auch SPD-Fraktionschef Rolf Mützenich kritisierte Braun. „Mit Drohungen werden wir auf der anderen Seite das Impfverhalten einzelner nicht nachhaltig verändern“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
        […]

        https://www.aachener-zeitung.de/politik/deutschland/diskussion-ueber-corona-einschraenkungen-fuer-ungeimpfte_aid-61759405

        Grünen-Chef Robert Habeck zeigt sich offen dafür, Geimpften mehr Freiheiten zu geben. „In dem Moment, wo allen Menschen ein Impfangebot gemacht worden ist, sieht Solidarität so aus: Man muss sich nicht impfen lassen, aber kann nicht damit rechnen, dass alle anderen auf ihre Freiheit verzichten, weil man sich nicht hat impfen lassen“, sagt Habeck den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Die Konsequenz ist, dass Geimpfte beziehungsweise Genesene zukünftig unter Umständen mehr Möglichkeiten und Zugänge haben können, als Menschen, die sich gegen eine Impfung entschieden haben.“ Für diejenigen, die sich aus gesundheitlichen Gründen nicht impfen lassen könnten, müsse es Ausnahmen geben.

        https://www.wiwo.de/politik/deutschland/-corona-update-soeder-und-schwesig-wollen-schaerfere-regeln-fuer-reiserueckkehrer/26584968.html

        Neben Söder ist er der einzige, der sich für den auch von Altmaier, unkritischer Merkel-Fan, unterstützten Vorschlag ausspricht – und ist damit gegenüber Kretschmann sogar noch moderat.

        Aus eigener Erfahrung: es gibt keine „Impfangebote“ staatlicher Strukturen,jedenfalls nicht für 65-Jährige Privatpatienten wie mich, die keinen Hausarzt haben und die trotz sporadischer aktiver Suche auf der Homepage der Stadt Neuruppin keine Impfmöglichkeit findet. Ich müßte sie täglich ansteuern, aber dafür habe ich keine Zeit.

        Die Pandemie in den Köpfen
        Stand: 22.07.2021 | Lesedauer: 3 Minuten

        Von Andreas Rosenfelder
        Ressortleiter Feuilleton

        Jetzt, wo die Risikogruppen weitgehend geimpft sind, ist Corona für die meisten Menschen nur noch ein Schnupfen. Für Kinder und Jugendliche ist die Krankheit nicht gefährlicher als die Grippe. Trotzdem wollen viele am Ausnahmezustand festhalten. So wird die Pandemie niemals enden.

        Am 9. Juni 2021 machte Christian Drosten in seinem NDR-Podcast eine ungewöhnliche Feststellung. „Natürlich wird die Fallzahl im Winter wieder hochgehen“, sagte der Chefvirologe der Berliner Charité. „Das kann auch schon im Herbst passieren. Aber das wird ab jetzt jeden Winter passieren. Und das ist dann keine pandemische Welle mehr, sondern es mag sein, dass man das im Nachhinein in ein paar Jahren interpretieren wird als: Das war der erste endemische normale Wintereffekt.“

        Drostens Worte fielen – anders als die Warnungen, die im Verlauf der Pandemie sein Markenzeichen geworden sind – nicht auf fruchtbaren Boden, sie gingen im anschwellenden Medienrauschen über die „vierte Welle“ unter.

        https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus232667215/Delta-Variante-Die-Pandemie-in-den-Koepfen.html

        23.7.2021 09:54
        Großbritannien hebt Quarantänepflicht für Supermarkt-Mitarbeiter auf

        Die britische Regierung hat kurzfristig Ausnahmeregelungen für Mitarbeiter im Lebensmittelhandel eingeführt, die Kontakt mit Corona-Infizierten hatten. Hintergrund sind Personalengpässe und mancherorts leere Supermarktregale. Die Regierung teilte am späten Donnerstagabend mit, dass Mitarbeiter in Lebensmittel-Verteilzentren nun von der Pflicht zur Selbstisolation ausgenommen seien und stattdessen regelmäßige Coronatests durchführen.

        Zuvor waren immer mehr Menschen per Corona-Warnapp oder von Mitarbeitern des Gesundheitsdiensts „gepingt“ worden, das bedeutet als Kontaktpersonen identifiziert und zur häuslichen Quarantäne aufgefordert worden. Das führt in vielen Bereichen zu Personalengpässen. Beispielsweise wurden Tankstellen geschlossen und Schüler vorzeitig in die Sommerferien geschickt. Britische Medien sprechen daher von einer „Pingdemic“.

        In Großbritannien steigen die Infektionszahlen seit Wochen wieder an. Das wird vor allem auf die starke Ausbreitung der hochansteckenden Delta-Variante zurückgeführt. Hinzu kommt, dass die britische Regierung für den größten Landesteil England inzwischen fast alle Corona-Maßnahmen aufgehoben hat. Die Sieben-Tage-Inzidenz wurde zuletzt mit 488 angegeben (Stand: 17. Juli).

        https://www.welt.de/vermischtes/live230889917/Corona-live-Virologe-Drosten-zunehmend-besorgt-ueber-Impffortschritt.html

        Der wirtschaftliche Schaden durch Quarantäne allein aufgrund des ungeeigneten Drosten-PCR-Tests wird irgendwann mal wohl ausgerechnet werden.

        Und logo, natürlich verfiel er alsbald wieder in den erfolgversprechenden Alarmismusmodus:

        23.7.2021
        Drosten „zunehmend besorgt über den Impffortschritt“
        Stand: 12:58 Uhr

        Auf Mallorca steigt die Zahl der Corona-Infektionen rasant an. Urlauber müssen daher nun einiges beachten. Und auch in Deutschland steigt die Inzidenz wieder – besonders in einer Altersgruppe. Die Kanzlerin ist besorgt und warnt vor einer vierten Welle.

        Obwohl genug Impfstoff zur Verfügung stehe, komme Deutschland beim Impfen nicht schnell genug voran, mahnt der Virologe Christian Drosten. Es müsse mehr Informationsarbeit geleistet werden – „dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit von erneuten schmerzhaften Eingriffen“. Alle Entwicklungen im Live-Ticker.

        Das Impfen gegen das Coronavirus in Deutschland geht dem Virologen Christian Drosten derzeit nicht rasch genug. Er sei „zunehmend besorgt über den Impffortschritt“, sagte der Leiter der Virologie der Berliner Charité in einem schriftlich geführten Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Hier kommen wir nicht schnell genug voran, obwohl genug Impfstoff zur Verfügung steht.“

        Viele Menschen wähnten sich angesichts einer niedrigen Inzidenz in Deutschland in einem falschen Sicherheitsgefühl. „Es ist wichtig, jetzt sehr viel mehr Informationsarbeit zu leisten – auch im privaten Umfeld, damit die Impfquote schneller ansteigt. Dadurch sinkt die Wahrscheinlichkeit von erneuten schmerzhaften Eingriffen im Winter“, erklärte Drosten. Auch er wünsche sich, dass nicht noch einmal Einschränkungen des gesellschaftlichen Lebens notwendig werden.

        In Deutschland sind inzwischen 48,5 Prozent der Bevölkerung vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Freitag (Stand: 9.45 Uhr) wurden am Donnerstag 565.235 Impfdosen verabreicht. Damit sind nun rund 40,3 Millionen Menschen vollständig geimpft. Rund 50,4 Millionen (60,6 Prozent) haben mindestens eine Impfdosis erhalten.
        […]

        https://www.welt.de/vermischtes/live230889917/Corona-live-Virologe-Drosten-zunehmend-besorgt-ueber-Impffortschritt.html

        Gab es bei uns jemals einen Wissenschaftler, der derart auf Linie mit einer panischen Kanzlerin lag? Entgegen der Wissenschaft? Dafür gibt es Preise:

        Dafür werden sogar Abstands- und Maskenregeln in Innenräumen ignoriert: und man stellt zwischen SPD-„Oberbürgermeister“ und Wissenschaftssenator Müller und dem Geehrten sogar noch eine weitere Gemeinsamkeit fest: die Ziehharmonikahose.

        Aber Spaß beiseite: die versagende Presse, die einen ständig danebenliegenden Drosten feiert, weiß andererseits sehr gut, wo sie „falsche“ Studien niedermachen muß:

        Daten aus Israel
        Wirkt Biontech wirklich kaum gegen Delta-Infektionen?
        Israelische Medien berichten mit Berufung auf das Gesundheitsministerium, die Impfung von Biontech/Pfizer habe gegen Ansteckungen nur noch 39 Prozent Wirksamkeit. Die Angaben sollten mit Vorsicht betrachtet werden.
        23.07.2021, 16.31 Uhr

        Eine bange Frage treibt Experten in der Coronapandemie um: Wie wirksam sind die Impfungen gegen die deutlich leichter übertragbare Delta-Variante? Vorläufige Zahlen aus Israel erscheinen auf den ersten Blick beunruhigend.

        Laut Berichten israelischer Medien, die sich auf aktuelle Daten des Gesundheitsministeriums beziehen, liegt die Effektivität des Biontech/Pfizer-Impfstoffs beim Schutz vor milden Corona-Symptomen, also einer Ansteckung, aktuell nur noch bei 39 Prozent. Bei schweren Verläufen beträgt der Schutz demnach aber noch immer 91 Prozent, im Fall von Hospitalisierungen 88 Prozent.

        Bisher haben den Angaben zufolge 5,7 Millionen Menschen in Israel ihre Erstimpfung erhalten, 5,2 Millionen auch die Zweitimpfung. Unter den Doppeltgeimpften seien nach insgesamt 1.152.914 Tests noch 5770 Infektionen registriert worden. Von diesen Patienten seien 334 mit einem schweren Verlauf ins Krankenhaus gekommen und 123 verstorben.

        Positivere Daten aus anderen Ländern

        Doch die Aussagekraft der Daten ist umstritten. Eine wissenschaftliche Veröffentlichung zu den neuen Zahlen gibt es noch nicht. Die Ergebnisse sind also mit entsprechender Vorsicht zu betrachten.

        Zahlen aus Großbritannien, die gerade im »New England Journal of Medicine« veröffentlicht wurden, zeichnen ein anderes Bild der Lage. Demnach liegt die Effektivität des Biontech/Pfizer-Impfstoffs nach zwei Impfungen selbst im Fall der Delta-Variante bei rund 88 Prozent. Dabei wurde eine Corona-Erkrankung mit Symptomen jeder Art betrachtet.

        Experten in Israel weisen zudem darauf hin, dass die Daten des Gesundheitsministeriums verzerrt sein könnten. Das habe damit zu tun, dass ein großer Teil der Tests im Land in einigen wenigen Corona-Brennpunkten stattgefunden habe, außerdem unter Älteren. Jüngere und Doppeltgeimpfte seien dagegen kaum getestet worden. Die Effektivität des Schutzes gegen milde Symptome lasse sich daher nur schwierig bewerten. Eine frühere Studie zu Erkrankungen trotz doppelter Impfung in Israel hatte gezeigt, dass in diesem Fall Betroffene häufig an Vorerkrankungen wie Bluthochdruck, Diabetes oder Krebs litten.
        […]
        Trotzdem arbeiten Biontech und Pfizer auf die Zulassung einer dritten Dosis ihres Impfstoffes hin. Es sei wahrscheinlich, dass diese »binnen sechs bis zwölf Monaten nach der vollständigen Impfung erforderlich sein wird«, so die Unternehmen. Interne Studiendaten zeigten, dass eine dritte Dosis die Menge an Antikörpern um das Fünf- bis Zehnfache erhöhe. Die Firmen dürften im Fall der Zulassung einer Drittimpfung auf hohe Einnahmen hoffen.
        […]
        Eine offizielle Impfempfehlung für eine Drittimpfung gibt es bislang aber weder in Europa noch in den USA. Forscher hatten sich nach dem Vorstoß der Firmen zu Drittimpfungen auch eher kritisch gezeigt. »Ich halte es noch für zu früh, um einschätzen zu können, ob wir Booster-Impfungen tatsächlich benötigen«, hatte etwa Hajo Zeeb vom Bremer Leibniz-Institut für Präventionsforschung und Epidemiologie erklärt. In den USA hatten die Aufsichtsbehörden Pfizer zuletzt aufgefordert, weitere Daten zur Notwendigkeit einer Drittimpfung vorzulegen.
        chs

        https://www.spiegel.de/wissenschaft/medizin/corona-delta-variante-wirkt-biontech-wirklich-kaum-gegen-delta-infektionen-a-4a11e086-f6e6-464f-b07c-f8d3ef4baa9e

        Man bemerke den leichten Spin gegen die Impfindustrie…

        Die ZEIT hält sich leider weiterhin an den ewig danebenliegenden Physik- und Computer-Experten Meyer-Hermann, der vom eigentlichen Thema keine Ahnung hat (so wenig wie die Physikerin Viola Priesemann):

        Derweil der demente Biden in den USA wegen fake news eigentlich gelöscht werden mmüßte:

        Die CDC-Lage ist allerdings klar:

        Entgegen der Realität, wonach Kinder weder Opfer noch Spreader sind, propagiert die ZEIT:

        Was für ein Drosten-Quatsch, daß „langfristig niemand dem Virus entwischen [werde], der nicht geimpft ist“. Was ist mit den 3,2 Mllionen Genesenen? Warum gibt es bei uns keine repräsentativen Studien über Menschen, die Antikörper entwickelt haben?

        Atemwegsinfektionen durch saisonale Coronaviren können Verlauf von COVID-19 abschwächen
        Freitag, 2. Juli 2021

        Palo Alto/Kalifornien – Infektionen mit saisonalen Coronaviren, die für etwa ein Viertel der Erkältungserkrankungen bei Kindern verantwortlich sind, schützen zwar nicht vor einer Infektion mit SARS-CoV-2. Sie könnten jedoch erklären, warum Kinder seltener an COVID-19 erkranken.

        Nachdem frühere Studien eine Kreuzreaktivität von Antikörpern nachgewiesen haben, zeigt eine aktuelle Studie in Science Immunology (2021; DOI: 10.1126/sciimmunol.abg5669), dass auch die T-Zell-Antwort durch frühere Infektionen geprägt werden kann.
        […]

        https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/125279/Atemwegsinfektionen-durch-saisonale-Coronaviren-koennen-Verlauf-von-COVID-19-abschwaechen

        Zum Versagen der Medien bei Corona gibt es diesen Artikel, den ich empfehle:

        https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/medien-und-die-krise-medien-in-der-krise-selbstreflexion-waere-ein-anfang/27450884.html

        • Wo jetzt die Klimakrise gottlob zurück ist, schießen die Medien wieder vornehmlich gegen Laschet:

          Birgit Kelle über Medien und Hochwasser:

          Ungeschminkt
          Es werden potemkinsche Wahlkampfbilder produziert
          Wer sich dem Diktat medialer Erwartungshaltung nicht beugt, hat im politischen Zirkus schnell verloren. So üben sich derzeit alle, die was werden wollen, im Aufsetzen bedeutungsschwangerer, trauerflorverhangener und gramgebeugter Mienen.

          Birgit Kelle 23. Juli 2021
          07:00 Uhr

          Es menschelt knietief im Hochwasser. Betroffenheit zu inszenieren, ist jetzt ganz wichtig. Bedeutungsschwangere Mienen sind besonders hoch im Kurs. Doch was sagen Bilder wirklich aus?
          Die mediale Inszenierung von Politik ist überlebenswichtig. Als Gerhard Schröder 2002 in Gummistiefeln durch das Elbhochwasser schritt, hatte das mehr Auswirkungen auf den Wahlausgang als jeder Programmparteitag, den die SPD hätte veranstalten können. Parteistrategen wissen das, und so ist die aktuelle Hochwasserkatastrophe in NRW und Rheinland-Pfalz nicht nur Nahkampfgebiet für THW, Feuerwehr und unzählige ehrenamtliche Helfer, sondern auch für ambitionierte Politiker angesichts der nahenden Bundestagswahl. Es menschelt knietief im Hochwasser. Betroffenheit zu inszenieren, ist jetzt ganz wichtig. Bedeutungsschwangere Mienen sind besonders hoch im Kurs.

          Gut trainierte Selbstdarsteller

          Ich wage die These, den betroffenen Bewohnern wären schnelle Gelder wichtiger. Außerdem haben sie gerade nicht nur kein Haus, kein Wasser und keinen Strom, sondern auch kein WLAN, um im Internet mitzuverfolgen, ob und unter welchen Bedingungen sie sich von welchen Helfern retten lassen sollen. Gerade entdeckte die ARD ein paar rechtsradikale „Querdenker“, die in der Eifel mit anpacken. Gut, wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk die guten und die bösen Helfer sortiert. Nicht auszudenken, wenn da jemand von einem Nazi aus der Flut gerettet wird. Ein Gesinnungsschnelltest an den Zufahrtsstraßen zum Katastrophengebiet wäre sicher hilfreich. Politische Hinterbänkler inszenieren sich derweil mit Sandsack in der Hand. Foto für Instagram nicht vergessen!

          „Hand in Hand, ein Foto bewegt“, kommentierte bedeutungsschwanger die Tageszeitung „Die Welt“, angesichts von Kanzlerin Angela Merkel und SPD-Ministerpräsidentin Malu Dreyer, die in Trauerflor gekleidet Hand in Hand theatralisch das Krisengebiet durchschreiten. Zwei Landesmütter in tiefer Sorge vereint. Fast kann man Tränen der Rührung aus dem Bildrand tropfen sehen. Es scheint trotz vieler Journalisten und unzähliger Kameras vor Ort für die bundesweite Berichterstattung nur dies einzige Bild zu geben, sonst würde medial sicher auch ein anders genutzt?

          Je nach Interessenlage wird instrumentalisiert

          Wir schalten um zu NRW-Ministerpräsident Armin Laschet. Von seinem mehrstündigen Besuch im selben Hochwasser an der Seite von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier scheint es auch nur ein einziges Bild zu geben: jenes, wo er im Hintergrund mit jemandem scherzt und lacht. Er lacht! Welch Skandal! Nicht kanzlertauglich! Der Twitter-Mob hat geurteilt und fordert sofort #LaschetRücktritt, denn #LaschetLacht.

          Es existiert ein ähnliches Lach-Bild mit Steinmeier, das wiederum interessiert keinen, denn der ist auch kein Kanzlerkandidat. Wenigstens hat er Glück, dass ihm kein Nazi ins Bild gelaufen ist oder um ein spontanes Selfie bat. Dieses Fettnäpfchen erledigt gerade wieder einmal Philipp Amthor von der CDU als willkommenen Ansatzpunkt einer Skandalisierung im Netz. Weiß eigentlich jemand, was aus dem Flüchtling wurde, dessen Selfie mit Kanzlerin Merkel um die Welt ging? Hoffentlich ist er vorbildlich integriert.
          […]

          https://www.die-tagespost.de/gesellschaft/feuilleton/es-werden-potemkinsche-wahlkampfbilder-produziert;art310,219800

          Auf diesem Niveau bewegt sich der gerade aktuelle anti-Laschet-Artikel im SPIEGEL.

          Während Baerbock weiter an ihrer fehlenden Glaubwürdigkeit arbeitet:

          Jetzt im Rennen: das N-Wort!

          Das war der übliche Kotau, den wir im Überfluß aus den USA kennen. Es gibt keinen „rassistischen Ursprung“ des Wortes. Und nun kommt die Palmer-Attacke:

          Logo, das ist nicht vergleichbar: sie war aufgewühlt und Palmer sarkastisch.

          Oho, die ZEIT ist mal kritisch:

          Gab es diesen eigentlich unglaublichen Vorfall überhaupt?

          Im Ernst: das war einer der grottenschlechtesten Artikel, den ich je gelesen habe.

          Und was sagt Boris Palmer dazu?

          😉

          Mir fällt dazu ein: wer anderen eine Grube gräbt…

        • Und weiter mit Corona, denn da spielt die Musik: wer ist autoritär und rechtsstaatsfeindlich, wer setzt auf Überzeugungskraft bei voller Information?

          Was ja schon mal ein falscher Ansatz ist. Freiheiten stehen in einem Rechtsstaat allen zu: wer diese beschränkt, braucht gute Gründe.

          Logo, linke „Progressive“ waren schon immer die Avantgarde, die „dem Volk“ mißtraute und es zu seinem „Glück“ zwingen muß – das ändert sich wohl nie. 😦

          Und mit Erfolg: „Liberté“ wird anderswo ernstgenommen:

          Auch die aktuellen Proteste werden Erfolg haben. Aber wogegen man in London protestiert, wo ab dem 19.7.2021 alle Beschränkungen fielen – weiß der Geier. Ich habe keine Ahnung, welche der Demos legal oder illegal waren. In Deutschland herrscht in Politik und vor Gericht jedenfalls Konsens: es gibt gute und böse Demos:

          Die ZEIT propagiert für eine Impflicht:

          Blöd nur, daß sie sich für einen klassischen DDR-Vertreter als Herold entschieden hat – der sich als ganz ganz später „Dissident“ darstellt, der, wie so viele, auch bei uns Karriere machte:

          Prof. Dr. Siegwart Bigl, geb. 1938, ist Mikrobiologe, Infektionsepidemiologe und Kinderarzt. Er war Abteilungsleiter am Hygiene-Institut Karl-Marx-Stadt. 1991 gründete er die Sächsische Impfkommission. Von 1998 bis 2008 war er Mitglied der Stiko.

          Ich war in der DDR seit den Achtzigerjahren Mitglied der Beraterkommission, die für die Regierung sämtliche Schutzimpfverordnungen, also Impfgesetze, ausgearbeitet hat. Mich beäugte man zwar kritisch, weil ich fachspezifische Westkontakte hatte und mich mit Forschern aus der Bundesrepublik austauschte. Die Politik widersprach uns als Fachgremium aber nie. Kurz vor der Wende verlor ich trotzdem noch meinen Job, weil ich die Zustände in der DDR vor dem Mauerfall kritisierte. Von 1998 an gehörte ich dann ein Jahrzehnt lang auch der Stiko an, der Ständigen Impfkommission der Bundesrepublik.

          Auch wenn ich an der DDR also manches zu kritisieren hatte, denke ich: Bei uns wäre es damals recht normal gewesen, in einer Lage wie der heutigen eine Impfpflicht für Covid-19 zu verhängen. Es gab Pflichtimpfungen gegen Pocken, Tuberkulose, Kinderlähmung, Wundstarrkrampf, Diphtherie, Keuchhusten und auch Masern. Wir haben es geschafft, Infektionskrankheiten beinahe auszurotten, die es in Westdeutschland viel länger gegeben hat.

          https://www.zeit.de/2021/30/corona-impficht-ddr-siegwart-bigl-ethik-medizin

          Das allerdings unterscheidet die damaligen Impfungen: Covid-19-Impfungen rotten nichts aus, und die jetzt betroffene Bevölkerungsgruppe unter 60 muß auf neuartige mRNA-Techniken setzen, die nicht erprobt sind. Und Kinder und Jugendliche ohne Vorerkrankungen benötigen wegen der Harmlosigkeit von Covid-19 keine Impfung.

          Ja, das geht sehr schnell, daß die VT von gestern Realität von heute wird (bzw. schon immer war).

          Daß eine SPD-Justizministerin noch mal den Rechtsstaat entdecken würde, hätte ich nicht zu träumen gewagt; was darüber zu lesen ist, ist allerdings argumentativ schwach:

          Lambrecht lehnt auch Impfpflicht für einzelne Berufsgruppen ab

          Auch Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) sagte im Deutschlandfunk: „Es wird keine allgemeine Impfpflicht geben.“ Sie vertrete die Auffassung, dass das rechtlich nicht möglich sei. „Das hat zum einen was damit zu tun, dass diese Impfung auch noch nicht so lange auf dem Markt ist, und ich halte es auch nicht für geboten“, sagte die Ministerin.

          Laut Lambrecht gelte dies auch für Mitarbeitende bestimmter Branchen, etwa des Gesundheitswesens. Impfverweigerer in Pflegeheimen oder Krankenhäusern könnten beispielsweise regelmäßig verpflichtend getestet werden, sagte die Ministerin. Denkbar sei weiter, dass sie für ihre Tests dann selbst bezahlen müssten, sagte Lambrecht.

          Zum Vorstoß von Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) zu Einschränkungen für Nichtgeimpfte verwies Lambrecht auf die im Grundgesetz verankerte Vertragsfreiheit. Diese erlaubt beispielsweise schon jetzt der Gastronomie, nur Geimpfte zu bewirten.

          https://www.zeit.de/politik/deutschland/2021-07/corona-massnahmen-impfpflicht-bundesregierung-ablehnung

          Sie setzt also auf Abschreckung wie in Frankreich (Tests selber bezahlen) und hofft auf die Wirtschaft und deren Vertragsfreiheit. Auf die gebeutelte Gastronomie darf sie dabei nicht hoffen:

          Hinzu kommt das Problem der Ineffektivität der Impfungen – wogegen der SPIEGEL ja bereits angeschrieben hat. Allerdings mehren sich die Zeichen:

          Was die in Indien startende Delta-Variante angeht, die ja so bedrohlich sein soll: Indien kam seit Monaten in der deutschen Berichterstattung nicht mehr vor, weil in Indien kein Problem: nun gibt es sie wieder, die Katastrophen-Berichterstattung aus Indien:

          Glücklicherweise gibt es immer wieder Fachleute.

          Auf welchem Niveau wird bei uns Panik erzeugt?

          Im Klartext für den 26.7.2021:

          Corona-Zahlen in Deutschland heute
          Inzidenz und Neuinfektionen am Montag, 26.07.21

          Die Sieben-Tage-Inzidenz ist ein wesentlicher Maßstab. Anhand dieser Zahl entscheiden Experten und die Regierung, ob Corona-Regeln verschärft oder gelockert werden. Die 7-Tage-Inzidenz gibt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern innerhalb dieser Zeitspanne an. Alle Corona-Zahlen für heute – am Montag, 26.07.2021 – im Überblick.

          Sieben-Tage-Inzidenz: 14,3 (Vortag: 13,8 ; Vorwoche: 10,3)
          • Neuinfektionen heute: 958
          • Infektionen gesamt: 3.756.856
          • Genesene (rund): 3.646.100
          Neue Todesfälle: 3
          […]
          Corona-Neuinfektionen: In Deutschland infizieren sich derzeit eher Jüngere

          Der Anstieg der Sieben-Tage-Inzidenz in Deutschland ist laut Robert Koch-Institut (RKI) bisher vor allem bei Menschen zwischen 15 und 34 Jahren zu beobachten. Während sich die Werte in den Gruppen ab 60 Jahren in den vergangenen Wochen nur minimal und auf sehr niedrigem Niveau (unter 5 Fälle pro 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen) veränderten, verzeichnet das RKI für Jüngere relativ starke Zuwächse. In dem Alter sind schwere Krankheitsverläufe von Covid-19 relativ selten. Die Impfquoten bei den Menschen unter 60 sind zudem auch deutlich geringer als bei den über 60-Jährigen. Das RKI schreibt, der Rückgang der Patientenzahlen in Krankenhäusern und auf Intensivstationen setze sich aktuell jedoch nicht weiter fort. Die Werte lägen zurzeit aber auf einem niedrigen Niveau.
          […]
          • 5,6 – Thüringen
          • 5,2 – Brandenburg
          • 5,2 – Mecklenburg-Vorpommern
          • 4,7 – Sachsen
          • 2,8 – Sachsen-Anhalt
          […]

          https://www.swp.de/panorama/corona-zahlen-deutschland-heute-inzidenz-aktuell-rki-neuinfektionen-26-07-2021-bw-bayern-nrw-brandenburg-berlin-sachsen-58392175.html

          Laut Divi vom 26.7.2021:

          369 Covid-19-Intensivepatienten -3 gegenüber dem Vortag
          davon invasiv beatmet 194 (53%) -3 gegenüber dem Vortag

          Manche Invasiv-Beatmete im künstlichen Koma sollen schon seit Monaten in diesem Zustand sein – was erhofft sich die Intensivmedizin von diesen lebenden Toten? Und gibt es eine Erklärung dafür, warum die Ostländer – die mit den vielen AfD-Impf- und Maßnahmegegnern – anders als im Winter nun die Musterknaben sind?

          Es gibt Grundsatzkritik:

          „Labordaten allein sollten nicht unser Handeln bestimmen“
          Stand: 11:16 Uhr |

          Von Birgit Herden
          Redakteurin im Ressort Wissen

          Schon früh in der Pandemie kritisierte der Infektionsepidemiologe Gérard Krause die Fixierung auf Labordiagnostik und Fallzahlen. Er warnt vor einer verzerrten Risikowahrnehmung – und erhebt einen besonders schweren Vorwurf.
          Professor Gérard Krause leitete 14 Jahre den Bereich Infektionsepidemiologie am Robert-Koch-Institut, heute die Abteilung Epidemiologie am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung. Als Arzt und Infektionsepidemiologe hat er eine andere Sicht auf die Pandemie als Virologen und Mathematiker.

          WELT: Mitten im Sommer steigen in Deutschland die Fallzahlen wieder an – müssen wir uns Sorgen machen?

          Gérard Krause: Sorgen müssen wir uns machen, wenn auch die Zahl der Krankenhauseinweisungen und die der Todesfälle deutlich ansteigen. Das ist im Moment nicht erkennbar. Dass die Fallzahlen steigen, ist nicht überraschend: Die Maßnahmen wurden gelockert, durch die Urlaubsreisen hat die Mobilität zugenommen. Dazu kommt, dass die Delta-Variante deutlich leichter übertragbar ist. Die Kombination dieser Faktoren führt zu mehr Fällen.

          WELT: Sie haben in der Vergangenheit kritisiert, dass politische Maßnahmen an Fallzahlen gekoppelt werden…

          https://www.welt.de/gesundheit/plus232713177/Delta-Welle-Labordaten-allein-sollten-nicht-unser-Handeln-bestimmen.html

          [Thread]

          Endlich einmal eine wissenschaftliche Erkenntnis des RKI – gekoppelt mit einer politisch falschen Wertung:

          Der Schatten von Drosten & Merkel überlagert alles:

          Offenbar wird sich international auf Kinderschutz berufen: Kinder und Tiere ziehen immer:

          Man ist ob der allenthalben Unwissenschaftlichkeit entsetzt.

        • Im Nachgang hier noch ein längerer Text, mit dem ich zwar nicht durchgängig einverstanden bin, der aber die tiefer liegenden Ursachen für das Impf-Dilemma und den gesamten Umgang mit Corona freilegt:

          Nummer 24
          Hanna Mittelstädt
          An welchem Punkt stehen wir?

          Unverdächtig
          Unter dem Titel „An welchem Punkt stehen wir? Die Epidemie als Politik“, veröffentlichte Giorgio Agamben kürzlich eine Folge von kurzen Essays und Betrachtungen.

          Völlig unverdächtig einer rechten Gesinnung, einer manipulatorischen Dummheit, eines aufgeregten Populismus, eigener Machtinteressen etc. versucht Agamben, die Grundlagen dessen zu ergründen, wie die “Epidemie als Politik“ die Gesellschaft verändert, wie sie im Schnelltempo Entwicklungen vorantreibt, die schon vorher angelegt waren. Es sind Texte, die Agamben im Laufe des Jahres 2020 auf dem Blog seines italienischen Verlags veröffentlicht hat, also kleine, unprätentiöse Texte, die in aller Gelassenheit sprechend voranschreiten.

          Im Namen der gesamtgesellschaftlichen Gesundheit

          Einige Stichpunkte aus Agambens Essays mögen fruchtbar für eine breitere Diskussion sein:
          Im Namen der “gesamtgesellschaftlichen Gesundheit” wird eine „Große Transformation“ vorangetrieben, die nicht auf einer rechtlichen Ordnung gründet, sondern aus dem Ausnahmezustand, d.h. der Aufhebung verfassungsrechtlicher Garantien hervorgeht.
          In diesem aufgeregten Prozess der Notverordnungen und Panikerzeugung wird nicht der Begriff oder auch der Inhalt des Begriffs “Gesundheit” diskutiert, sondern es werden lediglich Inzidenzzahlen betrachtet, die durch begrenzt aussagekräftige Tests auf ein bestimmtes Virus errechnet werden. Positiv getestete Personen werden als krank bezeichnet, obwohl nur ein kleiner Teil dieser Menschen Krankheitssymptome hat.

          Die Frage der “gesamtgesellschaftlichen Gesundheit” zu erörtern, hieße vielmehr, alle Krankheiten in die Diskussion mit einzubeziehen, die eine gesamtgesellschaftlich relevante Todesrate mit sich bringen.
          Darüber hinaus hieße die Erörterung der Frage der Gesundheit, diejenige nach der Lebensweise und ihren Auswirkungen auf die Gesundheit (ökologisch, mental, sozial etc.) zu stellen.
          Die Sorge um die Gesundheit der Bevölkerungen vorort und weltweit hieße auch, dass Medizin, medizinische Forschung und medizinische Hilfsmittel keine Ware sein können.
          Hieße, die Praxis des Public-Private-Partnership im Medizinbereich zugunsten einer öffentlichen Gesundheitsinfrastruktur, einer weltweiten, lokal organisierten Basisgesundheitsfürsorge aufzulösen. Gesundheitsvorsorge zu kommunalisieren.
          […]
          Große Transformation

          Der Ausnahmezustand fungiert dabei als juristisch-politisches, die Wissenschaft als religiöses Dispositiv der “Großen Transformation”. Seit dem zum weltweiten Hauptfeind erklärten “Terrorismus” nach dem 11. September 2001 gelten nicht wieder zurückgenommene Ausnahmezustände und Notverordnungen als normale staatliche Vorgehensweisen, die die Freiheitsrechte ohne verfassungsrechtliche Grundlagen einschränken und die Gesellschaften damit grundlegend verändern. Jeder Notstand ist im übrigen ein Labor, in dem neue politische und soziale Ordnungen und Kontrolltechniken ausprobiert werden.

          Im aktuellen Fall des Ausnahmezustands, in dem nicht nur die Angst vor Anschlägen geschürt wird, die, so das staatliche Narrativ, aus Nestern des religiös geprägten Hasses und Fanatismus gegen “die westlichen Werte” heraus organisiert werden, die es weltweit zu zerstören gelte, wird darüber hinaus die Angst vor einem unsichtbaren Etwas geschürt, vor einem winzigen tödlichen Feind. Die “Gesundheitssicherheit” oder “Biopolitik” (Foucault) schützt nicht – und das soll sie auch gar nicht – alle Menschen. Sie schützt vielmehr eine bestimmte Schicht und ihren Lebensstil. Das ist ein Sicherheitsbegriff, der genauso fragwürdig und kurzsichtig ist wie der des “Kriegs gegen den Terror”. Ein neoliberaler, die herrschenden Eliten stützender Begriff und seine Praxis.

          Mantra der Angsterzeugung

          In Fortsetzung und Weiterentwicklung der in Anspruch genommenen sog. “westlichen Werte” wird im aktuellen Gesundheitsdiskurs eine Wissenschaft postuliert, die gegen jeden Zweifel und gegen jede Infragestellung als Bollwerk dient: die tägliche Veröffentlichung von Zahlen (Inzidenz/Todesfälle), die jeder wissenschaftlichen Grundlage nach bisherigem Verständnis entbehren, da die Zahlen nicht analysiert werden, d.h. sie werden nicht zur jährlichen Sterberate und zu den ermittelten Todesursachen, nicht zu den sozialen Bedingungen und gesundheitlichen Zuständen der Einzelnen und der medizinischen Infrastruktur u.a.m. in Beziehung gesetzt. Die veröffentlichten Zahlen geben ein sehr ungenaues Bild der Infektionslage mit dem Covid19-Virus ab. Sie werden als Mantra der fortwährenden Angsterzeugung benutzt. Eine medizinische Wissenschaft mit Widersprüchen und Kontroversen wäre aber unbedingt notwendig, wenn die “Wissenschaft” nicht zur Religion werden soll, die jegliche Häresien unterdrückt.

          Suspendierung des Lebens

          Die seit Jahrzehnten fortschreitende Legitimationskrise der institutionellen Mächte soll durch die Schaffung eines dauerhaften Notstands und des daraus hervorgehenden Sicherheitsbedürfnisses eingedämmt werden. Angesichts des Terrorismus galt als wirksame Waffe, die Freiheit der Einzelnen, die möglicherweise Opfer von Terroranschlägen werden könnten (also aller Menschen, die keine Terroristen sind), zu kontrollieren und einzuschränken, um sie, so das staatliche Narrativ, besser verteidigen zu können. Angesichts der Virusepidemie geht es darum, “das Leben”, wie wir Einzelne es kannten, unser jeweils individuell ausgeprägtes und sozial vernetztes Leben, zu suspendieren, um es besser zu schützen. Unter der Vorgabe zeitlicher Begrenzung, aber als Testfall weltweit durchgezogen. Und als Möglichkeit ausprobiert und jederzeit wiederholbar. Lockdown, social distancing, Kontrolle durch digitale und polizeiliche, sowie engmaschige soziale Überwachung.

          Durch das Sicherheitsparadigma wird die Staatsbürgerschaft zu einem passiven Zustand und zum Gegenstand der Überwachung.
          Wie kann das heute in einem Umfang möglich sein, der bisher nicht einmal im Kriegsfall durchsetzbar war?

          Auf Dauer gestellter Unsicherheitszustand

          Jeder Krieg wird mit fake news geführt, jeder Krieg verlangt das bedingungslose Mitmachen aller, arbeitet mit Opfern und Lügen. Und hier nun ein Virus-Ausbruch, der als Krieg kommuniziert wird, und der die gesellschaftliche Debatte auf Anpassungsdiskurse reduziert. “Das Leben”, das geschützt werden soll, wird auf eine rein biologische Funktion reduziert und geht damit seiner politischen und menschlichen Dimension verlustig. Es ist vom sozialen Leben abgespalten.

          Die Freiheit wird zugunsten der sogenannten Sicherheitsgründe geopfert, was bedeutet, in einem ständigen Angst- und Unsicherheitszustand zu leben. Der Feind, das Virus, ist immer präsent und muss unerbittlich und ununterbrochen bekämpft werden. Diese Reduzierung des Lebens, das geschützt werden soll, auf seine biologische Funktion, das “nackte Leben”, trennt die Menschen durch Isolation und Eingrenzung der Debatten. Die Furcht stellt das Gegenteil des Willens zur Macht dar: sie ist der Wille zur Ohnmacht, das Ohnmächtigseinwollen gegenüber dem Ding, das Furcht einflößt.
          […]
          Gesundheitspflicht

          Der aktuelle gesellschaftliche Diskurs lässt das “Recht auf Gesundheit” umschlagen in eine juridisch-religiöse “Gesundheitspflicht”.
          Dabei heißt “Gesundheitspflicht” keineswegs, im Einklang mit sich und der Umwelt, der Natur, den Mitwesen, zu leben, ein der Gesundheit zuträgliches Leben zu führen, sondern: sich impfen lassen.
          Die Impfung ist der angebliche Garant der Gesundheit und unabdingbar für das Überleben aller. Das wäre ja eigentlich eine Lachnummer, wäre es nicht Ausdruck der bitteren Phantasielosigkeit und Korruptheit der Verwalter der Gesellschaften, die auf diese eine Karte setzen, weil diese dafür sorgen soll, ansonsten nichts zu ändern. Man sollte sich daran erinnern, dass das erste Beispiel einer Gesetzgebung, die sich programmatisch der Gesundheit der Bevölkerung annahm, die eugenischen Maßnahmen des NS-Regimes waren. Zu bedenken wäre außerdem, dass die Aufgabe der Medizin die Behandlung von Krankheiten jedes einzelnen Menschen ist, was ein Bündnis mit der Politik ausschließt.
          […]

          https://olaf.bbm.de/nummer-24-hanna-mittelstaedt-an-welchem-punkt-stehen-wir

          Zur Autorin:
          https://taz.de/!5785577/

          In diesem Sinn argumentiert auch die Medizinethikerin Christiane Woopen:

          27.7.2021 12:39 Uhr
          Medizinethikerin Woopen zur Impf-Debatte
          „Keiner hat die Pflicht, gar kein Risiko für andere Menschen zu sein“

          Geimpft? Ungeimpft? „Es gibt keinen Grund, Unterschiede zu machen bei der Zuteilung von Freiheiten“, sagt die Medizinethikerin Christiane Woopen.
          Michael Schmidt

          Christiane Woopen ist Professorin für Ethik und Theorie der Medizin und Direktorin von CERES an der Universität zu Köln. Bis vor kurzem war sie Vorsitzende des Europäischen Ethikrates.

          Frau Woopen, was sagen Sie denen, die wie Kanzleramtschef Braun in Ungeimpften ein Risiko sehen, vor dem es andere zu schützen gilt?

          Keiner hat die Pflicht, überhaupt gar kein Risiko für andere Menschen zu sein. Dann dürften wir alle auch nicht Autofahren. Wir haben allerdings die moralische Pflicht, auf die Gesundheit anderer möglichst gut aufzupassen und sie nicht willkürlich zu gefährden.

          Könnte eine Impflicht dabei nicht hilfreich wirken?

          Wenn jemand einen guten Grund hat, sich nicht impfen zu lassen, dann muss er meines Erachtens andere Dinge dafür in Kauf nehmen. Wenn er beispielsweise bei hohen Inzidenzen ins Restaurant möchte, muss er einen PCR-Test machen lassen. Aber man kann ihn nicht prinzipiell vom Restaurantbesuch ausschließen, zumal er nach einem PCR-Test ein ähnliches Risiko mitbringt wie ein nichtgetesteter Geimpfter.

          Warum wird die Impfpflicht in der aktuellen Situation teils kategorisch ausgeschlossen – bei Masern aber ist sie eine Selbstverständlichkeit?

          Die Situation ist eine andere: Wenn ich gegen Masern geimpft bin, dann kann ich nicht mehr daran erkranken und kann sie auch nicht mehr auf andere übertragen. Bei Sars-CoV-2 geht es dagegen nur um eine Risikoreduktion. Die ist zwar ganz erheblich, aber es ist nicht ausgeschlossen, dass man sich und eventuell auch andere ansteckt.

          Ist die Impffrage überhaupt eine moralische Frage?

          Auf jeden Fall. Es geht wie immer auch hier darum, dass Menschen Verantwortung für ihr Handeln übernehmen müssen. Mit der Entscheidung, ob man sich impfen lässt oder nicht, entscheidet man sich dafür oder dagegen, die eigene Gesundheit und diejenige anderer Menschen zu schützen. Gesundheit beeinflusst erheblich, inwiefern jemand sein Leben so führen kann, dass er es als sinnvoll erfährt – damit ist sie auch ein moralisch bedeutsames Gut.

          Sie sprechen vom Einzelnen?

          Zum einen. Zum anderen geht es darum, wie man mit der Impfung im gesellschaftlichen Kontext umgeht. Da reden wir über Lebenschancen. Ob ich ins Restaurant darf, ins Kino oder ins Büro, ob ich in Freiheit leben kann – das ist eine genuin moralische Frage. Wie diese Chancen und die Freiheiten von der Politik zugeteilt oder entzogen werden – das ist auch eine Gerechtigkeitsfrage. Bestimmte Menschen – etwa die Ungeimpften – von Lebenschancen auszunehmen, ist ein fundamentaler Eingriff. Der muss verdammt gut begründet werden.

          Das heißt?

          Wenn es Möglichkeiten gibt, diese Menschen, zum Beispiel durch PCR-Tests nicht von Freiheiten auszuschließen, dann gibt es keine Rechtfertigung für einen Ausschluss. Dann bleibt nur noch zu diskutieren, wer die Tests zahlt.

          Die Sache mit dem Ausschluss sieht man im Kanzleramt offenbar anders…

          Für mich hat das sogar eine noch tiefere Dimension. Es geht hier grundsätzlich um das Verhältnis zwischen Politik und Bürgern. Wenn die Politik in Pandemiezeiten dauerhaft in Grundrechte eingreift, in den Ministerpräsidentenkonferenzen dann aber darüber streitet und schließlich die eine Ministerpräsidentin dies macht und der andere Ministerpräsident etwas anderes – ja, dann müssen doch die Bürgerinnen und Bürger den Eindruck bekommen, das könne man offenbar so oder so oder auch ganz anders sehen. Es entsteht in der Wahrnehmung eine tiefe Diskrepanz zwischen der Größe der Frage, nämlich dem Eingriff in Grundrechte, und der Begründung dafür, die doch einigermaßen beliebig zu sein scheint: Kann man machen, muss man aber nicht. Letztlich wird das Vertrauen in die Zuverlässigkeit politischen Handelns untergraben.

          Was müsste anders werden?

          Menschen möchten ernst genommen werden von der Politik. Wenn jetzt vor allem darüber geredet wird, welche Anreize man setzt, welche Verbote man erlässt, dann fühlen sich viele Menschen bevormundet und wie Marionetten behandelt. Es gilt aber, mit ihnen zu reden, sie zu überzeugen und ihnen etwa mit aufsuchenden Impfangeboten Gelegenheiten zu verschaffen. Wichtig ist eine gute, transparente Kommunikation mit guten und verständlichen Begründungen, zielgruppenorientiert und in der richtigen Sprache.

          Druck auf Nicht-Geimpfte, etwa in Form einer Besserstellung von Geimpften, halten Sie für nicht zielführend?

          Es gibt durchaus die Möglichkeit, Ungeimpfte nicht zurückzusetzen. Auch Geimpfte können sich ja infizieren und andere anstecken. Das Risiko ist zwar wesentlich geringer, aber das Risiko infiziert zu sein und andere anzustecken ist nach einem negativen PCR-Test genauso niedrig. Deswegen gibt es keinen Grund zwischen diesen Menschen Unterschiede zu machen und einigen Freiheiten vorzuenthalten.
          […]

          https://www.tagesspiegel.de/politik/medizinethikerin-woopen-zur-impf-debatte-keiner-hat-die-pflicht-gar-kein-risiko-fuer-andere-menschen-zu-sein/27453812.html

          Eine genauso vernünftige Stimme fand ich im Tagesspiegel vom 27.7.2021, S.2
          Reißerische Aufmachung, eine Kakophonie von Stimmen (nicht online):

          Wann, wenn nicht jetzt
          Die Inzidenz steigt, die Impfbereitschaft sinkt. Kann nur Druck auf die Verweigerer Deutschland vor einem harten Corna-Herbst bewahren – oder gibt es Alternativen?

          Erich Freisleben
          Internist und Allgemeinarzt im Wedding

          […]
          Genetische Impfstoffe sind ein Novum und nicht mit bisher bekannten Wirkprinzipien vergleichbar. Wegen der Kürze ihrer Entwicklung unter dem Druck der Pandemie sind sie nur bedingt zugelassen, wesentliche Prüfungen laufen parallel zur Anwendung. Auch wenn die Wirksamkeit bezüglich des Schutzes vor schweren Verlaufsformen gegeben ist, ist die Arzneimittelsicherheit erst teilweise zu beurteilen. Gemäß dem hippokratischen Primat, vorsichtig zu sein und nicht zu schaden, muss der Nutzen für jedes Individuum abgewogen werden. Im Falle Älterer und Vorerkrankter überwiegen die Vorteile, wegen der hohen Rate schwer[er] und tödlicher Verläufe. Jüngere dagegen erkranken sehr viel seltener schwer.
          Es gibt für eine Einzelperson weder eine absolute Sichrheit, eine natürliche Infektion ohne Komplikationen zu überstehen, noch gibt es eine solche bei der Impfung. Die Statistik sagt, laut Paul-Ehrlich-Institut, dass schwere Impfnebenwirkungen in etwa 400 Fällen bei einer Million Geimpften auftreten. Während der Pandemie war in Deutschland die Sterbeziffer bei Kindern und Jugendlichen statistisch fast zu vernachlässigen. Wenn man aber 14 Millionen in dieser Altersgruppe impfen würde und die Nebenwirkungsrate vergleichbar wäre mit der bei Erwachsenen, dann wäre mit 5600 schweren Nebenwirkungen einschließlich Todesfällen zu rechnen.

          Deshalb halte ich eine Impfung in diesem Altersegment für ethisch nicht tragbar. Die Impfung kann nur eine Individualvorsorge und kein Bevölkerungsschutz sein. Eine „Herdenimmunität“ über Durchimpfung ist wegen der begrenzten Impfstoffwirksamkeit und der Mutationsneigung des Erregers illusorisch. Das Thema darf nicht ideologisiert werden. Über seine Gesundheit selbst zu entscheiden, gehört zu den wesentlichen Grundrechten unserer Demokratie.

          Kurz, klar, humanitär und vernünftig.
          Dagegen setze man unsere geifernden Medien:

          26.07.2021, 18:48 Uhr
          Aufregung um Konzert in Schönefeld
          Das zweifelhafte Freiheitsverständnis von Nena
          Der Abbruch des Nena-Konzerts zeigt: Wenn alle entscheiden, was sie gerade als richtig empfinden, schlägt Freiheit in Willkür um. Ein Kommentar.
          Hannes Soltau
          Der aufgestaute Frust von Künstlerinnen und Künstlern nach Monaten unzumutbarer Arbeitsbedingungen ist mehr als nachvollziehbar. Unschwer lässt sich erahnen, wie ernüchternd es sein muss, endlich wieder auftreten zu dürfen, doch von der Bühne dann lediglich auf Grünflächen mit versprengten Grüppchen von Zuschauern zu blicken. Helge Schneider brach am Wochenende einen Auftritt ab. Auch Nenas Konzert am Berliner Flughafen wurde vorzeitig beendet. Und doch sind beide Fälle nicht vergleichbar.

          Schneider entschied für sich und seine Band, dass er so nicht auftreten wolle. Nena aber forderte tausende von Fans auf, näher zusammenzurücken. „I don’t fucking care! Ich hab die Schnauze voll!“, sagte sie im Bezug auf die Coronamaßnahmen. Ihr Hinweis, dass auch beim Christopher Street Day am Vortag zehntausende eng beieinander auf den Straßen Berlins unterwegs waren, ist vollkommen berechtigt. Doch deutlicher konnte sie die Geringschätzung für Risikogruppen unter ihren Anhängern nicht ausdrücken.
          […]
          Das verkürzte Freiheitsverständnis

          Darüber machte sich Nena sichtlich keine Gedanken. „Wir leben in einer echt krassen Zeit und es geht um die komplette Eigenverantwortung, die jeder für sich tragen muss“, führte sie aus. Ein Satz, der symptomatisch für das verkürzte Freiheitsverständnis des Querdenker-Lagers steht.

          Wenn Menschen ein Konzert vorzeitig beenden oder Risiken für sich eingehen wollen, dann ist das ihr gutes Recht. Das aber dort endet, wo sie mit ihrem Handeln andere Menschen gefährden. Freiheit bedeutet nämlich nicht, zu tun und zu lassen, was man will. Freiheit ist vielmehr die Einsicht in die Notwendigkeit, wie Hegel einst sinngemäß schrieb.
          […]
          Wenn alle entscheiden, was sie gerade als richtig empfinden und sich bloß nichts von außen sagen lassen wollen, schlägt Freiheit in Willkür um. Und dann verwirft man auch mal eben Wissenschaft, Logik und Moral. „Das Ganze wird hier politisiert und das ist vollkommen ätzend“, urteilte Nena am Sonntagabend. Die Zeit ist reif für ein bisschen Zärtlichkeit? Irgendwie, irgendwo, irgendwann. Aber anscheinend nicht heute.

          https://www.tagesspiegel.de/kultur/aufregung-um-konzert-in-schoenefeld-das-zweifelhafte-freiheitsverstaendnis-von-nena/27455228.html

          Das ist natürlich Unsinn: wenn die Fans nicht in ihren umzäunten Arealen bleiben, sondern nach vorn zur Bühne gehen, dann gehen sie alle zusammen ein Risiko ein. Die, die das nicht wollen, können ja in ihrer Box bleiben.

          Gut nur, daß der Text vom Tag zuvor, gegen alte weiße Männer (die dann auch noch dem Pop zugerechnet werden!), so schnell widerlegt wurde:

          25.07.2021, 21:35 Uhr
          Helge Schneider bricht genervt Konzert ab
          Corona-Frust bei den alten Männern des Pop
          Helge Schneider bricht sein Konzert ab, Eric Clapton will nicht vor geimpften Publikum auftreten. Das Künstler-Ego ist immun gegen das Virus. Ein Kommentar.
          Andreas Busche

          Diese Pandemie geht ans Nervenkostüm – und gehörig auf die Nerven. Die Kulturszene haben die zum Teil widersinnigen Corona-Maßnahmen besonders hart getroffen: abgesagte Touren, geschlossene Clubs, neuerdings zwar wieder Konzerte und Partys – aber nur mit Abstand.

          Da kann einem mittellosen Künstler wie dem Spaßvogel Helge Schneider, 65, schon mal das Lachen vergehen. Der hat am Freitag darum ein Statement in die Welt gesetzt, als er schlecht gelaunt sein Konzert beim Strandkorb Open Air (eigentlich ja eine nettere Social-Distancing-Idee als Autokino-Konzerte) in Augsburg nach 30 Minuten abbrach – und 900 Fans ratlos zurückließ.

          Ein Witz des erratischen Alleinunterhalters? Mitnichten! „Das geht mir ziemlich auf den Sack. Ich habe langsam keine Lust mehr. Das System ist einfach fadenscheinig und dumm“, verkündete er bei seinem unrühmlichen Abgang noch, ohne sich weiter zu erklären.
          Solche Ansagen sind natürlich eine dankbare Steilvorlage für Querdenker und rechte Corona-Verschwörungsanhänger, die Schneiders Ansage auch prompt in den sozialen Netzwerken teilten.
          […]
          Die extreme Variante stellt der britische Gitarrenheld Eric „Slowhand“ Clapton, 76, dar, der gerade ankündigte, in England gar keine Konzerte mehr zu spielen, solange das Publikum einen Impfnachweis vorzuweisen habe. Clapton hatte zu Beginn des Jahres schwere Nebenwirkungen nach seiner Impfung gezeigt und sich darüber in der Telegram-Gruppe des Anti-Corona-Aktivisten Robin Monotti ausführlich geäußert. Dazu muss man wissen, dass sich der Großteil von Claptons Anhängerschaft alterstechnisch in der Corona-Risikogruppe befindet; Fan-Nähe sieht definitiv anders aus.
          […]
          Wenn man schon vorgibt, etwas für „die Fans“ tun zu wollen, sollte man für einen Moment auch mal das eigene Künstler-Ego zurückstellen. Ausfälle wie die von Schneider und Clapton, so unterschiedlich ihre Beweggründe sein mögen, zeugen von einem mangelnden Problembewusstsein. So nah, wie die Großkünstler annehmen, möchten die Fans ihren Stars gerade vielleicht gar nicht kommen.

          https://www.tagesspiegel.de/kultur/helge-schneider-bricht-genervt-konzert-ab-corona-frust-bei-den-alten-maennern-des-pop/27452600.html

          Offenbar muß man heutzutage als Journalist eine Häme-Kurs belegt haben, damit man es schafft, das Journalisten-Ego nicht zurückzustellen.

        • Und kurz mal wieder zu den USA, wo Politik, Behörden und Medien alles tun, um fake news zu verbreiten; zuletzt schrieb ich dazu:

          „Democrats fürchten diesen scharfzüngigen Jordan, der die Probleme der Dems auf den Punkt bringt:

          Die WaPo vom 22.7. bietet ein paar Einsichten:

          Trump says he spoke to a ‘loving crowd’ at Jan. 6 rally
          In an exclusive interview for the new book “I Alone Can Fix It,” the former president described the atmosphere on Jan. 6 before the storming of the Capitol as largely friendly and peaceful. Listen to the audio here.
          By Carol D. Leonnig and Philip Rucker ● Read more »

          [So war es auch. Und Trump rief nicht zum „Sturm aufs Kapitol“ auf, und niemand seiner Zuhörer nahm an diesem abgeblichen Event teil.]

          Stop insulting Trump voters and their concerns. Talk to them.
          Opinion ● By Gary Abernathy ● Read more »

          Am 24.7.2021 buk das Dems-Propaganda-Organ WaPo dank des juristischen und politischen Zerbröselns des Narrativs: Trump und seine Anhänger sind Terroristen, ganz kleine Brötchen: nämlich mit der typischen Täter-Opfer-Umkehr:

          ‘Some are still suffering’: Months after Capitol riot, police who fought the mob contend with physical, psychological pain
          Officers who plan to testify before Congress say recognition of the insurrection is crucial to their recovery.
          By Peter Hermann ● Read more »

          Der unbekannte Capitol Police Officer, der die unbewaffnete Ashli Babbit erschoß, die für niemanden eine Gefahr darstelte – ihr wurde unter Aufsicht vom Secret Service, von verdeckten Antifa-Agenten, mit Sturmgewehren bewaffneten Kongreß-Polizisten, gefilmt von einem BLM-Agitatoren, „erlaubt“, durch ein von anderen zerschlagenes Glasfenster eines Türflügels zu klettern – wird aus geheimgehaltenen Gründen nicht verfolgt. Die Trump-Anhägerin Ashli Babbit war das einzige tödliche Gewaltopfer des „Aufstands“. Zuvor hatte die Presse nach Leaks aus den Geheimdiensten wochenlang von Todesfällen bei der Capitol Police wegen der aggressiven „Aufständischen“ berichtet. Über den Tod des Capitol Police Officers Brian Sicknick, der einen Tag nach dem 6.1.2021 an einem Schlaganfall verstarb, wurden wochenlang fake news verbreitet – sogar gegenüber dessen Familie.“
          https://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-37/#comment-93555
          [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2020/10/19/warum-die-presse-versagt/comment-page-37/#comment-93555

          Es ist bezeichnend, daß die WaPo den Konservativen Marc A. Thiessen als Kolumnist zu einem sensiblen Thema zu Wort kommen läßt:

          Opinion
          Did Biden just commit an impeachable offense in Ukraine?

          Opinion by
          Marc A. Thiessen
          Columnist
          July 22, 2021 at 3:31 p.m. EDT

          Remember when House Democrats impeached President Donald Trump for twisting the arm of Ukrainian President Volodymyr Zelensky, allegedly conditioning a White House visit on his willingness to investigate Hunter Biden? Well, guess what: Axios reports that the Biden administration may have twisted Zelensky’s arm to accept a deal President Biden just cut with Germany to allow it to move forward with its Nord Stream 2 pipeline with Russia — and conditioned a White House visit by Zelensky on acceptance of the deal.

          “While members of the Biden administration were finalizing their deal with Germany, they were working with the Ukrainians to set a date for Zelensky’s White House visit, which the Ukrainian president had initially stated would be this month,” Axios reports. “The Ukrainians felt the administration was effectively linking the White House visit to Ukraine’s position on the Nord Stream deal and pressuring them not to speak out.”
          https://www.axios.com/ukraine-poland-republicans-biden-nord-stream-deal-576e50aa-2f5c-45eb-9f14-d572c054f25a.html

          Did Biden really just condition a visit to the White House upon Zelensky’s agreeing to acquiesce to Russian energy dominance over Ukraine? Time to appoint the impeachment managers!

          […]
          Before leaving office, Trump succeeded in stopping construction on the pipeline. In 2019, he signed legislation to sanction businesses involved in the project. A number of companies pulled out of the project as a result. And Trump made clear that he was ready to punish not just Russian companies but German and other European suppliers as well. As Axios’s Jonathan Swan told me, “Major construction . . . was frozen when Biden took office, because they legitimately were worried that the Trump administration would . . . potentially go all the way and sanction German utilities, end users of the gas.”
          As soon as Biden took office, construction on the pipeline resumed. In his confirmation hearing to be secretary of state, Antony Blinken declared he was “determined to do whatever we can to prevent that completion” of Nord Stream 2. But then, in May, the State Department waived sanctions against Matthias Warnig, the Vladimir Putin crony and former East German intelligence officer in charge of overseeing construction. And in June, Biden decided to stop trying to block the pipeline, deciding it was not worth the costs to our relationship with Germany.
          […]
          This is far more serious than Trump’s ham-handed efforts to get Zelensky to investigate Hunter Biden. Trump’s call with Zelensky was not “beautiful” or “perfect” as he claimed; it unwisely gave the appearance of mixing his electoral interests with U.S. policy. But he made no promises or threats in the call, as was initially and falsely reported, and Zelensky said Trump did not pressure him. Trump’s conduct, while inappropriate, did not to the level of “high crimes and misdemeanors.”

          Moreover, though House Democrats also accused Trump of holding up vital military assistance to Ukraine as pressure on Zelensky, in fact it was Trump who sent lethal aid to Ukraine that the Obama-Biden administration refused to provide. Back then, Joe Biden accused Trump of withholding aid “to pressure a sovereign nation, a partner that is still under direct assault from Russia.” Well, here’s the kicker: No sooner was Biden in the Oval Office than he put a hold on $100 million in U.S. military aid to Ukraine.

          Trump was incredibly tough on Russia in deed, if not in word. By contrast, Biden has called Putin a killer, but since taking office, he has suspended that military aid, approved an extension of the New START deal and acquiesced to the Nord Stream 2 pipeline, which increases Russian power in the region at Ukraine’s expense — and Biden may have inappropriately pressured Ukraine’s president to silence his criticism of the deal.

          Do Biden’s actions constitute an impeachable offense? Of course not. Being soft on Russia is not a high crime or misdemeanor. But asking Ukraine’s president to sign off on a deal that will allow Putin to strangle his country is shameful, even if not impeachable.

          https://www.washingtonpost.com/opinions/2021/07/22/did-biden-just-commit-an-impeachable-offense-ukraine/

          Was die Verlogenheit der Dems-Politk genauso trefflich zusammenfaßt wie die parteiübergreifende Mehrheit der Falken in Washington (und bei uns).

          Da gerät die ZEIT echt ins Schleudern, denn natürlich stimmt die NATO-affine ZEIT (wie die Grünen) Ted Cruz inhaltlich ja zu:

          Der Präsident versuchte sich schon beim Besuch von Kanzlerin Angela Merkel vergangene Woche in Pragmatik zu retten. Ein Projekt kurz vor der Fertigstellung noch zu stoppen, sei nicht sinnvoll. Am Ende war das transatlantische Verhältnis Biden wichtig genug, um das leidige Kapitel zu beenden. Allein die politischen Folgen werden mit der Einigung, die Putin freut, der Ukraine womöglich nur bedingt hilft und auf Kritik in den USA und Europa stößt, wohl mitnichten vorüber sein.

          Wie die Russland-Politik navigieren?

          Als das Weiße Haus mit der Einigung gleichzeitig den Besuch des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj für Ende August ankündigte, hatte Cruz die nächste Gelegenheit, Bidens Außenpolitik anzugreifen. Der Zeitpunkt lasse Selenskyj keine Zeit, sich mit Mitgliedern des Kongresses zu treffen, die parteiübergreifend gegen Bidens Politik seien, twitterte Cruz. „Wahrscheinlich nur Zufall“, schrieb er noch ironisch. Der Kongress geht im August traditionell in die Sommerpause. Nach einem Telefongespräch zwischen Biden und Selenskyj war das Treffen eigentlich für Juli geplant gewesen.

          […]

          https://www.zeit.de/politik/ausland/2021-07/ted-cruz-usa-senator-nord-stream-2-abkommen-joe-biden/komplettansicht

          Danach geht es dann trotzdem irgendwie gegen Cruz. Unsere Medien sind reine Propagandaschleudern geworden, was nicht nur, aber insbesondere, die Auslandsberichterstattung angeht.

          Bei allen fake news tastet man sich allerdings langsam an die US-Realität heran:

          24.7.2021 16:41 Uhr
          Maler und Präsidentensohn
          Hunter Biden bereitet dem Weißen Haus Kopfzerbrechen
          Die künstlerischen Ambitionen von Hunter Biden werden von den Medien schon länger belächelt. Sie stellen seinen Vater aber auch vor politische Probleme.
          Andreas Busche
          […]
          Am Freitag geriet die Pressesprecherin des Weißen Hauses Jen Psaki in der Fragerunde jedoch in die Defensive, als es um die künstlerischen Ambitionen von Hunter Biden, dem jüngeren Sohn des amtierenden US-Präsidenten ging. Grund ist die erste Soloausstellung Bidens, der seit kurzem von dem New Yorker Galeristen Georges Bergès vertreten wird. Der berühmteste Klient Bergès’, der auch einen Showroom in Pankow betreibt, war bislang der Actionstar (und mittelerfolgreiche Actionpainter auf dem zweiten Bildungsweg) Sylvester Stallone.

          Die Malerkarriere des Anwalts, Private-Equity-Managers und Wirtschaftslobbyisten Hunter Biden wird schon eine Weile von amerikanischen Medien mit einer Mischung aus Amusement und Spott beobachtet. Es reichte aber auch schon zu Porträts in der „Times“ und dem „New Yorker“. Das war zu einem Zeitpunkt, als Biden wegen seiner undurchsichtigen geschäftlichen (und vermeintlich politischen) Verbindungen in die Ukraine in der Öffentlichkeit stand – und die Donald Trump letztlich sein erstes Amtsenthebungsverfahren einbrachten.
          https://www.tagesspiegel.de/politik/chance-fuer-trump-problem-fuer-den-vater-das-steckt-hinter-den-ermittlungen-gegen-hunter-biden/26706994.html

          Der ukrainische Regierungschef Wolodymyr Selenskyj sollte dem damaligen Trump-Anwalt Rudy Giuliani im Juli 2019 Munition über Hunter Biden für den US–Wahlkampf gegen dessen Vater liefern (das berühmte quid pro quo). Doch außer eines gutdotierten Postens im Verwaltungsrat des Gasunternehmens Burisma war in seinen Geschäften in Osteuropa nichts Verdächtiges zu finden, was die Korruptionsvorwürfe bekräftigt hätte. [Krasse Lüge: das State Department schützte Burisma, und Papa Joe setzte gar den Genenralstaatsanwalt ab, der gegen Burisma ermittelte.]

          Vater und Sohn Biden stehen im Visier der Trumpisten

          Doch Hunter Biden steht weiter unter Beobachtung der Trumpisten im Kongress, weswegen seine Soloausstellung politisch so brisant ist. Denn Bergès ruft für die Bilder seines Klienten, ein unbeschriebenes Blatt in der Kunstwelt, Preise bis zu einer halben Million Dollar auf. Der Name Biden sorgt bei dem Novizen für einen ordentlichen Aufschlag, so der Vorwurf aus der Kunstszene. Die Washingtoner Medien treiben noch eine ganz andere Sorge um, nicht zuletzt vor dem Hintergrund der „Ukraine-Affäre“.

          Wer hätte Interesse an den überteuerten Bildern eines mittelmäßig begabten Malers – es sei denn, sie versprächen einen Wert, der über das Sammlerprestige hinausginge? Die Angst vor dem Einfluss Russlands kursiert in der Hauptstadt seit den Manipulationsversuchen im Präsidentschaftswahlkampf 2016 wieder verstärkt. [Daß es den nicht gab: geschenkt.]
          […]
          Was aber könnte ein russischer Oligarch im Gegenzug für ein überteuertes Gemälde von einem Wirtschaftslobbyisten erwarten, dessen Vater im Weißen Haus sitzt?, fragt man sich besorgt.

          Erst im vergangenen Jahr veröffentlichte das US-Finanzministerium einen Bericht, in dem die Behörde vor Geschäften auf dem Kunstmarkt warnte, der sich mit seinen undurchsichtigen Geldflüssen und einem wachsenden Sekundärmarkt durch von Kunstmaklern vertretene anonyme Käufer als Tummelplatz für die Terrorfinanzierung etabliert habe. Auch namhafte Russen stehen auf der Blacklist.

          Da beruhigen die Regularien, auf die man sich vor zwei Wochen für den ungewöhnlichen Kunstdeal einigte, nur wenig. Hunter Biden solle weder die Kaufpreise noch die Identität der Käufer erfahren, um ihn vor möglicher Einflussnahme zu schützen.

          Eigentlich, so die Kritiker an dem Abkommen, wäre Transparenz aber der beste Schutz gegen Korruption. Hunter Biden kann einem fast ein wenig leidtun. Der Präsidentensohn hat nach seiner jahrelangen Drogensucht in der Malerei eine Form der Therapie gefunden; seine Galerie erwähnt auf ihrer Website seinen Vater mit keinem Wort. Aber auch für die nächste Kunsthoffnung gilt: Blut ist dicker als Acrylfarbe.

          https://www.tagesspiegel.de/kultur/maler-und-praesidentensohn-hunter-biden-bereitet-dem-weissen-haus-kopfzerbrechen/27450816.html

          Hunter hat sein Leben lang von seinem Vater profitiert – und der von dessen geschäftlichen Erfolgen. Aber ehrliche Berichterstattung dürfen wir von unseren ideologisch festgefahrenen Medien nicht erwarten. Immerhin wagt man sich an ein Kernthema – allerdings hinter Bezahlschranken:

          Waffengewalt in den USA eskaliert
          Wenn die Kugeln in den reichen Vierteln einschlagen
          Mehr als 11.500 Menschen wurden in den USA 2021 erschossen. Die sechsjährige Nyiah war eine von ihnen. Es ist kein Problem der Brennpunkte mehr. Ein Report.
          Von Sidney Gennies
          26.07.2021, 05:04 Uhr
          Die Kugel, die sie tötet, war nicht für sie bestimmt. Nyiah Courtney ist sechs Jahre alt als sie stirbt. Erschossen vor etwas mehr als einer Woche an einer Bushaltestelle im Südosten Washingtons, wo sie mit ihrer Mutter wartete. Aus einem dunklen Auto heraus wurde das Feuer eröffnet. Sechs Menschen verletzt. Darunter ihre Mutter. Nur Nyiah überlebte nicht. Sie war zur falschen Zeit am falschen Ort. Vor allem am falschen Ort – wie Daten des Department of Forensic Science nun belegen.
          […]

          https://plus.tagesspiegel.de/gesellschaft/waffengewalt-in-den-usa-eskaliert-wenn-die-kugeln-in-den-reichen-vierteln-einschlagen-194849.html

          Da geht es um die Gewalt schwarzer Gangs gegen schwarze Gangs in Washington DC, die 2021 stark zugenommen hat. Und jetzt gab es gar eine Schießerei vor einem Nobel-Restaurant in Washington DC, in dem vor kurzem noch Biden und Harris speisten, sicherlich mit Maske. Shocking! Bislang haben nur die „friedlichen Proteste“ von BLM und Antifa Gewalt in die Bezirke der Reichen hereingetragen. Ein Artikel ohne Tiefe, und zu Biden, der unter Druck stehe, wird lediglich ausgeführt, daß seine Priorität die Beendigung der Pandemie sei.

          Soviel Lügen und Verschweigen!

          Roland Nelles hat sich im aktuellen SPIEGEL ebenfalls des Themas angenommen, angesichts der Schußwaffen-Kriminalität der Gangs in Chicago (S.78-81); ich habe den Artikel noch nicht einmal gelesen, nachdem ich auf die gefettete Zwischenüberschrift auf S.78 stieß:

          Es handelt sich um eine vorhersehbare Katastrophe: Mehr Waffen führen zu mehr Taten

          Großer Gott! Als ob die schwarzen und braunen Gangster, die um sich schießen, jemals eine Waffe legal erworben hätten, und man also weitere Restriktionen bräuchte als die in den von Democrats regierten Großstädten, in denen die Gewalt eskaliert. Natürlich wegen „Defund the Police“-Politik und der Politik von Soros-unterstützten Staatsanwälten, die weder U-Haft verhängen, noch Ladendiebstähle oder gar BLM-Plünderer verfolgen, sich dafür aber der Verfolgung des politischen Gegners hingeben. Davon werden wir bei uns nichts lesen. So wenig wie von den üblichen rassistischen Ausschreitungen Schwarzer gegen Asiaten. Hier gab es mal eine physische Gegenwehr:

          Ja, das ist das eigentliche Ziel der linken Identitätspolitik:

          Die Berichterstattung über die konstante rassistische Gewalt von Schwarzen gegen Asiaten in den USA findet bei uns natürlich nicht statt; denn nach der reinen Lehre der Critical Race Theory können nur Weiße rassistisch sein. 😉

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