Warum die Presse versagt II

Nahtlos kann ich an meinen letzten Artikel vom 19.10.2020 anschließen, der so begann:

„In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich keinen Beitrag mehr geschrieben, sondern nur noch in Kommentaren das Weltgeschehen und dessen mediale Zerrbilder präsentiert. Die Themen gingen nicht aus, und es war immer wieder ein Phänomen festzustellen: öffentlich-rechtliche Sender und die Medien informieren nicht, sie ergreifen Partei, befördern Agenden und verfehlen ihren Auftrag, der Macht durch kritisches Hinterfragen Paroli zu bieten.

Stattdessen: Polemik, Skandalisierung, uniformer „Haltungsjournalismus“, Wunschdenken, eilfertige Übernahme von Sprachvorgaben aktivistischer Lobbies und Ausgrenzung von Kritikern. Hat man jemals so viel über „Verschwörungstheorien“ – pardon, jetzt heißt es „Verschwörungsmythen“ und „Verschwörungserzählungen“, denn „Theorie“ klingt zu wissenschaftlich und würde diese Wirrköpfe nur adeln – gelesen wie in den letzten Monaten, dargeboten von derselben Presse, die jahrelang an der Verschwörungstheorie der Democrats mitwirkte, nach der Donald Trump quasi ein russischer Agent sei und mit Putin daran arbeitete, Mails der Democrats-Partei zu hacken und sie über WikiLeaks zu verbreiten? Und die jetzt souverän die Aufdeckung dieser Verschwörungstheorie als echte Verschwörung von Hillary Clinton, dem DNC, CIA, FBI, dem State Department und den willigen Helfern der durch die Bank anti-Trump-Presse von NYT über die Washington Post, Politico und Daily Beast, CNN und allen anderen cable news bis auf Fox News beschweigt?

Ja, ja, die „Schlinge zog sich jahrelang zu“ um Trump.

Wenn sie sich infolge der New York Post-Enthüllungen um Joe Biden zuzieht, springt man gerne wieder auf den Zug, daß es sich bei den aus Hunter Bidens Computer stammenden Mails und Bilder, deren Echtheit nicht einmal von den Bidens bestritten wird, um „russische Desinformation“ handele.“

Der Coup gelang: die NYPost verlor ihren Twitter-Account, alle Nutzer, die auf die enthüllende Artikel-Serie über krumme Geschäfte von Bruder James und Sohn Hunter Biden in der Ukraine, China und Rußland verlinkten, wurden gecancelled, Facebook zensierte ebenso, kein einziges Mainstream-Medium berichtete darüber, und 50 ehemalige leitende Geheimdienstmitarbeiter versicherten, an der Sache sei nichts dran. So sicherten sie Bidens Wahl.

Erst am 16.3.2022 räumte die NYT – wohl zur Vermeidung einer „Überraschung“ durch eine alsbald zu erwartende Anklage gegen Hunter Biden ­– ein, daß die von der NYPost veröffentlichten E-Mails aus Hunter Bidens Laptop (neben bestätigenden Zeugenaussagen auch zu den 10% für den „Big Guy“ Joe) echt seien.

Hier die Sachlage, wie sie in „The Federalist“ zutreffend zusammengefaßt wird:

8 Joe Biden Scandals Inside Hunter Biden’s MacBook That Corporate Media Just Admitted Is Legit
By: Margot Cleveland
March 22, 2022
[…]

6. The Intelligence Community’s Briefing of Biden

Another scandal reaching President Biden concerns his interactions with the intelligence community after the FBI, and presumably the CIA and other such agencies, learned in December of 2019, that Hunter Biden believed Russians had stolen Hunter’s laptop, rendering the Bidens susceptible to blackmail.

Here, it is important to understand that there are two separate Hunter Biden laptops at issue. The most-discussed laptop was actually the second laptop. That laptop was the one Hunter had abandoned at the Delaware repair shop. Then, after the repair shop owner discovered concerning material on the MacBook, the store owner handed it to the FBI in December of 2019. The owner of the repair shop, however, had first made a copy of the hard drive, which resulted in The New York Post’s coverage in October 2020.

But there was another laptop — one Hunter believed Russians had stolen from him when he was binging on drugs with prostitutes in the summer of 2018 in Las Vegas. While the public did not learn about the existence of this earlier laptop until August of 2021, the FBI knew about it as early as December 2019, when they took possession of the second laptop Hunter had left at the repair store.

Among other material contained on the second laptop was a video of Biden recounting the circumstances of his first laptop disappearing with some Russians. Significantly, on that video Hunter Biden said his first laptop contained a ton of material leaving him susceptible to blackmail, since his father was “running for president” and Hunter talked “about it all the time.”

It is inconceivable that the FBI and the intelligence communities did not brief Biden on this discovery and the risk of blackmail, given that former FBI Director James Comey briefed Trump on the fake Steele dossier. On second thought, that is the initial question reporters should ask the president: “Did the FBI brief you, Mr. President, on the fact that Hunter believed Russians had stolen a laptop containing compromising information?”

From there, an inquiring press should investigate to ensure that Joe Biden did not direct the intelligence community to bury this national security risk to protect himself or his son.

7. Possible Collusion to Interfere in the 2020 Election

An honest press should also investigate whether now-President Biden or anyone connected to his then-presidential campaign pressured reporters, media outlets, or companies such as Twitter and Facebook to censor the Hunter Biden story. And what about the “fifty former intelligence officials” who publicly declared the laptop resembled a Russian disinformation campaign — something clearly untrue? Did Biden or his campaign coordinate with those individuals, several of whom had endorsed the Democratic candidate, in the release of the letter?

Given that polls show that 17 percent of Joe Biden voters would not have voted for him in 2020, if they had known about the Biden family scandals, the collective burying of the laptop scandal represents the most significant interference in elections ever seen in our country. So, “Did Biden or his campaign have anything to do with the decision to kill the New York Post’s reporting on Hunter’s MacBook?” And “What about the ‘fifty former intelligence officials?’”
[…]

https://thefederalist.com/2022/03/22/8-joe-biden-scandals-inside-hunter-bidens-macbook-that-corporate-media-just-admitted-is-legit/

Da sehen wir den Washington-Sumpf, zu dem die Presse unmittelbar gehört. Sie weigert sich noch immer, über den Skandal, der mittlerweile – wie der senile Präsident selbst – das Zeug zum Sicherheitsrisiko hat, zu berichten.

Corona hat zwischenzeitlich die schon im Oktober 2020 aufgezeigten Medien-Mängel vertieft: Evidenzfreie Panikmache, herabsetzende Ausgrenzung von Maßnahme-Kritikern als rechtsextreme „Corona-Leugner“, mit denen sie nichts gemein hatten, Promoten von Katastrophen-Modellierern, die immer danebenlagen, Wissenschaftler-Bashing, soweit sie nicht auf dem No-Covid-Kurs von Christian Drosten unterwegs waren -: schlimmer konnte es nicht kommen. Meinte ich.

Doch jetzt ist Krieg, und es ist noch schlimmer geworden. Und die Verantwortungslosigkeit der Medien in jeder Hinsicht noch gefährlicher.

479 Gedanken zu „Warum die Presse versagt II

  1. @ Mark Smith:

    „Und auch die Deutschen sollten sich doch ein bisschen eher auf ihr Land konzentrieren, wenn man den folgenden Bericht liest:

    „+++ 05:23 DIW: Krieg kostet deutsche Wirtschaft bis zu 200 Milliarden Euro +++

    Der Ukraine-Krieg wird die deutsche Wirtschaft nach Worten von DIW-Präsident Marcel Fratzscher noch über Jahre belasten. „Der Ukraine-Krieg hat massiven Schaden für die deutsche Wirtschaft verursacht“, sagt der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) der Nachrichtenagentur Reuters. Von dem zu Jahresbeginn für möglich gehaltenen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 4,5 Prozent in diesem Jahr könnte bestenfalls ein Plus von anderthalb Prozent übrig bleiben, was größtenteils an den ökonomischen Folgen des Krieges liege, der am 24. Februar begann.“ (Quelle: n-tv.de)

    Ich könnte mir vorstellen, dass dies noch ein bisschen mehr bergab geht mit der Wirtschaft in Deutschland. Mal sehen, wie hoch die Energiepreise noch klettern werden und wie gut das die deutsche Wirtschaft kompensieren kann.“

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-12/#comment-96923

    Und schon wieder auf ein Framing reingefallen: nicht der Krieg führt in die Rezession, sondern die Sanktionen! Und mehr noch: Habeck geht über die EU-Sanktionen ja noch hinaus und beendet die sanktionsfreien Öllieferungen per Druschba-Pipeline nach Schwedt, ohne kompensieren zu können. Polen hat gerade erklärt, kein Öl liefern zu können. Naja, im Osten wählt ja niemand die Grünen, und wenn eine Region dort zugrundegeht und das Benzin knapp wird – wen kümmert es schon? So geht ineffektiver Moralismus.

    Mark Smith:

    „Der Britische Geheimdienst wieder einmal.
    „+++ 08:33 Briten-Geheimdienst: „Russlands Aussichten sind düster“ +++
    Der britische Geheimdienst zieht aus Sicht Russlands eine verheerende Bilanz nach sechs Monaten Krieg: „Russlands diplomatische Macht ist geschwunden und seine langfristigen wirtschaftlichen Aussichten sind düster“, heißt es in der Einschätzung, die vom britischen Verteidigungsministerium veröffentlicht wurde. Zudem mache die russische Offensive im Donbass nur minimale Fortschritte, die Armee verfüge über zu wenig Munition, Fahrzeuge und Personal. „Die Moral in vielen Teilen der russischen Streitkräfte ist schlecht, die Armee selbst hat sich erheblich verschlechtert“, heißt es weiter. „Sechs Monate sind vergangen und Russlands Krieg hat sich als kostspielig und strategisch schädlich erwiesen.““ (Quelle: n-tv.de)

    Nun würde sich der Britische Geheimdienst doch besser Sorgen um die ökonomische Zukunft von Grossbritannien machen, zumal es dort zappenduster aussieht. Und das mit der Moral und dem fehlenden Personal, Munition etc. wurde, wenn ich das richtig im Kopf habe, bereits vor einigen Monaten immer wieder propagiert und offenbar falsch.“

    In der Tat, der 24.8. [ukrainische Unabhängigkeit und das 6-Monats-Datum der russischen Intervention] war ein Tag der Propaganda.

    Aber zuvor noch ein Detail aus der lächerlichen britischen Militärgeheimdienst-Propaganda vom 23.8.2022:

    Nö:

    Und trotz dieser Nachricht vom 22.8.2022:

    wird uns dieses Video vom 23.8.2022 präsentiert:

    Der Ausschnitt ist viel zu kurz, und außerdem: für Panzer und anderes schweres Militärgerät nach Cherson reichen die Reparaturen womöglich nicht aus.

    Es gab ja viel Bohei im Vorfeld des Jubiläums-Tages (24.8.2022): Alle Feiern abgesagt, die Menschen sollen zuhause bleiben und den Luftalarm befolgen, Rußland werde Zivilisten beschießen. Die USA beteiligten sich an der albernen Propaganda-Aktion und forderten ihre Landsleute auf, die Ukraine zu verlassen.

    Zwar heulten viele Luftalarm-Systeme, aber da Rußland – anders als die Ukraine, die im Donbaß täglich Zivilisten bombardiert – nicht daran denkt, zivile Ziele zu attackieren – heulten die nur für Westnachrichten; wie schon beim groß propagierten angeblichem „Kampf um Kiew“, der nie stattfand.

    Man betrachte nur die „Nachrichten“ der Tagesschau vom 24.8.2022:

    Einen einzigen vorgeblichen Angriff auf „Zivilisten“ gab es:

    Ansonsten: geballte Propaganda:

    Allen voran: GB. BoJo ließ es sich nicht nehmen, am 24.8.2022 persönlich in Kiew anwesend zu sein, trotz sinnlosen Luftalarms:

    Er hatte die übliche krude Botschaft im Gepäck, die er schon im März, als Selenskij noch kompromißbereit war, verbreitet hatte – NEIN zu Verhandlungen:

    Die vermutlich 90.000 verheizten ukrainischen Soldaten, die dazwischen – bei Verlusten an allen Fronten – sterben mußten, sind nicht der Rede wert.

    Besonders albern:

    Russia launched a full invasion of Ukraine six months ago, with the aim of toppling the government and occupying most of the country. By April, Russia’s leaders realised this had failed, and reverted to more modest objectives in eastern and southern Ukraine.

    Die öde Propaganda seit Monaten: man unterstelle Rußland Kriegsziele, die dann nicht erreicht wurden. Große Niederlage!

    Es handelte sich allerdings um eine Spezial-Operation mit geringem Einsatz und dem erklärten Ziel der Befreiung des Donbaß:

    The Donbas offensive is making minimal progress and Russia anticipates a major Ukrainian counterattack. Operationally, Russia is suffering from shortages of munitions, vehicles and personnel.

    Letzteres trifft allein auf die Ukraine zu, die Donbass-Verteidigung steht kurz vor dem Kollaps und Rußland führt eine Kherson-Offensive, nicht die Ukraine.

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-12/#comment-96920

    Basislose Durchhalte-Parolen aus Großbritannien:

    Desgleichen aus Kiew:

    Kaltes Wasser wird auf die Propaganda-Flammen vom Sydney Morning Herold gegossen, der einen aufmerksamen Korrespondenten hat:

    Im Grunde weiß das jeder, weshalb ja auch allseits antirussische Propaganda betrieben wird; hier zum angeblich – ähem – von Russen beschossenen AKW in Saporischschja, das seit März durch – ähem – Russen verwaltet wird:

    RT ist natürlich ein Feindsender, der gecancellet wurde. Nur: warum findet man nichts über diese UN-Security Council-Sitzung in Westnachrichten?!

    Kann es sein, daß der Westen seine eigene Propaganda schützen will?

    • Sozusagen in „eigener Sache“ als Mitglied der Karl May Gesellschaft:

      Ist Winnetou erledigt? Ein offener Brief von Karl-May-Gesellschaft und Karl-May-Stiftung

      Die Entscheidung des Ravensburger Verlags, aufgrund eines in den sozialen Medien erhobenen Rassismusvorwurfes mehrere Publikationen rund um den Film Der junge Häuptling Winnetou zurückzuziehen, hat eine lebhafte Diskussion ausgelöst. Als eigentlicher Sündenfall wurde von Seiten dekolonialer Aktivisten der Bezug zu Karl May gekennzeichnet, der angeblich ein überholtes rassistisches Weltbild vertrete und den Genozid an der indigenen Bevölkerung Amerikas romantisiere oder verschweige.
      Ohne auf den Inhalt des Films und der zugehörigen Bücher einzugehen – bei denen es sich um völlig freie Neuinterpretationen der von Karl May in den 1890er Jahren geschaffenen Romanwelt handelt –, möchten die Karl-May-Gesellschaft e. V. und die Karl-May-Stiftung zum Umgang mit historischen Darstellungen anderer Kulturen grundsätzlich Folgendes festhalten:

      1. Als deutscher Schriftsteller des 19. Jahrhunderts ist Karl May unvermeidlich vom Habitus eines kolonialen Zeitalters geprägt. Beim Verfassen seiner Reiseerzählungen kreierte er aus den Wissensbeständen der zeitgenössischen Ethnographie exotische Fluchtwelten für seine bürgerliche Leserschaft, die gleichzeitig als phantastische Bewährungsräume für ein literarisch überhöhtes Ich fungieren. Insbesondere seinen frühen Texten sind daher damals gängige ethnische Stereotypen und eine eurozentrische Perspektive eingeschrieben. Diese kritisch herauszuarbeiten und auf ihre Quellen zurückzuführen, ist Aufgabe der Literatur- und Kulturwissenschaft.

      2. Die zeitbedingte Weltsicht teilt Karl May mit praktisch allen Autorinnen und Autoren der Vergangenheit. Die Besonderheit Karl Mays besteht darin, dass in seiner Darstellung des ›Wilden Westens‹ von Anfang an die Sympathie des Erzählers der leidenden indigenen Bevölkerung gilt. Ihre Würde und ihre menschlichen Qualitäten verkörpern sich in Idealfiguren wie Winnetou, dem Häuptling der Apachen, und die tragische Vernichtung ihrer materiellen und kulturellen Existenz grundiert alle May’schen Nordamerika-Erzählungen:

      »Ganz unstreitig gehörte diesen das Land, welches sie bewohnten; es wurde ihnen genommen. Welche Ströme Blutes dabei geflossen und welche Grausamkeiten vorgekommen sind, das weiß ein jeder, der die Geschichte der ›berühmten‹ Conquistadores gelesen hat.« (Karl May: Winnetou, der Rote Gentleman. 1. Band, Freiburg i. B. 1893, S. 3)

      Auch an anderen Schauplätzen – in Südamerika und Südafrika, im Mittleren und Fernen Osten – werden Unterdrückung und wirtschaftliche Ausbeutung, Sklaverei und gewaltsame Mission mit ihren Motiven und Folgen immer wieder drastisch vor Augen geführt und unmissverständlich verurteilt. Überhebliche Verachtung außereuropäischer Kulturen, rassistische Sprache und religiöse Intoleranz sind bei Karl May durchgehend Merkmale negativ gezeichneter Antagonisten. Hierdurch hat der Autor bei seiner großenteils jugendlichen Leserschaft zweifellos über mehrere Generationen hinweg als Erzieher zu Toleranz und Weltoffenheit gewirkt.
      […]

      https://www.petitionen.com/ist_winnetou_erledigt_ein_offener_brief_von_karl-may-gesellschaft_und_karl-may-stiftung

      Diese ahistorischen Befindlichkeitsstörungen von pressure groups sollte man ignorieren.

      Später mehr zu Corona und der Ukraine.

        • Ja, danke!
          Sabine Leutheusser-Schnarrenberger geriet natürlich auch in einen Shitstorm:

          Dabei hat eine US-Profesorin mit dem Fachgebiet „Indigene“ der Karl-May-Stiftung gegenüber versichert, daß der Begriff „Indianer“ nicht rassistisch sei.

          Der war gut! Vor der Translobby ist die FDP jedenfalls schon mal eingeknickt und hat sich auf einen slippery slope begeben.

          Ich darf eine weitere prominente Stimme zitieren:

          Andrea Nahles
          „Ein Kaninchen war ungefähr ein Karl May“

          Als Kind musste sie sich Bücher verdienen, das Gymnasium hat sie sich gegen ihren Deutschlehrer erkämpft, heute leitet Andrea Nahles die Bundesagentur für Arbeit. Ein Gespräch über Kindheitserinnerungen, Hartz-IV-Sanktionen, Berufsstolz und drohende Verteilungskämpfe
          Interview: Tina Hildebrandt und Anna Mayr
          17. August 2022
          […]
          ZEIT: Sie haben einmal gesagt, dass Sie sich auch das Lesen erkämpfen mussten.

          Nahles: Es war immer klar: Erst kommt die Arbeit, dann das Vergnügen. Ich erinnere mich zum Beispiel, wie ich einmal samstagnachmittags dasitze und endlich meinen Karl May lese. Meine Mutter kam rein und fragte: Hast du die Küche fertig, hast du den Kuchenboden gebacken? Erst dann war es für sie okay, wenn ich mich zum Lesen hingesetzt habe. Das meine ich mit Arbeiterkind. Bücher gab es nur, wenn ich mir die selber verdient hatte. Ich habe dafür Kaninchen gezüchtet, die hat mein Vater geschlachtet, und ich habe sie verkauft. Ich konnte mir ausrechnen: Ein Kaninchen ist ungefähr ein Karl May.
          […]

          https://www.zeit.de/2022/34/andrea-nahles-bundesagentur-fuer-arbeit-arbeitslosigkeit-hartz-iv/komplettansicht

          Bei mir war es einfacher: bei einer Eins in der Klassenarbeit gab es einen Karl May-Band. Da ich im vierten Schuljahr in der Volksschule fast nur noch Einsen schrieb, wuchs die Sammlung an. 😉

          Ein Fazit zwischen uns kann man jedenfalls ziehen: „Gerechtigkeit“ ist DAS Lebensthema geworden, und für mich kann ich sagen: Mays Leben und Werk haben dabei entscheidenden Anteil.

          Und wie aktuell ist er zur Zeit! In den imperialistischen Prachtband „China“ von 1901, Höhepunkt des kriegerischen deutschen Kolonialismus bei der militärischen Zurückschlagung des Boxer-Aufstands, schmuggelte er durch verzögerte Lieferungen des vorgeblichen Abenteuertextes „Et in terra pax“ einen Text über religiös psychisch kranke Kolonialisten ein, die das Fremde „niederbrennen“ wollen. Vollendet dann in der Buchausgabe „Und Friede auf Erden“ ein Jahr später, wo er den vom Westen lernenden chinesischen Weisen einen großen Sieg gegenüber dem kriegerischen Westen prophezeit. Irgendwie hat er recht behalten. Nur zum „Friede auf Erden“ hat seine Mission (inklusive chinesisch-westlicher Ehestiftungen) nicht geführt: der Westen betrachtet China als das nächste Schlachtfeld…

  2. Dann mache ich mit dem Dugin-Attentat und dem militärischen Geschehen in der Ukraine weiter:

    „Aber der Westen ist so besoffen von der eigenen Propaganda, daß er eh nicht mehr durchblickt und vielleicht sogar an die Existenz dieser nicht existierenden „National Republican Army“ aus Rußland glaubt.

    Was die ukrainische Kherson-Offensive angeht, ist sie für die WaPo genauso existent wie die nicht existierende Kiew- und Kharkow-Umgebungs-Offensive der Ukraine, die lediglich in die nach dem taktischen Rückzug der russischen Truppen vom 30.3.2022 vom Gegner freigegebenen Orte einrückte:

    Der Clash mit der Realität wird demnächst wirken.“

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-12/#comment-96915

    https://nexus-instituut.nl/en/activity/the-last-revolution

    Es gibt natürlich noch genug Medien, die ihn als Putins „Rasputin“ porträtieren. 😉

    Ich habe mir nicht vorstellen können, was für eine Desinformation in westlichen Medien betrieben wird, nur damit das Wunschergebnis herauskommt: Putin did it: Dugin opferte seine Tochter!

    Alexander Dugin war von dem Attentat nicht betroffen.

    So sieht es aus: es soll ein Kriegsverbrechen werden, ukrainische Kriegspropaganda zu kritisieren – mit dem Segen der USA:

    Und um die westliche Öffentlichkeit gegen das Opfer einzustellen, wird eine Schmierkampagne gegen sie geführt:

    Autobombe in Moskau: Was bisher über den Anschlag auf die Putin-Propagandistin Dugina bekannt ist – und was nicht
    Nach dem Attentat auf die Tochter des rechtsextremen Ideologen Alexander Dugin beschuldigt Moskau die Ukraine – und ein angebliches Bekennerschreiben wirft Fragen auf.
    Von
    • Maria Kotsev
    • Claudia von Salzen
    22.08.2022, 17:23 Uhr

    Im nächtlichen Moskau steht ein Auto am Straßenrand in Flammen, Sirenen heulen, Autoteile liegen auf der Fahrbahn verteilt. Ein Video, das die Szene im Moskauer Vorort Odinzowo zeigt, verbreitet sich am Samstagabend in den Sozialen Netzwerken. Bei dem Anschlag stirbt Darja Dugina, die Tochter des rechtsextremen russischen Ideologen Alexander Dugin. Wenig später taucht ein angebliches Bekennerschreiben einer bisher unbekannten Untergrundarmee auf, während der russische…

    https://plus.tagesspiegel.de/politik/autobombe-in-moskau-was-bisher-bekannt-ist-und-was-nicht-8569471.html

    Immerhin: die in der Ukraine verbreiteten Story des in Kiew ansässigen Russen Ilya Ponomarev glaubt der Tagesspiegel nicht, wie ich dem Artikel in der Printausgabe vom 23.8.2022 entnahm:

    Und auch sonst niemand, soweit ich das überblicke. Wie auch, Putin sitzt fest im Sattel, und eine anti-Putin-Miliz kann es daher nicht geben.

    Über die FSB-Version stand da allerdings kaum etwas, und schon gar nicht, daß die Beschuldigte Natalia Vovk, geborene Shaban, Asow-Offizierin ist. Asow sind ja mittlerweile die Guten. ;-(

    Ihre Ursprungsfamilie Shaban – Vater, Bruder Danil – hat nichts mit Asow oder dem SBU zu tun: der Vater schiebt ihre Persönlichkeitsveränderung auf eine Hirntumor-Operation:

    Die Westpresse steht auf dem Fliegenfänger und muß nun irgendetwas gegen das stringente Moskau-Narrativ unternehmen. Das wird im Tagesspiegel so unternommen:

    Fakten und Inszenierung
    Mord als Mittel der Mächtigen
    Welche Rolle Moskau bei dem Attentat auf Darja Dugana spielt. Ein Kommentar.
    Frank Herold

    Für den russischen Geheimdienst FSB ist das Attentat auf die russische Rechtsextremistin Darja Dugina aufgeklärt. Täterin ist eine ukrainische Geheimagentin. Was der FSB an Beweisen für diese „Theorie“ vorgelegt hat, lässt sich kaum so nennen. Ebenso fehlen auch Beweise für die Annahme, dass der FSB selbst diesen Anschlag „unter falscher Flagge“ selbst inszeniert haben könnte. Doch weist vieles darauf hin.

    Das erste Indiz ist das Tempo, mit der die russischen Behörde die Aufklärung öffentlich machte. Es wirkt, als hätten der FSB sie lückenlos vorbereitet. Zum Vergleich: Der Mord an der kremlkritischen Journalisten Anna Politkowskaja ist auch 16 Jahre nach der Tat nicht aufgeklärt. Und an dem Tatort damals (es war ihr Haus) hingen überall Überwachungskameras.

    Einem Verdacht gegen den FSB im Mordfall Dugina könnte man entgegenhalten: Ihre rechtsextremistischen Einlassungen lagen voll auf der Linie des Kremls. Wie die ihres Vaters. Warum sollte die Staatsmacht ihre eigenen Leute umbringen? Antwort: Weil sie es schon öfter getan hat, wenn es ihr nötig erschien.
    […]

    https://www.tagesspiegel.de/politik/fakten-und-inszenierung-mord-als-mittel-der-maechtigen/28620204.html

    Das ist jämmerlich; und die cui bono-Frage bringt hier auch nicht weiter, denn schließlich handelt es sich um einen Proxy-Krieg der USA gegen Rußland mit dem Ziel des regime change in Rußland: und was könnte russische Eliten-Kriegsbefürworter extremer beeindrucken als dieser Mord?

    Die schnelle Aufklärung ist keine Hexerei:

    [Thread]

    Ausgesprochen plausibel.

    Es ist der Geburtsfehler der falschen Ukraineberichterstattung des Westens, daß nun so durchsichtig herumgehampelt wird: daß er die Rolle der USA in der Ukraine bewußt ausblendete – und deren naziverseuchten Totalitarismus.

    • Die Ukraine kämpft für westliche Werte? Langsam erodieren die auch bei uns – in der EU insbesondere im Baltikum und in Polen:

      Diese „Erziehung“ zum Russenhaß (einschließlich staatlich geförderter Nazi-Camps für Kinder und Jugendliche) hat jetzt schon mindestens 8 Jahre lang die ganz jungen Ukrainer erfaßt – ein echtes Problem, das von Deutschland engagierte ukranische Lehrerinnen für ukrainische Schüler in Deutschland perpetuieren. Kontrolliert das wirklich niemand bei uns?

      Logo will Selenskij keine Strafverfolgung von Asow, unter deren Druck er steht. Sie wüteten schlimm – und wurden dafür eingesetzt:

      Selbst die USA lehnen seine rassistische Forderung, allen Russen Visa zu verweigern (was das Baltikum und Polen begeistert befürworten, während Deutschland jedenfalls die „guten“ anti-Putin-Russen einlassen will, ob auch unpolitische Touristen, ist unklar,) ab:

      Eine grantelige Stimme der Vernunft wie immer:

      Col Douglas Macgregor – Reinforcing Failure in Ukraine
      23.8.2022 Vor 5 Stunden live gestreamt Reinforcing Failure in Ukraine https://www.theamericanconservative.c… #Ukraine #Putin #Biden

      Und da erfahren wir, daß das WSJ noch am 22./23.8.2022 verkündet hat, daß die ukrainische Offensive in Kherson kurz bevorstünde, während die russische Kherson-Offensive bereits begonnen hatte. Nun, es ist freilich kühn, Olaf Scholz`und Macrons Rücktritt vorauszusehen – Scholz steht nun mal unter medialem Druck und muß gerade jetzt maximale Waffenlieferungen und eine nienie-Anerkennung ukrainischer Gebietsverluste verkünden -, was natürlich kontrafaktisch ist.

      Auch der britische Militärgeheimdienst vom 23.8.2022 ignoriert die Realität in Kherson:

      Ignoriert wird auch, daß die Ukraine Bauarbeiter auf der Antonovsky Brücke mittels Himars tötete, und Fährenpassanten ebenso:

      Und die Kherson-Offensive der Russen geht natürlich weiter:

      Daß es im Donbass ebenso weitergeht, muß ich nicht extra erwähnen. Die USA schüren ihr und Selenskijs Narrativ, daß Rußland wegen des komplett irrelevanten ukrainischen Unabhängigkeitstags (24.8.2022) zivile Ziele angreifen würde:

      Der Westen hat sich, wie MacGregor aufzeigte, komplett verrannt. Insbesondere wirtschaftlich – die Sanktionspolitik ist für uns eine Katastrophe:

      So ist es.

      Derweil fordert die aus dem Ruder laufende FDP-Agnes Strack-Zimmermann von uns Bürgern „Opferbereitschaft“ – für eine Ukraine, in der es weitaus schlimmer zugeht als in Rußland.

      https://www.spiegel.de/politik/deutschland/fdp-marie-agnes-strack-zimmermann-ruft-zu-opferbereitschaft-in-krise-mit-russland-auf-a-c4e82bf3-4067-4381-9476-72daa1bc2f0c

      Als ich die FDP wählte, hatte ich von dieser Dame und ihrem Einfluß, insbesondere im Propaganda-SPIEGEL, schlicht keine Ahnung.

      • @ Gabriele Wolff

        Wenn hättest Du denn auch sonst wählen sollen?! Die Grün_innen sicherlich nicht, die SPD kann man auch eigentlich nicht wählen, die Linke hat ausser Sarah Wagenknecht auch nicht viel zu bieten, CDU/CSU sowieso nicht, also bleiben noch AfD und FDP. AfD hat m.E. nun wirklich auch komische Gestalten drin. Also leicht ist es nicht in Deutschland. Natürlich auch in der Schweiz nicht: Grün_innen und SPS sind momentan auch in der Schweiz für mich nicht wählbar, FDP hat in gewissen Politikfeldern eine gute Politik (Identitätspolitik und Wirtschaftspolitik), aber sonst auch nicht richtig wählbar. Die Grünliberalen sind mir viel zu europafreundlich und auch in Sachen Identitätspolitik nicht ganz geheuer. Ich werde vermutlich in den nächsten Wahlen auch zum ersten Mal die SVP (Köppel und sogenannte Rechtspopulisten) wählen, zumal sie sicherlich nicht in die EU wollen auch sonst gegenüber dem Kosmopolitismus und dem Demokratieabbau durch nichtmajoritäre Institutionen eine Absage erteilen und somit für eine starke halbdirekte Demokratie, Föderalismus, Milizsystem (also keine Berufspolitiker), Subsidiarität stehen, auch in Sachen Identitätspolitik etc. stehen sie m.E. auf der richtigen Seite. Natürlich bei der Sozialpolitik und teilweise bei der Wirtschaftspolitik und Umweltpolitik würde ich eher die Sozialdemokraten präferieren. Eigentlich ist die SVP nun eine Partei für die ländliche Bevölkerung und die Nichtakademiker, also die Nichtakademiker, die früher die Sozialdemokraten gewählt haben.

        Zur Ukraine:

        Der Britische Geheimdienst wieder einmal. 🙂

        „+++ 08:33 Briten-Geheimdienst: „Russlands Aussichten sind düster“ +++
        Der britische Geheimdienst zieht aus Sicht Russlands eine verheerende Bilanz nach sechs Monaten Krieg: „Russlands diplomatische Macht ist geschwunden und seine langfristigen wirtschaftlichen Aussichten sind düster“, heißt es in der Einschätzung, die vom britischen Verteidigungsministerium veröffentlicht wurde. Zudem mache die russische Offensive im Donbass nur minimale Fortschritte, die Armee verfüge über zu wenig Munition, Fahrzeuge und Personal. „Die Moral in vielen Teilen der russischen Streitkräfte ist schlecht, die Armee selbst hat sich erheblich verschlechtert“, heißt es weiter. „Sechs Monate sind vergangen und Russlands Krieg hat sich als kostspielig und strategisch schädlich erwiesen.““ (Quelle: n-tv.de)

        Nun würde sich der Britische Geheimdienst doch besser Sorgen um die ökonomische Zukunft von Grossbritannien machen, zumal es dort zappenduster aussieht. Und das mit der Moral und dem fehlenden Personal, Munition etc. wurde, wenn ich das richtig im Kopf habe, bereits vor einigen Monaten immer wieder propagiert und offenbar falsch.

        Und auch die Deutschen sollten sich doch ein bisschen eher auf ihr Land konzentrieren, wenn man den folgenden Bericht liest:

        „+++ 05:23 DIW: Krieg kostet deutsche Wirtschaft bis zu 200 Milliarden Euro +++
        Der Ukraine-Krieg wird die deutsche Wirtschaft nach Worten von DIW-Präsident Marcel Fratzscher noch über Jahre belasten. „Der Ukraine-Krieg hat massiven Schaden für die deutsche Wirtschaft verursacht“, sagt der Chef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) der Nachrichtenagentur Reuters. Von dem zu Jahresbeginn für möglich gehaltenen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes (BIP) von 4,5 Prozent in diesem Jahr könnte bestenfalls ein Plus von anderthalb Prozent übrig bleiben, was größtenteils an den ökonomischen Folgen des Krieges liege, der am 24. Februar begann.“ (Quelle: n-tv.de)

        Ich könnte mir vorstellen, dass dies noch ein bisschen mehr bergab geht mit der Wirtschaft in Deutschland. Mal sehen, wie hoch die Energiepreise noch klettern werden und wie gut das die deutsche Wirtschaft kompensieren kann.

  3. Von den heftigen Lügen westlicher Geheimdienste zum Ukrainekrieg, gerne übernommen von den West-Medien:

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-12/#comment-96908

    nun zu den üblichen Desinformationen in den social media – falsche Videofilme beispielsweise:

    Und die üblichen ukrainischen Übertreibungen nebst westlichem Spin:

    In dem Artikel geht es aber nicht nur um einen Schlag nahe bei bzw. unweit eines Atomkraftwerks, sondern auch um einen Anschlag auf der Krim:

    August 20, 2022 9:22 PM GMT+2Last Updated 37 min ago

    Blasts hit Crimea, Russian missile wounds 12 near nuclear plant in southern Ukraine

    Reuters
    Aug 20 (Reuters)
    […]
    In Crimea, Ukrainian territory seized and annexed by Russia during a 2014 incursion into Ukraine, the Russian-appointed governor not recognised by the West said a drone had struck a building near the headquarters of Russia’s Black Sea Fleet on Saturday morning.
    „A drone flew onto the roof. It was flying low,“ governor Mikhail Razvozhayev said on Telegram. „It was downed right over the Fleet headquarters. It fell on the roof and burned up. The attack failed.“
    Ukrainian media reported explosions in nearby towns – including the resorts of Yevpatoriya, Olenivka and Zaozyornoye.
    […]

    Following the strike near the South Ukraine power station, Vitaliy Kim, governor of Mykolaiv region, said on Telegram that four children were among the wounded. Private homes and a five-storey apartment block were damaged in Voznesensk – 30 km (19 miles) from the plant, Ukraine’s second largest.

    CHILDREN AMONG THE INJURED

    The general prosecutor’s office in Mykolaiv region, updating an earlier toll, said 12 civilians had been wounded.
    State-run Energoatom, which manages all four Ukrainian nuclear energy generators, described the attack on Voznesensk as „another act of Russian nuclear terrorism„.
    „It is possible that this missile was aimed specifically at the Pivdennoukrainsk Nuclear Power Plant, which the Russian military tried to seize back at the beginning of March,“ Energoatom said in a statement.
    Russia did not immediately respond to the accusation. Reuters was unable to verify the situation in Voznesensk. There were no reports of any damage to the South Ukraine plant.
    […]

    https://www.reuters.com/world/europe/russian-missile-wounds-nine-ukrainian-town-not-far-nuclear-plant-2022-08-20/

    Eine Ortschaft in 30 km Entfernung ist also „nahe“ einem Atomkraftwerk…

    Und was sollte in Voznesensk getroffen werden? Sicherlich kein Wohnblock.

    Und hier wird es realistisch:

    Ukraine war veterans on how Kiev plundered US aid, wasted soldiers, endangered civilians, and lost the war
    Lindsey Snell and Cory Popp·August 18, 2022

    “The weapons are stolen, the humanitarian aid is stolen, and we have no idea where the billions sent to this country have gone,” a Ukrainian complained to The Grayzone.
    In a video sent via Facebook messenger in July, Ivan* can be seen standing next to his car, an early 2010s model Mitsubishi SUV. Smoke is pouring out of the rear window. Ivan laughs and pans his phone’s camera across the length of the vehicle, pointing out bullet holes. “The turbocharger died in my car,” he said, panning his phone toward the front of the vehicle. “My commander says I should pay to repair it myself. So to use my own car in the war, I need to buy a new turbocharger with my own money.”
    Ivan flipped the camera toward his face. “Well, you fucking motherfucker members of parliament, I hope you fuck each other. Devils. I wish you were in our place,” he said.
    Last month, Ukraine’s parliamentarians voted to give themselves a 70% salary increase. Filings indicate the raise was enabled and encouraged by the billions of dollars and euros of aid that have poured in from the US and Europe.
    “We, the Ukrainian soldiers, have nothing,” said Ivan. “The things the soldiers have been given to use in the war came directly from volunteers. The aid that goes to our government will never reach us.”

    Ivan has been a soldier since 2014. Currently, he’s stationed in the Donbas region, where he is tasked with using small, consumer-grade drones to spot Russian positions for artillery targeting. “There are so many problems on the frontline now,” he said. “We don’t have an internet connection, which makes our work basically impossible. We have to drive to get a connection on mobile devices. Can you imagine?”

    Another soldier in Ivan’s unit sent us a video of himself from a trench near the frontlines in Donbas. “According to documents, the government has built us a bunker here,” he says. “But as you see, there are only a few centimeters of a wood covering over our heads, and this is supposed to protect us from tank and artillery shelling. The Russians shell us for hours at a time. We dug these trenches ourselves. We have two AK-74s between 5 soldiers here, and they jam constantly because of all the dust.

    “I went to my commander and explained the situation. I told him it’s too hard to hold this position. I told him I understand this is a strategically important point, but our squad is broken, and no relief is coming for us. In 10 days, 15 soldiers died here, all from shelling and shrapnel. I asked the commander if we could bring some heavy equipment to build a better bunker and he refused, because he said the Russian shelling could damage the equipment. Does he not care that 15 of our soldiers died here?”

    “If you tried to explain the situation Ukrainian soldiers are facing to an American soldier, they would think you were insane,” said Ivan. “Imagine telling an American soldier that we are using our personal cars in the war, and we’re also responsible for paying for repairs and fuel. We’re buying our own body armor and helmets. We don’t have observation tools or cameras, so soldiers have to pop their heads out to see what’s coming, which means at any moment, a rocket or tank can tear their heads off.”

    Illya*, a 23 year-old soldier from Kiev, says his unit is facing the same conditions in another part of the Donbas region. He joined the Ukrainian Army shortly after the war started. He has a background in IT and knew such expertise was in high demand. “If I had known how much deception there was in this Army, and how everything would be for us, I never would have joined,” he said. “I want to go home, but if I flee, I face prison.”
    Illya and the other soldiers in his unit lack weapons and protective gear. “In Ukraine, people cheat each other even in war,” he said. “I’ve watched the medical supplies donated to us being taken away. The cars that drove us to our position were stolen. And we have not been replaced with new soldiers in three months, though we should have been relieved three times by now.”
    […]

    Foreign journalists cover up grim reality with triumphalist delusions

    Before the war started, Andrey spent several years reporting on corruption and crooked politicians in Ukraine. After an investigation into a government official in Odessa resulted in death threats against his wife and young daughter, Andrey sent them to live with relatives in France. “Ukraine is a democracy, right? So the government won’t press on you in an official way. First, you get phone calls warning you to stop. Then, they offer you money to stop. And then, if you refuse to be bought, you should be prepared for an attack.

    Real journalism is dangerous here,” he continued. “You see, since the war started, we have these new star reporters, and every day, they write that ‘Putin is bad, the Russian soldiers behave very badly…today, the Ukrainian army killed 1,000 Russians and destroyed 500 Russian tanks.’ They get a million followers on Twitter because they lie, and this isn’t real reporting. But if you write about the corruption in the Armed Forces, and have real examples…you won’t be famous, and you’ll be in trouble.”

    Andrey has been picking up extra work as a fixer, arranging interviews and translating for foreign journalists in Ukraine to cover the war. “I have worked with about a dozen journalists from different countries in Europe,” he said. “All of them have been shocked. They left Ukraine shocked. They said they could not believe the situation here. But this shock did not make it into any of their articles about the war. Their articles said that Ukraine is on the road to victory, which is not true.”
    […]
    In July, we spent the night at a hotel in Kramatorsk and were concerned to see that neo-Nazi Azov battalion soldiers were among the hotel’s guests. On August 4th, Amnesty International published a study revealing that since the start of the war in February, Ukrainian forces have endangered civilians by establishing bases in schools and hospitals and operating weapons systems in civilian areas, which is a violation of international law.
    Amnesty International now plans to “re-assess” its report, in response to a massive public outcry after its publication, but Ukrainian soldiers and foreign volunteers have confirmed that Ukrainian armed forces maintain a heavy presence in civilian areas. “Our bases were mostly built in Soviet times,” said Ivan. “So now, Russia knows our bases inside and out. It’s necessary to spread the soldiers and weapons out to other places.”

    A former US serviceman who goes by the moniker “Benjamin Velcro” was a volunteer fighter for the International Legion of Territorial Defense of Ukraine, the Ukrainian Armed Forces’ official unit for foreign volunteers. He spent five months in various parts of Ukraine, and says that soldiers being stationed in civilian areas was a common occurrence.

    “Whenever I hear that Russia bombed a school, I just kinda shrug,” the American foreign fighter said. “Because I garrisoned inside a school. That’s a fact. The school didn’t have kids in it, so it’s not like they were endangering children. So all it takes is for Ukraine to say, ‘Ah! They hit a school!’ And that cumulates into an easy media narrative on their part.”

    Like Ivan, Velcro is also pessimistic about Ukraine’s chances to win the war. “Man, I want everything in the world for Ukraine to win this. I want Ukraine to get its pre-2014 borders back. But do I think that’s tenable? No. You can’t sustain a war by crowdfunding forever.”

    https://thegrayzone.com/2022/08/18/ukraine-veterans-us-aid-soldiers-war/

    Sehr empfehlenswert.

    • Das soll wohl Mode werden?
      NZZ vom 22.8.2022:

      • Ukraine meldet mehrfachen Beschuss von Nikopol in der Nähe des Atomkraftwerks Saporischja: Nikopol sei in der Nacht fünfmal beschossen worden, schrieb der Gouverneur der Region, Walentin Reznichenko, auf Telegramm. 25 Artilleriegranaten seien in der Stadt eingeschlagen. Sie hätten einen Brand in einem Industriegebäude verursacht und die Stromversorgung von 3000 Einwohnern unterbrochen. Zu den neusten Entwicklungen rund um den Ukraine-Krieg

      Nikopol ist 15 km vom Kraftwerk entfernt:

      https://www.moonofalabama.org/2022/08/quality-of-ukraine-reporting-continues-to-deteriorate.html

      Mehr Realismus:

      @ Mark Smith – nun kommen Deine Lieblingsanalysten:

      So Alexander Mercouris:
      [20.8.2022]

      Das schrieb ich schon am 16.8.:

      „Tatsächlich geht es im Donbass mächtig voran:

      Warum die Eroberung von Peski, eine der ausgebauten Verteidigungsfronten nahe bei Donetsk, wo keine Zivilisten mehr lebten, so bedeutsam war, kann man hier nachlesen:

      Hier eine weitere Analyse zum Fall von Peski – mit einem Ausblick auf die weiteren Punkte in dieser Befestungslinie, Vodyane und Pervomais’ke:

      Westlich davon geht es längst weiter:“

      Nachgeliefert:

      Militärstratege
      Herbst der Entscheidung – Drei Szenarien für den Ukraine-Krieg
      Stand: 19.08.2022 |
      Von Christoph B. Schiltz

      Russland sei derzeit militärisch stärker als die Ukraine, sagt Österreichs Top-Militärstratege Reisner. Das liege auch an den westlichen Verbündeten. Mit Blick auf den Winter sieht es deshalb nicht gut aus für Kiew. Das düsterste Szenario ist das wahrscheinlichste.
      […]
      Trotz kleinerer Erfolge in den vergangenen Tagen erhält die Ukraine viel zu wenig Waffen aus dem Westen, um sich ausreichend zur Wehr zu setzen. „Im Moment decken die westlichen Waffenlieferungen immer noch nur zehn bis 15 Prozent des tatsächlichen Bedarfs der Ukraine“, sagt Oberst Markus Reisner vom Bundesverteidigungsministerin in Wien im Gespräch mit WELT. Er ist Leiter der Abteilung Forschung und militärische Strategie an der Theresianischen Militärakademie und gehört zu den Top-Militäranalysten in Europa.

      Die bisher eingetroffenen Waffenlieferungen aus dem Westen bewirken laut Reisner lediglich, „dass die ukrainischen Streitkräfte zu viel zum Sterben und zu wenig zum Leben haben“. Es fehlten hauptsächlich leistungsfähige Flugabwehrsysteme mittlerer und längerer Reichweite: Russland könne seine Überlegenheit mit präzisen Marschflugkörpern und ballistischen Raketen, die ein hohes Zerstörungspotenzial besitzen, darum voll ausspielen. Von diesen seit Ende Februar abgefeuerten 3100 Waffensystemen habe die Ukraine nach eigenen Angaben bis Mitte August nur 187 zerstören können – ein Desaster.
      […]
      Dennoch konnte Kiew in den vergangenen Tagen – vermutlich mithilfe der HIMARS-Mehrfachraketenwerfer – einige spektakuläre Erfolge erzielen: die weitgehende Zerstörung von zwei Brücken über den Dnepr bei Cherson im Süden, aber auch die Zerstörung von 11 bis 15 russischen Flugzeugen auf einem Luftwaffenstützpunkt auf der Krim, Trafostationen und Munitionslagern. Reisner: „Diese Aktionen verursachten zwar Schlagzeilen, aber keine Einstellung der Kämpfe. Einen Abwehrerfolg oder gar eine schlagkräftige, entscheidende ukrainische Offensive ist auch nicht in Sicht.“

      Dabei kündigt Selenskyj seit Wochen immer wieder eine Gegenoffensive bei Cherson an, um die Russen zurückzudrängen. Die Vorbereitungen für den Gegenangriff laufen, darauf deutet der Beschuss der Brücken hin. Damit soll der Nachschub verhindert werden. Aber warum erfolgt die angekündigte Offensive nicht? „Die Ukraine ist dazu offensichtlich, zumindest momentan, nicht in der Lage“, sagt Oberst Reisner.
      Ein Grund dafür sei, dass Kiew im Süden im Verhältnis zu Russland über viel zu wenige Kräfte (Bataillonstaktische Gruppen oder BTG) verfügt, um einen Gegenangriff zu starten. Reisner: „Außerdem ist das Gebiet eine riesige flache Fläche, wo man eine große Anzahl von Panzern nur sehr schwer zusammenziehen kann, ohne getroffen zu werden.“
      So wurde bereits am 24. Juli die 28. Brigade der Ukraine, die eigentlich die Speerspitze des Gegenangriffs bei Cherson bilden sollte, weitgehend ausgeschaltet, ihr legendärer Kommandant Vitaliy Guliayev starb dabei. Dazu sagt der Militäranalyst Phillips O’Brien von der schottischen Universität St. Andrews: „Wenn man nicht die Lufthoheit besitzt und das Gebiet vor den eigenen Truppen kontrollieren kann, laufen diejenigen in der Vorwärtsbewegung Gefahr, aufgefressen zu werden.“

      Das zweite größere Schlachtfeld liegt derzeit im Osten, im Donbass. Dort kontrolliert Moskau die Oblast Luhansk bereits vollständig und die Oblast Donezk zu ungefähr 58 Prozent. Das wichtigste Ziel von Russlands Präsident Wladimir Putin ist derzeit, bis zum Herbst den gesamten Donbass zu „befreien“. „Im Osten kommen die Russen langsam, aber stetig voran, und sie setzen massive Rohrartillerie ein. Sie kämpfen so, als ob sie alle Zeit der Welt hätten“, analysiert Reisner.

      Szenarien für den Kriegsverlauf

      Momentan werden schwere Kämpfe in der Nähe der Stadt Donezk verzeichnet. Im Zentrum stehen die Ortschaften Pisky, Awdijiwka und Marinka. Sollte Russland in den kommenden Wochen dort ein Durchbruch gelingen, so hätte Moskau die erste und stärkste Verteidigungslinie (‚Minsker Linie‘) der Ukraine im Donbass nach Popasna (Mai) und Lyssytschansk (Juli) erneut durchbrochen. „Dann könnten sie auf die nächste, schwächere Verteidigungslinie vorrücken“, so Reisner. Damit käme Putin seinem wichtigsten strategischen Ziel immer näher.

      Welche Szenarien sind nun für die kommenden zwölf Monate denkbar?

      Szenario 1: Russland wird bis November den Donbass einnehmen. Im Süden werden ukrainischen Streitkräfte keine erfolgreiche Gegenoffensive starten können. Die Ukrainer leiden im Winter an Hunger und Energiemangel. Da Russland bereits zu Beginn des Krieges das Westufer des Dnepr erreicht hatte – was damals einen schweren Rückschlag für Kiew darstellte – und diesen Brückenkopf verteidigen kann, dürfte Putin versuchen, im kommenden Frühjahr Richtung Mykolajiw und Odessa vorzustoßen, um sein zweites wichtiges strategisches Ziel zu erreichen: die Ukraine vom Schwarzen Meer abzuschneiden.
      Damit wäre das Land aus eigener Kraft nicht mehr überlebensfähig. Gleichzeitig steigen die Energiepreise in Europa im Winter. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron, gestützt von Kanzler Olaf Scholz und US-Präsident Joe Biden, drängt die Ukraine zu Verhandlungen. Selenskyj bleibt keine Wahl mehr: Moskau und Kiew verhandeln während der Waffenpause im Winter, Putin allerdings nur zum Schein. Der Westen stellt während der Verhandlungen alle Waffenlieferungen ein. Wahrscheinlichkeit: hoch.
      […]

      https://www.welt.de/politik/ausland/plus240551139/Ukraine-Krieg-Herbst-der-Entscheidung-Drei-Szenarien.html?icid=search.product.onsitesearch

      Zu Cherson:

      Im Gegenteil: Rußland geht in die Offensive.

      Röpcke hat ebenfalls von den handelsüblichen „West-Experten“ die Nase voll:

      Und mal wieder Munition für Raketenwerfer aus dem Westen vernichtet:

      Wann wacht der Westen auf?

      • Aber jetzt hat er erstmal an den Narrativen zum Dugin-Attentat in Moskau zu knabbern. Den Russen-Haß in der Ukraine (und im Baltikum und in Polen) übersieht er eh lieber:

        NZZ vom 22.8.2022:

        Ein Mordanschlag erschüttert Russlands Propagandisten des Kriegs
        […]
        Darum ist es wichtig: Daria Dugina ist kein unbekanntes Opfer. Sie war selbst eine Verfechterin des Ukraine-Krieges und die Tochter des imperialistischen Ideologen Alexander Dugin. Das Auto, in dem die 29-Jährige ums Leben gekommen ist, gehörte eigentlich ihrem Vater. So liegt der Verdacht nahe, dass der Mordanschlag ihm gegolten hat. Zum Bericht

        Gemeint ist: sie war eigentlich kein Opfer.

        Die Rolle ihres Vaters wird vom Westen komplett falsch eingeschätzt:

        Unter Putin hat er seine Professoren-Stelle verloren und lebt seit Jahren völlig zurückgezogen.

        Es sollte auch nicht ganz außer Betracht bleiben, daß die Tochter das eigentliche Ziel gewesen sein könnte: sie enttarnte Bellingcat als Tool westlicher Geheimdienste:

        Higgins reagierte jedenfalls entsprechend:

        Da der SBU ja immer fix ist, wurde im gleichgeschaltetem ukrainischen Fernsehen die genehme Version implementiert:

        Zumindest schriftlich hat sich diese „National Republican Army“ aus Rußland schon mal gemeldet:

        Da gibt es zwar keinen konkreten Bezug zur Tat, aber das ist doch mal eine Terrortruppe ganz nach dem Geschmack des regime-change-Westens! 😉

        Aber natürlich ist die FSB-Version stringenter – AZ Military ist wieder zurück bei Twitter:

        Blond umgefärbt für die Einreise, die Farbe ausgewaschen bei der Ausreise:

        RWA führt weiter aus:

        Dabei beklagt der Westen „Filtration Camps“ der Russen in der Ukraine als menschenrechtswidrig.

        Aber der Westen ist so besoffen von der eigenen Propaganda, daß er eh nicht mehr durchblickt und vielleicht sogar an die Existenz dieser nicht existierenden „National Republican Army“ aus Rußland glaubt. 😉

        Was die ukrainische Kherson-Offensive angeht, ist sie für die WaPo genauso existent wie die nicht existierende Kiew- und Kharkow-Umgebungs-Offensive der Ukraine, die lediglich in die nach dem taktischen Rückzug der russischen Truppen vom 30.3.2022 vom Gegner freigegebenen Orte einrückte:

        Der Clash mit der Realität wird demnächst wirken.

  4. Ich hatte heute echte Computer-Probleme; hoffentlich kriege ich jetzt dieses Posting zustande. Zuletzt schrieb ich in der Nacht zum 19.8.2022:

    „Vor vier Tagen gab es ein heftiges Gewitter mit zweistündigem Trommelregen. Weil die meisten meiner Rosen im Knospenentwicklungsmodus sind, waren die Schäden beherrschbar. Heute rauschten die Gewitter an meinem Garten vorbei, im Moment ist sanfter Regen zugange, den ich aber nicht mehr brauche, denn nach dem Gewitter waren meine 1.000-Liter Regentonnen schon wieder randvoll. Funfact: für das Regenwasser vom hinteren Hausdach und vom Schuppendach kassieren die Stadtwerke Entgelte. Der Kunde ist halt die Cash-Cow. Und das war schon immer so…“

    Warum die Presse versagt II

    Tatsächlich hatte es dauerhaft geregnet, und der 19.8.2022 war grau; entweder es regnete schwach oder es regnete stärker, gottlob ohne Wind. Das soll morgen so weitergehen, und das in der seit Menschengedenken trockenen brandenburgischen „Streusandkiste“. Schon schaltet der allseits herrschende Alarmismus um:

    Und so sieht es aus, wenn ein katastrophiger Trockenheits-Artikel mit einem Update versehen wird: da versagt selbst die Grammatik:

    UPDATE 17.08.2022, 20:58 Uhr
    Schiff blockiert nun Mittelrhein-Abschnitt
    Pegelstand am Rhein steht wieder im Aufwärtstrend bevor
    Niedrigwasser und eine Havarie lassen Deutschlands wichtigste Wasserstraße absinken. Die Industrie stellt sich bereits auf das Schlimmste ein.
    […]
    Pegelstände dürften sich bald erholen

    In Sachen Niedrigwasser ist für die kommenden Tage Entspannung in Sicht. Es soll dem Deutschen Wetterdienst zufolge regnen. Am Mittwochmittag lag der für die Rhein-Schifffahrt wichtige Pegelstand bei Kaub bei 34 Zentimetern und die Fahrrinnentiefe nach Angaben der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung bei 1,46 Metern. Bis Samstag könnte der Pegel einer Prognose zufolge bis auf 41 Zentimeter steigen.
    […]

    https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/schiff-blockiert-nun-mittelrhein-abschnitt-pegelstand-am-rhein-steht-wieder-im-aufwaertstrend-bevor/28602874.html

    Na sowas. Dabei regnet es überall, und das nicht erst seit wenigen Tagen. Aber das Klimawandel-Narrativ beherrscht ja nun alles. So scheint es. Wir sind aber längst in der Symbolpolitik angekommen, im Moralismus und in politischen Kampagnen der Medien – zur Zeit mal wieder gegen Olaf Scholz (die Medien waren sich einig, daß er die Wahl nicht gewinnen sollte) – tatsächlich hält einem Juristenblick nichts stand, was da „investigativ“ gegen ihn herausgekramt wurde in Sachen „cum-ex“ der Warburg-Bank -; und andererseits soll Habeck als der wahre Kanzler promotet werden:

    Ich würde mal sagen: alleinschuldig.

    Kommentar :
    Nord Stream 2: Ukrainischer Außenminister scheinheilig bei Kritik an Wolfgang Kubicki
    Der Aufruf des FDP-Politikers Wolfgang Kubicki (FDP), Nord Stream 2 vorübergehend in Betrieb zu nehmen, schlägt hohe Wellen. Manche Kritiker wirken jedoch nicht besonders überzeugend.
    Liudmila Kotlyarova, 19.8.2022 – 20:52 Uhr

    Zum ersten Mal kommt er nicht aus den Reihen der Linken oder der AfD [Was ist mit Schröder?]: der Vorschlag, Nord Stream 2 schleunigst (aber nur vorübergehend) zu öffnen, damit „die Menschen im Winter nicht frieren und die deutsche Industrie nicht schweren Schaden nimmt“. Das hat nun der FDP-Politiker Wolfgang Kubicki geäußert.
    […]
    Putins „Erpressung“ nachzugeben wäre nicht nur ein fatales Zeichen an die Ukraine und andere Partner, sondern würde Deutschland in neue Abhängigkeiten führen, legt der FDP-Politiker Olaf in der Beek nahe – und viele, viele andere auch. Es ist glasklar: Der politische Konsens ist viel wichtiger als ausreichend Gas für Haushalte und Wirtschaft.
    […]
    Gerade die zwiespältige Position der Ukraine zur Zukunft der russischen Gaslieferungen wirft einen Schatten auf den gut gemeinten politischen Konsens des Westens. Aufrufe einiger deutscher Politiker, Nord Stream 2 für eine Weile zu starten und später zu schließen, seien völlig irrational, schreibt der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba am Freitag auf Twitter – damit bezieht er sich auf Kubicki. „Das ähnelt einer Drogensucht, wenn jemand sagt: ‚Nur noch ein letztes Mal!‘, ohne sich der verheerenden Folgen jedes ‚letzten Mals‘ bewusst zu sein“, so Kuleba. Seine Warnung zum Schluss: „Die Sucht nach russischem Gas tötet!“

    Dabei war es vor kurzem genau das ukrainische Energieministerium, das auf Anfrage der Berliner Zeitung die eigentliche Position der Regierung in Kiew etwas anders darstellte, nämlich: Russland solle mehr Gas nach Europa liefern – aber eben für Transitgebühren über die ukrainische Route. „Die Ukraine kann Nord Stream 1 vollständig ersetzen“, sagte eine Sprecherin des Ministeriums dazu.

    https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/nord-stream-2-ukrainischer-aussenminister-scheinheilig-bei-kritik-an-wolfgang-kubicki-li.258337

    Niemand spricht mehr über CO2 oder darüber, ob Sanktionen irgendetwas im erwünschten Sinne bewirken, was natürlich nicht der Fall ist.

    Witzigerweise enthüllt die klimabewegte ZEIT auf S.1, worum es wirklich geht:

    Gasumlage
    Hart, aber fair
    Die Gasumlage trifft viele Haushalte schwer. Dennoch ist sie richtig – wenn sozial sehr bald nachgebessert wird.
    Ein Kommentar von Dr. Kolja Rudzio
    17. August 2022
    […]
    Die Empörung vieler Menschen über die Gasumlage ist verständlich. Und trotzdem, trotz der Zumutungen, die sie bedeutet, und trotz der Schwächen, die sie zweifellos hat, ist sie nötig und richtig. Und sie ist auch keineswegs die Ursache für die steigenden Kosten. Dafür sind andere Regierungsbeschlüsse verantwortlich: Wladimir Putins Entscheidung, die Ukraine mit einem Krieg zu überziehen, die Reaktion Deutschlands und der EU, sein Regime künftig nicht mehr durch Gas- und Ölimporte finanzieren zu wollen, und Moskaus Gegenreaktion, die Gasausfuhr zu drosseln. Gas ist knapp, weil Deutschland Putin die Stirn bietet. Und wenn man das für richtig hält, sind höhere Preise unausweichlich.
    […]
    Wichtig ist, nicht zu vergessen, worum es bei dieser Gaspreis-Krise geht: um das Ende der Abhängigkeit von Russland und das Ende der Finanzierung von Putin. Der Preis, den Deutschland dafür jetzt zahlt, ist hoch, aber nicht zu hoch.

    https://www.zeit.de/2022/34/gasumlage-gaspreise-verbraucher-energiekrise

    Das findet die Mehrheit der Deutschen zurecht nicht.

    Habeck meint, daß die Deutschen durch Corona-Diktate für weitere anti-Putin-Diktate empfänglich seien:

    Am Arbeitsplatz soll höchstens auf 19 Grad geheizt werden, Einzelhändler sollen die Türen ihrer Geschäfte geschlossen halten, Werbung soll nachts nicht leuchten, private Schwimmbäder nicht mehr mit Strom oder Gas beheizt werden, wie aus dem Verordnungsentwurf hervorgeht. Die Maßnahmen sollen sechs Monate lang gelten – bis 28. Februar 2023.

    »Bei der Energieeinsparung handelt es sich um eine Gemeinschaftsaufgabe von Politik, Unternehmen, Verbraucherinnen und Verbrauchern«, heißt es im Entwurf. Jede eingesparte Kilowattstunde helfe ein Stück weit aus der Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen heraus.
    […]
    Konkret geplant sind folgende Maßnahmen:
    • Vereinbarungen über eine bestimmte Temperatur in Mietwohnungen »sind unwirksam«. Die Mieterinnen und Mieter sind aber weiter verpflichtet, »angemessen« zu heizen und zu lüften, um so »Substanzschäden« zu verhindern wie etwa Schimmel.
    […]
    In Arbeitsräumen – sowohl in Unternehmen als auch in öffentlichen Gebäuden – soll laut Verordnung nur noch bis auf bestimmte Maximalwerte geheizt werden dürfen: Für »körperlich leichte und überwiegend im Sitzen ausgeübte Tätigkeiten« sind das 19 Grad Celsius, für »körperlich schwere Tätigkeiten« zwölf Grad.
    […]
    Habeck hatte die Energiesparverordnung Mitte August angekündigt. Sie soll laut Wirtschaftsministerium direkt vom Bundeskabinett ohne Beteiligung des Bundestags oder Bundesrats beschlossen werden – laut »Bild«-Zeitung am Mittwoch kommender Woche.
    […]
    Außer der »Kurzfristenenergiesicherungsverordnung« will die Regierung eine zweite Verordnung mit Maßnahmen erlassen, die »mittelfristig«, nämlich zwei Jahre lang gelten sollen.

    Darin ist etwa die Pflicht für Eigentümer zu einer jährlichen Heizungsprüfung vorgesehen; sie sollen zudem die Vorlauftemperaturen bei der Warmwasserversorgung senken oder nachts weniger heizen. Für diese Verordnung ist aber die Zustimmung des Bundesrats nötig.
    […]

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/energie-regierung-setzt-sparplan-auf-verbot-von-leuchtreklame-und-beheizten-pools-a-8559c106-9c82-4e48-b143-a768b7b5cb98

    Da bin ich aber gespannt, wer diese Verbote kontrollieren soll und wie sie bei Nichtbefolgen sanktioniert werden. Wie soll eigentlich faktisch ein Mieter gezwungen werden, wie er heizt? Inwiefern eine ministerielle Verordnung über mietvertraglichen oder gesetzlichen Arbeitsschutz-Bestimmungen stehen soll, ist mir als Rechtsstaatler unklar; was aber noch für Vermieter sprich „Eigentümer“ geplant ist, schlägt dem Faß den Boden aus: welchen Einfluß hat ein Privatvermieter in einer Eigentumswohnanlage wie ich auf Heizungsangelegenheiten? Ich finanziere die Vorauszahlungsforderungen der Stadtwerke vor, und kann meinem Mieter lediglich nahelegen, seine eigenen Vorauszahlungen ebenfalls zu erhöhen.

    Und das alles für symbolische Maßnahmen gegen Putin???

    Es ist alles noch viel irrationaler, als es scheint:

    Gasumlage, Inflation, Atomkraft :
    Grüne Energiewende war Unsinn! Ökonom Hans-Werner Sinn im Interview

    Der wohl polarisierendste deutsche Ökonom Hans-Werner Sinn verteidigt die Gasumlage und attackiert die Bundesregierung dennoch. Und er macht radikale Vorschläge für die Zukunft der deutschen Energie.
    Liudmila Kotlyarova, 19.8.2022 – 07:00 Uhr

    Herr Prof. Dr. Sinn, Wirtschaftsminister Habeck hat neulich gesagt, dass das Modell der Abhängigkeit von „billigem“ russischen Gas gescheitert sei. Ist der liberale Wirtschaftsansatz der Bundesrepublik daran schuld? Der liberale Gasmarkt hat sich ja für das billigste Produkt entschieden.

    Nein, das Russengas gewann seine dominante Stellung wegen der grünen Energiewende, also aus politischen Gründen. Da Wind- und Solarenergie sehr flatterhaft sind, braucht man während der häufigen, langanhaltenden Dunkelflauten regelbare, konventionelle Kraftwerke als Lückenfüller, und zwar im vollen Umfang des deutschen Strombedarfs. Die Kohle- und Atomkraftwerke wollte die Politik ja abschalten, also blieb den Erzeugern nur das teure Gas. Die unheilvolle Abhängigkeit vom Russengas ist der Kollateralschaden einer unbedacht organisierten Energiewende.
    […]
    Der Verzicht ist aber keine langfristige Strategie?

    Jedenfalls zeigt die Krise, wie teuer und mühsam der Verzicht ist. Deutschland hat sich schon darauf festgelegt, bis 2045 den Anteil der fossilen Energien auf null zu senken. Es ist eine gefährliche Utopie, bei der man sich nur wundern kann, dass sie so viel Rückhalt in der Bevölkerung hatte. Die Menschen wissen offenbar gar nicht, was ihre Politiker beschlossen haben. Und vermutlich wissen es die Politiker nicht einmal selbst.

    Bedauern Sie hier eher den Ausstieg aus der Atomkraft oder auch den Ausstieg aus der Kohle und aus dem Öl?

    Nur der Kohleausstieg macht Sinn. Wenn wir unsere Braunkohle nicht mehr abbauen, bleibt der Kohlenstoff auf dem deutschen Territorium und geht nicht in die Luft. Das ist beim Erdöl anders, weil es im Gegensatz zur Braunkohle auf den Weltmärkten angeboten wird. Wenn wir auf Erdöl verzichten, geben wir es für andere Länder frei, die es zu fallenden Preisen gerne kaufen und an unserer Stelle verbrennen, allen voran China. Um das zu verhindern, müssten wir das Öl kaufen und es auf europäischem Territorium einlagern und versiegeln, was aber ein absurder Vorschlag wäre. Wegen der Freigabe der Mengen geht der Klimawandel genauso schnell weiter wie ohne unseren Verzicht. Unsere Verzichtspolitik schädigt das Herzstück der deutschen Industrie, nämlich die Automobilindustrie, stärkt unsere Konkurrenten und reduziert den Lebensstandard der europäischen Bevölkerung, ohne der Umwelt auch nur ein bisschen zu helfen. Die deutsche Industrieproduktion ist schon seit 2018 rückläufig, und zwar nicht erst seit der Corona-Pandemie. Das liegt an der Herzkrankheit, die seit 2018 durch die CO2-Verordnungen der EU für den Automobilsektor ausgelöst wurde.

    Was wären an dieser Stelle Ihre konstruktiven Vorschläge für eine bessere Energiepolitik der Bundesregierung?

    Es ist sinnlos, bei den am Weltmarkt gehandelten Brennstoffen mit der Verzichtspolitik fortzufahren, wenn die anderen Länder nicht folgen. Der Klimaclub wäre eine Möglichkeit gewesen, doch China und Indien pfeifen darauf. Wir müssen in die Atomkraft gehen. Der Ausstieg aus der Atomkraft war falsch, und jetzt ist Deutschland Geisterfahrer auf der Autobahn: das einzige Land auf der Erde, das noch aus der Atomkraft aussteigt. Alle anderen Länder wie Schweden und Belgien haben sich von ihrem Ausstieg wieder verabschiedet. Wir behaupten, wir hätten die Weisheit gepachtet und alle anderen müssten uns jetzt folgen. Es folgt uns nur keiner. Das sollte doch zu denken geben.

    In der Gaskrise die Atomkraftwerke weiterhin abschalten zu wollen, ist zutiefst ideologisch und unbedacht. Die Franzosen haben gerade unter Präsident Emmanuel Macron beschlossen, neun neue Atomkraftwerke zu errichten, und neue Typen werden erforscht. Frankreich wird dann Deutschland in noch größerem Umfang als bislang als Lieferant von Atomstrom zur Verfügung stehen, und es wird uns auch gerne teuren Wasserstoff liefern, der daraus hergestellt werden soll und von der EU-Kommission als „grün“ klassifiziert wird.

    Junge Forscher haben kürzlich in einem Gastbeitrag für die Berliner Zeitung Deutschlands Sicherheitsprioritäten neu gefasst. Sie fordern ein staatliches Sondervermögen für den Ausbau der erneuerbaren Energien, wie für die Bundeswehr. Haben sie recht?

    Es gibt kein Sondervermögen für die Bundeswehr, es sind Sonderschulden. Diese Schulden als ein Sondervermögen zu bezeichnen ist nur ein semantischer Trick. Jegliche Verschuldung ist inflationär in der heutigen Zeit. Die Zeit der freien Mahlzeit ist vorbei. Wir stecken in der Stagflation. Das haben viele noch nicht begriffen.

    https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/gruene-energiewende-war-unsinn-oekonom-hans-werner-sinn-im-interview-li.257180

    Natürlich ist ein so vernünftiger Mann „polarisierend“. Vernunft fällt heutzutage aus dem irrationalen Empörungsraster…

    Ein Brandbrief von Betroffenen dieser Politik:

    Handwerker aus Sachsen-Anhalt fordern Sanktionsstopp
    Offener Brief an Scholz: „Wollen Sie wirklich für die Ukraine Ihr Land opfern?“

    Die Kreishandwerkerschaft Halle-Saalekreis hat einen offenen Brief an Kanzler Olaf Scholz (SPD) geschrieben. Darin fordert sie das Ende der Sanktionen gegen Russland und Verhandlungen über ein Ende des Krieges gegen die Ukraine. Alle politischen Entscheidungen seien „auf den Nutzen für das deutsche Volk“ zu überprüfen, so die Unterzeichner.

    Markus Decker
    18.08.2022, 20:48 Uhr

    Berlin. Die Kreishandwerkerschaft Halle-Saalekreis in Sachsen-Anhalt hat Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in einem offenen Brief aufgefordert, alle Sanktionen gegen Russland zu stoppen und Verhandlungen zur Beendigung des Krieges gegen die Ukraine aufzunehmen. Der Brief liegt dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) vor und hat 16 Unterzeichnende aus allen Innungen.

    „Eingangs möchten wir betonen, dass der Angriff Russlands auf die Ukraine ein klarer Verstoß gegen Artikel zwei der UN-Charta ist und von uns als schweres Verbrechen gesehen und kritisiert wird“, heißt es in dem Brief. Allerdings habe dieser Krieg nicht erst am 24. Februar 2022 begonnen. Außerdem mache sich die Kreishandwerkerschaft „berechtigte Sorgen. Sorgen um die Zukunft unserer Kinder und Enkel, Sorgen um den Fortbestand unserer Betriebe, Sorgen um unser Land.“

    Handwerker bemängeln Korruption in der Ukraine

    Weiter heißt es: „Wir als Handwerker wissen aus vielen Gesprächen mit unseren Kunden, dass die breite Mehrheit nicht gewillt ist, für die Ukraine ihren schwer erarbeiteten Lebensstandard zu opfern. Es ist auch nicht unser Krieg!“ Laut Veröffentlichung von Transparency International Deutschland e.V. belege die Ukraine im Jahr 2021 bei der Korruption Platz 122. „Kein anderes europäisches Land schneidet hier schlechter ab“, so die Unterzeichner. Und keinesfalls könne bei der Ukraine daher von einem lupenreinen demokratischen Staat gesprochen werden. Die Unterzeichner fragen deshalb: „Und dafür wollen Sie Deutschland aufs Spiel setzen?“

    Im Land rumore es. Die Preise stiegen in einem Tempo, dass „Otto Normalverdiener“ ihren Lebensunterhalt bald nicht mehr bezahlen könnten. Dann würden auch ganz normale, notwendige Handwerksleistungen unerschwinglich, was zu Entlassungen und Schließungen von Betrieben führen werde. „Wollen Sie der Kanzler sein, der Deutschland in den Ruin getrieben hat?“, steht zu lesen. „Wollen Sie wirklich für die Ukraine Ihr Land opfern?“

    Die Kreishandwerkerschaft erhebe daher drei Forderungen: „1. Sofortiger Stopp aller Sanktionen gegen Russland. 2. Sofortige Aufnahme von diplomatischen Verhandlungen zur Beendigung des Krieges. 3. Alle politischen Entscheidungen sind auf den Nutzen für das deutsche Volk zu überprüfen – sowie Sie es geschworen haben.“

    Am Ende des Briefes heißt es: „Wir reden hier nicht von ein oder 2 Grad weniger Raumtemperatur oder ob Schwimmbäder ihre Wassertemperatur senken müssen. Wir reden hier vom Sterben Deutschlands! Das erkennen viele Menschen in unserem Land, warum Sie nicht?“ Und: „Ändern Sie Ihren Kurs. Im Interesse unserer Heimat.“
    […]

    https://www.rnd.de/politik/offener-brief-an-scholz-wollen-sie-wirklich-fuer-die-ukraine-ihr-land-opfern-VZY3TYOSKRF6LPY53RDUDCLFFY.html

    Erstaunlich, wie genau der Blick von Sinn und diesen Handwerkern ist.

    • Als ob der RBB nicht schon genug Probleme hätte:

      produziert er mit falschen Bildern zum Promoten der „Klima-Krise“ auch noch neue; aber glücklicherweise hat er in den örr-Freunden der Medienkritik-Seite „Übermedien“ ja gute Freunde:

      Auch in Berlin sieht es im August 2022 nicht so aus, wie dem RBB beim Blick aus dem Fenster leicht hätte auffallen können:

      Daß die ARD sich jetzt so vom RBB distanziert, ist freilich übertrieben: denn insgesamt wird dort vehement dieselbe Agenda verfolgt: Klimaschutz, LGBT, Trump Bashing, Rußland-Bashing…

      In der Ukraine-Krise sind die Lügen freilich, wie in jedem Krieg, dominierend. Und jetzt haben endgültig die westlichen Geheimdienste übernommen. Zuletzt hatte ich am 19.8.2022 die West-Narrative mit der Realität abgeglichen und hierbei erwähnt:

      „Leider ist „Augengeradeaus“ seit dem 11.8.2022 in Urlaub: er brachte die Zusammenstellung von ukrainischen und russischen Lageberichten sowie die absolut unfreiwillig komische tägliche Propaganda des britischen Militärgeheimdienstes. Ich vermisse diesen Service sehr.“ 😉

      Warum die Presse versagt II


      [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-12/#comment-96901

      Ich habe mir jetzt die entsprechende Einschätzung vom 19.8.2022 angesehen:

      Was meldet das russische Verteidigungsministerium für den 17.8.2022?

      18.08.2022 (09:50)
      Russian Defence Ministry report on the progress of the special military operation in Ukraine
      […]
      High-precision ground-based weapons have hit a temporary foreign mercenary base in Kharkov. More than 90 militants have been eliminated.

      https://eng.mil.ru/en/special_operation/news/more.htm?id=12434071@egNews

      Kharkov und Umgebung werden nämlich überwiegend von Nazi-Truppen wie „Kraken“, eine Asow-Ausgründung, anderen frei flottierenden rechtsextremen Milizen und Fremdenlegionären „verteidigt“ bzw. terrorisiert. Kharkov ist eine russischstämmige Stadt…
      Aber logo im widersprüchlichen West-Narrativ – die genozidalen Russen zielen ja immer auf ethnisch russische Zivilisten; tatsächlich tun das freilich die Ukrainer; nicht nur die Stadt Donezk, sondern auch der Bereich Kherson und Saporischschja, soweit unter russischer Kontrolle, ist betroffen:

      Und das systematisch seit 2014:

      They are probably trying to force Ukraine to maintain significant forces on this front, to prevent them from being employed as a counter-attack force elsewhere.

      Dem britischen Geheimdienst ist offenbar entgangen, daß das die Motivation der russischen Truppen war, anfangs sehr nah an Kharkov heranzurücken (und ukrainisches Militär und Gerät dabei zu dezimieren, bevor sie sich taktisch zurückzogen). Daß der nordöstliche Plattenbau-Vorort Saltiwka dabei zu Bruch kam, liegt daran, daß die „Verteidiger“ aus diesem Wohngebiet heraus operierten, siehe Amnesty International.

      Russian forces hold the Kharkiv sector relatively lightly but continue to conduct local raids and probing attacks against Ukrainian forces.

      Komplett daneben: es gibt Eroberungen und massive Schläge. Zuletzt schrieb ich:

      „Ich bringe hier nur mal – pars pro toto – einen Lagebericht des russischen Verteidigungsministeriums vom 15.8.2022 – so ähnlich sieht es täglich aus:

      15.08.2022 (12:30)
      Russian Defence Ministry report on the progress of the special military operation in Ukraine
      The Armed Forces of the Russian Federation continue the special military operation in Ukraine.

      Russian Aerospace Forces precision weapons have hit a temporary deployment point of foreign mercenary near Zolochev, Kharkov Region. Over 100 militants from Poland as well as Germany have been killed and over 50 wounded.
      […]

      https://eng.mil.ru/en/special_operation/news/more.htm?id=12433471@egNews

      Die Aktivitäten in der Nähe von Kharkiv nehmen zu:“

      Warum die Presse versagt II


      [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-12/#comment-96901

      Und das geht nahtlos so weiter:

      20.08.2022 (09:25)
      Russian Defence Ministry report on the progress of the special military operation in Ukraine
      The Armed Forces of the Russian Federation continue the special military operation in Ukraine.
      High-precision weapons of the Russian Aerospace Forces have hit combat positions of Kraken nationalist formation and a unit of foreign mercenaries near Andreevka, Kharkov Region, killing over 100 militants, including up to 20 US mercenaries.
      […]
      High-precision ground-based weapons have destroyed up to 130 fighters and 8 units of special vehicles in the area of AFU’s manpower and military equipment of 27th Battalion of 127th Territorial Defence Brigade concentration in northern Kharkov.
      […]

      https://eng.mil.ru/en/special_operation/news/more.htm?id=12434532@egNews

      Rußland hat natürlich nicht vergessen, daß Kraken-Mitglieder in der Nähe von Kharkov mehreren russischen Kriegsgefangenen in die Beine schossen, sie verhöhnten und ausbluten ließen. Dieses Video ging viral und wurde intenational als echt bestätigt und zutreffend lokalisiert.

      Die „Übersetzung“ im Tagesspiegel lautete so:

      20.8.2022 14:16 Uhr
      Einschätzung britischer Geheimdienstexperten
      Russland gerät wegen Explosionen hinter eigenen Linien unter Druck
      […]
      20. Aug. 2022 12:37
      Dana Schuelbe

      Britische Experten: Russen geraten durch Explosionen hinter eigenen Linien unter Druck

      Die russischen Invasionstruppen in der Ukraine sind nach Ansicht britischer Geheimdienstexperten durch die vermehrten Explosionen hinter den eigenen Linien im Süden des Landes unter Druck geraten. Das geht aus dem täglichen Geheimdienst-Update zum Ukraine-Krieg des Verteidigungsministeriums in London hervor.

      Zwar habe keine der beiden Seiten Vorstöße an der Frontlinie in der Region Cherson gemacht, doch die „zunehmend häufigen Explosionen hinter russischen Linien üben wohl Druck auf die russische Logistik und Luftstützpunkte im Süden aus“, so die britischen Experten.

      Insgesamt habe es in der vergangenen Woche nur minimale Veränderungen an den Frontverläufen gegeben. Das werde sich in der kommenden Woche wohl auch kaum ändern. Wer militärisch die Initiative in den kommenden Wochen ergreifen wird, hängt nach Ansicht Londons davon ab, wem es gelingt, „überzeugende, entschlossene Kräfte für offensive Einsätze“ hervorzubringen. (dpa)

      https://www.tagesspiegel.de/politik/einschaetzung-britischer-geheimdienstexperten-russland-geraet-wegen-explosionen-hinter-eigenen-linien-unter-druck/28063400.html

      Sozusagen eine Übererfüllung der britischen Intentionen. 😉

      NZZ, 20.8.2022:

      Und das lesen Sie nur in der NZZ: Nach Einschätzung westlicher Nachrichtendienste hat die ukrainische Armee westlich des Dnipro die Chance, die russische Armee entscheidend zu schlagen. Doch reichen die Kräfte dazu aus? Welche Gegenmassnahmen trifft Russland? Lesen Sie exklusiv in «NZZ PRO Global», wie die Ukrainer die wichtige Grossstadt Cherson zurückerobern könnten. Zum Hintergrund

      Nö, das will man gewiß nicht lesen, nicht mal exklusiv. Es ist schlicht zu weit von der Realität entfernt.

      Leider nur für Abonnenten komplett lesbar.

      Am 20.8.2022 las ich im Tagesspiegel (Print) auf S. 3 diese Propaganda zwischen Kitsch & feministischem Bellizismus:

      Von der Filmemacherin zur Minensucherin im Donbass: Die Frauen an der ukrainischen Frontlinie
      Zehn Prozent der ukrainischen Armee sind weiblich. Was treibt diese Frauen an? Sechs Soldatinnen erzählen, was sie zum Militär zog – und was sie dort erleben.
      Von
      • Valeriia Semeniuk
      • Yulia Valova
      19.08.2022, 22:14 Uhr
      ________________________________________
      Yaryna Chornohuz, Übersetzerin von Kinderbüchern, ist Marine-Soldatin
      Lesen Sie weiter mit Tagesspiegel Plus
      Nie waren verlässliche Informationen wichtiger

      https://plus.tagesspiegel.de/gesellschaft/von-der-filmemacherin-zur-minensucherin-im-donbass-die-frauen-an-der-ukrainischen-frontlinie-8566765.html

      Da es im Donbaß für ukrainisches Militär nur eine Richtung gab, nämlich die Flucht nach Westen, konnte es auch keine Minensuche geben – wobei die Russen nicht verminen, das tun die Ukrainer, die ihre Minen natürlich auch nicht entfernen, bevor sie fliehen.

      Diese Dame – Tetyana Chornowil – war auch dabei (mit lila Zöpfen):

      Vorgestellt als Maidan-Aktivistin, Ex-Abgeordnete und Journalistin, die zwei Panzer in der Nähe von Kiew zerstört haben will, jetzt in der Südukraine tätig. Bzw. untätig, aber immer in Gefahr, eliminiert zu werden – noch aus dem russischen Lagebericht vom 20.8.2022:

      Army aviation strike of the Russian Aerospace Forces against a temporary deployment point of 1st Battalion of 28th Mechanized Brigade of AFU has destroyed about 60 nationalists and 8 units of special vehicles near Posad-Pokrovske, Nikolaev Region.

      Russian Aerospace Force’s precision-guided strikes on manpower and military equipment concentrations of 18th Battalion of 35th Marines‘ Brigade of AFU near Belaya Krynitsa and Velikoye Artakovo have eliminated over 80 nationalists and injured more than 50.
      […]
      5 AFU command posts have been hit, including those of 72nd Mechanized Brigade near Artemovsk, 46th Airmobile Brigade near Belaya Krinitsya in Kherson Region, as well as 234 areas of AFU manpower and military equipment concentration.
      {…]

      https://eng.mil.ru/en/special_operation/news/more.htm?id=12434071@egNews

      Dann erkennen wir die Asow-Kämpferin Yuliia „Tajra“ Pajewska, „Rettungssanitäterin, war Kommandantin einer medizinischen Einheit“: „Seit über acht Jahren setzt sich Yuliia Pajewska an der Front für die Menschlichkeit ein.“ Hunderte hat sie bereits gerettet.
      Zuletzt in Mariupol.
      „Wenig später wurde sie von russischen Truppen gefangen genommen, als sie gerade auf dem Weg zu einem verwundeten Kind war.“

      Tatsächlich wurde sie auf der Flucht in Zivilkleidung mit einem gekidnappten Kind erwischt, als dessen Verwandte sie sich ausgab. Im Juni kam sie bei einem Gefangenaustausch frei und erklärt, daß sie noch Glück gehabt habe, weil über das Schicksal von Mitgefangenen nichts bekannt sei. Womöglich seien diese bei der „Explosion“ im Gefangenenlager in Oleniwka ums Leben gekommen.

      Setzt der Tagesspiegel bei der Auswahl seiner ukrainischen Kräfte auf SBU-Mitarbeiterinnen?

      Es ist unsäglich, was die deutsche Presse liefert.

      Und der Tagesspiegel setzt noch einen drauf und verbreitet in derselben Ausgabe (Print) in der Nachfolge der NYT Verschwörungstheorien:

      19.08.2022, 18:33 Uhr
      Todesangst im Atomkraftwerk Saporischschja
      Putin plant angeblich gezielte Reaktorkatastrophe

      Die „New York Times“ sieht Indizien für eine Operation unter falscher Flagge. Moskau möchte dann Kiew die Schuld für die Verstrahlung geben. Eine Analyse.
      Christoph von Marschall

      Plant Wladimir Putin einen inszenierten Atomunfall in dem von russischen Truppen besetzten Kernkraftwerk Saporischschja in der Ukraine? Um dann der Ukraine die Schuld daran zu geben, dass Radioaktivität austritt und die Gesundheit von Millionen bedroht?
      Diese Sorge bewegt viele Menschen seit Tagen. Am Freitag hat ein Bericht der „New York Times“ die Angst nochmals wachsen lassen.

      Die russischen Nuklearexperten des russischen Staatsbetriebs Rosatom, unter deren Kontrolle das größte Akw in Europa seit der Eroberung durch russisches Militär im März steht, hätten die Anlage am Donnerstag verlassen.
      Parallel wurde ein Video im Netz geteilt, dass russische Militärfahrzeuge innerhalb der Gebäude mit den Reaktorblöcken zeigt. Die im Kernkraftwerk eingesperrten ukrainischen Angestellten seien in Todesangst, berichtet das Blatt unter Berufung auf einen Augenzeugen im Akw.

      Neue Dimension der Vorwürfe: ein gezielter GAU

      Seit Wochen hatten Fachleute vor einem unbeabsichtigten Atomunfall infolge der Kämpfe um Saporischschja gewarnt. Russisches Militär benutze das Akw als Schutzschild, heißt es in zahlreichen Militäranalysen.
      Seine Truppen beschießen von dort mit verschiedenen Waffen ukrainische Stellungen in der Erwartung, dass die Ukrainer nicht mit ihrem Arsenal zurückfeuern können aus Sorge, einen GAU auszulösen.

      Neben Verwaltungsgebäuden waren bei den Kämpfen auch die mehrere Betonschichten starken Außenhüllen der Reaktoren getroffen worden. [Von wem? Das bleibt natürlich außen vor.] Sie hielten bisher jedoch stand.

      Die neuen Vorwürfe gehen über das allgemeine Kriegsrisiko hinaus. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj beschuldigte Moskau bei seinem Treffen mit UN-Generalsekretär António Guterres und dem türkischen Präsidenten Recep Tayyib Erdogan am Donnerstag in Lviv, es wolle eine Atomkatastrophe gezielt herbeiführen.

      Russland beschuldigt neben der Ukraine die USA

      Das russische Verteidigungsministerium behauptet umgekehrt, die Ukraine bereite „eine Terrorattacke“ auf das Akw vor. Ihr Militär, sagte Nikolai Patruschew, Sekretär des russischen nationalen Sicherheitsrats, am Freitag, beschieße das Akw mit Waffen aus US-Lieferungen. „Wenn es zu einer Katastrophe kommt, werden die Folgen in allen Ecken der Welt zu spüren sein. Die Verantwortung dafür werden Washington, London und ihre Handlanger tragen.“
      Den Vorwurf der „Provokationen“ nahm Russland am Freitag auch zum Anlass, sich wegen der Situation des Atomkraftwerks in Saporischschja an den UN-Sicherheitsrat zu wenden.
      […]
      Putin warnt vor „großer Katastrophe“

      In einem Telefonat am Freitag mit dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron warnte der Kremlchef vor einer „großen Katastrophe“, die durch den Beschuss des Kraftwerks riskiert werde, teilte der Kreml am Nachmittag (Ortszeit) mit. Putin und Macron hätten sich darauf verständigt, dass Inspektoren der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) „sobald wie möglich“ besichtigen sollten. In einer Mitteilung des Élyséepalastes heißt es, der russische Präsident habe „sein Einverständnis erklärt“.
      […]
      Kritik an Neutralität der Medien im Konflikt zwischen Kiew und Moskau

      Für Miriam Kosmehl, Osteuropa-Expertin der Bertelsmann-Stiftung, ist die Berichterstattung über die Gefahren durch das Akw Saporischschja ein Beispiel für ein falsches Bemühen um Neutralität. Westliche Medien tendierten dazu, ukrainische und russische Behauptungen gleichberechtigt nebeneinander zu stellen. „Eine Seite lügt gezielt.“
      Die Erfahrung über sechs Monate Krieg habe gezeigt, dass „ein generelles Misstrauen gegen Russland angebracht“ ist. Berichte im Ton der Äquidistanz, weil man doch beiden Seiten mit Misstrauen begegnen müsse, „leugnen die Realität, mit der wir es hier zu tun haben“, bemängelt Kosmehl.
      […]

      https://www.tagesspiegel.de/politik/todesangst-im-atomkraftwerk-saporischschja-putin-plant-angeblich-gezielte-reaktorkatastrophe/28612680.html

      Tatsächlich habe ich bislang keine einzige wahrheitsgemäße ukrainische Behauptung gehört. Und die dominieren die West-Nachrichten.

      Der ist seines Lebens nicht mehr sicher…

      Aber es gibt Hoffnung, daß die ukrainischen Lügen auffliegen werden:

      Die Geheimdienste mit ihrer billigen Propaganda nerven weiter, zumal sie von Westmedien schlicht verbreitet wird:

      Halbe Luftwaffe offenbar lahmgelegt :
      Ukraine-Krieg: „Russischer Armee geht die Munition aus“
      Russland scheint im Ukraine-Krieg offenbar derzeit in Bedrängnis zu geraten. Nach Angaben westlicher Geheimdienste befindet sich der Konflikt nahezu im Stillstand.
      kme, 19.8.2022 – 19:40 Uhr

      Die russische Armee scheint im Ukraine-Krieg immer mehr unter Druck zu geraten. Das zumindest legen Aussagen westlicher Geheimdienste nahe. Die ehemalige CNN-Journalistin Emma Burrows berichtet auf Twitter von einem Pressebriefing durch einen Geheimdienst-Mitarbeiter.
      Laut diesem habe der Angriff auf den Flughafen in Saki auf der Krim
      „mehr als die Hälfte der Kampfflugzeuge der russischen Schwarzmeerflotte außer Betrieb“ gesetzt.
      […]

      https://www.berliner-zeitung.de/news/ukraine-krieg-geheimdienste-russischer-armee-geht-munition-aus-li.258410

      Angeblich hatte die wegen „Verstoß gegen die Brandschutzbestimmungen“ erfolgte Explosion des Munitionsdepots ganze 8 Flugzeuge beschädigt. Die sollten rasch zu ersetzen sein.

      Ach, die gute alte nutzlose PR-Snake Island…
      Zuletzt hatte ich geschrieben:

      „Haben wir es uns doch gedacht: für eskalierende Kriegshandlungen auf der Krim hat Selenskij die US-Erlaubnis:

      So der US-Deep State. Ob das auch für die eskalierenden Angriffe auf das russische Territorium gilt?“ Na klar:

      […]

      Das wird seit der ersten Kriegswoche geschrieben.
      Hier kann man den gesamten wirren Thread nachlesen:

      Bemerkenswert allein die Ausführungen zum AKW, die einen Informationskrieg nahelegen:

      Wem nützen all diese Geheimdienstlügen?

      US must arm Ukraine now, before it’s too late
      by Debra Cagan, John Herbst and Alexander Vershbow, opinion contributors – 08/17/22 10:00 AM ET
      The views expressed by contributors are their own and not the view of The Hill

      Nearly 20 of our fellow experts and national security professionals — whose digital signatures appear at the end of this op-ed — agree: The war in Ukraine has reached a decisive moment and that vital U.S. interests are at stake.
      […]
      Ukraine needs long-range fires to disrupt the Russian offensive, including Russian resupply, fuel, and ammunition stocks. That means the U.S. should send ATACMS munitions, fired by HIMARS with the 300km range necessary to strike Russian military targets anywhere in Ukraine, including occupied Crimea. And Ukraine needs constant resupply of ammunition and spare parts for artillery platforms supplied from various countries, some of which are not interchangeable. These systems are constantly in use, which makes maintenance and spare parts resupply critical. How and where these tasks are accomplished and the logistics infrastructure to quickly get the equipment back where it can be of greatest use can also make a huge difference.

      Beyond this, Ukraine needs more short- and medium-range air defense to counter Russian air and missile attacks. An increasing problem is the need to deploy adequate countermeasures to hamper the growing prevalence of Russian-produced drones and new ones it is trying to procure from Iran.
      […]

      https://thehill.com/opinion/national-security/3605064-us-must-arm-ukraine-now-before-its-too-late/

      Wieviele von denen wohl von der Rüstungsindustrie bezahlt werden?

      August 20, 2022
      Quality Of Ukraine Reporting Continues To Deteriorate
      The news about the war in Ukraine is getting so fake that even an amateur can debunk it no time.
      Consider this from the Washington Post:

      Across the river from Ukraine nuclear plant, shelling adds to fear

      In Nikopol, just two miles across the Dnieper River from the Zaporizhzhia Nuclear Power Plant, the threat of imminent nuclear catastrophe is compounded by daily shelling from Russian forces near the plant.“
      https://www.washingtonpost.com/world/2022/08/19/ukraine-nuclear-plant-zaporizhzhia-neighbors-nikopol/

      The real distance between the Zaporizhzhia Nuclear Power Plant and Nikopol is 15 kilometers (9 miles) not „just 2 miles“.

      „Nikopol is too close to the plant for sirens to be of use — there’s no time to switch them on. Instead residents on the other side send warnings if they see artillery batteries being rolled out.“

      The well protected six reactor blocks of ZNPP can be seen in the upper left of the picture. The next civilian settlement is on the right side, some 2+ kilometers away from the plant with several big buildings between the two.

      How anyone would see „artillery batteries being rolled out“ at the plant is beyond me. The Russian side of course insists that there is no artillery at the ZNPP and that the Ukrainians are shelling the plant. Which makes sense as the plant is, since early March, under complete control of the Russian side.
      […]

      https://www.moonofalabama.org/2022/08/quality-of-ukraine-reporting-continues-to-deteriorate.html

      • @ Gabriele Wolff

        Der Artikel von Hans Werner Sinn hat mir gut gefallen. Ist einer der wenige Realisten in Deutschland. 🙂

        Zum Ukraine-Krieg: Wie gesagt, momentan mache ich es mir dort einfach: sonst bin ich ja für Perspektivenvielfalt, aber die westliche Mainstream-Perspektive zeigt nun einfach vielfach nicht die Realität und somit reicht mir momentan die Sicht von Alexander Mercouris, dann ist man vielfach richtig informiert.

        Gut, Markus Reisner könnte man auch immer noch lesen, aber leider hinter einer Bezahlschranke:

        INTERVIEW MIT MARKUS REISNER am 21. August 2022

        „Militärische Situation im Ukrainekrieg
        -„Die Russen marschieren langsam, aber stetig vor“
        Markus Reisner, Leiter der Forschungsabteilung der Theresianischen Militärakademie in der Wiener Neustadt, über die aktuelle Strategie der russischen Invasoren, den möglichen Fortgang des Kriegs im Herbst – und über die Frage, wie lange die Ukrainer überhaupt noch mit Unterstützung durch den Westen rechnen können.“

        https://www.cicero.de/aussenpolitik/markus-reisner-interview-militaerische-situation-ukrainekrieg-russland-waffen-westen?fbclid=IwAR3j7R9tl8fFYteYXLISNDM9UYUVKKU6rp_v2gI7B9PjEZlkPOXV9gQtxco

  5. Ich bin auf ein ausführliches und eindrückliches Interview mit einer ehemaligen russischen Anti-Kriegsaktivistin gestoßen, die sich seit Februar geschämt hatte, Russin zu sein. Von einem Amerikaner gebeten, Video-Interviews mit Menschen des Donbass ins Englische zu übersetzen, konnte sie nicht glauben, was die Menschen, die doch ihrer Meinung nach Russen hassen müssten, da sagten. Als der Amerikaner dann eine Reise in den Donbass plante, hat sie sich als Dometscherin angeschlossen und ausschließlich Dinge erlebt, die mit ihrem bisherigen Weltbild komplett unvereinbar waren.

    Was meines Erachtens bisher zu wenig thematisiert wird, sind (neben den von Neonazis organisierten Sommercamps, von denen es ja einige eindrucksvolle Clips gibt) die Schulbücher, die schon den jungen Kindern einimpfen, die Russen seien minderwertig und hassenswert (ab Min. 23). Mir ist nicht bekannt, dass es auch nur Andeutungen vergleichbarer anti-ukrainischer Indoktrination auf russischer Seite gäbe.

    • Das ist tatsächlich ein sehr eindrucksvolles Video über die emotionalisierende Macht der West-Propaganda, die beim näheren Anschauen der Realität allerdings in sich zusammenfällt.

      An einer Stelle sagt sie, daß der Krieg „unavoidable“ gewesen sei, und da steht sie nicht allein:

      Zur Seite steht den Propagandisten die Zensur durch die social media – Journalisten, die den Mainstream verlassen, gehen zu Substack:

      Selbst Amnesty bekam Probleme, als es ausnahmsweise mal die Ukraine kritisierte:

      Und was halten wir von diesem Zynismus Selenskijs?

      Übrigens funktioniert diese Art der Propaganda auch innerhalb der USA:

      Angstrhetorik funktioniert bei jedem Thema: eben noch liest man düsterste Artikel über mögliche Wasser-Rationierungen wg. der Trockenheit – obwohl es seit Wochen täglich irgendwo in Deutschland gewittert – jetzt poppt in meiner Window-Timeline mal wieder ein SPIEGEL-Artikel auf: „DWD warnt vor Überflutungen“, das Ganze unter dem Label: „Wetter in Deutschland“. Heute morgen übrigens wurde mir ein SPIEGEL-Artikel über wütende Vulkan-Forscher präsentiert, die den Kälteteufel an die Wand malten, weil unerforschte Vulkane „tickende Zeitbomben“ seien, die Kollegen von der Asteroiden-Front aber viel mehr Forschungsgelder als sie erhielten, obwohl ein Vulkanausbruch zehn Mal wahrscheinlicher sei als ein Einschlag aus dem Weltall. Jetzt titelt die Süddeutsche: „Umweltkastrophe: Hat eine giftige Alge die Fische in der Oder getötet?“

      In der Berliner Zeitung wird vor einer Desinformationskampagne aus Rußland zu Gasknappheit und deren Folgen gewarnt. Keine Bange, das erledigte heute schon die NZZ:

      Droht Deutschland der Strom-Blackout im Winter?

      Das ist passiert: Die Sorge um die deutsche Stromversorgung im kommenden Winter wächst. Denn eine mögliche Gasmangellage in Kombination mit der hohen Nachfrage nach Heizlüftern erhöht die Gefahr von Blackouts. Zudem gibt es im Winter eine gewisse Knappheit an erneuerbaren Energien, da die Sonne weniger scheint und der Wind auch nicht immer weht. Zuletzt ist die Nachfrage nach Heizlüftern, Radiatoren, Heizstrahlern und ähnlichen Geräten, die viel Strom brauchen, nochmals gestiegen. Experten warnen: Die deutsche Stromversorgung sei für eine derartige gleichzeitige Zusatzbelastung nicht ausgelegt. Zum Bericht

      Darum ist es wichtig: Derzeit fällt Frankreich als fester Stromlieferant aus, da viele der dortigen Reaktoren überholt werden. Das Land hatte in früheren Jahren kontinuierlich rund 60 Terrawattstunden exportiert. Nun ist es jüngst netto zum Stromimporteur geworden. Die Lieferanten sind vor allem Deutschland, Spanien, die Benelux-Länder und Grossbritannien. Zudem hat die Dürre im Süden Europas zu geringer Wasserkraftproduktion geführt. Die derzeit unterdurchschnittliche Stromproduktion in Frankreich, Italien und Spanien wird wohl in den kommenden Monaten anhalten.

      Und dieses russische „Narrativ“ ist natürlich reine Propaganda:

      „Die USA haben das ukrainische Volk zu Kanonenfutter gemacht“
      Stand: 17.8.2022 09:56 Uhr |

      Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Vereinigten Staaten vorgeworfen, zum Schutz ihrer weltweiten Vorherrschaft die Feindseligkeiten in der Ukraine anzuheizen. In einer Rede vor den Teilnehmern einer Sicherheitskonferenz bekräftigte Putin am Dienstag, er habe Soldaten in die Ukraine geschickt, weil die US-Regierung das Land zu einem antirussischen Bollwerk gemacht habe.
      „Sie brauchen Konflikte, um ihre Hegemonie zu bewahren“, sagte Putin über die USA. „Deshalb haben sie das ukrainische Volk zu Kanonenfutter gemacht.“ Die Lage in der Ukraine zeige, dass die Vereinigten Staaten den Konflikt in die Länge ziehen wollten. Genauso handelten sie in Asien, Afrika und Lateinamerika. An der Konferenz nahmen militärische Vertreter aus den drei Weltregionen teil.
      Putin zog auch Parallelen zwischen der Unterstützung der USA für die Ukraine und dem jüngsten Besuch der Vorsitzenden des US-Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, in Taiwan. Beides sei Teil eines amerikanischen Versuchs, globale Instabilität zu schüren. „Das amerikanische Abenteuer in Taiwan war nicht nur ein Ausflug einer unverantwortlichen Politikerin“, sagte der russische Präsident. Es sei Teil einer US-Strategie, die darauf abziele, die Lage zu destabilisieren und Chaos in der Region und der ganzen Welt zu schaffen. Putin sprach von einer Missachtung der Souveränität eines anderen Landes.
      Er behauptete, „westliche globalistische Eliten“ versuchten, die Schuld für ihr eigenes Versagen auf Russland und China abzuwälzen. Dieses Modell sei aber dem Untergang geweiht. „Die Ära der unipolaren Weltordnung nähert sich ihrem Ende“, fügte er hinzu.
      Auf der Konferenz meldete sich auch der russische Verteidigungsminister Sergej Schoigu zu Wort. Die Unterstützung der westlichen Verbündeten der Ukraine gehe über Waffenlieferungen hinaus, sagte er. „Westliche Nachrichtendienste haben nicht nur Zielkoordinaten für den Abschuss von Angriffen geliefert, sondern westliche Spezialisten haben auch die Eingabe dieser Daten in Waffensysteme überwacht“, sagte Schoigu.
      Der Minister wies Befürchtungen zurück, Russland könne in dem Konflikt nukleare oder chemische Waffen einsetzen. Das sei eine Lüge. „Aus militärischer Sicht gibt es keine Notwendigkeit für den Einsatz von Atomwaffen in der Ukraine, um die erklärten Ziele zu erreichen“, sagte Schoigu. „Die Hauptaufgabe der russischen Nuklearstreitkräfte ist die Abschreckung gegen einen nuklearen Angriff.“ Zudem habe Moskau seine Chemiewaffen im Einklang mit internationalen Verpflichtungen vollständig vernichtet.
      […]

      https://www.welt.de/politik/ausland/article240500473/Ukraine-News-Putin-USA-haben-das-ukrainische-Volk-zu-Kanonenfutter-gemacht.html

      Dafür gibt es Zustimmung:

      Die ukrainische Propaganda um das Atomkraftwerk Saporischschja (Rußland habe das Werk vermint, lagere dort Waffen und beschieße sich selbst, um diese Schläge der Ukraine anzuhängen) ist bodenlos – und die USA schweigen dazu, obwohl sie wissen müssen, wer wen dort beschießt:

      Selenskij denkt an seine weitere Karriere und will den Generalstabs-Chef absetzen:

      Immer mehr Repressionen – wie im Video berichtet – machen die Ukraine unerträglich:

      In Butscha waren diese Kollaborateure (weiße Armbinden, russische Armee-Essens-Rationen mitführend) gleich hingerichtet worden:

      Alles eine Frage des Standpunkts: Widerstand oder Terrorismus?

      Die NYT:

      Behind Enemy Lines, Ukrainians Tell Russians ‘You Are Never Safe’
      Clandestine resistance cells are spotting targets, sabotaging rail lines and killing those deemed collaborators as they seek to unnerve Russian forces.

      By Andrew E. Kramer
      Aug. 17, 2022Updated 5:02 a.m. ET

      ZAPORIZHZHIA, Ukraine — They sneak down darkened alleys to set explosives. They identify Russian targets for Ukrainian artillery and long-range rockets provided by the United States. They blow up rail lines and assassinate Ukrainian officials they consider collaborators with the Russians.
      Slipping back and forth across the front lines, the guerrilla fighters are known in Ukraine as partisans, and in recent weeks they have taken an ever more prominent role in the war, rattling Russian forces by helping deliver humiliating blows in areas they occupy and thought to be safe.
      […]

      https://archive.ph/ZsKf6#selection-393.0-442.0

      Zur West-Propaganda gehört, gewisse Dinge zu ignorieren:

      Die Liste wird immer länger.

      • Bevor ich wieder zum Thema komme, hier ein kleiner Schwenk: Brian Stelter muß CNN verlassen – ein sehr wunderlicher „Medienkritiker“:

        Der Fog of War beeinträchtigt selbstverständlich auch die Kenntnis von der Lage in den Kriegsgebieten. „Experten“, die ukrainische und westliche Geheimdienst-Propaganda füre bare Münze nehmen, finden sich immer:

        Der Professor für internationale Politik erklärt: „Die russischen Streitkräfte haben nicht ausreichend Personal, um Einkesselungs- und Zangenbewegungen durchzuführen.“ Wenn man sich die Mannstärke der Russen in der Ukraine anschaue, dann fehlen den russischen Streitkräften einfach die Soldaten. Masala analysiert: „Die russische Streitkräfte befinden sich in einer Situation, in der sie eine unglaublich hohe Anzahl von Soldaten verloren haben.“

        Russland hat nach Schätzungen bereits 70.000 Soldaten in der Ukraine verloren

        „Schätzungen von 70.000 gefallenen Soldaten dürften realistisch sein„, sagt Masala. Für einen Krieg, der nun bereits sechs Monate dauere, haben die Russen außerdem unglaublich viel Material verloren. „Und sie sind erschöpft, weil ihnen der Nachschub an frischem Personal in der Masse fehlt. Das ist eine Armee, ich sag‘ es mal übertrieben, die pfeift was ihre Kampffähigkeit anbelangt, aus dem letzten Loch“, schätzt der Militärexperte die aktuelle Situation ein.

        Doch auch die ukrainische Armee habe vor allem im Donbass in den letzten Monaten erhebliche Verluste erlitten. „Auch hier haben wir es mit unglaublichen Erschöpfungszuständen zu tun. Beide Armeen sind am Rande dessen was sie eigentlich leisten können“, erklärt Masala.

        https://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/militaerprofessor-carlo-masala-militaerexperte-die-russische-armee-pfeift-aus-dem-letzten-loch_id_136646853.html

        Von Offensiven der Ukraine mal ganz zu schweigen:

        Die Westwaffen landen zum Teil unversehrt in Rußland, je mehr ukrainische Verbände fliehen:

        Die Kherson-Gegenoffensive findet seit Monaten nur in den Medien und auf Twitter statt:

        Das Einzige, was geschieht, sind neben Terror-Angriffen im Innern Angriffe auf die zivile Infrastruktur:

        Das war doch angeblich schon letzte Woche der Fall?

        Dennoch werden die Phantasma regelmäßig wiederbelebt, um die Waffenlieferungs-Promoter zu unterstützen – hier unser Staatssender DW:

        • Datum 18.08.2022
        • Autorin/Autor Frank Hofmann

        Analyse: Krieg in Osteuropa
        Ukraine: Vorbereitungen für den Gegenschlag?

        Die Kreml-Armee hat den Höhepunkt ihrer Schlagkraft überschritten, sagt der ehemalige US-General Ben Hodges. Bis Ende des Jahres könnte Kiew verlorenes Gebiet zurückerobern – wenn der Westen genug Waffen liefere.
        […]
        Russlands Krieg gegen die Ukraine werde also konventionell entschieden. Deshalb bräuchte die Ukraine auch mehr modernes Kriegsgerät sowie Training der Soldaten. Seit Monaten kündigt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj eine Gegenoffensive in der Süd-Ukraine an. Doch bislang reiche dafür die militärische Ausstattung noch nicht, sagt der deutsche Ukraine- und Sicherheitsexperte Nico Lange. Lange hatte in der letzten Regierung Merkel die frühere deutsche Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) beraten und sechs Jahre lang die Kiewer Vertretung der CDU-nahen Konrad-Adenauer-Stiftung geleitet.

        Die Ukraine habe bislang noch nicht „genug gepanzerte Fahrzeuge und nicht genug Kampfpanzer, um wirklich in diesem riesigen Gelände der südukrainischen Steppe mit einem großen Gegenangriff entscheidend Gebiet zurückzuerobern„. Derzeit würde die ukrainische Armee „die Voraussetzungen“ für einen solchen Gegenschlag schaffen, sagt Lange im Gespräch mit der DW. Er kritisiert vor allem die deutsche Zurückhaltung bei den schweren Waffen für die Ukraine.
        […]
        Botschaften von Box-Weltmeister Klitschko

        Sind die Raketenangriffe auf Eisenbahnlogistik, auf Führungs- und Kommunikationseinrichtungen der russischen Armee in den besetzten Gebieten also Vorbereitungen für den großen Befreiungsschlag in der Süd-Ukraine? Mitte August schrieb der Kiewer Bürgermeister Witali Klitschko auf Twitter: „Sei nicht dort, wo dein Gegner auf dich wartet. Sei dort, wo dein Gegner dich nicht erwartet. Sei beweglich.“
        […]
        Ukrainischer Sieg bis Jahresende?

        Jetzt sei die Zeit, der Ukraine nicht mehr nur mit „Teelöffel-Portionen“ zu helfen, sondern alles zu liefern, was irgend gehe. Dann könne das Land bis Jahresende die nach dem 24. Februar durch die Kreml-Truppen besetzten Gebiete befreien und danach die Krim und den Donbass womöglich durch Verhandlungen in den folgenden „ein, zwei Jahren”, so Hodges. Während nach außen hin der Kriegsverlauf in der Ukraine bei einem Patt angekommen zu sein scheint, nutze die Ukraine die Zeit um „eine Truppe aufzubauen, bis sie bereit ist, bis sie trainiert ist, bis sie genug Durchschlagskraft hat“.
        […]

        https://www.dw.com/de/ukraine-vorbereitungen-f%C3%BCr-den-gegenschlag/a-62857898

        Da die Ukraine mangels Soldaten jetzt schon mit Wehrpflichtigen, zwangsweise eingezogenen Zivilisten, mit rechtsextremen Milizen und mit den oben beschriebenen „Fremdenlegionären“ operieren muß: wo sollen dann die Massen an ausgebildeten Soldaten herkommen, die für Offensiven benötigt werden? Denn nicht einmal die Defensive klappt mehr. Ein notwendiges Element der Propaganda ist jedenfalls, daß die Russen im Donbass nicht vorankämen (in der Tat kämpfen im Donbass, in der DPR, kaum russische Bodentruppen; es sind DPR-Truppen, tschetschenische Verbände und Wagner-Kräfte, während Rußland mit Luftschlägen und Langstrecken-Raketen unterstützt).

        Der glühende Ukrainefreund und Russenhasser Julian Röpcke von BILD hat die Schnauze voll von dieser Propaganda. Er guckt jedenfalls genauer hin:

        AZ
        @AZmilitary1
        19 Std.
        Donbass. Reinforcements consisting of T-72B and T-80BV.Jihadi Julian was crying about this video… 129 Days 2 Hours 19 Minutes until winter
        https://twitter.com/AZmilitary1/status/1558524136275775489

        Tja. Der ist nun auch gesperrt.

        Röpckes Trick zur Wahrheitsfindung: er deutet die kryptischen Lageberichte des ukrainischen Generalstabs aus:

        Tatsächlich geht es im Donbass mächtig voran:

        Warum die Eroberung von Peski, eine der ausgebauten Verteidigungsfronten nahe bei Donetsk, wo keine Zivilisten mehr lebten, so bedeutsam war, kann man hier nachlesen:

        Hier eine weitere Analyse zum Fall von Peski – mit einem Ausblick auf die weiteren Punkte in dieser Befestungslinie, Vodyane und Pervomais’ke:

        Westlich davon geht es längst weiter:

        Man muß diese Berichte eben LESEN können. Leider ist „Augengeradeaus“ seit dem 11.8.2022 in Urlaub: er brachte die Zusammenstellung von ukrainischen und russischen Lageberichten sowie die absolut unfreiwillig komische tägliche Propaganda des britschen Militärgeheimdienstes. Ich vermisse diesen Service sehr. 😉

        Ich bringe hier nur mal – pars pro toto – einen Lagebericht des russischen Verteidigungsministeriums vom 15.8.2022 – so ähnlich sieht es täglich aus:

        15.08.2022 (12:30)
        Russian Defence Ministry report on the progress of the special military operation in Ukraine
        The Armed Forces of the Russian Federation continue the special military operation in Ukraine.

        Russian Aerospace Forces precision weapons have hit a temporary deployment point of foreign mercenary near Zolochev, Kharkov Region. Over 100 militants from Poland as well as Germany have been killed and over 50 wounded.
        High-precision air-based missiles have disabled two traction power substations near Apostolovo and Sinelnikovo railway stations, Dnepropetrovsk Region.
        As a result of strike of the Russian Aerospace forces on combat positions of 63rd Mechanized Brigade of AFU near Belogorka and Lozovoye in Kherson Region, 105th and 107th battalions of this brigade suffered losses of over 160 nationalists.
        Artillery strike of the Russian Troops near Mar’inka in Donetsk People’s Republic has eliminated over 70 per cent of 3rd battalion’s personnel from 66th Mechanized Brigade of AFU.
        High-precision weapons strikes of the Russian Aerospace Forces against combat positions of 53rd Mechanized and 68th Infantry-Engineering Brigades of AFU have destroyed more than 260 nationalists near Ugledar, Vodyanoye and Dobrovol’e in Donetsk People’s Republic.

        In Soledar direction, more than 50 per cent of the personnel and military equipment of 15th Battalion of 58th AFU Motorized Infantry Brigade have been eliminated as a result of offensive actions and fire on combat positions.
        Operational-tactical and army aviation, missile troops and artillery strikes continue against military facilities in Ukraine.

        Command posts of 112th Territorial Defence Brigade near Artemovsk, 60th Infantry Brigade near Osokorovka in Kherson Region, as well as personnel, weapons and military equipment, including those of nationalist battalions, in Merefa in Kharkov Region, Konstantinovka in Donetsk People’s Republic, Nikolaev and Velikomikhailovka in Dnepropetrovsk Region have been hit.

        Missile and artillery weapons depot near Zaichevskoye, Nikolaev Region, 3 ammunition depots near Kramatorsk and Konstantinovka, in Donetsk People’s Republic, and 2 fuel depots for military equipment near Chuguev and Kovyagi in Kharkov Region.
        […]

        https://eng.mil.ru/en/special_operation/news/more.htm?id=12433471@egNews

        Die Aktivitäten in der Nähe von Kharkiv nehmen zu:

        Da die Ukraine verliert, wird eskaliert. Mit für sich reklamierten Anschlägen auf der Krim:

        Es sollen Mitglieder einer lokalen islamistischen Terror-Organisation (Krim-Tataren) verhaftet worden sein.

        Die Westpropaganda der WaPO vom 16.8.2022 dazu:

        Crimea ammunition depot blast is work of Ukraine special forces, official says
        By Washington Post Staff ● Read more »

        Ja. Aber wer im Westen will eigentlich nicht eskalieren?

        Und nochmal etwas an der Schraube gedreht: Kerch und die Kerchbrücke:

        Haben wir es uns doch gedacht: für eskalierende Kriegshandlungen auf der Krim hat Selenskij die US-Erlaubnis:

        So der US-Deep State. Ob das auch für die eskalierenden Angriffe auf das russische Territorium gilt?

        Es gibt Spekulationen:

        [Thread]

        Andererseits: es brennt auch auffällig oft im Westen; und damit meine ich nicht die Brandstiftungen, die 90% aller Waldbrände verursachen, die gern dem Klimawandel zugeschrieben werden.

        Vor vier Tagen gab es ein heftiges Gewitter mit zweistündigem Trommelregen. Weil die meisten meiner Rosen im Knospenentwicklungsmodus sind, waren die Schäden beherrschbar. Heute rauschten die Gewitter an meinem Garten vorbei, im Moment ist sanfter Regen zugange, den ich aber nicht mehr brauche, denn nach dem Gewitter waren meine 1.000-Liter Regentonnen schon wieder randvoll. Funfact: für das Regenwasser vom hinteren Hausdach und vom Schuppendach kassieren die Stadtwerke Entgelte. Der Kunde ist halt die Cash-Cow. Und das war schon immer so…

  6. @ Mark Smith:

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-12/#comment-96858

    Du vergißt, daß ich weder ein Handy noch gar ein Smartphone habe; gerade schilderte mir ein Freund, wie kompliziert online-Banking ohne diese Tools ist. Und überhaupt: ETF`s sind obsolet, wenn Ideologen Wirtschaftspolitik übernehmen: der Pragmatiker Schröder hat ja recht – ohne russisches Gas geht es nicht, und Nikolaus Blome stimmt dem zu:

    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/energiekrise-drehen-wir-den-spiess-um-und-oeffnen-nord-stream-2-kolumne-a-f59e705d-5a9b-4457-aee0-ceceee6796cc

    „Hui, er schließt sich Gerhard Schröder an – und das von der Presse aufgehetzte Publikum killt ihn.“

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-12/#comment-96855

    Letztlich läuft das irrationale Klimaschutz-Programm auf einen Morgenthau-Plan für Deutschland heraus:

    In meinem Posting hatte ich auch den ZEIT-Redakteur Peter Dausend zitiert, der es keineswegs Selenskij überlassen will, wann es Friedensverhandlungen geben soll: denn der ist verrückt:

    Was, wenn die Regierung in Kiew zu dem Schluss kommt, der richtige Zeitpunkt für Verhandlungen sei erst erreicht, wenn die russischen Truppen nicht nur aus dem Süden der Ukraine und aus den Separatistengebieten im Osten vertrieben sind – sondern auch von der Halbinsel Krim, die Russland 2014 gewaltsam annektiert hat? Eine Vorstellung, die viele Politik- wie Militärexperten für völlig unrealistisch halten, die in Kiew aber herumspukt.

    https://www.zeit.de/2022/33/ukraine-krieg-russland-diplomatische-loesung/komplettansicht

    Der US-basierte Proxy-Krieg gegen Rußland ist verloren, und nun dreht Selenskij frei und läßt das Atomkraftwerk in Saporischschja bombardieren:

    Ganz offen am 14.8.2022 angekündigt, obwohl zuvor bereits geschehen:

    Tja. Schwer vereinbar; als Faustregel gilt: was die Ukraine Russen unterstellt, begeht sie selber.

    Das mag sich niemand vorstellen, daß Selenskij die eigene Bevölkerung auslöschen will. Aber der Mann ist nun mal crazy, und nicht einmal mehr seine US-Handler haben ihn unter Kontrolle.

    Und es werden dazu auch noch US-Waffen benutzt:

    Im Gegenteil! MoA über die ständig lügende NYT – auch über Kherson:

    Die logische Folge der Medien-Lügen in den USA:

    Bei uns wird zwar genauso gelogen, aber der Deutsche ist nun mal brav.
    Das ist nicht berichtenswert, wie die Ukraine die Zivilisten in der Stadt Donetsk bombardiert und mit Mini-anti-Personen-Minen eindeckt:

    Die Ukraine ist obsessiv, was Verminungen angeht. Oligarchen-Händlern bietet sie Schutz davor, der eigenen Bevölkerung nicht:

    Es könnte sein, daß Selenskij seinen US-Handlern aus dem Ruder gelaufen ist:

    Opinion
    The Zelensky Narrative is Shifting | Opinion
    Steve Cortes
    On 8/10/22 at 6:00 AM EDT
    […]
    In just the last few days, the narrative has palpably shifted. First, Thomas Friedman of the New York Times sent up a trial balloon, a clear signal straight from one of the White House’s most dependable stenographers:

    „Dear reader: The Ukraine war is not over. And privately, U.S. officials are a lot more concerned about Ukraine’s leadership than they are letting on. There is deep mistrust between the White House and Ukraine President Volodymyr Zelensky—considerably more than has been reported.“

    The Biden administration had previously been as deeply committed to escalation in Ukraine as Senator Lindsey Graham or actor Ben Stiller were, but suddenly even the West Wing is beginning to acknowledge the futility of unreservedly backing Zelensky. Apparently, there are limits, even for the Washington War Machine.

    What are those limits regarding Ukraine? Well, for starters, Zelensky rules much like his adversary, the universally denounced Putin, does. Zelensky shut down all opposition media in Ukraine, then banned opposition political parties. He declared that Russia would have to kill every single citizen of Kyiv to get to him, but also found time to pose for a melodramatic Annie Leibovitz portrait spread for American fashion magazine Vogue. Zelensky also fired the Ukrainian equivalent of the U.S. Attorney General and the head of the CIA, on the very same day, perhaps during breaks from his grandiose photo shoot.

    Like Friedman, CBS News apparently got the memo to start tarnishing Zelensky’s halo. That network explored the folly of sending a mountain of U.S. taxpayer money into one of the most corrupt countries on Earth, though later deleted its tweet on the topic. CBS admitted that vast amounts of American largesse has been pilfered, conceding that „much of the billions of dollars of military aid that the U.S. is sending to Ukraine doesn’t make it to the front lines.“ CBS also quoted an on-the-ground operative who disclosed the reality of America’s generosity: „like 30 percent of it reaches its final destination.“
    […]
    Moreover, in reaching out to Beijing, Zelensky appeals for charity from a country that directly funds the war in Ukraine via massive oil purchases from Putin. In this regard, Zelensky unwittingly unveils the insanity of the world’s most powerful nations simultaneously funding both sides of the war. For example, as America sends more than $54 billion from our citizens to Ukraine, our supposed allies in NATO have been sending up to $1 billion per day to Putin for Russian energy.

    Putin is a thug and Zelensky is a corrupt autocrat. Their battle involves no vital U.S. national interest.

    Biden’s intervention harms America and worsens the plight of the Ukrainian people, who have become pawns in a battle of Black Sea oligarchs. America should insist on dialogue, negotiation, and de-escalation. If the parties refuse, then it’s time for an American approach of realism and restraint, because this is simply not our fight, and Zelensky sure as hell is not our fighter.

    Steve Cortes is a former adviser to President Trump.

    https://www.newsweek.com/zelensky-narrative-shifting-opinion-1731875

    Da muß er ja, als Realist, ideologisch danebenliegen! 😉

    Neben den ideologischen „Experten“ gibt es allerdings auch realistische: hier MacGregor:

    Oder Scott Ritter:

    Keine Ahnung, warum Westmedien die akute Vorgeschichte dieses Krieges ausblenden – die längere eh – : glauben sie echt, daß das Publikum unter Gedächtnisverlust leidet?

    Außenminister Kuleba weiß immerhin, daß der Krieg verloren ist.

    • @Gabriele Wolff

      Du schreibst
      «Und überhaupt: ETF`s sind obsolet, wenn Ideologen Wirtschaftspolitik übernehmen: der Pragmatiker Schröder hat ja recht – ohne russisches Gas geht es nicht, und Nikolaus Blome stimmt dem zu:»

      Gut, in Sachen Mikro-, Makroökonomie und Finanzen scheinst Du nun wirklich keinen blassen Dunst zu haben. 😉 🙂
      Selbst wenn Deutschland abschmieren würde, in einem Welt-ETF macht der Anteil an Deutschland-Aktien ev. 2% aus. Und selbst wenn ganz Europa abschmieren würde, wäre dies auch nicht super tragisch, zumal Europa ev. 15-20% ausmacht.
      Und wer sein Kapital vor allem in einen DAX-ETF steckt, der ist sowieso nicht ganz sauber, zumal das einfach ein erhebliches Klumpenrisiko ist: nennt man auch Home-Bias.
      Also, ich bleibe dabei: ein breit gestreuter Welt-ETF (Industrie- und Schwellenländer), auch Small- und Mid-Caps dazu, der hat ein maximal breit diversifiziertes Portfolio, mit einem geringen Risiko, wenn mindestens 15 Jahre angelegt.

      • Da bin ich aber nicht allein:

        Finanzen: Die Deutschen holen ihr Geld aus dem Tresor
        Von Markus Zydra, Frankfurt – Vor 47 Min.[17.8.2022]

        Weil die EZB den Negativzins abgeschafft hat, kramen die Menschen bündelweise Scheine aus ihren Verstecken und tragen sie zurück zur Bank. Auch die Geldinstitute leeren ihre Bargeldtresore. Der Bargeldumlauf sinkt rapide.
        […]

        Finanzen: Die Deutschen holen ihr Geld aus dem Tresor (msn.com)

        Windows hielt es für angebracht, mir nun Nachrichten zuzuspülen – nix Kritisches natürlich, und sehr viel Boulevard. Mit anderen Worten: Auf Aktien oder RTF setzen keine Mehrheiten, wie auch: die USA gleiten ab in die Rezession bei steigender Inflation, China schießt sich mit seiner Corona-Politik selbst ins Knie – aber mit russischen Staatsanleihen wird plötzlich wieder gehandelt: was ist da los?

        Was mir Windows soeben offerierte, habe ich gar nicht mitbekommen, obwohl es bei mir um die Ecke stattfand: das typische SPIEGEL-Framing:

        DER SPIEGEL
        Neuruppin
        Olaf Scholz wird in Brandenburg niedergebrüllt
        Henrik Bahlmann – Vor 1 Std. [17.8.2022]

        Auf dem Schulplatz von Neuruppin sprach Kanzler Scholz über weitere Entlastungen in der Energiekrise. Nur verstehen konnte ihn offenbar niemand, das lag an etwa 300 wütenden Männern und Frauen.

        Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) ist bei einer Veranstaltung im brandenburgischen Neuruppin auf lautstarke Gegendemonstranten gestoßen. Scholz zog seinen Auftritt am Mittwochabend auf dem Schulplatz der Stadt durch, obwohl er angesichts des Pfeifkonzerts und der Sprechchöre kaum zu verstehen war. Die Polizei nannte zunächst keine Teilnehmerzahl. Nach Angaben einer Polizeisprecherin gab es eine Anzeige wegen Widerstands, weil eine Person den abgesperrten Bereich nicht verlassen wollte. [?] Personalien seien festgestellt worden. Verstöße gegen das Versammlungsgesetz würden geprüft.

        In den vergangenen Tagen war über die Möglichkeit von Massenprotesten im Herbst gegen die Regierungspolitik spekuliert worden. Rechtsextremisten wollen ihre Anhänger für einen deutschen Wutwinter mobilisieren, auch die Linke will Demonstrationen organisieren. In Neuruppin hatte sowohl die Linke als auch die AfD zu Gegendemonstrationen aufgerufen. Von Massen konnte dort aber keine Rede sein – schätzungsweise kamen etwa 300 Protestierende an den Rand des abgesperrten Veranstaltungsgeländes. Die meisten schienen AfD-Anhänger zu sein. Sie riefen »Volksverräter«, »Lügner« und »Hau ab«.

        Neuruppin: Olaf Scholz wird in Brandenburg niedergebrüllt (msn.com)

        Da fragt man sich: wieviele Teilnehmer gab es im abgesperrten Bereich? Wieso wurde der überhaupt abgesperrt? Neuruppin ist links. Mein Mann hat die Anti-Corona-Maßnahmen-Demos in Neuruppin verfolgt, da gab es keine Rechte. Vermutlich haben die 300 „Wutbürger“, wie ich auch, gerade Post von den Stadtwerken bekommen, wonach sich die Gaskosten – ohne die noch folgende „Gasumlage“ – verdoppeln. Das war schon der zweite Erhöhungsbrief dieses Jahr, denn zuvor waren schon die Vorauszahlungen für Strom scharf angestiegen.

        Kommen wir zu den USA, wo ja dasselbe mediale Framing vorherrscht: Republikaner sind der gefährlichste terroristische Bedrohungsfall im Inland. So auch die angeblich republikanische Kongreß-Abgeordnete Liz Cheney aus Wyoming, die sich dem Show-Tribunal der Demopcrats zum 6.1.2021 angeschlossen hatte. Im aktuellen SPIEGEL wurden der Abtrünnigen Lorbeerkränze gewunden. Nun ist es passiert:

        Sie gab auf, nachdem erst die Hälfte der Stimmen gegen die von Tump unterstützte Kandidatin ausgezählt waren: da hatte sie gerade mal 31% gegen über 60% der Kandidatin Hageman erzielt. Und die noch auszuzählenden Bezirke ließen nach den Bekundungen des Democrats Wahlexperten Wasserman einen 40%-Vorsprung von Hageman erwarten. Das wollte sie sich dann doch nicht antun. Ihre Hybris ist unübertroffen:

        Vermutlich kriegt sie einen Job bei MSNBC.

        Die Süddeutsche erregte sich gewaltig:

        Trump-Gegnerin Liz Cheney
        Ein verheerendes Signal
        Kommentar von Christian Zaschke – Vor 7 Std.

        Die Kongressabgeordnete Liz Cheney hat die Vorwahlen der Republikaner in Wyoming verloren, weil sie standhaft geblieben ist im Widerstand gegen Donald Trump. Ihre Niederlage belegt, dass ihre Partei zum Trump-Kult geworden ist.

        Die amerikanische Kongressabgeordnete Liz Cheney hätte es sich leicht machen können. Sie hätte den Mund halten können. Sie hätte sich verstecken können in der Phalanx ihrer republikanischen Kolleginnen und Kollegen, die in Treue fest zum ehemaligen Präsidenten Donald Trump stehen, ganz gleich, was dieser sich zuschulden kommen lässt. Doch Cheney hielt nicht den Mund. Sie sprach und spricht offen aus, was offensichtlich ist: Donald Trump darf nie wieder auch nur in die Nähe des Weißen Hauses gelangen, weil das für die Vereinigten Staaten eine Katastrophe wäre.

        Am Dienstag haben die republikanischen Wähler in Wyoming ihr dafür die Quittung verpasst und entschieden, dass die Partei im November nicht mehr mit Cheney als Spitzenkandidatin in die Kongresswahlen zieht. Sie hat das kommen sehen. In Wyoming haben bei den Präsidentschaftswahlen von 2020 rund 70 Prozent der Wählerinnen und Wähler für Trump gestimmt. Diesen Menschen gilt Cheney nicht als aufrechte Kämpferin für die Wahrheit und die Verfassung, sondern als Verräterin. Sogar Morddrohungen erhielt sie.

        Von der Partei im Bundesstaat wurde sie gleich zweimal abgemahnt. Beim Sender Fox News wird sie verhöhnt. Trump beleidigt sie regelmäßig. Vormalige Freunde wandten sich ab. Doch Cheney blieb unbeirrt.

        Eine knallharte Konservative mit Mut und Anstand
        […]
        Doch sie [die Republikaner] haben Cheney verstoßen, weil diese sich weigerte, Trumps Lüge von der gestohlenen Wahl zu unterstützen. Weil sie darauf bestand, dass der ehemalige Präsident zur Verantwortung dafür gezogen wird, dass er einen Mob dazu anstachelte, das Kapitol zu stürmen. Weil sie das Wohl des Landes zur Maxime ihres Handelns machte und nicht in Feigheit erstarrte, als es darauf ankam.

        Auch einige wenige andere Republikaner haben nicht vor Trump gekuscht, aber die stellen sich größtenteils nicht zur Widerwahl [sic!]. Cheney hingegen trat trotz aller Drohungen vor das Wahlvolk von Wyoming, unbeugsam, entschlossen. Dass dieses sich nun gegen sie entschieden hat, ist ein weiterer Beweis dafür, dass die Republikanische Partei, die Partei Jeffersons und Lincolns, zu einem Trump-Kult geworden ist, in dem bedingungslose Loyalität zum Anführer gefordert wird.
        Man kann nur ahnen, wie viel Courage und wie viel Kraft es erfordert, sich in diesem Umfeld an den größeren Werten zu orientieren, inmitten einer Partei, die zwischen Angst und Zorn oszilliert und ihre Seele an einen Lügner, Mobber und Taschenspieler verkauft hat. Liz Cheney hat ihrer Partei und dem ganzen Land gezeigt, was wahrer Patriotismus ist. Dass sie dafür an der Wahlurne bestraft wurde, ist ein verheerendes Signal.

        Trump-Gegnerin Liz Cheney: Unbeugsam, entschlossen, entmachtet – Meinung – SZ.de (sueddeutsche.de)

        Man sieht, daß die SZ eigentlich nur weiterhin auf Trump-Bashing-Tour unterwegs ist und überhaupt gar nichts mitbekommen hat. Trump hat zu nichts aufgerufen, und die, die seiner Rede lauschten, hatten nicht mit dem von FBI-Agenten initiierten und dem von der Capitol-Police zuvorkommend gestatteten „Sturm“ auf das Kapitol zu tun.

        Blaupause für diese FBI-Aktion war das Wahlbeeinflussungs-Manöver des FBI in Michigan im Jahr 2020:

        Zwei angeklagte Miliz-Personen wurden direkt freigesprochen, weil sie Opfer einer FBI-Verschwörung waren; bei zwei weiteren gab es eine unentschiedene Jury, und die Feds waren so unklug, ein re-trial ins Werk zu setzen. Und hier gibt es die erhellendsten Einblicke, wie das FBI verzweifelt versuchte, unwillige konservative Milizen zu einer Entführung oder gar Tötung der Democrats Michigan Gouverneurin Whitmer anzustiften:

        Eine solche Bananenrepublik sind die USA.

        Wie am 6.1.2021…

        Und warum das Ganze?

        Auch zum 6.1.2022 verweigert das FBI Aufklärung – nicht nur durch Nichtfreigabe von vielen Videos des angeblichen „Sturms“, sondern auch durch Unterdrückung des Videomaterials eines angeblichen Bombenlegers:

        Was allerdings jetzt passiert anläßlich der Durchsuchung von Mar-a-Lago, sprengt alle bekannten Verhältnisse:

        Und hier belegt Tucker Carlson, daß er ein analytischer und unerschrockener
        Analyst ist – gegen dieses gesamte Getöse, das er auseinandernimmt:

        Tucker Carlson: No honest person could believe this
        1.535.596 Aufrufe 16.08.2022 Fox News host Tucker Carlson shreds the FBI’s raid on former President Donald Trump’s Mar-a-Lago home on ‚Tucker Carlson Tonight.‘

        Peter Strzok, der geschaßte Trump-Verfolger beim FBI während des Russia Hoaxes, hat Oberwasser:

        Nun hat das FBI die Pässe zurückgegeben:

        Die NZZ am 17.8.2022:

        • FBI gibt Donald Trump beschlagnahmte Reisepässe zurück: Trump hatte dem FBI am Montag vorgeworfen, bei der Durchsuchung seines Anwesens in Florida seine Reisepässe «gestohlen» zu haben. Nun gab die Bundespolizei FBI die Reisepässe zurück, wie Trump am Dienstag auf dem von ihm mitbegründeten Online-Netzwerk Truth Social erklärte. Zu den neusten Entwicklungen

        Man fragt sich, wieso das FBI die Pässe überhaupt eingesackt hatte. „Man“ ist vermutlich falsch. Leider!

  7. Nach der Corona-Abteilung, die die Politisierung und Emotionalisierung des Themas verdeutlichte, die Dekadenz des „Expertentums“ und die verheerende Haß & Hetze-Rolle der traditionellen Medien:

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-11/#comment-96841

    nun wieder zurück zu den USA, wo die Mainstream-Medien Waffen der Dems sind wie die social media auch, die nach Belieben Republikaner ihrer Plattformen berauben. Das DoJ unter Garland und dessen Arm unter Wray, der schon unter Trump gegen Trump arbeitete, dienen als Waffen gegen die gefürchtete Kandidatur Trumps in 2024.

    Zuletzt schrieb ich zur Durchsuchung von Mar-a-Lago hier:

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-11/#comment-96825

    Das FBI hat Wichtigeres zu tun, weshalb es Salman Rushdie nicht schützte:

    Damit können sie dann auch wählen gehen…

    Offiziell wird dennoch an dem geradezu offensichtlichen Motiv gezweifelt:

    Schließlich will Biden mit dem Iran und dem Atom-Deal zu Potte kommen, da stört die uralte iranische Fatwa gegen Rushdie nur. Und Bidens Einwanderungspolitik darf auch nicht falsch gewesen sein…

    Später wird es, wie so oft, heißen, das FBI habe den Mann auf dem Schirm gehabt. 😉

    Zu der überdimensionierten Razzia des FBI gegen Trump, die mal wieder medial vorbereitet wurde:

    Diese Schnipsel im Klo sah ich sogar in der Tagesschau, und wunderte mich ebenso.

    Dahinter steckte mal wieder die anti-Trumperin Haberman von der NYT, im Verein mit AXIOS und einem anonymen WH-Leaker: das übliche parteipolitische Gebräu, das bei uns als „Nachricht“ in einem angeblichen „seriösen“ Sender präsentiert wird:

    [Thread]

    Natürlich hat Haberman auch exklusive Leaks über den Inhalt von vom FBI beschlagnahmten Video-Überwachungen – die Kooperation Dems-Medien-Dems Geheimdienste läuft wie geschmiert (und das schon seit 2015):

    Rechtlich steht die aktuelle Bananenrepublik-Politik gegen Trump allerdings auf wackeligen Füßen:

    Zur Erinnerung: Paul Sperry, ein klasse Journalist, ist mittlerweile ebenfalls von Twitter gesperrt worden.

    Nachdem medienmäßig nun von „Atomwaffen“ auf „Top Secret“ heruntergezont wurde, stellt sich heraus, daß die drei Strafrechtsparagraphen, auf die der Durchsuchungsbeschluß Bezug nimmt, überhaupt gar nichts mit Geheimdokumenten zu tun haben. Und zwei von denen die Voraussetzung haben, die Dokumente weiterzugeben oder zu vernichten:

    Meine Lieblingsjuristin wird flankiert und übertroffen durch diese Einschätzung:

    Der Verfassungsrechts-Prof Turley in Fox News (das einzige MSM, das die konservative Sicht berücksichtigt):

    Turley on Trump warrant conflicting narratives: ‚It’s like watching two movies at the same time‘
    13.08.2022 Legal panel discussion on ‚Your World‘ the unsealed Trump raid search warrant includes Shannon Bream, Jonathan Turley, and Katie Cherkasky. #YourWorld <

    Rechtsstaat USA? Ist passé.

    • @Gabriele Wolff

      Noch zu Deiner Online-Banking-Aversion. Kann ich jetzt gar nicht so richtig verstehen, was Du dagegen hast?! Also ich finde es noch praktisch und mache diese Sachen fast nur noch online. Und ein Sparkonto hat sich ja in den letzten Jahren fast überhaupt nicht rentiert und mit der heutigen Inflation verlierst Du auch nur Geld, wenn Du es auf dem Sparkonto hast. 🙂

      Ich würde also, wenn Du dieses Geld nicht dringend brauchst, eher noch ein bisschen in Aktien anlegen. Kann man auch im Alter noch machen und am besten dann in sogenannte ETF’s Ist was ähnliches wie Aktienfonds, nur dass diese an den Börsen gehandelt werden und mit diesen hast Du meist eine breite Diversifizierung, wenn Du beispielsweise in ein Weltport-Folio anlegst, also in einen breit gestützten ETF, der Industrie- und Schwellenländer abdeckt und zudem noch alle Branchen etc. Also Risiko eines Verlusts ist bei einem Anlagehorizont von mindestens 15 Jahren quasi null und die Rendite dann so bei 7-9%.

      Könnte ich also empfehlen. 🙂

      • Online-Banking ist mir zu unsicher, und überhaupt geht es ums Prinzip: die IngDiba war keine Online-Bank, als ich dort ein Tagesgeldkonto anlegte…
        Von ETF riet ein angeblicher Superexperte im aktuellen SPIEGEL ab, da unsicher sei, wohin sich die Aktienmärkte bewegen.

        Kein Wunder, die ideologische Emotionalisierung/Infantilisierung von Medien und Politik steigern sich von Tag zu Tag und schlagen sich auch in suizidalen wirtschaftlichen Entscheidungen nieder: kein großes Unternehmen kann sich seines Überlebens sicher sein!

        Und logo gibt es haufenweise wieder hoffnungsvolle „Die Schlinge zieht sich zu“-Artikel hierzulande, was Trump angeht. Spielte der Fall in Polen, wäre aber was los von wegen „Politischer Justiz“. Andererseits ist Polen ja fast vorbildlich anti-russisch und will Russen Visa verweigern – aber halt! Das geht dann doch wohl ein wenig zu weit, obwohl es die ebenso gepriesenen baltischen Staaten ja vorgemacht haben und zudem, wie die Ukraine, die russische Sprache unterdrücken.

        Bitte nur gemäßigte anti-Rußland-Hysterie, die der Waffenindustrie nutzt und dem regime change in Rußland nutzt. Wer Putin nachfolgt, ist eh egal. 😉

        Unglaublich, wie es bei uns zugeht.
        Einen überraschend vernünftigen Artikel habe ich dann doch noch gefunden:

        Gaskrise
        Drehen wir den Spieß doch um – und öffnen Nord Stream 2
        Eine Kolumne von Nikolaus Blome

        Die Bundesregierung hält die eine Gaspipeline geschlossen und bettelt bei Putin zugleich darum, dass durch die andere mehr fließen möge. Das ist unwürdig, widersprüchlich und nutzt nur dem Kreml.
        15.08.2022, 12.35 Uhr
        […]
        Was passiert nämlich, wenn der nächste Winter hart und das Gas am Ende knapp wird, und Wladimir Putin eines Morgens sagt: »Nord Stream 1 ist jetzt leider ganz kaputt, aber Ihr könnt Gas aus Nord Stream 2 haben«?
        Eine schamlose Lügerei wäre das, keine Frage, ein ruchloses Schurkenstück. Aber das allein enthöbe die Bundesregierung ja nicht der Not zu reagieren. Wird die Antwort der Bundesregierung also lauten: Aus Nord Stream 1 würden wir das Gas nehmen, aber aus Nord Stream 2 nehmen wir es nicht? Schon jetzt, im Hochsommer, hätten 66 Prozent der Deutschen laut einer Forsa-Umfrage keine Probleme mit dem Gas aus Nord Stream 2. Und auch im Kanzleramt wissen sie: Bei einem akuten Engpass russisches Gas abzulehnen, nur weil es aus der »falschen« Pipeline kommt – das wird sehr schwer. Trotzdem sagte ein Regierungssprecher jüngst, Nord Stream 2 bleibe definitiv zu, einen Sinneswandel »schließt der Kanzler aus«. Aber ist das klug?

        Vertraglich vereinbart ist der sanktionsfreie Bezug einer wesentlich größeren Gasmenge, als sie derzeit (durch Nord Stream 1) fließt. Käme aus Nord Stream 1 mehr russisches Gas als jetzt, wir würden es selbstverständlich nehmen. Nicht umsonst stellt sich der Bundeskanzler vor eine Siemens-Turbine
        und drängt auf ihren Einsatz, um die schuldhaft [auch nur eine Behauptung] von Russland verminderten Liefermengen wieder zu erhöhen. Sollte der Kanzler auf diesem Weg mehr russisches Gas in die hiesigen Speicher holen, hätte er sich durchgesetzt. Aber wenn es aus Nord Stream 2 in dieselben Speicher flösse, soll sich stattdessen Putin durchgesetzt haben? Hmmm.

        Die Sanktionen gegen Nord Stream 2 sollten ursprünglich Putins Gasabsatz schmälern, aber offenkundig nicht auf das derzeitige, sehr niedrige Niveau. Denn sonst dürfte Deutschland ja nicht um mehr davon bitten und es auch nehmen. Ferner sollten die lang geforderten Sanktionen verhindern, dass Deutschlands Abhängigkeit von russischem Gas weiter wächst. So sehr dieser Punkt zur Schande der deutschen Politik (und vieler Medien) berechtigt war, inzwischen hat er sich erledigt. Man kann eine 55-prozentige Abhängigkeit von russischen Gasimporten zwar nicht von jetzt auf gleich beenden, aber Deutschland will nachweislich so schnell wie möglich weg vom russischen Gas und hat die Abhängigkeit bereits um rund 20 Prozentpunkte gesenkt. Kann man also noch sagen, dass es dem Geist der Sanktionen widerspricht, Nord Stream 2 notfalls zu öffnen?
        […]
        Allein: Nicht die Wahl der Röhre ist in meinen Augen das moralisch Verwerfliche, sondern überhaupt russisches Gas zu kaufen und Putins Kriegskasse zu füllen. Die »Erpressung« bei der Wahl der Röhren ist ein Framing, das sich aus einer längst überholten Konstellation ergab, als die Öffnung von Nord Stream 2 bedeutet hätte, die russischen Gasimporte noch weiter zu steigern. Davon kann keine Rede mehr sein. Ist das also eine Frage der Ehre oder doch eher Komplex-Kompensation, beim Unwichtigen hart zu bleiben, wenn man beim Wichtigen schwach ist? Das wahre Ziel ist erst erreicht, wenn wir keine nennenswerte Menge russischen Gases mehr importieren. Das Ziel ist nicht erreicht, wenn wir die eine Pipeline sperren und zugleich betteln, dass durch die andere mehr fließen möge. Das ist unwürdig, widersprüchlich und nutzlos.
        […]

        https://www.spiegel.de/politik/deutschland/energiekrise-drehen-wir-den-spiess-um-und-oeffnen-nord-stream-2-kolumne-a-f59e705d-5a9b-4457-aee0-ceceee6796cc

        Hui, er schließt sich Gerhard Schröder an – und das von der Presse aufgehetzte Publikum killt ihn.

        Der aktuelle STERN ist ideologisch gefestigt:

        Titelstory-Autor Walter Wüllenweber freut sich diebisch, daß Sanktionen gegen Rußland und Inflation klimaschädliches Verhalten bestrafen und zum erwünschten Einbrechen des Wirtschaftswachstums führen – zumal zur Zeit ja Arbeitskräftemangel herrsche, weshalb die Rezession nicht weiter schlimm sei. Sancta Simplicitas! Das ist eine Momentaufnahme. Wenn es keine Betriebe mehr gibt, gibt es auch keinen Arbeitskräftemangel mehr.

        Am Besten in der gesamten Ausgabe ist der Papstwitz zur Transgender-Ideologie:

        Schließlich geht es um gefühlte Wahrheiten oder „alternative Fakten“, die heute Mainstream sind und seinerzeit Trump vorgeworfen wurden.

        Aber am AllerAllerbesten ist dann doch der Versuch von Chefredakteur Schmitz, im Editorial das Schröder-Interview zu rechtfertigen, wozu begleitend zwei Seiten Leserbriefe ausgebreitet wurden: die Hälfte pro, die Hälfte contra.

        Erweiternd lassen sich diese Briefe hier nachlesen:

        Altkanzler auf dem Titel
        „Volksverräter“ oder „Pragmatiker“? Wie stern-Leser auf das Schröder-Interview reagieren

        Gerhard Schröder im Interview und dann noch auf dem stern-Titel: Für manche Leser war das unaushaltbar, andere sehen einen entscheidenden Debattenbeitrag
        von Tobias Schmitz
        09.08.2022, 11:04 9 Min. Lesezeit
        Das stern-Interview mit Gerhard Schröder polarisiert und schlägt hohe Wellen. Hier schreiben sich Leserinnen und Leser Frust und Freude von der Seele.
        Tobias Schmitz

        Betreibt Gerhard Schröder im stern Propaganda für Putin? Verschließt der deutsche Altkanzler die Augen vor russischen Kriegsverbrechen? Oder setzt er sich pragmatisch für deutsche Interessen ein, indem er den Kontakt zu Russland nicht abreißen lässt? Das stern-Interview mit Gerhard Schröder polarisiert und schlägt hohe Wellen. Leserinnen und Leser schrieben zahlreiche Mails und Briefe an die Redaktion oder posteten ihre Meinung auf Facebook. Viele Menschen sind wütend, dass Gerhard Schröder so prominent zu Wort kommt. Andere springen dem Altkanzler bei.
        […]

        https://www.stern.de/politik/deutschland/gerhard-schroeder-im-stern-interview–so-reagieren-leser-32612292.html

        Und da sieht man sofort: erscheckender Haß und Hetze GEGEN Schröder, argumentatives Eintreten für ihn, der die NS2-Öffnung cool als Lösung des Gasproblems empfahl. Das ist sie schließlich auch. Habeck hat sie vor dem Krieg abgeknipst – aus ideologischen grünen Gründen. Und Scholz traut sich nicht, seine Richtlinienkompetenz durchzusetzen, sonden versucht, sich vor dem berechtigten Volkszorn freizukaufen – obwohl das Geld nicht reicht.

        Obwohl die Stadtwerke den Gaspreis zum 1.10. bereits verdoppelt haben, soll ich jetzt ZUSÄTZLICH noch eine staatliche Gasumlage von 2,4 Cent bezahlen zur Rettung von wem jetzt genau?

        Das wird ein heißer Herbst, aber nicht nur von „Rechtsextremen“, unter die laut Geheimdiensten und Medien sowieso alle fallen, die gegen Inflation und hohe Energiepreise protestieren, sondern auch von den Extremisten unter den Klimaschützern, denn, so der SPIEGEL laut aktueller Titelstory:

        Witzig, daß der kriegstreibende SPIEGEL nun die Kehrseite der Sanktionen aufzeigt – aber Journalisten verantworten ja auch nichts. Sie wollen verkaufen, gerade beim SPIEGEL, der zur Hälfte den Mitarbeitern gehört.

        Zumal der ideologische „Transformationsprozeß“ von kaum jemandem gewählt wurde:

        Der Ton wird immer schriller.

        Immerhin hat die ZEIT, die mit ihrem Veganer Bernd Ulrich eh schon ihr Päckchen zu tragen hat, es geschafft, einen luftigen „Star“ der Transformation zu entzaubern. Maja Göpel zückte sofort die Frauen-Opferkarte:

        Der bekämpfte Aufklärungsartikel in der ZEIT ist eher sachlich – und wirft ein Schlaglicht auf den Zeitgeist:

        Ghostwriting
        Maja Göpel und der gute Geist
        Darf man den Ghostwriter seines Buches verschweigen? Wie sich die Bestsellerautorin Maja Göpel in eine heikle Lage brachte.
        Von Stefan Willeke
        10. August 2022

        Das Problem, das die Forscherin Maja Göpel seit gut zwei Jahren mit sich herumschleppt, lässt sich in einem Satz zusammenfassen. Dieser Satz steht auf Seite 18 ihres Sachbuchs „Unsere Welt neu denken“, das im Jahr 2020 erschien und monatelang ganz oben auf den Bestsellerlisten stand. Der Satz lautet: „Und deswegen schreibe ich dieses Buch.“ Das stimmt nicht, Maja Göpel schrieb dieses Buch nicht, zumindest in entscheidenden Teilen nicht. Sie bediente sich eines professionellen Helfers, des Journalisten Marcus Jauer. Das wäre nicht bemerkenswert, wenn der gute Geist irgendwo im Buch erwähnt würde.
        […]
        Ein Literaturagent wurde eingeschaltet, um einen Autor zu finden, mit dem sich Göpel gut versteht. Ginge es um das Fußballgeschäft, dann wäre ein Literaturagent so etwas wie ein Spielerberater – ein Mensch, der in der Branche exzellente Kontakte hat und für seine Kunden Verträge aushandelt. Der Journalist sollte Göpel „das Gerüst“ für das Buch liefern. Das erzählt Maja Göpel während eines zweistündigen Gesprächs mit der ZEIT, das sie im Juli im Restaurant eines Hotels in Brandenburg führt.

        Auf eigenen Wunsch nicht genannt

        So überzeugend Maja Göpel bei ihren Auftritten wirkt, so hölzern fallen ihre Texte aus. Von Beginn an war sie auf einen Helfer angewiesen, der – wie sie sagt – „den Beat vorgibt“ und im Buch „die schönen Geschichten“ schreibt, „mit denen man so reinrutscht“. Die Rede ist von Marcus Jauer, einem freien Journalisten, der bei der Frankfurter Allgemeinen Zeitung für Reportagen verantwortlich war, heute für die Süddeutsche Zeitung arbeitet, gelegentlich auch für die ZEIT. Beim Thema Klimaschutz trafen sich die beiden, auch Jauer hatte auf diesem Gebiet eine Menge recherchiert.
        Aber er fürchtete um sein Renommee als Journalist, wenn bekannt werden sollte, dass er bloß Maja Göpels Ghostwriter ist, ein Auftragsschreiber. Zum Gehilfen für prägnante Formulierungen wollte er sich nicht degradieren lassen. So begründet Jauer seine Haltung während eines Treffens mit der ZEIT in Berlin. „Ich habe mit Maja Göpel zusammen zwei Bücher geschrieben“, erklärt Jauer später in einer E-Mail. Dass er nicht genannt wurde, sei „auf meinen Wunsch“ geschehen, so der Reporter.
        […]
        Man benötigt nicht viel Sprachgefühl, um zu erkennen, wie stark sich das Buch von Göpels vorherigen Texten unterscheidet. Es steckt voller eingängiger Beispiele und wurde in der Ich-Form verfasst. „Als ich Mutter wurde“, auch darüber wird berichtet. Es beginnt mit einer spannungsreichen Szene in der Londoner U-Bahn – wie bei einer Reportage in einer Zeitung. Fragt man Maja Göpel, ob es im Buch Kapitel gebe, die ausschließlich sie selbst oder ausschließlich Jauer verfasst habe, dann antwortet sie: „Nee, das gibt’s beides nicht.“ Wie genau die Zusammenarbeit aussah, ist im Nachhinein schwer zu klären. Dass Göpel die intellektuellen Linien skizzierte, erscheint plausibel. Das Geheimnis des Bucherfolgs liegt jedoch in der anschaulichen Darstellung. Das war Jauers Aufgabe.
        […]
        Maja Göpel wurde in viele Talkshows eingeladen, war auf Monate hinaus ausgebucht. Im Jahr 2021 wurde ihr der Erich-Fromm-Preis verliehen. Ihr Buch, so die Begründung, stehe in der geistigen Tradition des Philosophen Fromm. Auch der Theodor-Heuss-Preis ging an Göpel. Diesen Preis hatten schon Günter Grass und Richard von Weizsäcker erhalten. In all den Interviews, die Göpel nach dem Erscheinen des Buches gab, erwähnte sie Jauer nie.
        […]
        Nachdem Maja Göpel der ZEIT ihre Version der Dinge erzählt hat, verlässt sie das Restaurant und schickt später eine E-Mail – die Korrespondenz zwischen ihr und Jauer vom 27. Juni dieses Jahres. Darin bittet sie Jauer, ihn in der Danksagung des neuen Buches nennen zu dürfen, sie spricht von einer „offenen Flanke“. Der Journalist schreibt zurück: „Ich möchte es aber lieber nicht.“ So entsteht der Eindruck, als sei Maja Göpel ein Opfer, das sich gegen höhere Mächte nicht zu wehren weiß, nicht einmal gegen den Geist, den sie rief.

        Plötzlich geht alles sehr schnell. Wird die ZEIT über sie berichten? Wird alles auffliegen? Noch wenige Tage, dann soll das neue Buch in Druck gehen. Es trägt den Titel „Wir können auch anders“, bald werden Vorabexemplare an Redaktionen verschickt. Die PR-Kampagne rollt an.

        Laut Handelsblatt werden Göpel Chancen eingeräumt, zur neuen Direktorin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) aufzusteigen. Aber schon wird dort Kritik laut. Einer der Ökonomen wird mit den Worten zitiert: „Das Letzte, was das DIW braucht, ist jemand, der nur in der Öffentlichkeit präsent ist, weil er mal zwei Bücher geschrieben hat.“

        Maja Göpel muss aufpassen, dass ihr jetzt kein Fehler mehr unterläuft. Kurz nach dem Gespräch mit der ZEIT beschließt die Forscherin mit Marcus Jauer und dem Ullstein Verlag, der Name des Reporters solle nun doch erwähnt werden: auf der Seite hinter dem Cover, dem sogenannten Schmutztitel. Und Marcus Jauer erklärt mit einem Mal, er habe seine „Haltung revidiert“. So hilflos, wie Maja Göpel sein will, ist sie dann doch nicht.

        https://www.zeit.de/2022/33/ghostwriting-maja-goepel-buch-wir-koennen-auch-anders/komplettansicht

        Naja, der Ullstein-Verlag hat ja schon Erfahrungen mit fragwürdigen Büchern: er zog das plagiierte Baerbock-Wahlkampf-Buch zurück.

        Die ZEIT ist wiederum unbedingt NATO-Speerspitze und daher gesättigt mit ukrainischer und westlicher Propaganda gegen „Putin“. Im Streitteil durfte allerdings auch dieser Text erscheinen:

        Krieg gegen die Ukraine
        Sollte Deutschland stärker auf eine diplomatische Lösung im Ukraine-Krieg drängen?
        Deutschland sollte sich mit Ratschlägen für die Ukraine zurückhalten, findet Simone Brunner. Das Dogma, nur die Ukraine dürfe entscheiden, ist falsch, erwidert Peter Dausend.
        Von Simone Brunner und Peter Dausend
        Aktualisiert am 11. August 2022, 10:06 Uhr

        JA!
        Das Dogma, nur die Ukraine dürfe entscheiden, ist falsch. Von Peter Dausend

        Es sei allein an der Ukraine, zu entscheiden, ob, wann und unter welchen Bedingungen Verhandlungen mit Russland über einen Waffenstillstand oder gar eine Beendigung des Krieges aufgenommen werden sollen. Deutschland werde sich nicht einmischen, keine Ratschläge erteilen, geschweige denn Druck ausüben. Das ist die Haltung von Olaf Scholz und seiner Regierung. Sie ist nachvollziehbar – und falsch.
        […]
        Was, wenn die Regierung in Kiew zu dem Schluss kommt, der richtige Zeitpunkt für Verhandlungen sei erst erreicht, wenn die russischen Truppen nicht nur aus dem Süden der Ukraine und aus den Separatistengebieten im Osten vertrieben sind – sondern auch von der Halbinsel Krim, die Russland 2014 gewaltsam annektiert hat? Eine Vorstellung, die viele Politik- wie Militärexperten für völlig unrealistisch halten, die in Kiew aber herumspukt. Würde Deutschland auch dann immer weiter Waffen liefern (sofern möglich angesichts des Sanierungsfalls Bundeswehr)? Würde Deutschland immer weiter Milliardenhilfen gewähren? Immer weiter die Ukraine unterstützen, ein Ziel zu verfolgen, das wohl nicht erreicht werden kann?
        […]
        Das Aufgeben jedes Mitspracherechts – nennt man es nun „uneingeschränkte Solidarität“ oder „allein die Ukraine entscheidet“ – endet, wo die eigene Einschätzung beginnt. Von eigenen Interessen zu schweigen.

        Noch etwas anderes spielt eine Rolle. Die New York Times berichtete vorige Woche über ein zerrüttetes Verhältnis zwischen der Biden-Administration und der Regierung in Kiew. „Tiefes Misstrauen“ herrsche im Umfeld des US-Präsidenten, nachdem Selenskyj aus undurchsichtigen Gründen Geheimdienstchef und Generalstaatsanwältin entlassen hatte. US-Abgeordnete beklagten zudem, es sei nicht immer nachvollziehbar, in welche Kanäle ihre Milliardenhilfen flössen. Dann schlug die Nato Alarm: Einige der gelieferten Waffen, die Russlands Vormarsch in der Ukraine stoppen sollten, waren auf dem internationalen Schwarzmarkt aufgetaucht. Soll die Bundesregierung, der Westen insgesamt, tatsächlich weiter die Entscheidung, ob und wann Verhandlungen aufgenommen werden, ausschließlich einer Regierung überlassen, der sie nicht vollständig traut? An deren Zuverlässigkeit man in Kanzleramt und Auswärtigem Amt still zweifelt?

        Niemand außer Putin ist schuld an diesem Krieg. [Das muß er in der ZEIT wohl schreiben.] Doch sein Verbrechen macht aus einer Regierung, die ihrem Land auf dem Korruptionsindex von Transparency International Rang 122 von 180 bescherte, nicht automatisch einen Partner, der allein entscheiden sollte, wann über Krieg und Frieden in Europa verhandelt wird. Und warum warten? Militärisch eine Ausgangslage zu schaffen, die es der Ukraine ermöglicht, in Verhandlungen ihre Idealvorstellung durchzusetzen, ist wünschenswert – aber entfernt von jeder Realität. Der Moment scheint günstig, alles zu versuchen, um Putin zu Verhandlungen zu drängen. Bei den Getreidelieferungen hat er sich bewegt, die Sanktionen wirken immer stärker – und bei aller Kritik an Gerhard Schröders Rolle als Putins Sprachrohr: Womöglich ist an seiner Behauptung, Putin wolle verhandeln, etwas dran.
        […]
        Sinnvoll wäre, wenn die deutsche und andere westliche Regierungen auf Verhandlungen drängen würden. Und noch sinnvoller, wenn dies längst geschähe.

        https://www.zeit.de/2022/33/ukraine-krieg-russland-diplomatische-loesung/komplettansicht

        Natürlich hat sich Rußland, was die Getreidelieferungen angeht, nicht „bewegt“: die Ukraine und die UN haben sich bewegt: die Ukraine hat ihr Verbot des Auslaufens aus ihren Häfen aufgehoben und Lotsen bereitgestellt, die an ihren eigenen Minen vorbeiführen. Die UN haben garantiert, daß alle westlichen Sanktionen gegen Rußland (Verbot des Einlaufens russischer Schiffe, Verbot von Schiffsversicherungen) nicht für russische Getreide-, Lebensmittel- und Dünger-Transporte gelten. Wo hat Rußland „nachgegeben“? In der Versicherung, Handelsschiffe nicht anzugreifen. LOL. Das hat Rußland nie getan oder jemals beabsichtigt. Aber das war wohl der Gehalt der Westfama von einer „russischen Seeblockade“.

        Selenskij macht übrigens weiter. Er kann sich wohl nicht mehr lange halten, denn jetzt sind die SBU-Leiter von Kiew-Stadt und Kiew-Landkreis von seiner Säuberung betroffen; stattdessen kommt nun als Ersatz der Lwiw-SBU-Chef. Lwiw ist Bandera- und Nazi-Hochburg.

        Dausend tippt die Rolle der USA – logo – nur vorsichtig an. Daß die Ukraine US-Kolonie spätestens seit dem Maidan ist, darf noch nicht dargelegt werden. Der in der Ukraine stattfindende Proxy-War der USA gegen Rußland ist immer noch tabu; trotz Kissingers Warnungen, des kriegsverbrecherischen Pragmatikers schlechthin:

        Linke in den USA können es nicht fassen, daß sie Kissinger gegen die aktuelle irrationale Politik verteidigen müssen:

        Tulsi Gabbard ist eine der wenigen aufrechten Democrats – weshalb sie ja auch nur noch bei Fox News (gemäß unseren Medien ein nationalistischer Sender) auftreten kann:

        • @ Gabriele Wolff

          Du schreibst:

          «Online-Banking ist mir zu unsicher, und überhaupt geht es ums Prinzip: die IngDiba war keine Online-Bank, als ich dort ein Tagesgeldkonto anlegte…
          Von ETF riet eine angeblicher Superexperte im aktuellen SPIEGEL ab, da unsicher sei, wohin sich die Aktienmärkte bewegen.»

          Also ein Welt-ETF wie der MSCI World
          https://www.justetf.com/de/etf-profile.html?query=IE00B4L5Y983&groupField=index&from=search&isin=IE00B4L5Y983#overview
          hat in den letzten 50 Jahren, bei einem Anlagehorizont von mindestens 15 Jahren, nie Verlust gemacht. Soll heissen: Wer in den letzten 50 Jahren auf diesen Aktien-Index mindestens 15 Jahre investiert hat, hatte nie Verlust und im Durchschnitt eine Rendite von ca. 7-9% pro Jahr. Natürlich sagt die Vergangenheit nie etwas über die Zukunft aus, aber die Wahrscheinlichkeit dürfte klein sein, dass es nun plötzlich anders sein soll als in den letzten 50 Jahren, wo wir immerhin auch gewaltige Aktien-Crashs hatten.
          Zum Online-Banking. Kommt halt darauf an, wie die Bank das Sicherheitssystem ausgestaltet. Aber das Risiko scheint mir zumindest bei meiner Bank doch sehr minimal zu sein, zumal ein Betrüger nicht nur das Passwort und die Identifikationsnummer haben müsste, sondern auch noch gerade mein Handy bzw. meine Sim-Karte. Passwort und Identifikationsnummer könnte man mit einer geeigneten Spionage-Software vermutlich relativ leicht herausfinden, aber dann muss er immer noch in den Besitz meines Handys kommen, was nicht gerade eine leichte Aufgabe ist.

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