Warum die Presse versagt II

Nahtlos kann ich an meinen letzten Artikel vom 19.10.2020 anschließen, der so begann:

„In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich keinen Beitrag mehr geschrieben, sondern nur noch in Kommentaren das Weltgeschehen und dessen mediale Zerrbilder präsentiert. Die Themen gingen nicht aus, und es war immer wieder ein Phänomen festzustellen: öffentlich-rechtliche Sender und die Medien informieren nicht, sie ergreifen Partei, befördern Agenden und verfehlen ihren Auftrag, der Macht durch kritisches Hinterfragen Paroli zu bieten.

Stattdessen: Polemik, Skandalisierung, uniformer „Haltungsjournalismus“, Wunschdenken, eilfertige Übernahme von Sprachvorgaben aktivistischer Lobbies und Ausgrenzung von Kritikern. Hat man jemals so viel über „Verschwörungstheorien“ – pardon, jetzt heißt es „Verschwörungsmythen“ und „Verschwörungserzählungen“, denn „Theorie“ klingt zu wissenschaftlich und würde diese Wirrköpfe nur adeln – gelesen wie in den letzten Monaten, dargeboten von derselben Presse, die jahrelang an der Verschwörungstheorie der Democrats mitwirkte, nach der Donald Trump quasi ein russischer Agent sei und mit Putin daran arbeitete, Mails der Democrats-Partei zu hacken und sie über WikiLeaks zu verbreiten? Und die jetzt souverän die Aufdeckung dieser Verschwörungstheorie als echte Verschwörung von Hillary Clinton, dem DNC, CIA, FBI, dem State Department und den willigen Helfern der durch die Bank anti-Trump-Presse von NYT über die Washington Post, Politico und Daily Beast, CNN und allen anderen cable news bis auf Fox News beschweigt?

Ja, ja, die „Schlinge zog sich jahrelang zu“ um Trump.

Wenn sie sich infolge der New York Post-Enthüllungen um Joe Biden zuzieht, springt man gerne wieder auf den Zug, daß es sich bei den aus Hunter Bidens Computer stammenden Mails und Bilder, deren Echtheit nicht einmal von den Bidens bestritten wird, um „russische Desinformation“ handele.“

Der Coup gelang: die NYPost verlor ihren Twitter-Account, alle Nutzer, die auf die enthüllende Artikel-Serie über krumme Geschäfte von Bruder James und Sohn Hunter Biden in der Ukraine, China und Rußland verlinkten, wurden gecancelled, Facebook zensierte ebenso, kein einziges Mainstream-Medium berichtete darüber, und 50 ehemalige leitende Geheimdienstmitarbeiter versicherten, an der Sache sei nichts dran. So sicherten sie Bidens Wahl.

Erst am 16.3.2022 räumte die NYT – wohl zur Vermeidung einer „Überraschung“ durch eine alsbald zu erwartende Anklage gegen Hunter Biden ­– ein, daß die von der NYPost veröffentlichten E-Mails aus Hunter Bidens Laptop (neben bestätigenden Zeugenaussagen auch zu den 10% für den „Big Guy“ Joe) echt seien.

Hier die Sachlage, wie sie in „The Federalist“ zutreffend zusammengefaßt wird:

8 Joe Biden Scandals Inside Hunter Biden’s MacBook That Corporate Media Just Admitted Is Legit
By: Margot Cleveland
March 22, 2022
[…]

6. The Intelligence Community’s Briefing of Biden

Another scandal reaching President Biden concerns his interactions with the intelligence community after the FBI, and presumably the CIA and other such agencies, learned in December of 2019, that Hunter Biden believed Russians had stolen Hunter’s laptop, rendering the Bidens susceptible to blackmail.

Here, it is important to understand that there are two separate Hunter Biden laptops at issue. The most-discussed laptop was actually the second laptop. That laptop was the one Hunter had abandoned at the Delaware repair shop. Then, after the repair shop owner discovered concerning material on the MacBook, the store owner handed it to the FBI in December of 2019. The owner of the repair shop, however, had first made a copy of the hard drive, which resulted in The New York Post’s coverage in October 2020.

But there was another laptop — one Hunter believed Russians had stolen from him when he was binging on drugs with prostitutes in the summer of 2018 in Las Vegas. While the public did not learn about the existence of this earlier laptop until August of 2021, the FBI knew about it as early as December 2019, when they took possession of the second laptop Hunter had left at the repair store.

Among other material contained on the second laptop was a video of Biden recounting the circumstances of his first laptop disappearing with some Russians. Significantly, on that video Hunter Biden said his first laptop contained a ton of material leaving him susceptible to blackmail, since his father was “running for president” and Hunter talked “about it all the time.”

It is inconceivable that the FBI and the intelligence communities did not brief Biden on this discovery and the risk of blackmail, given that former FBI Director James Comey briefed Trump on the fake Steele dossier. On second thought, that is the initial question reporters should ask the president: “Did the FBI brief you, Mr. President, on the fact that Hunter believed Russians had stolen a laptop containing compromising information?”

From there, an inquiring press should investigate to ensure that Joe Biden did not direct the intelligence community to bury this national security risk to protect himself or his son.

7. Possible Collusion to Interfere in the 2020 Election

An honest press should also investigate whether now-President Biden or anyone connected to his then-presidential campaign pressured reporters, media outlets, or companies such as Twitter and Facebook to censor the Hunter Biden story. And what about the “fifty former intelligence officials” who publicly declared the laptop resembled a Russian disinformation campaign — something clearly untrue? Did Biden or his campaign coordinate with those individuals, several of whom had endorsed the Democratic candidate, in the release of the letter?

Given that polls show that 17 percent of Joe Biden voters would not have voted for him in 2020, if they had known about the Biden family scandals, the collective burying of the laptop scandal represents the most significant interference in elections ever seen in our country. So, “Did Biden or his campaign have anything to do with the decision to kill the New York Post’s reporting on Hunter’s MacBook?” And “What about the ‘fifty former intelligence officials?’”
[…]

https://thefederalist.com/2022/03/22/8-joe-biden-scandals-inside-hunter-bidens-macbook-that-corporate-media-just-admitted-is-legit/

Da sehen wir den Washington-Sumpf, zu dem die Presse unmittelbar gehört. Sie weigert sich noch immer, über den Skandal, der mittlerweile – wie der senile Präsident selbst – das Zeug zum Sicherheitsrisiko hat, zu berichten.

Corona hat zwischenzeitlich die schon im Oktober 2020 aufgezeigten Medien-Mängel vertieft: Evidenzfreie Panikmache, herabsetzende Ausgrenzung von Maßnahme-Kritikern als rechtsextreme „Corona-Leugner“, mit denen sie nichts gemein hatten, Promoten von Katastrophen-Modellierern, die immer danebenlagen, Wissenschaftler-Bashing, soweit sie nicht auf dem No-Covid-Kurs von Christian Drosten unterwegs waren -: schlimmer konnte es nicht kommen. Meinte ich.

Doch jetzt ist Krieg, und es ist noch schlimmer geworden. Und die Verantwortungslosigkeit der Medien in jeder Hinsicht noch gefährlicher.

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596 Gedanken zu „Warum die Presse versagt II

  1. Mögen die Spekulationen beginnen:

    Von hinten durch die Brust ins Auge: Rußland ist immer Schuld.

    Oder steckt mehr hinter dieser Biden-Äußerung vom 7.2.2022 zu NS2?

    Zu den technischen Folgen (aus einem längeren Thread):

    Vor allem aber keine US-Sanktionen gegen alles, was mit NS2 zu tun hat.

    In Lubmin kann man die Demonstrationen vorerst einstellen.

    • Die Nachdenkseiten haben auch bereits spekuliert. Ich weiss nicht recht, was ich davon halten soll:

      „Die Anschläge auf Nord Stream und der Elefant im Raum

      Einer Meldung des Tagesspiegels zufolge kam es in der Nacht zum Montag und gestern Abend zu massiven Druckabfällen in den Erdgaspipelines Nord Stream 1 und 2. Die Bundesregierung geht von gezielten Anschlägen aus. Meldungen der Betreiber lassen vermuten, dass zumindest ein Teilstück von Nord Stream 2 völlig zerstört ist. Wer kommt als Täter infrage? Absurderweise spekulieren die Medien bereits, dass Russland hinter den Anschlägen stecken könnte. Dabei liegt es doch auf der Hand, wer das größte Interesse an einem endgültigen Aus der beiden Ostseepipelines haben könnte. Im Februar kündigte US-Präsident Biden bereits offen an, dass die USA einen Weg finden werden, Nord Stream auch gegen die Interessen Deutschlands „ein Ende zu setzen“. Das ist nun offenbar auch passiert und Deutschland schweigt. Von Jens Berger.“
      https://www.nachdenkseiten.de/?p=88560

      • Ich halte sehr viel davon. Auch die Tagesschau am 27.9.2022 um 20 Uhr hat sich zum „Schweigen“ entschlossen, indem sie vorgab, nichts zu wissen über die Ursache der Lecks, es gebe da einen Verdacht… Wirklich alles deutet darauf hin, daß wir es mit Staatsterror durch die USA/GB/Ukraine zu tun haben.

        Erst ab Minute 5 wird das Thema abgehandelt.

        Nicht nur Biden, auch Victoria Nuland hatte erklärt, Nordstream2 werde „in one way or another“ geschlossen.

        „Fuck the EU“ war ohnehin ihr Motto beim gewaltsamen Regime Change in der Ukraine 2014.

        Dann schauen wir uns doch mal die US-Militär-Manöver in der Ostsee etwas genauer an: hier der Juni 2022:

        Hier näher – nebst Vorgeschichte von 2015 – ausgeführt:

        Man kommt aus dem Staunen nicht mehr heraus: die Briten helfen den Ukrainern, selbst verlegte Minen vor dem Schwarzmeerhäfen wieder zu entfernen?

        Natürlich wird Deutschland nichts gegen die US-Aggression unternehmen. Schröder, der das wagte, ist jetzt persona non grata.

        Zumal wir ja auch eine unkritische Presse haben, speziell auch im ÖRR:

        US Navy zeigt Flagge in der östlichen Ostsee
        Stand: 03.08.2022 17:32 Uhr

        Der größte Kampfverband der US Navy seit Ende des Kalten Krieges ist unterwegs in die östliche Ostsee. Experten verstehen das als Zeichen der Unterstützung für das Baltikum und Skandinavien – und als Botschaft der Entschlossenheit gegenüber Russland.
        von Andreas Schmidt

        Der Regen hat kurz aufgehört am Dienstagabend gegen 18.15 Uhr – so haben die wenigen Schaulustigen in Puttgarden auf Fehmarn (Kreis Ostholstein) freien Blick auf eine maritime Streitmacht, wie sie schon seit Jahrzehnten nicht mehr durch den Fehmarnbelt gefahren ist. Die „USS Kearsarge“, ein gigantisches Kampfschiff für amphibische Operationen, prescht mit 17 Knoten Fahrt an ihnen vorbei, gefolgt von dem Docklandungsschiff „USS Arlington“. Schon am Sonntag war die „Gunston Hall“ hier vorbeigekommen.

        Tausende US-Soldaten auf drei Schiffen

        Insgesamt 4.000 US-Soldaten, Hubschrauber-Piloten, Marine-Infanteristen, Ärzte, Strategen sind auf dem Weg nach Osten. Am Mittwochmorgen gegen 6 Uhr hat der Verband die dänische Insel Bornholm bereits passiert, dann schalten die Amerikaner ihre automatischen Schiffs-Identifikations-Systeme (AIS) aus und sind ohne Weiteres nicht mehr zu orten.

        „Kontrollierte Eskalation“

        „Eine Botschaft“, so nennt Sebastian Bruns das Verhalten der US-Amerikaner, außerdem eine „kontrollierte Eskalation“. Sebastian Bruns ist Experte für Marinestrategien und Seestreitkräfte am Kieler Institut für Sicherheitspolitik (ISPK). Es sei sogar eine doppelte Botschaft, meint er: „Zum einen an Schweden und Finnland sowie die baltischen Staaten, dass die USA sie vor russischen Bedrohungen beschützen werden.“ Zum anderen ist es eine Botschaft an Russland selbst.

        Reaktion auf russische Atom-U-Boote in Ostsee

        Die russische Marine hatte im Juli zwei ihrer Atom-U-Boote in die Ostsee geholt, übt mit den Einheiten unter anderem vor der russischen Exklave Kaliningrad. Der amerikanische Verband ist eine Antwort darauf. „Eine Flotte ist wie ein Kartenspiel“, meint Bruns. „Man zeigt aber nicht nur eine Karte, sondern spielt die ganze Hand.“ Die Botschaft an Russland bedeutet also, dass die USA die Ressourcen haben – und dazu den Willen, sie auch einzusetzen.
        […]

        https://www.ndr.de/nachrichten/schleswig-holstein/US-Navy-zeigt-Flagge-in-der-oestlichen-Ostsee,usnavy102.html

        Hach! Die USA und die NATO sind klasse!

        Was für eine Heuchelei! Natürlich liegt es im historischen wie aktuellen Interesse der USA, Europa von russischen Energielieferungen abzuschneiden und es von eigenen Energielieferungen abhängig zu machen:

        Das war schon seit Jahren ein Anliegen:

        Der Focus spekuliert bereits – sehr vorsichtig:

        Die gräßliche CIA wiederum leakt ihrem Lieblingsmedium SPIEGEL Folgendes:

        Bericht: CIA warnte Bundesregierung vor Anschlag auf Nord-Stream-Pipelines

        Die Anzeichen verdichten sich, dass ein gezielter Anschlag zu den Lecks in den beiden Nord-Stream-Gasleitungen geführt hat.
        Alexander Schmalz
        27.09.2022 | aktualisiert am 27.09.2022 – 20:59 Uhr

        Die USA haben einem Medienbericht zufolge die Bundesregierung bereits vor Wochen vor möglichen Anschlägen auf Gaspipelines in der Ostsee gewarnt. Nach Informationen des Nachrichtenmagazins Spiegel ging ein entsprechender Hinweis des US-Geheimdienstes CIA im Sommer in Berlin ein. Dem Bericht zufolge hatten mehrere Insider dies bestätigt.
        Auf Spiegel-Anfrage habe die Bundesregierung über einen Sprecher lediglich mitgeteilt, dass man die Angelegenheit ernst nehme. Zu Informationen von Geheimdiensten nehme man allerdings „grundsätzlich nicht öffentlich Stellung“.
        […]
        Ein hochrangiger Bundeswehroffizier sagte dem Spiegel: „Die weltweiten Netze unter Wasser sind für die Energieversorgung, aber auch für die Stabilität des Internets enorm wichtig, trotz ihrer Bedeutung aber sind sie bis heute gegen Angriffe oder Sabotageakte fast überhaupt nicht geschützt.“
        Der Marine-Inspekteur Jan Christian Kaack deutete erst vor wenigen Tagen in einem Interview mit der Zeitung Welt an, es habe sicherlich einen Grund, wenn russische Unter- oder Überwassereinheiten sich über längere Zeit im Bereich der Infrastruktur der Gaspipelines aufhalten.

        https://prod.berliner-zeitung.de/news/bericht-cia-warnte-bundesregierung-vor-anschlag-auf-ostsee-pipelines-li.271334

        Man sieht, worauf es hinausläuft – auf Propaganda. Auf die altbekannte allerdings:

        Ja, „down“ sind wir allerdings, und die Nachrichten darüber werden immer bedrohlicher.

        Auch die Konservativen in den USA wissen, was von der Sache zu halten ist – und Polen weiß es natürlich auch:

        Was die Zerstörung des Rechtsstaats in den USA angeht: hier ein weiteres Beispiel von vielen:

        Der FBI-Whistleblower Stephen M. Friend wird natürlich verfolgt.

        Die Konservativen kennen die Macht der vereinigten Kriegspartei in Washington, zu denen auch eigene Protagonisten gehören wie u.a. Lindsay Graham. Trump gehört explizit nicht dazu.

        Es geht schon los:

        Das Volk hat daran kein Interesse:

        Der linke Maté faßt die Interessenlage bündig zusammen:

        Die kritische Journalistin Caitlin Johnstone bringt es auf den Punkt:

        Deutschland muß sich entscheiden, wie es damit umgeht, denn das US-affine Polen läuft aus dem Ruder:

        Und obendrauf noch die typische Heuchelei der Beteiligten:

        Das ist eh ein kontroverses Thema: Alice Schwarzer wurde ja als „islamophob“ tituliert, als sie den Kopftuchzwang im Iran kritisierte. Und jetzt wird vom Westen der berechtigte Aufstand der Frauen gegen die Religionspolizei dazu benutzt, mit gewaltätigen Aktionen einen regime change herbeizuführen…

        Die Behandlung von Snowden, Greenwald und Assange ist eh disaströs für das Image der USA:

        […]
        Entgegen der faktischen Lage beginnt bereits die Propaganda, Rußland sei der Übeltäter, was die Anschläge auf die russischen Pipelines angeht:

        Bloomberg, The Telegraph, CNBC und AP kolportieren jedenfalls solche „Meinungen“.
        Von der Ukraine ist nichts anderes zu erwarten: sie sendet grundsätzlich nichts anderes als antirussische Propaganda, auch wenn sie sich hier damit widerspricht:

        In der Tat, hier kommt es auf einordnenden kritischen Jourmalismus an. Der ist freilich in den westlichen Leitmedien nicht mehr vorhanden, da sie Partei sind – Ausnahmen bestätigen die Regel.

        • Ich bringe mal einen Artikel von Anatol Lieven, m.E. einer der intelligenteren Analysten im Westen, zumal er doch noch ein paar gute Gedanken bringt und immer wieder realistische Einschätzungen bringt.

          «Tick-Tack: Mit Putins Eskalation beginnt der Countdown der Diplomatie-Uhr
          Es gibt einen Hoffnungsschimmer für Diplomatie
          Eine mögliche Annexion von ukrainischen Gebieten und ein denkbarer Einsatz von Atomwaffen verändern die Lage dramatisch. Warum Washington schnell auf Gespräche drängen muss. Was können Frankreich und Deutschland tun?
          Die jüngsten ukrainischen Siege machen die Erklärung der russischen Regierung zur Teilmobilisierung aus russischer Sicht zu einer militärischen Notwendigkeit. Ohne diese könnte Russland den Krieg auf Dauer nicht durchhalten.
          Die Tatsache, dass Putin so lange gezögert hat, bevor er dies tat – und dass die Mobilisierung nur teilweise erfolgt – ist ein Zeichen dafür, wie sehr er die Reaktion der russischen Öffentlichkeit fürchtet. Die Massenproteste gegen die Wehrpflicht und der Versuch von immer mehr Menschen, Russland zu verlassen, zeigen, dass er die Befürchtung zu Recht hatte.

          Es deutet auch darauf hin, dass die russische Regierung das Ausmaß ihres strategischen Versagens erkannt hat. Das und die Tatsache, dass sich Putin in seiner Rede positiv auf die Friedensvorschläge der ukrainischen Regierung vom vergangenen März bezog, deuten darauf hin, dass Russland nun zu Verhandlungen bereit sein könnte, sofern zumindest einige der ursprünglichen Ziele des Kremls eingeschlossen werden. Doch wie lange ist dieser Moment noch in greifbarer Nähe?»

          Ja, scheint mir noch ein interessanter Hinweis zu sein, dass Putin in seiner Rede sich positiv auf die Friedensvorschläge im vergangenen März bezog und er dies als ein Zeichen Putins sieht, dass dieser nun zu Verhandlungen bereit wäre.

          «Die Mobilisierung ist natürlich an sich schon ein bedeutender Akt der Eskalation (wenn auch eine vorhersehbare Reaktion auf die jüngsten Erfolge auf dem ukrainischen Schlachtfeld). Wirklich gefährlich wird sie jedoch dadurch, dass sie zeitgleich mit Putins Zustimmung zu den Referenden im Donbass und anderen russisch besetzten Gebieten in der Ukraine über den Anschluss dieser Regionen an die russische Föderation angekündigt wurde.
          Wenn diese Gebiete von Russland annektiert werden, wird es jede Friedenslösung in der Ukraine auf lange Zeit sehr viel schwieriger machen.
          Das Beste, worauf wir dann hoffen könnten, wäre eine Situation wie in Kaschmir in den letzten 75 Jahren: instabile Waffenstillstände, unterbrochen von bewaffneten Zusammenstößen, terroristischen Anschlägen und gelegentlich einem vollentfalteten Krieg. Zusammen mit all den anderen Gefahren und dem Leid, die ein solcher halb eingefrorener Langzeitkonflikt mit sich bringt, wäre es für die Ukraine nahezu unmöglich, die für einen Beitritt zur Europäischen Union erforderlichen Fortschritte zu erzielen.»

          Was m.E. eine ziemliche Schnapsidee ist, die Ukraine in die EU zu holen!

          «Wenn andererseits die Ukraine in die Lage versetzt würde, die Gebiete zurückzuerobern, könnte ein Atomkrieg zu einer realen Möglichkeit werden. In den letzten Monaten haben mir ehemalige russische Beamte gesagt, dass sie sich den Einsatz von Atomwaffen durch Russland (wie in Putins Rede angedeutet) nur dann vorstellen können, wenn die Ukraine kurz davor stünde, die Krim zu erobern – „weil die Krim russisches Gebiet ist und unsere nukleare Abschreckung in letzter Instanz dazu dient, russisches Territorium zu schützen“. Wenn Cherson und der Donbass ebenfalls „russisches Land“ werden, dann gilt für sie vermutlich das Gleiche.»

          Das scheint mir wiederum eine realistische Einschätzung zu sein.

          «Das Zeitfenster für eine friedliche Lösung in der Ukraine wird also immer kleiner. Es ist jedoch noch vorhanden. Denn Putin hat noch nicht erklärt, dass Russland die „Ergebnisse“ der Referenden offiziell anerkennen und diese Gebiete an Russland angliedern wird.
          Es sei daran erinnert, dass die separatistischen Donbass-Republiken 2014 ihre Unabhängigkeit von der Ukraine erklärt haben. Russland unterstützte sie zwar militärisch, erkannte ihre Unabhängigkeit jedoch erst acht Jahre später an, am Vorabend der russischen Invasion im Februar.
          Diese russische Verzögerung ist darauf zurückzuführen, dass Russland in der Zwischenzeit mit dem Westen verhandelte und die Idee einer Rückkehr dieser Gebiete in die Ukraine im Gegenzug für eine Garantie der vollständigen Autonomie unterstützte.
          Dieser Plan wurde in das Minsk-II-Abkommen von 2015 aufgenommen, das von Frankreich und Deutschland vermittelt und von den Vereinigten Staaten und den Vereinten Nationen akzeptiert wurde. Dass Russland im Laufe der Jahre immer weniger daran glaubte, dass die Ukraine jemals Autonomie für die Gebiete gewähren oder der Westen sie dazu zwingen würde, war ein Schlüsselelement für Putins letztendliche Entscheidung, in den Krieg zu ziehen.»

          Also ich sehe eher NATO-Osterweiterung und das, was Köppel vorgebracht hat, als Schlüsselelement für Putins Entscheidung, in de Krieg zu ziehen. Wobei das ev. auch noch eine gewisse Rolle gespielt haben mag.

          «Mit anderen Worten: Es besteht immer noch die Möglichkeit, dass Russland die „Ergebnisse“ der Referenden als Verhandlungsmasse einsackt, aber nicht zu einer unmittelbaren Annexion übergeht. Damit bleibt die Möglichkeit von Friedensgesprächen weiterhin offen.»

          Ja, bleibt also abzuwarten, ob eine Annexion gleich erfolgt oder ob dies als Verhandlungsmasse vorgesehen wird.

          «Wir wissen nicht, wie lange diese Möglichkeit besteht. Aber da die Zeit möglicherweise extrem kurz ist, wäre Washington gut beraten, sie dringend auszuloten. Die westlichen Regierungen müssen erkennen, dass es nicht mehr ausreicht, Russland „abzuschrecken“: Der ukrainische Mut und die westlichen Waffen haben bereits die russischen Pläne zur Unterwerfung der gesamten Ukraine vereitelt. Stattdessen befinden wir uns jetzt in einer Eskalationsspirale mit erschreckendem Gefahrenpotenzial für alle Seiten, die es dringend zu durchbrechen gilt.»

          Mit der Eskalationsspirale liegt er m.E. richtig!

          «Jede Friedensinitiative wird von den Vereinigten Staaten ausgehen müssen. Frankreich und Deutschland sind zu schwach, um unabhängig von Washington zu handeln. Die Fähigkeit der ukrainischen Regierung zu verhandeln wird durch die (verständliche) Wut über die russische Invasion und die russischen Gräueltaten, durch den Druck ukrainischer Hardliner, vor allem im Militär, und zunehmend auch durch die eigene Rhetorik der Regierung beeinträchtigt, die die Ukraine auf Ziele (wie die Rückgewinnung der Krim) festlegt, die nur durch einen totalen militärischen Sieg über Russland erreicht werden könnten.»
          (…)
          «Ein Friedensprozess kann nur dann eingeleitet werden, wenn beide Seiten auf Vorbedingungen für Gespräche verzichten, die für die andere Seite völlig inakzeptabel sind. Ein guter Ausgangspunkt für Gespräche könnten die von der ukrainischen Regierung selbst im März unterbreiteten Vorschläge sein, die den russischen Forderungen in einigen zentralen Fragen, darunter der Neutralität, entgegenkamen.
          Die Tatsache, dass Putin in seiner Rede, in der er die Teilmobilisierung Russlands ankündigte, den ukrainischen Friedensvorschlag ausdrücklich und wohlwollend erwähnte, könnte ein Hoffnungsschimmer für Diplomatie sein.
          Wenn die Regierung Biden diese potenzielle Friedenschance nicht ergreift, könnten die Folgen einer fortgesetzten Eskalationsspirale für alle Beteiligten katastrophal sein. Russland hat gezeigt, dass es über ein erhebliches Eskalationspotenzial verfügt, sowohl im Hinblick auf die Mobilisierung als auch auf die massiven Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur und die ukrainische Regierung – etwas, das mit großer Wahrscheinlichkeit auch zu Opfern unter US-Beratern in der Ukraine führen wird.»

          Folgende Passagen scheinen mir sehr zentral zu sein:

          «Auch China hat die Möglichkeit, die russischen Kriegsanstrengungen erheblich zu verstärken. Bislang hat sich China äußerst zurückhaltend gezeigt und Anzeichen von Unzufriedenheit mit dem Krieg geäußert. Gleichzeitig ist China beunruhigt und verärgert über die Erklärungen der USA (wie die jüngste von Präsident Biden), die Washingtons Position zu Taiwan ändern.
          Wenn Russland durch eine Niederlage in der Ukraine ernsthaft geschwächt würde, wäre es ein schwerer Schlag für Chinas geopolitische Interessen. Und es ist folgerichtig anzunehmen, dass Peking alles daran setzen wird, das zu verhindern. US-Beamte sollten sich fragen, ob Putin die jüngsten Schritte unternommen hätte, wenn Xi Jinping auf dem Gipfeltreffen in Samarkand zuvor nicht irgendeine Form der Zustimmung signalisiert hätte, und was das über das künftige Kräftegleichgewicht in der Ukraine aussagt.»

          Das ist ja die interessante Frage, wie sich hier China positioniert und ob es, wenn es wirklich nötig ist, Russland tatkräftig unterstützt. Also wäre interessant zu wissen, ob Xi Jinping hier irgendwelche Zustimmung signalisiert hat.

          «Krieg ist eine höchst unberechenbare Angelegenheit, und der Verlauf des Ukraine-Krieges hat die Erwartungen der meisten Analysten, mich eingeschlossen, übertroffen. Bislang hat er sich zum Vorteil der Ukrainer entwickelt. Das wird nicht unbedingt immer der Fall sein. Den Frieden zu suchen und die derzeitige Eskalationsspirale zu durchbrechen, liegt im Interesse der Ukraine selbst, aber auch in dem der USA und der Welt.»

          Auch das scheint mir eine realistische Einschätzung zu sein!

          https://www.heise.de/tp/features/Tick-Tack-Mit-Putins-Eskalation-beginnt-der-Countdown-der-Diplomatie-Uhr-7277162.html?seite=2

  2. @ Mark Smith:

    „Und auch die USA scheinen es begriffen zu haben, aber man meint, man könnte doch noch mit Riesendrohungen wieder umbiegen:

    +++ 18:34 USA drohen Russland mit „katastrophalen Konsequenzen“ bei Atomwaffen-Einsatz +++
    Die USA drohen Russland mit „katastrophalen Konsequenzen“, sollte es Atomwaffen gegen die Ukraine einsetzen. „Die USA werden entschlossen reagieren“, sagt der Nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan dem Sender NBC. Einzelheiten nennt er nicht.“ (Quelle: n-tv.de)
    Ich frage mich ein bisschen, was das denn für katastrophale Konsequenzen sein sollten. Also, ich versuche, mal das aufzudröseln:
    1) Man reagiert mit konventionellen Waffen und tritt in den Krieg ein. Aber da die Amis konventionell stärker sind als die Russen, werden die Russen wiederum mit Atomwaffen reagieren.
    2. Man reagiert nuklear. Aber auch hier müssen die Amis sicherlich damit rechnen, dass die Russen atomar zurückschlagen, sei dies nun mit taktischen oder strategischen Atomwaffen.
    Also, das Eskalationspotential ist riesig und ob die Amis wegen der Ukraine quasi einen Atomkrieg riskieren möchten. Kann sein, nur dürfte der Schaden genau so gross sein bei den USA wie bei Russland. Also, keine Win-Win-Situation, sondern man kann nur verlieren.“

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-15/#comment-97373

    Du hast vollkommen recht, weshalb die Zurückhaltung von Scholz (und bislang scheint sich ja in den USA das zurückhaltendere Pentagon gegenüber dem forschen Außenministerium durchzusetzen; Sullivan als Hillary Clintons Falke wird das Zünglein an der Waage spielen, da er jetzt nationaler Sicherheitsberater ist. Biden selbst ist so dement, daß man ihn wohl täglich daran erinnern muß, daß er Präsident der USA ist.

    Im Anschluß an meinen letzten Beitrag zum Thema:

    Warum die Presse versagt II


    [h[ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-15/#comment-97372

    rufe ich noch mal die Historie auf:

    Die hat nicht nur der Guardian vergessen.

    Kritik an der EU-Propaganda von links-grün, was das Einknicken vor den USA angeht:

    Die USA profitieren:

    Im SPIEGEL gibt es ab und zu Realismus, auch wenn das Kriegsgeschrei überwiegt:

    Das Presseversagen ist neben den gelenkten [es gibt natürlich viel mehr NATO-Trolls als Putin-Trolls] social media shitstorms zur Verantwortung zu ziehen: denn die derart getriebenen Politiker reagieren darauf. Nehmen wir nur einmal diesen Artikel des Boulevard-Mediums „Berliner Kurier“, der sich auf dpa-Meldungen beruft – die sich wiederum auf social media, eine „Bürgerrechtsorganisation“ namens OVD-Info, sicherlich vom Westen finanziert, sowie anonyme „Soziologen“ beziehen:

    Demonstrationen und Proteste im ganzen Land :
    Kriegs-Wahnsinn in Russland: So verzweifelt kämpfen die Menschen gegen Putins Teilmobilmachung
    25.09.22, 07:34 Uhr | Von BK/dpa

    Bei vielen Menschen in Russland sitzt der Schock nach der Teilmobilmachung durch Machthaber Wladimir Putin noch immer tief: Mit dem Beginn der Mobilmachung von Reservisten betrifft der Krieg gegen die Ukraine, den viele Russen bislang verdrängt haben, nun so gut wie jede Familie in dem Riesenland mit seinen 146 Millionen Einwohnern. Bei vielen herrscht blanke Panik. Sieben Monate nach dem Einmarsch in die Ukraine hat Putin offenbar die Rechnung ohne einen großen Teil seiner Bevölkerung gemacht: Landesweit gibt es Proteste, die Menschen verlassen das Land. Doch Russlands Regime greift durch.

    Es ist kühl, es regnet, und auch die vielen Polizisten und Gefangenentransporter schrecken eigentlich eher vom Demonstrieren ab. Trotzdem sind mehr als 100 Menschen an diesem Samstag ins Zentrum von Moskau gekommen, um gegen die von Kremlchef Wladimir Putin angeordnete Teilmobilmachung zu protestieren. Eine junge Frau mit beiger Herbstjacke und geblümtem Kopftuch steigt auf eine Bank und ruft: „Wir sind kein Fleisch!“ Sofort stürmen Einsatzkräfte heran, zerren sie weg. „Wir sind kein Fleisch! Wir sind kein Fleisch!“, ruft die Frau weiter, bis sie in einem der Transporter verfrachtet wird. Immer wieder hört man von dort das Knacken von Elektroschockern.

    Auch in anderen russischen Städten gehen an diesem Wochenende bereits zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage Menschen auf die Straßen. Es sind die größten Anti-Kriegs-Proteste seit Russlands Einmarsch ins Nachbarland Ukraine am 24. Februar. Videos aus der Ostsee-Metropole St. Petersburg zeigen, wie vermummte Sicherheitskräfte mit Schlagstöcken auf Demonstranten einprügeln. Am Samstagabend zählt die Bürgerrechtsorganisation OVD-Info landesweit mehr als 700 Festnahmen.

    In sozialen Medien kursieren dramatische Videos aus Russland

    In sozialen Netzwerken kursieren Videos vom Abtransport von Männern, der nur Stunden nach Putins TV-Ansprache am Mittwoch begann. Kremlkritiker veröffentlichen Aufnahmen von weinenden Ehefrauen und Müttern an Bahnstationen und Busbahnhöfen. „Papa, tschüss“, schluchzt eine Kinderstimme in einem viel beachteten Clip. In Chatgruppen berichten Menschen davon, wie Männer im wehrpflichtigen Alter ohne Vorwarnung an ihrem Arbeitsplatz oder Zuhause abgeholt werden.

    Immer wieder wurden in den vergangenen Monaten Umfragen zitiert, denen zufolge die Mehrheit der Russen den Krieg unterstützt. Soziologen wiesen allerdings schon früh darauf hin, dass viele Befragte mit Unbehagen statt Enthusiasmus auf die Kämpfe blickten. Und nun zeigt sich deutlich, dass nur wenige einsehen, warum ihre Männer, Söhne und Enkel in der Ukraine sterben sollen. Es werde wohl noch eine Weile dauern, aber dann könne die Proteststimmung im Land noch deutlich zunehmen, glaubt der Politologe Abbas Galljamow.
    […]

    https://www.berliner-kurier.de/politik-wirtschaft/ukraine-krieg/kriegs-wahnsinn-in-russland-so-verzweifelt-kaempfen-die-menschen-gegen-putins-teilmobilmachung-li.270504

    Letzterer ist wiederum ein Mitarbeiter des dissidenten russischen Exil-Senders Doschd.

    Echt jetzt: 100 Demonstranten in der Millionenstadt Moskau? Und 700 landesweit?

    Weiter kommt das anti-Kreml-Exil-Boulevard-Magazin Nowaja Gaseta zu Wort:

    Insgesamt 300 000 Männer sollen laut Verteidigungsminister Sergej Schoigu eingezogen werden. Einer Recherche des Mediums „Nowaja Gaseta“ zufolge soll es der Kreml insgeheim sogar auf eine Million Rekruten abgesehen haben. Putins Sprecher dementierte das zwar kürzlich – doch viele Russen haben das Vertrauen in Aussagen ihrer politischen Führung komplett verloren.

    In der Tat scheint die Wehrverwaltung überfordert zu sein – aber diese Fehler werden durch die Musterung und Abklärung des Status`der Gezogenen sicherlich bereinigt werden:

    In Wolgograd wurde ein 63-Jähriger mit Diabetes eingezogen

    In Wolgograd (früher Stalingrad) wurde Medienberichten zufolge ein 63-jähriger, an Diabetes erkrankter Mann eingezogen – obwohl offiziell nur bis 55-Jährige kämpfen sollen. In der Region Burjatien trifft es einen Vater von fünf Kindern. In Jakutien in Sibirien muss Republikchef Aissen Nikolajew einräumen, dass Fehler gemacht worden seien in den Wehrkreisämtern. „Es wurden Reservisten fehlerhaft eingezogen, sie müssen zurückgeschickt werden.“

    Wer kennt Verwaltungsversagen nicht aus Deutschland. 😉

    Ansonsten wird als Quelle noch das US-Kriegsfalken Institute for the Study of War (ISW) der Kagan/Nuland-Familie aufgeboten – obwohl noch nicht einmal dessen Position verständlich übermittelt wird:

    https://www.understandingwar.org/who-we-are

    Die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) schreiben: „Das russische Mobilisierungssystem (…) wird vermutlich sogar daran scheitern, die Mobilisierungsreserven von schlechter Qualität zu produzieren, die Putins Pläne vorgesehen hätten“. Selbst von offiziellen russischen Stellen mehrt sich Kritik am scheinbar chaotischen Vorgehen des Militärs bei der Teilmobilmachung. Der Chef des Menschenrechtsrats beim russischen Präsidenten, Waleri Fadejew, fordert Verteidigungsminister Schoigu auf, das „Knüppelsystem“ vieler Einberufungsstellen im Land zu beenden.

    https://www.berliner-kurier.de/politik-wirtschaft/ukraine-krieg/kriegs-wahnsinn-in-russland-so-verzweifelt-kaempfen-die-menschen-gegen-putins-teilmobilmachung-li.270504

    Derlei Berichterstattung korrespondiert mit der Propaganda des britischen Militärgeheimdienstes:

    • Das britische Intel Update:

    On 21 September 2022, high-profile Russian nationalist Duma member Aleksandr Khinstein called for the partial mobilisation of Russia’s military to be extended to the Russian National Guard (Rosgvardia).
    Rosgvardia units have played an important role in both combat and rear-area security in Ukraine and are currently facilitating accession referendums in occupied areas.
    The force is intended for use in domestic security roles, to ensure the continuity of Putin’s regime. It was particularly ill-prepared for the intense fighting it has experienced in Ukraine.
    With a requirement to quell growing domestic dissent in Russia, as well as operational taskings in Ukraine, Rosgvardia is highly likely under particular strain.
    There is a realistic possibility that mobilisation will be used to reinforce Rosgvardia units with additional manpower.

    https://augengeradeaus.net/2022/09/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-25-september-2022/

    Da der Westen auf regime change in Rußland aus ist, macht dieses Posting Sinn. Ansonsten ist es schlicht albern. 700 landesweite Festnahmen erfordern eine interne Verstärkung der Nationalgarde? Come on.

    Die russische Teil-Mobilisierung löst im Westen Hysterie aus:

    Eine Parodie auf die West/Ukraine-Propaganda:

    [Thread]
    😉

    Da wird kein antirussisches Klischee ausgelassen.

    Was allerdings der Klarstellung bedarf – denn heutzutage liegen Satire und Realität sehr eng beieinander – und die NYT-Propaganda ist eh erbärmlich:

    Der deutsche Journalist Nikita Gerassimow ordnet in einem Thread ein:

    […]

    Zu unseren voreingenommenen Medien und Experten gibt es hier ein Interview mit dem Schweizer Strategen Jacques Baud vom 1.9.2022:

    Our latest interview with Jacques Baud
    Originally published: The Postil Magazine on September 1, 2022 by The Postil Magazine (more by The Postil Magazine) (Posted Sep 03, 2022)

    The Postil (TP): You have just published your latest book on the war in Ukraine—Operation Z, published by Max Milo. Please tell us a little about it—what led you to write this book and what do you wish to convey to readers?

    Jacques Baud (JB): The aim of this book is to show how the misinformation propagated by our media has contributed to push Ukraine in the wrong direction. I wrote it under the motto “from the way we understand crises derives the way we solve them.”
    By hiding many aspects of this conflict, the Western media has presented us with a caricatural and artificial image of the situation, which has resulted in the polarization of minds. This has led to a widespread mindset that makes any attempt to negotiate virtually impossible.

    The one-sided and biased representation provided by mainstream media is not intended to help us solve the problem, but to promote hatred of Russia. Thus, the exclusion of disabled athletes, cats, even Russian trees from competitions, the dismissal of conductors, the de-platforming of Russian artists, such as Dostoyevsky, or even the renaming of paintings aims at excluding the Russian population from society! In France, bank accounts of individuals with Russian-sounding names were even blocked. Social networks Facebook and Twitter have systematically blocked the disclosure of Ukrainian crimes under the pretext of “hate speech” but allow the call for violence against Russians.

    None of these actions had any effect on the conflict, except to stimulate hatred and violence against the Russians in our countries. This manipulation is so bad that we would rather see Ukrainians die than to seek a diplomatic solution. As Republican Senator Lindsey Graham recently said, it is a matter of letting the Ukrainians fight to the last man.

    It is commonly assumed that journalists work according to standards of quality and ethics to inform us in the most honest way possible. These standards are set by the Munich Charter of 1971. While writing my book I found out that no French-speaking mainstream media in Europe respects this charter as far as Russia and China are concerned. In fact, they shamelessly support an immoral policy towards Ukraine, described by Andrés Manuel López Obrador, president of Mexico, as “We provide the weapons, you provide the corpses!”

    To highlight this misinformation, I wanted to show that information allowing to provide a realistic picture of the situation was available as early as February, but that our media did not relay it to the public. My goal was to show this contradiction.
    In order to avoid becoming a propagandist myself in favor of one side or the other, I have relied exclusively on Western, Ukrainian (from Kiev) and Russian opposition sources. I have not taken any information from the Russian media.
    […]
    In fact, as with the war on terror, Westerners see the enemy as they would like him to be, not as he is. As Sun Tzu said 2,500 years ago, this is the best recipe for losing a war.

    One example is the so-called “hybrid war” that Russia is allegedly waging against the West. In June 2014, as the West tried to explain Russia’s (imaginary) intervention in the Donbass conflict, Russia expert Mark Galeotti “revealed” the existence of a doctrine that would illustrate the Russian concept of hybrid warfare. Known as the “Gerasimov Doctrine,” it has never really been defined by the West as to what it consists of and how it could ensure military success. But it is used to explain how Russia wages war in Donbass without sending troops there and why Ukraine consistently loses its battles against the rebels. In 2018, realizing that he was wrong, Galeotti apologized — courageously and intelligently — in an article titled, “I’m Sorry for Creating the Gerasimov Doctrine” published in Foreign Policy magazine.

    Despite this, and without knowing what it meant, our media and politicians continued to pretend that Russia was waging a hybrid war against Ukraine and the West. In other words, we imagined a type of war that does not exist and we prepared Ukraine for it. This is also what explains the challenge for Ukraine to have a coherent strategy to counter Russian operations.
    […]

    https://mronline.org/2022/09/03/our-latest-interview-with-jacques-baud/

    Da liest man auch viel über falsche westliche Expertenmeinungen, horrende Verluste der Ukraine (vor allen Dingen in Kherson) und einiges mehr.
    Westliche Experten bleiben dabei:

    • Lesenswert am Wochenende: Eine Betrachtung des britischen Wissenschaftlers Jack Watling für den Think Tank Royal United Services Institute (RUSI):

    „To assess Putin’s strategy therefore, it is not likely that the Kremlin is aiming to build a force able to overwhelm the Ukrainian armed forces. Instead, the more likely objective is to stabilise Russian losses and then to protract the conflict beyond 2023. Ukraine is already dependent on Western munitions stocks and financial support. The Kremlin’s theory of victory is likely that mobilisation will sufficiently prolong the war to enable its unconventional campaign of economic warfare, political destabilisation, escalation threats, and influence campaigns in Europe and the US to cause Ukraine’s allies to force Kyiv to negotiate.

    https://www.rusi.org/explore-our-research/publications/commentary/time-hidden-flank-assessing-russias-mobilisation
    https://augengeradeaus.net/2022/09/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-25-september-2022/

    Nicht einmal die USA können die Finanzierungsbedürfnisse des Pleite-Staats Ukraine ausgleichen, der allein 5 Milliarden US-Dollar monatlich braucht, um seine Bediensteten zu finanzieren. Biden setzt die Midterm-Wahlen aufs Spiel, wenn er bei all den selbstschädigenden Sanktionen noch weitere Milliarden in Aussicht stellt.

    Face The Nation
    Full transcript: Ukrainian President Volodymyr Zelenskyy on „Face the Nation,“ Sept. 25, 2022
    […]

    MARGARET BRENNAN: Offensive operations are more expensive than defensive operations. The White House is asking Congress for $12 billion more to provide to Ukraine. What do you need this money for? What is essential right now?

    PRESIDENT ZELENSKYY: I don’t know if we talk- If you talk about the whole amount that will be given specifically to Ukraine. I’m not sure. God bless you, if you’re right. I have not received the details from this new development. I can tell you for sure what’s the most vital for us right now. This should be an offensive that will result in the de-occupation of Ukrainian territories. De-occupation is very important for us to, as fast as possible, save our civilians. Do you see what happens within the seven months of occupation? Thousands of people have been killed, raped, tortured. That’s why we need this help to de-occupy our territories to make sure that more people survive. I don’t think that this is the highest price in the world to save thousands of lives. I’m so thankful for the people of (unintelligible) for the U.S. Congress, to President Biden, that you work on this issue. And I also would like to see this issue supported. So as of today, number one, we’re very thankful for HIMARS and other MLRSs that give us an ability to conduct our offensive. Our army seizes the initiative, cuts the technical capabilities of Russia. Second, artillery. Artillery helps us to save the lives of our warriors, our fighters, they need an opportunity to get supplies of tanks from the United States as well as Europe. If the US will be able to show its leadership and will be able to get the tanks, then the Germany- then Germany and other European countries will follow.
    […]

    https://www.cbsnews.com/news/volodymyr-zelenskyy-ukraine-president-face-the-nation-transcript-09-25-2022/

    Hier sieht man, wie Selenskij Kriegsverbrechen Rußlands erfindet, um Waffenlieferungen zu forcieren. Jedenfalls erfahren wir, daß die USA keine West-Panzer liefern.

    • Noch einmal Roger Köppel mit einer Sondersendung über den Ukraine-.Krieg. M.E. wirklich hörenswert, zumal Köppel einfach wirklich einer der wenige im deutschsprachigen Raum ist, der sich so gegen den Mainstream stemmt:

      «Daily»-Spezial: Joe Bidens Uno-Rede und die Kriegstreiberei des Westen in der Ukraine

      • In der Tat. Ergänzendes Material findet sich in Hülle und Fülle. Aber erst einmal dies: Habeck hat kein Glück:

        Das sind die aktuellen Aussichten :
        Extrem-Absturz beim Wetter mit Kälte und Schnee! Monster-Hurrikan-Alarm +++ Böen bis 250 km/h
        26.09.22, 07:22 Uhr | Von bk/dr

        Über Deutschland rollt derzeit eine Kältewelle. Kaum noch mehr als 10 Grad werden in weiten Teilen des Landes gemessen. Aber wollen wir uns darüber jetzt wirklich beschweren? In Anbetracht der Tatsache, was das Wetter derzeit weltweit auf Lager hat, ist es bei uns ja immerhin noch ruhig. Die Betonung liegt auf NOCH. Diplom-Meteorologe Dominik Jung warnt vor einem Monster-Hurrikan und Sturm-Böen bis 250 km/h.
        […]
        Wetter-Experte warnt vor Hurrikan-Ausläufern auch in Europa

        Und er warnt: „Diese Ex-Hurrikans kommen dann nach und nach alle zu uns nach Europa gezogen und werden die Wetter-Küche ordentlich durcheinanderwirbeln“, erklärt Dominik Jung.
        „Doch bis es so weit ist, bleibt es bei uns erst mal sehr wechselhaft und sehr kühl. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei um die 10 Grad, nach Süden hin nur noch bei 6 Grad. Es ist deutlich zu kalt für die Jahreszeit. 5 bis 10 Grad liegen wir unter den normalen Höchstwerten für die aktuelle Jahreszeit.“
        Das warme Altweibersommerwetter fällt in diesem Jahr also aus. Der Oktober macht ebenfalls keine Anstalten, golden zu starten. Dazu wird es am ersten Oktoberwochenende auch noch richtig windig. Übrigens: Der September hat sein Regensoll schon jetzt mehr als deutlich erfüllt. Es gab jetzt schon 30 Prozent mehr Regen, als in einem September normal zu erwarten wäre. Es könnte einer der nassesten September seit Beginn der Wetteraufzeichnungen werden. Das hätte nach diesem Dürre-Sommer wohl kaum einer geglaubt.
        […]

        https://www.berliner-kurier.de/panorama/wetter/extrem-absturz-beim-wetter-mit-kaelte-und-schnee-monster-hurrikan-alarm-boeen-bis-250-kmh-regenfluten-li.270741

        Doch. Ich. Zumal es schon ab Mitte August kalt und naß war und bis Ende April sowieso.
        von der Leyen und ihr Demokratie-Verständnis hat er ebenfalls erwähnt. Aber nicht nur dort hat man damit Probleme:

        Reaktionen auf Italien-Wahl
        Söder verteilt Rüffel wegen Unterstützung für Berlusconi
        Bei den Parlamentswahlen in Italien hat das rechte Lager die absolute Mehrheit geholt. Einem Ex-Regierungschef gelang das politische Comeback. Das zieht in der CSU Reibereien nach sich.
        26.09.2022, 15.53 Uhr

        Der Sieg der Rechten bei den Parlamentswahlen in Italien kam nicht überraschend. Trotzdem zeigen sich europäische Politikerinnen und Politiker schockiert über den Wahlsieg der neofaschistischen [früher hieß es „postfaschistisch“] Fratelli d’Italia und ihrer Bündnispartner Forza Italia und Lega. Die drei Parteien streben ein rechtsnationales Regierungsbündnis an.

        Große Beachtung findet etwa, dass Silvio Berlusconi die Rückkehr in Italiens Spitzenpolitik geschafft hat – neun Jahre nach seinem Ausschluss aus dem Parlament wegen einer rechtskräftigen Verurteilung als Steuerbetrüger. Kurz vor seinem 86. Geburtstag errang der ehemalige Regierungschef in der Stadt Monza souverän das Direktmandat für den Senat, die kleinere der beiden Parlamentskammern in Rom. Fratelli-Parteichefin Giorgia Meloni wiederum hat nach dem klaren Erfolg beste Chancen, Ministerpräsidentin zu werden.
        […]
        Söder kritisiert Weber für Berlusconi-Unterstützung

        Die Causa Berlusconi sorgt auch außerhalb Italiens für Reibereien, etwa in der CSU. Parteichef Markus Söder kritisierte hat seinen Stellvertreter Manfred Weber, der auch Vorsitzender der Europäischen Volkspartei (EVP) ist. Die EVP und Weber hatten Berlusconi und dessen Forza Italia im Wahlkampf in Italien unterstützt. »Es ist nicht Aufgabe der EVP und bürgerlicher Parteien, rechtsnationale Regierungen zu ermöglichen«, sagte Söder im Anschluss an eine CSU-Vorstandssitzung in München vor Journalisten.
        Weber hatte im Wahlkampf Berlusconi in einem Wahlkampfvideo unterstützt. Söder sagte: »Ich kann nur sagen, wir freuen uns nicht über das Wahlergebnis in Italien – das ist nicht gut für Europa.«
        Für die Unionsparteien stellt sich angesichts der wahrscheinlichen Koalition ihrer Schwesterpartei Forza Italia mit Meloni die Frage, welchen Umgang man künftig mit der italienischen Partei pflegen wird. Und es gibt auch andere Stimmen aus der Union: »Ich empfinde es als undemokratisch, einem Wahlsieger mit derartiger Ablehnung und Drohung zu begegnen, noch bevor die neue Regierung überhaupt gebildet und die erste Entscheidung getroffen wurde«, sagte die CDU-Bundestagsabgeordnete Jana Schimke dem SPIEGEL.
        […]

        https://www.spiegel.de/ausland/italien-markus-soeder-csu-verteilt-rueffel-wegen-unterstuetzung-fuer-silvio-berlusconi-a-22649a92-ff56-4f59-9ce4-c325d52de975

        Zur angesprochenen Demokratiegefährdung in den USA: dort kennen das politisierte Justizministerium und das schneidige FBI keine Grenzen mehr bei der Verfolgung politischer Gegner: der wackelige Fall war von einem staatlichen Gericht bereits fallen gelassen worden – dann hat man eben eine Bundes-Norm gefunden und selber durchgegriffen:

        Bucks County Man Indicted on Federal Charges for Assaulting a Reproductive Healthcare Clinic Escort

        PHILADELPHIA – United States Attorney Jacqueline C. Romero announced that Mark Houck, 48, of Kintnersville, PA, was charged by Indictment with a violation of the Freedom of Access to Clinic Entrances (FACE) Act, which makes it a federal crime to use force with the intent to injure, intimidate, and interfere with anyone because that person is a provider of reproductive health care. The defendant was arrested and made his initial appearance in federal court on these charges earlier today.

        According to court documents, the defendant is alleged to have twice assaulted a man because he was a volunteer reproductive health care clinic escort. The charges stem from two separate incidents both on October 13, 2021, which occurred at the Planned Parenthood Elizabeth Blackwell Health Center on Locust Street in Philadelphia, where Houck allegedly assaulted the victim, a 72-year-old man, identified in the Indictment as “B.L.,” because B.L. was a volunteer escort at the reproductive health care clinic. In the first incident, B.L. was attempting to escort two patients exiting the clinic, when the defendant forcefully shoved B.L. to the ground. In the second incident, the defendant verbally confronted B.L. and forcefully shoved B.L. to the ground in front of the Planned Parenthood center, causing injuries to B.L. that required medical attention.
        […]

        https://www.justice.gov/usao-edpa/pr/bucks-county-man-indicted-federal-charges-assaulting-reproductive-healthcare-clinic

        Und da Köppel zurecht ein wenig mehr kühlen Kopf empfiehlt, rate ich Deutschland zu dieser Stellenanzeige:

        Politics
        US Treasury Advertises for a Sanctions Guru to Avoid Pitfalls
        • Wanted: Someone to advise on effects on markets, trade, energy
        • Job requires an undergraduate degree, Top Secret clearance
        By
        Daniel Flatley
        September 22, 2022, 4:01 AM UTC

        Two decades after it began relying increasingly on sanctions to pressure adversaries around the world, the US Treasury Department is hiring someone to make sure those measures do what they’re supposed to.
        The new position of chief sanctions economist will advise Treasury on sanctions’ influence on “fiscal and monetary policy, exchange rates, financial markets, banking, investment, foreign trade, energy, multilateral and bilateral assistance, official debt and related issues,” according to a job description obtained by Bloomberg News ahead of its posting.

        The job comes with a salary of $150,000 and requires a Top Secret security clearance. It’s part of the Biden administration’s push to limit the unintended consequences of economic sanctions given their increased use and growing complexity. Sanctions on Russia over the Ukraine war — the first time the US has imposed such sweeping measures on a Group of 20 economy — compounded those headaches.
        “What we don’t want is someone just turning out 460-page academic papers,” Alex Parets, a counselor to the undersecretary for Terrorism and Financial Intelligence, said of the new position in an interview. “It’s going to be much more kind of tailored and focused and practical on solutions, improvements, and then assessments.”
        The successful applicant will head the newly created Sanctions Economic Analysis Unit. Treasury is also advertising for two staff-level economists.
        It’s born of the Biden administration’s review of economic sanctions last year. It found that the US has recorded a 933% increase in sanctions in the decades since the Sept. 11 attacks, and that number only continues to grow as the US piles sanctions on Russia in a bid to roll back President Vladimir Putin’s invasion of Ukraine.
        Successive US administrations have turned to sanctions as a policy of first resort as public appetite for military intervention waned. Sanctions have been used to combat drug traffickers, punish North Korea over its nuclear program, crack down on human rights abuses and deny Putin money he needs to fund the Ukraine war.
        Russia Surges Past Iran to Become World’s Most-Sanctioned Nation
        […]

        https://archive.ph/bfHWX#selection-3597.0-3662.0

        So ein Typ fehlt bei uns auch. Zu meinem Erstaunen habe ich gelesen, daß es im Wirtschaftsministerium keine Abteilung für Energiesicherheit gab – die wurde gerade erst gegründet. Zu spät, fürchte ich.

        Daß Geheimdienste lügen, sollte bekannt sein. Der Geheimdienst eines kriegsbeteiligten Landes engagiert sich dabei ganz besonders:

        Ja, das hatten die Briten verkündet:

        Das britische Intel Update:
        „Elements of the Russian forces withdrawn from Kharkiv Oblast over the last week were from the 1st Guards Tank Army (1 GTA), which are subordinate to the Western Military District (WEMD).
        1 GTA suffered heavy casualties in the initial phase of the invasion and had not been fully reconstituted prior to the Ukrainian counter-offensive in Kharkiv.
        1 GTA had been one of the most prestigious of Russia’s armies, allocated for the defence of Moscow, and intended to lead counter-attacks in the case of a war with NATO.
        With 1 GTA and other WEMD formations severely degraded, Russia’s conventional force designed to counter NATO is severely weakened. It will likely take years for Russia to rebuild this capability.“
        […]

        https://augengeradeaus.net/2022/09/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-13-september-2022/

        „Eine Analyse, der ich zustimme, die den britischen Militärgeheimdienst mit seiner Fama über die „1st Guards Tank Army“ widerlegt, die in Charkiv gar nicht vor Ort war, und auch die Propaganda des wegen „panischer Flucht“ zurückgelassenen Materials gründlich widerlegt. Da schließen die USA wohl von sich auf andere.“
        https://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-14/#comment-97230
        [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-14/#comment-97230

        Aktuell:

        • Das britische Intel Update:

        The initial tranches of men called up under Russia’s partial mobilisation have started arriving at military bases. Many tens of thousands of call-up papers have already been issued.
        Russia will now face an administrative and logistical challenge to provide training for the troops.
        Unlike most Western armies, the Russian military provides low-level, initial training to soldiers within their designated operational units, rather than in dedicated training establishments.
        Typically, one battalion within each Russian brigade will remain in garrison if the other two deploy and can provide a cadre of instructors to train new recruits or augmentees. However, Russia has deployed many of these third battalions to Ukraine.
        Many of the drafted troops will not have had any military experience for some years.
        The lack of military trainers, and the haste with which Russia has started the mobilisation, suggests that many of the drafted troops will deploy to the front line with minimal relevant preparation. They are likely to suffer a high attrition rate.

        https://augengeradeaus.net/2022/09/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-26-september-2022/

        Diese erwartbare „Einschätzung“ wurde vom Tagesspiegel als Nachricht eines tatsächlichen Geschehens übernommen und mit der Übernahme von ukrainischer Propaganda noch getoppt:

        Überstürzte Teilmobilmachung: Moskau schickt schlecht ausgebildete Rekruten direkt an die Front
        Vor 2 Std. [26.9.2022]

        Mit der Teilmobilmachung will Kremlchef Wladimir Putin eine Wende im Krieg gegen die Ukraine herbeiführen. Doch Russland fehlen Ausbilder.

        Viele durch die jüngste Teilmobilmachung rekrutierte russische Kämpfer ziehen nach Einschätzung britischer Geheimdienste ohne fundierte Ausbildung oder Erfahrung in den Krieg in der Ukraine. Dies mache hohe Verluste wahrscheinlich, hieß es am Montag in einem Kurzbericht des britischen Verteidigungsministeriums.
        Nach Einschätzung der Ukraine mussten die ersten russischen Rekruten bereits direkt nach ihrer Ankunft an die Front, um die Verluste auf russischer Seite auszugleichen. Dadurch sei einer Verschlechterung des moralischen und psychologischen Zustands der feindlichen Kämpfer zu erwarten, teilte der Generalstab der Streitkräfte am Montag mit.
        […]

        Überstürzte Teilmobilmachung: Moskau schickt schlecht ausgebildete Rekruten direkt an die Front (msn.com)

        Zu der Heuchelei der USA:

        Über die US-Einmischung bei regime change-Versuchen, wie Köppel sie anführte; aktuell ist der Iran dran:

        Und die Medien stricken mit am kriegslüsternen dämonischen Rußlandbild: hier die NYT:

        Hat das irgendwas mit Fakten zu tun? Eher nicht, sondern mit polnischen Drohnen:

        Alle Leitmedien sind Democrats-Wahlvereine:

        So entstehen Parallelwelten mit „schockierenden“ Wahlergebnissen.

        • Die Corona-Hysterie war natürlich auch medial befeuert. Manche Gerichte lassen sich davon nicht beeindrucken (ich rede nicht vom entgeisterten BVerfG):

          Es steht nun mal fest: je geimpfter, desto anfälliger:

          Scholz und Faeser hat es jetzt auch erwischt – mit Erkältungssymptomen beim Ersteren.

          😉

          Ihr Sieg hängt mit Gewißheit auch mit den – mittlerweile komplett aufgehobenen – drakonischen Maßnahmen der Vorgänger-Regierung zusammen:

          Und unsere örr Medien im Verein mit der taz pushen einen angeblichen medialen Kinder-Long Covid-Fall – zu welchem Zweck? Das Kind Olivia der Publizistin Birte Müller war bedauerlicherweise bereits geimpft.

          Ein klassischer Herz-Schmerz-Artikel (auch über den behinderten Sohn mit down syndrom) ohne jeden Erkenntnisgewinn.

          Im MDR, einem der letzten Widerstandsnester innerhalb der nicht grundlos unter Druck geratenen mainstreamigen ARD, gibt es Aufklärung:

          Und das Manuskript hat es wirklich in sich:

          MDR Aktuell – Kekulés Corona-Kompass
          Donnerstag, 22. September 2022
          #325
          Jan Kröger, Moderator
          MDR Aktuell – Das Nachrichtenradio

          Prof. Dr. med. Dr. rer. nat. Alexander S. Kekulé, Experte, Professor für Medizinische Mikrobiologie Virologie an der Martin-Luther-Universität Halle-
          Wittenberg sowie Direktor des Instituts für Biologische Sicherheitsforschung in Halle
          Links zur Sendung:
          Chinesische Studie (Preprint) über die Fähigkeit zur Immunflucht von Omikron-Varianten
          (16.09.2022)
          https://www.biorxiv.org/content/10.1101/2022.09.15.507787v1
          Meta-Analyse über schwere Nebenwirkungen in den Zulassungsstudien der mRNA-Impfstoffe (22.09.2022)
          https://www.sciencedirect.com/science/ar-
          ticle/pii/S0264410X22010283?via%3Dihub

          Donnerstag, 22. September 2022
          • Die Sendung heute wird eine schwere Prüfung für die mRNA-Impfstoffe von BioN-
          Tech und Moderna. Zwar sind deren neueste Vakzine angepasst an die Omikron-Varianten BA.4 und BA.5 nun auch in Europa zugelassen, aber deutlich wie nie zuvor hat z.B. die Ständige Impfkommission die dünne Datenlage dazu kritisiert.

          • Außerdem sprechen wir über eine Arbeit, die die Frage aufgeworfen hat: Gab es in den ursprünglichen Zulassungsstudien von BioNTech und Moderna mehr schwere Impfnebenwirkungen als bisher bekannt?
          […]
          Jan Kröger
          Die Begründung der EMA beruht vor allem darauf, dass ja die Vakzine von BioNTech und Moderna in der Breite angewendet wurden. Sprich, sie hätten ihre Wirksamkeit und Sicherheit durch ihren Gebrauch unter Beweis gestellt. Aber das Entscheidende, glaube ich, was Ihnen sicherlich auch aufgefallen ist in dieser
          Mitteilung der EMA, ist: Das gilt eben nicht nur für diese Impfstoffe, die nun wirklich ja millionenfach in Europa und auch anderswo eingesetzt worden sind. Sondern: Diese Standard-Zulassung, diese reguläre Zulassung würde auch gelten für alle weiteren Produkte, sprich auch diese z.B. BA.4-, BA.5-Impfstoffe, wo es eben bislang nur diese Tierversuche gegeben hat.
          Alexander Kekulé
          Da hat sich einfach die Industrie durchgesetzt. Das war so, dass der BioNTech-Chef Şahin, der hat das ja schon mal gefordert in der Financial Times.
          […]

          Klicke, um auf kekule-corona-kompass-folge-dreihundertfuenfundzwanzig-100-downloadFile.pdf zuzugreifen

          Das alles wird sehr breit und verständig vermitttelt. Insbesondere die Ausführungen zu Impfnebenwirkungen sind sehr interessant.

          Mittlerweise gibt es einen internationalen Ärzte-Aufruf, die Impfungen zu stoppen, um Untersuchungen zu Nebenwirkungen durchführen zu können. Habe ich leider nicht kopiert.

  3. Dann mache ich mal weiter mit Scott Ritters Analyse der West-Propaganda zur Teil-Mobilisierung in Rußland:

    der Medienkritik von Precht und Welzel und der journalistischen, Big Tech und politischen Verengung des Diskurses:

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-15/#comment-97358

    Viel gefährlicher als „Postfaschisten“ in Italien ist, wie gezeigt, von der Leyen. Und repressiver als die Grünen, die „Vielfalt“ auf identitäre Gruppen beziehen, nicht aber auf die Vielfalt von Meinungen, ist wirklich niemand.

    Das folgt der Linie des Verfassungsschutzes, der die neue Linie der „delegitimierenden“ Kritik erfunden hat, die seine Aktivitäten legitimiere. 😦

    Es gibt wirklich viel zu kritisieren:

    STEFAN AUST: „Jemand wie Habeck, der vom Thema seines Ministeriums erkennbar wenig versteht“
    21.09.2022 STEFAN AUST: „Jemand wie Habeck, der vom Thema seines Ministeriums erkennbar wenig versteht“ „Jetzt muss der arme Kerl über Gasumlagen entscheiden, vermutlich beraten von seinem Staatssekretär Patrick Graichen, der zuvor Direktor einer NGO war“, sagt Stefan Aust zur aktuellen Energiekrise. Geradezu „tragisch“ sei das für Habeck selbst, „aber noch mehr für das Land“.

    Und was soll man davon halten? Indien als Klima-Partner, das gleichzeitig russische Öllieferungen forciert? Mich wundert, daß der übliche Leitmedien-Zusatz, daß Modi ein „Hindunationalist“ sei, fehlt:

    Was mich grundsätzlich verstört, ist die Heuchelei gegenüber der Historie der USA: unter Trump waren die deutschen Leitmedien jedenfalls kritischer:

    Unter ihm sollten die USA ihre regime change-Kriege beenden und aus dem Irak und aus Syrien abziehen – was das Pentagon schlicht nicht ausführte.

    Zum Irak:

    „Freiheit“ ist in Deutschland ja mittlerweile ein toxischer Begriff, den man als „Egoismus“ deutet; umso mehr begeistert sich die Presse an entsprechenden ausländischen Freiheitsbewegungen, wie blutig sie von denen auch ausgetragen werden. Mir fallen da spontan Hongkong, BLM und Syrien ein. Nun der Iran. Ich fing an zu zweifeln, als selbst in der Tagesschau Bilder von Molotow-Cocktails werfenden Demonstranten gezeigt, und als dort mitgeteilt wurde, daß unter den Toten auch Sicherheitskräfte seien. So verständlich auch der Protest wegen des – im übrigen vollkommen unaufgeklärten – Todes der kurdischen Frau nach einem brutalen Aufgriff durch Religionsfanatiker des Regimes war: auch hier haben wir es mit einem regime change-Versuch des Westens zu tun, dem Feminismus und Kopftuchfreiheit allenfalls als propagandistischer Vorwand dienen:

    Mir wird die West-Propaganda zunehmend peinlich, weil sie die Intelligenz des Publikums beleidigt:

    Die NZZ vom 23.9.2022:

    🎧 Hören: In der Schweiz hingen kürzlich an öffentlichen Orten seltsame Plakate. Zu sehen waren eine Frau am Telefon und der Schriftzug: «Heizt der Nachbar die Wohnung über 19 Grad auf? Bitte informieren Sie uns.» Darunter die Telefonnummer des Umwelt- und Energieministeriums mit dem Versprechen, eine Belohnung zu erhalten. Das Plakat war gefälscht – doch wer steckt dahinter? Alle Spuren führten nach Russland, sagt unser Technologieredaktor Lukas Mäder in «NZZ Akzent». Das Plakat passe zur Strategie der hybriden Kriegsführung, die Moskau verfolge. Zum Podcast

    Im Tagesspiegel (Print) vom 24.9.2022 gab es auf S.3 komplette Propaganda: oben gab es Stimmen aus der Ukraine im Rahmen eines vom Tsp nicht weiter erklärtem „Ukraine-Projekt“, in dem ausschließlich Selenskij-Propaganda aus den Wahlgebieten zu lesen war, vermutlich unter Kontrolle des SBU. Darunter gab es „Stimmen“ aus Rußland, in denen ausschließlich Blogger, Künstler, Video-Regisseure, ein Wirtschaftswissenschaftler und ein Bauunternehmer zitiert werden, die gegen die Mobilisierung sind. Obwohl offensichtlich nicht von ihr betroffen, da weder gedient, mit militärischen Spezialerfahrungen oder gar Kampferfahrung versehen – siehe Scott Ritter, der den Verteidigungsminister Shoigu zitiert.

    Zunächst wird gemustert. Und dann neben den Untauglichen diejenigen aussortiert, die zu Unrecht gezogen wurden: Studenten, Alleinerziehende, kinderreiche Familien, die bereits einen Angehörigen im Feld haben, etc.

    Und das kommt dabei heraus, wenn ein örr Sender von der allgemeinen Sprachregelung „Scheinreferenden“ abweicht:

    Was soll der Begriff überhaupt kennzeichnen?
    Ich erinnere an Berlusconi, der strategisch vollkommen daneben lag – aber in einem Punkt einen Volltreffer landete:

    »Wurde zur Spezialoperation gedrängt«
    Irritierende Aussagen von Berlusconi über Putin
    Silvio Berlusconi könnte nach der Wahl in Italien Staatspräsident werden. In einer Talkshow verteidigte der 85-Jährige nun den russischen Kriegstreiber Putin. Der habe in der Ukraine lediglich einen strategischen Fehler gemacht.
    23.09.2022, 11.06 Uhr

    In wenigen Tagen wählt Italien ein neues Parlament. Dem Land droht ein Rechtsruck. Als kommender Staatspräsident eines Rechtsbündnisses wird Silvio Berlusconi gehandelt. Der frühere italienische Ministerpräsident hat nun in einer Talkshow nicht nur die die Kriegsziele von Wladimir Putin kleingeredet, sondern auch behauptet, der russische Machthaber sei in den Angriffskrieg gegen die Ukraine hineingedrängt worden.

    »Putin wurde von der russischen Bevölkerung, von einer Partei, von seinen Ministern gedrängt, sich diese Spezialoperation auszudenken«, sagte Berlusconi im Sender Rai.

    Putin habe doch nur den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj durch eine Regierung aus »anständigen Leuten« ersetzen wollen, behauptete Berlusconi in der Late-Night-Talkshow »Porta a Porta«. Dann sei das auf die Gegenwehr der Ukraine gestoßen, räumte er ein. Was Putin falsch gemacht habe: Die russischen Truppen hätten nicht überall in der Ukraine angreifen, sondern sich auf Kiew konzentrieren sollen. [Was natürlich höherer Blödsinn ist.]

    Berlusconi gilt als persönlicher Freund Putins und zögerte nach Kriegsausbruch lange, die Invasion zu verurteilen. Nun sagte er: »Putin ist in eine wirklich schwierige und dramatische Situation gerutscht.« Er benutze diesen Ausdruck bewusst, weil Putin von Vertretern der zwei selbst ernannten Republiken im Donbass im Februar aufgefordert worden sei einzuschreiten. Diese hätten Putin überredet, mit der Behauptung, die Ukraine greife die Gebiete immer heftiger an.
    […]
    Am Donnerstag hatte die russische Botschaft in Rom mit einem Beitrag bei Facebook provoziert, in dem sie Fotos italienischer Politiker bei deren Treffen mit Putin aus den vergangenen Jahren veröffentlichte. Darunter waren Berlusconi und Salvini, aber auch andere Wahlkämpfer wie Letta, Giuseppe Conte, Matteo Renzi oder Luigi Di Maio und sogar Staatspräsident Sergio Mattarella und Vorgänger Giorgio Napolitano. »Aus der jüngeren Geschichte der russisch-italienischen Beziehungen«, stand daneben. »An einige müssen wir uns erinnern.«

    https://www.spiegel.de/ausland/silvio-berlusconi-wladimir-putin-wurde-zum-krieg-gegen-die-ukraine-gedraengt-a-45fb8612-dadf-49b2-9708-cb2dd8ce5a0d#ref=rss

    Berlusconi hat natürlich vollkommen recht damit, daß sich vor dem 24.2.2022 bis aktuell die Kriegsverbrechen der Ukraine gegen die „minderwertige“ russische Bevölkerung des Donbass (wie seit 2014 „normal“) nochmal steigerten. Aber das ist in der West-Propaganda natürlich nur eine „Behauptung“:

    [Thread]

    Nach dem westlichen Narrativ sind diese russischen Donbass-Solidaritäts-Demos in Rußland natürlich künstlich herbeigeführt:

    Dem ist nicht so:

    Das West-Narrativ hält überhaupt nur, weil die Kriegsverbrechen
    der Ukraine nicht berichtet werden:

    Dafür behauptet Kiew beweislos Kriegsverbrechen Rußlands, die von westlichen Propaganda-Medien und plakativen Politikern wie Baerbock verbreitet werden (Stichwort „Butscha“), was jetzt auch für Izyum zelebriert wird:

    Darunter war auch die ZDF-Korrespondentin Katrin Eigendorf, die atemlos stenographierte, was ihr da vom Selenskij-Regime erzählt wurde – was sie als exklusiv eingeladene Reporterin schon in Butscha getan hatte.

    Kritische Journalisten werden nicht zugelassen:

    Amnesty International auch nicht, nachdem sich die Organisation vorsichtig kritisch zur ukrainischen Kampftaktik der Gefährdung der ukrainischen Zivilbevölkerung geäußert hatte: nun steht sie auf der Kill-Liste der regierungsnahen Extremisten-Prganisation Myrotvorets:

    Die ZEIT verschafft ukrainischen Propagandisten wie Michailo Podoljak eine Plattform – ohne Hinterfragung; kein Wunder bei diesen interviewenden Nato-Falken Bota und Thumann:

    Michailo Podoljak
    „Russland fühlt sich straffrei“
    Michailo Podoljak, engster Berater des ukrainischen Präsidenten, über deutsche Panzer und eine mögliche Rolle für Angela Merkel
    Interview: Alice Bota und Michael Thumann
    21. September 2022
    […]
    ZEIT: Was ist Ihnen über die Massengräber in Isjum bekannt?
    Podoljak: Derzeit läuft die Exhumierung von 450 Leichnamen, die Identität der Toten wird festgestellt. Dort liegen viele Zivilisten, die unter dem Beschuss oder unter Folter gestorben sind. Dazu ukrainische Kriegsgefangene, die gefoltert wurden, auch kastriert, bevor man sie ermordet hat.
    […]

    https://www.zeit.de/2022/39/michailo-podoljak-ukraine-russland-krieg/komplettansicht

    Die härteste Frage:

    ZEIT: Warum fragen Sie nicht zuerst die Amerikaner nach Panzern? Sie bekämen so am Ende auch die deutschen, weil sich dann das Alleingang-Argument erledigt hätte.

    Podoljak: Wir reden mit den Amerikanern über alle Formen der Ausrüstung, die wir brauchen. Sie helfen uns substanziell mit großen Mengen von schwerer Artillerie und Mehrfachraketenwerfern. Über Panzerwaffen sprechen wir mit allen Partnern, einschließlich der USA.

    Keine Nachfrage der ZEIT, obwohl sich aus der Antwort ergibt, daß die USA keine Panzer liefern werden.

    Podoljak: Es gibt keine Grundlage für Verhandlungen.

    ZEIT: Bis Mai wurde verhandelt.

    Podoljak: Sie sehen doch, was für einen Krieg Russland gegen uns führt. Mehr als 1500 Orte sind zerstört. Wir finden immer neue Massengräber. Wir haben mit den Russen so lange geredet, wie wir dachten, Russland führe Krieg, verübe aber keinen Völkermord. Jetzt fehlt die Grundlage für Gespräche.

    ZEIT: Aber auch nach der Entdeckung der Gräueltaten in Butscha im April wurde weiter geredet.

    Podoljak: Nach Butscha wurden die Verhandlungen eingestellt, nur humanitäre Unterhändler sprechen seither noch über den Austausch von Kriegsgefangenen und Gefallenen. Verhandlungen sind unmöglich, solange Russland ukrainisches Territorium [einschließlich der Krim] besetzt hält.

    ZEIT: Wenn Wladimir Putin jetzt also doch noch mit Ihrem Präsidenten Wolodymyr Selenskyj reden wollte, würde der nicht zustimmen?

    Podoljak: Es verbietet sich, mit einem mutmaßlichen Kriegsverbrecher zu sprechen, weil er dann Straffreiheit spürt.

    Das ist natürlich alles Wahnsinn der Ukraine in Reinkultur – und Versagen der ZEIT, die der Lüge von Podoljak, die Ukraine greife Rußland nicht an, während selbst Christina Hebel vom SPIEGEL ständige Beschießungen Rußlands durch die Ukraine bestätigt, nicht entgegentritt.

    Der SPIEGEL überschlägt sich:

    No More Illusions Putin Bets It All in Ukraine
    Russian President Vladimir Putin had wanted a war on the cheap in Ukraine. But he has now called for mobilization. The move is incredibly dangerous, not least for Putin himself.
    By Şebnem Arsu, Ann-Dorit Boy, Alexander Chernyshev, Christian Esch, Christina Hebel, Oliver Imhof, Maximilian Popp, Fritz Schaap, Thore Schröder und Lina Verschwele

    23.09.2022, 20.48 Uhr

    Wednesday evening found Dmitry with his backpack at the Istanbul airport, newly arrived from St. Petersburg – a young man from Russia fleeing from the Russian army, one of many these days, burdened with only very little luggage and quite a bit of uncertainty. A slim, blond 21-year-old, Dmitry has fled his country to escape conscription. Out of fear of the possible consequences for his family, he has declined to provide his real name. „You have no choice but to leave,“ his mother told him that morning as the family was discussing a television address by Vladimir Putin and what it would mean for the children. Needing fresh soldiers for his war in Ukraine, the Russian president had announced a mobilization on Wednesday morning.

    Dmitry, who interrupted his university studies, was able to buy one of the last tickets available for the flight to Turkey. He told the border official in St. Petersburg that he was going on vacation. „Thank god they are still allowing people to leave,“ Dmitry says. His brother managed to make it across the border into Finland.

    Putin, Russia’s head of state and warlord-in-chief, heralded a new phase in his war against Ukraine this week, and triggered a flood of young men leaving his country in the process. He did so with two announcements: First, Russia is apparently preparing the annexation of additional Ukrainian territory and is planning to orchestrate referendums in the two self-proclaimed „people’s republics“ in the Donbas and in the southern Ukrainian regions of Kherson and Zaporizhzhia to make it seem as though people in those areas are in favor of becoming part of Russia. Second, he is introducing mobilization.
    […]

    https://www.spiegel.de/international/world/no-more-illusions-putin-bets-it-all-in-ukraine-a-a94b78fd-a99b-4196-a0a6-0332057337ea

    Die passende Expertin ist schnell gefunden:

    Russia Expert Liana Fix
    „Under Putin, There Will Be No Peace“
    Interview Conducted by Maximilian Popp und Fritz Schaap
    23.09.2022, 20.36 Uhr

    • About Liana Fix

    Liana Fix, 34, is a historian and political scientist with a focus on Russia and Eastern Europe. She is the former head of the International Policy Division at the Körber Stiftung, a Berlin-based think tank.

    DER SPIEGEL: Ms. Fix, Russian dictator Vladimir Putin has ordered a partial mobilization and is seeking to annex occupied territories in Ukraine. Does this mark the beginning of a new phase of the invasion?

    Fix: Yes, we are now entering the most dangerous phase of this war yet. The partial mobilization is Putin’s admission that he would lose the war if he didn’t act now. It is a step taken from a position of weakness. But it doesn’t necessarily mean that Russia will win. The mobilization will cause a lot of problems for Russia. Just sending more men to war while the quality of soldiers, training and equipment does not match that of the Ukrainians will not make Russia more successful. Most importantly, it will take time to complete the partial mobilization. And the West will, in all likelihood, use this time to further arm Ukraine.
    […]

    https://www.spiegel.de/international/world/under-putin-there-will-be-no-peace-russia-expert-liana-fix-on-the-escalation-in-the-ukraine-war-a-ee7b3870-26d7-4044-8a60-dff754b67d27

    Das ist dermaßen an der Realität vorbei, daß man an „Experten“ generell zweifeln muß.

    • @ Gabriele Wolff

      Du schreibst:

      „Das ist dermaßen an der Realität vorbei, daß man an „Experten“ generell zweifeln muß.“

      Was genau findest Du denn an der Realität vorbei? Also ich befasse mich ja sehr intensiv mit diesem Krieg, aber ich könnte nun nicht sagen, ob es an der Realität vorbei geht oder nicht, zumal mir schlichtweg valide Daten fehlen.

      Ich komme noch einmal auf ein paar grundsätzliche Veröffentlichungen, die sich insbesondere mit den Ursachen des Ukraine-Kriegs befassen. Hier kann ich noch einmal John Mearsheimer empfehlen, der m.E. sehr gut aufschlüsselt, dass es sich eben nicht um einen Imperialismus Russlands handelt, sondern es primär um die NATO-Osterweiterung geht.

      „The World After the Ukraine War, John Mearsheimer“

      Dann sollte man Roger Köppel wirklich Respekt zollen, zumal er einer der einzigen vernünftigen Stimmen in der Schweiz ist, der dringend vor einem Weltkrieg bzw. einem Atomkrieg warnt. Sehr wichtige Aussage: Der traut den westlichen Regierungen schlichtweg nicht zu, dass der Ukraine-Krieg gut gemanagt wird. Also, kann das Video nur empfehlen:

      „Daily-Spezial: Wie der Westen den Krieg in die Ukraine brachte“

      Ich habe zwar jetzt langsam den Eindruck, dass der Westen langsam begreift, dass die Russen nicht nur bluffen, sondern dass sich daraus ein Weltkrieg bzw. ein nuklearer Krieg daraus entfachen könnte. Aber man muss es ihnen fast mit dem Holzhammer eintrichtern, bis sie langsam verstehen, was Sache ist.

      • Was die Expertin angeht: vergleicht man das Anforderungsprofil an die in Rußland mobilisierten Reservisten mit den in der Ukraine Generalmobilisierten (Zivilisten mit zehntägiger „Einweisung“), kann man wohl kaum zu ihrem Schluß kommen.

        Großartig, Mearsheimer wie Köppel! Ich denke, Scholz hat es verstanden:

        Liz Truss und ihr propagandistischer Militärgeheimdienst eher nicht:

        Jordan Peterson reißt die ganz große Perspektive auf:

        ‘Naïve’ to think Russia will lose war, says Dr Jordan Peterson
        2.581.369 Aufrufe 22.09.2022 Notions that the Russians are going to lose the war in Ukraine are “naïve,” says clinical psychologist Dr Jordan Peterson. “Or that we’re going to win,” he said. “I don’t understand that. What do you mean we’re going to win? What are we going to win here exactly? Dr Peterson said even if Vladimir Putin allowed Russia to retreat from Ukraine, the country would be left in “smoking ruins”.

        Darum geht es, und die Grünen machen es möglich.

        • Selenskyi scheint es nun auch langsam begriffen zu haben:

          „+++ 19:07 Selenskyj: Putin blufft nicht mit Atomdrohungen +++

          Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nimmt die Atomdrohungen des russischen Präsidenten Wladimir Putin nach eigenen Angaben ernst. „Vielleicht war es gestern ein Bluff. Jetzt könnte es Realität sein“, sagt er CBS News. Selenskyj verweist auf die Gefechte um das von Russland besetzte ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja und sagt: „Er (Putin) will die ganze Welt erschrecken. Dies sind die ersten Schritte seiner nuklearen Erpressung. Ich glaube nicht, dass er blufft.“ Putin hatte eine Teilmobilisierung angekündigt und dabei gesagt: „Wenn die territoriale Integrität unseres Landes bedroht wird, werden wir zum Schutz Russlands und unseres Volkes unbedingt alle zur Verfügung stehenden Mittel nutzen. Das ist kein Bluff.“ Beobachter sehen darin eine Drohung mit dem Einsatz von Atomwaffen.“ (Quelle n-tv.de)

          Und auch die USA scheinen es begriffen zu haben, aber man meint, man könnte doch noch mit Riesendrohungen wieder umbiegen:


          +++ 18:34 USA drohen Russland mit „katastrophalen Konsequenzen“ bei Atomwaffen-Einsatz +++
          Die USA drohen Russland mit „katastrophalen Konsequenzen“, sollte es Atomwaffen gegen die Ukraine einsetzen. „Die USA werden entschlossen reagieren“, sagt der Nationale Sicherheitsberater Jake Sullivan dem Sender NBC. Einzelheiten nennt er nicht.“ (Quelle: n-tv.de)

          Ich frage mich ein bisschen, was das denn für katastrophale Konsequenzen sein sollten. Also, ich versuche, mal das aufzudröseln:

          1) Man reagiert mit konventionellen Waffen und tritt in den Krieg ein. Aber da die Amis konventionell stärker sind als die Russen, werden die Russen wiederum mit Atomwaffen reagieren.

          2. Man reagiert nuklear. Aber auch hier müssen die Amis sicherlich damit rechnen, dass die Russen atomar zurückschlagen, sei dies nun mit taktischen oder strategischen Atomwaffen.

          Also, das Eskalationspotential ist riesig und ob die Amis wegen der Ukraine quasi einen Atomkrieg riskieren möchten. Kann sein, nur dürfte der Schaden genau so gross sein bei den USA wie bei Russland. Also, keine Win-Win-Situation, sondern man kann nur verlieren. Deshalb man würde vermutlich konventionell reagieren, nur wie gesagt, da die Russen konventionell unterlegen sind, dürfte dies sehr schnell nuklear eskalieren.

          @ Gabriele Wolff

          Ja, Truz hat es ev. nicht begriffen oder sie möchten auch noch ein bisschen mitpokern, wer am besten dem anderen Angst einjagen kann.

  4. Und weiter mit der verfehlten Corona-Politik, die den deutschen Staat 350 Mlliarden gekostet hat und zu der ich zuletzt dies gepostet hatte:

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-15/#comment-97298

    Sie hat mit der Kriegspolitik viel gemein:

    Fake News von Behörden inklusive:

    Corona-Kampagne: Lauterbach-Ministerium muss Zahlen korrigieren
    AFP – Vor 58 Min. [20.9.2022]

    Das Bundesgesundheitsministerium hat eigene Angaben in seiner aktuellen Corona-Aufklärungskampagne korrigieren müssen. In der Anzeige, die in den vergangenen Tagen in mehreren Tageszeitungen erschien und die auch im Internet veröffentlicht wurde, hieß es ursprünglich: „Etwa 10 Prozent der in Deutschland erkrankten Personen werden aufgrund eines schweren Covid-19-Verlaufs im Krankenhaus behandelt.“ Am Dienstag teilte das Ministerium dazu mit, dass dieser Anteil aktuell „deutlich niedriger“ liege – und zwar zwischen vier und fünf Prozent.

    Das Ministerium sprach von einer „missverständlichen“ Angabe, die auf einen „redaktionellen Fehler“ zurückzuführen sei. Die Kampagne sei inzwischen korrigiert worden. Die aktuelle Kampagne des Ministeriums läuft unter dem Motto „Fakten-Booster“.

    Corona-Kampagne: Lauterbach-Ministerium muss Zahlen korrigieren (msn.com)
    [Berliner Zeitung]

    Energischer geht Norbert Häring dieses Problem an:

    […]

    Bewusste Irreführung

    Wenn man es im Gesundheitsministerium nicht schon wusste – was sehr unwahrscheinlich ist – wurde man in der verwendeten Quelle sehr deutlich darauf hingewiesen, dass die verwendeten Zahlen aus der Vergangenheit nicht mehr aussagekräftig und damit irreführend sind, sowie darauf, wo man aktuelle Zahlen problemlos bekommen kann. Man hat sich entschieden, trotzdem die alten Horrorzahlen statt der viel harmloseren aktuellen Zahlen zur Hospitalisierung zu verbreiten.

    In der Tabelle „Klinische Aspekte“ , auf die in allen Wochenberichten des RKI verlinkt wird, findet sich mit Stand 14.09.22 der „Anteil der Hospitalisierten bezogen auf die Fälle mit Angabe zur Hospitalisation“. In den letzten eineinhalb Jahren lag der Wert immer unter 10%. Seit Februar 2022 (Dominanz von Omikron) lag der Wert nie höher als 5%, oft deutlich darunter.
    http://www.rki.de/covid-19-tabelle-klinische-aspekte

    Und diese Anteile sind noch durch fehlende Angaben zur Hospitalisierung nach oben verzerrt. Es ist davon auszugehen, dass es ganz überwiegend milde Verläufe sind, bei denen die Angaben zur Hospitalisierung fehlen. Der Prozentsatz bezogen auf alle Fälle dürfte also deutlich niedriger sein.

    Konkret gab es in der aktuellsten 36. Meldewoche 2022 laut der Tabelle 3381 Hospitalisierungen (mit oder wegen Covid-19).

    Bezogen auf die 90.000 Fälle mit Angabe zur Hospitalisierung sind das 4%. Bezogen auf die Gesamtzahl der Fälle von 203.000 wären es nur 1,7%. Die zweite Prozentzahl dürfte deutlich näher an der Realität liegen als die erste. Angesichts der Meldewege ist unwahrscheinlich, dass viele Krankenhauspatienten mit Covid-Diagnose ungezählt bleiben, während es sehr oft vorkommt, dass bei Nicht-Hospitalisierten die entsprechende Angabe fehlt.

    Doch damit nicht genug. Das Ministerium bezieht im Fakten-Booster die Hospitalisierungsquote ausdrücklich auf Personen die „aufgrund“ eines schweren Covid-19-Verlaufs im Krankenhaus liegen, also nicht mit einer Covid-Infektion als Nebendiagnose. Es ist inzwischen hinreichend belegt, dass rund die Hälfte aller Krankenhauspatienten mit Covid-Diagnose nicht wegen Covid in Krankenhausbehandlung sind.

    Halbiert man überschlagsweise den korrigierten Wert der jüngsten Meldewoche, ergibt dies eine Hospitalisierungsquote von etwa 1%. Überschlagsweise, weil das RKI mutwillig darauf verzichtet, vernünftige Daten zu erheben und zu liefern. Aber es wird deutlich: die in der Gegenwartsform ausgedrückte Angabe im Fakten-Booster des Gesundheitsministeriums ist für die heute allein interessierende aktuelle Situation etwa um den Faktor 10 überhöht. Auch wenn die Horrorzahl nur fünffach oder dreifach überhöht wäre, würde es sich um eine dreiste und sicherlich bewusste Irreführung der Öffentlichkeit handeln. Aus meiner juristischen Laiensicht ist das ein Fall von Veruntreuung von Steuergeld.
    […]

    https://norberthaering.de/news/faktenbooster/

    Gewißheiten bröseln: für meinen Geschmack, was Bill Gates angeht, viel zu langsam. Der Trick der Leitmedien bislang war ja der, zu behaupten, die Kritik an Gates bestehe darin, ihm die Implantation von Chips bei den Impfungen vorzuwerfen – was wirklich nur ein paar Alu-Hüte taten: der große Rest störte sich zurecht an seiner Macht:

    Ich hatte zuletzt gefragt, wie unsere Corona-Hardliner auf Joe Bidens Ausruf des Endes der Pandemie (nachdem ja fast alle seiner autokratischen Executive Orders vor Gerichten scheiterten) reagieren würden.

    Noch am 20.9.2022 hat sich Dahmen nicht zu Joe Biden geäußert; das hat er retweetet:

    😉

    Am 21.9. retweetete er eine Impfemfehlung des staatlichen Charité-Impf-Fans Leif Erik Sander.

    Lauterbach hat sich ebenfalls nicht zu Joe Biden geäußert: er macht schlicht weiter, wobei es ihm maßgeblich um ihn selbst geht:

    Wobei er selber nun die Stiko unseligerweise beherrscht.

    Er ist natürlich am Wichtigsten!

    So auch hier, von ihm retweetet:

    Der SPIEGEL ist natürlich sein bester Freund!

    Nicht nur der ÖRR, sondern auch SAT1 wirken affirmativ. Von Lauterbach retweetet:

    Entzückend…

    Und danach ergeht er sich grundlos alarmistisch, denn nicht einmal die Stiko will Kinder impfen:

    Er hat nicht einmal die Zusammenfassung im Ärzteblatt verstanden:

    An der Universitätskinderklinik Erlangen wurden zwischen August und Dezember 2021 in einer Studie 54 Kinder und Jugendliche (Durchschnittsalter 12 Jahre) untersucht: 29 hatten sich von COVID-19 erholt, die anderen 25 Patienten klagten auch mehr als 12 Wochen nach der Infektion noch über Symptome, wobei Kurzatmigkeit (30 %) und Dyspnoe (28 %) im Vordergrund standen. Keines der Kinder war zuvor so schwer an COVID-19 erkrankt, dass es im Krankenhaus behandelt werden musste.
    Bis auf ein Kind, bei dem im MRT eine Atelektase entdeckt wurde, hatte keiner der Patienten morphologische Veränderungen in den Lungen. Die V/Q-Ratio, die das Verhältnis von Ventilation und Perfusion angibt, war jedoch auch mehr als 12 Wochen nach der akuten Erkrankung verändert.

    https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/137590/COVID-19-Lungen-MRT-zeigt-Langzeitschaeden-bei-Kindern-und-Jugendlichen

    Abgesehen von der Mini-Untersuchung: dieselben Ergebnisse gibt es auch für Probanden, die niemals infiziert waren, und für Probanden, die diese Effekte nach der Impfung verspürten.
    Die Abrechnungen zwischen in gleicher Weise versagenden Protagonisten beginnen:

    Der schlimmste (und zugleich der am meisten abgefeierte – medial wie staatlich -) Protagonist der „Wissenschaft“ ist und bleibt Christian Drosten, der quasi im Alleingang Kinder als Virenschleudern verunglimpfte und für Schulschließungen sorgte:

    Ich habe mich gefragt, wie der frühe Maßnahme- und mRNA-Kritiker Alex Berenson, Bestseller-Autor und natürlich von Twitter verbannt, bis er sich per Klage durchsetzte, auf Bidens „Die Pandemie ist vorbei“-Spruch reagiert hat.

    Er hat natürlich diese bahnbrechende japanische Studie über die Infektionsverstärkung durch mRNA-Impfungen entdeckt:

    Und klagt nun, daß es keine US-Forschung dazu und zu Impfnebenwirkungen gibt;

    Wer würde die auch finanzieren?

    Woanders gibt es diese Forschung zu Impfnebenwirkungen jedenfalls:

    Die Democrats Presse jedenfalls bewegt sich:

    Die WaPo vom 20.9.2022:

    Opinion | Biden is right. The pandemic is over.
    By Leana S. Wen ● Read more »

    Da die Autorin zugleich die CNN-Expertin für medizinische Fragen ist, ist die Stoßrichtung klar.

    Und auch die Zensur durch Big Tech – ich erinnere daran:

    steht auf der Kippe:

    Die WaPo am 20.9.2022:

    A landmark Supreme Court fight over social media now looks likely
    By Robert Barnes and Ann E. Marimow ● Read more »

    Das denke ich auch, die Meistgeimpften infizieren sich jetzt öffentlich, von der Königin von Dänemark bis zu Spielern von Bayern München.

    Nun endlich zu Biden:

    • Tja. Das ist schon bedenklich:

      Wäre ich von der Leyen, würde ich diese Gates-Ehrung ablehnen.

      Lauterbach stimmt echt schon wieder auf die Herbstwelle ein – aufgrund von belanglosen Inzidenzen. Was mich aber einigermaßen optimistisch stimmt, sind die persönlichen Kommentare von teilweise sehr bekannten Kolumnisten.

      Eine persönliche Coronabilanz
      Als letzter Maskenmann im Flugzeug
      Eine Kolumne von Alexander Osang
      In der Pandemie habe ich versucht, meine persönlichen Interessen mit den gesellschaftlichen abzugleichen. Irgendwann verlor die Volksgesundheitsdiskussion an Verve – jetzt komme ich bei manchen Dingen nicht mehr ganz mit.
      12.09.2022, 00.00 Uhr • aus DER SPIEGEL 37/2022

      https://www.spiegel.de/gesundheit/persoenliche-corona-bilanz-als-letzter-maskenmann-im-flugzeug-a-66be22c1-52f3-488b-8fd6-81b16bb8f3a9

      Einer der wenigen wirklich unabhängig denkenden Kolumnisten beim SPIEGEL, ein ehemaliger Bürger der DDR, der nun vorbildlich alle Maßnahmen mitgetragen hat, einschließlich drei Impfungen. Beim Masketragen in einem Brandenburger Supermarkt sei er manchmal angesehen worden, „als trüge ich ein goldenes Strasskleid.“ Er sieht Lauterbach in einer Rückbewegung „in Richtung Kauz“, und erwähnt: „Die Talkshows glichen Tribunalen, in denen Impfskeptiker vorgeführt wurden.“

      Alles auf S.61 in der Printausgabe vom 10.9.2022, während im Rest des Magazins ja immer noch Panik geschürt wird. Er wog sich in der Sicherheit, weil so unterwürfig, niemals zu erkranken. Und so endet seine Kolumne:

      Als ich wieder in Berlin war, spürte ich ein Kratzen im Hals. Zunächst dachte ich, es hinge mit dem neuen Infektionsschutzgesetz zusammen, psychosmatisch. Dann aber bekam ich Fieber. Zwei negative Schnelltests, das Fieber stieg. Ich weckte meine Corona-Warn-App. Armin Nassehi erklärt in seinem Essay, dass man sich weniger wegen der Pandemie sorgen müsse als vielmehr wegen des Umgangs mit kollektiven Herausforderungen. Vielleicht war es das Fieber, aber ich hatte das Gefühl, da nicht mehr mitzukommen. Ich habe zweieinhalb Jahre versucht, meine persönlichen Interessen mit den gesellschaftlichen abzugleichen, wie das schon in meiner sozialistischen Jugend von mir gefordert wurde. Ich will jetzt erst mal nur gesund werden.

      Der Mann ist Literat, weswegen er subtil derartig krachende Vorwürfe machen kann – und das in einem feindlichen Blatt-Umfeld.

      Auch der STERN hatte maximale Restriktionen verlangt und gegen Ungeimpfte gehetzt: Aber nun erscheint dort diese Kolumne:

      Jagoda Marinić
      Hurra, wir kollabieren!

      17.09.2022, 11:05
      Unsere Kolumnistin würde gern vor dem Corona-Herbst flüchten, doch leider fahren die Züge nicht

      Der Herbst klopft an. Die Jahreszeit, die wir früher mit Laub und Kürbis in Verbindung brachten und heute mit dem Infektionsschutzgesetz. Gesundheitsminister Karl Lauterbach aber gibt sich zufrieden: „Wir waren noch nie so gut vorbereitet wie dieses Mal.“

      Eigenlob stinkt gewaltig

      Es beeindruckt mich immer wieder, mit welchem Selbstbewusstsein deutsche Politiker verkünden, sie hätten alles im Griff. Wie stolz sie auf das Mindeste sind. Im dritten Jahr der Pandemie loben sie sich selbst dafür, so gut vorbereitet zu sein wie noch nie! Sie halten es für eine irre Leistung, dem Virus im dritten Jahr nicht ebenso hilflos gegenüberzustehen wie im ersten. Na toll!

      Dabei ist das neue Gesetz genauso widersprüchlich wie in den vergangenen Jahren: Fliegen im In- und Ausland darf man ohne Maske, aber Zug fahren besser mit FFP2. Wie damals, als man, immerhin maskiert, um die Welt fliegen durfte, aber zu Hause im Theater sitzen durfte man nicht.

      Ein Land, drei Lager

      Dank dieses Hickhacks haben die politisch Verantwortlichen im Groben drei Lager geschaffen: Das erste ist enttäuscht, weil zu wenig getan wurde (Team Vorsicht). Das zweite findet, wir leben inzwischen in einer Diktatur (Team Querdenker). Und im dritten sind Leute, die sich sowohl vor unbegründeten Freiheitsbeschränkungen als auch vor Covid fürchten, die aber so zermürbt sind von dem Chaos, dass es ihnen fast egal geworden ist. Zu diesem letzten Team zähle ich.

      Die letzten zwei Jahre haben so viele Schwachstellen in Deutschland offengelegt. In europäischen Nachbarländern bemitleidete oder verspottete man uns im Wechsel. Die German Angst ist wieder da, und jeder weiß nun, dass wir in Sachen Digitalisierung ein Entwicklungsland sind. Wir Deutsche haben, statt Probleme zu lösen, wieder zum obsessiven Regulieren zurückgefunden. Der Haken an der Sache: Man reguliert nicht gut. Man reguliert, weil man Verordnungen gut kann, man reguliert, weil man daraufhin strafen kann und in einem Betriebsmodus läuft, der auf Autopilot macht. Wie wirksam dieser Modus ist, wird kaum überprüft. Man wartet ewig auf belastbare Evaluationen, und wenn sie vorliegen, ignoriert man sie, wie damals bei den nächtlichen Ausgangssperren.

      Management geht auch effizient

      Ich möchte hier keine Einzelkritik an Einzelmaßnahmen üben, weil die Fehler im Corona-Management nur ein Symptom für vieles von dem sind, was bei uns nicht mehr funktioniert. Diesen beladenen letzten Satz möchte ich nicht mehr den Rechten überlassen, weil leider zu vieles an ihm stimmt und wir uns alle darum kümmern sollten, dass es anders wird.
      Zum Beispiel bei der Bahn:
      […]

      https://www.stern.de/gesellschaft/jagoda-marinic/bahn–soviel-sagt-der-zustand-ueber-unser-land-aus-32728864.html

      Das lasse ich jetzt weg. Das Versagen der Bahn wird seit zwei Dekaden beklagt.

      Nochmal der SPIEGEL:

      O’gsteckt is! Die Wiesn als Mutprobe
      Eine Kolumne von Anna Clauß

      Goldene Nase für den Wiesnwirt, Corona für den Rest. Die Vernunft spricht klar gegen einen Oktoberfestbesuch. Aber sollte man auf sie hören?
      17.09.2022, 16.57 Uhr • aus DER SPIEGEL 38/2022

      Der Bierpreis! Die Billigdirndl! Der Kotzhügel! Schon vor der Seuche gab es viele Gründe, das Oktoberfest für die Pest zu halten. Wenn es am Samstag nach zwei Jahren Pandemiepause wieder eröffnet wird, kommen weitere Gründe hinzu. Der Energieverbrauch! Vegane Weißwurst! Und vor allem: Das Infektionsrisiko!
      […]
      Als mich eine Pressesprecherin der SPD einlud, den Sonntagvormittag gemeinsam mit Generalsekretär Kevin Kühnert in einem der Wiesnzelte zu verbringen, bat ich um kurze Bedenkzeit. Dann sagte ich ab. Und war damit nicht allein. Die Eingeladenen machten gerade aus Angst vor Volksfestviren reihenweise Rückzieher, konstatierte die SPD-Dame.
      Seitdem grübele ich. Wäre es nicht langsam Zeit, der Vernunft die blinde Gefolgschaft zu kündigen? Ich bin dreimal geimpft und einmal genesen – die Münchner Mutante wird mich schon nicht in den Himmel der Bayern schicken. Und sowieso: Wenn sie mich nicht auf der Wiesn erwischt, dann in den Wochen danach im S-Bahn-¬Getümmel oder im fensterlosen Klo des SPIEGEL-Büros am Marienplatz.
      […]
      Die Klagen über das aufgeblähte Megaevent Oktoberfest mögen alle ihre Berechtigung haben. Es stimmt aber auch, dass man sonntagvormittags, wenn die Rauschkugeln ihren Kater noch ausschlafen, auf der Wiesn wunderbare Stunden verbringen kann. Vom Kettenkarussell »Bayern Tower« aus sieht man bis zu den Alpen. In der Krinoline spielt eine echte Blaskapelle. In den Festzelten auf der »Oidn Wiesn« gibt es vormittags noch Platz auch für spontane Besucher ohne Reservierungsbändchen.
      Jeder kann kommen, niemand muss. Alle gehören dazu. Die Wiesn ist ein Menschenexperiment, aber auch eine Art gesellschaftlicher Idealzustand. Ich sollte hingehen. Wenn nicht mit der SPD, dann mit Freunden.

      https://www.spiegel.de/politik/deutschland/osteckt-is-die-vernunft-spricht-klar-gegen-einen-oktoberfestbesuch-sollte-man-auf-sie-hoeren-a-c35a7dc5-fb0c-449d-9bc3-d54765eeabd8

      Die Berliner Zeitung ist eh generell liberaler und rationaler als die meisten Leitmedien, und in dieser Kolumne wird es grundsätzlich:

      Der Corona-Forscher, meine Blutgruppe und die deutschen Kampfpanzer
      Unsere Autorin ist sicher, gegen das Virus immun zu sein. Aber dann, als alle sagen, die Pandemie sei vorbei, macht sie einen Test.

      Anja Reich
      21.09.2022 | 12:28 Uhr
      […]
      Ich gehörte zu denjenigen, die es zweieinhalb Jahre nach Beginn der Pandemie noch nie hatten, das Virus. Tausendmal getestet, tausendmal negativ. Auch wenn mein Hals kratzte und mein Kopf wehtat. Irgendwann hatte ich beschlossen, dass ich es nicht mehr bekommen würde, nie mehr. So etwas gibt es, hatte ich gelesen. Es soll irgendwie mit den Genen oder der Blutgruppe zu tun haben. Wer Blutgruppe 0 hat [die häufigste Blutgruppe!], steckt sich bei Menschen mit anderen Blutgruppen schwerer an.
      […]
      Der Forscher sagte, dass die Lage gut sei, das Schlimmste überstanden. Das hörte ich in den nächsten Tagen öfter. Von der WHO, aber auch von Joe Biden. Die Pandemie ist vorbei, erklärte der US-Präsident. Da lag mein Mann bereits mit Corona im Bett und sagte, so schlecht sei es ihm lange nicht mehr gegangen. Mein Mann hat Blutgruppe 0, wie ich.

      Ich ging ihm aus dem Weg, so gut das möglich ist, wenn man zusammen in einer Wohnung lebt. Fünf Tage später ging es dann bei mir los: Halsschmerzen, Kopfschmerzen, Fieber. Meine Schnelltests waren negativ, wie immer. Ich bat die Frau im Testzentrum, trotzdem einen PCR-Test zu machen. Sicherheitshalber.
      24 Stunden später hatte ich es Schwarz auf Weiß: Ich war nicht immun. Die Pandemie war nicht vorbei. Und dass man als Geimpfter einen leichten Verlauf hat, bezweifele ich inzwischen auch stark. Ich bin dreimal geimpft, musste aber in den letzten Tagen so viele Schmerztabletten nehmen wie zuletzt nach meinem Kaiserschnitt, ich habe eine Stimme wie Tom Waits, und der Kamillentee schmeckt immer noch wie Hühnersuppe.

      Kampfpanzer sind die neuen Inzidenzen

      Wenn ich anderen davon berichte, ist es, als rede ich gegen eine Wand. Das Thema ist durch. Wie gerade noch bei mir. Ich weiß nicht, wann ich das letzte Mal was über steigende Fallzahlen in den Nachrichten oder Talkshows gehört habe. Kampfpanzer sind die neuen Inzidenzen. Strack-Zimmermann ist der neue Lauterbach.

      Ich liege in meinem Bett und fühle mich, als wäre ich zu spät zur Party gekommen. Als sei ich eine Verschwörungstheoretikerin, eine Querdenkerin, die dem US-Präsidenten und der WHO nicht glaubt. Mein Mann ist der Einzige, der mich ernstnimmt, vor allem jetzt, da es ihm wieder gutgeht. Er hat Angst, er könnte sich bei mir anstecken. Mit dem Virus, das ich von ihm bekommen habe!
      „So ein Quatsch“, sagte ich. „Du bist doch jetzt immun.“
      Er lächelt und erinnert mich daran, dass ich gerade noch felsenfest behauptet hatte, selbst immun zu sein. Wegen der Blutgruppe.

      https://prod.berliner-zeitung.de/open-mind/der-coronaforscher-am-gartenzaun-meine-blutgruppe-und-die-deutschen-kampfpanzer-li.269094

      Wie oben beschrieben, sind dreifach-Geimpfte besonders empfänglich für Infektionen, und sie haben auch schwerere Verläufe als Genesene oder nicht mit mRNA-Stoffen Geimpfte. Immerhin – Omikron ist per se so harmlos, daß auch ein nicht ganz so leichter Verlauf nicht zur Krankenhausbehandlung führt. Vielleicht ist der unbeabsichtigte positive Effekt der fehlgeschlagenen mNRA-Impfuung schlechthin: daß das Virus Flucht-Varianten von dieser Impfung entwickelt hat, die sein Überleben garantieren. Und dabei immer schwächer wird.

      Da sich die SPIEGEL-Ressorts untereinander nicht absprechen und neben Rußland-Bashing seit Jahren schon das China-Bashing auf der Agenda steht – gerade hat Georg Fahrion kongenial den Staffelstab von Bernhard Zand übernommen -, fällt dieser Artikel natürlich auf:

      Shanghai und das Lockdown-Trauma
      Mit den »Großen Weißen« kommt der Schrecken
      Hunger, Hoffnungslosigkeit, Tod: Zwei Monate härtester Abriegelung haben Chinas Weltmetropole erschüttert. Die Shanghaier fühlen sich von den Institutionen im Stich gelassen – und fürchten, das Elend könnte sich wiederholen.
      Von Georg Fahrion, Shanghai
      17.09.2022, 21.17 Uhr • aus DER SPIEGEL 38/2022

      https://www.spiegel.de/ausland/shanghai-nach-dem-corona-lockdown-alle-leben-in-angst-a-f3de4b71-b397-4c9b-ac57-88c9674fe4b5

      Es ist natürlich ganz furchtbar, daß China immer noch auf der Containment-Politik beharrt, die hierzulande beherrschend war. Da der Artikel vor Bidens Ausruf des Endes der Pandemie veröffentlicht wurde, erscheint er nun besonders aus der Zeit gefallen:

      Ein Null-Covid-Flüchtling, dem die Emigration gelungen ist, nennt sich Patrick. Sein Arbeitgeber, ein chinesisches Techunternehmen, hatte ihm eine neue Stelle in den USA angeboten. Am 4. Juli, dem amerikanischen Unabhängigkeitstag, landete er in New York. „Es ist wie ein neues Leben“, sagt der 29-Jährige in einem Video-Telefonat.
      […]
      Dass er anders auf seine Heimat blickt, hat mit den Erfahrungen am eigenen Leib zu tun. Es geschah in der zweiten Woche in der neuen Stadt, erinnert er sich, an einem Donnerstag. Abends habe er sich schlapp gefühlt und sei früh ins Bett gegangen, am Freitagmorgen keine Besserung. Er zog seine Maske auf und schleppte sich in die Apotheke, um einen Schnelltest zu kaufen. „Zwei Streifen“, sagt er. Patrick war an Covid erkrankt.
      Er nahm ein Grippemedikament ein und schlief den ganzen Tag durch. „Am Samstag hatte ich mich so gut wie erholt. Seither, sagt er, sei er „sehr kühn“. Nicht einmal in der New Yorker U-Bahn trage er noch Maske – „ich habe keine Angst mehr“. Die Seuche, die seine alte Heimat in den Lockdown zwang, hat für Patrick die Bedrohlichkeit verloren.

      [S.93 in der Printausgabe]

      Richtig ist: für einen nicht mRNA-Geimpften wie „Patrick“ ist Covid-19 ein Spaziergang. Andererseits weiß ich nicht, wieso er überhaupt einreisen durfte und warum er nichts von den strikten Democrats NYC-Regeln erwähnt, gegen die er z.B. bei U-Bahnfahrten verstieß. Im Juli 2022 unterschied sich NYC nur graduell von China.

      • @ Mark Smith:

        „Und ja, also überzeugen tut mich das ja auch nicht unbedingt. Ich denke, gewisse Sachen, die er sagt, sind vermutlich nicht falsch, zumal ich sie von proukrainischen Akteuren auch schon gehört habe, wir also offenbar Konsens zwischen proukrainischen und prorussischen Akteuren haben. Aber viele Dinge, die er sagt, divergieren gerade um 180 Grad, was andere Akteure sagen. Vor allem legt ja Scott Ritter auch seine Quellen nicht offen, somit kann man nix darüber sagen, wie er eigentlich auf gewisse Aussagen kommt.
        Ich für mich halte es so, dass ich gegenüber ALLEN SEITEN mal vorsichtig und kritisch bin, zumal man vielfach selbst nicht nachprüfen kann, was richtig oder falsch sein könnte. […]“
        https://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-15/#comment-97355
        [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-15/#comment-97355

        Zumeist redet Ritter ja über die Propaganda, die zur Zeit auf allen Fronten einen Höhepunkt erreicht. Chaos bei der Mobilisierung, die Leute werden von der Straße gezerrt und unvermittelt an die Front gekarrt, halb Rußland befindet sich auf der Flucht – wankt Putin? Das stellt er erstmal richtig unter Verweis darauf, was ich hier auch schon gepostet hatte:

        Hier ein Beispiel – und man beachte die neuerliche moralistische Aufladung:

        Teilmobilisierung in Russland : Flüchtende Russen müssen in Deutschland willkommen sein
        Auch Männer, die der Zwangsmobilisierung entkommen wollen, sollten Asyl bekommen. Egal, warum sie den Waffendienst verweigern
        Ein Kommentar von Caroline Fetscher
        23.09.2022, 14:26 Uhr

        Asylsuchende, die jetzt Russland verlassen wollen, haben zwei Ziele im Sinn. Sie wollen ihr eigenes Leben bewahren, und das Leben anderer nicht gefährden. Kurz: Sie wollen nicht getötet werden, und sie wollen nicht töten. Welcher der beiden Wünsche bei den meist jungen, russischen Männern dabei an erster Stelle steht, ist für das Gastland zweitrangig.
        Es gibt auch keine erstrangigen und zweitrangigen Kriegsflüchtlinge. Weder unter den Russen selber, noch zwischen Russen und Ukrainern, oder unter anderen Flüchtenden. So taugt denn das Argument nicht, das teils von ukrainischen Stimmen erhoben wird, russische Bürger, die bisher stillsaßen, geschwiegen haben, nicht demonstriert haben, dürften, wenn sie jetzt fliehen, nicht für ihr vorheriges, passives Verhalten durch Asyl belohnt werden.
        Weder juristisch nach der Gesetzeslage, noch aus rein humanitärer Perspektive können Staaten und Gesellschaften sich auf solche Bedenken oder Forderungen einlassen. Jeder Oleg, Sergej, Alexej oder Dimitrij, der sich der Zwangsrekrutierung eines Regimes entziehen will, das einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg führt, handelt im Sinn der Kriegskritik, des Friedens.
        […]
        Familien stehen in Tränen am Wegrand und auf dem Bahnsteig. Mütter und Väter, Schwestern und jüngere Brüder, wissen nicht, ob sie ihren Sohn, ihren Bruder lebend wiedersehen werden. Solche Szenen zeigen das russische Aufwachen, und die Bilder der Autoschlangen vor finnischen Grenzübergängen, der Andrang an Flughäfen, die eskalierenden Ticketpreise.
        […]
        Jeder, der nicht in den verbrecherischen Angriffskrieg des Kreml ziehen will, muss im Ausland willkommen sein. Jeder ist einer weniger, der dafür eine Waffe in die Hand nimmt. Und jeder kann im Asyl die Chance auf ein selbstbestimmteres Leben ergreifen. Wird eines Tages die Rückkehr möglich, hilft das auch einem dann freieren Russland.

        https://www.tagesspiegel.de/meinung/teilmobilisierung-in-russland-fluchtende-russen-mussen-in-deutschland-willkommen-sein-8677432.html

        Finnland stellt eh keine Visa für Russen mehr aus, Polen auch nicht, Asyl wiederum kann man nur in Deutschland beantragen, und die Einzelfall-Prüfung für ein Visum dauert lang. Kurz: wir haben es mit einem nicht vorhandenen Problem zu tun. Und dazu ist die Autorin auf bereits am 21.9.2022 widerlegte Ukraine/West-Propaganda hereingefallen, was Finnland angeht:

        Was aus russischer Sicht dazu gesagt wird:

        Die sogenannten „Experten“, über die sich Ritter mokiert, haben ja auch dies befunden:

        Tagesspiegel Plus
        „So etwas entsteht nicht über Nacht“: Wieso 300.000 Soldaten Putin nicht die Wende bringen
        Ausbildung, Ausrüstung, Moral
        : Experten sehen erhebliche Probleme bei Russlands Teilmobilisierung. Was aber könnten die Rekruten unter diesen Umständen überhaupt ausrichten?
        Von
        • Benjamin Hirsch
        • Christoph von Marschall
        22.09.2022, 21:58 Uhr
        300.000 neue Reservisten. Blank aufgeschrieben wirkt die Zahl, mit der Russland seine zuletzt lahmende Invasion wieder in Gang bringen möchte, beeindruckend. Zum Vergleich: In Friedenszeiten summieren sich die russischen Landstreitkräfte auf schätzungsweise 320.000 Mann, seinen Angriff auf die Ukraine begann Moskau mit knapp 200.000 Soldaten.
        Lesen Sie weiter mit Tagesspiegel Plus

        https://www.tagesspiegel.de/politik/300000-soldaten-fur-putins-krieg-kann-russlands-teilmobilisierung-gelingen-8673736.html

        Wie Ritter zutreffend anmerkt, hat die Ukraine bereits ihre 6. bis 7. Mobilisierungswelle hinter sich, und da wurden zuletzt Zivilisten rekutriert, die noch nie ein Gewehr in der Hand gehalten haben.
        Über einen kleinen Umweg komme ich darauf zurück; hier erstmal das Titelbild des aktuellen STERN in all seiner Pracht – inhaltlich konnte man das so überall lesen:

        Der Experte darf nicht fehlen:

        Heißt „Postfaschistin“ nicht, daß der Faschismus überwunden ist? Es gibt auch keine Äußerungen von ihr, die mir „faschistisch“ vorkommen. Sie ist halt konservativ.
        Auf S. 1 der ZEIT gab es einen entsprechenden Rumpel-Artikel von Ladurner, aber im Politik-Teil fand ich allerdings dies:

        Carlo Calenda
        „Sonst öffnet sich für die extreme Rechte eine Straße, so breit wie eine Autobahn“

        Der liberale Politiker Carlo Calenda will bei den italienischen Wahlen am Wochenende mit seiner Partei Azione einen Sieg der Postfaschisten verhindern.
        Interview: Giovanni di Lorenzo
        21. September 2022

        DIE ZEIT: Herr Calenda, wie kann es sein, dass die Aussicht, dass am kommenden Sonntag die Postfaschisten die Wahlen gewinnen, die Italiener nicht sonderlich zu erschrecken scheint?

        Carlo Calenda: Der leichtfertige Gebrauch des Wortes „faschistisch“ hat bewirkt, dass es in Italien so gut wie nichts mehr bedeutet. Auch in der Berlusconi-Ära wurde damit immer wieder hantiert. Das ist höchst problematisch.

        ZEIT: Höchst problematisch, weil die Partei Fratelli d’Italia tatsächlich noch etwas Faschistisches verkörpert?

        Calenda: In ihrem Kern hat sie natürlich etwas Postfaschistisches. Sie hat ja auch das Symbol der Neofaschisten, die Flamme in den Nationalfarben, als ihr Logo beibehalten.

        ZEIT: Parteichefin Giorgia Meloni gibt sich im Wahlkampf auffallend moderat. Warum hat sie nicht auf dieses Symbol verzichtet?

        Calenda: Weil sie noch von einem ganzen Haufen Faschisten gewählt wird. Aber ich erwarte von den Politikern der Partei keine faschistische Politik, nicht mal eine, die an Viktor Orbán angelehnt ist. Und zwar schlicht deshalb, weil sie unfähig wären, sie umzusetzen. Selbst wenn sie an die Macht gelangten, wäre das eine Regierung, die nach sechs Monaten wieder zerbricht.

        ZEIT: Mit dieser Einschätzung stehen Sie aber ziemlich allein da. In allen Umfragen haben Fratelli d’Italia, die Lega von Matteo Salvini und Berlusconis Forza Italia die Mehrheit. Die Italiener scheinen also darauf zu vertrauen.

        Calenda: Selbst wenn die Rechte an die Macht käme, würde sie sich sofort spalten, denn die Anführer der drei Koalitionsparteien – Giorgia Meloni, Matteo Salvini und Silvio Berlusconi – hassen sich gegenseitig und haben gänzlich unterschiedliche politische Programme. Die Gefahr liegt also nicht im Faschismus, sondern vielmehr im finanziellen und energiepolitischen Chaos, in das Italien abzugleiten drohte.
        […]

        https://www.zeit.de/2022/39/carlo-calenda-wahl-italien-rechte/komplettansicht

        Das wäre nichts Neues, ehrlich gesagt. „Die gefährlichste Frau Europas“ ist eher eine andere (die nicht gewählt wurde):

        Hier Reaktionen:

        https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/salvini-fordert-ruecktritt-empoerung-ueber-aeusserung-von-der-leyens-zu-italien-18340217.html

        Aber im STERN gab es dann doch noch etwas Gutes:

        Editorial
        stern-Chefredakteur
        Das Gespenst des Atomschlags und die Macht der Medien: Gregor Peter Schmitz über das aktuelle stern-Magazin

        von Gregor Peter Schmitz
        22.09.2022, 10:53

        Olaf Scholz beschwört wieder einmal das Gespenst des Atomschlags herauf. Außerdem: Ein Streitgespräch mit Richard David Precht und Harald Welzer, die in ihrem neuen Buch hart mit den Medien ins Gericht gehen. Gregor Peter Schmitz über das aktuelle Stern-Magazin.
        […]
        Ein Streitgespräch über die deutschen Medien mit Richard David Precht und Harald Welzer

        Ich habe Richard David Precht schon 1997 kennenlernen dürfen. Wir waren beide in einem Austauschprogramm, er in Chicago, wo ich ihn besuchte. Richard war mit seiner Promotion fertig, er schrieb an einem Roman, dessen Anfang er gerne auswendig zitierte. Es gibt einen sehr schönen Zoo in Chicago, und so schlug ich einen Ausflug dorthin vor, denn ich gehe sehr gerne in Zoos. Ich konnte nicht damit rechnen, dass Richard David Precht der wohl größte lebende Zoo-Experte ist. Er führte mich stundenlang durch die Gehege, überschüttete mich begeistert mit Wissen, bis mein Kopf schwirrte, auch vor Ehrfurcht.
        An diesen Zoo-Tag musste ich oft denken, als Precht immer berühmter wurde, aber auch immer stärker polarisierte. Schmalspur-Philosoph nannten ihn manche, vor allem jene, die gerne auch so viele Bücher verkaufen würden wie er. Seitdem Richard vor Monaten aber der Ukraine vorschlug, sie solle sich doch ergeben, hat er eine neue Polarisierungsstufe erklommen. „Putin-Versteher“ nennen ihn manche.

        Interview
        Neues Buch „Die vierte Gewalt“ Medien unterdrücken Meinungen, sagen Richard David Precht und Harald Welzer. Stimmt das? – Ein Streitgespräch
        [Abo-Artikel]
        Nun kann jeder nachlesen, wie wütend Precht und sein Co-Autor Harald Welzer darüber sind. In einem Buch gehen sie hart mit uns Medien ins Gericht, aber auch mit der Öffentlichkeit. Ist das Selbstinszenierung als Opfer, um noch mehr Bücher zu verkaufen? Oder ehrliche Sorge um den öffentlichen Diskurs? Und: Sollte ein Intellektueller sich zu jedem Thema äußern, selbst wenn er nicht der größte lebende Ukraine-Experte ist? Meine Kollegin Tina Kaiser und mein Kollege Tilman Gerwien wollten all dies von Precht und Welzer wissen. Ein angenehmes Gespräch ist es nicht immer gewesen. Aber ein nötiges, finde ich.

        https://www.stern.de/politik/deutschland/gregor-peter-schmitz-ueber-den-aktuellen-stern–der-veraenderte-olaf-scholz-32742586.html

        Übrigens: Nico Fried schließt seinen kritischen Scholz-Artikel auf S.33 so:

        Am zweiten Jahrestag seines Wahlsieges dürften wir schon besser wissen, ob Scholz klug entschieden – oder eine historische Chance verpasst hat.

        Unangenehm war es für die aggressiv auftretenden STERN-Redakteure ganz sicherlich, denn Precht/Welzer waren ihnen haushoch überlegen. Das Buch heißt übrigens: „Die vierte Gewalt – wie Mehrheitsmeinung gemacht wird, auch wenn sie keine ist“

        Darin schlägt Welzer dem STERN am Ende eine Titelstory jenseits des Gängigen vor:

        Ukrainische Deserteure würden mich interessieren. War nur eine kleine Meldung: wehrfähige junge Männer, die im Augenblick das Land über die grüne Grenze nach Rumänien verlassen. Das sind offenbar beträchtliche Zahlen. Welche Geschichten erzählen die? Wie Männer eingezogen werden, eine Schnellausbildung bekommen, zehn Tage, und dann an die erste Frontlinie geschickt werden. Das ist auch alles Teil des Krieges, im Übrigen jedes Krieges, der aber der klassischen Heldengeschichte zuwiderläuft.

        [S.39]

        Precht wünscht sich ein „Fridays for Future“-Generationenporträt mit der Frage:

        Werden wir mithilfe von Gesinnungsethik die Welt in den nächsten Jahren besser oder schlimmer machen?

        Logo können die beiden keine gute Rezension erwarten:

        „Die vierte Gewalt“
        Die möchten reden
        23. September 2022, 16:40 Uhr
        Die Diskursprofis Harald Welzer und Richard David Precht haben eine Medienkritik geschrieben. Stellt sich die Frage, wem das Buch eine Hilfe sein soll – und wobei.
        Von Cornelius Pollmer
        […]

        https://www.sueddeutsche.de/kultur/harald-welzer-richard-david-precht-medienkritik-pollmer-1.5662868?reduced=true

        Vielleicht den Bubble-Journalisten? 😉

        In der ZEIT gibt es auch ein Streitgespräch mit ihnen, das lese ich morgen.

        Schließlich hat er sie gelobt.

        So ist der Diskursraum nun mal beschaffen.

  5. Soviel Zeit muß sein…

    Hatte ich zuletzt darüber berichtet, daß sich zwei SPD-Innenministerinnen darüber fetzen, was rassistisch ist:

    Und wie Chebli reagiert:

    „Aber dieser auf quasireligiösem Erlösungsglauben basierende Zustand hat auch Teile der SPD erfaßt:

    Wir leben wider besseres Wissen: Die Verzweiflung der „Letzten Generation“ ist berechtigt – und liegt auch an mir
    Menschen wie ich wissen sehr wohl, dass sie mehr für den Klimaschutz tun müssten, tun es aber nicht. Da ist mir die Radikalität der Aktivist:innen nur recht.
    Eine Kolumne von Sawsan Chebli
    20.09.2022, 13:39 Uhr | Update: heute, 09:46 Uhr

    Ich habe viel gelesen und gehört zur „Letzten Generation“. Kritisches, kontroverses, Zustimmendes. Ist damit alles gesagt zu ihnen und anderen Klimaaktivist:innen? Für mich lange nicht. Proteste strafrechtlich zu bewerten ist im Rechtsstaat Sache der Gerichte. Über deren Urteile – wie jetzt gegen Mirjam Herrmann, der vier bis fünf Jahre Haft drohen, weil sie sich von einer Autobahnbrücke abgeseilt hat – darf man streiten.
    Lesen Sie weiter mit Tagesspiegel Plus

    https://www.tagesspiegel.de/meinung/wir-leben-wider-besseres-wissen-die-verzweiflung-der-letzten-generation-ist-berechtigt–und-liegt-auch-an-mir-8663530.html

    Da geht es um die „höllischen“ Folgen des Klimawandels, auf die mit bußfertiger Selbstgeißelung reagiert wird, weil man nicht so mutig ist wie die „Letzte Generation“…“

    Jetzt kriegen wir noch hysterischeren PETA-Aktivismus:

    Wegen Klimakrise
    Peta fordert Fortpflanzungsverbot für Männer, die Fleisch essen
    Stand: 21.9.2022 16:55 Uhr

    Nicht zum ersten Mal sorgt die Tierrechtsorganisation Peta mit einer Kampagne für Aufsehen. Was die Aktivisten diesmal fordern, stößt auch in der Politik auf breites Unverständnis. Abgeordnete sprechen von „völligen Unsinn“ und „Demokratiehass“.

    Die Tierrechtsorganisation Peta sorgt mit einer aktuellen Forderung für Aufsehen: Wie „Bild“ berichtete, will sie vor dem Hintergrund der Klimakrise ein „Sex-Verbot für alle fleischessenden Männer“.
    Daniel Cox, der Kampagnen-Leiter von Peta Deutschland, sagte zu „Bild“: „Männer sind viel schlechter für die Umwelt als Frauen, weil sie zu viel Fleisch essen.“ Die Klimabilanz würde dadurch zusätzlich belastet, wer auf kein Schnitzel verzichten könne, dürfe sich auch nicht fortpflanzen.
    Hintergrund ist eine im November 2021 erschienene Studie der wissenschaftlichen Online-Fachzeitschrift „Plos One“, die besagt, dass Männer vor allem durch ihren Fleischkonsum deutlich mehr zur Klimakatastrophe beitragen als Frauen. Im Vergleich stoßen sie mit ihrem Essverhalten mehr als 40 Prozent Treibhausgase aus.
    Laut „Bild“-Informationen setzt Cox auf weibliche Verbündete und ruft sie auf „jetzt in den Sex-Streit zu gehen – um die Welt zu retten!“ Jedes „nicht geborene Kind“ spare „58,6 Tonnen CO2-Äquivalente pro Jahr“.
    […]

    https://www.welt.de/wirtschaft/article241184437/Wegen-Klimakrise-Peta-fordert-Fortpflanzungsverbot-fuer-Maenner-die-Fleisch-essen.html

    Der menschenfeindliche Klima-Aktivismus entlarvt sich hier genial. Kleiner Hinweis: die Geburtenrate in Deutschland reicht schon lange nicht einmal zur Erhaltung der Population aus, und ist dank Corona-Politik – Angst vor Schwangerschaft – noch einmal gesunken.

    In meinem letzten Beitrag hatte ich auch die Rede Putins zur Teilmobilisierung dokumentiert und zitiert:

    „Aus Putins Rede zur Teilmobilisierung:

    Wesentliche Aussagen:

    „Today our armed forces, as I have mentioned, are fighting on the line of contact that is over 1,000 kilometres long, fighting not only against neo-Nazi units but actually the entire military machine of the collective West.
    In this situation, I consider it necessary to take the following decision, which is fully adequate to the threats we are facing.
    […]
    The West has gone too far in its aggressive anti-Russia policy, making endless threats to our country and people. Some irresponsible Western politicians are doing more than just speak about their plans to organise the delivery of long-range offensive weapons to Ukraine, which could be used to deliver strikes at Crimea and other Russian regions.

    Such terrorist attacks, including with the use of Western weapons, are being delivered at border areas in the Belgorod and Kursk regions. NATO is conducting reconnaissance through Russia’s southern regions in real time and with the use of modern systems, aircraft, vessels, satellites and strategic drones.

    Washington, London and Brussels are openly encouraging Kiev to move the hostilities to our territory. They openly say that Russia must be defeated on the battlefield by any means, and subsequently deprived of political, economic, cultural and any other sovereignty and ransacked.

    They have even resorted to the nuclear blackmail. I am referring not only to the Western-encouraged shelling of the Zaporozhye Nuclear Power Plant, which poses a threat of a nuclear disaster, but also to the statements made by some high-ranking representatives of the leading NATO countries on the possibility and admissibility of using weapons of mass destruction – nuclear weapons – against Russia.

    I would like to remind those who make such statements regarding Russia that our country has different types of weapons as well, and some of them are more modern than the weapons NATO countries have. In the event of a threat to the territorial integrity of our country and to defend Russia and our people, we will certainly make use of all weapon systems available to us. This is not a bluff.
    The citizens of Russia can rest assured that the territorial integrity of our Motherland, our independence and freedom will be defended – I repeat – by all the systems available to us. Those who are using nuclear blackmail against us should know that the wind rose can turn around.“
    http://en.kremlin.ru/events/president/news/69390

    Klicke, um auf Putin-Rede_englisch_21sept2022.pdf zuzugreifen

    Bei der erneut verschärften Atom-Drohung ist die Behauptung bemerkenswert, westliche Länder hätten mit dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen gegen Russland gedroht. Offensichtlich soll innenpolitisch da noch mal massiv angeheizt werden.

    https://augengeradeaus.net/2022/09/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-21-september-2022/

    Hier Auszüge in Deutsch von einer dpa-Übersetzung.“
    https://www.spiegel.de/ausland/wladimir-putin-rede-zur-teilmobilmachung-im-wortlaut-a-c933f417-2108-4e80-abc4-800fdd0d2d20

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-15/#comment-97329

    Und so platt kommt die Tagesschau daher, die beim Zitieren von Putin doch glatt wegläßt, daß er den Nukleareinsatz defensiv bei westlichem Nukleareinsatz einsetzen werde. Und natürlich möchte die ARD-Moskau-Korrespondentin Ina Ruck den Eindruck vermitteln, Moskau stehe auf gegen die Teilmobilmachung, wie es im Drehbuch der NATO steht, während Putin moderat auf den innenpolitischen Druck einer Generalmobilmachung reagierte. Angeblich war sie anwesend bei einem Protestspaziergang in Moskau, weiß aber leider nicht, wieviele teilnahmen und wieviele verhaftet wurden, extemporiert aber sogleich:

    Es ist hilfreich, sich die SPIEGEL-Propaganda in der aktuellen Ausgabe 38/2022 vom 17.9.2022 anzusehen:

    Wie die Ukrainer Putins Truppen überrannten
    Der große Bluff

    Russlands Armee galt als übermächtig, doch nun ist den ukrainischen Generälen ein schier unglaublicher Triumph gelungen. Militärstrategen sprechen von einem »Kulminationspunkt« – kann die Ukraine den Krieg gewinnen?
    Von Christina Hebel, Oliver Imhof, Katja Lutska, Alexander Sarovic, Fritz Schaap, Thore Schröder und Maxim Dondyuk (Fotos)
    16.09.2022, 14.43 Uhr • aus DER SPIEGEL 38/2022

    https://www.spiegel.de/ausland/ukrainische-gegenoffensiven-kann-die-ukraine-den-krieg-gewinnen-a-99d60950-b3af-43fb-91b0-d78b8efe0fca

    Wie gut, daß der SPIEGEL diesen Artikel auf S.84-89 so toll fand, daß er ihn in der englischen Version, die wohl niemand liest, freischaltete. Darin bestätigt er fast alle russische Vorwürfe, und bezieht sich gern auf vollkommen diskreditierte Quellen, u.a. auf „The Atlantic“, das ISW, den britischen Thinktank Rusi, den britischen Militärgeheimdienst und auf Oryx:

    The Great Bluff
    How the Ukrainians Outwitted Putin’s Army

    Russia’s army was thought to be vastly superior. But Ukraine has nevertheless managed to secure an almost unbelievable coup, taking back huge swaths of territory in the northeast. Can Ukraine actually win?
    By Christina Hebel, Oliver Imhof, Katja Lutska, Alexander Sarovic, Fritz Schaap, Thore Schröder und Maxim Dondyuk (Photos)
    19.09.2022, 10.19 Uhr
    • Dangerously Close
    Alexander Sarovic was in touch with Ukrainian special forces for months. The DER SPIEGEL reporter wanted to know if it would be possible to accompany the troops to the front. At the beginning of the week, Sarovic was finally able to meet up with the unit in southern Ukraine, together with photographer Maxim Dondyuk. They slept on cots in a farmer’s home with an outhouse that had been repurposed as a base of operations. When Russian Su-25 fighter-bombers flew sorties nearby, the reporters weren’t the only ones to grow nervous – the soldiers did too.
    […]
    A Strategic Masterstroke

    Nine-thousand square kilometers is an area ten times larger than the city of Berlin. Not even the Ukrainian leadership under President Volodymyr Zelenskyy likely thought their military, in the attack launched on Sept. 6, would be able to advance so quickly in the northeastern part of the country. Phillips O’Brien, a military expert at the University of St. Andrews in Scotland, described it
    in the Atlantic as a „strategic masterstroke that military scholars will study for decades to come.“

    The Russian military, widely considered before the invasion to be vastly superior, has now, at the hand of the Ukrainians, suffered one of the most painful defeats it has experienced in decades. Ed Arnold, a military expert with the British think tank Rusi, calls it „one of the greatest counteroffensives since the Second World War.“ And the victory in the northeast could ultimately accelerate the Ukrainian offensive in the south as well. In Moscow, the atmosphere has changed significantly, becoming more toxic. More and more hardliners are demanding that the Kremlin begin calling the „special military operation“ a war and begin recruiting fresh soldiers.
    […]
    The U.S. military provided their Ukrainian allies with detailed information about where the Russian troops were stationed. They agreed that if any counteroffensive was going to be successful, it would have to start before the first snowfall, by the end of October at the latest. Anything after that would risk getting bogged down in the mud.

    Throughout August, the U.S. provided Ukraine with ever increasing amounts of information about Russian positions, highlighting weaknesses and gaps in the Russian lines. The planners realized that Russia’s lines in the northeast were extremely thin, a function of the fact that Kyiv had publicly announced its plan to attack in the south. President Zelenskyy and his advisers spent months talking about their intention to liberate the politically and strategically important city of Kherson and the rest of the Russian-occupied territory west of the Dnieper River.
    […]
    As a result, instead of a broad offensive, the Ukrainian military ultimately proposed an asymmetric dual strike: The one in the south in the surroundings of Kherson would make slow progress due to the number of Russian troops stationed in the area. But the second prong was planned for the area around Kharkiv. British, American and Ukrainian strategists grew increasingly certain that the plan might just work.
    […]
    The Ukrainians deployed their most effective weapons to destroy bridges, ammunition depots and command posts along the Russian lines in the south near Kherson. For Putin’s generals, the fall of Kherson would be disastrous, and they did precisely what the Ukrainians had hoped they would: They sent their best troops to Kherson.
    Even weeks before starting their offensive, the Ukrainians began launching preparatory strikes on both fronts. Salvos of missiles from HIMARS multiple rocket launchers repeatedly struck munitions depots and command posts far behind enemy lines in both the south and the north. In addition, the U.S. provided Ukraine – secretly at first – with AGM-88 HARM missiles, which engineers were able to mount on Ukraine’s Soviet-era MiG fighters despite their incompatibility. [Huch! Die Ukraine hat noch Flieger?]
    The missiles home in on radar signals, such as those coming from air defense systems or other radar facilities, and quickly destroy them. The Ukrainians were thus able to weaken Russian defenses, with Putin’s troops operating essentially blind in some areas without radar and unable to adequately defend against Ukrainian air strikes.
    […]
    Indeed, the list of lost or destroyed materiel kept by the Oryx Blog reads like a document of complete failure: Fully 121 Russian tanks, 127 infantry fighting vehicles, 103 troop carriers, 74 artillery pieces, 26 armored recovery vehicles, 11 air defense systems, 99 trucks and five airplanes fell into Ukrainian hands. British intelligence believes that Russian losses were so significant that the country’s defensive abilities will be affected for years to come.
    […]
    And more support remains a necessity. Some of Russia’s best troops are still fighting in the south where Ukraine’s second counteroffensive is underway. The offensive has always been more than just a pure feint, says Arnold.The analyst believes that the Ukrainians will now find success here as well. „Ultimately, there will be no more Russian troops west of the Dnieper anywhere in Ukraine,“ he says. And it is possible that the Kherson offensive could herald the launch next year of an operation to reclaim the Crimea.

    But even as the Russian lines collapsed in the northeast, the Ukrainian army has had a far tougher time of it in the south. In the border area between the regions of Kherson and Mykolaiv, the Ukrainians have only made extremely slow progress in recent weeks. They have only managed to retake a handful of villages and other settlements.
    This Tuesday, along the narrow yet militarily important Inhulets River, it could be observed just how bitter the fighting has become. Members of a Ukrainian special forces unit have established their position in a broad valley full of pastureland.

    […]
    The Russians, though, have begun to respond, with their artillery taking aim at the advancing Ukrainians and Su-25 fighters flying sorties overhead. The roar of the planes can be heard several times on this day, with thick, dark gray clouds of smoke rising from where their bombs fall to earth.
    […]
    Panic hasn’t yet broken out among the Russian forces in the south, says the deputy commander of the special forces unit operating along the Inhulets River. But it is only a matter of time before the defeat in the northeast will have an effect on Russian morale here in the south, he believes. He thinks that many Russian soldiers haven’t abandoned their posts only for fear of the punishment that might be awaiting them if they do. But as soon as entire units begin retreating, the situation will change. „They can’t punish entire battalions.“

    In contrast to the northeast, the Ukrainians aren’t likely to attempt a rapid thrust here in the south. Such a move would likely produce a huge number of casualties, primarily because of the open landscape and the rainfall that is likely to set in soon.
    There are military experts, though, who still believe that Ukraine has the momentum. „Russian morale has been on a steady decline,“ says Ed Arnold from Rusi.
    […]

    The governor of the Russian region of Belgorod has begun reporting almost daily strikes on villages on the Russian side of the border. Officials have evacuated a number of towns, with residents being sheltered in the regional capital city Belgorod, while schools have been transferred further away from the border. On top of that are the almost 13,000 people who fled to Russia from the Kharkiv area, with many having received a Russian passport.
    The atmosphere in the border regions in Russia is rather strange at the moment. In speaking to residents of Belgorod, it sounds a lot like many have grown used to the war raging outside their front doors.
    […]
    The military defeat in Kharkiv came as an extreme disappointment to ultranationalists, hardliners and regime propagandists, in part because Ukraine is so much smaller than Russia and doesn’t possess any nuclear weapons. In response, Kremlin propagandists have once again started to insist that Russia isn’t fighting against Ukraine, but against Europe, the U.S. and NATO.

    The first high-ranking politicians in Russia have begun using the word „war“ to describe the conflict in Ukraine, even though it must still officially be referred to as a „special military operation.“ And an increasing number of hardliners, like Gennady Sukhanov, the head of the Communist Party, have begun demanding that Russia call a general mobilization to allow for the recruitment of a huge number of fresh troops. Sukhanov has only recently joined those who have been calling for such a move for several months. Even state-run broadcasters have begun discussing „heavy losses“ on live television.
    […]
    Whereas the Kremlin finds itself in the position of having to digest a military disaster, many people in northeastern Ukraine are celebrating the return of their old freedoms. They embrace Ukrainian soldiers, wave blue-and-yellow flags and cheer as Ukrainian military helicopters fly overhead. Or, like the retiree Liubov Piskun, they provide food to the fighters. She and her neighbors recently gathered together lard, potatoes, tomatoes, honey, butter and whatever else they could find and brought it to the soldiers who were standing outside.

    Piskun is 74 years old and lives in Kupiansk, a town in the Kharkiv region. She warily opened her door on Sept. 10. Her city had been occupied by the Russians since the early days of the war, spreading fear and suffering among the population. But the soldiers she now found standing in front of her door were different. „Good morning,“ they said in Ukrainian. „It was the happiest moment of my life,“ says Piskun, who related the incident over the phone.

    She says she hadn’t slept for almost six months. „I would sleep during the day for maybe two hours, but pretty much not at all at night.“ She says she would listen to the rockets and the thundering of artillery, as helicopters would fly low over the city. Russian flags were flying everywhere in the city. The only Ukrainian flag was high up under the roof of the medical university, so high that the Russians couldn’t immediately get to it. „That Ukrainian flag gave us courage,“ she says, sobbing.

    A lot of people in the region accepted the Russian passports that the occupiers were handing out, she says. „The line at the disbursement center was long.“ But she insists that she always knew „that our troops would come back to us.“ And this week, Liubov Piskun was finally liberated.
    With reporting by: Igor Ishchuk

    https://www.spiegel.de/international/world/the-great-bluff-how-the-ukrainians-outwitted-putin-s-army-a-05d74f95-a5c5-482e-bb6a-837de8700fc9

    War der Letztere ein SBU-Typ, der die schluchzende Rentnerin aus Kupiansk rekrutierte?

    Wir erleben dort ja eher die üblichen Säuberungsaktionen von „Kollaborateuren“:

    Michael Lüders war on spot, was die wirtschaftliche Lage angeht:

    Der SPIEGEL versucht auch hier, Propaganda zu Rußlands Schwäche zu verbreiten, verheddert sich allerdings:

    https://www.spiegel.de/international/world/the-ukraine-war-russia-is-becoming-poorer-and-more-backward-a-8ba48998-bd7b-4167-a892-4b00b09e7743

    Das liegt auf der Linie des britischen Militär-Geheimdiensts, der getreu seiner Aufgabe nur fake news verbreitet:

    • Das britische Intel Update:

    „Ukraine continues offensive operations in the north-east of the country while Russian forces have established a defensive line between the Oskil River and the town of Svatove.

    Russia likely sees maintaining control of this zone as important because it is transited by one of the few main resupply routes Russia still controls from the Belgorod region of Russia.
    In addition, this line sits along the border of Luhansk Oblast, part of the Donbas, which Russia aims to ‘liberate’ as one of its immediate war aims. Any substantial loss of territory in Luhansk will unambiguously undermine Russia’s strategy.
    Russia will likely attempt to conduct a stubborn defence of this area, but it is unclear whether Russia’s front line forces have sufficient reserves or adequate morale to withstand another concerted Ukrainian assault.

    https://augengeradeaus.net/2022/09/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-17-september-2022/

    Lugansk war schon seit längerem befreit worden.

    • Das britische Intel Update:

    Russia has launched several thousand long-range missiles against Ukraine since 24 February 2022. However, in the last seven days, Russia has increased its targeting of civilian infrastructure even where it probably perceives no immediate military effect.
    This category of mission has included strikes against the electricity grid, and a dam on the Inhulets River at Kryvyi Rih.
    As it faces setbacks on the front lines, Russia has likely extended the locations it is prepared to strike in an attempt to directly undermine the morale of the Ukrainian people and government.

    https://augengeradeaus.net/2022/09/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-18-september-2022/

    Der Schlag auf den Damm am Ingulets Fluß war natürlich ein militärischer: der Nachschub des ukrainischen Militärs in der suizidalen Kherson-Offensive beruht auf der Überquerung dieses Flusses.

    • Das britische Intel Update:

    Russia has highly likely lost at least four combat jets in Ukraine within the last 10 days, taking its attrition to approximately 55 since the start of the invasion.

    There is a realistic possibility that this uptick in losses is partially a result of the Russian Air Force accepting greater risk as it attempts to provide close air support to Russian ground forces under pressure from Ukrainian advances.
    Russian pilots’ situational awareness is often poor; there is a realistic possibility that some aircraft have strayed over enemy territory and into denser air defence zones as the front lines have moved rapidly.
    Russia’s continued lack of air superiority remains one of the most important factors underpinning the fragility of its operational design in Ukraine.

    https://augengeradeaus.net/2022/09/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-19-september-2022/

    Diesen Quatsch der angeblich fehlenden Lufthoheit Rußlands lesen wir ja dauernd. Selbst der SPIEGEL widerlegt sie, indem er die Angst vor den SU-25-Fliegern thematisiert.

    Das dürfte auch dem propagandistischen ukrainischem Verteidigungsminister nicht gefallen, hat er doch in seiner erfundenen Hitliste bereits 252 abgeschossene russische Kampfjets aufgeführt:

    • Das britische Intel Update:

    The command of Russia’s Black Sea Fleet has almost certainly relocated its KILO-class submarines from their home port of Sevastopol in Crimea to Novorossiysk in Krasnodar Krai, southern Russia.

    This is highly likely due to the recent change in the local security threat level in the face of increased Ukrainian long-range strike capability. In the last two months, the fleet headquarters and its main naval aviation airfield have been attacked.
    Guaranteeing the Black Sea Fleet’s Crimea basing was likely one of Russian President Vladimir Putin’s motivations for annexing the peninsula in 2014. Base security has now been directly undermined by Russia’s continued aggression against Ukraine.

    https://augengeradeaus.net/2022/09/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-20-september-2022/

    Ja logo übernahm Rußland die Krim, weil der Westen ihm bei seinem Kiew-Coup diese Basis wegnehmen wollte. Gut, daß das jetzt eingestanden wird. 😉

    • Das britische Intel Update:

    On 20 September 2022, officials from Ukraine’s Russian-occupied Donetsk, Luhansk, Kherson and Zaporizhzhia regions announced they will conduct referendums on accession to the Russian Federation.
    These referendums follow the Russian Duma’s formal recognition of the Donetsk and Luhansk People’s Republics on 21 February 2022.
    This urgency is likely driven by fears of imminent Ukrainian attack and an expectation of greater security after formally becoming part of Russia.

    Russian forces in Ukraine continue to experience personnel shortages. The Russia Duma voted on 20 September 2022 to amend a law which extends punishments for defaulting troops.
    This is likely intended to limit the number of desertions and refusals and thereby to mitigate some of the immediate pressures.

    The Russian civilian and military leadership has faced significant pressure over the last two weeks. These new measures have highly likely been brought forwards due to public criticism and mark a further development in Russia’s strategy.
    Putin is accepting greater political risk by undermining the fiction that Russia is neither in a war nor a national crisis in the hope of generating more combat power.

    https://augengeradeaus.net/2022/09/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-21-september-2022/

    Diese Schwurbelei ist nicht zu überbieten. 😉

    • Scott Ritters Beiträge fanden zwischenzeitlich auch auf prorussischer Seite weniger Zustimmung als zuvor, namentlich Gonzalo Lira hat ihn schon vor einiger Zeit als nicht (mehr) zuverlässige Stimme sehr harsch kritisiert.
      Das hier von Will Schryver verlinkte Interview mit Ritter

      ist allerdings unglaublich gelungen. Ein naiver junger Russe fragt ihn zur Teilmobilisierung und letztlich auch, ob er sich besser absetzen solle, um nicht eingezogen zu werden. Was Ritter nach diesem absurden Einstieg dann sagt, ist eine phantastisch kurze Zusammenfassung der Entstehung der „Ukrainekrise“ und ihrer Entwicklung und warum die Teilmobilisierung kein Eingeständnis sei, dass man bisher zuwenig Militär eingesetzt habe, sondern dass die Eskalierung von Seiten des Westens eine neue Situation habe entstehen lassen. Und was er dem jungen Mann zu seiner persönlichen Entscheidung, ob er sich aus dem Staub machen solle, sagt, ist wirklich hörenswert. Respekt!

      • Das hat alles Hand und Fuß, was Ritter da sagt, wo einem Scholz nur „imperial“ einfällt, als habe er wirklich keine Ahnung, was sich da abspielt. Der junge Mann muß kaum befürchten, eingezogen zu werden:

        Mit der „Großoffensive“ ist das so eine Sache; hier die Einschätzung von Douglas Macgregor:

        Foreign Affairs
        Holding Ground, Losing War
        Zelensky’s strategy of defending territory at all costs has been disastrous for Ukraine.

        Douglas Macgregor
        Sep 22, 2022 12:05 AM

        At the end of 1942, when the Wehrmacht could advance no further east, Hitler switched German ground forces from an “enemy force-oriented” strategy to a “ground-holding” strategy. Hitler demanded that his armies defend vast, largely empty and irrelevant stretches of Soviet territory.
        “Holding ground” not only robbed the German military of its ability to exercise operational discretion, and, above all, to outmaneuver the slow, methodical Soviet opponent; holding ground also pushed German logistics to the breaking point. When holding ground was combined with endless counterattacks to retake useless territory, the Wehrmacht was sentenced to slow, grinding destruction.
        […]
        Moscow’s determination to destroy Ukrainian forces at the least cost to Russian lives prevailed. Ukrainian casualties were always heavier than reported from the moment Russian troops crossed into Eastern Ukraine, but now, thanks to the recent failure of Ukrainian counterattacks in the Kherson region, they’ve reached horrific levels that are impossible to conceal. Casualty rates have reached 20,000 killed or wounded a month.
        https://www.theguardian.com/world/2022/jun/10/ukraine-casualty-rate-russia-war-tipping-point

        Despite the addition of 126 howitzers, 800,000 rounds of artillery rounds, and HIMARS (U.S. rocket artillery), months of hard fighting are eroding the foundations of Ukraine’s ground strength. In the face of this disaster, Zelensky continues to order counterattacks to re-take territory as a means of demonstrating that Ukraine’s strategic position vis-à-vis Russia is not as hopeless as it seems.

        The recent Ukrainian advance to the town of Izium, the link between Donbas and Kharkiv, seemed like a gift to Kiev. U.S. satellite arrays undoubtedly provided Ukrainians with a real-time picture of the area showing that Russian forces west of Izium numbered less than 2,000 light troops (the equivalent of paramilitary police, e.g., SWAT and airborne infantry).
        The Russian command opted to withdraw its small force from the area that is roughly 1 percent of formerly Ukrainian territory currently under Russian control. However, the price for Kiev’s propaganda victory was high—depending on the source, an estimated 5,000 to 10,000 Ukrainian troops were killed or wounded in a flat, open area that Russian artillery, rockets, and air strikes turned into a killing field.
        […]
        Given Washington’s inability to end the war in Ukraine with the defeat of Russian arms, it seems certain that the Beltway will try instead to turn the ruins of the Ukrainian state into an open wound in Russia’s side that will never heal. From the beginning, the problem with this approach was that Russia always had the resources to dramatically escalate the fighting and end the fighting in Ukraine on very harsh terms. Escalation is now in progress.
        […]
        Washington always mistook Putin’s readiness to negotiate and limit the scope and destructiveness of the campaign in Ukraine as evidence of weakness, when it was clear that Putin’s aims were always restricted to the elimination of the NATO threat to Russia in Eastern Ukraine. Washington’s strategy of exploiting the conflict to sell F-35 fighter jets to Germany — along with large numbers of missiles, rockets, and radars to Central and East European allied governments — is now backfiring.
        The defense establishment has a long record of success in tranquilizing American voters with meaningless clichés. As conditions favorable to Moscow develop in Eastern Ukraine and the Russian position in the world grows stronger, Washington confronts a stark choice: Talk about having successfully “degraded Russian power” in Ukraine and scale back its actions. Or risk a regional war with Russia that will engulf Europe.
        […]
        Moscow is in no hurry. The Russians are nothing if not methodical and deliberate. Ukrainian forces are bleeding to death in counterattack after counterattack. Why rush? Moscow can be patient. China, Saudi Arabia, and India are buying Russian oil in rubles. Sanctions are hurting America’s European allies, not Russia. The coming winter will likely do more to alter Europe’s political landscape than any action Moscow might undertake. In Zakopane, a town of 27,000 souls in the extreme South of Poland, the snow is already falling.

        https://www.theamericanconservative.com/holding-ground-losing-war/

        Übrigens verhehlen die neocons ihre Ambitionen ja nicht – Putin hat deren Absichten zutreffend zusammengefaßt:

        Russia has announced plans to mobilize an additional 300,000 troops for the war in Ukraine. In his speech unveiling the expanded war effort, Vladimir Putin vowed to achieve his main goal of the “liberation of Donbas,” and issued a thinly veiled nuclear threat in the process. The move comes days ahead of planned referendums in breakaway Ukrainian areas to formalize Russian annexation.
        Russia’s escalation ensures that the fighting is entering an even more dangerous phase. While Russia bears legal and moral responsibility for its invasion, recent developments underscore that NATO leaders have shunned opportunities to prevent further catastrophe and chosen instead to fuel it.

        Putin’s announcement comes just after the Ukrainian military’s routing of Russian forces from Kharkiv, which relied extensively on US planning, weaponry and intelligence, sparked triumphant declarations that the tide has turned.
        According to The Atlantic’s Anne Applebaum, “Americans and Europeans need to prepare for a Ukrainian victory,” one so overwhelming that it may well bring “about the end of Putin’s regime.”
        […]
        “Despite Ukrainian forces’ startling gains in the war against Russia,” the Washington Post adds, “the Biden administration anticipates months of intense fighting with wins and losses for each side, spurring U.S. plans for an open-ended campaign with no prospect for a negotiated end in sight.”
        As has been apparent since the Ukraine crisis erupted, US planning for open-ended proxy warfare against Russia has led it to sabotage any prospect of a negotiated end.
        […]
        In his speech announcing the expanded war effort, Putin invoked this episode. After the invasion began, he said, Ukrainian officials „reacted very positively to our proposals… After certain compromises were reached, Kyiv was actually given a direct order to disrupt all agreements.“
        Having undermined the prospect of a negotiated peace in the war’s early weeks, proxy warriors in Washington are openly celebrating their success.
        “I like the structural path we’re on here,“ Republican Senator Lindsey Graham recently declared. „As long as we help Ukraine with the weapons they need and the economic support, they will fight to the last person.“
        […]
        Graham’s avowed willingness to expend every “last person” in Ukraine to fight Russia is in line with a broader US strategy that views the entire world as subordinate to its war aims. As the Washington Post reported in June, the White House is willing to “countenance even a global recession and mounting hunger” in order to hand Russia a costly defeat. In Ukraine, this now means also countenancing the threat of nuclear disaster, as the crisis surrounding the Zaporizhzhia nuclear power plant has laid bare.
        […]
        “People want to end the war because they cannot bear the consequences, the costs,” the EU’s Josep Borell observed this month. While ending the war might appeal to some, it does not interest the EU’s top diplomat. “This mentality must be overcome,” Borell declared. “The offensive on the northeastern front helps with that.”
        Europe, NATO chief Jens Stoltenberg recently wrote, may even face “civil unrest,” as economies contract and temperatures drop, but “for Ukraine’s future and for ours, we must prepare for the winter war and stay the course.”
        […]
        While Western sanctions on Russia wreak havoc worldwide, the architects in Washington seem only perturbed by their failure, so far, to inflict the intended levels of suffering on Russian civilians. “We were expecting” that US sanctions “would totally crater the Russian economy” by now, a disappointed senior US official told CNN.
        Other US officials are leaving room for hope. “There’s going to be long-term damage done to the Russian economy and to generations of Russians as a result of this,” CIA Director William Burns told a cybersecurity conference this month. Burns’ long-term forecast of harming “generations of Russians” is based on extensive planning. As one US official explained it to CNN, when the sanctions were designed, Biden officials not only “wanted to keep pressure on Russia over the long term as it waged war on Ukraine,” but also “wanted to degrade Russia’s economic and industrial capabilities.” Accordingly, “we’ve always seen this as a long-term game.”
        […]
        What the latest developments on and off the battlefield make undoubtedly clear is that NATO states are willing to use Ukraine for as long as it takes to achieve the stated aim of leaving Russia “weakened” or even achieving regime change, no matter the damage knowingly inflicted on Ukrainians, Russians, the Global South, and their own citizens.

        https://mate.substack.com/p/nato-prolongs-the-ukraine-proxy-war

        Es gab den üblichen deutschen Mainstream, selbstverständlich. Aber dann doch auch eine Überraschung:

        Putins neue Drohungen : Deutschland und seine Verbündeten stehen vor einem Dilemma
        Die Kriegsdynamik der vergangenen Wochen bringt Paradoxes hervor: Je größer der Erfolg westlicher Hilfe, desto größer die Risiken, wie es weitergeht.

        Ein Kommentar von Christoph von Marschall
        21.09.2022, 16:10 Uhr

        Erst die großen Hoffnungen, nun abgrundtiefe Ängste. Der Krieg stellt die Ukrainer, aber auch Deutsche und Europäer vor existenzielle Fragen. Wladimir Putin eskaliert, zieht 300.000 Reservisten ein, droht mit dem Einsatz von Atomwaffen, um den Westen von Waffenlieferungen an die Ukraine abzubringen.
        […]
        Die Abwägung zwischen „rot“ und „tot“ ist eine Zuspitzung. Sie verdeutlicht, was auf dem Spiel steht. Aber sie bildet nur die beiden Extreme eines breiten Spektrums von Handlungsmöglichkeiten ab.

        Vor der Generalmobilmachung schreckt Putin zurück

        Putin ist weder ein Selbstmörder noch ein irrationaler Hasardeur. Er wägt Kosten, Nutzen und Risiken ab. Er schreckt vor einer Generalmobilmachung zurück. Der Krieg ist in Russland nicht populär und die Mittelschicht nicht bereit, ihre Söhne zu opfern.
        Die Einberufung von 300.000 Reservisten ändert an der ukrainischen Überlegenheit zunächst wenig. Es dauert Monate, sie einzuziehen, auszurüsten und an die Front zu bringen. Bis dahin kann die Ukraine weiter vorstoßen, wenn der Westen ihr hilft.

        Auch bei den Referenden in besetzten Gebieten gibt es mehr als eine Lesart. Die beängstigende Interpretation: Ihr Anschluss an Russland ist der Vorwand für Putin, um den Einsatz aller Mittel vorzubereiten, die die Militärdoktrin zur Verteidigung des russischen Staatsgebiets erlaubt.

        Ein Atomwaffen-Einsatz würde Putin den letzten Rückhalt rauben

        Die andere Lesart: Moskau hat die Abstimmung wegen lokalen Widerstands immer wieder vertagt. Separatistenführer wollen sie rasch abhalten, weil sie fürchten, dass Putin sie im Stich lässt, und ihn so zwingen, zu ihnen zu stehen.
        Der Einsatz einer Atomwaffe würde Putin den letzten Rückhalt rauben, den er hat. China, Indien und afrikanische Staaten, die derzeit noch – begrenztes – Verständnis für ihn zeigen, würden sich gegen ihn stellen.

        Die Dynamik der vergangenen zwei Wochen klingt paradox: Je größer der Erfolg westlicher Hilfe, desto größer die Risiken, wie es weitergeht.
        Deutschland und seine Verbündeten stehen vor einem Dilemma. Wie können sie der Ukraine weitere Erfolge ermöglichen, ohne die Risiken ins Unbeherrschbare zu steigern?

        Kanzler Scholz ist wachsendem Druck bisher ausgewichen, indem er Entscheidungen vertagte, voran die Lieferung von Panzern. Er berief sich auf die Devise: keine Alleingänge! Auch wenn das bei den Panzern eine Ausrede war – sie weist den Weg. Die Deutschen sind mit ihren Ängsten nicht allein. Es hängt auch nicht von ihnen ab, was Putin tut oder unterlässt.
        Wenn ihn etwas beeindruckt, dann ein entschlossenes und geschlossenes Auftreten des Westens. Kein Alleingang heißt deshalb auch: kein deutsches Nein zu weiterer Waffenhilfe, zum Beispiel auch gemeinsame Panzerlieferungen, wenn die USA und europäische Partner diese befürworten.

        https://www.tagesspiegel.de/meinung/putins-neue-drohungen-deutschland-und-seine-verbundeten-stehen-vor-einem-dilemma-8669164.html

        Wer mag das in den USA entscheiden? Dieser desorientierte Greis jedenfalls nicht:

        Noch streiten sich Pentagon und das State Department.

        Juli Zeh bleibt übrigens bei ihrer Meinung:

        Schriftstellerin Juli Zeh steht zur Unterschrift unterm Offenen Brief an Olaf Scholz
        Zeh äußert im Spiegel-Spitzengespräch Zweifel, dass sich Russland in diesem Krieg besiegen lässt. Sanktionen würden womöglich den Falschen wehtun.
        BLZ
        22.09.2022 | 12:19 Uhr

        Die Schriftstellerin Juli Zeh war eine der Unterzeichnerinnen des Offenen Briefs an den Bundeskanzler Olaf Scholz, der sich im April gegen die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine ausgesprochen hat.
        https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/offener-brief-fordert-von-scholz-stopp-der-waffenlieferungen-an-die-ukraine-li.223704

        In einem am Mittwochabend veröffentlichten Spiegel-Spitzengespräch sagte die 1974 in Bonn Geborene, sie stehe zu ihrer Unterschrift. Die Unterstützung der Ukraine habe zwar bis zu einem gewissen Grad funktioniert, es sei gut, dass sie stattgefunden habe, und durch die Gebietsgewinne in der letzten Zeit seien Hoffnungen entstanden, die Ukraine könne Russland besiegen.
        Aber: „Ich habe diese Hoffnung nicht. Ich glaube nicht, dass sich Russland militärisch besiegen lässt.“ Jedenfalls nicht, wenn man vermeiden möchte, in einen stark eskalierenden Krieg einzutreten. Was die Bedeutung der Gebietsgewinne angeht, ist Zeh skeptisch. Es sei nicht dasselbe, Truppen zusammenzuziehen und an bestimmten Punkten mit einer überlegenen Stärke Erfolge zu verbuchen wie eine 1000 Kilometer lange Grenze nicht nur dauerhaft zu verteidigen, sondern auch weiter in eine Richtung zu verschieben. „Verstehen Sie mich nicht falsch, es ist nicht so, dass ich mir das nicht wünschen würde, da sind wir uns, glaube ich, alle komplett einig. Die Differenzen in dem ganzen Diskurs liegen eher in der Frage nach der Machbarkeit.“

        Auf die Frage, ob der Wunsch des ukrainischen Präsidenten Selenskyj, den Osten der Ukraine und die Krim wieder unter ukrainische Kontrolle zu bekommen, unrealistisch sei, sagte Zeh: „Das ist eben, was ich befürchte, beziehungsweise wäre mir der Preis des Versuchs gegebenenfalls zu hoch. Ich glaube einfach nicht, dass Russland an einem bestimmten Punkt sagen wird: Jetzt haben wir es eingesehen, wir ziehen uns zurück.“ Würde sie das anders sehen, hätte sie auch hinsichtlich von Waffenlieferungen eine andere Haltung eingenommen. Sie sei nämlich nicht aus einem absoluten Pazifismus heraus gegen Waffenlieferungen, sondern das sei eine Abwägungsfrage. „Was will man, wie realistisch ist es, das zu bekommen und welche Risiken ist man bereit, dafür einzugehen.“
        […]

        https://prod.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/debatte/ukraine-krieg-schriftstellerin-juli-zeh-steht-zu-unterschrift-unter-offenem-brief-an-scholz-li.269704

        Die Berliner Zeitung bietet außerdem eine realistische Sicht auf die sanktionsbedingte Wirtschaftskrise, vor der wir stehen:

        Gaspreise: Deutschland steht vor einer harten Landung
        Die Verstaatlichung von Uniper war zu teuer. Vor allem aber fehlen Deutschland langfristig Gas-Lieferanten, die Russland ersetzen können.
        Michael Maier
        21.09.2022 | 22:51 Uhr

        Die Not-Verstaatlichung von Uniper mag unumgänglich gewesen sein. So lautete jedenfalls die Einschätzung der meisten Ökonomen nach der Bekanntgabe der Maßnahme am Mittwoch. Allerdings wirken diese affirmativen Aussagen von Beratern, die oft von Steuergeldern finanziert werden, mitunter wie die Verkündung eines Gewitters vom Vortag durch den Wetterfrosch. Zum einen steht fest: Die deutschen Steuerzahler müssen zu viel bezahlen, es war also ein schlechter Deal: So hat Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck die Ablöse eines Acht-Milliarden-Gesellschafterdarlehens zugesagt.
        Der finnische Staat, der mehrheitlich hinter dem bisherigen Haupteigentümer Fortum steht, hatte Habeck glatt erpresst und mit Klagen gedroht, sollte der Kredit nicht abgelöst werden. Wirtschaftlich ist so etwas absurd – der Kredit war aufgrund der massiven Überschuldung nicht mehr werthaltig, hätte also von den bisherigen Eigentümern als Verlust realisiert werden müssen.

        Die Übernahme des von Habeck mit 7,5 Milliarden Euro bezifferten Kredits ist vor allem deshalb nicht zu rechtfertigen, weil dieser Kredit nichts mit dem russischen Angriff auf die Ukraine zu tun hat, sondern mit der Tatsache, dass das Geschäftsmodell von Uniper bereits vor längerer Zeit kollabierte: Weil die Gaspreise am Spotmarkt rasant gestiegen sind, Uniper seine Kunden – vor allem die Stadtwerke – jedoch mit langfristigen, niedriger bepreisten Verträgen zu versorgen hatte, wurde das Unternehmen zum Fass ohne Boden. Fortum musste Milliarden einschießen – und seit einigen Monaten auch der deutsche Steuerzahler über die staatliche KfW-Bank.

        Deutschland wird das Rettungspaket 30 Milliarden Euro kosten

        Natürlich kann man die Finnen verstehen: Sie verlieren immer noch etwa 5,5 Milliarden Euro mit ihrem Engagement. Sie haben Habeck, der extrem unter Druck steht, eiskalt abgezockt. Der Börsenkurs von Fortum stieg nach Bekanntwerden der Verstaatlichung seit einigen Tagen stark an, am Mittwoch um 20 Prozent. Deutschland wird das gesamte Rettungspaket laut Bloomberg 30 Milliarden Euro kosten. Und es wird nicht das letzte Paket sein: Auch die beiden anderen großen deutschen Gasimporteure VNG und die frühere Gazprom Germania, die heute SEFE heißt, sind „systemrelevant“ und werden um eine Verstaatlichung nicht umhinkommen.
        […]
        Woher soll das Gas für die verstaatlichten Lieferanten kommen?

        Die größte offene Frage ist allerdings, woher das Gas für die verstaatlichten Lieferanten kommen soll: Eine weitere Zusammenarbeit mit Russland wird derzeit politisch ausgeschlossen. Für Flüssiggas (LNG) muss die Infrastruktur erst errichtet werden. Es gibt nicht unbegrenzt Gasfelder, die erschlossen werden können. Die größten Gasfelder der Welt liegen in Russland, scheiden für Deutschland also aus. Die US-Importeure haben klargemacht, dass aktuell Lieferungen nicht zugestellt werden können. LNG ist außerdem sehr teuer. Wenn Russland als Lieferant ausfällt, sieht sich Deutschland der Preissetzungsmacht eines kleinen Oligopols gegenüber. Es gibt hier keinen Wettbewerb und auch kein Erbarmen: Warum sollten Katar, die USA, Norwegen oder Saudi-Arabien den Deutschen etwas schenken oder zum Freundschaftspreis abgeben? Norwegen hat bereits mitgeteilt, dass man einen Preisdeckel nicht akzeptieren werde.

        Das Fehlen einer interessensgeleiteten, langfristigen Strategie für eine Industrie- und Wirtschaftspolitik wird dazu führen, dass der Wohlstand reduziert wird und der Sozialstaat daher massiv zurückgebaut werden muss. Die Idee, man könne das ganze System auf erneuerbare Energien umstellen und alles bleibt, wie es ist, ist eine Illusion. Deutschland steht vor einer harten Landung.

        https://prod.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/gaspreise-deutschland-steht-vor-einer-harten-landung-li.269503

        Das ist alles nicht erfreulich.

        • @ Gabriele Wolff

          Bei Douglas McGregor würde einen natürlich interessieren, woher er die Zahlen über die Todesopfer der Ukrainer hat, zumal einfach die unterschiedlichsten Schätzungen darüber kursieren.

          Ja, noch ein bisschen was von Oskar Lafontaine:

          „Droht ein auf Europa begrenzter Atomkrieg?
          Jetzt hat Putin, was viele befürchtet haben, eine Teilmobilmachung angeordnet. Er will nach Referenden große Teile der Ostukraine zum russischen Staatsgebiet erklären. Und wenn die „territoriale Integrität“ (gemeint ist das russische Staatsgebiet) bedroht sei, so Putin, „werden wir zweifellos alle uns zur Verfügung stehenden Mittel einsetzen, um Russland und unser Volk zu verteidigen. Dies ist kein Bluff.“
          Prompt kam die Antwort aus den USA, Putin habe „offen nukleare Drohungen gegen Europa ausgestoßen“. Das ist eine verräterische Interpretation des US-Präsidenten. Schließlich weiß Putin, dass die USA mit großem Abstand die meisten Waffen in die Ukraine liefern und dass sie durch die Bereitstellung ihrer Aufklärungsdaten und Geheimdienstinformationen zur Kriegspartei geworden sind. Und wenn Putin neuerdings vom „kollektiven Westen“ spricht, „der unser Land zerstören will“, meint er natürlich in erster Linie die USA. Deshalb ist es notwendig, noch einmal in Erinnerung zu rufen, was der Spiegel noch 1989 geschrieben hat: „Die Amerikaner haben ein – durchaus berechtigtes – nationales Interesse, einen Atomkrieg zunächst auf Europa zu begrenzen. Kein amerikanischer Präsident wird bereit sein, einen Atomkrieg in Europa sofort zum großen nuklearen Schlagabtausch der Großmächte mit Interkontinentalraketen zu eskalieren … Die Europäer aber, vor allem die Deutschen, können es in ihrem Interesse nicht hinnehmen, dass die Großmächte USA und Sowjet-Union ihren Konflikt auf europäischen Boden austragen und ihre eigenen Territorien zunächst weitgehend verschonen; dies aber ist, wie alle Nato-Übungen zeigen, derzeit die Realität.“ (Der Spiegel Nr. 18/1989)
          Und wie reagiert nun die Bundesregierung auf die unverantwortliche Drohung des russischen Präsidenten? In Tölpelhafter Weise lässt sie sich von den USA und der Ukraine immer tiefer in den Krieg ziehen. Und der Generalinspekteur der Bundeswehr warnt im Focus-Interview vor einer zweiten Front, die Putin eröffnen könnte und nennt dabei auch die Ostsee.
          Es ist jetzt höchste Zeit, das Morden in der Ukraine zu beenden und einen Waffenstillstand und einen Verhandlungsfrieden zu erreichen. Und das ist nicht, wie in Deutschland in fahrlässiger Weise immer behauptet wird, eine Angelegenheit Russlands und der Ukraine, sondern in erster Linie eine Angelegenheit von Washington und Moskau. Aufgabe der Europäer ist es, alles zu unternehmen, um zu verhindern, dass es zu einem auf Europa begrenzten Nuklearkrieg kommt..“
          Quelle: Oskar Lafontaine via Facebook, 22.09.2022

          Dann noch einen Vortrag von Lafontaine, den er im Rahmen einer Veranstaltung der Nachdenkseiten gehalten hat. Hier finde ich insbesondere die klaren Worte zu der USA gut, die er gleich zu Anfang an des Videos macht. Insgesamt ist mir natürlich Lafontaine zu plakativ, vielfach auch zu undifferenziert und ab und an liegt er m.E. auch völlig falsch. Aber in den Grundzügen finde ich seinen Vortragen sehr gut.

          „34. Pleisweiler Gespräch mit Oskar Lafontaine – Wer Frieden will, muss sich von den USA befreien“

        • @Gabriele Wolff

          Ich habe mir nun mal auch wieder einmal Scott Ritter angeschaut:
          Scott Ritter – Ukraine Russia War Update

          Und ja, also überzeugen tut mich das ja auch nicht unbedingt. Ich denke, gewisse Sachen, die er sagt, sind vermutlich nicht falsch, zumal ich sie von proukrainischen Akteuren auch schon gehört habe, wir also offenbar Konsens zwischen proukrainischen und prorussischen Akteuren haben. Aber viele Dinge, die er sagt, divergieren gerade um 180 Grad, was andere Akteure sagen. Vor allem legt ja Scott Ritter auch seine Quellen nicht offen, somit kann man nix darüber sagen, wie er eigentlich auf gewisse Aussagen kommt.
          Ich für mich halte es so, dass ich gegenüber ALLEN SEITEN mal vorsichtig und kritisch bin, zumal man vielfach selbst nicht nachprüfen kann, was richtig oder falsch sein könnte. Also m.E. muss man immer davon ausgehen, dass es auch ganz anders sein könnte. 🙂

          Dann:

          Poroschenko lebt offenbar im Wolkenkuckucksheim. Da sieht man nur, was für Schwachmatten die Ukraine als Präsidenten haben bzw. gehabt haben. 🙂

          «+++ 03:26 Ex-Präsident Poroschenko: „Putin geht so weit, wie wir ihn lassen“ +++
          Der ehemalige ukrainische Präsident Petro Poroschenko rät dem Westen, sich nicht von Drohungen von Wladimir Putin einschüchtern zu lassen. Der russische Präsident setze stets auf Erpressung, um seine Ziele zu erreichen – wie auch jetzt im Zusammenhang mit dem Atomkraftwerk Saporischschja, sagt Poroschenko im Interview mit der Deutschen Welle. „Putin setzt keine Atomwaffen ein, wenn der Westen klar macht, dass es eine harte Antwort auf den Angriff geben würde“, so dass dies ein „Akt des Selbstmords“ für Putin wäre, so Poroschenko. Der 2019 abgewählte Ex-Präsident plädiert für eine „gemeinsame Erklärung der Atommächte der Welt, dass es eine schnelle und entschiedene Reaktion geben wird“. Weiter sagt er: „Haben Sie keine Angst vor Putin. Wenn man schwach ist, geht Putin so weit, wie wir ihn gemeinsam gehen lassen. Zweitens: Trauen Sie Putin nicht. Putin hält nie sein Wort. Und drittens, Putin versteht nur Gewalt“.» (Quelle: n-tv.de)

          Eine gemeinsame Erklärung der Atommächte der Welt dürfte aus unterschiedlichsten Gründen nicht zustandekommen, zumal China und Nordkorea ganz sicherlich nicht Russland bekriegen werden, und ich würde auch sagen, dass dies für Indien und Pakistan keine Option ist. Dann bleiben aber nur noch USA, Frankreich, Grossbritannien und Israel.
          Abgesehen davon: Dieser Akt des Selbstmords für Putin wäre zugleich ein Akt des Selbstmords für die USA et al., zumal Russland quantitativ die stärkste Atommacht der Welt ist; also selten idiotisch dieser Poroschenko.

  6. Ich habe mich während der Nachrichtensammelei am 20.9.2022 gefragt, ob ich eher über die deutschen Corona-Politik – falls man die noch als Politik bezeichnen kann, es sind ja hilflose Reflexe und ein Niedergang der Wissenschaft – oder das Scheitern grüner Degrowth-Pipedreams oder über Waffenlieferungen an die Ukraine oder die desaströse deutschen Energiepolitik etcpp. posten soll. Corona habe ich zur Seite geschoben, ich fange mit der Moral an:

    „Und schon steht der Außenministerin mit der feministischen Agenda die nächste Herausforderung bevor:

    Dumm nur, daß sie vollständig unter US-Einfluß steht, und dort hofft man ja noch auf einen Atomdeal mit dem Iran. Und wo Scholz kurz vor seinem Bittgang zu den „lupenreinen Demokraten“ in Saudi-Arabien, Katar und VAE steht, wird die feministische Agenda weiter zurückstehen müssen. Mit „Moral“ kommt man eben in der realen Welt nicht weiter. Das endet immer in Scheinheiligkeit und oft im Desaster – wie beim beliebten „Kampf gegen rechts“:
    […]
    Realität:

    Contra Ideologie:

    Es ist mir ein Rätsel, wie manche schlicht Realität ignorieren können.“

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-15/#comment-97305

    Den Post-Kolonialisten fehlt es schlicht an Kenntnis: Don Lemons Gesichtsausdruck sagt alles, als er nach seiner Tirade gegen die britische Monarchie auf eine Kennerin stößt:

    Unser Möchtegern-Comedian:

    Ich habe viele Damenhüte gesehen. Und im Publikum überwogen Frauen. Er meint vielleicht die Parade-Soldaten? Ja mei. Er wünscht sich wohl mehr Soldatinnen.

    Baerbock hat sich darauf beschränkt, einen empörten Tweet der Menschenrechtsbeauftragten der BuReg zu retweeten. Das muß reichen.

    Ach, die westliche Moral: sie ist sehr selektiv:

    http://en.kremlin.ru/events/president/news/69366

    September 19, 2022
    Putin’s Press Conference On Ukraine, Terrorism, Fertilizer, Europe’s Energy Crisis
    […]
    „The same applies to our fertiliser exports. This is something unprecedented. I would say this has been an outrageous and shameful decision by the European Commission to lift the ban on the purchase of Russian fertilisers – but solely for their countries, for EU member states. But what about the world’s poorest countries?

    So they have lifted sanctions on our fertilisers. The Americans were actually the first to lift them, since they are generally pragmatic people.

    [B]ut there are still issues as regards
    freight and insurance plus the existing ban on entering our ports where our fertilisers are exported from, as well as on financial transfers and settlements. They are aware of this all and keep saying this problem will be solved, but no one is actually doing anything about it.
    To be fair, the UN Secretary-General is taking efforts to solve these issues.“

    This scandal was news to me:

    „You have probably heard about 300,000 tonnes of Russian fertiliser stuck in European ports; our companies are saying they are ready to provide it for free – just unblock and release it, and we will donate it to the poorest countries and to developing markets. But they are still holding it, and this is absolutely astonishing.

    They do not want Russia to earn money – but we are not making a profit by giving away fertiliser. I just do not get what they are doing. What is the purpose of all this? There has been so much talk about providing help to the poorest countries, but exactly the opposite is actually happening.
    I have the impression – and this is particularly true for European countries – that these former colonial powers are still living in the paradigm of colonial philosophy, and they are used to living at the expense of others. They still fail to get rid of this paradigm in their daily policies. But it is time to draw certain conclusions and act differently, in a more civilised manner.“
    […]

    https://www.moonofalabama.org/2022/09/putins-press-conference-on-ukraine-terrorism-fertilizer-europes-energy-crisis.html

    Auch Putin spielt auf der woke Agenda. 😉

    Was hat es mit der deutschen Pressepropaganda auf sich, daß Deutschland als erstes Land westliche Kampfpanzer an die korrupte und innenpolitisch totalitär & nationalistisch agierende und mordende Ukraine liefern müsse?

    Ganz offensichtlich schicken die USA Deutschland vor, die zurecht das Risiko scheuen, noch mehr als Kriegspartei wahrgenommen zu werden, die sie ja schon seit vielen Jahren sind und bei der Charkiw-Offensive im Besonderen:

    Welche Rolle spielt Biden?
    Deutschland am Pranger

    Von Bastian Brauns, Washington
    Aktualisiert am 17.09.2022

    Der Bundeskanzler liefert keine westlichen Panzer an die Ukraine und wird dafür heftig kritisiert. Dabei wirkt auch Joe Biden unentschlossen. Was steckt dahinter?
    […]
    Wendepunkt im Krieg? Biden bleibt vage

    Die einseitige Kritik an Deutschland wirkt zumindest in den US-Medien wenig reflektiert hinsichtlich der amerikanischen Regierungshaltung. Als der US-Präsident diese Woche gefragt wurde, ob die Ukraine durch ihre jüngsten militärischen Erfolge einen Wendepunkt im Krieg erreicht habe, eierte Joe Biden herum. Die Frage sei nicht zu beantworten, sagte er. „Das ist schwer zu sagen. Es ist klar, dass die Ukrainer erhebliche Fortschritte gemacht haben. Aber ich denke, es wird noch ein langer Weg sein„, so der Präsident. Seine zögerlichen Worte haben einen wichtigen Hintergrund.
    […]
    Große Bedenken bleiben

    Im Weißen Haus aber glaubt man trotz der aktuellen Erfolge offenbar noch nicht daran, dass sich die Lage so ausschlaggebend verändert hat, dass bereits jetzt ein entscheidender Strategiewechsel verkündet werden könnte. Obwohl die Ukraine sie fordert, wollen die USA bislang weder Langstreckenraketensysteme noch eigene Abrams-Panzer liefern.

    Gründe für diese Haltung kursieren in Washington viele:

    Die USA könnten aktuell nicht garantieren, ausreichend Ersatzteile zur Instandhaltung von Kampfpanzern bereitzustellen, heißt es etwa aus Kreisen des Pentagons. Insbesondere die Militärs im Verteidigungsministerium sollen demnach das Weiße Haus darauf hinweisen, dass Panzerlieferungen nur dann Sinn ergäben, wenn es dazu auch eine intakte Lieferkette gebe. Das Argument wirkt plausibel: Die mangelhaften militärischen „Supply Chains“ in der US-Armee wurden in den vergangenen Jahren immer wieder problematisiert. […]

    • Ein Argument, das von Beginn an immer wieder vorgetragen wurde, ist das fehlende Training der ukrainischen Einsatzkräfte an westlichen Kampfpanzern. Richtig ist: Anders als bei Panzern aus Sowjetbeständen müssten ukrainische Truppen gesondert an Abrams-Panzern ausgebildet werden. […]

    • Die strategischen Überlegungen im Weißen Haus deuten immer wieder auf eines hin: Man will Putin keinen Vorwand geben, weiter zu eskalieren. Erstmals Panzer westlicher Bauart zu liefern, wäre in jedem Fall eine neue Stufe der Unterstützung für die Ukraine. Größere Reichweiten und stärkere Angriffsmöglichkeiten, auch auf russisches Territorium, könnten die Biden-Regierung davon abhalten, eigene Panzer zu liefern. Wer weiß, was die Ukraine schlussendlich mit solchen Waffen anstellt?
    […]

    https://www.t-online.de/nachrichten/ausland/usa/id_100053816/panzer-fuer-die-ukraine-ist-deutschland-wirklich-der-bremsklotz-.html

    Das Pentagon bleibt offensichtlich bei seiner ablehnenden Haltung zu Panzerlieferungen:

    Aus dem Transkript des Briefings eines Senior Defense Official am (gestrigen) Montagabend [19.9.2022] im Pentagon:

    „QUESTION: Yes, this is for the senior defense official. You mentioned that you’re providing Ukraine with what they need, when they need it. Now there were three Ukrainian parliament members in town last week meeting with members of Congress. They’re pushing for tanks. And they say there’s some support on the Hill.
    Is that something under consideration by either DOD or the administration? Could you address that?

    SENIOR DEFENSE OFFICIAL: Sure. So we agreed that armor is a really important capability area for the Ukrainians. Now they’ve largely been relying on Soviet type tanks and we’ve spent a good deal of effort in encouraging countries largely in Europe who have some of these, you know, formally Russian made tanks to provide them to Ukraine to supplement Ukraine’s existing tank inventory.
    But as I said before, when we look at Ukraine’s longer term needs, we recognize that there will be a day when they may want to transition and may need to transition to, you know, NATO compatible models. We’re always very cognizant though with any new equipment that we provide to Ukraine or that our allies, our partners provide that there is substantial training, maintenance and sustainment — and sustainment consideration.
    So we want to make sure that when we provide capabilities that all of these are taken into account.

    QUESTION: Well, again, are you at least considering tanks as they are requesting or is that a non starter?

    SENIOR DEFENSE OFFICIAL: Tanks are absolutely on the table along with other areas. We’re looking at the entirety of the Ukrainian armed forces and consideringfor the future what — what capabilities they will need and how the U.S. and our allies will be able to support Ukraine in building out those capabilities.

    QUESTION: OK. So again, for the future but not for the current fight in the coming months, correct?

    SENIOR DEFENSE OFFICIAL: In — in terms of the immediate fight the — the tanks that are available that could be provided very quickly with little to no training are soviet type tanks but we’re certainly open to other options provided that the training, maintenance and sustainmentcan be taken care of.

    https://augengeradeaus.net/2022/09/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-20-september-2022/

    So ist es in der Tat. Die menschenrechtswidrigen Atacken auf die Donbass-Bevölkerungen hören nicht auf:

    https://twitter.com/nabrezhnye/status/1571828048256966657

    Ganz im Gegenteil! Die Massaker an der zivilen Bevölkerung von Donezk werden Russen zugeschrieben:

    Köstlich, daß die Evakuierung nach Rußland – wie millionenfach geschehen – hier empfohlen wird, während andere West-Propaganda behauptet, Ukrainer seien nach Rußland „verschleppt“ worden.

    Die ukrainische Kriegsführung mit menschlichen Schutzschilden, wie schon von Amnesty International angekreidet:

    Und jetzt die erneuten Säuberungen von „Kollaborateuren“ wie in Butscha:

    Der „Westen“ ist ja längst in der Minderheit:

    Entsprechend sollte er auftreten. Was er allerdings nicht tut. Und die EU sollte sich überlegen, ob es wirklich die USA unter Biden stützen sollte:

    Es gibt noch aufrechte EU-MP:

    Zumal ja schon die antirussische EU-Politik nichts als selbstschädigend ist:

    Daß Energieversorger die Lage ausnutzen, um unverschänte Profite zu kassieren, gehört wohl zum Kapitalismus.

    Habeck macht sich weiter lächerlich:

    Aber der ÖRR trommelt nun mal nonstop für die Grünen:

    Gerne auch mit fake news:

    Daß Wissenschaftler leider nur faktenfreie Ideologen sind, gehört ins Bild:

    Und da wundert sich Homburg noch?

    In der EU läuft es eh nicht mehr rund:

    Zum Wetter in Neuruppin darf ich vermerken: am 19.9. nach dem Gewitter regnete es ab 19:30 Uhr. Wie lange, weiß ich nicht. Am 20.9. um 9 Uhr waren jedenfalls Tisch und Garten total naß, bei 12 Grad. Dann war es sonnig bis 13 Uhr, als ein einstündiges Gewitter mit massivem Regen folgte. Es war weiter kalt und düster, und um 19:30 Uhr mußte ich feststellen: es regnete schon wieder oder immer noch. Höchsttemperatur: 14 Grad. Zur Zeit (1:45 Uhr) haben wir 7 Grad. Irgendwie scheinen den Wetternachrichten im ÖRR die ansonsten üblichen Formeln abhanden gekommen zu sein, daß es zur Zeit unüblich kühl zugehe. Und naß natürlich.

      • So, ich versuche mal eine kurze Einschätzung der Lage im Ukraine-Krieg, nachdem Putin nun eine Teilmobilmachung verkündet hat und in den nächsten Tagen Referenden zum Beitritt in die Russische Föderation stattfinden sollen.
        Nun, die Reaktion des «Westens» war m.E. vorhersehbar. Man ist der Auffassung, dass die Teilmobilisierung ein Eingeständnis der Schwäche sei, Putin das Wasser bis zum Halse stehe, dies eine Verzweiflungstat sei und das dies Russland nix bringen werde, ausser mehr Schaden für Russland. Ausserdem natürlich die Rhetorik, dass Russland die Ukraine auslöschen möchte etc. und natürlich weitere Waffenlieferungen für die Ukraine und weitere Sanktionen gegen Russland noch viel nötiger seien etc.
        Also, so habe ich mir das in etwa so vorgestellt, also nix Neues im Westen. 🙂
        Nun bin ich immer noch der Auffassung, dass Russland ökonomisch und militärisch (qualitativ und quantitativ) längerfristig auf der Verliererstrasse gegenüber dem Westen steh und hier eine Niederlage kassieren wird.
        Nur stellt sich die Frage, wie weit Putin eben gehen wird: Es ist doch klar, wenn er militärisch konventionell auf der Verliererstrasse steht, dass er dann, falls er eine Niederlage nicht akzeptieren will, nukleare Waffen ins Spiel bringen muss, ausserdem kann er vorher noch versuchen, die zivilen Infrastrukturen der Ukraine lahm zu legen, damit ein Riesenchaos in der Ukraine ausbricht. Der Westen rechnet m.E. bis jetzt immer noch fest damit, dass Putin klein beigeben wird und somit die bisherige Strategie zum Erfolg führen wird.
        Nur stellt sich halt die Frage, was passiert, wenn Putin tatsächlich mal taktische Atomwaffen einsetzt. Und hier dürfte es dann wiederum die unterschiedlichsten Szenarien geben: nur, m.E. treibt hier auch der Westen ein super gefährliches und m.E. ein verantwortungsloses Spiel.
        M.E. weiss man tatsächlich nicht, wie weit Russland eskalieren wird: Für Russland ist eine Niederlage in der Ukraine sicherlich ein grösseres Desaster als für den Westen. Das heisst, sie könnten ein grösseres Risiko eingehen, als der Westen vermutet.
        Also, die Strategie des Westens kann aufgehen, aber sie kann m.E. auch völlig aus dem Ruder laufen.

      • @ Ulli:

        Ich habe mir das gesamte Video von Lüders reingezogen – und es keineswegs bereut. Wie klar und unmißverständlich er die Sanktions- und Energie-Politik zerlegt, die uns an den Abgrund führt. Und mit welcher Ironie er die hehren Werte und den angeblichen Moralismus vorführt, die zur Begründung herangezogen werden. An einer Stelle bezeichnet er Habecks Verhalten als „Regression“. Das ist sehr interessant, denn in diesem Video ab Min. 25:50:

        So verherrlicht Habeck den Blackout-Horror in seinem Kinderbuch!
        312.376 Aufrufe 08.09.2022
        […]
        Also der perfekte Stoff für ein Kinderbuch, in dem man verherrlicht, was im wahren Leben der rasante Kollaps unserer Zivilisation wäre. Genau das tut nämlich der ehemalige Kinderbuchautor Robert Habeck in seinem Werk „Kleine Helden, große Abenteuer“. In der Buchbeschreibung heißt es: „Emily erfährt aus erster Hand, wie aufregend ein nächtlicher Stromausfall sein kann.“ Hm, klingt spannend, haben wir uns gedacht. Also haben wir das Buch von Robert Habeck gelesen, damit Sie es nicht lesen müssen. Das Kapitel, aus dem Julian Reichelt vorliest, trägt den blumigen Namen „Als es still und dunkel wurde“. Wir haben selbst erst nicht glauben können, was dort geschrieben steht. Alles, was Sie über Robert Habecks Vorstellung von einem großen Stromausfall wissen müssen, steckt in diesem Kapitel. Schauen Sie rein!

        sagt der Atomexperte Haferburg über Habecks romantisierte Vorstellung eines Blackouts: „infantile Regression“. Wie Lüders! Danach kann man Klartext von ihm hören.

        Aber dieser auf quasireligiösem Erlösungsglauben basierende Zustand hat auch Teile der SPD erfaßt:

        Wir leben wider besseres Wissen: Die Verzweiflung der „Letzten Generation“ ist berechtigt – und liegt auch an mir
        Menschen wie ich wissen sehr wohl, dass sie mehr für den Klimaschutz tun müssten, tun es aber nicht. Da ist mir die Radikalität der Aktivist:innen nur recht.
        Eine Kolumne von Sawsan Chebli
        20.09.2022, 13:39 Uhr | Update: heute, 09:46 Uhr

        Ich habe viel gelesen und gehört zur „Letzten Generation“. Kritisches, kontroverses, Zustimmendes. Ist damit alles gesagt zu ihnen und anderen Klimaaktivist:innen? Für mich lange nicht. Proteste strafrechtlich zu bewerten ist im Rechtsstaat Sache der Gerichte. Über deren Urteile – wie jetzt gegen Mirjam Herrmann, der vier bis fünf Jahre Haft drohen, weil sie sich von einer Autobahnbrücke abgeseilt hat – darf man streiten.
        Lesen Sie weiter mit Tagesspiegel Plus

        https://www.tagesspiegel.de/meinung/wir-leben-wider-besseres-wissen-die-verzweiflung-der-letzten-generation-ist-berechtigt–und-liegt-auch-an-mir-8663530.html
        Da geht es um die „höllischen“ Folgen des Klimawandels, auf die mit bußfertiger Selbstgeißelung reagiert wird, weil man nicht so mutig ist wie die „Letzte Generation“…

        Und natürlich geht es schon los:

        Lüders hatte ja das Bild von den undurchdachten Folgewirkungen nach dem Motto: man sagt A und will damit B erreichen, bekommt aber C und D. So sieht es jetzt bei der Verstatlichung von Uniper aus, eine bad bank, die uns noch viele Milliarden kosten wird:

        Exklusiv
        „Dreckig und gefährlich“: Trittin fordert Abstoßung von Uniper-Atomkraftwerken
        Durch die Verstaatlichung von Uniper hat der Bund Beteiligungen an schwedischen Atom- und russischen Kohlekraftwerken. Das geht nicht, sagt Grünen-Politiker Trittin.
        Von Felix Hackenbruch
        Heute, [21.9.2021] 14:23 Uhr

        Es ist eine ironische Begleiterscheinung der Uniper-Verstaatlichung: Durch die 99-prozentige Übernahme des Energieversorgers Uniper ist die Bundesregierung plötzlich an drei Atomkraftwerken in Schweden beteiligt. Dabei will die Ampel-Koalition trotz Energiekrise am vereinbarten Ausstieg aus der heimischen Atomkraft zum Jahreswechsel festhalten.

        Den Firmenangaben von Uniper zufolge verfügt das Unternehmen über 1,4 Gigawatt an zurechenbarer Kernkraftkapazität in Schweden, das etwa 40 Prozent seines Stroms aus Kernenergie bezieht. Doch nicht nur daran ist Deutschland künftig beteiligt: Über die Uniper-Tochter Unipro hält Deutschland nun auch von fünf Gas- und Kohlekraftwerken in Zentralrussland. „Unsere Kraftwerke decken rund fünf Prozent des landesweiten Strombedarfs“, heißt es auf der Uniper-Seite.

        Grünen-Politiker Jürgen Trittin hält diesen Zustand nach der Verstaatlichung von Uniper für nicht mehr tragbar. „Es ist ganz offensichtlich, dass ein Land wie Deutschland, das sowohl aus Atom aussteigt, als auch eine dekarbonisierte Energieversorgung vorantreibt [ganz im Gegenteil!], nicht an anderer Stelle AKWs und Kohlekraftwerke betreiben kann“, sagte er dem Tagesspiegel.
        […]
        Uniper verklagt die niederländische Regierung seit 2021 wegen der Einbußen durch den geplanten Kohleausstieg vor Gericht und fordert eine Milliarde Euro. „Wenn wir jetzt Uniper retten, muss diese Klage gestoppt werden“, schrieb Bloß am Mittwoch bei Twitter.
        […]
        Auch die Liberalen, mit denen die Grünen in der Energiepolitik zuletzt häufig über Kreuz lagen, sind mit der Verstaatlichung des Energieversorgers nicht glücklich. „Sobald es die Situation zulässt, muss Uniper privatisiert werden“, sagte Lukas Köhler, stellvertretender Fraktionschef der FDP im Bundestag. Durch die Verstaatlichung müsse die deutsche Energiepolitik überprüft werden. „Eine Laufzeitverlängerung der drei deutschen Kernkraftwerke weiter abzulehnen wird damit zunehmend absurder“, sagte Köhler.

        https://www.tagesspiegel.de/politik/dreckig-und-gefahrlich-trittin-fordert-abstossung-von-uniper-atomkraftwerken-8668792.html

        Und dazu leisten wir uns auch noch solche Rassismus-Debatten:

        @Mark Smith:

        Du hast vollkommen recht.
        „Plan- und Sandkastenspiele von Verrückten und Idioten.“
        Nirgendwo herrscht Vernunft.

        Aus Putins Rede zur Teilmobilisierung:

        Wesentliche Aussagen:

        „Today our armed forces, as I have mentioned, are fighting on the line of contact that is over 1,000 kilometres long, fighting not only against neo-Nazi units but actually the entire military machine of the collective West.
        In this situation, I consider it necessary to take the following decision, which is fully adequate to the threats we are facing.
        […]
        The West has gone too far in its aggressive anti-Russia policy, making endless threats to our country and people. Some irresponsible Western politicians are doing more than just speak about their plans to organise the delivery of long-range offensive weapons to Ukraine, which could be used to deliver strikes at Crimea and other Russian regions.

        Such terrorist attacks, including with the use of Western weapons, are being delivered at border areas in the Belgorod and Kursk regions. NATO is conducting reconnaissance through Russia’s southern regions in real time and with the use of modern systems, aircraft, vessels, satellites and strategic drones.

        Washington, London and Brussels are openly encouraging Kiev to move the hostilities to our territory. They openly say that Russia must be defeated on the battlefield by any means, and subsequently deprived of political, economic, cultural and any other sovereignty and ransacked.

        They have even resorted to the nuclear blackmail. I am referring not only to the Western-encouraged shelling of the Zaporozhye Nuclear Power Plant, which poses a threat of a nuclear disaster, but also to the statements made by some high-ranking representatives of the leading NATO countries on the possibility and admissibility of using weapons of mass destruction – nuclear weapons – against Russia.

        I would like to remind those who make such statements regarding Russia that our country has different types of weapons as well, and some of them are more modern than the weapons NATO countries have. In the event of a threat to the territorial integrity of our country and to defend Russia and our people, we will certainly make use of all weapon systems available to us. This is not a bluff.

        The citizens of Russia can rest assured that the territorial integrity of our Motherland, our independence and freedom will be defended – I repeat – by all the systems available to us. Those who are using nuclear blackmail against us should know that the wind rose can turn around.
        http://en.kremlin.ru/events/president/news/69390

        Klicke, um auf Putin-Rede_englisch_21sept2022.pdf zuzugreifen

        Bei der erneut verschärften Atom-Drohung ist die Behauptung bemerkenswert, westliche Länder hätten mit dem Einsatz von Massenvernichtungswaffen gegen Russland gedroht. Offensichtlich soll innenpolitisch da noch mal massiv angeheizt werden.

        https://augengeradeaus.net/2022/09/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-21-september-2022/

        Hier Auszüge in Deutsch von einer dpa-Übersetzung.

        https://www.spiegel.de/ausland/wladimir-putin-rede-zur-teilmobilmachung-im-wortlaut-a-c933f417-2108-4e80-abc4-800fdd0d2d20

        Immerhin habe ich im Tagesspiegel dieses hier gefunden:

        Heute bis zu 18°C in Deutschland
        im Tagesschnitt 9°C, 4,0°C kälter als üblich im September

        Hier sind es gerade 16, aber der erste Tag seit langem ohne Regen, weshalb ich jetzt eile, die Schäden im Garten zu beheben.

  7. Darf ich zum Klimawandel-Narrativ beitragen, daß ich seit Mitte/Ende August friere und daß der permanente Regen viel in meinem Garten zerstört hat? Seit einer Woche wurde es noch schlimmer, und heute bewegte sich der Tag (und die Nacht) zwischen 9-14 Grad, woran auch das seltene Auftauchen der Sonne nichts änderte. Gefühlt war es noch kälter, weil ein scharfer, teilweise stürmischer, Wind pfiff, der wieder einen Trieb meiner Lieblingsrose „Tea Time“ abknickte, der gerade zu blühen begonnen hatte. Geregnet hat es natürlich auch…

    Dennoch wird uns dieses Jahr, das hier in Neuruppin noch im April 2022 so kalt und naß war, daß ich erst am 1.5. überhaupt mit der Gartenarbeit angefangen habe, wieder als Rekordjahr an Hitze und Trockenheit präsentiert werden. Da bin ich sicher. Was mich zu meinem letzten Beitrag zur Wirtschaftslage wie auch zum Niedergang der Westpresse zurückführt:

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-14/#comment-97279

    Die fake news der ARD scheinen System zu haben:

    Den Simbabwe-Stunt hatte ich dort ausführlich behandelt. Und zudem geschrieben:

    „Die Titelgeschichte des SPIEGEL (und das nach all dem Kriegsgeschrei):

    Ich habe sie noch nicht gelesen. Aber das Stichwort „Globalisierung“ legt nahe, daß man den Einfluß von Sanktionen (und deren erwartbare Antworten) eher nicht in den Vordergrund hebt.“

    Jau! So war es. Am Sonntag habe ich sie gelesen. Das Wort „Sanktionen“ taucht nicht auf, aber schuld an den hohen Energiepreisen sei „der Krieg in der Ukraine“, „Putins Panzer“ und „Rußlands Energiekrieg“. Man faßt es nicht. Erweiternd wird als Ursache noch auf Chinas autoritäre No Covid-Politik verwiesen, die der SPIEGEL für Deutschland jahrelang gefordert hatte, sowie auf die Leitzinserhöhung der Fed. Alles wird auf der Angst der deutschen Bevölkerung vor nicht bezahlbaren Gas- und Stromkosten aufgebaut und auf das politische „Gerechtigkeitsthema“ eingenordet. Wozu natürlich auch gefährliche Verschwörungsgläubige gehören, die den Unmut der Bevölkerung instrumentalisieren. Wie gehabt also.

    „Eine Geschichte, die wenig Mut macht. Oder halt … ein bisschen schon.“

    Keine Ahnung, was Knobbe damit meint. Daß es nicht darauf ankomme, abzufedern, weil das Geld eh nicht reiche, sondern darauf, Verzicht als ambitioniertes Ziel zu etablieren?

    Von der Wirtschaft als solcher ist in dem Artikel keine Rede. Den gibt es dann später, aber er ist nicht minder seicht und mündet in der Forderung, die EU müsse nationale Befindlichkeiten harmonisieren, während die EU Kriegspartei auf Seiten der USA ist und daher speziell Ungarn finanziell maßregelt, obwohl es so einige andere Korruptionskandidaten in der EU gibt, die allerdings nicht aufmüpfig sind…

    Hier mal was Handfestes:

    Hohe Gasrechnungen: Wir sitzen in der Falle
    Zwischen Deutschland und Russland sind alle Gesprächskanäle unterbrochen. Für Familien und Unternehmen heißt das: Es dürfte alles noch viel teurer werden.
    Michael Maier
    17.09.2022 | aktualisiert am 17.09.2022 – 22:49 Uhr
    […]
    Man werde vollständig aus dem russischen Gas aussteigen, haben Bundeskanzler Scholz und Wirtschaftsminister Habeck kürzlich angekündigt. Ersetzt werden soll das Gas, das bis vor kurzem noch zu 70 Prozent aus Russland kam, durch Importe aus Katar, Kanada oder den USA. Doch Katar und Kanada haben bereits erklärt, nicht kurzfristig liefern zu können. Die Hersteller von Flüssiggas (LNG) in den USA haben laut einem Bericht der Financial Times ebenfalls abgewunken: Europa habe keine LNG-Häfen, die Wiedervergasungskapazität fehle ebenso wie die Pipeline-Infrastruktur. Selbst wenn es gelänge, einige Ladungen nach Europa zu bringen, sei nicht klar, was damit geschehen könne, so ein Händler. Das Problem dürfte sich verschärfen: Aktuell sind die Gaspreise auf den internationalen Märkten zwar etwas gesunken. Sie haben sich jedoch auf dem dreifachen Niveau eingependelt. Wenn es so bleibt, droht vielen Konsumenten und Unternehmen in Deutschland eine harte Zeit. Nach allgemeiner Einschätzung ist die Befüllung der Gasspeicher, die zum großen Teil noch mit russischem Gas erfolgte, für diesen Winter ausreichend. [Es gibt auch Experten, die lediglich eine Auskömmlichkeit von 2-3 Momaten einschätzen.] Doch was kommt dann?
    […]
    Niemand zu erreichen, verschwundene und tote russische Ansprechpartner

    Die Situation ist völlig festgefahren. Es scheint, als seien alle Kommunikationskanäle mit Russland verstopft. Die Russen sagen, im Wirtschaftsministerium in Berlin hebe keiner das Telefon ab, weil die Ansprechpartner fürchten, sie könnten als russische Spione verdächtigt werden. Aus der Industrie ist zu hören, dass bei Gazprom bisherige Kontaktpersonen verschwunden seien, auch von rätselhaften Selbstmorden ist die Rede. Nach Informationen der Berliner Zeitung soll sogar das Aufsichtsratsmitglied von Siemens Energy, der frühere Außenminister Sigmar Gabriel, beim Versuch gescheitert sein, mit den Russen wegen der Rettung von Nord Stream 1 in Kontakt zu kommen.

    Eigentlich wollen die russischen Energieproduzenten die zahlungskräftigen Kunden in Europa nicht verlieren. China und Indien sind zwar eingesprungen, können jedoch langfristig den Russen den Preis diktieren. Trotzdem bezieht Moskau gegenüber Deutschland und der EU eine harte Position: „Man muss sich ganz genau bewusst machen, dass schlichtweg alle Energieprobleme, mit denen sich die europäischen Länder konfrontiert sehen, ihr eigenes Werk sind“, sagt Botschafter Netschajew. Die EU habe sich verspekuliert, sei aus langfristigen Verträge mit Gazprom ausgestiegen und müsse nun auf dem Spotmarkt immer höhere Preise zahlen. Die „antirussischen Maßnahmen“ hätten die Europäer endgültig „in die Sackgasse getrieben“. Wichtige Verbindungen wurden gekappt: „Polen brachte die Jamal-Europa-Pipeline zum Stillstand. Auch die Ukraine ließ über eine ihrer Transitleitungen kein Gas mehr durch.“

    Laut dem Wirtschaftsministerium erhält Deutschland derzeit kein Pipelinegas mehr aus Russland. Alternativrouten nach Deutschland würden seitens Russlands weiterhin nicht bedient. Mit der Verstaatlichung von Rosneft wird der Energiekrieg weiter verschärft. Die Raffinerie PCK in Schwedt bereitet sich nach der Enteignung der Russen auf „kurzfristige Einschränkungen“ der Rohölversorgung über die Druschba-Pipeline vor. Sollten die Russen die Belieferung einstellen, befürchtet die Bundesregierung eine Gefährdung der „bundesweiten Versorgung mit lebenswichtigen Gütern“. In der Folge werden die Preise steigen.
    […]

    https://prod.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/nordstream-li.267853

    Ein geradezu mustergültiger Artikel, der beide Seiten zu Wort kommen läßt und die realen Probleme aufzeigt.

    Aber der SPIEGEL ist nun mal Kriegspartei, und im Krieg wird nun mal noch mehr gelogen als sonst; was hatte der russische Verteidigungsminister Shoigu nicht schon alles über sich in Westmedien lesen müssen!

    Falsche Berichte über geötete bzw. gefangengenommene hochrangige russische Militärs in der Ukraine sind Legion: sie tauchten allerdings putzmunter wieder auf oder eben, im Fall der angeblichen Gefangennahme, nie mehr:

    Wer glaubt wohl diesen Hoax, Rußland sei derartig blank, daß es in Nordkorea Waffen einkaufe?

    Nie was vom Meme des „Ghost of Kiev“ gehört? Oder von Gurken- bzw. eingelegten Tomatengläsern rüstiger Kiew-Rentnerinnen mit Balkon gegen nicht-existente russische Drohnen?

    Ich merke gerade, es ist 1 Uhr, daß mein Wetterfeed von windows für Neuruppin 8 Grad Celsius anzeigt. Was für ein herrlicher Indian Summer! Ob wir noch einen Goldenen Oktober kriegen? Ist mein Verlangen danach bereits verdächtig? 😉

    Richtig gefährlich sind jedoch die US-ukrainisch angeführten Propaganda-Initiativen, wonach Rußland in seinen ukrainischen Gebieten gefoltert und gemordet habe, was ja nach dem Butscha-Stunt der Ukraine zu erwarten war.

    Ein Aufklärer wurde dank NATO-Trolls bereits gelöscht:

    @Angelo4justice3

    ·
    5 Std.
    An act of compassion to the enemy is now presented as genocide. Russian troops gave the last dignity to the unclaimed bodies of Ukrainian soldiers that Ukrainian comand ignored, and now this very cemetery is presented as a testimony of an invented genocide. Izyum Cred: Sinmiedo
    https://twitter.com/Angelo4justice3/status/1570727940501172227

    Die Fotos kann ich leider nicht wiedergeben.

    September 16, 2022
    Ukraine – Dissecting Some War Propaganda News Items
    Last night a Reuters headline claimed:

    Mass grave of more than 440 bodies found in Izium, Ukraine -police

    https://www.reuters.com/world/europe/mass-grave-more-than-440-bodies-found-izium-ukraine-police-2022-09-15/

    Many media, who republish the Reuters feed, repeated that headline:
    „Kyiv: Ukrainian authorities have found a mass grave of more than 440 bodies in the eastern city of Izium that was recaptured from Russian forces, a regional police official said on Thursday, adding some of the people had been killed by shelling and air strikes.
    Serhiy Bolvinov, the chief police investigator for Kharkiv region, told Sky News that forensic investigations would be carried out on every body.
    „I can say it is one of the largest burial sites in a big town in liberated (areas)… 440 bodies were buried in one place,“ Bolvinov said.
    „Some died because of artillery fire … some died because of air strikes,“ he said. Thousands of Russian troops fled Izium at the weekend.“

    Notice the wording. It is a ‚large burial site‘ with ‚440 bodies in one place‘. That does not have to mean a mass grave with 440 bodies but could also describe a graveyard with a total of 440 people buried there.

    And indeed an AP video team visited the site and their video shows quite a different scenario (h/t Tore). In a wooded area there are a large numbers, maybe one hundred or two, of single graves with orthodox and other crosses. There is also one grave that has a cross which says that 17 soldiers were buried there.

    In the AP video several soldiers and investigators are moving around. One Ukrainian soldier says he saw a video that the Russians made when the soldiers were buried in that one mass grave. From it, he says, he estimates that more than 17, maybe 25 or 30, he says, were buried in that grave.

    The video he refers to is likely this one (h/t Elena Evdokimova) which was published on May 8. It seems to show the same graveyard with that one mass grave.

    One sees civilians with red cross armlets collecting and burying bodies of dead soldiers. I count a total of 17 dead bodies but there may be one or two more. One Russia soldier is around and explains what is happening. The title in Russian translates to:

    Ukraine refuses to take away the bodies of dead soldiers. Russian military bury them in mass graves

    There is also a link to a Russian news site called Giport or Hyport which says (machine translated):

    Ukraine refuses to take the bodies of the dead soldiers of the Armed Forces of Ukraine, and the Russian military is forced to bury them in mass graves
    […]

    A different obvious propaganda fake was published in today’s Washington Post:

    „The letters left behind by demoralized Russian soldiers as they fled
    The 10 handwritten letters, dated Aug. 30, were left behind in a two-story residential house where Russians were squatting and later found by Ukrainian soldiers who provided the letters to The Washington Post for review. They paint a portrait of dejected troops desperate for rest and concerned about their health and morale after months of fighting.

    The similar style in which the 10 letters were written suggests the troops, weary and disheartened, banded together to draft them. The letters caught the attention of Ukrainian soldiers when they first arrived in Izyum, which the Russians abandoned hastily in retreat, and some were shared on social media.
    The authenticity of the letters has not been confirmed by independent forensic experts …“
    https://www.washingtonpost.com/world/2022/09/15/letters-left-behind-by-demoralized-russian-soldiers-they-fled/

    One can tell right away that the story makes little sense. The Russian security forces that were in Izium after the initial fighting were from the Rosguardia (Rosgvardiya), the National Guard of Russia which is more like a border police force with some additional tasks. There was little fighting in Izium after the end of March. The guards station there were regularly supplied. In that context they had no reason to feel like „dejected troops desperate for rest and concerned about their health and morale“.
    The Rosguardia were evacuated without losses by Russian military forces before the Ukrainians surrounded and recaptured the city.

    That the ten letters were written in ’similar style‘ makes it likely that they were written by the same team of Ukrainian intelligence that uses the Washington Post and other media to spread their lies to the public. They intend to portray the Russian military as an exhausted and morally broken force. Neither seems to be the case.
    […]

    https://www.moonofalabama.org/2022/09/ukraine-dissecting-some-war-propaganda-news-items.html

    September 17, 2022
    Ukraine – Dissecting Some War Propaganda News Items – Addendum
    This is a follow-up to yesterday’s piece about Reuters unfounded propaganda claims and distribution:
    Ukraine – Dissecting Some War Propaganda News Items
    […]
    Hours later:

    Advisory – Story has been withdrawn – Multiple bodies found at mass burial site in Ukraine’s Izium with rope around necks
    https://www.reuters.com/world/europe/multiple-bodies-found-mass-burial-site-ukraines-izium-with-rope-around-necks-2022-09-16/

    While Yahoo and others have deleted the body of the story, its false headline is still up.
    Interestingly the British Telegraph is more skeptical than the ‚British‘ news agency Reuters:

    Inside Izyum – and the Russian command centre destroyed by Himars missiles

    Anton Herashenko, an advisor to the Ukrainian interior ministry, told the BBC on Thursday that about 1,000 bodies had been found in Izyum and that more civilians had died there than in Bucha.
    The Telegraph did not see any evidence of that scale of death during a visit on Thursday. Hrigory, [a 63-year-old civil engineer] denied knowledge of any war crimes.
    “We didn’t interact with them, and they didn’t interact with us,” he said of the Russians. “From what I know, there wasn’t detentions, executions, torture.
    “There were a lot of young men who would say ‘we won’t shoot any bullets,’” he added.“
    https://www.telegraph.co.uk/world-news/2022/09/15/russian-command-centre-destroyed-himars-missiles-liberation/

    And another one from the Telegraph:

    ‚Tortured‘ bodies unearthed in mass graves of liberated town Izyum
    Oleksandr Filchakov, the head of the Kharkiv prosecutor’s office, said some showed signs of torture. Reporters at the scene did not see proof of that.
    https://www.telegraph.co.uk/world-news/2022/09/16/bodies-unearthed-liberated-ukrainian-town-izyum-show-signs-torture/
    Posted by b on September 17, 2022 at 4:53 UTC | Permalink

    https://www.moonofalabama.org/2022/09/ukraine-dissecting-some-war-propaganda-news-items-addendum.html

    Unsere an diesen Ort herangeführten Journos haben freilich nur stenographiert, was die ukrainischen Propagandisten hierzu erzählt haben.

    Der vom Telegraph zitierte Hrigory, der keine Kriegsverbrechen der Russen wahrnahm, wird, falls identifizierbar, schon sehr bald auf der Kill-Liste ukrainischer rechtsextremer Milizen autauchen: denn bereits die „Leugnung“ russischer Kriegsverbrechen kann zur Liquidierung führen.

    Zwischen dem 10.9., Rückzug der in Charkiv nur schwach vertretenen russischen Militärkräfte, was dann zur erfolgreichen „Offensive“ führte, und dem 15.9., als die ukrainische Propaganda so richtig einsetzte, waren natürlich ukrainische Säuberungsteams zugange – wie in Butscha,

    Eine Instrumentalisierung nicht evaluierter Funde aus Einzelgräbern – nicht aus dem Massengrab ukrainischer Soldaten.

    Das ist schon entlarvend: Die UN hatte Rußland zugesichert, daß seine Dünger-Exporte frei wären, wenn aus der Ukraine Getreide-Exporte ermöglicht würden (die russische „Seeblockade“ war eh nur Westpropaganda). Tatsächlich werden russische Dünger-Exporte vom Westen blockiert. Und nun bietet Selenskij die Aufhebung von anti-UN-Westblockaden im Austausch ukrainischer Kriegsgefangener an?

    So ist die Ukraine wirklich:

    Hat das den Westen je interessiert? Nein, denn die Ukraine ist ja nur Aufmarschgebiet der USA gegen Rußland.

    Jetzt ist es 2:48 Uhr, und die Temperatur beträgt laut windows 7 Grad Celsius…

    • Wetter-Update: um 14 Uhr gab es bei 12 Grad C ein gepflegtes Gewitter mit ordentlich Regen und Wind. Höchsttemperatur tagsüber: 14 Grad C.

      Und dann mach ich mal mit Corona weiter, wo ich u.a. auf der Vorseite zuletzt schrieb:

      „Wissenschaftler Radbruch zur Impfung:

      Indizien dafür werden jetzt auch wissenschaftlich nachgewiesen:

      Die Impfskeptiker dürfen sich bestätigt fühlen.“

      Warum die Presse versagt II


      [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-14/#comment-97288

      Und ein prominenter Arzt kann es nicht fassen: drei Mal geimpft, 2 Mal erkrankt:

      Sensation! Die Wahlen stehen vor der Tür und Fauci ist auf dem Weg nach draußen:

      Facebook reagierte prompt mit Zensur:

      Lauterbach ist noch im Routinemodus, unverdaute Konjunktiv-Studien weiterzureichen:

      Mit den Masken im Innenraum ist er seiner Zeit immerhin weit voraus.

      Und was sagt Janosch Dahmen von den Grünen dazu?

      Zuletzt retweetete er das:

      Aus diesem Modus werden sie so schnell nicht herauskommen.

      • Ich habe Anne Will während der Sommerpause nicht vermißt. Die gestrige Sendung hatte mal wieder ein von den Medien zugespitztes Thema (Warum keine Panzer für Kiew?) mit dem Ziel, die SPD zu bashen – es sollte wohl 5 zu 1 gegen Michael Müller ausgehen. Aber die wild nach Panzern rufende Baerbock hat sich dieses Mal zurückgehalten, sehr zur Enttäuschung der Medien, die ja seit Monaten den Bruch der Koalition herbeischreiben. Anscheinend ist noch nicht genug los auf der Welt. 😦

        „Anne Will“: Streit um deutsche Panzer – doch Michael Müller hat die Ruhe weg
        Der frühere Regierende Bürgermeister und SPD-Bundestagabgeordnete hat seine Rolle gefunden: Er ist der Olaf-Scholz-Versteher in den deutschen Talkshows.

        Christine Dankbar
        19.09.2022 | 05:49 Uhr
        […]
        Der frühere Regierende Bürgermeister von Berlin scheint für diese Legislaturperiode seine Rolle gefunden zu haben. Immer wenn es darum geht, die Schwurbelrhetorik [ein Begriff, der bislang nur mit „Querdenkern“ assoziiert wurde] von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) als besonnenes Führungsverhalten zu definieren, ist Müller der Mann der Stunde. So auch am Sonntag.
        Warum zögert die Bundesregierung, wenn es um die Lieferung von Kampfpanzern für die Ukraine geht – das war die Frage des Abends, und Müller hatte die gleiche Antwort darauf, wie vor der Sommerpause. „Es geht darum, den abwägenden Weg weiterzugehen“, erklärte er den anderen Gästen. Schließlich müsse sich Deutschland auch erst in seine Rolle als Führungsmacht hineinfinden, die man 70 Jahre lang aus gutem Grund abgelehnt habe. Sicher sei, dass man der Ukraine schon vielfältig geholfen habe, aber keinen „Sonderweg“ gehen werde und Panzer erst dann an die Ukraine liefere, wenn auch USA, Frankreich und Großbritannien das Gleiche macht.
        Zur Führungsrolle Deutschlands hatte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht schon zu Anfang der Woche ihre Erkenntnis mitgeteilt. Sie erklärte in einer Grundsatzrede, „dass Deutschland auch dann de facto führt, selbst wenn es das gar nicht will.“ Dazu erklärte der General a.D. Egon Ramms bei Anne Will wiederum lapidar: „Die Wahrnehmung einer Führungsrolle aus der zweiten Reihe ist schon ein bisschen schwierig.“
        […]
        Die Argumente des SPD-Politikers Müller standen aber auch im merkwürdigen Gegensatz zu den Ausführungen von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne), mit der Anne Will in die Sendung startete.
        Baerbock hatte in dieser Woche erklärt, dass sie Verständnis für die Forderung der Ukraine nach Kampfpanzern habe. Man soll diese Entscheidung nicht auf die lange Bank schieben. Am Dienstag hatte sie dazu ein Gespräch mit dem Kanzler, das ganz offensichtlich ergebnislos verlaufen ist. Denn bei Anne Will klang alles wieder ein bisschen defensiver. Nun war von technischem Nachschub die Rede, der erst mal geklärt werden müsse. Auf die klare Frage von Anne Will, dass Deutschland also erst mal keine Kampfpanzer liefere, antwortete sie: „Das ist der heutige Stand“.
        […]
        Aus der Opposition kam Entscheidungshilfe. Der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter, selbst lange Jahre bei der Bundeswehr, erklärte, dass die Panzer vom Typ Marder, deren Ausfuhr aus Deutschland in die Ukraine schon vor Monaten beantragt wurde, in erster Linie dem Schutz der ukrainischen Soldaten dienen würden.
        […]
        Die Publizistin Anne Applebaum erklärte ziemlich unverblümt, dass man der Ukraine helfen müsse zu gewinnen und dass die Deutschen in dieser Hinsicht als zu zögerlich wahrgenommen werden. Sie kenne die die exakte Logik bezüglich der Panzerlieferungen nicht, sagte sie. Deutschland habe Panzer, die bereit seien, um geliefert zu werden. „Ich verstehe nicht, dass Deutschland von der US-Entscheidung abhängig sein soll“, sagte sie. „Jedes Land entscheidet das für sich.“
        […]

        https://prod.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/anne-will-streit-um-deutsche-panzer-doch-michael-mueller-hat-die-ruhe-weg-li.268455

        Hier kann man die Putin-Hasserin Applebaum in all ihrer Verve bewundern:

        Ob man sie gefragt hat, warum Biden keine Panzer schickt, ist mir unbekannt. Ich sehe mir solche Sendungen nicht mehr an.

        Deutschland TV-Kritik
        Mit Baerbocks Argumentation zu Kriegspanzern gibt Anne Will sich nicht zufrieden
        Stand: 19.9.2022 09:56 Uhr |
        Von Christian Düringer
        […]
        „Wo ist eigentlich das Problem, dass Deutschland die geforderten Waffen nicht liefern will?“, fragte Will zum Auftakt im Einzelinterview die zugeschaltete Außenministerin. Die betonte zunächst die Erfolge, die durch die bisherigen Lieferungen erzielt werden konnten. „Das Problem mit den Kampfpanzern ist, dass die technisch so bedient werden müssen, dass sie im Einsatz einen Unterschied machen können. Deshalb ist es für uns so wichtig, dass wir diesen Schritt nur mit unseren internationalen Partnern gemeinsam gehen können“, so Baerbock.
        Mit der Begründung, die man bereits mehrfach vom Bundeskanzler und der Verteidigungsministerin gehört hatte, wollte sich Will nicht zufriedengeben und hakte nach. Baerbock betonte die Anfälligkeit von hochmodernem Material bei fehlendem Know-how. Es könne deshalb nicht darum gehen, dass man sich dafür auf die Schulter klopfe, möglichst viel geliefert zu haben, wenn es dann im Feld nicht funktioniere. Das habe man zu Beginn des Krieges gesehen.
        Wir sind in einem Krieg. Auch wenn einem das Herz blutet, muss man einen kühlen Kopf bewahren“, betonte Baerbock und verwies auf den Ringtausch mit anderen EU-Ländern, die im Austausch mit deutschem Gerät sowjetisches Material an die Ukraine liefere. Das sei in der jetzigen Situation der richtige Weg.
        Will wollte es konkret wissen. „Jetzt mal klar und deutlich. Sind Sie dafür, dass Deutschland auch Kampf und Schützenpanzer liefert?“ Doch Barbock ließ sich erwartungsgemäß nicht zu einer klaren Antwort in dieser Frage drängen und hielt sich bedeckt. „Ich bin dafür, dass wir alles liefern, was einen Unterschied macht und eine Lieferung alleine macht eben noch keinen Unterschied. Es muss die ganze Logistikkette dahinter funktionieren.“ Man führe in dieser Frage nonstop Gespräche. „Ich spiele dieses Spiel nicht mit, mit dem Finger auf andere zu zeigen“, sagte sie und lehnt es ab, über interne Gespräche mit dem Kanzler und der ukrainischen Regierung im Fernsehen zu sprechen.
        […]

        https://www.welt.de/politik/deutschland/article241133379/Anne-Will-Mit-Baerbocks-Argumentation-zu-Kriegspanzern-gibt-Will-sich-nicht-zufrieden.html

        Wie ich diese Eindeutschung von „it makes a difference“ hasse!
        Feedback gab es von der Sprecherin des russischen Außenministeriums:

        Und schon steht der Außenministerin mit der feministischen Agenda die nächste Herausforderung bevor:

        Dumm nur, daß sie vollständig unter US-Einfluß steht, und dort hofft man ja noch auf einen Atomdeal mit dem Iran. Und wo Scholz kurz vor seinem Bittgang zu den „lupenreinen Demokraten“ in Saudi-Arabien, Katar und VAE steht, wird die feministische Agenda weiter zurückstehen müssen. Mit „Moral“ kommt man eben in der realen Welt nicht weiter. Das endet immer in Scheinheiligkeit und oft im Desaster – wie beim beliebten „Kampf gegen rechts“:

        Das erinnert stark an die desaströse Unterwanderung der NPD mit Verfassungsschutz-Informanten, was zum Scheitern des Verbotsantrags beim BVerfG führte. Oder dazu, daß angebliche „Umsturzversuche“ in den USA eigentlich nur von FBI-Informanten initiiert wurden, so daß Verfahren gegen rechte Milizen scheiterten. Wie in den USA, wo das Biden-FBI (eine Mischung aus Bundespolizei und Geheimdienst, bei uns aus Gründen (Gestapo) verboten), gegen als „Terroristen“ diffamierte politische Gegner vorgeht, setzt auch Habeck den Verfassungsschutz ein: da stehen Fachbeamte seines Ministeriums mit lösungsorientierten pragmatischen Vorschlägen unter dem haltlosen Verdacht, Spione Rußlands zu sein:

        Wie schon Wolfgang Merkel schrieb:

        Um es deutlich zu sagen: der gefährlichste Angriff auf die Demokratie kommt heute von der Rechten. Der Beifall der Bevölkerung für sie wurde dies- und jenseits des Atlantiks lauter. Der Ruf nach der „wehrhaften Demokratie“ ebenfalls. Trivialisiert wird der konstitutionell und soziologisch aufgeklärte Begriff der „militant democracy“, wie ihn der Verfassungstheoretiker Karl Löwenstein und der Soziologe Karl Mannheim unter dem Eindruck des Faschismus entwickelt hatten. Er wird nun reduziert auf die Kompetenzerweiterung des Verfassungsschutzes, der ausgedehnten Beobachtung rechter Gruppen, diverser Flügel der AFD bis hinein in den Corona-Protest. Paradoxerweise kommt dieser Ruf nun häufig aus den Reihen der Grünen, deren Gründergeneration einst selbst als „dubiose Subjekte“ vom damaligen Verfassungsschutz beobachtet und vom Staatsdienst fern gehalten wurden.

        Ein illiberales Instrument wird aber nicht schon dann (links)liberal, wenn es auf die Rechte angewandt wird. Staatsschutz darf nicht auf Kosten des Grundrechtsschutzes geschehen. Der Schlachtruf „keine Freiheit den Feinden der Freiheit“ stärkt nur den Trend zur Unversöhnlichkeit. Liberale Demokratien können sich langfristig nicht durch illiberale Maßnahmen schützen. Der Schutz muss aus dem liberalen Innen kommen: durch eine starke Zivilgesellschaft, einen lebendigen Parlamentarismus, ein wachsames und dennoch zurückhaltendes Bundesverfassungsgericht und pluralistische Medien, die informieren und nicht erziehen.

        https://epaper.tagesspiegel.de/article/314fd45373e9966cb6764e89cb6144aa95ddfba18df148c48d8612e9fe752bfe
        https://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-14/#comment-97267
        [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-14/#comment-97267

        All diese Ingredienzien einer Demokratie haben wir leider nicht mehr. Die Zivilgesellschaft hat sich allseitig in den sozialen Medien verroht, und Big Tech löscht einseitig nur Konservative. Der Parlamentarismus in seiner Fraktionsdisziplin nickt auch die noch irrsinnigsten Vorlagen (Infektionsschutzgesetz) ab, das BVerfG fällt als Wächter gegen den übergriffigen Staat aus (dank des CDU-Politikers Habarth als Chef und Senatschef), und die Presse setzt auf Skandalisierung, Parteinahme, Durchsetzung eigener Agenden und stellt sich gern Parteien, Lobbies, Geheimdiensten und Regierungs-„Leakern“ als Sprachrohr zur Verfügung.

        Ich bringe den Link gern noch einmal: ein Augenöffner:

        https://consortiumnews.com/2022/09/06/the-historic-collapse-of-journalism/

        Von konservativer Seite kriegen die Grünen gerade Dresche:

        Das wird sie wenig kratzen. Aber der Widerstand aus den eigenen Reihen wächst natürlich auch:

        Da die frühere Greenpeace-Chefin Jennifer Morgan nun als Klima-Staatssekretärin im Baerbock-Ministerin dient, steht sie natürlich auf verlorenem Posten. Im aktuellen SPIEGEL gibt es einen kritischen Artikel über sie. Ich denke, sie wird ihr neues einflußloses Amt bald hinschmeißen.

        Gefährlicher für die Grünen ist natürlich deren radikale, strafrechtlich relevant agierende APO:

        Und überhaupt nicht zielführend sind durchsichtige wahlkampftaktische Manöver im Hinblick auf die Niedersachsenwahl:

        Die Grünen sind längst im Parallel-Universum der Macht angekommen.

        Von ihrem hohen Roß sind sie längst verstoßen worden – ich erinnere nochmal an Corona:

        Wer derartig auftritt, steht natürlich unter besonderer Beobachtung, was das Oktoberfest angeht, wo die Grünen offenbar kostenfrei eingeladen waren:

        Übrigens: ist es nicht „kulturelle Aneignung“, wenn eine Nicht-Bayerin wie Ricarda Lang – sie stammt aus BaWü – Dirndl trägt? 😉

        Und „fatshaming“ geht gar nicht – jedenfalls nicht gegen Frauen. Gegen Trump, Altmeier und Helge Braun war es an der Tagesordnung. Letzterer ist mittlerweile erschlankt. Ob es ihm hilft im aktuellen anti-Rußland-Furor der Medien? Wohl kaum.

        Realität:

        Contra Ideologie:

        Es ist mir ein Rätsel, wie manche schlicht Realität ignorieren können.

        Das gilt auch für die SPD mit ihrem „Bürgergeld“, das gegenüber Hartz4 um gerade einmal 50 Euro aufgestockt werden soll – was nicht einmal ein Inflationsausgleich wäre. Da muß man Monitor auch einmal loben:

        • Hat eine neue Phase im Krieg in der Ukraine begonnen? Irgendwie sieht es so aus:

          «+++ 13:34 Russland verschärft Strafen fürs Desertieren +++
          In Russland sollen verschiedene Vergehen von Soldaten künftig schärfer geahndet werden. Das russische Unterhaus, die Duma, verabschiedet in zweiter und dritter Lesung ein Gesetz, das härtere Strafen für Desertieren, Ungehorsam und Beschädigung militärischer Einrichtungen vorsieht. Voraussetzung ist demnach, dass dies im Kampfgeschehen oder während einer Militärmobilmachung geschieht. Zuletzt war verstärkt über eine Mobilmachung in Russland diskutiert worden, was zu einer weiteren Eskalation des Ukraine-Kriegs führen könnte.»

          Dann:

          «+++ 13:45 Luhansk und Donezk setzen umstrittene Referenden für Beitritt zu Russland an +++
          Die Separatistenführung in der umkämpften Region Luhansk und die selbsternannte Volksrepublik Donezk in der Ostukraine haben jeweils ein umstrittenes Referendum für den Beitritt zu Russland angesetzt. Die Abstimmung werde vom 23. bis 27. September abgehalten, sagte der Chef des Separatistenparlaments, Denis Miroschnitschenko, der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. Das Referendum gilt als Reaktion auf die aktuelle ukrainische Gegenoffensive im Osten des Landes.»

          Dann:

          «+++ 14:20 Putin fordert von Rüstungsbossen Kraftanstrengungen bei der Waffenproduktion +++
          Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs in der Ukraine hat Kremlchef Wladimir Putin eine deutliche Steigerung der Rüstungsproduktion gefordert. „Die Organisationen der Rüstungsindustrie müssen in kürzester Zeit die Lieferung der nötigen Waffen, Technik und Bekämpfungsmittel an die Streitkräfte gewährleisten“, fordert Putin am der Nachrichtenagentur Interfax zufolge auf einer Sitzung mit den Chefs der russischen Rüstungsunternehmen. Gleichzeitig sei es nötig, bei der Waffenproduktion völlig auf Importe zu verzichten. Putin erklärte zwar, dass russische Waffen sich den westlichen als ebenbürtig erwiesen hätten. Doch gleichzeitig behauptete er, dass „alle Reserven der NATO-Arsenale“ im Krieg eingesetzt würden.»

          Dann:

          «+++ 14:42 Auch Region Cherson setzt umstrittenes Referendum für Beitritt zu Russland an +++
          Zeitgleich mit den selbsternannten Volksrepubliken Donezk und Luhansk in der Ostukraine will auch das umkämpfte Gebiet Cherson im Süden über einen Beitritt zu Russland abstimmen lassen. Das Referendum soll vom 23. bis 27. September abgehalten werden, wie die Besatzungsmacht dort mitteilte. Die zeitgleichen hochumstrittenen Referenden gelten als Reaktion auf die aktuelle ukrainische Gegenoffensive im Osten des Landes.»

          Dann:

          «+++ 15:02 Russisches Parlament verschärft Strafgesetz für Kriegsfall +++
          Das russische Parlament hat in Eilverfahren Gesetzesänderungen vorgenommen, die auf eine mögliche Vorbereitung für die Verhängung des Kriegsrechts in dem Land hindeuten könnten. So legte die Duma etwa fest, dass Zeiten der „Mobilmachung“ und des „Kriegszustandes“ besonders anfällig seien für Verbrechen. Verschärft wurde unter anderem in zweiter und in letzter Lesung das Strafrecht, wonach etwa die Haftstrafen für das freiwillige Eintreten in Kriegsgefangenschaft und für Plünderungen deutlich erhöht werden. Unabhängige und kremlnahe Beobachter sahen darin eine mögliche Vorbereitung des Kreml auf die Verhängung des Kriegszustandes und eine Mobilmachung. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte angesichts des Krieges in der Ukraine gesagt, dass Moskau dort noch nicht einmal richtig angefangen habe. Die Staatsduma verabschiedete ebenfalls ein Gesetz, wonach Ausländer, die sich zum Militärdienst verpflichten, schneller russische Staatsbürger werden können.»

          Dann:

          «+++ 15:25 Besatzer planen in Saporischschja ebenfalls Referendum +++
          Im besetzten Teil der südukrainischen Region Saporischschja will die russische Militärverwaltung wie in Luhansk, Donezk und Cherson ebenfalls über den Beitritt zu Russland abstimmen lassen. Das Referendum werde aber nur in den von Moskau kontrollierten Teilen von Saporischschja stattfinden, so der Chef der Militärverwaltung, Wladimir Rogow Es sei alles bereit, „in den nächsten Tagen“ könne abgestimmt werden, sagt Rogow. Die Gebiete Cherson, Luhansk und Donezk haben am Dienstag Scheinreferenden für einen Beitritt zu Russland angesetzt. Diese sollen vom 23. bis 27. September abgehalten werden. In Saporischschja kontrollieren die Besatzungstruppen 75 Prozent des Territoriums.» (Quelle: Alle n-tv.de)

          Sieht doch danach aus, dass sich die Russen dafür entschieden haben, eine Gangart höher zu schalten. Zumal man natürlich dann sagen kann, dass nun russisches Gebiet angegriffen wird, wenn die besetzten Gebiete in die Russische Föderation integriert werden. Was natürlich eine Generalmobilmachung bzw. Drohung mit Atomwaffen um Einiges wahrscheinlicher werden lässt.

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