Warum die Presse versagt II

Nahtlos kann ich an meinen letzten Artikel vom 19.10.2020 anschließen, der so begann:

„In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich keinen Beitrag mehr geschrieben, sondern nur noch in Kommentaren das Weltgeschehen und dessen mediale Zerrbilder präsentiert. Die Themen gingen nicht aus, und es war immer wieder ein Phänomen festzustellen: öffentlich-rechtliche Sender und die Medien informieren nicht, sie ergreifen Partei, befördern Agenden und verfehlen ihren Auftrag, der Macht durch kritisches Hinterfragen Paroli zu bieten.

Stattdessen: Polemik, Skandalisierung, uniformer „Haltungsjournalismus“, Wunschdenken, eilfertige Übernahme von Sprachvorgaben aktivistischer Lobbies und Ausgrenzung von Kritikern. Hat man jemals so viel über „Verschwörungstheorien“ – pardon, jetzt heißt es „Verschwörungsmythen“ und „Verschwörungserzählungen“, denn „Theorie“ klingt zu wissenschaftlich und würde diese Wirrköpfe nur adeln – gelesen wie in den letzten Monaten, dargeboten von derselben Presse, die jahrelang an der Verschwörungstheorie der Democrats mitwirkte, nach der Donald Trump quasi ein russischer Agent sei und mit Putin daran arbeitete, Mails der Democrats-Partei zu hacken und sie über WikiLeaks zu verbreiten? Und die jetzt souverän die Aufdeckung dieser Verschwörungstheorie als echte Verschwörung von Hillary Clinton, dem DNC, CIA, FBI, dem State Department und den willigen Helfern der durch die Bank anti-Trump-Presse von NYT über die Washington Post, Politico und Daily Beast, CNN und allen anderen cable news bis auf Fox News beschweigt?

Ja, ja, die „Schlinge zog sich jahrelang zu“ um Trump.

Wenn sie sich infolge der New York Post-Enthüllungen um Joe Biden zuzieht, springt man gerne wieder auf den Zug, daß es sich bei den aus Hunter Bidens Computer stammenden Mails und Bilder, deren Echtheit nicht einmal von den Bidens bestritten wird, um „russische Desinformation“ handele.“

Der Coup gelang: die NYPost verlor ihren Twitter-Account, alle Nutzer, die auf die enthüllende Artikel-Serie über krumme Geschäfte von Bruder James und Sohn Hunter Biden in der Ukraine, China und Rußland verlinkten, wurden gecancelled, Facebook zensierte ebenso, kein einziges Mainstream-Medium berichtete darüber, und 50 ehemalige leitende Geheimdienstmitarbeiter versicherten, an der Sache sei nichts dran. So sicherten sie Bidens Wahl.

Erst am 16.3.2022 räumte die NYT – wohl zur Vermeidung einer „Überraschung“ durch eine alsbald zu erwartende Anklage gegen Hunter Biden ­– ein, daß die von der NYPost veröffentlichten E-Mails aus Hunter Bidens Laptop (neben bestätigenden Zeugenaussagen auch zu den 10% für den „Big Guy“ Joe) echt seien.

Hier die Sachlage, wie sie in „The Federalist“ zutreffend zusammengefaßt wird:

8 Joe Biden Scandals Inside Hunter Biden’s MacBook That Corporate Media Just Admitted Is Legit
By: Margot Cleveland
March 22, 2022
[…]

6. The Intelligence Community’s Briefing of Biden

Another scandal reaching President Biden concerns his interactions with the intelligence community after the FBI, and presumably the CIA and other such agencies, learned in December of 2019, that Hunter Biden believed Russians had stolen Hunter’s laptop, rendering the Bidens susceptible to blackmail.

Here, it is important to understand that there are two separate Hunter Biden laptops at issue. The most-discussed laptop was actually the second laptop. That laptop was the one Hunter had abandoned at the Delaware repair shop. Then, after the repair shop owner discovered concerning material on the MacBook, the store owner handed it to the FBI in December of 2019. The owner of the repair shop, however, had first made a copy of the hard drive, which resulted in The New York Post’s coverage in October 2020.

But there was another laptop — one Hunter believed Russians had stolen from him when he was binging on drugs with prostitutes in the summer of 2018 in Las Vegas. While the public did not learn about the existence of this earlier laptop until August of 2021, the FBI knew about it as early as December 2019, when they took possession of the second laptop Hunter had left at the repair store.

Among other material contained on the second laptop was a video of Biden recounting the circumstances of his first laptop disappearing with some Russians. Significantly, on that video Hunter Biden said his first laptop contained a ton of material leaving him susceptible to blackmail, since his father was “running for president” and Hunter talked “about it all the time.”

It is inconceivable that the FBI and the intelligence communities did not brief Biden on this discovery and the risk of blackmail, given that former FBI Director James Comey briefed Trump on the fake Steele dossier. On second thought, that is the initial question reporters should ask the president: “Did the FBI brief you, Mr. President, on the fact that Hunter believed Russians had stolen a laptop containing compromising information?”

From there, an inquiring press should investigate to ensure that Joe Biden did not direct the intelligence community to bury this national security risk to protect himself or his son.

7. Possible Collusion to Interfere in the 2020 Election

An honest press should also investigate whether now-President Biden or anyone connected to his then-presidential campaign pressured reporters, media outlets, or companies such as Twitter and Facebook to censor the Hunter Biden story. And what about the “fifty former intelligence officials” who publicly declared the laptop resembled a Russian disinformation campaign — something clearly untrue? Did Biden or his campaign coordinate with those individuals, several of whom had endorsed the Democratic candidate, in the release of the letter?

Given that polls show that 17 percent of Joe Biden voters would not have voted for him in 2020, if they had known about the Biden family scandals, the collective burying of the laptop scandal represents the most significant interference in elections ever seen in our country. So, “Did Biden or his campaign have anything to do with the decision to kill the New York Post’s reporting on Hunter’s MacBook?” And “What about the ‘fifty former intelligence officials?’”
[…]

https://thefederalist.com/2022/03/22/8-joe-biden-scandals-inside-hunter-bidens-macbook-that-corporate-media-just-admitted-is-legit/

Da sehen wir den Washington-Sumpf, zu dem die Presse unmittelbar gehört. Sie weigert sich noch immer, über den Skandal, der mittlerweile – wie der senile Präsident selbst – das Zeug zum Sicherheitsrisiko hat, zu berichten.

Corona hat zwischenzeitlich die schon im Oktober 2020 aufgezeigten Medien-Mängel vertieft: Evidenzfreie Panikmache, herabsetzende Ausgrenzung von Maßnahme-Kritikern als rechtsextreme „Corona-Leugner“, mit denen sie nichts gemein hatten, Promoten von Katastrophen-Modellierern, die immer danebenlagen, Wissenschaftler-Bashing, soweit sie nicht auf dem No-Covid-Kurs von Christian Drosten unterwegs waren -: schlimmer konnte es nicht kommen. Meinte ich.

Doch jetzt ist Krieg, und es ist noch schlimmer geworden. Und die Verantwortungslosigkeit der Medien in jeder Hinsicht noch gefährlicher.

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752 Gedanken zu „Warum die Presse versagt II

  1. @ Mark Smith:

    „Ich habe gesagt, dass mir Brasilien, Frankreich, Kroatien und mit Abstrichen Argentinien am besten gefallen haben. Gemäkelt habe ich an Spanien im Spiel gegen Deutschland. Und ja, Argentinien hat wiederum eine gute Leistung gegen Polen gezeigt. Und Frankreich hat zwar gegen Tunesien verloren, aber die Franzosen waren ja bereits vor dem Spiel für den Achtelfinal qualifiziert, sie setzten mehrheitlich die 2. Garde ein und spielten doch eher ein Freundschaftsspiel und mussten nicht die volle Leistung abrufen.
    Also, ich bleibe somit bei meinen Favoriten, aber mal sehen, was heute Kroatien gegen Belgien macht.“

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-20/#comment-97914

    Sorry, da hatte ich mich wirklich falsch erinnert. Als Service-Leistung: Kroatien und Belgien trennten sich 0:0.

    Und meinen letzten Beitrag, auf den Du geantwortet hast, ergänze ich wie folgt:

    Tatsächlich weiß er genau, daß sie sich wegen des Vorwurfs „Verschwörungsmythen“ aufregt. Aber jeder, der Kontext hinzufügt, der mit dem üblichen Schwarz-Weiß-Denken kollidiert, ist ein Verschwörungsideologe.

    Denn das ist „unerträglich“:

    Zum Holodomor-Beschluß des Bundestages kommentiert die NZZ am 1.12.2022 zutreffend:

    So ordnen wir es ein: Es ist richtig, das geplante Verhungernlassen von Millionen Ukrainern durch Stalin in Deutschland präsenter zu machen. Mit der Einstufung als Genozid verordnet das Parlament aber Erinnerungspolitik von oben herab – und das bei umstrittener Faktenlage. Der Deutsche Bundestag hat der Gedenkpolitik wie der Wissenschaftsfreiheit in bester Absicht einen schlechten Dienst erwiesen. Zum Kommentar

    Und auch noch Nachträge zum letzten Corona-Beitrag: auch mir ist es unerfindlich, wie Akademiker mit naturwissenschaftlichem Hintergrund auch bei uns einen totalitären Ansatz wählten:

    Oder an einen Übertragungsschutz durch die Impfung glaubten, der wissenschaftlich nie begründbar war:

    https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/panorama/corona-impfung-wirkung-kritik-ungeimpfte-100.html

    Der ewige Böhmermann:

    Jan Böhmermann
    Muss man das ertragen?
    Vorige Woche veröffentlichte der ZDF-Satiriker Jan Böhmermann ein fingiertes Fahndungsplakat, das Parallelen zwischen RAF und FDP zieht. Hier schreiben zwei Menschen, die dort abgebildet waren, warum sie das für eine Grenzüberschreitung halten – oder eben nicht.
    Von Hendrik Streeck und Martin Hagen
    30. November 2022
    […]

    Meinungssilos müssen grundsätzlich durchbrochen werden
    Nein. Dieses „Fahndungsplakat“ soll Andersdenkende mundtot machen

    Von Hendrik Streeck

    Neunzehn Menschen auf einem Fahndungsplakat, das an die Suche nach RAF-Terroristen erinnert. Die Überschrift: „Linksradikale Gewalttäter“. Als mir dieses Bild zugeschickt wurde, fragte ich mich, ob es gar keine Grenzen mehr gibt. Auch ich wurde, neben Politikern wie Christian Lindner oder dem Kabarettisten Dieter Nuhr, auf diesem „Werk“ verewigt. Dazu muss man wissen: Ich stand während der Pandemie unter Polizeischutz, es gab Morddrohungen. Kann sich der ZDF-Comedian Jan Böhmermann, dessen Redaktion die Gesuchten-Liste verantwortet, nicht vorstellen, dass er die Wut fehlgeleiteter Menschen neu entfachen könnte? Wie schnell eine reale Bedrohung entsteht?

    Ich will nicht so viel über Herrn Böhmermann sprechen, denn es geht mir grundsätzlich um unsere Debattenkultur. Auch wenn es bemerkenswert ist, dass sich ein Satiriker des ZDF so vehement eine Obsession gegen einen Wissenschaftler erlaubt. Mal sagte er in seiner Sendung: „Was strahlt, gefährdet die Gesundheit und heißt nicht Hendrik Streeck? Richtig, deutscher Atommüll.“ Ein anderes Mal warf er mir „Menschenfeindlichkeit“ vor. Jetzt zeigt er mich als vermeintlich gewaltbereiten Extremisten, dazu mit manipuliertem Porträtbild, auf dem ich vermutlich irgendwie rechtsextrem aussehen soll. Für mich ist es ein weiterer Beleg dafür, dass eine produktive Debattenkultur mehr und mehr ruiniert wird. Diffamierungen sind en vogue. Es wird niedergemetzelt, nicht gesprochen.
    […]
    Im Öffentlich-Rechtlichen und anderswo galt gerade in der Pandemie zu oft die Regel: Es gibt eine Seite, die wir hören wollen, und eine, die wir nicht hören wollen. Das wurde verbrämt mit Wörtern wie „Mehrheitsmeinung“ und „Minderheitsmeinung“. Mir hat die Pandemie gezeigt, wie radikal alle Seiten inzwischen ihre Meinungssilos bedienen. Man will das eigene Silo erreichen und bestärken, das andere bekämpfen. Jeder will seiner Bubble etwas bieten. Damit das klappt, wird die andere Seite zum Pseudowissenschaftler, Schwurbler, Querdenker oder gar Nazi gemacht. Auch die Formulierung „Klima-RAF“ fällt in diese Kategorie. Absurd ist das angesichts der wirklichen Herausforderung von Pandemie und Klimawandel.

    Gerade die Öffentlich-Rechtlichen müssten eine Debattenkultur vorleben, die für das Gegenteil steht. Da reicht es nicht, jemanden in eine Talkshow einzuladen, damit „auch mal eine andere Meinung vorkommt„. Nein, die Meinungssilos müssen grundsätzlich durchbrochen werden, wir müssen Brücken bauen, sie nicht niederreißen. Die Öffentlich-Rechtlichen, im Grunde alle Medienschaffenden müssen die Kompetenz ausbilden, vielfältige Meinungen zuzulassen. Ein anderer Vorgang der vergangenen Tage zeigt, wie weit der Weg ist: Während die geschmacklose Aktion von Herrn Böhmermann dem ZDF keine Selbstkritik oder Einordnung wert war, entschuldigte sich der Sender mit großer Geste für einen Spruch des Fußballers Sandro Wagner, der katarische Gewänder als „Bademäntel“ bezeichnet hatte. Was sicher nicht die klügste Äußerung war. Doch wieso verurteilt man nur das eine?

    Ich wünsche mir eine andere Kultur der Debatte. Eine, in der nicht versucht wird, Positionen aus dem Weg zu räumen. Oft radikalisiert sich der Diskurs, wenn sich eine Seite nicht gehört fühlt. Das darf es in einer gesunden Demokratie nicht geben. Hört auf, andere Meinungen zu hassen! Sonst verlieren wir unsere Fähigkeit, echten Extremismus zu erkennen – und zu bekämpfen.
    Protokoll: Martin Machowecz

    https://www.zeit.de/2022/49/jan-boehmermann-zdf-magazin-royale-raf-fdp/komplettansicht

    Ich darf daran erinnern, daß die hate community des „Volksverpetzer“, der für ZeroCovid eintrat, den schlimmen Hashtag „SterbenmitStreeck“ erfunden und genutzt hat.

    Es sind immer die „Guten“, die Doppelmoral beweisen:

    Noch etwas Interessantes zu China: ich hatte ja diesen Tweet über eine veränderte chinesische Corona-Strategie gebracht:

    Das scheint zu stimmen:

    Möglicher Strategiewechsel in Peking
    Chinas Vizepremierministerin sieht »neues Stadium« der Pandemie erreicht
    Chinas Führung war für ihre strikte Null-Covid-Politik zuletzt immer stärker unter Druck geraten, nun deutet sich ein Kurswechsel an. In einigen Städten wurden offenbar bereits Maßnahmen aufgehoben.
    01.12.2022, 08.15 Uhr

    Landesweit hatten in China zuletzt Tausende gegen die restriktive »Null-Covid-Politik« ihrer Regierung protestiert. Nun macht die Führung des Landes womöglich leichte Zugeständnisse.
    Chinas Vize-Premierministerin Sun Chunlan sagte am Mittwoch nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur Xinhua, man sei in einem »neuen Stadium der Pandemie«. »Da die Omikron-Variante weniger pathogen geworden ist, mehr Menschen geimpft werden und wir mehr Erfahrungen in der Covid-Prävention gesammelt haben, befindet sich unser Kampf gegen die Pandemie in einem neuen Stadium und bringt neue Aufgaben mit sich«, sagte Sun demnach bei einem Treffen der Nationalen Gesundheitskommission.

    Der Nachrichtenagentur Reuters zufolge kündigte Sun zudem einen »menschlichen Ansatz« bei der Pandemiebekämpfung an. Direkten Bezug auf die von Staatschef Xi Jinping verfolgte »Null-Covid-Politik« nahm Sun nicht.
    […]
    Schon vor dem Ausbruch der Proteste hatten die Behörden eine Anpassung der Coronamaßnahmen beschlossen. Da die Infektionszahlen jedoch zuletzt stark anstiegen, verhängten viele Städte zusätzlich Maßnahmen. Die Gesundheitskommission forderte die lokalen Behörden auf, sich strikt an die Vorgaben zu halten.
    […]
    Regierung setzt auf Impfkampagne

    Am Dienstag kündigte die Kommission zudem an, die Impfkampagne stärker vorantreiben zu wollen – besonders in der älteren Bevölkerung. Aus Angst vor Nebenwirkungen wurden Ältere in dem 1,4-Milliarden-Einwohner-Land bislang weniger geimpft. Nur 40 Prozent der Menschen über 80 Jahren haben eine Booster-Spritze bekommen.
    […]

    https://www.spiegel.de/ausland/china-vizepremierministerin-sun-chunlan-sieht-neues-stadium-der-pandemie-erreicht-a-117bcc37-fa23-46d4-b140-ced2037aba0f

    Bill Gates, der weltweite „Impfluenzer“, wurde bislang mit Samthandschuhen angefaßt – obwohl er schon vor Monaten das Scheitern der Impfungen zugegeben hat, die er schwer forciert hatte. Hieran dürfte es liegen:

    Der SPIEGEL war mit 5,4 Millionen gut dabei, wobei der Guardian freilich mehr als doppelt so viel erhielt.

    Noch so einer, der viel für Corona-Prävention und an Zeitungen etc. „spendete“ und beste Kontakte zum WEF hatte: SBF: er war in NYC natürlich nur zugeschaltet:

    Warum das Publikum, das 2.500 Dollar für den Eintritt bezahlen mußte, auch noch lacht statt ihn auszubuhen, ist mir unerklärlich.

    Ich schließe mich an. 😉

    Gründer von Pleite-Kryptobörse FTX
    »Wir haben komplett versagt«
    Erstmals seit dem spektakulären Zusammenbruch seines Firmenimperiums hat sich Sam Bankman-Fried zu Wort gemeldet. Er schäme sich, sagte der Ex-Chef der Kryptobörse FTX – habe aber nie versucht, jemanden zu betrügen.
    01.12.2022, 02.59 Uhr

    Der Gründer der insolventen Kryptobörse FTX, Sam Bankman-Fried, hat Betrugsvorwürfe von sich gewiesen. »Ich habe nie versucht, Betrug an jemandem zu begehen«, sagte der 30-jährige US-Unternehmer am Mittwoch (Ortszeit) bei einer Konferenz der »New York Times« in New York. Er war aus den Bahamas zugeschaltet, wo seine Handelsplattform für Digitalwährungen wie Bitcoin ihren Hauptsitz hatte. Dabei erklärte Bankman-Fried: »Ich sah es als florierendes Geschäft und war schockiert davon, was diesen Monat passiert ist.«
    Im Nachhinein schäme er sich. »Wir haben komplett versagt«, sagte Bankman-Fried mit Blick auf die milliardenschweren Risiken seines Kryptokonzerns. Es war sein erster öffentlicher Auftritt seit dem Zusammenbruch des Unternehmens im November. »Ich hatte einen schlechten Monat.«
    […]
    In den USA laufen Ermittlungen und Sammelklagen gegen Bankman-Fried. Der 30-Jährige beteuerte nun, dass FTX genug Geld habe, Kunden dort auszuzahlen. »Die US-Plattform ist vollkommen solvent«, sagte er am Mittwoch. Auf die Frage, warum er noch auf den Bahamas sei und ob er sich angesichts der prekären rechtlichen Lage noch in die USA traue, erwiderte Bankman-Fried lediglich, dass er bereits im vergangenen Jahr auf der Karibikinsel gelebt habe.
    Von seinem eigenen Vermögen sei nach dem FTX-Kollaps nicht mehr viel übrig. Er habe nur noch ein Bankkonto, auf dem rund 100.000 Dollar seien. Vor der Pleite taxierten Forbes und Bloomberg sein Vermögen zeitweise auf über 26 Milliarden Dollar.
    aar/dpa

    https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/gruender-von-kryptoboerse-ftx-sam-bankman-fried-wir-haben-komplett-versagt-a-c4993c22-ec87-41f4-b1ff-4b972f320e4f

    Stimmt wohl: die Menschheit will betrogen sein:

    • Nunja, spannend war der Fußballabend ja. 😉

      Aber natürlich getrübt durch diese Überlegungen:

      Hansi Flick ließ zumindest ein bisschen Unbehagen durchblicken. »Wir haben das Weiterkommen nicht mehr ganz in unserer eigenen Hand«, sagte der Bundestrainer vor dem abschließenden Gruppenspiel. Ein Sieg gegen Costa Rica (20 Uhr, Liveticker: SPIEGEL.de, TV: ARD) würde das Achtelfinale zwar überaus wahrscheinlich machen, doch die Konstellation in Gruppe E hält selbst dann Risiken bereit, wenn die DFB-Elf ihre Hausaufgaben macht.

      Die beste Ausgangslage hat Spanien: Nach zwei Spieltagen bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar führt »La Roja« die Gruppe mit vier Punkten an, vor dem abschließenden Duell mit Japan haben die Spanier den Gruppensieg in der eigenen Hand.
      Allerdings könnte den Spaniern ein zweiter Platz eher dazu verhelfen, im Turnier weit zu kommen. Denn: Im Achtelfinale wartet in jedem Fall ein Team aus der nominell schwächer besetzten Gruppe F. Als Gruppensieger droht allerdings bereits im Viertelfinale ein Duell mit Topfavorit Brasilien, sollte die Seleção nach bislang zwei Siegen die Gruppe G ebenfalls gewinnen. Als Gruppenzweiter wartet im schlimmsten Fall ein Duell mit Portugal.

      Verliert Spanien also absichtlich, um Japan vorbeizulassen und den leichteren Pfad einzuschlagen? Droht in Doha Ähnliches wie die »Schande von Gijón«, als Deutschland und Österreich sich bei der WM 1982 in Spanien auf ein 1:0 für die deutsche Mannschaft einigten, um das Weiterkommen für beide Teams abzusichern?

      Enrique will »jeden schlagen«

      Innerhalb der spanischen Mannschaft wurde das Thema diskutiert – aber schnell verworfen, wie Nationaltrainer Luis Enrique beteuerte. »Wir können keine Milchmädchenrechnungen anstellen«, sagte Enrique. »Um eine Weltmeisterschaft zu gewinnen, muss man jeden schlagen, gegen den man antritt. Und genau das werden wir versuchen.«

      [SPIEGEL]

      So ist es dann gekommen, das 4:2 der deutschen Mannschaft gegen Costa Rica hat ihr nichts mehr genutzt, denn Spanien hat 1:2 (1. Halbzeit: Spanien 1:0) gegen Japan verloren, wobei die beiden Japan-Tore zu Beginn der zweiten Halbzeit fielen. Ich habe das Spiel nicht gesehen und kann daher nichts dazu sagen, wie heldenhaft sich Spanien gegen den Spielverlust stemmte…

      Aber das erforderliche 8:0 hätte Deutschland nicht geschafft, weil es mal wieder in der drückend überlegenen 1. Halbzeit statt einem verdienten 4 oder 5 zu Null nur ein 1:0 schaffte und sich dann wegen Tändelei in der Abwehr fast ein Gegentor eingefangen hätte. Ich dachte schon wieder an das Spiel gegen Japan. So kam es dann auch, in der 2. Halbzeit lag Deutschland, das auch seine schwachen Gegner wegen mangelnder Chancenverwertung stark macht, zunächst 1:2 zurück.

      Keine Ahnung, warum Flick Müller und nicht von Anfang an Havertz und Füllkrug eingesetzt hat, die in der 2. Halbzeit drei Tore machten. Er mußte doch wollen, das Achtelfinale aus eigener Kraft zu erreichen?!
      Ausgeschieden. Wir sollten uns damit trösten, daß die ehemals große Fußballnation Italien gar nicht erst mittun durfte. Oder?

      Themawechsel: die Desinformationskampagne des britischen Militärgeheimdienstes läuft wie am Schnürchen:

      Tenor: die Schläge auf das Stromnetz bringen nichts, die Ukraine ist durch ihre Mobilisierungsanstrengungen bestens aufgestellt [was nutzen zwangsweise Gezogene gegen Raketen und Drohnen?], und ohnehin gehen den Russen (wie schon seit März 2022) alsbald die Raketen aus. Überhaupt hätten die Russen diese Aktivitäten von Anfang an unternehmen sollen. (Sic!)

      Annalena versucht es mit Symbolpolitik:

      Und das forsche EU-Parlament mit der Bezichtigung Rußlands als Terror-Staat:

      Daß die demokratische und rechtsstaatsfreundliche Ukraine dieses „Terrormittel“ gegenüber der abtrünnigen Krim ebenfalls anwandte, ist entweder unbekannt oder wird ausgeblendet wie so vieles Negative, das man über die Ukraine wissen könnte – eine Blackbox im West-Journalismus, der der entsprechenden Politik zuarbeitet.

      Daß sie der Krim das Wasser abgrub? Wird ebenfalls nie erwähnt.

      Übrigens hatte der britische Geheimdienst recht: in einem westlichen Angriffskrieg wäre die Ausschaltung des Stromnetzes die erste Aktivität gewesen, wie in Serbien:

      Kiew glaubt noch immer nicht, daß seine fehlgeleitete Luftabwehrrakete am 15.11.2022 in Polen eingeschlagen ist: dabei ist das Kapitel längst abgeschlossen:

      Sehen wir uns mal eine typisch westliche Kriegsanalyse in der ZEIT vom 26.11.2022 an: welche Quellen werden zitiert, welche unterschwelligen Prämissen gibt es, welche Lücken existieren?

      Ukraine-Krieg
      Zäher Kampf um jede Stellung

      Im Donbass können aktuell weder die ukrainische Armee noch die Invasoren nennenswert Gelände erobern. Doch Russland kämpft mit Problemen, die Ukraine scheint im Vorteil.
      Eine Analyse von Hauke Friederichs
      26. November 2022, 6:24 Uhr

      Seit Wochen greift Russland immer wieder ukrainische Stellungen im Donbass an. Und seit Wochen wehren die Verteidiger die Offensiven im Osten des Landes ab. Zuletzt konnten die russischen Streitkräfte dort lediglich wenige Kilometer weiteres Gelände einnehmen. In den Oblasten Donezk und Luhansk kämpfen die Kriegsparteien verbissen und mit großer Härte. Aktuell steht vor allem die Stadt Bachmut im Fokus und nun scheint Russland dort weitere Reserven zu mobilisieren. Derzeit sind um Bachmut vor allem Söldner der Wagner Group im Einsatz, einem privaten Militärdienstleister mit engen Beziehungen zum Kreml. Aber erfolgreich sind diese irregulären Kämpfer bislang nicht.

      „Die Wagner-Söldner können in Bachmut kaum Geländegewinne aufweisen, aber offenbar ukrainische Gegenangriffe abwehren„, sagt Helmut Ganser, Brigadegeneral der Bundeswehr a.D., der als sicherheitspolitischer Publizist tätig ist. Große militärische Erfolge gelingen im Donbass aktuell beiden Seiten nicht. Sowohl die ukrainischen als auch die russischen Einheiten haben dort Stellungen mit Schützengräben und Bunkern angelegt, Angriffe auf solche Stellungen sind stets verlustreich.

      Das stellten die russischen Soldaten zuletzt am Mittwoch fest, als sie abermals versuchten, in der Region um Bachmut vorzurücken. Diese Offensivoperationen hätten die Verteidiger abgewehrt, gibt der ukrainische Generalstab an.

      Südöstlich von Soledar, einem Ort, der zwölf Kilometer nordöstlich von Bachmut liegt, soll es zu heftigen Kämpfen gekommen sein, berichtet das Institute for the Study of War (ISW) aus den USA. „Russische Quellen behaupteten weiterhin, dass die ukrainischen Streitkräfte schwere Verluste in der Gegend von Bachmut erleiden, lieferten jedoch keine spezifischen Informationen über diese Verluste.“

      Ausbildung und Ausrüstung mangelhaft

      Nun hat Russland nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums große Teile seiner verbliebenen Luftlandeeinheiten in die Ostukraine verlegt. Die Fallschirmjäger gelten als Elitetruppe mit hoher Kampfkraft. Die russischen Streitkräfte hatten diese Verbände bei der Offensive gegen Kiew im Februar und März intensiv eingesetzt und Abertausende Männer verloren. Damals waren so viele Angehörige der Luftlandekräfte getötet worden, dass ganze Einheiten nicht mehr eingesetzt werden konnten. Jetzt soll Russland sie mit Reservisten aufgefüllt haben. Durch die Teilmobilmachung hat der Kreml 318.000 weitere Soldaten gewonnen. Allerdings stehen für deren Ausbildung zu wenige erfahrene Offiziere und Unteroffiziere zur Verfügung, weil Russland bereits sehr viel Führungspersonal im Krieg verloren hat. [Alles „Informationen“ des britischen Militärgeheimdienstes] Und auch die Ausrüstung der Rekrutierten ist mangelhaft. In Videos, die sie über soziale Netzwerke verbreiten, zeigen die entsetzten Soldaten das ausgehändigte Material: dünne Schlafsäcke, uralte Zeltplanen, unterfütterte [?] Gummistiefel statt für den Winterkrieg geeignetes Schuhwerk. [Diese Videos stammen aus Rußland; ob diese Soldaten trainiert werden und zum Einsatz kommen, ist fraglich.]
      […]
      Wie erfolgreich diese Soldaten eingesetzt werden können, muss sich erst noch erweisen. Die Verluste unter den mit der Teilmobilmachung gewonnen Männer sollen sehr hoch sein, Schätzungen gehen von 200 bis 400 Toten am Tag aus. „Obwohl dieses schlecht ausgebildete Personal die vermeintlichen Elitefähigkeiten der Luftlandeeinheiten verwässern wird, wird Russland diese Einheiten wahrscheinlich immer noch Abschnitten zuweisen, die als besonders wichtig erachtet werden“, teilte das Verteidigungsministerium in London am Donnerstag mit.

      In Luhansk greifen ukrainische Soldaten das russische Militär an. Wie bereits im Raum Charkiw und bei Cherson in den vergangenen Wochen zerstören die Ukrainer nun auch im Donbass mit weitreichender Artillerie Lager, Arsenale und Depots des Gegners. Bei den Angriffen mit Geschützen seien 50 russische Soldaten getötet und bis zu 50 weitere verwundet worden, heißt es beim ISW.
      […]
      Besonders dem Beschuss mit weitreichender Artillerie aus Mehrfachraketenwerfern vom Typ Himars und Mars II können die russischen Truppen nichts entgegensetzen. Dennoch versuchen sie seit vielen Wochen, bei Bachmut durchzubrechen.
      In Donezk liefen die Gefechte mit besonderer Intensität weiter, täglich komme es zu mehreren Dutzend russischen Angriffen, stellte die stellvertretende Verteidigungsministerin der Ukraine, Hanna Maljar, Mitte November fest. „Die ukrainischen Streitkräfte verteidigen die Grenzen sehr erfolgreich. Ja, es gibt heftige und schreckliche Kämpfe, der Preis ist sehr hoch, aber der Gegner rückt keinen Zentimeter vor.“ [Die gefettete ist eine der wenigen wahrheitsgemäßen Aussagen aus Kiew.]
      […]
      „Es zeichnet sich ab, dass die Ukraine ein bisschen im Vorteil ist„, sagte Claudia Major, Leiterin der Forschungsgruppe Sicherheitspolitik bei der Stiftung Wissenschaft und Politik, am Donnerstagabend bei der Veranstaltung Zeitenwende on Tour in Hamburg, die von der Münchner Sicherheitskonferenz organisiert wurde. Dass einer der Kontrahenten aufgebe, sei nicht in Sicht. „Das Ende des Kriegs definiert den Frieden“, analysierte Major. „Wo dann die Frontlinien sind, wird über den Frieden entscheiden. Das ist die Lehre von 2014. Als 2014 der Krieg endete, war die Krim russisch besetzt und Teile des Donbass. Das war dann die politische Realität.“ Für die Ukraine sei es daher wichtig, so viel von ihrem Territorium wie möglich zu befreien. [Stimmt. Worin allerdings der Vorteil der Ukraine liegt, und wieso sie zur Rückeroberungen in der Lage sein sollte, erklärt sie nicht.]
      […]
      Die Regierung in Moskau versucht nun, den Schaden zu begrenzen. [Welchen Schaden?] Die russischen Streitkräfte gehen in die Verteidigung über. „Priorität hat insbesondere die Sicherung der Landbrücke zur Krim und anderer besetzter Gebiete“, stellt Sarah Pagung in den Opinions on Security der Deutschen Atlantischen Gesellschaft fest. „Das zeigt sich vor allem durch die Absicherung der Frontlinie und das Verstärken dezimierter Einheiten durch mobilisierte Kräfte. Unterstützt werden diese Maßnahmen durch die anhaltenden Angriffe auf die ukrainische Infrastruktur sowie die Truppenbewegungen in Belarus, die einen Teil der ukrainischen Kräfte im Norden binden.“ [Inwiefern steht die Absicherung in einigen Teilen der Offensive in anderen Teilen entgegen?]
      […]
      „Die Russen haben nach dem erheblichen Geländeverlust im Raum Charkiw und dem Rückzug auf das Ostufer des Dnipro die Front stark verkürzt und konsolidiert. Der breite Dnipro stellt eine starke Barriere gegen Angriffsoperationen der ukrainischen Streitkräfte dar. Dies ermöglicht den Russen, kampferfahrene Einheiten aus dem Süden in den Donbass zu verlegen“, sagt auch Helmut Ganser im Gespräch mit ZEIT ONLINE. „Generell sehe ich für die kommenden Monate eher einen Abnutzungs- und Stellungskrieg, der mal an Intensität zunimmt und dann wieder abflaut. Auch abhängig vom Wetter.“ [Damit widerspricht er zwar einigen anderen Leumundszeugen dieses Artikels, erklärt aber nicht, warum er von keinen russischen Offensiven durch diese Verlegung ausgeht.]

      Noch herrscht in der Ukraine die Rasputiza, die Schlammperiode. Im Donbass liegt die Temperatur über null Grad, der Boden ist morastig und schwer befahrbar. Mitte Dezember ändert sich das meist, Bodenfrost ermöglicht Militärfahrzeugen wieder vorzurücken. Dann könnten größere Offensiven wieder möglich werden. Denn die Befreiung von Cherson hat auch ukrainische Verbände freigesetzt. Dazu bilden die Briten momentan 10.000 Soldaten aus und die EU will 20.000 weitere Männer und Frauen ausbilden. Sie dürften spätestens im Frühjahr 2023 für Offensiven zur Verfügung stehen.

      https://www.zeit.de/politik/ausland/2022-11/ukraine-krieg-donbass-ostukraine-russland-armee/komplettansicht

      Fazit: alle zitierten Quellen sind pro-westlich. Unterschwellige Prämisse ist, daß die Ukraine weiterhin mit westlichen Angriffswaffen ausgerüstet wird. Und die Lücke besteht in den gräßlichen Verlusten, die das ukrainische Militär, die Nazi-Milizen und die ausländischen Söldner, die eh nur Kanonenfutter sind, erleiden.

      Den „meat grinder“ hatte MacGregor schon am 20.11.2022 erwähnt:

      Bestätigt durch diesen ukrainischen Sodaten bei Bakhmut:

      Während der britische Militärgeheimdienst am 25.11.2022 diese Desinformation verbreitete, die in der ZEIT treudoof abgeschrieben wurde:

      Dessen Zielrichtung ist klar: die russische Mobilisierung zu diskreditieren – deshalb sterben gezielt auch nur Reservisten! Langsam sollte man diese Propaganda-Botschaften doch lesen können…

      Die Waffenlieferungen aus dem Westen indes stocken:

      Report

      Ukraine’s Appetite for Weapons Is Straining Western Stockpiles
      “I think everyone now is sufficiently worried,” a NATO official said.
      By Jack Detsch, a Pentagon and national security reporter at Foreign Policy., and Amy Mackinnon, a national security and intelligence reporter at Foreign Policy.
      November 16, 2022, 4:43 PM

      As the war in Ukraine shows little sign of abating, Kyiv’s Western partners are grappling with how to maintain a supply of arms and ammunition to Ukraine, which have proven decisive on the battlefield, without letting their stockpiles dwindle to the point that it could jeopardize their own readiness levels.
      […]

      https://foreignpolicy.com/2022/11/16/ukraine-weapons-military-aid-stockpiles-nato-low-industry/

      Es ist schlicht nichts mehr da. Und die Rüstungsindustrie kann nicht nachliefern, weil man dort auf hochkomplexe Systeme konzentriert ist und nicht auf konventionelle Fähigkeiten.

      Zusätzlich gibt es dort auch Berichte über die oft fehlfunktionierende ukrainische Luftabwehr, deren Raketen dann in Wohnhäuser einschlagen – was dann natürlich gemäß der üblichen ukrainischen Propaganda als „russischer Angriff auf Zivilisten“ dargestellt wird:

      November 24, 2022
      Ukraine – Running On Empty

      Yesterday the Pentagon announced another transfer of weapons to the Ukrainian military:
      […]
      NASMAS is an air defense systems that uses re-purposed air to air missiles (active radar homing AIM-120 AMRAAM) in a ground to air mode.

      Yesterday one of those missiles was used in Kiev but missed its target. It hit an apartment block and killed several people:

      „The missile that hit an apartment block in Kiev today was a US-made AIM-120C launched from one of the newly arrived NASMAS air defense systems, donated to Ukraine in the last months. Local people shared on social media photos of the wreckage of the missile. Even though Ukraine blamed Russia for the strike, it turns out the missile was not Russian but American and was fired by Ukrainian troops.

      The fragment shown in the photo has the word LIFT as the American AIM-120C. This is an anti-aircraft missile for the NASAMS systems which were recently donated to Ukraine. By analyzing the photos which Ukrainian citizens published themselves the missile which hit their residential building can be easily identified as American.“
      https://militarymonitoring.com/apartment-block-in-kiev-hit-by-us-made-aim-120c-for-nasmas-air-defense-systems/

      Heavy machine guns with thermal image sights against drones“.

      This is a really bad sign. I have tried to find recent photos of machine guns used in air defense mode. There were only antique ones plus this model picture.

      Several decades ago we trained to shoot down helicopters and planes with the machine guns attached to the top of our battle tanks. Despite firing from a stable platform and spending lots of ammunition our hit rates were really lousy. That’s why no army I know of is still using this method. Most of the UAV’s used in Ukraine for reconnaissance are electrical. They are unlikely to show up in a thermal sight. The propeller driven Iranian drones, probably made in Russia, are hot and make a lot of noise. They can be targeted but are reasonably fast and one has to act equally fast to get them. The Lancet kamikaze drones used by the Russian military in Ukraine fly low and fast. A machine gun team will have little chances when such a drones flies towards it.
      Those machine guns Ukraine will get, minus those to be sold on the black market, can not be effective as air defense. They will likely end up to be used in a ground mode to defend this or that frontline ditch. They are good for that until some artillery round or infantry fighting vehicle comes along and takes them out.

      Additional ammunition for HIMARS

      HIMARS is the wonder weapon that wasn’t. The reach of some 70 kilometers is reasonable but one also needs very good targeting data to put them to use. The Russians have learned from the early HIMARS successes and have become much better now with camouflaging their positions.

      200 precision-guided 155mm artillery rounds

      Nice to have – but again only if you have reliable targeting data. What is shocking is that there is no other 155 mm ammunition in this delivery. What are those M-777 guns that still exist in Ukraine supposed to fire?

      10,000 120mm mortar rounds

      That’s not a lot either. Previously the U.S. had given Ukraine 20 120 mm mortar with 135,000 120mm mortar rounds. The 10,000 new rounds will likely be spend in less than a week.

      „High-speed Anti-radiation missiles (HARMs)“

      These are air to ground missiles used to target enemy radar. They have been jury rigged to fit on the few SU-27 fighter jets the Ukraine has received from some east European country. There have been reports that Russian air defenses usually hit these missiles before they reach their target.

      Today the New York Times reported that one such missile, fired back in September, had hit an apartment building in Kramatorsk:

      „New York Times journalists were able to gather and identify distinct metal fragments left behind at the site of an earlier strike, in September in eastern Ukraine, providing a window into where the billions of dollars of United States’ military aid sent to Ukraine can sometimes land.

      “Three people got wounded, they say. No dead. It hit the apartment where no one lives, and in the next one, people got hurt,” said Olga Vasylivna, a resident who lived adjacent to where the missile hit.“

      The trucks Ukraine will get may be useful but will there be enough diesel to fuel them?
      […]

      Russia expert Gordon M. Hahn looks at the upcoming Russian Winter Offensive. Only with a ceasefire can Ukraine and its sponsors avert the upcoming catastrophe. This for three reasons:

      First, the Russian hammer is about to fall on Ukraine. The gloves are coming off; electric energy stations, bridges, and even ‘decision centers’ such as central Kiev’s government buildings are being targeted. … What will the sociopolitical situation be like when these critical infrastructures are in complete collapse and temperatures are 20 degrees colder? Russia will be moving closer to the strategy of ‘shock and awe’, fully destroying all infrastructure – military or otherwise – as the US did in Serbia and Iraq and will likely take less care now to avoid civilian casualties.
      After the infrastructures are completely destroyed or incapacitated, Russia’s reinforcements of 380,000 regular and newly mobilized troops will have been fully added into Russia’s forces across southeastern Ukraine. … A winter offensive by some half a million troops will make substantial gains on those three fronts and multiply Ukrainian losses in personnel and materiel`, which are already high. This could lead easily to a collapse of Ukrainian forces on one or more front. On the backs of such a success Russian President Putin might also make another attempt to threaten Kiev …

      Second, the West is suffering from Ukraine fatigue. NATO countries’ arms supplies have been depleted beyond what is tolerable, and social cohesion is collapsing in the face of double-digit inflation and economic recession. All this makes Russia the winner on the strategic level and is forcing Washington and Brussels to seek at least a breathing spell by way of a ceasefire.

      Third, Ukraine’s greatest political asset – Zelenskiy himself – just got devalued, putting at even greater risk Ukraine’s political stability. … For now, in order to keep the West on board, Zelenskiy is rumored to be pushing Ukrainian armed forces commander Viktor Zalyuzhniy to start a last pre-winter offensive in northern Donetsk (Svatovo and Severodonetsk) or Zaporozhe in order to put a stop to the West’s ceasefire murmurs and reboost support. At the same time there is talk of continuing Zelenskiy-Zalyuzhniy tensions over the latter’s good press and star status in the West. … On the background of the deteriorating battlefield and international strategic situation, such civil-military tensions are fraught with the potential for a coup. …

      We may be reaching the watershed moment in the Ukrainian war. No electricity, no army, no society.

      All of the above and the approaching presidential elections scheduled in Moscow, Kiev and Washington the year after next make this winter pivotal for all the war’s main parties.“
      https://gordonhahn.com/2022/11/22/the-russian-winter-offensive/

      Reading the two pieces quoted above I come to the conclusion war has been lost – by Ukraine as well as by its supporters.
      […]

      https://www.moonofalabama.org/2022/11/ukraine-running-on-empty.html

      Nicht nur mit dem Armeechef Zalyuzhniy, der auch beim Volk beliebt ist und den Selenksij daher als Konkurrenten betrachtet, auch mit Klitschko gibt es Spannungen:

      Kritik an Kiews Bürgermeister
      Darum geht Selenskyj jetzt auf Klitschko los
      27.11.2022, 15:24 Uhr

      Seit Beginn der großangelegten Invasion Russlands gab es in der Ukraine keine offen ausgetragenen innenpolitischen Konflikte. Mit seiner scharfen Kritik an Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko hat Präsident Wolodymyr Selenskyj diesen Zustand beendet. Dabei ist der Streit zwischen beiden nicht neu.
      […]
      Er erwarte vom Rathaus eine bessere Arbeit.
      Namen nannte Selenskyj keine. Aber auch so wurde klar, wen er meinte: Klitschko. In der Hauptstadt seien nach Tagen immer noch 600.000 Haushalte ohne Strom, sagte der Präsident bei dem Auftritt am Freitagabend. Im schwarzen Kapuzenpullover verwies er auf ein von ihm persönlich angekündigtes Projekt, die „Punkte der Unbesiegbarkeit“. An diesen Stellen in der Stadt soll sich jeder wärmen und mit Strom und Internet versorgen können.
      „Faktisch sind nur diejenigen Punkte normal ausgestattet, die vom Katastrophenschutz und am Bahnhof aufgebaut wurden“, tadelte Selenskyj jedoch. Der Rest sei in miserablem Zustand. Um seine Aussage zu belegen, schickte der 44-jährige Abgeordnete seiner Partei „Diener des Volkes“ zum Heizstellen-Check. Fraktionschef David Arachamija rapportierte später, dass mehr als 360 Aufwärmpunkte geprüft worden seien. In Schulen und Kindergärten hätten Mitarbeiter auf eigene Kosten Tee und Gebäck mitgebracht. „Doch hat die Stadtregierung den Crashtest nur mit ’schlecht‘ bestanden und bisher keine Schlussfolgerungen gezogen.“ Zugleich lobte Arachamija das Management der ukrainischen Bahn: „Sie haben 200 ‚Waggons der Unbesiegbarkeit‘ und eine ganze Festung“, womit er den Hauptbahnhof in Kiew meinte.

      Da Klitschko in der Ukraine nur eingeschränkt medienwirksame Möglichkeiten zur Verteidigung hat, bediente sich der ehemalige Box-Weltmeister seiner Kontakte im Ausland. Über die „Bild am Sonntag“ rief der 51-Jährige seine Landsleute angesichts der russischen Invasion noch einmal zur Einigkeit auf. „Wir müssen weiter gemeinsam dafür sorgen, das Land zu verteidigen und die Infrastruktur zu schützen.“ Klitschko versicherte, dass es in der Stadt wieder Wasser und Heizung gebe. Nun gelte es, die Stromversorgung wieder herzustellen.

      Dazu zeigte sich der 51-Jährige mit weißem Helm in einem der Heizkraftwerke von Kiew. Vor sowjetischen Armaturen schüttelte er Hände und bedankte sich bei den Mitarbeitern des Unternehmens Kyivteploenerho. „Mehr als 3000 Menschen haben Tag und Nacht dafür gearbeitet, damit wir sagen können, dass fast 98 Prozent der Häuser unserer Stadt mit Fernheizung versorgt sind“, sagte Klitschko. Gleichzeitig gestand das Stadtoberhaupt jedoch, dass weiterhin gut ein Viertel der Kiewer ohne Strom auskommen müsse. Am Sonntagmorgen dann kam die erlösende Nachricht der Kiewer Militärverwaltung: Fast überall in der Drei-Millionen-Stadt gab es wieder Strom. Auch Wasser, Wärme und Mobilnetz seien nahezu vollständig wiederhergestellt.

      Blick auf die Präsidentschaftswahl 2024

      Es ist nicht das erste Mal, dass Selenskyj und seine Administration gegen Klitschko schweres Geschütz in Stellung bringen. Bereits nach Selenskyjs Amtsantritt 2019 forderte der damalige Chef des Präsidentenbüros, Andrij Bohdan, den Rücktritt des Hauptstadtbürgermeisters, der seit 2014 im Amt ist. „Er hat die Kontrolle über die Situation in der Stadt im Verlaufe der letzten fünf Jahre verloren“, tönte Bohdan damals.

      Zu dieser Zeit galt es fast als ausgemacht, dass Selenskyj Klitschko zumindest kaltstellen werde. So sollte das Amt des gewählten Bürgermeisters vom Posten des Chefs der Stadtverwaltung getrennt werden. Klitschko wäre damit zu einer Art Grüßaugust geworden. Doch es kam anders: Medienberichten zufolge gelang es Klitschko, über Kontakte zum Selenskyj-Vertrauten Andrij Jermak seine Degradierung zu verhindern. Inzwischen leitet Jermak das Präsidentenbüro.
      Nach Meinung mancher Beobachter scheint Selenskyj nun einen zweiten Anlauf nehmen wollen, um Klitschko als potenziellen Gegner bei der 2024 anstehenden Präsidentenwahl auszuschalten. Allein: Bis dahin gilt es zum einen, den Krieg zu beenden. Und zum anderen, den Krieg zu überleben.

      https://www.n-tv.de/politik/Darum-geht-Selenskyj-jetzt-auf-Klitschko-los-article23746789.html

      Das ist noch nicht einmal alles: Selenskij hatte nach bewährtem US-Vorbild auch die Korruptionsstaatsanwaltschaft auf Klitschko gehetzt – aber die Durchsuchungen haben wohl nichts ergeben.

      Dem Mann geht es nur um sich selbst. Tausende sterben, weil er den Armee-Chef zu falschen Entscheidungen nötigt, während andere von der Fahne gehen – und das ganz bestimmt nicht, weil Rußland sich selber im Atomkraftwerk Saporischschja beschießt, wie es die Westpresse zu behaupten pflegt:

      Kiew bezeichnet übergelaufenen Chef von AKW Saporischschja als „Verräter“
      Stand: 1.12.2022 21:50 Uhr |

      Das von Russland besetzte AKW in Saporischschja wird nun vom ehemaligen Co-Chef geleitet – die Ukraine bezichtigt ihn, zum Feind übergelaufen zu sein.

      Der staatlich-ukrainische AKW-Betreiber Energoatom hat dem neuen ukrainischen Leiter des von Russland besetzten Atomkraftwerks Saporischschja Verrat vorgeworfen. Der bisherige stellvertretende Chefingenieur des Kraftwerks, Juri Tschernitschuk, „hat die Ukraine verraten und ist zum Feind übergelaufen“, erklärte Energoatom-Chef Petro Kotin im Onlinedienst Telegram.
      Tschernitschuk hatte am Mittwoch das russische Angebot angenommen, die Leitung des Atomkraftwerks Saporischschja zu übernehmen. Dies sei seiner Meinung nach „die einzig richtige Entscheidung“, erklärte er. Energoatom-Chef Kotin sieht das anders: „Statt alles dafür zu tun, das Kraftwerk möglichst schnell zu befreien, hat er entschieden, den russischen Besatzern dabei zu helfen, ihre kriminelle Aneignung zu legalisieren“, erklärte er.
      Energoatom gab an, Tschernitschuk entlassen zu haben. Er werde „früher oder später“ seine Taten „vor dem Gesetz und den Leuten“ rechtfertigen müssen, warnte Kotin.

      https://www.welt.de/politik/ausland/article242423653/Ukraine-News-Kiew-bezeichnet-neuen-Chef-von-AKW-Saporischschja-als-Verraeter.html

      Mit „den Leuten“ meint er SBU- und Nazi-Schergen, die Kollaborateure liquidieren, die dann als Opfer von russischen Gewalttaten propagiert werden.

      Aber zurück zu den Waffenlieferungen:

      Auch die 14 deutschen Panzerhaubitzen 2000 sind wegen extensiver Benutzung außer Gefecht: Ersatzteile und Munition müssen erst hergestellt werden, und ob die deutsche Rüstungsindustrie eine etwaige Bestellung überhaupt durchführen könnte, ist fraglich.
      Die zunehmende Verzweiflung des Westens sieht man auch in diesem Blinken-Vorschlag:

      Die Bundesregierung gibt keine Auskunft über die eigenen geringen Munitionsbestände, von denen gemunkelt wird, sie entsprächen dem, was die Ukraine in einer Woche verbrauche.

      Weiter zu den furchtbaren Verlusten des ukrainischen Militärs:

      Das ist eine sehr realistische Einschätzung. Ausgerechnet die NYT bestätigt die ukrainischen Verluste bei Bachmut, das Selenskij entgegen seinem Armeechef unbedingt gehalten sehen wollte:

      Was sogar von dem glühendem Ukraine-Fan Julian Röpcke von BILD bestätigt wird:

      Eigentlich sind dem Westen die sinnlos geopferten ukrainischen Militärs bekannt:

      Was nun auch von der Leyen offenbart hatte:

      100.000 getötete Soldaten? EU-Kommission löscht Aussage
      Artikel von T – Online • 30.11.2022 Vor 3 Std.

      EU-Kommissionspräsidentin von der Leyen spricht in einer Rede von 100.000 getöteten ukrainischen Soldaten. Der Abschnitt wird anschließend gelöscht.
      Die EU-Kommission hat nachträglich eine Aussage von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen aus dem Video einer Rede gelöscht. Zu Beginn einer Ansprache zu Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine sagte von der Leyen: „Es wird geschätzt, dass bisher mehr als 20.000 Zivilisten und mehr als 100.000 ukrainische Militärangehörige getötet worden sind.“
      Eine Aufzeichnung der Rede wurde am Mittwoch anschließend vom offiziellen Twitter-Account der EU-Kommissionspräsidentin entfernt. Der Tweet war nicht mehr abrufbar. Stattdessen wurde ein neues, zwölf Sekunden kürzeres Video veröffentlicht, aus dem die Aussage zur Zahl getöteter ukrainischer Soldaten und Zivilisten herausgeschnitten ist.
      Auf t-online-Anfrage verwies die Kommission auf ein Statement, das Pressesprecherin Dana Spinant auf Twitter veröffentlicht hatte. „Die verwendete Schätzung aus externen Quellen sollte sich auf die Opferzahlen beziehen, das heißt sowohl auf Tote als auch auf Verletzte„, schreibt Spinant. Damit sollte die Brutalität Russlands verdeutlicht werden.

      [t-online]

      Wie waren die Reaktionen?

      Der ewig lügende Selenskij-Berater Arestowitsch:

      Lach! Nur 10.000 gefallene ukrainische Soldaten? Come on. Die von von der Leyen postulierten 100.000 scheinen mir das Mindestmaß zu sein.

      Aber die Ukraine ist ja nun tatsächlich ein Vasall der USA:

      Wie es mit Bakhmut/Bachmut weiterging:

      • Passenderweise schmückt meinen literarischen Katzenkalender in dieser Woche ein Sartre-Zitat, das so lautet:

        „Beim Fußball verkompliziert sich allerdings alles durch die Anwesenheit der gegnerischen Mannschaft.“

        Vielleicht sollte Deutschland sich damit trösten, daß es Uruguay nicht besser erging?

        Uruguay – Ghana 2:0

        Luis Suárez saß bereits Minuten vor dem Abpfiff weinend auf der Bank. Uruguay ist wie Ghana im Kampf um das WM-Achtelfinale gescheitert. Zwar gewannen die Südamerikaner wieder nach einem Elfmeter-Fehlschuss der Afrikaner, doch freuen konnte sich darüber keiner. Zwölf Jahre nach dem legendären Viertelfinale von Johannesburg siegte die Celeste diesmal mit 2:0 (2:0) in Al-Wakra gegen Otto Addos Ghanaer im letzten Vorrundenspiel, was ihr aber nichts brachte. Fassungslos nahm Suárez nach seiner Auswechslung das 2:1-Siegtor von Südkorea gegen Portugal zur Kenntnis; sein eigenes Team konnte nicht mehr nachlegen.

        https://www.stern.de/sport/fussball/wm-2022/suedkorea-zieht-neben-portugal-ins-achtelfinale-ein—uruguay-wuetet-gegen-schiedsrichter-32972038.html

        Weil der deutsche Schiri mindestens zwei Elfer für Uruguay nicht gegeben hat. Die französische in unserem Spiel hatte den Deutschen einen Eckball verweigert, und ob das 2:1-Tor von Japan überhaupt korrekt war oder der Ball vorher im Aus, ist ebenfalls „umstritten“ – ich sehe ihn ganz klar im Aus:

        Die FIFA sieht es anders, obwohl man auf dem Video gar nichts sieht:

        Ich habe noch das Ende eines sehr ruppigen Spiels Schweiz gegen Serbien gesehen (3:2), wo es eine Massenrangelei gab und der Schiri völlig überfordert war. Auch dort gab es im Parallel-Spiel eine kuriose Niederlage: Brasilien, das eh schon weiter war, verlor 0:1 gegen Kamerun. Wie isses nur möglich?

        Ahja: die zweite Hälfte Spaniens war also „schwach“:

        Sicherlich war das woke Getue um die Mannschaft ablenkend; hier verrät unsere Ethik-Expertin, die ja schon Kimmich beraten hat, wie man dem Widerspruch zwischen Pflicht und Neigung entgehen kann: durch den guten alten Ablaßhandel:

        Vorher aber bitte noch eine Taschengelderhöhung…

        Natürlich wurden wir zum Gespött:

        Besonders aber auch wegen unseres virtue signalling:

        Faeser ist auch so eine Fehlbesetzung mit ihrem Schlingerkurs zwischen wokeness und law and order.

        Ich kann bestätigen: ja. Vorhin in der Tagesschau gezeigt.

        Man hat es nicht mehr zu hoffen gewagt: aber ebendort gab es einen Kommentar zur Doppelmoral der Bundesregierung gegenüber Katar (und überhaupt hinsichtlich der angeblichen Energiewende, die schon rein theoretisch obsolet ist):

        Vielleicht sollten wir uns wirklich lieber dem Kulturkampf zuwenden, damit die realen Probleme liegen bleiben können? Selbst die Springer-Kantine bleibt nicht verschont:

        Immerhin durfte er neben der Schokolade (vermutlich eingeschmolzene Osterhasen) auch seinen Bart retten, den er aber womöglich der Einnahme gegengeschlechtlicher Hormone verdankt.

        Den Thread empfehle ich; er stammt von der von einer Uni ausgeladenen Biologin Marie-Luise Vollbrecht, die die heutzutage „umstrittene“ biologische Tatsache verbreitet, daß es aus biologischer Sicht nur zwei Geschlechter gibt:

        [Thread]

        Sie wurde in dieser unterirdischen Sendung (letztlich sind es Nazis wie Alice Weidel und Russen, die neben Alice Schwarzer, Birgit Kelle und Marie-Luise Vollbrecht Transmenschen an der Entfaltung ihrer Persönlichkeit hindern) natürlich als Meeresbiologin vorgestellt.. .

        Die Sendung beginnt mit „One Love“ – womit sich der Kreis schließt.

        ZDF Magazin Royale vom 2. Dezember 2022
        Es gibt Hetze gegen trans Menschen. Journalist*innen, Aktivist*innen, Wissenschaftler*innen und sogar Alt-Feminist*innen gehen gegen Selbstbestimmung auf die Straße oder schreiben „meinungsstarke“ Artikel in „liberalen“ Tageszeitungen.
        Videolänge:
        31 min
        Datum:
        02.12.2022
        Verfügbarkeit:
        Video verfügbar bis 01.12.2023

        https://www.zdf.de/comedy/zdf-magazin-royale/zdf-magazin-royale-vom-2-dezember-2022-100.html

        ab Minute 22:20 zu Marie-Luise Vollbrecht. Obwohl die Entfaltung der Persönlichkeit natürlich nichts mit Biologie zu tun hat, obgleich die Transorthodoxie behauptet, Transfrauen seien Frauen und Transmänner Männer – während die Sendung komplett unkritisch darüber hinweggeht, daß mittlerweile 90% der Transpersonen Mädchen und Frauen sind, die sich zu Männern umwandeln lassen. Und kein Wort dazu, wie Kinder und Jugendliche vor Pubertätsblockern und verstümmelnden OP geschützt werden könnten, die irreversible Schädigungen herbeiführen.

        Leider wähnt sich die in der letzten Woche von Böhmermann noch verunglimpfte FDP und hier nun plötzlich gelobte FDP auf dem Freiheitspfad, wenn sie einen bloßen jährlichen Sprechakt vor dem Standesamt für einen „offiziellen“ Geschlechtswechsel ausreichen läßt, wobei der Elternwille durch ein Gericht ersetzt werden kann. Es ist ein slippery slope zu viel weitreichenderen Möglichkeiten der sehr aggressiven Translobby, Kinder und pubertierende Jugendliche zu beeinflussen, die in ihrer natürlicher Unsicherheit oder gar autistischen Störung Erlösungsvorschläge für ihre Probleme akzeptieren, deren Tragweite sie nicht im Geringsten überblicken können. Schon allein deshalb finde ich derlei flippige Sendungen, die nur dem Image ihres Protagonisten als woke dienen, supergefährlich.

        • Emotionale Beiträge in existenziellen Fragen sind leider die Norm – auch, was die Ukraine angeht:

          Argument
          An expert’s point of view on a current event.
          The Perpetually Irrational Ukraine Debate
          The war continues to be discussed in ways that are self-serving—and self-defeating.

          By Stephen M. Walt, a columnist at Foreign Policy and the Robert and Renée Belfer professor of international relations at Harvard University.

          November 29, 2022, 6:20 AM

          Because war is uncertain and reliable information is sparse, no one knows how the war in Ukraine will play out. Nor can any of us be completely certain what the optimal course of action is. We all have our own theories, hunches, beliefs, and hopes, but nobody’s crystal ball is 100 percent reliable in the middle of a war.

          You might think that this situation would encourage observers to approach the whole issue with a certain humility and give alternative perspectives a fair hearing even when they disagree with one’s own. Instead, debates about responsibility for the war and the proper course of action to follow have been unusually nasty and intolerant, even by modern standards of social media vituperation. I’ve been trying to figure out why this is the case.

          What I find especially striking is how liberal interventionists, unrepentant neoconservatives, and a handful of progressives who are all-in for Ukraine seem to have no doubts whatsoever about the origins of the conflict or the proper course of action to follow today. For them, Russian President Vladimir Putin is solely and totally responsible for the war, and the only mistakes others may have made in the past was to be too nice to Russia and too willing to buy its oil and gas. The only outcome they are willing to entertain is a complete Ukrainian victory, ideally accompanied by regime change in Moscow, the imposition of reparations to finance Ukrainian reconstruction, and war crimes trials for Putin and his associates.
          […]

          https://foreignpolicy.com/2022/11/29/the-perpetually-irrational-ukraine-debate/

          Schön, daß auch ein NATO-Organ wie Foreign Policy diese komplette Hysterie anspricht. Mehr kann ich leider dort nicht lesen, weil ich dort schon zu oft zu Gast war.

          Der unversorgte ukrainische Soldat in seinem Schlamm-Schützengraben bei Bakhmut nun mit englischen Untertiteln:

          Der SPIEGEL hat keine Ahnung von dieser Realität und verläßt sich auf die üblichen West-„Experten“:

          Russlands Krieg gegen die Ukraine
          Winterkampf an der Front – warum die Ukrainer Vorteile haben
          Wie kämpfen Armeen bei Minusgraden? Militärexperten sehen die russischen Streitkräfte aufgrund mangelnder Ausrüstung im Nachteil – und befürchten Zehntausende Opfer.
          Von Jörg Römer
          02.12.2022, 09.54 Uhr

          https://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/winterkampf-an-der-front-warum-die-ukrainer-vorteile-haben-a-a789b2d9-afee-4175-ac2e-490362f2ff8e

          Das ist natürlich ein Bezahlartikel, aber Windows spülte mir den Artikel frei Haus in den Thread. Und da liest man dann u.a.:

          Militärexperten gehen davon aus, dass die Soldatinnen und Soldaten [noch nie wurde an der Front eine Soldatin gesichtet, auch bei den russischen Streitkräften nicht] der Ukraine im Vergleich mit den russischen Streitkräften einen Vorteil bei der Bekleidung haben.

          Durch die Lieferungen aus dem Westen sind sie besser ausgestattet. Die Natostaaten liefern beispielsweise warme Kleidung, Winterstiefel und Zelte. Dafür stellt die Allianz 40 Millionen Euro bereit. Auch Kanada liefert Winterkleidung im Wert von 15 Millionen US-Dollar, darunter 400.000 Winterparkas, Hosen, Stiefel und Handschuhe von kanadischen Unternehmen. Eine Spendenkampagne aus Estland sammelt sogar Geld für Winterkleidung ukrainischer Soldaten. Kostenpunkt für eine Garnitur von der Unterwäsche bis zur Winterjacke, Halswärmer und Schneetarnanzug: rund 400 Euro.

          Russland habe es dagegen versäumt, eine gute Grundausstattung an Uniformen und Ausrüstungsgegenständen auszugeben, so Drummond. »Die neu eingezogenen Wehrpflichtigen werden kalt, nass, elend und hungrig sein. Das Letzte, was sie tun wollen, ist kämpfen«, so der Experte.

          Ähnlich sieht es Militärexperte Thomas C. Theiner, ein ehemaliger Angehöriger der italienischen Streitkräfte. [Ein klassischer Pseudo-Experte, auf den ansonsten nur Röpcke Bezug nimmt.] Er glaubt, dass bis zu 100.000 russische Soldaten den Winterkrieg nicht überleben könnten. Neben dem Mangel an Winterkleidung könnte auch die russische Logistik, die immer wieder von Artillerieschlägen der Ukrainer gestört wurde, den Ausschlag geben. Wenn weder warme Speisen und Getränke noch Heizmaterial oder Schlafsäcke an die Front geschafft werden können, droht vielen Soldaten der Kältetod im Schützengraben.
          […]
          Die ukrainischen Truppen dagegen seien in der Regel gut angezogen, ihre Verteidigungslinien halten sie sauber, trocken und warm, so Watling. »Das ukrainische Militär hat auch eine vernünftige untere Führungsebene – die Leute passen aufeinander auf.«

          Auch Watling geht davon aus, dass die Russen durch den Winter Verluste erleiden werden. Denn die Ukrainer können Knotenpunkte mit ihrer westlichen Artillerie gezielt angreifen. Zudem verhindert die Abhängigkeit der Russen von diesen Knotenpunkten ein hohes Maß an Mobilität von Putins Truppen.
          […]

          Wie fühlt sich der Herr Römer, wenn er derlei Propaganda sendet?

          Da ist ja selbst der Ukraine-Fan Röpcke objektiver, was die Realität angeht:

          Die deutschen Medien kannten freilich seit längerem die horrenden ukrainischen Verluste an Militärpersonal, die die 100.000, die von der Leyen kurzfristig zugab, übersteigen dürften. Sie wurden allerdings versteckt in ihrem Ukrainetaumel:
          Schon am 23.11.2022 brachte ich diesen ZEIT-Artikel:

          „Die ZEIT vergißt, zu erwähnen, wer ihr all diese regimetreuen Protagonisten andiente:“

          Befreiung von Cherson
          „Ihr helft uns sehr“

          Vergangene Woche zogen die Russen sich aus der ukrainischen Stadt Cherson zurück. Nun organisieren die Menschen dort ihre Freiheit neu.
          Von Alice Bota, Simone Brunner, Andriy Dubchak und Andrea Jeska und Olivia Kortas, Cherson/Kiew/Berlin
          Aktualisiert am 17. November 2022, 9:18 Uhr
          […]
          Aber an der Front schätzten die ukrainischen Soldaten die Lage durchaus anders ein. Im August, als die von Wolodymyr Selenskyj angekündigte Gegenoffensive im Süden begann, erwiesen sich die Bedingungen als schwierig. Die Gegend rund um Cherson ist flach, eine Steppenlandschaft. Jedes Fahrzeug war weithin sichtbar, und nur wer in hohem Tempo über den kaputten Asphalt bretterte, entkam dem Beschuss der Russen. Von Graben zu Graben, von Position zu Position schoben sich die Ukrainer vor, jeder Meter wurde schwer erkämpft. „Man kann sich nicht vorwärts bewegen, ohne dass der Feind das sieht“, sagte nur wenige Tage vor der Einnahme von Cherson ein Kommandeur, der dank eines Anflugs von Italiennostalgie den Kampfnamen „Andrea“ gewählt hatte. „Die Gegenoffensive ist eine zähe Schlacht mit viel Blut.“
          Im September, als der ukrainischen Armee der Durchbruch im Osten im Gebiet Charkiw gelang, beklagten die im Süden stationierten Ukrainer, dass der Druck von Vorgesetzten steige, ähnliche Erfolge zu erzielen. Doch dafür fehle es ihnen an den entsprechenden Waffen: Sie bräuchten Panzer und mehr Raketen. Müde waren sie von dem Krieg und klagten über schreckliche Verluste. „An manchen Tagen ist das hier wie Stalingrad“, sagte ein Soldat.
          […]
          Im Zentrum der Stadt, auf dem Freiheitsplatz, wehen eine ukrainische Fahne, eine Fahne der Europäischen Union und das historische schwarz-rote Symbol der Ukrainischen Aufständischen Armee, die im Kampf für eine unabhängige Ukraine auch mit den Nationalsozialisten kollaborierte.
          […]
          In der Hauptstadt Kiew versammelten sich noch am Freitag auf dem Maidan Menschen, riefen: „Cherson ist Ukraine!“, lagen sich in den Armen, vorbeifahrende Autofahrer hupten. Doch in Euphorie verfielen die Menschen nicht. Nur wenige Hundert Meter entfernt, an der Außenmauer des Michaelsklosters, werden seit dem Ausbruch des Krieges die gefallenen Soldaten mit Fotos dokumentiert. So gut wie täglich kommen neue Namen, neue Gesichter dazu.
          […]

          https://www.zeit.de/2022/47/cherson-russland-ukraine-krieg-befreiung/komplettansicht

          Da konnte man sich schon fragen: wer schmuggelte trotz der einseitigen pro-Ukraine-Auswahl der Cherson-Zeugen diese Verluste der ukrainischen Armee ein:

          Jene dort beteiligte Olivia Kortas hat im ZEIT-Magazin 58/2922 vom 24.11.2022 (S.28-41) versucht, eine Bullerbü-Geschichte über die Ukraine zu schreiben; zur Autorin heißt es dort:

          Olivia Kortas, 28, ist seit dem Sommer für die ZEIT in der Ukraine unterwegs, die freie Journalistin reist jeweils für mehrere Wochen aus Berlin dorthin. Zuletzt recherchierte sie in der soeben befreiten Stadt Cherson. Kortas spricht Polnisch, das dem Ukrainischen ähnlich ist. „Auf dem Bauernhof konnte ich daher die meisten Gespräche ohne Dolmetscher führen“, sagt sie.

          Das wage ich schon mal zu bezweifeln, denn anderswo heißt es, daß die ukrainische Sprache ein russischer Dialekt sei. Wie dem auch sei: Olivia Kortas unterläuft ihren Zeitmagazin-Coup durchaus elegant:

          Ukraine
          Ferien vom Krieg
          Auf einem Bauernhof im Osten der Ukraine bietet ein Ehepaar Menschen und Tieren Unterschlupf, nur hundert Kilometer von der Front entfernt. Wie baut man mitten im Krieg eine Idylle auf? Von Olivia Kortas
          ZEITmagazin Nr. 48/2022 23. November 2022, 16:57 Uhr aktualisiert am 27. November 2022, 16:57 Uhr

          Aber damit scheitert sie, denn ihre Protagonisten sind ukrainische Nationalisten, die nicht vom selbstgemachten Käse leben, sondern von patriotischen Führungen durch ihren Betrieb, zu denen Studenten und Schüler gekarrt werden:

          An einem Vormittag kurz nach der Eberjagd trifft ein Bus voller junger Tourismusstudenten und -studentinnen der Nationaluniversität Dnipro ein, ihr Besuch ist Teil eines Seminars. Sie sehen sich verschlafen um, stapfen mit ihren Chunky-Boots durch den Dreck und setzen sich auf die Holzbänke vor dem Hofladen. Die Augen der Studentinnen sind aufwendig geschminkt, eine hat sich die grün gefärbten Haare zum Zopf gebunden.
          Die Tür des Hofladens öffnet sich, heraus tritt Ewgenia Molchanowa. Sie stopft die Hände in die Taschen ihrer Fleecejacke.
          „Was sind eure Träume für die Zukunft?“, fragt sie.
          Die Studenten starren auf die Tischplatten. Niemand scheint Lust zu haben, an diesem Morgen die eigenen Lebensziele zu offenbaren, noch dazu vor allen anderen.
          „Was wollt ihr später machen in Dnipro, in der Ukraine?“, fragt Molchanowa.
          „Ein Hotel bauen“, murmelt jemand in die Stille. Molchanowa inspiziert die Gesichter und wirkt enttäuscht. Das ist ihr zu wenig Aufbruchsgeist. „Im Tourismus ist es wichtig, Leidenschaft zu zeigen“, sagt sie. Sie erzählt, wie sie damals an diesem Stück Land vorbeifuhr. Wie schön sie es fand und wie jetzt evakuierte Tiere darauf leben und den Besuchern helfen, sich besser zu fühlen, trotz des Krieges.
          „An diesem Ort hier geht es nicht um uns, es geht um die Ukraine“, sagt sie. „Wir bauen den Hof auf, aber vor allem bauen wir die Ukraine auf.“ Die Studenten sehen Molchanowa an. Sie schweigen.
          „Ich möchte, dass auch ihr euer Business in der Ukraine aufbaut“, fordert Molchanowa. „Gute Menschen lieben ihr Vaterland, und sie wollen es gestalten.“ Sie spricht noch kurz über das touristische Potenzial der Region: Hier lebten einst Kosaken und übten sich in ihrer Kampfkunst, das könnte historisch Interessierte neugierig machen. Und ein paar Kilometer weiter liegt ein gefluteter Steinbruch, in dem man tauchen kann.
          Eine Mitarbeiterin holt die Studenten ab, um sie herumzuführen. Während die Gruppe in Richtung Stall trottet, zieht Molchanowa sich Arbeitskleidung an. Sie flieht an die sterilen Metalltische ihrer Käserei, wo sie milchweiße Käsebälle in Weinblätter wickelt. An Tagen wie diesen wird ihr alles zu viel. Noch tagelang wird sie anderen Besuchern davon erzählen, dass die jungen Studierenden keine guten Ideen hatten. Wie, wird sie die Besucher fragen, sollen wir mit solchen Leuten die Ukraine aufbauen?

          Es ist das zweite Mal in ihrem Leben, dass Molchanowa mit all ihrer Energie ein großes Ziel verfolgt. Sie war 23, als die Proteste auf dem Maidan begannen, dem zentralen Platz in Kiew, und ihr Leben in ein davor und danach teilte.
          […]
          Als der Krieg in der Ostukraine ausbrach, fühlte sich Pilipenko gebraucht. Im Frühjahr 2014 fuhr er an die Front und trainierte dort Freiwillige. Aus dem ganzen Land reisten Kampfwillige in den Osten, um die Oblaste Luhansk und Donezk zu verteidigen. „Sie hatten keine Disziplin“, sagt Pilipenko, „ich ließ sie morgens aufmarschieren und die ukrainische Hymne singen.“
          […]
          Seit der Geburt ihrer Tochter Iwanka 2015 halten sich Pilipenko und Molchanowa von Politik und Aktivismus fern. Sie sind enttäuscht, dass Russland es schaffte, die Krim zu annektieren und die Ostukraine zu besetzen. Schuld sei Korruption, glaubt Pilipenko. Er habe bei der Präsidentschaftswahl im Jahr 2019 für den heutigen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und nicht für eine der rechten Parteien gestimmt, um die alten Eliten abzuwählen.
          Besucher müssen dennoch nicht lange nach den Überzeugungen der Betreiber fragen. Auf den Tischen vor dem Hofladen sind kleine Tafeln in Schafform aufgestellt, darauf stehen patriotische Sprüche in Pilipenkos verschnörkelter Schrift.
          „Achtung. Bleiben Sie ruhig. Dieses Gebiet wurde entnazifiziert vom russischen Frieden. Ruhm der Ukraine.“
          „Sogar Schafe können Ukrainisch. Sprich Ukrainisch. Sei deiner Nation treu.“
          „Der Hof und die Käserei wurden am 28. Februar 2019 eröffnet, um Ukrainer glücklich und die Orks in Moskau eifersüchtig zu machen.“
          An der Tür des Hofladens klebt ein Aufkleber in Schwein-Form. Er hat die Farben der russischen Flagge. Das Schwein ist durchgestrichen.
          „Wir bauen unsere eigene kleine Ukraine auf“, sagt Molchanowa eines Abends beim Tee. „Wir wollen, dass die ganze Ukraine so wird“, ergänzt ihr Mann.

          https://www.zeit.de/zeit-magazin/2022/48/ukraine-krieg-bauernhof-idyll/komplettansicht

          Natürlich waren die beiden überzeugten Nationalisten nach dem 24.2.2022 auch auf Russenjagd:

          Molchanowa überlegte, mit den Töchtern zu fliehen. Pilipenko wurde als älterer Mann nicht eingezogen. [Sorry, er ist 54 und damit im einziehungsfähigen Alter.]Sie entschieden sich, zusammenzubleiben, und bereiteten sich darauf vor, den Hof zu verteidigen. „Wir fürchteten, dass die Russen unsere Gegend besetzen könnten“, sagt Pilipenko. Er nahm eine Kalaschnikow, die er seit den Maidan-Protesten besitzt – woher er sie hat, will er nicht sagen –, und lehrte die Anwohner und Jäger in der Umgebung, mit ihren Jagdflinten besser zu schießen. Molchanowa bereitete Molotowcocktails vor. Die Nachbarn erstellten Chatgruppen und teilten sich in Schichten auf: Jede Nacht setzten sich zwei bis drei Nachbarn in ein Auto und suchten die Gegend nach auffälligen Personen ab.

          Aber da es dort keine gab, blieb es friedlich. Allerdings: die schweren Verluste des ukrainischen Militärs werden erwähnt:

          Im Osten der Ukraine ist der Krieg präsenter als in anderen Teilen des Landes. In den Zügen in Richtung Dnipro begegnet man Soldaten, die ausgezehrter aussehen als noch vor Monaten, sie riechen nach Schweiß und nach kaltem Rauch und sehen sich schweigend Videos auf ihren Smartphones an; ihre Rucksäcke und Isomatten stapeln sich auf den Gängen. In einem dieser Züge muss sich ein Soldat am Tresen festhalten, als er einen Kaffee bestellt, so erschöpft ist er offensichtlich. „Mit oder ohne Milch?“, fragt die Zugmitarbeiterin zum dritten Mal. Er sieht sie an, aber die Frage dringt nicht zu ihm durch.

          Auf dem Hof ist mehrmals täglich das hohle Knallen der ukrainischen Artillerie zu hören. Alle paar Tage rasen Jets über den Himmel. Wenn Molchanowas Töchter die Flugzeuge sehen, rufen sie laut: „Ehre der Ukraine!“ [Als ob das ukrainische Flugzeuge seien.] Immer wieder sehen Pilipenko und Molchanowa Nachrichten auf Facebook, die über den Tod von Bekannten informieren. „Wir kennen unsere Verluste nicht, aber sie müssen hoch sein“, sagt Pilipenko. „Bestimmt 70 Prozent meiner ehemaligen Kameraden, die in den Kampf gezogen sind, sind an der Front gestorben.“

          https://www.zeit.de/zeit-magazin/2022/48/ukraine-krieg-bauernhof-idyll/komplettansicht

          Unter dem Tierschutzaspekt hat die Family sogar bei der woken LA Times Beachtung gefunden. Man stutzt jedoch, was den angeblichen russischen Raketen-Einschlag dort angeht, den die ZEIT kolportierte:

          They’re victims too. Who cares for animals during wartime?

          In Ukraine’s countryside, Evgenia Molchanova cares for animals in need of refuge from the war, including Fiesta, a golden retriever, and DiShiKa, a black poodle.
          (Carolyn Cole / Los Angeles Times)
          By Nabih BulosStaff Writer
          Photography by
          Carolyn Cole
          June 2, 2022 2 AM PT

          […]
          But the conflict can still intrude. Last month, Ukrainian air defenses shot down a Russian cruise missile, which rained fragments near the Green Grove. Moments like these make Pilipenko, who showed a scrapbook with pictures of himself as a soldier, want to join the fight.
          Molchanova insists that she needs him to stay with her and their two daughters, Ivanka, 7, and Olyana, 2.
          “I can’t do this on my own,” she said.
          […]

          https://www.latimes.com/world-nation/story/2022-06-02/russia-ukraine-war-animal-pets-sanctuary-farm

          In der Zeit klingt das ganz anders: da war es natürlich eine russische Rakete:

          An das genaue Datum erinnern sich Molchanowa und Pilipenko erst nicht, zu schnell vergehen die Tage auf dem Hof, und die Wochen verschwimmen. „In der Nacht zum 3. März ist eine Rakete eingeschlagen“, sagte Pilipenko vor ein paar Tagen. „Die Rakete fiel am 6. September“, sagt Molchanowa am Tag darauf. In der Erinnerung vertun sich die beiden oft. Später sind sie sich aber einig: Die Rakete fiel in der Nacht zum 3. September um zwei Uhr morgens. Sie schlug auf der Weide ein, knapp 100 Meter vom Haus entfernt. Ein Teil prallte ab und flog ein Stück weiter. Sie explodierte nicht. „Ich weiß nicht, wie hoch die Wahrscheinlichkeit dafür ist, vielleicht zwei Prozent?“, rätselt Pilipenko.
          Er hörte den Einschlag und sah auf den Aufnahmen der Überwachungskamera, wie das Feld und die Baumaterialien für den neuen Stall in Flammen aufgingen, weil sich ausgelaufenes Öl entzündete. Er nahm Ulana auf den Arm, weckte Iwanka und rannte mit den Töchtern in den Keller. Dann rief er die Feuerwehr. Die Erde ist noch schwarz, dort wo Öl aus der Rakete austrat. Die Materialien für den neuen Kuhstall und ein Teil des Tierfutters verbrannten. Ein Splitter hat sich durch das Auge eines Pferdes gebohrt. Der Rappe ist nun einseitig blind. Einen Teil der Rakete, eine verbogene Metallplatte, bewahrt Pilipenko als Andenken auf. Knapp zehn Kilometer entfernt liegt ein Militärflughafen. Pilipenko vermutet, dass die russische Armee darauf abzielte.

          https://www.zeit.de/zeit-magazin/2022/48/ukraine-krieg-bauernhof-idyll/komplettansicht

          In der Realität entfernt sich die Selenskij-Diktatur immer mehr vom Westen:

          Scott Ritter hat absolut recht in seiner Einschätzung:

          Dazu paßt im übrigen die russische Erklärung vom 2.12.2022 zum Telefonat mit Scholz:

          • Bundeskanzler Olaf Scholz hat am (heutigen) Freitag, erneut, mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin telefoniert. Die Darstellung des Gespräches ist, wenig überraschend, sehr unterschiedlich.
          […]
          Die Darstellung des Kreml:

          Auf Initiative der deutschen Seite hat Wladimir Putin ein Telefongespräch mit dem Bundeskanzler der Bundesrepublik Deutschland, Olaf Scholz, geführt.

          Es wurden verschiedene Aspekte der Situation in der Ukraine erörtert. Wladimir Putin erläuterte noch einmal ausführlich die prinzipielle Vorgehensweise Russlands bei der speziellen Militäroperation. Es wurde auf die zerstörerische Politik der westlichen Länder, einschließlich Deutschlands, hingewiesen, die das Regime in Kiew mit Waffen versorgen und das ukrainische Militär ausbilden. All dies sowie die umfassende politische und finanzielle Unterstützung für die Ukraine veranlasst Kiew, jegliche Verhandlungen strikt abzulehnen. Außerdem ermutigt sie radikale ukrainische Nationalisten, immer mehr blutige Verbrechen gegen die Zivilbevölkerung zu begehen.

          Der russische Präsident forderte die deutsche Seite auf, ihr Vorgehen im Zusammenhang mit den Ereignissen in der Ukraine zu überdenken.
          Es wurde festgestellt, dass die russischen Streitkräfte seit langem davon abgesehen haben, bestimmte Ziele in der Ukraine anzugreifen, dass solche Maßnahmen nun aber zu einer erzwungenen und unvermeidlichen Reaktion auf die provokativen Angriffe Kiews auf die russische zivile Infrastruktur, einschließlich der Krimbrücke und der Energieanlagen, geworden sind.

          Dazu gehört auch der Terroranschlag auf die Nord-Stream- und Nord-Stream-2-Pipelines, dessen Umstände transparent und unter Einbeziehung der zuständigen russischen Behörden untersucht werden müssen.

          Sie sprachen auch über die Umsetzung der Vereinbarungen des Istanbuler „Pakets“ vom 22. Juli über den Abtransport ukrainischen Getreides aus den Schwarzmeerhäfen und die Freigabe der Ausfuhr von Lebensmitteln und Düngemitteln aus Russland. Es wurde betont, dass das „Getreideabkommen“ in gutem Glauben umgesetzt werden muss, was die Beseitigung aller Hindernisse für russische Lieferungen bedeutet.
          (Übersetzt mit deepl.com)
          http://kremlin.ru/events/president/news/69971

          https://augengeradeaus.net/2022/12/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-2-dezember-2022/

          Klarer könnte man die Lage nicht zusammenfassen.

  2. Zuletzt hatte ich in Bezug auf die Doppelmoral speziell der deutschen Katar-LNG-kaufenden Deutschen und die von der ZEIT promovierten Verschwörungstheorien Katars gegen den Iran vor dem Fußballspiel Iran gegen die USA diesen Tweet gebracht:

    „Es gilt der allgemeine Trend: Proteste in Feindländern sind o.k., egal wie blutig sie ausgetragen werden, denn sie sind Ausdruck von regime change-Ambitionen:“

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-20/#comment-97902

    Das gilt allgemein, auch für Hongkong, wo sogar rechtswidrige Separatismus-Bestrebungen begrüßt wurden, während die Stadt verwüstet wurde, als auch für die USA unter Trump – DER Feind schlechthin – als 2020 „BLM“ ganze Innenstädte in Schutt und Asche legte wie in Minneapolis, Portland und Kenosha, was dennoch als „friedliche Proteste“ dargestellt wurden. Und nun werden gar die harmlosen anti-Corona-Maßnahmen-Proteste in China als regime change-OP porträtiert…

    Der übliche Vorwurf gegen die Gleichsetzung der Proteste in China und bei uns ist ziemlich platt:

    Was die Empfindlichkeit gegenüber Grundrechtseinschränkungen angeht, ist die in einem demokratischen Rechtsstaat per se höher als in einer von uns so gelabelten „Diktatur“ wie in China, das keine Verfassung hat wie unsere, die die Menschenwürde als Art.1 aufweist, worauf die spezifischen Grundrechte folgen. Das alles gibt es in China nicht.

    Nun bejubeln dieselben Protagonisten, die die deutschen Corona-Maßnahmen-Proteste nicht genug dämonisieren, verbieten und unter allgemeinem Beifall durch brutale Polizei-Maßnahmen unterbinden ließen, die Proteste in China und hoffen auf regime change:

    Die deutsche Polizeigewalt gegen angebliche „Querdenker“ war erheblich. Die ZEIT versteckt ihre kritischen Artikel und bringt sie nicht in der Printausgabe, sondern nur online für Abonnenten (ich konsumiere beide Ausgaben). Hier gab es nun einmal einen kritischen Artikel: üblicherweise kassiert jemand, der übergriffige Polizeibeamte anzeigt, eine Anzeige wegen Widerstands und wird verurteilt, weil Gerichte traditionell aus Korpsgeist lügenden Polizeibeamten glauben. Ein Corona-Gewaltbetroffener zeigte die Polizeibeamten nicht an, verschwieg sein entlastendes Beweismittel im Ermittlungsverfahren wegen Widerstands und ließ die Polizeibeamten wie üblich lügen:

    Polizeigewalt in Deutschland
    Der Polizist tappt in die Falle
    Polizeigewalt landet fast nie vor Gericht. Auch in Hamburg ist ein Demonstrant angeklagt, nicht der Polizist. Doch der Beamte ahnt nicht: Es gibt ein Video seiner Tat.
    Eine Reportage von Elke Spanner, Hamburg
    29. November 2022, 11:23 Uhr

    Ganz am Ende, nach zwei Prozesstagen, geht es auf einmal sehr schnell. Gerade noch steht Aussage gegen Aussage, da reicht Rechtsanwalt Jonas Hennig der Richterin einen Stick herüber und bittet sie, das Video darauf abzuspielen. Nur wenige Minuten ist der Film lang. Anschließend spricht die Richterin den Angeklagten sofort mit knappen Worten frei. „Was auf dem Video zu sehen ist“, sagt sie, „erschreckt mich sehr.“

    Viel mehr musste wohl nicht gesagt werden nach diesem Film. Denn darauf zu sehen ist unzweifelhaft ein Fall von Polizeigewalt. Aber nicht die Polizisten, die einen Spaziergänger mit dem Schlagstock zu Boden schlugen, die ihn fesselten und dabei ein Knie auf seinen Hals drückten, saßen auf der Anklagebank, sondern der Spaziergänger Robert B.

    Robert B, Feuerwehrmann von Beruf, ist am Nachmittag des 5. Februar 2022 mit Freunden an der Hamburger Binnenalster unterwegs. Es ist die Hochphase der Proteste gegen die Corona-Maßnahmen. Jedes Wochenende gehen Protestierende auf die Straße, in angemeldeten Demonstrationen oder auf verabredeten Spaziergängen in kleinen Gruppen. Auch Robert B. schlendert an diesem Tag mit seiner Lebensgefährtin und Freunden am Jungfernstieg entlang, in der Hand eine Packung Bratreis vom Asia-Schnellimbiss. Ob sie zufällig oder bewusst gerade dort entlanglaufen, wo sich auch die Demonstrierenden versammeln – das weiß man nicht. Was man weiß: Sie stoßen dort auf Polizisten und wenige Minuten später liegt Robert B. mit Handschellen gefesselt auf dem Boden, über ihm uniformierte Beamtinnen und Beamte.
    […]
    Am ersten Verhandlungstag wird Matz H. als Zeuge in den Saal gerufen, ein kräftiger Mann mit breitem Kreuz und dunklem Haar. Der 34-Jährige ist der Polizist, der die kleine Gruppe damals am Jungfernstieg angehalten und der Robert B. schließlich mit seinem Schlagstock zu Boden gebracht hat. „Wir hatten den Auftrag, Leute anzusprechen, die sich den Spaziergängen anschließen wollten„, sagt er aus. Bei der Personengruppe rund um Robert B. habe er das Gefühl gehabt, sie könne zu den Protestierenden dazugehören. Also stoppte er sie. „Ich hatte gleich das Gefühl, dass die Grundstimmung aggressiv war. Die wollten gleich eine Konfrontation aufbauen“, behauptet der Polizist. Deshalb habe er zusammen mit anderen Beamtinnen und Beamten einen „Sicherungskreis“ um Robert B. gezogen. Der aber habe eine Faust gegen den Beamten erhoben – Matz H. spielt den angeblichen Faustschlag im Gerichtssaal sogar vor – und erst daraufhin sei die Situation dynamischgeworden, wie er sagt. Kurz darauf lag Robert B. gefesselt am Boden.

    Ermittlungen wegen Körperverletzung und Falschaussage

    Eine Aussage, die an einzelnen Punkten widersprüchlich erscheint, in sich aber schlüssig ist und von einem Kollegen des Polizisten am zweiten Verhandlungstag bestätigt wird. Es sieht nicht gut aus für den Angeklagten Robert B., aber da holt sein Anwalt den Stick mit dem Video hervor und das Blatt wendet sich: Freispruch für Robert B.

    Abgeschlossen ist die Sache damit nicht. Jetzt geht ein zweites Kapitel der Geschichte los: Der Anwalt von Robert B. stellt noch im Gerichtssaal Strafanzeige gegen Matz H. und den anderen Polizeikollegen, der im Gericht ebenfalls eine andere Version des Nachmittags am Jungfernstieg geschildert hat. „Mein Mandant ist Opfer von schweren Straftaten geworden. Und Sie waren schon auf Verurteilungskurs, weil Sie Polizeibeamten einfach immer alles glauben“, hält er der Staatsanwältin vor.

    Die Staatsanwältin wird nun gegen die beteiligten Polizisten wegen des Verdachts einer Falschaussage vor Gericht und gefährlicher Körperverletzung ermitteln. Das kündigt sie im Gerichtssaal an. Und die Richterin, sichtlich erschrocken über das, was sie soeben erlebt hat, wendet sich mit ihren letzten Worten direkt an Robert B. „Ich finde es richtig, wie Sie sich entschieden haben“, sagt sie zu ihm. „Was wir hier gesehen haben, muss an die Öffentlichkeit.

    https://www.zeit.de/gesellschaft/2022-11/polizeigewalt-hamburg-prozess-corona-protest/komplettansicht

    Laut Veröffentlichungspolitik der ZEIT allerdings nur an eine eingeschränkte. Und ich vehehle nicht, daß ich auch die betroffenen Polizeibeamten als Opfer der Politik ansehe: wie lautete ihr Einsatzauftrag noch im Februar 2022 noch mal?

    „Wir hatten den Auftrag, Leute anzusprechen, die sich den Spaziergängen anschließen wollten

    Ich hatte ja hier zuletzt nachgewiesen, wie falsch all die Prämissen der Corona-Politik waren, die jetzt eh zerfallen, selbst bei Politikern:

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-20/#comment-97900

    Was die frühe propagandistische woke Verengung in Sachen Corona auch für die Wissenschaft bedeutete, legt dieser Autor in der ZEIT dar:

    Yascha Mounk
    1982 in München geboren, lehrt Internationale Beziehungen an der Johns Hopkins University in Baltimore. Von April 2023 an gehört er dem Herausgeberrat der ZEIT an.

    Man kann nur hoffen, daß diese Promotion eine Einsicht in das NATO-Organ ZEIT befördert. Denn der üble Artikel von Adrian Daub in der ZEIT, gegen den sich Mounk wendet, ist frei online lesbar, der von Mounk freilich nicht.

    Cancel-Culture
    Gefährliche Selbstzensur
    Von Yascha Mounk

    Sind die Warnungen vor der Cancel-Culture an US-Universitäten so übertrieben, wie es der Forscher Adrian Daub in der ZEIT behauptet hat? Nein, entgegnet Yascha Mounk: Wir müssen dafür kämpfen, dass echte, angstfreie Debatten wieder möglich werden.
    23. November 2022
    […]
    Vor ein paar Jahren merkte ich zum Beispiel in einem Seminar, dass meine Studenten nicht so redefreudig waren wie sonst. Zunächst dachte ich, der Fehler liege bei mir. Vielleicht war der Kurs nicht klar genug strukturiert oder mein Unterricht nicht ausreichend mitreißend? Irgendwann fragte ich ein paar Studenten in der Sprechstunde, was los sei. Ihre Antwort war deprimierend: Zwei ihrer Kommilitonen seien dafür bekannt, schnell beleidigt zu sein. In der Vergangenheit hatten sie auf TikTok und Instagram Studenten für das, was diese angeblich in der Kantine oder auch im Seminarraum gesagt hatten, an den Pranger gestellt. Das habe für die „Beschuldigten“ unmittelbare Folgen gehabt. Ihre Versuche, Missverständnisse aus der Welt zu schaffen, seien weithin ignoriert worden. Sie seien von Partys ausgeladen, von Kommilitonen, die sie nicht einmal kannten, angepöbelt worden. Meine Studenten wollten nicht riskieren, einer ähnlichen Hexenjagd zum Opfer zu fallen. Deshalb sagten sie im Seminar lieber nichts, was irgendwie aus der Reihe fallen oder missverstanden werden könnte.
    […]
    Laut einer Studie der Heterodox Academy zum Beispiel sagen fast zwei Drittel aller amerikanischen Studenten, dass „die Atmosphäre auf meinem Campus manche Menschen davon abhält, das zu sagen, was sie glauben, weil andere das anstößig finden könnten„. Eine Studie der Foundation for Individual Rights and Expression kommt sogar zu dem Schluss, dass acht von zehn Studenten nach eigener Auskunft von Zeit zu Zeit Selbstzensur ausüben. Es ist wenig überzeugend, diese erschreckenden Befunde als eine von nebulösen Stiftungen geschürte moralische Panik abzutun. Wenn die meisten unserer eigenen Studenten angeben, Selbstzensur auszuüben, sollten Professoren wie Adrian Daub und ich ihre Sorgen ernst nehmen, statt sie von oben herab zu belehren, ihre vermeintlich irrationalen Ängste würden sie zu Handlangern konservativer Puppenspieler machen.
    […]
    Eine Kultur der Selbstzensur birgt auch ganz konkrete Gefahren. Während der Pandemie wurden die wenigen Wissenschaftler, die sich früh für eine Wiederöffnung der Schulen aussprachen, von ihren eigenen Kollegen verunglimpft. Mit Hinweis auf besondere Gefahren, die von Covid für Mitglieder ethnischer Minderheiten angeblich ausgingen, wurden sie sogar als Rassisten bezeichnet.

    Leana Wen zum Beispiel ist eine prominente Ärztin und Forscherin, die sich in den ersten Monaten der Pandemie lautstark für weitreichende Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus einsetzte. Aber nach der Einführung effektiver Impfstoffe trat sie früher als viele ihrer Kollegen für eine Rückkehr in den normalen Schulbetrieb ein. Dafür erlebte Wen solch eklatante Anfeindungen, dass sie vor wenigen Monaten aus Sicherheitsgründen ihre Teilnahme am jährlichen Treffen der American Public Health Association absagen musste. Auch aufgrund dieses – in den sozialen Netzwerken besonders aggressiv patrouillierten – Gruppendenkens blieben viele öffentliche Schulen in den USA fast zwei Jahre lang geschlossen. Die Folgen waren ironischerweise gerade für Schüler aus besonders benachteiligten Haushalten, unter ihnen viele Afroamerikaner, katastrophal: Sie hinken ihren Lernzielen in Kernkompetenzen wie Lesen und Rechnen nun hoffnungslos hinterher.

    Vor allem aber ist die Scheu, die Dinge beim Namen zu nennen, ein Fehler, weil sie auf einem falschen Verständnis der Rolle von Wissenschaftlern und Journalisten beruht. Unser Job ist es, zu schreiben, was richtig und wichtig ist. Wenn wir versuchen, alles zu verschweigen, was „den Falschen“ in die Hände spielen könnte – wie es die einflussreiche Fachzeitschrift Nature Human Behavior kürzlich ganz offiziell in ihren redaktionellen Richtlinien verkündete –, verletzen wir die Grundanforderungen unseres Berufs.
    […]

    https://www.zeit.de/2022/48/cancel-culture-us-universitaeten-zensur-debatte

    Entsprechend war die Zensur auf Twitter, wo eminente wissenschaftliche Vertreter, die den Kollegen, die sich der Regierungslinie andienten, widersprachen, schlicht gecancelt wurden:

    Zumal die US-Regierungslinie unter Biden/Fauci genauso falsch war wie bei uns.

    Bei uns hört der Quatsch mit den Impfungen und den Maßnahmen ja langsam auf: aber der SPIEGEL sekundiert immer noch:

    Ein Artikel im Konjunktiv, bestückt mit den üblichen Verdächtigen: 2 Mal Charité, und dann Frau Eckerle. Und an der Impfung, das wissen wir ja ganz genau, können Spätschäden ja nicht liegen.

    Wer neben Medien wirklich relevante fake news absondert, sind vorrangig nicht Twitterer, sondern selbstverständlich die werbende Pharmazie wie Pfizer:

    Kinder leiden nicht unter Covid-19. Sie brauchen daher keine nebenwirkungsreiche Impfung. Warum haben westliche Zulassungsbehörden diese schlichte Wahrheit ignoriert? Warum haben sie den Lügen der Industrie vertraut?

    Kommen wir zu dem für mich gefährlichsten Punkt der Politisierung in Zeiten von Corona: wie schnell mit „Haß und Hetze“ durch Medien und Politik Sündenböcke erschaffen wurden – die Ungeimpften. Das hatte ich tatsächlich nicht für möglich gehalten, und das muß dringend aufgearbeitet werden:

    Corona-Aufarbeitung
    Wir müssen über die „Tyrannei der Ungeimpften“ reden
    Stand: 11.11.2022 16:17 Uhr | Von Jakob Hayner
    […]
    Den Ungeimpften die Schuld am erneuten Pandemiegeschehen zu geben bleibt in der politischen und medialen Klasse nahezu unwidersprochen.

    „Ihr seid jetzt raus“

    Um der Erinnerung auf die Sprünge zu helfen, hier eine anekdotische – sicher unvollständige! – Sammlung: „Es ist wichtig, den Ungeimpften eine klare Botschaft zu senden: Ihr seid jetzt raus aus dem gesellschaftlichen Leben“, sagte der Politiker Tobias Hans (CDU), der knapp fünf Monate später die Wahl im Saarland verlieren sollte. „Ungeimpfte dürfen nicht als Minderheit die Mehrheit terrorisieren“, so Marie-Agnes Strack-Zimmermann (FDP). Karl Lauterbach (SPD) sah später „das ganze Land in Geiselhaft dieser Menschen“.
    Die damalige Berliner Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) riet der Bevölkerung ganz konkret, keinen Kontakt mehr zu Ungeimpften zu haben. Ungeimpften wird der Anspruch auf Lohn im Quarantänefall gestrichen. Ärzte geben bekannt, in ihrer Praxis Ungeimpfte nachrangig zu behandeln – oder schließen diese sogar aus. Die Kassenärztliche Vereinigung Berlin schlägt vor, Ungeimpfte für ihre ärztliche Behandlung selbst zahlen zu lassen. Die Ungeimpften werden für die winterliche Überlastung der Kliniken verantwortlich gemacht. Pflegenotstand? Abbau von Intensivbetten? Kein Thema.

    Später folgen Ausgangssperren für Ungeimpfte, liebevoll christlich auch „Advents-Lockdown für Ungeimpfte“ genannt. Außer ins Rathaus und in den Supermarkt dürfen die Ungeimpften, wie der damalige Noch-Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in aller Schärfe verkündet, sowieso nirgendwo mehr hin. Als auch der Kinder-Impfstoff zugelassen ist, werden ungeimpfte Kinder in der Schule bloßgestellt und benachteiligt, in Brandenburg sogar noch im August 2022. Ungeimpfte Studenten werden von ihren Mitbewohnern aus der WG geekelt, die Universität dürfen sie in manchen Städten gar nicht mehr betreten. Ungeimpfte Obdachlose dürfen sich trotz klirrender Kälte nicht mehr in U-Bahnhöfen aufhalten. An Weihnachten werden Ungeimpfte von ihren Verwandten bei der Familienfeier vor die Tür gesetzt, Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, gibt auf einer Pressekonferenz kurz vor dem Fest bekannt, dass Ungeimpfte „gar nicht feiern“ sollten.

    Ungeimpfte in der Kirche zum Festtagsgottesdienst? Mancherorts unmöglich. Ein Journalistenkollege ereifert sich, dass es Ungeimpften nicht verboten ist, Weihnachtsbäume zu kaufen – tatsächlich dürfen sie das etwa in NRW nur durch eine gnädige Ausnahmeregelung von der strikten 2G-Norm. Eine Truppe Polizisten in Einsatzkluft stürmt in eine voll besetzte Kneipe in Berlin-Neukölln, blockiert alle Ausgänge und brüllt: „Sitzenbleiben! Impfausweise!“

    Und im linksliberalen Feuilleton räsonieren irgendwelche Meisterdenker, die „Diskriminierung von Ungeimpften“ sei zwar hart, aber „ethisch gerechtfertigt“.

    Es wird vertuscht und geschwiegen

    Wer sich nicht bloß als „Empfänger eines biotechnologischen Updates der Pharmaindustrie“ begriff, wie es der Politikwissenschaftler Simon Hegelich im WELT-Interview formulierte, geriet ins Abseits. Wer darauf beharrte, seinen Körper nicht nur vom Staat geleast zu haben – bei unbedingtem Gehorsam und pfleglicher Behandlung –, sondern tatsächlich selbst darüber bestimmen zu dürfen, wurde diffamiert. Die Wortführer dieser Kampagne schweigen bis heute über ihr politisches Versagen, das zugleich ein maßloses moralisches Versagen war.

    Der Schaden für das Zusammenleben und die Demokratie ist kaum abzusehen. Ebenso der Schaden für die Glaubwürdigkeit anderer Impfkampagnen, die nicht in erster Linie als gesundheitspolitische Machtdemonstration dienen, auch auf Kosten der körperlichen Unversehrtheit. Doch all das ist kein Thema, es wird lieber vertuscht und geschwiegen. Montgomery, Lauterbach und Co. sind weiter in Amt und Würden. Öffentliches Bedauern oder Bitten um Entschuldigung, wie es sie etwa in Frankreich gegeben hat, sucht man hierzulande vergebens – und das, obwohl sich inzwischen herausgestellt hat, dass die Corona-Schutzimpfung weder die Infektion noch die Weitergabe des Virus wirkungsvoll und dauerhaft verhindert. Der Ausschluss der Ungeimpften, den es in dieser fanatischen Form wohl nur in Deutschland gab, war also nicht nur unmenschlich und eines Rechtsstaats unwürdig, er war auch epidemiologisch äußerst fragwürdig.
    […]

    https://www.welt.de/kultur/plus242038113/Corona-Wir-muessen-ueber-die-Tyrannei-der-Ungeimpften-reden.html

    Blome bereut bis heute nichts:

    Der ÖRR, der besonders nachhaltig hetzte, gewiß auch nicht:

    Der Gedanke liegt freilich nahe – man muß Henryk M. Broder dankbar sein, daß er ihn aussprach. Einem Nichtjuden wäre diese Sündenbock-Assoziation gewiß nicht verziehen worden…

    Daß 2G – nur Geimpfte und Genesene haben Zutritt – bewußt von Amtswegen gegen nicht – oder unzureichend Geimpfte (diese Grenze verschob sich ja bei jeder plötzlich erforderlichen „Auffrischung“ ständig) gerichtet war, ist ja kein Geheimnis:

    Mangels Impfpflicht sollte zur Impfung anderweitig gezwungen werden. Ehrlich gesagt hatte ich allerdings bislang nicht erwartet, daß ein öffentliches unabhängiges Institut wie das RKI derartig aktivistisch unterwegs sein könnte – während es alles tat, um die wahren Daten zu verschleiern oder sie gar nicht erst zu erheben.

    Und natürlich wurde auch die versagende Ethikrats-Vorsitzende Alena Buyx geehrt, die sich für 2G eingesetzt hatte:

    Hat man schon ihren Einsatz gegen Kimmich vergessen, der sich als Vorbild gefälligst impfen lassen solle, obwohl der bereits genesen war?

    Immerhin, was die desaströsen Drosten-bedingten Schulschließungen angeht, zeigt sie ja jetzt Einsicht:

    https://deutschlandfunk.de/virus-x-wie-wir-uns-auf-die-naechste-pandemie-vorbereiten-sollten-dlf-d7ce47b6-100.html

    Viel zu spät natürlich.

    Eine Politikerin in Kanada gibt es, die sich vorbildlich verhält, die sich nicht nur für die China-ähnliche Corona-Politik einschließlich Polizeigewalt in Kanada entschuldigt –

    zum Widerstand gegen Trudeaus autoritäre Politik hatte ich bereits gepostet:

    – es ist die neue Premierministerin des Staates Alberta, Danielle Smith, die sich nicht nur für die Exzesse entschuldigt, sondern die Verantwortlichen im Bundesstaat Alberta feuert. Sie sagt auch deutliche Worte über die supra-national Verantwortlichen, wie Gates, Klaus Schwab und das WEF:

    Politikerinnen wie Strack-Zimmermann bereuen nicht mal ihre fake news über einen russischen Angriff auf Polen:

    Bayerische Gesundheitsminister reagieren nicht mal adäquat auf gerichtliche Niederlagen:

    Bundesverwaltungsgericht
    Corona-Ausgangssperre in Bayern war unverhältnismäßig
    Zu Anfang der Corona-Pandemie war es in Bayern verboten, die eigene Wohnung zu verlassen. Doch laut Bundesverwaltungsgericht wären auch mildere Maßnahmen möglich gewesen.
    22. November 2022, 15:25 Uhr

    Die in der Frühphase der Corona-Pandemie verhängte Ausgangssperre in Bayern ist unverhältnismäßig gewesen. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entscheiden. Demnach wären Kontaktbeschränkungen als mildere Maßnahme der Pandemiebekämpfung auch möglich gewesen. Sie hätten „die Adressaten weniger belastet“, befanden die Richterinnen und Richter.

    Das Bundesverwaltungsgericht wies mit seinem Urteil die Revision des Freistaats Bayern gegen ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs zurück, der in der Vorinstanz die Ausgangssperre vom März 2020 für unwirksam erklärt hatte. Das damals verhängte Verbot, die eigene Wohnung zum Verweilen im Freien zu verlassen, „war ein schwerer Eingriff in die Grundrechte“, sagte die Vorsitzende Richterin Renate Philipp in Leipzig.

    https://www.zeit.de/politik/deutschland/2022-11/bundesverwaltungsgericht-corona-pandemie-bayern-ausgangssperre-unverhaeltnismaessig

    Einen gibt es, der herausragt mit dem Eingeständnis der falschen deutschen Coronapolitik: der sächsische MP Kretschmer:

    Der weiß wirklich, was Sache ist.

    • Kaum ist der LNG-Vertrag mit Katar geschlossen – übrigens mit einer US-Firma, die durch Lieferungen an die noch zu erbauenden deutschen LNG-Häfen verhindern soll, daß letztere zu milliardenschweren Investitionsruinen verkommen -, legt der Energieminister nach:

      Nancy Faesers Armbinde fand er respektlos.

      Àpropos China: auch bei uns hatte ZeroCovid eine starke Lobby, gern gehostet vom „Volksverpetzer“ (Motto: „Keine Demokratie ohne Fakten“):

      Offener Brief von dutzenden Ärzt:innen: Wir brauchen #ZeroCovid!
      von Gastbeitrag | Jan 6, 2021 |
      OFFENER BRIEF an Bundesregierung und Ministerpräsidenten #zeroCovid
      Sehr geehrte Mitglieder der Bundesregierung,
      sehr geehrte Ministerpräsidenten/-innen,
      […]
      Wir benötigen in Deutschland alle Maßnahmen, um eine Fallreduktion wie von V. Priesemann, M. Brinkmann, S. Ciesek et al in „The Lancet“ gefordert zu erreichen.
      https://www.thelancet.com/journals/lancet/article/PIIS0140-6736(20)32625-8/fulltext

      Dafür ist es erforderlich, alle nicht unbedingt notwendigen Aktivitäten zu beenden. Arbeitende müssen so weit wie möglich in eine Homeoffice-Tätigkeit gehen.

      Wir brauchen die #ZeroCovid-Strategie

      Wir als Gesundheits-Experten fordern: Zuerst muss eine deutliche Reduktion der Inzidenz auf minimale Werte erfolgen. Auch unter deutlicher Verschärfung des sogenannten „Lockdowns“. Auch Schulen müssen bis zum Erreichen dieses Ziels geschlossen bleiben. Danach benötigen wir eine „Green-Zone“-Strategie mit Öffnung in allen Regionen ohne Fälle und selektiven Einschränkungen von Einreise und interregionaler Mobilität. Wir benötigen dann auch endlich eine der Virus-Ausbreitung angepasste Fall-Verfolgung und Quarantäne-Möglichkeiten wie von C. Drosten im August 2020 vorgeschlagen.
      https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/115395/COVID-19-Drosten-schlaegt-neues-Konzept-fuer-Infektionseindaemmung-vor

      Lockerungen nur aufgrund von Einzel-Interventionen wie z.B. Impfungen lehnen wir ab. Ebenso darf es aus unserer Sicht keinen Platz für eine sogenannte „Durchseuchungs-Strategie“ geben.
      Faktenleugnung und Verwässerung wissenschaftlicher Vorschläge dürfen politische Entscheidungen nicht weiter negativ beeinflussen.
      […]
      Zur Unterstützung bitte Mail mit (Titel) + Name + Berufs- bzw. Facharztbezeichnung + Ort an: covid19@praxis-hanefeld.com
      Liste der 68+ Unterstützer:innen
      Initiator:innen:
      Dr. med. Marc Hanefeld
      Dr. med. Cornelia Werner
      Dr. med. Irina Götz

      https://www.volksverpetzer.de/gastkommentar/zerocovid-offener-brief/

      Klickt man den Link zur Liste der Unterstützer an, sieht man, daß die sich aus dem Staub gemacht haben:

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      Sehen Sie in Ihren gelöschten Dateien nach. Keine passenden Inhalte gefunden? Dann wenden Sie sich am besten an die Person, die den Inhalt mit Ihnen geteilt hat.

      https://www.dropbox.com/s/d61njjtmci9kz5n/2021_01_Petition%20COVID-19.pdf?dl=0

      Prof. Lütge verknüpft seinen Rauswurf aus dem Bayerischen Ethikrat mit seiner Kritik an ZeroCovid:

      Lauterbach bleibt streng unwissenschaftlich:

      Achja? Eben erst ist der Übertragungschutz verlorengegangen? Seit Omikron ist das jedem offensichtlich, galt aber auch schon für Delta:

      Virologe Alexander Kekulé: „2G ist Teil des Problems, nicht der Lösung“

      Die vierte Corona-Welle erreicht Europa mit voller Wucht. In Österreich gilt bereits ein Lockdown für Ungeimpfte, auch hierzulande werden verschiedene Regeln diskutiert. Im Interview bei n-tv erklärt der Virologe Alexander Kekulé, weshalb er eine solches 2G-Konzept für problematisch hält.
      16.11.2021, 13:27 Uhr

      3G, 2G, 2G+, Impfpflicht – in der Debatte um die vierte Corona-Welle stehen derzeit zahlreiche neue Regeln und Einschränkungen im Raum. Doch nicht alle Maßnahmen seien im Kampf gegen das Virus auch tatsächlich sinnvoll, wie der Virologe Alexander Kekulé am Montagabend im Interview mit dem Nachrichtensender n-tv erklärte.
      Ein Konzept halte er dabei sogar für gefährlich: Das 2G-Modell sei „Teil des Problems und nicht Teil der Lösung“, bekräftigte Kekulé. „Die Menschen, die geimpft oder genesen sind, glauben, sie wären sicher.“ Da sich jedoch auch Geimpfte und Genesene mit dem Virus infizieren können, müsse man sogar von einer „unsichtbaren Welle“ sprechen.
      […]

      https://www.rnd.de/medien/virologe-alexander-kekule-2g-ist-teil-des-problems-nicht-der-loesung-NKM5CJZDQJD3FEVFUCECRREXAA.html

      Zu einer offiziellen Kommunikation des neuen Standpunkts ist es aber noch nicht gekommen:

      Außer man wertet die Impfkampagne „Ich schütze mich“ als „offiziell“.

      Kritik an Gesundheitsminister
      „Verdacht der Vetternwirtschaft“ – Ärger über Impfkampagne von Lauterbach wächst
      Stand: 30.11.2022 18:00 Uhr |

      In der Posse um die Auftragsvergabe für die Kampagne „Ich schütze mich“ des Bundesgesundheitsministeriums (BMG) wächst der Unmut der Oppositionsparteien über Hauschef Karl Lauterbach (SPD). Nachdem sich das Ministerium in immer neue Widersprüche verstrickt hatte, fordern CDU und Linke nun unverzüglich Aufklärung darüber, auf welcher Grundlage das BMG den Auftrag an die Hamburger Werbeagentur „BrinkertLück“ vergab.

      „Das Gesundheitsministerium verwickelt sich von Woche zu Woche tiefer in Widersprüche“, sagte der gesundheitspolitische Sprecher der CDU, Tino Sorge, WELT. Es tauchten immer mehr Unregelmäßigkeiten auf. Lauterbach müsse die Vergabe der Kampagne „öffentlich und detailliert erklären“ und für rückhaltlose Aufklärung sorgen. „Es schadet der Glaubwürdigkeit der Bundesregierung, wenn Steuergelder auf wackeliger Rechtsgrundlage ausgegeben werden“, sagte der CDU-Politiker.

      Neuer Werbepartner trotz Hausagentur

      Am 14. Oktober hatte Lauterbach in Berlin die Kampagne Corona-Kampagne „Ich schütze mich“ vorgestellt: Dabei werben 84 Bürger in TV-Spots und auf Plakaten für Infektionsschutzmaßnahmen und Corona-Impfstoffe. Macher der Kampagne: „BrinkertLück“ – und nicht „Scholz & Friends“, die damalige Hausagentur des Ministeriums, zuständig für Informationen, Publikationen und Veranstaltungen. Rund 700.000 Euro zahlte das BMG für die Kampagne. Nach Angaben des Ministeriums ging dem Auftrag für die Impfkampagne keine gesonderte öffentliche Ausschreibung voraus, was ab einer Summe von 140.000 Euro nötig wäre. Somit wird seit Wochen über den Deal diskutiert.

      Am 8. November antwortete das Ministerium auf eine schriftliche Frage des CDU-Bundestagsabgeordneten Matthias Hauer, „BrinkertLück“ sei „auf Basis des Rahmenvertrags (mit „Scholz & Friends“, d. Red.) als Subunternehmer“ hinzugezogen worden. Zwei Wochen später sprach das Ministerium auf WELT-Anfrage von einer „Aufgabenstellung (Leistungsabruf)“, die unmittelbar zwischen dem BMG und „BrinkertLück“ abgestimmt worden sei.

      Rechtlich korrekt wäre also eine Beauftragung dieser Firma nur dann, wenn im Rahmenvertrag zwischen Ministerium und der damaligen Haus-Agentur „Scholz & Friends“ eine Klausel stünde, die dem Ministerium gestattet, selbst einen Subunternehmer zu beauftragen. Andernfalls hätte der Werbepartner zustimmen müssen – was er ganz offensichtlich nicht getan hat. „Scholz & Friends“ beteuerte gegenüber WELT, nicht informiert gewesen zu sein. Zudem wirft eine solche Klausel weitere Fragen auf – unter anderem jene, welchen Wert Ausschreibungen haben, wenn der eigentliche Vertragspartner dabei einfach umgangen werden kann.
      Viele offene Fragen – und keine Antworten des Ministeriums.
      […]

      https://www.welt.de/politik/deutschland/plus242405871/Karl-Lauterbach-Verdacht-der-Vetternwirtschaft-Aerger-ueber-Impfkampagne-waechst.html

      Der MDR ist schon ein besonderer Sender – hier wird aufgearbeitet:

      Diskussion um Corona-Impfungen
      Ungeimpfte zu Unrecht beschuldigt?
      von Christiane Cichy, MDR Wirtschaftsredaktion
      Stand: 30. November 2022, 10:29 Uhr
      […]
      Der sogenannte Fremdschutz der Corona-Impfung war Grundlage zahlreicher politischer Maßnahmen, aber auch Diffamierungen der Ungeimpften. Doch auf welcher wissenschaftlichen Grundlage basierten diese?

      Debatte um „Fremdschutz“

      Die Diskussion über den „Fremdschutz“ ist in den sozialen Medien neu entfacht. Hintergrund der Aufregung ist eine Szene im Europäischen Parlament von Mitte Oktober. Ein niederländischer Abgeordneter erkundigte sich bei einer Pfizer-Managerin, ob der Impfstoff vor Markteintritt darauf geprüft worden sei, ob er die Übertragbarkeit des Virus verhindere. Die Antwort: ein klares Nein. Es hätte an der nötigen Zeit gefehlt. Im Lager der Impfkritiker sorgte die Antwort für Empörung.
      In Blog-Beiträgen war sogar von Impflüge die Rede. Den Impfstoffherstellern Biontech/Pfizer wird vorgeworfen, sie hätten den Menschen vorgegaukelt, ihr Impfstoff würde die Weitergabe des neuen Coronavirus verhindern. Dass dies nicht stimmt, zeigen schon die Ergebnisse der Zulassungsstudien, die für jedermann öffentlich zugänglich waren und sind. Wer sie gelesen hat, wusste also Bescheid. Auf diesen Fakt berufen sich nun auch verschiedene Faktenchecker. Niemand hätte je behauptet, dass der Fremdschutz in den Zulassungsstudien untersucht wurde, so ihre Argumentation.

      Hinzu käme: Studien hätten starke Indizien geliefert, dass zumindest für die Alphavariante auch ein Fremdschutz gegeben war. Das stimmt zwar. Doch rechtfertigten diese Indizien die Behauptungen vieler Politiker, aber auch Ärzte und Wissenschaftler? Ebenso die verbale Ächtung der Ungeimpften sowie deren Ausschluss aus dem sozialen Leben während Geimpfte, die zu jener Zeit auch ansteckend sein konnten, auf Großveranstaltungen feiern konnten? Statt jede Kritik zurückzuweisen, ist es vielmehr Zeit für eine Aufarbeitung.

      Hoffnungen auf eine Herdenimmunität, die es nie gab

      Als die Impfkampagne Anfang 2021 Fahrt aufnahm, bestand allgemein die Hoffnung, eine hohe Impfrate könnte der Corona-Pandemie ein baldiges Ende bereiten. Der Gründer und Vorstandsvorsitzende von Biontech, Ugur Sahin, äußerte sich kurz nach dem Impf-Start: „Die Zahl der Menschen, bei denen der Corona-PCR-Test positiv ausfällt und die somit potenziell ansteckend sind, geht nach der Impfung um 92 Prozent zurück„, sagte er der Bild-Zeitung am 27. Februar 2021. Die Bild-Zeitung folgerte daraus: „Bedeutet: Geimpfte sind nicht mehr ansteckend!“

      Der Biontech-Chef bezog sich allerdings bei dieser Aussage nicht auf die eigene Zulassungsstudie, sondern auf eine Erhebung in Israel, die in einem weiteren Bild-Artikel vom 21. Februar 2021 sogar als „Hoffnungsstudie“ betitelt wurde. „Biontech Geimpfte sind nicht ansteckend !“, war die deutliche Message in der Headline.
      Zu Wort kam in diesem Beitrag auch SPD Gesundheitsexperte Karl Lauterbach mit folgender Aussage: „Diese Auswertungen sind von großer Bedeutung. Sie sind der erste klare Hinweis darauf, dass man sich nach der Impfung nicht ansteckt und auch nicht ansteckend ist„. Und weiter: „Damit würde die Impfung eine Herdenimmunität tatsächlich ermöglichen.“ Zur Erinnerung: Eine Herdenimmunität für eine Infektionskrankheit ist dann gegeben, wenn in einer Population so viele Menschen dank Impfung (oder früher durchgemachter Infektion) immun gegen den Erreger geworden sind, dass sich die Krankheit kaum noch ausbreiten kann.

      „Hoffnungsstudie“ war ein vorläufiger Bericht

      Doch die angepriesene Hoffnungsstudie war keine wissenschaftliche Arbeit im herkömmlichen Sinn, sondern ein vorläufiger Bericht des israelischen Gesundheitsministeriums und der Hersteller Biontech und Pfizer. So gaben die Autoren des Papiers selbst zu bedenken, dass der Effekt der Impfung auf Infektionen überschätzt werden könnte. In Israel würden Ungeimpfte häufiger getestet als Geimpfte. Schon deshalb könnte es mehr positive Tests in der Gruppe der Ungeimpften gegeben haben. Die Versprechen schienen diesen Fakt zu ignorieren, ebenso, dass die Daten nur einen kurzen Zeitraum nach der zweiten Impfung berücksichtigten.
      […]

      https://www.mdr.de/nachrichten/deutschland/panorama/corona-impfung-wirkung-kritik-ungeimpfte-100.html

      Was sind die Menschen auch so dumm, den Hoffnungen und Versprechen der Pharma-Branche und von Politikern zu vertrauen, wenn doch glasklar in den Zulassungsstudien stand, daß hinsichtlich eines Übertragungsschutzes überhaupt nicht geforscht worden war!

      Verstocktes Bayern:

      Immerhin:

      • Mark Smith mäkelte ja, wenn ich mich recht erinnere, an Argentinien herum? Heute (30.11.2022) sah ich das Spiel Argentinien gegen Polen, einen begeisternden Ballbesitz- und Angriffsfußball Argentiniens, das nur deshalb „nur“ 2:0 für Argentinien endete, weil Polen wirklich einen absoluten Weltklasse-Torwart hat, der bis dahin kein Gegentor zugelassen und einen Elfmeter abgewehrt hatte. Und in diesem Spiel hielt er einen – wie üblich „umstrittenen“ – Elfmeter von Messi. Und danach dann das Nägelkauen, weil Mexiko gegen Saudi-Arabien 2:0 führte. Hätte Mexiko auf 3:0 erhöht, wäre Polen raus gewesen. Aber dann traf Saudi-Arabien zum 2:1, und dabei blieb es dann. So sind also Polen und Argentinien weiter, und im direkten Vergleich sieht Polen eher alt aus. Es ist alles paradox – Tunesien besiegt Frankreich, aber Frankreich ist dennoch weiter. Es ist das Turnier der Underdogs, schließlich kamen auch Australien und die USA weiter…

        Ich setze darauf, daß Deutschland gegen Costa Rica überzeugend gewinnt. 😉

        Israel hatte überzeugend gegen den Holomodor als ukrainischen Genozid Stalins plädiert:

        https://m.jpost.com/israel-news/zuroff-israel-should-not-recognize-holodomor-as-genocide-578308/amp

        „Bundestagsbeschlüsse als Mittel der Geschichtsschreibung sind generell ungeeignet. Als politisches Zeichen wäre es jedenfalls verheerend.“
        https://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-20/#comment-97886
        [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-20/#comment-97886

        Hat nichts genützt, nur Gregor Gysi plädierte für dieses Argument, und nun haben wir per Bundestagsbeschluß, entgegen aller geschichtlichen Forschung, einen stalinistischen Genozid gegen die Ukraine – obwohl prozentual gesehen andere Sowjet-Republiken mehr litten:

        Ich empfehle diesen Thread. Sind unsere Politiker geschichtsvergessen? Sie haben gerade Hitler und Stalin gleichgesetzt, und die Einzigartigkeit des deutschen Holocaust unterminiert, genauso wie die schicke postcolonial-Lobby, die doch gerade in einem kollektiven Aufschrei gegen die Documenta in Kassel von denselbem Meinungsspektrum in Grund und Boden gestampft worden war.

        Bin mal gespannt, wie sich der Zentralrat der Juden zu diesem BT-Beschluß verhält, und erwarte in dem irrationalen Ukraine-Taumel, in dem sich unsere Politiker gerade befinden, daß demnächst der BT-Beschluß gefaßt wird, daß Stepan Bandera als ukrainischer Freiheitsheld zu betrachten sei. Ohne wenn und aber.

        Es ist kein Wunder, daß intellektuelle Wähler sich zunehmend fragen, wen sie eigentlich noch wählen sollen, wenn niemand mehr sie repräsentiert. Gegen den Beschluß des Bundestages enthielten sich lediglich die AfD und Die Linke. Beide kann ich nicht wählen.

        Zu meiner eigenen psychischen Hygiene sehe ich mir keine ÖRR-Talkshows mehr an: noch irrer ist freilich, sich BILD-Kommentare über eine typisch zusammengestellte Maischberger-Show anzusehen: man bedenke: vor gut zehn Jahren benutzte BILD Alice Schwarzer noch, um Jörg Kachelmann mit einer beispiellosen Vorverurteilungskampagne zu vernichten. Damals hielten die ZEIT (Sabine Rückert) und der SPIEGEL (Gisela Friedrichsen) zurecht noch dagegen. Gisela Friedrichsen gibt es nicht mehr beim SPIEGEL, die ZEIT ergeht sich nun schon seit Jahren in persönlicheitsrechtsverletzenden Verdachtsjournalismus gegen Dieter Wedel und Johann König, verantwortet durch die in die Chefredaktion aufgestiegene Sabine Rückert.

        O tempora o mores, klagten schon die Römer – wir befinden uns allerdings gerade auf einem Tiefpunkt: Alice Schwarzer war selbstverständlich die Einzige, die den Krieg beenden wollte – der Rest gab ukrainische Propaganda von sich, auch der ARD-Ukraine Korrespondent Gogold, der ersichtlich ein Aktivist ist:

        Verschwörungs-Irrsinn bei „Maischberger“
        Ukraine-Experte zerlegt Alice Schwarzer

        30.11.2022 – 10:15 Uhr

        […]
        Unerwartetster Ärger

        „Emma“-Chefin Schwarzer stapft in schwarzen Boots und knöchellangem Zweiteiler in den Sessel und macht sofort Alarm: „Die Errungenschaften meiner Pioniergeneration sind in Gefahr!“, grollt sie. „Wenn ich mir so die Influencerinnen angucke, was da den jungen Mädchen suggeriert wird, was lebenswert ist…“
        Die Talkmasterin ist verblüfft: „Was findest du denn an Influencerinnen so gefährlich?“, fragt sie die alte Duzfreundin.
        „Ich finde gefährlich, dass den jungen Mädchen erzählt wird, Konsum macht glücklich“, antwortet Schwarzer empört. Uff!

        Feministischste Zeitkritik

        Dann streicht sie sich mit den Händen über das Gesicht und wettert weiter: „Als Frau muss man immer eine glatte Haut haben! Und ganz schlank sein! Das ist enger, als es für uns war. Meine Generation in den Siebzigern, wir wollten nicht glattere Haut, wir wollten die Welt verändern!“
        Maischberger wundert sich noch mehr: „Glaubst du, weil sie schön aussehen wollen, haben sie überhaupt keine feministische oder emanzipierte Grundhaltung mehr?“
        Ui! Schwarzer ist sofort pikiert: „Ich höre einen provokanten Unterton“, beschwert sie sich. „Ich fürchte, die jungen Mädchen kriegen einfach falsche Werte und verlieren viel Zeit mit so was.“ Echt jetzt?

        Vorhersehbarste Trotzreaktion

        Im nächsten Block erinnert Maischberger an den Brief, in dem Schwarzer und andere den Bundeskanzler aufforderten, keine Waffen an die Ukraine zu liefern: „Bleibst du dabei, wenn du dir jetzt diese Bilder der Zerstörung ansiehst?“, erkundigt sie sich.
        „Mehr denn je!“, beharrt Schwarzer und hebt beschwörend die Hände. „100 000 tote Soldaten, 40 000 tote Zivilisten! Und dann die verbrannte Erde! Deutschland wäre gut beraten, wenn wir zu einem Klima beitragen, das den Krieg nicht weiter eskaliert!“ Sie blickt sich um, aber Beifall gibt’s dafür nicht.

        Energischster Ordnungsruf

        Stattdessen zitiert Maischberger die Ehefrau des ukrainischen Präsidenten, Alena Selenskyj: „Sie sagt, es gibt sexuelle Gewalt als Kriegswaffe…“
        Schwarzer schwächt sofort ab; „In ALLEN Kriegen“, unterbricht sie mit Betonung.
        Doch die Talkmasterin lässt sich das nicht gefallen: „Wir reden jetzt über diesen!“, mahnt sie und stochert gleich mal in Schwarzers Logik-Wunde: „Wenn die Ukraine nicht unterstützt wird, ist nicht einfach Frieden, sondern dann passieren Vergewaltigungen, da werden Menschen erschossen, es gibt Massengräber, Folterungen!“

        Schlimmster Schwurbelanfall

        „Nein!“, widerspricht Schwarzer zunehmend angefasst. „Mit den Waffen verlängert es sich!“ Argumente liefert sie nicht, fordert aber: „Wir müssen doch mal offen und realistisch reden!“
        Dann verliert sie den Faden: „Gräben, Stellungskriege wie im Ersten Weltkrieg. Also … Ähm … genau deswegen!“, stammelt sie. „Ich bin mehr denn je davon überzeugt, die größte Solidarität, schnellstmögliche Verhandlungen herbeizuführen.“ Heidewitzka!

        Verräterischste Behauptung

        „Nun ist es so, dass nicht nur die Ukrainer alleine entscheiden, sondern Amerika spielt eine große Rolle“, doziert Schwarzer dann mit stechendem Zeigefinger und übernimmt lupenrein die Propaganda des Kreml: „Der Krieg in der Ukraine ist natürlich auch ein Stellvertreterkrieg zwischen Amerika und Russland!“

        Entlarvendster Wutanfall

        Golod hat die Faxen dicke: „Damit sind wir im Bereich der Verschwörungsmythen angekommen!“, fährt er am Medientresen dazwischen.
        Jetzt ist der Bock aber fett! „Herr Kollege!“, schnauzt Schwarzer den Ukraine-Korrespondenten an und wedelt tadelnd mit der Hand. „Bitte nicht mit einer solchen Polemik bei einer so bitterernsten Sache!“ Ui! Angriff ist die beste Verteidigung…

        Peinlichste Bewertung

        Jetzt wird auch Golod richtig sauer: „Amerika hat nichts damit zu tun, dass Russland die Ukraine angreift!“, ruft der Journalist sichtlich empört. „Dass Russland nicht akzeptiert, dass die Ukraine ein demokratischer Staat ist! Dass die Menschen in der Ukraine in Freiheit leben wollen!“

        Und was sagt Schwarzer dazu? „Ja, das ist alles nicht wünschenswert.“ Hm. Massengräber, Vergewaltigungen, verbrannte Erde, alles „nicht wünschenswert“? Mehr fällt ihr dazu nicht ein?

        Schlappste Gegenrede
        „Wenn die Ukraine jetzt aufgeben würde, würde Russland noch mehr Territorium einnehmen und noch mehr Menschen terrorisieren!“, klagt Golod.
        Der Deutsch-Ukrainer ist ARD-Korrespondent in Kiew, Schwarzer wiederum war noch nie in der Ukraine, aber das kann ihren Furor nicht bremsen und sie wiederholt: „Wir sollten jenseits von jeder diffamatorischen Polemik über diese sehr bitterernste Sache…“ Ächz!

        Gnädigstes Stoppsignal

        Schwarzers letzter Versuch zeigt schon fast Verzweiflung: „Wir sitzen hier im Trockenen!“, fügt sie vorwurfsvoll hinzu. Doch auch damit kommt sie nicht durch: „Vassili Golod sitzt nicht immer hier im Trockenen!“, belehrt Maischberger die angesäuerte Freundin, „sondern er geht auch vor Ort.“ Rumms!

        Und wie um Schwarzer vor weiteren Blamagen zu schützen, zieht die Talkmasterin die Notbremse: „Wir werden das Thema in einer richtigen Sendung noch mal fortsetzen“, verspricht sie. Halleluja!
        […]
        Fazit
        Erhöhte Explosionsgefahr durch versteckte Sprengsätze, überraschend exzessive Wutanfälle, das Zoff-o-Meter immer wieder am Anschlag: Das war eine Streitshow der Kategorie „Crashtalk“.

        https://www.bild.de/politik/talk-kritik/talk-kritk/kriegs-zoff-bei-maischberger-ukraine-experte-gibt-alice-schwarzer-kontra-82104268.bild.html

        Sagen wir mal so: „Crashtalk“ war es gewiß, weil die Show darauf angelegt war, Schwarzer zu crashen.

        Die Ukraine ein demokratischer Staat?

        Odessa, gegründet von Katharina der Großen, war die russischste Stadt in der Ukraine überhaupt. Nun werden ihre Denkmäler dort zerstört, und einer der ersten Angriffe der Maidan-Nazis 2014 gipfelten in der Verbrennung von über 50 pro-Russen-Aktivisten, die sich vor deren Angriffen ins Gewerkschaftshaus geflüchtet hatten – ein Verbrechen, das bis heute ungesühnt geblieben ist.

        • @ Gabriele Wolff

          Du schreibst:

          „Mark Smith mäkelte ja, wenn ich mich recht erinnere, an Argentinien herum?“

          Was natürlich Blödsinn ist! 🙂 Dein Kurzzeitgedächtnis scheint nachzulassen.
          Ich habe gesagt, dass mir Brasilien, Frankreich, Kroatien und mit Abstrichen Argentinien am besten gefallen haben. Gemäkelt habe ich an Spanien im Spiel gegen Deutschland. Und ja, Argentinien hat wiederum eine gute Leistung gegen Polen gezeigt. Und Frankreich hat zwar gegen Tunesien verloren, aber die Franzosen waren ja bereits vor dem Spiel für den Achtelfinal qualifiziert, sie setzten mehrheitlich die 2. Garde ein und spielten doch eher ein Freundschaftsspiel und mussten nicht die volle Leistung abrufen.
          Also, ich bleibe somit bei meinen Favoriten, aber mal sehen, was heute Kroatien gegen Belgien macht.

          PS:Deine Seite spinnt momentan bei mir mit dem Opera-Brwoser. Keine Ahnung, an was das liegt.

  3. „Was die unsägliche ZDF-Böhmermann-Sendung gegen die FDP angeht:

    Ich habe mir die 30 Minuten echt angetan:

    https://www.zdf.de/comedy/zdf-magazin-royale/zdf-magazin-royale-vom-25-november-2022-100.html

    Ich konnte nicht ein einziges Mal lachen, und das Konzept wurde mir auch nicht klar.“

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-20/#comment-97882

    Ich hätte nicht gedacht, daß die taz meinen Geschmack teilt:

    Prof. Lauterbach kümmert sich sogar um die WM, während er gleichzeitig zum Klimaforscher umschult – denn sein Thema ist ja nun durch:

    @ Mark Smith:

    „Momentan tippe ich also auf Brasilien, Argentinien, Frankreich und Kroatien. Zum weiteren Favoritenkreis dann ev. Holland, Deutschland, Spanien. Überrascht hat mich bisher Marokko. Aber wir werden sehen.“ 🙂

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-20/#comment-97892

    Kann ich nicht kommentieren, dazu hätte ich mir mehr Spiele in Gänze ansehen müssen. Àpropos Marokko: wie kann man sich das erklären, wo Marokko doch gegen Belgien gewonnen hat?

    Weshalb der Independent auch gleich diese viel naheliegendere fake news herausbrachte:

    Rund um die WM gibt es aber immer wieder Erbauliches:

    ZDF äußert sich
    Umstrittene Äußerung von Sandro Wagner im Live-TV
    Von David Digili
    Aktualisiert am 28.11.2022 – 16:47 Uhr
    […]
    Aber: Der Eindruck des 1:1 gegen die „Furia Roja“ wird im Nachhinein getrübt – denn ZDF-Experte Sandro Wagner leistete sich einen flapsigen Kommentar: Als es während der Partie im Gespräch mit Kommentator Oliver Schmidt um die Anzahl der DFB-Fans im al-Bayt-Stadion ging, witzelte der 35-Jährige: „Dachte die Kurve wäre voll mit deutschen Fans, waren aber doch nur die Bademäntel der Katarer.“
    „Bademäntel“ – eine klare Anspielung auf das traditionelle weiße Gewand, das die Katarer tragen: Der „Thawb“, der im arabischen Raum weit verbreitet ist. Die Entgleisung des Ex-Nationalspielers fiel sofort auch zahlreichen Zuschauern auf.
    [… =Twitter-Mob]
    Das ZDF reagierte am späten Sonntagabend bereits: „Sandro Wagners Aussage über den Thawb ist leider in einer emotionalen Phase des Spiels passiert“, schrieb der Sender auf Twitter – und kündigte Folgen in der Zusammenarbeit an. „Das darf es nicht. Wir werden das besprechen.“
    […]

    https://www.t-online.de/sport/fussball/wm/id_100087952/umstrittene-aeusserung-von-sandro-wagner-im-live-tv-bademaentel-der-katarer-.html

    Die wirkliche Entgleisung von Klinsmann bringt t-online zwar auch:

    https://www.t-online.de/sport/fussball/wm/id_100087620/wm-2022-iranischer-trainer-fordert-klinsmanns-fifa-ruecktritt-nach-kontroversen-aeusserungen.html

    Aber da sie für die BBC und auf Englisch vorgetragen war, blieb sie in Deutschland folgenlos.

    Lustig war jedenfalls, daß beim heutigen Spiel Portugal-Uruguay (2:0) wieder ein iranischer Schiedsrichter eingesetzt worden war, weil er gestern so gut gepfiffen habe (von wegen „Unsauberkeit“ gehöre zur iranischen und mittelamerikanischen Kultur). Blöd nur, daß er gegen Schluß einen „umstrittenen“ Handelfmeter zugunsten Portugals verhängte (nach Video-Auswertung). Da sieht man es ja! 😉

    Ein Blick in die USA, wo bei den Democrats die Angst vor dem Islamophobie-Vorwurf größer ist als fast alles andere:

    Ansonsten liefert die Corona-Berichterstattung feinsten Satirestoff:

    Und hier sieht man Frau Brinkmann in Hochform:

    „Atmende Öffnungsmatrix“ – jaul. Was waren das für verrückte Zeiten.

    Beim Blick in die USA/Kanada wird es noch gruseliger:

    Und mittendrin im letzten Aufbäumen des ersterbenden Corona-Wahnsinns in Deutschland behauptet sich der allseits zuverlässige ARD-Faktenfinder zur Frage der Übersterblickeit in 2022: eine Möglichkeit scheidet natürlich sofort aus:

    Wen wundert das?

    • Der Faktenfinder fand auch dies zum heutigen Datum :

      Herzliche Glückwünsche, alles Gute, Gesundheit und weiterhin Schaffenskraft für diese tolle unersetzbare Informations-und Aufklärungsarbeit!

      • Herzlichen Dank! Es gab zwar zwei Verhinderer, die mir den Zugriff auf Ihre Geburtstagskarte verwehrten – einmal Windows, das mich extrem drastisch vor dem Dropbox-Zugriff warnte, und dann Dropbox selbst, das einen zur Registrierung aufforderte – aber das gehört wohl zum Spiel der „freien Kräfte“.

        Über die Musk hier aufklärte:

        Twitter-Chef in Aufruhr
        Musk geht auf Apple los
        Der neue Twitter-Eigentümer behauptet, der iPhone-Hersteller drohe mit einem Rauswurf aus dem App Store und schalte kaum noch Anzeigen. Musk suggeriert, Apple wolle Twitter zensieren – und fragt: „Hassen sie freie Meinungsäußerung in Amerika?“
        • Von Roland Lindner, New York
        • -Aktualisiert am 28.11.2022-22:54

        Elon Musk hat am Montag einen öffentlichen Streit mit Apple losgetreten. In einer Serie von Twitter-Einträgen beklagte sich der neue Eigentümer der Onlineplattform über den Elektronikkonzern. Apple habe damit gedroht, Twitter aus seinem App Store zu entfernen, ohne dafür Gründe zu nennen. Der Konzern habe auch weitgehend damit aufgehört, Werbung auf Twitter zu schalten. Einen seiner Tweets richtete Musk direkt an den Apple-Vorstandsvorsitzenden Tim Cook und fragte ihn: „Was ist hier los?“
        Musk suggerierte, Apple wolle Twitter zensieren. „Hassen sie freie Meinungsäußerung in Amerika?“, fragte er mit Blick auf den iPhone-Hersteller. Musk startete auch eine Twitter-Abstimmung und fragte Nutzer, ob Apple alle vorgenommenen „Zensurhandlungen“ veröffentlichen sollte.

        Musk und die geheime Apple-Steuer von 30 Prozent

        Apple äußerte sich zunächst nicht zu Musks Vorwürfen, insofern bleibt unklar, ob der Konzern tatsächlich mit einem Rauswurf von Twitter aus dem App Store gedroht hat. Apple-Chef Cook wurde vor wenigen Wochen in einem Fernsehinterview gefragt, was passieren müsste, damit Apple zu einem Schritt greift. Er sagte, er rechne damit, dass Twitter weiterhin Inhalte moderiere, und dies somit nicht notwendig sein werde.
        Die Frage hat insofern Relevanz, als Musk Twitter vor dem Kauf übermäßige Zensur vorgeworfen hat, und er hat angedeutet, mit ihm als Eigentümer würde freiere Meinungsäußerung möglich sein. Musk hat das auch umgesetzt und zum Beispiel die Twitter-Sperre für den früheren amerikanischen Präsidenten Donald Trump aufgehoben. Vor wenigen Tagen sagte er, es solle eine „Generalamnestie“ für suspendierte Nutzer geben, sofern diese nicht gegen Gesetze verstoßen hätten oder in hohem Maße für „Spam“-Inhalte verantwortlich seien. Apple und auch Google haben in der Vergangenheit schon öfters Apps wegen unzureichender Moderation von Inhalten aus ihren App Stores entfernt, etwa den mit Twitter konkurrierenden Dienst Parler.
        […]

        https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/elon-musk-schimpft-apple-droht-angeblich-mit-sperre-der-twitter-app-18495441.html

        Natürlich halten sich auch andere Werbekunden zurück, solange das Democrats-Narrativ einer rechtsradikalen Plattform unter Musk vorherrscht, der lediglich die Democrats-Zensur unter den Vorgängern aufheben will.
        Die Politisierung von allem und jedem zerstört wirklich alles. Und schlägt zurück: Wie Du mir, so ich Dir:

        Vor dem WM-Spiel Iran – USA
        Iranische Journalisten wollen mit US-Team über die Politik der USA sprechen
        Wegen der brutalen Unterdrückung der Menschenrechte steht Irans Regime in der Kritik. Reporter des Landes nutzten jetzt die Pressekonferenz des US-Teams, um Trainer und Kapitän Fragen zu Missständen in Amerika zu stellen.
        28.11.2022, 20.51 Uhr

        Das WM-Spiel zwischen USA und Iran am Dienstagabend wird mit Spannung erwartet. Das liegt jedoch nicht nur an der sportlichen Ausgangslage – der Sieger des Spiels erreicht das Achtelfinale – sondern an der politischen Situation zwischen den Ländern.
        In einer denkwürdigen Pressekonferenz wurden US-Trainer Gregg Berhalter und Kapitän Tyler Adams offensichtlich von iranischen Reportern unter anderem zu Rassismus in den USA, Visaregeln zwischen den Ländern sowie Militärangelegenheiten befragt.
        »Wir unterstützen die Menschen in Iran und das Team Irans. Aber wir konzentrieren uns alle auf das Spiel«, sagte Adams. In hartem Ton aus der Presserunde darauf hingewiesen, dass er »Iran« falsch ausgesprochen habe, entschuldigte er sich. »Sport ist eine Gelegenheit, Menschen zusammenzubringen. Wir haben ein Spiel, auf das wir uns konzentrieren müssen.«
        Auf die Frage, wie er sich fühle, ein Land zu repräsentieren, in dem es Diskriminierung von schwarzen Menschen gebe, erklärte Adams, dass es jeden Tag Fortschritte gebe. »Es ist ein Prozess, aber so lange man Fortschritte sieht, ist das das wichtigste Ding.«

        Der US-Nationaltrainer über die Flotte im Persischen Golf

        Berhalter sollte etwa zur Visapolitik zwischen den USA und Iran antworten. Er könne nichts zu politischen Dingen sagen, er sei ein Fußballtrainer, sagte der frühere Profi von Energie Cottbus. Als er auf die US-Flotte im Persischen Golf angesprochen wurde, ging er nicht auf das Thema ein. »Sport ist etwas, was Menschen und Länder zusammenbringen kann«, sagte er nur.
        […]
        Der amerikanische Verband hatte vor der Partie die Flagge von Iran kurzzeitig angepasst und das Wappen der Islamischen Republik entfernt, um sich mit den für Menschenrechte kämpfenden Frauen in dem Land zu solidarisieren. Berhalter entschuldigte sich auf der Pressekonferenz »im Namen der Spieler und des Staffs«.
        Im letzten Gruppenspiel geht es im Al-Thumama-Stadion von Doha am Dienstagabend um das Weiterkommen in Gruppe B. Der Gewinner steht im Achtelfinale. Bei einem Remis wäre Iran weiter, wenn Wales im Parallelspiel nicht gegen England gewinnt.
        […]

        https://www.spiegel.de/sport/fussball/wm-2022-in-katar-usa-gegen-iran-und-eine-denkwuerdige-pressekonferenz-a-48b5dea8-1251-46fe-9866-816bb1d5148c

        Dieses Spiel werde ich mir in Gänze ansehen, auch wenn beide Mannschaften wohl kaum das Achtelfinale überstehen werden: allein, um die entsprechenden Presseberichte „einordnen“ zu können.

        Aber natürlich geht es mir einstweilen um die falsche Corona-Politik in Deutschland. Zum aktuellen Stand der Wissenschaft hatte ich zuletzt geschrieben:

        „Die Corona-Hysterie ist jedenfalls vorbei, nachdem die Pharmazie-Lügen aufgeflogen sind:

        Die Frage, wer unter den Impfbefürwortern für die Pharmazie auftrat, ist konsequent von den Mainstram-Medien nicht untersucht worden – hier haben wir Leif-Erik Sander von der staatlichen Charité in Berlin, wo auch Drosten angesiedelt ist und für autoritäte Maßnahmen warb: abgesehen davon ist die Charité ein Staatsunternehmen, das mit hochpolitischen „Patienten“ wie Julia Timoschenko und Nawalny antirussische Narrative promotete – für erstere schämt sie sich wohl mittlerweile, nachdem Timoscheko, plötzlich genesen, auf Stöckelschuhen den Maidan enterte…

        In der Wirklichkeit werden Impfschäden immer offensichtlicher:

        Die Fama, Covid19 verursache Herzmuskelentzündungen, und nicht die Impfungen, ist ebenfalls widerlegt:

        Es sind natürlich die Impfungen, die bedenkenlos durchgewunken wurden; und leider gibt es eine Studie, wonach sie nicht einmal vor schweren Verläufen und Tod schützt, was deren Verfechter Kekulé zum Stoßseufzer „Mist“ nötigt; während sich tatsächlich die Todesfälle der Meistgeimpften häufen:

        Was den bislang schon wieder inaktuellen Impfstoff gegen die Ursprungsvariante und die Variante BA 5 angeht: so kann lediglich eine weitere Verschlechterung hinsichtlich der Nebenwirkungen konstatiert weden:

        „Prof Freedom“ war ja eine Zeitlang bei Twitter gesperrt, nachdem ein User vorgebracht hatte, der sei ja kein „Prof“. Jetzt kann ich ihn wieder bringen: sämtliche Maßnahmen waren sinnlos:

        Nun wirklich alle blasen die Pandemie ab – hier der Zusammenschluß der Labore“:

        https://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-20/#comment-97890
        [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-20/#comment-97890

        Entweder drangen nun endich mal relevantere Teile der Wissenschaft zu Politikern durch – oder sie reagierten auf die zunehmende Ablehnung der Bevölkerung: seit demm 11.11.2022 liefen die Länder weg von den Alarmisten-Fahnen des Karl Lauterbach:

        Deutschland „Neue Phase“
        Vier Bundesländer wollen Corona-Isolationspflicht aufheben – Lauterbach übt Kritik daran
        Stand: 11.11.2022 14:24 Uhr | Lesedauer: 3 Minuten

        In Bayern, Baden-Württemberg, Schleswig-Holstein und Hessen gibt es für Corona-Infizierte bald keine generelle Isolationspflicht mehr. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach spricht von einem „Fehler“. Virologe Klaus Stöhr gibt dazu seine Einschätzung.
        Wer einen positiven Covid-19-Test hat, musste sich in Deutschland bislang isolieren. Die Bundesländer Bayern, Baden-Württemberg, Hessen und Schleswig-Holstein wollen das jetzt ändern. Bundesgesundheitsminister Lauterbach spricht von einem „Fehler“.
        […]
        Die Bundesländer berufen sich bei ihrem gemeinsamen Vorgehen laut der Mitteilung unter anderem auf Erfahrungen aus Nachbarländern wie Österreich. Aus diesen Ländern seien keine negativen Erkenntnisse bekannt, hieß es.
        Für eine Lockerung der Isolationspflicht sprächen zurückgehende Infektionszahlen, die wirksame Schutzimpfung und eine Basisimmunität innerhalb der Bevölkerung von mehr als 90 Prozent. Die Länder verwiesen außerdem darauf, dass es in der Regel keine schweren Krankheitsverläufe mehr gebe und wirksame antivirale Medikamente verfügbar seien.
        Bislang müssen sich Corona-Infizierte nach einem positiven Testergebnis generell für mindestens fünf Tage in häusliche Isolation begeben – und bis sie mindestens 48 Stunden symptomfrei sind, insgesamt bis zu einer Maximaldauer von 10 Tagen.

        https://www.welt.de/politik/deutschland/article242075043/Neue-Phase-Bundeslaender-wollen-Corona-Isolationspflicht-aufheben-Lauterbach-uebt-Kritik.html

        Mit Anmerkung von Prof. Stöhr:

        Da kämpft jemand um seinen Job, den er nur als beliebter Talkshow-Gast vor der Wahl ergattert hat, im Ministeramt mit seinen viel größeren Herausforderungen freilich versagt.

        Achja, die „Covid-Toten“. Damit sind Verstorbene gemeint, die irgendwann mal einen positiven PCR-Test hatten, und mag er auch monatelang zurückliegen. Ganz abgesehen davon, daß der Drosten-PCR-Test auch noch Wochen nach einer Infektion abgestorbene Virenteile detektiert, wenn die Labore das Material zu häufig vermehren („CT“ über 26).

        Söder, maximal politisch (und nur zufällig auf der richtigen Seite):

        In der Tat: es gibt Alternativ-Lektüren, und die aktuelle Impfkampagne „Ich schütze mich“ ist ja schon weit weg von den einstmaligen Werbephrasen von Industrie und Politik. Wer wie wann diese Kampagne ohne Ausschreibung vergab, ist noch – nunja – „umstritten“. 😉

        Es purzelt wirklich alles:

        O Wunder! Die Herbstwelle geht von allein zurück, wie alle anderen Wellen zuvor auch, und Bundesbahn wie Länder rufen nach der Abschaffung der Maskenpflicht, die das Umsteigen in den ÖPNV noch unattraktiver machen, als er eh schon ist.

        Tja. Einer freut sich, daß ausgerechnet das harsche Australien den rechtswidrigen Ban gegen ihn aufgehoben hat: der ungeimpfte Novak Djokovic:

        BBC News (World)
        @BBCWorld
        Offiziell
        Novak Djokovic ‚happy‘ visa ban overturned and he can play at Australian Open
        bbc.com
        Djokovic ‚happy‘ he can play at Australian Open
        Novak Djokovic confirms he will play at next year’s Australian Open, saying he is „very happy“ his visa ban had been overturned.

        https://mobile.twitter.com/BBCWorld/status/1593126882383478785

        Das Bundesverwaltungsgericht räumt zumindest teilweise auf:

        Bundesverwaltungsgericht
        Corona-Ausgangssperre in Bayern war unverhältnismäßig
        Zu Anfang der Corona-Pandemie war es in Bayern verboten, die eigene Wohnung zu verlassen. Doch laut Bundesverwaltungsgericht wären auch mildere Maßnahmen möglich gewesen.
        22. November 2022, 15:25 Uhr

        Die in der Frühphase der Corona-Pandemie verhängte Ausgangssperre in Bayern ist unverhältnismäßig gewesen. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig entscheiden [sic!]. Demnach wären Kontaktbeschränkungen als mildere Maßnahme der Pandemiebekämpfung auch möglich gewesen. Sie hätten „die Adressaten weniger belastet“, befanden die Richterinnen und Richter.

        Das Bundesverwaltungsgericht wies mit seinem Urteil die Revision des Freistaats Bayern gegen ein Urteil des Bayerischen Verwaltungsgerichtshofs zurück, der in der Vorinstanz die Ausgangssperre vom März 2020 für unwirksam erklärt hatte. Das damals verhängte Verbot, die eigene Wohnung zum Verweilen im Freien zu verlassen, „war ein schwerer Eingriff in die Grundrechte“, sagte die Vorsitzende Richterin Renate Philipp in Leipzig.

        In einem zweiten Urteil bestätigte das Bundesverwaltungsgericht die Rechtmäßigkeit von im Frühjahr 2020 in Sachsen verhängten Kontaktbeschränkungen sowie die Schließung von Sportstätten und Gastronomiebetrieben. Die Richterinnen und Richter wiesen die Revision eines Anwalts gegen ein Urteil des sächsischen Oberverwaltungsgerichts zurück, das die Corona-Maßnahmen zuvor für rechtmäßig erklärt hatte.

        https://www.zeit.de/politik/deutschland/2022-11/bundesverwaltungsgericht-corona-pandemie-bayern-ausgangssperre-unverhaeltnismaessig

        Das BVerfG drückte sich:

        Mit Befremden habe ich diesen aktuellen Artikel in der ZEIT gelesen, in dem es darum geht, daß der Rechtsstaat seine geballte Macht zur Rettung der Demokratie gegen „Querdenker“ aufbieten müsse – und der zur Belegung dieser These dann diesen Fall aufbot – nur für Abonnenten: aber ich finde, daß ihn jeder lesen könne sollte, damit man die Denkweise der Medien mitbekommt:

        Querdenker
        Der Staat schlägt zurück
        Überall in Deutschland stehen Querdenker vor Gericht. In der Auseinandersetzung mit der Bewegung entscheidet sich, wie wehrhaft die Demokratie wirklich ist.
        Eine Reportage von Philipp Daum
        Aktualisiert am 19. November 2022, 11:16 Uhr

        An einem warmen Herbstmorgen steht eine Frau vor dem Amtsgericht München. Der Prozess in Raum BZ 64 ist auf 45 Minuten angesetzt, eine Routinesache, der Richter verhandelt bis zum Mittag fünf Verfahren. Die Angeklagte, Anfang 50, trägt eine lachsfarbene Bluse und eine randlose Brille. Vor ihr liegen Notizen, mehrere computergeschriebene Seiten in einer Klarsichthülle.
        Der Platz neben ihr, auf dem ihr Anwalt sitzen sollte, ist leer.

        Gerade hat die Staatsanwältin den Strafbefehl vorgelesen: Die Angeklagte soll sich im November 2021 während einer Demonstration der Polizei widersetzt haben. Sie habe sich an einem Betonsockel festgehalten und geschrien, als zwei Polizisten sie abführten. Davor habe sich die Angeklagte geweigert, eine Maske zu tragen, trotz mehrfacher Aufforderung. Der Name der Demo: „Frieden und Freiheit in Gedenken an großartige Freiheitskämpfer“. Der Vorwurf: Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte, Paragraf 113 des Strafgesetzbuches.
        „Wollen Sie etwas dazu sagen?“, fragt der Richter die Angeklagte.

        Sie beginnt leise zu sprechen. Kurz vor der Pandemie sei sie nach München gezogen. Eine fremde Stadt, ein einsamer Job und dann die Corona-Beschränkungen. Die friedvollen Veranstaltungen, sagt sie, seien für sie eine Möglichkeit gewesen, in Gesellschaft zu sein. An diesem Tag habe sie doch eine Maske getragen, „vielleicht etwas lockerer“, weil durch Schnee und Eis ihre Brille beschlagen sei. „Ich wollte mich …“, sagt sie, und dann: „Ich bin alleinlebend. Mir schlägt das aufs Gemüt.“ Sie schluchzt leise.

        „Brauchen Sie eine Pause?“, fragt der Richter.

        „Es ist für mich eine befremdliche Situation, hier zu sitzen“, sagt die Angeklagte. Sie erzählt jetzt wild durcheinander: Die Polizei habe sie angewiesen, die Maske zu tragen. Man habe sie abgeführt, und: „Vielleicht war ich bockig.“ Dann sei sie verhört worden, in einem Wagen abseits der Demo. Stundenlang habe man sie danach in Schnee und Regen stehen lassen. Als sie endlich gehen durfte, habe sie einen Krankenwagen gerufen und sich drei Tage krankschreiben lassen. Der Richter hört ihr zu, den Kopf auf die Hand gestützt.
        „Mein Anwalt hat mich heute Morgen sitzen lassen“, sagt sie. „Also spreche ich für mich. Ich bin ein Mensch, wir brauchen Luft und Kontakte, dafür spreche ich. Die Tränen sind nicht gewollt.“

        „Alles kein Problem“, sagt der Richter sanft. „Wir klären das jetzt auf.“
        […]
        Die Angeklagte hat Einspruch gegen den Strafbefehl eingereicht, nur deswegen ist es zum Prozess gekommen. Sie kann den Einspruch jederzeit zurücknehmen, auch vor Gericht, dann wird die Geldstrafe vermutlich niedriger.[Letzteres ist kompletter Quatsch, bei einer Rücknahme des Einspruchs wird der ursprüngliche Strafbefehl rechtskräftig.]

        „Ich muss also meine Menschlichkeit vergessen?“, fragt die Angeklagte. „Weil ich Schmerzen hatte und nicht atmen konnte?
        „Nein, weil Sie versucht haben, sich rauszuwinden.“
        „Damit das System weiterfunktioniert, bin ich dazu angehalten, meinen Einspruch zurückzunehmen.
        „Ich bin nur mäßig geduldig, wenn es mit so was losgeht“, sagt der Richter. „Ich habe auch kein Problem damit, jetzt ein Urteil zu machen. Sie können das völlig frei entscheiden.“
        Die Angeklagte bittet um eine Pause. „Viertelstunde“, sagt der Richter knapp. Draußen auf dem Flur telefoniert sie, wohl mit ihrem abwesenden Anwalt. Dann kommt sie wieder und beantragt, die Verhandlung zu verlegen: Dass ihr Anwalt nicht da sei, sei ein Rechtsversäumnis.
        „Ich vertage hier gar nichts“, sagt der Richter.
        „Ich werde dieses Urteil nicht anerkennen.“
        „Das ist ok.“

        Nach einer guten Stunde fällt der Richter das Urteil: 70 Tagessätze zu 55 Euro, 3.850 Euro Geldstrafe. Für eine Ersttäterin ist das ein hartes Urteil. Es ist auch eine Botschaft: Wir lassen uns nicht auf der Nase herumtanzen – schon gar nicht von Leuten, die den Rechtsstaat nicht anerkennen.
        […]

        https://www.zeit.de/gesellschaft/2022-11/querdenker-bewegung-gericht-demokratie-corona/komplettansicht

        Ich bin fassungslos: die Maskenpflicht für Demos war eh rechtswidrig. Minimaler Widerstand gegen Polizeigewalt wird zum Straftatbestand aufgebläht. Das übliche Kneten eines Richters, den Einspruch gegen einen Strafbefehl zurückzunehmen, damit er kein aufwendiges Urteil schreiben muß, wird minimiert. Und nachdem die bedauernswerte Angeklagte, deren Rechtsbeistand sie wohl mangels Bezahlung im Stich gelassen hat, erklärt hat, Berufung einzulegen, wird sie von dem ZEIT-Autor zur Staatsfeindin erklärt. Geht es noch?

        • Inhaltlich: too little, too late, too long (ersetzt nur 4% der russischen Lieferungen, beginnt erst ab 2026 und begründet Abnahmepflicht für 15 Jahre, was Klimaschützer in Rage versetzt).

          Das spannende Spiel Iran gegen USA habe ich gesehen: mit dem glücklichen Ende für die USA, das sein 1:0 in einer Zitterpartie halten konnte. Aber zuvor habe ich diese Verschwörungstheorien, die von einem iranischen Autor in der ZEIT verbreitet werden konnten, gelesen:

          Iran bei der Fußball-WM
          „Was machen wir jetzt mit diesem Sieg?“
          Das Regime glücklich machen oder die Fans? Irans Fußballer wissen nicht, wie sie mit ihren Toren umgehen sollen. Und ihre Anhänger wie unser Autor erst recht nicht.
          Von Behzad Karim-Khani
          29. November 2022, 16:39 Uhr

          Die Flagge ist eine Trikolore. Die Übergänge zwischen den Farben sind gesäumt mit dem sich wiederholenden kubisch-grafischen „Allahu Akbar“ Schriftzug. Die vier Mondsicheln und das Schwert des Wappens in der Mitte der Flagge ergeben das Wort Allah.
          Der Mann, der sie schwingt und dabei tanzt, trägt die Ausrüstung der taktischen anti-riot police. In der anderen Hand hält er eine Vuvuzela, in die er bläst, während er die Hüften ungelenk schwingt, wie ein Kind, das Gleichaltrige bloßzustellen versucht. Sein Kollege zündet eine rote Rauchgranate an. Sicher ist sicher. Nicht, dass sie übersehen werden. Auf dem Dach des Wasserwerfers. Auch er ist maskiert, trägt Helm und gepanzerte Schutzkleidung. Sie sehen lächerlich aus.
          […]
          Und als wäre all das nicht absurd genug, nennt der Passant, der das Ganze gefilmt und ins Netz gestellt hat, den Namen der Teheraner Kreuzung, auf dem der Wasserwerfer steht. Es ist die Coca-Cola-Kreuzung. Das ist der offizielle Name. Verwirrt? Willkommen im Iran.
          Eine Stunde bevor Dutzende Bilder wie diese entstehen, hat der Iran den Vorrundengegner Wales 2:0 geschlagen.
          […]
          Zunächst bin ich beeindruckt vom Spiel der iranischen Mannschaft, die ihrem Platz auf der Fifa-Rangliste (20) gerecht wurde. Sie waren konzentriert, hatten Flow, Spielwitz.
          […]
          Und so viele Menschen [im Stadion], die nicht aussehen wie Iraner, mit den Fahnen des Regimes. Und daneben: genauso viele Gesichter, die zwar aussehen wie Iraner, aber nicht wie Fußballfans. Mit denselben Fahnen. Und wo man sich noch streiten kann, wie Iraner oder Fußballfans auszusehen haben, ist ein iranischer Fußballfan, der sich Katar leisten kann, leichter ausfindig zu machen. Das hier sind Gesichter einfacher Arbeiter, Bauern. Ich sehe Münder ohne Zähne.
          Ein, zwei Stunden später die Auflösung. Jemand stellt Bilder ins Netz von Bussen gefüllt mit pakistanischen und bangladeschischen Gastarbeitern mit Iran-Flaggen in der Hand vor dem Stadion.
          […]
          Ein weiteres Novum: Bei den Berichterstattungen über die Siegesfeiern in den Straßen Irans zeigt das Staatsfernsehen zum ersten Mal in der 43-jährigen Geschichte unverschleierte Frauen, die aber die Fahne des Regimes schwenken. Obwohl … falsch. Es ist das zweite Mal. Vor etwa drei Wochen wurde dort ein Bild einer unverschleierten Frau inmitten einer Demo von Regimeanhängerinnen ausgestrahlt, inmitten streng verschleierter Frauen also. [Es gibt auch konservative Frauen, die andere nicht dem Zwang zum Schleiertragen ausgesetzt sehen wollen.] Diese Frau wiederum wird jetzt identifiziert als eine Zuschauerin im Stadion während des Spiels gegen Wales. Dieses Mal voll verschleiert. [Als Beweis gibt es hier einen Instagram-Link, den man nur als Mitglied sehen kann.] Weitere Personen im Publikum werden als Basidschi oder Revolutionswächter identifiziert.

          Eine US-iranische Journalistin macht sich Gedanken über diese Doppelbesetzungen, folgert daraus, dass das Regime es nicht mehr schafft, Statisten zusammenzustellen. Dass die letzten Kräfte, die sie haben, der Sicherheitsapparat selbst ist. Und die müssen jetzt die feiernden Massen ersetzen, zu den Fußballspielen reisen oder auf Demonstrierende schießen.
          […]
          Dann tritt Chamenei auf, gratuliert dem Team und behauptet, es gäbe zwanzig Millionen Basidschi im Land, alle mit demselben Geist, demselben Herzen. Zeilen, die beinahe abgeschrieben sein könnten von einer der letzten Ansprachen Mussolinis, in denen er seine Faschisten noch mal einschwört.

          Heute, und mehr Showdown geht nicht, ist das entscheidende Spiel gegen die USA. Ein Spiel, das die iranische Führung schon seit der Auslosung beschäftigt. Noch lange bevor das geschah, was wir wohl längst Revolution nennen können. Die Diskussionen um die Loyalität des Teams reißen nicht ab. Auch heute nicht, wo CNN davon berichtet, dass den Familien der Spieler Gefängnis und Folter angedroht wurde. Wo die Hacker von Black Reward Dokumente und Aufnahmen von hochrangigen Basidschi veröffentlicht haben, die Ähnliches bestätigen. Unter anderem die Zusammenarbeit mit dem Geheimdienst des befreundeten Katars.

          Ich versuche den Umkehrschluss: Wenn das Regime es als sein Team verkaufen will und einen Sieg als eigenen Erfolg feiern wird, um die Massen von der Straße zu halten, würde eine Niederlage die Menschen auf die Straße bringen? [?]
          Ich komme aus dem Nahen Osten, ich kann die USA nach all dem, was sie uns angetan haben, nicht anders sehen als über ihre Verbrechen. Ich will, dass sie verlieren. Wenn mein Umkehrschluss aber stimmt, dann schulden sie uns ihren Sieg.
          […]

          https://www.zeit.de/sport/2022-11/iran-usa-fussball-wm-revolution/komplettansicht

          Von hinten durch die Brust ins Auge. Das Ganze ist sehr wirr. Glaubt der Autor, der seit Jahrzehnten in Deutschland lebt, daß die iranische Mannschaft keine unpolitischen Fans habe, weder im Iran noch im Ausland? Und warum sollten an der Siegesfeier in Teheran nicht auch Polizisten teilnehmen dürfen? Heute habe ich im Stadion keinen einzigen verschleierten weiblichen Iran-Fan gesehen, es waren schlicht alles Fans beiderlei Geschlechts in entsprechendem Outfit und oft mit Schminke. Und mit welchem Ziel sollen die Angehörigen des Teams bedroht worden sein: etwa, nun gefälligst zu gewinnen oder zumindest unentschieden zu spielen, was gereicht hätte?

          Klassischerweise hat er den Link zum CNN-Bericht nicht gebracht. Ich habe ihn dennoch gefunden: typisches CNN-Geraune von einer anonymen Quelle eben:

          Iran threatened families of national soccer team, according to security source

          By Sam Kiley, CNN
          Updated 5:43 AM EST, Tue November 29, 2022

          The families of Iran’s World Cup soccer team have been threatened with imprisonment and torture if the players fail to “behave” ahead of the match against the USA on Tuesday, a source involved in the security of the games said.

          Following the refusal of Iranian players to sing the nation’s national anthem in their opening match against England on November 21, the source said that the players were called to a meeting with members of the Iranian Revolutionary Guard Corps (IRGC).
          The source said that they were told that their families would face “violence and and torture” if they did not sing the national anthem or if they joined any political protest against the Tehran regime.

          The players sang the anthem before their second game against Wales last Friday, which saw 2-0 victory for Iran.
          The source, who is closely monitoring Iran’s security agencies operating in Qatar over the World Cup period, said that dozens of officers from the IRGC had been drafted in to monitor the Iranian players who are not allowed to mingle outside the squad or meet with foreigners.
          […]
          The players, the source said, had been promised “presents and cars” ahead of the England game but the regime, the source alleged, had switched to threatening players and their families after the humiliation of the team’s refusal to sing their national anthem.
          “In the last game against Wales, the regime sent over hundreds of these actor supporters in order to create a false sense of support and favor amongst the fans. For the next game against the U.S, the regime is planning to significantly increase the number of actors into the thousands,” the source said.
          […]

          https://edition.cnn.com/2022/11/28/football/iran-soccer-family-threats-intl-spt/index.html

          Upps! Das ist also seine Quelle für das fake Publikum im Stadion.

          Wer oder was sind die „Black Reward“-Hacker? Der deutsche Staatsfunk DW rätselte auch schon:

          Cyberangriff auf Atomkraftwerk
          Eine Hackergruppe attackiert das iranische Regime
          Lueb, Uwe · 24. Oktober 2022, 14:09 Uhr
          [Audio]
          Eine Hackergruppe hat sich in das größte iranische Atomkraftwerk gehackt. Wer steckt hinter „Black Reward“? Studierende im Iran? IT-Spezialisten aus dem Ausland? Fest steht: Sie nutzen Insiderwissen und zeigen, dass das Regime angreifbar ist.

          https://www.deutschlandfunkkultur.de/cyberangriff-hackergruppe-black-reward-iran-100.html

          Aber auch die vom Autor benutzten Exil-Iran-Plattformen sind trübe Quellen, wie ein Kommentator ausführte:

          NewsTitelBlenden
          #4 — vor 23 Minuten
          „Ich schaue mir die Seiten exiliranischer Sender an. Iran International, Radio Farda, Manoto. Dann Voice of America, BBC Farsi. Kurze Beiträge.“

          Also das sind nicht gerade gute Quellen
          „Iran International“ wurde von einem ehemaligen saudischen Geheimdienst Minister gegründet. Das stand im Guardian und auch auf der Wikipedia Seite von II. Also lange muss man danach nicht suchen.
          Auch die anderen Sender waren im Guardian Artikel erwähnt glaube ich.

          Bei Voice of America steht auch auf der Webseite dass sie vom State Department finanziert werden. Ich erinnere mich auch dass da auf der Zeit mal ein Artikel war wo Trump sich beschwert hatte dass sie nicht genug Propaganda ausstrahlen.
          Interessant ist jedenfalls das VOA speziell für verfeindete Länder wie Iran, Cuba, China Programme hat.
          Das BBC dem britischen Staat gehört ist ja auch klar.
          Warum strahlen sie auf persisch aus? Warum wohl? Aus dem selben Grund aus dem sie dass 1979 machten. Zur Verbreitung von ihrer Version der Dinge. 1979 haben sie damals noch die Revolution angefeuert und damit mitgeholfen das jetztige Regime an die Macht zu bringen.

          https://www.zeit.de/sport/2022-11/iran-usa-fussball-wm-revolution?cid=63565700#cid-63565700

          Es gilt der allgemeine Trend: Proteste in Feindländern sind o.k., egal wie blutig sie ausgetragen werden, denn sie sind Ausdruck von regime change-Ambitionen:

          Zu blöd nur, daß die Queeren, für die sich die Mannschaften einsetzen sollen, zur Zeit so einige Negativ-Schlagzeilen verursachen:

      • Diesen schönen Glückwünschen in Bild und Schrift von Frau Roll
        für Frau Wolff schliesse ich mich mit meinem Herzen voll und
        ganz an.

        Auch der lieben Frau Roll wünsche ich herzlichst alles Gute, Gesundheit und Glück.
        Sie als „Engel“ hat es wirklich vollbringen können, auch mir „Flügel“ wachsen lassen, damit ich dem „Gendern“ habe entfliehen können.

        • Vielen Dank, lieber Dietmar Nisch, für Ihre guten Wünsche. Es freut mich, Sie noch als treuen Leser des Wolff-Blogs zu sehen und ebenso, daß sie offenbar meine damalige Empfehlung bezüglich der Unart des Genderns beherzigt haben! 😃😉
          Trotzdem zu viel der Ehre, auch wenn mein Name tatsächlich so viel wie ‚die Engelhafte‘ bedeutet. Ehre gebührt hier einzig der unbeirrt arbeitenden Frau Wolff.

  4. Zuletzt habe ich sehr viel über das Alleinstellungsmerkmal Deutschlands hinsichtlich schädlichen Moralismus` in Politik und Medien (vor allen Dingen zu Katar) berichtet bis hin zu „Relotius reloaded“ beim SPIEGEL mit einer herzzereißenden falschen Flüchtlingsstory im türkisch-griechischen Grenzgebiet am bzw. im Evros- Fluß:

    https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/fast-vier-jahre-nach-relotius-skandal-wieder-zweifel-an-spiegel-reportagen-82043632.bild.html?wtmc=twttr.shr

    https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/spiegel-unter-druck-griechenland/

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-20/#comment-97881

    Precht und Welzer haben in ihrem Nummer 1-Bestseller (seit der Woche nach dem Erscheinen am 28.9.2022 ununterbrochen beim SPIEGEL, beim STERN schob sich mal ein Rückenschmerz-, mal ein Brotbackbuch davor) „Die Vierte Gewalt. Wie Mehrheitsmeinung gemacht wird, auch wenn sie keine ist.“ all diese Mechanismen herausgearbeitet, wobei das Relotius-Phänomen nur am Rande (S.251ff) thematisiert wurde, als „Technik“ sozusagen, unter Zitierung von Claudius Seidl, seinerzeit Feuilleton-Chef der SZ, aber veröffentlicht unter „Schicksal und Simulation, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, 23.12.2018, S.41“ – gemäß Fußnote 193. Denn die reine Erfindung eines Ereignisses ist nur ein Exzess dessen, was an „Narrativ“ und „Einordnung“ und „Weglassung“ so stattfindet. Es ist ein für die Mehrheit der Leser (zu der ich nicht gehöre) fundamentales Buch.

    Ulrich Greiner empfiehlt in der Übersicht „Bücher zum Fest“ „Die vierte Gewalt“ von Precht/Welzer in der ZEIT vom 17.11.2022 S.68 mit dem kurzen Hinweis: „Die deutschen Medien sind keineswegs so toll, wie sie sich finden“

    Das trifft es ungemein. 😉

    Das fand der SPIEGEL nicht, und so lancierte er einen geschmäcklerisch-selbstverliebten Buch-Verriß durch den Medienwissenschaftler Bernhard Pörksen, der als aktiver Professor natürlich angepaßt sein muß, sonst gilt er alsbald als „umstritten“. Wahnsinn, wie sein Verriß vom SPIEGEL präsentiert wurde:

    So lautete auch der Header des für Abonnenten lesbaren online-Artikels. In Wirklichkeit lautete die Überschrift für die Printleser in der Ausgabe 46/2022 vom 12.11.2022 auf S.58-59 so:

    Lauter Ungeheuer Wie ein populistischesThesenbuch über die Macht der Medien zum Bestseller wurde. Ein Drama in vier Akten.

    Die 4 Akte lauten:

    „I. Akt: Spannung erzeugen, zündeln, einen Skandal behaupten“

    „II.Akt: Angreifen, Verunglimpfen“

    „III. Akt: Hyperventilation, Aufmerksamkeitsexzesse“

    „IV. Akt: neue Feindseligkeit, falsche Ausgewogenheit“

    Unter III heißt es:

    Für Systemtheoretiker ist der gelungene Marketing-Stunt mithilfe eines hastig zusammengekloppten Thesenbuchs ein intellektuelles Freudenfeuer, weil sich hier zeigen lässt: Man kann die Gesetzmäßigkeiten des Mediensystems für eigene Zwecke kapern. Weniger abstrakt formuliert: Man nehme eine große Portion Prominenz und Provokation sowie eine Prise populistisch-populärer Journalistenverachtung, erzeuge die Erwartung von etwas Großem. Und siehe da: Alle schauen hin.

    Der Neid eines Profs, der, will er seinen Job behalten, niemals einen Nr.1-Bestseller landen kann. Der Neidfaktor war hier entscheidend, denn Precht/Welzer zitieren Pörksen zustimmend drei Mal:

    Auf S.185 zum journalistischen Prekariat.

    Auf S. 214 so: „Bernhard Pörksen fasst das mit einem Satz des Netzphilosophen Peter Glasen zusammen: „Information ist schnell, Wahrheit braucht Zeit.“

    Auf S. 247 so: „Die von den Medien „gehetzte Politik“, wie der Medfienwissenschaftler Pörksen und der Sprachwissenschaftler Wolfgang Krischke sie nennen, kann fast nur noch taktisch nach gefühlter oder medial inszenierter Mehrheitsmeinung entscheiden.

    Es wird auch der viel zu früh verstorbene freie Kopf Frank Schirrmacher von der FAZ zitiert, den Pörksen als Herausgeber in einem Sammelband von 2015 veröffentlicht hatte:

    Was wir aber jetzt erleben, das ist eine industrielle Revolution, und zwar nicht nur von Aufschreibsystemen, sondern von geistiger Arbeit überhaupt.

    Vermutlich schämt sich der in Ketten liegende Uni-Prof. Pörksen mittlerweile sogar der Herausgeberschaft eines Schirrmacher-Essays. Mehr als Neid läßt sich seinem SPIEGEL-Artikel jedenfalls nicht entnehmen. Und selbst der SPIEGEL druckt neben drei positiven drei negative Leserbriefe ab:

    Briefe
    Die steigenden Mieten, die Grünen, Klimaproteste, das Tempolimit der evangelischen Kirche und Medienkritik – das waren die Themen, zu denen wir in der vergangenen Woche die meisten Zuschriften erhalten haben.
    25.11.2022, 13.00 Uhr • aus DER SPIEGEL 48/2022
    […]
    Heft 46/2022 Die vierte Gewalt: Wie eine populistische Medienkritik ein Monster schuf, das es nicht gibt
    […]
    Wie Herr Pörksen »Die vierte Gewalt« mit ganz viel Furor und Polemik als populistisches Thesenbuch abqualifiziert – herrlich! Hyperventilation pur. Besonders lustig der letzte Satz, wenn nach seinem Verbalgemetzel echter Austausch und Diskurs angemahnt werden. Der Schuss hat offenbar gesessen, die Kritik von Welzer und Precht ins Schwarze getroffen. Leider kam sie etwas spät. Inzwischen gibt es jenseits des Mainstreams ein breites Spektrum an qualitativ hochwertigen Publikationen, ob im Netz oder als Print, für ein Publikum, das eine Vielfalt an Perspektiven nicht nur erträgt, sondern goutiert. Der Markt wird es schon richten, da bin ich optimistisch.
    Mary Lange, Berlin

    • Der Artikel bestätigt die Richtigkeit der Thesen der Autoren, für die ich persönlich keinerlei Sympathie empfinde. Deutlich wird das bei der Einstufung der Talkshow »Hangar-7« – die ich nie gesehen habe – als Nischensendung, in der auch Verschwörungstheoretiker und so weiter zu Wort kämen. Genau das möchte aber die mündige Bürgerin bzw. der mündige Bürger: Sich selbst einen Eindruck verschaffen und sich dann ein Urteil bilden – nicht aber, die einzig politische korrekte Auffassung vorgegeben zu bekommen.

    Max Kühnel, Heidelberg
    • Etwas weniger an Wortgeklingel hätte dem nicht unwichtigen Debattenbeitrag gutgetan. Eine ermüdende Lektüre mit zu geringem Erkenntnisgewinn.
    Hans-Jürgen Siebert, Rohna (Thür.)

    https://www.spiegel.de/community/briefe-a-0479853f-ac48-44c4-8bc3-c6782c52324b

    Der Medienwissenschaftler Norbert Bolz ist echt froh, emeritiert zu sein – nun ist er frei und kann sich kritisch äußern – was heutzutage bedeutet, sich gegen herrschende Narrative zu wenden – ich empfehle seinen Twitter-Account, der zu intellektuell ist, als daß er von vor der Musk tätigen Democrats-Löschtruppe behelligt worden wäre. 😉

    Pörksen muß sich noch der Uni unterwerfen.

    Ein Blick auf die Netzwerke, die „Mehrheitsmeinungen“ fabrizieren wollen – die hatten Precht/Welzer noch gar nicht im Blick:

    Zentrum Liberale Moderne
    Wenn der Aktivismus zur Bekämpfung politischer Gegner staatlich subventioniert wird
    Stand: 24.11.2022 |

    Von Frank Lübberding
    Freier Autor
    Unser Mediensystem ist zum Schlachtfeld geworden: Aktivistische Plattformen wie „Volksverpetzer“ und „Gegneranalyse“ dienen der Denunziation politischer Feinde. Finanziert werden solche Angriffe auch mit Steuergeldern – und das ausgerechnet über das Zentrum Liberale Moderne des Grünen-Politikers Ralf Fücks.
    […]
    Der Klimawandel als globales Phänomen lässt sich nämlich fast mit jedem beliebigen Ereignis in Verbindung bringen. In der Wissenschaft werden Sturzfluten und Hochwasser allerdings differenzierter betrachtet: Nicht jedes Hochwasser führt ins Desaster. Ob es zu einem solchen kommt, hängt auch von der Leistungsfähigkeit des Katastrophenschutzes ab – wobei Politiker verständlicherweise lieber über den Klimawandel als über das eigene Versagen reden. Medial geschulte „Volksverpetzer“ – so der Name eines aktivistischen Blogs, das aus Spenden finanziert wird und sich vor allem der medialen Diskurskontrolle widmet – kommen ihnen dabei sofort mit vermeintlichen „Faktenchecks“ zur Hilfe, ganz ohne zu werfen oder zu kleben.

    Leider hat unsere Klimapolitik kaum Einfluss auf das Wetter in Pakistan und den Klimawandel im Rest der Welt. Unsere Emissionen sind fast bedeutungslos für die zukünftige Entwicklung, weshalb selbst unser ökonomischer Zusammenbruch nur die eigene Bedeutungslosigkeit beschleunigen würde. Aus diesem Grund wurde der „Klimawandel“ rhetorisch zur „Klimaerhitzung“ aufgerüstet, was aber nur ein neues Etikett für die mediale Diskurserhitzungsmaschine ist. Es könnte auch irgendetwas anderes draufstehen.

    Denkbar sind „Diversität“, „Solidarität mit der Ukraine“, „Geschlechtergerechtigkeit“ oder „Maskenpflicht“ – die Parolen sind austauschbar, wenn es um die Brandmarkung abweichender Meinungen geht.

    In rational diskutierenden Gesellschaften macht es keinen Sinn, epidemiologische Sachfragen wie die nach der Notwendigkeit einer Maskenpflicht zum Glaubensbekenntnis zu erklären. Letzteres ergibt hingegen sehr viel Sinn, wenn es die Unterscheidung von Freund und Feind ermöglichen soll. Es geht dann um die Definition von Zugehörigkeit und den Ausschluss feindlicher Elemente aus dem Diskurs. Ohne Orwellsche Begriffsverdrehungen wie „Zwang ist die wahre Freiheit“ kommt der Neo-Totalitarismus aber nicht aus: Im Prinzip soll es weiterhin die Meinungsfreiheit geben, aber eben nicht für „Klimaleugner“ oder „Coronaleugner“.
    […]
    Wer also glaubt, dass es heute noch um den offenen Diskurs in einer freiheitlichen Grundordnung geht, unterliegt einem Irrtum: Es geht um dessen Zerstörung, weil Sachfragen keine Rolle mehr spielen. So wird der Klimawandel längst als „Klimakatastrophe“ mit der Wahnidee einer Selbstzerstörung der Menschheit etikettiert. Auf dieser Grundlage lässt sich nicht mehr rational diskutieren, weil das Ergebnisoffenheit voraussetzte. Aber wie soll es diese geben, wenn eine Seite diese prinzipiell bestreitet?

    Was das in der Praxis bedeutet, war an der Universität Witten-Herdecke zu erleben. Dort hatte sich eine Arbeitsgruppe namens „Das Ich im Wir: Corona und die eigene Existenz“ gegründet. Die Initiatoren sprachen sich für „Pluralität und Diskurs in der Corona-Krise“ aus. Sie planten einen Kongress zu diesem Thema mit dem vielversprechenden Titel „Die Würde des Menschen – (un)antastbar?“

    In einem pluralistischen System ist der Austausch kontroverser Positionen die Regel, ansonsten hätte man nur eine Perspektive. So wurde zu dem Kongress etwa der Bochumer Verfassungsrechtler Stefan Huster eingeladen, der aus seiner Arbeit in der Evaluierungskommission zur Corona-Politik berichten sollte. An ihrem Bericht wirkten auch umstrittene Experten wie der Saarbrücker Pharmakologe Thorsten Lehr mit, obwohl die Kernkompetenz des modellierenden Apothekers eher in der Vermarktung von Horrorprognosen zu finden ist.
    In Witten-Herdecke wurde nicht nur der Jurist Huster eingeladen, sondern auch der Hannoveraner Ökonom Stefan Homburg und die Bonner Politikwissenschaftlerin Ulrike Guérot. Beide gelten ebenfalls als umstritten, was bei einem hochkontroversen Thema wie der Pandemie-Politik erst einmal nichts Ungewöhnliches ist. Nun hätte der Verfassungsrechtler Huster hier eine gute Gelegenheit gehabt, seine intellektuellen Fähigkeiten zu einer kritischen Auseinandersetzung mit dem von ihm wenig geschätzten Kollegen Homburg einzusetzen. Eine kraftvolle Widerlegung hätte wohl beiden nicht gefallen, die Erkenntnis aber vorangebracht – schließlich sollte Homburg zu dem Thema „Was mich in zwei Coronajahren am meisten beeindruckt hat“ referieren.

    Leider wollte Huster nicht auf einem Podium beeindrucken. Stattdessen informierte er den Journalisten Matthias Meisner, früher beim „Tagesspiegel“ beschäftigt. Huster schickte Meisner seinen – dann prompt beim „Volksverpetzer“ veröffentlichten – Briefwechsel mit einem der Wittener Veranstalter, in dem er mit virtuell bebender Stimme seiner Empörung Luft macht. Bei Meisner war die Korrespondenz in guten Händen, denn seine Kernkompetenz ist die Suche und Markierung politischer Feinde. Dieses Engagement hat ihn zu einem geschätzten Aktivisten bei einer Nichtregierungsorganisation namens „Zentrum Liberale Moderne“ gemacht.

    Mit dieser 2017 gegründeten „Denkfabrik“ haben sich die beiden bestens vom Staat versorgten Grünen-Politiker Ralf Fücks und Marieluise Beck eine Plattform geschaffen, die ihre liberale Staatsferne vor allem durch staatliche Förderung unter Beweis stellt. Der Journalist Friedrich Küppersbusch hat die vielfältigen, in dieser Hinsicht sehr erfolgreichen Bemühungen des Zentrums in einem Video erläutert.
    […]
    Betreutes Denken

    In diesem hochentwickelten Subventionsnetzwerk hat auch der Kollege Meisner seinen Platz gefunden. Er arbeitet für den Sektor „Gegneranalyse“ des Zentrums Liberale Moderne.
    […]

    https://www.welt.de/kultur/plus242119813/Zentrum-Liberale-Moderne-Wenn-politischer-Aktivismus-staatlich-subventioniert-wird.html

    Das ist ja wohl eine sehr billige Antwort -: Homburg reagiert offen, Meisner wird heimlich öffentlich alimentiert.

    Matthias Meisner hat retweetet

    Hier das Video:

    Staatsknete für die richtige Meinung – Küppersbusch TV

    Küppersbusch TV
    28.07.2022
    Ein grüner Thinktank und viel Geld! Das ist eine explosive Mischung. Eine KTV-Schwerpunktsendung über das „Zentrum Liberale Moderne“. Mit Alles und scharfer Soße! Und natürlich mit: Waffen, Waffen, Waffen… Wir sind jetzt zwei Wochen off. Bis dahin und schöne Tage! 👋👋👋

    Was den bei STERN und SPIEGEL beliebten weichgespülten Journalismus angeht, der an Exklusivität interessiert ist:

    Merkel und die Journalisten
    Die Verklärung nach der Heiligsprechung
    Stand: 26.11.2022 12:03 Uhr |

    Von Ulf Poschardt
    Chefredakteur
    Angela Merkel ist seit einem Jahr nicht mehr im Amt. Die Altkanzlerin, die Journalisten gegenüber stets distanziert war, hat nun zwei ihr nahestehende Autoren an sich herangelassen. Das Ergebnis ist beeindruckend.
    […]
    Merkel mochte Journalisten nicht sonderlich. Nicht ausstehen konnte sie jene, die eher schlicht und unvorbereitet fragten, richtig unangenehm aber wurde es, wenn detailliert kenntnisreich nachgefragt wurde, aber die Antwort ohne Selbstkritik nicht ausgekommen wäre. Da konnte die kluge, nüchterne Naturwissenschaftlerin dann auch fast in die Nähe des Ungehaltenen rutschen.

    Dem Autor dieser Zeilen ging es einmal so nach Hinweisen zweier britischer Schatzkanzler, was die angebliche oder tatsächliche „Schuld“ der Deutschen am Brexit betrifft. Aber auch sonst waren Merkel nach ihrer Heiligsprechung durch die meisten Medien im Zug der Flüchtlingskrise kritische Journalisten eher unangenehm. Es ging und geht ja auch ohne.

    Auf Instagram gäbe es Smileys mit Herzchen

    Alexander Osang vom „Spiegel“ hat erkennbar einen besonders guten Draht. Er durfte auch schon den Abend mit ihr im Berliner Ensemble moderieren, wo er das als Stichwortgeber auch hübsch gemacht hat.

    Besonders schön in seinem aktuellen Porträt sind jedoch die Überleitungen:
    https://www.spiegel.de/panorama/ein-jahr-mit-ex-kanzlerin-angela-merkel-das-gefuehl-war-ganz-klar-machtpolitisch-bist-du-durch-a-d9799382-909e-49c7-9255-a8aec106ce9c

    Zum Beispiel, wenn Merkel über den Tod der Queen spricht und sagt, damit gehe ein Zeitalter zu Ende, ergänzt der Journalist freundlich: „Ein Zeitalter der Vernunft, der Berechenbarkeit, Beharrlichkeit. Ihrer Ära nicht unähnlich.“ Auf Instagram gäbe es an solcher Stelle ein Smiley mit Herzchen. Und von der Merkel-Romantik zur Selbstverklärung sind in dem Text nur wenige Sätze nötig.
    […]
    Hier wäre ein Zwinker-Smiley fällig

    Im „Stern“ fragt sich der Politikchef des Magazins, Nico Fried, diese Woche, wie groß sie war.
    https://www.stern.de/politik/deutschland/angela-merkel–wie-deutschlands-ex-kanzlerin-um-ihr-vermaechtnis-kaempft-32935494.html

    Die Kanzlerin. Und dann stehen da Sätze wie „Der Krieg beschäftigt sie, jeden Tag. Sie hat Jahre ihrer Kanzlerschaft darauf verwandt, ihn zu verhindern.“ Da wäre jetzt ein Zwinker-Smiley fällig auf Social Media.
    Stattdessen steht da jedoch: „Das kann niemand bestreiten.“ Als Nico-Fried-Fan bricht man an der Stelle erst einmal kurz die Lektüre ab. Und dann macht man doch weiter und stößt darauf: „Fragen nach Schuld oder nicht Schuld sind ihr zu schlicht, Politik ist kompliziert.“
    Und dann ist es schon aus. Am Ende hat Angela Merkel weite Teile ihrer Partei, ihrer Wähler und auch des Landes verloren. Am Ende blieben ihr aber immer die Grünen und die Journalisten. Oder im ideal: grüne Journalisten. Nein, grüne Journalist:Innen.

    https://www.welt.de/welt_print/debatte/plus242346559/Merkel-und-die-Journalisten-Die-Verklaerung-nach-der-Heiligsprechung.html

    Im Kern eine zutreffende Kritik am Exklusiv-Journalismus. dem sich der STERN („Keine Zitate“) besonders schmerzhaft unterwarf. Allerdings ist die Kriegstreiber-Kritik der WELT, die sie bei Osang vermißt, ebenfalls daneben – wir finden sie auch bei dem NATO-Aktivisten Bittner bei der ZEIT:

    Ganz einfach: weil NS2 ein quid pro quo für Putins Entgegenkommen bei Minsk II war, und weil Waffenlieferungen in Spannungsgebiete verboten waren. Schon vergessen?

    Schon vergessen, wie das einstmals kritische Monitor-Magazin unter Restle die Ukraine-Lage einschätzte?

    Feindbild Russland: Wie der Westen die Konfrontation verschärft
    07.06.2018 ∙ Monitor ∙ Das Erste

    Panzerverlegungen, Truppenmanöver, Aufrüstung – fast wie im Kalten Krieg stehen sich in Osteuropa tausende russische und westliche Soldaten gegenüber. Die Stimmung wird immer feindseliger. Schuld sei die aggressive Politik Russlands mit der Annexion der Krim und dem militärischen Eingreifen in der Ostukraine und Syrien, sagt die NATO. Was dabei regelmäßig ausgeblendet wird: Auch der Westen setzt seit Jahren auf Aggression und Provokation statt auf Diplomatie und Kooperation – und heizt den Konflikt mit Russland damit an. Autor/-in: Nikolaus Steiner

    https://www.ardmediathek.de/video/monitor/feindbild-russland-wie-der-westen-die-konfrontation-verschaerft/das-erste/Y3JpZDovL3dkci5kZS9CZWl0cmFnLTg4MDUyMjMxLWM4ZWEtNDAxMy05MGU1LTY5Y2YzNTZiNDZmZQ

    Und hier sehen wir den „Diskurs“ in Deutschland: ein irrlichternder deutscher Minister wie Lauterbach, zur Zeit extrem gescheitert, erklärt seinen Kritiker Poschardt zum Verschwörungstheoretiker:

    Der einstmals regierungskritische Restle verschwendet seine Energie für Straftäter der „Letzten Generation“:

    Während der ÖRR unisono Impfunwillige auf unterirdische Weise ausgegrenzt hatte: allein aufgrund basisloser Versprechen der Pharma-Industrie.

    Was die unsägliche ZDF-Böhmermann-Sendung gegen die FDP angeht:

    Ich habe mir die 30 Minuten echt angetan:

    https://www.zdf.de/comedy/zdf-magazin-royale/zdf-magazin-royale-vom-25-november-2022-100.html

    Ich konnte nicht ein einziges Mal lachen, und das Konzept wurde mir auch nicht klar.

    • Hier konnte ich lachen:

      Aber die Grenzen zwischen Parodie und Realität sind fließend:

      Und wie manche Deutsche sich während der WM aufführen – zum Fremdschämen!

      WM 2022
      Iran-Coach Carlos Queiroz fordert Rücktritt von Jürgen Klinsmann aus Fifa-Gruppe
      Äußerungen von Jürgen Klinsmann als TV-Experte in der BBC haben im iranischen Team für Empörung gesorgt. Der ehemalige Bundestrainer hatte die Spielweise Irans kritisiert und diese als »Teil ihrer Kultur« bezeichnet.
      27.11.2022, 09.37 Uhr

      Irans Nationalcoach Carlos Queiroz hat Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann auf Twitter zum Rücktritt aus der Technischen Studiengruppe (TSG) des Weltverbandes Fifa aufgefordert.
      Klinsmann hatte als TV-Experte bei der BBC das Spiel der iranischen Mannschaft kommentiert, unter anderem unterstellte er ihr eine unsaubere Spielweise und sagte, dies sei »Teil ihrer Kultur«. Klinsmann stellte auch die Qualitäten von Trainer Queiroz infrage. Dafür war er in den sozialen Medien stark kritisiert worden. Auch im iranischen Team wurden die Aussagen mit Empörung aufgenommen.
      Am Samstag reagierte der Portugiese Queiroz via Social Media und kritisierte Klinsmanns Wortwahl – und er stichelte dagegen, dass der ihn einfach »Carlos« genannt habe, er werde Klinsmann nun seinerseits mit »Jürgen« ansprechen: »Ganz egal, wie sehr ich respektieren kann, was du auf dem Feld getan hast, diese Äußerungen über die iranische Kultur, das iranische Nationalteam und meine Spieler sind eine Schande für den Fußball«, schrieb der portugiesische Coach. Er verfolge gespannt, welche Folgen das für Klinsmanns Arbeit für die Fifa habe, denn er erwarte Klinsmanns Rücktritt.

      Der einstige Weltklassestürmer Klinsmann, Weltmeister von 1990, sei jederzeit im Quartier des Iran willkommen – wenn er seinen Posten in der TSG aufgebe, schrieb Queiroz weiter. »Wir versprechen dir, dass wir keine Urteile über deine Kultur, Wurzeln und deinen Hintergrund abgeben werden. Wir versprechen dir, dass du jederzeit in unserer Familie willkommen bist«.
      Klinsmann hatte auch die Leistung des Schiedsrichters, des Guatemalteken Mario Escobar, beim Match Iran gegen Wales kritisiert. Ein anderer Schiedsrichter hätte einen entscheidenden Unterschied gemacht, so Klinsmann. Er selbst habe während seiner Zeit als Trainer in den USA Guatemala, Honduras und Costa Rica besucht, »und das hier entspricht im Grunde ihrer Kultur

      Verband stichelt in Richtung Klinsmann

      Der iranische Verband schloss sich am Sonntag dieser Forderung an. Er verlangte von Klinsmann eine Entschuldigung und bat die Fifa um Klärung. Das iranische Team lade ihn zu einem Vortrag »über die tausendjährige persische Kultur und die Werte von Fußball und Sport« in ihr Trainingslager ein, erklärte der Verband weiter. Als früherer Fußballer werde Klinsmann auch nicht nach seinen »berühmten dramatischen Diver« beurteilt.
      […]

      https://www.spiegel.de/sport/fussball/wm-2022-iran-coach-carlos-queiroz-fordert-ruecktritt-von-juergen-klinsmann-aus-fifa-gruppe-a-88bcb7fc-680e-4ba6-876c-864d10d23ae0

      Hoffentlich empören sich auch ein paar Leute aus Deutschland, sonst ist es aus mit der Empörungskultur…

      Eine WM der Außenseiter:

      Niederlage gegen Marokko: Belgien enttäuscht erneut
      Artikel von dpa • Vor 27 Min.

      Belgien ist bei der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar nur noch ein Schatten vergangener Turniere. Der WM-Dritte von 2018 verlor verdient mit 0:2 (0:0) gegen Marokko und verpasste damit den vorzeitigen Einzug ins Achtelfinale.

      Anders als noch bei ihrem schmeichelhaften Auftaktsieg gegen Kanada wurden die Belgier diesmal für eine träge und uninspirierte Vorstellung auch bestraft. Nach dem Freistoßtor des ehemaligen Paderborners Abdelhamid Sabiri in der 73. Minute und einem späten Treffer von Zakaria Aboukhlal (90.+2) müssen sie nun sogar um das Weiterkommen bangen.
      […]

      [dpa]

      Hier kann man den 2. Treffer sehen:

      Und jetzt wird wieder schwindelerregend hin- und hergerechnet:

      Gruppe E
      So kann Deutschland das WM-Achtelfinale erreichen
      Nach dem 1:0 Costa Ricas gegen Japan hat sich die Ausgangslage der DFB-Elf vor der Partie gegen Spanien verbessert. Die Entscheidung über den Einzug ins Achtelfinale fällt erst am letzten Gruppenspieltag.
      27.11.2022, 13.45 Uhr
      […]
      Die Szenarien für das Spanien-Spiel:

      • Gewinnt Deutschland gegen Spanien, wäre der Einzug ins Achtelfinale mit einem weiteren Sieg gegen Costa Rica fix.

      • Spielt Deutschland gegen Spanien unentschieden, ist die DFB-Elf mit einem Punkt Gruppenletzter. Dann muss gegen Costa Rica ein Sieg her, nur dann kann es für das Achtelfinale noch reichen.

      Allerdings wäre das Weiterkommen bei einem Sieg im finalen Gruppenspiel nur garantiert, wenn Spanien gleichzeitig Japan schlägt. Bei einem Unentschieden hätte Japan ebenso wie Deutschland vier Punkte. Dann würde zunächst das Torverhältnis entscheiden. Gleiches gilt für das deutsche Team bei der Tordifferenz im Vergleich zu Spanien, sollte Japan den WM-Mitfavoriten schlagen.

      Verliert Deutschland gegen Spanien, ist die DFB-Elf mit null Punkten Gruppenletzter. Dennoch kann das Achtelfinale mit einem Sieg gegen Costa Rica erreicht werden, wenn Spanien auch gegen Japan gewinnt. Entscheidend wäre dann die Tordifferenz im Vergleich zu Japan und Costa Rica. Bei der WM entscheidet bei Punktgleichheit zunächst die bessere Tordifferenz und nicht der direkte Vergleich.
      […]

      https://www.spiegel.de/sport/fussball/wm-2022-gruppe-e-so-kann-deutschland-das-wm-achtelfinale-erreichen-a-ac24fb51-c54c-4a6b-a501-fa3c22cb73f5

      Und da unsere Polithelden ja wieder ein Zeichen setzen und Haltung zeigen wollen – ukrainische Geschichtsklitterung inclusive -, poste ich mal diesen Artikel:

      Zuroff: Israel should not recognize Holodomor as genocide
      By HERB KEINON
      Published: JANUARY 22, 2019 22:13
      Updated: JANUARY 23, 2019 06:14

      The Holodomor “is definitely not a genocide,” said Zuroff, the head of the Jerusalem office of the Simon Wiesenthal Center.
      Ukrainian President Petro Poroshenko’s request that Israel recognize the Holodomor – the man-made famine in the Soviet Ukraine in 1932-1933 – was “unbelievable,” and an effort to promote a “double genocide theory,” Efraim Zuroff said on Tuesday.
      […]
      The Holodomor “is definitely not a genocide,” said Zuroff, the head of the Jerusalem office of the Simon Wiesenthal Center. “Stalin decided he wanted to eliminate the kulaks – the private farmers – and get them all into collective farms, and totally change the nature of agriculture in Ukraine.”
      Zuroff said Stalin’s forced collectivization applied to everyone, and was not solely directed at Ukrainians.
      “Ukrainians were the largest number of victims, but it wasn’t directed against them, it wasn’t a plan to eliminate the Ukrainian people,” he said. “There were Jews who died from the hunger, as did Belarusians and Russians – Stalin used force to get people into his system, but was not trying to exterminate the Ukrainians. That is absurd. The largest number of victims were Ukrainians, but it was not genocide.”
      […]
      Zuroff called on Israel not to recognize Holodomor as genocide, because if everything is genocide, nothing is. “If everyone is guilty, no one is guilty,” he said.
      “One of the biggest problems we are facing now is something called the ‘double genocide theory,’ something prevalent throughout eastern Europe, where governments are trying to say that Communist crimes amounted to genocide,” he said. “They were not. If they were, then that means that Jews committed genocide. There were Jews – not out of any loyalty to the Jewish people, and usually Jews who left the Jewish community – who worked in the KGB, in the Communist security apparatus, and did horrible things. It’s true.”
      The pernicious subtext of this argument, he said, is that if Jews committed genocide, what right do they then have to complain against the genocide committed in eastern Europe during the Holocaust by people who collaborated with the Nazis.
      […]
      Zuroff also took Israel’s leadership to task for not publicly calling out the Ukrainian president for his country’s turning people who killed Jews into national heroes. In fact, on the day Poroshenko was in Israel, a plaque was dedicated to Symon Petliura on a street in Kiev bearing his name.
      Pelitura was the commander of the Ukrainian Army and president during Ukraine’s short-lived sovereignty from 1918-1921 when some 35,000 to 50,000 Jews were killed in pogroms. Of more than 1,200 pogroms during this period, nearly 500 were carried out by soldiers under Petliura’s command.
      […]

      https://m.jpost.com/israel-news/zuroff-israel-should-not-recognize-holodomor-as-genocide-578308/amp

      Bundestagsbeschlüsse als Mittel der Geschichtsschreibung sind generell ungeeignet. Als politisches Zeichen wäre es jedenfalls verheerend.

      • Deutschland hat auf „Augenhöhe“ gegen einen der WM-Favoriten gespielt – mit einem Klassetor von Füllkrug, das Ästhetik pur war und schön herausgespielt; und da Spanien mit 1:0 in Führung gegangen war, fühlt sich das 1:1 fast wie ein Sieg an. 😉
        Übrigens hat die Mannschaft auch gegen Japan nicht schlecht gespielt, nur eben unglücklich…

        Es wird Zeit, auf die parallel gelagerten religiös überhöhten Themen „Corona-Maßnahmen“ wie auch „Energiewende“ einzugehen: denn beide vergiften den Diskurs, der mit der Invektive „Verschwörungstheorie“ verhindert werden soll – siehe Lauterbach:

        und führen zu autoritären staatlichen Maßnahmen, die der rechtlichen wie wissenschaftlichen Grundlage entbehren. Zuletzt hatte ich zu Corona am 7.11.2022 u.a. geschrieben:

        „Das letzte Rückzugsgefecht: Masken sollen zumindest vor der Grippe geschützt haben – was ebenfalls falsch ist:

        Unser ÖRR ist noch nicht soweit:

        Warum man nicht den Mantel des Vergessens über die Vergangenheit breiten sollte: wegen des Abgleitens in autoritäre Verhältnisse und in Hetzkampagnen, die von Politik und Medien entfacht wurden:

        Dasselbe könnte bei anderen Themen (Energiekrise, Klimakrise) ebenfalls wieder geschehen.

        Hier eine erste Studie zum Thema mit wenig erstaunlichem Ergebnis:

        Daß das Thema auch in den USA ideologisch „durch“ ist, belegt SNL, das die Freuden der überflüssigen Covid-Isolation besingt:“

        https://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-19/#comment-97774
        [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-19/#comment-97774

        Still und leise haben Senat und Abgeordnetenhaus am 15.11.2022 dann auch die „Notlage“ beseitigt (gegen den Widerstand von 37 Democrats im House):

        Auf einzelstaatlicher, lokaler und öffentlich-rechtlicher Ebene wie Unternehmen, Schulen und Universitäten herrschen in Dems-Gegenden aber weiter autoritäre Maßnahmen vor. Und wir müssen hinzudenken, daß der Dems Sponsor und Big Tech Darling, der Wirtschaftskriminelle Sam Bankman-Fried (FTX), enorme Spenden für ein spezielles pharmazienahes Covid-19 Programm raushaute und Partner des WEF war, wie ich am 19.11.2022 schrieb:

        „FTX und SFB waren natürlich Partner und Sprecher bei diesem beängstigendem undemokratischen Forum der Superreichen und der Entscheider:

        And you can’t make this stuff up anymore: FTX had a close relationship with the World Economic Forum and was the favored crypto exchange of the Ukrainian government. It looks for all the world like the money-laundering operation of the Democratic National Committee and the entire lockdown lobby.


        […]
        https://brownstone.org/articles/covid-crypto-connection-ftx-and-sbf/

        Das WEF hat seinen Partner FTX natürlich schnell gelöscht:

        […]
        Eine Betrachtung mit Fokus auf die Wokeness von FTX, die merkwürdigerweise zu repressiven Corona-Maßnahmen und zur Stärkung des medizinisch-industriellen Komplexes beitrug:
        […]

        It was the worst example of a phony perpetual-motion machine: a token to back a company that itself was backed by the token, which in turn was backed by nothing but political fashion and woke ideology that roped in Larry David, Tom Brady, Katy Perry, Tony Blair, and Bill Clinton to provide a cloak of legitimacy.

        Blair, Bill Clinton, and Sam Bankman-Fried in the Bahamas April 2022
        […]

        https://brownstone.org/articles/covid-crypto-connection-ftx-and-sbf/
        […]“
        https://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-19/#comment-97822
        [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-19/#comment-97822

        So wie die Utopie einer Covid-19-Verhinderung an der Realität zerschellen mußte – und nur Maskenhändlern, Testlaboren, Werbeagenturen und der Pharma-Industrie staatliche Milliarden in die Kassen spülte – passiert das gerade bei der woken Energiewende, wobei dort noch mehr Milliarden versenkt werden: allein die Uniper-Verstaatlichung kostet 53 Milliarden, die kurzfristige Beruhigung der Bevölkerung wg. Winter 2021/2022 ebensoviel. Und das alles für eine Utopie:

        Logo will Katar nicht für die deutsche imaginierte Kurzfrist-„Brückentechnologie“ zur Verfügung stehen. Schon gar nicht, wenn Deutschland eine anti-Katar-WM-Kampagne fährt.

        Teure Unvernunft hoch drei regiert zur Zeit:

        Verursacht durch die Hybris von Habeck:

        Wann hat sich eigentlich zuletzt jemand getraut, unterschwellig die Formel: „Am deutschen Wesen soll die Welt genesen“ zu benutzen?

        Hier nun die Engführung der Themen Corona und Energiewende im Sinn einer autoritären Demokratie, wie es unsere geworden ist, die indes auf Ungarn mit dem Finger zeigt:

        Ja. Bedauerlicherweise ist das BVerfG mit seinem Präsidenten und Vorsitzendem des 1. Senats, Habarth, politisch besetzt: mit einem von Merkel unterstützten CDU-Bundestagsabgeordneten. Wir spüren das schmerzlich, von Klimapolitik bis Corona…

        Energiekrise
        Was der „Licht aus“-Paragraf im Fall der Fälle so alles bedeuten könnte
        Stand: 20.11.2022 17:10 Uhr Von Benjamin Stibi

        Der Paragraf 30 im Energiesicherungsgesetz hat es in sich. Mit ihm kann die Regierung Maßnahmen verhängen, die bis ins Schlafzimmer reichen können. Staatsrechtler halten das für verfassungswidrig

        Es ist der 5. Juli 2022, 14 Minuten vor der Sitzung des Bundestagsausschusses für Klimaschutz und Energie, als bei den Mitgliedern eine Mail eintrifft. Absender ist die Ampel-Koalition, auf 43 Seiten geht es um „Präventive Maßnahmen zur Vermeidung eines Krisenfalls in der Energieversorgung“, darunter ein neuer „Paragraf 30“. Der wie aus dem Nichts und im letzten Moment aufgetauchte Entwurf, über den der Ausschuss hier und jetzt abstimmen soll, gibt der Regierung die Möglichkeit, tief in das Leben der Bürger einzugreifen: Der Paragraf 30 ermächtigt die Bundesregierung zu Zwangsmaßnahmen, wenn es knapp werden könnte bei Strom, Gas oder Öl.
        Die Zeit wird kurz im Ausschuss, der Text ist lang und dazu kompliziert, die Ausschussmitglieder von SPD, Grünen, FDP und Linker winken den „Änderungsantrag zum Energiesicherungsgesetz“ durch. Zwei Tage später passiert der Gesetzentwurf auch den Bundestag – der Paragraf 30 war dabei kein Thema, wie aus dem Plenarprotokoll hervorgeht.

        Ganz konkret erlaubt der neue Paragraf 30 der Bundesregierung per Verordnung „zur Vermeidung einer unmittelbaren Gefährdung oder Störung der Energieversorgung, insbesondere im Fall einer drohenden Knappheit von Kohle, Erdgas oder Erdöl“, auch Privathaushalte zum Sparen zu zwingen bei „festen, flüssigen und gasförmigen Energieträgern, von elektrischer Energie und sonstigen Energien“.
        […]
        Was das jetzt in der Energiekrise bedeuten könnte, erklärt der Staatsrechtler Volker Boehme-Neßler. Der Paragraf 30 erlaube es der Bundesregierung, in jeden energierelevanten Bereich einzugreifen, sagt Boehme-Neßler, der als Professor für Öffentliches Recht an der Universität Oldenburg lehrt. Die Glasindustrie etwa könnte dann vor einem Produktionsstopp stehen oder Großbäckereien nur noch wenige Stunden am Tag arbeiten dürfen.

        Temperaturvorgaben für Räume

        Sein Kollege Josef Franz Lindner, Professor an der Universität Augsburg, hält auch Heiz- oder Beleuchtungsverbote, Betriebsverbote für Saunen oder Temperaturvorgaben für Räume auf Basis des Paragrafen 30 für möglich.

        Dürfen solche tiefgreifenden Maßnahmen wirklich so einfach über eine Verordnung der Bundesregierung angeordnet werden? Die Staatsrechtler halten das für verfassungswidrig. „Wie im Infektionsschutzrecht muss der Bundestag schon selbst entscheiden, welche Grundrechtseingriffe er den Bürgern zumuten will“, argumentiert Lindner. Genau wie bei Corona müsste er einen „Instrumentenkasten“ bereitstellen, mit einer Liste von Maßnahmenbeispielen. Der Paragraf 30 überlasse der Regierung zu viel Spielraum.

        Auch Boehme-Neßler beklagt eine Entmachtung des Parlaments: „Dahinter steht dieselbe Idee wie bei Corona: Die Krise ist angeblich die Stunde der Exekutive. Sie müsse dann schnell handeln können, ohne vom Parlament behindert zu werden. Das halte ich für undemokratisch. Das Parlament kann schnell handeln, wenn es sein muss. Auch das haben wir manchmal in der Corona-Krise gesehen.“

        Hinzu kommt, dass das Gesetz nicht erst für die akute Notlage gilt. Es reicht schon, wenn die Bundesregierung eine „drohende Knappheit von Kohle, Erdgas oder Erdöl“ auf sich zukommen sieht. Amtlich ist das schon festgestellt: Seit 30. März gilt in Deutschland die Frühwarnstufe im „Notfallplan Gas“, seit 23.Juni sogar die Alarmstufe. So konnte die Bundesregierung auch Ende August, als die Gasspeicher schon wieder zu 82 Prozent gefüllt waren, auf die Verordnungsermächtigung in Paragraf 30 erst zurück- und dann durchgreifen. Seitdem ist es verboten, Privatpools und Gemeinschaftsflächen in öffentlichen Gebäuden zu beheizen, öffentliche Gebäude sowie Werbeanlagen nachts zu beleuchten, Ladentüren dauerhaft offen zu halten.
        […]
        Dem Vernehmen nach wollte Habeck ursprünglich Verordnungen nach Paragraf 30 im Alleingang erlassen können, doch die FDP sorgte dafür, dass darüber zunächst das ganze Kabinett entscheiden muss. Haushalte waren laut Bundesnetzagentur im Oktober für rund 33 Prozent des Gasverbrauchs verantwortlich. Bei ihnen gibt es viel Einsparpotenzial, dort ist die Verlockung zu weiteren verpflichtenden Energiesparmaßnahmen am größten. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt, Schlafzimmer könnten nicht mehr beheizt werden, ab 23 Uhr herrscht Verdunkelungsgebot, die Weihnachtsbeleuchtung fällt dieses Jahr aus.

        https://www.welt.de/politik/deutschland/plus242231831/Energiekrise-Was-der-Licht-aus-Paragraf-fuer-die-Deutschen-bedeuten-kann.html

        Selbst wenn das BVerfG, wie zu erwarten, diesen Quatsch durchwinken sollte, hege ich persönlich wenig Befürchtungen, was eine Durchsetzung solcher etwaiger übergriffigen Gebote angeht: ohne eine flächendeckende Blockwart-Mentalität in dr Bevolkerung über gekippte Oberlichter etc. gingen entsprechende Vorschriften eh fehl. Ich denke, daß sich niemand an die sinnlosen privaten „Kontaktbeschränkungen“ über Weihnachten 2021 gehalten hat, die eh nicht zu kontrollieren waren.

        Aber wir bewegen uns klimamäßig auf diesem Pfad fort, und das sollte alle alarmieren!

        Am gefährlichsten sind natürlich die informellen Großkonferenzen, bei denen offenbar niemand verstanden hat, daß Impfungen weder vor Ansteckung schützen noch vor schwerer Erkrankung und Tod:

        Digitale Impfpässe
        Was hat der Gipfel in Bali beschlossen?

        Die G20 haben sich in einer Erklärung mit der Frage künftiger Pandemien befasst. Kommen wieder Einschränkungen beim Reisen? Welche Rolle spielt die WHO?
        Michael Maier
        20.11.2022 | 16:41 Uhr

        Die Staats- und Regierungschefs der G20 haben sich am 15. und 16. November 2022 auf Bali in Indonesien getroffen und nach ihren Beratungen eine 17 Seiten umfassende Erklärung veröffentlicht. In dem Text befassen sich die G20-Vetreter unter anderem mit der Zukunft von digitalen Impfpässen. Der renommierte Handelsblatt-Journalist Norbert Häring schreibt, die „G20 wollen digitale Gesundheitspässe auf Dauer zur Voraussetzung für Reisefreiheit machen“. Laut Häring „sollen digitale Impfzertifikate international dauerhaft genutzt werden, um Einschränkungen der Bewegungs- und der Reisefreiheit durchzusetzen“.

        Die Erklärung ist, wie alle G20-Erklärungen, nicht rechtsverbindlich, gibt aber sehr wohl Richtlinien vor, die in der Regel schrittweise von den einzelnen Staaten umgesetzt werden – wenngleich of in unterschiedlicher Ausprägung. Die von einigen Bloggern geäußerte Befürchtung, der G20-Gipfel habe die Einführung des globalen Impfpasses beschlossen, kann aus der Erklärung nicht unmittelbar abgeleitet werden. Die dpa schreibt, an keiner Stelle der Erklärung finde sich ein Hinweis, „dass irgendeine Regierung oder gar mehrere Regierungen beabsichtigten, bei allen Auslandsreisen einen digitalen Impfpass zu verlangen“. Vielmehr werde „auf die Bedeutung gemeinsamer technischer Standards und Überprüfungsmethoden sowie auf die Anerkennung von digitalen und nichtdigitalen Lösungen beispielsweise beim Nachweis von Impfungen verwiesen“.
        […]

        https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/digitale-impfpaesse-fuer-reisen-was-haben-die-g20-wirklich-beschlossen-li.288922

        Das lasse ich mal so stehen. Ich hätte es beruhigender gefunden, wenn die G20 sich dazu gar nicht geäußert hätten. Die Corona-Hysterie ist jedenfalls vorbei, nachdem die Pharmazie-Lügen aufgeflogen sind:

        Die Frage, wer unter den Impfbefürwortern für die Pharmazie auftrat, ist konsequent von den Mainstram-Medien nicht untersucht worden – hier haben wir Leif-Erik Sander von der staatlichen Charité in Berlin, wo auch Drosten angesiedelt ist und für autoritäte Maßnahmen warb: abgesehen davon ist die Charité ein Staatsunternehmen, das mit hochpolitischen „Patienten“ wie Julia Timoschenko und Newelny antirussische Narrative promotete – für erstere schämt sie sich wohl mittlerweile, nachdem Timoscheko, plötzlich genesen, auf Stöckelschuhen den Maidan enterte…

        In der Wirklichkeit werden Impfschäden immer offensichtlicher:

        Die Fama, Covid19 verursache Herzmuskelentzündungen, und nicht die Impfungen, ist ebenfalls widerlegt:

        Es sind natürlich die Impfungen, die bedenkenlos durchgewunken wurden; und leider gibt es eine Studie, wonach sie nicht einmal vor schweren Verläufen und Tod schützt, was deren Verfechter Kekulé zum Stoßseufzer „Mist“ nötigt; während sich tatsächlich die Todesfälle der Meistgeimpften häufen:

        Was den bislang schon wieder inaktuellen Impfstoff gegen die Ursprungsvariante und die Variante BA 5 angeht: so kann lediglich eine weitere Verschlechterung hinsichtlich der Nebenwirkungen konstatiert weden:

        „Prof Freedom“ war ja eine Zeitlang bei Twitter gesperrt nachdem ein User vorgebracht hatte, der sei ja kein „Prof“. Jetzt kann ich ihn wieder bringen: sämtliche Maßnahmen waren sinnlos:

        Nun wirklich alle blasen die Pandemie ab – hier der Zusammenschluß der Labore:

        Das war wohl verfrüht, eine Revision von Chinas No-Covid-Politik auszurufen, die ja bei uns reichlich Anhänger hatte:

        Es gibt genug Demonstranten, die gegen das harsche Corona-Regime der örtlichen Behörden protestieren:

        Hier haben wir die Heuchelei des Westens Schwarz auf Weiß:

        Natürlich war die Zero/No Covid-Politik Chinas immer schon wirtschaftsfeindlich. Weshalb ich auch glaube, daß die pragmatische chinesische Führung von diesem ja auch im Westen bejubelten Konzept alsbald abrücken wird.

        Daß jetzt promotet wird, wir hätten es mit einem regime change-Aufruhr in China zu tun, ist lachhaftes Wunschdenken.

        • @ Gabriele Wolff

          Du schreibst:

          „Deutschland hat auf „Augenhöhe“ gegen einen der WM-Favoriten gespielt – mit einem Klassetor von Füllkrug, das Ästhetik pur war und schön herausgespielt; und da Spanien mit 1:0 in Führung gegangen war, fühlt sich das 1:1 fast wie ein Sieg an. 😉
          Übrigens hat die Mannschaft auch gegen Japan nicht schlecht gespielt, nur eben unglücklich…“

          Gut, ob Spanien ein WM-Favorit ist, das würde ich nun nach dem Spiel gegen Deutschland bezweifeln. Natürlich ist es möglich, dass sie sich noch enorm steigern werden. Aber wenn sie so weiterspielen wie gegen Deutschland, dann wird das sicherlich nix mit WM-Titel. Also die Ballverluste, Unsicherheiten und schlimmen Fehler, die diese gemacht haben, wenn sie sich in der eigenen Platzhälfte im Aufbau befanden, war nun einfach wirklich grässlich anzusehen.

          Nein, momentan haben mir bisher Brasilien und Frankreich am besten gefallen, dann auch noch Kroatien und mit Abstrichen Argentinien. Die anderen Mannschaften wie Deutschland, Belgien, Holland, England, Portugal, Dänemark etc. haben ein gutes Spiel gezeigt, das zweite Spiel war dann eher schwach.

          Momentan tippe ich also auf Brasilien, Argentinien, Frankreich und Kroatien. Zum weiteren Favoritenkreis dann ev. Holland, Deutschland, Spanien. Überrascht hat mich bisher Marokko. Aber wir werden sehen. 🙂

  5. Mit dem virtue signalling bei der Fußball-WM, die ja interessanterweise eine der Underdogs zu sein scheint, dem Scheitern der Propaganda der LGBT-Lobby, was den Anschlag auf eine LGBT-Location in Colorado durch eine psychisch gestörte „nonbinary“-Person angeht, und dem Einknicken von René Pfister als Buchautor „Ein falsches Wort“ vor den Arbeitsbedingungen beim Propaganda-Medium-SPIEGEL:

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-20/#comment-97865

    hat es beileibe kein Ende. Der von deutschen Medien stets abgeschriebene US-„Journalismus“ der Dems-Leitmedien in den USA kollabiert:

    Auch die Transgender Community, zu der der Colarado-Attentäter gehört, erlebt Rückschläge durch eigenes Fehlverhalten ihrer Abgeordneten – man kommt aus dem Erstaunen bei der Lektüre des Artikels nicht heraus:

    Wie sich auch die Hoax Hate Crimes häufen: hier Gay gegen Gay:

    Wie ich schon sagte: das Hauptproblem der US-Mass-Shooters sind psychische Störungen:

    Dead in Walmart Shooting in Virginia, Third Mass Shooting in Recent Weeks to Defy Left’s Narrative
    • by Kyle Becker
    • November 23, 2022

    Seven people were killed in a mass shooting at a Walmart in Chesapeake, Virginia on Tuesday night. It is the second deadly mass shooting in recent days, following upon a “non-binary” gunman killing 5 people at a gay night club in Colorado Springs, Colorado on late Saturday.
    […]
    The City of Chesapeake confirmed at least seven fatalities, including the gunman, but cautioned that the police investigation is still ongoing.
    “We’re only a few hours into the response, so we don’t have all the answers yet. Chesapeake Police continue their investigation into the active shooter event at Walmart on Sam’s Circle. We do know there are multiple fatalities plus injuries and the shooter is confirmed dead,” a tweet read.

    The suspect has been identified as a store manager named Andre Bing.

    https://beckernews.com/7-dead-in-walmart-shooting-in-virginia-latest-mass-shooting-to-defy-lefts-narrative-47820/

    Der Walmart-Angestellte, der sich selber erschoß, war mit Sicherheit ebenfalls psychisch gestört – wie auch der Hanau-Amokläufer. Warum reagiert niemand auf dieses Problem? Wirklich alle dieser Gestörten signalisierten zuvor ihren Zustand gegenüber Behörden – auch der Colorado-Attentäter.

    Twitter war bislang ein Medium, um ungehindert und aggressiv Democrats „Wokeness“ zu transportieren und ihre Gegner zu canceln. Dank Elon Musk ist es damit nun vorbei, weshalb sie ihn hassen. Democrats haben allerdings die Industrie auf ihrer Seite, die durch ihre Marktmacht – Entzug von Werbeanzeigen – einen freien Meinungsaustausch unterbinden können:

    Musk zeigt sich relativ unbeeindruckt:

    Auch wenn er einen wahrheitsmäßigen Tweet gelöscht hat:

    Die weiteren Enthüllungen über den Dems-Liebling Sam Bankman-Fried wiegen allerdings schwer:

    Jetzt hat er, nach dem verstörenden Vox-Interview:

    https://www.vox.com/future-perfect/23462333/sam-bankman-fried-ftx-cryptocurrency-effective-altruism-crypto-bahamas-philanthropy

    in einem Brief an seine Ex-Angestellten seinen Geisteszustand verraten, vor dessen Offenbarung ihm seine Eltern, Stanford Jura-Professoren, gewiß abgeraten hätten. Und sie wußten sicherlich nicht, daß ihr dems virtue signalling Sohn die kriminelle Energie besaß, sie selber als Eigentümer von 121 Millionen teuren Immobilien auszuweisen.

    SBF Issues Another Rambling Apology And „Description Of What Happened“, Comes Off As Disturbed Sociopath

    by Tyler Durden
    Wednesday, Nov 23, 2022 – 01:15 PM

    He just can’t help himself: disgraced sociopath, record-breaking fraudster and prolific Democratic donor – not necessarily in that order – Sam Bankman-Fried, has issued another apology to his staff in a letter that outlined a crash in “collateral” to less than $9 billion from $60 billion.

    „I didn’t mean for any of this to happen, and I would give anything to be able to go back and do things over again,“ the corpulent 30-year-old who may or may not be in the Bahamas apologized yet again in the message sent to employees Tuesday, although he really should be apologizing to the millions of clients whom he wiped out. Alas, like the recurrent ramblings of a psychopath, Sam’s takeaway was that the implosion at FTX was the side-effect of an unfortunate bank run, and had nothing to do with SBF’s actions; that’s because SBF still refuses to take any responsibility for what happened and makes zero admission that the factors that led to this historic bankruptcy were in his control all along. Sam claims that he didn’t „realize the magnitude of risk.“ His main remorse – like that of any pathological individual – is that he got caught.
    Still don’t believe us he was a sociopath? Read this:
    […]

    “I did not realize the full extent of the margin position, nor did I realize the magnitude of the risk posed by a hyper-correlated crash,” Bankman-Fried said. He didn’t give exact details on the makeup of the collateral or the liabilities. If he did, it would look something like this chart from Morgan Stanley:

    What happens next is what any sniveling sociopath posing as a CEO would say: I had no idea any of this could happen:
    „I did not realize the full extent of the margin position, nor did I realize the magnitude of the risk posed by a hyper-correlated crash.“

    And it is here, that we get the first admission that something nefarious happened: i.e., loans – to related parties, such as the $4 billion „given“ from FTX to SBF – and the „secondary sales“ which we now knows SBF pocketed some $300 million for personal use.

    „The loans and secondary sales were generally used to reinvest in the business — including buying out Binance — and not for large amounts of personal consumption.“

    And so, ladies and gents of the jury, would you consider a $40 million penthouse to be a „large amount of personal consumption.“ And what about a private jet: in this day and age everyone needs one, how can one possibly define that as „large amount of personal consumption.“ As for the meaning of „generally“, we are confident SBF’s close buddy Bill Clinton will give him the proper definition of that word.
    […]
    SBF’s full letter to his now former employees is below
    […]

    https://www.zerohedge.com/markets/sbf-issues-another-rambling-apology-and-description-what-happened-comes-disturbed-sociopath

    Da hat sich ein Krimineller drei Jahre lang die Taschen gefüllt, weil er als „woker“ Democrat des Schutzes deren Hegemonie in Kultur, Politik, Universitäten und Medien sicher sein konnte. Er hat ja auch entsprechend gespendet.

    Musk ist unglaublich nahe am Diskurs:

    • Das liegt daran: Semafor hatte den Eindruck erweckt, daß Sam Bankman-Fried (das klassische Democrats-Wesen) seine Twitter-Aktien dem nun privaten Twitter-Unternehmen von Musk & Associates überschrieben habe, was nicht stimmte:

      SBF lebt in einer Parallelwelt:

      Besucher dieser Eliteveranstaltung müssen 2.500 Dollar bezahlen. 😉

      Sollte er wirklich die einstweilen sicheren Bahamas verlassen, um persönlich in NYC zu erscheinen, während selbst das politisch pro Dems und anti-Trump agierende DoJ gegen ihn ermittelt?

      Als kultureller Beitrag interessant: aber wer noch am 22.11.2022 behauptet, es gebe keine hinreichenden Anhaltspunkte für Straftaten, hat nicht den richtigen Durchblick.

      Zum Colorado-Attentat, das vorschnell als anti-LGBT-Hate Crime eingeordnet wurde (auch bei uns durch die WELT): das übliche Amokläufer-Profil wird immer sichtbarer:

      Schon das Attentat von 2016 auf die Schwulen-Bar „Pulse“ in Orlando mit 49 Toten durch einen Islamisten wurde fälschlicherweise als eine solche Tat ausgegeben:

      The Enduring False Narrative About the PULSE Massacre Shows the Power of Media Propaganda
      Politicians and activists should stop ratifying the fiction that Omar Mateen was motivated by anti-LGBT hatred. It dishonors the victims and obscures the real motive.

      Glenn Greenwald
      Jun 14, 2021

      On the fifth anniversary of the PULSE nightclub massacre in Orlando, numerous senators, politicians and activist groups commemorated that tragic event by propagating an absolute falsehood: namely, that the shooter, Omar Mateen, was motivated by anti-LGBT animus. The evidence is definitive and conclusive that this is false — Mateen, like so many others who committed similar acts of violence, was motivated by rage over President Obama’s bombing campaigns in Syria, Iraq and Afghanistan, and chose PULSE at random without even knowing it was a gay club — yet this media-consecrated lie continues to fester.
      On Saturday, Sen. Cory Booker (D-NJ) falsely described the massacre as an „unspeakable act of hate toward the LGBTQ+ community.” Sen. Tammy Duckworth (D-IL) went even further, claiming “the LGBTQ+ community was targeted and killed—all because they dared to live their lives.” Her fellow Illinois Democrat, Sen. Dick Durbin, claimed forty-nine lives were lost due to “anti-LGBTQ hate” (he forgot the +). These false claims were compiled by the gay socialist activist Matt Thomas, who correctly objected: “the shooter literally picked PULSE at random from Google after security was too tight at the mall he went to first,” adding that while LGBT groups “are hopeless of course,” too much money and power is at stake for them to give up this self-serving fiction. But he asked, “Shouldn’t the bar be a little higher for senators?”
      […]

      https://greenwald.substack.com/p/the-enduring-false-narrative-about

      Der WELT-Artikel muß hinsichtlich seines zutreffenden Schlußteils, in dem Orlando nicht erwähnt wird, also nicht in Frage gestellt werden – wohl aber hinsichtlich der eingangs erwähnten Tat in Oslo:

      Anschläge auf Schwulenclubs
      Im Kampf für Queer-Rechte droht international ein Backlash
      Stand: 22.11.2022 |

      Von Frederik Schindler
      Politikredakteur

      Allein in diesem Jahr wurden bereits drei Schwulenclubs zu Tatorten tödlicher Anschläge. Die Gewalt ist das Resultat eines Kulturkampfes: Nicht nur für die amerikanische Rechte werden Dragqueens zunehmend zu Hassfiguren. Ähnliche Anzeichen häufen sich auch in Deutschland.

      Es war bereits der dritte tödliche Anschlag auf einen Schwulenclub in diesem Jahr. In der Nacht auf Sonntag stürmte ein 22-jähriger Mann im US-amerikanischen Colorado Springs einen queeren Nachtclub, feuerte mit seinem halbautomatischen Gewehr auf die Besucher. Fünf Menschen wurden ermordet, 25 weitere verletzt.

      In dem Treffpunkt für Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transpersonen und ihre Freunde lief eine Dragqueen-Show, zudem wurde den Opfern transfeindlicher Gewalt gedacht. Auch in Bratislava und Oslo mordeten Attentäter in diesem Jahr in ähnlichen Locations.

      Die Ermittlungen zu dem Anschlag in den USA sind noch nicht abgeschlossen. Ein anderes Motiv als Hass sei aber „sehr schwer vorstellbar“, sagte Colorados Generalstaatsanwalt Phil Weiser. „Wir leben in einer Zeit der zunehmenden Dämonisierung.“ Klar ist: Die Gewalt kommt nicht aus dem Nichts, sie ist Resultat eines Kulturkampfs gegen LGBT-Personen. Die Saat des Hasses geht auf.
      […]
      In Oslo war es im Juni dieses Jahres ein islamistischer Attentäter, der auf die Besucher einer Schwulenbar feuerte und zwei Menschen ermordete. Die wichtige Auseinandersetzung mit dem Kulturkampf von rechts darf nicht dazu führen, dass die Gefahr durch Islamisten ausgeblendet wird.
      Auch in der islamistischen Ideologie ist Hass auf Schwule ein wichtiger Bestandteil, der mit einem Hass auf Weiblichkeit und eine frei ausgelebte Sexualität einhergeht. In Dresden ermordete ein Islamist im Jahr 2020 einen Mann, der Hand in Hand mit seinem Partner unterwegs war.
      Der Täter einer tödlichen Gewalttat gegen einen Transmann auf dem Christopher Street Day in Münster stammt aus Tschetschenien, dort herrscht ein extremer Hass auf Homosexuelle. Auch in Berlin und anderen Großstädten sind es häufig radikale Muslime, die einer patriarchalen Kultur der Ehre anhängen und Schwule und Transpersonen auf der Straße körperlich angreifen.
      Hier darf ebenfalls nicht weggesehen werden. Wer diese Gewalt beschweigt, toleriert oder entschuldigt, lässt die Betroffenen im Stich.

      https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus242272585/Anschlag-auf-Schwulenclub-in-Colorado-Springs-Die-Saat-des-Hasses-geht-auf.html

      Nun brechen die woken LGBT-Lobbyisten ihre eigene Regeln:

      Schließlich reicht ein Sprechakt – und nach dem Willen unserer Regierung, die ein derartiges Gesetz plant – aus, um eine nicht hinterfragbare Identität zu erschaffen, die jeder zu akzeptieren hat; für den Colorado-Attentäter Aldrich gilt das freilich nicht:

      Wie gestört ist auch unsere deutsche Gesellschaft eigentlich, daß sie sich auf diese Ideologie eingelassen hat?

      Ich korrigiere: heute wäre die Frage, „Warum Männer keine Kinder bekommen können“, transphob. Weil eine Frau, die sich als Mann definiert, ohne sich operativ umzuwandeln, immer noch Kinder bekommen kann.

      Zwischen Satire und Realität kann man heute wirklich nicht mehr unterscheiden.

      Und so hat es ausgerechnet die FIFA verstanden, die woke „Wissenschaft“ der postcolonial studies aufzugreifen:

      Ihre unbehindete Mobbing-Sphäre Twitter wird ihnen allerdings genommen:

      Das Deutschlandspiel gegen Japan hat die lächerliche Anti-Katar-Kampagne, 12 Jahre nach der Wahl Katars als WM-Austragungsort, noch einmal delegitimiert: die Memes und Sprüche purzelten nur so:

      Nur daß Nancy Faeser beim Händeschütteln mit Infantino noch ihr Jacket trug, das die One Love-inde verdeckte:

      So weit ist es schon gekommen: daß viele sich nicht mehr trauen, sich gegen die Wokeness auf allen Kanälen auszusprechen:

      Denn der bislang geduldete Haß auf Twitter durch Pressure Groups von Links sieht so aus:

      Keine Ahnung, wieso Hummels nicht mitspielen durfte – der Mann wurde dringend benötigt…

      Ich habe schon seit diesem Tweet die Politisierung des Fußballs befürchtet:

      Und es kam schlimmer, dank unseres schizophrenen woken ÖRR:

      Unsere WDR-Transfrau Kellermann freut sich vergebens (und wie billig die Aktion der Lufthansa wie die von Rewe – reine Luftnummern):

      Und nicht einmal nachhaltig, denn „Die Mannschaft“ flog damit nicht nach Katar, was wiederum am vermaledeiten Klimaschutz lag:

      Achja! Was waren das für Zeiten, als noch Vernunft vorherrschte und keine fiebrige Wokeness, die mittlerweile Kriege befeuert. Kein Wunder, daß Rußland nun sein Gesetz zur Propaganda für LGBT gegenüber Minderjährigen verschärfte und den Minderjährigen-Status abschaffte. Das ist extrem bedauerlich für die dort lebenden Minderheiten, fürwahr – aber ein Chaos wie im Westen will Rußland natürlich nicht haben.

      Die Unternehmung war erfolgreich:

      Geldverschwendung war noch nie ein Thema für den ÖRR. Und überhaupt: 2010 war man dort noch näher an der Realität:

      Der Spiegel ist ja nun seit Jahrzehnten darauf geeicht, das „Sommermärchen 2006“ und die FIFA überhaupt (einschließlich der WM in Rußland und Katar) als „kriminell“ zu outen. Bislang ohne Erfolg. Und auch der schmierige Versuch, mittels krimineller „Football-Leaks“ und Aussagen einer fragwürdigen Zeugin, die abkassieren wollte, Ronaldo einer Vergewaltigung in den USA zu zeihen, sind juristisch gescheitert. Liest man davon im SPIEGEL? Nö.

      Kein Vergleich war unangemessen:

      Auch die Presse arbeitete daran:

      Wimalasena ist wirklich unabhängig: denn nach der ZEIT arbeitet er nun bei der WELT. 😉

      Ich werde zeigen, daß es auch unabhängige Berichte in all der Propaganda gibt. Übrigens: im Ausland gibt es diese Politisierung nicht. Nicht mal in Brasilien, wo Neymar für Bolsonaro geworben hatte: Brasilien hat sein Auftaktspiel gegen Serbien gewonnen…

      • Wieder ein paar Nachträge; hier zum Walmart-Attentat:

        In der Tat, die falsche Hautfarbe, daher im Zwefel eher ein Wähler der Democrats – das läßt sich kaum politisch ausschlachten. Und es war auch kaum ein klassisches hate crime laut WaPo vom 25.11.2022:

        Walmart shooting suspect had note in phone railing against colleagues
        By Peter Hermann ● Read more »

        Kollegenstreit, Mobbing am Arbeitsplatz – und auch hier mit Sicherheit wieder eine psychische Störung am Werk, wie der Suizid nach der Tat nahelegt. Der stereotype Ruf nach Verschärfung der Waffengesetze löst die zugrundelegenden Probleme definitiv nicht.

        Zum Colorado-Attentat wird eine Transfrau (mit klarer Geschlechtspräferenz) merkwürdigerweise als „Expertin“ für nonbinäre-Identitäten herangezogen – und sie entscheidet nach dem sichtbaren (männlichen) Phänotyp des Beschuldigten:

        Ein gravierender Verstoß gegen die Orthodoxie der gender studies, wonach es allein auf die Selbstidentifikation ankomme. Schön, daß diese Gaga-Wissenschaft, soweit sie nicht ins Bild paßt, selbst von ihren Anhängern verleugnet wird.

        Elon Musk befragt diesen Kulturkrieg – bislang wurde ja von Twitter verbannt, wer behauptete, es gebe nur zwei Geschlechter und Männer könnten nicht menstruieren – was ja unabhängig von der politischen Einstellung zutreffend ist:

        Immerhin sollten Kita-Kinder und Grundschüler immer noch erst einmal lernen, daß 3 + 3 = 6 ist, bevor man sie mit kühneren Konzepten behelligt, mit denen sie in diesem Alter eh noch nichts anfangen können.

        Zur WM habe ich nachzutragen, daß Infantino später doch der „One Love“-Binde unserer Innenministerin gewärtig wurde, dies aber mit einem freundlichen Lächeln quittierte:

        Woraufhin die Binde museumsreif wurde:

        Ich muß mich zwicken ob des Zustands unseres Landes, und jetzt hilft wirklich nur noch Satire (die echte, außerhalb des ÖRR stattfindende):

        Ich bin immer noch sozial-liberal wie in den Siebzigern: aber jetzt faßt ausgerechnet dieser Kommentar meine Weltsicht zusammen – so sehr hat sich die Welt geändert:
        Mail von Ulf Poschardt, WELT, an Abonnenten vom 25.11.2022:

        […]
        Die letzte Weltmeisterschaft 2018 war bereits bitter, die aktuelle begann ziemlich desaströs, und eigentlich ist die Mannschaft einmal mehr Spiegel der deutschen Seele. Diesmal eben einer ziemlich zerrissenen Seele, wo den Rechten die Mannschaft zu woke ist und den Linken zu wenig woke. Und wo sie in ihrem vorlauten Moralismus den deutschen erhobenen Zeigefinger einmal mehr zu einer Art globalen Rarität macht.

        Der Rest der Welt hat sich an die Besserwisser aus Deutschland längst gewöhnt. Neu ist, dass diese großkotzigen Gesten dann nicht mehr mit Leistung hinterlegt werden, sondern mit Luschentum.

        Es ist ein bisschen so wie mit der Energiewende und dem Sonderweg bei der Atomkraft. Den anderen die Kohlekraftwerke ausreden, um selber welche anzuschmeißen, um aus eher religiösen Gründen auf AKW verzichten zu können. Die lauten Gesten zum barbarischen Angriff der Russen auf die Ukraine werden nur zum Teil gedeckt von der Fähigkeit, Waffen zu liefern. Die Kritik am Kapitalismus und den Schlüsselindustrien steht in keinem Verhältnis zum wirtschaftlichen Potenzialis und zur Innovationskraft des Landes.

        Alle haben gesehen, wie sich die Spieler den Mund zugehalten haben. Eher gedrängt als wirklich überzeugt. Von ihren eigenen Funktionären und den DFB-Opportunisten in eine Moralschlacht geschickt, die sie nur verlieren konnten. Die Spieler müssten einem leidtun, aber dann würde man diese coolen Multimillionäre über Gebühr paternalisieren. Diese Mischung aus Vorlautsein und Einknicken, um dann noch auf dem Spielfeld zu vergeigen, ist einzigartig. Aber es hat eben auch etwas erschreckend Sinnbildliches. Leider.

        Das Happy End ist noch möglich. Nach einem Triumph gegen Spanien. Es wäre der Beweis, dass eine fundamentale Selbstkritik die Wende bringen kann. Es wäre ein besonders wertvolles Zeichen. Aber wer möchte darauf wetten nach diesem Mittwoch und der WM 2018?

        Der Iran machte es vor: befreit von westlicher PC spielte die Mannschaft auch befreit auf:

        Fußball-WM 2022
        Iran siegt gegen Wales in der Nachspielzeit
        Lange steht es zwischen dem Iran und Wales 0:0 – in der Nachspielzeit trifft der Iran gleich mehrfach. Bei den Nationalhymnen sangen die Iraner dieses Mal offenbar mit.
        25. November 2022, 13:16 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, dpa,
        Der Iran hat bei der Fußball-WM in Katar 2:0 gegen Wales gewonnen. Erst in der Nachspielzeit trafen Roozbeh Cheshmi (90+8) sowie Ramin Rezaeian (90+11). 40.875 Zuschauer waren zu dem Spiel im Ahmed-bin-Ali-Stadion gekommen.

        Kurz vor Ende der regulären Spielzeit hatte der walisische Keeper Wayne Hennessey (86.) zunächst eine Gelbe Karte bekommen, nachdem er kurz vor Spielende den Iraner Mehdi Taremi bei einem Sprint auf das Tor aufgehalten hatte. Nach Überprüfung des Videobeweises revidierte der Schiedsrichter aber seine Entscheidung und gab dem Torwart die Rote Karte. Zuvor hatte es in dem Spiel lange nach einem Unentschieden ausgesehen.

        Kein Schweigen bei der Nationalhymne

        Ihre Protestaktion vor dem Anpfiff wiederholte die iranische Mannschaft vor ihrem zweiten Spiel nicht: Bei der Nationalhymne bewegten die Spieler dieses Mal sichtbar die Lippen.
        […]

        https://www.zeit.de/sport/2022-11/iran-wales-fussball-wm-katar-2022

        Ein spannendes 3-Minuten-Video zum Spiel gibt es hier:

        https://www.kicker.de/wales-gegen-iran-2022-weltmeisterschaft-4656813/spielbericht

        Ich darf darauf hinweisen, daß der Kapitän anfangs in einer Pressekonferenz ganz allgemein die Todesopfer im Iran beklagte – wozu in großer Zahl auch die vom Westen nie berichteten getöteten Sicherheitskräfte gehören. Irgendwie sollten wohl auch die anwesenden Exil-Iraner mitgenommen werden, die im deutschen ÖRR prominent gezeigt wurden:

        Zum Iran habe ich ein riesiges Archiv gesammelt, weil ich von Anfang skeptisch war…

        Achja, die Moral: auf S.1 in der aktuellen ZEIT darf der Klima-Aktivist und stv. Chefredakteur Bernd Ulrich schreiben:

        Westliche Nationen
        Ihr mit eurer Moral
        Zuletzt wieder bei der Fußball-WM – der ethische Anspruch des Westens wird permanent infrage gestellt. Zu Unrecht.
        Ein Kommentar von Bernd Ulrich
        23. November 2022

        Dreimal wurde jüngst eine der größten und nervigsten Fragen unserer Zeit auf die Weltbühne gezogen. Diese Frage lautet: Haben die westlichen Gesellschaften nach all dem, was sie jahrhundertelang der Welt angetan haben, noch das Recht, andere zu kritisieren, gar etwas von ihnen zu verlangen – oder sollten sie einfach mal die Klappe halten? Die drei globalen Bühnen, das waren der G20-Gipfel in Indonesien und die UN-Klimakonferenz in Ägypten, und das ist die „One Love“-WM in Katar.
        […]
        Tatsächlich wird der durch Infantino gekaperte Erst-mal-die-Klappe-halten-Ansatz jedoch auch von nicht korrumpierter Seite vertreten. Schließlich ist leicht zu erkennen, dass die Kritik am ebenfalls homophoben WM-Gastgeber vor vier Jahren nicht ganz so vehement ausfiel, wohl auch deswegen, weil Russland für die volle Kritik zu wichtig war. Zudem braucht man nicht sonderlich woke zu sein, um zu bemerken, dass sich im ach so diversen europäischen Fußball bislang nur eine Handvoll Profifußballer zu ihrer Homosexualität bekannt haben [es waren alle Ex-Profis] – die anderen haben Angst vor Hass und beruflichen Nachteilen.

        Ja, das ist schon alles wahr: Der Westen hat eine historische Schuld zu bekennen und einen Teil davon abzutragen, er ist keineswegs frei von Doppelmoral, er verwechselt sich nach wie vor gern mit der Menschheit. Nur: Solange es keine Macht auf der Welt gibt, die frei wäre von diesen moralisch-historischen Beschädigungen und dennoch für die Menschenrechte eintritt – so lange darf der Westen nicht nur kritisieren, er muss es.
        Lieber Doppelmoral als gar keine Skrupel.
        […]

        https://www.zeit.de/2022/48/fussball-wm-katar-moral-westen

        Blöderweise gehört die „post colonial“-Szene jenen Woken an, die einerseits Antisemitismus fördern, andererseits die Klimabewegung befeuern.

        Zynischer agiert ein Kollege:

        FIFA und Gianni Infantino
        Die ganze Welt gleich schlecht gemacht
        Alle schimpfen auf die Fifa unter ihrem Boss Gianni Infantino, dabei ist die wenigstens ehrlich in ihrer Verkommenheit und nebenbei die Avantgarde des Postkolonialismus.
        Von Johannes Schneider
        25. November 2022, 14:36 Uhr
        […]
        Die Fifa war eine postkoloniale Superpower, lange bevor das woke und cool war. Schon seit Jahrzehnten schaufelt sie Devisen auf den afrikanischen Kontinent und nach Mittelamerika und lässt dort lokale Entscheider frei über deren weitere Verwendung verfügen. Da könnte sich auch die patriarchale deutsche Entwicklungshilfe, könnten sich alle weißen Besserwisser mit ihren Brunnenbauprojekten und ihrer Hilfe zur Selbsthilfe mal ein paar Scheiben von abschneiden. Wer das Gegenüber wirklich auf Augenhöhe respektiert, lässt es sich bereichern wie einen ganz normalen CSU-Politiker beim Maskendeal.

        Die Fifa hat insofern schon immer alles richtig gemacht: Während sich die wohlmeinende westliche Linke noch mit allerlei Illusionen über die unverdorbenen Menschen in Schwellenländern in den Armen lag, suchte sie in jeder Herde die schwarzen Schafe und gab ihnen ausreichend Geld, sich in der Wolle zu färben. Damit aber hat sie die internationale Gemeinschaft entscheidend vorangebracht: Die Fifa ist die Avantgarde einer Globalisierung, die die Welt überall gleich schlecht macht. Und gleich schlecht heißt eben auch: gleich gut.
        […]

        https://www.zeit.de/kultur/2022-11/fifa-gianni-infantino-wm-2022-katar

        Echt jetzt: in dieser Welt der Ideologie kommt man einfach nicht mehr klar. Schon gar nicht örr-Satiriker-Journalisten wie Jan Böhmermann, der sich gegenüber FDP-Politikern und konservativ-liberalen Journalisten im Kampfmodus sieht:

        Bislang war Twitter ja das Medium der Wahl, um Andersdenkende abzuschießen: diese woke Sphäre geht nun dank Musk verloren – daher wohl die Radikalisierung.

        Nun, der Böhmermann-Tweet ist gelöscht worden. Aber da es auch gegen Streeck, Kubicki und weitere Maßnahmen-Kritiker geht, ist die weitere Zielrichtung des Tweets (Corona-Politik) klar. Auch bei diesem Thema stehen Hardliner wie Böhmermann und Lauterbach aktuell mit dem Rücken zur Wand.

        Das ist die wahre Kampflinie: die fake news-Medien wie AP, die, gestützt auf ein anonymes US-Geheimdienstmitglied, fälschlicherweise behauptet hatte, in Polen sei eine russische Rakete eingeschlagen. Und natürlich minimiert die AP auch Amok-Attentate von Schwarzen auf weiße Christen:

        Kommen wir auf Katar zurück, das in den USA selbstverständlich nicht angegriffen wird, logiert dort doch die größte US-Militär-Präsenz in der arabischen Welt:

        WM-Gastgeber
        Katars Außenminister wirft Deutschland „Doppelmoral“ vor
        Die Regierung in Berlin will eine Energiepartnerschaft mit Katar, kritisiert aber die Ausrichtung der Fußball-WM dort. Katars Außenminister spricht von zweierlei Maß.
        7. November 2022, 2:10 Uhr
        Zwei Wochen vor Beginn der Fußball-Weltmeisterschaft in Katar hat sich die Regierung in Doha verärgert über Kritik aus der Bundesregierung gezeigt. Außenminister Mohammed bin Abdulrahman Al Thani warf der Koalition in Berlin in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung „Doppelmoral“ vor. Einerseits werde „die deutsche Bevölkerung durch Regierungspolitiker falsch informiert“. Andererseits habe die Regierung kein Problem mit Katar, wenn es um Energiepartnerschaften oder die Rettung deutscher Staatsbürger aus Afghanistan gehe.
        „Wenn wir eine Fußball-Weltmeisterschaft ausrichten, diesen Moment genießen und zusammen mit der deutschen Mannschaft feiern wollen, dann gelten auf einmal andere Maßstäbe“, sagte der Außenminister des Golfstaats.
        Der Unmut der Regierung in Doha hatte sich an Äußerungen von Innenministerin Nancy Faeser (SPD) entzündet, die vom WM-Gastgeber unter anderem Sicherheitsgarantien für die LGBTQ-Community verlangt hatte. „Bei allem Respekt, diese waren überhaupt nicht notwendig“, sagte Al Thani über Faesers Aussagen. „Wir haben immer wieder von höchster Stelle wiederholt, dass jeder willkommen ist und niemand diskriminiert wird.“
        Die englische Abkürzung LGBTQ steht für lesbisch, schwul, bisexuell, transgender und queer. [Was dem deutschen Publikum eigens erläutert werden muß, wobei ich bis heute nicht verstehe, was das zusätzliche „queer“ zu bedeuten hat – ist das nicht vielmehr ein Oberbegriff?] In Katar ist Homosexualität strafbar.
        Es sei „bedauerlich, wenn Politiker versuchen, sich nach innen auf unsere Kosten zu profilieren und Punkte zu machen“, sagte Al Thani.
        […]

        https://www.zeit.de/politik/ausland/2022-11/katar-aussenminister-fussball-wm-doppelmoral

        Dem ist eigentich nichts hinzuzufügen. Außer eben Faesers widersprüchliche Aussagen:

        Schon der woke Tagesspiegel hatte Mühe, die ersichtliche Doppelmoral Deutschlands zu erklären:

        Die Katar-Zwickmühle
        Erst kommen der Profit und das Gas, dann die Moral

        Tote bei Stadienbauten, Frauenunterdrückung, jetzt Verunglimpfung von Homosexualität als „haram“. Geht alles nicht. Der Fifa ist’s egal, die Politik windet sich.
        Ein Kommentar von Stephan-Andreas Casdorff
        09.11.2022, 23:40 Uhr

        Seien wir ehrlich: Die Fifa, der weltweit tätige Fußballverband, ist schon viel weiter als die Politik, auch die deutsche. Während sich alle noch in weitschweifigen Erklärungen zur bald im Wüstenstaat Katar beginnenden Weltmeisterschaft der Männer üben, zeigt die Organisation der Ballsportler der Welt, was Kaltschnäuzigkeit ist. Und Realpolitik sowieso. Das Ganze wird durchgezogen, basta.

        Die jüngste Empörung ist vor dem Hintergrund auch nur wohlfeil. Da gibt es jetzt diese neue Dokumentation, über die sich alle aufregen, die aber bloß die alte Haltung der Katarer zeigt.
        Der Botschafter für die WM, Khalid Salman, äußert sich darin über das, was an „vielen Dingen“ ins Land kommen werde, und meint, er habe vor allem Probleme damit, wenn Kinder Schwule sähen. Denn Schwulsein sei „haram“, verboten, „es ist ein geistiger Schaden“. [Zwischenfrage: wann wurde bei uns Homosexualität aus der Liste der psychischen Störungen gestrichen? Und seit wann sind bei uns „Konversions-Therapien“ verboten?]
        […]
        Nun wird es allerdings auch schwierig, wie sich nach dem Besuch von Bundesinnenministerin Nancy Faeser gezeigt hat. Sie war voller Unwohlsein gereist, hatte daraus nicht nur keinen Hehl gemacht, sondern das lauthals proklamiert. Konnte sich dann von den Katarern anhören, das sei ein gerüttelt Maß an Doppelmoral. Und ganz von der Hand zu weisen ist das ja nicht.

        Denn schließlich will Deutschland, in Gestalt von Robert Habeck als Vizekanzler und Wirtschaftsminister, genau jetzt, dass Katar seiner Wirtschaft aus der Gas-Malaise mit den Russen heraushilft. Dafür hat der Grüne diesen Besuch mit artigem Diener beim Emir gemacht.
        Und dann soll man trotzdem dazu nicken, dass das mit dem Mangel an Menschenrechten und an Diversität und der verdeckten Terrorunterstützung in Katar so auch nicht gehe. Wo bleibt da die intellektuelle Redlichkeit? Auf der Strecke.
        […]
        Die Währung ist Anerkennung. Katar geht es schon auch darum. Dass sich das Land verändert, öffnet zum aufgeklärten Westen hin, ist sicher nicht ganz falsch. Doch die vielen Toten beim Bau der Spielstätten, von ausländischen Arbeitskräften aus dem Sand gestampft, sind nicht einfach so zu vergessen. Mindestens verdrängt werden sie aber.
        […]
        Nun kann nicht sein, was nicht mehr sein darf: dass die Weltmeisterschaft auf den letzten Metern noch einmal grundsätzlich infrage gestellt wird. Die Linie ist, wie sie Hansi Flick beschreibt, der Bundestrainer: darauf achten, was während der WM geschieht – und noch mehr, was sich danach ändert, wenn die Welt zu Gast war.
        Oder wie es der Grüne Habeck beschreibt, der die politische Debatte um die WM im Emirat lobt: „ Allein die wird die Lage im Land beeinflussen und hoffentlich auch verbessern.“

        Hoffnung ist immer gut – und trotzdem beschleicht einen dieses ungute Gefühl, dass es am Ende doch alles zu kaltschnäuzig war. Nacheilend wollen wir mutig werden? Später wollen wir nacharbeiten, was dann nicht mehr zu ändern ist, nämlich der Eindruck: Erst kommen der Profit und das Gas, und dann die Moral? Das kann schlimm werden, schlimm fürs Gemüt. Gibt es noch Schlimmeres?
        Na ja, aufs Ganze gesehen und böse gesagt: Deutschland trifft am 23. November im ersten Gruppenspiel auf Japan. Man stelle sich vor, Deutschland verliert.

        https://www.tagesspiegel.de/meinung/zwischen-energienot-und-anspruchen-deutschlands-immer-schwierigerer-umgang-mit-katar-8849488.html

        Letzteres war geradezu prophetisch. 😉

        Aber ich komme nun auf die Propaganda über die Arbeitsunfälle zurück; die ZEIT leistete sich diesen Artikel des fußballbegeisterten Dramatikers Moritz Rinke, der vom Goethe-Institut nach Katar entsandt worden war:

        Stadien in Katar
        Wer baute die acht Stadien von Katar?
        Der Schriftsteller Moritz Rinke reist ins Land der nächsten Fußball-Weltmeisterschaft und macht sich auf die Suche nach den wahren Helden des Turniers.
        Von Moritz Rinke
        Aktualisiert am 5. November 2022, 9:32 Uhr
        […]
        Ich habe natürlich alle Human-Rights-Watch- und Amnesty-International-Berichte über die Situation der Arbeitsmigranten in Katar gelesen: über das sogenannte Kafala-System, das die Arbeiter zum Eigentum ihrer „Sponsoren“ macht, über die Arbeitsbedingungen bei 50 Grad im Schatten, über die unmenschlichen Unterbringungen, die Beschlagnahmung ihrer Reisepässe und ihr monatelanges Warten auf den Arbeitslohn, nachdem sie Vermittlungsagenturen bezahlt haben, um überhaupt nach Katar zu kommen. Und über die Hitzetoten, die laut katarischer Behörden alle eines natürlichen Todes („natural death“) gestorben seien. Entweder waren es mehr als 15.000 (zwischen 2010 und 2019), wie Amnesty berichtete. Oder 6500, wie der Guardian recherchierte. Oder drei (von ungefähr 300.000 Arbeitern im Stadionbau), wie jetzt das Organisationskomitee der Fifa mitteilte, dazu weitere 37 Todesfälle als „non work related deaths“.
        Mein Gott, was soll das nur für eine schreckliche WM werden, bei der man sich im Vorfeld über die Anzahl der Toten streitet?
        […]
        Eine Mitarbeiterin der deutschen Botschaft weist noch auf die Reformen hin, die die WM-Ausrichtung in Katar erzwungen habe, die Abschaffung des Kafala-Systems und bessere Arbeitsbedingungen für die Migranten.
        Der Erste, den ich nach den Reformen frage, ist der pakistanische Tontechniker, der mir das Headset an den Ohren befestigt. Sein Vater, der im Stadionbau eine leitende Funktion ausübt, sei seit einem halben Jahr nicht mehr bezahlt worden, die Reformen seien zwar beschlossen worden, aber niemand setze sie durch, und ein Arbeitsrecht oder gar Anwälte gebe es für die Arbeitsmigranten nicht. Freue er sich trotzdem auf die WM, frage ich, und er antwortet so leise, dass ich ihn nicht verstehe.
        […]

        https://www.zeit.de/2022/45/stadien-katar-fussball-wm/komplettansicht

        Ja, so locker gehen deutsche Intellektuelle mit Fakten um.

        Ein Leser-Kommentator ist besser informiert, denn dafür muß man nicht nach Katar reisen:

        Die „Sterbeziffer“ für Männer zwischen 20 und 40 liegt nach Angaben des Statistischen Bundesamtes in Deutschland bei ca. 0,0005. Das bedeutet, dass von einem Kollektiv von 2,4 Millionen Männern diesen Alters im Verlauf von 10 Jahren voraussichtlich (2.400.000 x 0,0005 x 10)=12.000 Personen verstorben sein werden.
        (Quelle: https://www-genesis.destatis…)
        Dass die genannte Anzahl der in Katar verstorbenen Gastarbeiter nicht nur der relativ kleinen Kohorte der WM-Bauarbeiter entstammt, sondern sämtlichen 2,4 Millionen Arbeitsmigrant:innen insgesamt, sagt Amnesty hier: https://www.amnesty.de/sites…

        https://www.zeit.de/2022/45/stadien-katar-fussball-wm?cid=63319537#cid-63319537

        Und konsultiert man das Pamphlet der West-NGO AI, wird einem geradezu schlecht:

        In May 2021, the Qatari authorities introduced significant new legislation on heat protection, with a range of measures including an extension of the summer working hours restriction, the imposition of a temperature limit above which all work is prohibited, and granting workers the right to “self-pace” by
        taking breaks when needed. In June, the Qatari authorities temporarily closed 232 worksites in order to enforce the new regulations. While this legislation will provide greater protections for workers, leading experts in the field of environmental health and heat stress have told Amnesty International that much more needs to be done.

        As one such expert noted, the legislation is: “an improvement that falls far short of what is necessary for the protection of labourers who are subject to heat stress exposures of all types.” In addition to enhanced enforcement, they stressed in particular the difficulty faced by workers to “self-pace” given the extremely unequal relationships between employer and worker in Qatar. They recommended that break times should be determined through the use of recognised activity modification guidelines which outline rest times based on the climatic conditions and the nature of the work performed.
        […]
        Likewise, the death certificates of 15 out of the 18 cases reviewed by Amnesty International provided no information about the underlying causes of death, attributing the cause of death to “acute cardio respiratory failure due to natural causes”, “acute heart failure natural causes”, “heart failure unspecified” and “acute respiratory failure due to natural causes”.
        Dr David Bailey, a leading pathologist and member of the World Health Organization (WHO) Working Group on death certification, told Amnesty International:
        “These are phrases that should not be included on a death certificate without a further qualification explaining the underlying cause.
        Essentially, everyone dies of respiratory or cardiac failure in the end and the phrases are meaningless without an explanation of a reason why.
        “Natural causes” is not a sufficient explanation.”
        […]
        Until recently, Qatar resisted meaningful reforms of the kafala system, despite pressure from human rights organisations, trade unions and the media. Then, in 2017 it signed a landmark agreement with the International Labour Organization (ILO) to tackle widespread labour exploitation and “align its laws and practices with international labour standards”.42 Since then, Qatar has indeed introduced important reforms dismantling key elements of the kafala system by allowing migrant workers to leave the country and change jobs without the permission of their employers. Qatar also established new labour courts to expedite workers’ access to justice and introduced a new non-discriminatory minimum wage.43

        Qatar’s labour reforms have offered real hope that it may be possible to end widespread labour abuse in the country. While there have been improvements, weak implementation and enforcement of these reforms mean that progress has been slow and legal changes have not yet fully translated into better protection for all migrant workers. Many migrant workers still pay abusive recruitment fees [womit Katar nichts zu tun hat, weil, die in den Heimatländern der Gastarbeiter erfolgen], face delayed or unpaid wages, work excessively long hours, struggle to access justice and remain at the mercy of unscrupulous employers allowed to commit abuses with impunity.44
        […]

        Klicke, um auf Amnesty-Bericht-Katar-Todesfaelle-Arbeitsmigrant_innen-August-2021.pdf zuzugreifen

        Ein absolut parteiischer Bericht, der die positiven Veränderungen DURCH die WM dort kleinredet. Ein Kenner darf aber ebenfalls im Tagesspiegel auftreten:

        Die Deutschen und die Fußball-WM: Der Umgang mit Katar ist scheinheilig
        Der Westen ignoriert die Kultur des WM-Ausrichterlandes. Dabei wird der Sport missbraucht, um sich selbst zu profilieren. Mit welchem Recht?
        Ein Kommentar von Jürgen Hogrefe
        01.11.2022, 17:34 Uhr

        Jürgen Hogrefe ist Mitglied des Präsidiums der Arabisch-Deutschen Handelskammer Ghorfa. Zwischen 1993 und 1999 war er Nah- und Mittelost-Korrespondent des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“. Für den Tagesspiegel hat er diesen Gastbeitrag verfasst.

        Ihr Urteil über dieses Land stand schon fest, bevor die deutsche Innenministerin Nancy Faeser am Montag erstmals nach Doha flog: Es wäre besser, wenn eine Fußball-WM „nicht in solche Staaten vergeben wird“. Hochtönend belehrte sie noch aus dem fernen Berlin ihren katarischen Kollegen über die Menschenrechte. Worüber soll man mehr staunen? Über ihre Instinktlosigkeit, ihre Herablassung, über ihr mangelndes Vermögen, sich in andere Kulturen und Traditionen hineinzudenken oder über ihre mangelnden Kenntnisse der wahren Situation vor Ort?

        Wahrscheinlich Letzteres. Denn das Ausmaß der verdrehten Berichterstattung über Katar und die Diffamierung seiner Bewohner und seiner Regierung hat längst einen kampagnenartigen Charakter angenommen, in dem die Fakten unter die Räder gekommen sind.

        Begonnen hatte alles mit einem Bericht des britischen „Guardian“ über angeblich 6500 tote Gastarbeiter seit der Vergabe der WM an Katar. In deutschen Medien wurde schnell von „Tausenden von Toten auf den WM-Baustellen in Katar“ berichtet. Schnell sprangen einschlägige Nichtregierungsorganisationen auf das Thema an. Doch wie steht es um die Fakten? Bestätigt ist die Zahl von 35 „nicht arbeitsbedingten Todesfällen“ auf den Stadion-Baustellen in Katar. Das sind 35 zu viel und jeder Tod ist bedauerlich. Aber sie liegt weit entfernt von den „15.021 Toten“, mit denen Amnesty International und andere in ihrer Nachrichtengebung operieren.

        Die natürliche Sterberate in Katar liegt unter der deutschen Sterberate

        Was hat es mit dieser Zahl auf sich? Sie stammt von den Behörden in Katar. 15.021 Tote hat es in der Tat unter der ausländischen Bevölkerung Katars gegeben, seit die Wahl auf Katar als WM-Austragungsort fiel. Insofern eine anerkannte Zahl. Nur sollte man die in das richtige Verhältnis setzen.

        Katar selbst hat nur etwa 300.000 eingeborene Einwohner. Die übrigen rund drei Millionen kamen und kommen aus vielen Ländern rund um den Globus, zumeist als Wanderarbeiter. Wohl rund zwei Millionen Menschen davon kommen traditionell aus ostasiatischen Ländern wie Indien, Nepal und den Philippinen. Von diesen mehreren Millionen Menschen sind über einen Zeitraum von mehr als zehn Jahren 15.021 Menschen gestorben. Damit relativiert sich die ungeheure Zahl von 15.021 auf ein normales Maß – und sogar darunter. Die natürliche Sterberate in Katar liegt beispielsweise unter der deutschen Sterberate.

        Jetzt argumentierten Amnesty und andere Organisationen, es sei nicht auszuschließen, dass diese 15.021 Menschen an den Folgen der unmenschlichen Arbeitsbedingungen gestorben seien. Das ist – mit Verlaub – nur wenig lauter. Einen Nachweis, dass die Todesfälle in einem direkten Zusammenhang mit den Arbeitsverhältnissen stehen, gibt es nicht. Das muss auch Amnesty eingestehen.

        Bevor jetzt bei einigen eine Schnappatmung einsetzt: Unbestreitbar waren und sind Arbeitsverhältnisse in Katar teilweise schwer erträglich und mussten und müssen weiterhin dringend reformiert werden. Es gibt Vollzugdefizite bei der Umsetzung von Arbeitsgesetzen und -rechten. Ja. Es gab und gibt private Unternehmen, die die gesetzlichen Vorschriften der katarischen Regierung unterlaufen. Darunter waren übrigens auch deutsche Unternehmen. Und es gibt kriminelle Arbeitsvermittler, die gerade im extrem dubiosen globalen Arbeitsmarkt die schwierigen und oft unkontrollierbaren Verhältnisse zu Lasten der Wanderarbeiter ausnutzen.

        Woher stammt eigentlich unsere Überheblichkeit?

        Dass die Kataris sich seit 2008 selbst die Aufgabe gestellt haben, die Situation der ausländischen Arbeiter im Lande zu verbessern und dabei bereits erfolgreich waren, bestätigte jüngst auch Dietmar Schäfers. Der Vizepräsident der Gewerkschaftsföderation Bau- und Holzarbeiter Internationale BHI erklärte, „dass die Verhältnisse in Bezug auf Arbeits- und Gesundheitsschutz vergleichbar mit dem deutschen oder US-amerikanischen Standard sind“.

        Ja, es gibt ein Vollzugsdefizit. Das beklagen und bedauern auch die katarischen Behörden. Das sollten wir in der EU ähnlich handhaben. In Europa gibt es nach EU-Erhebungen rund eine halbe Million moderne Arbeitssklaven. Darunter osteuropäische Ausbeiner in Schlachthöfen oder illegale afrikanische Tomatenpflücker in Spanien.

        Man stelle sich vor: eine Fußball-Weltmeisterschaft findet in einem Land statt, in dem eine Frau verpflichtet ist, den Haushalt zu führen und die Erlaubnis ihres Mannes braucht, um arbeiten zu gehen. Wo Abtreibung bei Strafe verboten ist. Wovon sprechen wir? Genau. Von Deutschland, das im Jahr 1974 die Fußball-Weltmeisterschaft ausrichtete.
        […]

        https://www.tagesspiegel.de/sport/die-deutschen-und-die-fussball-wm-der-umgang-mit-katar-ist-scheinheilig-8822356.html

        Sigmar Gabriel hatte auf die westliche Hybris gegenüber Katar hingewiesen: „interviewt“ durch den wohl aggressivsten Polemiker, den der SPIEGEL aufzuweisen hat – Veit Medick. Immerhin, es gab auch eindeutige Leserbriefe:

        Auf Krawall gebürstet
        Heft 45/2022 Ex-Außenminister Sigmar Gabriel bittet um Nachsicht für WM-Gastgeber Katar
        […]
        Man muss kein Gabriel-Fan sein, um das von Veit Medick mit ihm geführte Interview als in Ton und Inhalt unsäglich arrogant zu empfinden. Geradezu empörend die Einlassung Herrn Medicks, dass »bei uns« nie Homosexuelle umgebracht worden seien. Hat er tatsächlich nie etwas von den im Konzentrationslager Buchenwald Inhaftierten gehört? Alle sozialen, kulturellen und politischen Entwicklungen – vor allem in Deutschland – aus heutiger Sicht zu werten, ist naiv und völlig unangemessen. Veit Medicks Bemerkung von »ein paar hinterwäldlerischen Jahrzehnten in der alten Bundesrepublik« ist üble Polemik. Bewundernswert die nachsichtigen und geduldigen Antworten Gabriels gegenüber einem, warum auch immer, auf Krawall gebürsteten SPIEGEL-Journalisten.
        Oskar Plank, Stuttgart
        […]
        • Es ist schon große Klasse, wie Sigmar Gabriel Fehlurteile und Negativkritik des SPIEGEL über Katar zum größten Teil mit Fakten entkräftet. Der SPIEGEL wie auch andere Medien blenden die positiven Entwicklungen des Landes im Bereich der Menschenrechte und des Arbeitsrechts aus. Katars weltpolitische und wirtschaftliche Bedeutung wird oft wissentlich verdrängt. Der SPIEGEL hat in Sigmar Gabriel einen Meister der argumentativen Rhetorik gefunden, der keine seiner Grundsätze und Einschätzungen aufgeben musste.
        Klaus Coen, Unna (NRW)

        • Eigentlich war ich nie ein Fan von Sigmar Gabriel. Aber ich bewundere ihn dafür, dass er dieses unsägliche Interview bis zum Ende ertragen hat.
        Klaus Bodmann, Hannover
        […]

        https://www.spiegel.de/community/briefe-a-49abf0c0-5cca-4131-823c-7ca9a1f4d78b

        Wir erinnern uns: Veit Medicks polemische Qualitäten reichten selbst für das Trump-Bashing im SPIEGEL 2016 nicht aus:

        Veit Medick und der verrückte Mr. Trump

        04. März 2016 um 12:37 Ein Artikel von: Jens Berger

        Veit Medick ist ein SPIEGEL-Mann aus dem Bilderbuch: Er ist jung, trägt eine modische Hornbrille aus einem politisch korrekten Hornersatzstoff und hat dennoch bei den Themen über die er schreibt so gar keinen Durchblick. Aktuell hat SPIEGEL Online Veit Medick nach Washington versetzt. Von dort aus darf er als offizieller Korrespondent den Wahlkampf für die Hamburger Online-Postille featuren. Medick ist bekennender Clinton-Fan und Donald Trump daher auch dankbar, dass Frau Clinton nun dank ihm endlich ein echtes Wahlkampf-Motto hat: Sie muss Amerika und die ganze Welt (sic!) vor „diesem Mann retten“! Hallelujah! Wenn Ihnen am Wochenende nach ein wenig Amüsement sein sollte, lesen Sie sich ruhig einmal Medicks gesammelte Werke durch – Sie werden es zumindest aus diesem Gesichtspunkt nicht bereuen. Doch man sollte Medick nicht nur humoristisch betrachten. Gerade eben weil er so dummes Zeugs schreibt, gelingt es ihm auch immer wieder zwischen den Zeilen grob manipulativ zu Werke zu gehen. So auch in seiner aktuellen Wahlkampfkolumne „Donald – lern mal ruhig zu bleiben“. Von Jens Berger.

        Die Story der Kolumne ist schnell erzählt: Veit Medick guckt sich die TV-Debatte der Republikaner an, findet alles doof, was Donald Trump sagt und ist stolz auf sich, weil er – ganz das schlaue Bürschchen – viel klüger als so ein dicker weißer Durchschnittsamerikaner ist und dem Milliardär nicht auf den Leim geht. Schlaue Bürschchen wie Medick gehen halt lieber schlauen Politikern wie Hillary Clinton auf den Leim und für schwerstintellektuelle Journalisten ist es natürlich geradezu Pflicht, sich über Trump lustig zu machen.
        […]

        https://www.nachdenkseiten.de/?p=31836

        Man hat ihn dann auch aus den USA entfernt, und seither darf er hierzulande herumpolemisieren.

        Schmier-Artikel gab es zuhauf:

        Aber wenn sich der BVerfSch einmischt, wird es eh grenzwertig – zumal er der „Last Generation“, die gerade mal eine zweistündige Unterbrechung des Flugverkehrs vom BER erzwungen hat, eine mustergültige demokratische Einstellung attestiert hat. Was Nancy Faeser naturgemäß ganz anders sieht.

        Der Spiegel hat insgesamt ausgewogen berichtet und kommentiert:

        All Eyes on the Gulf The Present and Future of Europe’s Energy Supply
        The autocratic countries of the Persian Gulf play a key role in the new world order – and for the future of Germany’s economy. Complete dependence will be difficult to avoid.

        By Monika Bolliger, Claus Hecking, Martin Hesse, Marina Kormbaki, Dirk Kurbjuweit, Ralf Neukirch, Thomas Schulz und Gerald Traufetter
        11.11.2022, 18.43 Uhr
        […]
        In the long term, a systemic battle between democracies and authoritarian states is to be expected around the world. In principle, the Gulf region belongs to the authoritarian camp, but that doesn’t mean it has to end up there if the conflict comes to a head. The West’s relations with countries like Saudi Arabia and Qatar have traditionally been good; those countries, in turn, tend to sympathize with the states with which they can make the best deals. And that used to be the West.

        The temptation to see the emirs and the princes as good partners is thus significant. On the other hand, though, is the West’s desire to be the protectors of universal claim to human rights – and of the values-based foreign policy that Germany has committed itself to in Chancellor Scholz’s coalition agreement.

        In that agreement, the German government also reiterated its commitment to the weapons embargo that was implemented against Saudi Arabia in 2018. Arms developed by German companies in partnership with other European firms, though, are excluded from that embargo.

        Furthermore, Germany’s Foreign Ministry, under the leadership of Annalena Baerbock, has focused heavily on climate issues – and Saudi Arabia, with its emphasis on hydrogen, makes for a logical partner. Baerbock’s staff believes there are opportunities to be had in the Gulf, with ministry officials speaking of „complementary relationships.“ Baerbock’s party ally Habeck, over in the Economy Ministry, echoes that sentiment: „Energy partnerships,“ he says, „are a contribution to détente.“

        But neither the Saudi Arabians nor the Qataris have proven to be the obliging raw materials suppliers that Berlin had been hoping for.
        […]
        Arms deliveries are, of course, a political measure to prevent the Gulf states from sliding further toward Russia and China.

        Particularly given that in both Saudi Arabia and the U.A.E., a consensus is developing that the U.S. is no longer a reliable guarantor of security. And if Iran does become a nuclear power, the Saudis may very well welcome assistance from Russia.

        In other words: Being the moral victor could be dangerous for Europe in this era of a changing world order. A purely values-driven foreign and economic policy may be desirable, but preventing an alliance of despots is even more important.
        […]
        In times of shifting power blocks and new power centers, it was left to Yasir Al-Rumayyan, governor of the 620-billion-dollar Saudi Arabian sovereign wealth fund – and a close friend of MbS – to provide a vision for the future. „I believe strongly in a new global order, if all of us here cooperate closely, as partners.“ The problem, said Al-Rumayyan, are governments that „think ideologically and not pragmatically,“ a clear reference to Western countries. Yet the answer, from the point of view of Riyadh, Doha and Abu Dhabi, could be so simple: Let money lead the way.

        https://www.spiegel.de/international/world/all-eyes-on-the-gulf-the-present-and-future-of-europe-s-energy-supply-a-b87d69f0-a0a4-47e5-ad55-9015b3037f2a

        Da ist der Schaden durch die moralistisch-ideologische Politik inclusive Klimapolitik doch schön zusammengefaßt.

        Der Artikel zu Katar war ebenso pragmatisch – unter Betonung der geostrategischen Bedeutung von Katar und der Fortschritte dort dank der WM:

        Dieser Artikel in dieser Ausgabe war besonders amüsant:

        Eine Frage der Haltung
        Warum mich die Moraldebatte über die Fußball-WM nervt
        Eine Kolumne von Jochen-Martin Gutsch
        Müssen Fußballer und Funktionäre wirklich zu allen möglichen Themen eine Haltung einnehmen? Mich erinnern die moralischen Bekenntnisse des DFB im Vorfeld der WM in Katar an meine Kindheit in der DDR.
        18.11.2022, 13.00 Uhr • aus DER SPIEGEL 47/2022

        https://www.spiegel.de/kultur/mit-dem-moralbomber-nach-katar-a-4b21c61e-6d7d-420c-9816-21040c9c6996

        Zu meinem Schrecken las ich da auf S.65:

        Thomas Kessen, Sprecher des Fanbündnisses „Unsere Kurve“, machte in der Sendung „Doppelpass“ kürzlich den „Torjubel“-vorschlag: „Wie wäre es denn, wenn die Spieler sich absprechen, sich nach einem Tor einen Kuss auf den Mund zu geben?“
        Tja, wie wäre das?

        Noch nie hat sich ein aktiver Bundesliga- oder gar Nationalspieler als schwul geoutet: und nun sollen sie so tun, als ob? Zum Ruhm der höheren Moral des Westens?

        Schon zuvor gab es diese Kolumnen:

        Westliche Arroganz hilft niemandem
        Ein Kommentar von Julia Amalia Heyer
        Kurz vor dem Turnier brüskiert die Bundesregierung den WM-Gastgeber mit der Aussage, die Austragung des Turniers dort sei »total schwierig«. Aber wer sich im Nahen Osten auskennt, stellt fest: Katar ist eines der sympathischeren Länder dort.
        01.11.2022, 16.24 Uhr

        https://www.spiegel.de/ausland/menschenrechte-und-politik-in-katar-nancy-faesers-zu-spitzer-zeigefinger-kommentar-a-f5e90100-da2a-4df1-a26f-ff086455078b

        Und diese Kolumne vom 12.11.2022 von Stefan Kuzmany in Nr. 46/2022, S.26:

        Wo Kuzmany den rückständigen Zustand der BRD im Jahr 1974 aus heutiger Sicht kommentiert und mit „(Archivtext von 1974)“ unterschreibt.

        Das hilft dem SPIEGEL nichts, der zudem wieder die übliche anti-Fifa-Polemik abließ: er hat sein nächstes wokes Relotius-Desaster:

        Fast vier Jahre nach Relotius-Skandal
        Wieder Zweifel an „Spiegel“-Reportagen

        24.11.2022 – 09:42 Uhr
        „An dieser Stelle befand sich ein Beitrag über das Schicksal einer Flüchtlingsgruppe am griechisch-türkischen Grenzfluss Evros im Sommer 2022. Mittlerweile gibt es Zweifel an der bisherigen Schilderung der damaligen Geschehnisse.“

        Statt eines Artikels finden Leser aktuell diesen Hinweis, wenn sie die URL verschiedener „Spiegel“-Artikel zu der „Todesfalle EU-Grenze“ eingeben.
        Fast vier Jahre nach dem Relotius-Skandal gibt es beim „Spiegel“ wieder Zweifel an dem Wahrheitsgehalt von mehreren Reportagen.
        Konkret geht es um Reportagen aus dem vergangenen August zu dem fünfjährigen Flüchtlingsmädchen Maria, das auf einer Insel zwischen der Türkei und Griechenland gestorben sein soll. „Nun ist Maria tot“, schrieb der „Spiegel“-Reporter laut „Medieninsider“ in einem der fraglichen Artikel. „Sie ist Anfang August an Europas Außengrenze gestorben, weil ihr griechische Behörden jede Hilfe versagten“
        ABER: Wie „Medieninsider“ berichtet ist nicht nur fraglich, ob das Mädchen gestorben ist – sondern auch, ob es überhaupt existiert.
        ▶︎ Insgesamt vier Artikel zu dem Thema hat der „Spiegel“ inzwischen offline genommen. Man überprüfe derzeit die Berichterstattung und würde nach Abschluss der Recherchen entscheiden, ob die Beiträge gegebenenfalls in korrigierter und aktualisierter Form erneut veröffentlicht würden, erklärt der „Spiegel“ weiter zu den entfernten Artikeln.

        Bereits im September habe der griechische Migrationsminister Notis Mitarachi (50) „Spiegel“-Chefredakteur Steffen Klusmann (56) in einem Brief seine Zweifel an den Reportagen mitgeteilt und dem Magazin vorgeworfen, ungefiltert die Angaben von NGOs weitergegeben zu haben.
        “Spiegel”-Reporter Giorgos Christides, der die Reportagen in Griechenland geschrieben hat, hatte sich schon Ende August in einem Twitter-Thread geäußert, nachdem Vorwürfe gegen ihn aufgekommen waren. Er habe mit den Eltern und den Geschwistern des Mädchens gesprochen und wolle „anders als die Politik“ nicht an ihnen zweifeln. Auch hätten ihm weitere Menschen die Existenz des Mädchens bestätigt, darüber hinaus habe es auch eidesstattliche Versicherungen gegenüber der ermittelnden Staatsanwaltschaft gegeben. (lvo)

        https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/fast-vier-jahre-nach-relotius-skandal-wieder-zweifel-an-spiegel-reportagen-82043632.bild.html?wtmc=twttr.shr

        Ich habe diese anti-Frontex-Kampagne des SPIEGEL nur überflogen, weil Kooperationen von Journalisten mit interessegeleiteten West-NGO eh nur fake news sind. Aber für Leitmedien reicht die Übereinstimmung mit ihrer Agenda eh aus, um derlei Artikel zu veröffentlichen. Darauf hat schon Relotius bauen können.

        • Hier gab es noch eine Vertiefung hinsichtlich der vom SPIEGEL selbst entfernten fragwürdigen Texte von Spiegel-Reporter Giorgos Christides (in einem wird der Ex-Türkei-Korrespondent Maximilian Popp als Ko-Autor erwähnt, der sich wohl auf die Faktizität der Reportage des Kollegen verließ und sie ins Weltbild „einordnete“, wie es neuerdings so schön heißt):

          Relotius reloaded?
          „Spiegel“ steht unter Druck: Berichte über angeblich totes Flüchtlingskind „Maria“

          Von Matthias Nikolaidis
          Do, 24. November 2022

          Eine Debatte, die den griechischen Sommer beherrschte, findet ein unrühmliches Ende. Die Beweise, die eine griechische Journalistin fand, scheinen eindeutig: Das angeblich auf einer Evros-Insel verstorbene Migrantenkind „Maria“ hat es vermutlich nie gegeben.
          […]
          Am Ende stellte sich heraus, dass sich die Migranten doch nicht auf griechischem Territorium befanden, was aber wenig interessant war, nachdem sich die griechischen Grenzpolizisten zu einer Rettungsaktion verstanden und die 38 in das Aufnahmezentrum Fylakio verbracht hatten.
          Ebenda besuchte der Spiegel-Reporter Giorgos Christides die angeblichen Eltern eines mit fünf Jahren verstorbenen Mädchens „Maria“ für viele Stunden, wie er selbst angab. Dazu hatte er sich als einfacher Übersetzer ausgegeben im Dienst der NGOs „HumanRights360“ und „Greek Council for Refugees“. Auch das wurde von Regierungspolitikern kritisiert. Diese Recherche brach Christides dann aber faktisch auch nach seinen eigenen Worten ab, nachdem er mit den Eltern des angeblich nach einem Skorpionstich verstorbenen Mädchens gesprochen hatte. Christides entschied sich, diesen Eltern von „noch“ vier Kindern zu glauben, einfach weil sie so „herzzerreißend“ von ihrem fünften, jüngst verlorenen Kind erzählten, das sie angeblich auf einer Insel im Evros begraben hatten.
          […]
          Letztlich stellte sich heraus, dass ein fünftes Kind auf keiner Liste und auf keiner der Photographien zu sehen war, die die 38 Migranten selbst geschossen haben, während sie sich am Evros aufhielten, wie die Vor-Ort-Reporterin Vasiliki Siouti für die Website LiFO berichtet. Der Spiegel vertröstete die Journalistin damals, man brauche noch mehr Zeit für die Antwort. Aber die brauchte es auch nicht mehr: Auf den Bildern der Familie waren stets nur vier Kinder, davon drei Töchter, zu sehen. Und so viele befinden sich heute auch im Aufnahmezentrum Fylakio. Das fünfte Kind fehlte.

          Notis Mitarakis griff dies Ende August vor dem Parlament auf und kündigte an, die Sache dem Generalstaatsanwalt beim Areopag zu übergeben. Verschiedene Angaben der Migranten seien in mehreren Punkten unlogisch oder wurden durch unabhängige Untersuchung widerlegt, so auch Angaben zum schlechten Gesundheitszustand eines Kindes und einer schwangeren Frau, was von den Ärzten im Aufnahmezentrum am Evros nicht festgestellt werden konnte. Vor allem aber: Die Eltern selbst können nicht mehr angeben, wo sie ihre angebliche Tochter begraben haben wollen, die sie mal zur Zwillingsschwester der einen, mal der anderen ihrer realen Töchter machten. Der Fall könnte damit abgeschlossen und Giorgos Christides der unjournalistischen Naivität überführt sein – wenn nicht ein noch profunderer Verdacht bestünde, dass er selbst an dieser Schauergeschichte mitgestrickt haben könnte. Genug Zeit hatte er dazu nach eigener Auskunft. Das wäre dann in der Tat: Relotius reloaded beim Spiegel.
          […]

          https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/spiegel-unter-druck-griechenland/

          Und dann habe ich noch diesen WM-taz-Tweet gefunden, der doch sehr sehr komisch wirkt angesichts der auch von ihr mitgetragenen Politisierung des Fußballs, die als ziemlich deutsches Phänomen angesehen muß:

          Immerhin: Argentinien hat vorgemacht, wie es geht: im Auftaktspiel 1:2 gegen Saudi-Arabien verloren, jetzt gerade 2:0 gegen Mexiko gewonnen – das 2:0 in der Schlußphase durch Fernandez habe ich noch mitgekriegt – wunderbar herausgespielt und mit traumhaftem Effet ins Tor gezirkelt. Das sind die Momente, in denen allein der Sport Geltung hat. 😉

  6. Natürlich dient die WM in Katar nebst ihrem uninformierten woken Ansturm dagegen sowie die Empörung gegen Musk auch anderen Zwecken:

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-20/#comment-97855

    Unter dem Radar läuft der vom Westen quasi unkommentierte rechtswidrige Angriffskrieg der Türkei gegen kurdische Milizen in Syrien und dem Irak: die typische Scheinheiligkeit des Westens positioniert sich pragmatisch, solange die Türkei eine Mitgliedschaft von Finnland und Schweden in der NATO verhindert:

    Berichte lokaler Aktivisten
    Türkei soll von USA mitgenutzte Basis in Syrien beschossen haben

    Bei der Offensive gegen kurdische Stellungen hat eine türkische Drohne offenbar eine Basis der Anti-IS-Koalition attackiert – die auch von den USA genutzt werde.
    22.11.2022, 14.28 Uhr

    Die Türkei führt ihren Kampf gegen die Kurden in Syrien fort: Bei einem Drohnenangriff auf eine Militärbasis sind Aktivisten zufolge am Dienstag zwei kurdische Kämpfer getötet und drei weitere schwer verletzt worden. Der Stützpunkt werde gemeinsam von der US-geführten internationalen Koalition und kurdischen Kämpfern genutzt, meldete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Von der Basis nahe der Stadt Hasaka aus würden Offensiven gegen den »Islamischen Staat« (IS) geführt.

    Seit Sonntag fliegt die Türkei in Syrien und im Irak Angriffe auf Stellungen kurdischer Milizen, die sie für einen Anschlag am 13. November im Zentrum Istanbuls verantwortlich macht. Ankara greift Ziele in Regionen an, die unter der Kontrolle der syrischen Kurdenmiliz YPG stehen. Die Türkei sieht die YPG als Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK. Die PKK gilt unter anderem auch in Deutschland als Terrororganisation, die YPG nicht.

    Die USA sehen in der YPG einen Partner im Kampf gegen den IS.
    Am Montag erklärte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan dann, dass er auch den Einsatz von Bodentruppen im Nachbarland erwäge. Der Einsatz am Boden könnte bald beginnen, verkündete er am Dienstag: »Wir haben die Terroristen einige Tage lang mit unserer Luftwaffe und unseren Drohnen überflogen. So Gott will, werden wir sie bald mit unseren Soldaten, Kanonen und Panzern eliminieren«, sagte Erdoğan bei einer Ansprache im Nordosten der Türkei.
    […]

    https://www.spiegel.de/ausland/tuerkei-soll-von-usa-mitgenutzte-basis-in-syrien-angegriffen-haben-a-45a09894-b85f-4746-a796-18da0436134e

    Erinnert sich noch jemand daran, daß Trump aus Syrien abziehen wollte,was das deep state-Militär schlicht verweigerte? Jetzt sitzt das US-Militär dort immer noch und stiehlt syrisches Öl.

    Weder die USA noch die EU oder gar Deutschland verurteilen Erdogans Krieg – aber dazu muß man eine linke Publikation bemühen, denn in den Leitmedien schweigt man:

    Ausgabe vom 22.11.2022, Seite 1 / Titel
    Deutsch-türkische Beziehungen
    Grünes Licht fürs Bomben
    Erdogan kündigt Bodenoffensive in Nordsyrien an. Bundesregierung wünscht sich »Verhältnismäßigkeit« der Angriffe
    Von Nick Brauns
    […]
    Man nehme vorliegende Hinweise zur Verantwortung der PKK oder ihr nahestehender Gruppen »sehr ernst«, erklärte ungeachtet solcher Widersprüche Außenamtssprecher Christofer Burger am Montag in Berlin. Während die Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen die türkischen Luftangriffe scharf verurteilte, fordert das Grünen-geführte Auswärtige Amt den NATO-Partner Türkei lediglich dazu auf, »verhältnismäßig zu agieren und dabei das Völkerrecht zu achten«. Insbesondere gelte es, Zivilisten zu schützen. Die Völkerrechtswidrigkeit solcher türkischen Militäroffensiven gegen Nordsyrien hatten die Wissenschaftlichen Dienste des Bundestages allerdings schon 2020 festgestellt.

    »Die Ampelregierung gibt der Türkei grünes Licht für ihren Angriffskrieg«, interpretierte Khaled Davrisch, Deutschland-Vertreter der Selbstverwaltung von Nord- und Ostsyrien, so auch gegenüber jW die Stellungnahme zum völkerrechtskonformen Bomben. Damit werde die Destabilisierung einer der stabilsten Regionen Syriens mit erneuten Fluchtbewegungen nach Europa sowie einem Wiederaufleben des »Islamischen Staates« (IS) billigend in Kauf genommen.
    […]
    Faeser werde »alle aktuellen Fragen« der Migrations- und Sicherheitspolitik ansprechen, teilte eine Pressesprecherin des Bundesinnenministeriums am Montag auf jW-Anfrage mit.

    Dass auf der Agenda des Innenministertreffens [in der Türkei] auch eine intensivere Zusammenarbeit im Bereich der Bekämpfung von Terrorismus steht, bezeichnete Sevim Dagdelen, Sprecherin für internationale Beziehungen der Fraktion Die Linke, am Montag gegenüber jW als »geradezu grotesk«. »Damit wird der Bock zum Gärtner gemacht, wertet die Bundesregierung Erdogans Türkei doch selbst als zentrale Aktionsplattform islamistischer Terrorgruppen in der Region«, so die Abgeordnete. Insbesondere dem ultrarechten Hardliner Soylu werden von seiten der türkischen Opposition Verbindungen zur Mafia und zu dschihadistischen Organisationen nachgesagt.

    https://www.jungewelt.de/artikel/439241.deutsch-t%C3%BCrkische-beziehungen-gr%C3%BCnes-licht-f%C3%BCrs-bomben.html

    Das einzig Positive: daß die komplett politik-unfähigen Kurden-Milizen in Syrien endlich zu Assad überlaufen, der allein ihren Schutz gegenüber der Türkei garantieren kann.

    Was den Westen angeht: sieht da irgendwer da einen „moralischen Kompaß“? Natürlich ist die Zeit für pragmatische Politik immer schon wichtig gewesen, zumal „Moral“ und „Propaganda“ immer schon zusammen fielen – siehe Rußland und die Ukraine:

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-20/#comment-97845

    • Also mache ich mit Rußland weiter, wo sich einige mediale Russia-Hater wie der grüne Ralf Fuecks (ehemals Böll-Stiftung – Böll wurde sich im Grabe umdrehen, hat er die Kalten Krieger seiner Zeit doch ausgiebig gehaßt) die Einbeziehung der NATO gegen Rußland herbeiwünschen -: und der ebenso eingestellte Bundeswehr-„Experte“ Carlo Masala sich nur halbherzig von ihm distanziert:

      Immerhin hat die AP sich von ihrem Reporter getrennt, der, allein gestützt auf einen anonymen US-Geheimdienstler, fälschlicherweise behauptet hatte, eine russische Rakete sei in Polen eingeschlagen:

      Wo bleibt die überwiegende Verurteilung der Westpresse gegenüber Selenskij und seiner Entourage, die das ebenfalls – lange nach der Aufklärung durch den Westen – behauptet hatten? Im obigen Posting hatte ich wenige erwähnt.

      In der Ukraine, dem Hort westlicher Werte, gibt es schon lange keine Pressefreiheit mehr. Ukrainische Dissidenten-Journalisten werden strafrechtlich verfolgt oder getötet. Westlichen Medien, die Unerwünschtes berichten, wird die Akkreditierung entzogen: ich wiederhole hier, was ich am 14.11.2022 postete:

      CNN and Sky News journalists stripped of their accreditation for reporting from Kherson

      Ukrainska Pravda
      Sun, November 13, 2022 at 10:43 PM·2 min read

      Several journalists working for foreign media have been stripped of their accreditation for reporting from liberated Kherson.
      Source: Detector Media; General Staff of the Armed Forces of Ukraine
      Details: On Sunday, a post appeared on the official Facebook page of the General Staff of the Armed Forces of Ukraine saying that „a number of media representatives who have broken the rules on working in the area of hostilities have had their work permits revoked and their press cards invalidated.“
      Quote from the General Staff: „Recently, some media representatives, ignoring existing prohibitions and warnings, have carried out information activities in the city of Kherson without the consent of the relevant commanders and public relations services of military units and before the completion of stabilisation measures.

      Such actions are a gross violation of the requirements of order No. 73 of the Commander-in-Chief of the Armed Forces of Ukraine dated 3 March 2022, as well as the relevant instructions of the military command.“

      More details: The General Staff did not name the specific media outlets whose journalists had lost their accreditation.
      According to Detector Media’s sources, at least six journalists working with film crews, including CNN and Sky News, have had their work permits revoked.

      In addition to them, film crews from [Ukrainian channels] Suspilne and Hromadske have also reported from Kherson since the city was liberated. There was also a broadcast from Kherson on the Rada channel.
      Earlier, Natalia Humeniuk, spokeswoman for Operational Command Pivden (South), announced the intention to withdraw the CNN and Sky News journalists’ accreditation in a conversation with Detector Media.

      Quote from Humeniuk: „The ban exists for everyone – it was announced on the page of Operational Command Pivden (South), it was officially announced. The media are not supposed to be working in Kherson yet due to the danger. This is what the command decided…
      […]

      https://news.yahoo.com/cnn-sky-news-journalists-stripped-214341036.html

      Natürlich gab es in der Stadt keine Verminungen.

      CNN hatte auch ganz propagandistisch berichtet:

      https://news.yahoo.com/221112-2-liberation-feels-liberated-143038320.html

      CNN wurde allerdings zum Verhängnis, daß ein in Cherson einrollender ukrainischer Soldat den Hitlergruß zeigte:

      Ehrlich gesagt: die Naziverseuchung der Ukraine läßt sich nicht weiter bemänteln:

      Wie gehen unsere Medien mit der naziverseuchten Ukraine und deren Crackdown auf Medien um?

      Nun, der ÖRR sendet ausschließlich ukrainische Medien. Den kann man also vergessen.
      Die ZEIT vergißt, zu erwähnen, wer ihr all diese regimetreuen Protagonisten andiente:

      Befreiung von Cherson
      „Ihr helft uns sehr“

      Vergangene Woche zogen die Russen sich aus der ukrainischen Stadt Cherson zurück. Nun organisieren die Menschen dort ihre Freiheit neu.
      Von Alice Bota, Simone Brunner, Andriy Dubchak und Andrea Jeska und Olivia Kortas, Cherson/Kiew/Berlin
      Aktualisiert am 17. November 2022, 9:18 Uhr
      […]
      Müde sehen sie aus, die Gesichter bleich; die Euphorie der ersten Stunden hat sich gelegt. Jetzt halten sie inne, jetzt ist der Platz da für die Erschöpfung und die Ernüchterung, dass der Kampf um die Zukunft ihrer Stadt noch vor ihnen liegt. Gerüchte werden ausgetauscht, wer verschleppt wurde, wer kollaboriert hat und wer ein Partisan war. Olga Basjak wartet, dass Medikamente verteilt werden. Sie braucht ein Beruhigungsmittel, und kaum beginnt sie zu erzählen, weint sie. „Es wird noch sehr lange dauern, bis die Angst aus Cherson verschwunden ist“, sagt sie. Sie ist Verkäuferin. Während der Besatzung kamen Ukrainer, die mit den russischen Besatzern kollaborierten, und sagten, dass sie nur noch Rubel annehmen dürfe und neue Preisschilder schreiben solle. Sie aber habe weiter ukrainisches Geld, Hrywnja, akzeptiert, ihre Chefin habe getobt. Als sie gesehen habe, sagt Olga Basjak, wie ihr 23-jähriger Nachbar von den Besatzern mitgenommen wurde, habe sie fortan Angst gehabt, Ukrainisch zu sprechen oder auch nur ihr Handy dabeizuhaben – falls die russischen Soldaten sie kontrollierten und ukrainische Inhalte fänden. Der Nachbar kam nach sechs Stunden zurück, übel zugerichtet, erzählt sie. Fast jeder aus der Stadt kennt solche Geschichten.
      [Es ist die übliche ukrainische Propaganda, gerne durch Hörensagen transportiert wie hier.]
      […]
      Fragt man die Menschen in Cherson – ob in den Schlangen an den Wasserausgabestellen, am Freiheitsplatz im Zentrum oder am Bahnhof –, was ihnen fehlt, was am dringendsten benötigt wird, dann rufen sie, ob alt oder jung: Wasser und Strom, Strom und Wasser! Nur ein frecher, aufgeweckter Junge antwortet: „Es fehlt an ukrainischem Volk!“
      Jarik heißt er, ist 15 Jahre alt, hellwach, neugierig und mitteilsam.
      […]
      Jarik wollte nicht weg und will es auch künftig nicht, aber aus seiner Klasse haben fast alle die Stadt verlassen bis auf drei, vier Jungs. Online konnte er weiter ukrainischem Schulunterricht folgen. Etwa die Hälfte der Einwohner, schätzen die Dagebliebenen, ist geflohen.
      […]
      Anatoli, haben Sie damit gerechnet, dass die ukrainische Armee so schnell in der Stadt sein würde? „Davon geträumt habe ich! Ich habe die Tage gezählt. Sie haben es uns versprochen, und ich dachte mir: Wann ist es endlich so weit? Und plötzlich waren sie da!“, ruft er. „Danke, Amerika, danke, Europa. Ihr helft uns sehr! Möge Gott euch segnen! Unsere Ukraine ist klein … Wärt ihr nicht, hätten wir das nicht mehr lange hier durchgehalten, das könnt ihr uns glauben.“ Und dann findet Anatoli ein paar ausgewählte Schimpfwörter für Wladimir Putin, die besser ungedruckt bleiben.
      […]

      Aber an der Front schätzten die ukrainischen Soldaten die Lage durchaus anders ein. Im August, als die von Wolodymyr Selenskyj angekündigte Gegenoffensive im Süden begann, erwiesen sich die Bedingungen als schwierig. Die Gegend rund um Cherson ist flach, eine Steppenlandschaft. Jedes Fahrzeug war weithin sichtbar, und nur wer in hohem Tempo über den kaputten Asphalt bretterte, entkam dem Beschuss der Russen. Von Graben zu Graben, von Position zu Position schoben sich die Ukrainer vor, jeder Meter wurde schwer erkämpft. „Man kann sich nicht vorwärts bewegen, ohne dass der Feind das sieht“, sagte nur wenige Tage vor der Einnahme von Cherson ein Kommandeur, der dank eines Anflugs von Italiennostalgie den Kampfnamen „Andrea“ gewählt hatte. „Die Gegenoffensive ist eine zähe Schlacht mit viel Blut.“

      Im September, als der ukrainischen Armee der Durchbruch im Osten im Gebiet Charkiw gelang, beklagten die im Süden stationierten Ukrainer, dass der Druck von Vorgesetzten steige, ähnliche Erfolge zu erzielen. Doch dafür fehle es ihnen an den entsprechenden Waffen: Sie bräuchten Panzer und mehr Raketen. Müde waren sie von dem Krieg und klagten über schreckliche Verluste. „An manchen Tagen ist das hier wie Stalingrad“, sagte ein Soldat.
      […]
      Im Zentrum der Stadt, auf dem Freiheitsplatz, wehen eine ukrainische Fahne, eine Fahne der Europäischen Union und das historische schwarz-rote Symbol der Ukrainischen Aufständischen Armee, die im Kampf für eine unabhängige Ukraine auch mit den Nationalsozialisten kollaborierte.
      […]
      In der Hauptstadt Kiew versammelten sich noch am Freitag auf dem Maidan Menschen, riefen: „Cherson ist Ukraine!“, lagen sich in den Armen, vorbeifahrende Autofahrer hupten. Doch in Euphorie verfielen die Menschen nicht. Nur wenige Hundert Meter entfernt, an der Außenmauer des Michaelsklosters, werden seit dem Ausbruch des Krieges die gefallenen Soldaten mit Fotos dokumentiert. So gut wie täglich kommen neue Namen, neue Gesichter dazu.

      Und wie immer, wenn die russische Seite eine Niederlage hinnehmen muss, folgte die Antwort: Am Dienstag schoss das russische Militär laut ukrainischen Angaben mehr als 100 Raketen auf Städte im ganzen Land, traf Wohnhäuser, Elektrizitätswerke, Wasserleitungen. Eine Rakete, hieß es, schlug in Polen ein und tötete zwei Menschen. Bis Redaktionsschluss stand nicht zweifelsfrei fest, ob es sich um eine russische handelte.

      https://www.zeit.de/2022/47/cherson-russland-ukraine-krieg-befreiung/komplettansicht

      Immerhin wurde hier kolportiert, wie verlustreich die erfolglose Gegenoffensive auf die Stadt Cherson war. Nazis gab es allenfalls nur per Flagge, und die Abschlachtung von „Kollaborateuren“ vom SBU über andere staatliche Akteure und rechtsextreme Milizen bishin zu Übergriffen der nationalistisch aufgeheizten Bevölkerung bleiben dort eine Leerstelle.

      Das ist echt kein Zufall.

      Man konsultiere den SPIEGEL:

      Abzug der russischen Armee aus Cherson
      Befreit und doch nicht frei
      Auf ihrem Rückzug aus Cherson haben die Russen Busse, Krankenwagen und Computer mitgenommen und die Stromversorgung zerstört. Trotzdem atmen die Einwohner der Stadt auf. Manche aber vermissen die Besatzer.
      Aus Cherson berichten Christian Esch, Alexander Sarovic und Emre Caylak (Fotos)
      18.11.2022, 12.58 Uhr • aus DER SPIEGEL 47/2022

      https://www.spiegel.de/ausland/cherson-im-ukraine-krieg-befreit-und-doch-nicht-frei-a-6d6b8f0e-1f3e-4841-adb7-8d28c7c1e0f4

      Glücklicherweise wähnt sich der SPIEGEL als international bedeutsam und hat seinen Artikel frei lesbar ins Englische übersetzt: klar finden wir dort die klassischen Selenskij-Regime-Vertreter, aber eben auch Kritisches – und ich bitte, den Artikel ganz zu lesen; denn dort werden auch pro-Russians erwähnt, die es nicht mehr geschafft haben, Cherson zu verlassen -: was ihnen blüht, verschweigt der SPIEGEL indes:

      A Visit to Kherson City Has Been Liberated, But a Few Are Not Happy

      During their retreat from Kherson, the Russians took buses, ambulances and computers and destroyed the electricity supply. Most of the city’s inhabitants are breathing a sigh of relief, but some actually miss the occupiers.
      By Christian Esch, Alexander Sarovic und Emre Caylak (photos) in Kherson
      20.11.2022, 11.16 Uhr
      With additional reporting by Fedir Petrov and Igor Ishchuk
      […]
      The tension, though, has remained. Also for Bespoyasna and her customers, unshaven men with heavy eyelids to whom she sells beer and vodka in plastic cups even early in the morning. She now frequently hears the thundering of artillery, round after round. The front runs along the Dnieper, just a few hundred meters away. From Antonivka, Ukrainian soldiers identify targets on the other side of the river, and then the guns are unleashed. Sometimes, the Russians fire back. Kherson has paid for its liberation by now becoming a city on the front lines. Even mortar fire and snipers can reach the urban area of Kherson, says a Ukrainian soldier. „They are waiting until enough of our troops are in the city, and then they will open fire.“

      Vladimir Saldo, the Russian-appointed governor of the region, has moved his headquarters 200 kilometers further to the east, to Henichesk on the Sea of Azov. It isn’t known where the Russian-installed mayor of the city now is. Nor does anybody know the whereabouts of the elected Ukrainian mayor of Kherson, who the Russians abducted.
      From his office at a safe distance from the Ukrainians‘ HIMARS rocket launchers, Saldo announced that Kherson would remain the capital of the region. Sooner or later, he insisted, the Russians would return. In Kherson, though, nobody believes that.

      https://www.spiegel.de/international/world/the-liberation-of-kherson-a-visit-to-a-city-where-divisions-still-simmer-under-surface-a-62739950-a7e6-42a8-8545-9ece7f5a5963

      Die vom Regime embedded SPTEGEL-Reporter wollen also wissen, was alle in Cherson verbliebenen Einwohner, deren Zahl unbekannt ist, so denken.

      Da erscheint ja selbst die WaPo vom 22.11.2022 realistischer:

      In Kherson city, sympathies for Russia complicate reintegration into Ukraine
      By Michael E. Miller and Samantha Schmidt ● Read more »

      Aber abgesehen davon: Rußland hat mit der – womöglich temporären – Aufgabe der Stadt Cherson der Ukraine ein vergiftetes Geschenk gemacht:

      Krieg in Osteuropa
      22.11.2022, 12.30 Uhr

      Die ukrainische Regierung bietet den Bewohnern der Stadt Cherson, die nach dem Abzug der russischen Besatzer weiterhin größtenteils ohne Strom und fließendes Wasser ist, eine Evakuierung in Regionen mit besserer Infrastruktur sowie eine kostenfreie Unterkunft an. »Angesichts der schwierigen Sicherheitslage in der Stadt und der Infrastrukturprobleme können Sie für den Winter in sicherere Regionen des Landes evakuiert werden«, schrieb die stellvertretende Ministerpräsidentin Iryna Wereschtschuk auf Telegram.

      https://www.spiegel.de/ausland/russland-ukraine-krieg-das-geschah-in-der-nacht-zu-dienstag-22-november-a-d6cd47c6-2cc5-4a9f-bae9-f063b75212ac

      Nunja, die Ukraine ist bankrott, und funktionierende Infrastruktur gibt es nirgendwo. Umso bedeutsamer, daß sie die ruhmreich „eroberte“ Stadt Cherson jetzt evakuieren will.

      Derweil weitet sie ihren ideologischen Krieg unter billigen SBU-Vorwürfen gegen die russisch-orthodoxe Kirche aus:

      Verdacht der illegalen Zusammenarbeit mit Russland: Ukrainische Strafverfolgungsbehörden riegeln Kiewer Kloster ab
      Artikel von Valeriia Semeniuk • Vor 1 Std. [22.11.2022]

      Ukrainische Behörden haben „Spionageabwehrmaßnahmen“ in dem Kiewer Kloster Pechersk Lawra durchgeführt. Die Klöster gehören zum Moskauer Patriarchat.

      In der Ukraine hat der Geheimdienst SBU Razzien in mehreren Klöstern der ukrainisch-orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats vorgenommen und das mit Spionageabwehr begründet. Durchsucht wurde dabei auch das zum Unesco-Weltkulturerbe gehörende Höhlenkloster in der Hauptstadt Kiew, wie die Behörde am Dienstag mitteilte. Unterstützt wurde der Geheimdienst von Polizei und Nationalgarde.
      Die Ordnungskräfte untersuchen das Gelände und die Gebäude des Klosters, um die Mönche auf eine mögliche Beteiligung an staatsfeindlichen Aktivitäten zu überprüfen. Nach Aussage des SBU-Pressedienstes soll damit verhindert werden, dass „die Lavra als Zelle der ‘russischen Welt’ genutzt wird“.

      Der SBU prüft auch Daten über die mögliche Nutzung der Räumlichkeiten des Klosters als Unterschlupf für feindliche subversive Gruppen und Aufklärer sowie als Waffenlager. Durchsucht wurden auch mehrere Klöster der Kirche im westlichen Gebiet Riwne.
      Die Kiewer Pechersk Lawra, das größte und älteste Kloster der Ukraine, steht unter der Kontrolle einer der zwei größten Kirchengemeinschaften, der Ukrainischen Orthodoxen Kirche des Moskauer Patriarchats.
      […]

      [Tagesspiegel]

      Ja, so sieht die europakompatible Demokratie in der Ukraine aus. 😦

      Tatsache ist: was immer sie auch tut, die NATO wird sie stützen. Wenngleich auch wegen Fehlens von Waffen irgendwie anderswie. 😉

      • Das könnte eine kurze WM für mich werden:

        Als die deutsche Mannschaft das Spiel dominierte und keine einzige der vielen Chancen nutzte, da schwante mir schon Übles. Vielleicht hätten sie sich doch eher auf den Fußball als auf die Politik konzentrieren sollen?

        Fußball-WM 2022: Deutschlands Spieler halten sich bei Teamfoto den Mund zu
        Artikel von Anne Armbrecht • Vor 2 Std. [23.11.2022]

        Das Tragen der »One Love«-Binde hatte die Fifa verboten. Kurz vor dem Anpfiff zum WM-Spiel gegen Japan setzte die deutsche Mannschaft dennoch ein Zeichen, während der Chef des Weltverbandes Infantino auf der Tribüne saß.

        Deutschlands Fußball-Nationalmannschaft hat in ihrem ersten Spiel bei der WM in Katar ein Zeichen des Protests gesetzt. Die Spieler um Kapitän Manuel Neuer hielten sich beim obligatorischen Teamfoto vor dem Anpfiff gegen Japan die Münder zu.
        Die DFB-Auswahl sendete damit sehr offensichtlich ein Zeichen an den Fußball-Weltverband (Fifa), der in Katar die »One Love«-Kapitänsbinde von Neuer und sechs weiteren europäischen Mannschaftskapitänen verboten hatte. Neuer trug stattdessen am Mittwoch im Chalifa-International-Stadion in Al-Rajjan die von der Fifa vorgegebene »No Discrimination«-Binde, die gegen Diskriminierung jeder Art stehen soll.
        […]

        [SPIEGEL]

        Dann las ich diesen woken Artikel – auch noch in der WELT -, in dem praktisch alles falsch ist:

        Anschläge auf Schwulenclubs
        Im Kampf für Queer-Rechte droht international ein Backlash
        Stand: 22.11.2022 |

        Von Frederik Schindler
        Politikredakteur

        Allein in diesem Jahr wurden bereits drei Schwulenclubs zu Tatorten tödlicher Anschläge. Die Gewalt ist das Resultat eines Kulturkampfes: Nicht nur für die amerikanische Rechte werden Dragqueens zunehmend zu Hassfiguren. Ähnliche Anzeichen häufen sich auch in Deutschland.

        Es war bereits der dritte tödliche Anschlag auf einen Schwulenclub in diesem Jahr. In der Nacht auf Sonntag stürmte ein 22-jähriger Mann im US-amerikanischen Colorado Springs einen queeren Nachtclub, feuerte mit seinem halbautomatischen Gewehr auf die Besucher. Fünf Menschen wurden ermordet, 25 weitere verletzt.

        In dem Treffpunkt für Schwule, Lesben, Bisexuelle, Transpersonen und ihre Freunde lief eine Dragqueen-Show, zudem wurde den Opfern transfeindlicher Gewalt gedacht. Auch in Bratislava und Oslo mordeten Attentäter in diesem Jahr in ähnlichen Locations.

        Die Ermittlungen zu dem Anschlag in den USA sind noch nicht abgeschlossen. Ein anderes Motiv als Hass sei aber „sehr schwer vorstellbar“, sagte Colorados Generalstaatsanwalt Phil Weiser. „Wir leben in einer Zeit der zunehmenden Dämonisierung.“ Klar ist: Die Gewalt kommt nicht aus dem Nichts, sie ist Resultat eines Kulturkampfs gegen LGBT-Personen. Die Saat des Hasses geht auf.

        Der Hass wird etwa von all jenen gesät, die eine Dragqueen-Show zur Gefahr für Kinder umdeuten wollen. In den USA behaupten viele ultrakonservative Republikaner immer wieder, dass solche Drag-Shows junge Menschen sexualisieren und umerziehen würden. Mit der Realität hat dies nichts zu tun.
        […]
        Drag-Lesestunden sollen Diversität und Inklusion vermitteln und den Kindern auch queere Vorbilder anbieten. Der Wunsch nach solchen Vorbildern resultiert aus der Erfahrung vieler gleichgeschlechtlich liebender Menschen, denen diese in ihrer Kindheit und Jugend gefehlt haben. Denen beigebracht wurde, dass Heterosexualität die einzige oder die einzig legitime Form des Lebens und Liebens sei.
        […]
        Gesetz verbietet Unterricht über sexuelle Orientierung

        Ihre Gesinnungsgenossen haben in Florida bereits Erfolg: Ein neues Gesetz verbietet Unterricht für Grundschulkinder über sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität.
        […]
        Colorado Springs ist eine extrem konservative Region und galt sogar lange als ein Zentrum des schwulenfeindlichen Aktivismus. Der Club Q, in dem fünf Menschen erschossen wurden, soll eigentlich als sicherer Hafen für diejenigen fungieren, die an anderen Orten nicht sie selbst sein können.
        Ein Schwulenclub ist ein Ort der Ekstase, ein Ort der Lust und des Rauschs. Menschen können dort ihre Fantasien ausleben, von denen manche nur insgeheim träumen. Sie können „ohne Angst verschieden sein“, wie es bei Theodor W. Adorno heißt. Es ist kein Zufall, dass sich ein Attentäter im Hass auf das Leben gerade einen solchen Ort sucht und das Feiern ohne Angst zerstört.
        […]

        https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus242272585/Anschlag-auf-Schwulenclub-in-Colorado-Springs-Die-Saat-des-Hasses-geht-auf.html

        Was hat der Schutz von Kita – und Schulkindern bis 10 Jahren mit dieser Gewalttat zu tun?
        Hier ein anschauliches Beispiel:

        Dann der Schock:

        https://www.axios.com/2022/11/23/colorado-club-shooting-suspect-non-binary-attorneys-say

        Natürlich hatten Dems-Politiker und ihre Medien wie üblich denselben pfeilschnellen Schluß gezogen, bevor die Ermittlungen auch nur irgendein Ergebnis zeigten:

        Trans Insanity
        Don’t Let The Left’s Smears Over The Colorado Club Shooting Derail Efforts To Protect Kids From Gender-Bending
        By: Chad Felix Greene
        November 22, 2022

        The left is working overtime to exploit Saturday’s Club Q Shooting in Colorado Springs, Colorado, to target efforts across the country to protect minors from the excesses of LGBT policies. Despite having very little information about the shooter, 22-year-old Anderson Lee Aldrich, or his motivations in opening fire into the gay club, the narrative has been set by politicians and their media allies: Anti-LGBT rhetoric, conservative policies, and “hate” are to blame.
        Rep. Alexandria Ocasio-Cortez, D-N.Y., blamed the GOP for multiple mass shootings targeting minorities, “And now after an anti-LGBT+ campaign, Colorado Springs. Connect the dots, @GOP.”
        Rep. Nydia Velazquez, D-N.Y., demanded, “Every GOP politician spewing anti-LGBTQ rhetoric bears responsibility for the Colorado Springs shooting. Every GOP politician who says that guns aren’t the problem bears responsibility for the Colorado Springs shooting. Enough.”
        Other prominent Democrats argued, “Certain politicians structured their entire campaigns on anti-LGBTQ fearmongering,” while others claimed Republicans “hoped it would win them elections.”
        Both Politico and The Washington Post noted in their coverage of the shooting that the club had scheduled an “all ages” brunch on the Sunday after the shooting.
        […]

        https://thefederalist.com/2022/11/22/democrats-use-the-colorado-nightclub-shooting-as-a-way-to-fire-back-at-anti-grooming-parents-conservatives/

        Beide von NBC.

        Ja, wenn Hautfarbe und Umstände nicht passen für ein republikanisches Hate Crime, hört die Berichterstattung schnell auf.

        Und hier kommt Ben Collins:

        Zwei der Opfer waren „straight“ – eine traditionelle Familienmutter:

        [Thread]

        Und wie schnell Collins umschaltete:

        Weil die Person vor sieben Jahren einmal einen Shitstorm von Rechten erlebte, soll das die Tat gegen Mitglieder der eigenen Community motiviert haben?

        Falls daran gedacht wird, den Fall mal wieder zu einem neuen Vorstoß gegen das Waffenrecht zu benutzen: das klappt auch nicht:

        Hier gibt es die Vorgeschichte wegen der Bomben- und Waffendrohung gegen seine Mutter aus 2021 – der man bereits entnehmen kann, daß Anderson Lee Aldrich (so der neue Name) eine problematische Mutter, eine belastete Kindheit und psychische Störungen hatte:

        https://denvergazette.com/news/local/blow-it-to-holy-hell-footage-shows-anderson-lee-aldrich-live-streamed-2021-bomb-incident/article_dfc22c63-e17a-57c1-88ac-f44c0f87a780.html

        Der klassische Fall eines Amokläufers. Leider hat man damals nicht darauf reagiert.

        Wie CNN auf die Nachricht reagierte:

        CNN Anchor Left ‚Speechless‘ When Identity of Gay Nightclub Shooting is Revealed
        KYLENBECKER
        Published November 23, 2022

        https://rumble.com/v1woa4y-cnn-anchor-left-speechless-when-identity-of-gay-nightclub-shooting-is-revea.html

        Man glaubt es dort nicht… 😉

        Wie kann man diesen Aktivisten Ben Collins als „Reporter“ bezeichnen?

        • Diese WM ist schon sehr überraschend; ich habe Teile des Spiels des Underdogs Kanada gegen Belgien gesehen, das nur mit viel Glück 1:0 gewann, einschließlich zwei umstrittener Schiedsrichtereintscheidungen, die Kanada zwei Elfmeter verweigerten. Argentinien verlor gegen Saudi-Arabien, Kroatien kam über ein 0:0 gegen Marokko nicht hinaus und die USA nicht über ein 1:1 gegen Wales, das seit 64 Jahren erstmals wieder an einer Weltmeisterschaft teilnehmen konnte. Was ist da los?

          Was an der Journalistenfront los ist, offenbart dieses erschütternde Beispiel. SPIEGEL-Journalist René Pfister hat entgegen dem Trend seines Arbeitgebers ein aufrüttelndes Buch über die linke Identitäts-Politik, „Wokeness“ und demokratiegefährende Cancel Culture geschrieben:

          Media Lab Kolumne
          Bedrohung von links
          Ein Buch von René Pfister sieht die Meinungsfreiheit nicht nur in den USA, sondern auch bei uns massiv bedroht.
          Von Stephan Russ-Mohl
          14.11.2022, 15:46 Uhr
          […]
          Was linke und grüne Sympathisanten gleichermaßen irritieren sollte: Pfister sieht die Meinungsfreiheit nicht nur in den USA, sondern auch bei uns massiv bedroht. Identitätspolitik, Critical Race Theory und Cancel-Kultur, die sich in Amerika zunächst an den Universitäten und inzwischen auch in Politik und Medien breitgemacht haben, würden längst auch zu uns nach Europa und Deutschland rüberschwappen.

          Besonders beschämend: Die Critical Race Theory, die jedwede Diskriminierung „auf eine Machtstruktur reduziert, in der Weiße systematisch Menschen anderer Hautfarbe unterdrücken“, wird hierzulande nachgebetet, als hätte es die Diskriminierung von Weißen durch Weiße und als deren Extrem, den Holocaust, nie gegeben.

          Damit einher gehen in den USA inzwischen Sprech- und Denkverbote, mit denen bereits Schulkinder indoktriniert werden, die aber auch einstmals liberale Medien wie die „Washington Post“ und die „New York Times“ infiltrieren und dort aus nichtigen Anlässen zu Entlassungen geführt haben – meist, weil „draußen“ ein erregter Twitter-Mob sich austobt.

          Wichtig an Pfisters Buch „Ein falsches Wort“ ist, dass er all das, was wir eher beiläufig und zufällig an Einzelfällen zur Diskurseinengung diesseits und jenseits des Atlantik mitbekommen, in einer Zusammenschau erfasst. Und er macht auch darauf aufmerksam, dass das „Problem eines Journalismus, der den Mut verloren hat, kontroverse Debatten anzustoßen und diese dann auch auszuhalten“, längst keines mehr ist, das nur die Amerikaner zu bewältigen haben.

          https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/medien/media-lab-kolumne-bedrohung-von-links-8874325.html

          Derselbe Freigeist Pfister ist allerdings auch SPIEGEL-Mitarbeiter. Und so verbiegt er sich:

          Die Lage am Morgen
          Eine Orchidee namens Olaf
          Von Martin Knobbe, Leiter des SPIEGEL-Hauptstadtbüros
          12.11.2022, 12.26 Uhr
          […]
          Wer kommt nach Biden?

          Das endgültige Ergebnis der Midterm-Elections in den USA steht noch immer aus [übrigens bis heute] und damit auch die Antwort auf die spannende Frage, wer die Mehrheit im Senat haben wird. Dennoch richtet sich der Blick längst auf die Präsidentschaftswahlen im Jahr 2024. Bei den Republikanern haben die von Donald Trump unterstützten Kandidatinnen und Kandidaten ihre Anhänger enttäuscht, weshalb plötzlich ein anderer Name als Hoffnungsträger der Partei gehandelt wird: Ron DeSantis, ein konservativer Hardliner, der seinen Gouverneursposten in Florida souverän verteidigte. Und bei den Demokraten?
          […]
          USA nach den Midterms: Die Teufelsaustreibung

          https://www.spiegel.de/politik/deutschland/news-olaf-scholz-rechtsextreme-demonstrieren-in-erfurt-bidens-nachfolgefrage-a-352b45d3-a84e-4eab-bfd1-2248f2a75e0b

          USA nach den Midterms
          Die Teufelsaustreibung
          Die Kongresswahlen waren vor allem eine Pleite für Donald Trump. Die Republikaner könnten sich nun mit Ron DeSantis als Kandidat von ihm befreien. Und die Demokraten müssen eine Alternative zu Joe Biden finden – nur wie?
          Von René Pfister, Washington

          11.11.2022, 08.22 Uhr • aus DER SPIEGEL 46/2022
          https://www.spiegel.de/ausland/usa-nach-den-midterms-die-teufelsaustreibung-a-34643994-bb75-40fe-9492-469ec1667044

          Eigentlich steht DeSantis auf Pfisters Seite, wenn es gegen den Woken Mob geht. In seinem Artikel in SPIEGEL 46/2922 vom 12.11.2022 S.94 -95 schreibt Pfister allerdings:

          Der 44-jährige Jurist ist zwar ein rechter Kulturkämpfer, wie er in seiner Siegerrede noch einmal klarmachte, in der er versprach, dass „Wokeness in Florida sterben wird.“

          Und:

          Die kultische Verehrung, die DeSantis in ultrakonservativen Kreisen genießt, rührt auch daher, dass er den Staat ungeniert dazu benutzt, einen Kreuzzug gegen den „woken Mob“ in Schulen, Behörden und Unternehmen zu organisieren.

          Wie kann sich Pfister morgens im tatsächlichen Spiegel ansehen, wenn er den DeSantis-Angriff gegen den Woke Mob, der mittlerweile auch Unternehmen wie Disney erfaßt hat, verurteilt? DeSantis hat Disney kurzerhand ein historisches Steuerprivileg entzogen, um dessen woke politische Einmischung zu unterminieren. Insbesondere die zahlreichen Latinos in seiner Wählerschaft haben ihm das gedankt.

          Disney erleidet finanzielle Verluste und hat nach zwei Jahren seinen alten CEO wieder installiert; aber das reicht natürlich nicht:

          […]
          Earlier this month, Disney posted profit and revenue that came in below projections for its fourth fiscal quarter, causing shares to hit a new 52-week low. While the company tried to emphasize growth on its streaming platform, Disney Plus, CNBC noted that “Disney’s streaming services lost $1.47 billion last quarter, more than double the unit’s loss from a year prior.” Later that week, a memo from Chapek revealed plans for a hiring freeze and layoffs. Disney stock is down 40 percent this year alone and shrank by nearly a third under Chapek.

          Why might Disney be struggling? Maybe it’s because the supposedly “family-friendly” entertainment behemoth has steadily been feeding a left-wing sexual agenda to children — and bragging about it.
          In March, Disney fought against a Florida law barring classroom instruction about sexual ideology in kindergarten through third grade, after the CEO was chastened by LGBT extremists for not speaking up soon or strongly enough. Chapek led the company in vowing to get rid of the law, which even a majority of Democrat voters supported.

          Around the same time, in discussions obtained by investigative journalist Chris Rufo, Disney employees were caught openly bragging about filling children’s movies with sexual propaganda.

          “Our leadership over there has been so welcoming to my, like, not-at-all-secret gay agenda,” boasted Latoya Raveneau, an executive producer for Disney Television Animation. “I was just, wherever I could, just basically adding queerness. … No one would stop me and no one was trying to stop me.”

          Another Disney employee advertised a “tracker” he uses to meet self-imposed quotas for LGBT characters in Disney’s “Moon Girl” TV series. President of Disney General Entertainment Karey Burke reportedly signaled a goal that at least 50 percent of Disney characters will be LGBT or racial minorities by the year’s end.
          After those leaks, a Trafalgar Group/Convention of States Action poll found that 68 percent of Americans said they were “less likely” to do business with Disney as a result.
          […]

          Disney has been headed toward its current problematic position for years. Swapping Chapek for Iger isn’t enough to reverse course. Iger was the one who said, in a video summarized by Rufo, that “the company ‘should be taking a stand’ on political controversies and will no longer ‘shy away from politics’ in the future.”
          Iger has also spoken up about former President Trump’s withdrawal from the Paris climate accords, illegal immigration, and a Georgia law limiting abortion, as my colleague Emily Jashinsky pointed out. And that was all the way back in 2019.

          Iger actually blasted Florida’s “Parental Rights in Education” law before Chapek did! And, as Vogue noted in a 2018 feature on Iger, under Iger’s leadership, “Disney had sent a warning to Georgia’s governor, Nathan Deal, that it would no longer do business in the state” if he signed a law protecting the religious freedom of business owners to refuse to provide services that violate their consciences. The only reason Iger didn’t spur a fight then like Chapek’s with DeSantis is that Deal gutlessly caved to pressure from groups like Disney and vetoed the bill.
          […]

          https://thefederalist.com/2022/11/22/disney-needs-to-get-rid-of-more-than-its-ceo/

          Das sollte doch die Augen öffnen. REWE gegen die FIFA war dagegen schlicht ein Eigenreklame-Mediencoup ohne Konsequenzen.

  7. Dann mache ich mal mit Sam Bankman-Fried und seinem Pyramidenspiel FTX weiter, der die gerade zu mehr als 11 Jahren wegen Betrugs verurteilte Dems-Hoffnung Elizabeth Holmes weit übertrifft:

    „Dieser Dems- und Medien-Darling [Holmes], der sich zudem auf die weibliche Verteidigung berufen hatte, sie sei von ihrem damaligen Freund, dem wahren Übeltäter, sexuell und psychisch abhängig gewesen, ähnelt sehr dem Dems- und Medien-Darling Sam Bankman-Fried mit seiner FTX-Operation. Die sehr viel mehr Schaden angerichtet hat. Finanziell und ideologisch.“

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-19/#comment-97828

    Immerhin das Manager-Magazin hat in Deutschland harte Worte gefunden:

    Insolvente Kryptobörse
    Die Abgründe des FTX-Desasters
    Während sich der Gründer und Ex-Chef Bankman-Fried in einem Interview um Kopf und Kragen redet, belastet der neue CEO seinen Vorgänger schwer: Die Situation sei beispiellos.
    Von Lutz Reiche und Lukas Heiny
    19.11.2022, 10.06 Uhr

    Nicht umsonst hat John J. Ray III (63) den Spitznamen „Pitbull“ verliehen bekommen. Der Anwalt aus Chicago ist Restrukturierungsexperte – er räumt auf, was aus kollabierten Firmen übrig geblieben ist. Berühmt wurde er im Zuge der Aufräumarbeiten nach dem Zusammenbruch des Enron-Konzerns, als er die Reste verwerten musste. Ray hat in seiner Karriere also schon einiges gesehen, bevor er zum neuen CEO der Kryptohandelsbörse FTX ernannt wurde. Doch das Ausmaß des Chaos übersteigt offenbar alles.

    „Noch nie in meiner beruflichen Laufbahn habe ich ein so vollständiges Versagen der Unternehmenskontrollen und ein so vollständiges Fehlen vertrauenswürdiger Finanzinformationen erlebt wie in diesem Fall“, sagte Ray nun laut „Financial Times“ .
    Vor einer Woche hatte er bei FTX den Gründer und bisherigen CEO Sam Bankman-Fried (30) ersetzt, nachdem das Unternehmen Insolvenz angemeldet hatte. Der Neue zeichnete nun ein erschütterndes Bild, sprach von „kompromittierter Systemintegrität“, bemängelte die fehlenden Kontrollen und die Machtkonzentration „in den Händen einer sehr kleinen Gruppe unerfahrener, unbedarfter und potenziell gefährdeter Personen“. Sein Urteil: „Diese Situation ist beispiellos.“

    Der Fall FTX und der Absturz des lange gefeierten Goldjungen der Kryptowelt hat ein Beben in der gesamten Branche ausgelöst. Der Zusammenbruch der von Bankman-Fried, kurz: SBF, gegründeten und geführten Kryptobörse bringt immer mehr Marktteilnehmer und Investoren in Schwierigkeiten. Erst am Mittwoch hatte der Kryptobroker und -verleiher Genesis erklärt, zur Sicherung der eigenen Liquidität keine neuen Kredite mehr zu vergeben und die Rückzahlung vorläufig einzustellen. Genesis selbst ist ein zentraler Akteur in der Branche, verbunden mit vielen weiteren Plattformen wie etwa Gemini. Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen mehr als 130 Milliarden Dollar an Kryptokrediten vergeben. Ende des dritten Quartals 2022 wies es insgesamt 2,8 Milliarden Dollar an aktiven Krediten aus.

    „Das Krypto-Ökosystem ist in einer Weise miteinander verflochten, die in naher Zukunft zu weiteren Ansteckungen führen wird“
    Joe Urban, Kryptoexperte vom Broker Clear Street

    Die bange Frage ist nun: Welche Kettenreaktionen löst das FTX-Desaster noch aus? Jeff Howard, Vertriebschef der Hongkonger digitalen Börse OSL, glaubt, dass die Wellen der FTX-Pleite vor allem weniger gut kapitalisierte Kryptowährungsakteure treffen werde, die ihre Vermögenswerte auch nicht breit genug gestreut hätten. „Das Krypto-Ökosystem ist in einer Weise miteinander verflochten, die in naher Zukunft zu weiteren Ansteckungen führen wird. Das Ansteckungsrisiko bei Kryptowährungen nimmt weiter zu“, zitiert Reuters den Kryptoexperten Joe Urban vom Broker Clear Street.

    Die Geldgeber von FTX haben ihre Hoffnung ohnehin bereits aufgegeben, ihr Kapital wiederzusehen. Die ersten prominenten Investoren – der Vision Fund von Softbank-Chef von Masayoshi Son und der angesehene Risikoinivestor Sequoia Capital – hatten ihre Anteile bereits vor Tagen komplett abgewertet. Nun zog auch Temasek nach. Die Holdinggesellschaft des Stadtstaates Singapur und einer der führenden FTX-Investoren kündigte laut „Financial Times“ am Donnerstag an, ihre Beteiligung von 275 Millionen Dollar an FTX ebenfalls auf Null zu setzen.

    Firmengelder für persönlichen Luxus

    Neben dem wirtschaftlichen Schaden greift der Kollaps auch die Reputation der Geldgeber an. Nach der letzten Finanzierungsrunde war FTX noch mit 32 Milliarden Dollar bewertet worden – doch offensichtlich hatte es keine wirkliche Buchprüfung gegeben.
    […]
    Irritiert zeigte sich Ray auch über die Verwendung von Firmengeldern zur Bezahlung von Häusern und anderen Dingen für Mitarbeiter. „Soweit ich weiß, wurden auf den Bahamas Firmengelder der FTX-Gruppe für den Kauf von Häusern und anderen persönlichen Gegenständen für Mitarbeiter und Berater verwendet. Soweit ich weiß, gibt es für einige dieser Transaktionen offenbar keine Darlehensunterlagen, und bestimmte Immobilien wurden in den Unterlagen der Bahamas auf den persönlichen Namen dieser Mitarbeiter und Berater eingetragen“, sagte er.

    Das Schlimmste aber: Bisher hätten die Schuldner „nur einen Bruchteil“ der digitalen Vermögenswerte der Gruppe gefunden und gesichert, auf die sie gehofft hatten, so Ray. Darunter seien etwa 740 Millionen Dollar in Kryptowährungen in sogenannten Cold Wallets gewesen; das sind Möglichkeiten, Kryptowährungstoken offline zu halten.
    […]
    Gründer Bankman-Fried selbst bedauerte in einem von Vox verbreiteten Interview, dass er überhaupt Insolvenz nach Chapter 11 beantragt hatte und kritisierte zugleich die Regulierungsbehörden. Sein „größter Fehler“ sei „Chapter 11“ gewesen. „Wenn ich das nicht getan hätte, könnten in einem Monat die Abhebungen starten und die Kunden wären vollständig entschädigt“, behauptete er. In dem schriftlich geführten Interview via Twitter-Direktnachrichten schrieb er unverblümt: Die „F— Regulierungsbehörden“ machten alles noch schlimmer. „Überfordert“ seien die meisten Aufseher. „Sie schützen die Kunden überhaupt nicht.“

    Später versuchte er, sich zu distanzieren, betonte auf Twitter, dass die Äußerungen „nicht für die Öffentlichkeit“ bestimmt gewesen seien. Manches habe er „unbedacht oder übermäßig stark“ formuliert. Die Plattform Vox dagegen erklärte: Die gesamte Kommunikation sei öffentlich gewesen. Die Reporterin habe sich auf Twitter gegenüber Bankman-Fried klar zu erkennen gegeben und ihn zusätzlich per Mail darüber informiert, dass sie über den Austausch auf dem Medium schreiben wolle. Bankman-Fried habe in seiner Antwort „keine Einwände erhoben“.

    John Ray, der neue Pitbull an der Unternehmensspitze, versuchte unterdessen, noch größeren Schaden abzuwenden. „Sam Bankman-Fried hat keine laufende Funktion bei FTX, FTX US oder Alameda Research und spricht nicht in deren Namen“, kommentierte er.

    https://www.manager-magazin.de/unternehmen/tech/ftx-und-sam-bankman-fried-die-abgruende-des-desasters-a-fa433527-292c-4140-bbe3-878c6afe377a

    Ein typischer Wirtschaftsartikel, der freilich die politische Dimension der Affäre völlig ausblendet. Ein Glück, daß er das Vox-Interview verlinkt: und da sieht man, wie sehr SBF mit Elizabeth Holmes übereinstimmt:

    Vor der Urteilsverkündung hielt Holmes unter Tränen eine Rede im Gerichtssaal, in der sie sich bei den Opfern und Investoren entschuldigte und sagte, sie übernehme die volle Verantwortung für Theranos – ohne jedoch Schuld zuzugeben. „Ich bin am Boden zerstört über mein Versagen“, sagte Holmes. „Rückblickend gibt es so viele Dinge, die ich anders machen würde, wenn ich die Chance dazu hätte. Ich habe zu schnell versucht, meinen Traum zu verwirklichen.“

    https://www.sueddeutsche.de/panorama/elizabeth-holmes-theranos-urteil-1.5699155

    Der Prozess gegen Holmes, die es einst als große Innovationshoffnung der Tech-Hochburg Silicon Valley auf die Titelseiten der US-Wirtschaftsblätter geschafft hatte, sorgte in den USA für viel Aufsehen. Aufstieg und Absturz der Ex-Starunternehmerin wurden in Podcasts erörtert und in der TV-Serie „The Dropout“ verfilmt.
    Holmes wies die Betrugsvorwürfe stets zurück und versicherte, dass sie aufrichtig an die Technologie von Theranos geglaubt habe. Dass sie kein Schuldgeständnis abgegeben habe, sei bei der Bestimmung des Strafmaßes ein Nachteil für sie gewesen, erklärte Richter Davila.

    https://web.de/magazine/panorama/bluff-bluttests-ex-unternehmerin-holmes-jahren-haft-verurteilt-37491404

    Was man bei Vox lesen kann, rührt an den Topos der Wohlstandsverwahrlosung:

    Sam Bankman-Fried tries to explain himself

    The fallen crypto CEO on what went wrong, why he did what he did, and what lies he told along the way.
    By Kelsey Piper Nov 16, 2022, 3:20pm EST

    Last night, Sam Bankman-Fried DMed me on Twitter.
    That was surprising. I’d spoken to Bankman-Fried via Zoom earlier in the summer when I was working on a profile of him, so I reached out to him via DM on November 13, after news broke that his cryptocurrency exchange had collapsed, with billions in customer deposits apparently gone. I didn’t expect him to respond — typically, people under investigation by both the Securities and Exchange Commission and the Department of Justice don’t return requests for comment.

    Bankman-Fried, though, apparently wanted to talk. About how FTX and his hedge fund Alameda Research had gambled with customer money without, he claims, realizing that’s what they were doing. About who gets lauded as a hero and who’s the fall guy. About regulators. (“Fuck regulators.”) About what he regrets (“Chapter 11,” the decision to declare bankruptcy) and about what he would have done differently with FTX and Alameda (“more careful accounting + offboard Alameda from FTX once FTX could live on its own”).

    It was past midnight Bahamas time, where Bankman-Fried is reportedly still located, and we went back and forth on Twitter for more than an hour. He was, he said, still working to try to raise the funding needed to pay back all his depositors.
    As we messaged, I was trying to make sense of what, behind the PR and the charitable donations and the lobbying, Bankman-Fried actually believes about what’s right and what’s wrong — and especially the ethics of what he did and the industry he worked in. Looming over our whole conversation was the fact that people who trusted him have lost their savings, and that he’s done incalculable damage to everything he proclaimed only a few weeks ago to care about. The grief and pain he has caused is immense, and I came away from our conversation appalled by much of what he said. But if these mistakes haunted him, he largely didn’t show it.

    (Disclosure: This August, Bankman-Fried’s philanthropic family foundation, „Building a Stronger Future“, awarded Vox’s Future Perfect a grant for a 2023 reporting project. That project is now on pause.)
    […]

    [Diese Offenbarung, daß all das Dems „virtue signalling“ gelogen ist, hat schon was!]

    On bending the truth

    Bankman-Fried has maintained that FTX has never invested the deposits of crypto account holders on the exchange. I pressed him on that point via Twitter, and while he continued to insist that FTX did not directly use account money in this way, he said that Alameda — which he also owns — had borrowed far more money from FTX’s balance sheet for investments than he had realized, which ultimately left FTX vulnerable to the crypto equivalent of a bank run.
    Why didn’t Bankman-Fried realize what was happening until it was too late? “Sometimes life creeps up on you,” he said.
    […]
    On what he regrets

    Bankman-Fried acknowledged that he “fucked up. Big. Multiple times.” But he also insisted that much of the trouble could have been avoided if FTX had not declared bankruptcy, which has largely taken financial matters out of his control. (During the process, Bankman-Fried was replaced as CEO of FTX by John J. Ray III, a lawyer who helped creditors recover billions of dollars after the bankruptcy of the energy trading firm Enron.) “The people in charge of [the company] are trying to burn it all to the ground out of shame,” he told me.

    Bankman-Fried argues he should instead have kept trying to raise more money, and insisted that if he’d just done that, “withdrawals would be opening up in a month with customers fully whole.” The Wall Street Journal reported earlier this week on Bankman-Fried’s efforts to find funding and found no indication any investors were committing. Even if fresh funding were obtained, the paper continued, it would require negotiations with FTX creditors and the approval of the bankruptcy court.
    While he said that some of his colleagues — co-founder Gary Wang and director of engineering Nishad Singh — were “scared,” and, in the case of Singh, “ashamed and guilty,” Bankman-Fried seems to maintain some emotional distance from the collapse: “The world is never so black and white.”
    […]

    https://www.vox.com/future-perfect/23462333/sam-bankman-fried-ftx-cryptocurrency-effective-altruism-crypto-bahamas-philanthropy

    Keine Ahnung, ob sich je ein simpler Wirtschaftkrimineller derartig abgekoppelt von der Realität geäußert hat. Das gelingt wohl nur in der Dems-Blase, die ihn ein paar Jahre lang schützte.

    Wie eng die ist, zeigt wiederum Elon Musk:

    Was die von Vox zugegebene Förderung durch SBF angeht: da war sie nicht die einzige Medien-Organisation, die von ihm Geld erhielt:

    Auch die Stärkung von Rinos gegen Trumper-Konservative lag ihm am Herzen:

    […]

    Wie sieht es überhaupt mit der Wahl aus? Bei uns scheint sich ja niemand daran zu stören, daß die Presse Wahlgewinne ausruft oder daß noch immer ausgezählt wird, während die Berliner Wahl natürlich gruselig war:

    Der Dems-Wahlexperte verkündet eine 222 zu 213 Mehrheit der Republikaner im Abgeordnetenhaus – und entwertet sie sogleich:

    Ups! Bei zwei mehr als die Dems gerade hatten? Nach meiner Einschätzung wird die Mehrheit noch größer sein: sehen wir uns seine weiteren Einschätzungen an:

    Der republikanische Wahlexperte:

    Über die konkreten Wahlergebnisse im Gouverneurs-Race zwischen Hobbs und Lake ist nichts bekannt: dafür aber Videos:

    Die Politik in den USA ähnelt mehr und mehr der autoritären Politik in Bananenstaaten (oder der Ukraine):

    Was die Democrats jahrelang vergeblich gegen Trump unternommen haben, ist nun natürlich „politisiert“, weil es die Republikaner unternehmen werden.

    Zum Sonderermittler Jack Smith gibt es Erkenntnisse:

    Was schreibt der Spiegel über den Sonderermittler Jack Smith? Natürlich eine Eloge (wie er es seinerzeit ja auch über Mueller tat):

    Jack Smith
    Dieser Mann nimmt Donald Trump nun juristisch ins Visier
    Seine Arbeit wird juristisch komplex und politisch kompliziert: Das US-Justizministerium hat Jack Smith als Trump-Sonderermittler eingesetzt. Wer ist der Jurist? Ein Kurzporträt.
    18.11.2022, 23.15 Uhr

    Der Sonderermittler gegen Donald Trump wird aus Den Haag eingeflogen. Seit Jahren arbeitet Jack Smith in der niederländischen Stadt als Chefankläger am Sondertribunal zu Kriegsverbrechen im Kosovo. Jetzt bekommt der erfahrene Jurist in seiner Heimat einen Posten mit gewaltiger politischer Sprengkraft: Als Sonderermittler wird Smith die Untersuchungen der US-Justiz zum früheren Präsidenten Trump übernehmen – und das zwei Jahre vor der Präsidentschaftswahl 2024, bei der Trump erneut antreten will.
    […]
    Der Druck ist gewaltig: Smiths Ermittlungen werden letztlich darüber entscheiden, ob Ex-Präsident Trump formell beschuldigt und angeklagt werden könnte. Schon einmal hatte sich ein sogenannter Special Counsel mit Trump befasst: Der frühere FBI-Chef Robert Mueller ging ab 2017 der sogenannten Russland-Affäre nach. Bei seinen fast zweijährigen Ermittlungen fand Mueller zwar keine ausreichenden Beweise für illegale Geheimabsprachen zwischen Trumps Wahlkampfteam und Russland vor den Wahlen 2016. Vom Verdacht strafbarer Justizbehinderung entlastete er den Präsidenten jedoch ausdrücklich nicht.

    Trump jubelte trotzdem und behauptete fälschlicherweise, Mueller habe ihn völlig reingewaschen. Viele Experten warfen Mueller in der Folge vor, die Ermittlungen nicht konsequent genug vorangetrieben zu haben und deswegen gescheitert zu sein.
    […]
    Nun übernimmt Smith einen Posten, der ihn fordern dürfte wie kein anderes Amt zuvor, seine Arbeit wird juristisch komplex und politisch kompliziert. Er steht ab sofort im Rampenlicht und könnte Attacken des Trump-Lagers ausgesetzt sein. Der Ex-Präsident beklagte kurz nach Smiths Ernennung zum Sonderermittler, der Schritt sei »politisch« und »unfair«.
    dop/AFP

    https://www.spiegel.de/ausland/jack-smith-dieser-jurist-nimmt-donald-trump-nun-ins-visier-a-67c6722e-a626-4aec-bba2-6ebbead2235c

    Gern übernommene Agentur-„Berichte“.

    Gleich darauf reagierte ich auf eine SPIEGEL-Umfrage zu Trump: um diese woke Antwort zu erhalten:

    STIMMUNGSBILD
    262.013 MAL ABGESTIMMT
    Danke für Ihre Antwort! Welchem Geschlecht ordnen Sie sich zu?

    Was den Niedergang des SPIEGEL ja schön beleuchtet.

    Derweil in den USA:

    The Washington Post Quietly Drops ‘Bombshell’ About FBI’s Trump Mar-A-Lago Raid Days After Midterm Election
    • by Kyle Becker
    • November 17, 2022

    It was a Nuclear Hoax. The Biden administration’s unprecedented raid on former President Donald Trump’s Mar-a-Lago residence is shaping up to be one of the most egregious abuses of power that has ever been committed by a sitting president.

    It is now nearly indisputable that it was a politically motivated raid over a paperwork dispute tantamount not only to blatant election interference into the 2022 midterms, but also a pre-emptive salvo on Biden’s presumptive presidential rival in the 2024 election.

    The FBI’s raid at the behest of the National Archives and Records Administration has not yielded the “nuclear secrets” that the Washington Post reported in August were in Trump’s possession.
    https://www.washingtonpost.com/national-security/2022/08/11/garland-trump-mar-a-lago/

    Instead, days after a highly contested election where Democrats relied in part on the unsubstantiated reports to keep Trump’s name in the news, and thus to turn out its party base, the Washington Post has effectively made a guilty confession: There is “no there, there.”

    The Post is now reporting that a “review by agents and prosecutors found no discernible business interest in the Mar-a-Lago documents, people familiar with the matter said.”
    “As part of the investigation, federal authorities reviewed the classified documents that were recovered from Trump’s Mar-a-Lago home and private club, looking to see if the types of information contained in them pointed to any kind of pattern or similarities, according to these people, who spoke on the condition of anonymity to discuss an ongoing investigation,” the Post reported.

    “That review has not found any apparent business advantage to the types of classified information in Trump’s possession, these people said,” the report continued. “FBI interviews with witnesses so far, they said, also do not point to any nefarious effort by Trump to leverage, sell or use the government secrets. Instead, the former president seemed motivated by a more basic desire not to give up what he believed was his property, these people said. Trump repeatedly said the materials were his, not the government’s — often in profane terms, two of these people said.”
    “But they said the evidence collected over a period of months indicates the primary explanation for potentially criminal conduct was Trump’s ego and intransigence,” the report added.
    […]
    It turns out, once again, that Donald Trump has a point. It can be added to other post-election revelations that misled Democrat voters: A federal court striking down Biden’s now-defunct ‘student loan forgiveness,’ the FBI confirmed to have multiple informants embedded with extremist groups that attacked the capitol on January 6th, and the FTX collapse under Biden’s #2 donor Sam Bankman-Fried.

    https://beckernews.com/the-washington-post-quietly-drops-bombshell-about-fbis-trump-mar-a-lago-raid-days-after-midterm-election-47746/

    Smith ist auf einer politischen „mission impossible“-Tour, will er sich auch nur halbwegs an juristische Regeln halten. Aber als „Chefankläger am Sondertribunal zu Kriegsverbrechen im Kosovo“ hat er das eh verlernt. 😦

    • Ausgesprochen amüsant, was jetzt bei Twitter abgeht:

      Da war aber auch was los:

      Jetzt hat sich auch der Generalstaatsanwalt von Arizona eingeschaltet und bittet um Aufklärung:

      Ein „amtliches Endergebnis“ habe ich noch nirgendwo gesichtet.

      Unlike in the primary race, Lake never had the lead against Hobbs. That may arguably have been due to tabulator machine problems across Maricopa County.
      Given the less than 17,000 votes separating Lake and Hobbs, it would take a net of approximately 240 Lake voters per the 70 ill-functioning polling stations to make the difference.
      If the number of centers was really 48 percent (107 locations), it would only take 156 Lake voters not being able to wait through the hours-long lines at multiple locations to change the outcome.
      […]
      The Lake campaign has called for a redo of the election in Maricopa County.
      https://www.westernjournal.com/lake-campaign-calls-redo-maricopa-county-due-widespread-vote-machine-malfunctioning-election-day/

      https://www.westernjournal.com/maricopa-voting-machine-failures-much-widespread-county-originally-indicated/

      Daß man Sonntags wählen sollte, ist den USA noch nicht eingefallen. 😉

      Hat aber noch nichts getweetet und wird es wohl auch nicht; er ist mit seiner Plattform „Truth Social“ wohl zufrieden. Noch.

      Die deutsche Anti-Musk-Kampagne ist ungebrochen:

      Da vertraue ich lieber dem aufgeklärten Glenn Greenwald, denn eine Aufhebung des lebenslangen Banns wäre auch ohne Abstimmung geboten gewesen (wobei er sich lustigerweise auch auf Merkel berufen kann):

      Mastodon scheint auch technisch problematisch zu sein. Wenn ich mir die Zensur in den kleinen Mastodon-Blasen ansehe: da scheinen die woken hardcore hater verbannt zu werden, die jegliche Diskussion mit Beleidigungen wie „transphobic“ unterbinden. Da dürfen dann eben noch nicht einmal medizinische Artikel über die Schädlichkeit von Pubertätsblockern diskutiert werden, obwohl sie bereits Kindern (unter 14 Jahre alt) verabreicht werden:

      Oder wie hier eine Weiße-Männer-Hasserin, bei Twitter gern gesehen:

      Upps! Was ist jetzt „casteism“?

      Merkwürdigerweise ist Jan Böhmermann immer noch auf Twitter, promotet aber Mastodon:

      Jan Böhmermann @janboehm@edi.social hat retweetet

      Und promotet jeden, der an Twitter herummäkelt – auch wenn der beanstandete Tweet gelöscht wurde:

      Jan Böhmermann @janboehm@edi.social hat retweetet

      Im Moment beschäftigt er sich mit dem aktuellen Thema Rudolf Steiner, der rechte Knochen. 😉

      Kann doch gar nicht sein! Das lesen wir doch jeden Tag in den Zeitungen, wie Trump den Pöbel zur Gewalt aufhetzte.

      Die Narrative setzen nun mal Politiker der Dems und ihre Allies in den Medien, ob „Russia Hoax“ oder „Trumps Putschversuch vom 6.1.2021“:

      FTX und Sam Bankman-Fried bleiben unterberichtet:

      Diese Kooperationen zwischen Big Tech und FBI verdienen jedenfalls politische Beachtung:

      Der Meltdown von Dems-Anhängern wegen des aktivierten Trump-Kontos ist jedenfalls köstlich:

      Da könnte man eher die fake news der AP, die sich auf anonyme Quellen aus den US-Geheimdiensten berief, für gefährlich halten:

      Tatsächlich logen Selenskij und sein Umfeld genauso:

      Ja, CBS ist schnell eingeknickt, nachdem die ukrainische Regierung, die bei sich zu Hause jeden kritischen Journalismus erstickt hat, ihr in die Parade gefahren ist, als es um den 30%igen Schwund von ausländischen Waffen ging, die abgezweigt und anderweitig vertickt werden.
      Genauso schnell knickte CBS, lediglich Nr.3 bei den Cable News, ein, was Twitter angeht:

      Ein guter Vorschlag, auch traditionelle Medien einem fact-check zu unterziehen. Aber die dazu erforderliche Belegschaft könnte sich niemand leisten, und schon gar nicht das prekäre Twitter.

      Als Amnesty International, sonst eine zuverlässige „NGO“, die von Westgeld lebt, es einmal wagte, die Ukraine zu kritisieren, weil sie Kampfverbände in Schulen, Krankenhäusern u.ä. zivilen Einrichtungen stationiert und die Zivilbevölkerung gefährdet, weil sie in deren Nähe ihre Panzer, Artilleriegeschütze und Flaks operieren läßt, so daß bei russischer Antwort Zivilisten gefährdet werden, wurde sie hart kritisiert. Denn dafür sind westliche NGO nicht da, um dem Feind zu helfen!

      Auch über die ukrainische Luftabwehr-Rakete in Polen und die Reaktionen darauf, sowie über US-Kriege, in denen immer auch die Elektrizitäts-Versorgung sowie Medienzentren ausgeschaltet wurden:

      Cherson ist nun eine nutzlose nicht operable Frontstadt geworden, in der und deren Umgebung die ukrainische Armee von der von Russen gehaltenen östlichen/südlichen Dnjepr-Seite angegriffen wird.
      Da Atlas ukrainische und US-Quellen auswertet, ist er sehr zuverlässig. Viel mehr Waffen werden aus dem Westen nicht kommen (können). Und die zahlreichen Toten und Verletzten auf der ukrainischen Seite kann niemand ersetzen.

      Durch den neuen Kongreß wird ab 1.1.2023 auch die finanzielle Unterstützung der Ukraine hinterfragt werden:

      Dem „convincingly“ mag ich mich nicht unbedingt anschließen, aber urteile jeder selbst, ob die Ukraine ihre Luftabwehrrakete bewußt auf polnisches Gebiet schoß:

      Ukraine’s Epic Fail At Manufacturing a False Flag
      16 November 2022 by Larry Johnson

      I believe the evidence is overwhelming that Ukraine tried and failed to manufacture a “Russian” attack on Poland that would have justified NATO coming to Poland’s defense under Article 5 of the NATO Treaty and solved Kiev’s dilemma over how to replace the massive number of Ukrainian soldiers that were killed or wounded in combat during the past two months. It is a whopper of a number. And Ukraine is in desperate need of reinforcements that are not available if they rely on only drafting Ukrainians.
      […]

      • The closest Russian ground forces, who in theory could have launched this missile, are located east of Kherson. The distance from Przewodow to Kherson is 613 miles. That distance exceeds the capability of the S-300 by a factor of 3.5.
      The S-300 was fired by Ukrainian forces located somewhere to the west of Kiev. It is highly likely that U.S. and Russian satellites recorded this launch. In other words, both sides know where the S-300 originated.

      It is highly unlikely — hell, impossible — that this was an “errant” missile that Ukraine fired in a moment of desperation trying to take down an in bound Russian missile. Why? The Russian missiles are flying from the south to the north or from the east to the west. That means if Ukraine is firing an anti-missile defense system at those inbound missiles the Ukrainian missile would travel from west to east.
      But that is not what happened here. The S-300 traveled east to west. Unless the Ukrainian operator who launched the S-300 was drunk on his ass, it is impossible to “accidentally” fire this air defense missile in the wrong direction.
      Then you have Zelensky’s adamant refusal to accept the evidence.
      […]

      I believe this is another indicator of Zelensky’s growing desperation. Think about it for a moment. If Ukraine really had Russia on its heels, why fabricate an easily disproved claim that Russia attacked Poland with a missile? This was sloppy trade-craft. If Ukraine had used another Russian missile capable of flying the distance from current Russian lines to that farm in Poland, then the circumstantial evidence might have ignited the desired fire among the NATO members.
      I think one of the reasons the US Department of Defense was so quick to agree with the Russians about the origin of the missile is that the technical data from the National Reconnaissance Office pin pointed the launch location. If the NRO knows then the Russians, who have similar capabilities, would know.

      I also think that Ukraine and Poland cooked up this plan without telling Demented Joey Biden. The incident was timed to coincide with the G-20 meeting in Bali. Hence, my title — Epic Fail.
      I discussed the failed provocation and other matters with Ryan Dawson on Wednesday evening:

      Video

      https://sonar21.com/ukraines-epic-fail-at-manufacturing-a-false-flag/

      Johnson geht übrigens (völlig irre) von einer gar 160km-Reichweite modifizierter S-300-Luftabwehrraketen aus (120 km maximal, und bei Nicht-Modifikation als Angriffswaffe maximal 40-75 km), und bedenkt nicht, daß Rußland auch vom Gebiet Belarus aus schießen könnte, wie im Westen, freilich völlig beweislos, generell unterstellt wird.

      Aber es ist schon wahr, daß angesichts der krassen Lügen des Selenskij-Regimes auch hierzulande scharfe Geschütze aufgefahren wurden:

      Waffenexperte zerlegt Statement
      Rakete aus Russland? „Selenskyjs Aussagen sind absoluter Schwachsinn“
      Donnerstag, 17.11.2022, 16:38

      US-Präsident Biden und sein polnischer Amtskollege Duda sagen: die russische S-300, die in Polen zwei Menschen tötete, wurde von ukrainischen Truppen abgefeuert. Präsident Selenskyi dementiert das. „Kompletter Schwachsinn“, sagt ein deutscher Waffenexperte zu FOCUS online.

      Die helle Aufregung um den Einschlag einer russischen S-300-Flugabwehrrakete auf polnischem Boden, der in der Nacht zum Mittwoch zwei Menschen das Leben kostete, hatte sich gerade gelegt, da sorgte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erneut für Unruhe.

      US-Präsident Joe Biden, dessen polnischer Amtskollege Andrzej Duda und Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg hatten im Verlauf des Mittwochs unabhängig voneinander erklärt, dass es sich um eine Rakete russischer Bauart handele.

      Die ferngelenkte Waffe sei jedoch nicht von russischen, sondern von ukrainischen Truppen abgefeuert worden und tragischerweise auf dem Boden von Nato-Mitglied Polen eingeschlagen.

      Vollkommen unbeirrt davon erklärte Selenskyj dann jedoch, er gehe davon aus, dass die S-300 direkt von russischen Truppen abgefeuert worden sei. Er berief sich dabei auf Information seiner eigenen Armee, denen er „vertraue“.

      […]
      Doch ist es grundsätzlich denkbar, dass sich die Präsidenten zweier Nato-Mitgliederländer und der Nato-Generalsekretär mit ihren Informationen irrten?

      „Selenskyjs Aussagen sind absoluter Schwachsinn“

      „Nein. Selenskyjs Aussagen sind absoluter Schwachsinn“, antwortet auf diese Frage der deutsche Luftwaffen-Experte Ralph D. Thiele vom „Institut für Strategie-, Politik-, Sicherheits- und Wirtschaftsberatung“ (ISPSW) mit Sitz in Berlin.
      Die Nato verfüge in Europa über diverse Radar- und Satellitensysteme inklusive AWACS-Flugzeugen. Diese würden rund um die Uhr jede ballistische Bewegung derartiger Flugabwehrraketen zentimetergenau aufzeichnen.
      „Flugbahn, Abschuss- und Detonationsort lassen sich damit lückenlos und äußerst genau nachvollziehen “, so der einstige Luftwaffen-Oberst in einem Gespräch mit FOCUS online.
      Zur Person: Oberst a.D. Ralph D. Thiele
      Oberst a.D. und Diplom-Kaufmann Ralph D. Thiele ist Vorsitzender der Politisch-Militärischen Gesellschaft e.V., Berlin, Präsident von EuroDefense (Deutschland) e.V. und CEO von StratByrd Consulting. In seiner militärischen Laufbahn war er unter anderem im Planungsstab des Verteidigungsministers, im Private Office des Nato-Oberbefehlshabers, als Chef des Stabes am Nato Defense College, als Kommandeur des Zentrums für Trans-formation und als Direktor Lehre an der Führungsakademie der Bundeswehr eingesetzt.

      Dass sich im Krieg involvierte Parteien die Wahrheit immer wieder zurechtbögen, werde von allen Kriegsparteien als „lässliche Sünde“ toleriert, ergänzt Thiele.
      „Das tun auch die Russen, die Amerikaner und anderen Nationen. Und ich halte das auch für vertretbar, dass sich die eine oder andere Kriegspartei so stärker machen will, als sie in Wirklichkeit ist.“

      Luftwaffen-Experte: “Ukrainischer Präsident sollte sich bei Polen entschuldigen“

      Doch in diesem Fall böge sich der ukrainische Präsident Selenskyj „die Wahrheit auf eine Art und Weise zurecht, die mit der Wirklichkeit nichts mehr zu tun hat“, so Thiele.
      „Das ist schlicht schlechter Stil“ und sei angesichts des sicherheitspolitischen Sprengstoffs, den eine solche Behauptung in sich berge, in keinem Fall mehr zu tolerieren.

      „An diesem Punkt ist als Reaktion für den ukrainischen Präsidenten nur eine einzige Sache angemessen – und zwar sich bei den Polen für den ukrainischen Irrläufer zu entschuldigen.“
      […]

      https://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/s-300-doch-von-putins-truppen-abgefeuert-waffenexperte-zerlegt-selenskyj-auftritt_id_179971267.html

      Selbst die FAZ empörte sich:

      Stresstest mit Raketen
      Kiew will die NATO in den Krieg ziehen
      Ein Kommentar von Thomas Gutschker
      Aktualisiert am 19.11.2022-09:30

      Die beiden Menschen, die am Dienstag durch einen Raketeneinschlag auf ihrem Bauernhof nahe der polnischen Grenze zur Ukraine getötet wurden, hatten das Pech, in einer dünn besiedelten Gegend zur falschen Zeit am falschen Ort gewesen zu sein. Alle anderen sind mit dem Schrecken davongekommen – und mit der Erleichterung, dass es nach dem Stand der Erkenntnisse kein gezielter russischer Angriff war, sondern eine verirrte ukrainische Abwehrrakete.
      Ein paar Stunden lang hatte man das für möglich gehalten und sich fragen müssen, ob nun der dritte Weltkrieg drohe. Es war eine Erinnerung daran, dass Russlands Krieg gegen die Ukraine jederzeit auf den Westen überschwappen kann, ob gewollt oder ungewollt.
      Für alle Akteure war es zugleich eine Art Stresstest. Solche Tests macht man im Bankensektor oder bei der Energieversorgung, um Risiken zu identifizieren. Damit sie nicht erst offenbar werden, wenn es zu spät ist. Es lohnt sich, den Vorfall von Dienstag unter diesem Aspekt näher zu beleuchten. Polen und die NATO haben besonnen reagiert, andere Akteure jedoch nicht.

      Test nicht bestanden

      Das betrifft zuallererst die politische Führung der Ukraine. Die befindet sich zwar in einem grausamen Krieg, den sie sich nicht ausgesucht hat und in dem sie vom Westen nach allen Kräften unterstützt wird. Das erlegt ihr jedoch eine besondere Verantwortung auf: besser zu sein als Russland, wenn es in existenziellen Fragen um wahr oder falsch geht.

      Diesen Test haben Präsident Wolodymyr Selenskyj, sein Außenminister Dmytro Kuleba und dessen Stellvertreter Andrij Melnyk in diesem wichtigen Fall nicht bestanden. Alle drei verbreiteten umgehend die Behauptung, es habe sich um einen gezielten russischen Angriff gehandelt. Selenskyj sprach von einem Raketenangriff „auf die kollektive Sicherheit“ – und beharrte darauf noch, als seine Partner im Westen längst übereinstimmend anderes sagten. Kuleba tat Zweifel an einem gezielten russischen Angriff als „Verschwörungstheorie“ ab. Melnyk, der sein neues Amt nicht anders versieht als sein vorheriges als Botschafts-Lautsprecher in Berlin, forderte von der Allianz „sehr schmerzhafte Konsequenzen“.

      Es ist offensichtlich, dass Kiew die Allianz in diesen Krieg als direkte Partei hineinziehen will. Damit schaden die drei ihrem Land. Wer bisher für Zurückhaltung bei der Lieferung bestimmter Waffentypen plädierte, kann sich durch dieses Auftreten nämlich nur bestätigt sehen.
      […]

      https://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/raketeneinschlag-in-polen-kiew-will-nato-in-den-krieg-ziehen-18471143.html

      Logo ist die ukrainische Regierung verzweifelt: sie treibt täglich Hunderte ukrainische „Soldaten“ in den Tod, jetzt im Donbass.
      Aber es erstaunt ja doch, wie sich die Westmedien die bisherigen ukrainischen Regierungslügen von „Rückeroberungen“ rund um Kiew, Kharkow und Cherson derart zu eigen machen konnten: aus all diesen Gebieten zog sich Rußland nach entsprechenden militärischen Analysen freiwillig zurück. Die einzige wirkliche ukrainische Rückeroberung gab es im Donbass. Die wird jetzt gerade gedreht.

      • Wir leben in Zeiten, in denen wir, das Publikum, von allen Seiten manipuliert werden. Wobei es mir schwer fällt, die Anteile zutreffend zu bewerten. Politiker oder die traditionellen Medien – wer treibt wen mehr? Was Twitter angeht: dort hat man jedenfalls trotz aller Löschungen immer noch mehr Hinweise auf Videos und Artikel gefunden, die den offiziellen Narrativen widersprachen.

        Und „Haß und Hetze“ ist ja nicht nur das BILD-Geschäftsmodell seit Dekaden, sondern längst bis in die Leitmedien vorgedrungen und daher kein Phänomen der social media (und dort wahrlich nicht nur der „Rechten“, im Gegenteil).

        Scott Galloway
        @profgalloway
        18 Std.
        I don’t have proof of Russian interference in the poll; however, it would be hard to disprove it. What I am saying is this seems like a fickle way to reverse a permanent ban, esp after Musk said a moderation council would decide. Also: “moderation policy hasn’t changed”?

        Robert Archer, Kt.L
        @arrowoog

        Antwort an
        @profgalloway
        I don’t have proof President Biden sexually abused at least two of his children; however, it would be hard to disprove it.
        Tweet übersetzen
        11:46 nachm. · 20. Nov. 2022·Twitter Web App

        https://mobile.twitter.com/arrowoog/status/1594462232611782656

        (WordPress wird immer schlechter: „mobile“ wird wohl nicht mehr sichtbar gemacht.)

        Genau diese Story wurde im Wahlkampf 2020 durch Big Tech – die berichtende NYPost verlor ihren Twitter-Account, Facebook unterdrückte Links zur NYPost – und Leitmedien, die allesamt pro Dems sind, durch Nichtberichten unterdrückt.

        Zum Sonderermittler Jack Smith gegen Trump:

        Twitter hat sich nicht einmal Mühe gegeben, die Schließung des Trump Accounts zu begründen:

        Weswegen ja auch das einseitige Dems-Komitee zum 6.1.2021 gescheitert ist und sich zuletzt darauf zurückzog, daß diese Aktivität zu spät gekommen sei.

        Die Alternative Mastodon ist eigentlich sehr erfreulich, falls die Akteure tatsächlich Twitter verlassen sollten: denn was sich da sammelt, ist unangenehm:

        Es gibt Journalisten und es gibt Geheimdienst-Akteure – aber wie lassen sie sich unterscheiden? Nunja, wenn Bellingcat ins Spiel kommt, ist die Sache klar:

        Und dann gibt es zweifelhafte Milliardäre wie den FTX-Chef Sam Bankman-Fried, die die Medien gleich kaufen: bei „The Intercept“ hat der ehemalige Gründer Glenn Greenwald besonders scharf hingeschaut:

        Da Hodges im November 2022 schrieb, daß die erste Tranche in Höhe von 500.000 „vor zwei Monaten“ eingegangen sei, hätte Intercept sie spätestens in diesem Artikel erwähnen müssen.

        Kein Wunder, daß Greenwald schwer enttäuscht ist: Intercept hatte jahrelang die Dems Verschwörungstheorie der Russion Collusion“ mit Trump verfolgt-

        Was FTX angeht, sieht man immer klarer:

        List of 134 companies under FTX’s Bankruptcy filing
        by Gizmo Times Staff
        Nov 12, 2022
        in Cryptocurrency

        Crypto exchange FTX has filed for bankruptcy under Chapter 11, and it is not only FTX but a total of 134 companies that worked as affiliated companies with FTX, including the Alameda group. The Founder Sam Bankman-Fried has also resigned as the CEO of the company in a sudden state of affairs after the recent fiasco between Binance and FTX.
        In the filing was the entire list of companies that are filing for bankruptcy. If Chapter 11 is submitted, it means the company can run and operate while trying to repay to its customers. Here are the companies that have filed for bankruptcy.
        […]

        https://www.gizmotimes.com/blockchain/cryptocurrency/ftx-bankruptcy-filing-list-of-companies/45029

        Da gehen einem die Augen über. Allein die schiere Masse der Ausgründungen belegt, daß das Unternehmen von Anfang an als ein betrügerisches angelegt war. Kit Klarenberg, der als erster die „Ukraine Aid“-Connection von FTX als Waschmaschine für Democrats-Wahlspenden angesprochen hatte, springt auch hier wieder assoziativ auf CIA-Operationen mittels „Mantelgesellschaften“. Aber ich finde, er hat hier einen Punkt:

        SBF hat mit seinem Pyramidenspiel nur deshalb drei Jahre überleben können, weil er von der Schar der Democrats-Funktionäre, Celebrities und Medien gepusht wurde. Das muß freilich noch aufgearbeitet werden. In der ZEIT gab es dazu am 17.11.2022 nur zwei läppische Artikel, die ich hier gnädig übergehe, weil bei Redaktionsschluß am 15.11.2022 alles noch nicht so schlimm aussah.

        Ich bin echt erstaunt, daß die Selenskij-Lügen erst jetzt zum Thema werden – er und sein Regime logen von Anfang an:

        Das hatte ja schon Amnesty International beklagt, kriegte von seinen West-Geldgebern aber einen über den Deckel.

        Es wird eh immer enger: das ökonomisch gebeutelte GB mag nicht mehr „Hauptakteur“ der Militärlieferungen sein – damit vergleicht es sich wohl mit der EU:

        Arthur Morgan
        @ArthurM40330824

        At a meeting with #Zelensky, the British Prime Minister urged the Office of the President to resume peace talks with the Kremlin. Sunak said that Britain can no longer be the main actor in military support for Ukraine
        Tweet übersetzen
        6:49 vorm. · 21. Nov. 2022·Twitter for Android

        https://mobile.twitter.com/ArthurM40330824/status/1594568750703026176

        Deutschland ist eh in Not – und hui, schon erregen sich gewisse Kreise:

        Zuvor hatten bereits die USA, die sich in derselben Not befinden, erklärt, nun müsse die EU übernehmen, die USA könne nicht länger die Hauptlast tragen. Und das ist nicht nur der Eroberung des Repräsentantenhauses durch die Republikaner geschuldet. Rien ne vas plus.

        Hier ihr Artikel dazu:

        https://caitlinjohnstone.substack.com/p/musks-free-speech-moves-on-twitter

        Tatsächlich wird jeder, der die angeblichen Butscha-Massaker der Russen der Ukraine zuordnet, weil sie der Presse die Opfer erst nach ukrainischen Exekutionen von zivilen „Kollaborateuren“ mit Rußland – und dafür reicht die Annahme von russischen Essensrationen aus – vorführte, als Putin-Troll abqualifiziert.
        Eine dringend notwendige Erinnerung an die Kriegslüge der USA über die von Irakern getöteten Brutkastenbabies in Kuweit:

        In der Tat: Ye ist wieder dabei; er soll sich zuvor antisemitisch geäußert haben, wobei jedoch in den Medien keine genauen Zitate gebracht wurden, so daß ich den Sachverhalt nicht beurteilen kann:

        Wie der Westen, der die totale Narrativ-Kontrolle hat, dennoch behauptet, die bösen Russen beherrschten den Informationskrieg, war mir immer schleierhaft:

        Die extensive US-ukrainische NAFO-Armee, erkennbar an dem Hunde-Logo, kann man unter jedem NATO-kritischen Tweet auffinden.

        Es ist bodenlos:

        Und selbst russische Angaben über eine Eier-Knappheit in manchen EU-Staaten stehen (wie üblich: fälschlich) unter Propaganda-Verdacht:

        Warum stellen sich alle so blöd? Die deutsche ÖRR-Formulierung lautet: die Ukraine und Rußland beschuldigen sich gegenseitig. Nicht zum Aushalten! Als ob Rußland sich selber angriffe…

        • Gemessen mit der Elle des Berliner Verfassungsgerichtshofs hat sie recht. Aber während man in Deutschland verhindern kann, daß Briefwähler bei der erneuten Wahl noch einmal abstimmen, geht das in Arizona nicht – und schon gar nicht kann man verhindern, daß erneut Wähler abstimmen, die im wochenlangen“Early Voting“ persönlich abgestimmt haben. Ohne Personalausweise (oder andere Lichtbildausweise) und Einwohnermeldeämter geht das nicht.

          Aber wir haben eh andere Probleme, da Moralismus-Weltmeister Deutschland auch Orthographieprobleme hat:

          Die taz mit pathetischem Jubel:

          Gilda Sahebi
          @GildaSahebi
          21. Nov.
          Sie singen nicht. Keiner von ihnen. Schaut in ihre Gesichter. Sie wissen, dass in diesen Minuten vielleicht schon ihre Familien dafür zahlen müssen und bald sie selbst. Sie wurden unter immensen Druck gesetzt, genau das nicht zu machen. Sie machen es trotzdem, für die Revolution.

          https://twitter.com/GildaSahebi/status/1594688285586096128

          Der Tweet ist offensichtlich wegen copy right-Problemen hinsichtlich des Videos gelöscht worden.

          Blöderweise hatte die Mannschaft vor Abflug mit dem iranischen Präsidenten posiert, und auch ihr (westlicher) Trainer war gegen die Aktion: die Mannschaft solle sich gefälligst auf Fußball konzentrieren, dazu sei sie schließlich da. Nun, sie kam mit 2:6 gegen England unter die Räder…

          Und das besonders nervige woke ZDF sendet Qatar Airline-Werbung.

          Wenigstens einer hat Diversity verstanden – es geht nicht um Fakten, sondern darum, wie man sich fühlt: 😉

          Unternehmen ziehen clever nach; Deutschland wird immer mehr amerikanisiert:

          Rewe hatte bereits im Oktober dem DFB mitgeteilt, den langjährigen Partnerschaftsvertrag nicht weiterzuführen – damals noch ohne inhaltliche Verbindung zur Weltmeisterschaft. Nach den aktuellen Entscheidungen der FIFA stelle der Konzern den Vertrag mit dem DFB aber ab sofort ruhend und verzichte auf Werberechte, hieß es in Köln. Dies habe das Unternehmen dem DFB bereits mitgeteilt.

          https://www.deutschlandfunk.de/rewe-beendet-zusammenarbeit-mit-dfb-100.html

          Wenn Moralismus vorherrscht, siegt die Scheinheiligkeit. Oder gar die Täuschung, siehe FTX in den USA.

          Argentinien hat 1:2 gegen Saudi-Arabien verloren. Und Tunesien hat ein 0:0 gegen Dänemark erstritten. Vielleicht vergeht dem „kolonialen“ Westen sogar der Hohn gegenüber den Nicht-Fußball-Nationen im „globalen Süden“, wenn auch Katar einmal obsiegt?

          Wie schön, daß das hintersinnige Satire-Magazin „The Babylon Bee“ wieder auf Twitter präsent ist:

          Und das den US-Journalismus hart angreifende Format „Project Veritas“ von James O`Keefe ebenfalls. Zeter und Mordio!

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