Warum die Presse versagt II

Nahtlos kann ich an meinen letzten Artikel vom 19.10.2020 anschließen, der so begann:

„In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich keinen Beitrag mehr geschrieben, sondern nur noch in Kommentaren das Weltgeschehen und dessen mediale Zerrbilder präsentiert. Die Themen gingen nicht aus, und es war immer wieder ein Phänomen festzustellen: öffentlich-rechtliche Sender und die Medien informieren nicht, sie ergreifen Partei, befördern Agenden und verfehlen ihren Auftrag, der Macht durch kritisches Hinterfragen Paroli zu bieten.

Stattdessen: Polemik, Skandalisierung, uniformer „Haltungsjournalismus“, Wunschdenken, eilfertige Übernahme von Sprachvorgaben aktivistischer Lobbies und Ausgrenzung von Kritikern. Hat man jemals so viel über „Verschwörungstheorien“ – pardon, jetzt heißt es „Verschwörungsmythen“ und „Verschwörungserzählungen“, denn „Theorie“ klingt zu wissenschaftlich und würde diese Wirrköpfe nur adeln – gelesen wie in den letzten Monaten, dargeboten von derselben Presse, die jahrelang an der Verschwörungstheorie der Democrats mitwirkte, nach der Donald Trump quasi ein russischer Agent sei und mit Putin daran arbeitete, Mails der Democrats-Partei zu hacken und sie über WikiLeaks zu verbreiten? Und die jetzt souverän die Aufdeckung dieser Verschwörungstheorie als echte Verschwörung von Hillary Clinton, dem DNC, CIA, FBI, dem State Department und den willigen Helfern der durch die Bank anti-Trump-Presse von NYT über die Washington Post, Politico und Daily Beast, CNN und allen anderen cable news bis auf Fox News beschweigt?

Ja, ja, die „Schlinge zog sich jahrelang zu“ um Trump.

Wenn sie sich infolge der New York Post-Enthüllungen um Joe Biden zuzieht, springt man gerne wieder auf den Zug, daß es sich bei den aus Hunter Bidens Computer stammenden Mails und Bilder, deren Echtheit nicht einmal von den Bidens bestritten wird, um „russische Desinformation“ handele.“

Der Coup gelang: die NYPost verlor ihren Twitter-Account, alle Nutzer, die auf die enthüllende Artikel-Serie über krumme Geschäfte von Bruder James und Sohn Hunter Biden in der Ukraine, China und Rußland verlinkten, wurden gecancelled, Facebook zensierte ebenso, kein einziges Mainstream-Medium berichtete darüber, und 50 ehemalige leitende Geheimdienstmitarbeiter versicherten, an der Sache sei nichts dran. So sicherten sie Bidens Wahl.

Erst am 16.3.2022 räumte die NYT – wohl zur Vermeidung einer „Überraschung“ durch eine alsbald zu erwartende Anklage gegen Hunter Biden ­– ein, daß die von der NYPost veröffentlichten E-Mails aus Hunter Bidens Laptop (neben bestätigenden Zeugenaussagen auch zu den 10% für den „Big Guy“ Joe) echt seien.

Hier die Sachlage, wie sie in „The Federalist“ zutreffend zusammengefaßt wird:

8 Joe Biden Scandals Inside Hunter Biden’s MacBook That Corporate Media Just Admitted Is Legit
By: Margot Cleveland
March 22, 2022
[…]

6. The Intelligence Community’s Briefing of Biden

Another scandal reaching President Biden concerns his interactions with the intelligence community after the FBI, and presumably the CIA and other such agencies, learned in December of 2019, that Hunter Biden believed Russians had stolen Hunter’s laptop, rendering the Bidens susceptible to blackmail.

Here, it is important to understand that there are two separate Hunter Biden laptops at issue. The most-discussed laptop was actually the second laptop. That laptop was the one Hunter had abandoned at the Delaware repair shop. Then, after the repair shop owner discovered concerning material on the MacBook, the store owner handed it to the FBI in December of 2019. The owner of the repair shop, however, had first made a copy of the hard drive, which resulted in The New York Post’s coverage in October 2020.

But there was another laptop — one Hunter believed Russians had stolen from him when he was binging on drugs with prostitutes in the summer of 2018 in Las Vegas. While the public did not learn about the existence of this earlier laptop until August of 2021, the FBI knew about it as early as December 2019, when they took possession of the second laptop Hunter had left at the repair store.

Among other material contained on the second laptop was a video of Biden recounting the circumstances of his first laptop disappearing with some Russians. Significantly, on that video Hunter Biden said his first laptop contained a ton of material leaving him susceptible to blackmail, since his father was “running for president” and Hunter talked “about it all the time.”

It is inconceivable that the FBI and the intelligence communities did not brief Biden on this discovery and the risk of blackmail, given that former FBI Director James Comey briefed Trump on the fake Steele dossier. On second thought, that is the initial question reporters should ask the president: “Did the FBI brief you, Mr. President, on the fact that Hunter believed Russians had stolen a laptop containing compromising information?”

From there, an inquiring press should investigate to ensure that Joe Biden did not direct the intelligence community to bury this national security risk to protect himself or his son.

7. Possible Collusion to Interfere in the 2020 Election

An honest press should also investigate whether now-President Biden or anyone connected to his then-presidential campaign pressured reporters, media outlets, or companies such as Twitter and Facebook to censor the Hunter Biden story. And what about the “fifty former intelligence officials” who publicly declared the laptop resembled a Russian disinformation campaign — something clearly untrue? Did Biden or his campaign coordinate with those individuals, several of whom had endorsed the Democratic candidate, in the release of the letter?

Given that polls show that 17 percent of Joe Biden voters would not have voted for him in 2020, if they had known about the Biden family scandals, the collective burying of the laptop scandal represents the most significant interference in elections ever seen in our country. So, “Did Biden or his campaign have anything to do with the decision to kill the New York Post’s reporting on Hunter’s MacBook?” And “What about the ‘fifty former intelligence officials?’”
[…]

https://thefederalist.com/2022/03/22/8-joe-biden-scandals-inside-hunter-bidens-macbook-that-corporate-media-just-admitted-is-legit/

Da sehen wir den Washington-Sumpf, zu dem die Presse unmittelbar gehört. Sie weigert sich noch immer, über den Skandal, der mittlerweile – wie der senile Präsident selbst – das Zeug zum Sicherheitsrisiko hat, zu berichten.

Corona hat zwischenzeitlich die schon im Oktober 2020 aufgezeigten Medien-Mängel vertieft: Evidenzfreie Panikmache, herabsetzende Ausgrenzung von Maßnahme-Kritikern als rechtsextreme „Corona-Leugner“, mit denen sie nichts gemein hatten, Promoten von Katastrophen-Modellierern, die immer danebenlagen, Wissenschaftler-Bashing, soweit sie nicht auf dem No-Covid-Kurs von Christian Drosten unterwegs waren -: schlimmer konnte es nicht kommen. Meinte ich.

Doch jetzt ist Krieg, und es ist noch schlimmer geworden. Und die Verantwortungslosigkeit der Medien in jeder Hinsicht noch gefährlicher.

349 Gedanken zu „Warum die Presse versagt II

  1. @ Mark Smith:

    „„+++ 23:29 Ischinger sieht Westen in der Defensive +++

    Der langjährige Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, sieht den Westen vor dem G7-Gipfel in Elmau in der Defensive. „Den eigentlichen Sinn dieses Gipfels sehe ich in der Bekräftigung der westlichen Entschlossenheit, eine regelbasierte internationale Ordnung gegen massive Völkerrechtsbrüche wie die von Putin zu verteidigen“, sagte der frühere Spitzendiplomat „Tagesspiegel“: „Es ist ein Defensivtreffen zur Verteidigung unserer Werte und Regeln.“ Der Irak-Krieg und der Afghanistan-Krieg hätten die Glaubwürdigkeit des Westens erschüttert, meinte der heutige Chef des Stiftungsrats der Sicherheitskonferenz. „Deshalb hat der Westen im Ringen mit Russland und China keine besonders guten Karten“, meinte er: „Wir haben da eine sehr ungünstige Ausgangsposition.““ (Quelle: n-tv.de)“

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-8/#comment-96239

    Diese kindische Veranstaltung interessiert mich wenig:

    Bisheriger Hauptabnehmer war übrigens GB mit 91% des Imports.

    Großbritannien mit seinem Propaganda-Geheimdienst macht sich eh nur noch lächerlich:

    Die ukrainischen Kräfte zerbröseln. Das Miltär ist weitgehend vernichtet, und die „Nachrücker“ sind unerfahrene Zivilisten – hier eine ukrainische Quelle:

    Um so schlimmer die russischen Präzisionsschläge auf militärische Trainingszentren:

    U.a. mal wieder eine Raketenfabrik; gezeigt wurden natürlich Bilder beschädigter Wohnhäuser, die sicherlich durch Sekundärexplosionen verursacht worden waren wie beim letzten Mal. Wer genehmigt eigentlich derlei Fabriken in Wohngegenden (bzw. umgekehrt Wohnungen in der Nähe gefährlicher Gewerbeeinrichtungen?).

    Das Briefing des russischen Verteidigungsministeriums:

    „Russian Defence Ministry report on the progress of the special military operation in Ukraine
    The Armed Forces of the Russian Federation continue the special military operation in Ukraine.
    On June 25, the cities of Severodonetsk and Borovskoye, the settlements of Voronovo and Sirotino passed under control of the Lugansk People’s Republic. The localities liberated from the Kiev regime are inhabited by about 108,000 people. Total area of the liberated territory is about 145 square kilometres.

    Success of the Russian army and the units of people militia of the Donetsk and Lugansk people’s republics considerably diminish moral and psychological condition of the Ukrainian army personnel.
    In 30th Mechanised Brigade deployed near Artyomovsk, there are mass cases of alcohol abuse, drug use and unauthorised abandonment of combat positions.
    Russian Federation Armed Forces continue launching attacks at military facilities located in Ukraine.

    High-precision attacks of Russian Aerospace Forces and Kalibr missiles were launched at 169th Army Training Centre near Desna (Chernigov region), 199th Air Assault Troops Training Centre near Teterevka (Zhitomir region), as well as at 184th Training Centre of the Armed Forces of Ukraine (AFU) near Starichi (Lvov region).
    Attacks have resulted in neutralising 65th, 66th mechanised brigades and 46th Airmobile Brigade from AFU strategic reserves that were finishing their preparation at those training grounds.
    The planned redeployment of the abovementioned units to operations area has been frustrated.

    Operational-tactical and army aviation, missile troops and artillery have neutralised: manpower and military equipment in 286 areas, artillery and mortar units in 62 areas, 2 command posts near Visunsk and Barmashovo (Nikolayev region), 4 munitions depots near Verkhnekamenka, Lisichansky and western suburbs of Lisichansk (Lugansk People’s Republic).
    […]“

    https://augengeradeaus.net/2022/06/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-26-juni-2022/

    Was die berühmt-berüchtigte „Gegenoffensive“ bei Kherson angeht: da gibt es nur Twitter-Siege:

    Weil die ständigen Lügen irgendwann auffallen, wird sie jetzt auf August verschoben:

    @ Mark Smith: Reisner hat offensichtlich recht:

    „+++ 15:24 Militärexperte sieht Erschöpfungserscheinungen bei Ukrainern +++
    Der österreichische Militärexperte Markus Reisner stellt derzeit keine Erschöpfungserscheinungen auf russischer Seite fest – wohl aber bei den Ukrainern. „Die Russen bringen im Schnitt jede Woche mindestens zwei vollbeladene Militärzüge heran. Ich sehe aber keine ukrainischen Militärzüge, die haufenweise Material in den Donbass bringen. Gäbe es das, hätten wir Videos davon gesehen“, sagt er dem österreichischen Magazin „Profil“. Zudem gebe es kaum noch Bilder von gefangen genommenen oder getöteten russischen Soldaten. „Auf der anderen Seite zirkulieren viele Videos von verwundeten, getöteten, gefangenen und demoralisierten Ukrainern“, so Reisner weiter.“ (Quelle: n-tv.de)“

    Weshalb natürlich auch Waffenlieferungen nicht produktiv sind:

    Die russische Reaktion:

    Melnyk versäumt, über den Zeitpunkt einer möglichen Einsatzfähigkeit (für Mensch und Material) zu informieren:

    Logisch, daß die Industrie Kundenpflege betreibt; allerdings hat noch kein westliches Land West-Panzer geliefert. Warum sollte Deutschland damit anfangen?

    Die Überlebenszeit westlicher Geschütze ist kurz:

    Und man mag es im Westen nicht, daß Westgeschütze, wie hier die französischen CAESAR, in russische Hände fallen:

    „Mehr davon“ bringt es nicht, schon gar nicht angesichts des Schrumpfens des militärischen Personals.

    • Mark Smith hatte auch diese Meldung zitiert:

      „+++ 03:11 EVP-Chef mahnt langen Atem der G7 an +++

      Vor dem G7-Gipfel im bayerischen Elmau hat der Chef der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber, eine langfristige Unterstützung der Ukraine angemahnt. Notwendig sei „die Botschaft an den Kriegstreiber Putin, dass er diesen Krieg nicht gewinnen wird“, sagte Weber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Es darf keinen Zweifel daran geben, dass die westlichen Demokratien einen langen Atem haben und bereit sind, der Ukraine langfristig zu helfen.“ Zugleich rief Weber die G7 dazu auf, neue Partner in Asien, Afrika oder Südamerika zu gewinnen. Es müsse gelingen, „eine Art Freihandelszone der freien Welt aufzubauen, in der man sich gegenseitig unterstützt“, forderte der EVP-Chef. China dürfe nicht der Profiteur von neuen Konflikten und einer „westlichen Naivität“ sein.“

      Nun ist das so eine Sache, wenn der Rest der Welt den Westen als rechtlos, imperial und kriegstreibend erlebt hat – und das seit Jahrzehnten. Sein neuester „Schützling“ ist quasi ein Klon:

      Russia’s war on Ukraine
      Zelenskyy wants to replace Ukraine’s top spy after security failures

      Ivan Bakanov was tapped to revamp the controversial Security Service of Ukraine. But after a string of failures and the loss of Kherson, he’s fallen out of favor with the Ukrainian president.
      By Christopher Miller
      06/23/2022 02:46 PM EDT

      KYIV — You think you know someone, and then Russia invades your country and your childhood friend turned top intelligence official flubs it and some of his senior spies flee their posts, apparently helping the Kremlin’s forces avoid landmines and direct its attack aircraft to blast your cities.
      President Volodymyr Zelenskyy isn’t getting a lot of sleep these days, and the man he appointed to lead Ukraine’s domestic intelligence and security agency can’t be helping matters. Ivan Bakanov — his friend from way back who once ran his entertainment company and then his presidential campaign — is on thin ice in Kyiv.
      Zelenskyy is looking to replace Bakanov, who now runs Ukraine’s spy agency, with someone more suitable to serve as the wartime chief of the Security Service of Ukraine (SBU), according to four officials close to the president and a Western diplomat who has advised Kyiv on reforms needed to revamp the SBU.
      Some said the old friends rarely speak these days, save for government business. Ensuring a smooth transition may be tricky with the war still raging, with one official telling POLITICO that Zelenskyy is worried about the optics of sacking someone from his inner circle. For now, much of the SBU’s daily operations are being run from the presidential office and people still in good graces of Zelenskyy and his chief of staff, Andriy Yermak.

      Bakanov is a lanky 47-year-old who’s been at Zelenskyy’s side since the latter rose from a scrawny comedian in the industrial, south-central city of Kryvyi Rih to a muscular war-hardened leader famous well beyond Ukraine’s borders. Bakanov’s appointment in 2019 was criticized by opposition parties who said someone with his background was unfit to lead the top intelligence-gathering agency. But as one of the president’s most trusted confidants and business partners, there was little opponents could do to stop the move.
      Now some feel vindicated as criticisms of Bakanov reverberate in the halls of government and parliament. Many in Kyiv allege that he failed to respond to Russia’s invasion on Feb. 24 and properly command his behemoth department of over 30,000 agents.
      “We are highly unsatisfied with his job and are working to get rid of him,” a top Ukrainian official close to Zelenskyy told POLITICO on the condition of anonymity to talk about sensitive personnel issues. “We are not satisfied with his managerial, you know, [skills] because now you need … anti-crisis management skills like we don’t think that he has.”
      […]

      https://www.politico.com/news/2022/06/23/zelenskyy-top-spy-security-failures-00041794

      Der Fehler lag natürlich an der USA „Intelligence“, wonach es angeblich einen „Kampf um Kiew“ geben werde, was deutsche Medien krampfhaft zu belegen versuchten. So konnten wenige russische Kräfte rund um Kiew viele ukrainische binden und nahezu kampflos den Süden rund um Kherson einnehmen.

      Aber was wird eigentlich beklagt? Der von der CIA angeleitete SBU reagiert doch vorbildlich mit Terror-Attacken:

      Kam sogar in der Tagesschau, mit der scheinheiligen Erklärung, daß die Urheberschaft ungeklärt sei.

      Tatsächlich ist es so:

      Was soll der SBU da machen außer „Säuberungen“ in „befreiten“ Gebieten, gemeinsam mit den rechtsextremen Kräften (wie etwa in Butscha) oder eben mit Terrorakten, wie seit langem in den Donbass-Republiken etabliert?

      Tatsache ist: der Westen hat sich dazu entschlossen, die wahre innere Verfaßtheit der Ukraine auszublenden und bewußt ins Gegenteil zu verkehren:

      Schon 2021 gab es diesen warnenden Artikel:

      April 6, 2021
      Why Zelensky’s Ukraine Is Becoming Increasingly Autocratic
      We are witnessing the establishment of a pro-Western authoritarian regime in Ukraine, where power is concentrated in the hands of the president.
      by Mikhail Pogrebinsky
      […]
      Or he had to imitate the reforms necessary for the country, try to take strict control of the situation in order to exclude the possibility of forming an effective opposition which would remove him and his party from power in the next electoral cycle (the local council elections held last fall showed that opposition’s approval rating in the country is growing), thereby ensuring that he and his team could remain in power for a long time.

      Zelensky chose the latter and followed the path of strengthening personal power. Today, the executive branch represented by the Office of the President is employing the NSDC (National Security and Defense Council) to control of all other branches of government in the country. The president’s party has an absolute majority in the Verkhovna Rada, which provides the president with control over the legislative branch of government. Since the parliament forms the government, it also controls the Cabinet of Ministers.

      A certain problem for the president was the independence of the Constitutional Court of Ukraine. But in the end, he solved it: Zelensky issued a decree that supervened his predecessor’s on the appointment of two judges of the Constitutional Court, and one of them was the Chairman of the Court. Ukrainian law does not provide for such a way of dismissing a judge. It is as though President Joe Biden overturned the decisions on the appointment of two U.S. Supreme Court justices nominated by Donald Trump to alter the balance of power in the Court in favor of liberal-minded judges. As a result, the Constitutional Court of Ukraine is stymied.

      Similarly, Zelensky began to battle the political opposition. The decisions of the National Security and Defense Council — put into effect by presidential decrees — imposed sanctions against a number of Ukrainian individuals and legal entities. It was done ignoring the direct constitutional prohibition to impose sanctions against Ukrainian citizens. These sanctions involve the extrajudicial seizure of property without any evidence of illegal activities of the relevant individuals and legal entities. Three Ukrainian TV channels were among those sanctioned. The proof that we are talking about a politically motivated illegal decision is that when the journalists of these channels created a new one, it was disconnected from broadcasting just an hour after the start, this time without any presidential decrees.

      The policy of Zelensky is destructive for the country not only because he is concentrating power in his hands ignoring the law — thereby destroying those very modest achievements in democratic development that once existed in Ukraine — but also because it undermines the foundations of civil harmony. Zelensky will likely need to rely increasingly on the forceful suppression of all resistance and dissidence.

      The religious policy of the state is also divisive and aimed at providing benefits to the Orthodox Church of Ukraine (OCU) created in 2018 by Poroshenko and Patriarch Bartholomew of Constantinople. At the same time, pressure is being exerted on the Ukrainian Orthodox Church — the largest of the Ukrainian confessions — to the extent of condoning the hostile takeover of churches and the beating of priests and church members.

      The humanitarian policy based on the narrative of ethnic nationalism that was carried out by Poroshenko and adopted by Zelensky is connected with the infringement of the national minority rights. This not only forces Russian-speaking ukranian citizens to look more towards Moscow, thereby opening up opportunities for strengthening Russian influence in the country, but also serves as an obstacle to Ukraine’s cooperation with the West. Thus, Hungary, defending the rights of the Hungarian population of Ukraine, which, like the Russian-speaking population, is subjected to violent Ukrainization, systematically vetoes the deepening of cooperation between Ukraine and NATO.

      Zelensky also plans to adopt a law on media (the draft of which is strongly condemned by the Ukrainian journalistic community) and a law on collaborators, which will open the way for state censorship of the media and for large-scale repressions against the objectionable, and will render all peaceful attempts to regain Ukrainian control over the Crimea and the Donbas futile.
      We are, in fact, witnessing the establishment of a pro-Western authoritarian regime in Ukraine, where power is concentrated in the hands of the president, society is mobilized to fight external and internal enemies, and any dissidence is labeled as support for the enemy and is suppressed by force. It is unlikely to end well.

      Mikhail Pogrebinsky is Director of the Kiev Center of Political Studies and Conflictology.

      https://nationalinterest.org/feature/why-zelensky%E2%80%99s-ukraine-becoming-increasingly-autocratic-182124?page=0%2C1

      Die Beschreibung ist bestechend klar, die Analyse der erwarteten westlichen Reaktionen erwies sich allerdings als falsch, weil der Autor nicht bedachte, wie verkommen der Westen wirklich ist. Obwohl sich die Lage der Medien, der Minderheiten, der Opposition sich danach noch einmal massiv verschlechterte, ließ der Westen die Ukraine keineswegs fallen: Proxies, die Krieg gegen Rußland betreiben, sind in jedem Zustand akzeptabel.

      Die ZEIT schert sich auch nicht um die gravierenden Menschenrechtsverletzungen, die kulturellle Abschaffung des Russischen und anderer Sprachen wie Ungarisch und Polnisch, die Kriminalisierung der prorussischen Opposition, die Mordpläne gegen den unabhängigen Parteigründer Anatolii Sharii, oder die abgeschaffte Pressefreiheit; dennoch muß dieser Artikel schon als mutige Tat in unserer kahlen Medienlandschaft gelten:

      Politik in der Ukraine
      Schulterschluss war gestern
      Der Krieg brachte der Innenpolitik zunächst den Frieden. Doch jetzt brechen in der Ukraine alte Konflikte wieder auf.
      Von Simone Brunner und Olivia Kortas
      22. Juni 2022

      https://www.zeit.de/2022/26/politik-ukraine-krieg-parlament-rada/komplettansicht

      Da heften sich die Autorinnen an die Spuren der beiden ukrainischen Westpolitiker Jehor Tschernew von Selenskyjs Partei und Wolodymyr Arjew, Mitglied der Poroschenko-Partei. Diese Auswahl ist ja schon mal bezeichnend. Trotz dieser affirmativen Pose gibt es kleine Fenster zu Wahrheit:

      Bevor Jehor Tschernew mit seinem Kleinbus losfährt, legt er zwei Maschinengewehre in den Stauraum zwischen Fahrer- und Beifahrersitz. In Griffweite, man weiß ja nie. Dann steigt er aufs Gaspedal, lässt den Kiewer Morgenverkehr hinter sich, die goldenen Kuppeln der ukrainischen Hauptstadt, die Wohnblöcke, die langen Schlangen vor den Tankstellen. Je weiter er auf der Schnellstraße gen Osten fährt, vorbei an riesigen Maisfeldern und über den Fluss Dnipro, desto häufiger werden die Checkpoints, die Soldaten an den Tankstellen und die Hiobsbotschaften von der Front. Eine Sprachnachricht poppt auf seinem Handy auf: „Hier ist es total beschissen“, schimpft eine Männerstimme. „Ich wurde zum vierten Mal in den Kampf geschickt.“ Tschernew, der eine Pilotenbrille trägt und ein olivgrünes T-Shirt, starrt wortlos auf die Straße. Dann sagt er leise: „Ich bin bald da.“ Das soll den Gesprächspartner wohl beruhigen.
      […]
      Er versorgt befreundete ukrainische Soldaten mit Drohnen und Schlafsäcken. Im Kofferraum stapeln sich Kartons mit Empfangsstationen für das „Starlink“-Satelliteninternet. Der amerikanische Unternehmer Elon Musk stellt sie der Ukraine zur Verfügung, das Land sichert über dessen Satelliten die ukrainische Internetkommunikation gegen russische Angriffe ab. Das alles da überhaupt hineinzubekommen sei wie ein Tetris-Spiel gewesen, sagt Tschernew und lacht. Es ist seine dritte Reise an die Front. „Ich wäre bereit, in den Krieg zu ziehen“, sagt er. „Aber derzeit ist es mindestens genauso wichtig, auf der politischen Ebene zu kämpfen.“
      […]
      Mehr als 160 Gesetze haben sie in knapp vier Kriegsmonaten verabschiedet, die meisten mit großer Mehrheit. Bis heute hält sich die Opposition mit Kritik an Präsident Selenskyj zurück, den laut Umfragen neun von zehn Ukrainern unterstützen. Und während zuletzt, vor dem Überfall, Selenskyjs absolute Mehrheit in der Rada dahinschmolz, durch Abspaltungen und Intrigen, ist nun die Fraktionsdisziplin zurück. Tschernew freut sich, dass das Parlament bald den privaten Waffenbesitz legalisieren könnte. „Vor dem Krieg hätte so ein Gesetz keine Mehrheit gefunden“, sagt er.
      […]
      Wo früher der tägliche politische Kampf tobte, zwischen den Fraktionen, Oligarchengruppen, Reformern und Bremsern, herrscht jetzt der große Frieden. Der gemeinsame Feind Wladimir Putin habe die Politik geeint, sagt Tschernew. Aber wie lange noch?
      […]
      Tschernew arbeitete bis vor Kurzem an einem Gesetz, um Kollaborateure künftig aus Politik und Staatswesen auszuschließen. Ob das nicht auch Poroschenko treffen könnte? Die Front rückt jetzt immer näher, Tschernew wirkt immer abgelenkter, er beantwortet die Fragen oberflächlich. „Ich weiß nicht, ob das Gesetz auch für Poroschenko gefährlich werden kann“, sagt er. „Und natürlich kann das als Bedrohung für die Demokratie gesehen werden, aber es sind nun mal schwere Zeiten.“ Die ZEIT-Reporterin steigt in Dnipro aus, wo Tschernew ein Auto in Tarnfarben abholt, bevor er weiter in die umkämpften Gebiete fährt. Das Auto wird er später am Tag in Lyssytschansk einem engen Freund an der Front übergeben. Er schickt ein Foto von der Übergabe, er und sein Freund posieren vor dem Wagen. Einen Tag später ist sein Freund tot, getroffen von einer russischen Granate. Tschernews Gedanken kreisen dieser Tage wohl weniger um die Frage, ob der Präsident zu viel Macht in seinen Händen bündelt. Sondern um den Krieg und die Opfer.
      […]

      Selenskyj hat westliche Waffen unkontrolliert verteilen lassen. Das soll nun legalisiert werden. Als ethnischer Russe mit zwei MGs wäre dieser bei jedem ukrainischen Checkpoint sofort erschossen worden. Immerhin: die Niederlage bei Severodonetsk und Lyssytschansk ist bereits eingepreist.

      Kommen wir zum westlichen Poroschenko-Politiker Wolodymyr Arjew:

      Wolodymyr Arjew ist vertraut mit den ukrainischen Machtkämpfen, anders als der Newcomer Tschernew und die meisten Abgeordneten der Selenskyj-Partei. Seit 15 Jahren schon sitzt Arjew in der Rada, früher war er einmal Fernsehreporter. Zuerst saß er für Viktor Juschtschenko im Parlament, den Sieger der Orangen Revolution, später für die Ministerpräsidentin Julia Timoschenko und nach der Maidan-Revolution 2014 für den neu gewählten Präsidenten Petro Poroschenko.
      Wer sich so lange in der turbulenten ukrainischen Politik halten kann, braucht ein gewisses Gespür für den Zeitgeist. Und jetzt, im Krieg, fordert der Zeitgeist Geschlossenheit. „Unverantwortlich“ sei es heute, interne politische Kämpfe auszutragen, sagt Arjew.
      […]
      Gerade weil die Rada so stark ist, war sie immer auch Schauplatz der zentralen politischen Machtkämpfe, zuletzt vor allem zwischen Wolodymyr Selenskyj, dem Komiker, und Petro Poroschenko, seinem Vorgänger im Präsidentenamt. Noch wenige Tage vor der drohenden Invasion sorgte der Machtkampf zwischen den beiden Politikern für die Schlagzeile in den Abendnachrichten, nicht die Kriegsgefahr. Im Mittelpunkt stand ein politisch motiviertes Gerichtsverfahren gegen Poroschenko. Der Vorwurf: Hochverrat. Doch als der Krieg begann, posierte Poroschenko bei einem Interview mit dem amerikanischen Nachrichtensender CNN im Tarnanzug mit Kalaschnikow, seither kam ihm kein kritisches Wort mehr über Selenskyj über die Lippen. Unter der Oberfläche aber brodelt es wieder – und Poroschenkos Leuten fällt es zunehmend schwer, stillzuhalten.

      Selenskyj hat den Krieg genutzt, um seine politische Kontrolle zu stärken
      Sergiy Kudelia, ukrainischer Politikwissenschaftler, Universität Basel

      Man merkt es nicht zuletzt dem langjährigen Rada-Abgeordneten Arjew an. Wenn er über Selenskyj spricht, wird seine Stimme härter. Eben kommt er vom Sport. Jetzt sitzt er im vierten Stock des Einkaufszentrums beim Italiener vor einem Panoramafenster. Auf seinem Smartphone diskutieren die Mitglieder des außenpolitischen Ausschusses, die gegen Ende der Sitzung darüber abstimmen werden, ob Arjew nach Straßburg reisen darf, um sich dort mit Parlamentariern zu treffen. Arjew hört kaum zu. Er wirft dem Präsidenten vor, unter dem Deckmantel des Kriegsrechts mehr Macht an sich zu reißen, als ihm eigentlich zustünde. Aber die Ukrainer würden das ohnehin nicht dulden, warnt Arjew und bezieht sich auf die Kosakentradition: „Das ukrainische Volk akzeptiert keinen Autoritarismus, man sollte diesen Tiger nicht provozieren“, sagt er.

      Arjew ist mit seiner Kritik nicht allein. Während Selenskyj in seinen täglichen Ansprachen den nationalen Zusammenhalt beschwört, unterzeichnete er im März ein Dekret, das die landesweiten Nachrichten zusammenlegt. Sechs Sender produzieren seither gemeinsam eine Dauernachrichtensendung und bespielen ihre Kanäle damit. Selenskyjs Begründung: Im Krieg, der nicht nur mit Waffen, sondern auch mit Propaganda geführt werde, brauche man eine „einheitliche Informationspolitik“. Poroschenko-nahe Fernsehsender weigerten sich, beim sogenannten TV-Marathon mitzumachen. Sie wurden daraufhin von der digitalen Senderliste des nationalen Rundfunks gestrichen, ihre Reichweite deutlich reduziert. Zuletzt tauchten zudem fragwürdige Vorwürfe gegen Poroschenko auf. Er soll mit dem Putin-Freund und prorussischen Oligarchen Viktor Medwedtschuk Kohle aus den Separatistengebieten geschmuggelt haben. Die Quelle: der ukrainische Sicherheitsdienst SBU, der direkt Selenskyj untersteht.
      […]
      Sergiy Kudelia, ukrainischer Politologe und Gastdozent an der Universität Basel, warnt, dass der Krieg die fragile ukrainische Demokratie schwächen könnte. „Selenskyj hat den Krieg sehr wohl dafür genutzt, um seine politische Kontrolle über einige Säulen der Macht zu stärken“, sagt er. Mit dem Fernsehmonopol habe er die Medienfreiheit geschwächt. Ebenso das Parlament. Mehrere prorussische Parteien wurden verboten. Die Abgeordneten behalten zwar ihre Mandate, können aber keine Fraktion mehr bilden. Zugleich sorgt der Krieg dafür, dass der Einfluss der Oligarchen im Land schwindet. Durch den massiven Wirtschaftseinbruch verlieren sie nicht nur finanziell an Macht, sondern auch politisch. Früher war es ein offenes Geheimnis, welcher Oligarch welche Abgeordneten im Parlament kontrollierte. Es mag zynisch klingen angesichts der Toten, der Zerstörung und des Grauens des Krieges: Aber der Einfluss der Oligarchen ist eine schwere Hypothek, von der sich die ukrainische Demokratie nun endlich lösen könnte.
      […]

      Der letzte Satz:

      Es klingt ganz so, als würde der politische Frieden in Kiew nicht mehr lange halten. Als sei die ukrainische Demokratie ganz vital.

      https://www.zeit.de/2022/26/politik-ukraine-krieg-parlament-rada/komplettansicht

      Weil sich Selenskyj und Poroschenko, beide Westpudel, streiten.
      Man faßt es nicht.

      Eine Ukraine-Beschreibung ohne die Rolle der USA in den Blick zu nehmen, ist eh am Thema vorbei:

        • Mir hat sogar „et Gloria“ gefallen…
          Vernunft ist leider Mangelware, wie schon der „Letzte Generation“-Aktivist in der BILD-Diskussion schlagend belegt. Vahrenholt hat natürlich recht: jetzt geht es erst einmal um Energiesicherheit, und von der bewegen wir uns auch ganz ohne Putin weg. Zu all den Konflikten kommt jetzt noch eine Radikalisierung der Öko-Bewegung hinzu.

          Dabei ist die wissenschaftliche Grundlage dünn:

          Obwohl die Grünen ja unbedingt eine Energieverteuerung per Zertifikathandel und CO2-Bepreisung wollten – wenn sie dann kommt, ist es auch nicht recht.
          Dem Führer des freien Westens, der eine Öl-Pipeline stornierte und neue Frackinggas-Vorhaben auf öffentlichem Land verbot, bleibt da nur, auf Putin zu verweisen und hilflose Bitten vorzutragen:

          27.06.2022, 16:56 Uhr
          Biden in Europa
          Kann der US-Präsident den Westen anführen?
          Amerika sei zurück, versprach US-Präsident Biden bei seinem Amtsantritt. Anderthalb Jahre später wachsen die Zweifel an Amerikas Führungsstärke. Ein Kommentar.
          Juliane Schäuble
          […]
          Doch dann machte ihm abermals die Innenpolitik einen Strich durch diesen Plan. Unmittelbar vor Bidens Abflug Ende vergangener Woche fällte der Supreme Court zwei Urteile, die Amerika gefühlt Jahrzehnte zurück in die Vergangenheit katapultieren – und von den westlichen Partnern entfernen.

          Sorge um die Stabilität der amerikanischen Demokratie

          Die gegen den Mehrheitswillen der Bevölkerung getroffenen Entscheidungen zum Waffen- und zum Abtreibungsrecht haben auch das Potenzial, die USA dramatisch zu verändern. Zudem lenken sie den Fokus einmal mehr auf die Sollbruchstellen der amerikanischen Demokratie.
          Dass die Urteile im Obersten Gericht nun ausgerechnet noch in einer Phase verkündet wurden, in der ein Untersuchungsausschuss dem Ex-Präsidenten Donald Trump einen Putschversuch nachzuweisen versucht, verstärkt die Sorge um die Stabilität der Supermacht. Ganz zu schweigen von dem Horrorszenario, dass Trump in zweieinhalb Jahren ins Weiße Haus zurückkehrt.
          […]
          Alarmstimmung im Westen

          Im Westen herrscht länderübergreifend Alarmstimmung – angesichts des Ukraine-Kriegs, drohenden Energie- und Ernährungskrisen und dann auch noch der schwelende Konflikt mit dem mächtigen China.
          Jeden US-Präsidenten würde das an die Schwelle der Überforderung bringen. Aber jetzt ist es einer, der fast 80 Jahre alt und zuhause unbeliebt ist, ja, den viele darüberhinaus auch noch als „illegitim“ bezeichnen.
          Dass Biden sich bei einer erneuten Trump-Kandidatur ebenfalls in der Pflicht fühlen könnte, noch einmal anzutreten, gilt in Washington als wahrscheinliches Szenario. Doch selbst viele Demokraten wollen das vermeiden.

          Wenn nicht Biden, wer dann?

          Für personelle Alternativen fehlt derzeit aber der zündende Gedanke. Die eigentlich naheliegende – Vizepräsidentin Kamala Harris – ist längst keine mehr, die Begeisterung hervorruft.
          […]
          Trump hatte den Westen gefährlich nah an den Rand des Zusammenbruchs gebracht. Joe Biden hat ihn einmal besiegt und Amerika zurück auf die Weltbühne geführt. Doch braucht es derzeit viel Optimismus, um mit einem Happy End zu kalkulieren.

          https://www.tagesspiegel.de/politik/biden-in-europa-kann-der-us-praesident-den-westen-anfuehren/28459644.html

          Nachdem bereits Corona „DIE“ Wissenschaft entzaubert hat und die aktivistische Klimawissenschaft versagt, können wir nun auch den Niedergang der Wirtschaftswissenschaft bei Energiefragen besichtigen:

          Gas-Lieferstopp
          Wie schlimm wird es?
          Ein Gas-Lieferstopp wäre eine Katastrophe, sagen die einen. Nein, er wäre verkraftbar, meinen die anderen. Deutsche Ökonomen wirken heillos zerstritten. Dabei gibt es eine Antwort. 
          Von Lisa Nienhaus
          Aktualisiert am 23. Juni 2022, 11:08 Uhr

          Der Unruhestifter der deutschen Gas-Debatte ist gerade in Europa unterwegs. Eigentlich lehrt Rüdiger Bachmann, Wirtschaftswissenschaftler, 47 Jahre alt, in den USA. Jetzt tourt er durch Europa, besucht Konferenzen, macht einen Trip mit der Familie. Präsent war Bachmann hier aber schon vorher, auch von Amerika aus: wegen einer Studie, in der er mit anderen Wissenschaftlern, etwa Moritz Schularick und Christian Bayer, beide von der Universität Bonn, im März berechnet hat, was ein Gas-Embargo die deutsche Wirtschaft kosten könnte.
          Das Ergebnis: gar nicht so viel.
          Ein Gas-Embargo, an sich ganz harmlos? Als wäre das nicht aufsehenerregend genug, macht Bachmann auch noch mit seiner Art, dieses Ergebnis zu verkaufen, Lärm: Am liebsten teilt er auf Twitter aus, nennt Kollegen „Lobbyökonomen“, blockt, geht nach Kritik in sich, bereut, legt wieder los.
          […]
          Bei der Antwort darauf teilt sich die deutsche ökonomische Debatte in zwei Paralleluniversen. Im einen Universum führt Bachmann das Wort. Er sagt über die Folgen eines Gas-Embargos: „Wenn Habeck und Scholz die richtige Wirtschaftspolitik machen, dann wird es vielleicht so schlimm wie Corona.“ Das hält er für verkraftbar. Für ihn sei die Frage wichtig: „Stimmt Habecks Behauptung, dass Massenarbeitslosigkeit und Massenarmut auf einen Gas-Stopp folgen würden? Und das stimmt eben unter realistischen Annahmen nicht.“
          […]
          Währenddessen forschen im anderen Universum zum Beispiel der Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung Sebastian Dullien, der Leiter des Instituts der deutschen Wirtschaft Michael Hüther und Achim Truger. Truger, Ökonomieprofessor an der Universität Duisburg-Essen, ist ganz anderer Meinung als Bachmann. Er ist Mitglied im Sachverständigenrat für Wirtschaft, vorgeschlagen von den Gewerkschaften, die dort seit je über einen der fünf Sitze bestimmen können, wie übrigens auch die Arbeitgeber. Truger glaubt, „dass der Effekt eines Lieferstopps für Deutschland makroökonomisch sehr gravierend wäre“. Die Studie der Bachmann-Gruppe nennt er „verharmlosend“, neuere Studien, beispielsweise von der Bundesbank, erscheinen ihm realistischer. Die Berechnungen der Bachmann-Gruppe hätten „viele Auswirkungen nicht hinreichend berücksichtigt“, sagt er. Wenn Lieferketten etwa unterbrochen würden, weil ein einzelnes Teil fehle, könne das Kettenreaktionen nach sich ziehen, die er als deutlich größer ansieht als in Bachmanns Berechnungen berücksichtigt. Außerdem findet Truger, dass auch Nachfrageeffekte in die Prognosen einbezogen werden müssten.
          […]
          Es geht nicht um links gegen rechts oder Gewerkschaften gegen Arbeitnehmer. Über die alten Gräben hinweg haben sich neue Allianzen gebildet. Gewerkschaftsnahe Ökonomen sind sich plötzlich einig mit arbeitgebernahen: Die Folgen wären heftig. Einige Marktliberale hingegen vertreten plötzlich Seit’ an Seit’ mit eher staatsgläubigen Forschern, dass Deutschland einen Gas-Stopp gut wegstecken würde.
          Wozu braucht man solche Wissenschaftler, wenn sie doch eher zu glauben als zu rechnen scheinen?
          […]
          Sprich: Die Schätzungen liegen heute nah beieinander, aber die Rhetorik und die Werturteile nicht. Das ist die gute Nachricht in diesen Tagen der Unsicherheit – es existiert eine gewisse Einigkeit darüber, was das Land ökonomisch erwarten könnte, wenn das Gas ausbleibt: eine harte Rezession mit noch einmal deutlich höherer Inflation, aber weder Massenarmut noch Massenarbeitslosigkeit.
          An diesem Punkt könnte die Debatte eigentlich aufhören. Nun könnten sich beide Universen zusammentun und gemeinsam Vorschläge vorantreiben, wie sich etwa die ökonomischen Folgen eines russischen Gas-Stopps möglichst milde halten ließen. Tatsächlich liegen die Empfehlungen der Wirtschaftswissenschaftler teils nah beieinander: Viele von ihnen befürworten, wieder stärker auf Kohlekraft zu setzen, die meisten wären auch für längere Laufzeiten der bestehenden Atomkraftwerke. Sogar Rudi Bachmann und Achim Truger liegen hier auf einer Linie.
          […]
          „Das Niveau der Debatte unter uns Ökonomen war irgendwann unterirdisch“, sagt etwa Achim Truger. „Wenn man Forscher, deren Ergebnisse einem nicht passen, als Lobbyisten beschimpft, dann ist das keine sachliche Diskussion mehr.“
          Bachmann hingegen findet den Lobby-Vorwurf gegenüber Ökonomen, die von Gewerkschaften oder Arbeitgebern bezahlt oder eingesetzt werden, weiterhin genau richtig. „Man muss schon fragen, ob es Machtkartelle gibt, die die Politik am Gemeinwohl vorbei beeinflussen“, sagt er. „Die Idee, dass Kapital und Arbeit an einem Tisch sitzen und dann ist alles gut, das ist fatal für das politische System.“
          […]
          Doch am Ende sind es die leiseren Stimmen, die die Zunft davor bewahren, vor allem als Raufbolde wahrgenommen zu werden. Clemens Fuest zum Beispiel. Er hat sich lange zurückgehalten im Embargo-Streit. „Wir haben ein derartiges Gas-Embargo noch nie beobachtet, es fehlen Erfahrungen“, sagt er. Ökonomen müssten sich keinesfalls immer einig sein. Doch sie sollten häufiger kommunizieren, was sie nicht wissen. Ähnlich wie es Virologen wie etwa Christian Drosten in der Pandemie versucht hätten. Fuest sieht es kritisch, dass Kollegen schon früh auf unsicherer Datenbasis klare politische Forderungen erhoben haben. „Wissenschaftler sollten keine Aktivisten sein„, sagt er. „Sonst verlieren sie ihre Glaubwürdigkeit.“
          […]

          https://www.zeit.de/2022/26/gas-lieferstopp-russland-energieversorgung-oekonomie/komplettansicht

          Drosten war natürlich trotz Nicht-Wissen allwissend und hatte immer recht. 😉

          Dumm allerdings, daß die Grünen gegen Atomkraftverlängerung und CO2-Speicher sind, was der UN-Klimarat empfiehlt. Aber für diesen Fall haben wir die Talkshow-Spezialkraft, die Ökonomin Claudia Kemfert:

          […]
          Kaum ein Thema, zu dem die 40 Jahre junge Abteilungsleiterin für Energie, Umwelt und Verkehr am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in den vergangenen Monaten nichts zu sagen gehabt hätte. Doch ihr Lieblingsstoff sind die wirtschaftlichen Folgen des Klimawandels. Sie waren vor vier Jahren auch schon das Thema ihrer Antrittsvorlesung als Professorin für Umweltökonomie an der Humboldt-Universität. Die Dame kennt sich also aus.
          […]
          Doch sobald sie zu ihrem Kernthema kommt, überrascht Kemfert mit erstaunlich schludriger Arbeit.
          Das beginnt schon mit den Zahlen und Fakten. Da werden Milliarden mit Millionen verwechselt und Billionen mit Milliarden. Der Handel mit CO2-Emissionsrechten an der Amsterdamer European Climate Exchange wird mit absurden „bis zu 34 Milliarden Tonnen pro Tag“ angegeben. Das wäre mehr als der weltweite CO2-Ausstoß pro Jahr. Ein kurzer Blick auf die Börsen-Website zeigt, dass 2008 höchstens 15 Millionen Tonnen und im Durchschnitt unter sieben Millionen Tonnen Emissionsrechte am Tag gehandelt wurden.
          Dass Katar 770.000 Einwohner haben soll, steht zwar in der Google-Trefferliste auf Platz eins – und so auch in Kemferts Buch. Nur stimmt es leider ebenso wenig wie ihre Behauptung, damit habe das Emirat am Golf genau so viele Bewohner wie das Land Bremen. Und China gehört keineswegs, wie von Kemfert behauptet, zusammen mit den USA zu den Staaten, die das Kyoto-Protokoll nicht ratifiziert haben. China tat das schon 2002.
          Derartige Fehler hätte der Murmann Verlag mit einem gründlichen Lektorat verhindern können. Für ihre steile Eingangsthese trägt Claudia Kemfert dagegen allein die Verantwortung: „Wir können klimaneutral leben. Wenn wir wollen, sofort! Und das für etwa 70 Cent pro Tag und Person.“

          Die überraschende Zahl steht schon auf Seite 13 und wird bis zum Ende des Buches mehrmals wiederholt. Ein Flüchtigkeitsfehler kann das nicht sein, aber einen Hinweis, woher sie die Zahl nimmt, gibt Kemfert erst auf Seite 237. Sie hat einfach den durchschnittlichen CO2-Ausstoß jedes Deutschen (10,4 Tonnen pro Jahr) mit dem derzeitigen Börsenpreis für CO2-Emissionsrechte (23 Euro pro Tonne) multipliziert und durch 365 Tage geteilt.

          Doch Kemfert („ich bin nicht Öko, sondern Ökonomin“) sollte wissen, dass sich ein Börsenpreis nach Angebot und Nachfrage richtet. Bisher wurden die Emissionsrechte im großen Stil verschenkt. Kein Wunder, dass die Nachfrage gering und der Preis im Keller ist.

          Müssten wir die Rechte für unseren Energieverbrauch beim Wohnen, Reisen und Konsumieren tatsächlich einsetzen, würde ihr Preis schnell explodieren. Denn die Emissionen lassen sich nicht mit einem Geniestreich an der Börse wegpusten, sondern nur mit der mühsamen Umstellung der Industriegesellschaften von fossiler auf erneuerbare Energien und deren hocheffiziente Nutzung. Das ist politisch brisant, dauert Jahrzehnte und wird erheblich mehr kosten als 70 Cent am Tag.

          Auch Kemferts Hinweis darauf, dass die Klimakompensation für eine Flugreise heute für ein paar Euro und der Umstieg von Normal- auf „Ökostrom“ sogar fast umsonst zu haben ist, kann nicht als Beleg dafür dienen, dass Klimaschutz kaum etwas kostet. Im Gegenteil: Es sollte misstrauisch machen, ob derartiger Ablasshandel den CO2-Ausstoß tatsächlich vermindert.

          Doch gründliche Recherche bietet das eilig verfasste Buch nicht. Dafür erfährt der Leser, dass die Autorin regelmäßig mit den Chefs der großen Energiekonzerne am Tisch sitzt, vom EU-Präsidenten, dem Bundeswirtschaftsminister und der Weltbank um Rat gefragt wird, Steve Jobs auf dem Hollandrad und der Queen „nicht in Grün, sondern im blauen Kostüm“ begegnet ist und praktisch auch schon den Friedensnobelpreis bekommen hat – als „offizielle Gutachterin“ des Weltklimarats IPCC.

          Claudia Kemfert: Innovation statt Depression – Die andere Klima-Zukunft, Murmann Verlag, Hamburg, gebunden, 264 Seiten, € 19.90

          https://www.zeit.de/online/2008/37/klima-co2-kemfert-diw/komplettansicht

          Übel.

  2. Um nochmal auf die Documenta zurückzukommen -: es ist mal wieder Thomas Fischer, der den Finger in die Wunde legt; der Eklat ist notwendige Folge der linken Identitätspolitik, wonach das Opfer immer Opfer bleibt und immer recht hat, während der westlichen weißen Mehrheitsgesellschaft ob ihrer kolonialen Sünden nur die Rolle der Beschämung bleibt, die in der vorbehaltlosen Unterstützung der „Opfer“ wiederum ihre Tugend und moralische Überlegenheit beweist. Schließlich sind „universelle Menschenrechte“ auch nur eine Erfindung der Weißen.

    Documenta
    Die »Judensau« von Kassel
    Eine Kolumne von Thomas Fischer
    In Kassel implodierte die Kunst. Der identitäre Kulturkram verkrümelte sich; zurück blieben verstörte Sozialpädagogen. Nicht tragisch!
    24.06.2022, 14.14 Uhr
    […]

    Verantwortungen

    Die eigentlichen Verursacher, sogenannte »Kollektive« mit irgendeiner »kulturellen Identität«, jedoch – deshalb – ohne individuelle Verantwortungen, treten demnächst ebenfalls zurück, allerdings wohl nur per Flug nach Indonesien. Erstaunlicherweise, so muss man sagen, konzentrieren sich die Entsetzensschreie ganz und auf die oben genannten deutschen Aufsichtspersonen: Irgendwie haben die begeisterten Veranstalter und Politiker offenbar die Pflicht verletzt, auf ihre ungezogenen Globalsüdkinder aufzupassen. Das ist eine »Aufarbeitungs«-Herangehensweise, die einem vertraut vorkommt.
    […]

    Ein paar besonders skurrile Gags muss man auch in dieser ernsten Angelegenheit notieren, schon um die gute Laune nicht gänzlich zu verlieren. Die Darstellung von Juden als Schweine dahin zu erläutern, es handle sich um eine authentisch indonesische und deshalb insgesamt recht ordentliche Kultur-Ansicht, die nur in Deutschland unpassend erscheine, war eine intellektuell-kunsttheoretische Leistung, die nicht mehr unterboten werden kann. Dasselbe gilt natürlich für die halbgar verschwiemelten »na ja irgendwie«– Kommentare, die dazu von den hiesigen identitären »Kultur«-Quatschköpfen abgegeben wurden: »Warum soll sich der globale Süden mit den Problemen des deutschen Antisemitismus befassen?«, lautet die mit letzter Kraft hingewokte Exkulpationsfrage auf Peinlichkeitsplatz Eins.
    […]
    Das Vertrackte, sich den rundum Gutherzigen Verschließende besteht gerade darin, dass die Konzeption von Kunstproduktion und -rezeption als eine Art sozialpädogisches Konzept einmal mehr mit hohen Begeisterungswerten für die eigene moralische Erleuchtung einhergeht. Die Kinder und Enkel der im Interesse und mit Hilfe des »Westens« gequälten und ermordeten Indonesier treten als Kulturkollektiv in die Manege, eine Zwergenshow des Weltzirkus, im Chor singend; die Gattin des Impresarios ist gerührt.
    […]
    Das wichtigste Desaster markiert aber, so meine ich, der Bankrott einer kindisch »identitären« Wohlfühl-Betreuungspolitik, die sich für ihre sentimentalen Ausweichmanöver selbst gern bewundert. Darüber wird man länger und intensiv nachzudenken haben, hoffe ich. Der konkrete Schweinskopf war da wirklich nur der Kothaufen, in welchen die zitterlippig dauergerührte Zeitenwende früher oder später unvermeidlich hineinstolpern musste.

    https://www.spiegel.de/kultur/documenta-15-die-judensau-von-kassel-kolumne-von-thomas-fischer-a-02ed2f50-457f-455f-a2f6-629c4c9fccdb

    Nicht anders verhält es sich mit der Ukraine-Berichterstattung, „zitterlippig dauergerührte“-Opfer-Empathie, die die harten geopolitischen Fakten des tatsächlich stattfindenden Proxy-Kriegs des Westens gegen Rußland ausklammert.

    Man erinnere sich an die atemlose und falsche Mariupol-Berichterstattung, die u.a. hier angesprochen wird:

    Kim Iversen: Piss-Poor Ukraine War Reporting INSULTS American’s Intelligence

    19.05.2022 „Kim Iversen criticizes the flow of information from Ukraine and quality of war reporting at ‚piss poor.‘ According to reporting by The Washington Post, Information about the location and movements of Russian forces is flowing to Ukraine in real-time, and it includes satellite imagery and reporting gleaned from sensitive U.S. sources. “The United States is not at war with Russia, and the assistance it provides is intended for Ukraine’s defense against an illegal invasion, Biden officials have stressed. But practically speaking, U.S. officials have limited control on how their Ukrainian beneficiaries use the military equipment and intelligence.” On May 8th, the White House released a statement saying in part “The United States will sanction three of Russia’s most highly-viewed directly or indirectly state-controlled television stations in Russia – Joint Stock Company Channel One Russia, Television Station Russia-1, and Joint Stock Company NTV Broadcasting Company. All three stations have been among the largest recipients of foreign revenue, which feeds back to the Russian State’s revenue.” According to independent journalist, Olga Tokariuk, Russia fails to make any significant gains in Donbas, heavy battles are underway. In occupied Melitopol in southern Ukraine, Ukrainian partisans reportedly blew up a Russian military train. Ukraine still needs more support to liberate its lands. The Kyiv Independent is reporting that Ukraine intelligence is saying some Russian units refuse to fight. Citing The Defense Ministry’s Intelligence Directorate, journalists are reporting that several units of the 70th Guards Motor Rifle Brigade have already openly refused to take part in the war.“

    Bei FoxNews ist man realistischer:

    #foxnews
    Ukraine is losing this war ‘slowly, bitterly, grindingly’: McFarland

    19.06.2022 Former Trump deputy national security adviser weighs in on the two American veterans who were captured while fighting in the Russia-Ukraine war on “Fox & Friends Weekend.’ #foxnews

    @Mark Smith:

    „Kurz zum Ukraine-Krieg: Du hast ja diesen Militärexperten Markus Reisner ein paar Mal gebracht, zumal er realistische Einschätzungen über die Lage macht. Das dürfte zwar richtig sein, aber seine Ideen, wie der Krieg nun weiter gehen sollte, sind m.E. ziemlich verrückt bzw. gespinnert!
    […]“

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-8/#comment-96226

    Soweit der österreichische Militärexperte Reisner bei seinem Fach bleibt, ist er brauchbar; zumal es ja viele westliche „Militärexperten“ gibt, die Rußland auf der Verliererstraße sehen. Was Reisner sich politisch wünscht, ist demgegenüber uninteressant. Die Ukraine opfert sinnlos an die Front geworfene als Soldaten verkleidete Zivilisten.

    Der Westen wird von einem Dementen angeführt, was in Deutschland weiter verschwiegen wird, während es in den USA natürlich thematisiert wird. In Rußland reagiert man:

    Und nach all den parteipolitischen Versuchen der Democrats, Trump-Anhänger als „domestic terrorists“ zu porträtieren (mittels der harmlosen Demo vom 6.1.2021), ist natürlich klar, daß es die Democrats-Anhänger sind, die Terrorismus nahestehen (man denke nur an die Zerstörung von Städten durch „Black Lives Matter“-Aktivisten); juristisch vollkommen korrekt hat der Supreme Court eine Zuständigkeit des Bundes, auch noch mittels übel konstruierter Bezugnahmen auf die Verfassung, verneint. Ein Blick nach Deutschland: gibt es dort ein Verfassungsrecht auf Abtreibung? Natürlich nicht.

    Schon wird von den Democrats aufgehetzt:

    Die Moral ist eh nicht auf der Seite des Westens:

    Dazu gab es im Tagesspiegel vom 24.6.2022 einen Frontalangriff auf Baerbock durch Casdoff. Online gibt es ihn nicht.

    Zumal es die „Hafenblockade“ Rußlands nicht gibt.

    Die West-Propaganda findet kein Ende:

    Denn schließlich geht es ja um einen imperialen Angriffskrieg Rußlands, und nicht um eine Militär-Operation zum Schutz des Donbass, dessen Zivilisten heute mehr denn je beschossen werden.

    Die NZZ reibt sich am 22.6.2022 wohlig die Hände:

    Das ist passiert: Der Ukraine ist ein überraschender Schlag geglückt. Bei Nowoschachtinsk in der Provinz Rostow am Don, fünf Kilometer jenseits der russischen Grenze, stürzte eine Kampfdrohne mit hoher Geschwindigkeit in eine Erdölraffinerie. Zwar gewinnen Kamikaze-Drohnen im Ukraine-Krieg an Bedeutung. Doch die jetzt eingesetzte Waffe gibt Rätsel auf. Es ist unklar, um was für ein Gerät es sich in Nowoschachtinsk gehandelt hat. Die Konturen auf dem Video gleichen keiner der bekannten Kamikaze-Drohnen. Zum Bericht

    Darum ist es wichtig: Für die russische Flugabwehr ist es kein Ruhmesblatt, dass die Drohne unerkannt über besetztes Gebiet in der Ostukraine beziehungsweise die Moskau-hörige «Volksrepublik Donezk» bis in den russischen Luftraum vordringen konnte. Sie legte dabei eine Distanz von mindestens 170 Kilometern zurück, was auf ein ausgeklügeltes Steuerungssystem hindeutet. Bereits im April schoss die Ukraine bei der russischen Grenzstadt Belgorod ein Treibstofflager in Brand. Jener Angriff erfolgte jedoch mit Kampfhelikoptern.

    Ja, da ist der Ukraine mal was geglückt…

    • @ Gabriele Wolff

      Zu den Drohnen und der NZZ.
      Also das ISW sagt eigentlich fast das Gegenteil:

      „Reinforced Russian air-defense systems in eastern Ukraine are increasingly limiting the effectiveness of Ukrainian drones, undermining a key Ukrainian capability in the war. Foreign Policy’s Jack Detsch quoted several anonymous Ukrainian officials and military personnel that Ukrainian forces have largely halted the use of Turkish Bayraktar drones, which were used to great effect earlier in the war, due to improvements in Russian air-defense capabilities.[1] Ukrainian officials are reportedly increasingly concerned that US-provided Gray Eagle strike drones will also be shot down by reinforced Russian air defense over the Donbas.[2] Ukrainian forces have reportedly scaled back air operations to 20 to 30 sorties per day and are facing a deficit of available aircraft for active pilots.“
      https://www.understandingwar.org/backgrounder/russian-offensive-campaign-assessment-june-22

      Soll heissen: Die Russen kommen offenbar immer besser klar mit den ukrainischen Drohnen:

      Dann bin ich mal gespannt, ob sich diese Aussage bewahrheiten wird. 🙂

      „+++ 06:45 Präsidentenberater: Region Donezk gut befestigt +++
      Ein Berater des ukrainischen Präsidenten, Olexij Arestowytsch, rechnet nicht damit, dass russische Truppen die komplette Region Donezk einnehmen werden. Dazu müssten vier Städte erobert werden, sagt er dem Portal strana.news zufolge. Der Ballungsraum Slowjansk -Kramatorsk, wo vor dem Krieg gut eine halbe Million Menschen wohnten, gilt als besonders gut befestigt. Dort liegt das Hauptquartier der ukrainischen Streitkräfte im Donbass-Gebiet.“(Quelle: n-tv.de)

      • Auf die konkrete Lage komme ich gleich zurück. Erst mal noch ein Schwenk auf die typische Täter-Opfer-Umkehr bei den woken US-Medien, was den Kulturkampf um die Abtreibung angeht:

        Und warum klatscht die NZZ Beifall, wenn die Ukraine eskaliert und Ziele in Rußland angreift? Wieso läßt die EU zu (sie soll nach litauischen Angaben sogar unterstützt haben), daß Litauen eskaliert und dafür eine sachfremde Interpretation der Sanktionsregeln benutzt, die nun garantiert nicht gelten, wenn Rußland Rußland beliefert:

        Die staatliche DW kommt nicht drauf, daß Litauen Verträge bricht, die ihre Aufnahme in die EU erst sicherten:

        Dafür fällt ihr das ein:

        What else in Kaliningrad known for?

        Philosopher Immanuel Kant was born in Königsberg, today’s city of Kaliningrad, in 1724. He spent most of his life in the Prussian city and lies buried there. Kant is famous for trying to synthesize scientific and moral progress.

        https://www.dw.com/en/explained-why-is-kaliningrad-so-important-to-russia/a-62206978

        Davon ist nicht nur die DW heutzutage weit entfernt.

        Aber der Vertrag ist eh ersetzt durch den von 2004, der zur EU-Aufnahme Litauens führte:

        NZZ, 24.6.2022:

        • Die EU hält beim Kaliningrad-Transit zu Litauen: Russlands Zorn über die Restriktionen aufgrund von EU-Sanktionen weckt Befürchtungen über weiteres Eskalationspotenzial. Nach aussen geben sich Vilnius und Brüssel standfest. Die EU scheint aber von der Heftigkeit der Kreml-Reaktion kalt erwischt worden zu sein – und wünschte sich vielleicht eine weniger direkte Rhetorik Litauens. Zum Bericht

        Als ob es um Rhetorik ginge… Die EU ist schlicht eine Katastrophe und kriegt ihre baltischen Extremisten nicht unter Kontrolle.

        NZZ, 22.6.2022

        • Italiens Aussenminister Di Maio verlässt die Cinque Stelle: Sein Parteiaustritt folgt auf Streitigkeiten zwischen ihm und dem früheren Ministerpräsidenten und heutigen Parteichef Giuseppe Conte unter anderem über Waffenlieferungen an die Ukraine. Di Maio will nun mehrere Parteimitglieder in eine neue Partei mitnehmen. Zum Bericht

        Macron ist ein Papiertiger, nachdem er keine parlamentarische Mehrheit mehr hat, und ausgerechnet in dieser fragilen Lage werden mit der Ukraine und Moldawien symbolisch zwei Staaten als EU-Kandidaten deklariert, die Konflikte mit pro-russischen Separatisten haben. O.K., das steht symbolisch für verfehlte geopolitische Ambitionen der EU und bedeutet nichts. Aber in die NATO würden beide Staaten nicht aufgenommen werden.

        Finnland und Schweden werden zur Zeit durch die Türkei ausgebremst, was die NATO-Mitgliedschaft angeht. Aber Finnland müßte eigentlich auch aus anderen Gründen ausgeschlossen bleiben: wegen unklarer Grenzbeziehungen zu Rußland:

        Finnland
        Unbedingt abwehrbereit
        Finnland teilt eine über 1.300 Kilometer lange Grenze mit Russland, weitgehend ungesichert. Die Angst vor einem Angriff sitzt tief. Wie geht das Land damit um?
        Von Caterina Lobenstein
        1. Juni 2022
        […]
        Viele Freiwillige haben in den vergangenen Wochen Schießtrainings absolviert. Führungskräfte aus Unternehmen und Universitäten wurden zu Zivilschutzübungen einberufen, Bürger per Warn-App angehalten, Wasservorräte anzulegen und sich batteriebetriebene Radios sowie Bargeld zu beschaffen. Was in Deutschland als Marotte von Preppern [die hier als Rechtsextreme beobachtet werden] gilt, wird hier staatlich verordnet.
        […]
        In den Kiefernwäldern von Lappeenranta glitzert Wasser, der Saimaa-Kanal. Er fließt 40 Kilometer lang Richtung Ostsee. Für viele Papierfabriken der Region ist der Kanal eine wichtige Handelsader, gut geeignet, um Baumstämme aus Russland zu importieren und Waren in die EU zu verschiffen. Für die Menschen hier ist er ein Symbol für das spannungsreiche Verhältnis zu Russland.

        Einst befand sich der Saimaa-Kanal vollständig auf finnischem Boden. Als die Sowjetunion sich Mitte des 20. Jahrhunderts Teile des finnischen Ostens einverleibte, zerfiel er in zwei Hälften: eine russische und eine finnische. 1963, mitten im Kalten Krieg, verhandelten die Saunabrüder Urho Kekkonen und Nikita Chruschtschow einen Pachtvertrag. Seither nutzen die Finnen den russischen Teil des Kanals gegen Geld, bis 2063 läuft der Vertrag. Doch da Finnland sich jetzt zur Nato lehnt, droht Russland, ihn zu kündigen. Noch ist der Kanal geöffnet. Wegen der ungewissen Lage ist die Versicherung für Schiffe und Waren aber unbezahlbar geworden.
        […]

        https://www.zeit.de/2022/23/finnland-russland-angriff-nato/komplettansicht

        @ Mark Smith:

        Du glaubst, das ISW sei plötzlich realistisch geworden? Nö, es betreibt weiterhin Propaganda. Aber hinter das gleichgesinnte „Foreign Policy“ kann es nicht zurückfallen:

        Präsidentenberater Podolyak verbreitet Fake News:

        Das brachte sogar die Tagesschau vom 25.6.2022, aber das wundert mich schon nicht mehr.
        „Exclusively on civilian targets” – wenn ich mich recht erinnere, wurde das falsch übersetzt mit “hauptsächlich zivile Ziele”. Als ob Rußland teure Marschflugkörper auf zivile Ziele richten würde. Schon vergessen? Es geht um Demilitarisierung und Denazifierung der Ukraine.

        25.06.2022 (11:00)
        Russian Defence Ministry report on the progress of the special military operation in Ukraine
        The enemy continues suffering considerable losses.

        High-precision attacks launched by Russian Aerospace Forces at Megateks zinc plant facilities in Konstantinovka (Donetsk People’s Republic) has resulted in the elimination of up to 80 Polish mercenaries, 20 armoured combat vehicles and 8 Grad multiple rocket-launching systems (MRLS).

        Over 300 Ukrainian servicemen and foreign mercenaries, as well as 35 units of equipment have been eliminated near Nikolayev.

        Refusals to fulfil assigned tasks continue to occur in Ukrainian army and territorial defence units.
        Personnel of 64th Battalion from 103rd Territorial Defence Brigade located in Lvov has refused to redeploy to operations area in Donbass due to being manned by untrained reservists and lack of heavy armament.

        The Armed Forces of the Russian Federation continue the special military operation in Ukraine.

        Operational-tactical and army aviation, missile troops and artillery have neutralised manpower and military equipment in 284 areas, 2 munitions, missiles and artillery armament depots near Volcheyarovka (Lugansk People’s Republic), as well as artillery and mortar units in 43 areas.
        Within counter-battery warfare towards Donetsk, high-precision attacks launched by Russian Aerospace Forces have neutralised: 8 Uragal MRLS artillery plattoons near Kurakhovo, Ukrainsk, Novosyolovka Vtoraya, Vozdvizhenka and 2 artillery plattoons near Ukrainsk and Yasnobrodovka that had been shelling Donetsk and other settlements of the Donetsk People’s Republic.

        Attacks launched by aviation, missile troops and artillery have resulted in the elimination of over 780 nationalists, 8 tanks and other armoured combat vehicles, 3 Uragan MRLS combat vehicles,
        10 field artillery cannons and mortars, 13 special vehicles.

        Russian air defence means have destroyed 21 Ukrainian unmanned aerial vehicles near Popasnaya, Kapitanovo (Lugansk People’s Republic), Andreyevka, Barvenkovo, Bolshiye Prokhody, Velikaya Kamyshevakha, Verbovka, Donetskoye, Dolgenkoye, Izyum, Maliye Prokhody, Malaya Kamyshevakha, Olkhovatka, Chervoniy Shakhtyor (Kharkov region), Pyatikhatka (Dnepropetrovsk region), Bobroviy Kut, Malaya Seideminukha, Molodyozhnoye (Kherson region) and near Snake Island.
        […]

        https://eng.mil.ru/en/special_operation/news/more.htm?id=12426663@egNews

        Kommen wir zum Prestige-Objekt Selenskyjs, der Verteidigung von Severodonetsk, wo in letzter Minute, angeführt durch eine Parlamentsabgeordneten, noch ein Trupp rechtsextremer Söldner zugeführt wurde (die sich alsbald unter Geiselnahme von Zivilisten im Chemiewerk Asot verschanzten. Das Mariupol-Setting also).

        Die Großlage war abzusehen:

        Ronzheimer bestätigt, daß er es gerade so eben geschafft hat, aus Lyssytschansk zu entkommen:

        Der Zusammenbruch der Front ist offensichtlich:

        Unzählige Menschenleben hat das Prestige-Projekt Selinskyjs gekostet:

        Selbst Westmedien werden nun realistisch:

        NZZ, 25.6.2022:
        Ukrainische Soldaten sind im Donbass auf dem Rückzug

        Das ist passiert: In der Ukraine hat es in der Nacht landesweit Luftalarm gegeben. Medien meldeten Explosionen in der Stadt Saporischja im Südosten des Landes und in der zentralukrainischen Stadt Dnipro. Die ukrainischen Truppen zogen sich aus der wochenlang schwer umkämpften Stadt Sewerodonezk in der östlichen Donbass-Region zurück. Zu den neusten Entwicklungen

        So ist die Lage vor Ort: Die ukrainische Armee ist am Rand ihrer Kräfte. Seit Monaten kämpft sie im Donbass gegen einen materiell überlegenen Feind. Angesichts hoher Verluste und fehlender westlicher Waffen wird die Lage immer prekärer. Das wirkt sich auch auf die Moral aus. Zur Reportage

        Darum ist es wichtig: Nach harten Kämpfen und einem hohen Blutzoll wollen manche Soldaten die Versorgungslage nicht mehr hinnehmen. Es gibt Videos von ganzen Einheiten, die ankündigen, nicht weiterzukämpfen, sollte sich die Situation nicht bald ändern.

        So ordnen wir es ein: Noch immer mangelt es Europa am Willen, Putin zu stoppen. Die Hilfe an die Ukraine reicht nicht aus. Dass die EU das Land zum Beitrittskandidaten erklärte, ist eine symbolträchtige Geste – wichtiger wären aber zusätzliche Waffen. Zum Kommentar

        Letzteres ist frommer Selbstbetrug.

        Der britische Militärgeheimdienst deutet in „Frontbegradigung“ um und ergeht sich in Gerüchten über die russische Generalität:

        Das ukrainische MfA möchte den Eindruck eines geordneten Rückzugs vermitteln:

        Aus Severodonetsk gewiß nicht; die ukrainische Armee hatte alle drei Brücken nach Lyssychansk bereits gesprengt, als ukrainische und Söldnertruppen noch dort waren. Das Bild zeigt allenfalls eine gelungene Flucht aus dem Kessel von Zolote oder aus Lyssychansk.

        Eine Politikerin macht die Medien für die nicht gelungene Flucht aus Severodonetsk verantwortlich:

        Komisch; hat Selenskyj die Medien nicht gleichgeschaltet?

        Das rechtsextreme Regiment Aidar, unterstützt von Fremdenlegionären, hat jedenfalls aufgegeben:

        Die von ihnen festgehaltenen zivilen Geiseln konnten daher befreit werden:

        Die russischen Alliierten sind längst weiter:

        Die ZEIT pflegt allerdings noch fake news – auch befeuert durch das ISW und die Briten:

        Eroberung von Sjewjerodonezk könnte Russland schwächen

        Beobachter attestieren der russischen Armee Abnutzungserscheinungen – der Einnahme einer Großstadt zum Trotz. Die Ukraine will ihre Verteidigung andernorts verstärken.
        Von Jakob Bauer, Paul Blickle, Carla Grefe-Huge, Lea-Katharina Krause, Lennard Simmons, Tom Sundermann, Julius Tröger und Sascha Venohr
        Aktualisiert am 25. Juni 2022, 9:19 Uhr

        Die Einnahme von Sjewjerodonezk wirkt auf den ersten Blick wie ein Erfolg für Russland: Die lange umkämpfte Stadt in der Oblast Luhansk ist nun in den Händen der Angreifer, nach monatelangen Kämpfen. Die ukrainischen Truppen, die zuletzt noch kleinere Teile des Gebiets verteidigten, zogen sich hingegen zurück.

        Tatsächlich könnte die Besetzung von Sjewjerodonezk Russland eher schwächen als stärken. Das Institute for the Study of War (ISW) zitiert einen hochrangigen US-Beamten, demzufolge der kontrollierte Rückzug der Ukrainer ein taktischer Zug ist. So werde dies bei den russischen Truppen für Abnutzungserscheinungen sorgen, mithin sowohl die Ausrüstung als auch das Personal verschleißen.

        Schon jetzt, lässt sich der Beamte zitieren, würden Probleme bei den Truppen sichtbar, die auf Sjewjerodonezk vorstoßen. Sie zeigten Abnutzungserscheinungen und eine „geschwächte Moral“. In der Folge werde sich Russlands Feldzug im Donbass verlangsamen. Das ISW analysiert, Russland habe seine Einheiten und die Ausrüstung seit Beginn der Angriffe auf die Stadt „erschöpft“. Bereits zuvor hatte das Institut mitgeteilt, die Einnahme von Sjewjerodonezk sei kein Wendepunkt.

        Auch der Gouverneur der Oblast Luhansk, Serhij Haidai, sieht das Zurückweichen der eigenen Kräfte nicht als blanke Kapitulation: Die Truppen zögen sich von „kaputten Positionen“ zurück, teilte er auf Telegram mit. Ziel sei es, weitere Verluste zu verhindern und an anderen Orten die Verteidigung zu verstärken.

        Ähnlich ist eine Einschätzung, die das britische Verteidigungsministerium verbreitete: Demnach würde die Ukraine seine Verteidigung in der Region „rekonfigurieren“. Russische Truppen hätten unterdessen „schleichende“ Fortschritte im Süden der Stadt gemacht – von dieser Seite aus baut Russland derzeit den größten Druck durch Angriffe auf.

        Künftige Kämpfe dürften sich auf die benachbarte Stadt Lyssytschansk konzentrieren. Nur wenige Kilometer westlich von dieser liegt die Grenze zur Oblast Donezk, deren Einnahme wiederum das nächste entscheidende Ziel für Russland sein dürfte. Olexij Arestowytsch, ein Berater des ukrainischen Präsidenten, rechnet allerdings nicht damit, dass russische Truppen die komplette Region Donezk einnehmen werden.
        […]

        https://www.zeit.de/politik/ausland/karte-ukraine-krieg-russland-frontverlauf-truppenbewegungen

        Kommentatoren sind wie üblich klüger als Journalisten:

        VivaViveka
        #3 — vor 1 Stunde
        6
        Der ISW scheint es jetzt langsam übertrieben zu haben:-)

        Gut zu sehen, dass hier an dieser Stelle immer mehr Leute diese „Analysen“ hinterfragen.
        Interessante Info vielleicht für den ein oder anderen:
        Der Gründer des ISW ist Kimberley Kagan, Ehefrau von Fred Kagan, der ein einflussreicher Berater der Bushregierung im Irakkrieg war.
        Der Bruder von Fred Kagan ist Robert Kagan, und der ist wiederum der Ehemann von Victoria „fuck the EU“Nuland, die 2014 als erste auf dem Maidan stand und maßgeblich Fäden im Hintergrund zog.
        Für Interessierte hier noch mal das gesamte Telefonat, mit sehr interessanten Infos zu der Art und Weise, wie dieser Wechsel der Regierung zustande gekommen ist.

        Und auch noch mal das Zitat aus der Selbstbeschreibung des ISW:
        Our Mission

        „The Institute for the Study of War advances an informed understanding of military affairs through reliable research, trusted analysis, and innovative education. We are committed to improving the nation’s ability to execute military operations and respond to emerging threats in order to achieve U.S. strategic objectives.“

        Zweifel an der Objektivität sind damit angebracht, um es mal milde zu formulieren.

        https://www.zeit.de/politik/ausland/karte-ukraine-krieg-russland-frontverlauf-truppenbewegungen?cid=61765645#cid-61765645

        Es gibt natürlich immer noch Hardliner wie Hodges:

        Und weil wir in kurzatmigen Zeiten leben: noch Anfang Juni hat Selenskyj das schon damals bereits verlorene Severodonetsk zum Prestigeobjekt erklärt, das nicht aufgegeben werden dürfe – er persönlich ist also für die sinnlosen Todesfälle dort und in der weiteren Umgebung verantwortlich:

        Kriegsentscheidend? Warum die ostukrainische Großstadt Sjewjerodonezk so umkämpft ist
        Aktualisiert am 15.06.2022, 16:10 Uhr
        • Nach Wochen erbitterter Gefechte haben russische Truppen den Großteil der ukrainischen Großstadt Sjewjerodonezk unter ihre Kontrolle gebracht.
        Aus Sicht von Präsident Wolodymyr Selenskyj entscheidet sich dort das „Schicksal unseres Donbas'“.
        • Warum sind Sjewjerodonezk und das benachbarte Lyssytschansk für den weiteren Verlauf von Russlands Angriffskrieg so bedeutend?
        Eine Analyse
        von Marco Fieber

        Mit dem Chemie-Kombinat Azot und einer Arbeitersiedlung begann 1934 die Geschichte von Sjewjerodonezk. Kaum 90 Jahre später steht die ostukrainische Großstadt in Trümmern und damit vor ihrem Ende.

        Sjewjerodonezk in der Region Luhansk ist zum Hauptschauplatz des Kampfes um den Donbas geworden. Bereits seit Monaten steht die Stadt unter russischem Beschuss: große Teile der Innenstadt und des Chemiewerkes – verwüstet. Der Eispalast am südlichen Ende der zentralen Verkehrsachse genauso wie zahllose Wohnblöcke – ausgebrannt. Die drei Brücken über den namensgebenden Fluss Siwerskyj Donez, die die letzte direkte Verbindung zu den ukrainischen kontrollierten Gebieten bilden, – zerstört. [Durch die Ukraine, die auch die Stadt zerstörte.]
        Bereits seit Anfang März versuchen russischen Truppen Sjewjerodonezk einzunehmen. Immer wieder konnten sie vorrücken, sich in einigen Stadtteile festsetzen. Zugleich versuchte die ukrainische Armee die Offensiven zurückzuschlagen, zuletzt zunehmend erfolglos. Laut des Regionalgouverneurs von Luhansk, Serhij Hajdaj, befinden sich nur noch 20 bis 30 Prozent der Stadt unter der Kontrolle Kiews. Es sei nicht mehr möglich, dorthin zu gelangen.

        Selenskyj: „In Sjewjerodonezk entscheidet sich das Schicksal unseres Donbas'“

        Die Schlacht um Sjewjerodonezk beschrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj am Dienstag als „einfach schreckenerregend“. Auf ukrainischer Seite gebe es sehr viele Opfer. Der Verwaltungschef der Stadt, Oleksandr Striuk, widerspricht jedoch Regionalgouverneur Hajdaj. Striuk betonte, Sjewjerodonzek sei „nicht isoliert“. Die Stadt sei weder eingenommen noch eingekesselt.
        Klar ist hingegen: Präsident Selenskyj hatte die Gefechte gegen die russische Armee um das strategisch wichtige Verwaltungszentrum bereits Anfang Juni als richtungsweisend für den Kampf im Osten seines Landes bezeichnet. „Sjewjerodonezk bleibt das Epizentrum der Auseinandersetzungen im Donbas“, sagte Selenskyj. „In vielem entscheidet sich dort das Schicksal unseres Donbas‘.“

        Denn fällt Sjewjerodonezk – und Lyssytschansk gleich auf der anderen Seite des Siwerskyj Donez – dann steht die komplette Region Luhansk unter russischer Besatzung. Für Moskau wäre damit ein Teilziel seines Angriffskrieges erreicht.
        […]

        https://web.de/magazine/politik/russland-krieg-ukraine/ostukrainische-grossstadt-sjewjerodonezk-umkaempft-37021826

        Und wenn konventionelle Westreporter auf pro-russische Einwohner (wie in Lyssytschansk) stoßen, sind sie schockiert:

        Aber immerhin trauen sich konventionelle Westmedien in umkämpfte Gebiete. Das liegt den deutschen Medien fern, die lieber ukrainische Propaganda verbreiten.

        • Der hier schon viel zitierte Militärexperte Markus Reisner will nun auch keine Wende sehen in den nächsten Wochen, er meint auch quasi kontrafaktisch, dass alles viel schlechter stehe, als der Westen meint. 🙂

          „+++ 15:24 Militärexperte sieht Erschöpfungserscheinungen bei Ukrainern +++
          Der österreichische Militärexperte Markus Reisner stellt derzeit keine Erschöpfungserscheinungen auf russischer Seite fest – wohl aber bei den Ukrainern. „Die Russen bringen im Schnitt jede Woche mindestens zwei vollbeladene Militärzüge heran. Ich sehe aber keine ukrainischen Militärzüge, die haufenweise Material in den Donbass bringen. Gäbe es das, hätten wir Videos davon gesehen“, sagt er dem österreichischen Magazin „Profil“. Zudem gebe es kaum noch Bilder von gefangen genommenen oder getöteten russischen Soldaten. „Auf der anderen Seite zirkulieren viele Videos von verwundeten, getöteten, gefangenen und demoralisierten Ukrainern“, so Reisner weiter.“ (Quelle: n-tv.de)

          Nun, dann sehen wir, wohin die Reise in Zukunft geht auf der Welt:

          +++ 03:11 EVP-Chef mahnt langen Atem der G7 an +++
          Vor dem G7-Gipfel im bayerischen Elmau hat der Chef der Europäischen Volkspartei, Manfred Weber, eine langfristige Unterstützung der Ukraine angemahnt. Notwendig sei „die Botschaft an den Kriegstreiber Putin, dass er diesen Krieg nicht gewinnen wird“, sagte Weber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. „Es darf keinen Zweifel daran geben, dass die westlichen Demokratien einen langen Atem haben und bereit sind, der Ukraine langfristig zu helfen.“ Zugleich rief Weber die G7 dazu auf, neue Partner in Asien, Afrika oder Südamerika zu gewinnen. Es müsse gelingen, „eine Art Freihandelszone der freien Welt aufzubauen, in der man sich gegenseitig unterstützt“, forderte der EVP-Chef. China dürfe nicht der Profiteur von neuen Konflikten und einer „westlichen Naivität“ sein.

          Nur ist man im Westen jedoch ab und an der Auffassung, das dass die G7 nicht so gute Karten habe, um den globalen Süden für den WERTE-Westen zu gewinnen, was ich jetzt wirklich fast nicht verstehen kann. 🙂

          „+++ 23:29 Ischinger sieht Westen in der Defensive +++
          Der langjährige Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, sieht den Westen vor dem G7-Gipfel in Elmau in der Defensive. „Den eigentlichen Sinn dieses Gipfels sehe ich in der Bekräftigung der westlichen Entschlossenheit, eine regelbasierte internationale Ordnung gegen massive Völkerrechtsbrüche wie die von Putin zu verteidigen“, sagte der frühere Spitzendiplomat „Tagesspiegel“: „Es ist ein Defensivtreffen zur Verteidigung unserer Werte und Regeln.“ Der Irak-Krieg und der Afghanistan-Krieg hätten die Glaubwürdigkeit des Westens erschüttert, meinte der heutige Chef des Stiftungsrats der Sicherheitskonferenz. „Deshalb hat der Westen im Ringen mit Russland und China keine besonders guten Karten“, meinte er: „Wir haben da eine sehr ungünstige Ausgangsposition.““ (Quelle: n-tv.de)

  3. @ Mark Smith:

    Was Lafontaine sagt, ist goldrichtig und bestätigt das, was ich zuvor gesagt hatte:

    „Habeck macht die Deutschen ärmer und schwächt unsere Wirtschaft
    Robert Habeck ist Wirtschaftsminister im Land der Dichter und Denker. Diese fälschlicherweise Madame de Staël zugeschriebene Adelung der Deutschen gerät stark ins Wanken, wenn man die Politik des grünen Wirtschaftsministers erlebt.
    Land der Dichter passt vielleicht noch, weil Robert uns das Märchen erzählt, der Anstieg der Energiepreise sei eine böse Tat des Schurken Putin.
    Land der Denker passt schon weniger, weil Habeck nach kurzem Nachdenken zu dem Ergebnis kommen müsste, dass er mit seiner Politik die Deutschen ärmer macht und die Wirtschaft schwächt.
    Gott sei Dank sind noch nicht alle durchgeknallt. Die „New York Times“ fordert Biden auf, seinen Zermürbungskrieg gegen Russland in der Ukraine zu beenden, die „Welt“ kommentiert, dass eine [? recte: an einer] Wiederaufnahme der Ostpolitik Willy Brandts kein Weg vorbeiführt und im „Deutschlandfunk“ hörten wir: „Lösen wir uns vom amerikanischen Diktat. Kaufen wir kein schmutziges Fracking-Öl und -Gas. Öffnen wir die Schleusen von Nord Stream 2. Die Sanktionen haben weder einen Krieg verhindert, noch gestoppt. Russen und Amerikaner sind die Profiteure der
    Sanktionen, die uns Westeuropäer am härtesten treffen.“
    Wie lange schauen die Deutschen noch einer Bundesregierung zu, in der vor allem die Grünen alles tun, um den Lebensstandard der Menschen zu verschlechtern und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft zu ramponieren?“ (Quelle: Oskar Lafontaine/Facebook)“

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-8/#comment-96211

    Das ist alles korrekt, und der Trick besteht darin, Putins „Angriffskrieg“, dieses wording beherrschten alle deutschen Medien von Anfang an, um sich von der russischen „militärischen Spezialoperation zum Schutz des Donbass“ abzugrenzen, als Ursache für das Abschmieren der deutschen Wirtschaft in eine Stagflation darzustellen. Dabei sind es die unnützen westlichen Sanktionen. Der „Angriffskrieg“ mutierte schnell zum „brutalen Angriffskrieg“, gefolgt vom „Vernichtungskrieg“, jetzt ersetzt durch den „brutalen Abnutzungskrieg“. Und natürlich lügt nur Rußland, nicht aber die Ukraine und deren enabler, britische und US-Geheimdienste.

    Jetzt findet wieder so ein Grünen-Spielchen statt: die Bundesnetzagentur tut so, als sei sie unabhängig: lobt Habeck für die noch gestern vom Wirtschaftsministerium dementierte Ausrufung der Gas-Alarmstufe 2, beruhigt aber die Bevölkerung: nein, das bedeute keine höheren Preise:

    Gasversorgung
    „Gas ist von nun an ein knappes Gut in Deutschland“
    Russland hat die Gaslieferungen durch die Pipeline Nord Stream 1 deutlich reduziert. Die Bundesregierung aktiviert deshalb nun Stufe zwei des Notfallplans Gas.
    Von Ulrike Tschirner
    Aktualisiert am 23. Juni 2022, 11:12 Uhr
    […]
    Die Alarmstufe ist die zweite von drei Eskalationsstufen des Notfallplans Gas. Sie könnte für Unternehmen und Privathaushalte zu spüren sein, weil Gasversorger in laufenden Verträgen die Preise erhöhen könnten – das soll zunächst aber noch nicht geschehen. Die Alarmstufe ist zudem Voraussetzung für die Pläne der Bundesregierung, den Gasverbrauch im Stromsektor zu senken und Kohlekraftwerke stärker zum Einsatz zu bringen.
    […]
    Der Grünenpolitiker kritisierte den schleppenden Ausbau erneuerbarer Energien in den vergangenen Jahren. „Es sind die Versäumnisse der letzten Dekade, die uns jetzt in diese Bedrängnis geführt haben.“ Damit meine er nicht nur die „politisch falsche Abhängigkeit von Russland“, sondern auch die „fehlende Bereitschaft, Alternativen zu schaffen“. Dies räche sich nun und müsse aufgeholt werden – „nicht von heute auf morgen, aber von heute auf übermorgen“.
    […]
    Auch ohne diese Preisweitergabe würden die erhöhten Kosten bei den Kunden ankommen, sagte Habeck. Der Minister sprach von einer „extremen Belastung für viele Menschen“ – für Unternehmerinnen und Unternehmer sowie für Privathaushalte. Dies sei ein „externer Schock“ durch den Ukraine-Krieg und die „politisch induzierte Verknappung von fossilen Rohstoffen“.
    […]
    Russland hatte die Gasliefermenge durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 in der vergangenen Woche deutlich gesenkt. Der russische Energiekonzern Gazprom begründete dies mit Verzögerungen bei der Reparatur von Verdichterturbinen. Im Juli steht zudem eine etwa zehntägige Wartung der Pipeline an, die die Gasversorgung weiter beeinträchtigen könnte.
    Die Bundesregierung stuft die Drosselung der Liefermenge als politisch motiviert ein. Am Tag der Industrie am Dienstag bezeichnete Habeck die reduzierten Gaslieferungen als „ökonomischen Angriff“ auf Deutschland. Der russische Präsident Wladimir Putin setze Energie als Waffe ein und wolle Angst schüren, sagte er.

    https://www.zeit.de/wirtschaft/2022-06/robert-habeck-will-offenbar-alarmstufe-des-notfallplans-gas-verkuenden

    Der Mann spielt va banque mit der deutschen Wirtschaft, aus grünen ideologischen Gründen, wobei er diese Ideologie zugleich verrät: Kohleverstromung und fracking-Gas-Importe stehen eigentlich nicht auf der Agenda. Und die Lüge, Rußland halte Gas erpresserisch zurück, nicht etwa wegen der Sanktionen gegen Siemens aus Kanada und Deutschland, dringt allenfalls bei den Medien durch, nicht beim Publikum:

    Ein Kommentator des ZEIT-Artikels:

    „Deutschland exportiert auch nach wie vor (russisches) Erdgas über die Jamal-Pipeline nach Polen. Bis zum Dezember 2021 wurde über die Jamal westsibirisches Gas über Belarus und Polen nach Deutschland geliefert. Seitdem arbeitet die Pipeline im umgekehrten Betrieb und liefert Polen „deutsches Gas“ – das Gas, das Deutschland zuvor über die Nord Stream 1 Pipeline aus Russland eingekauft hat. Das Land, das eigenmächtig mit großen Worten als erstes ein Embargo auf russische Energielieferungen verhängt hat, bezieht also nun einen Teil seines Gases aus Deutschland. Und „wir“ wundern uns, dass es mit der Befüllung der Gasspeicher nicht so recht klappt. Nun macht auch noch Gazprom Dienst nach Vorschrift und reduziert die Lieferungen über Nord Stream 1 wegen Wartungsarbeiten, für die man auf Teile aus Kanada wartet, die aufgrund der Sanktionen nicht geliefert werden können. So wird Deutschlands Gasversorgung ein Opfer der kanadischen Sanktionen. Und der Preis steigt und steigt.“
    https://www.zeit.de/wirtschaft/2022-06/robert-habeck-will-offenbar-alarmstufe-des-notfallplans-gas-verkuenden?cid=61739870#cid-61739870

    Da die Medien dabei sind, jeden, der sich für Nord Stream 2 eingesetzt hat, zu vernichten, wird aus der Lösung des Sanktionsproblems nichts. Und für das „freiwillige“ Öl-Embargo Deutschlands, das Schwedt, Leuna und die Benzinversorgung über die Klinge springen läßt, gibt es nur wolkige „Standortzusicherungen“ des Wirtschaftsministeriums, dem offensichtlich nicht klar ist, was mutwillig erhöhte Gaspreise bedeuten: Chemie-, Glas-, Düngemittel- und Stahlindustrie brechen ein. Gas ist schließlich nicht nur zum Heizen da.

    Ansonsten:

    Neuigkeit zur Petition
    Frieden und Gerechtigkeit

    EMMA Redaktion
    Köln, Deutschland

    23. Juni 2022 —

    Zu einem sofortigen „Verhandlungsfrieden“ statt einem nicht endenden Zermürbungskrieg rät eine Gruppe internationaler katholischer Wissenschaftler, Politiker und Ethiker nach einer zweitägigen Sitzung in Vatikanstadt. Die FriedensforscherInnen gehen davon aus, dass am Ende eines nicht endenden Krieges in der Ukraine dieselben Kompromisse stehen werden, die schon am Anfang im Raum standen. Dann aber nach noch mehr Zerstörung und Tod. Und vor allem: Sie belegen minutiös, dass die zentralen Argumente pro Krieg faktisch falsch sind.

    https://www.change.org/p/offener-brief-an-bundeskanzler-scholz/u/30687128

    • Es ist offenbar nicht mehr möglich, auf rationale mediale Reaktionen zu hoffen. Während antisemitische Darstellungen durch indonesische post-colonial Agitprop-Kollektive zurecht kritisiert wurden, wurde vom woken ör-Funk Henri Nannen ins Visier genommen, der eigentlich selten klar seine Verantwortung für Nazi-Propaganda im 2. Weltkrieg einbekannt hatte. Nun wird er beweislos für ähnliche Hetzmotive verantwortlich gemacht:

      Geschichte des stern
      Wer war der stern-Gründer Henri Nannen?

      von Stefan Schmitz
      21.06.2022, 20:00 13 Min. Lesezeit

      Das NDR-Format STRG_F zeigt Henri Nannen als antisemitischen Hetzer im Zweiten Weltkrieg. Der stern ist den Vorwürfen nachgegangen.

      Es riecht nach Papier, nach Büchern und Bildung. „Hier in diesem Raum“, sagt Eva Rothkirch von der Berliner Staatsbibliothek, „standen lange die privaten Bestände der Gebrüder Grimm.“ Dann öffnet sie einen Karton, der sonst bei 18 Grad Celsius und 50 Prozent Luftfeuchtigkeit im Magazin aufbewahrt wird – und so stinkendes wie explosives Material enthält.

      In ihm liegen Flugschriften aus dem Zweiten Weltkrieg: Hakennasen sind darauf zu sehen, dicke Lippen, fette Bäuche, blonde Arier. So ziemlich das ganze Arsenal der Nazi-Stereotype. Nur haben den Dreck nicht irgendwelche vergessenen Propagandisten gemacht. Zumindest dabei war Henri Nannen, der Gründer des stern. Der NDR hat die Flugblätter von der italienischen Front aus den Jahren 1944 und 1945 nun aus dem Archiv geholt und in einem Youtube-Format für junge Leute gezeigt. „Kann dieser Mann noch ein journalistisches Vorbild sein?“, fragen die Macher von STRG_F.

      Bilder als Kriegswaffe

      Nannen, der 1996 mit 82 Jahren gestorben ist, stellen sie als „einen der größten deutschen Journalisten“ vor. Den Namen des langjährigen stern-Chefs trägt eine renommierte Journalistenschule genau wie bislang ein wichtiger Preis, der diese Woche wieder vergeben wird. Nannen stritt für Willy Brandts Ostpolitik, druckte den legendären „Wir haben abgetrieben“-Titel, fetzte sich mit den Ewiggestrigen. Dass die Bundesrepublik so ist, wie sie ist, hat auch mit ihm zu tun.

      Dabei war lange bekannt, dass er im Nationalsozialismus dem Führer in Artikeln für eine Kunstzeitschrift gehuldigt hat. Dass er als Propagandasoldat schmissige Berichte über das Heldentum der deutschen Flieger in der Sowjetunion ins Radiomikrofon gesprochen hat – und auch, dass er zuletzt, 1944 und 1945, in Italien Mitarbeiter des Waffen-SS-Projekts „Südstern“ war, das die Kampfmoral der alliierten Truppen zersetzen sollte. Was das konkret bedeutete, blieb aber eher verschwommen. Bis jetzt.
      […]

      https://www.stern.de/gesellschaft/henri-nannen-und-die-nazis–wer-war-der-stern-gruender-henri-nannen–31968084.html

      Ähnlich emotional geht es im Corona-Milieu zu, zu dem ich zuletzt am 28.5.2022 u.a. schrieb:

      „Auch die Stiko sollte zurück zur Wissenschaft finden:

      Eine Konstante bleibt: Panikmache:

      Und Twitter dreht frei:“

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-6/#comment-96003
      [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-6/#comment-96003

      Was soll man dazu noch sagen? Selbstverständlich leidet das natürliche Immunsystem, wenn man Menschen voneinander trennt; und natürlich leidet es auch, wenn es durch Impfungen in die falsche Richtung gelenkt wird (Spikes-Proteine), während die Omikron-Varianten sich genau dort diversifizieren.

      Es geht alles ineinander über:

      Aber ach, Ratio zählt nicht mehr. Dafür stehen die Grünen:

      Und die Medien:

      Nicht nur die Medien, auch Twitter hat etwas gegen wissenschaftliche Erkenntisse, die der politisierten Corona-Politik widersprechen (die politisierte Corona-Politik beruft sich auf ihr genehme Wissenschaftler):

      Aber zwischen Verfassungschutz und dem versagenden BVerfG werden die Räume immer enger:

      Eine kurze Umleitung zu dem Thema, wie Westmedien Attentate und Amokläufe rauf- bzw. runterschreiben:

      Todesfahrt in Berlin
      »Ein richtiges Bekennerschreiben gibt es nicht«
      Im Wagen des Todesfahrers von Berlin hat die Polizei Plakate gefunden, die sich gegen die Türkei richten.
      08.06.2022, 19.26 Uhr
      […]
      In Berlin-Charlottenburg ist ein Auto am Mittwochvormittag gegen 10 Uhr 30 in der Nähe des Kurfürstendamms in eine Menschenmenge auf dem Bürgersteig gerast. 200 Meter weiter krachte der Wagen in ein Schaufenster. Eine Frau kam ums Leben, sechs Menschen schweben noch in Lebensgefahr, drei weitere sind schwer verletzt.
      Ob es sich um einen Unfall handelt oder der mutmaßliche 29-jährige Fahrer politische Motive hatte, ist noch unklar.
      Iris Spranger, Innensenatorin Berlin: »Ein richtiges Bekennerschreiben gibt es nicht. Wir werden jetzt das Auto entsprechend untersuchen, das läuft gerade. Es sollen Plakate wohl drinnen liegen.«
      Auf diesen Plakaten solle sich der armenisch-stämmige und in Berlin lebende Fahrer über die Türkei äußern. Von dem Unfall betroffen ist auch eine Schulklasse aus Hessen. Die Berliner Bürgermeisterin sicherte ihnen schnelle Hilfe zu.
      […]

      https://www.spiegel.de/panorama/justiz/berlin-auto-rast-in-menschenmenge-a-e0a234a2-5814-4e3f-8336-72a20cd4ce2a

      Todesfahrt bei Berliner Gedächtniskirche
      Auto fährt in Menschenmenge – Lehrerin stirbt, 14 Schüler verletzt

      Immer noch kämpfen Menschen um ihr Leben: In Berlin hat ein Mann ein Auto in eine Personengruppe gesteuert. Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet. Der Überblick.
      08.06.2022, 19.25 Uhr
      […]
      Was ist passiert?

      Gegen halb elf Uhr morgens fuhr ein 29 Jahre alter Mann Polizeiangaben zufolge mit einem Auto auf den Bürgersteig des Berliner Kurfürstendamms in eine Menschengruppe hinein. Dann fuhr er auf eine Kreuzung und knapp 200 Meter weiter auf der Tauentzienstraße in Richtung Osten. Kurz vor der Ecke Marburger Straße lenkte er den Wagen erneut von der Straße auf den Bürgersteig, touchierte ein anderes Auto, überquerte die Marburger Straße und landete im Schaufenster eines Parfümeriegeschäfts.
      […]
      War es ein Unfall oder Absicht?

      Das ist unklar. Nach Angaben der Ermittler könnte es sich um einen Unfall oder eine vorsätzliche Tat gehandelt haben. Indikatoren, die für eine Vorsatztat sprächen, würden nun unter anderem mit Zeugenaussagen und Spuren abgeglichen, sagte Polizeisprecher Thilo Cablitz am Mittag. Zeugen, mit denen der SPIEGEL sprechen konnte, berichten von einer allem Anschein nach absichtlichen Fahrt.
      https://www.spiegel.de/panorama/justiz/mutmassliche-amokfahrt-in-berlin-er-wusste-was-er-tut-er-hat-immer-wieder-gas-gegeben-a-88efdb1a-8d79-439a-b0ac-7bf14ee0db07

      Die Polizei hat eine Mordkommission eingerichtet.
      […]

      https://www.spiegel.de/panorama/justiz/berlin-auto-faehrt-in-menschenmenge-wohl-auch-schueler-unter-den-opfern-a-5197fb83-f496-4f17-b056-6ac0129a1c6e

      tagesschau 20:00 Uhr, 08.06.2022

      Breitscheidplatz
      Gericht weist Verdächtigen in Psychiatrie ein

      Einen Tag nach der tödlichen Autofahrt in Berlin verdichten sich die Hinweise auf eine psychische Krankheit des mutmaßlichen Täters. Terror schließen die Ermittler aus.
      Aktualisiert am 9. Juni 2022, 21:56 Uhr
      Quelle: ZEIT ONLINE, AFP, als, svj

      Der 29-jährige Tatverdächtige, der am Berliner Breitscheidplatz in eine Menschenmenge gefahren sein soll, wird vorläufig in einer Psychiatrie untergebracht. Einem entsprechenden Antrag der Staatsanwaltschaft gab das Amtsgericht Tiergarten statt. Es spreche „relativ viel“ für eine paranoide Schizophrenie des Mannes, sagte der Sprecher der Anklagebehörde, Sebastian Büchner.
      Bei der Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen seien Medikamente gefunden worden. Zudem habe er seine behandelnden Ärzte von ihrer Schweigepflicht entbunden. Ob die Erkrankung wirklich ursächlich für die Tat war, sollen laut Büchner die weiteren Ermittlungen zeigen. Ein Terrorakt werde jedoch derzeit ausgeschlossen, ein Unfall ebenfalls.
      […]
      Ermittlungen müssten nun zeigen, ob hinter der Tat möglicherweise noch mehr stehe als die psychische Erkrankung des Fahrers, sagte Giffey. Zuvor hatte Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) mitgeteilt, es sei „nach dem jetzigen Stand kein politischer Hintergrund zu sehen„, die Ermittlungen würden die Hintergründe der Tat erbringen.

      https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2022-06/breitscheidplatz-tatverdaechtiger-psychatrie-staatsanwaltschaft-berlin

      Genau an dieser Krankheit litt auch der Hanau-Amokläufer, der dennoch als „Rechtsextremist“ und Motivation für den „Kampf gegen Rechts“ herhalten muß.

      Messer-Attacke in Hochschule in Hamm
      30-jährige Frau gestorben – Polizei lobt mutige Studenten
      Erstellt: 12.06.2022, 10:52 Uhr
      […]
      Der mutmaßliche Täter hatte am Freitag vier Menschen offenbar wahllos angegriffen und teils schwer verletzt. Der 34-Jährige wurde inzwischen in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Der Mann leide bereits seit längerem an psychischen Problemen, sagte der Sprecher der Dortmunder Staatsanwaltschaft, Henner Kruse, am Samstag.
      […]
      Der mutmaßliche Täter wurde im Hörsaal von Studentinnen und Studenten überwältigt und dann von der Polizei festgenommen. Er habe die Tat gestanden und angegeben, dass er keinen anderen Ausweg mehr gesehen habe, sagte Kruse. Demnach ging der Mann davon aus, dass die Anwesenden in dem Hochschulgebäude zu der Gruppe gehörten, die ihn töten wolle.
      […]
      Update vom 10. Juni, 16:14 Uhr: Im Fall der Messerattacke an der Hochschule Hamm mit vier Verletzten ist der 34 Jahre alte Tatverdächtige in eine psychiatrische Klinik eingewiesen worden. Dies teilte die Polizei Dortmund am Samstag mit. Die Ermittler gehen nach einem psychiatrischen Gutachten davon aus, dass der Student bei der Tat am Freitagnachmittag voll schuldunfähig oder vermindert schuldfähig war. Er habe unter Verfolgungsängsten und Wahnvorstellungen gelitten, sagte Staatsanwalt Henner Kruse. Erst zwei Tage zuvor habe er einen Suizidversuch unternommen und sei deswegen in eine psychiatrische Klinik gekommen. Am Freitagmittag habe er sich dort selbst entlassen.
      […]

      https://www.merkur.de/welt/taeter-ermittlungen-messer-attacke-hochschule-hamm-lippstadt-menschen-polizei-zr-91603864.html

      Wie ich schon oft gesagt habe: kein Amoklauf ohne psychische Störungen bzw. ohne Psychose. Da muß die Prävention ansetzen. Auch der „Täter“ von Hanau war lange zuvor als von Verfolgungswahn Getriebener bekannt geworden.

      In den USA ist die Ausfilterung unangenehmer Attentate bzw. deren Versuche noch viel weitgehender: hier auf den Supreme Court-Richter Kavanaugh:

      NASTY NANCY: Watch Speaker Snap, Says ‚Nobody is in Danger‘ When Confronted With Kavanaugh Plot
      posted by Hannity Staff – 6.10.22
      [Video]
      According to Speaker Nancy Pelosi (D-CA), the House won’t vote this week on a bill to boost security for Supreme Court Justices in the wake of the threat on Justice Brett Kavanaugh’s life. Nancy says “no one is in danger over the weekend” because there won’t be a vote on the bill.

      A strange position to take, considering the Supreme Court Justices are absolutely in danger.
      According to The New York Post, Kavanaugh’s would-be attacker “was arrested earlier Wednesday outside Kavanaugh’s home in Montgomery County, Maryland, where he had shown up with a backpack and suitcase containing a Glock 17 pistol, ammunition, a knife, tactical gear, pepper spray and other items, including zip ties, a hammer, a screwdriver and duct tape.”
      No one is in danger, Nancy?
      Watch the clip above.

      https://hannity.com/media-room/nasty-nancy-watch-speaker-snap-says-nobody-is-in-danger-when-confronted-with-kavanaugh-plot/

      Die WaPo beruhigte am 10.6.2022:

      New 911 tapes show how man accused in Kavanaugh murder plot abandoned plan
      By Dan Morse ● Read more »

      Wie praktisch überall, befinden wir uns im Bereich des Religiösen, wie Harald Martenstein zurecht feststellt:

      Meinung
      Neben der Spur
      Im Reich des Religiösen
      Stand: 12.6.2022 07:15 Uhr |

      Von Harald Martenstein

      Schon jetzt läuft vonseiten der Maßnahmenlobby eine Diffamierungsinitiative gegen das Gutachten des Sachverständigenrats über die Corona-Maßnahmen. Für die Kritiker scheint genau jetzt der ideale Zeitpunkt zu sein, um ein „Narrativ“ zu erschaffen. Die Botschaft: Taugt eh nichts.

      Gerade fängt so richtig der Sommer an, und schon droht ein Herbst. Rechtzeitig vor dem Herbst sollte ein Sachverständigenrat im Regierungsauftrag prüfen, welche Corona-Maßnahmen der letzten beiden Jahre wirklich etwas gebracht haben. Und welche eher wenig. Zu den Aufgaben dieses Rates gehört es, den Nutzen der Maßnahmen gegen die dadurch verursachten Schäden abzuwägen, etwa für Schulkinder.

      Am 30. Juni werden die Ergebnisse veröffentlicht. Schon jetzt läuft vonseiten der Maßnahmenlobby eine Diffamierungsinitiative gegen das Gutachten und die Gutachter, mit den üblichen Methoden. Diese heißen: anonyme Vorwürfe und Rufschädigung, auf Neudeutsch Labeln und Narrative. Es scheint nämlich, dass laut dieses Gutachtens die Maßnahmen zumindest teilweise sinnarm gewesen sind.

      Für diejenigen, die zwei Jahre lang jedwede Kritik daran verbal niedergeknüppelt haben und Maßnahmenkritiker pauschal in die Schwurblerecke geschoben haben, ist das unangenehm. Es ist auch unangenehm für alle, die schon jetzt, ohne im Entferntesten zu wissen, wie dann überhaupt die Corona-Lage sein wird, für den Herbst das nächste Maßnahmen-Festival fest eingeplant haben. Sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten, ist etwas anderes und natürlich richtig.

      In einem Artikel der „Süddeutschen Zeitung“ heißt es, in „Fachkreisen“ werde das Gutachten „verrissen“, es sei „schlecht gemacht“ und „einseitig“, dies hänge mit der „vorgefassten negativen Meinung“ der Gutachter zusammen. Aus wem diese „Fachkreise“ bestehen, erfährt man leider nicht.
      https://www.sueddeutsche.de/politik/corona-massnahmen-1.5599050

      Ob diese Fachkreise vielleicht selbst eine vorgefasste Meinung haben, etwa weil sie selbst an dem Zustandekommen zweifelhafter Maßnahmen mitwirkten, erfährt man deshalb auch nicht, diese Information könnte die Glaubwürdigkeit der Anklage schmälern. Fest steht allerdings, dass in dem für inkompetent („schlecht gemacht“) erklärten Sachverständigenrat Fachkreise durchaus vertreten waren, nur waren es offenbar die falschen Fachkreise, Hendrik Streeck zum Beispiel.

      Die heftige Kritik wird an einem durchgestochenen Entwurf festgemacht, fertig ist das Gutachten ja noch nicht. Bei Filmkritikern wäre es unüblich, bereits während der Dreharbeiten ein Werk zu verreißen. Aber genau jetzt ist der ideale Zeitpunkt, um ein „Narrativ“ zu erschaffen, mit der Botschaft: Taugt eh nichts.

      Im Reich des Religiösen

      Mein Lieblingssatz dazu, getwittert von Christina Berndt, einer „SZ“-Kollegin: „Wenn es keine Evidenz gibt“, also keine Belege dafür, dass die Maßnahmen etwas brachten, „heißt das nicht, dass etwas nicht wirkt.“ Hier sind wir im Reich des Religiösen angelangt, finde ich. Dafür, dass Beten hilft, gibt es keine Evidenz. Aber es könnte wirken. Einen Arzt, der mir ohne jede Evidenz ein Bein amputiert, würde ich jedenfalls nicht weiterempfehlen.

      […]

      In Extremsituationen sind extreme Maßnahmen legitim. Aber nur dann. Eine völlig risikolose Gesellschaft kann es nun mal nicht geben, ebenso wenig wie perfekte Gerechtigkeit, eine Welt ohne Infektionskrankheiten oder eine staatliche Garantie dafür, dass wir alle unseren 100. Geburtstag erleben.
      Der Staat schafft einen Rahmen, der Risiken begrenzt, durch Verkehrsregeln und Gurtpflicht zum Beispiel. Der Rest sollte, in freien Ländern, den Individuen überlassen bleiben. Deren Risikobereitschaft ist naturgemäß unterschiedlich. Es gibt keine objektive Grenze zwischen akzeptablen und inakzeptablen Risiken, das bleibt auf ewig Ansichtssache. Was gar nicht ginge, wären strenge Regeln, die Schaden anrichten, aber fast nichts nützen.

      https://www.welt.de/politik/deutschland/harald-martenstein/plus239308481/Harald-Martenstein-Neben-der-Spur-Der-Narr-im-Narrativ.html

      Natürlich ging es „religiös“ weiter. Davon morgen mehr.

      • Es fängt damit an, daß das RKI unangenehme Daten einfach nicht mehr veröffentlicht: für Impfeffektivität und den mantraartig beschworenen „Schutz vor Tod und schweren Verläufen“ lassen sich keine Belege finden:

        Noch vor der Evaluierung wird der Holzhammer ausgegraben:

        Da sei Kubicki vor:

        Das hatten wir in Deutschland wohl noch nie: das BVerfG verletzt ein Grundrecht:

        Es ist immer gut, wenn das Näheverhältnis von Entscheidern und Pharmaindustrie untersucht wird:

        Zumal Biontech jetzt ziemlich dreist auftritt:

        Und Lauterbach für die Viertimpfung auf den Plan tritt – entgegen den Empfehlungen der Stiko:

        Corona
        Verwirrung um Lauterbachs Viertimpfungs-Empfehlung
        Stand: 22.06.2022 | Von Benjamin Stibi

        Der Bundesgesundheitsminister plädiert angesichts der Sommerwelle dafür, „großzügig“ mit der vierten Impfung umzugehen. Für wen genau er den zweiten Booster empfiehlt, bleibt unklar. Für sein Vorgehen, das im Widerspruch zu den Aussagen der Ständigen Impfkommission steht, erntet er Kritik.

        Am Mittwoch vergangener Woche sorgte Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) mal wieder für Erstaunen: Aufgrund der schnellen Ausbreitung der Omikron-Variante BA.5 rate er allen, die „einen ruhigeren und beschwerdefreieren Sommer haben wollen“, zu einer vierten Impfung, sagte er dem ZDF.
        Diese Aussage kam überraschend, empfiehlt die Ständige Impfkommission (Stiko) die zweite Auffrischimpfung bislang nur für Über-70-Jährige, Betreute in Pflegeeinrichtungen, medizinische Angestellte und Menschen mit Immundefizienz.

        Lauterbach will den einzelnen Bürger über vierte Impfung entscheiden lassen

        Zwei Tage später dann erklärte Lauterbach auf einer Pressekonferenz, er würde „großzügiger“ umgehen mit der Indikation für die vierte Impfung: „Die Stiko-Empfehlungen sind Empfehlungen auf der Grundlage einer Kosten-Nutzen-Relation, die gemacht wird unter allen Sicherheitsbedingungen, aber die konkrete Entscheidung muss immer der Einzelne treffen in Einvernehmen mit seinem Arzt.“
        […]
        Der Stiko-Vorsitzende Thomas Mertens erklärte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur schriftlich, die Frage, wann und wer eine weitere Auffrischimpfung erhalten soll, müsse durch eine begründete medizinische Indikation beantwortet werden: „Die Indikation kann nicht lauten ‚viel hilft viel.“
        Dazu, was die bereits verfügbaren Impfstoffe in der aktuellen Situation leisten würden, lägen derzeit noch keine belastbaren Daten vor. Mertens erklärte: „Das Vorliegen der Daten ist eine Voraussetzung für eine begründete neue Impfempfehlung und muss auch beim ‚Handlungswillen‘ der Politik unbedingt Berücksichtigung finden.”
        […]
        Deutliche Kritik kommt von dem Virologen Klaus Stöhr, der eine allgemeine Zweitbooster-Empfehlung am Sommeranfang für „aus dem Blickwinkel der vorhersagbaren Winterwelle unvernünftig“ bezeichnete. Besonders für Nicht-Vulnerable und Jüngere sei eine Boosterimpfung nur von kurzer – Stöhr spricht von „Wochen“ – und geringer Wirkung. „Die Boosterwirkung wird also im Herbst bereits verpufft sein, aber die mit jeder Impfung kommenden Nebenwirkungen bleiben. Deshalb: die Boosterimpfung besser in den Herbst legen kurz vor dem Winter mit hohem Infektionsdruck und -wahrscheinlichkeit“, so Stöhr.

        Ähnlich äußerte sich der Immunologe Andreas Radbruch. Dieser erklärte, er sehe sogar „erste Hinweise, dass das Immunsystem durch zu häufige Provokation gesättigt wird und nicht mehr so flexibel auf neue Varianten reagiert“. Schon zwei bis drei Impfungen würden sehr gut vor schwerem Verlauf und Tod schützen sowie das LongCovid-Risiko senken. Inwieweit die vierte Impfung „epidemiologisch da langfristig noch etwas draufsetzen kann“, sei noch unklar – vor Infektion und Infektiosität schütze sie aber nur „sehr unvollkommen“.

        https://www.welt.de/politik/deutschland/plus239509223/Verwirrung-um-Lauterbachs-Viertimpfungs-Empfehlung.html

        Was Impfnebenwirkungen angeht:

        Lauterbach beschimpft ungeimpfte Pflegekräfte (also ob die nicht arbeiten würden):

        Das Merkwürdige ist, daß sich alle darüber einig sind, daß China mit seiner autoritären Zero Covid-Politik (die auch bei uns Anhänger fand) gescheitert sei, bemerken aber nicht, daß Deutschland das China Europas ist: die EU verzichtet auf Masken in Flugzeugen; nur für deutsche Flieger gilt das nicht. Und sonst?

        Noch hofft Lauterbach auf einen vollständigen „Besteckkasten“:

        Er hat offenbar nicht die ZEIT gelesen:

        Klaus Stöhr
        Kommt jetzt die Sommerwelle?
        Vor allem Politiker warten auf diesen Bericht: Die Auswertung der Pandemie-Maßnahmen. Fragen an den Sachverständigen Klaus Stöhr
        Interview: Ulrich Bahnsen
        Aktualisiert am 17. Juni 2022, 11:49 Uhr

        DIE ZEIT: Herr Stöhr, 2003 waren Sie an der Auslöschung des ersten Sars-Ausbruchs führend beteiligt. Damals war Christian Drosten in einem Ihrer Teams. Nun sind Sie nach seinem Ausscheiden als Nachfolger in den Corona-Sachverständigenausschuss berufen worden. Hat Sie das überrascht?

        Klaus Stöhr
        Der Virologe und Epidemiologe Klaus Stöhr, 63, leitete bei der WHO die SARS- Forschung; heute ist er freier Berater.

        Klaus Stöhr: Nein. Ich denke, die CDU hat mich vorgeschlagen wegen meiner Erfahrung in der Seuchenbekämpfung, Impfstoffforschung und Epidemiologie.
        […]
        ZEIT: Geben Sie uns da schon mal einen Ausblick? Wie steht es um die Begleitforschung?

        Stöhr: Für mich persönlich ist das recht eindeutig: Wenn man unsere nun vorhandene Datenbasis mit dem Ausland vergleicht, wo es ja auch nicht vor Daten sprudelt, hat sich die Bundesregierung nicht mit Ruhm bekleckert.

        ZEIT: In welchen Bereichen sehen Sie das hiesige Krisenmanagement noch kritisch?

        Stöhr: Mit die gravierendste Maßnahme waren wohl die Grundschul- und Kita-Schließungen. Die vorliegenden Daten, inwieweit Schulschließungen und Maskenpflicht an Schulen wirksam waren, sind niederschmetternd.

        ZEIT: Heißt das, es hat gar nichts gebracht?

        Stöhr: Na ja, jede Maßnahme hat einen gewissen positiven Effekt. Die Frage ist nur, zu welchem Preis? Und anders als bei anderen Bereichen gab es hier bereits 2020 Daten, auch aus Deutschland: Die wurden konsequent negiert. Man blieb bei der Stigmatisierung der Kinder entgegen besseren wissenschaftlichen Wissens. Mit erheblichen negativen Konsequenzen für die Kinder.
        […]
        Stöhr: Es fehlt an einem strategischen Ziel in der Pandemiepolitik. Wenn das Ziel ist, sämtliche Infektionen zu verhindern, egal, was es kostet und wie groß die sozialen Spannungen sind, wird man etwas anderes machen, als wenn man sagt, ich möchte die gesundheitlichen Auswirkungen minimieren zu einem wirtschaftlich und gesellschaftlich vertretbaren Preis.

        ZEIT: Gerade fürchten viele eine Sommerwelle. Wie blicken Sie auf die zweite Jahreshälfte?

        Stöhr: Positiv. Selbst dieses Frühjahr, bei sehr hohen Infektionszahlen, ist das Gesundheitswesen nie an die Belastungsgrenze gekommen. Seitdem ist die Zahl der natürlich Immunisierten und Geimpften gestiegen. Ich gehe fest davon aus, dass es auch im Herbst und Winter zu keiner flächendeckenden Überlastung im Gesundheitswesen kommen wird.
        […]
        Stöhr: Ja. Aber wichtig ist: Die Schere zwischen Infektionen und schweren Erkrankungen wird immer weiter auseinandergehen. In Portugal gibt es gerade so viele Fälle wie in keinem anderen Land Europas, doch auf den Intensivstationen liegen pro 100.000 Einwohner etwa genauso viele Menschen wie in Deutschland.

        ZEIT: Was muss auf jeden Fall vorbereitet werden für den kommenden Winter?

        Stöhr: Impfungen für die Vulnerablen, Medikamentenvorräte und das Gesundheitswesen. Man sollte überlegen, ob man die Impfzentren noch beibehalten möchte. Beim Impfstoffkauf wird gerade ein strategischer Fehler gemacht.
        Man setzt keine gesundheitsökonomischen und medizinischen Prioritäten. Der Gesundheitsminister sagt: Jeder, der einen bestimmten Impfstoff oder einen kombinierten Impfstoff wünscht, soll ihn bekommen. Das ist Gesundheitspolitik nach Laune der Patienten. Aber ohne Wissen, wo die Immunlücke in der Bevölkerung ist, impft man womöglich an der Notwendigkeit vorbei. Falls die Bundesregierung keine Studie finanziert, um diese Immunlücke festzustellen, werde ich das in den nächsten Tagen initiieren. Dann kann man mit den richtigen Impfstoffen die besonders gefährdeten Altersgruppen anvisieren, gezielt informieren und Angebote machen.
        […]
        ZEIT: Ende des Winters werden wir drei Jahre Pandemie vollhaben. Wie lange geht das noch?

        Stöhr: Das Ende der Pandemie vollzieht sich auf zwei Ebenen. Medizinisch ist sie vorbei, wenn die Auswirkungen einer Infektion vergleichbar mit denen anderer Atemwegserkrankungen sind. Gesellschaftlich ist sie vorbei, wenn das Ende in den Köpfen ankommt. Eine große Aufgabe für die Politik ist es, die Relationen wieder ordentlich zu setzen. Ich sehe immer noch Radfahrer ohne Helm, aber mit Maske.

        https://www.zeit.de/2022/25/klaus-stoehr-corona-massnahmen-sommerwelle/komplettansicht

        Und Gerd Antes hat natürlich recht, was „DIE“ Wisssenschaft angeht:

    • Kurz zum Ukraine-Krieg: Du hast ja diesen Militärexperten Markus Reisner ein paar Mal gebracht, zumal er realistische Einschätzungen über die Lage macht. Das dürfte zwar richtig sein, aber seine Ideen, wie der Krieg nun weiter gehen sollte, sind m.E. ziemlich verrückt bzw. gespinnert!

      +++ 16:01 Militärexperte: Westen muss sich entscheiden, ob er kämpfen will +++
      Der österreichische Militärexperte Markus Reisner sieht den Westen vor die Wahl gestellt: „Es gibt nur diese beiden Optionen: Entweder wir treten mit der Waffe in der Hand in diesen Krieg ein oder wir akzeptieren, dass sich Russland die Ukraine Stück für Stück einverleibt und möglicherweise später die baltischen Staaten angreift.“ Wolle der Westen seiner demokratischen Werteordnung treu bleiben, „müssten wir zur Verteidigung dieser Werte beginnen, den Aggressor zurückzuschlagen – auch mit militärischer Gewalt“, sagt Reisner dem österreichischen Magazin „Profil“. „Wir sind an einem Punkt angelangt, den Historiker später beschreiben werden: Ein Großreich, nämlich die demokratische EU mit der NATO im Hintergrund, ist an den Grenzen ihrer friedlichen Expansion angekommen und muss sich die Frage stellen, ob es für die weitere Expansion kämpfen will.“ Zur Frage, ob es einen Mittelweg geben könnte, sagt der Militärhistoriker: „Will man jetzt noch maßgeblich etwas verändern, müssen Waffen in massivem Ausmaß geschickt werden.“ (Quelle: n-tv.de

  4. Nochmal Thomas Fischer, hier gegen das beliebte „Narrativ“ der russischen „Seeblockade“:

    Krisenrhetorik
    Vom Drohen und Warnen
    Eine Kolumne von Thomas Fischer
    Eine inflationär verwendete Figurette der Volksbelehrung ist das Ankündigen verschiedenster Übel und Unglücke. Welche Botschaften stecken dahinter?
    17.06.2022, 16.57 Uhr
    […]
    In Teilen Afrikas und Asiens, so lesen wir nun täglich, »drohen Hungersnöte«. Im selben Beitrag liest man, dass »dort bereits seit Jahren Hungersnöte herrschen«. Die nun drohende Not ist, so die herrschende Meinung, durch Herrn Putin verursacht, der das Schwarze Meer so habe verminen lassen, dass seine Kriegsschiffe nicht an Land und der Weizen nicht außer Landes kommen. Das ist zwar, finde ich als Laie, eine seltsame Angriffstaktik. Aber seit ich die in unendlichem Strom veröffentlichten Bulletins mehrerer Hundert Militärstrategen und Panzergeneralinnen h.c. lese, ahne ich, dass ich vom Kriegshandwerk keine Ahnung habe.

    Das Drohen der Hungersnot mangels fremdem Weizenexport zieht nun mindestens zwei Folgedrohungen nach sich: Erstens lässt sich seit einer Woche ein Gemurmel vernehmen, wonach es doch vielleicht »eigentlich« ein humanitärer Hilfseinsatz (Gruß an Joschka F.) sein könne, mittels einiger Nato-Fregatten die Exportroute Odessa–Mittelmeer freizuhalten. Wir kennen diese ästhetische Figur aus der Meerenge von Hormus, wo sie schon seit geraumer Zeit hilft, unsere Werte und Gewinnmargen stabil zu halten. Aber mit Weizen und afrikanischen Kindern bekommen das humanitäre Eingreifmotiv und die völkerrechtliche Legitimation einer Fregatte natürlich einen ganz anderen Drive! Noch traut sich ja keiner so recht, seine Leitartikler- und Talkshow-Ehre auf die Karte »Für die Kinder in Afrika – Hauen wir die Weizen-Route frei!« zu setzen. Aber wir arbeiten daran.
    […]

    https://www.spiegel.de/kultur/krisenrhetorik-vom-drohen-und-warnen-kolumne-von-thomas-fischer-a-5c08e8dd-8bd7-4ffd-a5d5-12aaac9f3689

    Das sitzt, insbesondere in der befremdlichen SPIEGEL-Umgebung, wo man nicht einmal davor zurückschreckt, die halbgaren Vorwürfe wegen Putins angeblichen Reichtums erneut köcheln zu lassen.

    https://www.anti-spiegel.ru/2022/neue-propaganda-offensive-im-spiegel-teil-1/

    Apropos Schwarzes Meer. Weil’s im Donbass nicht so läuft und an der Kherson-Front schon gar nicht, mußte wieder Selenskyjs Prestigeziel Snake Island herhalten:

    Ach, der Wertewesten, der in der Ukraine seinesgleichen erblickt:

    Vor der Wahl war die Sache noch klar:

    Wie stehen Sie zum Fall Julian Assange?
    Ist der Gedanke Julian Assange Asyl zu gewähren für Sie eine Option, wenn Sie Bundeskanzlerin werden?
    Frage von Christa N. am 11. September 2021 – 17:01
    Thema
    Außenpolitik und internationale Beziehungen

    Annalena Baerbocks Antwort vom 14. September 2021 – 15:03
    Zeit bis zur Antwort: 2 Tage 22 Stunden

    Sehr geehrte Frau N.,

    vielen Dank für Ihre Nachricht. Wir verfolgen den Umgang mit Wikileaks und Julian Assange sehr aufmerksam und setzen uns bei der Bundesregierung mit Nachdruck dafür ein, dass sie sich die jeweiligen Regierungen klar für die Einhaltung seiner grundlegenden Menschenrechte aussprechen. Aufgrund schwerwiegender Verstöße gegen grundlegende Freiheitsrechte der Europäischen Menschenrechtskonvention im Umgang mit Julian Assange – allen voran gegen das Verbot von Folter (Art. 3), gegen das Recht auf Freiheit und Sicherheit (Art. 5), gegen das Recht auf ein faires Verfahren (Art. 6) und gegen das Recht, keine Strafe ohne Gesetz zu erhalten (Art. 7) – schließen wir uns der Resolution der Parlamentarischen Versammlung des Europarates vom 27. Januar 2020 sowie dem Appell des UN-Sonderbeauftragten Nils Melzer an und fordern die sofortige Freilassung von Julian Assange.
    Neuigkeiten und Informationen zum Fall Assange finden Sie bei der zuständigen Fraktionskollegin Margit Stumpp auf der Website: https://margit-stumpp.de/tag/julian-assange/
    Mit freundlichen Grüßen
    Team Annalena Baerbock

    https://www.abgeordnetenwatch.de/profile/annalena-baerbock/fragen-antworten/wie-stehen-sie-zum-fall-julian-assange

    Nach der Wahl klingt das so:

    Immerhin gibt es jetzt eine Initiative:

    Auslieferung von Julian Assange an die USA muss verhindert werden!
    Pressemitteilung von Sevim Dagdelen, 20. Juni 2022

    Anlässlich der Entscheidung der britischen Innenministerin Priti Patel, die Auslieferung des Journalisten und Wikileaks-Gründers Julian Assange an die USA zu genehmigen, erklären die Mitglieder der fraktionsübergreifenden Abgeordneten-AG „Freiheit für Julian Assange“ Sevim Dagdelen (DIE LINKE), Ulrich Lechte (FDP), Max Lucks (Bündnis 90/Die Grünen) und Frank Schwabe (SPD):

    „Journalisten sollten für ihre Arbeit nicht verfolgt und bestraft werden. Nirgendwo. Die Entscheidung der britischen Innenministerin Priti Patel, die Auslieferung des Journalisten Julian Assange an die USA zu genehmigen, ist bedauerlich und falsch. Im Interesse der Pressefreiheit wie auch aus humanitären Gründen muss Julian Assange umgehend freikommen.
    Wir appellieren an Großbritannien, die Auslieferung von Julian Assange an die USA, wo ihm wegen der Enthüllung von Kriegsverbrechen 175 Jahre Gefängnis drohen, nicht zu vollstrecken. Wir rufen US-Präsident Joe Biden auf, die Klage gegen Julian Assange fallenzulassen.
    Wir fordern die Britische Regierung auf, endlich die Pressefreiheit zu verteidigen und das Europäische Menschenrechtssystem nicht länger zu ignorieren. Nach einer jüngsten Resolution der parlamentarischen Versammlung des Europarates ist Julian Assange unverzüglich freizulassen.
    Wir fordern die Bundesregierung auf, bei Gesprächen mit dem Vereinigten Königreich dieser Forderung entschlossen Nachdruck zu verleihen und sich für die Freilassung von Julian Assange einzusetzen sowie bei US-Präsident Joe Biden auf ein Ende der politischen Verfolgung des Journalisten zu drängen.
    Angesichts der vielfältigen Appelle an die Bundesregierung, Julian Assange politisches Asyl in Deutschland anzubieten, sollte dies durch die Bundesregierung geprüft werden.“

    https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/auslieferung-von-julian-assange-an-die-usa-muss-verhindert-werden/

    Glaubt jemand, Assange könnte hierzulande vor einer Entführung durch die CIA geschützt werden?

    Vorbildlich: die erzkonservative Republikanerin MTG:

    Nicht so vorbildlich: die Linke innerhalb der Democrats:

    Wie bei uns gibt es auch in den USA ukrainische und andere anti-Putin-Scharfmacher:

    Und es gibt einen weiteren Trend zu besichtigen:

    Kein Wunder. Weder das Ukraine-Thema noch Joe Biden verheißen Wahlsiege.

    Joe Biden falls off bike while cycling in Delaware
    1.246.160 Aufrufe 18.06.2022

    The media has just discovered ‘objectivity’: Gutfeld
    489.843 Aufrufe 18.06.2022 Gutfeld and guests discuss Biden’s ever-worsening poll numbers and the lack of answers from White House press secretary Karine Jean-Pierre on ‘Gutfeld!’

    In der Tat: Begeisterung sieht anders aus:

    • Auch in den USA wird deutlich, wo die Grenzen von Diversity liegen: weiblich, schwarz und lesbisch sind in diesem Klima zwar notwendige, aber nicht hinreichende Qualifikationskriterien (wie ja schon bei Kamala Harris. die sich heteronormativ hochgeschlafen hat) ersichtlich war; andererseits: niemand wäre schlicht in der Lage, Joe Bidens Totalausfälle wie auch das Scheitern der Democrats Politik wegzureden:

      #FoxNews #JesseWattersPrimetime
      Watters: New White House press secretary really bad at her job
      433.501 Aufrufe 18.06.2022 Jesse Watters probes the depths of the incompetence of White House press secretary Karine Jean-Pierre and President Biden on ‘Jesse Watters Primetime.’ #FoxNews #JesseWattersPrimetime

      Bezeichnend ist, daß selbst der Democrats Comedian Bill Maher die verzerrte mediale Darstellung des Ukraine Krieges geißelt:

      New Rule: World War Me | Real Time with Bill Maher (HBO)
      1.792.627 Aufrufe 12.03.2022 Subscribe to the Real Time YouTube: http://itsh.bo/10r5A1B All issues today – from the pandemic to war – have become a stress test for our reflexive partisanship.

      Und er übt Kritik an den „woken“ Medien wie der WaPo:

      New Rule: Democracy Dies in Dumbness | Real Time with Bill Maher (HBO)
      1.501.483 Aufrufe 18.06.2022 Subscribe to the Real Time YouTube: http://itsh.bo/10r5A1B
      Nothing captures what’s wrong with today’s “journalism” like the sad saga of what happened last week at The Washington Post.

      Die WaPo vom 21.6.2022 klammert sich weiter an den Tugendterror:

      Biden administration is expected to move to cut nicotine in cigarettes
      By Laurie McGinley ● Read more »

      Wie ja überhaupt die Democrats ihre politischen Gegner pauschal als Rassisten und Demokratie-Gegner brandmarken (wenn nicht gar als „domestic terrorists“, unterstützt vom FBI und dem Merrick Garland DOJ, das so politisiert agiert wie unter Obama, der Garland einst als Supreme Court-Richter vorschlug):

      DEM AS A DOORKNOB: Dem Rep Claims ‚White Supremacy‘ After Musk Votes for Mexican-Born Flores
      posted by Hannity Staff – 6.16.22

      For the first time in his life, world’s richest man Elon Musk voted for a GOP candidate — Mayra Flores from Texas’ 34th Congressional District. Musk shared the news on Twitter, saying “I voted for Mayra Flores – first time I ever voted Republican. Massive red wave in 2022.”

      Musk was, unknowingly, part of an historic moment: Flores is the first Mexican-born woman ever elected to Congress. The 34th also hasn’t gone red in more than 100 years.

      A pretty exciting victory. Or, if you’re Democrat Representative Jamaal Bowman (D-NY), a victory for white supremacy…somehow.
      “Elon Musk is not a leader. He’s just another Republican billionaire who supports white supremacy and authoritarianism because he doesn’t want his workers to unionize or to pay his fair share in taxes,” the lawmaker tweeted.
      He added, “The GOP just tried to end democracy and now he’s supporting them.”
      Twitter had a tough time figuring this one out.

      […]

      https://hannity.com/media-room/dem-as-a-doorknob-dem-rep-claims-white-supremacy-after-musk-votes-for-mexican-born-flores/

      Alle üblen US-Entwicklungen kommen auch bei uns an – insbsondere bei Döpfner, der die woke US-Plattform Politico für Springer gekauft hat:

      Wieso ich BILD verlassen habe
      Offener Brief an Axel-Springer-Chef Mathias Döpfner

      Judith Sevinç Basad
      Jun 16
      Lieber Mathias Döpfner,

      mit großem Bedauern habe ich meine Kündigung bei BILD eingereicht.
      Als ich vor einem Jahr im Politikressort der BILD anfing, war ich begeistert. Ich war stolz, Teil einer Redaktion zu sein, die mit so großer Entschlossenheit freiheitsfeindliche Ideologen klar und furchtlos analysiert, benennt und beschreibt.
      […]
      Der Grund für meine Kündigung ist am Ende der Umgang von Axel Springer, also auch Ihr Umgang, mit der woken Bewegung. Ich habe das Gefühl, dass ich nicht mehr über die Gefahren berichten kann, die von dieser gesellschaftlichen Bewegung ausgehen. Und ich habe das Gefühl, das der gesamte Verlag in dieser Sache nicht mehr hinter mir steht.
      Keine Thematik hat mich als Journalistin so sehr um den Verstand gebracht, wie der Aktivismus einer kleinen Minderheit, die offiziell behauptet, für Diversität zu stehen, aber eine im Kern radikale Ideologie verfolgt.

      Über Jahre hinweg habe ich beobachtet, wie selbst riesige Konzerne vor den totalitären Forderungen der woken Aktivisten eingeknickt sind. Ich habe verfolgt, wie die einzige Frau im Vorstand von Adidas gefeuert wurde, weil sie sagte, dass Rassismus in ihrem Konzern kein großes Problem ist. Ich habe beobachtet, wie Dozenten an einer Medizin-Uni in den USA nicht mehr von „Vater“ und „Mutter“ und „männlich“ und „weiblich“ reden, weil sie sonst von radikalen Aktivisten als „transphob“ beschimpft werden. Und ich habe darüber berichtet, wie Antirassismus-Aktivisten an deutschen Schulen weiße Kinder demütigen, um ihnen ihre „weißen Privilegien“ auszutreiben.
      Diese Themen sind ein heißes Eisen. Wer über sie schreibt, muss mit harten Anfeindungen rechnen, die immer nach dem gleichen Schema ablaufen: Äußerungen werden absichtlich aus dem Zusammenhang gerissen und falsch dargestellt, um kritische Stimmen als „rechts“ zu diffamieren und sie somit aus dem Diskurs zu werfen.

      Besonders aggressiv gehen dabei Trans-Aktivisten vor, die eine der krudesten Behauptung vertreten, die das 21. Jahrhundert hervorgebracht hat: Dass das biologische Geschlecht nicht existiert.
      J.K. Rowling, der Erfinderin von Harry Potter, wird bis heute von Aktivisten der Tod gewünscht – im Netz kursieren Videos, in denen Harry-Potter-Bücher verbannt werden. Die Professorin Kathleen Stock kündigte neulich ihre Professur an der Uni Sussex auf, weil sie die permanenten Attacken der Aktivisten nicht mehr aushielt und sich um das Wohl ihrer Familie sorgte. Beide Frauen haben lediglich den Fakt verteidigt, dass biologische Frauen keine biologischen Männer sein können und umgekehrt. Nicht mehr, nicht weniger.

      Genau diesen Aktivismus stellten 120 deutsche Wissenschaftler in einem 50-seitigen Dossier an den Pranger. In einem Welt-Artikel erklärten fünf dieser Wissenschaftler, wie die kruden Thesen eines fragwürdigen Aktivismus auch in Deutschland Einzug in junge Formate des ÖRR erhalten. Es wird kritisiert, dass schon Kindern vermittelt wird, dass eine Transition die beste Option für sie sei – ohne auf die Nebenwirkungen von lebenslangen Hormontherapien, Pubertätsblockern und irreversiblen Operationen einzugehen.
      https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus239113451/Oeffentlich-rechtlicher-Rundfunk-Wie-ARD-und-ZDF-unsere-Kinder-indoktrinieren.html

      Genau darüber wollte ich bei BILD in einem Artikel berichten, kurz nachdem der Welt-Kommentar veröffentlicht wurde. In dem Artikel äußerte sich der Kinderpsychiater Prof. Dr. med. Alexander Korte, einer der 5 Autoren des Welt-Kommentars, mit folgenden Worten:

      „Der Aufruf ist nicht dafür gedacht, transsexuelle Menschen – deren Existenz wir akzeptieren und vor deren Leidensdruck wir den allergrößten Respekt haben – zu diskreditieren. Es geht auch nicht darum, dass Kinder nicht frühzeitig über ihre Sexualität aufgeklärt werden sollen. In dem Aufruf geht es darum, vor gefährlichen Falschinformationen – wie Leugnung biologischer Tatsachen und die Mär der Vielgeschlechtlichkeit, kurz: der Verbreitung unwissenschaftlichen Tatsachen – zu warnen“.
      Der Artikel wurde verhindert. Mir wurde gesagt, dass ich den Wissenschaftler-Aufruf kritisieren sollte, ansonsten würde der Artikel nicht erscheinen. De facto wurde von mir verlangt, dass ich genau das negativ darstelle, für was ich seit Jahren mit vollem Idealismus kämpfe: vor den Gefahren des woken Aktivismus zu warnen.
      Allein das hat mich psychisch zermürbt. Die Situation spitzte sich zu, als Sie, Herr Döpfner, einen Tag später einen offenen Brief an alle Mitarbeiter von Axel Springer schickten.
      https://www.welt.de/debatte/article239180477/Mathias-Doepfner-Unser-Haus-steht-fuer-Vielfalt-und-Freiheit.html

      Denn mit diesem Brief ist der Konzern vor der unerträglichen Tyrannei der woken Aktivisten eingeknickt. Der Verlag, der mir eine journalistische Heimat gegeben hat und von dem ich immer dachte, dass er sich mit einer klaren Haltung gegen Ideologien wehrt – ausgerechnet dieser Verlag übernahm mit diesem Brief genau die inhaltslose Rhetorik, mit der nicht nur ich, sondern jeder Mensch, der eine differenzierte Kritik der woken Bewegung betreibt, immer wieder als Menschenfeind diffamiert wird.

      Das fängt damit an, dass Sie in dem Brief Dinge behaupten, die nicht wahr sind: Weder in dem Welt-Kommentar noch in dem 50-seitigen Dossier wird Hetze gegen Homosexuelle oder Transsexuelle betrieben, wie man es dort liest. Auch geht es den Wissenschaftlern nicht darum, Menschen daran zu hindern, ihre „fluide Geschlechtsidentität“ frei auszuwählen, also etwa einer Frau zu verbieten als Mann zu leben (und umgekehrt) oder sich als „nicht-binäre“ Person zu identifizieren.

      Nochmal: Die gesamte Kritik des Dossiers und des Welt-Kommentars bezieht sich auf eine unwissenschaftliche Ideologie, die zunehmend den öffentlich-rechtlichen Rundfunk beeinflusst: Der Behauptung, dass man das biologische Geschlecht durch einen einfachen Sprechakt wechseln kann.

      Dass Sie als Axel-Springer-Chef diesen Fakt falsch darstellen, dass Sie damit tatsächlich leugnen, dass es zwei biologische Geschlechter gibt (im selben Atemzug aber den Autoren „Pseudowissenschaft“ vorwerfen) –, dass Sie die Autoren des Gastkommentars und deren gesamte Kritik als Hetze gegen Minderheiten, ja sogar als homophob diffamieren, und deren kritische Stimme in bester Manier der Cancel Culture mundtot machen – das hat mich zutiefst erschüttert und erschüttert mich noch jetzt.
      […]

      Eine andere Sache, die mich nachhaltig irritiert, ist die Bigotterie, mit der Sie gleichzeitig versuchten, sich aus der Affäre herauszureden. Auf der einen Seite sagten Sie, dass der offene Brief nur die Meinung des Konzern-Chefs abbilde und, dass man BILD keine politische Richtung aufzwänge. Auf der anderen Seite steht in dem Brief, dass der Gastkommentar „erst recht nicht die Meinung des ganzen Hauses“ widerspiegle, sondern Axel Springer – ganz im Gegenteil – für „Vielfalt und Freiheit“ stehe.

      Aber was bedeuten hier „Vielfalt und Freiheit“, Herr Döpfner? Wenn „Vielfalt und Freiheit“ daraus bestehen, einen Gastkommentar kontextlos in die rechte Ecke zu stellen, dann frage ich mich, ob es vor allem darum geht, die woken US-Redaktionen des Unternehmens Axel Springer nicht zu verärgern. Das hat nichts mit „Vielfalt und Freiheit“ zu tun, sondern mit Gleichschaltung und Unterwerfung.

      Einige Tage nach Ihrem Brief führten Sie mit uns eine emotionale Debatte, die inzwischen auch öffentlich geführt wurde, und deswegen auch die Redaktionen erreicht hatte.
      Dort verteidigten Sie nochmals die Inhalte Ihres Briefes, wiederholten mit Nachdruck Ihre Kritik an dem Kommentar. In diesem Zusammenhang sprachen Sie über die moralische Pflicht einer Redaktion, nicht jede Behauptung in einer Zeitung abzubilden, nur weil sie den Eindruck von Wissenschaftlichkeit erweckt. Als Beispiel nannten Sie Studien von Holocaustleugnern.
      Ich weiß nicht genau, in welche Richtung Axel Springer gerade steuert, welche neuen Ideale von „Vielfalt und Freiheit“ in der Unternehmenskultur zukünftig etabliert werden sollen. Wer aber solche Vergleiche zu Holocaustleugnern zieht, ist nicht weit davon entfernt, den Holocaust selbst zu relativieren. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das tatsächliche Ihre Interpretation einer vielfältigen und freiheitlichen Firmenkultur sein soll.
      Herzlich,
      Judith Sevinç Basad

      https://judithsevincbasad.substack.com/p/wieso-ich-bild-verlassen-habe?s=w

      Es bleibt kompliziert.

      Bei uns ist man jedenfalls zunehmend woke: Aktivistinnen übernehmen im Außenministerium (die rasch eingebürgerte US-Green Peace-Chefin Morgan) wie auch im Innenministerium (die anti-deutsch-hetzende Aktivistin Ferda Ataman, die praktisch ihre gesamte hetzende Twitter-Historie löschte, nachdem sie nominiert wurde):

      Deniz Yücel meint: halb so wild – schließlich gehe es letztendlich nur um Sprachregelungen:

      Antidiskriminierungsbeauftragte
      Ferda Ataman, eine Frau für risikofreie Rebellion
      Stand: 18.06.2022 |

      Von Deniz Yücel
      Korrespondent

      Die Aktivistin Ferda Ataman soll Antidiskriminierungsbeauftragte der Bundesregierung werden. Diese Aufgabe ist sinnvoll und ehrenwert. Aber da Diskriminierung inzwischen größtenteils als sprachliche Kategorie verstanden wird, verschiebt sich der Blick ins Symbolische.
      Nach dem Willen der Bundesregierung soll die Journalistin, Aktivistin und Lobbyistin Ferda Ataman Antidiskriminierungsbeauftragte werden, also jene Stelle leiten, deren Sprecherin sie vor gut zehn Jahren war und deren Beirat sie angehört. Weil sie mal in einer „Spiegel“-Kolumne zu Biodeutschen „Kartoffeln“ gesagt hat, ist die Union empört: „Wieder wird eine linke Aktivistin in ein vom Steuerzahler alimentiertes Regierungsamt gehoben“, poltert Stefan Müller (CSU).
      […]
      Aber da Diskriminierung inzwischen größtenteils als sprachliche Kategorie verstanden wird und weil Organisationen dazu neigen, sich die Probleme, die sie lösen sollen, notfalls selbst zu erfinden, verschiebt sich der Blick ins Symbolische. Vor allem auf die teils obsessive Suche nach Wörtern.
      Die größte Antidiskriminierungsstelle der Welt heißt darum Amazon, wo man Mitarbeiter zu miesen Bedingungen schuften lässt, aber mit opulenten Benimm-Katalogen darauf achtet, dass keiner ein böses Wort sagt oder einen blöden Witz macht.

      https://www.welt.de/debatte/kommentare/plus239427899/Antidiskriminierung-Ferda-Ataman-eine-Frau-fuer-risikofreie-Rebellion.html

      Eigentlich eine sympathische Positionierung, wäre die Justiz neutraler:

      1000 Euro Entschädigung für einen Bahnkunden, der sich zwischen den Anredeformen «Herr» und «Frau» entscheiden musste

      Eine nichtbinäre Person bekommt vor dem Oberlandesgericht Frankfurt recht und erhält eine Entschädigung. Die Bahn muss bis Jahresbeginn ihr Buchungssystem ändern.
      Fatina Keilani, Berlin 21.06.2022, 13.50 Uhr

      Weil er sich als Bahnkunde zwischen den Anredeformen «Herr» und «Frau» entscheiden musste, zog René_Rain H. vor Gericht. Er – korrekt müsste man sagen: die klagende Person – verlangte 5000 Euro Schmerzensgeld von der Bahn für diese ihn psychisch traumatisierende Zumutung. Und verlangte, dieser Zumutung nicht länger ausgesetzt zu sein. Die Bahn müsse es nichtbinären Personen ermöglichen, ohne die Entscheidung zwischen «Herr» und «Frau» online ein Ticket zu kaufen. Das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt gab der Klage am Dienstag statt und verurteilte die Bahn dazu, es zu unterlassen, die klagende Person zu benachteiligen. Die Richter sprachen ihr für die bereits erlittene Diskriminierung 1000 Euro zu. Im Schriftverkehr gilt dies ab sofort, bei Online-Buchungen hat die Bahn – konkret ihre Vertriebstochter – bis Jahresbeginn Zeit, da sie erst ihre Technik umstellen muss.
      […]
      […]
      Die Bahn teilte mit, sie baue ihre elektronischen Buchungssysteme derzeit ohnehin um, wobei eine «gendergerechte Ansprache-Option ein wesentlicher Baustein» der neuen Plattform sein werde. Allerdings wollte sich das Verkehrsunternehmen dafür ein Jahr länger Zeit lassen. Jetzt muss es die Option schneller schaffen.

      https://www.nzz.ch/nur-herr-oder-frau-bahn-muss-1000-euro-entschaedigung-zahlen-ld.1689903

      Herrje! Wie spricht man denn nun einen Menschen, der sich weder als Frau noch als Mann empfindet, korrekt an? Und wieso zählen plötzlich „Empfindungen“? Was ist eigentlich mit den Steuererklärungen, wo es den „Steuerzahler“ und dessen „Ehefrau“ gibt, während ich sicherlich nicht die einzige „Ehefrau“ bin, die der eigentliche „Steuerzahler“ ist. Das Ehe-Lebensmodell solide Beamtin – volativer Freischaffender gibt es seit Jahrzehnten! Auch wenn darüber ungern berichtet wird.

      • So, ich habe auch noch ein paar Nachrichten vom Krieg in der Ukraine:

        „+++ 20:05 „Aber jetzt auch handeln“: Hofreiter lobt Scholz-Rede +++
        Der Vorsitzende des Europa-Ausschusses im Deutschen Bundestag, Anton Hofreiter, fordert Bundeskanzler Olaf Scholz nach seiner Regierungserklärung zum Handeln auf. „Die Rede hat mir gefallen, aber entscheidend ist jetzt, dass die Regierung entsprechend handelt, dass der Kanzler entsprechend handelt“, sagt Hofreiter gegenüber RTL/ntv. Man müsse dafür sorgen, dass der Krieg beendet werde: „Und das geht nur, indem wir die Verteidigungsfähigkeit der Ukraine massiv stärken.“, so der Grünen-Politiker. „Es ist natürlich gut, dass erste schwere Geschütze geliefert werden. Aber die Front ist 1200 Kilometer lang und es werden sieben Geschütze geliefert von deutscher Seite. Also da muss noch deutlich mehr kommen.“ (Quelle: n-tv.de)

        Puhhh, man weiss gar nicht, ob man lachen oder weinen soll vor soviel Wunschdenken und Realitätsverweigerung. Also dies zeugt auf jeden Fall nicht von Realitätspolitik und dafür sind die identitätspolitischen Grün_innen bzw. die urbane, kosmopolitische Akademikerklasse offenbar momentan nicht in der Lage. 🙂

        Dann:

        „+++ 12:09 EU-Kommission bezeichnet russische Gasdrosselungen als „schurkisch“ +++
        Die EU-Kommission verurteilt die Drosselung der russischen Gaslieferungen nach Europa als „sehr schurkisch“. Die Pläne zur verstärkten Nutzung von Kohle in der Europäischen Union seien aber nur vorübergehend, und man halte an den Klimazielen fest, sagt die Vize-Direktorin für internationale Angelegenheiten und Klimafinanzierung bei der Kommission, Elina Bardram, auf dem Africa Energy Forum in Brüssel.“ (Quelle: n-tv.de)

        Man muss sich auch hier fragen, ob das vor allem Real-Satire ist. Die EU hat bisher 6 Sanktionspakete gegen Russland beschlossen, aber wenn einmal ein bisschen weniger Gas kommt, dann ist das schon „schurkisch“. 🙂

        Auch das wieder Realsatire der Grün_innen!

        +++ 17:00 Habeck: Reduzierte Gasmengen sind ökonomischer Angriff auf uns +++
        Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck wertet die durch Russland reduzierten Gaslieferungen als ökonomischen Angriff auf Deutschland. Dies sei eine neue Dimension, sagt der Grünen-Politiker. Russlands Präsident Wladimir Putin wolle Ängste schüren, unter anderem vor Armut. „Diese Strategie darf nicht erfolgreich sein.“ (Quelle: n-tv.de)

        • Jau, es ist irrwitzig, was wir gerade erleben.

          „Puhhh, man weiss gar nicht, ob man lachen oder weinen soll vor soviel Wunschdenken und Realitätsverweigerung. Also dies zeugt auf jeden Fall nicht von Realitätspolitik und dafür sind die identitätspolitischen Grün_innen bzw. die urbane, kosmopolitische Akademikerklasse offenbar momentan nicht in der Lage.“ 🙂

          Auch Selenskyj meinte, mit dem modischen Postkolonialismus in Afrika punkten zu können – schließlich greife Rußland seine Ex-Kolonie an und sei daher für fehlende Weizenlieferungen der Ukraine für Afrika verantwortlich. Haarsträubend in allen Punkten. Er blitzte auch komplett ab:

          Auch bei uns zahlte sich die woke Idee, eine indonesische Aktivistentruppe die deutsche Dokumenta kuratieren zu lassen, nicht aus. Indonesien ist islamisch und erkennt Israel nicht an. Heraus kam Agitprop-Propaganda, die mit Kunst nix zu tun hat:

          Hier nun liegt der meist daneben liegende Schäumer Lobo ausnahmsweise tendenziell richtig:

          Judenhass bei der Documenta
          Willkommen auf der Antisemita 15
          Eine Kolumne von Sascha Lobo

          Es gibt eine breite Antisemitismusakzeptanz in Deutschland. Ob man sich für konservativ, liberal oder links hält: Ein bisschen Judenhass ist offenbar okay.
          22.06.2022, 13.17 Uhr
          […]
          Die Documenta wird von Leuten verantwortet, die Judenhass als Teil von Kunst und Debatte akzeptieren. Das einzige, was sie dafür benötigen, ist eine Ausrede, wie wolkig und hanebüchen sie auch daherkommen mag. Und weil Antisemitismus schon immer eng verwoben war mit der Kunst der absurdesten Ausreden, warum der Hass gerechtfertigt oder sogar geboten sei, verschwimmen Judenhass und Judenhassakzeptanz zu einem antisemitischen Amalgam. Mit ganz konkreten Folgen in Form eines inzwischen berüchtigten, auf der Documenta zunächst ausgestellten Werks eines indonesischen Künstlerkollektivs. Darauf ist unter anderem zu sehen: Ein Trupp Soldaten, über skelettierte Leichen marschierend, einer hat einen Schweinekopf, auf seinem Helm steht »Mossad«, auf seinem Halstuch prangt ein Davidstern. Ein Teufel, der angesichts dieses Marsches mit verzerrter Fratze lacht und einen Davidstern auf der Brust trägt. Eine argwöhnisch dreinschauende Figur mit blutunterlaufenen Augen, Vampirzähnen, gebogener Nase, Schläfenlocken, kippa-artiger Kappe und darüber einem Hut, auf dem die »SS«-Runen prangen. Es gibt keine Lesart, nach der das nicht antisemitisch ist, egal aus welcher Perspektive, in welchem Land, in welchem Kontext: Das ist künstlerischer Judenhass in Reinform auf der Documenta; irgendetwas anderes zu behaupten, ist antisemitismus-akzeptierendes Gelaber.
          […]
          Wiederum tut man so, als würde die zutiefst antisemitische Bildsprache nur in Deutschland »als beleidigend empfunden«, was die Verantwortung verschiebt von den Künstlern hin zum Publikum mit dieser merkwürdigen, regionalen Fehlempfindung. Diese Sichtweise detoniert bereits im Lauf, wenn von jüdischen Israelis sehr eindeutige Einschätzungen kommen, ebenso wie von einer Vielzahl von Fachleuten. Aber sie appelliert eben an eines der jüngeren Ausredenmotive, das unter dem extrem unscharfen Schlagwort »Globaler Süden« die real vorhandenen Probleme des Kolonialismus, Rassismus und Eurozentrismus zur Rechtfertigung von Antisemitismus missbraucht. Aber Menschenrechte sind universal zu begreifen, deshalb kann es und darf es keine kulturellen Zugeständnisse an die Menschenfeindlichkeit geben.
          […]
          Kritik an vorgeblich kulturellen Perspektiven, tatsächlich aber menschenfeindlichen Haltungen, wird instrumentell als kolonial oder rassistisch bezeichnet, damit das wohlmeinende Publikum zurückschreckt oder in die Akzeptanz gedrängt wird. Es ist in westlichen Debatten zu einem Einfallstor der Menschenfeindlichkeit geworden, das zu Recht vorhandene, schlechte Gewissen zu missbrauchen, um andere Vorurteile salonfähig zu machen. Nur so kann eine andere künstlerische Propaganda-Schleuder auf der gleichen Documenta ernsthaft in ihrer Kunst Israel mit Nazi-Deutschland gleichsetzen. Was eine Verharmlosung des Holocaust, Dämonisierung von Israel und also durch und durch antisemitisch ist.

          Dass das indonesische Künstlerkollektiv in perfider Genauigkeit weiß, welche Knöpfe es in der sehr weißen Kunstlandschaft drücken muss, erkennt man an ihrer Schlussunverschämtheit: »Das Werk wird nun zu einem Denkmal der Trauer über die Unmöglichkeit des Dialogs in diesem Moment. Wir hoffen, dass dieses Denkmal nun der Ausgangspunkt für einen neuen Dialog sein kann.« Man muss sich noch einmal vergegenwärtigen: Das sagen Leute, die stolz ein Schwein mit Davidstern in ihr Kunstwerk eingebaut haben.
          […]

          https://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/sascha-lobo-ueber-den-documenta-skandal-willkommen-bei-der-antisemita-a-424a0c6f-ec04-4158-92be-9ab8f03f17ad

          Nun, das mit schwarzen Planen verdeckte riesige Agitprop-Plakat wurde nun gänzlich abgebaut. Aber schön, daß die Stoßrichtung der woken postcolonial studies mal derartlich deutlich vorgeführt wurden.

          Das woke Amerika unter Biden geht weiter unter:

          Der SPIEGEL und seine Tendenz-Berichterstattung:

          Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung:

          Die Doppelmoral der Democrats ist abenteuerlich:

          Tucker Carlson: Stephen Colbert sounds like a Biden flack
          22.06.2022 Fox News host Tucker Carlson rips comedian Stephen Colbert following the arrest of his several staffers for breaching the Capitol on ‚Tucker Carlson Tonight.‘ #FoxNews #tucker

          Und ganz besonders peinlich ist es, wenn grüne Klimaschutz-Forderungen nebst Rußland-Sanktionen kontraproduktiv wirken:

          Biden continues to flounder on energy policy
          21.06.2022 Lara Trump and former White House press secretary Kayleigh McEnany sound off on President Biden’s continuing compounding crises on ‚Hannity.‘ #foxnews #hannity

          Joe Biden is not fine – nothing is fine: Watters
          1.067.995 Aufrufe 21.06.2022 Fox News host Jesse Watters and the panel on ‚The Five‘ react to the president’s weekend bike ride spill, economic predictions and green energy promises #foxnews #thefive

          So: eine Rezession sei nun doch nicht unvermeidbar, aber nicht so schlimm?

          Der Niedergang der westlichen Wirtschaft liegt an woken ideologischen Entscheidungen: an restriktiven Corona-Maßnahmen, an Rußland-Sanktionen und an der Verteufelung von fossiler und Nuklear-Energie. Ganz zu schweigen vom Fluten der Märkte mit billigem Geld.

          Am Samstag, dem 18.6., gab es tatsächlich mal einen Sommertag über 30 Grad in Brandenburg – der einzige Tag, an dem man mal mit T-Shirt abends auf der Terrasse sitzen konnte. Schon gab es Nachrichten über „unkontrollierbare“ Waldbrände in Treuenbrietzen „wegen Hitze und Trockenheit“. (Obwohl die Temperatur für Waldbrände schlicht irrelevant ist).

          Am Sonntag, dem 19.6, war wieder grauer Himmel und Pullovertag. Ab abends plästerte es stundenlang, vermutlich die ganze Nacht. Die Waldbrände in Brandenburg waren jedenfalls Geschichte. Obwohl es immer und überall Alarmismus-Experten gibt, die in ör-Medien behaupten dürfen, daß trotz Durchdringung der Nässe auf „nur“ 1,5 Meter im Untergrund noch Glutnester existieren. Montag, der 20.6., war wieder grauer Pullovertag. Um 15:30 Uhr gab es erstmals Sonne, was mir erlaubte, die Regenschäden zu beseitigen: Rosen aufrichten, Schneckenkorn ausbringen, den Krisengewinnler Wein zu beschneiden. Um 18:30 Uhr war Schluß, da gab es den nächsten heftigen Schauer.

          Dienstag, der 21.6. startete kalt und mit heftigem Wind, war aber dann wie heute ein perfekter Sonnentag für den Garten. Daß es in Brandenburg brennt, hat seit Fontanes Berichten Tradition: Trockenheit („des Reiches Streusandbüchse“) und leicht brennbare Kiefernplantagen. Es kommen hinzu: Munitionsbelastung und die Unfähigkeit des Staates, das Unterholz zu lichten. Private Waldeigner taten das – dort gab es keine dieser menschengemachten Waldbrände, die absolut gar nichts mit „Klimawandel“ zu tun haben.

          Die NZZ berichtete:

          • Flüssiggas soll EU unabhängig von Russland machen: Russisches Erdgas soll durch Flüssiggas aus den USA und Israel ersetzt werden. Das deckt zwar ein Zehntel des Erdgasbedarfs, bringt aber zugleich Klimaschutzpläne in Gefahr. Denn beim Transport gelangt das Treibhausgas Methan in die Atmosphäre. Zum Bericht

          Die anti-Rußland ideologisierten Grünen handeln entgegen ihrer Klimaschutzpolitik; es ist wirklich abenteuerlich:

          Jetzt soll Kohle die Rettung sein.

          Dazu muß man sagen: das auf erneuerbare Energien setzende Kalifornien erlebt alljährlich Stromabschaltungen.

          Diese Tür wurde aus ideologischen Gründen zugeschlagen.

          Die Klima-Aktivisten waren ja eigentlich erfreut, daß wegen der Sanktionen die Energiepreise stiegen: das wollten sie ja durch die Verteuerung der CO2-Zertifikate erreichen. Aber nun sehen sie sich sozialen Revolten gegenüber.

          Während der Chefredakteur der ZEIT offenbar in Urlaub ist und sein veganer Stellvertreter Bernd Ulrich sogar seinen Sohn einspannen darf, um ein ganzes ZEIT-Dossier zuzumüllen:

          Klimakrise
          Der verletzte Mensch
          Wie kann es sein, dass wir alles über die Klimakrise wissen und trotzdem so wenig dagegen unternehmen? Fritz Engel und Bernd Ulrich haben eine Erklärung. Sie hat mit Stolz, Ehre und der Idylle der Normalität zu tun.
          Von Bernd Ulrich und Fritz Engel
          14. Juni 2022

          Manche Fragen sind zu groß für einen Artikel, einen Autor oder zwei; wahrscheinlich braucht man viele Jahre und viele Menschen, um sie zu beantworten. Eine dieser Fragen lautet: Wenn die existenzielle, dramatische und dringliche Krise im Mensch-Natur-Verhältnis wissenschaftlich so offensichtlich ist, allenthalben besprochen wird und viele Mittel zu ihrer Behebung zur Verfügung stehen, warum geht die Menschheit dann immer tiefer in diese selbstzerstörerische Krise hinein?
          Warum verdrängt sie, was sie fortwährend bespricht?

          Bei der Suche nach einer Antwort stießen wir auf einen Aufsatz von Sigmund Freud. Der hat sich vor gut hundert Jahren schon einmal mit der Frage befasst, was passiert, wenn eine Erkenntnis auf psychische Abwehr trifft. In „Eine Schwierigkeit der Psychoanalyse“ von 1917 stellt er die Frage, warum seine Ansätze auf so viel Widerstand stoßen, sowohl bei Patienten als auch in der öffentlichen Wahrnehmung.

          Zunächst führt Freud an, dass diese Art der Ablehnung nicht beispiellos ist. Große, revolutionäre Gedanken der Vergangenheit hätten dasselbe Schicksal erfahren. Freud spricht von den drei Kränkungen der Menschheit. Zunächst die (Wieder-)Einführung des heliozentrischen Weltbildes durch Kopernikus im 16. Jahrhundert, die den Menschen aus seiner zentralen Stellung im Universum rückt: „Als sie aber allgemeine Anerkennung fand, hatte die menschliche Eigenliebe ihre erste, die kosmologische Kränkung erfahren.“ Als Zweites Darwins Evolutionstheorie im 19. Jahrhundert, die dem Menschen gezeigt habe, dass er „nichts anderes und nichts Besseres als die Tiere“ sei. Darin besteht die biologische Kränkung. Und schließlich, in einer Selbstüberhöhung, die sich heute nur noch amerikanische Tech-Milliardäre erlauben würden, setzt sich Freud selbst als den dritten großen Revolutionär ein, der den Menschen die empfindlichste aller Kränkungen zufügt: die psychologische Kränkung, dass das Ich nicht Herr in seinem eigenen Haus ist, sondern sich mit einem Es und einem Über-Ich herumschlagen muss.

          Sicherlich ist vieles an Freuds Analyse nicht so evident, wie er es darstellt. Man könnte auch mutmaßen, dass es sich weniger um Kränkungen des Menschen schlechthin handelt als um solche des weißen, christlich geprägten Mannes. So wird sich ein Buddhist vermutlich weniger darüber aufregen, mal ein Affe gewesen zu sein, und eine Frau sich weniger darüber wundern, dass sie nicht im Zentrum des Universums steht.
          […]
          Die Nebenwirkungen unseres Tuns sind in Wahrheit die Hauptwirkungen. Und das Nichtwissen um diese Wirkungen ist nicht der Schleier, den die Freiheit eben auch braucht, vielmehr ist es hochgradig neurotisierend; zwanghaft muss das Offensichtliche verdrängt werden. So verwahrlost dieser Freiheitsbegriff zum Anspruch, konsumieren zu dürfen, ohne von den Folgen wissen und dafür einstehen zu müssen. Er ist essenziell antiaufklärerisch.
          […]
          Ja, es handelt sich bei der ökologischen Wende um eine der größten Transformationen in der Geschichte der Menschheit. Auf der anderen Seite war diese Menschheit aber auch noch nie so wissend, so mächtig, so vernetzt wie heute. Die Voraussetzungen sind da, das Problem ist weder wissenschaftlicher noch technischer Natur, sondern rein mental.

          Man muss die vierte Kränkung also nicht einfach ertragen. Man kann etwas dagegen tun, was doch recht tröstlich ist. Und sehr würdig.
          Bernd Ulrich ist stellvertretender Chefredakteur der ZEIT. Sein Sohn Fritz Engel promoviert in Philosophie.

          https://www.zeit.de/2022/25/klimakrise-politik-generationen-kraenkung

          Süß, wie Ulrich sich von Freuds Psychoanalyse woke verabschiedet, sie aber dennoch benutzt. Interessant, mit was man heutzutage promoviert. Entsetzend, wie heutzutage seitenlang missioniert wird – ohne Bezug zur Realität.

        • Gerade noch einen Text von Oskar Lafontaine gesichtet auf Facebook, der mir doch ganz gut gefällt: Ich würde jedoch sagen, dass nicht die Russen und die Amerikaner die Profiteure sind, sondern vor allem die USA, China und Indien, zumal Indien und China nun billige Energie von den Russen bekommen.

          „Habeck macht die Deutschen ärmer und schwächt unsere Wirtschaft
          Robert Habeck ist Wirtschaftsminister im Land der Dichter und Denker. Diese fälschlicherweise Madame de Staël zugeschriebene Adelung der Deutschen gerät stark ins Wanken, wenn man die Politik des grünen Wirtschaftsministers erlebt.
          Land der Dichter passt vielleicht noch, weil Robert uns das Märchen erzählt, der Anstieg der Energiepreise sei eine böse Tat des Schurken Putin.
          Land der Denker passt schon weniger, weil Habeck nach kurzem Nachdenken zu dem Ergebnis kommen müsste, dass er mit seiner Politik die Deutschen ärmer macht und die Wirtschaft schwächt.
          Gott sei Dank sind noch nicht alle durchgeknallt. Die „New York Times“ fordert Biden auf, seinen Zermürbungskrieg gegen Russland in der Ukraine zu beenden, die „Welt“ kommentiert, dass eine Wiederaufnahme der Ostpolitik Willy Brandts kein Weg vorbeiführt und im „Deutschlandfunk“ hörten wir: „Lösen wir uns vom amerikanischen Diktat. Kaufen wir kein schmutziges Fracking-Öl und -Gas. Öffnen wir die Schleusen von Nord Stream 2. Die Sanktionen haben weder einen Krieg verhindert, noch gestoppt. Russen und Amerikaner sind die Profiteure der Sanktionen, die uns Westeuropäer am härtesten treffen.“
          Wie lange schauen die Deutschen noch einer Bundesregierung zu, in der vor allem die Grünen alles tun, um den Lebensstandard der Menschen zu verschlechtern und die Wettbewerbsfähigkeit unserer Wirtschaft zu ramponieren?“ (Quelle: Oskar Lafontaine/Facebook)

  5. Dann mache ich mal hier weiter:

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-8/#comment-96139

    Selbst der gern von Westmedien zitierte EU-„Militärexperte“ Gressel geht irgendwie von der Fahne:

    Was sich die Ukraine von Scholz und den USA erhofft : „Leopard-Panzer für Kiew? Nur eine Frage der Zeit“
    Militärexperte Gressel zu Russlands Überlegenheit im Donbass, dem mutmaßlichen Kriegsende, kindischen Lieferbegrenzungen und dem drohenden Aus für deutsche Rüstungskonzerne.
    Von Christoph von Marschall
    15.06.2022, 15:18 Uhr

    Die militärische Lage hat sich gedreht. Anfang Juni war die Einschätzung: Die russischen Erfolge sind vorübergehend. Über den Sommer werde die ukrainische Armee stärker werden, wenn die vom Westen versprochenen schweren Waffen kämen. Doch die Russen sind weiter in der Offensive. Warum?

    Die Lage ist deutlich schwieriger für die Ukraine. Erstens stockt die westliche Militärhilfe. Das ist kein deutsches Sonderproblem. Es gilt auch für andere. Selbst die USA bleiben hinter den Erwartungen zurück. Zweitens hat die russische Armee seit dem 9. Mai, dem Jahrestag des Kriegsendes 1945, mehr freiwillige Soldaten anwerben und ihre Verluste besser ausgleichen können.

    https://plus.tagesspiegel.de/politik/was-die-ukraine-von-scholz-und-den-usa-erhofft-leopard-panzer-fur-kiew-nur-eine-frage-der-zeit-508365.html

    Natürlich hinter Bezahlschranke.

    Dass Russland scheinbar insgesamt wieder an Stärke gewinnt, erklärt sich der Militärexperte Gustav Gressel im Gespräch mit meinem Kollegen Christoph von Marschall unter anderem damit, dass die ukrainischen Kräfte, die in den Osten verlegt wurden, nicht mehr so standfest und unerfahrener seien. Russland wiederum habe taktisch dazugelernt. Das ganze Interview finden Sie hier. Darin spricht Gressel auch über das Problem der stockenden Militärhilfe des Westens.

    https://www.tagesspiegel.de/politik/tag-112-des-ukraine-kriegs-warum-sjewjerodonezk-strategisch-wichtiger-ist-als-mariupol/28429324.html

    Gressel erkennt an, daß Rußland erfahrene Kräfte gewinnen konnte und daß Kiew zwangsweise gezogene Zivilisten als Kanonenfutter an die Front schicken muß.

    Von diesem Mann sollte man sich fernhalten. Er tötet.

    Aber seine Berater machen mit und riskieren eine dicke Lippe:

    Tatsächlich gibt es keine nennenswerte Kherson-Gegenoffensive:

    Chebureki Vibes

    @PelmeniPusha

    Kherson. Over the past day, the Armed Forces of Ukraine in the Kherson direction lost: more than 90 people killed and wounded, the fire position of the 152-mm towed artillery installations 2A65 MSTA-B, three tanks, two armored vehicles and a warehouse with ammunition.
    5:02 vorm. · 17. Juni 2022·Twitter for iPhone

    https://twitter.com/PelmeniPusha/status/1537631649252491265

    Melnyk hebt ein fragliches Einzelereignis hervor:

    Es hilft nix:

    Outgunned. Outmanned. Outnumbered. Outplanned?
    By LARA SELIGMAN, CHRISTOPHER MILLER and QUINT FORGEY
    06/16/2022 04:01 PM EDT

    The Biden administration is touting another $1 billion package of military aid to Ukraine, including thousands of rounds of critically needed ammunition for the grinding fight in the Donbas. But the U.S. announcement Wednesday was met with an outcry from Ukrainians and reporters on the ground, who all had the same complaint: It’s not enough.
    […]
    Ukraine is outgunned and outnumbered 10 to one on the battlefield, Maliar said. Russia has 330,000 personnel committed to the war in Ukraine — 150,000 of whom are currently on Ukrainian territory — and Ukrainian intelligence officials estimate that Moscow can sustain the intensity of its campaign in the Donbas for at least a year.
    “If Ukraine is not given weapons, heavy weapons, air defense and missile defense today, then we won’t be able to survive this war,” Maliar said. “This shows the imbalance of power. It is clear how many weapons Ukraine needs in order to enter parity in order to win this war.”
    […]
    “This is what the Russians do: they just hunker down, they conquer with artillery, and they occupy with infantry,” Johnson said. “The reality is you just have to survive that and then start pushing back against it.”

    Ukraine is currently losing soldiers at a pace of 100 to 200 a day [eine längst überholte Zahl], Milley said Wednesday, confirming a number Kyiv released recently. While acknowledging Russia’s advantage in artillery and sheer numbers, Milley stressed: “It’s not a done deal.”
    “There are no inevitabilities in war. War takes many, many turns,” the Joint Chiefs chair said. “The Ukrainians are fighting a heroic fight.”

    https://www.politico.com/newsletters/national-security-daily/2022/06/16/outgunned-outmanned-outnumbered-outplanned-00040024

    Milley ist ein Idiot.

    Im Donbass geht es weiter voran:

    Das wird eh peinlich für den Westen, wenn seine rechtsextremen Fighter gefangengenommen werden.

    Hier gibt es einen Einzel-Erfolg der Ukraine, an dem sie sich wärmen kann:

    Derweil sie ihren Russenhaß intern eskaliert:

    Und ihre seit 2014 andauernde Vernichtung der Zivilisten in Donetsk fortsetzt:

    Die russische Sicht:

    Die europäische dagegen ist zum Kotzen:

    NZZ, 17.6.2022:

    Das ist der Hintergrund: Der Beitrittswunsch der Ukraine stellt die EU vor ein Dilemma: Droht sich der Staatenbund mit der Ukraine zu übernehmen, oder verliert er an geopolitischer und moralischer Bedeutung, wenn er das Land zurückweist? Und kann ein Land überhaupt mitten im Krieg Beitrittskandidat werden? Mit den Niederlanden, Dänemark, aber auch Portugal ist Widerstand gegen den Kandidatenstatus programmiert. Die kleineren Mitgliedsländer stören sich an der grassierenden Korruption und der mangelnden Rechtsstaatlichkeit in der Ukraine. Zum Bericht

    So sehen wir es: Neben schweren Waffen braucht die Ukraine auch Hoffnung auf eine bessere Zukunft und eine langfristige politische Perspektive. Die EU-Kandidatur würde jene geopolitische Ungewissheit beenden, die die Ukraine gegenüber den russischen Ansprüchen so lange verletzlich gemacht hat. Denn der Beginn von Beitrittsverhandlungen macht klar, dass das Land auf der Seite eines auf Demokratie und Rechtsstaat ruhenden Staatenverbunds steht und nicht im Orbit einer postimperialen Diktatur. Damit der Beitritt der Ukraine gelingt, braucht es aber neue Formen der EU-Mitgliedschaft. Zum Kommentar

    Und GB ist auch kein Rechtsstaat mehr:

    Gibt es so etwas auch bei uns?

    Tankrabatt, Ölembargo, Bitcoin :
    „Putin lacht sich kaputt“: Deutschlands spannendster Nachwuchs-Ökonom im Interview
    Maurice Höfgen, 26, macht den Beruf des Wirtschaftsanalysten wieder sexy. Ob beim Ölembargo oder Ampel-Umgang mit der Inflation: Er nimmt kein Blatt vor den Mund.
    16.6.2022 – 20:07 Uhr
    […]
    Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke fürchtet, dass ein Liter Benzin bald über 3 Euro kosten wird, wenn Deutschland komplett auf das russische Öl verzichtet. Hat er dafür Belege?

    Es ist nicht sichergestellt, wie die Ölraffinerie in Schwedt in Brandenburg weiterarbeiten kann und zwar zu vernünftigen Preisen. Wenn das nicht der Fall ist, wird die Versorgung in Ostdeutschland in Gefahr sein. Putin lacht sich kaputt, weil er das Öl woanders hin verkauft. Aber Ostdeutschland hat dann ein großes Problem. Das komplette Ölembargo ist also keine clevere Sanktion. Sanktionen sollten so sein, dass sie Putin möglichst viel und uns möglichst wenig schaden. Nicht andersherum. Und beim Gas wäre es noch schlimmer.

    Wenn es klar wäre, dass Putin seine Panzer durch unseren kompletten Verzicht auf das russische Öl und Gas nicht mehr finanzieren könnte, wäre die Entscheidung einfach. Denn wir haben natürlich eine moralische Verpflichtung, solidarisch mit der Ukraine zu sein. Aber es ist nicht der Fall. Putin finanziert seinen Krieg in Rubel und nicht in Euro. Und da wir extrem abhängig sind von russischem Gas und in Ostdeutschland auch von russischem Öl, wären die kompletten Embargos extrem teuer für uns, hätten aber keinen klaren Nutzen für den Kriegsverlauf. Solidarität ja, aber nicht blind.
    […]

    https://www.berliner-zeitung.de/wirtschaft-verantwortung/putin-lacht-sich-kaputt-deutschlands-spannendster-nachwuchs-oekonom-im-interview-li.236556

    Die Sanktionen gegen Rußland haben nichts genutzt, aber dem Westen geschadet:

    Während Habeck noch lügt, daß der Gasstop Rußland „politisch“ motiviert sei. Und natürlich nicht auf Liefermöglichkeiten Rußlands via Nordstream II eingeht, ein Projekt, das natürlich immer richtig war und nur aus ideologischen Gründen abgeschaltet wurde. Die Entschädigungszahlungen an die beteiligten Firmen werden Milliarden kosten.

    Vielleicht sollte Deutschland mehr auf die USA lauschen, wo die Ukraine mehr als lästig empfunden wird:

    22 hr 12 min ago
    US national security adviser says US has been in talks with Ukraine about „negotiated outcome“ with Russia
    From CNN’s Natasha Bertrand

    US national security adviser Jake Sullivan said on Thursday that the United States has purposefully “refrained from laying out what we see as an end game” for the war in Ukraine and will “not be pressuring [Ukraine] to make territorial concessions” to Russia, but noted that the US has been in talks with Ukraine about what a settlement could look like.
    In the discussion with the Center for a New American Security, Sullivan said that the US will continue “to support and consult” with Ukraine “about how they want to approach a negotiated outcome with the Russians.“
    „And for the time being, supporting them in that means supporting them through the steady provision of weapons and intelligence” in order to strengthen the country’s hand at the negotiating table, he added.

    CNN has previously reported that, staring down the prospect of an extended stalemate in Ukraine, the US and its allies are placing a renewed emphasis on the need for a negotiated settlement to end the war. In recent weeks, US officials have been meeting regularly with their British and European counterparts to discuss potential frameworks for a ceasefire and for ending the war through a negotiated settlement.

    https://edition.cnn.com/europe/live-news/russia-ukraine-war-news-06-16-22/h_0e056acc856d5f1c9b725d258c2c611e

    Das kommt der Realität wohl näher.

    • Blöderweise sind die aktuelleren Postings weiter unten gelandet, weshalb ich einen Teil meines letzten Postings hier oben wiederhole:

      „Kommen wir zur Realität on the ground. Ukrainische Truppen desertieren, wie jetzt sogar vom britischen Militärgeheimdienst zugegeben:

      Die erfolglosen Planer der angeblichen „Gegenoffensive“ in Kherson gibt es nicht mehr:

      Westliche Waffenlieferungen werden zerstört:

      Vor allen Dingen ist die Kommunikation zwischen den verschiedenen Truppenteilen der Ukraine gestört: friendly fire und zerstörte Brücken zwischen Severodonetsk und Lyssychansk, während die eigenen Truppen noch in Severodonetsk präsent sind, ist die Folge. Und ganz besonders „draußen“ sind die rechtsextremen Fremdenlegionäre, die eigentlich auf Russen-Tötungssafari gehen wollten:

      Der heutige Bericht des russischen Verteidigungsministeriums ist besonders desaströs. Wir erinnern uns: die Ukrainer schossen bereits ein eigenes Kampfflugzeug ab: jetzt attackieren ukrainische SU-25 gar eigene Stellungen:

      19.06.2022 (13:10)
      Russian Defence Ministry report on the progress of the special military operation in Ukraine

      Offensive towards Severodonetsk is being successfully developed. Units of People’s Militia of the Lugansk People’s Republic supported by the Russian Federation Armed Forces have liberated the settlement of Metyolkino.

      Several units of the Armed Forces of Ukraine (AFU) are abandoning the operation area due to low moral and psychological condition, as well as lack of munitions and logistic supply. Thus, a plattoon of the 1st company of the 1st battalion from the 57th Mechanised Infantry Brigade that had been defending near Lisichansk left heavy armament and abandoned its position.

      Russian Federation Armed Forces continue launching attacks at military facilities located in Ukraine.

      At 12.30 PM, Kalibr high-precision long-distance sea-based missiles were launched at a command post of the Ukrainian troops near the village of Shirokaya Dacha (Dnepropetrovsk region) at the moment when there was being held a working meeting of the commanders of Aleksandriya operational-strategic group.
      The attack has resulted in eliminating more than 50 generals and officers of the AFU, including those of the General Staff, the Kakhovka group, airborne assault troops and units that operate towards Nikolayev and Zaporozhye.

      At 08.20 AM, Kalibr high-precision long-distance missiles destroyed 10 M777 155-mm howitzers and up to 20 armoured combat vehicles delivered by the West to the Kiev regime over the past 10 days that were located in a transformer plant in Nikolayev.

      At 07.20 AM, high-precision air-based missiles neutralised an echelon of personnel, armament and military equipment of the 1st battalion from the 14th Independent Mechanised Brigade that arrived from Vladimir-Volynskiy to the operation area in Donbas.
      The attack at the disembarkment point near Gubinikha railway station (Dnepropetrovsk region) has resulted in eliminating more than 100 servicemen of the AFU, 30 tanks and armoured combat vehicles.

      At 02.05 AM, the AFU 56th Mechanised Infantry Brigade manpower and military equipment have been neutralised near Selidovo (Donetsk People’s Republic). The attack has resulted in the elimination of up to 20 militants, including foreign mercenaries that formed part of the abovementioned brigade, as well as 2 combat vehicles equipped with Grad multiple rocket-launching system, 10 infantry combat vehicles and armoured personnel carriers.
      7 Grad system plattoons and 1 artillery plattoon have been neutralised at their firing positions towards Donetsk within counter-battery warfare.

      Operational-tactical and army aviation have destroyed 4 artillery missile and munitions depots near Maksimilyanovka, Avdeyevka, Zelyonoye Pole and Georgiyevka (Donetsk People’s Republic), as well as 1 launching ramp of Buk-M1 air defence missile system near Seversk (Lugansk People’s Republic).
      Missile troops and artillery have neutralised 22 command posts, 48 artillery units at their firing positions, the AFU manpower and military equipment in 123 areas.

      An attack launched by Iskander operational-tactical missile system at Kharkov tank reparation plant has resulted in destroying 2 launching ramps of Uragan multiple rocket-launching system.
      Ukrainian Armed Forces suffer considerable losses caused by counter-battery warfare. A serviceman from the 22nd Mechanised Infantry Brigade of the AFU captured near Peremoga has told that the artillery units involved in operation towards Kharkov had lost 380 servicemen, including 90 who resulted dead over the past 10 days.
      Attacks launched by aviation, missile troops and artillery over the past 24 hours have resulted in eliminating more than 400 nationalists, 10 tanks and other armoured combat vehicles, 11 field artillery mounts, 11 launching ramps of multiple rocket-launching systems and 28 special vehicles.
      Russian air defence troops have shot down 1 Su-25 airplane of the Ukrainian Air Force near Chervonnaya Dolina (Nikolayev region).
      In addition, 8 Ukrainian unmanned aerial vehicles have been shot down near Zavody, Chervonniy Shakhtyor, Dementiyevka, Glubokoye (Kharkov region), Krinitsa (Kherson region), Popasnaya (Lugansk People’s Republic) and near the Snake Island.
      3 Tochka-U tactical missiles have been intercepted near Novozvanovka and Novoaleksandrovka (Lugansk People’s Republic), 2 projectiles launched by Uragan multiple rocket-launching system near Bolshiye Prokhody (Kharkov region) and Chervonnaya Dolina (Nikolayev region).

      In total, 207 airplanes and 132 helicopters, 1,249 unmanned aerial vehicles, 344 anti-aircraft missile systems, 3,683 tanks and other armored combat vehicles, 562 combat vehicles equipped with multiple rocket-launching systems, 2,043 field artillery cannons and mortars, as well as 3,715 units of special military equipment have been destroyed during the special military operation.

      Big losses of the AFU in manpower force the Ukrainian command to involve unprepared personnel in combats, despite their lack of necessary skills in using armament and military equipment.
      At 01.30 PM, 2 Su-25 assault fighters of the Ukrainian Air Force launched an attack at the positions of its units near Shirokoye (Dnepropetrovsk region).

      https://eng.mil.ru/en/special_operation/news/more.htm?id=12425783@egNews

      Ergänzend zum Säbelrasseln von NATO, GB und EU, die nun Geopolitik betreiben möchte:

      June 18, 2022
      Ukraine – The West’s Response As It Meets With Reality
      […]
      National Defense Magazine had an interview with the logistic commander of the Ukrainian land forces which includes some revealing details.
      „BREAKING: Ukraine to U.S. Defense Industry: We Need Long-Range, Precision Weapons (UPDATED)
      „First, you have to understand that the frontline is 2,500 kilometers long. The frontline where there is active combat in more than 1,000 kilometers long. That’s like from Kyiv to Berlin.

      Think about this: one brigade occupies around 40 kilometers of the fence line. That means that to cover the active combat conflict we need 40 brigades. Every brigade is 100 infantry fighting vehicles, 30 tanks, 54 artillery systems — just for one brigade, and we have 40 of them.
      I’m not going to talk about the anti-tank guided missiles or anti-tank guided weapons for now. I’m just talking about heavy weapons. As of today, we have approximately 30 to 40, sometimes up to 50 percent of losses of equipment as a result of active combat. So, we have lost approximately 50 percent. … Approximately 1,300 infantry fighting vehicles have been lost, 400 tanks, 700 artillery systems.“
      https://www.nationaldefensemagazine.org/articles/2022/6/15/ukraine-to-us-defense-industry-we-need-long-range-precision-weapons

      I believe that those loss numbers are too low. The daily Russian clobber list counts more than double of those numbers as destroyed. While that list is very likely off (as any such lists inevitably are) I doubt that it is off by that much.

      Colonel Markus Reisner of the military academy of Austria provides a presentation (vid) about the ‚heavy metal‘ the Ukraine has lost and for which some replacement is now coming from the ‚west‘.
      According to him Ukraine started the war with 2416 tanks and other armored vehicles, 1509 field artillery and mortars, 535 MRLS and so on. (Ukraine like had additional depots with more rusty weapons in various states of (dis)repair.) It has additionally receive 250 tanks and other armored vehicles, and some 200 field artillery pieces and 50 MLRS.

      It had in total 21 active brigades with 14 more in reserve plus various support units. That is less than the 40 the Ukrainian commander says are needed to cover the frontline and no reserves. The newly delivered stuff could provide for one or two more brigades. But with a 50% loss rate at least half of all that is likely already gone.
      The Ukraine is not building reserves that could launch a counterattack but seems to send anything that comes from the ‚west‘ directly to the frontline. It is in total far too little to replace the daily losses and certainly not enough to create forces for counterattacks.

      The Ukrainian logistic commander also mentions that the U.S. delivered howitzer are very vulnerable:

      „Unfortunately, we don’t have an opportunity today to have foreign supplied equipment sent back to a restoration facility simply because of time constraints. That is why we are discussing spare parts here so that we can maintain and repair that equipment right in the field.
      For example, the M777 artillery systems are really prone to being damaged by enemy artillery. For every battery of M777, there are six pieces.
      After every artillery contact, we have to take two artillery pieces and take them back to the rear to maintain them because some of the subsystems are damaged by shrapnel. This happens every day.“

      I bet that Soviet era equipment is much less prone to break under fire.

      https://www.moonofalabama.org/2022/06/ukraine-the-wests-response-as-it-meets-with-reality.html

      Zu dem interessanten Thema, ob es überhaupt „die“ USA gibt, die kriegstreiberisch agiert, komme ich später.“

      Warum die Presse versagt II


      [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-8/#comment-96166

      Da kann ich nahtlos mit einer realistischen Einschätzung von Neitzel fortführen:

      Militärhistoriker zur Ukraine
      „Dann halte ich es für realistisch, dass Putin einen Punkt macht“
      Stand: 15.06.2022 |

      Von Ibrahim Naber
      Chefreporter
      Militärhistoriker Sönke Neitzel prognostiziert einen Wendepunkt im russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Mit den Sanktionen gegen Russland hat das jedoch wenig zu tun. Neitzel zweifelt, ob die Nato in der Lage wäre, einen Angriff auf Litauen, Lettland oder Estland abzuwehren.
      […]
      WELT: Wie lange kann Putin diesen Krieg mit der aktuellen Intensität noch fortsetzen?

      Neitzel: Russland hat auf jeden Fall genug Kräfte, um noch bis in den späten Sommer mit hoher Intensität zu kämpfen und dann möglichst auch noch die Volksrepublik Donezk einzunehmen. Ihre Panzer und das einfache Kriegsgerät reichen dafür aus.
      Dann halte ich es für realistisch, dass Putin einen Punkt macht. Ich sehe jetzt nicht, dass dieser Krieg, so, wie er jetzt läuft, bis Weihnachten weitergeht. Denn die russischen Fortschritte sind sehr teuer erkauft. Und wenn sie in dem Tempo weiterkämpfen, dauert die Eroberung der Ukraine 100 Jahre.
      Also nein, Russland wird auf die Einkesselung der ukrainischen Truppen im Donbass oder eben deren Rückzug setzen. Dann könnten sie einen einseitigen Waffenstillstand verkünden. Vermutlich wäre das so eine ähnliche Situation wie 2014 im Donbass.

      WELT: Was würde das für den Westen bedeuten?

      Neitzel: Es gibt die normative Kraft des Faktischen. Ich glaube nicht, dass die Sanktionen Putin dazu zwingen, irgendwas zu ändern. Mir ist kein Fall in der Geschichte bekannt, in dem Sanktionen wirklich einen Krieg beendet hätten. Ich halte es für völlig unrealistisch, dass die Ukraine in der Lage sein wird, diese Gebiete im Donbass zurückzuerobern. So wünschenswert es auch wäre!
      Denn die ukrainische Armee kann zwar verteidigen. Anzugreifen aber ist etwas ganz anderes. Und ich erkenne nicht, dass die ukrainische Armee die Fähigkeiten dazu hat. Man bräuchte viel, viel mehr schwere Waffen und Artillerie.
      […]
      WELT: Insgesamt klingt das alles so, als rechneten Sie perspektivisch mit weiteren Erfolgen für Putin in der Ukraine.

      Neitzel: Er hält schon jetzt ein Fünftel des ukrainischen Territoriums besetzt. Es gibt ukrainische Gefangene, die er durch Moskau führen kann. Seine Truppen haben wichtiges Material erbeutet. Putin kann all das als Sieg inszenieren. Doch was ist die Perspektive?
      Der Westen kann die Sanktionen eigentlich nicht lockern. Offen ist, ob vor allem China nicht doch noch Russland zur Seite springt und zum Beispiel chinesische Flugzeuge liefert. Erfahrungsgemäß wird Putin Auswege finden. Volkswirtschaften sind kein starres System. Die Frage ist also, was für Russland der nächste Stopp sein wird. Putin könnte Kraft schöpfen, um in wenigen Jahren dann doch noch Odessa anzugreifen.

      WELT: Und er könnte womöglich den Ausgang der US-Präsidentenwahl 2024 abwarten, die Auswirkungen auf den Umgang mit Russland und die Rolle der Nato haben wird.

      Neitzel: Dann tritt vielleicht irgendwann noch Belarus in den Krieg mit ein. Im Norden wäre dann ein überraschender Vorstoß auf Kiew möglich. Und natürlich besteht weiterhin die Gefahr, dass ein russisches Spezialkommando Selenskyj umbringen könnte. All das sind denkbare Szenarien.

      WELT: Polens Präsident Andrzej Duda sagte kürzlich im Gespräch mit „Bild“, alle hätten vor 80 Jahren gewusst, dass Hitler besiegt werden müsse, und das würde jetzt auch für Putin gelten. Müssen wir Putin besiegen, um unseren Frieden zu sichern?

      Neitzel: Da würde ich ausnahmsweise mal den Pazifisten in unserem Land recht geben, die darauf hinweisen, dass Russland eine Nuklearmacht ist. Was heißt denn, Putin besiegen? Also ich glaube, dass die vollständige Rückeroberung der Gebiete, die Russland seit dem 24. Februar erobert hat, Putin in der Tat in die Ecke drängen würde. Und da wäre ich mir nicht sicher, ob er nicht bereit wäre, taktische Nuklearwaffen einzusetzen.

      Für die Chance einer Rückeroberung der Krim etwa müsste die Nato in den Krieg eintreten. Und auch hier kann man die Frage stellen, ob die Nato dafür stark genug wäre angesichts des Zustands der westlichen Armeen. Und ob man im Westen wirklich bereit wäre, für die Krim zu sterben.

      WELT: Aktuell ist die Nato damit beschäftigt, das eigene Territorium stärker zu sichern.

      Neitzel: Noch ist die Nato-Ostflanke nur schwach gesichert. Die Battle Groups, die da aktuell im Einsatz sind, halten in diesem Zustand niemanden auf. Das ist klar. Das war zuletzt PR, nicht mehr. Das ist jetzt ein bisschen verstärkt worden, und auch die Bundeswehr hat weitere Kräfte in Reserve, die in 30 Tagen verlegt werden könnten. Dennoch steht die Verteidigung des Baltikums auf schwachen Füßen.
      Ich frage mich, ob die Nato in der Lage wäre, einen Angriff auf Litauen, Lettland oder Estland abzuwehren. Derzeit gibt es keine akute Gefahr, aber wer weiß schon, was in zwei oder drei Jahren los ist.
      […]
      Wir bewegen uns aktuell auf der Ausbildungsstufe C, das ist die Ebene Zug. Aber wir kommen gar nicht dazu, die Kompanien, die Bataillone und die Brigaden zusammen wirklich voll gefechtsbereit zu machen.

      WELT: Welche Konsequenzen hat das?

      Neitzel: Ganz einfach: Wenn heute ein Krieg ausbrechen würde, dürfte man eigentlich gar nicht den Einsatzbefehl geben, weil man das nicht verantworten könnte. Denn diese Leute haben als Brigade nie zusammen geübt. Im Kalten Krieg gab es jedes Jahr eine Korpsgefechtsübung mit 50.000 bis 60.000 Soldaten draußen.
      Hinzu kommt, dass wir zu wenig Gefechtsstände haben, zu wenig Funkgeräte. Munition liegt für einen Tag vor, vielleicht auch für zwei Tage, aber das war’s. Es fehlen hierzulande allein für 20 Milliarden Euro Munition. Die Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr versuchen gewiss zu improvisieren. Aber im Detail sieht es oft noch schlimmer aus, als man es von außen mitbekommt.
      […]
      Es ging hierzulande bei der Bundeswehr seit den 90er-Jahren nicht mehr um Androhung und Anwendung militärischer Gewalt. Unsere Truppe war eher ein bewaffnetes Technisches Hilfswerk. Und wenn Sie einer Institution den eigentlichen Zweck nehmen, dann verwundert es nicht, dass die Bürokratie wuchert. Es ging nur noch darum, eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen.
      Dazu kam in der Politik ein riesiges Entscheidungsdefizit. Dafür steht etwa diese absurde Debatte über die Anschaffung von Drohnen. Da hätte jeder Kabarettist seine Freude. Und die Deutschen haben einen Hang dazu, eine Superwaffe bauen zu wollen, so, wie den Schützenpanzer Puma. Der musste natürlich in einen A400M reinpassen, und der muss auch alles können. Es ist ja kein Krieg.
      Im Krieg aber funktioniert das Einfache. Das Ding muss fahren, und er muss schießen. Wir aber bauen lieber ein handgefertigtes Hightech-Gerät, das man vielleicht in der Lüneburger Heide einsetzen kann.
      […]

      https://www.welt.de/politik/deutschland/plus239329029/Soenke-Neitzel-Dann-halte-ich-es-fuer-realistisch-dass-Putin-einen-Punkt-macht.html

      Die Briten machen weiter in Stimmung:

      Nach Einschätzung der Briten verfügen die Russen zwar über kampffähige Flugzeuge, sind aber nicht entsprechend für moderne Luftwaffeneinsätze ausgebildet. Die russische Ausbildung bei der Luftwaffe habe sich mutmaßlich jahrelang stärker darauf konzentriert, hochrangige Militärs zu beeindrucken als dynamische Einsatzszenarien verschiedener Truppen zu trainieren, hieß es.

      Seit Beginn des russischen Angriffskriegs vor rund vier Monaten veröffentlicht die britische Regierung regelmäßig Geheimdienstinformationen zum Verlauf. Moskau wirft London eine gezielte Desinformationskampagne vor. (dpa)

      https://www.tagesspiegel.de/politik/feind-wirft-mehr-und-mehr-kraefte-in-die-offensive-ukraine-meldet-russischen-erfolg-bei-sjewjerodonezk/28063400.html

      „Desinformationskampagne“ ist übertrieben. Haltlose Mäkeleien ohne Relevanz für die aktuelle Lage sind eigentlich nur überflüssig.

      Desinformierer OSINT Aggregator hat sich mal wieder blamiert:

      Daraufhin folgte ein zweifelhafter ukrainischer Erfolg bei der Kherson-„Offensive“:

      Und danach der wohlverdiente Urlaub:

      😉

      • Ja, der Bericht von Neitzel ist vermutlich der Realität ziemlich nahe. Obwohl ich mich frage, wie er darauf kommt, dass die Russen nur noch bis im Spätsommer den Krieg in dieser Intensität fortführen könnten?! Also, die russische Militärindustrie ist ja auch nicht gerade klein, also Russland war bis zum Krieg der zweitgrösste Waffenexporteur auf der Welt, neben dem Verkauf von Rohstoffen der wichtigste Export-Industrie-Zweig.

        Das fand ich noch witzig! 🙂

        „Chinas Außenministerium kritisiert Washingtons Machenschaften vor der Haustür Russlands
        Der Sprecher des chinesischen Außenministeriums Zhang Heqing veröffentlichte auf seinem Twitter-Account eine Karikatur, in der er die Rolle der Vereinigten Staaten in der aktuellen Situation in der Ukraine anprangerte.
        „Schüren eines Dauerkonfliktes“, heißt es in der Bildunterschrift.
        Auf dem Bild steht ein Bär auf der Türschwelle seines Hauses, der Russland repräsentiert. Vor der Tür brennt eine Kiste mit der Aufschrift „Ukraine-Krise“. Hinter dem Zaun des Hauses verbirgt sich Uncle Sam mit einem Kanister Benzin in der Hand. Von ihm zieht sich eine brennende Spur bis zur Kiste.“ (Quelle RT Deutsch)

        Und Albrecht Müller von den Nachdenkseiten beklagt sich auch wieder einmal über die Medien:

        „Ein weiterer Beleg für den traurigen Zustand der Tagesthemen/Tagesschau-Redaktion
        Die NachDenkSeiten haben davon berichtet – Inkompetenz oder bewusste Fehlinformation? Tagesschau gibt ukrainischen Angriff auf Donezk als russischen aus – , dass die Tagesschau bewusst manipuliert, im konkreten Fall die Verantwortung für den tödlichen Beschuss eines Marktplatzes den Russen zuschreibt, obwohl er von ukrainischer Seite kam. – Am Abend des 17. Juni haben die Tagesthemen 13 Minuten lang eine Propagandasendung über das Angebot an die Ukraine, Beitragskandidat der EU zu werden, abgeliefert. Das war schon am 16. Juni, also einen Tag vorher, das Hauptthema der Sendung mit Berichten über den Besuch von Scholz, Macron und Draghi . 18 (!) Minuten lang. – Am 17. Juni kam die Moderatorin Mioska dann nach Ablauf der 13 Minuten Wiederholung des Themas vom Vortag zu einem aktuellen Vorgang – zum Petersburger Wirtschaftsforum mit einer Erklärung Putins über die Wirkung der Sanktionen und einer klaren Ansage, dass die USA die eigentliche Ursache der gegenwärtigen Konflikte sind. Albrecht Müller.“
        https://www.nachdenkseiten.de/?p=84960&fbclid=IwAR3P0At_1G3eRT940m0fDAmu6DozxV6L8RIs6Ipky1KaSN8Q8KyDvS_6A-k

        Nur würde ich halt sagen, stellt sich Albrecht Müller das alles immer ein bisschen zu intentional vor und meint, das würde nun alles wirklich mit Absicht und bewusst manipuliert werden. Dabei würden doch schon Prozesse der Kognitionspsychologie und Sozialpsychologie weiterhelfen, um zu verstehen, dass dies vielfach ganz automatisch abläuft: Kognitive Dissonanz, Grupendenken, confirmation bias etc. Aber auch soziologische Erkenntnisse würden weiterhelfen, zumal eben gerade Journalisten vielfach aus demselben sozialen Milieu kommen und somit vielfach eine ähnliche Wahrnehmungsbrille haben, wie sie die Welt deuten und einordnen.

        Dann noch ein Artikel von Thomas Fischer:

        „1. Vom Drohen und Warnen
        Eine inflationär verwendete Figurette der Volksbelehrung ist das Ankündigen verschiedenster Übel und Unglücke. Welche Botschaften stecken dahinter? (…)
        Die Warnungen und Drohungen aus Kiew haben allerdings ganz besondere Qualitäten, weil man auch bei gutem Willen nur schwer erkennen kann, warum Menschen, Politiker oder Staaten, die mit dem Rücken an der Wand stehen, sich gegenüber Dritten aufs Drohen mit dem eigenen Untergang verlegen sollten. Es ist nicht so, dass dies überhaupt keinen Sinn ergäbe; allerdings muss dieser von außen in das Argument eingeführt, also schon vorausgesetzt werden. Dies ist hier, offenkundig, ein machtpolitischer, strategischer Sinn: »Weltinnenpolitik«, wie sie neuerdings auch eigentlichen Friedensfreunden zügig von der Hand geht. Für den Fall, dass die Nato die derzeitige Regierung der Ukraine nicht bedingungslos dabei unterstützt, die Krim zurückzuerobern und Donezk zu befreien, »droht« der Präsident damit, den Krieg weiterzuführen, entweder bis zum Endsieg oder bis der letzte ukrainische Held gefallen ist. Und der radikal rechtsnationalistische Botschafter »droht« den deutschen Drückebergern derweil, dass 850.000 ukrainische Flüchtlinge sich von Deutschland nicht mehr versorgen lassen wollen werden, wenn der Botschafterarmee nicht zackzack 500 Leo2 geschenkt werden.
        Das ist nun einerseits eine Frage des Stils, oder auch der Sachkunde der infantil-wüsten Kriegsliteratur der aus allen Rohren schreibenden Gewalten. Das kann aber dahinstehen; es interessiert außerhalb der Kommunikationsberater und Expertenshows ja nicht wirklich. Letzten Endes ist es vielmehr eine Frage von Ja oder Nein: Ja, wird Deutschland mithilfe der ukrainischen Freunde die Krim für den Westen zurückerobern? Wenn man »Nein« sagen will, wofür allerhand spricht, müsste man dem mit dem eigenen Untergang drohenden Wertestaat einmal eine kleine Warnung zukommen lassen. Wenn die Antwort »Ja« heißt, darf man nicht verheimlichen, was das heißt, und sollte dringend zur klaren Drohung gegen die Bürgerin und den Bürger übergehen: Dann seid ihr dran, verehrte Menschen.
        Quelle: Thomas Fischer im SPIEGEL
        Anmerkung Jens Berger: Thomas Fischer in Höchstform. Es ist ein Genuss, einen der letzten schlauen und überaus wortgewaltigen kritischen Kolumnisten zu lesen, der in den großen Medien noch zu Wort kommt. Leider kommen auf einen Fischer hundert Lobos.“
        https://www.spiegel.de/kultur/krisenrhetorik-vom-drohen-und-warnen-kolumne-von-thomas-fischer-a-5c08e8dd-8bd7-4ffd-a5d5-12aaac9f3689

        • Ja. Thomas Fischer ist und bleibt ein Ereignis. Schön, daß ihn der dissentierende Propaganda-Spiegel, der just im aktuellen SPIEGEL schwere Waffen für die Ukraine fordert, noch gewähren läßt.

          Ich denke, es ist eine bewußte Entscheidung der Tagesschau (und aller anderer Medien), lediglich ukrainischen Quellen zu promoten.

          Journalisten wie Laurent Brayard et al. werden aktiv als russische Propagandisten abgekanzelt:

          Was natürlich dem Zweck dient, die Ukraine dem „Wertewesten“ zuzuschreiben. Was die Realität auf den Kopf stellt. Nach der allseits kritischen Sharii-Partei des seit 2012 im Exil lebenden Journalisten Anatoli Sharii:

          wurde jetzt auch die prorussische größte Oppositionspartei des vom SBU internierten Medvechuk durch ein „unabhängiges“ Gericht verboten:

          Offenbar existiert der ukrainische Nationalismus allein von der Abschneidung – sprich Haß – auf alles Russische in der eigentlich gemeinsamen Geschichte.

          Dergleichen Schlangen gab es auch in Kherson.

          Aber wir haben ja die SPIEGEL-Propaganda:

          Eroberte Hafenstadt im Süden
          Putins Truppen wollen den Menschen hier ihr Ukrainisch-Sein austreiben
          In Cherson haben die Besatzer die Verwaltung übernommen, sie verteilen Pässe, verschleppen und foltern Gegner. Die Bewohner schwanken zwischen Angst, Resignation – und Widerstand.
          Von Alexander Chernyshev, Christian Esch, Christina Hebel, Katja Lutska, Alexander Sarovic und Lina Verschwele
          17.06.2022, 13.02 Uhr • aus DER SPIEGEL 25/2022

          https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-krieg-im-besetzten-cherson-schwanken-die-bewohner-zwischen-angst-widerstand-resignation-a-348fefd2-bf43-4080-b41a-d356b9bec485

          Immerhin werden dort die SBU-Gefängnisse erwähnt. Ansonsten verläßt man sich auf unzuverlässige Angaben von in die „freie Ukraine“ „Geflüchteten“, die vom Hörensagen berichten, auf anonyme „Widerständige“ und auf Regime-Angehörige.

          Der SPIEGEL ist wirklich unerträglich:

          Der Artikel selbst widerspricht der Überschrift:

          High Casualties
          Russia Pulls Out All the Stops to Find Fresh Troops
          The Russian army is suffering high casualties in the war against Ukraine and Vladimir Putin badly needs fresh troops. He wants to avoid a general mobilization, so the military is relying on other methods.
          By Christina Hebel in Moscow
          15.06.2022, 12.08 Uhr
          […]
          Krechetov, 35, is a construction worker and the father of a two-year-old daughter. He lives in Nizhny Novgorod, located about seven hours by car east of Moscow. Speaking rapidly, he asks that his real name not be used out of concern for his safety. Ten years ago, Krechetov completed his mandatory military service with a special unit belonging to the military intelligence agency GRU, and he is now a private first class in the reserves.
          […]
          The envelope with the heading „Military Correspondence,“ on the other hand, seemed far more binding than the Viber message. Krechetov headed for the draft office, where he was brought to the boss. What took you so long, the commander wanted to know. „We need you.“ They presented Krechetov with a contract, according to which he would be paid 300,000 rubles per month, the equivalent of around 4,500 euros, a sum that is more than seven times as high as the average salary in the region.
          „Fill this out,“ the military official told him. „You can choose three, six or 12 months and then sign here.“ Krechetov just shook his head. „Who is going to take care of my family if I return home in a coffin?“ he asked. His parents are over 70 years old, and his mother is ill. When the official realized that he wouldn’t be able to convince Krechetov, he laid a blank sheet of paper on the table and told the reservist to write down the reasons why he refused to fight for Russia. Only then was he allowed to leave.

          At first, Krechetov thought that only former special forces like himself would be summoned. Now, though, he knows that many men from Nizhny Novgorod received summons in the mail. „They are writing to everybody who has ever performed military service before.“
          […]

          https://www.spiegel.de/international/world/high-casualties-russia-pulls-out-all-the-stops-to-find-fresh-troops-a-254bf9c2-c83b-4492-8dea-1f5cec53b03e

          Und wer nicht wollte, wurde in Ruhe gelassen. Wir erfahren sogar, daß diejenigen, die anfangs entgegen den Vorschriften Wehrpflichtige aus dem logistischen Bereich aus Belarus nach Rußland führten, bestraft wurden. Immerhin kriegt man die Propaganda auf der englischen Seite mit – ich lese das alles ja in der deutschen Print-Ausgabe.

          Nachtrag:

          Ich habe mich spontan an einen älteren emotionalen Artikel über ein an Depression erkranktes Liebespaar in Sibirien durch die Relotius-Nachfolgerin beim SPIEGEL, Alexandra Rojkov, erinnert:

          https://www.spiegel.de/impressum/autor-edb333ab-0001-0003-0000-000000026912

          Wo dann alles darauf hinauslief, daß der in Belarus stationierte verlobte Wehrpflichtige einer Verwendung als Berufssoldat in der Ukraine schlicht widersprechen konnte:

          The Putin Generation

          He Is Sent to the Front, She Takes to the Streets

          A young Russian woman in Siberia is protesting Putin’s invasion of Ukraine. Her fiancé, meanwhile, has been called up to fight against their neighboring country. DER SPIEGEL accompanied them and is sharing their chats since the start of the war – messages that show their anger and desperation.
          17.03.2022, 11.57 Uhr

          […]
          On television, Putin claims that reservists and conscripts will not be sent into combat, that this is a matter for professional soldiers, who „will reliably provide security and peace for the Russian people.“

          She knows he’s lying.

          Later, the Russian Defense Ministry will admit that individual conscripts have been inside Ukraine, after all.

          Her fiancé called her a few days ago to tell her that his commander had now presented him with a contract. He was told that he would be allowed to enlist as a professional soldier if he cared about the security of the Russian people.

          He says he refused. He says all the other young men in his unit were also asked. None of them wanted to sign.
          Twenty of his comrades have since been transferred to the border. To schlepp things, as they put it.

          Editor’s note: In journalism we sometimes report on people without using their names in order to protect them. In very rare cases, we also exclude the names of the reporters and photographers who worked on the article for the same reason. That is why this article has been published without a byline.

          https://www.spiegel.de/international/world/the-putin-generation-he-is-sent-to-the-front-she-takes-to-the-streets-a-a3ed23d9-bd85-4eea-930b-523b7955ab6b

          Offenbar schämt sich der SPIEGEL, daß er die Propagandistin Alexandra Rojkov beschäftigt.

  6. Mark Smith:

    „@ Gabriele Wolff
    Du schreibst:
    „Amnesty International und Human Rights Watch müssen wir als Propaganda-Organisationen des Westens, der sie finanziert, einordnen:“

    Ich glaube, es geht hier nicht einmal um die Finanzierung, sondern wir haben in diesen Organisationen dieselben Menschen drin, die mehrheitlich bei den Leitmedien sitzen: also die Identitätslinke bzw. die urbane, kosmopolitische Akademikerklasse. Die sind ideologisch so drauf, dass es keine grosse Finanzierung mehr braucht, damit sie das schreiben, was man gerne hören möchte.“

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-8/#comment-96126

    Dann sollten sie aber auch von postcolonial studies überzeugt sein und sich freuen, wieviele Länder sich von der US-Hegemonie abwenden, wie Du in den nachfolgenden Artikeln dargelegt hast. 😉

    „Dann noch ein interessantes Video-Interview mit einem Experten:

    „Ukraine gehen die Waffen aus
    Kaim: Kurzes Fenster, dann ist Kriegsfrage entschieden“
    https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Kaim-Kurzes-Fenster-dann-ist-Kriegsfrage-entschieden-article23399793.html
    Ich frage mich, ob das Problem der Ukraine nur fehlende Waffen sind?!
    Ich denke auch, das Problem wird doch sein, dass unterschiedlichste Länder unterschiedlichste Waffensysteme liefern, mit unterschiedlichster Munition und Logistik und die Leute müssen auf unterschiedlichste Waffensysteme ausgebildet werden und vermutlich noch einige andere Dinge.“

    Warum die Presse versagt II

    Stimmt; die Ukraine schickt kaputte Panzer zur Reparatur nach Polen…

    Aber es geht natürlich auch um das Personal: die von Selenskyj zugegebenen Todeszahlen von täglich 60-100 (und auch Verwundete sind „eliminiert“) gelten längst nicht mehr: wie eine abgenudelte Schallplatte:

    Wolodymyr Selenskyj
    „Am 24. Februar begann der totale Krieg“
    Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj spricht über den Albtraum, in dem er täglich lebt – und darüber, wie sein Land auch andere Völker verteidigt.
    Interview: Cathrin Gilbert • Fotografie: Sasha Maslov
    14. Juni 2022

    DIE ZEIT: Präsident Selenskyj, vor fast vier Monaten hat Russland die Ukraine überfallen. Es ist noch kein Ende des Krieges in Sicht, die Zahl der ukrainischen Opfer ist schockierend hoch. Laut einem Bericht des britischen Guardian sterben täglich rund 150 Ukrainer an der Front, 800 werden verwundet. Wie lange können Sie und Ihr Land noch durchhalten?

    Wolodymyr Selenskyj: Wir halten so lange durch, wie es sein muss. Anfangs glaubten viele Beobachter auf der ganzen Welt, die russische Armee würde uns innerhalb kürzester Zeit überrennen. Wir hielten stand. Der Preis für das Durchhalten ist unfassbar hoch.
    […]
    ZEIT: Es gibt immer mehr Medienberichte über die schlechte Versorgung ukrainischer Soldaten an der Front im Donbass, es sollen Lebensmittel fehlen, die Moral sinke.

    Selenskyj: Vieles davon ist Propaganda, Teil des Informationskrieges gegen die Ukraine. Das Ringen um die öffentliche Meinung, der Kampf an der Informationsfront ist jetzt sehr wichtig. Natürlich ist es für Menschen in Europa oder den USA schwer zu unterscheiden, was Wahrheit ist und was Propaganda.

    ZEIT: Aber es sind doch Berichte unabhängiger westlicher Medien.

    Selenskyj: Vor ein paar Tagen habe ich unsere Jungs an der vorderen Linie besucht. Die Kämpfe dort sind schwer. Aber sie werden mit allem Nötigen versorgt. Der Kampfgeist ist hoch.
    […]
    ZEIT: Würden Sie einem Friedensabkommen zustimmen, wenn Russland sich hinter die Kontaktlinie von 2014 zurückzieht? Oder will die Ukraine versuchen, ihr ursprüngliches Territorium zurückzuerobern? Also auch die Krim?

    Selenskyj: Die Krim gehört zur Ukraine, die Regionen Donezk und Luhansk ebenfalls. Dies wird von der ganzen Welt anerkannt. Selbstverständlich wird unser Volk seine Hoheitsgebiete nicht aufgeben wollen.
    […]
    ZEIT: Putin erpresst die Welt mit Hunger, indem er Weizenlieferungen aus der Ukraine nicht passieren lässt. [Hä?] Putins Außenminister Lawrow aber gibt der Ukraine die Schuld: Wenn Ihre Leute die Seeminen vor dem Hafen von Odessa räumen würden, könnten Getreidefrachter auslaufen. Wenn die Russen versprechen würden, [das hat Rußland bereits getan!] die Minenräumung in der Nähe des Hafens von Odessa nicht für ihre eigenen Zwecke zu nutzen, sondern Schifffahrtsrouten zu öffnen, würden Sie es tun?

    Selenskyj: Denken Sie daran, wie viel Russland in den letzten Jahrzehnten versprochen hat. Und wie wenig es davon erfüllt hat.
    […]

    https://www.zeit.de/2022/25/wolodymyr-selenskyj-ukraine-krieg-europa/komplettansicht

    Nach dem Lagebericht des russischen MoD vom 16.6.2022 wurden durch Luftschläge vom Vortag mehr als 280 „nationalists“ „eleminiert“, durch Artillerie und Rakentenbeschuß mehr als 200:
    https://augengeradeaus.net/2022/06/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-16-juni-2022/

    Dort kann man u.a. auch die immer dünner klingenden Verlautbarungen der Briten nachlesen.

    Der nach eigenen Angaben „Optimist“ Ben Hodges, „ehemaliger Oberkommandeur der US-Truppen in Europa“, sagte im Interview mit dem STERN in 25/2022 vom 15.6.2022, S.32-36 (Überschrift: „Die Russen sind bald am Ende“)

    Die Russen mögen viel Munition haben, aber nicht unbegrenzt Männer und schon gar nicht viel Zeit.
    Die Zeit arbeitet für die Ukrainer?
    Ja, auf jeden Fall.
    Trotz ihrer schweren Verluste?
    Ja. Mit wem aus der Ukraine ich auch spreche: Keiner dort denkt auch nur annähernd ans Aufgeben, die sind noch lange nicht am Ende ihrer Kräfte. Es stimmt, sie haben viele ihrer ausgebildeten Soldaten verloren. Aber sie verfügen noch immer über Millionen Männer, die im Land geblieben sind [weil sie mußten] und kämpfen wollen. Sie bauen die Territorialverteidigungskräfte weiter aus, mit Reservisten und Freiwilligen aus dem Ausland. Das dauert, aber es geschieht. Die Russen hingegen schrecken immer noch davor zurück, ihre Reservisten zu mobilisieren, und schicken schlecht ausgebildete Männer an die Front. Deswegen kommen sie kaum voran.

    😉

    Wie kann man nur so falsch liegen? Ganz abgesehen davon ist die Ukraine pleite und kann nicht einmal Lehrergehälter und Soldaten bezahlen, wenn der Westen nicht weiter Milliarden in das Faß ohne Boden einspeist.

    Macron hat eigentlich Sinn für Realismus:

    Auch weiß er, daß die Ukraine das Gegenteil einer rechtsstaatlichen Demokratie ist. Aber, aber – die öffentliche Meinung ist einfach zu emotional für Realismus. Der Tagesspiegel mal halbwegs nüchtern:

    15.6.2022 12:01 Uhr
    Vor dem Besuch in Kiew
    Scholz, Macron und Draghi suchen den einfachen Ausweg

    Selenskyj träumt von der Eroberung der Krim, die Besucher von einer Verhandlungslösung. Die wahre Frage: Wie verhindern sie den nächsten Krieg? Ein Kommentar.
    Christoph von Marschall

    Hat der Mann den Realitätssinn verloren? Die ukrainische Armee ist im Donbass auf dem Rückzug. Doch Präsident Wolodymyr Selenskyj gibt kurz vor dem Besuch von Mario Draghi, Emmanuel Macron und Olaf Scholz in Kiew die Parole aus: „Natürlich werden wir auch unsere Krim befreien.“
    Wie sollen die Anführer der drei stärksten EU-Länder auf die Ankündigung reagieren: „Die ukrainische Flagge wird wieder über Jalta und Sudak, über Dschankoj und Jewpatorija wehen“?
    Von der Rückeroberung der Krim träumen, wo Russland nach der Annexion 2014 robuste Verteidigungslinien aufgebaut hat, während die Ukrainer nicht einmal die Frontlinien im Osten halten können: Was bezweckt Selenskyj mit einer Ansage, die so weit von der aktuellen Realität entfernt ist?
    Nach innen muss der Präsident die Hoffnung aufrechterhalten, dass Opfer und Leiden nicht vergebens sind und die Befreiung gelingen kann. Nach außen möchte er mehr Hilfe einfordern. Die reicht derzeit nicht einmal, um die Russen am Vorrücken zu hindern.
    […]
    Doch Scholz, Macron und Draghi träumen ebenfalls: von einem für sie bequemen Verhandlungsausweg, der ihnen harte Entscheidungen erspart.
    […]
    Wäre eine Verhandlungslösung mit weiteren Gebietsverlusten akzeptabel? Der müsste auch Selenskyj zustimmen. Er hätte aber keine Wahl, wenn der Westen sich weigert, einen anderen Ausgang durch Waffenhilfe zu ermöglichen.

    Was steht auf dem Spiel: Globaler Frieden oder ein Regionalkonflikt?

    Wie weit die USA und Europa gehen sollten, hängt von ihrer strategischen Einschätzung ab: Würde Wladimir Putins Russland, wenn es Geländegewinne erreicht, dies als Aufmunterung verstehen, nach ein paar Jahren Erholung zur Auffüllung der Munitionsvorräte den nächsten Angriff starten?
    Und würde China daraus ableiten, dass es riskieren kann, Taiwan mit Gewalt einzugliedern? Falls das die Analyse ist, müsste der Westen alles tun, um Putin jetzt zu stoppen. Und zugleich ein Stoppschild für Peking zu errichten.

    Betrachtet man die Ukraine hingegen als einen regionalen Konflikt, von dessen Ausgang wenig für die Friedensordnung abhängt, kann man ihr auch den Verlust der Krim und des Donbass zumuten. Oder hinnehmen, dass die Ukraine zu einem weiteren „Frozen Conflict“ wird, mit dem Moskau zwar nicht die Kontrolle über das Land gewinnt, aber verhindert, dass es sich in den Westen eingliedert.
    Auf die harten Fragen sollten Scholz, Macron und Draghi eine Antwort finden, ehe sie Selenskyj treffen. Das werden sie wohl nicht. Sondern den einfachen Ausweg wählen: Die Ukraine soll offizieller EU-Beitrittskandidat werden.
    Das Wesentliche
    – in welchen Grenzen und in welchem Zustand zwischen Krieg und Frieden – klären sie damit nicht. Unentschlossenheit aber verlängert den Krieg.

    https://www.tagesspiegel.de/politik/vor-dem-besuch-in-kiew-scholz-macron-und-draghi-suchen-den-einfachen-ausweg/28426142.html

    Ein paar stecken den Kopf nicht mehr in den Sand:

    Dagegen der nüchterne Medwedew:

    Auch Papst Franziskus verweigert sich der Schwarz-Weiß-Malerei der West-Propaganda:

    Nun zu dem Thema, warum Waffenlieferungen nichts nutzen: entweder sie werden vernichtet, noch bevor sie zur Front gelangen können:

    Oder im Einsatz vernichtet. Aber angesichts der Rückzugsbewegungen der Ukrainer im Donbass fallen sie ohnehin früher oder später in russische Hände:

    Zu diesem Thema gibt es auch Interessantes in diesem Thread; ich beschränke mich mal auf die Ente, daß Spanien kurzfristig 40 Leopard-Panzer liefern werde (bislang hat kein Land westliche Panzer an die Ukraine geliefert):

    […]

    • Die Westpropaganda ist aber auch wirklich unappetitlich:

      Wen verwundert es, daß sich die Tagesschau anschloß und russische Angriffe auf Zivilisten in Donetsk vermeldete? Die Tagesschau bringt generell ausschließlich ukrainische Propaganda:

      Zu den komplett verfehlten westlichen Sanktionen und was sie uns kosten:

      Daß es zu russischen Umgehungstatbeständen oder gar zu russischen Gegensanktionen kommen könnte – hier gegen die deutsche Tochter Gazprom Germania, die durch eine deutsche Behörde quasi übernommen wurde -: darauf kam wirklich niemand? Welche unrealistischen Ideologen im Wirtschaftsministerium sind eigentlich so dumm?

      Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung.

      Ja, die grüne Agenda ist echt kontraproduktiv: da dachten die Strategen, man könne die von niemandem gewählte „Transition“ top down aus „Sicherheitsgründen“ dekretieren – und steht nun kurz vor der Zertrümmerung des Wirtschaftsstandorts USA und Deutschland. Aber nicht die saubere Atomenergie soll Retter sein, sondern das Hochfahren von schmutzigen Kohlekraftwerken zur Stromerzeugung – so will es Habeck im Fall von Reduzierung von Gaslieferungen aus Rußland. Der natürlich die weitere Gasreduzierung über Nord Stream 1 durch Rußland auf 40% als „politisch“ wertet. Ein Nachdenken über selbstschädigende moralistische West-Sanktionen ist alternativ anzuraten.

      Dieses abgehobene Palaver kommt in der Bevölkerung eh nicht an:

      So eine Umfrage würde ich mir für die USA wünschen. Dort läuft dank Bidens woke Agenda die Ukraine unter ferner liefen:

      Ähnliches wie die Ausgrenzung von Republikanern als „domestic terrorists“ läuft sogar in Deutschland, wenn man aus Sicht der Donbass-Bewohner berichtet:

      Deren Schicksal wurde vom Westen ja seit 2014 ausgeblendet und bis heute – bishin zu Falschmeldungen – aktiv ignoriert.

      Und dann gibt es Berufstrolls, die Dissentierende diskriminieren:

      In meinem letzten Beitrag hatte ich u.a. geschrieben:

      „Ukrainische Offizielle verbreiten die schlimmsten fake news – hier über das NL-Verfahren zu MH 17:

      Denn es gehört zum Stil der Ukraine, eigene Verbrechen den Russen anzuhängen:

      Das Patrick Lancaster-Video über die in einem Asow-Hauptquartier gefolterte und getötete Frau hatte ich hier bereits gepostet. (Ich suche später danach, habe aber wenig Hoffnung, daß es bei YouTube noch verfügbar ist.)“

      https://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-8/#comment-96122
      [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-8/#comment-96122

      Doch, ist es noch:

      „Es gibt keine Grenzen für Lügen mehr! Ich hatte das Video von Patrick Lancaster aus Mariupol vom 27.3.2022 bereits am 31.3.2022 gepostet:

      Woman Found Tortured in School Basement „Military Base“ in Mariupol
      27.03.2022
      Patrick Lancaster
      Woman Found Murdered In Ukraine Military base in Mariupol School basement

      Zur Abwechslung mal eine Analyse einer Nicht-Kriegspartei (wir sind es ja schon längst):

      Posted on April 4, 2022 by M. K. BHADRAKUMAR
      Fake news in Kiev heralds cruel April
      […]
      A Tass report says: “The Russian Defense Ministry said on Sunday that the Russian Armed Forces had left Bucha, located in the Kiev region, on March 30, while “the evidence of crimes” emerged only four days later, after Ukrainian Security Service officers had arrived in the town. The ministry stressed that on March 31, the town’s Mayor Anatoly Fedoruk had confirmed in a video address that there were no Russian troops in Bucha. However, he did not say a word about civilians shot dead on the street with their hands tied behind their backs.”

      Even more surprising is that within minutes of the “breaking news”, western leaders — heads of state, foreign ministers, former politicians — popped up with statements duly kept ready and only based on the videos, seconds-long videos and a clutch of photos, ready to pour accusations. No expert opinion was sought, no forensic work was done, no opportunity given to the accused to be heard.

      French President Emmanuel Macron broke his election campaign where he’s in a dead heat with Marine Le Pen for reelection in next Sunday’s poll to brand the alleged Russian atrocities as “war crime”. So did German Chancellor Olaf Scholz who is in big trouble too as Germany is posting inflation at +7.3 percent in March.
      There’s nothing unusual about beleaguered politicians catching hold of bogeymen. Intelligent minds like Macron and Scholz’s must be realising by now their flawed policies leading inexorably to such a strategic defeat at the hands of Russia. But the big question is: Why such theatrics just at this point?

      The fake news surfaced even as the Phase 2 of Russia’s special operation is slated to begin within the week in the eastern Donbass region. Something like 60-80000 Ukrainian troops, rated to be the best units of the armed forces, have been encircled in Donbass.

      The Russian feint paid off in pinning down the Ukrainian forces in Kiev through past month. By the time the truth dawned on the Kiev set-up (and their western “advisors), the damage was done. The enormity of the resultant situation needs some explanation.
      […]
      The Russian forces have put out of action all nearby airports and destroyed the nearby Ukrainian oil reserves systematically through Phase 1 of the operation. As I wrote in a previous blog, three days ago, Russian forces dealt a devastating blow: “Notably, the Mirgorod military airfield in central Poltava Region, a strategically important hub, has been taken out of action and several Ukrainian combat helicopters and aircraft found in its camouflaged car parks, as well as fuel and aviation weapons depots have been destroyed.”
      Equally, Kharkiv has been surrounded and “in a high-precision strike with the Iskander operational-tactical missiles on the defence headquarters in the city on Thursday, “more than 100 nationalists and mercenaries from Western countries” were confirmed as killed.”

      Nonetheless, the Ukrainian forces are expected to put up a good fight rather than surrender — although surrounded, without air cover, and having no scope to rotate forces or enough fuel to engage in maneuver warfare and with ammunition running out.
      […]

      https://www.indianpunchline.com/fake-news-in-kiev-heralds-cruel-april/

      Was für eine kluge Analyse.“
      https://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-1/#comment-95206
      [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-1/#comment-95206

      So im Nachhinein kann ich das wirklich nur unterstreichen.

      Journalist Patrick Lancaster hopes those behind killing of woman in Mariupol will face justice
      RT

      Published April 4, 2022
      Kiev yet again failed to pin blame on Russia in the ongoing conflict – this time with an attempt to portray a gruesome photo of a killed woman with a swastika carved into her stomach as the work of Russians. We’ll hear from American journalist Patrick Lancaster, who was the first to break this disturbing story.

      https://rumble.com/vzo6cd-journalist-patrick-lancaster-hopes-those-behind-killing-of-woman-in-mariupo.html

      Westmedien haben eben keine Berührungsängste, wenn es gilt, Rußland zu diskreditieren oder den ukrainischen Widerstand zu preisen.

      Kommen wir zum Azot Chemiewerk in Severodonetsk, von Seleskyj merkwürdigerweise zum Widerstandsort im Donbass erhoben (während es überall sonst nur Rückzug gibt außer an der einzementierten Kontaktlinie, die von Unterstützungs- und Rückzugslinien abgeschnitten ist und die deshalb Zivilisten in Donetsk bombardiert): ukrainische Kräfte und die von einer Parlamentarierin herbeigeführten ausländischen Legionäre sind in dieses Chemiewerk geflohen und exekutieren nun medial ein Asowstaal 2.0, ohne daß diese Truppen jemals die Chance gehabt hätten, die notwendige westliche Medienunterstützung herzustellen. In Mariupol war das natürlich anders: da gingen die Asow-Bräute gar bis zum Papst! 😉 So wird das natürlich nichts in Sewerodonetsk:

      https://twitter.com/JohnDelacour/status/1536709951611101195

      Das war ein frommer Wunsch. Nö, das sollte erst am 15.6.2022 geschehen. Und natürlich wären die Zivilisten „deportiert“ worden, falls die ukrainischen Militärs einschließlich rechtsextremistischer Fremdenlegionäre sie überhaupt hätten gehen lassen – was sie prompt nicht getan haben.

      Ca. 99% der Brückenzerstörungen hat die Ukraine zur Verhinderung von Vorstößen des Feindes begangen. Wenn auch die letzte Brücke zwischen Severodonetsk und Lysychansk von der Ukraine zerstört wurde, so bedeutet das, daß sich ein Großteil der ukrainischen Truppen aus Severodenetsk retten konnte und daß der dort verbliebene Rest Kanonenfutter und Symbol für ukrainischen „Widerstand“ ist. Die Zivilbevölkerung ist der Ukraine eh egal: sind ja „Russen“.

      Die Asot-Chemie-Fabrik in Severodonetsk ist offenbar weniger komplex als das riesige Asov-Stahlwerk in Mariupol mit seinen multiplen unterirdischen Etagen, wo sich zudem die ukrainischen und ausländischen Kräfte schon seit Wochen eingerichtet hatten.

      Das dürfte ein weiteres Motiv für die DPR-Soldaten sein, eine schnelle Niederlage herbeizuführen.

      Der Präsidentenberater ist ungewönlich offen, was die Zerstörungen in ukrainischen Städten angeht: sie liegen an der rechtswidrigen Art der Verteidigung:

      Zuletzt sind es, in aussichtsloser Lage, auch konkrete zivile Geiseln in letzten Rückzugsorten.

      Die dreckige Kriegsführung der Ukraine, die aus zivilen Gebäuden heraus schießen läßt, was Antworten gegen diese zivlien Ziele herausfordert, ist verantwortlich für die meisten Schäden:

      Endlich gab es auch mal im Westen eine Doku über die Verantwortung ukranischer Kräfte bei der Ermordung von „Kollaborateuren“ in Butscha:

      […]

      Wer in all dieser aufgeheizten Atmosphäre eine Leitlinie sucht, findet sie bei dem US-Ex-Militär Douglas MacGregor, der von Anfang an richtig lag:

      „It’s a very dangerous situation. We are dealing with a super power“ – Douglas MacGregor
      12.06.2022

    • @Gabriele Wolff

      Du schreibst:

      «Dann sollten sie aber auch von postcolonial studies überzeugt sein und sich freuen, wieviele Länder sich von der US-Hegemonie abwenden, wie Du in den nachfolgenden Artikeln dargelegt hast.»

      Natürlich sind die Identitätslinken auch von den postcolonial studies überzeugt, nur wenden sie diese im Krieg in der Ukraine sehr selektiv an, was natürlich gute Gründe hat. Für die Identitätslinken ist der «Rechtspopulismus» quasi der Erzfeind, also der Teufel par par excellence. Und Putin verkörpert natürlich die Unterstützung des «Rechtspopulismus» in Europa wie kein anderer. Deshalb kann Putin für die Identitätslinken nur der Teufel sein und alle Ursachen des Krieges in der Ukraine sind entweder in der Person Putins zu such und zu finden oder dann im imperialen und KOLONIALEN Wesen Russlands. Also: die postcolonial studies werden nun also ad hoc Russland übergestülpt. 🙂

      Ich fand diese Meldung noch interessant:

      «In Ukraine kämpfen rund 330.000 russische Soldaten – Generalstab
      16.06.2022 17:43
      Bei der groß angelegten bewaffneten Aggression gegen die Ukraine seien knapp 330.000 russische Soldaten im Einsatz.
      Dies sagte Oleksij Hromow, der stellvertretende Abteilungsleiter für operative Verwaltung des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte in einem Briefing im Mediazentrum Ukraina – Ukrinform.
      Außerdem nehmen mobilisierte Reserven und private Militärunternehmen an den Kampfhandlungen teil, sagte er.»
      https://www.ukrinform.de/rubric-ato/3508381-in-ukraine-kampfen-rund-330000-russische-soldaten-generalstab.html

      Wird vom ISW auch diskutiert:

      «Ukrainian officials stated that Russian forces have already committed about 330,000 servicemen to their invasion of Ukraine without conducting partial or full-scale mobilization in Russia. Ukrainian General Staff Main Operations Deputy Chief Oleksiy Gromov stated that Russian forces grouped 150,000 servicemen into battalion tactical groups (BTGs) and other formations and involved additional 70,000 troops from air and sea elements, with the remaining personnel staffing non-combat support units.[6] Gromov noted that Russian forces committed more than 80,000 servicemen of the mobilized reserve, up to 7,000 reservists of the Russian Combat Army Reserve (BARS-2021), up to 18,000 members of the Russian National Guard (Rosguardia), and up to 8,000 troops from private military companies. Gromov did not specify if Ukrainian officials included information about forcibly mobilized servicemen in the Donetsk and Luhansk People’s Republics (DNR and LNR) in these numbers. Gromov noted that the Kremlin may still increase the number of Russian military personnel in Ukraine by executing covert or full mobilization.[7] Gromov noted that while it is unknown if the Kremlin will declare mobilization, Russian forces will still need time to execute the deployment and training of the new personnel whether or not the Kremlin announces full mobilization.”
      https://www.understandingwar.org/backgrounder/russian-offensive-campaign-assessment-june-16
      Was ja noch überraschend ist, zumal man doch bei Beginn des Krieges eher von 200.000 russischen Soldaten ausging.

      • Ja, so sieht beliebige woke „Wissenschaft“ aus. Sie kann zur Relativierung des Holocaust beitragen (Weiße gegen Weiße, mithin uninteressant), als auch zur Legitimierung von NATO und US-Hegemonial-Zielen. Sie ist also wertlos.

        Ich muß mich allerdings wundern, wie Du trotz meiner Postings über ukrainische und ISW-Propaganda diese noch anführst. Selbstverständlich hat Rußland keine 300.000 Soldaten eingesetzt. Es handelt sich schließlich um eine Spezialoperation zum Schutz des Donbass, was man ernstnehmen sollte. Mehr als 150.000 Soldaten werden es nicht gewesen sein.

        • @ Gabriele Wolff
          Du schreibst:

          «Ich muß mich allerdings wundern, wie Du trotz meiner Postings über ukrainische und ISW-Propaganda diese noch anführst.»

          Ich wundere mich immer noch, dass Du Dich darüber wunderst!
          Ich gehe mal davon aus, dass jede Seite ihre Verzerrungen und Bias hat, also dass alle immer mal was Richtiges oder eben auch Unsinn schreiben oder erzählen können. Soll heissen: Wenn ich ISW oder was auch immer bringe, heisst dies ja nicht unbedingt, dass ich davon ausgehe, dass dies auch die Wahrheit bzw. die Realität ist, sondern denke mir nur, ev. könnte es auch richtig sein. Ich weiss ja nicht, was wirklich richtig ist, sondern man tastet sich ein bisschen ran an die Sache. 🙂
          Also: Deshalb mag ich ja das Buch von Rolf Dobelli «Die Kunst des klaren Denkens: 52 Denkfehler, die Sie besser anderen überlassen».
          Zentral finde ich insbesondere folgende:

          «Overconfidence Effect: Man überschätzt systematisch seine Kenntnisse und Fähigkeiten.»
          «Social Proof: Ein Produkt ist nicht deshalb gut, weil es sich gut verkauft. Wenn 50 Millionen Menschen etwas Unsinniges sagen, ist es immer noch Unsinn. „Wenn Millionen von Menschen eine Dummheit behaupten, wird sie deswegen nicht zur Wahrheit.“»
          «Confirmation Bias – Teil 1: Der Vater aller Denkfehler ist der „Bestätigungsirrtum“. Wir alle haben Lieblingstheorien im Kopf – über den Euro, den Sinn des Lebens oder unseren Nachbarn. Unser Hirn filtert Informationen systematisch aus, die diesen Lieblingstheorien widersprechen.[1] Wenn man Gewicht verliert, meint man, die Diät habe Erfolg gehabt. Wenn man trotz Diät zunimmt, redet man sich ein, dass es sich um eine normale Gewichtsschwankung handelt. Wir filtern also die Informationen heraus, die unserer Meinung widersprechen.»
          «Authority Bias: Es gibt eine Million ausgebildete Wirtschaftswissenschaftler und keiner von ihnen konnte das exakte Datum der Finanzkrise von 2008 vorhersagen. Weiterhin besteht das Milgram-Experiment von 1961, bei dem Versuchspersonen aufgefordert wurden, anderen Menschen immer stärker werdende Elektroschocks zuzufügen.»
          «Availability Bias: Wir machen uns ein Bild von der Welt mit den Beispielen, die uns am leichtesten in den Sinn kommen. Ärzte haben ihre Lieblingsbehandlungen, die sie für alle möglichen Krankheiten durchführen. „Umgib dich deshalb mit Freunden, die anders denken als du und die andere Erfahrungen gemacht haben.“»
          «Groupthink: Die eigene Meinung wird in einer Gruppe nicht oft gesagt. Man sollte stillschweigende Annahmen hinterfragen und einen devil’s advocate einstellen.»
          https://de.wikipedia.org/wiki/Die_Kunst_des_klaren_Denkens:_52_Denkfehler,_die_Sie_besser_anderen_überlassen

        • „False Balance“ ist jedenfalls nicht die Antwort: bitte gib mir ein Beispiel, in dem die Ukraine nicht gelogen und das ISW keine Propaganda betrieben hätte.

          Die USA bieten – selbst bei den Democrats und ihren Mainstream-Medien – kein einheitliches Bild. Biden selbst muß wohl jeden Tag daran erinnert werden, daß er der Präsident ist, und unterliegt nicht nur unterschiedlichen Einflüsterungen, sondern hat, wie jeder US-Präsident, den ewig gleichen Kriegsapparat gegen sich. Wir erinnern uns: Trump befahl den Abzug aus Syrien – das Pentagon weigerte sich.

          Die WaPo formuliert komplett unrealistische Kriegsziele:

          Nun sind die ersten US-Fremdenlegionäre gefangengenommen worden:

          11 hr 17 min ago
          State Department working to verify photo in Russian media of reportedly captured Americans, mother tells CNN

          From CNN’s Daniella Mora, Mick Krever, Jonny Hallam and Michael Conte

          (From Telegram)
          A photo emerged on Thursday of two American fighters in the back of a Russian military truck apparently confirming they had been captured by Russian forces north of Kharkiv, Ukraine, last week.
          The men are Alexander John-Robert Drueke, age 39, from Tuscaloosa, Alabama, and Andy Tai Ngoc Huynh, age 27, from Hartselle, Alabama. The photo shows the two men looking up at the camera with hands behind their backs as if bound.
          The undated photo was posted on Telegram on Thursday by a Russian blogger, The V, whose full name is Timofey Vasilyev, from Moscow. CNN cannot verify when it was taken.
          Bunny Drueke, the mother of one of the Americans reportedly captured, said in an interview with CNN’s Jake Tapper that the US State Department told her that they are working to verify the alleged photo.
          “They said that there is a photograph that is being circulated on the Russian media. And they’re working hard to verify it,” said Bunny Drueke. “We’re very hopeful.”

          Drueke said her son went to Ukraine to train soldiers there to fight against Russia because “he felt that if Putin wasn’t stopped now, he would just become bolder with every success, and that eventually he might end up on American shores.”

          https://edition.cnn.com/europe/live-news/russia-ukraine-war-news-06-16-22/index.html

          In der Tagesschau vom 18.6.2022 gab es Videos von deren Verhören, mit dem Zusatz, daß es absolut keine Bestätigung dafür gebe. Mittlerweile hat es einen dritten US-Bürger erwischt; da sie in der Region Charkiw festgesetzt wurden, haben sich sich wohl der Nazi-Untergruppe „Kraken“ von Asow angeschlossen, die russische Kriegsgefangene getötet haben.

          So sieht die typische Tagesschau-Propaganda aus:

          tagesschau 20:00 Uhr, 18.06.2022

          ab Minute 3:50

          Und wie kommt dieser Drueke wohl zu der Meinung, die bösen Russen würden sogar in den USA auftauchen?

          Das liegt wohl an der maßlosen NATO-Presse:

          Was habe ich aufgeatmet, als die ZEIT-US-Korrespondentin Kerstin Kohlenberg von der ZEIT endlich verabschiedet worden war. Blöderweise ist sie schon wieder da und schwenkt die Fahne der Democrats:

          USA
          Kapitolverbrechen
          Der Putschversuch von Washington wird nun politisch aufgearbeitet. Aber kann das die Demokratie wirklich heilen?
          Ein Kommentar von Kerstin Kohlenberg
          Aktualisiert am 14. Juni 2022, 17:32 Uhr

          Wie sehen eigentlich Demokratie-Mörder aus? Vergangene Woche hat in Amerika der Versuch begonnen, diese Frage zu beantworten. Vor dem Kongress fingen die Anhörungen zum Sturm auf das Kapitol an. Am 6. Januar 2021 hatten Trump-Anhänger das Kapitol gewaltsam gestürmt, um die Wahl von Joe Biden zum neuen Präsidenten der USA zu verhindern. Bei den Anhörungen soll geklärt werden, wer dafür verantwortlich ist und welche Rolle der ehemalige Präsident dabei möglicherweise spielte.
          […]
          Ja, natürlich gucken sich keine Trump-Fans die Anhörungen an. Amerika ist ein beinhart polarisiertes Land mit zwei unterschiedlichen Medienwelten, Wertewelten, Lebenswelten. Zu glauben, eine Anhörung könne das auflösen wie damals beim Watergate-Skandal, nach dem Richard Nixon zurücktrat, ist absurd.
          […]
          Das schmutzige Geheimnis Amerikas ist nämlich, dass die Politik längst niemanden mehr von etwas überzeugen kann, das er nicht ohnehin schon denkt. Schon gar nicht mit Fakten. Das Einzige, was der Politik noch bleibt, ist die Mobilisierung von Sympathisanten und, wenn man Glück hat, die des einen oder anderen Menschen, der sich aus Frustration, Ekel oder Enttäuschung ins Privatleben zurückgezogen hat. Politik-Vermeidungs-Strategien durchkreuzen – das ist der best case.

          Die größte Gefahr besteht daher nicht darin, dass die Anhörungen keine neuen Fakten an die Öffentlichkeit bringen oder dass sie zu theatralisch präsentiert werden. Sondern im Gegenteil: dass zu viele Fakten präsentiert werden, dass zu wenig Theater gemacht wird. Dass sich die Demokraten wieder einmal nicht mit Haut und Haar auf die Sache einlassen. Weil sie zu fair sein wollen, weil sie sich bloß nichts vorwerfen lassen wollen.
          […]
          Die Frage, warum politische Macht Menschen dazu bringt, sich als Demokraten derart zu besudeln, werden die Anhörungen nicht beantworten können. Aber sie können die Aussagen dieser Besudelten per Video im Sitzungssaal groß auf einer Leinwand zeigen. Am Montag war dort Trumps Justizminister Bill Barr zu sehen. Er sagte, er habe das Gerede vom gestohlenen Sieg für Nonsens gehalten. Dennoch schürte auch er den Zweifel. Und er erlaubte Staatsanwälten, Behauptungen von Wahlbetrug nachzugehen, bevor die Wahl überhaupt offiziell abgeschlossen war. Genau deshalb sind die Anhörungen so wichtig. Denn so sehen Demokratie-Mörder aus.

          https://www.zeit.de/2022/25/usa-kapitol-putsch-washington

          So sieht die mediale Dems Propaganda aus, die wirklich niemanden außer deren Hardcore-Anhängern interessiert.

          Kollektiv verdrängt der Westen die Realität – so der seit 2012 exilierte Blogger und Parteigründer
          Anatoli Shariy:

          Aber der Zustand der US-Presse ist eh unterirdisch – hier USA Today:

          Der Relotius-SPIEGEL steht nicht nach:

          Ja was denn nun? Ich habe den Artikel in der Druckausgabe gelesen: Tenor: Maduro hungert die Intellektuellen bewußt aus, um Kritiker zum Schweigen zu bringen. Vom US-Putsch mittels Guaido, den US-Sanktionen oder von den Versuchen der USA, unter Umgehung der eigenen Sanktionen an Venezuela-Öl zu gelangen, war keine Rede. Ein klassischer SPIEGEL-Propaganda-Artikel eben.

          Wer Lawrows Breitseite gegen eben diese Medien, zu denen die BBC gehört, und für die man sich schämen muß, nachlesen will, wird hier fündig:

          16 June 2022 20:00
          Foreign Minister Sergey Lavrov’s interview with the BBC TV channel, St Petersburg, June 16, 2022
          1267-16-06-2022

          […]
          Sergey Lavrov: You are an experienced journalists well-aware of the realities in Russia, around Russia, and in the post-Soviet space. Your question seeks to cancel everything prior to February 24 of this year. For eight years, we had been promoting the necessity of implementing the Minsk agreements, unanimously endorsed by the UN Security Council, with the help of our intelligence agencies, Foreign Ministry, and Defence Ministry.

          Throughout those eight years, we were insisting that Donetsk and Lugansk (which initially, as you may remember, in 2014, declared their independence in response to the neo-Nazi coup d’etat in Kiev) should sign the Minsk agreements, which guaranteed Ukraine’s territorial integrity and sovereignty. When nowadays Chancellor Olaf Scholz claims that Russia must be forced to reach agreements with Ukraine, agreements that would respect the territorial integrity and sovereignty of the Ukrainian state, I have a feeling that he is not of this world but someone from “outer space.” Because all those eight years we were trying to ensure the implementation of agreements which guaranteed the territorial integrity of the Ukrainian state.

          Question: But the situation changed four months ago …

          Sergey Lavrov: The situation has not changed. We are going back to what the Minsk agreements were coordinated for: protecting Russians in Donbass, who have been betrayed by the French and Germans. The British also played a leading role. All our Western colleagues kept saying they were unable to make Kiev honour the Minsk agreements.

          Question: If the goal is to protect Russians in Donbass, why have more civilians been killed in the DPR and LPR in the four months since the start of the special military operation than in all of last year?

          Sergey Lavrov: Did you also watch German ARD television and the main French TV channel, which declared recently that a maternity clinic and a marketplace [in Donetsk] had been shelled by the Russian army killing dozens of civilians? They declared without any qualms that this had been done by the Russian military. Just like they claimed some time ago that a railway station in Kramatorsk had been hit by Russia. Although the Western journalists proved that the missile had come from the territory controlled by the Armed Forces of Ukraine.
          […]
          May I inquire with you to better understand your media outlet’s policy on the Bucha tragedy? Did you report on the frame-up job in Bucha? You definitely said it had been carried out by Russia, right? The Guardian newspaper published in London later got preliminary forensic results which showed that most people whose dead bodies were shown by all the world’s TV channels got their wounds from artillery shrapnel.

          Question: Why do you ask? We have little time.

          Sergey Lavrov: We have little time but you do not want to tell me why you keep saying untruths, to put it mildly. I asked you a question about how the BBC had covered the events in Bucha.

          Question: I wasn’t in Bucha. I am in Russia and this is why I am asking you about Russia’s position. The purpose of the operation as it was stated by President Putin back then is regime change, isn’t it?

          Sergey Lavrov: The purpose of the operation is to protect the rights of Russians which have been blatantly ignored not only by the Kiev regime but also by the entire West and the civilised community which refused to implement the Minsk Agreements.
          If you did not want to secure the rights of the Russians in Donbass through Kiev’s adherence to a UNSC resolution, we will ensure the rights of Russians ourselves. That is what we are doing.
          […]

          https://mid.ru/en/foreign_policy/news/1818228/

          Der BBC-Interviewer sieht sehr alt aus.

          Die NZZ wundert sich am 18.6.2022:

          Verkehrte Welt in St. Petersburg: Putin rechnet mit der Wirtschaftspolitik des Westens ab

          Das ist passiert: Am Wirtschaftsforum in St. Petersburg rechnete der russische Präsident Wladimir Putin mit dem Westen ab. Die Schuld an hoher Inflation, an zerrütteter Logistik und drohendem Hunger auf der Welt habe ausschliesslich mit der jahrelangen verantwortungslosen Finanz- und Wirtschaftspolitik der USA und der Europäischen Union zu tun, so Putin. Auch andere Teilnehmer des Forums taten so, als habe der böswillige Westen aus dem Nichts gegen Russland schärfste Sanktionen verhängt und damit die Weltwirtschaft auf den Kopf gestellt. Der von Russland ausgelöste Krieg gegen die Ukraine war der Elefant im Raum – kaum jemand sprach ihn an. Zum Bericht

          Das ist der Hintergrund: Wer Putin zuhörte, bekam den Eindruck, in Russland sei alles auf bestem Weg und Russland habe alle Voraussetzungen für eine erfolgreiche Zukunft – wenn es nur an sich und seine Stärken glaube. Maxim Oreschkin, Putins Wirtschaftsberater, sprach in propagandistisch klingenden Phrasen von der Stärke Russlands, die es jetzt auszuspielen gelte, und vom Westen, der sich selbst am meisten schade. Immer wieder war von den Chancen die Rede, die russische Produzenten im bis anhin stark vom Import geprägten Markt durch den Rückzug ausländischer Marken nutzen könnten.

          Ja, so reagiert die Westpresse, wenn unangenehme Wahrheiten ausgesprochen werden: das Anschmeißen der Notenpressen und überbordendes deficit spending des Westens, während Rußland wenig Auslandsschulden hat und eine positive Handelsbilanz. Und bevor der Westen Rußlands Devisen-Reserven seiner Zentralbank schlicht stahl, auch auskömmliche Zahlungsmittel. Und dazu kommen noch selbstschädigende Sanktionen gegen Rußland.

          Hier ein Kurzthread über das, was Putin wirklich sagte:

          Und natürlich ist Rußland nicht isoliert – der immer mehr schrumpfende „Westen“ ist es:

          Und der Westen ist viel abhängiger von Rußland als zuvor dargestellt:

          Linke in den USA befürchten angesichts des Abflauen des öffentlichen Interesses am Ukraine-Krieg eine lautlose Übernahme durch den Apparat:

          Das ist nun mal eine klare Analyse:

        • @Gabriele Wolff

          Du schreibst:
          „False Balance“ ist jedenfalls nicht die Antwort: bitte gib mir ein Beispiel, in dem die Ukraine nicht gelogen und das ISW keine Propaganda betrieben hätte.

          Die Ukraine hat in den letzten Tagen offenbar «zugegeben», dass sie sogar pro Tag 200-500 Soldaten durch «Todesfall» verliert. Das scheint mir nun, wenn wir es ein bisschen mit den russischen Zahlen vergleichen, die das russische Verteidigungsministerium verlauten lässt, doch vermutlich der Wahrheit zu entsprechen oder zumindest haben wir zwischen ukrainischer und russischer Seite keine so grosse Divergenz mehr, sondern eine allmähliche Konvergenz.
          Auch das ISW sagt m.E. immer wieder richtige Sachen, die vermutlich nicht falsch sind. Soll heissen: M.E. haben wir vielfach nicht nur schwarz oder weiss, sondern es vermischen sich die Dinge, die richtig sind, die falsch sind, die ausgelassen oder beschönigt werden oder wo von Einzelfällen unzulässigerweise auf die Gesamtheit geschlossen wird (induktiver Fehlschluss) und vieles andere mehr.
          Es geht mir also darum, aus den unterschiedlichsten «Quellen» und Perspektiven zu versuchen, zu entschlüsseln, was wohl richtig sein könnte. Hat m.E. nix mit «false Balance» zu tun, sondern weil ich nicht weiss, was richtig ist, schaut man sich die unterschiedlichsten Quellen und Perspektiven an: und wo gibt es Konvergenzen und Divergenzen und was könnte am ehesten zutreffen?!

          Zur Ukraine fand ich folgende Berichte interessant:

          «NATO-Verteidigungsminister beschließen Aufstellung von Kampfbrigaden an der Ostflanke des Bündnisgebiets und die Anpassung der ukrainischen Streitkräfte an NATO-Standards.
          Die NATO-Staaten werden die Streitkräfte der Ukraine auf NATO-Standards umrüsten und sie langfristig zur gemeinsamen Kriegführung mit dem Westen befähigen. Dies hat der Generalsekretär des Militärpaktes, Jens Stoltenberg, nach dem gestern zu Ende gegangenen Treffen der NATO-Verteidigungsminister bestätigt.
          (…)
          Bereits vor dem Treffen der Verteidigungsminister war im Brüsseler NATO-Hauptquartier die Ukraine Defense Contact Group zusammengekommen, eine lose Gruppe, in dem sich die NATO-Staaten mit engen Verbündeten zusammengetan haben. Ziel ist, die Lieferung von Kriegsgerät an die Ukraine abzustimmen und zu forcieren; das erste Treffen der Gruppe fand am 26. April auf der US-Luftwaffenbasis Ramstein statt.[1] Wie der Vorsitzende der Joint Chiefs of Staff, Mark Milley, am Mittwoch berichtete, hat Kiew mittlerweile genug militärische Ausrüstung für zwölf Artilleriebataillone erhalten. Geliefert wurden demnach etwa 237 Kampfpanzer, 300 Schützenpanzer sowie 1.600 Luftabwehrsysteme; mit 97.000 Panzerabwehrwaffen habe man den ukrainischen Streitkräften mehr Abwehrwaffen zur Verfügung gestellt, als es zur Zeit weltweit Panzer gebe.[2] Milley wies auf zusätzlich vorgesehene Waffenexporte hin; die Bundesrepublik etwa wird Kiew mehrere Mehrfachraketenwerfer und zu diesen passende Lenkraketen übergeben. Weitere Lieferungen werden vorbereitet. Praktisch koordiniert wird die Aufrüstung der Ukraine über eine eigens eingerichtete Zelle in den Patch Barracks in Stuttgart-Vaihingen, wo das Europa-Hauptquartier der US-Streitkräfte angesiedelt ist. Beteiligt sind laut einem Bericht der BBC Militärs aus 26 Staaten.[3]
          Nach NATO-Standards
          Von Bedeutung ist, dass sich die Aufrüstung der Ukraine nicht auf kurzfristige Unterstützung im aktuellen Krieg gegen Russland beschränkt. Dies bestätigte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg gestern nach dem Treffen der Verteidigungsminister. Demnach ist die Unterstützung für die Streitkräfte des Landes ausdrücklich „längerfristig“ geplant; von einem „umfassenden Hilfspaket“ ist die Rede.[4] Stoltenberg zufolge zielen die westlichen Staaten darauf ab, das ukrainische Militär beim „Übergang von Ausrüstung aus der Sowjetära zu moderner NATO-Ausrüstung“ zu fördern. Dabei soll insbesondere die „Interoperabilität mit der NATO verbessert“ werden, also die Fähigkeit, gemeinsam mit dem westlichen Militärpakt Krieg zu führen. Stoltenberg kündigte darüber hinaus Maßnahmen zur „Stärkung von Sicherheitseinrichtungen“ in der Ukraine an. Die Anpassung der ukrainischen Streitkräfte an NATO-Standards sowie ihre Ausrüstung mit entsprechendem Kriegsgerät kommen einer Absage an eine mögliche Neutralität der Ukraine gleich; sie schränken so den Spielraum bei Friedensverhandlungen empfindlich ein. Dazu passt, dass der ukrainische Verteidigungsminister Oleksij Resnikow am Mittwoch am Abendessen mit seinen NATO-Amtskollegen in Brüssel teilnahm und dass der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zum NATO-Gipfel Ende Juni in Madrid eingeladen ist.
          (…)
          Global NATO
          Die NATO-Verteidigungsminister befassten sich gestern schließlich auch noch mit dem neuen Strategischen Konzept, das der Militärpakt auf seinem Gipfeltreffen Ende des Monats in Madrid beschließen wird. Es wird, wie Generalsekretär Stoltenberg gestern bestätigte, nicht nur einen neuen Kurs der NATO gegenüber Russland abstecken. Es wird sich zudem – „zum ersten Mal“, wie Stoltenberg festhielt – ausdrücklich mit dem gemeinsamen Vorgehen gegen China befassen. Details sind noch nicht bekannt. Bekannt ist allerdings mittlerweile, dass Japans Ministerpräsident Fumio Kishida, Südkoreas Präsident Yoon Suk-yeol, Australiens Premierminister Anthony Albanese und Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern an dem Gipfel teilnehmen werden. Es handelt sich um diejenigen vier Staaten, die – zuzüglich Singapur und Taiwan – sich auch an den transatlantischen Russlandsanktionen beteiligen. Damit formiert sich die NATO nun auch am Pazifik für den großen Machtkampf gegen die Volksrepublik China – in einer Variante der bereits seit Jahren immer wieder diskutierten „Global NATO“. german-foreign-policy.com berichtet in Kürze.»
          https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/8950

          Das ist halt das grundsätzliche Problem. Der Westen geht wieder mal vollständig auf Konfrontation, verkauft dies zwar als «Werte-Politik», «man müsse demokratische Werte in der ganzen Welt verteidigen», dabei geht es halt insbesondere auch um Geopolitik, also um geopolitische Interessen und nicht einfach nur um Werte. 🙂

          Dann:

          «Olaf Scholz möchte EU-Erweiterung vereinfachen

          Der Bundeskanzler fordert EU-Reformen, um die Aufnahme neuer Mitglieder zu erleichtern. Die EU müsse sich auf eine Erweiterung vorbereiten, sagte der Olaf Scholz der Nachrichtenagentur dpa. Dazu müsse sie ihre Strukturen und Entscheidungsprozesse modernisieren.
          Nicht immer wird alles einstimmig entschieden werden können, was heute einstimmig entschieden werden muss.
          Scholz kündigte an, über solche Reformen beim EU-Gipfel am kommenden Donnerstag und Freitag sprechen zu wollen. Der Kanzler äußerte sich außerdem zum EU-Beitrittsantrag der Ukraine. Er forderte die EU auf, die Entscheidung über den Kandidatenstatus der Ukraine im „Geist der Einigkeit“ zu treffen.» (Quelle: Faz oder Zeit)

          Auch hier geht es vor allem um Geopolitik. Man meint, wenn man alle Staaten, die im Westen an Russland grenzen, auch noch in die EU aufnimmt, dass dann die EU ein geopolitisch genug grosser Akteur ist, um die Weltordnung nach seinen Gunsten beeinflussen zu können, zumal die EU, was die Ökonomie im globalen Massstab anbelangt, stetig an Einfluss verliert: was das globale BSP, aber auch was Forschungsqualität, Spitzentechnologie, neue Patente, Wettbewerbsfähigkeit, Spitzen-Unis und Fähigkeiten in den MIND-Fächer etc. anbelangt. Man meint also, durch zunehmende Grösse (Landmasse plus Bevölkerung) den allmählichen ökonomischen bzw. geopolitischen Niedergang bzw. Bedeutungsverlust der EU aufhalten zu können.

        • Das ist natürlich beängstigend, aber nichts als realitätsfernes Säbelrasseln: wie immer vorneweg – GB:

          Was die EU angeht, die sich geopolitisch aufbläst, aber ansonsten nichts zu bieten hat:

          Hier kann man übrigens Putins Rede vom 17.6.2022 nachlesen:

          A day after Lavrov’s interviews president Vladimir Putin held a speech at the 25th St.Petersburg economic forum. The transcript is here:

          http://en.kremlin.ru/events/president/news/68669

          The speech is long but the second part is about domestic economic measures in Russia and not of much interest. I recommend to read the fist part in full but here are a few bits:

          „A direct result of the European politicians’ actions and events this year will be the further growth of inequality in these countries, which will, in turn, split their societies still more, and the point at issue is not only the well-being but also the value orientation of various groups in these societies.

          Indeed, these differences are being suppressed and swept under the rug. Frankly, the democratic procedures and elections in Europe and the forces that come to power look like a front, because almost identical political parties come and go, while deep down things remain the same. The real interests of people and national businesses are being pushed further and further to the periphery.

          Such a disconnect from reality and the demands of society will inevitably lead to a surge in populism and extremist and radical movements, major socioeconomic changes, degradation and a change of elites in the short term. As you can see, traditional parties lose all the time. New entities are coming to the surface, but they have little chance for survival if they are not much different from the existing ones.

          Incidentally, the Americans have adopted sanctions on our fertilisers, and the Europeans followed suit. Later, the Americans lifted them because they saw what this could lead to. But the Europeans have not backed off. Their bureaucracy is as slow as a flour mill in the 18th century. In other words, everyone knows that they have done a stupid thing, but they find it difficult to retrace their steps for bureaucratic reasons.

          The very structure of Western sanctions rested on the false premise that economically Russia is not sovereign and is critically vulnerable. They got so carried away spreading the myth of Russia’s backwardness and its weak positions in the global economy and trade that apparently, they started believing it themselves.
          While planning their economic blitzkrieg, they did not notice, simply ignored the real facts of how much our country had changed in the past few years.“

          Exactly.

          https://www.moonofalabama.org/2022/06/ukraine-the-wests-response-as-it-meets-with-reality.html

          Die Wahlen in Frankreich haben diese Analyse gut belegt:

          [Thread]

          Die Wiedergewinnung der absoluten Mehrheit (289 Sitze) hat er damit krachend verfehlt, und Linke wie Rechte haben zusammen mehr Stimmen als Macrons Bewegung. Er hatte ja schon gedroht, alle aus seinem Kabinett auszusieben, die in ihren Wahlkreisen verloren haben. Mal sehen, was von seinem Kabinett noch übrig bleibt.

          Wenn die Ukraine kurzfristig ihre eigenen Verluste mal ein wenig der Realität anpaßt, um ihre Opfer für den „Wertewesten“ unter Beweis zu stellen und mehr Waffen zu erhalten, die kaum noch jemand bedienen kann, dann heißt das noch lange nicht, daß sie nicht mehr permanent lügt.

          Sie tut alles, um den Wertewesten zu diskreditieren; man kann schon nicht mehr davon sprechen, daß sie eine „Minderheit“ ausgrenzt, nachdem schon die Sprache an sich im öffentlichen Leben verboten wurde:

          [Thread]

          Die Zivilisten in der Stadt Donezk werden von ukrainischen Kräften weiter beschossen:

          Ach, der rechtstreue Westen!

          Kommen wir zur Realität on the ground. Ukrainische Truppen desertieren, wie jetzt sogar vom britischen Militärgeheimdienst zugegeben:

          Die erfolglosen Planer der angeblichen „Gegenoffensive“ in Kherson gibt es nicht mehr:

          Westliche Waffenlieferungen werden zerstört:

          Vor allen Dingen ist die Kommunikation zwischen den verschiedenen Truppenteilen der Ukraine gestört: friendly fire und zerstörte Brücken zwischen Severodonetsk und Lyssychansk, während die eigenen Truppen noch in Severodonetsk präsent sind, ist die Folge. Und ganz besonders „draußen“ sind die rechtsextremen Fremdenlegionäre, die eigentlich auf Russen-Tötungssafari gehen wollten:

          Der heutige Bericht des russischen Verteidigungsministeriums ist besonders desaströs. Wir erinnern uns: die Ukrainer schossen bereits ein eigenes Kampfflugzeug ab: jetzt attackieren ukrainische SU-25 gar eigene Stellungen:

          19.06.2022 (13:10)
          Russian Defence Ministry report on the progress of the special military operation in Ukraine

          Offensive towards Severodonetsk is being successfully developed. Units of People’s Militia of the Lugansk People’s Republic supported by the Russian Federation Armed Forces have liberated the settlement of Metyolkino.

          Several units of the Armed Forces of Ukraine (AFU) are abandoning the operation area due to low moral and psychological condition, as well as lack of munitions and logistic supply. Thus, a plattoon of the 1st company of the 1st battalion from the 57th Mechanised Infantry Brigade that had been defending near Lisichansk left heavy armament and abandoned its position.

          Russian Federation Armed Forces continue launching attacks at military facilities located in Ukraine.
          At 12.30 PM, Kalibr high-precision long-distance sea-based missiles were launched at a command post of the Ukrainian troops near the village of Shirokaya Dacha (Dnepropetrovsk region) at the moment when there was being held a working meeting of the commanders of Aleksandriya operational-strategic group.
          The attack has resulted in eliminating more than 50 generals and officers of the AFU, including those of the General Staff, the Kakhovka group, airborne assault troops and units that operate towards Nikolayev and Zaporozhye.

          At 08.20 AM, Kalibr high-precision long-distance missiles destroyed 10 M777 155-mm howitzers and up to 20 armoured combat vehicles delivered by the West to the Kiev regime over the past 10 days that were located in a transformer plant in Nikolayev.

          At 07.20 AM, high-precision air-based missiles neutralised an echelon of personnel, armament and military equipment of the 1st battalion from the 14th Independent Mechanised Brigade that arrived from Vladimir-Volynskiy to the operation area in Donbas.

          The attack at the disembarkment point near Gubinikha railway station (Dnepropetrovsk region) has resulted in eliminating more than 100 servicemen of the AFU, 30 tanks and armoured combat vehicles.

          At 02.05 AM, the AFU 56th Mechanised Infantry Brigade manpower and military equipment have been neutralised near Selidovo (Donetsk People’s Republic). The attack has resulted in the elimination of up to 20 militants, including foreign mercenaries that formed part of the abovementioned brigade, as well as 2 combat vehicles equipped with Grad multiple rocket-launching system, 10 infantry combat vehicles and armoured personnel carriers.

          7 Grad system plattoons and 1 artillery plattoon have been neutralised at their firing positions towards Donetsk within counter-battery warfare.

          Operational-tactical and army aviation have destroyed 4 artillery missile and munitions depots near Maksimilyanovka, Avdeyevka, Zelyonoye Pole and Georgiyevka (Donetsk People’s Republic), as well as 1 launching ramp of Buk-M1 air defence missile system near Seversk (Lugansk People’s Republic).

          Missile troops and artillery have neutralised 22 command posts, 48 artillery units at their firing positions, the AFU manpower and military equipment in 123 areas.

          An attack launched by Iskander operational-tactical missile system at Kharkov tank reparation plant has resulted in destroying 2 launching ramps of Uragan multiple rocket-launching system.
          Ukrainian Armed Forces suffer considerable losses caused by counter-battery warfare. A serviceman from the 22nd Mechanised Infantry Brigade of the AFU captured near Peremoga has told that the artillery units involved in operation towards Kharkov had lost 380 servicemen, including 90 who resulted dead over the past 10 days.

          Attacks launched by aviation, missile troops and artillery over the past 24 hours have resulted in eliminating more than 400 nationalists, 10 tanks and other armoured combat vehicles, 11 field artillery mounts, 11 launching ramps of multiple rocket-launching systems and 28 special vehicles.
          Russian air defence troops have shot down 1 Su-25 airplane of the Ukrainian Air Force near Chervonnaya Dolina (Nikolayev region).
          In addition, 8 Ukrainian unmanned aerial vehicles have been shot down near Zavody, Chervonniy Shakhtyor, Dementiyevka, Glubokoye (Kharkov region), Krinitsa (Kherson region), Popasnaya (Lugansk People’s Republic) and near the Snake Island.
          3 Tochka-U tactical missiles have been intercepted near Novozvanovka and Novoaleksandrovka (Lugansk People’s Republic), 2 projectiles launched by Uragan multiple rocket-launching system near Bolshiye Prokhody (Kharkov region) and Chervonnaya Dolina (Nikolayev region).

          In total, 207 airplanes and 132 helicopters, 1,249 unmanned aerial vehicles, 344 anti-aircraft missile systems, 3,683 tanks and other armored combat vehicles, 562 combat vehicles equipped with multiple rocket-launching systems, 2,043 field artillery cannons and mortars, as well as 3,715 units of special military equipment have been destroyed during the special military operation.

          Big losses of the AFU in manpower force the Ukrainian command to involve unprepared personnel in combats, despite their lack of necessary skills in using armament and military equipment.
          At 01.30 PM, 2 Su-25 assault fighters of the Ukrainian Air Force launched an attack at the positions of its units near Shirokoye (Dnepropetrovsk region).

          https://eng.mil.ru/en/special_operation/news/more.htm?id=12425783@egNews

          Ergänzend zum Säbelrasseln von NATO, GB und EU, die nun Geopolitik betreiben möchte:

          June 18, 2022
          Ukraine – The West’s Response As It Meets With Reality
          […]

          National Defense Magazine had an interview with the logistic commander of the Ukrainian land forces which includes some revealing details.

          BREAKING: Ukraine to U.S. Defense Industry: We Need Long-Range, Precision Weapons (UPDATED)

          „First, you have to understand that the frontline is 2,500 kilometers long. The frontline where there is active combat in more than 1,000 kilometers long. That’s like from Kyiv to Berlin.

          Think about this: one brigade occupies around 40 kilometers of the fence line. That means that to cover the active combat conflict we need 40 brigades. Every brigade is 100 infantry fighting vehicles, 30 tanks, 54 artillery systems — just for one brigade, and we have 40 of them.
          I’m not going to talk about the anti-tank guided missiles or anti-tank guided weapons for now. I’m just talking about heavy weapons. As of today, we have approximately 30 to 40, sometimes up to 50 percent of losses of equipment as a result of active combat. So, we have lost approximately 50 percent. … Approximately 1,300 infantry fighting vehicles have been lost, 400 tanks, 700 artillery systems.“
          https://www.nationaldefensemagazine.org/articles/2022/6/15/ukraine-to-us-defense-industry-we-need-long-range-precision-weapons

          I believe that those loss numbers are too low. The daily Russian clobber list counts more than double of those numbers as destroyed. While that list is very likely off (as any such lists inevitably are) I doubt that it is off by that much.

          Colonel Markus Reisner of the military academy of Austria provides a presentation (vid) about the ‚heavy metal‘ the Ukraine has lost and for which some replacement is now coming from the ‚west‘.

          According to him Ukraine started the war with 2416 tanks and other armored vehicles, 1509 field artillery and mortars, 535 MRLS and so on. (Ukraine like had additional depots with more rusty weapons in various states of (dis)repair.) It has additionally receive 250 tanks and other armored vehicles, and some 200 field artillery pieces and 50 MLRS.

          It had in total 21 active brigades with 14 more in reserve plus various support units. That is less than the 40 the Ukrainian commander says are needed to cover the frontline and no reserves. The newly delivered stuff could provide for one or two more brigades. But with a 50% loss rate at least half of all that is likely already gone.

          The Ukraine is not building reserves that could launch a counterattack but seems to send anything that comes from the ‚west‘ directly to the frontline. It is in total far too little to replace the daily losses and certainly not enough to create forces for counterattacks.

          The Ukrainian logistic commander also mentions that the U.S. delivered howitzer are very vulnerable:

          „Unfortunately, we don’t have an opportunity today to have foreign supplied equipment sent back to a restoration facility simply because of time constraints. That is why we are discussing spare parts here so that we can maintain and repair that equipment right in the field.
          For example, the M777 artillery systems are really prone to being damaged by enemy artillery. For every battery of M777, there are six pieces.

          After every artillery contact, we have to take two artillery pieces and take them back to the rear to maintain them because some of the subsystems are damaged by shrapnel. This happens every day.“

          I bet that Soviet era equipment is much less prone to break under fire.

          https://www.moonofalabama.org/2022/06/ukraine-the-wests-response-as-it-meets-with-reality.html

          Zu dem interessanten Thema, ob es überhaupt „die“ USA gibt, die kriegstreiberisch agiert, komme ich später.

  7. Dann mache ich mal hier weiter:

    „Die EU muß die polnischen Radikalinskis irgendwie einhegen:

    Langsam sickert selbst beim linken „Rolling Stone“ die Wahrheit durch: auch wenn die ukrainische Totschka-U-Bombe in Kramatorsk immer noch den Russen zugeschrieben wird, die Kramatorsk befreien wollen:

    Und es ist auch sehr fraglich, ob ein Mann mit Frauenbrüsten und Hinternwackelei nun echt für westliche Werte steht: ich finde die Bilder eher abschreckend:“

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-7/#comment-96110

    Eigentlich ist Diversität nur ein Ablenkungsmanöver; bezeichnend ist allerdings, mit welch repressiven Methoden die Agenda, die alle gegen alle aufhetzt, verfolgt wird:

    Das ist eine Methode, die auch in anderen Politikfeldern (Sicherheits-, Gesundheits- und Klimapolitik) benutzt wird. Ganz wichtig: die Indoktrinierung schon der Kleinsten:

    Bei uns wird einstweilen das reifere Tatort-Publikum belehrt:

    Ja, es wird kompliziert. Noch ein Ablenkungsmanöver in den USA: der soundsovielte Versuch, Trump zu impeachen und Republikaner zu „domestic terrorists“ umzulabeln:

    „It’s the economy, stupid!“

    Auffällig ist, daß – wie bei Corona, wo die ökonomischen Folgen „coronabedingt“ genannt wurden – idR von „kriegsbedingten“ Folgen die Rede ist. Richtig ist: es handelt sich um maßnahmebedingte bzw. sanktionsbedingte Folgen. Und natürlich geht es um politische Fehlleistungen:

    Tucker Carlson: Why does Janet Yellen still have her job?
    08.06.2022 Fox News host shreds Treasury Secretary Janet Yellen as Americans experience record-high inflation on ‚Tucker Carlson Tonight.‘ #FoxNews #tucker

    Wirtschaftsfacts Redaktion

    Poker um Russlands Rohöltransporte – eine Rechnung ohne den Wirt…

    Neben einem Öleinfuhrembargo soll es künftig auch Versicherungsunternehmen verboten werden, Ölfrachttransporte der Russischen Föderation gegen Unfälle oder sonstige Eventualitäten zu versichern. Auf diese Weise wird ein neuer Versuch unternommen, der Kreml-Regierung Einnahmen aus dem Verkauf von wichtigen Rohstoffgütern vorzuenthalten. Die Rechnung scheint nicht ganz aufzugehen – und es gibt auch lachende Dritte.
    • 07.06.2022
    • Autor: Wirtschaftsfacts-Gastautor
    […]
    Andernorts wird ganz offen die Frage gestellt, weswegen das neue Sanktionspaket von mehr Erfolg gekrönt sein sollte als die zuvor bereits beschlossenen Sanktionsmaßnahmen?!
    Sieht sich Russland abermals gut vorbereitet auf neue EU-Sanktionen?
    Denn Transportunternehmen und Schifffahrtsfirmen verfügen über eine ganze Reihe von Möglichkeiten, um die Herkunft des durch sie transportierten Erdöls zu verschleiern. Und so heißt es in einem kürzlich publizierten Bericht des Wall Street Journals, dass Ölproduzenten in der Russischen Föderation den durch die Europäische Union zu beschließenden Sanktionen um eine Nasenlänge voraus seien.
    https://www.wsj.com/articles/russian-oil-producers-stay-one-step-ahead-of-sanctions-11654076614

    In diesem Bericht wird unter anderem dargelegt, dass sowohl Transporteure als auch Händler bereits seit dem Beginn des Einmarschs russischer Truppen in die Ukraine daran arbeiteten, die Herkunft von Erdöl aus Russland zu verschleiern, um diese Transporte aufrechtzuerhalten.
    Unter anderem wird russisches Erdöl zu diesem Zweck in Raffinerieprodukte wie Benzin und Diesel oder verschiedene Chemikalien umgewandelt. Des Weiteren wird aus der Russischen Föderation stammendes Erdöl auf hoher See auf andere Schiffe umgeladen.
    […]
    Im Gegenteil sind die russischen Erdölexporte zuletzt wieder um mehr als 600.000 auf 8,1 Millionen Fass pro Tag geklettert. Damit haben die russischen Rohölexporte fast wieder die vor Kriegsbeginn in der Ukraine zu beobachtenden Niveaus erreicht.

    Indien avanciert zu einem Schlüsseldrehkreuz für russisches Erdöl

    Als interessant erweist sich die Tatsache, dass ein großer Teil dieser Ausfuhren mittlerweile an den indischen Subkontinent geliefert wird. Rückblickend auf den Monat März wurde bereits deutlich, dass die indische Regierung seitdem großes Interesse daran gezeigt hat, trotz der westlichen Sanktionen in der Zukunft mehr russisches Erdöl zu importieren.
    Zu diesem Zweck haben beide Nationen in der Zwischenzeit auch ein neues Handels- und Transaktionssystem aus der Taufe gehoben, um deren bilateralen Handel zukünftig unter Umgehung des US-Dollars auf Basis der indischen Rupie und/oder des russischen Rubels abwickeln zu können.
    […]
    Indem sich Wirtschaftsräume wie die Europäische Union selbst von diesen kostbaren Gütern abschneiden und diese Produkte sich in deren Gefilden auf eine zunehmende Weise verteuern, erfreuen sich aufstrebende Wirtschaftsräume wie Indien, China oder Brasilien hingegen an teilweise sehr günstigen Energieeinfuhren aus der Russischen Föderation.
    […]
    Der sich hieraus ableitende Nebeneffekt geht mit beständig steigenden Energiepreisen in der Europäischen Union einher. Letztendlich werden die Energiepreise aufgrund der westlichen Sanktionen auf eine solch enorme Weise in die Höhe getrieben, dass die Russische Föderation trotz einer Gewährung von Rabatten gegenüber „befreundeten Nationen“ immer mehr Geld aus dem Verkauf und Handel mit Rohöl einnimmt.

    Anhand dieser Entwicklung zeichnet sich immer klarer ab, mit welch einem Irrsinn die durch die USA und den Westen verhängten Sanktionen gegenüber Russland einhergehen. Der Wille und Wunsch „irgendetwas zu unternehmen“ ist auf der politischen Bühne westlicher Länder derart ausgeprägt, dass die verantwortlichen Politiker der Kreml-Regierung finanziell in die Tasche arbeiten anstatt einfach überhaupt nichts zu tun – was wahrscheinlich das Beste wäre.

    Nachdem sich durch das Wall Street Journal in der vergangenen Woche gestreute Gerüchte in Bezug auf einen potenziellen Ausschluss der Russischen Föderation aus der Organisation OPEC+ erwartungsgemäß als unbegründet erwiesen haben, zeichnet sich anstelle dessen eine zukünftige Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Saudi-Arabien und Russland ab.
    […]
    In Deutschland zeigt sich beispielsweise, dass die ab dem 1. Juni einsetzende Senkung der Tank- und Benzinsteuern bislang kaum einen Beitrag geleistet hat, um die Treibstoffpreise an den heimischen Tankstellen spürbar zu senken.
    Währenddessen wird nach wie vor russisches Rohöl an den internationalen Märkten gehandelt und findet dort eine Reihe von dankbaren Abnehmern. Von den unterdessen stark steigenden Energiepreisen profitieren nicht nur russische Unternehmen und die Kreml-Regierung selbst, sondern auch Wiederverkäufer wie Reliance Industries Limited, die sanktioniertes russisches Öl in Form von Destillaten unter hohen Gewinnmargen in die USA und die EU verschiffen.
    […]

    https://www.cashkurs.com/wirtschaftsfacts/beitrag/russland-indien-oelimportembargo-umgehung?

    Immerhin: hier darf noch Kritik geübt werden:

    Seltsam: als Trump am Ruder war und Deutschland zum 2%-NATO-Ziel und zur Aufgabe von Nord Stream 2 erpressen wollte, waren sich doch alle einig, daß die USA via Rüstungs- und Fracking-Gasindustrie davon profitieren wollten. 😉

    Ist nun alles vergessen. Und jetzt kommt auch noch Pech dazu:

    Achtung, Ironie:

    Es geht nichts über einen sattelfesten Ideologen, wobei hier die Frage offenbleibt, ob Habeck hier als Klimaschützer oder als transatlantischer Hardliner derartig gegen die Interessen der eigenen Bürger handelt:

    Folgen des Öl-Embargos
    „Habecks Hinweis ist inakzeptabel“
    Stand: 12.6.2022 11:55 Uhr |

    Von Claus Christian Malzahn
    Reporter

    Vom Öl-Embargo gegen Russland ist Brandenburg besonders betroffen. Ministerpräsident Woidke (SPD) geht mit der Bundesregierung hart ins Gericht. Er attackiert Wirtschaftsminister Habeck (Grüne) in Sachen Benzinversorgung. Und er fürchtet „dramatische Schäden für Deutschland“.

    WELT: Herr Woidke, wie oft sprechen Sie gerade mit Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne)?

    Dietmar Woidke: Oft. Ich habe erst in der letzten Woche mit ihm telefoniert. Wir haben einen recht engen Kontakt, es gibt viel Abstimmungsbedarf.

    WELT: Robert Habeck arbeitet daran, die Lieferung von russischem Öl, Gas und von russischer Kohle an Deutschland zu reduzieren und zu ersetzen. Das trifft Brandenburg besonders. Wie managen Sie die Zeitenwende?

    Woidke: Die Herausforderungen in der Uckermark im Nordosten Brandenburgs an der Grenze zu Polen sind besonders hoch. Das Erdölverarbeitungswerk PCK Schwedt ist Herz und Rückgrat der Region. Im Werk arbeiten über 1200 Menschen, dazu kommen Beschäftigte in rund 80 weiteren Betrieben, die von diesem Unternehmen abhängen. Wir reden hier über mehr als 2000 Beschäftigte, die wissen wollen, wie es um die Zukunft ihrer beruflichen Existenz bestellt ist.

    WELT: Ende dieses Jahres soll ein Öl-Embargo gegen Russland in Kraft treten. Auch die Zukunft des PCK Schwedt ist deshalb bedroht. Was erwarten Sie von der Bundesregierung?

    Woidke: Die Bundesregierung hat entschieden, über die europäischen Sanktionen hinauszugehen. Damit steht die Bundesregierung in der alleinigen Verantwortung für die Bewältigung der Folgen dieser Entscheidung. Wenn dieses von der Bundesregierung erklärte Öl-Embargo kommt, muss es erstens vorher Garantien für eine 100-prozentige Versorgungssicherheit in ganz Deutschland geben. Der Hinweis des Bundeswirtschaftsministers, es könnte möglicherweise zu Engpässen kommen, ist inakzeptabel.
    Wenn Sie in Berlin oder Brandenburg an eine Tankstelle fahren, können Sie davon ausgehen, dass das Benzin oder der Diesel aus Schwedt kommt. Auch das Kerosin für den Flughafen Berlin-Brandenburg (BER) stammt aus dieser Raffinerie. Wenn das PCK hustet, bekommt die Region hier die Grippe. Alle wichtigen Fragen müssen vorher geklärt werden.

    WELT: Und zweitens?

    Woidke: Ich erwarte Beschäftigungsgarantien für die Menschen im PCK und in der Region. Die Skepsis ist jetzt schon groß. Darauf müssen wir überzeugende Antworten geben, Willensbekundungen der Bundesregierung reichen nicht mehr. Und es muss drittens Garantien geben, um eventuelle weitere Preissteigerungen im Energiebereich für die Menschen abzufedern.

    WELT: Und wenn es diese Garantien nicht gibt?

    Woidke: Dann muss man darüber reden, ob dieses Embargo in Kraft treten kann, weil dann dramatische Schäden in Deutschland zu befürchten sind. Sozial, ökonomisch und politisch. Im Konjunktiv kann ich keine Politik machen. Es geht um Sicherheiten für Wirtschaft, Industrie und Bevölkerung. Wir haben in Brandenburg schon jetzt eine Inflationsrate von 8,5 Prozent und liegen damit über dem Bundesdurchschnitt. Das hängt natürlich mit den hohen Energiepreisen zusammen. Hier muss schnell gehandelt werden.
    […]

    https://www.welt.de/politik/deutschland/plus239296061/Dietmar-Woidke-Habecks-Hinweis-ist-inakzeptabel.html

    Hat Scholz nicht betont, die Sanktionen sollen den Sanktionierenden nicht härter treffen als den Sanktionierten? Dann soll er sich auch daran halten und Habeck zurückpfeifen.

      • Ja, die Tellkamp-Causa hatte ich eng verfolgt. Ein klassischer Fall. Praktisch das gesamte Feuilleton hat sein neues Buch „Der Schlaf in den Uhren“ verrissen, und nur der SPIEGEL war so ehrlich, es allein an seiner Person und seinen politisch unkorrekten Meinungen aufzuhängen. Als sein Buch dennoch in der Bestseller-Liste auftauchte, kommentierte der STERN säuerlich, daß das ja ein Beweis sei, daß er nicht gecancelled werde. Das alles ist nur noch jämmerlich.

        Ich will denoch weitermachen, weil das Ukraine-Thema wie im Brennglas den Niedergang vernunftbasierter Politik – jenseits von geheucheltem Moralismus – deutlich macht. Den Niedergang der Medien sowieso.

        Was also hat die Führungsnation USA, der sich Deutschland unterworfen hat, führungsmäßig zu bieten außer einem senilen Präsidenten, der innenpolitisch unter Druck steht?

        Erstmal eine utopische Besänftigung für Bürger auf den Barrikaden, die unter den Rußland-Sanktionen leiden:

        https://twitter.com/Tom_Fowdy/status/1534882788960530432

        Wie soll das funktionieren? Sullivan beriet schon Hillary Clinton. Es lohnt sich, sein Gestotter im Original anzuhören bzw. nachzulesen:

        Press Gaggle by Press Secretary Karine Jean-Pierre and National Security Advisor Jake Sullivan En Route Los Angeles, CA
        June 08, 2022 • Press Briefings
        Aboard Air Force One
        […]
        Q Secretary Yellen said today that the administration is working to recalibrate tariffs on China. And she also said there’s consideration of an oil price cap on Russia. On both those items, can you give us a timeline of when there might be a decision?
        And on the oil cap in particular, is that something you’re aiming to finalize at the G7 later this month? And how much buy-in do you have from European partn- — or, I guess, partners outside of Europe?

        MR. SULLIVAN: I won’t go beyond what Secretary Yellen said generally because we want to be able to protect space for intensive consultations with our European partners. Those are taking place in multiple channels, but one of the channels is in the G7 Sherpa channel. And so we’ll see what kind of progress we make generally on the question of energy at multiple different options for reducing revenue to Russia that could be available to us as the G7 over the course of the next three weeks.

        On the question of China tariffs, all I will say is there have been — I think the last time I was on this plane with some of you, I said we — the President has been presented with a variety of views on this. He’s sought more information. He’s actively considering options. He said that himself when we were in Tokyo. And I don’t have a timeline for you, but I don’t expect that it will — this will go on indefinitely. He will make a decision.

        Q Jake, on Ukraine — Jake, are you — is the U.S. concerned about the advance of Russian troops in the Luhansk region in the eastern part of the country?
        And you also just announced the NATO meeting — the trip the President will be taking later in the month. How difficult is it for the U.S. to maintain the Alliance, given the length of this war, the fact that fuel prices are going up in Europe, you know, the fact that we’ve seen some concern among France and Germany about providing Ukraine with longer-range weapons? Can you talk about just the strength of the unity right now?

        MR. SULLIVAN: It’s interesting — there is this natural instinct, I think, in the commentariat and in the press to presume the inevitable decline in Western unity, resolve, staying power. But all facts are to the contrary, as we stand here today.
        You’ve got European nations making new announcements of security assistance day by day. You have the European Union coming together not a month ago, but a week ago, to announce a far-reaching new package of sanctions, including on energy.
        So, the notion that there is somehow, you know, signs of cracking or division or disunity, I think, is belied by what we’re actually seeing. And I think that both the G7 and NATO will be very impressive signs of strength and resolve.

        And let’s remember also that the United States has allocated $40 billion to this effort. That’s not for a week or a month or three months; that is a commitment that we’re — will endure for many months to come and put us in a position to continue to very strongly support the Ukrainians.

        We’re concerned by every act of aggression the Russians have undertaken, every inch of Ukrainian territory they sit upon, they wreck, they bomb, they destroy, both in the areas they’re moving on the ground and in the areas they’re raining missiles down on from afar.
        And that’s why we’re so committed to providing the necessary equipment and tools to the Ukrainians to be able to resist Russian advances in where they can push them back.

        Q Are we in a fundamentally different place when it comes to the willingness of OPEC-Plus to finally support the global economic recovery, as you’ve been asking them to do? And do you take credit for that, in terms of your outreach to Saudi?

        MR. SULLIVAN: That’s a question for OPEC-Plus. I will simply note that at the last OPEC-Plus meeting, there was a recognition that the supply issue needs to be addressed. And we expect that it will continue to be addressed as we go forward.
        And how’s that for a super clear and specific answer?
        But, you know, that’s — we thought this last meeting was important, positive. And we look forward to continue our consultations to see OPEC-Plus playing a constructive role as we go forward.

        https://www.whitehouse.gov/briefing-room/press-briefings/2022/06/08/press-gaggle-by-press-secretary-karine-jean-pierre-and-national-security-advisor-jake-sullivan-en-route-los-angeles-ca/

        Großer Gott! Was für ein realitätsfernes Gefasel!

        Ist bei uns der Niedergang der US-Außenpolitik eigentlich Thema? Nicht einmal den eigenen Hinterhof beherrschen sie mehr, und vor Saudi-Arabien kriechen sie zu Kreuze:

        Und natürlich verfehlte dieser mißglückte America-Gipfel das, was die Wähler in den USA am meisten interessiert: einen Erfolg, was die überrannte offene Grenze zu Mexiko angeht.

        Und sollte jetzt der linke Präsidentschafts-Kandidat in Bolivien in der Stichwahl gewinnen, dürfte der nächste US-unterstützte Coup nicht lange auf sich warten lassen.

        In diesem Zusammenhang: Poroschenko ließ Janukowitsch wegen Korruption verfolgen (aber die Beweise waren so schwach, daß von der EU eingefrorene Konten wieder freigegeben werden mußten.) Selenskyj läßt Poroschenko wegen Hochverrats und irgendwas verfolgen, und es regt niemanden auf. Wieso auch? Die politische Justiz in den USA macht ja vor, wie es geht: das ist der Zweck der Dems Show zum 6.1.2021:

        Das soll jetzt irgendwie ein Straftatbestand sein?

        Da Menschenrechtsverletzungen ja gerne Kriegsvorwand sind, sollte man hier aufhorchen:

        Der SPIEGEL hatte hierzu eine Titelstory – komplett beweislos.

        Immerhin haben die Kurden in Syrien nun endlich kapiert, wer allein sie vor der bevorstehenden türkischen Invasion in Syrien (die geht bei uns ja auch pressemäßig unter) retten kann: nicht ihr Ally USA, sondern Assad:

        Kommen wir zu den Absurditäten der westlichen Waffenlieferungen an die rechtlose Ukraine, wo insbesondere rechte Milizen ukrainische „Russen“ töten. Frankreich macht es vor:

        Und obendrein haute dann noch die Tagesschau vom 13.6.2022 um 20 Uhr drein, in der dieser Amnesty International-Streubomben-Vorwurf mit Blick auf davon besonders betroffene Zivilisten allein gegen Rußland hervorgehoben präsentiert wurde (wobei Rußland dem Ächtungsabkommen so wenig wie die USA und die Ukraine beigetreten ist), und in diesem Zusammenhang Angriffe auf zivile Gebiete der Stadt Donezk, die von der Ukraine bombardiert wird, angeführt wurden: man kann es schlicht und einfach nicht erfinden…

        Ab Min. 5:20

        https://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-51677.html

        Wobei, wie ich schon berichtete, Frankreich zu seinen César-Geschützen Streumunition in die Ukraine schickte, die sie angeblich nach dem Beitritt zum Ächtungsabkommen schon 2016 vernichtet haben wollte:

        https://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-7/#comment-96107
        [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-7/#comment-96107

        Was zu der allgegenwärtigen ukrainisch-westlichen Propaganda führt.

        In einem abgeschossenen russischen Hubschrauber befand sich eine geplünderte ukrainische Waschmaschine? Ja, tatsächlich, so albern geht es bei uns im Westen zu: Plünderungen durch russische Soldaten werden als normal dargestellt, weshalb ein Foto eines abgeschossenen russischen Helikopters als Bestätigung gewertet wurde; denn an der Absturzstelle sah man eine Waschmaschine. Tatsächlich war es eine Helikoptertür:

        FACT-CHECKING : Desinformatie • Kharkiv • Rusland • Oekraïne
        Nee! Er zit geen wasmachine in het wrak van deze Russische helikopter neergeschoten in Oekraïne
        6 juni 2022 – 12:43
        David Puente

        De Russische invasie van Oekraïne staat ook bekend om de plundering door het Moskouse leger van het aangevallen gebied, maar het idee van een oorlogshelikopter met een wasmachine is dwaas.

        […]
        De originele foto en model
        De foto is bijgesneden, waardoor effectief het watermerk wordt verwijderd dat verwijst naar het Telegram-kanaal van Anton Heraščenko (@Pravda_Gerashchenko) en naar de post van 10 mei 2022 waar het volledig werd gepubliceerd. De helikopter, zoals gemeld door de adviseur van het ministerie van Binnenlandse Zaken van Kiev, zou een Mi-28 zijn die is neergeschoten in de regio Charkov.

        Het is een door de Sovjet-Unie gemaakte helikopter, gebouwd in Rusland en voornamelijk in gebruik door het Moskouse leger. Om dit te bevestigen, absurd, is het precies dat object dat gebruikers voor een wasmachine verwarren. Dat kunnen we zien aan de volgende foto die Deutsche Welle in 2016 publiceerde:

        Als we de twee afbeeldingen vergelijken, vinden we de gemeenschappelijke elementen waarmee we het stuk van de helikopter kunnen identificeren dat wordt aangezien voor een wasmachine.

        conclusies

        Er zit geen wasmachine in het wrak van een Russische helikopter die in mei 2022 in de regio Charkov is neergeschoten. Het stuk dat voor het apparaat is ingewisseld, is eigenlijk een stuk van dezelfde door de Sovjet-Unie gemaakte helikopter, wat in feite het model bevestigt.

        https://www-open-online.translate.goog/2022/06/06/ucraina-kharkiv-lavatrice-rottami-elicottero-russo-fc/

        Offenbar wurde insbesondere in den Niederlanden dieser Hoax ernstgenommen und weit verbreitet, auch im staatsfinanzierten Fernsehsender NOS:

        [Thread]

        Daß in der Ukraine Rechtsextreme zur Tötung kritischer Journalisten aufrufen: wen kümmert es?

        Warum die Berichterstattung gerade in den Niederlanden so einseitig ist, wird darauf zurückgeführt, daß nach Max van der Werff, der so kritisch über die MH17-SBU-„Untersuchungen“ berichtet hatte, nun auch Sonja van den Ende auf der rechtsextremen Myrotvorets-Abschußliste gelandet ist, die vom ukrainischen Innenministeriums-Berater Geraschenko verantwortet wird. Sie hatte es gewagt, die Kriegsverbrechen der Rechtsextremen in der Ukraine zu dokumentieren:

        Nirgendwo gibt es mehr getötete Journalisten als in der Ukraine. Kein Aufschrei.

        Eine offensichtlich durch Israel getötete palästinensische Journalistin erzeugt ebenfalls keinen Aufschrei:

        Viel zu zaghaft, aber eindeutig: Wehrschütz im ORF:

        ORF ZiB1, Samstag, 11. Juni 2022

        „Wie reif ist die Ukraine für einen EU-Beitritt?“

        Christian Wehrschütz: „Ich sag’s mit einem Beispiel. Wenn ich bei Sturm Graz spiele und gefoult werde und zwar schwer verletzt werde – bin ich deswegen reif für die Kampfmannschaft in Bayern München?
        Man darf ja nicht vergessen, dass trotz des Angriffskriegs und allem was Russland getan hat, die Ukraine ein Land ist, in dem Rechtsstaat schwach entwickelt ist, in dem die Korruption groß war, in dem auch der jetzige Politstar Wolodomir Selenksyj überhaupt nie ein Politstar war, bevor der Angriff Russlands passiert ist, weil man ihm eigentlich vorgeworfen hat, viel zu langsam im Kampf gegen Korruption zu sein.“

        https://tvthek.orf.at/profile/ZIB-1/1203/ZIB-1/14138683

        Mehr darf man bei uns wohl nicht sagen

        • Der ukrainische Beschuß von Wohngegenden in der Stadt Donezk ging auch am 13.6.2022 weiter:

          Es wurde offenbar nur der Eingangsbereich getroffen.

          Da stellt sich die Frage: warum jetzt? Wo doch zumindest die theoretische Gefahr besteht, daß auch Westmedien langsam Notiz nehmen von den Ursachen der „special operation“ zum Schutz des Donbass?

          Klingt schlüssig.

          Selenskyj ist nicht nur ein Traumtänzer von Gnaden der USA, sondern auch ein echter Zyniker:

          Amnesty International und Human Rights Watch müssen wir als Propaganda-Organisationen des Westens, der sie finanziert, einordnen:

          Nostalgisch erinnern wir uns an die fernen Tage von 2014, als das deutsche Fernsehen noch kritisch war:

          Scharfschützen auf dem Maidan-Platz
          10.04.2014 An der offiziellen Version zu den tödlichen Schüssen auf dem Maidan in Kiew kommen Zweifel auf. Nach Recherchen des ARD-Magazins „Monitor“ erscheint es unwahrscheinlich, dass ausschließlich von Seiten des damaligen Regimes auf die Demonstranten geschossen wurde. Generalstaatsanwaltschaft und Übergangsregierung hatten sich auf einer Pressekonferenz vor einer Woche dahingehend festgelegt. Zwölf Mitglieder der mittlerweile aufgelösten Spezialeinheit „Berkut“ wurden festgenommen und als Hauptschuldige präsentiert. Ein hochrangiges Mitglied des Ermittlerteams der ukrainischen Regierung, der an den Untersuchungen beteiligt ist, zieht die Aussagen der Generalstaatsanwaltschaft in Zweifel. Der Ermittler, der anonym bleiben will, berichtet „Monitor“: „Meine Untersuchungsergebnisse stimmen nicht mit dem überein, was die Staatsanwaltschaft in der Pressekonferenz erklärt hat.“ „Monitor“ liegt zudem ein Mitschnitt des Funkverkehrs von Scharfschützen vor, die dem Lager von Ex-Präsident Janukowitsch zuzurechnen sind und am Vormittag des 20. Februar offenbar auf verschiedenen Dächern im Zentrum von Kiew stationiert waren. Dieses Gespräch wurde von einem ukrainischen Amateurfunker mitgeschnitten. Darauf ist zu hören, wie ein Scharfschütze seine Kollegen über Funk fragt: „Wer hat da geschossen? Unsere Leute schießen nicht auf Unbewaffnete.“ Kurze Zeit später sagt ein anderer: „Den hat jemand erschossen. Aber nicht wir.“ Und dann: „Gibt es da noch mehr Scharfschützen? Und wer sind die?“

          Den avisierten MONITOR-Beitrag habe ich auf die Schnelle nicht mehr gefunden, aber sein Ergebnis war klar: Rechtsextremisten hatten sowohl auf Demonstranten als auch auf Berkut-Angehörige geschossen.

          Das alles ist ja längst bekannt:

          Wird aber gerade jetzt massiv unterdrückt.

          Stattdessen haben wir eine Presse, die ihr Programm eisern durchzieht, und wenn es noch so kontraproduktiv ist: Deutschland ist heillos rassistisch etwa, weil es so freundlich gegenüber ukrainischen Flüchtlingen sei:

          Der völlig bekloppt gewordene STERN promotet einen abgehalfterten US-General, um das Unmögliche zu propagieren: einen militärischen Sieg der Ukraine:

          Was selbst die Ukraine nur unter utopischen Bedingungen für möglich hält:

          „Similar numbers“ ist noch untertrieben. Teilweise hatte die Ukraine das Dreifache des nun geforderten Materials. Aber jetzt gibt es keine Soldaten mehr, die es bedienen könnten. Rußland hat mit der Demilitarisierung der Ukraine ernstgemacht.

          Kommen wir zur Realität der Diktatur in der Ukraine durch den Geheimdienst SBU, der eng mit den rechtsextremistischen Milizen bei der Säuberung von pro-russischen Bürgern zusammenarbeitet:

          Ukrainische Offizielle verbreiten die schlimmsten fake news – hier über das NL-Verfahren zu MH 17:

          Denn es gehört zum Stil der Ukraine, eigene Verbrechen den Russen anzuhängen:

          Das Patrick Lancaster-Video über die in einem Asow-Hauptquartier gefolterte und getötete Frau hatte ich hier bereits gepostet. (Ich suche später danach, habe aber wenig Hoffnung, daß es bei YouTube noch verfügbar ist.)

          Fake News der Ukraine über Kherson sind typisch, will sie doch belegen, daß es dort terroristischen Widerstand gebe:

          Nun ist sogar der Präsidentenberater Arestovitsch auf der Kill-Liste des Innenminister-Beraters gelandet:

          Ja, das wissen wir: in Butscha, Irpin und anderswo wurden sie getötet. Aber natürlich waren es die Russen – die allerdings bereits am 30.3.2022 abgezogen waren. Deren angebliche Massaker wurden aber erst am 3.4.2022 „offiziell“ – nachdem Säuberungskommandos durchgezogen waren.

          Und logo wurde eine weitere „Verschwörungstheorie“ Realität: die USA haben via Pentagon gefährliche Bio-Labore in der Ukraine betrieben, wie es sich für einen Kolonialherren geziemt:

          Die komplette Kontraproduktivität westlicher Sanktionen sieht man hier:

          By
          Elizabeth Elkin,
          Daniel Flatley, and
          Jennifer Jacobs
          13. Juni 2022 um 18:18 MESZ
          […]
          The EU and the US have built exemptions into their restrictions on doing business with Russia to allow trade in fertilizer, of which Moscow is a key global supplier. But many shippers, banks and insurers have been staying away from the trade out of fear they could inadvertently fall afoul of the rules. Russian fertilizer exports are down 24% this year. US officials, surprised by the extent of the caution, are in the seemingly paradoxical position of looking for ways to boost them.

          Collateral Damage

          The US push underlines the challenge facing Washington and its allies as they seek to increase pressure on Putin over his invasion but also limit the collateral damage to a global economy which is heavily dependent on commodity supplies from Russia ranging from natural gas and oil to fertilizer and grains. Prices for all of those have spiked further since the war started in February, a point Putin regularly makes in his public efforts to undermine support for sanctions.

          Washington sent a representative to UN-led talks in Moscow earlier this month on the supply issues, according to people familiar with the situation who spoke on condition of anonymity to discuss matters that aren’t public. Inadequate fertilizer deliveries this year could also affect next year’s crops.
          The White House didn’t immediately respond to a request for comment.

          The Kremlin has called on the US provide assurances to buyers and shippers of its fertilizer and grain that they aren’t subject to sanctions, suggesting it’s a condition of any steps to unblock shipments of Ukrainian farm products now.

          “For Russia, it’s really important that U.S. authorities send a clear signal that these deals are permitted and in the interest of global food security and they shouldn’t refuse to carry them out,” said Ivan Timofeev, a sanctions specialist at the Kremlin-founded Russian International Affairs Council.

          While Russia claims that sanctions fears are also holding back its grain exports, total shipments this season are down only 14%, and wheat exports doubled in May, according to the country’s Grain Union.
          […]
          Talks on releasing those shipments have gone slowly, with Putin seeking to pin the blame on Ukraine for not wanting to remove mines from ports placed to defend them from possible attacks by Russian forces. Kyiv has said it’s not convinced by Moscow’s assurances that it won’t strike, noting that Russia also insisted before the war that it wouldn’t invade.

          De-Mining Ukraine’s Ports May Take Months, UN Agency Says

          Russia won the support of Turkey in its calls for sanctions relief last week, but Ankara’s efforts to mediate a solution to restart shipments so far haven’t yielded results.
          Shipping companies remain extremely wary of the Black Sea given sanctions and security fears, and industry officials say a more concerted international push will be needed to reassure them.
          […]

          https://www.bloomberg.com/news/articles/2022-06-13/us-quietly-urges-russia-fertilizer-deals-to-unlock-grain-trade

          Trotz all der Anti-Rußland-Propaganda wird klar: die Kollateral-Schäden sind gewaltig: warum sollte jemand russischen oder belarussischen Dünger kaufen, wenn im nächsten Moment Zahlungswege sanktioniert werden?

          Biden spinnt und phantasiert: Rußland könnte Handelsschiffe abschießen – ist er nun komplett senil geworden?

          Wie jedermann weiß: Züge sind keine Alternative.

          Der Brand im LNG-Terminal von Free Port in Texas kommt sehr erschwerend dazu:

          Und angesichts der sanktionsbedingten 40%igen Reduktion der russischen Gaslieferung via Nord Stream 1 gibt es natürlich Panik in Deutschland:

          Siemens’ high-power SGT-A65 and SGT-A35 turbines were installed at the facility to maintain the necessary pressure in the system because there are no additional booster compressor stations along the pipeline’s 1200-kilometre subsea section.

          The turbines are understood to be based on Rolls-Royce engines and are usually sent for maintenance to the UK.
          However, Siemens has withdrawn its services and maintenance support for Russia to comply with European sanctions against the country following Russia’s invasion of Ukraine.
          […]
          Ukraine spotlight

          Sergey Makogon, executive director of Ukraine’s gas transmission authority Operator GTS Ukrainy, said in a social network post that Russia is continuing “its hybrid energy war” in Europe.
          According to Makogon, Gazprom has continued sending only about 40 MMcmd of gas via Ukraine, even though the transmission system is sid to be capable of replacing the Nord Stream capacity in full.

          German authorities are also working to verify the integrity of operations of installations run by Gazprom’s former European subsidiary Gazprom Germania

          Talks are understood to be at an advanced stage with German state-owned lender KfW for a loan of between €5 billion ($5.2 billion) and €10 billion, according to Reuters.

          Gazprom Germania operates storage facilities in Germany and Austria, as well as a network of trading subsidiaries and is understood to incur higher procurement costs.
          Earlier this year, Germany passed legislation requiring operators to achieve an 80% capacity occupation at their gas storage facilities by 1 October.
          […]

          https://www.upstreamonline.com/production/gazprom-reduces-nord-stream-gas-supplies-to-germany/2-1-1237849

          In der Tagesschau vom 14.6.2022 hieß es, daß kanadische Sanktionen Siemens daran hindern würden, überholte Turbinen nach Rußland zu liefern. Egal. Die Tagesschau war bemüht, Panik zu lindern – während sie coronamäßig doch ständig Panik schürt.

          Ein Albtraum für den Westen, der ja nichts gegen die Hungersnot in Afghanistan tut.

        • @ Gabriele Wolff

          Du schreibst:

          „Amnesty International und Human Rights Watch müssen wir als Propaganda-Organisationen des Westens, der sie finanziert, einordnen:“

          Ich glaube, es geht hier nicht einmal um die Finanzierung, sondern wir haben in diesen Organisationen dieselben Menschen drin, die mehrheitlich bei den Leitmedien sitzen: also die Identitätslinke bzw. die urbane, kosmopolitische Akademikerklasse. Die sind ideologisch so drauf, dass es keine grosse Finanzierung mehr braucht, damit sie das schreiben, was man gerne hören möchte.

          Ich fand diesen Artikel noch interessant:

          „Reisekanzler Scholz in der Sackgasse

          Warum sich der Bundeskanzler als zweiter Außenminister inszeniert und bei seinem Werben um globale Allianzen dennoch scheitert. Ein Gastkommentar
          (…)

          Das Problem des Westens ist, dass der Globale Süden bei den Sanktionen gegen Russland nicht mitmachen will. Im Gegenteil, wie im Falle Indiens, Indonesiens und Pakistans werden die Wirtschaftsbeziehungen mit Russland massiv ausgebaut, insbesondere, was die Energieimporte angeht.

          Scholz aber hat auf seiner Afrika-Tour nach Senegal, Niger und Südafrika wie auch mit seinen Kontakten nach Indien und Argentinien praktisch nichts anzubieten, außer warmer Worte und moralischer Belehrungen.

          Die Union mahnt den Kanzler, noch gebieterischer aufzutreten und Ländern wie Indien klarzumachen, dass man nicht „auf zwei Hochzeiten tanzen kann“. Damit aber gerät Scholz genau ins Fahrwasser von Leuten, deren koloniale Attitüden und Loyalitätsforderungen auf immer weniger Gegenliebe im Süden stoßen.

          Scholz sieht sich bei seinen Allianzbildungsversuchen in engster Abstimmung mit der US-Regierung und muss doch erkennen, dass alle Versuche, unbotmäßige Länder aus Gipfel-Formaten auszuschließen, wie Russland bei den G-20 oder Kuba beim Amerika-Gipfel, zu völlig entgegengesetzten Ergebnissen führen.

          Westliche Narrative werden nicht mehr übernommen
          Im Falle des Ausschlusses von Kuba sagte sogar Mexiko, ein G-20-Mitglied, seine Gipfelteilnahme in Los Angeles ab. Indonesien reagierte auf die Ausschlussforderung Russlands aus dem G-20-Format mit zusätzlichen Bestellungen von Erdöl aus Russland.
          (…)
          Wie unterschiedlich die Wahrnehmung aber sein kann, zeigt die Position des Senegal zur sich verschärfenden Hungerkrise. Während die Bundesregierung allein Russland dafür verantwortlich macht, geißelt der senegalesische Präsident Macky Sall die westlichen Sanktionen, die russische Lebensmittelexporte verhinderten. „Das führt zu ernsthaften Bedrohungen für die Ernährungssicherheit des Kontinents“, so laut Reuters die Schuldzuweisung des senegalesischen Staatschefs an den Westen.

          Kurzum: Die westlichen Narrative werden nicht mehr übernommen. Den Emanzipationsprozess des Globalen Südens wird auch ein Reisekanzler Scholz nicht aufhalten können. Es ist noch ein weiter Weg, bis auch in Berlin verstanden wird, dass die Zeit der Befehle und Belehrungen dem Ende entgegengeht. (Sevim Dagdelen)“
          https://www.heise.de/tp/features/Reisekanzler-Scholz-in-der-Sackgasse-7140942.html

          Also, das hört sich doch gut an, zumal ich doch eine multipolare Weltordnung für das kleinste Übel halte bzw. die 500jährige westliche Hegemonie allmählich zu Ende geht. 🙂

          In die gleiche Richtung geht ein Artikel auf RT Deutsch:

          „“Definitiv keine Kolonie“ – Indien fährt souveränen Kurs und trotzt antirussischen Sanktionen
          Trotz immensen Drucks des Westens lässt Indien sich nicht zu dessen Spielball machen. Im Gegenteil: Statt sich den prowestlichen Sanktionen anzuschließen, setzt Neu-Delhi auf einen Ausbau der indisch-russischen Kooperation. Indien beweist damit, dass Souveränität bedeutet, eigene Entscheidungen zu treffen – und das durchaus zum eigenen Nutzen.“

          Oder auch das hört sich nicht schlecht an:

          „Schon heute stärker als G7″: Wolodin schlägt Bildung einer alternativen G8 vor
          Der Vorsitzende der russischen Duma Wjatscheslaw Wolodin hat am Samstag die Gründung einer neuen G8 vorgeschlagen, um die wirtschaftliche Dominanz der USA und der anderen sechs großen Wirtschaftsmächte des Westens zu beenden.
          Der russische Parlamentspräsident Wjatscheslaw Wolodin hat die Bildung einer neuen Organisation der wirtschaftlich stärksten Staaten der Welt in Alternative zu der G7-Organisation vorgeschlagen. Die neue Achtergruppe sollen Brasilien, China, Indien, Indonesien, Iran, Mexiko, Russland und die Türkei bilden.“ (Quelle: RT Deutsch)

          Dann noch ein interessantes Video-Interview mit eine Experten:

          „Ukraine gehen die Waffen aus
          Kaim: Kurzes Fenster, dann ist Kriegsfrage entschieden“
          https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Kaim-Kurzes-Fenster-dann-ist-Kriegsfrage-entschieden-article23399793.html

          Ich frage mich, ob das Problem der Ukraine nur fehlende Waffen sind?!
          Ich denke auch, das Problem wird doch sein, dass unterschiedlichste Länder unterschiedlichste Waffensysteme liefern, mit unterschiedlichster Munition und Logistik und die Leute müssen auf unterschiedlichste Waffensysteme ausgebildet werden und vermutlich noch einige andere Dinge.

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