Warum die Presse versagt II

Nahtlos kann ich an meinen letzten Artikel vom 19.10.2020 anschließen, der so begann:

„In den letzten zweieinhalb Jahren habe ich keinen Beitrag mehr geschrieben, sondern nur noch in Kommentaren das Weltgeschehen und dessen mediale Zerrbilder präsentiert. Die Themen gingen nicht aus, und es war immer wieder ein Phänomen festzustellen: öffentlich-rechtliche Sender und die Medien informieren nicht, sie ergreifen Partei, befördern Agenden und verfehlen ihren Auftrag, der Macht durch kritisches Hinterfragen Paroli zu bieten.

Stattdessen: Polemik, Skandalisierung, uniformer „Haltungsjournalismus“, Wunschdenken, eilfertige Übernahme von Sprachvorgaben aktivistischer Lobbies und Ausgrenzung von Kritikern. Hat man jemals so viel über „Verschwörungstheorien“ – pardon, jetzt heißt es „Verschwörungsmythen“ und „Verschwörungserzählungen“, denn „Theorie“ klingt zu wissenschaftlich und würde diese Wirrköpfe nur adeln – gelesen wie in den letzten Monaten, dargeboten von derselben Presse, die jahrelang an der Verschwörungstheorie der Democrats mitwirkte, nach der Donald Trump quasi ein russischer Agent sei und mit Putin daran arbeitete, Mails der Democrats-Partei zu hacken und sie über WikiLeaks zu verbreiten? Und die jetzt souverän die Aufdeckung dieser Verschwörungstheorie als echte Verschwörung von Hillary Clinton, dem DNC, CIA, FBI, dem State Department und den willigen Helfern der durch die Bank anti-Trump-Presse von NYT über die Washington Post, Politico und Daily Beast, CNN und allen anderen cable news bis auf Fox News beschweigt?

Ja, ja, die „Schlinge zog sich jahrelang zu“ um Trump.

Wenn sie sich infolge der New York Post-Enthüllungen um Joe Biden zuzieht, springt man gerne wieder auf den Zug, daß es sich bei den aus Hunter Bidens Computer stammenden Mails und Bilder, deren Echtheit nicht einmal von den Bidens bestritten wird, um „russische Desinformation“ handele.“

Der Coup gelang: die NYPost verlor ihren Twitter-Account, alle Nutzer, die auf die enthüllende Artikel-Serie über krumme Geschäfte von Bruder James und Sohn Hunter Biden in der Ukraine, China und Rußland verlinkten, wurden gecancelled, Facebook zensierte ebenso, kein einziges Mainstream-Medium berichtete darüber, und 50 ehemalige leitende Geheimdienstmitarbeiter versicherten, an der Sache sei nichts dran. So sicherten sie Bidens Wahl.

Erst am 16.3.2022 räumte die NYT – wohl zur Vermeidung einer „Überraschung“ durch eine alsbald zu erwartende Anklage gegen Hunter Biden ­– ein, daß die von der NYPost veröffentlichten E-Mails aus Hunter Bidens Laptop (neben bestätigenden Zeugenaussagen auch zu den 10% für den „Big Guy“ Joe) echt seien.

Hier die Sachlage, wie sie in „The Federalist“ zutreffend zusammengefaßt wird:

8 Joe Biden Scandals Inside Hunter Biden’s MacBook That Corporate Media Just Admitted Is Legit
By: Margot Cleveland
March 22, 2022
[…]

6. The Intelligence Community’s Briefing of Biden

Another scandal reaching President Biden concerns his interactions with the intelligence community after the FBI, and presumably the CIA and other such agencies, learned in December of 2019, that Hunter Biden believed Russians had stolen Hunter’s laptop, rendering the Bidens susceptible to blackmail.

Here, it is important to understand that there are two separate Hunter Biden laptops at issue. The most-discussed laptop was actually the second laptop. That laptop was the one Hunter had abandoned at the Delaware repair shop. Then, after the repair shop owner discovered concerning material on the MacBook, the store owner handed it to the FBI in December of 2019. The owner of the repair shop, however, had first made a copy of the hard drive, which resulted in The New York Post’s coverage in October 2020.

But there was another laptop — one Hunter believed Russians had stolen from him when he was binging on drugs with prostitutes in the summer of 2018 in Las Vegas. While the public did not learn about the existence of this earlier laptop until August of 2021, the FBI knew about it as early as December 2019, when they took possession of the second laptop Hunter had left at the repair store.

Among other material contained on the second laptop was a video of Biden recounting the circumstances of his first laptop disappearing with some Russians. Significantly, on that video Hunter Biden said his first laptop contained a ton of material leaving him susceptible to blackmail, since his father was “running for president” and Hunter talked “about it all the time.”

It is inconceivable that the FBI and the intelligence communities did not brief Biden on this discovery and the risk of blackmail, given that former FBI Director James Comey briefed Trump on the fake Steele dossier. On second thought, that is the initial question reporters should ask the president: “Did the FBI brief you, Mr. President, on the fact that Hunter believed Russians had stolen a laptop containing compromising information?”

From there, an inquiring press should investigate to ensure that Joe Biden did not direct the intelligence community to bury this national security risk to protect himself or his son.

7. Possible Collusion to Interfere in the 2020 Election

An honest press should also investigate whether now-President Biden or anyone connected to his then-presidential campaign pressured reporters, media outlets, or companies such as Twitter and Facebook to censor the Hunter Biden story. And what about the “fifty former intelligence officials” who publicly declared the laptop resembled a Russian disinformation campaign — something clearly untrue? Did Biden or his campaign coordinate with those individuals, several of whom had endorsed the Democratic candidate, in the release of the letter?

Given that polls show that 17 percent of Joe Biden voters would not have voted for him in 2020, if they had known about the Biden family scandals, the collective burying of the laptop scandal represents the most significant interference in elections ever seen in our country. So, “Did Biden or his campaign have anything to do with the decision to kill the New York Post’s reporting on Hunter’s MacBook?” And “What about the ‘fifty former intelligence officials?’”
[…]

https://thefederalist.com/2022/03/22/8-joe-biden-scandals-inside-hunter-bidens-macbook-that-corporate-media-just-admitted-is-legit/

Da sehen wir den Washington-Sumpf, zu dem die Presse unmittelbar gehört. Sie weigert sich noch immer, über den Skandal, der mittlerweile – wie der senile Präsident selbst – das Zeug zum Sicherheitsrisiko hat, zu berichten.

Corona hat zwischenzeitlich die schon im Oktober 2020 aufgezeigten Medien-Mängel vertieft: Evidenzfreie Panikmache, herabsetzende Ausgrenzung von Maßnahme-Kritikern als rechtsextreme „Corona-Leugner“, mit denen sie nichts gemein hatten, Promoten von Katastrophen-Modellierern, die immer danebenlagen, Wissenschaftler-Bashing, soweit sie nicht auf dem No-Covid-Kurs von Christian Drosten unterwegs waren -: schlimmer konnte es nicht kommen. Meinte ich.

Doch jetzt ist Krieg, und es ist noch schlimmer geworden. Und die Verantwortungslosigkeit der Medien in jeder Hinsicht noch gefährlicher.

349 Gedanken zu „Warum die Presse versagt II

  1. @ Mark Smith:

    „Habe noch einen Text für Dich aus der Schweiz gefunden, ist aus der linksliberalen Ecke, also der urbanen, kosmopolitischen Akademikerklasse. Ich habe ihn nun überflogen, kann also nicht beurteilen, ob er voll Schrott ist oder nicht. Aber der Autor, Constantin Seibt, ist m.E. meist ein Idiot.“ 😉
    „Showdown
    Erleben wir die letzten Monate der Demokratie in Amerika? Oder die letzten von Donald Trump in Freiheit? Oder gleichzeitig beides?“
    https://www.republik.ch/2022/07/04/showdown?fbclid=IwAR1iPwbVzsC5L3Z-Y4iYCxwIYh8VY2rDLeQBwm7CrbPIO7nZ_MvscB1jNG8

    Artikel wie den findet man im Westen zu Dutzenden; allerdings ist der Schaum vorm Mund hier schon mehr als nur bedenklich:

    Showdown
    Erleben wir die letzten Monate der Demokratie in Amerika? Oder die letzten von Donald Trump in Freiheit? Oder gleichzeitig beides?
    Von Constantin Seibt, 04.07.2022
    […]

    Der Ausschuss

    Vielleicht eine der letzten Hoffnungen ist der Untersuchungsausschuss zum 6. Januar 2021. Obwohl eigentlich niemand viel von ihm erwartet hatte.
    Das, weil die Fakten bekannt waren: Präsident Trump hatte ohne jeden Beweis behauptet, seine Wiederwahl nur wegen Betrugs verloren zu haben. Schliesslich stürmte am 6. Januar – dem Tag der zeremoniellen Stimmenzählung im Kongress – ein Mob das Kapitol. Fünf Leute starben.
    Am Morgen darauf schien Trump erledigt. Dutzende Parteifunktionäre und Mitarbeiter brachen mit ihm. Die letzten Getreuen rieten ihm, die Niederlage einzugestehen, um sein Bild in der Geschichte nicht völlig zu ruinieren.

    Trump tat es nicht. Und bewies Instinkt. Heute glauben 70 Prozent der Republikaner, dass die Wahl gestohlen wurde. Fast alle abtrünnigen Parteifunktionäre kamen auf den Knien zurück. Die wenigen anderen wurden zu Verräterinnen erklärt.

    Schon im Jahr darauf wurden die verhafteten Teilnehmer des 6. Januar von Medien und Beobachtern am rechten Rand wie Steve Bannon zu «Patrioten» und «politischen Gefangenen». Die republikanische Parteileitung entschied sich, jede weitere Untersuchung zu boykottieren.
    Nur zwei abtrünnige Republikaner sitzen im Untersuchungsausschuss, geschnitten von ihren Kolleginnen: Liz Cheney und Adam Kinzinger.

    Das erwies sich als Fehler. Denn so konnte der Ausschuss ungestört arbeiten. Er befragte über 1000 Zeuginnen, heuerte TV-Profis an und lieferte etwas Unerwartetes: keine ausufernden Erklärungen und Debatten. Sondern fünfmal je zwei Stunden blendendes Gerichtsfernsehen.
    […]

    https://www.republik.ch/2022/07/04/showdown

    Der Boykott wurde erst erklärt, nachdem die Democrats die zwei nominierten republikanischen Abgeordneten, vollinformierte und scharfe Befrager wie Jordan und Gaetz, abgelehnt hatten. Zur Aufrechterhaltung eines Scheins der „Überparteilichkeit“ des illegitimen Ausschusses wählten die Democrats als republikanische Mitglieder dann Cheney und Kinzinger aus, die schon für Trumps Impeachment votierten. Cheney hat in Wyoming Null Chancen, wieder aufgestellt zu werden, und Kinzinger kandidiert eh nicht mehr: was also legitimiert diesen „Ausschuß“? Daß er „best of“-Videos zusammenstellt und alle widersprechenden wegläßt?

    Nichts in der amerikanischen Geschichte ist auch nur ansatzweise vergleichbar mit Hutchinsons eineinhalb Stunden Zeuginnenaussage: Ein Präsident, der nach seiner Wahlniederlage Bewaffnete zwecks Staatsstreich auf das Parlament hetzt und vorhat, dabei persönlich an der Spitze zu stehen.
    Mehr geht nicht. Nicht mehr Verbrechen. Nicht mehr Faschismus. Nicht mehr Beweise.
    Hutchinsons Aussage war kein rauchender Colt. Sondern ein rauchender Granatwerfer.

    Die lügende Zeugin Hutchinson mit ihrer Hörensagen-Aussage war selbst für die WaPo ein Tipping Point: er führte zur vollkommenen Unglaubwürdigkeit des Ausschusses, der eh nur hardcore Democrats interessiert.

    Zwar sprachen bis jetzt alle, die Trump für schuldig erklären, unter Eid. Und alle, die ihn für nicht schuldig erklären, nicht unter Eid. Doch die republikanische Strategie ist klar: Sie sprechen statt vom «grössten Skandal des Jahrhunderts» von der «grössten Lüge des Jahrhunderts».
    Im Übrigen gibt es, wenn man republikanische Politiker fragt, wichtigere Themen: Inflation und Benzinpreis. [so sieht es auch die Bevölkerung]

    Und die Republikaner haben erschreckend intakte Chancen, dass ihre Strategie einer Herrschaft der Minderheit bereits bei der nächsten Wahl aufgeht. Jüngst etwa kam die Nachricht, dass vor den Zwischenwahlen eine Million registrierte Wählerinnen [er meint damit auch männliche Wähler] das Lager gewechselt haben: von Demokraten zu Republikanern.
    Zwar stimmt, dass das klassische Reservoir der Republikaner schrumpft: der Anteil weisser Wählerinnen in den USA. Wie auch der Anteil von evangelikalen Christen an der Bevölkerung. Zum ersten Mal bezeichnet sich die Mehrheit der Amerikanerinnen als «nicht religiös». [Seit Trump besteht das klassische Wähler-Reservoir auch in Hispanics und Schwarzen.]
    Nur bedeutet das nicht, dass man von einer zukünftigen republikanischen Regierung so die geringste Rücksicht erwarten kann. Wenig mehr macht eine Herrschaftskaste gefährlicher als schrumpfende Macht: Hexenverbrennungen fanden nicht im Mittelalter statt, sondern als die Neuzeit anbrach.

    Noch ist nichts gegessen. Es ist unklar, ob die Demokraten nun endlich, endlich kämpfen. Ob Trump je ins Gefängnis kommt. Ob das millionenfache «Fuck you, Supreme Court!» der amerikanischen Frauen nach dem Abtreibungsurteil verpufft oder zu einer Massenbewegung führt.

    Doch die Falle der Republikanerinnen ist erschreckend solid konstruiert. Man muss sich darauf vorbereiten, dass es in Amerika finster wird. Und dass die drei mächtigsten Staaten der Welt – Russland, China und die USA – zu Diktaturen mit Überwachungstechnologie werden.
    Nicht, dass das niemand erwartet hätte. 1787 fragte eine Passantin Benjamin Franklin, einen der Gründer¬väter der USA, was die amerikanische Verfassung denn so bringe. Franklin antworte: «Eine Republik, so ihr sie behalten könnt!»
    Gut möglich, dass es nicht nur in den USA sehr bald nicht nur auf Merrick Garland ankommen wird. Sondern auf jede verdammte Einzelne von uns.

    https://www.republik.ch/2022/07/04/showdown

    Ein Constantin verweist auf sich als „jede verdammte Einzelne“? Da sieht man, wie verquer er tickt. Und daß er auf den ideolgischen Justizminister Garland setzt, der seine politische Justiz jetzt auch noch mit einer Anklage gegen Trump krönen soll, zeigt, wes Geistes Kind er ist.

    Logo sind Inflation und Benzinpreis DIE Themen, bei denen sowohl Biden als auch Harris versagen:

    Kamala Harris ‚laughs off‘ Americans struggling to afford gas
    2.917.848 Aufrufe 04.07.2022 ‚The Big Sunday Show‘ panelists react to Amazon’s Jeff Bezos slamming President Biden for pinning surging gas prices on gas stations and China’s praise for Biden. #foxnews #fox

    Sogar beim Abtreibungsthema, das eh nur die auf die Barrikaden treibt, die es schon immer auf die Barrikaden getrieben hat, versagt Harris:

    Kamala Harris stumbles when asked about codifying Roe v. Wade
    403.961 Aufrufe 10.07.2022 ‚The Big Saturday Show‘ panelists react to bounties being offered for information on the locations of conservative justices and Vice President Kamala Harris

    Nachdem der Supreme Court zurecht entschieden hat, daß Gesundheitspolitik kein Bundes-, sondern ein Staatenthema ist, gibt es auf Bundesebene nichts mehr zu entscheiden. Und daß Einschüchterungen konservativer Richter und ihrer Familien o.k. ist – : seufz. So kennen wir die Democrats.

    Die WaPo vom 10.7.2022 erwähnt den vermaledeiten Ausschuß in ihrer „Post Most“-Mail gar nicht. Statt dessen woke Themen:

    Two long weeks: Inside Biden’s struggle to respond to abortion ruling
    By Ashley Parker, Yasmeen Abutaleb and Tyler Pager ● Read more »

    Biden has put the forced-birth crusaders on notice
    Opinion ● By Jennifer Rubin ● Read more »

    Gretchen Whitmer’s abortion fight — from the porch with her daughters
    Exclusive ● By Ruby Cramer ● Read more »

    Biden’s Saudi trip captures competing demands of rights agenda, ‘great power’ contest
    By Missy Ryan ● Read more »

    Why I’m going to Saudi Arabia
    Opinion ● By Joe Biden ● Read more »

    In der aktuellen ZEIT gab es übrigens auch einen sehr abwertenden Artikel über Biden, der natürlich nach Saudi-Arabien reist, weil er zum Hochfahren der Ölproduktion auffordern will. Komisch, in der ZEIT habe ich keinen kritischen Artikel gelesen, der Habeck dafür tadelte, vergeblich in Katar wegen LNG-Lieferungen gedienert zu haben.

    😉

    • Weiter mit dem Kulturkampf-Thema Nr. 1 für die Democrats:

      Über das sich die Democrats jetzt selber zerlegen:

      Musk hat gut lachen; aber für die, die unter der Twitter-Zensur leiden, ist das eine betrübliche Entwicklung. Jetzt geht es bei YouTube schon gegen Kriegsgegner:

      @ Mark Smith:

      „Wieder mal ein neues Video von Markus Reisner über die militärische Lage in der Ukraine.
      Interessant fand ich, dass die Ukraine nun offenbar, was die Quantität der Truppen anbelangt, noch einmal mehr im Vergleich zu früher in der Minderzahl ist. Also keine guten Nachrichten für die Ukraine.“

      „Krieg in der Ukraine: Luhansk ist gefallen – wie geht es weiter?“

      Wirklich, eine trockene und neutrale Analyse, die viel mit der Wirklichkeit zu tun hat.
      Sollte sich die sogar in Kiew herumgesprochen haben?

      Ich glaube es ja nicht. Reisner hatte die Flucht der Ukrainischen Kräfte aus Lissichansk mit einem Video verdeutlicht, auf dem man Militär zu Fuß unterwegs sah. Hier das Gegenvideo mit dem zurückgelassenen Gerät (keine Ahnung, ob da auch westliche Gefährte dabei sind):

      Nach und nach fliegen all die fake news der westlichen Medien auf; hier die Story mit dem übergewichtigen, aus dem Ruhenstand geholten russischen General, der wegen der angeblich vielen getöteten russischen Generäle aushelfen mußte:

      [Thread]

      Eine gut gemachte Recherche.

      Derweil sonnt sich die Ukraine in symbolischen Triumphen:

      Tote für eine Foto-Operation. Da fehlen einem die Worte:

      Während der Verteidigungsminister Resnikov freidreht:

      Eine Million Kräfte für eine Kherson-Offensive, die schon seit Wochen im Gang ist, ohne daß sich was tut?

      Da muß selbst der britische Militärgeheimdienst passen:

      Das britische Intel Update [11.7.2022]:

      As of Sunday 10 July, Russian artillery bombardments continued in the northern Donbas sector, but probably without any major territorial advances.
      Ukrainian forces continued to apply localised pressure to the Russian defensive line in North East Kherson oblast, also probably without achieving territorial gain.

      In late June, a Russian-language media agency based in Russia’s far eastern Lake Baikal region uploaded a video in which the wives of soldiers from the Eastern Military District’s (EMD’s) 36th Combined Arms Army directly appealed to a local politician for their husbands to be returned home from service in Ukraine.
      One woman claimed that personnel of EMD’s 5th Separate Guards Tank Brigade are ‘mentally and physically exhausted’, because they have been on active combat duty since the launch of the ‘special military operation’ on 24 February 2022.
      The lack of scheduled breaks from intense combat conditions is highly likely one of the most damaging of the many personnel issues the Russian MoD is struggling to rectify amongst the deployed force.

      https://augengeradeaus.net/2022/07/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-11-juli-2022/

      Super Quelle, die da zitiert wird. Und EINE Frau ist dabei, die das gewünschte Statement liefert. Am 9.7. hieß es noch, daß es Verstärkungskräfte gebe, die aber leider schlecht ausgestattet seien:

      Da machen es offenbar die Ukrainer besser:

      Ich zitiere hier nur die herausgehobene Passage. Danach geht es mit den üblichen Meldungen weiter:

      Das Briefing des russischen Verteidigungsministeriums [11.7.2022]

      Russian Defence Ministry report on the progress of the special military operation in Ukraine

      High-precision long-range sea-launched Kalibr missiles near Radushnoye in Dnepropetrovsk Region have destroyed ammunition depots for HIMARS multiple launch rocket systems, M777 howitzers and 2S7 Pion self-propelled guns supplied to Ukraine by the US.

      High-precision ground-based weapons near Chasov Yar in Donetsk People’s Republic have destroyed temporary deployment point of 118th Brigade of Territorial Defence of AFU. The attack has resulted in the elimination of more than 300 nationalists.
      As a result of surgical strikes of the Russian Aerospace Forces against the positions of nationalist battalions and foreign mercenaries in Osnovyanskyi and Slobodskoye districts in Kharkov, about 250 militants and up to 25 armoured vehicles have been destroyed.

      The enemy suffers significant losses in all directions.

      Critical situation in 25th Separate Airborne Brigade of AFU operating near Seversk. Its combat losses amount over 70 per cent of its personnel. Brigade commanders deliberately mislead relatives of the dead soldiers by reporting them as missing or deserting.

      The Armed Forces of the Russian Federation continue the special military operation in Ukraine.
      […]

      https://augengeradeaus.net/2022/07/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-11-juli-2022/

      Und hier kommen wir wieder auf Reisner zurück:

      July 09, 2022
      ‚Drinking The Kool-Aid‘ On The War In Ukraine
      […]
      Russia uses far more sophisticated weapons than the Ukrainian side. These are long range weapon and cruise missiles that hit supplies and incoming troops in the rear of the frontline as well as strategic targets. It has an excellent and nearly impenetrable air defense and electronic war fare capabilities that a high ranking U.S. officer described as ‚eye watering‘.
      Auf Medium.com ansehen

      Russia has a huge advantage in artillery capabilities and a sufficient amounts of ammunition to sustain a high rate of fire over years. It can also outproduce the ‚west‘ with regards to new weapons and supplies.
      All this has led to the very unusual effect that the Russian advantage on the battlefield has increased over time. It may have been 1 to 1 at the beginning of the battle but it has since increased to about 2 to 1 or even higher.
      In his latest briefing (vid) the head of the Austrian military academy Colonel Reisner shows how the ratio of forces has changed over time. At 7:10 min in he shows this chart.

      He explains that at the beginning of the battle for Donbas in April the force ratio was 93 Russian BTGs against 81 Ukrainian BTG equivalents. On June 26 the ratio of forces was 108 Russian BTGs versus 60 Ukrainian battalion equivalents. Russia had increased the size of its engaged forces while the Ukrainian side had lost 25% of its capabilities. So according to the Austrian military the force ratio at the start of the ’special military operation‘ was 1.15 to 1 and on June 26 it was at 1.8 to 1.

      What we are seeing is the opposite of the decrease of the ratio of forces that Clausewitz described as the path to the culminating point.
      A recent talk by a high ranking Ukrainian general confirms the high rate of attrition of the Ukrainian army. He says that ‚western‘ weapon deliveries only cover 10 to 15% of the Ukrainian losses.
      https://www.nationaldefensemagazine.org/articles/2022/6/15/ukraine-to-us-defense-industry-we-need-long-range-precision-weapons

      In fact the ‚west‘ can no longer produce enough new weapons and ammunition to cover those losses.

      In Foreign Affairs Prof. Barry Posen writes about Ukraine’s „Implausible Theories of Victory“:

      „Ukraine’s backers have proposed two pathways to victory. The first leads through Ukraine. With help from the West, the argument runs, Ukraine can defeat Russia on the battlefield, either depleting its forces through attrition or shrewdly outmaneuvering it. The second path runs through Moscow. With some combination of battlefield gains and economic pressure, the West can convince Russian President Vladimir Putin to end the war — or convince someone in his circle to forcibly replace him.
      But both theories of victory rest on shaky foundations. In Ukraine, the Russian army is likely strong enough to defend most of its gains. In Russia, the economy is autonomous enough and Putin’s grip tight enough that the president cannot be coerced into giving up those gains, either.

      Ukraine’s leaders and its backers speak as if victory is just around the corner. But that view increasingly appears to be a fantasy. Ukraine and the West should therefore reconsider their ambitions and shift from a strategy of winning the war toward a more realistic approach: finding a diplomatic compromise that ends the fighting.“
      https://www.foreignaffairs.com/articles/ukraine/2022-07-08/ukraines-implausible-theories-victory

      […]
      Prof. Posen criticizes the false numbers that various organizations put out to show high losses of Russian forces:

      „Early on during the war, boosters of Ukraine argued that Russia could be defeated through attrition. Simple math seemed to tell the story of a Russian army on the verge of collapse. In April, the British defense ministry estimated that 15,000 Russian soldiers had died in Ukraine. Assuming that the number of wounded was three times as high, which was the average experience during World War II, that would imply that roughly 60,000 Russians had been knocked out of commission. Initial Western estimates put the size of the frontline Russian force in Ukraine at 120 battalion tactical groups, which would total at most 120,000 people. If these casualty estimates were correct, the strength of most Russian combat units would have fallen below 50 percent, a figure that experts suggest renders a combat unit at least temporarily ineffective.
      These early estimates now look overly optimistic. If they were accurate, the Russian army ought to have collapsed by now. Instead, it has managed slow but steady gains in the Donbas.“

      The numbers and other claims that the British defense ministry puts out get repeated in the U.S. by the neo-conservative Institute for the Study of War. Nearly every U.S. media quotes one of those two sources.
      […]

      https://www.moonofalabama.org/2022/07/drinking-the-kool-aid-on-the-war-in-ukraine.html

      Es ist allerdings kaum damit zu rechnen, daß wir irgendwann vernunftbasierte Berichterstattung oder gar Politik zu Gesicht bekommen werden…

      • Jetzt nur kurz, später ev. noch mehr oder dann morgen!

        Dieser Tweet hat es mir angetan: Und natürlich die vorangehenden und nachfolgenden:

        Aber ich könnte mir schon vorstellen, dass die Russen ev. schwereres Geschütz auffahren werden, wenn die Ukraine es in Verbund mit den Amis zu weit treibt. Also dass mal Regierungsviertel etc. angegriffen werden.

        • Was dem verrückten Ex-MI6-Chef Breedlove entgegengehalten werden kann: Die Harpoon-Launcher sind vernichtet:

          Das russische MoD vermeldete am 12.7.2022:

          The Armed Forces of the Russian Federation continue the special military operation in Ukraine.
          High-precision Iskander land-based missiles near Berezan in Odessa Region have destroyed launchers of the US-made Harpoon anti-ship missile system.

          https://augengeradeaus.net/2022/07/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-12-juli-2022/

          Zuvor hieß es bei Gerassimow:

          Ein FT-Artikel als Beweis für die Lieferung von 300 km-Hymar-Raketen reicht mir jedenfalls nicht aus.

          Und danach:

          Verdacht des Bandendiebstahls
          Neue Erkenntnisse: Bundeswehrsoldaten planten offenbar Sprengung der Krim-Brücke

          Im Fall der Bundeswehrsoldaten, die Anfang des Jahres Ausrüstung aus verschiedenen Bundeswehreinrichtungen gestohlen haben sollen, gibt es eine neue Entwicklung. Dem „Stern“ liegen Informationen vor, nach dem die zwei Hauptangeklagten den Plan gehabt haben sollen, die Krim-Brücke zu sprengen.
          06.07.2022, 12:05 Uhr

          Zwei Soldaten der Bundeswehr, die Ausrüstung aus verschiedenen Kasernen in Schleswig-Holstein gestohlen haben sollen, hatten offenbar vor, die Krim-Brücke zwischen der Halbinsel Krim zur russischen Halbinsel Taman zu sprengen. Das geht aus den Ergebnissen polizeilicher Ermittlungen hervor, die der „Stern“ rekonstruiert hat.
          Dem Bericht zufolge hatten die beiden Soldaten in überwachten Telefonaten über die geplante Detonation gesprochen. Sie berieten sich über das benötigte Material, um einen Teil der knapp 20 Kilometer langen Brücke zu sprengen, die die besetzte Krim mit Russland verbindet und so den Nachschub für die russischen Truppen garantiert. Das Vorhaben, mit dem die beiden Männer scheinbar die Ukraine unterstützen wollten, kam aber nicht über die Planungsphase hinaus und fand mit der Festnahme der beiden ein jähes Ende.

          Staatsanwaltschaft Kiel ermittelt im Verdacht des Bandendiebstahl

          Die Staatsanwaltschaft Kiel ermittelt nun gegen die Soldaten im Verdacht des Bandendiebstahls. Gemeinsam mit zehn anderen Verdächtigen sollen die Täter mehrfach in Bundeseinrichtungen eingebrochen sein und Ausrüstung gestohlen haben. Vier der Tatverdächtigen waren zu der Zeit im aktiven Dienst der Bundeswehr.
          […]

          https://www.rnd.de/politik/bundeswehrsoldaten-planten-sprengung-der-krim-bruecke-UZSBKQQJMZCJZC47RG5SGFDAZI.html

          Was heißt hier „Ausrüstung“? Es wurden auch Waffen und Sprengstoff gestohlen!

          Ich habe den Original-Artikel im STERN 28/2022 vom 7.7.2022 (Print) auf S.92-94 gelesen:

          Bundeswehr
          Eine Einbruchserie, lange Ermittlungen, ein irrer Plan: Wie deutsche Soldaten in den Ukraine-Krieg eingreifen wollten

          von Félice Gritti
          06.07.2022, 11:50

          Über Monate sollen Soldaten bei der Bundeswehr eingebrochen haben. Die Ermittlungen zeigen: Zwei der Verdächtigen hatten offenbar einen wahnsinnigen Plan.

          Der Alfa Romeo hält an einer Straßenecke, schwarzer Wagen in schwarzer Nacht. 0.22 Uhr: eine Person im Auto. Der Marinestützpunkt Eckernförde, wo die Minentaucher und Kampfschwimmer trainieren, wo große graue Schiffe in tiefem Wasser ankern, liegt nur ein paar Hundert Meter entfernt. 0.24 Uhr: drei Personen im Auto. Der Alfa fährt los, durch die Straßen Eckernfördes, kleine Stadt an der Ostsee, ganz im Norden. Im Zentrum eine rote Ampel, der Wagen muss halten.

          https://www.stern.de/gesellschaft/bundeswehr–wie-soldaten-in-den-ukraine-krieg-eingreifen-wollten–32510644.html

          Seufz. Der klassische Einstieg in eine „Reportage“, hier die Festnahme. In der Print-Ausgabe lautet der Titel übrigens:

          Gesellschaft
          MISSION BRÜCKENSPRENGUNG

          Und da fällt doch auf, wie sehr der STERN bemüht ist, diese Helden von den üblichen Rechtsextremisten abzugrenzen, obwohl Waffen und Sprengstoff gefunden wurden:

          Naheliegende Frage: wieder Rechtsextremisten mit Bürgerkriegsphantasien?
          […]
          Der [Fall, der] von einem verrückten Vorhaben erzählt und vielleicht von Mut, jedenfalls aber von Selbstüberschätzung.

          [S.92]

          Die Verteidiger kommen lautstark zu Wort von wegen Verteidigung der Ukraine, und der STERN notiert:

          Am [abgehörten] Telefon sprechen sie über Waffen, über Munition, über Tauchausrüstung. Am besten geschlossene Systeme, denn die machten keine Blasen. […] Über den ukrainischen Geheimdienst, der angeblich involviert sei.
          Sie sprechen über eine Brücke, 19 Kilometer lang, und über Sprengstoff, 150 km schwer. Es geht um eine Sprengung.
          […]
          Man kann sich leicht vorstellen, wie die Nachricht um die Welt gehen würde: Krimbrücke gesprengt. Nicht ganz so leicht kann man sich vorstellen, wie Kornelius W. und Louis B. eigentlich zur Brücke gelangen wollten, einmal quer über die besetzte Krim. Die beiden scheinen sich viel zuzutrauen.

          [S.94]

          Tatsächlich sind es sich häufig krankmeldende Loser innerhalb der Bundeswehr. Sie werden dennoch zu Helden gekürt:

          An den Wänden einer illegalen Kellerbar auf dem Kasernengelände habe eine Reichskriegsflagge gehangen sowie Wehrmachtswaffen. Als bekannt wurde, daß die Männer sich beschwert hatten, seien sie gemobbt worden.

          [S.94]

          Tatsächlich folgt aus dem Artikel, daß diesen „Helden“ die Bundeswehr viel zu lasch war, und so wird ganz am Ende des wohlmeinenden Artikels mitgeteilt, daß es laut abgehörten Telefonaten letztlich um Brandstiftung geht:

          am Ende, so scheint es, wollen sie die ganze Kompanie niederbrennen. Die Polizei vermerkt: Das alles klinge nach wenig Hemmungen und viel Selbstsicherheit

          Das spiegelt exakt die ukrainische Propaganda wieder: weshalb deren Unterstützer um Gottes willen keine Rechtsextremisten sein dürfen wie deren Vorbilder in der Ukraine.

        • Das ist eine köstliche Erklärung des Anti-Trumpers Bolton, wieso es sich beim 6.1.2021 nicht um einen Umsturzversuch, und schon gar nicht angeführt von Trump, gehandelt habe:

          In Venezuela ist Bolton mit seinem Staatsstreich jedenfalls grandios gescheitert…
          Während Juliane Schäuble notgedrungen zur Realistin wird:

          12.07.2022, 20:10 Uhr
          Zwei Drittel gegen erneute Kandidatur
          Joe Biden droht als Präsident zu scheitern
          Mit großen Visionen startete der Demokrat ins Amt. Nun befindet sich seine Popularität im freien Fall. Was das für die nächsten Wahlen bedeutet. Ein Kommentar.
          Juliane Schäuble
          […]
          Anderthalb Jahre später befindet sich Bidens Ansehen im freien Fall. Selbst zwei Drittel seiner eigenen Partei sprechen sich einer Umfrage von „New York Times“ und Siena College zufolge gegen eine erneute Kandidatur ihres Präsidenten in zwei Jahren aus. Keine Rede ist mehr davon, dass er mit seinen Reformplänen zu einem zweiten Franklin D. Roosevelt oder Lyndon B. Johnson werden könnte.
          Zwar legte Biden zu Beginn seiner Amtszeit ein beeindruckendes Tempo vor, brachte milliardenschwere Covid-Hilfen und ein gigantisches Infrastrukturpaket auf den Weg. Aber sein „Build Back Better“-Plan, der Amerika modernisieren und sozial gerechter machen soll, hängt im Kongress fest – was nicht nur an den bockigen Republikanern, sondern auch an seiner eigenen Partei liegt. Zudem ist die Spaltung des Landes eher noch tiefer geworden.

          Biden scheitert an den Erwartungen, die er selbst geweckt hat

          Natürlich ist es nicht Bidens Schuld, dass sich große Teile der Republikanische Partei nicht aus dem Klammergriff ihres Ex-Präsidenten lösen und lieber Donald Trumps demokratiezersetzendem Kurs folgen. Auch kann er nichts für eine Pandemie, die bereits im dritten Jahr wütet und die globale Wirtschaft aus dem Tritt bringt. Oder den verbrecherischen Angriffskrieg Russlands in der Ukraine, der die weltweite Energieversorgung gefährdet und Bidens Außenpolitik auf den Prüfstand stellt.
          […]

          https://www.tagesspiegel.de/politik/zwei-drittel-gegen-erneute-kandidatur-joe-biden-droht-als-praesident-zu-scheitern/28500366.html

          Der typische Fehler: es geht nicht um Corona oder Krieg als Ursache, sondern um die Effekte der gegen sie jeweils ergriffenen politischen Maßnahmen.

          Gar nicht so leicht, in diesen aufgewühlten Zeiten Vorbild zu sein:

          Klimaprotest-Ikone Greta Thunberg hat bereits am Freitag einen Tweet von Fridays for Future geteilt, in dem die Klimaaktivisten auch gegen die NATO demonstrieren. Hintergrund: Thunbergs Heimatland Schweden und das Nachbarland Finnland wollen gemeinsam der Nato beitreten.

          Auf den Plakaten des Protestes heißt es unter anderem: „Nein zu Russland, Nein zur NATO, Nein zum Krieg“. Auf einem zweiten Plakat heißt es auf Schwedisch „Nein zur NATO“. Daneben fordern die Protestler ein„ Freies Kurdistan“.
          Fridays for Future setzt sich zumindest zum Teil aus Demonstranten zusammen, die die NATO kritisch sehen. Die Unterschiede zwischen den Ortsgruppen sind dabei durchaus groß. So finden sich bei Demos auch immer wieder politisch entgegengesetzte Vertreter wieder.

          Greta Thunberg teilt Tweet zu NATO-Protest kommentarlos

          Kommentiert hat Greta Thunberg den von ihr geteilten Tweet nicht. Das Twitter-Foto stammt von David Fopp, einem Klimaaktivisten aus Stockholm, der dort an einer Universität arbeitet und früher auch an der Freien Universität Berlin tätig war. Die 19-Jährige hingegen konzentriert sich in ihrer Kritik meist auf den Klimawandel. In der Vergangenheit hat sie sich nur selten zu anderen politischen Themen geäußert, wenn diese nichts mit dem Klimawandel zu tun hatten.
          […]

          https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/greta-thunberg-teilt-foto-ist-die-aktivistin-gegen-schwedens-beitritt-zur-nato-li.245347

          Grün und links war einmal; heute ist grün (mit Präferenz für Kohle, Fracking-Gas und Öl vor Gas und Atomkraft) und NATO die moralisch richtige Mischung:

          10. Juli 2022 10:03
          Sven Lemkemeyer

          Baerbock über Putin: „Es geht ihm um Vernichtung – selbst von Kindern“

          Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) bedauert, dass der Westen zum Schutz von Zivilisten nicht militärisch in den Ukraine-Krieg eingreifen kann. „Ich hätte zum Beispiel gerne versprochen, dass wir humanitäre Korridore aus den umkämpften Gebieten in der Ukraine garantieren“, sagte Baerbock dem „Spiegel“. „Aber wir können das nicht leisten. Ein solches Versprechen müsste militärisch abgesichert werden.“ Deshalb habe sie auch „klar sagen“ müssen, dass es keine Flugverbotszonen geben werde, fügte die Außenministerin hinzu. „Gute Außenpolitik heißt eben auch, einen kühlen Kopf zu bewahren, auch wenn das Herz brennt“, sagt Baerbock in einem gemeinsamen Gespräch mit ihrem luxemburgischen Amtskollegen Jean Asselborn. „Ertragen zu müssen, dass man nichts tun kann – das ist manchmal auch die Brutalität von Außenpolitik.“

          Asselborn äußerte sich ähnlich. „Man muss die Realität des Kriegs anerkennen, auch wenn sie barbarisch ist“, sagte er. Als einen der „schlimmsten Momente“ ihrer bisherigen Amtszeit bezeichnete Baerbock den Moment, als sie bei ihrem Besuch in der Ukraine [Butscha] Fotos erschossener Kinder gesehen habe [überreicht von der Generalstaatsanwältin der Ukraine]. „Das sagt alles darüber, dass man mit diesem Putin derzeit nicht verhandeln kann“, sagte sie über den russischen Präsidenten. „Es geht ihm um Vernichtung – selbst von Kindern.“ (AFP)

          https://m.tagesspiegel.de/politik/warnung-aus-moskau-usa-balancieren-gefaehrlich-am-rande-direkter-konfrontation/28063400.html

          Kennt sie die Realität des recht- und gesetzlosen Zustands dort nicht?

          Eigentlich haben ihre Kollegen ein anderes Niveau:

          Und hier gibt es historischen Nachhilfe-Unterricht darüber, was „Vernichtungskrieg“ bedeutet:

          Es würde mich nicht wundern, wenn sich letzten Endes herausstellt, daß das Verhältnis getöteter und verletzter Soldaten gegenüber Zivilisten mindestens 10 zu 1 beträgt, wobei die Ukraine die größere Verantwortung (auch hinsichtlich Zerstörung der zivilen Infrastruktur) trägt – was Brücken angeht, so ist sie zu 99% beteiligt.

        • Die WaPo vom 13.7.2022 kommt mit diesen Schlagzeilen daher:

          Inflation in June soared 9.1 percent, extending 40-year highs
          By Rachel Siegel ● Read more »

          Is the Democrats’ problem Biden or inflation?
          Opinion ● By Perry Bacon Jr. ● Read more »

          Gov. Newsom taps into liberal fury and sparks talk of presidential run
          By Hannah Knowles ● Read more »

          Letzteres wäre der Untergang der Democrats: einen dysfunktionaleren Staat als Kalifornien gibt es in den ganzen USA nicht…

          Die NZZ vom 13.7.2022 informiert darüber, daß es der EU endlich gelungen ist, die Nationalisten in Litauen auszubremsen, die rechtswidrig die EU-Sanktionen gegen Importe nach Rußland auf den Warenverkehr von Rußland in seine Enklave Kaliningrad anwendeten – und die Warenliste gerade eben noch erweitert hatten:

          Streit über russische Enklave:
          EU präzisiert die Sanktionsregeln für die Einfuhr von Gütern nach Kaliningrad

          Das ist passiert: Die EU-Kommission hat nach Protesten und Drohungen aus Moskau neue Leitlinien zum Transitverkehr zwischen Russland und dessen Ostsee-Exklave Kaliningrad erstellt. Russland darf demnach auf der Sanktionsliste stehende zivile Güter per Bahn ohne grosse Einschränkungen durch das EU-Land Litauen bringen. Untersagt sind laut dem Dokument, das am Mittwoch veröffentlicht wurde, aber weiterhin Strassentransporte von russischen Speditionen durch EU-Territorium. Zudem dürfen auch per Bahn keine Güter transportiert werden, die auch militärisch genutzt werden können. Zu den neusten Entwicklungen

          Darum ist es wichtig: Die EU versucht mit dem Schritt, den Konflikt um die Beschränkung des russischen Warenverkehrs über Litauen nach Kaliningrad zu entschärfen; die Exklave um das frühere Königsberg liegt zwischen den EU-Staaten Litauen und Polen. Moskau hatte zuvor die Mitte Juni eingeführten Transitbeschränkungen als «illegal» kritisiert und mit «praktischen» Gegenmassnahmen gegen das baltische EU- und Nato-Land gedroht, sollten sie diese nicht wieder rückgängig machen.

          Logischerweise wird die eklatante litauische Gesetzlosigkeit nicht erwähnt – wie ja auch die Diskriminierung der russischen Bevölkerung in den baltischen Staaten für die EU ein NoGo ist. Die in der Ukraine eh.

          Immerhin hier zeigt die NZZ in derselben Ausgabe Flagge:

          Botschafter und Medienstar: Andri Melnik, der nun als Botschafter der Ukraine aus Deutschland abgezogen wird, war der Liebling der Medien. Fast jeden Tag lieferte er Schlagzeilen und wetterte gegen «moralisch verwahrloste» Putin-Versteher und «erbärmliche Loser, die vom Krieg keine Ahnung haben». Sein eigenartiges Geschichtsverständnis ging dabei gerne vergessen. Zum Bericht

          Was zu den Medien überleitet, die schwer versagen:

          Selbst im Dunkeldeutschland mit seinen verregneten Sommern gab es früher ab und zu Highlights. Die selbstverständlich begrüßt wurden. Aber heute ist ja selbst das Wetter politisch.

          Und ständig werde ich pädagogisch indoktriniert:

          Tagesspiegel Plus
          Leichtsinn, Kreislaufkollaps, Alkohol: Das sind die größten Gefahren beim Baden in Berliner Gewässern
          Viele Menschen sind an heißen Tagen am Wasser unvorsichtig. Dabei sollte man das Baden in Seen und Flüssen gut abwägen. Und auch die Natur leidet.
          Von Henning Onken
          Heute, [13.7.2022] 07:15 Uhr
          Um die Sommerhitze an kühlen Seen und Flussufern zu verbringen, muss man im wasserreichen Berlin nicht weit fahren: Es gibt Strandbäder, im Wald versteckte Seen und Buchten an Dahme, Havel und Spree. Das Baden in der freien Natur sollte man allerdings aus mehreren Gründen gut abwägen: Allein in den heißen Junitagen kamen fünf Menschen beim Baden in Berliner Gewässern ums Leben.

          https://plus.tagesspiegel.de/berlin/leichtsinn-kreislaufkollaps-alkohol-das-sind-die-grossten-gefahren-beim-baden-in-berliner-gewassern-527847.html

          Am Tag zuvor wurde mir von diesem Organ erklärt, was ich gegen diese unerträgliche Hitze unternehmen und wie ich gegen die unerträgliche Kälte im nächsten Winter vorgehen müsse, wenn der böse Russe das Gas abdreht. Gerade hat er die Gaszufuhr über die Ukraine erhöht. Mehr geht nicht, weil die Ukraine nicht will.

          Der Klimawahn, verstärkt durch die grassierende Russophobie, wird übergriffig:

          Ernährung und Klima
          Das gute Essen
          Geht das – bei der Ernährung aufs Klima zu achten und trotzdem zu genießen? Natürlich geht das, wie die folgenden Fragen, Antworten und Rezepte zeigen.
          Von Uwe Jean Heuser, Elisa Kautzky, Dr. Maria Mast, Jonas Mayer und Elisabeth Raether
          Aktualisiert am 11. Juli 2022, 12:15 Uhr
          […]
          Wir stellen auch die doofen Fragen

          Dieser Text ist keine Belehrung. Eine Belehrung setzt nämlich voraus, dass jemand glaubt, die Dinge besser zu verstehen und sich angemessener zu verhalten als all jene, die seine Texte lesen. Das ist aber nicht der Fall. Dieser Text ist lediglich ein Angebot zur Orientierung. Wir führen hier eine Art öffentliches Gespräch mit uns selbst, stellen einmal lauthals alle Fragen, die wir uns im Stillen immer wieder stellen (und die auch Sie womöglich umtreiben). Möglichst kluge Fragen natürlich – aber auch die doofen. Und wir versuchen, Antworten zu finden, Dinge zu sortieren und zu klären, damit sie nicht mehr so verschwommen und unübersichtlich daherkommen.
          […]
          Kann ich etwas wettmachen, indem ich nur Biofleisch esse?

          Je nachdem, woher das Fleisch kommt, wie weit es transportiert wurde – ob bio oder nicht –, da gibt es Unterschiede. Bio ist dabei tendenziell sogar etwas schlechter für die Ökobilanz als herkömmliche Produkte, hat aber andere Vorteile. Denn auch die Haltungsform ist entscheidend: Frisst sich ein Rind auf einer bayerischen Wiese mit saftigem Weidegras bis zum Schlachtgewicht, freut sich das Tier, aber es hat zugleich auch mehr Zeit, um schädliches Methan zu produzieren.

          Ein Dilemma also.

          Nicht ganz, denn es gäbe ja einen Ausweg: Man isst einfach wenig bis gar kein Rindfleisch.
          […]
          Warum ist es so schwer, auf Fleisch zu verzichten?

          Tja, gute Frage. Weil es richtig gut schmecken kann, lautet die einfachste Antwort. Es ist allerdings ein bisschen seltsam, dass einem die Zustände in deutschen Ställen, die jeder kennt, dabei nicht auf den Magen schlagen – etwa ein Drittel unserer Schlachtschweine sind durch die Haltung krank, die Wahrscheinlichkeit, dass mein Schnitzel im Leben Schmerzen gelitten hat, ist also recht hoch. Hinzu kommt, dass Fleisch heute mitunter gar nicht mehr richtig nach Fleisch schmeckt. Der legendäre französische Koch Paul Bocuse hat noch Hammelfüße geschmort. Aus dem zart nach Nichts schmeckenden Milchlamm, das wir heute bevorzugen, hätte er höchstens ein Dessert zubereitet. Man könnte das mit dem Fleisch auch folgendermaßen handhaben: Nur wer einen so gut trainierten Gaumen hat, dass er Tofu im Curry vom Huhn unterscheiden kann, hat sich das moralische Recht aufs Huhn erworben.
          […]
          Seitan wird aus Weizeneiweiß gemacht, Tofu und Tempeh aus Soja. Dass auch für Tofu Regenwald abgeholzt wird, ist übrigens ein Irrglaube: Auf den gerodeten Flächen wächst zwar Soja, aber das meiste wird zu Tierfutter. [?]
          […]
          Eine andere Alternative könnte der Burger aus Insekten sein: Über 2000 sehr protein- und nährstoffreiche Insektenarten, Mehlwürmer, Raupen, kann der Mensch …

          Oh nein!

          Na, na! Wer Garnelen und Nordseekrabben verspeist, könnte eigentlich auch Raupen essen.
          […]

          Wäre es möglich, alles, was bislang gesagt wurde, in wenigen Sätzen zusammenzufassen?

          Die älteste und renommierteste Medizinzeitschrift der Welt, The Lancet, hat eine Kommission aus Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern zusammengestellt, die eine „Planetary Health Diet“ erarbeitet haben – einen Ratgeber zur guten, gesunden, klimafreundlichen Ernährung. Dabei werden sie sehr konkret, sodass alle, die sich zum Beispiel vorgenommen haben, künftig weniger Fleisch zu essen, sich selbst überprüfen können. So schlagen sie etwa vor:

          • 250 g Vollmilch pro Tag (oder zum Beispiel eine Scheibe Gouda)
          • 100 g Fleisch in der Woche (das ist ungefähr ein halbes Wiener Schnitzel)
          • 200 g Geflügel pro Woche (etwa ein Hühnchenbrustfilet)
          • 1 Mal Fisch pro Woche
          • 2 kleine Eier pro Woche
          • Der Rest: Gemüse, Getreide, Obst, Hülsenfrüchte …

          Der kochende Autor Michael Pollan hat einmal gesagt, er könne in sieben (englischen) Wörtern sagen, wie man sich gesund ernährt: „Eat food. Not too much. Mostly plants.“ Das klingt ein bisschen nach Haiku. Er meinte, man möge richtiges Essen essen, also wenig Hochverarbeitetes oder Fertiggerichte. Man möge nicht zu viel essen und vor allem Pflanzen. So einfach.

          https://www.zeit.de/2022/28/ernaehrung-klima-kochen-rezepte-tipps/komplettansicht

          Nein danke. In dieser Welt will ich nicht leben. Die niederländischen Bauern protestieren mit Gründen. Daß man davon in unseren Medien nichts erfährt? Das hat Methode: Propaganda ist wichtiger:

          Ukraine/Russland/NATO – der Sammler am 12. Juli 2022
          Veröffentlicht am 12.07.2022 von T.Wiegold
          … Der Sammler am 12. Juli 2022:
          […]
          Das Briefing des russischen Verteidigungsministeriums – diesmal wieder, über die Lagedarstellung hinaus, mit einer ausführlichen Stellungnahme zu den ausländischen Kämpfern in der Ukraine, die aus russischer Sicht unter – fälschlichem – Verweis auf angebliche Vökerrechtsbestimmungen als Söldner bezeichnet werden (selbst/auch wenn sie in die ukrainischen Streitkräfte integriert sind). Mit erstaunlich (scheinbar) detaillierter Darstellung, wie viele von ihnen bereits eliminiert (russische Wortwahl) wurden. Quelle ist erneut der Telegram-Kanal des Ministeriums:
          […]
          Russian Defence Ministry monitors and records by name all foreign mercenaries who have arrived in Ukraine to take part in combat operations.

          As we have already mentioned, contrary to the false claims of the Kiev regime about allegedly 20,000 of foreign mercenaries arriving to Ukraine, their actual number is much lower. Moreover, it is steadily declining.

          Over the past three weeks, the number of mercenaries in Ukraine has decreased from 3,221 to 2,741 as a result of the offensive actions of the units of the Russian Armed Forces and people’s militia of Lugansk and Donetsk republics.
          During this time, despite the arrival of another 151 mercenaries, 391 militants have been killed. Another 240 „wild geese“ rushed to flee outside Ukraine.

          Poland again tops the list in terms of the speed and number of fighters killed during the period, with 166 Polish fighters killed. Among the Georgian representatives, 50 „soldiers of fortune“ were killed, UK lost another 23 mercenaries in Ukraine. Also, 21 Romanian and 15 Canadian fighters were killed in three weeks.
          Updated data on the count of foreign mercenaries currently in Ukraine has been published on the Russian Defence Ministry’s information resources on the Internet.
          Once again, the Russian Armed Forces are identifying foreign mercenaries even as they prepare to enter Ukraine.
          I will give one example.

          On July 6, two British citizens, Colin Scott and Adrian Davis, and three US citizens, Michael Vujkovic, Andrew Fox and Oliver Short, arrived at the foreign mercenary collection and accommodation centre located at 1 Kozmian street in Poland’s Zamość city. We advise these citizens to come to their senses and return home alive.

          Let me remind you that under International Humanitarian Law, all foreign mercenaries are non-combatants and the best that awaits them if captured alive is a trial and maximum terms of imprisonment.

          https://augengeradeaus.net/2022/07/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-12-juli-2022/

          Ja, da muß der grüne „Sammler“ ja ganz unbedingt kommentieren. Ausländer sind nur selten „integriert“. Sie docken eher an rechtsextreme Milizen an.

          Der britische Geheimdienst schließt vom Zustand des ukrainischen Militärs auf das russische: denn dort werden übelste rechtsextreme Verbrecher aus den Gefängnissen zum Dienst an der Front befreit:

          Die Daily Mail hat mehr Ahnung als der britische Militärgeheimdienst: tatsächlich hat die Ukraine Personal-Probleme, nicht Rußland, das ständig Militär-Personal (professionelles) rotiert. In der Ukraine werden Amateure gejagt und zwangsverpflichtet:

          Nun sollen auch Frauen verheizt werden:

          Da die Ukraine zu „Gegenoffensiven“ nicht fähig ist (und zur Defensive auch nicht mehr), werden Himars-Raketen-Angriffe aus 80 km-Entfernung nun als Kherson-Offensive ausgegeben:

          12. Juli 2022 07:12
          Christoph Rieke

          Prorussische Behörden beklagen Tote nach ukrainischem Angriff in Region Cherson
          Bei einem ukrainischen Angriff auf eine von russischen Kräften gehaltene Stadt in der Region Cherson hat es offenbar Tote und Verletzte gegeben.

          Die russische staatliche Nachrichtenagentur Ria Nowosti meldete am Dienstagmorgen unter Berufung auf die eingesetzte prorussische Verwaltung mindestens sieben Tote, vier Vermisste und Dutzende Verletzte nach dem Angriff. Viele Menschen seien unter Trümmern verschüttet worden. Durch die Attacke auf die Stadt Nowa Kachowka sei es zu einer Explosion in einem Düngemittel-Lager gekommen, sagte ein Behördenvertreter der russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge.

          Die Ukraine erklärte, ihr Militär habe ein Munitionslager und weitere Gebäude zerstört. Es seien etwa eine Haubitze und Militärtechnik zerstört worden. Zudem habe der Feind mehr als 52 Soldaten „verloren“, teilte das Kommando Süd in der Nacht zum Dienstag auf Facebook mit. Demnach sei dies Teil des Beginns der angekündigten Gegenoffensive auf den von russischen Truppen besetzten Teil des südukrainischen Gebietes Cherson.

          Russischen Angaben zufolge soll bei dem ukrainischen Angriff auf Nowa Kachowka ein aus den USA gelieferter Himars-Raketenwerfer zum Einsatz gekommen sein. Unabhängig überprüfen ließen sich die Angaben beider Seiten zunächst nicht. Die südukrainische Region Cherson wird großteils von den russischen Invasionstruppen kontrolliert. Sie grenzt an die 2014 von Russland annektierte Halbinsel Krim. (Reuters, dpa, AFP)
          https://m.tagesspiegel.de/politik/warnung-aus-moskau-usa-balancieren-gefaehrlich-am-rande-direkter-konfrontation/28063400.html

          Irgendein Aufklärungswille ist nicht erkennbar.

          Da manche bereits die Himars als „game changers“ priesen: da war selbst der Tagsspiegel skeptisch:

          11.07.2022, 14:55 Uhr
          Naht der Wendepunkt im Ukraine-Krieg?
          Drei Gründe, warum die Himars-Euphorie vielleicht zu früh kommt
          Russland fürchtet die „mächtigen“ US-Raketenwerfer – manche Beobachter erklären sie schon zu „Game Changern“ in dem Konflikt. Eine Analyse.
          Benjamin Hirsch
          […]
          Und doch wäre es verfrüht, die Lieferungen der amerikanischen High-Tech-Waffen als Wendepunkt für die Ukraine zu interpretieren. Drei Gründe sind dafür ausschlaggebend.

          1. Das unausgeglichene Artillerie-Verhältnis bleibt

          Trotz der umfangreichen US-Waffenlieferungen spricht das Verhältnis bei der verfügbaren Artillerie weiterhin klar pro Russland. „Da sind die Kräfteverhältnisse von sechs zu eins bis zehn zu eins“, erklärte Oberst Ralf Feldotto, Referatsleiter für die Bereiche Krisenführung und Bedrohungsanalyse im Verteidigungsministerium, in der Videoreihe „Nachgefragt“.
          Im aktuellen Abnutzungskrieg in der Ostukraine bleibt das – Himars hin oder her – der kriegstaktisch entscheidende Faktor. Denn die Himars sind vor allem dafür gedacht, hochrangige Einzelziele zu treffen und nicht auf breiter Front Krieg zu führen und Truppen zurückzudrängen.
          […]
          Der insgesamt noch immer geringe Lieferumfang schwerer Waffen sorgt auch aus Sicht des britischen Militärexperten Jack Watling für Probleme beim Einsatz der vorhandenen Systeme wie Himars. Sie seien aktuell im Dauereinsatz, eben weil es so wenige sind, was den Verschleiß erhöhe.
          „Wenn die Ukrainer diese (Waffen) nutzen, bedeutet das, dass sie ständig im Einsatz sind und nicht zur Wartung zurückgeholt werden können. Würden Geschütze in Bataillonsstärke bereitgestellt, könnten sie rotieren“, erklärt er im Interview mit dem „Spiegel“.

          2. Die Nachschub-Probleme

          Die komplizierte Logistik wurde neben der zeitaufwändigen Ausbildung der ukrainischen Armee an westlichen Waffensystemen von Militärexperten immer wieder als Nadelöhr beschrieben. Wie lange es tatsächlich dauern kann, bis die zugesicherten Waffen endlich an der Front zum Einsatz kommen können, zeigte sich ausgerechnet an der ersten Himars-Lieferung.

          Die kündigte die amerikanische Regierung zwar Anfang Juni an, doch erst vier Wochen später traf eine erste Batterie im Kriegsgebiet ein. Ebenso herausfordernd stellt sich der Aufbau einer Logistikkette für den Nachschub von Munition dar. Jede Batterie mit sechs Raketen wiegt 2,5 Tonnen, sie müssen mit Fahrzeugen neben den Himars transportiert werden. Bereits vor gut einem Monat beschrieben ukrainische Soldaten in einer Reportage der „New York Times“ die Probleme bei der Munitionsversorgung als zentrales Problem.

          Auch das Verhalten der feindlichen Truppen spielt dabei eine Rolle. Denn genauso wie die ukrainische Armee nehmen Russlands Soldaten Bahnlinien und andere Versorgungsrouten gezielt ins Visier – und blockieren so die wichtigen Nachschublieferungen. Mit einem raschen, aber als essenziell beschriebenen Ausgleich des russischen Artillerie-Vorteils ist aufgrund der genannten Punkte demnach nicht zu rechnen. Hinzu kommt: Militärexperten rechnen auch damit, dass die russischen Truppen ihre Munition nun besser verstecken und verteilen.

          3. Zu wenig ausgebildete Bodentruppen

          Neben den Lieferschwierigkeiten treibt die ukrainische Militärführung noch ein weiteres Problem um. Ihnen geht die Infanterie aus, es fehlt an Bodentruppen. Das schränkt die Kampfkraft stark ein. Die Ukraine muss auf Freiwilligen-Verbände mit wenig Erfahrung zurückgreifen – allerdings hat Russland ähnliche Probleme. Die schiere Masse an Truppen wiegt die begrenzte Professionalität der russischen Soldaten allerdings wieder auf.

          Die Ukrainer hingegen können aufgrund der sinkenden Truppenkapazität ihre Operationen immer schlechter planen und umsetzen. Die Offensive in der Südukraine bei Cherson aufrechtzuerhalten und in Donezk gegenzuhalten, wird nach jetzigem Stand eine äußerst schwierige Aufgabe.
          Mitarbeit: Christopher Stolz

          https://www.tagesspiegel.de/politik/naht-der-wendepunkt-im-ukraine-krieg-drei-gruende-warum-die-himars-euphorie-vielleicht-zu-frueh-kommt/28497376.html

          Die West-Propaganda hört nicht auf:

          11. Juli 2022 18:23
          Tobias Mayer

          Raketenangriff auf Haus in Donezk: Zahl der Toten steigt auf über 30

          Nach einem Raketenangriff auf den Ort Tschassiw Jar im ostukrainischen Gebiet Donezk [gemeint ist der Donbass der DNR weit außerhalb der Hauptstadt Donezk, deren Zivilisten von der Ukraine unter Dauerbeschuß stehen] ist die Zahl der aus einem zerstörten Wohnhaus geborgenen Toten auf mehr als 30 gestiegen. Der ukrainische Zivilschutz sprach am Montag von insgesamt 31 gefundenen Leichen. Neun Menschen seien seit dem Wochenende lebend aus den Trümmern gerettet worden. Die Räumungsarbeiten dauerten weiter an. Wie viele Menschen noch vermisst wurden, war nicht bekannt.

          Die ukrainische Seite wirft Russland vor, gezielt Zivilisten attackiert zu haben. In Moskau wiederum wird behauptet, man habe lediglich ein militärisches Ziel zerstört. Bei dem Gebäude habe es sich um ein von Militärs genutztes Wohnheim gehandelt. (dpa)

          https://m.tagesspiegel.de/politik/warnung-aus-moskau-usa-balancieren-gefaehrlich-am-rande-direkter-konfrontation/28063400.html

          Ja, was denn nun? Wenn man will, läßt es sich aufklären – selbst die NYT schaffte das:

          July 11, 2022
          NYT Ground Report Debunks NYT Claim Of Strikes Against ‚Ukraine’s Civilians‘
          […]
          The Times however has a reporter, Carlotta Gall, in Ukraine who visited the town and down in her stand alone report we find important details that the summaries somehow missed:

          „CHASIV YAR, Ukraine — Russia’s offensive in eastern Ukraine is intensifying in Donetsk Province, with a string of towns and villages coming under bombardment in the last week as Russian troops turn their firepower farther west after seizing control of the last city under Ukrainian control in Luhansk Province.
          For days now, the attacks have mostly seemed random and without purpose, but taken as a whole they make clear that Russia is preparing to capture another slice of Donetsk, the other province in the Donbas region.

          The deadliest attack came late Saturday, when rockets struck an apartment complex in the village of Chasiv Yar, a dozen miles from the front. At least 15 people were reported dead.

          All through the day on Sunday, soldiers and emergency crews worked to rescue people from the bombed complex, pulling a sixth survivor from the rubble nearly 24 hours after the Russian rockets hit. Still, officials said late Saturday that a number of people might still lay beneath the debris.

          On the front in Donetsk Province, a resident of Chasiv Yar village, Oleksandr, 31, stood watching the rescue work at the stricken apartment complex as machines pulled away concrete slabs and emergency workers flung bricks aside. “My grandmother was here,” he said. “That’s her bed,” he added pointing to the pile of rubble. “I hope they will find her and I can give her a funeral.”
          He said that about 10 civilians, mostly women on pensions, were living in the building at the time of the strike, but that members of the military had come to lodge there two days earlier. He had tried to persuade his grandmother to move to his place, he said, but she had refused.

          Two soldiers who had been staying in the building were among the dead, according to another soldier who arrived with colleagues from the front line near Bakhmut to retrieve belongings. He gave only his first name, Dyma, and his age, 28, in accordance with military rules. Military vests and rucksacks and a broken rifle, covered in brick dust, lay on the ground under the trees.

          He said a plane had struck the building with rockets. Aerial bombardment was the most punishing, Dyma said. A plane had dropped a parachute bomb on their positions near Bakhmut, causing devastating damage. “They do not announce it but we are taking heavy losses,” he said. “We need to close the skies,” he added, repeating a request that many Ukrainians make for planes and stronger air defense systems from Western allies to combat Russian aerial attacks.“

          So, according to Oleksandr, the resident of Chasiv Yar, 10 old women were living in the building. But there are a total of 24 who were retrieved dead, according to the latest NYT update, two dozen who are additionally still missing and 8 that were rescued.
          That makes for a total of 56 people hit by the strike of which possibly 10 were the resident pensioners. The other 46 then were ‚members of the military [who] had come to lodge there two days earlier‘.
          To call that a ’strike on civilians‘ is incorrect to say the least. It was a strike on a military target that unfortunately had used a civilian residential structure with the residents becoming human shield and later ‚collateral damage‘.

          The Russian defense ministry is thereby mostly correct when it reports the strike like this:

          „High-precision ground-based weapons near Chasov Yar in Donetsk People’s Republic have destroyed temporary deployment point of 118th Brigade of Territorial Defence of AFU. The attack has resulted in the elimination of more than 300 nationalists.“
          https://eng.mil.ru/en/special_operation/news/more.htm?id=12428698@egNews
          […]

          https://www.moonofalabama.org/2022/07/nyt-ground-report-debunks-nyt-claim-of-strikes-against-ukraines-civilians.html

          Die Zahl dürfte nur wenig übertrieben sein: es geht um zwei 5 Stockwerke hohe Wohnkomplexe, in denen Amateure kaserniert waren. Da es sich hierbei nicht mehr um ausschließlich rechtsextreme „Freiwillige“ handelt, die geil darauf sind, Russen zu töten, müßte die russische Rhetorik abrüsten.

          Russen sind und bleiben „Untermenschen“ in der nationalistischen Uraine.

        • @ Gabriele Wolff

          Du schreibst:

          „Letzteres wäre der Untergang der Democrats: einen dysfunktionaleren Staat als Kalifornien gibt es in den ganzen USA nicht…“

          Habe dazu gerade einen passenden Artikel für Dich gesichtet:

          „San Francisco verpasst Amerikas Demokraten einen Denkzettel
          Die Situation in einer der progressivsten Städte der USA sendet ein Signal an linke Politiker im ganzen Land: Bei den Kongresswahlen könnte ihnen das Thema «Recht und Ordnung» zum Verhängnis werden. Die «Defund the Police»-Bewegung scheint ins Gegenteil zu kippen.

          https://www.nzz.ch/technologie/san-francisco-die-stadt-sendet-eine-warnung-an-linke-demokraten-ld.1690474?mktcid=smch&mktcval=twpost_2022-07-14

          Momentan komme ich nicht richtig nach mit lesen, um sonst was beizutragen.

      • Der Independent betete die News der bevorstehenden „massiven“ ukrainischen Gegenoffensive in Kherson unkritisch nach – ohne zu bedenken, daß es doch merkwürdig ist, wenn die Ukraine die dortigen Einwohner vor sich selber warnt und zur Flucht aufruft; zugleich wird die Fama verbreitet, Russen (und nicht Ukrainer) zerbombten zivile Stadtteile in Donetsk, Hauptstadt der DPR, die Rußland um Hilfe wegen der ukrainischen Bombardierungen gebeten hat.

        Sehr glaubhaft, das Konzept der „verbrannten Erde“. Man konnte es überall sehen, speziell in Mariupol.

        In der Stadt Donezk geht es seit Tagen so zu:

        [Thread]

        In der Tagesschau sieht man davon nichts. Dafür werden uns täglich angeblicher Beschuß ziviler Gebiete durch Rußland präsentiert, aufbereitet durch den SBU. Manchmal überrascht sie jedoch:

        tagesschau 20:00 Uhr, 10.07.2022

        Soso, auf einmal wird bestätigt, daß die 60%ige Drosselung der Gaslieferungen von NS1 doch an einer von Rußland wegen Sanktionen des Westens von Kanada zurückgehaltenen dort reparierten Siemens-Turbine liegen könnte, wie von Rußland behauptet. Jetzt hat Kanada die Ausfuhr der Turbine endlich genehmigt – bislang hieß es in deutschen Medien und durch deutsche Politiker nur, man bezweifele die russische Begründung für die Drosselung. Zu der Gasturbine in Kanada wurde explizit nie Stellung genommen, um das „Kreml-Narrativ“ von der selbstschädigenden Wirkung westlicher Sanktionen nicht zu bedienen.

        Vermutlich haben zwischen Deutschland und Kanada hinter diesem Desinformations-Nebel die Telefone geglüht…
        Welchem Zweck eigentlich die evidenzlosen „Befürchtungen“ dienen, Rußland könne nach der Wartung ab 11.7. bis voraussichtlich 21.7. überhaupt nichts mehr liefern, habe ich nicht eruieren können. Dazu fehlt mir die Phantasie: denn wieso sollte Rußland teuer warten, um dann die Lieferungen einzustellen? Kopfkratz. Oder mir fehlen lediglich die entsprechenden „verläßlichen“ Geheimdienstinformationen. 😉

        Und ja, es war telefoniert worden. Aber das erfährt man nicht im Fernsehen.

        Nord Stream 1
        Kanada erlaubt Ausfuhr reparierter Turbine
        Stand: 10.07.2022 11:54 Uhr
        […]
        Der russische Energiekonzern Gazprom hatte Mitte Juni seine Gaslieferungen nach Deutschland durch die Ostseepipeline Nord Stream 1 reduziert und auf Verzögerungen bei der Reparatur von Gasverdichtern verwiesen. Der Energietechnikkonzern Siemens Energy hatte daraufhin mitgeteilt, dass eine in Kanada überholte Gasturbine aufgrund der Russland-Sanktionen derzeit nicht aus Montréal zurückgeliefert werden könne. Nun will Kanada die Turbine erst nach Deutschland schicken lassen statt direkt nach Russland.
        Die Ausnahme von den Sanktionen begründete Wilkinson damit, dass der russische Präsident Wladimir Putin versuche, die Alliierten gegen Russlands Angriffskrieg in der Ukraine mit seiner Energiepolitik zu spalten. „Das können wir nicht zulassen“, sagte Wilkinson. Kanada stehe an der Seite der Ukraine und werde weiterhin Sanktionen gegen Moskau verhängen und mit europäischen Staats- und Regierungschefs zusammenarbeiten, um die Abhängigkeit von russischen Gasimporten schnellstmöglich zu beenden und die Energiemärkte zu stabilisieren.

        Bundesregierung reagiert erleichtert

        Die Bundesregierung zeigte sich erwartungsgemäß erfreut – sie hatte sich in den vergangenen Wochen intensiv um die Freigabe der Turbine bemüht. „Wir begrüßen die Entscheidung unserer kanadischen Freunde und Verbündeten“, teilte ein Sprecher der Regierung mit. Das Bundeswirtschaftsministerium würdigte einen „guten und konstruktiven Austausch mit der kanadischen Regierung“.
        […]

        https://www.tagesschau.de/ausland/amerika/kanada-gasturbine-nord-stream-101.html

        Tja. Nun hat allerdings Deutschland den Schwarzen Peter; denn es verstößt gewiß gegen EU-Sanktionen, die reparierte Turbine jetzt an Rußland zu liefern. Mein Tip: es werden sich Mittel und Wege finden, es dennoch zu tun. Kanada hat es vorgemacht. 😉

        Wurde eigentlich jemals so viel gelogen wie heutzutage?

        Die Ukraine moppert gegen Kanada:

        Bei uns herrscht keine Ratio mehr: weder in der Ukraine- noch in der Corona-Problematik:

        Habeck sei daran erinnert, wer den Wirtschaftskrieg begonnen hat, OBWOHL Rußland energietechnisch am längeren Hebel sitzt. Und natürlich war jedem klar: auf den Krieg haben die Sanktionen keinen Einfluß – Sanktionen waren noch nie erfolgreich. Außer die der USA auf NS2…

        Und überhaupt:

        Das trifft es. Man ist sauer, weil Rußland verhindert, daß man es sanktionieren kann. Und dafür nimmt man den Niedergang der deutsche Industrie in Kauf. Wie lautet der Amtseid nochmal? „Schaden vom deutschen Volk abzuwenden“, nicht: die USA zu unterstützen – unter Trump war der Amtseid noch selbstverständliche Aufgabe, siehe Manuela Schwesig, die sich gegen die rechtswidrigen Trump-Sanktionen gegen Deutschland couragiert zur Wehr setzte. Damals applaudiert von der anti-Trump-Presse, heute von derselben Presse niedergemacht.

        Leichte Annäherungen an die Realität, was die Ukraine angeht (jedenfalls durch die UN):

        Wogegen das ukrainische Verteidigungsministerium vor sich hin phantasiert – bishin zur Zerschlagung der RF. Das sind American Pipedreams:

        Während der deutsche Kulturbetrieb Russenhasser und Propagandisten mit dem „Friedenspreis des deutschen Buchhandels“ bekränzt:

        Offener Brief zum Ukraine-Krieg
        Wir werden vernichtet
        Deutsche Intellektuelle fordern in einem offenen Brief einen Waffenstillstand in der Ukraine. Sie sprechen damit der Ukraine das Existenzrecht ab. Eine Antwort
        Von Serhij Zhadan
        6. Juli 2022, 16:06 Uhr

        Der ukrainische Dichter Serhij Zhadan (49) erhält den diesjährigen Friedenspreis des Deutschen Buchhandels – und schreibt aus dem umkämpften Charkiw.
        Der offene Brief der deutschen Intellektuellen (ZEIT Nr. 27/22), in dem sie Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland fordern, enthält einige Passagen, die Verwunderung und Unverständnis, wenn nicht gar Entrüstung hervorrufen. Wenn die Autoren und Autorinnen des Briefes etwa schreiben: „Die Ukraine hat sich unter anderem dank massiver Wirtschaftssanktionen und militärischer Unterstützungsleistungen aus Europa und den USA bislang gegen den brutalen russischen Angriffskrieg verteidigen können“, so entsteht der Eindruck, die deutschen Intellektuellen hielten den Krieg für mehr oder weniger beendet oder doch immerhin das Schlimmste für ausgestanden. Als seien die Gebiete Cherson und Luhansk und Teile der Gebiete Charkiw und Donezk nicht besetzt, als würde Russland nicht tagtäglich ukrainische Städte mit Raketen beschießen, als würden nicht Tag für Tag ukrainische Zivilisten und Soldaten ihr Leben lassen. Die Ukraine verteidigt sich. Lassen Sie uns die Dinge beim Namen nennen: Dass Charkiw, Mykolajiw und Odessa noch immer in ukrainischer Hand sind und es dort keine Filtrationslager und Massengräber gibt, ist nicht der russländischen Gesprächsbereitschaft zu verdanken, sondern unserer Kampfbereitschaft und Widerstandsfähigkeit.
        […]
        Wir können unseren Widerstand nicht aufgeben, weil wir sonst vernichtet werden. Wir müssen vom Westen Waffen fordern, weil wir sonst vernichtet werden. Wir müssen die Welt zum Kampf gegen das Putin-Regime aufrufen, weil wir sonst vernichtet werden. Physisch vernichtet, im wahrsten Sinne des Wortes, ohne Umschweife. So wie bereits Tausende Ukrainer in Mariupol, Butscha, Hostomel und Irpin vernichtet worden sind. Ich weiß nicht, was sie, die getöteten Bürger der Ukraine, von der Idee halten würden, mit Russland zu verhandeln. Aber ich weiß, dass sie keine Waffen hatten und sich deswegen nicht verteidigen konnten.

        Darin liegt meiner Meinung nach der größte Fehlschluss der deutschen Intellektuellen, die auf Verhandlungen mit Russland drängen: Die Russen wollen nicht mit uns verhandeln, sie wollten und wollen uns vernichten. Und wenn die deutschen Intellektuellen andeuten, eine allzu große Unterstützung für die Ukraine lohne nicht, weil die Ukrainer sowieso keine Chance hätten, lassen sie es zu, dass durch den russischen Chauvinismus und Revanchismus Normen und Gesetze verletzt werden und das ukrainische Volk ausgelöscht wird. Sie sprechen damit der Ukraine das Existenzrecht ab.

        Ich glaube nicht, dass es für dieses sanfte Drängen der Ukraine zur Kapitulation und den Appell an die europäischen Regierungen, die Augen vor diesem Genozid des 21. Jahrhunderts zu verschließen, eine ethische oder moralische Rechtfertigung gibt. Indem sie einem falsch verstandenen Pazifismus anhängen – der nach zynischer Gleichgültigkeit stinkt –, legitimieren die Verfasser des Briefs die Putinschen Propagandanarrative, die besagen, dass die Ukraine kein Recht auf Freiheit, kein Recht auf Existenz, kein Recht auf Zukunft, kein Recht auf eine eigene Stimme hat, weil ihre Stimme, ihre Position den großen und schrecklichen Putin womöglich reizen könnte. Dazu möchte ich den verehrten Experten auf dem Gebiet der unergründlichen russischen Seele folgendes sagen: Sie haben recht, Putin ist schrecklich, aber ganz und gar nicht groß. Und wenn weiterhin etliche deutsche Intellektuellen Angst vor ihm haben, müssen sie das mit ihrer Selbstachtung und ihrem Gewissen vereinbaren.

        Die Verfasser des Briefes schreiben: „Die Fortführung des Krieges mit dem Ziel eines vollständigen Sieges der Ukraine über Russland bedeutet Tausende weitere Kriegsopfer, die für ein Ziel sterben, das nicht realistisch zu sein scheint.“ Was sie sich nicht trauen zu sagen: Wenn die Ukraine verliert, gehen die Opfer nicht in die Tausende, sondern in die Hunderttausende. Und das Blut dieser Toten haben jene auf dem Gewissen, die immer noch unbeirrt mit dem Bösen spielen und dabei allen Wohlergehen und Frieden wünschen.
        Aus dem Ukrainischen von Claudia Dathe.

        https://www.zeit.de/kultur/2022-07/offener-brief-ukraine-krieg-waffenstillstand-antwort?dicbo=v2-452e7949998b2bcde61f9a8f5714ab7e

        Charkiw, maßgeblich „verteidigt“ durch die Asow-Neugründung „Kraken“, die wiederum bekannt durch Kriegsverbrechen, scheint ein Hotspot von Propaganda zu sein. Der geehrte Dichter möge sich in seinem Land umsehen, bevor er von „Vernichtung“ durch Russen phantasiert:

        Der Westen, hier GB, ist ja nicht besser in seinem Russenhaß:

        Nicht nur, daß eine politisch nicht korrekte Kasachin gewonnen hat: bei den Herren war es der ebenso politisch inkorrekte Djokovic, der dazu noch einen Australier schlug:

        Und weil GB unfairerweise Russen und Weißrussen diskriminierte und an der Teilnahme hinderte, gibt es als Strafe für GB für keinen Wimbledon-Teilnehmer Weltranglistenpunkte. What a mess!

        In der Diplomatie geht es keineswegs vernünftiger zu:

        West-Social Media sind nur noch lachhaft:

        Die unkontrollierte Waffenverbreitung in der Ukraine erhöht schon aktuell deren ohnehin notorische Kriminalität:

        Die EU wappnet sich bereits jetzt gegen den Waffen-Schwarzmarkt aus der Ukraine bei uns, wie selbst die Tagesschau vermeldete.

        Die Gewalt von Rechtsextremen in der Ukraine ist desaströs:

        Ich habe dieses Video woanders mit der Erklärung gesehen, daß dem Gefangenen erforderliche medizinische Versorgung verweigert werde, bis er ein für Russen schwer aussprechbares ukrainisches Wort korrekt nachspricht. Diese Erklärung erscheint mir plausibler zu sein – aber was ändert das an dem Kriegsverbrechen?

        Wenn der Zeitpunkt der Abrechnung mit Selenskiys US-höriger Politik, die nicht nur seine Soldaten, sondern auch seine zwangsweise mobilisierten Bürger zum Kanaonenfutter macht, gekommen sein wird, hat er sich längst abgesetzt.

  2. @ Mark Smith:
    „Die Realität im Bezug auf die Ukraine kommt nun auch langsam in den Mainstream-Medien besser durch: Man könnte fast von einem Realitätseinbruch sprechen. Das Video hier kann ich empfehlen. Der Typ bringt es zwar smart und politisch korrekt rüber, damit der Mainstream die Realität ein bisschen besser akzeptieren kann:
    +++ 15:40 Militärexperte Thiele: „Die halbe Welt unterstützt Russland“ +++
    Der Präsident der Ukraine, Selenskyj, lobt die Waffenlieferungen des Westens und den Unterschied, den sie im Kriegsgeschehen ausmachen. Militärexperte Thiele vermutet dahinter allerdings eher Durchhalteparolen und verweist auf schwindende Ressourcen der Ukraine und die Überlegenheit der „russischen Dampfwalze“. (Quelle: n-tv.de)
    https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Befuerchte-Wandel-von-Krieg-in-Guerilla-Kampf-article23448902.html

    Und ein bisschen mehr mit der Dampfwalze wieder einmal Oskar Lafontaine:

    „Putins Trottel – Bidens Trottel
    In der Fragestunde des Deutschen Bundestages sagte ein AfD-Abgeordneter, die Sanktionen gegen Russland seien nutzlos, und forderte, die Pipeline Nord Stream 2 in Betrieb zu nehmen. Die Mainstreampresse feierte den „gelungenen Konter“ des Bundeskanzler: „Die AfD ist die Partei Russlands.“
    Schon lange vorher hatte ein Kommentator des Deutschlandfunks gefordert: „Die Lösung kann nur sein: Lösen wir uns vom amerikanischen Diktat. Kaufen wir kein schmutziges Fracking-Öl und -Gas. Öffnen wir die Schleusen von Nord Stream 2. Die Sanktionen haben weder einen Krieg verhindert, noch gestoppt. Russen und Amerikaner sind die Profiteure der Sanktionen, die uns Westeuropäer am härtesten treffen.“
    In der Logik des Olaf Scholz ist der Deutschlandfunk die Stimme Russlands.

    Mit anderen Politikern weise ich schon seit einiger Zeit darauf hin, dass die von der Bundesregierung mit beschlossenen Sanktionen das Gegenteil von dem bewirken, was sie bezwecken sollen. Weil die Preise steigen, rollt der Rubel. Putin reibt sich die Hände, weil die Sanktionen ihm die Kassen füllen. Die vollmundigen Ankündigungen des De-Industrialisierungsministers Habeck, er könne neue Energielieferanten gewinnen, wie beim Bückling vor dem Energieminister Katars, sind heißte Luft.
    Was lernen wir daraus? Olaf Scholz ist Putins Trottel.
    Nun wird ihm dieser „Ehrentitel“ nicht gefallen. Vielleicht ist er glücklicher, wenn wir ihn „Bidens Trottel“ nennen.
    […]“

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-9/#comment-96373

    Das ist alles 100% korrekt, und auch mit Öllieferungen aus Polen für die bedrohte Raffinerie in Schwedt klappt es nicht – dabei erlaubt die EU Öl-Pipeline-Lieferungen aus Rußland. Nur Deutschlands Habeck ist gewillt, aus ideologischen Gründen (grün und anti-Rußland) darüber hinauszugehen und hierfür Schwedt zu zerstören. Man faßt es nicht. Es erinnert an die Politik des dementen Biden, wie ich zuletzt erwähnt hatte:

    https://www.tagesspiegel.de/politik/was-man-aus-elmau-lernen-kann-beim-g7-gipfel-zeigte-sich-die-arroganz-des-westens/28484694.html

    „Aber was sich Bidens Regierung derzeit leistet, verschlägt einem dem Atem:

    [Thread]

    Es wird gelogen, daß sich die Balken biegen.“

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-9/#comment-96365

    Aber wir kennen Realitätsverlust und schlechte Wissenschaft ja schon von Corona, einschließlich des Reflexes, Maßnahmekritiker als „Querdenker“ und Rechtsextreme zu diffamieren. Argumentative Diskussion war gestern: heute herrscht realitätsnegierender Moralismus, der mit regierungsnahem Haß & der üblichen Hetze daherkommt. Weit gefehlt, daß das ein social media-Problem sei; weit gefehlt, daß diese (notwendigen) Begleiterscheinungen aus der rechten Ecke kommen.

    Also zu Corona, zuletzt hier erörtert:

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-9/#comment-96288

    Der Statistiker Rothe über NPI (nicht-pharmazeutische Interventionen):

    Das betrifft vor allen Dingen den rein symbolischen Maskenzwang, der der Bevölkerung signalisieren soll, daß es eine Gefahr gibt:

    Die Gesellschaft für Krankenhaushygiene hatte vergeblich davor gewarnt, Laien diese FFP2-Maske aufzuzwingen.

    Lauterbach & Co. stilisieren sich als Opfer von „Haß und Hetze“ – als ob es die Gegenseite nicht noch viel schlimmer getroffen hätte und träfe -: allein, um Argumenten aus dem Weg zu gehen:

    Wie billig.

    Tatsache ist: ohne den politischen und medialen Overdrive gäbe es „die Pandemie“ nicht, jedenfalls aus Sicht der Krankenhäuser:

    Der ist natürlich ein Nestbeschmutzer!

    Negative Impfeffektivität bedeutet, daß sich mehrfach Geimpfte häufiger anstecken als Ungeimpfte, weil sich ihr Immunsystem durch die mRNA-Impfungen auf die Spikes der Ursprungsvariante ausgerichtet hat, wobei Delta, speziell aber Omikron, just bei diesen Spikes die meisten Veränderungen aufweisen. Darauf hat das künstlich manipulierte Immunsystem keine Antwort mehr.

    Auf Intensivstationen landet, wie immer, wer alt und krank ist; übertherapierende Sterbeverlängerung gehört aus kommerziellen Gründen dazu:

    Es mag zwar der Pharmaindustrie nutzen: aber Babies und Kleinkindern sicherlich nicht.

    Offenbar sind Haß & Hetze gegen Ungeimpfte durch Politik, Ärztefunktionäre wie Montgomery und traditionelle Medien jetzt überwunden:

    Vergessen sind sie allerdings nicht.

    Sollten die Zahlen-Manipulationen durch Politik und Krankenhaus-Funktionäre wie Karagiannidis von DIVI wirklich Geschichte sein, die nie zwischen bloß testpositiven Patienten, die wegen ganz anderer Beschwerden im Krankenhaus waren, und wegen Covid-Hospitalisierten differenzierten?

    Transparente Zahlen sind wichtig, da es um die Krankheitslast durch die jeweilige Variante geht, nicht um Lobby-Arbeit für Krankenhäuser.

    Den massenhaft widerlegten alarmistischen „Modellierern“ wie Dirk Brockmann (für das RKI) mißfällt die neue Aufklärung freilich:

    Nachtrag: diesen Tweet von Brockmann konnte ich auf seiner Timeline aktuell nicht mehr entdecken, er hat ihn wohl gelöcht. Aber natürlich ist er ein Aktivist:

    Kicher.

    Es ist auch nicht wahr, daß es keine Studien über die von Drosten präferierten kontraproduktiven Schulschließungen gebe:

    Moral hoch, Selbstschädigung auch: dieses Muster zieht sich in Deutschland durch. In der Tagesschau hieß es neulich, die Covid-19-Bekämpfung habe 53 Milliarden Euro gekostet, wobei eine konkrete Aufschlüsselung ausblieb. Aber allein die sinnlosen Tests von Symptomlosen kosteten 1 Milliarde pro Monat…

    Wir haben es ja? Wir haben es nicht.

    Lauterbach hält nach wie vor nichts von Evidenz:

    Vollkommen uneinsichtig ist weiterhin die regierungsaffine Twitter-Zensur:

    Tja. Die mittlerweile erwiesene negative Impfeffektivität durch mRNA-Impfungen verstoßen nicht gegen die neuesten Richtlinien, die lediglich noch die Sicherheit der Impfung verteidigen. Es gab allerdings noch nie eine Impfung, zu der so viele Verdachtsmeldungen erfolgten…

    Die ZEIT hat neuerdings das Ohr beim Volk, nachdem sich bereits bei den French Open Folgendes zutrug:

    „Und hier ein kreativer Umgang mit Regeln:

    »In der Kabine hatten es alle«
    Alizé Cornet berichtet von »Coronaepidemie« bei den French Open

    Beim Grand Slam in Paris soll es zu zahlreichen Coronafällen gekommen sein – ohne dass die Öffentlichkeit davon erfuhr. Die Französin Alizé Cornet berichtet von einem »Stillschweigeabkommen« unter den Spielern.
    29.06.2022, 13.53 Uhr

    Bei den French Open soll es nach Angaben der französischen Tennisspielerin Alizé Cornet mehr Corona-Verdachtsfälle als bisher bekannt gegeben haben. Es habe in Paris eine »Coronaepidemie« und ein »Stillschweigeabkommen« unter Spielern gegeben, sagte die 32-Jährige beim Rasenklassiker in Wimbledon der Sportzeitung »L’Équipe«. »Wir werden uns nicht selbst testen, um nicht in Schwierigkeiten zu kommen.«
    Beim Grand-Slam-Turnier in Paris vom 22. Mai bis 5. Juni gab es keine Test- oder Impfpflicht für die Profis. Titelverteidigerin Barbora Krejčíková hatte während des Turniers mitgeteilt, dass sie positiv auf das Coronavirus getestet wurde. »In der Kabine hatten es alle, und wir haben nichts gesagt«, sagte Cornet.
    […]

    https://www.spiegel.de/sport/tennis/wimbledon-tennis-spielerin-berichtet-von-corona-epidemie-bei-french-open-a-fa11f9ef-3c11-4696-949b-ec6239ce028a

    Ein positiver Test besagt ja nichts.

    Corona-Infektion
    Wollen Sie überhaupt wissen, ob Sie Corona haben?
    Endlich Sommerurlaub, endlich wieder feiern! Ein positiver Corona-Test käme jetzt arg ungelegen. Mal ehrlich: Testen Sie sich noch? Oder lieber nicht? Schreiben Sie uns.
    7. Juli 2022, 14:55 Uhr

    Es scheint, als sei dieser Sommer der, in dem die vergangenen beiden nachgeholt würden. Mit einer Hochzeit nach der anderen, mit großen Sommerfesten und langen Abenden. An den Badeseen und der Küste liegen die Handtücher dicht an dicht und dank des 9-Euro-Tickets sind auch die Regionalbahnen voll. In Clubs und auf Partys wird wieder getanzt und geknutscht.

    Endlich alles wieder normal? Eigentlich nicht. Die bundesweite Inzidenz geht auf 700 zu. Zum Vergleich: Vor einem Jahr lag sie bei fünf. Es stimmt, als Messwert ist diese Zahl mittlerweile nicht mehr ganz so zuverlässig, weil die Situation in den Krankenhäusern und die Impfungen die Lage verändern. Trotzdem fällt auf: Schulausflüge werden abgesagt, weil Lehrkräfte infiziert sind. Die Krankenstände in den Betrieben sind überdurchschnittlich hoch, Kliniken beklagen, dass ihnen Personal fehlt – weil es in Isolation ist.

    Corona ist also noch da, aber das Virus scheint an Schrecken verloren zu haben. Schnelltests kosten nun drei Euro, Masken werden eher sporadisch getragen [nach meiner Erfahrung in Neuruppin: gar nicht mehr.] Menschen strecken einem sogar wieder die Hand zur Begrüßung entgegen.

    In dieser Lage kann es schwerfallen, sich zurückzuhalten – auch wenn sich nichts daran geändert hat, dass Menschen an Covid sterben oder schwer erkranken [wie bei Grippewellen]. Aber wer will schließlich als Einziger die große Party verpassen? Und den Sommerurlaub in Italien hat man ja auch schon zweimal verschoben. Weil kaum noch wer fragt, kommt man mit Unwissenheit bestens durch den Tag, kann entspannt ins Flugzeug steigen oder ohne Nachweis und Maske das Restaurant betreten. Eine Isolation kann nun wirklich keiner gebrauchen.

    Mal ehrlich: Testen Sie sich überhaupt noch oder wollen Sie lieber gar nicht wissen, ob Sie mit Corona infiziert sind? Vermeiden Sie den Abstrich womöglich erst recht, wenn Ihnen das Ergebnis Ihre Pläne durchkreuzen würde – selbst wenn der Hals kratzt oder der Kopf dröhnt? Oder haben Sie einen zweiten roten Strich sogar mal verschwiegen, um trotzdem zur Party zu gehen?

    https://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2022-07/corona-infektion-test-nachweis-umfrage

    Die alarmistische ZEIT setzt sich also dem Streßtest der Realität aus. Interessant.

    • Boris Johnsons Rücktritt, der nur auf Druck der eigenen Partei aus deren Angst vor Machtverlust erfolgte, wird von Greenwald so kommentiert:

      Aber GB ist nun mal so: einerseits Pudel der USA – siehe Assange:

      Bundestag verurteilt Verfolgung von Julian Assange als Angriff auf die Pressefreiheit

      Pressemitteilung von Sevim Dagdelen, Sören Pellmann, 06. Juli 2022
      „Der Deutsche Bundestag verurteilt zum ersten Mal die psychologische Folter des Journalisten Julian Assange in britischer Haft und den damit verbundenen Angriff auf die Pressefreiheit in Deutschland und Europa aufs Schärfste. Die Berücksichtigung einer entsprechenden Petition heute im Petitionsausschuss ist ein Handlungsauftrag an die Ampel-Regierung, sich für die Freilassung von Julian Assange stark zu machen“, erklärt Sören Pellmann, Obmann der Fraktion DIE LINKE im Petitionsausschuss.

      Sevim Dagdelen, Obfrau der Fraktion DIE LINKE im Auswärtigen Ausschuss, erklärt zum Votum: „Die Entscheidung im Deutschen Bundestag für das Leben und die Freiheit von Julian Assange ist eine historische Entscheidung. Seit Jahren setzen sich fraktionsübergreifend Abgeordnete gemeinsam für die Freilassung von Julian Assange ein, jetzt ist dies auch parlamentarisch beschlossen worden. Die Bundesregierung muss endlich ihre Untätigkeit aufgeben, das Votum des Bundestages respektieren und gegenüber den Partnern in den USA und Großbritannien auf ein Ende der politischen Verfolgung von Julian Assange drängen. Nicht wer Kriegsverbrechen aufdeckt, gehört ins Gefängnis, sondern wer sie begeht und befiehlt.“

      https://www.linksfraktion.de/presse/pressemitteilungen/detail/bundestag-verurteilt-verfolgung-von-julian-assange-als-angriff-auf-die-pressefreiheit/

      Leider ist Deutschland auch ein Pudel, mag auch der Petitionsausschuß auf action dringen.

      Andererseits ist GB geheimdienstgesteuert (wie übrigens auch die USA), was für mögliche Johnson-Nachfolger nichts Gutes verheißt – hier Priti Patel:

      Dearlove, der frühere MI6-Chef, war ein Förderer von Steele, der ein anti-Trump-Dossier im Auftrag der Democrats zusammenstümperte. Tenor: Trump ist ein Russian Asset. Nichts davon war wahr. Es half aber der Democrats Agenda, Trump sei ein illegitimer Präsident, da von Rußland durch Wahlmanipulation ermächtigt.

      Tatsächlich sind sämtliche GB-Institutionen reine antirussische Propaganda-Schleudern:

      Am lächerlichsten wie immer: der Militär-Geheimdienst:

      Logo ist zunächst Siversk dran, es liegt ja nahe. Und was die Kherson-„Offensive“ angeht:

      Schön, daß das deutsche Publikum sich von der Propaganda nicht beeindrucken läßt:

      Man denke nur an das Skripal-Debakel des MI6, wo an der Story hinten und vorn nichts stimmte. Die einzige Aufklärungsmöglichkeit verhieß das öffentliche Todesursachen-Verfahren von Dawn Sturgess, die ja angeblich an einem „Nowitschok“ enthaltenden Parfum-Flakon, den die Skripal-Attentäter aus unbekannten Gründen „übrig“ hatten – und zwar originalverpackt und eingeschweißt – irgendwo in Salisbury entsorgt haben sollen, wo es irgendwie von Dawns Freund gefunden wurde, gestorben sein soll. Bis zum heutigen Tag verhindert der Geheimdienst die Veröffentlichung des Obduktionsberichtes:

      In eben dieser Parallelwelt agitiert der SPIEGEL:

      Kampf gegen Joe Biden
      Wie die Republikaner zur Partei der Extremisten wurden
      Ein Essay von Christoph Scheuermann
      Die Urteile des Supreme Court und die Untersuchungen zum 6. Januar zeigen, wie radikal die Republikaner geworden sind – sie streben eine Diktatur der Minderheit an. Was heißt das für die Demokratie der Weltmacht?
      01.07.2022, 13.00 Uhr • aus DER SPIEGEL 27/2022

      https://www.spiegel.de/ausland/usa-wie-die-republikaner-zu-einer-partei-der-extremisten-werden-a-4bad4e34-2d5c-494a-94be-1337f40bb3c4

      Worin er realitätsfremd ausführt, Biden habe versöhnen wollen, sei aber von dem extremen Rechtsruck der demokratiefeindlichen Republikaner überrumpelt worden, während die Dems nur leicht nach links gerückt seien. Was die „Diktatur der Minderheit“ angeht, so meint er, in kompletter Verkennung der Realität, daß die Republikaner aus bald demographisch aussterbenden Weißen bestünden. Was vollkommener Quatsch ist. Die republikanische Partei ist spätestens seit Trump divers bis zum geht nicht mehr:

      Und die Democrats haben Probleme mit ihren Repräsentanten:

      Die Ratten verlassen eh das sinkende Schiff, da der Verlust der knappen demokratischen Mehrheit im Kongreß im November ziemlich sicher ist:

      Mehr Zeit für die Familie
      Bidens Kommunikationsdirektorin Kate Bedingfield gibt Posten auf
      Erneuter Abgang im Kommunikationsteam von Joe Biden: Nach Pressesprecherin Jen Psaki gibt auch Direktorin Kate Bedingfield ihr Amt auf. Die Personalie kommt für den Präsidenten zur Unzeit.
      07.07.2022, 07.44 Uhr
      […]
      Bedingfields Abschied erfolgt wenige Monate vor den wichtigen Kongress-Zwischenwahlen im November – und inmitten einer Reihe von Abgängen in Bidens Umfeld. Erst im Mai war Bidens Sprecherin Psaki aus dem Weißen Haus ausgeschieden. Auch andere Mitarbeiter aus dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit haben zuletzt ihre Posten aufgegeben. [In Massen flohen sie aus Kamala Harris`Büro. Harris ist das schlagende Beispiel für die Inkompetenz-Förderung via Quoten.]

      Demokraten werden zunehmend unruhig

      Derweil zeigen sich Politiker der Demokraten zunehmend frustriert über das zurückhaltende Auftreten des Präsidenten angesichts innenpolitischer Probleme und Rückschläge. Die Republikaner feierten dagegen zuletzt etwa mit der Aufhebung eines Grundsatzurteils zum Abtreibungsrecht durch den Supreme Court und einer Entschärfung des Waffenrechts Erfolge.
      Die unsichere wirtschaftliche Situation und eine hohe Inflation erhöhen den Druck auf den Präsidenten weiter. Laut einer Umfrage der Nachrichtenagentur Reuters sind derzeit 57 Prozent der Amerikaner mit der Leistung Bidens unzufrieden.
      […]

      https://www.spiegel.de/ausland/kate-bedingfield-joe-bidens-kommunikationsdirektorin-gibt-posten-auf-a-1f7ca241-4191-41b1-9fd3-39a70c02b18b

      Der SPIEGEL sollte sich fragen, warum er Scheuermann eine parteiideologische Minderheiten-Position vertreten läßt.

      • Und warum er das Demenz-Problem Bidens verschweigt:

        Woraus sich zwanglos sein Verschleiß an Pressesprechern erklärt: sie müssen ja ständig lügen, um seine Ausfälle zu kompensieren:

        Was 59% der Wähler beunruhigt, unterschlägt Scheuermann:

        Und zur immer wieder aktuellen Hunter-Belastung gibt es auch nie etwas:

        Aber das entspricht ja dem Niveau unserer Politiker, aber auch unserer Politikerinnen wie Barbock:

        Übrigens:

        Estonian Prime Minister Resigns
        By: Tessaron
        Date:
        July 8, 2022

        Update (1405 EST): The Estonian President Karis has accepted the Prime Minister’s resignation, saying it is completely within the spirit of the constitution, then immediately added her name to the candidate list for Prime Minister after Kallas announced she had reached a coalition with the aforementioned parties.
        Estonian Prime Minister Kallas has confirmed her resignation to local Estonian media, after weeks of government turmoil when she fired cabinet members of the Centre Party, lingering from PM Ratas’ time in office which ended in January of 2021 over corruption probes. She now seeks to form a majority with Estonia’s Social Democrats and the nationalist Pro Patria party.
        “ I made this proposal myself, because if I simply appointed new ministers, there would be a lot of noise and dissatisfaction,” said Kallas, adding that the Riigikogu must be convened for this.
        Kallas said that they wanted to form a new government as soon as possible, but it might be difficult to convene the Riigikogu as the summer holidays had already begun.
        […]
        “It is important that in the current situation we have a functioning majority government, and it is important for me that we reform Estonian-language education and take the necessary steps to help people cope with the crisis,” the Prime Minister said.
        Prime Minister Kallas has enjoyed popularity since being elected as a harsh Putin critic in the face of increased Russian aggression in Europe. It is probable she will win re-election with her new planned coalition to tackle social problems in Estonia such as subsidized childcare and Estonian language education beginning in kindergarten.
        However, national elections during such a critical time of Baltic States standing up to Russian aggression in Ukraine could represent an opportunity for Russian influence.

        https://theatlasnews.co/breakingnews/2022/07/08/estonian-prime-minister-resigns/

        Ob sie, wie die Ukraine, die russische Sprache ausmerzen will?

        Was die US-Amerikaner neben der wirtschaftlichen Situation fast am meisten aufregt, ist allerdings der Kulturkampf der Democrats und ihrer hegemonialen Verbündeten, der ebenfalls bereits im Kindergarten einsetzt. Hier der Klassiker:

        Bei uns hat die einflußreiche Translobby wie in angelsächsischen Staaten bereits den Unibetrieb im Griff:

        Abgesagter Vortrag über Geschlecht und Gender
        „Die Eiferer erreichen, was sie sich vorgenommen haben“
        Interview
        Von Marc von Lüpke und Florian Harms
        Aktualisiert am 06.07.2022 – 08:04 Uhr

        Über „Geschlecht“ sollte an der Berliner Humboldt-Uni gesprochen werden, das erregte heftigen Unmut. Der Historiker Jörg Baberowski erklärt, was wirklich hinter dem Protest steckt.
        „Geschlecht ist nicht gleich (Ge)schlecht“, so lautete der Titel des Vortrags, den die Biologin Marie-Luise Vollbrecht am vergangenen Sonntag an der Humboldt-Universität zu Berlin halten wollte. Genauer gesagt sollte es um „Sex, Gender und warum es in der Biologie nur zwei Geschlechter gibt“ gehen. Die Veranstaltung im Rahmen der „Langen Nacht der Wissenschaft“ fand allerdings nicht statt – weil der „Arbeitskreis kritischer Jurist*innen“ Protest wegen „Queerfeindlichkeit“ erhob.

        Jörg Baberowski, Jahrgang 1961, lehrt Osteuropäische Geschichte an der Humboldt-Universität zu Berlin. Seine Forschungsfelder sind unter anderem der Stalinismus und die Geschichte der Gewalt. 2012 erhielt Baberowski den Preis der Leipziger Buchmesse für sein Standardwerk „Verbrannte Erde. Stalins Herrschaft der Gewalt“. 2021 erschien sein Buch „Der bedrohte Leviathan. Staat und Revolution in Russland“.
        Die Universität sagte die Veranstaltung mit dem Verweis auf Sicherheitsbedenken ab. Mittlerweile kündigte die Humboldt-Universität an, den entfallenen Vortrag am 14. Juli in Form einer Podiumsdiskussion über das binäre Geschlechtskonzept in der Biologie aus verschiedenen Perspektiven nachzuholen. Der Protest gegen die Naturwissenschaftlerin Vollbrecht ist aber nicht der erste Vorfall dieser Art. Der Historiker Jörg Baberowski wird von Linksextremisten diffamiert. Im Gespräch mit t-online erklärt der Forscher, wie die Situation an der Humboldt-Universität so eskalieren konnte.
        t-online: Professor Baberowski, wie ist es möglich, dass an der Humboldt-Universität kein Vortrag mehr über biologische Geschlechter gehalten werden kann? Die im Grundgesetz verbürgte Freiheit von Forschung und Lehre müsste doch auch dort Geltung haben.

        Jörg Baberowski: Die Freiheit von Forschung und Lehre ist ein hohes Gut. In der Wissenschaft geht es um den Austausch und die Plausibilisierung von Argumenten. Erst an einer Gegenposition kann die eigene Sicht auf einen Gegenstand geschärft werden. Manche aber sind offenbar überzeugt, dass Wissenschaft Meinung und Glaube sei und sich deshalb außerwissenschaftlichen Erwägungen beugen müsse. Solche Überzeugungsgemeinschaften lassen nur gelten, was sich in ihr Weltbild einfügen lässt.

        Auch Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger kritisiert die Absage des Vortrags der Doktorandin Marie-Luise Vollbrecht. Wie kann wieder eine freie Diskussion über wissenschaftliche Themen gewährleistet werden?

        Diese Erweckungsbewegungen bekommen zu viel Aufmerksamkeit. Es wäre klüger, wenn die Medien derartige Aktionen einfach ignorieren würden, denn es kommt diesen Aktivisten nicht darauf an, das Gespräch zu suchen, sondern im Gespräch zu sein. Stets bekommen sie die Aufmerksamkeit, die sie brauchen, um einen Macht- und Anerkennungsgewinn zu erzielen. Diesen Gefallen sollte man ihnen nicht erweisen.

        Wer sind diese Aktivisten denn eigentlich?

        Es sind eigentlich immer die gleichen sechs, sieben Personen, die diese völlig sinnlosen Debatten inszenieren, weil die Suche nach Aufmerksamkeit ihr einziger Lebensinhalt ist, die in der Öffentlichkeit den Eindruck zu erwecken versuchen, Repräsentanten einer mächtigen Bewegung zu sein. In Wahrheit sind sie völlig unbedeutend.

        Warum haben sie dann solchen Einfluss?

        Realitätsverlust in Gruppen, so hat der Soziologe Heinrich Popitz dieses Phänomen genannt. Weltanschaulich geschlossene Gruppen gewinnen ihre Kohäsion durch Realitätsverweigerung, durch die Unterscheidung von Freund und Feind. Wer nicht mehr korrigierbar ist, mag verblendet sein, gewinnt aber an Kraft gegenüber den vielen Menschen, die nicht organisiert sind. Und weil solche Aktionen, wenigstens in Berlin, auf geringen Widerstand stoßen, glauben die Eiferer, es sei nicht nur erlaubt, sondern auch geboten, was sie tun.
        […]

        https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_92350134/abgesagter-vortrag-an-humboldt-uni-gewinnen-kohaesion-durch-realitaetsverweigerung-.html

        Entschiedene Gegnerinnen der Transloby sind natürlich Feministinnen:

        Der woke Tagesspiegel relativierte:

        04.07.2022, 18:11 Uhr
        Nach Absage wegen Sicherheitsbedenken
        Humboldt-Uni lässt Gender-Vortrag nachholen – mit Diskussionsrunde
        Die Biologin Marie-Luise Vollbrecht wollte über Gender und Geschlecht referieren, die Ankündigung polarisierte. Jetzt gibt es einen Nachholtermin im Juli.
        Tilmann Warnecke Julius Betschka

        Die Absage eines Vortrags der Biologin Marie-Luise Vollbrecht über Gender und Geschlecht durch die Humboldt-Universität (HU) Berlin hat scharfe Kritik des Präsidenten des Deutschen Hochschulverbands, Bernhard Kempen, nach sich gezogen. Zugleich zeigte Vollbrechts Doktorvater Rüdiger Krahe gegenüber dem Tagesspiegel Verständnis für den Schritt – genauso wie andere Uniangehörige
        Für den Vortrag steht inzwischen ein Nachholtermin fest: Er soll am 14. Juli im Rahmen einer Diskussionsrunde nachgeholt werden, teilte ein HU-Sprecher dem „rbb“ mit. Dabei solle danach gefragt werden, wie man mit solchen aufgeladenen Situationen und polarisierenden Fragestellungen umgehen könne.
        Mit der Absage am Samstag habe die Universität der Wissenschaftsfreiheit einen Bärendienst erwiesen, sagte Kempen der Deutschen Presse-Agentur. „Sie hätte stattdessen Rückgrat beweisen sollen und alles daran setzen müssen, dass der Vortrag stattfinden kann.“ Universitäten seien Stätten geistiger Auseinandersetzung. „Hier muss jede Wissenschaftlerin und jeder Wissenschaftler ihre und seine Forschungsergebnisse, Thesen und Ansichten ohne Angst zur Diskussion stellen können.“
        Auch Bundesforschungsministerin Bettina Stark-Watzinger hatte die HU kritisiert. Berlins Wissenschaftssenatorin Ulrike Gote (Grüne) wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Vorgang äußern.
        […]
        Vollbrechts Doktorvater Krahe, Professor für Verhaltensphysiologie an der HU, sagte dagegen dem Tagesspiegel, aus seiner Sicht sei die Entscheidung richtig gewesen – „um nicht die Durchführung der anderen Veranstaltungen der Langen Nacht der Wissenschaften zu gefährden“. „Genauso richtig finde ich die gleichzeitige Ankündigung, dass der Vortrag in einem anderen Format nachgeholt werden und es zu diesem Thema Diskussionen geben soll.“

        Ähnlich ist die Stimmung auch bei anderen HU-Mitgliedern. Die Absage sei „folgerichtig“, sagte ein Professor. Die Lange Nacht sei ein Publikumsevent und nicht im strengen Sinne Wissenschaft: „Man muss schon zusehen, dass das gut über die Bühne geht, und zwar für alle Beteiligten.“ Die Vorstellung, den Vortrag eventuell unter Polizeischutz durchzuführen oder Teile des Publikums auszusperren, bereite ihm Bauchschmerzen.

        Von einer „insgesamt schwierigen Entscheidung“ spricht eine andere – allerdings auch in Hinblick auf einen Aspekt, der in der erregten Debatte bisher eher unterging. Schwierig sei nämlich, dass der Vortrag überhaupt ins Programm der Langen Nacht aufgenommen wurde. Dort präsentieren Wissenschaftler:innen normalerweise ihre eigenen Forschungsprojekte.
        Vollbrechts Vortrag hatte aber überhaupt nichts mit ihrer Doktorarbeit zu tun – nicht einmal etwas mit dem Forschungsgebiet, in dem sie tätig ist. Sie promoviert zur Frage, wie sich Sauerstoffmangel auf die Hirnzellen von elektrischen Fischen auswirkt.

        Kritik an Humboldt-Universität – „keine Frage der Wissenschaftsfreiheit“

        „Das ist also keine Frage der Wissenschaftsfreiheit, denn es geht hier gar nicht um ihre Wissenschaft“, sagte ein Professor. Die HU müsse sich fragen lassen, warum sie das alles nicht vorher erkannt habe – auch, dass Vollbrecht mit ihrer „Welt“-Veröffentlichung und ähnlich scharfen Tweets offensichtlich eine politische Agenda verfolge, die sich im Thema des Vortrags niederschlug.
        An sich sei die Frage, wie der biologische Forschungsstand zur Frage der Geschlechter ist, natürlich prinzipiell spannend und habe auch auf der Langen Nacht ihre Berechtigung – das stellt niemand infrage an der HU. An der Uni gebe es aber andere Forschende, die das viel besser diskutieren könnten.
        […]

        https://www.tagesspiegel.de/berlin/nach-absage-wegen-sicherheitsbedenken-humboldt-uni-laesst-gender-vortrag-nachholen-mit-diskussionsrunde/28478166.html

        Einerseits ist also die „Lange Nacht der Wissenschaften“ ein Publikums-Event ohne wissenschaftlichen Anspruch. Andererseits aber doch, und daher dürfe eine Biologin, die über Fische promoviert, nicht zu dem viel schlichteren Thema des biologischen Geschlechts reden. Und überhaupt: sie verfolge eine politische Agenda, was ihre Gegner natürlich nicht nie niemals tun.

        Vermutlich meint der anonyme Professor mit den „anderen Forschenden, die das viel besser diskutieren könnten“, Vertreter eines woken Faches, das wegen Unwissenschaftlichkeit schlicht nicht an Universitäten gelehrt werden sollte.
        Vom Deutschlandfunk natürlich abgewertet:

        Helen Pluckrose / James Lindsay: „Zynische Theorien“
        Eine Polemik mit Schaum vor dem Mund
        James Lindsay, Helen Pluckrose
        Helmut Dierlamm, Sabine Reinhardus
        Zynische Theorien. Wie aktivistische Wissenschaft Race, Gender und Identität über alles stellt – und warum das niemandem nützt C.H. Beck, München 2022
        380 Seiten
        22,00 Euro
        Von Jens Balzer · 21.02.2022

        An Universitäten gibt es keine freien Debatten mehr, die Forschung wird von Dogmen bestimmt: So die These von Helen Pluckrose und James Lindsay. Ihre Polemik gegen Identitätspolitik und Postmodernismus scheitert jedoch an Schlampigkeit und aktivistischem Furor.

        Es läuft etwas grundlegend schief an den Universitäten der Gegenwart und insbesondere in den Geisteswissenschaften: In den letzten Jahren hat sich dort ein intellektueller Virus verbreitet, der die Freiheit des Denkens zersetzt.

        An die Stelle unvoreingenommener, ergebnisoffener Forschung sind die Dogmen der Identitätspolitik getreten. Wer in der akademischen Welt noch bestehen will, muss wieder und wieder bekräftigen, dass alle weißen Menschen Rassisten sind und alle schwarzen Menschen unschuldige Opfer; oder auch: dass es keine natürliche Geschlechtsidentität gibt und alle heterosexuellen Männer unter einem angeborenen Sexismus leiden, den es ihnen durch Umerziehung abzutrainieren gilt.

        Polemischer Durchgang durch Trendfächer

        So lautet jedenfalls die These, die James Lindsay und Helen Pluckrose in ihrem Buch „Zynische Theorien“ vertreten: „Wie aktivistische Wissenschaft Race, Gender und Identität über alles stellt und warum das niemandem nützt“, so lautet der Untertitel.
        In einem polemischen Durchgang durch aktuelle Trendfächer – Gender Studies, Queer Studies, Race Studies, Fat Studies, Social Justice – wollen sie zeigen, warum die aktuelle Fixierung der Akademie auf Gruppenidentitäten und auf das „Empowerment“ von benachteiligten Gruppen jede freie Debatte zerstört.

        Schon länger engagieren sich Lindsay und Pluckrose gegen die identitätspolitische Wissenschaft. Bekannt wurden sie vor fünf Jahren, als es ihnen gelang, eine Reihe von satirischen Texten als „echte“ Forschungsbeiträge in entsprechenden Fachmagazinen unterzubringen, zum Beispiel darüber, dass Homo- und Transphobie durch die Einführung von Dildos in den After vorurteilsbeladener Männer geheilt werden kann, oder: über den sexistischen Charakter der astronomischen Forschung, der es eine feministische Astronomie entgegenzusetzen gilt.

        Wo liegen die historischen Wurzeln des Blödsinns?

        Dass viele ihrer Texte unbehelligt durch die Qualitätsprüfungen gingen, hat sie in ihrer Überzeugung bestärkt, dass an den Universitäten nur noch Blödsinn getrieben wird. In „Zynische Theorien“ versuchen sie nun zu erklären, wo die historischen Wurzeln dieses Blödsinns liegen und warum und in welchen Schritten er dermaßen erfolgreich werden konnte.
        Und damit fangen die Probleme an. Denn überall dort, wo sie über die polemische Darstellung der aktuellen Verirrungen hinauszugehen versuchen, scheitern Lindsay und Pluckrose kläglich.
        […]
        Das ist schade, denn eine fundierte Kritik etwa des rasenden Gefasels der „Critical Whiteness Theory“ wäre eine verdienstvolle Tat. Dazu bräuchte es intellektuelle Gelassenheit und Genauigkeit – also das, was Pluckrose und Lindsay eigentlich fordern. Aber von ihrem durchweg mit Schaum vor dem Mund geschriebenen Buch ist man auch dann abgestoßen, wenn man die Skepsis gegenüber den identitären Verhärtungen des Denkens der Gegenwart prinzipiell teilt.

        https://www.deutschlandfunkkultur.de/pluckrose-lindsay-zynische-theorien-100.html

        Balzer stören jedenfalls nur die Herleitungen, nicht die Analysen; und das „rasende Gefasel“ wird tagtäglich in den USA widerlegt:

        Auch bei den anti-asiatischen hate crimes stellen Schwarze die Mehrheit; und ein Blick auf Afrika und schwarze ethnische Konflikte sowie auf die Tatsache, daß Sklavenhaltung dort schon lange vor dem Kolonialismus üblich war (wie auch in der griechischen Antike), sollte ausreichen, um die „Modefächer“ als Ideologie zu entlarven. „Marxismus-Lenininismus“ als „Fach“ in der Sowjetunion bildet den perfekten Spiegel.

        Aber weiter mit der Translobby und ihrem Einfluß:

        Infolgedessen verstieß Twitter gegen die eigenen Regeln und ließ „Ellen Page“ trenden:

        Es ist halt kompliziert… Natürlich würde man Page auch heute nicht für eine männliche Rolle engagieren, trotz Brustamputation. Als Schwulen freilich auch nicht, denn an der lesbischen Ehe hält Page ja fest.

        Besonders peinlich: der Amokläufer von Highland Park am Unabhängigkeitstag, Bobby Crimo, war zumindest ein geübter Cross-Dresser, Schminke inklusive – was die Polizei rational erklärte: es sollte die Flucht begünstigen [?], was allerdings mißlang:

        Bobby Crimo war natürlich genauso psychisch gestört wie die Täter von Kopenhagen, Oslo und Hanau – man sollte diese Fälle also gleich behandeln und nicht politisch ausschlachten.

        Und da sowohl Crimo wie auch die anderen Genannten ihre Waffen legal besaßen, liegt es auch nicht am Waffenrecht, das in Europa restriktiv ist – zumal die allermeisten Delikte mit Schußwaffen von Kriminellen begangen werden, denen Gesetze eh egal sind.

        Noch erhellender: das Attentat auf Abe:

        Attentat auf Shinzo Abe
        „Japan und die Welt verlieren mit Shinzo Abe einen großen Staatsmann“
        Japans Ex-Regierungschef Shinzo Abe ist bei einem Wahlkampfauftritt erschossen worden. Das Attentat sorgt bei Politikern im Land und weltweit für großes Entsetzen.
        Aktualisiert am 8. Juli 2022, 15:41 Uhr
        […]
        Der 67-jährige Abe war bei einem Wahlkampfauftritt in der japanischen Stadt Nara erschossen worden. Der mutmaßliche Attentäter, der früher der japanischen Marine angehört hatte, wurde noch am Tatort festgenommen. Er sei „unzufrieden“ mit Abe und habe ihn „töten“ wollen, wurde der 41-jährige Mann nach der Festnahme zitiert. Medienberichten zufolge feuerte der Mann zweimal mit einer selbst gebauten Schusswaffe auf den früheren Regierungschef.
        […]
        Der Anschlag in einem der sichersten Länder der Welt, das über äußerst scharfe Waffengesetze verfügt, schockierte nicht nur die Menschen in Japan.

        https://www.zeit.de/politik/ausland/2022-07/shinzo-abe-japan-attentat-reaktionen-weltweit

        Natürlich ist auch dieser Täter gestört:

        Hatte der Ex-Premier Kontakte zu einer Sekte?
        Abe-Attentäter hegte offenbar Hass auf eine umstrittene religiöse Organisation

        Nach dem Attentat auf Japans Ex-Premier Abe mehren sich Hinweise auf das Motiv des Täters. Er soll Hass auf eine „bestimmte“ religiöse Organisation hegen, die angeblich den Zusammenhalt seiner Familie gefährdete. Details über die Aussagen des Attentäters sind nicht bekannt. Doch Shinzo Abe hatte Verbindungen zu einer sektenartigen Gruppierung.
        09.07.2022, 08:17 Uhr

        Tokio. Der Attentäter des früheren japanischen Ministerpräsidenten Shinzo Abe soll ursprünglich den Anführer einer religiösen Gruppe zum Ziel gehabt haben. Das habe der am Vortag festgenommene 41-jährige Japaner beim Verhör ausgesagt, erfuhr die japanische Nachrichtenagentur Kyodo am Samstag aus Ermittlerkreisen.
        […]
        Mutter des Abe-Mörders soll „bestimmter Organisation“ beigetreten sein

        Die von Japans Medien transportierte vage Bezeichnung „bestimmte“ religiöse Organisation schürte im Internet Spekulationen, es könnte sich dabei eventuell um die umstrittene Vereinigungskirche des verstorbenen koreanischen Sektengründers San Myung Mun handeln. Die auch als Mun-Sekte bekannte Vereinigungskirche hat Mitglieder in vielen Ländern, darunter auch in Japan, und unterstützt konservative politische Anliegen. Politiker wie der frühere US-Präsident Donald Trump und Abe gelten als ihr freundlich gegenüber eingestellt. Mun, der stark anti-kommunistisch gesinnt war, hatte sie 1954 gegründet.
        Wie der öffentlich-rechtliche Fernsehsender NHK am Samstag aus Ermittlungskreisen erfuhr, soll der Attentäter ausgesagt haben, dass seine Mutter der „bestimmten Organisation“ beigetreten sei und ihr sehr viel Geld gespendet habe, was die Familie zerrüttet habe.
        […]

        https://www.rnd.de/politik/attentat-auf-shinzo-abe-taeter-hegte-wohl-hass-gegen-religioese-organisation-62J7RSB4ZL5ZPYLRPVZFVDH77E.html

        Zurück zur Translobby:

        Man muß sich schon wundern, daß im SPIEGEL dieser Artikel erscheinen konnte:

        Physiologe über Transsportlerinnen
        »Biologie ist nicht revidierbar«
        Sollen Transathletinnen an Frauenwettbewerben teilnehmen dürfen? Der Bewegungswissenschaftler Ross Tucker hält das für gefährlich und warnt vor den Folgen.
        Ein Interview von Thilo Neumann
        01.07.2022, 20.21 Uhr • aus DER SPIEGEL 27/2022

        https://cdn.prod.www.spiegel.de/images/892cd6a3-95d5-47bf-afe7-8f385305cdc4_w948_r1.778_fpx55.34_fpy55.01.webp

        Transsportlerin Thomas: »Es gibt nun mal Unterschiede im Leistungsniveau zwischen biologischen Männern und Frauen«
        Foto: John Bazemore / AP

        https://www.spiegel.de/sport/wie-sollte-der-sport-mit-transfrauen-umgehen-a-22e90c7d-8e25-498e-83ab-0cc5e5597c8f

        Tucker freut sich, daß der Weltschwimmverband Fina Transfrauen ausschloß, soweit sie nicht vor der Pubertät oder spätestens bis zum 12. Lebensjahr Testosteronblocker eingenommen haben. Er selbst war Experte einer Gruppe, die für den Rugby-Bereich durchgesetzt haben, daß Transfrauen in Frauenteams nicht antreten dürfen, wenn sie erst nach der Pubertät „Geschlechtsangleichung“ begonnen haben: die Verletzungsgefahr von Frauen durch diese physiologischen „Brecher“ ist einfach zu groß.

        Mittlerweile betrifft der Geschlechtsumwandlungswahn ja zu 80 % Frauen, die Männer sein wollen. Von denen hat noch niemand probiert, im Männer-Bereich Sport zu treiben. Wegen der biologischen Ungleicheit natürlich.

        Rassismusvorwürfe aus Mobbing-Motiven verjähren übrigens schnell:

        Bayreuther Festspiele
        Das Ende der Dynastie
        Es macht den Reiz der Bayreuther Festspiele aus, dass sie noch immer von Nachfahren Richard Wagners geleitet werden. Das könnte bald anders sein. 
        Von Christine Lemke-Matwey und Florian Zinnecker
        Aktualisiert am 3. Juli 2022, 6:27 Uhr
        […]
        Eine Anekdote aus diesem Sommer [2021] geht so: Der russische Regisseur Dmitri Tschernjakow (Der fliegende Holländer), offensichtlich kein Freund der Hygienemaßnahmen, gerät mit einem Security-Mann aneinander, bespuckt ihn, die Festspielleiterin eilt herbei, wird ihrerseits vom Regisseur beschimpft und lässt sich zu dem Satz hinreißen, der schönste Tag in ihrem Leben sei gekommen, wenn Tschernjakow wieder daheim in Russland sei. Kurz darauf reichen Festspielmitarbeiter beim Verwaltungsrat Beschwerde ein: Katharina Wagner habe sich rassistisch geäußert, angeblich nicht zum ersten Mal, das sei unzumutbar.
        […]
        Solange Angela Merkel Bundeskanzlerin war, heißt es, habe es eine Art Schutzschild für die Festspiele gegeben. Das Kanzlerinnen-Ehepaar als bekennende Wagnerianer, dazu die Büronachbarschaft von Merkel und der damaligen Staatsministerin für Kultur, Monika Grütters, das verhieß Stabilität. Selbst Grütters’ eigenmächtiger Vorstoß, an der Spitze der Festspiele ein Leitungsteam zu installieren, versandete letztlich. Ob Claudia Roth, Grütters’ Nachfolgerin, die Idee weiterverfolgen wird, Katharina einen Co-Intendanten an die Seite zu stellen? Die Satzung müsse überarbeitet, das Verhältnis von Stiftung und GmbH neu austariert werden, lässt Roth schriftlich mitteilen. Auch bei der Publikumsstruktur, in der sie „kein Abbild unserer vielfältigen, bunten Gesellschaft“ erkenne, sieht sie „Nachholbedarf“. Und was Katharina Wagners Vertragsverlängerung betrifft, so habe man mit ihr und im Kreis der Gesellschafter ein Verfahren vereinbart, „das rechtzeitig allen Klarheit bringt“.
        […]

        https://www.zeit.de/2022/27/bayreuther-festspiele-richard-wagner-musik-festival/komplettansicht

        2022 wäre Katharina Wagner als Super-Moralistin dafür gefeiert worden, einen russischen Regisseur in die Schranken zu weisen. Und Claudia Roth ist zu bedauern: denn wie will sie die Wagner-„Publikumsstruktur“ verbessern? Dazu müßte sie ja einen Antisemiten promoten…

        Bei uns wird es immer enger, dank der Grünen:

        04.07.2022, 17:04 Uhr
        Kritik an Ferda Ataman
        Die Regierung darf die Bedenken vieler Migranten nicht ignorieren
        Warum Ferda Ataman sich nicht als Antidiskriminierungsbeauftragte eignet. Ein Gastbeitrag eines Islamforschers aus Berlin-Neukölln.
        Ahmad Omeirate

        Ahmad A. Omeirate, 1984 in Berlin geboren, studierte Wirtschafts- und Islamwissenschaften. Er forscht zu Diversität, Islamismus, Antisemitismus und Clankriminalität.

        Die Bundesregierung will Ferda Ataman zur Antidiskriminierungsbeauftragten wählen lassen – ein Posten, der gutes Personal verdient. Inzwischen wird auch einigen Abgeordneten der Koalition und Vertretern migrantischer Organisationen bewusst, dass Ataman für diesen Posten ungeeignet ist.

        Offenbar versäumte die Koalition, sich mit den sich widerstreitenden Interessen von Einwanderern und ihren Kindern differenziert auseinanderzusetzen. Die Grünen machten es sich einfach und nominierten eine Frau, die sich besonders lautstark als Vertreterin aller Migranten in Szene setzte.

        Bislang beschränkte sich Kritik an Ataman oft auf ihre „Kartoffel“-Äußerungen, also an dem pauschalen Reduzieren von Bundesbürgern, in deren Familiengeschichte Ataman keine Einwanderung erkennt, als „Kartoffeln“ – mithin ein Begriff, der auf Herkunft und Hautfarbe abzielt. Immer deutlicher wird nun die Kritik derjenigen, die selbst nach Deutschland eingewandert sind, deren Familien vor Verfolgung, Krieg und Armut geflohen waren.

        Die Initiative „Migrantinnen für Säkularität und Selbstbestimmung“ hat die Ampel-Regierung in einem offenen Brief aufgefordert, eine geeignetere Person aufzustellen, denn Ataman vertrete freiheitliche Einwanderer eben nicht: „Anstatt den Mut dieser Stimmen zu loben, durch Kritik einen demokratischen Diskurs innerhalb ihrer sogenannten Gemeinschaften zu fördern und sich gegen Selbstjustiz in Form von Morddrohungen zu stellen, verhöhnt Frau Ataman bedrohte migrantisch gelesene Personen.“
        Zuletzt sprach der Ehrenpräsident der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände, Mehmet Tanriverdi, über die von Ataman übersehenen Ehrenmorde, den Islamismus und die Zwangsheiraten.
        […]

        Islamophobie-Vorwurf – Muslimbrüder im Schulterschluss mit grünem Milieu

        Heute wirkt „Abtrünniger“ harmlos, denn die Moscheen, in denen gehetzt wird, können sich längst auf Unterstützer in Politik und Öffentlichkeit verlassen: Die in Berlin aktiven Muslimbrüder wissen im Schulterschluss mit Vertretern des grünen Milieus die Vorwürfe „Islamophobie“, „Islamfeindlichkeit“ oder „antimuslimischer Rassismus“ zu nutzen.

        Ataman hält nicht viel davon, auf die Diskriminierung von Frauen, den Antisemitismus, die Homophobie und den Rassismus in Deutschlands wachsenden islamischen Gemeinschaften aufmerksam zu machen. Völlig vergessen wird ohnehin, dass türkische Rechtsextreme seit Jahrzehnten in unzähligen Vereinen in Deutschland aktiv sind und weitgehend ungestört türkische Linke, Kurden, Armenier bedrohen.

        Ataman löschte Tage vor ihrer Nominierung circa 12.000 ihrer Botschaften auf Twitter. An einen Tweet erinnere ich mich besonders, nämlich als sich Ataman 2020 über Necla Kelek und Ahmad Mansour als „Kronzeug*innen der ‘Islamkritik‘ echauffierte. Die beiden werden wegen ihrer Kritik regelmäßig mit dem Tod bedroht, brauchen teilweise Polizeischutz. Hätte sich eine Antidiskriminierungsexpertin nicht eigentlich mit ihnen solidarisieren müssen?

        https://www.tagesspiegel.de/berlin/kritik-an-ferda-ataman-die-regierung-darf-die-bedenken-vieler-migranten-nicht-ignorieren/28476202.html

        Mansour hat gerade das Bundesverdienstkreuz erhalten – so uneins ist die Koalition. FDP-Vertreter waren konzise in ihrer Ablehnung; aber auch darin, daß die Bruchlinien zur SPD und Grünen so zahlreich sind, daß sich dieser spezielle Kampf nicht lohne:

        24.06.2022, 14:48 Uhr
        Kontroverse um Antidiskriminierungsstelle
        Kritiker in der FDP bleiben beim Nein zu Ataman
        Zwei haben sich bekannt, aber es könnten mehr Ampel-Abgeordnete gegen Ferda Ataman stimmen. FDP-Mann Sattelberger nennt seine Gründe.
        Andrea Dernbach
        […]
        Dem Tagesspiegel sagte Sattelberger, er habe auch gesagt, dass er Ataman für eine wichtige Stimme im Land halte, das zu betonen, bleibe ihm wichtig.
        „Aber es gibt unter den Positionen, für die wir im Parlament die richtigen Kandidatinnen und Kandidaten auswählen müssen, solche, die moralisch anspruchsvoller sind, und solche, die es weniger sind.“ Das Amt der Antidiskriminierungsbeauftragten sei „moralisch außerordentlich anspruchsvoll, es thematisiert zentrale Werte dieses Landes“.

        An Ataman kritisiert er ihre Forderung nach einer Migrantenquote, die er für verfassungswidrig hält, und ihr Bekenntnis zum Konzept des strukturellen Rassismus, weil dem die Critical Race Theory zugrundeliege, „deren Anhänger unter dem Deckmantel des Anti-Rassismus spalterisch und diskriminierend agieren„. Dass Ataman Horst Seehofers Erweiterung seines Innenministeriums um „Heimat“ in die Nähe des NS-Konzepts von Blut und Boden gerückt habe, „das fand ich übel und einen bösen Angriff“. Dies zeige, dass ihre „Urteilsfähigkeit für ein solches Amt nicht ausreicht“.

        Kritisch sieht der FDP-Politiker auch, dass Ataman nach ihrer Nominierung Tausende ihrer Tweets gelöscht hat. „Entweder stehe ich zu meinen Äußerungen, oder ich erkläre, dass ich nachgedacht habe und heute anders denke. Oder ich entschuldige mich auch einmal. Aber ich hätte nie Angst gehabt, dass man mir später etwas vorhält.“
        […]
        Bundestagsvizepräsident Wolfgang Kubicki ließ auf Nachfrage des Tagesspiegels durchblicken, dass Ataman seine Stimme bekommen werde: „Dass Frau Ataman in Fragen der politischen Bewertungen zum Teil sehr weit von der FDP entfernt ist, ist kein Geheimnis.
        Die Grünen, so Kubicki, „hatten aber das Vorschlagsrecht für diese Position. Es gibt aus meiner Sicht wichtigere Punkte, in denen sich der Konflikt mit den Koalitionspartnern lohnt bzw. notwendig ist, so zum Beispiel in der coronapolitischen Debatte, bei der Frage der Energiesicherheit oder bei Fragen der steuerlichen Entlastung.“
        […]

        https://www.tagesspiegel.de/politik/kontroverse-um-antidiskriminierungsstelle-kritiker-in-der-fdp-bleiben-beim-nein-zu-ataman/28450184.html

        Wohl wahr. Das Amt ist eh nur symbolisch, und umfaßt sehr viel mehr an möglichen Diskriminierungen: Alte, Frauen, Behinderte, Queere. Das Amt wird ihren einseitigen Aktivismus beenden.

        • @ Gabriele Wolff

          Habe noch einen Text für Dich aus der Schweiz gefunden, ist aus der linksliberalen Ecke, also der urbanen, kosmopolitischen Akademikerklasse. Ich habe ihn nun überflogen, kann also nicht beurteilen, ob er voll Schrott ist oder nicht. Aber der Autor, Constantin Seibt, ist m.E. meist ein Idiot. 🙂

          „Showdown
          Erleben wir die letzten Monate der Demokratie in Amerika? Oder die letzten von Donald Trump in Freiheit? Oder gleichzeitig beides?“

          https://www.republik.ch/2022/07/04/showdown?fbclid=IwAR1iPwbVzsC5L3Z-Y4iYCxwIYh8VY2rDLeQBwm7CrbPIO7nZ_MvscB1jNG8

          Wieder mal ein neues Video von Markus Reisner über die militärische Lage in der Ukraine.
          Interessant fand ich, dass die Ukraine nun offenbar, was die Quantität der Truppen anbelangt, noch einmal mehr im Vergleich zu früher in der Minderzahl ist. Also keine guten Nachrichten für die Ukraine.

          „Krieg in der Ukraine: Luhansk ist gefallen – wie geht es weiter?“

  3. Mark Smith:

    „Du schreibst:
    «Ich bin ja auch skeptisch, was Alleingänge Polens und Rumäniens angeht. Aber glaubst Du, daß Litauen seinen verschärfenden Alleingang gegenüber Kaliningrad ohne US-Rückendeckung unternommen hat? Die Scharfmacherin „Fuck the EU“-Nuland ist wieder im Amt, und die Bindungen der baltischen Staaten sowie Polens an die USA sind doch stärker als die an die EU; über Rumänien bin ich diesbezüglich nicht im Bilde.»

    Nun, Scharfmacher gibt es natürlich hüben wie drüben: also in Polen, in Rumänien in Litauen, in Russland, in den USA etc. Nur würde ich momentan behaupten, dass nicht die Scharfmacher am Ruder sind, sondern das dürfte eine Minderheit sein, ausser in Litauen und ev. Polen.“

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-9/#comment-96342

    Bidens Berater wie Victoria Nuland und Jake Sullivan gehören allerdings in die Scharfmacher-Liga, und außerdem hast Du die NATO und die Vielzahl der ihnen treu ergebenen Medienschaffenden als treibende Kraft nicht in Betracht gezogen.

    Die ukrainischen Entscheider sind jedenfalls gewillt, „bis zur letzten Frau“ zu kämpfen, was das Volk aber anders sieht:

    Es entzieht sich der zwangsweisen Einziehung, weshalb eine neue Schikane vorgesehen wurde:

    Eine Antwort wäre: Korruption.

    […]
    Sold, not captured

    The news of captured weapons would not surprise anyone in wartime. We have witnessed the Ukrainian and Russian military capturing various enemy weapon systems. But the same “unidentified” French sources claim, according to a Donbas Insider, that the two Caesar self-propelled howitzers were sold, through an intermediary, by Ukrainians to Russians. The price, which is being discussed in tight circles, is $120,000 each. BulgarianMilitary.com recalls that the unit value of a Caesar self-propelled howitzer varies around the amount of 7 million euros.

    A political analyst at BulgarianMilitary.com says that the possibility that the two howitzers were sold to Moscow is evident in the tone and ending of French lawyer and politician Régis de Castelnau’s words. “It is very clear to him [the French lawyer] that during the war, in addition to prisoners of war, the adversaries acquire different foreign equipment. This is war, some die, others abandon their positions out of fear, and others profit from the war. The end of the comment “Thank you Macron, we are paying’ suggests that Régis de Castelnau believes that the two howitzers were not abandoned and therefore captured, but sold. The irony is too strong in this particular case to ignore this fact”, says Dr. Sebastian Levi, correspondent, and analyst of BulgarianMilitary.com for the Middle East region.
    Levy also says that he believes the two self-propelled howitzers were resold with the help of an intermediary, a military dealer. Levy, however, has no evidence for his claims but refers to his league reasoning.

    However, sales are a fact

    The feeling that corrupt Ukrainian servicemen are involved in the illegal arms trade to extract maximum profit is not from now, and it is not only about this case.
    On June 2, BulgarianMilitary.com revealed the sale of at least one FGM-148 Javelin anti-tank guided missile system on the dark web for $30,000. The seller is unclear, but according to the information posted on the darknet, the location [where the system will be shipped or picked up from] is Kyiv, the capital of Ukraine.

    Telegram screenshot
    […]
    Interpol knows

    Interpol knows the illegal sale of arms by Ukrainians to Russians. The German online edition Overton-Magazin writes that concerns can be seen in the statements of Jürgen Stock, Secretary-General of Interpol, “who fears that the weapons will be handed over to criminal organizations. However, this is happening with the complicity of Western governments, which are not willing to put in place safeguards and vetting mechanisms for the use of these weapons. In fact, even the US intelligence services do not know where the weapons delivered to Ukraine are going.”

    According to the German publication, a part of the weapons delivered to Ukraine were actually seized, but another part was resold by Ukrainian holdings, which are in the hands of Russian businessmen. Overton-Magazin even points to a specific case that should be investigated for illegal trade, and that is the downed Ukrainian helicopters that tried to evacuate Ukrainian soldiers from Mariupol. The investigation so far indicates that the helicopters were shot down by American Stinger anti-aircraft missiles donated by the Americans.

    Here’s what the German publication Overton-Magazin wrote: “The Western narrative of the prophesied defeat of Russia and the victorious resistance of Ukraine is the main argument for promoting the deployment of weapons. It gives the impression that all that is needed is the ‘last little push’, to achieve victory. The reality, however, is not so romantic.”
    […]

    https://bulgarianmilitary.com/2022/07/05/ukraine-has-sold-two-french-donated-155mm-caesar-howitzers-to-russia/

    Während im Tagesspiegel handverlesene Bürgerinnen unter russischer Verwaltung, darunter eine Asow-Unterstützerin aus Mariupol, klagen durften. Immerhin, auch eine Gegenstimme durfte erscheinen:

    Suche nach Lösungen im Ukraine-Krieg : Je früher Verhandlungen beginnen, umso mehr Leben werden gerettet
    In einem Appell haben deutsche Intellektuelle einen Waffenstillstand in der Ukraine gefordert – und Kritik geerntet. Um die Schuldfrage geht es darin aber nicht. Ein Gastbeitrag.
    Von Wolfgang Merkel
    04.07.2022, 22:13 Uhr

    Wolfgang Merkel ist Politikwissenschaftler und war viele Jahre Direktor der Abteilung Demokratie und Demokratisierung am Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung und Professor für Vergleichende Politikwissenschaft und Demokratieforschung an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist Mitglied in der Grundwertekommission der SPD. Merkel war einer der Unterzeichner des ersten offenen Briefs gegen die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine.

    https://plus.tagesspiegel.de/politik/suche-nach-losungen-im-ukraine-krieg-je-fruher-verhandlungen-beginnen-umso-mehr-leben-werden-gerettet-527265.html

    Ansonsten: viel Einerlei.

    • @ Gabriele Wolff
      Nun ich würde sagen, die NATO als Organisation wird hier m.E. nicht so viel zu sagen haben, also Leute wie Stoltenberg etc. Schlussendlich wird das in den wichtigsten Gremien der EU, der G7 und den USA entschieden. Abgesehen davon, dass auch in der NATO unterschiedliche Positionen vorherrschen werden. Man muss ja nur gewisse Ex-Generäle hören, auch von der NATO, die m.E. überhaupt keine Scharfmacher-Rhetorik draufhaben, sondern gerade das Gegenteil.

      Aber der Ukraine-Krieg dürfte nun für die USA wie die EU nicht sooo zentral sein wie für Russland, sodass wir annehmen dürfen, dass hier innenpolitische Themen das Verhalten der EU/G7 und USA stark beeinflussen werden. Wir haben Inflation, es droht möglicherweise eine Rezession, wir haben wegen Corona immer noch Lieferkettenprobleme, auch Corona dürfte nicht völlig ausgestanden sein, wenn wir Leute wie Lauterbach am Ruder haben, dann Energieverknappung, höhere Energiepreise, dann Energiewende, die man finanzieren müsste, dann wird man dadurch weniger wettbewerbsfähig sein, höhere Staatsschulden, Leute haben weniger Geld, dann Welternährungskrise, dann Milliarden und Milliarden für die Ukraine (ca. 5 Milliarden pro Monat nur für den Staatshaushalt plus die Militärausgaben für die Ukraine, dann Flüchtlinge, für die man aufkommen muss, dann Wiederaufbauhilfe etc.), dann will man ja auch höhere Militärausgaben im Westen. Wer will das alles bezahlen: Sollte eine stärkere Rezession kommen, bedeutende Energieverknappung etc, dann dürfte doch der Ukraine-Krieg nicht mehr zuoberst auf der Traktandenliste stehen, sondern würde vermutlich ziemlich nach hinten gereicht und zwar in den USA wie in Europa.

      Heute gerade diese Meldung gelesen:

      «+++ 13:17 Forscher: Ukraine bekommt weniger Hilfen als versprochen +++
      Die internationale Unterstützung für die Ukraine lässt offenbar nach. Dies geht aus Erhebungen des Kiel Instituts für Weltwirtschaft hervor. Im Zeitraum vom 8. Juni bis zum 1. Juli kamen demnach nur wenige neue Zusagen hinzu. Die größte neue Einzelzusage sei militärische Unterstützung durch Großbritannien im Umfang von 1,5 Milliarden Euro. Auffällig sei die große Lücke zwischen zugesagter und tatsächlich geleisteter Unterstützung. Sowohl bei militärischen als auch finanziellen Zusagen lägen die Leistungen unter dem, was die Ukraine laut eigener Einschätzung benötigt und was dem Land versprochen worden sei. Insgesamt sind den Erhebungen zufolge mittlerweile Hilfszusagen von 80,7 Milliarden Euro erfasst.» (Quelle: n-tv.de)

      Die Frage stellt sich nun: Wollen die Länder nicht liefern oder können sie nicht oder beides zusammen. Bei vielen Europäern habe ich den Eindruck, dass sie nicht liefern wollen oder nur sehr sparsam, und es gibt auch gute Hinweise darauf, dass sie nicht liefern können, also nicht das, was die Ukraine in Quantität und Qualität wirklich benötigen würde.
      M.E. ist es so, dass das, was der Westen der Ukraine an Waffen liefert, bei weitem nicht ausreicht, um überhaupt den Russen die bisher eroberten Gebiete abzujagen. Dazu bräuchten sie m.E. ein Vielfaches an Waffen. Auch die USA sind ja äusserst sparsam, wenn es um wirklich potentiell wichtige Waffen geht. Abgesehen davon, dass USA und EU m.E. auch Angst haben, dass die Sache eskalieren könnte, wenn vermehrt Waffen geliefert würden.
      Soll heissen: Ich habe den Eindruck, man tut zwar Waffen liefern, aber glaubt selbst nicht daran, dass dies wirklich zum Erfolg führen wird, sondern man kann quasi nicht anders, weil man sonst schlecht in der Öffentlichkeit dastehen würde.

      • Die NATO-Rußland-Grundakte ist jedenfalls perdu, aber Du magst recht haben: die Stationierung von Nato-Kräften in den Osterweiterungs-Staaten ist nicht mehr als Säbelrasseln, und die ausgerufene Zahl von 300.000 Kräften ist ein fake.

        Wie zu erwarten, agiert die Türkei weiterhin dysfunktional:

        Die militärische Lage in der Ukraine ist eh eindeutig:

        06.07.2022 (05:30)
        Iskander system crews launch attacks at AFU military infrastructure facilities within special military operation
        [Video]

        Russian Armed Forces continue launching high-precision missile attacks at the military infrastructure facilities of the Armed Forces of Ukraine (AFU) within the special military operation.
        Iskander operational-tactical missile system is capable of destroying any target. High-precision attacks are launched far from civilian facilities: only at AFU strongpoints and military equipment.
        The Iskander system refers to high-precision arms with range of fire up to 500 kilometres. Its warhead can destroy almost any target: command posts of the enemy, vehicle convoys and air defence systems.
        The armoury of the system includes both ballistic and cruise missiles that produce false electronic interferences while approaching to a target, being almost invulnerable for air defence systems of the enemy. Cruise missiles can move at low altitudes and follow the landscape, being undetectable.

        https://eng.mil.ru/en/special_operation/news/more.htm?id=12428022@egNews

        So etwas findet täglich auf dem gesamten Gebiet der Ukraine statt. Mit einem Wort: Demilitarisierung. Und die vom Westen seit Monaten vorhergesagte Erschöpfung des Vorrats bleibt aus.

        Der unsägliche britische Militärgeheimdienst textete am 6.7.:

        Russia likely continues to consolidate its control over Lysychansk and Luhansk Oblast. To the north, it has committed most of the remaining available units from the Eastern and Western Groups of Forces to the Izium axis.
        Over the last week, Russian forces have likely advanced up to another 5 km down the E40 main road from Izium, in the face of extremely determined Ukrainian resistance.
        Russian forces from the Eastern and Western Groups of Forces are likely now around 16 km north from the town of Sloviansk.
        With the town also under threat from the Central and Southern Groups of Forces, there is a realistic possibility that the battle for Sloviansk will be the next key contest in the struggle for the Donbas.

        https://augengeradeaus.net/2022/07/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-6-juli-2022/

        Dort findet man auch die ukrainischen und die russischen Meldungen. Während die Ukraine vorträgt:

        Ukrainian strike aviation continues to attack the enemy in several strategic directions. So, last day, bombers and attack aircraft of the Air Force of the Armed Forces of Ukraine destroyed two field ammunition depots, two platoon strongholds of the russian occupiers and more than 10 units of enemy equipment. Losses in manpower are being clarified.

        behauptet Rußland:

        Russian Su-35 fighter has shot down 2 Mi-24 helicopters and 1 Su-25 aircraft of the Ukrainian air force in a single aerial battle near Nikolaevka and Snegirevka, Nikolaev Region.
        In addition, Russian air defence means have shot down 1 Mi-8 helicopter of the Ukrainian air force near Pervomaiskoye, Nikolaev Region. [Im Süden findet eine verzweifelte „Gegenoffensive“ statt.]
        Also, 11 Ukrainian unmanned aerial vehicles have been shot down near Zelenyi Gai in Nikolaev Region, Vernopol’e, Dolgen’koe, Malye Prokhody, Topolskoe, Chervonaya, Grushevka in Kharkov Region, Chernobayevka, Grozovoye, Novovladimirovka in Kherson Region and Aleksandropolie in Lugansk People’s Republic.
        9 Ukrainian Tochka-U ballistic missiles have been intercepted near Chernobayevka in Kherson Region, Pervomaisk in Donetsk People’s Republic, Khoroshee, Slavyanoserbsk, Kalinovo, Troitsk and Stakhanov in Lugansk People’s Republic and 8 projectile of mulriple rocket lanchers near Dolgenkoe in Kharkov Region, Chernobaevka in Kherson Region and Lugansk.

        Es gab ja schon westliche Stimmen, die anzweifelten, daß Rußland täglich Bomber und Hubschrauber der Ukraine abschießt. Weil sie nämlich keine mehr habe. Die Ukraine selbst aber behauptet, darüber noch zu verfügen, wobei unklar ist, wo es noch einen funktionierenden Flughafen gibt. Die russischen Flieger starten von Rußland aus oder von der Krim.

        Aber Du hast natürlich recht: andere Krisen – selbst nur imaginierte – lenken von der Ukraine ab; schauen wir auf die Niederlande:

        Protesting The Non-Crisis Nitrogen “Crisis” In The Netherlands
        By Briggs on July 6, 2022 • ( 12 Comments )

        On the Fourth of July, a group of angry Dutch farmers and fishermen, presumably dressed as colorful Frisians, and in the grip of angry exuberance, burnt bales of hay on roads, and blocked up highways with tractors and farm equipment, shutting down traffic throughout the country. Ports and borders were stopped up.
        As fun as that was, it doesn’t beat this:

        Was ist da los? Und warum wird darüber bei uns nicht berichtet? In einer Zeit, in der die Ernährungssicherheit gefährdet ist und selbst die EU von ihren klimaschutzbedingten Einschränkungen der Landwirtschaft Abstand nimmt, leisten sich die Niederlande landwirtschaftliche Betriebsschließungen wegen angeblicher Nitrat-Belastungen:

        This was all in protest of the government’s declaration that nitrogen is a “crisis“, and so threatening to confiscate farms to “solve” the “crisis.” Prediction: Later, it will be said to be a coincidence when the government eventually disposes of the confiscated farms by selling them to rich people.
        What makes it all funny is that — sit down for this — there is no nitrogen “crisis” in the Netherlands.
        “Briggs, how do you know there is no nitrogen crisis in the Netherlands, when Experts there have declared that one exists?”
        Thank you for that question. Here’s how.
        […]
        3. National land grabbing or the anti-politics of nitrogen policy. (This is from Hanekamp’s blog, written in an obscure language that no one of my acquaintance will admit to knowing, so what you see is a machine translation.)
        As part of the “crisis”, areas designated as “sensitive” to nitrogen must be protected by being surrounded by naturea areas. “A tiny sliver of 3.84 hectares near the Frisian coast, H7140A (vibrated peat), has been designated as nitrogen-sensitive…Despite the small surface area of this habitat, a protection strip of no less than 28,000 hectares in total is deemed necessary by ministers” to form this protection zone.
        Would you call this overkill? Or even overdreven?
        So would I.
        […]

        https://www.wmbriggs.com/post/39242/

        Ausgelassen habe ich jetzt die Widerlegung der ideologiegetriebenen Nitrat-Gutachten. „Wissenschaft“ ist nicht mehr zu trauen.

        Die NL-Polizei reagiert mit Überhärte (während unsere Hand-auf-Autobahnauffahrtenkleber von der Letzten Generation, die außer abstrakter Angst kein Anliegen haben, polizeilich und juristisch mit Samthandschuhen angefaßt werden):

        Und die Festnahmen sind auch sehr – äh – robust.

        Die Niederlande sind ja auch sehr aktivistische Ukraine-Unterstützer. Das paßt:

        Keine Ahnung, weshalb dieser undemokratische failed state unterstützt werden sollte. Als Proxy des Krieges der USA gegen Rußland? Sicherlich nicht.

        Du hast recht: es geht um die wirtschaftlichen Folgen der sinnlosen Sanktionen gegen Rußland, die für Deutschland verheerend sind: höchste Inflation seit Jahrzehnten, erstmaliges Handelsdefizit seit Jahrzehnten, reale Rezessions-Befürchtungen, und nun auch noch dies:

        Parität zum Dollar in Sicht
        Euro auf tiefstem Stand seit 20 Jahren
        Stand: 05.07.2022 14:44 Uhr
        Der Euro verliert im Devisenhandel rasant an Wert. Am Mittag fiel die europäische Gemeinschaftswährung gegenüber dem Dollar auf den tiefsten Stand seit zwei Jahrzehnten. Die Parität zum Dollar scheint möglich.
        Der Fall des Euro gegenüber der Weltleitwährung Dollar scheint sich weiter zu beschleunigen. Am Mittag war die Gemeinschaftswährung in Dollar gerechnet so wenig wert wie seit fast 20 Jahren nicht. Derzeit werden am Devisenmarkt nur noch 1,0297 Dollar je Euro bezahlt – das entspricht einem Rückgang von rund 1,5 Euro-Cent alleine im Vergleich zu gestern. Zu Jahresbeginn hatte die Gemeinschaftswährung noch bei knapp 1,13 Dollar, also etwa zehn Prozent höher notiert.
        […]
        Gaskrise macht Rezession in Europa wahrscheinlich

        Den Grund für den aktuell beschleunigten Verfall der Euro-Währung sehen Experten in der Gaskrise, die die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in Europa deutlich erhöht. „Es wird für den Euro weiterhin sehr schwierig sein, sich in nennenswerter Weise zu erholen, da sich das energiepolitische Lagebild verschlechtert und die Risiken für das Wirtschaftswachstum deutlich zunehmen“, so Derek Halpenny, Analyst bei der Finanz-Holding MUFG.

        Das Risiko, dass das Wachstum in der Euro-Zone zum Ende des zweiten Quartals abnimmt und in den kommenden Monaten schrumpft, sieht auch Fiona Cincotta vom Broker City Index. In den USA steige zudem der Dollarkurs auf Basis der Annahme, dass die US-Notenbank die Leitzinsen weiter „aggressiv“ anheben wird, um die Inflation zu bändigen.

        Schnellere Zinswende in den USA

        Die US-Notenbank geht hier mit deutlich höherer Geschwindigkeit bei der Zinswende vor als die Europäische Zentralbank (EZB). Die US-Notenbank hat den Leitzins auch bereits deutlich früher angehoben. Als Folge der höheren Zinsen wird der Dollar an den Devisenmärkten besonders nachgefragt, und der Kurs steigt.
        […]

        https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/euro-dollar-devisen-101.html

        Die EU kann leider nicht die Inflation bekämpfen: erhöht sie den Zinssatz effektiv, gehen die EU-Schuldenländer pleite.

        Wenigstens hat das EU-Parlament pragmatisch entschieden:

        6.7.2022 13:54 Uhr
        EU-Parlament erklärt Gas und Kohle für nachhaltig
        Die Entscheidung der EU ist eine vertane Chance für den Klimaschutz
        Deutschland drückt Gas als nachhaltig durch, Frankreich die Atomkraft: Die Taxonomie-Entscheidung führt uns weiter in die Klimakrise. Ein Kommentar.
        Susanne Ehlerding

        Mit der Aufnahme von Gas und Atomkraft in die europäische Taxonomie für nachhaltige Geldanlagen hat die EU-Kommission einen faulen Kompromiss geschlossen. Der Versuch des Europäischen Parlaments, dies zu verhindern, scheiterte.

        Am Mittag beschloss das Parlament, in die geplanten Regeln zur Taxonomie auch Gas und Atomkraft einzuschließen – und diesen Energieträgern somit ein Öko-Label zu verleihen. Die Taxonomie soll es ab 2023 erlauben, bestimmte Investitionen am Finanzmarkt als nachhaltig zu vermarkten.
        […]

        https://www.tagesspiegel.de/politik/eu-parlament-erklaert-gas-und-kohle-fuer-nachhaltig-die-entscheidung-der-eu-ist-eine-vertane-chance-fuer-den-klimaschutz/28484438.html

        In wirtschaftlichen Krisenzeiten wie diesen, in denen wegfallendes Gas durch Kohle und Öl ersetzt wird, wird hier natürlich auf hohem Niveau gejammert.

        Ich würde das begrüßen. Da muß jedenfalls nichts gewartet werden. Ist ja brandneu. 😉

        Für die US-Kolonie Ukraine sollte gar nichts riskiert werden, schon gar nicht der soziale Frieden hierzulande. Undurchdachte „Hilfspakete“ für den Bürger bringen es jedenfalls nicht.

        • Jetzt nur kurz etwas zu diesem Tweet von Geroman:

          Also, ich glaube, Idiot bzw. Idioten ist das Lieblingsschimpfort von Geroman, also man kann es gefühlt in jedem 10. Posting lesen, dass er die Leute damit beschimpft. 🙂

          Aber noch kurz zu Boris Johnson: Ich bin froh, dass er den BREXIT so durchgepaukt hat, weil das war m.E. ein Sieg für die Demokratie.
          Aber sonst bekommt man den Eindruck, dass er nicht wahnsinnig erfolgreich gewesen ist und er sich natürlich mit seinen Eskapaden auch selbst ins Knie geschossen hat. Und beim Ukraine-Krieg war er m.E. richtiggehend primitiv und ich bin froh, dass dieser Idiot weg sein wird, was er sich wirklich selbst eingebrockt hat. Jetzt müsste er nicht Milliarden in die Ukraine pumpen, sondern schauen, dass die Wirtschaft wieder auf die Beine kommt, die Inflation gedrosselt wird und die Leute, die mit dem Geld nicht mehr auskommen,, zu stützen.

        • Manchmal ist der Ausdruck „Idiot“ einfach die richtige Wortwahl. Mich stört eher, daß es Kleinigkeiten wie Partygate oder der schwule belästigende Fraktionschef sind, die zu seinem Sturz führten und nicht sein eigentliches Versagen, die Kriegstreiberei in der Ukraine:

          Natürlich brachte er die Partei nur wegen Wahlniederlagen und Umfragetiefs gegen sich auf: die Diadochenkämpfe um die Nachfolge haben bereits begonnen.

          7. Juli 2022 13:01
          Tobias Mayer

          Russland bejubelt Berichte über erwarteten Rücktritt Johnsons

          Russland hat die Medienberichte über den erwarteten Rücktritt des britischen Premierministers Boris Johnson mit Häme bejubelt. „Die „besten Freunde der Ukraine“ gehen. Der „Sieg“ ist in Gefahr!“, schrieb der Vizechef des russischen Sicherheitsrates, Ex-Präsident Dmitri Medwedew, am Donnerstag im Nachrichtendienst Telegram. Johnsons Abgang sei das „rechtmäßige Ergebnis britischer Unverfrorenheit und niveauloser Politik. Besonders auf internationalem Feld“, meinte Medwedew.

          Der britische Premier ist einer der glühendsten Unterstützer der ukrainischen Regierung in ihrem Kampf gegen den russischen Angriffskrieg. Johnson will Medienberichten zufolge von seinem Amt als Parteichef der britischen Konservativen zurücktreten. Üblicherweise bleibt der scheidende Premier solange im Amt, bis ein Nachfolger gewählt wird. Doch dagegen regt sich den Berichten zufolge Widerstand.

          Medwedew schrieb, dass vielleicht weitere Verbündete der Ukraine wegbrechen könnten. „Wir warten auf Neuigkeiten aus Deutschland, Polen und dem Baltikum“, so der frühere Staatschef. Allerdings wackeln dort die Regierungen nicht.

          Kremlsprecher Dmitri Peskow sprach von einer schweren Krise in Großbritannien. „Was Herrn Johnson selbst angeht, so mag er uns überhaupt nicht. Und wir ihn auch nicht“, sagte Peskow der Agentur Interfax zufolge. Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass in Großbritannien irgendwann „professionellere Leute“ an die Macht kämen, die auch die Notwendigkeit von Dialog verstünden. „Aber im Moment ist darauf kaum zu setzen.“ (dpa)

          https://www.tagesspiegel.de/politik/die-gefahr-ist-nicht-vorbei-ukraine-meldet-opfer-bei-beschuss-im-osten-des-landes/28063400.html

          Da wäre ich auch skeptisch. Merkwürdigerweise belegen viele der Meldungen die Tatsache, daß Rußland keineswegs isoliert ist:

          7. Juli 2022 11:38
          Tobias Mayer

          Türkei lässt russisches Schiff mit Getreide auslaufen – Kiew spricht von „inakzeptable Situation“
          Die Türkei hat nach Darstellung des ukrainischen Außenministeriums ein russisches Schiff mit Getreide an Bord aus der Hafenstadt Karasu auslaufen lassen. Das Schiff sei mit gestohlenem Getreide aus der Ukraine beladen.

          Dies sei eine „inakzeptable Situation“, erklärt das Ministerium in Kiew. Man habe deshalb den türkischen Botschafter einbestellt. Den türkischen Behörden seien Beweise für die Darstellung der Ukraine vorgelegt worden, schrieb Ministeriumssprecher Oleg Nikolenko auf Twitter. (Reuters)

          https://www.tagesspiegel.de/politik/die-gefahr-ist-nicht-vorbei-ukraine-meldet-opfer-bei-beschuss-im-osten-des-landes/28063400.html

          Die Ukraine hat noch für keine ihrer antirussischen Behauptungen Beweise vorgelegt.

          7. Juli 2022 12:24
          Tobias Mayer

          Sri Lanka bittet wegen Wirtschaftskrise Russland um Hilfe

          Angesichts einer schweren Wirtschaftskrise hat Sri Lankas Regierung Russland um Hilfe gebeten. Präsident Gotabaya Rajapaksa bat seinen russischen Kollegen Wladimir Putin in einem Telefonat unter anderem um einen Kredit zum Kauf von Benzin, wie er auf Twitter schrieb. Ein Mitarbeiter des Energieministeriums in Sri Lanka erklärte am Donnerstag, es seien bereits zwei Vertreter russischer Ölfirmen in der Hauptstadt Colombo angekommen.

          Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigte, dass es bei dem Gespräch am Mittwoch um eine mögliche Hilfe gegangen sei. Es sei allerdings bisher keine Entscheidung getroffen worden. Russland müsse erst seine Möglichkeiten ausloten und die Frage klären, sagte er.

          Der südlich von Indien gelegene Inselstaat befindet sich in seiner schlimmsten Wirtschaftskrise seit Jahrzehnten. Angesichts eines Mangels an Devisen hat das Land Mühe, genügend Treibstoff, Gas, Medikamente und Essen zu importieren. Das hoch verschuldete Land hofft auch auf die Hilfe des Internationalen Währungsfonds (IWF).

          Präsident Rajapaksa schrieb am Mittwoch auf Twitter weiter, er habe Putin auch gebeten, dafür zu sorgen, dass die staatliche russische Fluggesellschaft Aeroflot Sri Lanka wieder anfliegen werde. Russische Urlauber sind für das auf Tourismus angewiesene Sri Lanka eine wichtige Einnahmequelle. Sri Lanka hat Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine nicht kritisiert. (dpa)

          7. Juli 2022 10:41
          Tobias Mayer

          G20-Außenminister beraten in Bali – Lawrow dabei

          Unter dem Eindruck des russischen Angriffskriegs in der Ukraine kommen die Außenministerinnen und Außenminister der G20-Staaten in Indonesien zu zweitägigen Beratungen zusammen. An dem Treffen am Donnerstag und Freitag auf der Ferieninsel Bali nimmt auch der russische Außenminister Sergej Lawrow teil.

          In US-Regierungskreisen hieß es, angesichts des russischen Vorgehens in der Ukraine könne nicht von einem Business-as-usual ausgegangen werden. Es dürften in keiner Weise irgendwelche Signale geliefert werden, die Russlands Handlungen legitimierten, sagte ein US-Vertreter.

          Auch Bundesaußenministerin Annalena Baerbock hatte vor ihrer Abreise nach Indonesien erklärt, bei den Beratungen dürfe Russland nicht die Bühne überlassen werden. Der Krieg [recte: die westlichen Sanktionen] in der Ukraine habe weitreichende Folgen für die ganze Welt.

          Das Treffen der Außenminister gilt als wegweisend für den Gipfel der Staats- und Regierungschefs im November, zu dem Russlands Präsident Wladimir Putin bereits seine Teilnahme angekündigt hat. (Reuters)

          https://www.tagesspiegel.de/politik/die-gefahr-ist-nicht-vorbei-ukraine-meldet-opfer-bei-beschuss-im-osten-des-landes/28063400.html

          Das wird peinlich werden.

          Auch Albrecht Müller findet: auf einen groben Klotz gehört ein grober Keil.

          Dumm. Blöder. Scholz

          07. Juli 2022 um 8:52 Ein Artikel von: Albrecht Müller

          In der Tagesschau von gestern, vom 6.7. um 20:00 Uhr, hat Bundeskanzler Scholz, nachdem die AfD die Weisheit der Sanktionen gegen Russland hinterfragt hatte, gekontert, die AfD sei die „Partei Russlands“. Diese Einlassung ist so dumm, so geschichtsvergessen, so leichtfertig, dass man nur das Gesicht verhüllen kann angesichts der Tatsache, dass diese Person an der Spitze unserer Regierung steht. Wie dumm und geschichtsvergessen diese Einlassung des Olaf Scholz ist, wird sichtbar, wenn man sich ein bisschen zurückerinnert. Da gab es doch mal jemanden auf Seiten der damaligen Bundesregierung, der einer großen Partei im Deutschen Bundestag vorgeworfen hat, sie sei die 5. Kolonne Moskaus. Albrecht Müller.

          Das war Dr. Geißler, in den achtziger Jahren Generalsekretär der CDU. Er warf der SPD in der damaligen Nachrüstungsdebatte vor, sie sei die 5. Kolonne der anderen Seite, der Sowjetunion.
          Wenn der heutige Bundeskanzler (SPD) ein bisschen Geschichtserinnerung schaffen würde, wenn er ein bisschen sensibel wäre, dann würde er das Etikett, das seiner Partei auf üble Weise angeheftet worden war, jetzt nicht einer anderen Partei anhängen.
          Er würde sich daran erinnern, dass seine Partei das Etikett „Fünfte Kolonne Moskaus“ angeheftet bekam, weil sie sich für Verständigung einsetzte und weil es in der SPD starke Kräfte gab, die die Nachrüstung deshalb nicht mitmachen wollten, weil diese den mühsam begonnenen Entspannungsprozess zunichte zu machen drohte.
          […]

          https://www.nachdenkseiten.de/?p=85621

          Entrückt wie immer: die ukrainische Regierung:

          Es sieht ganz anders aus in der Realität:

          06.07.2022, 15:25 Uhr
          Was man aus Elmau lernen kann
          Beim G7-Gipfel zeigte sich die Arroganz des Westens
          Die Russland-Sanktionen schaden vor allem dem globalen Süden. Deshalb scheiterten die G7 in Elmau darin, eine wirkungsvolle Allianz zu schmieden. Ein Essay.
          Josef Braml

          Von Schloss Elmau, dem Tagungsort des jüngsten G7-Gipfels, sollte ein gemeinsames Signal starker Demokratien ausgehen, im vollen Bewusstsein ihrer globalen Verantwortung.
          Doch letztlich war das Gegenteil der Fall: Vergebens versuchte die „Wertegemeinschaft führender Demokratien“ wichtige Schwellenländer wie Indien, Indonesien und Südafrika im Zeichen von Wladimir Putins Krieg gegen die Ukraine in ihre Allianz gegen Russland einzubinden.

          [Josef Braml, Jahrgang 1968, ist Politikwissenschaftler und Generalsekretär der Deutschen Gruppe der Denkfabrik Trilaterale Kommission. Er leitet außerdem das Programm Amerika bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik.]

          Aus guten Gründen vermieden es deren politische Führer, sich den westlichen Sanktionen gegen Moskau anzuschließen. Denn durch ihre zwar wohlgemeinten, aber strategisch kurzsichtigen Strafmaßnahmen schaden die westlichen Staaten nicht nur ihren eigenen Volkswirtschaften, sondern auch dem „Rest der Welt“, auf den die G7 von ihrer vermeintlich höheren, weil demokratischen Warte oft herabschauen.
          […]
          Russland-Sanktionen gehen zulasten armer Länder

          Vor diesem Hintergrund ist es zwar zu begrüßen, dass die deutsche G7-Präsidentschaft in enger Abstimmung mit ihren Verbündeten die Maßnahmen zur Unterstützung der Ukraine koordinieren will. Aber dazu gehören auch weitreichende Finanz- und Wirtschaftssanktionen gegen Russland, die ihre beabsichtigte Wirkung – die Änderung von Putins Verhalten oder einen Regimewechsel in Moskau – verfehlen.

          Während alle G7-Staaten, also Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, Großbritannien und die USA, Wirtschaftssanktionen gegen Russland in Kraft setzten, stemmt sich eine Reihe von Staaten des „globalen Südens“ schon deshalb dagegen, weil sie sich diese Strafmaßnahmen einfach nicht leisten können.

          Das gilt beispielsweise für Argentinien, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Mexiko, Saudi-Arabien, Südafrika und die Türkei. Es ist jedenfalls kein Zufall, dass es sich bei jenen Staaten, die Sanktionen mittragen, um reiche Länder handelt.
          […]
          Betriebe man jetzt im Sinne Washingtons eine weitere Entflechtung der westlichen Volkswirtschaften von China, würde das die Inflationsspirale weiter anheizen – ein Spiel mit dem Feuer, das nicht im Interesse Europas wäre.

          Sanktionen befeuern die Inflation

          Auch gegenüber Russland beginnt die Sanktionsfront des Westens zu bröckeln, weil immer deutlicher wird: Wirtschaftswaffen sind zweischneidige Schwerter. Das ohnehin löchrige Ölembargo gegen Russland etwa hat angesichts der dadurch verursachten Preissteigerungen den makabren Effekt, dass in den russischen Staatshaushalt nicht weniger, sondern mehr Gelder als zuvor fließen. Gleichzeitig bedrohen die Sanktionen den Wohlstand westlicher Gesellschaften.

          Inzwischen rät US-Finanzministerin Janet Yellen aus eigenem Interesse den Europäern sogar davon ab, russische Öllieferungen vollständig zu boykottieren. Denn die höheren Ölpreise befeuern die Inflation und zwingen die US-Notenbank zu einer immer restriktiveren Geldpolitik, die wiederum zu weiteren Einbrüchen an den US-Aktienmärkten und der US-Wirtschaft führen dürfte.
          Allerdings: Weit stärker als westliche Volkswirtschaften sind von der Sanktionspolitik und ihren Folgen die Schwellen- und Entwicklungsländer betroffen. Das gilt insbesondere für jene Staaten, die sich in der US-Währung verschuldet haben. Ihnen drohen schon jetzt wegen des gestiegenen Dollar-Kurses ernsthafte Zahlungsschwierigkeiten.
          Außerdem müssen die Schwellen- und Entwicklungsländer befürchten, dass im Zuge der restriktiveren Geldpolitiken westlicher Notenbanken massiv Investitionsmittel abfließen. Ohnehin ist die Gefahr gleichzeitiger Wachstums-, Energie-, Nahrungsmittel- und Schuldenkrisen für viele Länder schon mehr als besorgniserregend.
          Vor diesem Hintergrund ist die Weigerung etwa von Indien, Indonesien und Südafrika, sich den westlichen Sanktionen anzuschließen, nur konsequent. So gesehen konnte vom jüngsten G7-Gipfel auf Schloss Elmau trotz aller hehren Rhetorik gar kein gemeinsames Signal starker Demokratien ausgehen.

          https://www.tagesspiegel.de/politik/was-man-aus-elmau-lernen-kann-beim-g7-gipfel-zeigte-sich-die-arroganz-des-westens/28484694.html

          Aber was sich Bidens Regierung derzeit leistet, verschlägt einem dem Atem:

          [Thread]

          Es wird gelogen, daß sich die Balken biegen.

        • Die Realität im Bezug auf die Ukraine kommt nun auch langsam in den Mainstream-Medien besser durch: Man könnte fast von einem Realitätseinbruch sprechen. Das Video hier kann ich empfehlen. Der Typ bringt es zwar smart und politisch korrekt rüber, damit der Mainstream die Realität ein bisschen besser akzeptieren kann: 🙂

          +++ 15:40 Militärexperte Thiele: „Die halbe Welt unterstützt Russland“ +++
          Der Präsident der Ukraine, Selenskyj, lobt die Waffenlieferungen des Westens und den Unterschied, den sie im Kriegsgeschehen ausmachen. Militärexperte Thiele vermutet dahinter allerdings eher Durchhalteparolen und verweist auf schwindende Ressourcen der Ukraine und die Überlegenheit der „russischen Dampfwalze“. (Quelle: n-tv.de)
          https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Befuerchte-Wandel-von-Krieg-in-Guerilla-Kampf-article23448902.html

          Und ein bisschen mehr mit der Dampfwalze wieder einmal Oskar Lafontaine:

          Putins Trottel – Bidens Trottel
          In der Fragestunde des Deutschen Bundestages sagte ein AfD-Abgeordneter, die Sanktionen gegen Russland seien nutzlos, und forderte, die Pipeline Nord Stream 2 in Betrieb zu nehmen. Die Mainstreampresse feierte den „gelungenen Konter“ des Bundeskanzler: „Die AfD ist die Partei Russlands.“
          Schon lange vorher hatte ein Kommentator des Deutschlandfunks gefordert: „Die Lösung kann nur sein: Lösen wir uns vom amerikanischen Diktat. Kaufen wir kein schmutziges Fracking-Öl und -Gas. Öffnen wir die Schleusen von Nord Stream 2. Die Sanktionen haben weder einen Krieg verhindert, noch gestoppt. Russen und Amerikaner sind die Profiteure der Sanktionen, die uns Westeuropäer am härtesten treffen.“
          In der Logik des Olaf Scholz ist der Deutschlandfunk die Stimme Russlands.
          Mit anderen Politikern weise ich schon seit einiger Zeit darauf hin, dass die von der Bundesregierung mit beschlossenen Sanktionen das Gegenteil von dem bewirken, was sie bezwecken sollen. Weil die Preise steigen, rollt der Rubel. Putin reibt sich die Hände, weil die Sanktionen ihm die Kassen füllen. Die vollmundigen Ankündigungen des De-Industrialisierungsministers Habeck, er könne neue Energielieferanten gewinnen, wie beim Bückling vor dem Energieminister Katars, sind heißte Luft.
          Was lernen wir daraus? Olaf Scholz ist Putins Trottel.
          Nun wird ihm dieser „Ehrentitel“ nicht gefallen. Vielleicht ist er glücklicher, wenn wir ihn „Bidens Trottel“ nennen.
          Deutsche Politiker wollen nicht begreifen, obwohl es US-Strategen immer wieder sagen, dass die US-Politik seit 100 Jahren das Ziel hat, das Zusammengehen von deutscher Technik und russischen Rohstoffen zu verhindern. Es ist logisch: Das erklärte Ziel, die einzige Weltmacht zu bleiben, verlangt, dass man nicht nur die chinesische oder russische, sondern auch die deutsche und europäische Wirtschaft schwächt, damit keine Konkurrenz zu stark wird. Damit das funktioniert, braucht man Politiker, die dumm genug sind, diese Strategie nicht zu durchschauen und zu unfreiwilligen Helfern dieser Politik werden. In dieser Hinsicht sind die USA ungemein erfolgreich. Um im Wettbewerb stark zu sein, braucht die Industrie billige Energie. Der US-Politik ist es gelungen, dass die deutsche und europäische Wirtschaft in ihrer Wettbewerbsfähigkeit erheblich geschwächt wird. Mittlerweile zahlt die Industrie bei uns für Gas im Vergleich zur US-Wirtschaft einen viel höheren Preis (siehe die Bloomberg-Übersicht hier: https://www.nachdenkseiten.de/?p=85582).
          Einen Kanzler, der in diesem Ausmaß die Ziele der USA zur Schwächung der deutschen und europäischen Wirtschaft unterstützt, darf man getrost als „Bidens Trottel“ bezeichnen. (Quelle: Oskar Lafontaine auf Facebook)

  4. Endlich wird Melnyk „wegbefördert“:

    @ Ulli: die russische Analyse ist jedenfalls realistischer als die Wunschdenk-„Analysen“ des Westens:

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-9/#comment-96325

    Skeptisch bin ich bei dieser Analyse:

    „Die USA sind bereit, den Konflikt in der Ukraine zu internationalisieren und erwägen einen Plan für eine begrenzte Beteiligung Polens, Rumäniens und der baltischen Staaten, die sie ohne Scheu durch den Fleischwolf drehen wollen Polen hingegen träumt davon, Galizien – die „Ostkirchen“ – zurückzuerobern, und hat mit Zelenski Verhandlungen über die Integration der beiden Staaten aufgenommen und sein 10.000 Mann starkes Truppenkontingent mit einigem Erfolg in die Ukraine entsandt. [Vermutlich sind „Freiwillige“ gemeint.] Rumänien hat die gleichen Pläne für Bessarabien und die nördliche Bukowina.
    Das heißt, die USA versuchen, ihre militärischen Fähigkeiten mit anderen Mitteln zu erhöhen, Russland vor die Tatsache eines militärischen Konflikts bereits mit einzelnen NATO-Staaten zu stellen und es zu zwingen, sich zu für uns ungünstigen Bedingungen an den Verhandlungstisch zu setzen.“
    https://topwar.ru/198407-kakih-rezultatov-mozhet-dostignut-specoperacija-na-ukraine.html

    Andererseits wurden die Nationalisten in Litauen rechtswidrig aktiv, worüber Litauens Regierung log (es sei keine „Blockade“ von Kaliningrad, nur 1% der Eisenbahnlieferungen seien betroffen – während es tatsächlich 50% sind).

    Interessant, was der US-Militärstratege unter Trump, Clint Ehrlich, dazu zu sagen hat (in den USA ist diese Eskalation naturgemäß kein Thema):

    Tipping Point – A Blockade of Kaliningrad
    One America News Network
    Published June 27, 2022
    with Clint Ehrlich – 06/24/2022

    https://rumble.com/v1a68yb-tipping-point-a-blockade-of-kaliningrad.html

    „Die ukrainische Elite befindet sich in einer Art Hysterie wegen ihres irrsinnigen Versuchs, dem ganzen Land einen russophoben galizischen Nationalismus aufzuzwingen und als blinder westlicher Mechanismus für die Zerstörung Russlands zu fungieren, was sie nur erleichtert und sich selbst an den Rand der Katastrophe bringt mit der Aussicht auf die Auflösung der Staatlichkeit und die Integration des gesamten Territoriums und der Bevölkerung in Russland.“
    https://topwar.ru/198407-kakih-rezultatov-mozhet-dostignut-specoperacija-na-ukraine.html

    Die Computer-Übersetzung ist natürlich holprig, aber man versteht das schon. Alle West-promoteten Ukraine-Politiker tickten so – und selbst der russischsprachige Selenskyj, als Friedenskandidat angetreten, wurde, auch mithilfe rechtsextremer Bataillone, sehr schnell umgedreht, um so wie Timoschenko und Poroschenko zu ticken:

    „Die zweite Phase der Operation zur Befreiung des Donbass läuft eher verhalten ab. Die ukrainischen Truppen werden hauptsächlich durch Luft-, Raketen- und Artillerieangriffe aufgerieben und anschließend von der Infanterie zurückgedrängt und aufgerieben. Das begrenzte russische Truppenkontingent in der Ukraine ist für groß angelegte Operationen eindeutig unzureichend. Gleichzeitig erleidet die AFU immer noch katastrophale Verluste: Militärexperten zufolge belaufen sich die ukrainischen Verluste an Gefallenen und Vermissten auf etwa 50.000-60.000 und steigen unaufhaltsam weiter an.

    Die angekündigte Befreiung des Donbass ging nicht den Weg, durch Angriffe von Süden und Norden aus der Nähe von Kurachowo und Barwenkowo einen Kessel über den gesamten Donbass zu schaffen, sondern entschied sich für die Bildung kleinerer Kessel mit ihrer methodischen Liquidierung (in der Nähe von Awdijiwka, Swetlodarsk, den Agglomerationen Zolote-Gorske, Sewerodonezk-Lysytschansk und Slawjansk-Kramatorsk).

    Bisher wurde nur der Kessel der Agglomeration Zolote-Horske umgesetzt, aus dem die kampfbereitesten AFU-Einheiten vorzeitig abgezogen wurden, und die Einkreisung der Agglomeration Sewerodonezk-Lysytschansk führte nicht zur vollständigen Ausschaltung dieser Gruppierung, da bedeutende feindliche Kräfte durchbrachen und sich in Richtung Sewersk und Artemiwsk zurückzogen.

    In den verbleibenden potentiellen Kesseln ist die Einkreisung des Gegners noch nicht abgeschlossen; die Dichte der russischen Truppen an der Front reicht für groß angelegte Operationen, Durchbrüche und eine rasche Schließung der Kessel nicht aus; offenbar hat man sich für die Taktik entschieden, langsam durch die Front vorzustoßen und sich dabei auf Raketen- und Artillerieangriffe zu verlassen. Man hat den Eindruck, dass Moskau den Konflikt absichtlich in die Länge zieht und keine radikalen Schritte unternimmt, um die ukrainische Armee zu besiegen. Ist dies möglich?

    Nach vier Monaten haben weder Russland noch der Westen einen strategischen Durchbruch erzielt (niemand ist hier an den Interessen der Ukraine interessiert), wobei der Westen weitaus höhere Kosten zu tragen hat. Russland ist bestrebt, das Leben seiner Soldaten zu retten, die Zerstörung von Städten und Infrastrukturen (die später alle wieder aufgebaut werden müssen) zu minimieren und die USA nicht zu einer Internationalisierung des Ukraine-Konflikts zu provozieren, was zu einer erheblichen Ausweitung der Kontaktlinie mit dem Feind beitragen würde.“

    Jetzt weiß ich leider nicht, wann genau diese Analyse erschien, die so endet:

    „Russland braucht einen strategischen Durchbruch bei der Sonderoperation. Und ein wichtiges psychologisches Moment könnte die Entwicklung eines Erfolgs an der Front sein, der die Moral der AFU untergraben und den Versuchen des Westens und der russischen Kompradoren, einen „unanständigen Frieden“ zu schließen, ein Ende setzen würde.“

    Ich tippe mal, daß unter „Kompradoren“ vom Westen promotete Politiker/Eliten wie Jelzin gemeint sind. 😉

    Tatsächlich ist die Analyse, die wohl auf dem Wunsch beruht, Russland möge einen „richtigen“ Krieg führen statt dieser limitierten „Spezial-Operation“, viel zu pessimistisch. Westliche viel zu optimistische Einschätzungen erwiesen sich dagegen als komplett haltlos:

    Und soo langsam ist der russische Vorstoß im Donbass nun wirklich nicht:

    Und es geht sofort weiter:

    Gerassimow ist ein sehr empfehlenswerter deutscher Analyst. Und zur Schlangeninsel hat er dies zu vermelden:

    So kam es dann auch:

    Der britische Militärgeheimdienst versucht, einen geordneten Rückzug aus Lisitschansk zu verbreiten, und betreibt dann komplett widersprüchliche Schlangeninsel-Propaganda:

    Das britische Intel Update vom 4.7.2022:

    Ukrainian forces have withdrawn from Lysychansk, likely falling back to prepared defensive positions.
    […]

    With harvest underway, Russia’s invasion continues to have a devastating impact on Ukraine’s agricultural sector. The war has caused major disruption to the supply chains of seed and fertiliser which Ukrainian farmers rely on.
    Russia’s blockade of Odesa continues to severely constrain Ukraine’s grain exports. Because of this, Ukraine’s agricultural exports in 2022 are unlikely to be more than 35% of the 2021 total.

    Following its retreat from the Black Sea outpost of Snake Island, Russia misleadingly claimed that ‘the ball is now in Ukraine’s court’ in relation to improving grain exports.
    In reality, it is Russia’s disruption of Ukraine’s agricultural sector which continues to exacerbate the global food crisis.

    https://augengeradeaus.net/2022/07/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-4-juli-2022/

    Logo gab es keinen „geordneten“ Rückzug von Lisichansk; da irren jetzt Reste aufgeriebener Verbände herum:

    Das Briefing des russischen Verteidigungsministeriums vom 4.7.2022:
    […]
    Successful offensive held by Russian Armed Forces in the Lugansk People’s Republic has resulted in the loss of control of Ukrainian command over the withdrawn units of 10th Mountain Assault, 72nd and 115th mechanised brigades of the Armed Forces of Ukraine (AFU), as well as over those of 118th Territorial Defence Brigade.

    The enemy suffers considerable losses on all fronts. High-precision attacks launched by Russian Aerospace Forces have resulted in the neutralisation of provisional bases of 92nd Mechanised and 40th Artillery brigades of the AFU in Kharkov with about 200 Ukrainian servicemen and up to 19 units of military equipment deployed.

    Russian Federation Armed Forces continue the special military operation in Ukraine.

    High-precision attacks launched by Russian Aerospace Forces have resulted in the elimination of 7 command posts, including those of 25th Air Assault Brigade deployed near Seversk (Donetsk People’s Republic), 2 munitions, missile and artillery armament depots in Ivano-Daryevka and Artyomovsk (Donetsk People’s Republic), 1 Grad MRLS battery in reloading areas, as well as AFU manpower and military equipment in 16 areas.

    Within the counter-battery warfare, high-precision attacks launched by Russian Aerospace Forces have resulted in the neutralisation of 4 Ukrainian MRLS plattoons near Tarasovka, Novaya Poltavka and Ulyanovka (Donetsk People’s Republic).
    Operational-tactical and army aviation, missile troops and artillery have neutralised: 2 AFU command posts, 3 munitions depots near Spornoye (Donetsk People’s Republic), as well as AFU manpower and military equipment in 61 areas.
    […]

    https://augengeradeaus.net/2022/07/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-4-juli-2022/

    Das ukrainische Briefing bestätigt das russische weitgehend. Interessant:

    In order to disrupt the control and communication system of the Defense Forces, the enemy actively uses radio-electronic warfare complexes.

    As part of the logistical support of the troops, 17 wagons with ammunition were moved from the temporarily occupied Crimea to the „Kalanchak“ railway station (Myrne, Kherson oblast).

    Die eigene Tätigkeit wird eher vage beschrieben:

    The Ukrainian aviation and rocket artillery units continue successfully to fire damage to ammunition warehouses and accumulations of manpower and military equipment of the russian occupiers.

    Wobei mit „aviation“ wohl eher Drohnen gemeint sind. 😉

    Der auf ukrainische fake news abonnierte Twitterer „OSINT Aggregator“ hat augenscheinlich aufgegeben:

    Seitdem kam nichts mehr.

    Die AP, die aufopferungsvoll und emphatisch den Widerstand von Asow in Mariupol begleitet hatte, mischt jetzt Wahrheit und Lüge; die Heldensagas und die Berichte, wonach Russen die Donbass-Städte in Schutt und Asche legen, während es tatsächlich die ukrainischen Kräfte sind, lasse ich jetzt weg:

    ‘Hell on earth’: Ukrainian soldiers describe eastern front
    By FRANCESCA EBEL today [4,7,2022]

    BAKHMUT, Ukraine (AP) — Torched forests and cities burned to the ground. Colleagues with severed limbs. Bombardments so relentless the only option is to lie in a trench, wait and pray.
    Ukrainian soldiers returning from the front lines in eastern Ukraine’s Donbas region — where Russia is waging a fierce offensive — describe life during what has turned into a grueling war of attrition as apocalyptic.
    In interviews with The Associated Press, some complained of chaotic organization, desertions and mental health problems caused by relentless shelling. Others spoke of high morale, their colleagues’ heroism, and a commitment to keep fighting, even as the better-equipped Russians control more of the combat zone.
    […]
    Other soldiers, most with no combat experience before the invasion, shared more pessimistic accounts while insisting on anonymity or using only their first names to discuss their experiences. [Logo, sie werden ja verfolgt, und nicht nur vom SBU.]
    Oleksiy, a member of the Ukrainian army who started fighting against the Moscow-backed separatists in 2016, had just returned from the front with a heavy limp. He said he was wounded on the battlefield in Zolote, a town the Russians also have since occupied.
    “On the TV, they are showing beautiful pictures of the front lines, the solidarity, the army, but the reality is very different” he said, adding he does not think the delivery of more Western weapons would change the course of the war.

    His battalion started running out of ammunition within a few weeks, Oleksiy said. At one point, the relentless shelling kept the soldiers from standing up in the trenches, he said, exhaustion visible on his lined face.
    A senior presidential aide reported last month that 100 to 200 Ukrainian troops were dying every day, but the country has not provided the total number killed in action. Oleksiy claimed his unit lost 150 men during its first three days of fighting, many from a loss of blood.
    Due to the relentless bombardments, wounded soldiers were only evacuated at night, and sometimes they had to wait up to two days, he said.
    “The commanders don’t care if you are psychologically broken. If you have a working heart, if you have arms and legs, you have to go back in,” he added.
    […]
    Two other soldiers the AP interviewed — former office-workers in Kyiv with no prior battle experience — said they were sent to the front lines in the east as soon as they completed their initial training. They said they observed “terrible organization” and “illogical decision-making,” and many people in their battalion refused to fight.
    One of the soldiers said he smokes marijuana daily. “Otherwise, I would lose my mind, I would desert. It’s the only way I can cope” he said.
    A 28-year-old former teacher in Sloviansk who “never imagined” he would fight for his country described Ukraine’s battlefields as a completely different life, with a different value system and emotional highs as well as lows.
    “There is joy, there is sorrow. Everything is intertwined,” he said.
    Friendship with his colleagues provide the bright spots. But he also saw fellow soldiers succumbing to extreme fatigue, both physical and mental, and displaying symptoms of PTSD.
    “It’s hard to live under constant stress, sleep-deprived and malnourished. To see all those horrors with your own eyes — the dead, the torn-off limbs. It is unlikely that someone’s psyche can withstand that,” he said.
    Yet he, too, insisted that the motivation to defend their country remains.
    […]

    https://apnews.com/article/russia-ukraine-kyiv-donetsk-government-and-politics-f9f2b30b90a10b31f16aca18dae4eb65

    Am Ende dann die dickste Lüge:

    On Sunday, Russian forces occupied the last Ukrainian stronghold in Luhansk province and stepped up rocket strikes on Donetsk, the Donbas province where the center is located.

    Die NZZ macht sich am 4.7.2022 diese Lüge zu eigen:

    So ist die Lage in der Ukraine: Die russischen Streitkräfte werden sich nach dem Abzug der ukrainischen Truppen aus der Stadt Lisitschansk nach Einschätzung des britischen Geheimdienstes die Eroberung von Donezk zum Ziel setzen, dem Zentrum des Donbass.

    Donetsk ist die Hauptstadt der seit 2014 „unabhängigen“ DPR, die Rußland zur Hilfe gegenüber den ständigen Angriffen der Ukraine auf Zivilisten gebeten hat. Jetzt geht es um die Befreiung weiterer Gebiete im Donbass, die zum westlich gelegenen ehemaligen Donetsk-Verwaltungsbezirk gehörten.

    Seitdem beschießt die Ukraine vermehrt Zivilisten in der Stadt Donetsk.

    Aber die Täter-Opfer-Umkehr sind wir ja schon gewohnt:

    Und natürlich bricht die Ukraine jetzt zusammen:

    • Guten Morgen Frau Wolff,

      meine russischen Sprachkenntnisse sind jetzt 50 Jahre ‚verstaubt‘. Den Sinn kann ich noch erfassen, aber eine korrekte Übersetzung würde schlicht zu lange dauern. Deshalb deepL und gelegentliche Korrekturen, wenn sich dann der Sinn nicht erschließt. Außerdem steht hinter deepL KI und so kann man das System gut trainieren …

      > Jetzt weiß ich leider nicht, wann genau diese Analyse erschien …
      Der Artikel war ‚brandneu‘ – 03.07.2022.

      > Skeptisch bin ich bei dieser Analyse
      Skepsis ist bei Analysen immer angebracht. Stellen diese ja immer die Sicht des Vortragenden dar, wobei diese nicht mit der des Rezipienten kongruent sein muss.

      > Ich tippe mal, daß unter „Kompradoren“ vom Westen promotete Politiker/Eliten wie Jelzin gemeint sind.
      Darunter versteht man landläufig in Russland die Eliten, die zur Sicherung ihrer eigenen Pfründe auch ihre eigene Großmutter an den Westen verkaufen würden. Von Russland ganz zu schweigen … Aber wenn man sich die Kommentare unter diesem Artikel so ansieht, dann ordnen manche der Kommentatoren selbst Putin dieser Gruppe zu …

      > Tatsächlich ist die Analyse, die wohl auf dem Wunsch beruht, Russland möge einen „richtigen“ Krieg führen statt dieser limitierten „Spezial-Operation“, viel zu pessimistisch.
      Nun ja, aus der Sicht des Analysten besteht (durchaus) die Gefahr, dass der ukrainischen Führung die Möglichkeit eines massiven Ausgleichs der verlustig gegangenen militärischen Ausrüstungen gegeben wird, wenn der Konflikt sich noch länger hinzieht. Und ich denke, die russischen Analysten wissen genau, ‚was die Stunde geschlagen hat‘:

      russtrat.ru/comments/29-iyunya-2022-0010-10912
      ‚Daraus ergeben sich die folgenden Schlussfolgerungen.

      Die Erklärung der G7 zur unbefristeten militärischen und finanziellen Unterstützung der Ukraine, ihr quantitativer und qualitativer Inhalt zeigen, dass die Strategie des „Krieges bis zum letzten Ukrainer“ unumgänglich wird. Es wird keine andere Strategie geben.
      Dieser Ansatz impliziert kein Unentschieden. Eine Seite des bewaffneten Konflikts muss eine vernichtende Niederlage erleiden. Im Krieg geht es nicht um das Leben, sondern um den Tod.
      Eine unbefristete militärische und finanzielle Hilfe des Westens für die Ukraine bedeutet einen unbefristeten Krieg mit Russland. Daher bleibt die einzige akzeptable Option für Russland, die militärische Sonderoperation abzuschließen, das Verschwinden der Ukraine als Staat von der politischen Landkarte der Welt.‘

      Ich denke, es kommen schwere Zeiten auf uns zu.

      • „Der Artikel war ‚brandneu‘ – 03.07.2022.“

        Kann es sein, daß der „strategische Durchbruch“, die Eroberung von Lugansk, zu diesem Zeitpunkt noch nicht berücksichtigt werden konnte?

        „Nun ja, aus der Sicht des Analysten besteht (durchaus) die Gefahr, dass der ukrainischen Führung die Möglichkeit eines massiven Ausgleichs der verlustig gegangenen militärischen Ausrüstungen gegeben wird, wenn der Konflikt sich noch länger hinzieht.“

        Der AP-Artikel, den ich zitierte, wurde auch im Tagesspiegel paraphrasiert:

        https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/sjewjerodonezk-war-die-hoelle-auf-erden-ukrainische-soldaten-schildern-das-grauen-an-der-front/28481038.html

        Und da spricht es einer aus: auch westliche Waffen ändern nichts mehr. Es ist die menschliche Ressource, die verlustig ging und geht, auch dank Selenskyjs häufigen unvernünftigen Weigerungen, Rückzugsforderungen von Truppen und Militärstab zu entsprechen.

        @ Mark Smith:

        „@ Ulli
        Zu Deinem Text, den Du ins Deutsche übersetzt hast:
        Mit vielen Sachen bin ich einverstanden, aber mit vielen auch wieder nicht:
        Es heisst:
        „(…) und die USA nicht zu einer Internationalisierung des Ukraine-Konflikts zu provozieren, was zu einer erheblichen Ausweitung der Kontaktlinie mit dem Feind beitragen würde.“

        Also ich würde mal behaupten, dass auch die USA wie Europa kein Interesse daran haben, den Ukraine-Konflikt zu internationalisieren. Keine Ahnung, wie der Autor auf diese Idee kommt.
        […]
        Es heisst:
        „Die USA sind bereit, den Konflikt in der Ukraine zu internationalisieren und erwägen einen Plan für eine begrenzte Beteiligung Polens, Rumäniens und der baltischen Staaten, die sie ohne Scheu durch den Fleischwolf drehen wollen. Polen hingegen träumt davon, Galizien – die „Ostkirchen“ – zurückzuerobern, und hat mit Zelenski Verhandlungen über die Integration der beiden Staaten aufgenommen und sein 10.000 Mann starkes Truppenkontingent mit einigem Erfolg in die Ukraine entsandt. Rumänien hat die gleichen Pläne für Bessarabien und die nördliche Bukowina.
        (…)
        Das heißt, die USA versuchen, ihre militärischen Fähigkeiten mit anderen Mitteln zu erhöhen, Russland vor die Tatsache eines militärischen Konflikts bereits mit einzelnen NATO-Staaten zu stellen und es zu zwingen, sich zu für uns ungünstigen Bedingungen an den Verhandlungstisch zu setzen.“

        Wie soll das gehen, wenn Rumänien und Polen mit einbezogen würden, dann wäre ja sofort auch die NATO mitten drin und die EU. Die EU wird hier ganz sicherlich nicht mitmachen, weil das würde gegen ihre ureigensten „Werte“ verstoßen und hier würde sich m.E. auch die EU gegen die USA durchsetzen. Also das scheint mir nun ein gänzlich unrealistisches Szenario zu sein.“

        Warum die Presse versagt II


        [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-9/#comment-96337

        Ich bin ja auch skeptisch, was Alleingänge Polens und Rumäniens angeht. Aber glaubst Du, daß Litauen seinen verschärfenden Alleingang gegenüber Kaliningrad ohne US-Rückendeckung unternommen hat? Die Scharfmacherin „Fuck the EU“-Nuland ist wieder im Amt, und die Bindungen der baltischen Staaten sowie Polens an die USA sind doch stärker als die an die EU; über Rumänien bin ich diesbezüglich nicht im Bilde.

        Und durchgeknallte Medien gibt es zuhauf:

        5.7.2022 09:30 Uhr
        Lage der Ukrainer wird schwieriger
        Der Westen muss jetzt klären, was genau ein Sieg wäre

        Eine Definitionsfrage wird zum Prüfstein: Soll es schon reichen, wenn Russland am Donbass stoppt? Das wäre ein schaler Sieg. Ein Kommentar.
        Stephan-Andreas Casdorff

        […]
        Verheert auch deshalb, weil das Kriegsgeschehen sich gerade wandelt. Die russische Armee hat sich neu orientiert, neu gestaffelt, und das ist keine gute Nachricht.
        Denn ihrer Führung, zumal der im Kreml, an der Spitze Wladimir Putin, ist es egal, ob 30.000 oder schon 50.000 [Das sind eher ukrainische Zahlen, keine russischen] Soldaten gefallen sind. Wenn nur am Ende ihr Sieg steht. Hier verbindet sich Nihilismus mit Imperialismus zu diesem Gift: dem der Menschenverachtung.
        Für die Ukraine wird es immer schwieriger. Die Menschen dort geben alles, sogar ihr Leben, und das freiwillig [kaum, die werden mobilisiert], weil sie sich an ihrem Land festkrallen und an ihrer Würde festhalten. Anrührend ist das, und bewundernswert.

        Positive [Fake-] Meldungen sind der Situation geschuldet, um die Moral hochzuhalten. Aber die Kräfte schwinden, die Verluste nehmen zu, in jedem Fall die Berichte darüber. Das Material reicht nicht mehr. Die Tragik nimmt augenscheinlich ihren Lauf. Der Donbass wirkt verloren, zumal die Russen alles daransetzen, ihn zu gewinnen. Mindestens das.
        Durchhalten erfordert da mehr als Moral. Daher kommt die wiederholte Frage nach Waffen und Militärgerät; die Ukraine lässt nicht locker. Denn sie braucht viel, eigentlich alles, von Handgranaten und Zündern bis hin zu Panzern, denen für den Kampf. Panzerhaubitzen können ein Gefecht entscheiden, nicht den Krieg. Das können alle sehen, auch wissen. Die Briten teilen dazu ihre sehr gute „Intelligence“. [ 😉 ]

        In einer Hinsicht hat die Ukraine sicher gewonnen

        Vor dem Hintergrund stellt sich die Frage nach der Moral bald täglich neu in den Staaten, die sagen, dass sie der Ukraine helfen wollen. Wenn sie das wirklich wollen, wird es höchste Zeit, sich Rechenschaft abzulegen über das bisher Erzielte; sich klar zu machen, was am Ende erreicht sein soll: dass die Ukraine entweder nicht verloren oder dass sie gewonnen hat. Das fordert sogar die grüne deutsche Außenministerin: Die Ukraine soll gewinnen. Eine Definitionsfrage wird zum Prüfstein der Ernsthaftigkeit.

        In einer Hinsicht hat die Ukraine sicher gewonnen: an Achtung bei denen, die sich mit ihr verbündet haben. Der ihr winkende EU-Beitritt ist ein Zeichen dafür. Aber das ist ja nicht gemeint. Oder doch? Militärisch erforderte ein Sieg ganz anderes. Oder soll es schon einer sein, wenn die Russen am Donbass stoppen? Das wäre ein schaler Sieg.
        Die Staaten, voran Deutschland als europäische Orientierungsmacht, stehen am Scheideweg. Gewinnen oder nicht verlieren – was jetzt? Die Antwort bestimmt das Handeln. Dann ist klar, auch der Ukraine, ob alles Nötige geliefert wird, und ob der Westen bereit steht, letzten Endes sich selbst einzubringen.
        […]

        https://www.tagesspiegel.de/politik/lage-der-ukrainer-wird-schwieriger-der-westen-muss-jetzt-klaeren-was-genau-ein-sieg-waere/28478904.html

        ‚Daraus ergeben sich die folgenden Schlussfolgerungen.
        Die Erklärung der G7 zur unbefristeten militärischen und finanziellen Unterstützung der Ukraine, ihr quantitativer und qualitativer Inhalt zeigen, dass die Strategie des „Krieges bis zum letzten Ukrainer“ unumgänglich wird. Es wird keine andere Strategie geben.
        Dieser Ansatz impliziert kein Unentschieden. Eine Seite des bewaffneten Konflikts muss eine vernichtende Niederlage erleiden. Im Krieg geht es nicht um das Leben, sondern um den Tod.
        […]‘

        Wenn es denn dabei bliebe. Denn was die Sanktionen angeht, hat der russische Analyst recht – sie wirken nicht und schaden dem Westen mehr als Rußland. Und in den USA wird gewählt. Die rhetorische Front wankt:

        Aus mir nicht bekannten Gründen wird nun in Deutschland befürchtet, daß nach den Wartungsarbeiten an NS1 kein Gas mehr fließen wird. Und plötzlich sind die Rufe nach einem Gasembargo verstummt.

        Während Rußland jetzt in China einkauft:

        Und BRICS insgesamt immer stärker wird.

        • @ Gabriele Wolff

          Du schreibst:

          «Ich bin ja auch skeptisch, was Alleingänge Polens und Rumäniens angeht. Aber glaubst Du, daß Litauen seinen verschärfenden Alleingang gegenüber Kaliningrad ohne US-Rückendeckung unternommen hat? Die Scharfmacherin „Fuck the EU“-Nuland ist wieder im Amt, und die Bindungen der baltischen Staaten sowie Polens an die USA sind doch stärker als die an die EU; über Rumänien bin ich diesbezüglich nicht im Bilde.»

          Nun, Scharfmacher gibt es natürlich hüben wie drüben: also in Polen, in Rumänien in Litauen, in Russland, in den USA etc. Nur würde ich momentan behaupten, dass nicht die Scharfmacher am Ruder sind, sondern das dürfte eine Minderheit sein, ausser in Litauen und ev. Polen.
          Wenn man es spieltheoretisch anschaut, ist der Griff zur Atomwaffe bei Russland viel lockerer als bei den USA oder der EU etc. Die Ukraine grenzt nun mal direkt an Russland, für Russland ist die Ukraine viel existenzieller als für die EU oder für die USA, zumindest was die eigene Sicherheit anbelangt und für die strategisch geopolitischen Interessen.
          Wenn wir nun noch einbeziehen, dass Russland ein BSP in der Grössenordnung von Spanien bzw. Italien hat und die NATO ca. 18-mal mehr für das Militär ausgibt, dann sind auch die militärischen und ökonomischen Kräfteverhältnisse klar. Das heisst: Russland wird bei einem konventionellen Krieg gegen die NATO verlieren: Russland hat nur eine Chance, wenn es Atomwaffen einsetzt und zwar, um zu signalisieren, kein Schritt weiter, sonst kommt es zum Super-Gau. Natürlich könnten noch ein bisschen differenziertere Reaktionen folgen, dass man taktische Atomwaffen einsetzt etc.
          Das heisst: NATO, G7, EU haben also viel weniger zu verlieren im Ukraine-Krieg als Russland und vor allem wenn man noch damit rechnen muss, dass man einen Atomkrieg auslösen könnte und quasi gemeinsam Selbstmord begeht.
          Aber wie gesagt: Es gibt hüben wie drüben Scharfmacher und Hardliner, die nicht weiter als die eigene Nasenspitze bzw. den eigenen Bauchnabel denken und dann auch eine Katastrophe in Kauf nehmen; aber rational im spieltheoretischen Sinne ist das nicht, sondern es sind Hasardeure, wo viele andere Sachen ihr Verhalten leiten, aber sicherlich nicht Rationalität im Sinne, dass man vor allem Frieden möchte.

  5. Es ist ja gut und schön, daß Michael Lüders auf die erbärmliche Doppelmoral des Westens verweist, die zu extrem selbstschädigenden Sanktionen führt:

    Ukraine über alles? Über Moral und wirtschaftlichen Niedergang
    35.154 Aufrufe 01.07.2022
    Michael Lüders

    Und auch Lafontaines Emphase ist goldrichtig:

    Mark Smith:
    „@ Ulli
    Ja, dieses neuste Video von Lüders hat mir auch super gut gefallen. Lüders ist ja sonst eher konziliant in seinen Video und seinen Aussagen, aber offenbar hat er nun auch allmählich die Faxen dick, so dass er m.E. wirklich mal giftig wird und so richtiggehend austeilt.

    Mir hat Oskar Lafontaine auch noch gut gefallen, obwohl man das sicherlich alles ein bisschen differenzierter anschauen müsste:

    „Lügengipfel
    Den G7-Gipfel in Elmau und den NATO-Gipfel in Madrid hätte man sich sparen können. Auf beiden Zusammentreffen wurde deutlich, dass man „geschlossen gegen Russland zusammensteht“. Die Vasallen der USA haben brav die Strategie des Pentagon abgenickt. Solange das so ist, wird es schwer sein, einen Waffenstillstand in der Ukraine zu erreichen. Die Lügenpropaganda der USA bestimmt die Politik der westlichen Staaten.
    […]
    Solange die Europäer nicht erkennen, dass ihre Interessen zu denen der USA diametral entgegengesetzt sind, wird es keinen Frieden geben. Die USA wollen Russland „zermürben“ und die Europäer laufen dabei Gefahr, Opfer eines auf Europa begrenzten Nuklearkrieges zu werden. Wann hat ein europäischer Politiker den Mut, das offen anzusprechen?

    Noch ein letztes: Wenn man Rohstoffe wie Gas und Öl nur von Staaten beziehen kann, die für völkerrechtswidrige Kriege verantwortlich sind wie die USA, Russland, Saudi-Arabien oder Katar, sollte man an die Interessen der eigenen Bevölkerung denken und die billigsten Rohstoffe importieren. Dass man sich nicht nur von einem Lieferanten abhängig machen sollte, ist richtig, aber das gilt für alle.

    Wie lange findet sich die Bevölkerung noch damit ab, dass die Bundesregierung durch eine törichte Politik Millionen Menschen in Deutschland verarmen lässt und die deutsche Wirtschaft ruiniert? Und in Afrika sterben Menschen an Hunger nicht zuletzt, weil die „Menschenrechtspartei“ der Grünen ihre Mitverantwortung für dieses Elend nicht sehen will. „(Quelle: Oskar Lafontaine auf Facebook)“

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-9/#comment-96310

    Das ist alles billig; die Herren sollten sich in die Niederungen der Ebene begeben und klar bezeichnen, wer wie wo warum lügt. Ich hatte diese Lügen ja mit meinem Beitrag zu den Lügen der Democrats in ihrem Schauprozeß gegen Trump klar benannt, ebenso die Richtigkeit der letzten Supreme Court-Entscheidungen (wegen denen die Richter nun Polizeischutz benötigen):

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-9/#comment-96298

    Man beachte: selbst die WaPo scherte am 1.7.2022 aus ihrem Democrats-Propaganda-Modus aus:

    The Jan. 6 committee’s zeal to impugn Trump is in danger of backfiring
    Opinion ● By Gary Abernathy ● Read more »

    The EPA decision is the biggest one of all, and the court got it right
    Opinion ● By George F. Will ● Read more »

    Die Kriminalisierung, ja, Tötung der Opposition ist in der Ukraine Alltag, dank ihrer CIA/FBI-US-Ausbilder, die zuhause kaum anders agieren. Und die Aushöhlung von Demokratie im Westen durfte nun wirklich jeder bei uns in Deutschland erfahren, als obskure Ministerpräsidenten-Kanzleramts-Konferenzen die Macht übernahmen.

    Betrachten wir die Macht (sprich Waffen) genauer:

    Biden ist freilich dement. Ich erwähnte es in meinem obigen Posting.

    „600 Panzer“ ist sicherlich auf Bidens Geisteszustand zurückzuführen. Tatsächlich gibt es niemanden mehr, der diese Waffen bedienen könnte:

    Das bekam jeder mit, der sich abseits der westlichen Propaganda bewegte.

    Daß Kharkiw vor allen Dingen durch die Asow-Abspaltung „Kraken“ verteidigt wurde, die russische Kriegsgefangene folterte und tötete, wird gern ausgeblendet.

    Obama haßte Biden zurecht:

    Ukraine Is the Latest Neocon Disaster
    July 1, 2022
    If Europe has any insight, it will separate itself from these U.S. foreign policy debacles, writes Jeffrey D. Sachs.

    By Jeffrey D. Sachs

    Common Dreams

    The war in Ukraine is the culmination of a 30-year project of the American neoconservative movement. The Biden administration is packed with the same neocons who championed the U.S. wars of choice in Serbia (1999), Afghanistan (2001), Iraq (2003), Syria (2011), Libya (2011), and who did so much to provoke Russia’s invasion of Ukraine.

    The neocon track record is one of unmitigated disaster, yet Biden has staffed his team with neocons. As a result, Biden is steering Ukraine, the U.S. and the European Union towards yet another geopolitical debacle. If Europe has any insight, it will separate itself from these U.S. foreign policy debacles.

    The neocon movement emerged in the 1970s around a group of public intellectuals, several of whom were influenced by University of Chicago political scientist Leo Strauss and Yale University classicist Donald Kagan. Neocon leaders included Norman Podhoretz, Irving Kristol, Paul Wolfowitz, Robert Kagan (son of Donald), Frederick Kagan (son of Donald), Victoria Nuland (wife of Robert), Elliott Cohen, Elliott Abrams and Kimberley Allen Kagan (wife of Frederick).

    The main message of the neocons is that the U.S. must predominate in military power in every region of the world and must confront rising regional powers that could someday challenge U.S. global or regional dominance, most important Russia and China. For this purpose, U.S. military force should be pre-positioned in hundreds of military bases around the world and the U.S. should be prepared to lead wars of choice as necessary. The United Nations is to be used by the U.S. only when useful for U.S. purposes.
    […]
    The Institute for the Study of War (ISW), a neocon think-tank led by Kimberley Allen Kagan (and backed by a who’s who of defense contractors such as General Dynamics and Raytheon), continues to promise a Ukrainian victory.

    Regarding Russia’s advances, the ISW offered a typical comment:

    “[R]egardless of which side holds the city [of Sievierodonetsk], the Russian offensive at the operational and strategic levels will probably have culminated, giving Ukraine the chance to restart its operational-level counteroffensives to push Russian forces back.”

    The facts on the ground, however, suggest otherwise. The West’s economic sanctions have had little adverse impact on Russia, while their “boomerang” effect on the rest of the world has been large.

    Moreover, the U.S. capacity to resupply Ukraine with ammunition and weaponry is seriously hamstrung by America’s limited production capacity and broken supply chains. Russia’s industrial capacity of course dwarfs that of Ukraine’s. Russia’s GDP was roughly 10X that of Ukraine before the war and Ukraine has now lost much of its industrial capacity in the war.

    The most likely outcome of the current fighting is that Russia will conquer a large swath of Ukraine, perhaps leaving Ukraine landlocked or nearly so. Frustration will rise in Europe and the U.S. with the military losses and the stagflationary consequences of war and sanctions.

    The knock-on effects could be devastating, if a right-wing demagogue in the U.S. rises to power (or in the case of Trump, returns to power) [hier hat die Linke ihre Probleme, denn Trump wollte die regime change-Kriege der USA beenden!] promising to restore America’s faded military glory through dangerous escalation.

    Instead of risking this disaster, the real solution is to end the neocon fantasies of the past 30 years and for Ukraine and Russia to return to the negotiating table, with NATO committing to end its commitment to the eastward enlargement to Ukraine and Georgia in return for a viable peace that respects and protects Ukraine’s sovereignty and territorial integrity.

    https://consortiumnews.com/2022/07/01/ukraine-is-the-latest-neocon-disaster/

    Lassen wir uns auf Realismus ein:

    #douglasmacgregor #ukrainerussia #ukrainewar
    Entirely surrounded, cut off & isolated
    01.07.2022 #douglasmacgregor #ukrainerussia #ukrainewar #russiaukrainewar #ukraine #ukrainerussiawar #russiaukraineconflict #russi…
    Douglas MacGregor

    Und wie immer hört man aus befreiten Gebieten, wie die Ukrainer beim Rückzug noch Zivilisten bombardierten (wie sie ja auch „verteidigen“, indem sie menschliche Schutzschilde gebrauchen, ganz besonders in Mariupol):

    Schauen wir uns demgegenüber die deutschen Leitmedien an: der STERN unter neuer Chefredaktion läßt es klassenkämpferisch krachen:

    Irgendwie arbeiten sich alle Medien gerade an der FDP ab. Sie macht nämlich fast alles richtig. Bis auf das unsägliche Einknicken gegenüber der aggressiven Trans-Lobby…

    Vermögenssteuer
    Seit 40 Jahren werden Steuern für Reiche gesenkt. Jetzt ist Zeit für einen Klassenkampf!

    von Walter Wüllenweber
    08.06.2022, 14:51 5 Min. Lesezeit

    Krieg, Corona, Inflation: Mit jeder Krise wächst die Ungleichheit. Doch immer noch glauben Christian Lindner und die FDP an Steuersenkungen. Eine Wutrede über eine Religion aus den Business-Schulen US-amerikanischer Eliteuniversitäten.

    Es begann vor genau 40 Jahren, 9 Monaten und 27 Tagen. Ein ehemaliger Schauspieler saß in Jeans und Cowboystiefeln vor seiner Ranch in den Santa Monica Mountains, streichelte den Hund und unterzeichnete ein Schriftstück, das die Welt verändern sollte. Ronald Reagan hatte die Medien der Welt eingeladen, dabei zu sein, wenn er Geschichte schrieb.
    Der „Economic Recovery Tax Act“ von 1981 war das, was man heute eine Zeitenwende nennen würde: Die Steuern für Reiche und für Unternehmen wurden massiv gesenkt, zuerst in den USA und Großbritannien, schließlich in der ganzen Welt.

    https://www.stern.de/politik/steuern-hoch-fuer-reiche–zeit-fuer-einen-klassenkampf–eine-wutrede-31928064.html

    Mehr als eine Wutrede war es allerdings nicht. Und dann folgte auf S. 36 Anne Applebaum.

    Osteuropa-Expertin Anne Applebaum
    Würdiger Ausweg? Nein. Warum Putin den Krieg verlieren muss

    Anne Applebaum gilt als eine profunde Kennerin Osteuropas. Die amerikanische Historikerin wurde mehrfach für ihre Bücher über osteuropäische und russische Geschichte ausgezeichnet. Applebaum, 57, lebt mit ihrem Mann, dem ehemaligen polnischen Außenminister Radoslaw Sikorski, in Zentralpolen

    07.06.2022, 17:07 Die Annahme einiger westlicher Regierungen, man müsse Putin einen würdigen Ausweg aus dem Krieg bieten, ist falsch. Ein Gastbeitrag der Historikerin Anne Applebaum.
    Anne Applebaum

    Eine Ausfahrt – das klingt nach etwas Handfestem aus Beton und Stahl. Doch in diesen Tagen bekommt der Begriff manchmal eine neue Bedeutung: als gesichtswahrender Ausweg für Wladimir Putin. Als Deal, der ihn davon überzeugen könnte, seine Invasion der Ukraine zu beenden.
    Einige deutsche Politiker von der regierenden SPD, unter ihnen Kanzler Olaf Scholz und Verteidigungsministerin Christine Lambrecht, vermeiden es, von einem „Sieg“ der Ukraine zu sprechen, wenn sie über den Krieg und dessen bestmögliches Ende reden, vielleicht, weil sie glauben, dass diese Zurückhaltung Putin helfen könnte, einen Weg aus dem Krieg zu finden. Also: die Ausfahrt zu nehmen. Eine schöne Idee. Leider sind die Annahmen, die ihr zugrunde liegen, falsch.

    https://www.stern.de/gesellschaft/historikerin-anne-applebaum–warum-putin-den-krieg-verlieren-muss-31928058.html

    Der SPIEGEL leistet sich gar einen schäumenden Gastbeitrag von Jonathan Littell, der vor ewigen Zeiten mal mit einem Skandal-SS-Roman namens „Die Wohlgesinnten“ hervorgetreten ist.

    Erpressung des Westens
    Jetzt ist der Zeitpunkt, Putin eine Lektion zu erteilen
    Ein Essay von Jonathan Littell
    Für den Kremlchef ist die Lüge Kern seiner Strategie: Im Gespräch verschafft er sich Vorteile, setzt seine Spielfiguren – und schlägt dann mit Gewalt zu. Einen echten Dialog wird es nur unter einer Bedingung geben.
    […]
    26.06.2022, 09.13 Uhr • aus DER SPIEGEL 26/2022

    https://www.spiegel.de/ausland/autor-jonathan-littell-ueber-den-ukraine-krieg-kompromisse-waeren-eine-katastrophe-a-1c485f7b-95ee-4e1b-a30c-45d3f3f1b9e4

    Er liest sich im Print noch viel übler als im online Teaser. Ich bleibe dabei: unser Politik-Versagen beruht darauf, daß unsere hysterischen Medien – auch die im jeweiligen Regierungssinn aggressiv zensierenden social media – die Politik ungut beeinflussen.

    Dank Moralismus sind wir von Pragmatismus weit entfernt. Daß es zu Letzterem der Wahrnehmung von Fakten bedarf, ist eh hinderlich. 😉

    • Zu dem anlaßlosen imperialen Angriffskrieg Rußlands existieren auch andere Meinungen – insbesondere in der Ukraine:

      Besonders deutlich wurde das in Lisichansk:

      Den Jeffrey Sachs-Artikel gibt es auch auf Deutsch:

      Die pure Vernunft gebietet:

      Ein paar Lehrminuten von Prof. Mearsheimer reichen schon:

      Oder dieser Thread zu den ersichtlichen Voraussetzungen des Krieges:

      […]

      Stattdessen herrschen bei uns Propaganda und emotionale Betroffenheit:

      Vermutlich entfällt die Betroffenheit, wenn Russen in Rußland die Opfer sind:

      MoD:

      Tonight, from 03.00 AM to 03.30 AM (Moscow time), the Kiev regime launched an intentional attack by Tochka-U ballistic missiles with cluster munitions and Tu-143 Reys unmanned aerial vehicles at the residential areas of Belgorod and Kursk that have no military facilities.
      I emphasise that this missile attack had been intentionally planned and was launched at civilian population of Russian cities.
      Russian air defence means have destroyed all the 3 Tochka-U ballistic missiles launched by Ukrainian nationalist at Belgorod. Fragments of one of the destroyed Ukrainian missiles fell down at a residential buildings in the city.
      In addition, Russian air defence means have destroyed 2 Ukrainian Tu-143 Reys unmanned aerial vehicles charged with explosives while approaching Kursk.

      https://augengeradeaus.net/2022/07/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-3-juli-2022/

      Selbst wenn es mal einen pragmatischeren Text gibt, so muß er doch unbedingt mit ukrainischer Propaganda eingeleitet werden:

      Gipfel-Marathon
      Gemischte Gefühle
      Der Westen sortiert sich neu: Für die Ukraine läuft das leidlich, für die Nato gut und für das Klima eher schlecht.
      Ein Kommentar von Anna Sauerbrey
      29. Juni 2022

      Was ein Krieg bedeutet, das zeigen eindrücklich Videos aus der ukrainischen Stadt Krementschuk, wo am Sonntag eine russische Rakete in einem Einkaufszentrum einschlug. Die Wucht der Explosion schleuderte Trümmerteile Hunderte Meter weit. Was die Detonation verschont hat, verschlangen die Flammen. Vom Gebäude blieb nur ein Gerippe. 20 Menschen starben, mindestens.
      […]
      Ein Zielkonflikt besteht auch gegenüber jenen Staaten des globalen Südens, die als Gäste nach Elmau eingeladen waren. Noch hat der Club der EU-, G7- und Nato-Staaten den Daumen auf dem Dollar und produziert 45 Prozent des globalen Bruttosozialprodukts. Doch die geopolitischen und klimatischen Herausforderungen drohen diese Macht zu verzwergen. Zudem hat die Wucht des Krieges auch Länder wie Indien in noch mächtigere Positionen im internationalen Gefüge katapultiert. Solange Indien russisches Öl kauft und Gaskraftwerke bauen will, hilft kürzer duschen in Deutschland eher wenig.
      Wenn man so etwas wie eine Scholz-Doktrin ausmachen will, dann gehört seit Beginn der Kanzlerschaft dazu, Südafrika, den Senegal, Indien und Indonesien zu Verbündeten zu machen. Doch die Vorbehalte sind groß. Vom Westen, das äußern asiatische und afrikanische Politiker in teils drastischen Worten – wenn sie nicht gerade auf westlichen Gipfeln zu Gast sind –, wollen sie sich nicht das Wohlstandsversprechen der Industrialisierung wegdekarbonisieren lassen.
      […]

      https://www.zeit.de/2022/27/eu-g7-nato-gipfel-ukraine-klimaschutz

      Die Klimafront bröckelt eh, seitdem mit dem Durchregieren per Exekutive in den USA Schluß ist und die Benzinpreise die Inflation anheizen, was wiederum Aktivitäten auslöst, wie die WaPo am 2.7.2022 meldete:

      Biden opens door to more offshore drilling, despite earlier climate vow
      By Dino Grandoni, Tyler Pager and Maxine Joselow ● Read more

      Wenigstens einer sinniert über den Rechtsstaat Ukraine:

      30.06.2022, 12:39 Uhr
      Beitritt zur Europäischen Union
      Was der Ukraine als EU-Land noch leid tun könnte
      Der Beitritt bedeutet Abstriche bei der gerade verteidigten Souveränität. Und was passiert eigentlich, wenn der Krieg mit Russland nicht vorher endet?
      Harald Schumann
      […]
      Doch so verständlich das ist, so unehrlich war der öffentliche Diskurs dazu. Denn die Konsequenzen eine ukrainischen Beitritts werden die EU grundlegend verändern – und noch mehr die Ukraine. Nur wissen die meisten Bürger das gar nicht, und es ist keineswegs klar, ob sie das wirklich wollen.

      Sicherheitsgarantie der EU wird kaum diskutiert

      So fand die militärische Dimension des Vorgangs kaum Erwähnung. Der Krieg wird ja nicht einfach enden, und dann ist alles wie zuvor. Selbst wenn das Putin-Regime sich irgendwann mit einem Gebietsgewinn begnügt und die Kampfhandlungen vorerst einstellt, bleibt die Drohung eines späteren erneuten Angriffs.

      Wäre die Ukraine dann bereits Mitglied der Union, stünde aber die gesamte EU im Krieg mit Russland. Schließlich ist beim Beitritt eine Sicherheitsgarantie inklusive. „Im Falle eines bewaffneten Angriffs auf das Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats schulden die anderen Mitgliedstaaten ihm alle in ihrer Macht stehende Hilfe und Unterstützung“, heißt es im EU-Vertrag.
      […]
      Beitritt könnte Nationalpopulisten in der Ukraine aufbringen

      Das gilt umgekehrt auch für Selenskyj und seine Getreuen. Sie feiern den möglichen EU-Beitritt als Beleg der Zugehörigkeit zur europäischen Familie. Doch sie sprechen nie über die gemeinsame Gesetzgebung und Rechtsprechung der EU. Diese ist eine zwingende Konsequenz der ökonomischen Integration und der Kern des europäischen Projekts.

      Die damit gewonnene Prosperität hat aber einen politischen Preis: Die Staaten müssen ihre Souveränität teilen. Werden die Ukrainer dazu bereit sein? Werden sie sich europäischen Gerichten unterordnen? Und das, wo sie gerade erst ihre nationale Identität mit viel Blut und Trauer verteidigt haben?

      Wer verhindern will, dass einst auch in der Ukraine Nationalpopulisten gegen das „Diktat aus Brüssel“ mobilisieren, der muss jetzt offen darüber sprechen. Der Niedergang des Rechtsstaates in Polen und Ungarn sollte Warnung genug sein.

      https://www.tagesspiegel.de/politik/beitritt-zur-europaeischen-union-was-der-ukraine-als-eu-land-noch-leid-tun-koennte/28469238.html

      Es versteht sich von selbst, daß keines der oben angeführten Gesetze gegen die russische Minderheit in der EU Bestand hätte. Daß der Geheimdienst SBU zugleich Ermittlungsbehörde ist. Daß die Bandera-Verherrlichung aufrechterhalten werden könnte.

      Ein sogenannter „Nationalpopulist“ hat mal wieder die Klappe aufgerissen:

      Sein Interview zieht auch internationale Kreise:

      Unglaubhaft: die Distanzierung des ukr. Außenministeriums:

      NZZ, 1.7.2022

      Kiew geht auf Distanz zu Äusserungen seines Botschafters Melnik

      Das ist passiert: Das ukrainische Aussenministerium hat sich von Äusserungen des Botschafters in Berlin, Andri Melnik, über den früheren Nationalistenführer Stepan Bandera (1909–1959) distanziert. «Die Meinung des ukrainischen Botschafters in Deutschland, Andri Melnik, die er in einem Interview mit einem deutschen Journalisten ausgedrückt hat, ist seine persönliche und gibt nicht die Position des ukrainischen Aussenministeriums wieder», teilte die Behörde mit. Melnik hatte zuvor Bandera in einem Interview in Schutz genommen und gesagt: «Bandera war kein Massenmörder von Juden und Polen.» Dafür gebe es keine Belege. Zum Bericht

      Darum ist es wichtig: Melnik hat mit seinen Äusserungen schon mehrfach provoziert. So kritisierte er die Ukraine-Politik der Bundesregierung und warf einigen Politikern eine allzu russlandfreundliche Haltung vor. Dadurch zog er viel Kritik auf sich, traf bei vielen aber auch einen Nerv. Dass Melnik Bandera verehrt, ist seit langem bekannt; es dürfte unwahrscheinlich sein, dass er aus Ungeschicklichkeit in die Debatte geraten ist.

      Krieg in der Ukraine
      Waffenstillstand jetzt!
      Die Verfasser dieses Appells fordern den Westen auf, den Ukraine-Krieg durch Verhandlungen zu beenden. Zu den Unterzeichnenden gehören Juli Zeh und Richard David Precht.
      Aktualisiert am 29. Juni 2022, 16:55 Uhr

      Europa steht vor der Aufgabe, den Frieden auf dem Kontinent wiederherzustellen und ihn langfristig zu sichern. Dazu bedarf es der Entwicklung einer Strategie zur möglichst raschen Beendigung des Krieges.
      Die Ukraine hat sich unter anderem dank massiver Wirtschaftssanktionen und militärischer Unterstützungsleistungen aus Europa und den USA bislang gegen den brutalen russischen Angriffskrieg verteidigen können. Je länger die Maßnahmen fortdauern, desto unklarer wird allerdings, welches Kriegsziel mit ihnen verbunden ist. Ein Sieg der Ukraine mit der Rückeroberung aller besetzten Gebiete einschließlich der Oblaste Donezk und Luhansk und der Krim gilt unter Militärexperten als unrealistisch, da Russland militärisch überlegen ist und die Fähigkeit zur weiteren militärischen Eskalation besitzt.

      Die westlichen Länder, die die Ukraine militärisch unterstützen, müssen sich deshalb fragen, welches Ziel sie genau verfolgen und ob (und wie lange) Waffenlieferungen weiterhin der richtige Weg sind. Die Fortführung des Krieges mit dem Ziel eines vollständigen Sieges der Ukraine über Russland bedeutet Tausende weitere Kriegsopfer, die für ein Ziel sterben, das nicht realistisch zu sein scheint.

      Die Folgen des Krieges sind zudem nicht mehr auf die Ukraine begrenzt. Seine Fortführung verursacht massive humanitäre, ökonomische und ökologische Notlagen auf der ganzen Welt. In Afrika droht eine Hungerkatastrophe, die Millionen von Menschenleben kosten kann. Rasant gestiegene Preise, Energie- und Nahrungsmangel haben in vielen Ländern bereits zu Unruhen geführt. Auch die Düngemittelknappheit wird sich, wenn der Krieg über den Herbst hinaus fortdauert, global auswirken. Es ist mit hohen Opferzahlen und einer Destabilisierung der globalen Lage zu rechnen. Auch auf internationaler politischer Ebene (G7, UN) werden diese drohenden dramatischen Folgen thematisiert.
      […]

      https://www.zeit.de/2022/27/ukraine-krieg-frieden-waffenstillstand

      Richtig. Selbst die NYT widmet sich dem Kanonenfutter, das von Kiew an die Front geschickt wird:

      Da die Kiew-Unterstützer eher emotional unterwegs sind, gab es noch harschere Verurteilung der deutschen Intellektuellen:

      Die Sanktionen: sinnlos und selbstschädigend:

      Die NZZ am 30.6.2022

      Und das lesen Sie nur in der NZZ: Seit Beginn des Ukraine-Krieges versuchen die westlichen Staaten eine von Russlands wichtigsten Lebensadern abzuklemmen – den Export von Erdöl. Doch Russland findet weiterhin Käufer. Es verschifft sogar mehr Rohöl als vor dem Krieg. Wir haben die Spuren der neuen Abnehmer verfolgt und nachgezeichnet. Zur Recherche

      Der deutsche Energielieferant Uniper fordert staatliche Hilfe

      Das ist passiert: Die Drosselung der russischen Gaslieferungen hat ihr erstes Opfer in der Unternehmenswelt hervorgebracht. Laut einer Ad-hoc-Mitteilung befindet sich der deutsche Energieversorger Uniper in Gesprächen über mögliche Stabilisierungsmassnahmen mit der Bundesregierung. Ziel sei es, die Liquidität der Gesellschaft trotz Gaslieferbeschränkungen und derzeit deutlich höheren Preisen sicherzustellen. Die Aktie des Unternehmens verzeichnete an der Frankfurter Börse bis zum Mittag einen Verlust von rund 20 Prozent. Zum Bericht

      Das ist der Hintergrund: Der von Russland kontrollierte Gaskonzern Gazprom hat ab Mitte Juni die Lieferungen durch die Ostsee-Pipeline Nord Stream 1 in zwei Schritten um 60 Prozent reduziert. Diese Massnahme traf Energiekonzerne besonders hart. So erhält Uniper seit dem 16. Juni nur noch 40 Prozent der vertraglich zugesicherten Gasmengen von Gazprom. Die Beschaffung der Ersatzmengen erfolge zu deutlichen Mehrkosten, die der Konzern laut eigenen Angaben nicht weitergeben kann. Zu den neusten Entwicklungen

      Da wollten die USA Deutschland schon im Jahr 2015 haben:

      Und jetzt läßt sich die EU sogar noch von einem nationalpopulistischen Zwerg vorführen:

      Suwalki-Lücke: „Gefährlichster Ort der Welt“ – Nato-Truppen könnten auf Russen treffen
      Erstellt: 02.07.2022 Aktualisiert: 02.07.2022, 07:09 Uhr

      Kybartai – Abends gegen sieben Uhr fährt der Zug von Kaliningrad nach Moskau in den Provinzbahnhof von Kybartai ein. Die silbergrauen Waggons mit dem roten Logo der russischen Eisenbahn RZD glänzen in der Abendsonne. In den Schlafwagen räkeln sich Passagiere auf ihren Betten, manche schauen aus dem Fenster. Aussteigen dürfen sie nicht. Denn Kybartai liegt in Litauen, einem EU- und Nato-Land, das der Zug auf seiner knapp 19-stündigen Fahrt von der russischen Ostsee-Exklave Kaliningrad nach Moskau passieren muss. Litauen erlaubt den Transit ohne Schengen-Visum – unter der Auflage, dass niemand den Zug verlässt.

      Ein Streit zwischen der Baltenrepublik und Russland hat dem Bahnhof Kybartai weltweite Aufmerksamkeit gebracht. Hier verläuft die wichtigste Bahnlinie, die Kaliningrad mit Kern-Russland verbindet. Und seit Litauen den Transit von Waren gestoppt hat, die auf der EU-Sanktionsliste stehen, reißen die Drohungen aus Moskau nicht ab. Der Kreml droht mit „praktischen“ Gegenmaßnahmen und stellt Litauens Staatsgrenze infrage. In russischen Talkshows wird die Eroberung eines „Korridors“ nach Kaliningrad gefordert.

      Ukraine-Krieg: Kreml droht Litauen mit Gegenmaßnahmen

      Das trifft in der Grenzregion einen empfindlichen Nerv. Denn seit Jahren gibt es bei der Nato den Begriff „Suwalki-Lücke“. Es handelt sich um einen Korridor auf polnischem und litauischen Gebiet zwischen Belarus und Kaliningrad. Mit dessen Einnahme könnte Russland die Baltenstaaten von den übrigen Nato-Ländern abschneiden. Benannt wurde der Korridor nach dem polnischen Ort Suwalki.
      Russland wirft Litauen eine Blockade des Transits vor. Betroffen sind aber nur bestimmte Güter, wie Zement, Baumaterialien und Metalle. Während die Grenzer im Bahnhof Kybartai die Passagiere im Zug aus Kaliningrad kontrollieren, rollen endlos lange russische Güterzüge vorbei. „Im Vergleich zum vergangenen Jahr ist der Güterverkehr etwa um die Hälfte zurückgegangen“, sagt Bahnhofschef Saulius Baikstys (51). Angst vor einer russischen Invasion hat er nicht. „Litauen und Polen sind doch in der Nato.“
      […]
      Ukraine-Krieg: Für Angriffsvorbereitungen Russlands gibt es keine Hinweise

      Einem Aggressor bieten sich viele Möglichkeiten für Provokationen und ein Austesten des Gegners. Sie reichen von Verletzungen des Luftraums, kleinere Zwischenfälle entlang der Grenze, die zusätzliche Stationierung von Waffensystemen bis zu großanlegten Militärmanövern, wie vor der Invasion in die Ukraine. Für Angriffsvorbereitungen gibt es keine Hinweise.

      Allerdings ist praktisch jede Form der Auseinandersetzung mit Russland nun Teil des Kräftemessens. Nimmt man den Streit um den Transit von Waren dazu, gibt die EU an diesem Punkt nicht das beste Bild ab, zumal wenn jetzt zurückgerudert werden müsste.

      Es sei Sache der EU, die notwendigen Rahmenbedingungen zu setzen, sagte Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) in Madrid zum Abschluss des Nato-Gipfels. Die Regeln seien „natürlich immer festzusetzen im Lichte der Tatsache, dass es hier um den Verkehr zwischen zwei Teilen Russlands geht“, sagte der SPD-Politiker. Alle Beteiligten seien gegenwärtig sehr bemüht, „hier eine Deeskalationsdynamik zu etablieren“. (dpa)

      https://www.fr.de/politik/ukraine-krieg-russland-suwalki-luecke-gefaehrlichster-ort-der-welt-nato-truppen-usa-eu-polen-litauen-91644124.html

      Rußland bleibt natürlich immer der „Aggressor“, auch wenn es aktuell Litauen ist.

      Unglaublich.

      • Wir leben allerdings in einer Welt westlicher Propaganda; es ist lachhaft, daß der britische Militärgeheimdienst überhaupt noch ernstgenommen wird. Am 2.7.2022 war bereits klar – siehe die Clips oben -, daß sich die ukrainische „Armee“ abgesetzt hatte, bevor sich der Kessel gänzlich schloß. GB spricht von geringen russischen Erfolgen „rund um Lisichansk“ und spekuliert dann über die Benutzung sowjetischer long range missiles durch Rußland:

        Viel wichtiger ist natürlich wokeness des britischen Militärs:

        Das ist gewiß abschreckend. 😉

        Am 3.7.2022, als die Befreiung des kompletten Lugansk-Bezirks offiziell vermeldet wurde, ging der Geheimdienst auf Tauchstation und spekulierte lieber über Kherson, wo der SBU mit Terror-Akten gegen zivile „Kollarobateure“ tätig ist:

        Wunschdenken prägt Forderungen und Berichte:

        Logo, die Wegnahme des russischen Schwarzmeer-Stützpunkts auf der Krim war schon das Ziel der US-regime changers im Jahr 2014.

        Nö, Rußland klaut nicht:

        https://archive.ph/zE2t7

        Die Ukraine schließt gern von sich auf andere:

        Was für einen Schrott haben wir nicht bislang ertragen:

        Im Ernst konnte man dies von diesen Leuten vernehmen:

        Heiko Borchert ist Co-Direktor des Defense AI Observatory (DAIO) der Helmut-Schmidt-Universität, Hamburg. Torben Schütz, M.A., ist dort wissenschaftlicher Mitarbeiter. Das DAIO wird durch dtec.bw – Zentrum für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr gefördert.

        Die meinen echt, man könne von der Ukraine lernen!

        27.06.2022, 08:42 Uhr
        Bundeswehr und Rüstungsindustrie können aus Ukrainekrieg viel lernen
        Die neue Währung heißt Einsatzerfahrung
        Der Ukraine-Krieg bringen dem Westen Erkenntnisse über die Güte der exportierten Waffen. Man sollte Ertüchtigung künftig auch rückwärts denken. Ein Gastbeitrag.
        Heiko Borchert Torben Schütz

        Die Bundeswehr zur fähigsten Armee Europas zu machen, erfordert nicht nur Geld in Form des Sondervermögens. Ebenso wichtig sind Innovationsbereitschaft, neue Konzepte, gute Ausbildung und moderne Ausrüstung. Trotzdes Schocks, den Russlands Invasion der Ukraine ausgelöst hat, bietet der Krieg Deutschland die seltene Gelegenheit, diese vier Faktoren zu verbessern, indem die Einsatzerfahrung der ukrainischen Armee systematisch aufgenommen und in Bundeswehr und Rüstungsindustrie umsetzt wird.
        […]
        Am Krieg in der Praxis lassen sich Annahmen überprüfen

        Erste Auswertungen des Krieges in der Ukraine durch internationale Verteidigungsexperten und -analysten zeigen, dass der ukrainische Widerstand unterschätzt und die russische Überlegenheit im Vorfeld überschätzt wurden. [Ja, so wirkt die Propaganda fort und fort.] EU- und Nato-Streitkräfte sowie auch die Armeen strategischer Wettbewerber analysieren traditionell Konflikte und Kriege, um für künftige Auseinandersetzungen zu lernen. Dabei werden Erwartungen beispielsweise zum Nutzen neuer Konzepte und den Chancen von Technologien oder Annahmen zum Verhalten des Gegners kritisch überprüft. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Ausbildung mit Partnern.

        Der Austausch mit der ukrainischen Armee sollte weitergeführt werden

        Westliche Ausbilder standen in den vergangenen Jahren bereits im steten Austausch mit ukrainischen Soldaten, viele davon mit Fronterfahrung im Donbass. Gemeinsame Übungen zwischen Nato-Truppen und der ukrainischen Armee haben dazu beigetragen, Wissen zu transferieren. Für die Bundeswehr und ihre Alliierten ist es entscheidend, diesen Austausch weiterzuführen, denn der aktuelle Krieg ist wegen seines Charakters, des eingesetzten Materials und erkannter Neuerungen eine wichtige Informationsquelle.

        Der von zwei staatlichen Armeen geführte Ukrainekrieg ist zweifellos der intensivste konventionelle Konflikt der vergangenen Jahrzehnte. Die Beteiligung Russlands, Hauptgegner der Nato, macht ihn für das Bündnis auch unmittelbar relevant im Hinblick auf eigene Risiken.
        […]

        Je mehr Gerät aus dem Westen zuläuft, desto anspruchsvoller wird die Integration

        Wie jeder Konflikt bringt auch der Ukrainekrieg militärische Innovationen hervor. Bislang scheinen die ukrainischen Streitkräfte besser als die russische Armee darin, die digitale Integration zur Vernetzung verschiedener Einheiten für sich zu nutzen. Je mehr Gerät aber aus dem Westen zuläuft, desto anspruchsvoller werden Ausbildung, Wartung und Integration. Der Flickenteppich unterschiedlicher Systeme, der in der Ukraine zu erkennen ist, bildet auch die Realität der Bundeswehr ab, beispielsweise wenn diese Nato-Kampftruppen in Litauen führt.
        […]
        Erstens sollten Bundesregierung und Bundeswehr einen strukturierten Erfahrungsaustausch mit ukrainischen Einheiten aufsetzen. Dieser könnte auf Basis der Kontakte entstehen, die jetzt durch die Ausbildung der Ukrainer an der Panzerhaubitze 2000 und den Gepard-Flugabwehrpanzern geknüpft werden. Dieser Austausch sollte auch die deutsche Rüstungsindustrie einbinden, damit diese versteht, wie sich ihre Systeme im Ukraineeinsatz verhalten. Daraus können mögliche Lehren für Anpassungen und Weiterentwicklungen abgeleitet werden.
        […]
        Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren darauf fokussiert, Partner zu ertüchtigen. Nun gilt es, diese Ertüchtigung „rückwärts zu denken“. Um von der Ukraine zu lernen, sollte Deutschland den militärischen Erfahrungsaustausch institutionalisieren. Dabei gewonnene Erkenntnisse können in die Ausbildung einfließen. Gleichzeitig kann die deutsche Rüstungsindustrie davon profitieren, um eigene Produkte weiterzuentwickeln. Dieser Vorschlag macht Deutschland zu einer klugen Rahmennation, die Expertise der Partner nutzt, Konzeptentwicklung auf innovative Weise antreibt, praktische Erfahrungen durch Übungen verstetigt und damit industrielle Kooperation unterstützt.

        https://www.tagesspiegel.de/politik/bundeswehr-und-ruestungsindustrie-koennen-aus-ukrainekrieg-viel-lernen-die-neue-waehrung-heisst-einsatzerfahrung/28455250.html

        Verkopfung ist übel. Westliches Kriegsgerät wird zerstört, bevor es ankommt, oder erbeutet, weil es keine ukrainische Armee mehr gibt.

        Ach, die Schlangeninsel, von der sich Rußland, wie immer rational, zurückgezogen hat!

        Aber logo!

        Aber eigentlich ist es ein PR-Sieg Rußlands gegen die PR des Westens, Rußland „blockiere“ ukrainische Schwarzmeerhäfen, während die einzige Blockade in der ukrainischen Verminung ihrer Häfen besteht.

        Letzteres scheidet aus: bis heute hat sich die Ukraine nicht getraut, dort Fuß zu fassen. Sie säße dort auf einem Präsentierteller – ohne die Luftabwehr, die Rußland dort hatte.

        Zu dem angeblichen Schlag Rußlands auf zivile Gebiete im Odessa-Verwaltungsbezirk in Sergeevka am 1.7.2022, ein großes Propaganda-Spektakel, sei auf diesen Thread verwiesen: mutmaßlich ein Kollateralschaden durch Luftabwehrversuche:

        Das russische Verteidigungsministerium hat in seinen Berichten vom 2. und 3. Juli keine Angriffe auf den Verwaltungsbezirk Odessa vermerkt. Und stattdessen erklärt, es greife keine zivilen Ziele an, was zutrifft.

        Was Rußland tatsächlich unternimmt, um zur Demilitarisierung und Denazifizierung der Ukraine beizutragen, dokumentiert am verläßlichsten ein grünes Portal:

        Unsere Presse ist ja schon neben der Spur der vorgeblichen „4. Gewalt“. In den USA der Oligarchen auf allen Ebenen ist man schon einen Schritt weiter:

        • Hier mal eine Analyse der anderen Seite (übersetzt mit deepL und Unsauberkeiten von mir korrigiert):

          topwar.ru/198407-kakih-rezultatov-mozhet-dostignut-specoperacija-na-ukraine.html
          Yurij Apukhtin – Welche Ergebnisse können durch eine Sonderoperation in der Ukraine erzielt werden?

          Der Konflikt in der Ukraine geht weit über dieses Gebiet hinaus, da sein Ausgang das Machtgleichgewicht auf der Weltbühne grundlegend verändern und zu einer multipolaren Weltordnung beitragen könnte. Wie ein Politikwissenschaftler es ausdrückte, ist die Ukraine nur ein Schachbrett und ihre Zukunft wird von demjenigen bestimmt, der das Spiel gewinnt.

          Keiner der beiden Seiten gelang ein strategischer Durchbruch

          Nach dem raschen Durchbruch der russischen Streitkräfte an allen Fronten im Februar/März, dem Rückzug nach Kiew und der Schließung des Kessels in Mariupol blieb der strategische Durchbruch aus; die Operation zog sich in die Länge, meist mit Positionskonfrontationen zwischen den Seiten.

          Russland ist es nicht gelungen, die militärischen Aufgaben der Sonderoperation in der ersten Phase innerhalb kurzer Zeit zu lösen. Es ist dem Westen auch nicht gelungen, Russland schnell zu brechen, indem er eine brutale Wirtschaftsblockade verhängte und Russland aus dem Energiemarkt drängte, es vom Welthandel und Finanzsystem sowie von den Handels- und Transportversicherungsstrukturen abschnitt und die Ausfuhr von High-Tech-Produkten verbot.

          Der Plan des Westens, Russland wirtschaftlich zu strangulieren, ist gescheitert. Russland hat sich als eines der wenigen Länder erwiesen, die das Rückgrat der globalen Industriekette bilden, und die Versuche, die Beziehungen zu Russland zu kappen, haben zu einer vollständigen Störung der Weltwirtschaft geführt. In Europa und den USA verschärfte sich die Krise drastisch, die Produktion wurde gedrosselt, die Inflation war so hoch wie nie zuvor, die Energie-, Kraftstoff- und Lebensmittelpreise stiegen. Biden musste in seiner Entschuldigung für die Preiserhöhungen in den USA behaupten, dass „Putin das alles gemacht hat“.

          Russland hat gezeigt, dass es nicht nur keine Angst vor Sanktionen des Westens hat, sondern sogar in der Lage ist, ihm globale wirtschaftliche Probleme zu bereiten und in einer wirtschaftlichen Konfrontation zu gewinnen. Die Konfrontation zwischen Russland und dem Westen trat in eine neue Phase ein und wurde weniger von der militärischen Situation auf dem ukrainischen Schauplatz als vielmehr von den Machtverhältnissen auf dem globalen Wirtschaftsschauplatz bestimmt.

          Die zweite Phase der Operation zur Befreiung des Donbass läuft eher verhalten ab. Die ukrainischen Truppen werden hauptsächlich durch Luft-, Raketen- und Artillerieangriffe aufgerieben und anschließend von der Infanterie zurückgedrängt und aufgerieben. Das begrenzte russische Truppenkontingent in der Ukraine ist für groß angelegte Operationen eindeutig unzureichend. Gleichzeitig erleidet die AFU immer noch katastrophale Verluste: Militärexperten zufolge belaufen sich die ukrainischen Verluste an Gefallenen und Vermissten auf etwa 50.000-60.000 und steigen unaufhaltsam weiter an.

          Die angekündigte Befreiung des Donbass ging nicht den Weg, durch Angriffe von Süden und Norden aus der Nähe von Kurachowo und Barwenkowo einen Kessel über den gesamten Donbass zu schaffen, sondern entschied sich für die Bildung kleinerer Kessel mit ihrer methodischen Liquidierung (in der Nähe von Awdijiwka, Swetlodarsk, den Agglomerationen Zolote-Gorske, Sewerodonezk-Lysytschansk und Slawjansk-Kramatorsk).

          Bisher wurde nur der Kessel der Agglomeration Zolote-Horske umgesetzt, aus dem die kampfbereitesten AFU-Einheiten vorzeitig abgezogen wurden, und die Einkreisung der Agglomeration Sewerodonezk-Lysytschansk führte nicht zur vollständigen Ausschaltung dieser Gruppierung, da bedeutende feindliche Kräfte durchbrachen und sich in Richtung Sewersk und Artemiwsk zurückzogen.

          In den verbleibenden potentiellen Kesseln ist die Einkreisung des Gegners noch nicht abgeschlossen; die Dichte der russischen Truppen an der Front reicht für groß angelegte Operationen, Durchbrüche und eine rasche Schließung der Kessel nicht aus; offenbar hat man sich für die Taktik entschieden, langsam durch die Front vorzustoßen und sich dabei auf Raketen- und Artillerieangriffe zu verlassen. Man hat den Eindruck, dass Moskau den Konflikt absichtlich in die Länge zieht und keine radikalen Schritte unternimmt, um die ukrainische Armee zu besiegen. Ist dies möglich?

          Nach vier Monaten haben weder Russland noch der Westen einen strategischen Durchbruch erzielt (niemand ist hier an den Interessen der Ukraine interessiert), wobei der Westen weitaus höhere Kosten zu tragen hat. Russland ist bestrebt, das Leben seiner Soldaten zu retten, die Zerstörung von Städten und Infrastrukturen (die später alle wieder aufgebaut werden müssen) zu minimieren und die USA nicht zu einer Internationalisierung des Ukraine-Konflikts zu provozieren, was zu einer erheblichen Ausweitung der Kontaktlinie mit dem Feind beitragen würde.

          Für Russland ist es profitabler, den Konflikt in die Länge zu ziehen, da der Gegner viel größere wirtschaftliche Verluste erleidet und seine Niederlage in der globalen Schlacht näher rückt. Die Wirtschaft und die Weltmarktbedingungen spielen Russland zunehmend in die Hände, und es macht wenig Sinn für Russland, das Ende der Sonderoperation zu erzwingen – je länger der Konflikt andauert, desto schwächer wird der Westen sein. So zynisch es auch klingen mag, Russland profitiert davon, dass sich die Ukraine in ein „europäisches Afghanistan“ verwandelt, in eine Art Monster, das die Ressourcen des Westens aufsaugt.

          Die ukrainische Elite befindet sich in einer Art Hysterie wegen ihres irrsinnigen Versuchs, dem ganzen Land einen russophoben galizischen Nationalismus aufzuzwingen und als blinder westlicher Mechanismus für die Zerstörung Russlands zu fungieren, was sie nur erleichtert und sich selbst an den Rand der Katastrophe bringt mit der Aussicht auf die Auflösung der Staatlichkeit und die Integration des gesamten Territoriums und der Bevölkerung in Russland.

          Der Westen hat es nicht geschafft, Russland mit wirtschaftlichen Methoden schnell zu erdrücken, seine Kalkulation, dass die russische Gesellschaft aufgrund von Schwierigkeiten sofort zusammenbrechen wird, hat sich nicht bewahrheitet; die Menschen haben sich erhoben und fordern im Gegenteil ein entschiedeneres Vorgehen. In dieser Situation ist es für den Westen von Vorteil, den Konflikt einzufrieren, um einen russischen Sieg zu verhindern und eine Atempause zu gewinnen, um seine Probleme zu lösen und Kräfte zu sammeln.

          Westliche Versuche, Russland einen „bösen Frieden“ aufzuzwingen

          Trotz enormer Waffenlieferungen an die Ukraine sind die ukrainischen Streitkräfte nicht nur nicht in der Lage, einen militärischen Sieg zu erringen, sie können nicht einmal einen einzigen sinnvollen Gegenangriff starten und werden unweigerlich besiegt werden. Die USA sind bereit, den Konflikt in der Ukraine zu internationalisieren und erwägen einen Plan für eine begrenzte Beteiligung Polens, Rumäniens und der baltischen Staaten, die sie ohne Scheu durch den Fleischwolf drehen wollen. Polen hingegen träumt davon, Galizien – die „Ostkirchen“ – zurückzuerobern, und hat mit Zelenski Verhandlungen über die Integration der beiden Staaten aufgenommen und sein 10.000 Mann starkes Truppenkontingent mit einigem Erfolg in die Ukraine entsandt. Rumänien hat die gleichen Pläne für Bessarabien und die nördliche Bukowina.

          Das heißt, die USA versuchen, ihre militärischen Fähigkeiten mit anderen Mitteln zu erhöhen, Russland vor die Tatsache eines militärischen Konflikts bereits mit einzelnen NATO-Staaten zu stellen und es zu zwingen, sich zu für uns ungünstigen Bedingungen an den Verhandlungstisch zu setzen.

          In dieser Phase versucht der Westen, Russland in sinnlose Friedensverhandlungen zu verwickeln und den Konflikt in einem Zustand „weder Frieden noch Krieg“ einzufrieren, um die nächste Phase sorgfältig vorzubereiten. Darüber hinaus hat der Westen die Idee nicht aufgegeben, die russische Gesellschaft zu erschüttern, indem er sich auf die Seite der Kompradoren stellt und durch die Aufrechterhaltung des Konflikts die Voraussetzungen dafür schafft, dass diese Druck auf die militärische und politische Führung des Landes ausüben können, um einen „bösen Frieden“ zu schließen.

          Die Washington Post berichtete, dass die US-Behörden bereits vor Beginn der Sonderoperation die Möglichkeit eines langwierigen Konflikts erörtert hatten und auf neue Waffenlieferungen an die Ukraine, antirussische Sanktionen und die diplomatische Isolierung Russlands setzten, um den Konflikt durch Verhandlungen zu beenden. Bei dem Versuch, eine „Übernahme der Ukraine durch Russland“ zu verhindern, steht so viel auf dem Spiel, dass die US-Regierung zur Erreichung dieses Ziels sogar eine weltweite Rezession und Nahrungsmittelprobleme in Kauf zu nehmen bereit ist. Und NATO-Generalsekretär Stoltenberg forderte die Verbündeten auf, sich auf die Möglichkeit vorzubereiten, dass die Kämpfe in der Ukraine mehrere Jahre andauern könnten und dass die Unterstützung für Kiew fortgesetzt werden sollte.

          Ein Waffenstillstand würde der Ukraine Zeit geben, mit Hilfe des Westens in großem Umfang aufzurüsten, die Gesellschaft zu mobilisieren, um sich für die Niederlagen zu rächen, und eine militärische und politische Integration mit Polen nicht auszuschließen, dann hätte der Konflikt auf ukrainischem Territorium ein ganz anderes Ausmaß und einen anderen Grad der Konfrontation.

          Das Interessanteste ist, dass die Interessen der Europäischen Union und Englands grundlegend auseinanderklaffen: Während die Europäer einen Waffenstillstand brauchen, um ihre wirtschaftlichen Probleme zu lösen, versucht das Vereinigte Königreich im Gegenteil, den Konflikt zu eskalieren, um die Europäische Union zu schwächen und zu zerschlagen.

          In dem Versuch, ihre Friedenspläne durchzusetzen, brachten die Führer Deutschlands, Frankreichs und Italiens ihren „originellen“ Siedlungsplan bei Zelensky ein. Doch der englische Regierungschef Johnson kam am Tag nach der Abreise der Troika europäischer Staats- und Regierungschefs nach Kiew und überzeugte Zelenski eifrig davon, dass es nicht ratsam sei, Frieden zu schließen. Im Gegenteil, er beharrte auf der Notwendigkeit, den militärischen Konflikt fortzusetzen, und verteidigte seine Idee, einen Ostsee-Schwarzmeer-Bogen (den Inter-Sea-Bogen) zu errichten, der möglicherweise die Türkei einschließt und einen südwestlichen Cordon sanitaire um Russland herum schafft.

          The National Interest hat die wichtigsten Punkte des Plans zur Beendigung des Krieges zwischen dem Westen und Russland in der Ukraine veröffentlicht, der zuvor von Italien angekündigt und offenbar von der Troika an Zelensky vorgeschlagen wurde. Woraus sie besteht:

          – Die Ukraine nimmt ihre Neutralitätsklausel in die Verfassung auf, weigert sich, der NATO beizutreten, verbietet ausländische Stützpunkte auf ihrem Hoheitsgebiet, beseitigt ihre Angriffssysteme, reduziert die Zahl der Bodentruppen auf 150.000 und Russland erkennt die Legitimität der derzeitigen ukrainischen Regierung an und verzichtet auf seine Absicht, sie abzulösen.
          – Die Ukraine erkennt die Krim als russisch an.
          – Russland zieht seine Streitkräfte auf Positionen vor der Sonderoperation zurück.
          – Die Regionen Luhansk und Donezk halten bis September dieses Jahres ein Referendum über die Unabhängigkeit oder die Eingliederung in die Ukraine ab. Bei der ersten Option würde die AFU den Donbass verlassen, während bei der zweiten die Verfassung geändert würde, um den Bewohnern des Donbass ihre Rechte zu garantieren.
          – Keine der beiden Seiten wird Reparationszahlungen leisten, und es werden keine internationalen Gerichtshöfe eingerichtet.
          – Die USA und die EU vereinbaren, umfangreiche Wirtschaftshilfe für den Wiederaufbau der Ukraine zu leisten.
          – Alle Wirtschaftssanktionen, die nach Beginn der Sonderoperation gegen Russland verhängt wurden, werden unverzüglich aufgehoben.
          – Die USA und die NATO geben schriftliche Garantien, dass sie dauerhaft auf eine Expansion nach Osten oder entlang der Grenzen Russlands verzichten werden.
          – Russland und die NATO vereinbaren die Aufnahme von Verhandlungen über die Einbindung Russlands in die europäische Sicherheitsarchitektur.

          Dieser Plan sieht vor, den Donbass (der bereits fast in russischer Hand ist) gegen den Süden der Ukraine und die Schwarzmeerregion einzutauschen und schließlich einen Ostsee-Schwarzmeer-Bogen zu schaffen, der Russland von Europa isoliert.

          Sehr originelle und „zeitgemäße“ Friedensvorschläge, die angesichts des ständigen Vormarsches der russischen Truppen höchstens Anfang März hätten diskutiert werden können, aber jetzt wird über nichts gesprochen. Für einen Waffenstillstand aus Moskau gibt es keine objektiven Gründe, er wäre in diesem Stadium der Konfrontation ein klares Zugeständnis an den Westen.

          Eine Wegscheide zwischen den Möglichkeiten

          Wenn die russischen Truppen nach der Befreiung des Donbass Charkiw und Dnipropetrowsk erreichen, steht Moskau vor einer historischen Weggabelung und muss eine schwierige Entscheidung treffen: Entweder es setzt seine Sonderoperationen bis zum vollständigen Sieg über Kiew fort oder es akzeptiert einen falschen Kompromiss, der mit einem vorübergehenden Waffenstillstand erzwungen wurde, und behält die Überreste eines unerbittlichen Feindes in seinem Unterleib, der sich für die Niederlage rächen will, sowie die unvermeidliche Wiederaufnahme der militärischen Operationen in nicht allzu ferner Zukunft.

          Die Verlängerung des Konflikts führt einerseits zur Erschöpfung der Ressourcen des Gegners und zu seiner Schwächung, andererseits zu zerstörerischen Militäraktionen im Donbas, zum Tod von Soldaten und Zivilisten und zur Zerstörung der zivilen und industriellen Infrastruktur. Der Donbass soll als Ergebnis des mutwilligen Plans des Westens und Kiews ein fast vollständig zerstörtes Gebiet darstellen, und das wird auch gezielt umgesetzt.

          Die militärische Kontrolle eröffnet nur einen schwierigen Weg für die sozioökonomische Integration der neuen Gebiete in den russischen Raum. Das Integrationsmodell und der Status dieser Gebiete müssen noch ausgearbeitet und umgesetzt werden, wobei die Besonderheiten der ukrainischen Regionen zu berücksichtigen sind.

          Die neuen Verwaltungen in den Regionen Cherson, Saporoschje und Charkow, die keine offizielle Autorität des russischen Staates haben und zwischen „Volksrepubliken“, „Noworossia“, „Taurische Provinz“ und der unmittelbaren Eingliederung in Russland schwanken, haben keine klare Strategie für ihre Struktur nach der Unabhängigkeit. Es gibt keine Vision für die Gestaltung und das Bild der Zukunft des postukrainischen Territoriums als Teil des neuen Russlands, und das alles wird im Rahmen einer speziellen Operation umgesetzt.

          Die postsowjetische Ukraine wird in jeder Situation zerstört werden, daran besteht kein Zweifel. Russland hat sich vom Westen gelöst, aber es gibt keinen endgültigen Bruch mit dem Kompradorenregime der 1990er Jahre, dessen Vertreter immer noch an der Macht sind und auf einen Kompromiss mit den westlichen Führern drängen.

          All diese Faktoren beeinflussen den Ausgang der Konfrontation zwischen zwei unvereinbaren geopolitischen Systemen im ukrainischen Brückenkopf. Russland braucht einen strategischen Durchbruch bei der Sonderoperation. Und ein wichtiges psychologisches Moment könnte die Entwicklung eines Erfolgs an der Front sein, der die Moral der AFU untergraben und den Versuchen des Westens und der russischen Kompradoren, einen „unanständigen Frieden“ zu schließen, ein Ende setzen würde.

        • @ Ulli

          Zu Deinem Text, den Du ins Deutsche übersetzt hast:

          Mit vielen Sachen bin ich einverstanden, aber mit vielen auch wieder nicht:

          Es heisst:

          „(…) und die USA nicht zu einer Internationalisierung des Ukraine-Konflikts zu provozieren, was zu einer erheblichen Ausweitung der Kontaktlinie mit dem Feind beitragen würde.“

          Also ich würde mal behaupten, dass auch die USA wie Europa kein Interesse daran haben, den Ukraine-Konflikt zu internationalisieren. Keine Ahnung, wie der Autor auf diese Idee kommt.

          Es heisst:

          „In dieser Situation ist es für den Westen von Vorteil, den Konflikt einzufrieren, um einen russischen Sieg zu verhindern und eine Atempause zu gewinnen, um seine Probleme zu lösen und Kräfte zu sammeln.“

          Stellt sich nur die Frage, wie der Westen den Konflikt einfrieren möchte. Wenn Russland weiter macht, bzw. weiter auch die Ressourcen aufbringt, sehe ich nicht, wie der Westen den Konflikt einfrieren möchte.

          Es heisst:

          „Die USA sind bereit, den Konflikt in der Ukraine zu internationalisieren und erwägen einen Plan für eine begrenzte Beteiligung Polens, Rumäniens und der baltischen Staaten, die sie ohne Scheu durch den Fleischwolf drehen wollen. Polen hingegen träumt davon, Galizien – die „Ostkirchen“ – zurückzuerobern, und hat mit Zelenski Verhandlungen über die Integration der beiden Staaten aufgenommen und sein 10.000 Mann starkes Truppenkontingent mit einigem Erfolg in die Ukraine entsandt. Rumänien hat die gleichen Pläne für Bessarabien und die nördliche Bukowina.

          (…)

          Das heißt, die USA versuchen, ihre militärischen Fähigkeiten mit anderen Mitteln zu erhöhen, Russland vor die Tatsache eines militärischen Konflikts bereits mit einzelnen NATO-Staaten zu stellen und es zu zwingen, sich zu für uns ungünstigen Bedingungen an den Verhandlungstisch zu setzen.“

          Wie soll das gehen, wenn Rumänien und Polen mit einbezogen würden, dann wäre ja sofort auch die NATO mitten drin und die EU. Die EU wird hier ganz sicherlich nicht mitmachen, weil das würde gegen ihre ureigensten „Werte“ verstoßen und hier würde sich m.E. auch die EU gegen die USA durchsetzen. Also das scheint mir nun ein gänzlich unrealistisches Szenario zu sein.

          Es heisst:

          „Das Interessanteste ist, dass die Interessen der Europäischen Union und Englands grundlegend auseinanderklaffen: Während die Europäer einen Waffenstillstand brauchen, um ihre wirtschaftlichen Probleme zu lösen, versucht das Vereinigte Königreich im Gegenteil, den Konflikt zu eskalieren, um die Europäische Union zu schwächen und zu zerschlagen.“

          Auch das scheint mir völlig unrealistisch sein. Es mag ev. gewisse Spinner in GB geben, die ein solches Szenario für gut finden, aber sonst ist es m.E. völlig abwegig.

          Ganz allgemein fehlt mir bei der Analyse die Einbeziehung von Indien, Türkei, China und auch sonst die Schwellenländer in Südamerika und Afrika etc. Das müsste m.E. schon mitberücksichtigt werden, um genau zu schauen, wie Russland, G7, NATO und EU in Zukunft agieren werden.

        • @ Gabriele Wolff

          Den britischen Geheimdienst lese ich schon seit Wochen bzw. Monaten nicht mehr. Also das ist nun wirklich Zeitverschwendung, zumal entweder Binsenwahrheiten erzählt werden oder sonstiger Nonsens. 🙂
          Nun erzählt auch das IWS viel Schrott, aber eben auch immer wieder mal interessante Dinge. 🙂

  6. Aus aktuellem Anlaß: mal wieder Corona – im Anschluß an

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-9/#comment-96266

    Die ZEIT stänkerte bereits im Vorfeld:

    Corona-Maßnahmen
    Eine unlösbare Aufgabe
    Der Bundestag hat die Corona-Maßnahmen prüfen lassen. In dieser Woche legen die Sachverständigen ihren Bericht vor. Er wird viele Fragen offenlassen müssen.
    Von Anna-Lena Scholz, Florian Schumann, Andreas Sentker und Jakob Simmank
    29. Juni 2022

    Merkwürdig: Dieser Bericht wird heiß herbeigesehnt. Und zugleich schon kaltgestellt, noch während letzte Fußnoten getippt werden. Er habe den Text nicht mal unbeobachtet auf seinem Schreibtisch liegen lassen, erzählt einer der Beteiligten, damit sich nur ja nichts vorzeitig herumspreche! Ach, sagen andere, erwarten Sie bloß nicht zu viel von dem Bericht.
    „Die Ergebnisse werden eh zerrissen werden.“ – „Wir sind ein politischer Spielball.“ – „Die Sache wurde von Anfang an lieblos behandelt.“
    Die Sache, sie sorgt seit Wochen für Aufruhr. An diesem Freitag wird ein eigens eingerichteter Sachverständigenausschuss ebenjenen Bericht vorlegen. Auf rund 150 Seiten werden darin die Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern evaluiert: Die Maskenpflicht. Die Schulschließungen. Die Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren. Haben sie Infektionen verhindert, Krankenhäuser entlastet, Menschenleben gerettet? Und was genau hat jede einzelne Maßnahme gebracht?
    Die kurze Antwort des Ausschusses: Genau wissen wir es nicht. Insgesamt haben die Maßnahmen die Ausbreitung des Virus stark gebremst – die Lockdowns haben gewirkt. Aber welche Maßnahme daran welchen Anteil hatte, ist nur schwer oder manchmal gar nicht zu beantworten.
    Es ist kompliziert. Das ist die umfassende Antwort.
    […]
    Das Ganze sei „politischer Dilettantismus“ gewesen, sagt ein Mitglied der Kommission. Das „Gezerre“ der Parteien habe die konzentrierte wissenschaftliche Arbeit „beschädigt“, sagt ein anderes Mitglied: „Das Gremium war dysfunktional.“ Frustriert verließ der Charité-Virologe Christian Drosten den Rat im April dieses Jahres. Heute sagt er, Beratungsgremien dieser Art dürften künftig nicht mehr aus parteipolitischen Interessen heraus konstituiert werden: „Die Zusammensetzung muss die Wissenschaft selbst festlegen.“
    […]
    Der für Christian Drosten nachgerückte Virologe [Epidemiologe] Klaus Stöhr dagegen gibt laufend Interviews (auch in der ZEIT). Bei der Textarbeit für den Bericht, so heißt es aus dem Gremium, sei Stöhr eher an starken Statements interessiert, die wissenschaftlich mitunter schwer haltbar seien.
    Christian Drosten kritisiert im Spiegel-Interview zudem, es habe unbekannte „Ghostwriter“ gegeben. Der Bonner Virologe Hendrik Streeck weist das zurück: „Es gab keine Ghostwriter. Schon zu Beginn haben wir im Ausschuss eine Liste mit potenziellen externen Experten erstellt, die wir hinzuziehen können. Auch Christian Drosten hat Fachleute vorgeschlagen, die er dann kontaktieren sollte. Diese Experten werden in der Danksagung erwähnt, sofern sie mitgearbeitet haben.“ Die Kommission habe eine vollständige Liste aller Mitarbeiter, sagt ein anderer Kollege.
    […]

    https://www.zeit.de/2022/27/corona-massnahmen-bundestag-politik-pandemie/komplettansicht

    Der Tagesspiegel klotzt mal wieder:

    1.7.2022 07:47 Uhr
    Steigende Zahlen und Ende der Gratis-Tests
    Deutschland geht eine riskante Corona-Wette ein
    Erst wenn der letzte Hustende im Supermarkt die Maske herunterreißen darf, sind die bürgerlichen Freiheiten wieder hergestellt? Ein Kommentar.
    Karin Christmann

    Es ist eine Frontbegradigung im Kampf zwischen dem Team Sorglos und dem Team Vorsicht: Kostenlose Corona-Bürgertests gibt es für die allermeisten Menschen ab Freitag nicht mehr. Das passt zur politischen Gesamtstrategie, keinen ernsthaften Infektionsschutz mehr zu betreiben. Erst wenn der letzte fiebrig Hustende im Supermarkt die Maske herunterreißen darf, sind die bürgerlichen Freiheiten wieder hergestellt: So lässt sich die Gemengelage – leider – zusammenfassen.
    Diese Signale aus der Politik kommen bei den Menschen natürlich an. Restaurant drinnen oder Biergarten draußen? Das ist für viele keine Frage des Ansteckungsrisikos mehr, sondern des Wetters. Alle, die nicht so sorglos sein können oder wollen, ziehen sich aus dem öffentlichen Raum zurück.

    […]
    Es bleibt die Frage, wie lange das gut gehen kann. Die Antwort wird immer wieder neu davon abhängen, wie es im Wettrennen zwischen Virusmutationen und Impfstoffentwicklung steht. „Jetzt ist es mal gut mit Corona“: Dieser Geist wäre im Fall des Falles nur schwer wieder in die Flasche zu bekommen. Die Gesellschaft geht im Moment – bei deutlich steigenden Fallzahlen – eine riskante Wette ein.

    https://www.tagesspiegel.de/politik/steigende-zahlen-und-ende-der-gratis-tests-deutschland-geht-eine-riskante-corona-wette-ein/28470676.html

    Was soll diese Polemik? Fiebrige Hustende dürfte man eher im Bett als im Supermarkt antreffen. Entsprechende Vorsicht ist bei dieser Einordnung angebracht:

    Auswertung der Pandemiemaßnahmen
    Experten kritisieren Teile der Corona-Politik – aber betonen Nutzen von Masken
    Der Bericht von Corona-Experten soll die Grundlage für die Maßnahmen im kommenden Herbst bilden. Für die Politik sind die Befunde teils wenig schmeichelhaft.
    Hannes Heine Georg Ismar Maria Fiedler

    Für Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und seinen Gegenspieler Marco Buschmann (FDP) soll es das Dokument der Entscheidung sein: Was haben die bisherigen Corona-Maßnahmen gebracht und was bedeutet das für den „Corona-Instrumentenkasten“ für den dritten Pandemieherbst?
    Das 165 Seiten starke Papier des von der Regierung beauftragten Sachverständigenrats macht Zweifel an der Pandemiepolitik von Bund und Ländern deutlich.
    […]
    Gleich ganz am Anfang steht die Hauptkritik, die auch dazu beigetragen hat, dass der Charité-Virologe Christian Drosten aus dem Projekt ausgestiegen ist:
    „Die Erfüllung des Auftrags und Anspruchs durch die Evaluationskommission wurde erheblich dadurch erschwert, dass sie zur Bewertung der auf das Infektionsschutzgesetz (IFSG) gestützten Maßnahmen erst im Nachhinein aufgefordert wurde“, wird eingangs kritisiert. Ferner fehle eine ausreichende und stringente begleitende Datenerhebung, die notwendig gewesen wäre, um die Evaluierung einzelner Maßnahmen zu ermöglichen. „Außerdem ist festzuhalten, dass die Evaluationskommission für eine umfassende Evaluierung dieser Fragestellung weder personell ausgestattet war, noch einen ausreichend langen Evaluationszeitraum zur Verfügung hatte.“

    Sorge vor Coronawelle im Herbst
    […]
    Der Bericht sei keine Generalabrechnung mit der Corona-Politik, sondern solle dazu dienen, dass Entscheider künftig noch informiertere Abwägungen treffen könnten.
    […]
    Ein Überblick über die wichtigsten Ergebnisse – und was das für den nächsten Corona-Herbst bedeuten kann.

    1. Maskenpflicht

    „Die Kombination von epidemiologischen Erkenntnissen und tierexperimenteller Bestätigung lässt die Schlussfolgerung zu, dass das Tragen von Masken ein wirksames Instrument in der Pandemiebekämpfung sein kann“, wird in dem Bericht betont. Eine schlechtsitzende und nicht enganliegende Maske habe jedoch einen verminderten bis keinen Effekt.
    „Die Effektivität hängt daher vom Träger oder der Trägerin ab“, lautet die wenig überraschende Erkenntnis. Alltagsmasken seien definitiv unsicherer als medizinische und FFP2-Masken. Da im Freien kaum Ansteckungsgefahr bestehe, solle eine Maskenpflicht zukünftig auf Innenräume und Orte mit einem höheren Infektionsrisiko beschränkt bleiben.
    Eine generelle Empfehlung zum Tragen von FFP2-Masken sei aus den bisherigen Daten nicht ableitbar, aber gerade für Kliniken, Heime und andere medizinische Einrichtungen sei sie zu empfehlen.
    Für die Politik ergibt sich daraus, dass Masken und eine Maskenpflicht als Option sehr wohl wieder im Herbst zum „Instrumentenkasten“ gehören könnten; darauf pocht Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ebenso wie die Bundesländer.

    2. Lockdowns

    Was die Frage nach Lockdowns angeht, bleibt der Bericht vage, macht aber deutlich, dass sie ganz am Anfang einer Pandemie einiges bewirken können.
    „Aufgrund der biologischen und physikalischen Plausibilität gibt es keinen Zweifel, dass generell die Reduktion enger physischer Kontakte zur Reduktion von Infektionen führt“, heißt es in dem Bericht.
    Gerade zu Beginn einer Pandemie sei es sinnvoll, die Übertragung in der Bevölkerung soweit es geht zu reduzieren, um das Gesundheitssystem auf die bevorstehende Krankenlast einzustellen und um, wenn möglich, den Ausbruch lokal zu begrenzen.
    Aber je länger ein Lockdown dauere und je weniger Menschen bereit seien, die Maßnahme mitzutragen, desto geringer sei der Effekt und umso schwerer wiegen die nicht-intendierten Folgen.

    3. Die G-Regeln

    Auch der Sinn von 2G/3G-Regeln, die in der Pandemie etwa den Besuch von Veranstaltungen an Impfung oder Test knüpften, wird nur begrenzt gesehen. Die Wirksamkeit dieser Maßnahmen ist aus Sicht der Experten vor allem in den ersten Wochen nach der Booster-Impfung oder Genesung hoch. „Der Schutz vor einer Infektion lässt mit der Zeit jedoch deutlich nach.“ Die klare Folge aus diesen Erfahrungen, auch mit Blick auf den nächsten Herbst: Die bisherige Privilegierung von Geimpften wird in Frage gestellt.
    Die Experten empfehlen: Seien auf Grund hoher Infektionszahlen Zugangsbeschränkungen nötig, sei eher eine Testung unabhängig vom Impfstatus zu empfehlen. Es müsse allerdings erforscht werden, wie gut die Eindämmung mit Tests angesichts der sehr leicht übertragbaren Omikron-Variante funktionieren könne.

    4. Schulschließungen

    Eine genaue Aussage über die Wirkung von Schulschließungen konnten die Experten nicht treffen. „Der genaue Effekt von Schulschließungen auf die Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus ist trotz biologischer Plausibilität und zahlreicher Studien weiterhin offen“, schreiben sie in ihrem Bericht. So infizierten sich zwar jüngere Kinder weniger häufig und trügen das Virus seltener in die Familien. Bei neuen Virusvarianten sei der Effekt allerdings weniger ausgeprägt.

    Besser erforscht sind die Nebenwirkungen der Schulschließungen. Die Bildschirmzeit stieg an, Kinder nahmen an Gewicht zu. „Viele Studien haben gezeigt, dass während der Schulschließungen der Anteil von Kindern mit psychischen Problemen anstieg“, schreiben die Sachverständigen. Zudem habe sich die Pandemie negativ auf die Lerndauer, Lernfähigkeit und den Lernerfolg von Schülerinnen und Schülern ausgewirkt, insbesondere in sozial benachteiligten Bevölkerungsgruppen.

    5. Auswirkungen auf das Gesundheitssystem und Forschungslücken
    Deutlich machen die Experten, dass abgesagte Operationen, verschleppte Diagnosen und drohende Vereinsamung im Lockdown gefährliche Folgen haben können.
    Ein Schwerpunkt der Kritik sind Forschungslücken in Deutschland. So sei „eine koordinierte Begleitforschung während der Corona-Pandemie in Deutschland weitgehend unterblieben“, schreiben die Experten.
    Es fehlten Konzepte, um „auf Grundlage besserer Daten und darauf aufbauender Analysen die anstehenden Entscheidungen in der Pandemie zu fällen“. Dabei hätten die Krankenkassen „ihre enormen Datenbestände“ für derlei Zwecke angeboten.
    […]

    https://www.tagesspiegel.de/politik/auswertung-der-pandemiemassnahmen-experten-kritisieren-teile-der-corona-politik-aber-betonen-nutzen-von-masken/28472790.html

    Deutlicher die WELT:

    Corona-Evaluierungsbericht
    Eine Generalabrechnung mit der Politik und dem RKI
    Stand: 10:41 Uhr |
    Von Tim Röhn, Benjamin Stibi

    Der Bericht zur Evaluierung der Corona-Maßnahmen ist da – und dürfte für hitzige Diskussionen sorgen. In dem Papier, das WELT AM SONNTAG exklusiv vorliegt, stellen die Sachverständigen der Politik ein katastrophales Zeugnis aus. Die Datenlage ist unzureichend, die politischen Beschlüsse intransparent. Und die Maßnahmen? Für deren Wirken fand die Gruppe kaum Evidenz.
    […]
    Auf Dutzenden Seiten beschreiben die 18 Ratsmitglieder – darunter Juristen, Virologen und Naturwissenschaftler – die von Politik und Behörden zu verantwortende katastrophale Corona-Datenlage in Deutschland, die der Grund dafür sei, dass man die meisten von der Politik verordneten Maßnahmen nur unvollständig habe bewerten können. Dabei gingen die Sachverständigen mit ihren detaillierten Bewertungen sogar deutlich über das hinaus, womit sie gemäß Infektionsschutzgesetz (IfSG) betraut worden waren.
    […]
    Auswirkungen der Schulschließungen bis heute nicht evaluiert

    Die Mitglieder wählten ein Beispiel, das die Schwierigkeit der Bewertung verdeutlichen soll: „Für den deutschen Landkreis Waldshut wurde für die erste Infektionswelle gezeigt, dass eine Übersterblichkeit zu verzeichnen war, die zu etwa 55 Prozent auf Covid und rund 45 Prozent auf das Ausbleiben bestimmter Behandlungen beruhte.“
    Auch bezüglich 2G/3G treffen die Sachverständigen keine verbindlichen Aussagen, legen angesichts der immer weiter nachlassenden Schutzwirkungen der Impfungen im Blick auf Ansteckungen allerdings nahe, dass auch Geimpfte von der Testpflicht nicht ausgenommen werden sollten. Was Schulschließungen angeht, so heißt es: „Der genaue Effekt (…) auf die Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus ist trotz biologischer Plausibilität und zahlreicher Studien weiterhin offen, auch, weil (…) die Effekte der Einzelmaßnahmen nicht evaluiert werden können.“
    Festzuhalten sei, dass Kinder durch Schulschließungen besonders betroffen sind: „Physische und psychische Belastungen der Kinder sind empirisch gut belegt, die Betroffenheit unterscheidet sich dabei deutlich nach dem sozioökonomischen Status der Familien“. Eine weitere Expertenkommission solle zwecks tiefgehender Untersuchung eingesetzt werden.

    Das Maskentragen in Innenräumen hingegen bewertet die Kommission als positiv. Allerdings: „Eine generelle Empfehlung zum Tragen von FFP2-Masken ist aus den bisherigen Daten nicht ableitbar.“ Außerdem hänge die Wirkung vom Maskenträger ab: „Eine schlecht sitzende und nicht enganliegende Maske hat einen verminderten bis keinen Effekt.“

    Das rechtliche Zustandekommen der Corona-Maßnahmen wurde indes scharf kritisiert. Lange Zeit waren sie an die „Feststellung der epidemischen Lage nationaler Tragweite“ geknüpft, die der Bundestag alle paar Monate wieder treffen musste. Dadurch kam es aus Sicht des Sachverständigenausschusses zu vermeidbaren politischen Missverständnissen: Stimmten die Abgeordneten im Sommer für eine Verlängerung, erweckte das den Eindruck, als wolle man ein „Sonderregime“ unabhängig von der tatsächlichen Lage verstetigen – umgekehrt vermittelte ihre Nichtverlängerung letzten November den Eindruck, die Pandemie sei vorbei.
    Die faktische Entscheidungsgewalt über den Erlass einzelner Maßnahmen lag häufig bei der „Bund-Länder-Runde“ – einem Gremium, das im Grundgesetz nicht verankert und von den Parlamenten entkoppelt ist. „Es tagte hinter verschlossenen Türen und tat dann nach Ende seiner Beratungen der Öffentlichkeit deren Ergebnisse kund. In diesem klassischen Fall einer reinen Top-down-Kommunikation fehlte naturgemäß alles, was bei parlamentarischer Beratung selbstverständlich gewesen wäre: der öffentliche Austausch von Argumenten, das Vortragen von Begründungen, die Gegenüberstellung kontroverser Positionen sowie die Präsentation von Alternativen.“ Außerdem fehle bis heute „eine konsequente Rückmeldung“ darüber, inwiefern Empfehlungen der Experten in die politischen Entscheidungen eingeflossen sind.
    […]
    Für eindeutig verfassungswidrig halten die Juristen die bestehende Verordnungsermächtigung, die es dem Bundesgesundheitsministerium erlaubt, in einer Vielzahl von Fällen Ausnahmen von bestehenden Gesetzen zu erlassen. Bis zu 1000 Normen könnten davon betroffen sein. Damit werde der Wille des Gesetzgebers in undurchschaubarer Weise umgangen und die wesentlichen Entscheidungsbefugnisse vom Parlament auf die Exekutive verlagert.

    „Verfassungspolitische Folgeprobleme“ der „Bundesnotbremse“

    Auch die „Bundesnotbremse“, mit der die Corona-Maßnahmen bundesweit vereinheitlicht werden sollten, sieht der Sachverständigenausschuss rückblickend kritisch. Zwar sei sie vom Bundesverfassungsgericht gebilligt worden, aber: „Verfassungspolitisch sind die Folgeprobleme so gravierend, dass eine Wiederholung dieses Regelungsregimes nicht empfohlen werden kann.“ Die „Feinsteuerung“ der Maßnahmen durch die Länder sei entfallen, Karlsruhe mit Massenklagen überschwemmt worden.

    Zudem seien abweichende Meinungen in der Corona-Pandemie oft vorschnell verurteilt worden: „Wer alternative Lösungsvorschläge und Denkansätze vorschlug, wurde nicht selten ohne ausreichenden Diskurs ins Abseits gestellt. Dabei ist eine erfolgreiche Pandemiebewältigung ohne den offenen Umgang mit Meinungsverschiedenheiten langfristig nur schwer denkbar.“

    Kritisch wird auch die Kommunikation der Politik gesehen. Für Verwirrung habe sie damit gesorgt, dass sie sich ständig auf neue Kennzahlen berief. Dass Inzidenzwerte genutzt wurden und werden, um die Gefahr durch Covid zu erklären, sei nicht in Ordnung, so die Verfasser. Diese Zahlen würden nicht ausreichen, um das Infektionsgeschehen und dessen Entwicklung angemessen zu beschreiben, Maßnahmen abzuleiten und die kritische Ressource Klinikkapazität zu schonen“. Stattdessen würden repräsentative Stichproben angemessen sein, um das Infektionsgeschehen zu beschreiben. Stichproben, die es in Deutschland so nicht gibt.
    […]
    Bis zum letzten Tag wurde an der Fertigstellung des Berichts gearbeitet, mit vielen Diskussionen und Änderungen bis quasi zur letzten Minute. Stöhr scheint mit dem Ergebnis nicht zufrieden zu sein. Am Ende des Berichts findet sich der Hinweis, mit ihm habe man nicht in allen Punkten Konsens erzielen können.
    […]

    https://www.welt.de/politik/deutschland/plus239672507/Corona-Evaluierungsbericht-Eine-Generalabrechnung-mit-der-Politik-und-dem-RKI.html

    Was die Grünen angeht: es wird beim Voodoo bleiben:

    Und der sollte gleich auch abtreten:

    Nachspiel zu Drostens Campingurlaub:

    28.6.2022 12:04 Uhr
    Bezeichnung „Massenmörder“ soll gefallen sein
    Drosten stellt nach Anfeindungen auf Zeltplatz Anzeige
    Bei einer Campingreise an der Mecklenburgischen Seenplatte wird der Virologe Christian Drosten beschimpft. Er schaltet die Polizei ein.
    […]
    Er habe gegen drei Dauercamper – zwei Frauen und einen Mann – Anzeige wegen Verleumdung gestellt, bestätigte eine Sprecherin der Polizeiinspektion Neubrandenburg.
    Zuerst hatte das Online-Portal „Wir sind Müritzer“ darüber berichtet. Demnach sei Drosten unter anderem als „Massenmörder“ beschimpft worden. Ihm sei außerdem vorgeworfen worden, „Kinder auf dem Gewissen zu haben“.
    Die Polizeisprecherin wollte wegen laufender Ermittlungen zum Inhalt der Beschimpfungen nichts sagen. Der Vorfall habe sich am vergangenen Samstag am Ellbogensee, südlich der Müritz in der Grenzregion zu Brandenburg zugetragen.
    […]

    https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/bezeichnung-massenmoerder-soll-gefallen-sein-drosten-stellt-nach-anfeindungen-auf-zeltplatz-anzeige/28465080.html

    Und hier ein kreativer Umgang mit Regeln:

    »In der Kabine hatten es alle«
    Alizé Cornet berichtet von »Coronaepidemie« bei den French Open
    Beim Grand Slam in Paris soll es zu zahlreichen Coronafällen gekommen sein – ohne dass die Öffentlichkeit davon erfuhr. Die Französin Alizé Cornet berichtet von einem »Stillschweigeabkommen« unter den Spielern.
    29.06.2022, 13.53 Uhr

    Bei den French Open soll es nach Angaben der französischen Tennisspielerin Alizé Cornet mehr Corona-Verdachtsfälle als bisher bekannt gegeben haben. Es habe in Paris eine »Coronaepidemie« und ein »Stillschweigeabkommen« unter Spielern gegeben, sagte die 32-Jährige beim Rasenklassiker in Wimbledon der Sportzeitung »L’Équipe«. »Wir werden uns nicht selbst testen, um nicht in Schwierigkeiten zu kommen.«

    Beim Grand-Slam-Turnier in Paris vom 22. Mai bis 5. Juni gab es keine Test- oder Impfpflicht für die Profis. Titelverteidigerin Barbora Krejčíková hatte während des Turniers mitgeteilt, dass sie positiv auf das Coronavirus getestet wurde. »In der Kabine hatten es alle, und wir haben nichts gesagt«, sagte Cornet.
    […]

    https://www.spiegel.de/sport/tennis/wimbledon-tennis-spielerin-berichtet-von-corona-epidemie-bei-french-open-a-fa11f9ef-3c11-4696-949b-ec6239ce028a

    • Ich komme auf den dementen Leader of the free world zurück.

      Von der NZZ wurden er und Kamala Harris am 30.6.2022 umstandslos abgeschrieben:

      Joe Bidens Alter wird für die Demokraten zunehmend zum Problem: Bei einer Wiederwahl 2024 wäre der amerikanische Präsident 82 und am Ende seiner zweiten Amtszeit 86 Jahre alt. Bereits jetzt wirkt er gezeichnet durch sein kräftezehrendes Amt. Die Umfragewerte sind schlecht. Nicht einmal eine Mehrheit der eigenen Anhänger möchte, dass Biden noch einmal antritt. Aber gute Alternativen sind rar. Zum Bericht

      Das ist natürlich unehrlich: dement war er schon im Keller-Wahlkampf 2020.

      Das wird dem Mr. 10% nicht weiter schaden, denn über so etwas berichten die Leitmedien in den USA, die allesamt die Democrats unterstützen, nicht.

      EXCLUSIVE: ‚I think you’re clear‘: VOICEMAIL from Joe Biden to Hunter about NY Times report on his Chinese business dealings proves he DID speak to his son about his relationship with criminal dubbed the ’spy chief of China‘
      • Joe Biden called Hunter in December 2018 saying he wanted to talk to him after reading a New York Times story about Hunter’s dealings with the Chinese oil giant CEFC
      • Files on Hunter’s abandoned laptop previously disclosed by DailyMail.com show that he struck a deal with the Chinese company worth millions of dollars
      • The Times‘ 2018 story pointed out CEFC’s chairman Ye Jianming had been arrested in China and his lieutenant Patrick Ho had been convicted of bribery
      • Hunter accidentally recorded himself referring to Ho as the ’spy chief of China‘
      • After seeing the story online, Joe called Hunter and left a voicemail
      • ‚I thought the article released online, it’s going to be printed tomorrow in the Times, was good. I think you’re clear,‘ Joe said in the voicemail
      The message flies in the face of the president’s repeated denials that he ever discussed Hunter’s overseas business dealings with his son
      By Josh Boswell For Dailymail.com
      Published: 16:42 BST, 27 June 2022 | Updated: 20:45 BST, 27 June 202
      […]

      https://www.dailymail.co.uk/news/article-10938637/Voicemail-Joe-Biden-Hunter-proves-president-DID-speak-Chinese-business-dealings.html

      Der Show-„Untersuchungs“-Ausschuß zum 6.1.2021 der Democrats, die gnädigerweise zwei republikanische Anti-Trumper, nämlich Liz Cheney und Adam Kinzinger, zugelassen haben, wird allenfalls von Democrats-Wählern verfolgt. Zurecht wird er von den Republikanern als „stalinistisch“ eingestuft. Denn nach monatelangen geheimen Vernehmungen – Republikaner, die sie ablehnten, wurden wegen „contempt of Congress“ wegen strafrechtlicher Tatbestände an das DoJ überwiesen – werden nun öffentlich nur „best of“-Vernehmungen eingespielt, widersprechende Aussagen unterdrückt und nun eine lügende „Belastungszeugin“ öffentlich vorgeführt.

      An der Wahrheit geht der Ausschuß voll vorbei:

      Juliane Schäuble steigt voll ein, als wäre sie eine Funktionärin der Democrats:

      30.6.2022 12:29 Uhr
      Brisante Interna aus dem Weißen Haus
      Die Aussagen einer „geheimnisvollen Zeugin“ bringen Trump in Bedrängnis
      Eine Sensation: Amerikaner erfuhren, wie es am 6. Januar 2021 im Weißen Haus zuging. Unsere Korrespondentin schildert in „Washington Weekly“ ihre Eindrücke
      Juliane Schäuble

      Im Januar schrieb ich an dieser Stelle über die Sorgen der US-Demokraten nach Joe Bidens erstem Jahr im Amt. Die Angst war schon da groß, dass ihnen nicht mehr viel Zeit bliebe, vor den Midterms noch die Stimmung zu drehen. Dass eine Wiederkehr Donald Trumps droht, wenn die Biden-Regierung nicht erfolgreich ist.
      Damals sprach ich mit Ben Meisales, einem kalifornischen Bürgerrechtsanwalt, der zusammen mit seinen beiden Brüdern Jordan und Brett in der Trump-Zeit das progressive Political Action Committee „Meidas Touch“ gegründet hatte. Ich weiß noch, wie es mich fast etwas überraschte, dass er trotz miserabler Umfragewerte für die Biden-Regierung so ungewöhnlich optimistisch klang.

      Er erklärte im Grunde, die Demokraten hätten noch zwei wichtige „wild cards“ im Wahljahr. Die erste: Der Supreme Court kippt mit seiner erzkonservativen Mehrheit das Grundsatzurteil „Roe v. Wade“ von 1973 und mobilisiert damit die liberalen Kräfte, die den Backlash abwehren wollen.

      Die zweite: Der Untersuchungsausschuss des Repräsentantenhauses zum Sturm auf das Kapitol fördert bisher Unbekanntes zutage, eine „smoking gun“, die Trump und seine Leute ernsthaft in die Bredouille bringt. Diese beiden Entwicklungen könnten den Wählern die Augen öffnen, welche Konsequenzen Wahlen haben und welche Gefahr von Trump ausgeht, erklärte Ben Meisales.

      Hutchinson sprach klar, aber nicht emotionslos

      In den vergangenen sechs Tagen ist beides eingetreten. Das Oberste Gericht entschied am vergangenen Freitag, dass das seit fast 50 Jahren geltende, liberale Abtreibungsrecht nicht mehr gelten soll, was Zehntausende überall im Land auf die Straßen trieb. Am Dienstag dann präsentierte der U-Ausschuss zum 6. Januar überraschend einen „mystery witness“: die ehemalige Assistentin von Trumps Stabschef Mark Meadows, Cassidy Hutchinson.

      Was und auch wie die 25-Jährige bei der sechsten öffentlichen Anhörung über das Verhalten Trumps rund um den 6. Januar aussagte, schlug wie eine Bombe ein.

      Hutchinson sprach klar, aber nicht emotionslos, und sie zielte direkt auf den Kern des Untersuchungsausschusses: die Verantwortung Trumps für den Versuch, den friedlichen Machttransfer mit Gewalt zu stoppen. Ein Versuch, der, auch das lernten wir in den vergangenen Sitzungen, nur knapp gescheitert war und der fünf Menschen das Leben kostete. [sämtlich Trump-Anhänger]

      Justizminister Merrick Garland könnte nun ein Strafverfahren eröffnen

      Was die ehemals loyale Mitarbeiterin des Weißen Hauses darlegte, stellt womöglich den letzten Schub dar, den Justizminister Merrick Garland noch braucht, um ein Strafverfahren gegen den Ex-Präsidenten zu eröffnen. Zusammengefasst:

      Trump wusste, dass seine Anhänger bewaffnet waren. Es hat ihn nicht gestört, im Gegenteil: Er hat die Leute bei seiner „Stop the Steal“-Rallye, bei der er trotz aller gegenteiligen Erkenntnisse behauptete, ihnen sei die Wahl gestohlen worden, aufgehetzt, zum Kapitol zu marschieren, wo der Kongress Bidens Wahlsieg bestätigen wollte.
      • Er wollte den Mob sogar selbst anführen und vor dem Kapitol auftauchen. Davon haben ihn seine Berater und der Secret Service nur mit Mühe abgehalten.
      • Die Gewalt ist also nicht völlig unerwartet und spontan ausgebrochen, wie viele Republikaner gerne behaupten. Trump wollte sie, und ihm war auch egal, dass der wütende Protest gegen den angeblichen Wahlbetrug Menschen in Gefahr brachte, unter anderem seinen eigenen Vizepräsidenten Mike Pence.
      Möglicherweise gibt es direkte Verbindungen vom Weißen Haus zu den rechtsextremen Proud Boys. [Wobei der Versuch des FBI und des politisierten DoJ, den Proud Boys irgendeine Umsturz-Verschwörung nachzuweisen, krachend gescheitert ist, weil es mehr FBI-Informanten als Proud Boys gab, die dazu aufriefen.]
      • Und diverse Republikaner haben Trump vorsichtshalber über ein vorauseilendes Gnadengesuch gebeten, was nicht nur peinlich für sie ist, sondern auch viel über das Schuldbewusstsein des Trump-Kosmos sagt.
      […]

      https://www.tagesspiegel.de/politik/brisante-interna-aus-dem-weissen-haus-die-aussagen-einer-geheimnisvollen-zeugin-bringen-trump-in-bedraengnis/28469088.html

      Das alles sind Lügen. Vermutlich ist Cassidy Hutchinson eine Borderlinerin und histrionische Persönlickeit wie Amber Heard:

      Niemand war bewaffnet – Waffentragen ist in Washington D.C. nicht erlaubt:

      Schweigen im Walde. Alle feierten die Aussagen.

      Ja, das kennzeichnet die Qualität ihrer Aussagen: Hörensagen aus 2. und 3. Hand – vor Gericht unverwertbar. Und eh längst widerlegt:

      Man muß es klar sagen: Hutchinson log, schließlich muß sie ihre eigene Handschrift kennen, und Liz Cheney lud sie wissentlich zu dieser Lüge ein. Natürlich hat Cheney keine Chance, ihre republikanische Vorwahl in Wyoming zu gewinnen; ihr Kollege Kinzinger tritt gar nicht erst wieder an.

      Selbstverständlich unterdrückt der illegitime Ausschuß entgegenstehende Aussagen des Secret Service:

      Testifying in public, Hutchinson went further, explaining to lawmakers in the clip below that Trump threw a violent tantrum when the Secret Service refused to allow the president go to the Capitol as supporters swarmed the complex.

      […]
      “Mr. Trump then used his free hand to lunge towards Bobby Engel,” Hutchinson continued. “And Mr. — when Mr. Ornato had recounted this story to me, he had motioned towards his clavicles.”

      Moments after the Hutchinson’s testimony, NBC’s Chief White House Correspondent Peter Alexander reported “a source close to the Secret Service tells me both Bobby Engel, the lead agent, and the presidential limousine/SUV driver are prepared to testify under oath that neither man was assaulted and that Mr. Trump never lunged for the steering wheel.”
      […]

      https://thefederalist.com/2022/06/29/new-j6-narrative-about-trump-and-secret-service-collapses-hours-after-tuesday-hearing/

      Viele sorgten aber nicht für Klarheit:

      ‚MALICIOUS LIES‘: Gohmert Wants Retraction, Apology from Jan. 6 Committee for Claiming He Sought Pardon
      posted by Hannity Staff – 6.28.22
      Rep. Louie Gohmert (R-TX) is calling bullschiff on the Jan. 6 Committee — specifically on statements provided by former White House aide Cassidy Hutchinson, who claimed the Lone Star State Rep asked for a pardon.

      According to The Washington Times, Gohmert flatly denies the allegations and believes video of Ms. Hutchinson’s deposition was deceptively edited to make it sound like pardons he was requesting for service members were, in actuality, for himself.

      “The way the video testimony was presented makes it sound like my pardon requests for very deserving military members, former military, and one civilian servant in late 2020 in written letters and packages of information was asking for a pardon for myself,” Mr. Gohmert said in a statement this week to The Washington Times.
      “Not only have I never asked for a pardon for myself, I have not done anything for which I need a pardon,” he said.
      From The Washington Times…

      „Mr. Gohmert and 11 other GOP lawmakers, including Rep. Scott Perry of Pennsylvania and Rep. Paul Gosar of Arizona, were part of the Congressional Justice for Warriors Caucus and first sent a pardon request to the White House in February 2020 on behalf of Army National Guardsman Sgt. Derrick Miller.
      Miller was released on parole in 2019 after being convicted of murdering an Afghan civilian during a battlefield interrogation in Afghanistan in 2010.

      The Jan. 6 Committee displayed during last Thursday’s hearing an email from Rep. Mo Brooks, Alabama Republican, to Mr. Trump with the subject line “Pardons,” in which Mr. Brooks requested pardons for “every congressman or senator who voted to reject the electoral college vote submissions of Arizona and Pennsylvania.”
      The committee then aired a videotaped deposition in which Ms. Hutchinson testified that Mr. Brooks “advocated for there to be a blanket pardon from members” involved in the Dec. 21, 2020, meeting. The lawmakers were supporting Mr. Trump’s efforts to get Congress to reject the certification of votes of swing states won by President Biden.

      The committee then pressed during the deposition whether any other members asked for pardons.
      “Mr. Gohmert asked for one as well,” Ms. Hutchinson replied.

      Now, Gohmert wants the unedited video of the deposition and the transcript released in order to get the story straight. He’s also calling for Ms. Hutchinson to “publicly clarify her comments if she feels her words were misrepresented or her deposition was inappropriately edited.”
      “If she simply made a mistake in her recollection, then a public apology would be the least she could do given the vicious attacks and smears that have arisen from her deposition,” he said.
      Gohmert called on the Jan. 6 Committee to offer clarification and an apology.
      […]

      https://hannity.com/media-room/malicious-lies-gohmert-wants-retraction-apology-from-jan-6-committee-for-claiming-he-sought-pardon/

      Wie gesagt, es ist ein Schauprozess der Dems, und nicht einmal Hutchinson ist davor gefeit, falsch zitiert zu werden.

      Da sind die lügenden Dems-Helden glücklich vereint:

      Nach Abtreibungs- und Waffenrechts-Entscheidung nun der nächste Supreme Court-Aufreger:

      LIBS LOSE IT OVER EPA RULING: ‚This Court is Now a Threat to the Planet‘
      posted by Hannity Staff – 6.30.22

      Well, you knew this was coming.

      After the Supreme Court’s decision that limited the executive branch’s power in making large-scale environmental regulations, liberal lawmakers and media personalities went into full-on melt down mode.

      Democratic Socialist Alexandria Ocasio-Cortez (D-NY) called it “catastrophic.”
      “Catastrophic. A filibuster carveout is not enough. We need to reform or do away with the whole thing, for the sake of the planet,” the congresswoman tweeted.

      “Our planet is on fire, and this extremist Supreme Court has destroyed the federal government’s ability to fight back. This radical Supreme Court is increasingly facing a legitimacy crisis, and we can’t let them have the last word,” said Senator Elizabeth Warren (D-MA).

      “Run out of words to describe this court, but, among other things, it’s now a threat to the planet,” wrote MSNBC’s Chris Hayes.

      Former President Barack Obama tweeted about the urgency of the Court’s decision. “No challenge poses a greater threat to our future than a changing climate. Every day, we’re feeling the impact of climate change, and today’s Supreme Court decision is a major step backward.”

      “The Supreme Court has gone rogue. We are in a full-blown Constitutional crisis. Congress must act. And we must pressure Congress to act, while it still can. #TheMajority,” tweeted author Heather Cox Richardson.
      […]
      From Fox News…

      „The Court dealt the progressives and the climate change agenda a blow with its highly anticipated decision in the West Virginia v. EPA case. The 6-3 decision ruled “that the Environmental Protection Agency cannot pass sweeping regulations that could overhaul entire industries without additional congressional approval,” Fox Business reported.

      In the Court’s opinion, Chief Justice John Roberts claimed, “it is not plausible that Congress gave EPA the authority to adopt on its own such a regulatory scheme.” He added that such regulatory power “rests with Congress itself, or an agency acting pursuant to a clear delegation from that representative body.”

      https://hannity.com/media-room/libs-lose-it-over-epa-ruling-this-court-is-now-a-threat-to-the-planet/

      Als Juristin kann ich diese Entscheidungen nur begrüßen. Mit der Abschaffung eines imaginierten „Verfassungsrechts“ auf grenzenlose Abtreibung, das selbst RBG kritisierte, wurde die gesetzgebende Gewalt zurück an die Staaten gegeben, die für Gesundheitspolitik zuständig sind. Das Waffenrecht hat Verfassungsrang. Und Umweltpolitik via Exekutive ist demokratiefeindlich -: wie bei uns die Corona-Politik.

      Natürlich hat der Dems-Aktivist, der Juliane Schäuble die Motivation für ihre Falschberichterstattung einhauchte, inhaltlich unrecht:

      Die Abschaffung des nirgendwo sonst existierenden verfassungsrechtlichen Grundrechts auf unlimitierte Abtreibung aktiviert allenfalls Aktivistinnen der Democrats. 70% der Bevölkerung lehnen die bis zu grundlosen Kindstötungen in vielen Democrats Staaten geltenden Regelungen ab. Ebensoviele lehnen die in wenigen republikanischen Staaten existierende Verbote oder quasi-Verbote ab. Es wird sich einmendeln…

      Das demokratiefeindliche Regieren durch Dekrete via Exekutiv-Organe war unter Trump ja vielfältig Gegenstand der Presse-Kritik: ein Autoritärer!

      Obama und Bidens Handler machten und machen noch viel zahlreicher davon Gebrauch.

      Das Wahlvolk interessieren ganz andere Dinge:

      Ja, die selbstschädigende grüne Politik – Danke, Mark Smith!

      „So, noch ein bisschen Realismus für die Grün_innen von Hans-Werner Sinn:“

      [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-9/#comment-96285

      Biden ist komplett geistesabwesend und reagiert in keiner Weise auf Macrons Hinweis, daß Saudi-Arabien, Bidens nächste Station, nicht in der Lage sei, mehr und ausreichend Öl für Europa und die USA zu produzieren. Macron wechselt zwischen Biden und Sullivan.

      Über Bidens Geisteszustand dürfte nach diesen Tagen JEDER informiert sein. Aber in den Medien werden wir weiterhin darüber nichts lesen.

      Was republikanische Wähler weiterhin bewegt: die Tyrannei der Fauci-Biden-Front (nahezu sämtliche Biden Corona-Dekrete wurden von Gerichten als demoratiefeindliche Exekutiv-Überschreitungen eingestuft):

      Die Ukraine ist quasi ein metoo-Ehrenabzeichen für woke Promis und ganz sicherlich kein Booster für die Democrats im November 2022:

      „Wokeness“ ist immer und überall kontraproduktiv.

      Biden und die Democrats sind Toasts. Zurecht:

      Es ist zu hoffen, daß Trump mit den Kriegshawks innerhalb der republikanischen Partei aufräumen kann, denn sonst ändert sich nie etwas an der westlichen Kriegstreiberei.

        • @ Ulli

          Ja, dieses neuste Video von Lüders hat mir auch super gut gefallen. Lüders ist ja sonst eher konziliant in seinen Video und seinen Aussagen, aber offenbar hat er nun auch allmählich die Faxen dick, so dass er m.E. wirklich mal giftig wird und so richtiggehend austeilt. 🙂

          Mir hat Oskar Lafontaine auch noch gut gefallen, obwohl man das sicherlich alles ein bisschen differenzierter anschauen müsste:

          „Lügengipfel

          Den G7-Gipfel in Elmau und den NATO-Gipfel in Madrid hätte man sich sparen können. Auf beiden Zusammentreffen wurde deutlich, dass man „geschlossen gegen Russland zusammensteht“. Die Vasallen der USA haben brav die Strategie des Pentagon abgenickt. Solange das so ist, wird es schwer sein, einen Waffenstillstand in der Ukraine zu erreichen. Die Lügenpropaganda der USA bestimmt die Politik der westlichen Staaten.

          Zur Erinnerung:

          Nicht Russland gibt am meisten Geld für Krieg und Rüstung aus, sondern die USA –laut SIPRI mit 801 Milliarden US-Dollar im vergangenen Jahr sogar mehr als das Zwölffache von Russland mit 65,9 Milliarden Euro.
          Nicht Russland hat 800 Militärstationen in aller Welt, um Länder zu bedrohen und zu kujonieren, sondern die USA. Die Zahl der russischen Militärstationen auf fremdem Territorium kann man an einer Hand abzählen.
          Nicht russische Truppen stehen an den US-Grenzen zu Kanada und Mexiko, sondern US-Truppen stehen an der Westgrenze Russlands.
          Nicht russische Raketen stehen in Kuba oder Mexiko oder Kanada, sondern die USA haben Raketen an der Westgrenze Russlands stationiert.
          Solange die Europäer nicht erkennen, dass ihre Interessen zu denen der USA diametral entgegengesetzt sind, wird es keinen Frieden geben. Die USA wollen Russland „zermürben“ und die Europäer laufen dabei Gefahr, Opfer eines auf Europa begrenzten Nuklearkrieges zu werden. Wann hat ein europäischer Politiker den Mut, das offen anzusprechen?
          Noch ein letztes: Wenn man Rohstoffe wie Gas und Öl nur von Staaten beziehen kann, die für völkerrechtswidrige Kriege verantwortlich sind wie die USA, Russland, Saudi-Arabien oder Katar, sollte man an die Interessen der eigenen Bevölkerung denken und die billigsten Rohstoffe importieren. Dass man sich nicht nur von einem Lieferanten abhängig machen sollte, ist richtig, aber das gilt für alle.
          Wie lange findet sich die Bevölkerung noch damit ab, dass die Bundesregierung durch eine törichte Politik Millionen Menschen in Deutschland verarmen lässt und die deutsche Wirtschaft ruiniert? Und in Afrika sterben Menschen an Hunger nicht zuletzt, weil die „Menschenrechtspartei“ der Grünen ihre Mitverantwortung für dieses Elend nicht sehen will. „(Quelle: Oskar Lafontaine auf Facebook)

  7. Die Klimawissenschaft, die Militärwissenschaft, die Wirtschaftswissenschaft zerbröseln vor lauter Aktivismus:

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-8/#comment-96261

    Besonders nachhaltig war freilich die Zerstörung der medizinischen Wissenschaft durch ideologisch gesteuerte Corona-Wissenschaftler, die auf Repression setzten, gestützt durch die Leitmedien, die Maßnahme-Kritiker aggressiv ausgrenzten, wiederum gestützt durch den Verfassungsschutz und durch US-Social Media-Konzerne, die jegliche Kritik an Behörden löschen – eine üble Allianz, die an den Bananenrepublik-Zustand der USA erinnert.

    Hierzu mein letzter Corona-Beitrag:

    Warum die Presse versagt II


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2022/03/30/warum-die-presse-versagt-ii/comment-page-8/#comment-96222

    Das geht bis ins Kulturelle:

    „Tatort“ Mainz
    Ich weiß, was ich weiß
    Im Mainzer „Tatort“ verrennt sich Heike Makatschs Kommissarin furchtbar bei der Ermittlung. Der Fall zeigt, was man beim Entwurf einer Filmfigur alles falsch machen kann.
    Eine Rezension von Matthias Dell
    26. Juni 2022, 21:51 Uhr
    […]
    Grobschlächtigkeit beweist der Tatort auch durch einen Satz der Pathologin (Anabel Möbius), der nicht als Figurenrede akzentuiert ist, was interessant gewesen wäre, sondern aus dem Zentrum des Films gesprochen wird, was armselig ist. Der Satz lautet: „Wir führen zu der Identifizierung von Nebenwirkungen nach der Impfung im Zusammenhang mit Sars-CoV-2 wieder vermehrt Autopsien zu Forschungszwecken durch.“

    Ein Text, der auf der Hundepfeife geflötet wird, die auch für die systematische Unaufrichtigkeit von rechter Rhetorik wesentlich ist. Die Aficionados des Corona-Leugnens freuen sich übers beliebte Schlagwort von den „Nebenwirkungen“ nach der Impfung, das ein zentraler Topos der esoterisch-verschwörungsideologischen Querdenkerei ist. Wenn aber jemand auf den Quatsch hinweist, wird offiziell wissenschaftlich getan oder gleich mit großer Geste rumgeopfert, was man heute alles nicht mehr sagen oder „hinterfragen“ dürfe oder wie dieses ganze „sinnlose Gewäsch“ (Uwe Tellkamp) geht, das Diskussionen verunmöglicht und Gesellschaft spaltet.
    […]

    https://www.zeit.de/kultur/film/2022-06/tatort-mainz-heike-makatsch-familiengeschichte/komplettansicht

    Diffuser und dennoch konkreter geht es kaum. Dell ist eh irrelevant: lobt er einen TATORT, ist der garantiert schwer erträglich. Der Mainzer TATORT war gut.

    Blöd nur, daß in der ZEIT die Impfschäden thematisiert werden, und auch die Vorurteile, denen Betroffene begegnen – auch in der Ärzteschaft:

    Corona-Impfschäden
    „Ein körperliches und psychisches Wrack“
    Die Klagen wegen möglicher Corona-Impfschäden nehmen zu. Viele der Betroffenen wollen vor allem eines – wissen, was mit ihnen geschah.
    Von Annika Joeres
    Aktualisiert am 23. Juni 2022, 6:28 Uh
    […]
    Nach dem letzten Bericht des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI) wurde dem Institut bei rund zwei von tausend Geimpften der Verdacht auf eine Nebenwirkung gemeldet. Verdachtsmeldungen auf schwere Nebenwirkungen gibt es bei einem von 5000 Geimpften. Die meisten Betroffenen sind zwischen 18 und 65 Jahren alt. Bezogen auf alle Geimpften in Deutschland haben bislang offiziell rund 126.000 Menschen Ereignisse gemeldet, die mit der Impfung zusammenhängen könnten, rund 13.000 davon schwere. Wie hoch die Zahl tatsächlich ist, ist schwer zu sagen: Es handelt sich, einerseits, stets nur um Verdachtsfälle; welche dieser Leiden tatsächlich mit der Impfung zusammenhängen, ist bislang unklar – das spricht für zu hohe Zahlen. Gleichzeitig liegt die deutsche Meldungsrate teils unter der anderer Länder, und die Ziffer wird kontinuierlich größer – noch im Herbst ging das PEI von nur halb so vielen Verdachtsfällen pro tausend Impfungen aus. Das spricht wiederum für zu niedrige Zahlen.
    […]
    Allerdings, so ergeben Gespräche mit Patienten und ihren Anwälten, fehlt den Betroffenen für die Anerkennung häufig ein Hinweis des behandelnden Arztes, dass der Schaden möglicherweise mit der Impfung zusammenhängt. „Ich habe im Krankenhaus immer wieder auf die Impfung wenige Tage vor meinem Zusammenbruch hingewiesen“, sagt beispielsweise Andreas Franz, „aber die Ärzte haben sich geweigert, es in die Anamnese aufzunehmen.“ So ist im Bericht eines Sanitäters des Rettungswagens noch vermerkt, dass Franz fünf Tage zuvor seine erste Impfung erhalten habe, in seiner Entlassungsakte aus dem Krankenhaus hingegen lautet die Diagnose allein „Kammerflimmern“, ein möglicher Bezug zur BioNTech-Spritze wird nicht hergestellt. Obwohl Franz noch wenige Wochen zuvor einen Blut- und Herzbelastungstest absolviert hatte, bei dem er beste Werte erzielte. Seine Hausärztin attestierte ihm schließlich, dass bei ihm ein „stark erhöhtes Risiko für körperliche Reaktionen mit Folgeschäden durch eine Coronavirusimpfung“ bestehe.
    […]
    „Die Schwierigkeit vieler meiner Mandanten ist: Die behandelnden Ärzte melden einen gesundheitlichen Schaden nicht als Verdachtsfall, selbst wenn er kurz nach einer Impfung aufgetreten ist.“ Dies habe sich sowohl bei Herzmuskelentzündungen von jungen Männern als auch bei den Thrombosen erwiesen, deren Meldungszahlen erst sprunghaft anstiegen, als beide als mögliche Impfschaden diskutiert wurden. „Meine Erfahrung ist: Ärzte melden das, was bereits anerkannt ist. Dadurch werden die tatsächlichen Verdachtsfälle systematisch untererfasst“, so Dornhoff. Sie habe jedoch auch gesehen, dass Ärzte hellhörig werden, wenn sie eine Nebenwirkung am eigenen Leibe erfahren und sie schließlich auch bei ihren Patienten beobachten. Dann meldeten sie auch Schäden, die noch nicht in der Gebrauchsanweisung oder in den Medien publiziert wurden.
    „Bis wir die Impfschäden aufgearbeitet haben, werden zehn Jahre vergehen“, prophezeit die Anwältin. Sie bedauert, dass der Staat nur entschädige, aber kein Schmerzensgeld zahle: „Die meisten kommen mit den Versorgungsleistungen nur knapp über die Runden und verarmen.“
    […]
    Viele erzählen, dass sie sich diese rechtliche Klarstellung auch vor den Freunden und Angehörigen wünschen, dass sie häufig belächelt und als Schwurbler beschimpft würden. Einmal schrieb Franz auf der Facebook-Seite der Tagesschau einen Kommentar unter einem Impf-Aufruf: „Wisst ihr Leute, es gibt auch Menschen, die unter einer Impfung leiden.“ Es folgten wüste Beschimpfungen. Seitdem spricht er nur noch mit engsten Angehörigen und seiner Freundin darüber. Sie ist es auch, die ihm einen Anwalt zahlt, um den Antrag beim Versorgungsamt zu stellen. Als Provisionsverkäufer habe er über viele Monate nur 1200 Euro Krankengeld erhalten, zu wenig für einen Anwalt. „Ich will keine schmutzige Wäsche waschen“, sagt er. Aber er wolle verstehen, was mit seinem Körper passiert sei.

    https://www.zeit.de/2022/26/corona-impfschaeden-klagen-nebenwirkungen/komplettansicht

    Das Thema wird zensiert:

    Und der unsägliche Alarmist Drosten wird weiter medial promotet:

    Corona-Pandemie
    Christian Drosten warnt davor, sich absichtlich zu infizieren
    Schon wegen des Risikos von Long Covid müsse eine Infektion weiterhin vermieden werden, sagt der Virologe Christian Drosten. BA.5 ist laut RKI in Deutschland dominant.
    Aktualisiert am 24. Juni 2022, 1:28 Uhr
    Quelle: ZEIT ONLINE, dpa,

    Christian Drosten, Direktor des Instituts für Virologie an der Berliner Charité, warnt davor, sich im Sommer mutwillig mit dem Coronavirus zu infizieren. „Man sollte das weiterhin so gut es geht vermeiden, auch wegen des Risikos von Long Covid“, sagte Drosten dem Spiegel. Der Seuchenbehörde CDC zufolge weist in den USA einer von 13 Erwachsenen langfristige Covid-Symptome auf. [CDC ist eine politische Behörde, und das diffuse Erscheinungsbild von „Long Covid“ kriegen genauso viele Infizierte wie Uninfizierte.]

    Auch epidemiologisch sei die Empfehlung zur Infektion, die derzeit auf Twitter die Runde mache, „totaler Nonsens“: „So viele Menschen können sich im Sommer gar nicht infizieren, dass das im Winter die Corona-Zahlen niedrig halten würde.“ Schon für September befürchtet Drosten wieder sehr hohe Fallzahlen. Die neue Subvariante BA.5, die gerade in Deutschland dominant werde, befalle möglicherweise wieder stärker die tieferen Atemwege.

    RKI: 50 Prozent aller Corona-Infektionen mit BA.5

    Der Erreger BA.5 ist nun auch nach offiziellen Daten vorherrschend in Deutschland. Der Anteil in einer Stichprobe liege bei 50 Prozent, geht aus dem Wochenbericht des Robert Koch-Instituts (RKI) von Donnerstagabend hervor. Die Angabe bezieht sich auf vorvergangene Woche, derzeit ist deshalb bereits von höheren Werten auszugehen. Der Anteil von BA.5-Infektionen hatte sich zuletzt etwa wöchentlich verdoppelt.

    Wenn nichts getan werde, werde es im Arbeitsleben „sehr viele krankheitsbedingte Ausfälle“ geben, warnte Drosten. „Wir sehen tatsächlich schon wieder einen exponentiellen Anstieg der Fallzahlen. Die BA.5-Variante ist einfach sehr übertragbar und die Menschen verlieren gleichzeitig ihren Übertragungsschutz aus der letzten Impfung.“ [Der niemals bestand.] In anderen Ländern sehe man, dass bei sehr hohen Fallzahlen auch die Hospitalisierungs- und Todeszahlen wieder anstiegen. [nicht belegt, siehe Portugal.] „Das wird auch bei uns leider so sein. Insgesamt werden aber viel weniger Menschen schwer erkranken und sterben als noch 2021.“[Nanu?]
    […]

    https://www.zeit.de/gesundheit/2022-06/corona-pandemie-christian-drosten-infektion-prognose-sommerferien-ba5

    Glücklicherweise ist Drosten ein ausgebooteter Narzisst, der sich nun rächt und seine SPIEGEL-Verlautbarungen gegenüber den devoten bewährten Stenotypistinnen Rafaela von Bredow und Veronika Hackenbroch in einer frei lesbaren Version annonciert:

    German Virologist Christian Drosten on the Ongoing Battle Against COVID
    „In the Worst Case, It Could Take a Few More Winters“

    In an interview, leading German virologist Christian Drosten discusses his concerns about a major new wave of COVID-19 this winter, his own mistakes in the pandemic and the reasons he distanced himself from a government committee convened to battle the disease.
    A DER SPIEGEL Interview Conducted By Rafaela von Bredow und Veronika Hackenbroch
    24.06.2022, 15.09 Uhr
    […]
    DER SPIEGEL: You have said that it is not feasible to vaccinate a large portion of the population against COVID every six months in the long run. Why not?

    Drosten: Besides the financial and logistical issues, the main scientific concern here is the problem of what is known as original antigenic sin. That’s why the time interval between vaccinations may need to be greater.

    DER SPIEGEL: Can you please explain?

    Drosten: Original antigenic sin is a phenomenon that is known from influenza. Applied to SARS-CoV-2, it would mean that vaccines against the new virus variants might not work or will work poorly against these new variants because antibodies are still being developed primarily against the original strain of SARS-CoV-2 – that is, if the immune system has been trained for this type through the initial immunizations. This is currently being discussed in theory – and, unfortunately, it is often used as an argument against vaccination. On the other hand, the question is whether the original antigenic sin really plays a relevant role in SARS-CoV-2 if the interval between vaccinations is long enough. I tend to think it does not. At the same time, it is not yet known how long the interval between vaccinations should actually be.
    […]

    https://www.spiegel.de/international/world/german-virologist-christian-drosten-on-the-battle-against-covid-in-the-worst-case-it-could-take-a-few-more-winters-a-04e022dd-fc78-4917-8083-873d13359bd4

    Ein klassischer Drosten: die negative Impfeffektivität wegen des falsch getriggerterten Immunsystems durch Impfungen wird immer mehr „diskutiert“, und schon propagiert er „spätere“ Booster.

    DER SPIEGEL: You belong to the minority of those who have never had a SARS-CoV-2 infection. How have you managed to avoid it?

    Drosten: It is difficult to say. So far, I guess I have just been lucky. I rarely put myself in risky situations, but I’m not overly cautious either. I am taking business trips and going to restaurants again, and if I’m in a larger group where no one is wearing a mask, I don’t put one on either. I don’t want to be Dr. Strange. But I always try to be considerate: If for example, a customer in a bakery wears a mask, I put one on because that person could be a risk patient.

    Besser könnte man die bloße Symbolik von Masken nicht erklären.

    Und nun weint er: wie sehr hätte er sich wissenschaftlich profilieren können, hätte er sich nicht dafür entschieden, zum Wohl der Gesellschaft auf Kommunikation zu setzen:

    DER SPIEGEL: You’ve been attacked and insulted for your public engagement and you have received death threats. Do you regret stepping forward?

    Drosten: In terms of research, this pandemic was certainly the opportunity of a lifetime for me. But I let it pass. At the beginning of the pandemic, I made the very conscious decision to get involved publicly because I felt that this was the way I could do the most for society as a scientist. But if I had known how much negative feedback would come from a very vocal minority, how certain circles would systematically try to steer public and political opinion in a certain direction, I would not have done it. That really shocked me.

    Man ist fassungslos: ob seines aktivistischen PR-Einsatzes wurde er zahlreich geehrt, logo, er vertrat den repressiven Mainstream. Aber zeitgleich versuchte er im April 2020 mit angeblich eigenen wissenschaftlichen Erkenntnissen Schulschließungen durchzusetzen – von denen nach Fachkritik nichts mehr übrig blieb.

    DER SPIEGEL: You resigned from your post on the expert committee set up by the German government and the federal parliament to examine, among other things, the success of certain coronavirus containment measures. Was that a mistake?

    Drosten: Yes, it was wrong.

    DER SPIEGEL: Why?

    Drosten: One of the main reasons I left was that the job could not be done with the group of people in place. If you want to approach things seriously in a scientific manner, you need people who are willing to search through the literature, assist with writing and who bring in additional scientific expertise. Epidemiology, for example, wasn’t represented at all. The commission was assembled according to political criteria and not scientific criteria.

    DER SPIEGEL: You weren’t provided with any external help.

    Drosten: I was told that it wasn’t possible because only people who had been appointed personally could participate in the work. Later, I read in the Süddeutsche Zeitung newspaper that my colleague Hendrik Streeck had confirmed that external experts not cited by name had contributed to the text that was produced after my resignation. That made me feel a bit like I was taken for a ride. On top of that: There was also supposed to be transparency specifically about the experts who were taken on board here.

    Daß der rationale Epidemiologe Stöhr dank CDU-Nominierung seinen Platz eigenommen hat, dürfte ihn als bloßen Virologen besonders gekränkt haben.

    Die Mainstream-Media hetzen gerade besonders gegen die FDP:

    „This myth, which was subsequently exaggerated in the media, is preposterous.“

    DER SPIEGEL: Some members of the (business friendly) Free Democratic Party (FDP), a junior partner in the government coalition, didn’t want you on the commission because they felt that you, as a supporter of containment measures, were biased.

    Drosten: This myth, which was subsequently exaggerated in the media, is preposterous: Drosten initiated the measures then, and now he wants to prevent them from being evaluated. Both are patently false. I am a scientist, not a decision-maker. I never initiated any measure. And I wanted to push forward with the evaluation.

    DER SPIEGEL: What can the commission’s findings, which will be presented next week, still contribute?

    Drosten: My criticisms of the composition of the commission, its resources and its working methods, with which I am not alone, are well known. The fact that it is only now being revealed, after inquiry, that ghost writers who are not known by name were involved in the genesis is unacceptable to me personally. And that, I have to say, leaves the work of this commission open to question from me as a citizen and as a scientist.

    „Perhaps I should have been tougher and said: I know that I’m not biased, so it doesn’t matter what some newspapers write – let them write it.“

    DER SPIEGEL: Did you react too sensitively with your departure?

    Drosten: I certainly have to face such criticism. Perhaps I got too carried away with this media fable about my alleged bias. Perhaps I should have been tougher and said: I know that I’m not biased, so it doesn’t matter what some newspapers write – let them write it. Things might have been different if I had stayed on board. But given the composition of the commission, it would have been difficult to do so even with the greatest perseverance. I also found it completely unacceptable that inside information from the consultations was repeatedly leaked.

    DER SPIEGEL: Was the committee’s composition a fatal flaw from the very beginning?

    Drosten: The fact that parliament, the ministries and select scientific institutions – the Leopoldina (Germany’s academy of sciences), for example – initially convened this body is laid down in the Infection Protection Act. I don’t think that is up for criticism. But it is essential to criticize the fact that this was then set in stone. They should have said: We’ll create the nucleus and the scientists should then say what and who they need in addition for valid scientific evaluation.

    DER SPIEGEL: Much of the criticism of the coronavirus containment measures also came from segments of the evidence-based medical community, which complained that they were imposed blindly, without evidence of their effectiveness.

    Drosten: Here, I would just like to remind people: A pandemic is a state of emergency! People who are only willing to accept studies if there is a proper control group will have to acknowledge that they are wishing for too much in a pandemic.
    […]

    Echt jetzt: Anfang 2020 hatten wir vielleicht noch einen Zustand von Panik und Unwissenheit. Aber doch jetzt nicht mehr!

    Und nun eine ganz ganz kritische Frage:

    DER SPIEGEL: You signed a controversial statement in The Lancet very early on, vehemently opposing the laboratory theory when the evidence was still thin. Was that a mistake?

    Drosten: This was not a scientific paper. In early 2020, at the last physical meeting at WHO in Geneva, I was personally asked if I would sign a statement of solidarity with Chinese scientists who were being pilloried; they had something prepared. It later emerged that it had been co-written by American scientists who had a conflict of interest and whose names did not appear as authors. If I had known that beforehand, I probably would not have participated or I would have at least asked about the background of the conflicts of interest.
    […]

    https://www.spiegel.de/international/world/german-virologist-christian-drosten-on-the-battle-against-covid-in-the-worst-case-it-could-take-a-few-more-winters-a-04e022dd-fc78-4917-8083-873d13359bd4

    Abgesehen davon, daß ein Wissenschaftler eine politische Erklärung unterschreibt, was schon fragwürdig genug ist: wieso lügt er hier?

    Und sonst:

    Ja, da kommen sich Lauterbach und Drosten ins Gehege: der eine propagiert die 4.-Impfung sofort, der andere will wegen der negativen Impfeffektivität lieber eine längere Pause einlegen.

    Gottlob brechen jetzt aufklärerische Zeiten an:

    NZZ vom 27.6.2022:

    • Eine Studie stellt Xi Jinpings Zero-Covid-Politik infrage: Nur ein verschwindend geringer Teil der mit der Omikron-Variante infizierten Personen wird schwer krank. Doch Chinas Regierung ignoriert die Erkenntnisse aus Schanghai und hält eisern an ihrem Kurs fest. Rationale Argumente spielen längst keine Rolle mehr. Zum Bericht

    Da kann ich nur sagen: bei uns auch nicht.

    Unterhalb des BVerfG haben wir noch Gerichte, die die Verfassung achten – die einrichtungsbezogene „Impfpflicht“, die praktisch keine Auswirkungen hat, ist gar keine Impfpflicht:

    Oberverwaltungsgericht bestätigt: Buß- und Zwangsgelder für nicht geimpfte Pflegekräfte sind unzulässig
    23. 06. 20222 | In Bestätigung der einstweiligen Anordnung des Verwaltungsgerichts Hannover hat das Oberverwaltungsgericht Lüneburg am 22.6. unanfechtbar entschieden, dass es für Pflegekräfte keine Impfpflicht gibt und es deshalb auch keine Zwangsmaßnahmen und Strafen gegen Personen geben kann. Belastet durch die „einrichtungs- und unternehmensbezogene Nachweispflicht“ ist nur die Einrichtung und das Unternehmen.
    https://oberverwaltungsgericht.niedersachsen.de/aktuelles/presseinformationen/die-verpflichtung-in-bestimmten-einrichtungen-tatiger-personen-eine-impfung-gegen-das-corona-virus-nachzuweisen-kann-nicht-mittels-eines-zwangsgeldes-durchgesetzt-werden-212765.html

    https://norberthaering.de/news/oberverwaltungsgericht-bestaetigt-buss-und-zwangsgelder-fuer-nicht-geimpfte-pflegekraefte-sind-unzulaessig/

    Die zwischenzeitliche Propaganda-Aktivität, mithilfe der Affenpocken Ängste auszulösen, muß als gescheitert gelten. Außerhalb von Afrika ist diese eh milde Krankheit nur minimal vorhanden, und peinlicherweise ausschließlich in einer „queeren“ männlichen Bevölkerungsgruppe, deren „erotische Kultur“ nicht diskriminiert werden darf. Obwohl sicherlich nur eine Minderheit von Schwulen Anhänger von Klappen-Sex sind: sie neigen eher zur bügerlichen Ehe:

    NYC ist eine Ausnahme.

    • Vielleicht mal kurz dazu, dass die NATO offenbar seine ständigen in Bereitschaft stehenden Truppe von 40.000 auf 300.000 erhöhen will.

      Ich finde es eigentlich schon noch erstaunlich, wenn ein Militärbündnis wie die NATO, das 18-20mal mehr Militärausgaben hat als Russland und dazu noch ein ökonomischer Riese im Vergleich ist (also ein BSP irgendwo zwischen Spanien und Italien), hier quasi mit der grossen Kelle anrühren muss.

      Weil ich meine, ein Land wie Russland, das vom Militärbudget, der Bevölkerungsgrösse und den ökonomischen Parametern dem Westen so unterlegen ist, macht offenbar sooo viel Angst??
      Ich vermute jedoch eher, dass man im Westen jedoch einen Popanz aufbaut in Sachen Bedrohung. Viel mehr geht es m.E. halt wieder einmal um globale Geopolitik, das muss man natürlich verschleiern und man muss der Bevölkerung im Westen möglichst viel Angst machen, um diese Geopolitik zu legitimieren und demzufolge auch um die Milliarden und Milliarden für die Ukraine zu rechtfertigen und den Wohlstandsverlust insbesondere in Europa zu legitimieren. So nach dem Motto: Europa und der WERTE-Westen werden momentan gerade in der Ukraine verteidigt. Man erinnert sich doch an den damaligen Verteidigungsminister Struck, der ja gesagt hat, dass „Deutschland auch am Hindukusch verteidigt“ werde. Man kann natürlich dies Phrasen immer gerade abändern, sodass dann eben Deutschland auch in Afrika oder Südamerika verteidigt wird. 🙂

      Also, das wäre einfach mal so meine These.

      Ich meine, auch die Corona-Politik war ja eine Politik der Angst, wie die Klimapolitik eine Politik der Angst ist.
      Hier sehen wir also offenbar ähnlich Muster: Angstpolitik. 🙂

      Dann wird ja immer gesagt, dass Russland strategisch schon verloren hat, weil Russland nun mehr NATO bekommt. Nun dürfte es m.E. einen Unterschied sei, ob Russland durch Schweden und Finnland mehr NATO bekommt oder ob Russland durch die Ukraine und Georgien mehr NATO bekommt. Weil für Russland ist natürlich Georgien und die Ukraine strategisch (historisch, ökonomisch, politisch, militärisch, Einflusssphären) um Einiges wichtiger als Schweden und Finnland. Das heißt, m.E. hinkt also hier der Vergleich, dass Putin nun quasi viel schlechter dastünde, als wenn er die Ukraine in Ruhe gelassen hätte.

      Ich bin jedoch der Auffassung, dass im Neuen Kalten Krieg 2.0 zwischen NATO, EU, G7 und insbesondere China und Russland die Schwellenländer (BRICS und andere) und die Entwicklungsländer eine viel gewichtigere Rolle spielen werden als im Kalten Krieg 1.0, zumal die USA und Europa stetig im globalen Maßstab an ökonomischer Dominanz verlieren und die Schwellen- und Entwicklungsländer stetig ihre Position verbessern werden.

      • Ja, jetzt hat auch Iran, das seine Geschäfte mit China stark ausgeweitet hat, Aufnahme zu Brics beantragt.

        Das war einfach nur lächerlich, wie die NATO heute Rußland „offiziell“ vom „strategischen Partner“ zum „Feind“ erklärte; die Rußland-NATO-Grundakte von 1997 wurde schon seit Jahren verletzt (keine NATO-Stationierungen in neu aufgenommenen Ostgebieten), jetzt gibt es sogar ein festes US-Hauptquartier in Polen. Wozu das alles gut sein soll außer zur Freude der Rüstungsindustrie, weiß ich auch nicht. Wird ein Angriff auf Rußland geplant? Warum wird das aggressive Litauen nicht eingehegt, das mit seiner abenteuerlichen Kaliningrad-Blockade ganz eigene Wege beschreitet?

        Was die NATO in der Ukraine betrachtet, ist jedenfalls eine russische Armee, gegen die sie nichts ausrichten könnte (weshalb sie von „West-Experten“ und West-Geheimdiensten ja ständig heruntergeschrieben wird). Und natürlich sieht sie auch, wie die von ihr seit 2015 trainierte ukrainische Armee, seit Trump auch militärisch aufgerüstet, zerrieben wird. Das dürfte das Hauptmotiv sein – neben geopolitischen Motiven -, jetzt so aufzudrehen.

        Ach, der tolle „regelbasierte“ Westen:

        NZZ, 27.6.2022

        Russland gilt erstmals seit 1918 als zahlungsunfähig

        Das ist passiert: In der Nacht auf Montag hat die russische Zentralbank eine 30-tägige Frist verstreichen lassen, innerhalb deren Moskau fällige Zinsen hätte begleichen müssen. Doch die Anleger haben bis Montag vergeblich auf ihr Geld gewartet. Laut der Nachrichtenagentur Reuters gaben mehrere Investoren in Taiwan bekannt, dass sie die Zinszahlungen für ihre russischen Staatsanleihen nicht erhalten hätten. Somit ist Russland zum ersten Mal seit über hundert Jahren zahlungsunfähig. Zum Bericht

        Das ist der Hintergrund: Konkret hätte Russland Zinsen in der Höhe von 100 Millionen Dollar für zwei Fremdwährungsanleihen bezahlen müssen. Da der Staat diese Zinsen nicht begleichen kann, gilt er als zahlungsunfähig. Doch Russland ist aufgrund seiner Finanzlage eigentlich kein Fall für einen Staatsbankrott. Die wegen des Ukraine-Kriegs verhängten Sanktionen machen es Moskau jedoch fast unmöglich, seine Gläubiger im Ausland zu bezahlen – obwohl das Land die finanziellen Mittel dafür hätte.

        Das sind die Folgen
        : Da die ausgebliebenen Zahlungen nicht mit einem akuten Geldmangel der russischen Regierung in Verbindung stehen, sind die kurzfristigen Folgen gering. Langfristig wird die Isolierung Russlands gegenüber dem globalen Finanzmarkt verschärft. Zudem ist das Eigentum russischer Staatsunternehmen im Ausland bedroht, beispielsweise jenes von Gazprom. Kläger können nämlich Staatseigentum als Gegenleistung für entgangene Zinszahlungen einklagen.

        Erst stiehlt man die ausländischen Devisen der russischen Zentralbank, dann schließt man fast alle russische Banken vom Swift aus, so daß sie nicht mehr Dollar und Euro überweisen können, obwohl reichlich vorhanden – und dann will man eventuell später russisches Eigentum angreifen?

        Wie finden ausländische Anleihenhalter eigentlich diese kalte Enteignung durch die eigenen Regierungen?

        Da bei uns viel Unsinn zu lesen ist:

        Ukraine Russia War Update – Col Douglas Macgregor
        101.130 Aufrufe Live übertragen am 21.06.2022 Ukraine Russia War Update – Col Do…
        7104

        Judge Napolitano – Judging Freedom

        Das ist nun mal eine nüchterne Analyse eines Ex-Us-Militärs. Die bietet, freilich immer noch unkritisch im westlichen Denken verhaftet, auch der noch aktive österreichische Militär Markus Reisner:

        24.06.2022
        Militärexperte Reisner zum Ukraine-Krieg: „Jetzt herrscht Katerstimmung“
        Nach anfänglicher Solidarität zeigen sich Bruchlinien in der Frage nach der Unterstützung der Ukraine.
        von Siobhán Geets

        profil: Wie weit will Moskau im Angriff auf die Ukraine gehen, mit welchen Gebieten könnte sich Putin zufriedengeben?

        Markus Reisner: Aus aktueller Sicht ist das Ziel der Russen die unmittelbare „Befreiung“ der Oblaste Luhansk und Donezk. Luhansk haben sie fast komplett eingenommen, in Donezk fehlt noch ein nicht unbeträchtlicher Teil im Westen inklusive der Städte Slowjansk, Kramatorsk und Bachmut. Gelingt es, sie zu erobern, kann Moskau behaupten, die beiden Oblaste „befreit“ zu haben – und zusätzlich nahezu gänzlich Cherson und einen Teil Saporischschjas. Das könnte bis Ende des Sommers gelingen. Es ist denkbar, dass die Russen dann sagen: Gnädigerweise geben wir der Ukraine die Option zu verhandeln.

        profil: Ab wann ist umgekehrt für Kiew der Zeitpunkt gekommen, Verhandlungen anzustreben, um ihre verbliebenen Gebiete zu sichern?

        Reisner: Der Zeitpunkt ist dann gekommen, wenn die Ukraine nicht mehr in der Lage ist, sich zu verteidigen. Gelingt den Russen ein Durchbruch im Donbass, dann sollten die Ukrainer tunlichst versuchen, Verhandlungen zu erreichen und sich neu zu konsolidieren. Die Ukraine könnte betonen, Kiew gehalten zu haben und sich regenerieren zu müssen. Das Problem ist aus Sicht der Ukraine, dass 35 Millionen Menschen durch den kalten Winter gebracht werden müssen – und die Abhängigkeit von russischem Gas ist auch in der Ukraine hoch. Im Frühling kommt es darauf an, ob der Westen Kiew weiter unterstützt. Die Ukraine könnte eine Offensive planen und versuchen, Cherson zurückzuerobern oder die Russen aus ihrem Brückenkopf über den Fluss Dnepr zurückzuwerfen. Die Russen könnten ihrerseits versuchen, Odessa einzunehmen – womit die Ukraine zum Binnenstaat würde.

        profil: Das klingt sehr pessimistisch. Allgemein hat sich der Blick des Westens auf die Ukraine in den vergangenen Wochen geändert. Der Optimismus ist einer gewissen Kriegsmüdigkeit gewichen…

        Reisner: Die Wirtschaftssanktionen haben Russland nicht so hart getroffen, wie man sich das gewünscht hat. Jetzt herrscht Katerstimmung. Glaubt man den nachrichtendienstlichen Berichten etwa der Briten, müssten die Russen morgen zusammenbrechen. Sie tun es aber nicht. Nach anfänglichem Scheitern im Angriff auf vier Fronten [Immer noch nicht verstanden? Die Fronten bei Kiew und Charkiw waren Scheinfronten zur Bindung des Gegners.] hat die russische Armee seit Anfang Mai in diesem Krieg die Initiative. Gleichzeitig hat sich das Narrativ vor allem in den englischsprachigen Medien geändert. Jetzt dominiert die Frage: Was bedeutet Sieg? Wie weit sind wir bereit, die Ukraine zu unterstützen? Diese Frage wird vor allem in den USA laut. Biden kritisiert den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj mittlerweile offen – und die USA hat auch die Waffenlieferungen massiv reduziert. Sie schicken zwar jetzt noch einmal vier Mehrfachraketenwerfer-Systeme in die Ukraine, aber um wirklich etwas auszurichten, bräuchte es von diesen Systemen mindestens hundert.
        […]
        profil: Gibt es keinen Mittelweg? Der Westen könnte doch auch schwere Waffen liefern, die es der Ukraine ermöglichen, Russland zurückzudrängen und in Verhandlungen zu zwingen?

        Reisner: Dazu ist es zu spät, das hätte man viel früher tun müssen. Will man jetzt noch maßgeblich etwas verändern, müssen Waffen in massivem Ausmaß geschickt werden. Die Russen haben den Donbass bereits operativ eingekesselt: Sie können den Zugang durch Einsatz ihrer Waffen öffnen und schließen. Sie schließen ihn nicht, weil die Ukraine laufend Soldaten und Waffen hineinschickt, die die Russen zerstören können. Sie haben die Ukrainer, wo sie sie haben wollten: in einem Kessel.
        […]
        profil: Auch im Westen macht sich eine gewisse Rhetorik der Eskalation breit. Aus Großbritannien und Deutschland hieß es zuletzt von oberster militärischer Stelle, man müsse sich auf den Dritten Weltkrieg einstellen – und darauf, notfalls Nuklearwaffen einzusetzen. Wie ist das zu lesen?

        Reisner: Solche Meldungen sind Informationsbomben in einem Informationskrieg. Wenn Moskau sagt, dass es seine nuklearen Streitkräfte in Alarmbereitschaft versetzt, dann geschieht das in dem Wissen, dass das Europas Bevölkerung in Angst und Schrecken versetzt. Bei der Strategie „Escalate-to-De-escalate“ wird zuerst gedroht und eskaliert, um dann wieder zu deeskalieren. Die Aussage aus Deutschland war radikal – und der Versuch, Russland im Informationskrieg zu zeigen, dass wir nicht bereit sind, sein Verhalten hinzunehmen. Je besser es für die Russen in der Ukraine läuft, desto geringer ist die Gefahr eines russischen Atomwaffeneinsatzes. Dieses Thema ist erst wieder bei einer Überregionalisierung des Konflikts oder bei einer direkten Bedrohung Russlands am Tisch.

        https://www.profil.at/ausland/militaerexperte-reisner-zum-ukraine-krieg-jetzt-herrscht-katerstimmung/402051637

        Viel zu wenig widmet er sich der Schwäche des ukrainischen Militärs, wobei immerhin Desertationen erwähnt werden.

        Pünktlich zu G7 gab es dann Propganda-News von Sekenskyj: am 26.6.2022 wurden in Kiew Wohnhäuser angegriffen, mit long range high precision-Raketen! Das hatten wir doch schon mal beim Angriff auf die Waffenfabrik Artem in Kiew vom 28.4.2022, wo nur die von Sekundär-Explosionen betroffene andere Straßenseite gezeigt wurde:

        [Thread]

        Was man auch immer bedenken muß: den Schaden, den herabfallende ukrainische Luftabwehr-Raketen anrichten:

        Hier die rationale Stellungnahme des russischen Verteidigungsministeriums:

        Das Briefing des russischen Verteidigungsministeriums:
        Russian Defence Ministry report on the progress of the special military operation in Ukraine (June 27, 2022)

        The Armed Forces of the Russian Federation continue the special military operation in Ukraine.
        On June 26, Russian Aerospace Forces launched 4 high-precision air-based missiles at the workshops of Artyom missile corporation located in Shevchenkovsky district of Kiev. This enterprise produced ordnance for Ukrainian multiple rocket-launching systems (MRLS).

        According to live recording data, all of the 4 missiles have reached the target. The facility has been neutralised. Civilian infrastructure of Kiev has not been affected by high-precision armament.

        Kiev regime attempted to intercept Russian high-precision missiles by the means of air defence deployed in the city. Ukrainian S-300 and Buk-M1 air defence system crews had launched over 10 air defence missiles.

        Due to lack of interoperability between the launching ramps of the air defence systems and electronic facilities deployed in residential areas, 2 S-300 air defence missiles have been intercepted by Ukrainian Buk systems. One of the intercepted air defence missiles has presumably fallen down to a residential building. [Da hat also eine im zivilen Kiew stationierte BUK zwei eigene, außerhalb Kiews abgeschossene Luftabwehr-Raketen abgeschossen, die dann auf Wohnhäuser fielen.]

        Ukrainian command is trying to stop the chaotic escape of Ukrainian servicemen near Lisichansk amid the success of Russian army within liberating Donbass.
        A Right Sector Nazi barrier unit was sent to hold the personnel of the first battalion from 72nd mechanised brigade of the Armed Forces of Ukraine (AFU) near Volcheyarovka. Russian artillery has eliminated this unit.

        The Ukrainian troops involved in operation towards Lisichansk are no longer controlled. Commander of 115th Independent Mechanised Brigade of the AFU who deployed its command post in the rear area has lost control over his units that caused losing 80 percent of manpower and about 70 percent of equipment of 138th Battalion from this brigade during operations.

        On June 26, Russian units eliminated 2 sabotage and reconnaissance groups of mercenaries formed by 14 militants during the combats that took place 3 km from Lisichansk oil refinery (Lugansk People’s Republic).

        The first group was international and consisted of citizens from various European countries. The second was formed by mercenaries only from Georgia who were parts of the so-called Georgian Legion.

        This armed group is mostly composed of criminals. The eliminated Georgian mercenaries were involved in the brutal torture and murder of Russian servicemen near Kiev in March this year.
        Russian Defence Ministry has information about each mercenary involved in torturing and murdering out servicemen. We have found and punished them.
        […]

        https://augengeradeaus.net/2022/06/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-27-juni-2022/

        Letzteres wurde bestätigt:

        Am 27.6. ging es mit Selenskyj-Propaganda für das G7-Treffen gleich weiter:

        Kritische Beobachter hatten sofort Zweifel:

        Die Zahl der angeblichen Todesopfer ist unüberprüfbar angeblich leicht gestiegen – aber Angriffsziel von Hochpräzisions-Raketen war dieses Einkaufszentrum gewiß nicht – wieso sollten derart teure Waffen darauf gerichtet sein? Zudem: im Gegensatz zur Ukraine im Donbass schont Rußland die Zivilbevölkerung, auch wenn die Westpropaganda das Gegenteil verbreitet.

        Der fake news verbreitende britische Militärgeheimdienst verstärkt die Propaganda:

        Die NATO hat den verbrecherischen Angriff auf ein Einkaufszentrum selbstredend empört verurteilt. Nun die russische Stellungnahme:

        Ukraine/Russland/NATO – der Sammler am 28. Juni 2022
        Veröffentlicht am 28.06.2022 von T.Wiegold

        Im andauernden russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine streitet Russland die Verantwortung für zivile Opfer ab – so habe der Angriff auf ein Einkaufszentrum in Krementschuk in der Zentralukraine mit so genannter Präzisionsmunition am Vortag einem Waffendepot gegolten; das anschließende Feuer habe auf ein nicht genutztes Einkaufszentrum übergegriffen. Der Sammler am 28. Juni 2022:
        […]
        • Das Briefing des russischen Verteidigungsministeriums:
        Russian Defence Ministry report on the progress of the special military operation in Ukraine (June 28, 2022)

        „The Armed Forces of the Russian Federation continue the special military operation in Ukraine.

        Successful joint action of Russian troops, units of people’s militia of the Donetsk and Lugansk people’s republics cause critical losses of the Armed Forces of Ukraine (AFU).

        Attacks launched by Russian Aerospace Forces at a base of Azov Nazi group located in Kharkov and of one of the battalions of 92nd Mechanised Infantry Brigade deployed near Pokotilovka (Kharkov region) have resulted in the elimination of over 100 Ukrainian servicemen, foreign mercenaries and up to 15 armoured and motor vehicles.

        The low training level of the Ukrainian citizens mobilised for being involved in operations and foreign mercenaries increasingly causes friendly fire.

        Recruits who had come for replenishing the personnel of 97th Battalion from 60th Infantry Brigade suffered a mortar attack from their units.
        A similar situation occured in 28th Mechanised Brigade of the AFU where foreign mercenaries launched a fire attack at a reconnaissance group of the abovementioned unit. This attack has resulted in losing 4 servicemen dead and 3 wounded.

        Russian Federation Armed Forces continue launching attacks at military facilities located in Ukraine.

        On June 27, in Kremenchug (Poltava region), Russian Aerospace Forces launched a high-precision air attack at hangars with armament and munitions delivered by USA and European countries at Kremenchug road machinery plant.

        High-precision attack has resulted in the neutralisation of west-manufactured armament and munitions concentrated at the storage area for being delivered to Ukrainian group of troops in Donbass.
        Detonation of the storaged munitions caused a fire in a non-functioning shopping centre next to the facilities of the plant.

        In addition, Russian Aerospace forces have destroyed 2 command posts near Spornoye (Donetsk People’s Republic), AFU manpower and military equipment in 28 areas towards Lugansk and Donetsk.
        Within the counter-battery warfare, high-precision attacks launched by Russian Aerospace Forces have resulted in neutralising 4 Ukrainian plattoons armed with Grad multiple rocket-launching systems (MRLS) near Leninskoye, Selidovo and Dzerzhinsk that had been shelling the settlements of the Donetsk People’s Republic, as well as 2 artillery plattoons near Kirovo (Donetsk People’s Republic) and Zaychevskoye (Nikolayev region).
        Operational-tactical and army aviation, missile troops and artillery have neutralised: 24 command posts, artillery and mortar units in 58 areas, as well as manpower and military equipment in 304 areas.
        Russian air defence means have shot down 3 Su-25 airplanes and 1 Mi-8 helicopter of Ukrainian Air Force near Pervomayskoye (Nikolayev region).
        9 Ukrainian unmanned aerial vehicles have been destroyed near Dibrovnoye, Shevchenkovo, Dementiyevka, Dmitrovka (Kharkov region), Yelenovka, Luganskoye, Troitskoye (Donetsk People’s Republic), Loskutovka (Lugansk People’s Republic).
        7 Ukrainian Tochka-U ballistic missiles have been intercepted near Stakhanov, Alchevsk, Lozovsky (Lugansk People’s Republic) and 10 MRLS near Sukhaya Kamenka, Ternovaya (Kharkov region), Donetsk, Yasinovataya, Troitskoye and western suburbs of Avdeyevka (Donetsk People’s Republic).
        In total, 218 airplanes and 133 helicopters, 1,382 unmanned aerial vehicles, 350 anti-aircraft missile systems, 3,837 tanks and other armored combat vehicles, 690 combat vehicles equipped with multiple rocket-launching systems, 3,037 field artillery cannons and mortars, as well as 3,889 units of special military equipment have been destroyed during the special military operation.

        https://augengeradeaus.net/2022/06/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-28-juni-2022/

        Das ist plausibel. Selbst der britische Militärgeheimdienst räumt es ein:

        Das lassen wir uns auf der Zunge zergehen:

        There is a realistic possibility the missile strike on the Kremenchuk shopping centre on 27 June 2022 was intended to hit a nearby infrastructure target.

        Was bloß lag neben dem Einkaufzentrum?

        Upps. Hier wird es verraten:

        It is almost certain that Russia will continue to conduct strikes in an effort to interdict the resupplying of Ukrainian frontline forces.

        Was für eine Farce!

        Russia’s inaccuracy in conducting long range strikes has previously resulted in mass civilian casualty incidents, including at Kramatorsk railway station on 9 April 2022.

        Täglich schießt Rußland ukrainische Totschka-U-Raketen ab, zumeist gefüllt mit Streumunition. Rußland benutzt diese Munition seit Jahren nicht mehr. Und was Kramatorsk angeht: das war selbstverständlich die Ukraine.

        Aber immerhin: die NYT bestätigt den Aspekt des „friendly fire“ zwischen ukrainischen Truppen:

        Während sich die ukrainische Donbass-Front in Auflösung befindet und beim Rückzug so viel Zerstörungen gegen die „russische“ Bevölkerung anrichtet wie möglich, textet Großbritannien:

        Das britische Intel Update:

        Ukrainian forces continue to consolidate their positions on higher ground in the city of Lyschansak, after falling back from Sieverodonetsk. Ukrainian forces continue to disrupt Russian command and control with successful strikes deep behind Russian lines.

        Over 24-26 June, Russia launched unusually intense waves of strikes across Ukraine using long-range missiles. These weapons highly likely included the Soviet-era AS-4 KITCHEN and more modern AS-23a KODIAK missiles, fired from both Belarusian and Russian airspace.

        These weapons were designed to take on targets of strategic importance, but Russia continues to expend them in large numbers for tactical advantage.

        Similarly, it fielded the core elements of six different armies yet achieved only tactical success at Sieverodonetsk. The Russian armed forces are increasingly hollowed out.
        They currently accept a level of degraded combat effectiveness, which is probably unsustainable in the long term.

        https://augengeradeaus.net/2022/06/ukraine-russland-nato-der-sammler-am-28-juni-2022/

        Großer Gott!

        • So, noch ein bisschen Realismus für die Grün_innen von Hans-Werner Sinn:

          Dann noch ein schöner Text von Heiner Flassbeck im Kontext des G7-Gipfels:

          „Die G-7 und der geistige Kolonialismus des Westens
          von Heiner Flassbeck29. Juni 2022
          Das also war G-7. Es war der Gipfel schlechthin, wenn man der Medienhype in den kleinen Ländern glaubt, die dort – bei den scheinbar Großen – vertreten waren (hier findet man das äußerst dünne Kommuniqué). Wer seinen Verstand benutzt, kommt zu ganz anderen Ergebnissen. Aber den eigenen Verstand zu benutzen und kritisch zu sein, ist out in diesen Zeiten, mega-out sogar. In den Nachdenkseiten erschien allerdings ein kritischer Kommentar von Jens Berger, dem man nur zustimmen kann. Er hat beispielsweise zu Recht auf den Gipfel der sogenannten BRICs in Peking hingewiesen, wo offensichtlich ein für die Zukunft weit bedeutenderer Teil der Weltwirtschaft vertreten war.

          Das G-7 Format ist eigentlich schon vor langer Zeit beerdigt worden, weil Anfang dieses Jahrhunderts einigen klugen Leuten klar war, dass G-7 und Weltwirtschaft einfach nicht mehr zusammenpasst. Aus G-7 wurde zunächst für ganz kurze Zeit G-8 (mit Russland) und schließlich entstanden die G-20, die in der Tat für sich in Anspruch nehmen können, über die Weltwirtschaft zu sprechen und deren nächster Gipfel im Herbst in Indonesien stattfindet.

          Die G-7 hat man im Westen nur wiedererfunden, um in den Zeiten der Krim-Krise Russland zu ärgern, denn man konnte Russland aus den G-8 ausschließen (was man bei der G-20 nicht konnte) und war wieder bei dem wunderbar alten und wunderbar belanglosen G-7 Format. In dieses Format quetschen sich peinlicherweise immer noch die EU-Kommission (in der Person der Präsidentin) und sogar der Präsident des europäischen Rates, die da eigentlich nichts verloren haben. Das führt zu einer gewaltigen Überrepräsentation Europas und reduziert das Interesse der USA an diesem „Gipfel“ enorm.

          Infrastruktur gegen Seidenstraße?

          Noch viel peinlicher ist es, dass die G-7 unter deutscher Gastgeberschaft so getan haben, als könnten sie die G-20 ersetzen oder auch nur vorwegnehmen. Die Einladung an fünf Länder aus verschiedenen Kontinenten, die nicht zur Gruppe der Industrieländer gehören, ist der leicht zu durchschauende Versuch, sich vom Image des reinen West-Vereins zu lösen. Dass mit Indonesien auch die gegenwärtige Präsidentschaft der G-20 eingeladen wurde, kann man noch nachvollziehen, dass aber Indien eingeladen wird, während man gleichzeitig China zum „Systemrivalen“ erkoren hat und nun gar eine eigene „Seidenstraße“ bauen will, ist einfach nur lächerlich. Auch war das vom IWF (Internationalen Währungsfonds) (im Namen der G-7) gerade schrecklich gebeutelte Argentinien eingeladen (s. hier), vermutlich, weil man sich nicht zutraute, Brasiliens ultra-rechten Präsident Bolsonaro zu bändigen.

          Fatal an diesem Gipfel „der Industrieländer“ ist jedoch vor allem die vollständige Ignoranz gegenüber den Fehlern, die man selbst im Verhältnis zu den Ländern gemacht hat und jeden Tag macht, die man gerade jetzt gerne auf die eigene politische Seite ziehen würde. Noch immer dominieren in den entwickelten Industrieländern Überheblichkeit und offene Feindseligkeit gegenüber ärmeren Nationen, die in der Regel nichts anderes versuchen, als die eigene Armut zu überwinden und dem offenkundigen Reichtum des Nordens durch Nachahmung etwas näher zu kommen. Der offene Kolonialismus ist vielleicht überwunden, aber der geistige Kolonialismus ist so gegenwärtig wie vor 200 Jahren.

          Die Initiative zum Ausbau der globalen Infrastruktur („um die globale Investitionslücke zu füllen“) zeigt das in unmissverständlicher Weise, wenn man die Hintergründe kennt. Viele weniger entwickelte Länder der Welt brauchen kein Geld von den G-7, um ihre Investitionen hochzufahren, sondern sie brauchen geeignete makroökonomische Bedingungen, die es ihnen erlauben, aus eigener Kraft mehr öffentliche und mehr private Investitionen zu stemmen. Die großartig klingende Infrastrukturinitiative ist offenbar als Antwort auf die chinesischen Investitionen in vielen Ländern Afrikas und Asiens gedacht, wird aber genauso im Sande verlaufen wie ähnliche Versuche vorher.

          Demokratie gegen Diktatur?

          China ist nicht deswegen mit seiner Art der Entwicklungspolitik erfolgreich, weil es konkrete Projekte finanziert, sondern weil es diese Projekte umsetzt, ohne sich in die Politik der Empfängerländer einzumischen. Der Westen dagegen, der über den IWF immer noch nahezu ein Monopol bei der Hilfestellung für Länder in finanziellen Nöten hat, verbindet seine Hilfe immer und systematisch mit brutalem Neoliberalismus, einem Neoliberalismus nämlich, den keines der G-7 Länder bei sich selbst anwenden würde. Aus der Sicht der Regierung eines Entwicklungslandes, das womöglich vollkommen unverschuldet internationale Hilfe braucht, ist die Hilfe der „demokratischen“ Staaten via IWF ohne jeden Zweifel geistiger Kolonialismus, der ihnen von den Demokraten in die Feder diktiert wird, während die Hilfe der chinesischen Diktatoren erstaunlicherweise ganz ohne solche diktatorischen Elemente auskommt.

          Aus Anlass des G-7 Gipfels hat die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Katarina Barley, gerade den geistigen Kolonialismus des Westens in aller Klarheit zum Ausdruck gebracht (hier, ab Minute 14). Sie sagt, China gehe geschickt vor, weil es seine Hilfe für ärmere Länder nicht an Bedingungen knüpfe. Der Westen müsse allerdings auf Bedingungen, wie der Demokratie, dem Kampf gegen Korruption und der Einhaltung der Menschenrechte beharren, weil er ja eine Wertegemeinschaft sei.

          Man fragt sich, ob die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments unfassbar naiv und unwissend ist oder nur unglaublich dreist. Der „wertebasierte“ Westen hat in den vergangenen 70 Jahren vollkommen unabhängig von Demokratie und Menschenrechten Ländern in Not eine Wirtschaftsideologie aufgezwungen, die nicht nur grundsätzlich falsch und dumm war, sondern die Lage der betroffenen Länder in der Regel dramatisch verschlechterte. Der IWF unter Führung der G-7 Staaten hat sich dagegen systematisch geweigert, über die wirklichen Probleme der betroffenen Länder auch nur nachzudenken, wenn man befürchten musste, eigene wirtschaftliche Interessen (der Wall Street, der Londoner City oder des Frankfurter Bankplatzes) könnten davon negativ berührt werden. Brasilien unter seinem ehemaligen Präsidenten Lula ist nur der bedeutenste dieser Fälle. Als Lulas Finanzminister zu Recht von einem Währungskrieg gegen sein Land sprach, hat man in der westlichen Welt einfach weggehört.

          Für all das sind die G-7 unmittelbar verantwortlich, weil sie im IWF das Sagen haben und von dort aus ihre wirtschaftliche Macht ohne jeden Skrupel ausüben. Jeder Mensch in den Entwicklungsländern weiß das und zieht seine Schlussfolgerungen daraus. Nur in den „demokratischen“ Nationen hat niemand eine Ahnung davon, weil es uns vollkommen egal ist, wie viel Elend es im Rest der Welt gibt und wie viel Schaden unsere Ideologien anrichten. Wer einen Schuldigen dafür sucht, dass im Rest der Welt heute die Bereitschaft, sich klar an die Seite des Westens zu stellen, verschwindend gering ist, muss sich an die eigene Nase fassen.

          Ohne eine vollständige Kehrtwende in Sachen Wirtschaftsdogma wird sich die Welt jenseits der G-7 neu orientieren. Schließlich hat China gezeigt, dass man wirtschaftlich erfolgreich sein kann, ohne sich dem Neoliberalismus mit Haut und Haaren zu verschreiben. Man kann nur hoffen, dass es den großen Ländern der sich entwickelnden Welt gelingt, baldmöglichst einen eigenen Währungsfonds zu schaffen, der dem IWF und der aus Washington kommenden Ideologie vollständig das Wasser abgräbt. “

          https://www.relevante-oekonomik.com/2022/06/29/die-g-7-und-der-geistige-kolonialismus-des-westens/

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