Diese Frage ist im Fall Aiwanger sehr leicht zu beantworten: Medien-Aktivismus bei fehlender Tatsachenbasis ist nun mal kein Qualitätsjournalismus.
„Politologe zum Fall Aiwanger: „Die Faktenbasis stimmt nicht“
Stand: 02.09.2023, 11:43 Uhr
Von: Mike Schier
Der Politikwissenschaftler Heinrich Oberreuter beobachtet die bayerische Landespolitik seit Jahrzehnten. Ein Gespräch über die wahrlich ungewöhnliche Flugblatt-Affäre um Hubert Aiwanger.
[…]
Herr Professor Oberreuter, die einen sprechen von Jugendsünde, die anderen von Antisemitismus-Skandal. Wie sehen Sie es?
Erstens wissen wir nicht, ob Hubert Aiwanger der Autor des Flugblattes war. Dieses Blatt war eine moralische Entgleisung größter Dimension, die ich auch nicht durchgehen lassen würde, wenn es 430 Jahre her wäre. Wir sind als Jugendliche mit dem Nationalsozialismus auf einem ganz anderen Niveau umgegangen. Aber was mich aufregt, ist der Umgang damit.
Was meinen Sie?
Ich frage mich, ob es seriös ist, von einer Tageszeitung wie der Süddeutschen auf einer derart ungesicherten Informationsgrundlage einen in Verantwortung stehenden Politiker zum Abschuss freizugeben. Offenbar ist die Quelle Lehrpersonal von damals, das seit Langem versucht, Aiwanger abzuschießen. Die Faktenbasis stimmt nicht! Und nicht nur die Grünen, SPD und FDP nutzen nun diesen moralischen Dreck dazu, Tagespolitik zu machen und sich der CSU als Partner anzubieten. Das ist auch alles andere als koscher. Wenn es Hubert Aiwanger war, dann muss er zurücktreten. Aber bislang weiß niemand, was wirklich los war.
Markus Söder hat 25 Fragen gestellt.
Ja, das klingt wahnsinnig aufwendig. Aber es hätten auch drei oder sieben sein können.
Wie beurteilen Sie Söders Krisenmanagement?
Er kann nicht sagen: Das geht mich nichts an. Er muss es ernst nehmen. Aber auch er weiß nicht, was vor 37 Jahren war. Aiwangers Verteidigungslinie: Es war der Bruder, den er nicht hinhängen wollte. Das könnte ich nachvollziehen. Wenn Markus Söder das nicht glaubt, dann könnte er Hubert Aiwanger entlassen – und die Freien Wähler müssten dann entscheiden, ob sie ohne Aiwanger weitermachen. Wenn nicht, dann gäbe es halt für die läppische Zeit von drei Wochen eine Minderheitsregierung (lacht).
Das spannende ist ja, was nach der Wahl passiert.
Danach würde es eine Koalitionsbildungsphase geben mit der Frage: Ist Aiwanger Teil der Regierung oder nicht. Und auch hier gilt: Wenn Aiwanger verantwortlich war, wird Söder Nein sagen. Dann werden die Freien Wähler eben ohne Aiwanger eine Koalition eingehen.
Meinen Sie?
Ja, das meine ich. Weil ohne Regierungsamt sind sie macht- und gestaltungslos.
Aber Aiwanger verkörpert quasi die Freien Wähler!
Als ich noch bei der Politischen Akademie in Tutzing im Amt war, hatte ich ein Gespräch mit der Fraktion. Damals habe ich ihnen geraten, eine größere innerfraktionelle Demokratie aufzubauen. Die Charta Aiwanger ist keine Lösung im Parlamentarismus. Aber Machtlosigkeit ist eben auch keine Lösung. Was haben sie denn sonst für Gestaltungsmöglichkeiten? Sie haben ja schon als Anhängsel der CSU relativ wenige. Wenn Aiwanger der Schuldige an diesem Flugblatt ist, dann wäre er klug beraten zu sagen: An mir soll das Wohl der Freien Wähler nicht scheitern.
Aber er hat ja auch eine wahnsinnige Zustimmung.
Im Moment profitieren die AfD und die Freien Wähler. Da wird jemand auf Basis ungesicherter Informationen attackiert. Jemand, der redet wie das Volk. Jemand, der Antworten auf Probleme verlangt, die die Menschen alltäglich erfahren. Andere Politiker schaffen das nicht.
[…]“
D’accord, bis auf die Unversöhnlichkeit, was pubertäre Denke und pubertäres Verhalten angeht.
Was hat die Süddeutsche sich bei ihrer Kampagne in Zeiten einer schwachen Zustimmung zur Bundesregierung (19%) eigentlich gedacht? Daß die Grünen profitieren könnten?
Anna Mayr in der ZEIT sieht es ähnlich wie Oberreuter – aber dann doch auch wieder ganz anders:
„Hubert Aiwanger
Und jetzt viel Spaß mit dem Hubert
Er provoziert im Internet, liebt Waldarbeit und gilt nun als Markus Söders größtes Problem – wer ist Hubert Aiwanger, der Chef der Freien Wähler?
Von Anna Mayr
30. August 2023
[…]
Wer nicht in Bayern lebt, kannte Aiwanger bisher vielleicht wegen seiner Rede auf einer Demonstration gegen das Heizungsgesetz, in der er sagte, die „schweigende Mehrheit“ müsse sich „die Demokratie zurückholen“. Oder wegen seines X-Accounts (früher Twitter), auf dem er Thesen raushaut: „Der Urtrieb der Linken hierzulande ist, anderen etwas wegzunehmen.“
[…]
Einige Tage später meldete sich sein Bruder Helmut bei der Redaktion der Passauer Neuen Presse. Er habe das Pamphlet geschrieben, so wird er zitiert, er sei sauer gewesen, weil er sitzen geblieben war. Eine Geschichte, die ohne Zeitmaschine relativ schwer überprüfbar ist.
[…]
Ende Februar 2023, eine große Halle in Deggendorf, die Kapelle spielt Der treue Husar. Manche Männer tragen Lederhosen und manche einen Schmiss. Ein Krapfen kostet 2,50 Euro. In wenigen Minuten wird Hubert Aiwanger eintreffen, zum Politischen Aschermittwoch, einer wichtigen Sache in Bayern, es geht darum, Bier zu trinken und politische Gegner zu beleidigen.
[…]
Er steht am Rednerpult und sieht zerbrechlich aus. Er ist kein Bierbauchträger, kein Franz Josef Strauß. Seine linke Ferse hält er vom Boden abgehoben, sie schwingt beim Reden mit. Ein Skript hat er nicht.
Er sagt: „Herzlich willkommen bei denen, die an die Zukunft glauben, anstatt Insekten zu fressen und sich an die Straße zu kleben.“ Tosender Applaus.
Er sagt: „Diese Idioten in Berlin würden lieber im Winter frieren, als einen morschen Baum für Energie zu verwenden!“ Jubel.
Er sagt: „Lindner wäre im Wald nicht zu gebrauchen. Wo er mit dem Porsche nicht hinkommt, arbeitet er nicht.“
Er sagt: „Alles wird in Deutschland kritisiert, jeder, der arbeitet, muss sich rechtfertigen. Wenn wir dafür sorgen, dass die guten Leute hierbleiben, brauchen wir nicht so viele andere ins Land lassen!“
Er sagt: „Deutschland ist Technologieführer in der ganzen Welt. Das wären wir nicht, wenn wir seit 3000 Jahren kiffen würden!“ Am Ende klatscht sogar die Kapelle.
[…]
Auch wer politisch nicht mit Aiwanger übereinstimmt, muss zugeben, dass der Mann Humor hat. Dass er die Kunst beherrscht, Selbstverständliches zu sagen und dabei zu suggerieren, er sei der Einzige auf der Welt, der klar denkt. Wenn er auf Volksfesten spricht oder Interviews gibt, ist er wie auf Twitter: unerbittlich, undiplomatisch, gemein. Er rechtfertigt das damit, dass klare Sprache dazugehöre. Aber er fällt auf, weil er eben der Einzige ist, der so spricht.
[…]
Es existieren nun zwei mögliche Realitäten nebeneinander. In einer Realität hat Hubert Aiwanger den antisemitischen Text geschrieben und, anstatt sich zu entschuldigen, seinen Fehler zu gestehen, alles abgestritten. Dann musste er einen Schuldigen präsentieren und fand seinen Bruder. In der anderen Realität ist es, wie Hubert Aiwanger selbst es darstellt: Sein Bruder hat das Pamphlet verfasst, und weil er ihn nicht verpfeifen wollte, hat er die Sache nun am Hals, nach über 30 Jahren. Das Problem ist: Man kann etwas zu laute Bierzeltreden schwingen und gleichzeitig ein kluger Politiker sein. Aber ein „Freiflug durch den Schornstein in Auschwitz“, das hat man entweder in die Welt gebracht oder nicht.
Mitarbeit: Matthias Kirsch„
Warum kommt ihr nicht in den Sinn, daß eigentlich derjenige, der eine Kampagne führt, über eine „Zeitmaschine“ verfügen sollte, was allerdings nicht der Fall war? Mehr als den rechtswidrigerweise privat Schulunterlagen hortenden Lehrer, der seinerzeit dem Hubert ein Strafreferat aufgebrummt hatte, hatte die Süddeutsche nicht zur Hand. Wobei jener Lehrer über den Urheber des Flugblatts so wenig wußte wie darüber, wieso in der Tasche des Schülers Aiwanger Exemplare aufgefunden worden waren. Anhaltspunkte dafür, daß das Flugblatt überhaupt verteilt worden war, gibt es ebenfalls nicht. Derlei Lücken-Petitessen werden üblicherweise im heute grassierendem Verdachtsjournalismus mit Signalwörtern wie „offenbar“, „dürfte“ und „liegt nahe“ überpinselt.
Der BR am 2.9.2023:
„Angestoßen hatte die Berichterstattung [der Süddeutschen Zeitung] ein früherer Lehrer. Dem BR versicherte er seine Aussagen an Eides statt, möchte aber anonym bleiben. „Hubert Aiwanger saß im Vorzimmer des Direktorats als einziger Beschuldigter„, erinnerte er sich. Zunächst habe der Schüler im Sekretariat seine Unschuld beteuert, dann habe der damalige Direktor unter vier Augen mit ihm gesprochen. Da in Hubert Aiwangers Tasche Flugblätter gefunden worden seien, „galt er als überführt“. Aus Sicht der Lehrer damals sei es „eine Ein-Mann-Aktion“ gewesen. Deswegen habe der Disziplinarausschuss, dem er angehört habe, eine Strafe gegen Aiwanger verhängt.
Keiner der Schulkameraden, mit denen der BR gesprochen hat, erinnert sich daran, damals etwas von dem Flugblatt mitbekommen zu haben. Ein Schüler hatte das Papier in seine historische Arbeit aufgenommen, die prämiert wurde und in mehreren Bibliotheken – auch in der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem – aufbewahrt wird. Er hatte das Flugblatt nach eigenem Bekunden nicht selbst gefunden, sondern es von seinem Lehrer erhalten.
[…]
Offizielle Schul-Dokumente werden bei der Aufklärung des Falls wohl nicht helfen können. Nach Auskunft des aktuellen Schulleiters des Burkhart-Gymnasiums seien dort keine Unterlagen zum Fall Aiwanger im Schuljahr 1987/88 vorhanden, teilte das Kultusministerium mit. Auch an der Dienststelle des Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Niederbayern gebe es keine Unterlagen zu der Angelegenheit. Das stehe im Einklang mit den vorgegebenen Aufbewahrungsfristen.“
Das entspricht ziemlich genau Aiwangers eigenen Erinnerungen, wie er sie am 31.8.2023/1.9.2023 gegenüber der WELT wiedergab:
„Hubert Aiwanger im Interview
„Ich sollte politisch vernichtet werden“
Stand: 31.8.2923 20:15 Uhr |
Von Tim Röhn
Ressortleiter Investigation und Reportage
Seit Ende vergangener Woche steht Hubert Aiwanger im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit – weil zu seiner Schulzeit ein antisemitisches Flugblatt bei ihm gefunden wurde und immer neue Vorwürfe dazu kommen. Nach Tagen des Schweigens spricht er im Exklusiv-Interview mit WELT ausführlich über die Affäre.
[…]
Kurz bevor das Gespräch beginnen soll, liest er in der Online-Ausgabe der „Bild“-Zeitung, dass eine ehemalige Mitschülerin behauptet, er habe als Schüler „Mein Kampf“ mit sich herumgetragen. Er müsse nun erst mal dazu twittern, entschuldigt er sich und legt auf.
„Es wird immer absurder. Eine andere Person behauptet, ich hätte Mein Kampf in der Schultasche gehabt. Wer lässt sich solchen Unsinn einfallen!?“, schreibt er bei „X“, vormals Twitter.
Dann ist er wieder am Apparat.
[…]
Aiwanger: Man muss sich schon fragen, wie solche Gemeinheiten produziert werden. Von den Vorwürfen bleibt übrig, dass ein Blatt oder wenige Blätter eines abscheulichen Papiers in meiner Tasche gefunden wurden. Weder die behauptete Verbreitung noch die behauptete Urheberschaft durch mich. Insofern wurde hier offenbar absichtlich gelogen und eine Verdachtsberichterstattung mit schwerwiegenden Folgen praktiziert. Und dann hieß es noch, es gebe Zeugen – aber nun sind da keine.
WELT: Ihr Bruder sagte dann, er habe das Papier verfasst.
Aiwanger: Auf den Gedanken ist die „SZ“ vorher ganz offensichtlich nicht gekommen. Sie hatten mich im Visier, Punkt. Das war stümperhaft und eine bodenlose Gemeinheit. Hätten sie früher gewusst, dass es mein Bruder war, hätten sie die Kampagne wohl gar nicht erst gestartet.
WELT: Warum haben Sie nicht von Anfang an gesagt, dass Ihr Bruder das Papier verfasst hat?
Aiwanger: Schon aus der Fragestellung der Anfrage waren viele Unwahrheiten zu erkennen. Ich wusste ja, dass ich nicht der Urheber war. In dem Moment habe ich einfach nicht gesehen, dass ich hier jetzt für Aufklärung sorgen sollte.
WELT: Vor der Veröffentlichung der „SZ“ waren Sie gefragt worden, ob Exemplare des Flugblatts in Ihrem Rucksack gefunden und Sie bestraft worden waren. Ihr Sprecher hatte das verneint. Hat er gelogen?
Aiwanger: Nein. Wir haben eine Antwort auf mehrere Fragen geschickt, von denen einige falsche Behauptungen beinhaltet hatten.
WELT: Aber hätten Sie nicht da schon sagen sollen, dass das Papier bei Ihnen gefunden wurde, Sie aber nicht der Verfasser seien?
Aiwanger: Wie gesagt: Schon in den Fragen steckten Unwahrheiten. Da hieß es, sie hätten Zeugenaussagen bezüglich der Urheberschaft. Ich wusste ja, dass das gar nicht sein kann. Dass die mit falschen Karten spielen. Also wollte ich denen nicht im Vorfeld alles auf den Tisch legen.
[…]
WELT: Was war das damals für eine Zeit? Die Schülerarbeit und auch die Schilderungen von ehemaligen Schülern deuten auf ein Problem mit Rechtsextremismus, mit Holocaust-Verharmlosung hin.
Aiwanger: Dieser Eindruck trügt. Diese Zustände gab es so nicht. Es werden jetzt von den Medien nur diese Leute gehört, die behaupten, dass es damals so gewesen sei. Menschen, die etwas anderes berichten, werden ignoriert. Ich glaube, dass die Wahrnehmung verzerrt und einseitig ist.
WELT: Und Sie? Wie waren Sie damals unterwegs? Was für ein Typ waren Sie?
Aiwanger: Auf alle Fälle nicht der, als der ich jetzt dargestellt werde – als Menschenfeind. Ich hatte viele Freunde, war nach meiner Wahrnehmung bei vielen beliebt. Ich war hilfsbereit, habe andere unterstützt und war niemand, der anderen etwas Böses wollte. Wissen Sie, ich bin kein böser Mensch. Ich verstehe nicht, warum man dieses Bild von mir zeichnet.
WELT: Und warum war das Papier damals in Ihrem Rucksack?
Aiwanger: (atmet tief durch) Fragen Sie mich bitte etwas anderes! Mein Bruder sagt ja, ich habe möglicherweise versucht, das Papier damals einzusammeln um zu deeskalieren. Mir fehlt schlichtweg die Erinnerung.
WELT: Der Unterschied zwischen Verteilen und Einsammeln ist elementar. Können Sie ausschließen, dass Sie es an andere verteilt haben?
Aiwanger: Das kann ich nicht mehr einordnen.
WELT: Warum haben Sie denn dann die Strafe akzeptiert?
Aiwanger: Weil Sie damals als relativ einfacher Ausweg erschienen ist. Auf der anderen Seite stand die Drohung mit der Polizei im Raum. Ich hatte das Flugblatt ja in der Tasche, ich saß ohnehin in der Patsche. Da wollte ich nicht mehr damit beginnen, jetzt zu erzählen, der Verfasser sei aber der Bruder. Das war dann eh schon alles egal.
WELT: Bruder hin oder her – hätten Sie angesichts des Inhalts dieses Pamphlets nicht entschiedener vorgehen müssen, den Verfasser melden müssen?
Aiwanger: Im Rückblick unter dieser Drucksituation, na ja. Natürlich hätte ich mir damit viel Ärger ersparen können. Aber dafür hätte ich meinen Bruder mit reingezogen. Wie auch immer ich es gemacht hätte: Im Nachhinein kann man es als falsch ansehen. Ich weiß aber auch gar nicht mehr, ob am Ende überhaupt nach dem Verfasser weiter ermittelt wurde. Vielleicht war der Direktor auch damit zufrieden, dass ich eine gewisse Strafe auf mich genommen habe. Damit war es dann erledigt. Auch meine Eltern wurden nicht hinzugezogen.
WELT: Waren Sie nicht erschrocken, dass Ihr Bruder so etwas verfasst hat? War er ein Nazi?
Aiwanger: Erschrocken ja, er war damals in einer schwierigen Situation, Klassenziel nicht erreicht, von den Klassenfreunden getrennt.
[…]“
Praktischerweise hatte der Chefredakteur der Süddeutschen schon am 29.8.2023 dieses menschlich verständliche Krisenmanagement Aiwangers zum Thema gemacht – mit der entlarvenden Äußerung, auf die Urheberschaft des Flugblattes komme es daher gar nicht mehr an:
„Aiwanger-Affäre: Jetzt meldet sich „SZ“-Chefredakteur Wolfgang Krach zu Wort
Die „Süddeutsche Zeitung“ verdächtigt den stellvertretenden bayerischen Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger, vor 35 Jahren ein antisemitisches Flugblatt verfasst zu haben. Für ihre Berichterstattung ist sie jetzt selbst in die Kritik geraten. Chefredakteur Wolfgang Krach hat sich nun in der Angelegenheit zu Wort gemeldet und Einzelheiten zur Recherche genannt.
Henning Kornfeld | 29. August 2023 um 10:40
Die „SZ“ hatte am vergangenen Freitag erstmals über den Verdacht gegen Aiwanger berichtet. Am Samstag darauf bezichtigte sich indes dessen Bruder Herbert der Urheberschaft an dem Flugblatt. Kritiker werfen der „SZ“ nun vor, die von ihr genannten Indizien rechtfertigten eine Verdachtsberichterstattung gegen den bayerischen Politiker nicht.
Chefredakteur Wolfgang Krach verteidigt in einem Kommentar hingegen die Berichterstattung seines Blattes und fordert harte Konsequenzen für den Politiker: „Hubert Aiwanger ist nicht mehr haltbar. Nicht für seine Partei, nicht für seinen Koalitionspartner CSU – und auch nicht für Bayern.“ Krach weist zunächst auf Unstimmigkeiten in der Darstellung der Aiwangers hin. So habe der Politiker in seiner Erklärung von Samstag offen gelassen, warum er das Flugblatt in seinem Ranzen herumgetragen habe. „Glaubt jemand ernsthaft, er habe es wieder eingesammelt, um zu ‚deeskalieren‘, wie sein Bruder neuerdings behauptet? Warum ist ihm das dann nicht früher eingefallen?“, fragt Krach rhetorisch.
[…]
Allein schon durch den Umgang mit der Affäre habe Aiwanger „Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit selbst gestiftet und Vertrauen zerstört“, meint Krach. „Auf die Urheberschaft kommt es nicht mehr an, der Rest ist schon schrecklich genug.““
Das ist wirklich erbärmlich.
Daß sich neben vielen anderen speziell der BR und der SPIEGEL der Kampagne anschlossen und u.a. frühere, Aiwanger-kritische, Mitschüler ausgruben, die aus dem Nebel der Erinnerung Passendes zusammenklaubten, gern auch anonym („eidesstattliche Versicherung liegt der Zeitung vor“, die im Zweifel ihre dubiosen „Informanten“ unter Verweis auf Quellenschutz schützt), kommt dem blasenfernen Betrachter eher wie ein zusätzlicher Beleg für die Dünnbrüstigkeit einer Kampagne vor, die den Kampf gegen Antisemitismus nur als empörungsauslösendem Vorwand benutzt:
„„Politische Vernichtung“
Wolffsohn verteidigt Aiwanger!
Gastkommentar
Von: Michael Wolffsohn*
28.08.2023 – 10:22 Uhr
„Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.“ Auch wenn es der Denunziant gut meint. Jüngsten Anschauungsunterricht bietet uns der Fall des bayerischen Vize-Ministerpräsidenten und Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger. Bislang fiel er nie durch irgendwelche antisemitischen Äußerungen auf. Den Unmut seiner Gegner zog er sich mit anderen Aussagen zu.
Ein Recherchen-Team der „Süddeutschen Zeitung“ veröffentlichte: Aiwanger hätte als 17-jähriger Schüler vor rund 35 Jahren ein ekelerregendes, antisemitisches Flugblatt verfasst.
Wer das Flugblatt liest, erkennt sofort: Ja, es ist ekelhaft und widerwärtig. Warum? Weil es tändelnd über die Hölle auf Erden witzelt, nämlich über das nationalsozialistisch-deutsche Vernichtungslager Auschwitz. Dort wurden rund 1,3 Millionen Menschen ermordet, davon 1,1 Millionen Juden. Darüber machen anständige Menschen keine Witze.
Ist jenes Flugblatt antisemitisch? Es ist menschenverachtend, aber ist es deswegen automatisch antisemitisch? Antisemiten machen Juden als Juden verächtlich. Sie fordern die Benachteiligung und sogar Ermordung. Kein Wort davon in diesem dreckigen Text. Merke: Nicht jeder Dreck ist zugleich antisemitisch.
Zeugen von damals haben Hubert Aiwanger beschuldigt. Sie alle bestehen auf Anonymität. Seltsam: Für eine gute Sache – also den Kampf gegen Antisemiten – nicht mit offenem Visier kämpfen?
[…]
„Hysterische Aiwanger-Kritiker messen mit zweierlei Maß“
Als Jude wehre ich mich dagegen, dass Denunzianten uns Juden für ihre tagespolitischen Zwecke missbrauchen. Kurz vor den Wahlen in Bayern wollen sie den konservativen Aiwanger und seine Freien Wähler als Nazis und, daraus abgeleitet, Antisemiten abstempeln. Wer konservativ mit „Nazi“ und „Antisemit“ gleichsetzt, ist ahnungslos und verleumderisch. Wer es dennoch tut, lasse uns Juden aus diesem miesen Spiel raus.
Die hysterischen Aiwanger-Kritiker messen mit zweierlei Maß. Konservativen werfen sie jugendliche Dummheiten, Widerwärtigkeiten, Fehler oder Straftaten lebenslänglich vor und fordern noch Jahrzehnte später, also heute, Konsequenzen. Ex-Außenminister Joschka Fischer (Grüne) gilt als Staatsmann. Dabei hatte er mit 25 Jahren einen Polizisten, also einen Staatsbeamten, brutal verprügelt. Vergeben und vergessen. Weil Joschka grün und Aiwanger konservativ ist?
Kein Zweifel: Joschka Fischer hat sich gewandelt. Vielleicht hat Hubert Aiwanger mit 17 tatsächlich Nazis verharmlost. Doch, anders als dem grünen Joschka, soll man dem konservativen Aiwanger nicht zubilligen, dass er sich gewandelt hat?
Die SPD-Politikerin Sawsan Chebli postete: „Als Schüler verfasste Aiwanger ein antisemitisches Flugblatt, das alles überschreitet, was man für möglich gehalten hat.“ Inzwischen ist dieser Post von ihrem X-Account gelöscht. Aber Frau Chebli war als Jugendliche selbst bekennende Antisemitin. Für Aiwanger gilt also nicht, was für sie gilt. Entlarvend ist das.
Mein muslimischer Freund Ahmad Mansour gibt unumwunden zu: Als Jugendlicher war er Antisemit. Heute bekämpft er heldenhaft den Antisemitismus.
[…]
Die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt mehrheitlich gegen die jetzige Koalition aus CSU und Freien Wählern in Bayern. Das ist ihr gutes demokratisches Recht. Aber weder Aktivismus noch Verdachtsjournalismus sind Qualitätsjournalismus.
[…]“
Dann gab es doch noch einen nicht-anonymen Zeugen, von dem der BR am 2.9.2023 so berichtete:
„Nachdem es tagelang nur anonyme Anschuldigungen gegen Hubert Aiwanger gegeben hatte, äußerte sich am Dienstagabend [29.8.2023] erstmals ein ehemaliger Mitschüler vor einer Kamera: Mario Bauer, der von der 7. bis zur 9. Jahrgangsstufe mit Aiwanger in einer Klasse war, anschließend eine Stufe unter ihm. Im Interview für das ARD-Politikmagazin „report München“ schilderte Bauer, dass Aiwanger in der Schule ab und zu „den Hitlergruß“ gezeigt und „Hitler-Reden imitiert“ habe. Auch habe er öfter Witze über Juden und das KZ Auschwitz erzählt.
[…]“
Ruft man den Beitrag vom 29.8.2023 auf, liest man von der konkreten Jahrgangsstufe nichts, dafür aber etwas vom „Klassenzimmer“:
„29.08.2023, 23:53 Uhr
Ex-Mitschüler spricht über Aiwanger: Hitlergruß und Juden-Witze
Tagelang gab es nur anonyme Vorwürfe gegen Hubert Aiwanger, im BR-Interview äußert sich erstmals ein Ex-Mitschüler vor der Kamera: Aiwanger habe damals Hitler imitiert und Juden-Witze erzählt. Die Freien Wähler beklagen „Diffamierungsversuche“.
[…]
Reporterinnen und Reporter des BR sprachen in den vergangenen Tagen mit zahlreichen Mitschülern Aiwangers. Deren Erinnerungen waren höchst unterschiedlich. Mario Bauer ist der Erste, der offen vor einer Kamera seine Erinnerungen an seinen früheren Schulkameraden schildert.
Beim Betreten des vollbesetzten Klassenzimmers habe Hubert Aiwanger ab und zu „einen Hitlergruß gezeigt“, erinnert sich Bauer im Interview mit „report München“ und BR24. Auch habe er oft Hitler-Reden imitiert. „Da wollte er immer damit auffallen.“ Damit bestätigt der Ex-Mitschüler, der drei Jahre lang mit Aiwanger in einer Klasse am Burkhart-Gymnasium Mallersdorf-Pfaffenberg war, öffentlich anonyme Aussagen, über die „Süddeutsche Zeitung“ und „Münchner Merkur“ berichtet hatten. Der „Merkur“ schrieb unter Berufung auf Zeitzeugen von damals, im Zusammenhang mit einem antisemitischen Flugblatt sei vor 35 Jahren schnell der Verdacht auf den 16 oder 17 Jahre alten Hubert gekommen, weil dieser in der Klasse als Hitler-Imitator aufgefallen sei.
[…]
Zum Flugblatt kann Mario Bauer nichts sagen, er erinnert sich aber an Hubert Aiwangers auffälliges Verhalten. Auch Witze über Juden und das KZ Auschwitz habe sein Mitschüler „definitiv“ erzählt. Man könnte natürlich sagen, es sei eine pubertäre Phase gewesen, viele hätten ihn damals „als Spinner“ abgetan, sagt der Ex-Mitschüler am Dienstagabend. „Welche starke Gesinnung dahinter gesteckt hat? Keine Ahnung, das kann man schwer sagen.““
Also teilte Mario Bauer das Klassenzimmer mit Hubert Aiwanger lediglich im Alter zwischen 12-14 Jahren, kaum ein Alter, in dem man mit Hitler-Imitationen und -grüßen auffällig wird. Die Merkur-Verdachtszeugen kann man gleich ins Reich der Legende verweisen: in Verdacht geriet Aiwanger, weil man Flugblätter bei ihm gefunden hatte. Keiner der Zeugen hat das Flugblatt seinerzeit gesehen. Zeugen, die dem BR nicht ins Konzept paßten, wurden abgewertet, wenn sie mit ihm den Klassenraum nicht teilten:
„Namentlich geäußert hat sich mit Christian Augsburger noch ein Kollegstufen-Kamerad Aiwangers, der mit ihm aber lange Jahre nicht in einer Klasse war und auch keine Abi-Kurse mit ihm belegte. Er habe Aiwanger erst mehrere Jahre später bei einem späteren Praktikum näher kennengelernt, erzählte er. „Ich habe ihn als einen sehr ruhigen und korrekten Mitschüler sowie fleißigen Mitpraktikanten erlebt. Ein ganz normaler Typ eben.“ Zu den Vorwürfen anderer Mitschüler könne er nichts sagen, da er davon nichts mitbekommen habe. Ein weiterer Schulkamerad, jünger als Hubert Aiwanger, er besuchte nie die gleiche Klasse, erlebte ihn aber im Schulbus. Seiner Erinnerung nach war er „nicht rechts“, habe keinen Hitlergruß gemacht, sondern sei unauffällig gewesen.“
Und dann blieb beim BR noch folgender Beifang hängen, der trotz Zweckverfehlung natürlich ausgebreitet werden mußte:
„Die Säureattacke
Auch Lehrerin Gudrun Arnold, die dem BR eine Bestrafung Hubert Aiwangers in einem ganz anderen Fall schilderte, bekam nach eigenen Angaben nichts von einer rechtsradikalen Orientierung mit. Arnold war Kunstlehrerin und versicherte dem BR eidesstattlich, dass sie von Hubert Aiwanger in der neunten Klasse von hinten mit einer ätzenden Flüssigkeit bespritzt worden sei. Die Substanz habe Löcher in ihre Kleidung geätzt. Auch eine zweite Lehrerin soll betroffen gewesen sein. „Gott sei Dank wurde mein Gesicht nicht getroffen“, sagte Arnold. „Ich war durch den Vorfall geschockt.“
Die Strafe für Hubert Aiwanger sei ein Direktoratsverweis gewesen. Die Eltern hätten die Kleidung ersetzen müssen. Hubert Aiwanger ließ eine Anfrage von BR24 mit Bitte um Stellungnahme dazu unbeantwortet.“
Großer Gott! Wo soll das enden? Schockierende Vorfälle im Kindergarten? Schmeißen mit Sandschäufelchen in den Rücken, was glücklicherweise nicht ins Auge ging?
Funfact: der humorlose und vegane Obergrüne bei der ZEIT, stv. Chefredakteur Bernd Ulrich, regte sich am 1.9.2023 mächtig über dieses Detail auf:
„Und das ist die Lage für Söder: Eine falsche Bewegung gemacht, ein falsches Wort gesprochen, ein Momentum verpasst – und das war’s. Diese Zuspitzung hat sich der CSU-Chef selbst zuzuschreiben. Denn der Mann, der mal mit AfD-Themen geflirtet hat, dann auch mal mit den Grünen, hat seinen ganzen Wahlkampf darauf aufgebaut, gegen dieselben Grünen zu polemisieren und auf keinen Fall mit ihnen zu koalieren. Dabei bedient sich Söder übrigens oft derselben Polemiken und derselben Lügen wie sein Vize (Grüne wollen, dass wir Insekten essen).“
Über die klimaschutztechnischen Vorteile von Mehlwurm, Grille & Co. gegenüber Schwein und Rind wird ja wohl nicht grundlos allseits „aufgeklärt“, oder? Ulrich muß aber auch viel ertragen zur Zeit: in derjenigen VW-Kantine, in der es ausschließlich Vegetarisches gab, wird die echte Currywurst wieder eingeführt, und der mäkelige Vegetarier Özdemir hat mit seinem „ambitionierten“ ökologischen Anforderungsprofil zum kleinen Preis die Caterer derartig abgeschreckt, daß es im Landwirtschaftsministerium seit dem 1.7.2023 nun gar keine Kantine mehr gibt.
Wenn’s nach Ulrich geht, reicht eine bloße Stellungnahme eines „Beschuldigten“ eh nicht aus: es muß schon eine öffentliche therapeutische Familienaufstellung sein. Mindestens!
„Denn wenn es so gewesen sein sollte, wie die beiden behaupten, dann muss es doch zwischen dem aufrechten Demokraten Hubert und dem neonazistisch verirrten Helmut enorme Konflikte gegeben haben. Davon könnten sie ja berichten. Oder davon, wie der Hubert den Helmut seinerzeit aus dem braunen Sumpf gezogen hat. So eine konkret erlebte und ehrlich erzählte Geschichte könnte die leidlich gutwilligen Leute überzeugen und versöhnen. Wenn sie denn stimmt. Jedoch: Sie erzählen nicht, sie stammeln und sie keilen.
Wieso glaubt Hubert Aiwanger, sich das leisten zu können?“
Ich glaube, mein Rechtsstaats-Schwein pfeift.
Die Beantwortung der 25 Fragen durch Aiwanger erbrachten nichts Neues, riefen aber noch einmal die Standards auf, die unser Zusammenleben regeln sollten:
„Antisemitismusvorwürfe
So antwortete Hubert Aiwanger auf Markus Söders Fragen
In der Flugblattaffäre stellte Bayerns Ministerpräsident seinem Vize 25 Fragen. Das sind die Antworten des Freie-Wähler-Chefs.
3. September 2023, 12:39 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, isd, ast
[…]
Vorbemerkung
Das besagte Flugblatt habe ich nicht verfasst und erachte es damals wie heute als ekelhaft und menschenverachtend. Es spiegelt weder damals noch heute meine persönliche Haltung wider.
Die mit diesem Fragenkatalog angesprochenen Vorgänge liegen rund 36 Jahre zurück. Damals war ich 16 Jahre alt. Ich weise daher darauf hin, dass mir viele Details heute nicht mehr erinnerlich sind. Zudem kann der Wahrheitsgehalt vieler Vorwürfe nicht mehr zweifelsfrei festgestellt werden. Sachverhalte können nicht mehr vollständig rekonstruiert werden. Ebenso ist die Interpretation und Einordnung in den situativen Kontext nicht mehr möglich.
Ich bereue, wenn ich durch mein Verhalten in Bezug auf das Pamphlet oder weitere Vorwürfe gegen mich aus der Jugendzeit Gefühle verletzt habe.
Entsetzt bin ich, wie mit einem Dokument aus meiner Schulzeit und der Weitergabe von Informationen aus dem geschützten Raum Schule durch einen Lehrer versucht wird, mich politisch und persönlich fertig zu machen. Die Veröffentlichungen aus Lehrerkreisen sind ein massiver Verstoß gegen das Bayerische Dienstrecht. Gegen die Verdachtsberichterstattung mit überwiegend anonymen Aussagen und dem Weglassen entlastender Inhalte behalte ich mir rechtliche Schritte vor.
[…]
14. Wieso haben Sie gegenüber der Schulleitung die Verantwortung für das Flugblatt übernommen?
Ich weiß nicht, ob und was ich an Verantwortung für das Flugblatt übernommen habe. Nach dem Auffinden des Flugblattes in der Schultasche wurde mir mit der Polizei gedroht. Als Ausweg wurde mir angeboten, ein Referat zu halten. Darauf ging ich unter Druck ein. Damit war die Sache wohl für die Schule erledigt.
15. Haben Sie vor der Schulleitung zugegeben bzw. eingestanden, dass das Flugblatt von Ihnen stammt?
Es wird auf die Frage 14 verwiesen.
16. Haben Sie das Ihnen als Sanktion auferlegte Referat gehalten?
Nach meiner Erinnerung wahrscheinlich ja.
17. Wieso haben Sie keinen Verweis von der Schulleitung bekommen? Wieso wurden Ihre Eltern nicht einbezogen, obwohl Sie noch minderjährig waren?
Diese Fragen kann nur die damalige Schulleitung beantworten.
18. Haben Sie Ihren Bruder mit dem Flugblatt konfrontiert? Haben Sie ihm klargemacht, weshalb ein derartiger Inhalt absolut indiskutabel ist? Hat Ihr Bruder Einsicht gezeigt?
Mein Bruder und ich standen unter Schock. Die Vorstellung eines Polizeibesuchs im Elternhaus hat mir Angst gemacht. Mein Bruder war selbst im Nachhinein über den abscheulichen Inhalt beschämt und hat die Sache sehr bereut.
19. Warum hat sich Ihr Bruder damals nicht zu dem Flugblatt bekannt, sondern erst jetzt?
Mein Bruder war aufgrund seiner schulischen Probleme damals ohnehin in einer schwierigen Situation und hatte Angst vor dramatischen Folgen. Aufgrund der aktuellen Verdächtigungen gegen mich klärte mein Bruder die Urheberschaft auf.
[…]
22. Gab es in der Schule weitere Vorfälle, bei denen disziplinarisch gegen Sie vorgegangen wurde? Wenn ja, welche?
Mir ist neben einem Vorfall im Kunstunterricht, der mit der aktuellen Diskussion nichts zu tun hat, nichts in Erinnerung (Anmerkung: Allgemein ist dafür Sorge zu tragen, dass der Schutzraum Schule nicht ausgehöhlt wird. Schüler, Eltern und Lehrer müssen sich darauf verlassen können, dass schulische Interna nicht in die Öffentlichkeit getragen werden).
23. Welche Konsequenzen haben Sie damals aus der Angelegenheit für sich persönlich gezogen?
Der Vorfall war ein einschneidendes Erlebnis für mich. Er hat wichtige gedankliche Prozesse angestoßen.
24. Wie positionieren Sie sich zu dem Vorwurf, dass auch Ihr weiteres Verhalten bzw. Auftreten zur Schulzeit eine Nähe zu nationalsozialistischem Gedankengut nahegelegt habe, weshalb der Verdacht auf Sie gefallen sei (lt. Presseberichten angeblich Imitationen von Hitler und seinen Reden, „Hitlerbärtchen“)?
25. Gab es weitere mögliche rechtsradikale Aktivitäten in der Vergangenheit?
Die Fragen 24 und 25 werden gemeinsam beantwortet: Ich habe als Jugendlicher auch Fehler gemacht, die mir heute leidtun. Ich bereue, wenn ich durch mein Verhalten in der Jugendzeit Gefühle verletzt habe. Fehler aus der Jugendzeit dürfen einem Menschen allerdings nicht für alle Ewigkeit angelastet werden. Jedem Menschen muss auch ein Entwicklungs- und Reifeprozess zugestanden werden.„
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2023-09/flugblattaffaere-hubert-aiwanger-fragenkatalog
Es wird noch weitere Nachtret-Kommentare geben wie diesen, der exemplarisch geeignet ist, die wahre Stoßrichtung der Kampagne offenzulegen:
„Aiwanger-Affäre
Alles für die Macht
Markus Söder ist ein begnadeter Instinktpolitiker. Der Fall Aiwanger wäre für ihn die Chance gewesen zu zeigen, dass er auch Prinzipien hat. Doch er hat sie verpasst.
Ein Kommentar von Katharina Schuler
3. September 2023, 14:17 Uhr
Markus Söder gehört zu den erfahrensten Machtpolitikern in diesem Land. Der bayerische Ministerpräsident hat ein Gespür dafür, was bei einer Mehrheit der Bevölkerung – respektive der potenziellen CSU-Wähler – ankommt und was nicht.
[…]
Bayern sei ein Bollwerk gegen Antisemitismus und Rassismus, erklärte er zwar in seinem kurzen Statement am Sonntag.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2023-09/markus-soeder-will-hubert-aiwanger-im-amt-belassen
Doch die Entscheidung, Hubert Aiwanger trotz des antisemitischen Flugblatts, mit dem er in Verbindung gebracht wird, nicht nur im Amt zu behalten, sondern seinem Koalitionspartner, den Freien Wählern, auch keinerlei Auflagen für die weitere Zusammenarbeit zu machen, spricht dieser Behauptung Hohn.
Dürftige Antworten
Natürlich, da hat Söder recht, sollte niemand mit über 50 Jahren ausschließlich daran gemessen werden, was er als 17-Jähriger gedacht und getan hat. Doch im Fall Aiwanger ist der Vorfall von damals nicht nur besonders widerwärtig, seine Entschuldigungen und Reuebekenntnisse waren dürftig und verspätet.
[…]
Auch die Antworten, die Aiwanger nun auf die von Söder gestellten Fragen gegeben hat (PDF), bleiben mehr als dürftig. Weder erklärt er, wie das Flugblatt in seine Tasche kam, noch ob es ein oder mehrere Exemplare waren oder ob er es verteilt hat oder nicht. „Nicht erinnerlich“ ist die Antwort. Das ist wenig glaubwürdig. Immerhin gab es damals ein Disziplinarverfahren an der Schule. Man sollte meinen, wer in einen solchen Vorfall verwickelt war, weiß auch 35 Jahre später noch, wie es dazu kam. Dafür versäumt Aiwanger es in keiner seiner Erklärungen, darauf hinzuweisen, wer in seinen Augen das eigentliche Opfer ist: er selbst nämlich, der sich einer Kampagne zu seiner politischen Vernichtung ausgesetzt sieht.
Von wegen beendet
Söder räumt selbst ein, dass die Antworten nicht befriedigend sind. Konsequenzen will er daraus keine ziehen. Auch, weil es seither keinen ähnlichen Vorfall gegeben habe, wie er sagt. Das aber ist der eigentliche Vorwurf, den man Söder machen muss: Es mag stimmen, dass Aiwanger sich seither nicht mehr antisemitisch geäußert hat. Dass es aber eine Verbindung gibt zwischen der von mehreren Zeugen bestätigten rechtsradikalen Haltung des jungen Aiwanger zu seinem heutigen Rechtspopulismus, scheint offensichtlich. Wenn Aiwanger als bayerischer Minister und Vizeministerpräsident davon redet, dass sich die schweigende Mehrheit die Demokratie zurückholen müsse, hätte das allein schon reichen müssen, ihn als Koalitionspartner nicht länger in Betracht zu ziehen. Stattdessen etikettiert Söder Aiwanger weiterhin als „bürgerlich“, während er den Grünen diese Eigenschaft abspricht.
[…]“
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2023-09/hubert-aiwanger-affaere-markus-soeder-bayern
Der im engsten Aktivistenkreis rund um den Vettern-Wirtschaftsstaatssekretär Graichen zusammengezimmerte Entwurf des Heizungsgesetzes sah sich allseits derartig gravierender Kritik ausgesetzt, daß er – auch im Interesse der schweigenden Mehrheit – abgeändert werden mußte. Der nächste demokratie-defizitären Versuch, den Entwurf unter Ausschaltung einer echten parlamentarischen Debatte durchzupeitschen, konnte glücklicherweise vom BVerfG gestoppt werden. Alles schon vergessen?
Harald Martenstein über eine gefährdete Demokratie, die sich auf Denunzianten stützt, wie sie auch die Aiwanger-Kampagne befeuerten:
„Harald Martenstein
Über das Denunziantentum
ZEITmagazin Nr. 37/2023 30. August 2023, 16:52 Uhr aktualisiert am 3. September 2023, 11:47 Uhr
[…]
Zweiter Akt. 2018 richtet die AfD in Hamburg eine Meldestelle ein, wo Eltern, Schülerinnen und Schüler die Namen von Lehrern veröffentlichen können, die sich im Unterricht gegen die AfD aussprechen. Solche Äußerungen verstießen gegen das staatliche Neutralitätsgebot. Die SPD-Politikerin Katarina Barley sagt dazu: „Organisierte Denunziation ist ein Mittel von Diktaturen.“
Dritter Akt. Im Jahr 2023 überzieht Deutschland ein dichtes Netz von Meldestellen, vergleichbar dem Autobahnnetz. Sie alle berufen sich auf edle Beweggründe. Dem Schutz von Whistleblowern dient das neue „Hinweisgeberschutzgesetz“, in Kraft getreten am 2. Juli. Bei Androhung von Geldbußen ist jedes der mehr als 90.000 Unternehmen und jede öffentliche Einrichtung ab 50 Beschäftigten verpflichtet, zusätzlich zu ihren anderen Verpflichtungen eine Meldestelle einzurichten. Auch anonyme Meldungen werden bearbeitet, auch „Verdachtsmomente“ können gemeldet werden. In der langen Liste des zu Meldenden stehen auch Äußerungen von Beamten, die „einen Verstoß gegen die Pflicht zur Verfassungstreue“ begehen, oder „Verstöße gegen den Schutz der finanziellen Interessen der Europäischen Union“.
Parallel dazu gibt es die „Meldestelle des Bundes“, angesiedelt beim Bundesamt für Justiz, unter anderem zuständig für möglicherweise verfassungsfeindliche Äußerungen oder Gebärden von Beamten auch unterhalb der Strafbarkeitsgrenze, die Meldestelle des BKA speziell für Hass und Hetze im Internet, die Meldestelle Antifeminismus, wo unter anderem „antifeministische Zwischenrufe“ bei Veranstaltungen gemeldet werden können oder Publikationen, in denen „Gender-Ideologie“ kritisiert wird. Es gibt auch das „Berliner Register“ zum Melden von „Diskriminierung“ und „extrem rechten Aktivitäten“, als rechtsextrem wird auch das Kleben von „antikommunistischen Stickern“ gewertet, es gibt die „Meldestelle antimuslimischer Rassismus“ und viele mehr. Die „Meldestelle des Bundes“ soll ab 1. Juli 2024 auch für anonyme Meldungen freigeschaltet werden.
Vierter Akt. Laut einer aktuellen Umfrage haben 54 Prozent der Bevölkerung nur noch „weniger großes“ oder „geringes“ Vertrauen in die Demokratie. Gleichzeitig sagen 90 Prozent, dass ihnen ein Leben in Freiheit, das Recht auf freie Meinungsäußerung und freie Wahlen wichtig seien. Die Schnittmenge zwischen überzeugten Demokraten und denen, die an der heutigen Demokratie zweifeln, muss folglich groß sein. Ich glaube nicht, dass zur Veränderung dieses Meinungsbildes der Ausbau des anonymen Meldewesens der richtige Weg ist. Katarina Barley hat recht.“
https://www.zeit.de/zeit-magazin/2023/37/harald-martenstein-denunziation-demokratie
„Hass und Hetze“ ist weder auf das Internet beschränkt noch Merkmal einer einzigen Gruppe im Kulturkampf, der von der veröffentlichten Meinung dominiert wird. Letztere hat sich von den Bürgern entkoppelt, was am 8.10.2023 zu besichtigen sein wird.
Ich kann direkt an meinen letzten Beitrag anknüpfen, nämlich zum Mangel an aufklärerischer Sicht auf das Recht und stattdessen das Schüren von Emotionen im Westen – was brandgefährlich ist.
[h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-2/#comment-101394
Die Bundesregierung in Gestalt einer chronisch heiseren Ex-SPIEGEL-Redakteurin weigert sich, zur Rechtswidrigkeit einer Totalblockade von Gaza Stellung zu nehmen:
Die SPD cancelt ein Treffen mit Bernie Sanders, weil der unverschämterweise auf die humanitären Bedürfnisse der Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen hinweist:
https://twitter.com/friiyo/status/1712415675162194270
Ein wahrer Freund Israels würde Minister Katz darauf hinweisen, daß Kollektivstrafen gegen eine zivile Bevölkerung rechtswidrig sind und das Potential haben, den erklärten Krieg zu eskalieren.
„Mir ist es ein Rätsel, was in Köpfen vorgeht, die die einen toten Zivilisten derart anders behandelt sehen wollen, als andere.“
Der US-Lehrlilng Selenskij hatte auch mal die Idee, daß die Verweigerung von Nahrung und Wasser menschenfeindlich sei:
Daß es ihm nur um Exportgewinne der Ukraine ging, die fast nichts an arme Länder liefert, und daß das Erste, was die Ukraine machte, als die Krim für den Anschluß an Rußland votierte, ihr die Wasserzufuhr abzuschneiden – geschenkt.
Kommen wir zu der emotionalisierenden Behauptung, in dem fraglichen Kibutz Kfar Aza seien 40 Babies enthauptet worden, wozu ich schon am 11.10.2023 schrieb:
„Schöne Worte:
Keine Frage, daß allein dort 70 unschuldige Zivilisten jeglichen Alters ermordet wurden; aber grausige Details wie „enthauptete Babies“ kennt die Reporterin nur vom Hörensagen, und die israelische Regierung hat dieses Detail mittlerweile dementiert. Aber die Vernichtung von Hamas in einem so dicht bevölkerten Landstrich wie Gaza KANN nicht ohne erhebliche zivile Verluste abgehen, und es sieht nicht so aus, als ob Israel darauf Rücksicht nehmen wird.“
[h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-2/#comment-101393
Zuletzt (siehe der Eingangs-Link) hatte ich dazu geschrieben:
„Propaganda zählt:
Hier gibt es einen dissentierenden Thread des Journalisten Oren Ziv, der an demselben Media-Event im Kibutz Kfar Aza teilnahm wie Nicole Zedek:“
Die Geschichte von kriegsrechtfertigender Propaganda ist lang – und ohne Babymorde kommt sie nicht aus:
[…]
Auch die Menschenrechtsbeauftragte der Ukraine hatte ja behauptet, Russen vergewaltigten Babies – bis sie wegen Verbreitens von Lügen von Kiew geschasst wurde.
Nun hat Netanyahu den Vorteil von Propaganda erkannt und bestätigt Köpfungen von Babies:
Das ist gewiß gelogen und allein der wachsenden Kritik an seiner Gaza-Bombardierung geschuldet, gegen die er sich durch die Bildung einer die Opposition erfassenden Notstands-Regierung immunisiert.
Auf welche Art und Weise zweifelsfrei von Hamas gezielt getötete Babies und Kleinkinder ums Leben kamen, ist eigentlich objektiv irrelevant: Big Serge über den Sinn der „rules of war“:“
[…]
Die israelische Armee will sich aber partout nicht an die Regeln des internationalen Kriegsrechts halten:
Was ein Bundeswehr-Prof wie Masala offenbar gutheißt:
Übrigens übliche ukrainische Kriegstaktiken, die er niemals kritisiert hat.
Wo leben wir eigentlich, wenn Julian Röpcke der einzige deutsche Wahrheits-Übermittler ist?“
https://twitter.com/JulianRoepcke/status/1712180074839990387
Und so ging es weiter:
CNN berichtet, daß Israel seine fake news über enthauptete Kinder/Babies zurückzieht:
Blöderweise hatte Biden sie bestätigt, was das WH dann eiligst zurückzog:
Masala, nicht umsonst „Experte“ im ÖRR, schwelgt in fake news:
https://twitter.com/CarloMasala1/status/1712493540570214561
Und schon wieder erweist sich BILD-Röpcke als überlegen:
„Die Tat bleibt in jedem Fall verwerflich, durch nichts zu entschuldigen und muss gesühnt werden. Das ändert aber nichts daran, dass Sicherheitsbehörden, Politiker und Journalisten jene Tötungsart verbreiten sollten, um die es sich im konkreten Fall auch tatsächlich handelt. Mehr ist dazu nicht zu sagen.“
So ist es.
Also eine notwendige Ausweitung des israelischen Krieges auf Syrien: schließlich muß dort präventiv gegen den Iran vorgegangen werden:
Hollywood- und Popstar-Bekenntnisse zu Israel sind genauso inkompetent wie die zur Ukraine:
Das Satire-Magazin „Babylon Bee“ war vor der Übernahme von Musk bei Twitter gesperrt: an diese Zensurzeiten sehnen sich viele zurück:
Gibt es wirklich noch Leute, die am mörderischen Treiben der Hamas zweifeln?
Andererseits:
Und dazu gilt es, eskalierende Reaktionen im Auge zu behalten, militärische wie politische:
Mir wäre eine Politik, die nicht auf Emotionen gründet, lieber.
Großer Gott, das ist unterkomplex. „Gerecht“! Krieg ist schmutzig, und der in Gaza ist es jetzt schon, auch ohne Bodentruppen:
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/kriegsvoelkerrecht-israel-hamas-100.html?
Dagegen sind ja sogar diese Schauspielernöte tiefschürfend:
Àpropos Gerechtigkeit: langsam mache ich mir Sorgen um unseren Rechtsstaat, was die Anklagefreudigkeit gegenüber politischen Gegnern angeht: hier die hämische taz:
https://taz.de/Prozess-gegen-Coronaleugner-Bhakdi/!5933365/
Holocaust-Vergleiche sind immer geschmacklos, erfüllen aber den Tatbestand nicht: verboten ist es, das tatsächliche Geschehen in der Nazi-Zeit zu leugnen, also das massenhafte Töten von Juden. Den ersten Vorwurf kann ich gar nicht nachvollziehen: es geht doch um die Impfkampagne der israelischen Behörden, nicht um Religion.
https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/lg-erfurt-2kls542js1149821-urteil-familienrichter-weimar-rechtsbeugung-hintergruende/
Einen wie diesen auch nicht: die Durchsuchungen bei ihm waren damit begründet worden, er habe sich eine Zuständigkeit angemaßt, die er als Familienrichter ganz offensichtlich nicht habe – was das Gericht anders sah. Hätte der Richter von Amts wegen, also ohne Antrag, denselben Beschluß getroffen, wäre er nicht verurteilt worden. An dem Beschluß selber gab es offensichtlich nichts zu beanstanden. Ein unhaltbares Urteil.
https://www.nius.de/Analyse/kein-hinreichender-tatverdacht-nach-9-monaten-u-haft-war-michael-ballweg-ein-politischer-gefangener/45efe711-3de7-49c6-9c75-454a41975cd1
Wieso überhaupt wegen des vergleichsweise geringen Schadens U-Haft angeordnet wurde, ist mir schleierhaft:
Das Pressewesen der Staatsanwaltschaft Ingolstadt wie auch der Medien-Widerhall zielten offenbar darauf ab, vor der Bayernwahl vom 8.10. den möglichen Anschlag auf Chrupalla vom 4.10. nicht zu bestätigen.
Am Mittwoch, den 11.10.2023, äußerte sich Chrupalla zu dem Vorfall: hierzu ein Kraut-und-Rüben-Artikel der Frankfurter Rundschau, den ich jetzt in der Erstfassung vom 11.10.2023 zitiere:
https://www.fr.de/politik/fraktion-chrupalla-afd-ingolstadt-vorfall-anschlag-attentat-staansanwaltschaft-weidel-zr-92570982.html
Diesem Sammelsurium wurde sodann folgendes Update vorangestellt:
Unglaublich. Bei der ZEIT ist es kaum besser:
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2023-10/tino-chrupalla-afd-einstich-staatsanwaltschaft-ingolstadt
Was die derb hetzenden Kommentatoren schlicht überlesen haben.
Erstaunlicherweise berichtete der STERN zu dieser Uhrzeit (11.10.2023, 15:56, die StA Ingolstadt rückte erst danach damit heraus, daß Chrupalla, was Einstich und Blutanhaftungen angeht, recht hat) korrekt – Chrupalla mußte die StA Ingolstadt mit eigenen Ermittlungen zum Jagen tragen, schließlich hatte sie offiziell vor der Bayernwahl nur eine „Rötung“ am Arm von Chrupalla verlautbart; er nimmt entgegen der ZEIT keineswegs Abstand von Vergiftungs-Thesen und rügt die StA, die ohne seine Zustimmung einen Tag vor der Wahl negative Blutuntersuchungen bekanntgegeben hat, obwohl weitere stattfinden (auch auf seine eigene Veranlassung hin) und es unklar ist, worauf genau die Blutproben der StA Ingolstadt überhaupt untersucht worden sind:
https://www.stern.de/politik/deutschland/afd-chef-chrupalla-aeussert-sich-zu-vorfall-in-ingolstadt-33904042.html
Welche „Dienste“ er meinte? Nun, er steht auf der ukrainischen „Todesliste“ „Mirotvorets „, die die Bundesrepublik nicht weiter stört:
https://www.anti-spiegel.ru/2022/viele-journalisten-und-ueber-300-minderjaehrige-auf-todesliste-der-ukrainischen-regierung/
Natürlich nicht, und die ukrainische Seite existiert weiterhin.
Der Westen verstrickt sich immer mehr in Widersprüche: russische Dissidenten mit Unwohlsein in Europa generieren Vergiftungsvorwürfe gegen Rußland, unliebsame deutsche Politiker mit Symptomen werden als selbsternannte Opfer aus Wahlkampfgründen verunglimpft, und das sogar von einer Staatsanwaltschaft, die objektiv vorgehen muß.
Hier wird die Sache vermutlich noch viel schonungsloser dargestellt: aber nur für Abonnenten der „Jungen Freiheit“, zu der weder ich noch meine Leser gehören werden:
Bei keinem Thema mehr existiert Schwarz/Weiß, wie es uns unsere MSM vorspielen. Selbst das britische Militär läßt Ambivalenz zu:
mit „prevent escalation“ ist angeblich gemeint: „to help mitigate a potential humanitarian crisis“.
Aus der hilflosen Diskussion unter diesem Post:
Hat Sunak das genehmigt? Warum wurde das Parlament nicht beteiligt? Offene Fragen.
In der EU geht die berechtigte Angst um, daß von der Leyens Auftritt in Israel als Ermutigung zur ethnischen Säuberung verstanden werden könnte:
Baerbocks ideologische Herumquakerei wird glücklicherweise von niemand ernstgenommen. Das Narrativ des Westens, und das ist wirklich bedeutsam, wird sogar von MSNBC angegriffen. An und für sich war MSNBC bislang ja eher ein Lautsprecher für das kriegsbereite Establishment der Democrats: nun schlägt es sich auf die Seite der „Progressiven“ in der Partei, was Palästinenser-Rechte angeht:
https://twitter.com/dannyshawcuny/status/1712839341465010266
Und da die Kiew-Unterstützung angesprochen wurde: „And I suspect many Europeans now wondering what the hell they’ve actually been backing in Ukraine all along“:
Fatal wäre es, wenn sich das Szenario einer korruptionsbedingten ukrainischen Bewaffnung der Hamas bestätigen würde:
Von Masala empfohlen: dieser Thread zum Thema Häuserkampf in Gaza:
[Thread]
Ich glaube nicht, daß man ihm trauen kann; wer von diesem Extra-Thread zur Ukraine irgendetwas zum Häuserkampf in Mariupol und Bakhmut (ebenfalls untertunnelt) erwartet, ist schiefgewickelt: gezeigt wird ein chaotischer Einsatz von Fremdenlegionären in Kharkiw, an dem der Autor zeigt, wie man es eigentlich nicht machen sollte:
[Thread]
Wobei der pädagogische Impetus darauf liegt, zu betonen, daß diese Idioten immer noch besser ausgebildet seien als deutsche Soldaten…
Ich habe derweil seit dem 7.10.2023, seitdem alle auf Israel starrten und die ukrainische Regierung darauf beharrte, Rußland terrorisiere die Ukraine genauso wie die Hamas Israel, die sogenannte ukrainische Gegenoffensive beobachtet: wie schon so oft von wirklichkeits-orientierten Beobachtern betont: der Ukraine mangelt es an Soldaten: die zwangsweise an die Front gezerrten Zivilisten sind nur Kanonenfutter, insbesondere angesichts der Artillerie-Drohnen-und Luftüberlegenheit der Russen:
Hier zur waffenmäßigen Überlegenheit:
Ein ukrainischer Soldat beschwert sich über die Kiew-Propaganda der „siegreichen“ ukrainischen Armee:
Tatsächlich sieht es so aus:
Nicht nur die russische „Offensive“ (in Anführungszeichen deshalb, weil lediglich die Schwäche des Gegners ausgenutzt wird) im Norden bei Kupjansk schreitet fort:
Avdeevka ist ähnlich wie Bakhmut eine schwer ausgebaute Frontstadt, von der aus seit 2014 die Zivilisten der Großstadt Donezk mit Bomben überzogen werden.
Das alles lief unter dem Radar der westlichen Aufmerksamkeit: Röpcke blieb dran:
Während alldem wird die russische Waffenindustrie weiterentwickelt:
In der Tat: genau das wurde im Westen wahrgenommen: daß bei der russischen Initiative rund um Avdeevka ein russischer Panzer von einer Rampe in einen Graben fiel:
https://www.t-online.de/nachrichten/ukraine/id_100257784/ukraine-awdijiwka-von-russischen-panzern-umzingelt-der-plan-geht-schief.html
Die benutzten Quellen zeigen schon, wie irreführend die Tendenz dieses Berichts ist.
https://twitter.com/TheHumanFund5/status/1712167647297593804
„(RF is also moving on in the northern sector (Kupyansk) by the way)“
Tendar verbreitet verzweifelt ukrainische Propaganda:
Mehr an (allerdings kraftloser) ukrainischer Propaganda:
Ein wahres Wort. Allerdings: wie viele Menschen will Selenskij noch sinnlos opfern? Ist die Verweigerung der längst überfälligen Kapitulation nicht ein Menschenrechts-Verbrechen?
Zu den Landtagswahlen in Deutschland:
Zum Erfolg von Aiwangers FW, trotz des Störmanövers der SZ („Flugblattaffäre“):
(mit gut 37%)
Die Ampelparteien plus die Linke schmieren ab: ein deutlicher Schuß vor den Bug.
Unsere Talkshows wollen das nicht sehen:
Zum Problem wird aktuell – wegen des Terrorangriffs der Hamas auf Israel – der woke Verbund Medien-Universitäten-Regierung- und regierungsfinanzierte „NGO“, die natürlich Regierungsorganisationen sind -: hier Neuigkeiten zum Antirassismus-Experten Malcolm Ohanwe, der nicht nur von Arte gefeuert wurde:
„Weiter zum ÖRR in Deutschland, der sich woke Antirassismus-Experten wie Ohanwe leistet:
Immerhin distanziert sich Arte von ihm:
Er war wohl nur freier Mitarbeiter dort. Ähnlich wie beim BR, der immerhin auch die Reißleine zog?“
[h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-2/#comment-101390
Der BR hat sich ebenfalls positioniert:
https://twitter.com/BeaBovary/status/1710923750181388375
Chebli tut sich keinen Gefallen damit, mitten in diesem Terror-Überfall, der wie ein organisierter Amoklauf wirkt, nun ausgerechnet die Islamophobie-Karte zu zücken, während ihre Hauptsorge zu sein scheint, daß der Hamas-Angriff Weiterungen nach sich zieht, insbesondere Israel-Reaktionen:
Einen Zusammenhang zwischen woken „post colonial studies“-Vertretern sowie denen der „Critical Race Theory“, wonach alle Weißen – und dazu zählen nach deren Verständnis Juden – durch ihre Kolonialgeschichte auf ewig Täter seien – und dem Krieg in Israel – seit dem 8.10.2023 ist er offiziell einer – gibt es durchaus:
Zumindest wird er behauptet.
Bis auf den Iran hat wirklich niemand die Hamas unterstützt. So doof kann noch nicht einmal diese Terrortruppe sein, daß sie sich einen Weltenbrand erhofft.
Es ist selten, aber hier muß ich mal Blinken zustimmen: die Torpedierung der Annäherung Saudi-Arabiens mit Israel war wohl eine entscheidende Motivation:
Wieso haben Mossad und die US-Freunde von der Planung des breiten Angriff nichts mitgekriegt?
Weil Huawei-Handys benutzt wurden?
https://twitter.com/BeijingDai/status/1710950246224920579
Nun also zum Krieg:
Man kann nur hoffen, daß der nun leider erforderliche Gegenschlag Israels begrenzt ausfällt.
Die Kriegswirkung in Deutschland ist massiv: multi-kulti-Illusionen sind definitiv vorbei:
Nicht ganz :
https://www.welt.de/politik/deutschland/article245570830/IZH-Verbot-rueckt-naeher-Ampel-geht-gegen-Unterstuetzer-des-iranischen-Regimes-vor.html
Der abzuwartende Beschluß des Verwaltungsgerichts lag am 30.6.2023 vor:
https://justiz.hamburg.de/gerichte/oberverwaltungsgericht/presse/aktuellepresseerklaerungen/verwaltungsgericht-hamburg-einordnung-des-izh-als-organisation-des-islamismus-im-verfassungsschutzbericht-2019-rechtmaessig-einige-einzelaussagen-duerfen-aber-nicht-weiter-veroeffentlicht-werden-682418
Man darf spekulieren, warum daraufhin nichts geschah: aus Angst vor den Islamophobie-Vorwürfen von Links? Oder aus Angst vor Islamisten-Terror? Ich tippe mal auf Ersteres:
https://taz.de/Antisemitismus-bei-Extinction-Rebellion/!5640088/
Bei all diesem ideologischen Qualm sind Vernunft und Pragmatismus auf der Strecke gelieben:
Wurden die Linke und die AfD nicht angefragt? Zumindest die Letztere hätte mitgezeichnet: die Linke eher nicht, denn sie betrachtet Israel als kolonialisierenden Apartheid-Staat: was zu diesem Teil der Erklärung nicht paßt:
„Wir sind unseren Partnern und Freunden in Israel nicht nur historisch, sondern auch in einer demokratischen Wertegemeinschaft verbunden.“
„Die Sicherheit des Staates Israel ist uns Verpflichtung und deutsche Staatsräson. Wir sind unseren Partnern und Freunden in Israel nicht nur historisch, sondern auch in einer demokratischen Wertegemeinschaft verbunden.
Die massiven und brutalen Angriffe der Hamas sind abscheuliche Verbrechen an unschuldigen Frauen, Männern und Kindern in Israel. Wir trauern mit den Opfern und ihren Familien. Unser Mitgefühl gilt in diesen schweren Stunden dem ganzen israelischen Volk und dem Staat Israel.
Dieser Terror ist durch nichts zu rechtfertigen und muss sofort gestoppt werden. Israel hat ein völkerrechtlich verbrieftes Recht auf Selbstverteidigung.
Wir, die wir im demokratischen Wettbewerb miteinander stehen, sind heute geeint in unserer Solidarität mit dem israelischen Volk und dem Staat Israel.“
Es wäre hilfreich gewesen, wenn diese parteiübergreifende Bewegung sich nicht zuvor als antirussische pro-amerikanische Kriegspartei in der Ukraine positioniert hätte. So bleiben das nur moralische Lippenbekenntnisse – die von Kiew seit 2014 bis heute gezielt getöteten Zivilisten im Donbass wurden jedenfalls geflissentlich ignoriert. Das Nazi-Regime dort auch.
Sawsan Chebli irrt weiter herum:
Am 9.10.2023 um 18:56 Uhr gab es dann endlich diesen Polizeibericht:
Und so mußte auch der Tagesspiegel seinen tendenziösen Artikel von 17:04 Uhr um 19:51 Uhr updaten: man ahnt, wie er vor dem Update gelautet hat:
https://www.tagesspiegel.de/berlin/palastinenser-flagge-auf-berliner-schulhof-schlagerei-zwischen-lehrer-und-schuler-an-neukollner-gymnasium-10596865.html
Als Chebli kapiert hat, daß sie auf ein von einem Linken präsentiertes Video hereingefallen ist, das den Vorfall nicht zutreffend erfaßt, schwenkt sie auf Antisemitismus-Bekämpfung ein:
Linke haben dank Anti-Kolonialismus-Ideologie ihren Kompaß verloren:
Und das United Nations Human Rights Council hat schon lange seine Legitimität verloren:
Der Präsident von El Salvador hat den Kompaß noch:
O.K., es ist Geschmackssache, die Hamas-Terroristen als „animals“ zu bezeichnen: „The best thing that happened to us as a nation was to get rid of those rapists and murderers, and let the good people thrive. Palestinians should do the same: get rid of those animals and let the good people thrive. That’s the only way forward.“
Aber je mehr Bilder auftauchen, was die Hamas in Israel wirklich angerichtet hat (die tausende ungelenkter Raketen mit 5 kg Sprengstoff richten wenig Schäden an und werden eh zu 90% durch den Iron Dome abgefangen; die kurzfristige Einnahme einer militärischen Basis unter Zerstörung von Panzern und Tötung israelischer Soldaten sind Beiwerk), desto größer ist das Erschrecken: es geht um Vernichtung von jüdischen Menschen, face to face. Und um das Filmen der Opfer:
https://twitter.com/emilykschrader/status/1710815620911005985
Letzteres erinnert mich an die Ukraine, in der Kinder zum Russenhaß erzogen werden.
In den USA fordert ein schwarzer Sportstar BLM auf, endlich Farbe zu bekennen:
NZZ, 9.10.2023:
Immerhin hatte eines der Opfer, Shani Louk, neben der israelischen auch die deutsche Staatsangehörigkeit, sonst hätten wir hierzulande darüber kaum so viel erfahren:
https://www.ksta.de/politik/israel-deutsche-shani-louk-offenbar-von-hamas-kaempfern-entfuehrt-1-661090
https://www.mopo.de/news/panorama/verschleppt-verhoehnt-und-getoetet-eine-deutsche-22-in-der-gewalt-der-hamas/
Die junge Frau war 22 Jahre alt. Ich befürchte, daß sie tatsächlich tot ist:
https://twitter.com/anatoliisharii/status/1710578738730017107
Mich erinnert das an den IS-Terror-Anschlag auf das Pariser Konzerthaus „Bataclan“ am 13.11.2015 – ein Schlag gegen die verhaßte westliche Kultur; hier auch ein Mittel, um möglichst viele zivile Geiseln nehmen zu können. Ich denke, daß weniger das historische Datum – einen Tag nach dem Jom Kippur Krieg vom 6.10.1973, als Ägypten und Syrien Israel überfielen -, sondern die Tatsache entscheidend war, daß nur 10 km von Gaza entfernt dieser komplett ungeschützte Rave stattfand. Das Musikfestival war ein „weiches Ziel“, wie Gerhard Conrad das nennt.
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2023-10/gerhard-conrad-hamas-israel-geheimdienste-geiseln/komplettansicht
Der bei meinem Abruf erste Kommentar unter diesem Artikel:
Nichts Böses unter der Sonne ohne Putins Beteiligung, so weit ist das Publikum schon.
Bereits zu einer wie auch immer gearteten Teilnahme des Iran gibt es nichts Zielführendes – im Gegenteil:
„This Post violated the X Rules. However, X has determined that it may be in the public’s interest for the Post to remain accessible. Learn more“
So kann man das auch bei woken linken Palästinafreunden im Westen lesen.
Achtung, fake news:
https://www.moonofalabama.org/2023/10/wsj-joins-neocons-to-instigate-war-on-iran.html
Was manche dahingehend werten, daß die USA bereits von der Ukraine-Unterstützung überfordert seien, von der zusätzlichen Israel-Hilfe erst recht, und daß ein Krieg gegen Iran schon gar nicht drin sei.
Eins steht fest: Militärhilfen an Israel schmälern die an die Ukraine:
Ein giftiger ukrainischer Kommentar!
https://www.handelsblatt.com/politik/international/attacken-der-hamas-usa-stellen-nothilfen-fuer-israelische-luftverteidigung-in-aussicht/29433110.html
Biden kriegt sowohl Druck aus dem konservativen Lager:
als auch aus dem eigenen woken Lager:
Einordnend:
Es gibt also weiterhin Bombenwarnungen durch die israelische Armee, die laut Ghaza-Offiziellen ignoriert werden sollen.
Netanyahu erweckt nicht den Eindruck von Rationalität:
„wreaking havoc among Hamas terrorists“ – da fragt man sich doch: wenn die Israelis so genau wissen, wo die Hamas ihre Stützpunkte hat: wieso kannten sie dann deren Pläne nicht?
Ach, diese Experten wie Gerhard Conrad: wie Deutschland in den Siebzigern läßt sich Israel nicht erpressen:
Das ist eines der weniger propagandistischen Videos, die ich aus Gaza bislang sah:
Aber wirklich überzeugend nicht in seiner Kontext- und Zeitlosigkeit. Ich bin durch zu viele fake news Videos der White Helmets in Syrien mit toten Kindern schlicht zu mißtrauisch geworden.
Und diese Eskalation seitens der Hamas wird deren Ansehen sicherlich nicht befördern: für jeden Luftschlag auf Gaza wird eine Geisel exekutiert- vor laufender Kamera:
Das ist jedenfalls die offizielle Doktrin der Hamas. Man lechzt nach Diversity innerhalb der unterschiedlichen palästinensischen Organisationen. Bislang vergeblich.
Sollten in diesen sehr unruhigen Zeiten nicht wenigstens Journalisten mehr Verantwortung an den Tag legen? Aber nein, es geht immer so weiter: noch ist nicht klar, was mit der finnischen Gas-Pipeline überhaupt geschehen ist – aber schon wird geunkt: die Russen waren es!
Daß ich das noch erleben durfte! Im Tagesspiegel wird Obama gedisst!
https://www.tagesspiegel.de/meinung/deutsche-iranpolitik-selbstzweifel-sind-angebracht-10594033.html
[Tgsp. 10.10.2023, S.3]
Das bestreitet niemand, daß die Hamas vorging wie der IS:
https://twitter.com/nexta_tv/status/1711771828262179259
Schöne Worte:
Keine Frage, daß allein dort 70 unschuldige Zivilisten jeglichen Alters ermordet wurden; aber grausige Details wie „enthauptete Babies“ kennt die Reporterin nur vom Hörensagen, und die israelische Regierung hat dieses Detail mittlerweile dementiert. Aber die Vernichtung von Hamas in einem so dicht bevölkerten Landstrich wie Gaza KANN nicht ohne erhebliche zivile Verluste abgehen, und es sieht nicht so aus, als ob Israel darauf Rücksicht nehmen wird.
Masala sieht zivile Verluste plötzlich ganz kühl:
Beim Zerstören von Hamas-verdächtigen Häusern – immerhin werden die Bewohner Minuten zuvor weiterhin gewarnt – wird jedenfalls chirurgisch präzise vorgegangen:
Moralweltmeister Deutschland nimmt es mit jedem auf: Rußland, China, Obama/Biden, Saudi-Arabien, Katar (Faesers „One Love“-Armbinde im Fußballstadion), Iran, Ungarn, Polen, Netanyahu… Weiter so! Blöderweise hat es auch in Deutschland „Jubelgesänge“ gegeben:
Huch! Die preisgekrönte ARD-Ukraine-Propagandistin Eigendorf, die sich in Butscha von den Machthabern erzählen ließ, was da vorgefallen sein soll, was dann 1:1 als Wahrheit verkündet wurde, gibt zu, daß man in Deutschland nichts zum importierten islamischen Antisemitismus sagen durfte? Während die, die es taten, Polizeischutz benötigten?
Ironie eines republikanischen US-Bloggers:
Solidaritäts-Demos für Palästina gab es weltweit:
Aber wir haben keine Journalisten, die ventilieren, woher das kommt: stattdessen haben wir Journis, die sich um das Amt des Regierungssprechers bewerben:
Man ist diesen aktivistischen affirmativen Journalismus so leid!
Am 15.9.2023 schrieb ich:
„Gern gesehen von der Regierung: unkritische Journalisten wie Stephan Lamby, dem Nähe gestattet wird, und Clown-Journalisten wie Böhmermann, der voll auf Linie liegt.
Aufmacher in der Tagesschau vom 14.9.2023 um 20 Uhr: dieser Vorgang in Thüringen, der natürlich etwas anders „eingeordnet“ wurde als es Reichelt tut:
Natürlich weiß auch die Minderheitsregierung in Thüringen nie, die auf Stimmen der Opposition angewiesen ist, um Vorhaben durchzubringen, wer aus der Opposition nun gerade zustimmen wird – öfters ist auch schon mal die AfD dabei…
Aber Reichelt als Ex-BILD-Chef ist eben vielen ein Dorn im Auge, und so fällt es der Regierung ein, zivilrechtlich gegen ihn vorzugehen – hat es sowas zuvor schon mal gegeben? Mir fällt dazu gerade nichts ein.
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/ministerin-schulze-mahnt-reichelt-ab-der-klagt-dagegen-19174591.html
Die Grenze ist wie immer fließend. Ich würde mich allerdings wundern, wenn es dem Ministerium gelungen sein sollte, Gelder unter Umgehung der Taliban ins Land zu schmuggeln. Letztlich: jede Hilfe für die Bevölkerung, die extrem erforderlich ist, wertet das Regime auf – aber dazu sollte das Entwicklungsministerium schlicht stehen in dem moralischen Dilemma, in dem es steckt. Maulkörbe für Journalisten sind jedenfalls keine Lösung. Oder ist Demokratie schon abgeschafft?“
[h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-1/#comment-101349
Jetzt hat mich eine Leserin auf das Ergebnis aufmerksam gemacht:
https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/spd-ministerin-schulze-scheitert-vor-gericht-gegen-julian-reichelt-19231746.htm
Ich halte die Entscheidung für zutreffend, aber es gibt natürlich immer noch die nächste Instanz. 😉
Man kann sich auch alternativ unterrichten:
Das sorgt jedenfalls schon einmal für Frischluft. Dagegen nun die öden ÖRR-Spekulationen:
[Thread]
Vielleicht einmal abwarten, bis es Verlautbarungen über das Treffen von Putin mit dem irakischen Ministerpräsidenten gibt? Sie sind wenig überraschend:
Demian von Osten (ARD) befindet sich auf dem Niveau des polnischen Präsidenten Duda:
Der Ex-Statthalter der Böll-Stiftung polemisiert herum:
[Thread]
Und auf diese Solidaritätsadresse von ukrainischen Soldaten kann Israel gern verzichten:
Schließlich geht es ernsthaft zur Sache: der republikanische Senator Josh Hawley wird deutlich: alle ukrainische Militärhilfe sollte nach Israel gehen:
Biden liefert bereits:
All die Propadanda-Bemühungen der Ukraine, um noch im Gespräch zu bleiben, waren also vergebens:
„Russia in Ukraine has been showing for more than 19 months that you can rape, kill civilians, kidnap them, abuse children, organize mass mutilation of the dead, and turn the temporarily occupied territories into one big torture chamber – and there are always those who say that defensive weapons can lead to escalation, that terrorists should be listened to, that you don’t have to defend your homes.“
Da wird die lachhafte ukrainische Propaganda mit der Realität der Hamas-Abschlachtungen gleichgestellt.
Der ukrainische Luftwaffenchef tutet in dasselbe Horn – mit unsagbaren Übertreibungen:
Die offizielle Stellungnahme des russischen Außenministeriums:
„We view the current large-scale escalation as another highly dangerous manifestation of the vicious cycle of violence, which is a direct consequence of the chronic non-fulfillment of the relevant UN resolutions and its Security Council and the actual blocking by the West of the work of the Middle Eastern ‚Quartet‘ of international mediators consisting of Russia, the USA, the EU, and the UN. We urge both the Palestinian and Israeli sides to immediately cease fire, refrain from violence, show necessary restraint, and, with the assistance of the international community, establish a negotiation process aimed at achieving a comprehensive, lasting, and long-awaited peace in the Middle East.“
Die russischen Stellungnahmen waren immer konsequent.
Medwedew formuliert das undiplomatischer, was der seit 2014 fungierende Berater des ukrainischen Innenministers, Geroschenko, der korrekt zitiert, so kommentiert:
Medwedew: „And the U.S. is a key player there. But instead of actively working on a Palestinian-Israeli resolution, these assholes came to us and are busily helping neo-Nazis, clashing two close nations. What can stop America’s maniacal passion to ignite conflicts everywhere on the planet? Apparently, only civil war on U.S. soil.“
Ukraine-Follower mit ihren eigenen Mythen:
Defense of Ukraine reposted:
„The world must stand united and in solidarity so that terror does not attempt to break or subjugate life anywhere and at any moment. Israel’s right to self-defense is unquestionable. All details surrounding this terrorist assault must be revealed so that the world knows and holds accountable everyone who supported and helped carry out the attack.“
Und gleich danach:
Selenskij ist echt verzweifelt um Aufmerksamkeit bemüht:
„The world wars of the past were triggered by local aggressions. We know how to counter this threat. We have already prepared the necessary steps. And our primary goal is to protect the need for maximum global unity.“
Was er damit wohl meint? Lawrow am selben Tag:
Das ist ja wohl stringenter als Selenskijs scheiternde Propaganda-Bemühung.
Was die „global unity“ angeht, so scheitert er schon in Rumänien:
Präsidentenberater Podolyak hat es am 10.10.2023 noch mal mit der Gleichsetzung der IS-Hamas-Massaker in Israel mit dem Propaganda-Fake der Ukraine, Butscha, versucht:
In der Tat.
Propaganda zählt:
Hier gibt es einen dissentierenden Thread des Journalisten Oren Ziv, der an demselben Media-Event im Kibutz Kfar Aza teilnahm wie Nicole Zedek:
Die Geschichte von kriegsrechtfertigender Propaganda ist lang – und ohne Babymorde kommt sie nicht aus:
Irgendwie muß die geplante Bodenoffensive Israels medial vorbereitet werden:
https://www.berliner-zeitung.de/news/israel-newsblog-1200-tote-in-israel-900-in-gaza-mehr-als-200-ziele-im-gazastreifen-bombardiert-li.2147993
Die NZZ am 11.10.2023:
Noch steht Hollywood zu Israel, wenn die Bilder stimmen – wenn sie nicht mehr stimmen, werden sie gelöscht:
Es gibt diesen Entlastungs-Artikel für Biden:
Aber man sieht sofort, daß es mal wieder anonyme Quellen sind, die von einem „privaten“ Telefongespräch Biden-Netanyahu wissen wollen:
https://www.nbcnews.com/politics/white-house/biden-urges-israeli-leader-minimize-civilian-casualties-war-hamas-rcna119826
Ein letzter Rettungsversuch der Dems-Presse für Joe Biden.
Weiter zur Propaganda vor Kriegen:
Auch die Menschenrechtsbeauftragte der Ukraine hatte ja behauptet, Russen vergewaltigten Babies – bis sie wegen Verbreitens von Lügen von Kiew geschasst wurde.
Nun hat Netanyahu den Vorteil von Propaganda erkannt und bestätigt Köpfungen von Babies:
Das ist gewiß gelogen und allein der wachsenden Kritik an seiner Gaza-Bombardierung geschuldet, gegen die er sich durch die Bildung einer die Opposition erfassenden Notstands-Regierung immunisiert.
Auf welche Art und Weise zweifelsfrei von Hamas gezielt getötete Babies und Kleinkinder ums Leben kamen, ist eigentlich objektiv irrelevant: Big Serge über den Sinn der „rules of war“:
Er hat echt den Überblick, was die Qualität der vom Westen eingesetzten Proxies angeht:
Der NATO-„Partner“ Türkei entzweit sich einmal mehr mit den USA:
Irgendwie komisch, da sowohl die USA als auch die Türkei illegale Besatzer Syriens sind. Frau Völkerrechtlerin Baerbock, bitte klären sie uns auf!
Das ist auch mein Standpunkt:
Michael Lüders bündelt die faktische und rechtliche Problemlage des israelischen Gegenangriffs kurz und präzise:
https://twitter.com/friiyo/status/1711960775105855550
Die israelische Armee will sich aber partout nicht an die Regeln des internationalen Kriegsrechts halten:
Was ein Bundeswehr-Prof wie Masala offenbar gutheißt:
Übrigens übliche ukrainische Kriegstaktiken, die er niemals kritisiert hat.
Wo leben wir eigentlich, wenn Julian Röpcke der einzige deutsche Wahrheits-Übermittler ist?
https://twitter.com/JulianRoepcke/status/1712180074839990387
Während die EU irgendwie an der Wahrheitsunterdrückung arbeitet, ohne konkret zu werden: aber man ahnt schon, um was es geht: um die Erhaltung des NATO-Narrativs:
Test
Leider gelingt es nicht, über dieses Wort hinaus Weiteres zu posten: bei dem ersten Absatz-Versuch friert die Möglichkeit ein. Ich versuche daher aus dem inneren Bereich diesen Test-Ballon zu ergänzen.
Zuletzt hatte ich u.a. geschrieben:
„Der Mann ist Politologe! Und weiß nichts darüber, wie dysfunktional der Politzirkus in Washington DC ist? Come on.
Die Diskussionen unter dem Masala-Tweet sind köstlich; ich greife hier mal eine ernstzunehmende heraus:“
McCarthy jubelte natürlich über die einzige Trump`sche Kriegshandlung in seiner Amtszeit: gegen einem fake Assad-Giftgasanschlag auf einen fake Giftgasproduktionsort in Syrien:
Ein Republikaner:
Merke: die Wähler sind parteiübergreifend mehrheitlich gegen weitere Ukraine-Unterstützung.“
[h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-2/#comment-101385
Die NZZ vom 4.10.2023 war schlauer als der Politologe Masala:
Die Institution „Kongreß“ ist die von US-Bürgern am meisten verachtete Institution überhaupt, noch vor den Medien. Mit Gründen!
Medick war mal im SPIEGEL für Häme gegen Trump zuständig: aber nicht einmal das kriegte er hin. Seit längerer Zeit profiliert sich der STERN mit Merz-Bashing. Amüsant, was der STERN-Chefredakteur Gregor Peter Schmitz zum Haupttitel zu sagen hat:
https://www.stern.de/politik/deutschland/gregor-peter-schmitz-ueber-den-neuen-stern-und-friedrich-merz-33877414.html
Nun ist also Merz für die Shitstorms verantwortlich? Nicht die Shitstormers? 😉
„Faktencheck“ bedeutet immer, recht behalten zu wollen und den Gegner als „Desinformanten“ zu brandmarken; in der Regel wird etwas widerlegt, was der politische Gegner nie gesagt hat. Und gegenteilige Erkenntnisse werden ignoriert. Nun habe ich den aktuellen STERN-Print noch nicht gelesen, aber der online „Factcheck“ erfüllt diese Bedingungen auf geradezu ideale Weise:
https://www.stern.de/politik/deutschland/friedrich-merz–asylbewerber-lassen-sich-zaehne-neu-machen–stimmt-das–33866704.html
Es ging Merz um VORZUGSBEHANDLUNG abgelehnter Asylbewerber, und da waren wir schon mal weiter: Sie unterliegen wie Privatpatienten nicht der Budgetierung durch die Krankenkassen:
Selbst das ZDF hat verbreitet, daß abgelehnte Asylbewerber gegenüber Kassenpatienten bevorzugt werden: deren Eigenanteil bei Zahnersatz übernimmt der Staat:
[h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-2/#comment-101383
Der STERN vernahm hochnotpeinlich den Historiker Andreas Rödder, Leiter der CDU-Grundwertekommission, der zurecht die „Brandmauer-Hysterie“ geißelte:
https://www.stern.de/politik/afd-debatte–historiker-roedder-offen-fuer-cdu-minderheitsregierungen-33837136.html
Für dieses rationale Interview wurde Rödder allseits gegeißelt, nicht zuletzt durch den STERN, allerdings auch durch CDU-Vertreter – was Konsequenzen hatte:
https://www.nzz.ch/international/streit-um-afd-roedder-wirft-bei-cdu-grundwertekommission-hin-ld.1758228
Die WaPo bemängelte am 5.10.2023:
Nunja.
Rupert Polenz ist schon seit längerer Zeit abgedreht:
Wie irrational das sog. „Debattenklima“ – ein falscher Begriff, denn die sog. „Progressiven“ setzen auf Aus- und Abgrenzung, Skandalisierung und Personalisierung – geworden ist, belegt sehr schön der temporäre Zweitwohnsitz der Woken auf Bluesky, zu dessen Installierung man eine Einladung von dort unter Übermittlung eines entsprechenden Codes benötigt. M. E. ein totgeborenes Kind wie weiland Mastodon mit seinen unverbundenen Inseln der Seligen, die sich gegenseitig blockierten.
Simone Peter traut sich zum „Kritisieren“ zurück auf Twitter:
😉
Rauhe Sitten dort, falls jemand nur einwendet, daß „konservative Stimmen“ etwas anderes seien als „rechte Propaganda“ – der Unterschied ist längst eingeebnet im allseitigen „K[r]ampf gegen Rechts“. Ich amüsiere mich zur Zeit über die Sprachverrenkungen in den deutschsprachigen Medien, für die Republikaner allesamt Rechte sind, aber die, die gegen McCarthy zu Felde gezogen sind, jetzt als „Ultra-Rechte“ bezeichnen müssen, was weit daneben ist. Man sollte sich diesen Thread über Matt Gaetz tatsächlich ansehen:
Er verlangt lediglich Revolutionäres wie demokratische Prozesse gegen den Kapitalismus, der in den USA längst alles übernommen hat.
Wie es Anna Schneider, „Chefreporterin Freiheit“ von der WELT, nach Bluesky geschafft hat, ist natürlich ein Rätsel: „Freiheit“ ist ja komplett diskreditiert worden zugunsten von Solidarität, staatlichen Eingriffen und „Verantwortung“, die sich gefälligst „deligitimierender“ Kritik am Staat enthalten möge; deren Grenzen bestimmt eine so vertrauenswürdige Institution wie der Verfassungsschutz sprich die Regierung nebst den von der Regierung finanzierten NGO und Think Tanks.
Und so erging es ihr:
https://twitter.com/a_nnaschneider/status/1709621963646181396
https://twitter.com/a_nnaschneider/status/1709647565254172674
https://twitter.com/a_nnaschneider/status/1709818392822059096
Es wird noch doller mit der reinen Lehre – denn es gibt schließlich „Mitte-Extremisten“, die mit dem „Feind“ noch reden:
https://twitter.com/mrcllsmxms/status/1709863237376737606
Aber besser als bei Mastodon erging es ihr schon:
Ein besonderes Ärgernis ist die „freiwillige“ Sprachverhunzung durch staatsnahe Institutionen wie den ÖRR und die DB AG:
„Reiseinformationen“ hätte es schließlich auch getan. Problematisch wird es dann, wenn aus der Ablehnung von Neusprech in zweifelhaften Studien auf einen „Rechtsruck“ geschlossen wird:
Heutzutage ist es spottbillig, andere als „Nazi“ zu bezeichnen, da reicht bereits eine Bezugnahme auf biologische Tatsachen:
Der Umgang mit der AfD wird durch ein weiteres Phänomen bestimmt, das als Auswuchs der rechtsstaatswidrigen „metoo“-Shitstorms betrachtet werden muß, wo der Mob Anklägerin, Richterin und Vollstreckerin ist. Und wenn die Justiz endlich zugunsten des Verfolgten einschreitet, ist dessen Existenz oft schon ruiniert. Es mißfällt mir als Ex-Oberstaatsanwältin einfach, wenn bei unklaren Sachverhalten bereits der Daumen gesenkt wird – kann man nicht einfach abwarten, bis man mehr weiß?
Aber natürlich war die Sachlage sofort klar: Wahlkampfmanöver! Und Satire wird immer billiger, Arm in Arm mit dem Verfassungsschutz – wer hätte einen solchen Schulterschluß vor 10 Jahren jemals vermutet, als die Titanic noch subversiv war: vor der Insolvenz hat sie freilich nur der staatstragende Jan Böhmermann gerettet, der für zahlende Abonnenten warb:
Ich kenne keine Äußerung von Chrupalla, die irgendwie nazi-mäßig gewesen wären. Aber vielleicht bin ich da nur ununterrichtet.
Es ist nicht einmal Wahlkampf in Thüringen, und überall außerhalb von Thüringen schmiert die Linke ab (selbstredend in Bayern und Hessen).
Haßrede der Anständigen ist freilich gesellschaftlich anerkannt – da ruft niemand nach Zensur:
Jörg Kachelmann als Opfer einer eiskalten Falschbeschuldigerin hat jeden Grund, Vorverurteilungen entgegenzutreten. Und so läßt er diese Frage auch offen. Seine Äußerung zu Chrupalla ist dennoch grenzwertig:
https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2023/gefahr-alice-weidel-mallorca/
Es ist nicht unwahrscheinlich, daß Chrupalla lediglich aufgrund von Wahlkampfstreß zusammenbrach. Aber rechtfertigt das die „Haß und Hetze“-Reaktionen?
NZZ, 5.10.2023:
Ja, das steht wirklich nur in der NZZ! 😉
Mir macht Sorge, daß die AfD allzu viele Gerichtsprozesse gewinnt und damit den Umgang staatlicher Institutionen mit ihr als rechtsstaatswidrig anprangern kann.
Das Geschehen in den social media ist freilich nur ein Reflex auf das Geschehen in den Leitmedien. Überraschenderweise habe ich eine knackige Zusammenfassung dieser Katastrophe in einem Interview der ZEIT mit dem Chef des Ostberliner Fußballvereins Union Berlin gefunden:
https://www.zeit.de/2023/41/dirk-zingler-fc-union-berlin/komplettansicht
Wow!
Über West-Narrative in Kriegszeiten gibt es dieses Buch:
Und diese Rezension dazu:
https://www.jungewelt.de/artikel/460235.debatte-%C3%BCber-ukraine-krieg-nicht-im-chor.html
Nicht immer ist die Berliner Zeitung kritisch; hier verfährt sie nach dem Prinzip: „Viel zu oft finden Positionen ihre Experten und Quellen und nicht andersrum.„. Oder vielleicht hat sie nur noch nicht mitbekommen, daß „Osteuropa-Experte“ mittlerweile ein Synonym für „Rußlandhasser“ geworden ist:
https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/slowakei-das-spiel-mit-der-ukraine-ist-verachtenswert-und-koennte-putin-den-sieg-bringen-li.1405546
Es ist offensichtlich, daß diese polemischen Äußerungen nichts mit Wissenschaft zu tun haben. Der US-Rußland-Krieg mittels der Proxy-Ukraine seit 2014 war von Anfang an ein verlorenes Unterfangen, und hat nichts damit zu tun, daß die Slowakei im September 2023 „populistisch“ wurde.
Die ZEIT verbreitet weiterhin Durchhalteparolen, so auf S.1 der Printausgabe vom 5.10.2023:
https://www.zeit.de/2023/42/ukraine-unterstuetzung-krieg-westen-waffenlieferungen
Joe Biden als Leader des Westens? Wie realistisch ist das denn?
Man kann das Gestammel zwar kaum verstehen, aber ich höre heraus, daß zur Zeit eine Ukrainehilfe nicht drin ist. Daß die Ukraine verliert, ist für Wefing wohl irrelevant, wie auch auf „das Sterben“ und das „Schlachten“ nicht näher eingegangen wird: es sind schließlich nur Ukrainer, die geopfert werden.
Daß die Ukraine (und damit der Westen) verliert, wird ausgeblendet:
https://www.tagesspiegel.de/internationales/ukraine-brauche-mehr-kriegsmaterial-militar-experte-halt-ukrainischer-teilerfolge-fur-uberschatzt-von-der-eu-10549426.html
Dumm bloß, daß der Westen keine Militärhilfe mehr leisten kann. Was die Sachlaqge angeht: selbst BILD plakatiert sie:
„Zwischenbilanz“ ist gut.
Rußland entwickelt seine Waffentechnik und rückt vor:
Der Haß gegenüber Elon Musk beruht darauf, daß er mehr auf Wahrheit Wert legt als auf Westpropaganda, die gerade ihre große Niederlage erlebt:
In der Tat:
„Ukraine’s problem is men & materiel.“
Insbesondere hat die Ukraine keine Soldaten mehr. Seit Februar 2023 schon gibt es mehr zwangsgezogene Zvilisten als ausgebildete Soldaten. Und die, die jetzt trainiert werden, werden z.T. schon vernichtet, bevor sie ins Kriegsgebiet gelangen – dank verbesserter Waffentechnologie der Russen; hier das Tornado-S-Artillerie System:
Es werden durch Flieger FABs eingesetzt, präzise Gleitbomben:
Hinzu kommen ständige Geran-2-Drohnenschläge auf die Donau-Hafenstrukturen:
Vereinzelt wärmt sich der Westen an Nachrichten wie diesen:
NZZ, 5.10.2023:
Nur, was das zu bedeuten hat, wird unterschlagen:
Nämlich gar nichts.
Und so ergeht es den aus geopolitischen Gründen geopferten Ukrainern an der Front:
RT berichtete, daß diese Gefangenen darauf bestanden, nicht in die Ukraine ausgetauscht zu werden, sondern in Rußland bleiben zu dürfen. Was verständlich ist.
Aus Putins Interview in Valdai:
Das ist alles sehr rational und faktenorientiert. Glücklicherweise tickt Scholz genauso:
https://www.tagesspiegel.de/politik/kanzler-schickt-patriots-aber-vorerst-keine-taurus-scholz-ukrainepolitik-verargert-grune-und-liberale-10577980.html
Selbst wenn der symbolische Schlag gelänge, würde das am Kriegsverlauf nichts ändern.
Gähn.
Während Selenskij beim EU-Gipfel in Spanien weilte, ereignete sich dieser schreckliche Vorfall in Groza, 17 Meilen westlich von Kupjansk, das bereits teilweise evakuiert wurde; er wurde durch die Ukraine maximal instrumentalisiert und wie üblich, als russischer Terrorakt ausgegeben:
https://twitter.com/rustem_umerov/status/1709932954825486565
Seit der letzten einschlägigen Propaganda-Lüge vom 6.9.2023 (Konstantinowka/Kostyantyniwka) ist das Mißtrauen allerdings groß:
https://twitter.com/vicktop55/status/1710014588454830380
(Mit speziellem anti-Olaf Scholz-Meme, der keine Taurus liefern will).
Baerbock hat ihren falschen Tweet zu #Kostyantynivka übrigens nicht entfernt:
Auf Nachfrage gab es nur ein Herumdrucksen:
https://fromrussiawithlove.rtde.live/international/131481-liveticker-ukraine-krieg/
Das AA steht unter Ideologieverdacht – einschließlich des Umschreibens der Geschichte des 2. Weltkriegs:
Und ist für eine schnelle Aufnahme der Ukraine in die EU; glücklicherweise bremst nicht nur Scholz:
Und schon ist der nächste gewalttätige Konflikt da, in dem sich zu positionieren jedenfalls die „Progressiven“ Probleme haben werden, die sich ans Netanyahu- und Israel-Bashing schon gewöhnt hatten:
die Tagesschau wollte wohl neutral sein:
Der gern vom ÖRR genommene „Terror-Experte“ Peter R. Neumann bleibt merkwürdig flach:
Der ARD-Mitarbeiter Malcolm Ohanwe bleibt bei seiner Israel-Kritik;
Richtig schwierig wird es für die Dems in den USA, die Netanyahu brüsk die kalte Schulter gezeigt hatten:
Und so hängt Alles mit Allem zusammen: die Ukraine-Unterstützung aus einem US-Waffendepot in Israel und der letzte Deal mit Iran zur Gefangenen-Befreiung:
What a mess!
Weiter zum ÖRR in Deutschland, der sich woke Antirassismus-Experten wie Ohanwe leistet:
Immerhin distanziert sich Arte von ihm:
Er war wohl nur freier Mitarbeiter dort. Ähnlich wie beim BR, der immerhin auch die Reißleine zog?
Man ist eben woke beim ÖRR. Besonders kreativ beim Lindner-Bashing kurz vor Wahlen in zwei Bundesländern:
Hier gibt es eine vergnügliche Nacherzählung dieses alle Klischees bedienenden LGBTQ-Werbefilmchens:
Im übrigen komplett überholt, denn aktuell sind es zu 80 bis 90 % Mädchen, die angeblich „meinen“, Jungs zu sein. Aber das läßt sich nicht so hübsch bebildern.
Die Kritik am ÖRR nimmt nicht ab, im Gegenteil:
Das läßt sich nicht mehr nachvollziehen, weil die Tagesschau keine transparenten Clicker mit Zeitmarken führt: aber daß sie lahmarschig ist, versteht sich von selbst.
Ich weiß so ziemlich genau, wer zähneknirschend diese face-to-face begangenen Morde der Hamas an israelischen Zivilisten zur Kenntnis nimmt: Selenskij, dessen letzte Propaganda-Lüge über einen russischen Luftschlag gegen Zivilisten bei Kupjansk nicht einmal mehr Reaktionen im Westen hervorrief.
Mareile ist zu doof, um zu wissen, daß die AfD ein starker Israel-Unterstützer ist:
Abbas, der seit gefühlt ewig die Autonomiebehörde ohne demokratische Legitimierung führt, hat den Terror nicht verurteilt. Im Gegenteil.
All das spielt sich auch in Deutschland ab:
Und nun wird es richtig bunt: ein schwuler pro-Israel Türke und eine Jesidin, beide in Deutschland lebend, verbünden sich gegen in Deutschland lebende Palästinenser:
Wenigstens eine starke Stimme von den Grünen (wofür Özdemir wohl bald Polizeischutz braucht, soweit sind wir schon gekommen):
Die SZ hat den Tweet gelöscht.
Den hinter Bezahlschranken versteckten Kommentar gibt es aber noch:
https://www.salonkolumnisten.com/die-sz-unterbietet-sich-selbst/
Die SZ ist daher eher woke als antisemitisch. Im übrigen befeuert sie den Ukrainekrieg und promotet LBGTQ – das gehört offenbar zusammen.
Utlu: „Kein Jude würde es aus welchen Grund auch immer, zulassen, dass ein anderer Jude verletzt wird. Keiner!“
kriegt zu hören:
Daß sich jetzt auch Linke hinter Netanyahu stellen werden, liegt allein in der grauenhaften Natur der Sache:
Palästinenser sind offenbar ebenso politikunfähig wie Kurden im Irak, Iran, Syrien und der Türkei. Durch Terror gewinnt man keine Autonomie, und durch Anschluß an die USA schon gar nicht (Iran und Syrien).
Linke in Deutschland löschen: hier Tilo Jung:
[Thread]
In all der Emotionaltät tut ein Michael Lüders gut:
Dem Leader of the West ist freilich nichts mehr zuzutrauen:
Seiner ständig giggelnden Stellvertreterin, die in einer Paralell-Welt auftritt, allerdings auch nichts:
Blinken beschränkte sich auf das Minimum:
Zum Vergleich: „Völkerrechtlerin“ Baerbock betonte „das völkerrechtlich verbriefte Recht, sich gegen Terror zu verteidigen.“ Allerdings ist sie wenig glaubhaft, weil das für ethnische Russen im Donbass nicht gilt, für die Rußland gemäß dem westlichen „responsibility to protect“-Recht eintritt, und überhaupt:
Faeser hat dieselben Glaubwürdigkeitsprobleme:
Bidens Handler entschieden sich in Abkehr ihrer bisherigen anti-Israel-Politik für ein all-in pro Israel:
Viele Stunden später hatten sie ihn soweit fitgespritzt, daß er 12 Sekunden Ablesen vom Teleprompter schaffte – wer weiß, wie viele Versuche zuvor fehlgingen:
Das wird die „Progressiven“ in seiner Partei gegen ihn aufbringen. Und überhaupt ist das Schall und Rauch, weil er Israel wegen der Ukraine-Militärilfen nicht auch noch bedienen kann, zumal ja schon Taiwan aufgerüstet wird.
Zum Vergleich: sehr früh Orban:
Der heuchlerische US-Imperialismus ist schlicht nicht mehr zu ertragen:
Natürlich kommt auch er mit heftiger Unterstützung von LGBTQ einher:
LGB (Lesbians, Gay, Bisexual) werden sich wohl bald von dieser Bewegung abtrennen: die Vertreter abweichender sexueller Orientierungen sind zunehmend genervt von den Angriffen der Trans- und Queer-Community:
Navratilova als „männliche“ Lesbe („butch“) ist natürlich abgestoßen von den Forderungen der Queeren, sie möge doch auch Transfrauen mit Penis als „lesbische“ Partnerin in ihre sexuelle Orientierung integrieren. Für Lesben ein Unding, sie lieben Frauen.
„Männlich“ konnotierte Lesben sind natürlich echte Frauen…
Die politischen Meinungen der Biden-Picks sind noch viel schlimmer als ihre Queerness; gut nur, daß die Innenministerin Deb Haaland, die ja auch nur aus Diversity-Gründen in ihr Amt kam (sie ist Indigene), überhaupt nicht für Law and Order zuständig ist, sondern nur für Verwaltung des staatlichen Grundbesitzes, also auch der Reservate der Indigenen. Da Biden klimamäßig zurückrudert, ist Haaland auch nur noch eine tragische Symbolfigur.
Die USA machen sich lächerlich – und „spielen Rußland und dem konservativen Osteuropa in die Hände“, wie es so schön in der Westpropaganda heißt, wenn Abweichler vom Mainstream Putin oder wahlweise der AfD „in die Hände spielen“:
Hierzu:
„„Seenotrettung“? Hm.
Ich weiß nicht, aus welchem Jahr diese Schiffsverfolgung vor der libyschen Küste stammt:“
[h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-2/#comment-101380
kann ich nun präzisieren: sie stammt aus den Jahren 2016-2017, eher 2016, und ist Ergebnis italienischer Ermittlungen.
https://www.focus.de/panorama/welt/focus-online-exklusiv-die-schlepper-akten-helfer-kapitaen-spricht-ganz-offen-ueber-illegale_id_216487758.html
Dort gibt es noch viel mehr beweisträchtige Einzelheiten, die belegen, daß es nicht um Seenotrettung geht, sondern um moralischen Überlegenheitsgestus; wie aus der Verteidigung einer deutschen NGO ersichtlich:
Man wünscht ihr einen versierten strafrechtlichen Verteidiger. Aber diesen Sound kennen wir schon von den Straftätern der „Letzten Generation“.
Der SPIEGEL positioniert sich wie üblich:
Von „Verschwörungsmythen“ ist im Artikel keine Rede:
https://www.spiegel.de/ausland/elon-musk-verbreitet-verschwoerungsmythen-zu-deutschen-seenotrettern-das-auswaertige-amt-reagiert-a-007ade80-538c-4815-b852-4b3f32bca8d5
Was ein Migrationsforscher – üblicherweise sind sie gegenüber Migration positiv eingestellt – so an Zahlen liefert, sollte kritisch stimmen. Der Schwurbel-Absatz am Ende des Artikels stimmt mißtrauisch: es wird auf einen Abo-Artikel von Juni 2023 verwiesen:
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/annalena-baerbock-in-der-kritik-auswaertiges-amt-blockiert-millionenhilfe-fuer-zivile-seenotretter-a-a4797f76-524c-4a7c-bcb1-d59dfaa9939a
Offenbar gab es noch ein paar Diplomaten im AA. Das ist jetzt wohl vorbei:
Ach, der unabhängige SPIEGEL:
Vom Haß auf Elon Musk hierzulande hatte ich im obigen Beitrag ja schon berichtet:
😉
„Tatsächlich ist die bloße Frage berechtigt, und ich beantworte sie so: nö, das blieb ziemlich im Verborgenen, daß die Bundesregierung angeblich „private“ Seenotrettungs-„NGO“ finanziell unterstützt. Darauf zielte Musks Frage ab, der sicherlich keine Ahnung hat, wer oder was die AfD ist, die RadioGenoa offensichtlich unterstützt.
Der grüne Nachwuchs darf nicht fehlen und fordert typischerweise ein Meinungsfreiheits-Verbot für Kapitalisten:“
Der Mehrheitsmeinungs-STERN deckt zeitgleich „investigativ“ auf, wie übel Musk angeblich in Brandenburg agiere:
https://www.stern.de/wirtschaft/tesla–heikler-wasser-fall-in-brandenburg—mindestens-26-umwelt-havarien-33864626.html
Ich habe diesen heiße-Luft-Artikel gelesen – Bähler steht wegen unbegründeter Panikmache vor der Abwahl, „Havarien“ werden lediglich behauptet, die Arbeitsunfälle sind angesichts von 11.000 Mitarbeitern zu vernachlässigen, zumal einerseits gesagt wird, daß die Konkurrenz ihre eigenen Arbeitsunfälle verschweige, andererseits Gewerkschaftler behaupten, bei Mercedes & Co gäbe es weniger als bei Tesla.
Es ist ein klassisches Hit-Piece.
Die typischen Zeugen:
https://www.stern.de/wirtschaft/tesla-gigafactory–schwere-verstoesse—wie-kann-das-in-deutschland-moeglich-sein—33861410.html
Ansonsten bricht sich der Haß freie Bahn:
(Von Masala repostet)
Soviel zur Meinungsfreiheit im hehren Westen! Wo „Haß und Hetze“ logo nur von Rechts kommt.
Gestern versagte die Kommentarfunktion – nun scheint sie wieder zu funktionieren.
Die NAFO-Trolls – organisierte Freunde der NATO – schlugen richtig zu:
Dabei waren Musks Beiträge aufklärend im besten Sinne:
Nix Genaues weiß man hierüber nicht: bislang hatten noch existierende DIPLOMATEN im AA eine Auszahlung wohl noch verhindert. Hier sollte investgativer Journalismus ansetzen.
Woke STERN-Kolumnistin gegen CDU-Politiker in wohlabgewogenem Ton:
Ein Kritiker vom anti BILDBlog:
Mastodon war keine Alternative: eine zersplitterte Blasenbildung ohne Wirkung. Nun gibt es BlueSky:
Nach ersten Erkenntnissen auch wieder nur eine widerspruchsfreie Blase von „Progressiven“, dazu ohne Video-Einbindung.
SPIEGEL gegen FAZ:
Aus aktuellem Anlaß: der frischgebackene Medizin-Nobelpreisträger Drew Weissman, ein mRRNA-Forscher, hat vor den Risiken einer Benutzung seiner Erkenntnisse für die Entwicklung von Impfungen 2018 explizit gewarnt: alle diese Risiken haben sich bewahrheitet, weil BionTech/Pfizer mehr an wirtschaftlichem Erfolg als an Risiko-Forschung interessiert waren:
Unglaublich aber wahr: ein rechtlicher Faktencheck beim ZDF, der Merz recht gibt: selbst abgelehnte Asylbewerber werden bei Zahnarztbehandlungen gegenüber Kassenpatienten bevorteilt: den Eigenanteil zahlt der Staat; überhaupt geht es nirgendwo so großzügig in der EU zu wie bei uns:
„Haß und Hetze“ auch bei der DB, die von Storch in die Wüste schickt:
Wohltemperierte Kritik an einer WELT-Journalistin:
Und der Führer des „Freien Westens“, der selbst Deutschland erpreßt? Er verfällt von Tag zu Tag in zunehmender Geschwindigkeit (ich hatte ja mal prophezeit, daß Bidens Zustand spätestens Ende 2023 nicht mehr zu kaschieren sein wird, während bis dahin ungewählte Bürokraten das Sagen haben werden):
Weil der Westen in seiner Doppelmoral auf moralischer Überlegenheit besteht, geht die von Blinken angestoßene Geschichtsumschreibung weiter (was nach dem Kanada-Eklat mit der Feier des Waffen-SS-Manns Hunka ja absolut erforderlich war):
Das verwundert ein wenig, denn zu SPRINGERS Glaubensbekenntnis gehört die Verurteilung des Holocausts und das Bekenntnis zu Israel. Politico priorisiert dagegen die anti-Russia-Propaganda, und dieser Zielkonflikt ist nicht zu lösen. Denn wie die Ukraine beschaffen ist – Selenskij benennt eine ukrainische Einheit nach dem „OUN founder and leader Konovalets“:
– liegt ja vor allen Dingen daran, wen die USA bei ihrem gewaltsamen Regierungssturz beim Maidan 2014/2015 benutzte: nämlich Nazis.
Immerhin weicht die Ukraine-Propaganda der Medien, weil es anders nun nicht mehr geht, will man die Realität nicht gänzlich ausblenden, langsam auf:
https://www.focus.de/politik/ausland/selenskyj-hat-an-anziehungskraft-verloren_id_213233292.html
Das ist überhaupt nicht denkbar. Punkt und Schluß.
Hinweise zu den geopferten ukrainischen „Soldaten“, die wohl bei 500.000 liegen dürften:
https://twitter.com/ma000111/status/1700031247672643610
Der Schnitt von 40 Jahren wird sich noch erhöhen nach dem neuesten ukrainischen Beschluß, der Einziehungen noch bis zum Alter von 70 vorsieht:
Die Jungen sind längst entflohen, aber West-Propagandisten fordern deren Rückführung in die Ukraine:
Was die Westwaffen angeht: die werden im großen Stil hinter den Linien zerstört, bevor sie benutzt werden können:
Nicht alle Iskander-Angriffe gelingen:
Und oft genug liefert der Westen Schrott: pakistanische [!] Munition, die US-M777 Mörser zerstört:
Und selbst beim Vorzeigeprojekt rund um Robotyne gibt es Niederlagen der Ukraine:
Julian Röpcke faßt eine ukrainische Analyse zusammen:
„Aussicht auf einen langen Krieg jenseits von 2024“ Das war noch die Sicht von DeepState Maps. Danach folgt seine eigene:
„Und das Ganze vor dem Hintergrund zurückgehenden oder zumindest stagnierenden westlichen Supports. Slowakei dürfte bald wegbrechen, auch in Polen droht eine Koalition unter Beteiligung einer prorussischen Partei, Aufstieg der AfD in Deutschland (vom Zeitenblender nicht zu sprechen), die Wahlen in den USA im nächsten Jahr mit offenem Ausgang usw. Alles in allem düstere Aussichten für die staatliche Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine. Und nein! Leider sind auch „Verhandlungen“ keine Option. Nicht nur, weil Moskau überhaupt keine Verhandlungen anbietet, sondern, weil sie in der aktuellen Situation aus einer Position der Schwäche geführt werden müssten und so allenfalls ein Einfrieren der Front zur Folge hätten bzw. ein Sprungbrett für weitere russische Offensiven schaffen würden. Was bleibt also? Ich befürchte, Weitermachen ist die einzige Option. Trotz allen Blutvergießens. Hoffen auf modernere und effektiver westliche Waffen (ATACMS und F-16 kommen) und hoffen, dass weitere Tausende tote Russen und ukrainische Schläge tief im Feindesland in Russland selbst zu neuen überraschenden Dynamiken führen, Stichwort Söldneraufstand.“
Der „Söldneraufstand“ war ja unglaublich effektiv. Wunderwaffen gibt es nicht, und was sind „Tausende tote Russen“ gegen hundertausende tote Ukrainer? Aus Röpcke spricht die pure Verzweiflung. Genauso ergeht es seinem BILD-Kollegen Ronzheimer – beide sind über jeden Zweifel erhaben, Rußlands 5. Kolonne zu sein:
„Die Ukraine braucht dringend mehr gut ausgebildete Soldaten, denn die Opferzahlen bleiben hoch.“
Der ukrainische Berater des Innenministeriums pflichtt ihm bei – die „Gegenoffensive“ hätte niemals stattfinden dürfen: mangels Soldaten und wegen fehlender Luftunterstützung:
Eine ukrainische Parlamentsabgeordnete gibt das Scheitern zu – nicht ohne frech zu werden:
O Wunder! Selbst Masala wird realistisch:
Ein melancholischer Rückblick auf die „Gegenoffensive“:
Diese Realität kann nur noch die wiederinstallierte US-Transfrau Sarah Ashton-Cirillo im Propaganda-Team der ukrainischen territorialen Verteidigung bekämpfen:
Besser als unsere Propagandisten kann sie allerdings kaum sein:
„Schwirbelschwurbel Agnes wird es natürlich umdeuten, dass mit „besiegen“ eine starke/siegreiche Position am Verhandlungstisch gemeint war, die nur militärisch erreichbar ist.“ So ist es!
Was Masala gerne aufgreift, obwohl nicht einmal mehr eine Verhandlungspositions-Verbesserung drin ist: sein Lieblingsgegner ist nun einmal Richard David Precht, der ihm leider in allen Belangen überlegen ist:
https://www.focus.de/kultur/kino_tv/im-podcast-mit-precht-lanz-berichtet-von-ukraine-reise-die-lachen-dich-aus_id_215067728.html
Die ukrainische Bevölkerung, mit der Lanz in Kontakt kam, ist offensichtlich von ukrainischer Propanda gehirngewaschen. Precht steht zurecht der Mund offen:
https://twitter.com/narrative_hole/status/1708943643006927016
Die vom Selenskij-Regime geopferten „Soldaten“ nehmen den Ausweg, der ihnen bleibt: entgegen den rechten Milizen, die verweigernde ukrainische Soldaten abknallen, und entgegen der ukrainischen Propaganda, wonach Russen sich ergebende ukrainische Soldaten entweder erschießen oder in Gefangenschaft mißhandeln (was die Ukrainer tun und nicht die Russen), ergeben sie sich in Massen:
Die ZEIT war sich nicht zu schade, den Russenhasser und dennoch mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichneten ukrainischen Rocker Serhij Zhadan zu promoten, der prompt vom „Genozid“ faselte:
Dabei gibt es davon keine Spur:
https://twitter.com/Vuk02577707/status/1704756482988806379
Deutsche eskalierende Sicherheitsexperten gemeinsam mit dem SPIEGEL unter sich:
Tatsächlich war das Außenministertreffen der EU in Kiew ein Schlag ins Wasser:
Ab sofort beschäftigen sich die USA eh nur noch mit den USA:
https://www.handelsblatt.com/politik/international/usa-historisches-votum-mccarthy-von-us-repraesentantenhaus-abgesetzt-will-nicht-erneut-antreten/29425406.html
Nur acht haben sich aus der Deckung getraut – dabei war die Unzufriedenheit mit McCarthy groß. Angesichts dieser Sensation gehen natürlich weitere, für die Dems betrübliche, Nachrichten unter:
https://www.nzz.ch/international/untitleu-die-unterstuetzung-fuer-die-ukraine-broeckelted-ld.1758908
Man muß sich für unsere Außenministerin langsam wirklich schämen: realitätsfern – denn eine EU-Erweiterungs-Initiative hinsichtlich der Ukraine ist ebensowenig wie eine ukrainische Eroberung von Lugansk in Sicht – wer brieft diese Ministerin eigentlich?:
Niemand in Lugansk will von der Ukraine „befreit“ sprich wegen Kollaboration strafverfolgt werden:
https://twitter.com/Jabsky07/status/1708805331902750844
Nirgendwo gibt es Anzeichen dafür, daß die Ukraine irgendetwas „befreien“ könnte, was nicht durch ihre Angriffe komplett zerstörte irrelevante Ortschaften wären, wobei sie bei ihrer „Gegenoffensive“ weniger „eroberte“ als die Russen, was selbst die NYT bestätigte:
https://twitter.com/JS1ZL/status/1708854476579213509
Es gibt auch üblere Interpretationen des inkompetenten Auftritts unserer „Chefdiplomatin“:
Der polnische Außenminister blieb wegen Corona fern? Eher nicht:
Der schwedische Außenminister erschien ebenfalls nicht – er hatte angeblich seinen Paß vergessen:
Ungarns Hartleibigkeit zahlte sich aus:
Was allerdings nichts nützt. Das Ukraine-Unterstützungs-System des Westens bricht eh mangels Masse zusammen:
Unabhängig von den Pentago-Warnungen setzt das WH auf antirussische Durchhalte-Propaganda:
„I wonder if there are any rational individuals remaining in the White House?“
Das frage ich mich auch.
Eine interessante Analyse zu der anti-Elon-Musk-Kampagne:
Der Mann ist Politologe! Und weiß nichts darüber, wie dysfunktional der Politzirkus in Washington DC ist? Come on.
Die Diskussionen unter dem Masala-Tweet sind köstlich; ich greife hier mal eine ernstzunehmende heraus:
McCarthy jubelte natürlich über die einzige Trump`sche Kriegshandlung in seiner Amtseit: gegen einem fake Assad-Giftgasanschlag auf einen fake Giftgasproduktionsort in Syrien:
Ein Republikaner:
Merke: die Wähler sind parteiübergreifend mehrheitlich gegen weitere Ukraine-Unterstützung.
Ich dachte bislang, daß der Speaker Parlamentsmitglied sein müßte. Wieder was dazugelernt, und das durch NBC. 😉
„Undoubtedly, there is reason for pride, as the choice was between addressing numerous internal problems in the United States and continuing to support the neo-Nazis. However, it’s worth noting that there are only two months‘ worth of funds left.“
Nun ja, 5,2 Milliarden aus der letzten Bewilligung gibt es noch. Kiew benötigt allerdings 5 Milliarden pro Monat allein für die schlichten Verwaltungskosten wie die Bezahlung der Staatsbediensteten etc. (ohne Militärausgaben). Und überhaupt: es sind schlicht keine Waffen/Munition mehr da, die der Westen liefern könnte.
Die Korruption in der Ukraine ist für die USA wichtiger als es scheint:
Den Artikel hätte man doch besser mit Hunter Biden-Fotos bebildern sollen.
Das linke Portal „The Nation“ illustriert das Thema so:
Den Kommentar muß man ignorieren, denn es geht um den 21.9.2023, und nicht um einen Auftritt Selenskijs im Jahr 2022.
Lord Bebo nimmt sich der Beweislage zum Vorwurf eines über 1-Millionen-Cartier-Schmuck-Einkaufs durc h Selenska an:
Nun hat die seit 2 Wochen bei Cartier tätige Praktikantin ja erklärt, daß Selenska ihre nicht vorhandenen Verkaufskünste schrill abgelehnt habe, und so wird ihre Chefin Lisa Yang den angeblichen Verkauf getätigt haben. Und Lisa Yang gibt es wirklich:
Die Story ließe sich sehr leicht widerlegen. Allerdings ist „The Nation“ seriös. Ich warte daher ab.
„Diamonds are a girl`s best friend“?
Das widerlegt Selenska in Kanada am 21.9.2023 deutlich:
Putin-Experten wie Hillary Clinton verspritzen ihr altbekanntes Gift:
😉
Der Zynismus des Westens, was seine Kriege angeht:
Selenskij paßt da perfekt hinein:
„Days after Armenians were ethnically cleansed from Karabakh“ ist natürlich komplett falsch, aber so ist der moralische westliche Überschwang nun mal beschaffen. Während an den Geschäften mit Aserbeidschan festgehalten wird.
Langsam sickert die russische Überlegenheit in der Ukraine durch:
https://twitter.com/SmartUACat/status/1709668771843948948
Dagegen setzt die Ukraine, jedenfalls der Militärgeheimdienst, auf verlustreiche PR-Stunts, die weder vom Verteidigungsministerium noch von Military Land verbreitet wurden:
Da möchte ich doch die relevanteren Teile hervorheben:
„First, at around 20.25, the crew of the Russian Pantsir-S1 air defense missile system shot down one Neptune missile on approach to Cape Tarkhankut. And just half an hour later, Russian units shot down another Ukrainian anti-ship missile (not a drone) in Inzhenernaya Balka in Sevastopol. The wreckage of the Neptune damaged several civilian vehicles. At that moment, there was an American RQ-4B UAV in the air, which was monitoring the results of the AFU’ strikes on Crimea, and the target of the missiles, judging by the areas of their destruction, were air defense position areas.“
Das Ende des PR-Stunts wird so beschrieben:
„Russian border guards discovered four surface objects near Cape Priboyny around 01.22. As a result of the ensuing shooting battle, at least one saboteur was eliminated. To strike the group of boats and jet skis, a Su-30SM aircraft of the Black Sea Fleet’s naval aviation was taken into the air to attack the retreating enemy units. There is currently no exact data on the targets hit. However, out of four boats, at least two reached the Tendrovskaya Spit and the gas production facility and requested evacuation.“
Mehr dazu:
Ich habe diese Episode so detailliert ausgebreitet, weil wirklich nicht mehr verständlich ist, aus welchen PR-Gründen die Ukraine sogar Spezialkräfte opfert.
Es gibt noch Leute, die an game changing Waffen glauben:
Ganz abgesehen davon, daß auf der Kertschbrücke keine Waffentransporte stattfinden. Der wahre Grund dürfte vielmehr sein, daß Deutschland bei der Programmierung der Ziele nicht mitwirken will – recht so!
Das sind Rückzugsgefechte von Mainstream-Media-Vertretern, die von Anfang an falsch gelegen haben; bald wird es so lauten:
Wenigstens eines der Gerontokratie-Probleme in der Politkaste der USA hat sein natürliches Ende gefunden:
Wer weiß, wer da für sie den Knopf gedrückt hat.
Die WaPo am 29.9.2023:
„Centrist“? Sie war ein Kriegsfalke, aber dem Democrats-Organ WaPo fällt nur ein, sie als Emanzipations-Vorbild zu rühmen, wenn sie auch am Ende komplett dement war und sich denoch an den Posten klammerte.
„Assad must go!“ war ihr vergeblicher Schlachtruf:
Seit 2014 griffen die USA nicht nur über von ihnen finanzierte islamistische Gruppen ein, um den regime change zu schaffen, sondern bombten im Land herum, angeblich, um den IS zu bekämpfen, und besetzten schließlich völkerrechtlich Syrien. Da sitzen sie noch heute und stehlen syrisches Öl:
Trump wollte die US-Truppen abziehen – aber das Militär ignorierte diese Forderung und zog sich nur aus dem Norden zurück, wo jetzt die illegal okkupierende Türkei das Sagen hat.
Der #Aufschrei unsererer moralisch-feministischen Völkerrechts-Außenministerin blieb bis zum heutigen Tage aus.
Der Ex-UN-Waffeninspekteur Scott Ritter, der schon früh (seit 2001) erklärt hatte, daß der Irak über keine Massenvernichtungsmittel verfüge, widmet Feinstein einen speziellen Nachruf:
„Eventually she confronted me — “Your position is causing us some difficulty. You are making the US look bad in the eyes of the world.” I replied that my analysis and the underlying facts were rock solid, something she agreed with. I said that while I knew she couldn’t reveal sensitive intelligence, if she could look me in the eye and say she has seen unequivocal proof that Iraq retained WMD, I’d shut up and go away. She looked at her retinue, and then me. “I have seen no such intelligence,” she replied. She thanked me for the briefing, and said it provided her with “food for thought.”
On October 11, 2002, Senator Feinstein voted in favor of the resolution authorizing war with Iraq. Later, she said she had been misled by the Bush administration and bad intelligence. I will forever know Senator Feinstein as someone who had been empowered by the truth, and lacked the moral courage to act on it. The blood of thousands of Americans and hundreds of thousands of Iraqis stains her soul.“
Es hätte nun wirklich keines „Mutes“ bedurft, sich als Democrat gegen die republikanische Regierung zu stellen. Es sei denn, daß Rüstungsfirmen eben auch die Democrats finanzieren.
Die deutsche Regierung kneift, wo immer sie kann; hier hatte ich die Jahrestags-Reaktionen zu dem Terrorakt auf die NS-Pipelines referiert:
[h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-2/#comment-101375
Was irgendwie verwundert, denn anti-Rußland-Zeitungsartikel sind ja Grundlage der deutschen Politik.
Zuletzt hatte ich ausführlich über den Nazi-Skandal in Kanada berichtet:
„Der mittlerweile zurückgetretene kanadische Parlamentspräsident sagt doch klar und deutlich, daß es sich bei dem 98-jährigen Yaroslaw Hunka um einen WWII-Veteranen handelt, der gegen Rußland zu Felde gezogen sei. Ist Geschichte derartig formbar, daß ausgeblendet wird, daß im 2. Weltkrieg ukrainische Nazi-Formationen wie die SS Galicia Division, der Hunka angehörte, am Holocaust und der Ermordung von Polen, Ungarn und weiteren Minderheiten beteiligt waren?
Nun hat sich Trudeau entschuldigt – auch gegenüber Selenskij, den er in eine unmögliche Position gebracht habe. Hä? In der Ukraine werden Bandera und die Galicia Division gefeiert: das ist Staatsdoktrin:“
[…]
[h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-2/#comment-101376
Dazu möchte sich die Bundesregierung nicht äußern:
https://www.jungewelt.de/artikel/460156.ukraine-keine-eigenen-erkenntnisse.html
So geht das endlos weiter. Dabei hat der Bundestag die ukrainische Geschichtsfälschung, wonach die sowjetische Zwangskollektivierung der Landwirtschaft ein bewußter „Genozid“ an der Ukraine gewesen sei („Holodomor“), bereits kenntnislos übernommen.
Womöglich bricht das Ukraine-Proxy.Konstrukt des Westens schneller zusammen als befürchtet:
Die Ukraine als Staat existiert ja nur noch, weil der Westen Milliarden in diesen Korruptions-Schlund pumpt. Das Ziel: Rußland militärisch zu schwächen und das Putin-Regime zu schwächen (ohne den geringsten Einfluß auf seine Nachfolge). Das geht grandios schief:
https://www.moonofalabama.org/2023/09/after-pushing-gains-by-ukraine-nyt-notes-its-losses.html#more
Im Norden der Ukraine scheint die „Offensive“ Rußlands, die lediglich die Schwächen des Gegners ausnützt, an Fahrt zu gewinnen:
Es sieht so aus, daß sich die NATO-Truppe, die 47. Brigade, aus dem Kessel von Rabotina/Robotyne zurückzieht:
„The 47th Mechanized Infantry Brigade „Magura“ was trained by NATO specialists and armed with Western equipment. During the Ukrainian counteroffensive, the brigade suffered colossal losses, which led to its withdrawal from the front line.“
Zu Werbowe, östlich von Robotyne an der Saporischschja-Front gelegen:
https://twitter.com/TheHumanFund5/status/1707726287387730177
Die Wahrheit: der Ukraine geht das „Menschenmaterial“ aus, das bedenkenlos für aussichtslose „Eroberungen“ geopfert wird:
https://twitter.com/vladis_shadow/status/1707693718122168548
Und dann erwies sich auch noch die ukrainische Propaganda eines russischen „Genozids“ in der Ukraine als falsch:
https://twitter.com/Vuk02577707/status/1704756482988806379
Wie geht das Ganze aus?
Prof. Mearsheimer ist realistisch:
Was Experten angeht, ist auch Röpcke realistisch:
Keupp ist ein Wunschdenker der ganz besonderen Sorte, weshalb ihm in der ZEIT ein roter Teppich ausgerollt wurde – sie erntete maximale Zustimmung des verblendeten Kommentariats, das ganz dringend auf illusionären Trost angewiesen ist:
https://www.zeit.de/politik/ausland/2023-09/url-lage-ukraine-krieg-russland-militaerexperte-marcus-keupp/komplettansicht
Wer 31 Abrams-Panzer in der Schlammzeit für Game Changer hält, ist wohl jenseits von Gut und Böse. Und was die Schläge „hinter den Linien“ angeht, da gibt es keinen Zweifel, daß Rußland darin effektiver ist.
Zuletzt hatte ich mich ausführlich mit dem fachlichen Niedergang des politisierten Wissenschaftsbetriebs beschäftigt, u.a. auch mit der Klima-Wissenschaft, (die im übrigen viel diverser ist, als sie scheint): dabei hatte ich u.a. diesen Artikel ausführlich zitiert, hier nur einen kurzen Auszug:
„Klima-Aktivisten in der Wissenschaft ruinieren den letzten Glauben an die Integrität von Wissenschaft:
https://www.welt.de/wissenschaft/plus247656802/Wetterkatastrophen-Der-zweifelhafte-Klimawandel-Beweis.html
Im Ahrtal hätte schon ein effektiver Katastrophenschutz viele Todesopfer vermieden. Daß in natürliche Überschwemmungsgebiete Wohnsiedlungen placiert wurden, steht auf einem anderen Blatt.“
[h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-2/#comment-101376
Einer der Rezipienten der besagten Attributions-Schnellschüsse ist der stv. Chefredakteur der ZEIT, Bernd Ulrich, der auf S.1 der aktuellen ZEIT mal wieder lamentieren durfte:
https://www.zeit.de/2023/41/klimapolitik-wohnungsbaugipfel-bundesregierung-beschluesse-klimakrise
Hier verwechselt er politisierte Wissenschaft mit Physik, und daß er zu denjenigen gehört, denen nicht nur die Klimawende weniger abverlangt als den meisten, rundet das Bild nur ab. Klimawandel-Ängste muß man sich leisten können.
Der ÖRR hat ebenfalls schwere Klimaschutz-Schlagseite, weshalb er die Seinen schützt, gern mittels „Faktencheck“, ein Instrument für Rechthaber, die den politischen Gegner in die Desinformationsecke drängen wollen: hier Luisa Neubauer gegen Markus Blume (CSU):
Auch das ist eine weltweite Methode: widerlege etwas, das der politische Gegner nie gesagt hat.
Der letzten Fassung ist freilich das Bemühen anzusehen, einen kausalen Zusammenhang zwischen den Stromimporten und der AKW-Abschaltung zu minimieren:
https://www.daserste.de/information/talk/maischberger/faktencheck/faktencheck-maischberger-388.html
Auf derselben Linie bewegen sich Versuche des Wirtschaftsministeriums, die CO2-Ersparnis durch AKW zu verschweigen, um die Irrationalität der Abschaltung nicht eingestehen zu müssen:
https://www.news.de/politik/857170836/robert-habeck-eklat-um-brisantes-papier-zum-akw-aus-jens-spahn-behauptet-ampel-regierung-hat-buerger-getaeuscht/1/
Naja, 2011 ist nicht mit 2023 vergleichbar.
Das ZDF bangt mit Finn, dem Klimakleber:
Und beim Aufregerthema Nr.1, der Migration, wird die Wirklichkeit mit nichtrepräsentativen Bildern geschönt:
Und natürlich führt die Zusammensetzung der Migranten auch zu einer höheren Kriminalitätsbelastung, denn männliche Jugendliche und junge Männer sind, unabhängig von der Herkunft, Hauptakteure bei der allgemeinen wie auch der Gewaltkriminalität. Fakten sollten nicht ausgeblendet werden, nur weil sie unangenehm sind:
Bei diesem Schwimmbad-Ereignis hat die Polizei allerdings nichts verschwiegen:
https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/5605766
Zu dem nachfolgenden gravierenden Vorgang hatte die Polizei in Berlin freilich nichts berichtet, und auf Nachfrage der Presse nur zögerlich. Das nützt nichts, selbst der Tagesspiegel berichtet breit vom Verfahren:
https://www.tagesspiegel.de/berlin/gruppenvergewaltigung-im-berliner-gorli-die-drei-angeklagten-sind-abgelehnte-asylbewerber-10502212.html
Die Einzelfälle häufen sich:
Im Tagesspiegel las ich heute, daß die Schußwaffen- und Sprengstoffattentate im Rahmen von Auseinandersetzungen zwischen zwei kurdischen Drogendealer-Gangs begangen werden. Diese heuern mittlerweile für weniger als 10.000 Euro strafunmündige Kinder zwecks Begehung von Rachemorden an, wobei oft Unbeteiligte zum Opfer werden.
Unabhängig von der nicht mitgeteilten Herkunft von Tätern: unbestritten ist, daß der Görlitzer Park in Berlin neben der Drogendealerei von Schwarzafrikanern ein Kriminalitäts-Hotspot der Gewaltkriminalität ist:
https://www.berliner-zeitung.de/news/goerlitzer-park-ueberfall-auf-ehepaar-ausgeraubt-und-verletzt-li.434454
Unbestritten? Die SZ bestreitet:
https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/panorama/berlin-goerlitzer-park-goerli-vergewaltigung-ueberfall-kriminalitaet-statistik-e747659/
Man faßt es nicht: in München gäbe es keinen „Görli“, das ist mal sicher. Was also reitet die SZ? Daß in Berlin nun die CDU regiert, die Abhilfe schaffen will? Daß ihre anti-Aiwanger-Kampagne gescheitert ist? Die Realität kümmert sich nicht um das Geschwätz der Süddeutschen:
https://www.berlin-live.de/berlin/aktuelles/berlin-goerli-goerlitzer-park-gewalt-vater-sohn-ueberfall-anklage-vergewaltigung-id45487.html
Zurück zum Migrationsdruck, der alle Realitäts-Verweigerung à la Biden, es gebe keine Grenzkrise, in den Orkus befördert:
https://www.dailymail.co.uk/news/article-12566397/Korean-veteran-migrants-evicted-staten.html
In NYC findet jetzt nach Ausschöpfung aller Möglichkeiten ein veritabler Verdrängungswettbewerb zwischen den alteingesessenen Obdachlosen und den obdachlosen Neuankömmlingen statt:
https://hannity.com/media-room/send-em-up-state-adams-couldnt-move-migrants-so-hes-shipping-out-the-homeless-instead/
In den kalifornischen Großstädten, alle unter Democrats-Regierungen, sieht es noch viel schlimmer aus. Aber die waren ja schon vor dem Ansturm illegaler Immigranten dysfunktional: dagegen sind Schwedens von Gewalt erschütterte Großstadt-Vorstädte ein Ponyhof.
Fun Fact: alle diese US-Millionen-Metropolen ernannten sich unter Trump zu „Sanctuary Cities“, in denen illegale Immigranten vor den Bundesbehörden geschützt und mit US-Führerscheinen versorgt wurden, damit sie trotz fehlendem US-Bürgerstatus an den Wahlen teilnehmen konnten…
Langsam brach sich auch bei uns die Realität Bahn, auch ohne daß unsere Großstädte schon so verkommen wären wie die in den USA (lange vor der Migrationskrise):
Die Wahlkämpferin Faeser lavierte:
Habeck auch:
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/asyl-politik-robert-habeck-offen-fuer-moralisch-schwierige-entscheidungen-a-9b6ad14d-626a-4e61-a457-7d92921dd81a
Die „Wirklichkeit annehmen“ fällt Ideologen allerdings schwer, die Gauck – den ich generell auch nicht leiden kann – für einen AfD-Apologeten halten:
Zumal bei uns Emotion waltet:
Vermutlich hat sie den Artikel nicht einmal gelesen. Unter den SPIEGEL-Lesern herrscht die lange gezüchtete Emotion ebenfalls vor:
Der Artikel selbst ist pragmatisch, was ja schon einmal erfreulich ist, und von einem nichtrepräsentativen Foto aus Lampedusa begleitet, das zwei Schwarzafrikanerinnen mit Baby auf dem Rücken neben zwei schwarzafrikanischen Männern zeigt. Auch das wurde kritisiert:
https://www.spiegel.de/community/briefe-a-c25d3dac-8dce-4ef2-804d-3b79596af5dc
Extremer Widerstand aus der Professor-Ecke, ein Historiker mit colonial studies-Aktivismus und zudem von Klima-Aktivismus bewegt:
Es gibt keine „Klima-Flüchtlinge“, die nach Europa streben. Es gibt allenfalls arme Bauern, die wegen Mißernten innerhalb ihres Landes woanders hinziehen. Die Knete, Schleuser zu bezahlen, haben sie nicht.
Solche Leute lehren an Universitäten… Werden da tatsächtlich Wirtschaftsflüchtlinge mit vom Holocaust bedrohten Juden gleichgesetzt?
Zimmerer hat wohl auch die Einschränkung des Asylrechts von 1993 übersehen:
https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_16a.html
„Faktencheck“ à la WDR durch die einfühlsame Flüchtlings-Begleiterin Isabel Schayani:
Hinzu kommen Personen, die im Rahmen des Familiennachzugs oder von Bundesaufnahmeprogrammen einreisen, sowie Illegale.
Es kam, wie es kommen mußte:
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2023-09/olaf-scholz-asyl-verordnung-eu-machtwort-gruene
Bei der ZEIT zieht generell Pragmatismus ein, was illegale Migration angeht:
https://www.zeit.de/2023/41/migrationspolitik-ampelkoalition-deutschland-pakt-union-asyl
Blöderweise ist die Jagdsaison auf Merz eröffnet:
Daß er recht hat, interessiert nicht:
Doppelmoral hoch 3: nun wird Merz, der recht hat, „hetzerische Spaltung der Gesellschaft“ vorgeworfen, und zwar von denselben Protagonisten, die Ungeimpfte seinerzeit völlig zu Unrecht hetzerisch ausgrenzten und die Gesellschaft spalteten:
Emotion waltet und lenkt von Problemlösung ab:
https://www.zeit.de/politik/deutschland/2023-09/cdu-friedrich-merz-aeusserungen-asylbewerber-reaktionen
Was wiederum fake news ist: das gilt nur die ersten 18 Monate. Ich denke nicht, daß sie als Innenministerin-Aktivistin mit der „One Love“-Armbinde in Katar ins Ministerium zurückkehren kann, wenn sie in Hessen krachend verliert, wie es zur Zeit aussieht.
Das beliebte Mittel der Strafanzeige gegen unliebsame Äußerungen wird auch gegen Merz fehlgehen:
Befremdlich, wie der SPD-Politiker Helge Lindh im Bundestag in diesem Rant gegen Merz die Kontrolle verliert:
Baerbock nach der Niederlage der Grünen Seit an Seit mit dem italienischen Kollegen:
Es ist ja nicht nur peinlich, daß Baerbock der deutschen Sprache nicht mächtig ist. Sie lügt auch noch krass, weil Deutschland die Übernahme von Lampedusa-Flüchtlingen längst unterbrochen hat, weil Italien, der nach dem unfairen Dublin-Abkommen zuständige Ersteinreise-Staat, aus Deutschland nach Italien abgeschobene Flüchtlinge nicht rück-übernommen habe.
Ihr italienischer Kollege Tajani hat vollkommen recht:
„Tajani (ITA): ‚Die (deutschen) NGO’s dürfen nicht als Magnet auftreten, mehr Migranten anzuziehen. Sie können Menschen aufnehmen, aber nicht alle in Italien an Land bringen.'“
Die deutsche Regierung finanziert private Seenotrettung, die für Schleuser die wichtigste kostenminimierende Geschäftsgrundlage ist. Italien hat vollkommen recht: Personen, die von von Deutschland finanzierten NGO gerettet werden, müßten eigentlich nach dem Verursacherprinzip in Deutschland aufgenommen werden.
Aber Westpolitik ist nun mal nicht rational.
Das dürfte auch daran liegen, daß eine generelle Uninformiertheit vorliegt, die größtenteils von den Medien verursacht wird. Aber natürlich auch von den Politikern selber:
Ungeprüfte Übernahme ukrainischer Propaganda:
Nicht nur Sokolow war angeblich gestorben, auch Kadyrow lag schon im Koma:
„Experten“ wie Keupp finden nicht nur bei der ZEIT Gehör, sondern auch beim ZDF:
Claudia Major projiziert den Umgang der Ukraine mit Russen auf den Umgang der Russen mit Ukrainern, die in russisch besetzten Gebieten leben (weil sie überwiegend russischsprachig sind – was gibt es da zu russifizieren?):
https://twitter.com/1Haensel3Gretel/status/1708503863697756569
Genau diese einseitig argumentierenden Herrschaften haben die Nase vorn im ör Talkshow-Unwesen – hier für den Zeitraum Februar 2022 bis Februar 2023:
https://www.rnd.de/medien/fernsehdiskussionen-ueber-den-ukraine-krieg-diese-politiker-und-experten-waren-am-haeufigsten-dabei-BSDPEO3WWRAFVI4NEYFVV72S4I.html
Also nicht nur eine „gefühlte“ pro-Krieg-Schlagseite im ÖRR, sondern eine objektiv meßbare.
Selbst wen die FAZ mal kritisch über den Krieg und die Aussichten der Ukraine schreibt: auch ihre Zahlen über die russische Panzerproduktion stimmen nicht (die NYT hat nur manchmal etwas Wahres, da halte ich den österreichischen Oberst Reisner für die solidere Quelle):
Es begab sich Merkwürdiges: der Telegraph änderte einen Bericht, wonach der neue britische Verteidigungsminister Grant Shapps die Ausbildung ukrainischer „Soldaten“ in die Ukraine verlegen wolle:
Sunak pfiff ihn zurück, nachdem Moskau erklärt hatte, britische Ausbilder in der Ukraine seien ein legitimes Angriffsziel:
Naivität oder ein Versuchsballon? Die Daily Mail hatte ebenfalls entsprechend berichtet:
Und jetzt wird auch noch die Geschichte umgeschrieben, was wir von der Ukraine zwar gewohnt sind, aber (noch) nicht von Anthony Blinken:
Alles zur verzweifelten Aufrechterhaltung des West-Narrativs, daß „Nazis in der Ukraine“ eine Propaganda-Erfindung Moskaus sei.
Dagegen wirken Politiker-Lügen in Deutschland geradezu kleinlich:
Merz-Bashing im ÖRR? Wer wundert sich noch über Restle, der dazu noch verfälscht?
Und Wahlkampf ist nun mal Wahlkampf, da fallen eben die Hemmungen, zumal die SPD in Hessen eher trübe Aussichten hat:
Aber Faeser wußte von nichts und hat gleich auf Entfernung des Videos gedrungen:
Und nun legt man sich in Deutschland mit Elon Musk an:
😉
Tatsächlich ist die bloße Frage berechtigt, und ich beantworte sie so: nö, das blieb ziemlich im Verborgenen, daß die Bundesregierung angeblich „private“ Seenotrettungs-„NGO“ finanziell unterstützt. Darauf zielte Musks Frage ab, der sicherlich keine Ahnung hat, wer oder was die AfD ist, die RadioGenoa offensichtlich unterstützt.
Der grüne Nachwuchs darf nicht fehlen und fordert typischerweise ein Meinungsfreiheits-Verbot für Kapitalisten:
Auch das deutsche Außenministerium unter Baerbock, wo die uninformierte Wokeness geradezu zuhause ist, kommunizierte mit Musk:
Igitt! Das ist doch Populismus, wenn man auf die Wählerwünsche reagiert:
Das mag im 2-Parteien-Mehrheits-Wahlsystem der USA eine Option sein. In Deutschland dagegen gilt: eine Regierung läßt sich nicht abwählen, denn man weiß nie, mit wem die Wunschpartei koalieren wird. Allenfalls, mit wem nicht.
„Seenotrettung“? Hm.
Ich weiß nicht, aus welchem Jahr diese Schiffsverfolgung vor der libyschen Küste stammt:
Nachdem Twitter & Co. jahrelang auf Zensurwünsche der Democrats, der Democrats-Regierung und von FBI, Gesundheitsbehörden im Würgegriff der Pharmazie-Branche und CIA eingegangen waren, die zur Löschung von konservativen und linken kritischen Stimmen führten, verortet Biden „Desinformation“ natürlich bei X unter Musk:
Wobei er wiederum „lügt“, denn als er angeblich ein Buch über „Internetdesinformation“ schreiben wollte, in einem Zeitraum, bevor er sich für die Kandidatur 2020 entschlossen habe, gab es keinen Elon Musk, der willens war, Twitter zu kaufen…
Damit wollte er wohl frei zu dem Deal in letzter Minute mit dem republikanischen Speaker des Abgeordnetenhauses, McCarthy, Stellung nehmen:
So sieht das die dpa, hier übernommen vom Kölner Stadtanzeiger:
https://www.ksta.de/politik/us-kongress-verhindert-shutdown-im-letzten-moment-ukraine-als-verlierer-657021
Ich war doch sehr erstaunt, daß in der Tagesschau um 20 Uhr am 1.10.2023 verlautbart wurde, daß McCarthy für diese Einigung den Democrats weit entgegenkommen sei und er daher um sein Amt fürchten müsse. Erst ganz am Schluß, als Werbung für die Zamparoni-Tagesthemen spät in der Nacht, hieß es, es werde um die verweigerte Ukraine-Hilfe gehen.
Die ZEIT indoktinierte mich bei meiner Wochenend-Lektüre:
https://www.zeit.de/2023/41/slowakei-parlamentswahl-russland-ukraine-krieg/komplettansicht
Was die ZEIT für „Verschwörungsmythen“ hält, ist blöderweise Realität. Die passenden Experten gibt es eh, und passende Umfragen auch.
Und dann ging es trotzdem schief, obwohl auch der deutsche ÖRR auf Linie war:
Der ZEIT-Artikel zum Wahlergebnis war dann auch eher unterkomplex – aber doch zugleich auch erhellend:
https://www.zeit.de/politik/ausland/2023-09/slowakei-parlament-wahl-eu-ukraine-russland
Interessant! Es gibt zwar nichts zu Ficos Koalitionsmöglichkeiten, eine Regierungsbildung steht in den Sternen, aber die EU steht schon in den Startlöchern, um wegen erfundener „Rechtsstaatlichkeitsbedenken“ der Slowakei den Geldhahn abzudrehen? Seit wann gehört Rußlandfeindlichkeit zum westlichen „Rechtsstaat“?
Die Blase, in der sich der Westen bewegt, ist furchterregend.
Dann mache ich mal weiter mit dem Zustand der westlichen Politiker-Kaste: in den USA wurde der Democrats-Senator für New Jersey, Bob Mendenez, wegen Bestechlichkeit zum Wohle von Ägypten angeklagt – nicht mal seine erste Korruptionsanklage, aber 2018 gab es eine „hung Jury“, und so entging er einer Verurteilung. Die WaPo schäumt am 23.9.2023:
Natürlich muß der Mann weg: er wirft ja ein Schlaglicht auf die westliche Kultur, und als Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Senats – von diesem Posten ist er zurückgetreten – hatte er durchaus Macht (oder konnte vorgeben, sie ausgenutzt zu haben). Er denkt allerdings nicht daran, zurückzutreten, und nähere Einblicke in die Szenerie lassen darauf schließen, daß er zum Bauernopfer eines politisierten DoJ wurde, das aktuell beweisen will, daß es auch Democrats anklagt. Während seine schützende Hand über Hunter Biden genauso offensichtlich ist wie die abstrafende gegenüber Trump: die Beweislage gegen Menendez existiert bereits seit einem Jahr, zur Anklage kam es aber erst jetzt:
Was den Wahnsinn des vom Westen befeuerten Ukraine-Kriegs und den von den Grünen selbstverschuldeten Niedergang der deutschen Wirtschaft angeht, so will ich Roger Köppel hervorheben: anders als die YouTube-Ankündigung verheißt, geht es insgesamt um die Absurdität der Westpolitik, die die ukranischen toten Soldaten, die Abwanderung aus der Ukraine etc. überhaupt nicht in Rechnung stellt. Zu Habeck geht es bei Minute 19 nur kurz: er stellt die Verwerfungen durch das Ende der Globalisierung dar, an dem er selber mitgestrickt hat, ohne seine Fehler zu thematisieren:
Es lohnt sich. Köppel und die Weltwoche werden selbstverständlich als rechts und Putin-Troll verunglimpft, das gehört heutzutage nun mal dazu.
Anderswo, im linken Spektrum, greift man das Problem allerdings auf:
Die Propaganda des Westens, hier durch das fake news generierende US-Falken ISW, wird aber auch immer alberner:
Die Ukraine will wohl doch nicht die Auslieferung der 180.000 in den Westen geflohenen wehrfähigen Männer verlangen: sie sollen bestraft werden, wenn sie zurückkehren! 😉
Derweil hat Deutschland gerade einmal 90 von Tausenden vor der russischen Einziehung fliehenden Russen als asylberechtigt anerkannt.
Unkenntnis und Meinungsstärke gehen im Westen Hand in Hand:
https://www.moonofalabama.org/2023/09/ukrainian-whoppers.html
Ich habe seine dort verbreiteten X-Nachrichten ergänzt:
Jedenfalls sieht man: mal hat Admiral Viktor Sokolov eine Brille auf, mal nicht. 😉
CNN kommt auf den Trichter, daß man es mit einem Informationskrieg zu tun hat:
Der bei uns so begleitet wird: bei russischen „Meldungen“, wenn sie denn überhaupt berücksichtigt werden, wird ein „konnte nicht unabhängig überprüft werden“-Disclaimer angehängt. Ukrainische Propaganda wird dagegen ungeprüft übernommen und sogar zur Grundlage moralisierender #Aufschreie unserer Chefdiplomatin, wie zuletzt bei den fake news der Ukraine über einen angeblichen russischen Schlag auf einen friedlichen Markt in Kostantyniwka/Konstantinowka im von der Ukraine gehaltenen Donetsk, geschehen. Schnell widerlegt von Alternativ-Medien, mit Verzögerung durch die NYT, die den Spin pflegte, daß nicht etwa eine von der Ukraine benutzte Harms-US-Rakete, sondern eine von der Ukraine benutzte Sowjet-Rakete fehlgegangen war.
Alles nachzulesen in meinen früheren Kommentaren.
Es gibt eine perfekte Darstellung des deutschen Dilemmas in Newsweek: von diesem glücklicherweise vom deutschen Wissenschaftsbetrieb weit entfernten deutschen Professor:
[…]
The views expressed in this article are the writer’s own.
https://www.newsweek.com/wests-real-problem-isnt-going-russia-china-germany-opinion-1829905
Susanne Daubner kriegte zwar einen Lachanfall wegen ihres flachsenden Kollegen, aber das Thema verdiente ihn:
Erst machen die Grünen den Industriestandort Deutschland nieder, und nun wollen sie Partikular-Interessen auf eine Art und Weise subventionieren, denen die EU sicherlich nicht zustimmen wird. Viel gefährdeter ist zudem die Stahl- Glas- und Düngemittel-Industrie, ganz zu schweigen vom Mittelstand (wie Bäckereien etwa), die höhere Energiepreise inflationstreibend an die Kunden weitergeben müssen.
Besonders lustig war ja das Konzept, wie man auf den Einbruch im Wohnungsbausektor reagieren will: Verzicht auf noch mehr verteuernde Dämmungsvorschriften und Nicht-Unterstützung einer EU-Kommissionsdirektive zum Sanierungszwang von schlecht gedämmten Gebäuden. Hä? Eine Abwendung von noch schlimmeren Maßnahmen soll eine Wende herbeiführen? Wie sollte ein „Sanierungszwang“ überhaupt durchgesetzt werden? Wir befinden uns hier in einem wahnhaften autoritären Bereich.
Die Welt wird eh von Absurditäten geprägt:
Das ist nun schon der zweite durchdrehende Schäferhund von Joe Biden. Liegt sicherlich am versagenden Herrchen, das viel Schlaf braucht, um allein nur Teleprompter ablesen zu können. Da hat er keine Zeit, sich auch noch um einen Hund zu kümmern.
Ja, das macht auch mir Sorge, daß wir einen Unrechtsstaat kriegen wie in den USA.
Die Medien – wie hier die Süddeutsche – sind eh schon so parteiisch wie in den USA:
Die Zensur der Social Media schlägt immer heftiger zu:
Hier kann man nachvollziehen, was Prof. Papier, ehemaliger Chef des BVerfG, über das Versagen seiner Nachfolger gesagt hat:
Elon Musk zelebriert derweil die neue Freiheit auf X – vormals Twitter, wo jegliches Anzweifeln von Covid-19-Impfungen zur Sperrung führte:
„Until the Supreme Court invalidated Biden’s exec order, SpaceX and many other companies would have been forced to fire anyone who refused to get vaccinated! We would not have done so. I would rather go to prison than fire good people who didn’t want to be jabbed. As for myself, I got original Covid before the vaccine was out (mild cold symptoms) and had to get three vaccines for travel. The third shot almost sent me to hospital. How many other people out there have symptoms that are actually from the vaccine or Covid treatment, rather than Covid itself? As for those who didn’t take any vaccine, well
@DjokerNole
just won a record number of grand slams … It’s not like I don’t believe in vaccines – I do. However, the cure cannot be potentially worse than the disease. And public debate over efficacy should not be shut down. There is also great potential for curing many diseases using synthetic mRNA, so let’s not throw the baby out with the bath water.“
Letzteres glaube ich nicht. Das m-RNA-Konzept ist schlicht falsch: den Körper zu animieren, Corona-Viren zu produzieren, um sie dann per Immunsystem anzugreifen? Das kann schon theoretisch nur zur Schwächung des Immunsystems beitragen. Und so kam es dann auch.
Noch gefährlicher als Reklame der Pharma-Industrie, die zur Ansteckungs-Prävention ihrer Impfstoffe nicht einmal geforscht hatte, ist allerdings Kriegsreklame:
Die werden natürlich genauso brennen wie Leopard 2- und Challenger-Panzer.
https://amp.theguardian.com/world/2023/sep/27/revealed-europes-role-in-the-making-of-russia-killer-drones
Irgendwann ist die Ukraine schlicht größenwahnsinnig geworden.
Unsere Außenministerin beteuert, daß die Butter in Deutschland nicht billiger werde, wenn man die Ukraine-Hilfe einstelle:
https://twitter.com/brandsatz23/status/1706731701664145423
Womit haben wir solch ein Außenministerium verdient? 15% Wählerstimmen und ein derartig desaströser Einfluß auf Außen- und Wirtschaftspolitik?
„Now Cirillo is likely to fired once again after being fooled by Russian pranksters posing as former Ukrainian President Petro Poroshenko. In the conversation, Cirillo: – Admits their company has been reduced to 14 soldiers by disastrous counter-offensive -Claims “Russians are not European… Russians are Asian. Ultimately they do come from the Mongols, they come from a grouping of people who want to be slaves.” “I wish the rest of Europe and the Western world understood that we are protecting European values and Western values… These people [Russians] are not human. They are enemies of humanity.” – Claims Dugin’s daughter “wasn’t some woman who accidentally killed. This was an evil creature who died a death they deserved.” – Admits decision to fire Cirillo was “political” and came “the highest level” — so high that it didn’t come from Ukraine itself but “New York.” – Claims they were fired because they served as the “expert witness” in trial of fellow U.S. citizen Gonzalo Lira. “The Republicans are trying to use the case of Gonzalo Lira — the ‘Russian asset’ that I testified against — as to try to say we don’t like free speech.” “I do believe that they were very angry in Washington that I was being talked about with Gonzalo Lira, that the two Americans were being discussed, and [the Ukrainians] were told, ‘make it go away.’” “Because I made it clear: Russian propagandists will be hunted down.” – Acknowledges that the Kiev regime’s constant lies are jeopardizing relations with other Western states: “If we are making promises we can’t keep and not being realistic, our partners can’t trust us.” “One of the problems is that the messaging that we have coming out is truly fantastic [based in fantasy].” “That’s good for fighting the Russians. It’s not good when we’re using this in discussions with our partners in Washington, our partners in Brussels, and our partners in especially the Eastern European nations.” – Throws Zelensky under the bus — “it’s been 19 months. It’s not about theatre anymore. It’s not about populism on the world stage.” – Brags about personally convincing the Kiev regime’s “partners” at CNN to self-censor their coverage of foreign mercenaries in Ukraine. But when asked later about the British merc recently executed by his own people, Cirillo’s tune changes. “We have a terrible problem with most foreign fighters here because they are just a step above mercenaries, and they come here because all they know is warfare.” “And while I defend them in public, in private I know many of them have very far-right leanings, so there’s some Nazi groups… many of them are doing this because they have no lives in their own countries.” “We have security risks, and more importantly we have morale and psychological issues because foreign soldiers are here for the money — most of them.” “And those people are gonna be the ones that are willing to engage in drugs, willing to engage in fundraising where they’re putting the money in their own pocket.” “It did not surprise me that someone was murdered. What surprises me is that we’re still allowing this to happen.” – Claims Maria Butina was a “terrible spy” and “a step above a whore,” and insists she her current political position was a reward from Putin, which is “the reason that we know the [Russian] Duma can never be taken seriously.” – Then, after being offered a (fake) deputy position Ukraine’s rubber-stamp legislature by (fake) Poroshenko, Cirillo takes the bait, literally jolting upright and immediately accepting: “Wow, sir. I would be honored, sir.”
Widerlegung weiterer Ukraine-Propaganda:
Röpcke regt sich darüber auf, daß die Ukraine wertvolle MiG-29 von billigen Lancet-Drohnen mit nun erweiterter Reichweite zerstören läßt:
„The deployment of these aircraft to this base is a fairly recent event. One can only speculate why they were deployed so close to the front. The below video was taken by a Russian Orlan-10 reconnaissance drone which, for some unknown reason, flew unmolested over the airfield conducting damage assessments after the strike.“
Warum sich Rußland so spät der Eliminierung der kläglichen Reste der ukrainischen Luftwaffe zuwandte? Weil die Kosten-Nutzen-Rechnung stimmen muß: teure Missiles auf einzelne Flugzeuge lohnten sich nicht. Jetzt hat man die reichweite-optimierten Lancets.
Ich greife diese Passage aus dem Newsweek-Artikel auf:
https://www.newsweek.com/wests-real-problem-isnt-going-russia-china-germany-opinion-1829905
Zum Jahrestag gab es die üblichen Positionen:
https://seymourhersh.substack.com/p/a-year-of-lying-about-nord-stream
Korrektur: NS2 war von Habeck schon vor dem Krieg gestoppt worden. Von Juni bis September gab es Unterbrechungen der Gas-Lieferungen durch NS1 wegen Wartungs- und Reparaturarbeiten.
Die Abhängigkeit von US-LNG ist groß – aber auch Rußland konnte seine LNG-Lieferungen in die EU um 40% in 2022 gegenüber 2021 steigern:
Holger Stark und sein mutiges Team in der ZEIT (zusammen mit der ARD):
Die englische Version dürfte ohne Abo zu lesen sein:
Hui! Es gibt Konkurrenz unter den Mainstream-Medien!
Bei der Andromeda-Saga sind sich SPIEGEL und ZDF aber mit ZEIT und ARD wieder einig:
https://www.spiegel.de/politik/deutschland/nord-stream-anschlag-in-der-ostsee-die-spuren-fuehren-in-eine-richtung-in-die-ukraine-a-befcbfbb-b1cd-4912-aeaa-56bef4dd8047
(Später die kostenlose englische Version)
Wir können von Glück reden, daß wir derartige Heroen unter unseren Journalisten haben und nicht solche Flachpfeifen wie Seymour Hersh:
Auch Intercept stimmt ein:
Das letzte Wort hat nämlich Andersson, der trotz „Andromeda“ eine Lenkung durch die USA nicht ausschließt.
Da wurden keine Kosten und Mühen gescheut…
Gustav Gressel wird als Militärexperte vom ÖRR und den Leitmedien zwar gerne bemüht, soll die ukrainische Armee hoch- und die russische niedergeschrieben werden. Aber hier dissentiert er, weil er die Russen für die Täter hält:
Noch unangenehmer als die Ukraine-Story ist allerdings die CIA-Biden-Story…
Masala glaubt an die Russen:
Unter Berufung auf den schwedischen Open-Source-Journalisten Oliver Alexander, RTL und n-tv (auch die SZ zeigt auf die Russen):
[…]
Naturgemäß sehr dünn.
In den heutigen Zeiten ist es zielführend, aus Propaganda auf die Wahrheit zu schließen: da werden aus ukrainischen Kriegsgefangenen laut russischem MoD plötzlich Russen in ukrainischen Uniformen:
https://twitter.com/MyLordBebo/status/1707429993054195960
Was auch darauf schließen läßt, daß die Ukrainer die Gräuelstories über Russen, die sich ergebende ukrainische Soldaten abknallen, nicht mehr glauben. Real tun das die Ukrainer.
Der mittlerweile zurückgetretene kanadische Parlamentspräsident sagt doch klar und deutlich, daß es sich bei dem 98-jährigen Yaroslaw Hunka um einen WWII-Veteranen handelt, der gegen Rußland zu Felde gezogen sei. Ist Geschichte derartig formbar, daß ausgeblendet wird, daß im 2. Weltkrieg ukrainische Nazi-Formationen wie die SS Galicia Division, der Hunka angehörte, am Holocaust und der Ermordung von Polen, Ungarn und weiteren Minderheiten beteiligt waren?
Nun hat sich Trudeau entschuldigt – auch gegenüber Selenskij, den er in eine unmögliche Position gebracht habe. Hä? In der Ukraine werden Bandera und die Galicia Division gefeiert: das ist Staatsdoktrin:
[…]
Leider ist die Grenze zwischen Aktivismus und Wissenschaft längst gerissen, was insbesondere die zahlreichen russenhassende Osteuropa-Expertinnen angeht; ja, sie sind überwiegend weiblich. Sie gießen alten Wein in neue feministische Schläuche – und werden nicht umsonst vom Aktivisten-Bundeswehr-Prof Masala promotet, auf dessen Timeline ich dieses Selbstlob von Sabine Fischer fand:
Cringe!
Die Wissenschaft befindet sich eh auf einem Sinkflug:
https://www.faz.net/aktuell/wissen/klinikchef-zu-corona-mit-long-covid-schuert-man-nur-noch-angst-19205049.html
Aus einem Thread zu diesem Artikel:
[…]
Im Tagesspiegel-Print las ich es noch deutlicher – online leider ebenfalls nur für Abonnenten lesbar:
https://www.tagesspiegel.de/wissen/wie-haufig-ist-long-covid-die-debatte-wird-oft-nicht-mehr-sachlich-gefuhrt-10532008.html
Klima-Aktivisten in der Wissenschaft ruinieren den letzten Glauben an die Integrität von Wissenschaft:
https://www.welt.de/wissenschaft/plus247656802/Wetterkatastrophen-Der-zweifelhafte-Klimawandel-Beweis.html
Im Ahrtal hätte schon ein effektiver Katastrophenschutz viele Todesopfer vermieden. Daß in natürliche Überschwemmungsgebiete Wohnsiedlungen placiert wurden, steht auf einem anderen Blatt.
Quatschstudien kennzeichnen die sogenannte „Klimawissenschaft“:
https://www.tagesspiegel.de/wissen/insektensterben-wetter-10535446.html
Für „Klimawissenschaft“ gibt es halt staatliche Fördergelder.
Vollends vernachlässigen können wir freilich die „weiche“ Wirtschaftswissenschaft, die sich in jegliche Richtungen biegen läßt, sogar in unmögliche wie die von Marcel Fratzscher:
Als Humboldt-Uni-Prof. ist er auskömmlich staatlich alimentiert, als ZEIT-Kolumnist verdient er ein Zubrot, als DIW-Präsident existiert er ebenfalls von staatlichen Zuwendungen:
https://www.diw.de/de/diw_01.c.598936.de/seiten/ueber_uns.html#c_598932
Zuletzt schrieb ich zu Berg-Karabach:
https://news.yahoo.com/armenia-signals-rift-russia-wounded-103421214.html
„Es wäre schön, wenn die EU die Gespräche nicht parteiergreifend, sondern zur Abwechslung mal entdramatisierend und konstruktiv begleiten würde. Leider hat sie sich als „ehrlicher Makler“ bereits disqualifiziert.“
[h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-1/#comment-101367
Danach erst habe ich diesen Kommentar der NZZ vom 23.9.2023 wahrgenommen:
Das bringt es sehr schön auf den Punkt, warum der Heuchel-Westen außerhalb seiner Blase nicht mehr ernstgenommen wird. In der Ukraine ist Putin der Teufel, weil er Separatisten unterstützt. In Aserbeidschan ist er es, weil er Separatisten NICHT unterstützt. Und mit dem „skrupellosen, autoritären Herrscher in Baku“ hat die EU Gaslieferungsverträge abgeschlossen. Mit Kasachstan auch, wobei Scholz jetzt zu einem nie zuvor dagewesenen Gipfel mit den 5 autoritär regierten kaukasischen „-stan“-Staaten geladen hat.
Zum Social Media- und Presseunwesen, was den Stand des Krieges in der Ukraine angeht. Am 22.9. hatte ich zu dem „Durchbruch“ der Ukraine an der „Surowikin-Linie“ bei Werbowe geschrieben:
„Nun mußte unbedingt ein Erfolgserlebnis – Durchbruch einer russischen Verteidigungslinie – her. Obwohl man ja eigentlich gen Süden durchbrechen wollte, versuchte man es lieber im Osten, auf derselben Höhe wie Rabotino/Robotyne, nämlich westlich des Dorfes Werbowe:
Und dann ist es doch gelungen – aber um welchen Preis…
Röpcke betont zunächst die russischen Verluste bei dieser Aktion:
https://twitter.com/JulianRoepcke/status/1705189261845164425
Um dann aber wahrheitsgemäß auf die ukrainischen einzugehen:
https://twitter.com/JulianRoepcke/status/1705217692368556404
[…]
Die ganze Aktion hatte lediglich den PR-Effekt als Ziel, wenigstens einmal einen Durchbruch an der Surowikin-Linie vermelden zu können. Strategisch ist dieser „Durchbruch“ komplett sinnlos, und was das Opfern von Soldaten angeht, zynisch.“
[h]]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-1/#comment-101361
Jetzt stellt sich heraus, daß es diesen „Durchbruch“ an einer Surowikin-Linie gar nicht gegeben hat. Ich war etwas zu blauäugig und hätte skeptischer sein müssen, weil das erste Medium, das mittels „Satellitenbildern“ diesen „Durchbruch“ verkündete hatte, das US-Falken-Propaganda-Medium ISW gewesen war.
„Deepstate map“ ist ein ukrainischer Social Media-Kanal.
Die offizielle russische Stellungnahme für den 23.9.2023:
„In the vicinity of Rabotino, in the western part, there are oncoming battles. The Ukrainian Armed Forces are trying to break through at Verbovoy.“
Und nun das ISW über flächendeckende gescheiterte Angriffe der Ukraine:
„by @RVvoenkor“
😉
Das ist eine knackige Zusammenfassung der gewundenen Erklärungen des ISW vom 24.9.2023, mit dem es seine fake news u.a. zu Werbowe nunja zurücknahm, indem es sie „bestätigte“:
„Russian field fortifications“; „These fortifications are not the final defensive line in Russia’s defense“; „as part of a near-contiguous belt about 1.7-3.5 km west of #Verbove“
Kurz und gut: es handelt sich um „normale“ russische Verteidigungslinien außerhalb der Surowikin-Verteidigungs-Schanzen bei Werbowe.
[…]
„have not overcome all of the prepared Russian defensive positions near #Verbove“; „Ukrainian forces’ rate of advance […] remains unclear.“
Nö, da ist nichts „unklar“ – die zynisch geopferte ukrainische Infanterie an einem Vorposten VOR der Surowikin-Linie spricht eine deutliche Sprache. Aber natürlich hat die gesamte deutschsprachige Westpresse diesen „Durchbruch“ gefeiert, weil sie allein von Wunschdenken geleitet ist. Die englischsprachigen senken schon seit längerer Zeit den Daumen.
Kommen wir zu Polen: so sieht es sich selbst:
Verbunden mit der Ukraine durch den geteilten Haß auf Rußland. Aber empfindlich, wenn die Ukraine Polen als Putin-Förderer verunglimpft:
War eigentlich klar, daß Deutschland wie üblich gegen Polen schießen würde…
Auch CNN spielt Polen gegen Deutschland aus:
Derselbe Röpcke, der davor mahnt, Deutschland dürfe die Eigenverteidigung durch Lieferungen an die Ukraine nicht vernachlässigen, gesteht dasselbe Polen nicht zu. Interessant.
https://twitter.com/phil_ipp_fritz/status/1704866257122537945
Achja, das Kommentariat. Hier mustergültig durch Christoph von Marschall beim Tagesspiegel repräsentiert:
https://www.tagesspiegel.de/meinung/warschau-liefert-keine-waffen-mehr-an-kiew-verbundete-wie-polen-sind-putins-hoffnung-10507510.html
Ein wirres Pamphlet, das illusionären westlichen Kriegszielen anhängt, polnischen Einsatz für die eigenen Bauern diskreditiert, und den dementen Biden maßlos überschätzt. Selbstverständlich wird der Konflikt militärisch entschieden.
Nur in einem Punkt ist von Marschall realistisch: was einen Wahlsieg von Trump angeht:
Ihm scheint es zudem nicht in den Sinn zu kommen, daß in Wahlkampfzeiten auch Umfragen zählen; 70 % der Polen lehnen weitere Hilfen an die Ukraine ab – und viele erinnern sich jetzt auch wieder an WW II, wo die ukrainischen Nazi-Kollaborateure ja auch Polen umbrachten.
https://www.thefirstnews.com/article/we-must-remember-the-huta-pieniacka-murder-victims—pm-4901
Das Nazi-Problem der Ukraine wird freilich bei uns heruntergespielt, wo doch der „Kampf gegen Rechts“ angeblich prioritär sein soll:
Polen hat eine Lösung gefunden, den eigenen Markt vor billigem kontaminierten ukrainischen Getreide zu schützen, das allenfalls als Tierfutter geeignet ist: streng überwachte Korridore, die eine Verklappung in Polen unterbindet:
Super! Dann landet es also unkontrolliert bei uns? Scholz im Wahlkampfmodus:
Damit hilft er weder Nancy Faeser in Hessen noch der EU noch der fragilen Koalition in Berlin. Und in Polen werden sicherlich antideutsche Ressentiments aktiviert, weil die angebliche Visa-Affäre auch nicht mehr ist als ein mediales anti-PiS-Konstrukt.
In Kanada bilden Bandera- und SS Galicia Division-Anhänger eine starke ukrainische Diaspora, weil sie seinerzeit dorthin straflos fliehen konnten: da konnte sich Selenskij akzeptiert fühlen, ist doch der Bandera-Kult mittlerweile ukrainische Staatsdoktrin:
Da klatscht sogar der woke Trudeau…
Katchanovski ist ein ukranisch-stämmiger Professor in Kanada, der von der kanadischen Realität geradezu erschlagen sein muß. Trudeau ist vollkommen von der Rolle – und ich muß wohl kaum belegen, mit wem er verglichen wurde:
„What if, instead, the goal of Western leaders over the last year and a half has been to actually provoke a general war with Russia via their Ukrainian proxy? The general public in the West knows that their own stake in the conflict is negligible and will not support offensive intervention – but defensive intervention because the Russians widened the war in an attempt to face down NATO would be another matter entirely. What if they’re looking for a „Pearl Harbor“ moment to launch a popular war? Putin’s the one with an intelligence agency that presumably has high-level insight into actual Western plans, intentions and leadership attitudes – perhaps his scrupulous care to avoid giving the West a bloody shirt to wave despite endless reasons to do so reflects an understanding that the West’s current leadership is dangerously aggressive and actively seeking war.“
Diesen Eindruck habe ich langsam auch. Und Trudeau mit seinem China-ähnlichen autoritären Zugriff in Corona-Zeiten ist eh diskreditiert.
Zum vom Westen provozierten Ukraine-Krieg:
Es wurde ja gestrunzt damit, zu welch geringem Preis Rußland geschädigt werde:
Ein Werbevideo zugunsten der Minderheit der anti-Trumper in der republikanischen Partei.
Ein Rückgriff auf die Historie:
Masala wird zum Juristen: alle Erklärungen von westlichen Politikern sind Schall und Rauch: solange es keinen VERTRAG gibt. Wie konnte die Sowjet-Union nur so blöd sein, vertragslos dem Westen zu vertrauen? Der natürlich auch Verträge bricht wie den von Minsk, der in den Rang einer UN-Resolution des Sicherheitsrates erhoben worden war. Lawrow mit Wahrheiten:
Im vertrauten Kanada erklärte der Autokrat Selenskij auch, warum er keine Wahlen abhalten will:
Damit sollen die USA aber keineswegs einverstanden sein:
„example the 1952 Presidential elections, which were held in South Korea on August 5, at the height of the Korean War. The current president, Syngman Rhee, won them, which made it possible to demonstrate democratic principles as opposed to dictators“
Ein blödes Beispiel, weil Selenskij ja viel mehr „Diktator“ ist als Putin: Oppositions-Parteien sind verboten, ihre Führer und Anhänger werden verfolgt – wozu da noch Wahlen?
Trotz des diktatorischen Selenskij-Regimes, das ja einst auf dem Ticket der Friedensstiftung mit Rußland gewann: es gibt Widerstand gegen den Mann, der Hunderttausende Männer ohne Sinn und Verstand abschlachten läßt:
Gottlob gibt es auch in Kanada Widerstand:
Ich friere schon den ganzen Tag. Jetzt sind es 9 Grad (bei 12 Grad Vormittags und über 17 Grad wurde es nie). Mehr deshalb zu freundlicheren Zeiten.
Immerhin gab es nach jüdischen Protesten dann doch eine Reaktion:
https://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/kanadischer-ss-fauxpas-selenskyjs-besuch-in-ottawa-ueberschattet_id_212539407.html
Das konnte ja niemand ahnen, was das für Typen waren, die während des 2. Weltkriegs gegen Rußland kämpften.
Und Olaf Scholz bekam seine Retoure:
https://www.focus.de/politik/nach-aussagen-ueber-asylpolitik-polen-aussenminister-geht-scholz-scharf-an-verstoesst-gegen-die-grundsaetze_id_212185269.html
Was hätte Scholz gesagt, hätte Polen den deutschen Visa-Skandal thematisiert? Der ist freilich auch bei uns „untergegangen“: der Tagesspiegel stellte ihn verharmlosend so dar:
https://www.tagesspiegel.de/politik/arger-fur-das-auswartige-amt-staatsanwaltschaft-ermittelt-wegen-rechtsbeugung-9999019.html
Und so stand es im CICERO:
https://www.cicero.de/aussenpolitik/rechtsbeugung-im-auswartigen-amt-staatsanwaltschaft-ermittelt-baerbock-visa-affare-afghanistan
Achja, Medienberichte…
https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-krieg-usa-wollen-offenbar-doch-atacms-raketen-liefern-a-6532f115-11c5-46d6-9a92-021651ecc5e0
„Stattdessen müsste die Programmierung der Ziele jeweils durch Deutsche oder aus Deutschland erfolgen, was absurderweise eine direkte deutsche Beteiligung bei der Bekämpfung der russischen Ziele zur Folge hätte, was wiederum gegen die Lieferung spräche.[…] Oder Herr Koll wurde durch die Regierung im Hintergrund belogen. Soll auch schon vorgekommen sein.“
Die britischen Storm Shadow-Raketen werden auch durch Briten programmiert, mittels Luftaufklärung durch die USA. Das hat gar nichts mit Reichweite zu tun.
Budanow stimmt zu:
Schaden richten sie und vergleichbare Raketen dennoch an:
https://twitter.com/rybar_force/status/1705649167589142930
https://twitter.com/RWApodcast/status/1705336977229324358
Ein solcher Schlag könnte zu Weiterungen führen, weshalb die russische Reaktion zurückhaltend blieb:
https://twitter.com/ma000111/status/1705381683707691424
Die Schlamm-Saison scheint begonnen zu haben:
https://twitter.com/Just_A_Tweeter_/status/1705545597862674699
Neue Taktik, dasselbe Ergebnis:
https://twitter.com/ZentraleV/status/1706176704396333216
Und zwischendurch eine Psy-Op der ukrainischen Regierung: sie ruft die ukrainische Bevölkerung der Krim dazu auf, vor der „Befreiung“ die Krim zu verlassen – was abschlägig beschieden wird:
https://twitter.com/6teenTons/status/1705948690525860075
„This was shared by Anastasia Gridchina, the head of the Ukrainian Community of Crimea. „Those who wanted to leave did so back in 2014, and the rest aren’t going anywhere. Ukrainians in Crimea feel perfectly at home, on their native land, in Russian Crimea. Here, Ukrainians are valued, their culture and language are preserved and protected. I am confident that it will continue to be this way,“ she said, emphasizing that they have already felt enough of Kiev’s „care“ for Ukrainian Crimeans and have no desire to return to Ukrainian territory.“
Selbst Röpcke kriegt sich nicht mehr ein:
https://twitter.com/JulianRoepcke/status/1705641449046372422
„Heißt: die Ukraine sollte weiterhin alle Russen auffordern, ihr Territorium im Süden zu verlassen. Die eigene Bevölkerung zur Flucht nach Russland aufzurufen, ist dagegen ein Riesen Fehler. So schwer es auch fällt, sie muss die Krim befreien, ohne ihre eigenen Staatsbürger zu gefährden oder in die Flucht zu drängen.“
Langsam sollte er doch wissen, wie die Ukraine „befreit“…
Und wie feindlich ukrainische Vertreter – hier der Journalist Bohdan Butkevych – bereits 2014 im westfinanzierten Maidan-Sender „hromadske.tv“ (heute nicht mehr existent) über die Donbass-Bevölkerung redeten:
https://twitter.com/MyLordBebo/status/1702764859266302027
Die „Factchecker“ in der Ukraine agieren natürlich wie alle „Factchecker“ weltweit: es geht um’s Rechthaben-Wollen des jeweiligen Mainstreams:
https://imi.org.ua/en/news/journalist-bohdan-butkevych-reports-threats-i53893
Wirklich niemand wird diesem Zusammenschnitt entnehmen, daß 1,5 Millionen Donbass-Bewohner getötet werde sollten, selbst wenn er so präsentiert worden sein sollte. Abstoßend ist der generelle Zynismus gegenüber dem Donbass und seiner Bevölkerung. Julia Timoschenko hat 2014 in einem geleakten Telefonat gar gesagt, man solle die 8 Millionen Russen in der Ukraine mit einer Atombombe vernichten – was natürlich nicht wörtlich zu verstehen ist, aber eben den Haß illustriert, der dazu geführt hat, daß die Ukraine einwilligte, als Proxies den US-Krieg gegen Rußland zu führen…
https://twitter.com/ma000111/status/1706109665875013893
Da muß ich Kargar mithilfe von Kargar korrigieren:
https://twitter.com/ma000111/status/1705381683707691424
Mit „Russian territory outside the special operations zone“ ist natürlich die Krim gemeint.
Mit dem Hotel Odessa wurde ein solches Kommandozentrum getroffen:
https://twitter.com/MyLordBebo/status/1706284683208560822
Zur nicht stattfindenden Wahl in der Ukraine, die der Westen der Ukraine vorwirft, hat Selenskijs Gattin Bemerkenswertes zu sagen:
https://twitter.com/MyLordBebo/status/1706294559875940566
Überhaupt das Westpersonal:
https://twitter.com/TimMurtaugh/status/1705915538541601247
https://www.fr.de/politik/biden-aussetzer-ll-cool-j-schlechte-umfrage-werte-hinter-trump-zr-92540284.html
Seitdem sebst Democrats, die allesamt die big cities regieren, die Überschwemmung mit illegalen Einwanderern beklagen und von Biden Geld verlangen, ist es natürlich auch vorbei mit dem Narrativ, ausschließlich die Reps würden eine „border crisis“ beklagen.
Das CDU-Personal der Imagekampagne:
https://twitter.com/jreichelt/status/1704220854148620476
Material für echte Satire vom Postillon:
https://twitter.com/Der_Postillon/status/1704484913938927930
https://twitter.com/robinalexander_/status/1704456380944400538
Die CDU muß sich mit Merkel irgendwann einmal richtig auseinandersetzen.
Am schlimmsten agiert freilich unsere „Chefdiplomatin“ Baerbock, die auf jede ukrainische Propaganda hereinfällt und auch sonst überhaupt gar nichts auf die Reihe bekommt:
https://www.tagesspiegel.de/politik/zeitenwende-in-nahost-nicht-ignorieren-laschet-vermisst-engagement-in-deutscher-aussenpolitik-10504810.html
Die Aktivistin Faeser ist ein weiterer Ausfall beim politischen Personal, da nutzen auch aktuelle Pirouetten nichts.
Selbst im ZDF wird Baerbock kritisiert – hier durch Wolfgang Merkel:
https://twitter.com/berlindirekt/status/1705951987349508430
Deutschlands beliebtester Soziologe Navid Kermani darf in der NATO-affinen ZEIT einen unentschiedenen Sowohl-als-auch-Artikel placieren, garniert mit Ratlosigkeit, aber doch einigermaßen deutlich gegen Baerbock & Co. gerichtet:
https://www.zeit.de/2023/40/ukraine-frieden-initiative-europa-russland/komplettansicht
Mir ist es ein Rätsel, wie diese Vertreter des „jahrelangen Abnutzungskrieges“ in der Ukraine es derartig verkennen können, daß der Ukraine die von ihr selbst verheizten Soldaten ausgehen: die seit Monaten zwangsweise eingezogenen Zivilisten sind kein Äquivalent:
https://twitter.com/MyLordBebo/status/1706386668851237063
@gabrielewolff: Vielen Dank für die wertvolle Arbeit für den Frieden hier im Blog!
Ich habe mir zu Beginn des neuen Ukrainekriegs gewünscht, daß wir, eingedenk unserer besonderen Geschichte, und um einmal wenigstens einen kleinen Bruchteil der auf uns lastenden Schuld zu tilgen, alles daran setzen würden, den Ukrainekrieg zu verhindern, denn wer sonst im Chor der amerikanischen Vasallen hätte dazu Kraft und Argument gehabt, wenn nicht die Deutschen.
Stattdessen gab es in grenzenlos russlandfeindlicher Hysterie sogar Bestrebungen, den Granden seiner Partei, Gerhard Schröder, der mit seinem „Nein“ zum Irakkrieg mal ein solches Beispiel gesetzt hat, aus derselben auszuschießen…
Wir hatten hierzuland ja wenigstens kurz die Debatte über die Frage welches unschöne Bild ein abermals in der Ukraine Richtung Osten fahrender Panzer mit an das Eiserne Kreuz erinnernder Bemalung provozieren muß. Nun – wer in unsere historischen Abgründe eintauchen möchte, wird auch bezüglich der Lieferung von Taurusraketen aus Schrobenhausen fündig (das einzig angemessene an diesem Vorhaben, scheint mir die generell bovine Namensgebung zu sein):
https://de.wikipedia.org/wiki/Paraxol
Schrobenhausen, Lippoldsberg – klingt doch sehr idyllisch!
Hunderttausende Menschen in den Tod zu reißen ist keine Kleinigkeit, und so fällt es aus pazifistischer Perpektive schwer, die gefühlten edlen Motive der Waffenlieferungsbefürworter exkulpierend einzubeziehen , auch wenn sie als ein Ergebnis propagandistischen Betrugs erscheinen.
Die Einflüsterungen lauten:
-Die Ukrainer wollen kämpfen (also müßten wir ihnen dabei helfen)
-Die Ukrainische Armee ist stark genug, mit unserer Unterstützung Russland vom vormalig ukrainischen Gebiet zurückzudrängen, also verkürzen unsere Waffenlieferungen sogar den Krieg.
Wie wir zunehmend merken, stimmt von beidem das Gegenteil.
Ganz weich wird der moralische Boden dann, wenn es heißt, die Ukrainer kämpften für uns, da sonst bald die russische Armee hier vor der Tür stehe (war denn nicht in der letzten Argumentation die russische Armee noch so schwach, daß sie von den Ukrainern besiegt werden kann? Nebenbei wäre es ja auch ethisch ein „ganz hübsches Modell“, wenn wir angesichts einer existenziellen Bedrohung schlicht Geld gäben, der ukrainische Rekrut aber sein Leben…)
Richtiger sollte es lauten:
-Die Ukrainer wollen Frieden, Sicherheit, Freiheit und Wohlstand.
Tragischerweise war dies für die Menschen in der Ukraine schon in Reichweite, bevor man Anfang 2014 falsch abgebogen ist, denn einer Ukraine mit Neutralitätsstatus, wie dem Östereichs, Schwedens (Tempi passati), oder der Schweiz, wäre als ost-westliches Bindeglied, Transitland und Produzent mit Absatzmarkt in beiden Richtungen eine prosperiende Zukunft beschieden gewesen – eigentlich eine unvermeidliche Rolle, welche (ich wage die Vorraussage) die Ukraine an Ende dieses vermeidbaren Konflikts dennoch einnehmen wird, denn so verstehe ich den Begriff „neue Sicherheitsarchitektur Europas“. Man rekapituliere nur einmal die brutalen Kapriolen der deutsch-französischen Geschichte, und wie anders die Gefühlslage sich heute präsentiert.
So bleibe ich bei meinen alten Schlussfolgerungen:
-Wenn Handelsbeziehungen Kriegen entgegenstehen, so werden Kriege von Sanktionen vorangetrieben.
-Die Anstiftung der Ukrainer zum militärischen Widerstand gegen das stärkere Russland ist ein Verbrechen.
Ich möchte noch sehr dieses äußerst gehaltvolle Interview mit dem Friedensforscher Professor Werner Ruf empfehlen, in welchem viele wichtige Sätze gesprochen werden: