Warum die Presse versagt III

Diese Frage ist im Fall Aiwanger sehr leicht zu beantworten: Medien-Aktivismus bei fehlender Tatsachenbasis ist nun mal kein Qualitätsjournalismus.

„Politologe zum Fall Aiwanger: „Die Faktenbasis stimmt nicht“

Stand: 02.09.2023, 11:43 Uhr

Von: Mike Schier

Der Politikwissenschaftler Heinrich Oberreuter beobachtet die bayerische Landespolitik seit Jahrzehnten. Ein Gespräch über die wahrlich ungewöhnliche Flugblatt-Affäre um Hubert Aiwanger.

[…]

Herr Professor Oberreuter, die einen sprechen von Jugendsünde, die anderen von Antisemitismus-Skandal. Wie sehen Sie es?

Erstens wissen wir nicht, ob Hubert Aiwanger der Autor des Flugblattes war. Dieses Blatt war eine moralische Entgleisung größter Dimension, die ich auch nicht durchgehen lassen würde, wenn es 430 Jahre her wäre. Wir sind als Jugendliche mit dem Nationalsozialismus auf einem ganz anderen Niveau umgegangen. Aber was mich aufregt, ist der Umgang damit.

Was meinen Sie?

Ich frage mich, ob es seriös ist, von einer Tageszeitung wie der Süddeutschen auf einer derart ungesicherten Informationsgrundlage einen in Verantwortung stehenden Politiker zum Abschuss freizugeben. Offenbar ist die Quelle Lehrpersonal von damals, das seit Langem versucht, Aiwanger abzuschießen. Die Faktenbasis stimmt nicht! Und nicht nur die Grünen, SPD und FDP nutzen nun diesen moralischen Dreck dazu, Tagespolitik zu machen und sich der CSU als Partner anzubieten. Das ist auch alles andere als koscher. Wenn es Hubert Aiwanger war, dann muss er zurücktreten. Aber bislang weiß niemand, was wirklich los war.

Markus Söder hat 25 Fragen gestellt.

Ja, das klingt wahnsinnig aufwendig. Aber es hätten auch drei oder sieben sein können.

Wie beurteilen Sie Söders Krisenmanagement?

Er kann nicht sagen: Das geht mich nichts an. Er muss es ernst nehmen. Aber auch er weiß nicht, was vor 37 Jahren war. Aiwangers Verteidigungslinie: Es war der Bruder, den er nicht hinhängen wollte. Das könnte ich nachvollziehen. Wenn Markus Söder das nicht glaubt, dann könnte er Hubert Aiwanger entlassen – und die Freien Wähler müssten dann entscheiden, ob sie ohne Aiwanger weitermachen. Wenn nicht, dann gäbe es halt für die läppische Zeit von drei Wochen eine Minderheitsregierung (lacht).

Das spannende ist ja, was nach der Wahl passiert.

Danach würde es eine Koalitionsbildungsphase geben mit der Frage: Ist Aiwanger Teil der Regierung oder nicht. Und auch hier gilt: Wenn Aiwanger verantwortlich war, wird Söder Nein sagen. Dann werden die Freien Wähler eben ohne Aiwanger eine Koalition eingehen.

Meinen Sie?

Ja, das meine ich. Weil ohne Regierungsamt sind sie macht- und gestaltungslos.

Aber Aiwanger verkörpert quasi die Freien Wähler!

Als ich noch bei der Politischen Akademie in Tutzing im Amt war, hatte ich ein Gespräch mit der Fraktion. Damals habe ich ihnen geraten, eine größere innerfraktionelle Demokratie aufzubauen. Die Charta Aiwanger ist keine Lösung im Parlamentarismus. Aber Machtlosigkeit ist eben auch keine Lösung. Was haben sie denn sonst für Gestaltungsmöglichkeiten? Sie haben ja schon als Anhängsel der CSU relativ wenige. Wenn Aiwanger der Schuldige an diesem Flugblatt ist, dann wäre er klug beraten zu sagen: An mir soll das Wohl der Freien Wähler nicht scheitern.

Aber er hat ja auch eine wahnsinnige Zustimmung.

Im Moment profitieren die AfD und die Freien Wähler. Da wird jemand auf Basis ungesicherter Informationen attackiert. Jemand, der redet wie das Volk. Jemand, der Antworten auf Probleme verlangt, die die Menschen alltäglich erfahren. Andere Politiker schaffen das nicht.

[…]“

https://www.merkur.de/politik/politologe-zum-fall-aiwanger-affaere-statement-soeder-die-faktenbasis-stimmt-nicht-interview-news-92495361.html

D’accord, bis auf die Unversöhnlichkeit, was pubertäre Denke und pubertäres Verhalten angeht.

Was hat die Süddeutsche sich bei ihrer Kampagne in Zeiten einer schwachen Zustimmung zur Bundesregierung (19%) eigentlich gedacht? Daß die Grünen profitieren könnten?

Anna Mayr in der ZEIT sieht es ähnlich wie Oberreuter – aber dann doch auch wieder ganz anders:

„Hubert Aiwanger

Und jetzt viel Spaß mit dem Hubert

Er provoziert im Internet, liebt Waldarbeit und gilt nun als Markus Söders größtes Problem – wer ist Hubert Aiwanger, der Chef der Freien Wähler?

Von Anna Mayr

30. August 2023

[…]

Wer nicht in Bayern lebt, kannte Aiwanger bisher vielleicht wegen seiner Rede auf einer Demonstration gegen das Heizungsgesetz, in der er sagte, die „schweigende Mehrheit“ müsse sich „die Demokratie zurückholen“. Oder wegen seines X-Accounts (früher Twitter), auf dem er Thesen raushaut: „Der Urtrieb der Linken hierzulande ist, anderen etwas wegzunehmen.“

[…]

Einige Tage später meldete sich sein Bruder Helmut bei der Redaktion der Passauer Neuen Presse. Er habe das Pamphlet geschrieben, so wird er zitiert, er sei sauer gewesen, weil er sitzen geblieben war. Eine Geschichte, die ohne Zeitmaschine relativ schwer überprüfbar ist.

[…]

Ende Februar 2023, eine große Halle in Deggendorf, die Kapelle spielt Der treue Husar. Manche Männer tragen Lederhosen und manche einen Schmiss. Ein Krapfen kostet 2,50 Euro. In wenigen Minuten wird Hubert Aiwanger eintreffen, zum Politischen Aschermittwoch, einer wichtigen Sache in Bayern, es geht darum, Bier zu trinken und politische Gegner zu beleidigen.

[…]

Er steht am Rednerpult und sieht zerbrechlich aus. Er ist kein Bierbauchträger, kein Franz Josef Strauß. Seine linke Ferse hält er vom Boden abgehoben, sie schwingt beim Reden mit. Ein Skript hat er nicht.

Er sagt: „Herzlich willkommen bei denen, die an die Zukunft glauben, anstatt Insekten zu fressen und sich an die Straße zu kleben.“ Tosender Applaus.

Er sagt: „Diese Idioten in Berlin würden lieber im Winter frieren, als einen morschen Baum für Energie zu verwenden!“ Jubel.

Er sagt: „Lindner wäre im Wald nicht zu gebrauchen. Wo er mit dem Porsche nicht hinkommt, arbeitet er nicht.“

Er sagt: „Alles wird in Deutschland kritisiert, jeder, der arbeitet, muss sich rechtfertigen. Wenn wir dafür sorgen, dass die guten Leute hierbleiben, brauchen wir nicht so viele andere ins Land lassen!“

Er sagt: „Deutschland ist Technologieführer in der ganzen Welt. Das wären wir nicht, wenn wir seit 3000 Jahren kiffen würden!“ Am Ende klatscht sogar die Kapelle.

[…]

Auch wer politisch nicht mit Aiwanger übereinstimmt, muss zugeben, dass der Mann Humor hat. Dass er die Kunst beherrscht, Selbstverständliches zu sagen und dabei zu suggerieren, er sei der Einzige auf der Welt, der klar denkt. Wenn er auf Volksfesten spricht oder Interviews gibt, ist er wie auf Twitter: unerbittlich, undiplomatisch, gemein. Er rechtfertigt das damit, dass klare Sprache dazugehöre. Aber er fällt auf, weil er eben der Einzige ist, der so spricht.

[…]

Es existieren nun zwei mögliche Realitäten nebeneinander. In einer Realität hat Hubert Aiwanger den antisemitischen Text geschrieben und, anstatt sich zu entschuldigen, seinen Fehler zu gestehen, alles abgestritten. Dann musste er einen Schuldigen präsentieren und fand seinen Bruder. In der anderen Realität ist es, wie Hubert Aiwanger selbst es darstellt: Sein Bruder hat das Pamphlet verfasst, und weil er ihn nicht verpfeifen wollte, hat er die Sache nun am Hals, nach über 30 Jahren. Das Problem ist: Man kann etwas zu laute Bierzeltreden schwingen und gleichzeitig ein kluger Politiker sein. Aber ein „Freiflug durch den Schornstein in Auschwitz“, das hat man entweder in die Welt gebracht oder nicht.

Mitarbeit: Matthias Kirsch

https://www.zeit.de/2023/37/hubert-aiwanger-antisemitismus-flugblatt-markus-soeder-freie-waehler/komplettansicht

Warum kommt ihr nicht in den Sinn, daß eigentlich derjenige, der eine Kampagne führt, über eine „Zeitmaschine“ verfügen sollte, was allerdings nicht der Fall war? Mehr als den rechtswidrigerweise privat Schulunterlagen hortenden Lehrer, der seinerzeit dem Hubert ein Strafreferat aufgebrummt hatte, hatte die Süddeutsche nicht zur Hand. Wobei jener Lehrer über den Urheber des Flugblatts so wenig wußte wie darüber, wieso in der Tasche des Schülers Aiwanger Exemplare aufgefunden worden waren. Anhaltspunkte dafür, daß das Flugblatt überhaupt verteilt worden war, gibt es ebenfalls nicht. Derlei Lücken-Petitessen werden üblicherweise im heute grassierendem Verdachtsjournalismus mit Signalwörtern wie „offenbar“, „dürfte“ und „liegt nahe“ überpinselt.

Der BR am 2.9.2023:

„Angestoßen hatte die Berichterstattung [der Süddeutschen Zeitung] ein früherer Lehrer. Dem BR versicherte er seine Aussagen an Eides statt, möchte aber anonym bleiben. „Hubert Aiwanger saß im Vorzimmer des Direktorats als einziger Beschuldigter„, erinnerte er sich. Zunächst habe der Schüler im Sekretariat seine Unschuld beteuert, dann habe der damalige Direktor unter vier Augen mit ihm gesprochen. Da in Hubert Aiwangers Tasche Flugblätter gefunden worden seien, „galt er als überführt“. Aus Sicht der Lehrer damals sei es „eine Ein-Mann-Aktion“ gewesen. Deswegen habe der Disziplinarausschuss, dem er angehört habe, eine Strafe gegen Aiwanger verhängt.

Keiner der Schulkameraden, mit denen der BR gesprochen hat, erinnert sich daran, damals etwas von dem Flugblatt mitbekommen zu haben. Ein Schüler hatte das Papier in seine historische Arbeit aufgenommen, die prämiert wurde und in mehreren Bibliotheken – auch in der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem – aufbewahrt wird. Er hatte das Flugblatt nach eigenem Bekunden nicht selbst gefunden, sondern es von seinem Lehrer erhalten.

[…]

Offizielle Schul-Dokumente werden bei der Aufklärung des Falls wohl nicht helfen können. Nach Auskunft des aktuellen Schulleiters des Burkhart-Gymnasiums seien dort keine Unterlagen zum Fall Aiwanger im Schuljahr 1987/88 vorhanden, teilte das Kultusministerium mit. Auch an der Dienststelle des Ministerialbeauftragten für die Gymnasien in Niederbayern gebe es keine Unterlagen zu der Angelegenheit. Das stehe im Einklang mit den vorgegebenen Aufbewahrungsfristen.“

https://www.br.de/nachrichten/bayern/hubert-aiwanger-als-schueler-unauffaellig-oder-antisemitisch,TodZOzL

Das entspricht ziemlich genau Aiwangers eigenen Erinnerungen, wie er sie am 31.8.2023/1.9.2023 gegenüber der WELT wiedergab:

„Hubert Aiwanger im Interview

„Ich sollte politisch vernichtet werden“

Stand: 31.8.2923 20:15 Uhr |

Von Tim Röhn

Ressortleiter Investigation und Reportage

Seit Ende vergangener Woche steht Hubert Aiwanger im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit – weil zu seiner Schulzeit ein antisemitisches Flugblatt bei ihm gefunden wurde und immer neue Vorwürfe dazu kommen. Nach Tagen des Schweigens spricht er im Exklusiv-Interview mit WELT ausführlich über die Affäre.

[…]

Kurz bevor das Gespräch beginnen soll, liest er in der Online-Ausgabe der „Bild“-Zeitung, dass eine ehemalige Mitschülerin behauptet, er habe als Schüler „Mein Kampf“ mit sich herumgetragen. Er müsse nun erst mal dazu twittern, entschuldigt er sich und legt auf.

„Es wird immer absurder. Eine andere Person behauptet, ich hätte Mein Kampf in der Schultasche gehabt. Wer lässt sich solchen Unsinn einfallen!?“, schreibt er bei „X“, vormals Twitter.

Dann ist er wieder am Apparat.

[…]

Aiwanger: Man muss sich schon fragen, wie solche Gemeinheiten produziert werden. Von den Vorwürfen bleibt übrig, dass ein Blatt oder wenige Blätter eines abscheulichen Papiers in meiner Tasche gefunden wurden. Weder die behauptete Verbreitung noch die behauptete Urheberschaft durch mich. Insofern wurde hier offenbar absichtlich gelogen und eine Verdachtsberichterstattung mit schwerwiegenden Folgen praktiziert. Und dann hieß es noch, es gebe Zeugen – aber nun sind da keine.

WELT: Ihr Bruder sagte dann, er habe das Papier verfasst.

Aiwanger: Auf den Gedanken ist die „SZ“ vorher ganz offensichtlich nicht gekommen. Sie hatten mich im Visier, Punkt. Das war stümperhaft und eine bodenlose Gemeinheit. Hätten sie früher gewusst, dass es mein Bruder war, hätten sie die Kampagne wohl gar nicht erst gestartet.

WELT: Warum haben Sie nicht von Anfang an gesagt, dass Ihr Bruder das Papier verfasst hat?

Aiwanger: Schon aus der Fragestellung der Anfrage waren viele Unwahrheiten zu erkennen. Ich wusste ja, dass ich nicht der Urheber war. In dem Moment habe ich einfach nicht gesehen, dass ich hier jetzt für Aufklärung sorgen sollte.

WELT: Vor der Veröffentlichung der „SZ“ waren Sie gefragt worden, ob Exemplare des Flugblatts in Ihrem Rucksack gefunden und Sie bestraft worden waren. Ihr Sprecher hatte das verneint. Hat er gelogen?

Aiwanger: Nein. Wir haben eine Antwort auf mehrere Fragen geschickt, von denen einige falsche Behauptungen beinhaltet hatten.

WELT: Aber hätten Sie nicht da schon sagen sollen, dass das Papier bei Ihnen gefunden wurde, Sie aber nicht der Verfasser seien?

Aiwanger: Wie gesagt: Schon in den Fragen steckten Unwahrheiten. Da hieß es, sie hätten Zeugenaussagen bezüglich der Urheberschaft. Ich wusste ja, dass das gar nicht sein kann. Dass die mit falschen Karten spielen. Also wollte ich denen nicht im Vorfeld alles auf den Tisch legen.

[…]

WELT: Was war das damals für eine Zeit? Die Schülerarbeit und auch die Schilderungen von ehemaligen Schülern deuten auf ein Problem mit Rechtsextremismus, mit Holocaust-Verharmlosung hin.

Aiwanger: Dieser Eindruck trügt. Diese Zustände gab es so nicht. Es werden jetzt von den Medien nur diese Leute gehört, die behaupten, dass es damals so gewesen sei. Menschen, die etwas anderes berichten, werden ignoriert. Ich glaube, dass die Wahrnehmung verzerrt und einseitig ist.

WELT: Und Sie? Wie waren Sie damals unterwegs? Was für ein Typ waren Sie?

Aiwanger: Auf alle Fälle nicht der, als der ich jetzt dargestellt werde – als Menschenfeind. Ich hatte viele Freunde, war nach meiner Wahrnehmung bei vielen beliebt. Ich war hilfsbereit, habe andere unterstützt und war niemand, der anderen etwas Böses wollte. Wissen Sie, ich bin kein böser Mensch. Ich verstehe nicht, warum man dieses Bild von mir zeichnet.

WELT: Und warum war das Papier damals in Ihrem Rucksack?

Aiwanger: (atmet tief durch) Fragen Sie mich bitte etwas anderes! Mein Bruder sagt ja, ich habe möglicherweise versucht, das Papier damals einzusammeln um zu deeskalieren. Mir fehlt schlichtweg die Erinnerung.

WELT: Der Unterschied zwischen Verteilen und Einsammeln ist elementar. Können Sie ausschließen, dass Sie es an andere verteilt haben?

Aiwanger: Das kann ich nicht mehr einordnen.

WELT: Warum haben Sie denn dann die Strafe akzeptiert?

Aiwanger: Weil Sie damals als relativ einfacher Ausweg erschienen ist. Auf der anderen Seite stand die Drohung mit der Polizei im Raum. Ich hatte das Flugblatt ja in der Tasche, ich saß ohnehin in der Patsche. Da wollte ich nicht mehr damit beginnen, jetzt zu erzählen, der Verfasser sei aber der Bruder. Das war dann eh schon alles egal.

WELT: Bruder hin oder her – hätten Sie angesichts des Inhalts dieses Pamphlets nicht entschiedener vorgehen müssen, den Verfasser melden müssen?

Aiwanger: Im Rückblick unter dieser Drucksituation, na ja. Natürlich hätte ich mir damit viel Ärger ersparen können. Aber dafür hätte ich meinen Bruder mit reingezogen. Wie auch immer ich es gemacht hätte: Im Nachhinein kann man es als falsch ansehen. Ich weiß aber auch gar nicht mehr, ob am Ende überhaupt nach dem Verfasser weiter ermittelt wurde. Vielleicht war der Direktor auch damit zufrieden, dass ich eine gewisse Strafe auf mich genommen habe. Damit war es dann erledigt. Auch meine Eltern wurden nicht hinzugezogen.

WELT: Waren Sie nicht erschrocken, dass Ihr Bruder so etwas verfasst hat? War er ein Nazi?

Aiwanger: Erschrocken ja, er war damals in einer schwierigen Situation, Klassenziel nicht erreicht, von den Klassenfreunden getrennt.

[…]“

https://www.welt.de/politik/deutschland/plus247222320/Hubert-Aiwanger-im-Interview-Ich-sollte-politisch-vernichtet-werden.html

Praktischerweise hatte der Chefredakteur der Süddeutschen schon am 29.8.2023 dieses menschlich verständliche Krisenmanagement Aiwangers zum Thema gemacht – mit der entlarvenden Äußerung, auf die Urheberschaft des Flugblattes komme es daher gar nicht mehr an:

„Aiwanger-Affäre: Jetzt meldet sich „SZ“-Chefredakteur Wolfgang Krach zu Wort

Die „Süddeutsche Zeitung“ verdächtigt den stellvertretenden bayerischen Ministerpräsidenten Hubert Aiwanger, vor 35 Jahren ein antisemitisches Flugblatt verfasst zu haben. Für ihre Berichterstattung ist sie jetzt selbst in die Kritik geraten. Chefredakteur Wolfgang Krach hat sich nun in der Angelegenheit zu Wort gemeldet und Einzelheiten zur Recherche genannt.

Henning Kornfeld | 29. August 2023 um 10:40

Die „SZ“ hatte am vergangenen Freitag erstmals über den Verdacht gegen Aiwanger berichtet. Am Samstag darauf bezichtigte sich indes dessen Bruder Herbert der Urheberschaft an dem Flugblatt. Kritiker werfen der „SZ“ nun vor, die von ihr genannten Indizien rechtfertigten eine Verdachtsberichterstattung gegen den bayerischen Politiker nicht.

Chefredakteur Wolfgang Krach verteidigt in einem Kommentar hingegen die Berichterstattung seines Blattes und fordert harte Konsequenzen für den Politiker: „Hubert Aiwanger ist nicht mehr haltbar. Nicht für seine Partei, nicht für seinen Koalitionspartner CSU – und auch nicht für Bayern.“ Krach weist zunächst auf Unstimmigkeiten in der Darstellung der Aiwangers hin. So habe der Politiker in seiner Erklärung von Samstag offen gelassen, warum er das Flugblatt in seinem Ranzen herumgetragen habe. „Glaubt jemand ernsthaft, er habe es wieder eingesammelt, um zu ‚deeskalieren‘, wie sein Bruder neuerdings behauptet? Warum ist ihm das dann nicht früher eingefallen?“, fragt Krach rhetorisch.
[…]

Allein schon durch den Umgang mit der Affäre habe Aiwanger „Zweifel an seiner Glaubwürdigkeit selbst gestiftet und Vertrauen zerstört“, meint Krach. „Auf die Urheberschaft kommt es nicht mehr an, der Rest ist schon schrecklich genug.““

https://kress.de/news/beitrag/146243-aiwanger-affaere-jetzt-meldet-sich-quot-sz-quot-chefredakteur-wolfgang-krach-zu-wort.html

Das ist wirklich erbärmlich.

 Daß sich neben vielen anderen speziell der BR und der SPIEGEL der Kampagne anschlossen und u.a. frühere, Aiwanger-kritische, Mitschüler ausgruben, die aus dem Nebel der Erinnerung Passendes zusammenklaubten, gern auch anonym („eidesstattliche Versicherung liegt der Zeitung vor“, die im Zweifel ihre dubiosen „Informanten“ unter Verweis auf Quellenschutz schützt), kommt dem blasenfernen Betrachter eher wie ein zusätzlicher Beleg für die Dünnbrüstigkeit einer Kampagne vor, die den Kampf gegen Antisemitismus nur als empörungsauslösendem  Vorwand benutzt:

„„Politische Vernichtung“

Wolffsohn verteidigt Aiwanger!

Gastkommentar

Von: Michael Wolffsohn*

28.08.2023 – 10:22 Uhr

„Der größte Lump im ganzen Land, das ist und bleibt der Denunziant.“ Auch wenn es der Denunziant gut meint. Jüngsten Anschauungsunterricht bietet uns der Fall des bayerischen Vize-Ministerpräsidenten und Wirtschaftsministers Hubert Aiwanger. Bislang fiel er nie durch irgendwelche antisemitischen Äußerungen auf. Den Unmut seiner Gegner zog er sich mit anderen Aussagen zu.

Ein Recherchen-Team der „Süddeutschen Zeitung“ veröffentlichte: Aiwanger hätte als 17-jähriger Schüler vor rund 35 Jahren ein ekelerregendes, antisemitisches Flugblatt verfasst.

Wer das Flugblatt liest, erkennt sofort: Ja, es ist ekelhaft und widerwärtig. Warum? Weil es tändelnd über die Hölle auf Erden witzelt, nämlich über das nationalsozialistisch-deutsche Vernichtungslager Auschwitz. Dort wurden rund 1,3 Millionen Menschen ermordet, davon 1,1 Millionen Juden. Darüber machen anständige Menschen keine Witze.

Ist jenes Flugblatt antisemitisch? Es ist menschenverachtend, aber ist es deswegen automatisch antisemitisch? Antisemiten machen Juden als Juden verächtlich. Sie fordern die Benachteiligung und sogar Ermordung. Kein Wort davon in diesem dreckigen Text. Merke: Nicht jeder Dreck ist zugleich antisemitisch.

Zeugen von damals haben Hubert Aiwanger beschuldigt. Sie alle bestehen auf Anonymität. Seltsam: Für eine gute Sache – also den Kampf gegen Antisemiten – nicht mit offenem Visier kämpfen?

[…]

 „Hysterische Aiwanger-Kritiker messen mit zweierlei Maß“

Als Jude wehre ich mich dagegen, dass Denunzianten uns Juden für ihre tagespolitischen Zwecke missbrauchen. Kurz vor den Wahlen in Bayern wollen sie den konservativen Aiwanger und seine Freien Wähler als Nazis und, daraus abgeleitet, Antisemiten abstempeln. Wer konservativ mit „Nazi“ und „Antisemit“ gleichsetzt, ist ahnungslos und verleumderisch. Wer es dennoch tut, lasse uns Juden aus diesem miesen Spiel raus.

Die hysterischen Aiwanger-Kritiker messen mit zweierlei Maß. Konservativen werfen sie jugendliche Dummheiten, Widerwärtigkeiten, Fehler oder Straftaten lebenslänglich vor und fordern noch Jahrzehnte später, also heute, Konsequenzen. Ex-Außenminister Joschka Fischer (Grüne) gilt als Staatsmann. Dabei hatte er mit 25 Jahren einen Polizisten, also einen Staatsbeamten, brutal verprügelt. Vergeben und vergessen. Weil Joschka grün und Aiwanger konservativ ist?

Kein Zweifel: Joschka Fischer hat sich gewandelt. Vielleicht hat Hubert Aiwanger mit 17 tatsächlich Nazis verharmlost. Doch, anders als dem grünen Joschka, soll man dem konservativen Aiwanger nicht zubilligen, dass er sich gewandelt hat?

Die SPD-Politikerin Sawsan Chebli postete: „Als Schüler verfasste Aiwanger ein antisemitisches Flugblatt, das alles überschreitet, was man für möglich gehalten hat.“ Inzwischen ist dieser Post von ihrem X-Account gelöscht. Aber Frau Chebli war als Jugendliche selbst bekennende Antisemitin. Für Aiwanger gilt also nicht, was für sie gilt. Entlarvend ist das.

Mein muslimischer Freund Ahmad Mansour gibt unumwunden zu: Als Jugendlicher war er Antisemit. Heute bekämpft er heldenhaft den Antisemitismus.

[…]

Die „Süddeutsche Zeitung“ schreibt mehrheitlich gegen die jetzige Koalition aus CSU und Freien Wählern in Bayern. Das ist ihr gutes demokratisches Recht. Aber weder Aktivismus noch Verdachtsjournalismus sind Qualitätsjournalismus.

[…]“

https://www.bild.de/politik/inland/politik-ausland/politische-vernichtung-wolffsohn-verteidigt-aiwanger-85194990.bild.html

Dann gab es doch noch einen nicht-anonymen Zeugen, von dem der BR am 2.9.2023 so berichtete:

„Nachdem es tagelang nur anonyme Anschuldigungen gegen Hubert Aiwanger gegeben hatte, äußerte sich am Dienstagabend [29.8.2023]  erstmals ein ehemaliger Mitschüler vor einer Kamera: Mario Bauer, der von der 7. bis zur 9. Jahrgangsstufe mit Aiwanger in einer Klasse war, anschließend eine Stufe unter ihm. Im Interview für das ARD-Politikmagazin „report München“ schilderte Bauer, dass Aiwanger in der Schule ab und zu „den Hitlergruß“ gezeigt und „Hitler-Reden imitiert“ habe. Auch habe er öfter Witze über Juden und das KZ Auschwitz erzählt.

[…]“

https://www.br.de/nachrichten/bayern/hubert-aiwanger-als-schueler-unauffaellig-oder-antisemitisch,TodZOzL

Ruft man den Beitrag vom 29.8.2023 auf, liest man von der konkreten Jahrgangsstufe nichts, dafür aber etwas vom „Klassenzimmer“:

„29.08.2023, 23:53 Uhr

Ex-Mitschüler spricht über Aiwanger: Hitlergruß und Juden-Witze

Tagelang gab es nur anonyme Vorwürfe gegen Hubert Aiwanger, im BR-Interview äußert sich erstmals ein Ex-Mitschüler vor der Kamera: Aiwanger habe damals Hitler imitiert und Juden-Witze erzählt. Die Freien Wähler beklagen „Diffamierungsversuche“.

[…]

Reporterinnen und Reporter des BR sprachen in den vergangenen Tagen mit zahlreichen Mitschülern Aiwangers. Deren Erinnerungen waren höchst unterschiedlich. Mario Bauer ist der Erste, der offen vor einer Kamera seine Erinnerungen an seinen früheren Schulkameraden schildert.

Beim Betreten des vollbesetzten Klassenzimmers habe Hubert Aiwanger ab und zu „einen Hitlergruß gezeigt“, erinnert sich Bauer im Interview mit „report München“ und BR24. Auch habe er oft Hitler-Reden imitiert. „Da wollte er immer damit auffallen.“ Damit bestätigt der Ex-Mitschüler, der drei Jahre lang mit Aiwanger in einer Klasse am Burkhart-Gymnasium Mallersdorf-Pfaffenberg war, öffentlich anonyme Aussagen, über die „Süddeutsche Zeitung“ und „Münchner Merkur“ berichtet hatten. Der „Merkur“ schrieb unter Berufung auf Zeitzeugen von damals, im Zusammenhang mit einem antisemitischen Flugblatt sei vor 35 Jahren schnell der Verdacht auf den 16 oder 17 Jahre alten Hubert gekommen, weil dieser in der Klasse als Hitler-Imitator aufgefallen sei.

[…]

Zum Flugblatt kann Mario Bauer nichts sagen, er erinnert sich aber an Hubert Aiwangers auffälliges Verhalten. Auch Witze über Juden und das KZ Auschwitz habe sein Mitschüler „definitiv“ erzählt. Man könnte natürlich sagen, es sei eine pubertäre Phase gewesen, viele hätten ihn damals „als Spinner“ abgetan, sagt der Ex-Mitschüler am Dienstagabend. „Welche starke Gesinnung dahinter gesteckt hat? Keine Ahnung, das kann man schwer sagen.““

https://www.br.de/nachrichten/bayern/ex-mitschueler-spricht-ueber-aiwanger-hitlergruss-und-juden-witze,ToLgrHE

Also teilte Mario Bauer das Klassenzimmer mit Hubert Aiwanger lediglich im Alter zwischen 12-14 Jahren, kaum ein Alter, in dem man mit Hitler-Imitationen und -grüßen auffällig wird. Die Merkur-Verdachtszeugen kann man gleich ins Reich der Legende verweisen: in Verdacht geriet Aiwanger, weil man Flugblätter bei ihm gefunden hatte. Keiner der Zeugen hat das Flugblatt seinerzeit gesehen. Zeugen, die dem BR nicht ins Konzept paßten, wurden abgewertet, wenn sie mit ihm den Klassenraum nicht teilten:

„Namentlich geäußert hat sich mit Christian Augsburger noch ein Kollegstufen-Kamerad Aiwangers, der mit ihm aber lange Jahre nicht in einer Klasse war und auch keine Abi-Kurse mit ihm belegte. Er habe Aiwanger erst mehrere Jahre später bei einem späteren Praktikum näher kennengelernt, erzählte er. „Ich habe ihn als einen sehr ruhigen und korrekten Mitschüler sowie fleißigen Mitpraktikanten erlebt. Ein ganz normaler Typ eben.“ Zu den Vorwürfen anderer Mitschüler könne er nichts sagen, da er davon nichts mitbekommen habe. Ein weiterer Schulkamerad, jünger als Hubert Aiwanger, er besuchte nie die gleiche Klasse, erlebte ihn aber im Schulbus. Seiner Erinnerung nach war er „nicht rechts“, habe keinen Hitlergruß gemacht, sondern sei unauffällig gewesen.“

https://www.br.de/nachrichten/bayern/hubert-aiwanger-als-schueler-unauffaellig-oder-antisemitisch,TodZOzL

Und dann blieb beim BR noch folgender Beifang hängen, der trotz Zweckverfehlung natürlich ausgebreitet werden mußte:

„Die Säureattacke

Auch Lehrerin Gudrun Arnold, die dem BR eine Bestrafung Hubert Aiwangers in einem ganz anderen Fall schilderte, bekam nach eigenen Angaben nichts von einer rechtsradikalen Orientierung mit. Arnold war Kunstlehrerin und versicherte dem BR eidesstattlich, dass sie von Hubert Aiwanger in der neunten Klasse von hinten mit einer ätzenden Flüssigkeit bespritzt worden sei. Die Substanz habe Löcher in ihre Kleidung geätzt. Auch eine zweite Lehrerin soll betroffen gewesen sein. „Gott sei Dank wurde mein Gesicht nicht getroffen“, sagte Arnold. „Ich war durch den Vorfall geschockt.“

Die Strafe für Hubert Aiwanger sei ein Direktoratsverweis gewesen. Die Eltern hätten die Kleidung ersetzen müssen. Hubert Aiwanger ließ eine Anfrage von BR24 mit Bitte um Stellungnahme dazu unbeantwortet.“

https://www.br.de/nachrichten/bayern/hubert-aiwanger-als-schueler-unauffaellig-oder-antisemitisch,TodZOzL

Großer Gott! Wo soll das enden? Schockierende Vorfälle im Kindergarten? Schmeißen mit Sandschäufelchen in den Rücken, was glücklicherweise nicht ins Auge ging?

Funfact: der humorlose und vegane Obergrüne bei der ZEIT, stv. Chefredakteur Bernd Ulrich, regte sich am 1.9.2023 mächtig über dieses Detail auf:

„Und das ist die Lage für Söder: Eine falsche Bewegung gemacht, ein falsches Wort gesprochen, ein Momentum verpasst – und das war’s. Diese Zuspitzung hat sich der CSU-Chef selbst zuzuschreiben. Denn der Mann, der mal mit AfD-Themen geflirtet hat, dann auch mal mit den Grünen, hat seinen ganzen Wahlkampf darauf aufgebaut, gegen dieselben Grünen zu polemisieren und auf keinen Fall mit ihnen zu koalieren. Dabei bedient sich Söder übrigens oft derselben Polemiken und derselben Lügen wie sein Vize (Grüne wollen, dass wir Insekten essen).“

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2023-09/hubert-aiwanger-markus-soeder-flugblatt-affaere/komplettansicht

Über die klimaschutztechnischen Vorteile von Mehlwurm, Grille & Co. gegenüber Schwein und Rind wird ja wohl nicht grundlos allseits „aufgeklärt“, oder? Ulrich muß aber auch viel ertragen zur Zeit: in derjenigen VW-Kantine, in der es ausschließlich Vegetarisches gab, wird die echte Currywurst wieder eingeführt, und der mäkelige Vegetarier Özdemir hat mit seinem „ambitionierten“ ökologischen Anforderungsprofil zum kleinen Preis die Caterer derartig abgeschreckt, daß es im Landwirtschaftsministerium seit dem 1.7.2023 nun gar keine Kantine mehr gibt.

Wenn’s nach Ulrich geht, reicht eine bloße Stellungnahme eines „Beschuldigten“ eh nicht aus: es muß schon eine öffentliche therapeutische Familienaufstellung sein. Mindestens!

„Denn wenn es so gewesen sein sollte, wie die beiden behaupten, dann muss es doch zwischen dem aufrechten Demokraten Hubert und dem neonazistisch verirrten Helmut enorme Konflikte gegeben haben. Davon könnten sie ja berichten. Oder davon, wie der Hubert den Helmut seinerzeit aus dem braunen Sumpf gezogen hat. So eine konkret erlebte und ehrlich erzählte Geschichte könnte die leidlich gutwilligen Leute überzeugen und versöhnen. Wenn sie denn stimmt. Jedoch: Sie erzählen nicht, sie stammeln und sie keilen.

Wieso glaubt Hubert Aiwanger, sich das leisten zu können?“

Ich glaube, mein Rechtsstaats-Schwein pfeift.

Die Beantwortung der 25 Fragen durch Aiwanger erbrachten nichts Neues, riefen aber noch einmal die Standards auf, die unser Zusammenleben regeln sollten:

„Antisemitismusvorwürfe

So antwortete Hubert Aiwanger auf Markus Söders Fragen

In der Flugblattaffäre stellte Bayerns Ministerpräsident seinem Vize 25 Fragen. Das sind die Antworten des Freie-Wähler-Chefs.

3. September 2023, 12:39 Uhr Quelle: ZEIT ONLINE, isd, ast

[…]

Vorbemerkung

Das besagte Flugblatt habe ich nicht verfasst und erachte es damals wie heute als ekelhaft und menschenverachtend. Es spiegelt weder damals noch heute meine persönliche Haltung wider. 

Die mit diesem Fragenkatalog angesprochenen Vorgänge liegen rund 36 Jahre zurück. Damals war ich 16 Jahre alt. Ich weise daher darauf hin, dass mir viele Details heute nicht mehr erinnerlich sind. Zudem kann der Wahrheitsgehalt vieler Vorwürfe nicht mehr zweifelsfrei festgestellt werden. Sachverhalte können nicht mehr vollständig rekonstruiert werden. Ebenso ist die Interpretation und Einordnung in den situativen Kontext nicht mehr möglich. 

Ich bereue, wenn ich durch mein Verhalten in Bezug auf das Pamphlet oder weitere Vorwürfe gegen mich aus der Jugendzeit Gefühle verletzt habe. 

Entsetzt bin ich, wie mit einem Dokument aus meiner Schulzeit und der Weitergabe von Informationen aus dem geschützten Raum Schule durch einen Lehrer versucht wird, mich politisch und persönlich fertig zu machen. Die Veröffentlichungen aus Lehrerkreisen sind ein massiver Verstoß gegen das Bayerische Dienstrecht. Gegen die Verdachtsberichterstattung mit überwiegend anonymen Aussagen und dem Weglassen entlastender Inhalte behalte ich mir rechtliche Schritte vor.

[…]

14. Wieso haben Sie gegenüber der Schulleitung die Verantwortung für das Flugblatt übernommen?

Ich weiß nicht, ob und was ich an Verantwortung für das Flugblatt übernommen habe. Nach dem Auffinden des Flugblattes in der Schultasche wurde mir mit der Polizei gedroht. Als Ausweg wurde mir angeboten, ein Referat zu halten. Darauf ging ich unter Druck ein. Damit war die Sache wohl für die Schule erledigt.

15. Haben Sie vor der Schulleitung zugegeben bzw. eingestanden, dass das Flugblatt von Ihnen stammt?

Es wird auf die Frage 14 verwiesen.

16. Haben Sie das Ihnen als Sanktion auferlegte Referat gehalten? 

Nach meiner Erinnerung wahrscheinlich ja.

17. Wieso haben Sie keinen Verweis von der Schulleitung bekommen? Wieso wurden Ihre Eltern nicht einbezogen, obwohl Sie noch minderjährig waren?

Diese Fragen kann nur die damalige Schulleitung beantworten.

18. Haben Sie Ihren Bruder mit dem Flugblatt konfrontiert? Haben Sie ihm klargemacht, weshalb ein derartiger Inhalt absolut indiskutabel ist? Hat Ihr Bruder Einsicht gezeigt?

Mein Bruder und ich standen unter Schock. Die Vorstellung eines Polizeibesuchs im Elternhaus hat mir Angst gemacht. Mein Bruder war selbst im Nachhinein über den abscheulichen Inhalt beschämt und hat die Sache sehr bereut. 

19. Warum hat sich Ihr Bruder damals nicht zu dem Flugblatt bekannt, sondern erst jetzt?

Mein Bruder war aufgrund seiner schulischen Probleme damals ohnehin in einer schwierigen Situation und hatte Angst vor dramatischen Folgen. Aufgrund der aktuellen Verdächtigungen gegen mich klärte mein Bruder die Urheberschaft auf.

[…]

22. Gab es in der Schule weitere Vorfälle, bei denen disziplinarisch gegen Sie vorgegangen wurde? Wenn ja, welche?

Mir ist neben einem Vorfall im Kunstunterricht, der mit der aktuellen Diskussion nichts zu tun hat, nichts in Erinnerung (Anmerkung: Allgemein ist dafür Sorge zu tragen, dass der Schutzraum Schule nicht ausgehöhlt wird. Schüler, Eltern und Lehrer müssen sich darauf verlassen können, dass schulische Interna nicht in die Öffentlichkeit getragen werden).

23. Welche Konsequenzen haben Sie damals aus der Angelegenheit für sich persönlich gezogen?

Der Vorfall war ein einschneidendes Erlebnis für mich. Er hat wichtige gedankliche Prozesse angestoßen.

24. Wie positionieren Sie sich zu dem Vorwurf, dass auch Ihr weiteres Verhalten bzw. Auftreten zur Schulzeit eine Nähe zu nationalsozialistischem Gedankengut nahegelegt habe, weshalb der Verdacht auf Sie gefallen sei (lt. Presseberichten angeblich Imitationen von Hitler und seinen Reden, „Hitlerbärtchen“)?

25. Gab es weitere mögliche rechtsradikale Aktivitäten in der Vergangenheit?

Die Fragen 24 und 25 werden gemeinsam beantwortet: Ich habe als Jugendlicher auch Fehler gemacht, die mir heute leidtun. Ich bereue, wenn ich durch mein Verhalten in der Jugendzeit Gefühle verletzt habe. Fehler aus der Jugendzeit dürfen einem Menschen allerdings nicht für alle Ewigkeit angelastet werden. Jedem Menschen muss auch ein Entwicklungs- und Reifeprozess zugestanden werden.

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2023-09/flugblattaffaere-hubert-aiwanger-fragenkatalog

Es wird noch weitere Nachtret-Kommentare geben wie diesen, der exemplarisch geeignet ist, die wahre Stoßrichtung der Kampagne offenzulegen:

„Aiwanger-Affäre

Alles für die Macht

Markus Söder ist ein begnadeter Instinktpolitiker. Der Fall Aiwanger wäre für ihn die Chance gewesen zu zeigen, dass er auch Prinzipien hat. Doch er hat sie verpasst.

Ein Kommentar von Katharina Schuler

3. September 2023, 14:17 Uhr

Markus Söder gehört zu den erfahrensten Machtpolitikern in diesem Land. Der bayerische Ministerpräsident hat ein Gespür dafür, was bei einer Mehrheit der Bevölkerung – respektive der potenziellen CSU-Wähler – ankommt und was nicht.

[…]

Bayern sei ein Bollwerk gegen Antisemitismus und Rassismus, erklärte er zwar in seinem kurzen Statement am Sonntag.

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2023-09/markus-soeder-will-hubert-aiwanger-im-amt-belassen

Doch die Entscheidung, Hubert Aiwanger trotz des antisemitischen Flugblatts, mit dem er in Verbindung gebracht wird, nicht nur im Amt zu behalten, sondern seinem Koalitionspartner, den Freien Wählern, auch keinerlei Auflagen für die weitere Zusammenarbeit zu machen, spricht dieser Behauptung Hohn.

Dürftige Antworten

Natürlich, da hat Söder recht, sollte niemand mit über 50 Jahren ausschließlich daran gemessen werden, was er als 17-Jähriger gedacht und getan hat. Doch im Fall Aiwanger ist der Vorfall von damals nicht nur besonders widerwärtig, seine Entschuldigungen und Reuebekenntnisse waren dürftig und verspätet.

[…]

Auch die Antworten, die Aiwanger nun auf die von Söder gestellten Fragen gegeben hat (PDF), bleiben mehr als dürftig. Weder erklärt er, wie das Flugblatt in seine Tasche kam, noch ob es ein oder mehrere Exemplare waren oder ob er es verteilt hat oder nicht. „Nicht erinnerlich“ ist die Antwort. Das ist wenig glaubwürdig. Immerhin gab es damals ein Disziplinarverfahren an der Schule. Man sollte meinen, wer in einen solchen Vorfall verwickelt war, weiß auch 35 Jahre später noch, wie es dazu kam. Dafür versäumt Aiwanger es in keiner seiner Erklärungen, darauf hinzuweisen, wer in seinen Augen das eigentliche Opfer ist: er selbst nämlich, der sich einer Kampagne zu seiner politischen Vernichtung ausgesetzt sieht.

Von wegen beendet

Söder räumt selbst ein, dass die Antworten nicht befriedigend sind. Konsequenzen will er daraus keine ziehen. Auch, weil es seither keinen ähnlichen Vorfall gegeben habe, wie er sagt. Das aber ist der eigentliche Vorwurf, den man Söder machen muss: Es mag stimmen, dass Aiwanger sich seither nicht mehr antisemitisch geäußert hat. Dass es aber eine Verbindung gibt zwischen der von mehreren Zeugen bestätigten rechtsradikalen Haltung des jungen Aiwanger zu seinem heutigen Rechtspopulismus, scheint offensichtlich. Wenn Aiwanger als bayerischer Minister und Vizeministerpräsident davon redet, dass sich die schweigende Mehrheit die Demokratie zurückholen müsse, hätte das allein schon reichen müssen, ihn als Koalitionspartner nicht länger in Betracht zu ziehen. Stattdessen etikettiert Söder Aiwanger weiterhin als „bürgerlich“, während er den Grünen diese Eigenschaft abspricht.

[…]“

https://www.zeit.de/politik/deutschland/2023-09/hubert-aiwanger-affaere-markus-soeder-bayern

Der im engsten Aktivistenkreis rund um den Vettern-Wirtschaftsstaatssekretär Graichen zusammengezimmerte Entwurf des Heizungsgesetzes sah sich allseits derartig gravierender Kritik ausgesetzt, daß er – auch im Interesse der schweigenden Mehrheit – abgeändert werden mußte. Der nächste demokratie-defizitären Versuch, den Entwurf unter Ausschaltung einer echten parlamentarischen Debatte durchzupeitschen, konnte glücklicherweise vom BVerfG gestoppt werden. Alles schon vergessen?

Harald Martenstein über eine gefährdete Demokratie, die sich auf Denunzianten stützt, wie sie auch die Aiwanger-Kampagne befeuerten:

„Harald Martenstein

Über das Denunziantentum

ZEITmagazin Nr. 37/2023 30. August 2023, 16:52 Uhr aktualisiert am 3. September 2023, 11:47 Uhr

[…]

Zweiter Akt. 2018 richtet die AfD in Hamburg eine Meldestelle ein, wo Eltern, Schülerinnen und Schüler die Namen von Lehrern veröffentlichen können, die sich im Unterricht gegen die AfD aussprechen. Solche Äußerungen verstießen gegen das staatliche Neutralitätsgebot. Die SPD-Politikerin Katarina Barley sagt dazu: „Organisierte Denunziation ist ein Mittel von Diktaturen.“

Dritter Akt. Im Jahr 2023 überzieht Deutschland ein dichtes Netz von Meldestellen, vergleichbar dem Autobahnnetz. Sie alle berufen sich auf edle Beweggründe. Dem Schutz von Whistleblowern dient das neue „Hinweisgeberschutzgesetz“, in Kraft getreten am 2. Juli. Bei Androhung von Geldbußen ist jedes der mehr als 90.000 Unternehmen und jede öffentliche Einrichtung ab 50 Beschäftigten verpflichtet, zusätzlich zu ihren anderen Verpflichtungen eine Meldestelle einzurichten. Auch anonyme Meldungen werden bearbeitet, auch „Verdachtsmomente“ können gemeldet werden. In der langen Liste des zu Meldenden stehen auch Äußerungen von Beamten, die „einen Verstoß gegen die Pflicht zur Verfassungstreue“ begehen, oder „Verstöße gegen den Schutz der finanziellen Interessen der Europäischen Union“.

Parallel dazu gibt es die „Meldestelle des Bundes“, angesiedelt beim Bundesamt für Justiz, unter anderem zuständig für möglicherweise verfassungsfeindliche Äußerungen oder Gebärden von Beamten auch unterhalb der Strafbarkeitsgrenze, die Meldestelle des BKA speziell für Hass und Hetze im Internet, die Meldestelle Antifeminismus, wo unter anderem „antifeministische Zwischenrufe“ bei Veranstaltungen gemeldet werden können oder Publikationen, in denen „Gender-Ideologie“ kritisiert wird. Es gibt auch das „Berliner Register“ zum Melden von „Diskriminierung“ und „extrem rechten Aktivitäten“, als rechtsextrem wird auch das Kleben von „antikommunistischen Stickern“ gewertet, es gibt die „Meldestelle antimuslimischer Rassismus“ und viele mehr. Die „Meldestelle des Bundes“ soll ab 1. Juli 2024 auch für anonyme Meldungen freigeschaltet werden.

Vierter Akt. Laut einer aktuellen Umfrage haben 54 Prozent der Bevölkerung nur noch „weniger großes“ oder „geringes“ Vertrauen in die Demokratie. Gleichzeitig sagen 90 Prozent, dass ihnen ein Leben in Freiheit, das Recht auf freie Meinungsäußerung und freie Wahlen wichtig seien. Die Schnittmenge zwischen überzeugten Demokraten und denen, die an der heutigen Demokratie zweifeln, muss folglich groß sein. Ich glaube nicht, dass zur Veränderung dieses Meinungsbildes der Ausbau des anonymen Meldewesens der richtige Weg ist. Katarina Barley hat recht.“

https://www.zeit.de/zeit-magazin/2023/37/harald-martenstein-denunziation-demokratie

„Hass und Hetze“ ist weder auf das Internet beschränkt noch Merkmal einer einzigen Gruppe im Kulturkampf, der von der veröffentlichten Meinung dominiert wird. Letztere hat sich von den Bürgern entkoppelt, was am 8.10.2023 zu besichtigen sein wird.

1.107 Gedanken zu „Warum die Presse versagt III

  1. Ich kann direkt an meinen letzten Beitrag anknüpfen, nämlich zum Mangel an aufklärerischer Sicht auf das Recht und stattdessen das Schüren von Emotionen im Westen – was brandgefährlich ist.

    Warum die Presse versagt III


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-2/#comment-101394

    Die Bundesregierung in Gestalt einer chronisch heiseren Ex-SPIEGEL-Redakteurin weigert sich, zur Rechtswidrigkeit einer Totalblockade von Gaza Stellung zu nehmen:

    Die SPD cancelt ein Treffen mit Bernie Sanders, weil der unverschämterweise auf die humanitären Bedürfnisse der Zivilbevölkerung im Gaza-Streifen hinweist:

    https://twitter.com/friiyo/status/1712415675162194270

    Ein wahrer Freund Israels würde Minister Katz darauf hinweisen, daß Kollektivstrafen gegen eine zivile Bevölkerung rechtswidrig sind und das Potential haben, den erklärten Krieg zu eskalieren.

    „Mir ist es ein Rätsel, was in Köpfen vorgeht, die die einen toten Zivilisten derart anders behandelt sehen wollen, als andere.“

    Der US-Lehrlilng Selenskij hatte auch mal die Idee, daß die Verweigerung von Nahrung und Wasser menschenfeindlich sei:

    Daß es ihm nur um Exportgewinne der Ukraine ging, die fast nichts an arme Länder liefert, und daß das Erste, was die Ukraine machte, als die Krim für den Anschluß an Rußland votierte, ihr die Wasserzufuhr abzuschneiden – geschenkt.

    Kommen wir zu der emotionalisierenden Behauptung, in dem fraglichen Kibutz Kfar Aza seien 40 Babies enthauptet worden, wozu ich schon am 11.10.2023 schrieb:

    „Schöne Worte:

    Keine Frage, daß allein dort 70 unschuldige Zivilisten jeglichen Alters ermordet wurden; aber grausige Details wie „enthauptete Babies“ kennt die Reporterin nur vom Hörensagen, und die israelische Regierung hat dieses Detail mittlerweile dementiert. Aber die Vernichtung von Hamas in einem so dicht bevölkerten Landstrich wie Gaza KANN nicht ohne erhebliche zivile Verluste abgehen, und es sieht nicht so aus, als ob Israel darauf Rücksicht nehmen wird.“

    Warum die Presse versagt III


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-2/#comment-101393

    Zuletzt (siehe der Eingangs-Link) hatte ich dazu geschrieben:

    „Propaganda zählt:

    Hier gibt es einen dissentierenden Thread des Journalisten Oren Ziv, der an demselben Media-Event im Kibutz Kfar Aza teilnahm wie Nicole Zedek:“

    Die Geschichte von kriegsrechtfertigender Propaganda ist lang – und ohne Babymorde kommt sie nicht aus:
    […]
    Auch die Menschenrechtsbeauftragte der Ukraine hatte ja behauptet, Russen vergewaltigten Babies – bis sie wegen Verbreitens von Lügen von Kiew geschasst wurde.
    Nun hat Netanyahu den Vorteil von Propaganda erkannt und bestätigt Köpfungen von Babies:

    Das ist gewiß gelogen und allein der wachsenden Kritik an seiner Gaza-Bombardierung geschuldet, gegen die er sich durch die Bildung einer die Opposition erfassenden Notstands-Regierung immunisiert.

    Auf welche Art und Weise zweifelsfrei von Hamas gezielt getötete Babies und Kleinkinder ums Leben kamen, ist eigentlich objektiv irrelevant: Big Serge über den Sinn der „rules of war“:“

    […]
    Die israelische Armee will sich aber partout nicht an die Regeln des internationalen Kriegsrechts halten:

    Was ein Bundeswehr-Prof wie Masala offenbar gutheißt:

    Übrigens übliche ukrainische Kriegstaktiken, die er niemals kritisiert hat.

    Wo leben wir eigentlich, wenn Julian Röpcke der einzige deutsche Wahrheits-Übermittler ist?“

    https://twitter.com/JulianRoepcke/status/1712180074839990387

    Und so ging es weiter:

    CNN berichtet, daß Israel seine fake news über enthauptete Kinder/Babies zurückzieht:

    Blöderweise hatte Biden sie bestätigt, was das WH dann eiligst zurückzog:

    Masala, nicht umsonst „Experte“ im ÖRR, schwelgt in fake news:

    https://twitter.com/CarloMasala1/status/1712493540570214561

    Und schon wieder erweist sich BILD-Röpcke als überlegen:

    „Die Tat bleibt in jedem Fall verwerflich, durch nichts zu entschuldigen und muss gesühnt werden. Das ändert aber nichts daran, dass Sicherheitsbehörden, Politiker und Journalisten jene Tötungsart verbreiten sollten, um die es sich im konkreten Fall auch tatsächlich handelt. Mehr ist dazu nicht zu sagen.“

    So ist es.

    Also eine notwendige Ausweitung des israelischen Krieges auf Syrien: schließlich muß dort präventiv gegen den Iran vorgegangen werden:

    Hollywood- und Popstar-Bekenntnisse zu Israel sind genauso inkompetent wie die zur Ukraine:

    Das Satire-Magazin „Babylon Bee“ war vor der Übernahme von Musk bei Twitter gesperrt: an diese Zensurzeiten sehnen sich viele zurück:

    • Gibt es wirklich noch Leute, die am mörderischen Treiben der Hamas zweifeln?

      Andererseits:

      Und dazu gilt es, eskalierende Reaktionen im Auge zu behalten, militärische wie politische:

      Mir wäre eine Politik, die nicht auf Emotionen gründet, lieber.

      Großer Gott, das ist unterkomplex. „Gerecht“! Krieg ist schmutzig, und der in Gaza ist es jetzt schon, auch ohne Bodentruppen:

      Völkerrecht
      Was ist im Krieg erlaubt?
      Stand: 13.10.2023 10:42 Uhr

      Nach dem Angriff der Hamas hat Israel den Kriegszustand erklärt, bombardiert Ziele im Gazastreifen und prüft eine Bodenoffensive. Was erlaubt das Völkerrecht und welche Antworten hat es auf die Verbrechen der Hamas?
      Von Kolja Schwartz, ARD-Rechtsredaktion
      […]
      Ist die Sperrung von Strom und Wasser verhältnismäßig?
      Israel hat sehr schnell angekündigt, den Gazastreifen zu blockieren und von Strom, Wasser, Benzin und Lebensmitteln abzusperren. Eine Maßnahme, mit der man natürlich auch oder vor allem die Zivilbevölkerung trifft. Wenn Israel das über einen längeren Zeitraum betreibt, dürfte das gegen den Grundsatz der größtmöglichen Schonung der Zivilbevölkerung verstoßen.
      „Ich glaube, das ist insgesamt völkerrechtswidrig“, sagt Christoph Safferling. „Sobald dadurch die Gefahr besteht, dass Menschen ums Leben kommen, weil sie in Krankenhäusern nicht behandelt werden können oder verhungern, wird es sogar zum Verbrechen.“ Denn: Das Römische Statut regelt klar, dass es ein Kriegsverbrechen ist, wenn man die Bevölkerung vorsätzlich verhungern lässt. Allenfalls sei das mal für ein paar Tage zulässig, um einen Angriff vorzubereiten, so der Völkerrechtsexperte.
      […]

      https://www.tagesschau.de/ausland/asien/kriegsvoelkerrecht-israel-hamas-100.html?

      Dagegen sind ja sogar diese Schauspielernöte tiefschürfend:

      Àpropos Gerechtigkeit: langsam mache ich mir Sorgen um unseren Rechtsstaat, was die Anklagefreudigkeit gegenüber politischen Gegnern angeht: hier die hämische taz:

      Prozess gegen Coronaleugner Bhakdi
      Im Zweifel für den Schwurbler
      „Querdenken“-Ikone Sucharit Bhakdi war wegen Volksverhetzung angeklagt. Davon hat ihn das Gericht am Dienstag freigesprochen.
      • 23. 5. 2023, 19:03 Uhr

      Gernot Knödler
      Hamburg-Redakteur

      PLÖN taz | Der Prozess gegen den Coronaleugner Sucharit Bhakdi vor dem Amtsgericht Plön in Schleswig-Holstein hat am Dienstag mit einer Überraschung begonnen. Richter Malte Grundmann deutete an, dass die gegen den pensionierten Professor für Mikrobiologie vorgebrachten Beweise möglicherweise nicht ausreichen, um ihn wegen Volksverhetzung zu verurteilen. So kam es: Am späten Nachmittag sprach ihn der Richter frei. Die Staatsanwaltschaft erklärte gegenüber der taz anschließend, gegen die Entscheidung Rechtsmittel einlegen zu wollen.
      Bhakdi, der zu den bekanntesten Figuren der Coronaleugnerszene gehört und für die Querdenker-Partei „Die Basis“ kandidiert hat, werden zum einen Äußerungen in einem Videointerview vorgehalten, das er dem Fotografen Kai Stuht gegeben hat. In dem Gespräch kritisiert er grundsätzlich den Umgang von Politik und Wissenschaft mit der Coronapandemie: Dahinter stecke eine Verschwörung. Sich gegen Covid, insbesondere mit mRNA-Wirkstoffen, impfen zu lassen, sei Teil eines Menschenversuchs und gefährlicher als das Virus selbst.
      Als besonders negatives Beispiel für den Umgang mit der Pandemie nennt Bhakdi den Staat Israel, weil dort die Menschen gezwungen worden seien, sich impfen zu lassen und keiner mehr habe flüchten können. Er, Bhakdi, sei einmal ein glühender Bewunderer Israels gewesen. „Die größten Geister waren die Juden, es tut mir leid, dass ich das sagen muss“, sagt Bhakdi dann. Nun zwinge ausgerechnet „das Volk, das aus diesem Land geflüchtet ist, das das Erzböse war“, seine Bürger zur Impfung. Das mache Israel zur „living hell“. „Das ist das Schlimme an den Juden: Es gibt kein Volk, das besser lernt als sie“, so Bhakdi weiter.
      Die Staatsanwältin warf ihm vor, damit zum Hass gegen eine religiöse Gruppe angestachelt zu haben. Er habe sich mit seinen Äußerungen vom Staat Israel gelöst und sie verallgemeinernd auf alle Juden bezogen. Antisemitisch sei auch, ihnen bestimmte Eigenschaften und Fähigkeiten zuzuschreiben. Mit der Verbreitung über verschiedene Internetkanäle habe er ein großes Publikum erreicht.
      Im Rahmen eines „Hinweises vorab“ deutete Richter Grundmann allerdings an, dass der Kontext der Äußerungen – das Interview – für eine strafrechtliche Verurteilung möglicherweise nicht ausreiche. Es kämen verschiedene Deutungsmöglichkeiten in Betracht, wobei der Richter gehalten sei, die günstigste Variante anzunehmen.

      Auch bezüglich des zweiten Tatvorwurfs lässt der Richter Ähnliches durchblicken. Zwar sei in dem Video von einer Wahlkampfveranstaltung der „Basis“ zu hören, dass Bhakdi den Holocaust relativiere. Allerdings sei zweifelhaft, ob die Rede vor 200 Menschen geeignet gewesen sei, den öffentlichen Frieden zu gefährden.

      Anhänger Bhakdis vor dem Gericht

      Bei dem Auftritt auf dem Kieler Rathausplatz im September 2021 warnte Bhakdi vor einem „Tsunami“, der kaum aufzuhalten sei, wenn ahnungslose Menschen genetisch modifizierte Substanzen gespritzt bekämen. Er sprach von „der Abschaffung der Menschheit in der jetzigen Ausprägung“. Offensichtlich ereigne sich vor unseren Augen ein weiterer „Holocaust“: „Vor 80 Jahren waren es die Juden, die verteufelt wurden, heute sind es die Ungeimpften“, sagte Bhakdi und fügte hinzu: „Ich glaube nicht, dass alle Politiker schlecht sind.“ Viele seien einfach unwissend.
      […]

      https://taz.de/Prozess-gegen-Coronaleugner-Bhakdi/!5933365/

      Holocaust-Vergleiche sind immer geschmacklos, erfüllen aber den Tatbestand nicht: verboten ist es, das tatsächliche Geschehen in der Nazi-Zeit zu leugnen, also das massenhafte Töten von Juden. Den ersten Vorwurf kann ich gar nicht nachvollziehen: es geht doch um die Impfkampagne der israelischen Behörden, nicht um Religion.

      Der Fall des Weimarer Familienrichters
      Warum das Landgericht Erfurt Rechtsbeugung sieht
      von Tanja Podolski
      23.08.2023
      Das LG Erfurt verurteilt den Weimarer Familienrichter zu zwei Jahren Freiheitsstrafe, ausgesetzt zur Bewährung. Zu dem Fall, den Hintergründen und der Urteilsbegründung weiß Tanja Podolski mehr.
      […]
      Ein Familienrichter erklärt Corona-Maßnahmen für nichtig
      Die Tathandlung liegt einige Zeit zurück. Es war im April 2021, in der Hochzeit der Pandemie und der Schutzmaßnahmen gegen die Übertragung des Coronavirus. D. erließ einen Beschluss, mit dem er für alle Kinder an zwei Schulen fast alle Schutzmaßnahmen gegen die Übertragung des Virus für beendet erklärte (Beschl. v. 08.04.2021, Az. 9 F 148/21). Alle Kinder sollten keine Masken mehr tragen, keine Schnelltests mehr durchführen, keine Abstände einhalten. Nur das Lüften der Klassenzimmer blieb erlaubt. Diese Entscheidung adressierte er an alle Schüler:innen, an die Lehrer:innen, die Schulleitungen sowie deren Vorgesetzte. Auf landesrechtliche Vorschriften in den Corona-Verordnungen könnten sich die Schulen nicht berufen, die erklärte D. für verfassungswidrig und damit nichtig.
      […]
      Entscheidend für die Verurteilung war nicht – und das hob der Vorsitzende Hampel noch einmal deutlich hervor -, dass Familiengerichte für die Entscheidung über Corona-Maßnahmen an Schulen nicht zuständig sind. Denn darüber lässt sich juristisch zumindest diskutieren und in dieser Frage hatten schließlich sogar zwei Bundesgerichte entscheiden müssen. „Auch unvertretbare Meinungen sind der Juristerei immanent und führen häufig zu neuen Gedanken“, sagte Hampel bei der Urteilsbegründung.
      Hier aber habe der Fall anders gelegen. „Der Vorwurf fußt darauf, dass Sie voreingenommen waren, Sie waren parteiisch„, so Hampel zu D.
      […]
      Laut der Beweisaufnahme hat D. über Kontakte in die Gruppe der Coronamaßnahmen-Gegner:innen bewusst nach Eltern gesucht, die ein solches Verfahren anstrengen könnten, seine Zuständigkeit als Familienrichter für die entsprechenden Nachnamen gab er an. Das von D. vorgefertigte Schreiben, das letztlich zu den nun verurteilten Taten führte, hatte D. selbst überarbeitet, bevor die Mutter der Kinder es dem Gericht übergab. Damit hatte D. seinen Fall bekommen, der zu dem Beschluss aus April 2021 führte.
      D. informierte sich nach Überzeugung des Gerichts zudem vorab über mögliche Gutachter:innen, die zu dem von ihm gewünschten Ergebnis kommen würden, dass die Maßnahmen die Kinder schädigten – und beauftragte diese, sogar noch bevor der entsprechende Antrag bei Gericht einging. Der Beweisaufnahme zufolge hat er sogar mehrfach kommuniziert, dass es ihm darum gehe, öffentlichkeitswirksam einen Beschluss zu erlassen, den er in eine Online-Datenbank einfügen wolle, um Druck auf andere Gerichtsentscheidungen auszuüben.

      Auch auf den Einwand des Familienrichters, er habe das Verfahren ja auch von Amts wegen einleiten können, ging Richter Hampel bei der Urteilsbegründung ein: „Sie haben das Verfahren nicht von Amts wegen eingeleitet. Sie haben darauf gesetzt, Ihre Befangenheit zu verschleiern.“ Und weiter: „Wenn sie den mutigen Weg gegangen wären, quasi mit offenem Visier – ich weiß nicht, ob man dann zur Annahme einer Rechtsbeugung gekommen wäre. Aber den Weg sind Sie nicht gegangen.“
      […]
      Zugunsten von D. wertete die Kammer, dass er die Entscheidung „im Kontext eines massiven Konflikts“ getroffen habe, „den wir auch im Verfahren gesehen haben“. Die von D. angeforderten Gutachten mit dem von ihm gewünschten Ergebnis seien außerdem von Personen mit medizinischer Expertise abgelegt worden, zudem sei er nicht vorbestraft und das Verfahren dauere schon mehr als zwei Jahre.
      Aber, so adressierte es Hampel an den Richterkollegen D.: „Der gute Zweck, den Sie vielleicht im Hinterkopf hatten, rechtfertigt nicht die Art und Weise.“ Zu Lasten des Angeklagten führe daher der „sehr erhebliche“ Verfahrensverstoß, „nach unseren Recherchen gibt es in der Rechtsprechung bisher keinen vergleichbaren Fall“.
      […]

      https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/lg-erfurt-2kls542js1149821-urteil-familienrichter-weimar-rechtsbeugung-hintergruende/

      Einen wie diesen auch nicht: die Durchsuchungen bei ihm waren damit begründet worden, er habe sich eine Zuständigkeit angemaßt, die er als Familienrichter ganz offensichtlich nicht habe – was das Gericht anders sah. Hätte der Richter von Amts wegen, also ohne Antrag, denselben Beschluß getroffen, wäre er nicht verurteilt worden. An dem Beschluß selber gab es offensichtlich nichts zu beanstanden. Ein unhaltbares Urteil.

      Analyse
      Kein hinreichender Tatverdacht nach 9 Monaten U-Haft: War Michael Ballweg ein politischer Gefangener?
      11.10.2023 – 18:07 Uhr

      Simone Schamann
      Michael Ballweg saß 280 Tage in Untersuchungshaft in Stuttgart-Stammheim, kam im April 2023 frei. Dem Querdenken-Gründer, der in der Pandemie Tausende Menschen gegen die Corona-Maßnahmen mobilisierte, wurden Betrug, Geldwäsche und Steuerhinterziehung im großen Stil vorgeworfen. Ende März 2023 erhob die Staatsanwaltschaft Anklage vor dem Landgericht Stuttgart, die nun in großen Teilen abgewiesen wurde.
      Nach monatelangem Säbelrasseln der Staatsanwaltschaft soll plötzlich also fast nichts gewesen sein. Kein hinreichender Tatverdacht auf Betrug, kein hinreichender Tatverdacht auf Geldwäsche. Laut Anklage sollte Ballweg 500.000 Euro Spendengelder für eigene Zwecke genutzt und in 9450 Fällen betrogen haben. Alles haltlos, sagt das Landgericht Stuttgart in seinem Beschluss. Lediglich die Steuersache, mehr dazu unten, soll zu einem späteren Zeitpunkt verhandelt werden.
      Der komplette Wegfall des Kernvorwurfs, Ballweg habe seine Anhänger abgezockt und Hunderttausende Euro in der eigenen Tasche verschwinden lassen, lässt die Anklage in einem neuen Licht erscheinen. War Ballweg am Ende wirklich ein politischer Gefangener, wie seine Unterstützer, Anwälte und er selbst immer wieder erklärt haben?

      Wollte man mit Ballwegs U-Haft die Querdenken-Bewegung schwächen?

      Fest steht: Für die Staatsanwaltschaft ist die zurückgewiesene Klage nach monatelangen Ermittlungen eine Blamage. Ballweg schreibt auf X: „Schallende Ohrfeige für die Staatsanwaltschaft.“ Hinsichtlich der U-Haft könne man nun von Freiheitsberaubung sprechen.

      Am Tisch festgebunden wie ein Mordverdächtiger

      In Stammheim saß Ballweg in einer Einzelzelle ohne Handy und Internet. Zum zweiten Haftverkündungstermin wurde er dem Richter in Handschellen vorgeführt und am Tisch festgebunden wie ein Mordverdächtiger.
      Absolut rechtswidrig, sagen seine Verteidiger. Und wiesen während der U-Haft immer wieder auf weitere Missstände im Verfahren hin: Fristen, die nicht eingehalten wurden. Zeugen, die nicht angehört wurden. Akteneinsicht, die nicht gewährt wurde. Befragungen Ballwegs, die mitten im Vortrag abgebrochen wurden.
      […]
      Verfahren wegen Steuerhinterziehung wird eröffnet

      Für Ballwegs Verteidiger ist selbst der verbleibende Vorwurf der vollendeten und versuchten Steuerhinterziehung mehr als fragwürdig. Dem Querdenken-Gründer wird vorgeworfen, er habe mehr als 500.000 Euro Steuern (mehrere Steuerarten) hinterziehen wollen, indem er die Frist zur Abgabe der Steuererklärung verstreichen ließ. Diese lief am 31.08.22 ab, während Ballweg ohne Kontakt nach draußen in U-Haft saß. Nur sechs Tage später begannen laut Ballwegs Verteidiger Ralf Ludwig die Ermittlungen wegen Steuerhinterziehung.
      Im Beschluss des Landgerichts, der NIUS vorliegt, heißt es dazu sinngemäß, dass in der Hauptverhandlung geprüft werden müsse, ob und in welchem Maß Ballweg durch die Tatsache, dass er in Untersuchungshaft saß, an der Wahrnehmung seiner steuerlichen Pflichten gehindert gewesen sein könnte. Der Ausgang, heißt es im Beschluss, sei vollkommen offen.
      Mit anderen Worten: Auch dieser Vorwurf der Staatsanwaltschaft steht auf wackeligen Füßen.

      https://www.nius.de/Analyse/kein-hinreichender-tatverdacht-nach-9-monaten-u-haft-war-michael-ballweg-ein-politischer-gefangener/45efe711-3de7-49c6-9c75-454a41975cd1

      Wieso überhaupt wegen des vergleichsweise geringen Schadens U-Haft angeordnet wurde, ist mir schleierhaft:

      Das Pressewesen der Staatsanwaltschaft Ingolstadt wie auch der Medien-Widerhall zielten offenbar darauf ab, vor der Bayernwahl vom 8.10. den möglichen Anschlag auf Chrupalla vom 4.10. nicht zu bestätigen.
      Am Mittwoch, den 11.10.2023, äußerte sich Chrupalla zu dem Vorfall: hierzu ein Kraut-und-Rüben-Artikel der Frankfurter Rundschau, den ich jetzt in der Erstfassung vom 11.10.2023 zitiere:

      AfD-Chef Chrupalla spricht wieder von „Anschlag“ auf ihn – weiter Zweifel an seiner Darstellung

      Erstmeldung: Berlin – AfD-Chef Tino Chrupalla trat am Dienstag erstmals seit dem Vorfall bei einer AfD-Wahlveranstaltung in Ingolstadt am vergangenen Mittwoch vor die Öffentlichkeit. Dabei bekräftigte der 48-Jährige, er sei bei der Veranstaltung Opfer eines Anschlages auf seine Person geworden. Auch diverse andere Vertreter der Partei unterstützen die Darstellung, obwohl die noch andauernden offiziellen Ermittlungen die Sichtweise ausdrücklich nicht bestätigen.

      Chrupalla spricht von „Anschlag“ in Ingolstadt – ausdrücklich keine Bestätigung der Staatsanwaltschaft
      Es gäbe „sehr wohl eine Einstichstelle“, erklärte Chrupalla auf einem Pressetermin [Mittwoch, 11.10.2023]. Das hätte die pathologische Auswertung ergeben, die dem AfD-Chef vorliege. Weiterhin sagte Chrupalla es sei bestätigt, „dass es einen Vorfall gab. Beziehungsweise, dass es einen Anschlag auf meine Person gab“.
      Die Staatsanwaltschaft teilt die Darstellung des AfD-Chefs jedoch weiterhin nicht. Gegenüber der Süddeutschen Zeitung bestätigte Oberstaatsanwältin Veronika Grieser die Darstellung explizit nicht, dass es sich nach aktuellem Ermittlungsstand um einen Angriff gehandelt habe.
      Was sich genau am vergangenen Mittwoch ereignet hat, ist jedoch weiterhin unklar. Fest steht nur, dass Chrupalla bei einer Wahlkampfveranstaltung im Vorlauf der Bayern-Wahl über gesundheitliche Beschwerden geklagt hatte und anschließend mit einem Rettungswagen ins Klinikum Ingolstadt gebracht wurde. Dort hatte das Klinik-Personal den AfD-Vorsitzenden eine Nacht lang auf der Intensivstation überwacht. Mehrere Personen sollen Selfies mit Chrupalla bei dem Termin gemacht haben, dabei soll es laut Polizei „zu einem leichten Körperkontakt“ gekommen sein.

      Unklarheiten über „Nadelstich“ – Chrupalla äußert sich am Mittwoch zu den Vorfällen

      In einem Arztbrief, den die AfD herausgegeben hatte, wird ein Nadelstich am rechten Oberarm erwähnt. Wie die dpa aus Ermittlerkreisen erfuhr, handelte es sich dabei jedoch lediglich um eine Beschreibung Chrupallas und nicht um eine tatsächliche Feststellung eines erfolgten Nadelstichs. Weiter ist in dem Arztbrief von einer „intramuskulären Injektion“ und an anderer Stelle von einer „Infektion mit unklarer Substanz“ die Rede. Bei einer toxikologischen Untersuchung konnten keine giftigen Stoffe im Blut Chrupalllas nachgewiesen werden.

      Chrupalla erklärte am Dienstag weiter, er habe bereits am Samstag auch die Staatsanwaltschaft wegen der Veröffentlichung seiner Blutwerte abgemahnt. „Ich finde es schon ein Stück weit abenteuerlich und einen Skandal, dass ich in der Tagesschau erfahre, was in meinem Blut vorhanden ist und was nicht“, sagte Chrupalla weiter. Die AfD hat für Mittwoch eine weitere Pressekonferenz angekündigt, auf der sich der Vorsitzende erneut zu den Vorfällen und Ingolstadt äußern werde. Die Ermittlungen dauern derweil weiter an.
      […]

      https://www.fr.de/politik/fraktion-chrupalla-afd-ingolstadt-vorfall-anschlag-attentat-staansanwaltschaft-weidel-zr-92570982.html

      Diesem Sammelsurium wurde sodann folgendes Update vorangestellt:

      Chrupalla spricht von Anschlag: Staatsanwaltschaft korrigiert Meldung über Einstichverletzung
      Stand: 12.10.2023, 11:03 Uhr
      Von: Felix Durach

      Der AfD-Vorsitzende Tino Chrupalla bekräftigte erneut Opfer eines Anschlags geworden zu sein. Die Staatsanwaltschaft aber zweifelt an der Darstellung.

      Update vom 11. Oktober, 16.40 Uhr: Die Staatsanwaltschaft Ingolstadt hat am Mittwochnachmittag eine Stellungnahme zum Fall Tino Chrupalla herausgegeben. Darin korrigierte sie eine Pressemitteilung von letzter Woche, wonach nur „eine oberflächliche Rötung bzw. Schwellung“ beim AfD-Vorsitzenden festgestellt worden sei. Weiter bestätigte die Staatsanwaltschaft drei Grundaussagen, die Chrupalla bei einem Pressetermin am Mittwochvormittag getätigt hatte: Es hat eine Einstichverletzung gegeben. Diese Verletzung war im Arztbericht Teil der Diagnose, nicht der Anamnese. Und sie hat Blut auf Tino Chrupallas Kleidung hinterlassen.
      Die Ermittlungen dauern weiter an. Man identifiziere und vernehme weitere Zeugen und sichte Beweismaterial, um herauszufinden, wie die „Einstichverletzung“ zustande gekommen sei. Chrupalla hatte am Vormittag von dem Vorfall am vergangenen Mittwoch berichtet und die Ergebnisse einer weiteren pathologischen Untersuchung in Dresden präsentiert. Der AfD-Chef kündigte an, diese auch der Staatsanwaltschaft zur Verfügung zu stellen. „Dass der Anschlag auf meine Person aufgeklärt wird, ist wichtig – für mich, für meine Partei und für unsere Demokratie. Politiker müssen in der Öffentlichkeit sicher sein“, teilte Chrupalla am Nachmittag in einer Pressemitteilung mit.

      Unglaublich. Bei der ZEIT ist es kaum besser:

      Vorfall bei Wahlkampfveranstaltung
      Blut von AfD-Chef Tino Chrupalla an seiner Kleidung gefunden

      Der Verdacht, dass AfD-Chef Tino Chrupalla bei einer Wahlkampfveranstaltung mit einer Nadel gestochen wurde, erhärtet sich. Von einer Vergiftung ist derzeit keine Rede.
      11. Oktober 2023, 18:49 Uhr
      […]
      Den anfangs von Parteivertretern erweckten Eindruck, Chrupalla sei mit Gift angegriffen worden, wiederholte der AfD-Chef nicht. Ob es, wie in dem Ingolstädter Arztbrief erwähnt, eine „intramuskuläre Injektion mit einer unklaren Substanz“ tatsächlich gab, ließ Chrupalla offen. Die Staatsanwaltschaft verwies auf weitere ausstehende Untersuchungsergebnisse von Blutproben vom Landeskriminalamt Bayern.
      […]
      Einstich von mindestens vier Millimetern

      Wie er bei Pressekonferenz sagte, hat Chrupalla zwei Tage nach dem Vorfall sich im Städtischen Klinikum Dresden „den gesamten Einstich“ am Oberarm entfernen und diesen pathologisch untersuchen lassen.
      Den pathologischen Bericht legte er bei der Veranstaltung vor. Darin ist die Rede von einem „mindestens“ vier Millimeter tiefen „Defekt“ sowie von „entzündlichen Veränderungen“. Weiter heißt es: „Abschließend sind die vorliegenden histologischen Befunde vereinbar mit einem hier bis in die tiefe Dermis reichenden Einstich/Stichkanal (mindestens 4 mm).“ Der Stichkanal sei jedoch „eher untypisch“ für einen Insektenstich.
      […]

      https://www.zeit.de/politik/deutschland/2023-10/tino-chrupalla-afd-einstich-staatsanwaltschaft-ingolstadt

      Was die derb hetzenden Kommentatoren schlicht überlesen haben.

      Norbert123
      vor 2 Tagen
      Wenn man nicht wüsste, um welche Person es hier ginge, und nur die hämischen und verachtenden Kommentare lesen würde, könnte man meinen, man sei hier nicht auf ZON, sondern auf einem rechten telegram kanal. Viele Schreiber hier sind in DIESER Hinsicht keinen Deut besser als die, die sie sonst verachten.

      • Erstaunlicherweise berichtete der STERN zu dieser Uhrzeit (11.10.2023, 15:56, die StA Ingolstadt rückte erst danach damit heraus, daß Chrupalla, was Einstich und Blutanhaftungen angeht, recht hat) korrekt – Chrupalla mußte die StA Ingolstadt mit eigenen Ermittlungen zum Jagen tragen, schließlich hatte sie offiziell vor der Bayernwahl nur eine „Rötung“ am Arm von Chrupalla verlautbart; er nimmt entgegen der ZEIT keineswegs Abstand von Vergiftungs-Thesen und rügt die StA, die ohne seine Zustimmung einen Tag vor der Wahl negative Blutuntersuchungen bekanntgegeben hat, obwohl weitere stattfinden (auch auf seine eigene Veranlassung hin) und es unklar ist, worauf genau die Blutproben der StA Ingolstadt überhaupt untersucht worden sind:

        AfD-Chef Chrupalla zu Vorfall in Ingolstadt
        „Angriff auf mich als Anschlag zu werten“

        11.10.2023, 15:56

        Vergangene Woche kam Tino Chrupalla während einer Wahlveranstaltung in Ingolstadt ins Krankenhaus. Die AfD sprach sofort von einem „tätlichen Vorfall“, Ermittler bestätigten das nicht. Nun äußert sich der AfD-Chef selbst und nennt sogar den Nervenkampfstoff Nowitschok.

        AfD-Chef Tino Chrupalla geht davon aus, dass auf ihn am Rande der Wahlveranstaltung in Ingolstadt vor einer Woche ein Anschlag verübt wurde. „Insgesamt ist dieser Angriff auf mich als Anschlag zu werten“, sagte er am Mittwoch bei einer Pressekonferenz in Berlin. Chrupalla legte dabei den Auszug eines Berichts zu einer Gewebeprobe vor. Er habe sich am Freitag nach dem Vorfall im Städtischen Klinikum Dresden „den gesamten Einstich“ am Oberarm entfernen lassen und pathologisch untersuchen lassen.
        In dem vorgelegten Bericht ist die Rede von einem „mindestens“ vier Millimeter tiefen „Defekt“ und „entzündlichen Veränderungen“. Weiter heißt es: „Abschließend sind die vorliegenden histologischen Befunde vereinbar mit einem hier bis in die tiefe Dermis reichenden Einstich/Stichkanal (mindestens 4 mm).“

        Der Bericht sei der Staatsanwaltschaft Ingolstadt erst kurz vor der Pressekonferenz übersandt worden, teilte die Behörde mit. Eine Bewertung könne „daher zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht erfolgen“. „Der Befund wird im Zusammenhang mit den bisherigen Ermittlungsergebnissen, insbesondere den Feststellungen des Klinikums Ingolstadt geprüft und in die Ermittlungen einbezogen werden.“

        Chrupalla sagte unter Berufung auf Aussagen der Personenschützer des Bundeskriminalamts (BKA), die ihn beim Termin in Ingolstadt begleitet hatten, es sei dort ein Blutfleck an seinem rechten Arm festgestellt worden. Hemd und Jacke seien von der Polizei eingezogen worden und würden untersucht.
        Eine Überprüfung von Chrupallas Kleidung habe ergeben, dass es sich „um dessen eigenes Blut handelt“, teilte die Staatsanwaltschaft am Mittwoch mit. „Diese Blutanhaftung korrespondiert nach derzeitiger Einschätzung wohl mit der diagnostizierten Einstichverletzung.“

        Der AfD-Chef schilderte auf Nachfrage noch einmal die Vorgänge am Rande der Wahlveranstaltung aus seiner Sicht und verwies dabei darauf, dass er dies auch so den Ermittlern gegenüber ausgesagt habe: Demnach wurde er bei seiner Ankunft nach dem Aussteigen aus dem Auto von Parteifreunden begrüßt. Kurz danach habe es Selfie- und Autogrammwünsche und weitere „Begegnungen mit jungen Menschen“ gegeben – „auch mit Selfies, wo der Arm um die Schulter gelegt wurde“. Er habe in dieser Situation nichts festgestellt, auch keinen Einstich. „Ich habe nichts bemerkt.“ Sieben bis acht Minuten später habe er einen untypischen Schmerz im Arm bemerkt, dieser sei bis zum Ellenbogen hart geworden. Danach sei ihm relativ schnell schwindlig geworden. Er habe einen Brechreiz und starke Kopfschmerzen bekommen.

        „Wir können ja nicht ausschließen, von welchen Personen, ja auch Diensten hier eventuell was vorgenommen wurde“

        Chrupalla wurde anschließend ins Krankenhaus gebracht, wo er eine Nacht intensivmedizinisch überwacht wurde. Der AfD-Chef sagte, er habe mindestens drei Blutproben in Ingolstadt für das Krankenhaus und die Ermittler abgegeben. Im Nachgang habe er privat weitere Blutproben machen lassen und an Labore gegeben. Er hoffe auf weitere Ergebnisse in den nächsten Tagen und Wochen, alle Ergebnisse würde man auch den Ermittlern zur Verfügung stellen. „Bisher wurden in den Blutproben keine Substanzen festgestellt.“ Allerdings müsse man auch konkret wissen, wonach man suche. Auf Nachfrage, wonach gesucht werde, nannte er „alle möglichen Substanzen, Quecksilber, Nowitschok ist sicherlich auch dabei (…) Wir können ja nicht ausschließen, von welchen Personen, ja auch Diensten hier eventuell was vorgenommen wurde.“
        Mit dem Nervengift Nowitschok wurde der prominenteste Kritiker des russischen Präsidenten Wladimir Putin, Alexej Nawalny, vergiftet, er überlebte nur knapp.
        Zu seinem Gesundheitszustand sagte Chrupalla, kräftemäßig sehe er sich bei 70 Prozent. Morgens gehe es ihm noch „sehr übel“. Er leide unter Appetitlosigkeit.
        […]

        https://www.stern.de/politik/deutschland/afd-chef-chrupalla-aeussert-sich-zu-vorfall-in-ingolstadt-33904042.html

        Welche „Dienste“ er meinte? Nun, er steht auf der ukrainischen „Todesliste“ „Mirotvorets „, die die Bundesrepublik nicht weiter stört:

        Viele Journalisten und über 300 Minderjährige auf Todesliste der ukrainischen Regierung
        Seit 2014 betreibt die ukrainische Regierung über eine zwischengeschaltete NGO eine Internetseite, auf der Menschen, die Kiew als Gegner der Ukraine ansieht, mit Namen und Adressen geführt werden. Viele der dort geführten Menschen wurden ermordet.

        von Anti-Spiegel [Thomas Röper]
        9. September 2022 18:16 Uhr

        In der Ukraine ist nach dem Maidan die NGO Tsentr Mirotvorets gegründet worden, die die Webseite Mirotvorets („Friedensstifter“) online gestellt hat. Die NGO bezeichnet sich als „Zentrum der Forschung über Anzeichen von Verbrechen gegen die nationale Sicherheit der Ukraine, Frieden, Humanität und das Völkerrecht“ und auf ihrer Seite werden Menschen gelistet, die die NGO zu Gegnern der Ukraine erklärt hat. Diese Menschen werden mit ihren persönlichen Daten gelistet, oft sogar mit privater Adresse, Telefonnummer, Passnummer und so weiter.

        Die Todesliste der ukrainischen Regierung

        Viele der Menschen, die dort gelistet wurden, sind kurz darauf ermordet worden. Das begann schon 2014 mit der Ermordung des Maidan-kritischen ukrainischen Journalisten Oles Busyna, der nur zwei Tage nach seiner Listung auf der Seite im April 2014 in Kiew erschossen wurde. Auch die kürzlich in Moskau ermordete Journalistin Darja Dugina war erst kurz vor ihrer Ermordung auf die Liste gesetzt worden. Nach dem Tod von auf der Liste veröffentlichten Menschen wird ihr Foto in roten Buchstaben mit dem Wort „liquidiert“ überschrieben. Es ist daher keine Übertreibung, die Seite Mirotvorets als „ukrainische Todesliste“ zu bezeichnen.

        Die Seite wird so unverhohlen von der ukrainischen Regierung, namentlich dem Innenministerium und dem Geheimdienst SBU, unterstützt, dass man das – zumindest noch – sogar im deutschen Wikipedia lesen kann. Man kann daher mit Fug und Recht von einer „Todesliste der ukrainischen Regierung“ sprechen.
        […]
        Westliche Werte?

        Westlichen Regierungen ist das alles natürlich bekannt. Ihnen ist auch bekannt, dass ihre eigenen Staatsbürger auf der Liste geführt werden. Eigentlich sollte es das oberste Ziel einer Regierung sein, die eigenen Staatsbürger zu beschützen. Aber selbst nachdem der ehemalige Bundeskanzler Gerhard Schröder auf die Todesliste gesetzt wurde, hat die Bundesregierung es nicht für nötig gehalten, in Kiew zu intervenieren. Stattdessen teilte die Bundesregierung damals auf Anfrage lapidar mit:

        „Wir haben der ukrainischen Seite unsere Position schon in der Vergangenheit deutlich gemacht und wir haben darauf gedrungen, dass die ukrainische Regierung auf die Löschung dieser Webseite hinwirkt. Das werden wir auch jetzt tun“
        https://www.welt.de/politik/ausland/article183824632/Gerhard-Schroeder-Deshalb-steht-er-auf-der-Fahndungsliste-der-Ukraine.html
        [Artikel vom 14.11.2018]

        Das waren nur schöne Worte, denn passiert ist nichts. Anstatt auf die Löschung der Seite zu drängen, hat die Bundesregierung die ukrainische Regierung weiterhin mit Milliarden und nun auch mit Waffen unterstützt. Ob die Bundesregierung wohl auch so passiv bleiben würde, wenn es in Russland eine solche Todesliste gäbe?
        […]

        https://www.anti-spiegel.ru/2022/viele-journalisten-und-ueber-300-minderjaehrige-auf-todesliste-der-ukrainischen-regierung/

        Natürlich nicht, und die ukrainische Seite existiert weiterhin.
        Der Westen verstrickt sich immer mehr in Widersprüche: russische Dissidenten mit Unwohlsein in Europa generieren Vergiftungsvorwürfe gegen Rußland, unliebsame deutsche Politiker mit Symptomen werden als selbsternannte Opfer aus Wahlkampfgründen verunglimpft, und das sogar von einer Staatsanwaltschaft, die objektiv vorgehen muß.

        Hier wird die Sache vermutlich noch viel schonungsloser dargestellt: aber nur für Abonnenten der „Jungen Freiheit“, zu der weder ich noch meine Leser gehören werden:

        Bei keinem Thema mehr existiert Schwarz/Weiß, wie es uns unsere MSM vorspielen. Selbst das britische Militär läßt Ambivalenz zu:

        mit „prevent escalation“ ist angeblich gemeint: „to help mitigate a potential humanitarian crisis“.

        Aus der hilflosen Diskussion unter diesem Post:

        Hat Sunak das genehmigt? Warum wurde das Parlament nicht beteiligt? Offene Fragen.

        In der EU geht die berechtigte Angst um, daß von der Leyens Auftritt in Israel als Ermutigung zur ethnischen Säuberung verstanden werden könnte:

        Baerbocks ideologische Herumquakerei wird glücklicherweise von niemand ernstgenommen. Das Narrativ des Westens, und das ist wirklich bedeutsam, wird sogar von MSNBC angegriffen. An und für sich war MSNBC bislang ja eher ein Lautsprecher für das kriegsbereite Establishment der Democrats: nun schlägt es sich auf die Seite der „Progressiven“ in der Partei, was Palästinenser-Rechte angeht:

        https://twitter.com/dannyshawcuny/status/1712839341465010266

        Und da die Kiew-Unterstützung angesprochen wurde: „And I suspect many Europeans now wondering what the hell they’ve actually been backing in Ukraine all along“:

        Fatal wäre es, wenn sich das Szenario einer korruptionsbedingten ukrainischen Bewaffnung der Hamas bestätigen würde:

        Von Masala empfohlen: dieser Thread zum Thema Häuserkampf in Gaza:

        [Thread]

        Ich glaube nicht, daß man ihm trauen kann; wer von diesem Extra-Thread zur Ukraine irgendetwas zum Häuserkampf in Mariupol und Bakhmut (ebenfalls untertunnelt) erwartet, ist schiefgewickelt: gezeigt wird ein chaotischer Einsatz von Fremdenlegionären in Kharkiw, an dem der Autor zeigt, wie man es eigentlich nicht machen sollte:

        [Thread]

        Wobei der pädagogische Impetus darauf liegt, zu betonen, daß diese Idioten immer noch besser ausgebildet seien als deutsche Soldaten…

        Ich habe derweil seit dem 7.10.2023, seitdem alle auf Israel starrten und die ukrainische Regierung darauf beharrte, Rußland terrorisiere die Ukraine genauso wie die Hamas Israel, die sogenannte ukrainische Gegenoffensive beobachtet: wie schon so oft von wirklichkeits-orientierten Beobachtern betont: der Ukraine mangelt es an Soldaten: die zwangsweise an die Front gezerrten Zivilisten sind nur Kanonenfutter, insbesondere angesichts der Artillerie-Drohnen-und Luftüberlegenheit der Russen:

        Hier zur waffenmäßigen Überlegenheit:

        Ein ukrainischer Soldat beschwert sich über die Kiew-Propaganda der „siegreichen“ ukrainischen Armee:

        Tatsächlich sieht es so aus:

        Nicht nur die russische „Offensive“ (in Anführungszeichen deshalb, weil lediglich die Schwäche des Gegners ausgenutzt wird) im Norden bei Kupjansk schreitet fort:

        Avdeevka ist ähnlich wie Bakhmut eine schwer ausgebaute Frontstadt, von der aus seit 2014 die Zivilisten der Großstadt Donezk mit Bomben überzogen werden.

        Das alles lief unter dem Radar der westlichen Aufmerksamkeit: Röpcke blieb dran:

        Während alldem wird die russische Waffenindustrie weiterentwickelt:

        In der Tat: genau das wurde im Westen wahrgenommen: daß bei der russischen Initiative rund um Avdeevka ein russischer Panzer von einer Rampe in einen Graben fiel:

        Vormarsch der Russen bei Awdijiwka
        Panzerkolonne startet – dann geht der Plan plötzlich schief
        11.10.2023 – 16:41 Uhr

        [Video]
        Awdijiwka in der Ostukraine ist ein Symbol des ukrainischen Widerstands. Jetzt wird die Stadt von russischen Streitkräften umzingelt. Dabei kam es zu einer ungewöhnlichen Szene.

        Russische Separatisten besetzten seit 2014 die ukrainische Stadt Donezk. Ganz in der Nähe liegt die Ortschaft Awdijiwka. Sie ist seit der völkerrechtswidrigen Einnahme der Russen ein Symbol für den Widerstand der Ukrainer.
        Nun starten die russischen Streitkräfte eine Offensivoperation – sie nähern sich aus dem Süden, Norden und Osten. Kiew warnt davor, dass Awdijiwka komplett eingekesselt werden könnte.
        Russische Panzerkolonnen bewegen sich in Richtung der Ortschaft. Doch die Operation der Russen scheint nicht ganz wie geplant zu verlaufen, wie neue Aufnahmen oben oder hier zeigen.
        Verwendete Quellen:
        ・twitter.com @saintjavelin
        ・twitter.com @Heroiam_Slava
        ・twitter.com @front_ukrainian
        ・twitter.com @TheStudyofWar
        ・themoscowtimes.com: „Russian Forces Close In on East Ukraine’s Avdiivka“ (englisch)

        https://www.t-online.de/nachrichten/ukraine/id_100257784/ukraine-awdijiwka-von-russischen-panzern-umzingelt-der-plan-geht-schief.html

        Die benutzten Quellen zeigen schon, wie irreführend die Tendenz dieses Berichts ist.

        https://twitter.com/TheHumanFund5/status/1712167647297593804

        „(RF is also moving on in the northern sector (Kupyansk) by the way)“

        Tendar verbreitet verzweifelt ukrainische Propaganda:

        Mehr an (allerdings kraftloser) ukrainischer Propaganda:

        Ein wahres Wort. Allerdings: wie viele Menschen will Selenskij noch sinnlos opfern? Ist die Verweigerung der längst überfälligen Kapitulation nicht ein Menschenrechts-Verbrechen?

  2. Zu den Landtagswahlen in Deutschland:

    Zum Erfolg von Aiwangers FW, trotz des Störmanövers der SZ („Flugblattaffäre“):

    (mit gut 37%)

    Die Ampelparteien plus die Linke schmieren ab: ein deutlicher Schuß vor den Bug.

    Unsere Talkshows wollen das nicht sehen:

    Zum Problem wird aktuell – wegen des Terrorangriffs der Hamas auf Israel – der woke Verbund Medien-Universitäten-Regierung- und regierungsfinanzierte „NGO“, die natürlich Regierungsorganisationen sind -: hier Neuigkeiten zum Antirassismus-Experten Malcolm Ohanwe, der nicht nur von Arte gefeuert wurde:

    „Weiter zum ÖRR in Deutschland, der sich woke Antirassismus-Experten wie Ohanwe leistet:

    Immerhin distanziert sich Arte von ihm:

    Er war wohl nur freier Mitarbeiter dort. Ähnlich wie beim BR, der immerhin auch die Reißleine zog?“

    Warum die Presse versagt III


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-2/#comment-101390

    Der BR hat sich ebenfalls positioniert:

    https://twitter.com/BeaBovary/status/1710923750181388375

    Chebli tut sich keinen Gefallen damit, mitten in diesem Terror-Überfall, der wie ein organisierter Amoklauf wirkt, nun ausgerechnet die Islamophobie-Karte zu zücken, während ihre Hauptsorge zu sein scheint, daß der Hamas-Angriff Weiterungen nach sich zieht, insbesondere Israel-Reaktionen:

    Einen Zusammenhang zwischen woken „post colonial studies“-Vertretern sowie denen der „Critical Race Theory“, wonach alle Weißen – und dazu zählen nach deren Verständnis Juden – durch ihre Kolonialgeschichte auf ewig Täter seien – und dem Krieg in Israel – seit dem 8.10.2023 ist er offiziell einer – gibt es durchaus:

    Zumindest wird er behauptet.

    Bis auf den Iran hat wirklich niemand die Hamas unterstützt. So doof kann noch nicht einmal diese Terrortruppe sein, daß sie sich einen Weltenbrand erhofft.

    Es ist selten, aber hier muß ich mal Blinken zustimmen: die Torpedierung der Annäherung Saudi-Arabiens mit Israel war wohl eine entscheidende Motivation:

    Wieso haben Mossad und die US-Freunde von der Planung des breiten Angriff nichts mitgekriegt?

    Weil Huawei-Handys benutzt wurden?

    https://twitter.com/BeijingDai/status/1710950246224920579

    Nun also zum Krieg:

    Man kann nur hoffen, daß der nun leider erforderliche Gegenschlag Israels begrenzt ausfällt.

    Die Kriegswirkung in Deutschland ist massiv: multi-kulti-Illusionen sind definitiv vorbei:

    Nicht ganz :

    Deutschland IZH-Verbot rückt näher
    Ampel geht gegen Unterstützer des iranischen Regimes vor
    Veröffentlicht am 27.05.2023 | Von Lennart Pfahler, Ibrahim Naber
    Neue Ermittlungen in NRW zeigen, dass der Iran im Ausland immer aggressiver agiert. Nun könnte die Bundesregierung reagieren. Die Schließung eines „Außenposten Teherans“ hängt laut Regierungskreisen nur noch von Innenministerin Faeser ab – und einem Gerichtsurteil.
    […]
    Was das Islamische Zentrum Hamburg angeht, so erfuhr WELT AM SONNTAG aus Regierungskreisen, dass sinnbildlich „nur noch die Unterschrift“ von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) unter der Verbotsverfügung fehle.
    Auch Lamya Kaddor, innenpolitische Sprecherin der Grünen, bestätigte auf Anfrage: „Alle Erkenntnisse der Sicherheitsbehörden sind zusammengetragen.“ Man warte noch auf die Ergebnisse eines Prozesses vor dem Hamburger Verwaltungsgericht. „Ich setze darauf, dass alle rechtsstaatlichen Mittel für ein Verbot ausgelotet werden und zeitnah mit einem Verbot zu rechnen sein wird“, so Kaddor.

    Kommende Woche könnte Urteil fallen

    Vor dem Hamburger Verwaltungsgericht klagt das IZH gegen die Einstufung des Landesamtes für Verfassungsschutz als Verdachtsfall. Das IZH weist den Vorwurf, man sei islamistisch und vom Iran gesteuert zurück. Der Hamburger Verfassungsschutz verweist auf iranische Dokumente, in denen der IZH-Leiter Mohammad Mofatteh, laut Verfassungsschutz selbst einst Mitglied der Iranischen Revolutionsgarde, als „geehrter Vertreter des Obersten Führers“ angesprochen wird. Das Urteil in dem Prozess könnte in der kommenden Woche fallen, wie das Gericht auf Anfrage bestätigte.

    Das Innenministerium wollte ein mögliches IZH-Verbot zuletzt nicht kommentieren. „Ansonsten“, so ein Sprecher, „bestünde die Gefahr, dass potenziell Betroffene ihr Verhalten danach ausrichten und dadurch die Wirksamkeit operativer behördlicher Maßnahmen beeinträchtigt oder diese vereitelt werden könnten“. Der Bundestag hatte im vergangenen November für die Prüfung des Verbotes gestimmt.

    https://www.welt.de/politik/deutschland/article245570830/IZH-Verbot-rueckt-naeher-Ampel-geht-gegen-Unterstuetzer-des-iranischen-Regimes-vor.html

    Der abzuwartende Beschluß des Verwaltungsgerichts lag am 30.6.2023 vor:

    Verwaltungsgericht Hamburg: Einordnung des IZH als Organisation des Islamismus im Verfassungsschutzbericht 2019 rechtmäßig – einige Einzelaussagen dürfen aber nicht weiter veröffentlicht werden
    30. Juni 2023

    Mit heute bekannt gegebener Entscheidung hat das Verwaltungsgericht Hamburg auf die Klage des Islamischen Zentraums Hamburg e.V. (IZH) entschieden, dass einzelne der angegriffenen Aussagen in dem Verfassungsschutzbericht 2019 zwar rechtswidrig sind, die von dem Verfassungsschutz vorgenommene Einordnung als Organisation des Islamismus aber nicht zu beanstanden ist (Az. 17 K 5081/20).
    […]

    https://justiz.hamburg.de/gerichte/oberverwaltungsgericht/presse/aktuellepresseerklaerungen/verwaltungsgericht-hamburg-einordnung-des-izh-als-organisation-des-islamismus-im-verfassungsschutzbericht-2019-rechtmaessig-einige-einzelaussagen-duerfen-aber-nicht-weiter-veroeffentlicht-werden-682418

    Man darf spekulieren, warum daraufhin nichts geschah: aus Angst vor den Islamophobie-Vorwürfen von Links? Oder aus Angst vor Islamisten-Terror? Ich tippe mal auf Ersteres:

    Antisemitismus bei Extinction Rebellion
    Klimaaktivismus auf Abwegen
    Der Mitbegründer von Extinction Rebellion Roger Hallam verharmloste den Holocaust. Die Bewegung distanziert sich, dennoch bleiben viele Fragen offen.
    • 20. 11. 2019, 17:13 Uhr

    Simon Sales Prado
    Autor*in

    Roger Hallam, Mitbegründer der Klimabewegung Extinction Rebellion, erklärte im Gespräch mit der Zeit, die deutsche Haltung zum Holocaust sei schädlich. Während des Interviews relativiert Hallam den Holocaust wiederholt, an einer Stelle spricht er von einem „weiteren Scheiß in der Menschheitsgeschichte“.
    https://www.zeit.de/wirtschaft/2019-11/roger-hallam-extinction-rebellion-mitgruender-klimawandel-holocaust

    Extinction Rebellion Deutschland hat sich bereits von Hallams Aussagen distanziert. „Er verstößt damit gegen die Prinzipien von XR, die Antisemitismus nicht dulden, und ist bei XR Germany nicht mehr willkommen“, erklärte die Organisation über Twitter.
    Weitere deutsche Ortsverbände haben die Aussage ebenfalls kritisiert, etwa die in Berlin und Köln. Und der Ullstein Verlag hat die Veröffentlichung von Hallams Buch, das Ende November erscheinen sollte, mittlerweile zurückgezogen.
    Das ist gut, hinterlässt aber neben einem bitteren Nachgeschmack auch einige Fragen. Erstens: Möchte man eine Strategie des zivilen Ungehorsams mittragen, die von einem Antisemiten, Sexisten und Rassisten maßgeblich mitgestaltet wurde?
    […]

    https://taz.de/Antisemitismus-bei-Extinction-Rebellion/!5640088/

    Bei all diesem ideologischen Qualm sind Vernunft und Pragmatismus auf der Strecke gelieben:

    Wurden die Linke und die AfD nicht angefragt? Zumindest die Letztere hätte mitgezeichnet: die Linke eher nicht, denn sie betrachtet Israel als kolonialisierenden Apartheid-Staat: was zu diesem Teil der Erklärung nicht paßt:

    „Wir sind unseren Partnern und Freunden in Israel nicht nur historisch, sondern auch in einer demokratischen Wertegemeinschaft verbunden.“

    „Die Sicherheit des Staates Israel ist uns Verpflichtung und deutsche Staatsräson. Wir sind unseren Partnern und Freunden in Israel nicht nur historisch, sondern auch in einer demokratischen Wertegemeinschaft verbunden.

    Die massiven und brutalen Angriffe der Hamas sind abscheuliche Verbrechen an unschuldigen Frauen, Männern und Kindern in Israel. Wir trauern mit den Opfern und ihren Familien. Unser Mitgefühl gilt in diesen schweren Stunden dem ganzen israelischen Volk und dem Staat Israel.

    Dieser Terror ist durch nichts zu rechtfertigen und muss sofort gestoppt werden. Israel hat ein völkerrechtlich verbrieftes Recht auf Selbstverteidigung.

    Wir, die wir im demokratischen Wettbewerb miteinander stehen, sind heute geeint in unserer Solidarität mit dem israelischen Volk und dem Staat Israel.“

    Es wäre hilfreich gewesen, wenn diese parteiübergreifende Bewegung sich nicht zuvor als antirussische pro-amerikanische Kriegspartei in der Ukraine positioniert hätte. So bleiben das nur moralische Lippenbekenntnisse – die von Kiew seit 2014 bis heute gezielt getöteten Zivilisten im Donbass wurden jedenfalls geflissentlich ignoriert. Das Nazi-Regime dort auch.

    • Sawsan Chebli irrt weiter herum:

      Am 9.10.2023 um 18:56 Uhr gab es dann endlich diesen Polizeibericht:

      Und so mußte auch der Tagesspiegel seinen tendenziösen Artikel von 17:04 Uhr um 19:51 Uhr updaten: man ahnt, wie er vor dem Update gelautet hat:

      Update
      Palästinenser-Flagge auf Berliner Schulhof: Schlägerei zwischen Lehrer und Schüler an Neuköllner Gymnasium
      Der Angriff der Hamas auf Israel wirkt sich auf Berliner Schulen aus. Ein Schüler und ein Lehrer gerieten körperlich aneinander. Die Bildungsverwaltung sorgt sich um den Schulfrieden.
      Von
      • Nora Ederer
      • Julius Geiler
      • Hannes Heine
      • Ingo Salmen
      17:04 Uhr | Update: heute, 19:51 Uhr

      Nach dem Angriff der Hamas auf Israel ist es am Montag am Ernst-Abbe-Gymnasium in Berlin-Neukölln zu einer körperlichen Auseinandersetzung zwischen einem Schüler und einem Lehrer gekommen. Wie die Polizei berichtete, löste ein 14-Jähriger den Streit aus, weil er mit einer Palästina-Flagge als Umhang und einem Palästinensertuch um den Kopf zur Schule erschienen war.

      Ein Lehrer habe ihm das Tragen der politischen Symbole verbieten wollen. Daraufhin sei es zunächst zu verbalen Streitigkeiten gekommen, bis sich ein 15-jähriger Mitschüler einmischte und dem Lehrer einen Kopfstoß versetzte. Den Polizeiangaben zufolge habe der 61-Jährige den Schüler daraufhin geschlagen. [Nö, stimmt nicht.] Schließlich habe der 15-Jährige dem Lehrer in den Bauch getreten.
      Die Polizei wurde um 9.30 Uhr zu der Schule in der Sonnenallee gerufen. Sowohl gegen den Lehrer als auch gegen den Jugendlichen wurden Anzeigen wegen Körperverletzung aufgenommen. Beide sollen über Schmerzen geklagt haben.

      Ein Handyvideo, das der Linke-Politiker Ferat Koçak beim Kurznachrichtendienst X teilte, zeigt den Vorfall. Zu sehen ist, wie ein Schüler, umgeben von vielen anderen Jugendlichen, eine palästinensische Flagge über den Schulhof trägt. Der Lehrer eilt zu ihm und stellt ihn zur Rede. Später holt er mit dem rechten Arm zu einem Schlag ins Gesicht des Schülers aus. Daraufhin tritt der Jugendliche den Erwachsenen mit dem Fuß, sodass dieser zu Boden fällt.

      Hier holt der Lehrer offenbar zu einem Schlag aus … © Screenshot
      .. und scheint den Schüler ins Gesicht zu treffen. © Screenshot

      Ein Kopfstoß des Schülers ist in dem Video nicht dokumentiert; der 15-Jährige bestritt diesen auch laut Polizei. Allerdings sind der Mann und der Jugendliche immer wieder durch die Umstehenden verdeckt, sodass der genaue Ablauf der Auseinandersetzung nicht vollständig zu sehen ist. Auch die Vorgeschichte mit dem jüngeren Schüler ist in der Aufnahme nicht enthalten.
      […]
      Der Vorfall am Neuköllner Gymnasium blieb offenbar nicht der einzige. Lehrerinnen anderer Berliner Schulen berichteten dem Tagesspiegel von judenfeindlichen Ausrufen muslimischer Schüler. Die Pädagoginnen wollen aus Angst vor Rassismusvorwürfen anonym bleiben. (mit dpa)

      https://www.tagesspiegel.de/berlin/palastinenser-flagge-auf-berliner-schulhof-schlagerei-zwischen-lehrer-und-schuler-an-neukollner-gymnasium-10596865.html

      Als Chebli kapiert hat, daß sie auf ein von einem Linken präsentiertes Video hereingefallen ist, das den Vorfall nicht zutreffend erfaßt, schwenkt sie auf Antisemitismus-Bekämpfung ein:

      Linke haben dank Anti-Kolonialismus-Ideologie ihren Kompaß verloren:

      Und das United Nations Human Rights Council hat schon lange seine Legitimität verloren:

      Der Präsident von El Salvador hat den Kompaß noch:

      O.K., es ist Geschmackssache, die Hamas-Terroristen als „animals“ zu bezeichnen: „The best thing that happened to us as a nation was to get rid of those rapists and murderers, and let the good people thrive. Palestinians should do the same: get rid of those animals and let the good people thrive. That’s the only way forward.“

      Aber je mehr Bilder auftauchen, was die Hamas in Israel wirklich angerichtet hat (die tausende ungelenkter Raketen mit 5 kg Sprengstoff richten wenig Schäden an und werden eh zu 90% durch den Iron Dome abgefangen; die kurzfristige Einnahme einer militärischen Basis unter Zerstörung von Panzern und Tötung israelischer Soldaten sind Beiwerk), desto größer ist das Erschrecken: es geht um Vernichtung von jüdischen Menschen, face to face. Und um das Filmen der Opfer:

      https://twitter.com/emilykschrader/status/1710815620911005985

      Letzteres erinnert mich an die Ukraine, in der Kinder zum Russenhaß erzogen werden.

      In den USA fordert ein schwarzer Sportstar BLM auf, endlich Farbe zu bekennen:

      NZZ, 9.10.2023:

      Männer mit motorisierten Gleitschirmen griffen Techno-Festival an: Hamas verschleppt Deutsche

      Das ist passiert: In der Nacht von Freitag auf Samstag hatten palästinensische Terroristen mit motorisierten Gleitschirmen ein Techno-Festival nahe dem Kibbuz Reim unweit des Gazastreifens angegriffen. Inzwischen wurden über 260 Leichen gefunden. Eine unbekannte Zahl von Personen wurde in Richtung des Gazastreifens verschleppt, unter ihnen die 22-jährige Shani Louk. Sie ist sowohl deutsche als auch israelische Staatsbürgerin. Ein Video zeigt, wie die junge Frau offenbar verletzt auf einem Jeep liegend und von Passanten bespuckt durch den Gazastreifen gefahren wird. Ob sie noch lebt, ist unklar. Zum Bericht

      Immerhin hatte eines der Opfer, Shani Louk, neben der israelischen auch die deutsche Staatsangehörigkeit, sonst hätten wir hierzulande darüber kaum so viel erfahren:

      Deutsche von Hamas-Kämpfern entführt – Mutter mit emotionaler Botschaft
      Von
      Hendrik Pusch
      09.10.2023, 09:42 Uhr

      Mit einer verzweifelten Botschaft bittet die Mutter einer offenbar verschleppten Deutschen um Hilfe. Sie hofft auf die Unterstützung der Behörden.

      Es ist ein verstörendes Dokument des Grauens, das als Video aus dem Gaza-Streifen im Internet kursiert. Es zeigt eine junge Frau mit klaffender Kopfverletzung, die leblos auf der Ladefläche eines Trucks liegt, umringt von bewaffneten und feixenden Männern, als präsentierten diese eine Trophäe. Eine grölende Meute begleitet das Auto, einzelne Männer bespucken den Körper der Frau.

      Mutter erkennt Tochter auf verstörendem Hamas-Video

      Bei der Frau soll es sich um die 22-jährige Shani Nicole Louk handeln, die ein Musikfestival besucht hatte, das offenbar von Hamas-Angreifern heimgesucht wurde. Sie lebt in Israel, besitzt aber die deutsche Staatsbürgerschaft. Mit einer bewegenden Videobotschaft hatte die aus Ravensburg stammende Mutter der Entführten auf das Schicksal ihrer Tochter aufmerksam gemacht.

      „Heute Morgen ist meine Tochter, Shani Louk, eine deutsche Staatsbürgerin, mit einer Touristengruppe im Süden von Israel, entführt worden, von palästinensischen Hamas“, erklärt Mutter Ricarda Louk. Auf dem schrecklichen Video habe sie eindeutig ihre Tochter wiedererkannt, „bewusstlos im Auto mit den Palästinensern, wie sie den Gaza-Streifen abgefahren sind.“
      Die Mutter bittet in ihrer Botschaft um jede Hilfe und dass man ihr jede Neuigkeit zukommen lasse. Zweifel daran, dass es sich auf dem Hamas-Video, das ein Freund an die Familie weitergeleitet hat, um Shani Louk handelt, haben die Angehörigen nicht. Die junge Frau mit Dreadlocks hat auffällige Tätowierungen an den Beinen, die auf dem Video klar zu erkennen sind.
      […]
      Dass das Hamas-Video womöglich auch die Leiche ihrer Tochter zeigen könnte, das will die Mutter nicht glauben und spricht mehrfach von einer Bewusstlosigkeit. Das aktuelle Schicksal der 22-Jährigen, die sich auf der Internet-Plattform „Instragram“ als lebenslustige und reisefreudige Frau präsentiert hat, ist völlig ungewiss. So auch das Schicksal vieler weiterer Festival-Besucher.

      https://www.ksta.de/politik/israel-deutsche-shani-louk-offenbar-von-hamas-kaempfern-entfuehrt-1-661090

      • 9.10.2023 / 06:01
      Von:
      • Miriam Kaefert
      Verschleppt, verhöhnt – und getötet? Eine Deutsche (22) in der Gewalt der Hamas

      Ein kurzer Clip, man sieht verschwommen eine Frau auf der Ladefläche eines Pickup, die Beine verdreht, sie wirkt leblos. Daneben Hamas-Terroristen, sie jubeln, brüllen „Allah ist groß!“. Die Männer präsentieren den Körper wie eine Trophäe, ein Teenager, neben dem Pickup, spuckt auf die junge Frau. Ihr Name ist Shani Louk (22). Sie ist Deutsche. Ihre Geschichte ist in den sozialen Medien für viele Menschen zum Symbol für den wahnsinnigen Terror geworden.

      Shani Louks Mutter stammt aus Ravensburg, sie wanderte vor 30 Jahren nach Israel aus. Shani lebte nie in Deutschland, besuchte aber ihre Familie in Ravensburg regelmäßig. Ihre Mutter hat auf X (früher Twitter) einen herzzerreißenden Appell gesendet, bittet um Unterstützung bei der Suche nach ihrer verschleppten Tochter. Denn Ricarda Louk hat den grausamen Clip gesehen, sie hat ihre Tochter erkannt, an einer Tätowierung am Bein. „Ich will das einfach noch nicht wahrhaben“, sagte Ricarda Louk dem Spiegel.

      Der amerikanische Nachrichtensender CNN berichtete jetzt, dass das vermeintliche Video mit Shani Louk definitiv im Gazastreifen aufgenommen wurde – das würden Geodaten belegen. Auch erklärt die Mutter laut CNN, dass jemand versucht habe, die Kreditkarte ihrer Tochter zu nutzen.
      […]

      https://www.mopo.de/news/panorama/verschleppt-verhoehnt-und-getoetet-eine-deutsche-22-in-der-gewalt-der-hamas/

      Die junge Frau war 22 Jahre alt. Ich befürchte, daß sie tatsächlich tot ist:

      https://twitter.com/anatoliisharii/status/1710578738730017107

      Mich erinnert das an den IS-Terror-Anschlag auf das Pariser Konzerthaus „Bataclan“ am 13.11.2015 – ein Schlag gegen die verhaßte westliche Kultur; hier auch ein Mittel, um möglichst viele zivile Geiseln nehmen zu können. Ich denke, daß weniger das historische Datum – einen Tag nach dem Jom Kippur Krieg vom 6.10.1973, als Ägypten und Syrien Israel überfielen -, sondern die Tatsache entscheidend war, daß nur 10 km von Gaza entfernt dieser komplett ungeschützte Rave stattfand. Das Musikfestival war ein „weiches Ziel“, wie Gerhard Conrad das nennt.

      Gerhard Conrad über die Hamas
      „Für Israel ist das ein Armageddon“
      Er war „Mr. Hisbollah“ und vermittelte bei Geiselnahmen. Ex-BND-Mann Conrad erklärt, wie die Hamas unbemerkt den Angriff vorbereiten konnte und was aus den Geiseln wird.
      Interview: Holger Stark
      9. Oktober 2023, 10:05 Uhr
      […]
      ZEIT ONLINE: Warum dieser Angriff jetzt? Ist die Hamas so stark geworden oder Israel aus Sicht der Palästinenser derzeit so schwach?

      „Für Hamas sind die Geiseln eine Art Lebensversicherung“

      Conrad: Hamas hat sicherlich genau beobachtet, wie zerrüttet und gespalten die israelische Gesellschaft in den vergangenen Monaten in der Auseinandersetzung um Benjamin Netanjahus Justizreform war. Die Motivation von Teilen der israelischen Streit- und Sicherheitskräfte war erklärtermaßen am Boden. Die strategische Zielsetzung von Hamas ähnelt der Geiselnahme des israelischen Soldaten Gilad Schalit, der 2006 verschleppt wurde – bloß dass der aktuelle Angriff viel, viel größer angelegt wurde. Für die Hamas ist es der stärkste Schlag überhaupt, den sie Israel zufügen kann, wenn sie es schafft, auf israelisches Territorium vorzudringen, dort quasi ungehindert ein Maximum an Schaden anzurichten und viele Geiseln zu nehmen. Sie will sich mit einem solchen spektakulären Erfolg als eine Art Führungsmacht des Widerstands durchsetzen und damit ihren Einfluss auch im Westjordanland vertiefen.

      Im Übrigen sind die Geiseln für die Hamas eine Art Lebensversicherung: Israel würde bei einem massiven militärischen Vorgehen im Gazastreifen das Leben seiner eigenen Entführten gefährden, die von der Hamas als menschliche Schutzschilde missbraucht würden. Die Hamas hat den Zeitpunkt sehr klug gewählt. Zu einer strukturellen, politisch bedingten israelischen Schwäche kommt das Momentum der Feiertage. Seit Mitte September feierte Israel jeweils mehrtägige große Festtage: Rosch ha-Schana, Jom Kippur und dann das Laubhüttenfest Sukkot. Israel war über Wochen unaufmerksam und in Feierlaune, der Sicherheitsbereich wahrscheinlich auch personell urlaubsbedingt ausgedünnt. Der Zeitpunkt hätte nicht günstiger sein können.
      […]
      ZEIT ONLINE: Der Angriff erfolgte fast auf den Tag genau 50 Jahre nach dem Jom-Kippur-Krieg, der am 6. Oktober 1973 auch mit einem Überraschungsangriff begann, damals von Ägypten und Syrien. Ist das Zufall oder ein Symbol, in welcher Kontinuität sich die Hamas historisch sieht?

      „Die Führungsriege von Hamas wird diesen Krieg eher nicht überleben“

      Conrad: Ich vermute, dass sich aus Sicht der Hamas einfach eine günstige Gelegenheit ergeben hat. Am Feiertag Simchat Torah lagen viele Israelis noch in ihren Betten, die Reaktionszeit war viel länger als normalerweise. An so einem Tag ist Israel offenbar militärisch gesehen nur halb so viel wert wie sonst.
      […]
      ZEIT ONLINE: Was bedeuten die vielen Geiselnahmen für die Menschen, wenn die Kämpfe in den nächsten Tagen oder Wochen zu Ende sein werden?

      Conrad: Das bedeutet, dass sich Israel in einer machtpolitisch gesehen unmöglichen Situation gegenüber der Hamas befindet. Für Israel ist das ein Armageddon. In der israelischen Gesellschaft gibt es eine starke Identifizierung mit den Opfern, und diesmal sind unter den Geiseln auch Frauen und Kinder. Das wird ein Gilad-Schalit-Syndrom, nur hundertfach. Die Hamas wird die Freilassung aller der vielleicht 8.000 oder 10.000 gefangenen Palästinenser fordern. Aller! Ich möchte nicht in der Haut der Verantwortlichen in Israel stecken, die entscheiden müssen, ob sie darüber mit der Hamas verhandeln. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das auf der politischen Bühne ohne Konsequenzen bleibt, auch für Benjamin Netanjahu persönlich. Es wäre ein Wunder, wenn er das politisch überlebt.

      https://www.zeit.de/politik/deutschland/2023-10/gerhard-conrad-hamas-israel-geheimdienste-geiseln/komplettansicht

      Der bei meinem Abruf erste Kommentar unter diesem Artikel:

      Schlaupilz
      vor 20 Minuten
      Herr Putin hat bereits sein Ziel erreicht: Der Ukrainekrieg ist schlagartig aus den Zeilen verschwunden. Ich vermute, dass er den Iran bzw. die Hamas zu diesem Überfall auf Israel angestachelt hat.

      Nichts Böses unter der Sonne ohne Putins Beteiligung, so weit ist das Publikum schon.
      Bereits zu einer wie auch immer gearteten Teilnahme des Iran gibt es nichts Zielführendes – im Gegenteil:

      „This Post violated the X Rules. However, X has determined that it may be in the public’s interest for the Post to remain accessible. Learn more“

      So kann man das auch bei woken linken Palästinafreunden im Westen lesen.
      Achtung, fake news:

      October 09, 2023
      WSJ Joins Neocons To Instigate War On Iran
      Updated below.

      The neo-conservatives want to blame Iran for the current war in Palestine/Gaza.
      They have for years tried to instigate war against it. Now they again see a chance. But its not a big one – yet.
      Yossi Melman is a very well connected Israeli author:

      Biden administration scrambles to deter wider Mideast conflict – Washington Post – Oct 8 2023

      Asked whether Hamas may have acted in partnership with Iran to disrupt the effort to broker a Saudi deal, Blinken said “that could have been part of the motivation. Look, who opposes normalization? Hamas, Hezbollah, Iran.”
      But, he said, “we have not yet seen evidence that Iran directed or was behind this particular attack.”“
      https://www.washingtonpost.com/national-security/2023/10/08/israel-hamas-intelligence-middle-east/
      Fear not, say the neocons, we still have the Wall Street Journal to carry water for us:
      […]
      WSJ authors in Dubai(!) have access to „senior members of Hamas and Hezbollah“?
      Both groups are notorious for their secrecy and their senior leadership is usually hidden away. Those facts alone are enough to debunk the report as nonsense. But the WSJ authors continue:

      “We don’t have any information at this time to corroborate this account,” said a U.S. official of the meetings.
      A European official and an adviser to the Syrian government, however, gave the same account of Iran’s involvement in the lead-up to the attack as the senior Hamas and Hezbollah members.
      Asked about the meetings, Mahmoud Mirdawi, a senior Hamas official, said the group planned the attacks on its own. “This is a Palestinian and Hamas decision,” he said.
      A spokesman for Iran’s mission to the United Nations said the Islamic Republic stood in support of Gaza’s actions but didn’t direct them.
      “The decisions made by the Palestinian resistance are fiercely autonomous and unwaveringly aligned with the legitimate interests of the Palestinian people,” the spokesman said. “We are not involved in Palestine’s response, as it is taken solely by Palestine itself.”
      https://www.wsj.com/world/middle-east/iran-israel-hamas-strike-planning-bbe07b25

      Three direct rejections by official sources of the WSJ claims get countered with an anonymous ‚European official‘ and a likewise anonymous ‚adviser to the Syrian government‘.
      It is like the authors don’t even try to sound believable:

      „A direct Iranian role would take Tehran’s long-running conflict with Israel out of the shadows, raising the risk of broader conflict in the Middle East. Senior Israeli security officials have pledged to strike at Iran’s leadership if Tehran is found responsible for killing Israelis.“
      […]
      Update – 14:40 UTC
      Of interest:

      Posted by b on October 9, 2023 at 11:20 UTC | Permalink

      https://www.moonofalabama.org/2023/10/wsj-joins-neocons-to-instigate-war-on-iran.html

      Was manche dahingehend werten, daß die USA bereits von der Ukraine-Unterstützung überfordert seien, von der zusätzlichen Israel-Hilfe erst recht, und daß ein Krieg gegen Iran schon gar nicht drin sei.

      Eins steht fest: Militärhilfen an Israel schmälern die an die Ukraine:

      Ein giftiger ukrainischer Kommentar!

      Attacken der Hamas
      USA stellen Nothilfen für israelische Luftverteidigung in Aussicht
      Nach den Hamas-Angriffen auf Israel verspricht das Weiße Haus Nothilfen für das Raketenabwehrsystem „Iron Dome“. Der unberechenbare Konflikt ist ein Rückschlag für Bidens Nahoststrategie.
      Annett Meiritz 08.10.2023 – 16:53 Uhr aktualisiert
      […]
      Biden hatte zuvor nach einem Telefonat mit dem israelischen Premier Benjamin Netanjahu „alle geeigneten Mittel der Unterstützung“ angeboten. „Terrorismus ist niemals gerechtfertigt“, sagte der US-Präsident. „Die Unterstützung meiner Regierung für Israels Sicherheit ist felsenfest und unerschütterlich.“
      […]
      Oberste Priorität: einen Flächenbrand vermeiden

      Bereits am Sonntag will die US-Regierung Details für neue Militärhilfen bekannt geben. Gemeinsam mit den Israelis spreche man „über einige ihrer speziellen Bedürfnisse in der Abwehr“, sagte ein hochrangiger US-Regierungsbeamter. Das US-Militär sei „auf allen Ebenen der Streitkräfte“ involviert. Nach den Angriffen der Hamas von 2021 hatten die USA Milliarden in neue Patriot-Abfangjäger in Israel investiert. Eine Notfallfinanzierung für das israelische Luftverteidigungssystem Iron Dome sei in Arbeit, hieß es weiter. Erschwert wird die Freigabe von Militärhilfen durch den Stillstand im US-Kongress. „Dass wir gerade keinen Sprecher des Repräsentantenhauses haben, ist eine einzigartige Situation, mit der wir uns auseinandersetzen müssen“, so der Beamte.

      Nach einem Machtkampf der Republikaner ist die Kongresskammer temporär handlungsunfähig und kann keine Mittel beschließen. Allerdings hat der US-Präsident die Möglichkeit, eigenmächtig Sondermittel zu mobilisieren.
      […]
      Die Terrororganisation Hisbollah hatte gewarnt, dass sie im Falle einer israelischen Bodenoperation in Gaza das Gebiet vom Norden her angreifen wolle. Dieses Szenario sei eines „der bestimmenden Themen“ in den Gesprächen mit Partnern gewesen, sagte der Regierungsbeamte. „Wir arbeiten daran, dass diese Krise nicht auf das Westjordanland übergreift.“ In den USA werden bereits Parallelen zum Ukrainekrieg gezogen: Die USA und ihre Verbündeten müssten ebenso wie bei der Ukraine solidarisch sein, „wenn eine andere Demokratie ihre Souveränität verteidigt“, sagte der Republikaner-Chef im Senat, Mitch McConnell. „Die Terroristen, die für diesen anhaltenden Krieg gegen Israel verantwortlich sind, wurden vom Iran ausgebildet und ausgerüstet. Es ist derselbe Terrorstaat, der Russland tödliche Drohnen für den Angriff auf die Ukraine zur Verfügung stellt.“

      Die USA sind der größte Waffenlieferant Israels

      Die Beziehungen zwischen den USA und Israel hatten sich zuletzt abgekühlt, wegen der umstrittenen Justizreform in Israel und des Rechtsrucks der Netanjahu-Regierung. Biden hatte vergeblich versucht, Netanjahu von der Reform abzubringen.

      Dennoch sind die USA weiterhin der wichtigste Verbündete. Sie unterstützen Israel jedes Jahr mit rund 3,8 Milliarden US-Dollar, davon geht ein beachtlicher Teil in die Abwehr von Raketen und Militärtechnik. Beide Seiten arbeiten am Iron-Dome-Programm, um die Bedrohung durch chinesische, nordkoreanische und iranische Hyperschallraketen abzuwehren. Außerdem haben die USA in Israel einige ihrer weltweit größten Kriegsreserven stationiert. Im Fall einer Attacke können Munition, intelligente Bomben, Raketen, Militärfahrzeuge und ein Militärkrankenhaus schnell aktiviert werden.

      Unklar ist zur Stunde, ob die US-Militärressourcen bereits aktiv für Israels Vergeltungsschläge genutzt wurden. In amerikanischen Sicherheitskreisen wurde diskutiert, was die Attacken auf Israel für die Rüstungsindustrie bedeuten könnten. Seit dem Ausbruch des Ukrainekriegs produzieren US-Konzerne am Anschlag. Präsident Biden musste dutzendfach amerikanische Waffendepots anzapfen, um den Fluss an Waffen und Munition für die Ukraine aufrechterhalten zu können. Laut der „New York Times“ bedienen sich die USA dabei auch aus dem Vorrat für Israels Abwehr. Womöglich drohe eine Knappheit an US-Artilleriegranaten, sollte sich der Konflikt zwischen Israel und den Hamas hinziehen, hieß es aus Sicherheitskreisen.

      Trump attackiert Bidens Nahostpolitik

      Außenpolitisch sind die Attacken für die Biden-Regierung ein heftiger Rückschlag. Eine breit angelegte Friedensinitiative könnte nun ins Wanken geraten. Die USA arbeiten an einem historischen Abkommen, das die Beziehungen zwischen Israel und Saudi-Arabien normalisieren soll. Netanjahu hätte im Rahmen der diplomatischen Vereinbarung mit Saudi-Arabien bestimmte Zugeständnisse an die Palästinenser machen müssen, einschließlich eines möglichen Siedlungsstopps. Washington erhofft sich davon mehr Stabilität im Nahen Osten und ein Vorankommen beim Ziel einer Zweistaatenlösung. Eigentlich, hieß es aus US-Sicherheitskreisen, wollte Biden zeitnah einen Durchbruch verkünden – doch das scheint nach dem Ausbruch der Gewalt schwer vorstellbar. Biden gerät im Zuge der Attacken auf Israel auch innenpolitisch unter Druck. Mehrere republikanische Präsidentschaftskandidaten geben ihm die Schuld an den Attacken auf Israel. Er habe durch ein Gefangenen-Abkommen mit dem Iran die Angriffe auf Israel angeheizt, so der Vorwurf. Vor zwei Wochen hatte die Biden-Regierung zugestimmt, einen Teil der durch Sanktionen blockierten iranischen Öleinnahmen freizugeben. Im Gegenzug wurden fünf US-Amerikaner, die im Iran in Haft saßen, entlassen. Kritiker sehen eine Verbindung zwischen den Geldern und den Anschlägen in Israel, da der Iran die Hamas finanziert. „Traurigerweise haben amerikanische Steuergelder zur Finanzierung der Angriffe auf Israel beigetragen“, sagte Ex-Präsident Donald Trump. Ein US-Regierungsbeamter wies die Vorwürfe zurück und erklärte, dass die Freigabe der sechs Milliarden US-Dollar an Bedingungen gebunden war. Der Iran dürfe das Geld nur zum Kauf von Lebensmitteln, Medikamenten und anderen humanitären Gütern verwenden. „
      […]

      https://www.handelsblatt.com/politik/international/attacken-der-hamas-usa-stellen-nothilfen-fuer-israelische-luftverteidigung-in-aussicht/29433110.html

      Biden kriegt sowohl Druck aus dem konservativen Lager:

      als auch aus dem eigenen woken Lager:

      Einordnend:

      Es gibt also weiterhin Bombenwarnungen durch die israelische Armee, die laut Ghaza-Offiziellen ignoriert werden sollen.

      Netanyahu erweckt nicht den Eindruck von Rationalität:

      „wreaking havoc among Hamas terrorists“ – da fragt man sich doch: wenn die Israelis so genau wissen, wo die Hamas ihre Stützpunkte hat: wieso kannten sie dann deren Pläne nicht?

      Ach, diese Experten wie Gerhard Conrad: wie Deutschland in den Siebzigern läßt sich Israel nicht erpressen:

      Das ist eines der weniger propagandistischen Videos, die ich aus Gaza bislang sah:

      Aber wirklich überzeugend nicht in seiner Kontext- und Zeitlosigkeit. Ich bin durch zu viele fake news Videos der White Helmets in Syrien mit toten Kindern schlicht zu mißtrauisch geworden.

      Und diese Eskalation seitens der Hamas wird deren Ansehen sicherlich nicht befördern: für jeden Luftschlag auf Gaza wird eine Geisel exekutiert- vor laufender Kamera:

      Das ist jedenfalls die offizielle Doktrin der Hamas. Man lechzt nach Diversity innerhalb der unterschiedlichen palästinensischen Organisationen. Bislang vergeblich.

      • Sollten in diesen sehr unruhigen Zeiten nicht wenigstens Journalisten mehr Verantwortung an den Tag legen? Aber nein, es geht immer so weiter: noch ist nicht klar, was mit der finnischen Gas-Pipeline überhaupt geschehen ist – aber schon wird geunkt: die Russen waren es!

        Daß ich das noch erleben durfte! Im Tagesspiegel wird Obama gedisst!

        Der Atomdeal war ein Fehler: Deutschlands Iranpolitik muss endlich auf den Prüfstand

        Die Mullahs in Teheran unterstützen den Terror gegen Israel. Und wollen die Atombombe. Deutschlands Kurs dagegen: Wandel durch Verhandlungen. War das richtig?

        Ein Kommentar von Stephan-Andreas Casdorff
        Heute, 10.10.2023 08:49 Uhr

        So muss es sein: Angesichts der Gewalteskalation in Israel und erschreckender Reaktionen darauf hat das Außenministerium den iranischen Botschafter ins Amt zitiert. „Dass es im Iran Jubelgesänge gegeben hat, offizielle Glückwünsche der Regierung an die Hamas, das ist einfach unerträglich.“ Dem Vertreter Teherans wurde
        […]

        https://www.tagesspiegel.de/meinung/deutsche-iranpolitik-selbstzweifel-sind-angebracht-10594033.html

        klargemacht, „was wir von solchen abscheulichen Reaktionen halten.“

        So war es – in Wien. Österreich handelt. Und Deutschland? Müsste jetzt mindestens seine eigene Haltung öffentlich verhandeln. Die Bundesregierung hat allen Anlass dazu. „Wir müssen klar sehen, dass der Iran, nicht nur im Krieg gegen die Ukraine, sondern auch als Waffengeber an die Hamas auftritt.“ Sagt einer der klügsten deutschen Außenpolitiker, Norbert Röttgen. Und er hat recht, zu fordern, dass darauf Schlüsse gezogen werden.
        […]
        Man kann schon sagen, dass der Atomdeal – unter maßgeblicher deutscher Mitwirkung – vor diesem Hintergrund ein Fehler war. Ein folgenreicher. Daran ändert der amerikanische Ausstieg unter Präsident Trump nichts.
        […]
        So sieht es aus: Wir schauen auf das Werk von Terroristen. Wir sehen keine „Militäroperation“, sondern einen Mordfeldzug gegen Zivilisten. Da kann die deutsche Iranpolitik nicht bleiben, wie sie ist. Und die Verantwortlichen müssen sich dazu bekennen, wie sie war.

        [Tgsp. 10.10.2023, S.3]

        Das bestreitet niemand, daß die Hamas vorging wie der IS:

        https://twitter.com/nexta_tv/status/1711771828262179259

        Schöne Worte:

        Keine Frage, daß allein dort 70 unschuldige Zivilisten jeglichen Alters ermordet wurden; aber grausige Details wie „enthauptete Babies“ kennt die Reporterin nur vom Hörensagen, und die israelische Regierung hat dieses Detail mittlerweile dementiert. Aber die Vernichtung von Hamas in einem so dicht bevölkerten Landstrich wie Gaza KANN nicht ohne erhebliche zivile Verluste abgehen, und es sieht nicht so aus, als ob Israel darauf Rücksicht nehmen wird.

        Masala sieht zivile Verluste plötzlich ganz kühl:

        Beim Zerstören von Hamas-verdächtigen Häusern – immerhin werden die Bewohner Minuten zuvor weiterhin gewarnt – wird jedenfalls chirurgisch präzise vorgegangen:

        Moralweltmeister Deutschland nimmt es mit jedem auf: Rußland, China, Obama/Biden, Saudi-Arabien, Katar (Faesers „One Love“-Armbinde im Fußballstadion), Iran, Ungarn, Polen, Netanyahu… Weiter so! Blöderweise hat es auch in Deutschland „Jubelgesänge“ gegeben:

        Huch! Die preisgekrönte ARD-Ukraine-Propagandistin Eigendorf, die sich in Butscha von den Machthabern erzählen ließ, was da vorgefallen sein soll, was dann 1:1 als Wahrheit verkündet wurde, gibt zu, daß man in Deutschland nichts zum importierten islamischen Antisemitismus sagen durfte? Während die, die es taten, Polizeischutz benötigten?

        Ironie eines republikanischen US-Bloggers:

        Solidaritäts-Demos für Palästina gab es weltweit:

        Aber wir haben keine Journalisten, die ventilieren, woher das kommt: stattdessen haben wir Journis, die sich um das Amt des Regierungssprechers bewerben:

        Man ist diesen aktivistischen affirmativen Journalismus so leid!
        Am 15.9.2023 schrieb ich:

        „Gern gesehen von der Regierung: unkritische Journalisten wie Stephan Lamby, dem Nähe gestattet wird, und Clown-Journalisten wie Böhmermann, der voll auf Linie liegt.

        Aufmacher in der Tagesschau vom 14.9.2023 um 20 Uhr: dieser Vorgang in Thüringen, der natürlich etwas anders „eingeordnet“ wurde als es Reichelt tut:

        Natürlich weiß auch die Minderheitsregierung in Thüringen nie, die auf Stimmen der Opposition angewiesen ist, um Vorhaben durchzubringen, wer aus der Opposition nun gerade zustimmen wird – öfters ist auch schon mal die AfD dabei…
        Aber Reichelt als Ex-BILD-Chef ist eben vielen ein Dorn im Auge, und so fällt es der Regierung ein, zivilrechtlich gegen ihn vorzugehen – hat es sowas zuvor schon mal gegeben? Mir fällt dazu gerade nichts ein.

        Ex-„Bild“-Chef klagt
        Der Staat gegen Julian Reichelt
        • Von Michael Hanfeld
        • -Aktualisiert am 14.09.2023-17:33

        Entwicklungshilfeministerin Svenja Schulze (SPD) schickt dem früheren „Bild“-Chef Julian Reichelt eine Abmahnung wegen eines Tweets. Der wehrt sich dagegen mit einer Klage.
        Die Bundesentwicklungshilfeministerin Svenja Schulze (SPD) hat Ende August gegen den früheren „Bild“-Chefredakteur Julian Reichelt eine Unterlassungsverfügung rausgeschickt und – sich dafür postwendend eine Klage eingefangen.

        Tatsachenbehauptung oder Meinungsäußerung?

        Unterlassen soll Reichelt nach Ansicht des Ministeriums, was er auf Twitter/X geschrieben hat. Dort hieß es: „Deutschland zahlte in den letzten zwei Jahren 370 Millionen Euro (!!!) Entwicklungshilfe an die Taliban (!!!!!!).“ Das, meint das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, übermittelt durch den Anwalt Christian Schertz, sei eine falsche Tatsachenbehauptung. Das, retourniert Reichelts Anwalt Joachim Steinhöfel, sei eine Meinungsäußerung und das Ministerium sei nicht berechtigt, von Reichelt zu verlangen, er möge diese Äußerung unterlassen.

        https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/ministerin-schulze-mahnt-reichelt-ab-der-klagt-dagegen-19174591.html

        Die Grenze ist wie immer fließend. Ich würde mich allerdings wundern, wenn es dem Ministerium gelungen sein sollte, Gelder unter Umgehung der Taliban ins Land zu schmuggeln. Letztlich: jede Hilfe für die Bevölkerung, die extrem erforderlich ist, wertet das Regime auf – aber dazu sollte das Entwicklungsministerium schlicht stehen in dem moralischen Dilemma, in dem es steckt. Maulkörbe für Journalisten sind jedenfalls keine Lösung. Oder ist Demokratie schon abgeschafft?“

        Warum die Presse versagt III


        [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-1/#comment-101349

        Jetzt hat mich eine Leserin auf das Ergebnis aufmerksam gemacht:

        Ministerin unterliegt Reichelt
        Die Meinung bleibt frei
        • Von Michael Hanfeld
        • -Aktualisiert am 09.10.2023-16:38
        Entwicklungshilfeministerin Svenja Schulze wollte dem „Nius“-Chefredakteur Julian Reichelt die Aussage verbieten lassen, die Bundesregierung unterstütze durch Entwicklungshilfe die Taliban. Damit ist sie vor Gericht gescheitert.
        […]
        Der Ministerin, heißt es in der Entscheidung, stehe kein Anspruch auf Schadenersatz nach Paragraph 823 Bürgerliches Gesetzbuch (wegen vorsätzlicher oder fahrlässiger Rechtsverletzung) oder nach Paragraph 185 Strafgesetzbuch (Beleidigung) zu, da sie nicht in ihrem Ansehen verletzt worden sei. Bei der Äußerung, die Ministerin Schulze verboten sehen wollte, handele es sich zudem um eine vom Grundgesetz geschützte Meinungsäußerung – um ein wertendes Urteil, nicht um eine Tatsachenbehauptung.
        Dies ergebe sich in diesem Fall dadurch, dass der vom Ministerium inkriminierte Satz mit einem Beitrag von Nius verbunden war, der darstellte, dass die Bundesregierung – was unbestritten ist – Entwicklungshilfe für Afghanistan zahlt. Die Aussage, Deutschland zahle ,,Entwicklungshilfe an die Taliban’“, schreibt das Gericht, sei „insoweit als eine nicht dem Beweis zugängliche und überspitzte Kritik zu verstehen“, die Bundesregierung „unterstütze die Taliban, indem sie über dritte Stellen Projekte in dem Land fördere und damit Leistungen – etwa solche der Daseinsvorsorge – erbringen lasse, die ohne ausländische Unterstützung von den Taliban erbracht werden müssten.“

        Ebenso könne die Äußerung als „Befürchtung“ verstanden werden, „dass die Gelder über Umwege trotz möglicher Vorkehrungen in den Einflussbereich der Taliban gelangen können“. Die für die Meinung erforderliche „Anknüpfungstatsache“ sei „in der – unstreitig wahren – Tatsache zu sehen“, dass die Bundesregierung „Mittel in dem angegebenen Umfang bereitstellt, die durch Dritte in Afghanistan verwendet werden“.

        Reichelts Anwalt: „verheerendes Signal“

        Damit ist das Gericht der Argumentation von Reichelts Anwalt, Joachim Nikolaus Steinhöfel, gefolgt.
        […]
        „Wenn die Bundesregierung und Ministerin Schulze wirklich glauben, einem Journalisten eine Meinungsäußerung in einem Tweet gerichtlich untersagen zu können, sendet das ein verheerendes Signal zum dortigen Verständnis der Meinungs- und Pressefreiheit“, sagte der Anwalt Steinhöfel auf Anfrage. Tatsächlich sei „das Vorgehen ein Frontalangriff auf diese Grundrechte. Das Scheitern vor Gericht dokumentiert eine Mischung aus fachlicher Inkompetenz und schon vulgärem staatlichen Machtgebaren, die sich in einer Demokratie verbieten.

        https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/spd-ministerin-schulze-scheitert-vor-gericht-gegen-julian-reichelt-19231746.htm

        Ich halte die Entscheidung für zutreffend, aber es gibt natürlich immer noch die nächste Instanz. 😉

        Man kann sich auch alternativ unterrichten:

        Stimmen und Perspektiven zur Eskalation in Israel
        8. Oktober 2023 von Thomas Oysmüller

        Vier Stimmen zum Nahost-Konflikt: Karin Kneissl, Edward Snowden, der Blogger KimDotCom und Alexander Dugin.

        Der Fokus der Welt hat sich verschoben. Die Medienmaschine kennt seit Samstag nur noch den erfolgreichen Angriff der Hamas (und unterstützenden Gruppierungen) auf Israel. Der Spiegel schreibt gar vom “Pearl Harbour Israel” – eine deutliche Anspielung darauf, dass eine gröbere Eskalation droht. Pearl Harbour führte zum Kriegseintritt der USA in den 2. Weltkrieg. Die gesellschaftliche Stimmung hat sich in der Sekunde zum Zerreißen emotionalisiert.

        Fragen statt Antworten

        Der X-User “TheRealTom” schreibt am Sonntag: “Corona, Ukraine, Gaza. Auch diesmal reden sie euch wieder ein, es sei alles ganz klar: Hier, das Gute. Dort, das Böse. Kommt ins Team ‘Gut’! Verachtet die Mitglieder des Teams ‘Böse’, denunziert sie, isoliert sie! Es ist alternativlos, es gibt nur eine Antwort! Das wirklich Böse ist aber genau diese Art des Denkens, des Manipulierens, des Spaltens. Sie hassen nichts mehr, als wenn ihr Fragen stellt, anstatt die vorgefertigte Antwort aus der Schublade zu nehmen.”

        Motivation genug um vier Stimmen wiederzugeben, die sich der allgemeinen Hysterie entziehen und zugleich von verschiedensten Seiten und Ideologien Fragen, Analysen und Blickwinkel aufwerfen.
        Sachlichkeit kommt von Österreichs ehemaliger Außenministerin Karin Kneissl.[die jetzt im Libanon wohnt.]
        Auf ihrem Telegram-Kanal schrieb sie Samstagabend:

        „Die „Palästinafrage” stand von Anfang an auf der Tagesordnung der UNO. Der Teilungsplan vom November 1947 fiel dem Krieg von 1948 zum Opfer, genauer gesagt den Waffenstillstandsvereinbarungen, die im Frühjahr 1949 unter der Schirmherrschaft der UNO geschlossen wurden.
        Es folgten eine Reihe von Resolutionen des UN-Sicherheitsrates – ohne jede Umsetzung. Das rituelle Zitat zur UN SC res. 242 von 1967 ist ein berühmtes Beispiel, um das es geht.

        1973 wurde Israel überrumpelt, 1987 wurde die PLO überrumpelt, als die Palästinenser ihre Intifada begannen. Was auch immer 2011 von Tunis bis Kairo geschah – es kam überraschend.

        Und heute Morgen: Der allgegenwärtige israelische Geheimdienst, die Artillerie, die Armee als Ganzes usw. wurden überrumpelt.
        Wir haben keine Ahnung, wie dieser immense Wendepunkt im israelisch-palästinensischen Konflikt enden wird.
        Aber lassen Sie mich einfach Folgendes sagen: Kein anderer Konflikt hat so viele Experten, so viele Veröffentlichungen, Konfliktmanagementzentren usw. hervorgebracht.
        Es ist höchste Zeit, Konfliktlösung zu betreiben und nicht Konfliktmanagement.“
        https://t.me/KarinKneisslofficial/285

        Auch der US-amerikanische Dissident und im russischen Exil lebende Edward Snowden ist ziemlich skeptisch. Er verlinkt einen Artikel der israelischen Haaretz und wundert sich, wie der israelische Spionageapparat nichts vom geplanten Angriff wissen hat können. Dazu kommentiert er:

        „Netanjahu hat eine milliardenschwere Industrie aufgebaut, die Spionagewerkzeuge an Despoten verkauft, die damit in die iPhones von Kritikern, gewählten Gegnern, Menschenrechtsanwälten und sogar Studenten eindringen (dies sind alles reale Beispiele).
        Es hat sich jedoch herausgestellt, dass sie nicht sehr nützlich sind, um die Hamas auszuspionieren.“ [Dazu wurde bereits die These aufgestellt, daß die Hamas Huawei-Handys benutzt, auf die die westliche Spionagetechnik nicht eingestellt ist.]

        Einen vielbeachteten Kommentar (fast 10 Millionen Aufrufe) verfasste der Empire-kritische „KimDotCom“:

        Zum Verständnis des Hamas-Angriffs auf Israel

        Der Iran strebt eine Konfrontation mit Israel und den USA an. Der Erfolg Russlands in der Ukraine ermutigt den Iran, die jahrzehntelange feindliche US-Außenpolitik im Nahen Osten rückgängig zu machen. Eine bankrotte US-Regierung wurde gerade zu einem weiteren Krieg eingeladen.
        Das Timing ist opportunistisch. Die US-Regierung ist gezwungen, Billionen von USD zu drucken, da sie um die Aufnahme neuer Schulden kämpft. Ein weiterer Krieg würde zu einem erheblichen Anstieg der Inflation und einem beschleunigten wirtschaftlichen Niedergang der USA führen.
        Wenn der Iran die Straße von Hormuz vermint, würde die globale Energiekrise kritisch werden. Die Regierung Biden hat den Großteil der US-Ölreserven zur Stabilisierung der heimischen Ölpreise eingesetzt. [In der Tat, die strategische Reserve der USA ist auf 17 Tage gesunken, so niedrig wie seit den Achtzigern nicht mehr.] Der Iran kann den Schmerz für die US-Regierung erheblich vergrößern.

        Die Ukraine entwickelt sich zu einer großen Niederlage für die USA und die NATO. Eine neue Front im Nahen Osten würde den Niedergang der USA beschleunigen. Die US-Regierung und ihre westlichen Partner können sich das einfach nicht leisten. Russland und China würden am meisten davon profitieren. Der Iran ist sich dessen bewusst und spielt seinen Partnern in die Hände.“

        Ebenfalls mehrere Millionen Mal wurde die Analyse des russischen Ideologen Alexander Dugin gelesen:
        […]
        „Aber es ist die Kettenreaktion – und insbesondere das Verhalten der islamischen Staaten (vor allem Iran, Türkei, Saudi-Arabien, andere Golfstaaten und Ägypten) – die die logische Fortsetzung sein könnte. Zumindest könnten die Hamas-Strategen dies im Sinn gehabt haben, als sie beschlossen, den Konflikt zu beginnen.

        Der Multipolarismus nimmt zu, die Intensität der westlichen Hegemonie im kollektiven Nicht-Westen nimmt ab. Die Verbündeten des Westens in der islamischen Welt – insbesondere die Türkei und die Saudis – befolgen nicht automatisch jeden Befehl aus Washington. Dies ist die Situation, in der der islamische Pol, der kürzlich provokativ den BRICS beigetreten ist, auf die Probe gestellt werden wird.
        Natürlich könnte der Konflikt auf andere Gebiete übergreifen. Die Beteiligung des Iran und der Hisbollah ist nicht auszuschließen, was eine mögliche Verlagerung der Feindseligkeiten auf die Gebiete des Libanon und Syriens bedeutet. In Israel selbst gibt es genügend Palästinenser, die Juden leidenschaftlich hassen. All dies könnte unvorhersehbare Folgen haben.

        Meiner Meinung nach werden die USA und die Globalisten versuchen, jetzt alles abzubrechen, da sie mit einer weiteren Eskalation nichts Gutes erreichen können.

        Und noch etwas: Die Analogien zwischen Separatismus, Irredentismus usw. in verschiedenen Regionen der Welt sind nicht mehr gültig. Der Westen erkennt sowohl die territoriale Einheit als auch das Recht der Völker auf Abspaltung an, wenn es ihnen nützt, und erkennt sie nicht an, wenn sie nicht nützen. Es gibt keine Regeln. [Sehr wahr!] Tatsächlich sollten wir die Angelegenheit genauso behandeln (und das tun wir auch). Was für uns vorteilhaft ist, ist richtig.

        Im israelisch-palästinensischen Konflikt ist es für Russland – zumindest im Moment – schwierig, sich für eine Seite zu entscheiden. Jede Konstellation hat ihre Vor- und Nachteile. Die Beziehungen zu den Palästinensern sind uralt und natürlich Opfer, aber die rechte Flanke Israels versucht auch, eine neutral-freundliche Politik gegenüber Russland zu verfolgen und weicht damit von der wilden und eindeutigen Russophobie des kollektiven Westens ab.
        Vieles wird nun davon abhängen, wie sich die Ereignisse in Zukunft entwickeln.“
        […]

        Stimmen und Perspektiven zur Eskalation in Israel

        Das sorgt jedenfalls schon einmal für Frischluft. Dagegen nun die öden ÖRR-Spekulationen:

        [Thread]

        Vielleicht einmal abwarten, bis es Verlautbarungen über das Treffen von Putin mit dem irakischen Ministerpräsidenten gibt? Sie sind wenig überraschend:

        Demian von Osten (ARD) befindet sich auf dem Niveau des polnischen Präsidenten Duda:

        Der Ex-Statthalter der Böll-Stiftung polemisiert herum:

        [Thread]

        Und auf diese Solidaritätsadresse von ukrainischen Soldaten kann Israel gern verzichten:

        Schließlich geht es ernsthaft zur Sache: der republikanische Senator Josh Hawley wird deutlich: alle ukrainische Militärhilfe sollte nach Israel gehen:

        Biden liefert bereits:

        All die Propadanda-Bemühungen der Ukraine, um noch im Gespräch zu bleiben, waren also vergebens:

        „Russia in Ukraine has been showing for more than 19 months that you can rape, kill civilians, kidnap them, abuse children, organize mass mutilation of the dead, and turn the temporarily occupied territories into one big torture chamber – and there are always those who say that defensive weapons can lead to escalation, that terrorists should be listened to, that you don’t have to defend your homes.“

        Da wird die lachhafte ukrainische Propaganda mit der Realität der Hamas-Abschlachtungen gleichgestellt.

        Der ukrainische Luftwaffenchef tutet in dasselbe Horn – mit unsagbaren Übertreibungen:

        Die offizielle Stellungnahme des russischen Außenministeriums:

        „We view the current large-scale escalation as another highly dangerous manifestation of the vicious cycle of violence, which is a direct consequence of the chronic non-fulfillment of the relevant UN resolutions and its Security Council and the actual blocking by the West of the work of the Middle Eastern ‚Quartet‘ of international mediators consisting of Russia, the USA, the EU, and the UN. We urge both the Palestinian and Israeli sides to immediately cease fire, refrain from violence, show necessary restraint, and, with the assistance of the international community, establish a negotiation process aimed at achieving a comprehensive, lasting, and long-awaited peace in the Middle East.“

        Die russischen Stellungnahmen waren immer konsequent.

        Medwedew formuliert das undiplomatischer, was der seit 2014 fungierende Berater des ukrainischen Innenministers, Geroschenko, der korrekt zitiert, so kommentiert:

        Medwedew: „And the U.S. is a key player there. But instead of actively working on a Palestinian-Israeli resolution, these assholes came to us and are busily helping neo-Nazis, clashing two close nations. What can stop America’s maniacal passion to ignite conflicts everywhere on the planet? Apparently, only civil war on U.S. soil.“

        Ukraine-Follower mit ihren eigenen Mythen:

        Defense of Ukraine reposted:

        „The world must stand united and in solidarity so that terror does not attempt to break or subjugate life anywhere and at any moment. Israel’s right to self-defense is unquestionable. All details surrounding this terrorist assault must be revealed so that the world knows and holds accountable everyone who supported and helped carry out the attack.“

        Und gleich danach:

        Selenskij ist echt verzweifelt um Aufmerksamkeit bemüht:

        „The world wars of the past were triggered by local aggressions. We know how to counter this threat. We have already prepared the necessary steps. And our primary goal is to protect the need for maximum global unity.“

        Was er damit wohl meint? Lawrow am selben Tag:

        • Der russische Präsident Wladimir Putin hat viele Male unser Interesse an der Gewährleistung der Sicherheit Palästinas und Israels bekräftigt. Eine große Zahl unserer Landsleute lebt in Israel. Wir sind besorgt über ihr Schicksal in der aktuellen Situation und unternehmen alles, um herauszufinden, ob es unter ihnen Menschen gibt, die Hilfe benötigen. Wir werden bereit sein, diejenigen zu evakuieren, die nach Russland ausreisen wollen.

        • Ich kann nicht umhin, die destruktive Politik der Vereinigten Staaten zu erwähnen, welche die kollektiven Bemühungen im Rahmen des Quartetts der internationalen Vermittler hintertreibt (die UNO, Russland, die USA und die EU). Es ist gerade dieser Mechanismus, der in den Beschlüssen des UN-Sicherheitsrats als zentral anerkannt wurde. Um diesen Kanal zu nutzen und mit der Arabischen Liga zusammenzuarbeiten, versuchen die Amerikaner, die Vermittlungsbemühungen zu monopolisieren und den Dialog zwischen den Palästinensern und den Israelis wegzuführen von einer politischen Lösung und der Errichtung eines palästinensischen Staates.

        Das ist ja wohl stringenter als Selenskijs scheiternde Propaganda-Bemühung.

        Was die „global unity“ angeht, so scheitert er schon in Rumänien:

        Präsidentenberater Podolyak hat es am 10.10.2023 noch mal mit der Gleichsetzung der IS-Hamas-Massaker in Israel mit dem Propaganda-Fake der Ukraine, Butscha, versucht:

        In der Tat.

        • Propaganda zählt:

          Hier gibt es einen dissentierenden Thread des Journalisten Oren Ziv, der an demselben Media-Event im Kibutz Kfar Aza teilnahm wie Nicole Zedek:

          Die Geschichte von kriegsrechtfertigender Propaganda ist lang – und ohne Babymorde kommt sie nicht aus:

          Irgendwie muß die geplante Bodenoffensive Israels medial vorbereitet werden:

          Newsblog: Israel offenbar auch aus Syrien angegriffen, Schülergruppen zurück in Deutschland
          11.10.2023 | aktualisiert am 11.10.2023 – 14:51 Uhr
          […]
          Israels Verteidigungsminister: Bodenoffensive steht bevor

          Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, sagte der israelische Verteidigungsminister Yoavv Gallant am Dienstag vor Soldaten in der Nähe des Gaza-Zauns: „Die Hamas wollte eine Veränderung und sie wird sie bekommen. Was in Gaza war, wird nicht mehr sein. Wir haben die Offensive aus der Luft begonnen, später werden wir auch vom Boden aus angreifen.“ Diese Aussage ist ein weiteres deutliches Zeichen dafür, dass eine Bodenoffensive in Gaza unmittelbar bevorsteht.

          Joe Biden: „Die USA stehen hinter Israel“

          US-Präsident Joe Biden, der dem israelischen Regierungschef Benjamin Netanjahu kritisch gegenübersteht, hat Israel wiederholt die volle Unterstützung der Vereinigten Staaten zugesichert. „Die USA stehen hinter Israel“, betonte Biden am Dienstag in einer Fernsehansprache. Den Angriff der Hamas verurteilte er als einen „Akt des puren Bösen“. Seinen Außenminister Antony Blinken schickte er sogleich nach Israel, der Besuch in dem Land in Kriegszustand ist für Donnerstag geplant.

          Die US-Antwort auf den blutigen Hamas-Angriff sei nicht „der übliche Jargon mit Aufrufen zur Zurückhaltung an beide Seiten“ gewesen, sagt David Makovsky von der Denkfabrik Washington-Institut für Nahost-Politik. „Sie war: Wir werden Israel alles geben, was es braucht, und machen unsere rückhaltlose Unterstützung klar.“

          Die USA dürften Israel unter anderem weiterhin bei den Vereinten Nationen diplomatisch in Schutz nehmen und keinen Druck auf Netanjahu ausüben, sich bei Gegenangriffen auf den Gazastreifen zurückzuhalten, sagt Makovsky. „Das ist ganz eindeutig Israels 9/11, und ich denke, die US-Regierung sieht ihre Rolle darin, Israel die notwendige Atempause zu verschaffen.“

          https://www.berliner-zeitung.de/news/israel-newsblog-1200-tote-in-israel-900-in-gaza-mehr-als-200-ziele-im-gazastreifen-bombardiert-li.2147993

          Die NZZ am 11.10.2023:

          Joe Biden stellt sich voll hinter Israel: Das Land habe die Pflicht, auf die Angriffe zu reagieren, sagte der US-Präsident in seiner ersten Rede zum Terror der Hamas. Sollte die erwartete Bodenoffensive im Gazastreifen aber lang und blutig werden, könnte dies die Demokraten spalten. Für Bidens Chancen auf eine Wiederwahl wäre dies Gift. Zum Bericht

          Noch steht Hollywood zu Israel, wenn die Bilder stimmen – wenn sie nicht mehr stimmen, werden sie gelöscht:

          Es gibt diesen Entlastungs-Artikel für Biden:

          Aber man sieht sofort, daß es mal wieder anonyme Quellen sind, die von einem „privaten“ Telefongespräch Biden-Netanyahu wissen wollen:

          Biden urges Israeli leader to minimize civilian casualties in war with Hamas

          The U.S. wants to create a corridor through which innocent Palestinians and Americans living in Gaza can escape the war zone through Egypt.

          Oct. 11, 2023, 2:05 AM CEST / Updated Oct. 11, 2023, 4:37 AM CEST
          By Monica Alba, Carol E. Lee and Peter Nicholas

          WASHINGTON — In a private phone call Tuesday, President Joe Biden urged Israel’s prime minister to minimize civilian casualties in the Gaza Strip as Israel sets out to destroy Hamas in reprisal for the deadliest attack the country has suffered in the last 50 years, two Biden administration officials and a former official told NBC News.

          The Biden administration is coordinating with other countries on a plan that would offer safe passage out of Gaza for civilians who risk getting caught in the crossfire in the densely populated coastal enclave, administration officials said.

          Palestinian civilians and Americans in Gaza would escape the war zone through a southern corridor leading into Egypt under the plan being considered.
          With Israel preparing for a potential ground incursion into Gaza, civilians who have no connection to
          Hamas are in danger of being left homeless or killed by the shelling.

          In talking to Prime Minister Benjamin Netanyahu, Biden was more direct than in previous calls that the Israeli military should take pains to avoid civilian casualties, the U.S. officials said. Biden’s message suggests the White House will be attuned to any blowback if Israel is seen as using excessive force resulting in the deaths of women, children and noncombatants.
          […]

          An open question since Hamas launched its surprise attack over the weekend is whether Biden will give Netanyahu a free hand to rout Hamas by any means necessary — or insist that he throttle back if civilian deaths in Gaza start to pile up.

          In his speech, Biden said he told Netanyahu that „if the United States experienced what Israel is experiencing, our response would be swift, decisive and overwhelming.“
          He added: „We also discussed how democracies like Israel and the United States are stronger and more secure when we act according to the rule of law. Terrorists purposefully target civilians, kill them. We uphold the laws of war — the law of war. It matters.

          International laws of war call for proportionality and avoiding the indiscriminate killing of civilians.

          https://www.nbcnews.com/politics/white-house/biden-urges-israeli-leader-minimize-civilian-casualties-war-hamas-rcna119826

          Ein letzter Rettungsversuch der Dems-Presse für Joe Biden.

          Weiter zur Propaganda vor Kriegen:

          Auch die Menschenrechtsbeauftragte der Ukraine hatte ja behauptet, Russen vergewaltigten Babies – bis sie wegen Verbreitens von Lügen von Kiew geschasst wurde.

          Nun hat Netanyahu den Vorteil von Propaganda erkannt und bestätigt Köpfungen von Babies:

          Das ist gewiß gelogen und allein der wachsenden Kritik an seiner Gaza-Bombardierung geschuldet, gegen die er sich durch die Bildung einer die Opposition erfassenden Notstands-Regierung immunisiert.

          Auf welche Art und Weise zweifelsfrei von Hamas gezielt getötete Babies und Kleinkinder ums Leben kamen, ist eigentlich objektiv irrelevant: Big Serge über den Sinn der „rules of war“:

          Er hat echt den Überblick, was die Qualität der vom Westen eingesetzten Proxies angeht:

          Der NATO-„Partner“ Türkei entzweit sich einmal mehr mit den USA:

          Irgendwie komisch, da sowohl die USA als auch die Türkei illegale Besatzer Syriens sind. Frau Völkerrechtlerin Baerbock, bitte klären sie uns auf!

          Das ist auch mein Standpunkt:

          Michael Lüders bündelt die faktische und rechtliche Problemlage des israelischen Gegenangriffs kurz und präzise:

          https://twitter.com/friiyo/status/1711960775105855550

          Die israelische Armee will sich aber partout nicht an die Regeln des internationalen Kriegsrechts halten:

          Was ein Bundeswehr-Prof wie Masala offenbar gutheißt:

          Übrigens übliche ukrainische Kriegstaktiken, die er niemals kritisiert hat.

          Wo leben wir eigentlich, wenn Julian Röpcke der einzige deutsche Wahrheits-Übermittler ist?

          https://twitter.com/JulianRoepcke/status/1712180074839990387

          Während die EU irgendwie an der Wahrheitsunterdrückung arbeitet, ohne konkret zu werden: aber man ahnt schon, um was es geht: um die Erhaltung des NATO-Narrativs:

  3. Test

    Leider gelingt es nicht, über dieses Wort hinaus Weiteres zu posten: bei dem ersten Absatz-Versuch friert die Möglichkeit ein. Ich versuche daher aus dem inneren Bereich diesen Test-Ballon zu ergänzen.

    Zuletzt hatte ich u.a. geschrieben:

    „Der Mann ist Politologe! Und weiß nichts darüber, wie dysfunktional der Politzirkus in Washington DC ist? Come on.

    Die Diskussionen unter dem Masala-Tweet sind köstlich; ich greife hier mal eine ernstzunehmende heraus:“

    McCarthy jubelte natürlich über die einzige Trump`sche Kriegshandlung in seiner Amtszeit: gegen einem fake Assad-Giftgasanschlag auf einen fake Giftgasproduktionsort in Syrien:

    Ein Republikaner:

    Merke: die Wähler sind parteiübergreifend mehrheitlich gegen weitere Ukraine-Unterstützung.“

    Warum die Presse versagt III


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-2/#comment-101385

    Die NZZ vom 4.10.2023 war schlauer als der Politologe Masala:

    • Nach der Abwahl von Kevin McCarthy helfen nur klare Signale der Wähler: In den USA ist der mächtige republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Kevin McCarthy, wegen eines Streits über den Haushalt aus dem Amt abgewählt worden – und zwar von acht radikalen Parteikollegen. Der Vorfall ist nicht nur ein historisches Novum, sondern er belegt auch die wachsende Unfähigkeit des Kongresses, Gesetze zum Wohl der Bürger zu verabschieden. Zum Kommentar

    Die Institution „Kongreß“ ist die von US-Bürgern am meisten verachtete Institution überhaupt, noch vor den Medien. Mit Gründen!

    Medick war mal im SPIEGEL für Häme gegen Trump zuständig: aber nicht einmal das kriegte er hin. Seit längerer Zeit profiliert sich der STERN mit Merz-Bashing. Amüsant, was der STERN-Chefredakteur Gregor Peter Schmitz zum Haupttitel zu sagen hat:

    Stern-Chefredakteur
    Friedrich Merz simplifiziert die Migrations-Debatte – Gregor Peter Schmitz über den aktuellen stern
    von Gregor Peter Schmitz
    03.10.2023, 15:32

    Diskussionen über Migration sind wichtig – nur nicht sonderlich zielführend, wenn man sich durch populistische Aussagen von der inhaltlichen Ebene entfernt. Chefredakteur Gregor Peter Schmitz über die Themen des neuen stern.

    Friedrich Merz verfügt über die seltene Gabe, dringend notwendige Debatten in einer Weise anzustoßen, dass nachher niemand mehr über Inhalte spricht, jeder aber über Merz. Besonders groß ist seine Gabe, wenn es um die Migration geht. Vor einiger Zeit wollte er die schulische Integration von Migrantenkindern zum Thema machen. Weil er aber über „kleine Paschas“ lästerte, ging jede sinnvolle Auseinandersetzung im Aufschrei unter, der folgte. Nun befasste er sich mit der Frage, welche Leistungen Asylsuchende in Deutschland erhalten sollten, und er sagte im TV: „Die werden doch wahnsinnig, die Leute, wenn die sehen, dass 300 000 Asylbewerber abgelehnt sind, nicht ausreisen, die vollen Leistungen bekommen, die volle Heilfürsorge bekommen. Die sitzen beim Arzt und lassen sich die Zähne neu machen, und die deutschen Bürger nebendran kriegen keine Termine.“
    […]
    Auch wenn Merz auf unserem Titel prangt, wollen wir den Gegensatz zu seiner Herangehensweise versuchen – und sachlich über Thesen zur Migration sprechen. Denn das müssen wir.
    […]
    Unser Titelteam möchte unbequeme Wahrheiten für beide Lager in der Flüchtlingsdebatte aussprechen. Also für jene, die rufen, das Boot sei voll und jeder Flüchtling einer zu viel. Und für andere, die gern tun, als sei Integration überhaupt kein Problem und bedeute für den gesellschaftlichen Zusammenhalt gar keine Schwierigkeit. Schließlich müssen wir die Fragen mitdenken: Wie sehr werden Populisten von links (Sahra Wagenknecht etwa) wie rechts (vor allem von der AfD) dieses so komplexe Thema mit einfachen Wahlkampfparolen zu kapern versuchen? Und wie sehr könnten sie an der Urne dafür belohnt werden, auch weil unser Land nach multiplen Krisen so aufgewühlt und erschöpft ist?
    […]

    https://www.stern.de/politik/deutschland/gregor-peter-schmitz-ueber-den-neuen-stern-und-friedrich-merz-33877414.html

    Nun ist also Merz für die Shitstorms verantwortlich? Nicht die Shitstormers? 😉

    „Faktencheck“ bedeutet immer, recht behalten zu wollen und den Gegner als „Desinformanten“ zu brandmarken; in der Regel wird etwas widerlegt, was der politische Gegner nie gesagt hat. Und gegenteilige Erkenntnisse werden ignoriert. Nun habe ich den aktuellen STERN-Print noch nicht gelesen, aber der online „Factcheck“ erfüllt diese Bedingungen auf geradezu ideale Weise:

    Faktencheck
    CDU-Chef Merz provoziert: Asylbewerber „lassen sich die Zähne neu machen“ – stimmt das?
    von Mirjam Bittner
    28.09.2023, 11:39 3 Min.

    Lassen sich Asylbewerber reihenweise die Zähne neu machen? Das behauptete der CDU-Chef Friedrich Merz in einer Fernsehsendung. Ein Faktencheck.
    […]
    Was genau hat Friedrich Merz gesagt?

    In der Sendung „Welt-Talk“ sagte der CDU-Vorsitzende wörtlich: „Die werden doch wahnsinnig, die Leute, wenn die sehen, dass 300.000 Asylbewerber abgelehnt sind, nicht ausreisen, die vollen Leistungen bekommen, die volle Heilfürsorge bekommen. Die sitzen beim Arzt und lassen sich die Zähne neu machen, und die deutschen Bürger nebendran kriegen keine Termine.“ Der Ampel-Koalition warf er vor, nicht zu handeln: „Was Sie hier machen, ist eine Katastrophe für dieses Land.“

    […]
    Was ist die gesetzliche Grundlage zur gesundheitlichen Versorgung?

    Bundesinnenminister Nancy Faeser (SPD) widersprach Merz unmittelbar nach der Talksendung auf X (vormals Twitter) und warf ihm „erbärmlichen Populismus auf dem Rücken der Schwächsten“ vor: „Asylsuchende werden nur behandelt, wenn sie akut erkrankt sind oder unter Schmerzen leiden.“ Und was steht im Gesetz?

    Geregelt ist die gesundheitliche Behandlung im Asylbewerberleistungsgesetz. In Paragraf 4 zu Leistungen bei Krankheit heißt es: „Zur Behandlung akuter Erkrankungen und Schmerzzustände sind die […] erforderlichen Leistungen zu gewähren.“ Eingeschränkt wird: „Eine Versorgung mit Zahnersatz erfolgt nur, soweit dies im Einzelfall aus medizinischen Gründen unaufschiebbar ist.“
    Anders sieht es jedoch nach 18 Monaten aus, der sogenannten Wartezeit: Ab dann werden Asylbewerber von den gesetzlichen Krankenkassen betreut. „Sie erhalten eine elektronische Gesundheitskarte, mit der Sie nahezu dieselben Leistungen erhalten wie gesetzlich Krankenversicherte“, heißt es dazu auf der Homepage des Spitzenverbands der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).

    Was sagt die Bundeszahnärztekammer?

    Die Bundeszahnärztekammer teilt dem stern auf Nachfrage mit, man sei aktuell nicht überlastet durch Asylbewerber. Eine zeitweise Überlastung habe es 2015/16 gegeben, da die Versorgung von Geflüchteten damals nicht formal geregelt gewesen sei. „Das ist jetzt nicht mehr der Fall. Deshalb können wir die Kritik nicht bestätigen, beim Zahnarzt kriegt man noch sehr gut Termine.“ Probleme gäbe es eher durch die Stadt-Land-Verteilung von Praxen, aber nicht durch Asylbewerber.

    In einer Broschüre der Bundeszahnärztekammer heißt es zur Behandlung von Asylbewerberinnen und -bewerbern: Jeder Zahnarzt müsse individuell entscheiden, welche Untersuchungen und Behandlungen durch das Asylbewerberleistungsgesetz abgedeckt seien. „Dabei kann der Behandler in einen ethischen Konflikt geraten, wenn mögliche zahnerhaltende Maßnahmen nicht finanziert werden. Unter Umständen berechtigt erst der akute Schmerzfall eine Behandlung.“
    […]

    https://www.stern.de/politik/deutschland/friedrich-merz–asylbewerber-lassen-sich-zaehne-neu-machen–stimmt-das–33866704.html

    Es ging Merz um VORZUGSBEHANDLUNG abgelehnter Asylbewerber, und da waren wir schon mal weiter: Sie unterliegen wie Privatpatienten nicht der Budgetierung durch die Krankenkassen:

    Selbst das ZDF hat verbreitet, daß abgelehnte Asylbewerber gegenüber Kassenpatienten bevorzugt werden: deren Eigenanteil bei Zahnersatz übernimmt der Staat:

    Warum die Presse versagt III


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-2/#comment-101383

    Der STERN vernahm hochnotpeinlich den Historiker Andreas Rödder, Leiter der CDU-Grundwertekommission, der zurecht die „Brandmauer-Hysterie“ geißelte:

    Interview
    Umgang mit Rechtspopulisten
    Historiker Rödder: „Die AfD hat das Ziel, die Union zu zerstören“
    von Miriam Hollstein und Jan Rosenkranz
    19.09.2023, 00:01 3 Min.

    Die CDU streitet über den Umgang mit der AfD. Andreas Rödder, Historiker und Leiter der CDU-Grundwertekommission, fordert seine Partei im stern-Interview auf, sich vom Begriff der Brandmauer zu lösen – und zeigt sich offen für eine heikle Machtoption im Osten.

    Hat die CDU in Thüringen die Brandmauer nach rechts eingerissen?

    Ich halte schon das Wort „Brandmauer“ für falsch. Es teilt die Welt in zwei Lager: „wir“ und „die“, auf der einen Seite das grüne Auenland, auf der anderen Seite die verbrannte Erde. Dieser Begriff bringt uns ständig in Schnappatmung. Das ist schädlich für unsere Demokratie.

    Laut Unvereinbarkeitsbeschluss lehnt die CDU „Koalitionen und ähnliche Formen der Zusammenarbeit“ mit AfD und Linkspartei ab. In Thüringen hat die CDU eine Senkung der Grunderwerbsteuer mit den Stimmen der AfD durchgesetzt. Wo ist der Unterschied zwischen zusammenarbeiten und gemeinsam abstimmen?

    Die CDU tut gut daran, ihre eigenen Beschlüsse ernst zu nehmen. Das heißt: Keine Koalition, keine formellen Absprachen mit der AfD. Wenn die CDU einen Antrag einbringt und dafür eine Mehrheit erhält, ist das normales parlamentarisches Verhalten.

    Inoffiziell gab es wohl eine Absprache. Erst zog die AfD ihren Antrag zurück. Dann brachte die CDU ihren Antrag ein.

    Nochmal: Die CDU sollte sich weder formell noch informell danach richten, was die AfD tut. Wenn sie aber aus Überzeugung eine Gesetzesvorlage einbringt, ist es völlig egal, wer zustimmt.

    Mit diesem Argument könnte die CDU nach der nächsten Wahl eine Minderheitsregierung in Thüringen bilden, die sich von der AfD tolerieren lässt.

    Die entscheidende Frage wäre: Ist es eine Minderheitsregierung, die sich ihre Mehrheit immer wieder neu suchen muss? Dann ist es völlig in Ordnung. Problematisch wäre es erst, wenn sich die CDU offiziell von der AfD tolerieren ließe und dafür Absprachen eingehen würde. Das wäre eine rote Linie.

    Wo sehen Sie inhaltlich die rote Linie?

    Es gibt klare rote Linien nach rechtsaußen, ich nenne nur die Relativierung des Nationalsozialismus oder die Befürwortung des Krieges gegen die Ukraine. Ansonsten zählt die Sache: Die Senkung der Grunderwerbsteuer ist sinnvoll. Was, wenn die AfD frühere Vorlagen der CDU einbringt? Soll die CDU aus Prinzip gegen ihre eigenen Überzeugungen stimmen? Parlamentarismus heißt, die Inhalte an erste Stelle zu setzen.

    Legitimiert man damit nicht eine Partei, die immer wieder durch rassistische und demokratiefeindliche Aussagen auffällt?

    Die AfD hat das Ziel, die Union zu zerstören, denn nur so kann sie die politische Rechte erobern. Diese Logik muss die CDU verstehen. Sie ist eingeklemmt zwischen den Grünen, die eine kulturelle Hegemonie besitzen, und der AfD, die die CDU beseitigen will. Kurz: die Grünen sind inhaltlich der Hauptgegner, die AfD der Feind. Wenn die CDU nicht untergehen will, muss sie sich zwischen diesen beiden Polen behaupten.
    […]
    Die Union ist von drei Seiten unter Druck. Von links droht Widerspruch der Grünen, von rechts droht Zustimmung der AfD. Und von hinten drückt die Ära Merkel.
    […]
    Braucht die CDU eine Aufarbeitung der Ära Merkel?

    Die CDU erlebt gerade, was die SPD nach der Ära Schröder durchgemacht hat. Sowohl Schröder als auch Merkel sind weit vom Mainstream ihrer Partei abgewichen, das berührt die Identität. Die Union wird nicht daran vorbeikommen, ein differenziertes Verhältnis zu ihrer Vergangenheit zu finden.

    https://www.stern.de/politik/afd-debatte–historiker-roedder-offen-fuer-cdu-minderheitsregierungen-33837136.html

    Für dieses rationale Interview wurde Rödder allseits gegeißelt, nicht zuletzt durch den STERN, allerdings auch durch CDU-Vertreter – was Konsequenzen hatte:

    «Eine Frage der Selbstachtung»: Andreas Rödder wirft als Chef der CDU-Grundwertekommission hin

    Der konservative Historiker fühlt sich von Parteifreunden böswillig missverstanden. Er habe sich nicht für eine Zusammenarbeit mit der AfD ausgesprochen.
    Fatina Keilani, Berlin 27.09.2023, 16.15 Uhr

    Der Historiker Andreas Rödder hat den Vorsitz der Grundwertekommission der CDU niedergelegt. In einem Brief an den CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz begründet er seinen Rückzug damit, dass seine Aussagen, die er in einem Interview mit dem Magazin «Stern» tätigte, bewusst falsch interpretiert worden seien.

    Rödder schreibt in einem Brief an Merz, den das Portal «Nius» veröffentlichte: «Vor diesem Hintergrund haben Sie am vergangenen Freitag deutlich gemacht, dass ich mich zwischen meiner intellektuellen Freiheit und der Leitung der Grundwertekommission entscheiden müsse.» Da die Freiheit als Bürger und Wissenschafter immer die unverhandelbare Grundlage seines Engagements gewesen sei, bleibe ihm keine andere Wahl, als den Vorsitz niederzulegen, schreibt Rödder.

    Der Schritt ist die neueste Volte im Ringen der CDU um ihr Verhältnis zur AfD. Zwar wird ununterbrochen beschworen, es sei ein Nicht-Verhältnis, es gebe eine Brandmauer und eine Zusammenarbeit sei schlechthin «unvorstellbar». Doch in der täglichen politischen Praxis kommt es deutschlandweit immer wieder zumindest zu Berührungspunkten aller Parteien zur AfD – die CDU inbegriffen.
    […]
    Polenz forderte direkt Rödders Rauswurf

    Rödder hatte sich als Vorsitzender der Grundwertekommission eher pragmatisch geäussert. Von dem Wort «Brandmauer» sollte sich die CDU wieder lösen, um den politischen Debattenraum nicht in die Lager «wir» und «die» zu spalten, hatte Rödder sinngemäss gesagt. Und dass es egal sei, mit wessen Stimmen ein Gesetz beschlossen werde, solange die CDU den Antrag aus Überzeugung eingebracht habe.
    Der Shitstorm kam dann in Wellen. Das Interview erschien am Dienstag, dem 19. September. Noch am selben Tag forderte der frühere CDU-Generalsekretär Ruprecht Polenz auf der Plattform X Rödders Rauswurf aus der Grundwertekommission. Das war «der Fanfarenstoss für die Jagdmeute», heisst es aus Rödders Umfeld. In weiteren Wellen äusserten sich zahlreiche Parteiprominente kritisch, unter anderem der frühere Parteivorsitzende und Kanzlerkandidat Armin Laschet. Bis zum Freitag hatte sich die Atmosphäre weiter aufgeheizt. Eine Sitzung der parteinahen Konrad-Adenauer-Stiftung, an der Rödder teilnahm, sei regelrecht zum «Tribunal» geworden, ist aus Unionskreisen zu hören.

    Andreas Rödder bestätigt im Gespräch mit der NZZ seinen Entschluss. «Ich habe in dem Interview ganz eindeutig gesagt, dass ich eine Minderheitsregierung ohne Absprachen in Ordnung fände. Eine Minderheitsregierung, also eine Tolerierung mit Absprachen, das finde ich nicht akzeptabel und da würde ich eine rote Linie ziehen», so Rödder. «Darüber kann man ja jetzt so denken oder so denken. Aber es wurde gerade aus der CDU immer wieder so dargestellt, als würde ich für Minderheitsregierungen mit Tolerierung der AfD eintreten, und das ist falsch.» Diese Verzerrung sei entweder ignorant oder böswillig.
    Nach dieser Kampagne aus der eigenen Partei heraus sei dann irgendwann das Ende erreicht gewesen, sagt Rödder. «Es ist dann eine Frage der Selbstachtung gewesen, deswegen habe ich das Amt niedergelegt.» Er wolle Friedrich Merz, den er ja unterstütze, nicht noch weiter beschädigen.

    https://www.nzz.ch/international/streit-um-afd-roedder-wirft-bei-cdu-grundwertekommission-hin-ld.1758228

    Die WaPo bemängelte am 5.10.2023:

    Elon Musk strips news headlines from X, posing challenge for media outlets
    By Leo Sands

    Nunja.

    Rupert Polenz ist schon seit längerer Zeit abgedreht:

    • Wie irrational das sog. „Debattenklima“ – ein falscher Begriff, denn die sog. „Progressiven“ setzen auf Aus- und Abgrenzung, Skandalisierung und Personalisierung – geworden ist, belegt sehr schön der temporäre Zweitwohnsitz der Woken auf Bluesky, zu dessen Installierung man eine Einladung von dort unter Übermittlung eines entsprechenden Codes benötigt. M. E. ein totgeborenes Kind wie weiland Mastodon mit seinen unverbundenen Inseln der Seligen, die sich gegenseitig blockierten.

      Simone Peter traut sich zum „Kritisieren“ zurück auf Twitter:

      😉

      Rauhe Sitten dort, falls jemand nur einwendet, daß „konservative Stimmen“ etwas anderes seien als „rechte Propaganda“ – der Unterschied ist längst eingeebnet im allseitigen „K[r]ampf gegen Rechts“. Ich amüsiere mich zur Zeit über die Sprachverrenkungen in den deutschsprachigen Medien, für die Republikaner allesamt Rechte sind, aber die, die gegen McCarthy zu Felde gezogen sind, jetzt als „Ultra-Rechte“ bezeichnen müssen, was weit daneben ist. Man sollte sich diesen Thread über Matt Gaetz tatsächlich ansehen:

      Er verlangt lediglich Revolutionäres wie demokratische Prozesse gegen den Kapitalismus, der in den USA längst alles übernommen hat.

      Wie es Anna Schneider, „Chefreporterin Freiheit“ von der WELT, nach Bluesky geschafft hat, ist natürlich ein Rätsel: „Freiheit“ ist ja komplett diskreditiert worden zugunsten von Solidarität, staatlichen Eingriffen und „Verantwortung“, die sich gefälligst „deligitimierender“ Kritik am Staat enthalten möge; deren Grenzen bestimmt eine so vertrauenswürdige Institution wie der Verfassungsschutz sprich die Regierung nebst den von der Regierung finanzierten NGO und Think Tanks.

      Und so erging es ihr:

      https://twitter.com/a_nnaschneider/status/1709621963646181396

      https://twitter.com/a_nnaschneider/status/1709647565254172674

      https://twitter.com/a_nnaschneider/status/1709818392822059096

      Es wird noch doller mit der reinen Lehre – denn es gibt schließlich „Mitte-Extremisten“, die mit dem „Feind“ noch reden:

      https://twitter.com/mrcllsmxms/status/1709863237376737606

      Aber besser als bei Mastodon erging es ihr schon:

      Ein besonderes Ärgernis ist die „freiwillige“ Sprachverhunzung durch staatsnahe Institutionen wie den ÖRR und die DB AG:

      „Reiseinformationen“ hätte es schließlich auch getan. Problematisch wird es dann, wenn aus der Ablehnung von Neusprech in zweifelhaften Studien auf einen „Rechtsruck“ geschlossen wird:

      Heutzutage ist es spottbillig, andere als „Nazi“ zu bezeichnen, da reicht bereits eine Bezugnahme auf biologische Tatsachen:

      Der Umgang mit der AfD wird durch ein weiteres Phänomen bestimmt, das als Auswuchs der rechtsstaatswidrigen „metoo“-Shitstorms betrachtet werden muß, wo der Mob Anklägerin, Richterin und Vollstreckerin ist. Und wenn die Justiz endlich zugunsten des Verfolgten einschreitet, ist dessen Existenz oft schon ruiniert. Es mißfällt mir als Ex-Oberstaatsanwältin einfach, wenn bei unklaren Sachverhalten bereits der Daumen gesenkt wird – kann man nicht einfach abwarten, bis man mehr weiß?

      Aber natürlich war die Sachlage sofort klar: Wahlkampfmanöver! Und Satire wird immer billiger, Arm in Arm mit dem Verfassungsschutz – wer hätte einen solchen Schulterschluß vor 10 Jahren jemals vermutet, als die Titanic noch subversiv war: vor der Insolvenz hat sie freilich nur der staatstragende Jan Böhmermann gerettet, der für zahlende Abonnenten warb:

      Ich kenne keine Äußerung von Chrupalla, die irgendwie nazi-mäßig gewesen wären. Aber vielleicht bin ich da nur ununterrichtet.

      Es ist nicht einmal Wahlkampf in Thüringen, und überall außerhalb von Thüringen schmiert die Linke ab (selbstredend in Bayern und Hessen).

      Haßrede der Anständigen ist freilich gesellschaftlich anerkannt – da ruft niemand nach Zensur:

      Jörg Kachelmann als Opfer einer eiskalten Falschbeschuldigerin hat jeden Grund, Vorverurteilungen entgegenzutreten. Und so läßt er diese Frage auch offen. Seine Äußerung zu Chrupalla ist dennoch grenzwertig:

      BERLIN. Die AfD-Vorsitzende Alice Weidel will am Sonnabend und Sonntag beim Wahlkampfabschluß in Hessen wieder öffentlich auftreten. Das hat ihr Sprecher Daniel Tapp gesagt. Er bestätigte außerdem, daß sich die Parteichefin derzeit auf Mallorca aufhält.
      Gegen Weidel, ihre Lebensgefährtin und die beiden Kinder hatte es offenbar so konkrete Anschlagspläne gegeben, daß die Kantonspolizei Schwyz im schweizerischen Bezirk Einsiedeln die Familie am Sonnabend, 23. September aus ihrer Wohnung an einen sicheren Ort verbrachte. Von den mutmaßlichen Tätern fehlt weiter jede Spur.

      Weidel unter Polizeischutz aus Wohnung geholt

      Das Bundeskriminalamt hat inzwischen mitgeteilt, die Absage der Teilnahme Weidels an der Wahlkampfveranstaltung am 3. Oktober im hessisch-thüringischen Mödlareuth „geschah nicht auf Veranlassung oder Empfehlung des BKA“. Während viele Medien diese Aussage als vermeintlichen Widerspruch zur Darstellung der AfD interpretieren, war der Rat laut Tapp von der Schweizer Polizei gekommen.

      Weidel sei einer „Empfehlung gefolgt, einige Zeit ihrer häuslichen Umgebung fernzubleiben“, die ein mutmaßliches Anschlagsziel gewesen sei. Demnach sei „die Familie von Alice Weidel aus ihrer Wohnung im Bezirk Einsiedeln unter Polizeischutz an einen sicheren Ort verbracht“ worden. Dort sei bis zum nächsten Tag verblieben. „Die Kantonspolizei Schwyz kann den Polizeieinsatz vom Samstag, den 23. September, im Bezirk Einsiedeln bestätigen“, sagte deren Sprecher, Florian Grossmann, dem Schweizer Radio SRF.
      […]
      Am Montag, 25. September sei die AfD-Chefin dann nach Berlin zur Sitzungswoche des Bundestages gefahren. Am Ende der Woche sagte Weidel, so Tapp, „ihren Auftritt in Mödlareuth bei den Veranstaltern ab und bittet zunächst um vertrauliches Behandeln der Absage, um die Ermittlungen nicht zu gefährden“.
      Am Wochenende sei sie dann mit ihrer Familie nach Mallorca geflogen: „Zum einen folgt sie damit dem Rat, sich daheim etwas rar zu machen, zum anderen ist die Familie von den Vorgängen natürlich schockiert.“ Es seien „immerhin zwei kleine Buben mit betroffen“.
      Für das Wochenende plane sie dennoch, „in Wiesbaden zum Wahlkampfabschluß zu sein“.

      https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2023/gefahr-alice-weidel-mallorca/

      Es ist nicht unwahrscheinlich, daß Chrupalla lediglich aufgrund von Wahlkampfstreß zusammenbrach. Aber rechtfertigt das die „Haß und Hetze“-Reaktionen?

      NZZ, 5.10.2023:

      Und das lesen Sie nur in der NZZ: Die Anschlagsdrohung gegen Alice Weidel komme nicht von ungefähr, sagt Marc Felix Serrao, Chefredaktor der NZZ in Deutschland, in «Der andere Blick». Die AfD werde häufig zu leichtfertig mit den Nazis gleichgesetzt. Das könnte zu den Drohungen gegen die Parteichefin geführt haben. Zum Kommentar

      Ja, das steht wirklich nur in der NZZ! 😉

      Mir macht Sorge, daß die AfD allzu viele Gerichtsprozesse gewinnt und damit den Umgang staatlicher Institutionen mit ihr als rechtsstaatswidrig anprangern kann.

      • Das Geschehen in den social media ist freilich nur ein Reflex auf das Geschehen in den Leitmedien. Überraschenderweise habe ich eine knackige Zusammenfassung dieser Katastrophe in einem Interview der ZEIT mit dem Chef des Ostberliner Fußballvereins Union Berlin gefunden:

        Dirk Zingler
        „Diesen Ost-West-Fokus finde ich falsch“
        Union Berlin ist der erste Club mit DDR-Geschichte, der in der Champions League spielt. Wie hängen diese Tradition und der Erfolg zusammen? Dirk Zingler, der Präsident des Clubs, hat ein paar provozierende Antworten.
        Interview: August Modersohn und Christian Spiller
        Aktualisiert am 28. September 2023, 15:18 Uhr
        […]
        ZEIT: Nervt es Sie auch, wie im bundesweiten Diskurs über Ostdeutschland gesprochen wird?

        Zingler: Nein. Dieser Diskurs findet in meiner Wahrnehmung vor allem zwischen Medien untereinander beziehungsweise zwischen Medien und Politik statt. Er ist für unser wirkliches Leben nicht sehr relevant. Diese Wahrnehmung verstärkt sich, wenn bei schwierigen Themen die Positionen zwischen Journalisten und Politik kaum noch zu unterscheiden sind.

        ZEIT: Was genau meinen Sie damit?

        Zingler: Das war bei der Schuldenkrise in Griechenland so. Unter Corona ging es weiter. Und jetzt ist es schon wieder so. Das finde ich bedauerlich. Die Menschen, die in der DDR groß geworden sind, haben ein sehr feines Gespür für fehlende Meinungsvielfalt, weil sie diese wirklich erlebt haben. Wir haben erfahren, wie sich vorauseilender Gehorsam insbesondere in den Eliten einer Gesellschaft schleichend entwickelt. Und viele befürchten, dass sich dieser Prozess gerade wiederholt.

        ZEIT: In der DDR war der Journalismus staatlich gesteuert. Dass das auch heute so sein soll, behaupten sogenannte Querdenker. Wir hoffen, Sie verstehen unsere Deutlichkeit: Das ist in Deutschland definitiv nicht der Fall. Kein seriöses Medium verdrängt unterschiedliche Meinungen.


        Zingler
        : Ich spreche auch nicht von staatlicher Steuerung. Sehen Sie, ein gutes Beispiel ist die Berichterstattung während Corona. Am Anfang stand – vollkommen verständlich – der Schutz vor Infektionen über allem. Niemand wollte Maßnahmen infrage stellen, es fühlte sich falsch an, wenn man das tat. Vielmehr wollte man den Staat bei seinen Maßnahmen unterstützen. Daraus entwickelte sich allmählich eine Situation, in der kaum noch jemand die Handlungen des Staates hinterfragt hat. Und wer es getan hat, wurde nahezu geächtet. Aber gerade in Krisen und bei besonders schwierigen Themen brauchen wir unterschiedliche Meinungsbilder im Journalismus und Raum für einen respektvollen gesellschaftlichen Diskurs, in dem um möglichst gute Lösungen gerungen wird. Der Umgang mit den Menschen, die in dieser Zeit keine Mehrheitsmeinungen vertraten, ist für mich immer noch ein journalistischer und politischer Tiefpunkt in unserem Land.

        ZEIT: Welche Haltung vermissen Sie konkret?

        Zingler: Wieso Haltung? Ich denke, es geht im Journalismus um Objektivität, auch um die Suche nach Wahrheit. Viel zu oft finden Positionen ihre Experten und Quellen und nicht andersrum. Und wenn Wahrheiten sich mit der Position des Gegners decken, werden sie auch gerne mal weggelassen. Man will ja nicht deren Narrativ bedienen. Ich persönlich lese die Welt und die Berliner Zeitung. Da gibt es erfreulicherweise oft gut aufbereitete unterschiedliche Positionen. Die sollte man darstellen, wenn es schwer ist mit der einen Wahrheit. Ich möchte mir meine Meinung nämlich selbst bilden.
        […]

        https://www.zeit.de/2023/41/dirk-zingler-fc-union-berlin/komplettansicht

        Wow!

        Über West-Narrative in Kriegszeiten gibt es dieses Buch:

        Jacques Baud: Putin – Herr des Geschehens? Westend, Frankfurt am Main 2023, 256 Seiten, 26 Euro

        Und diese Rezension dazu:

        Aus: Ausgabe vom 02.10.2023, Seite 15 / Politisches Buch
        Debatte über Ukraine-Krieg
        Nicht im Chor
        Der ehemalige Schweizer Geheimdienstler Jacques Baud arbeitet sich an der »westlichen« Berichterstattung zum Ukraine-Krieg ab
        Von Sabine Kebir

        Jacques Baud, ehemaliger Analytiker für Osteuropa und den Warschauer Pakt beim Schweizer Auslandsgeheimdienst, dann bei verschiedenen Missionen von NATO, UNO und OSZE beschäftigt, empört sich über die Informationspolitik in westlichen Ländern zum Krieg in der Ukraine. Die größten privaten und öffentlich-rechtlichen Medien verschwiegen oder verkürzten Fakten, die zur Urteilsbildung notwendig seien. Sie träfen damit auf Gesellschaften, die sich an knappe Nachrichten im Twitter-Stil gewöhnt haben. Rückblickend fragt er: »Wer hat die Angriffe auf die Zivilbevölkerung im Donbass zwischen 2014 und 2022 verurteilt? Wer hat die berichteten Massaker an Zivilisten im Donbass verurteilt?« Weiter fragt Baud, wer führende Politiker der EU kritisiert hat, die inzwischen zugaben, die Minsker Abkommen nie ernst gemeint zu haben. Und wer habe das ukrainische Gesetz von 2021 skandalisiert, das ukrainischen Bürgern je nach Herkunft unterschiedliche Rechte einräume. Wer verurteilte die Ermordung eines ukrainischen Waffenstillstandsverhandlers durch den eigenen Geheimdienst im Jahr 2022?

        In dem nun ins Deutsche übersetzten Buch »Putin – Herr des Geschehens?« setzt sich Baud vor allem mit den aus amputierten Fakten gezimmerten Argumenten auseinander, die französische Medien über den Krieg verbreiten, unter anderem in einer gleichnamigen Sendung des öffentlich-rechtlichen TV-Kanals France 5. Da die einflussreichsten deutschen Medien genauso argumentieren, war es durchaus sinnvoll, dieses Buch zu übersetzen. Der Autor wird deswegen angegriffen, gestreut wird der Verdacht, er stehe in Diensten Russlands. Baud beharrt allerdings darauf, den Angriff vom Februar 2022 nicht zu befürworten. Er stimmt aber eben auch nicht in den mächtigen Chor derer ein, die das Verhalten des Westens und der nach dem Maidan-Putsch an die Macht gelangten ukrainischen Regierungen rechtfertigen. Ihm kommt es darauf an, die seiner Meinung nach irrational beeinflusste europäische Öffentlichkeit auf ihre Verantwortung für die Friedenssicherung hinzuweisen.

        Baud vervollständigt die gar nicht oder nur verkürzt wiedergegebenen Nachrichten mit gut belegten Hintergrundinformationen. Handelt es sich um absichtlich amputierte Zitate, vervollständigt er sie. Das betrifft etwa die öffentlichen Verlautbarungen russischer Diplomaten und die Reden des russischen Präsidenten. Aus denen lasse sich nicht belegen, dass Russland die Vernichtung der Ukraine als Staat anstrebe. Vielmehr beanspruche es, das von der UNO vertretene Prinzip der »Responsibility to Protect« (Schutzverantwortung) anzuwenden: Wenn ein Staat die Rechte eines Teils der Bevölkerung nicht garantiert oder selbst verletzt, sind diese von anderen Staaten durchzusetzen. Darauf hat sich unter anderem die NATO bei ihren Kriegen gegen Jugoslawien und Libyen berufen.
        […]

        https://www.jungewelt.de/artikel/460235.debatte-%C3%BCber-ukraine-krieg-nicht-im-chor.html

        Nicht immer ist die Berliner Zeitung kritisch; hier verfährt sie nach dem Prinzip: „Viel zu oft finden Positionen ihre Experten und Quellen und nicht andersrum.„. Oder vielleicht hat sie nur noch nicht mitbekommen, daß „Osteuropa-Experte“ mittlerweile ein Synonym für „Rußlandhasser“ geworden ist:

        Slowakei: „Das Spiel mit der Ukraine ist verachtenswert und könnte Putin den Sieg bringen“
        Der Osteuropa-Historiker Philipp Ther kommentiert den Wahlerfolg der Smer-Partei, die die Waffenhilfe für die Ukraine einstellen will.

        Susanne Lenz
        05.10.2023 | 12:04 Uhr

        Die linksnationale Smer-Partei in der Slowakei unter Führung von Robert Fico hat die Unterstützung für die Ukraine als Wahlkampfthema etabliert: Er wolle die Waffenhilfe für das Land beenden, wenn er wieder an die Macht komme. Nun ist er bei den Parlamentswahlen tatsächlich erfolgreich gewesen. Welche Folgen das haben könnte und an welche Traditionen Fico hier anknüpft – darüber sprachen wir mit dem Osteuropa-Historiker Philipp Ther.
        […]
        Wird das wirklich bedeuten, dass die Slowakei ihre Hilfe für die Ukraine beendet?

        Das hat Fico angekündigt, aber ob es sich durchsetzen lässt, ist eine andere Frage. Zum einen sehen es die möglichen Koalitionspartner anders, dann gibt es ein Commitment und man kann sich als Mitglied von größeren Bündnissen wie der Nato, der EU und auch der Eurozone als kleines Land schwerlich komplett ins Abseits stellen. Trotzdem gibt es hier etwas zutiefst Beunruhigendes: Nämlich dass östliche und auch diverse westliche Politiker wie zum Beispiel Trump oder amerikanische Oligarchen wie Elon Musk – den muss man mal als solches benennen – angefangen haben, mit der Ukraine als Wahlkampfthema zu spielen. Die hacken auf diesem Land herum, das sich nicht wehren kann. Denn würde die Ukraine sagen: Jetzt hört mal auf, auf uns herumzuhacken, heißt es sofort: Ihr seid wohl nicht dankbar. Die Ukraine ist nicht nur wehrlos, sondern darüber auch sprachlos.

        Ist dieses Spiel mit der Ukraine im Wahlkampf Taktik oder stehen Überzeugungen dahinter?

        Es wird aus Wahlkampzwecken gemacht, und das ist verachtenswert. Aber es könnte Putin wirklich den Sieg bringen. Wenn dieser Krieg schlecht ausgeht, auch für die EU, dann wird man sich irgendwann fragen, wann das angefangen hat, nämlich genau in diesem Augenblick, als diverse westliche Populisten – und die Slowakei zählt zum Westen – angefangen haben, auf der Ukraine herumzuhacken. Natürlich ist das Argument, dass direkte Waffenhilfe Kosten verursacht, nicht von der Hand zu weisen und gerade kleinere Länder wie die Slowakei, Tschechien und die baltischen Staaten leisten sehr viel. Proportional leisten sie mehr als größere Länder wie Deutschland. Und sie wissen auch, warum: weil sie berechtigte Angst haben, als Nächstes an der Reihe zu sein. Aber die Ukrainer und der ukrainische Staat können nichts für die gestiegene Inflation und andere Nebeneffekte des Krieges, den notabene Putin angefangen hat. Da findet jetzt eine Schuldumkehr statt. Dieses Argument ist billig und eigentlich auch durchschaubar. Und es ist deshalb so unfair, weil die Ukraine ihm so schwer widersprechen kann.

        https://www.berliner-zeitung.de/kultur-vergnuegen/slowakei-das-spiel-mit-der-ukraine-ist-verachtenswert-und-koennte-putin-den-sieg-bringen-li.1405546

        Es ist offensichtlich, daß diese polemischen Äußerungen nichts mit Wissenschaft zu tun haben. Der US-Rußland-Krieg mittels der Proxy-Ukraine seit 2014 war von Anfang an ein verlorenes Unterfangen, und hat nichts damit zu tun, daß die Slowakei im September 2023 „populistisch“ wurde.

        Die ZEIT verbreitet weiterhin Durchhalteparolen, so auf S.1 der Printausgabe vom 5.10.2023:

        Waffenlieferungen
        Geduldskrieg
        Die Unterstützung für die Ukraine bröckelt. Wie lange hält die Solidarität des Westens noch? 
        Von Heinrich Wefing
        4. Oktober 2023

        Wer bei Verstand ist und so etwas wie ein Herz hat, wird sich schon einmal gefragt haben: Wie lange noch? Wie lange soll das Sterben in der Ukraine noch weitergehen? Wie lange halten die Ukrainerinnen und Ukrainer ihren Abwehrkampf gegen die russischen Invasoren noch aus? Das Schlachten um wenige Quadratmeter in der festgefahrenen Gegenoffensive? Die täglichen Drohnen- und Raketenangriffe? Und, fast ebenso drängend: Wie lange macht der Westen das noch mit? Wann beginnt die Unterstützung für die Ukraine zu bröckeln?
        Eine schnelle Antwort wäre: Jetzt. Genau jetzt zeigen sich Risse in der Solidarität des Westens. Risse, die nicht zu übersehen sind.

        Am vergangenen Wochenende hat in der Slowakei ein prorussischer Populist die Parlamentswahlen gewonnen, ein Mann, der angekündigt hat, der Ukraine keine einzige Patrone mehr zu liefern. In einem Land, das bislang zu den entschlossensten Partnern Kiews zählte. Fast zeitgleich hat der US-Kongress in Washington, um den Stillstand der Staatsgeschäfte zu verhindern, einen Nothaushalt für 45 Tage verabschiedet, der keinen Dollar mehr für die Ukraine enthält. Schließlich Polen: Auch da tobt ein Wahlkampf, auch da setzen die regierenden Rechtsnationalisten plötzlich auf „Polen first“ und reden sich aus der Hilfe für die Ukraine heraus.
        […]
        Doch dass die Zeit für Putin arbeite, ist eine Erzählung, die vor allem Russland gern verbreitet. Ob sie stimmt, ist keineswegs sicher, es gibt keine historische Evidenz, dass Demokratien schneller aufgeben als Diktaturen. Und wie rasch es auch in Russland mit der Einigkeit hinter Putin vorbei sein kann, hat die Meuterei des Wagner-Anführers Jewgeni Prigoschin vor wenigen Wochen gezeigt.
        […]
        Bislang ist Putins Krieg ein grauenhafter Fehlschlag. Von seinem Ziel, die Ukraine heimzuholen in sein Reich, ihre Existenz als souveräne Nation zu beenden, ist Russland weiter entfernt als jemals seit 2014. Dass die zweitstärkste Armee der Welt sich im Süden und im Osten der Ukraine eingegraben hat und zum Verteidigungskampf übergehen musste, ist nichts anderes als eine Niederlage.
        […]
        Umgekehrt sind auch im Westen die Zeichen nachlassender Solidarität nicht so eindeutig. Man muss sie schon einordnen: Der prorussische Populist Robert Fico hat in der Slowakei etwa 23 Prozent der Stimmen gewonnen, nicht 60 Prozent. US-Präsident Biden und viele Republikaner stehen weiter zu der massiven Wirtschafts- und Militärhilfe für die Ukraine, auch wenn es schwieriger wird, dafür Mehrheiten zu organisieren. Und wenn in Polen auf etwas Verlass ist, dann auf die Feindschaft gegen Russland, die fast noch tiefer wurzelt als die Abneigung gegen Deutschland.
        […]
        Das „noch“ in „Wie lange noch?“ ist ein verführerisches Wort. Es entfaltet einen dystopischen Sog. Als seien die Abstumpfung, die Ermattung und Entsolidarisierung des Westens schicksalhaft, unabänderlich. Nur stimmt das eben nicht. Ob die Zeit für Putin arbeitet, das hat am Ende der Westen selbst in der Hand.

        https://www.zeit.de/2023/42/ukraine-unterstuetzung-krieg-westen-waffenlieferungen

        Joe Biden als Leader des Westens? Wie realistisch ist das denn?

        Man kann das Gestammel zwar kaum verstehen, aber ich höre heraus, daß zur Zeit eine Ukrainehilfe nicht drin ist. Daß die Ukraine verliert, ist für Wefing wohl irrelevant, wie auch auf „das Sterben“ und das „Schlachten“ nicht näher eingegangen wird: es sind schließlich nur Ukrainer, die geopfert werden.

        Daß die Ukraine (und damit der Westen) verliert, wird ausgeblendet:

        „Es müssten alle Alarmglocken schrillen“: Militär-Experte Reisner hält Kiews Teilerfolge für überschätzt
        Nach Ansicht des österreichischen Obersts Markus Reisner ist die Wahrnehmung des Geschehens „unangemessen“. Damit die Situation nicht „zugunsten der Russen kippt“, müsse Europa mehr Waffen liefern.
        29.09.2023, 12:03 Uhr

        Die Teilerfolge der Ukraine bei ihrer Gegenoffensive gegen das russische Militär werden nach Ansicht eines Experten überschätzt. „Einzelne Verteidigungslinien der Russen werden verlustreich überwunden, aber es kommt bisher nie zu einem echten Dammbruch“, sagte der Ukraine-Experte des österreichischen Bundesheers, Markus Reisner, der Deutschen Presse-Agentur. „Es müssten alle Alarmglocken schrillen, dass nach 117 Tagen Gegenoffensive noch kein operativer Durchbruch gelungen ist.“

        Insgesamt erhalte die Ukraine zu wenig Kriegsgerät, auch um sich gegen die russischen Luftschläge im Hinterland zu wehren. „Nur mit einer verstärkten Fliegerabwehr wären Treffer auf die kritische Infrastruktur zu minimieren.“ Sollte erneut die Stromversorgung des Landes schwere Schäden davontragen, breche das Rückgrat auch für die Rüstungsproduktion weg.

        „Eigentlich müssten jede Woche vier bis fünf voll beladene Güterzüge mit Kriegsmaterial in die Ukraine rollen“, sagte Reisner. Während die USA sich sehr bewusst über die schwierige Lage seien, sei in der EU die Wahrnehmung des Geschehens unangemessen. „Europa ist dabei, den Moment zu verpassen, an dem wir es nicht mehr im Griff haben und die Situation zugunsten der Russen kippt“, so der Oberst.

        Die Verbündeten der Ukraine hätten ihre Versprechen über Kriegsgerät nur teilweise erfüllt. Auch die Wirksamkeit zum Beispiel der Leopard-2-Panzer sei weniger groß als erwartet. Von den etwa 90 gelieferten Panzern dieses Typs sei mindestens ein Drittel zerstört oder beschädigt.
        […]

        https://www.tagesspiegel.de/internationales/ukraine-brauche-mehr-kriegsmaterial-militar-experte-halt-ukrainischer-teilerfolge-fur-uberschatzt-von-der-eu-10549426.html

        Dumm bloß, daß der Westen keine Militärhilfe mehr leisten kann. Was die Sachlaqge angeht: selbst BILD plakatiert sie:

        „Zwischenbilanz“ ist gut.

        Rußland entwickelt seine Waffentechnik und rückt vor:

        Der Haß gegenüber Elon Musk beruht darauf, daß er mehr auf Wahrheit Wert legt als auf Westpropaganda, die gerade ihre große Niederlage erlebt:

        In der Tat:

        „Ukraine’s problem is men & materiel.“

        Insbesondere hat die Ukraine keine Soldaten mehr. Seit Februar 2023 schon gibt es mehr zwangsgezogene Zvilisten als ausgebildete Soldaten. Und die, die jetzt trainiert werden, werden z.T. schon vernichtet, bevor sie ins Kriegsgebiet gelangen – dank verbesserter Waffentechnologie der Russen; hier das Tornado-S-Artillerie System:

        Es werden durch Flieger FABs eingesetzt, präzise Gleitbomben:

        Hinzu kommen ständige Geran-2-Drohnenschläge auf die Donau-Hafenstrukturen:

        Vereinzelt wärmt sich der Westen an Nachrichten wie diesen:

        NZZ, 5.10.2023:

        Russland hat seine Kriegsschiffe der Schwarzmeerflotte nach Noworossisk abgezogen: Mindestens zehn Schiffe sind verlegt worden, wie das amerikanische Militärinstitut für Kriegsstudien in Washington schrieb. Die dortigen Experten gehen davon aus, dass die kontinuierlichen Angriffe der Ukraine auf die russische Marine auf der Krim zu dem Rückzug führten. Zum Bericht

        Nur, was das zu bedeuten hat, wird unterschlagen:

        Nämlich gar nichts.

        Und so ergeht es den aus geopolitischen Gründen geopferten Ukrainern an der Front:

        RT berichtete, daß diese Gefangenen darauf bestanden, nicht in die Ukraine ausgetauscht zu werden, sondern in Rußland bleiben zu dürfen. Was verständlich ist.

        Aus Putins Interview in Valdai:

        Das ist alles sehr rational und faktenorientiert. Glücklicherweise tickt Scholz genauso:

        Update
        Patriots, aber keine Taurus: Scholz’ Ukraine-Politik bringt der Ampel neue Unruhe
        Das Kanzleramt widerspricht Meldungen, wonach sich Scholz gegen die Lieferung von Marschflugkörpern entschieden habe. Doch zumindest vorläufig gibt es Klarheit – was Grüne und FDP verärgert.
        Von Christopher Ziedler
        05.10.2023, 19:45 Uhr | Update: 05.10.2023, 23:09 Uhr

        Sehr früh am Morgen hat Bundeskanzler Olaf Scholz in der vergangenen Sitzungswoche des Bundestages dem Auswärtigen Ausschuss Rede und Antwort gestanden. Übereinstimmend berichten Teilnehmer nachträglich, dass er dort gesagt hat, dass die Verbündeten „etwas können, was wir nicht dürfen“. Er bezog sich dabei auf deutsche Marschflugkörper vom Typ Taurus und die bereits aus Frankreich und Großbritannien gelieferten „Storm-Shadow“-Modelle.

        Gemeint war mit der Aussage, die bei seinen grünen und liberalen Koalitionspartnern nun als vorläufiges Nein zu einer Lieferung an die Ukraine interpretiert wird, dass Paris wie London die Geodaten der Waffe selbst bereitstellten und die Briten gar mit eigenem Militärpersonal vor Ort die Programmierung der komplizierten Systeme übernehmen. Bundeswehrsoldaten in der Ukraine kommen für Scholz nicht infrage. Ihn treibt schon länger die Sorge um, Deutschland könne zur direkten Kriegspartei werden.

        Kein formales Nein zur Lieferung

        Das Kanzleramt ließ am Donnerstag ausrichten, es gebe keinen neuen Stand in der Sache – obwohl etwa Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) Mitte September einen entsprechenden Beschluss innerhalb der nächsten zwei Wochen angekündigt hatte.

        „Fakt ist, dass die Entscheidung dazu noch aussteht und aus den Äußerungen des Kanzlers im Auswärtigen Ausschuss nicht abgeleitet werden kann, dass er bereits Nein gesagt hätte“, erklärte Nils Schmid, der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, gegenüber dem Tagesspiegel: „Auch die Amerikaner haben eine mögliche Lieferung bisher nur angedeutet, aber noch nicht beschlossen.“
        […]
        Er [Sebastian Schäfer von den Grünen] forderte zudem eine öffentliche Stellungnahme: „Der Kanzler muss erklären, warum er sich dieser essenziellen Hilfe für die Ukraine verweigert.“

        Scholz will Eskalation des Ukrainekriegs verhindern

        Das tat schon Scholz Donnerstagabend. Er begründete das vorläufige Nein zur Taurus-Lieferung damit, dass er eine Eskalation des Krieges vermeiden will.
        Bei den Waffenlieferungen in die Ukraine müsse beachtet werden, „was uns die Verfassung vorgibt und was unsere Handlungsmöglichkeiten sind“, sagte Scholz am Donnerstag nach einem Gespräch mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am Rande des Europa-Gipfels im spanischen Granada. „Dazu zählt ganz besonders die Tatsache, dass wir selbstverständlich gewährleisten müssen, dass es keine Eskalation des Krieges gibt und dass auch Deutschland nicht Teil der Auseinandersetzung wird.“

        Der Chef der Münchner Sicherheitskonferenz, Christoph Heusgen, sprach sich am Donnerstag im ZDF-„heute journal“ für die Taurus-Lieferung aus und stellte sich damit gegen die Entscheidung von Scholz. Es sei „legitim und wichtig“, wenn die Ukraine mit deutschen Taurus-Marschflugkörpern die von Russland vor fünf Jahren erbaute Krim-Brücke angreifen wolle, sagte Heusgen. (mit dpa)

        https://www.tagesspiegel.de/politik/kanzler-schickt-patriots-aber-vorerst-keine-taurus-scholz-ukrainepolitik-verargert-grune-und-liberale-10577980.html

        Selbst wenn der symbolische Schlag gelänge, würde das am Kriegsverlauf nichts ändern.

        Gähn.

        • Während Selenskij beim EU-Gipfel in Spanien weilte, ereignete sich dieser schreckliche Vorfall in Groza, 17 Meilen westlich von Kupjansk, das bereits teilweise evakuiert wurde; er wurde durch die Ukraine maximal instrumentalisiert und wie üblich, als russischer Terrorakt ausgegeben:

          https://twitter.com/rustem_umerov/status/1709932954825486565

          Seit der letzten einschlägigen Propaganda-Lüge vom 6.9.2023 (Konstantinowka/Kostyantyniwka) ist das Mißtrauen allerdings groß:

          https://twitter.com/vicktop55/status/1710014588454830380

          (Mit speziellem anti-Olaf Scholz-Meme, der keine Taurus liefern will).

          Baerbock hat ihren falschen Tweet zu #Kostyantynivka übrigens nicht entfernt:

          Auf Nachfrage gab es nur ein Herumdrucksen:

          6.10.2023 • 14:48 Uhr
          Peskow: Russland greift keine zivilen Objekte an
          Kremlsprecher Dmitri Peskow bestätigt bei seiner täglichen Pressekonferenz vor Journalisten erneut, dass das russische Militär keine Angriffe gegen zivile Ziele in der Ukraine durchführt. Russische Soldaten attackieren ausschließlich Objekte der militärischen Infrastruktur, Ansammlungen ukrainischer Soldaten und Vertreter militärischer Führung, so der Sprecher.

          https://fromrussiawithlove.rtde.live/international/131481-liveticker-ukraine-krieg/

          Das AA steht unter Ideologieverdacht – einschließlich des Umschreibens der Geschichte des 2. Weltkriegs:

          Und ist für eine schnelle Aufnahme der Ukraine in die EU; glücklicherweise bremst nicht nur Scholz:

          Und schon ist der nächste gewalttätige Konflikt da, in dem sich zu positionieren jedenfalls die „Progressiven“ Probleme haben werden, die sich ans Netanyahu- und Israel-Bashing schon gewöhnt hatten:
          die Tagesschau wollte wohl neutral sein:

          Der gern vom ÖRR genommene „Terror-Experte“ Peter R. Neumann bleibt merkwürdig flach:

          Der ARD-Mitarbeiter Malcolm Ohanwe bleibt bei seiner Israel-Kritik;

          Richtig schwierig wird es für die Dems in den USA, die Netanyahu brüsk die kalte Schulter gezeigt hatten:

          Und so hängt Alles mit Allem zusammen: die Ukraine-Unterstützung aus einem US-Waffendepot in Israel und der letzte Deal mit Iran zur Gefangenen-Befreiung:

          What a mess!

        • Weiter zum ÖRR in Deutschland, der sich woke Antirassismus-Experten wie Ohanwe leistet:

          Immerhin distanziert sich Arte von ihm:

          Er war wohl nur freier Mitarbeiter dort. Ähnlich wie beim BR, der immerhin auch die Reißleine zog?

          Man ist eben woke beim ÖRR. Besonders kreativ beim Lindner-Bashing kurz vor Wahlen in zwei Bundesländern:

          Hier gibt es eine vergnügliche Nacherzählung dieses alle Klischees bedienenden LGBTQ-Werbefilmchens:

          Im übrigen komplett überholt, denn aktuell sind es zu 80 bis 90 % Mädchen, die angeblich „meinen“, Jungs zu sein. Aber das läßt sich nicht so hübsch bebildern.

          Die Kritik am ÖRR nimmt nicht ab, im Gegenteil:

          Das läßt sich nicht mehr nachvollziehen, weil die Tagesschau keine transparenten Clicker mit Zeitmarken führt: aber daß sie lahmarschig ist, versteht sich von selbst.

          Ich weiß so ziemlich genau, wer zähneknirschend diese face-to-face begangenen Morde der Hamas an israelischen Zivilisten zur Kenntnis nimmt: Selenskij, dessen letzte Propaganda-Lüge über einen russischen Luftschlag gegen Zivilisten bei Kupjansk nicht einmal mehr Reaktionen im Westen hervorrief.

          Mareile ist zu doof, um zu wissen, daß die AfD ein starker Israel-Unterstützer ist:

          Abbas, der seit gefühlt ewig die Autonomiebehörde ohne demokratische Legitimierung führt, hat den Terror nicht verurteilt. Im Gegenteil.

          All das spielt sich auch in Deutschland ab:

          Und nun wird es richtig bunt: ein schwuler pro-Israel Türke und eine Jesidin, beide in Deutschland lebend, verbünden sich gegen in Deutschland lebende Palästinenser:

          Wenigstens eine starke Stimme von den Grünen (wofür Özdemir wohl bald Polizeischutz braucht, soweit sind wir schon gekommen):

          Die SZ hat den Tweet gelöscht.

          Den hinter Bezahlschranken versteckten Kommentar gibt es aber noch:

          Die SZ unterbietet sich selbst

          Gastautor
          • 7. Oktober 2023
          Ein Kommentar über einen Kommentar, der nicht unkommentiert bleiben darf
          […]
          Dass ein Staat seine Bürger gegen Todesschwadrone schützen muss, die mit Maschinengewehren in Wohngebieten herumballern, wahllos Menschen verschleppen und blutige Jagd auf Partygänger machen, ist eine derart elementare Einsicht, dass das übliche unheilbare Besserwissen einiger „kritischer“ Beobachter heute eigentlich keinen Platz mehr haben dürfte. Eigentlich.

          Denn auch in dieser Stunde größter Not bleibt weiterhin Verlass auf die Süddeutsche Zeitung und ihren plumpen, sich am eigenen Tiefsinn ergötzenden deutschen Moralismus. Auch über Dutzende Leichen und durch Bäche von Blut bahnt Peter Münch sich in seinem widerlichen Kommentar „Auch dieser Krieg wird nichts ändern“

          https://www.sueddeutsche.de/meinung/israel-gaza-hamas-kommentar-1.6277167

          deshalb den Weg auf eine karge Anhöhe, die nur der Umnachtete noch mit dem High Ground verwechseln kann. Demonstrativ unangefasst vom Grauen des Tages referiert Münch über die Sinnlosigkeit der Diplomatie und eine „destruktive Dynamik“ in Nahost; garniert wird diese intellektuelle Offenbarungseid mit Sätzen, die wohl abgeklärt resigniert klingen sollen, tatsächlich aber über die Flughöhe eines übersteuerten Schülersprechers nicht hinauskommen. Ruhe ist in Nahost etwa „immer nur die Pause zwischen zwei Kriegen“, und dieser Krieg wird, natürlich, „nur Verlierer hervorbringen“. Die lieblos hingeschluderte Feststellung, Israels Selbstverteidigungsrecht stehe „außer Frage“, wird schon im nächsten Satz mit dem Hinweis entwertet, dass „auch diese Eskalation nicht ohne Vorgeschichte betrachtet werden“ könne. Es folgen bekannte Versatzstücke über Siedlungsbau, „Scharfmacher“ und eine israelische Regierung, „die den Palästinensern auch noch den letzten Rest an Hoffnung auf einen eigenen Staat nimmt“. Von wo aus, so muss man Münch wohl verstehen, dann eine gerade Linie zum wahllosen Mord an israelischen Zivilisten führt.

          Münch selbst würde diesen beschämenden Titer einer deutschen Seele vielleicht mit dem berühmten Wort von Hanns Joachim Friedrichs zu rechtfertigen suchen, wonach ein Journalist sich mit keiner Sache gemein zu machen habe, auch nicht mit einer guten. Mag sein. Aber auch Friedrichs hatte gewiss nicht im Sinn, dass den Opfern von Mord und Totschlag im Namen der journalistischen Distanz noch ex post ins Gesicht zu spucken sei, und jedenfalls ist es kein „Kommentar“ mehr, wenn ein Autor im Angesicht derartiger Verbrechen in genervtem Ton bemängelt, dass alle Beteiligten sich trotz seiner besten Absichten doch eh nicht verständigen würden.

          Deshalb: Israel steht heute vor seiner schwersten Prüfung seit dem Jom-Kippur-Krieg. Es wird viele weitere Tote geben, Leid und Zerstörung, die den Israelis aufgenötigt werden von einem Feind, den nichts antreibt als Hass. Was dem Land und seinen Menschen aber Hoffnung geben darf, Hoffnung geben muss, sind das Vertrauen in die eigene Stärke und die eigenen Werte sowie die unerschütterliche Sicherheit, dass Israels Schicksal niemals und zu keiner Zeit von den Ansichten eines Peter Münch abhängen wird. Am Israel chai!
          Dani Eisen

          https://www.salonkolumnisten.com/die-sz-unterbietet-sich-selbst/

          Die SZ ist daher eher woke als antisemitisch. Im übrigen befeuert sie den Ukrainekrieg und promotet LBGTQ – das gehört offenbar zusammen.

          Utlu: „Kein Jude würde es aus welchen Grund auch immer, zulassen, dass ein anderer Jude verletzt wird. Keiner!“

          kriegt zu hören:

          Daß sich jetzt auch Linke hinter Netanyahu stellen werden, liegt allein in der grauenhaften Natur der Sache:

          Palästinenser sind offenbar ebenso politikunfähig wie Kurden im Irak, Iran, Syrien und der Türkei. Durch Terror gewinnt man keine Autonomie, und durch Anschluß an die USA schon gar nicht (Iran und Syrien).

          Linke in Deutschland löschen: hier Tilo Jung:

          [Thread]

          In all der Emotionaltät tut ein Michael Lüders gut:

          Dem Leader of the West ist freilich nichts mehr zuzutrauen:

          Seiner ständig giggelnden Stellvertreterin, die in einer Paralell-Welt auftritt, allerdings auch nichts:

          Blinken beschränkte sich auf das Minimum:

          Zum Vergleich: „Völkerrechtlerin“ Baerbock betonte „das völkerrechtlich verbriefte Recht, sich gegen Terror zu verteidigen.“ Allerdings ist sie wenig glaubhaft, weil das für ethnische Russen im Donbass nicht gilt, für die Rußland gemäß dem westlichen „responsibility to protect“-Recht eintritt, und überhaupt:

          Faeser hat dieselben Glaubwürdigkeitsprobleme:

          Bidens Handler entschieden sich in Abkehr ihrer bisherigen anti-Israel-Politik für ein all-in pro Israel:

          Viele Stunden später hatten sie ihn soweit fitgespritzt, daß er 12 Sekunden Ablesen vom Teleprompter schaffte – wer weiß, wie viele Versuche zuvor fehlgingen:

          Das wird die „Progressiven“ in seiner Partei gegen ihn aufbringen. Und überhaupt ist das Schall und Rauch, weil er Israel wegen der Ukraine-Militärilfen nicht auch noch bedienen kann, zumal ja schon Taiwan aufgerüstet wird.

          Zum Vergleich: sehr früh Orban:

          Der heuchlerische US-Imperialismus ist schlicht nicht mehr zu ertragen:

          Natürlich kommt auch er mit heftiger Unterstützung von LGBTQ einher:

          LGB (Lesbians, Gay, Bisexual) werden sich wohl bald von dieser Bewegung abtrennen: die Vertreter abweichender sexueller Orientierungen sind zunehmend genervt von den Angriffen der Trans- und Queer-Community:

          Navratilova als „männliche“ Lesbe („butch“) ist natürlich abgestoßen von den Forderungen der Queeren, sie möge doch auch Transfrauen mit Penis als „lesbische“ Partnerin in ihre sexuelle Orientierung integrieren. Für Lesben ein Unding, sie lieben Frauen.

          „Männlich“ konnotierte Lesben sind natürlich echte Frauen…

          Die politischen Meinungen der Biden-Picks sind noch viel schlimmer als ihre Queerness; gut nur, daß die Innenministerin Deb Haaland, die ja auch nur aus Diversity-Gründen in ihr Amt kam (sie ist Indigene), überhaupt nicht für Law and Order zuständig ist, sondern nur für Verwaltung des staatlichen Grundbesitzes, also auch der Reservate der Indigenen. Da Biden klimamäßig zurückrudert, ist Haaland auch nur noch eine tragische Symbolfigur.

          Die USA machen sich lächerlich – und „spielen Rußland und dem konservativen Osteuropa in die Hände“, wie es so schön in der Westpropaganda heißt, wenn Abweichler vom Mainstream Putin oder wahlweise der AfD „in die Hände spielen“:

  4. Hierzu:

    „„Seenotrettung“? Hm.

    Ich weiß nicht, aus welchem Jahr diese Schiffsverfolgung vor der libyschen Küste stammt:“

    Warum die Presse versagt III


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-2/#comment-101380

    kann ich nun präzisieren: sie stammt aus den Jahren 2016-2017, eher 2016, und ist Ergebnis italienischer Ermittlungen.

    FOCUS online exklusiv
    Die Schlepper-Akten: Helfer-Kapitän spricht ganz offen über illegale Flüchtlingsrettungen
    • FOCUS-online-Reporter Axel Spilcker
    Montag, 02.10.2023, 07:11

    Es sind brisante Akten, die FOCUS online vorliegen: Anhand der italienischen Dokumente wird offensichtlich, wie Schlepper und Flüchtlingshelfer im Mittelmeer zusammenarbeiten und sich keiner Schuld bewusst sind.

    An Bord der Vos Hestia herrscht helle Aufregung. Endlich kann sich die Besatzung auf dem Seenotrettungsschiff der Hilfsorganisation „Save the children“ wieder einmal beweisen. An jenem 4. Mai 2017 steuert der Kapitän den libyschen Küstenstreifen südöstlich der Hafenstadt Sabratha an. Dort, so haben die Flüchtlingsretter erfahren, sollen sich tags darauf Boote vollbesetzt mit Migranten auf den Weg machen. Zwar weiß die Seenotrettungsstelle I.R.M.C.C. der italienischen Küstenwache in Rom nichts von einem Seenotrettungsfall, doch den Helfern der Vos Hestia ist es gleich. Man verfügt über eigene Quellen und kennt sogar die Koordinaten eines „Treffpunkts“ mit den Flüchtlingsbooten. Und zwar kurz vor der Zwölf-Seemeilen-Grenze zu den libyschen Hoheitsgewässern.

    Kapitän spricht und wird abgehört

    Nicht ahnend, dass die Justiz im westsizilianischen Trapani gegen Akteure der Hilfsorganisation nebst Schiffscrew ermittelt und die Kommunikation überwacht, redet der Kapitän offen über sein Vorhaben. „… am Ende des Lichts … da ist … sie gehen“. Sein Gesprächspartner ergänzt: „Sie verlassen Sabratha.“ Der Kapitän: „Also morgen früh um 6.00 Uhr“, werde man die Menschen in Empfang nehmen. „Von Sabratha …… wir fahren morgen los“, so sein Ziel. Los nach Italien, um dort die aufgenommenen Migranten abzuliefern. Von einer Seenotrettung Schiffbrüchiger war längst keine Rede mehr. Das Unternehmen erinnerte eher an eine Art Fährendienst übers Mittelmeer.

    Diesen Verdacht legt zumindest ein gut 650-seitiger Bericht der Staatsanwaltschaft Trapani aus dem Jahr 2020 nahe, der FOCUS online vorliegt. Demnach zielten die Angeklagten „auf die Erreichung nützlicher und wirtschaftlicher Zwecke ab, getarnt als humanitäre Zwecke oder als Wunsch, Migrationskorridore zu schaffen“. Im vergangenen Jahr wurden 21 Personen der drei Nichtregierungsorganisationen (NGO) „Jugend Rettet“ nebst Verantwortlichen des Hilfsschiffs „Iuventa“, von „Save the children“ mit der „Vos Hestia“ und von „Ärzte ohne Grenzen“ mit der „Vos Prudence“ unter anderem wegen der Beihilfe zur illegalen Einwanderung angeklagt. Der Strafprozess steht noch aus. Alle drei Hilfswerke bestreiten die Vorwürfe. Bis zu einer Verurteilung gilt die Unschuldsvermutung.

    Dabei listen die Ermittler zahlreiche Fälle auf, in denen die angeklagten Flüchtlingsretter mit libyschen Schleppern zusammengearbeitet haben sollen. „Die zwischen 2016 und 2017 von NGOs durchgeführten Patrouillenaktivitäten in den Gewässern direkt vor den libyschen Hoheitsgewässern sind zu einem Anziehungsfaktor für Migranten geworden“, konstatiert die Staatsanwaltschaft Trapani.
    Die Schiffe der Hilfswerke nahmen die Migranten auf „und brachten sie anschließend nach Italien. Im Anschluss an die durchgeführten Aktivitäten wurden den Ermittlungen zufolge oft verlogene Urkunden und Dokumente verfasst, in denen die Sachverhalte, Umstände und damit zusammenhängenden Abläufe als Seenotrettungen beschrieben wurden. Dadurch seien „institutionelle Stellen in die Irre geführt, denen so vorgegaukelt wurde, dass es sich bei allen angeführten Sachverhalten um einfache Seenotrettungen handele und nicht um anders einzuordnende Sachverhalte“.

    Razzia 2017 bringt umfangreiches Material hervor

    Die Anschuldigungen stützen sich auf umfangreiches kompromittierendes Video- und Fotomaterial, das während einer Razzia bereits Ende 2017 auf den Schiffen sichergestellt wurde. Ferner wurden die Telefone der Tatverdächtigen angezapft, die Kommandobrücken verwanzt und ein verdeckter Ermittler eingesetzt.
    […]
    Die Geschehnisse aus dem Jahr 2017 sind aktueller denn je. Die Zuwanderungswelle über das Mittelmeer nimmt 2023 wieder stark zu. So sind bereits gut 130.000 Bootsflüchtlinge in Italien gelandet. Die Bilder der überströmten italienischen Insel Lampedusa sprechen für sich. Vor dem Hintergrund hat die ultrarechte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni sich erst kürzlich bei Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) beschwert, dass die Bundesregierung „Mittel für Nichtregierungsorganisationen bereitstellen“ will, „die an der Aufnahme von irregulären Migranten auf italienischem Gebiet und in der Rettung im Mittelmeer arbeiten. Acht Millionen Euro sollen bis 2026 fließen.
    […]

    https://www.focus.de/panorama/welt/focus-online-exklusiv-die-schlepper-akten-helfer-kapitaen-spricht-ganz-offen-ueber-illegale_id_216487758.html

    Dort gibt es noch viel mehr beweisträchtige Einzelheiten, die belegen, daß es nicht um Seenotrettung geht, sondern um moralischen Überlegenheitsgestus; wie aus der Verteidigung einer deutschen NGO ersichtlich:

    Die Berliner NGO „Jugend Rettet“ wertet die Ermittlungen als erneuten Versuch, die Flüchtlingsretter im Mittelmeer zu kriminalisieren. Kathrin Schmidt, eine der Angeklagten, befindet in einer Pressemitteilung: „Ein Justizsystem, das unmenschliches Recht anwendet, kann niemals gerecht werden. Schließlich ist es keine Fehlfunktion und muss geändert werden – es funktioniert genau wie vorgesehen und muss beendet werden. [?] Sie werde lieber für die Menschen strafrechtlich verfolgt, deren Rettung sie ermöglicht habe, „als unbesorgt zu leben, weil ich an der Ermordung der Menschen mitgewirkt habe.

    Man wünscht ihr einen versierten strafrechtlichen Verteidiger. Aber diesen Sound kennen wir schon von den Straftätern der „Letzten Generation“.

    Der SPIEGEL positioniert sich wie üblich:

    Von „Verschwörungsmythen“ ist im Artikel keine Rede:

    Die Zahl der Menschen, die irregulär an Italiens Küsten anlanden, ist in diesem Jahr gestiegen – obwohl Postfaschistin Giorgia Meloni im Wahlkampf das Gegenteil versprochen hatte. Monatelang hatte sie vor allem einen Deal mit dem Transitland Tunesien vorangetrieben. Nun jedoch hat sie ihre Taktik gewechselt und beklagt sich öffentlich über deutsche Seenotrettungsorganisationen.

    Meloni macht der Bundesregierung Vorwürfe

    In dieser Woche beschwerte sie sich schriftlich in Berlin, dass die Bundesregierung die Organisationen unterstütze und so die illegale Migration nach Italien fördere. Die Rettungsschiffe seien für einen Anstieg der Flüchtlingszahlen verantwortlich, schrieb sie – was laut mehreren Studien nicht stimmt. Beobachter werten das als Versuch Melonis, von ihrem eigenen Agieren abzulenken.
    Laut dem italienischen Migrationsexperten Matteo Villa sind in diesem Jahr nur acht Prozent der Migranten von NGOs an Land gebracht worden; die Zahl der Flüchtlingsboote, die allein ankommen, sei gestiegen. Zudem rettet auch die italienische Küstenwache eine erhebliche Zahl an Menschen. Laut Villa legen zudem mehr Migranten von libyschen Küsten ab, wenn keine Seenotretter vor Ort sind.
    […]
    Die Bundesregierung vergibt durchaus Mittel an Seenotrettungsorganisationen. Es gibt dazu unter anderem einen Bundestagsbeschluss.
    Allerdings hatte Berlin bisher immer wieder versucht, auf die Befindlichkeiten in Italien Rücksicht zu nehmen.

    https://www.spiegel.de/ausland/elon-musk-verbreitet-verschwoerungsmythen-zu-deutschen-seenotrettern-das-auswaertige-amt-reagiert-a-007ade80-538c-4815-b852-4b3f32bca8d5

    Was ein Migrationsforscher – üblicherweise sind sie gegenüber Migration positiv eingestellt – so an Zahlen liefert, sollte kritisch stimmen. Der Schwurbel-Absatz am Ende des Artikels stimmt mißtrauisch: es wird auf einen Abo-Artikel von Juni 2023 verwiesen:

    Trotz Bundestagsbeschluss
    Auswärtiges Amt blockiert Millionenhilfe für zivile Seenotretter

    Annalena Baerbock steht nach ihrer Zustimmung zur EU-Asylreform parteiintern in der Kritik. Nun droht weiterer Ärger: Ihr Ministerium hält die versprochene Zahlung an zivile Seenotretter zurück – aus Rücksicht auf die italienische Regierung?
    Von Marina Kormbaki und Steffen Lüdke
    14.06.2023, 18.20 Uhr

    https://www.spiegel.de/politik/deutschland/annalena-baerbock-in-der-kritik-auswaertiges-amt-blockiert-millionenhilfe-fuer-zivile-seenotretter-a-a4797f76-524c-4a7c-bcb1-d59dfaa9939a

    Offenbar gab es noch ein paar Diplomaten im AA. Das ist jetzt wohl vorbei:

    Ach, der unabhängige SPIEGEL:

    Vom Haß auf Elon Musk hierzulande hatte ich im obigen Beitrag ja schon berichtet:

    😉

    „Tatsächlich ist die bloße Frage berechtigt, und ich beantworte sie so: nö, das blieb ziemlich im Verborgenen, daß die Bundesregierung angeblich „private“ Seenotrettungs-„NGO“ finanziell unterstützt. Darauf zielte Musks Frage ab, der sicherlich keine Ahnung hat, wer oder was die AfD ist, die RadioGenoa offensichtlich unterstützt.

    Der grüne Nachwuchs darf nicht fehlen und fordert typischerweise ein Meinungsfreiheits-Verbot für Kapitalisten:“

    Der Mehrheitsmeinungs-STERN deckt zeitgleich „investigativ“ auf, wie übel Musk angeblich in Brandenburg agiere:

    stern-Reporter decken auf
    Mindestens 26 Umwelt-Havarien: Teslas heikler Wasser-Fall in Brandenburg

    von Christian Esser, Manka Heise und Tina Kaiser
    28.09.2023, 11:00 8 Min.

    Schon der Bau der Tesla-Fabrik im brandenburgischen Trinkwasserschutzgebiet war umstritten. Exklusive Recherchen des stern zeigen nun: Seit der Eröffnung der Fabrik ereigneten sich mindestens 26 Havarien auf dem Gelände. Experten zufolge ist die Trinkwasserversorgung der gesamten Region gefährdet.
    Dieser Text ist ein Auszug aus einem 14 Seiten umfassenden Report in der aktuellen Ausgabe des stern, den Sie auch hier online lesen können. Er enthüllt Arbeitsunfälle, Umwelthavarie und Verstrickungen der Politik. Zum besseren Verständnis von Zusammenhängen sind die Kapitel zu den Umweltproblemen an Stellen geringfügig bearbeitet.

    Auf der Lichtung eines brandenburgischen Kiefernwalds öffnet André Bähler den wuchtigen Metalldeckel eines Brunnens. Bähler, 54 Jahre alt, groß und grauhaarig, ist der Chef des örtlichen Wasserversorgers. Die Schatten in seinen Augenhöhlen erzählen von unruhigen Nächten, die er zuletzt öfter hatte. Denn unter dem Metalldeckel liegt ein Grundwasserbrunnen. Auf dem Weg dorthin fließt das Wasser unter Teslas erster deutscher Fabrik hindurch. Bähler fragt sich deshalb, wie lange er den Menschen im Osten Brandenburgs noch sauberes Trinkwasser garantieren kann.

    System des Schweigens

    Nur anderthalb Kilometer Luftlinie von Bählers Brunnen entfernt steht die erste europäische E-Autofabrik des US-Autobauers Tesla. Im März 2022 hatte Tesla-Chef Elon Musk, einer der reichsten Menschen der Welt, das Werk in der brandenburgischen Gemeinde Grünheide eröffnet. Dort produziert Tesla seitdem das Model Y, eines der meistverkauften Autos der Welt. Nun zeigen Recherchen des stern, zu welchem Preis das geschieht. Das Werk gefährdet demnach Mitarbeiter, Umwelt und Anwohner. Der stern hatte Zugang zu umfangreichen Behördendokumenten. Und hat mit Dutzenden Mitarbeitern des Landes Brandenburg und mit Menschen gesprochen, die als Produktionsarbeiter, Werksfeuerwehrleute oder Müllmänner in der Fabrik tätig sind oder waren.

    https://www.stern.de/wirtschaft/tesla–heikler-wasser-fall-in-brandenburg—mindestens-26-umwelt-havarien-33864626.html

    Ich habe diesen heiße-Luft-Artikel gelesen – Bähler steht wegen unbegründeter Panikmache vor der Abwahl, „Havarien“ werden lediglich behauptet, die Arbeitsunfälle sind angesichts von 11.000 Mitarbeitern zu vernachlässigen, zumal einerseits gesagt wird, daß die Konkurrenz ihre eigenen Arbeitsunfälle verschweige, andererseits Gewerkschaftler behaupten, bei Mercedes & Co gäbe es weniger als bei Tesla.

    Es ist ein klassisches Hit-Piece.

    Die typischen Zeugen:

    stern-Reporter decken auf
    Reihenweise Unfälle in Musks Gigafabrik – und die Politik unternimmt nichts

    von Christian Esser, Manka Heise und Tina Kaiser
    28.09.2023, 06:00 24 Min.

    Der Autobauer Tesla in Deutschland, das galt als Erfolgsgeschichte: ein aufregender Weltkonzern in der brandenburgischen Provinz. Doch stern-Recherchen zeigen, wie sich die Politik an Elon Musks Firma ausgeliefert hat. Sie nimmt selbst schwere Verstöße gegen Arbeitsschutz- und Umweltauflagen hin.

    Am Rande Wolfsburgs läuft ein Mann mit schwarzem T-Shirt aufgekratzt in seiner kleinen Mietwohnung hin und her. Tayfur Karaboga denkt auf der Frage herum, ob er seinen früheren Chef Elon Musk und dessen Weltkonzern hasst oder doch noch liebt. Auf seinem Shirt leuchtet rot ein Schriftzug des Autobauers Tesla. Im Wohnzimmer rieselt türkische Harfenmusik aus Lautsprechern. Sie habe ihn schon als Kind beruhigt, sagt Karaboga. Leider klappe das nun nicht mehr. Denn Tesla habe ihm seinen Job genommen, seine finanzielle Sicherheit und ein wenig auch seine Würde. So zumindest sieht er es. Er möchte trotzdem gern wieder dort arbeiten.
    […]

    https://www.stern.de/wirtschaft/tesla-gigafactory–schwere-verstoesse—wie-kann-das-in-deutschland-moeglich-sein—33861410.html

    Ansonsten bricht sich der Haß freie Bahn:

    (Von Masala repostet)

    Soviel zur Meinungsfreiheit im hehren Westen! Wo „Haß und Hetze“ logo nur von Rechts kommt.

    • Gestern versagte die Kommentarfunktion – nun scheint sie wieder zu funktionieren.

      Die NAFO-Trolls – organisierte Freunde der NATO – schlugen richtig zu:

      Dabei waren Musks Beiträge aufklärend im besten Sinne:

      Nix Genaues weiß man hierüber nicht: bislang hatten noch existierende DIPLOMATEN im AA eine Auszahlung wohl noch verhindert. Hier sollte investgativer Journalismus ansetzen.

      Woke STERN-Kolumnistin gegen CDU-Politiker in wohlabgewogenem Ton:

      Ein Kritiker vom anti BILDBlog:

      Mastodon war keine Alternative: eine zersplitterte Blasenbildung ohne Wirkung. Nun gibt es BlueSky:

      Nach ersten Erkenntnissen auch wieder nur eine widerspruchsfreie Blase von „Progressiven“, dazu ohne Video-Einbindung.

      SPIEGEL gegen FAZ:

      Aus aktuellem Anlaß: der frischgebackene Medizin-Nobelpreisträger Drew Weissman, ein mRRNA-Forscher, hat vor den Risiken einer Benutzung seiner Erkenntnisse für die Entwicklung von Impfungen 2018 explizit gewarnt: alle diese Risiken haben sich bewahrheitet, weil BionTech/Pfizer mehr an wirtschaftlichem Erfolg als an Risiko-Forschung interessiert waren:

      Unglaublich aber wahr: ein rechtlicher Faktencheck beim ZDF, der Merz recht gibt: selbst abgelehnte Asylbewerber werden bei Zahnarztbehandlungen gegenüber Kassenpatienten bevorteilt: den Eigenanteil zahlt der Staat; überhaupt geht es nirgendwo so großzügig in der EU zu wie bei uns:

      „Haß und Hetze“ auch bei der DB, die von Storch in die Wüste schickt:

      Wohltemperierte Kritik an einer WELT-Journalistin:

      Und der Führer des „Freien Westens“, der selbst Deutschland erpreßt? Er verfällt von Tag zu Tag in zunehmender Geschwindigkeit (ich hatte ja mal prophezeit, daß Bidens Zustand spätestens Ende 2023 nicht mehr zu kaschieren sein wird, während bis dahin ungewählte Bürokraten das Sagen haben werden):

      Weil der Westen in seiner Doppelmoral auf moralischer Überlegenheit besteht, geht die von Blinken angestoßene Geschichtsumschreibung weiter (was nach dem Kanada-Eklat mit der Feier des Waffen-SS-Manns Hunka ja absolut erforderlich war):

      Das verwundert ein wenig, denn zu SPRINGERS Glaubensbekenntnis gehört die Verurteilung des Holocausts und das Bekenntnis zu Israel. Politico priorisiert dagegen die anti-Russia-Propaganda, und dieser Zielkonflikt ist nicht zu lösen. Denn wie die Ukraine beschaffen ist – Selenskij benennt eine ukrainische Einheit nach dem „OUN founder and leader Konovalets“:

      – liegt ja vor allen Dingen daran, wen die USA bei ihrem gewaltsamen Regierungssturz beim Maidan 2014/2015 benutzte: nämlich Nazis.

      Immerhin weicht die Ukraine-Propaganda der Medien, weil es anders nun nicht mehr geht, will man die Realität nicht gänzlich ausblenden, langsam auf:

      Ukraine-Präsident unter Druck
      Gegenoffensive stockt – jetzt bekommt Selenskyj eine unangenehme Frage gestellt
      • Gastautor Reinhard Schlieker
      Montag, 02.10.2023, 13:08

      Die Geberländer der Ukraine stellen immer lauter die Frage nach Fortschritten von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit im Land. In den USA droht mit einem möglichen Comeback Trumps die Unterstützung für die Ukraine zu versiegen.
      […]
      Keiner weiß, wie viele Opfer es täglich gibt

      Kaum ein Beobachter kann noch seriös ermitteln, welche Opfer die Ukraine an Menschen und Kriegsgütern dort bringt und wie viel Material aus den westlichen und anderen Unterstützungsländern der G7-Staatengruppe dort täglich vernichtet wird. Bleiben die Geberländer nicht bei der Stange, ist ein Zusammenbruch der Ukraine keine bloße Schreckensvision mehr.

      In den nüchternen Statistiken des Friedensforschungsinstituts SIPRI in Stockholm oder des Londoner International Institute for Strategic Studies (IISS) und anderen Beobachtern weltweit zeigt sich, dass die Hilfen im Einzelnen ganze Ausstattungen einer Armee umfassen – vom Verbrauchsmaterial, Munition und Ersatzteilen, kompletten Feldlazaretten bis hin zur Mullbinde und logistischer Unterstützung.

      So präsentiert sich auch die von der Bundesregierung veröffentlichte Bilanz deutscher Güter und Leistungen für die Ukraine: Dinge, die üblicherweise nicht in den Schlagzeilen auftauchen, wo es anschaulicher um gelieferte Panzer, Drohnen, Flugzeuge und Raketensysteme geht.

      Ukraine ist dringend auf Kriegsmaterial angewiesen

      Würde aber auch nur ein Bereich des Kriegsmaterials fehlen, wäre die Durchhaltefähigkeit der Ukraine schnell und ernsthaft gefährdet.
      […]
      Geberländer stellen der Ukraine eine Frage

      So bitter es aus seiner Sicht klingen mag: Der Neuigkeitswert sinkt, der Bonus des tapferen David, der sich gegen den hinterhältigen Goliath aus Moskau behaupten muss, trägt nicht mehr allein. Zunehmend fragen auch die Geberländer nach den Fortschritten von Demokratie und Rechtsstaatlichkeit in der Ukraine, die dort angesichts der Bedrohung von außen im wahrsten Sinne des Wortes als Nebenkriegsschauplatz begriffen werden.
      Gleichwohl zeigt der Präsident immer mal wieder spektakuläres Durchgreifen, zuletzt die Entlassung des Verteidigungsministers und kurz darauf sämtlicher seiner Stellvertreter mit Hinweis auf Korruptionstatbestände.
      Dieses Thema reicht bis hin zu den bestechlichen Ärzten und Beamten der Musterungskommissionen – eine die Öffentlichkeit besonders zornig machende Tatsache, denn Wehrgerechtigkeit ist eines der Themen, die die Ukraine derzeit zusammenhalten.
      […]
      Die Vorstellung, dass mit massiver westlicher Militärhilfe die russische Aggression in überschaubarer Zeit völlig zurückgeschlagen werden könnte, hat sich inzwischen erledigt, auch wenn die derzeitige Offensive der Ukraine im Südosten mitunter Erfolge meldet.
      Vieles fordert aber erhebliche Opfer, und mögen Drohnen- wie Raketenangriffe auf entfernte russische Ziele wie die Stützpunkte auf der von Russland annektierten Halbinsel Krim auch aufhorchen lassen und Russland verunsichern – im strategischen Gesamtbild spielen sie nur eine untergeordnete Rolle, solange die Ukraine wie bis jetzt nur einen sehr kleinen Teil [tatsächlich verliert sie mehr als sie gewinnt] der eroberten Gebiete von Russland zurückgewinnen konnte.
      […]
      Kiew bemüht sich um den Aufbau eigener Fähigkeiten und Produktion, stets gefährdet durch russische Luftüberlegenheit, begleitet von keinerlei Scheu, zivile Ziele [ach: Waffenproduktionsanlagen sind zivile Ziele?] anzugreifen. Experten der Think Tanks wie dem IISS stellen daher fest, dass Lieferungen westlicher Hilfen keineswegs weniger werden dürften. Höchstens anders.

      Sie müssten sich zusätzlich noch anpassen an neue Erfordernisse: Die Ukraine in die Lage zu versetzen, ihre Infrastruktur zu schützen, Luftangriffe zuverlässig abzuwehren, dadurch auch neue Investitionen anzuziehen und die Wirtschaft aufzubauen, selbst wenn an den Fronten weiter gekämpft wird.
      Eine zivile und moderne Industrie und Dienstleistungen zu modellieren, während das eigene Land unter Beschuss steht – das ist ohne dauerhafte und massive westliche Unterstützung kaum denkbar.
      […]

      https://www.focus.de/politik/ausland/selenskyj-hat-an-anziehungskraft-verloren_id_213233292.html

      Das ist überhaupt nicht denkbar. Punkt und Schluß.

      Hinweise zu den geopferten ukrainischen „Soldaten“, die wohl bei 500.000 liegen dürften:

      https://twitter.com/ma000111/status/1700031247672643610

      Der Schnitt von 40 Jahren wird sich noch erhöhen nach dem neuesten ukrainischen Beschluß, der Einziehungen noch bis zum Alter von 70 vorsieht:

      Die Jungen sind längst entflohen, aber West-Propagandisten fordern deren Rückführung in die Ukraine:

      Was die Westwaffen angeht: die werden im großen Stil hinter den Linien zerstört, bevor sie benutzt werden können:

      Nicht alle Iskander-Angriffe gelingen:

      Und oft genug liefert der Westen Schrott: pakistanische [!] Munition, die US-M777 Mörser zerstört:

      Und selbst beim Vorzeigeprojekt rund um Robotyne gibt es Niederlagen der Ukraine:

      Julian Röpcke faßt eine ukrainische Analyse zusammen:

      „Aussicht auf einen langen Krieg jenseits von 2024“ Das war noch die Sicht von DeepState Maps. Danach folgt seine eigene:

      „Und das Ganze vor dem Hintergrund zurückgehenden oder zumindest stagnierenden westlichen Supports. Slowakei dürfte bald wegbrechen, auch in Polen droht eine Koalition unter Beteiligung einer prorussischen Partei, Aufstieg der AfD in Deutschland (vom Zeitenblender nicht zu sprechen), die Wahlen in den USA im nächsten Jahr mit offenem Ausgang usw. Alles in allem düstere Aussichten für die staatliche Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine. Und nein! Leider sind auch „Verhandlungen“ keine Option. Nicht nur, weil Moskau überhaupt keine Verhandlungen anbietet, sondern, weil sie in der aktuellen Situation aus einer Position der Schwäche geführt werden müssten und so allenfalls ein Einfrieren der Front zur Folge hätten bzw. ein Sprungbrett für weitere russische Offensiven schaffen würden. Was bleibt also? Ich befürchte, Weitermachen ist die einzige Option. Trotz allen Blutvergießens. Hoffen auf modernere und effektiver westliche Waffen (ATACMS und F-16 kommen) und hoffen, dass weitere Tausende tote Russen und ukrainische Schläge tief im Feindesland in Russland selbst zu neuen überraschenden Dynamiken führen, Stichwort Söldneraufstand.“

      Der „Söldneraufstand“ war ja unglaublich effektiv. Wunderwaffen gibt es nicht, und was sind „Tausende tote Russen“ gegen hundertausende tote Ukrainer? Aus Röpcke spricht die pure Verzweiflung. Genauso ergeht es seinem BILD-Kollegen Ronzheimer – beide sind über jeden Zweifel erhaben, Rußlands 5. Kolonne zu sein:

      „Die Ukraine braucht dringend mehr gut ausgebildete Soldaten, denn die Opferzahlen bleiben hoch.“

      Der ukrainische Berater des Innenministeriums pflichtt ihm bei – die „Gegenoffensive“ hätte niemals stattfinden dürfen: mangels Soldaten und wegen fehlender Luftunterstützung:

      Eine ukrainische Parlamentsabgeordnete gibt das Scheitern zu – nicht ohne frech zu werden:

      O Wunder! Selbst Masala wird realistisch:

      Ein melancholischer Rückblick auf die „Gegenoffensive“:

      • Diese Realität kann nur noch die wiederinstallierte US-Transfrau Sarah Ashton-Cirillo im Propaganda-Team der ukrainischen territorialen Verteidigung bekämpfen:

        Besser als unsere Propagandisten kann sie allerdings kaum sein:

        „Schwirbelschwurbel Agnes wird es natürlich umdeuten, dass mit „besiegen“ eine starke/siegreiche Position am Verhandlungstisch gemeint war, die nur militärisch erreichbar ist.“ So ist es!

        Was Masala gerne aufgreift, obwohl nicht einmal mehr eine Verhandlungspositions-Verbesserung drin ist: sein Lieblingsgegner ist nun einmal Richard David Precht, der ihm leider in allen Belangen überlegen ist:

        Im Podcast mit Precht
        Lanz auf Ukraine-Reise: „Die lachen dich aus. Die sagen: ’Wie denn?’“

        Sonntag, 01.10.2023, 11:23
        Markus Lanz hält sich wegen Dreharbeiten derzeit in der Ukraine auf. Im Podcast-Gespräch mit Richard David Precht erklärt der ZDF-Talker dem Philosophen, warum die Ukrainer auf die Frage nach Verhandlungen nur lachen können – und dass sie auf viele weitere Jahre Krieg gefasst sind.
        […]

        Konkret kommt Lanz unter anderem auf die Bekanntschaft einer Mutter und ihrer Tochter zu sprechen, beide schwerst kriegsversehrt. Ein Teenager aus Butscha schilderte ihm das Grauen der Kriegsverbrechen, die er erlebte und irgendwann „rächen“ wolle. Ein Soldat habe ihm auf seinem Handy furchtbare Bilder von der Front bei Bachmut gezeigt. „Da siehst du Sachen, die kannst du dir nicht vorstellen“, blieb Lanz an dieser Stelle im Vagen. „Er sagt: ‚Ich komme damit gut zurecht.‘ Du merkst: Er kommt damit gar nicht zurecht.“
        […]
        Während Richard David Precht die erste Podcast-Hälfte über weitgehend in der interessierten und spürbar bewegten Zuhörerrolle verbleibt, kommt er zur Mitte des Gesprächs auf die politischen Konsequenzen zu sprechen.
        Durchaus ein kontroverses Thema zwischen den befreundeten Podcastern. Precht hatte schon früh nach Beginn der russischen Invasion eine ukrainische Kapitulation aus moralischen Gründen empfohlen, dann eine „Fehlannahme“ über deren Verteidigungsfähigkeit eingeräumt, später aber den Sinn weiterer Waffenlieferungen an das angegriffene Land infrage gestellt.

        Von Lanz wollte er nun wissen, welches das „dominierendere Gefühl“ nach den am Ort des Kriegsgeschehens gewonnenen Eindrücken sei: dass die Ukraine „koste es, was es wolle“ das Unrecht zurückschlagen müsse, auch wenn das auf noch viele Jahre Krieg hinauslaufe? „Oder sagst du, jeder Tag, den dieser mörderische Krieg weitergeht, ist ein Verbrechen an den Menschen, die an ihm beteiligt sind?“ [die dabei sterben]

        „Weder das eine noch das andere“, antwortete Lanz und holte dann etwas aus. Dass die Ukraine den Krieg gewinnen und alle Gebiete befreien werde, sei zunächst mal eine „Durchhalteparole“, die „ganz im Ernst“ keiner in der Ukraine glaube. Precht hakte direkt ein, dass diese Annahme „in deutschen Talkshows“ durchaus geglaubt werde, und nannte den CDU-Außenpolitiker Norbert Röttgen, den Politikwissenschaftler Carlo Masala und die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann als Beispiele.

        „Das ist das, wovor die Menschen hier Angst haben“

        Markus Lanz hat deren Positionen anders verstanden, er vermutet hinter ihnen „taktische Erwägungen“, um die Ukraine bei Waffenstillstandsgesprächen in eine machtvolle Position zu bringen. „Das Thema“ in der Ukraine sei aber ein ganz anderes. Frage man die Menschen dort nach der Notwendigkeit von Verhandlungen, ernte man nur Unverständnis: „Die lachen dich aus. Die sagen: ‚Wie denn? Da ist auf der anderen Seite eine Grausamkeit, die könnt ihr euch nicht vorstellen.‘

        Precht entgegnet: Dass Russland den Krieg seinerseits nicht gewinnen könne, stehe doch ebenso fest. Lanz kontert: „Der Punkt ist, die Leute hier haben wirklich Angst. Die sagen: Wenn die Russen mit dem Krieg aufhören, hört der Krieg auf. Aber wenn wir aufhören, hört die Ukraine auf.“ Dieser Satz sei ein Schlagwort geworden, aber „natürlich ist an dem Argument wirklich was dran“.
        Um das zu begreifen, müsse man sich nur Fotos aus russischen Folterkellern ansehen, die es im Übrigen schon seit 2014 gebe und in denen unvorstellbare Grausamkeiten „Alltag“ seien. „Das ist das, wovor die Menschen hier Angst haben“.

        Precht versteht genau das nicht: „Wenn der Krieg eingefroren wird, dann ist doch die Hoffnung, dass das zu Ende geht, dann ist doch diese unmittelbare Bedrohung geringer.“ Lanz, der nur wiedergeben, aber „keine Position“ beziehen möchte, hält dagegen: „Das glauben die denen eben nicht. Die Ukrainer sagen: Die machen weiter, die kommen wieder.“ Russland verkörpere in ihren Augen historisch „eine Kultur des Todes“.

        „Das kann wahrscheinlich nicht noch Jahre gehen.“ – „Doch.“

        Precht unterstellt daraufhin, so „grausig“ der Krieg auch sei, die Russen kämen „aus ihrer Position gesehen aus rationalen Motiven“ und nannte die Nato-Osterweiterung als Konfliktthema, das man in Verhandlungen zumindest denkbar lösen könne. Doch auch hier kann ihm Lanz wenig Hoffnung machen.

        Die Ukrainer seien überzeugt, der Krieg dauere „noch Jahre“. Precht hält das für illusorisch: „Das kann wahrscheinlich nicht noch Jahre gehen.“ Die erschütternde Replik: „Doch. Die Ukraine braucht 300.000 bis 400.000 Mann jedes Jahr, und das können die lange durchhalten.“ Precht: „Glaubst du, dass die Ukraine das gesamte Potenzial dieser Menschen sterben lässt?“ Lanz: „Die Frage habe ich denen auch gestellt, aber die stellen sie sich nicht.“ Langfristige Perspektiven über den nächsten Tag hinaus entwickle niemand. „Erst mal geht’s darum, durchzukommen.“
        […]

        https://www.focus.de/kultur/kino_tv/im-podcast-mit-precht-lanz-berichtet-von-ukraine-reise-die-lachen-dich-aus_id_215067728.html

        Die ukrainische Bevölkerung, mit der Lanz in Kontakt kam, ist offensichtlich von ukrainischer Propanda gehirngewaschen. Precht steht zurecht der Mund offen:

        https://twitter.com/narrative_hole/status/1708943643006927016

        Die vom Selenskij-Regime geopferten „Soldaten“ nehmen den Ausweg, der ihnen bleibt: entgegen den rechten Milizen, die verweigernde ukrainische Soldaten abknallen, und entgegen der ukrainischen Propaganda, wonach Russen sich ergebende ukrainische Soldaten entweder erschießen oder in Gefangenschaft mißhandeln (was die Ukrainer tun und nicht die Russen), ergeben sie sich in Massen:

        Die ZEIT war sich nicht zu schade, den Russenhasser und dennoch mit dem Friedenspreis des deutschen Buchhandels ausgezeichneten ukrainischen Rocker Serhij Zhadan zu promoten, der prompt vom „Genozid“ faselte:

        Dabei gibt es davon keine Spur:

        https://twitter.com/Vuk02577707/status/1704756482988806379

        Deutsche eskalierende Sicherheitsexperten gemeinsam mit dem SPIEGEL unter sich:

        Tatsächlich war das Außenministertreffen der EU in Kiew ein Schlag ins Wasser:

        Ab sofort beschäftigen sich die USA eh nur noch mit den USA:

        Historisches Votum: McCarthy von US-Repräsentantenhaus abgesetzt – will nicht erneut antreten
        McCarthy’s Amtszeit an der Spitze des Repräsentantenhaus endet nach nur knapp zehn Monaten. Der Vorgang ist historisch einmalig.
        03.10.2023 – 23:11 Uhr aktualisiert
        […]
        Angeführt von dem republikanischen Hardliner Matt Gaetz stimmten mehrere weitere Republikaner [insgesamt 8] dafür, McCarthy zu entmachten. Die Demokraten in der Kammer wiederum verzichteten darauf, McCarthy zu Hilfe zu kommen und votierten gegen ihn. Die Republikaner haben eigentlich das Sagen in der Kammer, aber nur mit ganz knappem Vorsprung. Durch die Zahl der internen Revoltierenden in den eigenen Reihen kam damit eine knappe Mehrheit gegen McCarthy zustande.
        Gaetz hatte am Montagabend einen Antrag auf McCarthys Absetzung ins Repräsentantenhaus eingebracht. Der 41-Jährige warf McCarthy unter anderem vor, er mache gemeinsame Sache mit dem demokratischen Präsidenten Joe Biden, statt für die republikanische Fraktion zu arbeiten. Anlass ist der Haushaltsstreit in den USA. Gaetz störte sich daran, dass McCarthy am vergangenen Wochenende mit den Stimmen von Demokraten einen drohenden Stillstand der Regierung im letzten Moment abwendete. Der Kongress hatte am Samstag einen Übergangshaushalt bis Mitte November verabschiedet. Er beschuldigte McCarthy aber auch, gegen mehrere fraktionsinterne Absprachen verstoßen zu haben – ihm sei daher nicht zu trauen.

        Da die Parlamentskammer ihren Vorsitzenden selbst wählt, ist sie auch das einzige Gremium, das ihn wieder aus dem Amt verdrängen kann – auf Antrag aus den Reihen der Abgeordneten. Nie zuvor hat ein Vorsitzender der Kammer allerdings auf diesem Weg seinen Posten verloren. In der Geschichte des Kongresses gab es zuvor auch überhaupt erst ein einziges Mal eine Abstimmung im Plenum des Repräsentantenhauses über einen Antrag auf Absetzung des Vorsitzenden. Das war vor mehr als hundert Jahren: 1910.

        Schwerwiegende Folgen

        Die Kongresskammer dürfte nun vorerst lahm gelegt werden durch die Wahl eines neuen Vorsitzenden. Bis die Personalie geklärt ist, liegt alle restliche gesetzgeberische Arbeit auf Eis. Das parlamentarische Chaos fällt mitten in eine Zeit, in der der Kongress unter anderem einen Bundeshaushalt verabschieden muss, da der Übergangshaushalt Mitte November ausläuft. Ist bis zu der Frist kein neues Budget verabschiedet, steuern die USA einmal mehr auf einen vorübergehenden Stillstand der Regierungsgeschäfte zu, einen „Shutdown“.
        Das US-Parlament hat außerdem über neue Hilfen für die Ukraine zu entscheiden. In dem am Wochenende verabschiedeten Übergangshaushalt sind keine weiteren Hilfen für das von Russland angegriffene Land vorgesehen. Das heißt nicht, dass die USA die Ukraine von jetzt auf gleich nicht mehr unterstützen. Allerdings geht das bisher genehmigte Geld zur Neige, neue Mittel müssen her. Die parteiinternen Kämpfe bei den US-Republikanern haben daher auch internationale Auswirkungen.
        Gaetz hatte McCarthy vorgeworfen, er habe mit Biden Geheimabsprachen zu weiteren Ukraine-Hilfen getroffen. McCarthy wies das zurück. Gaetz gehört seit geraumer [Zeit] zu den erbittertsten Gegnern McCarthys.
        McCarthy war im Januar erst im 15. Wahlgang ins Vorsitzenden-Amt gehievt worden und galt dadurch von Anbeginn an als stark geschwächt. Er musste der radikalen Rechten in seiner Fraktion damals weit entgegenkommen, um mit Hilfe ihrer Stimmen auf seinen Posten gewählt zu werden. Unter anderem setzten die Hardliner in der Fraktion damals durch, dass ein einzelner Abgeordneter einen Antrag auf Absetzung des Vorsitzenden stellen kann – was Gaetz nun ausnutzte. Die radikalen Abgeordneten trieben McCarthy seit Januar unerbittlich vor sich her.

        https://www.handelsblatt.com/politik/international/usa-historisches-votum-mccarthy-von-us-repraesentantenhaus-abgesetzt-will-nicht-erneut-antreten/29425406.html

        Nur acht haben sich aus der Deckung getraut – dabei war die Unzufriedenheit mit McCarthy groß. Angesichts dieser Sensation gehen natürlich weitere, für die Dems betrübliche, Nachrichten unter:

        Das Treffen der EU-Aussenminister in Kiew hat klar gemacht: Die Unterstützung für Selenski schwindet

        Die Aussenminister der EU haben sich erstmals in Kiew getroffen. Das hätte eigentlich ein starkes Signal der Solidarität senden sollen. Doch einige blieben dem Anlass fern.
        Daniel Steinvorth, Brüssel 02.10.2023, 19.09 Uhr

        Es waren gleich zwei schlechte Nachrichten, die Wolodimir Selenski über das Wochenende verkraften musste. Frische Finanzhilfen aus den USA, erfuhr der ukrainische Präsident, sind vorerst aufgeschoben. Im neuen Übergangshaushalt, auf den sich der amerikanische Kongress am Samstag geeinigt hatte, kommen weitere Hilfen für die Ukraine nicht vor.

        Und dann gewann am Sonntag der erklärte Selenski-Gegner Robert Fico die Parlamentswahlen in der Slowakei. Man wolle «keine Patrone» mehr an Kiew liefern, hatte Fico im Wahlkampf getönt.

        Querschüsse aus Ungarn und Polen

        Vielleicht konnte da eine Sondersitzung der EU-Aussenminister in der ukrainischen Hauptstadt etwas Trost spenden. Erstmals seit Beginn des russischen Angriffskrieges berieten sich die Vertreter aller 27 Mitgliedstaaten am Montag in Kiew.
        Es sei das erste Mal, dass ein solches informelles Treffen ausserhalb der EU stattfinde, schrieb der Brüsseler Aussenbeauftragte Josep Borrell auf X. Man wolle damit «unsere Solidarität und unsere Unterstützung für das ukrainische Volk ausdrücken», so der Spanier.
        […]
        Nicht alle Aussenminister aber schlossen sich der Visite an. Der polnische Chefdiplomat Zbigniew Rau und sein lettischer Amtskollege Edgars Rinkevics liessen sich wegen Corona entschuldigen.
        Der Ungar Peter Szijjarto hatte gar nicht erst zugesagt, worüber sich in Brüssel niemand wunderte: In Budapest steht man mit der Ukraine-Politik der EU seit langem auf Kriegsfuss. Allerdings wird neuerdings auch im polnischen Wahlkampf die Unterstützung der Ukraine von der regierenden nationalkonservativen PiS-Partei infrage gestellt.

        Ob sich die Slowakei künftig ebenfalls querstellen könnte, wollten Borrell und Dmitri Kuleba, der ukrainische Aussenminister, bei einem gemeinsamen Presseauftritt nicht kommentieren. Kuleba spielte auch die Nachrichten aus Amerika herunter.
        […]
        Die deutsche Aussenministerin Annalena Baerbock hatte am Montag vor allem viele warme Worte für Kuleba übrig. Die Zukunft der Ukraine liege in der EU, sagte sie, und diese werde sich bald «von Lissabon bis Luhansk» erstrecken.
        […]

        https://www.nzz.ch/international/untitleu-die-unterstuetzung-fuer-die-ukraine-broeckelted-ld.1758908

        Man muß sich für unsere Außenministerin langsam wirklich schämen: realitätsfern – denn eine EU-Erweiterungs-Initiative hinsichtlich der Ukraine ist ebensowenig wie eine ukrainische Eroberung von Lugansk in Sicht – wer brieft diese Ministerin eigentlich?:

        Niemand in Lugansk will von der Ukraine „befreit“ sprich wegen Kollaboration strafverfolgt werden:

        https://twitter.com/Jabsky07/status/1708805331902750844

        Nirgendwo gibt es Anzeichen dafür, daß die Ukraine irgendetwas „befreien“ könnte, was nicht durch ihre Angriffe komplett zerstörte irrelevante Ortschaften wären, wobei sie bei ihrer „Gegenoffensive“ weniger „eroberte“ als die Russen, was selbst die NYT bestätigte:

        https://twitter.com/JS1ZL/status/1708854476579213509

        Es gibt auch üblere Interpretationen des inkompetenten Auftritts unserer „Chefdiplomatin“:

        Der polnische Außenminister blieb wegen Corona fern? Eher nicht:

        Der schwedische Außenminister erschien ebenfalls nicht – er hatte angeblich seinen Paß vergessen:

        Ungarns Hartleibigkeit zahlte sich aus:

        Was allerdings nichts nützt. Das Ukraine-Unterstützungs-System des Westens bricht eh mangels Masse zusammen:

        Unabhängig von den Pentago-Warnungen setzt das WH auf antirussische Durchhalte-Propaganda:

        „I wonder if there are any rational individuals remaining in the White House?“
        Das frage ich mich auch.

        • Eine interessante Analyse zu der anti-Elon-Musk-Kampagne:

          Der Mann ist Politologe! Und weiß nichts darüber, wie dysfunktional der Politzirkus in Washington DC ist? Come on.

          Die Diskussionen unter dem Masala-Tweet sind köstlich; ich greife hier mal eine ernstzunehmende heraus:

          McCarthy jubelte natürlich über die einzige Trump`sche Kriegshandlung in seiner Amtseit: gegen einem fake Assad-Giftgasanschlag auf einen fake Giftgasproduktionsort in Syrien:

          Ein Republikaner:

          Merke: die Wähler sind parteiübergreifend mehrheitlich gegen weitere Ukraine-Unterstützung.

          Ich dachte bislang, daß der Speaker Parlamentsmitglied sein müßte. Wieder was dazugelernt, und das durch NBC. 😉

          „Undoubtedly, there is reason for pride, as the choice was between addressing numerous internal problems in the United States and continuing to support the neo-Nazis. However, it’s worth noting that there are only two months‘ worth of funds left.

          Nun ja, 5,2 Milliarden aus der letzten Bewilligung gibt es noch. Kiew benötigt allerdings 5 Milliarden pro Monat allein für die schlichten Verwaltungskosten wie die Bezahlung der Staatsbediensteten etc. (ohne Militärausgaben). Und überhaupt: es sind schlicht keine Waffen/Munition mehr da, die der Westen liefern könnte.

          Die Korruption in der Ukraine ist für die USA wichtiger als es scheint:

          Den Artikel hätte man doch besser mit Hunter Biden-Fotos bebildern sollen.

          Das linke Portal „The Nation“ illustriert das Thema so:

          Den Kommentar muß man ignorieren, denn es geht um den 21.9.2023, und nicht um einen Auftritt Selenskijs im Jahr 2022.

          Lord Bebo nimmt sich der Beweislage zum Vorwurf eines über 1-Millionen-Cartier-Schmuck-Einkaufs durc h Selenska an:

          Nun hat die seit 2 Wochen bei Cartier tätige Praktikantin ja erklärt, daß Selenska ihre nicht vorhandenen Verkaufskünste schrill abgelehnt habe, und so wird ihre Chefin Lisa Yang den angeblichen Verkauf getätigt haben. Und Lisa Yang gibt es wirklich:

          Die Story ließe sich sehr leicht widerlegen. Allerdings ist „The Nation“ seriös. Ich warte daher ab.

          „Diamonds are a girl`s best friend“?

          Das widerlegt Selenska in Kanada am 21.9.2023 deutlich:

          Putin-Experten wie Hillary Clinton verspritzen ihr altbekanntes Gift:

          😉

          Der Zynismus des Westens, was seine Kriege angeht:

          Selenskij paßt da perfekt hinein:

          „Days after Armenians were ethnically cleansed from Karabakh“ ist natürlich komplett falsch, aber so ist der moralische westliche Überschwang nun mal beschaffen. Während an den Geschäften mit Aserbeidschan festgehalten wird.

          Langsam sickert die russische Überlegenheit in der Ukraine durch:

          https://twitter.com/SmartUACat/status/1709668771843948948

          Dagegen setzt die Ukraine, jedenfalls der Militärgeheimdienst, auf verlustreiche PR-Stunts, die weder vom Verteidigungsministerium noch von Military Land verbreitet wurden:

          Da möchte ich doch die relevanteren Teile hervorheben:

          „First, at around 20.25, the crew of the Russian Pantsir-S1 air defense missile system shot down one Neptune missile on approach to Cape Tarkhankut. And just half an hour later, Russian units shot down another Ukrainian anti-ship missile (not a drone) in Inzhenernaya Balka in Sevastopol. The wreckage of the Neptune damaged several civilian vehicles. At that moment, there was an American RQ-4B UAV in the air, which was monitoring the results of the AFU’ strikes on Crimea, and the target of the missiles, judging by the areas of their destruction, were air defense position areas.“

          Das Ende des PR-Stunts wird so beschrieben:

          „Russian border guards discovered four surface objects near Cape Priboyny around 01.22. As a result of the ensuing shooting battle, at least one saboteur was eliminated. To strike the group of boats and jet skis, a Su-30SM aircraft of the Black Sea Fleet’s naval aviation was taken into the air to attack the retreating enemy units. There is currently no exact data on the targets hit. However, out of four boats, at least two reached the Tendrovskaya Spit and the gas production facility and requested evacuation.“

          Mehr dazu:

          Ich habe diese Episode so detailliert ausgebreitet, weil wirklich nicht mehr verständlich ist, aus welchen PR-Gründen die Ukraine sogar Spezialkräfte opfert.

          Es gibt noch Leute, die an game changing Waffen glauben:

          Ganz abgesehen davon, daß auf der Kertschbrücke keine Waffentransporte stattfinden. Der wahre Grund dürfte vielmehr sein, daß Deutschland bei der Programmierung der Ziele nicht mitwirken will – recht so!

          Das sind Rückzugsgefechte von Mainstream-Media-Vertretern, die von Anfang an falsch gelegen haben; bald wird es so lauten:

  5. Wenigstens eines der Gerontokratie-Probleme in der Politkaste der USA hat sein natürliches Ende gefunden:

    Wer weiß, wer da für sie den Knopf gedrückt hat.

    Die WaPo am 29.9.2023:

    Dianne Feinstein, centrist stalwart of the Senate, dies at 90

    A trailblazer for women in politics, she led the Intelligence Committee and helped mold the federal bench. Amid health setbacks, she faced calls to resign.
    By Emily Langer
    Read more

    Dianne Feinstein hailed as a trailblazer after death at 90
    By Marisa Iati

    „Centrist“? Sie war ein Kriegsfalke, aber dem Democrats-Organ WaPo fällt nur ein, sie als Emanzipations-Vorbild zu rühmen, wenn sie auch am Ende komplett dement war und sich denoch an den Posten klammerte.

    „Assad must go!“ war ihr vergeblicher Schlachtruf:

    Seit 2014 griffen die USA nicht nur über von ihnen finanzierte islamistische Gruppen ein, um den regime change zu schaffen, sondern bombten im Land herum, angeblich, um den IS zu bekämpfen, und besetzten schließlich völkerrechtlich Syrien. Da sitzen sie noch heute und stehlen syrisches Öl:

    Trump wollte die US-Truppen abziehen – aber das Militär ignorierte diese Forderung und zog sich nur aus dem Norden zurück, wo jetzt die illegal okkupierende Türkei das Sagen hat.

    Der #Aufschrei unsererer moralisch-feministischen Völkerrechts-Außenministerin blieb bis zum heutigen Tage aus.

    Der Ex-UN-Waffeninspekteur Scott Ritter, der schon früh (seit 2001) erklärt hatte, daß der Irak über keine Massenvernichtungsmittel verfüge, widmet Feinstein einen speziellen Nachruf:

    „Eventually she confronted me — “Your position is causing us some difficulty. You are making the US look bad in the eyes of the world.” I replied that my analysis and the underlying facts were rock solid, something she agreed with. I said that while I knew she couldn’t reveal sensitive intelligence, if she could look me in the eye and say she has seen unequivocal proof that Iraq retained WMD, I’d shut up and go away. She looked at her retinue, and then me. “I have seen no such intelligence,” she replied. She thanked me for the briefing, and said it provided her with “food for thought.”

    On October 11, 2002, Senator Feinstein voted in favor of the resolution authorizing war with Iraq. Later, she said she had been misled by the Bush administration and bad intelligence. I will forever know Senator Feinstein as someone who had been empowered by the truth, and lacked the moral courage to act on it. The blood of thousands of Americans and hundreds of thousands of Iraqis stains her soul.“

    Es hätte nun wirklich keines „Mutes“ bedurft, sich als Democrat gegen die republikanische Regierung zu stellen. Es sei denn, daß Rüstungsfirmen eben auch die Democrats finanzieren.

    Die deutsche Regierung kneift, wo immer sie kann; hier hatte ich die Jahrestags-Reaktionen zu dem Terrorakt auf die NS-Pipelines referiert:

    Warum die Presse versagt III


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-2/#comment-101375

    Was irgendwie verwundert, denn anti-Rußland-Zeitungsartikel sind ja Grundlage der deutschen Politik.

    Zuletzt hatte ich ausführlich über den Nazi-Skandal in Kanada berichtet:

    „Der mittlerweile zurückgetretene kanadische Parlamentspräsident sagt doch klar und deutlich, daß es sich bei dem 98-jährigen Yaroslaw Hunka um einen WWII-Veteranen handelt, der gegen Rußland zu Felde gezogen sei. Ist Geschichte derartig formbar, daß ausgeblendet wird, daß im 2. Weltkrieg ukrainische Nazi-Formationen wie die SS Galicia Division, der Hunka angehörte, am Holocaust und der Ermordung von Polen, Ungarn und weiteren Minderheiten beteiligt waren?

    Nun hat sich Trudeau entschuldigt – auch gegenüber Selenskij, den er in eine unmögliche Position gebracht habe. Hä? In der Ukraine werden Bandera und die Galicia Division gefeiert: das ist Staatsdoktrin:“

    […]

    Warum die Presse versagt III


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-2/#comment-101376

    Dazu möchte sich die Bundesregierung nicht äußern:

    Ausgabe vom 27.09.2023, Seite 12 / Thema
    Ukraine
    »Keine eigenen Erkenntnisse«
    Dokumentiert: Die Bundesregierung gibt sich einsilbig. Kleine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag zur Verherrlichung Stepan Banderas in der Ukraine
    Von Sevim Dagdelen
    […]
    Vorbemerkung der Bundesregierung

    Die Bundesregierung verurteilt jede Form von Rechtsextremismus, Antisemitismus, Antiziganismus oder andere Formen von Rassismus und tritt entsprechenden Äußerungen oder Verhaltensweisen in ihrer Arbeit ausnahmslos und nachdrücklich entgegen. Die Bundesregierung setzt sich für das Gedenken an die Opfer der Menschheitsverbrechen des NS-Regimes und die unabhängige wissenschaftliche Erforschung und Aufarbeitung der Geschichte ein.
    Die Bundesregierung macht sich die in der Vorbemerkung und den Fragestellungen enthaltenen rechtlichen Wertungen und Tatsachenbehauptungen, insbesondere hinsichtlich der pauschalen Einordnung bestimmter (historischer) Gruppierungen oder Personen als rechtsextrem, antisemitisch, antiziganistisch oder sonst rassistisch, ausdrücklich nicht zu eigen.

    Die Bundesregierung verweist darauf, dass sich der parlamentarische Informationsanspruch nur auf Gegenstände erstreckt, die einen Bezug zum Verantwortungsbereich der Bundesregierung gegenüber dem Bundestag haben und die in der Zuständigkeit der Bundesregierung liegen. Eine Pflicht zur Beantwortung besteht dann, wenn Fragen einen konkreten Bezug zum Regierungshandeln haben und die Bundesregierung einen amtlich begründeten Kenntnisvorsprung gegenüber den Abgeordneten hat.

    Wir fragen die Bundesregierung:

    1. Ist sich die Bundesregierung des Umstandes bewusst, dass Angehörige der Organisation Ukrainischer Nationalisten (OUN) und der Ukrainischen Aufständischen Armee (UPA) während des Zweiten Weltkrieges vielzehntausendfache Morde an Zivilisten, insbesondere an Polen, Juden und Roma, verübt, und zumindest zeit- und fallweise mit den Nazibesatzern kollaboriert haben, und wenn ja, welche Verantwortung ergibt sich hieraus ihrer Auffassung nach für die deutsche Geschichtspolitik?

    2. Ist sich die Bundesregierung des Umstandes bewusst, dass die OUN unter Führung Banderas einen »Säuberungsauftrag« an ihre militärischen Einheiten erteilte, in dem die »Liquidierung unerwünschter polnischer, moskowitischer und jüdischer Aktivisten« erlaubt wurde und zudem vorgesehen war, Juden »beim kleinsten Verschulden« zu liquidieren (https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/ukraine-bandera-enkel-verlangt-korrektur-von-berliner-zeitung-doch-die-beweislage-ist-klar-li.250831), und wenn ja, inwiefern hält es die Bundesregierung für geboten, affirmativen Darstellungen der OUN oder ihrer Protagonisten aktiv entgegenzutreten, weil antisemitische Bestrebungen als Lehre aus der deutschen Geschichte nirgends unwidersprochen hingenommen werden dürfen, und welche Schlussfolgerungen zieht sie daraus?

    Die Fragen 1 und 2 werden zusammen beantwortet. Es wird auf die Vorbemerkung verwiesen.
    […]

    https://www.jungewelt.de/artikel/460156.ukraine-keine-eigenen-erkenntnisse.html

    So geht das endlos weiter. Dabei hat der Bundestag die ukrainische Geschichtsfälschung, wonach die sowjetische Zwangskollektivierung der Landwirtschaft ein bewußter „Genozid“ an der Ukraine gewesen sei („Holodomor“), bereits kenntnislos übernommen.

    Womöglich bricht das Ukraine-Proxy.Konstrukt des Westens schneller zusammen als befürchtet:

    Die Ukraine als Staat existiert ja nur noch, weil der Westen Milliarden in diesen Korruptions-Schlund pumpt. Das Ziel: Rußland militärisch zu schwächen und das Putin-Regime zu schwächen (ohne den geringsten Einfluß auf seine Nachfolge). Das geht grandios schief:

    September 29, 2023
    After Pushing Gains By Ukraine NYT Notes Its Losses

    The New York Times reporting on Ukraine seems inconsistent. It was all about gains and going forward:

    • A Brutal Path Forward, Village by Village – New York Times, September 2, 2023

    • Ukraine Has Gained Ground But It Has Much Further To Go- New York Times, September 20, 2023

    • Another Step for Ukraine: Armored Vehicles Breach Some Russian Defenses – New York Times, September 22, 2023

    But a week after the above a different headline appeared:

    • Who’s Gaining Ground in Ukraine? This Year, No One. – New York Times, September 29, 2023

    That headline is contradicted by the content of the piece.

    As Antiwar summarizes:

    „Russian forces have gained more territory in Ukraine this year than the Ukrainian side despite the Ukrainian counteroffensive that was launched in June, The New York Times reported on Thursday.
    The report noted that despite nine months of heavy fighting in Ukraine, only about 500 square miles of territory have changed hands this year. Russia has gained 331 square miles while Ukraine has gained 143, a difference of 188, which amounts to Russia’s net gain in territory so far this year.“

    Russia Has Gained More Territory This Year Than Ukraine

    Contradicting its headline the NYT graphics department admits as much.

    Russia is fighting a war of attrition:

    „The Times quoted Marina Miron, a postdoctoral researcher in war studies at King’s College London, who said Russia appears to be comfortable holding the territory it currently controls rather than seeking rapid gains.

    “It’s not losing anything by not moving forward,” Miron said. “The whole strategy in Ukraine is for the Russians to let the Ukrainians run against those defenses, kill as many as possible, and destroy as much Western equipment as possible.”“

    As the Zelinski regime senselessly continues to push its army against the hardened Russian defense line there is no need for Russia’s military to move forward. The numbers and time is on its side. It is Ukraine that has a mobilization problem, not Russia.
    This thus will end badly for Ukraine with nothing to gain but likely many more losses.
    Posted by b on September 29, 2023 at 10:01 UTC | Permalink

    https://www.moonofalabama.org/2023/09/after-pushing-gains-by-ukraine-nyt-notes-its-losses.html#more

    Im Norden der Ukraine scheint die „Offensive“ Rußlands, die lediglich die Schwächen des Gegners ausnützt, an Fahrt zu gewinnen:

    Es sieht so aus, daß sich die NATO-Truppe, die 47. Brigade, aus dem Kessel von Rabotina/Robotyne zurückzieht:

    „The 47th Mechanized Infantry Brigade „Magura“ was trained by NATO specialists and armed with Western equipment. During the Ukrainian counteroffensive, the brigade suffered colossal losses, which led to its withdrawal from the front line.“

    Zu Werbowe, östlich von Robotyne an der Saporischschja-Front gelegen:

    https://twitter.com/TheHumanFund5/status/1707726287387730177

    Die Wahrheit: der Ukraine geht das „Menschenmaterial“ aus, das bedenkenlos für aussichtslose „Eroberungen“ geopfert wird:

    https://twitter.com/vladis_shadow/status/1707693718122168548

    Und dann erwies sich auch noch die ukrainische Propaganda eines russischen „Genozids“ in der Ukraine als falsch:

    https://twitter.com/Vuk02577707/status/1704756482988806379

    Wie geht das Ganze aus?

    Prof. Mearsheimer ist realistisch:

    Was Experten angeht, ist auch Röpcke realistisch:

    Keupp ist ein Wunschdenker der ganz besonderen Sorte, weshalb ihm in der ZEIT ein roter Teppich ausgerollt wurde – sie erntete maximale Zustimmung des verblendeten Kommentariats, das ganz dringend auf illusionären Trost angewiesen ist:

    Lage in der Ukraine
    „So wie der Krieg läuft, kann das russische Regime nicht gewinnen“
    Marcus Keupp ist einer der wenigen Experten, der eine Niederlage Russlands prognostiziert. Strategisch sei der Krieg entschieden, sagt er. Warum ist er so optimistisch?
    Interview: Dr. Hauke Friederichs
    29. September 2023, 9:12 Uhr
    […]
    Keupp: Die Fortschritte sind vor allem logistischer Art. Mittlerweile liegt die Stadt Tokmak, ein Knotenpunkt für den russischen Nachschub, in der Reichweite ukrainischer Artillerie. Hinzu kommt, dass die russische Armee in diesem Abnutzungskrieg deutlich mehr Soldaten und militärisches Gerät verliert als die Ukraine.
    […]
    „Strategisch hat Russland schon verloren“

    ZEIT ONLINE: Sie haben in einem Interview im November 2022 gesagt, dass der Krieg bereits strategisch entschieden sei. Ein Sieg der ukrainischen Streitkräfte sei nur noch eine Frage der Zeit.

    Keupp: Ich stehe unverändert zu dieser Prognose. So wie der Krieg läuft, kann das russische Regime nicht gewinnen. Strategisch hat es schon verloren. Im Oktober werden wir das auch deutlicher sehen, dann wird die ukrainische Armee die ersten amerikanischen Abrams-Panzer einsetzen können. Die Logistik der Russen wird so eingeschränkt sein, dass sie ihre Soldaten zurückziehen müssen, weil sie die Verbände nicht mehr versorgen können – oder sie werden abgespalten, eingekesselt und aufgerieben.
    […]

    https://www.zeit.de/politik/ausland/2023-09/url-lage-ukraine-krieg-russland-militaerexperte-marcus-keupp/komplettansicht

    Wer 31 Abrams-Panzer in der Schlammzeit für Game Changer hält, ist wohl jenseits von Gut und Böse. Und was die Schläge „hinter den Linien“ angeht, da gibt es keinen Zweifel, daß Rußland darin effektiver ist.

    • Zuletzt hatte ich mich ausführlich mit dem fachlichen Niedergang des politisierten Wissenschaftsbetriebs beschäftigt, u.a. auch mit der Klima-Wissenschaft, (die im übrigen viel diverser ist, als sie scheint): dabei hatte ich u.a. diesen Artikel ausführlich zitiert, hier nur einen kurzen Auszug:

      „Klima-Aktivisten in der Wissenschaft ruinieren den letzten Glauben an die Integrität von Wissenschaft:

      Der zweifelhafte Klimawandel-Beweis
      Stand: 28.9.2023 16:53 Uhr |
      Von Axel Bojanowski
      Chefreporter Wissenschaft

      Nach Desastern wie den Überschwemmungen in Libyen beeilen sich Forscher mit Studien, die eine Verbindung zur globalen Erwärmung beweisen sollen. Doch die sogenannten Attributionsstudien sind problematisch. Sie werden vor allem für Journalisten erstellt – die sie dankend aufgreifen.
      […]
      Die Widersprüche dürften den Durchmarsch der Attributionsforschung kaum bremsen. Der Wunsch, die Öffentlichkeit durch Zuschreibungen von Klimaereignissen von den Gefahren des Klimawandels zu überzeugen verleite Wissenschaftler und Medien, extreme Klimaereignisse dem Klimawandel zuzuschreiben, resümierten die Umweltforscher Myanna Lahsen und Jesse Ribot unlängst im Fachblatt „WIREs Climate Change“.
      Lahsen und Ribot sehen politisches Kalkül: Wetterkatastrophen hätten immer mehrere Ursachen. „Die Wahl des analytischen Rahmens durch Analysten hebt immer eine Ursache gegenüber anderen hervor und ist daher von Natur aus politisch, unabhängig davon, ob sie dies erkennen oder nicht“, betonen die Forscher.

      „Katastrophen-Framing politisch nützlich“

      Der Klimawandel sei „ein großes Problem für die Menschheit“, ihn einzudämmen sei „unerlässlich“. Doch es bestehe ein Dilemma: Attributionsstudien würden die Bedeutung der Treibhausgasreduzierung ins Zentrum rücken, während die effektivsten Ansätze zur Verringerung des Risikos von Wettergefahren Anpassungmaßnahmen vor Ort seien.
      „Klimazentriertes Katastrophen-Framing ist politisch nützlich für Akteure, die daran interessiert sind, die Aufmerksamkeit von lokalen, nationalen und internationalen politischen Initiativen abzulenken, die direktere und lokal relevante Abhilfemaßnahmen bringen könnten – oder hätten bringen können“, schreiben Lahsen und Ribot.
      Auch die Attributionsforscherin Friederike Otto hat vor Übertreibungen gewarnt. Zusammen mit zwei Kollegen forderte sie in einem Aufsatz im Fachmagazin „Communications Earth & Environment“: „Hört auf, das Klima für Katastrophen verantwortlich zu machen.“
      […]
      Manche Wetterkatastrophen würden wahrscheinlicher wegen der menschengemachten Erwärmung, ausgelöst beispielsweise durch Extremregenereignisse, die in einer wärmeren Atmosphäre tendenziell stärker ausfallen. Ob aus Regen aber eine Katastrophe werde, hänge wesentlich davon ab, wie anfällig Siedlungen für Extremwetter seien, schrieben Otto und ihre Kollegen. Die Anfälligkeit wäre ein Problem, das mit politischen Mitteln am Ort gelöst werden müsse.

      https://www.welt.de/wissenschaft/plus247656802/Wetterkatastrophen-Der-zweifelhafte-Klimawandel-Beweis.html

      Im Ahrtal hätte schon ein effektiver Katastrophenschutz viele Todesopfer vermieden. Daß in natürliche Überschwemmungsgebiete Wohnsiedlungen placiert wurden, steht auf einem anderen Blatt.“

      Warum die Presse versagt III


      [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-2/#comment-101376

      Einer der Rezipienten der besagten Attributions-Schnellschüsse ist der stv. Chefredakteur der ZEIT, Bernd Ulrich, der auf S.1 der aktuellen ZEIT mal wieder lamentieren durfte:

      Klimapolitik
      Auf heißen Steinen
      Der Baugipfel hat Energiestandards gesenkt: Wer erwartet hätte, dass die Regierung jetzt mehr tut, wird kalt erwischt.
      Ein Kommentar von Bernd Ulrich
      Aktualisiert am 27. September 2023, 20:14 Uhr

      Diesen Sommer ist etwas Atemberaubendes, ja tief Verstörendes geschehen, das es so vorher nicht gegeben hat, jedenfalls nicht seit Entdeckung des Treibhauseffekts. Kurz und bündig: Die Klimakrise ist eskaliert, während gleichzeitig die Klimapolitik implodiert.

      Beginnen wir mit Letzterer, am Beispiel des Wohnungsbaugipfels, zu dem die Bundesregierung in dieser Woche geladen hatte und auf dem es auch um EH 40 ging. Das ist ein Energieeffizienzstandard, der die CO₂-Emissionen beim Bau verringern soll und der nun nach dem Willen der Bundesregierung bis zum Ende der Legislaturperiode ausgesetzt wird. Weil die Zinsen gestiegen sind, wurde das Bauen teurer, was den Kampf gegen die Wohnungskrise noch schwerer macht. Deshalb soll an anderer Stelle der Kostendruck verringert werden, eben beim Klimaschutz. Muss man dafür nicht Verständnis haben?

      Doch, klar. Ebenso verständlich war es, dass die Regierung den Verkehrssektor von der Pflicht ausgenommen hat, fossile Emissionen relevant zu verringern, schließlich ist es dort besonders schwierig, außerdem steht die FDP halt für das Auto und an der Fünfprozenthürde. Dass deshalb das Klimaschutzgesetz ein wenig, sagen wir, angepasst werden musste, versteht sich von selbst. Verständlich ist nicht minder, dass die Koalition nach einem geradezu epischen Abwehrkampf das Gebäudeenergiegesetz stark abgeschwächt hat, der Heizungshammer wurde zur Schwimmnudel. In Summe bedeutet das: Die Bundesregierung hat sich in diesem Sommer von ihren Klimazielen verabschiedet. Der Weg in die Hölle ist gepflastert mit guten Absichten – der Weg in die Klimahölle mit verständlichen Entscheidungen.
      […]
      Physik und Politik gehen 2023 getrennte Wege. Aber warum? Darauf gibt es eine Reihe von Antworten, Inflation, Krieg oder Migration. Allerdings gibt es solche Antworten in diesen Zeiten immer, weniger als drei Krisen zeitgleich, das kommt nicht mehr vor. Ein anderer Grund: Die westlichen Regierungen haben alle dasselbe Versprechen abgegeben, dass Klimaschutz möglich sei ohne größere Friktionen für die Menschen, alles nur win, win, win. Und als es ernst wurde, als erstmals mit Zahlen und Daten bei Autos und Heizungen die Wende greifbar wurde, stellte sich heraus: Das stimmte gar nicht. Die Klimawende wird dem einen mehr und der anderen weniger abverlangen, aber allen etwas. Und nun sagen viele Leute, auch das verständlicherweise: So haben wir nicht gewettet. Prompt zieht sich die Politik zurück, in einen Raum ohne Physik. Möge ihr ein Apfel auf den Kopf fallen.

      https://www.zeit.de/2023/41/klimapolitik-wohnungsbaugipfel-bundesregierung-beschluesse-klimakrise

      Hier verwechselt er politisierte Wissenschaft mit Physik, und daß er zu denjenigen gehört, denen nicht nur die Klimawende weniger abverlangt als den meisten, rundet das Bild nur ab. Klimawandel-Ängste muß man sich leisten können.
      Der ÖRR hat ebenfalls schwere Klimaschutz-Schlagseite, weshalb er die Seinen schützt, gern mittels „Faktencheck“, ein Instrument für Rechthaber, die den politischen Gegner in die Desinformationsecke drängen wollen: hier Luisa Neubauer gegen Markus Blume (CSU):

      Auch das ist eine weltweite Methode: widerlege etwas, das der politische Gegner nie gesagt hat.

      Der letzten Fassung ist freilich das Bemühen anzusehen, einen kausalen Zusammenhang zwischen den Stromimporten und der AKW-Abschaltung zu minimieren:

      Faktencheck zu „maischberger“
      Sendung vom 20.09.2023
      Faktencheck

      Die Gäste (v.l.n.r.): Luisa Neubauer, Mariam Lau, Tilo Jung, Hubertus Meyer-Burckhardt, Markus Blume | Bild: WDR / Andre Kowalski
      […]
      Und das schauen wir uns an:
      Kommt Deutschland nur mit französischem Atomstrom über den Winter? Importieren wir Atomstrom?
      Der Faktencheck vom 20.09.2023 wurde überarbeitet, da er an einigen Passagen nicht korrekt war. Auch der ursprüngliche Titel „Ist Deutschland abhängig von französischem Atomstrom?“ wurde geändert, um die im Fließtext überprüften Behauptungen konkreter zu fassen. Wir bitten um Entschuldigung.

      Änderung 1: 22.9.2023/ca. 14.00 Uhr – Titel

      Änderung 2: 22.9.2023/17.33 Uhr – Überarbeitung des Textes und Korrektur zum Punkt „Stromimporte aus Frankreich“

      Änderung 3: 23.9.2023/19:58 Uhr – Überarbeitung des Textes und Korrektur zum Punkt „Stromexporte und Stromimporte“

      Kommt Deutschland nur mit französischem Atomstrom über den Winter? Importieren wir Atomstrom?
      Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft Markus Blume (CSU) und die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer (Sprecherin Fridays for Future und Mitglied bei B’90/Grüne) diskutieren in der Sendung u.a. über den deutschen Ausstieg aus der Atomenergie. Blume führt an, die Bundesrepublik sei seither auf Stromimporte aus dem Ausland angewiesen, insbesondere auf Atomstrom aus Frankreich, um über den Winter zu kommen. Neubauer widerspricht dieser Darstellung.

      Deutschland nach dem Atomausstieg: Sind wir abhängig von Stromimporten? | Video verfügbar bis 20.09.2024

      Blume: „Fakt ist: Mit dem Abschalten der Kernkraftwerke haben wir eine weitgehend CO2-neutrale Energieversorgung aus der Hand gegeben, und auf der anderen Seite massive Stromimporte, Kohlestrom aus Polen, Atomstrom aus Frankreich. Und wenn das die Herangehensweise ist, um wirklich Klimaschutz zu leisten, dann – muss ich sagen – hat diese Bundesregierung alles falsch gemacht.“

      (…)

      Neubauer: „Vielleicht müssen wir es einmal ganz kurz einordnen, zu der Atomkraft. Das wird jetzt hier wieder wie eine Nebelkerze in jede Klima-Diskussion reingeworfen. Ich mache Ihnen einen Vorschlag. Sie und viele andere, auch die FDP, Sie haben uns monatelang hier die Hölle heiß gemacht, was passiert alles, wenn die Atomkraft abgeschaltet wird in Deutschland? Ob man das jetzt gut findet oder nicht, da waren die Horrorszenarien hingemalt. Sie sind jetzt abgeschaltet. Was ist passiert? Gar nichts. Da sind nicht die Lampen ausgegangen, die Industrie –“

      Blume: „Wir importieren Strom aus dem Ausland.“

      Neubauer: „Wir sind Netto-Exporteur. Das ist wirklich Fake-News, was Sie hier verbreiten. Wir sind Netto-Stromexporteur. Die Industrie läuft weiter. Wir haben keine deutschlandweiten Knappheiten. Es ist nicht eingetreten, wovor Sie uns alle gewarnt haben. Und völlig unabhängig, wie man das jetzt findet mit der Atomkraft – wir kommen zurecht, wir können mit Erneuerbaren sehr, sehr gut weiter den Energiebedarf, den Strombedarf organisieren. Es muss einen weiteren Ausbau geben. Aber wie wär’s, Sie nutzen die freigewordene Zeit und Energie jetzt für andere politische Projekte, weil die Sache ist gelaufen. So. Das ist vorbei und ist vielleicht tragisch, da muss man so ein bisschen melancholisch Tschüs sagen. Aber wäre das nicht vielleicht ein Weg, damit umzugehen?“

      Maischberger: „Naja, Markus Söder sagt, er würde die Kernkraft wieder anschalten wollen.“

      Blume: „Also, für die Tatsache, dass wir aus ideologischen Gründen in einer völlig veränderten Zeit vier Gigawatt – und zwar gesicherte Leistung – in Deutschland vom Netz nehmen, und die Bundesnetzagentur festgestellt hat, Deutschland wird über den nächsten Winter kommen, was den Strom angeht, aber nur dank des französischen Atomstroms und des –“

      Neubauer: „Wir importieren keinen französischen Atomstrom. Das stimmt einfach nicht.“

      Blume: „Bitte, Frau Neubauer. Und den Kohlestrom aus Polen und aus anderen Ländern. So war nicht gewettet. Und da muss ich sagen, da ist für den Klimaschutz unterm Strich überhaupt nichts gewonnen.“

      Stimmt das? Kommt Deutschland nur mit französischem Atomstrom über den Winter? Importieren wir Atomstrom?

      Die in Deutschland am Stromnetz befindlichen Kraftwerke verfügen laut Bundesnetzagentur über eine Leistung von insgesamt rund 234 Gigawatt (Stand: 19.7.2023). Zieht man die Leistung aus Wind- und Sonnenenergie ab, bleiben immer noch knapp 100 Gigawatt, die auch bei Dunkelheit und Flaute zur Verfügung stehen. Laut Daten des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) lag der höchste gemessene Strombedarf der vergangen acht Jahre in Deutschland bei 81,3 Gigawatt. Das war am 30. November 2021. In der Regel liegt die Tagesspitze bei etwa 70 Gigawatt. Nach dieser Datengrundlage wäre die Energie allein aus den in Deutschland vorhandenen Kraftwerken ausreichend, um den Bedarf zu decken.

      Stromimporte ab dem zweiten Quartal gestiegen

      Dass Deutschland seit dem endgültigen Atomausstieg am 15. April 2023 mehr Strom aus dem Ausland importiert hat, stimmt trotzdem. Tatsächlich ist der Stromimport nach Abschalten der letzten Atommeiler signifikant angestiegen. Das geht aus aktuellen Zahlen des Fraunhofer ISE hervor. Demnach wurden im zweiten Quartal 2023 rund 8,1 Terawattstunden mehr Strom ein- als ausgeführt. Vor der Abschaltung der letzten drei Atommeiler überstiegen die Exporte noch die Importe. Im ersten Quartal 2023 betrug der Export-Überschuss rund 8,7 Terawattstunden. Doch seit dem Monat April, in dem der Atomausstieg final vollzogen wurde, hat Deutschland in jedem Monat durchweg mehr Strom ein- als ausgeführt. Die Gesamtbilanz des laufenden Jahres zeigt, dass die Stromimporte die Exporte zwischen dem 1.1.2023 und dem 23.9.2023 um etwa 11,8 Terawattstunden überstiegen. Die Aussage von Luisa Neubauer in unserer Sendung vom 20.9.23 „Wir sind Netto-Stromexporteur“ ist also nicht korrekt. Deutschland importiert nicht nur seit April 2023 mehr Strom als es exportiert, sondern weist nun darüber hinaus auch von Januar bis September insgesamt für das Jahr 2023 einen Importüberschuss aus. Und das, nachdem Deutschland über Jahre – in der Tat bis 2022 – stabil einen Exportüberschuss aufweisen konnte. Es sind also keine „Fake News“, sondern statistisch belegt, dass Deutschland derzeit mehr Strom importiert als exportiert.

      Dass im Sommer die Stromimporte überwiegen, ist aber nicht grundsätzlich eine Besonderheit dieses Jahres und nicht allein auf das Schließen der letzten Atommeiler im April zurückzuführen. Auch in den Jahren 2010, 2011, 2014, 2019, 2020 und 2021 gab es in den Sommermonaten einen Stromimport-Überschuss – allerdings in einem deutlich geringeren Umfang. Während der Importüberschuss z.B. in den Monaten Juni, Juli und August 2021 insgesamt 2 Terawattstunden betrug, waren es im gleichen Zeitraum 2023 etwa 13,4 Terawattstunden, also mehr als das 6-fache.

      Importe seit Atomausstieg oft günstiger als Eigenproduktion

      Die gestiegenen Importe bedeuten aber nicht, dass Deutschland abhängig ist von im Ausland produziertem Strom. Denn Deutschland ist Teil des staatenübergreifenden europäischen Strommarkts, in dem die Staaten ihren Strom nach Möglichkeit immer vom preisgünstigsten Erzeuger beziehen können. Strom wird also in der Regel nicht wegen eines zu hohen Bedarfs importiert, sondern weil die Einfuhr günstiger ist als die Eigenproduktion. Weil Wind- und Solarparks weder teuren Brennstoff noch CO2-Emissionsrechte kaufen müssen, haben sie grundsätzlich die niedrigsten Preise. Und aus diesem Umstand erklärt sich, warum die Importe unmittelbar nach dem Atomausstieg gestiegen sind: Denn am 15. April 2023 sind jene Kraftwerke vom Netz gegangen, die hinter den erneuerbaren Energien am zweitgünstigsten waren, nämlich die Atomkraftwerke. Wenn Wind und Sonne den Bedarf allein nicht decken, ist es seither oft günstiger, Strom aus dem Ausland zu importieren, wo auch noch Atomstrom produziert wird, als hierzulande die Gas- und Kohlekraftwerke hochzufahren.
      […]

      https://www.daserste.de/information/talk/maischberger/faktencheck/faktencheck-maischberger-388.html

      Auf derselben Linie bewegen sich Versuche des Wirtschaftsministeriums, die CO2-Ersparnis durch AKW zu verschweigen, um die Irrationalität der Abschaltung nicht eingestehen zu müssen:

      Erstellt von Franziska Kais – 27.09.2023, 08.24 Uhr
      Robert Habeck: Brisantes Papier aufgetaucht! Bürger bei AKW-Aus bewusst getäuscht?

      Wirbel um Robert Habeck und das Wirtschaftsministerium. Wurden die Bürger beim AKW-Aus getäuscht? In einem internen Papier soll eine Passage zur CO2-Einsparung durch den AKW-Weiterbetrieb bewusst gestrichen worden sein.
      […]
      Doch Monate nach dem AKW-Aus geraten Robert Habeck und sein Wirtschaftsministerium erneut in die Schlagzeilen. Der Grund: Ein brisantes internes AKW-Papier ist aufgetaucht. Darüber berichtet aktuell die „Bild“-Zeitung. Man wirft Habeck und seinen Mitarbeitern vor, Informationen zur CO-Einsparung bei einem AKW-Weiterbetrieb aus dem Papier gestrichen zu haben.
      Ins Rollen gebracht hatte das Ganze die Klage eines Redakteurs der Zeitschrift „Cicero“, der Einsicht in Unterlagen des Bundeswirtschaftsministeriums zum Weiterbetrieb von Kernkraftwerken verlangt hatte. Während das Wirtschaftsministerium laut „Cicero“ auf Zeit spielte und „alle Fristen verstreichen ließ“, um die Unterlagen zu übergeben, erhielt das Magazin zumindest vom Umweltministerium, bei dem es ebenfalls eine Anfrage gestellt hatte, Antwort.

      Vorwürfe gegen Habecks Ministerium: Passage zur CO2-Einsparung durch AKW-Weiterbetrieb gestrichen

      Das Ministerium gab laut „Bild“ den Schriftverkehr mit dem Habeck-Ministerium preis. Laut „Bild“ sollen in diesen Unterlagen die Vorteile der Kernkraftwerke deutlich benannt worden sein. Habeck jedoch soll die Öffentlichkeit über diese nicht ausreichend informiert haben. Stattdessen soll unter anderem die Textpassage „Mit Blick auf die – in der Diskussion teilweise als Argument angeführte – CO₂-Reduktion dürften die etwa 30 Terawattstunden zusätzlicher Atomstrom pro Jahr ab 2024 etwa 25 bis 30 Mio. Tonnen CO₂-Reduktion im deutschen Strommix bewirken“ gestrichen worden sein.

      Jens Spahn empört – Bürger bei AKW-Aus bewusst getäuscht?
      Unions-Fraktions-Vize Jens Spahn zeigte sich erschüttert. Auf Twitter schrieb er: „Die Ampel hat die Bürger beim Kernkraft-Aus getäuscht. Nach der rein parteipolitisch motivierten Devise ‚Abschalten, koste es, was es wolle‘ waren Klimaschutz, Strompreise und Versorgungssicherheit egal“.

      Twitter-Klatsche für Jens Spahn nach dessen Empörung über brisantes AKW-Papier

      Viele Twitter-User hatten jedoch kein Verständnis für Jens Spahns Entrüstung. Sie wiesen den CDU-Politiker darauf hin, dass es Angela Merkel und die gesamte Union waren, die den Atomausstieg auf den Weg gebracht hatten.
      […]

      https://www.news.de/politik/857170836/robert-habeck-eklat-um-brisantes-papier-zum-akw-aus-jens-spahn-behauptet-ampel-regierung-hat-buerger-getaeuscht/1/

      Naja, 2011 ist nicht mit 2023 vergleichbar.

      Das ZDF bangt mit Finn, dem Klimakleber:

      Und beim Aufregerthema Nr.1, der Migration, wird die Wirklichkeit mit nichtrepräsentativen Bildern geschönt:

      Und natürlich führt die Zusammensetzung der Migranten auch zu einer höheren Kriminalitätsbelastung, denn männliche Jugendliche und junge Männer sind, unabhängig von der Herkunft, Hauptakteure bei der allgemeinen wie auch der Gewaltkriminalität. Fakten sollten nicht ausgeblendet werden, nur weil sie unangenehm sind:

      Bei diesem Schwimmbad-Ereignis hat die Polizei allerdings nichts verschwiegen:

      18.09.2023 – 14:06
      Polizei Köln
      POL-K: 230918-3-K 13-Jährige im Agrippabad sexuell missbraucht/Zeugensuche
      Köln (ots)
      Am Sonntag (17. September) sollen acht junge Männer im Alter von 16 bis 26 Jahren eine 13-Jährige im Agrippabad bedrängt und im Außenbecken des Schwimmbads sexuell missbraucht haben. Dem Mädchen gelang es, sich zu befreien und den Bademeister zu informieren. Nach dessen Notruf stellten insgesamt sieben Streifenbesatzungen die Tatverdächtigen am Ausgang des Schwimmbads und ermittelten einen Zeugen, der den Vorfall beobachtet hatte.
      Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die jungen Männer (3×16, 3×21, 22, 26 Jahre) die 13-Jährige gegen 18.20 Uhr im Außenbecken des Schwimmbads umringt, bedrängt und hochgeworfen haben. Beim Untertauchen soll einer der Tatverdächtigen, ein 16-jähriger in Köln lebender Iraker, dem Mädchen in die Bikinihose gegriffen haben. Die weiteren Tatverdächtigen sind in Köln, im Rhein-Sieg-Kreis, im Rhein-Erft-Kreis, im Rheinisch-Bergischen Kreis und in Bonn gemeldet. Vier von ihnen haben die syrische und drei die türkische Staatsangehörigkeit.

      https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/12415/5605766

      Zu dem nachfolgenden gravierenden Vorgang hatte die Polizei in Berlin freilich nichts berichtet, und auf Nachfrage der Presse nur zögerlich. Das nützt nichts, selbst der Tagesspiegel berichtet breit vom Verfahren:

      Gruppenvergewaltigung im Berliner Görli: Die drei Angeklagten sind abgelehnte Asylbewerber
      Drei Monate nachdem mehrere Männer im Görlitzer Park mutmaßlich eine Frau vergewaltigt haben, wurde die Anklage erhoben. Die Asylanträge der Angeschuldigten wurden vor Jahren abgelehnt.
      Von Alexander Fröhlich
      21.09.2023, 07:32 Uhr

      Drei Monate nach der Gruppenvergewaltigung einer Frau im Görlitzer Park hat die Staatsanwaltschaft Anklage gegen drei Männer erhoben.
      Drei Männern, die als Drogendealer bei der Polizei aktenkundig sind, wird gemeinschaftliche Vergewaltigung, gefährliche Körperverletzung und schweren Raub vorgeworfen. Markant an dem Fall: Die Asylanträge aller drei Männer sind bereits vor Jahren abgelehnt worden.
      […]
      Sie sollen die beiden umstellt und die Frau angefasst haben. Auf den Ehemann sollen sie mit Stöcken und Fäusten eingeschlagen haben. Die Frau soll geschlagen, auf die Knie, zum Oralverkehr gezwungen und schließlich vergewaltigt worden sein. Sie konnte später fliehen.
      Der mutmaßliche Haupttäter Osman B. stammt aus Somalia. Eine bei der Untersuchung gefundene Spermaspur soll ihn überführen. Der 21-Jährige ohne festen Wohnsitz hat zehn Alias-Identitäten. Seit sieben Jahren ist er in Deutschland, seine Aufenthaltsgestattung ist erloschen. Zwei Verfahren wegen Körperverletzung wurden in Sachsen-Anhalt nach dem Jugendstrafrecht eingestellt.

      Die zwei Mittäter stammen aus Guinea. Sie sollen durch Spermaspuren an der Kleidung des Opfers überführt werden. Der 22-Jährige Boubarcar B. verfügt über vier Alias-Identitäten, ist obdachlos und seit sechseinhalb Jahren in Deutschland. Sein Asylantrag wurde abgelehnt, er hat keine Aufenthaltsgestattung. Vor drei Jahren wurde er wegen Drogenhandels zu einer Jugendstrafe von einem Jahr verurteilt, erst auf Bewährung, doch die wurde widerrufen. 2021 kam das zweite Urteil zu einem Jahr und zwei Monaten.

      Mountaga D., ebenfalls 22 Jahre alt, kam 2017 nach Deutschland. Sein Asylantrag wurde zwar abgelehnt, er hat aber eine Duldung. Er ist in einer Einrichtung für betreutes Wohnen gemeldet. Im Strafregister stehen Körperverletzung, unerlaubten Besitz von Drogen und Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz – die Verfahren wurden eingestellt.
      […]

      https://www.tagesspiegel.de/berlin/gruppenvergewaltigung-im-berliner-gorli-die-drei-angeklagten-sind-abgelehnte-asylbewerber-10502212.html

      Die Einzelfälle häufen sich:

      Im Tagesspiegel las ich heute, daß die Schußwaffen- und Sprengstoffattentate im Rahmen von Auseinandersetzungen zwischen zwei kurdischen Drogendealer-Gangs begangen werden. Diese heuern mittlerweile für weniger als 10.000 Euro strafunmündige Kinder zwecks Begehung von Rachemorden an, wobei oft Unbeteiligte zum Opfer werden.

      • Unabhängig von der nicht mitgeteilten Herkunft von Tätern: unbestritten ist, daß der Görlitzer Park in Berlin neben der Drogendealerei von Schwarzafrikanern ein Kriminalitäts-Hotspot der Gewaltkriminalität ist:

        Görlitzer Park
        Wieder Überfall auf Ehepaar – ausgeraubt und verletzt
        Der Räuber fasst der Frau zwischen die Beine und schlägt dann den Mann bewusstlos, danach raubt er das Paar aus. Wieder wird der Görlitzer Park Schauplatz einer scheußlichen Attacke.
        dpa/BLZ

        23.09.2023 | 13:41 Uhr

        Der Mann und seine 45-jährige Frau waren am späten Freitagabend im Görlitzer Park in Richtung Ausgang Wiener Straße unterwegs. Ein unbekannter Mann soll der Frau zunächst zwischen die Beine gefasst haben – daraufhin ließ diese ihre Handtasche fallen, schrie den Mann an und flüchtete auf die Straße. In dieser Zeit soll der Ehemann von dem Räuber mehrere Faustschläge ins Gesicht bekommen haben und zu Boden gegangen sein. Er verlor er dabei nach Polizeiangaben kurzzeitig das Bewusstsein.

        Görlitzer Park: Frau im Juni von Männern vergewaltigt

        Als der Mann wieder zu sich kam, waren sowohl sein Geldbeutel als auch die Handtasche der 45-Jährigen weg. Der 46-Jährige klagte laut Polizei über Schmerzen am Kopf, Schwindel sowie Übelkeit. Rettungskräfte behandelten ihn vor Ort. Seine Frau blieb unverletzt. Der Räuber flüchtete und blieb unerkannt.
        […]

        https://www.berliner-zeitung.de/news/goerlitzer-park-ueberfall-auf-ehepaar-ausgeraubt-und-verletzt-li.434454

        Unbestritten? Die SZ bestreitet:

        Im Sommer soll im Görlitzer Park eine Frau vergewaltigt worden sein, am Wochenende wurde wieder ein Überfall gemeldet.
        Der Park gilt als der gefährlichste in Berlin. Aber stimmt das wirklich? Ein Blick in die Zahlen – und auf die Grünflächen.
        Diskussion um den Görlitzer Park
        Sieht so ein „Angstraum“ aus?
        Von Tobias Bug, Carim Soliman und Friedrich Bungert (Fotos)

        26. September 2023 – 9 Min. Lesezeit

        https://www.sueddeutsche.de/projekte/artikel/panorama/berlin-goerlitzer-park-goerli-vergewaltigung-ueberfall-kriminalitaet-statistik-e747659/

        Man faßt es nicht: in München gäbe es keinen „Görli“, das ist mal sicher. Was also reitet die SZ? Daß in Berlin nun die CDU regiert, die Abhilfe schaffen will? Daß ihre anti-Aiwanger-Kampagne gescheitert ist? Die Realität kümmert sich nicht um das Geschwätz der Süddeutschen:

        Görlitzer Park
        Erneut schwerer Überfall in Berlins Problem-Park
        von Sarah Dapena Fernandez 27.09.2023 – 10:25 Uhr

        Seit Monaten spricht man über den Görlitzer Park in Berlin-Kreuzberg. Nun sorgen zwei Ereignisse an einem Tag erneut für Aufsehen!
        Seit Monaten kommt der Görlitzer Park in Berlin Friedrichshain-Kreuzberg nicht aus den Schlagzeilen. Besonders seit der Vergewaltigung einer jungen Frau durch mehrere Männer spricht man hier von einem echten Brennpunkt der Stadt. Zwar ist der Park seit Jahren für seinen Drogenhandel bekannt, die Zunahme an Gewalttaten ließ in letzter Zeit jedoch alle Alarmglocken angehen. Sowohl bei den Berlinern, als auch bei den zuständigen Politikern.
        Erst vor ein paar Tagen kam es im Park zu einem sexuellen Übergriff, mit gefährlicher Körperverletzung und Diebstahl auf ein Ehepaar. Zwar stehen die Pläne des Senats für mehr Sicherheit im Park bereits fest. Umgesetzt wurden sie jedoch bislang nicht. Und so kam es am Dienstagabend erneut zu einem gewalttätigen Vorfall im Görlitzer Park.

        Görlitzer Park: Staatsanwaltschaft erhebt Anklage

        Zuerst erhob die Staatsanwaltschaft Berlin am Dienstag Anklage gegen die drei Männer, die verdächtigt werden, im Juni eine 27-Jährige überfallen und vergewaltigt zu haben. Dann riefen am selben Tag, gegen 20.15 Uhr, ein 32-Jähriger und sein 52-jähriger Vater die Berliner Polizei zu einem Eingang des Görlitzer Parks. Sie gaben an, auf einer Wiese des Parks gesessen zu haben, als zwei junge Männer auf sie zukamen und nach einer Zigarette fragten.
        Als Vater und Sohn antworteten, keine Zigaretten zu haben, soll einer der beiden Männer ein Messer gezogen und Geld gefordert haben. Daraufhin soll der unbekannte Mann den Vater mit dem Messer am Schienbein verletzt und versucht haben, auf seinen Kopf einzustechen. Dem konnte der 52-Jährige ausweichen, stürzte dabei jedoch zu Boden.

        https://www.berlin-live.de/berlin/aktuelles/berlin-goerli-goerlitzer-park-gewalt-vater-sohn-ueberfall-anklage-vergewaltigung-id45487.html

        Zurück zum Migrationsdruck, der alle Realitäts-Verweigerung à la Biden, es gebe keine Grenzkrise, in den Orkus befördert:

        Korean War veteran, Frank Tammaro, 95, kicked out of his New York nursing home at short notice so it could be turned into housing for undocumented migrants overwhelming the city
        • More than 200 beds at the Staten Island nursing home were turned over to migrants arriving in New York City
        • Elderly residents were left scrambling to find new homes after being given six weeks notice to get out
        • Three thousand migrants are now being housed at the Roosevelt Hotel
        By Dominic Yeatman For Dailymail.Com
        Published: 15:11 BST, 27 September 2023 | Updated: 15:11 BST, 27 September 2023

        A Korean War veteran feared he would be left ‘on the curb’ after he was ordered out of his Staten Island nursing home to make way for the migrants overwhelming New York City.
        Frank Tammaro, 95, was given six weeks to get out of the Island Shores Senior Residence when it was sold to city authorities last month.
        Ten people were arrested amid furious protests when the first migrants were bussed to the facility last week after the last of the elderly residents were thrown out.
        […]

        https://www.dailymail.co.uk/news/article-12566397/Korean-veteran-migrants-evicted-staten.html

        In NYC findet jetzt nach Ausschöpfung aller Möglichkeiten ein veritabler Verdrängungswettbewerb zwischen den alteingesessenen Obdachlosen und den obdachlosen Neuankömmlingen statt:

        SEND EM UP STATE! Adams Couldn’t Move Migrants So He’s Shipping Out the Homeless Instead
        posted by Hannity Staff – 9.27.23

        That’s the plan?
        After failing to move migrants out of New York City and into its surrounding counties, Big Apple Mayor Eric Adams is now attempting to solve the city’s homeless problem by running the same play.
        From The New York Post:

        „The new plan rolled out by the city Tuesday will allow — for the first time — CityFHEPS housing-assistance vouchers to be used outside of the five boroughs where rents are cheaper and more living spaces are available.
        The move comes after months of pleading by New York City Mayor Eric Adams for the rest of the state to take on some of the tens of thousands of migrants who have flooded into the city, leaving its shelter system in chaos.
        He has even tried to get Gov. Kathy Hochul to force the issue, to no avail.

        New York City currently has a record number of people in its shelter system with more than 113,000 in the city’s care, nearly 60,000 of whom are asylum seekers, while it also deals with a longstanding housing crisis.“
        https://nypost.com/2023/09/26/nyc-paves-way-for-homeless-to-move-upstate-after-some-towns-refused-to-take-migrants/

        “We hope our partners across the state will greet these longtime New Yorkers with open arms and good job opportunities,” Adams said in a statement.
        “These reforms will give longtime New Yorkers the ability to move out of our city’s shelter system to other parts of the state with more affordable housing options, while simultaneously opening up space in our city’s shelter system for the approximately 10,000 migrants who continue to arrive in the city seeking shelter month after month,” Adams added.

        https://hannity.com/media-room/send-em-up-state-adams-couldnt-move-migrants-so-hes-shipping-out-the-homeless-instead/

        In den kalifornischen Großstädten, alle unter Democrats-Regierungen, sieht es noch viel schlimmer aus. Aber die waren ja schon vor dem Ansturm illegaler Immigranten dysfunktional: dagegen sind Schwedens von Gewalt erschütterte Großstadt-Vorstädte ein Ponyhof.
        Fun Fact: alle diese US-Millionen-Metropolen ernannten sich unter Trump zu „Sanctuary Cities“, in denen illegale Immigranten vor den Bundesbehörden geschützt und mit US-Führerscheinen versorgt wurden, damit sie trotz fehlendem US-Bürgerstatus an den Wahlen teilnehmen konnten…

        Langsam brach sich auch bei uns die Realität Bahn, auch ohne daß unsere Großstädte schon so verkommen wären wie die in den USA (lange vor der Migrationskrise):

        Die Wahlkämpferin Faeser lavierte:

        Habeck auch:

        Streit über Migration
        Habeck offen für »moralisch schwierige Entscheidungen« in der Asylpolitik

        Die Zahl der Asylbewerber steigt und die Union setzt die Bundesregierung unter Druck. Jetzt bereitet Vizekanzler Robert Habeck seine Grünen auf einen schärferen Kurs in der Migrationspolitik vor. Sein Appell: »die Wirklichkeit annehmen«.
        23.09.2023, 10.51 Uhr

        Besonders bei den Grünen tun sich viele mit Verschärfungen des Migrationsrechts schwer. Doch Vizekanzler und Wirtschaftsminister Robert Habeck hat nun betont, dass seine Partei zu pragmatischen Lösungen bereit sei, um den Zuzug bereits an den EU-Außengrenzen zu senken.
        Bei einer Konferenz mit Bürgermeistern und Landräten sei ihm von Überlastung und Überforderung berichtet worden, sagte der Grünenpolitiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. »Sie sagen, dass sie an vielen Stellen nicht mehr wissen, wie sie die Probleme lösen sollen.« Da herrsche »eine gewisse Dramatik«, sagte er demnach – und zeigte sich offen, dagegen vorzugehen. »Wenn wir nicht wollen, dass der Rechtspopulismus dieses Thema ausbeutet, dann sind alle demokratischen Parteien verpflichtet, bei der Suche nach Lösungen zu helfen.«
        […]

        https://www.spiegel.de/politik/deutschland/asyl-politik-robert-habeck-offen-fuer-moralisch-schwierige-entscheidungen-a-9b6ad14d-626a-4e61-a457-7d92921dd81a

        Die „Wirklichkeit annehmen“ fällt Ideologen allerdings schwer, die Gauck – den ich generell auch nicht leiden kann – für einen AfD-Apologeten halten:

        Zumal bei uns Emotion waltet:

        Vermutlich hat sie den Artikel nicht einmal gelesen. Unter den SPIEGEL-Lesern herrscht die lange gezüchtete Emotion ebenfalls vor:

        Briefe
        Migration, Iran und die Grünen als Hassobjekt – das waren die Themen, zu denen wir in der vergangenen Woche die meisten Zuschriften erhalten haben.
        29.09.2023, 15.37 Uhr • aus DER SPIEGEL 40/2023

        […]

        • Ich bin entsetzt, dass Sie jegliches Feingefühl bezüglich Bildsprache in der aktuellen Titelstory vermissen lassen. Das Bild bedient entmenschlichende Narrative. Unwürdig!
        Anja Sommer, Rostock

        • Ich bin sehr beunruhigt, dass Sie ein Titelbild gewählt haben, das rassistische Ressentiments nicht nur verstärkt, sondern sogar schürt. In einer Zeit, in der unsere Gesellschaft gespaltener denn je scheint, sollten wir alles daransetzen, diese Gräben nicht noch zu vertiefen. Das Titelmotiv zeigt ein Bild, das es so nicht gibt. Das ist für mich nicht nur unsachlich, sondern geradezu hetzerisch. Es schürt nicht nur Ressentiments bei denen, die sie ohnehin schon haben, vor allem trägt es zu einer allgemeinen Verschiebung bei, deren Gefahr gerade durch die Studie der Friedrich-Ebert-Stiftung sehr deutlich geworden ist. Das ist unverantwortlich und sehr gefährlich. Hinzu kommt, dass das Bild wie ein Zitat wirkt, das wir mit unserer nationalsozialistischen Vergangenheit aus meiner Sicht einfach nicht wählen dürfen. Als Journalisten und Medienvertreter tragen Sie eine große Verantwortung. Ich hoffe, dass Sie in Zukunft sensibler mit solchen Themen umgehen und sich bewusst gegen solche Strategien entscheiden.
        Lena Altendorf, Hamburg

        • Kompliment für eine gut gemachte Titelgeschichte. Über die Reaktionen im Internet auf das Titelbild bin ich entsetzt. Es ist eine Unverschämtheit, die Journalistinnen und Journalisten als Rechtsradikale zu diffamieren. Eine sachliche Debatte gerade beim Thema Asyl muss doch möglich sein. Natürlich sollte man Menschen, die Schutz benötigen, Asyl geben, aber gleichzeitig muss man auch über die Probleme reden können – Unterbringung von Migranten, Scheitern der Abschiebungen von abgelehnten Asylbewerbern. Das Titelbild stellt keine Panikmache von Verschwörungstheoretikern und Rechten dar, sondern zeigt die Realität. Deutschland kann dieses Problem nicht im Alleingang lösen, sondern nur gemeinsam mit den Partnern in der EU.
        Philipp Gössel, Kassel
        […]
        • Das Cover zeigt Geflüchtete als gesichtslose, entmenschlichte Masse und schürt damit Ängste und Hass – das hilft nur rechtsextremen Populisten. In sozialen Medien ist mehrfach auf die Ähnlichkeit zwischen dem SPIEGEL-Cover und einer antisemitischen Postkarte aus dem Jahr 1901 verwiesen worden. Ich will der Redaktion nicht unterstellen, dass sie sich bewusst daran orientiert hat. Allerdings sollte Ihnen als Journalist:innen auffallen, in welchem Fahrwasser Sie sich mit dieser Bildsprache bewegen. Außerdem: Das Cover zeigt fast ausschließlich Schwarze Geflüchtete. Dabei waren die mit Abstand meisten Menschen, die in den letzten Jahren in Deutschland Schutz gesucht haben, weiß und aus der Ukraine. Warum diese Entscheidung? Gewaltvolle Angriffe auf Geflüchtetenunterkünfte steigen [was übrigens fake news ist], und die Rechtsradikalen legen in Umfragen zu – das ist auch für uns als Filmemacher und Journalistinnen gefährlich. Deshalb bin ich fassungslos angesichts des rassistischen Covers.
        Jascha Hannover, Köln

        Der Artikel selbst ist pragmatisch, was ja schon einmal erfreulich ist, und von einem nichtrepräsentativen Foto aus Lampedusa begleitet, das zwei Schwarzafrikanerinnen mit Baby auf dem Rücken neben zwei schwarzafrikanischen Männern zeigt. Auch das wurde kritisiert:

        • Der SPIEGEL präsentiert in seiner Titelstory, stellvertretend für Tausende Lampedusa-Flüchtlinge, ein Foto von zwei jungen Müttern mit ihren Kleinkindern. »Bild« berichtete von 90 Prozent jungen Männern. Wenn man damit Emotionen und Meinungen transportieren will, könnte das nach hinten losgehen und das schon angeschlagene Vertrauen in die Medien weiter reduzieren. Die AfD wird’s freuen.
        Rüdiger Lüttge, Gielsdorf (Brandenb.)
        […]

        https://www.spiegel.de/community/briefe-a-c25d3dac-8dce-4ef2-804d-3b79596af5dc

        Extremer Widerstand aus der Professor-Ecke, ein Historiker mit colonial studies-Aktivismus und zudem von Klima-Aktivismus bewegt:

        Es gibt keine „Klima-Flüchtlinge“, die nach Europa streben. Es gibt allenfalls arme Bauern, die wegen Mißernten innerhalb ihres Landes woanders hinziehen. Die Knete, Schleuser zu bezahlen, haben sie nicht.

        Solche Leute lehren an Universitäten… Werden da tatsächtlich Wirtschaftsflüchtlinge mit vom Holocaust bedrohten Juden gleichgesetzt?

        Zimmerer hat wohl auch die Einschränkung des Asylrechts von 1993 übersehen:

        Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
        Art 16a

        (1) Politisch Verfolgte genießen Asylrecht.

        (2) Auf Absatz 1 kann sich nicht berufen, wer aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Gemeinschaften oder aus einem anderen Drittstaat einreist, in dem die Anwendung des Abkommens über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten sichergestellt ist. Die Staaten außerhalb der Europäischen Gemeinschaften, auf die die Voraussetzungen des Satzes 1 zutreffen, werden durch Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, bestimmt. In den Fällen des Satzes 1 können aufenthaltsbeendende Maßnahmen unabhängig von einem hiergegen eingelegten Rechtsbehelf vollzogen werden.

        (3) Durch Gesetz, das der Zustimmung des Bundesrates bedarf, können Staaten bestimmt werden, bei denen auf Grund der Rechtslage, der Rechtsanwendung und der allgemeinen politischen Verhältnisse gewährleistet erscheint, daß dort weder politische Verfolgung noch unmenschliche oder erniedrigende Bestrafung oder Behandlung stattfindet. Es wird vermutet, daß ein Ausländer aus einem solchen Staat nicht verfolgt wird, solange er nicht Tatsachen vorträgt, die die Annahme begründen, daß er entgegen dieser Vermutung politisch verfolgt wird.

        (4) Die Vollziehung aufenthaltsbeendender Maßnahmen wird in den Fällen des Absatzes 3 und in anderen Fällen, die offensichtlich unbegründet sind oder als offensichtlich unbegründet gelten, durch das Gericht nur ausgesetzt, wenn ernstliche Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Maßnahme bestehen; der Prüfungsumfang kann eingeschränkt werden und verspätetes Vorbringen unberücksichtigt bleiben. Das Nähere ist durch Gesetz zu bestimmen.

        (5) Die Absätze 1 bis 4 stehen völkerrechtlichen Verträgen von Mitgliedstaaten der Europäischen Gemeinschaften untereinander und mit dritten Staaten nicht entgegen, die unter Beachtung der Verpflichtungen aus dem Abkommen über die Rechtsstellung der Flüchtlinge und der Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten, deren Anwendung in den Vertragsstaaten sichergestellt sein muß, Zuständigkeitsregelungen für die Prüfung von Asylbegehren einschließlich der gegenseitigen Anerkennung von Asylentscheidungen treffen.
        Fußnote
        Art. 16a: Eingef. durch Art. 1 Nr. 2 G v. 28.6.1993 I 1002 mWv 30.6.1993; mit Art. 79 Abs. 3 GG (100-1) vereinbar gem. BVerfGE v. 14.5.1996 I 952 (2 BvR 1938/93, 2 BvR 2315/93)

        https://www.gesetze-im-internet.de/gg/art_16a.html

        „Faktencheck“ à la WDR durch die einfühlsame Flüchtlings-Begleiterin Isabel Schayani:

        Hinzu kommen Personen, die im Rahmen des Familiennachzugs oder von Bundesaufnahmeprogrammen einreisen, sowie Illegale.

        Es kam, wie es kommen mußte:

        Asylreform der EU
        Ein „Refugees welcome“-Plakat kostet nichts
        Das Machtwort des Kanzlers im Asylstreit war wichtig. Wird es die Probleme der Migration lösen? Nein. Aber immerhin bewegt sich Europa jetzt in die richtige Richtung.
        Ein Kommentar von Alan Posener
        27. September 2023, 21:35 Uhr

        Der Kanzler hat ein Machtwort gesprochen. Deutschland wird seine Blockade der EU-Asylreform aufgeben. Gut so. Die Grünen werden wieder einmal aus europa-, staats- und koalitionspolitischer Verantwortung eine Kröte schlucken. Richtig so. Werden Union und AfD es ihnen honorieren? Nein. Dazu geben sie für den Kulturkampf gegen alles, was den deutschen Spießer ärgert, vom Gendern bis hin zum Lastenrad, ein zu gutes Ziel ab. Werden die Wähler darauf hereinfallen? Man wird sehen. Wird die neue Asylregelung das Problem der Migration lösen? Nein. Weil manche Probleme keine Lösung, sondern nur eine Geschichte haben. Aber immerhin bewegt sich Europa in die richtige Richtung.

        Dass sich die EU bislang in die falsche Richtung bewegte, liegt nicht zuletzt an Deutschland. Vom sogenannten Asylkompromiss von 1993 über die verschiedenen Dubliner Abkommen haben deutsche Regierungen im Kern versucht, die Verantwortung für die Erstaufnahme von Flüchtlingen und die anschließenden Asylverfahren den europäischen Nachbarn, besonders den Mittelmeer-Anrainerstaaten, aufzubürden.

        Als das System 2015 unter dem Druck der syrischen Flüchtlingskrise kollabierte, drückte Angela Merkel im Europäischen Rat eine verbindliche Aufnahmequote für alle Mitgliedsländer durch – ein Vorgang, der die unwilligen osteuropäischen Länder nachhaltig verärgerte, den Brexiteers zugutekam und schließlich nur die Machtlosigkeit Europas demonstrierte, da sich die Osteuropäer weigerten, den Beschluss umzusetzen.

        Und niemand profitiert mehr als Deutschland vom Paradigmenwechsel, den die neuen EU-Asylregelungen einleiten sollen – darunter der bessere Schutz der europäischen Außengrenze, die Vereinfachung der Asylverfahren, die Möglichkeit, diese Verfahren auch außerhalb der EU abzuwickeln, beschleunigte Rückführung abgelehnter Asylbewerber. Hinzu kommt eine Arbeitsteilung innerhalb der EU, die es Ländern wie Polen oder Ungarn erlaubt, zwischen der Aufnahme von außereuropäischen Geflüchteten oder anderen Formen der Unterstützung – etwa einem stärkeren Beitrag für die europäische Grenzschutzagentur Frontex – zu wählen.
        […]

        https://www.zeit.de/politik/deutschland/2023-09/olaf-scholz-asyl-verordnung-eu-machtwort-gruene

        Bei der ZEIT zieht generell Pragmatismus ein, was illegale Migration angeht:

        Migrationspolitik
        Gar nicht machtlos
        Oft wird so getan, als sei nicht zu steuern, wie viele Menschen ins Land kommen. Dabei muss man es nur wollen.
        Ein Kommentar von Mariam Lau
        Aktualisiert am 28. September 2023, 5:48 Uhr

        In der Migrationspolitik hat sich mittlerweile ein ganzes Bällebad wohliger Floskeln angesammelt, in dem sich ausruhen kann, wer letztlich gar nichts tun will. „Menschlichkeit kennt keine Obergrenze“ gehört ebenso dazu wie „Kein Mensch ist illegal“ oder „Wir brauchen eine europäische Lösung“ (von der jeder weiß, dass es sie nicht geben wird). Der „Deutschland-Pakt“, den Olaf Scholz kürzlich einem nicht näher bestimmten Adressaten anbot und in dem Migration eines von mehreren Reformvorhaben war, droht ebenfalls in diesem Bällebad zu versinken.

        Damit das nicht geschieht, hat die CDU dem SPD-Bundeskanzler nun ihrerseits einen „Migrationspakt“ mit zwölf konkreten Punkten angeboten: von der Aushandlung wirksamer Migrationsabkommen bis zur Annäherung der Standards von Sozialleistungen für Flüchtlinge an den europäischen Durchschnitt. Nicht alle sind praktikabel – aber einige würden schnell einen Unterschied machen.
        […]
        Man kann nur hoffen, dass der Bundesregierung trotzdem bewusst ist, was auf dem Spiel steht. Unkontrollierte Migration ist eine Demokratiegefährdung erster Ordnung. Wenn eine 14.000-Seelen-Gemeinde wie das nordrhein-westfälische Niederzier im Jahr 6,1 Millionen Euro für Flüchtlingsunterbringung ausgibt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis seine Bewohner das Vertrauen in den Staat verlieren. Nicht nur dort ist es mit Händen zu greifen: Man kann entweder faktisch offene Grenzen haben oder einen großzügigen Sozialstaat. Beides geht auf Dauer nicht.
        […]
        Heute hat sich das progressive Lager bei vielen Themen auf Resignation verlegt: Migration, Drogen, Gewalt im öffentlichen Raum – viele Linke zucken nur mit den Schultern. Kann man nichts machen. Verblüffenderweise gilt das für die Erderwärmung nicht. Polemisch gefragt: Von Deutschland aus kann man das Weltklima herunterkühlen – aber bei der Frage, wie viele Menschen ins Land kommen, sind wir machtlos?

        Dabei gibt es Dinge, die man schnell tun kann und die sich nach wie vor auf eine satte Mehrheit in diesem weltoffenen Land stützen könnten. Da sind, erstens, Migrationsabkommen, die – anders als das sträflich unterkonzipierte mit Tunesien – klare Vereinbarungen zu Erwartungen, Zeiträumen und Gegenleistungen liefern. Sie müssen Chefsache sein; Olaf Scholz muss sich um sie bemühen und laut darüber sprechen, warum er es tut. Sie können, wie das EU-Türkei-Abkommen, innerhalb von Wochen stehen, die Zahl der Ankommenden drastisch senken – und auch die Zahl der Toten. Da ist, zweitens, die Ausgabe von Geldkarten oder Sachleistungen. Die Reduktion von Sozialleistungen dürfte schnell Wirkung zeigen, auch wenn viele gegen alle Evidenz noch immer bestreiten, dass sie ein Pull-Faktor sind. Jedes Bundesland kann darüber sofort entscheiden (auch ein von der Union regiertes).
        […]
        Etwas muss geschehen. Vielleicht gibt es einen Deutschland-Pakt, vielleicht etwas anderes. Aber wenn die demokratischen Kräfte es nicht richten, werden es andere tun.

        https://www.zeit.de/2023/41/migrationspolitik-ampelkoalition-deutschland-pakt-union-asyl

        Blöderweise ist die Jagdsaison auf Merz eröffnet:

        Daß er recht hat, interessiert nicht:

        Doppelmoral hoch 3: nun wird Merz, der recht hat, „hetzerische Spaltung der Gesellschaft“ vorgeworfen, und zwar von denselben Protagonisten, die Ungeimpfte seinerzeit völlig zu Unrecht hetzerisch ausgrenzten und die Gesellschaft spalteten:

        Emotion waltet und lenkt von Problemlösung ab:

        Zahnarzt-Aussage
        Merz bezeichnet Kritik an seinen Äußerungen als „Schnappatmung“
        Friedrich Merz weist Vorwürfe an seiner Rhetorik in der Migrationspolitik zurück. Man müsse zu diesem Thema „auch mal etwas Kritisches“ sagen können, sagt der CDU-Chef.
        Aktualisiert am 30. September 2023, 13:06 Uhr

        Der CDU-Vorsitzende Friedrich Merz hat seine Äußerungen zur Asylpolitik verteidigt. Man müsse zu diesem Thema auch mal etwas Kritisches sagen können, sagte er auf einem Landesparteitag der sachsen-anhaltischen CDU in Magdeburg. Die Republik müsse nicht in „Schnappatmung“ verfallen, wenn man auf drohende Überforderung hinweise. Auch der frühere Bundespräsident Joachim Gauck habe kürzlich vor einer Überforderung der Kommunen gewarnt, die immer mehr Geflüchtete unterbringen müssten, und für eine Begrenzung der Zuwanderung plädiert.

        Der CDU-Chef hatte kürzlich in der Sendung Welt Talk gesagt: „Die werden doch wahnsinnig, die Leute, wenn die sehen, dass 300.000 Asylbewerber abgelehnt sind, nicht ausreisen, die vollen Leistungen bekommen, die volle Heilfürsorge bekommen.“ Merz ergänzte: „Die sitzen beim Arzt und lassen sich die Zähne neu machen, und die deutschen Bürger nebendran kriegen keine Termine.“ Das rief starke Kritik von SPD, Grünen und Linken hervor. Bundesinnenministerin Nancy Faeser sprach von „erbärmlichem Populismus auf dem Rücken der Schwächsten“. Merz‘ Aussage sei zudem falsch: „Asylsuchende werden nur behandelt, wenn sie akut erkrankt sind oder unter Schmerzen leiden.“
        […]

        https://www.zeit.de/politik/deutschland/2023-09/cdu-friedrich-merz-aeusserungen-asylbewerber-reaktionen

        Was wiederum fake news ist: das gilt nur die ersten 18 Monate. Ich denke nicht, daß sie als Innenministerin-Aktivistin mit der „One Love“-Armbinde in Katar ins Ministerium zurückkehren kann, wenn sie in Hessen krachend verliert, wie es zur Zeit aussieht.

        Das beliebte Mittel der Strafanzeige gegen unliebsame Äußerungen wird auch gegen Merz fehlgehen:

        Befremdlich, wie der SPD-Politiker Helge Lindh im Bundestag in diesem Rant gegen Merz die Kontrolle verliert:

        Baerbock nach der Niederlage der Grünen Seit an Seit mit dem italienischen Kollegen:

        Es ist ja nicht nur peinlich, daß Baerbock der deutschen Sprache nicht mächtig ist. Sie lügt auch noch krass, weil Deutschland die Übernahme von Lampedusa-Flüchtlingen längst unterbrochen hat, weil Italien, der nach dem unfairen Dublin-Abkommen zuständige Ersteinreise-Staat, aus Deutschland nach Italien abgeschobene Flüchtlinge nicht rück-übernommen habe.

        Ihr italienischer Kollege Tajani hat vollkommen recht:

        „Tajani (ITA): ‚Die (deutschen) NGO’s dürfen nicht als Magnet auftreten, mehr Migranten anzuziehen. Sie können Menschen aufnehmen, aber nicht alle in Italien an Land bringen.'“

        Die deutsche Regierung finanziert private Seenotrettung, die für Schleuser die wichtigste kostenminimierende Geschäftsgrundlage ist. Italien hat vollkommen recht: Personen, die von von Deutschland finanzierten NGO gerettet werden, müßten eigentlich nach dem Verursacherprinzip in Deutschland aufgenommen werden.

        Aber Westpolitik ist nun mal nicht rational.

        • Das dürfte auch daran liegen, daß eine generelle Uninformiertheit vorliegt, die größtenteils von den Medien verursacht wird. Aber natürlich auch von den Politikern selber:

          Ungeprüfte Übernahme ukrainischer Propaganda:

          Nicht nur Sokolow war angeblich gestorben, auch Kadyrow lag schon im Koma:

          „Experten“ wie Keupp finden nicht nur bei der ZEIT Gehör, sondern auch beim ZDF:

          Claudia Major projiziert den Umgang der Ukraine mit Russen auf den Umgang der Russen mit Ukrainern, die in russisch besetzten Gebieten leben (weil sie überwiegend russischsprachig sind – was gibt es da zu russifizieren?):

          https://twitter.com/1Haensel3Gretel/status/1708503863697756569

          Genau diese einseitig argumentierenden Herrschaften haben die Nase vorn im ör Talkshow-Unwesen – hier für den Zeitraum Februar 2022 bis Februar 2023:

          Die Gäste von Lanz, Illner, Will und Co.
          Der Krieg und die Talkshows: Wer am meisten diskutierte

          Russlands Krieg gegen die Ukraine ist seit einem Jahr das beherrschende Thema. Mehr als 100-mal waren der Angriff und seine Folgen Thema in den größten Polittalkshows der Republik. Eine Auswertung des RND zeigt, welche Gäste dabei die meisten Auftritte hatten.

          Sabine Gurol
          23.02.2023, 15:35 Uhr
          […]
          Karl Lauterbach ist mittlerweile weit von seinem Spitzenplatz entfernt, wie eine RND-Auswertung zum Jahrestag des russischen Angriffs auf die Ukraine zeigt. Gerade einmal sechsmal war der SPD-Politiker zu Gast, wenn es in den fünf Sendungen zwischen dem 1. Februar 2022 und dem 15. Februar 2023 um das Thema Ukraine ging. Allerdings: Alle diese Auftritte fanden bei Lanz oder Maischberger statt – also in Sendungen, in denen pro Ausgabe nicht nur ein, sondern mehrere Themen behandelt werden. In allen Sendungen mit Lauterbach ging es auch um die Corona-Pandemie.

          Zahlenmäßig vorn liegen diesmal andere. Insgesamt 944 Gäste diskutierten innerhalb des Auswertungszeitraumes im engeren Sinn über die Themen Putin, Russland, Ukraine, Waffenlieferungen, Verteidigung und mehr. 18-mal davon war allein CDU-Außenexperte Norbert Röttgen in den Sendungen zu Gast. Röttgen, der auch für das gesamte Jahr 2022 mit 21 Auftritten den Titel Talkshow-König für sich verbuchen kann, ist dabei in allen Sendungen gern gesehener Gast. Der Unionspolitiker meldete sich im ersten Kriegsjahr auch abseits des Fernsehens oft zum Thema zu Wort, kritisierte etwa den Kanzler für seine mangelhafte Krisenkommunikation, forderte früh Waffenlieferungen an die Ukraine und einen Importstopp für russisches Öl und Gas.

          Nicht ganz so häufig wie Röttgen, aber dennoch oft zu Gast in den politischen TV-Diskussionsrunden: die Militärexpertin Claudia Major und die FDP-Verteidigungspolitikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, die je 16-mal zum Gespräch über den Krieg und seine Auswirkungen geladen waren. Ihnen folgen mit je 15 Sendungen Militärexperte Carlo Masala, SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert und Unionspolitiker Roderich Kiesewetter.
          […]
          Bei der Auswertung fällt vor allem auf, dass viele Gesichter besonders häufig eingeladen wurden. Gleich fünfzehn Diskutierende können zehn oder mehr Auftritte für sich verbuchen. Darunter ist mit Omid Nouripour nur ein Grünen-Politiker, die FDP hat mit Strack-Zimmermann und Alexander Graf Lambsdorff wie die Union und die SPD zwei Vertreter auf den Spitzenplätzen. AfD und Linke kommen hingegen nicht vor in der Liste mit zweistelligen Zahlen. Für die Linkspartei am häufigsten zu Gast war nach RND-Auswertung Sahra Wagenknecht mit sieben Auftritten.
          Die AfD hingegen wurde insgesamt kaum zum Gespräch geladen. Nur zweimal taucht sie in den Gästelisten der Shows auf – die Parteivorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla waren je einmal zu Gast.
          […]
          Der Krieg – das Thema, das alles überstrahlt

          Obwohl mit der Corona-Pandemie, steigenden Preisen und dem Klimawandel zahlreiche Krisen das Jahr prägten, wurde über den Krieg, Russland, Kremlchef Putin sowie über Verteidigungs- und Außenpolitik mit Abstand am häufigsten gesprochen. In 304 Sendungen wurden insgesamt mehr als 570 Themen behandelt, 205-mal ging es um die Ukraine – mit 36 Prozent das mit Abstand bestimmende Thema.
          […]

          https://www.rnd.de/medien/fernsehdiskussionen-ueber-den-ukraine-krieg-diese-politiker-und-experten-waren-am-haeufigsten-dabei-BSDPEO3WWRAFVI4NEYFVV72S4I.html

          Also nicht nur eine „gefühlte“ pro-Krieg-Schlagseite im ÖRR, sondern eine objektiv meßbare.

          Selbst wen die FAZ mal kritisch über den Krieg und die Aussichten der Ukraine schreibt: auch ihre Zahlen über die russische Panzerproduktion stimmen nicht (die NYT hat nur manchmal etwas Wahres, da halte ich den österreichischen Oberst Reisner für die solidere Quelle):

          Es begab sich Merkwürdiges: der Telegraph änderte einen Bericht, wonach der neue britische Verteidigungsminister Grant Shapps die Ausbildung ukrainischer „Soldaten“ in die Ukraine verlegen wolle:

          Sunak pfiff ihn zurück, nachdem Moskau erklärt hatte, britische Ausbilder in der Ukraine seien ein legitimes Angriffsziel:

          Naivität oder ein Versuchsballon? Die Daily Mail hatte ebenfalls entsprechend berichtet:

          Und jetzt wird auch noch die Geschichte umgeschrieben, was wir von der Ukraine zwar gewohnt sind, aber (noch) nicht von Anthony Blinken:

          Alles zur verzweifelten Aufrechterhaltung des West-Narrativs, daß „Nazis in der Ukraine“ eine Propaganda-Erfindung Moskaus sei.

          Dagegen wirken Politiker-Lügen in Deutschland geradezu kleinlich:

          Merz-Bashing im ÖRR? Wer wundert sich noch über Restle, der dazu noch verfälscht?

          Und Wahlkampf ist nun mal Wahlkampf, da fallen eben die Hemmungen, zumal die SPD in Hessen eher trübe Aussichten hat:

          Aber Faeser wußte von nichts und hat gleich auf Entfernung des Videos gedrungen:

          Und nun legt man sich in Deutschland mit Elon Musk an:

          😉

          Tatsächlich ist die bloße Frage berechtigt, und ich beantworte sie so: nö, das blieb ziemlich im Verborgenen, daß die Bundesregierung angeblich „private“ Seenotrettungs-„NGO“ finanziell unterstützt. Darauf zielte Musks Frage ab, der sicherlich keine Ahnung hat, wer oder was die AfD ist, die RadioGenoa offensichtlich unterstützt.
          Der grüne Nachwuchs darf nicht fehlen und fordert typischerweise ein Meinungsfreiheits-Verbot für Kapitalisten:

          Auch das deutsche Außenministerium unter Baerbock, wo die uninformierte Wokeness geradezu zuhause ist, kommunizierte mit Musk:

          Igitt! Das ist doch Populismus, wenn man auf die Wählerwünsche reagiert:

          Das mag im 2-Parteien-Mehrheits-Wahlsystem der USA eine Option sein. In Deutschland dagegen gilt: eine Regierung läßt sich nicht abwählen, denn man weiß nie, mit wem die Wunschpartei koalieren wird. Allenfalls, mit wem nicht.

          „Seenotrettung“? Hm.

          Ich weiß nicht, aus welchem Jahr diese Schiffsverfolgung vor der libyschen Küste stammt:

          Nachdem Twitter & Co. jahrelang auf Zensurwünsche der Democrats, der Democrats-Regierung und von FBI, Gesundheitsbehörden im Würgegriff der Pharmazie-Branche und CIA eingegangen waren, die zur Löschung von konservativen und linken kritischen Stimmen führten, verortet Biden „Desinformation“ natürlich bei X unter Musk:

          Wobei er wiederum „lügt“, denn als er angeblich ein Buch über „Internetdesinformation“ schreiben wollte, in einem Zeitraum, bevor er sich für die Kandidatur 2020 entschlossen habe, gab es keinen Elon Musk, der willens war, Twitter zu kaufen…

          Damit wollte er wohl frei zu dem Deal in letzter Minute mit dem republikanischen Speaker des Abgeordnetenhauses, McCarthy, Stellung nehmen:

          So sieht das die dpa, hier übernommen vom Kölner Stadtanzeiger:

          Regierung
          US-Kongress verhindert Shutdown im letzten Moment – Ukraine als Verlierer
          01.10.2023, 07:36 Uhr

          Dieses Mal blieben dem US-Kongress nur wenige Stunden, um einen Shutdown zu verhindern. Mit dem Kompromiss kann wohl niemand so richtig glücklich sein.

          Der US-Kongress hat im letzten Moment einen drohenden Stillstand der Regierung verhindert – den Preis für die Einigung zahlt allerdings die Ukraine. Der am Samstagabend verabschiedete Übergangshaushalt enthält keine weitere Unterstützung für Kiew.

          Nur wenige Stunden vor Ablauf der Frist stimmte der Senat nach dem Repräsentantenhaus mit überparteilicher Mehrheit für den Gesetzesentwurf und wendete damit einen sogenannten Shutdown ab. Der Haushalt gewährt allerdings nur einen kurzen Aufschub bis Mitte November – der Streit um einen neuen Bundeshaushalt zwischen den Demokraten und den Republikanern ist damit nur verschoben. Für die Ukraine hat der Krimi im US-Kongress aber schon jetzt Konsequenzen.

          US-Präsident Joe Biden unterzeichnete das Gesetz nur kurz nach der Abstimmung. Doch der Demokrat fand zugleich mahnende Worte: „Wir können unter keinen Umständen zulassen, dass die amerikanische Unterstützung für die Ukraine unterbrochen wird.“
          […]
          Zuletzt hatten sich vor allem die tief gespaltenen Republikaner im Repräsentantenhaus im Streit über einen neuen Haushalt gegenseitig zerlegt und dabei den Vorsitzenden der Kammer, Kevin McCarthy, bloßgestellt.
          Sie haben im Repräsentantenhaus eine knappe Mehrheit, im Senat haben Bidens Demokraten eine Mehrheit. McCarthy zog am Samstagmorgen plötzlich den Entwurf für den Übergangshaushalt aus dem Ärmel und wendete damit das Blatt. Zunächst hatte es so ausgesehen, als ließe sich ein Shutdown nicht mehr verhindern.

          Spiel mit dem Feuer für McCarthy

          Der Übergangshaushalt enthält zwar keine Ukraine-Hilfe, aber auch nicht die weitgehenden Kürzungen, welche die Extremen in McCarthys Partei verlangt hatten. Er finanziert die Regierungsgeschäfte für 45 Tage auf dem Niveau des vorigen Bundeshaushalts weiter. Mit seinem überraschenden Vorstoß dürfte McCarthy die Ultraradikalen vor den Kopf gestoßen haben. McCarthy muss daher damit rechnen, dass seine Gegner ihn nun aus dem Amt jagen wollen. Sie haben zwischenzeitlich ohnehin eher den Eindruck erweckt, dass sie einen Shutdown wollen – um des Chaos Willens.

          Die Demokraten feiern den Übergangshaushalt als Beispiel für Kompromissfähigkeit im Kongress. Fakt ist aber auch, dass sie vom Republikaner McCarthy überrumpelt wurden. Dieser hätte ihnen den schwarzen Peter für einen Shutdown zugeschoben, wenn sie sich gegen den Gesetzesentwurf gestellt hätten. Bidens Demokraten wollten auf keinen Fall den Eindruck erwecken, dass ihnen Hilfe für die Ukraine wichtiger sei als der Gehaltszettel von Millionen Menschen in den USA. Am Ende waren es die Demokraten, die mit ihren Stimmen einen Stillstand der Regierung verhindert haben – allerdings zu einem hohen Preis.
          […]
          Dass in dem Übergangshaushalt keine Hilfe für die Ukraine enthalten ist, bedeutet nicht, dass Kiew sofort keine Unterstützung mehr von den USA bekommt. Allerdings gehen die bisher genehmigten Mittel langsam zur Neige. Folgen hat der Showdown im US-Kongress dennoch schon jetzt – denn er sendet eine Botschaft an Russland.

          Es handle sich um ein Signal der Schwäche, der mangelnden Entschlossenheit seitens der USA, warnte der Militäranalyst des US-Senders CNN, Cedric Leighton. In den USA fürchtet man auch, dass die Europäer ihre Unterstützung herunterfahren könnten, wenn die USA nur zögerlich handeln. Gut ein Jahr vor der Präsidentschaftswahl zeigt sich, wie kontrovers das Thema Ukraine mittlerweile in den USA diskutiert wird – und das die bedingungslose Unterstützung der Amerikaner keineswegs selbstverständlich ist.
          […]

          https://www.ksta.de/politik/us-kongress-verhindert-shutdown-im-letzten-moment-ukraine-als-verlierer-657021

          Ich war doch sehr erstaunt, daß in der Tagesschau um 20 Uhr am 1.10.2023 verlautbart wurde, daß McCarthy für diese Einigung den Democrats weit entgegenkommen sei und er daher um sein Amt fürchten müsse. Erst ganz am Schluß, als Werbung für die Zamparoni-Tagesthemen spät in der Nacht, hieß es, es werde um die verweigerte Ukraine-Hilfe gehen.

          Die ZEIT indoktinierte mich bei meiner Wochenend-Lektüre:

          Parlamentswahl in der Slowakei
          Moskaus logisches Ziel
          Die Slowakei zählte bislang zu den treuesten Verbündeten der Ukraine – das könnte sich bei der Parlamentswahl am Wochenende radikal ändern.
          Von Martin Nejezchleba
          Aktualisiert am 30. September 2023, 10:10 Uhr

          Mittwoch vergangener Woche in einer Plattenbausiedlung der Hauptstadt. Hier befindet sich die Zentrale von Smer – SD. Das ist die sozialdemokratische Partei, die allerdings ins Nationalistische abgedriftet ist. Sie führt seit Monaten die Umfragen mit rund zwanzig Prozent an. Dieser Anteil wäre (bei aktuell um die neun Parteien, die ins Parlament einziehen könnten) genug, dass bei der Regierungsbildung kein Weg an jenem Mann vorbeiführte, der nun mit ernster Miene auf dem Podium steht: der Parteivorsitzende Robert Fico. Er spricht bei dieser Pressekonferenz vor allem über Außenpolitik.

          „Frech“, „unflätig“ und „außerordentlich unseriös“ seien die Politiker in Kiew, sagt Fico. Er bezieht sich dabei auf eine Klage Kiews vor der Welthandelsorganisation, es geht um einen Importstopp, den Polen, Ungarn und die Slowakei gegen ukrainisches Getreide verhängt haben. Wenn er an die Regierung komme, sagt Fico, werde man „keine einzige Patrone“ mehr an die Ukraine liefern. Eine Formulierung, die Fico in diesen Tagen wie ein Mantra wiederholt. Und die so ähnlich zuletzt auch im polnischen Wahlkampf der PiS-Regierung zu hören war.
          Zu Ficos Standardrepertoire zählen auch Verschwörungsmythen. Er behauptet, „ukrainische Faschisten“ hätten den Krieg entfesselt, als sie 2014 „begannen, Russen im Donbass zu morden“. Man wisse, dass Russland nicht die Ukraine als Kriegspartei gegenüberstehe, sondern die USA, sagt Fico am Mittwoch der vergangenen Woche. Und: „Wir wollen keinen Krieg. Wir wollen Frieden.“
          Auf Nachfrage der ZEIT, wie ein solcher Frieden aussehen könnte, reagierte Fico erst ausweichend, dann aufbrausend: „Es ist nicht unsere Pflicht, Herr Redakteur, nachzuquaken, was Washington sagt.“ Fico verurteilt Russlands Angriff dann doch als völkerrechtswidrig. Die Kriegsparteien müssten an einen Tisch, ein Waffenstillstand müsse her. Man solle ihn nicht pro-russisch nennen, er sei pro-menschlich.
          […]
          Die liberalen Kräfte, die das Land danach aus dem Sumpf der Korruption führen sollten, verspielten das Vertrauen der Wähler, versanken in Affären, klammerten sich an die Macht, bis sie ihnen schließlich entglitt. Das Misstrauen der Bevölkerung in den Staat erreichte Höchststände. Pro-westliche Politiker hatten sich selbst diskreditiert, und ihre Politik gleich mit. Zwischenzeitlich schoss die Inflation auf 15 Prozent, die Preise stiegen teils auf West-Niveau, während die Löhne bei einem Drittel des deutschen Durchschnitts stagnierten.
          […]
          Der Soziologe und Leiter des Bratislava Policy Institute, Michal Vašečka, sagt, wenn der Kreml die Einigkeit im europäischen Raum brechen wolle, dann sei die Slowakei ein „absolut logisches Ziel“. Kein Land in Mittelosteuropa sei so russophil. Schon im 19. Jahrhundert, als der slowakische Nationalgedanke aufkeimte, habe man die Identität im Osten gesucht, in Abgrenzung zu Ungarn und Westeuropa. Viele Slowaken blickten positiv auf die Zeit des Kommunismus oder „leiden an verschiedenen Formen der Amnesie„. Die Zeit der sowjetischen Okkupation erinnere man als eine Phase der Industrialisierung und des wirtschaftlichen Aufschwungs.

          Heute glaubt mehr als die Hälfte der Bevölkerung, dass nicht etwa Russland den Krieg begonnen hat, sondern „der Westen“ oder die Ukraine. Robert Fico, der fünf Jahre nach seiner größten Niederlage mit Macht zurück an die Spitze drängt, befeuert diese Stimmung. Vielleicht aus Überzeugung, vor allem aber, weil er sich davon Erfolg verspricht.
          […]
          Milan Nič, Experte für Osteuropa bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, sagt, mit Fico würde für die Ukraine eine neue, problematische Phase beginnen. Was man in Ungarn schon lange sehe, beobachte man nun in der Slowakei und jüngst auch in Polen: „Es öffnen sich Risse zwischen der Ukraine und den benachbarten östlichen EU-Staaten. In Zukunft könnte noch mehr von Deutschland abhängen.
          In den zurückliegenden Wochen ist Fico allerdings eine andere Partei auf den Fersen, so etwas wie der urbane, liberale, pro-ukrainische Gegenentwurf zu dessen Politik. Progresívne Slovensko, so der Name der Partei, hat in manchen Umfragen fast schon aufgeschlossen zu Smer.
          […]

          https://www.zeit.de/2023/41/slowakei-parlamentswahl-russland-ukraine-krieg/komplettansicht

          Was die ZEIT für „Verschwörungsmythen“ hält, ist blöderweise Realität. Die passenden Experten gibt es eh, und passende Umfragen auch.

          Und dann ging es trotzdem schief, obwohl auch der deutsche ÖRR auf Linie war:

          Der ZEIT-Artikel zum Wahlergebnis war dann auch eher unterkomplex – aber doch zugleich auch erhellend:

          Slowakei
          Prorussische Partei gewinnt Parlamentswahl

          Die Partei von Ex-Ministerpräsident Robert Fico ist bei der Parlamentswahl in der Slowakei stärkste Kraft geworden. Fico will Militärhilfen für die Ukraine einstellen.
          Aktualisiert am 1. Oktober 2023, 8:50 Uhr

          Entgegen erster Prognosen haben die linksnationalen Sozialdemokraten des ehemaligen Langzeit-Regierungschefs Robert Fico die Parlamentswahl in der Slowakei gewonnen. Nach Auszählung von knapp 99 Prozent der Wahlbezirke kam seine Oppositionspartei Richtung – Slowakische Sozialdemokratie (Smer-SD) auf 23,3 Prozent der Stimmen, wie am Morgen aus den vorläufigen Ergebnissen der Wahlkommission in Bratislava hervorging.
          Damit liegt Ficos Partei uneinholbar vor der liberalen Partei Progressive Slowakei (PS). Die bisher noch nicht einmal im Parlament vertretene liberale Partei lag an zweiter Stelle mit 17 Prozent. Die von der Smer abgespaltenen liberaleren Sozialdemokraten der HLAS unter Ex-Ministerpräsident Peter Pellegrini erreichten 15 Prozent. Jene Partei könnte entscheidend für die Regierungsbildung werden. Die Wahlbeteiligung lag vorläufig bei 68 Prozent.

          Für Ficos Smer-Partei dürfte es nicht leicht werden, eine Koalition mit ausreichender Mehrheit zu bilden. Denn Fico hat vor der Wahl angekündigt, er wolle die bei der Bevölkerung unbeliebte Waffenhilfe beenden und der benachbarten Ukraine nur mehr mit zivilen Gütern helfen. Fast alle anderen ins Parlament gewählten Parteien wollen daran aber festhalten.
          Die Slowakei hat bislang unter anderem MiG-Kampfjets an die Ukraine geliefert. Fico hat bereits vor der Wahl prorussische Positionen vertreten. So lehnt er EU-Sanktionen gegen Russland ab und will einen Nato-Beitritt der Ukraine blockieren.
          […]
          In Brüssel wird befürchtet, dass sich Fico mit dem ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán verbünden könnte. So könnten Konflikte mit der EU über Rechtsstaatlichkeit, Migrationsthemen und den Krieg in der Ukraine entstehen. Der Pragmatismus Ficos während seiner früheren Amtszeiten, als er die Slowakei in den Euro führte und Auseinandersetzungen mit Partnern aus der EU und Nato weitgehend vermied, mildert allerdings einige dieser Bedenken. Zudem könnte die EU der Slowakei Gelder kürzen, mit Verweis auf die Rechtsstaatlichkeit.

          https://www.zeit.de/politik/ausland/2023-09/slowakei-parlament-wahl-eu-ukraine-russland

          Interessant! Es gibt zwar nichts zu Ficos Koalitionsmöglichkeiten, eine Regierungsbildung steht in den Sternen, aber die EU steht schon in den Startlöchern, um wegen erfundener „Rechtsstaatlichkeitsbedenken“ der Slowakei den Geldhahn abzudrehen? Seit wann gehört Rußlandfeindlichkeit zum westlichen „Rechtsstaat“?

          Die Blase, in der sich der Westen bewegt, ist furchterregend.

  6. Dann mache ich mal weiter mit dem Zustand der westlichen Politiker-Kaste: in den USA wurde der Democrats-Senator für New Jersey, Bob Mendenez, wegen Bestechlichkeit zum Wohle von Ägypten angeklagt – nicht mal seine erste Korruptionsanklage, aber 2018 gab es eine „hung Jury“, und so entging er einer Verurteilung. Die WaPo schäumt am 23.9.2023:

    Opinion | Democrats need to shove Menendez off the stage
    By Jennifer Rubin

    N.J. governor calls on Menendez to resign from Senate after indictment
    By Marisa Iati and Isaac Stanley-Becker

    Natürlich muß der Mann weg: er wirft ja ein Schlaglicht auf die westliche Kultur, und als Vorsitzender des Auswärtigen Ausschusses des Senats – von diesem Posten ist er zurückgetreten – hatte er durchaus Macht (oder konnte vorgeben, sie ausgenutzt zu haben). Er denkt allerdings nicht daran, zurückzutreten, und nähere Einblicke in die Szenerie lassen darauf schließen, daß er zum Bauernopfer eines politisierten DoJ wurde, das aktuell beweisen will, daß es auch Democrats anklagt. Während seine schützende Hand über Hunter Biden genauso offensichtlich ist wie die abstrafende gegenüber Trump: die Beweislage gegen Menendez existiert bereits seit einem Jahr, zur Anklage kam es aber erst jetzt:

    Jesse Watters: This guy is even stupider than the Bidens
    Fox News
    Premiere vor 16 Stunden. #foxnews #fox #thefive
    ‚The Five‘ co-hosts discuss Sen. Bob Menendez, D-N.J., refusing to resign after he was indicted on bribery charges. #foxnews #fox #thefive

    Was den Wahnsinn des vom Westen befeuerten Ukraine-Kriegs und den von den Grünen selbstverschuldeten Niedergang der deutschen Wirtschaft angeht, so will ich Roger Köppel hervorheben: anders als die YouTube-Ankündigung verheißt, geht es insgesamt um die Absurdität der Westpolitik, die die ukranischen toten Soldaten, die Abwanderung aus der Ukraine etc. überhaupt nicht in Rechnung stellt. Zu Habeck geht es bei Minute 19 nur kurz: er stellt die Verwerfungen durch das Ende der Globalisierung dar, an dem er selber mitgestrickt hat, ohne seine Fehler zu thematisieren:

    Abgesang: Habeck blickt in den Abgrund seiner eigenen Politik – Weltwoche Daily DE, 26.09.2023

    Abgesang: Habeck blickt in den Abgrund seiner eigenen Politik. Sieben Fakten, warum der Westen in der Ukraine verliert. Kanadas Parlament entschuldigt sich für Ovation an ehemaligen Nazi-Kämpfer. Ehe-Aus bei den Guttenbergs

    Es lohnt sich. Köppel und die Weltwoche werden selbstverständlich als rechts und Putin-Troll verunglimpft, das gehört heutzutage nun mal dazu.

    Anderswo, im linken Spektrum, greift man das Problem allerdings auf:

    Die Propaganda des Westens, hier durch das fake news generierende US-Falken ISW, wird aber auch immer alberner:

    Die Ukraine will wohl doch nicht die Auslieferung der 180.000 in den Westen geflohenen wehrfähigen Männer verlangen: sie sollen bestraft werden, wenn sie zurückkehren! 😉

    Derweil hat Deutschland gerade einmal 90 von Tausenden vor der russischen Einziehung fliehenden Russen als asylberechtigt anerkannt.

    Unkenntnis und Meinungsstärke gehen im Westen Hand in Hand:

    September 26, 2023
    Ukrainian Whoppers
    Propaganda only works so long.

    Ukraine’s Military Claims to Have Killed the Head of Russia’s Black Sea Fleet – New York Times

    „Ukraine’s military asserted on Monday that it had killed the commander of Russia’s Black Sea Fleet in a missile attack last week, which, if confirmed, would make the strike among the most damaging for the Russian Navy since the sinking of the fleet’s flagship last year.

    There was no immediate comment from Moscow’s Defense Ministry on the status of its fleet commander, Adm. Viktor Sokolov, who is one of the most senior figures in the Russian Navy. Ukraine’s claim could not be independently verified.
    Ukraine’s special operations forces on Friday said they had struck a headquarters of the Russian fleet in the Crimean city of Sevastopol, a storied port that is now under regular bombardment from Ukraine’s long-range missiles and exploding drones. Fleet officers were holding a meeting there at the time, the Ukrainian military said.“
    https://www.nytimes.com/live/2023/09/25/world/russia-ukraine-news

    Russian sources say that no one was in the very exposed building when the Ukrainian missiles hit. The real headquarter is underground in an unknown place.

    Today there was an expanded Board meeting of the Russian Defense Ministry in Moscow (machine translation):

    „Opening the meeting, the Defense Minister briefly highlighted the situation in the special military operation zone.

    „Groups of Russian troops,“ he said, “ continue active operations to defeat the enemy. Thanks to the professionalism and courage of the personnel of the 25th and 138th motorized rifle brigades in the Kupyansk direction, [eine komplett ausgeblendete russische „Offensive“ im Nordosten der Ukraine] the control zone near the settlements of Sinkovka and Petropavlovsk was significantly expanded. As a result of effective fire damage, the armed forces of Ukraine are suffering serious losses along the entire line of contact.

    During the current month, more than 17 thousand people, more than 2,700 weapons and military equipment were destroyed, including 7 American Bradley infantry fighting vehicles, 77 American M777 artillery systems, 51 self-propelled artillery installations from Germany, France, Poland and the United States of America, as well as two German Leopard tanks and one English tank „Challenger“.“
    The commander of the Black Sea fleet, Adm. Viktor Sokolov, took part in the briefing via a live TV link.
    […]

    https://www.moonofalabama.org/2023/09/ukrainian-whoppers.html

    Ich habe seine dort verbreiteten X-Nachrichten ergänzt:

    Jedenfalls sieht man: mal hat Admiral Viktor Sokolov eine Brille auf, mal nicht. 😉

    CNN kommt auf den Trichter, daß man es mit einem Informationskrieg zu tun hat:

    Der bei uns so begleitet wird: bei russischen „Meldungen“, wenn sie denn überhaupt berücksichtigt werden, wird ein „konnte nicht unabhängig überprüft werden“-Disclaimer angehängt. Ukrainische Propaganda wird dagegen ungeprüft übernommen und sogar zur Grundlage moralisierender #Aufschreie unserer Chefdiplomatin, wie zuletzt bei den fake news der Ukraine über einen angeblichen russischen Schlag auf einen friedlichen Markt in Kostantyniwka/Konstantinowka im von der Ukraine gehaltenen Donetsk, geschehen. Schnell widerlegt von Alternativ-Medien, mit Verzögerung durch die NYT, die den Spin pflegte, daß nicht etwa eine von der Ukraine benutzte Harms-US-Rakete, sondern eine von der Ukraine benutzte Sowjet-Rakete fehlgegangen war.

    Alles nachzulesen in meinen früheren Kommentaren.

    • Es gibt eine perfekte Darstellung des deutschen Dilemmas in Newsweek: von diesem glücklicherweise vom deutschen Wissenschaftsbetrieb weit entfernten deutschen Professor:

      Tarik Cyril Amar (@TarikCyrilAmar) is a historian from Germany, currently at Koç University, Istanbul, expert on Ukraine, Russia, and Europe, and the author of „The Paradox of Ukrainian Lviv. A Borderland City between Stalinists, Nazis, and Nationalists.“

      Opinion
      The West’s Real Problem Isn’t Going to Be Russia, or China, but Germany | Opinion
      Tarik Cyril Amar , Historian

      On 9/26/23 at 10:03 AM EDT

      In the modern world, things connect. But often not the way we expect. Russia, we are told, must lose in Ukraine or the whole international order will crumble. China’s rise, we are warned, poses a similar challenge: We must, if not decouple entirely, at least de-risk.

      Yet, in reality, the biggest headache is likely to come from within — from Germany, again. Within living memory, it was Germany that didn’t just disrupt but smashed international order, not once but twice, in 1914 and 1939. The irony is that if old Germany was too assertive, new Germany is too submissive. And the trigger for this to backfire is the war over Ukraine.

      There has been much complaining about tardy German support for Ukraine, currently over hesitations to deliver „Taurus“ missiles to Kyiv. But don’t let the noise distract you. The real story, the one with long-term future consequences, is how far Germany has gone. Berlin is now a key supplier of military and humanitarian aid, and without it, the EU — with Ursula von der Leyen, a German, at its head — would never have outdistanced even American support for Ukraine. On uncompromising rhetoric toward Moscow, too, the new Berlin can’t be beat.

      Germany has passed over the sabotage of its Nord Stream pipelines, an expensive, strategic piece of infrastructure. Yet the evidence, we are now told, points to Ukrainian perpetrators of what would usually constitute an act of war and eco-terrorism. Whether you consider blowing up Nord Stream right or wrong, a government turning a blind eye to such an attack is unusual. To go even further and continue massive support for the country it came from is extraordinary.

      Yet Nord Stream is only the tip of the iceberg. Germany’s crushingly abrupt energy transition is sharply raising costs for the economy and households. One cause of this shock is Berlin’s shortsighted exit from nuclear energy after Japan’s Fukushima disaster in 2011. But it is the war over Ukraine that has led to Germany cutting its access to Russian gas and oil (except through absurd and costly workarounds, for instance via India).

      Yet, economically, modern Germany is built on a simple principle: Import raw materials and energy, add labor and technology, and sell the results. Remove competitively priced energy from the mix, and the model collapses. Talk of „de-industrialization“ seemed exaggerated a year ago. Now it is the new normal. Consumers are saving, companies are closing or relocating. Voters are afraid.

      Germany’s perfect adherence to Western policy on Russia and China has an ominous price.

      Consider the embodiment of that come-what-may fealty, Annalena Baerbock, Berlin’s notoriously undiplomatic foreign minister. She has just provoked China, now Germany’s largest trading partner for the seventh year in a row, by calling its leader Xi Jinping „a dictator“ on Fox TV. Her approval ratings are nosediving. The same is true for Germany’s minister of the economy, Robert Habeck, who represents the energy transition. Baerbock and Habeck belong to the Green Party, also plummeting in the polls. The same is true for its larger partner in the governing coalition, the centrist Social Democrats of Chancellor Olaf Scholz.
      […]

      There is an outsider challenge emerging from the left, too. Rumors will not die that Sarah Wagenknecht, the most charismatic figure of the most left-wing party, Die Linke, is about to set up her own outfit. Ideologically, this would be very different from the AfD. Not all populisms are the same. Yet a Wagenknecht party, polls show, would do very well.

      This double crisis of the German model — in economics and politics — has many causes. Three of them connect to the war over Ukraine: A widespread sense that Berlin has sacrificed vital German interests to the West’s strategy, great unease about losing too much sovereignty, and the fallout from recession and economic decline. You can also add the fear of an escalation of the war into an open fight between NATO and Russia. Whether you share that anxiety or not, its disruptive potential is obvious.

      We have assumed that the first country to buckle under the economic strain of the war over Ukraine would be Russia. Yet we are now seeing that the sanctions weapon has largely failed. Russia’s economy is resilient and growing. But what if it is Germany that stumbles first? Germans stressed about their economy, distrusting their elites as favoring foreign interests, and disenchanted with centrist values and methods — a picture too familiar for comfort.

      […]
      The views expressed in this article are the writer’s own.
      https://www.newsweek.com/wests-real-problem-isnt-going-russia-china-germany-opinion-1829905

      Susanne Daubner kriegte zwar einen Lachanfall wegen ihres flachsenden Kollegen, aber das Thema verdiente ihn:

      Erst machen die Grünen den Industriestandort Deutschland nieder, und nun wollen sie Partikular-Interessen auf eine Art und Weise subventionieren, denen die EU sicherlich nicht zustimmen wird. Viel gefährdeter ist zudem die Stahl- Glas- und Düngemittel-Industrie, ganz zu schweigen vom Mittelstand (wie Bäckereien etwa), die höhere Energiepreise inflationstreibend an die Kunden weitergeben müssen.

      Besonders lustig war ja das Konzept, wie man auf den Einbruch im Wohnungsbausektor reagieren will: Verzicht auf noch mehr verteuernde Dämmungsvorschriften und Nicht-Unterstützung einer EU-Kommissionsdirektive zum Sanierungszwang von schlecht gedämmten Gebäuden. Hä? Eine Abwendung von noch schlimmeren Maßnahmen soll eine Wende herbeiführen? Wie sollte ein „Sanierungszwang“ überhaupt durchgesetzt werden? Wir befinden uns hier in einem wahnhaften autoritären Bereich.

      Die Welt wird eh von Absurditäten geprägt:

      Das ist nun schon der zweite durchdrehende Schäferhund von Joe Biden. Liegt sicherlich am versagenden Herrchen, das viel Schlaf braucht, um allein nur Teleprompter ablesen zu können. Da hat er keine Zeit, sich auch noch um einen Hund zu kümmern.

      Ja, das macht auch mir Sorge, daß wir einen Unrechtsstaat kriegen wie in den USA.

      Die Medien – wie hier die Süddeutsche – sind eh schon so parteiisch wie in den USA:

      Die Zensur der Social Media schlägt immer heftiger zu:

      Hier kann man nachvollziehen, was Prof. Papier, ehemaliger Chef des BVerfG, über das Versagen seiner Nachfolger gesagt hat:

      Elon Musk zelebriert derweil die neue Freiheit auf X – vormals Twitter, wo jegliches Anzweifeln von Covid-19-Impfungen zur Sperrung führte:

      „Until the Supreme Court invalidated Biden’s exec order, SpaceX and many other companies would have been forced to fire anyone who refused to get vaccinated! We would not have done so. I would rather go to prison than fire good people who didn’t want to be jabbed. As for myself, I got original Covid before the vaccine was out (mild cold symptoms) and had to get three vaccines for travel. The third shot almost sent me to hospital. How many other people out there have symptoms that are actually from the vaccine or Covid treatment, rather than Covid itself? As for those who didn’t take any vaccine, well
      @DjokerNole
      just won a record number of grand slams … It’s not like I don’t believe in vaccines – I do. However, the cure cannot be potentially worse than the disease. And public debate over efficacy should not be shut down. There is also great potential for curing many diseases using synthetic mRNA, so let’s not throw the baby out with the bath water.“

      Letzteres glaube ich nicht. Das m-RNA-Konzept ist schlicht falsch: den Körper zu animieren, Corona-Viren zu produzieren, um sie dann per Immunsystem anzugreifen? Das kann schon theoretisch nur zur Schwächung des Immunsystems beitragen. Und so kam es dann auch.

      Noch gefährlicher als Reklame der Pharma-Industrie, die zur Ansteckungs-Prävention ihrer Impfstoffe nicht einmal geforscht hatte, ist allerdings Kriegsreklame:

      Die werden natürlich genauso brennen wie Leopard 2- und Challenger-Panzer.

      Ukraine
      Revealed: Europe’s role in the making of Russia killer drones
      Exclusive: Kyiv says Iranian drones used by Russia in Ukraine have various European components
      Daniel Boffey Chief reporter
      Wed 27 Sep 2023 06.00 CEST

      Iranian kamikaze drones used in the latest attacks on Ukrainian cities are filled with European components, according to a secret document sent by Kyiv to its western allies in which it appeals for long-range missiles to attack production sites in Russia, Iran and Syria.

      In a 47-page document submitted by Ukraine’s government to the G7 governments in August, it is claimed there were more than 600 raids on cities using unmanned aerial vehicles (UAVs) containing western technology in the previous three months.
      According to the paper, obtained by the Guardian, 52 electrical components manufactured by western companies were found in the Shahed-131 drone and 57 in the Shahed-136 model, which has a flight range of 2,000km (1,240 miles) and cruising speed of 180kmh (111mph).
      […]
      According to the document, Iran has already diversified its production through the use of a Syrian factory delivering to the Russian port of Novorossiysk but the production of drones is shifting to Russia, to the central Tartar region of Alabuga, although Tehran continues to supply the components.
      It says the Iranian government is trying to “disassociate itself from providing Russia with weapons” and “cannot cope with Russian demand and the intensity of use in Ukraine”.

      Among the suggestions for action by Ukraine’s western allies – at which they would probably baulk – are “missile strikes on the production plants of these UAVs in Iran, Syria, as well as on a potential production site in the Russian federation”.
      The document goes on: “The above may be carried out by the Ukrainian defence forces if partners provide the necessary means of destruction.”

      There is no suggestion of any wrongdoing by the western companies whose parts have been identified. “Iranian UAV production has adapted and mostly uses available commercial components, the supply of which is poorly or not controlled at all,” the paper says.
      Customs information is said by the Ukrainian report to show that “almost all the imports to Iran originated from Turkey, India, Kazakhstan, Uzbekistan, Vietnam and Costa Rica”.
      […]

      https://amp.theguardian.com/world/2023/sep/27/revealed-europes-role-in-the-making-of-russia-killer-drones

      Irgendwann ist die Ukraine schlicht größenwahnsinnig geworden.

      Unsere Außenministerin beteuert, daß die Butter in Deutschland nicht billiger werde, wenn man die Ukraine-Hilfe einstelle:

      https://twitter.com/brandsatz23/status/1706731701664145423

      Womit haben wir solch ein Außenministerium verdient? 15% Wählerstimmen und ein derartig desaströser Einfluß auf Außen- und Wirtschaftspolitik?

      „Now Cirillo is likely to fired once again after being fooled by Russian pranksters posing as former Ukrainian President Petro Poroshenko. In the conversation, Cirillo: – Admits their company has been reduced to 14 soldiers by disastrous counter-offensive -Claims “Russians are not European… Russians are Asian. Ultimately they do come from the Mongols, they come from a grouping of people who want to be slaves.” “I wish the rest of Europe and the Western world understood that we are protecting European values and Western values… These people [Russians] are not human. They are enemies of humanity.” – Claims Dugin’s daughter “wasn’t some woman who accidentally killed. This was an evil creature who died a death they deserved.” – Admits decision to fire Cirillo was “political” and came “the highest level” — so high that it didn’t come from Ukraine itself but “New York.” – Claims they were fired because they served as the “expert witness” in trial of fellow U.S. citizen Gonzalo Lira. “The Republicans are trying to use the case of Gonzalo Lira — the ‘Russian asset’ that I testified against — as to try to say we don’t like free speech.” “I do believe that they were very angry in Washington that I was being talked about with Gonzalo Lira, that the two Americans were being discussed, and [the Ukrainians] were told, ‘make it go away.’” “Because I made it clear: Russian propagandists will be hunted down.” – Acknowledges that the Kiev regime’s constant lies are jeopardizing relations with other Western states: “If we are making promises we can’t keep and not being realistic, our partners can’t trust us.” “One of the problems is that the messaging that we have coming out is truly fantastic [based in fantasy].” “That’s good for fighting the Russians. It’s not good when we’re using this in discussions with our partners in Washington, our partners in Brussels, and our partners in especially the Eastern European nations.” – Throws Zelensky under the bus — “it’s been 19 months. It’s not about theatre anymore. It’s not about populism on the world stage.” – Brags about personally convincing the Kiev regime’s “partners” at CNN to self-censor their coverage of foreign mercenaries in Ukraine. But when asked later about the British merc recently executed by his own people, Cirillo’s tune changes. “We have a terrible problem with most foreign fighters here because they are just a step above mercenaries, and they come here because all they know is warfare.” “And while I defend them in public, in private I know many of them have very far-right leanings, so there’s some Nazi groups… many of them are doing this because they have no lives in their own countries.” “We have security risks, and more importantly we have morale and psychological issues because foreign soldiers are here for the money — most of them.” “And those people are gonna be the ones that are willing to engage in drugs, willing to engage in fundraising where they’re putting the money in their own pocket.” “It did not surprise me that someone was murdered. What surprises me is that we’re still allowing this to happen.” – Claims Maria Butina was a “terrible spy” and “a step above a whore,” and insists she her current political position was a reward from Putin, which is “the reason that we know the [Russian] Duma can never be taken seriously.” – Then, after being offered a (fake) deputy position Ukraine’s rubber-stamp legislature by (fake) Poroshenko, Cirillo takes the bait, literally jolting upright and immediately accepting: “Wow, sir. I would be honored, sir.”

      Widerlegung weiterer Ukraine-Propaganda:

      Röpcke regt sich darüber auf, daß die Ukraine wertvolle MiG-29 von billigen Lancet-Drohnen mit nun erweiterter Reichweite zerstören läßt:

      „The deployment of these aircraft to this base is a fairly recent event. One can only speculate why they were deployed so close to the front. The below video was taken by a Russian Orlan-10 reconnaissance drone which, for some unknown reason, flew unmolested over the airfield conducting damage assessments after the strike.“

      Warum sich Rußland so spät der Eliminierung der kläglichen Reste der ukrainischen Luftwaffe zuwandte? Weil die Kosten-Nutzen-Rechnung stimmen muß: teure Missiles auf einzelne Flugzeuge lohnten sich nicht. Jetzt hat man die reichweite-optimierten Lancets.

      • Ich greife diese Passage aus dem Newsweek-Artikel auf:

        Opinion
        The West’s Real Problem Isn’t Going to Be Russia, or China, but Germany | Opinion
        Tarik Cyril Amar , Historian
        On 9/26/23 at 10:03 AM EDT
        […]
        Germany has passed over the sabotage of its Nord Stream pipelines, an expensive, strategic piece of infrastructure. Yet the evidence, we are now told, points to Ukrainian perpetrators of what would usually constitute an act of war and eco-terrorism. Whether you consider blowing up Nord Stream right or wrong, a government turning a blind eye to such an attack is unusual. To go even further and continue massive support for the country it came from is extraordinary.
        […]

        https://www.newsweek.com/wests-real-problem-isnt-going-russia-china-germany-opinion-1829905

        Zum Jahrestag gab es die üblichen Positionen:

        A YEAR OF LYING ABOUT NORD STREAM
        The Biden administration has acknowledged neither its responsibility for the pipeline bombing nor the purpose of the sabotage

        Seymour Hersh
        26.09.2023
        […]
        But two weeks after Nuland’s statement, on February 7, 2022, at a joint White House press conference with the visiting Scholz, Biden signaled that he had changed his mind and was joining Nuland and other equally hawkish foreign policy aides in talking about stopping the pipeline. “If Russia invades — that means tanks and troops crossing . . . the border of Ukraine again,” he said, “there will no longer be a Nord Stream 2. We will bring an end to it.” Asked how he could do so since the pipeline was under Germany’s control, he said: “We will, I promise you, we’ll be able to do it.”
        Scholz, asked the same question, said: “We are acting together. We are absolutely united, and we will not be taking different steps. We will do the same steps, and they will be very very hard to Russia, and they should understand.” The German leader was considered then — and now — by some members of the CIA team to be fully aware of the secret planning underway to destroy the pipelines.
        […]
        At the time, the challenge to the intelligence community was to come up with a plan that would be forceful enough to deter Putin from the attack on Ukraine. The official told me: “We did it. We found an extraordinary deterrent because of its economic impact on Russia. And Putin did it despite the threat.”
        […]

        What I did not know then, but was told recently, was that after Biden’s extraordinary public threat to blow up Nord Stream 2, with Scholz standing next to him, the CIA planning group was told by the White House that there would be no immediate attack on the two pipelines, but the group should arrange to plant the necessary bombs and be ready to trigger them “on demand” — after the war began. “It was then that we” — the small planning group that was working in Oslo with the Royal Norwegian Navy and special services on the project — “understood that the attack on the pipelines was not a deterrent because as the war went on we never got the command.”

        After Biden’s order to trigger the explosives planted on the pipelines, it took only a short flight with a Norwegian fighter and the dropping of an altered off-the-shelf sonar device at the right spot in the Baltic Sea to get it done. By then the CIA group had long disbanded. By then, too, the official told me: “We realized that the destruction of the two Russian pipelines was not related to the Ukrainian war” — Putin was in the process of annexing the four Ukrainian oblasts he wanted — “but was part of a neocon political agenda to keep Scholz and Germany, with winter coming up and the pipelines shut down, from getting cold feet and opening up” the shuttered Nord Stream 2. “The White House fear was that Putin would get Germany under his thumb and then he was going to get Poland.”
        The White House said nothing as the world wondered who committed the sabotage. “So the president struck a blow against the economy of Germany and Western Europe,” the official told me. “He could have done it in June and told Putin: We told you what we would do.” The White House’s silence and denials were, he said, “a betrayal of what we were doing. If you are going to do it, do it when it would have made a difference.”
        The leadership of the CIA team viewed Biden’s misleading guidance for its order to destroy the pipelines, the official told me, “as taking a strategic step toward World War III. What if Russia had responded by saying: You blew up our pipelines and I’m going to blow up your pipelines and your communication cables. Nord Stream was not a strategic issue for Putin — it was an economic issue. He wanted to sell gas. He’d already lost his pipelines” when the Nord Stream I and 2 were shut down before the Ukraine war began.
        […]

        Last winter German authorities allocated $286 billion in subsidies to major corporations and homeowners who faced higher energy bills to run their business and warm their homes. The impact is still being felt today, with a colder winter expected in Europe.
        […]

        The Biden administration blew up the pipelines but the action had little to do with winning or stopping the war in Ukraine. It resulted from fears in the White House that Germany would waver and turn on the flow of Russia gas—and that Germany and then NATO, for economic reasons, would fall under the sway of Russia and its extensive and inexpensive natural resources. And thus followed the ultimate fear: that America would lose its long-standing primacy in Western Europe.

        https://seymourhersh.substack.com/p/a-year-of-lying-about-nord-stream

        Korrektur: NS2 war von Habeck schon vor dem Krieg gestoppt worden. Von Juni bis September gab es Unterbrechungen der Gas-Lieferungen durch NS1 wegen Wartungs- und Reparaturarbeiten.

        Die Abhängigkeit von US-LNG ist groß – aber auch Rußland konnte seine LNG-Lieferungen in die EU um 40% in 2022 gegenüber 2021 steigern:

        Holger Stark und sein mutiges Team in der ZEIT (zusammen mit der ARD):

        Die englische Version dürfte ohne Abo zu lesen sein:

        Hui! Es gibt Konkurrenz unter den Mainstream-Medien!

        Bei der Andromeda-Saga sind sich SPIEGEL und ZDF aber mit ZEIT und ARD wieder einig:

        SPIEGEL- und ZDF-Recherche zum Nord-Stream-Anschlag
        Die Spuren führen in eine Richtung – in die Ukraine
        Es ist ein Agentenkrimi, der das Zeug hat, die Weltpolitik zu verändern: Vor einem Jahr sprengte ein Geheimkommando die Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee. Seitdem suchen Ermittler nach den Tätern. Die Fährte, der sie folgen, ist politisch hochgefährlich.
        Von Liliana Botnariuc, Jürgen Dahlkamp, Jörg Diehl, Matthias Gebauer, Hubert Gude, Roman Höfner, Martin Knobbe, Roman Lehberger, Frederik Obermaier, Jan Puhl, Alexandra Rojkov, Marcel Rosenbach, Fidelius Schmid, Sandra Sperber, Thore Schröder, Thomas Schulz, Gerald Traufetter, Wolf Wiedmann-Schmidt und Jean-Pierre Ziegler
        25.08.2023, 13.00 Uhr • aus DER SPIEGEL 35/2023

        https://www.spiegel.de/politik/deutschland/nord-stream-anschlag-in-der-ostsee-die-spuren-fuehren-in-eine-richtung-in-die-ukraine-a-befcbfbb-b1cd-4912-aeaa-56bef4dd8047

        (Später die kostenlose englische Version)

        Wir können von Glück reden, daß wir derartige Heroen unter unseren Journalisten haben und nicht solche Flachpfeifen wie Seymour Hersh:

        26.09.2023
        Vor einem Jahr wurden die Gas-Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 gesprengt. Drei der vier Röhren wurden zerstört – ein beispielloser Angriff auf Deutschlands kritische Infrastruktur. Seitdem recherchieren investigative Journalistinnen und Journalisten zu den Hintergründen – und stoßen auf zahlreiche Hindernisse. Diese Recherche, sagen sie, ist eine der schwierigsten ihrer Karriere! Die Spuren der mutmaßlichen Täter führen in die Ukraine, das macht den Fall politisch brisant. Die Ermittlungen laufen unter höchster Geheimhaltung: Nichts darf nach außen dringen! Niemand darf reden! Journalistinnen und Journalisten berichten von politischem Druck und Geheimhaltung seitens der Regierung. Woran liegt diese Geheimhaltung? Wie gehen Journalistinnen und Journalisten damit um? Und werden wir je erfahren, wer hinter der Nord-Sream-Sprengung steht? Das erfahrt ihr in diesem Film. 00:00 Geheimsache Nord Stream 01:21 Mangelhafte Berichterstattung? 03:42 26.09.2022 – ein ganz normaler Tag 05:43 Steckt Russland dahinter? 07:36 Die schwierigste Recherche 09:51 Seymour Hersh und die USA
        […]

        Auch Intercept stimmt ein:

        Das letzte Wort hat nämlich Andersson, der trotz „Andromeda“ eine Lenkung durch die USA nicht ausschließt.

        Da wurden keine Kosten und Mühen gescheut…

        Gustav Gressel wird als Militärexperte vom ÖRR und den Leitmedien zwar gerne bemüht, soll die ukrainische Armee hoch- und die russische niedergeschrieben werden. Aber hier dissentiert er, weil er die Russen für die Täter hält:

        Noch unangenehmer als die Ukraine-Story ist allerdings die CIA-Biden-Story…

        Masala glaubt an die Russen:

        Unter Berufung auf den schwedischen Open-Source-Journalisten Oliver Alexander, RTL und n-tv (auch die SZ zeigt auf die Russen):

        […]

        Naturgemäß sehr dünn.

        • In den heutigen Zeiten ist es zielführend, aus Propaganda auf die Wahrheit zu schließen: da werden aus ukrainischen Kriegsgefangenen laut russischem MoD plötzlich Russen in ukrainischen Uniformen:

          https://twitter.com/MyLordBebo/status/1707429993054195960

          Was auch darauf schließen läßt, daß die Ukrainer die Gräuelstories über Russen, die sich ergebende ukrainische Soldaten abknallen, nicht mehr glauben. Real tun das die Ukrainer.

          Der mittlerweile zurückgetretene kanadische Parlamentspräsident sagt doch klar und deutlich, daß es sich bei dem 98-jährigen Yaroslaw Hunka um einen WWII-Veteranen handelt, der gegen Rußland zu Felde gezogen sei. Ist Geschichte derartig formbar, daß ausgeblendet wird, daß im 2. Weltkrieg ukrainische Nazi-Formationen wie die SS Galicia Division, der Hunka angehörte, am Holocaust und der Ermordung von Polen, Ungarn und weiteren Minderheiten beteiligt waren?

          Nun hat sich Trudeau entschuldigt – auch gegenüber Selenskij, den er in eine unmögliche Position gebracht habe. Hä? In der Ukraine werden Bandera und die Galicia Division gefeiert: das ist Staatsdoktrin:

          […]

          Leider ist die Grenze zwischen Aktivismus und Wissenschaft längst gerissen, was insbesondere die zahlreichen russenhassende Osteuropa-Expertinnen angeht; ja, sie sind überwiegend weiblich. Sie gießen alten Wein in neue feministische Schläuche – und werden nicht umsonst vom Aktivisten-Bundeswehr-Prof Masala promotet, auf dessen Timeline ich dieses Selbstlob von Sabine Fischer fand:

          Cringe!

          Die Wissenschaft befindet sich eh auf einem Sinkflug:

          Klinikchef zu Corona-Analyse
          „Mit Long Covid schürt man nur noch Angst“
          • Von Joachim Müller-Jung
          • -Aktualisiert am 28.09.2023-11:35
          Wird nach der Pandemie jetzt auch noch Long Covid wissenschaftlich abgewickelt? Drei internationale Gesundheitsforscher stellen Zahlen und die Politik infrage – und ein deutscher Kliniker legt verbal nach.
          „An der Grenze der Seriosität“ – der Direktor der Klinik für Neurologie am Universitätsklinikum Essen, Christoph Kleinschnitz, ist kein Querdenker, und doch hat er schon früher den Umgang der eigenen Kollegen und der Gesundheitspolitik mit Long Covid vehement kritisiert. Wir haben ihn zu der soeben erschienenen Generalabrechnung von Gesundheitsforschern aus USA, England und Dänemark befragt.

          Joachim Müller-Jung
          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.
          Herr Kleinschnitz, in dem einflussreichen britischen Medizinjournal „BMJ Evidence-based Medicine“ werfen drei Epidemiologen den Medizin-Kollegen, Politikern, Gutachtern und einfach allen, die das Massenleiden Long Covid ernst nehmen, vor, die Sache ohne ausreichende Evidenz aufzubauschen. Die zugrunde liegenden Studien seien voller Mängel und Lücken. Sie als Neurologe beklagen das schon lange, haben aber die Mehrheit der Experten gegen sich. Ändert sich daran jetzt etwas?

          https://www.faz.net/aktuell/wissen/klinikchef-zu-corona-mit-long-covid-schuert-man-nur-noch-angst-19205049.html

          Aus einem Thread zu diesem Artikel:

          […]

          Im Tagesspiegel-Print las ich es noch deutlicher – online leider ebenfalls nur für Abonnenten lesbar:

          Tagesspiegel Plus Update
          Wie viele haben wirklich Long Covid?
          „Die Debatte wird oft nicht mehr sachlich geführt“

          Die Häufigkeit von Long Covid wird deutlich überschätzt, kritisieren US-Epidemiologen in einer Analyse. Das schürt nach Meinung der Autoren übertriebene Ängste bei den Menschen.
          Von Birgit Herden
          26.09.2023, 17:54 Uhr

          Es ist ein Dilemma: Manche Menschen erholen sich lange nicht von einer Coronainfektion, und die Verzweifelten erhalten oft viel zu wenig Hilfe. Zugleich kann eine intensive Berichterstattung zu einer verzerrten Wahrnehmung und Überschätzung des Problems führen. Wie groß sind die bleibenden Schäden, die das Sars-Cov-2-Virus in der Bevölkerung hinterlassen hat, wirklich? Eine Analyse von US-EpidemiologInnen kommt nun zu dem Schluss, dass viele der kursierenden Zahlen deutlich zu hoch gegriffen sind.

          https://www.tagesspiegel.de/wissen/wie-haufig-ist-long-covid-die-debatte-wird-oft-nicht-mehr-sachlich-gefuhrt-10532008.html

          Klima-Aktivisten in der Wissenschaft ruinieren den letzten Glauben an die Integrität von Wissenschaft:

          Der zweifelhafte Klimawandel-Beweis
          Stand: 28.9.2023 16:53 Uhr |

          Von Axel Bojanowski
          Chefreporter Wissenschaft

          Nach Desastern wie den Überschwemmungen in Libyen beeilen sich Forscher mit Studien, die eine Verbindung zur globalen Erwärmung beweisen sollen. Doch die sogenannten Attributionsstudien sind problematisch. Sie werden vor allem für Journalisten erstellt – die sie dankend aufgreifen.

          In Libyen starben im September Tausende bei einer Überschwemmung, Staudämme waren kollabiert. Lange zuvor hatten Ingenieure gewarnt, die Bauten drohten einzustürzen. Vor zwei Jahren kamen Dutzende Menschen bei Hochwasser in Westdeutschland ums Leben, just in einer Region, die ähnliche Flutkatastrophen in vergangenen Jahrhunderten mehrfach erlebt hatte – Tausende Häuser standen in natürlichen Überflutungsgebieten.

          In Pakistan starben vergangenes Jahr mehr als tausend Menschen wegen Monsunfluten. Studien hatten gezeigt, dass die Auswirkungen von Überschwemmungen in der Region durch Siedlungen, veraltetes Flussmanagement, Armut und politische Instabilität Pakistans verschlimmert worden waren.

          Die Ursachen für Wetterkatastrophen sind vielfältig, doch ein Thema dominiert die Schlagzeilen: die globale Erwärmung. Dafür sorgen sogenannte Attributionsstudien, die nach solchen Desastern rasch durchgeführt werden, um den Einfluss des menschengemachten Klimawandels auf das Wetterextrem zu kennzeichnen. „Serientäter“ sei der Klimawandel, meldete die „FAZ“ nach dem Libyen-Unwetter. „Klimakrise hat Megaregen verschärft“, schlagzeilte die „taz“.

          Wieder hatte die Initiative „World Weather Attribution“ (WWA) ihr Ziel erreicht, mit ihren „Echtzeit-Analysen“ Aufmerksamkeit herzustellen: „Dies gibt der Öffentlichkeit die Möglichkeit, klare Zusammenhänge zwischen Treibhausgasemissionen und einschneidenden Extremwetterereignissen herzustellen“, erklärt das Institut. Die Berichte könnten helfen, die Dringlichkeit von Klimaschutz zu verdeutlichen, meint Frederike Otto, die Attributionsstudien für die WWA erstellt. Der Klimawandel würde durch die Schnellstudien von einer „abstrakten Bedrohung zu einer konkreten“.

          Zahl der Hochwasseropfer rückläufig

          Nach Wetterkatastrophen beeilen sich Forscherteams mit Attributionsstudien – „um es noch in den Nachrichtenkreislauf zu schaffen“, wie die „New York Times“ feststellte. Die Attributionsstudien genügen allerdings nicht normalen wissenschaftlichen Standards, sie werden ohne Begutachtung veröffentlicht, ohne den Umweg über ein strenges Fachmagazin also. Das sorgt für Probleme.
          […]
          Nach Überschwemmungen wie jenen in Libyen, Westdeutschland oder Pakistan etwa verkündeten Attributionsstudien zwar jeweils einen wahrscheinlichen Einfluss der globalen Erwärmung. Indes: Der UN-Klimareport erkennt kein Klimawandelsignal in der Entwicklung von Überschwemmungen. Hochwasser seien weder global noch in jenen drei Regionen häufiger geworden. Die Zahl der Hochwasser-Opfer ist sogar deutlich zurückgegangen, auch in armen Ländern.

          Starkregen habe sich zwar in vielen Regionen im Zuge des Klimawandels intensiviert, dokumentiert der UN-Klimarat IPCC. In Kapitel 12 seines aktuellen Sachstandsberichts stellt der IPCC allerdings zugleich im globalen Durchschnitt noch kein unnatürliches Signal in der Veränderung von Starkregen fest.
          Wegen der globalen Erwärmung dürfte Starkregen zunehmen – doch die Entwicklung führt nicht zwangsläufig zu einer Zunahme von Hochwassern, räumt das Attributionsinstitut WWA ein: Ob aus Regenfluten Überschwemmungen werden, hängt vor allem von lokalen Bodenbedingungen ab.
          […]
          Die Widersprüche dürften den Durchmarsch der Attributionsforschung kaum bremsen. Der Wunsch, die Öffentlichkeit durch Zuschreibungen von Klimaereignissen von den Gefahren des Klimawandels zu überzeugen verleite Wissenschaftler und Medien, extreme Klimaereignisse dem Klimawandel zuzuschreiben, resümierten die Umweltforscher Myanna Lahsen und Jesse Ribot unlängst im Fachblatt „WIREs Climate Change“.

          Lahsen und Ribot sehen politisches Kalkül: Wetterkatastrophen hätten immer mehrere Ursachen. „Die Wahl des analytischen Rahmens durch Analysten hebt immer eine Ursache gegenüber anderen hervor und ist daher von Natur aus politisch, unabhängig davon, ob sie dies erkennen oder nicht“, betonen die Forscher.

          „Katastrophen-Framing politisch nützlich“

          Der Klimawandel sei „ein großes Problem für die Menschheit“, ihn einzudämmen sei „unerlässlich“. Doch es bestehe ein Dilemma: Attributionsstudien würden die Bedeutung der Treibhausgasreduzierung ins Zentrum rücken, während die effektivsten Ansätze zur Verringerung des Risikos von Wettergefahren Anpassungmaßnahmen vor Ort seien.

          „Klimazentriertes Katastrophen-Framing ist politisch nützlich für Akteure, die daran interessiert sind, die Aufmerksamkeit von lokalen, nationalen und internationalen politischen Initiativen abzulenken, die direktere und lokal relevante Abhilfemaßnahmen bringen könnten – oder hätten bringen können“, schreiben Lahsen und Ribot.

          Auch die Attributionsforscherin Friederike Otto hat vor Übertreibungen gewarnt. Zusammen mit zwei Kollegen forderte sie in einem Aufsatz im Fachmagazin „Communications Earth & Environment“: „Hört auf, das Klima für Katastrophen verantwortlich zu machen.“
          […]
          Manche Wetterkatastrophen würden wahrscheinlicher wegen der menschengemachten Erwärmung, ausgelöst beispielsweise durch Extremregenereignisse, die in einer wärmeren Atmosphäre tendenziell stärker ausfallen. Ob aus Regen aber eine Katastrophe werde, hänge wesentlich davon ab, wie anfällig Siedlungen für Extremwetter seien, schrieben Otto und ihre Kollegen. Die Anfälligkeit wäre ein Problem, das mit politischen Mitteln am Ort gelöst werden müsse.

          https://www.welt.de/wissenschaft/plus247656802/Wetterkatastrophen-Der-zweifelhafte-Klimawandel-Beweis.html

          Im Ahrtal hätte schon ein effektiver Katastrophenschutz viele Todesopfer vermieden. Daß in natürliche Überschwemmungsgebiete Wohnsiedlungen placiert wurden, steht auf einem anderen Blatt.

          Quatschstudien kennzeichnen die sogenannte „Klimawissenschaft“:

          Umstrittene Studie
          Was wirklich hinter dem Insektensterben steckt

          Das Klima soll einen großen Einfluss auf den Rückgang der Insekten haben, besagt eine Studie. Andere wichtige Faktoren werden nach Ansicht von Umweltforschern dabei jedoch zu wenig berücksichtigt.
          Von Jan Kixmüller
          27.09.2023, 17:03 Uhr | Update: 27.09.2023, 17:04 Uhr

          Eine neue Studie hat jetzt Schwankungen im Langzeittrend der Insektenbestände in Deutschland mit dem Wetter in Verbindung gebracht. Die am Mittwoch in „Nature“ veröffentlichte Studie zeigt, dass das Wetter und Wetteranomalien eine entscheidende Rolle bei den langjährigen Schwankungen der Menge an fliegenden Insekten in Deutschland in den vergangenen 34 Jahren spielen.
          […]
          Hintergrund der Untersuchung waren Daten der bekannten Krefeld-Studie aus dem Jahr 2017, für die über 27 Jahre die Biomasse fliegender Insekten in Deutschland beobachtet wurde. Damals stellte man einen Rückgang von 76 Prozent fest, als Ursachen wurden intensive Landwirtschaft, zunehmende Umweltverschmutzung, Lebensraumzerstörung, Klimawandel und Lichtverschmutzung diskutiert, nichts davon konnte allerdings belegt werden.

          Anlass für die Analyse der Krefeld-Daten war, dass die Insektenbiomasse im Jahr 2022 höher war als im langjährigen Trend, in etwa auf dem Niveau der 1980er Jahre lag. [Sprich: das angebliche Insektensterben fand gar nicht statt.] Um diese Schwankungen zu erklären, ergänzten die Forschenden die Krefelder Daten mit Proben aus späteren Jahren, die aus anderen Regionen stammten, und kombinierten die Ergebnisse mit Wetterdaten wie Temperatur und Niederschlag. Auf dieser Grundlage stellten sie fest, dass sich drei Viertel der Schwankungen in den Insektenfallen erklären lassen, wenn neben den räumlichen und zeitlichen Variablen auch Wetterparameter berücksichtigt werden.
          […]
          Auch Hans-Peter Piepho, Leiter des Fachgebiets Biostatistik an der Universität Hohenheim, warnt davor, die Ergebnisse der Studie einseitig so zu interpretieren, dass Wetterphänomene allein den dramatischen Verlust an Insektenbiomasse aus der Krefeld-Studie erklären könnten. Was auch die Autor:innen selbst in der „sehr ausführlichen und fundierten Diskussion“ der Arbeit nicht tun würden. „Die Tatsache, dass diese Studie einen großen Einfluss der Witterung nachweist, bedeutet nicht, dass andere Faktoren wie der Pestizideinsatz und die Änderung der Landnutzung nicht ebenfalls einen großen Einfluss haben können.“

          Renaturierung gefordert

          In diesem Zusammenhang betonte auch Roel van Klink vom Deutschen Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung in Leipzig, dass die derzeitigen Auswirkungen des Klimawandels ohnehin nicht schnell wieder rückgängig zu machen seien. „Die Klimakatastrophe ist etwas, das nicht wieder verschwinden wird“, insofern könne das Insektensterben auch nicht durch Emissionsminderungen aufgehalten werden. „Stattdessen brauchen wir eine Renaturierung und ein Ende der Zerstörung von Lebensräumen und der Verschmutzung, um die Auswirkungen des Klimawandels abzumildern.

          Ein weiteres Manko der Studie sei der Einsatz von sogenannten Malaise-Fallen, die nur fliegende Insekten und deren Aktivität messen würden. Sitzen die Insekten bei schlechtem Wetter hingegen still, werden sie nicht gefangen; über am Boden lebende Insekten sage die Methoden gar nichts aus.

          Zu einem geradezu vernichtenden Urteil kommt Christoph Scherber, Leiter des Zentrums für Biodiversitätsmonitoring in Bonn. „Die aktuelle Studie ist in ihrer Kernaussage absolut fatal und hätte von ‚Nature‘ in dieser Form nicht publiziert werden sollen.“ Wetter und Klima seien zwar wichtig für Insektenpopulationen. „Aber alles ausschließlich auf Wetter und Klima zu reduzieren: Das ist zu einfach gedacht.“
          In der Studie würden zu einfache Modelle präsentiert, die wichtige Einflussfaktoren wie insbesondere die Landnutzung außer Acht lassen. „Die Autoren erweisen so der gesamten Debatte um das ‚Insektensterben‘ einen Bärendienst“, so Scherber gegenüber dem SMC. „Alles nun auf Wetter und Klima zu schieben, wirft die Debatte um Jahrzehnte zurück und liefert keinen Erkenntnisgewinn.“

          Klimaveränderungen hätten schon immer einen Einfluss auf Insektenpopulationen gehabt: „Daraus sollte man aber keinesfalls folgern, dass andere Einflussgrößen unbedeutend sind.“ So sei in der Krefelder Studie der Rückgang der Insekten unter anderem auch mit Verbuschung erklärt worden. Die wissenschaftliche Kunst bestehe darin, exakte Studien so anzulegen, dass Witterung und andere Effekte klar getrennt werden können.

          Auch sei es wissenschaftlich fragwürdig, eine zweite, kürzere Studie aus südlicheren Regionen (Bayern) einfach mit den Krefelder Daten zu kombinieren. Man könne die Dynamik eines Systems nicht durch pures Betrachten verstehen. „Ein schlechter Datensatz wird durch Kombination mit einem zweiten Datensatz nicht unbedingt besser“, so Scherber. „In gewisser Weise erscheint dies, als würde man zwei schlechte Studien kombinieren und damit plötzlich meinen, die Welt erklären zu können.“

          https://www.tagesspiegel.de/wissen/insektensterben-wetter-10535446.html

          Für „Klimawissenschaft“ gibt es halt staatliche Fördergelder.

          Vollends vernachlässigen können wir freilich die „weiche“ Wirtschaftswissenschaft, die sich in jegliche Richtungen biegen läßt, sogar in unmögliche wie die von Marcel Fratzscher:

          Als Humboldt-Uni-Prof. ist er auskömmlich staatlich alimentiert, als ZEIT-Kolumnist verdient er ein Zubrot, als DIW-Präsident existiert er ebenfalls von staatlichen Zuwendungen:

          Das DIW Berlin betreibt gesellschaftlich relevante, an internationalen Standards orientierte Forschung, Wissenstransfer und Nachwuchsförderung und trägt maßgeblich zum Ausbau der nationalen und internationalen Forschungsdateninfrastruktur in den Sozial- und Wirtschaftswissenschaften bei. Das Institut ist Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft und dient ausschließlich und unmittelbar gemeinnützigen wissenschaftlichen Zwecken.
          Finanzierung keyboard_arrow_up
          Als Mitglied der Leibniz-Gemeinschaft wird das DIW Berlin im Rahmen der gemeinschaftlichen Forschungsförderung nach Artikel 91b GG von Bund und Ländern gefördert. Diese Zuwendungen machen in der Regel ca. zwei Drittel des Institutshaushalts aus.

          https://www.diw.de/de/diw_01.c.598936.de/seiten/ueber_uns.html#c_598932

  7. Zuletzt schrieb ich zu Berg-Karabach:

    As drama unfolded on the border, Armenia’s Prime Minister Nikol Pashinyan — himself a target of protests over Karabakh’s defeat — sought to deflect the blame onto long-standing ally Russia, signalling a breakdown in the countries‘ security pact.

    In nationally televised comments, the Armenian leader said the Russian-led Collective Security Treaty Organisation (CSTO) and Moscow-Yerevan military-political cooperation were „insufficient“ to protect the country, suggesting that he would seek new alliances.

    The CSTO members pledge to defend one another from outside attack. But, bogged down in its own war in Ukraine, Russia refused to come to Armenia’s assistance in the latest Nagorno-Karabakh conflict, arguing that Yerevan itself had recognised the disputed region as part of Azerbaijan.
    Now, Russian peacekeepers are helping Azerbaijan disarm the Karabakh rebels.

    Pashinyan said Armenia should ratify the treaty which established the International Criminal Court (ICC), which has issued an arrest warrant for Russian President Vladimir Putin over the Ukraine war.
    Armenia also announced that Pashinyan would meet his Azerbaijani counterpart President Ilham Aliyev at the summit of the European Political Community in the Spanish city of Granada on October 5, along with EU leaders like President Emmanuel Macron of France and Germany’s Chancellor Olaf Scholz.
    […]
    The bad blood between the communities will only fuel international concern that Azerbaijan’s sudden victory could trigger another round of persecution in a conflict that has seen abuses on both sides.
    In a call on Saturday, US Secretary of State Antony Blinken told Pashinyan that Washington had „deep concern“ for ethnic Armenians there, a spokesman said.
    But Baku’s Foreign Minister Jeyhun Bayramov told the General Assembly: „Azerbaijan is determined to reintegrate ethnic Armenian residents of the Karabakh region of Azerbaijan as equal citizens.“
    Baku will also secure further diplomatic backing from key ally Turkey, whose leader Recep Tayyip Erdogan will visit Azerbaijan’s Nakhchivan exclave on Monday.

    https://news.yahoo.com/armenia-signals-rift-russia-wounded-103421214.html

    „Es wäre schön, wenn die EU die Gespräche nicht parteiergreifend, sondern zur Abwechslung mal entdramatisierend und konstruktiv begleiten würde. Leider hat sie sich als „ehrlicher Makler“ bereits disqualifiziert.“

    Warum die Presse versagt III


    [h]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-1/#comment-101367

    Danach erst habe ich diesen Kommentar der NZZ vom 23.9.2023 wahrgenommen:

    Veränderte Prioritäten im Kaukasus: Vor drei Jahren ruhten noch alle Hoffnungen der armenischstämmigen Bevölkerung von Nagorni Karabach auf Russland, nominell Armeniens Schutzmacht. Nun hat Moskau nur zugeschaut, wie die dortigen Truppen vor jenen aus Aserbaidschan kapitulierten. Russland fehlen Kraft und Wille, sich Präsident Alijew, dem skrupellosen, autoritären Herrscher in Baku, entgegenzustellen. Zum Hintergrund

    Das bringt es sehr schön auf den Punkt, warum der Heuchel-Westen außerhalb seiner Blase nicht mehr ernstgenommen wird. In der Ukraine ist Putin der Teufel, weil er Separatisten unterstützt. In Aserbeidschan ist er es, weil er Separatisten NICHT unterstützt. Und mit dem „skrupellosen, autoritären Herrscher in Baku“ hat die EU Gaslieferungsverträge abgeschlossen. Mit Kasachstan auch, wobei Scholz jetzt zu einem nie zuvor dagewesenen Gipfel mit den 5 autoritär regierten kaukasischen „-stan“-Staaten geladen hat.

    Zum Social Media- und Presseunwesen, was den Stand des Krieges in der Ukraine angeht. Am 22.9. hatte ich zu dem „Durchbruch“ der Ukraine an der „Surowikin-Linie“ bei Werbowe geschrieben:

    „Nun mußte unbedingt ein Erfolgserlebnis – Durchbruch einer russischen Verteidigungslinie – her. Obwohl man ja eigentlich gen Süden durchbrechen wollte, versuchte man es lieber im Osten, auf derselben Höhe wie Rabotino/Robotyne, nämlich westlich des Dorfes Werbowe:

    Und dann ist es doch gelungen – aber um welchen Preis…

    Röpcke betont zunächst die russischen Verluste bei dieser Aktion:

    https://twitter.com/JulianRoepcke/status/1705189261845164425

    Um dann aber wahrheitsgemäß auf die ukrainischen einzugehen:

    https://twitter.com/JulianRoepcke/status/1705217692368556404

    […]
    Die ganze Aktion hatte lediglich den PR-Effekt als Ziel, wenigstens einmal einen Durchbruch an der Surowikin-Linie vermelden zu können. Strategisch ist dieser „Durchbruch“ komplett sinnlos, und was das Opfern von Soldaten angeht, zynisch.“

    Warum die Presse versagt III


    [h]]ttps://gabrielewolff.wordpress.com/2023/09/03/warum-die-presse-versagt-iii/comment-page-1/#comment-101361

    Jetzt stellt sich heraus, daß es diesen „Durchbruch“ an einer Surowikin-Linie gar nicht gegeben hat. Ich war etwas zu blauäugig und hätte skeptischer sein müssen, weil das erste Medium, das mittels „Satellitenbildern“ diesen „Durchbruch“ verkündete hatte, das US-Falken-Propaganda-Medium ISW gewesen war.

    „Deepstate map“ ist ein ukrainischer Social Media-Kanal.

    Die offizielle russische Stellungnahme für den 23.9.2023:

    „In the vicinity of Rabotino, in the western part, there are oncoming battles. The Ukrainian Armed Forces are trying to break through at Verbovoy.“

    Und nun das ISW über flächendeckende gescheiterte Angriffe der Ukraine:

    „by @RVvoenkor“

    😉

    Das ist eine knackige Zusammenfassung der gewundenen Erklärungen des ISW vom 24.9.2023, mit dem es seine fake news u.a. zu Werbowe nunja zurücknahm, indem es sie „bestätigte“:

    „Russian field fortifications“; „These fortifications are not the final defensive line in Russia’s defense“; „as part of a near-contiguous belt about 1.7-3.5 km west of #Verbove“

    Kurz und gut: es handelt sich um „normale“ russische Verteidigungslinien außerhalb der Surowikin-Verteidigungs-Schanzen bei Werbowe.

    […]

    „have not overcome all of the prepared Russian defensive positions near #Verbove“; „Ukrainian forces’ rate of advance […] remains unclear.“

    Nö, da ist nichts „unklar“ – die zynisch geopferte ukrainische Infanterie an einem Vorposten VOR der Surowikin-Linie spricht eine deutliche Sprache. Aber natürlich hat die gesamte deutschsprachige Westpresse diesen „Durchbruch“ gefeiert, weil sie allein von Wunschdenken geleitet ist. Die englischsprachigen senken schon seit längerer Zeit den Daumen.

    Kommen wir zu Polen: so sieht es sich selbst:

    Verbunden mit der Ukraine durch den geteilten Haß auf Rußland. Aber empfindlich, wenn die Ukraine Polen als Putin-Förderer verunglimpft:

    War eigentlich klar, daß Deutschland wie üblich gegen Polen schießen würde…

    Auch CNN spielt Polen gegen Deutschland aus:

    Derselbe Röpcke, der davor mahnt, Deutschland dürfe die Eigenverteidigung durch Lieferungen an die Ukraine nicht vernachlässigen, gesteht dasselbe Polen nicht zu. Interessant.

    https://twitter.com/phil_ipp_fritz/status/1704866257122537945

    Achja, das Kommentariat. Hier mustergültig durch Christoph von Marschall beim Tagesspiegel repräsentiert:

    Liefert Warschau nun keine neuen Waffen mehr an Kiew? Verbündete wie Polen sind Putins Hoffnung
    Kurz vor der Wahl kennt die Regierungspartei PiS nur eine Loyalität: nationalen Egoismus. Das schwächt den Westen und zeigt die Risiken, wie Russland den Krieg doch noch gewinnen kann.

    Ein Kommentar von Christoph von Marschall
    21.09.2023, 19:24 Uhr

    War es nur ein Missverständnis? Polens Premier Mateusz Morawiecki sagt, dass sein Land keine Waffen mehr an die Ukraine liefert. Für viele Partner klingt es wie eine Drohung, mit der Polen Druck ausüben möchte, etwa in der Kontroverse um die Einfuhr ukrainischen Getreides in die EU.

    Warschau bestreitet das. Morawiecki habe nur den Sachstand erläutert. Polen habe alles geliefert, was es übrig hatte. Nun müsse es erstmal die eigene Armee ausrüsten.
    Die Reaktionen Verbündeter zeigen zweierlei: das Misstrauen, das Polen entgegenschlägt. Und die Risiken für das Ziel, dass Russland den Krieg nicht gewinnen und die Ukraine ihn nicht verlieren dürfe. Wie weit reichen Einigkeit und Entschlossenheit bei der Unterstützung Kiews?
    […]
    Polen vergab EU-Visa gegen Schmiergeld

    Nun hat die PiS aber einen Skandal am Hals. Gegen Schmiergeld haben polnische Konsulate in Afrika offenbar Hunderttausenden Menschen aus muslimischen Ländern illegale Visa erteilt, mit denen sie in die EU kommen. Statt den Skandal aufzuklären, mauert die PiS.

    Doppelzüngigkeit und Misstrauen im Westen: Das ist der Stoff, der Wladimir Putin hoffen lässt, dass er den Krieg, den er militärisch zu verlieren droht, doch noch gewinnen kann. Er wäre gerettet, wenn der Wille der Ukraine-Koalition erlahmt.

    Arbeitet die Zeit für Putin oder die Ukraine?

    Daran entscheidet sich zugleich, ob die Zeit für die Ukraine arbeitet oder für Putin. Der Krieg ist jetzt ein Abnutzungskrieg. Durchhaltekraft entscheidet. An Wirtschaftskraft ist Russland dem Westen weit unterlegen. Die USA und die EU haben einzeln jeweils sieben Mal so viel wie Russland. Und dazu die besseren Waffen. Wenn sie die Ukraine geeint und entschlossen unterstützen, arbeitet die Zeit für Kiew.

    Putin setzt darauf, dass Wahlen in Amerika und Europa Kräfte an die Macht bringen, denen dieser Wille fehlt. Dann arbeitet die Zeit für ihn.
    Falls Donald Trump 2024 gewinnt, kann Putin triumphieren. Das gilt auch dann, wenn die Russland-Falken der Republikaner verhindern, dass Trump die Waffenhilfe beendet. Für das Schicksal der Ukraine-Koalition genügt es, wenn da kein US-Präsident mehr ist, der sie durch Autorität und Führung zusammenhält wie Joe Biden.
    Wer glaubt ernsthaft, dass Kanzler Scholz oder Präsident Macron oder die EU-Kommission diese Rolle übernehmen könnte? Traurig, aber wahr: In strategischen Fragen bringt Europa alleine wenig zustande.
    Wer diesen Krieg verliert, Russland oder die Ukraine, wird nur in zweiter Linie militärisch entschieden. Die wichtigere Front ist die politische. Deshalb hat Mateusz Morawiecki so viel Verunsicherung ausgelöst – was auch immer er eigentlich sagen wollte.

    https://www.tagesspiegel.de/meinung/warschau-liefert-keine-waffen-mehr-an-kiew-verbundete-wie-polen-sind-putins-hoffnung-10507510.html

    Ein wirres Pamphlet, das illusionären westlichen Kriegszielen anhängt, polnischen Einsatz für die eigenen Bauern diskreditiert, und den dementen Biden maßlos überschätzt. Selbstverständlich wird der Konflikt militärisch entschieden.
    Nur in einem Punkt ist von Marschall realistisch: was einen Wahlsieg von Trump angeht:

    Ihm scheint es zudem nicht in den Sinn zu kommen, daß in Wahlkampfzeiten auch Umfragen zählen; 70 % der Polen lehnen weitere Hilfen an die Ukraine ab – und viele erinnern sich jetzt auch wieder an WW II, wo die ukrainischen Nazi-Kollaborateure ja auch Polen umbrachten.

    We must remember the Huta Pieniacka murder victims – PM
    Politics | History | News
    (PAP) mp/mf February 28, 2019

    Prime Minister Mateusz Morawiecki wrote on Twitter on Thursday that Poland owes remembrance to Poles who were murdered in Huta Pieniacka (today western Ukraine) by Ukrainians from the Ukrainian Insurgent Army (UPA), a Nazi SS division and other barbaric units.

    „Seventy-five years ago, under the German occupation, they died at the hands of their neighbours because they (Polish people – PAP) felt Polish, because they were Poles,“ PM noted.

    The Huta Pieniacka massacre is considered to be the most serious crime committed by Ukrainian nationalists in that region of Eastern Europe. On Feb. 28, 1944, Ukrainian volunteers forming a unit of the German 14th SS „Galicia“ Division massacred between 850 and 900 people in the village.

    The main reason for the massacre was that Poles killed two soldiers of the Ukrainian unit.

    Victims of Ukrainian volunteers to the Waffen SS division and Ukrainian nationalist units were not only the inhabitants of Huta Pieniacka, but also many others who had escaped from Volhynia and from villages that the UPA had razed to the ground in 1943. Jews who were threatened by German extermination also hid in Huta Pieniacka. In the village inhabited by over 1,000 people, only 160 people survived.
    The SS „Galicia“ Division was formed in 1943 in Lviv, Eastern Galicia. The main founder of the division was the district governor SS Otto Waechter.

    https://www.thefirstnews.com/article/we-must-remember-the-huta-pieniacka-murder-victims—pm-4901

    Das Nazi-Problem der Ukraine wird freilich bei uns heruntergespielt, wo doch der „Kampf gegen Rechts“ angeblich prioritär sein soll:

    Polen hat eine Lösung gefunden, den eigenen Markt vor billigem kontaminierten ukrainischen Getreide zu schützen, das allenfalls als Tierfutter geeignet ist: streng überwachte Korridore, die eine Verklappung in Polen unterbindet:

    Super! Dann landet es also unkontrolliert bei uns? Scholz im Wahlkampfmodus:

    Damit hilft er weder Nancy Faeser in Hessen noch der EU noch der fragilen Koalition in Berlin. Und in Polen werden sicherlich antideutsche Ressentiments aktiviert, weil die angebliche Visa-Affäre auch nicht mehr ist als ein mediales anti-PiS-Konstrukt.

    • In Kanada bilden Bandera- und SS Galicia Division-Anhänger eine starke ukrainische Diaspora, weil sie seinerzeit dorthin straflos fliehen konnten: da konnte sich Selenskij akzeptiert fühlen, ist doch der Bandera-Kult mittlerweile ukrainische Staatsdoktrin:

      Da klatscht sogar der woke Trudeau…

      Katchanovski ist ein ukranisch-stämmiger Professor in Kanada, der von der kanadischen Realität geradezu erschlagen sein muß. Trudeau ist vollkommen von der Rolle – und ich muß wohl kaum belegen, mit wem er verglichen wurde:

      „What if, instead, the goal of Western leaders over the last year and a half has been to actually provoke a general war with Russia via their Ukrainian proxy? The general public in the West knows that their own stake in the conflict is negligible and will not support offensive intervention – but defensive intervention because the Russians widened the war in an attempt to face down NATO would be another matter entirely. What if they’re looking for a „Pearl Harbor“ moment to launch a popular war? Putin’s the one with an intelligence agency that presumably has high-level insight into actual Western plans, intentions and leadership attitudes – perhaps his scrupulous care to avoid giving the West a bloody shirt to wave despite endless reasons to do so reflects an understanding that the West’s current leadership is dangerously aggressive and actively seeking war.

      Diesen Eindruck habe ich langsam auch. Und Trudeau mit seinem China-ähnlichen autoritären Zugriff in Corona-Zeiten ist eh diskreditiert.

      Zum vom Westen provozierten Ukraine-Krieg:

      Es wurde ja gestrunzt damit, zu welch geringem Preis Rußland geschädigt werde:

      Ein Werbevideo zugunsten der Minderheit der anti-Trumper in der republikanischen Partei.

      Ein Rückgriff auf die Historie:

      Masala wird zum Juristen: alle Erklärungen von westlichen Politikern sind Schall und Rauch: solange es keinen VERTRAG gibt. Wie konnte die Sowjet-Union nur so blöd sein, vertragslos dem Westen zu vertrauen? Der natürlich auch Verträge bricht wie den von Minsk, der in den Rang einer UN-Resolution des Sicherheitsrates erhoben worden war. Lawrow mit Wahrheiten:

      Im vertrauten Kanada erklärte der Autokrat Selenskij auch, warum er keine Wahlen abhalten will:

      Damit sollen die USA aber keineswegs einverstanden sein:

      „example the 1952 Presidential elections, which were held in South Korea on August 5, at the height of the Korean War. The current president, Syngman Rhee, won them, which made it possible to demonstrate democratic principles as opposed to dictators

      Ein blödes Beispiel, weil Selenskij ja viel mehr „Diktator“ ist als Putin: Oppositions-Parteien sind verboten, ihre Führer und Anhänger werden verfolgt – wozu da noch Wahlen?

      Trotz des diktatorischen Selenskij-Regimes, das ja einst auf dem Ticket der Friedensstiftung mit Rußland gewann: es gibt Widerstand gegen den Mann, der Hunderttausende Männer ohne Sinn und Verstand abschlachten läßt:

      Gottlob gibt es auch in Kanada Widerstand:

      Ich friere schon den ganzen Tag. Jetzt sind es 9 Grad (bei 12 Grad Vormittags und über 17 Grad wurde es nie). Mehr deshalb zu freundlicheren Zeiten.

      • Immerhin gab es nach jüdischen Protesten dann doch eine Reaktion:

        Kanadischer SS-Fauxpas
        Selenskyjs Besuch in Ottawa überschattet
        Montag, 25.09.2023, 11:33

        Kanadas Parlamentspräsident Rota sorgt für Kontroverse, indem er einen SS-Veteranen ehrt, während des Staatsbesuchs des ukrainischen Präsidenten Selenskyj. Tiefes Bedauern und intensive Proteste folgten. Ein diplomatischer Fauxpas, der weltweit für Schlagzeilen sorgt.

        Während des Aufenthalts von Präsident Wolodymyr Selenskyj in Ottawa kam es zu einem diplomatischen Fehltritt, als ein ukrainischer SS-Veteran vom kanadischen Parlamentspräsidenten Anthony Rota geehrt wurde. Infolgedessen drückte Rota nach intensiven Protesten sein Bedauern aus. „Ich möchte ganz besonders mein tiefstes Bedauern gegenüber den jüdischen Gemeinschaften in Kanada und rund um die Welt ausdrücken“, zitierten kanadische Medien den Parlamentspräsidenten am Wochenende. Er betonte, dass er für seine Handlungen voll verantwortlich sei.

        Empörung über Rotas Anerkennung

        Der ukrainische Präsident, Selenskyj, hielt am Freitag eine Rede vor dem kanadischen Parlament. Im Anschluss daran drückte die Organisation Friends of Simon Wiesenthal Center (FSWC) ihre Bestürzung darüber aus, dass Rota den 98-jährigen ukrainischen Immigranten Jaroslaw Hunka als „ukrainisch-kanadischen Kriegsveteranen“ anerkannte, der sich für die ukrainische Unabhängigkeit gegen Russland eingesetzt hatte. Rota ließ unerwähnt, dass Hunka während des Zweiten Weltkriegs Mitglied einer Waffen-SS-Einheit war. Während dieser Ehrung war Hunka im Parlament zugegen und wurde mit kräftigem Beifall bedacht. Berichten von Radio Canada zufolge wohnt Hunka in Rotas Wahlkreis.

        https://www.focus.de/politik/ausland/ukraine-krise/kanadischer-ss-fauxpas-selenskyjs-besuch-in-ottawa-ueberschattet_id_212539407.html

        Das konnte ja niemand ahnen, was das für Typen waren, die während des 2. Weltkriegs gegen Rußland kämpften.
        Und Olaf Scholz bekam seine Retoure:

        Kanzler forderte Aufklärung von Visa-Skandal
        Nach Scholz-Mahnung reagiert Polen gereizt und schießt zurück
        Montag, 25.09.2023, 07:29

        Olaf Scholz hat sich für eine stärkere Kontrolle der irregulären Migration ausgesprochen. Der Bundeskanzler fordert auch Aufklärung über mögliche Unregelmäßigkeiten bei Visavergaben in Polen. Polens Außenminister reagiert gereizt und geht auf X (früher Twitter) Scholz an.
        […]
        Polnischer Außenminister: „Äußerung von Scholz verstößt gegen die Grundsätze der souveränen Gleichheit der Staaten“

        Mit Blick auf die Lage an den Grenzen forderte Scholz Aufklärung über mögliche Unregelmäßigkeiten bei Visavergaben im Nachbarland Polen. „Ich möchte nicht, dass aus Polen einfach durchgewinkt wird und wir dann hinterher die Diskussion führen über unsere Asylpolitik.“ Es müsse so sein, „dass wer in Polen ankommt, dort registriert wird und dort ein Asylverfahren macht“ – und nicht Visa, die für Geld verteilt würden, das Problem vergrößerten. Scholz hob zudem Vereinbarungen mit der Schweiz hervor, nach denen Bundespolizisten auch Zurückweisungen aussprächen. Enge Kooperation habe gewirkt. „Wir diskutieren das mit Tschechien, wie das geht – vielleicht so wie bei der Schweiz.“

        Polens Außenminister Zbigniew Rau reagierte am Sonntagabend auf die Aussagen von Scholz und ging den Bundeskanzler bei X (früher Twitter) scharf an: „Die jüngste Äußerung von Bundeskanzler Olaf Scholz verstößt gegen die Grundsätze der souveränen Gleichheit der Staaten, die die Grundlage der gutnachbarlichen Beziehungen und der freundschaftlichen Zusammenarbeit mit Polen bilden, wie sie von der Regierung der Bundesrepublik Deutschland im Vertrag von 1991 mit Polen erklärt wurden.“
        Rau weiter: „Die Zuständigkeit des deutschen Bundeskanzlers bezieht sich eindeutig nicht auf die laufenden Verfahren in Polen. Diesbezügliche Äußerungen deuten auf den Versuch hin, sich in die inneren Angelegenheiten des polnischen Staates und in den laufenden Wahlkampf in Polen einzumischen. Im Namen guter bilateraler Beziehungen appelliere ich an den deutschen Bundeskanzler, die Souveränität Polens zu respektieren und von Äußerungen Abstand zu nehmen, die unseren gegenseitigen Beziehungen schaden.“

        https://www.focus.de/politik/nach-aussagen-ueber-asylpolitik-polen-aussenminister-geht-scholz-scharf-an-verstoesst-gegen-die-grundsaetze_id_212185269.html

        Was hätte Scholz gesagt, hätte Polen den deutschen Visa-Skandal thematisiert? Der ist freilich auch bei uns „untergegangen“: der Tagesspiegel stellte ihn verharmlosend so dar:

        Ärger für das Auswärtige Amt
        Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Rechtsbeugung
        Auslöser war eine Anzeige im Zusammenhang mit dem Aufnahmeprogramm für Afghanen. Die Union sieht Außenministerin Baerbock und die Grünen von „Ideologie“ getrieben.
        Von Hans Monath
        16.06.2023, 16:02 Uhr

        Nach Bekanntwerden staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen wegen Rechtsbeugung hat die Union den Umgang des Auswärtigen Amtes mit Visaverfahren für Afghanen scharf kritisiert. Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Anweisungen aus dem Auswärtigen Amt im Zusammenhang mit Visumverfahren für afghanische Staatsbürger gegen unbekannt wegen des Verdachts der Rechtsbeugung. Das Magazin Cicero und Business Insider hatten zuerst darüber berichtet.
        Demnach hatte ein ehemaliger Mitarbeiter des Innenministeriums Anzeige gegen Verantwortliche des Auswärtigen Amtes erstattet. Auslöser war den Berichten zufolge der Fall des Afghanen Mohammad G., dessen angeblicher Bruder bereits in Deutschland lebt.
        […]
        Für Ortskräft gibt es ein eigenes Aufnahmeprogramm

        Das AA hatte nach früheren Angaben eines Sprechers tatsächlich der deutschen Botschaft in Islamabad aufgrund eines Vergleichs vor Gericht die Weisung erteilt, Mohammed G. ein Visum für die legale Einreise nach Deutschland auszustellen. Der Afghane hatte demnach zuvor vor dem Verwaltungsgericht in Berlin „mit absehbarem Erfolg“ auf die Ausstellung eines Visums geklagt.
        Nachdem er bei der Botschaft vorgesprochen hatte, wurde sein Pass aber offenbar als falsch eingestuft, seine Identität galt demnach als ungeklärt, weshalb auch keine Vergabe eines Visums erfolgte.

        Der Afghane wollte im Rahmen des von Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) und Innenministerin Nancy Faeser (SPD) im vergangenen Oktober ins Leben gerufene „Bundesaufnahmeprogramm Afghanistan“ nach Deutschland kommen. Dieses wurde wegen Sicherheitsbedenken im März ausgesetzt, bevor es angelaufen war.

        Zuvor hatte der deutsche Botschafter in Islamabad in einem vertraulichen Schreiben über Anhaltspunkte für einen systematischen Missbrauch humanitärer Aufnahmeprogramme durch Islamisten gewarnt. Bis dahin war im Zuge dieses Verfahrens noch niemand in die Bundesrepublik gekommen.

        „Die Bundesregierung setzt auf Biegen und Brechen ein Programm durch, bei dem sie jeden Monat tausend Afghanen nach Deutschland einfliegen will – wohlgemerkt Afghanen ohne jeden Bezug zu Deutschland“, kritisierte der innenpolitische Sprecher der Unionsfraktion, Alexander Throm (CDU). Der CDU-Politiker verwies darauf, dass es für die Ortskräfte, die für deutsche Institutionen gearbeitet hatten, ein eigenes Aufnahmeprogramm gibt.
        Dass die Ampel dabei „auf maximale Intransparenz“ setze, lasse sehr an dem Programm zweifeln, fügte Throm hinzu. Bis heute weigere sich die Regierung, dem Parlament und der Öffentlichkeit die Nichtregierungsorganisationen (NGOs) zu nennen, die die aufzunehmenden Afghanen vorschlagen. Der CDU-Politiker weiter: „Eine geheime Staatsverwaltung braucht nur derjenige, der etwas zu verbergen hat.“ Die Bundesregierung arbeitet bei der Aufnahme mit NGOs zusammen, die sie wegen Sicherheitsbedenken auch gegenüber Parlamentariern nicht preisgeben will.

        14.080 Gefährdete warten auf die Ausreise nach Deutschland
        „Die Vorwürfe von Rechtsbruch im Auswärtigen Amt passen da leider gut ins Bild“, sagte Throm. Er begrüße, dass die Berliner Staatsanwaltschaft nun ermittle und das Vertrauen in den Rechtsstaat wiederherstelle: „Die Ideologie der Frau Baerbock und der grünen Partei steht nicht über dem Gesetz“, sagt er.
        […]

        https://www.tagesspiegel.de/politik/arger-fur-das-auswartige-amt-staatsanwaltschaft-ermittelt-wegen-rechtsbeugung-9999019.html

        Und so stand es im CICERO:

        Rechtsbeugung im Auswärtigen Amt?
        Staatsanwaltschaft ermittelt in Baerbocks Visa-Affäre

        Das Auswärtige Amt übte massiven Druck auf die deutsche Botschaft in Islamabad aus, um einen Afghanen trotz gefälschten Passes nach Deutschland zu holen. Jetzt hat die Berliner Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen. Der Verdacht lautet auf Rechtsbeugung.
        VON DANIEL GRÄBER am 13. Juni 2023

        Den Fall Mohammad G. hat Cicero ans Licht gebracht: Einen angeblichen Afghanen, dessen angeblicher Bruder bereits in Deutschland lebt, will das Auswärtige Amt auf Biegen und Brechen in die Bundesrepublik holen, obwohl die eigenen Beamten vor Ort massive Zweifel an seiner Identität und seiner Verfolgungsgeschichte haben. Jetzt hat der Fall womöglich strafrechtliche Konsequenzen. Die Berliner Staatsanwaltschaft ermittelt wegen des Verdachts der Rechtsbeugung. Entsprechende Hinweise, die Cicero und Business Insider exklusiv vorliegen, hat die Ermittlungsbehörde am Dienstag offiziell bestätigt.

        Hochrangige Beamte des von Annalena Baerbock geführten Ministeriums hatten der deutschen Botschaft in Pakistans Hauptstadt Islamabad die Weisung erteilt, Mohammad G. trotz seines gefälschten Passes und ungeklärter Identität ein Visum für die legale Einreise nach Deutschland auszustellen. Die Mitarbeiter vor Ort, die den Antragsteller anders als ihre Vorgesetzten in Berlin gesehen und mit ihm gesprochen haben, weigerten sich, die ihrer Meinung nach rechtswidrige Weisung umzusetzen.

        Ex-Mitarbeiter des Innenministeriums hat Strafanzeige gestellt

        Nachdem wir mehrmals über diesen besonders krassen Fall berichtet haben, stellte ein ehemaliger Mitarbeiter des Bundesinnenministeriums Strafanzeige gegen Verantwortliche des Auswärtigen Amts (AA). „Die Aufnahme von Personen aus Krisengebieten mit ungeklärter Identität und Staatsangehörigkeit ist eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und Ordnung der Bundesrepublik Deutschland“, schreibt er darin. „Für das AA scheinen nicht einmal gefälschte Pässe und erfundene Verwandtschaftsverhältnisse ein Problem zu sein.“
        […]
        Für Annalena Baerbock, die sich seit Beginn ihrer Amtszeit für die Aufnahme von durch die Taliban bedrohten Afghanen einsetzt, ist der Fall Mohammad G. heikel. Denn er reiht sich ein in die generelle Linie ihres Hauses, bei der Auswahl der angeblich Schutzbedürftigen äußerst großzügig zu sein. Sie setzt dabei auf eine sehr intransparente Zusammenarbeit mit zivilgesellschaftlichen Organisationen, zu denen etwa der politisch umstrittene Verein „Mission Lifeline“ zählt.

        Aufnahmeprogramm wegen Sicherheitsbedenken ausgesetzt

        Das von Baerbock gemeinsam mit Innenministerin Nancy Faeser initiierte „Bundesaufnahmeprogramm Afghanistan“ wurde wegen Sicherheitsbedenken wieder ausgesetzt, bevor es richtig gestartet ist. Dies war eine Reaktion auf Cicero-Recherchen, die ein ungewöhnlich deutliches Warnschreiben des deutschen Botschafters in Islamabad an die Öffentlichkeit brachten. Der Botschafter berichtete in dem vertraulichen Schreiben an das Auswärtige Amt in Berlin über Anhaltspunkte für einen systematischen Missbrauch humanitärer Aufnahmeprogramme durch Islamisten.
        Die Bundesregierung entschied daraufhin, das aktuell laufende Programm mit sofortiger Wirkung zu stoppen, um eine zusätzliche Sicherheitsbefragung der Antragsteller zu etablieren. Brisant dabei ist: Die Fachleute des Innenministeriums wollten eine solche Sicherheitsbefragung schon viel früher einführen. Doch Außenministerin Baerbock hatte sich dagegen gesträubt. In einem internen Dokument, das Cicero vorliegt, forderte sie ihre Mitarbeiter dazu auf, gegenüber dem Innenministerium hart zu bleiben und den Streit zu „eskalieren, ggfs. öffentlich“.
        […]

        https://www.cicero.de/aussenpolitik/rechtsbeugung-im-auswartigen-amt-staatsanwaltschaft-ermittelt-baerbock-visa-affare-afghanistan

        Achja, Medienberichte…

        Medienbericht über Biden-Zusage
        USA könnten Ukraine doch Atacms-Raketen liefern
        Kurswechsel in den USA? Washington könnte der Ukraine bald doch die lange gewünschten Atacms-Raketen liefern. Laut NBC soll Joe Biden Präsident Selenskyj dies bei dessen Besuch versprochen haben.
        22.09.2023, 18.48 Uhr
        Im Ringen um weitere US-Waffenlieferungen an die Ukraine gibt es offenbar neue Bewegung. Die USA könnten der Ukraine übereinstimmenden US-Medienberichten zufolge bald Atacms-Raketen mit höherer Reichweite zur Verfügung stellen. Die US-Regierung werde das von Kiew geforderte Waffensystem zur Verteidigung im russischen Angriffskrieg wohl in Kürze bereitstellen, berichteten die »Washington Post« und der US-Sender NBC News am Freitag unter Berufung auf mehrere mit der Sache vertraute Quellen.
        Wie NBC berichtet
        , versprach Präsident Joe Biden seinem ukrainischen Amtskollegen Wolodymyr Selenskyj bei dessen Besuch in Washington die Lieferung einer kleinen Anzahl von Atacms-Raketen. Der Sender beruft sich bei den Informationen auf mehrere US-Offizielle, die mit den Beratungen zwischen Washington und Kiew vertraut sein sollen, und anonym bleiben wollen.
        Auch die »Washington Post « berichtet indes über eine mögliche Lieferung von Atacms-Raketen. Eine finale Entscheidung gibt es demnach allerdings noch nicht. Der Zeitung zufolge soll es sich um eine Atacms-Variante handeln, die mit Streumunition bestückt werden kann.
        […]

        https://www.spiegel.de/ausland/ukraine-krieg-usa-wollen-offenbar-doch-atacms-raketen-liefern-a-6532f115-11c5-46d6-9a92-021651ecc5e0

        „Stattdessen müsste die Programmierung der Ziele jeweils durch Deutsche oder aus Deutschland erfolgen, was absurderweise eine direkte deutsche Beteiligung bei der Bekämpfung der russischen Ziele zur Folge hätte, was wiederum gegen die Lieferung spräche.[…] Oder Herr Koll wurde durch die Regierung im Hintergrund belogen. Soll auch schon vorgekommen sein.“

        Die britischen Storm Shadow-Raketen werden auch durch Briten programmiert, mittels Luftaufklärung durch die USA. Das hat gar nichts mit Reichweite zu tun.

        Budanow stimmt zu:

        Schaden richten sie und vergleichbare Raketen dennoch an:

        https://twitter.com/rybar_force/status/1705649167589142930

        https://twitter.com/RWApodcast/status/1705336977229324358

        Ein solcher Schlag könnte zu Weiterungen führen, weshalb die russische Reaktion zurückhaltend blieb:

        https://twitter.com/ma000111/status/1705381683707691424

        Die Schlamm-Saison scheint begonnen zu haben:

        https://twitter.com/Just_A_Tweeter_/status/1705545597862674699

        Neue Taktik, dasselbe Ergebnis:

        https://twitter.com/ZentraleV/status/1706176704396333216

        Und zwischendurch eine Psy-Op der ukrainischen Regierung: sie ruft die ukrainische Bevölkerung der Krim dazu auf, vor der „Befreiung“ die Krim zu verlassen – was abschlägig beschieden wird:

        https://twitter.com/6teenTons/status/1705948690525860075

        „This was shared by Anastasia Gridchina, the head of the Ukrainian Community of Crimea. „Those who wanted to leave did so back in 2014, and the rest aren’t going anywhere. Ukrainians in Crimea feel perfectly at home, on their native land, in Russian Crimea. Here, Ukrainians are valued, their culture and language are preserved and protected. I am confident that it will continue to be this way,“ she said, emphasizing that they have already felt enough of Kiev’s „care“ for Ukrainian Crimeans and have no desire to return to Ukrainian territory.“

        Selbst Röpcke kriegt sich nicht mehr ein:

        https://twitter.com/JulianRoepcke/status/1705641449046372422

        „Heißt: die Ukraine sollte weiterhin alle Russen auffordern, ihr Territorium im Süden zu verlassen. Die eigene Bevölkerung zur Flucht nach Russland aufzurufen, ist dagegen ein Riesen Fehler. So schwer es auch fällt, sie muss die Krim befreien, ohne ihre eigenen Staatsbürger zu gefährden oder in die Flucht zu drängen.“

        Langsam sollte er doch wissen, wie die Ukraine „befreit“…

        • Und wie feindlich ukrainische Vertreter – hier der Journalist Bohdan Butkevych – bereits 2014 im westfinanzierten Maidan-Sender „hromadske.tv“ (heute nicht mehr existent) über die Donbass-Bevölkerung redeten:

          https://twitter.com/MyLordBebo/status/1702764859266302027

          Die „Factchecker“ in der Ukraine agieren natürlich wie alle „Factchecker“ weltweit: es geht um’s Rechthaben-Wollen des jeweiligen Mainstreams:

          Journalist Bohdan Butkevych reports threats
          06.07.2023, 14:50
          […]
          It should be noted that on July 31, 2014, the Russian TV channel LifeNews showed an excerpt of a video from the Ukrainian channel hromadske.tv. It alleged that Ukrainian journalist Bohdan Butkevych had said:

          „The Donbas is not merely a depressed region. It poses a large complex of issues. One of the biggest such issues is that there is a whole lot of people we don’t need. I am talking about this deliberately. If we take Donetsk oblast alone, there are about 4 million people and at least 1.5 million extra. I want to say that we do not need to understand the Donbas. We just need to understand the Ukrainian national interest. The Donbas should be used as a resource, I think. I don’t have a ready recipe for what needs to be done quickly, but what matters is that it needs to be done now; however brutal it may sound, there is a certain group of people in the Donbas who simply need to be killed off.“
          Stopfake found out what exactly the Ukrainian journalist did say on hromadske.tv and why host Nastya Stanko was not put off by his remarks about „extra people“.

          The Russian channels were drawing from a 49-second video called „Bohdan Butkevich. It’s simple, we just need to kill 1.5 million of Donbas people„.

          The fact-checkers noted that the video has three edit cuts that can be seen with a naked eye. „They show that this is not a full monologue, but four different fragments of it. We get the following formula: excerpt 1 – cut 1 – excerpt 2 – cut 2 – excerpt 3 – cut 3 – excerpt 4”, the journalists note.
          They also noted that there is an original video that lasts 31 minutes and 52 seconds. If we even remove the seven-minute Skype call with another journalist (1:40 – 8:40), which is featured in the original report, we can see that the interview with Butkevych lasts 20 times longer than the edited down 49-second video.

          https://imi.org.ua/en/news/journalist-bohdan-butkevych-reports-threats-i53893

          Wirklich niemand wird diesem Zusammenschnitt entnehmen, daß 1,5 Millionen Donbass-Bewohner getötet werde sollten, selbst wenn er so präsentiert worden sein sollte. Abstoßend ist der generelle Zynismus gegenüber dem Donbass und seiner Bevölkerung. Julia Timoschenko hat 2014 in einem geleakten Telefonat gar gesagt, man solle die 8 Millionen Russen in der Ukraine mit einer Atombombe vernichten – was natürlich nicht wörtlich zu verstehen ist, aber eben den Haß illustriert, der dazu geführt hat, daß die Ukraine einwilligte, als Proxies den US-Krieg gegen Rußland zu führen…

          https://twitter.com/ma000111/status/1706109665875013893

          Da muß ich Kargar mithilfe von Kargar korrigieren:

          https://twitter.com/ma000111/status/1705381683707691424

          Mit „Russian territory outside the special operations zone“ ist natürlich die Krim gemeint.

          Mit dem Hotel Odessa wurde ein solches Kommandozentrum getroffen:

          https://twitter.com/MyLordBebo/status/1706284683208560822

          Zur nicht stattfindenden Wahl in der Ukraine, die der Westen der Ukraine vorwirft, hat Selenskijs Gattin Bemerkenswertes zu sagen:

          https://twitter.com/MyLordBebo/status/1706294559875940566

          Überhaupt das Westpersonal:

          Gelächter im Saal: Biden liefert nächsten Aussetzer – und schlechte Umfrage-Werte
          Stand: 25.09.2023, 11:38 Uhr
          Von: Stefan Krieger

          Washington D.C. – Wieder ein Aussetzer von US-Präsident Joe Biden: Während einer Rede auf der jährlichen Konferenz der Congressional Black Caucus Foundation am Samstag (23. September) gab der 80-Jährige den Namen des US-Rappers LL Cool J falsch wider.

          Biden hielt eine Rede beim Dinner zum „Phoenix-Award“ der Stiftung, mit dem „Personen gewürdigt werden, die einen bedeutenden Beitrag zur Gesellschaft geleistet haben“. Einer der Preisträger war LL Cool J, dessen Namen der Präsident in seiner Rede falsch angab – was später in den sozialen Medien Erheiterung und Kritik hervorrief.
          „LL J Cool J repräsentiert das bahnbrechende Erbe des Hip-Hop in Amerika“, sagte Biden und erntete damit Gelächter aus dem Publikum. „Übrigens, dieser Junge hat einen Bizeps, der größer ist als meine Oberschenkel“.

          Jüngster Aussetzer des Präsidenten: Hohn und Spott in den Sozialen Medien

          Der Fauxpas des Präsidenten löste in den sozialen Medien heftige Reaktionen aus, wobei einige Kritiker auch seine Verwendung des Begriffs „Junge“ bemängelten.
          „Wenn ein Republikaner so etwas sagen würde, gäbe es eine Eruption der Empörung in den Medien, die andauern würde. Und jeder weiß das. Aber sie werden Biden einfach so durchgehen lassen, wie sie es bei all den anderen rassistischen Dingen getan haben, die er im Laufe der Jahrzehnte gesagt hat“, schrieb Donald Trumps ehemaliger Kommunikationsdirektor Tim Murtaugh am Sonntag (24. September) auf der Social-Media-Plattform X, früher bekannt als Twitter.
          „Joe Biden nennt LL Cool J ‚Junge‘. Ich glaube, sein Geist steckt in den 60er Jahren fest“, schrieb X-Nutzer Malachi Maxey. Andere hingegen verteidigten den Präsidenten.
          „In einer gesunden Welt wäre er ein netter alter Mann, der einen Mann, der viel jünger ist als er, als Junge bezeichnet, und das wäre alles sehr liebenswert. LL Cool J würde sich geschmeichelt fühlen, von einem respektablen alten Mann so vertraut angesprochen zu werden. Leider leben wir in einer Welt, in der der Präsident alt ist“, schrieb X-Nutzer Jay Buffalkill.

          https://twitter.com/TimMurtaugh/status/1705915538541601247

          […]
          Bidens Aussetzer schlachten die Republikaner aus

          Der jüngste Fehler des Präsidenten kommt seinen politischen Widersachern von den Republikanern sehr gelegen. Besonders das Wahlkampfteam von Donald Trump hatte immer wieder darauf hingewiesen, dass Biden im Fall einer Wiederwahl im nächsten Jahr möglicherweise nicht die geistigen Fähigkeiten für eine weitere vierjährige Amtszeit besitzt. [Er ist bereits jetzt ganz offensichtlich nicht dazu in der Lage.]
          Eine kürzlich durchgeführte CBS/YouGov-Umfrage ergab, dass nur 34 Prozent der amerikanischen Wähler glauben, dass Biden im Falle seiner Wiederwahl eine volle zweite Amtszeit absolvieren wird. Dem stehen 55 Prozent für Donald Trump gegenüber, den derzeitigen Umfragefavoriten auf die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner. […]

          Auch die jüngste Umfrage der Washington Post und ABC News untermauert die schlechten Werte für Biden. Die Ergebnisse zeigen, dass der amtierende Präsident mit deutlichem Abstand hinter Trump liegt. Laut der Umfrage, die zwischen dem 15. und 20. September telefonisch unter einer Stichprobe von 1.006 Erwachsenen durchgeführt wurde, liegt Trump mit 52 Prozent der Stimmen satte zehn Prozentpunkte vor Biden mit 42 Prozent.

          Schlechte Umfragewerte für Biden

          Die Washington Post betonte zwar, dass es sich bei dieser jüngsten Umfrage um einen Ausreißer handeln könne, der nicht mit anderen Umfragen der letzten Zeit übereinstimme. Sie wies aber zugleich darauf hin, dass die Unzufriedenheit der amerikanischen Wähler gegenüber Biden in Bezug auf den Zustand der US-Wirtschaft und die Migrationsfrage zunehme.

          Trumps Team jubelte nach der Veröffentlichung der neuen Umfrage, wobei der leitende Berater des ehemaligen Präsidenten, Jason Miller, auf X schrieb: „Köpfe explodieren bei der Jeff-Bezos-Amazon-Washington-Post, weil Präsident Trump jetzt landesweit um 10 Punkte (52 Prozent – 42 Prozent) vor Joe Biden liegt, nachdem er im Mai noch um 6 Punkte (49 Prozent – 43 Prozent) geführt hatte!“

          Zu Beginn seiner Kampagne in diesem Jahr versuchte Biden, die demokratischen Wähler mit seinen Bemühungen um den Schutz der amerikanischen Demokratie neu zu motivieren, und hob Themen wie die soziale Sicherheit und den Zugang zur Abtreibung hervor. Die anhaltenden wirtschaftlichen Probleme der USA – wie hohe Benzinpreise und Inflation, die Rückzahlung von Studentenkrediten und jetzt der Streik der Autobauer – haben den Präsidenten jedoch vor große Herausforderungen gestellt, die er nach Meinung der Wähler bislang nicht entschlossen genug angegangen ist. (skr)

          https://www.fr.de/politik/biden-aussetzer-ll-cool-j-schlechte-umfrage-werte-hinter-trump-zr-92540284.html

          Seitdem sebst Democrats, die allesamt die big cities regieren, die Überschwemmung mit illegalen Einwanderern beklagen und von Biden Geld verlangen, ist es natürlich auch vorbei mit dem Narrativ, ausschließlich die Reps würden eine „border crisis“ beklagen.

          Das CDU-Personal der Imagekampagne:

          https://twitter.com/jreichelt/status/1704220854148620476

          Material für echte Satire vom Postillon:

          https://twitter.com/Der_Postillon/status/1704484913938927930

          https://twitter.com/robinalexander_/status/1704456380944400538

          Die CDU muß sich mit Merkel irgendwann einmal richtig auseinandersetzen.

          Am schlimmsten agiert freilich unsere „Chefdiplomatin“ Baerbock, die auf jede ukrainische Propaganda hereinfällt und auch sonst überhaupt gar nichts auf die Reihe bekommt:

          „Zeitenwende in Nahost nicht ignorieren“: Laschet vermisst Engagement in deutscher Außenpolitik
          Der Aussöhnungsprozess zwischen Israel und vier arabischen Staaten findet in Deutschland viel zu wenig Aufmerksamkeit, meint der frühere CDU-Chef. Er will das ändern – mit einem neuen Institut.
          Von Christopher Ziedler
          21.09.2023, 13:43 Uhr

          Herr Laschet, Sie sind Initiator des Abraham Accords Institute, das an diesem Donnerstagabend feierlich in Berlin eröffnet wird. Was hat es damit auf sich? Ist Ihnen langweilig?

          Sicher nicht. Das neue Institut soll auf eine Zeitenwende im Nahen und Mittleren Osten aufmerksam machen, die vor genau drei Jahren stattgefunden hat, aber in Deutschland und Europa von fast niemandem wahrgenommen wurde. Mit den Abraham Accords haben vier arabische Länder 50 Jahre Abgrenzung und Hass überwunden, den Staat Israel anerkannt und mit einer Kooperation in Sicherheits- und Wirtschaftsfragen begonnen – bis hin zur Gründung einer Freihandelszone.
          […]
          Kanzler Olaf Scholz hat gerade mit Israels Premier Benjamin Netanjahu gesprochen, mit dem Kauf der Raketenabwehr Arrow wird die Kooperation in Verteidigungsfragen intensiviert. Sonst aber sind Israel und der Nahe Osten gerade nicht unbedingt der Hotspot deutscher Außenpolitik, oder?

          Ich frage mich, ob es überhaupt einen Hotspot der deutschen Außenpolitik gibt. Im Verhältnis zu Frankreich ist die Luft raus, EU-Initiativen gibt es kaum. Das starke Engagement der Außenministerin für die Ukraine ist wichtig. Um diese zentrale Frage aber kümmert sich schon der Kanzler, und die Welt ist größer.
          […]
          Wir brauchen auch die Länder im Nahen und Mittleren Osten, wenn wir Russland Einhalt in der Ukraine gebieten wollen. Viele Länder dort wie im Rest der Welt sehen die Dinge anders als wir. Ziel muss es sein, sie über Kooperationen für unsere Überzeugungen zu gewinnen.
          Ich stelle aber fest, dass wir sie oft nur belehren, was sie aus unserer Sicht innenpolitisch zu tun haben, Außenpolitik im eigentlichen Sinne findet nicht statt. Außenpolitik ist es nicht, andere Länder moralisch zu belehren, sondern auch mit denen, die anders denken und handeln als wir, gemeinsame Lösungen zu finden.

          Das sehen Sie vermutlich auch in Bezug auf die Volksrepublik China von „Diktator“ Xi Jinping so?

          Wir wussten auch ohne diese Aussage von Frau Baerbock, dass China keine parlamentarische Demokratie ist. Was bringt es denn, andere Länder zu beschimpfen? Wenn Frau Baerbock alle Diktatoren in der UN-Vollversammlung benennen würde, wären das zwei Drittel aller Mitgliedsländer.
          Wenn Außenminister Genscher oder Kanzler Kohl alle kommunistischen Führer vor 1989 ständig als Diktatoren beschimpft hätten, wäre es vielleicht nie zur Wiedervereinigung gekommen. Es kann keinen erfolgreichen internationalen Klimaschutz ohne eine Kooperation mit China geben. Und wir brauchen Peking auch, um auf Moskau deeskalierend einzuwirken. Anderen ständig vors Schienbein zu treten, ist das Gegenteil von guter Außenpolitik.
          […]
          Wir sehen auch demokratische Fortschritte, etwa bei der Religionsfreiheit: In Abu Dhabi hat man jetzt eine Kirche und eine Synagoge erbaut, man lässt also wieder jüdisches Leben zu in einem arabischen Land. Das sind Prozesse, die wir dringend unterstützen sollten. Das ist wirkungsvoller als Frau Faesers One-Love-Binde im Fußballstadion von Katar.
          […]

          https://www.tagesspiegel.de/politik/zeitenwende-in-nahost-nicht-ignorieren-laschet-vermisst-engagement-in-deutscher-aussenpolitik-10504810.html

          Die Aktivistin Faeser ist ein weiterer Ausfall beim politischen Personal, da nutzen auch aktuelle Pirouetten nichts.

          Selbst im ZDF wird Baerbock kritisiert – hier durch Wolfgang Merkel:

          https://twitter.com/berlindirekt/status/1705951987349508430

          Deutschlands beliebtester Soziologe Navid Kermani darf in der NATO-affinen ZEIT einen unentschiedenen Sowohl-als-auch-Artikel placieren, garniert mit Ratlosigkeit, aber doch einigermaßen deutlich gegen Baerbock & Co. gerichtet:

          Frieden für die Ukraine
          Wie kann das enden?
          Die Fronten im Krieg in der Ukraine bewegen sich kaum. Europa braucht endlich eine Strategie, um Frieden zu ermöglichen.
          Von Navid Kermani
          Aktualisiert am 22. September 2023, 7:51 Uhr

          Die bisherige Bilanz der ukrainischen Frühjahrsoffensive, die zur Sommeroffensive wurde und sich nun in den Herbst erstrecken dürfte, ist ernüchternd. Zwar gibt es immer wieder Berichte über Versorgungsschwierigkeiten auf der russischen Seite, über nachlassende Kampfmoral, über eine schwächere zweite Verteidigungslinie [alles Propaganda], aber Tatsache bleibt, dass die ukrainischen Truppen entlang der Front kaum irgendwo mehr als zehn, fünfzehn, allenfalls zwanzig Kilometer vorangekommen sind. Gegenüber 100.000 Quadratkilometern, die weiterhin von Russland besetzt werden, wurden dieses Jahr ganze 250 Quadratkilometer befreit.

          Selbst wenn im nächsten Frühjahr die nächste, die dritte Offensive folgen sollte, deutet wenig auf einen Zusammenbruch der russischen Stellungen, geschweige denn auf das Ende des Putinschen Regimes hin. Auch die Wirtschaftssanktionen scheinen nicht den erhofften Effekt zu haben, da sie zu einem guten Teil von den gestiegenen Energiepreisen kompensiert werden, von denen Russland profitiert. Schon gar nicht ist es der westlichen Diplomatie gelungen, Russland international zu isolieren. Aus Sicht der Ukraine ist Russland eine imperiale Macht, die sich mit dem Ende ihrer Herrschaft nicht abfinden kann. Man könnte meinen, dass diese Sicht vielen Menschen im Globalen Süden einleuchtet, deren Länder ebenfalls das Joch des Kolonialismus und Imperialismus abgeschüttelt haben. Tatsächlich aber überwiegt vielerorts die Skepsis gegenüber den lauteren Absichten jener Länder, die sie selbst mit Kolonialismus und Imperialismus assoziieren. Die Befreiungsrhetorik, die sich durch alle Kriegsreden Putins zog, mag hierzulande nicht ernst genommen worden sein, und tatsächlich war sie ja auch absurd aus dem Mund eines Diktators, der als Erneuerer des Zarenreichs auftritt – als Nachfolger jener Katharina der Großen, die Dutzende Völker unterworfen, russifiziert oder ausgelöscht hat, viele davon auf dem Staatsgebiet der heutigen Ukraine. [Dazu wäre viel zu sagen, so zu den Krimtartaren, die Europäer unterwarfen und sie als Sklaven im Orient feilboten, aber das lasse ich an dieser Stelle sein.]
          Dennoch setzte es schon eine Menge Geschichtsvergessenheit voraus, zu meinen, dass Putins Rolle als Widerstandskämpfer gegen die westliche Hegemonie nirgends verfängt. Die Arroganz, mit der westliche Regierungsvertreter in Kapstadt, Jakarta oder Brasília anfangs die Unterstützung für den gerechten Widerstand der Ukraine eingefordert haben, trug das ihre dazu bei, dass ebendiese Unterstützung wider Erwarten ausblieb.
          […]
          Es ist offensichtlich, dass Wladimir Putin auf den Regierungswechsel in Washington spekuliert, der Stand jetzt wahrscheinlich ist, da sich die Demokraten mangels Alternativen an den greisen Joe Biden klammern, was einem Offenbarungseid des liberalen Amerika ziemlich nahekommt. Die Erfolge nationalistischer Parteien überall in Europa werden die westliche Solidarität weiter untergraben, sodass Putin der Zukunft vergleichsweise gelassen entgegensehen kann, sofern seine Armee bis in den Winter hinein standhält. Diese Realität auszusprechen bedeutet nicht, sie zu wollen, und schon gar nicht bedeutet es, auf der Seite Russlands zu stehen. Eher ist es umgekehrt: Wenn die Ukraine etwas nicht gebrauchen kann, ist es das Wunschdenken westlicher Unterstützer, die sich Frieden nur ohne Putin vorstellen können. Nicht sie sterben im Krieg, falls Putin bleibt.
          […]
          Europas Interessen sind nicht identisch mit denen Amerikas. Vor Monaten bereits hat das der französische Präsident Emmanuel Macron benannt – und wurde in Berlin belächelt, ignoriert oder polemisch kritisiert wie für jeden anderen Vorschlag, den er seit seinem Amtsantritt 2017 für eine größere europäische Einigkeit und Eigenständigkeit gemacht hat. Nun zeigt sich immer deutlicher, er hat recht. Denn sowohl die Vereinigten Staaten als auch China könnten sich mit einem dauerhaften Kriegszustand in Europa gut arrangieren: Nicht nur sind sie geografisch zu weit weg, als dass eine weitere Eskalation ihnen Angst machen müsste. Strategisch, energiepolitisch und ökonomisch profitieren sie auf vielfältige Weise von der Schwächung gleich zweier Konkurrenten, der Europäischen Union und Russlands. Für Europa hingegen bedeutet ein lang anhaltender Krieg unweigerlich einen Niedergang. Ein Krieg führt ja nicht nur dazu, dass in den unmittelbar betroffenen Ländern Menschen sterben, ganze Regionen entvölkert werden, die Infrastruktur zerstört wird und die Wirtschaft leidet. Ein Krieg bringt auch in den umliegenden Ländern Angst, Polarisierung, Flüchtlingsströme, ökonomische Verwerfungen und Radikalisierung mit sich.

          Um Antworten zu finden, muss man mit den Fragen beginnen

          Dennoch gibt es keinerlei Friedensinitiative, die von Europa selbst ausgeht, ja im deutschen Außenministerium nicht einmal Gedankenspiele, Textentwürfe oder Vorbereitungen für eine politisch-strategische Kontaktgruppe analog zur militärischen Ramstein-Kontaktgruppe, wie sie der Leiter der Münchner Sicherheitskonferenz Wolfgang Ischinger vor Monaten bereits angemahnt hat.
          […]
          Wie gesagt, das weiß ich alles nicht. Aber stellt sich eine Frage nicht gerade dann, wenn man die Antwort nicht schon kennt? Umgekehrt müssten sich die politisch Verantwortlichen in den westlichen Hauptstädten und erst recht die Strack-Zimmermanns, deren politische Fantasie für die Ukraine sich auf den Ruf nach Waffenlieferungen beschränkt, doch ebenfalls fragen lassen, wohin es führen soll, wenn alles weitergeht wie bisher – wohin sonst als zu einem jahre- oder jahrzehntelangen Abnutzungskrieg mitten in Europa? Oder gar zu einem Desaster für die Ukraine, falls ab Januar 2025 ein Republikaner im Weißen Haus sitzen wird? Um Antworten zu finden, muss man mit den Fragen beginnen.

          https://www.zeit.de/2023/40/ukraine-frieden-initiative-europa-russland/komplettansicht

          Mir ist es ein Rätsel, wie diese Vertreter des „jahrelangen Abnutzungskrieges“ in der Ukraine es derartig verkennen können, daß der Ukraine die von ihr selbst verheizten Soldaten ausgehen: die seit Monaten zwangsweise eingezogenen Zivilisten sind kein Äquivalent:

          https://twitter.com/MyLordBebo/status/1706386668851237063

      • @gabrielewolff: Vielen Dank für die wertvolle Arbeit für den Frieden hier im Blog!

        Ich habe mir zu Beginn des neuen Ukrainekriegs gewünscht, daß wir, eingedenk unserer besonderen Geschichte, und um einmal wenigstens einen kleinen Bruchteil der auf uns lastenden Schuld zu tilgen, alles daran setzen würden, den Ukrainekrieg zu verhindern, denn wer sonst im Chor der amerikanischen Vasallen hätte dazu Kraft und Argument gehabt, wenn nicht die Deutschen.
        Stattdessen gab es in grenzenlos russlandfeindlicher Hysterie sogar Bestrebungen, den Granden seiner Partei, Gerhard Schröder, der mit seinem „Nein“ zum Irakkrieg mal ein solches Beispiel gesetzt hat, aus derselben auszuschießen…

        Wir hatten hierzuland ja wenigstens kurz die Debatte über die Frage welches unschöne Bild ein abermals in der Ukraine Richtung Osten fahrender Panzer mit an das Eiserne Kreuz erinnernder Bemalung provozieren muß. Nun – wer in unsere historischen Abgründe eintauchen möchte, wird auch bezüglich der Lieferung von Taurusraketen aus Schrobenhausen fündig (das einzig angemessene an diesem Vorhaben, scheint mir die generell bovine Namensgebung zu sein):

        https://de.wikipedia.org/wiki/Paraxol

        Schrobenhausen, Lippoldsberg – klingt doch sehr idyllisch!

        Hunderttausende Menschen in den Tod zu reißen ist keine Kleinigkeit, und so fällt es aus pazifistischer Perpektive schwer, die gefühlten edlen Motive der Waffenlieferungsbefürworter exkulpierend einzubeziehen , auch wenn sie als ein Ergebnis propagandistischen Betrugs erscheinen.

        Die Einflüsterungen lauten:

        -Die Ukrainer wollen kämpfen (also müßten wir ihnen dabei helfen)
        -Die Ukrainische Armee ist stark genug, mit unserer Unterstützung Russland vom vormalig ukrainischen Gebiet zurückzudrängen, also verkürzen unsere Waffenlieferungen sogar den Krieg.

        Wie wir zunehmend merken, stimmt von beidem das Gegenteil.

        Ganz weich wird der moralische Boden dann, wenn es heißt, die Ukrainer kämpften für uns, da sonst bald die russische Armee hier vor der Tür stehe (war denn nicht in der letzten Argumentation die russische Armee noch so schwach, daß sie von den Ukrainern besiegt werden kann? Nebenbei wäre es ja auch ethisch ein „ganz hübsches Modell“, wenn wir angesichts einer existenziellen Bedrohung schlicht Geld gäben, der ukrainische Rekrut aber sein Leben…)

        Richtiger sollte es lauten:

        -Die Ukrainer wollen Frieden, Sicherheit, Freiheit und Wohlstand.

        Tragischerweise war dies für die Menschen in der Ukraine schon in Reichweite, bevor man Anfang 2014 falsch abgebogen ist, denn einer Ukraine mit Neutralitätsstatus, wie dem Östereichs, Schwedens (Tempi passati), oder der Schweiz, wäre als ost-westliches Bindeglied, Transitland und Produzent mit Absatzmarkt in beiden Richtungen eine prosperiende Zukunft beschieden gewesen – eigentlich eine unvermeidliche Rolle, welche (ich wage die Vorraussage) die Ukraine an Ende dieses vermeidbaren Konflikts dennoch einnehmen wird, denn so verstehe ich den Begriff „neue Sicherheitsarchitektur Europas“. Man rekapituliere nur einmal die brutalen Kapriolen der deutsch-französischen Geschichte, und wie anders die Gefühlslage sich heute präsentiert.

        So bleibe ich bei meinen alten Schlussfolgerungen:

        -Wenn Handelsbeziehungen Kriegen entgegenstehen, so werden Kriege von Sanktionen vorangetrieben.

        -Die Anstiftung der Ukrainer zum militärischen Widerstand gegen das stärkere Russland ist ein Verbrechen.

        Ich möchte noch sehr dieses äußerst gehaltvolle Interview mit dem Friedensforscher Professor Werner Ruf empfehlen, in welchem viele wichtige Sätze gesprochen werden:

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