Über diesen Blog

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 Warum habe ich mich entschlossen, neben einer Homepage

http://www.gabrielewolff.de/

auch noch einen Blog zu betreiben?

(Nun ja, ich will es mal mit einem Blog versuchen – ob ich die technischen Fertigkeiten dafür mitbringe, wird sich herausstellen…).

Seit 2010 beschäftige ich mich mit Medienkritik, angeregt durch den Hype, der um Helene Hegemann entstand. Seinerzeit ist mir die fehlende Selbstkritik der Presse, die jegliche literarische Maßstäbe verloren hatte, unangenehm aufgefallen; selbst nachdem Internet-Blogger den plagiatorischen Charakter des bejubelten Erstlings ›Axolotl Roadkill‹ entlarvt hatten, gab es kein Einsehen. Der daraufhin entstehende Essay war zwar schon umfangreich, aber immer noch nicht abgeschlossen, als ich im Juni 2010 durch Lektüre des SPIEGEL-Artikels und des Artikels von Sabine Rückert in der ZEIT auf das Kachelmann-Verfahren aufmerksam wurde, das nicht nur Medien- und Gesellschaftskritik, sondern auch Justizkritik herausforderte. Und damit wollte ich nicht hinterm Berg halten, sondern fing an, in einem Forum zu posten.

Ich habe das Internet als wichtiges Korrektiv erlebt, als Möglichkeit, dem persönlichkeitsrechtsverletzenden Vorverurteilungsfuror der Mehrheit der Massenmedien etwas entgegenzusetzen. Habe die verheerenden Auswirkungen des Feminismus à la Alice Schwarzer auf den Rechtsstaat analysiert, der die Unschuldsvermutung gefährdet und der schon seit langem in der Gesetzgebung (Opferschutz und Nebenklage) sowie in der Rechtsprechung angekommen ist. Ich hatte ein Forum gefunden, in dem, von Ausnahmen abgesehen, ein vernünftiges Gesprächsklima herrschte.

Das blieb nicht so, und ein Blick in andere Foren oder Kommentarspalten offenbarte, daß es oft an Niveau mangelte, wenn nicht gar überwiegend nur getrollt und gepöbelt wurde. Moderation ist notwendig – so viel habe ich gelernt. Es ist keine Zensur, wenn Rechtsverletzungen nicht zugelassen werden: auch die Meinungsfreiheit gilt nicht schrankenlos.

Natürlich haben auch bloß sinnfreie, uninformierte, polemische und rein emotionale Beiträge noch Meinungscharakter; aber sie sind schon so allgegenwärtig, daß sie nicht auch noch das Internet verstopfen müssen. WENN das Internet denn ein Gegengewicht zu den etablierten Mächten sein soll, eine Möglichkeit des Bürgers, sich einzumischen.

Hier jedenfalls soll ein Ort entstehen, an dem, frei von persönlichen Attacken, zur Sache geredet werden soll – gerne informiert, kritisch, streitbar, mit Witz und Humor…

Utopien entwerfen darf man ja wohl noch.

Herzlich willkommen!

Gabriele Wolff

50 Gedanken zu „Über diesen Blog

  1. Liebe Frau Wolff,
    falls Interesse, habe etwas gefunden für Sie, weil der Name „Hans Wollschläger“ genannt wird:
    https://www.danisch.de/blog/2021/08/26/vom-streit-linken-affentheater-und-der-politikwaesche-in-meinem-briefkasten/#more-44909

    Zunächst zu einem Kasten mit roter Überschrift

    „Und zu Anna Livia Plurabelle findet man“,
    und dann innerhalb des Kastens:

    „Belletristik in Übersetzung
    James Joyce
    Anna Livia Plurabelle“

    und weiter zwischendurch wird Ihr Hans Wollschläger genannt?

    Mit freundlichen Grüßen und bleiben Sie gesund
    Dietmar Nisch

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